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Landestalsperrenverwaltung des
Freistaates Sachsen
Talsperrenmeisterei
Freiberger Mulde/Zschopau
Rauenstein 6a, 09514 Lengefeld
Gefahrenkarten
Gefahr durch Überschwemmung
im Bereich der Stadt:
Rochlitz
mit den Ortslagen Rochlitz, Stöbnig und Zassnitz
aufgestellt:
Hydroprojekt Ingenieurgesellschaft mbH
Ludwig-Hartmann-Straße 40
01277 Dresden
RB Ost - Dresden

image
Landestalsperrenverwaltung des
Freistaates Sachsen
Talsperrenmeisterei
Freiberger Mulde/Zschopau
Rauenstein 6a, 09514 Lengefeld
Los 1 – Zwickauer Mulde
in den Landkreisen Chemnitzer Land und Mittweida
Erläuterungsbericht Gefahrenkarte
Aufgestellt: Hydroprojekt Ingenieurgesellschaft mbH
Ludwig-Hartmann-Straße 40, 01277 Dresden
Bearbeitet: Dipl.-Ing. Henry Hille
Geprüft: Projektleiter
Dipl.-Ing. Thomas Wollenhaupt
Gesehen: Büroleiter
Dipl.-Ing. Wolfgang Holze
Datum:
17. Januar 2005
aufgestellt:
Hydroprojekt Ingenieurgesellschaft mbH
Ludwig-Hartmann-Straße 40
01277 Dresden
RB Ost - Dresden

Erläuterungsbericht
HW-Schutzkonzeption Mulden und Weiße Elster
Gefahrenkarten
im Regierungsbezirk Chemnitz
Rochlitz, Stöbnig, Zassnitz
Los 1 – Zwickauer Mulde
Büro Dresden
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Seite 1
Inhalt
1 Allgemeines
3
1.1 Zielstellung
3
1.2 Grundlagen
3
1.3 Vorgehensweise
3
2 Prozessanalyse
5
2.1 Hydrologie
5
2.2 Geschiebe
5
2.3 Gefahrenprozesse
6
3 Gefahrenkarten
7
4 Schlussfolgerungen, Empfehlungen 7
Anlagen
Plannummer
Inhalt
10.1.0
Übersichtskarte zur Gefahrenkarte
10.1.1, Blatt 2
Gefahrenkarte für die Ortslagen Rochlitz, Stöbnig und Zassnitz, Hoch-
wasserereignis HQ20
10.1.2, Blatt 2
Gefahrenkarte für die Ortslagen Rochlitz, Stöbnig und Zassnitz, Hoch-
wasserereignis HQ50
10.1.3, Blatt 2
Gefahrenkarte für die Ortslagen Rochlitz, Stöbnig und Zassnitz, Hoch-
wasserereignis HQ100
10.1.4, Blatt 2
Gefahrenkarte für die Ortslagen Rochlitz, Stöbnig und Zassnitz, Hoch-
wasserereignis HQ300
Abkürzungen
h
W
Wassertiefe
q
spezifischer Durchfluss, Abfluss bezogen auf einen ein Meter breiten Streifen
des durchströmten Querschnittes
v Fließgeschwindigkeit
HQT
Hochwasserereignis mit einer Wahrscheinlichkeit des einmaligen Auftretens in
einem Zeitraum von T-Jahren (z. B.: die Wahrscheinlichkeit des Auftretens
des HQ100 besteht einmal in 100 Jahren)
HW
HQT
zu erwartende Wasserspiegellage bei Eintreten des Ereignisses HQT
Fluss-km
Station der Gewässerachse in Kilometern
A I ... A IV
Alarmstufen am Hochwassermeldepegel
UK
Unterkante (z. B. einer Brücke)

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Rochlitz, Stöbnig, Zassnitz
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Seite 2
HQ extrem Hochwasserereignis, dessen Überschreitungswahrscheinlichkeit als gering
eingestuft wird
Abbildungen
Abbildung 1: B km 15 + 847 (Nr. 4), Eisenbahnbrücke unterhalb Rochlitz
7
Abbildung 2: B km 18 + 266 (Nr. 5), Straßenbrücke B 107/ B 175 in Rochlitz
7
Abbildung 3: Modellstation 18.284 (Nr. 5), Straßenbrücke B 107/ B 175 in Rochlitz
7
Abbildung 4: B km 19 + 240 (Nr. 6), Fußgängerbrücke in Rochlitz
7
Abbildung 5: B km 19 + 428 (Nr. 7), Eisenbahnbrücke in Rochlitz
7
Tabellen
Tabelle 1: Kriterien zur Intensität der Gefahrenart Überschwemmung
4
Tabelle 2: Scheitelabflüsse in den Ortslagen des Bearbeitungsabschnittes
5
Tabelle 3: Einordnung der Wiederkehrintervalle in die Alarmstufen
7

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Rochlitz, Stöbnig, Zassnitz
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Seite 3
1 Allgemeines
1.1 Zielstellung
Die Gefahrenkarte stellt von Hochwasser ausgehende Gefahren für Menschen und Sachwer-
te in ihrer räumlichen Ausdehnung dar. Es werden damit Gebiete gezeigt, deren Nutzung
wegen Naturgefahren eingeschränkt ist.
Die Gefahrenkarte ist fachliche Planungsgrundlage
-
der Flächennutzung,
-
des Objektschutzes,
-
der Konstruktion von Bauwerken im Gefahrenbereich,
-
von wasserbaulichen Schutzmaßnahmen,
-
von Maßnahmen zur Schadensverminderung,
-
der Alarmierung, Katastrophenabwehr und Evakuierung im Ereignisfall.
Die in der Gefahrenkarte verzeichneten Flächen sind nicht Gegenstand einer gesetzlich vor-
geschriebenen Regelung, sie sind vielmehr fachliche Handlungsgrundlage für Behörden so-
wie private Eigentümer und Nutzer.
In der Gefahrenkarte Zwickauer Mulde, Ortslagen Rochlitz, Stöbnig und Zassnitz, wird
die Ausdehnung und Intensität der Gefahrenart Überschwemmung für mehrere Wahr-
scheinlichkeiten abgebildet.
Die Auswirkungen der Feststoffbewegungen (Geschiebe und Treibgut) auf die Abflussver-
hältnisse werden dabei berücksichtigt. Verweise auf andere Gefahrenarten, insbesondere
die Ufererosion und Ablagerung von festen Stoffen außerhalb des Gewässerbettes, sind im
HWSK enthalten und sollten bei der Gefahrenbeurteilung grundsätzlich berücksichtigt wer-
den. Eine kartografische Darstellung bleibt der Fortschreibung der Gefahrenkarte vorbehal-
ten.
1.2 Grundlagen
Die Gefahrenkarte ist Bestandteil des Hochwasserschutzkonzeptes Zwickauer Mulde, Los 1
und wurde auf gleicher Datengrundlage erstellt. Sie wurde für den Ist-Zustand des Gewäs-
sers und der bei Hochwasser überschwemmten Gebiete erarbeitet. Die Geländevermessung
erfolgte im Zeitraum Juni bis August 2003.
1.3 Vorgehensweise
Der Bearbeitungsabschnitt wurde längs der Zwickauer Mulde so festgelegt, dass die gefähr-
deten besiedelten Bereiche erfasst werden.
Die Gefahrenkarte umfasst vier Einzelkarten für unterschiedliche mittlere Wiederkehrinterval-
le im Bereich von häufigen (alle 20 Jahre) bis sehr seltenen (alle 300 Jahre) Ereignissen.
Das im Hochwasserschutzkonzept ausgewiesene Schutzziel liegt bei einem mittleren Wie-
derkehrintervall von 100 Jahren.
Ausgehend von berechneten Wasserspiegellagen für Hochwasserereignisse mit 20-, 50-,
100- und 300-jährlichem Wiederkehrintervall wurden zuerst Schwachstellen, von denen eine

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besondere Gefährdung ausgeht, identifiziert (Ausbruchsstellen bei niedrigem Ufer, Verklau-
sung von Brücken infolge Treibgut und unzureichendem Querschnitt, Versagen unterbemes-
sener Hochwasserschutzeinrichtungen u. a.). Anhand dieser Betrachtung und der Vermes-
sung des Geländes wurden Überschwemmungskarten erstellt. Innerhalb der überschwemm-
ten Flächen wurden drei Intensitäten abgegrenzt.
Dabei wurden zwei Formen der Überschwemmung berücksichtigt. Bei
statischer Über-
schwemmung
treten relativ geringe Fließgeschwindigkeiten auf und die Intensität wird durch
die Wassertiefe bestimmt. Bei
dynamischer Überschwemmung
ist die Gefahr überwiegend
durch hohe Fließgeschwindigkeiten bedingt. In der Tabelle 1 sind die Kriterien für die drei
Intensitätsstufen aufgeführt. Unter Berücksichtigung dieser Kriterien werden die Flächen mit
hoher, mittlerer und niedriger Intensität abgegrenzt.
Intensität
Überschwemmung
hoch
Wassertiefe h
w
2,0 m
oder
spezifischer Durchfluss q = v
h
w
2,0 m
2
/s
mittel
2,0 > h
w
> 0,5 m
oder
2,0 m
2
/s > q = v
h
w
> 0,5 m
2
/s
niedrig
h
w
0,5 m
oder
q = v
h
w
0,5 m
2
/s
Tabelle 1: Kriterien zur Intensität der Gefahrenart Überschwemmung
In der Kartendarstellung ist eine Unterscheidung zwischen statischer und dynamischer Über-
schwemmung nicht mehr möglich. Bereiche, bei denen die Intensität maßgeblich durch hohe
Fließgeschwindigkeiten bestimmt wird, sind in Abschnitt 2.3 benannt.
Neben den Überschwemmungsflächen und Intensitäten für die oben erwähnten Wiederkehr-
intervalle ist auf allen Kartenblättern die maximale Ausdehnung des Überschwemmungsge-
bietes (ohne Intensitäten) für ein Extremereignis dargestellt, wobei angenommen wird, dass
die Gebiete außerhalb dieser Überschwemmungsfläche nicht vom Hochwasser der Zwi-
ckauer Mulde betroffen sein können. Für die Ortslagen Rochlitz, Stöbnig und Zassnitz wurde
das HQ300 als Extremereignis gewählt. Die abgebildete Überschwemmungsgrenze wurde
auf der Grundlage einer hydraulischen Modellierung mit dem Programmsystem HEC-RAS,
Version 3.1.1, ermittelt.

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2 Prozessanalyse
2.1 Hydrologie
Die verwendeten hydrologischen Daten beruhen auf einer pegelstatistischen Analyse der
Universität Bochum vom Juni 2003. Im Rahmen dieser Untersuchungen erfolgte die Ermitt-
lung von HQT für die Pegel in den Flusseinzugsgebieten der Zwickauer, Freiberger und Ver-
einigten Mulde sowie der Weißen Elster.
Anhand der an den Pegeln ausgewiesenen Scheitelwerte wurde eine Übertragung der HQT
auf die Zwischeneinzugsgebiete vorgenommen und durch das Landesamt für Umwelt und
Geologie übergeben. Auf dieser Grundlage werden die Scheitelabflüsse für die einzelnen
Ortslagen in nachstehender
Tabelle 2
angegeben.
Ortslage
HQ20 [m³/s]
HQ50 [m³/s]
HQ100 [m³/s]
HQ300 [m³/s]
Rochlitz 484 695 916 1428
Stöbnig 490 702 924 1439
Zassnitz 484 695 916 1428
Tabelle 2: Scheitelabflüsse in den Ortslagen des Bearbeitungsabschnittes
Die angegebenen Durchflüsse beziehen sich auf die Schwerpunktgebiete der jeweiligen
Ortslagen. Die Abweichungen der Durchflusswerte zwischen Rochlitz und Stöbnig resultieren
aus einem Zufluss unterhalb der Straßenbrücke (B 107/ B 175) in Rochlitz.
2.2 Geschiebe
Für die Beurteilung der zu erwartenden Geschiebebewegung wurden im Rahmen der
HWSK-Untersuchungen angestellt, die sich in zwei wesentliche Arbeitsschritte untergliedern:
1. Auf Basis der Grundlagenvermessung von 1966 und der Gewässerver-
messung von 2003 wurden die Flusssohle und die Gewässerachse auf sig-
nifikante Änderungen untersucht. Der Vergleich zwischen der Grundlagen-
vermessung von 1966 und der Gewässervermessung von 2003 lässt keine
größeren Änderungen an den Höhenlagen der Flusssohle erkennen, der
Verlauf der Flussachse hat sich im Laufe der Jahre ebenfalls nicht geän-
dert.
2. Berechnung der Geschiebetransportkapazität auf der Grundlage des mit
dem Programmsystem HEC-RAS erstellten Abflussmodells. Im Zuge der
Berechnungen der Geschiebetransportkapazität war für die gewählte cha-
rakteristische Korngröße des Sediments insgesamt kein ausgeprägter
Feststofftransport entlang der Flusssohle zu beobachten, auch nicht bei
größeren Hochwassern.
Die Ergebnisse decken sich mit den Beobachtungen des Augusthochwassers 2002, bei dem
keine bedeutsamen morphologischen Änderungen der Gewässersohle festgestellt werden
konnten. Die auf Basis der vorhandenen Datengrundlage durchgeführten Untersuchungen
weisen auf einen stabilen morphologischen Gleichgewichtszustand hin.

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2.3 Gefahrenprozesse
Im Folgenden werden die bei den einzelnen Abflüssen zu erwartenden Prozesse beschrie-
ben. Dabei sind die Bezeichnungen rechtes und linkes Ufer auf den Blick in Fließrichtung
bezogen.
HQ20
Bei HQ20 kommt es stellenweise zu Ausuferungen. Der Sportplatz am linken Ufer in Höhe
des Fluss-km 16+500 in Rochlitz ist vollständig überschwemmt. Die Wassertiefen betragen
etwa 0,80 m.
Die Kleingärten sowie einige Grundstücke am linken Ufer in Höhe des Fluss-km 17+000 sind
von Überschwemmungen niedriger bis mittlerer Intensität betroffen. Die Wassertiefen betra-
gen hier bis etwa 1,00 m.
Das Gelände am rechten Ufer in Höhe des Fluss-km 17+700 ist teilweise von Überschwem-
mungen überwiegend niedriger Intensität betroffen.
Im Bereich zwischen Fluss-km 18+000 bis zur Muldenbrücke (Fluss-km 18+266) kommt es
am linken Ufer zu Überschwemmungen niedriger Intensität.
Am linken Ufer oberhalb der Muldenbrücke (Fluss-km 18+266) bis zur Eisenbahnbrücke
(Fluss-km 19+428) kommt es zu Überschwemmungen niedriger bis mittlerer Intensität. Die
Uferstraße ist von Überschwemmungen mit einer Wassertiefe bis zu 1,00 m betroffen.
Am rechten Ufer oberhalb des Fluss-km 19+000 bis zum Stadtwehr (Fluss-km 19+388)
kommt es zu Überschwemmungen niedriger bis mittlerer Intensität. Die Wassertiefen betra-
gen hier bis zu 0,80 m.
Die „Muldeninsel“ in Rochlitz (Fluss-km 18+700 bis 19+250) ist von Überschwemmung mitt-
lerer Intensität mit Wassertiefen bis zu 1,00 m betroffen.
Am linken Ufer oberhalb der Eisenbahnbrücke (Fluss-km 19+428) bis zur Schlossaue (Fluss-
km 19+900) kommt es zu Überschwemmungen niedriger bis mittlerer Intensität mit Wasser-
tiefen von bis zu 0,80 m.
HQ50
Der Sportplatz am linken Ufer in Höhe des Fluss-km 16+500 in Rochlitz ist vollständig über-
schwemmt. Die Wassertiefen betragen etwa 1,40 m.
Das Gelände im Bereich des Muldenbogen am linken Ufer von Fluss-km 16+700 bis zu
Fluss-km 18+000 ist teilweise von Überschwemmungen niedriger bis mittlerer Intensität be-
troffen.
Die Kleingärten sowie einige Grundstücke am linken Ufer im Bereich der Fluss-km 16+700
bis Fluss-km 17+250 sind von Überschwemmungen mittlerer Intensität betroffen. Die Was-
sertiefen betragen hier bis zu 1,40 m.
Das Gewerbegebiet am linken Ufer im Bereich des Muldenbogen (Fluss-km 17+500) ist von
Überschwemmungen niedriger bis mittlerer Intensität mit Wassertiefen bis zu 0,80 m betrof-
fen.
Der Sportplatz und das Schwimmbad am linken Ufer (Fluss-km 17+750 bis 18+000) sind von
Überschwemmungen mittlerer Intensität mit Wassertiefen bis zu 1,20 m betroffen.
Das Gelände am rechten Ufer in Höhe des Fluss-km 17+700 ist von Überschwemmungen
überwiegend mittlerer Intensität mit Wassertiefen bis zu 0,80 m betroffen.

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Im Bereich oberhalb des Schwimmbads (Fluss-km 18+000) bis zur Muldenbrücke (Fluss-km
18+266) kommt es am linken Ufer zu Überschwemmungen niedriger bis mittlerer Intensität
mit Wassertiefen bis zu 1,00 m.
Oberhalb der Muldenbrücke (Fluss-km 18+266) bis zum Fluss-km 18+500 kommt es am lin-
ken Ufer zu Überschwemmungen niedriger bis mittlerer Intensität. Die Uferstraße ist mit bis
zu 1,60 m Wassertiefe überschwemmt.
Oberhalb des Fluss-km 18+500 bis zur Eisenbahnbrücke (Fluss-km 19+428) ist das linke
Ufer mit niedriger bis mittlerer Intensität überschwemmt. Die Uferstraße steht teilweise bis zu
1,40 m unter Wasser.
Die „Muldeninsel“ in Rochlitz (Fluss-km 18+700 bis 19+250) ist von Überschwemmung ü-
berwiegend mittlerer Intensität mit Wassertiefen bis zu 1,80 m betroffen.
Am rechten Ufer oberhalb des Fluss-km 19+000 bis zum Stadtwehr (Fluss-km 19+388)
kommt es zu Überschwemmungen niedriger bis mittlerer Intensität mit Wassertiefen bis zu
1,40 m.
Am linken Ufer oberhalb der Eisenbahnbrücke (Fluss-km 19+428) bis zur Schlossaue (Fluss-
km 19+900) kommt es zu Überschwemmungen niedriger bis überwiegend mittlerer Intensität
mit Wassertiefen von bis zu 1,40 m.
HQ100
Der Sportplatz am linken Ufer in Höhe des Fluss-km 16+500 in Rochlitz ist von Über-
schwemmung hoher Intensität betroffen. Die Wassertiefen betragen etwa 2,00 m.
Das Gelände im Bereich des Muldenbogen am linken Ufer von Fluss-km 16+700 bis zu
Fluss-km 18+000 ist weiträumig überschwemmt.
Die Kleingärten sowie einige Grundstücke am linken Ufer im Bereich der Fluss-km 16+700
bis Fluss-km 17+250 sind von Überschwemmungen mittlerer Intensität betroffen. Die Was-
sertiefen betragen hier bis zu 1,80 m.
Das Gewerbegebiet am linken Ufer im Bereich des Muldenbogen (Fluss-km 17+500) ist von
Überschwemmungen niedriger bis mittlerer Intensität mit Wassertiefen bis zu 1,00 m betrof-
fen.
Der Sportplatz und das Schwimmbad am linken Ufer (Fluss-km 17+750 bis 18+000) sind von
Überschwemmungen mittlerer Intensität mit Wassertiefen bis zu 1,80 m betroffen.
Im Bereich oberhalb des Schwimmbads (Fluss-km 18+000) bis zur Muldenbrücke (Fluss-km
18+266) kommt es am linken Ufer zu Überschwemmungen niedriger bis überwiegend mittle-
rer Intensität mit Wassertiefen bis zu 1,40 m.
Das Gelände am rechten Ufer in Höhe des Fluss-km 17+700 ist von Überschwemmungen
mittlerer Intensität mit Wassertiefen bis zu 1,20 m betroffen.
Oberhalb der Muldenbrücke (Fluss-km 18+266) bis zum Fluss-km 18+500 kommt es am lin-
ken Ufer zu Überschwemmungen überwiegend mittlerer bis hoher Intensität. Die Uferstraße
ist mit bis zu 2,20 m Wassertiefe überschwemmt.
Oberhalb des Fluss-km 18+500 bis zur Eisenbahnbrücke (Fluss-km 19+428) ist das linke
Ufer mit mittlerer bis hoher Intensität überschwemmt. Die Uferstraße steht teilweise bis zu
2,00 m unter Wasser.
Am rechten Ufer oberhalb des Fluss-km 19+000 bis zur Fußgängerbrücke (Fluss-km
19+240) kommt es zu Überschwemmungen mittlerer bis hoher Intensität mit Wassertiefen
bis zu 2,20 m.

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Am rechten Ufer oberhalb der Fußgängerbrücke (Fluss-km 19+240) bis zum Stadtwehr
(Fluss-km 19+388) kommt es zu Überschwemmungen niedriger bis mittlerer Intensität mit
Wassertiefen bis zu 1,00 m.
Am linken Ufer oberhalb der Eisenbahnbrücke (Fluss-km 19+428) bis zur Schlossaue (Fluss-
km 19+900) kommt es zu Überschwemmungen überwiegend mittlerer bis hoher Intensität mit
Wassertiefen von bis zu 2,00 m.
HQ300
Große Gebiete der Stadt stehen unter Wasser. Auch auf den Vorländern sind hohe Intensitä-
ten des Wasserstandes zu verzeichnen.
Der Sportplatz am linken Ufer in Höhe des Fluss-km 16+500 in Rochlitz ist von Über-
schwemmung hoher Intensität betroffen. Die Wassertiefen betragen etwa 3,20 m.
Das Gelände im Bereich des Muldenbogen am linken Ufer von Fluss-km 16+700 bis zu
Fluss-km 18+000 ist weiträumig überschwemmt.
Die Kleingärten sowie einige Grundstücke am linken Ufer im Bereich der Fluss-km 16+700
bis Fluss-km 17+250 sind von Überschwemmungen hoher Intensität betroffen. Die Wasser-
tiefen betragen hier bis zu 3,00 m.
Das Gewerbegebiet am linken Ufer im Bereich des Muldenbogen (Fluss-km 17+200 bis
17+500) ist von Überschwemmungen überwiegend mittlerer Intensität mit Wassertiefen bis
zu 2,00 m betroffen.
Der Sportplatz am linken Ufer (Fluss-km 17+750) ist von Überschwemmungen hoher Intensi-
tät mit Wassertiefen bis zu 2,60 m betroffen.
Das Schwimmbad am linken Ufer (Fluss-km 18+000) ist von Überschwemmungen mittlerer
bis überwiegend hoher Intensität mit Wassertiefen bis zu 2,20 m betroffen.
Das Gelände am rechten Ufer in Höhe des Fluss-km 17+700 ist von Überschwemmungen
mittlerer bis hoher Intensität mit Wassertiefen bis zu 2,20 m betroffen.
Im Bereich oberhalb des Schwimmbads (Fluss-km 18+000) bis zur Muldenbrücke (Fluss-km
18+266) kommt es am linken Ufer zu Überschwemmungen mittlerer bis hoher Intensität mit
Wassertiefen bis zu 2,80 m.
Oberhalb der Muldenbrücke (Fluss-km 18+266) bis zum Fluss-km 18+500 kommt es am lin-
ken Ufer zu Überschwemmungen mittlerer bis überwiegend hoher Intensität. Die Uferstraße
ist mit bis zu 3,60 m Wassertiefe überschwemmt.
Oberhalb des Fluss-km 18+500 bis zur Eisenbahnbrücke (Fluss-km 19+428) ist das linke
Ufer mit überwiegend hoher Intensität überschwemmt. Die Uferstraße steht teilweise bis zu
3,40 m unter Wasser.
Am rechten Ufer oberhalb des Fluss-km 19+000 bis zum Stadtwehr (Fluss-km 19+388)
kommt es zu Überschwemmungen mittlerer bis hoher Intensität mit Wassertiefen bis zu
3,60 m.
Am linken Ufer oberhalb der Eisenbahnbrücke (Fluss-km 19+428) bis zur Schlossaue (Fluss-
km 19+900) kommt es zu Überschwemmungen überwiegend mittlerer bis hoher Intensität mit
Wassertiefen von bis zu 3,40 m.

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Untersuchung lokaler Schwachstellen am Gewässer
Als besondere Schwachstellen hinsichtlich der Gefahr der Verklausung bei Hochwasser
wurden die Brückenbauwerke im Bereich der Ortslage Rochlitz untersucht:
B km 15 + 847 Eisenbahnbrücke (Nr. 4)
Abbildung 1:
B km 15 + 847 (Nr. 4), Eisenbahnbrücke unterhalb Rochlitz
-
UK Brücke in etwa horizontal; Bezugspunkt für Freibordermittlung: 156,42 m HN,
-
bei
HQ300
(HW
HQ300
= 154,75 m HN) beträgt der Freibord 1,67 m,
- gemäß den Empfehlungen des LfUG wird das Bauwerk als nicht verklausungsgefährdet
eingestuft.

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B km 18 + 266 Straßenbrücke B 107/ B 175 (Nr. 5)
Abbildung 2:
B km 18 + 266 (Nr. 5), Straßenbrücke B 107/ B 175 in Rochlitz
-
Bogenbrücke mit 5 Durchlässen, 1 Flusspfeiler und 2 Durchlässen im Flussbett.
-
Bezugspunkt für Freibordermittlung entspricht dem Scheitelpunkt des mittleren (größten)
Durchlasses: 157,78 m HN.
-
Bei Abfluss des
HQ300
(HW
HQ300
= 158,24 m HN) ist das Bauwerk eingestaut.
- Bei Abfluss des
HQ100
(HW
HQ100
= 156,91 m HN) beträgt der Freibord rein rechnerisch
0,87 m, konstruktionsbedingt ist dieser errechnete Freibord jedoch nur im Scheitelbereich
des mittleren Durchlasses vorhanden, vier der fünf vorhandenen Durchlässe erfüllen das
Freibordkriterium nicht, beim mittleren Durchlass ist der Freibord von min. 0,50 m nur bei
etwa einem Drittel der Öffnungsbreite zwischen den Kämpfern gegeben.
-
Bei HQ100 ist das Bauwerk verklausungsgefährdet.
- Bei Abfluss des
HQ50
(HW
HQ50
= 156,17 m HN) beträgt der Freibord rein rechnerisch
1,61 m, konstruktionsbedingt ist der Freibord von min. 0,50 m bei den zwei Durchlässen
im Bereich des Flussbettes bei etwa der Hälfte der Öffnungsbreite gegeben, bei den Vor-
landöffnungen reduziert sich die Öffnungsbreite mit eingehaltenem Mindestfreibord auf
bis zu einem Drittel.
- Der Durchlassquerschnitt wird als ausreichend bewertet um ankommendes Treibgut ab-
zuführen, bei HQ50 wird das Bauwerk als nicht verklausungsgefährdet eingestuft.
- Bei
HQ 20
ist an den Öffnungen im Flussbett der Mindestfreibord von 0,50 m auf etwa
zwei Drittel der Öffnungsbreite vorhanden, bei den Vorlandöffnungen liegt die Öffnungs-
breite mit eingehaltenem Mindestfreibord bei drei Viertel bis zwei Drittel der Öffnungsbrei-
te.
-
Bei HQ20 wird das Bauwerk als nicht verklausungsgefährdet eingestuft.

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-400
-300
-200
-100
0
100
200
150
152
154
156
158
160
162
164
Zwickauer Mulde
Plan:
1) Ist HQ100
03.02.04
2) I HQ20
03.02.04
3) I HQ50 03.02.04
4) I HQ300 03.02.04
River = Zwickauer Mulde Reach = Unterlauf
RS = 18.284
QP 134 OW (Los 6)
Station (m)
Höhe (m)
Legend
EG HQ300 - I HQ300
WS HQ300 - I HQ300
EG HQ100 - Ist HQ100
WS HQ100 - Ist HQ100
EG HQ50 - I HQ50
WS HQ50 - I HQ50
EG HQ20 - I HQ20
WS HQ20 - I HQ20
Crit HQ300 - I HQ300
Crit HQ100 - Ist HQ100
Crit HQ50 - I HQ50
Crit HQ20 - I HQ20
Ground
Bank Sta
.05
.0333
.05
Abbildung 3:
Modellstation 18.284 (Nr. 5), Straßenbrücke B 107/ B 175 in Rochlitz
B km 19 + 240 Fußgängerbrücke (Nr. 6)
Abbildung 4:
B km 19 + 240 (Nr. 6), Fußgängerbrücke in Rochlitz
- leichter Bogen (Breite / Höhe: ca. 56 m / 0,40 m), Bezugspunkt für Freibordermittlung
(Scheitelpunkt): 158,19 m HN.
-
Bei
HQ300
(HW
HQ300
= 158,94 m HN) ist das Bauwerk eingestaut bzw. überströmt.
- Bei
HQ100
beträgt der Freibord in Bauwerksmitte 0,69 m, der Mindestfreibord von
0,50 m ist über die Öffnungsbreite von ca. 55 m auf ca. 30 m eingehalten.

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Erläuterungsbericht
HW-Schutzkonzeption Mulden und Weiße Elster
Gefahrenkarten
im Regierungsbezirk Chemnitz
Rochlitz, Stöbnig, Zassnitz
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- Der Durchlassquerschnitt wird als ausreichend bewertet, um ankommendes Treibgut
abzuführen; bei HQ100 wird das Bauwerk als nicht verklausungsgefährdet eingestuft.
- Bei
HQ50
bzw.
HQ20
ist der Mindestfreibord von 0,50 m über die gesamte Breite der
Öffnung vorhanden, gemäß den Empfehlungen des LfUG besteht keine Verklausungsge-
fahr.
B km 19 + 428 Eisenbahnbrücke (Nr. 7)
Abbildung 5:
B km 19 + 428 (Nr. 7), Eisenbahnbrücke in Rochlitz
-
UK Brücke in etwa horizontal; Bezugspunkt für Freibordermittlung: 160,46 m HN.
-
Bei
HQ300
(159,58 m HN) beträgt der Freibord 0,88 m.
-
Gemäß den Empfehlungen des LfUG wird das Bauwerk als nicht verklausungsgefährdet
eingestuft.
3 Gefahrenkarten
In der Gefahrenkarte sind die Überschwemmungsintensität (siehe Tabelle 1), die Gewässer-
stationierung sowie die Ausdehnung des Überschwemmungsgebietes bei HQ extrem darge-
stellt. Weiterhin ist der Prognosewasserstand des Bezugspegels für das jeweilige Hochwas-
serereignis auf der Karte vermerkt. Für die Ortslage Rochlitz ist das der Pegel Wechsel-
burg 1. Nachstehende Tabelle gibt einen Überblick der Einordnung der Wiederkehrintervalle
in die Alarmstufen am Pegel.
A I
A II
A III
A IV
Meldepegel
[cm] [m³/s] [cm] [m³/s] [cm] [m³/s] [cm] [m³/s]
Wechselburg 1
220 166 280 255 340 360 400 481
Hochwasser-
ereignis
HQ20, HQ50,
HQ100, HQ300
Tabelle 3: Einordnung der Wiederkehrintervalle in die Alarmstufen

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Angaben zu aktuellen Wasserständen und Durchflüssen sind im Internet unter
www.umwelt.sachsen.de/lfug/hwz/inhalt_re.html
zu finden.
4 Schlussfolgerungen, Empfehlungen
Aus den Gefahrenkarten ist ersichtlich, dass bereits bei HQ20 mit Gefährdungen und Schä-
den durch Überschwemmung in der Ortslage Rochlitz zu rechnen ist. Wesentlicher Bestand-
teil der im Rahmen der Hochwasserschutzkonzeption ausgewiesenen Maßnahmen ist eine
kombinierte Hochwasserschutzwand, bestehend aus einem festen und einem mobilen auf-
gesetzten Bestandteil. Die Umsetzung dieser Maßnahme würde der Stadt Rochlitz einen
wirksamen Schutz vor dem HQ100 bieten. Eine Ausführung des festen Bestandteiles der
Hochwasserschutzwand bietet einen Schutz bis zum HQ50.
Im Hinblick auf die abzuwendende Hochwassergefahr ist die Umsetzung der Maßnahmen
aus Sicht des Planers zu befürworten.

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Literatur
Bundesamt für Wasserwirtschaft u.a. (Hrsg.): Empfehlungen, Berücksichtigung der Hoch-
wassergefahren bei raumwirksamen Tätigkeiten. Biel, 1997. 32 S.
Bundesamt für Wasser und Geologie (Hrsg.): Hochwasserschutz an Fließgewässern, Weg-
leitung 2001. Biel, 2001. 72 S.
Hydroprojekt Ingenieursgesellschaft mbH (Verfasser): Voruntersuchung zur Konzeption von
Gefahrenkarten, August 2004. 48 S.
Hydroprojekt Ingenieursgesellschaft mbH (Verfasser): Hochwasserschutzkonzeption Mulden
und Weiße Elster im Regierungsbezirk Chemnitz, Los 1 - Zwickauer Mulde,
August 2004. 73 S.