Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft
vertreten durch das
Sächsische Landesamt für Umwelt und Geologie
Sachgebiet: Bio- und Gentechnik
Abschlussbericht
Nr.: 208/03
Berichtszeitraum: 01.09.2002 – 30.09.2003
Seitenzahl:
46
Tabellen: 27
Abbildungen:
8
zum Forschungs- und Entwicklungsvorhaben
Untersuchung, Bewertung und Verminderung von Emissionen aus-
gewählter, die Gewässerbeschaffenheit beeinträchtigender Abwas-
serinhaltsstoffe im Freistaat Sachsen
Teilprojekt 3:
Erfassungen der Gehalte und Wirkungen gefährlicher Stoffe in Ab-
wassereinleitungen – Studie über effektbezogene Abwasserunter-
suchungen von ausgewählten Abwasserdirekteinleitungen im Frei-
staat Sachsen
Aktenzeichen 13-8802.3522/64-3
Werkvertrag vom 17./18.07.2002
Autoren
Dipl.-Chem. Dr. Peter Roth
Dipl.-Biol. Dr. Detlef Dietzmann
Dipl.-Biol. Ulf Biermann
Durchführende Institution
Dr. Roth bioTEST – Biologisches und chemisches Umweltlabor
Bismarckstraße 39
04249 Leipzig
Tel./Fax (0341) 42 90 308 / - 324
eMail dr.roth-biotest@t-online.de
www.roth-biotest.de
Projektleiter
Dipl.-Chem. Dr. Peter Roth
Leipzig, 30.09.2003
Dr. Roth

Dr. Roth bioTEST
Abschlussbericht 208/03 vom 30.09.2003 („Erfassung der Gehalte ...) Seite 2 von 46
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis.....................................................................................................................2
Verzeichnis der Tabellen..........................................................................................................3
Verzeichnis der Abbildungen....................................................................................................5
Verzeichnis der Abbildungen....................................................................................................5
Erläuterung von Abkürzungen und Maßeinheiten....................................................................6
Veranlassung/Zielstellung ........................................................................................................8
Material und Methoden.............................................................................................................8
Ergebnisse .............................................................................................................................12
Gültigkeitskriterien ..............................................................................................................12
Einzelergebnisse der Biotests ............................................................................................12
B 1...................................................................................................................................13
B 2...................................................................................................................................14
B 3...................................................................................................................................15
B 4...................................................................................................................................16
B 5...................................................................................................................................17
Einzelergebnisse der chemischen Analytik und der Vor-Ort-Prüfungen.............................18
Diskussion .............................................................................................................................33
Zusammenfassung.................................................................................................................43
Literaturverzeichnis ................................................................................................................44
Danksagung ...........................................................................................................................46

Dr. Roth bioTEST
Abschlussbericht 208/03 vom 30.09.2003 („Erfassung der Gehalte ...) Seite 3 von 46
Verzeichnis der Tabellen
Tab. 1:
Vom StUFA Chemnitz ausgewählte und beprobte Abwassererzeuger
und im Rahmen des Berichts verwendete Kurzbezeichnungen. ...........................9
Tab. 2:
Probenahmetermine durch das StUFA Chemnitz und Termine der
Probenübergabe an den Auftragnehmer...............................................................9
Tab. 3:
Charakterisierung der Abwassererzeuger mit Probenahmestelle und
Einleitungsgewässer............................................................................................10
Tab. 4:
Angewandte Verfahren für die Durchführung der öko- und gentoxi-
kologischen Tests................................................................................................11
Tab. 5:
Ergebnisse der öko- und gentoxikologischen Untersuchungen der
Abwasserproben des Direkteinleiters B 1............................................................13
Tab. 6:
Ergebnisse der öko- und gentoxikologischen Untersuchungen der
Abwasserproben des Direkteinleiters B 2............................................................14
Tab. 7:
Ergebnisse der öko- und gentoxikologischen Untersuchungen der
Abwasserproben des Direkteinleiters B 3............................................................15
Tab. 8:
Ergebnisse der öko- und gentoxikologischen Untersuchungen der
Abwasserproben des Direkteinleiters B 4............................................................16
Tab. 9:
Ergebnisse der öko- und gentoxikologischen Untersuchungen der
Abwasserproben des Direkteinleiters B 5............................................................17
Tab. 10:
Ergebnisse der Vor-Ort-Prüfungen und der chemischen Analyse der
Proben des Abwassererzeugers B 1 durch das StUFA Chemnitz.......................18
Tab. 11:
Ergebnisse der Vor-Ort-Prüfungen und der chemischen Analyse der
Proben des Abwassererzeugers B 2 durch das StUFA Chemnitz.......................19
Tab. 12:
Ergebnisse der Vor-Ort-Prüfungen und der chemischen Analyse der
Proben des Abwassererzeugers B 3 durch das StUFA Chemnitz.......................20
Tab. 13:
Ergebnisse der Vor-Ort-Prüfungen und der chemischen Analyse der
Proben des Abwassererzeugers B 4 durch das StUFA Chemnitz.......................21
Tab. 14:
Ergebnisse der Vor-Ort-Prüfungen und der chemischen Analyse der
Proben des Abwassererzeugers B 5 durch das StUFA Chemnitz.......................22
Tab. 15:
Minimal- und Maximalwerte der Vor-Ort-Prüfungen und der
chemischen Analysen der Proben aus dem Zeitraum 1997 bis 2001
(StUFA Chemnitz)................................................................................................23
Tab. 16:
Ergebnisse der Vor-Ort-Prüfungen und der chemischen Analysen der
Proben aus dem Zeitraum 1997 bis 2001. Probenahmestelle B 1. .......................24
Tab. 17:
Ergebnisse der Vor-Ort-Prüfungen und der chemischen Analysen der
Proben aus dem Zeitraum 1997 bis 2001. Probenahmestelle B 2. .......................25
Tab. 18:
Ergebnisse der Vor-Ort-Prüfungen und der chemischen Analysen der
Proben aus dem Zeitraum 1997 bis 2001. Probenahmestelle B 3. .......................27

Dr. Roth bioTEST
Abschlussbericht 208/03 vom 30.09.2003 („Erfassung der Gehalte ...) Seite 4 von 46
Tab. 19:
Ergebnisse der Vor-Ort-Prüfungen und der chemischen Analysen der
Proben aus dem Zeitraum 1999 bis 2001. Probenahmestelle B 4. .......................29
Tab. 20:
Ergebnisse der Vor-Ort-Prüfungen und der chemischen Analysen der
Proben aus dem Zeitraum 1997 bis 2001. Probenahmestelle B 5. .......................30
Tab. 21:
Ergebnisse der statistischen Auswertung der Giftigkeitswerte der 16
untersuchten Abwasserstichproben von Direkteinleitern der Textil-
industrie im Freistaat Sachsen im Untersuchungszeitraum 2002/2003...............32
Tab. 22:
Vor- und Nachteile effektbezogener Untersuchungen und chemischer
Einzelstoffanalytik in komplexen Abwässern (R
EEMTSMA und
K
LINKOW, 2001)....................................................................................................33
Tab. 23:
Vergleich der Ergebnisse der Fisch-Tests (G
F
-Werte) zwischen Dr.
Roth bioTEST und StUFA Chemnitz sowie Beurteilung der Einhaltung
des Anforderungswerts nach Anhang 38 von G
F
= 2 in Klammern. ....................35
Tab. 24:
Vergleich der Ergebnisse von Fisch- und Fischei-Test (G
F
- und G
Ei
-
Werte). .................................................................................................................36
Tab. 25:
Vergleich der statistischen Auswertung der Biotestergebnisse behan-
delter Abwässer direkt einleitender Betriebe des Abwasserherkunfts-
bereichs Anhang 38 (Textilherstellung, Textilveredlung) mit Literatur-
daten aus Deutschland (in kursiver Schreibweise, D
IEHL und HAGEN-
DORF, 1998).........................................................................................................36
Tab. 26:
Verbale Einschätzung der Ökotoxizität der geprüften Abwässer auf
die Testorganismen bzw. die aquatische Lebensgemeinschaft im
Vorfluter nach den laboreigenen Biotestergebnissen..........................................37
Tab. 27:
Abhängigkeit zwischen chemischen Daten (StUFA Chemnitz; im Rah-
men der Direkteinleiter-Kontrolle erhoben) und Giftigkeitswerten mit
Rangkorrelationskoeffizient nach S
PEARMAN
r
, Irrtumswahrscheinlich-
keit
p
und Stichprobenumfang
n.
.........................................................................39

Dr. Roth bioTEST
Abschlussbericht 208/03 vom 30.09.2003 („Erfassung der Gehalte ...) Seite 5 von 46
Verzeichnis der Abbildungen
Abb. 1:
Grafische Darstellung der Ergebnisse der öko- und gentoxikolo-
gischen Untersuchungen von vier Abwasserstichproben des Direkt-
einleiters B 1........................................................................................................13
Abb. 2:
Grafische Darstellung der Ergebnisse der öko- und gentoxikolo-
gischen Untersuchungen von vier Abwasserstichproben des Direkt-
einleiters B 2........................................................................................................14
Abb. 3:
Grafische Darstellung der Ergebnisse der öko- und gentoxikolo-
gischen Untersuchungen von zwei Abwasserstichproben des Direkt-
einleiters B 3........................................................................................................15
Abb. 4:
Grafische Darstellung der Ergebnisse der öko- und gentoxikolo-
gischen Untersuchungen von vier Abwasserstichproben des Direkt-
einleiters B 4........................................................................................................16
Abb. 5:
Grafische Darstellung der Ergebnisse der öko- und gentoxikolo-
gischen Untersuchungen von vier Abwasserstichproben des Direkt-
einleiters B 5........................................................................................................17
Abb. 6:
Positive Korrelation zwischen CSB-Gehalt und Fischgiftigkeit (G
F
-
Wert) von 16 geprüften Stichproben behandelter Abwässer direkt
einleitender Betriebe des Abwasserherkunftsbereichs Anhang 38
(Textilherstellung, Textilveredlung)......................................................................40
Abb. 7:
Positive Korrelation zwischen CSB-Gehalt und G
F
-Wert anhand der
vom StUFA Chemnitz zur Verfügung gestellten Daten aus den Jahren
1997-2001 mit 81 geprüften Wertepaaren...........................................................40
Abb. 8:
Signifikante positive Korrelation nach SPEARMAN zwischen Chrom-
Gehalt und G
D
-Wert der geprüften Abwässer......................................................41

Dr. Roth bioTEST
Abschlussbericht 208/03 vom 30.09.2003 („Erfassung der Gehalte ...) Seite 6 von 46
Erläuterung von Abkürzungen und Maßeinheiten
Abb. Abbildung(en)
AbwV Abwasserverordnung
Ames-Test
Gentoxizitätstest mit Histidin-defizienten Bakterienstämmen
Salmonella
typhimurium
TA100 und TA98 (Salmonella-Mikrosomen-Test) bei denen
Gentoxine Mutationen im Genom induzieren, wodurch sich die spontanen
Mutantenzahlen der Testorganismen erhöhen.
AOX
Adsorbierbares organisches Halogen
AQS Analytische Qualitätssicherung
BSB
5
Biologischer Sauerstoffbedarf in 5 Tagen
bzw. beziehungsweise
CSB Chemischer Sauerstoffbedarf
DIN
Deutsches Institut für Normung e. V.
El. Elektrische(n)
EN Europäische Norm
F&E
Forschung und Entwicklung
f
K
-Wert
Korrekturfaktor im Leuchtbakterien-Test. Quotient aus der Leuchtintensi-
tät I
t
nach einer Inkubationszeit von 30 min und der Ausgangsintensität I
0
in den Kontrollansätzen.
FNU
Formazine Nephelometric Units (Dimension der Trübung)
G-Wert
Giftigkeitswert: Ganzzahliges Volumenverhältnis einer Mischung aus
Abwasser mit Verdünnungswasser und ggf. Inokulum und anderen Nähr-
lösungen.
G
A
-Wert Giftigkeitswert Algen
G
D
-Wert Giftigkeitswert Daphnien
G
EI
-Wert Giftigkeitswert Fischeier/Fischembryonen
G
EU
-Wert Giftigkeitswert Gentoxizität
G
F
-Wert Giftigkeitswert Fische
G
L
-Wert Giftigkeitswert Leuchtbakterien
° C
Grad Celsius
I
0
Leuchtintensität im Leuchtbakterien-Test vor Beginn der Inkubationszeit
(Ausgangsintensität).
ISO
International Organization for Standardization
I
t
Leuchtintensität im Leuchtbakterien-Test nach Ablauf der Inkubationszeit.
LAWA Länderarbeitsgemeinschaft Wasser
m
-1
pro Meter (Dimension des Spektralen Absorptionskoeffizienten)

Dr. Roth bioTEST
Abschlussbericht 208/03 vom 30.09.2003 („Erfassung der Gehalte ...) Seite 7 von 46
Max. Maximum
mg/l Milligramm pro Liter
μS/cm
Mikrosiemens pro Zentimeter (Dimension der El. Leitfähigkeit)
min Minute(n)
Min. Minimum
n
Stichprobenumfang
NH
4
-N Ammonium-Stickstoff
nm Nanometer
NO
2
-N Nitrit-Stickstoff
NO
3
-N Nitrat-Stickstoff
p
Irrtumswahrscheinlichkeit
P gesamt
Phosphor gesamt
r
Korrelationskoeffizient nach Pearson
S9
S9-Extrakt zur metabolischen Aktivierung von Gentoxinen im umu-Test
SAK 436 nm
Spektraler Absorptionskoeffizient bei 436 nm
SBR Sequencing Batch Reactor
Std. Stunde(n)
StUFA Chemnitz
Staatliche(n) Umweltfachamt Chemnitz
Tab. Tabelle(n)
TLUG
Thüringer Landesamt für Umwelt und Geologie
UBA Umweltbundesamt
umu-Test
Gentoxizitätstest bei dem Gentoxine das sogenannte umuC-Gen von
Salmonella typhimurium
TA 1535/pSK 1002 induzieren, welches einer
Schädigung der bakteriellen Erbsubstanz entgegenwirkt.
vgl. vergleiche
Zahn-Wellens-
Test
Statischer Test zur Bestimmung der aeroben biologischen Abbaubarkeit
organischer Stoffe im wässrigen Medium.
z. B.
zum Beispiel

Dr. Roth bioTEST
Abschlussbericht 208/03 vom 30.09.2003 („Erfassung der Gehalte ...) Seite 8 von 46
Veranlassung/Zielstellung
Das biologische und chemische Umweltlabor Dr. Roth bioTEST wurde vom Sächsischen
Landesamt für Umwelt und Geologie mit der Bearbeitung des F&E-Projektes „Untersuchung,
Bewertung und Verminderung von Emissionen ausgewählter, die Gewässerbeschaffenheit
beeinträchtigender Abwasserinhaltsstoffe im Freistaat Sachsen. Teilprojekt 3: Erfassungen
der Gehalte und Wirkungen gefährlicher Stoffe in Abwassereinleitungen – Studie über ef-
fektbezogene Abwasseruntersuchungen von ausgewählten Abwasserdirekteinleitungen im
Freistaat Sachsen“ beauftragt. Grundlage der Arbeiten sollte die vom Umweltbundesamt
veröffentlichte „Untersuchungsstrategie für gefährliche Stoffe in Abwassereinleitungen“
(R
EEMTSMA und KLINKOW 2001) sein, mit deren Hilfe das Umweltgefährdungspotential von
Abwasserdirekteinleitungen anhand von Toxizität, Persistenz und Bioakkumulierbarkeit beur-
teilt werden kann.
Im Verlauf des Ausschreibungsverfahrens wurde der Umfang der Arbeiten erheblich redu-
ziert. Auftragsgemäß sollten nunmehr vier Abwässer der Textilindustrie in Hinblick auf ihre
akute Ökotoxizität (Testorganismen: Fische, Fischembryonen, Daphnien, einzellige Grünal-
gen, Leuchtbakterien) und Gentoxizität (umu-Test) nach insgesamt vier Beprobungsterminen
untersucht werden. Die Auswahl der Unternehmen erfolgte durch das Staatliche Umwelt-
fachamt Chemnitz. Nach zwei Beprobungsterminen wurde ein Abwasserdirekteinleiter aus
dem Untersuchungsprogramm herausgenommen, da er den Betrieb am ausgewählten
Standort eingestellt hatte. Dafür wurde ein weiterer Abwassererzeuger einbezogen. Der Ge-
samtauftragsumfang wurde dabei unverändert beibehalten.
Die Ergebnisse dieser effektbezogenen Abwasseruntersuchungen sollten mit den Resultaten
der chemischen Prüfungen durch das StUFA Chemnitz verglichen werden. Im weiteren war
vorgesehen, für den Anhang 38 (2002) „Textilherstellung und Textilveredlung“ zur Abwas-
serverordnung (1999) geeignete ökotoxikologische Parameter zu benennen und – wenn
möglich – Vorschläge zur Reduzierung des von den geprüften Abwässern ausgehenden
Umweltgefährdungspotentials zu erarbeiten.
Das Untersuchungsprogramm erstreckte sich über den Zeitraum September 2002 bis Sep-
tember 2003 mit jeweils 50 % der experimentellen Arbeiten in den beiden Kalenderjahren.
Material und Methoden
Auftragsgemäß wurden die Abwasserdirekteinleitungen von fünf sächsischen Textilbetrieben
untersucht. Die Probenahme erfolgte durch das StUFA Chemnitz. Die Proben wurden im
StUFA Chemnitz abgeholt und gekühlt in das Labor des Auftragnehmers transportiert. Ein
Teil der ökotoxikologischen Arbeiten wurde noch am gleichen Tag begonnen. Das restliche
Probenmaterial wurde portioniert und bei –18 °C aufbewahrt.
In Tabelle 1 sind die beprobten Abwassererzeuger sowie die im Rahmen dieses Berichts
verwendeten Kurzbezeichnungen aufgelistet.

Dr. Roth bioTEST
Abschlussbericht 208/03 vom 30.09.2003 („Erfassung der Gehalte ...) Seite 9 von 46
Tab. 1:
Vom StUFA Chemnitz ausgewählte und beprobte Abwassererzeuger und im Rah-
men des Berichts verwendete Kurzbezeichnungen.
Abwassererzeuger
Kurzbezeichnung
Betrieb 1
B 1
Betrieb 2
B 2
Betrieb 3
B 3
Betrieb 4
B 4
Betrieb 5
B 5
Die Termine der Probenentnahme und der Probenübergabe sind in Tabelle 2 zusammenge-
fasst. Detailliertere Angaben zu den Bedingungen der Probenentnahme und den aufgenom-
menen Vor-Ort-Parametern folgen in den Tabellen 2 und 3 sowie im Kapitel „Ergebnisse“.
Tab. 2:
Probenahmetermine durch das StUFA Chemnitz und Termine der Probenüberga-
be an den Auftragnehmer.
Abwassererzeuger Probenahmetermine Probenübergabetermine
B 1
05.09.02
10.10.02
18.02.03
13.05.03
06.09.02
11.10.02
18.02.03
14.05.03
B 2
06.09.02
11.10.02
18.02.03
14.05.03
06.09.02
11.10.02
18.02.03
14.05.03
B 3
06.09.02
11.10.02
06.09.02
11.10.02
B 4
06.09.02
11.10.02
18.02.03
14.05.03
06.09.02
11.10.02
18.02.03
14.05.03
B 5
26.02.03
13.05.03
26.02.03
14.05.03
Die dem Auftragnehmer vorliegenden Angaben zum Produktionsprofil, Stand der angewand-
ten Abwasserbehandlung, Probenahmestelle und Einleitungsgewässer der ausgewählten
Abwasserdirekteinleiter gibt die Tabelle 3 wieder.

Dr. Roth bioTEST
Abschlussbericht 208/03 vom 30.09.2003 („Erfassung der Gehalte ...) Seite 10 von 46
Tab. 3:
Charakterisierung der Abwassererzeuger mit Probenahmestelle und Einleitungs-
gewässer.
Abwasser-
erzeuger
Produktions-
profil
Stand der Abwasser-
behandlung
Probenahme-
stelle
Einleitungs-
gewässer
B 1
Lohnveredler
(Veredlung, Vorbe-
handeln, Färben,
Rauen, Scheren,
Schleifen, Knaut-
schen, vorrangig Ma-
schenware, Gewirke)
Biologische Kläranlage
(2 SBR) als erste Aus-
baustufe der Endlö-
sung. Inbetriebnahme
einer Entfärbung für
2004 geplant.
Ablauf Aus-
gleichsteich
Gewässer 1
B 2
Lohnveredler
(Bleichen, Färben,
Appretieren von Ge-
wirken und Gestri-
cken)
Abwasserbehand-
lungsanlage mit 2 in
Reihe geschalteten of-
fenen Misch-, Aus-
gleichs- und Absetz-
becken.
Kontrollschacht
Ablauf Misch-
und Aus-
gleichsbecken
Gewässer 2
B 3
Lohnveredler
(Filamentgarne, Tex-
turieren, Färben,
Garne und Stückwa-
re)
Abwasserbehand-
lungsanlage mit 2 in
Reihe geschalteten
Vierkammergruben.
Kontrollschacht
Ablauf Misch-
und Aus-
gleichsbecken
Gewässer 3
B 4
Eigenveredler
(vorrangig Gewebe)
Anlage nach dem
Stand der Technik mit
trägergestützter Biolo-
gie (Braunkohlenkoks),
Adsorption (Braunkoh-
lenkoks), Filtration
(Kiesfilter, Aktivkohle),
Umkehrosmose.
Probenahme-
hahn Ablauf
Produktions-
abwasser-
behandlungs-
anlage
Gewässer 3
B 5
Eigenveredler
(vorrangig Garne, un-
terschiedliches Mate-
rial)
Belüfteter Abwasser-
tank mit 60 m
3
Fas-
sungsvermögen.
Ablauf Stahl-
behälter
Gewässer 4
Die ökotoxikologischen und gentoxikologischen Arbeiten erfolgten nach den in Tabelle 4 auf-
geführten Verfahren.

Dr. Roth bioTEST
Abschlussbericht 208/03 vom 30.09.2003 („Erfassung der Gehalte ...) Seite 11 von 46
Tab. 4:
Angewandte Verfahren für die Durchführung der öko- und gentoxikologischen
Tests.
Kurz-
Bezeichnung
Verfahren Methode
Fisch-Test
Bestimmung der nicht akut giftigen Wir-
kung von Abwasser gegenüber Fischen
über Verdünnungsstufen
Testorganismus:
Leuciscus idus
L.
(Goldorfe)
DIN 38412 L 31 (1989) unter
Berücksichtigung des AQS-
Merkblatts P-9/1 (LAWA
1994)
Fischei-Test
Bestimmung der nicht akut giftigen Wir-
kung von Abwasser auf die Entwicklung
von Fischeiern über Verdünnungsstufen
Prüfung mit Embryonen von
Brachydanio
rerio
(Zebrabärbling)
DIN 38 415 T 6 (2001)
Daphnien-Test
Bestimmung der nicht akut giftigen Wir-
kung von Abwasser gegenüber Daphnien
über Verdünnungsstufen
Testorganismus:
Daphnia magna
STRAUS (Großer Wasserfloh)
DIN 38412 L 31 (1989) unter
Berücksichtigung des AQS-
Merkblatts P-9/2 (LAWA
2000)
Algen-Test
Bestimmung der nicht giftigen Wirkung
von Abwasser gegenüber Grünalgen über
Verdünnungsstufen
Testorganismus:
Scenedesmus subspica-
tus
DIN 38412 L 33 (1991) unter
Berücksichtigung des AQS-
Merkblatts P-9/3 (LAWA
1998)
Auswertekriterium: Zellzahl
Leuchtbakterien-
Test
Bestimmung der Hemmwirkung von
Wasserproben auf die Lichtemission von
Vibrio fischeri.
Teil 1: Verfahren mit frisch
gezüchteten Bakterien
Testorganismus:
Vibrio fischeri
EN ISO 11348 L 34 (1998) /
DIN 38412 L 34 (L 341)
(1993) unter Berücksichti-
gung des AQS-Merkblatts
P-9/5 (LAWA 1996)
umu-Test
Bestimmung des erbgutverändernden Po-
tentials von Wasser- und Abwasserin-
haltsstoffen mit dem umu-Test
Testorganismus:
Salmonella typhimurium
TA1535/pSK 1002
DIN 38415 T 3 (1996) unter
Berücksichtigung des AQS-
Merkblatts P-9/6 (LAWA
1998)
Für den umu-Test ergibt sich folgender Unterschied zwischen der DIN 38415 T 3 und dem
AQS-Merkblatt P-9/6. Während nach der DIN-Norm als G
EU
-Wert die kleinste Verdünnungs-
stufe angegeben wird, die eine Induktionsrate < 1,5 bewirkt, kann gemäß AQS-Merkblatt der
kleinste Wert von G angegeben werden, bei dem eine Induktionsrate < 1,3 gemessen wird.
Beide Auswerteverfahren wurden genutzt und die sich daraus ergebenden Resultate aufge-
führt.
Eine Probe gilt als mutagen, wenn bei mindestens einer der beiden Testvarianten mit oder
ohne metabolische Aktivierung, das heißt mit bzw. ohne S9-Rattenleberhomogenisat zur Ak-
tivierung von Gentoxinen, die genannte Induktionsrate erzielt oder überschritten wird. Test-
bedingt ergibt sich als kleinste Verdünnungsstufe, die im umu-Test geprüft werden kann die
Verdünnung 1:1,5.

Dr. Roth bioTEST
Abschlussbericht 208/03 vom 30.09.2003 („Erfassung der Gehalte ...) Seite 12 von 46
Ergebnisse
Im Teilprojekt 3 – Erfassungen der Gehalte und Wirkungen gefährlicher Stoffe in Abwasser-
einleitungen - Studie über effektbezogene Abwasseruntersuchungen von ausgewählten Ab-
wasserdirekteinleitungen im Freistaat Sachsen - wurden durch das Umweltlabor Dr. Roth
bioTEST 16 Abwasserstichproben in Biotests öko- und gentoxikologisch untersucht. In allen
Fällen wurden die folgenden Gültigkeitskriterien der Biotests erreicht bzw. eingehalten:
Gültigkeitskriterien
Fisch-Test:
-
In den Kontrollansätzen (ohne Abwasser) überlebten alle Fische.
-
Der Sauerstoffgehalt am Versuchsende betrug mindestens 4 mg/l.
Fischei-Test:
-
Mindestens 90 % der Embryonen in den externen Kontrollansätzen (ohne Abwasser)
überlebten im Testzeitraum von 48 Std.
- In den Ansätzen mit der Referenzsubstanz 3,4-Dichloranilin (3,7 mg/l) waren nach
Ablauf des Testzeitraums von 48 Std. mindestens 2 von 10 Embryonen tot.
Daphnien-Test:
- In den Kontrollansätzen (ohne Abwasser) behielten alle Daphnien ihre Schwimmfä-
higkeit.
- In den Ansätzen mit der Referenzsubstanz Kaliumdichromat (1,2 mg/l) lag die
Schwimmunfähigkeit der Daphnien nach 24 Std. zwischen 40 und 60 %.
-
Der Sauerstoffgehalt am Versuchsende betrug mindestens 2 mg/l.
Algen-Test:
- In den Kontrollansätzen (ohne Abwasser) stieg die Algenzellzahl während der Ver-
suchsdauer auf mehr als das 30fache der Ausgangszellzahl.
Leuchtbakterien-Test:
-
Der
f
K
-Wert lag zwischen 0,6 und 1,8 (der
f
K
-Wert ist ein Korrekturfaktor und stellt den
Quotienten aus der Leuchtintensität
I
t
nach einer Inkubationszeit von 30 min und der
Ausgangsintensität
I
0
in den Kontrollansätzen (ohne Abwasser) dar.
- Die Abweichung der Parallelbestimmungen von ihrem Mittelwert lag sowohl in den
Kontrollansätzen (ohne Abwasser) als auch in den Testansätzen nicht über 3 % bzw.
3 Prozentpunkte.
- Die Hemmwirkung der Referenzsubstanz Zinksulfat-Heptahydrat (25 mg Zn
2+
/l)) be-
trug zwischen 20 und 80 %.
umu-Test:
- Die Referenzansätze mit 4-Nitrochinolin-1-oxid (Ansätze ohne S9) bzw. Amino-
anthracen (Ansätze mit S9) wiesen Induktionsraten > 2 auf.
-
Alle Wachstumsfaktoren lagen über 0,5.
-
Das Mindestwachstum der Kontrollansätze betrug mehr als 140 FNU.
Einzelergebnisse der Biotests
In den Tabellen 5 bis 9 sowie in den Abbildungen 1 bis 5 sind die Ergebnisse der öko- und
gentoxikologischen Untersuchungen für die einzelnen Abwassererzeuger dargestellt. Zum
Vergleich enthalten die Tabellen 10 bis 14 die vom StUFA Chemnitz zur Verfügung gestell-
ten Ergebnisse der Vor-Ort-Prüfungen und der chemischen Analysen der gleichen Proben
und die Tabellen 15 bis 20 Analyseergebnisse aus den Jahren 1997 bis 2001.

Dr. Roth bioTEST
Abschlussbericht 208/03 vom 30.09.2003 („Erfassung der Gehalte ...) Seite 13 von 46
B 1
Das Abwasser des Textilveredlers B 1 zeigte in vier untersuchten Stichproben nur eine ge-
ringe Toxizität und zwar in den Parametern Algen- und Leuchtbakterien-Test. Als höchster
Giftigkeitswert wurde ein G
A
-Wert von 4 ermittelt. Weder in den Tests mit Fischen und Fisch-
embryonen noch in der Untersuchung der Gentoxizität mit und ohne metabolische Aktivie-
rung wurde eine toxische Wirkung festgestellt.
Tab. 5:
Ergebnisse der öko- und gentoxikologischen Untersuchungen der Abwasser-
proben des Direkteinleiters B 1.
Parameter
05.09.2002 10.10.2002 18.02.2003 13.05.2003
Fisch-Test (G
F
-Wert) 1 1 1 2
Fischei-Test (G
Ei
-Wert) 1 1 1 1
Daphnien-Test (G
D
-Wert) 1 1 1 1
Algen-Test (G
A
-Wert) 4 4 3 1
Leuchtbakterien-Test (G
L
-Wert) 1 3 3 3
umu-Test ohne S9
(G
EU
-Wert nach DIN)
1,5 1,5 1,5 1,5
umu-Test mit S9
(G
EU
-Wert nach DIN)
1,5 1,5 1,5 1,5
umu-Test ohne S9
(G
EU
-Wert nach AQS)
1,5 1,5 1,5 1,5
umu-Test mit S9
(G
EU
-Wert nach AQS)
1,5 1,5 1,5 1,5
Algen-Test, Leuchtbakterien-Test: G
A,L
= 1 bedeutet Verdünnung 1 : 1,25
Abb. 1:
Grafische Darstellung der Ergebnisse der öko- und gentoxikologischen Unter-
suchungen von vier Abwasserstichproben des Direkteinleiters B 1.
Fisch-Test
Fischei-Test
Daphnien-Test
Algen-Test
Leuchtbakterien-Test
umu-Test
(ohne
S9, DIN)
umu-Test
(mit
S9, DIN)
umu-Test
(ohne
S9, AQS)
umu-Test
(mit
S9, AQS)
Parameter
G
x
-Wert
05.09.02
10.10.02
18.02.03
13.05.03
2
12
24

Dr. Roth bioTEST
Abschlussbericht 208/03 vom 30.09.2003 („Erfassung der Gehalte ...) Seite 14 von 46
B 2
Das Abwasser des Textilveredlers B 2 wies bei allen Probenahmeterminen eine deutliche
Ökotoxizität auf, die mit einem G
L
von 24 ihr Maximum erreichte. Ein gentoxischer Effekt
wurde bei den vier untersuchten Stichproben nicht beobachtet.
Tab. 6:
Ergebnisse der öko- und gentoxikologischen Untersuchungen der Abwasser-
proben des Direkteinleiters B 2.
Parameter 06.09.2002 11.10.2002 18.02.2003 14.05.2003
Fisch-Test (G
F
-Wert) 3 4 8 12
Fischei-Test (G
Ei
-Wert) 8 4 12 6
Daphnien-Test (G
D
-Wert) 3 4 3 4
Algen-Test (G
A
-Wert) 8 2 3 4
Leuchtbakterien-Test (G
L
-Wert) 3 16 12 24
umu-Test ohne S9
(G
EU
-Wert nach DIN)
1,5 1,5 1,5 1,5
umu-Test mit S9
(G
EU
-Wert nach DIN)
1,5 1,5 1,5 1,5
umu-Test ohne S9
(G
EU
-Wert nach AQS)
1,5 1,5 1,5 1,5
umu-Test mit S9
(G
EU
-Wert nach AQS)
1,5 1,5 1,5 1,5
Algen-Test, Leuchtbakterien-Test: G
A,L
= 1 bedeutet Verdünnung 1 : 1,25
Abb. 2:
Grafische Darstellung der Ergebnisse der öko- und gentoxikologischen Unter-
suchungen von vier Abwasserstichproben des Direkteinleiters B 2.
Fisch-Test
Fischei-Test
Daphnien-Test
Algen-Test
Leuchtbakterien-Test
umu-Test (ohne S9, DIN)
umu-Test (mit
S9,
DIN)
umu-Test (ohne S9, AQS)
umu-Test (mit
S9,
AQS)
Parameter
G
x
-Wert
06.09.02
11.10.02
18.02.03
14.05.03
2
12
24

Dr. Roth bioTEST
Abschlussbericht 208/03 vom 30.09.2003 („Erfassung der Gehalte ...) Seite 15 von 46
B 3
Die zwei geprüften Abwasserstichproben des Textilveredlers B 3 wiesen eine deutliche Öko-
toxizität auf, die mit einem G
L
von 24 ihr Maximum erreichte. Ein geringer gentoxischer Effekt
wurde lediglich ohne metabolische Aktivierung (S9) beobachtet (G
EU
= 3 am 11.10.02). Legt
man bei der Auswertung den strengeren Maßstab des AQS-Merkblattes an, führten beide
Stichproben zu einem G
EU
-Wert von 6.
Tab. 7:
Ergebnisse der öko- und gentoxikologischen Untersuchungen der Abwasser-
proben des Direkteinleiters B 3.
Parameter 06.09.2002 11.10.2002
Fisch-Test (G
F
-Wert) 6 6
Fischei-Test (G
Ei
-Wert) 4 6
Daphnien-Test (G
D
-Wert) 12 6
Algen-Test (G
A
-Wert) 8 6
Leuchtbakterien-Test (G
L
-Wert) 12 24
umu-Test ohne S9
(G
EU
-Wert nach DIN)
1,5 3
umu-Test mit S9
(G
EU
-Wert nach DIN)
1,5 1,5
umu-Test ohne S9
(G
EU
-Wert nach AQS)
6 6
umu-Test mit S9
(G
EU
-Wert nach AQS)
1,5 1,5
Algen-Test, Leuchtbakterien-Test:
G
A,L
= 1 bedeutet Verdünnung 1 : 1,25
Abb. 3:
Grafische Darstellung der Ergebnisse der öko- und gentoxikologischen Unter-
suchungen von zwei Abwasserstichproben des Direkteinleiters B 3.
Fisch-Test
Fischei-Test
Daphnien-Test
Algen-Test
Leuchtbakterien-Test
umu-Test (ohne
S9,
DIN)
umu-Test (mit S9, DIN)
umu-Test (ohne
S9,
AQS)
umu-Test (mit S9, AQS)
Parameter
G
x
-Wert
06.09.02
11.10.02
2
12
24

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Abschlussbericht 208/03 vom 30.09.2003 („Erfassung der Gehalte ...) Seite 16 von 46
B 4
Die vier geprüften Abwasserstichproben des Textilveredlers B 4 wiesen überwiegend eine
geringe Ökotoxizität mit G-Werten zwischen 1 und 3 auf. Lediglich ein Ergebnis (G
L
= 12 am
11.10.02) fällt hierbei aus dem Rahmen. Ein gentoxischer Effekt wurde bei den vier unter-
suchten Stichproben nicht festgestellt.
Tab. 8:
Ergebnisse der öko- und gentoxikologischen Untersuchungen der Abwasser-
proben des Direkteinleiters B 4.
Parameter 06.09.2002 11.10.2002 18.02.03 14.05.03
Fisch-Test (G
F
-Wert) 2 2 1 3
Fischei-Test (G
Ei
-Wert) 1 1 1 1
Daphnien-Test (G
D
-Wert) 2 1 1 1
Algen-Test (G
A
-Wert) 1 3 1 1
Leuchtbakterien-Test (G
L
-Wert) 1 12 1 1
umu-Test ohne S9
(G
EU
-Wert nach DIN)
1,5 1,5 1,5 1,5
umu-Test mit S9
(G
EU
-Wert nach DIN)
1,5 1,5 1,5 1,5
umu-Test ohne S9
(G
EU
-Wert nach AQS)
1,5 1,5 1,5 1,5
umu-Test mit S9
(G
EU
-Wert nach AQS)
1,5 1,5 1,5 1,5
Algen-Test, Leuchtbakterien-Test: G
A,L
= 1 bedeutet Verdünnung 1 : 1,25
Abb. 4:
Grafische Darstellung der Ergebnisse der öko- und gentoxikologischen Unter-
suchungen von vier Abwasserstichproben des Direkteinleiters B 4.
Fisch-Test
Fischei-Test
Daphnien-Test
Algen-Test
Leuchtbakterien-Test
umu-Test (ohne
S9,
DIN)
umu-Test (mit S9, DIN)
umu-Test (ohne
S9,
AQS)
umu-Test (mit S9, AQS)
Parameter
G
x
-Wert
06.09.02
11.10.02
18.02.03
14.05.03
2
12
24

Dr. Roth bioTEST
Abschlussbericht 208/03 vom 30.09.2003 („Erfassung der Gehalte ...) Seite 17 von 46
B 5
Die zwei untersuchten Abwasserstichproben des Textilveredlers B 5 wiesen eine
Ökotoxizität mit G-Werten zwischen 1 und 16 auf. Ein gentoxischer Effekt wurde nicht fest-
gestellt.
Tab. 9:
Ergebnisse der öko- und gentoxikologischen Untersuchungen der Abwasser-
proben des Direkteinleiters B 5.
Parameter 26.02.2003 13.05.2003
Fisch-Test (G
F
-Wert)
2
3
Fischei-Test (G
Ei
-Wert)
4
2
Daphnien-Test (G
D
-Wert)
2
1
Algen-Test (G
A
-Wert)
8
2
Leuchtbakterien-Test (G
L
-Wert) 4 16
umu-Test ohne S9
(G
EU
-Wert nach DIN)
1,5
1,5
umu-Test mit S9
(G
EU
-Wert nach DIN)
1,5
1,5
umu-Test ohne S9
(G
EU
-Wert nach AQS)
1,5
1,5
umu-Test mit S9
(G
EU
-Wert nach AQS)
1,5
1,5
Algen-Test, Leuchtbakterien-Test: G
A,L
= 1 bedeutet Verdünnung 1 : 1,25
Abb. 5:
Grafische Darstellung der Ergebnisse der öko- und gentoxikologischen Unter-
suchungen von vier Abwasserstichproben des Direkteinleiters B 5.
Fisch-Test
Fischei-Test
Daphnien-Test
Algen-Test
Leuchtbakterien-Test
umu-Test
(ohne
S9,
DIN)
umu-Test
(mit
S9,
DIN)
umu-Test
(ohne
S9,
AQS)
umu-Test
(mit
S9,
AQS)
Parameter
G
x
-Wert
26.02.03
13.05.03
2
12
24

Dr. Roth bioTEST
Abschlussbericht 208/03 vom 30.09.2003 („Erfassung der Gehalte ...) Seite 18 von 46
Einzelergebnisse der chemischen Analytik und der Vor-Ort-Prüfungen
Tab. 10: Ergebnisse der Vor-Ort-Prüfungen und der chemischen Analyse der Proben des
Abwassererzeugers B 1 durch das StUFA Chemnitz.
Parameter Dimension B 1
Probenahmetermin
05.09.2002 10.10.2002 17.02.2003 13.05.2003
Uhrzeit
11:12
8:38 – 8:48
8:15 – 8:25
11:40–11:50
Art der
Probenahme
Stichprobe qualifizierte
Stichprobe
qualifizierte
Stichprobe
qualifizierte
Stichprobe
Farbe
rot
leicht rot
leicht rot
rötlich
Trübung
sehr
schwach
gering - mäßig
Geruch
leicht dumpf leicht dumpf
-
dumpf
Schwimmstoffe - - - -
Schwebstoffe
-
sehr gering
sehr gering
-
Schaumbildung gering mäßig gering gering
Abwasservolumen-
strom
m³/h 0,04 2,5 16,2 15,1
Temperatur °C 34,8 30,7 20,9 31,3
pH-Wert 7,3 7,2 7,2 7,5
El. Leitfähigkeit
μS/cm
1 030
1 698
1 032
1 743
CSB mg/l 171 148 105 98
BSB
5
mg/l 9 6 5 < 3
NH
4
-N mg/l 0,74 0,088 2,1 2,9
NO
3
-N mg/l 0,13 0,290 0,23 0,14
NO
2
-N
mg/l
< 0,05
0,005
< 0,05
< 0,05
P gesamt mg/l 0,96 0,666 0,31 0,35
AOX mg/l 0,068 < 0,010 0,041 0,052
Chrom
mg/l
0,05
0,026
< 0,015
< 0,015
Kupfer
mg/l
< 0,02
< 0,010
0,025
0,043
Nickel mg/l - - - -
Zinn mg/l - - - -
Zink mg/l - - - -
SAK 436 nm m
-1
7,1 7,9 3,3 3,2
SAK 525 nm m
-1
5,4 5,9 2,0 3,0
SAK 620 nm m
-1
2,4 3,5 1,1 1,3
Sulfid
mg/l
< 0,02
< 0,04
< 0,02
< 0,02
Sulfit
mg/l
0,7
< 1
0,2
< 0,2
Fisch-Test
(G
F
-Wert)
1 1 1 1
-
es liegen keine Ergebnisse vor

Dr. Roth bioTEST
Abschlussbericht 208/03 vom 30.09.2003 („Erfassung der Gehalte ...) Seite 19 von 46
Tab. 11: Ergebnisse der Vor-Ort-Prüfungen und der chemischen Analyse der Proben des
Abwassererzeugers B 2 durch das StUFA Chemnitz.
Parameter Dimension B 2
Probenahmetermin
06.09.2002 11.10.2002 18.02.2003 14.05.2003
Uhrzeit
8:25 – 8:35
8:40 – 8:50
8:30 – 8:40
8:30 – 8:40
Art der
Probenahme
qualifizierte
Stichprobe
qualifizierte
Stichprobe
qualifizierte
Stichprobe
qualifizierte
Stichprobe
Farbe rot rot violett rot-grau
Trübung mäßig mäßig mäßig mäßig
Geruch
leicht faulig
leicht faulig
leicht faulig
leicht faulig
Schwimmstoffe - - - -
Schwebstoffe mäßig mäßig gering mäßig
Schaumbildung mäßig gering gering -
Abwasservolumen-
strom
m³/h
1,8
1)
1,8
1)
1,1
1)
0,72
1)
Temperatur °C 23,8 18,2 12,4 19,5
pH-Wert 7,7 7,3 7,6 7,3
El. Leitfähigkeit
μS/cm
1 313
1 445
1 871
1 206
CSB mg/l 389 441 1 165 687
BSB
5
mg/l - - - -
NH
4
-N mg/l 0,224 1,0 0,991 0,464
NO
3
-N
mg/l
< 0,1
< 0,1
6,37
< 0,1
NO
2
-N mg/l 0,022 0,065 0,538 0,011
P gesamt mg/l 0,74 1,99 1,16 1,40
AOX
mg/l
< 0,010
< 0,010
0,039
< 0,010
Chrom mg/l 0,027 0,130 0,038 0,036
Kupfer
mg/l
< 0,010
0,016
< 0,010
< 0,010
Nickel mg/l - - - -
Zinn mg/l - - - -
Zink mg/l - - - -
SAK 436 nm
m
-1
17,8 23,5 21,0 8,7
SAK 525 nm
m
-1
22,9 24,0 22,1 6,6
SAK 620 nm
m
-1
9,9 12,4 17,3 3,3
Sulfid mg/l 0,858 0,31 0,686 < 0,04
Sulfit mg/l - - - -
Fisch-Test
(G
F
-Wert)
6 6 6 8
-
es liegen keine Ergebnisse vor
1)
umgerechnet aus Schätzwerten in l/s

Dr. Roth bioTEST
Abschlussbericht 208/03 vom 30.09.2003 („Erfassung der Gehalte ...) Seite 20 von 46
Tab. 12: Ergebnisse der Vor-Ort-Prüfungen und der chemischen Analyse der Proben des
Abwassererzeugers B 3 durch das StUFA Chemnitz.
Parameter Dimension B 3
Probenahmetermin
06.09.2002
11.10.2002
Uhrzeit
9:30 – 9:40
9:30
Art der
Probenahme
qualifizierte
Stichprobe
qualifizierte
Stichprobe
Farbe blau leicht grau
Trübung
mäßig
gering
Geruch faulig leicht faulig
Schwimmstoffe - -
Schwebstoffe mäßig mäßig
Schaumbildung - -
Abwasservolumen-
strom
m³/h
1,1
1)
1,4
1)
Temperatur
°C
34,4
34,0
pH-Wert 6,6 6,4
El. Leitfähigkeit
μS/cm
646
770
CSB mg/l 575 764
BSB
5
mg/l - -
NH
4
-N mg/l 0,739 2,06
NO
3
-N
mg/l
< 0,1
< 0,1
NO
2
-N mg/l 0,005 < 0,002
P gesamt
mg/l
0,54
0,543
AOX mg/l 0,020 < 0,010
Chrom mg/l 0,200 0,230
Kupfer
mg/l
< 0,010
< 0,010
Nickel mg/l - -
Zinn mg/l - -
Zink mg/l - -
SAK 436 nm m
-1
10,7 8,2
SAK 525 nm m
-1
11,1 6,3
SAK 620 nm m
-1
11,7 6,1
Sulfid mg/l < 0,04 1,11
Sulfit mg/l - -
Fisch-Test
(G
F
-Wert)
8 2
-
es liegen keine Ergebnisse vor
1)
umgerechnet aus Schätzwerten in l/s

Dr. Roth bioTEST
Abschlussbericht 208/03 vom 30.09.2003 („Erfassung der Gehalte ...) Seite 21 von 46
Tab. 13: Ergebnisse der Vor-Ort-Prüfungen und der chemischen Analyse der Proben des
Abwassererzeugers B 4 durch das StUFA Chemnitz.
Parameter Dimension B 4
Probenahmetermin
06.09.2002 11.10.2002 18.02.2003 14.05.2003
Uhrzeit 10:25-10:3510:20–10:3010:40–10:50 9:30
Art der
Probenahme
qualifizierte
Stichprobe
qualifizierte
Stichprobe
qualifizierte
Stichprobe
Stichprobe
Farbe
leicht gelb
dunkelgrau
farblos
leicht hell-
grau
Trübung
sehr gering
mäßig
-
sehr gering
Geruch
leicht dumpf
dumpf
leicht faulig
leicht faulig
Schwimmstoffe - - - -
Schwebstoffe
sehr gering
mäßig
sehr gering
gering
Schaumbildung sehr gering gering gering sehr gering
Abwasservolumen-
strom
m³/h 108 40 92 44
Temperatur °C 33,1 34,5 25,2 28,3
pH-Wert 7,5 7,4 7,3 7,4
El. Leitfähigkeit
μS/cm
1 275
2 120
1 032
1 268
CSB mg/l 136 635 98 70
BSB
5
mg/l 21 176 23 13
NH
4
-N mg/l 8,27 23,2 0,457 31,5
NO
3
-N mg/l 13,1 < 0,1 0,136 0,2
NO
2
-N mg/l 0,073 0,025 0,043 < 0,02
P gesamt mg/l 0,375 0,951 0,247 0,07
AOX
mg/l
0,016
< 0,010
< 0,010
0,012
Chrom
mg/l
0,016
0,036
< 0,010
< 0,015
Kupfer
mg/l
< 0,010
< 0,010
< 0,010
0,04
Nickel
mg/l
< 0,020
< 0,020
< 0,020
< 0,02
Zinn
mg/l
< 0,050
< 0,050
< 0,050
< 0,02
Zink mg/l 0,040 0,044 0,016 < 0,025
SAK 436 nm
m
-1
3,6 10,5 1,7 1,0
SAK 525 nm m
-1
1,7 5,0 0,8 0,5
SAK 620 nm m
-1
1,2 2,9 0,6 0,3
Sulfid mg/l < 0,04 0,66 0,352 0,77
Sulfit
mg/l
2,8
< 1
< 2,0
2,1
Fisch-Test
(G
F
-Wert)
1 2 1 2
-
es liegen keine Ergebnisse vor

Dr. Roth bioTEST
Abschlussbericht 208/03 vom 30.09.2003 („Erfassung der Gehalte ...) Seite 22 von 46
Tab. 14: Ergebnisse der Vor-Ort-Prüfungen und der chemischen Analyse der Proben des
Abwassererzeugers B 5 durch das StUFA Chemnitz.
Parameter Dimension B 5
Probenahmetermin
26.02.2003
13.05.2003
Uhrzeit
12:40-12:50
8:57 – 9:07
Art der
Probenahme
qualifizierte
Stichprobe
qualifizierte
Stichprobe
Farbe rot-braun grau
Trübung
stark
stark
Geruch leicht dumpf -
Schwimmstoffe - -
Schwebstoffe mäßig gering
Schaumbildung mäßig mäßig
Abwasservolumen-
strom
m³/h
1,1
1)
2,2
1)
Temperatur
°C
20,4
22,8
pH-Wert 7,4 7,0
El. Leitfähigkeit
μS/cm
1 060
1 661
CSB mg/l 362 377
BSB
5
mg/l 84 110
NH
4
-N mg/l 20,5 1,8
NO
3
-N mg/l 0,34 0,25
NO
2
-N mg/l 0,21 < 0,05
P gesamt
mg/l
0,38
0,57
AOX mg/l 0,12 0,1
Chrom mg/l - -
Kupfer mg/l 0,043 0,078
Nickel mg/l - -
Zinn mg/l - -
Zink mg/l - -
CSV
Mn
mg/l 40,5 41,9
Abf. Stoffe
mg/l
34,2
31,4
SAK 436 nm m
-1
66,7 9,9
SAK 525 nm m
-1
68,7 8,4
SAK 620 nm m
-1
22,7 7,4
Sulfid mg/l - -
Sulfit mg/l - -
Fisch-Test
(G
F
-Wert)
1 2
-
es liegen keine Ergebnisse vor
1)
umgerechnet aus Schätzwerten in l/s
Nachfolgend werden die seit 1997 vorliegenden Untersuchungsergebnisse der chemischen
Analytik aufgelistet, die vom StUFA Chemnitz zur Verfügung gestellt worden sind. In die Ta-
bellen 16 bis 21 wurden nur diejenigen Parameter aufgenommen, die auch im Rahmen der
aktuellen Beprobungen untersucht wurden.

Dr. Roth bioTEST
Abschlussbericht 208/03 vom 30.09.2003 („Erfassung der Gehalte ...) Seite 23 von 46
Tab. 15: Minimal- und Maximalwerte der Vor-Ort-Prüfungen und der chemischen Analysen
der Proben aus dem Zeitraum 1997 bis 2001 (StUFA Chemnitz).
Max.
29,0
10,0
2 360
575
283
11
2,415
0,33
5,7
0,29
0,13
0,2
<0,02
-
0,86
44,5
39,8
24,5
0,91
104
6
B 5
5)
Min.
3,1
6,8
188
51
8
0,5
0,015
<0,012
0,17
0,016
<0,01
0,01
<0,01
-
0,23
0,4
0,1
0,1
0,45
0,2
1
Max.
31,7
8,2
2 480
267
50
46,1
9,14
3,93
4,14
0,091
0,215
0,04
<0,02
1,16
0,28
5,4
3,2
2,8
12,35
21
6
B 4
4)
Min.
17,9
6,8
718
71
7
0,84
0,14
0,02
0,25
<0,01
<0,01
0,01
<0,01
1,16
<0,01
0,5
0,3
0,2
<0,02
<0,2
1
Max.
36,8
8,2
7 330
843
196
5,32
4,1
0,06
2,2
0,2
0,36
0,08
<0,01
-
0,12
24,8
23
21,5
23
13,1
8
B 3
3)
Min.
22,7
6,4
587
367
101
<1
<0,25
<0,01
0,26
<0,01
0,06
<0,01
<0,01
-
<0,01
4,8
3,6
2,9
1,65
1,31
2
Max.
25,8
9,6
2 600
1 220
650
10,1
6,8
1,84
2,45
0,36
0,12
0,305
<0,01
-
-
32,9
33,2
29,7
4,5
56
16
B 2
2)
Min.
13,9
7,7
1 004
173
35
<1
<0,05
<0,02
0,27
0,05
<0,005
<0,01
<0,01
-
-
5,9
3,7
4
<0,02
<0,02
1
Max.
33,4
10,6
2 950
873
330
18,77
2,27
0,51
7,97
0,49
0,2
0,15
<0,01
-
0,2
29,9
28
25,6
0,75
100
16
B 1
1)
Min.
20,0
6,9
347
122
<3
<1
0,2
<0,05
0,75
0,08
0,01
<0,01
<0,01
-
0,11
5
2,6
1,6
<0,02
<0,2
1
Dimension
°C
μS/cm
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
m
-1
m
-1
m
-1
mg/l
mg/l
Parameter
Temperatur
pH-Wert
El. Leitfähigkeit
CSB
BSB
5
NH
4
-N
NO
3
-N
NO
2
-N
P gesamt
AOX
Chrom
Kupfer
Nickel
Zinn
Zink
SAK 436 nm
SAK 525 nm
SAK 620 nm
Sulfid
Sulfit
Fischgiftigkeit (GF-Wert)
1)
Mai 1997 – Juni 2001
2)
Mai 1997 – Oktober 2001
3)
Februar 1997 – August 2001
4)
Mai 1999 – August 2001
5)
Februar 1997 – August 2001
-
es liegen keine Ergebnisse vor

Dr. Roth bioTEST
Abschlussbericht 208/03 vom 30.09.2003 („Erfassung der Gehalte ...) Seite 24 von 46
Tab. 16: Ergebnisse der Vor-Ort-Prüfungen und der chemischen Analysen der Proben aus
dem Zeitraum 1997 bis 2001. Probenahmestelle B 1.
13.05.97
33,4
10,2
2950
628
160
< 1
0,51
1,6
3,8
0,39
0,07
0,01
< 0,01
-
20,9
23,7
22,7
0,07
55
8
30.05.97
29,3
10,5
347
507
256
< 1
0,28
1,7
1,9
0,49
0,2
< 0,01
< 0,01
0,11
20,1
24,4
25,6
0,21
59
8
08.10.97
33,2
8,21
1460
609
182
< 1
1,3
1,2
3,5
0,2
0,075
0,15
< 0,01
0,2
7,5
3,9
2,1
0,29
100
4
25.11.97
22,5
10,1
1433
467
173
1,3
-
-
1,1
0,15
0,016
0,05
-
-
-
-
-
0,75
55
4
06.01.99
30,5
10,4
820
557
187
< 1
0,41
0,71
0,75
0,29
0,02
0,02
-
-
11
6,5
4,6
-
22
6
22.04.99
31
10,5
989
806
-
< 1
0,22
1,7
2,6
0,085
0,003
0,02
-
-
-
-
-
-
-
4
07.09.99
30,2
10,3
1387
820
330
< 1
0,19
1,9
2,1
0,062
0,01
0,07
-
-
29,9
28
23
0,26
6,4
16
25.10.99
26,1
9,3
1824
733
290
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
2
15.12.99
27,4
10,2
1050
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
29.03.00
28,1
10,1
1070
873
264
18,77
0
2,268
-
0,2
0,034
< 0,02
-
-
7,8
5,4
3,3
< 0,025
1,9
12
04.05.00
30,3
10,6
590
587
-
1,4
0,068
1,72
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
8
05.03.01
20
7,5
1900
122
< 3
< 0,5
< 0,05
0,24
7,97
0,1
0,021
0,058
-
-
5
2,6
1,6
< 0,02
< 0,2
-
12.06.01
29,6
6,9
1191
123
7
1,26
0,26
0,2
2,9
0,08
0,075
0,04
-
-
5,5
2,9
3,1
< 0,02
3,3
1
Dimension
°C
μS/cm
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
m
-1
m
-1
m
-1
mg/l
mg/l
Parameter
Temperatur
pH-Wert
El. Leitfähigkeit
CSB
BSB
5
NH
4
-N
NO
2
-N
NO
3
-N
P gesamt
AOX
Chrom
Kupfer
Nickel
Zink
SAK 436 nm
SAK 525 nm
SAK 620 nm
Sulfid
Sulfit
Fischgiftigkeit
(GF)

Dr. Roth bioTEST
Abschlussbericht 208/03 vom 30.09.2003 („Erfassung der Gehalte ...) Seite 25 von 46
Tab. 17: Ergebnisse der Vor-Ort-Prüfungen und der chemischen Analysen der Proben aus
dem Zeitraum 1997 bis 2001. Probenahmestelle B 2.
23.06.99
23,5
8,8
2300
286
82
3,3
< 0,02
0,49
0,77
0,11
0,02
< 0,01
-
13,6
12
8,6
-
39
2
06.09.99
21,3
8,9
2170
256
110
< 1
3,6
0,49
1,1
0,084
< 0,01
0,05
-
25,6
25
19
-
19
8
29.09.99
24,3
8,7
2160
466
170
< 1
< 0,02
0,58
1,9
0,09
0,04
0,01
-
22,1
18
17
-
32
4
03.12.99
17,1
8,6
1950
415
150
< 1
0,078
< 0,25
1,2
0,05
0,1
0,016
-
11,6
9,6
5,4
-
56
4
15.03.00
14,6
9,3
2440
371
66
2,38
0,76
0,05
1,66
0,16
< 0,015
< 0,02
-
12,1
16,9
7,4
0,18
8,9
6
31.05.00
19,7
9,4
2880
544
147
2,66
0,083
0,087
2,45
0,24
0,044
< 0,02
-
17,9
22,4
9,5
4,5
-
4
03.07.00
23,7
9,2
2450
-
-
-
-
-
-
0,17
-
-
-
-
-
-
< 0,02
-
-
04.10.00
18,8
8,8
1877
379
101
3,43
1,836
0,691
1,67
0,05
0,04
< 0,02
-
13,1
13
6,5
0,35
< 0,2
4
18.01.01
13,9
9,2
2070
732
186
1,96
< 0,05
0,06
1,93
0,095
0,016
0,022
-
14,4
13,9
8,7
< 0,02
< 0,2
16
02.02.01
15,4
7,8
1460
484
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
12
09.03.01
17,2
9
1800
1220
650
3,85
0,75
< 0,05
1,97
0,36
< 0,01
0,048
-
21,2
20,6
14,3
0,24
0,91
12
23.03.01
15,4
7,9
1534
324
92
0,98
1,51
0,075
0,94
0,045
0,038
0,053
-
12,1
10,9
8,3
0,22
0,8
6
12.04.01
18,5
7,7
1560
352
132
3,78
0,051
0,027
0,64
0,057
0,095
0,033
-
22
18,4
14
1,56
< 0,2
2
Dimension
°C
μS/cm
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
m
-1
m
-1
m
-1
mg/l
mg/l
Parameter
Temperatur
pH-Wert
El. Leitfähigkeit
CSB
BSB
5
NH
4
-N
NO
2
-N
NO
3
-N
P gesamt
AOX
Chrom
Kupfer
Nickel
SAK 436 nm
SAK 525 nm
SAK 620 nm
Sulfid
Sulfit
Fischgiftigkeit (GF)

Dr. Roth bioTEST
Abschlussbericht 208/03 vom 30.09.2003 („Erfassung der Gehalte ...) Seite 26 von 46
Tab. 17: Probenahmestelle B 2 (Fortsetzung).
23.05.97
17,3
8,9
1440
181
45
< 1
0,73
3,7
2
0,083
-
-
-
7,8
6,6
5,6
-
-
6
08.08.97
22,6
7,7
1390
223
51
< 1
0,03
1
0,95
0,095
< 0,005
< 0,01
< 0,01
7,4
6,4
4
0,11
7,4
4
14.11.97
20,4
7,85
2190
338
-
< 1
0,14
0,72
0,77
0,15
-
-
-
12,6
9,6
5,4
-
-
4
04.12.97
17,1
9,6
2490
369
115
< 1
< 0,012
0,82
0,8
0,16
-
-
-
29,3
29,1
23,1
-
-
4
30.03.98
14,1
9,5
1990
173
35
< 1
0,54
5,7
0,64
0,15
< 0,01
0,01
-
17,8
22,9
17,6
-
< 0,02
1
11.06.98
25,2
9,6
2100
550
154
0,14
< 0,012
0,63
1,6
0,14
< 0,01
0,02
-
28,1
22,1
15,8
-
18
8
03.07.98
25,8
9,3
2560
407
122
< 1
0,055
0,69
1,9
0,14
0,02
0,12
-
11,4
8,5
5,3
-
27
6
07.10.98
22,6
8,3
2160
403
123
1,7
0,09
0,45
1,1
0,13
0,12
0,01
-
32,9
33,2
29,7
-
17
2
13.11.98
17,3
8,4
1880
273
65
1
2,7
6,8
0,7
0,1
0,02
0,04
-
12,9
11,9
8,5
-
13
2
10.02.99
19,9
9,4
2350
401
120
-
-
-
0,27
0,27
-
-
-
8
15
13
0,05
-
3
16.03.99
18,2
9
2600
591
220
2
1,6
5,2
1,1
0,09
0,04
0,02
-
12,5
12
8,5
-
20
3
Dimension
°C
μS/cm
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
m
-1
m
-1
m
-1
mg/l
mg/l
Parameter
Temperatur
pH-Wert
El. Leitfähigkeit
CSB
BSB
5
NH
4
-N
NO
2
-N
NO
3
-N
P gesamt
AOX
Chrom
Kupfer
Nickel
SAK 436 nm
SAK 525 nm
SAK 620 nm
Sulfid
Sulfit
Fischgiftigkeit (GF)

Dr. Roth bioTEST
Abschlussbericht 208/03 vom 30.09.2003 („Erfassung der Gehalte ...) Seite 27 von 46
Tab. 18: Ergebnisse der Vor-Ort-Prüfungen und der chemischen Analysen der Proben aus
dem Zeitraum 1997 bis 2001. Probenahmestelle B 3.
22.11.99
27,6
7,1
670
544
130
1,7
0,029
< 0,25
1,1
0,17
0,14
< 0,01
-
< 0,01
24,8
23
21
20
-
4
13.01.00
21,4
6,8
760
706
171
1,54
< 0,05
0,052
0,44
< 0,01
0,18
0,043
-
0,075
9,5
7
6,1
5,15
-
3
29.02.00
24,3
6,7
743
515
129
-
-
-
-
-
0,31
-
-
-
10,4
8,3
7,4
3,65
1,31
4
07.04.00
31,4
7,1
669
653
183
3,15
< 0,05
0,113
0,87
0,06
-
< 0,02
-
-
14
11,7
12,1
3,8
-
6
20.06.00
32,5
6,5
743
692
-
-
-
-
-
-
0,33
-
-
-
-
-
-
-
-
6
12.09.00
31,2
6,4
648
843
180
5,32
< 0,05
0,115
0,69
0,042
0,19
< 0,02
-
-
9,1
6,5
6,4
6,2
-
8
23.01.01
23,6
6,9
723
622
174
3,4
< 0,05
0,098
0,78
0,095
0,36
< 0,02
-
-
15,3
9,5
9,3
10,95
-
8
26.02.01
27,8
6,7
587
605
124
2,45
< 0,05
0,25
0,43
0,025
0,22
< 0,02
-
-
9,4
7,2
17,4
9,3
-
4
30.03.01
26,7
7
700
773
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
14,9
10,8
9
5,5
-
-
10.05.01
30,3
6,4
648
527
101
0,56
< 0,05
0,105
0,26
0,029
0,123
0,058
-
-
-
-
-
5,6
-
2
04.07.01
30,2
7
651
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
4,1
-
-
20.08.01
34
6,9
614
507
141
3,9
< 0,05
0,09
0,43
0,12
0,19
0,08
-
-
12,8
9
7,9
13
-
8
19.10.01
26,4
6,9
616
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
1,65
-
2
Dimension
°C
μS/cm
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
m
-1
m
-1
m
-1
mg/l
mg/l
Parameter
Temperatur
pH-Wert
El. Leitfähigkeit
CSB
BSB
5
NH
4
-N
NO
2
-N
NO
3
-N
P gesamt
AOX
Chrom
Kupfer
Nickel
Zink
SAK 436 nm
SAK 525 nm
SAK 620 nm
Sulfid
Sulfit
Fischgiftigkeit (GF)

Dr. Roth bioTEST
Abschlussbericht 208/03 vom 30.09.2003 („Erfassung der Gehalte ...) Seite 28 von 46
Tab. 18: Probenahmestelle B 3 (Fortsetzung).
24.02.97
29,3
7,2
740
468
-
1,7
-
-
1,2
0,13
-
-
-
-
11,6
10,3
9,7
16
-
3
17.04.97
24,5
7,5
733
778
167
1
-
-
2,2
0,108
-
-
-
-
11,6
9,4
7,7
8,6
-
2
11.07.97
34,4
7,8
710
630
155
< 1
< 0,012
0,22
1,1
0,044
0,25
< 0,01
< 0,01
0,05
8,9
7,4
6,6
7,1
-
6
09.10.97
34
8,2
649
550
120
< 1
< 0,012
0,79
0,8
0,2
-
-
-
-
14
10,5
9,1
11
-
2
19.01.98
31,3
7,5
670
384
106
1,4
< 0,012
4,1
0,96
0,045
0,13
< 0,01
< 0,01
0,12
8,5
8,3
8,4
3,9
-
3
04.03.98
28,9
7,3
670
669
163
-
-
-
-
-
-
-
-
-
21,6
21,1
21,5
6,1
-
2
14.04.98
31,3
7,3
680
522
176
-
-
-
-
-
-
-
-
-
11,6
9,9
11,3
14
-
-
16.06.98
32,3
7,5
770
367
160
1,6
< 0,012
0,69
1,9
0,014
0,21
< 0,01
-
< 0,01
18,3
16,1
14,3
9,9
-
2
14.07.98
32,7
7
720
491
178
< 1
0,06
< 0,25
1,7
0,012
0,15
0,01
-
0,05
15
14,4
13
11
-
2
03.09.98
35,8
7
3130
625
196
< 1
< 0,012
< 0,25
1,4
0,068
0,06
< 0,01
-
0,041
4,8
3,6
2,9
8,1
-
3
05.01.99
22,7
7,1
740
420
156
3,7
< 0,012
0,29
0,64
0,054
0,13
< 0,005
-
0,04
11
8,2
7,4
6,9
-
2
09.04.99
32,4
6,9
736
531
160
1,1
0,11
< 0,25
0,79
0,02
0,07
< 0,01
-
0,03
5
3,9
3,2
9,7
-
2
07.05.99
33,2
6,9
800
485
110
-
-
-
-
-
-
-
-
-
14,5
12
9,9
14
-
-
02.07.99
36,8
7,3
7330
519
110
-
-
-
-
-
-
-
-
-
15,6
14
15
8,8
-
-
20.07.99
36,1
7,1
775
586
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
23
-
-
Dimension
°C
μS/cm
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
m
-1
m
-1
m
-1
mg/l
mg/l
Parameter
Temperatur
pH-Wert
El. Leitfähigkeit
CSB
BSB
5
NH
4
-N
NO
2
-N
NO
3
-N
P gesamt
AOX
Chrom
Kupfer
Nickel
Zink
SAK 436 nm
SAK 525 nm
SAK 620 nm
Sulfid
Sulfit
Fischgiftigkeit
(GF)

Dr. Roth bioTEST
Abschlussbericht 208/03 vom 30.09.2003 („Erfassung der Gehalte ...) Seite 29 von 46
Tab. 19: Ergebnisse der Vor-Ort-Prüfungen und der chemischen Analysen der Proben aus
dem Zeitraum 1999 bis 2001. Probenahmestelle B 4.
04.05.99
17,9
7,3
810
267
39
10
0,032
< 0,25
0,85
0,06
0,02
0,02
< 0,01
0,1
0,8
0,5
0,4
0,23
< 1
1
13.07.99
25,6
6,8
718
127
28
10
0,024
2
0,48
0,02
0,02
0,02
< 0,01
0,08
5,4
3,2
2,6
0,22
5,2
1
05.10.99
27,4
7,4
1265
75
22
10
0,039
1,2
0,25
0,033
< 0,01
< 0,01
< 0,02
0,02
3,5
3,1
2,8
1,8
18
2
11.11.99
25,1
8,2
1391
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
1,5
21
-
07.12.99
23,8
8
1770
165
50
14
< 0,02
< 0,25
0,87
0,091
0,015
< 0,01
< 0,01
0,18
2,2
1,6
1,1
0,17
1,2
1
05.04.00
27,3
7,3
2480
156
32
19,96
< 0,05
0,225
4,14
0,045
0,017
< 0,02
< 0,02
0,02
1,6
1,2
1,1
0,22
< 0,2
3
29.06.00
28,9
7,6
1880
247
10
2,94
3,93
1,29
3,14
0,11
0,019
< 0,02
< 0,02
0,03
1,7
1,1
1
< 0,02
< 0,2
1
07.08.00
28,9
7,8
1900
71
-
-
-
-
0,84
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
21.11.00
24,7
7,9
1650
71
13
0,84
0,311
9,139
0,46
< 0,01
0,215
< 0,02
< 0,02
< 0,01
0,5
0,3
0,2
< 0,02
< 0,2
2
22.03.01
27,8
7,5
1707
117
22
46,1
< 0,05
0,14
0,31
< 0,01
0,03
0,03
< 0,02
< 0,03
3,2
1,6
1,3
2,35
1,3
4
16.05.01
28,1
7,4
1477
-
-
36,78
< 0,05
0,215
-
-
-
-
-
-
-
-
-
12,55
3,9
6
14.08.01
31,7
7,7
1918
103
7
2,8
< 0,05
< 0,25
0,58
0,045
0,015
0,04
< 0,02
0,28
2,4
1,4
1
1,39
< 0,2
1
Dimension
°C
μS/cm
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
m
-1
m
-1
m
-1
mg/l
mg/l
Parameter
Temperatur
pH-Wert
El. Leitfähigkeit
CSB
BSB
5
NH
4
-N
NO
2
-N
NO
3
-N
P gesamt
AOX
Chrom
Kupfer
Nickel
Zink
SAK 436 nm
SAK 525 nm
SAK 620 nm
Sulfid
Sulfit
Fischgiftigkeit (GF)

Dr. Roth bioTEST
Abschlussbericht 208/03 vom 30.09.2003 („Erfassung der Gehalte ...) Seite 30 von 46
Tab. 20: Ergebnisse der Vor-Ort-Prüfungen und der chemischen Analysen der Proben aus
dem Zeitraum 1997 bis 2001. Probenahmestelle B 5.
05.06.98
24
7,3
1984
575
283
3,2
<0,012
0,44
1,3
0,23
<0,01
<2,02
-
44,4
39,8
24,5
-
54
2
01.09.98
24,9
8,2
2340
424
154
4,4
0,03
0,53
2,1
0,29
<0,01
<0,02
-
44,5
35,1
23
-
36
3
18.12.98
17,7
10
2360
356
152
1,3
0,33
0,53
5,7
0,12
0,03
<0,02
-
26,1
11,8
7,8
-
100
2
15.03.99
21,3
7,9
2040
415
170
1,9
<0,02
0,53
2,1
0,06
<0,01
<0,01
-
15,5
12
5,2
-
17
6
12.08.99
-
7,02
1120
522
170
11
<0,02
0,52
2,2
0,04
0,023
0,013
-
10,9
8,2
5,4
-
-
3
04.11.99
22,9
8,9
2190
426
-
1,6
0,1
0,52
0,98
0,11
<0,01
<0,02
-
19,1
13
11
-
18
2
08.02.00
16,1
7,7
188
323
37
2,38
0,15
2,415
0,96
0,018
<0,015
<0,02
-
16,3
5,7
1,5
-
<1
3
18.04.00
25,3
8,8
-
156
161
4,03
0,24
0,82
-
0,145
<0,015
<0,02
-
7,1
3,8
2,4
-
<0,2
3
04.10.00
15,1
7,1
-
514
8
-
<0,05
-
-
0,016
<0,015
<0,02
-
0,4
0,1
0,1
-
<0,2
2
08.02.01
3,1
7,2
1260
94
20
< 0,5
0,054
0,31
0,18
0,1
<0,015
<0,02
-
8,5
3,3
1,1
-
<0,2
1
05.03.01
9,7
6,9
700
51
9
1,26
0,16
0,61
0,17
0,036
<0,015
<0,02
-
0,9
0,6
0,4
-
<0,2
1
31.05.01
22,2
6,9
1315
246
60
3,57
<0,05
0,116
1,08
0,11
0,018
<0,02
-
6,5
3,1
1,6
-
0,7
4
07.08.01
20,7
7
1300
274
64
2,7
<0,05
0,015
0,52
0,045
0,018
<0,02
-
14,5
11,4
3,5
-
2
Dimension
°C
μS/cm
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
m
-1
m
-1
m
-1
mg/l
mg/l
Parameter
Temperatur
pH-Wert
El. Leitfähigkeit
CSB
BSB
5
NH
4
-N
NO
2
-N
NO
3
-N
P gesamt
AOX
Chrom
Kupfer
Nickel
Zink
SAK 436 nm
SAK 525 nm
SAK 620 nm
Sulfid
Sulfit
Fischgiftigkeit (GF)

Dr. Roth bioTEST
Abschlussbericht 208/03 vom 30.09.2003 („Erfassung der Gehalte ...) Seite 31 von 46
Tab. 20: Probenahmestelle B 5 (Fortsetzung).
04.02.97
8,7
12
1380
328
-
6,4
0,04
1,4
2,9
0,2
0,13
0,13
-
0,23
35
22,2
8,8
0,86
13
4
19.03.97
7,4
7,6
1297
253
-
1,3
0,06
1,5
1,7
0,2
0,04
0,07
-
0,27
21,6
17,4
8,1
0,45
5,2
3
27.11.97
6,8
17,5
1795
402
153
1,6
<0,012
0,67
1,5
0,2
0,12
0,01
0,86
19,2
11,8
9,1
0,91
104
2
06.01.98
8,1
8,2
1020
127
35
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
0,89
-
28.04.98
8,32
21,2
1400
466
175
2,4
<0,012
0,44
1,1
0,053
0,04
<0,02
-
8,7
6,3
3,3
-
36
2
Dimension
°C
μS/cm
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
mg/l
m
-1
m
-1
m
-1
mg/l
mg/l
Parameter
pH-Wert
Temperatur
El. Leitfähigkeit
CSB
BSB
5
NH
4
-N
NO
2
-N
NO
3
-N
P gesamt
AOX
Chrom
Kupfer
Nickel
Zink
SAK 436 nm
SAK 525 nm
SAK 620 nm
Sulfid
Sulfit
Fischgiftigkeit (GF)

Dr. Roth bioTEST
Abschlussbericht 208/03 vom 30.09.2003 („Erfassung der Gehalte ...) Seite 32 von 46
Die folgende Aufstellung zeigt statistische Daten aller durchgeführten Biotests, geordnet
nach den Testorganismen.
Tab. 21: Ergebnisse der statistischen Auswertung der Giftigkeitswerte der 16 untersuchten
Abwasserstichproben von Direkteinleitern der Textilindustrie im Freistaat Sachsen
im Untersuchungszeitraum 2002/2003.
Parameter Mini-
mum
Maxi-
mum
Mittel-
wert
Median 80 %
Perzentil
90 %
Perzentil
Fisch-Test
(G
F
-Wert)
1
12
3,56
2,50
6,00
7,00
Fischei-Test
(G
Ei
-Wert)
1
12
3,44
2,00
6,00
7,00
Daphnien-Test
(G
D
-Wert)
1
12
2,75
1,50
4,00
5,00
Algen-Test
(G
A
-Wert)
1
8
3,69
3,00
6,00
8,00
Leuchtbakterien-Test
(G
L
-Wert)
1 24 8,50 3,50 16,00 20,00
umu-Test ohne S9
(G
EU
-Wert nach DIN)
1,5 3 1,59 1,50 1,50 1,50
umu-Test mit S9
(G
EU
-Wert nach DIN)
1,5
1,5
1,50
1,50
1,50
1,50
umu-Test ohne S9
(G
EU
-Wert nach AQS)
1,5 6 2,06 1,50 1,50 3,75
umu-Test mit S9
(G
EU
-Wert nach AQS)
1,5
1,5
1,50
1,50
1,50
1,50
Algen-Test, Leuchtbakterien-Test:
G
A,L
= 1 bedeutet Verdünnung 1 : 1,25
Der Tabelle 21 ist zu entnehmen, dass die direkt eingeleiteten Abwässer der Textilindustrie
Toxizitäten im Hinblick auf alle angewandten Biotests aufweisen. Als maximaler Wert wurden
im Fisch-, Daphnien-, und Fischei-Test ein Giftigkeitswert von G
F
,
D
,
Ei
= 12 ermittelt. Im
Leuchtbakterien-Test lag der Maximalwert bei G
L
= 24, im Algen-Test dagegen nur bei
G
A
= 8.
Eine Gentoxizität mit Maximalwerten von G
EU
= 3 bzw. 6 ohne metabolische Aktivierung
durch die Verwendung eines Rattenleberhomogenisats (S9) wurde nur bei einem Abwasser-
erzeuger festgestellt, der nach zwei Probenahmeterminen aus dem Untersuchungspro-
gramm herausfiel. Bei metabolischer Aktivierung mit S9 wurde wie bei den anderen 12
Stichproben insgesamt keine Gentoxizität nachgewiesen.

Dr. Roth bioTEST
Abschlussbericht 208/03 vom 30.09.2003 („Erfassung der Gehalte ...) Seite 33 von 46
Diskussion
Für die Bewertung komplexer Matrices, z. B. von industriellem Abwasser, bietet die effektbe-
zogene Untersuchung Vor- und Nachteile gegenüber der Einzelstoffuntersuchung. Wesentli-
che Unterschiede sind in Tabelle 22 dargestellt.
Tab. 22: Vor- und Nachteile effektbezogener Untersuchungen und chemischer Einzelstoff-
analytik in komplexen Abwässern (R
EEMTSMA und KLINKOW, 2001).
Effektbezogene Untersuchung Einzelstoffuntersuchung
Vorteile
Es wird die toxische Wirkung des Ge-
samtabwassers erfasst, ohne dass die
Inhaltsstoffe bekannt sein müssen.
Es werden synergistische und antago-
nistische Wirkungen erfasst.
Es werden Hinweise auf die Bioverfüg-
barkeit der toxischen Substanzen er-
halten.
Die Kenntnis der chemischen Zusam-
mensetzung erlaubt direkte Maßnah-
men zur Reduzierung gefährlicher Stof-
fe im Abwasser.
Die Bewertung von Effekten auf den
Menschen ist aus den Einzelstoffen ist
mit Hilfe bekannter Daten besser mög-
lich als aus Öko- und Gentoxizität des
Gesamtabwassers.
Nachteile
Die Einleitung gefährlicher Abwasser-
inhaltsstoffe kann leichter reduziert
werden, wenn ihre Identität und Kon-
zentration bekannt sind.
Die Zuordnung der Toxizität zu den sie
verursachenden Einzelstoffen ist zu-
mindest problematisch und kaum ohne
hohen experimentellen Aufwand zu er-
zielen.
Die chemische Erfassung von Inhalts-
stoffen und Abbauprodukten ist nur un-
vollständig möglich.
Die Korrelation zwischen Einzelstoff
und seiner toxischen Wirkung in der
komplexen Matrix Abwasser kann nicht
vorausgesetzt werden.
Alle in diesem F&E-Vorhaben untersuchten Abwasserproben aus der Textilindustrie wiesen
eine Toxizität auf. Unter Toxizität wird hier sowohl die Wachstumshemmung, die Verhaltens-
änderung als auch der Tod der Versuchsorganismen verstanden. Es wurden Toxizitäten ge-
genüber den Testorganismen aus allen Trophie-Ebenen des aquatischen Ökosystems (Bak-
terien, Algen, Pflanzenfresser, Fleischfresser) beobachtet. Die festgestellte Toxizität tritt in
Abhängigkeit des verwendeten Testorganismus unterschiedlich in Erscheinung und variiert
zudem bei den einzelnen Testorganismen in der Stärke.
Beim Vergleich der Ergebnisse der einzelnen ökotoxikologischen und gentoxikologischen
Tests ist festzustellen, dass die Giftigkeit der Abwässer gegenüber den Testorganismen un-
terschiedlich ist. Die Abweichung um eine Verdünnungsstufe wird dabei nicht als tatsächli-
cher Unterschied gewertet. Einzelne Biotests zeigten keine oder nur eine geringe Hemmung
an (vgl. Abb. 1), während andere Testorganismen nicht nur gehemmt sondern nachhaltig
vergiftet wurden. Eine mögliche Erklärung für diese Beobachtung ergibt sich aus der unter-
schiedlichen Wirkungsweise von Schadstoffen auf die verschiedenen Testorganismen. Die
Schadstoffresorption erfolgt im Vergleich von Einzeller und Wirbeltier auf verschiedenen
Pfaden und mit unterschiedlicher Intensität. Bekanntermaßen wirken zudem Stoffgruppen
unterschiedlich auf die Testorganismen ein. Einen Überblick über ökotoxikologische Testver-
fahren geben S
TEINBERG et al. (1995).
Im umu-Test zum Nachweis der Gentoxizität fiel lediglich das Abwasser der Fa. B 3 auf. Es
zeigte zu beiden Probenahmeterminen eine geringe Gentoxizität in den Ansätzen ohne S9-

Dr. Roth bioTEST
Abschlussbericht 208/03 vom 30.09.2003 („Erfassung der Gehalte ...) Seite 34 von 46
Fraktion zur metabolischen Aktivierung von Gentoxinen. Die anderen Abwässer zeigten kei-
nen gentoxischen Effekt. J
ÄGER und MEYER (1995) konnten mit Hilfe des Ames-Tests – ein
weiterer Test zur Bestimmung des erbgutverändernden Potentials - an unbehandelten Ab-
wässern der Textilveredlungsindustrie in 12 von 45 Proben eine mutagene Wirkung nach-
weisen. Nach einer simulierten biologischen Abwasserbehandlung (Zahn-Wellens-Test) stell-
ten sie nur noch in 2 der 12 mutagenen Abwässer im Ames-Test ein erbgutveränderndes Po-
tential fest. Nach M
ILTENBURGER (1997) sind die Testergebnisse von umu- und Ames-Test
nicht stets identisch, jedoch existiert eine gute Übereinstimmung der Negativbefunde, das
heißt Ausschluss von Mutagenität. Danach weisen biologisch behandelte Abwässer der Tex-
tilindustrie selten eine mutagene Wirkung auf, wie die eigenen Untersuchungen und die von
J
ÄGER und MEYER (1995) belegen.
Innerhalb der Proben einzelner Erzeuger sind sowohl gute Übereinstimmungen (siehe
Abb. 1) als auch starke Unterschiede innerhalb eines Biotest-Parameters festzustellen (siehe
Abb. 2). Hierbei ist besonders der Leuchtbakterien-Test hervorzuheben, der empfindlicher
als die anderen Biotests für die geprüften Abwässer zu sein scheint. Er lieferte die höchsten
G-Werte (G
L
= 24, Proben „B 3“ vom 10.10.02 und „B 2“ vom 14.05.03). Außerdem waren
die Unterschiede in den G-Werten beim Leuchtbakterien-Test sowohl zwischen den einzel-
nen Abwasserproben eines Einleiters als auch im Vergleich zu den anderen Testorganismen
am höchsten. Danach folgten der Daphnien-Test (G
D
= 12, Probe „B 3“ vom 05.09.02),
Fisch-Test (G
F
= 12, Probe „B 2“ vom 14.05.03) und Fischei-Test (G
Ei
= 12, Probe „B 2“ vom
18.02.03), die mit einem maximalen G-Wert von 12 auf gleicher Höhe liegen. Im Algen-Test
wurde ein maximaler G-Wert von 8 (G
A
= 8, Proben „B 2“ vom 06.09.02, „B 3“ vom 06.09.02
und „B 5“ vom 26.02.03) erzielt. Da auch der Median für diesen Biotest am niedrigsten liegt,
scheinen Grünalgen der Art
Scenedesmus subspicatus
unempfindlicher auf die Abwasserin-
haltsstoffe zu reagieren als die anderen Testorganismen.
Die im Labor Dr. Roth bioTEST durchgeführten Fisch-Tests führten nahezu zu den gleichen
Ergebnissen wie die, deren Resultate vom StUFA Chemnitz für die gleichen Probenahme-
termine zur Verfügung gestellt wurden. Lediglich in zwei Fällen wurde ein Unterschied von 2
(Probe „B 2“ vom 06.09.02) bzw. von 3 Verdünnungsstufen (Probe „B 3“ vom 11.10.02) fest-
gestellt. Nach laboreigenen Ergebnissen wurde eine Überschreitung des Anforderungswer-
tes von G
F
= 2 nach Anhang 38 zur AbwV (2002) in 50 % der Fälle beobachtet (siehe Tab.
23).
Der Erzeuger B 1 hält den Anforderungswert in allen untersuchten Stichproben ein. B 4 und
B 5 produzieren ebenfalls ein Abwasser, das den Anforderungswert nach den vom StUFA
Chemnitz geführten Untersuchungen einhält, jedoch wurde abweichend dazu im Labor Dr.
Roth bioTEST in je einer Probe vom Mai 2003 eine geringfügige Überschreitung (G
F
= 3)
festgestellt. Das Abwasser des Erzeugers B 2 genügt in keinem Fall dem Anforderungswert,
hier wurde in 8 unabhängigen Untersuchungen eine Überschreitung ermittelt. Der Erzeuger
B 3 hat in drei von vier Untersuchungen eine Überschreitung des Anforderungswertes ge-
zeigt, wobei der Unterschied von 3 Verdünnungsstufen zwischen den Ergebnissen des StU-
FA Chemnitz (G
F
= 2, Einhaltung) und von Dr. Roth bioTEST (G
F
= 6, Überschreitung) vom
11.10.2002 nicht aufgeklärt werden konnte.

Dr. Roth bioTEST
Abschlussbericht 208/03 vom 30.09.2003 („Erfassung der Gehalte ...) Seite 35 von 46
Tab. 23: Vergleich der Ergebnisse der Fisch-Tests (G
F
-Werte) zwischen Dr. Roth bioTEST
und StUFA Chemnitz sowie Beurteilung der Einhaltung des Anforderungswerts
nach Anhang 38 von G
F
= 2 in Klammern.
B 1
05.09.2002
B 2
06.09.2002
B 3
06.09.2002
B 4
06.09.0202
B 5
-
Dr. Roth bioTEST
1
(Einhaltung)
3
(Überschrei-
tung)
6
(Überschrei-
tung)
2
(Einhaltung)
-
StUFA Chemnitz
1
(Einhaltung)
6
(Überschrei-
tung)
8
(Überschrei-
tung)
1
(Einhaltung)
-
B 1
10.10.02
B 2
11.10.02
B 3
11.10.02
B 4
11.10.02
B 5
-
Dr. Roth bioTEST
1
(Einhaltung)
4
(Überschrei-
tung)
6
(Überschrei-
tung)
2
(Einhaltung)
-
StUFA Chemnitz
1
(Einhaltung)
6
(Überschrei-
tung)
2
(Einhaltung)
2
(Einhaltung)
-
B 1
18.02.03
B 2
18.02.03
B 3
-
B 4
18.02.03
B 5
26.02.03
Dr. Roth bioTEST
1
(Einhaltung)
8
(Überschrei-
tung)
- 1
(Einhaltung)
2
(Einhaltung)
StUFA Chemnitz
1
(Einhaltung)
6
(Überschrei-
tung)
- 1
(Einhaltung)
1
(Einhaltung)
B 1
13.05.03
B 2
14.05.03
B 3
-
B 4
14.05.03
B 5
13.05.03
Dr. Roth bioTEST
2
(Einhaltung)
12
(Überschrei-
tung)
- 3
(Überschrei-
tung)
3
(Überschrei-
tung)
StUFA Chemnitz
1
(Einhaltung)
8
(Überschrei-
tung)
- 2
(Einhaltung)
2
(Einhaltung)
- nicht geprüft bzw. es liegen keine Ergebnisse vor
Ein Vergleich zwischen den Ergebnissen von Fisch- und Fischei-Test zeigt ebenfalls eine
weitgehende Übereinstimmung (vgl. Tab. 24). Der Fischei-Test führte überwiegend - in 12
von 16 Fällen - zu gleichen Ergebnissen wie der Fisch-Test. In den anderen 4 Fällen waren
die Ergebnisse zumindest ähnlich, denn die Abweichungen betrugen maximal 3 Verdün-
nungsstufen. Es wird somit dokumentiert, dass der Fisch-Test durch den Fischei-Test ersetzt
werden kann. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass sich ein Ergebnis im Fischei-Test
auf 10 Individuen und im Fisch-Test dagegen nur auf 3 Tiere pro geprüfter Verdünnungsstufe
stützt, liegt im Fischei-Test das Resultat mit dem geringeren statistischen Fehler vor.

Dr. Roth bioTEST
Abschlussbericht 208/03 vom 30.09.2003 („Erfassung der Gehalte ...) Seite 36 von 46
Tab. 24: Vergleich der Ergebnisse von Fisch- und Fischei-Test (G
F
- und G
Ei
-Werte).
B 1
05.09.2002
B 2
06.09.2002
B 3
06.09.2002
B 4
06.09.0202
B 5
-
G
F
-Wert 1 3 6 2 -
G
Ei
-Wert 1 8 4 1 -
B 1
10.10.02
B 2
11.10.02
B 3
11.10.02
B 4
11.10.02
B 5
-
G
F
-Wert 1 4 6 2 -
G
Ei
-Wert 1 4 6 2 -
B 1
18.02.03
B 2
18.02.03
B 3
-
B 4
18.02.03
B 5
26.02.03
G
F
-Wert 1 8 - 1 2
G
Ei
-Wert 1 12 - 1 4
B 1
13.05.03
B 2
14.05.03
B 3
-
B 4
14.05.03
B 5
13.05.03
G
F
-Wert 2 12 - 3 3
G
Ei
-Wert 1 6 - 1 2
Im bundesweiten Vergleich der statistischen Auswertung der für Sachsen ermittelten Giftig-
keitswerte mit Literaturdaten (D
IEHL und HAGENDORF, 1998) von behandelten Abwässern aus
direkt einleitenden Betrieben des Abwasserherkunftsbereichs Anhang 38 AbwV liegt Sach-
sen in den Ergebnissen für den Fisch-, Daphnien- und Leuchtbakterien-Test über den Litera-
turangaben (vgl. Tab. 25). Ein Vergleich von Fischei- und Algen-Test war aufgrund mangeln-
der Vergleichsdaten nicht möglich.
Tab. 25: Vergleich der statistischen Auswertung der Biotestergebnisse behandelter Abwäs-
ser direkt einleitender Betriebe des Abwasserherkunftsbereichs Anhang 38 (Textil-
herstellung, Textilveredlung) mit Literaturdaten aus Deutschland (in kursiver
Schreibweise, D
IEHL und HAGENDORF, 1998).
Parameter Anzahl Maximum Mittel-
wert
Median 80 %-
Perzentil
90 %-
Perzentil
Fisch-Test
(G
F
-Wert)
16
25
12
6
3,56
2,52
2,5
2
6
3
7
4
Fischei-Test
(G
Ei
-Wert)
16
-
12
-
3,44
-
2,0
-
6
-
7
-
Daphnien-Test
(G
D
-Wert)
16
21
12
6
2,75
1,67
1,5
1
4
2
5
2
Algen-Test
(G
A
-Wert)
16
7
8
16
3,69
3,86
3,0
2
6
-
8
-
Leuchtbakterien-Test
(G
L
-Wert)
16
17
24
16
8,50
3,12
3,5
2
16
4
20
4
- es liegen keine Angaben vor

Dr. Roth bioTEST
Abschlussbericht 208/03 vom 30.09.2003 („Erfassung der Gehalte ...) Seite 37 von 46
Eine Bewertung der Ergebnisse kann bei der geringen Stichprobenzahl nur mit großer Zu-
rückhaltung erfolgen. Die Erzeuger B 1 und B 4 geben offenbar Abwasser ab, das sowohl
auf Fische als auch auf Fischembryonen und Daphnien nicht oder nur gering toxisch zu wir-
ken scheint (G-Werte 1 bis 2, Ausnahme G
F
= 3, Probe „B 4“ vom 14.05.03). Der Vergleich
der Ergebnisse von Fisch- und Fischei-Test liefert bei diesen Abwässern mit Ausnahme der
Probe „B 4“ vom 14.05.03 mit G
F
= 3 und G
Ei
= 1 bei beiden Probenahmeterminen keine Un-
terschiede (vgl. Abb. 1 und 4). Auch eine Gentoxizität wurde hier nicht nachgewiesen. Die
Testorganismen Alge und Leuchtbakterium werden dagegen stärker beeinflusst (G
A
-Werte
bis 4, G
L
-Werte bis 12).
Die Erzeuger B 2, B 3 und B 5 geben im Vergleich zu den beiden anderen Erzeugern offen-
bar ein giftigeres Abwasser ab, da hier neben der Beeinflussung von Leuchtbakterien, Daph-
nien und Algen auch eine Toxizität sowohl gegenüber Fischembryonen als auch Fischen zu
beobachten war. Eine Gewichtung zwischen diesen Erzeugern wird nach zum Teil nur zwei
Untersuchungsgängen („B 3“ und „B 5“) nur mit Vorbehalt vorgenommen. Stuft man die Ab-
wasserdirekteinleiter anhand der erzielten Biotest-Resultate und der Anforderung für den G
F
-
Wert nach Anhang 38 AbwV (max. G
F
= 2) bezüglich ihrer Gefährdung der aquatischen Le-
bensgemeinschaft im Vorfluter verbal ein ohne den zeitlichen Verlauf und den Wasserdurch-
fluss des Vorfluters berücksichtigen zu können, ergibt sich folgende Aufstellung:
Tab. 26: Verbale Einschätzung der Ökotoxizität der geprüften Abwässer auf die Testorga-
nismen bzw. die aquatische Lebensgemeinschaft im Vorfluter nach den laboreige-
nen Biotestergebnissen.
(G-Wert = 1, 2 oder 3 führte zur Einschätzung gering, G-Wert = 4, 6 oder 8 führte
zur Einschätzung mäßig, G-Wert = 12 oder höher führte zur Einschätzung hoch)
Testorganismus
B 1
B 2
B 3
B 4
B 5
Fisch gering
1)
hoch
2)
mäßig
3)
gering
4)
gering
5)
Daphnie gering mäßig hoch gering gering
Alge mäßig mäßig mäßig gering mäßig
Leuchtbakterium gering hoch hoch gering hoch
Fischei / Fischembryo
gering
hoch
mäßig
gering
mäßig
Gesamteinschätzung
der Ökotoxizität
gering hoch hoch gering mäßig
1)
mit Einhaltung des Anforderungswerts (G
F
= 2) nach Anhang 38, AbwV
in 4 von 4 Fällen.
2)
mit Überschreitung des Anforderungswerts (G
F
= 2) nach Anhang 38, AbwV
in 4 von 4 Fällen.
3)
mit Überschreitung des Anforderungswerts (G
F
= 2) nach Anhang 38, AbwV
in 2 von 2 Fällen.
4)
mit Überschreitung des Anforderungswerts (G
F
= 2) nach Anhang 38, AbwV
in 1 von 4 Fällen.
5)
mit Überschreitung des Anforderungswerts (G
F
= 2) nach Anhang 38, AbwV
in 1 von 2 Fällen.
Bei der verbalen Einschätzung wurde eine ähnliche Abstufung wie die von D
ANNENBERG
(1994) für Daphnien – und Leuchtbakterien-Test vorgeschlagenen Toxizitätsklassen gewählt:
bis <
2 nicht toxisch, 3 bis 10 schwach bis mäßig toxisch, 11 bis 35 stark toxisch und > 35
sehr stark toxisch. Nach J
ÄGER et al. (1996) gibt es noch keine anerkannte Festlegung für
die Bewertung der toxischen Wirkung von Abwässern.
Die Schwankungsbreite der Zusammensetzung des Abwassers von einem Erzeuger über die
in den Tabellen 16 - 21 betrachteten Zeiträume ist groß. Vermutlich werden die Öko-/Gen-
toxizitäten in Abhängigkeit vom Probenahmetermin ähnlichen Schwankungen unterliegen. Im

Dr. Roth bioTEST
Abschlussbericht 208/03 vom 30.09.2003 („Erfassung der Gehalte ...) Seite 38 von 46
Rahmen der ökotoxikologischen Betrachtung ist anzumerken, dass der geringe Stichproben-
umfang von
n
= 16 geprüften Abwasserproben bei der variablen chemischen Zusammenset-
zung der Abwässer eine detaillierte Charakterisierung der Einflussfaktoren erschwert. Den-
noch sind einige Aussagen zur akuten Ökotoxizität geprüfter Parameter ableitbar. Die Anga-
ben zu den Abhängigkeiten zwischen chemischen Einzelparametern und effektbezogener
Abwassercharakterisierung beruhen auf der Berechnung der Rangkorrelation nach
S
PEARMAN, da einige Größen im KOLMOGOROV-SMIRNOW-Test von der Normalverteilung ab-
weichen (vgl. W
EBER 1986). Dabei kann der Korrelationskoeffizient
r
einen Wert zwischen -1
und +1 annehmen, wobei der Wertebereich nahe Null eine geringe Abhängigkeit und ein Be-
trag nahe 1 einen starken Zusammenhang der Wertepaare bedeutet.
An ausgewählten chemischen Parametern wurde eine Korrelation zum Giftigkeitswert geprüft
(siehe Tab. 27). Bei einigen dieser Parameter wurde eine Korrelation zu Giftigkeitswerten
nachgewiesen (z. B. CSB-Gehalt : G
F
-, G
Ei
-, G
D
- und G
L
-Wert, Chrom-Gehalt : G
F
-, G
Ei
-, G
D
-
und G
L
-Wert).
Dabei sind sogar hoch signifikante positive Abhängigkeiten festgestellt worden. Das bedeu-
tet, dass mit steigendem Gehalt der chemischen Substanz eine Zunahme der Giftigkeit ein-
hergeht. Die Irrtumswahrscheinlichkeit
p
, mit der einer Stoffkonzentration eine bestimmte Gif-
tigkeit zugeordnet werden kann, wurde mit einer Signifikanzanalyse berechnet. Die Abhän-
gigkeit kann für 95 % der Wertepaare (
p
<
0,05) als signifikant angenommen werden bzw. ab
99 % (
p
<
0,01) als hoch signifikant gelten. Allen höheren Irrtumswahrscheinlichkeiten
(
p
> 0,05) wird keine Bedeutung beigemessen, so dass diese Zusammenhänge als zufällig
erachtet werden müssen.

Dr. Roth bioTEST
Abschlussbericht 208/03 vom 30.09.2003 („Erfassung der Gehalte ...) Seite 39 von 46
Tab. 27: Abhängigkeit zwischen chemischen Daten (StUFA Chemnitz; im Rahmen der Di-
rekteinleiter-Kontrolle erhoben) und Giftigkeitswerten mit Rangkorrelationskoeffi-
zient nach S
PEARMAN
r
, Irrtumswahrscheinlichkeit
p
und Stichprobenumfang
n.
Parameter
Statistische
Maßzahl
G
F
G
EI
G
D
G
A
G
L
CSB
r
0,715** 0,693** 0,618* 0,287 0,582*
p
0,002 0,003 0,011 0,280 0,018
n
16 16 16 16 16
BSB
5
1)
r 0,428
0,315 0,174 -0,315 -0,044
p 0,217 0,376 0,631 0,376 0,903
n 10 10 10 10 10
NH
4
-N
r
-0,045 -0,159 -0,411 -0,334 0,136
p
0,869 0,557 0,114 0,207 0,614
n
16 16 16 16 16
NO
3
-N
1)
r
-0,338 -0,333 -0,500* -0,224 -0,480
p
0,201 0,207 0,049 0,404 0,060
n
16 16 16 16 16
NO
2
-N
1)
r
-0,159 -0,143 -0,279 -0,442 -0,370
p
0,555 0,597 0,296 0,087 0,159
n
16 16 16 16 16
P gesamt
r
0,432 0,463 0,345 0,184 0,367
p
0,095 0,071 0,191 0,495 0,162
n
16 16 16 16 16
AOX
1)
r
-0,194 -0,467 -0,477 -0,328 -0,585
p
0,472 0,068 0,062 0,215 0,017
n
16 16 16 16 16
Chrom
1)
r
0,578* 0,542* 0,644* 0,425 0,561*
p
0,030 0,045 0,013 0,129 0,037
n
14 14 14 14 14
Kupfer
1)
r
-0,231 -0,616* -0,622** -0,619* -0,486
p
0,389 0,011 0,010 0,011 0,056
n
16 16 16 16 16
Nickel
1)
r
aaaa a
p
aaaa a
n
4444 4
Zinn
1)
r
-0,816 0,000 0,577 -0,258 -0,258
p
0,184 1,000 0,423 0,742 0,742
n
4444 4
Zink
1)
r
0,316 0,632 -0,447 0,400 0,800
p
0,684 0,368 0,553 0,600 0,200
n
4444 4
SAK 436 nm
r
0,488 0,427 0,372 0,037 0,183
p
0,055 0,099 0,156 0,891 0,498
n
16 16 16 16 16
SAK 525 nm
r
0,509* 0,370 0,402 0,046 0,079
p
0,044 0,158 0,123 0,865 0,770
n
16 16 16 16 16
SAK 620 nm
r
0,520* 0,383 0,402 0,043 0,112
p
0,039 0,144 0,123 0,873 0,678
n
16 16 16 16 16
Sulfid
1)
r
0,457 0,622* 0,377 0,113 0,435
p
0,101 0,018 0,184 0,700 0,120
n
14 14 14 14 14
Sulfit
1)
r
0,409 0,730* 0,638 0,337 0,360
p
0,314 0,040 0,089 0,414 0,381
n
8888 8
1)
Konzentrationsangaben der Urliste mit „< Nachweisgrenze“ wurden mit der jeweils angegebenen Nach-
weisgrenze berücksichtigt.
*
Die Korrelation ist auf dem Niveau von 0,05 (2-seitig), Irrtumswahrschlichkeit
p
< 0,05 signifikant.
**
Die Korrelation ist auf dem Niveau von 0,01 (2-seitig), Irrtumswahrschlichkeit
p
<
0,01 hoch signifikant.
a
Kann nicht berechnet werden, da mindestens eine der Variablen konstant ist.

Dr. Roth bioTEST
Abschlussbericht 208/03 vom 30.09.2003 („Erfassung der Gehalte ...) Seite 40 von 46
Abb. 6:
Positive Korrelation zwischen CSB-Gehalt und Fischgiftigkeit (G
F
-Wert) von 16 ge-
prüften Stichproben behandelter Abwässer direkt einleitender Betriebe des Ab-
wasserherkunftsbereichs Anhang 38 (Textilherstellung, Textilveredlung).
Abb. 7:
Positive Korrelation zwischen CSB-Gehalt und G
F
-Wert anhand der vom StUFA
Chemnitz zur Verfügung gestellten Daten aus den Jahren 1997-2001 mit 81 ge-
prüften Wertepaaren.
0
200
400
600
800
1000
1200
1400
0
2
4
6
8
10
12
14
16
18
20
22
24
G
F
CSB (mg/l)
0
200
400
600
800
1000
1200
1400
0
2
4
6
8
10
12
14
16
18
20
22
24
G
F
CSB (mg/l)

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Abschlussbericht 208/03 vom 30.09.2003 („Erfassung der Gehalte ...) Seite 41 von 46
Für die Fisch- wie für die Fischeigiftigkeit ist eine hoch signifikante positive Korrelation zum
CSB-Gehalt des Abwassers nachgewiesen worden. Exemplarisch wird diese Korrelation
zwischen CSB und Fischgiftigkeit in Abbildung 6 graphisch dargestellt. Diese positive Korre-
lation lässt sich ebenfalls an den vom StUFA Chemnitz zur Verfügung gestellten Daten aus
den Jahren 1997 bis 2001 (siehe Tab. 17 bis 21) bestätigen, wie die Abbildung 7 zeigt. Hier
wurde eine Abhängigkeit mit einem Korrelationskoeffizienten von
r
= 0,484 auf einem zwei-
seitigen Signifikanzniveau von <0,0005 ermittelt. Als weiteres Beispiel sei hier noch die Ab-
hängigkeit der Daphnien-Toxizität zur steigenden Chromkonzentration dargestellt.
Abb. 8:
Signifikante positive Korrelation nach S
PEARMAN zwischen Chrom-Gehalt und G
D
-
Wert der geprüften Abwässer.
Die Punktwolken der Abbildungen 6 bis 8 verdeutlichen, dass mit steigender Konzentration
des chemischen Parameters eine Erhöhung der Toxizität einhergeht und damit eine positive
Korrelation vorliegt.
Es ist ferner anzunehmen, dass die nachgewiesenen Toxizitäten darüber hinaus auch auf
Substanzen zurückzuführen sind, die im Rahmen der Direkteinleiterkontrolle nicht geprüft
wurden und deren Gehalte nicht zu auffälligen Konzentrationswerten bei den sie erfassen-
den Summenparametern führten. In Anlagen der Textilindustrie kommt eine große Fülle von
Input-Materialien (Textile Rohmaterialien, Textilhilfsmittel, Chemikalien und Farbstoffe) wie
auch technologischer Verfahren und Prozesse zum Einsatz. Diese Vielfalt spiegelt sich letzt-
lich auch in den Emissionen der Textilindustrie wider. So finden sich im Abwasser stets eine
Reihe von biologisch leicht, schwer und nicht abbaubaren Verbindungen, die teilweise nur
mit chemisch-physikalischen Verfahren, wie Fällung/Flockung, Aktivkohleadsorption, Ozoni-
sierung, zu entfernen sind (S
CHÖNBERGER und SCHÄFER, 2002). Auch eine synergistische
Wirkung mehrerer Parameter ist vorstellbar. Inwieweit sich die hier untersuchten chemischen
Parameter gegenseitig beeinflussen, wurde im Rahmen dieser Auswertung nicht geprüft, da
die Werte in Tabelle 27 keine Anhaltspunkte für entsprechende Zusammenhänge liefern.
0,000
0,050
0,100
0,150
0,200
0,250
0 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 22 24
G
D
Chrom (mg/l)

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Abschlussbericht 208/03 vom 30.09.2003 („Erfassung der Gehalte ...) Seite 42 von 46
Grundsätzlich wird im Vollzug der wiederkehrende Einsatz von Fischei-, Daphnien-, Algen-,
Leuchtbakterien-Test für notwendig erachtet, steht doch jeder Testorganismus stellvertretend
für eine andere Organismengruppe der aquatischen Lebensgemeinschaft. Als Beurteilungs-
kriterium für einen gentoxischen Effekt ist der umu-Test sinnvoll. Bei der Erstuntersuchung
sollten alle diese Biotests Anwendung finden. Danach kann in Anlehnung an die Empfehlun-
gen von D
IEHL und HAGENDORF (1998) das Untersuchungsintervall des kompletten Testpro-
gramms auf 3 Jahre heraufgesetzt werden, um etwaige Fortschritte im Niveau des Standes
der Abwasserreinigung oder aber Toxizitätsverlagerungen im Abwasser feststellen zu kön-
nen.
Als Parameter, die sich für die routinemäßige ökotoxikologische Beurteilung von Abwässern
nach Anhang 38 AbwV besonders eignen, werden der Fischei-Test und der Daphnien-Test
angesehen. Die Tests liefern innerhalb von 24 Stunden (Daphnien-Test) bzw. 48 Stunden
(Fischei-Test) ein Ergebnis und sind im Hinblick auf den Tierschutz nicht so kritisch einzustu-
fen wie der Fisch-Test. Der Algen-Test scheint nicht empfindlich genug zu sein und der
Leuchtbakterien-Test wiederum zu empfindlich. Möglicherweise wirken sich bei den letztge-
nannten Biotests die branchenüblichen Färbungen und Trübungen des Abwassers beson-
ders nachteilig aus. Der Auffassung von D
IEHL und HAGENDORF (1998), dass diese Tests
insbesondere bei der Beurteilung stark gefärbter bzw. getrübter Proben ungeeignet sind,
kann zumindest für geringe Verdünnungsstufen nur beigepflichtet werden.
Möglichkeiten der Reduzierung des von den geprüften Abwässern ausgehenden Gefähr-
dungspotentials liegen in der weitergehenden Reduzierung des CSB und des Chromgehal-
tes. Diese Aussage stützt sich auf die statistisch abgesicherte Auswertung zur Korrelation
chemischer Parameter mit den ermittelten Giftigkeitswerten.

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Abschlussbericht 208/03 vom 30.09.2003 („Erfassung der Gehalte ...) Seite 43 von 46
Zusammenfassung
Mit dem Ziel der Einschätzung ihres Umweltgefährdungspotentials auf die aquatische Le-
bensgemeinschaft erfolgte eine effektbezogene Charakterisierung von behandelten Abwäs-
sern aus fünf sächsischen Betrieben der Textilindustrie anhand der ökotoxikologischen Pa-
rameter Fisch-, Fischei-, Daphnien-, Algen- und Leuchtbakterien-Toxizität sowie der Gento-
xizität (umu-Test).
An vier Probenahmeterminen, verteilt über den Untersuchungszeitraum 09/2002 bis 09/2003,
wurden insgesamt 16 mehrheitlich qualifizierte Stichproben untersucht. Dabei erwiesen sich
die Abwässer aller Erzeuger in mindestens zwei Biotests als toxisch. Unter Toxizität wird hier
sowohl die Wachstumshemmung, die Verhaltensänderung als auch der Tod der Testorga-
nismen verstanden. Einerseits wurde eine Variation der toxischen Wirkung der Abwässer,
die aus verschiedenen Betrieben und zu verschiedenen Zeitpunkten genommen wurden,
festgestellt, andererseits zeigte sich, dass die festgestellte Toxizität auch von dem verwen-
deten Testorganismus abhing. Damit war es möglich, mit den ausgewählten Biotests eine to-
xische Wirkung von Abwässern der beprobten Erzeuger nachzuweisen.
Als maximale Giftigkeitswerte wurden ein G
L
-Wert von 24, ein G
F,D,Ei
-Wert von 12, und ein
G
A
-Wert von 8 ermittelt. Gentoxische Proben wurden im umu-Test lediglich bei einem Ab-
wassererzeuger nachgewiesen, der jedoch seinen Betrieb nach zwei Probenahmeterminen
eingestellt hat. Die Gentoxizität betrug maximal G
EU
= 3 bei Auswertung nach DIN bzw.
G
EU
= 6 bei Auswertung nach AQS-Richtlinie.
Da der Median der angewandten Biotests einen Wert von 3,5 nicht überstieg, können die
ermittelten Toxizitäten überwiegend als gering eingestuft werden. Eine Überschreitung des
Anforderungswertes von G
F
= 2 nach Anhang 38 (2002) zur AbwV wurde nach laboreigenen
Ergebnissen jedoch in 50 % der Fälle beobachtet.
Die Ableitung einer Korrelation zwischen chemischen Einzelstoffen - die Ergebnisse der che-
mischen Abwasseruntersuchungen wurden vom StUFA Chemnitz zur Verfügung gestellt -
und öko-/gentoxikologischen Parametern ist trotz des geringen Stichprobenumfangs (
n
= 16)
möglich. Es wurde mit einem Korrelationskoeffizienten von 0,644 eine signifikante,
zweiseitige Abhängigkeit nach S
PEARMAN zwischen der Chromkonzentration im Abwasser
und der Daphnien-Toxizität nachgewiesen. Bei den Summenparametern zeigte sich bei ho-
hen Korrelationskoeffizienten eine teilweise hoch signifikante, positive Korrelation zwischen
CSB-Gehalt und Fisch-, Fischei- bzw. Leuchtbaktereien-Toxizität.
Grundsätzlich sollte im Vollzug der wiederkehrende Einsatz von Fischei-, Daphnien-, Algen-,
und Leuchtbakterien- Test erfolgen, da jeder Testorganismus stellvertretend für eine andere
Organismengruppe der aquatischen Lebensgemeinschaft steht. Die Überwachung der Gen-
toxizität im umu-Test sollte in diesem Rahmen mit vorgenommen werden. In Anlehnung an
die Empfehlungen von D
IEHL und HAGENDORF (1998) kann nach einer Erstuntersuchung un-
ter Einbeziehung aller oben genannten Biotests das Untersuchungsintervall des kompletten
Testprogramms auf 3 Jahre heraufgesetzt werden, um etwaige Fortschritte im Niveau des
Standes der Abwasserreinigung oder aber Toxizitätsverlagerungen im Abwasser feststellen
zu können.
Als Parameter, die sich für die routinemäßige ökotoxikologische Beurteilung von Abwässern
nach Anhang 38 (2002) besonders eignen, wird der Fischei-Test und der Daphnien-Test an-
gesehen. Beide Tests liefern innerhalb von 48 Stunden ein Ergebnis und sind in ethischer
Hinsicht nicht so kritisch einzustufen wie der Fisch-Test.

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Abschlussbericht 208/03 vom 30.09.2003 („Erfassung der Gehalte ...) Seite 44 von 46
Literaturverzeichnis
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Länderarbeitsgemeinschaft Wasser LAWA (1998)
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Länderarbeitsgemeinschaft Wasser LAWA (1996)
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Bestimmung der Hemmwirkung von Abwasser auf die Lichtemission von Photobakterium
phsphoreum – Leuchtbakterien-Abwassertest. Erweiterung des Verfahrens DIN 38412 – L34
(DIN 38412 L 34). Erich Schmidt Verlag, Berlin.
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stimmten industriellen Tätigkeiten (IVU-Richtlinie). Anlagen zur Vorbehandlung oder zum
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Danksagung
Wir danken den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Sächsischen Landesamts für Umwelt
und Geologie sowie des Staatlichen Umweltfachamts Chemnitz, insbesondere Frau Sylvia
Rohde, Frau Margot Lindner und Herrn Weiß für die angenehme Zusammenarbeit, koopera-
tive Auftragsabwicklung und die Bereitstellung von Proben- und Datenmaterial.