Bundesanzeiger
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Zentrum Mikroelektronik
Dresden AG
Dresden
Rechnungslegung/
Finanzberichte
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis
zum 31.12.2010
15.08.2011
Zentrum Mikroelektronik Dresden AG
Dresden
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2010
Der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG Konzern, Dresden (ZMDI-Konzern), setzt sich zum 31. Dezember 2010 aus der Zentrum
Mikroelektronik Dresden AG, der ZMD America Inc., der ZMD Eastern Europe EOOD, Bulgarien, der ZMD Fareast Limited, Hongkong,
sowie der ZMD Microchip Design Akademie GmbH, Dresden, zusammen. Der ZMDI-Konzern verfügt über Vertriebsbüros im US-
amerikanischen Melville (New York), Pocatello (Idaho), in Tokio (Vertriebsniederlassung in Japan), in Shenzen (China), Hsinchu
(Taiwan), Korea (seit Ende 2010), Paris, Düsseldorf, München und in Stuttgart sowie über Design -Center im US-amerikanischen
Madison (Wisconsin), in Varna (Bulgarien), in Dresden, München und Stuttgart.
Die Zentrum Mikroelektronik Dresden AG (ZMD AG) als Obergesellschaft hat ihren Sitz in 01109 Dresden/Deutschland, Grenzstraße
28. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns umfasst die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb mikroelektronischer Bauelemente und
Baugruppen sowie Sensoren, Mikroelektronikmodule und Mikrosysteme.
1. Wirtschaftliches Umfeld
Im Geschäftsjahr 2010 befand sich die Weltwirtschaft nach einer der größten Krisen seit über 40 Jahren wieder deutlich im
Aufschwung. Auslöser der Krise war die Subprime Krise, die dann in eine globale Finanzmarktkrise mündete. Wegen des unerwartet
rasanten Aufschwungs hatte die Mehrzahl der Marktteilnehmer in den relevanten Zuliefermärkten mit extremen Kapazitätsengpässen
zu kämpfen. Im Wesentlichen durch die Inanspruchnahme von Kurzarbeit aber auch durch Cash- und
Kostenverbesserungsmaßnahmen konnten zumindest in Deutschland die meisten Unternehmen den Aufschwung gut umsetzen. Trotz
gravierender Engpässe in der mehr und mehr globalisierten Lieferkette konnte sich der Halbleitermarkt im Verlaufe Jahres 2010 rasch
erholen. Das Wachstum des gesamten Halbleitermarkts im Geschäftsjahr 2010 schloss wieder mit über 20 Prozent im Vergleich zum
Vorjahr an den Wachstumstrend bis 200 8 an. Der Halbleitermarkt stieg auf Mrd. USD 272 (2007 Mrd. USD 256). Gemäß WSTS
(World Semiconductor Trade Statistics) entwickelte sich der Halbleitermarkt in Europa sogar mit über 16 % gegenüber dem massiven
Einbruch der beiden Vorjahre (2008: -7 %; 2009: -22 %) sehr positiv.
Im Geschäftsjahr 2010 erholte sich die Weltwirtschaft mit einem globalen Konjunkturauftrieb von 3,9 Prozent zum Vorjahr. Als
Motoren des weltweiten Wachstums gelten (aus Sicht der Weltbank) die Schwellen- und Entwicklungsländer. Mit 10 Prozent ist China
in 2010 am stärksten gewachsen, die Asien-Pazifik-Region hat insgesamt um 9,3 Prozent angezogen. Hingegen sind die großen
Industrieländer nur mit verhaltenen 2,8 Prozent mitgezogen.
Der für den ZMDI-Konzern relevante analoge Halbleitermarkt stieg im Gesamtjahr um 21 % (Vorjahr minus 10,2 %) auf ein Volumen
von Mrd. USD 39 (Vorjahr: Mrd. USD 32).
2. Signifikante Entwicklungen des ZMDI-Konzerns und der Produktlinien (Business Lines) im Geschäftsjahr 2010
Der ZMDI-Konzern erzielte 2010 einen Umsatz von Mio. EUR 55,1 (Vorjahr: Mio. EUR 43,3).
Die positive Entwicklung im Umsatz resultiert im Wesentlichen aus den Umsatzerhöhungen von Mio. EUR 6,5 im Bereich Medical &
SSC und aus gestiegenen Umsätzen im Automotive Bereich von Mio. EUR 4,3. Damit konnte der Umsatz des ZMDI-Konzerns im
Geschäftsjahr 20 10 um insgesamt 27,4 % gesteigert und nahezu das Vorkrisenniveau von 2008 wieder erreicht werden. Die
Umsatzzuwächse waren dabei mit Mio. EUR 6,1 im Inland und Mio. EUR 5,7 im Ausland zu verzeichnen. Der inländische Umsatzanteil
stieg mit 69,4 % deutlich stärker an als der Auslandsumsatz mit 16,6 %. Gegenüber dem Vorkrisenjahr 2008 stieg der innerdeutsche
Umsatz um Mio. EUR 0,2 beziehungsweise 1,4 %. Bereinigt um den Last Time Buy im SRAM-Memory Geschäft in 2008 erzielte der
ZMDI-Konzern 2010 auch im Ausland eine Umsatzsteigerung von Mio. EUR 0,2 (0,6 %). Insofern war die Aufholjagd in 2010 äußerst
erfolgreich.
In der Business Line Automotive stieg der Umsatz mit Mio. EUR 4,3 gegenüber dem Vorjahr um 18,6 % und erreichte damit den
höchsten Umsatz in ihrer Geschichte. Die Zuwächse waren dabei vorwiegend bei anwendungsspezifischen Standardprodukten zu
verzeichnen, während das Geschäft mit kundenspezifischen Produkten nur leicht gegenüber dem Vorjahr zunahm – ein erstes
erfolgreiches Ergebnis in der Umsetzung der strategischen Ausrichtung zum Standardproduktegeschäft innerhalb der Business Line
Automotive. Mit einem Umsatz von Mio. EUR 27,5 im Jahr 2010 stellt dieser Geschäftsbereich rund 50 % des Gesamtumsatzes des
ZMDI-Konzerns. Gegenüber dem Jahr 2008 ist der Umsatzanteil um 4 Prozentpunkte gestiegen, absolut wurden gegenüber dem
Vorkrisenjahr Mio. EUR 1,9 beziehungsweise 7,3 % mehr Umsatz realisiert.
In der Business Line Medical & SSC konnte der Umsatz um 49,4 % und damit um Mio. EUR 6,5 gesteigert werden. Auch hier konnte
ein Allzeithoch in den Umsätzen verzeichnet werden. Der vorwiegend in den USA operierende SSC -Bereich steigerte seinen Umsatz
von Mio. EUR 2,5 in 2009 auf über Mio. EUR 5,0 und wuchs damit um mehr als 100 % gegenüber dem Vorjahr. Wichtigster
Wachstumsmotor in diesem Segment sind anwendungsspezifische Standardprodukte für industrielle und automotive Anwendungen.
Das Umsatzwachstum von rund Mio. EUR 4,0 im Medical Segment wurde vordringlich durch die Erholung im High End Hörgerätemarkt
sowie im US -amerikanischen Markt für Sitzerkennungen erzielt. Die Business Line Medical & SSC ist mit Mio. EUR 19,7 der
zweitgrößte Bereich des ZMDI-Konzerns. Verglichen mit dem Jahr 2008 konnte der Umsatz in dieser Business Line um 11,0 %
entsprechend Mio. EUR 1,9 gesteigert werden.

In der Business Line Standard Components konnten im Vergleich zu 2009 Mio. EUR 1,3 mehr Umsatz generiert werden. Die
Steigerung von 19,9 % resultiert dabei im Wesentlichen aus der guten Konjunkturbelebung im Segment Bus Interfaces für
Anwendungen im Industriebereich. In den neu etablierten Segmenten ADC und Power Management wurden erwartungsgemäß noch
keine signifikanten Umsätze erzielt. Verglichen mit dem Jahr 2008 verzeichnet die Business Line Standard Components einen
Umsatzrückgang von Mio. EUR 0,5. Dieser resultiert jedoch aus Umsätzen in 2008 im Zuge eines Last Time Buy-Aufrufes im Rahmen
der Abwicklung der SRAM-Sparte in Höhe von Mio. EUR 1,2. Verglichen mit dem um diesen Effekt bereinigten Umsatz 2008 stiegen die
Umsätze 2010 um Mio. EUR 0,7 entsprechend 9,6 %.
Der Mitarbeiterstand des ZMDI-Konzerns betrug im Jahresdurchschnitt 2010 282 Mitarbeiter (285 Mitarbeiter im Vorjahr).
2.1 ZMD AG
Auch in 2010 hat die ZMD AG weitere Anstrengungen unternommen, insbesondere im Bereich Marketing und Sales, um den Ausbau
des Standardproduktegeschäftes voranzutreiben. Standardprodukte werden im Bereich der Sensorik sowie im neuen Bereich des
digitalen Powermanagements erstellt. Darüber hinaus gibt es weitere Produkte für Industriekunden und medizintechnische Kunden.
Gleichzeitig liegt die Ausrichtung auf „enabling energy efficiency", also einer klaren Ausrichtung auf Produkte und Anwendungen, die
Energieeffizienz kreieren und ermöglichen. ZMDI ist in dem Bereich Energieeffizienz bereits seit Jahren tätig und erfährt durch die
neue Ausrichtung in der Sensorik und im Bereich Powermanagement sowohl eine gesellschaftlich als auch geschäftlich hohe
Akzeptanz.
Die Zentrum Mikroelektronik Dresden AG ist seit 2007 als so genannte FABLESS Company aufgestellt. Firmen mit diesem
Geschäftsmodell übernehmen Produktverantwortung für kundenbezogene Entwicklungen, aber vor allen Dingen auch für selbst
definierte Produkte, die als Standardprodukte über einen eigenen Markenauftritt und neue Marktkanäle vertrieben werden können.
Zur Stärkung des Einflusses auf den asiatischen Markt hat die ZMD AG 2007 die ZMD FAREAST Limited Hongkong gegründet, an der
sie zu 100 % beteiligt ist. Diese wiederum hält 50 % an der als Joint Venture mit der Vapor Technologies gegründeten Senterra
Limited. Im 4. Quartal 2010 hat die ZMD AG ein weiteres Vertriebsbüro in Korea eröffnet und hat sich damit einen besseren Zugang
zu dem dortigen Wachstumsmarkt, vorrangig Automotive, verschafft.
Der Aufsichtsrat der ZMD AG genehmigte mit Beschluss vom 5. Dezember 2007 die Gründung einer 100%igen Tochtergesellschaft,
der ZMD Eastern Europe EOOD in Varna, Bulgarien, um mittelfristig die Entwicklungskosten insgesamt zu senken. Die ZMD Eastern
Europe wurde am 27. Februar 2008 ins Handelsregister Varna eingetragen.
Die ZMD AG unterhält seit April 2008 eine Niederlassung in Tokio (Japan), um im japanischen Markt die erforderliche Vertriebspräsenz
zu gewährleisten.
Weiterhin hält die ZMD AG seit 1996 100 % der Anteile an der ZMD America Inc.
2.2 ZMD Eastern Europe EOOD
Ziel ist es, kostengünstige Schaltkreisentwurfskapazitäten aufzubauen, um mittelfristig die Entwicklungskosten insgesamt zu senken
sowie auch mittelfristig die osteuropäischen Märkte zu entwickeln. Die ZMD Eastern Europe wurde 2008 gegründet und konnte ihren
Geschäftsbetrieb zielstrebig und erfolgreich ausbauen. Im Geschäftsjahr 2010 wurden weitere 7 Mitarbeiter eingestellt, so dass im
Büro in Varna zum Jahresende bereits 27 Mitarbeiter beschäftigt waren, inklusive der neuen Mitarbeiter in der Applikationsgruppe. Für
das Jahr 2011 ist geplant, weitere 8 Mitarbeiter einzustellen. Die Gesellschaft wird im Konzern voll konsolidiert und im Cost Plus
Verfahren finanziert.
2.3 ZMD America Inc.
Die ZMD America Inc. wies 20 10 ein negatives Ergebnis in Höhe von Mio. EUR 1,0 aus gegenüber einem negativen Ergebnis im
Vorjahr von Mio. EUR 1,5 (+33 %). Grund hierfür war im Wesentlichen die restliche Abschreibung des Firmenwerts. Die zur Mitte 2010
umgesetzte Reorganisation, die die Reduzierung der Entwicklungsmannschaft und eine Verstärkung des Sales Teams beinhaltete,
zeichnet sich bereits als erfolgreiche Maßnahme ab. Die ZMDA hat auch in 2010 erhebliche Vertriebs- und Entwicklungsleistungen für
den ZMDI-Konzern erbracht. Die Gesellschaft wird im Konzern voll konsolidiert.
2.4 Geschäftsverlauf nach Produktsegmenten und geographischen Märkten
Umsatzerlöse der Produktsegmente
2010
2009
Mio. EUR
%
Mio. EUR
%
Exklusivprodukte
41,7
75,7
36,4
84,1
Standardprodukte
13,4
24,3
6,9
15,9
55,1
100,0
43,3
100,0
Umsatzerlöse nach geographischen Märkten
2010
2009
Mio. EUR
%
Mio. EUR
%
Inland
15,0
27,2
8,9
20,6
Ausland
40,1
72,8
34,4
79,4
55,1 100,0 43,3 100,0
2.5 Produktentwicklung
Die Entwicklungsaktivitäten am Standort Bulgarien (ZMD Eastern Europe EOOD) wurden weiter ausgebaut und auf die
Zusammenarbeit mit der ZMD AG im Bereich der praxisnahen Entwicklung fokussiert. Zusätzlich zum Schaltkreisentwurf wurde am
Standort Varna eine zentrale Applikation s-gruppe aufgebaut, die sich auf die Erstellung von Demonstrationssystemen und der
zugehörigen Software spezialisiert. So konnte ein neuer Schaltkreis im Power Management als „1st Time Right" entwickelt werden,
der
im Herbst auf der Electronica München 2010 erstmals vorgestellt wurde.

image
Das Engagement bei internationalen Kooperationen und Netzwerken zur Verbesserung der Entwicklungseffizienz im Analog Mixed-
Signal Bereich wurde fortgeführt und die führende Rolle des ZMDI-Konzerns in dem 2008 gegründeten Konsortium für automatisierten
analogen Schaltungskreisentwurf aus Industrie- und Forschungspartnern etabliert.
Das 2008 gestartete „1st-Time-Right"-Programm mit dem Ziel, Verbesserungen in der Design-Methodik und den
Entwicklungsprozessen nachhaltig zu verankern, wurde 2010 erfolgreich weitergeführt, so dass für 2011 ein deutlich höheres Niveau
definiert werden konnte.
Der Einsatz neuer Technologien, um den steigenden Wettbewerbsdruck besser beherrschen zu können, wurde konsequent fortgesetzt.
Die Einführung neuer Technologien wurde dabei von Qualifizierungsmaßnahmen sowie durch intensive „Peer Reviews" begleitet.
Darüber hinaus hat der ZMDI-Konzern seine Kompetenz im Bereich von technologieunabhängigen Schaltungsentwürfen weiter
ausgebaut. Der Einsatz von spezialisierten Entwicklungswerkzeugen wurde in 2010 zielgerichtet diversifiziert. Damit haben die
Entwickler einen umfangreicheren Zugriff auf die „best-in-class"-Produkte bei gleichzeitig besserer Kostenrelation gegenüber den
Vorjahren.
2.6. Energieeffizienz
Durch die Fokussierung des ZMDI-Konzerns auf die Entwicklung von Lösungen zur Steigerung der Energieeffizienz der Produkte
unserer Kunden wurde auch in diesem Jahr wieder ein erheblicher Beitrag zur Reduzierung des weltweiten CO
2
-Ausstoßes und
Verbrauchs von Primärenergiequellen wie Öl und Kohle erbracht.
CO
2
-Reduktion und Kraftstoffeinsparung
In 2010 hat ZMDI mit Energieeffizienzlösungen in den Produkten unserer Kunden 4,4 Milliarden Liter Kraftstoff bzw. 11,5 Millionen
Tonnen CO
2
1
gespart.
Dies ergibt insgesamt eine Einsparung von 13,4 Milliarden Liter Kraftstoff bzw. 33,6 Millionen Tonnen CO
2
seit 2004
(Berechnungsgrundlage siehe Fußnote
2
).
Den größten Beitrag zur Energieeinsparung lieferten in diesem Jahr die ZMDI Produkte für die elektronische Drosselklappe mit 0,3
Litern Kraftstoffverbrauchsreduktion pro 100 km, die Produkte für die elektronische Lenksteuerung mit 0,28 Litern pro 100 km und ein
Produkt zur Optimierung des Öldrucks mit 0,2 Litern pro 100 km.
1
Dies entspricht der Differenz zwischen der Energieeinsparung bis Ende 2009 im Vergleich zur Energieeinsparung bis Ende 2010
2
Die Datenbasis ist das Volumen der IC Verkäufe pro Jahr an ZMDI Kunden seit 2004. Annahme: 20.000 km/Jahr Laufleistung Fahrzeug.
Extrapolation und Mischkalkulation aus Laufleistung LKW, SUV, PKW – Referenz:
http://www.epa.gov/OMS/
climate/420f05004.htm, Abruf am
25.2.2011. 15.000 km/Jahr Laufleistung bei den Produkten für die elektronische Lenksteuerung – Annahme einer kürzeren Laufzeit wegen erhöhten
Einsatzes in kleineren Personenkraftwagen. Annahme einer 30% höheren Fahrleistung pro Kraftfahrzeug in den ersten 7 Jahren – Referenz:
http://www.epa.gov/OMS/climate/420f05004.htm,
Abruf am 25.2.2011. Die Spriteinsparung pro Kilometer und Technologie wurde ermittelt auf
Basis von Informationen aus
http://www.fueleconomy.gov/feg/tech
engine more.shtml#vvt, Abruf am 25.2.2011 und Informationen von ZMDI
Kunden
http://www.zf.com/media/media/en/document/corporate
2/press 3/downloads 2/texte 2009/tx2009 -01-16 gelber-engel zf 1.pdf, Abruf am
25.2.2011. Es wurde angenommen, dass aus 1l Kraftstoff durchschnittlich 2,6 kg CO
2
erzeugt werden (Mischkalkulation Diesel/Benzin)
Im Jahr 2010 hatte ein weiteres Öldrucksensorprodukt für einen wichtigen Automobilzulieferer Produktionsstart. Mit einem Beitrag von
0,3–0,5 Litern Kraftstoffverbrauchsreduktion auf 100 km wird es in Zukunft die Liste anführen. Das Produkt wird bei einem großen
Automobilhersteller in energieeffizienten Motoren eingesetzt.
Elektrische Energie
„19 % der elektrischen Energie wird weltweit für Beleuchtung verwendet."
3
„Ohne schnelle Aktionen wird der Energieverbrauch nur für Beleuchtung im Jahr 2030 80 Prozent höher sein als heute."
4
Der ZMDI-Konzern möchte dazu beitragen, diesen starken Energieverbrauchsanstieg zu verhindern bzw. eine Reduktion des
elektrischen Energieverbrauchs für Beleuchtung herbeizuführen.
3
Das neue Licht kommt aus Deutschland, URL:
http://www.bmbf.de/de/7045.php,
Abruf am 5.2.2011
4
Licht verbraucht weltweit viel zuviel Energie, URL:
http://www.innovationsreport.de/html/berichte/energie
elektrotechnik/bericht-67165.html, Abruf
am 5.2.2011

Im Jahr 2010 wurden fünf LED Treiber Produkte auf den Markt gebracht. Diese haben bisher in den Produkten unserer Kunden ca. 60–
70 kWh
5
Energie eingespart. Ein kleiner erster Beitrag, welcher natürlich im Jahr 2011 erheblich gesteigert werden kann und soll.
Momentan erfolgt der einfache Ersatz der bestehenden Leuchtmittel durch LED Leuchtmittel, der nächste Schritt wird eine neuartige
Form der Beleuchtung sein. Wie Abbildung 3 zeigt, können neue Formen von Licht geschaffen werden, die eine interessante neue Art
der Beleuchtung in Bürogebäuden, Haushalten, Fabriken und Supermärkten ermöglichen. Innovationen, die zur Verbesserung der
Lebensqualität als auch einen erheblichen Beitrag zum Umweltschutz leisten.
Neue Entwicklungen
Ein erster Prototyp des digitalen Power Management IC des ZMDI-Konzerns wurde auf der Electronica 2010 vorgestellt.
Schaltwandler erreichen allgemein eine hohe Energieeffizienz bei der Wandlung von Leistung von einer Spannungsdomain in eine
andere. Das Spezielle an den digitalen Schaltwandlern des ZMDI-Konzerns ist die einfache Anpassung an die spezielle
Einsatzumgebung durch den Kunden. Dadurch werden Spannungsversorgungsmodule flexibler einsetzbar und ermöglichen
schlussendlich ein besseres Kosten-Nutzen-Verhältnis.
Nächste Generationen werden die Möglichkeit besitzen, bei Bedarf in einen energieeffizienten Standby-Betrieb umzuschalten bzw. den
Eigenenergieverbrauch des Chips zu reduzieren.
Die Chips werden unter anderem ihren Einsatz in Mobilfunkstationen und Rechenzentren (Abbildung 4) finden, in denen sie für eine
kontinuierliche Strom- und Spannungsversorgung der FPGA und Mikrorechner sorgen.
„Gartner’s estimate of the 2 percent of global CO
2
emissions that ICT is responsible for includes the in-use phase of PCs, servers,
cooling, fixed and mobile telephony, local area network (LAN), office telecommunications and printers ..."
6
Nach Gartner wurden bereits 2007 2 % der weltweiten CO
2
Emissionen durch die ICT(IKT) verursacht bzw. nach Koomey (2008)
7
hat
die IKT 1 % des weltweiten Stromverbrauchs in 2005 ausgemacht. In fast allen Geräten der Infrastrukturseite eines IKT Systems
können die ZMDI Power Management ICs zum Einsatz kommen. Dadurch wird der ZMDI-Konzern in naher Zukunft auch in der IKT
durch Energieeffizienzlösungen in den Produkten unserer Kunden den weltweiten Verbrauch an elektrischer Energie senken können.
5
Berechnungsgrundlage ist ein internes ZMDI Dokument: 20101006LEDDriversEECalc
6
Gartner Estimates ICT Industry Accounts for 2 Percent of Global CO
2
Emissions (2007), URL:
http://www.gartner.com/it/page.jsp?id=503867,
Abruf am 5.2.2011
7
Worldwide electricity used in data Centers, URL:
http://iopscience.iop.org/1748-9326/3/3/034008
Energieeffizienzkultur
Energieeffizienz wird heute von allen Bereichen des ZMDI-Konzerns wahrgenommen. Bei jeder Buchung in den Logistiksystemen und
Vertriebssystemen und bei jeder Auslieferung von ZMDI-Produkten zu unseren weltweiten Kunden findet sofort eine Verknüpfung mit
der potentiellen Kraftstoffeinsparung und CO
2
-Reduktionen durch die Mitarbeiter statt.
Innerhalb des ZMDI-Konzerns wird natürlich auch unentwegt nach Möglichkeiten gesucht, die Energieeffizienz zu steigern. In der IT-
Infrastruktur wurden viele Server in eine Virtualisierungsumgebung überführt. Dadurch verringern sich die so genannten Idle-Zeiten
der Server, so dass nur dann Energie verbraucht wird, wenn wirklich ein Service oder eine Applikation auf den Systemen ausgeführt
wird. Dadurch spart der ZMDI-Konzern täglich Energie. Seit 2009 summiert sich die Ersparnis auf 284.898 kWh.
Auf freiwilliger Basis wählt der Vertrieb Kraftstoff sparende Dienstfahrzeuge und Motoren und es werden Fahrzeuge vom Einkauf
vorgeschlagen, die besonders umweltschonende Motoren vorweisen.
2.7 Qualitäts- und Umweltmanagement
Der ZMDI-Konzern unterhält ein integriertes Qualitäts- und Umweltmanagementsystem.
Umweltmanagement:
Die Zertifizierung nach der Umweltnorm DIN EN ISO 14001:2004 wurde für die ZMD AG erneut erfolgreich im August 2010 erreicht.
Die ZMD AG nimmt an dem IDMS-Programm seit mehr als einem Jahrzehnt teil und kooperiert mit Partnern, die RoHs -konform sind.
8
Self-Paced Data Center Training Tool URL:
http://hightech.lbl.gov/htnews/htn
-issue2.html, Abruf am 5.2.2011
9
Mobile base station powered by renewable energy: URL:
http://www.ecofriend.org/entry/eco-tech-turkish-cellphone-operator-installs-sun-and-wind
-powered-base-station/, Abruf am 5.2.2011
Qualitätsmanagement:
Der für Lieferanten der Automobilindustrie wichtige Qualitätsstandard ISO/TS 16949:2002 konnte im Rahmen der jährlichen
Rezertifizierung 2010 wieder erfolgreich bestätigt werden. Auch die Hauptlieferanten des ZMDI-Konzerns sind 2010 entsprechend
zertifiziert worden.
Zusätzlich wurden während des Jahres 20 10 umfangreiche Kunden- und Lieferanten-Audits durchgeführt und erfolgreich bestanden.
Die Six-Sigma-Initiative, eine unternehmensweite Initiative zur Verbesserung der Prozesse und Effizienz, wurde im Jahre 2004
gestartet. 2007 startete der ZMDI-Konzern die Black-Belt-Ausbildung, in deren Verlauf 6 Teilnehmer 2008 die Black-Belt-Prüfung
erfolgreich bestanden haben. Im Jahr 2010 wurde die Six-Sigma-Ausbildung auch am Entwicklungsstandort Varna in Bulgarien für die
ZMDI Mitarbeiter erfolgreich durchgeführt.
3. Ertrags-, Vermögens - und Finanzlage des ZMDI-Konzerns

3.1 Ertragslage des ZMDI-Konzerns
Das Betriebsergebnis des ZMDI-Konzerns konnte von Mio. EUR -4,5 im Vorjahr um Mio. EUR 5,6 auf Mio. EUR 1,1 im Jahr 2010
deutlich verbessert werden. Maßgeblichen Einfluss auf die Ergebnisverbesserung hat die Umsatzsteigerung um Mio. EUR 11,9 (27 %)
gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatzanstieg resultiert im Wesentlichen aus dem konjunkturellen, weltweiten Aufschwung, deutlich
gestiegenen Auftragseingängen sowie einem erfolgreichen Krisenmanagement in 2009 bis Anfang 2010 mit dem Fokus auf den Erhalt
und sogar Aufbau der Mitarbeiter und damit der zukünftigen Umsatzgewinnung bei gleichzeitiger Vermeidung von Cashverlusten.
Nicht zuletzt war auch das ausbalancierte Produktportfolio mit der strategisch wichtigen parallelen Ausrichtung auf das
Standardproduktegeschäft ein wesentlicher Baustein des Erfolges im Jahr 2010. Besonders stark entwickelt hat sich nach Jahren der
Investition der SSC-Anteil im Geschäftsbereich Medical in den USA. Hier sehen wir nun den positiven Return des langfristig angelegten
Investments. Damit war der ZMDI-Konzern 20 10 in der Lage, die planmäßigen Umsatzrückgänge aus dem Auslaufen des SRAM-
Geschäftes sowie der Beendigung der Entwicklungskooperation im WPAN-Bereich von zuletzt Mio. EUR 4,5 mehr als zu kompensieren.
Die Bestände stiegen umsatzbedingt als auch zur Absicherung der Lieferfähigkeit unterproportional zum Umsatz um Mio. EUR 1,2
gegenüber dem Vorjahr.
Ferner hat sich der Personalaufwand neben den Neueinstellungen in Varna und Korea im Wesentlichen aufgrund der ausgelaufenen
Kurzarbeit und einer einmaligen Bonuszahlungsvereinbarung im Rahmen des ausgeübten Bonusverzichts aller Mitarbeiter in 2009 von
Mio. EUR 17,8 im Vorjahr auf Mio. EUR 21,4 (20 %) erhöht.
Die übrigen betrieblichen Aufwendungen konnten fast unverändert gehalten werden und stiegen nur leicht von im Vorjahr Mio. EUR
10,7 um Mio. EUR 0,2 (2 %) auf Mio. EUR 10,9.
Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr von Mio. EUR 1,3 um Mio. EUR 0,9 (66 %) auf Mio. EUR 0,4 verringert,
insbesondere wegen geringerer Zinserträge und gesunkener Kapitalerträge, die im Vorjahr aus der Bewertung des Zinsswaps einen
einmaligen Ertrag in Höhe von Mio. EUR 0,5 darstellten. Im Finanzergebnis enthalten sind auch die Erträge aus Ausleihungen des
Finanzanlagevermögens. Sie sind gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert geblieben und betreffen mit Mio. EUR 2,0 überwiegend
die an die Global ASIC GmbH ausgereichten Darlehen.
Der ZMDI-Konzern hat auch im Jahr 2010 mit Mio. EUR 14,4 (Vorjahr: Mio. EUR 13,3) erheblich in Forschung und Entwicklung und
damit in die Einführung neuer Technologien und Produkte investiert.
3.2 Vermögens - und Finanzlage des ZMDI-Konzerns
Die Eigenkapitalquote des ZMDI-Konzerns beträgt zum 31. Dezember 2010 57,4 % (60,4 % im Vorjahr). Die Veränderung resultiert
im Wesentlichen aus dem Konzernjahresüberschuss von Mio. EUR 3,8 und der Verminderung der Kapitalrücklage im Zuge des
Rückkaufes und der Einziehung eigener Anteile durch die ZMDI in Höhe von Mio. EUR 5,1.
Im Konzernjahresüberschuss sind neben dem positiven Betriebsergebnis in Höhe von Mio. EUR 1,1 das positive Finanzergebnis von
Mio. EUR 0,4 sowie die Ertragsteuern in Höhe von Mio. EUR 2,3 enthalten, die überwiegend aus der Abgrenzung der latenten Steuern
resultieren.
Die Bilanzsumme hat sich zum 31. Dezember 2010 um Mio. EUR 1,6 (2,0 %) auf Mio. EUR 81,5 gegenüber dem Vorjahr erhöht.
Die Erhöhung der Bilanzsumme resultiert im Wesentlichen aus den um Mio. EUR 1,1 (8,6 %) erhöhten Vorratsbeständen, dem
Forderungsaufbau in Höhe von Mio. EUR 0,4 sowie aus den gestiegenen Finanzanlagen in Höhe von Mio. EUR 1,5, was nur noch auf
die gestundeten Zinsen an die Global ASIC GmbH zurückzuführen ist, und aus der erhöhten positiven Steuerlatenz in Höhe von Mio.
EUR 2,4, während die immateriellen Vermögenswerte um Mio. EUR 0,7 (8,7 %), die Sachanlagen um 0,1 (2,4 %) sowie die liquiden
Mittel einschließlich Wertpapieren um Mio. EUR 3,0 (3 1,1 %) im Wesentlichen aufgrund des Aktienrückkaufes gesunken sind.
Demgegenüber steht ein um Mio. EUR 1,5 verringertes Eigenkapital, das im Wesentlichen aus dem Jahresüberschuss und aus dem
Rückkauf eigener Anteile von der Global ASIC GmbH in Höhe von Mio. EUR 5,1 resultiert. Weiterhin stiegen die kurzfristigen
Rückstellungen, wie z.B. die variablen Gehaltsrückstellungen um Mio. EUR 2,8 (92,9 %) im Wesentlichen wegen der einmaligen
Bonusvereinbarung aus dem Jahr 2009, die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um Mio. EUR 0,3 im Rahmen des
Investitionskredites bei der Ostsächsischen Sparkasse sowie die sonstigen Verbindlichkeiten um Mio. EUR 0,4. Dagegen sanken die
Mietkaufverbindlichkeiten planmäßig um Mio. EUR 0,4 sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um Mio. EUR 0, 1.
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist mit Mio. EUR 8,3 positiv (Vorjahr: Mio. EUR 2,7). Der Mittelabfluss aus laufender
Investitionstätigkeit beträgt Mio. EUR 2,7 (Vorjahr: Mio. EUR 3,2). Er beinhaltet den planmäßigen Mittelabfluss für Investitionen in
immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sowie eine Darlehensrückzahlung von der Global ASIC GmbH in Höhe von Mio.
EUR 0,5. Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit beträgt Mio. EUR 7,6 (Vorjahr: Mio. EUR 3,2), der im Wesentlichen die
Zinsausgaben der Gruppe widerspiegelt sowie den Rückkauf eigener Anteile von der Global ASIC und die zweite von drei Tranchen des
Rückkaufs der eigenen Anteile von der IKB Equity Capital Fund I GmbH & Co. KG in Höhe von Mio. EUR 0,6 beinhaltet. Die letzte
Tranche von Mio. EUR 0,6 ist im 3. Quartal 2011 fällig.
Der Finanzmittelfonds weist somit am Ende des Geschäftsjahres 20 10 einen positiven Saldo von Mio. EUR 5,6 aus (Vorjahr: Mio. EUR
7,8). Mit dem Wertpapierbestand in Höhe von Mio. EUR 1, 1 ergeben sich als Liquidität verwendbare Mittel am Bilanzstichtag von Mio.
EUR 6,7. Wegen der guten Entwicklung des Cashflows und der hervorragenden Liquiditätssituation des ZMDI-Konzerns bestanden zum
Abschlussstichtag keine Kontokorrent-Linien bei Kreditinstituten. Bei der Ostsächsischen Sparkasse besteht im Rahmen des
Investitionskredites von Mio. EUR 0,7 noch eine freie Linie in Höhe von Mio. EUR 0, 1.
3.3 Ausblick
Für das Geschäftsjahr 2011 wird von einer weiterhin positiven Umsatzentwicklung ausgegangen, allerdings mit deutlich abnehmender
Dynamik im Vergleich zu 2010. Der 2010 erlebte globale Konjunkturaufschwung könnte sich mit steigender Inflation und steigenden
Zinsen in seiner Dynamik signifikant abschwächen. Die Auftragseingänge und Umsätze liegen zu Beginn des Jahres 2011 nochmals
deutlich über dem Vorjahresniveau und damit wiederum auf einem neuen Rekordniveau.
Unter der Annahme, dass die Konjunktur in der 1. Jahreshälfte 2011 weiter an Fahrt gewinnt oder zumindest auf dem Niveau des
Jahresanfangs stabil bleibt, gehen wir von erheblich besseren Ergebnissen für 2011 als 2010 aus. Sollte sich das 2. Halbjahr aufgrund
von übertriebenen Lageraufbauten sowie nachlassender Nachfrage in Verbindung mit inflationären und zinserhöhenden Faktoren

wieder abschwächen, gehen wir von immer noch besseren Ergebnissen gegenüber 20 10 aus, allerdings mit der Tendenz, einen eher
moderaten Zuwachs zu erwirtschaften.
Um die positive Entwicklung im Ergebnis und Cashflow weiterhin abzusichern, wird das Management des ZMDI-Konzerns die 2009/10
erfolgreich umgesetzten Kostensenkungsmaßnahmen und Realisierungen von Effizienzpotentialen aus dem Profitability Improvement
Program (PIP) konsequent weiterführen. Entsprechende Maßnahmenpakete und neu definierte Key Initiatives für 2011, die weitere
Kostensenkungspotentiale und Prozesseffizienzsteigerungen beinhalten, sind bereits gestartet. So werden im „Business Process
Management" Kernprozesse des Unternehmens definiert und hinsichtlich der internen Abläufe zum Idealzustand neu organisiert, auf
Profitabilität optimiert und Cashflow-fokussiert ausgerichtet. Dieses Projekt orientiert sich an der iterativen und langfristigen
Prozessoptimierung.
Das Management geht davon aus, dass das Umsatz- und Ergebnisniveau auch in 2012 weiter deutlich ansteigen wird, wenn sich der
positive, konjunkturelle Aufwärtstrend verstetig en kann.
4 Risikobericht
4.1 Risikomanagementsystem
Der Vorstand ist für die Risikopolitik und das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem des ZMDI-Konzerns verantwortlich. Das
Management der Unternehmensbereiche übernimmt diese Grundsätze entsprechend der Organisations- und
Verantwortungshierarchie. Beim ZMDI-Konzern wurden 14 Unternehmensbereiche identifiziert, deren jeweilige Leiter für die
Steuerung der in ihrem Bereich liegenden Risiken verantwortlich sind. Im Jahr 2008 wurde das interne Kontroll- und
Risikomanagementsystem reorganisiert. Im Jahr 2009 wurde der Prozess des Risikomanagements im
ZMDI-Konzern weiter erfolgreich implementiert. Einmal jährlich wird ein Workshop veranstaltet, in dem die Risikoverantwortlichen
gemeinsam eine Bewertung der aktuellen Risikosituation des Konzerns vornehmen und gegebenenfalls zusätzliche Maßnahmen
hieraus ableiten. Die Verantwortlichkeit für das Kontroll- und Risikomanagementsystem liegt im Bereich Legal Services, dessen
Leiterin in dieser Funktion an den Vorstand der Gesellschaft berichtet. Das Risikomanagementsystem wurde mit Unterstützung der
SMR – Strategische Management- und Risikoberatungs GmbH entwickelt, in dem die unternehmensrelevanten internen und externen
Risikobereiche ganzheitlich betrachtet, bewertet und in einem Informationssystem der SMR zusammengeführt werden. Das
Informationssystem ist von führenden international tätigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften nach IDW PS 340 zertifiziert und damit
als geeignetes System im Sinne des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) anerkannt.
4.2 Risiko-Schwerpunkte
Neben der im Rahmen des Risikomanagementsystems erfolgten Aufteilung des Unternehmens in Risikobereiche werden
Risikokategorien abgebildet, um eine bessere Übersicht zu erhalten. Risiko-Schwerpunkte waren dabei in den folgenden
Risikokategorien zu verzeichnen.
Markt/Wettbewerb
Grundsätzlich unterliegt der Halbleitermarkt zyklischen Konjunkturbewegungen. Insbesondere der Preisverfall ist äußerst schwierig zu
antizipieren. Der ZMDI-Konzern hat sich bei strategischen Kunden durch Alleinlieferverträge insofern abgesichert, dass kein
Wettbewerber mitliefert und damit der preisliche Druck geringer ausfällt. Erklärte Strategie des ZMDI-Konzerns ist es darüber hinaus,
in den Applikationsmärkten mit den jeweiligen Marktführern zusammenzuarbeiten, da Marktführer in der Regel auch in konjunkturell
schwierigen Zeiten wachsen.
Trotz des Fokus auf Standardprodukte verbleibt es bei der Aufteilung des Produkt -Portfolios des ZMDI-Konzerns in die zwei weiterhin
im Wesentlichen gleichstarken Segmente ASIC und ASSP, als auch die Diversifizierung der Anwendungsgebiete in u.a. Automotive,
Medizintechnik, Consumer- bzw. Industrieanwendungen mit jeweils stark unterschiedlichen Risikocharakteristika, sind wesentliche
Bestandteile der Risikoabsicherung der Gesellschaft.
Grundsätzlich besteht jedoch insbesondere im Segment ASSP das Risiko, dass aufgrund der breiten Diversifizierung die Kenntnis über
Wettbewerb und Märkte nicht ausreichend ist, um für jedes neue Produkt den sicheren Markterfolg gewährleisten zu können.
Weiterhin ist das Preisrisiko bei ASSPs und Standardprodukten deutlich höher als bei alleingelieferten, kundenspezifischen ASICs. Die
Standardprodukte sind teilweise austauschbar und stehen daher unter einem anderen Wettbewerb s-druck. Demgegenüber bieten die
Standardprodukte höhere Wachstumschancen gegenüber ASIC s.
Forschung und Entwicklung (F&E)
Grundsätzlich besteht das Risiko, dass ein Schaltkreisdesignprojekt nicht rechtzeitig fertig gestellt wird und sich damit der Anlauf
neuer Produkte verschiebt oder von Kunden abgesagt werden muss. Diese Verzögerungen haben dann merklichen Einfluss auf die
Umsatz- und Ergebnisplanung der folgenden Jahre.
Auch können Rückforderungen von Kunden aufgrund der Verspätungen angemeldet werden, die zu einer Rückzahlung von
angezahlten Entwicklungsgeldern führen.
Das Projektmanagement wurde auch während des Geschäftsjahres 2010 weiterentwickelt und ausgebaut, um den inhaltlichen,
zeitlichen und monetären Ablauf der Projekte gemäß den verabschiedeten Projektplänen sicherzustellen. Weiterhin sind Maßnahmen
ergriffen und verstärkt worden, um das in der Produktentwicklung vorhandene Know-How für eine effizientere Entwicklungsarbeit
besser zu vernetzen.
Produktion
Weiterhin besteht das Risiko, dass Produkte nicht lieferbar sind, weil wesentliche Materialien fehlen, neben dem Risiko der
Abhängigkeit von externen, teilweise sehr großen Produktionspartnern. Dies kann durch Rohmaterialienverknappung ebenso sein, wie
durch verfehlte Lagerhaltungspolitik oder durch Qualitätsschäden, die Produktionschargen zum Ausfall bringen. Dies kann
insbesondere in Zeiten plötzlichen starken Wachstums, wie z.B. nach der weltweiten Wirtschaftskrise in 2009 auftreten sowie im
Rahmen der aktuell andauernden Umstellung der 6"-Produktion auf 8"-Produktion beim Hauptlieferanten X-FAB. Der ZMDI-Konzern
muss in derartigen Fällen mit erhöhter Lagerhaltung und möglicherweise ungeplanten Investitionen reagieren, um die
Kundenbeziehungen nicht zu gefährden.

Aufgrund der notwendigen, langfristigen Lieferverträge mit externen Produktionspartnern, insbesondere mit Foundries, die der
Absicherung der Kapazitäten und Lieferfähigkeit dienen, kann es zu Abnahmeverpflichtungen bestellter Mengen kommen. Im
ungünstigsten Fall kann es zu Wertberichtigungen von Restbeständen führen, wenn diese nicht im Markt platziert werden können.
Der ZMDI-Konzern investiert weiter in die Verbesserung des Logistik- und Qualitätsmanagements sowie des Einkaufes, um diese
Risiken zu managen. Der ZMDI-Konzern prüft darüber hinaus laufend die Möglichkeiten zum Einsatz weiterer, neuer Lieferanten mit
jeweils mehreren Produktionsstandorten zur Verbesserung der Risikosituation. So wurden in 2010 weitere Lieferanten aufgebaut und
qualifiziert, um eine breitere Lieferbasis zu haben. Entsprechende langfristige Verträge wurden an die Bedürfnisse des ZMDI-Konzerns
nach Kapazitätssicherung mit weitestmöglicher Flexibilität angepasst.
Finanzen
Durch die dramatischen Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise und in deren Folge die globale Wirtschaftskrise leiten sich Risiken
bei der Finanzierungsabsicherung ab.
Der ZMDI-Konzern hat durch den Verkauf der ZFOUNDRY und der Altgebäude erheblichen finanzpolitischen Spielraum hinzugewinnen
können. Der ZMDI-Konzern war innerhalb sehr kurzer Zeit in der Lage, einen Factoringvertrag über ein Gesamtvolumen in Höhe von
Mio. EUR 5 zu zinsgünstigen Konditionen abzuschließen. Der ZMDI-Konzern ist insoweit weniger anfällig für die durch die
Hypothekenkrise ausgelösten Verwerfungen im Bank- und Kreditgeschäft.
Weitere, jedoch erheblich geringere Ertragsrisiken entstehen durch einen ungünstigen Kursverlauf des US-Dollars zum Euro, dem
durch verstärkte Erschließung von Materialquellen im Dollar-Raum und durch Währungsanpassungsklauseln in den wichtigsten
Verträgen mit Kunden teilweise entgegengewirkt wird. Ebenso werden regelmäßig Terminabsicherungsgeschäfte geprüft, um so den
zu erwartenden Dollarüberschuss abzusichern. Das Management strebt grundsätzlich einen Natural Hedge von Aufwendungen und
Erträgen im Dollar an, womit das bestehende Risiko der Fehleinschätzung der Dollarkursentwicklung durch das Management minimiert
wird.
Der ZMDI-Konzern verfolgt eine strenge Kreditpolitik gegenüber Kunden und Geschäftspartnern. Die Kreditwürdigkeit von Kunden und
Geschäftspartnern wird systematisch geprüft. Im Fall von drohenden Forderungsausfällen werden aktiv Maßnahmen ergriffen, um den
Risikoeintritt zu verhindern. Auch durch Factoringverträge wird das Risiko des Forderungsausfalls deutlich verringert. Grundsätzlich
besteht dennoch das Risiko von Forderungsausfällen.
Rechtsrisiken
Strategie des ZMDI-Konzerns war und ist es, nach Möglichkeit keine Aktivprozesse zu führen und auftretende Streitfälle
kostenschonend und einvernehmlich zu lösen. Die in den Jahren 2009 und 2010 vom Hauptlieferanten X-FAB geltend gemachten
Forderungen wegen Nichteinhaltung von Kapazitätsreservierungen wurden im Hinblick auf ihre Rechtmäßigkeit in Zusammenarbeit mit
spezialisierten Rechtsanwälten geprüft. Sie konnten in 2010 durch eine einvernehmliche Lösung außergerichtlich beigelegt werden.
Soweit der ZMDI-Konzern Aktivprozesse führt, wird zunächst eine sorgfältige Sachverhaltsanalyse erstellt und in Zusammenarbeit mit
externen, auf das entsprechende Rechtsgebiet spezialisierten Rechtsanwälten eine Strategie für eine erfolgreiche Prozessführung
erarbeitet.
Haftungsrisiken ergeben sich abstrakt aus der unabsichtlichen Verletzung von Schutzrechten sowie aus Gewährleistungs- bzw.
Produkthaftungsfällen, insbesondere in den USA. Maßnahmen zur Risikobegrenzung werden regelmäßig geprüft und anschließend
umgesetzt.
Produkthaftungs- und Qualitätsrisiken
Gegen Produktrisiken setzt der ZMDI-Konzern modernste qualitätssichernde Methoden zur Vorbeugung, Problemlösung und
kontinuierlichen Verbesserung seiner Geschäftsprozesse ein, insbesondere bei Entwicklung und Logistik. Das unternehmensweit
gültige Qualitätsmanagementsystem ist seit Jahren nach den Normen ISO 9001 beziehungsweise ISO/TS 16949 zertifiziert. Die
Lieferanten werden entsprechend diesen Vorgaben qualifiziert und regelmäßig vor Ort vom Unternehmen auditiert.
Die von dem Hauptlieferanten X-FAB sowie den neu integrierten Lieferanten, wie u.a. TSMC und KYEC hergestellten Produkte und
Dienstleistungen werden in komplexe elektronische Systeme integriert. Fehler oder Funktionsmängel der von Lieferanten hergestellten
Produkte können mittelbar oder unmittelbar Eigentum, Gesundheit oder Leben Dritter beeinträchtigen.
Das Unternehmen ist nicht in der Lage, seine Haftung gegenüber Konsumenten oder Dritten in Absatzverträgen zu reduzieren oder
auszuschließen. Jedes Produkt, das das Unternehmen verlässt, durchläuft hinsichtlich Qualität und Funktion mehrere qualifizierte
Kontrollen. Trotz aller Qualitätskontrollen können Produktfehler auftreten und sich möglicherweise erst nach Installation und Gebrauch
der Endprodukte zeigen. Obwohl dieses Risiko branchenüblich versichert ist, kann es im Falle von Qualitätsproblemen zu negativen
Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des ZMDI-Konzerns kommen. Die ohnehin bestehenden Qualitätsrisiken
werden durch die aktuell andauernde Umstellung der 6'-Produktion auf 8'-Produktion beim Hauptlieferanten X-FAB noch erhöht.
Dieser Prozess wird daher durch das Unternehmen verstärkt beobachtet und begleitet.
4.3 Wesentliche Ergebnisse auf dem Gebiet „Risikomanagement"
Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind vor allem folgende Aktivitäten zu nennen:
neben den ASIC-Projekten weiterhin Fokus darauf, eigene neue Standardprodukte zu konzipieren, zu entwickeln und
anzubieten (Schwerpunkt des R&D); Aufbau von Marketing (Einstellung eines neuen Marketingleiters) und
Produktdefinitionskompetenz (Benennung verantwortlicher Produktmanager) geplant; Erhöhung der Ressourcen für die
verantwortliche Business Line Standard Components
neben den Standardprodukten weiterhin Fokus auf langfristige strategische Partnerschaften im Automotive und Medical ASIC
Geschäftsbereich
Verbesserung und Umsetzung der Lieferantenstrategie (Qualifizierung weiterer, neuer Lieferanten mit mehreren eigenen
Produktionsstandorten mit Potential zum internen Produktionstransfer im Risikofall, u.a. Qualifizierung eines zweiten

Packaging- und Testhauses wie KYEC) sowie Abschluss eines langfristigen Vertrages mit einem weiteren Wafer-Lieferanten
(TSMC)
Stärkung und weiterer Ausbau der Vertriebsorganisation des ZMDI-Konzerns in Europa und weltweit mit Schwerpunkten in
Japan, Korea und den USA: Neuorganisation in den USA durch Verschlankung der Standorte, Erhöhung der Anzahl der
Vertriebsmitarbeiter und vertraglich gebundenen Representatives sowie Zusammenlegung der Business Lines Medical und
SSC Global
Weiterführung und Verstärkung des „1st Time Right"-Programms zur nachhaltigen Verbesserung der Design-Methodik und
Entwicklungsprozesse und damit verbunden der Wettbewerbssituation des ZMDI-Konzerns
Start der neuen Key-Initiative „Moores Law' zur Produktkreation und Effizienzsteigerung in Zusammenarbeit mit externen
Beratern
Weiterentwicklung des Projektmanagements: monatliches Projektreview zum Vergleich der Projektpläne mit den aktuellen
Forecasts (zeitliche, inhaltliche und monetäre Prüfung der Projekte)
weiterhin umfangreiche Aktivitäten im Bereich IT-Sicherheit, unter anderem externes IT Security-Audit, aus denen
Empfehlungen und Maßnahmen abgeleitet un d umgesetzt wurden
Institutionalisierung und Festigung des Risikomanagementprozesses
5 Prognosebericht/Ausblick
Die Strategie des ZMDI-Konzerns ist fokussiert und soll so zu weiterem Wachstum führen:
Mission: „We are the innovative provider of high performance analogue and mixed-signal semiconductor solutions. We
provide high quality products and services of value to our customers on time. We enable our customers to create most
energy-efficient products for Digital Power Management and Sensors in their markets."
Nachhaltig profitables Wachstum durch die Ausweitung des Standardproduktgeschäfts. Das installierte Produktcouncil wird
zielgerichtet neue profitable Produktvorschläge intensiver erarbeiten. Produkte sollen für alle Märkte anbietbar sein. Der
gemeinsame Nenner ist Energy Efficiency und schwerpunktmäßig Einsatzgebiete in Sensorik und Powermanagement
langfristige strategische Partnerschaften mit namhaften Kunden für ASIC -Aufträge und Single - Source-Verträge,
insbesondere in Automotive und Medical-Portable-Marktsegmenten
globale Vertriebsstrategie mit eigenen Büros in Dresden, Stuttgart, Düsseldorf, München, Paris, Hsinchu (Taiwan), Shenzen
(China), Tokio (Japan), Melville (N.Y.), Pocatello (ID), Silicon Valley (Kalifornien), Graz (Österreich) und Korea; darüber
hinaus ständiger Ausbau des Handelsvertreternetzes und die Aufnahme von Spezialdistributoren
Ausbau des Vertriebes im koreanischen Markt, der große Möglichkeiten für den ZMDI-Konzern bietet
Ausbau unseres Designcenters in Bulgarien, um die Entwicklungskosten zu reduzieren
Aufbau von Marketing und Produktdefinitionskompetenz
Als Fabless Company sollen weiterhin neue Technologien genutzt werden, um die Produktstrategien der Business Lines zu
komplettieren.
im „War for Talents" die Besten der Besten (Personal) anwerben, aufbauen, motivieren und weiterentwickeln
Speziell für ausgewählte Nachwuchskräfte sollen motivationsfördernde Angebote entwickelt werden.
Zum finanziellen Ausblick der Gesellschaft siehe auch Abschnitt 3.3 dieses Lageberichts.
6 Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres
Vorgänge von besonderer Bedeutung lagen nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht vor.
Dresden, 24. März 2011

Thilo von Selchow
Steffen Wollek
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2010
Anhang
TEUR
TEUR
Vorjahr
TEUR
VERMÖGENSWERTE
A. Langfristige Vermögenswerte
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
17
752
678
2. Geschäfts- und Firmenwerte
18
0
280
3. Entwicklungskosten
19
6.672
7.174
7.424
8.132
II. Sachanlagen
20
1. technische Anlagen und Maschinen
363
509
2. andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
4.815
5.007
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
215
7
5.393
5.523
III. Finanzanlagen
21
1. at equity-bewertete Beteiligungen
0
0
2. Ausleihungen an Gesellschafter
36.700
35.153
3. Ausleihungen an at equity-bewertete
Unternehmen
16
31
4. sonstige Wertpapiere
57
57
36.773
35.241
49.590
48.896
IV. Sonstige Vermögenswerte
24
22
21
V. Latente Steueransprüche
22
6.732
4.296
6.754
4.317
56.344
53.213
B. Kurzfristige Vermögenswerte
I. Vorräte
23
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
161
337
2. unfertige Erzeugnisse und Leistungen
11.529
10.558
3. fertige Erzeugnisse und Waren
2.504
2.169
14.194
13.064
II. Forderungen und sonstige Vermögenswerte
24
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2.974
2.586
2. sonstige Vermögenswerte
1.226
1.233
4.200
3.819
III. Sonstige Wertpapiere
25
1.139
1.982
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
26
5.582
7.778
6.721
9.760
25.115
26.643
81.459 79.856
Anhang
TEUR
TEUR
Vorjahr
TEUR
EIGENKAPITAL UND SCHULDEN
A. Eigenkapital
27
I. Grundkapital
11.800
11.800
II. Kapitalrücklage
39.093
44.203
III. Gewinnrücklagen und Bilanzverlust
-6.585
-10.407
IV. Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Beträge
im Zusammenhang mit zur Veräußerung
gehaltenen Vermögenswerten
0 -18
V. Translationsanpassung
2.427
2.639
46.735
48.217
B. Langfristige Schulden
I. Sonstige langfristige Rückstellungen
29
19
38
II. Verbindlichkeiten aus Genussrechtskapital
28
21.898
21.764
III. Erhaltene Anzahlungen
30
0
0
IV. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
33
481
0

Anhang
TEUR
TEUR
Vorjahr
TEUR
V. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
31
443
802
VI. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten
32
0
600
22.841
23.204
C. Kurzfristige Schulden
I. Steuerrückstellungen
143
10
II. Sonstige kurzfristige Rückstellungen
29
5.510
2.857
III. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
33
155
321
IV. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
30
435
435
V. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
34
2.827
2.951
VI. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
31
360
448
VII. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
32
2.453
1.413
11.883
8.435
81.459
79.856
Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2010
Bruttobuchwerte
1.1.2010
TEUR
Währungsdifferenzen
TEUR
Zugänge
TEUR
Umbuchungen
TEUR
Abgänge
TEUR
31.12.2010
TEUR
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werte
1.287
1
331
5
9
1.615
2. Geschäfts- und Firmenwerte
1.312
97
0
0
0
1.409
3. Entwicklungskosten
21.020
0
1.654
0
0
22.674
23.619
98
1.985
5
9
25.698
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen
3.143
0
13
0
0
3.156
2. andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
18.942
31
1.102
2
0
20.077
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau
7
0
215
-7
0
215
22.092
31
1.330
-5
0
23.448
III. Finanzanlagen
1. at equity-bewertete Beteiligungen
0
0
0
0
0
0
2. Ausleihungen an Gesellschafter
46.984
0
2.039
0
500
48.523
3. Ausleihungen an at equity-bewertete
Unternehmen
31
3
0
0
18
16
4. sonstige Wertpapiere
57
0
0
0
0
57
47.072
3
2.039
0
518
48.596
92.783
132
5.354
0
527
97.742
Abschreibungen
1.1.2010
TEUR
Währungsdifferenzen
TEUR
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
31.12.2010
TEUR
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werte
609
1
262
9
863
2. Geschäfts- und Firmenwerte
1.031
60
318
0
1.409
3. Entwicklungskosten
13.847
0
2.155
0
16.002
15.487
61
2.735
9
18.274
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen
2.635
0
158
0
2.793
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
13.934
30
1.298
0
15.262
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau
0
0
0
0
0
16.569
30
1.456
0
18.055
III. Finanzanlagen
1. at equity-bewertete Beteiligungen
0
0
0
0
0
2. Ausleihungen an Gesellschafter
11.831
0
0
8
11.823
3. Ausleihungen an at equity-bewertete Unternehmen
0
0
0
0
0
4. sonstige Wertpapiere
0
0
0
0
0
11.831
0
0
8
11.823
43.887
91
4.191
17
48.152

Nettobuchwerte
31.12.2010
TEUR
Vorjahr
TEUR
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werte
752
678
2. Geschäfts- und Firmenwerte
0
280
3. Entwicklungskosten
6.672
7.174
7.424
8.132
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen
363
509
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
4.815
5.007
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau
215
7
5.393
5.523
III. Finanzanlagen
1. at equity-bewertete Beteiligungen
0
0
2. Ausleihungen an Gesellschafter
36.700
35.153
3. Ausleihungen an at equity-bewertete Unternehmen
16
31
4. sonstige Wertpapiere
57
57
36.773
35.241
49.590
48.896
Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2009
Bruttobuchwerte
1.1.2009
TEUR
Währungsdifferenzen
TEUR
Zugänge
TEUR
Umbuchungen
TEUR
Abgänge
TEUR
31.12.2009
TEUR
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werte
927
0
188
172
0
1.287
2. Geschäfts- und Firmenwerte
1.319
-8
0
0
0
1.312
3. Entwicklungskosten
18.573
1
2.447
0
0
21.020
20.819
-7
2.635
172
0
23.619
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen
3.128
1
15
0
0
3.143
2. andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
18.343
-13
564
116
69
18.941
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau
289
-1
7
-288
0
7
21.760
-13
586
-172
69
22.092
III. Finanzanlagen
1. at equity-bewertete Beteiligungen
0
0
0
0
0
0
2. Ausleihungen an Gesellschafter
41.206
0
5.778
0
0
46.984
3. Ausleihungen an at equity-bewertete
Unternehmen
32
-1
0
0
0
31
4. sonstige Wertpapiere
102
0
11
0
56
57
41.340
-1
5.789
0
56
47.072
83.919
-21
9.010
0
125
92.783
Abschreibungen
1.1.2009
TEUR
Währungsdifferenzen
TEUR
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
31.12.2009
TEUR
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und
Werte
352
0
257
0
609
2. Geschäfts- und Firmenwerte
421
0
610
0
1.031
3. Entwicklungskosten
10.862
0
2.985
0
13.847
11.635
0
3.852
0
15.487
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen
2.480
0
155
0
2.635
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
12.585
-12
1.423
62
13.934
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau
0
0
0
0
0
15.065
-12
1.578
62
16.569
III. Finanzanlagen
1. at equity-bewertete Beteiligungen
0
0
0
0
0
2. Ausleihungen an Gesellschafter
11.823
0
8
0
11.831

Abschreibungen
1.1.2009
TEUR
Währungsdifferenzen
TEUR
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
31.12.2009
TEUR
3. Ausleihungen an at equity-bewertete Unternehmen
0
0
0
0
0
4. sonstige Wertpapiere
0
0
0
0
0
11.823
0
8
0
11.831
38.523
-12
5.438
62
43.887
Nettobuchwerte
31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen
Rechten und Werte
678
575
2. Geschäfts- und Firmenwerte
280
898
3. Entwicklungskosten
7.174
7.711
8.132
9.184
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen
509
648
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
5.007
5.758
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau
7
289
5.523
6.695
III. Finanzanlagen
1. at equity-bewertete Beteiligungen
0
0
2. Ausleihungen an Gesellschafter
35.153
29.383
3. Ausleihungen an at equity-bewertete Unternehmen
31
32
4. sonstige Wertpapiere
57
102
35.241
29.517
48.896
45.396
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010
Anhang
TEUR
TEUR
Vorjahr
TEUR
1. Umsatzerlöse
3
55.117
43.265
2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an
fertigen und unfertigen Erzeugnissen und
Leistungen
4
1.226
-3.557
3. andere aktivierte Eigenleistungen
5
1.664
2.447
4. sonstige betriebliche Erträge
6
3.289
3.040
5. Materialaufwand
7
a) Aufwand für Roh, Hilfs- und Betriebsstoffe und
für bezogene Waren
-19.000
-12.545
b) Aufwand für bezogene Leistungen
-4.656
-3.219
-23.656
-15.764
6. Personalaufwand
8
a) Löhne und Gehälter
-18.728
-15.257
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung
-2.685
-2.550
-21.413
-17.807
7. Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und
Sachanlagen
9
-4.191
-5.430
8. sonstige betriebliche Aufwendungen
10
-10.934
-10.667
9. Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit
1.102
-4.473
10. Erträge aus Ausleihungen des
Finanzanlagevermögen und Wertpapieren
11
2.051
2.002
11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
12
103
841
12. Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen
13
0
0
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen
14
0
-8
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
15
-1.729
-1.585
15. Ergebnis vor Steuern
1.527
-3.223
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
16
2.295
-1.994
17. Konzernjahresüberschuss /-fehlbetrag
3.822
-5.217
Konzerngesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010

TEUR
Vorjahr
TEUR
Konzernjahresüberschuss /-fehlbetrag
3.822
-5.217
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Während der Berichtsperiode erfasster Nettogewinn aus der Neubewertung von finanziellen
Vermögenswerten der Kategorie „zur Veräußerung verfügbar"
18
-18
Gesamtergebnis der Berichtsperiode
3.840
-5.235
Vom Gesamtergebnis entfallen auf
- Gesellschafter des Mutterunternehmens
3.840
-5.235
Entwicklung des Konzerneigenkapitals 2010
Grundkapital
TEUR
Kapital-
rücklagen
TEUR
Gewinnrücklagen
und Bilanzverlust
TEUR
Beträge aus zur
Veräußerung
gehaltenen
Vermögenswerten
TEUR
Translations
-
anpassung
TEUR
Konzern-
eigenkapital
TEUR
Stand 1.1.2009
11.800
48.468
-6.389
0
2.541
56.420
Konzernjahresüberschuss
0
0
-5.217
0
0
-5.217
Direkt im Eigenkapital
erfasster Nettoertrag
0
0
0
-18
0
-18
Vollständiges Gesamtergebnis
für das Geschäftsjahr
0
0
-5.217
-18
0
-5.235
Umrechnungsdifferenzen aus
der Währungsumrechnung
0
0
0
0
98
98
Änderung durch Rückkauf
eigener Anteile
0
--2.400
0
0
0
-2.400
Änderung der Kapitalrücklage
aus der Ausgabe von
Aktienoptionen
0-666 0 0 0-666
Verrechnung der
Kapitalrücklage mit Verlusten
0
-1.199
1.199
0
0
0
Stand am
31.12.2009/1.1.2010
11.800
44.203
-10.407
-18
2.639
48.217
Konzernjahresüberschuss
0
0
3.822
0
0
3.822
Direkt im Eigenkapital
erfasster Nettoertrag
00 0 18018
Vollständiges Gesamtergebnis
für das Geschäftsjahr
0
0
3.822
18
0
3.840
Umrechnungsdifferenzen aus
der Währungsumrechnung
0 0 0 0 -212 -212
Änderung durch Rückkauf
eigener Anteile
0
-5.100
0
0
0
-5.100
Änderung der Kapitalrücklage
aus der Ausgabe von
Aktienoptionen
0-10 0 0 0-10
Kapitalerhöhung aus
Gesellschaftsmitteln
30.000
-30.000
0
0
0
0
Ordentliche
Kapitalherabsetzung
-30.000
30.000
0
0
0
0
Stand am 31.12.2010
11.800
39.093
-6.585
0
2.427
46.735
Konzern-Kapitalflussrechnung 2010
2010
TEUR
Vorjahr
TEUR
Konzernergebnis vor Ertragsteuern
1.527
-3.223
Einnahmen Ertragsteuern
167
309
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens nach Verrechnung mit
Zuschreibungen
4.191
5.430
Gewinn (Vorjahr: Verlust) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens
0
-1
Finanzergebnis
-425
-1.250
Zunahme (Vorjahr: Abnahme) der Vorräte
-1.130
3.603
Zunahme (Vorjahr: Abnahme) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
-388
4.996
Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
-124
-2.592
Veränderungen der übrigen kurzfristigen Vermögenswerte und Schulden/sonstige nicht
zahlungswirksame Vorgänge
4.473
-4.562
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
8.291
2.710
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte
-1.983
-2.635
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen
0
3.007

2010
TEUR
Vorjahr
TEUR
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen
-1.365
-460
Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen
500
45
Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen
0
-3.800
Erhaltene Investitionszulage
34
229
Erhaltene Zinsen
132
446
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
-2.682
-3.168
Auszahlung für den Erwerb eigener Anteile
-5.700
-1.208
Nettoauszahlung aus der Aufnahme/Tilgung von Finanzkrediten
-139
-342
Zinsausgaben
-1.766
-1.693
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
-7.605
-3.243
Zahlungswirksame Veränderung aus der Geschäftstätigkeit
-1.996
-3.701
Wechselkurs-, Konsolidierungskreis und bewertungsbedingte Änderungen des
Finanzmittelfonds
-187
105
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode
7.762
11.358
Finanzmittelfonds am Ende der Periode
5.579
7.762
Konzernanhang (nach IFRS) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010
1. Allgemeine Angaben zum Konzern
Die Zentrum Mikroelektronik Dresden AG (ZMD AG) als Obergesellschaft hat ihren Sitz in 01109 Dresden/Deutschland, Grenzstraße
28. Sie ist unter HRB Nr. 19166 im Handelsregister des Amtsgerichts Dresden eingetragen. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns
umfasst die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb mikroelektronischer Bauelemente und Baugruppen sowie Sensoren,
Mikroelektronikmodule und Mikrosysteme.
Die ZMD AG hat von dem in § 315a Abs. 3 HGB eingeräumten Wahlrecht Gebrauch gemacht und ihren Konzernabschluss nach
international anerkannten Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt. Auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses nach den
deutschen handelsrechtlichen Vorschriften wurde daher verzichtet.
Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2010 wurde am 24. März 2011 vom Vorstand der Gesellschaft zur Genehmigung
freigegeben.
a) Konsolidierungskreis
Alle Unternehmen, bei denen die ZMD AG mittelbar oder unmittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann, sind in den
Konzernabschluss einbezogen. Beherrschung liegt vor, wenn die Möglichkeit besteht, die Finanz- und Geschäftspolitik eines
Unternehmens zu bestimmen.
Im Geschäftsjahr 2010 veränderte sich der Konsolidierungskreis nicht gegenüber dem Vorjahr.
Der Konzernabschluss umfasst somit zum Bilanzstichtag die Zentrum Mikroelektronik Dresden AG, Dresden, ein inländisches und drei
ausländische Tochterunternehmen, welche im Wege der Vollkonsolidierung eingezogen wurden, sowie ein Gemeinschaftsunternehmen,
welches nach der Equity-Methode einbezogen wurde.
Der Konzern umfasst neben der ZMD AG folgende Tochtergesellschaften:
ZMD America Inc.
Die Haupttätigkeit der ZMD America, Inc., Santa Clara/USA, umfasst die Vermittlung von Umsätzen, für welche sie Provisionen von
der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG erhält, sowie Aufgaben im Bereich des Kundenservice und Design. Das Unternehmen verfügt
über Vertriebsbüros in Melville (New York) und Pocatello (Idaho) sowie ein Design -Center in Madison (Wisconsin).
ZMD Eastern Europe EOOD
Die ZMD AG hat im Februar 2008 eine Tochtergesellschaft in Varna/Bulgarien gegründet mit dem Ziel, ihre Entwicklungskapazitäten
weiter auszubauen. Die ZMD AG ist zu 100 % an der Gesellschaft beteiligt.
Micro Chip Design Akademie GmbH
Die Micro Chip Design Akademie GmbH, Dresden (MCDA), ist 2000 gegründet worden, um den steigenden Bedarf an Chip-Design-
Ingenieuren zu decken. Die rezessiven Tendenzen des Vorjahres im Markt und Umfeld der Micro Chip Design Akademie haben sich im
Laufe des Geschäftsjahres 2010 nicht verändert. Somit ruht die Geschäftstätigkeit weiterhin.
ZMD Fareast Limited
Die ZMD Fareast Limited, Hongkong, wurde im I. Quartal 2007 gegründet. Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb und das
Halten von Geschäftsanteilen. Die ZMD AG ist zu 100 % an der Gesellschaft beteiligt.
Zum 31. Dezember 2010 wird gemäß IAS 31 eine ausländische Gesellschaft als Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) in den
Konzernabschluss unter Anwendung der Equity-Methode einbezogen.
Senterra Limited
Die ZMD Fareast Ltd. gründete im I. Quartal 2007 gemeinsam mit der Vapor Technologies Limited ein Joint Venture. Die ZMD Fareast
Ltd. ist zu 50 % an dem Unternehmen beteiligt. Die Senterra Limited steht unter gemeinschaftlicher Führung der beiden beteiligten
Unternehmen.

Mit den Standorten in Hongkong stärkt die ZMD AG ihre internationalen Vertriebstätigkeiten. Durch größere Kundennähe ist eine
intensivere Marktbearbeitung im asiatischen Raum möglich.
Die kurzfristigen Vermögenswerte der Senterra Ltd. betrugen im Jahr 2009 TUSD 179, die kurzfristigen Verbindlichkeiten T USD 165
und die langfristigen Verbindlichkeiten TUSD 89.
Der Abschluss 2010 lag bei Erstellung des Konzernabschlusses noch nicht vor.
Eine Übersicht zum Konsolidierungskreis ist der Aufstellung des Anteilsbesitzes der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen:
Land
Name und Sitz der
Gesellschaft
Konsolidierungsstatus
Anteil am Kapital
%
Eigenkapital laut
Jahresabschluss
zum 31.12.2010
TEUR
anteiliger
Gewinn/ Verlust
TEUR
Konsolidierungskreis
a) Inland
Zentrum
Mikroelektronik
Dresden AG, Dresden
(Muttergesellschaft)
65.710
-307
Micro Chip Design
Akademie GmbH,
Dresden
V
100,0
0
-1
b) Ausland
USA
ZMD America, Inc.
Santa Clara
V
100,0
-4.355
-953
Hongkong
ZMD Fareast, Ltd.
V
100,0
-52
-16
Bulgarien
ZMD Eastern Europe
EOOD
V
100,0
110
42
Hongkong
Senterra, Ltd.
A
50,0
-57
*
7
*
V: Die mit V gekennzeichneten Gesellschaften wurden vollkonsolidiert.
A: Die mit A gekennzeichneten Gesellschaften wurden im Wege der At-Equity-Bewertung einbezogen.
*
Verlust bzw. Eigenkapital 2009, Ergebnis 2010 lag noch nicht vor.
Das Eigenkapital der ausländischen Gesellschaften wurde zum US-Dollar-Stichtagskurs (1,3380 bzw. 1,4405 im Vorjahr), zum Lew-
Stichtagskurs (jeweils 1,95583) bzw. zum HK-Dollar-Stichtagskurs (10,4025 bzw. 11, 1652 im Vorjahr) in EUR umgerechnet. Das
Jahresergebnis wurde zum US -Dollar-Durchschnittskurs (1,3257 bzw. 1,3948 im Vorjahr), zum Lew-Durchschnittskurs (jeweils
1,95583) und zum HK-Dollar-Durchschnittskurs (10,2994 bzw. 10,8114 im Vorjahr) umgerechnet.
b) Konsolidierungsgrundsätze
Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind auf den Stichtag der ZMD AG
(Mutterunternehmen), d.h. den 3 1. Dezember 20 10 aufgestellt.
Die Ergebnisse der im Laufe des Geschäftsjahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden entsprechend vom
Zeitpunkt des Inkrafttretens des Erwerbs oder bis zum effektiven Abgangszeitpunkt in die Konzern -Gewinn- und Verlustrechnung
einbezogen.
Bei Unternehmenserwerben bzw. Unternehmensneugründungen erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Erwerbsmethode zum
Erwerbszeitpunkt. Aktivische Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung wurden als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen.
Die Abschreibung der Firmenwerte erfolgt nicht planmäßig, sondern wird jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen.
Die Ermittlung der Unterschiedsbeträge im Rahmen der erstmaligen at equity-Bewertung erfolgt in gleicher Weise wie bei der
erstmaligen Einbeziehung von Tochterunternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung.
Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen wurden an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
angepasst.
Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge zwischen den konsolidierten Unternehmen werden
gegeneinander aufgerechnet. Die Konzernvorräte und das Anlagevermögen werden um Zwischenergebnisse bereinigt.
Ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge unterliegen der Abgrenzung latenter Steuern. Die im Vorjahr angewendeten
Konsolidierungsgrundsätze sowie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind beibehalten worden.
c) Währungsumrechnung
In den in lokaler Währung aufgestellten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden Geschäftsvorfälle in fremder
Währung mit dem Kurs im Zeitpunkt der Erstverbuchung bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten werden zum
Bilanzstichtagskurs umgerechnet. Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen
Aufwendungen und Erträgen erfasst.
Die in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden nach dem Konzept der
funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Die Vermögenswerte und Schulden werden zum Kurs am Abschlussstichtag umgerechnet.
Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen umgerechnet. Die hieraus entstehenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden
erfolgsneutral im Eigenkapital unter einem gesonderten Posten erfasst. Aufwendungen und Erträge werden mit Durchschnittskursen
umgerechnet.
Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse haben sich im Verhältnis zum Euro wie folgt entwickelt:

Währung
Stichtagskurs am
31.12.2010
Stichtagskurs am
31.12.2009
Durchschnittskurs
2010
Durchschnittskurs
2009
US-Dollar
1,3380
1,4405
1,3257
1,3948
HK-Dollar
10,4025
11,1652
10,2994
10,8114
Lew
1,95583
1,95583
1,95583
1,95583
2. Bilanzierungs - und Bewertungsmethoden
a) Grundlagen der Bewertung
Der Konzernabschluss wurde auf Grundlage der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten aufgestellt. Die Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden werden im ZMD-Konzern einheitlich angewendet und grundsätzlich beibehalten.
Der Konzernabschluss der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG und ihrer Tochtergesellschaften wurde nach den anzuwendenden
International Financial Reporting Standa rds (IFRS) und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations
Committee (IFRIC) des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB
anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der Konzernabschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Da weder Aktien noch schuldrechtliche Wertpapiere der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG öffentlich gehandelt werden bzw. deren
Handel in die Wege geleitet worden ist, wurde auf die Angaben zur Segmentberichterstattung und zum Ergebnis je Aktie verzichtet.
Die Berichtswährung ist Euro. Die Betragsangaben erfolgen grundsätzlich in Tausend EURO (TEUR), sofern nichts anderes vermerkt
ist. Der Konzernabschluss umfasst den Berichtszeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010.
Der Konzernabschluss der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
b) Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Als (a) kurzfristig bzw. (b) langfristig werden Vermögenswerte und Schulden ausgewiesen, wenn erwartet wird, dass sie (a) innerhalb
von zwölf Monaten bzw. (b) nach mehr als zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert oder erfüllt werden.
Beurteilungen und Schätzungen: Für die Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS ist es erforderlich,
dass Einschätzungen und Annahmen getroffen werden, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und
Schulden, Erträge und Aufwendungen haben. Wesentliche Annahmen und Schätzungen werden unter anderem für die
Nutzungsdauern, die erzielbaren Erträge der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen, die Realisierbarkeit von Forderungen
sowie die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen getroffen. Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die
auf den jeweils aktuell verfügbaren Kenntnissen basieren. Durch von den Annahmen abweichende Entwicklungen dieser
Rahmenbedingungen können die sich ergebenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzungen abweichen. Im Falle
signifikanter Auswirkungen von Schätzänderungen werden Angaben im Sinne von IAS 1.125 gemacht.
Ermessensentscheidungen bei der Anwendung der Bilanzierungs - und Bewertungsmethoden: Im Rahmen der Bewertung bestehen
eine Reihe von Ermessensentscheidungen, so wurden z.B. immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen zu fortgeführten
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Von der ebenfalls zulässigen Möglichkeit, diese zum beizulegenden Zeitwert
anzusetzen, wurde kein Gebrauch gemacht.
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im
Anlagenspiegel dargestellt.
Immaterielle Vermögenswerte mit Ausnahme der Geschäfts- und Firmenwerte sind gemäß IAS 38 zu den Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten, gemindert um planmäßige Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen, angesetzt. Sie enthalten
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten, welche linear
über die wirtschaftliche Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren abgeschrieben werden.
Entwicklungskosten werden aktiviert, wenn ein neu entwickeltes Produkt oder Verfahren eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch
realisierbar ist und entweder die eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen ist. Weiterhin setzt die Aktivierung voraus, dass
die Entwicklungskosten mit hinreichender Wahrscheinlichkeit durch künftige Finanzmittelzuflüsse gedeckt und die Anschaffungs- oder
Herstellungskosten verlässlich bewertet werden können. Aktivierte Entwicklungskosten werden planmäßig über eine erwartete
wirtschaftliche Nutzungsdauer von 3-4 Jahren linear abgeschrieben. Forschungskosten werden gemäß IAS 38 als Aufwand erfasst.
Durch die Anwendung von IFRS 3, IAS 36 und IAS 38 werden Geschäfts- und Firmenwerte nicht länger planmäßig abgeschrieben. Sie
werden zum Bilanzstichtag mittels eines Impairmenttests auf Werthaltigkeit überprüft.
Die Ermittlung der Werthaltigkeit erfolgt mit Hilfe der aktuellen Planungsdokumente. Der Geschäfts- und Firmenwert wird
wertgemindert, wenn der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den erzielbaren Wert dieser Einheit übersteigt. Der
erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem
Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Eine eventuelle Wertminderung wird als Aufwand in der Gewinn- und
Verlustrechnung erfasst.
Sachanlagen sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, bei zeitlich begrenzter Nutzung vermindert um planmäßige
Abschreibungen angesetzt. Sofern erforderlich, verringern Wertminderungen die (fortgeführten) Anschaffungs - und
Herstellungskosten. Zuwendungen der öffentlichen Hand werden grundsätzlich nach IAS 20 von den Anschaffungs- und
Herstellungskosten abgesetzt.
Eine Neubewertung des Sachanlagevermögens entsprechend dem nach IAS 16 bestehenden Wahlrecht erfolgte nicht.
Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear. Die Abschreibungen entsprechen dem Verlauf des Verbrauchs des künftigen
wirtschaftlichen Nutzens.
Eine Übersicht über die Nutzungsdauer der einzelnen Gruppen des Sachanlagevermögens liefert nachfolgende Tabelle:

Jahre
Technische Anlagen und Maschinen
7–10
Andere Anlagen
7–10
Betriebs- und Geschäftsausstattung
3–10
Im Falle, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt, wird entsprechend IAS 36 eine Wertminderung auf diesen Wert
vorgenommen.
Die Herstellungskosten der Sachanlagen umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten.
Gemäß IAS 23 gehören Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau und der Herstellung eines Vermögenswertes zugeordnet
werden können, zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieses Vermögenswertes. Andere Fremdkapitalkosten werden als
Aufwand erfasst.
Leasingverhältnisse
Bei der Nutzung von gemieteten Sachanlagen sind die Voraussetzungen für ein Finanzierungsleasing erfüllt, wenn alle wesentlichen
Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Konzern übertragen werden.
Im Rahmen eines Finanzierungsleasingverhältnisses gehaltene Vermögenswerte werden erstmalig als Vermögenswerte des Konzerns
zu ihrem beizulegenden Zeitwert zu Beginn des Leasingverhältnisses oder, falls dieser niedriger ist, zum Barwert der
Mindestleasingzahlungen erfasst. Die entsprechende Verbindlichkeit gegenüber dem Leasinggeber ist innerhalb der Bilanz als
Verpflichtung aus Finanzierungsleasingverhältnissen zu zeigen.
Die Leasingzahlungen werden so in Zinsaufwendungen und Tilgung der Leasingverpflichtung aufgeteilt, dass eine konstante
Verzinsung der verbleibenden Verbindlichkeit erzielt wird. Zinsaufwendungen werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung
erfasst, außer sie lassen sich eindeutig einem qualifizierenden Vermögenswert zuordnen. In diesem Fall werden die Zinsaufwendungen
in Übereinstimmung mit den Konzernrichtlinien zu Fremdkapitalkosten aktiviert. Bedingte Leasingzahlungen werden in der Periode, in
der sie entstehen, als Aufwand erfasst.
Mietzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen werden als Aufwand linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst, es
sei denn, eine andere systematische Grundlage entspricht eher dem zeitlichen Nutzenverlauf für den Leasingnehmer. Bedingte
Mietzahlungen im Rahmen eines Operating-Leasingverhältnisses werden in der Periode, in der sie entstehen, als Aufwand erfasst.
Finanzinstrumente
Finanzinstrumente sind alle Verträge, die gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem
anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen.
Als finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten erfasste Finanzinstrumente werden getrennt ausgewiesen.
Finanzinstrumente werden erfasst, sobald ZMD Vertragspartei des Finanzinstruments wird.
Finanzielle Vermögenswerte
Die finanziellen Vermögenswerte des Unternehmens beinhalten im Wesentlichen Finanzinvestitionen, Forderungen gegenüber
Kreditinstituten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, marktgängige Wertpapiere, Zahlungsmittel sowie
Zahlungsmitteläquivalente.
Finanzielle Vermögenswerte werden folgendermaßen klassifiziert:
a)
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte,
b)
zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte,
c)
Kredite und Forderungen.
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wenn sie entweder zu Handelszwecken
gehalten oder freiwillig als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert wurden.
Als zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden finanzielle Vermögenswerte klassifiziert, die hauptsächlich
erworben wurden, um einen Gewinn aus kurzfristigen Preis- bzw. Kursschwankungen zu erzielen.
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Vom Konzern gehaltene Vermögenswerte, welche in einem aktiven Markt gehandelt werden und als zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte kategorisiert sind, werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Unrealisierte Gewinne und Verluste aus
Marktwertänderungen werden ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst.
Kredite und Forderungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Kredite und sonstige Forderungen mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht
an einem aktiven Markt notiert sind, werden als Kredite und Forderungen kategorisiert.
Kredite und Forderungen werden nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger
Wertminderungen bewertet. Mit Ausnahme von kurzfristigen Forderungen, bei denen der Zinseffekt unwesentlich wäre, werden
Zinserträge gemäß der Effektivzinsmethode erfasst.

Die Kriterien, die zu einer Wertminderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen führen, orientieren sich an der
Ausfallwahrscheinlichkeit der Forderung und der erwarteten Bonität der Kunden. Der Fair Value entspricht daher dem Bilanzwert zum
Stichtag.
Effektivzinsmethode
Die Effektivzinsmethode ist eine Methode zur Berechnung der fortgeführten Anschaffungskosten eines finanziellen Vermögenswertes
oder einer finanziellen Verbindlichkeit und der Zuordnung von Zinserträgen auf die jeweiligen Perioden. Der Effektivzinssatz ist
derjenige Zinssatz, mit dem die erwarteten zukünftigen Einzahlungen über die erwartete Laufzeit des Finanzinstrumentes auf den
Buchwert abgezinst werden.
Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten
Finanzielle Vermögenswerte, mit Ausnahme der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte,
werden zu jedem Bilanzstichtag auf das Vorhandensein von Indikatoren für eine Wertminderung untersucht. Finanzielle
Vermögenswerte werden wertgemindert, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des
Vermögenswertes eintraten, ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten künftigen Cashflows der Finanzanlage
negativ verändert haben.
Finanzielle Verbindlichkeiten
Die finanziellen Verbindlichkeiten des Unternehmens umfassen vor allem Verbindlichkeiten aus Genussrechtskapital, Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden entweder als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
oder als sonstige finanzielle Verbindlichkeiten kategorisiert.
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten werden als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
kategorisiert, wenn sie entweder zu Handelszwecken gehalten oder freiwillig als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
designiert wurden.
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, einschließlich aufgenommener Kredite, werden erstmalig zum beizulegenden Zeitwert abzüglich
Transaktionskosten erfasst.
Die nachstehende Tabelle stellt die beizulegenden Zeitwerte und die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Schulden
gegenüber.
Die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen
und Genussrechtsvereinbarungen. Der Fair Value dieser Verbindlichkeiten entspricht nach Vergleich mit den aktuellen Marktzinsen
zum 31. Dezember 2010 dem Buchwert der Verbindlichkeiten.
31. Dezember 2010
Finanzielle
Vermögenswerte
Fair
Value
Finanzinstrumente Buchwerte
Bilanzwerte
Zahlungsmittel/-
äquivalente
Kredite und
Forderungen
Derivative
Finanz-
instrumente
zur Veräußerung
verfügbare
Vermögenswerte
Handels-
bestand
Gesamt-
buchwerte
Flüssige Mittel
5.582
5.582
0
0
0
0
5.582
Kurzfristige
Wertpapiere
1.139
122
0
0
0
1.017
1.139
Forderungen aus
Lieferungen und
Leistungen
2.974
0
2.974
0
0
0
2.974
Übrige kurzfristige
Vermögenswerte
1.226
0
1.226
0
0
0
1.226
Langfristige finanzielle
Vermögenswerte
36.773
0
36.716
0
57
0
36.773
Gesamt
47.694
5.704
40.916
0
57
1.017
47.694
31. Dezember 2010
Finanzielle Schulden
Fair
Value
Finanzinstrumente Buchwerte
Bilanzwerte
sonstige
Verbindlichkeiten
Hedging
Derivate
Derivative
Finanz-
instrumente
außerhalb des
IAS 3 9
Gesamt-
buchwerte
Finanzverbindlichkeiten
kurzfristig
515
515
0
0
0
515
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und
Leistungen
2.827
2.827
0
0
0
2.827
Übrige kurzfristige
Verbindlichkeiten
2.384
2.384
0
0
0
2.384
Finanzverbindlichkeiten
langfristig
22.822
22.822
0
0
0
22.822

31. Dezember 2010
Finanzielle
Vermögenswerte
Fair
Value
Finanzinstrumente Buchwerte
Bilanzwerte
Zahlungsmittel/-
äquivalente
Kredite und
Forderungen
Derivative
Finanz-
instrumente
zur Veräußerung
verfügbare
Vermögenswerte
Handels-
bestand
Gesamt-
buchwerte
Übrige langfristige
Verbindlichkeiten
00 0 0 0 0
Gesamt
28.548
28.548
0
0
0
28.548
31. Dezember 2009
Finanzielle
Vermögenswerte
Fair
Value
Finanzinstrumente Buchwerte
Bilanzwerte
Zahlungsmittel/-
äquivalente
Kredite und
Forderungen
Derivative
Finanz-
instrumente
zur Veräußerung
verfügbare
Vermögenswerte Handelsbestand
Gesamt-
buchwerte
Flüssige Mittel
7.778
7.778
0
0
0
0
7.778
Kurzfristige
Wertpapiere
1.982
0
0
0
485
1.497
1.982
Forderungen aus
Lieferungen und
Leistungen
2.586
0
2.586
0
0
0
2.586
Übrige kurzfristige
Vermögenswerte
1.126
0
1.126
0
0
0
1.126
langfristige finanzielle
Vermögenswerte
35.241
0
35.184
0
57
0
35.241
Gesamt
48.713
7.778
38.896
0
542
1.497
48.713
31. Dezember 2009
Finanzielle Schulden
Fair
Value
Finanzinstrumente Buchwerte
Bilanzwerte
sonstige
Verbindlichkeiten
Hedging
Derivate
Derivative
Finanz-
instrumente
außerhalb des
IAS 39
Gesamt-
buchwerte
Finanzverbindlichkeiten
kurzfristig
769
769
0
0
0
769
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und
Leistungen
2.951
2.951
0
0
0
2.951
Übrige kurzfristige
Verbindlichkeiten
1.352
1.352
0
0
0
1.352
Finanzverbindlichkeiten
langfristig
22.566
22.566
0
0
0
22.566
Übrige langfristige
Verbindlichkeiten
600
600
0
0
0
600
Gesamt
28.238
28.238
0
0
0
28.238
Latente Steuern werden gemäß IAS 12 für sämtliche temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen der jeweiligen Steuerbilanz
und der Konzernbilanz gebildet. Daneben sind latente Steuern aus bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen zu erfassen, sofern
damit zu rechnen ist, dass diese mit hinreichender Wahrscheinlichkeit genutzt werden können. Die Abgrenzungen werden in Höhe der
voraussichtlichen Steuerbelastung bzw. -entlastung nachfolgender Geschäftsjahre auf der Grundlage des zum Zeitpunkt der
Realisation gültigen Steuersatzes vorgenommen. Für aktive latente Steuern, deren Realisierung in einem überschaubaren Zeitraum
nicht zu erwarten ist, werden Wertberichtigungen vorgenommen. Eine Saldierung von aktiven und passiven Steuerabgrenzung en wird
vorgenommen, soweit sie im Verhältnis zu einer Steuerbehörde aufrechenbar sind.
Vorräte an fertigen und unfertigen Erzeugnissen werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und
Nettoveräußerungswerten bewertet. Der Nettoveräußerungswert stellt den geschätzten Verkaufspreis der Vorräte abzüglich der
geschätzten Aufwendungen dar, die für die Fertigstellung und Veräußerung notwendig sind. Die Herstellungskosten enthalten
Einzelkosten zuzüglich angemessener Gemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nach Maßgabe des IAS 23 bei der Bewertung von
Fertigungsaufträgen einbezogen. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu gleitenden Durchschnittspreisen.
Aus kundenspezifischen Auftragsentwicklungen (Fertigungsaufträge) resultierende Entwicklungsaufwendungen sind, soweit die
Entwicklungsarbeiten am Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossen sind, als unfertige Leistungen aktiviert.
Wertberichtigungen auf Vorräte werden vorgenommen, soweit die Anschaffungs- oder Herstellungskosten über den erwarteten
Nettoveräußerungswerten liegen.
Bei der Bemessung der Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Rückstellungen werden gebildet, wenn ihnen
faktische oder rechtliche Verpflichtungen gegenüber Dritten zugrunde liegen, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen beruhen und
wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen. Der langfristige Anteil der Rückstellungen wird mit dem abgezinsten voraussichtlichen
Erfüllungsbetrag angesetzt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.
c) Auswirkungen von neuen und geänderten Rechnungslegungsstandards
Folgende neue und geänderte Standards und Interpretationen wurden in dem Konzernabschluss angewendet, hatten aber keine
wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss des aktuellen und der vorherigen Jahre, könnten allerdings die Bilanzierung
künftiger Transaktionen oder Vereinbarungen beeinflussen:

Änderungen an IFRS 1 Erstmalige Anwendung der IFRS – Zusätzliche Ausnahmen für Erstanwender
Die Änderungen führen zwei neue Ausnahmen für Erstanwender in Bezug auf Vermögenswerte der Öl- und Gasbranche und
in Bezug auf die Feststellung, ob eine Vereinbarung eine Leasingverhältnis enthält, ein. Die Änderungen haben keine
Auswirkung auf den Gruppenabschluss der ZMD AG, da der Konzern kein Erstanwender ist.
Änderungen an IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütungen – Bilanzierung anteilsbasierter Vergütungen im Konzern, die in bar erfüllt
wurden
Die Änderungen klären den Anwendungsbereich von IFRS 2 sowie die Bilanzierung anteilsbasierter Vergütungen im
Einzelabschluss eines Unternehmens, die vom Konzern in bar erfüllt werden und bei denen das Unternehmen die Güter oder
Dienstleistungen erhält, aber das Mutterunternehmen oder ein anderes Konzernunternehmen die Zahlungsverpflichtung
übernimmt.
Die Änderungen haben keine Auswirkung auf den Gruppenabschluss der ZMD AG, da im Konzern im Jahr 2010 keine
anteilsbasierten Vergütungen in bar erfüllt wurden.
IFRS 3 (2008) – Unternehmenszusammenschlüsse
Die Änderung an IFRS 3 (2008) „Unternehmenszusammenschlüsse" ist erstmalig prospektiv (mit Ausnahme einiger
Sachverhalte) auf Unternehmenszusammenschlüsse anzuwenden, für die der Erwerbszeitpunkt am oder nach dem Beginn
von Geschäftsjahren liegt, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Die Änderung wurde in europäisches Recht
übernommen. Der überarbeitete IFRS 3 (2008) sieht ein Wahlrecht für die Bewertung der Anteile nicht beherrschender
Gesellschafter vor, diese entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum Anteil der nicht beherrschenden Gesellschafter an
dem Nettovermögens des erworbenen Unternehmens zu bewerten, wie dies unter der bisherigen Fassung von IFRS 3
vorgesehen war. Zudem verändern die Regelungen in IFRS 3 (2008) den Ansatz und die Folgebewertung von bedingten
Gegenleistungen. Auch erfordert IFRS 3 (2008) die erfolgswirksame Erfassung eines Gewinns oder Verlusts in den Fällen, in
denen der Unternehmenszusammenschluss im Ergebnis zur Beendigung einer zuvor bestehenden Geschäftsbeziehung
zwischen dem Konzern und dem erworbenen Unternehmen führt sowie das erwerbsbezogene Kosten getrennt von dem
Unternehmenszusammenschluss zu bilanzieren sind. Auch diese Änderungen haben keine Auswirkung auf den
Gruppenabschluss der ZMD AG, da im Jahr 20 10 keine Unternehmenszusammenschlüsse gemäß IFRS 3 stattfanden.
Änderungen an IFRS 5 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche (im
Rahmen der jährlichen Verbesserungen 2008)
Die Änderungen stellen klar, dass die Angabeerfordernisse in anderen Standards als IFRS 5 nicht anzuwenden sind auf
langfristige Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen, außer diese Standards erfordern (i) spezifische Angaben zu
langfristigen Vermögenswerten (oder) Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten oder als aufgegebener
Geschäftsbereich eingestuft werden, oder (ii) Angaben zur Bewertung der Vermögenswerte und Schulden einer
Veräußerungsgruppe, die nicht unter die Bewertungsanforderungen von IFRS 5 fallen und zu denen nicht bereits derlei
Angaben im Konzernabschluss gemacht werden. Zudem sehen die Änderungen vor, dass alle Vermögenswerte und Schulden
eines Tochterunternehmens als zur Veräußerung gehalten einzustufen sind, falls das Mutterunternehmen an einem
Verkaufsplan gebunden ist, der den Verlust der Beherrschung des Tochterunternehmens zur Folge hat, unabhängig davon, ob
das Mutterunternehmen nach dem Verkauf einen nicht beherrschenden Anteil am Tochterunternehmen behält. Auch diese
Änderungen haben keine Auswirkung auf den Gruppenabschluss der ZMD AG, da der Konzern im Jahr 2010 nicht über zur
Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegeben Geschäftsbereiche verfügt.
Überarbeitung von IAS 1 Darstellung des Abschlusses (im Rahmen der jährlichen Verbesserungen (2009)
Die Änderungen von IAS 1 besagen, dass wenn eine Schuld mit Bedingungen verbunden ist, nach denen diese aufgrund einer
Option der Gegenpartei durch die Ausgabe von Eigenkapitalinstrumenten erfüllt werden kann, so beeinflusst dies nicht die
Einstufung der Schuld als kurz- oder langfristig.
Überarbeitung von IAS 7 Darstellung der Zahlungsströme (im Rahmen der jährlichen Verbesserungen (2009)
Aus der Überarbeitung von IAS 7 ergibt sich, dass bei der Darstellung der Zahlungsströme lediglich solche Auszahlungen der
Investitionstätigkeit zugeordnet werden können, die zum Ansatz eines Vermögenswertes führen. Entsprechend der
Änderungen in IAS 7 wurden in der Kapitalflussrechnung Auszahlungen umgegliedert, die im Zusammenhang mit
Entwicklungskosten standen, welche nicht den Kriterien des IAS 38 zum Ansatz eines selbst erstellten immateriellen
Vermögenswertes genügten.
IAS 27 (2008) – Konzern- und Einzelabschlüsse
Die Anwendung von IAS 27 (2008) führt zu Änderungen der Bilanzierungsmethoden des Konzerns im Hinblick auf
Veränderungen des Anteilsbesitzes an Tochterunternehmen. Die Änderungen der Bilanzierungsmethoden wurden prospektiv
ab dem 1. Januar 2010 in Einklang mit den einschlägigen Übergangsbestimmungen angewandt.
IAS 28 (2008) – Anteile an assoziierten Unternehmen
Das Grundprinzip der Änderungen von IAS 27 (2008) (siehe oben) hat dazu geführt, dass ein Verlust der Beherrschung als
ein Abgang bilanziert wird und zurückbehaltene Anteile zum beizulegenden Zeitwert angesetzt werden; die führt zu
Folgeänderungen an IAS 28, die prospektiv anzuwenden sind. Daher bewertet der Investor, wenn maßgeblicher Einfluss über
ein assoziiertes Unternehmen verloren geht, jegliche zurückbehaltenen Anteile an dem assoziierten Unternehmen zum
beizulegenden Zeitwert, wobei sich ein daraus entstehender Gewinn oder Verlust in der Konzern-

Gesamtergebnisrechnung/Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung niederschlägt. Diese Änderung wurde im Rahmen der
jährlichen Verbesserungen (2010) bestätigt, diese sind allerdings noch nicht verpflichtend anzuwenden. Diese Änderungen
haben keine Auswirkung auf den Gruppenabschluss der ZMD AG, da der Konzern nicht über Anteile an assoziierten
Unternehmen verfügt.
Änderung an IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung – Risikopositionen, die für das Hedge Accounting qualifizieren
Die Änderungen führen zur Klarstellung zweier Aspekte bei der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen: Zum einen wird die
Inflation als sicheres (Teil-)Risiko genannt, zum anderen die Absicherung mittels Optionen behandelt.
Diese Änderungen haben keine Auswirkung auf den Gruppenabschluss der ZMD AG, da der Konzern im Jahr 20 10 nicht über
Hedge-Positionen verfügt.
IFRIC 17 Sachausschüttungen an Eigentümer
Die Interpretation beinhaltet Leitlinien zur angemessenen bilanziellen Behandlung von Fällen, in denen eine Gesellschaft
unbare Sachausschüttungen an Eigentümer vornimmt.
Auch dieser Sachverhalt trifft im Jahr 20 10 nicht auf den Konzern zu.
IFRIC 18 Übertragungen von Vermögenswerten von Kunden
Die Interpretation betrifft die Bilanzierung aus Sicht der empfangenden Partei von Übertragungen von Vermögenswerten
durch „Kunden" und trifft die Schlussfolgerung, dass in solchen Fällen, in denen der übertragende Vermögenswert die
Definition eines Vermögenswertes aus Sicht der empfangenden Partei erfüllt, diese empfangende Partei den Vermögenswert
zum beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Übertragung ansetzt. Die Gegenbuchung wird als Erlös in Einklang mit IAS 18
(Erlöse) erfasst.
Die Änderungen haben keinen Einfluss auf den Gruppenabschluss der ZMD AG, da dieser Sachverhalt im Jahr 20 10 nicht
gegeben war.
Der Konzern hat folgende neue und geänderte Standards und Interpretationen, die verabschiedet, aber noch nicht in Kraft getreten
sind, nicht vorzeitig angewendet:
Änderungen an IFRS 1 Begrenzte Ausnahme bzgl. der Vergleichsangaben in IFRS 7 für Erstanwender (anzuwenden für
Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen)
Änderungen an IFRS 7 Angaben – Übertragung finanzieller Finanzinstrumente (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder
nach dem 1. Juli 2011 beginnen)
Die Änderungen an IFRS 7 erweitern die Angabepflichten zu Übertragungen finanzieller Vermögenswerte. Diese Änderungen
sollen die Transparenz in Bezug auf Transaktionen zum Zwecke der Übertragung von Vermögenswerten erhöhen, bei denen
der Übertragende Risiken aus dem finanziellen Vermögenswert zurückbehält. Mit den Änderungen werden auch zusätzliche
Angaben gefordert, wenn die Übertragungen nicht gleichmäßig während des Geschäftsjahres anfallen.
IFRS 9 (2010) Finanzinstrumente (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen)
Nach IFRS 9 werden alle finanziellen Vermögenswerte, die derzeit in den Anwendungsbereich des IAS 39 fallen, entweder zu
fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Oktober 20 10 wurde IFRS 9 (überarbeitet)
veröffentlicht, in den die Vorschriften für die Klassifizierung und Bewertung finanzieller Verbindlichkeiten integriert wurde.
Eine wesentliche Änderung stellt die Erfassung von Veränderungen im beizulegenden Zeitwert finanzieller Verbindlichkeiten
(die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert wurden) dar, welche auf Veränderungen des eigenen
Ausfallrisikos des Unternehmens zurückgehen. Designiert ein Unternehmen einen Schuldtitel als erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert, sind die Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes, die sich aus Veränderungen des eigenen
Ausfallrisikos der Verbindlichkeit ergeben, im sonstigen Ergebnis zu erfassen, außer die Erfassung von Änderungen im
eigenen Ausfallrisiko der Verbindlichkeit im sonstigen Ergebnis führt zur Entstehung oder Vergrößerung einer
Rechnungslegungsanomalie im Gewinn oder Verlust. Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes aufgrund der
Veränderungen des eigenen Ausfallrisikos dürfen später nicht in das Periodenergebnis umgebucht werden. IAS 39 sieht
derzeit eine vollständige Erfassung der Veränderung des beizulegenden Zeitwertes für Schuldtitel, die als erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert designiert wurden, im Gewinn oder Verlust vor.
Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Anwendung von IFRS 9 im Konzernabschluss für Geschäftsjahre, die am oder
nach dem 1. Januar 2013 beginnen, die Abbildung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten des
Konzerns beeinflussen wird. Allerdings kann eine vernünftige Schätzung der Auswirkungen erst vorgenommen werden, wenn
eine detaillierte Analyse durchgeführt wurde.
Änderungen an IAS 24 (2009) Änderungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (anzuwenden für Geschäftsjahre,
die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen)
Die Änderungen an IAS 24 vereinfachen die Angabepflichten für Unternehmen, die von einer Regierung kontrolliert,
gemeinschaftlich geleitet oder maßgeblich beeinflusst werden (diese werden als regierungsnahe Unternehmen bezeichnet).
Zusätzlich wird die Definition einer nahestehenden Person klargestellt. Im Ergebnis führt die Änderung an IAS 24 zu einer
teilweisen Ausnahme von Angabepflichten des IAS 24 für regierungsnahe Unternehmen.

Da der ZMDI-Konzern nicht in diese Unternehmensgruppe fällt, ist nicht mit Auswirkungen auf den Gruppenabschluss zu
rechnen.
Änderungen an IAS 32 Bilanzierung von Bezugsrechten (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Februar
20 10 beginnen)
Die Änderungen in IAS 32 behandeln die Klassifizierung bestimmter Bezugsrechte, die in einer anderen als der funktionalen
Währung des Emittenten denominiert sind.
Da im Konzern Bezugsrechte in der funktionalen Währung der ZMD AG begeben werden, wird die Änderung der IAS 32
keinen Einfluss auf den Gruppenabschluss haben.
Änderungen an IFRIC 14 Vorausgezahlte Beiträge im Rahmen von Mindestfinanzierungsvorschriften (anzuwenden für
Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen)
Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes (Mindestfinanzierungsvorschriften und ihre Wechselwirkung)
wurde geändert, um eine unbeabsichtigte Folge von IFRIC 14 zu beseitigen. Diese führte dazu, dass Unternehmen in
bestimmten Fällen keine vorausgezahlten Beiträge im Rahmen von Mindestfinanzierungsvorschriften als Vermögenswert
ansetzen dürfen.
IFRIC 19 Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder
nach dem 1. Juli 20 10 beginnen)
IFRIC 19 regelt die Bilanzierung bei Erfüllung finanzieller Verbindlichkeiten durch Ausgabe von Eigenkapitalinstrumenten.
Jährliche Verbesserungen (2010) (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2010 bzw. 1. Januar 2011
beginnen).
Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Änderung der aufgeführten geänderten Standards IFRIC 14 und IFRIC 19
sowie der Jährlichen Verbesserungen (2010) keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage des
ZMDI-Konzerns hat.
3. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse werden erfasst, wenn der Eigentums- und Gefahrenübergang auf den Kunden erfolgt ist, der Betrag der
Umsatzerlöse verlässlich bestimmt und von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann. Die Umsatzerlöse werden abzüglich Skonti,
Preisnachlässen und Rabatten ausgewiesen. Sie verteilen sich wie folgt auf die Business Lines und Absatzmärkte:
2010
2009
TEUR
%
TEUR
%
Automotive SoC
27.475
49,8
23.172
53,6
Standard Components
7.623
13,8
6.357
14,7
Medical & SSC
19.698
35,8
13.186
30,5
Sonstiges
321
0,6
550
1,2
55.117
100,0
43.265
100,0
2010
2009
TEUR
%
TEUR
%
Absatzmärkte
Inland
15.077
27,4
8.947
20,7
Ausland
40.195
72,9
34.479
79,7
./. Erlösschmälerungen
-155
-0,3
-161
-0,4
55.117
100,0
43.265
100,0
Der Umsatz nach Produktsegmenten im Berichtsjahr stellt sich wie folgt dar:
2010
2009
TEUR
%
TEUR
%
Standardprodukte
13.409
24,3
6.864
15,9
Exklusivprodukte
41.708
75,7
36.401
84,1
55.117
100,0
43.265
100,0
4. Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen
2010
TEUR
2009
TEUR
Fertige Erzeugnisse
255
-829
Unfertige Erzeugnisse und Leistungen
971
-2.728
1.226
-3.557
In den Bestandsveränderungen sind Wertminderungen für unfertige Erzeugnisse und Leistungen in Höhe von TEUR 538 (Vorjahr:
TEUR 93) und für Fertigerzeugnisse in Höhe von TEUR 123 (Vorjahr: TEUR 180) enthalten.
5. Andere aktivierte Eigenleistungen

2010
TEUR
2009
TEUR
Aktivierte Entwicklungskosten
1.654
2.447
Aktivierte Nebenleistungen zum Sachanlagevermögen
10
0
1.664
2.447
In Summe wurden im Jahr 2010 Mio. EUR 14,4 (Vorjahr: Mio. EUR 13,3) in die Forschung und Entwicklung investiert, von denen TEUR
1.654 (Vorjahr: TEUR 2.447) die Aktivierungskriterien der IAS 38.10 ff. erfüllen.
6. Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen:
2010
TEUR
2009
TEUR
Auflösung von Rückstellungen
626
1.006
Fördermittel für Forschung und Entwicklung
1.529
869
Periodenfremde Erträge
174
592
Ertrag aus Schadenersatz
35
146
Erträge aus Geschäftsbesorgung
149
139
Ertrag aus Aktienverkäufen
143
14
Ertrag aus Kostenrückerstattung
19
12
Ertrag aus Anlagenabgang
04
Erträge aus Mieten einschließlich Nebenkosten
00
Erträge aus Kursbewertungen
341
0
Übrige
273
258
3.289
3.040
Die Fördermittel für Forschung und Entwicklung werden ertragswirksam erfasst, sobald die Voraussetzungen für eine Zahlung erfüllt
sind und eine entsprechende Zahlungsanforderung gestellt worden ist.
7. Materialaufwand
Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
2010
TEUR
2009
TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
19.000
12.545
Aufwendungen für bezogene Leistungen
4.656
3.219
23.656
15.764
8. Personalaufwand
2010
TEUR
2009
TEUR
Löhne und Gehälter
18.738
15.923
Personalaufwand aus Aktienoptionen
-10
-666
Soziale Abgaben
2.685
2.550
Personalaufwand
21.413
17.807
IFRS 2 regelt die Abbildung aktienorientierter Vergütungsformen im Konzernabschluss. Unternehmen müssen die Auswirkungen von
anteilsbasierten Vergütungstransaktionen, einschließlich des Aufwands für die der Unternehmensleitung oder -belegschaft gewährten
Aktienoptionen in ihrer Gewinn- und Verlustrechnung darstellen. Der verringerte Personalaufwand ergibt sich aus der Rückgabe von
Aktienoptionen durch das Ausscheiden von Mitarbeitern aus dem ZMDI-Konzern.
Nähere Informationen zu den Aktienoptionen sind unter Punkt 44 – Mitarbeiterbeteiligung erläutert.
9. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
2010
TEUR
2009
TEUR
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und
Sachanlagen
4.191
5.430
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
2010
TEUR
2009
TEUR
Betriebsaufwand
4.425
5.323
Verwaltungsaufwand
2.837
2.356
Vertriebsaufwand
1.822
1.416
Übrige Aufwendungen
1.850
1.572
10.934
10.667

Die übrigen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
2010
TEUR
2009
TEUR
Zuführungen zu Rückstellungen
206
200
Kursverluste/Währungsbewertung
34
148
Schadenersatz
1.504
11
Periodenfremde Aufwendungen
28
0
Sonstiges
78
1.213
1.850
1.572
11. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens und Wertpapieren
2010
TEUR
2009
TEUR
2.051
2.002
Bei den ausgewiesenen Erträgen des Geschäftsjahres 20 10 handelt es sich im Wesentlichen um Zinserträge aus Darlehen an die
Aktionärin Global ASIC GmbH.
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
2010
TEUR
2009
TEUR
103
841
Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge resultieren aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in Höhe von TEUR 103
(Vorjahr: TEUR 141).
Der Vorjahresbetrag enthält einen Ertrag aus der Stundung einer Kaufpreisforderung in Höhe von TEUR 184 sowie einen Ertrag aus
der Bewertung eines Finanzderivates (Zins-Swap) in Höhe von TEUR 516.
13. Gewinne und Verluste aus Gemeinschaftsunternehmen
2010
TEUR
2009
TEUR
Senterra Limited
0
*)
7
*)
*)
Abschluss lag zum jeweiligen Bilanzstichtag noch nicht vor.
Der Abschluss der Senterra Ltd. lag zum Bilanzstichtag noch nicht vor.
Die zuzurechnenden Verluste der Senterra Ltd. aus Vorjahren haben bereits in Vorjahren den Beteiligungsansatz entsprechend der At-
Equity-Bewertung im Konzernabschluss auf einen Wert von TEUR 0 gemindert.
Die insgesamt nicht zugerechneten Verluste belaufen sich auf TEUR 27.
14. Abschreibungen auf Finanzanlagen
2010
TEUR
2009
TEUR
Abschreibungen auf Finanzanlagen
0
8
Die Abschreibung auf Finanzanlagen des Vorjahres resultiert aus der Bewertung von Darlehen nach der Effektivzinsmethode in Höhe
von TEUR 8. Im laufenden Geschäftsjahr ergab die Bewertung nach der Effektivzinsmethode keinen Abschreibungsbedarf.
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen setzen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt zusammen:
2010
TEUR
2009
TEUR
Zinsen auf langfristige Verbindlichkeiten
1.442
1.396
Zinsen auf kurzfristige Verbindlichkeiten
153
59
Sonstige
134
130
1.729
1.585
Das Finanzergebnis des ZMDI-Konzerns untergliedert nach Finanzinstrumenten entsprechend der Bewertungskategorien gemäß IAS
39 stellt sich wie folgt dar:
Die Nettoergebnisse aus den Finanzinstrumenten betragen:
TEUR
Zinserträge Zinsaufwand
aus
übrigem
Aufwand aus Folgebewertung
Nettoergebnis
2010
Ertrag
Fair
Value Währungsumrechnung Wertberichtigung
Ausgereichte Kredite
und Forderungen
2.041
-134
0
8
0
0
1.915

TEUR
Zinserträge Zinsaufwand
aus
übrigem
Aufwand aus Folgebewertung
Nettoergebnis
2010
Ertrag
Fair
Value Währungsumrechnung Wertberichtigung
Zur Veräußerung
verfügbare
Finanzinstrumente
00 00 0 0 0
Zu Handelszwecken
gehaltene finanzielle
Vermögenswerte
7
0
4
137
0
0
148
Zu fortgeführten
Anschaffungskosten
bilanzierte
Verbindlichkeiten
0
-1.633
0
0
0
0
-1.633
Derivative finanzielle
Verbindlichkeiten
00 00 0 0 0
Summe Nettoergebnis
2.048
-1.767
4
145
0
0
430
davon erfasst:
– erfolgswirksam
2.048
-1.767
4
145
0
0
430
– direkt im Eigenkapital
0
0
0
0
0
0
0
2009
Ausgereichte Kredite
und Forderungen
2.168
0
0
-8
0
0
2.160
Zur Veräußerung
verfügbare
Finanzinstrumente
22
0
0
-18
0
0
4
Zu Handelszwecken
gehaltene finanzielle
Vermögenswerte
40 -10 67 0 0 61
Zu fortgeführten
Anschaffungskosten
bilanzierte
Verbindlichkeiten
0
-1.641
0
0
0
0
-1.641
Derivative finanzielle
Verbindlichkeiten
516
0
0
0
0
0
516
Summe Nettoergebnis
2.710
-1.641
-10
41
0
0
1.100
davon erfasst:
– erfolgswirksam
2.710
-1.641
-10
59
0
0
1.118
– direkt im Eigenkapital
0
0
0
-18
0
0
-18
16. Ertragsteuern
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Position setzt sich wie folgt zusammen:
2010
TEUR
2009
TEUR
Tatsächlicher Steueraufwand (-)/-ertrag Inland
-131
73
Tatsächlicher Steueraufwand Ausland
-10
-19
Latenter Steuerertrag/-aufwand (-) Inland
2.429
-2.035
Latenter Steuerertrag/-aufwand (-) Ausland
7
-13
2.295
-1.994
Im tatsächlichen Steuerertrag sind periodenfremde Steueraufwendungen von in- und ausländischen Unternehmen in Höhe von TEUR
92 enthalten (Vorjahr: periodenfremde Steuererträge TEUR 73).
Der latente Steuerertrag des Berichtsjahres ergibt sich wie folgt:
2010
TEUR
2009
TEUR
Steuereffekt des
Berichtsjahres
TEUR
Latente Steueransprüche bzw. -verbindlichkeiten aus Verlustvorträgen
4.716
7.626
-2.910
Temporären Differenzen
– anderen immateriellen Vermögensgegenswerten
2.065
-3.407
5.472
Übrige
-49
77
-126
6.732
4.296
2.436
Aus der Aktivierung steuerlicher Verlustvorträge der ZMD AG entstand im Geschäftsjahr 2010 ein latenter Steueraufwand i.H.v. TEUR
2.910 (Vorjahr: TEUR 1.529).
Der Steueraufwand des Geschäftsjahres kann wie folgt auf den Periodenerfolg übergeleitet werden:

2010
TEUR
2009
TEUR
Ergebnis vor Steuern
1.527
-3.223
Ertragsteuersatz (inkl. Gewerbesteuer) der ZMD AG (in %)
31,58 %
31,58 %
Erwarteter Ertragsteueraufwand
482
-1.018
Steuersatzunterschiede Ausland
-88
-137
erstmalige Berücksichtigung temporäer Differenzen
-5.646
0
Steuerminderungen aufgrund steuerfreier Erträge
-31
-217
Steuermehrungen aufgrund steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen
208
120
Periodenfremde Steueraufwendungen und -erträge
92
-73
Auswirkung von ungenutzten und nicht als latente Steueransprüche erfassten steuerlichen
Verlusten und Aufrechnungsmöglichkeiten
2.987
3.501
Sonstige Abweichungen
-299
-182
Ausgewiesener Ertragsteuer ertrag (Vorjahr: Ertragsteueraufwand)
-2.295
1.994
Effektive Steuerbelastung
-150,29 %
-61,87 %
Der für die oben dargestellte Überleitungsrechnung der Jahre 2010 und 2009 angewendete Steuersatz entspricht dem von der ZMD
AG in Deutschland zu leistenden Unternehmensteuersatz von 31,58 % auf steuerbare Gewinne gemäß dem Steuersatz dieser
Jurisdiktion.
Bei der Ermittlung wurden bisher noch nicht genutzte Verlustvorträge zur Körperschaftsteuer in Höhe von TEUR 83.860 (Vorjahr:
TEUR 81.235) und zur Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 22.592 (Vorjahr: TEUR 21.162) zugrunde gelegt. Durch die beschlossene
Mindestbesteuerung wird die Realisierbarkeit der körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verluste ab dem
Veranlagungszeitraum 2004 zeitlich verzögert.
Aufgrund der vorliegenden Planungsrechnungen ist davon auszugehen, dass körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von
TEUR 16.310 (Vorjahr: TEUR 27.128) sowie gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 13.555 (Vorjahr: TEUR 21.162) mit
ausreichender Wahrscheinlichkeit durch zukünftige zu versteuernde Ergebnisse innerhalb eines Planungshorizonts von vier Jahren
(Vorjahr: fünf Jahren) genutzt werden können. Die Verwertung der verbleibenden Verlustvorträge ist aufgrund der vorliegenden
Planung noch nicht einschätzbar.
Auf bestehende steuerliche Verlustvorträge der MCDA GmbH, der ZMD Fareast Ltd. sowie der ZMD America, Inc. wurden keine aktiven
latenten Steuern abgegrenzt.
Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte zum erwarteten kombinierten Ertragsteuersatz der jeweiligen Gesellschaft. Dabei wurde
für latente Steuerabgrenzungen auf Ebene der ZMD AG die Definitivbesteuerung mit dem einheitlichen Körperschaftsteuersatz von 15
% (Vorjahr: 15 %) zzgl. 5,5 % Solidaritätszuschlag sowie einem Gewerbesteuersatz von 15,75 % (Vorjahr: 15,75 %) zugrunde
gelegt.
17. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
31.12.2010
TEUR
31.12.2009
TEUR
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
752
678
Die aktivierten Konzessionen, gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und
Werten werden linear über die Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren abgeschrieben.
18. Geschäfts - und Firmenwerte
Die im Konzernabschluss bestehenden Geschäfts - oder Firmenwerte resultieren ausschließlich aus der Kapitalkonsolidierung zum
Zeitpunkt des Erwerbs von Tochtergesellschaften.
Der am Bilanzstichtag durchgeführte Impairmenttest zum Nachweis der Werthaltigkeit des Firmenwertes der ZMD Reining Inc. führte
zu einer vollständigen Wertberichtigung.
Die Firmenwerte beziehen sich auf die folgenden Gesellschaften:
31.12.2010
TEUR
31.12.2009
TEUR
ZMD Reining, Inc.
Anschaffungskosten (nach Umrechnung in TEUR)
1.252
1.252
Wertminderungsaufwand des Berichtsjahres
-280
-610
./. bereits berücksichtigte Wertberichtigungen (nach Umrechnung in TEUR)
-972
-362
Buchwert
0 280
ZMD Fareast Limited
Anschaffungskosten
1
1
./. bereits berücksichtigte Wertberichtigungen
-1
-1
Buchwert
0 0
ZMD Eastern Europe EOOD
Anschaffungskosten
3
3
./. bereits berücksichtigte Wertberichtigungen
-3
-3
Buchwert
0 0
MCDA GmbH

31.12.2010
TEUR
31.12.2009
TEUR
Anschaffungskosten
45
45
./. bereits berücksichtigte Wertberichtigungen
-45
-45
Buchwert
0 0
0 280
19. Entwicklungsleistungen
Im Berichtsjahr wurden Mio. EUR 14,4 (Vorjahr: Mio. EUR 13,3) in die Forschung und Entwicklung investiert, von denen TEUR 1.654
(Vorjahr: TEUR 2.447) die Aktivierungskriterien der IAS 38 erfüllen.
Soweit die Aktivierung vorgenommen wurde, erfolgt ab dem Zeitpunkt der wirtschaftlichen Nutzungsmöglichkeit die planmäßige
Abschreibung des Vermögenswertes über die geschätzte Nutzungsdauer.
31.12.2010
TEUR
31.12.2009
TEUR
Entwicklungsprojekte abgeschlossen
2.550
2.159
Entwicklungsprojekte nicht abgeschlossen
4.122
5.015
6.672
7.174
Von den zum Berichtszeitpunkt aktivierten Projekten im Wert von TEUR 6.672 unterliegen Projekte mit einem Restbuchwert von TEUR
2.550 bereits einer planmäßigen Abschreibung. Die Abschreibung für diese Projekte betrug in 20 10 TEUR 1.060 (Vorjahr: TEUR
1.280), davon außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 44 (Vorjahr: TEUR 356) aufgrund fehlender Absatzmöglichkeiten.
Die Abschreibung ist in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position „Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen" enthalten.
Die restlichen Projekte i.H.v. TEUR 4.122 (Vorjahr: TEUR 5.015) sind noch im Entwicklungsstadium. Für nicht abgeschlossene
Entwicklungsprojekte wurde eine Wertminderung in Höhe von TEUR 1.094 (Vorjahr: TEUR 1.705) vorgenommen.
Mit den Entwicklungsleistungen wurden gemäß IAS 23 im Jahr 20 10 Fremdkapitalkosten in Höhe von TEUR 79 (Vorjahr: TEUR 114)
aktiviert. Als Finanzierungskostensatz wurde der gewichtete Durchschnittszins für Fremdkapitalpositionen in Höhe von 7,01 %
angesetzt.
20. Sachanlagevermögen
Es bestehen Verfügungsbeschränkungen durch Sicherungsübereignungen in Höhe von TEUR 1.383 (Vorjahr: TEUR 1.251).
Die Kürzung der Anschaffungskosten des Sachanlagevermögens aufgrund der Investitionszulage beträgt im Berichtsjahr TEUR 56
(Vorjahr: TEUR 54). Die Investitionszulage des Vorjahres wurde berichtigt, die tatsächlich erhaltene Investitionszulage betrug TEUR
34.
a. Technische Anlagen und Maschinen
31.12.2010
TEUR
31.12.2009
TEUR
363
509
b. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
31.12.2010
TEUR
31.12.2009
TEUR
4.815
5.007
c. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
31.12.2010
TEUR
31.12.2009
TEUR
215
7
21. Finanzanlagen
a. At equity-bewertete Beteiligungen
Die at equity-bewertete Beteiligung wird am Stichtag mit TEUR 0 bewertet. Durch die aufgelaufenen Verluste wurde dieser
Beteiligungsansatz zwar unterschritten. Es besteht aber keine rechtliche oder faktische Nachschusspflicht.
b. Ausleihungen an Gesellschafter
Alle Darlehen an die Hauptaktionärin Global ASIC GmbH werden marktüblich verzinst. Die Effektivzinssätze dieser Darlehen liegen
zwischen 4,14 % und 7,15 %. Die Zinsen für bestehende Darlehen werden aktiviert und sind endfällig. Der Nominalwert der
Ausleihungen beträgt TEUR 32.598. Im Jahr 2010 wurde ein Betrag in Höhe von TEUR 500 von der Global ASIC GmbH getilgt. Die bis
zum Bilanzstichtag aktivierten Zinsen betragen TEUR 4.102, davon entfallen auf das Berichtsjahr TEUR 2.039.
c. Ausleihungen an Gemeinschaftsunternehmen
31.12.2010
TEUR
31.12.2009
TEUR
16
31
Bei den Ausleihungen handelt es sich um ein Darlehen an die Senterra Limited. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember
2011 und wird marktüblich verzinst. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr beruht auf einer vorfristigen Rückzahlung eines
weiteren Darlehens im laufenden Geschäftsjahr.
d. Sonstige Wertpapiere

Die Wertpapiere in Höhe von TEUR 57 (Vorjahr: TEUR 57) dienen weit überwiegend zur Sicherung der Wertguthaben, welche die
Arbeitnehmer im Rahmen ihrer Teilnahme an dem Blockmodell zur Altersteilzeit bereits erworben haben.
Bei den Wertpapieren handelt es sich um Geldmarktfonds, die im Morning Star Rating aktuell drei Sterne erhalten.
22. Latente Steueransprüche
Der Posten ist bei der Darstellung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erläutert.
23. Vorräte
Die Positionen setzen sich wie folgt zusammen:
31.12.2010
TEUR
31.12.2009
TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
161
337
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen
11.529
10.558
Fertige Erzeugnisse und Handelswaren
2.504
2.169
14.194
13.064
Mit den unfertigen Leistungen wurden gemäß IAS 23 im Jahr 20 10 Fremdkapitalkosten in Höhe von TEUR 96 (Vorjahr: TEUR 132)
aktiviert. Als Finanzierungskostensatz wurde der gewichtete Durchschnittszins für Fremdkapitalpositionen in Höhe von 7,01 %
angesetzt.
24. Forderungen und sonstige Vermögenswerte
Die Aufteilung der kurzfristigen Forderungen ist wie folgt:
31.12.2010
TEUR
31.12.2009
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2.974
2.586
Sonstige Vermögenswerte
611
722
Steuerforderungen
615
511
4.200
3.819
Erkennbaren Risiken wurde durch Bildung von Einzelwertberichtigungen Genüge getan. Die entsprechenden Forderungen wurden
vollständig wertberichtigt. Die Wertberichtigung en betrugen TEUR 276 (Vorjahr: TEUR 474). Für Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen in Höhe von TEUR 902 (Vorjahr: TEUR 1.435), welche zum Berichtszeitpunkt überfällig waren, wurden keine
Wertminderungen gebildet, da keine wesentliche Veränderung in der Kreditwürdigkeit der Schuldner festgestellt wurde und mit einer
Tilgung der ausstehenden Beträge gerechnet wird.
Altersstruktur der überfälligen, aber nicht wertgeminderten Forderungen:
31.12.2010
TEUR
31.12.2009
TEUR
bis 30 Tage
900
897
30 bis 60 Tage
0 23
60 bis 90 Tage
2
0
über 90 Tage
0 515
902
1.435
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten in Höhe von TEUR 72 (Vorjahr: TEUR 14) Positionen, die den
Entwicklungsaufträgen zuzurechnen sind.
Veränderung der Wertminderungen
31.12.2010
TEUR
31.12.2009
TEUR
Stand zum Beginn des Jahres
474
503
Wertminderung von Forderungen
61
475
Aufgrund von Uneinbringlichkeit abgeschriebene Beträge
-237
-382
Während des Geschäftsjahres eingegangene Beträge aus abgeschriebenen Forderungen
-22
0
Wertaufholungen
0 -122
Abzinsung
0 0
Stand zum Ende des Jahres
276
474
25. Sonstige Wertpapiere
31.12.2010
TEUR
31.12.2009
TEUR
Anleihen
92
1.222
Aktien
511
226
Aktien- bzw. Rentenfonds
414
49
Geldmarktfonds/Zahlungsmitteläquivalente
122
485
1.139
1.982

Die sonstigen Wertpapiere sind gemäß IFRS 7.8 (d) als zum beizulegenden Zeitwert bewertete zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte einzustufen. Die vom Konzern gehaltenen Wertpapiere sind am Kapitalmarkt notiert. Keiner dieser Vermögenswerte
ist überfällig oder wertgemindert.
Die Analyse der Finanzinstrumente auf Basis der dreistufigen Hierarchie entsprechend IFRS 7 ergab, dass die sonstigen Wertpapiere in
Stufe 1 einzuordnen sind. Stufe 1-Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert sind solche, die sich aus notierten Preisen auf aktiven
Märkten für identische finanzielle Vermögenswerte oder Schulden ergeben.
26. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
Die Bankbestände setzen sich wie folgt zusammen:
31.12.2010
TEUR
31.12.2009
TEUR
Laufende Konten und Kassenbestände
2.280
4.605
Laufende USD-Konten
758
627
Laufende HKD-Konten
1
6
Tagesgelder und Festgelder
2.540
2.524
Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkungen
3
16
5.582
7.778
Das Ausfallrisiko bei liquiden Mitteln wird als gering eingeschätzt.
Die Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkungen dienen als Mietkautionskonto, welches aufgrund des Mietvertrages für das Büro in
Österreich zugunsten des Vermieters verpfändet ist.
27. Eigenkapital
Bezüglich der Veränderung des Eigenkapitals verweisen wir neben den folgenden Ausführungen auf die gesonderte
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung.
Eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes und die Sicherung der Liquidität sowie der Kreditwürdigkeit des ZMDI-Konzerns
sind die wichtigsten Ziele des Finanzmanagements. Die Reduzierung der Kapitalkosten und die Verbesserung des Cashflows aus der
Finanzierungstätigkeit tragen hierzu ebenso bei wie die Optimierung der Kapitalstruktur und ein effektives Risikomanagement.
In Bezug auf die Kreditwürdigkeit zielt die Finanzstrategie des ZMDI-Konzerns auf eine gute Bonitätseinstufung ab, die den Zugang zu
einer breiten Basis für die Finanzierung gewährleistet.
a. Grundkapital
Das Grundkapital von TEUR 11.800 ist eingeteilt in 10.620.000 auf den Namen lautende Stückaktien (Vorjahr: 11.800.000
Stückaktien).
Die Hauptversammlung der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG hat am 20. Mai 2010 die Gesellschaft ermächtigt, weitere eigene
Aktien zu erwerben. Die Ermächtigung gilt vom Tag der Beschlussfassung an für fünf Jahre. Die Ermächtigung kann ganz oder in
Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer gesetzlich zulässiger Zwecke durch die Zentru m
Mikroelektronik Dresden AG genutzt werden.
Am 14. Juli 2010 hat die Hauptversammlung der Gesellschaft den Erwerb und die Einziehung von 430.000 Stück eigener Aktien ohne
Kapitalherabsetzung nach den Vorschriften der vereinfachten Einziehung beschlossen. Mit Kaufvertrag vom 15.06.2010 hat die
Zentrum Mikroelektronik Dresden AG 430.000 Stück Aktien von der Global Asic GmbH erworben und diese ohne Kapitalherabsetzung
eingezogen.
Am 1. Dezember 2010 wurde mit Hauptversammlungsbeschluss die Einziehung der bereits in 2009 von der IKB Equity Capital Fund I
GmbH & Co. KG erworbenen 750.000 Stück eigenen Aktien ohne Kapitalherabsetzung beschlossen.
Die Hauptversammlung der Zentrum Mikroelektronik AG hat am 1. Dezember 2010 weiterhin die Anpassung des Bedingten Kapitals I
und des Bedingten Kapitals II an die Einziehung der Stückaktien ohne Kapitalherabsetzung beschlossen.
Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu EUR 449.750 durch Ausgabe von bis zu 404.775 neuen Stückaktien, lautend auf den
Namen, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital I). Die bedingte Erhöhung dient der Einlösung von Optionsrechten im Rahmen des ZMD
Stock Option Plan 2001.
Weiterhin ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 730.250 durch Ausgabe von bis zu 657.225 neuen Stückaktien, lautend
auf den Namen, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital II). Die bedingte Erhöhung dient der Einlösung von Optionsrechten im Rahmen des
ZMD Stock Option Plan 2007.
b. Kapitalrücklage
In der am 1. Dezember 2010 abgehaltenen Hauptversammlung wurde beschlossen, eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln mit
anschließender ordentlicher Kapitalherabsetzung sowie Herabsetzung des bedingten Kapitals durchzuführen. Zweck dieser Maßnahme
war, die gebundene Kapitalrücklage (§ 272 Abs. 2 Nr. 2 HGB) teilweise frei verfügbar zu machen (§ 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB), um so
flexibel für Aktienrückkäufe im Rahmen eines aktiven Eigenkapitalmanagements zu sein.
Die Veränderung der Kapitalrücklage resultiert zum einen aus der Bilanzierung eines Ertrages in Höhe von TEUR 10 aus dem Stock
Option-Programm der ZMD AG gemäß IFRS 2. Durch das Ausscheiden von Mitarbeitern fielen Aktienoptionen, für die in den Vorjahren
eine Kapitalrücklage gebildet wurde, an die ZMD AG zurück.
In der ordentlichen Hauptversammlung der ZMD AG vom 20. Mai 2010 wurde der Beschluss über die Ermächtigung der Gesellschaft
zum Erwerb eigener Aktien gefasst. Mit Vertrag vom 15. Juni 2010 verkaufte die Global ASIC GmbH 430.000 Aktien an die Zentrum

Mikroelektronik Dresden AG. Die Kapitalrücklage wurde in Höhe des Kaufpreises der inzwischen auch eingezogenen eigenen Aktien
gemindert.
TEUR
31.12.2009
44.203
Verwendung für Aktienrückkauf
-5.100
Rückgabe von Aktienoptionen
-10
Verrechnung mit Verlusten
0
31.12.2010
39.093
28. Verbindlichkeiten aus Genussrechtskapital
31.12.2010
TEUR
31.12.2009
TEUR
Nominalbetrag
22.000
22.000
Zinsabgrenzung
129
129
Transaktionskosten
-231
-365
21.898
21.764
Die ZMD AG konnte sich im Jahr 2005 erfolgreich an zwei neu aufgelegten Kapitalmarktprogrammen beteiligen. Die Nominalbeträge
belaufen sich auf TEUR 12.000 bzw. TEUR 10.000. Beide Vereinbarungen haben eine Laufzeit von 7 Jahren. Der Garantiegewinn
beträgt 6,80 % p.a. des ausgereichten Nominalbetrages bzw. 7,27 % p.a. Bei Erreichen bestimmter Erfolgsziele ergeben sich
Aufschläge zwischen 1,0 % und 2,0 % auf die Nominalbeträge.
29. Rückstellungen
31.12.2010
31.12.2009
Kurzfristig
Langfristig
Gesamt
Kurzfristig
Langfristig
Gesamt
Rückstellung für Altersteilzeit
62
19
81
47
38
85
Steuern
143
0
143
10
0
10
Personal
3.105
0
3.105
1.362
0
1.362
Gewährleistung
1.175
0
1.175
284
0
284
Sonstiges
1.168
0
1.168
1.164
0
1.164
Summe
5.653
19
5.672
2.867
38
2.905
Rückstellung Altersteilzeit
Seit 2004 haben die Mitarbeiter der ZMD AG, welche die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen, aufgrund einer Betriebsvereinbarung
einen Anspruch auf eine Altersteilzeitbeschäftigung. Die Inanspruchnahme der Altersteilzeitregelung durch anspruchsberechtigte
Mitarbeiter ist dabei zum Bilanzstichtag grundsätzlich ungewiss. Für diejenigen Mitarbeiter, für die eine Inanspruchnahme der
Altersteilzeitregelung zum Bilanzstichtag wahrscheinlich zu erwarten ist, wurde eine Rückstellung in Höhe von insgesamt TEUR 80 für
die zukünftigen finanziellen Belastungen durch die zu gewährenden Aufstockungsbeträge sowie den Erfüllungsrückstand der zu
zahlenden Löhne und Gehälter gebildet.
Andere Personalrückstellungen
Im Personalbereich sind Rückstellungen für Urlaubsansprüche, Berufsgenossenschaft, Ausgleichsabgabe nach
Schwerbehindertengesetz, Altersteilzeit, Tantieme und sonstige Einmalzahlungen enthalten.
Gewährleistungen
Die Rückstellung berücksichtigt mögliche Regressansprüche von Kunden im Rahmen der allgemeinen Liefer- und
Leistungsbedingungen. Sie wurde pauschal auf Grundlage von Vergangenheitserfahrungen gebildet. Außerdem wurde für einen
eventuell auftretenden Garantiefall eine Einzelgewährleistungsrückstellung gebildet.
Sonstiges
Es handelt sich im Wesentlichen um Rückstellungen für Prozesskosten, Prüfungs-, Beratungs- und Abschlusskosten sowie
Grundsteuer.
Die kurzfristigen Rückstellungen veränderten sich wie folgt:
1.1.2010
TEUR
Währungsdifferenzen
TEUR
Verbrauch
TEUR
Auflösung
TEUR
Zuführung
TEUR
31.12.2010
TEUR
Steuern
10
0
10
0
143
143
Personal
1.409
17
992
334
3.067
3.167
Gewährleistung
284
0
0
15
906
1.175
Sonstiges
1.164
0
216
293
513
1.168
Summe
2.867
17
1.218
642
4.629
5.653
30. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
2010
2009
Kurzfristig
Langfristig
Gesamt
Kurzfristig
Langfristig
Gesamt
435
0
435
435
0
435

Die von der ZMD AG abgeschlossenen Verträge über NRE Leistungen enthalten in der Regel „Milestones", die meistens zeitgleich die
Teilvergütungen bestimmen.
31. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
2010
2009
Kurzfristig
Langfristig
Gesamt
Kurzfristig
Langfristig
Gesamt
360
443
803
448
802
1.250
Unter dem Posten werden die Verbindlichkeiten aus Mietkaufverträgen für Equipment ausgewiesen. Die geschlossenen Verträge haben
eine Laufzeit von 36 bzw. 60 Monaten.
Die folgende Tabelle enthält eine Überleitung der Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen zum Bilanzstichtag zu deren Barwert.
Künftige Mindestleasingzahlungen
31.12.2010
TEUR
31.12.2009
TEUR
Fällig innerhalb eines Jahres
403
516
Fällig zwischen einem und fünf Jahren
467
869
870
1.385
Zukünftige Zinsanteile der Finanzierungsleasingverträge
67
135
Barwert der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
803
1.250
davon fällig innerhalb eines Jahres
360
448
davon fällig zwischen einem und fünf Jahren
443
802
32. Sonstige Verbindlichkeiten
2010
2009
Kurzfristig
Langfristig
Gesamt
Kurzfristig
Langfristig
Gesamt
Beiträge zur Sozialversicherung
42
0
42
54
0
54
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern
14
0
14
12
0
12
Übrige
2.370
0
2.370
1.340
600
1.940
Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer
27
0
27
7
0
7
Summe
2.453
0
2.453
1.413
600
2.013
33. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
2010
2009
Kurzfristig
Langfristig
Gesamt
Kurzfristig
Langfristig
Gesamt
155
481
636
321
0
321
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 581 durch Sicherungsübereignung und TEUR 49 durch
Forderungsabtretung besichert.
34. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen umfassen offene Verpflichtungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr
sowie laufende Kosten. Das durchschnittlich in Anspruch genommene Zahlungsziel für Warenlieferungen und Leistungen beträgt 27
Tage.
31.12.2010
TEUR
31.12.2009
TEUR
2.827
2.951
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in Höhe von TEUR 100 (Vorjahr: TEUR 302) Positionen enthalten, die
den Entwicklungsaufträgen zuzuordnen sind. In der Summe der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind
stichtagsbedingt überfällige Verbindlichkeiten von TEUR 180 (Vorjahr: TEUR 267) enthalten.
35. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zum Bilanzstichtag bestehen im Konzern sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 10.186. Im Einzelnen
betreffen diese Verpflichtungen Miet-, Leasing- und Dienstleistungsverträge sowie Lizenzgebühren und weisen folgende Restlaufzeiten
auf:
Restlaufzeiten
bis zu 1 Jahr
TEUR
zwischen 1 und 5
Jahren
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
Leasing technischer Anlagen und Maschinen/EDV
4
0
0
Wartungsvertrag/Lizenzen
1.141
1.476
0
Geschäftsraummietverträge
1.411
2.986
2.269
Sonstige
401
498
0
2.957
4.960
2.269
Die Wartungs- und Lizenzgebühren betreffen im Wesentlichen den Lizenz- und Wartungsvertrag mit der Cadence Design System
GmbH.

Mit der X-FAB Dresden GmbH & Co. KG wurde im Jahr 2007 ein Immobilienmietvertrag für den „Campus" und den Geschäftsbereich
Testhouse geschlossen. Der Vertrag für den Bereich Testhouse hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Dieser Mietvertrag verlängert sich
jeweils um zwei Jahre, wenn keine Seite mit einer Frist von 12 Monaten zum jeweiligen Vertragsende schriftlich kündigt. Die gleichen
Konditionen beinhaltet der Mietvertrag mit der NanoelektronikZentrumDresden GmbH.
Der Immobilienmietvertrag für den „Campus" ZMD hat eine Laufzeit bis zum Jahr 2019.
36. Berichterstattung zu Finanzinstrumenten
Die Finanzinstrumente werden in originäre und derivative Finanzinstrumente unterschieden.
Die originären Finanzinstrumente umfassen auf der Aktivseite im Wesentlichen die flüssigen Mittel, die Forderungen und die
Wertpapiere. Auf der Passivseite entsprechen die originären Finanzinstrumente weitgehend den Verbindlichkeiten. Soweit bei
finanziellen Vermögenswerten erhöhte Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst.
37. Finanzmarktrisiken
Der ZMDI-Konzern ist als weltweit operierendes Unternehmen Finanzmarktrisiken ausgesetzt, die aus einer Änderung von Zinssätzen,
Fremdwährungskursen und Veränderungen der Bankenlandschaft resultieren können. Diese Risiken werden im Rahmen unserer
üblichen Geschäfts- und Finanzaktivitäten gehandhabt.
Zur Darstellung der Finanzmarktrisiken verwendet der ZMDI-Konzern grundsätzlich die Sensitivitätsanalyse. Diese ist ein weit
verbreitetes Instrument zur Messung von Finanzmarktrisiken und ermöglicht die Beurteilung derartiger Risikopositionen.
Die Sensitivitätsanalyse quantifiziert näherungsweise das Risiko, das im Rahmen gesetzter Annahmen auftreten kann, wenn sich
bestimmte Parameter im definierten Umfang ändern. Der Risikoabschätzung liegen folgende Annahmen zugrunde:
die Auf- und Abwertung des Euros gegenüber dem US-Dollar um 5 %,
eine Parallelverschiebung der Zinskurven aller Währungen um 50 Basispunkte (0,50 Prozentpunkte).
Die in der Sensitivitätsanalyse ermittelten potentiellen wirtschaftlichen Auswirkungen basieren auf dem Eintritt der unterstellten
ungünstigsten Marktveränderungen. Die tatsächlichen Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung können hiervon aufgrund
der tatsächlich eingetretenen Marktentwicklungen deutlich abweichen.
a) Wechselkursrisiko
Aufgrund der internationalen Ausrichtung des ZMDI-Konzerns sind das operative Geschäft sowie die berichteten Finanzergebnisse und
Zahlungsströme Risiken aus Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Diese bestehen vor allem zwischen dem Euro und dem US -
Dollar.
Die Währungskursrisiken resultieren aus operativen Tätigkeiten, Investitionen und Finanzierungsmaßnahmen. So werden
beispielsweise Assembly- und Testleistungen aus Südostasien in US-Dollar bezogen oder Investitionsgüter erworben, die auf dem
weltweiten Halbleitermarkt üblicherweise in US-Dollar angeboten werden. Zudem bestehen konzerninterne Finanzierungen in
Fremdwährung.
Die Untersuchung am Bilanzstichtag ergab, dass US -Dollarzahlungseingängen zeitnah entsprechende US-Dollarzahlungsausgänge
gegenüberstehen. Aufgrund dieses sog. Natural Hedging sind Fremdwährungseinnahmen und -ausgaben im Planjahr 2011
ausgeglichen und bedürfen somit keiner Sicherung.
Die in einer Sensitivitätsanalyse untersuchten Auswirkungen einer Wechselkursveränderung auf die in Fremdwährung gewährten
Darlehen an die ZMD America Inc. weisen folgende Ergebnisse auf. Bei einer Euro-Aufwertung um 5 Prozentpunkte hätte dies für den
Konzern einen negativen Effekt durch die Verringerung der Darlehensforderung in Höhe von TEUR 149 (Vorjahr: TEUR 317). Bei einer
USD-Aufwertung um 5 Prozentpunkte würde sich ein positiver Effekt in Höhe von TEUR 164 (Vorjahr: TEUR 351) ergeben.
Die beschriebenen Auswirkungen würden das Periodenergebnis verändern. Auswirkungen auf das Eigenkapital ergeben sich nicht.
b) Zinsänderungsrisiko
Die gegenwärtig bestehenden langfristigen finanziellen Vermögenswerte des Konzerns weisen grundsätzlich eine feste Zinsbindung
aus. Die Höhe des Zinssatzes orientiert sich am Marktzinsniveau.
Verbindlichkeiten mit variabler Verzinsung bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Somit ergeben sich keine Auswirkungen auf das
Periodenergebnis oder auf das Eigenkapital.
38. Bonitäts- und Kreditrisiken
Am Abschlussstichtag bestanden keine wesentlichen Konzentrationen von Ausfallrisiken bei Krediten und Forderungen. Das maximale
theoretische Ausfallrisiko besteht für alle finanziellen Vermögenswerte in Höhe des Buchwertes. Ein Liquiditätsrisiko besteht
gegenwärtig nicht.
Die jederzeitige Zahlungsfähigkeit des Unternehmens ist gewährleistet durch die Anwendung einer auf einem rollierenden
Planungshorizont ausgerichteten Liquiditätsvorschau und durch ausreichende Liquiditätsreserven.
Der zu sichernde Forderungsbestand des ZMDI-Konzerns wurde durch die Hermes Warenkreditversicherung zu durchschnittlich 63 %
abgedeckt. Damit wurde die mögliche Belastung aus Forderungsausfällen für die ZMD AG minimiert.
Aus der folgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen
Verbindlichkeiten der ZMD AG ersichtlich:

Buchwert
31.12.2010
TEUR
Cashflow bis 1
Jahr
TEUR
Cashflow> 1 Jahr
bis 5 Jahre
TEUR
Cashflow>5 Jahre
TEUR
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten
Genussrechtsdarlehen
21.898
1.543
22.900
0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
636
180
455
83
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
803
403
467
0
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten
2.384
2.384
0
0
39. Konzernkapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des ZMDI-Konzerns im Laufe der Berichtsjahre durch Mittelzu- und -
abflüsse verändert haben. In dieser Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme nach Geschäfts -, Investitions - und
Finanzierungstätigkeit gegliedert. Der Finanzmittelfonds enthält kurzfristig verfügbare liquide Mittel in Höhe von TEUR 5.579 (Vorjahr:
TEUR 7.762). Der Finanzmittelfonds enthält die liquiden Mittel abzüglich beschränkt verfügbarer Beträge in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr:
TEUR 16).
40. Angaben zu Ereignissen nach dem Bilanzstichtag
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht zu berichten.
41. Mitarbeiter
Die Entwicklung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
2010
2009
Gewerbliche Arbeitnehmer
31
40
Angestellte
251
245
282
285
Auszubildende
13
283
288
42. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und nahe stehenden Personen
a) Nahestehende Unternehmen
Global ASIC GmbH:
Größte Aktionärin zum Ende des Geschäftsjahres 2010 war mit 88,89 % die Global ASIC GmbH, Dresden.
31.12.2010
TEUR
31.12.2009
TEUR
Darlehen einschl. Zinsen
36.700
35.153
Die Global ASIC GmbH ist Gesellschafter der ZMD AG und hält 88,89 % des Grundkapitals.
Die Darlehen an die Global ASIC GmbH werden marktüblich verzinst. Die Zinsen für alle gewährten Darlehen werden bis zur
Endfälligkeit gestundet und betragen im Berichtsjahr TEUR 2.039. Die Zinserträge sind unter der Position „Erträge aus Ausleihungen
des Finanzanlagevermögens" ausgewiesen.
b) Nahestehende natürliche Personen
Die Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats entwickelten sich wie folgt:
31.12.2010
TEUR
31.12.2009
TEUR
Bezüge des Vorstandes (aktive Vorstände)
1.203
1.212
Bezüge des Aufsichtsrates
71
71
1.274
1.283
In den Gesamtbezügen des Vorstandes sind auch Sachbezüge enthalten, die im Wesentlichen in der Überlassung von
Dienstfahrzeugen bestehen. Die Höhe der Sachbezüge der Vorstände betrug im Geschäftsjahr 2010 TEUR 52.
Die Bezüge des Vorstands werden unabhängig vom Zahlungszeitpunkt und inkl. der Bezüge von Tochtergesellschaften in Höhe des
erfassten Aufwandes angegeben. Die Gesamtbezüge der gesetzlichen Vertreter der Tochtergesellschaften betrugen in 20 10 TEUR
293.
Der Ausweis der Bezüge des Aufsichtsrates erfolgte entsprechend zum Vorjahr brutto, d.h. inklusive Umsatzsteuer.
31.12.2010
TEUR
31.12.2009
TEUR
Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen gegenüber Organen
Mitglieder des Vorstands (aktive Vorstände)
440
258
Mitglieder des Aufsichtsrates
00
440
258
Die Verbindlichkeiten gegenüber den Mitgliedern des Vorstandes betreffen Bezüge, deren Auszahlungstermin im Folgejahr liegt.

43. Angaben zu Prüferhonoraren
31.12.2010
TEUR
31.12.2009
TEUR
Abschlussprüfungsleistungen
94
72
Andere Bestätigungsleistungen
33
Steuerberatungsleistungen
17
39
Sonstige Leistungen
43
8
Gesamthonorar
157
122
44. Mitarbeiterbeteiligung – Stock Option-Programm
Um eigenverantwortliches, unternehmerisches Handeln zu fördern und gleichzeitig unsere Mitarbeiter am Wertzuwachs des
Unternehmens teilhaben zu lassen, wurden Aktienoptionsprogramme für Mitglieder des Vorstands und Mitarbeiter der ZMD AG,
Mitglieder der Geschäftsführung und Mitarbeiter der gegenwärtig oder zukünftig im Sinne von §§ 15 ff. AktG verbundenen
Unternehmen beschlossen und eingeführt.
Die Hauptversammlung der Zentrum Mikroelektronik AG hat am 9. Juli 2001 (mit Änderungen von 4. September 2002, 20. Januar
2003 und 29. März 2004) zum Zwecke der Ausgabe von Bezugsrechten auf Aktien der Gesellschaft die Schaffung eines bedingten
Kapitals beschlossen („Bedingtes Kapital I/2001"). Per Hauptversammlungsbeschluss vom 5. Dezember 2007 wurde das bestehende
Bedingte Kapital I/2001 auf EUR 449.750,00 in dem Umfang reduziert, wie keine Rechte zum Bezug von Aktien mehr bestanden.
Gleichzeitig wurde das Grundkapital bedingt um EUR 730.250,00 auf EUR 1.180.000,00 erhöht (Bedingtes Kapital II/2007).
Die außerordentliche Hauptversammlung vom 5. Dezember 2007 hat beschlossen, ein neues Stock Option-Programm (Stock Option-
Plan 2007–2014) aufzulegen, sowie die Laufzeit des bereits bestehenden Programms bis 2014 zu verlängern und die
Optionsbedingungen weitestgehend an das neue Programm (Stock Option-Plan 2001–2014) anzupassen. Das Bedingte Kapital I/2001
sowie das Bedingte Kapital II/2007 dienen der Einlösung von Optionsrechten im Rahmen der ZMD Stock Option-Pläne 2001–2014 und
2007–2014.
Die ordentliche Hauptversammlung der ZMD AG vom 1. Dezember 2010 hat die Herabsetzung des bedingten Kapitals beschlossen.
Aufgrund der Einziehung von Stückaktien der Gesellschaft ohne Herabsetzung des Grundkapitals mit Hauptversammlungsbeschluss
vom 14. Juli 2010, eingetragen im Handelsregister am 9. August 2010, verringert sich die Anzahl der aus dem Bedingten Kapital I
ausgegebenen Bezugsaktien auf 404.775 auf den Namen lautende Stückaktien. Die Anzahl der aus dem Bedingten Kapital II/2007
ausgegebenen Bezugsaktien verringert sich auf 657.225 auf den Namen lautende Stückaktien.
Jedes einzelne Optionsrecht berechtigt den Berechtigten gegen Zahlung des Ausübungspreises nach Maßgabe der Optionsbedingungen
a)
zum Bezug je einer, auf den Namen lautenden, vinkulierten Stückaktie der Gesellschaft oder
b)
zum Erhalt eines Barausgleichs.
Die Ausgestaltung der Stock Option-Programme stellt sich wie folgt dar:
Stock Option-Programm 2001–2014:
Deutschland/USA
Kalifornien
Beschluss der Hauptversammlung
9. Juli 2001
20. Januar 2003
4. September 2002
(Änderungsbeschluss)
(Änderungsbeschluss)
29. März 2004
20. Januar 2003
(Änderungsbeschluss)
(Änderungsbeschluss)
29. März 2004
(Änderungsbeschluss)
5. Dezember 2007
(Änderungsbeschluss)
01. Dezember 2010
(Änderungsbeschluss)
Bedingtes Kapital
unbefristetes Bedingtes Kapital I
EUR 449.750,00
max. Anzahl der Optionen
449.750 Stück (bis 30.11.2010)
404.775 Stück (ab 01.12.2010)
Ausübungspreis
EUR 10,85
(9. Juli 2001)
EUR 5,00
EUR 5,50
(Änderung des Ausübungspreises
zum
4. September 2002)
Wartezeit
48 % der gewährten Optionsrechte
frühestens zwei Jahre nach ihrer
Ausgabe (Grundwartezeit)
50 % der gewährten Optionsrechte
frühestens zwei Jahre nach ihrer
Ausgabe (Grundwartezeit)

Deutschland/USA
Kalifornien
weitere je 6 % der jeweils gewährten
Optionsrechte nach Ablauf von je drei
Monaten nach Ablauf der
Grundwartezeit, die letzten 4 % somit
nach Ablauf von zwei Jahren und drei
Monaten nach Ablauf der
Grundwartezeit
weitere je 2 % der jeweils gewährten
Optionsrechte nach Ablauf von je
einem Monat nach Ablauf der
Grundwartezeit, die letzten 2 % somit
nach Ablauf von zwei Jahren und
einem Monat nach Ablauf der
Grundwartezeit
Verteilung der Optionen
– Vorstand
bis zu 33,9 %
– Management
bis zu 33,9 %
– Arbeitnehmer
bis zu 32,2 %
Die Ausübung der Optionen ist an folgende Erfolgsziele gebunden:
(a)
Aufnahme der Erstnotiz der Aktien der Gesellschaft an einer deutschen Börse („IPO");
(b)
Verkauf der Gesellschaft (mehr als 75 % der Aktien der Gesellschaft) an einen Dritten („Trade Sale") oder
(c)
Verschmelzung der Gesellschaft als übertragende Gesellschaft auf eine nicht mit der Gesellschaft im Sinne der §§ 15 ff. AktG
verbundene andere Gesellschaft nach den Vorschriften des Umwandlungsgesetzes („Merger").
Im Falle des Erreichens des Erfolgszieles „IPO" hat die Gesellschaft das Recht, den Optionsberechtigten anstelle von
Stückaktien einen Barausgleich zu gewähren. Im Falle des Erreichens des Erfolgszieles „Merger" oder „Trade Sale"
hat die Gesellschaft die Pflicht, den Optionsberechtigten anstelle von Stückaktien einen Barausgleich zu gewähren.
Der Barausgleich berechnet sich dabei aus der Differenz zwischen dem Basispreis und dem durchschnittlichen XETRA
-Schlusskurs für eine Aktie der Gesellschaft an den 20 Börsenhandelstagen vor Ausübung des Optionsrechts, sofern
der Basispreis niedriger als der maßgebliche durchschnittliche Schlusskurs ist. Ist dies nicht der Fall, ist kein
Barausgleich zu zahlen. Wird die Aktie im Ausübungszeitraum noch nicht an einer deutschen Börse gehandelt, so
entspricht der Barausgleich für jedes ausgeübte Optionsrecht der Differenz zwischen dem Basispreis und dem nach
Maßgabe der folgenden Bestimmungen festgelegten Wert der Aktie, sofern der Basispreis niedriger als der
maßgebliche Wert ist. Ist dies nicht der Fall, ist kein Barausgleich zu zahlen. Maßgeblich ist allein der nach Maßgabe
der folgenden Bestimmungen berechnete Wert:
Im Falle des Eintritts des Erfolgszieles „Trade Sale" gilt als Wert einer Aktie der Gesellschaft ausschließlich der im
Rahmen des Trade Sales für eine Aktie d er Gesellschaft gezahlte Kaufpreis.
Im Falle des Eintritts des Erfolgszieles „Merger" gilt als Wert einer Aktie der Gesellschaft ausschließlich der im
Rahmen des „Mergers" für die Bemessung des im Verschmelzungsve r-trag festgelegten Umtauschverhältnisses
zugrunde gelegte Wert für eine Aktie der Gesellschaft.
Stand der Aktienoptionsrechte des Stock Option-Programms 2001–2014 zum 31. Dezember 2010:
2010 Anzahl der
Bezugsrechte
Vorjahr Anzahl
der Bezugsrechte
Ausstehende Optionen per 1. Januar
280.250
443.750
Unverfallbare Optionen per 1. Januar
0
0
Zugänge
0 0
Gewährte Optionen
0
0
Ausgeübte Optionen
0
0
Verfallene Optionen
2.500
163.500
Ausübbare Optionen
0
0
Ausstehende Optionen per 31. Dezember
277.750
280.250
Gesamtvolumen des Optionsprogramms
404.775
449.750
Noch verfügbare Optionen per 31. Dezember
127.025
169.500
Stock Option-Programm 2007–2014
Deutschland/USA
Kalifornien
Beschluss der Hauptversammlung
5. Dezember 2007
(Änderungsbeschluss)
20. Mai 2010
(Änderungsbeschluss)
1. Dezember 2010
(Änderungsbeschluss)
Bedingtes Kapital
unbefristetes Bedingtes Kapital II
EUR 730.250,00
max. Anzahl der Optionen
730.250 Stück (bis 30.11.2010)
657.225 Stück (ab 01.12.2010)
Basispreis/Ausübungspreis
5,00 Euro
5,00 Euro

Deutschland/USA
Kalifornien
Wartezeit
48 % der gewährten Optionsrechte
frühestens zwei Jahre nach ihrer
Ausgabe (Grundwartezeit)
50 % der gewährten Optionsrechte
frühestens zwei Jahre nach ihrer
Ausgabe (Grundwartezeit)
weitere je 6 % der jeweils gewährten
Optionsrechte nach Ablauf von je drei
Monaten nach Ablauf der
Grundwartezeit, die letzten 4 % somit
nach Ablauf von zwei Jahren und drei
Monaten nach Ablauf der
Grundwartezeit
weitere je 2 % der jeweils gewährten
Optionsrechte nach Ablauf von je
einem Monat nach Ablauf der
Grundwartezeit, die letzten 2 % somit
nach Ablauf von zwei Jahren und
einem Monat nach Ablauf der
Grundwartezeit
Verteilung der Optionen
– Vorstand
bis zu 40,0 %
– Management
bis zu 5,0 %
– Arbeitnehmer
bis zu 55,0 %
Für das Optionsprogramm gelten die gleichen Erfolgsziele wie im Options-Programm 2001/2007.
Stand der Aktienoptionsrechte des Stock Option-Programms 2007–2014 zum 31. Dezember 2010:
2010 Anzahl der
Bezugsrechte
Vorjahr Anzahl
der Bezugsrechte
Ausstehende Optionen per 1. Januar
433.350
348.950
Unverfallbare Optionen per 1. Januar
00
Zugänge
20.000
0
Gewährte Optionen
202.900
166.300
Ausgeübte Optionen
00
Verfallene Optionen
20.900
81.900
Ausübbare Optionen
00
Ausstehende Optionen per 31. Dezember
635.350
433.350
Gesamtvolumen des Optionsprogramms
657.225
730.250
Noch verfügbare Optionen per 31. Dezember
21.875
296.900
Berechnungsgrundlagen für den Personalaufwand aus dem Stock Option Programm
Die von der ZMD AG an Mitarbeiter gegebenen Aktienoptionen wurden erstmals im Konzernabschluss 2005 als Personalaufwand
dargestellt.
Der beizulegende Wert am Tag der Gewährung der Optionsrechte wurde unter Anwendung des Black-Scholes-Modells zur
Optionspreisberechnung auf Grundlage der folgenden Annahmen ermittelt:
Ausgabejahr
2002
2003
2004
2005
Risikofreier Zins (%)
4,41
3,45
3,25
2,63
Erwartete Volatilität (%)
66,5
50,5
37,0
37,0
Erwartete Laufzeit in Jahren
6
5,5
4,5
4
Durchschnittlicher Aktienkurs (EUR)
12,60
12,60
11,00
9,96
Die erwartete Volatilität wurde durch Berechnung des Durchschnittes der früheren Volatilitäten der Aktienkurse von vergleichbaren
Peer-Group-Unternehmen des ZMDI-Konzerns ermittelt. Die im Modell zur Anwendung gekommene erwartete Laufzeit wurde aufgrund
fehlender Ausübungshistorien im Unternehmen nach der bestmöglichen Einschätzung von Verhaltensgesichtspunkten angesetzt.
Im Jahr 2007 ergaben sich bilanzielle Folgen des bestehenden Aktionsoptionsprogramms aufgrund der vorgenommen „modification".
Die bilanziellen Folgen einer modification des als „equity-settled" eingeordneten Aktienoptionsplanes richten sich danach, ob diese für
Optionsinhaber vorteilhaft oder nachteilhaft ist. Die Vorteilhaftigkeit führte zu einer Erhöhung des Fair Value der Optionenmodifikation
und teilweise wieder zu einer Vesting Period.
Der beizulegende Wert wurde erneut unter Anwendung des Black Scholes-Modells ermittelt. Folgende Annahmen wurden der
Optionspreisberechnung zugrunde gelegt.
Modification Ausgabejahr
2007
Risikofreier Zins (%)
4,0
Erwartete Volatilität (%)
34,4
Erwartete Laufzeit in Jahren
5,5
Aktienkurs (EUR)
7,20
Der Konzern hat in 2010 keinen Personalaufwand aus Aktienoptionen erfasst, da aufgrund der gegenwärtigen wirtschaftlichen
Situation die Wahrscheinlichkeit des Eintritts eines der erforderlichen Erfolgsziele als nicht überwiegend wahrscheinlich eingeschätzt
wird.
45. Angaben zu den Organen der Gesellschaft
Vorstand
Als Vorstandsmitglieder waren im Berichtszeitraum bestellt:

Herr Thilo von Selchow (Dipl.-Kaufmann)
Vorsitzender des Vorstandes der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG, Dresden
Herr Steffen Wollek (Dipl.-Kaufmann)
Vorstand für Finanzen der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG, Dresden
Herr Thilo von Selchow vertritt die Gesellschaft allein. Er ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Alle anderen
Vorstandsmitglieder vertreten die Gesellschaft entweder zusammen mit einem zweiten Vorstandsmitglied oder zusammen mit einem
Prokuristen.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
Herr Carl-Peter Forster (Dipl.-Volkswirt, Dipl.-Ing.)
Group CEO der TATA Motors Group, Mumbai
Herr Michael Fraedrich (Rechtsanwalt)
Herr Prof. Dr. Ing. Gerhard Fettweis (Dr.-Ing.)
Leiter des Vodafone-Stiftungslehrstuhls Mobile Nachrichtensysteme an der TU Dresden
Dresden, den 24. März 2011
Thilo von Selchow
Steffen Wollek
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG, Dresden, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz,
Gewinn- und Verlustrechnung sowie Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang
– sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 3 1. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von
Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden
sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des
Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den
Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen,
dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden
Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die
Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über
mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen
Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von
Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen
Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der
wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des
Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der Zentrum
Mikroelektronik Dresden AG, Dresden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 den IFRS, wie sie in der EU
anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des
Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Berlin, den 24. März 2011
Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Scharpenberg, Wirtschaftsprüfer
Rietz, Wirtschaftsprüfer