Bundesanzeiger
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V.-Datum
Mitteldeutsche Flughafen
Aktiengesellschaft
Leipzig
Rechnungslegung/
Finanzberichte
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010
bis zum 31.12.2010
12.10.2011
Mitteldeutsche Flughafen AG
Leipzig
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010
Mitteldeutsche Flughafen Aktiengesellschaft (MFAG)
1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen
1.1 Branchenentwicklung
Die deutschen Flughäfen haben nach den massiven Rückgängen im Verkehrsaufkommen infolge der Wirtschaftskrise im Jahr 2010
wieder zu einem soliden Wachstumskurs zurückgefunden. Obwohl der Luftverkehr auch im vergangenen Jahr durch
witterungsbedingte Ausfälle in den Wintermonaten, Pilotenstreiks und den Vulkanausbruch auf Island starken Einschränkungen
unterlag, konnten die deutschen Flughäfen in ihrer Jahresbilanz deutliche Steigerungen erzielen.
So konnte die Branche in den für die Gesamtbeurteilung der Verkehrsentwicklung maßgeblichen Verkehrseinheiten (1 VE = 1
Passagier oder 100 kg Luftfracht/Luftpost) einen deutlichen Zuwachs von 7,4 % verzeichnen.
Nach vorliegenden Zahlen der 23 internationalen Verkehrsflughäfen der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) stieg
dabei das Aufkommen an Passagieren im Vorjahresvergleich um 4,7 % und das Luftfrachtaufkommen um 21,4 %. Die Luftfracht hat
mit dieser beträchtlichen Steigerung einen Rekordwert erreicht. Die Anzahl der Flugzeugbewegungen blieb dagegen im Vergleich zum
Vorjahr bei den ADV-Flughäfen mit einem leichten Rückgang von 0,3 % nahezu konstant.
Im ersten Halbjahr 2010 trug im Wesentlichen der Verkehr vom und zum asiatischen/pazifischen Raum zur Steigerung der
Verkehrszahlen bei. Bei den Low-Cost-Carriern blieb Anzahl und Flottengröße in 2010 konstant. Das Wachstum in diesem Segment hat
sich jedoch erheblich verlangsamt.
Die ADV prognostiziert in ihrer Jahreseinschätzung für 2011 einen Zuwachs von bis zu 5,0 % bei der Anzahl an Fluggästen. Das
Wachstum im deutschen Luftverkehr kann allerdings durch die neue Luftverkehrsteuer beeinträchtigt werden.
Giovanni Bisignani, Director General und CEO der International Air Transport Association (IATA) resümiert: "Die Welt dreht sich
wieder. Nach der größten Krise der Luftfahrt im Jahr 2009 fingen die Menschen 2010 wieder an zu reisen und weltweit Geschäfte zu
machen ... Die zukünftige Herausforderung wird sein, die steigende Nachfrage nach Mobilität in nachhaltige Gewinne umzuwandeln."
1.2 Luftverkehrsmarkt MFAG
Die Mitteldeutsche Flughafen Aktiengesellschaft kann gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften auf ein insgesamt positives Jahr
2010 zurückblicken. Dafür steht mit einem deutlich über dem Branchendurchschnitt liegenden Zuwachs von 16,4 % die erstmalige
Überschreitung der 10-Millionen-Marke bei den Verkehrseinheiten.
Den Hauptanteil daran besitzt der Flughafen Leipzig/Halle mit einem Zuwachs um 18,7 % auf ca. 8,2 Mio. Verkehrseinheiten.
Getragen wird diese Entwicklung durch den Zuwachs in der Luftfracht von 26,5 % auf ca. 663 Tsd. Tonnen, dem absoluten Höchstwert
in der Geschichte des Flughafens. Damit konnte der Flughafen Leipzig/Halle nach Frankfurt am Main an die zweite Stelle der ADV-
Flughäfen vorrücken und seine Position als einer der bedeutendsten Logistikflughäfen in Europa festigen. Maßgeblich hierfür ist die
Ausweitung des Streckennetzes von DHL ab Leipzig/Halle, das wachsende Engagement von AeroLogic sowie der Ruslan Salis-/Volga-
Dnepr-Group. Wöchentlich werden über 260 Frachtflüge zu rund 50 Destinationen in 30 Ländern von 15 Airlines durchgeführt.
Wesentlichen Anteil daran hat DHL mit werktäglich rund 55 Flugzeugen mit einem Frachtumschlag von insgesamt bis zu 200.000
Sendungen.
Nachdem sich der Flughafen Leipzig/Halle im Krisenjahr 2009 deutlich oberhalb des Branchendurchschnitts positionieren konnte,
verzeichnete er im Jahr 2010 einen Passagierrückgang (gewerblich) um 2,6 % auf 2.349 Tsd. Fluggäste, insbesondere aus dem
Transitverkehr (-8,8 %; 483 Tsd. Passagiere). Der Passagierlinien- und Touristikverkehr dagegen verzeichnete insgesamt ein in etwa
auf Vorjahresniveau liegendes Aufkommen von 1.866 Tsd. Fluggästen (-0,8 %).
Das Angebot an Flügen ab Leipzig/Halle wurde erweitert und optimiert. So bietet seit Mitte November 2010 Central Connect Airlines
attraktive Direktverbindungen in die europäischen Hauptstädte Brüssel und Prag an. Austrian Airlines fliegt aktuell mit einer Non-Stop-
Verbindung von Leipzig/Halle nach Wien.
Hinsichtlich der Flugzeugbewegungen (gewerblich) konnte der Flughafen Leipzig/Halle im Berichtsjahr einen über dem
Branchendurchschnitt liegenden Zuwachs von 3,5 % auf 62.247 Starts und Landungen erreichen.
Der übrige gewerbliche Verkehr, welcher maßgeblich durch Transitflüge im Sonderverkehr gekennzeichnet ist, reduzierte sich im Jahr
2010 um 8,8 % auf 483 Tsd. Passagiere.
Das gesamte Abfluggewicht (MTOW, gewerblich) der abgefertigten Flugzeuge, welches die Basis für die Bemessung der Landeentgelte
bildet, konnte in der Unternehmensgruppe um 9,6 % auf 3.671 Tsd. Tonnen gesteigert werden. Am Gesamtaufkommen betrug der

Anteil der Flughafen Leipzig/Halle GmbH beim MTOW (gewerblich) mit einer Steigerung von 10,2 % zum Vorjahr insgesamt 3.048
Tsd. Tonnen. Dies stellt einen weiteren Aufkommenshöchstwert in der Geschichte des Flughafens dar.
Der Flughafen Dresden verzeichnete im Berichtsjahr mit 1.843 Tsd. Passagieren (gewerblich) eine Steigerung des
Fluggastaufkommens um 7,2 % und knüpfte damit nahezu an das Rekordjahr 2008 an. Das Wachstum resultiert aus der stetigen
Erweiterung des Flugangebots. Anfang Dezember 2010 nahm easyJet eine Direktverbindung zum EuroAirport Basel auf. Die russische
Metropole Moskau wird erstmals auch während der Winterflugplanperiode dreimal wöchentlich angeflogen. Lufthansa bedient täglich
eine Verbindung zum britischen Drehkreuz London-Heathrow. Ausgebaut wurde auch das Angebot in Richtung Mittelmeer,
insbesondere nach Mallorca, Griechenland, Kroatien und in die Türkei.
Im Vergleich zum Vorjahr registrierte der Flughafen Dresden 27.966 Flugzeugbewegungen (gewerblich), was einem Wachstum von
2,7 % entspricht.
Das gewerbliche MTOW-Aufkommen konnte gegenüber dem Vorjahr um 7 % auf ca. 623 Tsd. Tonnen gesteigert werden.
1.3 Non-Aviation-Markt MFAG
Der Vermietungsstand von Gewerbeflächen betrug per Dezember 2010 am Flughafen Leipzig/Halle durchschnittlich 88,9 % (Vorjahr:
90,7 %), bei einer Auslastung der vermietbaren Flächen im Terminal B und im Zentralgebäude von 90,7 % (Vorjahr: 89,8 %).
Am Flughafen Dresden waren im Berichtszeitraum durchschnittlich 91,6 % (Vorjahr: 93,8 %) der Gewerbeflächen vermietet. Die
vermietbaren Flächen des Flughafen Dresden Terminals waren per Dezember 2010 zu 94,6 % ausgelastet (Vorjahr: 95,1 %).
Die Parkkapazitäten für Passagiere am Flughafen Leipzig/Halle waren im Berichtszeitraum zu durchschnittlich 48,4 % (Vorjahr: 41,4
%) ausgelastet. Für das Parkhaus in Leipzig/Halle konnte per Dezember 2010 eine Auslastung von durchschnittlich 48,9 % erreicht
werden (Vorjahr: 43,2 %). Die Zuwächse wurden bei nahezu konstanten Fluggastzahlen im Passagierlinien- und Touristikverkehr nicht
zuletzt aufgrund der Neustrukturierung der Parktarife zum 1. April 2010 erzielt. Damit soll gegenüber den regionalen
Parkplatzanbietern im Flughafenumfeld die Wettbewerbsfähigkeit gewahrt werden. Die durchschnittlich von Passagieren genutzten
Stell-plätze am Flughafen Leipzig/Halle erhöhten sich um 294 Stellplätze (+15,4 %), bei gleichzeitigem Rückgang der
Parkplatzumsätze um 6,0 %.
Der Flughafen Dresden lastete seine Parkkapazitäten für Passagiere per Dezember 2010 mit durchschnittlich 48,4 % aus (Vorjahr:
58,8 %). Mit der Erhöhung der Anzahl an Stellplätzen aufgrund der Parkhauserweiterung ging ein Rückgang der durchschnittlichen
Auslastung auf 51,3 % einher (Vorjahr: 66,9 %). Insgesamt erhöhten sich die durchschnittlich genutzten Stell-plätze am Flughafen
Dresden per Dezember 2010 um 8,8 % sowie die Parkplatzerlöse um 7,0 %.
2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
2.1 Ertragslage
Mit einer Steigerung um 8,7 % auf 128,3 Mio. EUR erreichte der Konzern das bislang höchste Umsatzvolumen und konnte die
krisenbedingten Vorjahresrückgänge mehr als ausgleichen. Hierbei wirkten neben den entsprechend der Verkehrsentwicklung um 10,8
% gestiegenen Verkehrserlösen vor allem die um 4,5 Mio. EUR gestiegenen Erlöse aus der Flugzeugenteisung.
Die Erlöse des Non-Aviation-Geschäftes erreichten mit 33,3 Mio. EUR einen Anteil von 26,3 % an den Gesamtumsatzerlösen und sind
gegenüber dem Vorjahresaufkommen in etwa konstant geblieben.
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 7,4 Mio. EUR enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von
Rückstellungen und Einzelwertberichtigungen auf Forderungen (2,1 Mio. EUR), an Dritte weiterberechnete Leistungen (1,8 Mio. EUR)
sowie periodenfremde Erträge (1,0 Mio. EUR).
Die Materialaufwendungen betrugen im zurückliegenden Geschäftsjahr 50,1 Mio. EUR. Sie lagen damit um 5,1 Mio. EUR (11,3 %)
höher als im Vorjahr. Hier erhöhten sich vor allem die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe um 2,5 Mio. EUR, aufgrund
der besonderen Winterwetterlagen in 2010. Des Weiteren nahmen die Betriebs- und Sicherheitsaufwendungen, die bezogenen
Leistungen und die Aufwendungen für die Anlagenunterhaltung zu.
Der Personalaufwand erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 5,1 Mio. EUR (12,6 %) auf 45,9 Mio. EUR. Die Ursachen hierfür sind
neben den tariflichen Faktoren insbesondere auflagenbedingte Kapazitätsmaßnahmen für Feuerwehr und Sicherheit sowie
Neueinstellungen bei der PortGround GmbH für den Ausbau der Frachtabfertigung und der Bodenverkehrsdienste. Erforderliche
Rückstellungszuführungen für Altersteilzeit sowie Bewertungsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem
Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (insgesamt 3,3 Mio. EUR) tragen wesentlich zur Personalaufwandserhöhung bei.
Das Volumen an Abschreibungen erhöhte sich im Geschäftsjahr 2010 um 10,5 Mio. EUR (16,4 %) auf 74,5 Mio. EUR. Darin enthalten
sind erstmals aus dem um steuerliche Sonderabschreibungen bereinigten Wertansatz von Vermögensgegenständen resultierende
Mehrabschreibungen in Höhe von 9,1 Mio. EUR. Insgesamt stellen die Abschreibungen die größte Aufwandsposition des Konzerns dar.
Flugbetriebsflächen, die von den Flughäfen über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben werden, beeinflussen dabei das
Abschreibungsvolumen maßgeblich.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 37,5 Mio. EUR haben sich im Vorjahresvergleich (33,5 Mio. EUR) um 4,0 Mio.
EUR (+12,0 %) erhöht. Die Steigerung resultiert im Wesentlichen aus der Rückstellungszuführung für investitionsnahe Aufwendungen
z. B. für Lärmschutzmaßnahmen und nicht aktivierungsfähige Leistungen der Flughafen Dresden GmbH (3,4 Mio. EUR).
Das Finanzergebnis in Höhe von -10,9 Mio. EUR hat sich gegenüber 2009 um 4,4 Mio. EUR deutlich verbessert, was im Wesentlichen
auf gesunkene Refinanzierungskosten infolge der vorgenommenen Umgliederung von Gesellschafterzuführungen zur Finanzierung der
Start- und Landebahnen noch Ende 2009 ins Eigenkapital sowie auf ein niedriges Zinsniveau zurückzuführen ist. Ferner wirkten im
Vorjahresvergleich Zurückhaltungen in der Investitionstätigkeit.
Mit der Entscheidung vom 23. Juli 2008 stellte die Europäische Kommission unter anderem fest, dass die Finanzierung der Start- und
Landebahn Süd durch dessen unmittelbare und mittelbare staatliche Eigentümer mit dem Gemeinsamen Markt vereinbar sei. Damit
hat die Kommission allerdings zugleich auch den Beihilfecharakter der zugrundeliegenden Kapitalzuführungen bejaht.

Weil die MFAG und die Flughafen Leipzig/Halle GmbH - wie auch der Freistaat Sachsen und das Land Sachsen-Anhalt - der Auffassung
sind, dass es sich bei den betreffenden Maßnahmen nicht um "staatliche Beihilfen" handelt, erhoben die Gesellschaften einerseits und
die Länder andererseits Klage beim Europäischen Gerichtshof.
Mit seinem Urteil vom 24. März 2011 hat das Gericht die Finanzierung zwar als Beihilfe bewertet, hinsichtlich der Ausweisung eines
Teils der Finanzierung als beihilfefreie Kompensationen aber der Klage der MFAG und der Flughafen Leipzig/Halle GmbH stattgegeben.
Dies würde zu finanziellen Entlastungen für die Gesellschaften führen. Das Urteil war zum Zeitpunkt der Aufstellung des
Konzernabschlusses und Lageberichts noch nicht rechtskräftig.
Im Rahmen des Liquiditäts- und Zinsmanagements setzt die Gesellschaft zur Optimierung von Kreditkonditionen und zur Begrenzung
von Zinsänderungsrisiken variable Finanzierungen, Festsatzkredite und Zinsderivate ein.
Die außerordentlichen Aufwendungen resultieren aus Anpassungen an das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz.
Das Konzernergebnis ging auf -85,5 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr (-74,2 Mio. EUR; -15,3 %) zurück. Die Ergebnisentwicklung
belasteten insbesondere die vorsorgliche Rückstellungsbildung im Zusammenhang mit der Auflösung von zwei
Immobilienleasingverträgen am Standort Leipzig/Halle in Höhe von 11,5 Mio. EUR, die Rückstellungsbildung für investitionsnahe
Aufwendungen und Lärmschutz am Standort Dresden in Höhe von 3,4 Mio. EUR sowie die Aufwendungen für Altersteilzeit (3,3 Mio.
EUR) und konsolidierungsbedingte Mehrabschreibungen (9,1 Mio. EUR).
2.2 Finanz- und Vermögenslage
Die Bilanzsumme des Konzerns hat sich im Vorjahresvergleich um 13,5 Mio. EUR auf 1.148,6 Mio. EUR erhöht.
Das Anlagevermögen erhöhte sich einerseits durch Zugänge, Zuschreibungen und Nachaktivierungen um 100,2 Mio. EUR und
reduzierte sich andererseits infolge der Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen (-74,5
Mio. EUR). Insgesamt ergibt sich für diesen Bilanzposten eine Erhöhung um 24,8 Mio. EUR auf 1.099,6 Mio. EUR.
Das Umlaufvermögen hat sich um -10,5 Mio. EUR auf 38,1 Mio. EUR vermindert. Ursache hierfür ist im Wesentlichen die Reduzierung
der Bestände an flüssigen Mitteln um -15,2 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr.
Die Eigenkapitalausstattung des Konzerns verminderte sich um 46,1 Mio. EUR auf 548,3 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote beträgt
somit 47,7 % an der gestiegenen Bilanzsumme (Vorjahr: 52,4 %).
Die Rückstellungen erhöhten sich um 10,1 Mio. EUR im Wesentlichen durch die Bildung einer Rückstellung im Zusammenhang mit der
Auflösung von zwei Immobilienleasingverträgen am Standort Leipzig/Halle sowie durch zusätzliche Zuführungen zu den
Lärmschutzrückstellungen am Standort Dresden um 3,4 Mio. EUR auf 48,9 Mio. EUR.
Die Verbindlichkeiten erhöhten sich vor allem aufgrund der Darlehensverzinsungen und Fremdkapitalneuaufnahmen um 48,0 Mio. EUR
auf 547,8 Mio. EUR. Finanzierungsbeiträge der Gesellschafter für den Infrastrukturausbau sind dabei bis zur Genehmigung durch die
Europäische Kommission weiterhin als Fremdkapital auszugestalten.
Die Vermögensstruktur zeigt die hohe Anlagenintensität des Konzerns, wonach 95,7 % (Vorjahr: 94,7 %) des gesamten Vermögens
langfristig im Anlagevermögen gebunden sind. Das Anlagevermögen der Unternehmensgruppe war im Geschäftsjahr 2010 in Höhe von
49,9 % durch Eigenkapital gedeckt (Vorjahr: 55,3 %).
Die Liquidität des Konzerns war jederzeit gesichert.
3. Investitionen
Die Zugänge zum Anlagevermögen des Konzerns betrugen im Berichtsjahr 61,9 Mio. EUR.
Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit lag dabei mit 46,9 Mio. EUR bei der Flughafen Leipzig/Halle GmbH. Die Summe beinhaltet
im Wesentlichen den Bau der Feuerwachen Ost und West mit integriertem Leitstand (gesamt: 15,3 Mio. EUR; davon 2010: 9,0 Mio.
EUR), die Errichtung einer Feuerwehrübungsanlage (3,6 Mio. EUR), das Bauvorhaben Rollweg und Rollbrücke E7 (gesamt: 28,9 Mio.
EUR; davon 2010: 11,6 Mio. EUR), der Neubau einer Fahrzeug- und Geräte-technikhalle mit Sozialgebäude (5,0 Mio. EUR), die
Ergänzung der Enteisungsanlagen im Flughafensüdbereich (2,6 Mio. EUR) sowie Ausrüstungsinvestitionen in Winterdienst- und
Feuerwehrtechnik (7,9 Mio. EUR).
Die Zugänge zum Anlagevermögen der Flughafen Dresden GmbH beliefen sich im Jahr 2010 auf insgesamt 9,5 Mio. EUR. Im
Mittelpunkt der Investitionstätigkeit standen hauptsächlich die Erweiterung des Parkhauses um 1.313 zusätzliche Stellflächen
(gesamt: 9,3 Mio. EUR; davon 2010: 4,3 Mio. EUR), die Beschaffung eines Löschfahrzeuges (1,1 Mio. EUR) und die Realisierung von
infrastrukturellen Zusatzmaßnahmen (1,0 Mio. EUR).
Das Investitionsvolumen der PortGround GmbH belief sich im Berichtsjahr auf 5,5 Mio. EUR. Der Betrag resultiert im Wesentlichen aus
der sukzessiven Umstellung von Diesel- auf Elektrofahr-zeuge für die Flugzeugabfertigung am Standort Dresden und der Verjüngung
der Enteisungsflotte am Standort Leipzig/Halle.
Im Ausrüstungsbereich wurden an beiden Standorten Investitionen in EDV- und Nachrichtentechnik in Höhe von 3,2 Mio. EUR getätigt.
Grundsatz der Investitionspolitik der Unternehmensgruppe bildete auch im Geschäftsjahr 2010 die Ausrichtung auf die Realisierung
von Maßnahmen, die der Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes dienen, die sich aus gesetzlichen Vorgaben heraus als unbedingt
notwendig erweisen sowie auf nachfrageorientierte Projekte zum Ausbau der Marktposition und der Marktchancen.
4. Personal
Der Konzern beschäftigte im Geschäftsjahr 2010 durchschnittlich 1.054 Mitarbeiter, davon 32 Auszubildende (im Vorjahr: 1.030
Mitarbeiter, davon 36 Auszubildende). Davon waren

2010
2009
Mitarbeiter (davon Auszubildende)
bei der Mitteldeutschen Flughafen AG
48
(0)
46
(0)
bei der Flughafen Leipzig/Halle GmbH
382
(15)
368
(18)
bei der Flughafen Dresden GmbH
226
(7)
224
(8)
bei der PortGround GmbH
370
(10)
363
(9)
bei der EasternAirCargo GmbH und
2
(0)
7
(1)
bei der FSG Flughafenservice Gesellschaft mbH
26
(0)
22
(0)
beschäftigt.
Nach Standorten strukturiert sich die Beschäftigtenanzahl mit 684 Mitarbeitern auf Leipzig/Halle, mit 369 Mitarbeitern auf Dresden
und mit einem Mitarbeiter auf Frankfurt/Main.
Im Jahresmittel hat sich die Mitarbeiterkapazität der Unternehmensgruppe in Erfüllung gesetzlicher und behördlicher Auflagen sowie
im Zusammenhang mit dem Ausbau des Frachtvolumens erhöht.
Innerhalb der Unternehmensgruppe gilt seit 1. Juli 2002 ein Haustarifvertrag, welcher mit der Gewerkschaft ver.di abgeschlossen
wurde. Dieser Haustarifvertrag ist Grundstein für eine eigenständige Tarifpolitik der Unternehmensgruppe, unter dem erwartet
zunehmenden Kosten- und Konkurrenzdruck im Markt.
Zwischen den Tarifpartnern wurde eine Verlängerung des zum 31. Dezember 2009 ausgelaufenen Tarifvertrages zur Sicherung der
Wettbewerbsfähigkeit bis zum 31. Dezember 2014 vereinbart. Dies ist Grundlage für die Fortsetzung einer erfolgreichen Tarifpolitik in
einem sich verschärfenden Wettbewerbsumfeld.
Der bisherige Vergütungstarifvertrag sowie der Tarifvertrag für Auszubildende sind zum 31. März 2010 gekündigt worden. Mit Wirkung
vom 1. April 2010 trat ein neuer Vergütungstarif in Kraft. Mit einer Laufzeit von 16 Monaten und Tarifsteigerungen von 2 % zum 1.
April 2010 und 1. April 2011 sowie einer Einmalzahlung von 200 EUR zum 1. April 2012 konnten Planungssicherheit, Wirtschaftlichkeit
und Wettbewerbsfähigkeit mit den Interessen der Arbeitnehmer in Einklang gebracht werden.
5. Umweltschutz
5.1 Schutz vor Verkehrslärm und Luftschadstoffen
Das zentrale Anliegen der Unternehmen der Mitteldeutschen Flughafen AG ist es, an beiden Standorten für einen bestmöglichen
Schutz der Umwelt zu sorgen. Mit den Nachbarn und Anrainern stehen die Flughäfen in stetem Dialog. Die beiden Airports haben ein
aktives Programm zum Umweltmanagement entwickelt. Dabei wird einerseits Vorsorge dafür getragen, dass die Belange der
Menschen und des natürlichen Lebensraumes berücksichtigt werden. Auf der anderen Seite führen weiterentwickelte Technologien z.
B. bei Flugzeugtriebwerken zu einer kontinuierlichen Minderung von Lärm- und Schadstoffemissionen an unseren Standorten.
Gemäß Planfeststellungsbeschluss zur Start- und Landebahn Süd vom 4. November 2004 einschließlich erfolgter
Planfeststellungsänderungen ist der Flughafen Leipzig/Halle verpflichtet, umfangreiche Schallschutzmaßnahmen im Schutzgebiet des
Flughafens durchzuführen. Das Nachtschutzgebiet umfasst eine Fläche von ca. 256 km
2
mit ca. 7.000 Wohnhäusern. Im Rahmen des
Schallschutzprogrammes für die Südbahn, welches bereits Mitte 2005 angelaufen ist, wurden ca. 5.900 Anträge bereits bearbeitet.
Insgesamt werden die Maßnahmen bis 2013 abgeschlossen sein.
Die bisherigen Aufwendungen und Investitionen der Flughafen Leipzig/Halle GmbH für Lärmschutz betrugen bis zum 31. Dezember
2010 insgesamt ca. 100 Mio. EUR. Davon entfallen ca. 20 Mio. EUR auf den Zentral- und Nordbereich, ca. 80 Mio. EUR stehen im
Zusammenhang mit der Start- und Landebahn Süd; davon ca. 38 Mio. EUR für Grunderwerb Absiedlung/Lärmschutz. Für die
Folgejahre sind nach dem derzeitigen Stand noch ca. 35 Mio. EUR, davon ca. 20 Mio. EUR für Grunderwerb Absiedlung/Lärmschutz, zu
erwarten.
Die in 2009 in Betrieb genommene Fluglärmmessanlage am Flughafen Leipzig/Halle mit zehn stationären und vier mobilen Messstellen
ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung der Lärmsituation in der Umgebung. Die Messergebnisse werden auf der Internetseite
des Flughafens Leipzig/Halle veröffentlicht. Die vorgeschriebenen Grenzwerte wurden nicht überschritten.
Zur Berücksichtigung der Auflagen des Planfeststellungsbeschlusses vom 25. Oktober 2005 wurden bei der Flughafen Dresden GmbH
vorsorglich ab 2005 Rückstellungen für Lärmschutz, Entschädigungen und Hindernisbeseitigung gebildet. Insgesamt werden Kosten
von rund 6,3 Mio. EUR erwartet, weshalb der Rückstellung im Berichtsjahr weitere 3,4 Mio. EUR zugeführt worden sind.
5.2 Gewässerschutz
Am Standort Leipzig/Halle ist in der letzten Winterperiode am Vorfluter "Kalter Born" enteisungsmittelhaltiges Abwasser ausgetreten.
Durch Einsatz der technischen Kräfte der Flughafen Leipzig/Halle GmbH konnten bauliche Mängel am Regenrückhaltebecken ermittelt
und weitere schädliche Einleitungen gestoppt werden, sodass die Gewässerbelastung am "Kalten Born" wieder unterhalb der
vorgegebenen Einleitwerte liegt. Die aufgetretenen Baumängel werden in 2011 behoben.
Im Zentralbereich des Flughafens Dresden erfolgt eine langfristige Überwachung der Grundwasserqualität.
6. Gesellschaftsrechtliche Entwicklung
Die gesellschaftsrechtlichen Verhältnisse haben sich im Berichtsjahr nicht verändert.
7. Risikofrüherkennungssystem
Die Unternehmensgruppe der Mitteldeutsche Flughafen Aktiengesellschaft verfügt seit Jahren über ein umfassendes
Risikomanagementsystem, um bestandsgefährdende Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu überwachen und notwendige
Steuerungsmaßnahmen einleiten zu können. Allen erkennbaren Risiken ist während des Geschäftsjahres 2010 durch entsprechende

Risikovorsorge Rechnung getragen worden. Für wesentliche Haftungsrisiken wurden zur Verringerung möglicher finanzieller
Auswirkungen Versicherungen mit angemessenen Haftungsbeträgen abgeschlossen.
Die aktuelle Risikosituation der Gesellschaft wird in einer Risikoportfoliomatrix dokumentiert. Ein Risikohandbuch legt Definitionen für
innerhalb des Früherkennungsprozesses zu eruierende Risiken fest. Mittels vorgegebener Wertgrenzen ist unter Quantifizierung von
potenziellen Schadenshöhen und Eintrittswahrscheinlichkeiten eine Risikobewertung ableitbar. Im Geschäftsjahr sind neben der
permanenten Risikokommunikation zwei Risikoinventuren durchgeführt worden. Im Rahmen der feststehenden Beobachtungsbereiche,
Zuständigkeiten und Gremien der Risikokommunikation werden entsprechende Maßnahmen zur Risikosteuerung eingeleitet.
Spezieller Fokus lag im Berichtsjahr auf Themen wie Betriebsstörungen und -unterbrechungen durch Elementarereignisse, Auswertung
der Nachfragesituation sowie Markt- und Wettbewerbsbeobachtung.
8. Erklärung des Vorstandes gemäß § 312 Abs. 3 AktG
Die Mitteldeutsche Flughafen Aktiengesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten
Rechtsgeschäften nach den Umständen, die der Gesellschaft im Zeitpunkt bekannt waren, in dem die genannten Rechtsgeschäfte
vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten.
Berichtspflichtige Maßnahmen lagen im Geschäftsjahr 2010 nicht vor.
9. Chancen und Risiken
Die Unternehmensgruppe stellt sich für das Geschäftsjahr 2011 das Ziel, das Verkehrsaufkommen in allen Segmenten weiterhin
deutlich auszubauen. So sollen das Luftfrachtaufkommen, das Fluggastaufkommen im Passagierlinien- und Touristikverkehr, die
Anzahl an Flugzeugbewegungen und das MTOW-Aufkommen um jeweils bis zu 10 % gesteigert werden. Dieses Wachstum könnte
allerdings durch die seit 1. Januar 2011 erhobene Luftverkehrsteuer gedämpft werden, welche ausschließlich für gewerbliche
Passagierflüge gilt. Die deutschen Airlines befürchten ein Minus von 3 bis 5 % ihres bisherigen Fluggastaufkommens.
Für das Jahr 2011 bauen die Unternehmen ihr Luftfrachtgeschäft ab Leipzig/Halle weiter aus. Dazu wurden durch AeroLogic drei neue
Verbindungen nach Hongkong, Bangkok und Bahrain aufgenommen. Mit weiteren Investitionen in einen neuen Hangar, in
Vorfeldflächen sowie mit dem Bau von sechs Stellflächen für Großraum-Flugzeuge im Norden des Flughafens Leipzig/Halle wird den
Wachstumszielen in adäquater Weise entsprochen. Darüber hinaus werden die bestehenden Vorfeldmietflächen der DHL in Richtung
Osten um zusätzliche sechs Stellflächen für Großraum-Flugzeuge erweitert.
Als aktuelle Nummer 2 der Luftfrachtumschlagplätze in Deutschland ist der Flughafen Leipzig/Halle auf dem besten Wege, seine
Stellung als einer der bedeutendsten Frachtflughäfen in Europa weiter zu festigen.
Die Aussichten für den Flughafen Leipzig/Halle im Frachtbereich bleiben jedoch auch risikobehaftet. Hinsichtlich der politischen und
gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ist auf die stetige Verschärfung der Sicherheitsbestimmungen, auf neue EU-Verordnungen (z.
B. Aviation Security), auf die Abwälzung hoheitlicher Aufgaben auf die Flughäfen oder die Luftverkehrsgesellschaften sowie auf
Überlegungen des Gesetzgebers zum Abbau sogenannter Subventionen (z. B. Kerosinsteuer) zu verweisen.
Die Luftfracht erreicht Europa heute zu einem großen Teil aus Asien, dabei insbesondere aus China und Indien. Die Verknüpfung der
Verkehrsträger vom Sender bis zum Empfänger wird immer effizienter gestaltet. Mit dem Blick auf Umweltaspekte wird auch die
Ökologie von Transportweg und eingesetztem Transportmittel immer wichtiger. Insofern ist es konsequent, dass sich der Flughafen
international ausrichtet und mit dem Ziel einer besseren und ökologischeren Integration der Warenströme aus Asien über den
Standort Leipzig/Halle mit Partnern im Ausland zusammenarbeitet.
In Planung sind u. a. die Erschließung konkreter Nischen oder die Kooperation im Bereich der Beiladung zu Passagiermaschinen mit
anderen Flughäfen. Die Kooperation mit Flughafenstandorten in den Quellregionen ist dabei von entscheidender Bedeutung, da unter
dem Gesichtspunkt der Paarigkeit von Luftfrachtverkehren die Erfolgsquote bei der Akquise durch die gemeinsame Marktbearbeitung
in den Zielmärkten erhöht werden kann. Neben der aktuell vereinbarten strategischen Kooperation mit dem Shenzhen International
Airport werden weitere Partnerschaften angestrebt. In diesem Zusammenhang steht auch die Vernetzung mit deutschen und
europäischen Logistikzentren, um den Kunden entsprechend abgestimmte Transportprodukte aus einer Hand anzubieten.
Für das Geschäftsjahr 2011 wird für den Flughafen Leipzig/Halle zunächst nur mit einer gering ausfallenden Erholung im
Passagegeschäft gerechnet. Als neue Strecken bedient Central Connect Airlines die Verbindung Leipzig/Halle - Brüssel. Darüber hinaus
wird ab Leipzig/Halle eine Nonstopverbindung nach Prag angeboten. Der Winterflugplan 2010/2011 umfasst 196 Flüge pro Woche zu
49 Zielflughäfen in 15 Ländern, die von 15 Airlines bedient werden. Für die Passagierentwicklung möchte der Flughafen Leipzig/Halle
bis 2015 eine deutliche Steigerung des bestehenden originären Verkehrs (Basisgeschäft) sowohl im Passagierlinien- als auch im
Touristikverkehr erreichen und zur Umsetzung der Wachstumsziele auch neue Verbindungen gewinnen. Prognoserisiken bestehen
hinsichtlich des Aufkommens an Sonderverkehren.
Am Flughafen Dresden wird insgesamt ebenfalls mit steigenden Passagierzahlen gerechnet. Im innerdeutschen Linienverkehr ist von
weitgehend konstanten Kapazitäten auszugehen. Im europäischen Direktverkehr ist die seit Dezember 2010 durch Easyjet beflogene
Strecke Basel -Dresden sehr gut angelaufen; dies wird sich positiv auf die Verkehrsentwicklung auswirken.
Aufgrund der Ausmusterung kleiner Turboprop-Flugzeuge ist bereits im Sommer 2010 die Strecke Mailand - Dresden (Air Dolomiti)
und Anfang 2011 auch die Strecke Wien - Dresden (Austrian Airlines) am Standort Dresden eingestellt worden. Die Strecke nach Wien
wird in den Sommerflugplan 2011 einmal pro Tag wieder aufgenommen. Die Strecke nach London wird durch Lufthansa weiter
bedient, allerdings mit kleinerem Fluggerät und zu Lasten eines Umlaufs nach Düsseldorf. Auch für die Strecke nach Moskau, welche
im Sommerflugplan 2011 um eine auf vier wöchentliche Frequenzen aufgestockt wird, ist eine verbesserte Auslastung notwendig, um
langfristig stabil zu sein.
Im Charterbereich konnte für Dresden 2010 erstmals mit Hilfe der Germania und Hamburg International ein deutlicher
Kapazitätszuwachs im Vergleich zum Vorjahr dargestellt werden. Die angebotenen Kapazitäten von Hamburg International ab Dresden
werden nach deren Insolvenz von der Air Berlin sowie der Germania im Sommer 2011 übernommen. Des Weiteren wird Germania
zusätzliche Flüge ab Dresden anbieten, so dass das Gesamtangebot im Sommer 2011 über dem des Vorjahres liegen wird.

Nach Ägypten wurden die Kapazitäten im Sommer 2010 mit Sharm el Sheikh als neues Direktziel am Standort Dresden vervierfacht.
Jedoch beeinflussen die aktuellen Unruhen in den arabischen Ländern das Passagieraufkommen. Die Verbindungen nach Griechenland
erfreuten sich nach dem Nachfragerückgang in 2009 wieder größerer Beliebtheit.
Das Ziel der Unternehmensgruppe ist es, möglichst viele europäische Metropolen zu erreichen und mit attraktiven Angeboten im
Passagierverkehr Potentiale im Einzugsgebiet stärker auszuschöpfen und zu erweitern. Dies wird jedoch maßgeblich durch externe
Faktoren beeinflusst, wie die wirtschaftliche Entwicklung im Umfeld, die bundesweite Luftverkehrsabgabe sowie die anhaltende
Konsolidierung im Airlinemarkt und deren Auswirkungen.
Insbesondere im Segment des klassischen Touristikverkehrs bleiben Markt- und Nachfragerisiken weiterhin bestehen, was durch die
Auswirkungen der aktuellen politischen Lage in Nordafrika unterstrichen wird. Externe Wachstumsimpulse im Passagierverkehr, wie
z.B. eine neue Low-Cost-Welle, sind nicht zu erwarten. Durch Airlines werden vielmehr verstärkt Forderungen zur Risikobeteiligung
der Flughafenregionen an neuen Strecken gestellt.
Daraus resultierende Zusatzkosten bei einer hohen Preiselastizität der Nachfrage sowie zusätzlich geschaffene Kapazitäten verschärfen
weiterhin die Konkurrenz und den Preisdruck im Markt.
Die MFAG sieht im sogenannten Non-Aviation-Bereich einen starken und zukunftsorientierten Wachstumsmarkt. Neben der
Zielsetzung der Verbesserung der Auslastung wird an beiden Flughafenstandorten in den nächsten Jahren in die nachfrageorientierte
Erweiterung und Neugestaltung dieses Bereiches investiert.
Das Umsatzaufkommen im Non-Aviation-Segment mit Retailbereich, Parkgeschäft und Vermarktung von Werbeflächen korrespondiert
zunächst weitestgehend mit der Entwicklung des Passagegeschäftes. Vor diesem Hintergrund wollen die Flughäfen ihre Standorte
stärker als Kongress-, Entertainment- und Erlebniswelt etablieren. Auf diese Weise würden Angebote geschaffen, die nicht direkt vom
Aufkommen im Flugverkehr abhängen. Entsprechende Ideen sehen z.B. in Leipzig/Halle die Nutzung des Zentralen Check-In-
Bereiches als Konferenz- und Tagungszentrum vor. Parallel dazu wurde das Zentralterminal in Nutzungsabschnitte eingeteilt, um
Ankermieter zu binden und die Attraktivität für Gäste zu steigern. Neben einem in sich geschlossenen Urlaubsmarkt sind so weitere
Themenwelten, wie beispielsweise Ausstellungsbereiche entstanden.
Von besonderer Relevanz für die Einnahmesteigerungen durch den Einzelhandel sind die Terminalflächen auf der sogenannten
Luftseite. Gemeinsam mit potentiellen Mietern arbeiten die Flughäfen an Konzepten zur Optimierung dieses Segments.
Im Geschäftsfeld Non-Aviation sollen in Verbindung mit den positiven Impulsen aus der Verkehrsentwicklung steigende Erlöse aus
dem Parkgeschäft und Konzessionserlöse aus Einzelhandel und Gastronomie realisiert werden. Risiken bestehen in den zunehmenden
Stellplatzofferten von Drittanbietern im Umfeld der Flughäfen. Die Flughäfen reagieren mit dem zusätzlichen limitierten Angebot von
Billig-Parktarifen und dem Ausbau des Serviceangebotes.
Zur Ansiedlung von flughafenaffinem Gewerbe wird in Leipzig/Halle ein Areal von ca. 38 ha südwestlich der Start- und Landebahn Süd
vermarktet. Mit einer 20.000 m2 großen Luftfrachthalle (World Cargo Center, WCC), welche gleichfalls integraler Bestandteil der
Sicherheitsgrenze ist, wurde in 2006 der erste Investor für das Frachtgebiet Süd gewonnen.
Ferner konnte durch den Flughafen Leipzig/Halle mit einem weiteren Investor ein Vertrag über eine Fläche von 25.000 m2 im
Frachtgebiet Süd abgeschlossen werden. Auf diesem Grundstück ist für 2011 die Errichtung eines Logistiksicherheitszentrums geplant,
welches die Durchführung komplexer Transport-, Umschlags-, Lagerungs- und Verteilungsprozesse hochwertiger
Erzeugnisse/Gegenstände ermöglicht.
Die DHL-Ansiedlung und das Engagement von Lufthansa Cargo am Flughafen Leipzig/Halle werden weitere Ansiedlungen von
Marktteilnehmern im Luftfrachtbereich nach sich ziehen. Daher ist sowohl mit einer erhöhten Nachfrage nach erschlossenen
Gewerbeflächen als auch mit einem erhöhten Büroflächenbedarf zu rechnen.
Am Flughafen Dresden bestehen im Bereich der Vermietung von Büroräumen lediglich noch im Airport-Center vermietbare
Kapazitäten. Im Terminal konnten zusätzliche Flächen vermietet werden (Einzelhandel, Reiseveranstalter). Hier liegt der Fokus auf der
Sicherstellung der kontinuierlichen Vermietung der Reisebüroflächen (Counter- und Retail-Flächen), bei denen viele Verträge in
näherer Zukunft auslaufen (10 Jahre Betrieb des Flughafen Dresden Terminals).
Unsicherheit über die Verfügbarkeit von Countern besteht, da die Bundespolizei die Röntgentechnik der Reisegepäckkontrolle nunmehr
frühestens Ende 2011 ersetzen wird und derzeit unklar ist, welche baulichen Auswirkungen durch die neuen Detektionsgeräte
entstehen. Mit den Autovermietern konnten bereits Folgeverträge geschlossen werden, die zu einer moderaten Ertragsverbesserung
führen.
Nach dem Umbau des gastronomischen Outlets im Abflugbereich des Flughafens Dresden wird ab Mitte 2011 eine Umsatzsteigerung
im Gastronomiebereich erwartet, was sich über die Konzessionsabgabe auch für den Flughafen positiv auswirken sollte.
Die Positionierung des Flughafens Dresden als "Special Event Location" wird weiter vorangetrieben und steht durch die Erlangung
einer dauerhaften (Bau-)Genehmigung für die Durchführung von Großveranstaltungen auf rechtlich sicherer Basis.
Die Prognoseaussichten der Unternehmensgruppe für die kommenden Jahre sind weiterhin positiv und die gesetzten Ziele ehrgeizig.
So soll im mittelfristigen Prognosezeitraum bis 2015 das Passagieraufkommen auf über 5 Mio. Fluggäste (Flughafen Leipzig/Halle 3
Mio. Passagiere; Flughafen Dresden 2 Mio. Passagiere) gesteigert und in der Luftfracht die Marke von 1 Mio. Tonnen deutlich
überschritten werden.
Korrespondierend zu diesem Mengenwachstum wird an beiden Flughafenstandorten innerhalb des mehrjährigen Prognosezeitraums
mit Umsatzsteigerungen aus Verkehrsleistungen und im Non-Aviation-Segment zwischen 4 bis 7 % p. a. gerechnet. Durch den hohen
Fixkostencharakter der geschaffenen Infrastrukturen soll der Aufwand im Vergleich zur Umsatzentwicklung nur unterproportional
steigen. Aufgrund der Fortführung der Investitionstätigkeit und der noch offenen Beihilfesachverhalte wird das Zinsergebnis im
negativen Bereich verbleiben und das Konzernergebnis weiterhin deutlich belasten.
Aus den bestehenden kurzfristig fälligen, variabel zu verzinsenden Gesellschafterdarlehen, können Zinsänderungsrisiken resultieren.
Insgesamt wird das Konzernergebnis entsprechend der mittelfristigen Prognosen im Wesentlichen abschreibungsbedingt zwar noch im
negativen Bereich verbleiben, jedoch deutlich verbessert werden.

Mittelfristige Zielstellung der Unternehmensgruppe ist es, ihre positiven operativen Ergebnisse (EBITDA vor Sonderfaktoren) sowie
ihren erwirtschafteten Cashflow deutlich zu steigern und in der Perspektive ihre Eigentümer von der finanziellen Unterstützung bei der
Erweiterung der Infrastrukturen zu entlasten.
Leipzig, den 31. März 2011
Markus Kopp, Vorstand
Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010
Konzernbilanz
AKTIVA
31.12.2010
31.12.2009
EUR
EUR
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und
Werten
874.062,94
1.024.794,69
2. Geleistete Anzahlungen
235.975,39
143.688,87
1.110.038,33
1.168.483,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich
der Bauten auf fremden Grundstücken
714.204.233,70
693.974.219,65
2. Technische Anlagen und Maschinen
298.715.026,97
312.976.818,23
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
45.180.169,74
33.713.139,57
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
40.280.418,65
32.849.389,66
1.098.379.849,06 1.073.513.567,11
III. Finanzanlagen
Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen
67.580,87
67.580,87
1.099.557.468,26 1.074.749.631,54
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
2.010.070,21
1.836.181,50
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
15.877.919,15
16.100.592,36
2. Forderungen gegen Gesellschafter
148.364,45
148.364,45
3. Sonstige Vermögensgegenstände
9.953.342,77
5.262.124,61
25.979.626,37
21.511.081,42
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
10.096.089,33
25.252.194,83
38.085.785,91
48.599.457,75
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
10.981.468,57
11.779.631,66
1.148.624.722,74 1.135.128.720,95
Passiva
31.12.2010
31.12.2009
EUR
EUR
EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital
8.200.000,00
8.200.000,00
II. Kapitalrücklage
541.798.381,99
614.938.262,33
III. Ergebnisvortrag
38.287.970,53
-9.563,14
IV. Jahresfehlbetrag
-85.493.021,41
-74.152.055,07
V. Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter
45.509.485,03
45.444.932,76
548.302.816,14
594.421.576,88
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
2.736.251,00
2.004.410,00
2. Steuerrückstellungen
535.196,90
553.449,31
3. Sonstige Rückstellungen
45.584.817,39
36.239.314,76
48.856.265,29
38.797.174,07
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
80.480.127,30
68.634.232,93
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
15.354.997,19
15.168.403,27
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern
389.015.213,61
353.364.519,16
4. Verbindlichkeiten aus Übertragung
57.442.062,14
57.455.566,89

31.12.2010
31.12.2009
EUR
EUR
EUR
5. Sonstige Verbindlichkeiten
5.504.847,42
5.169.101,34
- davon aus Steuern: EUR 1.114.439,78 (31.12.2009: TEUR 580)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 87.345,75
(31.12.2009: TEUR 76)
547.797.247,66
499.791.823,59
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
3.668.393,65
2.118.146,41
1.148.624.722,74 1.135.128.720,95
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
2010
2009
1. Umsatzerlöse
128.263.404,44
117.986.793,42
2. Sonstige betriebliche Erträge
7.381.261,93
7.922.138,60
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene
Waren
9.814.186,22
7.320.951,49
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen
40.274.376,84
37.665.979,15
50.088.563,06
44.986.930,64
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter
38.276.615,20
33.351.088,48
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für
Unterstützung
7.600.653,39
7.387.775,73
- davon für Altersversorgung: EUR 977.902,33 (Vj.: TEUR 1.107)
45.877.268,59
40.738.864,21
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
74.501.872,82
64.008.603,75
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen
37.476.644,33
33.468.284,75
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
330.837,39
229.296,81
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: EUR 3.923,11 (Vj.:
TEUR 0)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
11.216.438,95
15.516.241,39
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 386.698,52 (Vj.:
TEUR 0)
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
-83.185.283,99
-72.580.695,91
10. Außerordentliche Aufwendungen =
11. Außerordentliches Ergebnis
-710.769,56
0,00
12. Sonstige Steuern
1.952.034,30
1.817.232,54
13. Erträge aus Verlustübernahme
355.066,44
245.873,38
14. Konzernjahresfehlbetrag
-85.493.021,41
-74.152.055,07
Anhang
I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS
Die Mitteldeutsche Flughafen Aktiengesellschaft hat den Konzernabschluss gemäß § 290 ff. HGB aufgestellt.
Das Grundkapital der MFAG zum 31. Dezember 2010 ist voll erbracht worden. Es ist in 8.200.000 Stückaktien zerlegt.
II. KONSOLIDIERUNGSKREIS
In den Konzernabschluss wurden folgende Unternehmen gemäß § 294 Abs. 1 HGB einbezogen:
lfd. Nr.
Gezeichnetes
Kapital
Beteiligung
Name
in TEUR
in TEUR
in %
Konsolidierte verbundene Unternehmen:
1 Mitteldeutsche Flughafen AG
8.200,00
-
-
2 Flughafen Dresden GmbH (FHD)
3.065,71
2.881,64
rd. 94
3 Flughafen Leipzig/Halle GmbH (FLH)
5.112,92
4.806,14
94
4 FSG Flughafenservice Gesellschaft mbH (FSG)
25,56
24,03
94
(via Flughafen Leipzig/Halle GmbH)
(25,56)
(100)
5 EasternAirCargo GmbH (EAC)
25,00
25,00
100
6 PortGround GmbH (PG)
500,00
500,00
100
Nicht konsolidierte verbundene Unternehmen:
7 Flughafen Abfertigungsgesellschaft Leipzig/Halle
25,00
39,50
94
mbH i.L. (FAL) (via Flughafen Leipzig/Halle GmbH)
(42,02)
(100)
8 Flughafen Dresden Service GmbH
25,56
24,03
rd. 94

lfd. Nr.
Gezeichnetes
Kapital
Beteiligung
Name
in TEUR
in TEUR
in %
(via Flughafen Dresden GmbH)
(25,56)
(100)
Mit Gesellschafterbeschluss vom 15. November 2010 der EasternAirCargo GmbH wurde deren Liquidation mit Ablauf des 31.
Dezember 2010 beschlossen.
III. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
1. Allgemeines
Es wurden die handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften unter Berücksichtigung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
beachtet.
Mit Wirkung zum 1. Januar 2010 ist das Handelsgesetzbuch in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) vom
25. Mai 2009 verpflichtend vollumfänglich anzuwenden. Änderungen in der Form der bisherigen Darstellung oder der bisher
angewandten Bewertungsmethoden unterliegen nicht den § 252 Abs. 1 Nr. 6, § 265 Abs. 1 und § 284 Abs. 2 Nr. 3 HGB. Eine
Anpassung der Vorjahreszahlen an die neu geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erfolgt gemäß Art. 67 Abs. 8 Satz 2
EGHGB nicht.
Die Gliederung der Konzernbilanz sowie der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen - mit Ausnahme der
konsolidierungsspezifischen Posten, den Forderungen gegen Gesellschafter, den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und den
Verbindlichkeiten aus Übertragung -dem § 298 Abs. 1 HGB i. V. m. § 266 und § 275 HGB.
Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.
Die Kapitalflussrechnung sowie der Konzerneigenkapitalspiegel wurden unter Beachtung von DRS 2 und DRS 7 des Deutschen
Rechnungslegungs Standards Committee (DRSC) erstellt.
2. Anlagevermögen
Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Berücksichtigung der
Anschaffungsnebenkosten und -preisminderungen bewertet worden.
Investitionszuschüsse wurden von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzt.
Die planmäßigen linearen Abschreibungen beruhen auf den betriebsüblichen Nutzungsdauerfestlegungen. Dabei wurde für die
Festsetzung der Nutzungsdauer neben den steuerlichen AfA-Tabellen auch die Branchenempfehlung der Arbeitsgemeinschaft
Deutscher Verkehrsflughäfen zugrunde gelegt.
Bei den Sachanlagen und Finanzanlagen sind darüber hinaus außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen worden.
3. Umlaufvermögen
Die Bewertung der Vermögensgegenstände des Vorratsvermögens erfolgt zum gewogenen Durchschnittswert i. S. v. § 240 Abs. 4
HGB bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 3 HGB.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit Nennwerten angesetzt. Wertberichtigungen wurden in
angemessener Höhe für alle erkennbaren Risiken vorgenommen.
Die flüssigen Mittel sind zum Nominalbetrag bilanziert.
4. Rückstellungen und Verbindlichkeiten
Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet worden, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Deckung
der erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten und Risiken notwendig ist.
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind hierbei gemäß § 253 Abs. 2 HGB bewertet.
Die Rückstellung für Pensionen wurde auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens mit dem Teilwert unter
Anwendung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck, erwarteten Einkommenssteigerungen von 1,00 % p. a., laufenden
Rentenanpassungen von 2,00 % p. a. und eines Zinssatzes von 5,15 % p. a. bei einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren
ermittelt.
Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens mit dem Teilwert unter
Anwendung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck sowie erwarteten Einkommenssteigerungen von 2,00 % p. a.
ermittelt. Für abgeschlossene Altersteilzeitverträge wurden eine mittlere Restlaufzeit von 2 Jahren und ein Zinssatz von 3,90 %
berücksichtigt. Ansprüche potentieller Altersteilzeitanwärter wurden unter Berücksichtigung einer mittleren Restlaufzeit von 5 Jahren
mit einem Zinssatz von 4,35 % bewertet.
Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Die Bewertung der Fremdwährungsverbindlichkeiten erfolgte zum Devisenkassamittelkurs gemäß § 256a HGB.
5. Bewertungseinheiten
Definierte Bewertungseinheiten nach § 254 HGB werden in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung nach der
Einfrierungsmethode abgebildet.
6. Latente Steuern

Aus Unterschieden zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen resultierende aktive latente Steuern und passive
latente Steuern werden miteinander verrechnet. Die Posten nach § 306 HGB werden mit den Posten nach § 274 HGB
zusammengefasst. Eine sich daraus insgesamt ergebene Steuerentlastung wird nicht bilanziert.
IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
1. Anlagevermögen
Die Aufgliederung des Anlagevermögens und die Entwicklung im Berichtszeitraum (Anlagenspiegel-Bruttodarstellung) sind im
beigefügten Anlagespiegel dargestellt.
Die Finanzanlagen beinhalten Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen.
Im Berichtsjahr wurden Zuschüsse in Höhe von TEUR 12 von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzt.
Im Rahmen der Anpassungen an das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz wurden bisher noch vorhandene steuerliche Wertansätze von
Vermögensgegenständen des Anlagevermögens zum 1. Januar 2010 korrigiert. Die Zuschreibung in Höhe von TEUR 38.299 wurde
gemäß Art. 54 Abs. 2 EGHGB erfolgsneutral verrechnet. Bei früherer Bereinigung wären in der Vorperiode um ca. TEUR 6.900 höhere
Abschreibungen auszuweisen.
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Zusammensetzung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthält folgende Übersicht:
Bestand am
31.12.2010
TEUR
Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen
15.878
gegen Gesellschafter
148
Sonstige Vermögensgegenstände
9.954
25.980
Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 444.771 wurden mit gleichlautenden Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen aufgerechnet.
Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen Leistungsforderungen.
Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Steuerforderungen (TEUR 5.373).
Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.
3. Eigenkapital
Die Kapitalerstkonsolidierung wurde auf den Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der Tochterunternehmen in den
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2000 sowie bei späteren Erwerben auf den jeweiligen Erwerbszeitpunkt durchgeführt (§ 301
Abs. 2 Satz 1 HGB a.F.).
Die Kapitalkonsolidierung wurde nach der Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a.F.) durchgeführt. Der sich bei der
Erstkonsolidierung im Jahr 2000 ergebende Unterschiedsbetrag von TEUR 11 wurde in Vorjahren vollständig verbraucht.
Das kumulierte Jahresergebnis 2010 der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen (TEUR -76.442) beträgt nach der
Konsolidierung TEUR -85.493.
TEUR
Summe der Jahresergebnisse vor Konsolidierung
-76.442
Bewertungsunterschiede der Handelsbilanz II
-9.052
Eliminierung der Effekte aus konzerninternen Anlagenkäufen/-verkäufen
1
Jahresergebnis nach Konsolidierung
-85.493
Der Ausgleichsposten für Minderheitenanteile (Anteile Dritter) setzt sich wie folgt zusammen:
TEUR
Anteile der anderen Gesellschafter an der FHD
7.528
Anteile der anderen Gesellschafter an der FLH
37.981
45.509
Die Erhöhung der Minderheitenanteile ist auf die Gesellschafterzuführungen für die Start- und Landebahn-Finanzierung der Flughafen
Dresden GmbH zurückzuführen.
Auf den Ausweis der über die Flughafen Leipzig/Halle GmbH gehaltenen mittelbaren Minderheitenanteile an der FSG in Höhe von 6 %
wurde verzichtet, weil dies für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens- und
Finanzlage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist.
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 2. Juni 2008 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des
Aufsichtsrates bis zum 1. September 2013 gegen Bar- und Sacheinlage einmal oder mehrmals um mindestens EUR 3.367.344,00 bis
zu maximal EUR 3.546.648,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital).
4. Rückstellungen

a) Rückstellungen für Pensionen
Die Rückstellungen beinhalten die zukünftigen Verpflichtungen, die aus den Pensionszusagen an die Geschäftsführer der
Tochterunternehmen der MFAG sowie an zwei Vorstände der MFAG resultieren.
b) Steuerrückstellungen
Die Rückstellung betrifft Grunderwerb- und Grundsteuer sowohl für das laufende Geschäftsjahr als auch für die Vorjahre.
c) Sonstige Rückstellungen
Die Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen enthält folgende Übersicht:
TEUR
Rückstellungen für Auflagen/Entschädigungen Planfeststellung
19.410
Rückstellungen für drohende Verluste
11.500
Rückstellungen für ausstehende Rechnungen
6.303
Rückstellungen für Altersteilzeit und Altersvorsorge
5.165
Rückstellungen für Tantiemen und Ergebnisbeteiligung
1.309
Rückstellungen für Urlaub und Mehrarbeit
736
Sonstige Personalrückstellungen
355
Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten
143
Übrige sonstige Rückstellungen
664
45.585
Bestehende Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen sind gemäß § 8 AltTzG durch Vermögensgegenstände abgesichert, die
ausschließlich der Erfüllung dieser Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind. Dementsprechend
wurden Verpflichtungen aus bestehenden Altersteilzeitverträgen (TEUR 7.049) mit den zugehörigen Vermögensgegenständen (TEUR
1.884) verrechnet. Entsprechend wurden die zugehörigen Aufwendungen mit den vereinnahmten Erträgen aus dem
Deckungsvermögen (TEUR 19) saldiert. Der Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht den fortgeschriebenen Anschaffungskosten.
Die Rückstellungen für Schallschutzaufwendungen zur Realisierung der Auflagen aus dem Planfeststellungsbeschluss zur
Sanierung/Erneuerung der Start- und Landebahn der Flughafen Dresden GmbH wurden im Geschäftsjahr um EUR 3,4 Mio. erhöht.
5. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten sind in Höhe ihrer Erfüllungsbeträge angesetzt und nicht besichert.
Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten und ihre Fälligkeit enthält folgende Übersicht:
Bestand am
Restlaufzeit
31.12.2010
TEUR
bis zu 1 Jahr
TEUR
von 1 bis zu 5
Jahren
TEUR
mehr als 5 Jahren
TEUR
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
80.480
14.438
5.563
60.479
aus Lieferungen und Leistungen
15.355
15.347
8
0
gegenüber Gesellschaftern
389.015
181.211
56.291
151.513
aus Übertragung
57.442
0
0
57.442
Sonstige Verbindlichkeiten
5.505
5.477
26
2
547.797
216.473
61.888
269.436
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern entfallen auf Darlehen einschließlich Verzinsung zur Finanzierung von
Infrastrukturmaßnahmen der Flughafen Leipzig/Halle GmbH sowie der Flughafen Dresden GmbH.
Die Verbindlichkeiten aus Übertragung betreffen die Übertragung einer Kaufpreisforderung der Treuhandanstalt aus dem Vermögen
der Interflug im Jahre 1991 auf die Gesellschafter der Flughafen Dresden GmbH und Flughafen Leipzig/Halle GmbH.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 444.771 wurden mit gleichlautenden Forderungen
gegenüber verbundenen Unternehmen aufgerechnet.
6. Latente Steuern
Das steuerliche Mehrvermögen (+) bzw. Mindervermögen (-) aufgrund von Ansatz- und Bewertungsunterschieden zwischen den
Handels- und Steuerbilanzen sowie latenter Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen setzt sich wie folgt zusammen:
TEUR
Anlagevermögen
-28.966
Sonstige Vermögensgegenstände
4.942
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
611
Sonstige Rückstellungen
13.921
Verbindlichkeiten aus Übertragung
13.506
4.014
Darüber hinaus bestehen wesentliche ertragsteuerliche Verlustvorträge.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen der einbezogenen Gesellschaften von
29,12 % bis 31,57 %.
Die aus Ansatz- bzw. Bewertungsunterschieden auf Bilanzpostenebene resultierenden aktiven latenten Steuern wurden mit passiven
latenten Steuern verrechnet. Auf den Ansatz eines verbleibenden Aktivüberhanges wurde verzichtet.
Aufgrund der derzeitigen und erwarteten negativen steuerlichen Ertragssituation wird auf die Darstellung einer steuerlichen
Überleitungsrechnung gemäß DRS 18.67 verzichtet.
7. Haftungsverhältnisse, Bürgschaften
Aus einem Gewährleistungsvertrag bestehen Eventualverbindlichkeiten von maximal TEUR 24.340.
Als Sicherheitsleistungen wurden Bürgschaften in Höhe von TEUR 950 hinterlegt.
Da derzeit keine Information über eine nicht vereinbarungsgemäße Erfüllung der Auflagen vorliegt, wird derzeit kein Risiko der
Inanspruchnahme gesehen.
8. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte gemäß § 285 Nr. 3 HGB
Die Flughafen Leipzig/Halle GmbH hat in den Jahren 1995 und 1996 zu Finanzierungszwecken Immobilienleasingverträge über
insgesamt vier Objekte mit Gesamtinvestitionskosten in Höhe von TEUR 73.381 abgeschlossen. Die Leasingverträge haben eine
unkündbare Grundmietzeit bis 2016 bzw. 2019.
Die vereinbarten Leasingraten belaufen sich bis zum Ende der Grundmietzeit auf (Brutto) TEUR 54.348 (davon 2011: TEUR 5.571).
Zum Ende der Grundmietzeit bestehen jeweils sowohl Mietverlängerungs- als auch Kaufoptionen für die einzelnen Objekte. Der
Restwert der Leasingobjekte zum Ende der Grundmietzeit ist auf TEUR 44.029 vertraglich fixiert.
Die FLH übt ihr Ankaufsrecht für zwei Immobilienleasingverträge nach dem 15. Mietjahr aus. Die hieraus resultierenden finanziellen
Verpflichtungen sind bilanziell berücksichtigt.
Die Flughafen Leipzig/Halle GmbH sowie die Flughafen Dresden GmbH haben darüber hinaus insgesamt sechs Erbbaurechtsverträge
als Erbbaurechtsgeber abgeschlossen, auf deren Grundlage Investitionen in luftverkehrs- und logistikaffines Gewerbe realisiert
wurden. Die Vorteile für die Gesellschaften bestehen vor allem in der gemeinsamen Standortentwicklung sowie der Bindung von
Schlüsselkunden.
Die Erbbaurechtsverträge haben Laufzeiten von 40 bis 99 Jahren und beinhalten bei vertragsgemäßer Beendigung der Verträge bzw.
für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Verträge eine Entschädigung in Höhe der Verkehrswerte bzw. anteiliger Verkehrswerte der
aufstehenden Gebäude und baulichen Anlagen.
Die Gesellschaften gehen derzeit von einer vertragsgemäßen Erfüllung der Erbbaurechtsverträge aus.
9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB
Aus bis zum 31. Dezember 2010 abgeschlossenen Verträgen für Grunderwerb, Bauinvestitionen und Ausrüstung bestehen finanzielle
Verpflichtungen in Höhe von TEUR 29.174. Verpflichtungen aus Miet- und Leasingzahlungen (Mobilienleasing) sowie sonstige
Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 26.214.
10. Derivate Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten
Eine variabel verzinsliche Darlehensverbindlichkeit (Grundgeschäft) wurde zum Ausgleich gegenläufiger Wertänderungen mit einem
Zinsswap (Sicherungsgeschäft) als Bewertungseinheit zusammengefasst. Der Zinsswap wurde im Juli 2007 abgeschlossen und hat
eine vereinbarte Laufzeit bis zum 3. Juli 2017. Der Bezugsbetrag von ursprünglich TEUR 22.000 vermindert sich korrespondierend zur
Darlehensverbindlichkeit und beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 20.842.
Dabei tauscht die MFAG eine variable Verzinsung auf Basis des 1-Monats-Euribors gegen einen Festzins von 5,11 % p. a. Zum 31.
Dezember 2010 beträgt der beizulegende Wert TEUR -2.902. Die Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft gleichen sich
vollständig aus.
Der Zinsswap steht im direkten Zusammenhang mit einer Objektfinanzierung für langfristig vermietetes Anlagevermögen.
V. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
1. Umsatzerlöse
Die Zusammensetzung der Umsatzerlöse ist der folgenden Übersicht zu entnehmen:
TEUR
Flughafen- und Leistungsentgelte
93.290
Vermietung und Verpachtung sowie Konzessionen
30.698
Sonstige Entgelte
4.275
128.263
Umsatzerlöse zwischen verbundenen Unternehmen wurden in Höhe von TEUR 39.922 mit gleichlautenden Materialaufwendungen
zwischen verbundenen Unternehmen aufgerechnet.
2. Sonstige betriebliche Erträge
In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 7.381 sind im Wesentlichen Erträge aus Weiterberechnungen (TEUR 1.844),
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Einzelwertberichtigungen auf Forderungen (TEUR 2.105), periodenfremde Erträge

(TEUR 1.022), Erträge aus Versicherungsentschädigungen bzw. Schadenersatz (TEUR 659) sowie Buchgewinne aus Anlagenverkäufen
(TEUR 590) enthalten.
Sonstige betriebliche Erträge gegenüber verbundenen Unternehmen wurden in Höhe von TEUR 966 mit gleichlautenden sonstigen
betrieblichen Aufwendungen verbundener Unternehmen verrechnet.
3. Materialaufwand
Der Materialaufwand beinhaltet neben Fremdleistungen (TEUR 13.096) insbesondere Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
(TEUR 9.814), Energiekosten (TEUR 9.084), Aufwendungen zur Anlagenunterhaltung (TEUR 5.714), Leasingaufwendungen (TEUR
4.759) sowie Betriebs- und Sicherheitsaufwendungen (TEUR 4.566).
Bei den Fremdleistungen nehmen die Aufwendungen für Bewachungsleistungen (TEUR 6.265) einen wesentlichen Teil in Anspruch.
Materialaufwendungen zwischen verbundenen Unternehmen wurden in Höhe von TEUR 39.922 mit gleichlautenden Umsatzerlösen
zwischen verbundenen Unternehmen aufgerechnet.
4. Abschreibungen
Die Abschreibungen setzen sich zusammen aus den planmäßigen Abschreibungen (TEUR 73.696) sowie außerplanmäßigen
Abschreibungen (TEUR 806).
Aus dem um steuerliche Sonderabschreibungen bereinigten Wertansatz von Vermögensgegenständen im Konzernabschluss resultieren
Mehrabschreibungen im Vergleich zu den Einzelabschlüssen der einbezogenen Unternehmen in Höhe von TEUR 9.052
Infolge konzerninterner Veräußerungen von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens wurden zu hohe bzw. zu niedrig
vorgenommene Abschreibungen in Höhe von TEUR 1 konsolidiert.
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Öffentlichkeitsarbeit/Marketing (TEUR 6.901), investitionsnahe
Aufwendungen (TEUR 5.689), allgemeine Verwaltungskosten (TEUR 4.184) sowie Versicherungen (TEUR 1.547) und
Personalnebenkosten (TEUR 1.094). Darüber hinaus sind Weiterberechnungen (TEUR 2.059), periodenfremde Aufwendungen (TEUR
1.736) und Forderungsabschreibungen (einschließlich Zuführung Einzel- bzw. Pauschalwertberichtigungen; TEUR 1.222) sowie
Schadenersatzleistungen (TEUR 571) zu verzeichnen. Aus der Dotierung der Rückstellung für drohende Verluste resultieren
Aufwendungen in Höhe von TEUR 11.500.
Sonstige betriebliche Aufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen wurden in Höhe von TEUR 966 mit gleichlautenden
sonstigen betrieblichen Erträgen aufgerechnet.
Das vom Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar für Leistungen gegenüber dem
Mutterunternehmen sowie den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften beträgt TEUR 100, davon TEUR 98 für
Abschlussprüferleistungen und TEUR 2 für sonstige Leistungen.
6. Außerordentliche Aufwendungen
Die außerordentlichen Aufwendungen von TEUR 711 resultieren aus der Anpassung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen sowie der sonstigen Rückstellungen an die durch das BilMoG geänderten handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften.
VI. KAPITALFLUSSRECHNUNG
Die Kapitalflussrechnung wurde unter Beachtung von DRS 2 erstellt.
Der Finanzmittelfonds spiegelt die Bilanzposition Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten wider.
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde aus dem Jahresergebnis unter gesondertem Ausweis des Cashflows aus
betrieblicher Tätigkeit (vor Zinsen und Ertragsteuern) abgeleitet. Hierbei wurden auch investitionsnahe, nicht aktivierungsfähige
Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.390, die infolge der Auflagen in den Planfeststellungsbeschlüssen zu den Ausbauten der Start- und
Landebahnen an beiden Flughafenstandorten angefallen sind und im Rahmen der Projektfinanzierung durch die Gesellschafter
getragen werden, bei der Ermittlung des Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit ausgegliedert (Vorjahr: TEUR 10.879). Die
dazugehörigen
Auszahlungen in Höhe von TEUR 5.739 (Vorjahr: TEUR 6.541) wurden bei der Ermittlung des Cashflow aus der laufenden
Geschäftstätigkeit berücksichtigt.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit wird durch die Investitionen im Zusammenhang mit dem weiteren Ausbau der
Flughafeninfrastrukturen geprägt.
Zur Finanzierung der umfangreichen Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur greift die Unternehmensgruppe vor allem auf
projektbezogene Zuführungen der Aktionäre bzw. Minderheitsgesellschafter zurück.
Für notifizierte Infrastrukturinvestitionen wurden Gesellschaftereinzahlungen (einschließlich der Zahlungen von
Minderheitsgesellschaftern) in Höhe von TEUR 1.075 (Vorjahr: TEUR 2.077) geleistet.
Weitere Einzahlungen der Gesellschafter zur Finanzierung von Infrastrukturmaßnahmen werden bis zur entsprechenden Notifizierung
der Maßnahmen durch die Europäische Kommission als Gesellschafterdarlehen bzw. sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen. Im Saldo
sind TEUR 30.958 Finanzmittel von Gesellschaftern zugeflossen (Vorjahr: TEUR 36.671).
Darüber hinaus sind per saldo TEUR 11.839 Finanzmittel von Kreditinstituten für die Finanzierung von Investitionsvorhaben
zugeflossen (Vorjahr: Tilgung TEUR 1.104).

Sonstige Einzahlungen in Höhe von TEUR 446 betreffen den Verlustausgleich des stillen Gesellschafters der EasternAirCargo GmbH für
das Geschäftsjahr 2009 sowie eine Vorauszahlung für den Verlustausgleich 2010 (Vorjahr: TEUR 72 Auszahlung für Gewinnabführung
2008).
VII. EIGENKAPITALSPIEGEL
Der Eigenkapitalspiegel wurde unter Beachtung von DRS 7 erstellt.
Die Verwendung des Konzernergebnisses 2009 erfolgt in Höhe des konsolidierungsbedingten Ergebnisbeitrages (TEUR 2) gegen den
Ergebnisvortrag, im Übrigen gegen die Kapitalrücklage der Mitteldeutsche Flughafen Aktiengesellschaft.
Der aus der Berichtigung von um Sonderabschreibungen verminderten Wertansätze von Vermögensgegenständen des
Anlagevermögens auf den 1. Januar 2010 resultierende Betrag von TEUR 38.299 wurde mit dem Ergebnisvortrag verrechnet.
Die Zuführungen zur Kapitalrücklage der Mitteldeutsche Flughafen Aktiengesellschaft bzw. den Fremdanteilen in Höhe von insgesamt
TEUR 1.075 resultieren aus Kapitalzuführungen des Jahres 2010.
VIII. SONSTIGE ANGABEN
1. Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer
Die Anzahl der im Durchschnitt beschäftigten Arbeitnehmer gliedert sich nach Gruppen wie folgt:
2010
Vorjahr
Angestellte
591
570
Gewerbliche Arbeitnehmer
431
424
Auszubildende
32
36
1.054
1.030
2. Gesellschaftsorgane
Geschäftsführung
Als alleiniger Vorstand der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2010
Herr Markus Kopp, Leipzig,
bestellt.
Auf die Angabe der Vorstandsbezüge wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Aufsichtsrat
Im Geschäftsjahr 2010 gehörten dem Aufsichtsrat folgende Mitglieder an:
Gesellschaft/ Gesellschafter
Titel
Name
Vorname
Mitglied
von
bis
Funktion im
Aufsichtsrat
Duisburger Hafen AG
Vorstand-
vorsitzender
Staake
Erich
01.01. 31.12. Vorsitzender
Sächsisches Staatsministerium der
Finanzen
Staatsminister
Prof. Dr.
Unland
Georg
01.01. 31.12. Stellvertretender
Vorsitzender
Ministerium für Landesentwicklung
und Verkehr, Sachsen-Anhalt
Minister
Dr. Daehre
Karl-
Heinz
01.01. 31.12. Stellvertretender
Vorsitzender
ver.di - Vereinte
Dienstleistungsgewerkschaft
Landesfach-
bereichsleiter
Doepelheuer Gerd
01.01. 31.12. Stellvertretender
Vorsitzender,
Arbeitsnehmer-
vertreter
Sächsisches Staatsministerium für
Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
Staatsminister
Morlok
Sven
01.01. 31.12.
Ministerium der Finanzen, Sachsen-
Anhalt
Minister
Bullerjahn
Jens
01.01. 31.12.
Landeshauptstadt Dresden
Beigeordneter
Hilbert
Dirk
01.01. 31.12.
Stadt Leipzig
Oberbürgermeister
Jung
Burkhard
01.01. 31.12.
Stadt Halle
Oberbürgermeisterin
Szabados
Dagmar
01.01. 31.12.
Wirtschaftsinitiative für
Mitteldeutschland GmbH
1. Vorsitzender des
Vorstands
Prof. Dr.
Frank
Georg
01.01. 31.12.
DRV Deutscher Reiseverband e.V.
Präsident
Laepple
Klaus
01.01. 31.12.
Flughafen Leipzig/Halle GmbH
Mitarbeiter
Teichmann
Roland
01.01. 31.12. Arbeitnehmer-
vertreter
Flughafen Leipzig/Halle GmbH
Mitarbeiter
Landgraf
Ralf
01.01. 31.12. Arbeitnehmer-
vertreter
Flughafen Dresden GmbH
Vorsitzender
Gemeinschafts-
betriebsrat
Vollbrecht
Frank
01.01. 31.12. Arbeitnehmer-
vertreter

Gesellschaft/ Gesellschafter
Titel
Name
Vorname
Mitglied
von
bis
Funktion im
Aufsichtsrat
Flughafen Dresden GmbH
Mitarbeiter
Päge
Jörg
01.01. 31.12. Arbeitnehmer-
vertreter
Für den Aufsichtsrat wurden Sitzungsgelder in Höhe von TEUR 25 aufgewendet.
Leipzig, den 31. März 2011
Markus Kopp, Vorstand
Konzernanlagenspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010
Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand
01.01.2010
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand
31.12.2010
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
4.881.062,38
295.526,84
95.346,97
58.141,87
5.213.794,32
2. Geleistete Anzahlungen
143.688,87
151.327,38
-54.040,86
5.000,00
235.975,39
5.024.751,25
446.854,22
41.306,11
63.141,87
5.449.769,71
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche
Rechte und Bauten einschließlich der
Bauten auf fremden Grundstücken
a) Grundstücke und grundstücksgleiche
Rechte
383.188.972,20
170.778,92
254.168,08
41.170,19
383.572.749,01
b) Gebäude und Bauten
578.506.636,22 11.774.752,29 10.191.349,57
7.939.789,42
592.532.948,66
961.695.608,42 11.945.531,21 10.445.517,65
7.980.959,61
976.105.697,67
2. Technische Anlagen und Maschinen
646.022.831,77
9.615.953,80
2.375.235,61
3.894.351,68
654.119.669,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
109.328.875,09 18.504.501,50
603.662,29
5.223.272,84
123.213.766,04
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen
im Bau
32.849.389,66 21.386.551,99
-
13.465.721,66
489.801,34
40.280.418,65
1.749.896.704,94 61.452.538,50
-41.306,11 17.588.385,47 1.793.719.551,86
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen
313.672,63
0,00
0,00
0,00
313.672,63
1.755.235.128,82 61.899.392,72
0,00 17.651.527,34 1.799.482.994,20
Abschreibungen
Stand
01.01.2010
EUR
Zugänge
EUR
Konsolider-
ungsbedingte
Anpassungen
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand
31.12.2010
EUR
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen
Rechten und Werten
3.856.267,69
541.528,13
0,00
0,00
58.064,44
4.339.731,38
2. Geleistete Anzahlungen
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
3.856.267,69
541.528,13
0,00
0,00
58.064,44
4.339.731,38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte
und Bauten einschließlich
der Bauten auf fremden
Grundstücken
a) Grundstücke und
grundstücksgleiche Rechte
754.194,30
394,16
0,00
0,00
0,00
754.588,46
b) Gebäude und Bauten
266.967.194,47 25.560.900,13
-
23.175.836,62
-312.608,46
7.892.774,01 261.146.875,51
267.721.388,77 25.561.294,29
-
23.175.836,62
-312.608,46
7.892.774,01 261.901.463,97
2. Technische Anlagen und
Maschinen
333.046.013,54 40.967.489,35
-
15.100.813,15
254.043,56
3.762.090,77 355.404.642,53

Abschreibungen
Stand
01.01.2010
EUR
Zugänge
EUR
Konsolider-
ungsbedingte
Anpassungen
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand
31.12.2010
EUR
3. Andere Anlagen, Betriebs
- und Geschäftsausstattung
75.615.735,52
7.431.561,05
-22.456,62
58.564,90
5.049.808,55
78.033.596,30
4. Geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
676.383.137,83 73.960.344,69
-
38.299.106,39
0,00 16.704.673,33 695.339.702,80
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen
Unternehmen
246.091,76
0,00
0,00
0,00
0,00
246.091,76
680.485.497,28 74.501.872,82
-
38.299.106,39
0,00 16.762.737,77 699.925.525,94
Buchwerte
Buchwerte
Stand
31.12.2010
EUR
Stand
31.12.2009
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und
Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
874.062,94
1.024.794,69
2. Geleistete Anzahlungen
235.975,39
143.688,87
1.110.038,33
1.168.483,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf
fremden Grundstücken
a) Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte
382.818.160,55
382.434.777,90
b) Gebäude und Bauten
331.386.073,15
311.539.441,75
714.204.233,70
693.974.219,65
2. Technische Anlagen und Maschinen
298.715.026,97
312.976.818,23
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
45.180.169,74
33.713.139,57
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
40.280.418,65
32.849.389,66
1.098.379.849,06 1.073.513.567,11
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen
67.580,87
67.580,87
1.099.557.468,26 1.074.749.631,54
Konzerneigenkapitalspiegel
Mehrheitsgesellschafter
Minderheits-
gesellschafter
Gezeichnetes
Kapital
EUR
Kapitalrücklage
EUR
Ergebnisvortrag
EUR
Erwirtschaftetes
Konzern-
eigenkapital
EUR
Eigenkapital
EUR
Minderheiten-
kapital
EUR
Eigenkapital zum 31.
Dezember 2008
lt. Konzernabschluss
8.200.000,00 338.046.370,51
-243.400,12 -104.104.786,02 241.898.184,37 21.109.085,96
Änderungen des
Konsolidierungs-
kreises
0,00
0,00
5.955,10
0,00
5.955,10
0,00
Ergebnisverwendung
0,00
-
104.332.667,90
227.881,88
104.104.786,02
0,00
0,00
Konzern-
gesamtergebnis
Konzernjahres-
fehlbetrag
0,00
0,00
0,00
-74.152.055,07 -74.152.055,07
0,00
Übrige Veränderungen
Umwidmung von
Gesellschafter-
finanzierungen
0,00 381.224.559,72
0,00
0,00 381.224.559,72 24.335.846,80
Eigenkapital zum 31.
Dezember 2009
lt. Konzernabschluss
8.200.000,00 614.938.262,33
-9.563,14
-74.152.055,07 548.976.644,12 45.444.932,76
Änderungen des
Konsolidierungs-
kreises
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
Ergebnisverwendung
0,00 -74.150.482,35
-1.572,72
74.152.055,07
0,00
0,00

Mehrheitsgesellschafter
Minderheits-
gesellschafter
Gezeichnetes
Kapital
EUR
Kapitalrücklage
EUR
Ergebnisvortrag
EUR
Erwirtschaftetes
Konzern-
eigenkapital
EUR
Eigenkapital
EUR
Minderheiten-
kapital
EUR
Konzern-
gesamtergebnis
Konzernjahres-
fehlbetrag
0,00
0,00
0,00
-85.493.021,41 -85.493.021,41
0,00
Übrige Veränderungen
Einlagen in die
Kapitalrücklage
0,00
1.010.602,01
0,00
0,00
1.010.602,01
64.552,27
Sonstige
ergebnisneutrale
Veränderungen
0,00
0,00
38.299.106,39
0,00
38.299.106,39
0,00
Eigenkapital zum 31.
Dezember 2010
lt. Konzernabschluss
8.200.000,00 541.798.381,99
38.287.970,53
-85.493.021,41 502.793.331,11 45.509.485,03
Minderheitsgesellschafter
Eigenkapital
EUR
Konzerneigenkapital
EUR
Eigenkapital zum 31. Dezember 2008
lt. Konzernabschluss
21.109.085,96
263.007.270,33
Änderungen des Konsolidierungskreises
0,00
5.955,10
Ergebnisverwendung
0,00
0,00
Konzerngesamtergebnis
Konzernjahresfehlbetrag
0,00
-74.152.055,07
Übrige Veränderungen
Umwidmung von Gesellschafterfinanzierungen
24.335.846,80
405.560.406,52
Eigenkapital zum 31. Dezember 2009
lt. Konzernabschluss
45.444.932,76
594.421.576,88
Änderungen des Konsolidierungskreises
0,00
0,00
Ergebnisverwendung
0,00
0,00
Konzerngesamtergebnis
Konzernjahresfehlbetrag
0,00
-85.493.021,41
Übrige Veränderungen
Einlagen in die Kapitalrücklage
64.552,27
1.075.154,28
Sonstige ergebnisneutrale Veränderungen
0,00
38.299.106,39
Eigenkapital zum 31. Dezember 2010
lt. Konzernabschluss
45.509.485,03
548.302.816,14
Konzernkapitalflussrechnung
2010
TEUR
2009
TEUR
Jahresergebnis
-85.493
-74.152
Ertrag (-)/Aufwand aus Ergebnisabführtungsverträgen
-355
-246
Jahresergebnis vor Ergebnisabführungsverträgen
-85.848
-74.398
Aufwendungen aufgrund Planfesstellungsverfahren für Start- und Landebahnen
3.390
10.879
Zinsergebnis
10.886
15.287
Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit
-71.572
-48.232
Abschreibungen/Zuschreibungen (-) auf Anlagevermögen
74.502
64.009
Zunahme/Abnahme (-) der Rückstellungen
12.107
1.812
Gewinn (-)/Verlust aus dem Abgang von Anlagevermögen
-369
675
Zunahme (-)/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen
sind
-4.293
1.454
Zunahme/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie
anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
1.945
-157
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
12.320
19.561
Auszahlungen auf Aufwendungen aufgrund Planfeststellungsverfahren für Start- und
Landebahnen
-5.739
-6.541
Einzahlungen auf Zinserträge
327
229
Auszahlungen auf Zinsaufwendungen
-6.100
-6.600
Auszahlungen (-)/Einzahlungen auf Ertragsteuern
-27
399
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
781
7.048
Einzahlungen aus dem Abgang von Anlagevermögen
1.643
890

2010
TEUR
2009
TEUR
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen
-61.459
-50.216
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Anlagen
-447
-430
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
-60.263
-49.756
Free Cashflow
-59.482
-42.708
Einzahlungen durch Eigenkapitalzuführungen durch Aktionäre und
Minderheitsgesellschafter
1.075
2.077
Auszahlungen aus Gewinnabführung
0
-72
Einzahlungen aus Verlustübernahme
446
0
Einzahlung aus der Aufnahme von Gesellschafterdarlehen
30.958
36.671
Einzahlung aus der Aufnahme von Finanzkrediten
13.000
0
Vereinnahmung von Investitionszuschüssen
8
0
Auszahlung aus der Tilgung von Finanzkrediten
-1.161
-1.104
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
44.326
37.572
Zahlungswirksame Veränderung Finanzmittelfonds
-15.156
-5.136
Finanzmittelfond am Anfang der Periode
25.252
30.424
Veränderung des Finanzmittelfonds durch Veränderung des Konsolidierungskreises
0
-36
Finanzmittelfond am Ende der Periode
10.096
25.252
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel
10.096
21.287
kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
0
0
10.096
21.287
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS
Wir haben den von der Mitteldeutsche Flughafen Aktiengesellschaft, Leipzig, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz,
Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung sowie Eigenkapitalspiegel - und den Konzernlagebericht für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht
nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der
gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine
Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und
durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden
die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen
über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen
Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von
Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen
Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der
wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des
Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen
Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der
Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns
und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Dresden, 31. März 2011
BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
gez. Rauscher, Wirtschaftsprüfer
gez. ppa. Kost, Wirtschaftsprüfer