image
image
image
image
image
image
image
Öko-Buchführungsergebnisse
Ostdeutsche Bundesländer - 2008/2009
Gemeinsamer Bericht zur Auswertung der Buchführungs-
ergebnisse ökologisch wirtschaftender Betriebe
Landesamt für
Verbraucherschutz,
Landwirtschaft und
Flurneuordnung
Sächsisches Landesamt
für Umwelt, Landwirt-
schaft und Geologie
Thüringer Landes-
anstalt
für Landwirtschaft
Brandenburg
Landesforschungsanstalt für
Landwirtschaft und Fischerei
Mecklenburg-
Vorpommern

Impressum
Redaktion:
Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft
(beteiligte Institutionen)
und Geologie
Mike Schirrmacher
Telefon: 0351 / 2612 - 2206
Telefax: 0351 / 2612 - 2099
e-mail: .
Mike.Schirrmacher@smul.sachsen.de
(Kein Zugang für elektronisch signierte sowie für verschlüsselte elektronische Do-
kumente)
Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft
und Flurneuordnung Brandenburg
Cornelia Harnack
Telefon: 03328 / 436 - 164
e-mail:
Cornelia.Harnack@LELF.Brandenburg.de
Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft
Martin Herold
Telefon: 03641 / 683 - 454
e-mail:
m.herold@jena.tll.de
Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau Sachsen-Anhalt
Dr. Roland Richter
Telefon: 03471 / 334 - 332
e-mail
: Roland.Richter@llfg.mlu.sachsen-anhalt.de
Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-
Vorpommern, Institut für Betriebswirtschaft
Thomas Annen
Telefon: 03843 / 789 - 155
e-mail:
t.annen@lfa.mvnet.de
Redaktionsschluss:
September 2010
Foto:
Europäische Kommission
(http://ec.europa.eu/agriculture/organic/toolbox/photos_de)
Rechtshinweis:
Alle Rechte vorbehalten. Der Text ist urheberrechtlich geschützt. Die Verwendung von Inhalten, auch auszugswei-
se, ist ohne Zustimmung der Redaktionsgruppe urheberrechtswidrig und strafbar. Das gilt insbesondere für Verviel-
fältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen sowie die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Sys-
temen.
1

Inhalt
0
Zusammenfassung .............................................................................................3
1
Einleitung............................................................................................................5
1.1
Zielstellung..........................................................................................................5
1.2
Methode..............................................................................................................5
1.3
Charakterisierung der Stichprobe .......................................................................7
2
Der Markt für ökologische Produkte im Überblick ...............................................8
3
Struktur und Wirtschaftlichkeit der Öko-Betriebe insgesamt .............................10
3.1
Produktionsstruktur und Faktorausstattung.......................................................10
3.2
Erträge, Leistungen und Preise.........................................................................11
3.3
Bilanz und Investitionen....................................................................................13
3.4
Ertrag, Aufwand und Ergebnis..........................................................................14
4
Wirtschaftliche Lage nach Betriebsformen/-typen.............................................16
4.1
Ackerbaubetriebe..............................................................................................16
4.2
Futterbaubetriebe..............................................................................................19
4.2.1 Milchviehbetriebe (Natürliche Personen) ..........................................................19
4.2.2 Milchviehbetriebe (Juristische Personen)..........................................................22
4.2.3 Mutterkuhbetriebe.............................................................................................23
4.3
Verbundbetriebe ...............................................................................................24
5
Wirtschaftliche Entwicklung in den letzten drei Wirtschaftsjahren.....................26
5.1
Entwicklung Öko-Betriebe insgesamt (n = 93)..................................................26
5.2
Betriebsformen..................................................................................................30
Spezialisierte Ackerbaubetriebe (n = 38)..........................................................30
Futterbaubetriebe (n = 38)................................................................................30
Verbundbetriebe (n = 13)..................................................................................32
5.3
Zeitreihe identischer Betriebe, 7 Jahre (n = 37)................................................34
Anhang – Tabellen ......................................................................................................41
2

0
Zusammenfassung
In Fortführung des im Jahr 2003 ins Leben gerufenen Gemeinschaftsprojektes der ost-
deutschen Bundesländer zur Auswertung der Buchführungsdaten ökologisch wirt-
schaftender Betriebe liegen nunmehr die Ergebnisse des Wirtschaftsjahres 2008/09
vor.
Mit der hier betrachteten Gruppe von 135 Betrieben wurden 5 % der Öko-Betriebe in
den ostdeutschen Bundesländern analysiert. Diese Betriebe bewirtschafteten
51 660 ha landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF) und damit 14 % der in den ostdeut-
schen Bundesländern ökologisch bewirtschafteten Fläche.
Vergleich ökologische und konventionelle Betriebe
(unabhängig von ihrer Betriebs- und Rechtsform)
Öko-Betriebe sind im Vergleich zu konventionell wirtschaftenden Betrieben hinsichtlich
Quantität, Qualität und Nutzung des Produktionsfaktors Boden grünlandreicher, halten
weniger Vieh und wirtschaften auf Standorten mit geringerer Bonität.
Die Öko-Betriebe erreichten bei Getreide 34 % und bei Milch 73 % des Leistungsni-
veaus der konventionellen Bewirtschaftungsform. Höhere Erzeugerpreise kompensier-
ten diese Ertragseinbußen im Marktfruchtbau nicht, in der Milcherzeugung gelang im
Wirtschaftsjahr 2008/09 erstmalig ein Ausgleich.
Die Öko-Betriebe erwirtschafteten im Vergleich zu den konventionellen nur gut die
Hälfte der Umsatzerlöse je Flächeneinheit und erhielten den 1,3 fachen Betrag an Zu-
lagen und Zuschüssen.
Insgesamt erzielten die Öko-Betriebe 31 % geringere betriebliche Erträge bei rund ei-
nem Drittel geringerer betrieblicher Aufwendungen.
Vergleich ökologische und konventionelle Betriebe
(natürliche Personen nach Betriebsformen)
Unter den ökologisch wirtschaftenden Betrieben erzielten die analysierten Ackerbau-
betriebe durchschnittliche Renditen. Im Vergleich zu konventionellen Betrieben schnit-
ten die ökologisch Wirtschaftenden mit 34 T€/AK gegenüber 46 T€/AK deutlich
schlechter ab, vor allem durch knapp 550 €/ha LF geringere Umsatzerlöse. Unabhän-
gig von der Bewirtschaftungsform sind Bodengüte und Flächenausstattung die vorran-
gigen Erfolgsfaktoren im Ackerbau.
Im hier analysierten Öko-Futterbau wurden insgesamt unterdurchschnittliche wirt-
schaftliche Ergebnisse erzielt. Differenziert nach den Produktionsprofilen schnitten die
Öko-Milchviehbetriebe durchschnittlich, dagegen die Öko-Mutterkuhbetriebe deutlich
unterdurchschnittlich ab. Ökologische wie auch konventionelle Mutterkuhhalter ent-
lohnten ihren Faktoreinsatz in der Summe jeweils nur zu zwei Drittel. Das Ordentliche
Ergebnis zzgl. Personalaufwand je Arbeitskraft war mit jeweils weniger als 14
T€/Arbeitskraft auf einem niedrigen Stand. In den Öko-Mutterkuhbetrieben wirkten sich
die nicht ausreichend an die geringe Ertragskraft angepassten Aufwendungen wirt-
schaftlich negativ aus.
Öko-Verbundbetriebe in der Rechtsform einer natürlichen Person erwirtschafteten
60 % ihrer betrieblichen Erträge über Umsatzerlöse aus einer insgesamt vielfältigen
3

Produktionspalette, wobei die Schweineproduktion und Marktfruchtbau dominierten.
Mit 41,5 T€/Arbeitskraft hoben sich diese Betriebe gegenüber den anderen Betriebs-,
Rechts- und Bewirtschaftungsformen deutlich ab. Verbundbetriebe in der Rechtsform
juristischer Personen waren je Arbeitskraft mit weniger Fläche und Vieh ausgestattet
und verzeichneten insbesondere eine mit Blick auf die Liquidität unzureichende Effi-
zienz der eingesetzten Mittel und Faktoren.
Wirtschaftliche Entwicklung in den letzten drei Wirtschaftsjahren
(alle Betriebe, unabhängig von ihrer Betriebs- und Rechtsform)
Im Erntejahr 2008 verblieben die Erträge im Wesentlichen auf dem niedrigen Vorjah-
resniveau. Die überdurchschnittlichen Öko-Erlöse im Wirtschaftsjahr 2007/08 haben
sich im Berichtsjahr 2008/09 entgegen der Entwicklung im konventionellen Bereich bei
fast allen Kulturen fortgesetzt. Von sehr guten Erlösen profitierten Wintergerste
(+ 15 %) und Roggen (+ 9 %). Insgesamt lag der Getreideerlös noch um 2 % über
dem Vorjahresniveau und um 66 % über dem der Ernte 2006.
Die Milchleistung in Höhe von 6.105 kg/Kuh/Jahr lag im aktuellen Auswertungsjahr in
etwa auf dem Niveau des Jahres 2006/07. Der Milchpreis 44,87 Cent je Liter des Jah-
res 2008/09 konnte den Rekordwert vom Vorjahr um 1 % überbieten.
Die überwiegend positive Entwicklung der Verkaufserlöse führte zu einem weiteren
Anstieg der Umsatzerlöse (+6,2 %). Gegenüber 2006/07 waren es sogar 27,6 % mehr.
Die Ökobetriebe erhöhten gleichzeitig ihre Umsätze aus Nebenbetrieb/ Handel/
Dienstleistungen um 61 €/ha LF, was auf einen Ausbau der Direktvermarktung schlie-
ßen lässt. Gegenüber dem Vorjahr betrug die Steigerung + 60,5 %, im Verhältnis zu
2006/07 bereits das Doppelte (+ 103,3 %). Direktvermarktung/ -vertrieb nahmen bei
den Ökobetrieben bereits 7,5 % des Gesamtumsatzes ein, bei den konventionellen
Betrieben waren es 3 %.
Die Zulagen/ Zuschüsse, die im Berichtsjahr durchschnittlich 508 €/ha LF ausmachten,
nahmen um - 6 % im Vergleich zum Vorjahr ab. Dieser Rückgang lässt sich zum einen
auf eine etwas geringere Öko-Prämie (-15 €/ha LF) und zum anderen auf -25 €/ha LF
geringere Investitionszuschüsse zurückführen. Die Investitionstätigkeit ging 2008/09 in
den Öko-Betrieben zurück.
Die höheren finanziellen Erträge wurden bei den Öko-Betrieben durch höhere Auf-
wendungen, insbesondere Material- und Personalaufwand aufgezehrt. So verblieben
die wirtschaftlichen Ergebnisse in etwa auf dem Vorjahresniveau.
Die wirtschaftliche Situation und Entwicklung der analysierten Öko-Betriebe ist in den
betrachteten 3 Jahren als gut einzuschätzen. Der Faktoreinsatz konnte ausreichend
entlohnt werden und die Kapitalverzinsung lag deutlich im positiven Bereich. Allein
aufgrund hoher Tilgungszahlungen im aktuellen Jahr 2008/09 verschlechterte sich die
Liquiditätssituation in den Betrieben im Vergleich zu den Vorjahren.
4

1
Einleitung
1.1 Zielstellung
In Fortführung des im Jahr 2003 ins Leben gerufenen Gemeinschaftsprojektes der ost-
deutschen Bundesländer zur Auswertung der Buchführungsergebnisse ökologisch
wirtschaftender Betriebe liegen nunmehr die Ergebnisse des Wirtschaftsjahres 2008/
09 vor. Hintergrund dieser länderübergreifenden Analyse ist die unzureichende Anzahl
auswertbarer BMELV-Jahresabschlüsse in den einzelnen Bundesländern. Die Zusam-
menführung der zur Verfügung stehenden Datensätze zu einer Gesamtstichprobe ge-
stattet demgegenüber die Ableitung allgemeingültiger Aussagen zur Situation und
Entwicklung der Öko-Betriebe. Darüber hinaus wird die Wirtschaftskraft der Betriebe
insgesamt sowie einzelner Rechts- und Betriebsformen auch im Vergleich zu Betrie-
ben mit konventioneller Bewirtschaftung dargestellt und beurteilt.
1.2 Methode
Die im Gesamtdatenbestand enthaltenen BMELV-Jahresabschlüsse wurden mit Hilfe
des Prüfprogramms „Winplausi“ auf inhaltliche Plausibilität geprüft und darüber hinaus
einer vom Autorenkollektiv erarbeiteten „Öko-Plausibilitätsprüfung“ unterzogen.
Eine separate, dem Datenbankprogramm vorgeschaltete Programmroutine modifizier-
te die Jahresabschlüsse einheitlich wie folgt:
- Umrechnung der pauschalierenden bruttoverbuchenden in nettoverbuchende Be-
triebe,
-
Bewertung und bilanzielle Berücksichtigung des Feldinventars in allen Betrieben,
-
Ermittlung des Lohnansatzes für Betriebe in der Rechtsform einer natürlichen Per-
son und Verwendung bei der Berechnung der Kennzahlen.
Die Betriebsklassifizierung, d.h. die Zuordnung zur jeweiligen Betriebsform bzw. zum
jeweiligen Betriebstyp, erfolgte entsprechend der EU-Betriebssystematik und unter
Verwendung der sächsischen Standarddeckungsbeiträge.
Die Kennzahlen der vorliegenden Buchführungsergebnisse wurden auf den methodi-
schen Grundlagen des bundeseinheitlich angewandten „Stuttgarter Programms“ ermit-
telt, das auch bei der Kennzahlenberechnung für die Buchführungsergebnisse der
Testbetriebe 2008/09 der Bundesregierung Anwendung findet. Somit sind gute Vor-
aussetzungen für Betriebsvergleiche über Ländergrenzen hinweg gegeben.
Informationen zu den Kennzahlendefinitionen und -berechnungen für die Buchfüh-
rungsergebnisse der Testbetriebe der Bundesregierung sind unter der Internetadresse
http://berichte.bmelv-statistik.de/BFB-0110001-2009.pdf
und zum anderen im Kennzahlenkatalog des Sächsischen Landesamtes für Umwelt,
Landwirtschaft und Geologie unter der Internetadresse
http://www.landwirtschaft.sachsen.de/landwirtschaft/517.htm
verfügbar.
Für die Analyse wurden die Betriebe - soweit möglich und sinnvoll - nach
- Rechtsformen,
-
Betriebsformen und -typen (entsprechend EU-Betriebssystematik),
-
Erfolgsgruppen (nach der Kennzahl „Ordentliches Ergebnis + Personalaufwand je
Arbeitskraft“),
- Flächenausstattung (LF-Gruppen),
5

- Ertragsmesszahl (≤ 30 EMZ/a; > 30 EMZ/a),
-
Bestandsgröße an Milchkühen (≤ 80 Stück; > 80 Stück)
sortiert. Für den vertikalen Betriebsvergleich fanden nur die Betriebe Berücksichti-
gung, deren Abschlüsse für drei bzw. sechs Wirtschaftsjahre vorlagen (= identische
Betriebe).
Die ausführlichen Buchführungsergebnisse der Öko-Betriebe für das Wirtschaftsjahr
2008/09 sind im Anhang dargestellt.
Die Mindestgruppengröße für die Veröffentlichung der Buchführungsergebnisse be-
trägt fünf Betriebe. Hinsichtlich ihrer Aussagefähigkeit sollten die Analyseergebnisse
von Auswertungsgruppen mit weniger als zehn Betrieben vorbehaltlich des hohen ein-
zelbetrieblichen Einflusses betrachtet werden.
Als Vergleichsgruppen stellte das BMELV gesondert für diese Auswertung die zu-
sammengefassten Buchführungsergebnisse der konventionell wirtschaftenden Testbe-
triebe aus den fünf ostdeutschen Bundesländern des Wirtschaftsjahres 2008/09 zur
Verfügung. Bei diesen 1 575 Betrieben (Tabelle 1.1) fanden im Wesentlichen die glei-
chen Gruppierungskriterien wie bei den ökologisch wirtschaftenden Betrieben Anwen-
dung.
Tabelle 1.1:
Konventionelle Betriebe nach Rechts- und Betriebsformen (Anzahl)
Rechtsform/
Betriebsform
Einzelunternehmen
Haupterwerb
Personengesell-
schaften
Juristische
Personen
Betriebe
gesamt
Spezialisierte Ackerbaubetriebe
371
93
132
596
Spezialisierte Futterbaubetriebe
178
76
114
368
Spezialisierte Veredlungsbetriebe
7
4
13
24
Verbundbetriebe 124 62 285 471
Andere Betriebsformen
91
10
15
116
Gesamt
771
245
559
1 575
Weiterhin wurden vom BMELV Vergleichsgruppen konventionell wirtschaftender Be-
triebe mit der Rechtsform einer natürlichen Person zur Verfügung gestellt, die analog
zum Vergleich Öko-Konventionell in den Buchführungsergebnissen der Testbetriebe
2008/09 der Bundesregierung gebildet wurden (Tabelle 1.2).
Die Gruppenbildung erfolgte nach den Kriterien
wirtschaftliche Betriebsgröße,
landwirtschaftlich genutzte Fläche und
landwirtschaftlicher Vergleichswert.
Das Niveau des jeweiligen Auswahlkriteriums für die konventionellen Betriebe ent-
spricht den von den Öko-Betrieben bei diesen Kennzahlen ausgewiesenen Werten.
Diese Gruppen werden beim Vergleich der Betriebsformen herangezogen. Da in jeder
Gruppe separat nach den Kriterien ausgewählt wurde, ergibt die Summe der Anzahl
der Betriebe je Betriebsform nicht die Gruppe aller Betriebe.
Tabelle 1.2:
Konventionelle Betriebe – nach wirtschaftlicher Betriebsgröße, landwirtschaftlich
genutzter Fläche und landwirtschaftlichem Vergleichswert gebildete Vergleichs-
gruppe (natürliche Personen)
Betriebe
Wirtschaftliche
Betriebsgröße
Landw. ge-
nutzte Fläche
Landw. Ver-
Betriebsform
gleichswert
Anzahl
EGE
ha LF
€/ha LF
Spezialisierte Ackerbaubetriebe
24
170
271
682
Spezialisierte Futterbaubetriebe
12
148
200
553
Verbundbetriebe 33 189 236 718
alle Betriebe
106
161
240
644
6

1.3 Charakterisierung der Stichprobe
Die hier ausgewerteten Öko-Betriebe haben die Umstellung auf ökologische Bewirt-
schaftungsform auf ihrer gesamten Fläche vollzogen.
Einen Überblick über die Zusammensetzung der analysierten Betriebsgruppe nach
Betriebsformen/-typen, Rechtsformen und je Bundesland geben die nachfolgenden
Tabellen 1.3 und 1.4.
Tabelle 1.3:
Ökologisch wirtschaftende Betriebe nach Betriebsformen/-typen und Bundes-
ländern (Anzahl)
Betriebsform/
Betriebstyp
Sachsen-
Anhalt
Brandenburg
Thüringen
Mecklenburg-
Vorpommern
Sachsen
Summe
Ackerbau 13 20 4 5 10 52
Getreide
6
16
2
2
5
31
Hackfrucht
3
-
1
-
-
4
Sonstige
4
4
1
3
5
17
Dauerkultur - 1 - - - 1
Futterbau 4 16 13 7 14 54
Milchvieh
1
7
4
2
8
22
Sonstige
3
9
9
5
6
32
Veredlung - 1 3 - - 4
Verbund 1 12 4 2 5 24
Milchvieh
-
3
-
1
-
4
Veredlung
-
4
2
-
2
8
Sonstige
1
5
2
1
3
12
gesamt
18
50
24
14
29
135
Tabelle 1.4:
Ökologisch wirtschaftende Betriebe nach Betriebsformen/-typen und nach
Rechtsformen (Anzahl)
Natürliche Personen
Betriebsform/
Betriebstyp
Einzelunter-
nehmen (NE)
Einzelunter-
nehmen (HE)
Personen-
gesellschaften
gesamt
Juristische
Personen
Summe
Ackerbau 4 31 11 46 6 52
Getreide
4
17
4
25
6
31
Hackfrucht
-
2
2
4
-
4
Sonstige - 12 5 17 - 17
Dauerkultur - 1 - 1 - 1
Futterbau 1 31 10 42 12 54
Milchvieh
-
10
6
16
6
22
Sonstige
1
21
4
26
6
32
Veredlung
-
2 2 4 - 4
Verbund 1 11 2 14 10 24
Milchvieh
-
1
1
2
2
4
Veredlung
1
4
-
5
3
8
Sonstige
-
6
1
7
5
12
gesamt
6
76
25
107
28
135
Zur Verbesserung der Aussagekraft der Buchführungsergebnisse wurden gemeinsa-
me Gruppen aus den Einzelunternehmen im Haupterwerb (HE) und den Personenge-
sellschaften gebildet, die im Folgenden als „natürliche Personen“ bezeichnet werden.
In den fünf ostdeutschen Bundesländern wirtschafteten mit Stand 31.12.2009 nach der
Verordnung (EG) Nr. 834/2007 i.V.m. Verordnung (EG) Nr. 889/2008 insgesamt 2 524
Betriebe der Kategorien A (Erzeugung) und AB (Erzeugung und Verarbeitung) ökolo-
gisch
1
. Diese Angabe bezieht sich auf voll umgestellte, teilweise umgestellte und auf
in Umstellung befindliche Betriebe. Der relative Anteil der Öko-Betriebe an den land-
1
Quelle: BLE, Stand: 31.12.2009
7

wirtschaftlichen Betrieben insgesamt schwankt zwischen 14 % in Mecklenburg-
Vorpommern und 4 % in Sachsen, Sachsen-Anhalt bzw. Thüringen (Tabelle 1.5).
Mit der hier betrachteten Gruppe von 135 Betrieben wurden 5 % der Öko-Betriebe in
den ostdeutschen Bundesländern analysiert. Diese Betriebe bewirtschafteten
51 660 ha landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF) und damit 14 % der in den ostdeut-
schen Bundesländern ökologisch bewirtschafteten Fläche.
Die Anteile der einzelnen Rechtsformen an den untersuchten ökologisch bewirtschaf-
teten Flächen sind:
Rechtsform
Fläche (ha LF)
Anteil (%)
Natürliche Personen gesamt
24 568
48
dav. Einzelunternehmen Haupterwerb
16 007
31
dav. Einzelunternehmen Nebenerwerb
383
1
dav. Personengesellschaften
8 178
16
Juristische Personen
27 092
52
Gesamt
51 660
100
Tabelle 1.5:
Ökolandbau in den einzelnen Bundesländern und Repräsentanz der untersuch-
ten Betriebsgruppe [Unternehmen mit Erzeugung (A) und Erzeugung und Ver-
marktung (AB)]
Öko-
Fläche
Anteil Öko-
Fläche an
gesamt
Öko-
Betriebe
Anteil Öko-
Betriebe an
gesamt
Analyse-
Betriebe
Anteil Ana-
lyse-Betrie-
be an Öko-
Betrieben
gesamt
Bundesland
ha
%
Anzahl
%
Anzahl
%
Brandenburg 139 868 10 762 11 50 7
Mecklenburg-Vorpommern 118 111 9 748 14 14 2
Sachsen 32 310 4 405 5 29 7
Sachsen-Anhalt 49 178 4 324 7 18 6
Thüringen 34 292 4 285 6 24 8
Gesamt
373 759
6
2 524
9
135
5
Quelle: BLE, Stand: 31.12.2009
Die je Bundesland unterschiedlichen Fördersätze im ökologischen Landbau sind dem Tabel-
lenanhang zu entnehmen.
2
Der Markt für ökologische Produkte im Überblick
(Quelle: Zahlen, Daten, Fakten: Die Biobranche 2010; Bund ökologische Lebensmit-
telwirtschaft e.V.)
In 2008 schlugen sich die Preissteigerungen bei pflanzlichen Produkten und Milch deutlich im
Verkaufserlös der Bio-Landwirte nieder. In dem Jahr 2008 erlösten sie insgesamt 1,221 Mrd.
Euro. Das entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 9 %. Im Vergleich
stieg der Verkaufserlös bei konventionellen Landwirten mit nur 4 % auf 38.403 Mrd. Euro. Der
Anteil Bio am gesamten Produktionswert beträgt 3,2 %. Auf Einzelhandelsebene beträgt der
Bio-Anteil 3,4 %.
Analysiert man die Ursachen für die gestiegenen Verkaufserlöse, dann haben Preissteigerun-
gen und -senkungen einen größeren Einfluss auf die Einnahmen als Mengenveränderungen.
Betrachtet man die Vertriebsstrukturen im Ökolandbau im Vergleich zum konventionellen
Landbau, dann unterscheiden sich diese deutlich. Bio-Landwirte verdienen 24 % ihres Erlöses
mit Obst, Gemüse, Kartoffeln. Im konventionellen Landbau sind das nur 10 % des Erlöses.
Der Fleischanteil beträgt beim Ökolandbau 22 % und beim konventionellen Landbau 31 %.
Betrachtet man den Produktionswert, dann weisen Hülsenfrüchte mit 49 % den höchsten Pro-
duktionswert auf, gefolgt von Eiern mit 12,7 %, Obst mit 11,2 % und Gemüse mit 8,5 %. Die in
8

image
2009 gesunkenen Preise für die meisten pflanzlichen Produkte ebenso wie für Milch haben die
Produktionswerte für Bio-Produkte sinken lassen. Für die Ernte 2009 sind die Getreidepreise
enorm gesunken. Trotz 10 % höherer Ernte führte es zu einem Erlös-Minus von 25 %. Genau
die gleiche Tendenz war bei der Milch zu verzeichnen. Trotz einer höheren Anlieferung von
14 % sank der Verkaufserlös um 10 %.
Gute Ernten für die meisten pflanzlichen Produkte bedeuten für die Landwirte meist Preissen-
kungen. Nach den Hochpreisjahren 2007 und 2008 und in einem nur noch verhalten wach-
senden Markt spüren das die Erzeuger besonders intensiv. Wohl am stärksten zurückgegan-
gen sind die Preise für Bio-Getreide, Bio-Kartoffeln und verschiedene Gemüsearten. Je nach
Produkt hat sich der Bio-Markt im Laufe des vergangenen Jahres von einem Nachfragemarkt
zu einem Angebotsmarkt gewandelt. Knappheiten und hohe Preise haben in den vergangenen
Jahren europaweit zu Produktionsausweitung und/oder -intensivierung animiert, die nun teil-
weise zu Überangeboten führen. Und das in einer Umgebung mit deutlich gesunkenen Prei-
sen in der gesamten Agrarbranche, mit der sich Bio gerade in Zeiten eines Überangebots im-
mer wieder vergleichen lassen muss. Nach der enormen Steigerung des Angebots der ver-
gangenen Jahre kann sich nun mit dem langsameren Mengenwachstum ein gesundes Gleich-
gewicht zwischen Absatz und Erzeugung am Bio-Markt entwickeln.
Nach zwei kleinen Ernten 2006 und 2007 waren die Lagerbestände an Bio-Getreide 2008 so
gut wie aufgebraucht, und die Erzeugerpreise erreichten nie dagewesene Höhen. Mit der eu-
ropaweit größeren Ernte 2008 und vor allem 2009 wendete sich das Blatt, und die Landwirte
erhalten nur noch Preise um 190 – 200 €/t für Futterweizen und -gerste und um 300 – 310 Eu-
ro für Brotweizen mit 11,5 – 12,5 % Rohprotein. Noch stärker sind die Erzeugerpreise für
Roggen, Hafer und Dinkel bei europaweit guter Ernte auf 180, 180 bzw. 280 €/t gesunken. Die
starken Preisschwankungen haben einige Brot- und Cerealienhersteller aus dem Bio-Verkauf
aussteigen lassen, Handelspartner, die nun wieder hinzu gewonnen werden müssen.
Kartoffeln und die wichtigsten Gemüsearten Möhren und Zwiebeln sind aufgrund des größeren
Angebots nun deutlich günstiger zu haben. Kartoffeln wurden nach der mengenmäßig höhe-
ren, allerdings von erheblichen Qualitätsproblemen betroffenen Kartoffelernte im Herbst 2009
um 28€/dt frei Packer gehandelt.
Recht stabil ging es dagegen am Bio-Schlachttiermarkt zu. Der Absatz von Bio-Fleisch stieg in
den ersten drei Quartalen um 12,3 %. Verpacktes Fleisch und Hackfleisch waren die Wachs-
tumstreiber im LEH und Discounter. Der relativ kleine Bio-Fleischmarkt profitiert von Neulis-
tungen und die Versorgung mit Bio-Schweinen war in der zweiten Jahreshälfte eher knapp, so
dass die Erzeugerpreise für Schweine der Qualitätsklasse E bei stabilen 2,90 € pro Kilogramm
Schlachtgewicht lagen.
Abbildung 2.1
9

image
image
Abbildung 2.2
Abbildung 2.3
3
Struktur und Wirtschaftlichkeit der Öko-Betriebe insgesamt
Die Betriebsstruktur und Wirtschaftlichkeitsergebnisse der Öko-Betriebe insgesamt
wurden für alle Betriebe, unabhängig von der Rechtsform, teilaspektbezogen aber
auch unter Berücksichtigung der einzelnen Rechtsformen dargestellt und im Wesentli-
chen über den Vergleich mit der konventionell wirtschaftenden Vergleichsgruppe (sie-
he Tabelle 1.1) analysiert.
3.1 Produktionsstruktur und Faktorausstattung
Die ökologisch wirtschaftenden Einzelunternehmen im Haupterwerb wiesen eine um
35 % größere Flächenausstattung aus als die konventionelle Vergleichsgruppe, wäh-
rend die Öko-Personen- und Kapitalgesellschaften die jeweils kleineren Betriebe wa-
ren (Tabelle 3.1).
10

Tabelle 3.1:
Ökologisch und konventionell wirtschaftende Betriebe
- Flächenausstattung nach Rechtsformen (ha LF/Betrieb) -
Öko-Betriebe
Konventionelle
Betriebe
Differenz
Natürliche Personen gesamt
240
195
45
dav. Einzelunternehmen im Haupterwerb
211
156
55
dav. Personengesellschaften
327
373 -46
Juristische Personen
968
1.286
-318
Mit einer um sechs Punkte niedrigeren Ertragsmesszahl bewirtschafteten Öko-
Betriebe mehrheitlich Standorte geringerer Bodengüte (Tabelle 3.2). Die juristischen
Personen wiesen die vergleichsweise geringste Bodenbonität (-4 Punkte zum Durch-
schnitt aller Öko-Betriebe) aus, was auch mit dem höheren Grünlandanteil (38 %) im
Zusammenhang steht. Im Durchschnitt aller Öko-Betriebe waren 35,5 %, bei den kon-
ventionellen Betrieben nur ein Sechstel der landwirtschaftlichen Nutzfläche Dauer-
grünland. Der Anbau von Ackerfrüchten beschränkte sich auf Getreide (56 %), Acker-
futter (24 %) und Hülsenfrüchte (10 %), Winterraps, Hackfrüchte und Silomais spielten
nur eine sehr untergeordnete Rolle.
Insgesamt kann eingeschätzt werden, dass Öko-Betriebe grünlandreicher sind und auf
Standorten mit geringerer Bodengüte wirtschaften.
Tabelle 3.2:
Ökologisch und konventionell wirtschaftende Betriebe (alle Betriebe)
- Produktionsstruktur und Faktorausstattung -
Kennzahl
ME
Öko-
Betriebe
Konventio-
nelle
Betriebe
Differenz
Anteil (%)
Betriebe
Anzahl
135
1.575
Ertragsmesszahl EMZ/a 29 35 -6 83
Dauergrünland % LF 35,5 16,1 19,4
AK-Besatz
AK/100 ha LF
1,5
1,78
-0,28
84
Viehbesatz
VE/100 ha LF
44,4
57,1
-12,7
78
Die Öko-Betriebe hielten je Flächeneinheit etwas weniger Vieh als die konventionellen
Betriebe. Die Mutterkuhhaltung wurde von Öko-Betrieben in deutlich größerem Um-
fang betrieben. Dieser Betriebszweig fand sich in allen Betriebsformen und stellte die
vorrangige Nutzungsform des Grünlandes dar. Schafe, Schweine und Geflügel hatten
im Durchschnitt der ausgewerteten Öko-Betriebe nur geringe Bedeutung.
Der Arbeitskräftebesatz war niedriger als der konventionelle Vergleichswert. Der ge-
ringere Arbeitsaufwand erklärt sich teilweise aus dem hohen Anteil arbeitsextensiver
Zweige (z.B. Grünlandbewirtschaftung mit Mutterkühen) und Produktionsverfahren.
Arbeitsintensive Ackerfrüchte wie Mais und Zuckerrüben haben keinen bzw. nur einen
geringen Anteil in der Fruchtfolge. Andererseits ist der Aspekt mithelfender, in der Sta-
tistik jedoch nicht geführter Familienmitglieder zu berücksichtigen, die in juristischen
Personen in der Regel nicht vorkommen und deren Anteil in der Öko-Stichprobe mit
einem Fünftel und in der Gruppe konventioneller Betriebe mit einem Drittel deutlich
verschieden war.
3.2 Erträge, Leistungen und Preise
Die Öko-Landwirte erreichten im Mittel 34 % des konventionellen Getreideertrages
(Tabelle 3.3), der durchschnittlich erzielte Preisvorteil für die Öko-Ware von nur 2,3:1
gegenüber konventionellen Produkten glich die Ertragsdifferenz insgesamt nicht aus.
Einzelbetrieblich realisierte Naturalerträge und Erzeugerpreise schwankten sehr stark
11

(Abbildung 3.1). Während die Ertragsdifferenzen vordergründig auf die Standortgüte
zurückzuführen sind, ist der Markterfolg vorrangig ein Vermarktungsproblem. Nicht alle
Produzenten konnten ihre Erzeugnisse tatsächlich zu Öko-Konditionen absetzen.
Abbildung 3.1:
Einzelbetrieblich realisierte Getreideerträge und -erzeugerpreise
0,0
10,0
20,0
30,0
40,0
50,0
60,0
70,0
0,0
10,0
20,0
30,0
40,0
50,0
60,0
70,0
80,0
EUR/dt
dt/ha
Tabelle 3.3:
Ökologisch und konventionell wirtschaftende Betriebe (alle Betriebe)
- Erträge, Preise und Erlöse im Getreideanbau -
Kennzahl
ME
Öko-
Betriebe
Konv.
Betriebe
Differenz
Öko:konv.
Anteil (%)
Öko:konv.
Betriebe Anzahl 135 1.575
Ertrag Getreide (ohne Körnermais)
dt/ha
22
65
-43
34
Ertrag Weizen
dt/ha
26
74
-48
35
Erlös Weizen (netto)
€/dt
40,11
17,41
22,70
230
Markterlös je Flächeneinheit
(Annahme: 100 % Verkauf)
€/ha LF
1.043
1.297
-254
80
Ertrag Raps
dt/ha
14
38
-24
37
Erlös Raps (netto)
€/dt
64,62
37,52
27,10
172
Markterlöse je Flächeneinheit
(Annahme: 100 % Verkauf)
€/ha LF
905
1.408
-503
64
Ökologisch produzierende Milchviehhalter kompensierten - erstmalig seit Auswer-
tungsbeginn - im Durchschnitt aller Betriebe Mindererträge durch Mehrerlöse (Tabelle
3.4). Die juristischen Personen wiesen gegenüber den natürlichen Personen eine um
1.547 kg/Kuh bessere Naturalleistung und einen um 5,95 Cent/kg höheren Preis aus,
so dass sie ihre konventionellen Berufskollegen im Milchertrag je Kuh sogar um neun
Prozent übertrafen. Sie konnten sich offenbar über größere Liefermengen erfolgrei-
cher am Markt platzieren. Zum anderen dürfte der Preisvorteil der juristischen gegen-
über den natürlichen Personen unabhängig von der Bewirtschaftungsform auch auf
den abweichenden Auswertungszeitraum - bei juristischen Personen zum Teil das Ka-
lenderjahr 2008 - zurückzuführen sein. Natürliche Personen erzielten im Mittel der
12

Stichprobe zwar hohe Öko-Preisaufschläge, waren aber im Leistungsvermögen der
Herden weit unterlegen,
wenngleich die einzelbetrieblichen Schwankungen auch hier
groß sind (Abbildung 3.2). Grundlage für den in Tabelle 3.4 dargestellten Vergleich
bildeten insgesamt 2 823 Kühe von juristischen Personen und 1 373 Kühe von natürli-
chen Personen.
Tabelle 3.4:
Ökologisch und konventionell wirtschaftende Betriebe nach Rechtsformen
- Milchleistungsdaten -
Rechtsform
Kennzahl
ME
Öko-
Betriebe
Konv.
Betriebe
Differenz
Öko:konv.
Anteil (%)
Öko:konv.
Milchleistung
kg/Kuh u. Jahr
5.058
7.737
-2.679
65
Milcherlös €/dt 40,31 28,12 12,19 143
Natürliche
Personen
Milchertrag/Kuh €/Kuh 2.039 2.176 -137 94
Milchleistung
kg/Kuh u. Jahr
6.605
8.555
-1.950
77
Milcherlös €/dt 46,26 32,68 13,58 142
Juristische
Personen
Milchertrag/Kuh €/Kuh 3.055 2.796 259 109
Milchleistung
kg/Kuh u. Jahr
6.098
8.367
-2.269
73
alle Betriebe
Milcherlös €/dt 44,63 31,70 12,93 141
Milchertrag/Kuh €/Kuh 2.722 2.652 70 103
Abbildung 3.2:
Einzelbetrieblich realisierte Milcherträge und -erzeugerpreise
0,00
10,00
20,00
30,00
40,00
50,00
60,00
0
1.000
2.000
3.000
4.000
5.000
6.000
7.000
8.000
kg/Kuh
EUR/dt
3.3 Bilanz und Investitionen
Die Vermögensausstattung der Öko-Betriebe war je Flächeneinheit und je Arbeitskraft
geringer (Tabelle 3.5). Begründen lässt sich dieser Sachverhalt mit den unterschiedli-
chen Betriebsstrukturen. Während Öko-Betriebe vermehrt arbeits- und kapitalextensi-
ve Tierhaltungsverfahren praktizieren - in der Stichprobe vor allem Mutterkuhhaltung -
betreiben die konventionellen Betriebe eher Milch- und Schweineproduktion. Perso-
nengesellschaften wiesen das geringste Bilanzvermögen und den kleinsten Eigenkapi-
13

talanteil (44 %) aus, wobei das in den Sonderbilanzen der Gesellschafter geführte und
von der Gesellschaft genutzte Vermögen hier nicht berücksichtigt ist.
Die Öko-Betriebe besaßen weniger Bodenvermögen. Ursache der Differenz von 303
€/ha LF zwischen den Bewirtschaftungsformen ist der um 3,4 Prozentpunkte geringere
Anteil Eigentumsflächen, vor allem jedoch die geringeren Anschaffungskosten auf-
grund der niedrigeren Bodengüte.
Die Unterschiede in Höhe und Struktur des Bilanz-
vermögens waren ansonsten neben der Rechtsform maßgeblich durch die vorherr-
schende Produktionsstruktur bedingt. Hinsichtlich der betrieblichen Finanzierung fällt
der geringere Eigenkapitalanteil der Öko-Betriebe auf. Die Verbindlichkeiten je Flä-
cheneinheit sind zunächst nur wenig verschieden, unter Berücksichtigung des Finanz-
umlaufvermögens wird die tatsächlich höhere Belastung der Öko-Betriebe mit
143 €/ha LF Nettoverbindlichkeiten jedoch offenbar. Während das Investitionsvolumen
bei den Personengesellschaften im Rahmen der für Ersatzinvestitionen zur Verfügung
stehenden Mittel lag, wiesen insbesondere Einzelunternehmen mit 236 €/ha LF Netto-
investitionen ein deutliches Vermögenswachstum aus.
Tabelle 3.5:
Ökologisch und konventionell wirtschaftende Betriebe (alle Betriebe)
- Vermögen und Investitionen -
Kennzahl
ME
Öko-
Betriebe
Konv.
Betriebe
Differenz
Öko:konv.
Anteil (%)
Öko:konv.
Betriebe Anzahl 135 1.575
Bilanzvermögen T€/AK 194,9 196,8 -1,9 99
Bilanzvermögen €/ha LF 2.924 3.509 -585 83
dar. Boden
€/ha LF
633
936
-303
68
dar. Gebäude, bauliche Anlagen
€/ha LF
531
496
35
107
dar. techn. Anl. u. Maschinen
€/ha LF
518
569
-51
91
Eigenkapital (+ 50 % Sonderposten)
€/ha LF
1.489
1.946
-457
76
Eigenkapitalquote % 51 55 -4
Verbindlichkeiten €/ha LF 1.304 1.327 -23 98
Nettoverbindlichkeiten €/ha LF 909 766 143 119
Bruttoinvestitionen €/ha LF 321 375 -54 86
Nettoinvestitionen €/ha LF 88 152 -64 58
3.4 Ertrag, Aufwand und Ergebnis
Die Öko-Betriebe erwirtschafteten im Vergleich zu den konventionellen nur gut die
Hälfte der Umsatzerlöse je Flächeneinheit und erhielten gut ein Drittel mehr Zulagen
und Zuschüsse (Tabelle 3.6, Abbildung 3.4). Der Anteil der Zulagen und Zuschüsse an
den betrieblichen Erträgen insgesamt betrug bei Öko-Betrieben 33 %, bei konventio-
nellen Betrieben nur 17 %. Die Zusammensetzung der betrieblichen Erträge hinsicht-
lich ihrer Herkunft unterscheidet sich zwischen den Bewirtschaftungsformen somit we-
sentlich. Quellen der höheren Zulagen und Zuschüsse für Öko-Betriebe waren neben
der Ausgleichszulage vor allem Zahlungen für umweltgerechte Agrarproduktion
2
.
Das Niveau aller Aufwandsarten war im Öko-Landbau deutlich geringer. Der größere
Anteil extensiver Verfahren, der weitgehende Verzicht auf Dünge- und Pflanzen-
schutzmittel sowie der Einsatz selbst produzierter Futtermittel führten insbesondere zu
einem um zwei Fünftel niedrigeren Materialaufwand. Der um 31 % niedrigere Pacht-
2
Der Wert der „Zahlungen für Agrarumweltmaßnahmen“ umfasst neben den Prämien für den ökologi-
schen Landbau auch Zahlungen für andere Agrarumweltmaßnahmen und Einkommensausgleiche in
Schutzgebieten, deren Gewährung von der Durchführung der Einzelmaßnahme, nicht aber von der Be-
wirtschaftungsform abhängig ist.
14

zins entlastete das entsprechende Aufwandskonto beträchtlich, er korrespondiert mit
den in Tabelle 3.2. dargestellten Unterschieden hinsichtlich Standortgüte und Nut-
zungsarten der LF in den beiden Bewirtschaftungsformen.
Abbildung 3.4:
Ökologisch und konventionell wirtschaftende Betriebe
- Struktur der betrieblichen Erträge, alle Betriebe -
932
1.754
519
387
137
145
0
500
1.000
1.500
2.000
2.500
Ökologische Betriebe
Konventionelle Betriebe
Sonstige betriebliche Erträge
Zulagen und Zuschüsse
Umsatzerlöse
EUR/ha
LF
Tabelle 3.6:
Ökologisch und konventionell wirtschaftende Betriebe (alle Betriebe)
- Erträge und Aufwendungen -
Kennzahl
ME
Öko-Betriebe Konv. Betriebe
Differenz
Öko:konv.
Anteil (%)
Öko:konv.
Betriebe Anzahl 135 1.575
Umsatzerlöse €/ha LF 932 1.754 -822 53
dar. Pflanzenproduktion €/ha LF
315
761
-446
41
dar. Tierproduktion
€/ha LF
434
719
-285
60
Zulagen und Zuschüsse
€/ha LF
519
387
132
134
Materialaufwand €/ha LF 571 1.062 -491 54
dar. Pflanzenproduktion €/ha LF
99
374
-275
26
dar. Tierproduktion
€/ha LF
178
350
-172
51
Pachtpreis/ha Pachtfläche
€/ha
99
143
-44
69
Betriebliche Erträge
€/ha LF
1.588
2.286
-698
69
Betriebliche Aufwendungen €/ha LF
1.351
2.011
-660
67
Die Höhe der Erträge und Aufwendungen im Einzelnen und insgesamt sowie deren
Relation zueinander unterliegen betriebsformspezifischen Besonderheiten. Sie führten
zu unterschiedlichen Einkommensverhältnissen innerhalb und zwischen den Bewirt-
schaftungsformen und wurden im Abschnitt 4 gesondert ausgewertet.
15

4
Wirtschaftliche Lage nach Betriebsformen/-typen
Auch ökologisch wirtschaftende Betriebe sind zum überwiegenden Teil stark speziali-
siert. Die wirtschaftliche Situation dieser mit Hilfe der betriebswirtschaftlichen Ausrich-
tung (BWA) zusammengefassten Gruppen soll in den folgenden Abschnitten Gegens-
tand der Auswertung sein. Diese wurden vorrangig aus dem Bereich der Natürlichen
Personen (Einzelunternehmen im Haupterwerb und Personengesellschaften) ausge-
wählt. Ausreichend große Gruppen von Unternehmen juristischer Personen wurden
ebenfalls interpretiert. Als Vergleichsmaßstab und zur Einordnung in die Gesamtsitua-
tion der landwirtschaftlichen Erzeugung in den verschiedenen Produktionsprofilen die-
nen Mittelwerte konventioneller Gruppen. Bei ausreichender Anzahl von Buchfüh-
rungsabschlüssen erfolgte eine Auswahl an Hand struktureller Merkmale zu verglei-
chenden Ökobetriebe (siehe Tabelle 1.2). Bei unzureichendem Stichprobenumfang
wurden alle Betriebe einbezogen (siehe Tabelle 1.1).
Weitere Untersuchungen fanden in Abhängigkeit von der Standortgüte und Größe der
Betriebe statt.
4.1 Ackerbaubetriebe
Innerhalb der ökologisch wirtschaftenden Betriebe erzielten die Ackerbaubetriebe
durchschnittliche Renditen. Im Vergleich zu konventionellen Betrieben schnitten die
ökologisch wirtschaftenden mit 34 T€/AK gegenüber 46 T€/AK deutlich schlechter ab
(Tabelle 4.1), vor allem durch die 547 €/ha LF geringeren Umsatzerlöse.
Ökologisch wirtschaftende Betriebe ernteten kaum mehr als ein Drittel der Getreideer-
träge und erzielten trotz doppelt so hoher Getreidepreise 400 €/ha LF weniger Be-
triebsertrag als die konventionelle Vergleichsgruppe. Der Betriebsaufwand war um
286 €/ha LF niedriger, so blieben sie mit dem Betriebsergebnis 115 € je ha LF zurück.
Bei vergleichbarer Flächenausstattung je Betrieb mussten die Öko- Betriebe mehr Ar-
beitskräfte entlohnen, was zu einem geringeren Ordentlichen Ergebnis zzgl. Personal-
aufwand führte. Konventionelle Betriebe investierten mehr, vor allem in Boden, und
hatten eine höhere Kapitalintensität als die ökologisch wirtschaftenden Betriebe.
Tabelle 4.1:
Ökologisch und konventionell wirtschaftende Ackerbaubetriebe (Natürliche
Personen)
Kennzahl
ME
Ökologisch
Konven-
tionell
Differenz
Anteil Öko
an konven-
tionell (%)
Betriebe
Anzahl
42 24
Landwirtschaftlich genutzte Fläche
ha/Betrieb
261
271
- 10
96 %
Arbeitskräftebesatz
AK/100 ha LF
1,17
0,86
0,31
136 %
Ackerfläche
% LF
88
93
- 5
95 %
Getreidefläche
% AF
64
62
2
103 %
Kartoffeln
% AF
2
4
- 2
50 %
Viehbesatz
VE/100 ha LF
9,3
13,6
- 4
68 %
Weizenertrag
dt/ha
28
75
- 47
37 %
Weizenpreis (insges. netto)
€/dt
36,71
16,27
20
226 %
Bilanzvermögen
€/ha LF
2.490
2.937
- 447
85 %
Nettoinvestitionen
€/ha LF
165
221
- 56
75 %
Umsatzerlöse
€/ha LF
643
1.190
- 547
54 %
dar. Pflanzenproduktion
€/ha LF
575
1.058
- 483
54 %
16

Kennzahl
ME
Ökologisch
Konven-
tionell
Anteil Öko
Differenz
an konven-
tionell (%)
dar. Tierproduktion
€/ha LF
28
106
- 78
26 %
Zulagen und Zuschüsse
€/ha LF
493
343
150
144 %
Materialaufwand
€/ha LF
324
675
- 351
48 %
Personalaufwand (ohne BUV)
€/ha LF
142
55
87
258 %
Betriebliche Erträge
€/ha LF
1.255
1.655
- 400
76 %
Betriebliche Aufwendungen
€/ha LF
927
1.213
- 286
76 %
Betriebsergebnis
€/ha LF
328
443
- 115
74 %
Ord. Ergebnis + Personalaufwand
€/AK
34.634 46.044 -11.410 75 %
Unabhängig von der Bewirtschaftungsform sind Bodengüte und Flächenausstattung
die vorrangigen Erfolgsfaktoren im Ackerbau.
Betriebe auf den schwächeren Standorten erzielten deutlich geringere Getreideerträge
als die Betriebe auf den besseren Standorten (Tabelle 4.2). Den 436 €/ha LF geringe-
ren Erträgen standen 384 €/ha LF geringere Aufwendungen entgegen, so dass im Be-
triebsergebnis eine Differenz von 160 €/ha LF blieb. Die Differenz beim Ordentlichen
Ergebnis zzgl. Personalaufwand betrug trotz niedrigerem Arbeitskräftebesatz
12 T€/AK zu Ungunsten der schwächeren Standorte.
Investitionen und Kapitaleinsatz je Flächeneinheit waren bei Betrieben auf den leichte-
ren Standorten deutlich geringer als bei den Betrieben mit EMZ über 30. Der Unter-
schied lag vor allem am höheren Bodenvermögen auf den besseren Standorten. Diese
Betriebe hatten mehr Eigenland und mit einer durchschnittlichen Ertragsmesszahl von
47 gegenüber 25 deutlich wertvolleren Boden.
Tabelle 4.2:
Ökologisch wirtschaftende Ackerbaubetriebe nach Standortgüte (Natürliche
Personen)
Kennzahl
ME
EMZ <= 30
EMZ > 30
Differenz
Anteil EMZ <
30 an EMZ >
30
Betriebe Anzahl 20 22
Landwirtschaftlich genutzte
Fläche
ha/Betrieb
259
263
- 4
98 %
davon zugepachtet
%
76
64
12
119 %
Ertragsmesszahl
EMZ/ar
25
47
- 22
53 %
Arbeitskräftebesatz
AK/100 ha LF
1,07
1,25
- 0,2
86 %
Ackerfläche
% LF
85,0
90,0
- 5
94 %
dar. Getreide
% AF
61,1
66,3
- 5
92 %
Kartoffeln
% AF
0,9
3,7
- 3
24 %
Viehbesatz
VE/100 ha LF
12,9
6,1
7
211 %
Getreideertrag (o. Körnermais)
dt/ha
15
29
- 14
52 %
Getreidepreis (insges. netto)
€/dt
37,73
35,42
2
107 %
Bilanzvermögen
€/ha LF
1.860
3.054
-1.194
61 %
dar. Bodenvermögen
€/ha LF
457
1.231
- 774
37 %
Nettoinvestitionen
€/ha LF
73
248
- 175
29 %
Umsatzerlöse
€/ha LF
413
849
- 436
49 %
dar. Pflanzenproduktion
€/ha LF
348
778
- 430
45 %
dar. Tierproduktion
€/ha LF
40
16
24
250 %
Zulagen und Zuschüsse
€/ha LF
484
501
- 17
97 %
Materialaufwand
€/ha LF
239
400
- 161
60 %
Personalaufwand (ohne BUV)
€/ha LF
106
174
- 68
61 %
17

Kennzahl
ME
EMZ <= 30
EMZ > 30
Anteil EMZ <
Differenz
30 an EMZ >
30
Betriebliche Erträge
€/ha LF
968
1.512
- 544
64 %
Betriebliche Aufwendungen
€/ha LF
725
1.109
- 384
65 %
Betriebsergebnis
€/ha LF
243
403
- 160
60 %
Ordentliches Ergebnis + Per-
sonalaufwand (ohne BUV)
€/AK 27.535 40.095 -12.560 69 %
Betriebe mit weniger als 200 ha LF (Tabelle 4.3) wirtschafteten kapital- und arbeitsin-
tensiver, sie bauten mehr Kartoffeln an, hatten je Hektar LF einen höheren Viehbe-
satz. Bei gleichem Umsatzerlösniveau erzielten sie aufgrund geringerer Aufwendun-
gen ein um 24 € je ha LF höheres Betriebsergebnis. Diesen Vorsprung konnten die
größeren Betriebe aber durch die Betriebsgröße ausgleichen, pro Arbeitskraft erwirt-
schafteten diese 38 T€, während die kleineren Betriebe 23 T€ Ordentliches Ergebnis
zzgl. Personalaufwand je Arbeitskraft erzielten.
Die erfolgreichen Ackerbaubetriebe unterschieden sich sehr stark von den weniger er-
folgreichen. Das oberste Viertel schaffte im Schnitt 68 T€/AK Ordentliches Ergebnis
plus Personalaufwand, während das unterste Viertel durchschnittlich rund 10 T€/AK
erreichte. Die erfolgreichen Betriebe waren wesentlich größer, weniger arbeits- und
kapitalintensiv, hatten mehr Ackerland, eine höhere Ertragsmesszahl und hielten we-
niger Vieh. Sie erzielten etwa um ein Drittel höhere Erträge für Getreide, bei einem um
2 % höheren Durchschnittspreis. Bei fast gleich hohen Aufwendungen waren die be-
trieblichen Erträge um 580 €/ha LF höher als bei den weniger erfolgreichen Betrieben.
Damit erzielten sie ein um 490 €/ha LF höheres Betriebsergebnis.
Die weniger erfolgreichen Betriebe hatten neben der kleineren Betriebsfläche einen
höheren Anteil Grünland, welches sie mit Mutterkühen nutzten. Mit etwa 10.000 € Or-
dentlichem Ergebnis zzgl. Personalaufwand je Arbeitskraft im Mittel der weniger er-
folgreichen Betriebe blieb nur wenig zur Entlohnung der eingesetzten Arbeitsleistung
übrig. Erfolgreiche hatten mehr Bodeneigentum, Finanzanlage- und Umlaufvermögen.
Die weniger Erfolgreichen verfügten über mehr Gebäude- und Tiervermögen und ins-
gesamt mehr Aktivvermögen je ha LF, wobei der Eigenkapitalanteil etwas geringer
war.
Tabelle 4.3:
Ökologisch wirtschaftende Ackerbaubetriebe nach Betriebsgröße und Erfolg
(Natürliche Personen)
Kennzahl
ME
<= 200
ha
> 200 ha
Oberstes
Viertel
Betriebe
gesamt
Unterstes
Viertel
Betriebe Anzahl 20 22 11 42 11
Landwirtschaftlich genutzte
Fläche
ha/Betrieb 104 404 323 261 173
Ertragsmesszahl EMZ/a 34 37 46 37 34
Arbeitskräftebesatz
AK/100 ha
LF
1,59 1,07 0,91 1,17 1,53
Ackerfläche % LF 77 90 95 88 81
Getreidefläche % AF 59 65 64 64 63
Kartoffelfläche % AF 4 2 5 2 1
Viehbesatz
VE/100 ha
LF
22 6 2 9 10
Getreideertrag (o. Körnermais)
dt/ha
23
23
30
23
23
Getreideerlös (insges. netto) €/dt 34,96 36,29 36,43 36,10 35,63
Bilanzvermögen €/ha LF 3.037 2.361 2.592 2.490 2.807
dar. Bodenvermögen
€/ha LF
1.058
820
1.119
865
907
Nettoinvestitionen €/ha LF 145 170 245 165 234
18

Kennzahl
ME
<= 200
ha
> 200 ha
Oberstes
Viertel
Betriebe
Unterstes
gesamt
Viertel
Umsatzerlöse €/ha LF 644 643 964 643 484
dar. Pflanzenproduktion
€/ha LF
528
585
905
575
413
dar. Tierproduktion
€/ha LF
75
17
6
28
23
Zulagen und Zuschüsse
€/ha LF
493
493
500
493
511
Materialaufwand €/ha LF 348 318 452 324 307
Personalaufwand (ohne BUV)
€/ha LF
77
157
114
142
147
Betriebliche Erträge €/ha LF 1.243 1.258 1.628 1.255 1.120
Betriebliche Aufwendungen €/ha LF 897 935 1.053 927 1.034
Betriebsergebnis €/ha LF 347 323 575 328 86
Ordentliches Ergebnis + Per-
sonalaufwand (ohne BUV)
€/AK 23.447 38.538 68.072 34.634 10.716
Ordentliches Ergebnis + Per-
sonalaufwand (ohne BUV)
€/ha LF 373 412 616 404 164
4.2 Futterbaubetriebe
Beim Vergleich der ökologisch mit dem konventionell wirtschaftenden Futterbaubetrie-
be zeigen sich starke Unterschiede im Produktionsprofil. Konventionelle Betriebe ha-
ben einen deutlich höheren Anteil Milchproduktion. Auch bei der Analyse der ökolo-
gisch wirtschaftenden Futterbaubetriebe zeigt sich eine deutliche Abhängigkeit des
Betriebserfolges vom Produktionsprofil. Auf Grund dieser Situation werden die folgen-
den Auswertungen getrennt nach Milchvieh- und Mutterkuhbetrieben weitergeführt.
4.2.1 Milchviehbetriebe (Natürliche Personen)
Für die Auswertung der Milchviehbetriebe steht wie im vergangenen Jahr eine Gruppe
von 18 Betrieben natürlicher Personen zur Verfügung. Neben 16 Milchviehspezialbe-
trieben wurden 2 Milchviehverbundbetriebe in diese Auswertung einbezogen. Die Ta-
belle 4.4 zeigt Kennzahlenmittelwerte in Abhängigkeit vom Betriebserfolg.
Tabelle 4.4:
Ökologisch wirtschaftende Milchvieh- und Milchviehverbundbetriebe nach Erfolg
(Natürliche Personen)
Kennzahl
ME
Oberstes
Viertel
Betriebe
gesamt
Unterstes
Viertel
Betriebe Anzahl 5 18 5
Landwirtschaftlich genutzte Fläche
ha/Betrieb
305,4
221,3
98,6
Dauergrünland % LF 20,9 33,2 37,1
Getreidefläche % AF 59,1 59,1 67,9
Ertragsmesszahl EMZ/a 32 29 34
AK-Besatz
AK/100 ha LF
1,29
1,89
3,28
Viehbesatz
VE/100 ha LF
54,1
56,2
69,2
dar. Milchkühe
VE/100 ha LF
32,4
34,0
40,1
dar. Mutter- und Ammenkühe
VE/100 ha LF
0,4
0,1
0
Bilanzvermögen T€/AK 312,9 187,3 121,1
Nettoinvestitionen €/ha LF 592 259 147
Nettoverbindlichkeiten €/ha LF 1.307 954 705
Eigenkapitalquote % 56 61 74
Getreideertrag (ohne Körnermais)
dt/ha
29
26
31
Getreideerlös insges.
(netto; ohne Körnermais)
€/dt 28,41 30,64 34,30
Milchleistung (natürl.Fettgehalt)
kg/Kuh
5.619
5.066
5.184
Milcherlös (netto bei natürl. Fettgehalt)
€/dt
40,26
40,77
35,99
19

Kennzahl
ME
Oberstes
Viertel
Betriebe
gesamt
Unterstes
Viertel
Betriebliche Erträge
€/ha LF
1.731
1.646
1.713
dar. Umsatzerlöse Tierproduktion
€/ha LF
874
807
838
dar. Zulagen und Zuschüsse
€/ha LF
562
549
531
dar. entkopp. Betriebsprämie
€/ha LF
294
275
303
dar. für umweltger. Agrarprod.
€/ha LF
195
180
177
Betriebliche Aufwendungen
€/ha LF
1.385
1.254
1.358
Materialaufwand €/ha LF 502 440 470
dar. Tierproduktion
€/ha LF
171
141
143
Ordentliches Ergebnis + Personalauf-
wand (ohne BUV)
€/AK 43.243 31.391 16.217
Ordentliches Ergebnis + Personalauf-
wand (ohne BUV)
€/ha LF
557
594
532
Ordentliches Ergebnis
€/ha LF
327
348
279
Betriebseinkommen €/ha LF 697 710 617
Gesamtkapitalrentabilität % 6,4 5,8 -3,2
Eigenkapitalveränderung,
1)
ohne Körnermais
bereinigt
€/AK
36.694
11.781
-68
2)
mit Körnermais
Zwischen den erfolgreichen und weniger erfolgreichen Betrieben bestehen deutliche
Unterschiede in der Faktorausstattung. Betriebe des untersten Viertels verfügen ledig-
lich über ein Drittel der Betriebsfläche des obersten Viertels und haben im Durch-
schnitt eine Herdengröße von weniger als 40 Milchkühen. Dies entspricht weniger als
50 % der durchschnittlichen Herdengröße der erfolgreichen Betriebe.
Während die erfolgreichen Betriebe mit rund 480 €/ha LF mehr als die Hälfte ihrer
Bruttoinvestitionen für den Zukauf von Boden ausgaben, wurde von den Betrieben des
untersten Viertel kein Boden erworben. Die Eigenkapitalveränderung dieser Betriebe
liegt im negativen Bereich. Die betrieblichen Aufwendungen und Erträge je Flächen-
einheit unterscheiden sich in ihrer Höhe und Zusammensetzung zwischen den Er-
folgsvierteln nicht wesentlich. Die Einkommensunterschiede (Ordentliches Ergebnis
zzgl. Personalaufwand) je Arbeitskraft beruhen auf dem mit der Betriebs- und Herden-
größe in Zusammenhang stehenden Arbeitskräftebesatz. Die Arbeitskräfteauslastung
ist in den weniger erfolgreichen Betrieben deutlich geringer.
Tabelle 4.5:
Ökologisch und konventionell wirtschaftende Milchvieh- und Milchviehverbund-
betriebe nach Herdengröße (Natürliche Personen)
Ökologische Betriebe
Konventionelle Betriebe
Kennzahl
ME
<= 80 Stück
> 80 Stück
<= 80 Stück
> 80 Stück
Betriebe Anzahl 12 6 109 102
Landwirtschaftlich genutzte Fläche ha/Betrieb 141,0 381,9 88,2 267,5
Dauergrünland % LF 31,6 34,4 35,8 29,9
Getreidefläche % AF 60,8
1)
57,7
1)
44,7
)
41,0
2)
Ackerfutterfläche % AF 24,8 22,7 40,5 42,2
Ertragsmesszahl EMZ/a 31 28 35 36
AK-Besatz
AK/100 ha LF
1,93
1,87
2,32
1,90
Viehbesatz
VE/100 ha LF
51,9
59,3
83,4
102,3
dar. Milchkühe
VE/100 ha LF
30,2
36,8
46,4
61,8
Bilanzvermögen T€/AK 168,4 201,4 205,7 225,4
Nettoinvestitionen €/ha LF 123 359 56 184
Nettoverbindlichkeiten €/ha LF 830 1.046 1.468 2.529
Eigenkapitalquote % 60 61 61 27
Getreideertrag (ohne Körnermais)
dt/ha
27
25
53
56
Milchleistung (natürl.Fettgehalt) kg/Kuh 5.013 5.099 6.714 7.973
Milcherlös (netto bei natürl. Fettge-
halt)
€/dt 37,72 41,71 28,54 28,06
20

Ökologische Betriebe
Konventionelle Betriebe
Kennzahl
ME
<= 80 Stück
> 80 Stück
<= 80 Stück
> 80 Stück
Betriebliche Erträge
€/ha LF
1.565
1.705
1.800
2.597
dar. Umsatzerlöse
Tierproduktion
€/ha LF
881
1.045
1.029
1.605
dar. Zulagen und Zuschüsse
€/ha LF
534
561
442
461
dar. entkopp. Betriebsprämie
€/ha LF
282
270
331
370
dar. für umweltger. Agrarprod.
€/ha LF
175
184
25
17
Betriebliche Aufwendungen
€/ha LF
1.165
1.319
1.516
2.207
Materialaufwand €/ha LF 418 456 769 1.201
dar. Tierproduktion
€/ha LF
100
171
311
585
Personalaufwand (ohne BUV)
€/ha LF
132
331
101
240
Ordentliches Ergebnis + Personal-
aufwand (ohne BUV)
€/ha LF
492
670
319
471
Ordentliches Ergebnis + Personal-
aufwand (ohne BUV)
€/AK 25.560 35.823 13.732 24.824
Ordentliches Ergebnis
€/ha LF
360
339
218
231
Betriebseinkommen €/ha LF 597 793 434 708
Gesamtkapitalrentabilität
1)
ohne Körnermais
% 3,0 7,6 -2,94 4,43
2)
mit Körnermais
Anhand der nach Kuhbestand unterteilten Gruppen der Milchviehbetriebe natürlicher
Personen soll ein Vergleich zu konventionell wirtschaftenden Betrieben gezogen wer-
den (Tabelle 4.5). Die konventionellen Vergleichsgruppen wurden aus den gemäß der
Tabelle 1.1 zur Verfügung stehenden Milchviehbetrieben in der Rechtsform einer na-
türlichen Person gebildet. Die Ökobetriebe hielten im Mittel der Gruppe 43 bzw. 141
Milchkühe, die konventionellen 41 bzw. 165.
Die konventionellen Betriebe beider Herdengrößen waren im Mittel mit weniger Fläche
ausgestattet und wiesen eine etwas höhere Ertragsmesszahl aus. Während Ökobe-
triebe einen höheren Anteil Getreidefläche hatten, kam bei den konventionellen Be-
trieben dem Anbau von Ackerfutter eine größere Bedeutung zu.
Die ökologische Milchviehhaltung wird extensiv betrieben. Der Besatz an Milchkühen
erreichte lediglich 60 % des Wertes der konventionellen Betriebe. Die Ausstattung mit
Sachanlagevermögen lag bei den Ökobetrieben beider Größenklassen deutlich niedri-
ger. Im Mittel mehrerer Jahre erzielten in beiden Bewirtschaftungsformen die Unter-
nehmen mit größeren Herden eine höhere Milchleistung. Die vier Betriebsgruppen un-
terschieden sich deutlich in der Höhe der betrieblichen Aufwendungen und Erträge.
Ein unterschiedlicher Aufwand an Futtermitteln und Energie sowie die erzielten Milch-
leistungen und Milcherlöse sind die Gründe. Die Differenz zwischen Umsatzerlösen
und betrieblichen Aufwendungen war jedoch in den Bewirtschaftungsformen und Be-
trieben unterschiedlicher Herdengrößen ungefähr gleich. Bei ökologisch wirtschaften-
den Betrieben resultierten rund ein Drittel der betrieblichen Erträge aus Zulagen und
Zuschüssen. Auch in konventionell wirtschaftenden Betrieben mit geringerer Herden-
größe trugen Zulagen und Zuschüsse entscheidend zur Erzielung eines angemesse-
nen Betriebseinkommens bei. In den größeren Betrieben erreichte die Wertschöpfung
gemessen am Betriebseinkommen in € je ha LF den 1,5-fachen Wert der Kleineren.
Die Unterschiede im Ordentlichen Ergebnis zzgl. Personalaufwand waren innerhalb
der Bewirtschaftungsformen durch einen jeweils um 25% höheren Personalaufwand je
Arbeitskraft im Mittel der Betriebe mit größeren Herden bedingt. Die ökologisch wirt-
schaftenden Betriebe erzielten höhere sonstige betriebliche Erträge. Dabei war der
Erhalt von Zulagen und Zuschüssen für umweltgerechte Agrarproduktion von beson-
derer Bedeutung. Hinzu kam ein niedrigerer AK-Besatz welcher ein höheres Ordentli-
ches Ergebnis je Arbeitskraft ermöglichte.
21

4.2.2
Milchviehbetriebe (Juristische Personen)
Für die juristischen Personen liegt eine ausreichend große Betriebsgruppe vor. Diese
soll in Gegenüberstellung zu einer vergleichbaren konventionellen Gruppe (siehe Ta-
belle 1.1) interpretiert werden. Hinsichtlich der Betriebsgröße und Flächennutzung be-
steht eine gute Vergleichbarkeit zwischen den Bewirtschaftungsformen. Die Ertrags-
messzahl war bei den Ökobetrieben um 10 Punkte geringer.
Ähnlich wie auch die Öko-Unternehmen mit der Rechtsform einer natürlichen Person
wirtschaften juristischen Personen extensiver. Sie halten nur die Hälfte der Milchkühe
pro Flächeneinheit im Vergleich zu ihren konventionellen Berufskollegen.
Tabelle 4.6:
Ökologisch und konventionell wirtschaftende Milchvieh- und Milchviehverbund-
betriebe (juristische Personen)
Kennzahl
ME
Ökologische
Betriebe
Konventionelle
Betriebe
Betriebe Anzahl 8 81
Landwirtschaftlich genutzte Fläche
ha/Betrieb
1.382
1.154
Dauergrünland % LF 36,4 30,3
Getreidefläche % AF 45,5
1)
46,0
2)
Ertragsmesszahl EMZ/a 21 31
AK-Besatz
AK/100 ha LF
1,83
2,59
Viehbesatz
VE/100 ha LF
49,5
93,3
dar. Milchkühe
VE/100 ha LF
24,6
49,7
dar. Mutter- und Ammenkühe
VE/100 ha LF
0,7
1,68
Bilanzvermögen T€/AK 174,4 165,4
Nettoinvestitionen €/ha LF 76 231
Nettoverbindlichkeiten €/ha LF 1.073 629
Eigenkapitalquote % 53 56
Milchleistung (natürl. Fettgehalt)
kg/Kuh
6.576
8.454
Milcherlös (netto bei natürl. Fettgehalt)
€/dt
46,37
33,61
Betriebliche Erträge
€/ha LF
1.702
2.805
dar. Umsatzerlöse Tierproduktion
€/ha LF
843
1.611
dar. Zulagen und Zuschüsse
€/ha LF
512
459
dar. entkopp. Betriebsprämie
€/ha LF
265
359
dar. für umweltger. Agrarprod.
€/ha LF
169
31
Betriebliche Aufwendungen
€/ha LF
1.617
2.602
Materialaufwand €/ha LF 687 1.245
dar. Tierproduktion
€/ha LF
373
637
Ordentliches Ergebnis + Personalauf-
wand (ohne BUV)
€/AK 24.466 29.858
Ordentliches Ergebnis + Personalauf-
wand (ohne BUV)
€/ha LF
447
775
Ordentliches Ergebnis
€/ha LF
14
133
Betriebseinkommen €/ha LF 575 961
Gesamtkapitalrentabilität
1)
ohne Körnermais
% 2,2 5,3
2)
mit Körnermais
Im Gegensatz zu den Unternehmen natürlicher Personen gelang es den juristischen
Personen unter den Öko - Milchviehbetrieben, die niedrigere Milchleistung durch hö-
here Erlöse auszugleichen. Sie erzielten 107 % des konventionellen Milchertrages je
Kuh. Dazu ist die Vermarktung einer entsprechend großen Menge qualitativ hochwer-
tiger Ökomilch an spezialisierte Verarbeiter Voraussetzung. Dies führte allerdings nicht
zu einer besseren Wirtschaftlichkeit, weil die Relation von Aufwand und Ertrag insge-
samt bei den ökologischen Betrieben wesentlich ungünstiger war.
22

4.2.3
Mutterkuhbetriebe
Zur Beurteilung der Wirtschaftlichkeit der Mutterkuhbetriebe steht eine Gruppe von 14
weitestgehend spezialisierten Betrieben mit der Rechtsform einer natürlichen Person
zur Verfügung (Tabelle 4.7). Die Beurteilung der Ergebnisse der Mutterkuhbetriebe er-
folgt über einen Vergleich mit der konventionellen Bewirtschaftungsform. Dazu wurde
eine Gruppe von 11 Betrieben aus dem Datenbestand gemäß Tabelle 1.1 ausgewählt.
Wie bei den Milchviehbetrieben bewirtschafteten auch Öko-Betriebe mit Mutterkuhhal-
tung doppelt so viel landwirtschaftlich genutzte Fläche als ihre konventionell wirtschaf-
tenden Berufskollegen.
Während der Anteil Dauergrünland und der Viehbesatz in etwa auf gleichem Niveau
lagen, waren die Öko-Mutterkuhhalter im Mittel mehr als doppelt so groß wie die Kon-
ventionellen. Dies ist auch darauf zurückzuführen, dass vornehmlich die grünlandrei-
chen Mutterkuhhalter im Haupterwerb - nicht zuletzt der höheren Agrarumweltprämien
wegen - am Ökolandbau teilnehmen bzw. aus Grünextensivierungsprogrammen in
den Ökolandbau wechselten und sich der Anteil an Betrieben, die wegen Flächen-
knappheit zu höheren Erlösen aus dem Tierverkauf (Tierbesatz) gezwungen sind, in
der konventionellen Vergleichsgruppe vergrößert.
Die hier ausgewerteten ökologisch wirtschaftende Mutterkuhhalter wiesen ein um das
doppelte höhere Bilanzvermögen je Arbeitskraft aus. Aufgrund der geringen Gruppen-
größe ist hierbei allerdings der einzelbetriebliche Einfluss groß. Neben den mit den
konventionellen Betrieben auf gleichem Niveau liegenden Investitionen in Anlagen und
Maschinen wurde im Mittel der Ökobetriebe ein Drittel der Bruttoinvestitionen in die
Anschaffung von Boden investiert.
Tabelle 4.7:
Ökologisch und konventionell wirtschaftende Mutterkuhbetriebe
(Natürliche Personen)
Kennzahl
ME
Ökologische
Betriebe
Konventionelle
Betriebe
Betriebe Anzahl 14 11
Landwirtschaftlich genutzte Fläche
ha/Betrieb
239,3
122,5
Dauergrünland % LF 72,5 71,3
Ertragsmesszahl EMZ/a 28 30
AK-Besatz
AK/100 ha LF
1,16
1,52
Viehbesatz
VE/100 ha LF
80,7
85,6
dar. Rinder
dar. Mutterkühe
VE/100 ha LF
VE/100 ha LF
79,5
47,0
85,1
55,8
Bilanzvermögen T€/AK 223,1 113,2
Nettoinvestitionen €/ha LF 163 75
Nettoverbindlichkeiten €/ha LF 1.018 611
Eigenkapitalquote % 49 48
Betriebliche Erträge
€/ha LF
1.028
767
dar. Umsatzerlöse Tierproduktion
€/ha LF
334
267
dar. Zulagen und Zuschüsse
€/ha LF
534
434
dar. für umweltger. Agrarprod.
€/ha LF
157
74
Betriebliche Aufwendungen
€/ha LF
879
537
Materialaufwand €/ha LF 260 200
dar. Tierproduktion
€/ha LF
79
95
Personalaufwand (ohne BUV)
€/ha LF
114
58
Ordentliches Ergebnis + Personalaufwand
(ohne BUV)
€/AK 13.778 13.619
Ordentliches Ergebnis + Personalaufwand
(ohne BUV)
€/ha LF
159
207
Ordentliches Ergebnis
€/ha LF
45
149
Betriebseinkommen €/ha LF 278 322
Gesamtkapitalrentabilität % -2,0 -5,5
23

Im Gegensatz zu den anderen Betriebsformen realisierten auch die konventionellen
Mutterkuhhalter vergleichbar mit Ökobetrieben mehr als die Hälfte ihrer Erträge aus
Zulagen und Zuschüssen (auch für Agrarumweltmaßnahmen). Diese überstiegen in
beiden Bewirtschaftungsformen das erwirtschaftete Betriebseinkommen erheblich. Die
Mutterkuhhaltung ist auch in konventionell bewirtschafteten Unternehmen ein extensi-
ves Verfahren.
Beide Bewirtschaftungsformen entlohnten ihren Faktoreinsatz in der Summe jeweils
nur zu zwei Drittel. Das Ordentliche Ergebnis zzgl. Personalaufwand je Arbeitskraft
war mit jeweils weniger als 14 T€ auf einem niedrigen Stand. In den Öko-
Mutterkuhbetrieben wirkten sich die nicht ausreichend an die geringe Ertragskraft angepass-
ten Aufwendungen wirtschaftlich negativ aus.
4.3 Verbundbetriebe
Als Verbundbetriebe wurden 13 Betriebe in der Rechtsform einer natürlichen Person
und 10 juristische Personen klassifiziert. Diese geringen Stichprobenumfänge und die
innerhalb dieser Betriebsform ohnehin bestehende und in der Stichprobe insbesonde-
re ausgeprägte Heterogenität lassen kaum zu verallgemeinernde Schlüsse zu.
Die hier ausgewerteten Verbundbetriebe in der Rechtsform einer natürlichen Person
erreichten mit 41,5 T€/AK im Mittel ein sehr hohes, um 10,2 T€/AK über dem Durch-
schnitt aller ausgewerteten Öko-Betriebe gleicher Rechtsform liegendes Ordentliches
Ergebnis zzgl. Personalaufwand (Tabelle 4.8).
Ökologisch wirtschaftende Verbundbetriebe wiesen gegenüber der konventionellen
Vergleichsgruppe einen höheren Grünlandanteil und niedrigeren Viehbesatz aus. Ar-
beitskräfte- und Vermögensbesatz unterschieden sich kaum. Öko-Verbundbetriebe
erwirtschafteten 60 % ihrer betrieblichen Erträge über Umsatzerlöse für eine vielfältige
Produktpalette, wobei darunter 36 % aus der Schweineproduktion und 31 % aus dem
Marktfruchtbau stammten. Mit einem Anteil von 26 % erwiesen sich Zulagen und Zu-
schüsse als weiterer wesentlicher Ertragsbestandteil. Demgegenüber resultierten bei
den konventionellen Verbundbetrieben 78 % der betrieblichen Erträge aus Umsatzer-
lösen und nur 17 % aus Direktzahlungen und sonstigen staatlichen Zuschüssen, do-
minierend waren hier mit 34, 30 und 26 % Umsatzerlösanteil die Pflanzen-, Milch- und
Schweineproduktion. Ausschlaggebend für das deutlich bessere wirtschaftliche Er-
gebnis der Öko-Verbundbetriebe war die mit 1,49 € Ertrag je 1 € Aufwand wesentlich
höhere Effizienz der eingesetzten Mittel und Faktoren, die konventionellen Betriebe er-
reichten nur 1,16 € Ertrag, wobei das Mehr an Zulagen und Zuschüssen nur 10 Cent
und damit ein Drittel der Differenz aufwog.
Insgesamt wiesen die Öko-Verbundbetriebe eine positive Eigenkapitalveränderung
aus und konnten ihre Zahlungsverpflichtungen erfüllen.
Öko-Verbundbetriebe in Rechtsform einer juristischen Person erreichten mit
24,1 T€/AK Ordentlichem Ergebnis zzgl. Personalaufwand ein deutlich niedrigeres, im
Betriebsformvergleich innerhalb der Rechtsform unterdurchschnittliches Niveau (-2,2
T€/AK) und fielen und gegenüber der konventionellen Vergleichsgruppe stark ab.
Die trotz geringerem Flächen- und Viehbesatz je Arbeitskraft etwas höheren betriebli-
chen Erträge gegenüber den ökologisch wirtschaftenden natürlichen Personen lassen
sich insbesondere auf 387 €/ha LF Umsatzerlöse aus Nebenbetrieben, Handel und
Dienstleistungen zurückführen. Diesem Betriebszweig wurden allerdings auch sehr
hohe Aufwendungen zugeschrieben, so dass er neben dem sonstigen Materialauf-
wand die Hauptursache für das sehr enge Ertrags-Aufwand-Verhältnis und das somit
wesentlich geringere wirtschaftliche Ergebnis bildete. Auf dieser Basis konnte nur we-
nig Eigenkapital gebildet werden, die Liquiditätskennwerte weisen auf Zahlungsprob-
24

leme hin. Konventionelle Verbundbetriebe hatten zwar eine noch schwächere Flä-
chenausstattung, hielten jedoch deutlich mehr Vieh, insbesondere Milchvieh und
Schweine.
Weitere Vergleiche zwischen den einzelnen Gruppen erscheinen aufgrund des hohen
Grades an Individualität der Einzelbetriebe bei gleichzeitig geringen Stichprobenum-
fängen nicht sinnvoll.
Tabelle 4.8:
Ökologisch und konventionell wirtschaftende Verbundbetriebe
Natürliche Personen
Juristische Personen
Kennzahl
ME
Öko-
Betriebe
Konv.
Betriebe
1)
Öko-
Betriebe
Konv.
Betriebe
2)
Betriebe
Anzahl
13 33 10 285
LF
ha/Betrieb
257 236 829 1.571
Ertragsmesszahl
EMZ/a
36
(36)
30
36
Grünlandanteil
% LF
33 23 25 14
Arbeitskräftebesatz
AK/100 ha LF
1,50 1,51 1,85 2,06
Viehbesatz
VE/100 ha LF
64,7 83,6 42,4 70,3
Bilanzvermögen
Eigenkapitalquote
Nettoverbindlichkeiten
Nettoinvestitionen
€/ha LF
%
€/ha LF
€/ha LF
3.216
41
1.267
134
3.267
48
1.396
20
3.248
51
990
162
3.913
64,5
439
142
Umsatzerlöse
€/ha LF
1.078 1.657 1.216 1.928
dar. Pflanzenproduktion
€/ha LF
337 557 314 670
dar. Tierproduktion
€/ha LF
546 1.059 466 980
Zulagen und Zuschüsse
€/ha LF
479 369 520 404
Materialaufwand
€/ha LF
526 1.118 794 1.175
Pers.-aufwand (ohne BUV)
€/ha LF
176 136 403 510
Betriebl. Erträge
€/ha LF
1.810 2.128 1.870 2.501
Betriebl. Aufwendungen
€/ha LF
1.215 1.829 1.744 2.328
Betriebsergebnis
€/ha LF
595 299 126 173
Ordentliches Ergebnis +
Pers.-aufwand (ohne BUV)
€/AK
41.495
23.470
24.094
30.052
Ordentliches Ergebnis
€/ha LF
447 219 43 109
1)
Konventionelle Verbundbetriebe gemäß Tabelle 1.2
2)
Konventionelle Verbundbetriebe gemäß Tabelle 1.1
25

5
Wirtschaftliche Entwicklung in den letzten drei Wirtschaftsjahren
Für den vorliegenden Bericht aus dem Wirtschaftsjahr 2008/09 standen für den verti-
kalen Betriebsvergleich über drei Jahre 93 identische ökologisch wirtschaftende Be-
triebe zur Verfügung, die konstant ab dem Wirtschaftsjahr 2006/07 an der Datenerhe-
bung teilnahmen. Ein direkter Vergleich zum Vorjahresbericht kann nicht hergestellt
werden, da die Datenbasis für identische Betriebe aufgrund der Dynamik in der Da-
tenbereitstellung jedes Jahr neu ermittelt werden muss.
Wie sich die Betriebe bezüglich ihrer Rechtsform und betriebswirtschaftlichen Ausrich-
tung strukturieren, zeigt die nachfolgende Übersicht.
Tabelle 5.1:
Identische Betriebe nach Rechts- und Betriebsformen (3 Jahre)
Rechtsform
Natürliche Personen
Einzelunter-
nehmen im
Nebenerwerb
Einzelunter-
nehmen im
Haupterwerb
Personenge-
sellschaften
Juristische
Personen
6 53 19 14
93
Betriebsform
spezialisierte
Ackerbaube-
triebe
spezialisierte
Futterbaube-
triebe
Verbundbe-
triebe
sonstige
38 38 13 4
93
Ein eventueller Vergleich mit konventionellen Betrieben bezieht sich auf die nach
BMELV- Kriterien errechneten Werte ostdeutscher Unternehmen.
In diesem Jahr sind in die Auswertung der Zeitreihe identische Betriebe über sieben
Jahre integriert (Abschnitt 5.4). Damit können Entwicklungstendenzen im ökologischen
Landbau über eine längere Zeit abgebildet werden.
5.1 Entwicklung Öko-Betriebe insgesamt (n = 93)
Faktor- und Produktionsausstattung
Die Ökobetriebe zeigen in der Flächenausstattung seit dem Wirtschaftsjahr 2006/07
kaum Veränderungen. Sie bewirtschafteten im Berichtsjahr durchschnittlich 356 ha LF,
davon waren 34,8 % Dauergrünland. Das Anbauverhältnis der Ackerkulturen verschob
sich im dreijährigen Vergleich kontinuierlich zugunsten von Getreide, von durchschnitt-
lich 185,6 ha im Wirtschaftsjahr 2006/07 auf 205,1 ha im Wirtschaftsjahr 2008/09
(+ 5,3 % Anbauanteil). Die Zunahme der Getreidefläche erfolgte insbesondere zu Las-
ten der Öl- und Faserpflanzen (- 0,7 % Anbauanteil) sowie Hülsenfrüchte (-
2,2 %Anbauanteil). Im Jahresabschluss für das Wirtschaftsjahr 2008/09 wurden erst-
mals nachwachsende Rohstoffe/ Energiepflanzen separat ausgewiesen. Ihr Anteil an
der Gesamt- LF betrug 0,4 % (Abb. 5.1).
26

Der Viehbesatz zählte im Mittel der Betriebe 45,1 VE/100 ha LF und stieg im gesamten
dreijährigen Zeitraum beständig an (2006/07: 42,7 VE/100 ha LF). Die Zunahme ist vor
allem auf die Bestandserweiterung von Schweinen, insbesondere Mastschweine/Läufer
aber auch Rindern zurückzuführen, vgl. Abb. 5.2. Damit reagierten die Ökobauern noch
deutlicher auf den entstandenen Nachfragesog nach Bio-Fleisch/-waren aus heimischer
Herkunft, als im Vorjahr.
Abb. 5.1: Entwicklung Anbaustruktur ausge-
Abb. 5.2: Entwicklung Viehbesatz
wählter Ackerfrüchte (ha), identisch 3 Jahre
(VE/ 100 ha LF), identisch 3 Jahre
0
50
100
150
200
250
Hektar
Getreide
Öl-, Hülsenfrüchte,
Faserpflanzen
sonst. Ackerfutter
2006/07
2007/08
2008/09
0
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
VE/ 100 ha LF
Viehbesatz
gesamt
dar. Rinder
dar. Schweine
dar. Schafe
2006/07
2007/08
2008/09
Proportional zum Anstieg der arbeitsintensiven Viehhaltung beschäftigten die identischen
Öko-Betriebe im Berichtsjahr nahezu vier Prozent mehr Arbeitskräfte (insgesamt
5,31 AK/ Betrieb), als 2006/07 (insgesamt 5,11 AK/Betrieb). Während der Anteil von
Lohnarbeit wuchs, gingen die nicht entlohnten Arbeitskräfte um - 9,5 % auf
1,14 nAK/Betrieb zurück.
Erträge, Leistungen und Preise
Im Erntejahr 2008 setzte sich insgesamt die negative Ertragsentwicklung im Ackerbau
fort. Bei Weizen und Gerste sowie Kartoffeln, die von den ausreichenden Sommernie-
derschlägen profitierten, fielen die Naturalerträge gegenüber dem Vorjahr zwar etwas
besser aus (rd. 10-15 % über dem Vorjahresniveau). Im Vergleich mit den Ernteerträgen
aus dem Jahr 2006 konnten jedoch lediglich bei den im Anbauumfang relativ unbedeu-
tenden Kulturen, wie Sommergerste (+ 43,8 %) und Raps (+ 25 %) Ertragssteigerungen
erzielt werden. Besonders deutlich war der Ertragsrückgang bei Zuckerrüben (- 20 %),
die allerdings nur auf ca. 0,3 % der Ackerfläche angebaut wurden und eher von einzel-
betrieblicher Bedeutung sind.
Die überdurchschnittlichen Erlöse im Wirtschaftsjahr 2007/08 haben sich im Berichtsjahr
bei fast allen Kulturen fortgesetzt und konnten somit die Ertragsdefizite kompensieren
(Abb. 5.3). Von sehr guten Erlösen profitierten Wintergerste (+ 14,6 %) und Roggen
(+ 9,2 %) bei gleichem Ertragsniveau des Vorjahres (23 dt/ha bzw. 17 dt/ha). Trotz ge-
genüber dem Vorjahr nahezu gleichen Erlösen bei Weizen (- 0,1 %) und geringeren Er-
zeugerpreisen für Sommergerste (- 5,8 %) und Triticale (- 13,7 %), lag der Getreideerlös
insgesamt noch um 1,8 % über dem Vorjahresniveau und um 66,2 % über dem der Ern-
te 2006. Auf das Überangebot an Kartoffeln reagierte der Markt allerdings mit sinkenden
Erzeugerpreisen. Die Erlöse für Kartoffeln fielen von 51,9 €/dt im Wirtschaftsjahr
2007/08 auf 30,43 €/dt und lagen um - 32,4 % unter dem Niveau von 2006/07.
27

Abbildung 5.3: Erträge und Erlöse 2008/09 im Vergleich zu 2006/07, identisch 3 Jahre
-4,5%
66,2%
-11,0%
-32,4%
25,0%
38,2%
-1,0%
29,4%
-40%
-30%
-20%
-10%
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
Getreide
insg.
Kartoffeln
Raps
Milch
Entwicklung von
Ertrag (dt/ha) und
Leistung (kg/Kuh)
Entwicklung der
Erlöse (€/dt)
Die Milchleistung von 6.105 kg/Kuh/Jahr ist im aktuellen Auswertungsjahr um - 1 % im
Vergleich zum Basisjahr 2006/07 leicht gesunken aber auf demselben Niveau wie im
Vorjahr geblieben. Der Milchpreis lag bei 44,87 Cent je Liter und konnte somit den Re-
kordwert vom Vorjahr sogar um 0,9 % überbieten (Abb. 5.3).
Unternehmensertrag
Die überwiegend positive Entwicklung der Verkaufserlöse führte zu einem weiteren An-
stieg der Umsatzerlöse (+6,2 %). Er wies gegenüber 2006/07 + 27,6 % mehr aus. Die
Umsatzsteigerungen aus der Pflanzenproduktion (288 €/ha LF = + 5,5 % zum Vorjahr)
und Tierproduktion (458 €/ha LF = + 2,0 % zum Vorjahr) stehen im Zusammenhang mit
den günstigen Absatzpreisen insbesondere für Getreide und Schweinefleisch aufgrund
wachsender Nachfrage. Die Unterschiede in den Erzeugerpreisen gegenüber den kon-
ventionellen Betrieben sind erheblich.
Schließlich haben die Ökobetriebe ihre Umsätze aus Nebenbetrieb/ Handel/ Dienstleis-
tungen um 61 €/ha LF erhöht, was auf einen Ausbau der Direktvermarktung schließen
lässt. Gegenüber dem Vorjahr betrug die Steigerung + 60,5 %, im Verhältnis zu 2006/07
bereits das Doppelte (+ 103,3 %). Direktvermarktung/ -vertrieb nehmen bei den Ökobe-
trieben bereits 7,5 % des Gesamtumsatzes ein, bei den konventionellen Betrieben sind
es 3 %.
Die Zulagen/ Zuschüsse, die im Berichtsjahr durchschnittlich 508 €/ha LF ausmachten,
nahmen um - 5,8 % im Vergleich zum Vorjahr ab. Ihr Anteil an den betrieblichen Erträ-
gen sank damit weiter. Während sie 2006/07 noch 42,3 % umfassten, waren es 2008/09
nur noch 35,6 %.
28

Unternehmensaufwand
Abbildung 5.4: Entwicklung ausgewählter Aufwands-
positionen (€/ha LF), identisch 3 Jahre
Der Aufwärtstrend bei den Ma-
terialaufwendungen hat sich
fortgesetzt (Abb. 5.4). Die
Ausgaben für Material insge-
samt fallen mit einer Steige-
rung zum Vorjahr von + 7,2 %
nicht mehr ganz so massiv
aus, wie im Verhältnis 2007/08
zu 2006/07 (+ 22,7 %).
Durch den höheren Anteil an
entlohnten Arbeitskräften stie-
gen die Aufwendungen für
Personal um + 4,7 % gegen-
über dem Vorjahr, im dreijäh-
rigen Vergleich um + 6,8 %.
Saat- und
Pflanzgut
Düngemittel
Futtermittel-
zukauf
Heizmaterial/
Strom
Treib-und
Schmierstoffe
0
20
40
60
80
100
120
140
2006/07
2007/08
2008/09
€/ha LF
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich gegenüber dem Wirt-
schaftsjahr 2007/08 um - 4,4 %, vor allem bedingt durch gesunkenen Aufwendungen für
Unterhaltung (-11,1 %) und Betriebsversicherungen (- 3,5 %).
Investitionstätigkeit
Mit der vergleichsweise positiven wirtschaftlichen Entwicklung haben die ökologisch
wirtschaftenden Betriebe in den letzten Jahren auch Nettoinvestitionen getätigt, so dass
das Bilanzvermögen um 248 €/ha LF zunahm. Die Nettoinvestitionen bewegten sich im
Berichtsjahr bei rd. 3.800 €/AK bzw. 57 €/ha LF, was zwar einem Rückgang in beiden
Positionen von etwa - 65 % gegenüber 2007/08 entspricht, aber immer noch auf eine
ausreichende Investitionstätigkeit schließen lässt. Eine Ursache der zurückgegangenen
Investitionstätigkeit könnte in den auffallend hohen Nettoinvestition zu suchen sein, die
bereits im vergangenen Wirtschaftsjahr getätigt wurden (rd. 10.500 €/AK bzw.
153 €/ha LF) und die Betriebe nun den Schwerpunkt in einer höheren Kredittilgung
(191 €/ha LF) sahen.
Rentabilität, Liquidität und Stabilität
Die Umsatzsteigerung von insgesamt + 1,7 % zum Vorjahr hat sich kaum im Unter-
nehmenserfolg der identischen Ökobetriebe niedergeschlagen. Die Betriebe konnten
ihre Rentabilität gegenüber dem Vorjahr nicht verbessern. Bei etwa gleichem Gewinn
wurde das Ordentliche Ergebnis zzgl. Personalaufwand mit 29,6 T€/AK ausgewiesen
und lag damit - 0,8 % unter dem Unternehmenserfolg des Vorjahres, betrug jedoch
noch + 2,8 % im dreijährigen Vergleich. Mit der relativen Faktorentlohnung von über
100 % war es im Durchschnitt der ökologisch wirtschaftenden Betriebe möglich, in al-
len 3 Wirtschaftsjahren die Produktionsfaktoren, mindestens in der Höhe der kalkulato-
rischen Ansätze gemäß BMELV, zu entlohnen und eine positive Verzinsung des Ei-
genkapitals zu erreichen.
Die Eigenkapitalquote in Höhe von 53 % konnte auf Vorjahresniveau gehalten werden.
Der Cash flow III lag im Wirtschaftsjahr 2008/09 nur noch bei 22 €/ha LF und erreichte
29

damit nur noch 17 Prozent des Vorjahresniveaus. Die Eigenkapitalveränderung pro
Arbeitskraft ist sowohl im Vergleich zum Vorjahr, als auch zu 2005/06 leicht gesunken.
Bei Berücksichtigung von höheren Entnahmen und den schon genannten Tilgungsleis-
tungen ist jedoch die Liquidität der Unternehmen weiter gegeben.
5.2 Betriebsformen
Spezialisierte Ackerbaubetriebe (n = 38)
Der wichtigste Produktionszweig der Ackerbaubetriebe – der Getreideanbau – wurde
jährlich weiter ausgebaut (+ 10 % Anbauanteil im Verhältnis zu 2006/07) und brachte
im Berichtsjahr durchschnittlich 57 % der Umsatzerlöse ein. Bei nahezu, über den Be-
richtszeitraum unveränderlicher LF von ca. 283 ha je Betrieb entwickelte sich die Ge-
treideanbaufläche vorwiegend zu Lasten der Fläche von Öl-/ Hülsenfrüchten (- 5,8 %
Anbauanteil) sowie sonstigem Ackerfutter (- 3,5 % Anbauanteil). Ebenfalls wurde im
dreijährigen Vergleich der Viehbesatz leicht abgebaut. Er beträgt derzeit
9,8 VE/100 ha LF und die Erlöse aus der Tierproduktion beteiligten sich zu 9,2 % an
den Umsatzerlösen. Die Arbeitskräfte sind im selben Zeitraum um + 7,1 % angestiegen,
bei zeitgleichem Rückgang nicht entlohnter Arbeitskräfte um 10 %.
Bei der Wintergerste konnten die Betriebe deutliche Erlössteigerungen zum Vorjahr
von nahezu 20 Prozent erzielen. Sie profitierten offensichtlich vom wachsenden Fut-
terbedarf aufgrund der Ausdehnung des Öko-Schweinebestands (vgl. Pkt 5.1). An-
sonsten war der Erlös aus Getreide insgesamt um - 7,2 % rückläufig, lag jedoch noch
um gut 50 Prozent höher, als 2006/07.
Die relative Sättigung des Bio-Getreidemarktes und die leicht gesunkenen Preise bei
Brotgetreide, insbesondere jedoch die höheren Material- und Pachtaufwendungen,
wirkten sich schließlich auf den Gewinn im Wirtschaftsjahr 2008/09 aus. Er ging pro
Flächeneinheit im Durchschnitt der Ackerbaubetriebe geringfügig zurück (- 6,4 %).
Ebenso ist das Ordentliche Ergebnis zzgl. Personalaufwand im Vergleich zum Vorjahr
leicht gesunken (- 4,7 %). Die Nettoinvestitionen wurden im Berichtsjahr mit rd. 1.000
€/AK ausgewiesen und lagen im gesamten Berichtszeitraum im positiven Bereich. Die
Unternehmenskapitalstruktur ist im betrachteten Zeitraum stabil geblieben. Die Eigen-
kapitalquote lag bei durchschnittlich 52 %. Insgesamt stand die Liquidität der Unter-
nehmen auf relativ festen Füßen.
Die Zulagen/Zuschüsse sind in den Ackerbaubetrieben über den dreijährigen Be-
richtszeitraum nur unbedeutend geschrumpft (- 1,8 %). Dennoch machen sie nur noch
38 % des Gesamtertrages, von einst 43,9 % im Wirtschaftsjahr 2006/07 aus.
Der Anstieg des Materialaufwands verhielt sich mit + 4,7 % relativ moderat. Im Ver-
gleichszeitraum insgesamt waren es + 24 %. Während die Kosten für Saat und
Pflanzgut sowie Treib- und Schmierstoffen um jeweils rd. 10 Prozent zum Vorjahr zu-
rückgingen, schlugen Düngemittel mit einem Anstieg von knapp 60 Prozent zu Buche.
Futterbaubetriebe (n = 38)
Hinsichtlich der Faktorausstattung und Produktionsstruktur der Futterbaubetriebe gab
es keine nennenswerten Veränderungen im Berichtszeitraum. Der Arbeitskräftebesatz
von 1,69 AK/100 ha LF blieb konstant, auf knapp 50 Prozent der Ackerfläche
(rd. 192 ha = 44,5 % der LF) wurde Getreide angebaut und den Viehbesatz von insge-
samt 65 VE/100 ha LF prägte zu 93,2 % die Rinderhaltung.
30

Die Futterbaubetriebe, die traditionsgemäß das Gros ihrer Erlöse aus der Tierproduk-
tion erzielen, wiesen auch im Wirtschaftsjahr 2008/09 wieder deutlich geringere Natu-
ralerträge, als der Durchschnitt aller 93 identischen Ökobetriebe auf. Eine Ausnahme
bildete die, für das Gesamtproduktionsaufkommen eher unbedeutende Sommergers-
te. Sie brachte mit 25 dt/ha acht Prozent Mehrertrag als der Durchschnittswert aller
Betriebe ein, lag nahezu 80 Prozent über dem Ertragsniveau des Vorjahres und erziel-
te mit 39,88 €/ha den höchsten Erlös.
Die Vermögensausstattung wurde kontinuierlich fortgeführt, vor allem die Sachanlagen
(+ 14,2 % im Verhältnis zu 2006/07), hier insbesondere die Ausstattung an techni-
schen Anlagen/Maschinen (+ 22,7 %). Das Eigenkapital lag im Durchschnitt der Fut-
terbaubetriebe bei 1.531 €/ha LF und liegt deutlich höher (ca. 400 €), als das einge-
setzte Fremdkapital. Die Futterbaubetriebe haben auch im Wirtschaftsjahr 2008/09
weiter investiert, die Nettoinvestitionen je AK betrugen im Mittel rd. 1.700 Euro.
Abb. 5.5: Entwicklung und Struktur der Umsatzerlöse in den Futterbaubetrieben
(€/ha LF), identisch 3 Jahre
57
552
37
68
672
49
77
680
70
0
100
200
300
400
500
600
700
800
900
€/ha LF
2006/07
2007/08
2008/09
Nebenbetr./Handel/DL
Tierproduktion
Pflanzenproduktion
Im Wirtschaftsjahr 2008/09 wurden die Umsatzerlöse von insgesamt 830 €/ha LF zu
82 Prozent aus der Tierproduktion (680 €/ha LF), darunter zu 86 % aus der Milchpro-
duktion (463 €/ha LF) gespeist (Abb. 5.5). Die Milchleistung lag bei 6.125 kg/Kuh und
verblieb auf Vorjahresniveau. Auch der durchschnittliche Erlös für Milch blieb annä-
hernd gleich, lag aber noch 29 % über dem Niveau 2006/07.
Die Umsatzerlöse konnten in fast allen Positionen sowohl gegenüber dem Vorjahr, als
auch Wirtschaftsjahr 2006/07 gesteigert werden. Auffallend zugenommen haben die
Erlöse aus Direktvermarktung/ -vertrieb, die mit 70 €/ha LF nahezu das Doppelte ge-
genüber dem Basisjahr ausmachten und bereits 7 % der betrieblichen Erträge bilde-
ten. Innerhalb der identischen Betrieben (n=93) war die Gruppe der Futterbaubetriebe
am stärksten vom Abbau der Zulagen/Zuschüsse, insbesondere aufgrund rückläufiger
Investitionszuschüsse, betroffen (- 9,4 %).
31

Abb. 5.6: Entwicklung und Struktur des Gesamtertrags in den Futterbaubetrieben
(€/ha LF), identisch 3 Jahre
647
586
20
49
792
597
19
34
830
531
20
24
0
200
400
600
800
1.000
1.200
1.400
1.600
€/ha LF
2006/07
2007/08
2008/09
zeitraumfremde Erträge
Mieten und Pachten
Zulagen/Zuschüsse
Umsatzerlöse gesamt
Der Anteil Zulagen/Zuschüsse am Gesamtertrag betrug 36,9 %, im Wirtschaftsjahr
2006/07 waren es 42,4 %. Zugleich besaßen die Futterbaubetriebe gegenüber den
anderen Betriebsausrichtungen mit 506 €/ha LF nicht nur den höchsten Materialauf-
wand - insbesondere Futtermittel -, sondern mussten auch den höchsten Zuwachs
(+9,8 %) im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen.
Das Betriebsergebnis reduzierte sich bei weiter gestiegenen betrieblichen Aufwen-
dungen und gesunkenen betrieblichen Erträgen von 219 €/ha LF (2007/08) auf
158 €/ha LF (2008/09) und lag 25 Prozent unter dem Ausgangsniveau. Das Ordentli-
che Ergebnis zzgl. Personalaufwand pro Arbeitskraft sank auf 25.290 €/AK und damit
auf den niedrigsten Stand im Dreijahresvergleich. Der Cash flow III war noch positiv,
verringerte sich aber auf 18 €/ha LF und die Eigenkapitalveränderung fiel auf 24
€/ha LF. Dagegen stiegen die Entnahmen um 15 %.
In den Milchvieh- und Milchviehverbundbetrieben (n=19) als Untergruppe der Futter-
baubetriebe war die wirtschaftliche Entwicklung vergleichbar. Bei gesunkenem Ordent-
lichen Ergebnis und höheren Entnahmen war hier der Cash flow III allerdings deutlich
im Minus (- 154 €/ha LF) und es könnten einzelbetrieblich bereits Liquiditätsengpässe
entstanden sein.
Verbundbetriebe (n = 13)
Die Verbundbetriebe zeigten im Bereich der Flächenausstattung Bewegung in Bezug
auf einen deutlichen Abbau der zugepachteten Fläche (- 17,5 % gegenüber 2006/07),
bei annähernd konstanter Flächenausstattung von rd. 400 ha LF. Diese Betriebsgrup-
pe verzeichnete einen wachsenden Schweinebesatz (+ 74,4 %) sowie einen Anstieg
der entlohnten Arbeitskräfte (+ 15,8 %) im Vergleich zum Ausgangsjahr 2006/07. Der
Viehbesatz verdichtete sich auf 47,1 VE/100ha LF (+ 20,5 %). Neben einem ausge-
bauten Mastschweine/ Läufer-Bestand auf 16,8 VE/100 ha LF (+ 47,4 %), hat auch
der Milchviehbestand um 7 % zugelegt und beträgt 6,1 VE/100 ha LF. Die Anbaustruk-
tur blieb weitgehend konstant, rd. 63 % nahmen Druschfrüchte ein.
Das Ertragsniveau der Verbundbetriebe stieg im Vergleich zu den Vorjahren im
Durchschnitt wieder an. Gute Erträge wurden bei der Wintergerste (27 dt/ha) und vor
32

allem bei den Kartoffeln (468 dt/ha) erzielt, letztere hatten jedoch nur einzelbetriebli-
che Bedeutung (0,5 % der LF). Die Milchleistung von 5.618 kg/Kuh war niedriger als in
den Vorjahren und lag unter dem Ergebnis der spezialisierten Milchviehbetriebe. Der
Milcherlös entsprach mit 44,87 €/dt in 2008/09 genau dem Durchschnitt aller identi-
schen Betriebe und stieg im Vergleichszeitraum um + 28 %.
Die Verbundbetriebe besaßen mit 3.762 €/LF (Wirtschaftsjahr 2008/09) die höchste
Vermögensausstattung, bauten diese im Vergleichszeitraum noch deutlich aus
(+ 29,2 %) und mehrten insbesondere ihr Bodeneigentum. Das schlägt sich offensicht-
lich in den überdurchschnittlich hohen Nettoinvestitionen nieder, die in den drei Jahren
jeweils zwischen 13,7 und 15,0 T€/AK lagen. Der relativ hohe Kapitaldienst stieg im
Wirtschaftsjahr 2008/09 durch eine enorme Tilgungsleistung (713 €/ha) an. Die Betrie-
be banden im Durchschnitt deutlich mehr Fremdkapital (1.998 €/ha LF = + 22,5 %),
konnten aber auch ihr Eigenkapital (1.758 €/ha LF) von Jahr zu Jahr steigern
(+ 31,7 %). Die Eigenkapitalquote hat ihr Niveau von 2006/07 beibehalten.
Erneut lagen die Umsatzerlöse mit 988 €/ha LF höher als in den Vorjahren (+ 57 %).
Sie resultierten vor allem aus dem Verkauf von Getreide und Schweinefleisch (jeweils
ca. 20 % Umsatzerlösanteil), von Milch (15,5 % Umsatzerlösanteil) und zunehmend
aus Direktvermarktung/-vertrieb (12,7 % Umsatzerlösanteil).
Der Abstand zwischen den Umsatzerlösen und Zulagen/Zuschüsse, der 2006/07 nur
125 €/ha LF betrug, erhöhte sich auf 502 €/ha LF. Die Spezialaufwendungen stiegen
um rd. 30 Prozent und resultierten vor allem aus dem enorm gestiegenen Futtermittel-
zukauf um 102 % gegenüber 2006/07 (Abb. 5.7).
Abb. 5.7: Entwicklung und Struktur der Umsatzerlöse in den Verbundbetrieben
(€/ha LF), identisch 3 Jahre
306
286
22
373
387
38
419
439
125
0
100
200
300
400
500
600
700
800
900
1.000
€/ha LF
2006/07
2007/08
2008/09
Nebenbetr./Handel/DL
Tierproduktion
Pflanzenproduktion
Die Gruppe der Verbundbetriebe lag mit einem erzielten Ordentlichen Ergebnis plus
Personalaufwand von 35,9 T€/AK mittlerweile auf dem Niveau der Ackerbaubetriebe.
Der deutlich in den negativen Bereich abgerutschte Cash flow III beruht auf den enorm
gestiegenen Tilgungen. Die günstige wirtschaftliche Situation im Wirtschaftsjahr
2008/09 ermöglichten eine positive Kapitalentwicklung im betrieblichen Bereich und
steigende Entnahmen. Die Verbundbetriebe konnten im Wirtschaftsjahr 2008/09, als
auch im gesamten dreijährigen Rückblick wirtschaftliche Erfolge verbuchen. Eine we-
sentliche Ursache könnte die Mehrzweigigkeit der Verbundbetriebe sein, die flexible
Reaktionen auf die Marktentwicklungen zulässt.
33

5.3 Zeitreihe identischer Betriebe, 7 Jahre (n = 37)
Mit der vorliegenden Auswertung des Wirtschaftsjahres 2008/09 der ökologisch wirt-
schaftenden Betriebe wird die Untersuchung einer Zeitreihe von sieben Jahren ermög-
licht. In die Analyse identischer Unternehmen können 37 Betriebe einbezogen werden
(16 Ackerbau-, 15 Futterbau-, vier Verbundbetriebe). Auf Grund der geringen Anzahl
der Betriebe werden nur die Betriebe insgesamt analysiert.
Die folgenden Vergleiche beziehen sich, wenn nicht anders ausgeführt, jeweils auf
den Beginn (Wirtschaftsjahr 2002/03) und das Ende des Betrachtungszeitraumes
(Wirtschaftsjahr 2008/09).
Bei unwesentlicher Veränderung der Flächenausstattung (+ 2,1 % LF) verringerte sich
der Arbeitskräftebesatz der ökologisch wirtschaftenden Betriebe im Betrachtungszeit-
raum von 1,63 AK/100 ha LF relativ kontinuierlich auf 1,49 AK/100 ha LF. Zugleich re-
duzierte sich auch der Viehbesatz um 2,5 %, wobei seit dem Tiefpunkt innerhalb der
Betrachtungsperiode im Wirtschaftsjahr 2004/05 bis zum Jahr 2008/09 wieder ein An-
stieg zu verzeichnen war (vgl. Pkt. 5.1 und 5.2).
Aus der Entwicklung des absoluten Arbeitskräfteeinsatzes in Verbindung mit einem
steigenden Tierbesatz lässt sich im langjährigen Vergleich im Durchschnitt der unter-
suchten Betriebe eine Steigerung der Arbeitsproduktivität ableiten.
Abb. 5.8: Getreideertrag und Erlös, identisch 7 Jahre
15
17
19
21
23
25
27
2002/03
2003/04
2004/05
2005/06
2006/07
2007/08
2008/09
dt/ha
0
5
10
15
20
25
30
35
40
45
€/dt
Getreideertrag (ohne Körnermais) dt/ha
Getreideerlös (insges. netto) €/dt
Die Naturalerträge der Pflanzenproduktion unterlagen den witterungsbedingten
Schwankungen. Dennoch wird in der Entwicklung des durchschnittlichen Getreideer-
trages insgesamt mit - 3 %, die abgebildete Degression des Ertrages einzelner Getrei-
defrüchte nicht so augenscheinlich (vgl. Abb. 5.8).
Bei den einzelnen Kulturen fielen die Mindererträge oft erheblich deutlicher (Weizen -
20,7 %, Wintergerste - 21,4 % und Kartoffeln - 49 %) aus.
Die Milchleistung verbesserte sich insgesamt um + 7,7 %. Das Maximum von 6.429 kg
Milch pro Kuh im Wirtschaftsjahr 2006/07 wurde bisher aber nicht wieder erreicht
(Abb. 5.9).
34

image
image
image
image
image
image
image
image
Abb. 5.9: Milchleistung und Erlös, identisch 7 Jahre
5.200
5.400
5.600
5.800
6.000
6.200
6.400
6.600
2002/03
2003/04
2004/05
2005/06
2006/07
2007/08
2008/09
kg/Kuh a
0
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
cent/kg
Milchleistung (4 % Fett) kg/Kuh
Milcherlös (netto bei 4 % Fett) €/dt
Der Anbauumfang des Getreides an der Ackerfläche ging um gut 3 %-Punkte zurück.
Der Ackerfutteranbau nahm dagegen seit dem Wirtschaftsjahr 2005/06 deutlich, auf
zuletzt 25,8 % an der Ackerfläche zu. Dafür sind verschiedene Gründe verantwortlich:
Prämienfähigkeit der Fläche, vermehrte Eigenerzeugung von Futter wegen gestiege-
ner Preise für Zukauffuttermittel etc.
Die bereits hohen Erzeugerpreise des Wirtschaftsjahres 2007/08 wurden im Wirt-
schaftsjahr 2008/09 bei einigen Kulturen nochmals übertroffen (vgl. Tabelle 5.2 und
Anlage Zeitreihe). Nur Sommergerste, Triticale und insbesondere Kartoffeln verzeich-
nete sinkende Erlöse.
Der Milchpreis, der in der Zeit der Wirtschaftsjahre 2002/03 bis 2006/07 ständig im
engen Bereich zwischen 34 und 36 €/dt schwankte, lag bereits im Wirtschaftsjahr
2007/08 mit rund 43,7 €/dt um fast 27 % über dem Niveau der Vorjahre und erreichte
mit 45,21 €/dt im Wirtschaftsjahr 2008/09 den bisherigen Höchstwert.
Die Vermögensausstattung (Bilanzvermögen) stieg während des Betrachtungszeit-
raumes, und hier besonders in den letzten beiden Jahren, im Durchschnitt der Betrie-
be (je Flächeneinheit um + 9 %). Durch regelmäßige Investitionen, insbesondere in
den Boden (+ 58 %), erhöhte sich der Anteil der Sachanlagen am gesamten Bilanz-
vermögen. Zwar stieg das Eigenkapital/ha LF um 10 % auf 1.505 €/ha LF (Wirtschafts-
jahr 2008/09). Die Eigenfinanzierungskraft reichte jedoch nicht aus, um die gesamten
Investitionen zu finanzieren. Deshalb stieg auch das Fremdkapital insgesamt auf
1.265 €/ha LF bei gleichzeitig konstantem Fremdkapitalanteil (46 %). Damit lag die Ei-
genkapitalquote zuletzt bei 54 %.
Die Nettoinvestitionen verliefen seit dem Wirtschaftsjahr 2006/07 im Durchschnitt der
Betriebe positiv, was zu dem bereits genannten Vermögenswachstum beitrug (vgl.
Abb. 5.10). Die Abschreibungen differieren im Untersuchungszeitraum kaum und be-
wegten sich jährlich um 150 €/ha LF.
Auf Grund der deutlich höheren Tilgungsleistungen (230 €/ha LF) gegenüber dem Vor-
jahr (150 €/ha LF) und den steigenden Entnahmen (80 €/ha LF) wurde der Cash
35

flow III im Wirtschaftsjahr 2008/09 negativ, obwohl der Cash flow I etwa 350 €/ha be-
trug.
Die hohen Tilgungsleistungen und Entnahmen zeugen von einer guten Liquiditätssitu-
ation der Betriebe.
Abb. 5.10: Entwicklung verschiedener Geldströme in den Wirtschaftsjahr 2002/03 bis
2008/09
-100
-50
0
50
100
150
200
250
300
2002/03
2003/04
2004/05
2005/06
2006/07
2007/08
2008/09
€/ha
Nettoinvestitionen €/ha LF
Gewinn/Jahresüberschuss vor Steuern €/ha LF
Cash- flow III €/ha LF
Tilgung €/ha LF
Entnahmen €/ha LF
Die Umsatzerlöse, die im Durchschnitt zu 66 % aus der Tierproduktion stammten, er-
reichten im Wirtschaftsjahr 2008/09 den höchsten Stand während der Betrachtungspe-
riode und wuchsen gegenüber 2002/03 um + 32 %. Ursache für diesen Anstieg waren
aufgrund der gewachsenen Nachfrage die deutlich höheren Erzeugerpreise bei allen
wichtigen Produkten.
Die Zulagen/Zuschüsse erhöhten sich im Berichtszeitraum um + 3 % im Durchschnitt
der ausgewerteten Betriebe auf 512 €/ha LF. Gegenüber den Wirtschaftsjahren
2006/07 (557 €/ha LF) und 2007/08 (548 €/ha LF) reduzierte sich diese Ertragskom-
ponente allerdings. Die Ausgleichszulage sank von 49 €/ha LF auf 42 €/ha LF. Die
Ökoprämie (umweltgerechte Agrarerzeugung) stieg im Analysezeitraum zwar um 8 %,
lag aber im Wirtschaftsjahr 2008/09 wiederum unter den beiden Vorjahren (bspw. - 9%
gegenüber Wirtschaftsjahr 2006/07). Zugleich verringerte sich der Anteil Zula-
gen/Zuschüsse am Betriebsertrag von 41,9 % im Wirtschaftsjahr 2002/03 auf 35,3 %
im Wirtschaftsjahr 2008/09. Hier zeigt sich bei vergleichsweise konstanten Einnahmen
für Zulagen/Zuschüsse die Wirkung deutlich gestiegener Markterlöse.
Der Materialaufwand erhöhte sich seit dem Wirtschaftsjahr 2002/03 um + 52,3 %. Hier
sind die größten Kostensteigerungen bei Saat- und Pflanzgut (+ 70,4 %) und Futter-
mittelzukauf (+ 140 %) zu verzeichnen.
Die Rentabilität der ökologisch wirtschaftenden Betriebe schwankte entsprechend den
jahresbedingten Besonderheiten. Der Gewinn erreichte im Wirtschaftsjahr 2008/09
den Höchstbetrag innerhalb der vergangenen sieben Jahre (209 €/ha LF) und übertraf
damit auch den bisherigen Höchstwert des Wirtschaftsjahres 2004/05 (196 ha LF).
Gegenüber dem Ausgangswert (Wirtschaftsjahr 2002/03: 139 €/ha LF) wurde im Wirt-
schaftsjahr 2008/09 ein Plus von 50 % erzielt. Diese Entwicklung spiegelt sich auch im
Ordentlichen Ergebnis zzgl. Personalaufwand je Arbeitskraft (vgl. Abb. 5.11) wider.
36

image
image
image
image
image
image
image
image
37
Gegebenenfalls negative wirtschaftliche Entwicklungen, die aus dem Preisverfall für
die Produkte des ökologischen Landbaus nach der Ernte 2009 resultieren, lassen sich
erst in den Folgejahren nachweisen.
Für die ökologisch wirtschaftenden Betriebe zeigen die Ergebnisse der angestellten
Analyse, bei aller Vorsicht bezüglich des geringen Stichprobenumfangs, während der
Betrachtungsperiode (Wirtschaftsjahr 2002/03 – Wirtschaftsjahr 2008/09) ein insge-
samt positives Bild.
Das Wirtschaftjahr 2008/09 war deshalb aus betriebswirtschaftlicher Sicht insgesamt
positiv zu bewerten.
Abb. 5.11: Entwicklung der Rentabilität im ökologischen Landbau (Ordentliches Ergeb-
nis + Personalaufwand) von 2002/03 bis 2008/09, identisch 7 Jahre
50
70
90
110
130
150
170
190
210
230
2002/03
2003/04
2004/05
2005/06
2006/07
2007/08
2008/09
€/ha
15000
17000
19000
21000
23000
25000
27000
29000
31000
33000
€/AK
Ordentliches Ergebnis + Personalaufwand €/AK
Gewinn/Jahresüberschuss vor Steuern €/ha LF

Tabelle 5.2: Vertikaler Betriebsvergleich nach Betriebsformen (identische Betriebe)
Kennzahl
Betriebe insgesamt
Ackerbau
Futterbau
Verbund
2006/07 2007/08 2008/09 %* 2006/07 2007/08 2008/09 %* 2006/07 2007/08 2008/09 %*
2006/07 2007/08 2008/09 %*
Anzahl
93
93
93
38
38
38
38
38
38
13
13
13
Landw. genutzte Fläche (LF)
ha/Betrieb
355
353
356 100
281
282
283 101
432
431
435
101
412
396
400
97
Arbeitskräftebesatz
AK/100 ha LF
1,44
1,46
1,49 103
1,05
1,12
1,12 107
1,69
1,69
1,69
100
1,35
1,39
1,61 119
Viehbesatz
VE/100 ha LF
42,7
44,3
45,1 106
10,7
10,1
9,8
92
63,4
65,2
65
103
39,1
44,7
47,1 120
Getreideertrag (ohne Körnermais)
dt/ha
22
20
21
95
25
22
23
92
18
18
17
94
21
19
20
95
Milchleistung (4 % Fett)
kg/Kuh
6166
6105
6105
99
6150
6063
6125
100
5671
5889
5618
99
Getreideerlös (insges. netto)
€/dt
23,53
38,41
39,09 166
24,46
40,99
38,05 156
22,16
35,7
37,67
170
21,18
31,85
45,02 213
Milcherlös (netto bei 4 % Fett)
€/dt
34,67
44,45
44,87 129
34,74
44,79
44,93
129
35,06
40,73
44,87 128
Nettoinvestitionen
€/ha LF
80
153
57
7
30
11
94
217
29
186
191
242
Umsatzerlöse
€/ha LF
635
763
810 128
562
639
631 112
647
792
830
128
630
801
988 157
dar. Pflanzenproduktion
€/ha LF
231
273
288 125
463
540
551 119
57
68
77
135
306
373
419 137
dar. Tierproduktion
€/ha LF
371
449
458 123
77
74
58
75
552
672
680
123
286
387
439 153
Zulagen u. Zuschüsse
€/ha LF
541
539
508
94
491
485
482
98
586
597
531
91
505
472
487
96
Materialaufwand
€/ha LF
375
429
460 123
257
305
319 124
418
461
506
121
375
450
486 130
Personalaufwand (o. BUV)
€/ha LF
236
241
252 107
136
133
140 103
309
313
320
104
220
250
279 127
Betriebliche Erträge
€/ha LF
1297
1417
1440 111
1120
1236
1257 112
1.382
1.491
1.439
104
1.269
1.414
1.682 133
Betriebliche Aufwendungen
€/ha LF
1053
1154
1187 113
836
895
951 114
1.173
1.272
1.281
109
1.009
1.184
1.249 124
Gewinn/Jahresüberschuss vor Steuern
€/ha LF
190
208
207 109
245
299
280 114
148
162
113
76
204
155
347 170
Ordentliches Ergebnis + Personalaufwand €/AK
28.852
29.868
29.628 103
34.318
37.283
35.515 103
26.102
27.164
25.290
97
32.358
29.911
35.882 111
Cash- flow III
€/ha LF
102
130
22
22
139
139
135
60
127
18
30
152
96
-230
Eigenkapitalentwicklung (bereinigt)
€/ha LF
70
86
71
78
114
79
32
55
11
165
126
231
Eigenkapitalquote
%
54
53
53
51
53
52
57
55
56
47
46
46
* Verhältnis 2008/09 zu 2006/07
38

Tabelle 5.3: Zeitreihe identischer Betriebe- Betriebe insgesamt
Kennzahl
Betriebe insgesamt
2002/03 2003/04 2004/05 2005/06 2006/07 2007/08 2008/09 %*
Anzahl
37
37
37
37
37
37
37
Landw. genutzte Fläche (LF)
ha/Betrieb
392
392
393
393
394
393
400
102
Arbeitskräftebesatz
AK/100 ha LF
1,63
1,52
1,52
1,49
1,47
1,49
1,49
91
Viehbesatz
VE/100 ha LF
47,9
44,9
41,6
44,1
44,3
45,7
46,7
97
Getreideertrag (ohne Körnermais)
dt/ha
23
20
26
23
22
22
20
87
Milchleistung (4 % Fett)
kg/Kuh
5.737
5.818
5.824
6.153
6.429
6.092
6.176
108
Getreideerlös (insges. netto) €/dt 21,22 21,96 19,37 17,77 21,49 35,05 39,59 187
Milcherlös (netto bei 4 % Fett) €/dt 36,41 36,42 33,74 34,57 34,54 43,71 45,21 124
Nettoinvestitionen €/ha LF -5 -58 -7 -20 112 134 119
Umsatzerlöse €/ha LF 606 599 564 599 633 769 799 132
dar. Pflanzenproduktion
€/ha LF
171
168
189
181
200
218
220
129
dar. Tierproduktion
€/ha LF
405
395
339
383
397
517
529
131
Zulagen u. Zuschüsse
€/ha LF
496
499
518
527
557
548
512
103
Materialaufwand €/ha LF 327 347 319 356 401 461 498 152
Personalaufwand (o. BUV)
€/ha LF
259
245
233
230
242
249
255
98
Betriebliche Erträge
€/ha LF
1.190
1.185
1.204
1.201
1.330
1.445
1.452
122
Betriebliche Aufwendungen €/ha LF 1.010 1.030 968 1.021 1.099 1.199 1.190 118
Gewinn/Jahresüberschuss vor Steuern
€/ha LF
139
111
196
137
166
181
209
150
Ordentliches Ergebnis + Personalaufwand €/AK 24.513 23.438 28.253 24.585 27.784 28.929 31.042 127
Cash- flow III
€/ha LF
89
18
94
58
69
64
-54
Eigenkapitalentwicklung (bereinigt)
€/ha LF
42
-12
91
22
47
43
38
90
Eigenkapitalquote % 54 53 57 56 56 55 54 100
* Verhältnis 2008/09 zu 2002/03
39

A N H A N G
40

Anhang – Tabellenverzeichnis
Förderungen für Ökobetriebe je ostdeutsches Bundesland
- Förderperiode 2000 – 2006, 2007 – 2009 und ab 2010
1
Betriebsformen – alle Betriebe
3
Rechtsformen – alle Betriebe
7
Betriebsformen – natürliche Personen
11
Rentabilitäts- und Betriebstypgruppen – natürliche Personen – Ackerbau
15
Betriebsgrößen(LF-Gruppen)- und Ertragsmesszahlgruppen– natürliche Personen – Ackerbau 19
Rentabilitätsgruppen – natürliche Personen – Futterbau
23
Betriebstypen – natürliche Personen – Futterbau
27
Betriebstyp Milchviehbetriebe – natürliche Personen – Futterbau / Verbund
31
Betriebsformen – juristische Personen
35
Identische Betriebe – Vergleich alle Betriebe
39
Identische Betriebe – Vergleich alle Betriebe – Ackerbau und spez. Getreidebaubetriebe
43
Identische Betriebe – Vergleich alle Betriebe – Futterbau und spez. Milchviehbetriebe
47
Identische Betriebe – Vergleich alle Betriebe – Futterbau und sonstiger Futterbau
51
Identische Betriebe – Vergleich alle Betriebe – Verbund / spez. Milchvieh- /
Milchviehverbundbetriebe
55
Identische Betriebe – Vergleich natürliche Personen
59
Identische Betriebe – Vergleich natürliche Personen - Ackerbau und spez. Getreidebaubetriebe 63
Identische Betriebe – Vergleich natürliche Personen - Futterbau und spez. Milchviehbetriebe
67
Identische Betriebe – Vergleich natürliche Personen – sonstige Futterbaubetriebe
71
Identische Betriebe – Vergleich natürliche Personen - Verbund / spez. Milchvieh- /
Milchviehverbundbetriebe
75
Identische Betriebe – Vergleich juristische Personen
79
41

Förderungen für Ökobetriebe
Förderungen für Ökobetriebe - Förderperiode 2000 - 2006
Maßnahme Fördergegen-
stand
Einheit
Branden-
burg
Mecklemburg -
Vorpommern
Sachsen Sachsen -
Anhalt
Thüringen
Einführung Ackerfläche €/ha 200 128 281 252 180
Grünland
€/ha
180
128
281
252
230
Gemüse
€/ha
410
128
409
576
410
Dauerkulturen
€/ha
665
128
766 -869
1140
615
Einführungs-
zeitraum Jahre 2
2
Beibehaltung Ackerfläche €/ha 150
102
230 192 155
Grünland
€/ha
130
102
204
192
205
Gemüse
€/ha
360
102
357
360
410
Dauerkulturen
€/ha
615
102
664 - 766
924
615
Kotrollkosten-
zuschuß
(max. 530
Euro) LF €/ha - -
-
- -
Förderungen für Ökobetriebe - 2007 - 2009
Maßnahme Fördergegen-
stand
Einheit
Branden-
burg
Mecklenburg -
Vorpommern
Sachsen
Sachsen -
Anhalt
Thüringen
Einführung Ackerfläche €/ha 137 155 262 160 187
Grünland
€/ha
131
155
262
137
187
Gemüse
€/ha
308
308
440
271
440
Dauerkulturen
€/ha
588
588
1107
662
840
Einführungs-
zeitraum
Jahre 0 2
Beibehaltung Ackerfläche €/ha 137
155
137 160 137
Grünland
€/ha
131
155
137
137
160
Gemüse
€/ha
308
308
271
271
271
Dauerkulturen
€/ha
588
588
662
662
662
Kotrollkosten-
zuschuß
(max. 530
Euro) LF €/ha - 35 35 35 35
1

Förderungen für Ökobetriebe ab 2010
Maßnahme Fördergegen-
stand
Einheit
Branden-
burg
Mecklenburg -
Vorpommern
Sachsen
ab 2009
Sachsen –
Anhalt
ab 2009
Thüringen
Einführung Ackerfläche €/ha 150 150 324 200 210
Grünland
€/ha
150
150
324
170
210
Gemüse
€/ha
340
308
900
300
480
Dauerkulturen
€/ha
640
588
1404
720
900
Einführungs-
zeitraum
Jahre 5 2 2
Beibehaltung Ackerfläche €/ha 137
150
204 200 170
Grünland
€/ha
131
150
204
170
170
Gemüse
€/ha
308
308
360
300
300
Dauerkulturen
€/ha
588
588
864
720
720
Kotrollkosten-
zuschuß
(max. 530
Euro) LF €/ha - 35 35 35 35
2

Buchführungsergebnisse
Alle Betriebe
(Wirtschaftsjahr 2008/2009)
(unabhängig von der Rechts- und Betriebsform)
Ökologisch wirtschaftende Betriebe in den ostdeutschen Bundesländern
untergliedert nach Betriebsformen
Blatt 1 von 4
Kenn-
Bezeichnung
Maß-
Betriebe
Ackerbau-
Futterbau-
Verbund-
zahl
einheit
gesamt
betriebe
betriebe
betriebe
0001 Betriebe
Anzahl
135
52
54
24
Faktorausstattung
1000 Wirtschaftliche Betriebsgröße ¹
EGE / Betrieb
263
204
286
368
1030
Landw. genutzte Fläche
(LF)
ha / Betrieb
382,7
314,0
426,3
485,6
1033
dar. zugepachtete LF (Netto)
ha / Betrieb
313,3
244,6
367,8
383,5
1150 Ackerfläche
% LF
63,7
88,8
41,5
71,5
1160 Dauergrünland
% LF
35,5
11,0
57,4
27,3
1056 Ertragsmesszahl
EMZ / a
29
34
23
32
1110 Arbeitskräfte insgesamt
AK / Betrieb
5,74
3,89
6,58
8,52
1114 AK-Besatz
AK / 100 ha LF
1,50
1,24
1,54
1,76
Produktionsstruktur
1151 Ackerfläche (Anfang des Jahres)
ha AF / Betrieb
245,8
287,2
175,7
344,7
1210
dar. Getreide (ohne Körnermais)
% AF
56,3
62,9
47,2
54,8
1230
dar. Ölfrüchte, Hülsenfr., Faserpflanzen
% AF
11,0
11,3
12,2
9,6
1237
dar. Winterraps
% AF
0,9
0,2
0,9
2,3
1240
dar. Kartoffeln
% AF
0,8
1,6
0,1
0,3
1250
dar. Zuckerrüben
% AF
0,2
0,4
0,0
0,1
1271
dar. Silomais
% AF
2,5
0,4
6,8
1,4
1275
dar. sonst. Ackerfutter
% AF
23,7
15,1
29,4
32,2
1284
dar. nachwachs. Rohstoffe / Energiepflanzen
% AF
0,4
0,9
0,0
0,0
1300 Viehbesatz
VE / 100 ha LF
44,4
9,1
65,0
48,7
1330
dar. Rinder
VE / 100 ha LF
37,0
7,5
61,6
30,8
1335
dar. Milchkühe
VE / 100 ha LF
8,1
0,7
16,0
3,5
1336
dar. Mutter- und Ammenkühe
VE / 100 ha LF
12,2
3,4
18,9
11,6
1339
dar. Jung- und Mastvieh
VE / 100 ha LF
11,4
2,2
18,8
10,0
1350
dar. Schweine
VE / 100 ha LF
4,6
0,2
0,2
13,7
1351
dar. Mastschweine und Läufer
VE / 100 ha LF
3,7
0,1
0,2
12,1
1352
dar. Zuchtsauen
VE / 100 ha LF
0,2
0,1
0,0
0,6
1340
dar. Schafe
VE / 100 ha LF
1,9
1,3
2,9
1,0
1320
dar. Pferde
VE / 100 ha LF
0,2
0,0
0,1
0,7
1391 Rauhfutterverzehrer
GV / Betrieb
150,1
27,7
275,6
159,8
Erträge, Leistungen, Preise
1411 Getreide (ohne Körnermais)
dt / ha
22
24
19
22
1420
dar. Weizen
dt / ha
26
28
22
24
1426
dar. Wintergerste
dt / ha
26
25
24
29
1427
dar. Sommergerste
dt / ha
21
21
28
14
1433
dar. Roggen
dt / ha
20
23
14
20
1434
dar. Triticale
dt / ha
25
27
22
25
1465 Raps
dt / ha
14
20
6
17
1472 Kartoffeln
dt / ha
203
184
143
384
1473 Zuckerrüben
dt / ha
468
489
234
1632 Milchleistung (nat. Fettgehalt)
kg / Kuh
6.098
6.917
6.115
5.699
1612
Lebend geborene Ferke
Ferkel / Sau
19
7
14
15
1511 Getreideerlös insges.(netto; o. Körnermais)
€ / dt
37,10
36,62
34,94
39,46
1520
Weizenerlös
(netto)
€ / dt
40,11
38,99
38,13
44,32
1526 Wintergersteerlös (netto)
€ / dt
30,92
30,14
28,37
31,83
1527 Sommergersteerlös (netto)
€ / dt
37,99
36,14
39,88
42,84
1533 Roggenerlös (netto)
€ / dt
36,89
36,05
35,86
41,51
1534 Triticaleerlös (netto)
€ / dt
29,13
28,40
19,93
34,35
1565 Rapserlös (netto)
€ / dt
64,62
64,58
57,34
65,83
1572 Kartoffelerlös (netto)
€ / dt
30,07
29,52
37,77
31,95
1573 Zuckerrübenerlös (netto)
€ / dt
8,15
8,28
4,93
1732 Milcherlös (netto bei nat. Fettgehalt)
€ / dt
44,63
43,57
44,70
44,42
¹ (Standarddeckungsbeitrag Betrieb insgesamt + Betriebsprämienzuschlag) / 1200€
Anhang Seite 3

Buchführungsergebnisse
Alle Betriebe
(Wirtschaftsjahr 2008/2009)
(unabhängig von der Rechts- und Betriebsform)
Ökologisch wirtschaftende Betriebe in den ostdeutschen Bundesländern
untergliedert nach Betriebsformen
Blatt 2 von 4
Kenn-
Bezeichnung
Maß-
Betriebe
Ackerbau-
Futterbau-
Verbund-
zahl
einheit
gesamt
betriebe
betriebe
betriebe
0001 Betriebe
Anzahl
135
52
54
24
Bilanz
2000 Summe Aktiva (Bilanzvermögen)
€ / Betrieb
1.119.016
906.155
1.170.905
1.574.445
2000 Summe Aktiva (Bilanzvermögen)
€ / ha LF
2.924
2.886
2.747
3.242
2100 Sachanlagen gesamt
€ / ha LF
1.815
1.789
1.732
1.935
2111
dar. Boden
€ / ha LF
633
687
496
819
2115
dar. Gebäude, baul. Anlagen
€ / ha LF
531
366
644
483
2120
dar. techn. Anlagen u. Maschinen
€ / ha LF
518
656
452
449
2130
dar. andere Anlagen insges.
€ / ha LF
67
59
70
66
2160
dar. Anlagen im Bau, Anzahlungen
€ / ha LF
57
10
68
95
2200 Finanzanlagen
€ / ha LF
71
93
55
73
2211
dar. Anteile an verbund. Untern.
€ / ha LF
10
1
19
6
2213
dar. Beteiligungen
€ / ha LF
19
42
7
12
2300 Tiervermögen
€ / ha LF
284
68
438
281
2320
dar. Rinder
€ / ha LF
256
59
419
221
2330
dar. Schweine
€ / ha LF
12
1
0
38
2400 Umlaufvermögen (ohne Tiere)
€ / ha LF
730
903
500
939
2410
dav. Vorräte
€ / ha LF
335
452
226
389
2412
dar. Feldinventar
€ / ha LF
230
325
149
254
2420
dav. Finanzumlaufvermögen
€ / ha LF
395
451
274
550
2431
dar. Forderungen aus Lief. u. Leist.
€ / ha LF
164
206
71
285
2450
dar. Bank, Kasse
€ / ha LF
98
60
104
144
9041 Eigenkapital ( + 50% Sonderposten)
€ / ha LF
1.489
1.387
1.484
1.567
3600
dar. Geschäftsguth., gez. Kapital
€ / ha LF
35
8
34
76
3140 Sonderposten mit Rücklageanteil
€ / ha LF
108
58
164
42
3400 Rückstellungen
€ / ha LF
72
64
87
56
3500 Verbindlichkeiten
€ / ha LF
1.304
1.384
1.085
1.623
3510
dar. geg. Kreditinstituten
€ / ha LF
924
964
856
1.012
3521
dar. aus Lieferungen u. Leistungen
€ / ha LF
155
176
100
218
9280 Anlagenintensität
%
55
55
58
49
9281 Veralterungsgrad abnutzb. Anlagenverm.
%
42
43
43
37
9292 Fremdkapitaldeckung II
%
118
121
122
109
Investitionen, Finanzierung
8300 Bruttoinvestitionen
€ / ha LF
321
357
273
359
8231 Zugang Boden
€ / ha LF
76
67
87
71
8232 Zugang Wirtschaftsgeb.u.baul. Anl.
€ / ha LF
5
1
9
3
8251 Zugang Anlagen im Bau, Anzahlung
€ / ha LF
68
31
54
149
8241 Zugang techn. Anlagen u. Masch.
€ / ha LF
122
167
92
113
2800 Veränderung Tiervermögen
€ / ha LF
-2
12
-5
-17
8400 Nettoinvestitionen
€ / ha LF
88
42
87
155
8401 Nettoinvestitionen
€ / AK
5.873
3.383
5.614
8.846
8404 Veränderung Sachanlageverm. (o. Boden)
%
0
-3
0
2
9314 Nettoverbindlichkeiten
€ / ha LF
909
933
811
1.073
9315 Veränd. Nettoverbindlichkeiten
€ / ha LF
43
22
46
76
9318 Tilg.von Verbindlk.ges.(incl.Verm.auseinand.)
€ / ha LF
196
128
160
361
2920 Veränd. Finanzumlaufvermögen
€ / ha LF
19
-5
-9
104
3822 Veränderung Sonder-AfA
€ / ha LF
-1
0
-1
-1
Anhang Seite 4

Buchführungsergebnisse
Alle Betriebe
(Wirtschaftsjahr 2008/2009)
(unabhängig von der Rechts- und Betriebsform)
Ökologisch wirtschaftende Betriebe in den ostdeutschen Bundesländern
untergliedert nach Betriebsformen
Blatt 3 von 4
Kenn-
Bezeichnung
Maß-
Betriebe
Ackerbau-
Futterbau-
Verbund-
zahl
einheit
gesamt
betriebe
betriebe
betriebe
0001 Betriebe
Anzahl
135
52
54
24
Gewinn- und Verlustrechnung
Ertrag
4010
Umsatzerlöse
€ / ha LF
932
937
774
1.176
4100
dar. landwirtschaftl. Pflanzenprod.
€ / ha LF
315
671
63
320
4112
dar. Getreide (ohne Körnermais)
€ / ha LF
195
416
38
195
4120
dar. Ölfr., Hülsenfr., Faserpfl.
€ / ha LF
20
35
4
32
4130
dar. Kartoffeln
€ / ha LF
28
68
0
27
4140
dar. Zuckerrüben
€ / ha LF
5
14
0
1
4173 dar. nachwachs. Rohstoffe / Energiepfl. € / ha LF
1
2
0
0
4200
dar. Tierproduktion
€ / ha LF
434
49
641
489
4220
dar. Rinder
€ / ha LF
125
23
195
135
4230
dar. Milch
€ / ha LF
215
22
424
85
4240
dar. Schweine
€ / ha LF
64
1
1
203
4260
dar. Geflügel, Eier
€ / ha LF
17
0
0
51
4300
dar. Obst, Weinbau
€ / ha LF
8
0
0
35
4360
dar. Nebenbetr.,Handel,Dienstleist.
€ / ha LF
172
213
67
331
4368
dar. Lohnarbeit, Masch.miete
€ / ha LF
34
67
18
21
4400
Bestandsveränderungen
€ / ha LF
16
47
-3
9
4500
Sonst. betr. Erträge
€ / ha LF
639
634
628
667
4510
dar. Zulagen u. Zuschüsse
€ / ha LF
519
495
541
508
4660
dar. betriebsbezogene Zahlungen
€ / ha LF
490
462
515
484
4630 dar. Prämien für Flächenstill.
€ / ha LF
0
0
0
0
4670
dar. entkoppelte Betriebsprämie
€ / ha LF
284
286
285
278
4680
dar. Ausgleichszulage
€ / ha LF
35
10
58
24
4690
dar. für umweltger. Agrarprod.
€ / ha LF
170
165
169
180
4698 dar. sonstige Zuschüsse
€ / ha LF
1
1
1
1
4600 dar. produktbezogene Zahlungen
€ / ha LF
7
9
6
5
4610 dar. Beihilfen pflanzl. Prod.
€ / ha LF
5
8
3
4
4640 dar. Prämien Tierprod.
€ / ha LF
2
1
3
1
4520
dar. aufwandsbezogene Zahlungen
€ / ha LF
22
24
21
19
4560
dar. Agrardieselerstattung
€ / ha LF
9
12
6
8
4550 dar. Investitionszuschüsse
€ / ha LF
6
7
5
7
4722
dar. Mieten u. Pachten
€ / ha LF
25
41
17
17
4725
dar. zeitraumzugehörige Ust.
€ / ha LF
11
17
2
21
4900
dar. zeitraumfremde Erträge
€ / ha LF
39
33
26
69
Aufwand
5100
Materialaufwand
€ / ha LF
571
562
477
716
5110
dar. Pflanzenproduktion
€ / ha LF
99
173
52
87
5111
dar. Saat- u. Pflanzgut
€ / ha LF
45
62
29
55
5112
dar. Düngemittel
€ / ha LF
16
36
7
7
5113 dar. Pflanzenschutz
€ / ha LF
1
1
0
3
5210
dar. Tierproduktion
€ / ha LF
178
39
234
217
5211
dar. Tierzukauf
€ / ha LF
32
15
18
78
5280
dar. Futtermittelzukauf
€ / ha LF
106
20
143
114
5292
dar. Tierarzt
€ / ha LF
15
2
27
10
5293 dar. Besamung
€ / ha LF
3 0 5 1
5294
dar. sonst. bezogene Leist. Tierprod.
€ / ha LF
10
1
18
7
5330
dar. Nebenbetr.,Handel,Dienstleist.
€ / ha LF
78
103
10
185
5350
dar. sonst. Materialaufwand
€ / ha LF
215
245
181
229
5352
dar. Heizmat., Strom
€ / ha LF
28
22
31
30
5354 dar. Wasser, Abwasser
€ / ha LF
4
2
6
4
5355
dar. Treib- u. Schmierstoffe
€ / ha LF
101
121
86
100
5357
dar. Lohnarbeit, Masch.miete
€ / ha LF
56
81
33
59
Anhang Seite 5

Buchführungsergebnisse
Alle Betriebe
(Wirtschaftsjahr 2008/2009)
(unabhängig von der Rechts- und Betriebsform)
Ökologisch wirtschaftende Betriebe in den ostdeutschen Bundesländern
untergliedert nach Betriebsformen
Blatt 4 von 4
Kenn-
Bezeichnung
Maß-
Betriebe
Ackerbau-
Futterbau-
Verbund-
zahl
einheit
gesamt
betriebe
betriebe
betriebe
0001 Betriebe
Anzahl
135
52
54
24
Aufwand
5500
Personalaufwand (ohne BUV)
€ / ha LF
264
178
292
337
5501 Personalaufwand (ohne BUV)
€ / eAK
21.570
19.509
23.112
21.046
5600
Betriebswirtschaftliche AfA
€ / ha LF
167
177
168
146
5636
dar. Wirtschaftsgeb. u. baul. Anl.
€ / ha LF
40
28
46
42
5642
dar. Maschinen u. Geräte
€ / ha LF
78
87
77
65
5641
dar. Betriebsvorrichtungen
€ / ha LF
25
44
18
14
5700
Sonst. betriebl. Aufwand
€ / ha LF
349
394
293
390
5710
dar. Unterhaltung
€ / ha LF
94
103
93
84
5715
dar. Gebäude u. baul. Anlagen
€ / ha LF
18
15
22
12
5720
dar. techn. Anl., Masch.,Fuhrp.
€ / ha LF
76
88
71
71
5730
dar. Betriebsversicherung
€ / ha LF
40
37
41
44
5731
dar. betriebliche Unfallversicherung
€ / ha LF
13
13
11
16
5742
dar. Pachten
€ / ha LF
86
119
59
94
5765
Pachtpreis / ha Pachtfläche
€ / ha
99
146
64
114
5764
dar. zeitraumzugehörige Vorsteuer
€ / ha LF
8
12
3
15
5770
dar. zeitraumfremder Aufwand
€ / ha LF
25
24
21
31
Unternehmensergebnis
6000
Betriebsergebnis
€ / ha LF
237
308
169
261
4000
Betriebliche
Erträge
€ / ha LF
1.588
1.618
1.399
1.852
5000
Betriebliche
Aufwendungen
€ / ha LF
1.351
1.310
1.230
1.591
7000
Finanzergebnis
€ / ha LF
-51
-59
-43
-58
7230
dar. Zinsaufwand
€ / ha LF
54
63
45
60
7600
Außerordentliches Ergebnis
€ / ha LF
3
10
0
0
7800 Steuern vom Einkommen u. Ertrag
€ / ha LF
4
4
4
5
7900
Sonstige Steuern
€ / ha LF 6 7 4 7
7910 Unternehmensertrag
€ / ha LF
1.595
1.634
1.402
1.855
7920 Unternehmensaufwand vor Steuern
€ / ha LF
1.412
1.381
1.280
1.659
Rentabilität
9000 Gewinn/Jahresübersch. vor Steuern
€ / Betrieb
70.019
79.255
51.913
95.422
9000 Gewinn/Jahresübersch. vor Steuern
€ / ha LF
183
252
122
196
9004 Ordentliches Ergebnis
€ / Betrieb
61.728
73.069
44.791
77.194
9004 Ordentliches Ergebnis
€ / ha LF
161
233
105
159
9006 Gewinn + Personalaufwand (ohne BUV)
€ / AK
29.817
34.743
26.801
30.418
9007 Ordentliches Ergeb. + Personalaufw. (o. BUV)
€ / AK
28.372
33.152
25.718
28.279
9008 Ordentliches Ergeb. + Personalaufw. (o. BUV)
€ / ha LF
425
410
397
496
9071 Betriebseinkommen
€ / ha LF
583
611
511
684
9073 Relative Faktorentlohnung
%
106,1
113,9
97,9
110,0
9103
Ordentliche Rentabilitätsrate
%
5,5
8,4
2,5
6,1
9120 Gesamtkapitalrentabilität
%
4,7
6,9
2,8
5,3
9131 Eigenkapitalrent. (ohne Boden)
%
7,6
14,6
2,5
12,1
Liquidität / Stabilität
9601 Liquidität 1. Grades
%
25
15
31
27
9221 Cash flow I
€ / ha LF
357
435
280
382
9223 Cash flow III (zur Neufinanzierung verfügbar)
€ / ha LF
76
148
83
-50
9240 Kapitaldienst
€ / ha LF
247
190
201
420
9231 Langfristige Kapitaldienstgrenze
€ / ha LF
117
139
79
157
9232 Mittelfristige Kapitaldienstgrenze
€ / ha LF
158
168
127
199
9233 Kurzfristige Kapitaldienstgrenze
€ / ha LF
284
315
247
303
9241 Ausschöpf. d. langfr. Kapitaldienstgr.
%
211
137
254
268
9242 Ausschöpf. d. mittelfr. Kapitaldienstgr.
%
156
114
158
211
9243 Ausschöpf. d. kurzfr. Kapitaldienstgr.
%
87
60
81
139
9270 Eigenkapitalquote
%
51
48
54
48
9230 Eigenkapitalveränderung
€ / ha LF
58
12
67
100
9239 Bereinigte Eigenkapitalveränderung
€ / ha LF
66
78
38
98
9238 Bereinigte Eigenkapitalveränderung
€ / AK
4.374
6.264
2.452
5.579
Anhang Seite 6

Buchführungsergebnisse
(Wirtschaftsjahr 2008/2009)
Ökologisch wirtschaftende Betriebe in den ostdeutschen Bundesländern
Vergleich der Rechtsformen
Blatt 1 von 4
Kenn-
Bezeichnung
Maß-
Betriebe
Einzelunt.
Personen-
Natürliche
Juristische
zahl
einheit
insgesamt
Haupterw.
gesellsch.
Personen
Personen
0001 Betriebe
Anzahl
135
76
25
101
28
Faktorausstattung
1000 Wirtschaftliche Betriebsgröße ¹
EGE / Betrieb
263
142
223
162
674
1030
Landw. genutzte Fläche
(LF)
ha / Betrieb
382,7
210,6
327,1
239,5
967,6
1033
dar. zugepachtete LF (Netto)
ha / Betrieb
313,3
147,5
263,3
176,2
865,9
1150 Ackerfläche
% LF
63,7
63,9
72,2
66,7
60,9
1160 Dauergrünland
% LF
35,5
35,7
27,6
33,0
38,0
1056 Ertragsmesszahl
EMZ / a
29
32
35
33
25
1110 Arbeitskräfte insgesamt
AK / Betrieb
5,74
2,92
4,43
3,29
15,62
1113
dar. Familienarbeitskräfte
FAK / Betrieb
1,35
1,57
1,40
1120 Nicht entlohnte Arbeitskräfte
nAK / Betrieb
1,30
1,57
1,36
1114 AK-Besatz
AK / 100 ha LF
1,50
1,39
1,35
1,38
1,61
1130 Lohnansatz
€ / Betrieb
34.577
44.809
37.110
Produktionsstruktur
1151 Ackerfläche (Anfang des Jahres)
ha AF / Betrieb
245,8
131,5
234,6
157,0
610,4
1210
dar. Getreide (ohne Körnermais)
% AF
56,3
57,6
61,6
59,1
53,7
1230
dar. Ölfrüchte, Hülsenfr., Faserpflanzen
% AF
11,0
9,5
13,4
10,9
11,2
1237
dar. Winterraps
% AF
0,9
1,4
0,1
0,9
0,9
1240
dar. Kartoffeln
% AF
0,8
1,9
1,2
1,6
0,1
1250
dar. Zuckerrüben
% AF
0,2
0,1
0,9
0,4
0,0
1271
dar. Silomais
% AF
2,5
0,8
0,5
0,7
4,2
1275
dar. sonst. Ackerfutter
% AF
23,7
22,0
21,9
22,0
25,2
1284
dar. nachwachs. Rohstoffe / Energiepflanzen
% AF
0,4
0,8
0,0
0,5
0,4
1300 Viehbesatz
VE / 100 ha LF
44,4
43,9
40,2
42,7
46,5
1330
dar. Rinder
VE / 100 ha LF
37,0
33,8
28,1
31,8
41,9
1335
dar. Milchkühe
VE / 100 ha LF
8,1
5,0
7,0
5,7
10,4
1336
dar. Mutter- und Ammenkühe
VE / 100 ha LF
12,2
13,6
9,9
12,3
12,1
1339
dar. Jung- und Mastvieh
VE / 100 ha LF
11,4
10,9
7,1
9,6
13,1
1350
dar. Schweine
VE / 100 ha LF
4,6
6,9
7,3
7,0
2,4
1351
dar. Mastschweine und Läufer
VE / 100 ha LF
3,7
5,8
4,5
5,4
2,2
1352
dar. Zuchtsauen
VE / 100 ha LF
0,2
0,4
0,5
0,4
0,1
1340
dar. Schafe
VE / 100 ha LF
1,9
2,0
4,5
2,9
1,1
1320
dar. Pferde
VE / 100 ha LF
0,2
0,6
0,1
0,4
0,1
1391 Rauhfutterverzehrer
GV / Betrieb
150,1
76,7
107,3
84,3
418,2
Erträge, Leistungen, Preise
1411 Getreide (ohne Körnermais)
dt / ha
22
26
21
24
20
1420
dar. Weizen
dt / ha
26
32
25
29
22
1426
dar. Wintergerste
dt / ha
26
28
34
29
24
1427
dar. Sommergerste
dt / ha
21
29
27
28
14
1433
dar. Roggen
dt / ha
20
20
20
20
19
1434
dar. Triticale
dt / ha
25
30
17
25
24
1465 Raps
dt / ha
14
22
12
20
7
1472 Kartoffeln
dt / ha
203
206
211
208
83
1473 Zuckerrüben
dt / ha
468
299
501
468
1632 Milchleistung (nat. Fettgehalt)
kg / Kuh
6.098
5.104
4.995
5.058
6.605
1612
Lebend geborene Ferke
Ferkel / Sau
19
14
29
19
19
1511 Getreideerlös insges.(netto; o. Körnermais)
€ / dt
37,10
35,41
36,02
35,64
38,61
1520
Weizenerlös
(netto)
€ / dt
40,11
33,77
39,36
36,37
45,74
1526 Wintergersteerlös (netto)
€ / dt
30,92
27,14
30,56
27,97
34,25
1527 Sommergersteerlös (netto)
€ / dt
37,99
37,46
40,96
38,47
37,37
1533 Roggenerlös (netto)
€ / dt
36,89
38,84
32,28
36,18
37,34
1534 Triticaleerlös (netto)
€ / dt
29,13
27,74
26,61
27,50
30,76
1565 Rapserlös (netto)
€ / dt
64,62
65,56
42,49
64,32
65,56
1572 Kartoffelerlös (netto)
€ / dt
30,07
31,45
24,44
29,28
72,41
1573 Zuckerrübenerlös (netto)
€ / dt
8,15
6,93
8,29
8,15
1732 Milcherlös (netto bei nat. Fettgehalt)
€ / dt
44,63
39,47
41,45
40,31
46,26
¹ (Standarddeckungsbeitrag Betrieb insgesamt + Betriebsprämienzuschlag) / 1200€
Anhang Seite 7

Buchführungsergebnisse
(Wirtschaftsjahr 2008/2009)
Ökologisch wirtschaftende Betriebe in den ostdeutschen Bundesländern
Vergleich der Rechtsformen
Blatt 2 von 4
Kenn-
Bezeichnung
Maß-
Betriebe
Einzelunt.
Personen-
Natürliche
Juristische
zahl
einheit
insgesamt
Haupterw.
gesellsch.
Personen
Personen
0001 Betriebe
Anzahl
135
76
25
101
28
Bilanz
2000 Summe Aktiva (Bilanzvermögen)
€ / Betrieb
1.119.016
653.847
747.497
677.028
2.895.537
2000 Summe Aktiva (Bilanzvermögen)
€ / ha LF
2.924
3.104
2.285
2.827
2.993
2100 Sachanlagen gesamt
€ / ha LF
1.815
2.130
1.361
1.870
1.740
2111
dar. Boden
€ / ha LF
633
994
476
819
448
2115
dar. Gebäude, baul. Anlagen
€ / ha LF
531
586
438
536
519
2120
dar. techn. Anlagen u. Maschinen
€ / ha LF
518
437
387
420
607
2130
dar. andere Anlagen insges.
€ / ha LF
67
83
41
69
66
2160
dar. Anlagen im Bau, Anzahlungen
€ / ha LF
57
22
14
19
90
2200 Finanzanlagen
€ / ha LF
71
32
22
28
110
2211
dar. Anteile an verbund. Untern.
€ / ha LF
10
1
1
1
19
2213
dar. Beteiligungen
€ / ha LF
19
19
17
18
20
2300 Tiervermögen
€ / ha LF
284
268
229
254
314
2320
dar. Rinder
€ / ha LF
256
230
182
214
297
2330
dar. Schweine
€ / ha LF
12
17
17
17
8
2400 Umlaufvermögen (ohne Tiere)
€ / ha LF
730
654
650
652
803
2410
dav. Vorräte
€ / ha LF
335
331
323
329
342
2412
dar. Feldinventar
€ / ha LF
230
283
301
289
177
2420
dav. Finanzumlaufvermögen
€ / ha LF
395
323
326
324
461
2431
dar. Forderungen aus Lief. u. Leist.
€ / ha LF
164
139
71
116
209
2450
dar. Bank, Kasse
€ / ha LF
98
86
41
71
122
9041 Eigenkapital ( + 50% Sonderposten)
€ / ha LF
1.489
1.711
999
1.470
1.481
3600
dar. Geschäftsguth., gez. Kapital
€ / ha LF
35
0
0
0
67
3140 Sonderposten mit Rücklageanteil
€ / ha LF
108
117
153
129
90
3400 Rückstellungen
€ / ha LF
72
19
33
24
115
3500 Verbindlichkeiten
€ / ha LF
1.304
1.300
1.165
1.254
1.355
3510
dar. geg. Kreditinstituten
€ / ha LF
924
1.069
942
1.026
836
3521
dar. aus Lieferungen u. Leistungen
€ / ha LF
155
126
148
133
176
9280 Anlagenintensität
%
55
56
50
54
55
9281 Veralterungsgrad abnutzb. Anlagenverm.
%
42
41
41
41
43
9292 Fremdkapitaldeckung II
%
118
108
105
107
128
Investitionen, Finanzierung
8300 Bruttoinvestitionen
€ / ha LF
321
457
147
352
293
8231 Zugang Boden
€ / ha LF
76
150
17
105
50
8232 Zugang Wirtschaftsgeb.u.baul. Anl.
€ / ha LF
5
7
1
5
5
8251 Zugang Anlagen im Bau, Anzahlung
€ / ha LF
68
84
10
59
75
8241 Zugang techn. Anlagen u. Masch.
€ / ha LF
122
137
97
124
121
2800 Veränderung Tiervermögen
€ / ha LF
-2
2
-7
-1
-3
8400 Nettoinvestitionen
€ / ha LF
88
236
8
159
23
8401 Nettoinvestitionen
€ / AK
5.873
17.026
625
11.567
1.455
8404 Veränderung Sachanlageverm. (o. Boden)
%
0
4
-1
3
-3
9314 Nettoverbindlichkeiten
€ / ha LF
909
977
839
931
895
9315 Veränd. Nettoverbindlichkeiten
€ / ha LF
43
94
-46
47
35
9318 Tilg.von Verbindlk.ges.(incl.Verm.auseinand.)
€ / ha LF
196
142
139
141
247
2920 Veränd. Finanzumlaufvermögen
€ / ha LF
19
47
39
44
0
3822 Veränderung Sonder-AfA
€ / ha LF
-1
-1
2
0
-1
Anhang Seite 8

Buchführungsergebnisse
(Wirtschaftsjahr 2008/2009)
Ökologisch wirtschaftende Betriebe in den ostdeutschen Bundesländern
Vergleich der Rechtsformen
Blatt 3 von 4
Kenn-
Bezeichnung
Maß-
Betriebe
Einzelunt.
Personen-
Natürliche
Juristische
zahl
einheit
insgesamt
Haupterw.
gesellsch.
Personen
Personen
0001 Betriebe
Anzahl
135
76
25
101
28
Gewinn- und Verlustrechnung
Ertrag
4010
Umsatzerlöse
€ / ha LF
932
757
714
743
1.111
4100
dar. landwirtschaftl. Pflanzenprod.
€ / ha LF
315
331
352
338
297
4112
dar. Getreide (ohne Körnermais)
€ / ha LF
195
190
232
204
187
4120
dar. Ölfr., Hülsenfr., Faserpfl.
€ / ha LF
20
28
24
27
14
4130
dar. Kartoffeln
€ / ha LF
28
63
43
57
2
4140
dar. Zuckerrüben
€ / ha LF
5
1
26
10
0
4173 dar. nachwachs. Rohstoffe / Energiepfl. € / ha LF
1
2
0
1
0
4200
dar. Tierproduktion
€ / ha LF
434
355
333
348
517
4220
dar. Rinder
€ / ha LF
125
122
71
105
145
4230
dar. Milch
€ / ha LF
215
108
142
119
303
4240
dar. Schweine
€ / ha LF
64
88
98
91
40
4260
dar. Geflügel, Eier
€ / ha LF
17
19
0
13
21
4300 dar. Obst, Weinbau
€ / ha LF
8 0 0 0 15
4360
dar. Nebenbetr.,Handel,Dienstleist.
€ / ha LF
172
67
24
52
281
4368
dar. Lohnarbeit, Masch.miete
€ / ha LF
34
17
16
16
50
4400
Bestandsveränderungen
€ / ha LF
16
25
-2
16
16
4500
Sonst. betr. Erträge
€ / ha LF
639
646
612
634
646
4510
dar. Zulagen u. Zuschüsse
€ / ha LF
519
509
522
514
524
4660
dar. betriebsbezogene Zahlungen
€ / ha LF
490
470
493
478
503
4630 dar. Prämien für Flächenstill.
€ / ha LF
0
0
0
0
0
4670
dar. entkoppelte Betriebsprämie
€ / ha LF
284
278
292
283
285
4680
dar. Ausgleichszulage
€ / ha LF
35
18
20
19
49
4690
dar. für umweltger. Agrarprod.
€ / ha LF
170
170
176
172
167
4698 dar. sonstige Zuschüsse
€ / ha LF
1
2
1
1
1
4600
dar. produktbezogene Zahlungen
€ / ha LF
7
8
12
10
4
4610 dar. Beihilfen pflanzl. Prod.
€ / ha LF
5
6
8
7
3
4640 dar. Prämien Tierprod.
€ / ha LF
2 2 4 3 1
4520
dar. aufwandsbezogene Zahlungen
€ / ha LF
22
31
17
26
18
4560
dar. Agrardieselerstattung
€ / ha LF
9
12
10
11
6
4550
dar. Investitionszuschüsse
€ / ha LF
6
11
1
8
4
4722
dar. Mieten u. Pachten
€ / ha LF
25
14
16
14
34
4725
dar. zeitraumzugehörige Ust.
€ / ha LF
11
22
12
18
4
4900
dar. zeitraumfremde Erträge
€ / ha LF
39
51
30
44
35
Aufwand
5100
Materialaufwand
€ / ha LF
571
391
384
388
738
5110
dar. Pflanzenproduktion
€ / ha LF
99
93
71
85
111
5111
dar. Saat- u. Pflanzgut
€ / ha LF
45
57
44
52
39
5112
dar. Düngemittel
€ / ha LF
16
19
17
18
15
5113 dar. Pflanzenschutz
€ / ha LF
1 1 0 1 1
5210
dar. Tierproduktion
€ / ha LF
178
109
105
108
243
5211
dar. Tierzukauf
€ / ha LF
32
37
6
27
37
5280
dar. Futtermittelzukauf
€ / ha LF
106
39
74
51
156
5292
dar. Tierarzt
€ / ha LF
15
11
10
10
20
5293 dar. Besamung
€ / ha LF 3 2 2 2 3
5294
dar. sonst. bezogene Leist. Tierprod.
€ / ha LF
10
10
6
9
12
5330
dar. Nebenbetr.,Handel,Dienstleist.
€ / ha LF
78
19
5
14
137
5350
dar. sonst. Materialaufwand
€ / ha LF
215
169
203
181
246
5352
dar. Heizmat., Strom
€ / ha LF
28
14
16
15
40
5354 dar. Wasser, Abwasser
€ / ha LF
4 3 4 4 5
5355
dar. Treib- u. Schmierstoffe
€ / ha LF
101
95
78
89
111
5357
dar. Lohnarbeit, Masch.miete
€ / ha LF
56
51
96
66
47
Anhang Seite 9

Buchführungsergebnisse
(Wirtschaftsjahr 2008/2009)
Ökologisch wirtschaftende Betriebe in den ostdeutschen Bundesländern
Vergleich der Rechtsformen
Blatt 4 von 4
Kenn-
Bezeichnung
Maß-
Betriebe
Einzelunt.
Personen-
Natürliche
Juristische
zahl
einheit
insgesamt
Haupterw.
gesellsch.
Personen
Personen
0001 Betriebe
Anzahl
135
76
25
101
28
Aufwand
5500
Personalaufwand (ohne BUV)
€ / ha LF
264
154
169
159
362
5501 Personalaufwand (ohne BUV)
€ / eAK
21.570
19.907
19.305
19.687
22.411
5600
Betriebswirtschaftliche AfA
€ / ha LF
167
169
130
156
178
5636
dar. Wirtschaftsgeb. u. baul. Anl.
€ / ha LF
40
38
32
36
43
5642
dar. Maschinen u. Geräte
€ / ha LF
78
81
70
77
78
5641
dar. Betriebsvorrichtungen
€ / ha LF
25
22
14
19
31
5700
Sonst. betriebl. Aufwand
€ / ha LF
349
347
321
338
359
5710
dar. Unterhaltung
€ / ha LF
94
93
76
87
100
5715
dar. Gebäude u. baul. Anlagen
€ / ha LF
18
15
16
15
19
5720
dar. techn. Anl., Masch.,Fuhrp.
€ / ha LF
76
78
60
72
80
5730
dar. Betriebsversicherung
€ / ha LF
40
41
39
40
40
5731
dar. betriebliche Unfallversicherung
€ / ha LF
13
15
14
14
12
5742
dar. Pachten
€ / ha LF
86
83
98
88
85
5765
Pachtpreis / ha Pachtfläche
€ / ha
99
113
112
112
90
5764
dar. zeitraumzugehörige Vorsteuer
€ / ha LF
8
19
6
15
3
5770
dar. zeitraumfremder Aufwand
€ / ha LF
25
32
27
30
21
Unternehmensergebnis
6000
Betriebsergebnis
€ / ha LF
237
368
321
352
136
4000
Betriebliche
Erträge
€ / ha LF
1.588
1.428
1.324
1.393
1.772
5000
Betriebliche
Aufwendungen
€ / ha LF
1.351
1.060
1.003
1.041
1.637
7000
Finanzergebnis
€ / ha LF
-51
-48
-45
-47
-56
7230
dar. Zinsaufwand
€ / ha LF
54
50
46
49
60
7600
Außerordentliches Ergebnis
€ / ha LF
3
11
0
7
0
7800 Steuern vom Einkommen u. Ertrag
€ / ha LF
4
0
0
0
8
7900
Sonstige Steuern
€ / ha LF 6 9 6 8 4
7910 Unternehmensertrag
€ / ha LF
1.595
1.442
1.325
1.402
1.777
7920 Unternehmensaufwand vor Steuern
€ / ha LF
1.412
1.120
1.055
1.098
1.701
Rentabilität
9000 Gewinn/Jahresübersch. vor Steuern
€ / Betrieb
70.019
67.820
88.364
72.905
73.633
9000 Gewinn/Jahresübersch. vor Steuern
€ / ha LF
183
322
270
304
76
9004 Ordentliches Ergebnis
€ / Betrieb
61.728
57.773
87.358
65.096
61.862
9004 Ordentliches Ergebnis
€ / ha LF
161
274
267
272
64
9006 Gewinn + Personalaufwand (ohne BUV)
€ / AK
29.817
34.301
32.406
33.670
27.124
9007 Ordentliches Ergeb. + Personalaufw. (o. BUV)
€ / AK
28.372
30.860
32.179
31.299
26.370
9008 Ordentliches Ergeb. + Personalaufw. (o. BUV)
€ / ha LF
425
428
436
430
426
9071 Betriebseinkommen
€ / ha LF
583
569
604
581
592
9073 Relative Faktorentlohnung
%
106,1
108,8
114,5
110,7
103,1
9103
Ordentliche Rentabilitätsrate
%
5,5
7,8
9,8
8,5
3,6
9120 Gesamtkapitalrentabilität
%
4,7
5,1
7,7
5,8
4,0
9131 Eigenkapitalrent. (ohne Boden)
%
7,6
10,4
18,4
12,6
5,3
Liquidität / Stabilität
9601 Liquidität 1. Grades
%
25
25
14
22
26
9221 Cash flow I
€ / ha LF
357
495
394
461
267
9223 Cash flow III (zur Neufinanzierung verfügbar)
€ / ha LF
76
187
53
141
20
9240 Kapitaldienst
€ / ha LF
247
189
184
187
303
9231 Langfristige Kapitaldienstgrenze
€ / ha LF
117
131
125
129
112
9232 Mittelfristige Kapitaldienstgrenze
€ / ha LF
158
172
157
167
155
9233 Kurzfristige Kapitaldienstgrenze
€ / ha LF
284
300
255
285
289
9241 Ausschöpf. d. langfr. Kapitaldienstgr.
%
211
145
147
145
271
9242 Ausschöpf. d. mittelfr. Kapitaldienstgr.
%
156
110
117
112
195
9243 Ausschöpf. d. kurzfr. Kapitaldienstgr.
%
87
63
72
66
105
9270 Eigenkapitalquote
%
51
55
44
52
49
9230 Eigenkapitalveränderung
€ / ha LF
58
146
57
116
11
9239 Bereinigte Eigenkapitalveränderung
€ / ha LF
66
83
80
82
55
9238 Bereinigte Eigenkapitalveränderung
€ / AK
4.374
5.995
5.916
5.969
3.435
Unternehmerfamilie
9502 Gesamteinkommen
€ / Betrieb
70.839
86.618
74.745
9503 Verfügbares Einkommen
€ / Betrieb
47.695
60.626
50.896
3210 Entnahmen Lebenshaltung
€ / Betrieb
27.445
35.148
29.352
3395 Nettoentnahmen
€ / nAK
29.382
43.179
33.317
Anhang Seite 10

Buchführungsergebnisse
Natürliche Personen
(Wirtschaftsjahr 2008/2009)
Ökologisch wirtschaftende Betriebe in den ostdeutschen Bundesländern
untergliedert nach Betriebsformen
Blatt 1 von 4
Kenn-
Bezeichnung
Maß-
Betriebe
Ackerbau-
Futterbau-
Verbund-
zahl
einheit
gesamt
betriebe
betriebe
betriebe
0001 Betriebe
Anzahl
101
42
41
13
Faktorausstattung
1000 Wirtschaftliche Betriebsgröße ¹
EGE / Betrieb
162
175
148
188
1030
Landw. genutzte Fläche(LF)
ha / Betrieb
239,5
261,5
224,3
257,3
1033
dar. zugepachtete LF (Netto)
ha / Betrieb
176,2
182,0
174,3
191,5
1150 Ackerfläche
% LF
66,7
88,0
40,7
66,3
1160 Dauergrünland
% LF
33,0
11,8
58,9
33,1
1056 Ertragsmesszahl
EMZ / a
33
37
27
36
1110 Arbeitskräfte insgesamt
AK / Betrieb
3,29
3,05
3,46
3,87
1113
dar. Familienarbeitskräfte
FAK / Betrieb
1,40
1,24
1,60
1,35
1120 Nicht entlohnte Arbeitskräfte
nAK / Betrieb
1,36
1,21
1,55
1,29
1114 AK-Besatz
AK / 100 ha LF
1,38
1,17
1,54
1,50
1130 Lohnansatz
€ / Betrieb
37.110
35.736
38.714
38.921
Produktionsstruktur
1151 Ackerfläche (Anfang des Jahres)
ha AF / Betrieb
157,0
228,1
89,1
164,5
1210
dar. Getreide (ohne Körnermais)
% AF
59,1
63,9
53,9
47,4
1230
dar. Ölfrüchte, Hülsenfr., Faserpflanzen
% AF
10,9
11,4
11,6
9,0
1237
dar. Winterraps
% AF
0,9
0,3
0,2
5,2
1240
dar. Kartoffeln
% AF
1,6
2,4
0,2
0,7
1250
dar. Zuckerrüben
% AF
0,4
0,6
0,0
0,2
1271
dar. Silomais
% AF
0,7
0,0
2,6
0,2
1275
dar. sonst. Ackerfutter
% AF
22,0
15,0
29,5
37,9
1284
dar. nachwachs. Rohstoffe / Energiepflanzen
% AF
0,5
0,8
0,0
0,0
1300 Viehbesatz
VE / 100 ha LF
42,7
9,3
68,4
64,7
1330
dar. Rinder
VE / 100 ha LF
31,8
7,0
63,4
30,0
1335
dar. Milchkühe
VE / 100 ha LF
5,7
0,2
14,1
1,8
1336
dar. Mutter- und Ammenkühe
VE / 100 ha LF
12,3
3,8
22,2
14,5
1339
dar. Jung- und Mastvieh
VE / 100 ha LF
9,6
1,9
19,0
9,8
1350
dar. Schweine
VE / 100 ha LF
7,0
0,3
0,4
28,6
1351
dar. Mastschweine und Läufer
VE / 100 ha LF
5,4
0,2
0,3
24,7
1352
dar. Zuchtsauen
VE / 100 ha LF
0,4
0,1
0,0
1,5
1340
dar. Schafe
VE / 100 ha LF
2,9
1,9
4,0
3,5
1320
dar. Pferde
VE / 100 ha LF
0,4
0,0
0,2
2,1
1391 Rauhfutterverzehrer
GV / Betrieb
84,3
23,5
152,1
91,5
Erträge, Leistungen, Preise
1411 Getreide (ohne Körnermais)
dt / ha
24
23
26
25
1420
dar. Weizen
dt / ha
29
28
31
31
1426
dar. Wintergerste
dt / ha
29
26
30
32
1427
dar. Sommergerste
dt / ha
28
26
32
16
1433
dar. Roggen
dt / ha
20
20
20
19
1434
dar. Triticale
dt / ha
25
23
27
27
1465 Raps
dt / ha
20
20
12
22
1472 Kartoffeln
dt / ha
208
184
143
592
1473 Zuckerrüben
dt / ha
468
489
234
1632 Milchleistung (nat. Fettgehalt)
kg / Kuh
5.058
4.525
5.129
3.739
1612
Lebend geborene Ferke
Ferkel / Sau
19
7
14
13
1511 Getreideerlös insges.(netto; o. Körnermais)
€ / dt
35,64
36,10
30,37
37,24
1520
Weizenerlös
(netto)
€ / dt
36,37
36,71
29,49
39,71
1526 Wintergersteerlös (netto)
€ / dt
27,97
29,59
28,32
24,23
1527 Sommergersteerlös (netto)
€ / dt
38,47
39,58
36,35
29,76
1533 Roggenerlös (netto)
€ / dt
36,18
35,57
32,52
42,41
1534 Triticaleerlös (netto)
€ / dt
27,50
28,09
22,36
30,02
1565 Rapserlös (netto)
€ / dt
64,32
64,58
43,56
65,99
1572 Kartoffelerlös (netto)
€ / dt
29,28
29,52
37,77
28,05
1573 Zuckerrübenerlös (netto)
€ / dt
8,15
8,28
4,93
1732 Milcherlös (netto bei nat. Fettgehalt)
€ / dt
40,31
43,47
40,23
41,14
¹ (Standarddeckungsbeitrag Betrieb insgesamt + Betriebsprämienzuschlag) / 1200€
Anhang Seite 11

Buchführungsergebnisse
Natürliche Personen
(Wirtschaftsjahr 2008/2009)
Ökologisch wirtschaftende Betriebe in den ostdeutschen Bundesländern
untergliedert nach Betriebsformen
Blatt 2 von 4
Kenn-
Bezeichnung
Maß-
Betriebe
Ackerbau-
Futterbau-
Verbund-
zahl
einheit
gesamt
betriebe
betriebe
betriebe
0001 Betriebe
Anzahl
101
42
41
13
Bilanz
2000 Summe Aktiva (Bilanzvermögen)
€ / Betrieb
677.028
651.080
666.986
827.428
2000 Summe Aktiva (Bilanzvermögen)
€ / ha LF
2.827
2.490
2.974
3.216
2100 Sachanlagen gesamt
€ / ha LF
1.870
1.669
2.017
1.850
2111
dar. Boden
€ / ha LF
819
865
733
907
2115
dar. Gebäude, baul. Anlagen
€ / ha LF
536
334
722
488
2120
dar. techn. Anlagen u. Maschinen
€ / ha LF
420
387
477
335
2130
dar. andere Anlagen insges.
€ / ha LF
69
63
66
65
2160
dar. Anlagen im Bau, Anzahlungen
€ / ha LF
19
9
17
40
2200 Finanzanlagen
€ / ha LF
28
29
11
73
2211
dar. Anteile an verbund. Untern.
€ / ha LF
1
2
0
0
2213
dar. Beteiligungen
€ / ha LF
18
26
6
28
2300 Tiervermögen
€ / ha LF
254
61
453
327
2320
dar. Rinder
€ / ha LF
214
48
424
206
2330
dar. Schweine
€ / ha LF
17
2
1
66
2400 Umlaufvermögen (ohne Tiere)
€ / ha LF
652
707
470
951
2410
dav. Vorräte
€ / ha LF
329
414
220
351
2412
dar. Feldinventar
€ / ha LF
289
364
202
284
2420
dav. Finanzumlaufvermögen
€ / ha LF
324
293
249
600
2431
dar. Forderungen aus Lief. u. Leist.
€ / ha LF
116
77
62
371
2450
dar. Bank, Kasse
€ / ha LF
71
53
67
147
9041 Eigenkapital ( + 50% Sonderposten)
€ / ha LF
1.470
1.262
1.682
1.306
3600
dar. Geschäftsguth., gez. Kapital
€ / ha LF
0
0
0
0
3140 Sonderposten mit Rücklageanteil
€ / ha LF
129
83
187
39
3400 Rückstellungen
€ / ha LF
24
29
19
19
3500 Verbindlichkeiten
€ / ha LF
1.254
1.138
1.165
1.867
3510
dar. geg. Kreditinstituten
€ / ha LF
1.026
939
979
1.498
3521
dar. aus Lieferungen u. Leistungen
€ / ha LF
133
119
111
185
9280 Anlagenintensität
%
54
51
58
44
9281 Veralterungsgrad abnutzb. Anlagenverm.
%
41
36
45
36
9292 Fremdkapitaldeckung II
%
107
104
116
93
Investitionen, Finanzierung
8300 Bruttoinvestitionen
€ / ha LF
352
333
381
323
8231 Zugang Boden
€ / ha LF
105
91
138
83
8232 Zugang Wirtschaftsgeb.u.baul. Anl.
€ / ha LF
5
1
11
0
8251 Zugang Anlagen im Bau, Anzahlung
€ / ha LF
59
31
75
114
8241 Zugang techn. Anlagen u. Masch.
€ / ha LF
124
125
124
96
2800 Veränderung Tiervermögen
€ / ha LF
-1
4
-8
0
8400 Nettoinvestitionen
€ / ha LF
159
165
166
134
8401 Nettoinvestitionen
€ / AK
11.567
14.141
10.772
8.909
8404 Veränderung Sachanlageverm. (o. Boden)
%
3
6
3
-4
9314 Nettoverbindlichkeiten
€ / ha LF
931
845
916
1.267
9315 Veränd. Nettoverbindlichkeiten
€ / ha LF
47
106
41
-102
9318 Tilg.von Verbindlk.ges.(incl.Verm.auseinand.)
€ / ha LF
141
126
139
182
2920 Veränd. Finanzumlaufvermögen
€ / ha LF
44
21
-7
252
3822 Veränderung Sonder-AfA