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Bundesanzeiger
Name
Bereich
Information
V.-Datum
KfW
Bankengruppe
Frankfurt am Main
Rechnungslegung/
Finanzberichte
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum
31.12.2010
16.05.2011
KfW Bankengruppe
Frankfurt am Main
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010
KENNZAHLEN DES KFW-KONZERNS
Erfolgskennzahlen
2010
Mio. EUR
2009
Mio. EUR
Zinsüberschuss
2.752
2.654
hierin enthaltene Zinsverbilligungsleistungen
- 558
- 571
Provisionsüberschuss
273
286
Verwaltungsaufwand
722
742
Betriebsergebnis vor Bewertungen
2.302
2.198
Kreditrisikovorsorge
424
- 972
Ergebnisse aus Hedge Accounting und Fair-Value-Bewertung anderer Finanzinstrumente
- 13
55
Ergebnisse aus Finanzanlagen und nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen
- 1
- 120
Betriebsergebnis nach Bewertungen
2.712
1.161
Sonstiges betriebliches Ergebnis
- 27
23
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
2.685
1.184
Ertragsteueraufwand
54
57
Konzerngewinn
2.631
1.127
Konzerngewinn vor IFRS-Effekten aus Sicherungszusammenhängen
3.061
1.432
Ergebnisneutrale Veränderung der Neubewertungsrücklagen
33
261
Cost-Income-Ratio vor Zinsverbilligungsleistungen
1)
20,2 %
21,1 %
Bilanzkennzahlen
2010
Mrd. EUR
2009
Mrd. EUR
Bilanzsumme
441,8
400,1
Kreditvolumen
426,7
383,5
Eventualverpflichtungen
7,0
7,5
Unwiderrufliche Kreditzusagen
65,3
50,4
Treuhandvermögen
16,6
16,9
Geschäftsvolumen
530,6
474,8
Bilanzielles Eigenkapital
15,8
13,1
Bilanzielle Eigenkapitalquote
3,6 %
3,3 %
Aufsichtsrechtliche Kennzahlen
2010
Mrd. EUR
2009
Mrd. EUR
Risikoposition
124,1
129,4
Kernkapital
15,3
12,2
Anrechenbare Eigenmittel
18,3
15,2
Kernkapitalquote
12,4 %
9,4 %
Gesamtkennziffer
14,7 %
11,7 %
Beschäftigte der KfW Bankengruppe

2010
2009
4.531
4.265
1)
Verwaltungsaufwand in Relation zum bereinigten Ertrag. Der bereinigte Ertrag berechnet sich aus der Größe des Zins- und Provisionsüberschusses
zuzüglich Zinsverbilligungsleistungen.
Finanzbericht
Vorstand
Dr. Ulrich Schröder (Vorstandsvorsitzender) | Dr. Günther Bräunig | Dr. Norbert Kloppenburg | Bernd Loewen | Dr. Axel Nawrath
Direktorinnen und Direktoren
Dr. Stefan Breuer
Dr. Volker Groß
Klaus Neumann
Joachim Rastert
Dr. Frank Czichowski
Klaus Klüber
Werner Oerter
Wolfgang
Roßmeißl
Dr. Lutz-Christian Funke
Doris Köhn
Uwe Ohls
Dr. Jürgen
Schneider
Helmut Gauges
Cherifa Larabi
Christiane
Orlowski
Klaus Weirich
Werner Genter
Dr. Matthias
Leclerc
Dr. Stefan Peiß
Dr. Christian
Zacherl
Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer der KfW IPEX-Bank GmbH
Michael Ebert | Christiane Laibach | Christian Murach | Markus Scheer | Harald Zenke (Sprecher seit 01.01.2011)
In der KfW IPEX-Bank sind die Geschäftsbereiche Projekt- und Unternehmensfinanzierung im Inland und die internationale Projekt-
und Exportfinanzierung zusammengefasst. Seit Beginn des Jahres 2008 ist sie ein rechtlich selbstständiges Tochterunternehmen der
KfW Bankengruppe, das dem Kreditwesengesetz (KWG) und der Bankenaufsicht unterliegt.
Geschäftsführer der DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH
Dr. Michael Bornmann | Philipp Kreutz | Bruno Wenn (Sprecher)
Die 1962 gegründete DEG ist seit 2001 eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der KfW Bankengruppe. Die DEG ist einer der größten
europäischen Entwicklungsfinanzierer für langfristige Projekt- und Unternehmensfinanzierungen. Sie finanziert und strukturiert seit
fast 50 Jahren Investitionen privater Unternehmen in Entwicklungs- und Transformationsländern.
Brief des Vorstands
Liebe Leserinnen und Leser,
Kaum jemand hat mit einer so raschen Erholung der deutschen Wirtschaft gerechnet: Bereits ein Jahr nach der schwersten Finanz-
und Wirtschaftskrise seit 1932 können wir uns wieder über das stärkste Wirtschaftswachstum seit der Wiedervereinigung freuen. Das
Förderengagement der KfW trug wesentlich dazu bei, die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise auf die Unternehmen
abzufedern; es half zugleich die Grundlage für die konjunkturelle Erholung in Deutschland zu legen. Folgende Eckpunkte beschreiben
das KfW-Jahr 2010 in Kürze:
Insgesamt förderte die KfW Investitionen und Projekte im In- und Ausland mit 81,4 Mrd. EUR, wobei die besonders gute
konjunkturelle Situation zu dem kräftigen Anstieg von 27 % gegenüber dem Vorjahr führte.
Nie zuvor waren die Förderprogramme der KfW in Deutschland so stark gefragt. Mit 66,6 Mrd. EUR wurden im Jahr 2010
Wirtschaft, Umwelt, Wohnungswirtschaft und Bildung im Inland gefördert. Allein im Bereich der gewerblichen Wirtschaft
reichte die KfW Kredite im Wert von 28,5 Mrd. EUR aus und begleitete vor allem kleine und mittlere Unternehmen durch die
Krise. Eine ganz besondere Stellung nahm dabei das "KfW-Sonderprogramm" ein. Es half nicht nur eine Kreditklemme zu
verhindern, sondern auch die Erholung der deutschen Wirtschaft voranzutreiben.
Auch das internationale Geschäft verzeichnete einen kräftigen Anstieg um 12 % auf 15 Mrd. EUR. Die Unternehmen, die im
globalen Wettbewerb schnell wieder Fuß fassen konnten, fragten weiterhin intensiv Export- und Projektfinanzierungen der
KfW IPEX-Bank nach. In den Entwicklungs- und Transformationsländern erhöhte sich das Zusagevolumen ebenfalls deutlich.
Von den aktuellen Aufgaben in der Krise unberührt blieben die Aktivitäten der KfW in Bezug auf die Förderung des Umwelt-
und Klimaschutzes. Ein Drittel des gesamten Fördervolumens - mehr noch als ein Jahr zuvor - flossen in in- und ausländische
Projekte für energieeffiziente Technik, erneuerbare Energien oder in den Wald- und Artenschutz.
KfW und Bundesregierung haben 2010 gemeinsam ein neues Angebot zur Verbesserung der Filmfinanzierung in Deutschland
vorbereitet, das im Jahr 2011 gestartet ist. So reagieren wir zügig und angemessen auf die schwierigen
Finanzierungsmöglichkeiten für Filmproduzenten und stärken zusätzlich die ökonomisch relevante Kreativbranche.
Um der aufkeimenden Eurofinanzkrise wirksam begegnen zu können, gewährte die KfW auf Wunsch und mit Garantie der
Bundesregierung Griechenland einen langfristigen Kredit über 22,3 Mrd. EUR.

Bei allem operativen Engagement blieb die Modernisierung der KfW weiter auf der Tagesordnung. Nach den umfangreichen
Veränderungen der vergangenen Jahre im Aufgabenfeld Risikomanagement sowie der Neuaufstellung des inländischen
Fördergeschäfts startete im Jahr 2010 die strategische Neuausrichtung der KfW-IT unter dem Motto "IT-Vision 2020", mit
dem Ziel der langfristigen Stärkung der Leistungsfähigkeit. Des Weiteren wurde eine strategische Refokussierung der KfW
IPEX-Bank auf deutsche und europäische Export- und Projektfinanzierungen eingeleitet. Begleitend dazu trat zum
Jahreswechsel 2010/2011 Herr Harald Zenke als Sprecher in die Geschäftsführung der KfW IPEX-Bank ein. Ebenso startete
die KfW ihre umfangreiche Initiative "Kundenorientierung" mit einer Reihe von Maßnahmen, so zum Beispiel dem Relaunch
ihres Internets oder der Stärkung ihrer Vertriebsaktivitäten im Sinne eines aufgeklärten Verbrauchers.
Als Förderbank des Bundes hat sich die KfW verpflichtet, verantwortliches und transparentes Handeln nachvollziehbar zu
machen. Vorstand und Verwaltungsrat der KfW haben beschlossen, die Grundsätze des Public Corporate Governance Kodex
des Bundes (PCGK) für die KfW anzuerkennen. Zur Umsetzung des PCGK hat die KfW im Laufe des Jahres 2010 die Satzung
der KfW überarbeitet, die Geschäftsordnung für den Vorstand angepasst und Verfahrensvorschriften für den Verwaltungsrat
in einer neuen Geschäftsordnung für den Verwaltungsrat zusammengefasst. Die neuen Regelungen sind 2011 in Kraft
getreten.
Die für die KfW historisch einmalig günstigen Rahmenbedingungen haben im Jahr 2010 einen außergewöhnlich hohen
Konzerngewinn von 2,6 Mrd. EUR ermöglicht. Die KfW sieht diesen als ein besonderes Ausnahmeergebnis und versteht es als
eine gute Basis für die kommenden Aufgaben: Es sichert die langfristige Förderfähigkeit der Bank und erleichtert die
Vorbereitung auf die strengeren Kapitalanforderungen unter Basel III.
Deutschland zu fördern, Internationalisierung zu sichern und Entwicklung zu finanzieren - das waren und sind die großen
Herausforderungen der KfW. Diesen Aufgaben ist sie erfolgreich nachgekommen - und hierfür wird sie auch in der Zukunft
Verantwortung übernehmen.
"Die Rekordnachfrage des Jahres 2010 nach KfW-Produkten zeigt, dass wir der deutschen Wirtschaft auch in der Krise die
richtigen Angebote gemacht haben."
Ergebnisse der Förderaktivitäten der Geschäftsbereiche im Einzelnen
Der Geschäftsbereich KfW Mittelstandsbank erzielte im Jahr 2010 ein Fördervolumen von 28,5 Mrd. EUR, das sind 20 % mehr als im
Vorjahr. Vor allem im Förderschwerpunkt Umwelt stiegen die Zusagen um 59 % auf 11,1 Mrd. EUR, unter anderem weil die Nachfrage
nach dem KfW-Programm "Erneuerbare Energien" kräftig anzog. Auch beim KfW-Unternehmerkredit und bei der
Innovationsfinanzierung sind Zuwächse zu verzeichnen. Das Zusagevolumen stieg auf 8 Mrd. EUR bzw. 2,1 Mrd. EUR an.
Einen Schwerpunkt bildete das "KfW-Sonderprogramm", das die KfW im Rahmen der Konjunkturpakete der Bundesregierung in den
Jahren 2009 und 2010 erfolgreich abwickelte, um eine Kreditklemme zu verhindern, eine ausreichende Kreditversorgung insbesondere
des Mittelstands zu sichern und der deutschen Wirtschaft bei der Erholung nach dem tiefen Einbruch im Jahr 2009 zu helfen.
Insgesamt wurden bis zum Jahresende knapp 5.000 Anträge über rund 13,3 Mrd. EUR bewilligt, überwiegend für mittelständische
Unternehmen. Die Förderung wirkte sich unmittelbar positiv auf den Arbeitsmarkt aus: Rund 1,2 Millionen Arbeitsplätze wurden durch
die getätigten Investitionen gesichert.
Im Geschäftsbereich KfW Privatkundenbank stieg das gesamte Fördervolumen um 24 % auf 20 Mrd. EUR. Während sich die Nachfrage
in den Programmen für energieeffizientes Bauen und Sanieren mit 8,7 Mrd. EUR auf hohem Niveau verstetigte, wurde das
Wohneigentumsprogramm mit 6,5 Mrd. EUR deutlich stärker nachgefragt. Auch die Bildungsfinanzierung erlebte einen kräftigen
Anstieg. 2010 wurden 2,1 Mrd. EUR für Aus- und Weiterbildungskredite vergeben, 22 % mehr als im Jahr zuvor. Sehr gut
angenommen wird der "KfW-Studienkredit". Inzwischen finanzieren rund 53.000 junge Menschen ihr Erststudium mit einem KfW-
Darlehen.
Im Geschäftsbereich KfW Kommunalbank konnte die Kreditvergabe um 69 % auf 15,8 Mrd. EUR stark ausgeweitet werden.
Insbesondere die Infrastrukturförderung war durch dynamisches Wachstum gekennzeichnet. Der KfW-Investitionskredit wurde stark
nachgefragt; genauso wie die im Rahmen der sogenannten "Investitionsoffensive" angebotenen Produkte für Kommunen und der
ausgelaufene Ungebundene Kommunalkredit. Zudem hat sich das Globaldarlehensgeschäft mit den Landesförderinstituten sehr gut
entwickelt und wies zum Ende des Jahres 2010 9,2 Mrd. EUR aus. Auch der Geschäftsbereich Export- und Projektfinanzierung sah sich
einer starken Nachfrage gegenüber. Das Zusagevolumen stieg auf 9,3 Mrd. EUR. Insbesondere in den Bereichen Transport und
Infrastruktur sowie Energie und Umwelt waren die Finanzierungsprodukte der KfW IPEX-Bank gefragt. In einem immer noch
schwierigen Marktumfeld stand die KfW-Tochter der deutschen und europäischen Wirtschaft als verlässlicher Partner zur Seite. Die
KfW IPEX-Bank richtet ihr Geschäft im Zuge interner Veränderungen wieder stärker auf die Finanzierung deutscher und europäischer
Projekte und Exporte aus und kommt dem Wunsch nach, auch mittelständische Unternehmen verstärkt auf ihrem Weg ins
internationale Geschäft zu begleiten.
Im Geschäftsbereich Entwicklungs- und Transformationsländer stieg das Finanzierungsniveau um 26 % auf 5,7 Mrd. EUR. Davon
entfielen 4,5 Mrd. EUR auf die KfW Entwicklungsbank. Die Quote der Eigenmittel, die neben den Mitteln aus dem Bundeshaushalt
eingesetzt werden, beträgt über 50 %. Damit konnte die KfW ihren Beitrag zur Steigerung des als "Official Development
Assistance" (ODA) anerkannten Zusagevolumens nochmals erhöhen. Drei Viertel der Zusagen aus dem Jahr 2010 sind inzwischen
ODA-anrechenbar. Mit ihrem Engagement für umwelt- und klimarelevante Vorhaben, in die weit über die Hälfte ihrer Gesamtzusagen
flossen, baute die KfW Entwicklungsbank ihre Position als internationale Klima- und Umweltbank deutlich aus. Die Zusagetätigkeit des
KfW-Tochterunternehmens DEG hat sich nach einem schwächeren Vorjahr wieder deutlich belebt. 1,2 Mrd. EUR wurden für private
Investitionen in Entwicklungsländern zugesagt.
Der Verbriefungsmarkt brach während der Wirtschafts- und Finanzkrise besonders stark ein, konnte zwischenzeitlich aber wieder
nachhaltig angeschoben werden. Das Verbriefungsvolumen der KfW betrug 2,1 Mrd. EUR. Deutsche Verbriefungen genießen dank ihrer
soliden Strukturen und des Qualitätssiegels "Deutscher Verbriefungsstandard", das die "True Sale International GmbH" (TSI) im
Sommer eingeführt hat, wieder einen sehr guten Ruf. Die KfW wirkte an der Entwicklung dieser Standards maßgeblich mit.

Zur Refinanzierung ihres Geschäfts nahm die KfW 76,4 Mrd. EUR im Jahr 2010 an den internationalen Kapitalmärkten auf. Obwohl die
europäische Staatsschuldenkrise die Märkte weiter in Atem hält, konnte sich die KfW mit ihrer erstklassigen Kreditqualität und ihrer
ebenso transparenten wie verlässlichen Emissionsstrategie als führende Emittentin behaupten. Von der Fachzeitschrift IFR wurde sie
für ihre Leistungen am Kapitalmarkt daher als "Best Issuer of the Year" in ihrem Segment ausgezeichnet.
Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2010
Die außergewöhnlich guten Rahmenbedingungen im Jahr 2010 schlugen sich äußerst positiv im Ergebnis der KfW nieder. Der Konzern
profitierte von der deutlich aufgehellten Konjunktur, einer entspannten Risikolage und den für die KfW weiterhin attraktiven
Refinanzierungsbedingungen bei niedrigem Zinsniveau.
Das Betriebsergebnis vor Bewertungen liegt mit rund 2,3 Mrd. EUR auf ähnlich hohem Niveau wie im Vorjahr. Dank ihrer guten
Refinanzierungsmöglichkeiten konnte die KfW trotz erbrachter Zinsverbilligungsleistungen von 558 Mio. EUR einen hohen
Zinsüberschuss erwirtschaften. Die Risikovorsorge konnte aufgrund der überraschend schnellen Erholung der weltweiten Konjunktur
bei unverändert vorsichtiger Risikopolitik insgesamt deutlich reduziert werden. Auch aus dem Wertpapierportfolio wurde trotz der
Probleme im europäischen Staatsschuldensektor ein positiver Ergebnisbeitrag erwirtschaftet.
Mit rund 2,6 Mrd. EUR erzielte die KfW im Geschäftsjahr 2010 einen Rekordüberschuss - das ist sicher ein einmaliges Ergebnis, das
aber auch eine gute Basis bietet, um sich zukünftigen Aufgaben zu stellen. Der Verlustvortrag, der im Zuge der Rettung der IKB
gebildet wurde, konnte aufgelöst und es konnten zusätzliche Reserven gebildet werden. Dies sichert die langfristige Förderfähigkeit
der Bank und erleichtert die Vorbereitung auf die strengeren Kapitalanforderungen unter Basel III.
Ausblick
Mit fortschreitender Erholung der Konjunktur dürfte sich im Verlauf des Jahres 2011 die Nachfrage nach Förderkrediten der KfW
normalisieren. Programme, die in der Krise für viele der in Bedrängnis geratenen Unternehmen unverzichtbar waren, haben ihre
Aufgabe erfüllt und liefen zum Ende des Jahres 2010 planmäßig aus. In anderen Aufgabenfeldern bleibt die KfW als Finanzierer
weiterhin gefragt. Als "Bank hinter den Banken" arbeitet die KfW stets subsidiär. Sie schließt Finanzierungslücken in
volkswirtschaftlich besonders wichtigen Bereichen, und zwar dort, wo der Markt Schwächen hat.
Grundsätzlich stehen Wirtschaft und Gesellschaft nach der Krise vor den gleichen Herausforderungen wie vor der Krise: Es gilt die
Zukunftsfähigkeit der Unternehmen zu sichern, die Globalisierung als Chance zu nutzen, mit den Folgen des Klimawandels sowie der
Energie- und Ressourcenverknappung umzugehen und sich auf den demografischen Wandel einzustellen. Seit über 60 Jahren gibt die
KfW Orientierung und Impulse, um den richtigen Weg zu finden zwischen kurzfristigen ökonomischen Erfordernissen und dem
langfristigen Ziel, die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Grundlagen nachhaltig zu sichern. Nachhaltigkeit und
verantwortliches Handeln werden sich zukünftig noch stärker als Leitgedanke im Produktangebot der KfW widerspiegeln.
"Damit wir auch in Zukunft als Förderbank erfolgreich arbeiten können, werden wir die Modernisierung der KfW weiter
vorantreiben. Neben der konsequenten Ausrichtung unserer Förderangebote auf das Prinzip der Nachhaltigkeit steht in den
nächsten Jahren die Verbesserung der Kundenorientierung im Fokus'.
Um unsere Kunden besser erreichen zu können, wollen wir unsere Kundenorientierung auf allen Ebenen ausbauen. Insbesondere
werden wir das Förderangebot einfacher und übersichtlicher gestalten und das Antrags- und Bearbeitungsverfahren vereinfachen;
nicht zuletzt durch den konsequenten Einsatz des Internets als Schnittstelle zu Banken und Kunden. Im vergangenen Jahr wurden
bereits erste Schritte eingeleitet, um die technischen Voraussetzungen dafür zu schaffen - in den nächsten Jahren soll eine sukzessive
Umsetzung erfolgen. Mit unserer konsequenten Modernisierungsstrategie wollen wir aber nicht nur den wandelnden
Kundenanforderungen genügen, sondern ebenso den Ansprüchen des Kreditwesengesetzes (KWG) an eine professionelle Bank.
Eine moderne Förderbank muss sich immer wieder auf neue Herausforderungen einstellen. Dass sie auch in einer modernen, globalen
Wirtschaftswelt unverzichtbar ist, haben die vergangenen Jahre gezeigt. Wir haben erfolgreich daran gearbeitet, dass die
Unternehmen in Deutschland wieder Rückenwind verspüren und gestärkt in den Aufschwung gehen können. Wir werden weiterhin
daran arbeiten, dass der Standort Deutschland für die künftigen Herausforderungen gerüstet ist. Dafür übernehmen wir
Verantwortung.
Dr. Ulrich Schröder (Vorstandsvorsitzender)
Dr. Günther Bräunig
Dr. Norbert Kloppenburg
Bernd Loewen
Dr. Axel Nawrath
BERICHT DES VERWALTUNGSRATS
Dr. Wolfgang Schäuble
Bundesminister der Finanzen
lSitzungen des Verwaltungsrats
Der Verwaltungsrat mit seinen Ausschüssen hat die Geschäftsführung und die Vermögensverwaltung der KfW laufend überwacht und
die dazu erforderlichen Beschlüsse über die Gewährung von Finanzierungen und die Durchführung sonstiger Geschäfte nach KfW-
Gesetz und -Satzung gefasst. Zu diesem Zweck tagten der Verwaltungsrat und der Präsidialausschuss im Jahr 2010 jeweils dreimal,
der Kreditbewilligungs- und der Prüfungsausschuss zweimal. In den Sitzungen informierte der Vorstand den Verwaltungsrat über:
die Geschäftstätigkeit und aktuelle Entwicklungen in den einzelnen Geschäftsfeldern,
die Vermögens-, Ertrags- und Risikolage des Konzerns,
besonders sensitive Risikobereiche wie die Entwicklung der verbleibenden Risikopositionen aus der Risikoabschirmung und
Veräußerung der IKB-Beteiligung, das Schiffsportfolio sowie das Exposure gegenüber europäischen Staaten,

das neue Risikotragfähigkeitskonzept der KfW sowie
die Geschäfts- und Risikostrategie der KfW für das Jahr 2011.
Ferner haben Verwaltungsrat und Vorstand die Absicht geäußert, dass die KfW im Wesentlichen die Regelungen des Zweiten
Abschnitts des Kreditwesengesetzes entsprechend anwendet und hiervon Zuweisungsgeschäfte des Bundes ausgenommen bleiben.
Bei der Berichterstattung über die Geschäftstätigkeit der einzelnen Geschäftsfelder standen insbesondere folgende Entwicklungen im
Vordergrund:
Hinsichtlich der Aktivitäten in der Inlandsförderung berichtete der Vorstand über den Umsetzungsstand und die Wirkungen
des KfW-Sonderprogramms sowie der weiteren Maßnahmen, mit denen die KfW die Bundesregierung bei der Umsetzung der
beschlossenen Konjunkturmaßnahmen unterstützt hat. Weiter wurden neue Produkte für den Mittelstand sowie im Bereich
der Wohnraum- und Kommunalförderung vorgestellt, die im laufenden Jahr aufgelegt worden sind bzw. sich für das nächste
Jahr in Planung befinden.
Mit Blick auf die KfW Entwicklungsbank informierte der Vorstand über die Vorschläge der KfW zur Steigerung der deutschen
ODA-Leistungen mittels Ausbau eigenmittelbasierter Entwicklungsfinanzierung, Schwellenländerfonds sowie der deutschen
Klimatechnologieinitiative.
Hinsichtlich der KfW IPEX-Bank GmbH bzw. des Geschäftsfeldes Export- und Projektfinanzierung erfolgte die
Berichterstattung insbesondere über die Finanzierungsaktivitäten im Interesse der deutschen und europäischen Wirtschaft
vor dem Hintergrund der Finanz- und Wirtschaftskrise.
Darüber hinaus wurde der Verwaltungsrat über die verschiedenen Maßnahmen zur weiteren Stärkung des
Nachhaltigkeitsengagements der KfW Bankengruppe unterrichtet, unter anderem über die Energieeffizienz des im Sommer
2010 bezogenen Gebäudes "Westarkade" am Standort Frankfurt sowie die weiter gewachsene Bedeutung von Produkten und
Finanzierungen der KfW in diesem Segment.
Der Verwaltungsrat wurde quartalsweise über die Vermögens-, Ertrags- und Risikolage des Konzerns sowie die
Fördergeschäftsentwicklung informiert. Verwaltungsrat und Prüfungsausschuss haben sich in diesem Zusammenhang insbesondere
mit den Risiken der von der Finanzmarktkrise betroffenen Branchen und Regionen befasst.
Der Vorstand erörterte mit dem Verwaltungsrat außerdem die strategische Ausrichtung der KfW. Dabei wurden potenzielle neue
Förderaktivitäten und denkbare Änderungen bei der Schwerpunktsetzung diskutiert. Als wesentlich wurden dabei auch eine weiterhin
positive Ertragskraft und die damit verbundene Stärkung der Risikotragfähigkeit hervorgehoben. Der Verwaltungsrat hat die mit der
Planung für das Jahr 2011 verbundenen Budgets genehmigt.
Der Verwaltungsrat hat 2010 das Vergütungssystem der Vorstandsmitglieder überprüft.
Rechtsstreitigkeiten
Der Verwaltungsrat wurde über den aktuellen Verfahrensstand der Klagen der im Jahr 2008 als Konsequenz aus dem Lehman-Vorfall
abberufenen und gekündigten Vorstandsmitglieder informiert und hat einem Vergleich mit einem der ehemaligen Vorstandsmitglieder
sowie der D&O-Versicherung zugestimmt. Darüber hinaus informierte der Vorstand den Verwaltungsrat über Klagen im
Zusammenhang mit dem von der IKB übernommenen Conduit Rhineland.
Corporate Governance
Der Verwaltungsrat und der Vorstand der KfW haben Ende 2009 beschlossen, die Grundsätze des Public Corporate Governance Kodex
(PCGK) anzuerkennen. In Umsetzung dieses Beschlusses hat der Verwaltungsrat zum 01.01.2011 einer Änderung der Satzung der
KfW zugestimmt, sich eine eigene Geschäftsordnung gegeben, die die Verfahrensvorschriften für die Arbeit des Verwaltungsrats
zusammenfasst, und der überarbeiteten Geschäftsordnung für den Vorstand zugestimmt. Ergänzend wurden die Vorlage- und
Berichtspflichten des Vorstands an den Verwaltungsrat und seine Ausschüsse neu gefasst. Ziel der Maßnahmen war vor allem eine
weitere Erhöhung der Transparenz der Statuten der KfW.
Ausschüsse des Verwaltungsrats
Neben den Vorstands- und Liegenschaftsangelegenheiten der KfW befasste der Präsidialausschuss sich auch mit der Anpassung der
Regelwerke der KfW im Zuge der Umsetzung des Corporate Governance Kodex.
Der Kreditbewilligungsausschuss behandelte die nach KfW-Gesetz und -Satzung vorlagepflichtigen Kreditengagements und wurde über
die Kreditrisiken informiert. Im Kreditbewilligungs- und im Prüfungsausschuss wurde das neue Risikotragfähigkeitskonzept der KfW
vorgestellt. Dabei wurden ökonomische und regulatorische Ziele bei der Steuerung der Risikotragfähigkeit der KfW stärker integriert,
Stressszenarien aufgenommen sowie Prozesse für die Abschätzung der künftigen Risikotragfähigkeit etabliert. In beiden Ausschüssen
wurde ferner vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise besonders detailliert auf die Entwicklung und Risikosteuerung des
Wertpapierportfolios der KfW, des Schiffsportfolios, des Exposures gegenüber europäischen Staaten sowie der verbleibenden Risiken
im Zusammenhang mit der Risikoabschirmung und Veräußerung der IKB-Beteiligung eingegangen.
Der Prüfungsausschuss befasste sich mit den Quartals- und Risikoberichten sowie dem Jahresabschluss der KfW Bankengruppe und
wurde über die Auswirkungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes sowie der geplanten Eigenkapitalneuregelungen für Banken
(Basel III) für die KfW informiert. Zur Feststellung des Jahresabschlusses sowie zur Bestellung des Abschlussprüfers sprach er
entsprechende Empfehlungen an den Verwaltungsrat aus.
Die Vorsitzenden der Ausschüsse haben dem Verwaltungsrat regelmäßig über die Arbeit der Ausschüsse berichtet.

Personalien
Der Verwaltungsrat hat - auf Vorschlag des Präsidialausschusses - in der Sitzung am 08.12.2010 Herrn Dr. Günther Bräunig vom
01.10.2011 bis zum 30.09.2016 erneut zum ordentlichen Mitglied des Vorstands der KfW bestellt.
Vereinbarungsgemäß habe ich als Bundesminister der Finanzen für das Jahr 2011 den Vorsitz von meinem Kollegen Rainer Brüderle,
Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, im Verwaltungsrat übernommen.
Im Berichtszeitraum schieden Christian Brand, Prof. Dr. Kurt Faltlhauser, Axel Gedaschko, Roland Koch, Dr. Helmut Linssen, Hartmut
Möllring, Alexander Rychter und Christine Scheel aus dem Verwaltungsrat aus. Der Verwaltungsrat dankt den ausgeschiedenen
Mitgliedern für ihre Mitarbeit in diesem Gremium. Neu in den Verwaltungsrat eingetreten sind im Jahr 2010 Dr. Norbert Walter-
Borjans und zum 01.01.2011 Norbert Barthle, Jan Bettink, Volker Bouffier, Ingeborg Esser, Georg Fahrenschon und Stefan Mappus.
Jahresabschluss
Die für das Geschäftsjahr 2010 zum Abschlussprüfer bestellte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG AG hat den vom Vorstand
aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht der KfW sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht des KfW-Konzerns
zum 31.12.2010 geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Jahresabschluss und Lagebericht
wurden nach den Vorschriften des HGB, der Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting
Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt.
Der Verwaltungsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gemäß § 9 Abs. 2 des KfW-Gesetzes in der Sitzung am
06.04.2011 nach Empfehlung durch den Prüfungsausschuss genehmigt sowie den Konzernabschluss gebilligt.
Frankfurt am Main, 06. April 2011
DER VERWALTUNGSRAT
Vorsitzender
MITGLIEDER UND AUFGABEN DES VERWALTUNGSRATS
Der Verwaltungsrat überwacht die Geschäftsführung und Vermögensverwaltung der KfW. Er genehmigt unter anderem den
Jahresabschluss. Der Verwaltungsrat besteht aus 37 Mitgliedern. Vorsitzender im Berichtsjahr war der Bundesminister für Wirtschaft
und Technologie, stellvertretender Vorsitzender der Bundesminister der Finanzen.
Dr. Wolfgang Schäuble
Bundesminister der Finanzen
Vorsitzender
(seit 01.01.2011)
Stellvertretender Vorsitzender
(01.01.2010 bis 31.12.2010)
Rainer Brüderle
Bundesminister für Wirtschaft und Technologie
Stellvertretender Vorsitzender
(seit 01.01.2011)
Vorsitzender
(01.01.2010 bis 31.12.2010)
Ilse Aigner
Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Norbert Barthle
Mitglied des Deutschen Bundestages
Vom Bundestag bestelltes Mitglied
(seit 01.01.2011)
Jan Bettink
Präsident des Verbandes Deutscher Pfandbriefbanken
Vertreter der Realkreditinstitute
(seit 01.01.2011)
Anton F. Börner

Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e. V.
Vertreter des Handels
Volker Bouffier
Ministerpräsident des Landes Hessen
Vom Bundesrat bestelltes Mitglied
(seit 01.01.2011)
Christian Brand
Vorsitzender des Vorstands L-Bank, Landeskreditbank Baden-Württemberg
Vertreter der Realkreditinstitute
(bis 31.12.2010)
Frank Bsirske
Vorsitzender der ver.di - Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft
Vertreter der Gewerkschaften
Prof. Dr. Hans Heinrich Driftmann
Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) e. V.
Vertreter der Industrie
Ingeborg Esser
Hauptgeschäftsführerin GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V.
Vertreterin der Wohnungswirtschaft
(seit 01.01.2011)
Georg Fahrenschon
Staatsminister im Bayerischen Staatsministerium der Finanzen
Vom Bundesrat bestelltes Mitglied
(seit 01.01.2011)
Prof. Dr. Kurt Faltlhauser
Staatsminister a. D. im Bayerischen Staatsministerium der Finanzen
Vom Bundesrat bestelltes Mitglied
(bis 31.12.2010)
Axel Gedaschko
Senator a. D.
Behörde für Wirtschaft und Arbeit
Vom Bundesrat bestelltes Mitglied (bis 31.10.2010)
Heinrich Haasis
Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes
Vertreter der Sparkassen
Hubertus Heil
Mitglied des Deutschen Bundestages
Vom Bundestag bestelltes Mitglied
Gerhard P. Hofmann
Mitglied des Vorstands des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e. V. (BVR)
Vertreter der genossenschaftlichen Kreditinstitute

Bartholomäus Kalb
Mitglied des Deutschen Bundestages
Vom Bundestag bestelltes Mitglied
Roland Koch
Ministerpräsident des Landes Hessen a. D.
Vom Bundesrat bestelltes Mitglied
(bis 31.12.2010)
Dr. h. c. Jürgen Koppelin
Mitglied des Deutschen Bundestages
Vom Bundestag bestelltes Mitglied
Monika Kuban
Ständige Vertreterin des Hauptgeschäftsführers des Deutschen Städtetages
Vertreterin der Gemeinden
Karoline Linnert
Bürgermeisterin Senatorin für Finanzen der Freien Hansestadt Bremen
Vom Bundesrat bestelltes Mitglied
Dr. Helmut Linssen
Minister der Finanzen des Landes Nordrhein-Westfalen a. D.
Vom Bundesrat bestelltes Mitglied
(bis 24.08.2010)
Dr. Gesine Lötzsch
Mitglied des Deutschen Bundestages
Vom Bundestag bestelltes Mitglied
Stefan Mappus
Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg
Vom Bundesrat bestelltes Mitglied
(seit 01.01.2011)
Claus Matecki
Mitglied des Geschäftsführenden Bundesvorstands des Deutschen Gewerkschaftsbundes
Vertreter der Gewerkschaften
Dr. Michael Meister
Mitglied des Deutschen Bundestages
Vom Bundestag bestelltes Mitglied
Franz-Josef Möllenberg
Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten
Vertreter der Gewerkschaften
Hartmut Möllring
Minister der Finanzen des Landes Niedersachsen
Vom Bundesrat bestelltes Mitglied
(bis 31.12.2010)
Dirk Niebel

Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Dr. Peter Ramsauer
Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
Dr. Norbert Röttgen
Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
Alexander Rychter
Verbandsdirektor
Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen e. V.
Vertreter der Wohnungswirtschaft
(bis 31.12.2010)
Christine Scheel
Mitglied des Deutschen Bundestages
Vom Bundestag bestelltes Mitglied
(bis 31.12.2010)
Hanns-Eberhard Schleyer
Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks a. D.
Vertreter des Handwerks
Andreas Schmitz
Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken e. V.
Sprecher des Vorstands der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG
Vertreter der Kreditbanken
Dr. Werner Schnappauf
Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V.
Vertreter der Industrie
Carsten Schneider
Mitglied des Deutschen Bundestages
Vom Bundestag bestelltes Mitglied
Michael Sommer
Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes
Vertreter der Gewerkschaften
Gerd Sonnleitner
Präsident des Deutschen Bauernverbandes e. V.
Vertreter der Landwirtschaft
Marion Walsmann
Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Chefin der Staatskanzlei des Freistaats Thüringen
Vom Bundesrat bestelltes Mitglied
Dr. Norbert Walter-Borjans
Minister der Finanzen des Landes Nordrhein-Westfalen
Vom Bundesrat bestelltes Mitglied
(seit 15.10.2010)
Dr. Guido Westerwelle

Bundesminister des Auswärtigen
CORPORATE GOVERNANCE BERICHT
Als Förderbank des Bundes hat sich die KfW verpflichtet, verantwortliches und transparentes Handeln nachvollziehbar zu machen.
Vorstand und Verwaltungsrat der KfW haben beschlossen, die Grundsätze des Public Corporate Governance Kodex des Bundes (PCGK)
für die KfW anzuerkennen. Erstmals für das Geschäftsjahr 2010 wird eine Entsprechenserklärung zur Einhaltung der Empfehlungen
des PCGK abgegeben. Eventuelle Abweichungen werden offengelegt und erläutert.
Die KfW ist als Anstalt des öffentlichen Rechts durch das Gesetz über die KfW (KfW-Gesetz) gegründet. Im Gesetz sind die
wesentlichen strukturellen Merkmale der KfW festgelegt. So verfügt die KfW beispielsweise nicht über eine Anteilseignerversammlung.
Die Anteilseigner sind im Verwaltungsrat der KfW vertreten und üben dort neben Kontroll- auch Anteilseignerfunktionen aus (zum
Beispiel die Feststellung des Jahresabschlusses oder Beschlussfassungen über die Satzung). Anzahl und Zusammensetzung der
Mitglieder und die Aufgaben des Verwaltungsrats sind im KfW-Gesetz festgeschrieben. Ferner sind dort die direkte Unterstellung unter
die Aufsicht des Bundesministeriums der Finanzen im Benehmen mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie sowie die
unmittelbare Kontrolle durch den Bundesrechnungshof vorgegeben.
Zur Umsetzung des PCGK hat die KfW im Laufe des Jahres 2010 die Satzung der KfW überarbeitet, die Geschäftsordnung für den
Vorstand angepasst und Verfahrensvorschriften für den Verwaltungsrat in einer neuen Geschäftsordnung für den Verwaltungsrat
zusammengefasst. Dabei wurden auch Anregungen und gesetzliche Rahmenregelungen für Kapitalgesellschaften adaptiert, sofern und
soweit eine Anwendung auf die KfW möglich und sinnvoll erschien. Die neuen Regelungen sind am 01.01.2011 in Kraft getreten.
Entsprechenserklärung
Vorstand und Verwaltungsrat der KfW erklären: "Den von der Bundesregierung am 01.07.2009 verabschiedeten Empfehlungen zum
Public Corporate Governance Kodex des Bundes wird, soweit sie für die KfW als Anstalt des öffentlichen Rechts entsprechend
anwendbar sind, - mit Ausnahme der nachstehenden Empfehlungen - entsprochen."
Selbstbehalt D&O-Versicherung:
Der bestehende D&O-Versicherungsvertrag der KfW für den Vorstand wie auch für den Verwaltungsrat sieht - in Abweichung von
Ziffer 3.3.2 des Kodex - keinen Selbstbehalt vor. Die zukünftige Ausgestaltung wird derzeit geprüft. Die im Verwaltungsrat
vertretenen Mitglieder der Bundesregierung erhalten seit dem Geschäftsjahr 2010 keine Vergütung mehr. Die übrigen
Verwaltungsratsmitglieder erhalten eine vergleichsweise geringe Vergütung.
Insofern wird der Selbstbehalt "null" für die Mitglieder des Verwaltungsrats als angemessen erachtet.
Delegation auf Ausschüsse:
Das KfW-Gesetz gibt die Größe des Verwaltungsrats mit 37 Mitgliedern und seine Zusammensetzung vor. Eine Entlastung des
Verwaltungsrats erfolgt über Ausschüsse, die den Vorteil einer größeren Sachnähe und zeitlichen Flexibilität haben. In einigen Fällen
bereiten die Ausschüsse nicht nur Entscheidungen des Verwaltungsrats vor, sondern entscheiden auch - entgegen Ziffer 5.1.8 des
Kodex - abschließend. Dies ist aus Praktikabilitäts- und Effizienzgründen geboten.
Der Präsidialausschuss entscheidet abschließend in folgenden Fällen: Er beschließt Maßnahmen in wichtigen
Verwaltungsangelegenheiten und kann in dringenden Angelegenheiten Eilentscheidungen treffen. Der Präsidialausschuss
nimmt auch - in Abweichung von Ziffer 4.4.3 des Kodex - anstelle des Verwaltungsrats die Anzeige zu Interessenkonflikten
eines Vorstandsmitglieds entgegen. Der Vorsitzende des Präsidialausschusses stimmt - entgegen Ziffer 4.4.4 des Kodex -
anstelle des Verwaltungsrats der Ausübung von Nebentätigkeiten des Vorstands zu.
Der Kreditausschuss beschloss im Jahr 2010 abschließend über Finanzierungen bis einschließlich 100 Mio. EUR. Die
abschließende Entscheidung durch einen Kreditausschuss entspricht dem üblichen Vorgehen bei Banken. Sie dient der
Beschleunigung und der Bündelung des Sachverstands im Ausschuss.
Geschäftsverteilung
Der Vorstand hat sich mit Zustimmung des Verwaltungsrats eine Geschäftsordnung gegeben, die die Zusammenarbeit in der
Geschäftsleitung regelt. Diese bestimmt - in Abweichung von Ziffer 4.2.2 des Kodex -, dass der Vorstand die Ressortverteilung selbst
außerhalb der Geschäftsordnung festlegt. Auf diese Weise wird die erforderliche Flexibilität bei notwendigen Änderungen und damit
eine effiziente Arbeitsteilung sichergestellt.
Kreditvergabe an Organmitglieder
Im Geschäftsjahr 2010 wurden - entsprechend den Empfehlungen in Ziffer 3.4 des Kodex - keine persönlichen Kredite an
Organmitglieder gewährt. Mit der geänderten Satzung darf die KfW den Mitgliedern des Vorstands und des Verwaltungsrats keine
individuellen Kredite mehr gewähren. Aus Gründen der Gleichbehandlung gilt dies nicht für die Inanspruchnahme von Förderkrediten,
die im Rahmen von KfW-Programmen zur Verfügung gestellt werden. Aufgrund der Standardisierung der Kreditvergabe und des
Prinzips der Durchleitung durch Hausbanken besteht bei Programmkrediten keine Gefahr von Interessenkonflikten.
Zusammenwirken von Vorstand und Verwaltungsrat
Vorstand und Verwaltungsrat arbeiten zum Wohl der KfW eng zusammen. Mit dem Vorsitzenden und dem stellvertretenden
Vorsitzenden des Verwaltungsrats hält der Vorstand regelmäßig Kontakt und berät mit ihnen wichtige Fragen der
Unternehmensführung und -strategie. Bei wichtigem Anlass informiert der Vorsitzende des Verwaltungsrats den Verwaltungsrat und
beruft erforderlichenfalls eine außerordentliche Sitzung ein.
Der Vorstand hat den Verwaltungsrat im Berichtsjahr umfassend über alle für die KfW relevanten Fragen der Planung, der
Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der finanziellen Lage unterrichtet.

Vorstand
Der Vorstand leitet die KfW in eigener Verantwortung nach Maßgabe des Gesetzes über die KfW, der Satzung und der
Geschäftsordnung für den Vorstand.
Im Berichtsjahr hatten die Mitglieder des Vorstands der KfW folgende Zuständigkeiten:
Dr. Ulrich Schröder als Vorstandsvorsitzender und für Vertrieb, Unternehmenssteuerung, Interne Revision, Recht/Compliance,
Nachhaltigkeit
Dr. Günther Bräunig für Kapitalmarkt, Kreditverbriefung, Personal, Organisation und internes Consulting
Dr. Norbert Kloppenburg für Internationale Finanzierungen, Zentrale Services
Bernd Loewen für Risiko, Finanzen, Restrukturierung, Transaktions- und Sicherheitenmanagement
Dr. Axel Nawrath für Inlandsförderung, Umwelt, Informationstechnologie
Vorstandsmitglieder sind dem Unternehmensinteresse der KfW verpflichtet, dürfen bei ihren Entscheidungen persönliche Interessen
nicht verfolgen und unterliegen während ihrer Tätigkeit für die KfW einem umfassenden Wettbewerbsverbot. Die Vorstandsmitglieder
müssen auftretende Interessenkonflikte dem Präsidialausschuss gegenüber unverzüglich offenlegen und ihre Vorstandskollegen
darüber informieren. Im Berichtsjahr ist kein derartiger Fall aufgetreten.
Verwaltungsrat
Der Verwaltungsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Leitung der KfW.
Nach dem KfW-Gesetz gehören dem Verwaltungsrat 37 Mitglieder an. Sieben Bundesminister sind kraft Gesetzes Mitglieder im
Verwaltungsrat. Der Vorsitz im Verwaltungsrat wird im jährlichen Wechsel vom Bundesminister der Finanzen und vom Bundesminister
für Wirtschaft und Technologie wahrgenommen. Verwaltungsratsvorsitzender im Berichtsjahr war Bundesminister Rainer Brüderle. Im
Berichtsjahr waren im Verwaltungsrat sechs Frauen vertreten.
Mitglied des Verwaltungsrats soll nicht sein, wer in einer geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zur KfW oder zu deren Vorstand
steht, die einen wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikt begründet. Jedes Mitglied des Verwaltungsrats soll
Interessenkonflikte dem Verwaltungsrat gegenüber offenlegen. Im Berichtsjahr ist kein derartiger Fall aufgetreten.
Im Berichtsjahr haben sieben Verwaltungsratsmitglieder an weniger als der Hälfte der Verwaltungsratssitzungen teilgenommen.
Ausschüsse des Verwaltungsrats
Um seine Überwachungstätigkeit effizienter wahrnehmen zu können, hat der Verwaltungsrat drei Ausschüsse gebildet.
Der Präsidialausschuss behandelt Rechts- und Verwaltungsangelegenheiten sowie grundsätzliche geschäfts- und
unternehmenspolitische Angelegenheiten; zudem trifft er Eilentscheidungen in dringenden Angelegenheiten.
Der Kreditausschuss ist zuständig für die Behandlung von Kreditangelegenheiten.
Der Prüfungsausschuss bereitet Fragen der Rechnungslegung und des Risikomanagements vor. Er befasst sich insbesondere mit der
Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems, des internen Revisionssystems und
des Risikomanagementsystems, der Prüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses, der erforderlichen Unabhängigkeit des
Abschlussprüfers sowie der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten.
Die Vorsitzenden der Ausschüsse berichten dem Verwaltungsrat regelmäßig. Der Verwaltungsrat hat das Recht, die den Ausschüssen
übertragenen Kompetenzen jederzeit an sich zu ziehen.
Über die Arbeit des Verwaltungsrats und seiner Ausschüsse im Berichtsjahr informiert der Verwaltungsrat in seinem Bericht. Eine
Übersicht über die Mitglieder des Verwaltungsrats und seiner Ausschüsse findet sich auf der Internetseite der KfW.
Anteilseigner
Am Grundkapital der KfW sind der Bund zu 80 % und die Länder zu 20 % beteiligt. Der Bund haftet nach Maßgabe von § 1 a des KfW-
Gesetzes für bestimmte Verbindlichkeiten der KfW. Eine Gewinnausschüttung findet nicht statt. Eine Anteilseignerversammlung sieht
das KfW-Gesetz nicht vor; stattdessen nimmt der Verwaltungsrat Funktionen einer Anteilseignerversammlung wahr.
Aufsicht
Das Bundesministerium der Finanzen übt die Rechtsaufsicht über die KfW im Benehmen mit dem Bundesministerium für Wirtschaft
und Technologie aus. Die Aufsichtsbehörde ist befugt, alle Anordnungen zu treffen, um den Geschäftsbetrieb der KfW mit der Satzung
und den sonstigen Bestimmungen in Einklang zu halten.
Die KfW unterliegt nicht den bankaufsichtsrechtlichen Regelungen; gleichwohl wendet sie die relevanten Normen des
Kreditwesengesetzes, insbesondere die Mindestanforderungen an das Risikomanagement und die Solvabilitätsverordnung (SolvV),
sinngemäß an. Die Konzerngesellschaft KfW IPEX-Bank GmbH hingegen unterliegt vollständig dem Kreditwesengesetz.
Transparenz

Die KfW stellt auf ihrer Internetseite alle wichtigen Informationen zum Konzern- und Jahresabschluss, den Halbjahresbericht und den
Finanzkalender zur Verfügung. Im Rahmen der Investor-Relations-Aktivitäten und der Unternehmenskommunikation wird zudem
regelmäßig über aktuelle Unternehmensentwicklungen informiert. Die jährlichen Corporate Governance Berichte und
Entsprechenserklärungen zum PCGK werden dauerhaft auf der Internetseite der KfW veröffentlicht.
Risikomanagement
Risikomanagement und Risikocontrolling sind zentrale Aufgaben der Gesamtbanksteuerung in der KfW. Der Vorstand setzt über die
Risikostrategie den Rahmen der Geschäftsaktivitäten in Bezug auf Risikobereitschaft und Risikotragfähigkeit. Dadurch wird
sichergestellt, dass die KfW ihre besonderen Aufgaben bei einem angemessenen Risikoprofil nachhaltig und langfristig erfüllt. In
monatlichen Risikoberichten an den Vorstand wird die Gesamtrisikosituation der Bank umfassend analysiert und -falls erforderlich -
werden Anpassungen vorgenommen. Der Verwaltungsrat wird über die Risikosituation regelmäßig ausführlich informiert.
Compliance
Die Einhaltung regulatorischer Vorgaben und selbst gesetzter Verhaltensstandards (Compliance) ist Teil der Unternehmenskultur der
KfW. Im Rahmen der Compliance-Organisation existieren in der KfW insbesondere Systeme für den Datenschutz sowie zur Prävention
von Interessenkonflikten, Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und sonstiger strafbarer Handlungen. Entsprechend bestehen
verbindliche Regelungen und Prozesse, die die gelebten Wertmaßstäbe und die Unternehmenskultur beeinflussen und kontinuierlich
entsprechend den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen sowie den Marktanforderungen angepasst werden. Für
die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der KfW finden regelmäßig Compliance-Schulungen statt. Neben diesen Präsenzschulungen sind
auch E-Learning-Programme verfügbar.
Rechnungslegung und Abschlussprüfung
Das Bundesministerium der Finanzen als Aufsichtsbehörde hat am 19.04.2010 im Einvernehmen mit dem Bundesrechnungshof die
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2010 bestellt. Der Bestellung lag der Vorschlag
des Verwaltungsrats vom 25.03.2010 zugrunde. Der Prüfungsausschuss hat diese Empfehlung vorbereitet und mit dem
Abschlussprüfer die Prüfungsschwerpunkte festgelegt. Mit dem Abschlussprüfer wurde vereinbart, dass der Vorsitzende des
Prüfungsausschusses über während der Prüfung auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unverzüglich
unterrichtet wird, soweit diese nicht unverzüglich beseitigt werden. Ergänzend wurde vereinbart, dass er den Ausschussvorsitzenden
über gesonderte Feststellungen und etwaige Unrichtigkeiten der Entsprechenserklärung zum PCGK unverzüglich informiert. Eine
Unabhängigkeitserklärung des Wirtschaftsprüfers wurde eingeholt.
Effizienzprüfung Verwaltungsrat
Der Verwaltungsrat überprüft regelmäßig die Effizienz seiner Tätigkeit. Die Selbstbeurteilung des Verwaltungsrats für das Jahr 2010
wurde anhand strukturierter Fragebögen durchgeführt. Mehr als zwei Drittel der Mitglieder des Verwaltungsrats haben sich hieran
beteiligt. Die Befragung hat ergeben, dass die Mitglieder des Verwaltungsrats Arbeit und Effizienz des Verwaltungsratsplenums im
Durchschnitt als befriedigend bis gut und Arbeit und Effizienz der Ausschüsse im Durchschnitt als gut bewerten. Der Verwaltungsrat
hat sich mit den Ergebnissen der Selbstbeurteilung in der Sitzung vom 06.04.2011 befasst.
Vergütungsbericht
Der Vergütungsbericht beschreibt die Grundstruktur der Vergütungssystematik von Vorstand und Verwaltungsrat und stellt die
individuellen Vergütungen für den Vorstand und den Verwaltungsrat dar. Der Vergütungsbericht ist Bestandteil des Anhangs zum
Konzernabschluss in der Note (78) Vergütungsbericht.
Frankfurt am Main, den 06. April 2011
Der Vorstand
Der Verwaltungsrat
Konzernlagebericht
WIRTSCHAFTSBERICHT
KfW-Konzern im Überblick
Der KfW-Konzern besteht neben der KfW aus sechs einbezogenen Tochtergesellschaften. Die KfW ist die Förderbank der
Bundesrepublik Deutschland und unterstützt die nachhaltige Verbesserung der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen
Bedingungen insbesondere in den Bereichen Mittelstand, Existenzgründung, Umweltschutz, Wohnungswirtschaft, Infrastruktur,
Bildungsförderung, Projekt- und Exportfinanzierung sowie Entwicklungszusammenarbeit. Im Konzern sind neben der KfW im
Wesentlichen die KfW IPEX-Bank in der Projekt- und Exportfinanzierung sowie die DEG in der Förderung der Privatwirtschaft in
Entwicklungs- und Schwellenländern operativ tätig.
Mit dem strategischen Assetmanagement im Konzern betraut und nach den Regelungen des SIC-12 in den Konzernabschluss
einbezogen sind zwei Spezialfonds (Vorjahr: drei), das Gesamtvolumen wurde der bereits im Vorjahr neu ausgerichteten
Wertpapierstrategie folgend weiter reduziert. Der im Zuge des IKB-Verkaufs im Jahr 2008 aufgesetzte Spezialfonds wird nach
Abschluss der Verwertung der übernommenen Portfolioinvestments nicht mehr in den Konzern einbezogen.
Die operative Ergebnisentwicklung des Konzerns ist maßgeblich von der KfW geprägt.
Zusammensetzung des KfW-Konzerns - Bilanzsumme (vor Konsolidierung)

2010
Mio. EUR
2009
Mio. EUR
KfW
440.280
400.305
Tochtergesellschaften
KfW IPEX-Bank GmbH, Frankfurt am Main (KfW IPEX-Bank)
24.140
25.787
DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH, Köln (DEG)
4.215
3.710
KfW IPEX-Beteiligungsholding GmbH, Frankfurt am Main
1.871
1.873
KfW Beteiligungsholding GmbH, Bonn
1.093
1.043
tbg Technologie-Beteiligungs-Gesellschaft mbH, Bonn (tbg)
330
397
Finanzierungs- und Beratungsgesellschaft mbH, Berlin (FuB)
27
44
Konsolidierungspflichtige Zweckgesellschaften
Spezialfonds
2.237
3.323
Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden
Railpool Holding GmbH & Co. KG, München (50 %)
303
283
Railpool GmbH, München (50 %)
8
4
Microfinance Enhancement Facility S. A., Luxemburg (16,7 %)
100
86
Green for Growth Fund, Southeast Europe S. A., Luxemburg (17,3 %)
58
-
AF Eigenkapitalfonds für deutschen Mittelstand GmbH & Co. KG, München (49 %)
4
-
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die weltwirtschaftliche Erholung hat sich 2010 fortgesetzt. Rückenwind erhielt die Weltkonjunktur durch die in den meisten Ländern
weiterhin sehr expansiv ausgerichtete Geldpolitik sowie durch fiskalische Stimuli. Positive Wachstumseffekte gingen auch vom
anhaltenden Lageraufbau aus. Dies führte vor allem in der 1. Jahreshälfte zu einer kräftigen konjunkturellen Aufwärtsbewegung. Im 2.
Halbjahr schlug die Weltwirtschaft eine moderatere Gangart ein, blieb aber weiter auf Expansionskurs.
Insgesamt hat das globale Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2010 preisbereinigt um rund 5 % zugenommen, nachdem es 2009 noch
geschrumpft war. Als realwirtschaftliche Wachstumstreiber erwiesen sich 2010 vor allem die asiatischen Schwellenländer. Dort
erreichte bzw. überschritt die Wirtschaftsleistung vielfach bereits wieder das Vorkrisenniveau. Sehr dynamisch verlief die Entwicklung
insbesondere in China und Indien, die mit preisbereinigten Zunahmen des Bruttoinlandsprodukts von mehr als 10 % bzw. knapp 10 %
aufwarten konnten. In den meisten fortgeschrittenen Volkswirtschaften waren hingegen die strukturellen Nachwehen der
Weltfinanzkrise weiterhin spürbar. Die krisenbedingten Wachstumsverluste konnten 2010 nur zum Teil wettgemacht werden. Auch
innerhalb des Euroraums haben sich die regionalen Wachstumsdifferenzen weiter ausgeweitet. Der Konjunkturlokomotive Deutschland
standen Länder wie Griechenland und Irland gegenüber, in denen sich die Rezession vertieft hat.
Die Entwicklung an den Finanzmärkten war 2010 von zunehmenden Sorgen über die infolge der Krise deutlich angestiegenen
öffentlichen Budgetdefizite überschattet. Die Kreditausfallerwartungen nahmen insbesondere für einige Mitgliedsländer der Eurozone
stark zu und erreichten im Frühjahr für Griechenland ein Niveau, das Stützungsmaßnahmen erforderlich machte. Die in Reaktion
darauf Anfang Mai beschlossenen Hilfsmaßnahmen und der neu installierte Euro-Rettungsschirm konnten die Finanzmärkte jedoch
nicht dauerhaft beruhigen. Mit Irland musste im November ein weiteres Mitgliedsland der Eurozone gestützt werden. Angesichts des
schwierigen Finanzmarktumfelds hielt die Europäische Zentralbank an ihrer großzügigen Liquiditätsbereitstellung für den Bankensektor
fest und beließ auch den Leitzins auf sehr niedrigem Niveau. Die US-Geldpolitik blieb ebenfalls sehr expansiv ausgerichtet. Im Herbst
verkündete die US-Notenbank eine deutliche Ausweitung ihres Wertpapierankaufvolumens. Die sehr expansiven geldpolitischen
Maßnahmen der Zentralbanken spiegelten sich in außergewöhnlich niedrigen Geldmarktsätzen und im Durchschnitt relativ steilen
Zinsstrukturkurven wider. Die Probleme im europäischen Staatsschuldensektor führten zu hoher Volatilität an den Devisenmärkten.
Während der Euro gegenüber dem US-Dollar zu Jahresbeginn 2010 noch Werte von über 1,45 erreichte, sank er im Gefolge der
Zuspitzung der Griechenlandkrise Anfang Juni temporär auf ein Niveau von unter 1,20. Im Jahresdurchschnitt 2010 lag der EUR/USD-
Wechselkurs bei 1,33 und damit um 5 % niedriger als im Vorjahr.
Die deutsche Realwirtschaft hat sich nach dem krisenbedingten Einbruch wesentlich schneller und stärker erholt als noch zum Anfang
des Jahres erwartet. 2010 wuchs das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt um 3,6 %. Dies ist der höchste jahresdurchschnittliche
Anstieg seit der Wiedervereinigung. Besonders im internationalen Vergleich ist der Aufschwung beeindruckend. Deutschland ist mit
einer strukturell relativ gesunden Wirtschaft in die Krise gegangen und hatte - wegen seiner hohen Exportorientierung - im
Wesentlichen nur einen sehr kräftigen, aber vergleichsweise kurzen globalen Nachfrageausfall zu verarbeiten. Aus demselben Grund
ist das Land dank der weltwirtschaftlichen Impulse im Aufschwung begünstigt. Zugleich hat sich die deutsche Binnennachfrage - also
Konsum und Investitionen - im Verlauf von 2010 merklich belebt. Der private Konsum profitierte dabei von der rückläufigen
Erwerbslosenquote, die in Deutschland als einzigem großen Industrieland bereits im Sommer 2010 wieder unter das Vorkrisenniveau
gefallen ist. Die ausgeweiteten Kurzarbeitsregelungen, mit denen der Staat die Firmen kostenseitig entlastete und ihnen so das Halten
von Beschäftigten trotz zum Teil schwerer krisenbedingter Absatzrückgänge erleichterte, hatten an dieser positiven
Arbeitsmarktentwicklung einen bedeutenden Anteil. Die aufgehellten Absatzperspektiven im Inland wie auch die Wiederbelebung der
Exporte strahlten gleichermaßen positiv auf die Investitionsbereitschaft der Unternehmen aus. Bei spürbar anziehender Auslastung der
Produktionskapazitäten trugen die Bruttoanlageinvestitionen maßgeblich zum Wirtschaftswachstum bei. Die öffentlichen Finanzen
entwickelten sich wegen des kräftigen Aufschwungs deutlich weniger negativ als noch zu Jahresbeginn 2010 befürchtet, wenngleich
auch das deutsche Staatsdefizit mit 3,5 % des Bruttoinlandsprodukts aufgrund der Nachwirkungen der Konjunkturprogramme 2010
wie in praktisch allen anderen Ländern der EU über dem Maastrichter Referenzwert lag.
Entwicklung des KfW-Konzerns
Die Rahmenbedingungen für den KfW-Konzern waren im Geschäftsjahr 2010 auch historisch betrachtet einmalig günstig. Der Konzern
profitierte sowohl von der deutlich aufgehellten Konjunktur und einer entspannten Risikolage als auch von den für die KfW weiterhin
attraktiven Refinanzierungsbedingungen bei niedrigem Zinsniveau. Die Geschäftsaktivitäten schließen daher mit einem
Rekordüberschuss von 2,6 Mrd. EUR nach 1,1 Mrd. EUR im Vorjahr ab. Mit diesem Ergebnis ist der verbliebene Verlustvortrag aus der
Rettung der IKB vollständig abgebaut. Zudem kann damit die Kapitalbasis im Konzern zur langfristigen Sicherstellung der
Förderfähigkeit wie auch zur Vorbereitung auf die strengeren Kapitalanforderungen gemäß den neuen Vorgaben aus Basel III
verstärkt werden. Darunter fällt auch die Dotierung des Fonds für allgemeine Bankrisiken mit 0,6 Mrd. EUR. Für das Jahr 2011 ist von

einer Normalisierung auszugehen. Die KfW geht in ihrer aktuellen Ergebnisplanung für den Konzern von einem Gesamtergebnis von
rund 1,0 Mrd. EUR aus. Die Geschäftsentwicklung im Jahr 2010 wurde im Wesentlichen von folgenden Entwicklungen geprägt:
A. Rekordnachfrage nach KfW-Produkten - das erneut ausgeweitete Fördervolumen insbesondere im Inlandsgeschäft einschließlich des
erfolgreich Ende 2010 abgeschlossenen "KfW-Sonderprogramms" hat wesentlich dazu beigetragen, die Wirtschaftskrise zu
überwinden.
B. Operatives Ergebnis stabil auf anhaltend hohem Niveau aufgrund der weiterhin sehr günstigen Refinanzierungssituation der KfW
C. Aufgrund der - schneller als noch zum Jahresanfang erwartet - weltweiten konjunkturellen Erholung und der damit verbundenen
verbesserten Risikolage in wesentlichen Geschäftssegmenten des KfW-Konzerns konnte per saldo Kreditrisikovorsorge erfolgswirksam
aufgelöst werden. Bezogen auf das Beteiligungsportfolio resultierten hieraus ebenfalls positive Ergebnisbeiträge.
D. Die anhaltenden Unsicherheiten an den Finanzmärkten vor allem infolge der Probleme im europäischen Staatsschuldensektor
führten zu substanziellen Schwankungen von bewertungsrelevanten Parametern. In deren Folge ergaben sich Marktwertvolatilitäten
im Wertpapierportfolio sowie hohe rein IFRS-bedingte Ergebnisbelastungen aus der Bilanzierung von Sicherungszusammenhängen.
A. Rekordnachfrage nach KfW-Produkten
Der Konzern hat im Jahr 2010 insgesamt ein Fördervolumen im In- und Ausland von 81,4 Mrd. EUR (Vorjahr: 63,9 Mrd. EUR)
zugesagt. Schwerpunkt der Zusagen war wiederum die inländische Förderung für Wirtschaft, Umwelt, Wohnungswirtschaft und
Bildung mit einem Umfang von 66,6 Mrd. EUR (+ 31 %), wovon allein 28,5 Mrd. EUR auf die gewerbliche Wirtschaft entfallen. Die KfW
hat damit wesentlich dazu beigetragen, die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise auf deutsche Unternehmen abzufedern und
die Grundlage für die konjunkturelle Erholung zu legen. Die Zusagen im internationalen Geschäft liegen mit 15,0 Mrd. EUR ebenfalls
über dem Vorjahresniveau (+12 %), der Zuwachs resultiert dabei sowohl aus der Export- und Projektfinanzierung als auch aus der
Förderung von Entwicklungs- und Transformationsländern. Einer der Förderschwerpunkte der KfW ist weiterhin der Klima- und
Umweltschutz, für den mit 25,3 Mrd. EUR fast ein Drittel des gesamten Fördervolumens eingesetzt wurde.
2010
Mrd. EUR
2009
Mrd. EUR
KfW Mittelstandsbank
28,5
23,8
KfW Privatkundenbank
20,0
16,1
KfW Kommunalbank
15,8
9,4
Beratungszuschüsse
0,1
0,1
Kreditverbriefung und kapitalmarktnahe Produkte
2,1
1,5
Export- und Projektfinanzierung
9,3
8,9
Förderung Entwicklungs- und Transformationsländer
5,7
4,5
Gesamtfördervolumen im Kerngeschäft
1)
81,4
63,9
Gesamtzusagevolumen
2)
103,7
63,9
1)
Bereinigt um Export- und Projektfinanzierungen mit Refinanzierung über KfW-Programmkredite
2)
Einschließlich Sondergeschäft aus Kreditgewährung an Griechenland im Jahr 2010
Einen wichtigen Beitrag zur Kreditversorgung des Mittelstands leistete auch das zu Beginn des Jahres 2009 mit einer Risikoübernahme
der Bundesrepublik Deutschland neu eingeführte und zum 31.12.2010 ausgelaufene "KfW-Sonderprogramm" mit Kreditzusagen von
insgesamt 13,3 Mrd. EUR (davon im Jahr 2010: 6,2 Mrd. EUR).
Darüber hinaus hat sich die KfW im Rahmen eines Zuweisungsgeschäftes der Bundesregierung gemäß KfW-Gesetz ohne eigene
Risikoübernahme an den Maßnahmen der Europäischen Union zur Refinanzierung Griechenlands beteiligt und in diesem Zuge einen
Kredit in Höhe von 22,3 Mrd. EUR zugesagt. Das Gesamtzusagevolumen im Geschäftsjahr 2010 beläuft sich damit auf 103,7 Mrd.
EUR.
B. Operatives Ergebnis stabil auf anhaltend hohem Niveau
Das Betriebsergebnis vor Bewertungen hat sich mit einem leichten Anstieg um 105 Mio. EUR auf 2.302 Mio. EUR auf anhaltend hohem
Niveau als stabil erwiesen. Die wesentliche Ertragsquelle im Konzern stellt weiterhin der erwirtschaftete Zinsüberschuss dar, der sich
gegenüber dem Vorjahr um 98 Mio. EUR auf 2.752 Mio. EUR verbessert hat. Der Konzern hat hier weiterhin von den sehr guten
Refinanzierungsmöglichkeiten der KfW profitiert, die neben der erstklassigen Bonität aktuell auch aus den sehr niedrigen Zinssätzen
im kurzen Laufzeitbereich, verbunden mit einer ansteigenden Zinsstrukturkurve, resultieren. Die im Fördergeschäft erbrachten
Zinsverbilligungsleistungen der KfW liegen mit 558 Mio. EUR auf weiterhin hohem Niveau. Zudem unterstützt durch leicht rückläufige
Verwaltungsaufwendungen verbesserte sich die Cost-Income-Ratio vor Zinsverbilligungsleistungen im Konzern weiter von 21,1 % auf
20,2 %.
C. Positive Ergebniseffekte aus weltweiter konjunktureller Erholung
Der gegenüber dem Vorjahr deutlich höhere Konzerngewinn resultiert vor allem aus der Risikolage im Konzern, die sich aufgrund der
schneller als noch zum Jahresanfang erwarteten weltweiten konjunkturellen Erholung im Jahresverlauf deutlich verbessert hat. Bei
unverändert vorsichtiger Risikopolitik konnte die Risikovorsorge insgesamt um 424 Mio. EUR erfolgswirksam reduziert werden,
nachdem im Vorjahr der Vorsorgebedarf die Ertragslage mit 972 Mio. EUR deutlich belastete.
Dabei wurde insbesondere pauschale Vorsorge für Risiken im Kreditportfolio, die der Konzern zuvor vor allem für die besonders stark
von der Rezession betroffenen Branchen und Länder gebildet hatte, in Höhe von 405 Mio. EUR (Vorjahr: 163 Mio. EUR Zuführungen)
wieder aufgelöst. Der Vorsorgebedarf für akute Kreditrisiken, der schwerpunktmäßig aus der Mittelstandsförderung im Bereich
Gründung und Innovation resultierte, wurde durch vereinnahmte Eingänge auf bereits abgeschriebene Forderungen mehr als
kompensiert. Ähnlich stellt sich die Lage auch im Beteiligungsportfolio dar, das nach Ergebnisbelastungen infolge der konjunkturellen
Eintrübung im Vorjahr (73 Mio. EUR) im Geschäftsjahr 2010 mit einem sehr erfreulichen Ergebnisbeitrag von 163 Mio. EUR abschließt.
D. Anhaltende Unsicherheit an den Finanzmärkten

image
Nach der Entspannung an den Finanzmärkten im Verlauf des Jahres 2009 aufgrund der stabilisierenden Maßnahmen der Regierungen
und Zentralbanken hat sich die Lage infolge der Probleme im europäischen Staatsschuldensektor wieder deutlich verschlechtert und ist
zum Jahresende trotz der Maßnahmen der Europäischen Union zur Stützung von Ländern der Eurozone von anhaltend hohen
Unsicherheiten geprägt.
Dennoch resultierten aus dem Wertpapierportfolio des KfW-Konzerns wie im Vorjahr sowohl ein positiver Ergebnisbeitrag in der
laufenden Erfolgsrechnung von 107 Mio. EUR (Vorjahr: 296 Mio. EUR) als auch ergebnisneutral erfasste Wertzuwächse von 22 Mio.
EUR (Vorjahr: 285 Mio. EUR). Letztere stehen im Wesentlichen im direkten Zusammenhang mit der 2009 erfolgten Umwidmung von
Wertpapierbeständen der Liquiditätsreserve.
Der Großteil der Kurswertrückgänge bei den nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Beständen wird aufgrund der eingeleiteten
Stützungsmaßnahmen als nicht nachhaltig angesehen und führte daher zu keinen Erfolgsauswirkungen.
Im Rahmen der Bewertung von Derivaten ergaben sich Belastungen in Höhe von 431 Mio. EUR (Vorjahr: 305 Mio. EUR). Die KfW nutzt
als Nichthandelsbuchinstitut Derivate ausschließlich zur Absicherung von Risiken, die im Rahmen der Refinanzierung entstehen. Vor
diesem Hintergrund sind die entstandenen Ergebniseffekte ökonomisch nicht sinnvoll, da sie sich zukünftig wieder gegenläufig
auflösen.
Die folgenden Kennzahlen geben einen Überblick über die Entwicklungen im Geschäftsjahr 2010:
Finanzkennzahlen des KfW-Konzerns
Bilanzkennzahlen
2010
Mrd. EUR
2009
Mrd. EUR
Bilanzsumme
441,8
400,1
Kreditvolumen
426,7
383,5
Eventualverpflichtungen
7,0
7,5
Unwiderrufliche Kreditzusagen
65,3
50,4
Treuhandvermögen
16,6
16,9
Geschäftsvolumen
530,6
474,8
Bilanzielles Eigenkapital
15,8
13,1
Bilanzielle Eigenkapitalquote
3,6 %
3,3 %
Erfolgskennzahlen
Mio. EUR
Mio. EUR
Betriebsergebnis vor Bewertungen
2.302
2.198
Betriebsergebnis nach Bewertungen
2.712
1.161
Konzerngewinn
2.631
1.127
Cost-Income-Ratio vor Zinsverbilligungsleistungen
1)
20,2 %
21,1%
Ökonomische Kennzahlen
Mio. EUR
Mio. EUR
Konzerngewinn vor IFRS-Effekten aus Sicherungszusammenhängen
3.061
1.432
Ergebnisneutrale Veränderung der Neubewertungsrücklagen
33
261
1)
Verwaltungsaufwand in Relation zum bereinigten Ertrag. Der bereinigte Ertrag berechnet sich aus der Größe des Zins- und Provisionsüberschusses
zuzüglich Zinsverbilligungsleistungen.
Die Bilanzsumme des Konzerns hat sich im Geschäftsjahr 2010 um 41,7 Mrd. EUR deutlich auf 441,8 Mrd. EUR erhöht.
Zurückzuführen ist das Wachstum vor allem auf das starke Kreditneugeschäft im Inland mit einem Anstieg der gesamten
Kreditforderungen um 27,7 Mrd. EUR auf 345,4 Mrd. EUR. Daneben wirkte insbesondere die Umrechnung von Refinanzierungen in
USD in Verbindung mit zu Absicherungszwecken eingesetzten Währungsderivaten erhöhend auf die Bilanzsumme. Das
Bilanzwachstum wurde durch verstärkte Emissionsaktivitäten refinanziert. Das Volumen der in den Verbrieften Verbindlichkeiten
ausgewiesenen Eigenemissionen lag mit 358,0 Mrd. EUR um 36,6 Mrd. EUR höher als im Vorjahr.
Betriebsergebnis vor Bewertungen, Konzerngewinn/-verlust, Konzerngewinn/-verlust vor IFRS-Effekten aus
Sicherungszusammenhängen (Angaben in Mio. EUR)
Das Betriebsergebnis vor Bewertungen bleibt mit 2.302 Mio. EUR insbesondere aufgrund des stabilen hohen Zinsüberschusses auf
einem - nochmals verbesserten - anhaltend hohen Niveau.
Zusätzlich wird dieses gute Ergebnis von einem deutlich positiven Bewertungsergebnis - insbesondere infolge der Auflösung von
Kreditrisikovorsorge - gestärkt. Das Zusammentreffen dieser beiden Effekte, nämlich der günstigen Refinanzierungsbedingungen auf
der einen Seite und der entspannten Risikolage auf der anderen Seite, im Geschäftsjahr 2010 ist historisch einmalig und führt zu
einem Konzerngewinn auf Rekordniveau von 2.631 Mio. EUR (Vorjahr: 1.127 Mio. EUR).

image
Das Konzernergebnis einschließlich der erfolgsneutral im Konzerneigenkapital - vor allem aus Wertpapierbewertungen - erfassten
Sachverhalte in Höhe von 33 Mio. EUR belief sich auf 2.663 Mio. EUR (Vorjahr: 1.388 Mio. EUR). Der Konzerngewinn umfasst rein
IFRS-bedingte Belastungen in Höhe von 431 Mio. EUR (Vorjahr: 305 Mio. EUR). Zur Erhöhung der Transparenz weist die KfW einen
um diese Effekte bereinigten Konzerngewinn aus, der sich auf 3.061 Mio. EUR (Vorjahr: 1.432 Mio. EUR) beläuft.
Entwicklung der Vermögenslage
Das Kreditgeschäft mit Kreditinstituten und Kunden ist unverändert das Kerngeschäft des Konzerns. 77 % des Konzernvermögens
betrafen 2010 das Kreditgeschäft.
Vermögenslage 2010
Das Kreditvolumen hat sich dabei um 43,2 Mrd. EUR bzw. 11 % auf 426,7 Mrd. EUR erhöht.
Kreditvolumen
2010
Mio. EUR
2009
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Forderungen aus Krediten und Darlehen
345.402
317.696
27.705
Risikovorsorge im Kreditgeschäft
- 5.422
- 6.904
1.482
Nettokreditforderungen
339.980
310.793
29.187
Eventualverpflichtungen aus Avalkrediten
4.950
5.637
- 688
Unwiderrufliche Kreditzusagen
65.276
50.360
14.916
Treuhänderisch ausgereichte Kredite und Darlehen
16.496
16.757
- 261
Gesamt
426.701
383.546
43.155
Die Forderungen aus Krediten und Darlehen sind im Jahr 2010 insbesondere aufgrund des starken Kreditneugeschäfts im Inland um
27,7 Mrd. EUR auf 345,4 Mrd. EUR gestiegen. Der Risikovorsorgebestand ist in erster Linie aufgrund von Ausfällen der bereits 2008
wertberichtigten Liquiditätslinien aus den IKB-Rettungsmaßnahmen sowie der erfolgswirksamen Auflösung von Vorsorge infolge der
verbesserten Konjunktur zurückgegangen. Insgesamt stellten die Nettokreditforderungen mit 340,0 Mrd. EUR 80 % des
Kreditvolumens dar.
Die Eventualverpflichtungen aus dem Avalkreditgeschäft bewegten sich mit einem Bestand von 5,0 Mrd. EUR leicht unter
Vorjahresniveau. Die Unwiderruflichen Kreditzusagen sind im Jahr 2010 insbesondere aufgrund des noch nicht ausgezahlten Teils der
Kreditzusage an Griechenland um 14,9 Mrd. EUR auf 65,3 Mrd. EUR gestiegen. Im Treuhandvermögen bewegte sich das Volumen der
treuhänderisch ausgereichten Kredite und Darlehen, die vor allem die Kredite zur Förderung der Entwicklungsländer mit
Refinanzierung aus Haushaltsmitteln der Bundesrepublik Deutschland umfassen, mit 16,5 Mrd. EUR nur geringfügig unter dem
Vorjahresniveau.
Die anderen Forderungen an Kreditinstitute und Kunden lagen mit 26,1 Mrd. EUR um 2,9 Mrd. EUR über dem Vorjahresniveau von
23,2 Mrd. EUR. Der Bestand betrifft insbesondere kurzfristige Geldanlagen, die aufgrund bereits refinanzierter Kreditzusagen sowie
zwecks der allgemeinen Liquiditätshaltung erfolgen.
Der Gesamtbestand der Finanzanlagen lag mit 35,2 Mrd. EUR um 4 % unter dem Niveau des Vorjahres.
Finanzanlagen
2010
Mio. EUR
2009
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
33.599
35.292
- 1.694
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
16
67
-51
Beteiligungen
1.591
1.333
258
Anteile an nicht einbezogenen Tochterunternehmen
2
2
0
Gesamt
35.207
36.694
- 1.487
Im Zuge der weiteren Umsetzung der bereits im Vorjahr eingeschlagenen Wertpapierstrategie im Konzern mit der Fokussierung auf
risikoarmes Geschäft und die Liquiditätssicherung hat sich der Wertpapierbestand weiter um 1,7 Mrd. EUR auf 33,6 Mrd. EUR
reduziert. Die gehaltenen Anleihen und Schuldverschreibungen sind hierbei um 1,8 Mrd. EUR auf 33,2 Mrd. EUR zurückgegangen, das
Volumen der Geldmarktpapiere blieb mit 0,4 Mrd. EUR nahezu konstant. In diesem Zusammenhang wurden auch die in den
Spezialfonds zur strategischen Anlage enthaltenen Papiere weiter abgebaut. Der Bestand belief sich zum 31.12.2010 noch auf 2,2
Mrd. EUR (Vorjahr: 3,0 Mrd. EUR).

image
Aus Derivaten, die insbesondere zur Absicherung von Refinanzierungen eingesetzt wurden, resultieren aufgrund der Entwicklung der
Marktparameter einschließlich Wechselkursen um 10,2 Mrd. EUR auf 29,9 Mrd. EUR gestiegene Marktwerte. Mit den Kontrahenten
getroffene Nettingabreden, die auch Derivate mit negativen Marktwerten umfassen, sowie Besicherungsvereinbarungen (im
Wesentlichen hereingenommene Barsicherheiten) verringern das Kontrahentenrisiko substanziell. Die Wertanpassungen aus dem
Macro Hedging für Grundgeschäftsportfolios aus Bilanzaktiva sind um 0,7 Mrd. EUR auf 7,5 Mrd. EUR gestiegen.
Die weiteren Bilanzposten haben sich nur in geringem Umfang verändert.
Entwicklung der Finanzlage
Die krisenfeste Refinanzierungsstrategie des Konzerns an den internationalen Kapitalmärkten steht auf den drei Säulen "Benchmark-
Anleihen in Euro und US-Dollar", "andere öffentliche Anleihen" und "Privatplatzierungen". Mit einem gestiegenen Anteil von 81 % der
Bilanzsumme waren diese Mittelaufnahmen in Form von Verbrieften Verbindlichkeiten weiterhin prägend.
Finanzlage 2010
Das Volumen der aufgenommenen fremden Mittel hat sich um 42,4 Mrd. EUR (12 %) auf 398,0 Mrd. EUR erhöht.
Fremde Mittel
2010
Mio. EUR
2009
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Geldmarktaufnahmen
26.422
33.121
- 6.699
Anleihen und Schuldverschreibungen
331.712
288.950
42.762
Andere Mittelaufnahmen
36.588
30.273
6.315
Nachrangkapital
3.247
3.247
0
Gesamt
397.969
355.591
42.378
Mittelaufnahmen in Form von emittierten mittel- und langfristigen Anleihen und Schuldverschreibungen der KfW stellten die
Hauptrefinanzierungsquelle im Konzern dar. Sie deckten 2010 mit 331,7 Mrd. EUR 83 % der aufgenommenen fremden Mittel ab. Der
Anstieg von 42,8 Mrd. EUR resultiert neben Neugeschäft auch aus Wechselkursveränderungen im Laufe des Jahres 2010
(insbesondere USD). Kurzfristige Emissionen in Form von Commercial Papers sind um 6,2 Mrd. EUR zurückgegangen und beliefen sich
auf 26,3 Mrd. EUR. Die kurzfristigen Mittelaufnahmen betrugen einschließlich Tages- und Termingeldern 26,4 Mrd. EUR. Die anderen
Mittelaufnahmen umfassen bei der KfW neben Schuldscheindarlehen von Kreditinstituten und Kunden, die mit 11,4 Mrd. EUR
gegenüber dem Vorjahr um 3,0 Mrd. EUR rückläufig sind, vor allem Verbindlichkeiten gegenüber dem Bund sowie hereingenommene
Barsicherheiten zur Absicherung des Kontrahentenrisikos aus dem Derivategeschäft.
Unter dem Nachrangkapital wird unverändert ein vom ERP-Sondervermögen im Rahmen der Neustrukturierung der ERP-
Wirtschaftsförderung 2007 gewährtes Nachrangdarlehen in Höhe von 3,25 Mrd. EUR ausgewiesen. Der Bestand der Derivate mit
negativen Marktwerten hat sich um 3,5 Mrd. EUR verringert und belief sich zum Jahresende auf 22,8 Mrd. EUR.
Die weiteren Bilanzposten haben sich nur in geringem Umfang verändert.
Das bilanzielle Eigenkapital liegt aufgrund des hervorragenden Konzernergebnisses um 2,7 Mrd. EUR über dem Niveau des Vorjahres.
Die bilanzielle Eigenkapitalquote ist infolgedessen trotz des starken Bilanzwachstums auf 3,6 % (Vorjahr: 3,3 %) gestiegen.
Eigenkapital
2010
Mio. EUR
2009
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Eingezahltes gezeichnetes Kapital
3.300
3.300
0
Kapitalrücklage
5.947
5.947
0
darunter: Förderrücklage des ERP-Sondervermögens
4.650
4.650
0
Rücklage aus Mitteln des ERP-Sondervermögens
977
893
84
Gewinnrücklagen
5.218
4.725
493
Fonds für allgemeine Bankrisiken
600
46
554
Neubewertungsrücklagen
- 257
- 290
33
Bilanzverlust
0
- 1.499
1.499
Gesamt
15.784
13.121
2.663
Der aus dem Vorjahr verbliebene Bilanzverlust aus den Maßnahmen zur IKB-Rettung konnte vollständig abgebaut werden. Mit dem
darüber hinausgehenden Überschuss konnten die Gewinnrücklagen dotiert und konnte der Fonds für allgemeine Bankrisiken gestärkt

werden. Mit der Zuführung von 0,6 Mrd. EUR zum Fonds für allgemeine Bankrisiken wird die Strategie des Vorhaltens von gesonderten
Vorsorgereserven wieder aufgegriffen. Der Vorsorgebestand von 5,3 Mrd. EUR zum Jahresende 2006 war im Zuge der IKB-Rettung im
Jahr 2007 vollständig verbraucht worden. Die Kapitalbasis im Konzern hat sich im Jahr 2010 nachhaltig verbessert und trägt damit zur
langfristigen Sicherstellung der Förderfähigkeit wie auch zur Vorbereitung auf die strengeren Kapitalanforderungen gemäß den neuen
Vorgaben aus Basel III bei.
Entwicklung der Ertragslage
Die Ertragslage aus dem operativen Geschäft des Konzerns ist durch einen auf hohem Niveau stabilen Zinsüberschuss
gekennzeichnet. Diese führt zusammen mit dem positiven Bewertungsergebnis, das durch Nettoerträge aus der Auflösung von
Kreditrisikovorsorge geprägt ist, zu einem Rekordgewinn.
Ertragslage
2010
Mio. EUR
2009
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Zinsüberschuss
2.752
2.654
98
hierin enthaltene Zinsverbilligungsleistungen
- 558
- 571
13
Provisionsüberschuss
273
286
- 13
Verwaltungsaufwand
722
742
- 20
Betriebsergebnis vor Bewertungen
2.302
2.198
105
Kreditrisikovorsorge
424
- 972
1.396
Ergebnisse aus Hedge Accounting und Fair-Value-Bewertung anderer
Finanzinstrumente
- 13
55
- 68
Ergebnisse aus Finanzanlagen und nach der Equity-Methode
bilanzierten Unternehmen
- 1
- 120
119
Betriebsergebnis nach Bewertungen
2.712
1.161
1.551
Sonstiges betriebliches Ergebnis
-27
23
-50
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
2.685
1.184
1.501
Ertragssteueraufwand
54
57
-3
Konzerngewinn
2.631
1.127
1.504
Konzerngewinn vor IFRS-Effekten aus Sicherungszusammenhängen
3.061
1.432
1.630
Das Betriebsergebnis vor Bewertungen lag mit 2.302 Mio. EUR um 105 Mio. EUR über dem bereits guten Vorjahreswert von 2.198
Mio. EUR.
Der Zinsüberschuss ist die wichtigste Ertragsquelle des Konzerns und liegt mit 2.752 Mio. EUR um 98 Mio. EUR über dem
Vorjahreswert. Haupttreiber der weiterhin positiven Entwicklung sind die für die KfW äußerst günstigen Refinanzierungsmöglichkeiten.
Neben dem allgemein günstigen Zinsumfeld mit im kurzfristigen Bereich sehr niedrigen Zinssätzen resultieren diese auch aus der
erstklassigen Bonität der KfW. Die Ertragskraft im Kreditgeschäft hat sich als stabil erwiesen, zudem konnten höhere
Ausschüttungserträge aus dem Beteiligungsportfolio vereinnahmt werden. Die von der KfW im Förderkreditgeschäft gewährten
Zinsverbilligungsleistungen bewegen sich mit 558 Mio. EUR auf weiterhin hohem Niveau.
Der Provisionsüberschuss ist mit 273 Mio. EUR leicht rückläufig (Vorjahr: 286 Mio. EUR). Negativ wirkten hier insbesondere um 9 Mio.
EUR geringere Kreditbearbeitungsgebühren (112 Mio. EUR) und sinkende Nettoerträge (24 Mio. EUR nach 34 Mio. EUR im Vorjahr) aus
den Verbriefungsplattformen PROMISE und PROVIDE. Aufgrund der weiterhin schwierigen Marktverfassung für Verbriefungsprodukte
kann auslaufendes Altgeschäft nicht durch neue Transaktionen ersetzt werden. Das Nominalvolumen ging im Jahr 2010 um 12,2 Mrd.
EUR auf 15,4 Mrd. EUR zurück. Die Erträge aus der Abwicklung der Finanziellen Zusammenarbeit für die Bundesrepublik Deutschland
im Geschäftsfeld Förderung der Entwicklungs- und Transformationsländer, denen entsprechende Verwaltungsaufwendungen
gegenüberstehen, sind mit 107 Mio. EUR konstant geblieben.
Der Verwaltungsaufwand ist mit 722 Mio. EUR gegenüber dem von Sonderbelastungen aus Immobilien und selbst erstellten
Immateriellen Vermögenswerten geprägten Vorjahreswert von 742 Mio. EUR rückläufig und liegt damit unter den Erwartungen.
Der Personalaufwand hat sich mit 448 Mio. EUR um 44 Mio. EUR aufgrund tariflicher und leistungsbezogener Gehaltserhöhungen bei
gestiegener Mitarbeiterzahl (im Jahresdurchschnitt + 6 %) sowie steigenden Altersvorsorgeaufwendungen erhöht.
Der Rückgang des Sachaufwands um 64 Mio. EUR auf 274 Mio. EUR resultiert im Wesentlichen aus den Sonderbelastungen des
Vorjahres. Die Cost-Income-Ratio vor Zinsverbilligungsleistungen hat sich durch die wachsenden operativen Erträge und den
gleichzeitigen Rückgang des Verwaltungsaufwands mit 20,2 % (Vorjahr: 21,1 %) weiter verbessert.
Das hohe positive Nettoergebnis aus der Kreditrisikovorsorge im Konzern resultiert aus den im Jahresverlauf deutlich
zurückgegangenen Kreditrisiken. Diese spiegeln die - schneller als noch zum Jahresanfang erwartete - spürbare weltweite
konjunkturelle Erholung und die damit verbundene verbesserte Risikoeinschätzung in wesentlichen Geschäftssegmenten des KfW-
Konzerns wider. Daher konnten im Geschäftsjahr 2010 insbesondere Portfoliowertberichtigungen aufgelöst werden. Unter
Berücksichtigung von Eingängen auf bereits abgeschriebene Forderungen beläuft sich der Nettoertrag aus der Kreditrisikovorsorge auf
424 Mio. EUR, nachdem im Vorjahr noch eine deutliche Aufstockung um 972 Mio. EUR notwendig war.
Die Belastungen aus der Vorsorge für die akuten Kreditrisiken einschließlich der Direktabschreibungen liegen mit 203 Mio. EUR
deutlich unter dem hohen Niveau des Vorjahres (877 Mio. EUR). Diese resultieren schwerpunktmäßig aus der Mittelstandsförderung
im Bereich Gründung und Innovation. Auch das Geschäftsfeld Export- und Projektfinanzierung verzeichnet weiterhin Nettoaufwand.
Dieser ist allerdings gegenüber dem Vorjahr deutlich rückläufig und betrifft im Wesentlichen die Schiffsfinanzierungen, ohne dass hier
bereits Ausfälle eingetreten sind. Gegenläufig war die Entwicklung in der Förderung der Entwicklungs- und Transformationsländer mit
maßgeblichen Nettoauflösungen, die auch auf die Geschäftsaktivitäten der DEG zurückzuführen sind.
Die Vorsorge für einzeln noch nicht zuordenbare Risiken im Kreditportfolio konnte angesichts der positiven wirtschaftlichen
Entwicklung netto substanziell um 405 Mio. EUR reduziert werden, während im Vorjahr noch Zuführungsbedarf bestand (163 Mio.
EUR). Der Vorsorgebestand zum Jahresende beläuft sich damit auf 0,9 Mrd. EUR (Vorjahr: 1,3 Mrd. EUR). Die Nettoerträge stammen

insbesondere aus der Auflösung von Vorsorge für die von der Wirtschaftskrise besonders stark betroffenen Branchen und Länder im
Geschäftsfeld Export- und Projektfinanzierung. Im Vorjahr wurde hier noch in weitaus größerem Maße mit erhöhtem
Einzelwertberichtigungsbedarf gerechnet.
Die bestehende Kreditrisikovorsorge deckt alle akuten und latenten Risiken in konsequenter Fortsetzung der vorsichtigen Risikopolitik
im KfW-Konzern ab.
Die Sonderbelastungen der KfW aus der Bewertung sämtlicher in den Jahren 2007 und 2008 durchgeführten Maßnahmen zur Rettung
der IKB sind gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert und betragen weiterhin insgesamt 8,4 Mrd. EUR. Das nach
Wertberichtigungen noch in den Büchern der KfW stehende Portfolio aus den verschiedenen Rettungsmaßnahmen konnte auch im
Geschäftsjahr 2010 deutlich auf 0,4 Mrd. EUR zurückgeführt werden.
Im Geschäftsjahr 2010 war das Ergebnis aus Hedge Accounting und Fair-Value-Bewertung anderer Finanzinstrumente insbesondere
durch die erfreuliche Entwicklung des Wertpapier- und Beteiligungsportfolios geprägt. Aufgrund der weiterhin hohen negativen
Ergebniseffekte aus der Abbildung von wirtschaftlich geschlossenen Sicherungsbeziehungen unter IFRS beträgt das Nettoergebnis -13
Mio. EUR.
Trotz der zum Jahresende aufgrund der Probleme im europäischen Staatsschuldensektor hohen Unsicherheiten an den Finanzmärkten
konnten im Jahresverlauf aus den erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Wertpapieren einschließlich des Fair-Value-
Ergebnisses aus den Spezialfonds des strategischen Assetmanagements Erträge in Höhe von 80 Mio. EUR (Vorjahr: 368 Mio. EUR)
vereinnahmt werden. Diese betreffen im Wesentlichen Wertaufholungen bei strukturierten Wertpapieren.
Maßgeblich beeinflusst durch die deutliche wirtschaftliche Erholung hat das erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete
Beteiligungsportfolio einen erfreulich hohen Ertrag von 200 Mio. EUR generiert. Im Vorjahr wurde die Erfolgsrechnung noch mit 42
Mio. EUR belastet. Diese Entwicklung ist vor allem auf die Geschäftsaktivitäten der DEG in der Förderung der Entwicklungs- und
Transformationsländer zurückzuführen.
Die per saldo weiterhin hohen negativen Ergebniseffekte aus dem Hedge Accounting und den zum Fair Value bilanzierten
Mittelaufnahmen einschließlich Sicherungsderivaten, die rein IFRS-induziert sind, belaufen sich auf 431 Mio. EUR (Vorjahr: 305 Mio.
EUR). Die marktbewerteten Derivate sind jeweils Bestandteil von wirtschaftlich geschlossenen Positionen. Soweit jedoch der andere
Teil der jeweils geschlossenen Position nicht zum Marktwert ausgewiesen werden darf bzw. unterschiedliche Bewertungslogiken
anzuwenden sind, kommt es zwangsläufig zu temporären Ergebnisschwankungen, die sich bis zur Endfälligkeit der Geschäfte
vollständig ausgleichen. Aufgrund der erheblichen Veränderungen der relevanten Marktfaktoren fallen die Effekte weiterhin hoch aus.
Das verbesserte Ergebnis aus Finanzanlagen und nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen in Höhe von -1 Mio. EUR
(Vorjahr: -120 Mio. EUR) wird von gegenläufigen Entwicklungen im Wertpapier- und Beteiligungsportfolio geprägt.
Das Ergebnis aus den Wertpapieren, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, hat sich mit + 27 Mio.
EUR gegenüber dem Vorjahr (Nettoaufwendungen in Höhe von 74 Mio. EUR) verbessert. Die Nettobelastungen aus dem
Beteiligungsportfolio liegen mit 38 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres.
Die in den Neubewertungsrücklagen im Eigenkapital erfassten nicht erfolgswirksamen Wertaufholungen aus Finanzanlagen in Höhe
von 30 Mio. EUR umfassen auch planmäßige Zuschreibungen aufgrund der in den Jahren 2008 (strukturierte Wertpapiere) und 2009
(Wertpapiere der Liquiditätsreserve) erfolgten Umwidmungen (113 Mio. EUR nach 125 Mio. EUR im Vorjahr). Infolge der
Unsicherheiten an den Finanzmärkten mit entsprechenden temporären Auswirkungen auf den Wertansatz der weiterhin erfolgsneutral
zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Bestände sind diese im Vergleich zum Vorjahr (285 Mio. EUR) allerdings insgesamt deutlich
rückläufig.
Bei einem Gesamtvolumen der nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Bestände von 20,1 Mrd. EUR sind Kurswertrückgänge in
erster Linie bei den von den Problemen im europäischen Staatsschuldensektor besonders betroffenen Ländern erkennbar, während
sich die Marktsituation bei strukturierten Wertpapieren weiter verbessert hat. Daraus folgend ist der negative Unterschiedsbetrag
zwischen dem Bilanzansatz und dem beizulegenden Zeitwert per saldo um 453 Mio. EUR auf 895 Mio. EUR angestiegen. Aufgrund der
weiterhin guten Ratingeinschätzung der jeweiligen Schuldner, der guten Besicherungsstrukturen sowie mit Blick auf die eingeleiteten
Stützungsmaßnahmen werden diese Wertveränderungen aber als nicht nachhaltig angesehen und führten daher zu keinen
Ergebnisauswirkungen.
Unter Berücksichtigung des Sonstigen betrieblichen Ergebnisses sowie der Ertragsteuerbelastungen ergab sich ein
Rekordkonzerngewinn von 2.631 Mio. EUR nach dem bereits erfreulichen Vorjahresgewinn von 1.127 Mio. EUR.
Der Konzerngewinn vor IFRS-Effekten aus Sicherungszusammenhängen ist eine auf dem nach IFRS ermittelten Konzerngewinn
aufsetzende weiterführende Ergebnisrechnung des Konzerns. Derivative Finanzinstrumente werden zu Sicherungszwecken
abgeschlossen. Aus den Vorgaben zur Bilanzierung und Bewertung von Derivaten und Sicherungsbeziehungen ergeben sich unter IFRS
trotzdem temporäre Ergebniseffekte. Diese sind aufgrund der wirtschaftlich effektiven Sicherungswirkung nach unserer Auffassung
nicht sachgerecht.
Es werden deshalb folgende Überleitungen durch Eliminierung temporärer Ergebniskomponenten in Höhe von 431 Mio. EUR
vorgenommen:
Bewertungsergebnisse aus dem Micro und Macro Hedge Accounting. Alle Sicherungsbeziehungen sind wirtschaftlich effektiv
und erzielen über die Gesamtlaufzeit keinen Ergebnisbeitrag.
Bewertungsergebnisse aus der Nutzung der Fair-Value-Option zur Vermeidung eines Accounting Mismatch bei
Mittelaufnahmen einschließlich zugehöriger Sicherungsderivate. Die wirtschaftlich effektiven Sicherungsbeziehungen erzielen
über die Gesamtlaufzeit keinen Ergebnisbeitrag.
Bewertungsergebnisse aus der Marktwertbilanzierung nicht abgebildeter Sicherungszusammenhänge mit hoher
wirtschaftlicher Effektivität. Sie erzielen über die Gesamtlaufzeit keinen Ergebnisbeitrag.

Die übergeleitete Ertragslage schließt mit einem Gewinn von 3.061 Mio. EUR (Vorjahr 1.432 Mio. EUR).
Insgesamt kann der KfW-Konzern für das Geschäftsjahr 2010 mit einem Rekordgewinn abschließen. Ausschlaggebend hierfür waren
die hervorragenden Rahmenbedingungen mit den sehr günstigen Refinanzierungsmöglichkeiten bei gleichzeitig deutlich verbesserter
Risikolage.
Nachtragsbericht (Stichtag 08.03.2011)
Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, liegen nicht vor.
NACHHALTIGKEITSBERICHT
Die nachhaltige Verbesserung der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Lebensbedingungen ist der zentrale Wert des KfW-
Konzernleitbildes. Das Gesetz über die KfW legt unter anderem Maßnahmen im Umweltschutz mit rein sozialen Zielen und zur
Bildungsförderung oder auch die entwicklungspolitische Zusammenarbeit als eigenständige Förderaufgaben fest.
Als Bank des Bundes und der Länder orientiert sich die KfW bei ihren Entscheidungen an der Nachhaltigkeitsstrategie der
Bundesregierung und nutzt sie als roten Faden. Das umfassende Finanzierungs- und Förderangebot der KfW Bankengruppe in
Deutschland und weltweit verfolgt einen Kanon von Zielen, der weitgehend deckungsgleich ist mit den Anliegen der nationalen
Nachhaltigkeitsstrategie. Dies verdeutlicht ein Blick in unsere Förderbilanz: Am gesamten Finanzierungsvolumen schlägt allein der
Umwelt- und Klimaschutz regelmäßig mit rund einem Drittel zu Buche.
Im Jahr 2010 hat die KfW ihr Nachhaltigkeitsmanagementsystem neu aufgestellt und damit der beständig wachsenden Bedeutung des
Nachhaltigkeitsgedankens für die Geschäftsentwicklung der KfW Rechnung getragen. Die Verantwortung für die Strategie und
Kommunikation in Nachhaltigkeitsfragen liegt nun unmittelbar beim Vorstandsvorsitzenden. Die konzernweite Koordinierung und
Weiterentwicklung der Geschäftsaktivitäten der KfW im Bereich Umwelt und Klimaschutz erfolgt in einer eigens eingerichteten
Konzernsteuerungsgruppe Umwelt und Klima unter Leitung des Umweltvorstands der KfW. Das Gremium übernimmt eine zentrale
Rolle nicht nur bei der Sicherstellung und Weiterentwicklung des Angebots an nachhaltigen Finanzierungen in Umwelt- und
Klimaschutz, sondern auch bei der Koordinierung und Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsrichtlinien unserer Geschäftsfelder.
Dialog mit unseren Stakeholdern
Der regelmäßige Austausch mit unseren Stakeholdern über aktuelle Entwicklungen und Fragestellungen ist eine elementare Grundlage
unseres Handelns. Ein sichtbares Beispiel dieser Dialogkultur war im vergangenen Jahr die von der KfW organisierte Konferenz
"Klimaschutz und Energiezukunft: Weichenstellung für eine klimaverträgliche Wirtschaft in Deutschland". Einen Tag nach dem
Kabinettsbeschluss zum Energiekonzept der Bundesregierung diskutierten unter der Schirmherrschaft von Bundesumweltminister Dr.
Norbert Röttgen Vertreter von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden in unserer Niederlassung in Berlin über die
Herausforderungen des Klimawandels und erörterten mögliche Handlungsstrategien.
Außerdem informiert die KfW zielgruppenorientiert mit ihrem Internetauftritt über alle Aktivitäten der Bank, die man heutzutage unter
dem Begriff "Nachhaltiges Handeln" zusammenfasst.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die wesentliche Voraussetzung für den aktuellen und zukünftigen Erfolg der gesamten KfW
Bankengruppe. Gerechte Entlohnung, Teilzeitarbeit, Chancengleichheit und eine Vielzahl von beruflichen und gesundheitlichen
Förderungen sind dabei wichtige Bausteine der Personalpolitik. Die Kennzahlen hierzu konnten im Jahr 2010 auf hohem Niveau
gehalten werden. Der Anteil schwerbehinderter Beschäftigter liegt bei 6 %. Beim Anteil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Teilzeit
konnte gegenüber dem Vorjahr ein leichter Anstieg von 18 % auf 19 % erreicht werden, während der Frauenanteil bei
Führungskräften gleichbleibend 26 % beträgt.
Im Rahmen der Zertifizierung "berufundfamilie" hat die KfW im Jahr 2010 zum dritten Mal in Folge das Re-Audit durchgeführt, ergänzt
durch eine Mitarbeiterbefragung zu vorhandenen Maßnahmen sowie zu möglichen weiteren Bedarfen in Bezug auf Vereinbarkeit von
Beruf und Familie bzw. Privatleben. Mit einer hohen Beteiligung und einem insgesamt positiven Ergebnis wurde der KfW von den
Auditoren eine im Vergleich zu anderen Unternehmen überdurchschnittlich familienfreundliche Grundhaltung und Kultur bestätigt.
Nachhaltige Produkte
Umwelt- und Klimaschutz als Förderschwerpunkt
Umwelt- und Klimaschutz bildet neben Gründungs- und Mittelstandsfinanzierung heute den wichtigsten Förderschwerpunkt der KfW.
Im Jahr 2010 hat die KfW konzernweit ein Zusagevolumen von 25,3 Mrd. EUR zur Finanzierung von Umwelt- und
Klimaschutzvorhaben im In- und Ausland zur Verfügung gestellt (+ 28 % im Vorjahresvergleich). Damit entfielen im vergangenen
Jahr 31 % des gesamten Zusagevolumens des KfW-Kerngeschäfts auf die Finanzierung von Umwelt- und Klimaschutzvorhaben.
Die KfW leistet mit ihren Förderprogrammen einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung.
Allein die im Jahr 2010 in Deutschland geförderten Investitionen im Bereich der energetischen Gebäudesanierung und des Ausbaus
erneuerbarer Energien führen nach vorläufigen Schätzungen zu einer dauerhaften CO
2
-Minderung von jährlich rund 6,6 Mio. Tonnen.
Bewertung von Umwelt- und Sozialrisiken im Kerngeschäft
Eine Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfung ist fester Bestandteil jeder Prüfung von Vorhaben im Rahmen der Förderung von
Entwicklungs- und Transformationsländern sowie bei Export- und Projektfinanzierungen, vor allem in Ländern außerhalb der EU bzw.
der OECD. Dabei werden die finanzierten Vorhaben systematisch auf mögliche negative Auswirkungen überprüft. Die Umwelt- und
Sozialverträglichkeitsprüfung definiert Schutz- und Ausgleichsmaßnahmen, die mit einem Monitoringprogramm überwacht werden.
Mehr als 40 eigene naturwissenschaftlich-technische Sachverständige unterschiedlicher Disziplinen werden nicht nur bei der
Vorhabensprüfung eingesetzt, sondern können bei Bedarf auch zur Begleitung der Projekte durch alle Entwicklungsstadien
hinzugezogen werden.

Für alle Geschäftsbereiche wurden verbindliche Nachhaltigkeitsrichtlinien entwickelt, die geschäftsbereichsspezifische Anforderungen
an die Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfungen definieren und die Arbeitsprozesse zu deren Umsetzung festlegen. Alle Richtlinien
sind seit 2007 überarbeitet worden. Für den Bereich der Finanziellen Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern tritt mit Wirkung zum
01.01.2011 eine überarbeitete Nachhaltigkeitsrichtlinie in Kraft, die die Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfung mit einer
Klimaprüfung verbindet, die in einem zweistufigen Prozess sicherstellt, dass Klimarisiken für den Projekterfolg frühzeitig erkannt und
minimiert werden und Emissionsminderungspotenziale verstanden und genutzt werden, wo dies möglich und sinnvoll ist.
Nachhaltiger Geschäftsbetrieb
Principles for Responsible Investment (PRI)
Im Jahr 2006 verpflichtete sich die KfW als einer der ersten deutschen Unterzeichner der "Principles for Responsible Investment"-
Initiative der Vereinten Nationen, ihre eigenen Geldanlagen in fest- und variabel verzinsliche Wertpapiere auch unter dem
Gesichtspunkt des gesellschaftlich verantwortlichen Handelns durchzuführen. Gut 85 % des Wertpapiergeschäftes im engeren Sinne
erfüllten diese Kriterien zum Jahresende 2010. Hierbei handelt es sich um die Liquiditätsreserve der KfW, welche per 31.12.2010
knapp 20,0 Mrd. EUR betrug.
Betrieblicher Umweltschutz
Auch beim betrieblichen Umweltschutz wollen wir den hohen Erwartungen unserer Eigentümer sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
gerecht werden. Zum Beispiel sollen unsere neu gebauten oder sanierten Verwaltungsgebäude beispielgebend sein für
energieeffizientes Bauen und Sanieren: Die im Sommer eingeweihte "Westarkade", ein hochmodernes 14-geschossiges Bürogebäude
für bis zu 700 Mitarbeiter am Standort Frankfurt, zählt mit einem Primärenergieverbrauch von 98 kWh pro Quadratmeter zu den
Bürohochhäusern mit dem geringsten Energiebedarf weltweit.
Die verbleibenden Treibhausgasemissionen der KfW, insbesondere aus Dienstreisen und der Wärmeerzeugung, werden seit 2006
durch die Stilllegung von Emissionsminderungsgutschriften CO
2
-neutral gestellt. Der primäre Fokus des betrieblichen Umweltschutzes
der KfW liegt aber stets auf der Vermeidung von Umweltschäden. Dies zeigt sich bei den energiebedingten Emissionen darin, dass der
Neutralstellungsbedarf über die Jahre kontinuierlich gesunken ist, von rund 29.000 Tonnen CO
2
im Jahr 2006 auf knapp die Hälfte im
Jahr 2009 (15.800 Tonnen CO
2
).
KfW-Anleihen als Nachhaltigkeits-Investment
Auf das nachhaltige Anlagensegment spezialisierte, unabhängige Ratingagenturen analysieren und bewerten für institutionelle
Investoren die Corporate Social Responsibility (CSR) von Aktien- und Rentenemittenten. Solche CSR-Ratings beurteilen neben dem
Umweltmanagement und den angebotenen Produkten und Dienstleistungen der Unternehmen eine Vielzahl weiterer Aspekte. Dazu
zählen zum Beispiel flexible Arbeitsmodelle für Mitarbeiter, organisatorische Maßnahmen zur Korruptionsbekämpfung oder
implementierte Wertpapier-Investitionsstrategien. Die KfW wird schon seit mehreren Jahren von den beiden CSR-Ratingagenturen
Oekom Research und Sustainalytics gut bewertet und nimmt in deren internationalen Branchenvergleichen jeweils einen Spitzenplatz
ein. Sämtliche KfW-Anleihen bieten deshalb für Investoren, die die Nachhaltigkeits-Performance eines Unternehmens bei ihrer
Anlageentscheidung berücksichtigen, attraktive Investitionsmöglichkeiten. Sustainalytics (Frankfurt) führt die KfW 2010 im Segment
"Development Agencies" auf dem ersten Platz. Von allen 75 bewerteten nicht börsennotierten Banken erreicht die KfW den dritten
Platz. Bei Oekom Research (München) belegt die KfW 2010 den vierten Platz innerhalb des Segmentes "Development Banks". Dies
bedeutet eine Einstufung als Prime Investment.
RISIKOBERICHT
Aktuelle Entwicklungen
Das Geschäftsjahr 2010 war wesentlich durch ein gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessertes Weltwirtschaftsklima geprägt, das sich
allerdings zum Jahresende abschwächte. Die staatlichen Rettungsmaßnahmen zur Begrenzung der Auswirkungen der Finanzmarktkrise
haben sich wie erwartet in hohen Haushaltsdefiziten der Industrieländer niedergeschlagen. In Kombination mit strukturellen
Fehlentwicklungen in einzelnen Ländern der Europäischen Union führten diese zu einem Vertrauensverlust der Kapitalmarktinvestoren.
Infolgedessen wurde die Refinanzierung über den Kapitalmarkt für einzelne Länder zu kostspielig. Zur Vermeidung eines
Zahlungsausfalls Griechenlands war eine massive internationale Stützungsaktion notwendig. Irland musste als erstes Land den neu
eingerichteten Europäischen Stabilisierungsfonds in Anspruch nehmen. Stützungsmaßnahmen für andere Euro-Länder sind in diesem
Jahr nicht ausgeschlossen, sofern die von den Ländern ergriffenen Maßnahmen zur Reduzierung ihrer Haushaltsdefizite und
Verschuldung das Vertrauen der Investoren nicht nachhaltig wiederherstellen können.
Die Lage der europäischen Finanzindustrie war 2010 stark durch die negativen Auswirkungen der europäischen Staatsschuldenkrise
auf die Ertrags- und Refinanzierungssituation beeinflusst. Risikomindernd wirkten und wirken die staatlichen Stützungsmaßnahmen
zur Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit von Euroländern sowie die unverändert durch die Europäische Zentralbank (EZB) zur
Verfügung gestellten Refinanzierungsinstrumente. Die sehr expansive Ausrichtung der Geldpolitik spiegelte sich in außergewöhnlich
niedrigen Geldmarktsätzen und im Durchschnitt relativ steilen Zinsstrukturkurven wider. Darüber hinaus setzte sich in einigen Ländern
(zum Beispiel Portugal, Spanien, Irland, Griechenland) die Verschlechterung der Kreditportfolioqualität fort. Insgesamt bleiben auch
2011 die Risiken im Bankensektor in einigen europäischen Ländern weiterhin deutlich erhöht. Darüber hinaus werden die höheren
Eigenkapital- und Liquiditätsanforderungen unter Basel III die Mehrheit der Banken in den nächsten Jahren vor große
Herausforderungen stellen.
Von der insgesamt positiven konjunkturellen weltweiten Entwicklung profitierten auch die unterschiedlichen Unternehmenssegmente
in Deutschland. Besonders von der Krise betroffene Sektoren wie die Luftfahrt oder der Automobilbau konnten sich deutlich erholen
und in Teilen bereits wieder nahezu an das Vorkrisenniveau anschließen. Die deutlichen Erholungstendenzen beinhalten genügend
Potenzial für einen weiteren positiven Verlauf 2011. Dabei darf aber die latente Gefährdungssituation aufgrund der starken
Exportlastigkeit nicht gänzlich unberücksichtigt bleiben. Die Probleme im europäischen Staatsschuldensektor führten im Jahr 2010 zu
einer hohen Volatilität an den Devisenmärkten. Im Gefolge der Zuspitzung der Griechenlandkrise verlor der Euro temporär deutlich an
Wert und sank beispielsweise gegenüber dem US-Dollar Anfang Juni auf ein Niveau von unter 1,20. Im Jahresdurchschnitt 2010 lag
der EUR/USD-Wechselkurs um 5 % niedriger als im Vorjahr.

image
Die KfW Bankengruppe ist aufgrund ihres international ausgerichteten Förderauftrags von den oben beschriebenen Entwicklungen
berührt. Insgesamt waren die Auswirkungen auf das Konzernportfolio jedoch sehr gut verkraftbar, sodass im Jahresverlauf die
Risikovorsorge im Konzern reduziert werden konnte. Alle erkennbaren Risiken werden nach konservativen Maßstäben bewertet und
über die konsequente Setzung von Risikoleitplanken in der Neugeschäftssteuerung berücksichtigt. Die regelmäßig durchgeführten
Risikotragfähigkeitsberechnungen zeigen, dass die KfW Bankengruppe die im Zusammenhang mit ihrem Geschäftsauftrag
eingegangenen Risiken tragen kann.
Wie in den vergangenen Jahren hat die KfW auch im Geschäftsjahr 2010 ihre Prozesse und Instrumente im Risikomanagement und -
controlling systematisch weiterentwickelt und dabei Erfahrungen der Finanzmarktkrise einfließen lassen. Schwerpunkte dabei waren
die Überarbeitung des Risikotragfähigkeitskonzepts und die Konzeption eines systematischen und intensiven
Branchenmonitoringprozesses. Die Einbindung der KfW IPEX-Bank sowie der DEG in die Konzernrisikosteuerung wurde ebenfalls
ausgebaut. Die Weiterentwicklung der Prozesse und Instrumente im Risikomanagement und -controlling im Geschäftsjahr 2011 steht
stark unter dem Einfluss der Entwicklungen im bankaufsichtsrechtlichen Umfeld. Im Fokus stehen dabei aktuell die aus der dritten
Novellierung der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) resultierenden Anforderungen an die Risikotragfähigkeit,
Strategie und Stresstests, die Umsetzung der KWG-Änderungen insbesondere zu Verbriefungen und die absehbaren Anforderungen
aus Basel III mit erhöhten Liquiditäts- und Eigenkapitalanforderungen.
Grundlagen und Ziele der Risikosteuerung
Der Konzern hat einen gesetzlich verankerten Förderauftrag, der seine besondere Stellung und seine institutionelle Ausgestaltung
begründet. Nachhaltige Förderung ist der übergeordnete Unternehmenszweck des Konzerns. Um die vorhandenen Ressourcen optimal
für die Realisierung des Förderauftrags einzusetzen, ist die Messung und Steuerung der eingegangenen Risiken von großer Bedeutung.
Im Rahmen der Risikosteuerung strebt der Konzern an, Risiken nur in dem Umfang einzugehen, wie sie im Hinblick auf die aktuelle
und zu erwartende Ertragslage sowie die wahrscheinlichen Risikoverläufe tragfähig erscheinen. Bei der Ertrags-/Risikosteuerung wird
den Besonderheiten einer Förderbank Rechnung getragen. Bankaufsichtsrechtliche Anforderungen, wie sie die Mindestanforderungen
an das Risikomanagement formulieren, stellen für die Risikomanagementstrukturen und -prozesse des Konzerns wichtige
Nebenbedingungen dar.
Um das Risikomanagement- und -controllingwissen in der Organisation der Bank zu verankern, schult der Konzern unter anderem mit
einem modulartig aufgebauten Programm zu Risikothemen. Dieses ermöglicht es Mitarbeitern und Führungskräften aus der gesamten
KfW Bankengruppe, gezielt Orientierungswissen zu erwerben oder Spezialkenntnisse zu vertiefen.
Organisation der Risikosteuerung und -Überwachung
Gremienarchitektur und funktionelle Aspekte der Risikosteuerung
Der Vorstand der KfW bestimmt im Rahmen seiner Gesamtverantwortung die risikopolitischen Richtlinien und Grundsätze im Konzern.
In einem mindestens vierteljährlichen Turnus werden die Aufsichtsorgane - Verwaltungsrat und Bundesministerium der Finanzen bzw.
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, welche alternierend den Verwaltungsratsvorsitzenden bzw. dessen Stellvertreter
stellen - über die Risikosituation des Konzerns informiert. Für besonders eilbedürftige Entscheidungen ist der Präsidialausschuss des
Verwaltungsrats zuständig. Ob eine dringende Angelegenheit vorliegt, entscheidet der Vorsitzende des Verwaltungsrats.
Die Risikosteuerung im Konzern erfolgt durch eng miteinander verzahnte Entscheidungsgremien. An der Spitze der Gremienarchitektur
steht der Gesamtvorstand, der die zentralen risikopolitischen Entscheidungen trifft. Darüber hinaus erfolgt quartalsweise eine um
Bereichsleiter erweiterte Vorstandssitzung, in der der Schwerpunkt auf Fragestellungen des Risikomanagements und der
Rechnungslegung gelegt wird. Hierunter fallen insbesondere die Berichte zum Quartalsultimo, aber auch wesentliche Änderungen an
dem konzernweit gültigen Risikohandbuch. Unterhalb des Gesamtvorstands existieren drei Risikokomitees (Kredit-Risiko-Komitee,
Marktpreis-Risiko-Komitee und Komitee für Operationelle Risiken), die zum einen Vorstandsentscheidungen vorbereiten und zum
anderen im Rahmen festgelegter Kompetenzgrenzen eigenständig entscheiden. Weitere Arbeitsgruppen arbeiten den Komitees zu. In
den Komitees haben die Marktfolgeabteilungen generell ein Vetorecht. Sofern keine einstimmige Entscheidung vorliegt, erfolgt ggf.
eine Eskalation auf Gesamtvorstandsebene.
Kredit-Risiko-Komitee
Die Leitung des Kredit-Risiko-Komitees liegt beim Risikovorstand. Weitere Mitglieder des wöchentlich tagenden Kredit-Risiko-Komitees
sind der Bereichsleiter Risikomanagement und -Controlling sowie zwei Marktvorstände. Dem Kredit-Risiko-Komitee arbeiten die
Arbeitsgruppe (AG) Länderrisiken, die AG Sicherheiten, die AG Ratingsysteme und die AG Branchenrisiken Corporates zu. In den
wöchentlichen Sitzungen werden insbesondere Kredit- und Limitentscheidungen getroffen. Quartalsweise erfolgt darüber hinaus eine
um Vertreter der Geschäftsfelder, einiger Zentralbereiche und der Konzerntöchter erweiterte Sitzung. Die Interne Revision hat einen

Gaststatus. In dieser quartalsweisen Sitzung wird über die Entwicklung aufsichtsrechtlicher Anforderungen und deren Auswirkungen
einer Umsetzung für die KfW, aber auch IPEX und DEG berichtet, und es werden wesentliche Änderungen und Neuentwürfe von
Risikogrundsätzen und Kreditrisikomethoden verabschiedet. Darüber hinaus erfolgt ein Monitoring des konzernweiten Kreditportfolios.
Marktpreis-Risiko-Komitee
Die Leitung des monatlich tagenden Marktpreis-Risiko-Komitees liegt beim Risikovorstand. Daneben ist das Komitee mit dem
Fachvorstand für Kapitalmarktaktivitäten sowie unter anderem mit den Bereichsleitern Finanzdisposition und Mittelbeschaffung,
Kreditverbriefung, Risikomanagement und -controlling und Rechnungswesen besetzt. Das Marktpreis-Risiko-Komitee entscheidet über
das Eingehen von Marktpreisrisiken, Bewertungsfragen zu Wertpapieren und Änderungen an den Marktpreisrisikomethoden, über
Fragen zum Liquiditätsmanagement sowie über Risikogrundsätze zur Marktpreis- und Liquiditätsrisikosteuerung. Darüber hinaus
erfolgt eine Entscheidungsvorbereitung für Gesamtvorstandsbeschlüsse zu Zinsrisikopositionen, Transferpricing und der
Fundingstrategie. Dem Marktpreis-Risiko-Komitee unterstehen das Surveillance Committee, in dem die Bewertung von Wertpapieren
und Beteiligungen behandelt wird, sowie das Hedge Committee, in dem hauptsächlich die Ergebnisauswirkungen aus der IFRS-
Bilanzierung von Hedgegeschäften und deren Weiterentwicklung behandelt werden.
Komitee für Operationelle Risiken
Das quartalsweise tagende Komitee für Operationelle Risiken ist mit Bereichsleitern besetzt. Die Leitung liegt beim Bereichsleiter
Risikomanagement und -controlling. Darüber hinaus sind zentrale Bereiche sowie Tochterunternehmen in dem Komitee vertreten. In
diesem Komitee sollen Themen rund um Operationelle Risiken behandelt werden. Hierzu gehören neben dem Betrieblichen
Kontinuitätsmanagement insbesondere die Messung und Auswertung von Operationellen Risiken inklusive Rechtsrisiken sowie
entsprechende Regelungen im Risikohandbuch. Beschlüsse und Empfehlungen des Komitees für Operationelle Risiken werden dem
Vorstand vorgelegt.
Unterhalb dieser Gremien existieren sechs Arbeitsgruppen bzw. Komitees, die an das Kredit-Risiko-Komitee oder das Marktpreis-Risiko
-Komitee berichten und Entscheidungen vorbereiten:
AG Länderrisiken
Die AG Länderrisiken ist die zentrale Instanz für die Beurteilung von Länderrisiken. Der Arbeitsgruppe gehören die Volkswirte aus den
Länderabteilungen der KfW Entwicklungsbank sowie Vertreter aus KfW IPEX-Bank, DEG und Transaktionsmanagement unter Vorsitz
und Federführung des Risikomanagements an. Die Arbeitsgruppe tagt aufgrund der aktuell krisenhaften Situation (insbesondere
Eurokrise, Nahostkrise) regelmäßig einmal im Monat. Bei Bedarf werden Länderratings zudem außerhalb der turnusmäßigen Termine
angepasst. Aufgabe der AG Länderrisiken ist die Identifizierung, Analyse und Bewertung von politischen und wirtschaftlichen Risiken
(und Chancen) in der Weltwirtschaft und insbesondere in den Ländern, in denen die KfW Bankengruppe geschäftlich aktiv ist oder
Geschäftsaktivitäten plant. Vorschläge zur Risikoeinstufung für die Entwicklungs-, Transformations- sowie Schwellenländer werden
von den Volkswirten und für die Industrieländer vom Risikomanagement gemacht. Als Ergebnis der Diskussionen in der AG
Länderrisiken werden die Länder schließlich in Bonitätsklassen eingestuft. Bei Dissens entscheidet das Risikomanagement. Das
Risikomanagement berichtet über die Ergebnisse der Sitzungen an das Kredit-Risiko-Komitee.
AG Sicherheiten
Die AG Sicherheiten stellt als zentrales, konzernweites Gremium der KfW und ihrer Tochtergesellschaften ein hinreichendes
Verständnis und eine konzernweit einheitliche Vorgehensweise bezüglich aller wesentlichen Aspekte der Sicherheitenanrechnung und -
bewertung sowie der Sicherheitenmanagementprozesse für Kredit- und Handelsgeschäfte und strukturierte Produkte sicher. Darüber
hinaus werden Handlungsempfehlungen für (Weiter-)-Entwicklungsmaßnahmen zur Billigung/Entscheidung durch das Management
gegeben bzw. diese im Rahmen des definierten Kompetenzbereichs der AG Sicherheiten selbstständig getroffen. Sie setzt sich aus
Vertretern diverser Geschäftsfelder und -bereiche zusammen. Zu den zentralen Funktionen der AG Sicherheiten gehören: Neu-
/Weiterentwicklung und Überprüfung von Sicherheitenbewertungsverfahren, Überprüfung und Erweiterung der akzeptierten und
anrechenbaren Sicherheiten und der zugehörigen Anrechnungskriterien, Festlegung und Überprüfung von Mindestanforderungen an
die Sicherheitenmanagementprozesse sowie die Sicherheitenanrechnung und die Vorgabe der Rahmenbedingungen für die Einhaltung
der aufsichtsrechtlichen Vorgaben an Kreditrisikominderungstechniken.
AG Ratingsysteme
Die AG Ratingsysteme stellt als zentrales, konzernweites Gremium der KfW und ihrer Tochterunternehmen ein hinreichendes
Verständnis aller wesentlichen Aspekte der Kreditrisikomessinstrumente sicher. Dazu gehören insbesondere Ratingsysteme,
Kreditportfoliomodelle, Risikokennzahlen (RKZ) und Limitmanagementsysteme (LMS). Zum Aufgabenspektrum der AG gehören die
Beurteilung und Abnahme von Validierungs- und Weiterentwicklungsberichten sowie die Ableitung von Handlungsempfehlungen für die
(Weiter-)Entwicklung der Kreditrisikomessinstrumente.
AG Branchenrisiken Corporates
Die im Jahr 2010 neu gegründete AG Branchenrisiken Corporates ist ein zentrales, konzernweites Experten-Gremium der KfW und
ihrer Tochterunternehmen, das branchenbezogene Kreditrisiken im Corporate-Segment analysiert bzw. dezentral bereits erstellte
Analysen zusammenführt. Auf Basis der Analysen stellt die AG entsprechende Informationen für die beteiligten Stellen im Konzern zur
Verfügung und leitet ggf. Entscheidungsvorschläge zur Risikominimierung ab.
Surveillance Committee
Das Surveillance Committee ist integraler Bestandteil des Surveillance- und Impairmentprozesses für Wertpapiere und strukturierte
Kreditprodukte und untersteht dem Marktpreis-Risiko-Komitee. Eine wesentliche Aufgabe des Surveillance Committees ist die
Empfehlung von bilanziellen Wertansätzen für die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzierenden Wertpapiere
und strukturierten Kreditprodukte, d. h. für Positionen der Bewertungskategorien Kredite und Forderungen, bis zur Endfälligkeit
gehaltene finanzielle Vermögenswerte und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (gemäß IFRS) sowie Positionen
des Anlagevermögens (gemäß HGB). Die Wertansatzempfehlungen werden dem Marktpreis-Risiko-Komitee zur Entscheidung
vorgelegt.

2010 wurden die Bewertungsprozesse hinsichtlich des Beteiligungsportfolios in das Surveillance Committee integriert. Hierzu berichtet
das Surveillance-Committee an das Kredit-Risiko-Komitee.
Dem Surveillance Committee gehören Vertreter der Marktfolgeabteilungen (Risikomanagement und -controlling, Rechnungswesen
sowie Transaktions- und Sicherheitenmanagement) sowie Vertreter der zuständigen Marktabteilungen an.
Hedge Committee
Die ökonomische Steuerung der Marktpreisrisiken der KfW erfolgt durch das Marktpreis-Risiko-Komitee. Aus diesbezüglichen
Steuerungsmaßnahmen können sich rein bilanziell bedingte Bewertungs-/Ergebnisschwankungen ergeben, soweit Instrumente
eingesetzt werden, die nach IFRS zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind. Dies gilt bei der KfW insbesondere für den Einsatz
von Derivaten. Ziel des Hedge Committees ist es, die bilanzielle Abbildung dieser nach IFRS zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Instrumente entsprechend der ökonomischen Zielsetzung des Einsatzes von Derivaten in der KfW zu analysieren und unter Beachtung
der einschlägigen IFRS-Vorschriften weiterzuentwickeln.
In der gruppenweit angelegten Risikosteuerung nehmen Konzernunternehmen und Organisationseinheiten darüber hinaus eigene
Steuerungsfunktionen wahr. Konzernweite Projekte und Arbeitsgruppen stellen jedoch auch in diesen Fällen ein aufeinander
abgestimmtes Verhalten sicher, zum Beispiel beim Rollout von Ratinginstrumenten auf Tochterunternehmen oder beim Management
und bei der Bewertung von Sicherheiten.
Die Verantwortung für die Entwicklung und Qualität der Risikosteuerung und -Überwachung ist außerhalb der Marktbereiche
angesiedelt und liegt im Bereich Risikomanagement und -controlling. Hierfür existiert ein umfangreiches Risikohandbuch, das
beständig weiterentwickelt wird. Die im Risikohandbuch aufgeführten Regelungen haben konzernweit verbindlichen Charakter und sind
für alle Mitarbeiter zugänglich. Im Zentrum stehen dabei die zu beachtenden Risikogrundsätze (normative Regeln für Kreditprozesse
und Risikomanagementprozesse) und Portfoliorichtlinien (zum Beispiel Geschäftsrestriktionen, Besicherungsanforderungen). Im Jahr
2010 wurde ein Grundsatz zum internen Kapitaladäquanzprozess neu erstellt. Daneben konnte eine grundlegende Überarbeitung der
Anforderungen an die Risikostrategie abgeschlossen werden, und es ergaben sich wesentliche Änderungen bei Risikogrundsätzen zu
Operationellen Risiken sowie diversen Portfoliorichtlinien. Die Risikogrundsätze und Portfoliorichtlinien bilden den Rahmen für die
operative Geschäftstätigkeit aller Geschäftsfelder. Das Risikohandbuch sorgt dafür, dass einheitliche Verfahren zur Identifikation,
Messung, Steuerung und Überwachung von Risiken zur Anwendung kommen. Darüber hinaus werden konzernweite Regelungen durch
geschäftsfeldspezifische Ausgestaltungen ergänzt. Diese werden durch den Bereich Risikomanagement und -controlling auf
Konformität mit den konzernweiten Regelungen überprüft.
Risikomanagement
Zentrale Aufgabe des Risikomanagements ist die Sicherstellung der Risikotragfähigkeit unter Berücksichtigung der definierten
Risikobereitschaft der Bank. Hierfür formuliert das Risikomanagement die Risikostrategie des Konzerns unter Einbeziehung des
Risikomanagements der maßgeblichen Tochtergesellschaften und verantwortet auch deren regelmäßige Überprüfung. Die
Risikostrategie legt - aufbauend auf der geschäftspolitischen Ausgangssituation - allgemeine risikopolitische Grundsätze und konkrete
risikopolitische Maßnahmen im Einklang mit der Geschäftsstrategie fest. Der Umsetzung der Risikostrategie dienen dabei verschiedene
Instrumente zur Steuerung von Kredit-, Marktpreis- und Operationellen Risiken. Unter anderem werden einzeladress- bzw.
portfoliobezogene Instrumente zur Risikosteuerung eingesetzt: Kapitalallokation, Zweitvotierung für Kreditentscheidungen,
Limitmanagementsysteme, Portfoliorichtlinien, Risikoleitplanken für Länder bzw. Branchen sowie Frühwarnsysteme. Zur Verhinderung
großer Einzelverluste und zur Beschränkung von Risikokonzentrationen im Kreditportfolio werden Konzentrationslimite auf
verschiedenen Portfolioschnitten (unter anderem Kreditnehmereinheiten, Länder, Branchen) eingesetzt. Bei Bedarf kann in
Abhängigkeit von der Marktsituation selektiv auch ein Risikotransfer an den Kapitalmarkt erfolgen (zum Beispiel durch Kreditderivate).
In der KfW wird die Zweitvotierung im Sinne von Marktfolgeentscheidungen auf Einzelengagementebene durch das
Konzernrisikomanagement erstellt. Die KfW IPEX-Bank und DEG verfügen über ein eigenes, marktunabhängiges Zweitvotum. Die
relevanten Geschäftsentscheidungsprozesse sind risikoorientiert ausgestaltet. Die Notwendigkeit einer Zweitvotierung ergibt sich aus
der Art, dem Umfang (materieller Risikogehalt und Wirkung auf die Gesamtrisikoposition) sowie der Komplexität einer Transaktion.
Risikomanagement Kreditbetreuung
Die Abteilung Risikomanagement Kreditbetreuung ist für leistungsgestörte Kredite und die Intensivbetreuung von Banken und großen
Unternehmen aus dem KfW-Portfolio zuständig. Eine Einschaltung mit Übernahme der Gesamtverantwortung und weitgehender
Kompetenzen erfolgt bei ersten Krisenanzeichen. Zielsetzung ist die Gesundung des Engagements durch Restrukturierung,
Reorganisation und Kreditanpassung. Erweist sich der Geschäftspartner als nicht sanierungsfähig oder -würdig, steht die optimale
Verwertung des Engagements und seiner Sicherheiten im Vordergrund. Für eine klare Regelung der Kompetenzen und Zuordnung
bestehen interne Schnittstellenregelungen mit den relevanten Bereichen sowie eine enge Kooperation mit den Marktbereichen und der
Rechtsabteilung.
Bei Auftreten eines Krisenfalls im Bereich Banken gilt es, intern und extern sofort handlungsfähig zu sein. Hierfür wurde der
Krisenplan Banken weiterentwickelt. Er sieht im Wesentlichen vor, dass unter Leitung des Risikomanagements eine Arbeitsgruppe
eingerichtet wird, eine sofortige Schadensanalyse vorgenommen wird und die nächsten notwendigen Schritte eingeleitet werden.
Risikocontrolling
Aufgabe der Abteilung Risikocontrolling sind die zentrale Messung und das Reporting aller Risiken/Risikogruppen sowie die Analyse der
Risikotragfähigkeit des Konzerns. Dabei werden konzernweit einheitliche Methoden und Modelle operativ eingesetzt. Zur Beurteilung
der Risikotragfähigkeit des Konzerns werden auch Stresstests und Szenariorechnungen herangezogen. Diese Rechnungen
quantifizieren den in einzelnen Szenarien steigenden Kapitalbedarf und mögliche Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung
und damit auch auf die Risikodeckungsmasse bzw. auf die Eigenkapitalausstattung der Bank.
Die Abteilung ist in den Qualitätsmanagementprozess der für das Risikomanagement und -controlling verwendeten Risikokennzahlen
eingebunden und betreut die für das Reporting eingesetzten Informationssysteme aus fachlicher Sicht. Im Bereich des Operationellen
Risikos und des Betrieblichen Kontinuitätsmanagements ist die Abteilung für die Ausgestaltung von hausweit gültigen Rahmenwerken
und Richtlinien verantwortlich und unterstützt die Bereiche bei der Umsetzung dieser Vorgaben.

Das Risikoreporting erfolgt entsprechend den aufsichtsrechtlichen Vorgaben (MaRisk). Der Vorstand wird monatlich über die Risikolage
des Konzerns informiert. Die Aufsichtsgremien des Konzerns erhalten quartalsweise einen Risikobericht. Anlassbezogen werden die
jeweiligen Gremien ad hoc informiert.
Risikomethoden, Instrumente und Prozessmanagement
Die Abteilung Risikomethoden, Instrumente und Prozessmanagement ist für die Bereitstellung geeigneter Methoden und Instrumente
zur konzernweiten Risikoanalyse und -steuerung verantwortlich. Die Gestaltung einer langfristig tragfähigen und konsistenten
Methoden- und Instrumentenstrategie für das Risikomanagement und -controlling wird durch regelmäßige Validierungen und (Weiter-)
Entwicklungen der Modelle und Methoden vervollständigt. Dabei stehen insbesondere Modelle zur Messung, Steuerung und Bepreisung
von Kredit- und Marktpreisrisiken im Fokus. Daneben übernimmt die Abteilung auch die Koordination und das Projektmanagement für
die fachliche Umsetzung der Anforderungen an Instrumente und EDV-Systeme des Risikomanagements und -controllings. Außerdem
koordiniert sie die Formulierung und Entwicklung konzernweiter Risikogrundsätze sowie des Prozesshandbuchs im Bereich
Risikomanagement und -controlling.
Interne Revision
Die Interne Revision, als Instrument des Vorstands, arbeitet weisungsfrei als prozessunabhängige Instanz. Sie prüft risikoorientiert
grundsätzlich alle Prozesse und Aktivitäten der KfW und berichtet direkt an den Vorstand.
Den Prüfungsturnus für die einzelnen Prüfungsfelder leitet die Interne Revision aus einer jährlichen Risikobeurteilung der
Prüfungsfelder ab. Dabei wird auch der Ökonomische Kapitalbedarf der zu prüfenden Geschäfte berücksichtigt.
Neben dem Fördergeschäft (einschließlich des KfW-Sonderprogramms) waren im Jahr 2010 die Verfahren und Methoden zum
Risikomanagement und das Rechnungswesen Prüfungsschwerpunkte. Bei der Prüfung des Risikomanagements standen insbesondere
die Weiterentwicklung der Risikomanagementprozesse und -methoden im Fokus.
Wesentliche Projekte hat die Interne Revision unter Wahrung der Unabhängigkeit begleitet, insbesondere die Vorhaben zur Einführung
und Weiterentwicklung der EDV-Systeme. Wie in den Vorjahren hat die Interne Revision auch im Geschäftsjahr 2010 durch Teilnahme
(Gaststatus) an Sitzungen von Entscheidungsgremien die Weiterentwicklung von Risikomessverfahren verfolgt.
Die Interne Revision der KfW ist gleichzeitig Konzernrevision in der KfW Bankengruppe. Sie bezieht die Internen Revisionen der
Tochtergesellschaften in die konzernweite Revisionsberichterstattung ein.
Internes Kontrollsystem
Mit ihrem Internen Kontrollsystem (IKS) verfolgt die KfW das Ziel,
die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit,
die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der externen und internen Rechnungslegung,
die Einhaltung der für die KfW maßgeblichen rechtlichen Vorschriften sowie
den Schutz ihres Vermögens
sicherzustellen.
Grundlage hierfür sind die Organisationsstruktur sowie die eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, welche auf die
organisatorische Umsetzung der Entscheidungen der Unternehmensleitung gerichtet sind.
Das Interne Kontrollsystem umfasst die eingeführten Regelungen zur Steuerung der Unternehmensaktivitäten sowie Maßnahmen, die
die Funktionsfähigkeit und Einhaltung der eingerichteten Regelungen gewährleisten. Es schließt somit prozessintegrierte
Überwachungsmaßnahmen, wie interne Kontrollen, und prozessbegleitende Maßnahmen, zum Beispiel Compliance, mit ein. Das
Interne Kontrollsystem der KfW wird ergänzt durch die prozessunabhängige Überwachung durch die Interne Revision, welche auch
eine Angemessenheits- und Wirksamkeitsprüfung des Internen Kontrollsystems beinhaltet.
Das Interne Kontrollsystem der KfW lehnt sich an einschlägige Vorgaben, insbesondere KWG und MaRisk, sowie an den marktüblichen
Standard, das COSO-Modell
1
), an. Die Tochtergesellschaften der KfW orientieren sich am Internen Kontrollsystem der KfW und setzen
dies in analoger Weise um.
Die Gesamtverantwortung für das Interne Kontrollsystem liegt beim Vorstand der KfW. Die Ausgestaltung und Umsetzung auf den
verschiedenen Unternehmensebenen liegt entsprechend der Organisation in der Verantwortung der jeweiligen Führungskräfte.
Gegenüber den Aufsichtsorganen der KfW, hier dem Prüfungsausschuss des Verwaltungsrats, erfolgt eine regelmäßige
Berichterstattung.
Internes Kontrollsystem mit Bezug auf den Rechnungslegungsprozess
Zur Minimierung des Fehlerrisikos im Einzel- und Konzernabschluss sowie zur Sicherstellung der ordnungsgemäßen und verlässlichen
internen und externen Rechnungslegung hat die KfW ihr rechnungslegungsbezogenes IKS implementiert.
Das rechnungslegungsbezogene IKS umfasst insgesamt fünf Komplexe:
1. Kontrollumfeld
Das Kontrollumfeld definiert den Rahmen, innerhalb dessen Regelungen eingeführt und angewandt werden. Im
rechnungslegungsbezogenen IKS werden dabei alle Systeme und Prozesse von der Erfassung der Geschäftsvorfälle bis zur

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Weiterverarbeitung und Buchung betrachtet und entsprechende Schlüsselkontrollen für die verantwortlichen Organisationseinheiten
definiert.
2. Risikobeurteilung
Im Rahmen einer Risikobeurteilung erfolgt die Identifizierung, Analyse und Einschätzung von Risiken. Im rechnungslegungsbezogenen
IKS werden dabei zwischen dem Rechnungswesen und den Fachabteilungen alle Prozesse unter Berücksichtigung von
Wirtschaftlichkeitsaspekten einer Risikoeinschätzung mit Blick auf deren Auswirkung auf Vollständigkeit, Richtigkeit, den Ausweis und
die Bewertung im Abschluss unterzogen. Die Aufstellung und Strukturierung der einzelnen Kontrollpunkte in den Prozessen der
Marktabteilungen, Abwicklungsabteilungen und der Bilanzierungsabteilung richten sich dabei nach fest definierten Themengebieten,
die von der Geschäftserfassung bis hin zur externen Berichterstattung eine vollständige Kette der rechnungslegungsbezogenen
Schritte umfassen. Regelmäßig finden zwischen Rechnungswesen und den Bereichen des Hauses Workshops statt, bei denen auf Basis
der praktischen Erfahrungen Unstimmigkeiten bereinigt und Prozessanpassungen abgestimmt werden.
3. Kontrollaktivitäten
Kontrollaktivitäten zielen darauf ab, dass die Unternehmensziele effektiv erreicht werden und Risiken vermindert bzw. aufgedeckt
werden. Alle definierten Kontrollfunktionen sind eindeutig zugeordnet und werden von den Führungskräften der jeweiligen Abteilungen
ausgeübt. Die jeweiligen Kontrollen werden revisionssicher dokumentiert und zentral überwacht. Die Koordination und das zentrale
Monitoring dieser Prozesse erfolgen im Rechnungswesen.
Die in der KfW Bankengruppe eingesetzten EDV-Systeme sind gegen unbefugte Zugriffe geschützt und in das IKS integriert. An den
Schnittstellen der bestandsführenden Vorsysteme (Nebenbücher) und dem Hauptbuch finden monatlich Abstimmungen statt, die die
Vollständigkeit und Richtigkeit der Daten für die Weiterverarbeitung im Abschluss gewährleisten. Zur Bewertung von
Finanzinstrumenten werden externe Datenquellen (zum Beispiel Bloomberg, Reuters) herangezogen und laufend überprüft.
Modellbewertungen entsprechen dem Marktstandard.
1
COSO = Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission,
www.coso.org
4. Information und Kommunikation
Durch Information und Kommunikation wird sichergestellt, dass alle Beteiligten die erforderlichen Informationen erhalten, um ihrer
Verantwortung im Rahmen der Kontrollen gerecht werden zu können.
Die jeweils gültigen Grundsätze, Aufbau- und Ablauforganisation sowie die zentralen für die Rechnungslegung und das
Risikomanagement relevanten Prozesse sind in Prozessbeschreibungen, Arbeitsanweisungen und allgemein zugänglichen Handbüchern
niedergelegt. Die relevanten bilanziellen Vorgaben sind in einer Konzernbilanzierungsrichtlinie (IFRS) sowie einem
Bilanzierungshandbuch (HGB) umfassend dokumentiert. Diese werden laufend den jeweiligen Vorgaben der Standardsetter bzw.
Gesetzgeber folgend aktualisiert und den relevanten Einheiten des Konzerns zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus werden die mit
der Rechnungslegung betrauten Mitarbeiter im Konzern regelmäßig und umfassend geschult.
Im Rahmen des IKS verläuft der Kontrollprozess von der Kontrolldurchführung über die Kontrollbestätigung hin zum laufenden
Tracking in einem automatisierten Verfahren. Dabei wird den Entscheidungsträgern im Zeitraum der Jahresabschlusserstellung ein
zeitnahes und entscheidungsorientiertes Reporting zur Verfügung gestellt.
Der Vorstand und der Prüfungsausschuss werden regelmäßig über die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen Internen
Kontrollsystems und die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben unterrichtet.
5. Überwachung
Die Überwachung des Internen Kontrollsystems stellt dessen Funktionsfähigkeit und Effektivität sicher. Das
rechnungslegungsbezogene IKS unterliegt einem laufenden Überwachungs- und Eskalationsprozess. Aktualisierungen und
Erweiterungen werden fortlaufend berücksichtigt. Die etablierten Prozesse bieten genügend Handlungsspielraum, um Neuerungen
sowohl fachlicher als auch technisch-prozessualer Art adäquat zu begegnen und so weiterhin die hohe Qualität des Jahresabschlusses
gewährleisten zu können.
Der Risikosteuerungsansatz des Konzerns
Die Grafik veranschaulicht den Risikosteuerungsprozess in der KfW Bankengruppe. Die Risikosteuerung im Konzern dient einem
zentralen Ziel: dem Erhalt der Risikotragfähigkeit.
Risikotragfähigkeit
Im Berichtsjahr wurde die Risikosteuerung durch die stärkere Verzahnung von regulatorischer und ökonomischer Risikotragfähigkeit
verbessert. 2011 soll diese Integration weiter fortentwickelt werden.

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Eine wesentliche Eigenschaft des neuen Konzeptes besteht in der stärkeren Integration von ökonomischen und regulatorischen Zielen
bei der Steuerung der Risikotragfähigkeit: Die Einhaltung ökonomischer und regulatorischer Vorgaben stellen dabei gleichberechtigte
übergeordnete Ziele dar. Dies bedeutet konkret, dass alle Risikoüberwachungs- und Steuerungsmaßnahmen die Einhaltung eines
ökonomischen Solvenzziels und eines Kern- und Gesamtkapitalquotenziels sicherstellen müssen. Zu diesem Zweck wurden die
ökonomischen und regulatorischen Risikodeckungspotenziale vereinheitlicht: Die KfW verwendet das modifizierte verfügbare
Eigenkapital gemäß §§ 10 bzw. 10 a KWG als Risikodeckungspotenzial.
Ein weiterer zentraler Punkt ist die stärkere Steuerungsorientierung des Risikotragfähigkeitskonzepts durch eine zusätzliche,
vorausschauende Perspektive. Diese bewertet das Absorptionspotenzial der Reserven der KfW - und damit ihre Handlungsfähigkeit -
bei Eintritt bestimmter (Stress)-Szenarien. Zur strategischen und operativen Steuerung der ökonomischen und regulatorischen
Risikotragfähigkeit wurde in diesem Zusammenhang ein Ampelsystem mit durch den Vorstand festgelegten Schwellenwerten etabliert.
Regulatorische Risikotragfähigkeit
Aufsichtsrechtliche Kennzahlen
2010
Mio. EUR
2009
Mio. EUR
Risikoposition
124.077
129.386
Kernkapital
15.347
12.223
Regulatorische Eigenmittel (Risikodeckungspotenzial)
18.259
15.195
Kernkapitalquote
12,4 %
9,4 %
Gesamtkennziffer
14,7 %
11,7 %
Die Kennziffer "Risikoposition" ergibt sich aus der mit dem Faktor 12,5 multiplizierten Summe der Anrechnungsbeträge für
Adressrisiken, Marktrisiken sowie Operationelle Risiken.
Die KfW unterliegt nicht den Vorschriften der §§ 10 bzw. 10 a KWG. Für interne Zwecke erfolgt jedoch eine freiwillige Ermittlung der
aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalquoten auf Basis der wesentlichen rechtlichen Vorschriften. Für große Teile des Kreditportfolios
werden zur Berechnung der Risikoposition eigene Ratingverfahren verwendet (fortgeschrittener IRB-Ansatz).
Die aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalquoten der KfW Bankengruppe haben sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert. Per
31.12.2010 liegt die Gesamtkennziffer unter Berücksichtigung des Konzernergebnisses bei 14,7 % (Vorjahr: 11,7 %), die
Kernkapitalquote bei 12,4 % (Vorjahr: 9,4 %). Die positive Entwicklung ist im Wesentlichen auf den Anstieg der regulatorischen
Eigenmittel durch das Konzernergebnis 2010 zurückzuführen. Gleichzeitig tragen der selektive Abbau von Risikopositionen und
methodische Weiterentwicklungen der Risikomessung zur rückläufigen Entwicklung der Eigenmittelanforderungen für Kreditrisiken bei.
Regulatorische Risikotragfähigkeit zum 31.12.2010 (in Mio. EUR)
In Klammern: Werte zum 31.12.2009
Die Eigenmittelanforderung für das Kreditrisiko wurde mit 8 % Kapitalunterlegung berechnet.
Ökonomische Risikotragfähigkeit
Zur Ermittlung der ökonomischen Risikotragfähigkeit werden Verlustrisiken mit Hilfe zweier zentraler Risikogrößen - dem Erwarteten
Verlust und dem Ökonomischen Kapitalbedarf zur Abdeckung Unerwarteter Verluste - gemessen.
Der Erwartete Verlust bezeichnet Verluste, die im langjährigen statistischen Durchschnitt erwartet werden. Sie werden unter anderem
für das Pricing kalkuliert. Erwartete Verluste sind definiert als das Produkt aus
der Ausfallwahrscheinlichkeit eines Kreditnehmers (Probability of Default, PD),
der erwarteten Höhe des Forderungswertes zum Zeitpunkt eines potenziellen Ausfalls (Exposure at Default, EAD) und
der (erwarteten) Verlustquote bei Ausfall (Loss Given Default, LGD).
Die Ausfallwahrscheinlichkeit wird für jeden Kreditnehmer mit Hilfe von Ratingverfahren geschätzt. Das zentrale Ergebnis der
Ratingverfahren ist eine Aussage, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Geschäftspartner in den nächsten zwölf Monaten seinen
Verbindlichkeiten nicht nachkommen kann. Für die Schätzung der Verlustquote sind insbesondere Sicherheiten zu bewerten.
Das mit Kapital zu unterlegende Risikopotenzial wird durch das Risikocontrolling mit Hilfe statistischer Modelle quantifiziert. Für
Kreditrisiken wird das Verlustpotenzial unter Verwendung eines Kreditportfoliomodells und des Risikomaßes Credit-Value-at-Risk
berechnet. Die Differenz zwischen Credit-Value-at-Risk und Erwartetem Verlust wird als Ökonomischer Kapitalbedarf bezeichnet.
In Bezug auf die Marktpreisrisiken geht der Konzern ähnlich vor. Auch hier wird unter Verwendung statistischer Modelle ein Value-at-
Risk berechnet.
Für Marktpreisrisiken stellt der Value-at-Risk gleichzeitig den Ökonomischen Kapitalbedarf dar.

image
Für beide Risikoarten beträgt der dabei verwendete Prognosezeitraum ein Jahr. Der Kapitalbedarf für Kredit- und Marktpreisrisiken
wird unter Beachtung von Diversifikationseffekten aggregiert. Der Kapitalbedarf für Operationelle Risiken wird unter Verwendung des
aufsichtsrechtlichen Standardansatzes gemäß der Solvabilitätsverordnung berechnet.
Zur Beurteilung der Risikotragfähigkeit wird der erforderlichen Kapitalunterlegung (Ökonomischer Kapitalbedarf) das
Risikodeckungspotenzial gegenübergestellt. Auf dieser Grundlage ist zum 31.12.2010 die Ökonomische Risikotragfähigkeit zum
Solvenzniveau von 99,99 % gegeben. Dies bedeutet, dass der Gesamtkapitalbedarf durch das Risikodeckungspotenzial gedeckt ist.
Die Überdeckung des Risikodeckungspotenzials über den Gesamtkapitalbedarf per 31.12.2010 (6.985 Mio. EUR) hat sich gegenüber
dem - auf Basis des neu definierten Risikodeckungspotenzials und eines Solvenzniveaus von 99,99 % berechneten - Vorjahreswert
(3.319 Mio. EUR) verbessert.
2)
Der signifikante Anstieg ist unter anderem auf das gestiegene Risikodeckungspotenzial und den
selektiven Abbau von Risikopositionen zurückzuführen. Darüber hinaus führten methodische Anpassungen wie die Neuberechnung der
Verlustquoten bei Ausfall (LGD) im Durchleitgeschäft und die Überarbeitung der Risikobewertung für das Beteiligungsfondsgeschäft zu
einem Rückgang des Ökonomischen Kapitalbedarfs.
Ökonomische Risikotragfähigkeit zum 31.12.2010 (in Mio. EUR)
In Klammern: Werte zum 31.12.2009
3)
2)
Im Vorjahr wurde ein Solvenzniveau von 99,96 % zugrunde gelegt.
3)
Kapitalbedarf zu Vergleichszwecken auf Solvenzniveau 99,99 % ermittelt, Risikodeckungspotenzial gemäß neuer Definition (modifiziertes
verfügbares Eigenkapital gemäß §§ 10 bzw. 10a KWG) angepasst.
Stille Lasten und stille Reserven des Wertpapierportfolios werden gesondert betrachtet: Der zum Bewertungsstichtag bestehende
Saldo aus stillen Lasten und Reserven auf IFRS-Basis wird dem vorhandenen Kapitalpuffer (Überdeckung) in der ökonomischen
Steuerung nachrichtlich gegenübergestellt. Die Überdeckung nach Anrechnung stiller Lasten und Reserven (gemäß IFRS) belief sich
per 31.12.2010 auf 6.090 Mio. EUR.
Den Liquiditäts- und sonstigen Risiken begegnet der Konzern durch das Monitoring geeigneter Kennzahlen sowie durch regelmäßige
Kontrollschritte in den bankbetrieblichen Prozessabläufen.
Die Risikomessung basiert auf State-of-the-Art-Modellen der Bankenpraxis. Jedes Modell stellt jedoch eine Vereinfachung der
komplexen Realität dar und baut auf der Annahme auf, dass die in der Vergangenheit beobachteten Risikoparameter auch
repräsentativ für die Zukunft geschätzt sind. Nicht alle möglichen Einflussfaktoren und deren komplexe Interaktionen können
hinsichtlich der Risikoentwicklung eines Portfolios erfasst und modelliert werden. Unter anderem auch deshalb führt der Konzern
sowohl in den Kredit- als auch den Marktrisikomodellen Stresstests durch. Der Konzern arbeitet kontinuierlich an der
Weiterentwicklung seiner Risikomodelle und -prozesse. 2011 ist unter anderem geplant, die bedingt durch die Finanz- und
Wirtschaftskrise erhöhten Korrelationen in die Risikomessung einzubeziehen und die interne Methodik zur Schätzung des
Forderungswertes bei Ausfall an das aufsichtsrechtliche Vorgehen anzupassen. Diese Anpassungen führen zu einem Anstieg des
Ökonomischen Kapitalbedarfs für Kreditrisiken. Zudem ist im aktuellen Umfeld steigender Kapitalmarktzinssätze zusätzlich mit einem
Anstieg des Ökonomischen Kapitalbedarfs zu rechnen. 2011 ist geplant, das Modell zur Messung von Zinsänderungsrisiken
grundlegend zu überarbeiten, was voraussichtlich ebenfalls zu einer Änderung des Kapitalbedarfs führen wird.
Stress- und Szenariorechnungen
Die KfW berücksichtigt bei der Beurteilung der Risikotragfähigkeit einen nach konservativen Maßstäben ermittelten potenziellen
Kapitalmehrbedarf für Stress-Szenarien. Um eine stärkere Steuerungsorientierung des Risikotragfähigkeitskonzeptes zu
gewährleisten, betrachtet die KfW vierteljährlich ein Forecast- (erwartetes Szenario), ein Downturn- (leichter konjunktureller
Abschwung) und ein Stress-Szenario (starke Rezession) und deren Auswirkungen auf die ökonomische und regulatorische
Risikotragfähigkeit. Diese vorausschauende Perspektive zeigt, wie resistent und handlungsfähig die KfW bei Eintritt dieser Szenarien
ist, und liefert damit direkte Steuerungsimpulse.
Der Forecast gibt eine Vorschau auf die Risikotragfähigkeit zum Jahresende. Dabei werden die Auswirkungen der erwarteten
konjunkturellen Entwicklung auf Kreditrisiken und Zinsen einbezogen. Der aktuelle Forecast für das Jahresende 2011 zeigt eine leicht
rückläufige Überdeckung des Risikodeckungspotenzials über den Ökonomischen Kapitalbedarf im Vergleich zum 31.12.2010.
Im Downturn- und Stress-Szenario werden Ergebniseffekte und Veränderungen des Kapitalbedarfs auf Sicht von zwölf Monaten bei
einer negativen Sicht auf die konjunkturelle Entwicklung dargestellt. Im Stress-Szenario werden dabei die Auswirkungen einer
schweren Rezession abgebildet. In beiden Szenarien geht die Bank von steigenden Kreditrisiken (in unterschiedlicher Schwere) aus.
Für die EUR- und USD-Zinsen wird in diesen Szenarien mit moderat sinkenden Zinsen gerechnet. Im Stress-Szenario wird zusätzlich
aufgrund des dann zu erwartenden schwierigen Marktumfelds von einem erhöhten Kapitalbedarf für Zinsänderungsrisiken
ausgegangen. Zudem mindern auch potenzielle Schadensfälle aus Operationellen Risiken das Risikodeckungspotenzial.
Auf Grundlage der durchgeführten Analysen geht die KfW im Stress-Szenario von einer Reduzierung der Überdeckung von 7 Mrd. EUR
auf 2,9 Mrd. EUR aus. Damit ist selbst unter ungünstigen gesamtwirtschaftlichen Bedingungen die Risikotragfähigkeit auf einem
Solvenzniveau von 99,99 % gewährleistet.
Zusätzlich zu den Konjunkturszenarien werden Szenario-Stresstests durchgeführt. Hierzu werden regelmäßig aktuelle
makroökonomische Gefährdungspotenziale identifiziert, auf deren Basis die Belastbarkeit der Risikotragfähigkeit der KfW untersucht
wird.

image
Risikoarten
ADRESSENAUSFALLRISIKO
Der Konzern geht Adressenausfallrisiken
4)
im Rahmen seines Förderauftrages ein. Im inländischen Förderkreditgeschäft liegen die
Risikoschwerpunkte im Bereich der Finanzierung von Gründern von mittelständischen Unternehmen und von Beteiligungen. Darüber
hinaus übernimmt der Konzern Risiken im Rahmen seiner Export- und Projektfinanzierung sowie in der Förderung der Entwicklungs-
und Transformationsländer.
Die Bewertung des Adressenausfallrisikos erfolgt über die Schätzung von Ausfallwahrscheinlichkeiten (Probability of Default), dem
Forderungswert bei Ausfall (Exposure at Default) und der (erwarteten) Verlustquote bei Ausfall (Loss Given Default).
Zur Ermittlung der Ausfallwahrscheinlichkeiten verwendet der Konzern interne Ratingverfahren für Banken, Unternehmen
(Corporates), kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), Beteiligungsgeber, Beteiligungsnehmer, Freiberufler, Existenzgründer
und Länder. Diese Verfahren basieren auf Scorecards und folgen einer einheitlichen, konsistenten Modellarchitektur. Für
Spezialfinanzierungen wird für wesentliche Teile ein simulationsbasiertes Ratingverfahren eingesetzt. Für strukturierte Produkte
werden Cashflow-basierte Ratingverfahren herangezogen. Für Verbriefungstransaktionen wird das Rating für Tranchen auf Grundlage
der Ausfalldynamik des Forderungspools und der Wasserfallstruktur der Transaktion ebenfalls stochastisch ermittelt. Die
Ratingverfahren haben die Prognose von Ein-Jahres-Ausfallwahrscheinlichkeiten zum Ziel. Die Verantwortung für die Ratingerstellung
im risikorelevanten Geschäft liegt grundsätzlich in den Marktfolgebereichen. Das Rating wird mindestens einmal jährlich aktualisiert,
außer bei Geschäftspartnern, mit denen ausschließlich Retailgeschäft besteht.
Durch die Abbildung der Ausfallwahrscheinlichkeiten auf eine konzernweit einheitliche Masterskala ist die Vergleichbarkeit von Ratings
verschiedener Verfahren und Geschäftsfelder gegeben. Die Masterskala besteht aus 20 unterschiedlichen Klassen, die sich in die vier
Gruppen Investment Grade, Non-Investment Grade, Watch-List und Default einteilen lassen. Für jede Masterskala-Klasse sind die
Bandbreite der Ausfallwahrscheinlichkeiten sowie die mittlere Ausfallwahrscheinlichkeit festgelegt.
Zu jedem Ratingverfahren existieren Organisationsanweisungen, die insbesondere die Zuständigkeiten, Kompetenzen sowie die
Kontrollmechanismen regeln. Eine Vergleichbarkeit von internen Ratings des Konzerns und externen Ratings von Ratingagenturen wird
durch ein Mapping der externen Ratings auf die KfW-Masterskala gewährleistet. Durch eine turnusgemäße Validierung und
Weiterentwicklung der Ratingverfahren wird sichergestellt, dass auf veränderte Rahmenbedingungen zeitnah reagiert werden kann.
Ziel ist es, bei allen Ratingverfahren kontinuierlich die Trennschärfe zu optimieren. Ratinginstrumente und Prozesse entsprechen
weitgehend den Mindestanforderungen der geltenden Aufsichtsstandards (MaRisk/Basel II).
4)
Als Adressenausfallrisiko ist die Gefahr von finanziellen Verlusten definiert, die eintreten, wenn der Kreditnehmer bzw. Kontrahent seinen
Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Das Ausfallrisiko enthält auch das Länderrisiko, bestehend aus Transfer-, Konvertierungs- und politischen
Risiken.
Wesentlichen Einfluss auf die Ausfallhöhe nimmt neben dem Forderungswert bei Ausfall (EAD) die Bewertung der Sicherheiten ein, die
risikomindernd in der Verlustquote bei Ausfall (LGD) angerechnet werden. Im Rahmen der Sicherheitenbewertung für anrechenbare
Sicherheiten wird der zu erwartende Nettoerlös einer Sicherheitenverwertung im Schadensfall über die gesamte Kreditlaufzeit
geschätzt. Hierbei werden Sicherheitsabschläge berücksichtigt, die bei persönlichen Sicherheiten auf der Ausfallwahrscheinlichkeit und
der Verlustquote des Sicherheitengebers basieren. Bei dinglichen Sicherheiten sind neben Marktpreisschwankungen vor allem
abschreibungsbedingte Wertverluste für die Abschläge verantwortlich. Der ermittelte Wert ist wichtiger Bestandteil der
konzerninternen Verlustschätzung (LGD). Die unterschiedlichen Bewertungsverfahren für einzelne Sicherheitentypen basieren je nach
Datenverfügbarkeit auf internen und externen historischen Daten sowie auf Expertenschätzungen. Die Bewertungsparameter werden
regelmäßig überprüft. Auf Ebene der einzelnen Sicherheiten ist damit eine verlässliche Bewertung der Sicherheitenlage gewährleistet.
Ein Risikogrundsatz für Kreditsicherheiten regelt deren gruppenweit einheitliches Management, ihre Bewertung und Anrechnung.
Zur Begrenzung von Risiken aus dem Neugeschäft verfügt der Konzern über verschiedene Portfoliorichtlinien. Sie bilden sowohl eine
Grundlage für die Zweitvotierung von Kreditgeschäften als auch eine Orientierungshilfe für die Kreditvergabe und haben die Aufgabe,
eine angemessene Qualität bzw. Risikostruktur des Konzernportfolios sicherzustellen.
5)
Differenziert nach Adresstypen und
Produktvarianten definieren sie Bedingungen, unter denen Geschäfte im Regelfall eingegangen werden dürfen.
Im Kreditbestand werden Engagements mit höheren Risiken unterteilt in eine Watch-List und eine Liste für Kredite mit akuten
Ausfallrisiken (Non-Performing Loans). Die Watch-List dient dazu, potenzielle Problemkredite frühzeitig zu identifizieren und ggf. die
Problemkreditbearbeitung vorzubereiten. Hierfür steht das Umfeld des jeweiligen Kreditnehmers unter besonderer Beobachtung. Dabei
werden die wirtschaftlichen Verhältnisse sowie die überlassenen Sicherheiten regelmäßig überprüft und dokumentiert sowie
Handlungsvorschläge formuliert. Für Non-Performing Loans liegt die Prozessverantwortung in den für Restrukturierungen zuständigen
Einheiten. Dies ermöglicht ein frühzeitiges Einschalten von Spezialisten, um ein professionelles Problemkreditmanagement zu
gewährleisten.
RISIKOVORSORGE

Allen erkennbaren Ausfallrisiken des Kreditgeschäfts - dazu gehören auch politische Risiken bei Finanzierungen im Ausland - trägt der
Konzern durch Bildung von Risikovorsorge in angemessenem Ausmaß Rechnung. Für Engagements mit akuten Ausfallrisiken (Non-
Performing Loans) werden Einzelwertberichtigungen bzw. Rückstellungen für noch nicht ausgezahlte Teilbeträge gebildet. Basis für die
Identifikation dieser Ereignisse sind Kriterien, die sowohl den Anforderungen nach Basel II als auch IFRS genügen. Hierzu gehören
unter anderem die Identifizierung erheblicher finanzieller Schwierigkeiten des Schuldners, Zahlungsrückstände, Zugeständnisse an
den Schuldner aufgrund dessen wirtschaftlicher Situation, zum Beispiel im Rahmen von Restrukturierungsmaßnahmen, auffällige
Maßnahmen des Schuldners zur Liquiditätssteigerung sowie die maßgebliche Verschlechterung der Werthaltigkeit von Sicherheiten.
Diese Kriterien werden im Risikohandbuch des Konzerns noch weiter konkretisiert. Die Ermittlung der Einzelwertberichtigungen erfolgt
mit Hilfe eines Impairment-Verfahrens. In die Berechnung der Einzelwertberichtigungen fließt die individuelle Beurteilung des
Kreditnehmers hinsichtlich zukünftiger Zahlungen ein. Dabei wird neben dem Umfang und der Werthaltigkeit der Sicherheiten auch
das politische Risiko berücksichtigt. Für kleinere und standardisierte Kredite erfolgt eine pauschalierte Einzelwertberichtigung auf Basis
homogener Teilportfolios.
Die Risikovorsorge für latente Risiken (Portfoliowertberichtigung) wird abgeleitet aus der Bewertung der Kreditforderungen im Rahmen
der jährlich stattfindenden Ratingprozesse und Sicherheitenbewertungen. Die Portfoliowertberichtigung wird sowohl für wirtschaftliche
als auch für politische Risiken gebildet. Basis ist hierfür das oben beschriebene Erwarteter-Verlust-Modell, das für IFRS-Zwecke
übergeleitet wird. Für Unwiderrufliche Kreditzusagen und Avale werden nach demselben Berechnungsschema Rückstellungen gebildet.
Die vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise für besonders betroffene Branchen und Länder gebildeten weiteren
Portfoliowertberichtigungen konnten aufgrund der wirtschaftlichen Erholung deutlich reduziert werden.
MAXIMALES AUSFALLRISIKO
Das maximale Ausfallrisiko aus Finanzinstrumenten gemäß IFRS 7.36 besteht für den Konzern im Totalausfall der jeweiligen
Risikopositionen. Hierbei sind ebenfalls die Eventualverbindlichkeiten und die Unwiderruflichen Kreditzusagen zu berücksichtigen. Die
Buchwerte sind bereits um die Risikovorsorge gekürzt.
Zahlungsrückstände ergaben sich zum Bilanzstichtag nur bei den Forderungen an Kreditinstitute und Kunden sowie bei Finanzanlagen,
individuelle Wertminderungen darüber hinaus noch bei den Eventualverbindlichkeiten und Unwiderruflichen Kreditzusagen.
5)
Dabei wird den Besonderheiten unseres Fördergeschäfts Rechnung getragen.
Maximales Ausfallrisiko (in Mio. EUR)
Forderungen an
Kreditinstitute
Forderungen an
Kunden
Wertanpassungen aus Macro
Hedging
2010
2009
2010
2009
2010
2009
Buchwert als Äquivalent für das maximale
Ausfallrisiko
263.222
241.139
102.878
92.892
7.478
6.751
Risikovorsorge
200
420
5.221
6.484
0
0
Buchwert weder überfällig noch
wertgemindert
262.969
240.832
100.984
90.551
7.478
6.751
davon mit (im Berichtsjahr) nachverhandelten
Konditionen
1)
0
0
886
2.165
0
0
darauf angerechnete Sicherheiten
170.154
151.885
23.627
19.948
0
0
Derivate im Hedge
Accounting; Sonstige
Derivate
Finanzanlagen; Anteile an nach
Equity-Methode bilanzierten
Unternehmen
Eventualverbindlichkeiten;
Unwiderrufliche Kreditzusagen
2010
2009
2010
2009
2010
2009
Buchwert als Äquivalent für
das maximale Ausfallrisiko
29.891
19.645
35.236
36.709
72.257
57.889
Risikovorsorge
0
0
20
4
484
355
Buchwert weder überfällig
noch wertgemindert
29.891
19.645
34.993
36.469
72.256
57.848
davon mit (im Berichtsjahr)
nachverhandelten
Konditionen
1)
0
0
11
2
0
0
darauf angerechnete
Sicherheiten
9.353
1.535
94
9
2.828
2.458
1)
Betrifft Finanzinstrumente, die ohne Konditionsnachverhandlungen überfällig oder wertgemindert wären.
Überfällige und nicht individuell wertgeminderte Finanzinstrumente (in Mio. EUR)
Forderungen an
Kreditinstitute
Forderungen an
Kunden
Finanzanlagen; Anteile an nach Equity-Methode
bilanzierten Unternehmen
2010
2009
2010
2009
2010
2009
Buchwert weniger als 90
Tage überfällig
86
115
268
439
1
1
Buchwert 90 Tage überfällig
und mehr
16
21
215
318
0
0
Angerechnete Sicherheiten
56
132
257
351
0
0
Individuell wertgeminderte Finanzinstrumente (in Mio. EUR)

image
Forderungen an
Kreditinstitute
Forderungen an
Kunden
Finanzanlagen; Anteile an nach Equity-Methode
bilanzierten Unternehmen
2010
2009
2010
2009
2010
2009
Buchwert
151
172
1.411
1.584
242
239
Einzelwertberichtigungen,
Rückstellungen
88
282
4.483
5.421
0
0
Angerechnete Sicherheiten
26
14
428
265
7
5
Eventualverbindlichkeiten;
Unwiderrufliche Kreditzusagen
2010
2009
Buchwert
1
41
Einzelwertberichtigungen, Rückstellungen
429
278
Angerechnete Sicherheiten
0
0
Im Geschäftsjahr 2010 sind von 511,0 Mrd. EUR (Vorjahr: 455,0 Mrd. EUR) ausstehenden Finanzinstrumenten des Konzerns 1,8 Mrd.
EUR (netto, nach Abzug der Risikovorsorge, Vorjahr: 2,0 Mrd. EUR) als individuell wertgemindert eingestuft. Die potenziellen Ausfälle
sind vorsichtig bewertet und insgesamt mit 5,0 Mrd. EUR (Vorjahr: 6,0 Mrd. EUR) wertmindernd berücksichtigt. Darin enthalten ist die
Vorsorge für die Risiken aus den verschiedenen Maßnahmen zur Rettung der IKB in Höhe von 3,7 Mrd. EUR (Vorjahr: 4,2 Mrd. EUR).
Neben der Vorsorge für akute Ausfallrisiken trifft der Konzern auch für latente Ausfallrisiken (wirtschaftliche und politische Risiken)
Vorsorge. Per 31.12.2010 ergibt sich für das nicht individuell wertgeminderte Geschäft eine Risikovorsorge von insgesamt 0,9 Mrd.
EUR (Vorjahr: 1,3 Mrd. EUR). Die Besicherung der Kredite aus dem Konzernportfolio ist vor allem durch das bankdurchgeleitete
Geschäft sowie das durch die Bundesrepublik Deutschland bzw. einzelne Bundesländer garantierte Fördergeschäft geprägt.
6)
Dabei
fällt der weitaus größte Teil der Besicherung auf abgetretene Endkreditnehmerforderungen im Rahmen des bankdurchgeleiteten
Geschäfts. Dingliche Sicherheiten wie zum Beispiel Schiffe und Flugzeuge spielen in Bezug auf den Gesamtbestand der Sicherheiten
nur eine untergeordnete Rolle.
Das hohe Exposure der Derivate mit positiven Marktwerten relativiert sich durch die mit den Kontrahenten getroffenen
Nettingabreden. Diese umfassen auch Derivate mit negativen Marktwerten und verringern das Kontrahentenrisiko substanziell.
Im Berichtsjahr ist ein Anstieg der Unwiderruflichen Kreditzusagen um 14,9 Mrd. EUR zu verzeichnen. Dieser resultiert vor allem aus
der Stützungsmaßnahme für Griechenland, die noch nicht vollständig abgerufen ist.
Im Berichtsjahr hat der Konzern im Rahmen der Restrukturierung einer Konsortialfinanzierung zuvor als dingliche Sicherheit gehaltene
Vermögenswerte im Gegenwert von anteilig 108,7 Mio. USD im Wege eines Rettungserwerbes in Besitz genommen. Diese
Vermögenswerte sollen innerhalb von fünf Jahren mittels eines geregelten Abverkaufs veräußert werden. Die unter der gewählten,
neuen Struktur erhaltene Eigenkapitalposition von anteilig 703 TUSD wurde auf den Erinnerungswert von 1 USD abgeschrieben,
während für die anteilige Fremdfinanzierung zum 31.12.2010 eine Risikovorsorge von 20 Mio. USD besteht. Zum Stichtag misst der
Konzern den Vermögenswerten einen anteiligen Wert von rund 72 Mio. USD bei.
PORTFOLIOSTRUKTUR
Das Zusammenwirken der Risikoeigenschaften der Einzelengagements im Konzern-Kreditportfolio wird mit Hilfe eines internen
Portfoliomodells beurteilt. Die Bündelung großer Portfolioanteile auf einzelne Kreditnehmer oder Kreditnehmergruppen birgt das Risiko
existenzgefährdender Großausfälle. Das Risikocontrolling bewertet - basierend auf dem ökonomischen Kapitalkonzept - Einzel-,
Branchen- und Länderrisikokonzentrationen. Die Konzentrationen werden primär über den Ökonomischen Kapitalbedarf gemessen. So
ist sichergestellt, dass sowohl hohe Volumina und ungünstige Ausfallwahrscheinlichkeiten als auch unvorteilhafte Korrelationen der
Risiken untereinander Berücksichtigung finden. Die Ergebnisse bilden eine zentrale Grundlage für die Steuerung des Kreditportfolios.
Regionen
Das Kreditportfolio
7)
des Konzerns entfällt per 31.12.2010 gemessen am Ökonomischen Kapitalbedarf zu 73 % (Vorjahr: 72 %) auf
die Eurozone. Dabei gab es leichte Verschiebungen innerhalb der Eurozone: Während der Kapitalbedarf für Kredite in Deutschland
gesunken ist, stieg er aufgrund erhöhter Ausfallwahrscheinlichkeiten vor allem in den krisenbehafteten Ländern der Eurozone.
Ökonomischer Kapitalbedarf (verteilt auf Regionen), 2010
6)
Hier werden die Sicherheiten so dargestellt, wie sie auch für die Interne Steuerung für wirtschaftliche Risiken angerechnet werden.
Partizipationswirkungen der Sicherheiten untereinander werden berücksichtigt, um den Ausweis von Doppelbesicherungen zu vermeiden.
7)
Das Kreditportfolio enthält hier den Bestand an Krediten und Finanzanlagen im performenden Geschäft.
Branchen

image
image
Der hohe Anteil der Finanzindustrie am Gesamt-Kapitalbedarf für Kreditrisiken ist auf den Förderauftrag des Konzerns zurückzuführen.
Der weit überwiegende Teil unserer inländischen Förderung erfolgt über bankdurchgeleitete Kredite. Die Verteilung der Kapitalbindung
über alle Branchen zeigt sich gegenüber dem Vorjahr stabil.
Ökonomischer Kapitalbedarf (verteilt auf Branchen), 2010
Bonität
Da die Bonität die Höhe des Ökonomischen Kapitalbedarfs stark beeinflusst, ist es bei der Analyse der Bonitätsstruktur sinnvoll, die
Verteilung des Netto-Exposures nach Bonitätsklassen zu betrachten. Die Bonitätsstruktur ist in Bezug auf die vier dargestellten
Klassen gegenüber dem Vorjahr unverändert. Dabei haben sich 2010 vor allem zwei Effekte überlagert. Während sich im Berichtsjahr
die Lage bei den Finanzinstituten wieder stabilisiert hat, löste die Wirtschaftskrise bei den Unternehmensfinanzierungen zahlreiche
Ratingherabstufungen aus. Das Konzern-Kreditportfolio verfügt damit unverändert über eine gute Bonitätsstruktur.
Bonitätsstruktur nach Netto-Exposure, 2010
Strukturierte Produkte im Konzernportfolio
In diesem Abschnitt wird das Konzernportfolio an strukturierten Produkten, unterschieden in Asset Backed Securities (ABS) und
Plattformverbriefungen (PROMISE, PROVIDE), gesondert dargestellt.
Asset Backed Securities
Neben den ABS-Papieren im Eigenbestand besitzt der Konzern weitere ABS-Investments in Spezialfonds. Diese Investments wurden
im vergangenen Jahr erneut zurückgefahren.
Der Nominalwert der ABS-Papiere beträgt zum Stichtag 31.12.2010 rund 5,0 Mrd. EUR. Unter Berücksichtigung der Mark-to-Market-
Bewertung für zum beizulegenden Zeitwert bewertete Papiere sowie gebildete Wertberichtigungen beläuft sich der Bilanzwert
(inklusive der anteiligen Zinsen) des Portfolios auf 4,6 Mrd. EUR. In den nachfolgenden Übersichten ist die Zusammensetzung des ABS
-Portfolios nach Assetklassen, Ratingeinstufung und geografischer Verteilung der Forderungen in den Verbriefungsportfolios
dargestellt.
Darstellung des Exposures auf Basis von Nominalwerten, 2010
CLO
Mio. EUR
RMBS
Mio. EUR
CMBS
Mio. EUR
CDO
Mio. EUR
ABS & Sonstige
Mio. EUR
Gesamt 2010
Mio. EUR
Investment Grade
1.709
1.172
387
1
854
4.123
Non-Investment Grade
309
7
2
2
1
322
Watch-List
15
62
4
-
80
Default
219
10
49
192
-
471
2.252
1.251
442
195
855
4.995
Gesamt 2009
Mio. EUR
Investment Grade
4.515
Non-Investment Grade
560
Watch-List
439
Default
382

image
Gesamt 2009
Mio. EUR
5.896
Geografische Verteilung des Assetpools (gemessen am Nominalwert), 2010
Das Portfoliovolumen ist gegenüber dem Vorjahreswert aufgrund von Tilgungen und Verkäufen weiter zurückgegangen (- 0,9 Mrd.
EUR nominal). Der Vergleich der Ratingstruktur des Portfolios zeigt eine deutliche Entlastung des Watch-List-Bestandes, die ebenfalls
weitgehend auf Tilgungen und Verkäufe zurückzuführen ist. Gleichzeitig ist der Anteil der Wertpapiere mit Default-Status aufgrund von
Bonitätsverschlechterungen insbesondere bei den CLO-Papieren gestiegen. Der regionale Schwerpunkt des ABS-Portfolios liegt
weiterhin in Europa.
Insgesamt zeichnen sich europäische und damit auch deutsche Verbriefungen durch eine solide Performance aus. Auch drei Jahre
nach Ausbruch der Krise liegen die kumulierten Ausfallraten europäischer Verbriefungen auf einem sehr niedrigen Niveau.
Der Konzern trägt außerdem über die Risikoabschirmungsmaßnahmen zugunsten der 1KB indirekt weitere Risiken aus strukturierten
Wertpapieren. So ist der Konzern in Liquiditätslinien der 1KB zur Refinanzierung der Ankaufsgesellschaften des Conduits Rhineland
Funding Capital Corporation eingetreten. Unter Berücksichtigung von Tilgungen und Verlustrealisierungen verbleiben zum 31.12.2010
Forderungen in Höhe von 3,8 Mrd. EUR gegenüber den Ankaufsgesellschaften, für die Wertberichtigungen in Höhe von 3,4 Mrd. EUR
gebildet wurden.
Plattformverbriefungen
Über die Verbriefungsplattform PROMISE können Kreditinstitute synthetisch Kreditrisiken aus Mittelstandskreditportfolios in den
Kapitalmarkt transferieren. Mit dem Verbriefungsprogramm PROVIDE, das auf die Verbriefung von privaten Wohnungsbaukrediten
abzielt, ergänzt die KfW ihr Förderinstrumentarium. Die Verbriefung von Hypothekendarlehen und die Verbriefung von
Unternehmenskrediten machen zum Stichtag 31.12.2010 jeweils rund die Hälfte des Engagementbestandes aus. Per 31.12.2010 belief
sich das Verbriefungsvolumen über die Plattformen auf insgesamt 15,4 Mrd. EUR. Davon sind 14,7 Mrd. EUR über Credit Default
Swaps bzw. Credit Linked-Schuldscheine besichert. Mit den verbleibenden rund 0,6 Mrd. EUR hat der Konzern Risiken aus Senior-
Tranchen einbehalten. Der Rückgang des Verbriefungsvolumens gegenüber dem Vorjahr (-12,2 Mrd. EUR) resultiert vornehmlich aus
der Nutzung der Kündigungsoptionen der Originator-Banken. Zudem wurde im vergangenen Jahr 2010 kein Neugeschäft getätigt.
Das Risiko im Plattformgeschäft wird maßgeblich durch die Qualität der verbrieften Portfolios beeinflusst. Unmittelbare
Verlusterwartungen bestehen derzeit für die KfW nicht.
Marktpreisrisiko
Marktpreisrisiken resultieren primär aus potenziellen Verlusten, die aufgrund von Änderungen
der Zinsstruktur (Zinsänderungsrisiken),
der Wechselkurse (Währungsrisiken),
von emittentenbedingten Aufschlägen auf den Zinssatz von Wertpapieren (Credit Spread-Risiken) und
der sonstigen Marktpreise (zum Beispiel Aktienkurse, Rohwarenpreise) entstehen können. Die KfW und ihre
Tochtergesellschaften sind keine Handelsbuchinstitute; ihre Marktpreisrisiken beschränken sich daher auf das Anlagebuch.
Zinsänderungsrisiken
Die wesentliche Marktrisikokomponente im KfW-Konzern ist das Zinsänderungsrisiko. Der Konzern geht begrenzte
Zinsänderungsrisiken unter Nutzung von Ertragschancen ein. Zinsänderungsrisiken ergeben sich auch durch die besondere
Ausgestaltung des inländischen Förderkreditgeschäftes mit den Möglichkeiten zur außerplanmäßigen Kreditrückzahlung. Der Konzern
berücksichtigt dies in der Risikosteuerung, indem er das geschätzte Volumen künftig zufließender außerplanmäßiger Tilgungen in seine
Refinanzierungsstrategie einbezieht.
Im Rahmen der Erfassung von Zinsänderungsrisiken des Anlagebuchs verwendet der Konzern eine Standardsoftware, an die alle
bewertungsrelevanten Datenbestände angebunden sind. Mit Hilfe der Standardsoftware werden jeweils aktuelle Zinsbindungsbilanzen
(EUR, USD und GBP) ermittelt. Auf dieser Grundlage führt der Konzern zur Bewertung seiner Zinsrisikoposition regelmäßig Value-at-
Risk-Berechnungen durch. Das angewandte simulationsbasierte Verfahren - welches zum Stichtag 31.12.2009 wesentlich überarbeitet

worden ist - beruht auf einem Zwei-Faktor-Cox-Ingersoll-Ross-Modell, mit dem die Verlustverteilung der Zinsrisikoposition im Konzern
bei möglichen eintretenden Marktzinsveränderungen geschätzt wird. Gemäß den Anforderungen der MaRisk ist seit 2010 bei der
Ermittlung der barwertigen Zinsrisikoposition die bislang in der KfW Bankengruppe vorgenommene Trennung des Gesamtbuchs in ein
Eigen- und Fremdkapitalbuch nicht mehr zulässig. Aus diesem Grund wurden für die Risikomessung und -steuerung beide Bücher zu
einem Gesamtbuch zusammengefasst.
Wesentliche optionale Bestandteile des Geschäfts (zum Beispiel Darlehen mit Kündigungsrechten) werden im Cashflow der KfW
berücksichtigt. Der Ökonomische Kapitalbedarf wird - analog zum Kreditrisiko - für einen Zeitraum von einem Jahr ermittelt. Ergänzt
wird diese Berechnung durch regelmäßige Stresstests, durch die mögliche Verluste bei extremen Marktbedingungen geschätzt werden.
Hierbei werden neben einer aufsichtsrechtlich vorgegebenen parallelen Verschiebung der Zinsstrukturkurve Szenarien wie die Drehung
der Zinsstrukturkurve und Verlängerung der Haltedauer einbezogen.
Währungsrisiken
Fremdwährungskredite werden weitgehend in gleicher Währung refinanziert oder über entsprechende
Währungssicherungsinstrumente abgesichert. Dies gilt auch für gebildete Einzelwertberichtigungen, für die entsprechende
Ersatzaktiva beschafft werden. Fremdwährungsbeteiligungen der DEG und im geringen Umfang Förderinstrumente der KfW
Entwicklungsbank werden hingegen aktuell nicht in gleicher Währung refinanziert. Offene Währungspositionen, die durch den Zufluss
von Margen oder durch Wertberichtigungen entstehen, werden hierbei grundsätzlich zeitnah geschlossen.
Risiken aus zum Bilanzierungsstichtag bestehenden offenen Währungspositionen werden über einen Varianz/Kovarianz-Ansatz in Form
eines Value-at-Risk mit einer Haltedauer von drei Monaten gemessen. Die benötigten Parameter (Volatilität der Wechselkurse sowie
der Erwartungswert der Veränderungen der Wechselkurse) werden aus Vergangenheitsdaten geschätzt.
Zum 31.12.2010 wurde analog zur bisherigen Einbeziehung der KfW IPEX-Bank nun die DEG erstmals in die Währungsrisikomessung
mit einbezogen. Die Mess- und Steuerungsansätze für das Fremdwährungsrisiko bei den verschiedenen Gesellschaften der KfW
Bankengruppe werden aktuell im Rahmen eines Projektes mit dem Ziel der Vereinheitlichung des Währungsmanagements im Konzern
überarbeitet. Hierbei ist geplant, die Produktivstellung im Jahr 2011 vorzunehmen.
Credit Spread-Risiken
Im Berichtsjahr wurden Credit Spread-Risiken erstmals in die Risikotragfähigkeitsrechnung integriert. Für den Konzern werden Risiken
aus Credit Spread-Veränderungen bei Positionen in den Haltekategorien zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte und
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte eingeschätzt. Der Ökonomische Kapitalbedarf wird für einen
Zeitraum von einem Jahr auf Basis einer historischen Simulation ermittelt und auf das Solvenzniveau 99,99 % skaliert.
Sonstige Marktpreisrisiken
Die sonstigen Marktpreisrisiken umfassen zum einen Aktienkursrisiken aus Beteiligungen. Zum anderen umfassen sie
Rohwarenpreisrisiken aus CO
2
-Zertifikaten, die der Konzern im eigenen Bestand hält. Risiken aus CO
2
-Zertifikaten entstehen, da der
Konzern sich entschlossen hat, als Intermediär zwischen Verkäufern und Käufern von CO
2
-Zertifikaten aufzutreten. Hierbei werden
Zertifikate auch im eigenen Bestand gehalten.
Die sonstigen Marktpreisrisiken werden über Varianz/Kovarianz-Ansätze gemessen. Alle benötigten Parameter (Volatilität der Kurse
sowie der Erwartungswert der Veränderungen der Kurse) werden aus historischen Daten ermittelt. Die Historien zur Schätzung der
Modellparameter für CO
2
-Zertifikate bestehen aus täglichen Kursen seit Anfang 2005 und die für Aktienkursrisiken aus monatlichen
Kursen seit 2001.
Auf Basis der Bewertung und Analyse der Zins- und Währungsposition, der sonstigen Marktpreisrisiken sowie der Stresstests für
Zinsänderungsrisiken steuert das Marktpreis-Risiko-Komitee die Marktpreisrisiken. Ziel hierbei ist die langfristig ausgerichtete
Steuerung einer angemessenen Marktrisikoposition der Bank. Die hierbei verfolgte Strategie wird jährlich im Rahmen der
Konzerngeschäftsfeldplanung festgelegt. Diese Strategie wird mit Hilfe eines Limitsystems für alle Marktpreisrisiken überwacht.
Für den Abschluss, die Abwicklung und die Abrechnung von Handelsgeschäften im Sinne der MaRisk gelten vom Vorstand erlassene
Rahmenbedingungen, die dem Marktstandard entsprechen.
Insgesamt binden die Marktpreisrisiken im Konzern per 31.12.2010 Ökonomisches Kapital in Höhe von 2.283 Mio. EUR. Diese Position
setzt sich zusammen aus folgenden Einzelrisiken:
Ökonomischer Kapitalbedarf für Marktpreisrisiken
31.12.2010
Mio. EUR
31.12.2009
1)
Mio. EUR
Zinsänderungsrisiken
1.623
1.444
Währungsrisiken
114
46
Credit Spread-Risiken
425
-
Sonstige Marktpreisrisiken
121
134
Marktpreisrisiko
2.283
1.624
1)
Zahlen des Vorjahres wurden an das Solvenzniveau 99,99 % angepasst.
Der Kapitalbedarf für Zinsänderungsrisiken ist zum Stichtag 31.12.2010 bei strukturell unveränderter Zinsrisikoposition aufgrund
gestiegener Volatilitäten im Zinsumfeld leicht angestiegen. Der Anstieg des Währungsrisikos zum 31.12.2010 beruht im Wesentlichen
auf den Einbezug der DEG in die Währungsrisikomessung. Credit Spread-Risiken wurden im laufenden Geschäftsjahr erstmals in die
Risikobetrachtung integriert.
Bei den sonstigen Marktpreisrisiken ist im Vergleich zum Vorjahr das Ökonomische Kapital mit 121 Mio. EUR nahezu unverändert.
Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko eines Unternehmens, fällige Zahlungen nicht zeitgerecht erfüllen zu können. Es wird
zwischen dem Instituts-Liquiditätsrisiko (Risiko, Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen zu können) und dem Markt-
Liquiditätsrisiko (Risiko, benötigte Zahlungsmittel nur zu höheren Kosten als dem risikoadäquaten Zinssatz besorgen zu können)
unterschieden.
Primäres Ziel des Liquiditätsmanagements ist die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit des Konzerns, d. h. der KfW
einschließlich ihrer Tochtergesellschaften. Zwar sind die Töchter für ihre Liquiditätssicherung, -steuerung und die Einhaltung
bestehender aufsichtsrechtlicher Vorgaben selbst verantwortlich. Jedoch steht die KfW als Abschlusspartner für sämtliche
Handelsgeschäfte ihrer Tochtergesellschaften und insbesondere deren Refinanzierung zur Verfügung. Aus diesem Grund sind die
Liquiditätserfordernisse der Töchter sowohl in der Refinanzierungsplanung des Konzerns als auch im Liquiditätssicherungskonzept
enthalten.
Die Liquiditätsrisikomessung erfolgt auf Basis der aufsichtsrechtlichen Liquiditätsrisikokennzahl, des Ausnutzungsgrads gemäß KfW-
Gesetz sowie ökonomischer Szenarioanalysen.
Eine wesentliche Komponente für die Einschätzung des Liquiditätsrisikos stellen vertragliche Zahlungsverpflichtungen
(Kapitalrückzahlungen und Zinsverpflichtungen) des KfW-Konzerns aus Finanzinstrumenten dar, die in den folgenden Tabellen nach
Laufzeiten gegliedert sind.
Zahlungsverpflichtungen aus Finanzinstrumenten nach Laufzeitbändern, 31.12.2010
1)
Bis 1
Monat
Mio. EUR
1-3
Monate
Mio. EUR
3-12
Monate
Mio. EUR
1-5
Jahre
Mio. EUR
Über 5
Jahre
Mio. EUR
Summe
Mio.
EUR
Verpflichtungen aus Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten und Kunden
13.355
2.848
1.831
13.366
18.979
50.380
Verpflichtungen aus Verbrieften Verbindlichkeiten
9.855
15.183
34.179
199.748
143.622 402.587
Nettoverpflichtungen aus derivativen Finanzinstrumenten
- 674
- 327
- 3.201
- 6.453
-14.208
-24.862
darunter: Verpflichtungen aus derivativen
Finanzinstrumenten
23.508
44.442
62.208
375.690
309.201 815.049
Verpflichtungen aus nachrangigen Verbindlichkeiten
0
0
146
404
3.359
3.909
Verpflichtungen aus bilanzwirksamen Finanzinstrumenten
22.536
17.705
32.956
207.065
151.752 432.014
Eventualverbindlichkeiten
6.982
0
0
0
0
6.982
Unwiderrufliche Kreditzusagen
65.276
0
0
0
0
65.276
Verpflichtungen aus nicht bilanzwirksamen
Finanzinstrumenten
72.257
0
0
0
0
72.257
Verpflichtungen aus Finanzinstrumenten
94.793
17.705
32.956
207.065
151.752 504.271
Zahlungsverpflichtungen aus Finanzinstrumenten nach Laufzeitbändern, 31.12.2009
1)
Bis 1
Monat
Mio. EUR
1-3
Monate
Mio. EUR
3-12
Monate
Mio. EUR
1-5
Jahre
Mio. EUR
Über 5
Jahre
Mio. EUR
Summe
Mio.
EUR
Verpflichtungen aus Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten und Kunden
7.893
2.924
2.006
15.672
21.026
49.521
Verpflichtungen aus Verbrieften Verbindlichkeiten
8.559
7.605
40.138
178.190
132.984 367.476
Nettoverpflichtungen aus derivativen Finanzinstrumenten
- 225
- 519
942
- 9
- 12.051 - 11.863
darunter: Verpflichtungen aus derivativen
Finanzinstrumenten
25.409
26.881
69.370
347.303
282.940 751.903
Verpflichtungen aus nachrangigen Verbindlichkeiten
0
0
146
494
3.415
4.055
Verpflichtungen aus bilanzwirksamen Finanzinstrumenten
16.227
10.009
43.231
194.347
145.374 409.190
Eventualverbindlichkeiten
7.529
0
0
0
0
7.529
Unwiderrufliche Kreditzusagen
50.360
0
0
0
0
50.360
Verpflichtungen aus nicht bilanzwirksamen
Finanzinstrumenten
57.889
0
0
0
0
57.889
Verpflichtungen aus Finanzinstrumenten
74.116
10.009
43.231
194.347
145.374 467.079
1)
Die Nettoverpflichtungen aus Derivaten umfassen Zahlungsverpflichtungen, saldiert mit den gegenläufigen Zahlungsansprüchen aus den
Kontrakten; die Bruttozahlungsverpflichtungen sind als Verpflichtungen aus derivativen Finanzinstrumenten ausgewiesen. Für die Unwiderruflichen
Kreditzusagen und Eventualverbindlichkeiten erfolgt eine pauschale Zuordnung zum ersten Laufzeitband.
Die Liquiditätsrisikosteuerung basiert auf Szenariorechnungen. In diesem Ansatz werden zunächst die erwarteten Zahlungseingänge
und alle Zahlungsausgänge für die nächsten zwölf Monate auf Basis des bereits kontrahierten Geschäfts als Ausgangspunkt betrachtet.
Dieser Basis-Cashflow wird um geplante und geschätzte Zahlungen (zum Beispiel Kapitalmarktaufnahmen, liquiditätswirksame
erwartete Kreditausfälle oder geplantes Neugeschäft) erweitert. Das Resultat stellt eine Übersicht über die benötigte Liquidität der KfW
in den nächsten zwölf Monaten dar. Die benötigte Liquidität wird für insgesamt drei Szenarien berechnet: "Normal Case", "Stress
Case" und "Worst Case", wobei schwerpunktmäßig die geplanten und geschätzten Zahlungen variiert werden.
Parallel wird das vorhandene Liquiditätspotenzial bestimmt. Dieses besteht im Wesentlichen aus dem EZB-Sicherheiten-Konto der
KfW, aktivischen Repos, Liquiditätsportfolios und dem am Markt regelmäßig platzierbaren Volumen an Commercial Papers. Das
vorhandene Liquiditätspotenzial wird analog den anderen Cashflow-Komponenten in den Szenarien "Stress Case" und "Worst Case"
gestresst.
Für jedes Szenario wird das Verhältnis von kumulierter benötigter Liquidität zum kumulierten vorhandenen Liquiditätspotenzial
berechnet. Diese Kennzahl darf den Wert 1 in allen Szenarien für unterschiedliche Zeiträume nicht überschreiten. Im "Normal Case"

beträgt der vorgegebene Zeithorizont zwölf Monate, im "Stress Case" sechs Monate und im "Worst Case" drei Monate. Die Ermittlung
der Kennzahlen sowie das Reporting an das Marktpreis-Risiko-Komitee erfolgen monatlich. Die folgende Tabelle zeigt die
Risikokennzahlen für die unterschiedlichen Szenarien per 31.12.2010.
Liquiditätsrisikokennzahlen der KfW per 31.12.2010
Kennzahl
Normal Case
0,36
Stress Case
0,65
Worst Case
0,66
Da die Kennzahl in allen drei Szenarien einschließlich des extrem konservativen "Worst Case" deutlich unter 1 liegt, stellt sich die
Liquiditätsposition der KfW aktuell als komfortabel dar.
Aktuelles Refinanzierungsumfeld
Die Auswirkungen der Finanzmarktkrise waren an den internationalen Finanzmärkten im Geschäftsjahr 2010 weiterhin spürbar. Dazu
kam die zunehmend kritisch gesehene Schuldensituation einzelner Staaten, insbesondere der Eurozone. Vor diesem Hintergrund war
das allgemeine Marktumfeld insgesamt von hoher Nervosität und Volatilität geprägt. Die Stärken der KfW - erstklassige Bonität,
verbunden mit einer transparenten Emissionsstrategie - wurden an den internationalen Kapitalmärkten in diesem Umfeld besonders
geschätzt. Zur Refinanzierung ihres Fördergeschäftes hat die KfW im Berichtsjahr 371 Anleihen in insgesamt 17 verschiedenen
Währungen begeben und damit langfristige Mittel im Gegenwert von 76,4 Mrd. EUR aufgenommen. In der kurzfristigen Refinanzierung
am Geldmarkt konnte die KfW von der weiterhin verhaltenen Risikobereitschaft vieler Investoren profitieren. Das hat die Nachfrage
nach Commercial Papers der KfW auf vergleichsweise hohem Niveau gehalten: Im Berichtsjahr wurden von der Bank in zwei
Commercial-Paper-Programmen insgesamt 1.624 Einzelemissionen begeben, das über das Jahr durchschnittlich ausstehende Volumen
betrug 18,9 Mrd. EUR und 7,4 Mrd. USD. Für das Geschäftsjahr 2011 erwartet die KfW einen im Vergleich zu den Vorjahren stabilen
langfristigen Refinanzierungsbedarf von rund 75,0 Mrd. EUR.
Operationelle und sonstige Risiken sowie Betriebliches Kontinuitätsmanagement
Im KfW-Konzern ist das Operationelle Risiko als die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von
internen Verfahren, Menschen und Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten, definiert. Diese Definition schließt
Rechtsrisiken ein, beinhaltet aber nicht strategische Risiken.
Wesentliche Punkte der Organisationsstruktur sind die Aufteilung in dezentrale OpRisk-Management- und zentrale OpRisk-Controlling-
Einheiten sowie die Anbindung an das Komitee für Operationelle Risiken.
Das Management Operationeller Risiken erfolgt dezentral in den Bereichen und Tochtergesellschaften durch den jeweiligen
Bereichsleiter bzw. Geschäftsführer und den Bereichskoordinator für Operationelle Risiken und Betriebliches Kontinuitätsmanagement.
Die Verantwortung der Bereiche und Tochtergesellschaften im dezentralen OpRisk-Management beinhaltet die Steuerung von
Operationellen Risiken innerhalb ihres Zuständigkeitsbereiches. Dies umfasst unter anderem die Identifikation und Bewertung von
Operationellen Risiken, die Analyse und Meldung von Risikoereignissen, die Festlegung und Bewertung von risikoreduzierenden
Maßnahmen sowie deren Umsetzung. Bei der operativen Anwendung der OpRisk-Instrumente werden die Bereichsleiter und
Geschäftsführer durch den jeweiligen Bereichskoordinator für Operationelle Risiken und Betriebliches Kontinuitätsmanagement sowie
ein zentrales Betriebsrisiko-Management-Team unterstützt.
Das Betriebsrisiko-Management-Team nimmt die Aufgaben des zentralen Controllings Operationeller Risiken sowie des Betrieblichen
Kontinuitätsmanagements im Bereich Risikomanagement und -controlling wahr. In dieser Einheit werden die Methoden zur
Identifikation und Bewertung von Risiken erarbeitet und wird deren einheitliche Anwendung überwacht. Das Betriebsrisiko-
Management-Team organisiert sich entlang der Bereiche, sodass es für jeden Bereich einen zentralen Ansprechpartner gibt.
Das zentrale OpRisk-Controlling stellt innerhalb seiner Methodenhoheit die OpRisk-Instrumente bereit und entwickelt diese weiter. Die
Methoden und Instrumente zur Identifikation, Bewertung und Steuerung Operationeller Risiken sind die Ereignisdatenbank, das
Assessment, das Maßnahmen-Controlling, die Berechnung des regulatorischen Kapitals sowie die Regelungen zum Reporting. Im
Rahmen des Betrieblichen Kontinuitätsmanagements werden die Business-Impact-Analyse, Methoden und IT-Tools zu Übungen und
Tests sowie zur Geschäftsfortführungsplanung bereitgestellt.
Die zentrale Verantwortung umfasst auch die kritische Plausibilisierung der dezentral vorgenommenen Identifikation und Bewertung
von Risiken. Das Betriebsrisiko-Management-Team schult die dezentralen Bereichskoordinatoren und informiert über neue
Entwicklungen.
Im KfW-Konzern werden Operationelle Risiken gemäß der Definition der Solvabilitätsverordnung im Rahmen eines alle Risikoarten
umfassenden Steuerungsansatzes in die ökonomische Steuerung integriert. Die Quantifizierung sowie die Ermittlung der
Kapitalbindung erfolgt gemäß dem regulatorischen Standardansatz. Für 2010 ergibt sich eine Unterlegung für das OpRisk in Höhe von
542 Mio. EUR (497 Mio. EUR für 2009).
Zur Risikosteuerung und Überwachung werden regelmäßig OpRisk-Assessments auf Bereichs- und Prozessebene durchgeführt. Der
Risiko-Assessment-Prozess wurde 2010 komplett überarbeitet und quantitativ ausgerichtet. Eine Pilotierung wurde erfolgreich
abgeschlossen. Der Rollout bei den dezentralen Bereichen wurde in der 2. Jahreshälfte 2010 begonnen und wird bis Mitte 2011
beendet.
Den Kern des Managementreportings bildet der monatliche Risikobericht an den Vorstand der KfW, der auch die OpRisk-Ereignisdaten
abbildet. Wesentliche Ereignisse werden darüber hinaus ad hoc an den Vorstand berichtet.
Dem Rechtsrisiko begegnet der Konzern durch die frühzeitige Einbindung der eigenen Rechtsabteilung sowie durch die enge
Zusammenarbeit mit externen in- und ausländischen Rechtsberatern.
Da Reputationsrisiken auch auf Operationellen Risiken beruhen, werden sie in der KfW Bankengruppe im Risikomanagementprozess
Operationeller Risiken bei dem Assessment, der Ereignisdatenerfassung sowie der Outsourcing-Risikoanalyse berücksichtigt.

Im Rahmen des Betrieblichen Kontinuitätsmanagements hat die KfW eine proaktive (Notfallvorsorge) und eine reaktive
Notfallorganisation (Notfallbewältigung) implementiert. Diese setzt sich aus dem Notfall- sowie dem Krisenstab zusammen. Das
Betriebliche Kontinuitätsmanagement ist ein Managementprozess zur Fortführung wesentlicher, zeitkritischer Geschäftsprozesse im
Notfall und in der Krise.
Für alle relevanten Prozesse und unterstützenden Ressourcen sind Geschäftsfortführungspläne erstellt und zu aktualisieren.
Notfallpläne existieren für folgende Schadensszenarien: Ausfall von Gebäuden, IT, Personal oder Dienstleistern.
Für besonders zeitkritische Prozesse sind voll ausgestattete Notfallarbeitsplätze in einem Ausweichstandort in ausreichender
räumlicher Entfernung zu den Gebäuden der KfW geschaffen worden.
Die Geschäftsfortführungspläne werden gemäß der Jahresplanung von den Bereichen getestet. 2010 wurden darüber hinaus
Krisenstabsübungen an einem Ausweichstandort der KfW durchgeführt.
Für den Alarmierungsprozess im Not- und Krisenfall ist ein externes, hochverfügbares System implementiert.
PROGNOSEBERICHT
Die Weltwirtschaft wird auch im Jahr 2011 von einer heterogenen Entwicklung geprägt bleiben. Mit hohen Zuwachsraten werden
voraussichtlich erneut die asiatischen Schwellenländer aufwarten können. Demgegenüber bleiben die gesamtwirtschaftlichen
Rahmenbedingungen in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften nicht nur mit Blick auf die Staatsfinanzen schwierig. Die strukturellen
Anpassungen stehen in vielen Ländern noch am Anfang. Angesichts der schwierigen Lage der öffentlichen Haushalte werden viele
Länder einen fiskalpolitischen Konsolidierungskurs verfolgen, der das Wachstum dämpfen wird. Die Geldpolitik wird in den meisten
fortgeschrittenen Volkswirtschaften hingegen noch für längere Zeit sehr expansiv ausgerichtet bleiben, um die Krisenfolgen
abzufedern und die Refinanzierung des Bankensektors zu erleichtern.
Demgegenüber steigt in einigen Schwellenländern, insbesondere in China und Indien, der Druck, die monetären Zügel noch stärker
anzuziehen und die fiskalischen Konjunkturmaßnahmen zurückzuführen, um dem zunehmenden Preisauftrieb entgegenzuwirken. Per
saldo dürfte sich der weltwirtschaftliche Aufwärtstrend im Jahr 2011 fortsetzen, die Dynamik im Vergleich zum Vorjahr aber etwas
nachlassen.
Im Euroraum ist mit einem leichten Abflauen der Wirtschaftsaktivität 2011 zu rechnen. Dabei zeigt sich eine Differenzierung der
Länder innerhalb des Euroraums. Insbesondere in den Ländern, die direkt von der Schuldenkrise betroffen sind, hat sich die
Stimmung eingetrübt, sodass dort mit Produktionsrückgängen zu rechnen ist. Diese Länder dürften bonitätsmäßig weiterhin unter
Druck stehen. Insbesondere trifft dies auf die Peripherieländer in der Eurozone zu, deren Konjunktur sich nur schleppend entwickelt.
Die Wirtschaftsaktivität in Griechenland, Irland und Portugal dürfte sogar schrumpfen. Dagegen entwickeln sich die Länder im
nördlichen Europa schwungvoller.
Die deutsche Wirtschaftsleistung dürfte 2011 um deutlich über 2 % zulegen können, auch 2012 ist aus heutiger Sicht eine reale
Zuwachsrate oberhalb des langfristigen Trendwachstums möglich. Gemessen an dem sehr hohen Realwachstum des Jahres 2010 ist
dies eine Tempoverringerung auf hohem Niveau, die insbesondere dem etwas schwächeren weltwirtschaftlichen Umfeld geschuldet ist.
Grundsätzlich sind die fundamentalen Voraussetzungen für einen stabilen Aufschwung in Deutschland indes so günstig wie seit
Langem nicht mehr, weil neben der traditionell starken Exportwirtschaft - deren Produktpalette als "Ausrüster der Welt" noch lange zu
dem Bedarf der aufstrebenden Volkswirtschaften passt - sich auch die binnenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen deutlich verbessert
haben. Höhere Löhne und sinkende Erwerbslosigkeit dürften den privaten Konsum 2011 weiter beleben, wovon positive Impulse auf
die inländischen Absatzperspektiven - und damit ein wichtiges Investitionsmotiv insbesondere für Kapazitätserweiterungen -
ausgehen. Doch Investitionen werden nicht nur nachfrageseitig attraktiver. Auch angebotsseitig haben sich zwei zentrale Faktoren, die
in den vergangenen zehn Jahren Investitionen im Inland belasteten, inzwischen in ihr Gegenteil verkehrt. So dürfte das europäische
Leitzinsniveau, bei dessen Festlegung die EZB Rücksicht auf die hartnäckigen Strukturprobleme in den Peripherieländern der Eurozone
nehmen muss, künftig gemessen an den rein nationalen Verhältnissen für Deutschland eher niedrig sein. Hinzu kommt, dass
Kapitalexporte in die Eurolandperipherie, aber auch in die USA inzwischen deutlich unattraktiver geworden sein dürften als vor der
Krise, sodass der deutsche Ersparnisüberschuss künftig wieder mehr für Investitionen in Deutschland mobilisiert werden kann.
Wesentliche Risiken dieser Prognose bestehen in: einem simultanen Exit aus der stimulierenden Fiskalpolitik in vielen
Handelspartnerländern, den - trotz der erwarteten Erholung der deutschen Binnennachfrage - fortbestehenden
Leistungsbilanzungleichgewichten im globalen und europäischen Maßstab sowie der weiter schwelenden Finanzkrise in der Peripherie
der Eurozone, die über die engen finanziellen und realwirtschaftlichen Verknüpfungen auch wirtschaftlich starke Länder wie
Deutschland potenziell in Mitleidenschaft ziehen kann.
Risikoseitig werden 2011 in den einzelnen Segmenten des KfW-Kreditportfolios unterschiedliche, in Summe aber positive
Entwicklungen erwartet.
Dabei profitiert voraussichtlich insbesondere das Risikoprofil im Unternehmenssektor von der anhaltenden, wenn auch weniger
dynamischen konjunkturellen Belebung. Besonders von der Krise betroffene Segmente wie bspw. Maschinen- und Automobilbau, Luft-
und Schifffahrt zeigen intakte, wenn auch differenzierte Aufholungsperspektiven. Insbesondere bei den kleinen und mittleren
Unternehmen dürfte sich die wirtschaftliche Erholung aufgrund eher nachlaufender Ratings und struktureller Finanzierungsnachteile
tendenziell mit zeitlichem Verzug zeigen. Besondere Aufmerksamkeit ist allerdings auf das Wachstum in China und weiteren
asiatischen Märkten zu richten. Diese stellen wesentliche Teile der für deutsche Unternehmen überdurchschnittlich bedeutsamen
Exportnachfrage dar. Fiskalpolitische oder regulatorische Maßnahmen zur Dämpfung übertriebenen Wachstums in diesen Ländern
könnten Absatzmöglichkeiten deutscher Unternehmen negativ beeinflussen. Nachwirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise zeigen
sich bei Unternehmen teilweise noch in reduzierten Eigenkapitalpuffern und noch nicht wieder vollständig aufgebauten
Liquiditätsreserven. Somit wären die Unternehmen für einen unerwartet schnellen Nachfragerückgang noch verstärkt anfällig.
Die Entwicklung der europäischen Finanzindustrie wird 2011 vor allem durch zwei wesentliche Themen beeinflusst: die Schuldenkrise
in verschiedenen europäischen Staaten und die neuen aufsichtsrechtlichen Anforderungen nach Basel III.
Für Banken mit starkem regionalem Bezug in europäischen Problemländern werden auch im nächsten Jahr spürbare Belastungen
erwartet. Neben den erhöhten Refinanzierungskosten bzw. der erschwerten Mittelbeschaffung werden auch die Kreditrisikokosten -
dies umso mehr in Ländern mit weiterhin problematischen Immobilienmärkten (Spanien, Irland) - weiterhin einen negativen Einfluss
auf die Rentabilität dieser Finanzinstitute nehmen.

Auch wenn die inzwischen konkretisierten, aber noch nicht in nationales Recht der Länder überführten Basel-III-Regeln teilweise
längere Übergangsfristen beinhalten, müssen viele Banken bereits im nächsten Jahr mit Hochdruck an der Umsetzung der neuen
Vorgaben arbeiten. Dabei wird der effiziente Umgang mit der Ressource "Kapital" noch einmal an Bedeutung gewinnen. Die höheren
Kapitalanforderungen und die neuen Vorgaben bezüglich der kurzfristigen Liquidität führen bei den Banken mittelfristig zu sinkenden
Rentabilitäten (RoE). Basel III stellt die Bankenwelt insgesamt vor große Herausforderungen, sodass sich eine stärkere Selektion der
Institute zeigen wird und damit auch eine weitere Konzentration des Bankenmarktes nicht ausgeschlossen ist.
Neben den Anforderungen nach Basel III wird im deutschen Bankenmarkt die Diskussion um die Landesbanken anhalten. Durch die
strengen Restrukturierungsanforderungen der EU-Kommission sind viele Landesbanken in einem massiven Umbauprozess. Inwieweit
der Fusionsprozess in diesem Segment bereits im nächsten Jahr stärkere Konturen annimmt, bleibt abzuwarten. Die Auswirkungen
der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise auf die amerikanische Finanzindustrie bleiben auch 2011 deutlich sichtbar. Besonders im
Segment der kleinen und mittleren Banken besteht weiterhin ein erhöhtes Insolvenzrisiko. Die fragile Lage des Immobilienmarktes
wird im nächsten Jahr noch spürbar die Kreditqualität beeinflussen, wobei sich aber die Restrukturierungsbemühungen der letzten
Jahre positiv auf die Rentabilität zumindest der großen Universalbanken auswirken werden. Grundsätzlich wird durch die
Verlangsamung der weltwirtschaftlichen Entwicklung 2011 insgesamt mit einer Stagnation der Kreditausfälle gerechnet. Die
Rentabilitätsverbesserung wird sich verlangsamen und weiterhin noch erheblichen Schwankungen in den einzelnen Quartalen
unterliegen.
Im Beteiligungsmarkt wird im Vergleich zum Unternehmenssektor 2011 eine langsamere Erholung erwartet. Bei zunächst noch
moderater Risikoneigung der Investoren werden eventuelle Transaktionen nur geringe Volumina aufweisen.
Auf dem europäischen Verbriefungsmarkt dürfte sich die moderate Erholung auch 2011 fortsetzen. Voraussetzung dafür ist, dass das
Vertrauen in diese Assetklasse nachhaltig zurückkehrt und die Investorenbasis verbreitert werden kann. Die Emissionsvolumina
werden zwar noch deutlich unter denen aus der Zeit vor Ausbruch der Finanzkrise liegen, allerdings wird durch wachsendes Vertrauen
der Investoren die öffentliche Vermarktung von ABS-Transaktionen wieder schrittweise zunehmen.
Der außerordentliche Anstieg des KfW-Fördervolumens in der jüngeren Vergangenheit war krisenbedingt. Die Normalisierung der
Wirtschaftslage bringt eine Normalisierung des Fördervolumens mit sich.
Inhaltlich konzentriert sich die KfW auf die Unterstützung des Mittelstands und die Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Unternehmen,
den Klima- und Umweltschutz, die Förderung von Wohnen und Bildung und die Verbesserung der kommunalen Infrastruktur. Weitere
Schwerpunkte bestehen in der Stärkung der Zusammenarbeit mit Entwicklungs-, Transformations- und Schwellenländern und im
Ausbau der Unterstützung der Exportwirtschaft.
Im Inlandsgeschäft unterstützt die KfW die Wirtschaft in Deutschland mit den Förderprogrammen der Mittelstands-, Privatkunden- und
Kommunalbank.
Ein zentrales Thema der Förderung der KfW Mittelstandsbank im Jahr 2011 ist die Sicherstellung der Finanzierung des Aufschwungs.
Die KfW Mittelstandsbank trägt hierzu bei, indem sie Gründern und mittelständischen Unternehmen bedarfsgerechte Finanzierungen
bereitstellt. Mit einer Neuordnung ihrer Programme wird die KfW Mittelstandsbank 2011 ihre Gründungsförderung stärken und
bündeln. Darüber hinaus bildet die Förderung von Innovationen einen für die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen besonders wichtigen
Finanzierungsschwerpunkt. Im gewerblichen Umweltschutz stellen die Steigerung der Energieeffizienz und der verstärkte Einsatz
erneuerbarer Energien weiterhin wichtige Ziele dar. An Finanzierungsinstrumenten bietet die KfW Mittelstandsbank neben klassischen
Förderkrediten auch Mezzanine- und Beteiligungskapital an.
In der KfW Privatkundenbank ist auch zukünftig die Förderung der energetischen Sanierung und des energieeffizienten Neubaus von
Wohngebäuden im Interesse des Klimaschutzes ein zentraler Schwerpunkt. Die Unterstützung von Maßnahmen zur
Barrierereduzierung im Wohnungsbestand soll zur Vorbereitung auf die älter werdende Gesellschaft gleichzeitig ausgebaut werden.
Darüber hinaus wird die Wohneigentumsbildung gefördert. Die Bildungsfinanzierung wird in den nächsten Jahren auch im Hinblick auf
die von der Bundesregierung proklamierte "Bildungsrepublik Deutschland" zunehmend an Bedeutung gewinnen. Mit dem "KfW-
Studienkredit" wird bereits heute eine einkommensunabhängige Finanzierung des Erststudiums ermöglicht und mit dem
Darlehensprogramm zur beruflichen Weiterbildung zum Meister das lebenslange Lernen unterstützt.
Die Infrastrukturförderung der KfW Kommunalbank wird trotz des Auslaufens der Sonderprogramme im Rahmen der
Investitionsoffensive Infrastruktur auf vergleichbarem Niveau fortgeführt. Neue Akzente werden im Bereich der Förderung der
Energieeffizienz in Kommunen gesetzt. Im Globaldarlehensgeschäft bilden die Landesförderinstitute weiterhin den Schwerpunkt.
Aufgrund der vielfältigen Einflussfaktoren lässt sich das Fördervolumen nur grob abschätzen. Für das Inlandsgeschäft ist für 2011 ein
Neugeschäftsvolumen in der Größenordnung von insgesamt rund 48,0 Mrd. EUR zu erwarten.
Die Verbriefungsaktivitäten sind und bleiben ein wichtiger Baustein für eine ausreichende Kreditversorgung der Wirtschaft, denn
regulatorische Herausforderungen der Zukunft (unter anderem Basel III) und ein hoher mittel- bis langfristiger Refinanzierungsbedarf
der Banken erfordern ein Ausnutzen der kompletten Bandbreite an Refinanzierungsmöglichkeiten. Mit ihren qualitativ hochwertigen
Verbriefungsprodukten sowie ihren Aktivitäten, unter anderem im Rahmen der TSI (True Sale International), leistet die KfW einen
wertvollen Beitrag zu einer weiteren Belebung des Verbriefungsmarktes und unterstützt damit die Kreditvergabe an den Mittelstand
und die Wohnungswirtschaft. Für 2011 rechnet die KfW für ihre Verbriefungsplattformen PROMISE und PROVIDE und für die
Beteiligung an Verbriefungstransaktionen von KMU, Leasing- und Hypothekenforderungen mit einem Neugeschäftsvolumen von rund
3,5 Mrd. EUR.
Neben den Verbriefungsaktivitäten sind auch für 2011 weitere Maßnahmen zur Förderung der Wirtschaft geplant. So wird die KfW das
erfolgreiche Programm zur "Refinanzierung bundesgedeckter Exportkredite" zu geänderten Bedingungen fortführen. Ziel des
Programms ist die Verbesserung der Finanzierungssituation deutscher Exporteure.
Im Zuge der weltweiten Erholung der Finanzmärkte und der Realwirtschaft konnte die KfW IPEX-Bank in dem von ihr verantworteten
Geschäftsfeld der Export- und Projektfinanzierung 2010 wieder eine Zunahme von Export- wie auch größeren Infrastrukturvorhaben
beobachten. Als Folge der Finanzkrise wie auch der unter Basel III zu erwartenden erhöhten Eigenkapitalanforderungen herrscht
innerhalb der Bankenlandschaft nach wie vor ein hoher Wettbewerb um risikoarme und gut besicherte Finanzierungsstrukturen. Für
2011 erwartet die Bank zwar noch nicht umgehend eine stärkere Dynamik in ihrer Geschäftsentwicklung, rechnet jedoch gegenüber
dem Vorjahr mit einer leicht höheren Nachfrage nach mittel- und langfristigen Finanzierungen, dem Kernprodukt der KfW IPEX-Bank.
Gute Chancen sieht sie dabei sowohl in der Finanzierung von Energie- und Umwelt- als auch von Infrastruktur- und

Transportvorhaben. Regional stehen dabei vor allem die Märkte im Fokus, die eine besondere Rolle für die deutsche Exportwirtschaft
spielen. Hierzu zählen neben den europäischen Staaten vor allem die Schwellenländer in Asien und Lateinamerika.
Unter Berücksichtigung der obigen Rahmenbedingungen rechnet die KfW IPEX-Bank für 2011 im Geschäftsfeld Export- und
Projektfinanzierung mit einem Neugeschäftsvolumen in Höhe von rund 9,0 Mrd. EUR.
Im Geschäftsfeld Förderung Entwicklungs- und Transformationsländer sind die Geschäftsaktivitäten der KfW Entwicklungsbank, des
KfW-Klimaschutzfonds und der DEG zusammengefasst.
Als internationale Förderbank des Bundes für Entwicklung, Umwelt und Klima wird die KfW Entwicklungsbank auch 2011 ihre
Anstrengungen insbesondere auf die weitere Mobilisierung von Finanzierungsmitteln zugunsten ihrer Partnerländer und zugunsten der
internationalen Klimafinanzierung konzentrieren. Schwerpunkte sind hier die Weiterentwicklung innovativer Finanzierungsinstrumente
(gemeinsam mit der Bundesregierung) und die Steigerung des Einsatzes KfW-eigener Mittel in fortgeschritteneren Entwicklungs- und
Schwellenländern. Damit baut die KfW Entwicklungsbank ihr Engagement beim Aus- und Aufbau des Finanzsektors und bei der
Förderung des Wasser- und Energiesektors sowie beim Klima- und Umweltschutz trotz der Haushaltskonsolidierung weiter aus.
Die KfW Entwicklungsbank unterstützt die Bundesregierung bei der Ausgestaltung ihrer globalen Entwicklungspartnerschaften für
Nachhaltigkeit. Für die Erreichung der EU-Ziele in der Entwicklungspolitik und im Klimaschutz übernimmt die KfW Entwicklungsbank in
Abstimmung mit der Bundesregierung eine aktive Rolle bspw. bei der Ausgestaltung und Umsetzung gemeinsamer europäischer
Finanzierungsplattformen. 2011 werden - ähnlich wie im Vorjahr - Neuzusagen von leicht über 4,0 Mrd. EUR erwartet.
Das Umfeld des KfW-Klimaschutzfonds wird 2011 weiter vom Fehlen eines verbindlichen internationalen Klimaabkommens für die Zeit
nach Auslaufen des Kyoto-Protokolls geprägt sein. Für den KfW-Klimaschutzfonds ergeben sich durch die weiter bestehenden
Unsicherheiten und die erhöhte Marktkomplexität gute Vermarktungschancen für das innovative, gemeinsam mit der EIB aufgelegte
"EIB-KfW CO
2
-Programm II", welches bereits im Vorjahr zahlreiche interessierte Unternehmen fand. Für 2011 sind unter den
gegebenen Rahmenbedingungen Käufe von Zertifikaten vornehmlich aus Projekten mit innovativen programmatischen Ansätzen sowie
aus Projekten in den ärmsten Entwicklungsländern vorgesehen.
Die DEG geht 2011 von einer sich weiterhin erholenden Konjunktur der Märkte in ihren Partnerländern aus und strebt daher die
Verfolgung eines Wachstumskurses aus eigener Kraft mit schrittweiser Steigerung des Neugeschäftsvolumens - bei gleichbleibend
hoher entwicklungspolitischer Qualität - auf 1,5 Mrd. EUR bis 2015 an. Das Förderziel der DEG umfasst dabei die Förderung der
Privatwirtschaft in DEG-Partnerländern insbesondere durch Ausbau der Förderung in Mittelstand/KMU und Klimaschutz, Intensivierung
der Zusammenarbeit mit deutschen Unternehmen, Ausweitung der Förderung in Afrika und Ausbau der Risikokapitalfinanzierungen
sowie die Positionierung der DEG als Förderer unternehmerischer Nachhaltigkeit.
Die KfW hält im Zuge der Privatisierungsgeschäfte mit dem Bund weiterhin Anteile an der Deutschen Telekom AG, Bonn, und der
Deutschen Post AG, Bonn. Die Durchführung weiterer Privatisierungstransaktionen erfolgt unter Berücksichtigung der jeweiligen
Marktbedingungen und strategischer Vorgaben des Bundes.
Die KfW rechnet für die beiden kommenden Jahre weiter mit einem hohen Refinanzierungsvolumen. Für das Geschäftsjahr 2011 wird
ein im Vergleich zu den Vorjahren stabiler Refinanzierungsbedarf von circa 75,0 Mrd. EUR erwartet. Wesentliche Bestimmungsgröße
des geplanten Mittelbedarfs ist erneut das nachhaltig hohe, wenn auch 2011 leicht rückläufig erwartete Fördervolumen. Die
Normalisierung des Kapitalmarktumfeldes nach Überwindung der Finanz- und Wirtschaftskrise sollte im Prognosezeitraum weiter
zunehmen. Allerdings birgt die Schuldensituation einzelner Staaten weiterhin das Potenzial für zumindest temporäre Verzerrungen
bzw. Marktstörungen. Aufgrund der anhaltend hohen Volatilität an den internationalen Kapitalmärkten sowie eines spürbar größer
werdenden Angebots durch supranationale bzw. nichtstaatliche Emittenten ist 2011 mit einem anhaltend herausfordernden
Wettbewerbsumfeld zu rechnen.
Zur Refinanzierung ihres Mittelbedarfs wird die KfW auf den bewährten Mix aus großvolumigen Benchmark-Anleihen, anderen
öffentlichen Anleihen und Privatplatzierungen zurückgreifen. Euro und US-Dollar werden die Hauptrefinanzierungswährungen bleiben.
Des Weiteren ist zu erwarten, dass neben britischen Pfund und japanischen Yen auch Währungen wie der australische Dollar oder die
norwegische Krone einen wichtigen Beitrag zur Gesamtrefinanzierung leisten werden.
Die erstklassige Kreditqualität sowie die diversifizierte und verlässliche KfW-Refinanzierungsstrategie stellen auch in Zukunft die
wichtigsten Garanten für den Zugang der KfW zu den Emissionsmärkten dar. Angebote über das gesamte Laufzeitband hinweg und
Flexibilität hinsichtlich Format und Währung werden die wesentlichen Erfolgsfaktoren einer bedarfsgerechten Emissionstätigkeit sein.
Für das Jahr 2011 geht die KfW in ihrer aktuellen Ergebnisplanung für den Konzern von einem Gesamtergebnis von rund 1,0 Mrd. EUR
aus. Maßgebliche Grundannahme dieser Ergebnisprognose ist eine sich nach Beendigung der Wirtschafts- und Finanzkrise weiter
fortsetzende konjunkturelle Erholung, deren Dynamik sich allerdings leicht abschwächt. Einhergehend damit werden geringfügig
steigende Zinssätze bei einer sich leicht verflachenden Zinsstruktur erwartet. Insgesamt geht die KfW damit von Rahmenbedingungen
aus, die zwar zu Rückgängen im Zinsüberschuss führen, dennoch wird diese Schlüsselgröße des operativen Ergebnisses des KfW-
Konzerns aber auch für 2011 auf hohem Niveau erwartet. 2010 profitierte die KfW davon, dass ein hoher Anteil der 2009 gebildeten
Risikovorsorge wieder aufgelöst werden konnte. Für 2011 wird von einer Normalisierung und damit von einem Anstieg der
Kreditrisikovorsorge im Vergleich zu 2010 ausgegangen. Der Entwicklung im Zinsergebnis und bei der Kreditrisikovorsorge stehen
voraussichtlich Verbesserungen im Bewertungsergebnis gegenüber. Die Verwaltungskosten werden im Jahr 2011 gegenüber dem
Niveau von 2010 leicht ansteigen.
In einem Szenario, in dem die Wirtschaft entgegen den Erwartungen erneut in eine Rezession abgleitet, geht die KfW gegenüber dem
erwarteten Szenario von stabilen niedrigen Zinsen aus. Der rezessionsbedingte Anstieg des Wertberichtigungsbedarfs im
Kreditgeschäft würde somit voraussichtlich durch ein höheres Zinsergebnis kompensiert werden. Dagegen würde in einem Szenario
mit einer unerwartet dynamischen Konjunkturerholung und steigenden Zinsen bei sich verflachender Zinsstruktur das Zinsergebnis
niedriger ausfallen. In diesem Fall werden aber auch deutlich sinkende Kreditausfälle erwartet, was stabilisierend auf die Ertragslage
wirkt.
Aufgrund der Nachwirkungen der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise ist die Prognose nach wie vor durch ein hohes Maß an
Unsicherheit geprägt. Diese besteht insbesondere in Bezug auf die Entwicklung der Zins- und Wechselkurse, die maßgeblich den
Ergebnisbeitrag des Zinsüberschusses und des Bewertungsergebnisses beeinflussen. Daneben können sich auch künftig
Ergebnisschwankungen aus der IFRS-konformen Abbildung von Sicherungsbeziehungen ergeben, die unter ökonomischen
Gesichtspunkten jedoch unbegründet sind.

Nach Auslaufen des Konjunkturprogramms wird die KfW ihren Personalbestand im Jahr 2011 und voraussichtlich auch im Folgejahr
unter Nutzung natürlicher Fluktuation an die aktuellen Anforderungen anpassen. Nennenswerte Auswirkungen auf die Personalstruktur
der KfW sind hierbei nicht zu erwarten.
Ausbildungsplätze wird die KfW im bisherigen Umfang zur Verfügung stellen, um damit in besonderer Weise Verantwortung gegenüber
der jungen Generation zu übernehmen.
ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG
Der Vorstand und der Verwaltungsrat der KfW haben beschlossen, die Grundsätze des Public Corporate Governance Kodex des Bundes
(PCGK) für die KfW anzuerkennen. Die Entsprechenserklärung zur Einhaltung des PCGK enthält der Corporate Governance Bericht der
KfW.
Konzernabschluss
GESAMTERGEBNISRECHNUNG
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang
2010
Mio. EUR
2009
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Zinserträge
(26)
14.454
18.017
- 3.563
Zinsaufwendungen
(26)
11.702
15.363
- 3.661
Zinsüberschuss
2.752
2.654
98
Risikovorsorge im Kreditgeschäft
(10), (13), (27)
424
- 972
1.396
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge
3.176
1.682
1.494
Provisionserträge
(28)
375
430
- 55
Provisionsaufwendungen
(28)
102
144
- 41
Provisionsüberschuss
273
286
- 13
Ergebnis aus dem Hedge Accounting
(7), (29)
- 219
- 313
94
Ergebnis aus Fair-Value-Bewertung anderer
Finanzinstrumente
(7), (9), (30)
206
368
- 162
Ergebnis aus Finanzanlagen
(14), (31)
1
- 117
119
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten
Unternehmen
(4), (32)
- 3
- 3
0
Verwaltungsaufwand
(33)
722
742
- 20
Sonstiges betriebliches Ergebnis
(34)
- 27
23
- 50
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
2.685
1.184
1.501
Ertragsteueraufwand
(18), (35)
54
57
- 3
Konzerngewinn
2.631
1.127
1.504
Gesamtergebnisrechnung
Anhang
2010
Mio. EUR
2009
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Konzerngewinn
2.631
1.127
1.504
Sonstiges Ergebnis aus Finanzinstrumenten
(14), (36)
30
285
- 254
Sonstiges Ergebnis aus latenten Steuern auf
Finanzinstrumente
(18), (36)
8
- 17
25
Sonstiges Ergebnis aus nach der Equity-Methode
bilanzierten Unternehmen
(4), (36)
- 6
- 7
1
Sonstiges Ergebnis gesamt
33
261
- 228
Konzernergebnis
2.663
1.388
1.275
Das Sonstige Ergebnis umfasst die in den Neubewertungsrücklagen erfassten Erträge und Aufwendungen.
Darstellung der enthaltenen Umgliederungen in der Gewinn- und Verlustrechnung
2010
Mio. EUR
2009
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Umgliederungen aus Finanzinstrumenten
57
135
- 79
Umgliederungen aus latenten Steuern auf Finanzinstrumente
0
- 1
1
Gesamt
56
134
- 78
Die dargestellten Umgliederungen resultieren aus Erträgen und Aufwendungen, die in der Berichtsperiode erfolgswirksam in der
Gewinn- und Verlustrechnung vereinnahmt wurden und die zuvor erfolgsneutral in den Neubewertungsrücklagen erfasst waren.
Darunter fällt auch die Amortisierung von Neubewertungsrücklagen aus der Umgliederung von Finanzanlagen aus der
Bewertungskategorie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte in die Bewertungskategorie Kredite und Darlehen. In
der Gewinn- und Verlustrechnung vereinnahmte Erträge sind mit negativem Vorzeichen ausgewiesen, Aufwendungen weisen ein
positives Vorzeichen auf.
Bilanz
Aktiva

Anhang
31.12.2010
Mio. EUR
31.12.2009
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Barreserve
(39)
604
337
267
Forderungen an Kreditinstitute
(9), (12), (40)
263.422
241.559
21.863
Forderungen an Kunden
(9), (10), (12),
(41)
108.099
99.376
8.723
Risikovorsorge im Kreditgeschäft
(10), (13), (42)
- 5.422
- 6.904
1.482
Wertanpassungen aus dem Macro Fair Value Hedge
Accounting
(7), (43)
7.478
6.751
727
Derivate im Hedge Accounting
(7), (44)
23.323
14.622
8.701
Sonstige Derivate
(7), (8), (9), (45)
6.568
5.023
1.545
Finanzanlagen
(14), (15), (46)
35.207
36.694
- 1.487
Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten
Unternehmen
(4), (47)
29
15
14
Sachanlagen
(16), (48)
912
876
36
Immaterielle Vermögenswerte
(17), (49)
44
44
- 1
Ertragsteueransprüche
(18), (50)
198
189
9
Sonstige Aktiva
(51)
1.296
1.502
- 206
Gesamt
441.757
400.084
41.673
Passiva
Anhang
31.12.2010
Mio. EUR
31.12.2009
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
(9), (19), (52)
15.461
8.095
7.365
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
(9), (19), (53)
22.011
23.734
- 1.724
Verbriefte Verbindlichkeiten
(19), (54)
357.984
321.429
36.556
Wertanpassungen aus dem Macro Fair Value Hedge
Accounting
(7), (55)
141
27
114
Derivate im Hedge Accounting
(7), (56)
18.191
19.476
- 1.285
Sonstige Derivate
(7), (8), (9), (57)
4.623
6.838
- 2.215
Rückstellungen
(13), (20), (58)
2.290
2.065
225
Ertragsteuerverpflichtungen
(18), (59)
118
68
50
Sonstige Passiva
(21), (60)
1.906
1.984
- 78
Nachrangkapital
(21), (61)
3.247
3.247
0
Eigenkapital
(22), (62)
15.784
13.121
2.663
Eingezahltes gezeichnetes Kapital
3.300
3.300
0
Kapitalrücklage
5.947
5.947
0
Rücklage aus Mitteln des ERP-Sondervermögens
977
893
84
Gewinnrücklagen
5.218
4.725
493
Fonds für allgemeine Bankrisiken
600
46
554
Neubewertungsrücklagen
(4), (14)
- 257
- 290
33
Bilanzverlust
0
- 1.499
1.499
Gesamt
441.757
400.084
41.673
ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS
Entwicklung des Eigenkapitals im Geschäftsjahr 2010
Stand 01.01.2010
Mio. EUR
Eigentümerbezogene
Kapitalveränderungen
Mio. EUR
Verwendung
Konzernergebnis
2010
Mio. EUR
Stand 31.12.2010
Mio. EUR
Gezeichnetes Kapital
3.750
0
0
3.750
abzüglich ausstehender nicht eingeforderter
Einlagen
- 450
0
0
- 450
Kapitalrücklage
5.947
0
0
5.947
darunter: Förderrücklage des ERP-
Sondervermögens
4.650
0
0
4.650
Rücklage aus Mitteln des ERP-
Sondervermögens
893
0
84
977
Gewinnrücklagen
4.725
0
493
5.218
Gesetzliche Rücklage gemäß § 10 Abs. 2 KfW-
Gesetz
1.574
0
264
1.838
Sonderrücklage gemäß § 10 Abs. 3 KfW-Gesetz
1.928
0
250
2.178
Sonderrücklage abzüglich Sonderverlustkonto
aus Rückstellungsbildung gemäß § 17 Abs. 4
des D-Mark-Bilanz-Gesetzes
21
0
0
21
Andere Gewinnrücklagen
1.202
0
- 21
1.181

Stand 01.01.2010
Mio. EUR
Eigentümerbezogene
Kapitalveränderungen
Mio. EUR
Verwendung
Konzernergebnis
2010
Mio. EUR
Stand 31.12.2010
Mio. EUR
Fonds für allgemeine Bankrisiken
46
0
554
600
Neubewertungsrücklagen
- 290
0
33
- 257
Bilanzverlust
- 1.499
0
1.499
0
Eigenkapital
13.121
0
2.663
15.784
Die Stärkung der Rücklage aus Mitteln des ERP-Sondervermögens der KfW erfolgt auf Basis vertraglicher Vereinbarungen. Mit dem
Jahresüberschuss der KfW in Höhe von 2.013 Mio. EUR konnte der aus dem Vorjahr vorgetragene Bilanzverlust in Höhe von 1.499
Mio. EUR vollständig ausgeglichen werden. Darüber hinaus wurde der Fonds für allgemeine Bankrisiken um 554 Mio. EUR aufgestockt.
Die gesetzliche Rücklage gemäß § 10 Abs. 2 KfW-Gesetz wurde um 264 Mio. EUR, die Sonderrücklage gemäß § 10 Abs. 3 KfW-Gesetz
um 250 Mio. EUR erhöht.
Der Unterschiedsbetrag zum Konzernergebnis wird den Anderen Gewinnrücklagen bzw. -soweit erfolgsneutral abzubilden - den
Neubewertungsrücklagen zugeordnet.
Entwicklung der Neubewertungsrücklagen im Geschäftsjahr 2010
Schuldverschreibungen
und andere
festverzinsliche
Wertpapiere
Mio. EUR
Aktien und
andere nicht
festverzinsliche
Wertpapiere
Mio. EUR
Beteiligungen
Mio. EUR
Effekte
aus
latenten
Steuern
Mio. EUR
Nach der Equity
-Methode
bilanzierte
Unternehmen
Mio. EUR
Total
Mio.
EUR
A. Erfolgswirksame
Veränderung
- 291
21
0
- 13
- 7
-
290
Minderung wegen Abgängen
0
- 60
0
0
0
- 60
Erhöhung wegen Abgängen
4
0
0
0
0
4
Entnahmen wegen
Wertminderungen
(Impairment)
0
0
0
0
0
0
Amortisierung nach
Umwidmungen
113
0
0
0
0
113
Summe erfolgswirksame
Veränderung
117
- 60
0
0
0
56
B. Erfolgsneutrale Veränderung
Veränderungen der
Neubewertungsrücklagen
wegen Zuschreibungen
(Impairment Reversal) nur für
Eigenkapitalinstrumente
0
0
8
0
0
8
Veränderungen der
Neubewertungsrücklagen
aufgrund von Veränderungen
beizulegender Zeitwerte
- 73
38
0
9
- 6
- 32
Summe erfolgsneutrale
Veränderung
- 73
38
8
9
- 6
- 24
Wechselkursänderungen
- 2
2
0
0
0
0
Stand 31.12.2010
- 249
1
8
- 4
- 13
-
257
Entwicklung des Eigenkapitals im Geschäftsjahr 2009
Stand 01.01.2009
Mio. EUR
Eigentümerbezogene
Kapitalveränderungen
Mio. EUR
Verwendung
Konzernergebnis
2009
Mio. EUR
Stand 31.12.2009
Mio. EUR
Gezeichnetes Kapital
3.750
0
0
3.750
abzüglich ausstehender nicht eingeforderter
Einlagen
- 450
0
0
- 450
Kapitalrücklage
6.254
- 307
0
5.947
darunter: Förderrücklage des ERP-
Sondervermögens
4.650
0
0
4.650
Rücklage aus Mitteln des ERP-
Sondervermögens
848
0
45
893
Gewinnrücklagen
5.269
34
- 578
4.725
Gesetzliche Rücklage gemäß § 10 Abs. 2 KfW-
Gesetz
1.574
0
0
1.574
Sonderrücklage gemäß § 10 Abs. 3 KfW-Gesetz
1.893
34
0
1.928
Sonderrücklage abzüglich Sonderverlustkonto
aus Rückstellungsbildung gemäß § 17 Abs. 4
des D-Mark-Bilanz-Gesetzes
21
0
0
21

Stand 01.01.2009
Mio. EUR
Eigentümerbezogene
Kapitalveränderungen
Mio. EUR
Verwendung
Konzernergebnis
2009
Mio. EUR
Stand 31.12.2009
Mio. EUR
Andere Gewinnrücklagen
1.780
0
- 578
1.202
Fonds für allgemeine Bankrisiken
50
0
- 4
46
Neubewertungsrücklagen
- 551
0
261
- 290
Bilanzverlust
- 3.436
272
1.664
- 1.499
Eigenkapital
11.733
0
1.388
13.121
Entwicklung der Neubewertungsrücklagen im Geschäftsjahr 2009
Schuldverschreibungen
und andere
festverzinsliche
Wertpapiere
Mio. EUR
Aktien und
andere nicht
festverzinsliche
Wertpapiere
Mio. EUR
Beteiligungen
Mio. EUR
Effekte
aus
latenten
Steuern
Mio. EUR
Nach der Equity
-Methode
bilanzierte
Unternehmen
Mio. EUR
Total
Mio.
EUR
Stand 01.01.2009
- 557
2
0
4
0
-
551
A. Erfolgswirksame
Veränderung
Minderung wegen Abgängen
0
0
0
0
0
0
Erhöhung wegen Abgängen
10
0
0
- 1
0
9
Entnahmen wegen
Wertminderungen
(Impairment)
0
0
0
0
0
0
Amortisierung nach
Umwidmungen
125
0
0
0
0
125
Summe erfolgswirksame
Veränderung
136
0
0
- 1
0
134
B. Erfolgsneutrale Veränderung
Veränderungen der
Neubewertungsrücklagen
wegen Zuschreibungen
(Impairment Reversal) nur für
Eigenkapitalinstrumente
0
20
0
0
0
20
Veränderungen der
Neubewertungsrücklagen
aufgrund von Veränderungen
beizulegender Zeitwerte
129
0
0
- 15
- 7
107
Summe erfolgsneutrale
Veränderung
129
19
0
- 15
- 7
126
Wechselkursänderungen
1
0
0
0
0
1
Stand 31.12.2009
- 291
21
0
- 13
- 7
-
290
KAPITALFLUSSRECHNUNG
Kapitalflussrechnung
2010
Mio. EUR
2009
Mio. EUR
Konzerngewinn
2.631
1.127
Im Konzerngewinn enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit:
Abschreibungen, Wertberichtigungen, Zuschreibungen auf Forderungen, Sach- und
Finanzanlagen sowie Veränderungen der Rückstellungen im Kreditgeschäft
- 134
1.169
Veränderung der sonstigen Rückstellungen
174
305
Gewinn und Verlust aus der Veräußerung von Finanz- und Sachanlagen
1
- 3
Sonstige Anpassungen
- 2.532
- 3.374
Zwischensumme
139
- 775
Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus operativer Geschäftstätigkeit
nach Korrektur um zahlungsunwirksame Bestandteile:
Forderungen an Kreditinstitute
- 21.862
- 18.098
Forderungen an Kunden
- 10.211
3.654
Wertpapiere
1.732
7.854
Andere Aktiva aus operativer Geschäftstätigkeit
- 10.646
1.775
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
7.365
- 3.693
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
- 1.724
- 7.572
Verbriefte Verbindlichkeiten
36.556
18.870

2010
Mio. EUR
2009
Mio. EUR
Andere Passiva aus operativer Geschäftstätigkeit
- 3.546
- 4.152
Erhaltene Zinsen und Dividenden
14.454
18.017
Gezahlte Zinsen
- 11.702
- 15.363
Ertragsteuerzahlungen
- 33
- 10
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit
523
507
Einzahlungen aus der Veräußerung von:
Sachanlagevermögen
10
24
Auszahlungen für den Erwerb von:
Finanzanlagen (Beteiligungen)
- 173
- 197
Sachanlagevermögen
- 93
- 96
Cashflow aus Investitionstätigkeit
- 256
- 269
Ein- und Auszahlungen aus Kapitalveränderungen
0
0
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
-
0
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode
337
99
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit
523
507
Cashflow aus Investitionstätigkeit
- 256
- 269
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
0
0
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode
604
337
Der ausgewiesene Zahlungsmittelbestand bei der Darstellung der Kapitalflussrechnung nach IAS 7 entspricht dem Bilanzposten
Barreserve und umfasst somit den Kassenbestand sowie die Guthaben bei Zentralnotenbanken.
In der Kapitalflussrechnung wird die Veränderung des Zahlungsmittelbestandes des Geschäftsjahres durch die Zahlungsströme aus
der operativen Geschäftstätigkeit, der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit dargestellt. Der Posten Sonstige
Anpassungen enthält im Wesentlichen die Bereinigung um den Zinsüberschuss in Höhe von - 2.752 Mio. EUR sowie um
Bewertungsergebnisse (-120 Mio. EUR) und Wechselkursänderungen (265 Mio. EUR).
Hinsichtlich des Liquiditätsrisikomanagements des KfW-Konzerns wird auf die Ausführungen zum Liquiditätsrisiko im
Konzernlagebericht verwiesen.
ANHANG
BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
(1) Grundlagen der Konzernrechnungslegung
Die KfW ist die Förderbank der Bundesrepublik Deutschland und wurde 1948 als eine Anstalt des öffentlichen Rechts mit Sitz in
Frankfurt am Main gegründet.
Für die Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts ist der Vorstand der KfW verantwortlich; nach Empfehlung
durch den Prüfungsausschuss erfolgt die Billigung durch den Verwaltungsrat der KfW. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach
dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, liegen nicht vor (Stichtag 08.03.2011).
Die KfW bildet zum Abschlussstichtag zusammen mit sechs Tochtergesellschaften und zwei Spezialfonds
(Wertpapiersondervermögen), die voll konsolidiert werden, den Konzern. Zwei Gemeinschaftsunternehmen und drei assoziierte
Unternehmen werden nach der Equity-Methode einbezogen.
Der Konzernabschluss zum 31.12.2010 ist gemäß § 315 a Abs. 1 HGB nach den Vorschriften der International Financial Reporting
Standards, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, sowie den Interpretationen des International Financial Reporting
Interpretations Committee (IFRIC) als verpflichtender Konzernabschluss gemäß Art. 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 (IAS-
Verordnung) des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19.07.2002 sowie weiteren Verordnungen zur Übernahme bestimmter
internationaler Rechnungslegungsstandards aufgestellt. Maßgeblich sind diejenigen Standards und Interpretationen, die zum
Abschlussstichtag veröffentlicht und von der EU übernommen wurden.
Die ergänzend anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften, die auch für den IFRS-Konzernabschluss gelten, werden
berücksichtigt. Der Konzernlagebericht gemäß § 315 HGB beinhaltet den Risikobericht mit den risikoorientierten Angaben zu
Finanzinstrumenten nach IFRS 7, die Angabe wesentlicher Ereignisse nach dem Bilanzstichtag gemäß IAS 10 sowie die Angaben zum
Kapital und Kapitalmanagement nach IAS 1.124.
Der Konzernabschluss wird nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt und basiert auf dem
Grundsatz der Unternehmensfortführung. Die einbezogenen Unternehmen haben ihren Jahresabschluss zum Stichtag 31.12.2010
aufgestellt, sofern nicht bei nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen Abschlüsse vom 30.09.2010 herangezogen werden.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden stetig angewandt.
Die Berichtswährung und funktionale Währung ist der Euro. Alle Beträge werden, sofern nicht besonders darauf hingewiesen wird, in
Millionen Euro (Mio. EUR) angegeben.
Die Bewertung erfolgt grundsätzlich auf Basis der (fortgeführten) Anschaffungskosten mit Ausnahme der folgenden
Finanzinstrumente:
derivative Finanzinstrumente, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden;

designierte Finanzinstrumente, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden;
zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.
Der Konzernabschluss enthält Werte unter Verwendung von Ermessensentscheidungen bzw. Schätzungen und Annahmen, die im
Einklang mit dem jeweiligen Standard bestmöglich ermittelt werden. Die zukünftig tatsächlich realisierten Beträge können von diesen
Schätzungen abweichen. Schätzungen und Annahmen sind insbesondere erforderlich bei der Ermittlung der Risikovorsorge, dem
Ansatz und der Bewertung von Rückstellungen (im Wesentlichen für Pensionsverpflichtungen sowie Rechtsrisiken), bei der auf
Bewertungsmodellen basierenden Bewertung von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert, der Beurteilung und der
Bemessung von außerplanmäßigen Abschreibungen von Vermögenswerten sowie der Beurteilung der Realisierbarkeit von aktiven
latenten Steuern. Die Schätzungen und deren zugrunde liegende Annahmen werden fortlaufend überprüft und basieren unter anderem
auf Erfahrungswerten, einschließlich Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse, die unter den gegebenen Umständen als
wahrscheinlich erscheinen. Sofern Schätzungen und deren zugrunde liegende Annahmen erforderlich waren, sind die getroffenen
Annahmen bei der Erläuterung der entsprechenden Posten dargestellt.
Die KfW geht davon aus, dass es grundsätzlich zu keinen Abweichungen bzw. Schätzunsicherheiten kommt, aus denen wesentliche
Anpassungen der betreffenden Vermögenswerte bzw. Schulden innerhalb des nächsten Geschäftsjahres resultieren. Im Hinblick auf
die besonderen Abhängigkeiten von der Entwicklung der Wirtschaftslage sowie der Finanzmärkte kann dies allerdings nicht vollständig
ausgeschlossen werden. Da Bewertungsmodelle - insbesondere unter Verwendung nicht am Markt beobachtbarer Daten - bei der
Bewertung von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert nur bei einem Teil des Portfolios zum Einsatz kommen, sind diese
Risiken als gering einzuschätzen.
(2) Beurteilung der Auswirkungen von zukünftig anzuwendenden IFRS/IFRIC
Aus den im Geschäftsjahr 2010 erstmals anzuwendenden Regelungen der geänderten Standards IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der
International Financial Reporting Standards" (November 2008, Juli 2009, Januar 2010), IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütungen" (Juni
2009), IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" (Januar 2008), IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" (Januar 2008), IAS 39
"Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" (Juli 2008) sowie aus den "Änderungsvorschlägen zu IFRS 2007-2009" (April 2009)
ergeben sich keine materiellen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Die Regelungen des geänderten Standards IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und
Personen" (November 2009) mit verpflichtender Anwendung ab dem Geschäftsjahr 2011 wurden freiwillig vorzeitig angewendet.
Materielle Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben sich nicht ergeben.
Die bereits von der EU verabschiedeten und mit Wirkung vom Geschäftsjahr 2011 verpflichtend anzuwendenden Änderungen des
Standards IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung" (Oktober 2009) wurden nicht freiwillig vorzeitig angewendet. Materielle
Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns aus diesen Änderungen sind nicht zu erwarten bzw. sie
haben für den Konzern keine Relevanz.
Die Änderungen des IFRIC 14 "Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotierungsverpflichtungen" sowie des IFRIC 19 "Tilgung
finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente", die bereits von der EU verabschiedet wurden und mit Wirkung vom
Geschäftsjahr 2011 verpflichtend anzuwenden sind, haben für den Konzern keine Relevanz.
(3) Konsolidierungskreis
Alle wesentlichen Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen sowie assoziierten Unternehmen werden in den Konzernabschluss
einbezogen.
Tochterunternehmen werden nach IAS 27 voll konsolidiert, wenn die KfW direkt oder indirekt einen beherrschenden Einfluss auf das
Unternehmen ausüben kann. Die Erstkonsolidierung erfolgt, sobald die Beherrschung ausgeübt werden kann. Die Entkonsolidierung
eines Tochterunternehmens wird vorgenommen, wenn die Beherrschung nicht mehr ausgeübt werden kann.
Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden gemäß IAS 28/IAS 31 einbezogen, sofern ein maßgeblicher Einfluss
oder eine gemeinschaftliche Führung besteht.
Als Zweckgesellschaft wird ein Unternehmen verstanden, das gegründet wird, um ein enges, genau definiertes Ziel zu erreichen. Eine
Zweckgesellschaft wird nach IAS 27/SIC-12 konsolidiert, wenn bei wirtschaftlicher Betrachtung eine Beherrschung vorliegt. Dies trifft
zu, wenn
A. die Geschäftstätigkeit der Zweckgesellschaft auf die Bedürfnisse des Unternehmens ausgerichtet ist und dieses daraus Nutzen zieht
oder
B. das Unternehmen entscheiden kann, die Mehrheit des Nutzens aus der Geschäftstätigkeit der Zweckgesellschaft zu ziehen, oder
C. das Unternehmen das Recht hat, die Mehrheit des Nutzens aus der Geschäftstätigkeit der Zweckgesellschaft zu ziehen, oder
D. das Unternehmen die Mehrheit der Chancen und Risiken hält.
Die Zusammensetzung des Konsolidierungskreises ist im Anhang unter den Angaben zum Anteilsbesitz dargestellt.
(4) Konsolidierungsgrundsätze
Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung werden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Tochterunternehmen unabhängig von der
Anteilsquote zum Zeitpunkt des Erwerbs neu bewertet und in die Konzernbilanz übernommen. Die aufgedeckten stillen Reserven und
Lasten werden entsprechend den anzuwendenden Standards bilanziert. Verbleibt nach der Neubewertung ein aktivischer
Unterschiedsbetrag, wird dieser als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Derzeit besteht kein Geschäfts- oder Firmenwert.

Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge aus Geschäften zwischen in den Konzernabschluss einbezogenen
Gesellschaften werden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung bzw. Aufwands- und Ertragskonsolidierung eliminiert. Ebenso werden
Zwischenergebnisse, die zwischen den voll konsolidierten Unternehmen angefallen sind, herausgerechnet.
Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Der Bilanzausweis erfolgt in
einem separaten Posten; Wertänderungen werden in Abhängigkeit vom zugrunde liegenden Sachverhalt in einem gesonderten Posten
in der Gewinn- und Verlustrechnung bzw. in den Neubewertungsrücklagen gezeigt.
Minderheitenanteile bestehen nicht.
(5) Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen
Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Die nachfolgenden Erläuterungen geben
eine Übersicht darüber, wie die Vorschriften des IAS 39 umgesetzt werden:
Der erstmalige Ansatz erfolgt bei originären Finanzinstrumenten zum Erfüllungstag, bei Derivaten zum Handelstag.
Finanzinstrumente sind im Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes einer der nachstehend aufgeführten Kategorien zuzuordnen. Die
Folgebewertung ist abhängig von dieser Kategorisierung vorzunehmen:
A. Kredite und Forderungen (loans and receivables),
B. bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte (held to maturity),
C. erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (at fair value through
profit or loss),
a. designierte finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (designated at fair value through profit or loss, Fair-Value-Option),
b. zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (held for trading),
D. zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (available for sale) oder
E. andere Verbindlichkeiten (other liabilities).
Unter die Kategorie Kredite und Forderungen fallen nichtderivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren
Zahlungen, sofern für diese kein aktiver Markt besteht. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung
der Effektivzinsmethode. Im Konzern fällt hierunter vor allem das unter den Forderungen an Kreditinstitute und Kunden ausgewiesene
Kreditgeschäft. Der Konzern greift im Kreditgeschäft bei der Selektion der Ausfallkriterien auf die Baseler Definition zurück und
verwendet eine konzernweit einheitliche Ausfalldefinition. Ausfallkriterien sind insbesondere Zahlungsverzug um mehr als 90 Tage
(unter Beachtung einer Marginalitätsgrenze) sowie drohende Nichterfüllung der Zahlungsverpflichtungen bei Indikationen wie Antrag
auf Insolvenz, Material Adverse Change, Distressed Loan Indication, Konvertierungs- und Transferereignis, Debt to Equity Swap,
Stundung/Restrukturierung und Verkauf einer Forderung mit einem erheblichen Verlust.
Bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte sind nichtderivative Finanzinstrumente mit festen oder bestimmbaren
Zahlungen sowie einer festen Fälligkeit, die mit der Absicht und Fähigkeit erworben werden, sie bis zur Endfälligkeit zu halten. Diese
Bewertungskategorie wird im Wertpapierportfolio des Konzerns einzelfallbezogen bei Erwerb genutzt. Der Ausweis erfolgt unter den
Finanzanlagen, zu erfassende Wertminderungen und Wertaufholungen sind im Finanzanlageergebnis erfasst. Die Amortisierung von
Agien und Disagien nach der Effektivzinsmethode wird erfolgswirksam im Zinsergebnis ausgewiesen.
Bei finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten kann unwiderruflich die Fair-Value-Option genutzt werden, wenn
durch die Einstufung Inkongruenzen bei der Bewertung oder beim Ansatz (Accounting Mismatch) beseitigt oder erheblich
verringert werden können, die sich aus der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten oder finanziellen Verbindlichkeiten
oder der Erfassung von Gewinnen oder Verlusten nach unterschiedlichen Bewertungsmethoden ergeben, oder
eine Gruppe von finanziellen Vermögenswerten und/oder finanziellen Verbindlichkeiten gemäß der dokumentierten
Risikomanagement- oder Anlagestrategie gesteuert und ihre Wertentwicklung auf Grundlage des beizulegenden Zeitwerts
beurteilt wird und die Informationen an Personen in Schlüsselpositionen weitergereicht werden oder
ein Vertrag ein oder mehrere eingebettete Derivate enthält, die die Zahlungsströme des Vertrags erheblich ändern, oder
wenn nicht ohne Analyseaufwand ersichtlich ist, dass eine Trennung des eingebetteten Derivats bzw. der eingebetteten
Derivate unzulässig ist.
Die designierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
Der Konzern wendet die Fair-Value-Option zur Darstellung von wirtschaftlichen Sicherungsbeziehungen, zur Bilanzierung strukturierter
Produkte, zur bilanziellen Abbildung von Verbriefungstransaktionen, im Beteiligungsgeschäft sowie zur Bilanzierung der
Finanzinstrumente aus Spezialfonds an. Diese Finanzinstrumente werden insbesondere unter den Posten Finanzanlagen,
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie Verbriefte Verbindlichkeiten ausgewiesen. Änderungen des
beizulegenden Zeitwerts werden im Ergebnis aus Fair-Value-Bewertung anderer Finanzinstrumente erfasst, Zinserträge bzw. -
aufwendungen sind im Zinsüberschuss ausgewiesen.
Die Finanzinstrumente der Kategorie zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Darunter fallen neben originären Finanzinstrumenten, die mit kurzfristiger
Gewinnerzielungsabsicht kontrahiert werden, auch Derivate. Der Konzern betreibt keine Geschäfte mit kurzfristiger
Gewinnerzielungsabsicht. Die ausschließlich zu Sicherungszwecken abgeschlossenen Derivate werden dieser Kategorie zugeordnet,
sofern sie nicht im Hedge Accounting nach IAS 39 verwendet werden. Der Ausweis erfolgt unter dem Posten Sonstige Derivate.
Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden im Ergebnis aus Fair-Value-Bewertung anderer Finanzinstrumente erfasst. Derivate

im Hedge Accounting werden im gleichnamigen Posten ausgewiesen. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden im Ergebnis
aus dem Hedge Accounting erfasst. Zinserträge bzw. -aufwendungen aus Derivaten werden im Zinsüberschuss ausgewiesen.
Alle übrigen finanziellen Vermögenswerte fallen unter die Kategorie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte. Der
Unterschiedsbetrag zwischen beizulegendem Zeitwert und (fortgeführten) Anschaffungskosten wird so lange erfolgsneutral in einem
gesonderten Posten des Eigenkapitals ausgewiesen, bis der Vermögenswert veräußert wird oder eine erfolgswirksam zu erfassende
Wertminderung eingetreten ist. Dies ist bei Fremdkapitaltiteln der Fall, sofern objektive Hinweise ("Trigger") für eine Wertminderung
vorliegen und diese sich auf die erwarteten künftigen Cashflows auswirken. In Abhängigkeit von der Art des Finanzinstruments sind
spezifische Trigger definiert worden. Beispielsweise können Ereignisse wie Zahlungsverzug ab 30 Tagen, ein Absinken des internen
Ratings auf die Klasse für Non-Performing Loans oder ein deutliches Absinken des Kurswerts als objektive Hinweise auf eine mögliche
Wertminderung gelten. Darüber hinaus ist bei Eigenkapitalinstrumenten bei einem dauerhaften oder signifikanten Unterschreiten der
Anschaffungskosten eine Wertminderung erfolgswirksam zu erfassen. Die Wertminderung eines in diese Kategorie eingestuften
Fremdkapitalinstruments wird erfolgswirksam rückgängig gemacht, wenn die objektiven Hinweise für eine Wertminderung nicht mehr
vorliegen. Wertminderungen von in diese Kategorie eingestuften Eigenkapitalinstrumenten dürfen nur erfolgsneutral rückgängig
gemacht werden. Eigenkapitalinstrumente, für die eine verlässliche Bewertung zum beizulegenden Zeitwert nicht möglich ist, werden
zu Anschaffungskosten bewertet. Wertminderungen werden erfolgswirksam erfasst. Wertaufholungen werden in diesem Fall nicht
berücksichtigt. Im Konzern werden die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte im Posten Finanzanlagen
ausgewiesen. Veräußerungserfolge, erfolgswirksam zu erfassende Wertminderungen und Wertaufholungen aus Fremdkapitaltiteln sind
im Finanzanlageergebnis erfasst. Die Amortisierung von Agien und Disagien erfolgt nach der Effektivzinsmethode erfolgswirksam im
Zinsergebnis.
Sämtliche originären finanziellen Verbindlichkeiten, für die nicht die Fair-Value-Option genutzt wird, sind als andere Verbindlichkeiten
kategorisiert. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Im Konzern
fallen hierunter Mittelaufnahmen, die unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden, den Verbrieften
Verbindlichkeiten und dem Nachrangkapital ausgewiesen werden.
Der bilanzielle Abgang erfolgt bei finanziellen Vermögenswerten mit der Ausnahme von Derivaten zum Erfüllungstag. Eine Ausbuchung
erfolgt dann, wenn die vertraglichen Rechte aus dem Vermögenswert erloschen sind, die Verfügungsmacht bzw. die Kontrolle
übertragen wurde oder die Chancen und Risiken im Wesentlichen auf einen konzernfremden Dritten übergegangen sind.
Finanzielle Verpflichtungen werden ausgebucht, wenn die im Vertrag genannten Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder
ausgelaufen sind.
Für Zuweisungsgeschäfte der Bundesregierung gemäß § 2 Abs. 4 KfW-Gesetz, die sowohl mit als auch ohne Risikoübernahme der KfW
ausgestaltet sein können, werden die allgemeinen Ansatzverfahren des Konzerns für die entsprechenden Finanzinstrumente
angewendet; die Bewertung erfolgt unter Beachtung der jeweiligen einzelvertraglichen Regelungen hinsichtlich der Risikoverteilung.
Mit der Ergänzung des IAS 39 in der Fassung vom 13.10.2008 wurden die Möglichkeiten zur Umwidmung von finanziellen
Vermögenswerten ausgeweitet. Es war demnach möglich, bis zum 31.10.2008 rückwirkend zum 01.07.2008 und danach prospektiv ab
dem Zeitpunkt des Beschlusses Vermögenswerte der Kategorie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte in die
Kategorie Kredite und Forderungen umzuwidmen, sofern die Absicht und Fähigkeit bestand, die betreffenden Finanzinstrumente in
vorhersehbarer Zukunft bzw. bis zur Endfälligkeit zu halten, und sofern die allgemeinen Kategorisierungskriterien der Kategorie
Kredite und Forderungen zum Umwidmungszeitpunkt erfüllt waren.
Der Konzern hat die Nutzung dieser Möglichkeit am 31.10.2008 rückwirkend zum 01.07.2008 für die forderungsbesicherten
Wertpapiere beschlossen, für die im Zuge der allgemeinen Vertrauenskrise an den Finanzmärkten zum Zeitpunkt des Beschlusses kein
aktiver Markt mehr bestand - also keine aktuellen und regelmäßig auftretenden Markttransaktionen wie unter unabhängigen Dritten
beobachtbar waren - und die bis zur Endfälligkeit gehalten werden sollten.
Zudem wurden mit Beschluss vom 17.02.2009 Teile von den im Konzern der Liquiditätssicherung - durch Verwendung im Rahmen von
Pensionsgeschäften bzw. Offenmarktgeschäften der Europäischen Zentralbank - dienenden Wertpapieren unter Nutzung dieser
Möglichkeit mit prospektiver Wirkung umgewidmet. Für diese Wertpapiere, die in vorhersehbarer Zukunft gehalten werden sollten,
bestand im Zuge der allgemeinen Vertrauenskrise an den Finanzmärkten zum Zeitpunkt des Beschlusses kein aktiver Markt mehr.
Der zum Zeitpunkt der Umwidmung beizulegende Zeitwert stellt die neuen Anschaffungskosten des umgegliederten finanziellen
Vermögenswerts dar, die Amortisierung erfolgt nach der Effektivzinsmethode erfolgswirksam im Zinsertrag. Der bis zum Zeitpunkt der
Umwidmung erfolgsneutral erfasste Unterschiedsbetrag zwischen beizulegendem Zeitwert und (fortgeführten) Anschaffungskosten
wird weiterhin erfolgsneutral in einem gesonderten Posten des Eigenkapitals ausgewiesen. Die Amortisierung nach der
Effektivzinsmethode wird erfolgswirksam im Zinsertrag ausgewiesen.
Die Klassenbildung für die Anhangangaben erfolgt in Übereinstimmung mit dem vor allem auf das - zu (fortgeführten)
Anschaffungskosten bewertete - Kreditgeschäft ausgerichteten Geschäftsmodell des Konzerns auf Basis von Produkten bzw. den diese
zusammenfassenden Bilanzposten.
(6) Finanzinstrumente: Bewertungsverfahren
Der erstmalige Ansatz eines Finanzinstruments im Konzern erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.
Die Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten basiert im Konzern auf dem beizulegenden Zeitwert bei Erstbewertung unter
Berücksichtigung von Tilgungen und etwaigen Wertminderungen. Die Amortisierung von Agien und Disagien, Transaktionskosten und
Entgelten erfolgt unter Verwendung der Effektivzinsmethode auf Basis der vertraglichen Zahlungsströme. Im Förderkreditgeschäft sind
ausschließlich Disagien zu amortisieren; dies erfolgt bis zum Ablauf der ersten Zinsbindung (in der Regel fünf oder zehn Jahre).
Die Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert richtet sich im Konzern nach folgender Hierarchie:
1. Aktiver Markt
Auf einem aktiven Markt notierte Preise sind der bestmögliche objektive Hinweis für den beizulegenden Zeitwert. Ein Finanzinstrument
gilt als an einem aktiven Markt notiert, wenn notierte Preise leicht und regelmäßig erhältlich sind und diese Preise aktuelle - d. h. am
Abschlussstichtag oder kurz davor gehandelte - und regelmäßig auftretende Markttransaktionen wie unter unabhängigen Dritten
darstellen. Berücksichtigt werden bei dieser Beurteilung neben den gehandelten Nominalvolumina, den Kontraktgrößen und der

Kontraktanzahl vor allem auch die beobachteten Geld-Brief-Spannen, die bei einer deutlichen Ausweitung auf einen inaktiven Markt
hindeuten.
2. Kein aktiver Markt - Bewertungsverfahren
Wird das Finanzinstrument nicht an einem aktiven Markt notiert, werden Bewertungsverfahren verwendet. Genutzte
Bewertungsverfahren sind insbesondere die Discounted-Cashflow-Methode und Optionspreismodelle sowie der Vergleich mit dem
beizulegenden Zeitwert eines Finanzinstruments mit fast identischen Charakteristika (beispielsweise Multiplikatorenmodelle). Die
Bewertungsverfahren berücksichtigen alle Parameter, die die Marktteilnehmer bei der Preisbildung einbeziehen würden, beispielsweise
Marktzinssätze, risikolose Zinssätze, Bonitätsspreads oder Swapkurven. Da diese Daten grundsätzlich am Markt beobachtbar und
größtenteils auch ausschließlich maßgeblich sind bei der Bewertung der mittels Bewertungsverfahren zu bewertenden
Finanzinstrumente, erfolgt bei den Angaben zu genutzten Bewertungsverfahren bei zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten
Finanzinstrumenten daher im Regelfall eine Zuordnung in die Klasse "Bewertungsverfahren auf Basis beobachtbarer Marktdaten
(modellhaft)". Werden hingegen bei der Bewertung doch maßgebliche nicht am Markt beobachtbare Daten herangezogen, erfolgt eine
Zuordnung in die Klasse "Bewertungsverfahren auf Basis teilweise nicht am Markt beobachtbarer Daten".
Sofern durch die Anwendung eines Bewertungsverfahrens, das in signifikantem Umfang nicht am Markt beobachtbare Parameter
berücksichtigt, Differenzen zwischen dem Transaktionspreis und dem Modellwert im Zugangszeitpunkt bestehen, erfolgt eine
Amortisierung der Differenzbeträge über die Laufzeit der Finanzinstrumente; dies betrifft ausschließlich einen kleinen Teil des
Derivateportfolios.
3. Kein aktiver Markt - Eigenkapitalinstrumente
Ist eine zuverlässige Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von Eigenkapitalinstrumenten, die nicht auf einem aktiven Markt notiert
sind, mit Bewertungsmodellen in Ausnahmefällen nicht möglich, erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten. Der beizulegende
Zeitwert ist nicht zuverlässig ermittelbar, wenn die Bandbreite der vernünftigen Schätzung des beizulegenden Zeitwerts für dieses
Instrument erheblich ist und die Eintrittswahrscheinlichkeiten nicht auf angemessene Weise beurteilt werden können.
Die Untersuchung, ob ein Finanzinstrument an einem aktiven Markt notiert wird, erfolgt bei den Wertpapieren des Konzerns auf Basis
homogener Portfolios. Bei der Prüfung der Kriterien eines aktiven Marktes ist insbesondere auch zu berücksichtigen, ob die
Markttransaktionen und Preisstellungen durch sehr hohe Illiquiditätsabschläge geprägt sind, da das Kriterium regelmäßig auftretender
Markttransaktionen wie unter unabhängigen Dritten damit nicht mehr als erfüllt angesehen werden kann. Folgerichtig werden in
diesen Fällen nach der Bewertungshierarchie des IAS 39 daher stattdessen Bewertungsverfahren zur Bestimmung des beizulegenden
Zeitwerts genutzt, die die am Markt beobachtbaren Parameter berücksichtigen. Die genutzten Bewertungsmethoden preisen dabei
insbesondere die Veränderungen von Bonitäten und risikolosen Zinssätzen ein, berücksichtigen aber auch die allgemeine und die für
das jeweilige, spezifische Finanzinstrument resultierende Markteinengung aufgrund geringerer Liquidität.
Dies war zum Abschlussstichtag bei den Wertpapieren des Konzerns nicht der Fall, sodass dort weiterhin die Preise der liquiden Märkte
zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts herangezogen werden konnten.
Beizulegende Zeitwerte werden in Abhängigkeit von der Bewertungskategorie für den bilanziellen Ansatz und für Angaben zu
Finanzinstrumenten im Anhang ermittelt. Beizulegende Zeitwerte aus aktiven Märkten finden insbesondere Anwendung bei
Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren - soweit keine inaktiven Märkte vorliegen und daher
Bewertungsverfahren zum Einsatz kommen - sowie bei Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren. Bewertungsverfahren
für originäre Finanzinstrumente werden allerdings vor allem bei den in den Posten Forderungen an Kreditinstitute und Kunden,
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden und Verbriefte Verbindlichkeiten ausgewiesenen Produkten angewendet.
Darüber hinaus werden bei den OTC-Derivaten Bewertungsverfahren verwendet, die insbesondere auch die kontrahentenspezifischen
Ausfallrisiken unter Anrechnung vorhandener Sicherheiten berücksichtigen. Eine Bewertung zu Anschaffungskosten erfolgt bei
Beteiligungen und Aktien, bei denen eine verlässliche Bewertung zum beizulegenden Zeitwert nicht möglich ist.
Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts für Darlehen an Kreditinstitute und Kunden erfolgt anhand der Discounted-Cashflow-
Methode basierend auf der Abzinsung der risikoadjustierten Cashflows mit der Swapkurve. Hierbei wird der zum jeweiligen
Bewertungsstichtag ermittelte Erwartete Verlust als Korrektiv zu den vertragsgemäßen Zahlungsströmen berücksichtigt. Der
beizulegende Zeitwert zum Zugangszeitpunkt entspricht den Anschaffungskosten. Die Kundengebühr beinhaltet Betriebskosten,
Marge, Eigenkapital- und Fremdkapitalrisikoprämie sowie einen eventuell vorgesehenen Förderbeitrag. Die Kundengebühr bleibt bei
der Folgebewertung unverändert (konstanter Spread).
Der beizulegende Zeitwert täglich fälliger Finanzinstrumente wie der Barreserve und von täglich fälligen Forderungen und
Verbindlichkeiten entspricht dem Buchwert.
In Fällen, in denen keine Preise liquider Märkte verfügbar sind, wird auf anerkannte Modelle und Methoden zur Bewertung
zurückgegriffen. Im Fall von Wertpapieren, Swaps, Devisen- und Geldmarktgeschäften ohne eingebettete Optionen sowie ohne
komplexe Kupons handelt es sich um die Discounted-Cashflow-Methode. Eigenständige Optionen sowie Derivate mit eingebetteten
Optionen, Triggern, Zinsgarantien und/oder komplexen Kuponvereinbarungen werden, soweit sie nicht börsennotiert sind, mittels
anerkannter Modelle (beispielsweise Hull & White) bewertet. Selbiges gilt für Credit Default Swaps. Die Kalibrierung vorgenannter
Modelle erfolgt - soweit möglich - an beobachtbaren Marktdaten von in Geschäftstyp, Restlaufzeit und Bonität vergleichbaren
Instrumenten.
(7) Abbildung von Sicherungsbeziehungen
Im Rahmen der wirtschaftlichen Absicherung von Zinsänderungs- und Währungsrisiken werden im Konzern Derivate eingesetzt. Die
bilanzielle Abbildung der wirtschaftlichen Sicherungsbeziehungen erfolgt im Rahmen des Hedge Accounting sowie durch die Nutzung
der Fair-Value-Option. Auch durch die Abspaltung trennungspflichtiger eingebetteter Derivate mit erfolgswirksamer Bewertung werden
wirtschaftliche Sicherungsbeziehungen bilanziell wirksam. Allerdings werden damit nicht sämtliche wirtschaftlichen
Sicherungsbeziehungen erfasst, sodass bilanzierte Sicherungsderivate verbleiben, deren risikomindernde Wirkung sich nicht im
Abschluss niederschlägt, da die Grundgeschäfte nach IFRS nicht hinsichtlich des gesicherten Risikos erfolgswirksam bewertet werden.
Für die bilanzielle Abbildung von wirtschaftlichen Sicherungsbeziehungen im Rahmen des Hedge Accounting, d. h. der Bilanzierung
von Sicherungsinstrumenten (Derivate) und den durch sie abgesicherten Grundgeschäften nach besonderen Vorschriften, gelten
strikte Voraussetzungen.

Im Konzern erfolgt das Hedge Accounting zur Darstellung wirtschaftlicher Sicherungsbeziehungen zwischen Derivaten und
Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten ausschließlich in Form von Fair Value Hedges. Die Abbildung der Absicherung erfolgt auf
Einzelgeschäftsebene in Form von Micro Fair Value Hedge Accounting und auf Portfoliobasis im Rahmen des Macro Fair Value Hedge
Accounting. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird durch die Dollar-Offset-Methode und die Regressionsanalyse
nachgewiesen.
Im Micro Fair Value Hedge Accounting werden Zinsänderungs- und Währungsrisiken aus Schuldverschreibungen des
Finanzanlagebestands (der Kategorien Kredite und Forderungen sowie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte) sowie
aus Mittelaufnahmen (der Kategorie andere Verbindlichkeiten) abgesichert. Die beizulegenden Zeitwerte der gesicherten Risiken in
den abgesicherten Grundgeschäften werden bilanziell bei den Grundgeschäften ausgewiesen und deren Veränderungen im Ergebnis
aus dem Hedge Accounting erfasst. Die Sicherungsinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert unter dem Posten Derivate im
Hedge Accounting ausgewiesen. Auch ihre Wertänderungen werden im Posten Ergebnis aus dem Hedge Accounting gezeigt und
kompensieren somit weitestgehend die Ergebniseffekte aus den Bewertungen der Grundgeschäfte. Die Amortisierung der
beizulegenden Zeitwerte der gesicherten Risiken aus Sicherungsbeziehungen, die die strikten Voraussetzungen des Hedge Accounting
nicht mehr erfüllen, erfolgt über die Restlaufzeit der ursprünglichen Sicherungsbeziehung im Ergebnis aus dem Hedge Accounting.
Im Macro Fair Value Hedge Accounting werden Zinsänderungsrisiken aus Kreditforderungen (der Kategorie Kredite und Forderungen)
und Mittelaufnahmen (der Kategorie andere Verbindlichkeiten) abgesichert. Die beizulegenden Zeitwerte der gesicherten Risiken in
den abgesicherten Grundgeschäftsportfolios der Kategorie Kredite und Forderungen werden aktivisch im Posten Wertanpassungen aus
dem Macro Fair Value Hedge Accounting ausgewiesen. Die beizulegenden Zeitwerte der gesicherten Risiken in den abgesicherten
Grundgeschäftsportfolios der Kategorie andere Verbindlichkeiten werden passivisch im Posten Wertanpassungen aus dem Macro Fair
Value Hedge Accounting erfasst. Die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der gesicherten Risiken aus den abgesicherten
Grundgeschäftsportfolios werden im Ergebnis aus dem Hedge Accounting ausgewiesen. Die Sicherungsinstrumente werden zum
beizulegenden Zeitwert im Posten Derivate im Hedge Accounting bilanziell erfasst. Auch ihre Wertänderungen werden im Posten
Ergebnis aus dem Hedge Accounting gezeigt und kompensieren somit weitestgehend die Ergebniseffekte aus den Bewertungen der
Grundgeschäftsportfolios. Die Grundgeschäftsportfolios werden monatlich im Rahmen eines dynamischen Hedgedesignations- und -
auflösungsprozesses bestimmt. Die Amortisierung der daraus jeweils resultierenden Wertanpassungsposten erfolgt über die
Restlaufzeit des Laufzeitbandes im Ergebnis aus dem Hedge Accounting. Bei Abgängen von Grundgeschäften aus den gesicherten
Portfolios erfolgt eine anteilige Auflösung der zugehörigen Wertanpassung im Ergebnis aus dem Hedge Accounting.
Sind im Konzern für die Darstellung wirtschaftlicher Sicherungsbeziehungen zwischen Derivaten und finanziellen Vermögenswerten
bzw. Verbindlichkeiten die strikten Vorschriften des Hedge Accounting nicht erfüllt, wird unter bestimmten Voraussetzungen -
insbesondere bei strukturierten Produkten - für die originären Finanzinstrumente die Fair-Value-Option genutzt. Produktorientiert wird
bei bestimmten strukturierten finanziellen Verbindlichkeiten statt der Nutzung der Fair-Value-Option eine eigenständige Bilanzierung
der trennungspflichtigen eingebetteten Derivate vorgenommen.
Darüber hinaus werden zur Absicherung von Risiken weitere derivative Finanzinstrumente eingesetzt, deren wirtschaftliche
Sicherungswirkung bilanziell nicht abgebildet wird.
Die beizulegenden Zeitwerte aller nicht im Hedge Accounting verwendeten Derivate werden in dem Posten Sonstige Derivate
ausgewiesen. Die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte werden erfolgswirksam im Ergebnis aus Fair-Value-Bewertung anderer
Finanzinstrumente ausgewiesen.
(8) Behandlung von eingebetteten Derivaten
Derivative Finanzinstrumente können als eingebettete Derivate Bestandteil eines zusammengesetzten Finanzinstruments sein. Unter
bestimmten Voraussetzungen sind diese getrennt vom Basisvertrag wie ein freistehendes Derivat zu bilanzieren. Die Trennungspflicht
besteht, wenn unter anderem die wirtschaftlichen Merkmale und Risiken des eingebetteten Derivats nicht eng mit den wirtschaftlichen
Merkmalen und Risiken des Basisvertrages verbunden sind. Der Basisvertrag ist in Abhängigkeit von der Kategorisierung zu
bilanzieren.
Der Konzern schließt Verträge mit trennungspflichtigen eingebetteten Derivaten insbesondere bei Mittelaufnahmen ab. Aufgrund der
Nutzung der Fair-Value-Option bilanziert die KfW diese zusammengesetzten Finanzinstrumente insgesamt zum beizulegenden
Zeitwert. Bei bestimmten Produkten erfolgt eine Abspaltung und eigenständige Bilanzierung der trennungspflichtigen eingebetteten
Derivate. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden dabei im Ergebnis aus der Fair-Value-Bewertung anderer
Finanzinstrumente unter dem Ergebnis aus Finanzderivaten (die nicht für das Hedge Accounting qualifizieren) erfasst und wirken dort
kompensatorisch zur Bewertung der Sicherungsderivate.
Im Beteiligungsfinanzierungsgeschäft des Konzerns vereinbarte Nebenabreden werden als trennungspflichtige eingebettete Derivate
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet und unter den Sonstigen Derivaten ausgewiesen. Die Kreditforderungen werden
unter den Forderungen an Kunden bilanziert. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden im Ergebnis aus der Fair-Value-
Bewertung anderer Finanzinstrumente unter dem Ergebnis aus Finanzderivaten (die nicht für das Hedge Accounting qualifizieren)
erfasst.
Im Förderkreditgeschäft regelmäßig gewährte außerplanmäßige Kündigungsrechte sind keine trennungspflichtigen eingebetteten
Derivate, da die wirtschaftlichen Merkmale und Risiken der Kündigungsrechte eng mit den wirtschaftlichen Merkmalen und Risiken der
Darlehen verbunden sind und eine vorzeitige Rückzahlung annähernd zu den fortgeführten Anschaffungskosten erfolgt.
(9) Kreditderivate
Der Konzern schließt Kreditderivate als Sicherungsgeber und -nehmer ab.
Im Rahmen des aktiven Portfoliomanagements werden Single Name CDS (Credit Default Swaps) zur Absicherung von
Einzeladressrisiken eingesetzt. Der Ausweis zum beizulegenden Zeitwert erfolgt in dem Posten Sonstige Derivate. Die Wertänderungen
werden erfolgswirksam im Posten Ergebnis aus der Fair-Value-Bewertung anderer Finanzinstrumente erfasst. Die laufenden
Risikoprämien werden im Provisionsaufwand ausgewiesen.
Im Rahmen der Risikodiversifikation werden Single Name CDS auch zur Übernahme von Einzeladressrisiken kontrahiert. Der Ausweis
zum beizulegenden Zeitwert erfolgt in dem Posten Sonstige Derivate. Die Wertänderungen werden erfolgswirksam im Posten Ergebnis

aus der Fair-Value-Bewertung anderer Finanzinstrumente erfasst. Die laufenden Risikoprämien werden im Provisionsertrag
ausgewiesen.
Der Konzern bietet im Rahmen seines Förderkreditgeschäfts über die beiden standardisierten Plattformen PROMISE (Programm für
Verbriefung von Mittelstandskrediten) bzw. PROVIDE (Programm für die Verbriefung von Wohnungsbaukrediten) Geschäftsbanken die
Möglichkeit, ihre Kreditrisiken im Rahmen einer synthetischen Verbriefung am Kapitalmarkt zu platzieren. In einem ersten Schritt
werden die Ausfallrisiken des Referenzportfolios über Portfolio-CDS durch den Konzern übernommen, gleichzeitig werden die Risiken
über Portfolio-CDS bzw. Credit Linked-Schuldscheine an Dritte weitergegeben. Zur bilanziellen Abbildung wird die Fair-Value-Option
genutzt. Die beizulegenden Zeitwerte werden unter den Forderungen bzw. Verbindlichkeiten ausgewiesen. Änderungen der
beizulegenden Zeitwerte werden im Ergebnis aus der Fair-Value-Bewertung anderer Finanzinstrumente erfasst. Die laufenden
Risikoprämien werden im Provisionsüberschuss ausgewiesen.
Bei den Transaktionen, für die in Übereinstimmung mit den einzelvertraglichen Regelungen die Fair-Value-Option zur Vermeidung
eines Accounting Mismatch nicht genutzt wird, werden die Portfolio-CDS als begebene bzw. erhaltene Finanzgarantien bilanziell nach
der für diese Finanzinstrumente allgemein gültigen Vorgehensweise abgebildet. Die Credit Linked-Schuldscheine mit nicht
trennungspflichtiger eingebetteter Finanzgarantie werden entsprechend den Grundsätzen zur Abbildung von Mittelaufnahmen der
Kategorie andere Verbindlichkeiten bilanziert.
(10) Risikoabschirmung, Kapitalmaßnahmen und Veräußerung der IKB
Die 1KB, bis zur Veräußerung im Geschäftsjahr 2008 ein Beteiligungsunternehmen der KfW, wurde in den Jahren 2007 und 2008
unter Beteiligung des deutschen Kreditgewerbes und der Bundesrepublik Deutschland durch eine Abschirmung von im Rahmen der US
-Subprimekrise eingetretenen Risiken, verschiedene Kapitalmaßnahmen sowie weitere im Rahmen der Veräußerung getroffene
Vereinbarungen unterstützt.
Im Rahmen der im Jahr 2007 vereinbarten Risikoabschirmungsmaßnahmen ist die KfW in Liquiditätslinien der 1KB zur Refinanzierung
der Ankaufsgesellschaften des Conduits Rhineland Funding Capital Corporation, New York, USA, eingetreten. Die darüber hinaus zur
Risikoabschirmung genutzten Finanzinstrumente wurden im Geschäftsjahr 2008 abgerechnet.
Das Conduit Rhineland Funding Capital Corporation, New York, USA, wurde im Berichtsjahr durch die KfW nicht konsolidiert. Durch die
Bereitstellung der Liquiditätslinien ist keine Konsolidierungspflicht der Zweckgesellschaften bei der KfW entstanden, da die KfW kein
"Control" im Sinne des SIC-12 über die Special Purpose Vehicles (SPVs) hatte. Durch die Bereitstellung der Liquiditätslinien hat die
KfW nicht die Verfügungsgewalt über die SPVs und auch nicht über die Vermögenswerte in den SPVs erlangt. Die KfW war im Rahmen
des Conduits ausschließlich als Fremdkapitalgeber tätig und hatte keine eigenen Entscheidungsrechte hinsichtlich der Assets in den
Ankaufsgesellschaften bzw. über die Ankaufsgesellschaften als solche. Die vollständig in Anspruch genommenen Liquiditätslinien
werden unter den Forderungen an Kunden ausgewiesen.
Für die Bewertung der Forderungen aus dem Eintritt in die Liquiditätslinien wurden die zugrunde liegenden Vermögenswerte
analysiert. Dabei wurde der Bewertungshierarchie des IAS 39.48A Rechnung getragen. Sofern Marktwerte für die abgeschirmten
Instrumente vorlagen, wurden diese herangezogen. Ansonsten erfolgte die Bewertung auf Basis von Modellen, die jedoch am Markt
direkt oder indirekt beobachtete Marktpreise für ähnliche bzw. im Wesentlichen identische Finanzinstrumente berücksichtigt haben.
Nur wenn keine Preise bzw. Marktparameter für die abgeschirmten oder für ähnliche bzw. im Wesentlichen identische
Finanzinstrumente vorlagen, erfolgte die Bewertung auf Basis von Modellen. Hierbei wurde für die Ermittlung der Kapitalverlusthöhe
aus den abgeschirmten Finanzinstrumenten eine Cashflow-basierte Verlustschätzung zugrunde gelegt. Dabei wird nach Assetklasse,
Rating und teilweise nach Jahrgängen unterschieden. Durch Abgleich mit Quotierungen von Arrangern bzw. durch unabhängige
Schätzungen von Spezialisten wurden die Wertansätze verifiziert.
Für die Forderungen aus dem Eintritt in die Liquiditätslinien hat die KfW auf dieser Basis Einzelwertberichtigungen gebildet bzw. im
Rahmen von Folgebewertungen erfolgswirksam angepasst. Bei teilweiser oder voller Uneinbringlichkeit erfolgt eine (Teil-)
Abschreibung unter Verbrauch der bestehenden Einzelwertberichtigungen; Eingänge auf bereits abgeschriebene Forderungen werden
im Risikovorsorgeergebnis erfolgswirksam vereinnahmt.
Neben verschiedenen im Geschäftsjahr 2008 durchgeführten Kapitalmaßnahmen zugunsten der IKB hat die KfW der IKB marktüblich
ausgestattete Liquiditätszusagen erteilt, die im Geschäftsjahr 2010 vorzeitig von der IKB gekündigt wurden.
Das im Rahmen der Veräußerung der IKB durch die KfW erworbene Portfolio risikobehafteter Finanzinstrumente wurde im
Geschäftsjahr 2010 weitestgehend abgebaut. Die ebenfalls in diesem Zuge vereinbarte Beteiligung der KfW an der Refinanzierung
eines Portfolios weiterer strukturierter Wertpapiere ist im Geschäftsjahr 2010 ausgelaufen.
Zudem hat die KfW sich im Zuge der Veräußerung der IKB zur Freistellung der IKB von bestimmten Rechtsrisiken in bestimmter Höhe
bereit erklärt. Zum Ende des Berichtszeitraums sind in diesem Zusammenhang mehrere relevante Verfahren gegen die IKB anhängig.
Aus den Klageverfahren resultierende wesentliche Inanspruchnahmen unter der Freistellungserklärung ergaben sich für die KfW im
Geschäftsjahr 2010 nicht.
(11) Währungsumrechnung
Die funktionale Währung der KfW sowie der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften und konsolidierten
Spezialfonds ist der Euro.
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die auf Fremdwährung lauten, werden zum Kassakurs umgerechnet. Die Umrechnung erfolgt
mit den Referenzkursen der Europäischen Zentralbank zum Bilanzstichtag. Aufwendungen und Erträge werden grundsätzlich zum
Monatsdurchschnittskurs umgerechnet.
Das Ergebnis aus der Währungsumrechnung wird erfolgswirksam im Ergebnis aus der Fair-Value-Bewertung anderer
Finanzinstrumente erfasst.
(12) Forderungen an Kreditinstitute und Kunden
Unter dem Posten Forderungen an Kreditinstitute und Kunden ist das zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Kreditgeschäft
des Konzerns ausgewiesen. Inhalt dieses Postens ist im Wesentlichen das Förderkreditgeschäft, das zum überwiegenden Teil über
akkreditierte Geschäftsbanken an die Endkreditnehmer ausgereicht wird. Diese Forderungen werden unter den Forderungen an

Kreditinstitute ausgewiesen, sofern die Geschäftsbanken einen Teil der Haftung übernehmen. Bankdurchgeleitetes
Förderkreditgeschäft ohne Haftung der Geschäftsbanken wird unter dem Posten Forderungen an Kunden ausgewiesen.
Laufende Zinsen und zinsähnliche Erträge werden im Zinsertrag erfasst. Die Amortisierung von Agien, Disagien,
Bearbeitungsgebühren und Entgelten erfolgt mittels der Effektivzinsmethode im Zinsertrag. Nicht nach der Effektivzinsmethode zu
amortisierende Bearbeitungsgebühren werden im Provisionsertrag vereinnahmt.
Die Forderungen an Kreditinstitute und Kunden enthalten auch von der KfW im Rahmen der ERP-Wirtschaftsförderung gewährte
Kredite mit einem Förderbeitrag (Zinsverbilligungsleistung). Die der KfW durch das ERP-Sondervermögen auf Basis des ERP-
Wirtschaftsplangesetzes jährlich zweckgebunden zur Durchführung der ERP-Wirtschaftsförderung gewährten Förderzuschüsse werden
bilanziell als passiver Rechnungsabgrenzungsposten - im Posten Sonstige Passiva - erfasst und mit dem über die Laufzeit
erfolgswirksamen Entstehen der zugrunde liegenden Förderlasten aus den gewährten Krediten im Zinsertrag abgegrenzt.
(13) Risikovorsorge
Der Gesamtbestand der Risikovorsorge im Kreditgeschäft setzt sich zusammen aus der in einem gesonderten Aktivposten
ausgewiesenen Risikovorsorge für Kreditforderungen und Forderungen aus Geldmarktanlagen einschließlich Pensionsgeschäften
(Reverse-Repos) sowie der unter den Rückstellungen ausgewiesenen Risikovorsorge für Eventualverpflichtungen und Unwiderrufliche
Kreditzusagen.
Den Risiken aus dem bilanziellen Kreditgeschäft wird durch die erfolgswirksame Bildung von Einzel- und Portfoliowertberichtigungen
Rechnung getragen.
Einzelwertberichtigungen werden für festgestellte Adressenausfallrisiken aus individuell auf Werthaltigkeit geprüften Kreditforderungen
gebildet. Die Höhe der Einzelwertberichtigung entspricht der Differenz zwischen dem Buchwert des Kredits und dem Barwert der
erwarteten Rückflüsse aus Zins- und Tilgungsleistungen sowie Zahlungsströmen aus der Verwertung von Sicherheiten. Die
periodengerechte Vereinnahmung der Zinserträge gemäß den ursprünglichen Vertragsbedingungen wird ab dem Stichtag der
erstmaligen Bildung einer Einzelwertberichtigung beendet. In der Folgebewertung wird der Effekt aus der Aufzinsung des Barwerts
erwarteter Rückflüsse unter Verwendung des ursprünglichen Effektivzinssatzes ermittelt und als Zinsertrag erfasst (Unwinding). Um
diesen Betrag reduziert sich der Risikovorsorgebestand. Bei Verringerung des Wertberichtigungsbedarfs werden die
Einzelwertberichtigungen erfolgswirksam aufgelöst.
Kleinere und standardisierte Kredite werden zu homogenen Teilportfolios zusammengefasst und auf Basis des festgestellten
Ausfallrisikos pauschaliert einzelwertberichtigt. Bei Verringerung des Wertberichtigungsbedarfs werden die Wertberichtigungen
erfolgswirksam aufgelöst.
Bei nicht einzelwertberichtigten Kreditforderungen (Performing Loans) wird dem Risiko bereits eingetretener, jedoch individuell noch
nicht identifizierter Wertminderungen durch die Bildung von Portfoliowertberichtigungen Rechnung getragen. Für die Berechnung
werden hierbei das wirtschaftliche Risiko und das Transferrisiko betrachtet. Wesentliche Parameter sind insbesondere das ausstehende
Kreditvolumen (der Buchwert) zum Stichtag, die erwartete Verlustquote sowie Ein-Jahres-Ausfallwahrscheinlichkeiten (bei einem LIP-
Faktor [Loss Identification Period] von 1). Die Ausfallwahrscheinlichkeiten werden aus der Kreditrisikosteuerung übernommen, ebenso
die Verlustquoten, Letztere allerdings um die kalkulatorischen Kosten bereinigt. Die zugrunde liegenden Annahmen zu den Erwarteten
Verlusten werden regelmäßig mit den tatsächlich eintretenden Ausfällen abgeglichen (Backtesting). Darüber hinaus werden
Portfoliowertberichtigungen für bereits eingetretene, jedoch individuell noch nicht identifizierte Wertminderungen aus dem
Kreditportfolio gebildet, die sich insbesondere in starken konjunkturellen Abschwungphasen ergeben. Die Identifizierung basiert auf
Erfahrungswerten der Vergangenheit aus vergleichbaren Wirtschaftsszenarien auf Ebene von Sektoren (unter anderem Branchen,
Regionen). Bei einer Verringerung des individuell noch nicht identifizierten Wertminderungsbedarfs (unter anderem auch aufgrund
konjunktureller Erholungen nach Abschwungphasen) werden die Wertberichtigungen erfolgswirksam aufgelöst.
Den individuell festgestellten Risiken aus Eventualverpflichtungen und Unwiderruflichen Kreditzusagen wird durch die erfolgswirksame
Bildung von Rückstellungen Rechnung getragen. Den individuell noch nicht identifizierten Wertminderungen bei Unwiderruflichen
Kreditzusagen wird durch die Bildung mittels Portfoliomodellen bestimmter Rückstellungen Rechnung getragen.
Wertgeminderte Forderungen werden unter Verbrauch von bestehenden Einzelwertberichtigungen (teil-) abgeschrieben, wenn sich die
teilweise oder volle Uneinbringlichkeit der Forderung herausstellt. Uneinbringliche Forderungen, für die keine Einzelwertberichtigungen
bestehen, werden direkt abgeschrieben. Eingänge auf bereits abgeschriebene Forderungen werden im Risikovorsorgeergebnis
erfolgswirksam vereinnahmt.
(14) Finanzanlagen
Unter den Finanzanlagen werden insbesondere Wertpapierportfolios ausgewiesen. Diese dienen überwiegend der Liquiditätssicherung
bzw. werden mit dem Ziel der langfristigen Optimierung und Stabilisierung der Förderfähigkeit des Konzerns eingesetzt.
Der Posten Finanzanlagen umfasst von der KfW und ihren Tochtergesellschaften sowie über konsolidierte Spezialfonds gehaltene
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, Beteiligungen
sowie Anteile an nicht konsolidierungspflichtigen Tochterunternehmen.
Zur einheitlichen Bilanzierung von Beteiligungen mit und ohne maßgeblichen Einfluss werden einzelne Geschäftsbereiche des
Konzerns, die im Rahmen ihres Förderauftrags die Beteiligungsfinanzierung betreiben und die Voraussetzungen hierfür erfüllen, für
bilanzielle Zwecke als Venture-Capital-Organisationen eingestuft. Diese Beteiligungen werden wie auch die übrigen Beteiligungen
unter dem Posten Finanzanlagen ausgewiesen.
Die Finanzanlagen werden zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in der Folgebewertung abhängig von ihrer Einstufung in die
Kategorien erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte oder zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte bilanziert. Die Kategorisierung als Kredite und Forderungen erfolgt bei Finanzinstrumenten mit festen oder
bestimmbaren Zahlungen, die nicht auf einem aktiven Markt notiert sind. Die Kategorisierung als bis zur Endfälligkeit gehaltene
finanzielle Vermögenswerte erfolgt einzelfallbezogen, sofern die Zugangskriterien bei Erwerb erfüllt sind.
Bei der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von nicht börsennotierten Beteiligungen wird der Illiquidität angemessen Rechnung
getragen. So werden bei Verwendung von Discounted-Cashflow-Modellen Fungibilitätszuschläge im Diskontierungszinssatz

berücksichtigt. Sofern der beizulegende Zeitwert von nicht börsennotierten Beteiligungen nicht zuverlässig ermittelt werden kann,
erfolgt die Bilanzierung zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Wertminderungen.
Die Wertänderungen aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten werden im Ergebnis
aus Fair-Value-Bewertung anderer Finanzinstrumente ausgewiesen. Realisierte Erfolge und Wertminderungen aus Beständen der
Kategorien zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, Kredite und Forderungen sowie bis zur Endfälligkeit gehaltene
finanzielle Vermögenswerte werden im Finanzanlageergebnis erfasst; bei Beständen der Kategorien Kredite und Forderungen sowie bis
zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte ist die Vorsorge für das Risiko bereits eingetretener, jedoch individuell noch
nicht identifizierter Wertminderungen enthalten, die auf dem einjährigen Erwarteten Verlust basiert. Unrealisierte Erfolge aus
Beständen der Kategorie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden erfolgsneutral im Eigenkapital als
Neubewertungsrücklagen bilanziert. Laufende Zinszahlungen und Dividenden werden im Zinsertrag erfasst.
(15) Pensionsgeschäfte
Im Konzern werden Pensionsgeschäfte in Form von standardisierten Repos bzw. Reverse-Repos abgeschlossen. Hierbei handelt es sich
um Kombinationen aus gleichzeitigen Kassa- und Termingeschäften über Wertpapiere mit demselben Kontrahenten. Die Bedingungen
und Modalitäten der Besicherung bzw. der Verwendung von Sicherheiten folgen den marktüblichen Usancen. Für Offenmarktgeschäfte
können außerdem hinterlegte Kreditforderungen genutzt werden.
Die bei Repo-Geschäften in Pension gegebenen Wertpapiere (Kassaverkauf) werden weiterhin als Wertpapierbestand bilanziert und
bewertet. In Höhe der zugeflossenen Liquidität wird die Rückzahlungsverpflichtung als Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten oder
Kunden ausgewiesen. Zinsen werden laufzeitgerecht im Zinsaufwand erfasst.
In Höhe der bei Reverse-Repos abgeflossenen Liquidität wird ein Rückzahlungsanspruch als Forderungen an Kreditinstitute oder
Kunden bilanziert und bewertet. Die in Pension genommenen Wertpapiere (Kassakauf) werden nicht bilanziert und bewertet. Zinsen
werden laufzeitgerecht im Zinsertrag erfasst.
(16) Sachanlagen
Die im Konzernabschluss ausgewiesenen Grundstücke und Gebäude sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung werden zu
Anschaffungskosten, vermindert um die - im Verwaltungsaufwand ausgewiesenen - planmäßigen linearen Abschreibungen und
Wertminderungen, angesetzt. Eine außerplanmäßige Abschreibung wird vorgenommen, wenn der Buchwert des Vermögenswerts den
sogenannten erzielbaren Betrag, d. h. den Nettoveräußerungspreis bzw. den Nutzungswert, übersteigt. Die Bestimmung der
wirtschaftlichen Nutzungsdauer erfolgt unter der Beachtung der voraussichtlichen Abnutzung. Der Konzern geht von einer geschätzten
Nutzungsdauer von 40 bis 50 Jahren für Gebäude, von vier Jahren für EDV-Arbeitsplatzausstattungen bzw. von fünf Jahren für andere
Sachanlagen aus. Ergebnisse aus der Veräußerung von Sachanlagen werden im Sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen.
Die im Konzern vorhandenen Grundstücke und Gebäude werden nahezu vollständig selbst genutzt, nur in geringem Umfang erfolgt
eine Fremdvermietung.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau werden unter den Sonstigen Sachanlagen ausgewiesen; planmäßige Abschreibungen
werden nicht vorgenommen.
(17) Immaterielle Vermögenswerte
Unter den Immateriellen Vermögenswerten bilanziert der Konzern erworbene und selbst erstellte Software zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten, vermindert um die - im Verwaltungsaufwand ausgewiesenen - planmäßigen linearen Abschreibungen und
Wertminderungen. Die Bestimmung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer erfolgt unter der Beachtung der voraussichtlichen Abnutzung.
Der Konzern geht von einer Nutzungsdauer von fünf Jahren aus.
Eine Wertminderung liegt vor, wenn der Buchwert des Vermögenswerts den sogenannten erzielbaren Betrag übersteigt. Sofern
Anzeichen vorliegen, die den erwarteten Nutzen nicht mehr erkennen lassen, werden außerplanmäßige Abschreibungen
vorgenommen.
In Entwicklung befindliche selbst erstellte Software wird unter den Sonstigen Immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen;
planmäßige Abschreibungen werden nicht vorgenommen.
(18) Ertragsteuern
Die KfW ist subjektiv steuerbefreit. Für die steuerpflichtigen Tochtergesellschaften und deren steuerliche Betriebsstätten erfolgt die
Ermittlung der Ertragsteuern gemäß den steuerrechtlichen Bestimmungen im Sitzland. Die tatsächlichen Ertragsteueraufwendungen
sowie die Aufwendungen und Erträge aus der Veränderung latenter Steuern werden in Abhängigkeit vom zugrunde liegenden
Sachverhalt als Steuern vom Einkommen und Ertrag erfolgswirksam oder erfolgsneutral in den Neubewertungsrücklagen im
Eigenkapital ausgewiesen. Der Ausweis in der Bilanz erfolgt für tatsächliche sowie latente Steueransprüche und -verpflichtungen unter
gesonderten Posten. Die latenten Ertragsteueransprüche und -verpflichtungen werden saldiert, sofern die Voraussetzungen dafür
vorliegen.
Tatsächliche Steuern vom Einkommen und Ertrag werden mit den aktuell gültigen Steuersätzen berechnet.
Latente Steueransprüche und -verpflichtungen berechnen sich aus unterschiedlichen Wertansätzen eines Vermögenswerts oder einer
Verpflichtung und dem jeweiligen steuerlichen Wertansatz, wenn hieraus in der Zukunft voraussichtliche Ertragsteuerbelastungs- oder
-entlastungseffekte resultieren (temporäre Unterschiede). Aktive latente Steuern auf steuerlich noch nicht genutzte Verlustvorträge
werden nur angesetzt, wenn mit hinreichender Sicherheit angenommen werden kann, dass das betreffende Steuersubjekt in den
Folgeperioden ausreichend steuerpflichtiges Einkommen zur Nutzung des Verlustvortrags erzielen wird.
(19) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie Verbriefte Verbindlichkeiten
Unter dem Posten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sind im Wesentlichen die zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewerteten längerfristigen Mittelaufnahmen und Geldmarktgeschäfte des Konzerns ausgewiesen. Unter den
Verbrieften Verbindlichkeiten sind emittierte Anleihen, Schuldverschreibungen und Geldmarktpapiere erfasst. Im Rahmen der
Marktpflege zurückgenommene eigene Emissionen werden zum Zeitpunkt des Rückkaufs passivisch abgesetzt.

Bei strukturierten Verbindlichkeiten wird die Fair-Value-Option genutzt. Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts aufgrund von
Änderungen des Bonitätsrisikos ergeben sich dabei nicht, da die KfW bei stabilem Ausblick mit den höchsten Bonitätseinstufungen der
international anerkannten Agenturen geratet ist. Die durch die Entwicklung der Nachfrage nach den unterschiedlichen KfW-
Refinanzierungsinstrumenten ausgelösten Bewertungseffekte aus den marktbedingten Veränderungen der Einstandskonditionen
(einschließlich Liquiditätsspreads) sind im Ergebnis aus der Fair-Value-Bewertung anderer Finanzinstrumente enthalten. Bei
bestimmten Produkten erfolgt eine Abspaltung der eingebetteten trennungspflichtigen Derivate mit deren eigenständiger Bilanzierung.
Der Ausweis der unterschiedlichen Mittelaufnahmeformen erfolgt unabhängig von deren Kategorisierung bzw. einer Einbeziehung in
das Hedge Accounting. Die Bewertung der Posten ergibt sich aus der jeweiligen Kategorisierung.
Laufende Zinsen werden im Zinsaufwand erfasst, die Amortisierung von Agien und Disagien erfolgt mittels der Effektivzinsmethode
über die Laufzeit im Zinsaufwand. Die Wertänderungen der zum beizulegenden Zeitwert kategorisierten Verbindlichkeiten werden
erfolgswirksam im Ergebnis aus Fair-Value-Bewertung anderer Finanzinstrumente erfasst. Ergebnisse aus der Rücknahme eigener
Emissionen der Kategorie andere Verbindlichkeiten werden zum Zeitpunkt des Rückkaufs im Sonstigen betrieblichen Ergebnis
vereinnahmt.
(20) Rückstellungen
Rückstellungen werden für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, Kreditrisiken sowie andere bezüglich ihrer Höhe oder Fälligkeit
ungewisse Verpflichtungen mit wahrscheinlicher Inanspruchnahme gebildet.
Die Mitarbeiter des KfW-Konzerns sind in eine betriebliche Altersversorgung eingebunden, die in Form von Alters-,
Erwerbsunfähigkeits- und Hinterbliebenenrenten gezahlt wird. Konzernweit existieren ausschließlich leistungsorientierte
Pensionspläne. Die Höhe der Ansprüche ist abhängig von der Dienstzugehörigkeit und der Höhe der Gehaltszahlungen. Neben den
arbeitgeberfinanzierten Pensionsplänen gibt es auch Regelungen mit Eigenbeiträgen der Mitarbeiter.
Die Pensionsverpflichtungen werden von einem unabhängigen qualifizierten Gutachter nach dem Anwartschaftsansammlungsverfahren
(Projected Unit Credit Method) auf Grundlage konzerneinheitlicher Parameter wie Alter, Dienstzugehörigkeit oder Gehalt ermittelt. Der
Ansatz der Pensionsverpflichtungen erfolgt zum Barwert der zum Bewertungsstichtag erdienten Pensionsansprüche (Defined Benefit
Obligation) unter Berücksichtigung zu amortisierender versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste. Hierbei orientiert sich der
Abzinsungsfaktor an aktuellen Marktkonditionen für Industrieanleihen mit einer der Fristigkeit der Verpflichtung vergleichbaren
Laufzeit. Weitere demografische Faktoren (unter anderem Heubeck-Richttafeln 2005 G) und versicherungsmathematische Annahmen
(unter anderem Anwartschaftsdynamik, Rentendynamik, Fluktuationsrate) werden berücksichtigt. Für die Pensionsverpflichtungen des
KfW-Konzerns wurde kein Planvermögen (Plan Assets) definiert, sodass die speziellen Regelungen hierzu keine Berücksichtigung
finden.
Im KfW-Konzern werden die kumulierten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste ausgewiesen, wenn sie 10 % des
Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen übersteigen (Corridor Approach). Die die 10%-Grenze übersteigenden Beträge
werden linear über die durchschnittliche erwartete Restarbeitszeit amortisiert und über den Posten Verwaltungsaufwand
erfolgswirksam den Pensionsrückstellungen zugeführt.
Sämtliche Pensionsverpflichtungen werden über die ausgewiesenen Pensionsrückstellungen finanziert; fondsfinanzierte
Pensionsverpflichtungen bestehen nicht. Bei den Zuführungen zu Pensionsrückstellungen wird nach Dienstzeitaufwand, Zinsaufwand
und sonstigen Zuführungen (unter anderem nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand) unterschieden. Der Zinsaufwand für
Pensionsverpflichtungen wird unter dem sonstigen Zinsaufwand ausgewiesen, die übrigen Zuführungen werden in dem Posten
Verwaltungsaufwand erfasst.
Zu den pensionsähnlichen Verpflichtungen zählen Zusagen für Deferred Compensation, Vorruhestand und Altersteilzeit. Für diese
Verpflichtungen werden ebenfalls versicherungsmathematische Gutachten erstellt und wird eine entsprechende Rückstellung gebildet.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste entstehen nicht, sodass die ausgewiesene Rückstellung dem Barwert der
Verpflichtung entspricht.
Andere Rückstellungen werden unter anderem für Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern und für Prüfungs- und Beratungsleistungen
in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahmen gebildet; langfristige Rückstellungen werden abgezinst, sofern der Zinseffekt
wesentlich ist. Hinzu kommen die Verpflichtungen aus der Übernahme der Aufgaben der Staatlichen Versicherung der Deutschen
Demokratischen Republik in Abwicklung (Anstalt), denen Forderungen an die Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben
(BvS) in gleicher Höhe gegenüberstehen, die unter dem Posten Sonstige Aktiva ausgewiesen werden.
(21) Nachrangkapital
Unter diesem Posten werden nachrangige Verbindlichkeiten gegenüber dem ERP-Sondervermögen ausgewiesen.
Die Mittel werden in die Kategorie andere Verbindlichkeiten eingestuft und zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.
Zinsabgrenzungen sowie Wertanpassungen aus der Berücksichtigung im Micro Fair Value Hedge Accounting werden unter dem Posten
Sonstige Passiva ausgewiesen.
Laufende Zinsaufwendungen werden im Zinsaufwand ausgewiesen.
(22) Eigenkapital
Die Struktur des Eigenkapitals wird insbesondere durch das Gesetz über die KfW und die Regelungen der IFRS geprägt.
Der nach den Regeln des HGB ermittelte Jahresüberschuss der KfW wird nach § 10 Abs. 2 und 3 Gesetz über die KfW in die Rücklagen
eingestellt und unter IFRS in das Konzerneigenkapital übernommen. Im Konzern ist unter IFRS die vertraglich festgelegte Stärkung
der Rücklage aus Mitteln des ERP-Sondervermögens im Eigenkapital der KfW als Ergebnisverwendung auszuweisen.
Der Konzern führt einen Fonds für allgemeine Bankrisiken. Zuführungen zu bzw. Entnahmen aus dem Fonds erfolgen unter IFRS im
Rahmen der Ergebnisverwendung.
Ein verbleibender Konzernüberschuss wird unter IFRS periodengleich in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

Die Neubewertungsrücklagen enthalten die Bewertungsergebnisse der Kategorie zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte sowie in Abhängigkeit vom zugrunde liegenden Sachverhalt erfolgsneutral gebildete latente Steuern.
(23) Eventualverpflichtungen und Unwiderrufliche Kreditzusagen
Der Konzern geht Eventualverpflichtungen vor allem in Form von Bürgschaften (Finanzgarantien) ein. Alle Eventualverpflichtungen des
Konzerns werden im Anhang in Höhe der Nominalwerte, verringert um gebildete Rückstellungen, aufgeführt.
Unwiderrufliche Kreditzusagen sind feste Zusagen des Konzerns zur Gewährung eines Kredits unter vertraglich fixierten Bedingungen.
Diese werden im Anhang in Höhe der Nominalwerte, verringert um gebildete Rückstellungen, aufgeführt.
(24) Treuhandgeschäfte
Vermögenswerte und Schulden, die im Konzern im eigenen Namen, aber für fremde Rechnung gehalten werden, sind nicht zu
bilanzieren. Dies betrifft insbesondere Kredite im Rahmen der Finanziellen Zusammenarbeit zur Förderung der Entwicklungsländer, die
aus Mitteln und unter Haftung des Bundeshaushalts gewährt werden. Die im Rahmen dieser Geschäfte angefallenen Vergütungen
werden im Provisionsertrag vereinnahmt.
(25) Leasinggeschäfte
Leasingverhältnisse werden in Abhängigkeit von mit dem Eigentum an einem Vermögenswert verbundenen Chancen und Risiken als
Operating-Leasing oder Finanzierungsleasing eingestuft. Aus dieser Klassifizierung resultiert die bilanzielle Abbildung.
Als Leasingnehmer kontrahiert der Konzern beide Arten von Leasingverhältnissen. Immobilien-Leasingverträge werden dabei als
Operating-Leasing klassifiziert, die entsprechenden Mietzahlungen sind im Verwaltungsaufwand enthalten.
Finanzierungsleasingverträge werden nur in geringem Umfang abgeschlossen. Die angemieteten Vermögenswerte werden aktiviert
und über die wirtschaftliche Nutzungsdauer bzw. die kürzere Vertragslaufzeit im Verwaltungsaufwand abgeschrieben. Die
Verbindlichkeiten aus den künftigen Leasingzahlungen sind im Posten Sonstige Passiva enthalten.
Die nur in geringem Umfang als Leasinggeber abgeschlossenen Kontrakte werden als Operating-Leasing klassifiziert; die
entsprechenden Mieteinnahmen sind im Sonstigen betrieblichen Ertrag enthalten.
ERLÄUTERUNGEN ZUR GESAMTERGEBNISRECHNUNG
(26) Zinsüberschuss
Aufgliederung des Zinsüberschusses nach Klassen
2010
Mio. EUR
2009
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Zins- und zinsähnliche Erträge aus Forderungen an
Kreditinstitute/Kunden
11.152
11.613
- 460
Zinsähnliche Erträge aus Avalen und Bürgschaften
41
44
- 3
Zinserträge aus Finanzanlagen
1.057
1.305
- 248
Zinserträge aus Derivaten
2.187
5.011
- 2.824
Sonstige Zinserträge
16
45
- 28
Zinserträge
14.454
18.017
- 3.563
Zins- und zinsähnliche Aufwendungen aus Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten/Kunden
767
1.041
- 275
Zinsaufwendungen aus Verbrieften Verbindlichkeiten
11.358
11.524
- 166
Zinsaufwendungen aus Nachrangkapital
146
146
0
Zinsaufwendungen aus Derivaten
- 746
2.433
- 3.179
Sonstiger Zinsaufwand
177
219
- 42
Zinsaufwendungen
11.702
15.363
- 3.661
Gesamt
2.752
2.654
98
Die Erträge aus dem Unwinding in Höhe von 41 Mio. EUR (Vorjahr: 55 Mio. EUR) werden unter Zins- und zinsähnlichen Erträgen aus
Forderungen an Kreditinstitute/Kunden ausgewiesen. Das Zinsergebnis aus Derivaten umfasst unabhängig von einer Berücksichtigung
im Hedge Accounting die Zinserträge und -aufwendungen aller Derivate. Der Ausweis der Zinserträge und -aufwendungen aus den
Derivaten, die im direkten Zusammenhang mit einzelnen aktivischen bzw. passivischen Finanzinstrumenten abgeschlossen wurden
und die nicht im Rahmen des Macro Fair Value Hedge Accounting bilanziert werden, erfolgt in Abhängigkeit des zugrunde liegenden
Grundgeschäftes in den Zinserträgen aus Derivaten (bei zugehörigen aktivischen Finanzinstrumenten) bzw. in den Zinsaufwendungen
aus Derivaten (bei zugehörigen passivischen Finanzinstrumenten). Unter Berücksichtigung der Zinserträge bzw. -aufwendungen aus
den zugehörigen Grundgeschäften folgt die Darstellung damit dem wirtschaftlichen Wesensgehalt der gesicherten Finanzaktiva
(variabel verzinsliche Vermögenswerte) bzw. gesicherten Finanzpassiva (variabel verzinsliche Verbindlichkeiten).
Aufgliederung der Zinserträge aus Finanzanlagen
2010
Mio. EUR
2009
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Zinserträge aus Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen
Wertpapieren
989
1.271
- 282
Laufende Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen
Wertpapieren
1
3
- 2
Laufende Erträge aus Beteiligungen
67
31
36
Gesamt
1.057
1.305
- 248

(27) Risikovorsorge im Kreditgeschäft
Aufgliederung der Risikovorsorge nach Geschäftsvorgängen
2010
Mio. EUR
2009
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Aufwendungen aus Zuführungen zur Risikovorsorge
680
1.352
- 673
Direktabschreibungen
109
123
- 14
Aufwendungen für Risikovorsorge
789
1.475
- 686
Erträge aus der Auflösung von Risikovorsorge
990
443
547
Erträge aus Eingängen auf bereits abgeschriebene Forderungen
223
60
163
Erträge aus der Risikovorsorge
1.213
503
710
Gesamt
424
- 972
1.396
(28) Provisionsüberschuss
Aufgliederung des Provisionsüberschusses nach Klassen
2010
Mio. EUR
2009
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Provisionserträge aus dem Kreditgeschäft
234
286
- 52
Provisionserträge aus Kreditderivaten
2
6
- 5
Sonstige Provisionserträge
139
136
3
Erträge aus dem Treuhandgeschäft
1
1
- 1
Provisionserträge
375
430
- 55
Provisionsaufwendungen aus dem Kreditgeschäft
93
129
- 36
Provisionsaufwendungen aus Kreditderivaten
1
3
- 2
Sonstige Provisionsaufwendungen
8
12
- 4
Provisionsaufwendungen
102
144
- 41
Gesamt
273
286
- 13
Das Provisionsergebnis aus dem Kreditgeschäft beinhaltet auch die laufenden Prämien und Gebühren aus den Verbriefungsplattformen
PROMISE und PROVIDE.
Die Sonstigen Provisionserträge beinhalten das Entgelt für die Abwicklung der Finanziellen Zusammenarbeit zur Förderung der
Entwicklungsländer in Höhe von unverändert 107 Mio. EUR.
(29) Ergebnis aus dem Hedge Accounting
Aufgliederung des Ergebnisses aus dem Hedge Accounting nach Art der Sicherungsbeziehung
2010
Mio. EUR
2009
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Ergebnis aus dem Micro Fair Value Hedge Accounting
48
389
- 341
Ergebnis aus dem Macro Fair Value Hedge Accounting
- 267
- 702
435
Gesamt
- 219
- 313
94
Das Ergebnis aus dem Macro Fair Value Hedge Accounting umfasst die Bewertung der Sicherungsgeschäfte in Höhe von - 1.763 Mio.
EUR (Vorjahr: - 1.746 Mio. EUR) sowie die Bewertung der gesicherten Risiken aus den abgesicherten Grundgeschäftsportfolios. Hinzu
kommt neben der Amortisierung der Wertanpassungsposten aus dem dynamischen Hedgedesignations- und -auflösungsprozess und
der anteiligen Auflösung von Wertanpassungen bei Abgängen aus den Grundgeschäftsportfolios auch der Restlaufzeiteneffekt der
Sicherungsderivate.
Nettodarstellung des Gesamtergebnisses aus dem Micro Fair Value Hedge Accounting nach gesicherten Produkten
2010
Mio. EUR
2009
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Ergebnis aus der Sicherung von Finanzanlagen
0
- 17
17
Ergebnis aus der Sicherung von Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten/Kunden
0
7
- 7
Ergebnis aus der Sicherung von Verbrieften Verbindlichkeiten
41
314
- 273
Ergebnis aus der Sicherung von Nachrangkapital
0
4
- 4
Zwischensumme: Ergebniseffektivität der Sicherungsbeziehungen
41
308
- 267
Ergebnis aus der Amortisierung von Wertanpassungen
7
81
- 74
Gesamt
48
389
- 341
Bruttodarstellung des Bewertungsergebnisses aus dem Micro Fair Value Hedge Accounting: Gegenüberstellung der Grund- und
Sicherungsgeschäfte im Geschäftsjahr 2010

Grundgeschäfte
Mio. EUR
Sicherungsgeschäfte
Mio. EUR
Ergebniseffektivität
der
Sicherungsbeziehung
Mio. EUR
Ergebnis aus der Sicherung von Finanzanlagen
121
- 121
0
Ergebnis aus der Sicherung von Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten/Kunden
- 25
25
0
Ergebnis aus der Sicherung von Verbrieften Verbindlichkeiten
- 961
1.001
41
Ergebnis aus der Sicherung von Nachrangkapital
- 26
26
0
Gesamt
- 891
932
41
Bruttodarstellung des Bewertungsergebnisses aus dem Micro Fair Value Hedge Accounting: Gegenüberstellung der Grund- und
Sicherungsgeschäfte im Geschäftsjahr 2009
Grundgeschäfte
Mio. EUR
Sicherungsgeschäfte
Mio. EUR
Ergebniseffektivität
der
Sicherungsbeziehung
Mio. EUR
Ergebnis aus der Sicherung von Finanzanlagen
- 1
- 16
- 17
Ergebnis aus der Sicherung von Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten/Kunden
27
- 20
7
Ergebnis aus der Sicherung von Verbrieften Verbindlichkeiten
2.864
- 2.550
314
Ergebnis aus der Sicherung von Nachrangkapital
- 49
53
4
Gesamt
2.841
- 2.533
308
(30) Ergebnis aus der Fair-Value-Bewertung anderer Finanzinstrumente
Aufgliederung des Ergebnisses aus der Fair-Value-Bewertung anderer Finanzinstrumente nach Klassen
2010
Mio. EUR
2009
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Ergebnis aus Finanzanlagen
312
582
- 271
Ergebnis aus Vermögenswerten
312
582
- 271
Ergebnis aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten/Kunden
- 52
- 592
540
Ergebnis aus Verbrieften Verbindlichkeiten
- 269
1.596
- 1.865
Ergebnis aus Verbindlichkeiten
- 321
1.004
- 1.325
Ergebnis aus Finanzderivaten, die nicht für das Hedge Accounting
qualifizieren
100
- 1.553
1.653
Ergebnis aus Kreditderivaten
27
386
- 359
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten
127
- 1.167
1.294
Ergebnis aus der Fremdwährungsbewertung
88
- 51
139
Gesamt
206
368
- 162
Das Ergebnis aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten/Kunden enthält das Ergebnis aus im Rahmen der
Verbriefungsplattformen PROMISE und PROVIDE emittierten Credit Linked-Schuldscheinen. Das Ergebnis aus Kreditderivaten enthält
das Ergebnis aus den hierunter abgeschlossenen Portfolio-CDS.
Das Ergebnis aus Finanzderivaten, die nicht für das Hedge Accounting qualifizieren, resultiert insbesondere aus Derivaten in
wirtschaftlichen Sicherungsbeziehungen, die durch die Nutzung der Fair-Value-Option zur Kategorisierung der abgesicherten
Grundgeschäfte bilanziell abgebildet werden. Zu den gesicherten Grundgeschäften gehören vor allem Mittelaufnahmen in Form von
Verbrieften Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie Finanzanlagen.
Darüber hinaus enthält das Ergebnis aus Finanzderivaten, die nicht für das Hedge Accounting qualifizieren, Wertveränderungen von
trennungspflichtigen eingebetteten Derivaten aus dem Beteiligungsfinanzierungsgeschäft. Des Weiteren werden hierunter die
Ergebnisse aus getrennt bilanzierten eingebetteten Derivaten, die im Zusammenhang mit finanziellen Verbindlichkeiten stehen,
ausgewiesen; die Ergebnisse aus der Bewertung der zugehörigen Sicherungsderivate werden somit kompensiert.
Aufgliederung des Ergebnisses aus der Fair-Value-Bewertung von Finanzanlagen nach Produkten
2010
Mio. EUR
2009
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Ergebnis aus Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen
Wertpapieren
160
601
- 441
Ergebnis aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren
1
1
0
Ergebnis aus Beteiligungen
151
- 20
171
Gesamt
312
582
- 271
Aufgliederung des Ergebnisses aus der Fair-Value-Bewertung von Kreditderivaten und im Rahmen der Verbriefungsplattformen
PROMISE und PROVIDE emittierten Credit Linked-Schuldscheinen
2010
Mio. EUR
2009
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Ergebnis aus Single Name CDS
1
98
- 97
Ergebnis aus Portfolio-CDS
0
- 286
286

2010
Mio. EUR
2009
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Ergebnis aus PROMISE/PROVIDE
13
- 27
40
davon Ergebnis aus CDS
26
574
- 548
davon Ergebnis aus emittierten Credit Linked-Schuldscheinen
- 13
- 601
588
Gesamt
14
- 215
229
Bruttodarstellung des Ergebnisses aus wirtschaftlich gesicherten Mittelaufnahmen: Gegenüberstellung der Grund- und
Sicherungsgeschäfte
2010
Mio. EUR
2009
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Ergebnis aus Mittelaufnahmen
- 307
1.605
- 1.912
Ergebnis aus Sicherungsgeschäften
694
- 1.686
2.380
Gesamt (Ergebniseffektivität der wirtschaftlichen
Sicherungsbeziehungen)
387
- 81
468
(31) Ergebnis aus Finanzanlagen
Aufgliederung des Ergebnisses aus Finanzanlagen nach Klassen
2010
Mio. EUR
2009
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Ergebnis aus Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen
Wertpapieren
- 17
- 83
66
Ergebnis aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren
58
1
57
Ergebnis aus Beteiligungen
- 39
- 35
- 4
Gesamt
1
- 117
119
Das Ergebnis aus den Finanzinstrumenten enthält realisierte Gewinne und Verluste aus dem Verkauf von Finanzanlagen sowie
Wertberichtigungen bei Finanzanlagen der Kategorien zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, Kredite und
Forderungen bzw. bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte.
Im Berichtsjahr sind Eigenkapitalinstrumente, deren beizulegender Zeitwert nicht zuverlässig ermittelt werden konnte, mit einem
Buchwert von 37 Mio. EUR (Vorjahr: 15 Mio. EUR) abgegangen. Daraus entstand ein realisiertes Ergebnis von -12 Mio. EUR (Vorjahr:
8 Mio. EUR), das im Ergebnis aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren sowie im Ergebnis aus Beteiligungen
enthalten ist.
Angaben zu Wertminderungen aus Finanzanlagen
2010
Mio. EUR
2009
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Finanzanlagen
84
142
- 57
davon Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
43
100
- 57
davon Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
2
0
2
davon Beteiligungen
39
41
- 2
Angaben zu Wertaufholungen nach Wertminderungen aus Finanzanlagen
2010
Mio. EUR
2009
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Finanzanlagen
23
34
- 11
davon Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
23
34
- 11
(32) Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen
2010
Mio. EUR
2009
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen
- 3
-3
0
(33) Verwaltungsaufwand
Aufgliederung der Verwaltungsaufwendungen
2010
Mio. EUR
2009
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Löhne und Gehälter
360
333
27
Soziale Abgaben
49
44
5
Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung
39
27
12
Personalaufwand
448
404
44
Andere Verwaltungsaufwendungen
227
256
- 28
Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen und
Immaterielle Vermögenswerte
47
83
- 36

2010
Mio. EUR
2009
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Sachaufwand
274
339
- 64
Gesamt
722
742
- 20
Im Sachaufwand enthalten sind Abschreibungen und Wertminderungen aus dem Finanzierungsleasing in Höhe von unverändert 5 Mio.
EUR.
Die Anderen Verwaltungsaufwendungen umfassen Mietaufwendungen aus Operating-Leasing-Verhältnissen in Höhe von 7 Mio. EUR
(Vorjahr: 16 Mio. EUR).
(34) Sonstiges betriebliches Ergebnis
Aufgliederung des Sonstigen betrieblichen Ergebnisses
2010
Mio. EUR
2009
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Sonstiger betrieblicher Ertrag
68
51
16
Sonstiger betrieblicher Aufwand
95
29
66
Gesamt
- 27
23
- 50
Im Sonstigen betrieblichen Ertrag bilanziert werden Ergebnisse aus dem Rückkauf von Eigenemissionen, Mieterträge in Höhe von 2
Mio. EUR (Vorjahr: 3 Mio. EUR) sowie Erträge aus der Auflösung sonstiger Rückstellungen.
(35) Ertragsteueraufwand
Aufgliederung des Ertragsteueraufwands nach Verpflichtungscharakter
2010
Mio. EUR
2009
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Tatsächliche Steuern vom Einkommen und Ertrag
42
35
6
Latente Steuern
12
22
- 9
Gesamt
54
57
- 3
Im Berichtsjahr ergab sich im Zusammenhang mit Steuerlatenzen ein Steueraufwand in Höhe von 12 Mio. EUR (Vorjahr: 22 Mio.
EUR). Dieser resultiert überwiegend aus der Veränderung des Ansatzes temporärer Differenzen.
Die Überleitungsrechnung zeigt den Zusammenhang zwischen dem rechnerischen Ertragsteueraufwand im Geschäftsjahr und den
ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und Ertrag.
Überleitung der Ertragsteuern
2010
Mio. EUR
2009
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (vor Steuern)
2.685
1.184
1.501
Konzernertragsteuersatz
0 %
0 %
0 %
Rechnerischer Ertragsteueraufwand im Geschäftsjahr
0
0
0
Auswirkungen wegen abweichender Steuersätze gegenüber dem
Konzernertragsteuersatz
134
- 116
250
Auswirkungen von Steuersatzänderungen
0
0
0
Auswirkungen von im Geschäftsjahr erfassten Steuern aus Vorjahren
- 14
9
- 23
Auswirkungen nicht anrechenbarer Ertragsteuern
2
14
- 12
Auswirkungen von nicht abziehbaren Betriebsausgaben
2
6
- 4
Auswirkungen steuerfreier Erträge
- 6
- 2
- 4
Gewerbesteuerliche Hinzurechnungen/Kürzungen
3
2
1
Auswirkungen permanenter Differenzen
- 4
0
- 4
Auswirkungen von Ansatzkorrekturen aktiver latenter Steuern
- 63
144
- 207
Sonstige Auswirkungen
0
0
0
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand
54
57
-3
Der für die Überleitungsrechnung zugrunde liegende Konzernertragsteuersatz von 0 % trägt dem Steuerstatus der KfW als persönlich
steuerbefreite Anstalt des öffentlichen Rechts und ihrem bestimmenden Anteil am Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
Rechnung.
Auswirkungen wegen abweichender Steuersätze ergeben sich durch die subjektive Steuerpflicht und damit verbundene
unterschiedliche Steuersätze einzelner Konzerngesellschaften. Die Steuersätze betragen zwischen 0 % und 33 %.
Auswirkungen von Ansatzkorrekturen aktiver latenter Steuern beinhalten insbesondere die Nichtberücksichtigung von steuerlichen
Verlustvorträgen sowie von Aktivüberhängen bei abzugsfähigen temporären Differenzen. Dies trägt dem konservativen Ansatz der
KfW bei der Bewertung von aktiven latenten Steuern Rechnung.
(36) Erläuterungen zum Sonstigen Ergebnis
Aufgliederung des Sonstigen Ergebnisses nach Klassen

2010
Mio. EUR
2009
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Sonstiges Ergebnis aus Finanzinstrumenten
30
285
- 254
davon Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
42
266
- 223
davon Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
- 20
19
- 40
davon Beteiligungen
8
0
8
Sonstiges Ergebnis aus latenten Steuern auf Finanzinstrumente
8
- 17
25
Sonstiges Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten
Unternehmen
- 6
- 7
1
Gesamt
33
261
- 228
Das Sonstige Ergebnis umfasst die erfolgsneutral in den Neubewertungsrücklagen erfassten Erträge und Aufwendungen.
Aufgliederung der Umgliederungen in die Gewinn- und Verlustrechnung nach Klassen
2010
Mio. EUR
2009
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Umgliederungen aus Finanzinstrumenten
57
135
- 79
davon Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
117
136
- 19
davon Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
- 60
0
- 60
Umgliederungen aus latenten Steuern auf Finanzinstrumente
0
-1
1
Gesamt
56
134
- 78
Die dargestellten Umgliederungen resultieren aus Erträgen und Aufwendungen, die in der Berichtsperiode erfolgswirksam in der
Gewinn- und Verlustrechnung vereinnahmt wurden und die zuvor erfolgsneutral in den Neubewertungsrücklagen erfasst waren.
Darunter fällt auch die Amortisierung von Neubewertungsrücklagen aus der Umgliederung von Finanzanlagen aus der
Bewertungskategorie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte in die Bewertungskategorie Kredite und Darlehen. In
der Gewinn- und Verlustrechnung vereinnahmte Erträge sind mit negativem Vorzeichen ausgewiesen, Aufwendungen weisen ein
positives Vorzeichen auf.
SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
(37) Segmentbericht nach Geschäftsfeldern
Die Segmentberichterstattung folgt gemäß den Bestimmungen des IFRS 8 dem internen Managementberichtssystem, das von den
Hauptentscheidungsträgern des Konzerns zur Beurteilung der Performance der Segmente und zur Zuweisung von Ressourcen zu
Segmenten herangezogen wird. Gemäß der internen Geschäftsfeldstruktur des KfW-Konzerns gliedern sich die Segmente mit ihren
Produkten und Dienstleistungen wie folgt:
KfW Mittelstandsbank
- Finanzierung Unternehmensinvestitionen und gewerbliche Umweltschutzinvestitionen -
Eigenkapitalfinanzierung
KfW Privatkundenbank
- Finanzierung Wohnungsbau und -modernisierung - Bildungsfinanzierung
KfW Kommunalbank
- Infrastruktur- und Sozialfinanzierung - Globaldarlehen - Auftragsgeschäfte für den Bund
Export- und
Projektfinanzierung
- Finanzierung deutscher und europäischer Exporte - Finanzierung von Projekten und
Investitionen im deutschen und europäischen Interesse
Förderung Entwicklungs- und
Transformationsländer
- Förderung der Entwicklungs- und Transformationsländer mit Haushaltsmitteln des Bundes sowie
ergänzend mit Marktmitteln der KfW - Finanzierungen der DEG - Deutsche Investitions- und
Entwicklungsgesellschaft mbH (Förderung der Privatwirtschaft)
Kapitalmärkte
- Wertpapier- und Geldmarktanlagen - Kreditverbriefung und kapitalmarktnahe Produkte -
Platzhaltergeschäfte für den Bund - Refinanzierung
Zentrale
- Zentrale Zins- und Währungssteuerung - Strategische Beteiligungen - Beratungsförderung
Die Geschäftsfeldstruktur ist im Vergleich zur bisherigen Berichterstattung inhaltlich unverändert. Das bisherige Geschäftsfeld
"Finanzmärkte" wurde umbenannt in "Kapitalmärkte". Es umfasst wie bisher die Produktgruppen Wertpapier- und Geldmarktanlagen,
Kreditverbriefung, Platzhaltergeschäfte für den Bund und Refinanzierung. Daneben sind diesem Geschäftsfeld kapitalmarktnahe
Geschäfte zugeordnet, darunter die 2010 erfolgte Kreditgewährung an Griechenland im Rahmen eines Zuweisungsgeschäftes der
Bundesregierung gemäß KfW-Gesetz.
Die Geschäftsfelder werden anhand ihres Beitrags zum Konzerngewinn gemessen. Den einzelnen Positionen liegen folgende Methoden
zugrunde:
Der Zinsüberschuss (vor Zinsverbilligungsleistungen) umfasst die auf Basis der Marktzinsmethode
1)
ermittelten Zinsmargen
aus dem Aktivgeschäft. Die Position beinhaltet ebenfalls die kalkulatorisch zugeordnete Eigenmittelverzinsung, deren
Aufteilung auf Basis des in Anspruch genommenen ökonomischen Kapitals erfolgte. In der Zentrale ist daneben das
Dispositionsergebnis erfasst, das im Wesentlichen das Ergebnis aus der Fristentransformation beinhaltet. Abweichend von der
bisherigen Berichterstattung ist das Treasury-Ergebnis, das den Erfolgsbeitrag aus der KfW-Refinanzierung
2)
abbildet, dem
Geschäftsfeld Kapitalmärkte zugeordnet. In der Vergangenheit war eine Separierung dieses Erfolgsbeitrags nur indikativ
möglich. Daher ist in den Vergleichszahlen für 2009 der Erfolgsbeitrag aus der Refinanzierung unverändert im
Dispositionsergebnis der Zentrale enthalten. Aus diesem Grund ist der Zinsüberschuss der beiden Segmente Kapitalmärkte
und Zentrale mit den Vorjahreswerten nur eingeschränkt vergleichbar.
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung im Zinsüberschuss enthaltenen Zinsverbilligungsleistungen werden wegen der
besonderen Bedeutung als Steuerungsgröße entsprechend dem internen Managementbericht separat ausgewiesen.

Zinsverbilligungsleistungen sind eine Förderkomponente der Geschäftsfelder KfW Mittelstandsbank, KfW Privatkundenbank
und KfW Kommunalbank. Förderkredite mit einem KfW-Ertragszins unterhalb des KfW-Einstands gelten als zinsverbilligt.
Die verursachungsgerechte Verteilung des Verwaltungsaufwands auf die einzelnen Segmente erfolgt auf Basis einer
Produktvollkostenrechnung
3)
. Der Verwaltungsaufwand umfasst die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen.
In der Position Kreditrisikovorsorge werden die Nettozuführungen zu Wertberichtigungen, Direktabschreibungen und
Eingänge auf bereits abgeschriebene Forderungen verursachungsgerecht auf die Geschäftsfelder verteilt.
In der Ausweisgröße Bewertungsergebnis sind das Ergebnis aus dem Hedge Accounting, das Ergebnis aus der Fair-Value-
Bewertung anderer Finanzinstrumente, das Ergebnis aus Finanzanlagen, das Ergebnis aus nach der Equity-Methode
bilanzierten Unternehmen und das Sonstige betriebliche Ergebnis zusammengefasst.
Bei der Zuordnung des Ertragsteueraufwands zu den Geschäftsfeldern (außer Zentrale) sind nur die tatsächlichen Steuern
vom Einkommen und Ertrag berücksichtigt. Latente Steuern sind der Zentrale zugerechnet.
Der ausgewiesene Ökonomische Kapitalbedarf zur Abdeckung des Risikopotenzials aus Kredit-, Marktpreis- und
Operationellen Risiken ist abweichend von der bisherigen Berichterstattung für ein Solvenzniveau von 99,99 %
quantifiziert
4)
. Die Vergleichszahlen für 2009 wurden entsprechend dem geänderten Solvenzniveau angepasst.
Auf den Ausweis der Größe Segmentvermögen wird verzichtet, da sie gemäß dem internen Managementberichtssystem keine
Größe ist, die für die Beurteilung der Performance der Segmente und für die Zuweisung von Ressourcen zu Segmenten
herangezogen wird.
Die Darstellung der Segmenterträge und -aufwendungen basiert auf konsolidierten Zahlen. Aus Leistungsbeziehungen
zwischen den Segmenten resultierende konzerninterne Verwaltungs- und Provisionsaufwendungen sowie Provisions- und
sonstige betriebliche Erträge werden im Rahmen der Segmentergebnisrechnung bereinigt. Verbleibende geringe
Konsolidierungseffekte sind der Spalte Überleitung/Konsolidierung zugewiesen.
1)
Bei dieser Methode wird für die Berechnung der Zinsmargen eine fristenkongruente Refinanzierung zur internen KfW-Refinanzierungszinskurve
unterstellt.
2)
Vorteil der realisierten Refinanzierungssätze im Vergleich zu den laufzeitkongruenten, intern verrechneten Refinanzierungszinsen.
3)
Die in den Organisationseinheiten anfallenden Kosten werden mit Hilfe von Kernleistungen auf die Produkte weiterverrechnet.
4)
Die zugrunde gelegten statistischen Modelle und Methoden sind im Risikoberichtsteil des Konzernlageberichts erläutert. Im Vorjahresbericht wurde
ein Solvenzniveau von 99,96 % zugrunde gelegt.
Segmentbericht nach Geschäftsfeldern für das Geschäftsjahr 2010
KfW
Mittelstandsbank
Mio. EUR
KfW
Privatkundenbank
Mio. EUR
KfW
Kommunalbank
Mio. EUR
Volumen Neuzusagen
28.504
20.025
15.787
Zinsüberschuss vor Zinsverbilligungsleistungen
332
174
51
Provisionsüberschuss
19
28
6
Verwaltungsaufwand
122
116
28
Betriebsergebnis vor Bewertungen (vor
Zinsverbilligungsleistungen)
230
87
30
Kreditrisikovorsorge
- 28
- 17
29
Bewertungsergebnis
13
0
1
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (vor
Zinsverbilligungsleistungen)
215
70
59
Zinsverbilligungsleistungen
- 286
- 211
- 61
Ertragsteueraufwand
-
-
0
Konzerngewinn
- 71
- 141
- 2
Ökonomischer Kapitalbedarf
2.356
1.378
446
Export- und
Projektfinanzierung
1)
Mio. EUR
Förderung Entwicklungs- u.
Transformationsländer
1)
Mio. EUR
Kapitalmärkte
Mio. EUR
Volumen Neuzusagen
9.336
5.679
2.125
Zinsüberschuss vor Zinsverbilligungsleistungen
746
239
603
Provisionsüberschuss
63
132
24
Verwaltungsaufwand
136
219
59
Betriebsergebnis vor Bewertungen (vor
Zinsverbilligungsleistungen)
673
152
568
Kreditrisikovorsorge
191
139
232
Bewertungsergebnis
60
208
- 31

Export- und
Projektfinanzierung
1)
Mio. EUR
Förderung Entwicklungs- u.
Transformationsländer
1)
Mio. EUR
Kapitalmärkte
Mio. EUR
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
(vor Zinsverbilligungsleistungen)
923
498
769
Zinsverbilligungsleistungen
-
-
-
Ertragsteueraufwand
34
4
0
Konzerngewinn
889
494
769
Ökonomischer Kapitalbedarf
2.325
1.190
1.654
Zentrale
Mio. EUR
Überleitung/
Konsolidierung
Mio. EUR
KfW-Konzern
Mio. EUR
Volumen Neuzusagen
126
- 231
81.351
Zinsüberschuss vor Zinsverbilligungsleistungen
1.163
0
3.309
Provisionsüberschuss
1
0
273
Verwaltungsaufwand
43
0
722
Betriebsergebnis vor Bewertungen (vor Zinsverbilligungsleistungen)
1.121
0
2.860
Kreditrisikovorsorge
- 121
0
424
Bewertungsergebnis
- 292
0
- 42
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (vor
Zinsverbilligungsleistungen)
708
0
3.242
Zinsverbilligungsleistungen
-
-
- 558
Ertragsteueraufwand
16
-
54
Konzerngewinn
692
0
2.631
Ökonomischer Kapitalbedarf
1.924
-
11.274
1)
Im Bewertungsergebnis der Geschäftsfelder sind folgende Ergebnisse aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen enthalten: KfW
Mittelstandsbank - 0,5 Mio. EUR, Export- und Projektfinanzierung - 3,1 Mio. EUR und Förderung Entwicklungs- und Transformationsländer 1,0 Mio.
EUR.
2)
Der ausgewiesene Wert in der Zeile "Volumen Neuzusagen" umfasst die Neuzusagen im Kerngeschäft des Segments Kapitalmärkte. Daneben
wurde ein Volumen von 22.336 Mio. EUR im Rahmen der Kreditgewährung an Griechenland zugesagt, sodass sich das Gesamtzusagevolumen im
Geschäftsjahr 2010 auf 103,7 Mrd. EUR beläuft.
Segmentbericht nach Geschäftsfeldern für das Geschäftsjahr 2009
KfW
Mittelstandsbank
Mio. EUR
KfW
Privatkundenbank
Mio. EUR
KfW
Kommunalbank
Mio. EUR
Volumen Neuzusagen
23.766
16.094
9.358
Zinsüberschuss vor Zinsverbilligungsleistungen
264
155
55
Provisionsüberschuss
25
8
5
Verwaltungsaufwand
115
99
27
Betriebsergebnis vor Bewertungen (vor
Zinsverbilligungsleistungen)
174
64
34
Kreditrisikovorsorge
- 248
- 2
14
Bewertungsergebnis
- 43
0
2
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (vor
Zinsverbilligungsleistungen)
- 117
62
50
Zinsverbilligungsleistungen
- 262
- 234
- 75
Ertragsteueraufwand
- 1
-
0
Konzerngewinn
- 379
- 172
- 25
Ökonomischer Kapitalbedarf
2.577
1.430
531
Export- und
Projektfinanzierung
Mio. EUR
Förderung Entwicklungs- u.
Transformationsländer
Mio. EUR
Kapitalmärkte
Mio. EUR
Volumen Neuzusagen
8.910
4.497
1.537
Zinsüberschuss vor Zinsverbilligungsleistungen
627
201
287
Provisionsüberschuss
84
131
37
Verwaltungsaufwand
136
191
64
Betriebsergebnis vor Bewertungen (vor
Zinsverbilligungsleistungen)
575
141
261
Kreditrisikovorsorge
- 499
- 232
- 27
Bewertungsergebnis
- 53
- 10
363
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (vor
Zinsverbilligungsleistungen)
23
- 101
597
Zinsverbilligungsleistungen
-
-
-
Ertragsteueraufwand
22
3
0
Konzerngewinn
1
- 104
597
Ökonomischer Kapitalbedarf
2.340
1.094
2.241

Zentrale
Mio. EUR
Überleitung/
Konsolidierung
Mio. EUR
KfW-Konzern
Mio. EUR
Volumen Neuzusagen
98
- 394
63.867
Zinsüberschuss vor Zinsverbilligungsleistungen
1.633
2
3.224
Provisionsüberschuss
- 4
0
286
Verwaltungsaufwand
110
0
742
Betriebsergebnis vor Bewertungen (vor Zinsverbilligungsleistungen)
1.519
2
2.769
Kreditrisikovorsorge
21
0
- 972
Bewertungsergebnis
- 300
- 2
- 42
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (vor
Zinsverbilligungsleistungen)
1.241
0
1.755
Zinsverbilligungsleistungen
-
-
- 571
Ertragsteueraufwand
33
-
57
Konzerngewinn
1.208
0
1.127
Ökonomischer Kapitalbedarf
1.662
-
11.876
1)
Im Geschäftsfeld Export- und Projektfinanzierung Ist Im Bewertungsergebnis ein Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen
In Höhe von - 3 Mio. EUR enthalten.
Die Überleitungs-/Konsolidierungsspalte beinhaltet alle Anpassungsmaßnahmen, die für die Überleitung der Segmentinformationen auf
die zusammengefassten Informationen für den KfW-Konzern notwendig sind. Als Konsolidierungseffekt der Größe "Volumen
Neuzusagen" sind die Zusagen von Programmkrediten der KfW Mittelstandsbank durch die KfW IPEX-Bank in ihrer Funktion als
Durchleitungsbank ausgewiesen. Die übrigen in dieser Spalte ausgewiesenen Beträge resultieren aus geringen
Konsolidierungseffekten.
(38) Segmentbericht nach Regionen
Die Zuordnung des Zins- und Provisionsüberschusses erfolgt grundsätzlich auf Basis des geografischen Standortes der Kunden. Die im
Zinsüberschuss enthaltene kalkulatorische Eigenmittelverzinsung, das Treasury-Ergebnis sowie das Dispositionsergebnis werden
Deutschland zugeordnet. Für die Förderung der Entwicklungsländer mit Haushaltsmitteln des Bundes erhält die KfW vom Bund einen
Provisionsertrag. Dieser ist der Region des jeweiligen Investitionslandes zugeordnet. Der aus den Kreditverbriefungsplattformen
resultierende Provisionsaufwand gegenüber Zweckgesellschaften wird gemäß dem geografischen Standort der Originator-Banken
verteilt.
Auf den Ausweis der Sachanlagen und der Immateriellen Vermögenswerte nach Regionen wird verzichtet, da diese Vermögenswerte
bis auf unwesentliche Beträge in Deutschland gebunden sind.
Segmentbericht nach Regionen für das Geschäftsjahr 2010
Deutschland
Mio. EUR
Europa (ohne
Deutschland)
Mio. EUR
Übrige Welt
Mio. EUR
Überleitung/
Konsolidierung
Mio. EUR
KfW-Konzern
Mio. EUR
Zinsüberschuss
1.873
422
456
0
2.752
Provisionsüberschuss
107
38
128
0
273
Segmenterträge
1.979
461
584
0
3.025
Segmentbericht nach Regionen für das Geschäftsjahr 2009
Deutschland
Mio. EUR
Europa (ohne
Deutschland)
Mio. EUR
Übrige Welt
Mio. EUR
Überleitung/
Konsolidierung
Mio. EUR
KfW-Konzern
Mio. EUR
Zinsüberschuss
1.829
402
422
2
2.654
Provisionsüberschuss
105
40
142
0
286
Segmenterträge
1.934
441
564
2
2.940
Die Überleitungs-/Konsolidierungsspalte beinhaltet alle Anpassungsmaßnahmen, die für die Überleitung der Segmentinformationen auf
die zusammengefassten Informationen für den KfW-Konzern notwendig sind. Die Beträge in dieser Spalte resultieren ausschließlich
aus geringen Konsolidierungseffekten.
ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
(39) Barreserve
Aufgliederung der Barreserve nach Klassen
31.12.2010
Mio. EUR
31.12.2009
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Guthaben bei Zentralnotenbanken
604
337
267
(40) Forderungen an Kreditinstitute
Aufgliederung der Forderungen an Kreditinstitute nach Klassen

31.12.2010
Mio. EUR
31.12.2009
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Geldmarktgeschäfte
6.423
4.004
2.419
Kredite und Darlehen
237.897
218.870
19.027
Andere Forderungen
19.101
18.685
417
Gesamt
263.422
241.559
21.863
Die Forderungen aus Pensionsgeschäften (Reverse-Repos) und den Verbriefungsplattformen PROMISE und PROVIDE sind in den
anderen Forderungen enthalten.
Aufgliederung der Kredite und Darlehen an Kreditinstitute nach Haftungscharakter
31.12.2010
Mio. EUR
31.12.2009
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Direktkredite an Kreditinstitute
87.721
82.084
5.637
Bankdurchgeleitete Kundenkredite mit vollständiger Haftung der
Durchleitungsbank
143.024
132.422
10.602
Bankdurchgeleitete Kundenkredite mit teilweiser Haftung der
Durchleitungsbank
6.758
4.011
2.747
Direkte und bankdurchgeleitete nachrangige Kredite
394
353
41
Gesamt
237.897
218.870
19.027
(41) Forderungen an Kunden
Aufgliederung der Forderungen an Kunden nach Klassen
31.12.2010
Mio. EUR
31.12.2009
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Kredite und Darlehen
107.505
98.826
8.678
Schuldscheindarlehen
0
3
- 3
Andere Forderungen
595
546
48
Gesamt
108.099
99.376
8.723
Die Forderungen aus Pensionsgeschäften (Reverse-Repos) und den Verbriefungsplattformen PROMISE und PROVIDE sind in den
anderen Forderungen enthalten.
Aufgliederung der Kredite und Darlehen an Kunden nach Haftungscharakter
31.12.2010
Mio. EUR
31.12.2009
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Direktkredite an Kunden
100.579
91.507
9.072
Bankdurchgeleitete Kundenkredite ohne Haftung der
Durchleitungsbank
629
679
- 50
Direkte und bankdurchgeleitete nachrangige Kredite
6.297
6.641
- 344
Gesamt
107.505
98.826
8.678
(42) Risikovorsorge im Kreditgeschäft
Aufgliederung der Risikovorsorge im Kreditgeschäft nach Klassen
31.12.2010
Mio. EUR
31.12.2009
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Forderungen an Kreditinstitute
200
420
- 220
Forderungen an Kunden
5.221
6.484
- 1.262
Risikovorsorge für Forderungen
5.422
6.904
- 1.482
Rückstellungen für Eventualverpflichtungen und Unwiderrufliche
Kreditzusagen
484
355
130
Gesamt
5.906
7.258
- 1.352
Die Risikovorsorge für Forderungen umfasst auch die Vorsorge für Forderungen aus Geldmarktanlagen und Pensionsgeschäften
(Reverse-Repos).
Entwicklung der Kreditrisikovorsorge nach Risikoarten im Geschäftsjahr 2010
Einzelrisiken
Mio. EUR
Portfoliorisiken
Mio. EUR
Risikovorsorge für
Forderungen
Mio. EUR
Rückstellungen
(Einzelrisiken)
Mio. EUR
Rückstellungen
(Portfoliorisiken)
Mio. EUR