Abfallwirtschaft und Bodenschutz
1
Anlage 1:
Sachbereich Abfallwirtschaft und Bodenschutz
A - Kreislaufwirtschaftsgesetz
(KrWG)
B - Abfallüberwachun
g
B 1 - Anzeige- und Erlaubnisverordnung (AbfAEV)
B 2 - Nachweisverordnung (NachwV)
C - Anforderungen an die Abfallbeseitigung
C 1 - Deponieverordnung (DepV)
C 2 - Gewinnungsabfallverordnung (GewinnungsAbfV)
C 3 - Versatzverordnung (VersatzV)
D - Produkt- bzw. produktionsbezogene Vorschriften
D 1 - Verpackungsverordnung (VerpackV)
D 2 - Gewerbeabfallverordnung (GewAbfV)
D 3 - Altholzverordnung (AltholzV)
D 4 - Altfahrzeug-Verordnung (AltfahrzeugV)
D 5 - Altölverordnung (AltölV)
D 6 - Chemikalien-Ozonschichtverordnung (ChemOzonSchichtV)
D 7 - Chemikalien - Klimaschutzverordnung (ChemKlimaschutzV)
D 8 - Verordnung über die Entsorgung gebrauchter halogenierter Lösemittel
(HKWAbfV)
D 9 - PCB/PCT Abfallverordnung(PCBAbfallV)
D 10 - Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG)
D 11 - Elektro- und Elektronikgeräte-Stoff-Verordnung (ElektroStoffV)
D 12 - Batteriegesetz (BattG)
E - Klärschlamm und Bioabfälle
E 1 - Klärschlammverordnung (AbfKlärV)*
E 2 - Bioabfallverordnung (BioAbfV)*
F - Abfallverbringungsrecht
F 1 – Abfallverbringungsgesetz (AbfVerbrG)
F 2 - Abfallverbringungsbußgeldverordnung (AbfVerbrBußV)
G - Bundesbodenschutzrecht
G - Bundes- Bodenschutzgesetz (BBodSchG)
H - Sächsisches Landesrecht
H 1 - Sächsisches Abfallwirtschafts- und Bodenschutzgesetz (SächsABG)
H 2 - Pflanzenabfallverordnung (PflanzAbfV)

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
2
A - Kreislaufwirtschaftsgesetz
Nummer
Zuwiderhandlung
(Gesetzlicher
Bußgeldrahmen in Euro)
Regel- und Rahmensätze
in Euro
A
Gesetz zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und
Sicherung der umweltverträglichen Bewirtschaftung
von Abfällen (Kreislaufwirtschaftsgesetz - KrWG)
A 1
A 1.1.
A 1.2.
§ 69 Absatz 1 Nummer 1 KrWG:
(Qualitäts-/Überwachungszeichen)
Wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen
§ 12 Absatz 4 KrWG
1
oder
§ 56 Absatz 4 Satz 2 KrWG
2
ein dort genanntes Zeichen führt.
(5 bis 100.000)
100 bis 5.000
100 bis 5.000
A 2
A 2.1
A 2.1.1
A 2.1.2
A 2.1.3
A 2.1.4
§ 69 Absatz 1 Nummer 2 KrWG:
(Illegale Abfallentsorgung)
Wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 28 Absatz 1
Satz 1 KrWG
3
Abfälle zur Beseitigung behandelt, lagert
oder ablagert.
Regelbeispiele
:
Abfälle aus privaten Haushaltungen
(ohne Sperrmüll)
soweit sie unbedeutender Art sind, wie
Zigarettenschachteln, Pappbecher, Pappteller,
Papierstücke, Taschentücher, Stoffreste, Nahrungs- und
Küchenabfälle (z. B. Bananenschalen, Lebensmittel-
reste), flüssige Abfälle bis ½ Liter (z. B. Spülmittel)
mehrere Gegenstände unbedeutender Art oder
Gegenstände von gewisser Bedeutung wie Zeitung,
Illustrierte, Plastikbeutel, Verpackungsmaterial,
Schachteln, Kartons, Geschirr, Kochtöpfe, Blechdosen,
Kleidungsstücke, Flüssigkeiten von ½ bis 1 Liter,
Aschenbecherinhalte
über A 2.1.2 hinaus eine Menge bis 2 Kilogramm oder 2
Liter
eine Menge über 2 Kilogramm oder über 2 Liter
(5 bis 100.000
)
10 bis 40
Verwarnungsgeld möglich
20 bis 50
Verwarnungsgeld möglich
40 bis 120
Verwarnungsgeld möglich
100 bis 1.500
1
§ 12 Absatz 4 KrWG
:„Der Qualitätszeichennehmer darf das Qualitätszeichen nur führen, soweit und
solange es ihm vom Träger der Qualitätssicherung erteilt ist“
2
§ 56 Absatz4 Satz 2 KrWG
: „Ein Betrieb darf das Überwachungszeichen nur führen, soweit und
solange er als Entsorgungsfachbetrieb zertifiziert ist“
3
§ 28 Absatz 1 Satz 1 KrWG
: „Abfälle dürfen zum Zweck der Beseitigung nur in den dafür
zugelassenen Anlagen oder Einrichtungen (Abfallbeseitigungsanlagen) behandelt, gelagert oder
abgelagert werden“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
3
A 2.1.5
A 2.1.6
A 2.2
A 2.2.1
A 2.2.2
A 2.2.3
A 2.2.4
A 2.3
A 2.3.1
A 2.3.2
A 2.4
A 2.4.1
A 2.4.2
A 2.4.3
A 2.4.4
A 2.4.5
A 2.4.6
A 2.4.7
A 2.4.8
A 2.5
A 2.5.1
A 2.5.2
A 2.5.3
Glasflaschen sowie scharfkantige und schneidende
Gegenstände wie Glasscherben, Nägel, Blech- und
Eisenreste
Schadstoffe wie Lacke, Batterien, Chemikalien,
Abbeizmittel (gefährliche feste und flüssige Abfälle)
Gegenstände des Sperrmülls oder Elektro- und
Elektronikaltgeräte
Einzelstücke kleineren Umfangs wie Radio, Fernseher,
Küchenmaschine, Koffer, Matratze, Rasenmäher,
Kinderwagen, Kinderauto, Dreirad, Waschschüssel,
Fensterladen, Stuhl, Schrank, Bilderrahmen, Kisten,
Schlitten, Korb
mehrere Einzelstücke kleineren Umfangs oder Ein-
zelstücke größeren Umfangs wie Waschmaschine,
Nähmaschine, Ofen, Heizkörper, Boiler, Schrank,
Kommode, Bettgestell, Badewanne, Tür, Leiterwagen
Sperrmüll über 1 m³ oder über 100 Kilogramm
Sperrmüll mit schadstoffhaltigen Bestandteilen
(Kühlschrank, asbesthaltiger Heizkörper etc.)
Altreifen
Mengen bis zu 5 Stück
Mengen größer 5 Stück
Fahrzeuge und Ähnliches
ein Fahrrad (bei sofortiger Entfernung)
ein Fahrrad
ein Moped oder Motorrad (bei sofortiger Entfernung)
ein Moped oder Motorrad
ein Pkw oder Pkw-Anhänger (bei sofortiger Entfernung)
ein Pkw oder Pkw-Anhänger
ein Lkw, Anhänger, Traktor, Wohnwagen, Omnibus
(bei sofortiger Entfernung)
ein Lkw, Anhänger, Traktor, Wohnwagen, Omnibus
Bauschutt und Bodenaushub sowie andere Bau-
und Abbruchabfälle
einmalig bis zu Menge von 5 m³
mehrmals oder Menge über 5 m³
Bauschutt und Bodenaushub mit schädlichen Verun-
reinigungen
25 bis 200
Verwarnungsgeld möglich
siehe A 2.9
50 bis 200
100 bis 300
300 bis 10.000
150 bis 2.500
70 bis 250
250 bis 3.000
20 bis 60
Verwarnungsgeld möglich
60 bis 120
100 bis 250
250 bis 500
200 bis 500
500 bis 2.500
400 bis 1.200
1.200 bis 5.000
100 bis 1.500
500 bis 20.000
500 bis 25.000

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
4
A 2.6
A 2.6.1
A 2.6.2
A 2.6.3
A 2.7
A 2.7.1
A 2.7.2
A 2.8
A 2.8.1
A 2.8.2
A 2.8.3
A 2.8.4
A 2.9
Schlammige Abfälle (z. B. Fäkalien, Klärschlamm
und Abfälle aus Tierhaltungen)
4
Verunreinigung durch kleine Mengen von Fäkalien, z. B.
Hundekot, insbesondere auf Gehwegen und
Kinderspielplätzen
Schlammige Abfälle einmalig bis zu Menge von 5 m³
Schlammige Abfälle mehrmals oder Menge über 5 m³
Schlachtabfälle und Tierkadaver
5
Menge bis 20 Kilogramm
Menge darüber
Pflanzliche Abfälle
6
Menge bis 10 Liter-Eimer
Menge bis 1 Handwagen, Kofferraum
Menge bis 1 Lastwagenfuhre
Menge darüber
Sonstige Schadstoffe
(gefährliche Abfälle)
10 bis 100
Verwarnungsgeld möglich
100 bis 2.500
500 bis 25.000
25 bis 200
Verwarnungsgeld möglich
200 bis 10.000
10 bis 25
Verwarnungsgeld möglich
25 bis 50
Verwarnungsgeld möglich
50 bis 200
200 bis 1.500
50 bis 25.000
A 3.
A 3.1
A 3.2
§ 69 Absatz 1 Nummer 3
(Illegale Deponieerrichtung)
Wer vorsätzlich oder fahrlässig ohne
Planfeststellungsbeschluss […] oder ohne
Plangenehmigung […] eine Deponie
errichtet oder
wesentlich verändert.
(5 bis 100.000)
10.000 bis 100.000
1.000 bis 50.000
4
soweit nicht ein Verstoß gegen die Klärschlammverordnung vorliegt
5
soweit nicht das Tierische Nebenprodukte-Beseitigungsgesetz (TierNebG) vom 25. Januar 2004
(BGBl. I S. 82), das zuletzt geändert durch Artikel 16b des Gesetzes vom 13. April 2006 (BGBl. I
S. 855) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung Anwendung findet
6
zu Verstößen gegen die Pflanzenabfallverordnung, siehe H 2

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
5
A 4
A 4.1
A 4.2
§ 69 Absatz 1 Nummer 4 KrWG
(Verstoß gegen vollziehbare Auflage)
Wer vorsätzlich oder fahrlässig einer vollziehbaren
Auflage nach
§ 36 Absatz 4 Satz 1
7
oder Satz 3
8
KrwG, § 39 Absatz 1
Satz 1
9
oder Absatz 2
10
KrWG,
§ 53 Absatz 3 Satz 2 KrWG
11
oder § 54 Absatz 2
12
KrWG zuwiderhandelt.
(5 bis 100.000)
100 bis 5.000
100 bis 5.000
A 5.
§ 69 Absatz 1 Nummer 5 KrWG
(Verstoß gegen Zulassung zum vorzeitigen Beginn)
Wer vorsätzlich oder fahrlässig einer mit einer
Zulassung nach § 37 Absatz 1 Satz 1
13
KrWG
verbundenen vollziehbaren Auflage zuwiderhandelt
(5 bis 100.000)
100 bis 5.000
A 6.
§ 69 Absatz 1 Nummer 6 KrWG
(Verstoß gegen vollziehbare Untersagung)
Wer vorsätzlich oder fahrlässig einer vollziehbaren
Untersagung nach § 53 Absatz 3 Satz 3
14
KrWG
zuwiderhandelt
(5 bis 100.000)
100 bis 5.000
7
§ 36 Absatz 4 Satz 1 KrWG
: „Der Planfeststellungsbeschluss und die Plangenehmigung nach
Absatz 1 können von Bedingungen abhängig gemacht, mit Auflagen verbunden und befristet werden,
soweit dies zur Wahrung des Wohls der Allgemeinheit erforderlich ist.“
8
§ 36 Absatz 4 Satz 3 KrWG:
„Die Aufnahme, Änderung oder Ergänzung von Auflagen über
Anforderungen an die Deponie oder ihren Betrieb ist auch nach dem Ergehen des
Planfeststellungsbeschlusses oder nach der Erteilung der Plangenehmigung zulässig.“
9
§ 39 Absatz 1 Satz 1 KrWG:
„Die zuständige Behörde kann für Deponien, die vor dem 11. Juni
1972 betrieben wurden oder mit deren Errichtung begonnen war, für deren Betrieb Befristungen,
Bedingungen und Auflagen anordnen.“
10
§ 39 Absatz 2 Satz 1 KrWG:
„In dem in Artikel 3 des Einigungsvertrages genannten Gebiet kann
die zuständige Behörde für Deponien, die vor dem 1. Juli 1990 betrieben wurden oder mit deren
Errichtung begonnen war, Befristungen, Bedingungen und Auflagen für deren Errichtung und Betrieb
anordnen.“
11
§ 53 Absatz 3 Satz 2 KrWG:
„Sie kann Unterlagen über den Nachweis der Zuverlässigkeit und der
Fach- und Sachkunde vom Anzeigenden [Anm.: Sammler, Beförderer, Händler und Makler von
gefährlichen Abfällen] verlangen.“
12
§ 54 Absatz 2 KrWG:
„Die zuständige Behörde kann die Erlaubnis [Anm.: der Sammler, Beförderer,
Händler und Makler von gefährlichen Abfällen] mit Nebenbestimmungen versehen, soweit dies zur
Wahrung des Wohls der Allgemeinheit erforderlich ist
13
§ 37 Absatz 1 Satz 1 KrWG:
Zulassung des vorzeitigen Beginns einer Deponie
14
§ 53 Absatz 3 Satz 3 KrWG:
„Sie [Anm.: die zuständige Behörde] hat die angezeigte Tätigkeit
[Anm.: betrifft Sammler, Beförderer, Händler und Makler von Abfällen] zu untersagen, wenn Tatsachen
bekannt sind, aus denen sich Bedenken gegen die Zuverlässigkeit des Inhabers oder der für die
Leitung und Beaufsichtigung des Betriebes verantwortlichen Personen ergeben, oder wenn die
erforderliche Fach- oder Sachkunde […] nicht nachgewiesen wurde

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
6
A 7.
A 7.1
A 7.2
A 7.3
A 7.4
§ 69 Absatz 1 Nummer 7 KrWG
(Illegale Abfallsammlung)
Wer vorsätzlich oder fahrlässig ohne Erlaubnis nach
§ 54 Absatz 1 Satz 1
15
KrWG gefährliche Abfälle
sammelt,
befördert,
mit Ihnen Handel treibt oder
diese makelt
(5 bis 100.000)
500 bis 50.000
500 bis 50.000
500 bis 25.000
500 bis 25.000
A 8.
§ 69 Absatz 1 Nummer 8 KrWG
(Verstoß gegen Rechtsverordnung)
Wer vorsätzlich oder fahrlässig einer Rechtsverordnung
nach […]
(nicht abschließend)
Anzeige- und Erlaubnisverordnung (AbfAEV)
Altfahrzeug-Verordnung (AltfahrzeugV)
Altholzverordnung (AltholzV)
Altölverordnung (AltölV)
Bioabfallverordnung (BioAbfV)
Chemikalien - Klimaschutzverordnung
(ChemKlimaschutzV)
Chemikalien-Ozonschichtverordnung –
(ChemOzonSchichtV)
Deponieverordnung (DepV)
Gewerbeabfallverordnung (GewAbfV)
Gewinnungsabfallverordnung (GewinnungsAbfV)
Nachweisverordnung (NachwV)
Klärschlammverordnung (AbfKlärV)
PCB/PCT Abfallverordnung (PCBAbfallV)
Verpackungsverordnung (VerpackV)
Versatzverordnung (VersatzV)
oder einer vollziehbaren Anordnung aufgrund einer
solchen Rechtsverordnung zuwiderhandelt, soweit die
Rechtsverordnung für einen bestimmten Tatbestand auf
diese Bußgeldvorschrift verweist.
(5 bis 100.000)
Für
die
konkreten
Bußgeldtatbestände
wird auf die einzelnen
Verordnungen
verwiesen
15
§ 54 Absatz 1 Satz 1 KrWG:
„Sammler, Beförderer, Händler und Makler von gefährlichen Abfällen
bedürfen der Erlaubnis.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
7
A 9.
§ 69 Absatz 2 Nummer 1 KrWG
(Anzeigepflichten)
Wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen
§ 18 Absatz 1 Satz 1
16
KrWG,
§ 26 Absatz 2
17
KrWG,
§ 40 Absatz 1 Satz 1
18
KrWG oder
§ 53 Absatz 1 Satz 1
19
KrWG
eine Anzeige nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder
nicht rechtzeitig erstattet.
(5 bis 10.000)
100 bis 6.000
Bei Kleinstsammlern (vor
allem im gemeinnützigen
Bereich) mit geringen
Handlungsunwert sind
Verwarnungsgeld und
Verwarnung ohne
Verwarnungsgeld möglich
A 10.
§ 69 Absatz 2 Nummer 2 KrWG
(Duldungspflichten)
Wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 34 Absatz 1
Satz 1
20
KrWG das Betreten eines Grundstücks oder
eine dort genannte Maßnahme nicht duldet.
(5 bis 10.000)
50 bis 6.000
A 11
§ 69 Absatz 2 Nummer 3 KrWG
(Emissionserklärungspflicht)
Wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 41 Absatz 1
Satz
1
21
KrWG
in
Verbindung
mit
einer
Rechtsverordnung nach § 41 Absatz 2 Satz 1 KrWG
eine Emissionserklärung nicht, nicht richtig, nicht
vollständig oder nicht rechtzeitig abgibt oder nicht, nicht
richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig ergänzt.
(5 bis 10.000)
250 bis 6.000
16
§ 18 Absatz 1 Satz 1 KrWG:
„Gemeinnützige Sammlungen im Sinne des § 17 Absatz 2 Satz 1
Nummer 3 und gewerbliche Sammlungen im Sinne des § 17 Absatz 2 Satz 1 Nummer 4 sind
spätestens drei Monate vor ihrer beabsichtigten Aufnahme durch ihren Träger der zuständigen
Behörde anzuzeigen.“
17
§ 26 Absatz 2 KrWG:
„Hersteller und Vertreiber, die Erzeugnisse und die nach Gebrauch der
Erzeugnisse verbleibenden Abfälle freiwillig zurücknehmen, haben dies der zuständigen Behörde vor
Beginn der Rücknahme anzuzeigen, soweit die Rücknahme gefährliche Abfälle umfasst.“
18
§ 40 Absatz 1 Satz 1 KrWG:
„Der Betreiber einer Deponie hat ihre beabsichtigte Stilllegung der
zuständigen Behörde unverzüglich anzuzeigen“
19
§ 53 Absatz 1 Satz 1 KrWG:
„Sammler, Beförderer, Händler und Makler von Abfällen haben die
Tätigkeit ihres Betriebes vor Aufnahme der Tätigkeit der zuständigen Behörde anzuzeigen, es sei
denn, der Betrieb verfügt über eine Erlaubnis nach § 54 Absatz 1.“
20
§ 34 Absatz 1 Satz 1 KrWG:
„Eigentümer und Nutzungsberechtigte von Grundstücken haben zu
dulden, dass Beauftragte der zuständigen Behörde und der öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger
zur
Erkundung
geeigneter
Standorte
für
Deponien
und
öffentlich
zugängliche
Abfallbeseitigungsanlagen Grundstücke mit Ausnahme von Wohnungen betreten und Vermessungen,
Boden- und Grundwasseruntersuchungen sowie ähnliche Maßnahmen durchführen.“
21
§ 41 Absatz 1 Satz 1 KrWG:
„Der Betreiber einer Deponie ist verpflichtet, der zuständigen Behörde
zu dem in der Rechtsverordnung nach Absatz 2 festgesetzten Zeitpunkt Angaben zu machen über Art
und Menge sowie räumliche und zeitliche Verteilung der Emissionen, die von der Anlage in einem
bestimmten Zeitraum ausgegangen sind, sowie über die Austrittsbedingungen (Emissionserklärung);
er hat die Emissionserklärung nach Maßgabe der Rechtsverordnung nach Absatz 2 entsprechend
dem neuesten Stand zu ergänzen.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
8
A 12
§ 69 Absatz 2 Nummer 4 KrWG
(Auskunftserteilung)
Wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 47 Absatz 3
Satz 1
22
KrWG eine Auskunft nicht richtig, nicht
vollständig oder nicht rechtzeitig erteilt.
(5 bis 10.000)
50 bis 6.000
A 13
§ 69 Absatz 2 Nummer 5 KrWG
(Betretungsrechte zur Prüfung)
Wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 47 Absatz 3
Satz 2 oder Satz 3
23
KrWG das Betreten eines
Grundstückes oder eines Wohn-, geschäfts- oder
Betriebsraumes, die Einsicht in eine Unterlage oder die
Vornahme einer technischen Ermittlung oder Prüfung
nicht gestattet.
(5 bis 10.000)
50 bis 6.000
A 14
§ 69 Absatz 2 Nummer 6 KrWG
(Mitwirkungspflichten bei Prüfung)
Wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 47 Absatz
4
24
KrWG eine dort genannte Anlage nicht zugänglich
macht oder eine Arbeitskraft, ein Werkzeug oder eine
Unterlage nicht zur Verfügung stellt.
(5 bis 10.000)
50 bis 6.000
22
§ 47 Absatz 3 Satz 1 KrWG:
„Auskunft über Betrieb, Anlagen, Einrichtungen und sonstige der
Überwachung unterliegende Gegenstände haben den Bediensteten und Beauftragten der zuständigen
Behörde auf Verlangen zu erteilen
1. Erzeuger und Besitzer von Abfällen,
2. zur Abfallentsorgung Verpflichtete,
3. Betreiber sowie frühere Betreiber von Unternehmen oder Anlagen, die Abfälle entsorgen oder
entsorgt haben, auch wenn diese Anlagen stillgelegt sind, sowie
4. Sammler, Beförderer, Händler und Makler von Abfällen.“
23
§ 47 Absatz 3 Satz 2 und 3 KrWG:
„Die nach Satz 1 zur Auskunft verpflichteten Personen haben
den Bediensteten und Beauftragten der zuständigen Behörde zur Prüfung der Einhaltung ihrer
Verpflichtungen nach den §§ 7 und 15 das Betreten der Grundstücke sowie der Geschäfts- und
Betriebsräume zu den üblichen Geschäftszeiten, die Einsicht in Unterlagen und die Vornahme von
technischen Ermittlungen und Prüfungen zu gestatten. Die nach Satz 1 zur Auskunft verpflichteten
Personen sind ferner verpflichtet, zu diesen Zwecken das Betreten von Geschäfts- und
Betriebsgrundstücken und -räumen außerhalb der üblichen Geschäftszeiten sowie das Betreten von
Wohnräumen zu gestatten, wenn dies zur Verhütung dringender Gefahren für die öffentliche
Sicherheit oder Ordnung erforderlich ist.“
24
§ 47 Absatz 4 KrWG:
„Betreiber von Verwertungs- und Abfallbeseitigungsanlagen oder von
Anlagen, in denen Abfälle mitverwertet oder mitbeseitigt werden, haben diese Anlagen den
Bediensteten oder Beauftragten der zuständigen Behörde zugänglich zu machen, die zur
Überwachung erforderlichen Arbeitskräfte, Werkzeuge und Unterlagen zur Verfügung zu stellen und
nach Anordnung der zuständigen Behörde Zustand und Betrieb der Anlage auf eigene Kosten prüfen
zu lassen.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
9
A 15
§ 69 Absatz 2 Nummer 7 KrWG
(Mitwirkungspflichten bei Prüfung)
Wer vorsätzlich oder fahrlässig einer vollziehbaren
Anordnung nach § 47 Absatz 4
25
oder Absatz 9 Satz 1
26
,
§ 51 Absatz 1 Satz 1
27
oder § 59 Absatz 2
28
KrWG
zuwiderhandelt.
(5 bis 10.000)
100 bis 6.000
A 16
§ 69 Absatz 2 Nummer 8 KrWG
(Register - Führungspflicht)
Wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 49 Absatz
1
29
KrWG, auch in Verbindung mit § 49 Absatz 3
30
KrWG oder einer Rechtsverordnung nach § 10 Absatz
2 Nummer 1 Buchstabe b KrWG oder § 52 Absatz 1
Satz 1 oder Satz 2 Nummer 3 oder Nummer 5 KrWG ein
Register nicht, nicht richtig oder nicht vollständig führt,
(5 bis 10.000)
100 bis 6.000
25
§ 47 Absatz 4 KrWG:
„Betreiber von Verwertungs- und Abfallbeseitigungsanlagen oder von
Anlagen, in denen Abfälle mitverwertet oder mitbeseitigt werden, haben diese Anlagen den
Bediensteten oder Beauftragten der zuständigen Behörde zugänglich zu machen, die zur
Überwachung erforderlichen Arbeitskräfte, Werkzeuge und Unterlagen zur Verfügung zu stellen und
nach Anordnung der zuständigen Behörde Zustand und Betrieb der Anlage auf eigene Kosten prüfen
zu lassen.“
26
§ 47 Absatz 9 Satz 1 KrWG:
„Die zuständige Behörde kann anordnen, dass der Betreiber einer
Deponie ihr Daten zu übermitteln hat, die in einem Durchführungsrechtsakt nach Artikel 72 Absatz 2
der Richtlinie 2010/75/EU aufgeführt sind und die zur Erfüllung der Berichtspflicht nach Absatz 6
erforderlich sind, soweit der zuständigen Behörde solche Daten nicht bereits auf Grund anderer
Vorschriften vorliegen“
27
§ 51 Absatz 1 Satz 1 KrWG:
„Die zuständige Behörde kann anordnen, dass die Erzeuger, Besitzer,
Sammler, Beförderer, Händler, Makler oder Entsorger von Abfällen, jedoch ausgenommen private
Haushaltungen,
1. Register oder Nachweise zu führen und vorzulegen oder Angaben aus den Registern mitzuteilen
haben, soweit Pflichten nach den §§ 49 und 50 nicht bestehen, oder
2. bestimmten Anforderungen entsprechend § 10 Absatz 2 Nummer 2 und 3 sowie 5 bis 8
nachzukommen haben.“
28
§ 59 Absatz 2 KrWG:
„Die zuständige Behörde kann anordnen, dass Betreiber von Anlagen nach
Absatz 1 Satz 1, für die die Bestellung eines Abfallbeauftragten nicht durch Rechtsverordnung
vorgeschrieben ist, einen oder mehrere Abfallbeauftragte zu bestellen haben, soweit sich im Einzelfall
die Notwendigkeit der Bestellung aus den in Absatz 1 Satz 1 genannten Gesichtspunkten ergibt.“
29
§ 49 Absatz 1 KrWG:
„Die Betreiber von Anlagen oder Unternehmen, die Abfälle in einem
Verfahren nach Anlage 1 oder Anlage 2 entsorgen (Entsorger von Abfällen), haben ein Register zu
führen, in dem hinsichtlich der Vorgänge nach Anlage 1 oder Anlage 2 folgende Angaben verzeichnet
sind:
1. die Menge, die Art und der Ursprung sowie
2. die Bestimmung, die Häufigkeit der Sammlung, die Beförderungsart sowie die Art der Verwertung
oder Beseitigung, einschließlich der Vorbereitung vor der Verwertung oder Beseitigung, soweit diese
Angaben zur Gewährleistung einer ordnungsgemäßen Abfallbewirtschaftung von Bedeutung sind.
30
§ 49 Absatz 3 KrWG:
„Die Pflicht nach Absatz 1, ein Register zu führen, gilt auch für die Erzeuger,
Besitzer, Sammler, Beförderer, Händler und Makler von gefährlichen Abfällen.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
10
A 17
§ 69 Absatz 2 Nummer 9 KrWG
(Register - Verzeichnispflicht)
Wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 49 Absatz 2
KrWG
31
in Verbindung mit einer Rechtsverordnung nach
§ 52 Absatz 1 Satz 1 KrWG eine Angabe nicht, nicht
richtig,
nicht
vollständig
oder
nicht
rechtzeitig
verzeichnet.
(5 bis 10.000)
100 bis 6.000
A 18
§ 69 Absatz 2 Nummer 10 KrWG
(Register - Mitteilungspflicht)
Wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 49 Absatz
4
32
KrWG,
auch
in
Verbindung
mit
einer
Rechtsverordnung nach § 10 Absatz 2 Nummer 1
Buchstabe b oder § 52 Absatz 1 Satz 1 oder Satz 2
Nummer 3 KrWG, ein Register nicht, nicht richtig, nicht
vollständig oder nicht rechtzeitig vorlegt oder eine
Mitteilung nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht
rechtzeitig macht.
(5 bis 10.000)
100 bis 6.000
A 19
§ 69 Absatz 2 Nummer 11 KrWG
(Beleg- Aufbewahrungspflicht)
Wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 49 Absatz
5
33
KrWG,
auch
in
Verbindung
mit
einer
Rechtsverordnung nach § 52 Absatz 1 Satz 2 Nummer 6
KrWG, eine Angabe oder einen Beleg nicht oder nicht
für die vorgeschriebene Dauer aufbewahrt,
(5 bis 10.000)
250 bis 5.000
31
§ 49 Absatz 2 KrWG:
„Entsorger, die Abfälle behandeln oder lagern, haben die nach Absatz 1
erforderlichen Angaben, insbesondere die Bestimmung der behandelten oder gelagerten Abfälle, auch
für die weitere Entsorgung zu verzeichnen, soweit dies erforderlich ist, um auf Grund der
Zweckbestimmung der Abfallentsorgungsanlage eine ordnungsgemäße Entsorgung zu gewährleisten.
Entsorger nach Satz 1 werden durch Rechtsverordnung nach § 52 Absatz 1 Satz 1 bestimmt.“
32
§ 49 Absatz 4 KrWG:
„Auf Verlangen der zuständigen Behörde sind die Register vorzulegen oder
Angaben aus diesen Registern mitzuteilen“
33
§ 49 Absatz 5 KrWG:
„In ein Register eingetragene Angaben oder eingestellte Belege über
gefährliche Abfälle haben die Erzeuger, Besitzer, Händler, Makler und Entsorger von Abfällen
mindestens drei Jahre, die Beförderer von Abfällen mindestens zwölf Monate jeweils ab dem Zeitpunkt
der Eintragung oder Einstellung in das Register gerechnet aufzubewahren, soweit eine
Rechtsverordnung nach § 52 keine längere Frist vorschreibt.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
11
A 20
§ 69 Absatz 2 Nummer 12 KrWG
(Nachweispflicht)
Wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 50 Absatz
1
34
KrWG in Verbindung mit einer Rechtsverordnung
nach § 52 Absatz 1 Satz 1 KrWG, jeweils auch in
Verbindung mit einer Rechtsverordnung nach § 10
Absatz 2 Nummer 1 Buchstabe b oder § 52 Absatz 1
Satz 2 Nummer 3 KrWG, einen Nachweis
nicht,
nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig führt,
(5 bis 10.000)
25 bis 10.000
25 bis 600
A 21
§ 69 Absatz 2 Nummer 13 KrWG
(Warntafeln)
Wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 55 Absatz 1
Satz 1
35
KrWG ein Fahrzeug nicht, nicht richtig, nicht
vollständig oder nicht rechtzeitig mit Warntafeln versieht,
(5 bis 10.000)
25 bis 150
A 22
§ 69 Absatz 2 Nummer 14 KrWG
(Bestellung Abfallbeauftragter)
Wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 59 Absatz 1
Satz 1
36
in Verbindung mit einer Rechtsverordnung nach
§ 59 Absatz 1 Satz 2 KrWG einen Abfallbeauftragten
nicht oder nicht rechtzeitig bestellt.
(5 bis 10.000)
250 bis 3.000
34
§ 50 Absatz 1 KrWG:
„Die Erzeuger, Besitzer, Sammler, Beförderer und Entsorger von
gefährlichen Abfällen haben sowohl der zuständigen Behörde gegenüber als auch untereinander die
ordnungsgemäße Entsorgung gefährlicher Abfälle nachzuweisen. Der Nachweis wird geführt
1. vor Beginn der Entsorgung in Form einer Erklärung des Erzeugers, Besitzers, Sammlers oder
Beförderers
von
Abfällen
zur
vorgesehenen
Entsorgung,
einer
Annahmeerklärung
des
Abfallentsorgers sowie der Bestätigung der Zulässigkeit der vorgesehenen Entsorgung durch die
zuständige Behörde und
2. über die durchgeführte Entsorgung oder Teilabschnitte der Entsorgung in Form von Erklärungen der
nach Satz 1 Verpflichteten über den Verbleib der entsorgten Abfälle.“
35
§ 55 Absatz 1 Satz 1 KrWG:
„Sammler und Beförderer haben Fahrzeuge, mit denen sie Abfälle in
Ausübung ihrer Tätigkeit auf öffentlichen Straßen befördern, vor Antritt der Fahrt mit zwei
rückstrahlenden weißen Warntafeln gemäß Satz 3 zu versehen (A-Schilder).“
36
§ 59 Absatz 1 Satz 1 KrWG:
„Betreiber von genehmigungsbedürftigen Anlagen im Sinne des § 4
des Bundes-Immissionsschutzgesetzes, Betreiber von Anlagen, in denen regelmäßig gefährliche
Abfälle anfallen, Betreiber ortsfester Sortier-, Verwertungs- oder Abfallbeseitigungsanlagen sowie
Besitzer im Sinne des § 27 haben unverzüglich einen oder mehrere Betriebsbeauftragte für Abfall
(Abfallbeauftragte) zu bestellen, sofern dies im Hinblick auf die Art oder die Größe der Anlagen
erforderlich ist wegen der
1. in den Anlagen anfallenden, verwerteten oder beseitigten Abfälle,
2. technischen Probleme der Vermeidung, Verwertung oder Beseitigung oder
3. Eignung der Produkte oder Erzeugnisse, die bei oder nach bestimmungsgemäßer Verwendung
Probleme hinsichtlich der ordnungsgemäßen und schadlosen Verwertung oder umweltverträglichen
Beseitigung hervorrufen.

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
12
A 23
§ 69 Absatz 2 Nummer 15 KrWG
(Verstoß gegen Rechtsverordnung)
Wer vorsätzlich oder fahrlässig einer Rechtsverordnung
nach […]
(nicht abschließend)
Anzeige- und Erlaubnisverordnung (AbfAEV)
Altfahrzeug-Verordnung (AltfahrzeugV)
Altholzverordnung (AltholzV)
Altölverordnung (AltölV)
Bioabfallverordnung (BioAbfV)
Chemikalien - Klimaschutzverordnung
(ChemKlimaschutzV)
Chemikalien-Ozonschichtverordnung
(ChemOzonSchichtV)
Deponieverordnung (DepV)
Gewerbeabfallverordnung (GewAbfV)
Gewinnungsabfallverordnung (GewinnungsAbfV)
Nachweisverordnung (NachwV)
Klärschlammverordnung (AbfKlärV)
PCB/PCT Abfallverordnung (PCBAbfallV)
Verpackungsverordnung (VerpackV)
Versatzverordnung (VersatzV)
oder einer vollziehbaren Anordnung aufgrund einer
solchen Rechtsverordnung zuwiderhandelt, soweit die
Rechtsverordnung für einen bestimmten Tatbestand auf
diese Bußgeldvorschrift verweist
(5 bis 10.000)
Für
die
konkreten
Bußgeldtatbestände
wird auf die einzelnen
Verordnungen
verwiesen
B - Abfallüberwachun
g
Nummer
Zuwiderhandlung
(Gesetzlicher
Bußgeldrahmen in Euro)
Regel- und Rahmensätze
in Euro
B 1
Verordnung
über
das
Anzeige-
und
Erlaubnisverfahren
für
Sammler,
Beförderer,
Händler und Makler von Abfällen (Anzeige- und
Erlaubnisverordnung – AbfAEV)
B 1
Ordnungswidrigkeiten nach § 69 Absatz 2 Nummer
15 KrWG in Verbindung mit § 15 AbfAEV
(Zuwiderhandlung gegen vollziehbare Auflage)
Ordnungswidrig im Sinne des § 69 Absatz 2 Nummer 15
des
Kreislaufwirtschaftsgesetzes
handelt,
wer
vorsätzlich
oder
fahrlässig
einer
vollziehbaren
Anordnung nach § 4 Absatz 5 AbfAEV
37
zuwiderhandelt.
(5 bis 10.000)
100 bis 5.000
37
§ 4 Absatz 5 AbfAEV
: „Soweit es zur Wahrung des Wohls der Allgemeinheit erforderlich ist, kann
die zuständige Behörde zusätzlich in den Fällen der Absätze 1 bis 4 die Teilnahme an einem von der
zuständigen Behörde anerkannten Lehrgang, in dem Kenntnisse entsprechend der Anlage 1 vermittelt
werden, und eine regelmäßige entsprechende Fortbildung anordnen.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
13
Nummer
Zuwiderhandlung
(Gesetzlicher
Bußgeldrahmen in Euro)
Regel- und Rahmensätze
in Euro
B 2
Verordnung über die Nachweisführung bei der
Entsorgung von Abfällen (Nachweisverordnung –
NachwV)
B 2.1
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 29 Nummer 1 NachwV
(Zuwiderhandlung gegen vollziehbare Auflage)
wer vorsätzlich oder fahrlässig einer vollziehbaren
Auflage nach § 5 Absatz 4 Satz 2
38
, auch in Verbindung
mit § 9 Absatz 3 Satz 1
39
oder § 15 Nummer 1
NachwV
40
, zuwiderhandelt
(5 bis 10.000)
100 bis 1.000
38
§ 5 Absatz 4 Satz 2 NachwV:
„Sie kann unter Bedingungen erteilt und mit Auflagen verbunden
werden sowie einen kürzeren Geltungszeitraum als nach Satz 1 vorsehen, soweit dies erforderlich ist,
um die Erfüllung der in Absatz 1 Satz 1 genannten Bestätigungsvoraussetzungen sicherzustellen.“
39
§ 9 Absatz 3 Satz 1 NachwV:
„Auf die Führung des Sammelentsorgungsnachweises finden § 3
Absatz1 bis 3 und die §§ 4 bis 6 entsprechende Anwendung mit der Maßgabe, dass die den
Abfallerzeuger nach diesen Bestimmungen treffenden Pflichten entsprechend durch den Einsammler
zu erfüllen sind.“
40
§ 15 Nummer 1 NachwV:
„Wird eine Verwertung außerhalb einer Entsorgungsanlage durchgeführt,
so sind in entsprechender Anwendung der Bestimmungen der Abschnitte 1 und 2 sowie dieses
Abschnitts
1. die Pflichten des Abfallentsorgers durch denjenigen zu erfüllen, der die Verwertung durchführt,(…)“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
14
B 2.2
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 29 Nummer 2 NachwV
(Mitführen oder Vorlage von Unterlagen)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 6 Absatz 3
Satz 2
41
, auch in Verbindung mit § 9 Absatz 3 Satz 1
42
, §
11 Absatz 2 Satz 2
43
, § 12 Absatz 4 Satz 2
44
oder § 16 b
Satz 1 NachwV
45
eine dort genannte Unterlage nicht
mitführt oder nicht oder nicht rechtzeitig vorlegt
(5 bis 10.000)
150 bis 3.000
41
§ 6 Absatz 3 Satz 2 NachwV:
„Der Beförderer, auch jeder weitere Beförderer, hat die in Satz 1
genannten Unterlagen bei der Beförderung mitzuführen und diese Unterlagen auf Verlangen den zur
Kontrolle und Überwachung Befugten vorzulegen.“
42
§ 9 Absatz 3 Satz 1 NachwV:
„Auf die Führung des Sammelentsorgungsnachweises finden § 3
Absatz1 bis 3 und die §§ 4 bis 6 entsprechende Anwendung mit der Maßgabe, dass die den
Abfallerzeuger nach diesen Bestimmungen treffenden Pflichten entsprechend durch den Einsammler
zu erfüllen sind.“
43
§ 11 Absatz 2 Satz 2 NachwV:
„Die Ausfertigungen 2 bis 6 hat der Abfallbeförderer während des
Beförderungsvorganges mitzuführen und dem Abfallentsorger bei Übergabe der Abfälle
auszuhändigen sowie auf Verlangen den zur Überwachung und Kontrolle Befugten vorzulegen.“
44
§ 12 Absatz 4 Satz 2 NachwV:
„Die Ausfertigung 2 (gelb) hat der Einsammler während des
Beförderungsvorganges mitzuführen, auf Verlangen den zur Überwachung und Kontrolle Befugten
vorzulegen und nach Übergabe der Abfälle an den Abfallentsorger zusammen mit den Ausfertigungen
4 (gelb) des Begleitscheins in sein Register einzustellen.“
45
§ 16 b Satz 1 NachwV:
„Bei der Beförderung nicht nachweispflichtiger gefährlicher Abfälle hat der
Abfallbeförderer Unterlagen mit folgenden Angaben mitzuführen und auf Verlangen den zur
Überwachung und Kontrolle Befugten vorzulegen:
1. Menge des beförderten Abfalls in Tonnen,
2. Bezeichnung des Abfalls und der Abfallschlüssel laut Abfallverzeichnis-Verordnung,
3. Angaben zum Beförderer, insbesondere Name und Anschrift sowie die Beförderernummer, sofern
vorhanden,
4. Datum der Übernahme der Abfälle zur Beförderung,
5. Angaben zum Abfallerzeuger oder Abfallbesitzer, von dem die Abfälle zur Beförderung
übernommen wurden, insbesondere Name und Anschrift sowie die Erzeugernummer, sofern
vorhanden, und
6. Angaben zur Entsorgungsanlage oder zum Gelände zur kurzfristigen Lagerung oder zum
Umschlag,zu der oder zu dem die Abfälle befördert werden, insbesondere Anschrift und Inhaber sowie
dessen Entsorgernummer, sofern vorhanden.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
15
B 2.3
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 29 Nummer 3 NachwV
(Zuwiderhandlung gegen vollziehbare Auflage)
wer vorsätzlich oder fahrlässig einer vollziehbaren
Anordnung nach § 8 Absatz 1 Satz 1 oder Absatz 2
Nummer 1
46
, auch in Verbindung mit § 9 Absatz 3 Satz
2
47
, oder § 22 Absatz 2, auch in Verbindung mit Absatz
3 NachwV
48
, zuwiderhandelt
(5 bis 10.000)
250 bis 3.000
B 2.4
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 29 Nummer 4 NachwV
(Kein Zugang für elektronische Übermittlung)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 17 Absatz 1
NachwV
49
einen dort genannten Zugang nicht unterhält,
(5 bis 10.000)
250 bis 3.000
46
§ 8 Absatz 1 Satz 1 und Absatz 2 Nummer1 NachwV:
„(1) Die zuständige Behörde kann
anordnen, dass der Abfallerzeuger und der nach § 7 Absatz1 freigestellte Abfallentsorger abweichend
von § 7 Absatz4 zum Nachweis der Zulässigkeit der Entsorgung in bestimmten Fällen eine
Bestätigung nach § 5 einholen, wenn
1. Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass der Abfallerzeuger oder der Abfallentsorger in diesen
Fällen gegen die ihnen bei der Abfallentsorgung oder im Rahmen der Überwachung obliegenden
Pflichten verstoßen oder verstoßen haben oder
2. sonstige Gründe des Wohls der Allgemeinheit die Anordnung der Einholung einer Bestätigung
erfordern. (…)
(2) Rechtfertigen im Falle des Absatzes 1 Nummer1 Tatsachen die Annahme eines Pflichtenverstoßes
des Abfallentsorgers, so kann die zuständige Behörde
1. gegenüber einem nach § 7 Absatz1 Nummer1 oder 3 freigestellten Abfallentsorger auch anordnen,
dass
dieser abweichend von § 7 Absatz1 Abfälle nur nach vorhergehender Bestätigung nach § 5 annehmen
darf und (…)“
47
§ 9 Absatz 3 Satz 2 NachwV:
„Bei Einsammlung der in Anlage 2 Buchstabe a und b genannten
Abfälle finden auch die §§ 7 und 8 Anwendung; die Absätze 1, 2 und 3 Satz 1 sowie die Absätze 4 bis
6 gelten entsprechend.“
48
§ 22 Absatz 2 und Absatz 3 NachwV:
„(2) Soweit eine Störung des Kommunikationssystems
wiederholt oder nicht nur kurzfristig eintritt und Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass die
Störung aus dem Verantwortungsbereich eines bestimmten Nachweispflichtigen herrührt, kann die
zuständige Behörde anordnen, dass der Nachweispflichtige
1. einen von der zuständigen Landesbehörde bekannt gegebenen Sachverständigen mit der Prüfung
von Nachweisvorgängen beauftragt, an welchen der Nachweispflichtige beteiligt ist,
2. einen von der zuständigen Landesbehörde bekannt gegebenen Sachverständigen mit der Prüfung
der Einrichtung und des Betriebes seines betrieblichen Kommunikationssystems beauftragt, soweit
dieses System mittelbar oder unmittelbar der Führung von Nachweisen und Registern dient,
3. neben der elektronischen Führung von Nachweisen und Registern zusätzlich Nachweise und
Register unter Verwendung der hierfür vorgesehenen Formblätter zu führen hat, wenn anders eine
ordnungsgemäße Nachweisführung nicht zu gewährleisten ist.
(3) Absatz 2 Satz 1 Nummer2 gilt entsprechend für Anordnungen gegenüber einem Dritten, den der
Nachweispflichtige mit der elektronischen Führung von Nachweisen und Registern beauftragt.“
49
§ 17 Absatz 1 NachwV:
„Abweichend von den Bestimmungen der Abschnitte 1 bis 3 haben die zur
Führung von Nachweisen über die Entsorgung gefährlicher Abfälle Verpflichteten sowie die
zuständigen Behörden in den dort bestimmten Fällen die zur Nachweisführung erforderlichen
Erklärungen, Vermerke zum Fristablauf, Bestätigungen und Entscheidungen, Ablichtungen, Anträge
und Freistellungen entsprechend nach Maßgabe dieses Abschnittes elektronisch zu übermitteln, mit
einer qualifizierten elektronischen Signatur im Sinne des Signaturgesetzes zu versehen sowie die für
den Empfang erforderlichen Zugänge zu eröffnen und zu unterhalten, soweit nicht nach den
Bestimmungen dieses Abschnitts oder einer auf Grund des § 26 ergangenen Entscheidung der
zuständigen Behörde eine andere Form der Übermittlung unter Verwendung von Formblättern
ausdrücklich zugelassen wird.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
16
B 2.5
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 29 Nummer 5 NachwV
(Übermittlung ohne Empfängerzugang)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 18 Absatz 1
Satz 1 NachwV
50
eine Nachricht ohne Angabe des
eröffneten Empfangszugangs übermittelt,
(5 bis 10.000)
50 bis 500
B 2.6
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 29 Nummer 6 NachwV
(Mitnahme und Vorlage von Angaben)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 18 Absatz 2
Satz 1 NachwV
51
nicht gewährleistet, dass eine dort
genannte Angabe vorgelegt oder mitgeteilt werden kann,
(5 bis 10.000)
50 bis 500
B 2.7
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 29 Nummer 7 NachwV
(weggefallen)
B 2.8
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 29 Nummer 8 NachwV
(unzureichende Meldung)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 22 Absatz 1
Satz 5 NachwV
52
eine Meldung nicht, nicht richtig, nicht
vollständig oder nicht rechtzeitig macht
(5 bis 10.000)
100 bis 1.000
B 2.9
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 29 Nummer 9 NachwV
(weggefallen)
B 2.10
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 29 Nummer 10 NachwV
(Unrichtige Verwendung der Nummern)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 28 Absatz 5
Satz 2 NachwV
53
eine Nummer verwendet.
(5 bis 10.000)
25 bis 250
50
§ 18 Absatz 1 Satz 1 NachwV:
„Die zur Führung der Nachweise Verpflichteten sowie die
zuständigen Behörden haben die zur Nachweisführung erforderlichen Erklärungen, Vermerke zum
Fristablauf, Bestätigungen und Entscheidungen, Ausfertigungen, Ablichtungen, Anträge und
Freistellungen als strukturierte Nachrichten unter Verwendung standardisierter Schnittstellen nach den
Vorgaben der Anlage 3, jeweils unter Angabe des von ihnen eröffneten Empfangszugangs zu
übermitteln.“
51
§ 18 Absatz 2 Satz 1 NachwV:
„Der Abfallbeförderer hat zu gewährleisten, dass die Angaben aus
dem Begleitschein und Übernahmeschein, einschließlich der Angabe des Firmennamens und der
Anschrift des Abfallentsorgers, während des Beförderungsvorganges mitgeführt und jederzeit dem zur
Überwachung und Kontrolle Befugten entsprechend den Bestimmungen des § 11 Absatz 2 Satz 2 und
§ 12 Absatz 4 Satz 2 vorgelegt werden können.“
52
§ 22 Absatz 1 Satz 5 NachwV:
„Der Nachweispflichtige, der die Störung oder die sonstigen
Hinderungsgründe feststellt, hat diese unverzüglich den am Nachweisverfahren Beteiligten sowie den
zuständigen Behörden zu melden, es sei denn,
1. die Störung ist innerhalb einer angemessenen Frist behebbar oder
2. es ist absehbar, dass die sonstigen Hinderungsgründe innerhalb einer angemessenen Frist
wegfallen.“
53
§ 28 Absatz 5 Satz 2 NachwV:
„Die Nummern dürfen von den Nachweispflichtigen ausschließlich
zu den dort bestimmten Zwecken verwendet werden.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
17
C - Anforderungen an die Abfallbeseitigung
Nummer
Zuwiderhandlung
(Gesetzlicher
Bußgeldrahmen in Euro)
Regel- und Rahmensätze
in Euro
C 1
Verordnung über Deponien und Langzeitlager
(Deponieverordnung - DepV)
C 1.1
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 27 Absatz 1 DepV
C 1.1.1
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 27 Absatz 1 Nummer 1
DepV
(Inbetriebnahme ohne Abnahme der Behörde)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 5 Satz 1 auch
in Verbindung mit Satz 2 DepV
54
, eine Deponie, einen
Deponieabschnitt oder eine wesentliche Änderung einer
solchen Anlage in Betrieb nimmt,
(5 bis 100.000)
1.000 bis 50.000
C. 1.1.2
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 27 Absatz 1 Nummer 2
DepV
(Voraussetzungen für die Ablagerung)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 6 Absatz 1
Satz 1
55
oder § 7 Absatz 1
56
oder Absatz 2 Nummer 1, 2
oder Nummer 3
57
DepV Abfälle ablagert,
(5 bis 100.000)
1.000 bis 50.000
54
§ 5 Satz 1, Satz 2 DepV
: „Der Deponiebetreiber darf die Deponie oder einen Deponieabschnitt erst
in Betrieb nehmen, wenn die zuständige Behörde die für den Betrieb erforderlichen Einrichtungen
abgenommen hat. Satz 1 gilt für wesentliche Änderungen der Deponie oder eines Deponieabschnittes
entsprechend.“
55
§ 6 Absatz 1 Satz 1 DepV:
„Abfälle dürfen auf Deponien oder Deponieabschnitten nur abgelagert
werden, wenn die jeweiligen Annahmekriterien nach den Absätzen 3 bis 5, bei vollständig
stabilisierten Abfällen (Abfallschlüssel 19 03 05 der Anlage zur Abfallverzeichnis-Verordnung)
zusätzlich die Anforderungen nach Absatz 2, bereits bei der Anlieferung eingehalten werden.“
56
§ 7 Absatz 1 DepV:
„Folgende Abfälle dürfen nicht auf einer Deponie der Klasse 0, I, II oder III
abgelagert werden:
1. flüssige Abfälle,
2. Abfälle, die nach der Gefahrstoffverordnung vom 26. November 2010 (BGBl. I S. 1643) in der
jeweils geltenden Fassung als explosionsgefährlich, ätzend, brandfördernd, hoch entzündlich oder
leicht entzündlich eingestuft werden,
3. infektiöse Abfälle (Abfallschlüssel 18 01 03 und 18 02 02 der Anlage zur Abfallverzeichnis-
Verordnung),Körperteile und Organe (Abfallschlüssel 18 01 02 der Anlage zur Abfallverzeichnis-
Verordnung),
4. nicht identifizierte oder neue chemische Abfälle aus Forschungs-, Entwicklungs- und
Ausbildungstätigkeiten, deren Auswirkungen auf den Menschen und die Umwelt nicht bekannt sind,
5. ganze oder zerteilte Altreifen,
6. Abfälle, die zu erheblichen Geruchsbelästigungen für die auf der Deponie Beschäftigten und für die
Nachbarschaft führen, und
7. Abfälle nach Anhang V Teil 2 der Verordnung (EG) Nummer850/2004 des Europäischen
Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 über persistente organische Schadstoffe und zur
Änderung der Richtlinie 79/117/EWG (ABl. L 158 vom 30.4.2004, S. 7, L 229 vom 29.6.2004, S. 5) in
der jeweils geltenden Fassung, bei denen die Konzentrationsgrenzen der in Anhang IV derselben
Verordnung aufgelisteten Stoffe überschritten sind, sowie andere Abfälle, bei denen auf Grund der
Herkunft oder Beschaffenheit durch die Ablagerung wegen ihres Gehaltes an langlebigen oder

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
18
C 1.1.3
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 27 Absatz 1 Nummer 3
DepV
(Annahmekontrolle)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 8 Absatz 4
Satz 1
58
, auch in Verbindung mit § 17 Absatz 1
59
DepV,
eine
Annahmekontrolle
nicht,
nicht
richtig,
nicht
vollständig oder nicht rechtzeitig durchführt,
(5 bis 100.000)
25 bis 50.000
C 1.1.4
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 27 Absatz 1 Nummer 4
DepV
(Handhabung der Abfälle)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 9 Satz 2
60
in
Verbindung mit Anhang 5 Nummer 4 Ziffer 2 oder Ziffer
3
61
DepV Abfälle nicht besprengt oder nicht oder nicht
rechtzeitig abdeckt,
(5 bis 100.000)
25 bis 50.000
bioakkumulierbaren toxischen Stoffen eine Beeinträchtigung des Wohles der Allgemeinheit zu
besorgen ist.“
57
§ 7 Absatz 2 Nummer 1 bis 3 DepV:
„Folgende Abfälle dürfen nicht in einer Deponie der Klasse IV
abgelagert werden:
1. die in Absatz 1 Nummer1, 3 bis 6 genannten Abfälle,
2. biologisch abbaubare Abfälle,
3. Abfälle mit einem Brennwert (Ho) von mehr als 6 000 Kilojoule pro Kilogramm Trockenmasse (TM),
es sei denn, die zuständige Behörde hat einem höheren Brennwert zugestimmt, weil
a) er durch elementaren Kohlenstoff, anorganische Stoffe oder prozessbedingt in Reaktions- und
Destillationsrückständen, die in einem Eluat nach Anhang 4 Nummer 3.2.1.1 einen Gesamtgehalt
an gelösten Feststoffen von mehr als 10 000 Milligramm pro Liter aufweisen, verursacht und jeweils
nachgewiesen wird, dass keine anderweitige Behandlung technisch möglich oder wirtschaftlich
zumutbar ist,
b) es sich um schwermetallbelastete Ionenaustauscherharze aus der Trinkwasserbehandlung oder um
quecksilberhaltige Abfälle handelt oder
c) die Ablagerung in einer Deponie der Klasse IV die umweltverträglichste Lösung ist,“
58
§ 8 Absatz 4 Satz 1 DepV:
„Der Deponiebetreiber hat bei jeder Abfallanlieferung unverzüglich eine
Annahmekontrolle durchzuführen, die mindestens umfasst:
1. Prüfung, ob für den Abfall die grundlegende Charakterisierung vorliegt,
2. Feststellung der Masse, Kontrolle des Abfallschlüssels und der Abfallbezeichnung gemäß Anlage
zur Abfallverzeichnis-Verordnung,
3. Kontrolle der Unterlagen nach Absatz 3 Satz 6 auf Übereinstimmung mit den Angaben der
grundlegenden Charakterisierung,
4. Sichtkontrolle vor und nach dem Abladen,
5. Kontrolle auf Aussehen, Konsistenz, Farbe und Geruch.“
59
§ 17 Absatz 1 DepV:
„Für die Annahme von Deponieersatzbaustoffen gilt § 8 entsprechend.“
60
§ 9 Satz 2 DepV:
„Im Übrigen hat er die abzulagernden Abfälle nach Anhang 5 Nummer 4 zu
handhaben.“
61
Anhang 5 Nummer 4 Ziffer 2, Ziffer 3 DepV:
„2. Unverpackte Abfälle, die gefährliche
Mineralfasern enthalten, müssen ausreichend besprengt werden, bevor es zu einer Faserausbreitung
kommen kann. Sie sind vor jeder Verdichtung, mindestens aberarbeitstäglich, mit geeigneten
Materialien abzudecken.
3. Verpackte asbesthaltige Abfälle sowie verpackte Abfälle, die andere gefährliche Mineralfasern
enthalten, sind vor jeder Verdichtung, mindestens einmal wöchentlich, mit geeigneten Materialien
abzudecken. Für Abfälle in beschädigten Verpackungen gilt Ziffer 2 entsprechend.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
19
C 1.1.5
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 27 Absatz 1 Nummer 5
DepV
(Vermeidung nachteiliger Reaktionen)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 9 Satz 2
62
in
Verbindung mit Anhang 5 Nummer 4 Ziffer 4 Satz 1
63
DepV die Deponie so aufbaut, dass nachteilige
Reaktionen erfolgen,
(5 bis 100.000)
25 bis 10.000
C 1.1.6
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 27 Absatz 1 Nummer 6
DepV
(Verfestigung schlammiger Abfälle)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 9 Satz 2
64
in
Verbindung mit Anhang 5 Nummer 4 Ziffer 5
65
DepV
nicht dafür Sorge trägt, dass Abfälle entwässern,
konsolidieren oder sich verfestigen,
(5 bis 100.000)
25 bis 50.000
C 1.1.7
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 27 Absatz 1 Nummer 7
DepV
(Hohlraumarmer Einbau der Abfälle)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 9 Satz 2
66
in
Verbindung mit Anhang 5 Nummer 4 Ziffer 6
67
DepV
Abfälle nicht richtig einbaut,
(5 bis 100.000)
25 bis 50.000
C 1.1.8
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 27 Absatz 1 Nummer 8
DepV
(Abdeckung von Fasern)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 9 Satz 3
68
in
Verbindung mit Anhang 5 Nummer 5 Ziffer 2
69
DepV
Abfälle nicht richtig konditioniert,
.
(5 bis 100.000)
25 bis 50.000
62
§ 9 Satz 2 DepV
: „„Im Übrigen hat er die abzulagernden Abfälle nach Anhang 5 Nummer 4 zu
handhaben.“
63
Anhang 5 Nummer 4 Ziffer 4 Satz 1 DepV
: „Die Deponie ist so aufzubauen, dass keine
nachteiligen Reaktionen der Abfälle oder Deponieersatzbaustoffe untereinander oder mit dem
Sickerwasser erfolgen.“
64
§ 9 Satz 2 DepV:
„„Im Übrigen hat er die abzulagernden Abfälle nach Anhang 5 Nummer 4 zu
handhaben.“
65
Anhang 5 Nummer 4 Ziffer 5 DepV
: „Werden pastöse, schlammige und breiige Abfälle abgelagert,
ist dafür Sorge zu tragen, dass die Abfälle unter Ablagerungsbedingungen entwässern und
konsolidieren oder sich verfestigen, so dass unter Berücksichtigung des Deponieaufbaus eine
Beeinträchtigung der Standsicherheit des Deponiekörpers nicht zu besorgen ist und die Funktion des
Entwässerungssystems der Basisabdichtung nicht beeinträchtigt wird.“
66
§ 9 Satz 2 DepV
: „„Im Übrigen hat er die abzulagernden Abfälle nach Anhang 5 Nummer 4 zu
handhaben.“
67
Anhang 5 Nummer 4 Ziffer 6 DepV
: „Die Abfälle oder Deponieersatzbaustoffe sind in der Deponie
hohlraumarm einzubauen. Der Einbau hat so zu erfolgen, dass langfristig nur geringe Setzungen des
Deponiekörpers zu erwarten sind.“
68
§ 9 Satz 3 DepV
: „Der Betreiber einer Deponie der Klasse IV hat Abfälle nach Anhang 5 Nummer 5
zu handhaben.“
69
Anhang 5 Nummer 5 Ziffer 2 DepV
: „Unverpackte Abfälle, die gefährliche Mineralfasern enthalten,
müssen ausreichend besprengt werden, bevor es zu einer Faserausbreitung kommen kann. Sie sind
vor jeder Verdichtung, mindestens aber arbeitstäglich, mit geeigneten Materialien abzudecken.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
20
C 1.1.9
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 27 Absatz 1 Nummer 9
DepV
(Vermeidung wechselseitiger Reaktionen)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 9 Satz 3
70
in
Verbindung mit Anhang 5 Nummer 5 Ziffer 4
71
DepV
Abfälle so handhabt, dass sie nach Ablagerung
untereinander reagieren,
(5 bis 100.000)
25 bis 50.000
C 1.1.10
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 27 Absatz 1 Nummer 10
DepV
(Abdichtung)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 10 Absatz 1
Nummer 1
72
in Verbindung mit Anhang 1 Nummer 2.1
Satz 1
73
DepV einen Geokunststoff, ein Polymer, ein
Dichtungskontrollsystem,
einen
Baustoff,
eine
Abdichtungskomponente oder ein Abdichtungssystem
einsetzt,
(5 bis 100.000)
25 bis 50.000
C 1.1.11
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 27 Absatz 1 Nummer 11
DepV
(Ausgleichsschicht)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 10 Absatz 1
Nummer 1
74
in Verbindung mit Anhang 1 Nummer 2.3
Satz 2
75
DepV eine Ausgleichsschicht nicht, nicht richtig
oder nicht rechtzeitig einbaut,
(5 bis 100.000)
25 bis 50.000
70
§ 9 Satz 3 DepV
: „Der Betreiber einer Deponie der Klasse IV hat Abfälle nach Anhang 5 Nummer 5
zu handhaben.“
71
Anhang 5 Nummer 5 Ziffer 4 DepV
: „Abfälle dürfen nach Ablagerung nicht untereinander
reagieren. Sind Reaktionen möglich oder nicht auszuschließen, sind die verschiedenen Abfälle
entweder in getrennten Hohlräumen abzulagern oder in den Hohlräumen sind durch bauliche
Maßnahmen getrennte Abschnitte zu schaffen. Das gilt auch für Abfälle, die in Behältnissen
abgelagert werden.“
72
§ 10 Absatz 1 Nummer 1 DepV
: „In der Stilllegungsphase hat der Betreiber […] einer Deponie der
Klasse 0, I, II oder III unverzüglich alle erforderlichen Maßnahmen zur Errichtung des
Oberflächenabdichtungssystems nach Anhang 1 Nummer 2 […].durchzuführen, um eine
Beeinträchtigung des Wohles der Allgemeinheit zu verhindern.“
73
Anhang 1 Nummer 2.1 Satz 1 DepV
: „Für die Verbesserung der geologischen Barriere und
technische Maßnahmen als Ersatz für die geologische Barriere sowie das Abdichtungssystem dürfen
Materialien, Komponenten oder Systeme nur eingesetzt werden, wenn sie dem Stand der Technik
nach Nummer 2.1.1 entsprechen und wenn dies der zuständigen Behörde nachgewiesen worden ist.“
74
§ 10 Absatz 1 Nummer 1 DepV
: siehe Fußnote 78
75
Anhang 1 Nummer 2.3 Satz 2 DepV
: „Müssen Unebenheiten der Oberfläche des abgelagerten
Abfalls
ausgeglichen
oder
bestimmte
Tragfähigkeiten
hergestellt
werden,
um
die
Abdichtungskomponenten ordnungsgemäß einbauen zu können, ist auf der Oberfläche eine
ausreichend dimensionierte Ausgleichsschicht einzubauen.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
21
C 1.1.12
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 27 Absatz 1 Nummer 12
DepV
(Kontrollfeld)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 10 Absatz 1
Nummer 1
76
in Verbindung mit Anhang 1 Nummer 2.3
Satz 4 oder Satz 5
77
DepV ein Kontrollfeld nicht, nicht
richtig oder nicht rechtzeitig einrichtet oder nicht oder
nicht für die vorgesehene Dauer betreibt,
(5 bis 100.000)
25 bis 50.000
C 1.1.13
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 27 Absatz 1 Nummer 13
DepV
(Mindestdicke der Rekultivierungsschicht)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 10 Absatz 1
Nummer 1
78
in Verbindung mit Anhang 1 Nummer 2.3.1
Ziffer 1 Satz 1 oder Satz 2
79
oder Nummer 2.3.1.1 Ziffer
1
80
DepV die Dicke der Rekultivierungsschicht nicht oder
nicht richtig bemisst,
(5 bis 100.000)
25 bis 50.000
76
§ 10 Absatz 1 Nummer 1 DepV
: siehe Fußnote 78
77
Anhang 1 Nummer 2.3 Satz 4 oder Satz 5 DepV
: „Wird das Oberflächenabdichtungssystem ohne
eine Konvektionssperre hergestellt, ist bei Deponien der Klasse I, II und III ein Kontrollfeld von
wenigstens 300 m2 Größe an repräsentativer Stelle im Oberflächenabdichtungssystem einzurichten,
mit dem der Durchfluss durch das Oberflächenabdichtungssystem bestimmt werden kann. Das
Kontrollfeld ist bis zum Ende der Nachsorgephase zu betreiben.“
78
§ 10 Absatz 1 Nummer 1 DepV
: „In der Stilllegungsphase hat der Betreiber […] einer Deponie der
Klasse 0, I, II oder III unverzüglich alle erforderlichen Maßnahmen zur Errichtung des
Oberflächenabdichtungssystems nach Anhang 1 Nummer 2 […].durchzuführen, um eine
Beeinträchtigung des Wohles der Allgemeinheit zu verhindern.“
79
Anhang 1 Nummer 2.3.1 Ziffer 1 Satz 1 oder Satz 2 DepV
: „Für eine Rekultivierungsschicht, die
nicht als technische Funktionsschicht genutzt wird, gilt Folgendes: (…) Die Dicke, die Materialauswahl
und der Bewuchs der Rekultivierungsschicht sind nach den Schutzerfordernissen der darunter
liegenden
Systemkomponenten
(weitestgehende
Vermeidung
einer
Durchwurzelung
der
Entwässerungsschicht, keine sonstige Beeinträchtigung der langfristigen Funktionsfähigkeit der
Entwässerungsschicht, Schutz der Systemkomponenten vor Wurzel- und Frosteinwirkung sowie vor
Austrocknung, Folgenutzungen) zu bemessen. Eine Mindestdicke von 1 m darf nicht unterschritten
werden.“
80
Anhang
1 Nummer 2.3.1.1 Ziffer 1 DepV
: „Wird die Rekultivierungsschicht als
Wasserhaushaltsschicht ausgeführt, gilt: (…) Abweichend von Nu mmer 2.3.1 Ziffer 1 Satz 2 muss die
Mindestdicke 1,50 m betragen.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
22
C 1.1.14
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 27 Absatz 1 Nummer 14
DepV
(Rekultivierungsschicht)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 10 Absatz 1
Nummer 1
81
in Verbindung mit Anhang 1 Nummer 2.3.1
Ziffer 4 Satz 2
82
oder Nummer 2.3.2 Satz 3 Nummer 2
83
DepV nicht sicherstellt, dass nur dort genanntes Material
eingesetzt wird,
(5 bis 100.000)
25 bis 50.000
C 1.1.15
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 27 Absatz 1 Nummer 15
DepV
(Abschlussmaßnahmen bei Deponien der Klasse IV )
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 10 Absatz 1
Nummer 2
84
in Verbindung mit Anhang 2 Nummer 3.1
Satz 1 oder Satz 2
85
DepV eine Abschlussmaßnahme
nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig
durchführt,
(5 bis 100.000)
25 bis 50.000
C 1.1.16
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 27 Absatz 1 Nummer 16
DepV
(Sicherheitszone)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 10 Absatz 1
Nummer 2
86
in Verbindung mit Anhang 2 Nummer 3.1
Satz 3
87
DepV eine Sicherheitszone nicht oder nicht
rechtzeitig anlegt,
(5 bis 100.000)
25 bis 50.000
81
§ 10 Absatz 1 Nummer 1 DepV:
siehe Fußnote 78
82
Anhang 1 Nummer2.3.1 Ziffer 4 Satz 2 DepV
: „Für eine Rekultivierungsschicht, die nicht als
technische Funktionsschicht genutzt wird, gilt Folgendes: (…) Es muss sichergestellt sein, dass nur
solches Material eingesetzt wird, dass das in der Entwässerungsschicht gefasste Wasser nach den
wasserrechtlichen Vorschriften eingeleitet werden kann.“
83
Anhang 1 Nummer 2.3.2 Satz 3 Nummer2 DepV
: „Für die technische Funktionsschicht gilt (…) Es
muss sichergestellt sein, dass nur solches Material eingesetzt wird, dass das in der
Entwässerungsschicht gefasste Wasser nach den wasserrechtlichen Vorschriften eingeleitet werden
kann.“
84
§ 10 Absatz 1 Nummer 2 DepV
: „In der Stilllegungsphase hat der Betreiber (…) einer Deponie der
Klasse IV unverzüglich alle erforderlichen Maßnahmen nach Anhang 2 Nummer 3 durchzuführen, um
eine Beeinträchtigung des Wohles der Allgemeinheit zu verhindern.
85
Anhang 2 Nummer 3.1 Satz 1 oder Satz 2 DepV
: „Im Zuge der Stilllegung einer Deponie der
Klasse IV sind Abschlussmaßnahmen durchzuführen, die gewährleisten, dass die abgelagerten
Abfälle der Biosphäre zuverlässig entzogen sind. Hierzu sind die Anforderungen der Nummer 3.2 oder
3.3 zu beachten.“
86
§ 10 Absatz 1 Nummer 2 DepV
: „In der Stilllegungsphase hat der Betreiber (…) einer Deponie der
Klasse IV unverzüglich alle erforderlichen Maßnahmen nach Anhang 2 Nummer 3 durchzuführen, um
eine Beeinträchtigung des Wohles der Allgemeinheit zu verhindern.
87
Anhang 2 Nummer 3.1 Satz 3 DepV
: „Um Schachtparzellen und sonstige Zugänge der Deponie ist
eine Sicherheitszone anzulegen, die abzusperren und dauerhaft zu markieren ist.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
23
C 1.1.17
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 27 Absatz 1 Nummer 17
DepV
(Messstelle oder Messeinrichtung)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 12 Absatz 2
88
DepV eine Messstelle oder Messeinrichtung nicht oder
nicht rechtzeitig schafft oder nicht oder nicht für die
vorgeschriebene Dauer erhält,
(5 bis 100.000)
25 bis 50.000
C 1.1.18
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 27 Absatz 1 Nummer 18
DepV
(Durchführung von Kontrollen)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 12 Absatz 3
Satz 1
89
DepV eine Messung oder eine Kontrolle nicht
oder nicht rechtzeitig durchführt,
(5 bis 100.000)
25 bis 50.000
C 1.1.19
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 27 Absatz 1 Nummer 19
DepV
(Sickerwasser, Deponiegas, Deponieersatzbaustoff)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 12 Absatz 3
Satz 2 Nummer 1 oder Nummer 2
90
in Verbindung mit
Anhang 5 Nummer 6 oder Nummer 7 Satz 1, 2 oder
Satz 3
91
DepV Sickerwasser oder Deponiegas nicht oder
nicht richtig handhabt, oder einen Deponieersatzbaustoff
verwendet
(5 bis 100.000)
25 bis 50.000
88
§ 12 Absatz 2 DepV:
„Der Betreiber einer Deponie der Klasse 0, I, II oder III hat vor Beginn der
Ablagerungsphase Grundwasser-Messstellen nach Absatz 1 sowie sonstige Messeinrichtungen nach
Anhang 5 Nummer 3.1 zu schaffen. Er hat die Grundwasser-Messstellen sowie sonstigen
Messeinrichtungen bis zum Ende der Nachsorgephase zu erhalten. Der Betreiber einer Deponie der
Klasse IV hat vor Beginn der Ablagerungsphase Grundwasser-Messstellen nach Absatz 1 zu
schaffen. Er hat die Grundwasser-Messstellen bis zum Ende der Nachsorgephase zu erhalten.
89
§ 12 Absatz 3 Satz 1 DepV
: „Der Deponiebetreiber hat bis zum Ende der Nachsorgephase
Messungen und Kontrollen nach Anhang 5 Nummer 3.2 durchzuführen.“
90
§ 12 Absatz 3 Satz 2 Nummer 1 und Nummer 2 DepV
: „Ergänzend hat der Betreiber einer
Deponie der Klasse 0, I, II oder III bis zum Ende der Nachsorgephase
1. Sickerwasser nach Anhang 5 Nummer 6 zu handhaben,
2. Deponiegas nach Anhang 5 Nummer 7 zu handhaben und (…)“
91
Anhang 5 Nummer 6, Nummer 7 Satz 1 bis Satz 3 DepV
: „6. Sickerwasser
Der Deponiebetreiber hat den Anfall von Sickerwasser so gering zu halten, wie dies nach dem Stand
der Technik möglich ist. Wird eine Entwässerungsschicht nach Anhang 1 Nummer 2.2 Tabelle 1
Nummer 4 errichtet, hat der Deponiebetreiber das anfallende Sickerwasser zu fassen und nach
Maßgabe von Nummer 3.2 Tabelle Nummer 2.1 und 2.2 zu kontrollieren. Gefasstes Sickerwasser und
eventuelle Rückstände aus einer Sickerwasserreinigung sind ordnungsgemäß unter Beachtung von
Anhang 51 der Abwasserverordnung zu entsorgen, soweit es nicht in den Deponiekörper nach § 25
Absatz 4 infiltriert wird.
7. Deponiegas
Entsteht auf einer Deponie auf Grund biologischer Abbauprozesse Deponiegas in relevanten Mengen,
hat der Betreiber einer Deponie der Klasse I, II oder III dieses Deponiegas schon in der
Ablagerungsphase zu fassen und zu behandeln, nach Möglichkeit energetisch zu verwerten.
Deponiegaserfassung, -behandlung und -verwertung sind nach dem Stand der Technik
durchzuführen. Quantität und Qualität des Deponiegases sind nach Nummer 3.2 Tabelle Nummer 2.4
zu untersuchen.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
24
C 1.1.20
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 27 Absatz 1 Nummer 20
DepV
(Maßnahmeplan)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 12 Absatz 4
Satz 2 Nummer 2
92
nicht nach den Maßnahmenplänen
verfährt,
(5 bis 100.000)
25 bis 50.000
C 1.1.21
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 27 Absatz 1 Nummer 21
DepV
(Betriebsordnung, Betriebshandbuch)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 13 Absatz 1
Satz
1
93
DepV
eine
Betriebsordnung
oder
ein
Betriebshandbuch nicht oder nicht rechtzeitig erstellt,
(5 bis 100.000)
25 bis 50.000
C 1.1.22
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 27 Absatz 1 Nummer 22
DepV
(Verwendung eines Deponieersatzbaustoffes)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 14 Absatz 2
94
oder § 15 Satz 1
95
DepV Abfälle oder einen
Deponieersatzbaustoff verwendet
(5 bis 100.000)
25 bis 50.000
92
§ 12 Absatz 4 Satz 2 Nummer 2 DepV
: „Werden die Auslöseschwellen überschritten, hat der
Deponiebetreiber (…) 2. nach den Maßnahmenplänen zu verfahren.“
93
§ 13 Absatz 1 Satz 1 DepV
: „Der Deponiebetreiber hat vor Beginn der Ablagerungsphase folgende
Unterlagen zu erstellen:
1. eine Betriebsordnung nach Anhang 5 Nummer 1.1 und
2. ein Betriebshandbuch nach Anhang 5 Nummer 1.2.“
94
§ 14 Absatz 2 DepV
: „Zur Herstellung von Deponieersatzbaustoff sowie unmittelbar als
Deponieersatzbaustoff dürfen nicht verwendet werden:
1. Abfälle nach § 7 Absatz 1 sowie Abfälle, die Asbest oder andere gefährliche Mineralfasern
enthalten,
2. Abfälle, die die in Anlage 1 der Versatzverordnung vom 24. Juli 2002 (BGBl. I S. 2833), die zuletzt
durch Artikel 11 des Gesetzes vom 15. Juli 2006 (BGBl. I S. 1619) geändert worden ist, aufgeführten
Metallgehalte erreichen, wenn die Gewinnung der Metalle aus den Abfällen technisch möglich und
wirtschaftlich zumutbar sowie unter Einhaltung der Anforderungen an die Zulässigkeit einer solchen
Verwertung durchführbar ist, und
3. Abfälle, bei denen infolge der Art, Beschaffenheit oder Beständigkeit nicht gewährleistet ist, dass
diese funktional oder bautechnisch geeignet sind, wie insbesondere gipshaltige Abfälle, für deren
Verwendung keine Eignung nach Anhang 1 Nummer 2.1.2 Satz 1 nachgewiesen wurde.“
95
§ 15 Satz 1 DepV
: „Die Verwendung von Deponieersatzbaustoffen ist nur zulässig, wenn die
Anforderungen des Anhangs 3 eingehalten werden. Beim Einsatz von Deponieersatzbaustoffen zur
Profilierung ist ergänzend zu beachten, dass 1. sich die Deponie oder der Deponieabschnitt in der
Stilllegungsphase befindet und die Ablagerungsphase auf Grund der Anforderungen der
Abfallablagerungsverordnung vom 20. Februar 2001 (BGBl. I S. 305), die zuletzt durch Artikel 1 der
Verordnung vom 13. Dezember 2006 (BGBl. I S. 2860) geändert worden ist, oder der
Deponieverordnung vom 24. Juli 2002 (BGBl. I S. 2807), die zuletzt durch Artikel 2 der Verordnung
vom 13. Dezember 2006 (BGBl. I S. 2860) geändert worden ist, beendet worden ist, ohne dass die
Deponie oder der Deponieabschnitt vollständig verfüllt ist, und 2. die Profilierung deponiebautechnisch
erforderlich und nicht durch Änderung der zugelassenen Deponieform oder Umlagerung bereits
abgelagerter Abfälle – soweit technisch möglich und wirtschaftlich zumutbar – zu erreichen ist.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
25
C 1.2
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 27 Absatz 2 DepV
C 1.2.1
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 27 Absatz 2 Nummer 1
DepV
(
Charakterisierung des Abfalls
)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 8 Absatz 1
Satz 1 oder Satz 6
96
DepV eine grundlegende
Charakterisierung nicht, nicht richtig, nicht vollständig
oder nicht rechtzeitig vorlegt,
(5 bis 10.000)
25 bis 10.000
Verwarnungsgeld möglich
C 1.2.2
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 27 Absatz 2 Nummer 2
DepV
(Schlüsselparameter für Kontrolluntersuchungen)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 8 Absatz 1
Satz 5 oder Satz 7
97
DepV Schlüsselparameter nicht
oder nicht rechtzeitig festlegt,
(5 bis 10.000)
25 bis 10.000
Verwarnungsgeld möglich
96
§ 8 Absatz 1 Satz 1 und Satz 6 DepV
: „Der Abfallerzeuger, bei Sammelentsorgung der
Einsammler, hat dem Deponiebetreiber rechtzeitig vor der ersten Anlieferung die grundlegende
Charakterisierung des Abfalls mit mindestens folgenden Angaben vorzulegen:
1. Abfallherkunft (Abfallerzeuger oder Einsammlungsgebiet),
2. Abfallbeschreibung (betriebsinterne Abfallbezeichnung, Abfallschlüssel und Abfallbezeichnung nach
der Anlage zur Abfallverzeichnis-Verordnung),
3. Art der Vorbehandlung, soweit durchgeführt,
4. Aussehen, Konsistenz, Geruch und Farbe,
5. Masse des Abfalls als Gesamtmenge oder Menge pro Zeiteinheit,
6. Probenahmeprotokoll nach Anhang 4 Nummer 2,
7. Protokoll über die Probenvorbereitung nach Anhang 4 Nummer 3.1.1,
8. zugehörige Analysenberichte über die Einhaltung der Zuordnungskriterien nach Anhang 3 Nummer
2 für die jeweilige Deponie, bei vorgemischten sowie bei teilweise stabilisierten und verfestigten
Abfällen unter Beachtung von § 6 Absatz 1 Satz 5, bei vollständig stabilisierten Abfällen unter
Beachtung von § 6 Absatz 2,
9. bei gefährlichen Abfällen zusätzlich Angaben über den Gesamtgehalt ablagerungsrelevanter
Inhaltsstoffe im Feststoff, soweit dies für eine Beurteilung der Ablagerbarkeit erforderlich ist,
10. bei gefährlichen Abfällen im Fall von Spiegeleinträgen zusätzlich die relevanten gefährlichen
Eigenschaften,
11. bei Abfällen nach Anhang V Teil 2 der Verordnung (EG) Nummer850/2004 in der jeweils
geltenden Fassung, bei denen die Konzentrationsgrenzen der in Anhang IV derselben Verordnung
aufgelisteten Stoffe überschritten sind und die auf einer Deponie der Klasse IV abgelagert werden
sollen, ein von der zuständigen Behörde genehmigter Nachweis nach Artikel 7 Absatz 4 Buchstabe b
Ziffer i der Verordnung (EG) Nummer850/2004,
12. Vorschlag für die Schlüsselparameter und deren Untersuchungshäufigkeit. (…)Führen
Änderungen im abfallerzeugenden Prozess zu relevanten Änderungen des Auslaugverhaltens oder
der Zusammensetzung des Abfalls, hat der Erzeuger, bei Sammelentsorgung der Einsammler, dem
Deponiebetreiber erneut die nach Satz 1 erforderlichen Angaben vorzulegen.“
97
§ 8 Absatz 1 Satz 5 und Satz 7 DepV
: „Der Deponiebetreiber hat vor der ersten Annahme eines
Abfalls die Schlüsselparameter für die Kontrolluntersuchungen festzulegen. (…) Der Deponiebetreiber
hat in diesem Fall die Schlüsselparameter für die Kontrolluntersuchungen erneut festzulegen.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
26
C 1.2.3
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 27 Absatz 2 Nummer 3
DepV
(Prüfung der Abfälle)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 8 Absatz 3
Satz 1
98
, auch in Verbindung mit § 17 Absatz 1
99
DepV,
Abfälle nicht oder nicht rechtzeitig überprüft,
(5 bis 10.000)
25 bis 10.000
Verwarnungsgeld möglich
C 1.2.4
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 27 Absatz 2 Nummer 4
DepV
(Kontrolluntersuchung)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 8 Absatz 5
Satz 1, 4, 5 oder Satz 6
100
, jeweils auch in Verbindung
mit § 17 Absatz 1
101
DepV, eine Kontrolluntersuchung
nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig
durchführt,
(5 bis 10.000)
25 bis 10.000
Verwarnungsgeld möglich
C 1.2.5
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 27 Absatz 2 Nummer 5
DepV
(Rückstellprobe)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 8 Absatz 7
102
,
auch in Verbindung mit § 17 Absatz 1
103
DepV, eine
Rückstellprobe nicht oder nicht rechtzeitig nimmt oder
nicht oder nicht mindestens einen Monat aufbewahrt,
(5 bis 10.000)
25 bis 10.000
Verwarnungsgeld möglich
98
§ 8 Absatz 3 Satz 1 DepV
: „Der Abfallerzeuger, bei Sammelentsorgung der Einsammler, hat die
Abfälle, die abgelagert werden sollen, stichprobenhaft je angefangene 1 000 Megagramm, mindestens
aber jährlich, zu beproben und die Schlüsselparameter auf Einhaltung der Zuordnungskriterien des
Anhangs 3 Nummer 2 für die jeweilige Deponie zu überprüfen.“
99
§ 17 Absatz 1 DepV
: „„Für die Annahme von Deponieersatzbaustoffen gilt § 8 entsprechend.“
100
§ 8 Absatz 5 Satz 1, 4, 5 und Satz 6 DepV
: „Der Deponiebetreiber hat bei einem Abfall, der
erstmalig nach Absatz 1 Satz 1 oder erneut nach Absatz 1 Satz 6 charakterisiert worden ist, bei einer
Anlieferungsmenge von mehr als
1. 50 Megagramm bei gefährlichen Abfällen oder
2. 500 Megagramm bei nicht gefährlichen Abfällen und Inertabfällen
von den ersten 50 beziehungsweise 500 Megagramm eine Kontrolluntersuchung auf Einhaltung der
Zuordnungskriterien durchzuführen. (…) Der Deponiebetreiber hat eine Kontrollunte rsuchung auf
Einhaltung der Zuordnungskriterien durchzuführen, wenn sich bei der Annahmekontrolle nach Absatz
4 Anhaltspunkte dafür ergeben, dass die Anforderungen an die Beschaffenheit der Abfälle für die
vorgesehene Ablagerung nicht erfüllt sind oder wenn Unstimmigkeiten zwischen Begleitpapieren und
angeliefertem Abfall bestehen. Im Übrigen hat der Deponiebetreiber bei nicht gefährlichen Abfällen
von mehr als 500 Megagramm stichprobenartig eine Kontrolluntersuchung der Schlüsselparameter je
angefangene 5 000 Megagramm desselben jeweils grundlegend charakterisierten und des
nachfolgend angelieferten Abfalls, mindestens aber eine Kontrolluntersuchung jährlich durchzuführen.
Bei gefährlichen Abfällen von mehr als 50 Megagramm hat er stichprobenartig eine
Kontrolluntersuchung der Schlüsselparameter je angefangene 2 500 Megagramm desselben jeweils
grundlegend charakterisierten und des nachfolgend angelieferten Abfalls, mindestens aber eine
Kontrolluntersuchung jährlich durchzuführen.“
101
§ 17 Absatz 1 DepV
: „Für die Annahme von Deponieersatzbaustoffen gilt § 8 entsprechend.“
102
§ 8 Absatz 7 DepV
: „Wird nach Maßgabe des Absatzes 5 eine Kontrolluntersuchung durchgeführt,
hat der Deponiebetreiber bei der Abfallanlieferung von dem angelieferten Abfall eine Rückstellprobe
zu nehmen und mindestens einen Monat aufzubewahren.“
103
§ 17 Absatz 1 DepV
: „Für die Annahme von Deponieersatzbaustoffen gilt § 8 entsprechend.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
27
C 1.2.6
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 27 Absatz 2 Nummer 6
DepV
(Informationspflicht)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 12 Absatz 4
Satz 2 Nummer 1
104
DepV die zuständige Behörde nicht
oder nicht rechtzeitig informiert,
(5 bis 10.000)
25 bis 50.000
C 1.2.7
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 27 Absatz 2 Nummer 7
DepV
(Dokumentationspflicht)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 13 Absatz 2
Satz 1
105
in Verbindung mit Anhang 5 Nummer 1.3 Satz
5
106
, jeweils auch in Verbindung mit § 17 Absatz 2 Satz
2
107
DepV, eine dort genannte Angabe nicht, nicht richtig
oder nicht vollständig dokumentiert,
(5 bis 10.000)
25 bis 50.000
C 1.2.8
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 27 Absatz 2 Nummer 8
DepV
(Führen des Betriebstagebuches)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 13 Absatz 3
Satz 1
108
DepV ein Betriebstagebuch nicht, nicht richtig
oder nicht vollständig führt,
(5 bis 10.000)
100 bis 10.000
C 1.2.9
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 27 Absatz 2 Nummer 9
DepV
(Unterrichtung der Behörden)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 13 Absatz
4
109
eine Unterrichtung nicht, nicht richtig, nicht
vollständig oder nicht rechtzeitig vornimmt,
(5 bis 10.000)
100 bis 10.000
104
§ 12 Absatz 4 Satz 2 Nummer 1 DepV
: „Werden die Auslöseschwellen überschritten, hat der
Deponiebetreiber 1. die zuständige Behörde unverzüglich zu informieren (…)“
105
§ 13 Absatz 2 Satz 1 DepV
: „Der Betreiber einer Deponie der Klasse I, II, III oder IV hat ein
Abfallkataster nach Anhang 5 Nummer 1.3 anzulegen und die dort geforderten Angaben zu
dokumentieren.“
106
Anhang 5 Nummer 1.3 Satz 5 DepV
: „Der Deponiebetreiber hat mindestens folgende Angaben für
die
in
jedem
Raster
oder
in
jeder
Ablagerungskammer
abgelagerten
Abfälle
oder
Deponieersatzbaustoffe im Abfallkataster zu dokumentieren:
1. Masse, Abfallschlüssel und Abfallbezeichnung gemäß Anlage zur Abfallverzeichnis-Verordnung,
Abfallherkunft,
2. Ort der Ablagerung/des Einbaus (Angabe der Rasternummern bzw. Angabe der
Ablagerungskammernummern),
3. Art der Ablagerung/des Einbaus,
4. Zeitpunkt der Ablagerung/des Einbaus.“
107
§ 17 Absatz 2 Satz 2 DepV
: „Für die Dokumentation der Deponieersatzbaustoffe im Abfallkataster
gilt § 13 Absatz 2 entsprechend.“
108
§ 13 Absatz 3 Satz 1 DepV
: „Der Deponiebetreiber hat ein Betriebstagebuch nach Anhang 5
Nummer 1.4 zu führen und bis zum Ende der Nachsorgephase aufzubewahren.“
109
§ 13 Absatz 4 DepV
: „Der Deponiebetreiber hat die zuständige Behörde unverzüglich zu
unterrichten über
1. alle festgestellten nachteiligen Auswirkungen der Deponie auf die Umwelt,
2. Störungen, die zu einer erheblichen Abweichung vom ordnungsgemäßen Deponiebetrieb führen,
und

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
28
C 1.2.10
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 27 Absatz 2 Nummer 10
DepV
(Vorlage des Jahresberichtes)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 13 Absatz 5
Satz 1
110
DepV den Jahresbericht nicht, nicht richtig,
nicht vollständig oder nicht rechtzeitig vorlegt,
(5 bis 10.000)
25 bis 10.000
C 1.2.11
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 27 Absatz 2 Nummer 11
DepV
(Bestandsplan)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 13 Absatz 6
Satz 1
111
DepV einen Bestandsplan nicht, nicht richtig,
nicht vollständig oder nicht rechtzeitig erstellt oder
(5 bis 10.000)
1.000 bis 10.000
C 1.2.12
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 27 Absatz 2 Nummer 12
DepV
(Information der Behörden)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 13 Absatz
7
112
DepV eine Information nicht, nicht richtig, nicht
vollständig oder nicht rechtzeitig übermittelt.
(5 bis 10.000)
100 bis 10.000
3. Feststellungen, dass die Anforderungen der Deponiezulassung nicht eingehalten werden.“
110
§ 13 Absatz 5 Satz 1 DepV
: „Der Deponiebetreiber hat der zuständigen Behörde bis zum 31. März
des Folgejahres einen Jahresbericht nach Anhang 5 Nummer 2 vorzulegen.“
111
§ 13 Absatz 6 Satz 1 DepV
: „Der Deponiebetreiber hat bis spätestens sechs Monate nach
Verfüllung eines Deponieabschnittes einen Bestandsplan zu erstellen.“
112
§ 13 Absatz 7 DepV
: „Unbeschadet der Informations- und Dokumentationspflichten nach den
Absätzen 1 bis 6 übermittelt der Deponiebetreiber auf Verlangen der zuständigen Behörde die für die
Überprüfung der Zulassung der Deponie erforderlichen Informationen, insbesondere die Ergebnisse
der Messungen und Kontrollen und sonstige Daten, die der Behörde einen Vergleich des Betriebes
der Deponie mit dem Stand der Technik im Sinne des § 3 Absatz 28 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes
sowie der in § 36 Absatz 1 Nummer 1 bis 3 und 5 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes genannten
Anforderungen ermöglichen.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
29
Nummer
Zuwiderhandlung
(Gesetzlicher
Bußgeldrahmen in Euro)
Regel- und Rahmensätze
in Euro
C 2
Verordnung zur Umsetzung der Richtlinie
2006/21/EG des Europäischen Parlaments und des
Rates vom 15. März 2006 über die Bewirtschaftung
von Abfällen aus der mineralgewinnenden Industrie
und zur Änderung der Richtlinie 2004/35/EG
(Gewinnungsabfallverordnung - GewinnungsAbfV)
C 2.1
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG
in
Verbindung
mit
§
9
Absatz
1
GewinnungsAbfV
(interner Notfallplan)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 6 Absatz 2
Satz 1 oder Satz 3
113
GewinnungsAbfV einen internen
Notfallplan nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht
rechtzeitig erstellt oder ihn nicht oder nicht rechtzeitig
aktualisiert
(5 bis 100.000)
1.000 bis 50.000
C 2.2
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG
in
Verbindung
mit
§
9
Absatz
2
GewinnungsAbfV
(Informationspflicht)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 6 Absatz 6
114
GewinnungsAbfV eine Information nicht, nicht richtig,
nicht vollständig oder nicht rechtzeitig zur Verfügung
stellt
(5 bis 10.000)
1.000 bis 10.000
113
§ 6 Absatz 2 Satz 1 und Satz 3 GewinnungsAbfV: „
Der Betreiber einer Anlage der Kategorie A
hat vor ihrer Inbetriebnahme einen internen Notfallplan zu erstellen, der mindestens die Informationen
nach Anhang I Abschnitt 2 der Richtlinie 2006/21/EG enthält. (…) Er hat die Beschäftigten vor
ihrer erstmaligen Beschäftigungsaufnahme und danach in regelmäßigen Abständen über die im
Notfallplan enthaltenen Verhaltensregeln zu unterrichten und hierzu anzuhören.“
114
§ 6 Absatz 6 GewinnungsAbfV:
„Der Betreiber einer Anlage der Kategorie A hat im Fall eines
schweren Unfalls der zuständigen Behörde unverzüglich alle erforderlichen Informationen zur
Verfügung zu stellen, um die Folgen des Unfalls für das Wohl der Allgemeinheit zu minimieren.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
30
Nummer
Zuwiderhandlung
(Gesetzlicher
Bußgeldrahmen in Euro)
Regel- und Rahmensätze
in Euro
C 3
Verordnung über den Versatz von Abfällen unter
Tage (Versatzverordnung - VersatzV)
C 3.1
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 7 Nummer 1 VersatzV
(Anforderungen an Versatzmaterial)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 3
115
oder § 4
Absatz 1 Satz 1
116
VersatzV Abfälle zur Herstellung von
Versatzmaterial oder als Versatzmaterial einsetzt
(5 bis 100.000)
1.000 bis 50.000
C 3.2
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 7 Nummer 1 VersatzV
(Inverkehrbringen von Abfällen)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 5
117
VersatzV
Abfälle in den Verkehr bringt.
(5 bis 100.000)
500 bis 10.000
115
§ 3 VersatzV:
„Abfälle, welche die in Anlage 1 aufgeführten Metallgehalte erreichen, dürfen weder
zur Herstellung von Versatzmaterial noch unmittelbar als Versatzmaterial eingesetzt werden, wenn die
Gewinnung der Metalle aus den Abfällen technisch möglich und wirtschaftlich zumutbar sowie unter
Einhaltung der Anforderungen an die Zulässigkeit einer solchen Verwertung durchführbar ist.“
116
§ 4 Absatz1 Satz 1 VersatzV:
„Der Einsatz von Abfällen zur Herstellung von Versatzmaterial
sowie unmittelbar als Versatzmaterial ist nur zulässig, wenn die in Anlage 2 Tabelle 1 und Tabelle 1a
aufgeführten Feststoffgrenz- und Zuordnungswerte im jeweiligen verwendeten unvermischten Abfall
nicht überschritten werden und bei dem Einsatz des Versatzmaterials keine schädliche
Verunreinigung des Grundwassers oder von oberirdischen Gewässern oder eine sonstige nachteilige
Veränderung der Eigenschaften der Gewässer zu besorgen ist.“
117
§ 5 VersatzV :
„Abfälle dürfen zur Herstellung von Versatzmaterial sowie unmittelbar als
Versatzmaterial nur in den Verkehr gebracht werden, um sie Anlagen zur Herstellung von
Versatzmaterial oder untertägigen Grubenbauen zuzuführen, in denen die Anforderungen nach den
§§ 3 und 4 eingehalten werden.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
31
D - Produkt- bzw. produktionsbezogene Vorschriften
Nummer
Zuwiderhandlung
(Gesetzlicher
Bußgeldrahmen in Euro)
Regel- und Rahmensätze
in Euro
D 1
Verordnung über die Vermeidung und Verwertung
von Verpackungsabfällen
(Verpackungsverordnung - VerpackV)
D 1.1
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 15 Absatz 1 VerpackV
D 1.1.1
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 15 Absatz 1 Nummer 1
VerpackV
(Rücknahmepflichten für Transportverpackungen)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 4 Absatz 1
Satz 1
118
oder Absatz 2 Satz 1
119
VerpackV eine
Verpackung nicht oder nicht rechtzeitig zurücknimmt
oder einer erneuten Verwendung oder einer stofflichen
Verwertung nicht zuführt,
(5 bis 100.000)
100 bis 6.000
D 1.1.2
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 15 Absatz 1 Nummer 2
VerpackV
(Rücknahmepflichten für Umverpackungen)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 5 Absatz 1
Satz 1
120
VerpackV eine Umverpackung nicht oder nicht
rechtzeitig
entfernt
und
dem
Endverbraucher
Gelegenheit zum Entfernen oder zur Rückgabe der
Umverpackung nicht gibt,
(5 bis 100.000)
100 bis 6.000
118
§ 4 Absatz 1 Satz 1 VerpackV:
„Hersteller und Vertreiber sind verpflichtet, Transportverpackungen
nach Gebrauch zurückzunehmen.“
119
§ 4 Absatz 2 Satz 1 VerpackV:
„Die zurückgenommenen Transportverpackungen sind einer
erneuten Verwendung oder einer stofflichen Verwertung zuzuführen, soweit dies technisch möglich
und wirtschaftlich zumutbar ist (§ 7 Absatz 4 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes), insbesondere für
einen gewonnenen Stoff ein Markt vorhanden ist oder geschaffen werden kann.“
120
§ 5 Absatz 1 Satz 1 VerpackV:
„Vertreiber, die Waren in Umverpackungen anbieten, sind
verpflichtet, bei der Abgabe der Waren an Endverbraucher die Umverpackungen zu entfernen oder
dem Endverbraucher in der Verkaufsstelle oder auf dem zur Verkaufsstelle gehörenden Gelände
Gelegenheit zum Entfernen und zur unentgeltlichen Rückgabe der Umverpackung zu geben.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
32
D 1.1.3
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 15 Absatz 1 Nummer 3
VerpackV
(Hinweis auf Rücknahme)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 5 Absatz 2
121
,
§ 6 Absatz 8 Satz 3
122
oder § 8 Absatz 1 Satz 2
123
VerpackV einen Hinweis nicht, nicht richtig oder nicht
vollständig gibt,
(5 bis 100.000)
50 bis 1.500
D 1.1.4
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 15 Absatz 1 Nummer 4
VerpackV
(Sammelgefäße für Umverpackungen)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 5 Absatz 3
Satz 1
124
VerpackV Sammelgefäße nicht oder nicht in
der vorgeschriebenen Weise bereitstellt,
(5 bis 100.000)
250 bis 6.000
D 1.1.5
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 15 Absatz 1 Nummer 5
VerpackV
(Verwertungspflicht für Umverpackungen)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 5 Absatz 3
Satz 3
125
VerpackV eine Umverpackung einer erneuten
Verwendung oder einer stofflichen Verwertung nicht
zuführt,
(5 bis 100.000)
250 bis 30.000
D 1.1.6
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 15 Absatz 1 Nummer 6
VerpackV
(Beteiligung an Rücknahmesystem)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 6 Absatz 1
Satz 1
126
VerpackV sich an einem dort genannten
System nicht beteiligt,
(5 bis 100.000)
250 bis 10.000
121
§ 5 Absatz 2 VerpackV:
„Soweit der Vertreiber die Umverpackung nicht selbst entfernt, muss er
an der Kasse durch deutlich erkennbare und lesbare Schrifttafeln darauf hinweisen, dass der
Endverbraucher in der Verkaufsstelle oder auf dem zur Verkaufsstelle gehörenden Gelände die
Möglichkeit hat, die Umverpackungen von der erworbenen Ware zu entfernen und zurückzulassen.“
122
§ 6 Absatz 8 Satz 3 VerpackV:
„Der Letztvertreiber muss den privaten Endverbraucher durch
deutlich erkennbare und lesbare Schrifttafeln auf die Rückgabemöglichkeit nach Satz 1 hinweisen.“
123
§ 8 Absatz 1 Satz 2 VerpackV:
„Sie müssen den Endverbraucher durch deutlich erkennbare und
lesbare Schrifttafeln in der Verkaufsstelle und im Versandhandel durch andere geeignete Maßnahmen
auf die Rückgabemöglichkeit hinweisen.
124
§ 5 Absatz 3 Satz 1 VerpackV:
„Der Vertreiber ist verpflichtet, in der Verkaufsstelle oder auf dem
zur
Verkaufsstelle
gehörenden
Gelände
geeignete
Sammelgefäße
zur
Aufnahme
der
Umverpackungen für den Endverbraucher gut sichtbar und gut zugänglich bereitzustellen.“
125
§ 5 Absatz 3 Satz 3 VerpackV:
„Der Vertreiber ist verpflichtet, Umverpackungen einer erneuten
Verwendung oder einer stofflichen Verwertung zuzuführen.“
126
§ 6 Absatz 1 Satz 1 VerpackV:
„Hersteller und Vertreiber, die mit Ware befüllte
Verkaufsverpackungen, die typischerweise beim privaten Endverbraucher anfallen, erstmals in den
Verkehr bringen, haben sich zur Gewährleistung der flächendeckenden Rücknahme dieser
Verkaufsverpackungen an einem oder mehreren Systemen nach Absatz 3 zu beteiligen.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
33
D 1.1.7
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 15 Absatz 1 Nummer 7
VerpackV
(Abgabe ohne Rücknahmesystem)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 6 Absatz 1
Satz 3
127
VerpackV eine Verkaufsverpackung an
Endverbraucher abgibt,
(5 bis 100.000)
250 bis 6.000
D 1.1.8
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 15 Absatz 1 Nummer 8
VerpackV
(Verwertung)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 6 Absatz 3
Satz 2
128
VerpackV eine Verpackung einer Verwertung
nicht zuführt,
(5 bis 100.000)
250 bis 6.000
D 1.1.9
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 15 Absatz 1 Nummer 9
VerpackV
(Einrichtung der Rücknahmesysteme)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 6 Absatz 3
Satz 2
129
in Verbindung mit Anhang I Nummer 2 Absatz
1
Satz
1
130
VerpackV
nicht
sicherstellt,
dass
Verpackungen erfasst werden,
(5 bis 100.000)
250 bis 6.000
127
§ 6 Absatz 1 Satz 3 VerpackV:
„Verkaufsverpackungen nach Satz 1 dürfen an private
Endverbraucher nur abgegeben werden, wenn sich die Hersteller und Vertreiber mit diesen
Verpackungen an einem System nach Absatz 3 beteiligen.“
128
§ 6 Absatz 3 Satz 2 VerpackV:
„Ein System (Systembetreiber, Antragsteller) nach Satz 1 hat die
in seinem Sammelsystem erfassten Verpackungen einer Verwertung entsprechend den
Anforderungen nach Anhang I Nummer1 zuzuführen und die Anforderungen nach Anhang I Nummer2
und 3 zu erfüllen.“
129
§ 6 Absatz 3 Satz 2 VerpackV:
„Ein System (Systembetreiber, Antragsteller) nach Satz 1 hat die
in seinem Sammelsystem erfassten Verpackungen einer Verwertung entsprechend den
Anforderungen nach Anhang I Nummer1 zuzuführen und die Anforderungen nach Anhang I Nummer2
und 3 zu erfüllen.“
130
Anhang I Nummer 2 Absatz 1 Satz 1 VerpackV:
„Die Betreiber der Systeme nach § 6 Absatz3
haben sicherzustellen, dass Verpackungen beim privaten Endverbraucher (Holsysteme) oder in
dessen Nähe durch geeignete Sammelsysteme (Bringsysteme) oder durch eine Kombination beider
Systeme erfasst werden.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
34
D 1.1.10
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 15 Absatz 1 Nummer 10
VerpackV
(Rücknahme durch Letztvertreiber)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 6 Absatz 8
Satz
1
oder
Satz
6
131
VerpackV
eine
Verkaufsverpackung nicht zurücknimmt oder einer
Verwertung nicht zuführt,
(5 bis 100.000)
250 bis 6.000
D 1.1.11
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 15 Absatz 1 Nummer 11
VerpackV
(Nicht privater Endverbraucher)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 7 Absatz 1
Satz 1
132
oder Absatz 2 Satz 1
133
VerpackV eine
Verkaufsverpackung nicht zurücknimmt oder einer
Verwertung nicht zuführt,
(5 bis 100.000)
250 bis 6.000
D 1.1.12
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 15 Absatz 1 Nummer 12
VerpackV
(Schadstoffhaltiger Füllgüter)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 8 Absatz 1
Satz
1
134
VerpackV
nicht
dafür
sorgt,
dass
Verpackungen zurückgegeben werden können,
(5 bis 100.000)
250 bis 6.000
131
§ 6 Absatz 8 Satz 1, Satz 6 VerpackV:
„Falls kein System nach Absatz 3 eingerichtet ist, sind alle
Letztvertreiber
verpflichtet,
vom
privaten
Endverbraucher
gebrauchte,
restentleerte
Verkaufsverpackungen am Ort der tatsächlichen Übergabe oder in dessen unmittelbarer Nähe
unentgeltlich zurückzunehmen und einer Verwertung entsprechend den Anforderungen nach Anhang I
Nummer1 zuzuführen sowie die Anforderungen nach Anhang I Nummer4 zu erfüllen. (…) Hersteller
und Vorvertreiber von Verpackungen nach Absatz 1 Satz 1 sind im Fall des Satzes 2 verpflichtet, die
nach Satz 1 zurückgenommenen Verpackungen am Ort der tatsächlichen Übergabe unentgeltlich
zurückzunehmen und einer Verwertung entsprechend den Anforderungen nach Anhang I Nummer1
zuzuführen sowie die Anforderungen nach Anhang I Nummer4 zu erfüllen.“
132
§ 7 Absatz 1 Satz 1 VerpackV:
„Letztvertreiber von Verkaufsverpackungen, die nicht beim
privaten Endverbraucher anfallen, sind verpflichtet, vom Endverbraucher gebrauchte, restentleerte
Verkaufsverpackungen am Ort der tatsächlichen Übergabe oder in dessen unmittelbarer Nähe
unentgeltlich zurückzunehmen und einer Verwertung zuzuführen.“
133
§ 7 Absatz 2 Satz 1 VerpackV:
„Hersteller und Vorvertreiber von Verpackungen nach Absatz 1
Satz 1 sind verpflichtet, die nach Absatz 1 zurückgenommenen Verpackungen am Ort der
tatsächlichen Übergabe unentgeltlich zurückzunehmen und einer Verwertung zuzuführen.“
134
§ 8 Absatz 1 Satz 1 VerpackV:
„Hersteller und Vertreiber von Verkaufsverpackungen
schadstoffhaltiger Füllgüter sind verpflichtet, durch geeignete Maßnahmen dafür zu sorgen, dass
gebrauchte, restentleerte Verpackungen vom Endverbraucher in zumutbarer Entfernung unentgeltlich
zurückgegeben werden können.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
35
D 1.1.13
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 15 Absatz 1 Nummer 13
VerpackV
(Schadstoffhaltiger Füllgüter - Verwertung)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 8 Absatz 2
135
VerpackV
zurückgenommene
Verpackungen
einer
erneuten Verwendung oder einer Verwertung nicht
zuführt,
(5 bis 100.000)
250 bis 30.000
D 1.1.14
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 15 Absatz 1 Nummer 14
VerpackV
(Pfanderhebungs- und Rücknahmepflicht)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 9 Absatz 1
Satz 1, 3 oder Satz 5
136
VerpackV ein Pfand nicht erhebt
oder nicht oder nicht rechtzeitig erstattet,
(5 bis 100.000)
250 bis 6.000
D 1.1.15
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 15 Absatz 1 Nummer 15
VerpackV
(Kennzeichnungspflicht - Pfandsystem)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 9 Absatz 1
Satz 4
137
VerpackV eine Einweggetränkeverpackung
nicht, nicht richtig oder nicht rechtzeitig kennzeichnet
oder sich an einem bundesweiten Pfandsystem nicht
beteiligt,
(5 bis 100.000)
250 bis 6.000
D 1.1.16
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 15 Absatz 1 Nummer 16
VerpackV
(Pfand ohne Rücknahme)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 9 Absatz 1
Satz 6
138
VerpackV ein Pfand ohne Rücknahme der
Verpackung erstattet,
(5 bis 100.000)
250 bis 6.000
135
§ 8 Absatz 2 VerpackV:
„Die zurückgenommenen Verpackungen sind einer erneuten Verwendung
oder einer Verwertung, Verpackungen gemäß § 3 Absatz7 Nummer3 einer stofflichen Verwertung,
zuzuführen, soweit dies technisch möglich und wirtschaftlich zumutbar ist.“
136
§ 9 Absatz 1 Satz 1, 3, 5 VerpackV
: „Vertreiber, die Getränke in Einweggetränkeverpackungen mit
einem Füllvolumen von 0,1 Liter bis 3 Liter in Verkehr bringen, sind verpflichtet, von ihrem Abnehmer
ein Pfand in Höhe von mindestens 0,25 Euro einschließlich Umsatzsteuer je Verpackung zu erheben.
(…) Das Pfand ist von jedem weiteren Vertreiber auf allen Handelsstufen bis zur Abgabe an den
Endverbraucher zu erheben. (…) Das Pfand ist bei Rücknahme der Verpackungen zu erstatten.“
137
§ 9 Absatz 1 Satz 4 VerpackV:
„Vertreiber haben Getränke in Einweggetränkeverpackungen, die
nach Satz 1 der Pfandpflicht unterliegen, vor dem Inverkehrbringen deutlich lesbar und an gut
sichtbarer Stelle als pfandpflichtig zu kennzeichnen und sich an einem bundesweit tätigen
Pfandsystem zu beteiligen, das Systemteilnehmern die Abwicklung von Pfanderstattungsansprüchen
untereinander ermöglicht.“
138
§ 9 Absatz 1 Satz 6 VerpackV
: „Ohne eine Rücknahme der Verpackungen darf das Pfand nicht
erstattet werden.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
36
D 1.1.17
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 15 Absatz 1 Nummer 17
VerpackV
(Konzentration von Schwermetallen)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 13 Absatz
1
139
VerpackV
Verpackungen
oder
Verpackungsbestandteile in Verkehr bringt
(5 bis 100.000)
250 bis 6.000
D 1.1.18
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 15 Absatz 1 Nummer 18
VerpackV
(Kennzeichnung)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 14 Satz 2
140
VerpackV
andere
Nummern
oder
Abkürzungen
verwendet
(5 bis 100.000)
100 bis 3.000
D 1.2
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 15 Absatz 2 VerpackV
D 1.2.1
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 15 Absatz 2 Nummer 1
VerpackV
(Erstellung einer Dokumentation)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 6 Absatz 2
Satz 5
141
in Verbindung mit Anhang I Nummer 4 Satz 2
oder Satz 3
142
, jeweils in Verbindung mit § 6 Absatz 2
Satz 6
143
VerpackV, eine Dokumentation nicht, nicht
richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig erstellt,
(5 bis 10.000)
250 bis 6.000
D 1.2.2
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 15 Absatz 2 Nummer 2
VerpackV
(Hinterlegung einer Bescheinigung)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 6 Absatz 2
Satz 5
144
in Verbindung mit Anhang I Nummer 4 Satz
9
145
VerpackV eine Bescheinigung nicht, nicht richtig,
nicht vollständig oder nicht rechtzeitig hinterlegt,
(5 bis 10.000)
250 bis 6.000
139
§ 13 Absatz 1 VerpackV
: „Verpackungen oder Verpackungsbestandteile dürfen nur in Verkehr
gebracht werden, wenn die Konzentration von Blei, Cadmium, Quecksilber und Chrom VI kumulativ
100 Milligramm je Kilogramm nicht überschreitet.“
140
§ 14 Satz 2 VerpackV:
„Die Verwendung anderer Nummern und Abkürzungen zur Identifizierung
der gleichen Materialien ist nicht zulässig.“
141
§ 6 Absatz 2 Satz 5 VerpackV:
„Absatz 5 Satz 3 und Anhang I Nummer 1, Nummer 2 Absatz 4
und Nummer 4 gelten entsprechend.“
142
Anhang I Nummer 4 Satz 2, 3 VerpackV:
„Hierzu sind bis zum 1. Mai eines Jahres die im
vorangegangenen Kalenderjahr in Verkehr gebrachten sowie zurückgenommenen und verwerteten
Verkaufsverpackungen in nachprüfbarer Weise zu dokumentieren. Die Dokumentation ist in Masse zu
erstellen, aufgeschlüsselt nach den einzelnen Verpackungsmaterialien.“
143
§ 6 Absatz 2 Satz 6 VerpackV:
„In dem jährlichen Nachweis nach Anhang I Nummer 4 sind
zusätzlich die Anfallstellen nach Satz 1 adressgenau zu bezeichnen; außerdem sind schriftliche
Nachweise aller Anfallstellen nach Satz 1 über die bei ihnen angelieferten Mengen an
Verkaufsverpackungen des jeweiligen Herstellers oder Vertreibers beizufügen.“
144
§ 6 Absatz 2 Satz 5 VerpackV:
„Absatz 5 Satz 3 und Anhang I Nummer 1, Nummer 2 Absatz 4
und Nummer 4 gelten entsprechend.“
145
Anhang I Nummer 4 Satz 9 VerpackV:
„Die Bescheinigung ist von den verpflichteten Herstellern

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
37
D 1.2.3
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 15 Absatz 2 Nummer 3
VerpackV
(Vorlage der Dokumentation)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 6 Absatz 2
Satz 5
146
in Verbindung mit Anhang I Nummer 4 Satz
11
147
, jeweils in Verbindung mit § 6 Absatz 2 Satz 6
148
VerpackV,
eine
Dokumentation
nicht
oder
nicht
rechtzeitig vorlegt,
(5 bis 10.000)
250 bis 6.000
D 1.2.4
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 15 Absatz 2 Nummer 4
VerpackV
(Nachweispflicht)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 6 Absatz 3
Satz 2
149
in Verbindung mit Anhang I Nummer 2 Absatz
3 Satz 3
150
VerpackV einen Nachweis nicht, nicht richtig,
nicht vollständig oder nicht rechtzeitig erbringt,
(5 bis 10.000)
250 bis 6.000
D 1.2.5
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 15 Absatz 2 Nummer 5
VerpackV
(Hinterlegung der Bescheinigung)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 6 Absatz 3
Satz 2
151
in Verbindung mit Anhang I Nummer 2 Absatz
3 Satz 5
152
VerpackV eine Bescheinigung nicht, nicht
richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig hinterlegt,
(5 bis 10.000)
250 bis 6.000
und Vertreibern bei der nach § 32 Absatz2 des Umweltauditgesetzes benannten Stelle jeweils bis zum
1. Juni zu hinterlegen.“
146
§ 6 Absatz 2 Satz 5 VerpackV:
„Absatz 5 Satz 3 und Anhang I Nummer 1, Nummer 2 Absatz 4
und Nummer 4 gelten entsprechend.“
147
Anhang I Nummer 4 Satz 11 VerpackV:
„Die dazugehörige Dokumentation gemäß den Sätzen 2
und 3 ist der zuständigen Behörde auf Verlangen vorzulegen.“
148
§ 6 Absatz 2 Satz 6 VerpackV:
„In dem jährlichen Nachweis nach Anhang I Nummer 4 sind
zusätzlich die Anfallstellen nach Satz 1 adressgenau zu bezeichnen; außerdem sind schriftliche
Nachweise aller Anfallstellen nach Satz 1 über die bei ihnen angelieferten Mengen an
Verkaufsverpackungen des jeweiligen Herstellers oder Vertreibers beizufügen.“
149
§ 6 Absatz 3 Satz 2 VerpackV:
„Ein System (Systembetreiber, Antragsteller) nach Satz 1 hat die
in seinem Sammelsystem erfassten Verpackungen einer Verwertung entsprechend den
Anforderungen nach Anhang I Nummer1 zuzuführen und die Anforderungen nach Anhang I Nummer2
und 3 zu erfüllen.“
150
Anhang I Nummer 2 Absatz 3 Satz 3 VerpackV:
„Der Nachweis ist jeweils zum 1. Mai des darauf
folgenden Jahres auf der Grundlage der vom Antragsteller nachgewiesenen Menge an Verpackungen,
die in das System eingebracht sind, aufgeschlüsselt nach Verpackungsmaterialien zu erbringen.“
151
§ 6 Absatz 3 Satz 2 VerpackV:
„Ein System (Systembetreiber, Antragsteller) nach Satz 1 hat die
in seinem Sammelsystem erfassten Verpackungen einer Verwertung entsprechend den
Anforderungen nach Anhang I Nummer1 zuzuführen und die Anforderungen nach Anhang I Nummer2
und 3 zu erfüllen.“
152
Anhang I Nummer 2 Absatz 3 Satz 5 VerpackV:
„Die Bescheinigung ist vom Systembetreiber bei
der nach § 32 Absatz2 des Umweltauditgesetzes benannten Stelle jeweils zum 1. Juni zu hinterlegen.

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
38
D 1.2.6
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 15 Absatz 2 Nummer 6
VerpackV
(Vorlage des Nachweises)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 6 Absatz 3
Satz 2
153
in Verbindung mit Anhang I Nummer 2 Absatz
3 Satz 7
154
VerpackV einen Nachweis nicht oder nicht
rechtzeitig vorlegt,
(5 bis 10.000)
250 bis 6.000
D 1.2.7
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 15 Absatz 2 Nummer 7
VerpackV
(Führen des Nachweises)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 6 Absatz 3
Satz 2
155
in Verbindung mit Anhang I Nummer 3 Absatz
3 Satz 1
156
VerpackV einen Nachweis nicht, nicht richtig,
nicht vollständig oder nicht rechtzeitig führt,
(5 bis 10.000)
250 bis 6.000
D 1.2.8
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 15 Absatz 2 Nummer 8
VerpackV
(Erstellung einer Dokumentation)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 6 Absatz 8
Satz 1 oder Satz 6
157
, jeweils in Verbindung mit Anhang
I Nummer 4 Satz 2 oder Satz 3 VerpackV
158
, eine
Dokumentation nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder
nicht rechtzeitig erstellt,
(5 bis 10.000)
250 bis 6.000
153
§ 6 Absatz 3 Satz 2 VerpackV:
„Ein System (Systembetreiber, Antragsteller) nach Satz 1 hat die
in seinem Sammelsystem erfassten Verpackungen einer Verwertung entsprechend den
Anforderungen nach Anhang I Nummer1 zuzuführen und die Anforderungen nach Anhang I Nummer2
und 3 zu erfüllen.“
154
Anhang I Nummer 2 Absatz 3 Satz 7 VerpackV
: „Die dazugehörigen Nachweise gemäß Satz 1
sind der Behörde auf Verlangen vorzulegen.“
155
§ 6 Absatz 3 Satz 2 VerpackV:
„Ein System (Systembetreiber, Antragsteller) nach Satz 1 hat die
in seinem Sammelsystem erfassten Verpackungen einer Verwertung entsprechend den
Anforderungen nach Anhang I Nummer1 zuzuführen und die Anforderungen nach Anhang I Nummer2
und 3 zu erfüllen.“
156
Anhang I Nummer 3 Absatz 3 Satz 1 VerpackV:
„Der Antragsteller hat jeweils zum 1. Mai eines
Jahres gegenüber der Antragsbehörde Nachweis zu führen, in welchem Umfang Hersteller oder
Vertreiber im Vorjahr im Geltungsbereich der Verordnung Verkaufsverpackungen in sein System
eingebracht haben.“
157
§ 6 Absatz 8 Satz 1, 6 VerpackV:
„Falls kein System nach Absatz 3 eingerichtet ist, sind alle
Letztvertreiber
verpflichtet,
vom
privaten
Endverbraucher
gebrauchte,
restentleerte
Verkaufsverpackungen am Ort der tatsächlichen Übergabe oder in dessen unmittelbarer Nähe
unentgeltlich zurückzunehmen und einer Verwertung entsprechend den Anforderungen nach Anhang I
Nummer1 zuzuführen sowie die Anforderungen nach Anhang I Nummer4 zu erfüllen. (…) Hersteller
und Vorvertreiber von Verpackungen nach Absatz 1 Satz 1 sind im Fall des Satzes 2 verpflichtet, die
nach Satz 1 zurückgenommenen Verpackungen am Ort der tatsächlichen Übergabe unentgeltlich
zurückzunehmen und einer Verwertung entsprechend den Anforderungen nach Anhang I Nummer1
zuzuführen sowie die Anforderungen nach Anhang I Nummer4 zu erfüllen.“
158
Anhang I Nummer 4 Satz 2, 3 VerpackV:
„Hierzu sind bis zum 1. Mai eines Jahres die im
vorangegangenen Kalenderjahr in Verkehr gebrachten sowie zurückgenommenen und verwerteten
Verkaufsverpackungen in nachprüfbarer Weise zu dokumentieren. Die Dokumentation ist in Masse zu
erstellen, aufgeschlüsselt nach den einzelnen Verpackungsmaterialien.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
39
D 1.2.9
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 15 Absatz 2 Nummer 9
VerpackV
(Hinterlegung der Bescheinigung)
wer vorsätzlich oder fahrlässig wer vorsätzlich oder
fahrlässig entgegen § 6 Absatz 8 Satz 1 oder Satz 6
159
,
jeweils in Verbindung mit Anhang I Nummer 4 Satz 9
160
VerpackV, eine Bescheinigung nicht, nicht richtig, nicht
vollständig oder nicht rechtzeitig hinterlegt
(5 bis 10.000)
250 bis 6.000
D 1.2.10
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 15 Absatz 2 Nummer 10
VerpackV
(Vorlage der Dokumentation)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 6 Absatz 8
Satz 1 oder Satz 6
161
, jeweils in Verbindung mit Anhang
I Nummer 4 Satz 11
162
VerpackV, eine Dokumentation
nicht oder nicht rechtzeitig vorlegt,
(5 bis 10.000)
250 bis 6.000
D 1.2.11
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 15 Absatz 2 Nummer 11
VerpackV
(Erstellung einer Dokumentation)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 8 Absatz 3
Satz 1
163
in Verbindung mit Anhang I Nummer 4 Satz 2
oder Satz 3
164
VerpackV eine Dokumentation nicht, nicht
richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig erstellt,
(5 bis 10.000)
250 bis 6.000
159
§ 6 Absatz 8 Satz 1, 6 VerpackV:
„Falls kein System nach Absatz 3 eingerichtet ist, sind alle
Letztvertreiber
verpflichtet,
vom
privaten
Endverbraucher
gebrauchte,
restentleerte
Verkaufsverpackungen am Ort der tatsächlichen Übergabe oder in dessen unmittelbarer Nähe
unentgeltlich zurückzunehmen und einer Verwertung entsprechend den Anforderungen nach Anhang I
Nummer1 zuzuführen sowie die Anforderungen nach Anhang I Nummer4 zu erfüllen. (…) Herstel ler
und Vorvertreiber von Verpackungen nach Absatz 1 Satz 1 sind im Fall des Satzes 2 verpflichtet, die
nach Satz 1 zurückgenommenen Verpackungen am Ort der tatsächlichen Übergabe unentgeltlich
zurückzunehmen und einer Verwertung entsprechend den Anforderungen nach Anhang I Nummer1
zuzuführen sowie die Anforderungen nach Anhang I Nummer4 zu erfüllen.“
160
Anhang I Nummer 4 Satz 9 VerpackV:
„Die Bescheinigung ist von den verpflichteten Herstellern
und Vertreibern bei der nach § 32 Absatz2 des Umweltauditgesetzes benannten Stelle jeweils bis zum
1. Juni zu hinterlegen“
161
§ 6 Absatz 8 Satz 1, 6 VerpackV:
„Falls kein System nach Absatz 3 eingerichtet ist, sind alle
Letztvertreiber
verpflichtet,
vom
privaten
Endverbraucher
gebrauchte,
restentleerte
Verkaufsverpackungen am Ort der tatsächlichen Übergabe oder in dessen unmittelbarer Nähe
unentgeltlich zurückzunehmen und einer Verwertung entsprechend den Anforderungen nach Anhang I
Nummer1 zuzuführen sowie die Anforderungen nach Anhang I Nummer4 zu erfüllen. (…) Herste ller
und Vorvertreiber von Verpackungen nach Absatz 1 Satz 1 sind im Fall des Satzes 2 verpflichtet, die
nach Satz 1 zurückgenommenen Verpackungen am Ort der tatsächlichen Übergabe unentgeltlich
zurückzunehmen und einer Verwertung entsprechend den Anforderungen nach Anhang I Nummer1
zuzuführen sowie die Anforderungen nach Anhang I Nummer4 zu erfüllen.“
162
Anhang I Nummer 4 Satz 11 VerpackV:
„Die dazugehörige Dokumentation gemäß den Sätzen 2
und 3 ist der zuständigen Behörde auf Verlangen vorzulegen.“
163
§ 8 Absatz 3 Satz 1 VerpackV:
„Hersteller und Vertreiber von Verkaufsverpackungen
schadstoffhaltiger Füllgüter sind verpflichtet, die Anforderungen nach Anhang I Nummer4 Satz 1 bis 5
entsprechend zu erfüllen.“
164
Anhang I Nummer 4 Satz 2, 3 VerpackV:
„Hierzu sind bis zum 1. Mai eines Jahres die im
vorangegangenen Kalenderjahr in Verkehr gebrachten sowie zurückgenommenen und verwerteten
Verkaufsverpackungen in nachprüfbarer Weise zu dokumentieren. Die Dokumentation ist in Masse zu
erstellen, aufgeschlüsselt nach den einzelnen Verpackungsmaterialien.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
40
D 1.2.12
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 15 Absatz 2 Nummer 12
VerpackV
(Vorlage der Dokumentation)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 8 Absatz 3
Satz 2
165
VerpackV eine Dokumentation nicht oder nicht
rechtzeitig vorlegt,
(5 bis 10.000)
250 bis 6.000
D 1.2.13
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 15 Absatz 2 Nummer 13
VerpackV
(Vollständigkeitserklärung)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 10 Absatz 1
Satz 1
166
VerpackV eine Vollständigkeitserklärung nicht,
nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig
abgibt oder nicht, nicht richtig, nicht vollständig, nicht in
der vorgeschriebenen Weise oder nicht rechtzeitig
hinterlegt
(5 bis 10.000)
250 bis 6.000
D 1.2.14
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 15 Absatz 2 Nummer 14
VerpackV
(Hinterlegung der Information über die Beteiligung)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 10 Absatz 6
Satz 1
167
VerpackV eine Information nicht, nicht richtig,
nicht vollständig oder nicht rechtzeitig hinterlegt.
(5 bis 10.000)
250 bis 6.000
165
§ 8 Absatz 3 Satz 2 VerpackV:
„Die Dokumentation ist der für den Vollzug des Abfallrechts
zuständigen Behörde, auf deren Gebiet der Hersteller oder Vertreiber ansässig ist, auf Verlangen
vorzulegen.“
166
§ 10 Absatz 1 Satz 1 VerpackV:
„Wer Verkaufsverpackungen nach § 6 in Verkehr bringt, ist
verpflichtet, jährlich bis zum 1. Mai eines
Kalenderjahres für sämtliche von ihm mit Ware befüllten Verkaufsverpackungen, die er im
vorangegangenen Kalenderjahr erstmals in den Verkehr gebracht hat, eine Vollständigkeitserklärung,
die von einem Wirtschaftsprüfer, einem Steuerberater, einem vereidigten Buchprüfer oder einem
unabhängigen Sachverständigen nach Anhang I Nummer2 Absatz4 geprüft wurde, abzugeben und
nach Absatz 5 zu hinterlegen.“
167
§ 10 Absatz 6 Satz 1 VerpackV:
„Die Systeme (Systembetreiber, Antragsteller) nach § 6 Absatz3
sind verpflichtet, die Informationen nach Absatz 2 Nummer2 über eine Beteiligung an ihrem System
für das vorangegangene Kalenderjahr bei der in Absatz 5 Satz 6 genannten Stelle jährlich bis zum 1.
Mai eines Kalenderjahres zu hinterlegen.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
41
Nummer
Zuwiderhandlung
(Gesetzlicher
Bußgeldrahmen in Euro)
Regel- und Rahmensätze
in Euro
D 2
Verordnung über die Entsorgung von gewerblichen
Siedlungsabfällen und von bestimmten Bau- und
Abbruchabfällen (Gewerbeabfallverordnung -
GewAbfV)
D 2.1
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 11 Absatz 1 GewAbfV
D 2.1.1
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 11 Absatz 1 Nummer 1
GewAbfV
(Getrennthaltung)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 3 Absatz 1
Satz 1
168
oder Absatz 8
169
oder § 8 Absatz 1 Satz 1
170
GewAbfV die dort genannten Abfallfraktionen oder
Abfälle nicht getrennt hält, lagert, einsammelt, befördert
oder einer Verwertung oder Beseitigung zuführt,
(5 bis 100.000)
500 bis 20.000
168
§ 3 Absatz 1 Satz 1 GewAbfV:
„Zur Gewährleistung einer ordnungsgemäßen und schadlosen
sowie möglichst hochwertigen Verwertung haben Erzeuger und Besitzer von gewerblichen
Siedlungsabfällen die folgenden Abfallfraktionen jeweils getrennt zu halten, zu lagern, einzusammeln,
zu befördern und einer Verwertung zuzuführen:
1. Papier und Pappe (Abfallschlüssel 20 01 01 gemäß der Verordnung über das Europäische
Abfallverzeichnis),
2. Glas (Abfallschlüssel 20 01 02),
3. Kunststoffe (Abfallschlüssel 20 01 39),
4. Metalle (Abfallschlüssel 20 01 40) und
5. biologisch abbaubare Küchen- und Kantinenabfälle (Abfallschlüssel 20 01 08), biologisch
abbaubare Gartenund Parkabfälle (Abfallschlüssel 20 02 01) und Marktabfälle (Abfallschlüssel 20 03
02).“
169
§ 3 Absatz 8 GewAbfV:
„Handelt es sich bei den gewerblichen Siedlungsabfällen um gefährliche
Abfälle im Sinne der Verordnung über das Europäische Abfallverzeichnis, so sind diese von anderen
Abfällen jeweils getrennt zu halten, zu lagern, einzusammeln, zu befördern und einer
ordnungsgemäßen Verwertung oder Beseitigung zuzuführen.“
170
§ 8 Absatz 1 Satz 1 GewAbfV:
„Zur Gewährleistung einer ordnungsgemäßen und schadlosen
sowie möglichst hochwertigen Verwertung haben Erzeuger und Besitzer von Bau- und
Abbruchabfällen die folgenden Abfallfraktionen, soweit diese getrennt anfallen, jeweils getrennt zu
halten, zu lagern, einzusammeln, zu befördern und einer Verwertung zuzuführen:
1. Glas (Abfallschlüssel 17 02 02 gemäß der Verordnung über das Europäische Abfallverzeichnis),
2. Kunststoff (Abfallschlüssel 17 02 03),
3. Metalle, einschließlich Legierungen (Abfallschlüssel 17 04 01 bis 17 04 07 und 17 04 11) und
4. Beton mit Ausnahme von Beton, der gefährliche Stoffe enthält (Abfallschlüssel 17 01 01), Ziegel mit
Ausnahme von Ziegeln, die gefährliche Stoffe enthalten (Abfallschlüssel 17 01 02), Fliesen, Ziegel und
Keramik mit Ausnahme von Fliesen, Ziegeln und Keramik, die gefährliche Stoffe enthalten
(Abfallschlüssel 17 01 03), und Gemische aus Beton, Ziegeln, Fliesen und Keramik mit Ausnahme
derjenigen, die gefährliche Stoffe enthalten (Abfallschlüssel 17 01 07)

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
42
D 2.1.2
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 11 Absatz 1 Nummer 2
GewAbfV
(Verbot der Abfallvermischung)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 4 Absatz 1
Satz 1
171
GewAbfV Abfälle einem Abfallgemisch zuführt,
(5 bis 100.000)
500 bis 20.000
D 2.1.3
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 11 Absatz 1 Nummer 3
GewAbfV
(
Zuführungen zu Abfallgemischen)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 4 Absatz 1
Satz 2
172
, auch in Verbindung mit § 8 Absatz 4 Satz 2
173
GewAbfV, nicht dafür Sorge trägt, dass andere Abfälle
einem Abfallgemisch nicht zugeführt werden,
(5 bis 100.000)
500 bis 20.000
D 2.1.4
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 11 Absatz 1 Nummer 4
GewAbfV
(Zuführung in Vorbehandlungsanlagen)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 4 Absatz 2
174
,
auch in Verbindung mit § 8 Absatz 4 Satz 2
175
GewAbfV,
Abfälle einer Vorbehandlungsanlage zuführt,
(5 bis 100.000)
500 bis 20.000
D 2.1.5
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 11 Absatz 1 Nummer 5
GewAbfV
(Sorgfaltspflichten bei Vorbehandlungsanlage)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 5 Absatz 2
176
GewAbfV Abfälle nicht aussortiert oder einer Verwertung
oder Beseitigung nicht zuführt,
(5 bis 100.000)
500 bis 20.000
171
§ 4 Absatz 1 Satz 1 GewAbfV:
„Erzeuger und Besitzer von gewerblichen Siedlungsabfällen dürfen
einem zur Vorbehandlung bestimmten Gemisch gewerblicher Siedlungsabfälle keine anderen als
folgende Abfälle zuführen:
1. folgende gewerbliche Siedlungsabfälle
a) Papier und Pappe,
b) Glas,
c) Bekleidung,
d) Textilien,
e) Holz mit Ausnahme von Holz, das gefährliche Stoffe enthält,
f) Kunststoffe,
g) Metalle,
h) Gummi,
i) Kork,
j) Keramik oder
2. weitere Abfälle, die im Anhang aufgeführt sind.
172
§ 4 Absatz 1 Satz 2 GewAbfV:
„Die Erzeuger und Besitzer haben dafür Sorge zu tragen,
insbesondere durch organisatorische Maßnahmen zur Minimierung von Fehlwürfen, dass andere
Abfälle als die in Satz 1 aufgeführten dem Abfallgemisch nicht zugeführt werden.“
173
§ 8 Absatz 4 Satz 2 GewAbfV:
„§ 4 Absatz1 Satz 2 und Absatz2 gilt entsprechend.“
174
§ 4 Absatz 2 GewAbfV:
„Erzeuger und Besitzer von gemischten gewerblichen Siedlungsabfällen
gemäß Absatz 1 Satz 1 dürfen diese nur einer Vorbehandlungsanlage zuführen, in der die
Anforderungen nach § 5 eingehalten werden.“
175
§ 8 Absatz 4 Satz 2 GewAbfV:
„„§ 4 Absatz1 Satz 2 und Absatz2 gilt entsprechend.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
43
D 2.1.6
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 11 Absatz 1 Nummer 6
GewAbfV
(
energetische Verwertung
)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 6 Satz 1
177
GewAbfV Abfälle einer energetischen Verwertung
zuführt,
(5 bis 100.000)
500 bis 20.000
D 2.1.7
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 11 Absatz 1 Nummer 7
GewAbfV
(Nutzung der Abfallbehälter)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 7 Satz 4
178
GewAbfV einen Abfallbehälter nicht nutzt,
(5 bis 100.000)
500 bis 20.000
D 2.1.8
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 11 Absatz 1 Nummer 8
GewAbfV
(Vermischung von Bau- und Abbruchabfällen)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 8 Absatz 4
Satz 1
179
GewAbfV dort genannte Abfälle vermischt
(5 bis 100.000)
500 bis 20.000
176
§ 5 Absatz 2 GewAbfV:
„Der Betreiber einer Vorbehandlungsanlage hat gefährliche Abfälle im
Sinne der Verordnung über das Europäische Abfallverzeichnis auszusortieren und einer
ordnungsgemäßen Verwertung oder Beseitigung zuzuführen.“
177
§ 6 Satz 1 GewAbfV:
„Erzeuger und Besitzer von gewerblichen Siedlungsabfällen dürfen diese
gemischt einer energetischen Verwertung ohne vorherige Vorbehandlung nur zuführen, wenn in
diesem Gemisch folgende Abfälle nicht enthalten sind:
1. Glas,
2. Metalle,
3. mineralische Abfälle und
4. biologisch abbaubare Küchen- und Kantinenabfälle, biologisch abbaubare Garten- und Parkabfälle
und Marktabfälle.
Die Erzeuger und Besitzer haben dafür Sorge zu tragen, insbesondere durch organisatorische
Maßnahmen zur Minimierung von Fehlwürfen, dass die in Satz 1 aufgeführten Abfälle nicht in dem
Abfallgemisch enthalten sind.“
178
§ 7 Satz 4 GewAbfV:
„Die Erzeuger und Besitzer haben Abfallbehälter des öffentlich-rechtlichen
Entsorgungsträgers oder eines von ihm beauftragten Dritten in angemessenem Umfang nach den
näheren Festlegungen des öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgers, mindestens aber einen Behälter,
zu nutzen.“
179
§ 8 Absatz 4 Satz 1 GewAbfV:
„Erzeuger und Besitzer von Bau- und Abbruchabfällen, die in
Nummer 7 des Anhangs aufgeführt sind und die einer Vorbehandlung zugeführt werden sollen, dürfen
diese nur vermischen, wenn in diesem Gemisch keine anderen als die folgenden Abfälle enthalten
sind:
1. die Bau- und Abbruchabfälle, die in Nummer 7 des Anhangs aufgeführt sind, oder
2. sonstige Abfälle, die in § 4 Absatz1 Satz 1 Nummer1 und in den Nummern 1 bis 6 des Anhangs
aufgeführt sind.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
44
D 2.1.9
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 11 Absatz 1 Nummer 9
GewAbfV
(Eigenkontrolle, Fremdkontrolle)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 9 Absatz 1
180
GewAbfV eine Eigenkontrolle nicht, nicht richtig, nicht
vollständig oder nicht rechtzeitig durchführt oder eine
Fremdkontrolle nicht sicherstellt
(5 bis 100.000)
500 bis 20.000
D 2.2
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 11 Absatz 2 GewAbfV
D 2.2.1
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 11 Absatz 2 Nummer 1
GewAbfV
(Darlegung gegenüber Behörden)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 3 Absatz 2
Satz 3
181
oder Absatz 3 Satz 2
182
GewAbfV die Erfüllung
einer dort genannten Anforderung oder einen dort
genannten Umstand nicht, nicht richtig, nicht vollständig
oder nicht rechtzeitig darlegt,
(5 bis 10.000)
500 bis 10.000
D 2.2.2
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 11 Absatz 2 Nummer 2
GewAbfV
(Unterrichtung Verwertungsquote)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 5 Absatz 4
Satz 2
183
GewAbfV die zuständige Behörde nicht, nicht
richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig unterrichtet
oder eine Mitteilung nicht, nicht richtig, nicht vollständig
oder nicht rechtzeitig macht,
(5 bis 10.000)
500 bis 10.000
D 2.2.3
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 11 Absatz 2 Nummer 3
GewAbfV
(Führen des Betriebstagebuches)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 10 Absatz 1
Satz 1
184
GewAbfV ein Betriebstagebuch nicht, nicht
richtig oder nicht vollständig führt
(5 bis 10.000)
500 bis 10.000
180
§ 9 Absatz 1 GewAbfV:
„Der Betreiber einer Vorbehandlungsanlage hat zur Kontrolle der
Anforderungen gemäß § 5 nach Maßgabe der Absätze 2 bis 4 eine Eigenkontrolle durchzuführen und
nach Maßgabe des Absatzes 6 Satz 1 und 2 eine Fremdkontrolle sicherzustellen.“
181
§ 3 Absatz 2 Satz 3 GewAbfV:
„Die Erzeuger und Besitzer haben der zuständigen Behörde auf
Verlangen im Einzelfall die Erfüllung der Anforderungen nach Satz 1 darzulegen.“
182
§ 3 Absatz 3 Satz 2 GewAbfV:
„Die Erzeuger und Besitzer haben der zuständigen Behörde auf
Verlangen im Einzelfall die Umstände für die fehlende technische Möglichkeit oder wirtschaftliche
Zumutbarkeit darzulegen.“
183
§ 5 Absatz 4 Satz 2 GewAbfV:
„Sobald die monatliche Verwertungsquote in zwei Monaten des
laufenden Kalenderjahrs mehr als zehn Prozentpunkte unter der Verwertungsquote gemäß Absatz 1
Satz 3 liegt, hat der Betreiber die zuständige Behörde unverzüglich hierüber zu unterrichten und ihr
mitzuteilen, welche Ursachen dieser Unterschreitung zugrunde liegen.“
184
§ 10 Absatz 1 Satz 1 GewAbfV:
„Der Betreiber einer Vorbehandlungsanlage hat während der
Dauer des Betriebs der Anlage zur Überprüfung der Einhaltung der Anforderungen nach § 5 und § 9
Absatz2 bis 4 ein Betriebstagebuch gemäß Satz 2 zu führen und dieses nach Kalenderjahren zu
unterteilen.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
45
D 2.2.4
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 11 Absatz 2 Nummer 4
GewAbfV
(
Aufbewahrung des Betriebstagebuches)
wer vorsätzlich oder fahrlässig . entgegen § 10 Absatz
3
185
GewAbfV die Teile des Betriebstagebuches nicht
oder nicht mindestens fünf Jahre aufbewahrt oder nicht
oder nicht rechtzeitig vorlegt.
(5 bis 10.000)
500 bis 10.000
Nummer
Zuwiderhandlung
(Gesetzlicher
Bußgeldrahmen in Euro)
Regel- und Rahmensätze
in Euro
D 3
Verordnung über Anforderungen an die Verwertung
und Beseitigung von Altholz (Altholzverordnung -
AltholzV)
D 3.1
Ordnungswidrigkeiten nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 13 Absatz 1 AltholzV
D 3.1.1
§ 13 Absatz 1 Nummer 1 AltholzV
(Verwertungsverfahren)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 3 Absatz 1
Satz 2
186
AltholzV eine Altholzkategorie einsetzt,
(5 bis 100.000)
500 bis 20.000
D 3.1.2
§ 13 Absatz 1 Nummer 2 AltholzV
(Vermischung)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 3 Absatz 3
Satz 2
187
AltholzV Altholzkontingente vermischt,
(5 bis 100.000)
500 bis 20.000
D 3.1.3
§ 13 Absatz 1 Nummer 3 AltholzV
(Zuordnung zu Altholzkategorien)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 5 Absatz 1
Satz
1
188
AltholzV
nicht
sicherstellt,
dass
nur
zugelassene Altholzkategorien eingesetzt werden und
dass Altholz entfrachtet von Störstoffen und frei von
PCB-Altholz ist,
(5 bis 100.000)
500 bis 20.000
185
§ 10 Absatz 3 GewAbfV:
„Der Betreiber einer Vorbehandlungsanlage hat die Teile des
Betriebstagebuches für ein Kalenderjahr jeweils fünf Jahre lang nach Ende des jeweiligen
Kalenderjahrs aufzubewahren und auf Verlangen der zuständigen Behörde vorzulegen.“
186
§ 3 Absatz 1 Satz 2 AltholzV:
„Gemäß Anhang I AltholzV dürfen für die in Spalte 1 bezeichneten
Verwertungsverfahren nur die in Spalte 2 genannten Altholzkategorien unter Beachtung der in Spalte
3 aufgeführten besonderen Anforderungen an die stoffliche Verwertung eingesetzt werden.“
187
§ 3 Absatz 3 Satz 2 AltholzV:
„Für die Herstellung von Holzwerkstoffen dürfen unterschiedliche
Altholzkontingente nur miteinander vermischt werden, wenn für jedes der Kontingente die
Anforderungen des Anhangs II erfüllt sind.“
188
§ 5 Absatz 1 Satz 1 AltholzV:
„Zur Erfüllung der Anforderungen nach § 3 hat der Betreiber einer
Altholzbehandlungsanlage sicherzustellen, dass bei der vorgesehenen Verwertung nur die hierfür
zugelassenen Altholzkategorien eingesetzt werden und das eingesetzte Altholz entfrachtet von
Störstoffen und frei von PCB-Altholz ist.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
46
D 3.1.4
§ 13 Absatz 1 Nummer 4 AltholzV
(Sicherstellung der Überwachung)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 6 Absatz 1
AltholzV
189
eine Eigenüberwachung nicht, nicht richtig
oder
nicht
vollständig
durchführt
oder
eine
Fremdüberwachung nicht sicherstellt,
(5 bis 100.000)
200 bis 10.000
D 3.1.5
§ 13 Absatz 1 Nummer 5 AltholzV
(Grenzwerte bei Holzwerkstoffherstellung)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 6 Absatz 4
Satz 1
190
AltholzV Holzhackschnitzel oder Holzspäne
der Verwendung in der Holzwerkstoffherstellung zuführt,
(5 bis 100.000)
500 bis 20.000
D 3.1.6
§ 13 Absatz 1 Nummer 6 AltholzV
(Kontrolle bei energetischer Verwertung)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 7 Absatz 2
Satz 1
191
oder § 7 Absatz 3 Satz 1
192
AltholzV eine
beprobte
Charge
der
weiteren
energetischen
Verwertung zuführt,
(5 bis 100.000)
500 bis 20.000
D 3.1.7
§ 13 Absatz 1 Nummer 7 AltholzV
(Inverkehrbringen von Altholz)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 8
193
AltholzV
Altholz in den Verkehr bringt,
(5 bis 100.000)
500 bis 20.000
D 3.1.8
§ 13 Absatz 1 Nummer 8 AltholzV
(Beseitigung von Altholz)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 9
194
AltholzV
Altholz einer thermischen Behandlungsanlage nicht
zuführt oder
(5 bis 100.000)
500 bis 20.000
189
§ 6 Absatz 1 AltholzV:
„Zur Prüfung der Einhaltung der Anforderungen nach § 3 Absatz1 Satz 3
und § 3 Absatz3 sowie § 5 Absatz1 an die Aufbereitung von Altholz zu Holzhackschnitzeln und
Holzspänen für die Holzwerkstoffherstellung hat der Betreiber der Altholzbehandlungsanlage nach
Maßgabe der Absätze 2 und 3 eine Eigenüberwachung durchzuführen und nach Maßgabe des
Absatzes 6 Satz 1 bis 3 und 5 eine regelmäßige Fremdüberwachung sicherzustellen.“
190
§ 6 Absatz 4 Satz 1 AltholzV:
„Holzhackschnitzel oder Holzspäne dürfen nachfolgend der
Verwendung in der Holzwerkstoffherstellung nur zugeführt werden, wenn die Prüfung und
Untersuchung nach den Absätzen 2 und 3 keine Belastung mit Teerölen und keine Überschreitung der
Grenzwerte des Anhangs II ergeben.“
191
§ 7 Absatz 2 Satz 1 AltholzV:
„Die beprobte Charge darf nachfolgend der weiteren energetischen
Verwertung nur zugeführt werden, wenn der Anteil von Altholz höherer Altholzkategorien insgesamt 2
Prozent je entnommener Altholzprobe nicht überschreitet.“
192
§ 7 Absatz 3 Satz 1 AltholzV:
„Soweit Altholz in Anlagen energetisch verwertet werden soll, die
keiner Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz bedürfen, darf die beprobte Charge
abweichend von Absatz 2 nur dann nachfolgend der weiteren energetischen Verwertung zugeführt
werden, wenn kein Altholz höherer Kategorien enthalten ist.“
193
§ 8 AltholzV:
„Altholz darf zum Zwecke der stofflichen und energetischen Verwertung nur in den
Verkehr gebracht werden, um es einer Altholzbehandlungsanlage zuzuführen, in der die
Anforderungen nach den §§ 3, 5 bis 7 und 12 eingehalten werden.“
194
§ 9 AltholzV:
„Die nach § 1 Absatz2 Verpflichteten haben Altholz, das nicht verwertet wird, zum
Zwecke der Beseitigung einer dafür zugelassenen thermischen Behandlungsanlage zuzuführen.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
47
D 3.1.9
§ 13 Absatz 1 Nummer 9 AltholzV
(Entgegennahme ohne Anlieferungsschein)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 11 Absatz
2
195
AltholzV Altholz entgegennimmt.
(5 bis 100.000)
250 bis 5.000
D 3.2
Ordnungswidrigkeiten nach § 69 Absatz 2 Nummer
15 KrWG in Verbindung mit § 13 Absatz 1 AltholzV
D 3.2.1
§ 13 Absatz 2 Nummer 1 AltholzV
(Kontrolle von Altholz zur Holzwerkstoffherstellung)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 6 Absatz 6
Satz 6
196
AltholzV die zuständige Behörde nicht, nicht
richtig,
nicht
vollständig
oder
nicht
rechtzeitig
unterrichtet,
(5 bis 10.000)
250 bis 5.000
D 3.2.2
§ 13 Absatz 2 Nummer 2 AltholzV
(Hinweis- und Kennzeichnungspflichten)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 11 Absatz 1
Satz 1
197
AltholzV Altholz nicht, nicht richtig, nicht
vollständig oder nicht rechtzeitig deklariert,
(5 bis 10.000)
250 bis 5.000
D 3.2.3
§ 13 Absatz 2 Nummer 3 AltholzV
(Betriebstagebuch)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 12 Absatz 1
Satz 1
198
AltholzV ein Betriebstagebuch nicht, nicht
richtig oder nicht vollständig führt,
(5 bis 10.000)
250 bis 5.000
D 3.2.4
§ 13 Absatz 2 Nummer 4 AltholzV
(Aufbewahrung und Vorlage des Betriebstagebuchs)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 12 Absatz
3
199
AltholzV eine Angabe nicht oder nicht mindestens
fünf Jahre speichert und ein Einzelblatt nicht oder nicht
mindestens fünf Jahre aufbewahrt oder eine Angabe
oder ein Einzelblatt nicht oder nicht rechtzeitig vorlegt.
(5 bis 10.000)
250 bis 5.000
195
§ 11 Absatz 2 AltholzV:
„Der Betreiber einer Altholzbehandlungsanlage darf das Altholz nur
entgegennehmen, wenn ihm ein Anlieferungsschein ausgehändigt wird.“
196
§ 6 Absatz 6 Satz 6 AltholzV:
„Ergeben die Prüfung und Untersuchung eine Belastung mit
Teerölen oder eine Überschreitung der Grenzwerte nach Anhang II, so hat er hierüber unverzüglich
die zuständige Behörde zu unterrichten.“
197
§ 11 Absatz 1 Satz 1 AltholzV:
„Wer Altholz einer Altholzbehandlungsanlage zuführt, hat das
angelieferte Altholz nach Altholzkategorie und Menge zu deklarieren.“
198
§ 12 Absatz 1 Satz 1 AltholzV:
„Der Betreiber einer genehmigungsbedürftigen Altholz-
behandlungsanlage hat zur Überprüfung der ordnungsgemäßen Durchführung der Altholzentsorgung
nach den Bestimmungen dieser Verordnung ein Betriebstagebuch gemäß Satz 2 zu führen.“
199
§ 12 Absatz 3 AltholzV:
„Der Betreiber der Altholzbehandlungsanlage hat die in das
Betriebstagebuch eingestellten Angaben, beginnend mit dem Datum der Einstellung der einzelnen
Angaben fünf Jahre lang zu speichern oder die Einzelblätter, auf denen die Angaben eingetragen
sind, fünf Jahre lang aufzubewahren und auf Verlangen der zuständigen Behörde die gespeicherten
Angaben in Klarschrift oder die Einzelblätter vorzulegen.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
48
Nummer
Zuwiderhandlung
(Gesetzlicher
Bußgeldrahmen in Euro)
Regel- und Rahmensätze
in Euro
D 4
Verordnung über die Überlassung, Rücknahme und
umweltverträgliche Entsorgung von Altfahrzeugen
(Altfahrzeug-Verordnung - AltfahrzeugV)
D 4.1
Ordnungswidrigkeiten nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 11 Absatz 1 AltfahrzeugV
D 4.1.1
§ 11 Absatz 1 Nummer 1 AltfahrzeugV
(Rücknahmepflicht für Altfahrzeuge)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 3 Absatz 1
Satz
1
200
AltfahrzeugV
ein
Altfahrzeug
nicht
zurücknimmt
(5 bis 100.000)
2.500 bis 50.000
D 4.1.2
§ 11 Absatz 1 Nummer 2 AltfahrzeugV
(Rücknahmepflicht in vorgeschriebener Weise)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 3 Absatz 1
Satz 2
201
AltfahrzeugV ein Altfahrzeug nicht in der
vorgeschriebenen Weise zurücknimmt,
(5 bis 100.000)
2.500 bis 50.000
D 4.1.3
§ 11 Absatz 1 Nummer 3 AltfahrzeugV
(Rücknahme von Altteilen)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 3 Absatz 6
Satz 1
202
AltfahrzeugV nicht sicherstellt, dass Altteile
aus Kraftfahrzeugreparaturen zurückgenommen werden,
(5 bis 100.000)
2.500 bis 50.000
D 4.1.4
§ 11 Absatz 1 Nummer 4 AltfahrzeugV
(Überlassungspflichten)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 4 Absatz 1, 3
oder Absatz 4 Satz 1
203
AltfahrzeugV ein Fahrzeug, ein
Altfahrzeug oder eine Restkarosse überlässt,
(5 bis 100.000)
1.000 bis 50.000
200
§ 11 Absatz 1 Satz 1 AltfahrzeugV:
„Hersteller von Fahrzeugen sind verpflichtet, alle Altfahrzeuge
ihrer Marke vom Letzthalter zurückzunehmen.“
201
§ 11 Absatz 1 Satz 2 AltfahrzeugV
: „Die Hersteller von Fahrzeugen müssen die in Satz 1
bezeichneten Altfahrzeuge ab Überlassung an eine anerkannte Rücknahmestelle oder einen von
einem Hersteller hierzu bestimmten anerkannten Demontagebetrieb unentgeltlich zurücknehmen.“
202
§ 3 Absatz 6 Satz 1 AltfahrzeugV“
„Hersteller und Vertreiber von Bauteilen für
Personenkraftwagen haben sicherzustellen, dass Altteile aus Reparaturen, die in Kfz-Werkstätten
oder in vergleichbaren gewerblichen Einrichtungen anfallen, zum Zweck der ordnungsgemäßen und
schadlosen Verwertung oder der gemeinwohlverträglichen Beseitigung zurückgenommen werden.“
203
§ 4 Absatz 1, 3 und Absatz 4 Satz 1 AltfahrzeugV:
„Wer sich eines Fahrzeugs entledigt,
entledigen will oder entledigen muss, ist verpflichtet, dieses nur einer anerkannten Annahmestelle,
einer anerkannten Rücknahmestelle oder einem anerkannten Demontagebetrieb zu überlassen.[…]
Betreiber von Annahmestellen und Rücknahmestellen sind verpflichtet, Altfahrzeuge nur einem
anerkannten Demontagebetrieb zu überlassen. […] Betreiber von Demontagebetrieben sind
verpflichtet, Restkarossen nur einer anerkannten Schredderanlage zu überlassen.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
49
D 4.1.5
§ 11 Absatz 1 Nummer 5 AltfahrzeugV
(Ordnungsgemäße Verwertung)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 4 Absatz 2
Satz 5
204
AltfahrzeugV ein Altfahrzeug einer anderen als
der dort genannten Verwertung zuführt,
(5 bis 100.000)
1.500 bis 50.000
D 4.1.6
§ 11 Absatz 1 Nummer 6 AltfahrzeugV
(Pflichten für Betreiber von Annahmestellen)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 5 Absatz 2
Satz 1
205
AltfahrzeugV in Verbindung mit Anhang
Nummer 2.1.2 Satz 1
206
AltfahrzeugV ein Altfahrzeug
behandelt
(5 bis 100.000)
2.500 bis 50.000
D 4.1.7
§ 11 Absatz 1 Nummer 7 AltfahrzeugV
(Pflichten für Betreiber von Annahmestellen)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 5 Absatz 2
Satz 1
207
AltfahrzeugV in Verbindung mit Anhang
Nummer 3.2.2.1 Satz 1
208
AltfahrzeugV eine Batterie
nicht
oder
nicht
rechtzeitig
entnimmt,
einen
Flüssiggastank nicht oder nicht rechtzeitig behandelt
oder ein Bauteil nicht oder nicht rechtzeitig demontiert
oder nicht oder nicht rechtzeitig entsorgen lässt und
nicht oder nicht rechtzeitig unschädlich macht
(5 bis 100.000)
500 bis 50.000
204
§ 4 Absatz 2 Satz 5 AltfahrzeugV:
„Mit Ausstellung oder Aushändigung des
Verwertungsnachweises dürfen Altfahrzeuge nur einer ordnungsgemäßen Verwertung nach den
Vorschriften dieser Verordnung zugeführt werden.“
205
§ 5 Absatz 2 Satz 1 AltfahrzeugV:
„Betreiber von Annahmestellen, Rücknahmestellen,
Demontagebetrieben, Schredderanlagen und sonstigen Anlagen zur weiteren Behandlung müssen die
für sie jeweils geltenden Anforderungen des Anhangs erfüllen.“
206
Anhang Nummer 2.1.2 Satz 1 AltfahrzeugV:
„Annahmestellen dürfen Altfahrzeuge nicht
behandeln, insbesondere nicht trockenlegen und demontieren.“
207
§ 5 Absatz 2 Satz 1 AltfahrzeugV
: „Betreiber von Annahmestellen, Rücknahmestellen,
Demontagebetrieben, Schredderanlagen und sonstigen Anlagen zur weiteren Behandlung müssen die
für sie jeweils geltenden Anforderungen des Anhangs erfüllen.
208
Anhang Nummer 3.2.2.1 Satz 1 AltfahrzeugV:
„Betreiber von Demontagebetrieben müssen nach
der Anlieferung bei jedem Altfahrzeug unverzüglich
- die Batterien entnehmen,
- den Flüssiggastank nach Vorgaben des Herstellers sachgerecht behandeln und
- die pyrotechnischen Bauteile durch geschultes Fachpersonal nach Vorgabe der Hersteller entweder
demontieren und in zugelassenen Anlagen entsorgen lassen oder durch Auslösung im eingebauten
Zustand unschädlich machen.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
50
D 4.1.8
§ 11 Absatz 1 Nummer 8 AltfahrzeugV
(Pflichten für Betreiber von Annahmestellen)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 5 Absatz 2
Satz 1
209
AltfahrzeugV in Verbindung mit Anhang
Nummer 3.2.2.1 Satz 2
210
AltfahrzeugV eine dort
genannte Betriebsflüssigkeit oder ein dort genanntes
Betriebsmittel nicht oder nicht rechtzeitig entfernt oder
nicht, nicht in der vorgeschriebenen Weise oder nicht
rechtzeitig sammelt
(5 bis 100.000)
500 bis 50.000
D 4.1.9
§ 11 Absatz 1 Nummer 9 AltfahrzeugV
(Pflichten für Betreiber von Annahmestellen)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 5 Absatz 2
Satz 1
211
AltfahrzeugV in Verbindung mit Anhang
Nummer 3.2.3.2 Satz 1
212
AltfahrzeugV dort genannte
Stoffe, Materialien oder Bauteile nicht oder nicht
rechtzeitig entfernt
(5 bis 100.000)
1.500 bis 50.000
209
§ 5 Absatz 2 Satz 1 AltfahrzeugV
: „Betreiber von Annahmestellen, Rücknahmestellen,
Demontagebetrieben, Schredderanlagen und sonstigen Anlagen zur weiteren Behandlung müssen die
für sie jeweils geltenden Anforderungen des Anhangs erfüllen.“
210
Anhang Nummer 3.2.2.1 Satz 2 AltfahrzeugV:
„ Betreiber von Demontagebetrieben müssen vor
der weiteren Behandlung folgende Betriebsflüssigkeiten und Betriebsmittel entfernen und getrennt
sammeln:
- Kraftstoff (dazu zählt auch Flüssiggas für den Fahrzeugantrieb),
- Kühlerflüssigkeit,
- Bremsflüssigkeit,
- Scheibenwaschflüssigkeit,
- Kältemittel aus Klimaanlagen (FCKW u. a.),
- Ölfilter,
- Motorenöl, Getriebeöl, Differenzialöl, Hydrauliköl und Stoßdämpferöl, sofern keine Demontage der
Stoßdämpfer erfolgt; diese Öle können miteinander vermischt werden, sofern sie nach den
Bestimmungen der Altölverordnung der Sammelkategorie 1 zuzuordnen sind.“
211
§ 5 Absatz 2 Satz 1 AltfahrzeugV
: „Betreiber von Annahmestellen, Rücknahmestellen,
Demontagebetrieben, Schredderanlagen und sonstigen Anlagen zur weiteren Behandlung müssen die
für sie jeweils geltenden Anforderungen des Anhangs erfüllen.“
212
Anhang Nummer 3.2.3.2 Satz 1 AltfahrzeugV:
„Betreiber von Demontagebetrieben müssen vor
der weiteren Behandlung folgende Stoffe, Materialien und Bauteile wegen ihres Schad- und
Störstoffcharakters entfernen:
- den Latentwärmespeicher nach Vorgabe des Herstellers,
- Stoßdämpfer, wenn nicht trockengelegt,
- asbesthaltige Bauteile,
- quecksilberhaltige Bauteile wie z. B. Schalter, soweit durchführbar,
- nach Anhang II der Richtlinie 2000/53/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18.
September 2000 über Altfahrzeuge (ABl. EG NummerL 269 S. 34) in der jeweils geltenden Fassung
gekennzeichnete Bauteile und Werkstoffe, die nach dem 1. Juli 2003 in Verkehr gebracht wurden,
- kraftfahrzeugfremde Stoffe.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
51
D 4.1.10
§ 11 Absatz 1 Nummer 10 AltfahrzeugV
(Pflichten für Betreiber von Annahmestellen)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 5 Absatz 2
Satz 1
213
AltfahrzeugV in Verbindung mit Anhang
Nummer 3.2.3.3 Satz 1
214
AltfahrzeugV dort genannte
Stoffe, Materialien oder Bauteile nicht oder nicht
rechtzeitig abbaut und nicht oder nicht rechtzeitig
ausbaut
oder
nicht
oder
nicht
rechtzeitig
der
Wiederverwendung oder stofflichen Verwertung zuführt
(5 bis 100.000)
1.500 bis 50.000
D 4.1.11
§ 11 Absatz 1 Nummer 11 AltfahrzeugV
(Pflichten für Betreiber von Annahmestellen)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 5 Absatz 2
Satz 1
215
AltfahrzeugV in Verbindung mit Anhang
Nummer 3.2.4.1 Satz 6
216
AltfahrzeugV dort genannte
Materialien, Bauteile oder Betriebsflüssigkeiten der
Wiederverwendung oder der stofflichen Verwertung
nicht oder nicht rechtzeitig zuführt
(5 bis 100.000)
1.500 bis 50.000
213
§ 5 Absatz 2 Satz 1 AltfahrzeugV
: „Betreiber von Annahmestellen, Rücknahmestellen,
Demontagebetrieben, Schredderanlagen und sonstigen Anlagen zur weiteren Behandlung müssen die
für sie jeweils geltenden Anforderungen des Anhangs erfüllen.“
214
Anhang Nummer 3.2.3.3 Satz 1 AltfahrzeugV:
„Betreiber von Demontagebetrieben müssen vor
der Überlassung der Restkarosse an eine Schredderanlage oder eine sonstige Anlage zur weiteren
Behandlung folgende Bauteile, Stoffe und Materialien entfernen und vorrangig der Wiederverwendung
oder der stofflichen Verwertung zuführen:
- Katalysatoren,
- Auswuchtgewichte,
- Aluminiumfelgen,
- Front-, Heck- und Seitenscheiben sowie Glasdächer,
- Reifen,
- große Kunststoffbauteile wie z. B. Stoßfänger, Radkappen und Kühlergrille, wenn die
entsprechenden Materialien beim oder nach dem Schreddern nicht in einer Weise getrennt werden,
die eine stoffliche Verwertung ermöglicht,
- kupfer-, aluminium- und magnesiumhaltige Metallbauteile, wenn die entsprechenden Metalle nicht
beim oder nach dem Schreddern getrennt werden.“
215
§ 5 Absatz 2 Satz 1 AltfahrzeugV
: „Betreiber von Annahmestellen, Rücknahmestellen,
Demontagebetrieben, Schredderanlagen und sonstigen Anlagen zur weiteren Behandlung müssen die
für sie jeweils geltenden Anforderungen des Anhangs erfüllen.“
216
Anhang Nummer 3.2.4.1 Satz 6 AltfahrzeugV:
„Betreiber von Demontagebetrieben müssen vor
der Überlassung der Restkarosse an eine Schredderanlage oder eine sonstige Anlage zur weiteren
Behandlung spätestens ab dem 1. Januar 2006 Bauteile, Materialien und Betriebsflüssigkeiten mit
einem Anteil von durchschnittlich mindestens 10 Gewichtsprozent im Jahresmittel bezogen auf die
Summe der Fahrzeugleergewichte der angenommenen Altfahrzeuge ausbauen oder entfernen und
der Wiederverwendung oder der stofflichen Verwertung zuführen und belegen, dass der
entsprechende Anteil stofflich verwertet wurde.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
52
D 4.1.12
§ 11 Absatz 1 Nummer 12 AltfahrzeugV
(Pflichten für Betreiber von Annahmestellen)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 5 Absatz 2
Satz 1
217
AltfahrzeugV in Verbindung mit Anhang
Nummer 4.1.1 Satz 3
218
AltfahrzeugV eine Restkarosse
annimmt oder schreddert
(5 bis 100.000)
5.000 bis 50.000
D 4.1.13
§ 11 Absatz 1 Nummer 13 AltfahrzeugV
(Pflichten für Betreiber von Annahmestellen)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 5 Absatz 2
Satz 1
219
AltfahrzeugV in Verbindung mit Anhang
Nummer 4.1.2 Satz 1
220
AltfahrzeugV
die
dort
genannten Gewichtsprozente der Verwertung oder der
stofflichen Verwertung nicht zuführt
(5 bis 100.000)
1.500 bis 50.000
D 4.1.14
§ 11 Absatz 1 Nummer 14 AltfahrzeugV
(fehlende Anerkennung der Betriebe)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 5 Absatz 2
Satz 2
221
AltfahrzeugV ein Altfahrzeug oder eine
Restkarosse annimmt oder behandelt
(5 bis 100.000)
2.500 bis 50.000
D 4.1.15
§ 11 Absatz 1 Nummer 15 AltfahrzeugV
(Abfallvermeidung)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 8 Absatz 2
Satz 1
222
AltfahrzeugV Fahrzeuge, Werkstoffe oder
Bauteile in den Verkehr bringt
(5 bis 100.000)
1.000 bis 50.000
217
§ 5 Absatz 2 Satz 1 AltfahrzeugV
: „Betreiber von Annahmestellen, Rücknahmestellen,
Demontagebetrieben, Schredderanlagen und sonstigen Anlagen zur weiteren Behandlung müssen die
für sie jeweils geltenden Anforderungen des Anhangs erfüllen.“
218
Anhang Nummer 4.1.1 Satz 3 AltfahrzeugV:
„Betreiber von Schredderanlagen dürfen
Restkarossen nur annehmen und schreddern, wenn die Altfahrzeuge gemäß den Anforderungen nach
Nummer 3.2.2.2 Satz 1 und 2, den Nummern 3.2.3.2 und 3.2.3.3 des Anhangs in anerkannten
Demontagebetrieben behandelt wurden.“
219
§ 5 Absatz 2 Satz 1 AltfahrzeugV
: „Betreiber von Annahmestellen, Rücknahmestellen,
Demontagebetrieben, Schredderanlagen und sonstigen Anlagen zur weiteren Behandlung müssen die
für sie jeweils geltenden Anforderungen des Anhangs erfüllen.“
220
Anhang Nummer 4.1.2 Satz 1 AltfahrzeugV:
„Betreiber von Schredderanlagen müssen, bezogen
auf die Summe des Fahrzeugleergewichtes, vom nichtmetallischen Anteil der Schredderrückstände im
Jahresmittel
a) ab dem 1. Januar 2006 5 Gewichtsprozent einer Verwertung und
b) ab dem 1. Januar 2015 5 Gewichtsprozent einer stofflichen Verwertung und weitere 10
Gewichtsprozent einer Verwertung zuführen und belegen, dass der entsprechende Anteil verwertet
wurde.“
221
§ 5 Absatz 2 Satz 2 AltfahrzeugV:
„Die in Satz 1 genannten Betreiber [Anm.: Betreiber von
Annahmestellen, Rücknahmestellen, Demontagebetrieben, Schredderanlagen und sonstigen
Anlagen zur weiteren Behandlung] dürfen Altfahrzeuge oder Restkarossen nur annehmen oder
behandeln, wenn die Betriebe im Sinne von § 2 Absatz2 anerkannt sind.“
222
§ 8 Absatz 2 Satz 1 AltfahrzeugV:
„Werkstoffe und Bauteile von Fahrzeugen, die nach dem 1.
Juli 2003 in Verkehr gebracht werden, dürfen kein Blei, Quecksilber, Kadmium oder sechswertiges
Chrom enthalten. Satz 1 gilt nicht in den in Anhang II der Richtlinie 2000/53/EG des Europäischen
Parlaments und des Rates vom 18. September 2000 über Altfahrzeuge (ABl. EG NummerL 269 S. 34)
in der jeweils geltenden Fassung genannten Fällen unter den dort genannten Bedingungen, wobei die
Entscheidung 2005/438/EG der Kommission in der jeweils geltenden Fassung zu beachten ist.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
53
D 4.2
Ordnungswidrigkeiten nach § 69 Absatz 2 Nummer
15 KrWG in Verbindung mit § 11 Absatz 2
AltfahrzeugV
D 4.2.1
§ 11 Absatz 2 Nummer 1 AltfahrzeugV
(Ausstellung eines Verwertungsnachweises)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 4 Absatz 2
Satz 1
223
AltfahrzeugV die Überlassung nicht, nicht
richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig
bescheinigt,
(5 bis 10.000)
200 bis 5.000
D 4.2.2
§ 11 Absatz 2 Nummer 2 AltfahrzeugV
(Ausstellung eines Verwertungsnachweises)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 4 Absatz 2
Satz 3
224
AltfahrzeugV einen Verwertungsnachweis
ausstellt,
(5 bis 10.000)
500 bis 25.000
D 4.2.3
§ 11 Absatz 2 Nummer 3 AltfahrzeugV
(Ausstellung eines Verwertungsnachweises)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 4 Absatz 2
Satz 4
225
AltfahrzeugV eine Annahmestelle oder eine
Rücknahmestelle beauftragt,
(5 bis 10.000)
1.500 bis 50.000
223
§ 4 Absatz 2 Satz 1 AltfahrzeugV
: „Betreiber von Demontagebetrieben sind verpflichtet, die
Überlassung nach Absatz 1 unverzüglich durch einen Verwertungsnachweis zu bescheinigen.“
224
§ 4 Absatz 2 Satz 3 AltfahrzeugV:
„Verwertungsnachweise dürfen nur von Betreibern anerkannter
Demontagebetriebe ausgestellt werden.“
225
§ 4 Absatz 2 Satz 4 AltfahrzeugV:
„Betreiber von Demontagebetrieben dürfen nur anerkannte
Annahmestellen oder anerkannte Rücknahmestellen beauftragen, den Verwertungsnachweis
auszuhändigen.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
54
D 4.2.4
§ 11 Absatz 2 Nummer 4 AltfahrzeugV
(Entsorgungspflichten)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 5 Absatz 2
Satz 1
226
AltfahrzeugV in Verbindung mit Anhang
Nummer 3.2.3.3 Satz 1
227
AltfahrzeugV oder Nummer
4.1.2. Satz 1
228
AltfahrzeugV nicht belegt, dass der
entsprechende Anteil verwertet wurde,
(5 bis 10.000)
200 bis 5.000
D 4.2.5
§ 11 Absatz 2 Nummer 5 AltfahrzeugV
(Sachverständige)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 6
229
AltfahrzeugV eine Bescheinigung erteilt oder
(5 bis 10.000)
500 bis 20.000
226
§ 5 Absatz 2 Satz 1 AltfahrzeugV:
„Betreiber von Annahmestellen, Rücknahmestellen,
Demontagebetrieben, Schredderanlagen und sonstigen Anlagen zur weiteren Behandlung müssen die
für sie jeweils geltenden Anforderungen des Anhangs erfüllen.“
227
Anhang Nummer 3.2.3.3 Satz 1 AltfahrzeugV:
„Betreiber von Demontagebetrieben müssen vor
der Überlassung der Restkarosse an eine Schredderanlage oder eine sonstige Anlage zur weiteren
Behandlung folgende Bauteile, Stoffe und Materialien entfernen und vorrangig der Wiederverwendung
oder der stofflichen Verwertung zuführen:
- Katalysatoren,
- Auswuchtgewichte,
- Aluminiumfelgen,
- Front-, Heck- und Seitenscheiben sowie Glasdächer,
- Reifen,
- große Kunststoffbauteile wie z. B. Stoßfänger, Radkappen und Kühlergrille, wenn die
entsprechenden Materialien beim oder nach dem Schreddern nicht in einer Weise getrennt werden,
die eine stoffliche Verwertung ermöglicht,
- kupfer-, aluminium- und magnesiumhaltige Metallbauteile, wenn die entsprechenden Metalle nicht
beim oder nach dem Schreddern getrennt werden.“
228
Anhang Nummer 4.1.2. Satz 1 AltfahrzeugV
: „Betreiber von Schredderanlagen müssen, bezogen
auf die Summe des Fahrzeugleergewichtes, vom nichtmetallischen Anteil der Schredderrückstände im
Jahresmittel
a) ab dem 1. Januar 2006 5 Gewichtsprozent einer Verwertung und
b) ab dem 1. Januar 2015 5 Gewichtsprozent einer stofflichen Verwertung und weitere 10
Gewichtsprozent einer Verwertung zuführen und belegen, dass der entsprechende Anteil verwertet
wurde.“
229
§ 6 AltfahrzeugV
: „Bescheinigungen nach § 5 Absatz 3 Satz 1 darf nur erteilen, wer
1. nach § 36 der Gewerbeordnung öffentlich bestellt ist,
2. als Umweltgutachter oder Umweltgutachterorganisation auf Grund einer Zulassung nach den §§ 9
und 10 oder nach Maßgabe des § 18 des Umweltauditgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung
vom 4. September 2002 (BGBl. I S. 3490), das zuletzt durch Artikel 10 des Gesetzes vom 11. August
2010 (BGBl. I S. 1163) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung, in dem Bereich tätig
werden darf, der näher bestimmt wird durch Anhang I Abschnitt E Gruppe 38.3 der Verordnung (EG)
Nummer1893/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Dezember 2006 zur
Aufstellung der statistischen Systematik der Wirtschaftszweige NACE Revision 2 und zur Änderung
der Verordnung (EWG) Nummer3037/90 des Rates sowie einiger Verordnungen der EG über
bestimmte Bereiche der Statistik (ABl. L 393 vom30.12.2006, S. 1), die zuletzt durch Verordnung (EG)
Nummer295/2008 (ABl. L 97 vom 9.4.2008, S. 13) geändert worden ist, in der jeweils geltenden
Fassung, oder
3. in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder in einem anderen Vertragsstaat des
Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum niedergelassen ist, seine Tätigkeit im Inland nur
vorübergehend und gelegentlich ausüben will und seine Berufsqualifikation vor Aufnahme der
Tätigkeit entsprechend den §§ 13a und 13b der Gewerbeordnung hat nachprüfen lassen; Verfahren
nach dieser Nummer können über eine einheitliche Stelle abgewickelt werden.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
55
D 4.2.6
§ 11 Absatz 2 Nummer 6 AltfahrzeugV
(Mitteilungspflichten)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 7 Absatz 1
230
AltfahrzeugV
eine
Bescheinigung
oder
ein
Überwachungszertifikat
nicht,
nicht
richtig,
nicht
vollständig oder nicht rechtzeitig vorlegt.
(5 bis 10.000)
200 bis 5.000
Nummer
Zuwiderhandlung
(Gesetzlicher
Bußgeldrahmen in Euro)
Regel- und Rahmensätze
in Euro
D 5
Altölverordnung (AltölV)
D 5.1
Ordnungswidrigkeiten nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 10 Absatz 1 AltölV
D 5.1.1
§ 10 Absatz 1 Nummer 1 AltölV
(Aufbereitung von Altölen)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 3 Absatz 1
Satz 1
231
AltölV Altöle aufbereitet,
(5 bis 100.000)
1.000 bis 50.000
D 5.1.2
§ 10 Absatz 1 Nummer 2 AltölV
(Vermischungsverbote)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 4 Absatz 1
232
AltölV Altöle mit anderen Abfällen vermischt,
(5 bis 100.000)
1.000 bis 50.000
D 5.1.3
§ 10 Absatz 1 Nummer 3 AltölV
(Getrennte Haltung und Entsorgung PCB)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 4 Absatz 2
Satz 1
233
AltölV dort genannte Öle nicht getrennt hält,
nicht getrennt einsammelt, nicht getrennt befördert oder
nicht getrennt einer Entsorgung zuführt,
(5 bis 100.000)
500 bis 50.000
230
§ 7 Absatz 1 AltfahrzeugV:
„Die Betreiber von Annahmestellen, Rücknahmestellen,
Demontagebetrieben, Schredderanlagen und sonstigen Anlagen zur weiteren Behandlung haben die
jeweils gültige Bescheinigung nach § 5 Absatz3 Satz 1 einschließlich des Prüfberichts oder das
jeweils gültige Überwachungszertifikat einer technischen Überwachungsorganisation oder einer
Entsorgergemeinschaft einschließlich des Prüfberichts sowie die gemäß § 27 Absatz3 der
Nachweisverordnung vom 10. September 1996 (BGBl. I S. 1382, 1997 I S. 2860) erteilte Nummer der
für die Überwachung des jeweiligen Betriebs zuständigen Behörde unverzüglich vorzulegen. Sind
Annahmestellen oder Rücknahmestellen Kraftfahrzeugwerkstätten, legt die jeweils zuständige
Kraftfahrzeug- Innung die Bescheinigung einschließlich des Prüfberichts der für die Überwachung des
Betriebs zuständigen Behörde vor.“
231
§ 3 Absatz 1 Satz 1 AltölV:
„Altöle dürfen nicht aufbereitet werden, wenn sie mehr als 20 mg
PCB/kg, ermittelt nach den in Anlage 2 Abschnitt 2 festgelegten Untersuchungsverfahren, oder mehr
als 2 g Gesamthalogen/kg nach einem der in Anlage 2 Abschnitt 3 festgelegten Untersuchung-
sverfahren enthalten.“
232
§ 4 Absatz 1 AltölV:
„Es ist verboten, Altöle im Sinne des § 1a Absatz1 mit anderen Abfällen zu
vermischen.“
233
§ 4 Absatz 2 Satz 1 AltölV:
„Öle auf der Basis von PCB, die insbesondere in Transformatoren,
Kondensatoren und Hydraulikanlagen enthalten sein können, müssen von Besitzern, Einsammlern
und Beförderern getrennt von anderen Altölen gehalten, getrennt eingesammelt, getrennt befördert
und getrennt einer Entsorgung zugeführt werden.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
56
D 5.1.4
§ 10 Absatz 1 Nummer 4 AltölV
(Vermischungsverbote)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 4 Absatz 3
234
AltölV Altöle untereinander mischt,
(5 bis 100.000)
1.000 bis 50.000
D 5.1.5
§ 10 Absatz 1 Nummer 5 AltölV
(Trennungsgebot)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 4 Absatz 6
Satz 1
235
AltölV Altöle nicht getrennt hält
(5 bis 100.000)
1.000 bis 5.000
D 5.1.6
§ 10 Absatz 1 Nummer 6 AltölV
(Altölannahmestelle bei Abgabe an Endverbraucher)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 8 Absatz 1
236
AltölV eine Annahmestelle nicht oder nicht rechtzeitig
einrichtet und nicht, nicht richtig oder nicht rechtzeitig
nachweist oder einen Hinweis nicht, nicht richtig oder
nicht in der vorgeschriebenen Weise gibt
(5 bis 100.000)
500 bis 20.000
D 5.2
Ordnungswidrigkeiten nach § 69 Absatz 2 Nummer
15 KrWG in Verbindung mit § 10 Absatz 2 AltölV
D 5.2.1
§ 10 Absatz 2 Nummer 1 AltölV
(Überlassung von Proben)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 5 Absatz 4
237
AltölV die zuständige Behörde nicht oder nicht
rechtzeitig unterrichtet oder die Rückstellprobe nicht
oder nicht rechtzeitig überlässt
(5 bis 10.000)
250 bis 5.000
234
§ 4 Absatz 3 AltölV:
„Altöle unterschiedlicher Sammelkategorien nach Anlage 1 dürfen nicht
untereinander gemischt werden.“
235
§ 4 Absatz 6 Satz 1 AltölV:
„Abweichend von Absatz 3 sind Altöle der Sammelkategorien 1 bis 4
nach Anlage 1 von Erzeugern, Einsammlern, Beförderern und Entsorgern nach Abfallschlüsseln
getrennt zu halten, soweit dies in der Genehmigung nach § 4 Absatz1 des Bundes-
Immissionsschutzgesetzes
für
die
Altölentsorgungsanlage
oder
in
der
Bestätigung
des
Entsorgungsnachweises
nach
§
5
Absatz1
Satz
1
oder
in
der
Bestätigung
des
Sammelentsorgungsnachweises nach § 9 Absatz3 in Verbindung mit § 5 Absatz1 Satz 1 oder der
Freistellung nach § 7 Absatz1 Nummer2 der Nachweisverordnung angeordnet ist.“
236
§ 8 Absatz 1 AltölV:
„Wer gewerbsmäßig Verbrennungsmotoren- oder Getriebeöl an
Endverbraucher abgibt, hat vor einer Abgabe eine Annahmestelle nach Absatz 1a für solche
gebrauchten Öle einzurichten oder eine solche durch entsprechende vertragliche Vereinbarung
nachzuweisen. Bei der Abgabe an private Endverbraucher ist durch leicht erkennbare und lesbare
Schrifttafeln am Ort des Verkaufs auf die Annahmestelle nach Absatz 1a hinzuweisen.“
237
§ 5 Absatz 4 AltölV:
„Ergibt die Untersuchung nach Absatz 2, dass die Grenzwerte nach § 3
Absatz1 Satz 1 überschritten sind, hat der nach Absatz 2 Satz 1 Untersuchungspflichtige die für das
Unternehmen des Altöleinsammlers zuständige Behörde unverzüglich zu unterrichten. Die nach
Absatz 1 Satz 2 und Absatz 3 Satz 2 zur Aufbewahrung von Rückstellproben Verpflichteten haben die
Rückstellproben der zuständigen Behörde auf Verlangen zu überlassen.

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
57
D 5.2.2
§ 10 Absatz 2 Nummer 2 AltölV
(Kennzeichnungspflicht für Gebinde)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 7
238
AltölV
Verbrennungsmotorenöle oder Getriebeöle in Gebinden
in den Verkehr bringt.
(5 bis 10.000)
500 bis 50.000
Nummer
Zuwiderhandlung
(Gesetzlicher
Bußgeldrahmen in Euro)
Regel- und Rahmensätze
in Euro
D 6
Verordnung über Stoffe, die die Ozonschicht
schädigen (Chemikalien-Ozonschichtverordnung -
ChemOzonSchichtV)
D 6.1
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG
in
Verbindung
mit
§
6
Absatz
3
ChemOzonSchichtV
(Rücknahmepflichten)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 3 Absatz 2
Satz 1
239
ChemOzonSchichtV einen dort genannten
Stoff nicht zurücknimmt und die Rücknahme durch einen
Dritten nicht sicherstellt
(5 bis 100.000)
2.500 bis 50.000
D 6.2
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG
in
Verbindung
mit
§
6
Absatz
5
ChemOzonSchichtV
(Führen und Vorlage einer Aufzeichnung)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 3 Absatz 3
Satz 1 oder Satz 2
240
ChemOzonSchichtV eine dort
genannte Aufzeichnung nicht, nicht richtig oder nicht
vollständig führt, nicht oder nicht mindestens drei Jahre
aufbewahrt oder nicht oder nicht rechtzeitig vorlegt
(5 bis 10.000)
250 bis 3.000
238
§ 7 AltölV:
„Verbrennungsmotoren- oder Getriebeöle dürfen in Gebinden nur in Verkehr gebracht
werden, wenn sie durch Aufdruck oder Aufkleber folgendermaßen gekennzeichnet sind: "Dieses Öl
gehört nach Gebrauch in eine Altölannahmestelle! Unsachgemäße Beseitigung von Altöl gefährdet die
Umwelt! Jede Beimischung von Fremdstoffen wie Lösemitteln, Brems- und Kühlflüssigkeiten ist
verboten."
239
§ 3 Absatz 2 Satz 1 ChemOzonSchichtV
: „Hersteller und Vertreiber der in Absatz 1 genannten
Stoffe sind verpflichtet, diese nach Gebrauch zurückzunehmen oder die Rücknahme durch einen von
ihnen bestimmten Dritten sicherzustellen.“
240
§ 3 Absatz 3 Satz 1 oder Satz 2 ChemOzonSchichtV:
„Wer
1. nach Absatz 2 Stoffe zurücknimmt oder
2. als Betreiber einer Entsorgungsanlage in Absatz 1 genannte Stoffe entsorgt,
hat über Art und Menge der zurückgenommenen oder entsorgten Stoffe sowie über deren Verbleib
Aufzeichnungen zu führen. Die Aufzeichnungen sind nach ihrer Erstellung mindestens drei Jahre lang
aufzubewahren und der zuständigen Behörde auf Verlangen vorzulegen.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
58
Nummer
Zuwiderhandlung
(Gesetzlicher
Bußgeldrahmen in Euro)
Regel- und Rahmensätze
in Euro
D 7
Verordnung
zum
Schutz
des
Klimas
vor
Veränderungen durch den Eintrag bestimmter
fluorierter
Treibhausgase
(Chemikalien-
Klimaschutzverordnung - ChemKlimaschutzV)
D 7.1
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG
in
Verbindung
mit
§
8
Absatz
3
ChemKlimaschutzV
(Rücknahme fluorierter Treibhausgase)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 4 Absatz 2
Satz 1
241
ChemKlimaschutzV fluorierte Treibhausgase
nicht zurücknimmt oder die Rücknahme durch einen
Dritten nicht sicherstellt
(5 bis 100.000)
500 bis 20.000
D 7.2
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG
in
Verbindung
mit
§
8
Absatz
4
ChemKlimaschutzV
(Führen und Vorlage einer Aufzeichnung)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 4 Absatz 3
Satz 1 oder Satz 2
242
ChemKlimaschutzV eine dort
genannte Aufzeichnung nicht, nicht richtig oder nicht
vollständig führt, nicht oder nicht mindestens fünf Jahre
aufbewahrt oder nicht oder nicht rechtzeitig vorlegt
(5 bis 10.000)
500 bis 10.000
241
§ 4 Absatz 2 Satz 1 ChemKlimaschutzV
: „Die Hersteller und Vertreiber von fluorierten
Treibhausgasen sind verpflichtet, diese nach Gebrauch zurückzunehmen oder die Rücknahme durch
einen von ihnen bestimmten Dritten sicherzustellen.“
242
§ 4 Absatz 3 Satz 1 oder Satz 2 ChemKlimaschutzV:
„Wer
1. nach Absatz 2 fluorierte Treibhausgase zurücknimmt oder
2. als Betreiber einer Entsorgungsanlage fluorierte Treibhausgase entsorgt,
hat über Art und Menge der zurückgenommenen oder entsorgten Stoffe und Zubereitungen sowie
über deren Verbleib Aufzeichnungen zu führen. Die Aufzeichnungen sind nach ihrer Erstellung
mindestens fünf Jahre lang aufzubewahren und der zuständigen Behörde auf Verlangen vorzulegen.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
59
Nummer
Zuwiderhandlung
(Gesetzlicher
Bußgeldrahmen in Euro)
Regel- und Rahmensätze
in Euro
D 8
Verordnung über die Entsorgung gebrauchter
halogenierter Lösemittel (HKWAbfV)
D 8.1
Ordnungswidrigkeit nach § 18 Absatz 1 Nummer 11
Abfallgesetz in Verbindung mit § 6 Absatz 1
HKWAbfV
D 8.1.1
Ordnungswidrigkeit nach § 18 Absatz 1 Nummer 11
Abfallgesetz in Verbindung mit § 6 Absatz 1 Nummer
1 HKWAbfV
(als Abfall zu entsorgende Lösungsmittel)
wer vorsätzlich oder fahrlässig Lösemittel, die nach
Gebrauch als Abfall entsorgt werden müssen,
a) entgegen § 2 Absatz 1 HKWAbfV
243
nicht getrennt
hält oder
b) entgegen § 2 Absatz 2 HKWAbfV
244
vermischt
(5 EUR bis 100.000 DM)
500 bis 50.000
D 8.1.2
Ordnungswidrigkeit nach § 18 Absatz 1 Nummer 11
Abfallgesetz in Verbindung mit § 6 Absatz 1 Nummer
2 HKWAbfV
(Rücknahme von Lösungsmitteln)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 3 Absatz 1 in
Verbindung mit Absatz 2
245
HKWAbfV Lösemittel nicht
zurücknimmt oder die Rücknahme nicht sicherstellt,
(5 EUR bis 100.000 DM)
500 bis 50.000
243
§ 2 Absatz 1 HKWAbfV
: „Betreiber der in § 1 Absatz1 genannten Anlagen haben Lösemittel nach
Gebrauch getrennt entsprechend dem Hauptbestandteil des jeweiligen Ausgangsproduktes wie
Dichlormethan
(Methylenchlorid),
Trichlormethan
Tetrachlormethan,
1,2-Dichlorethan,
1,1,1-
Trichlorethan
(Methylchloroform),
Trichlorethen
(Trichlorethylen,
TRI),
Tetrachlorethen
(Perchlorethylen, PER), Trichlorfluormethan (R-11), 1,1,2,2-Tetrachlor-1,2-difluorethan (R-112) oder
Trichlor-1,2,2-trifluorethan (R-113) zu halten.“
244
§ 2 Absatz 2 HKWAbfV:
„Es ist verboten, Lösemittel unterschiedlicher Ausgangsprodukte nach
Gebrauch untereinander oder mit anderen Stoffen oder Abfällen, insbesondere solchen im Sinne des
§ 2 Absatz2 des Abfallgesetzes, zu vermischen.“
245
§ 3 Absatz 1 und Absatz 2 HKWAbfV:
„(1) Wer als Vertreiber Lösemittel in Mengen von 10 l oder
mehr innerhalb eines Monats an einen Betreiber der in § 1 Absatz1 genannten Anlagen abgibt, ist
verpflichtet, von diesem Betreiber die nach § 2 Absatz2 unvermischten gebrauchten Lösemittel
zurückzunehmen oder die Rücknahme durch einen von ihm zu bestimmenden Dritten sicherzustellen.
(2) Die Rücknahmeverpflichtung nach Absatz 1 bezieht sich auf Art und Menge der abgegebenen
Lösemittel, zuzüglich der verfahrensbedingt bei ordnungsgemäßem Gebrauch hinzugekommenen
oder hinzugefügten sonstigen Stoffe oder Zubereitungen.

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
60
D 8.1.3
Ordnungswidrigkeit nach § 18 Absatz 1 Nummer 11
Abfallgesetz in Verbindung mit § 6 Absatz 1 Nummer
3 HKWAbfV
(Erklärung zur Verwendung von Lösungsmitteln)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 4 Satz 1
246
HKWAbfV eine Erklärung über die Art und Verwendung
eines in Nummer 1 genannten Lösemittels nicht, nicht
richtig oder nicht vollständig abgibt
(5 EUR bis 100.000 DM)
250 bis 3.000
D 8.1.4
Ordnungswidrigkeit nach § 18 Absatz 1 Nummer 11
Abfallgesetz in Verbindung mit § 6 Absatz 1 Nummer
4 HKWAbfV
(fehlende Kennzeichnung)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 5
247
HKWAbfV
Lösemittel
ohne
die
vorgeschriebene
Kennzeichnung in Verkehr bringt
(5 EUR bis 100.000 DM)
250 bis 3.000
D 8.2
Ordnungswidrigkeit nach § 62 Absatz 1 Nummer 2
des
Bundes-Immissionsschutzgesetzes
in
Verbindung mit § 6 Absatz 2 HKWAbfV
D 8.2.1
Ordnungswidrigkeit nach § 62 Absatz 1 Nummer 2
des
Bundes-Immissionsschutzgesetzes
in
Verbindung mit § 6 Absatz 2 Nummer 1 HKWAbfV
(als Reststoff zu entsorgende Lösungsmittel)
wer vorsätzlich oder fahrlässig Lösemittel, die nach
Gebrauch als Reststoff verwertet werden müssen,
a) entgegen § 2 Absatz 1
248
HKWAbfV nicht getrennt
hält oder
b) entgegen § 2 Absatz 2
249
HKWAbfV vermischt
(5 bis 50.000)
250 bis 3.000
246
§ 4 Satz 1 HKWAbfV
: „Nimmt der Betreiber der in § 1 Absatz1 genannten Anlagen nach § 3
Absatz1 den Vertreiber auf Rücknahme gebrauchter Lösemittel in Anspruch, so hat er gegenüber dem
Vertreiber oder dem von ihm bestimmten Dritten eine Erklärung über die Art und Verwendung der
Lösemittel nach dem in der Anlage zu dieser Verordnung enthaltenen Muster abzugeben.“
247
§ 5 HKWAbfV:
„Lösemittel dürfen in Gebinden nur in Verkehr gebracht werden, wenn diese durch
leicht erkennbaren und lesbaren Aufdruck, Prägung oder Aufkleber folgendermaßen gekennzeichnet
sind: "Dieses Lösemittel ist nach Gebrauch einer Verwertung oder Entsorgung zuzuführen!
Unsachgemäße Beseitigung gefährdet die Umwelt! Nach Gebrauch ist jede Beimischung von
Fremdstoffen oder Lösemitteln anderer Art verboten". Darüber hinaus muß die Kennzeichnung den
Hauptbestandteil des Ausgangsproduktes (§ 2 Absatz1) und den Siedepunkt (§ 1 Absatz2)
ausweisen. Bei loser Ware muß die Kennzeichnung nach den Sätzen 1 und 2 in den Begleitpapieren
erfolgen.“
248
§ 2 Absatz 1 HKWAbfV
: „Betreiber der in § 1 Absatz1 genannten Anlagen haben Lösemittel nach
Gebrauch getrennt entsprechend dem Hauptbestandteil des jeweiligen Ausgangsproduktes wie
Dichlormethan
(Methylenchlorid),
Trichlormethan
Tetrachlormethan,
1,2-Dichlorethan,
1,1,1-
Trichlorethan
(Methylchloroform),
Trichlorethen
(Trichlorethylen,
TRI),
Tetrachlorethen
(Perchlorethylen, PER), Trichlorfluormethan (R-11), 1,1,2,2-Tetrachlor-1,2-difluorethan (R-112) oder
Trichlor-1,2,2-trifluorethan (R-113) zu halten.“
249
§ 2 Absatz 2 HKWAbfV
: „Es ist verboten, Lösemittel unterschiedlicher Ausgangsprodukte nach
Gebrauch untereinander oder mit anderen Stoffen oder Abfällen, insbesondere solchen im Sinne des
§ 2 Absatz2 des Abfallgesetzes, zu vermischen.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
61
D 8.2.2
Ordnungswidrigkeit nach § 62 Absatz 1 Nummer 2
des
Bundes-Immissionsschutzgesetzes
in
Verbindung mit § 6 Absatz 2 Nummer 2 HKWAbfV
(Erklärung zur Verwendung von Lösungsmitteln)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 4 Satz 1
250
HKWAbfV eine Erklärung über die Art und Verwendung
eines in Nummer 1 genannten Lösemittels nicht, nicht
richtig oder nicht vollständig abgibt
(5 bis 50.000)
250 bis 3.000
Nummer
Zuwiderhandlung
(Gesetzlicher
Bußgeldrahmen in Euro)
Regel- und Rahmensätze
in Euro
D 9
Verordnung über die Entsorgung polychlorierter
Biphenyle, polychlorierter Terphenyle und
halogenierter Monomethyldiphenylmethane (Artikel
1 der Verordnung über die Entsorgung
polychlorierter Biphenyle, polychlorierter
Terphenyle sowie halogenierter
Monomethyldiphenylmethane und zur Änderung
chemikalienrechtlicher Vorschriften)
(PCB/PCTAbfallverordnung - PCBAbfallV)
D 9
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 5 PCBAbfallV
(Beseitigungspflicht)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 2 Absatz 1
Satz 1
251
in Verbindung mit Absatz 4
252
oder 5
253
PCBAbfallV PCB nicht, nicht richtig, nicht vollständig
oder nicht rechtzeitig beseitigt
(5 bis 100.000)
500 bis 50.000
250
§ 4 Satz 1 HKWAbfV:
„Nimmt der Betreiber der in § 1 Absatz1 genannten Anlagen nach § 3
Absatz1 den Vertreiber auf Rücknahme gebrauchter Lösemittel in Anspruch, so hat er gegenüber dem
Vertreiber oder dem von ihm bestimmten Dritten eine Erklärung über die Art und Verwendung der
Lösemittel nach dem in der Anlage zu dieser Verordnung enthaltenen Muster abzugeben.“
251
§ 2 Absatz 1 Satz 1 PCBAbfallV:
„Der Besitzer hat PCB unverzüglich zu beseitigen.“
252
§ 2 Absatz 4 PCBAbfallV:
„Die Entsorgung von PCB darf nur in einer hierfür nach § 4 des
Bundes-Immissionsschutzgesetzes oder nach § 35 Absatz 2 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes
zugelassenen Anlage erfolgen.“
253
§ 2 Absatz 5 PCBAbfallV:
„Die Beseitigung von PCB darf nur mit den Verfahren D8, D9 oder D15,
dem sich die Verfahren D10 oder D12 entsprechend Anlage 1 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes
anschließen, sowie D10 oder D12 erfolgen. Bei dem Verfahren D12 dürfen Abfälle nach § 1 Absatz2
Nummer3, deren Flüssigkeit abgelassen worden ist, in zugelassenen Untertagedeponien im
Salzgestein nur abgelagert werden, soweit die Nutzung eines Verfahrens D9 oder D10 technisch nicht
möglich oder wirtschaftlich nicht zumutbar ist.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
62
Nummer
Zuwiderhandlung
(Gesetzlicher
Bußgeldrahmen in Euro)
Regel- und Rahmensätze
in Euro
D 10
Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme
und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro-
und Elektronikgeräten (Elektro- und
Elektronikgerätegesetz – ElektrG)
D 10.1
Ordnungswidrigkeit nach § 45 Absatz 1 Nummer 1
ElektroG
(Pflicht zur Registrierung)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 6 Absatz 1
Satz 1 ElektroG
254
sich nicht oder nicht rechtzeitig
registrieren lässt,
(5 bis 100.000)
500 bis 50.000
D 10.2
Ordnungswidrigkeit nach § 45 Absatz 1 Nummer 2
ElektroG
(Mitteilungspflichten)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 6 Absatz 1
Satz 4
255
oder § 8 Absatz 3 Satz 4
256
ElektroG eine
Mitteilung nicht, nicht richtig oder nicht rechtzeitig macht,
(5 bis 100.000)
500 bis 20.000
D 10.3
Ordnungswidrigkeit nach § 45 Absatz 1 Nummer 3
ElektroG
(Inverkehrbringen ohne Registrierung)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 6 Absatz 2
Satz 1
257
ElektroG ein Elektro- oder Elektronikgerät in
Verkehr bringt,
(5 bis 100.000)
500 bis 50.000
D 10.4
Ordnungswidrigkeit nach § 45 Absatz 1 Nummer 4
ElektroG
(Verkauf ohne Registrierung)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 6 Absatz 2
Satz 2 ElektroG
258
ein Elektro- oder Elektronikgerät zum
Verkauf anbietet,
(5 bis 100.000)
500 bis 20.000
254
§ 6 Absatz 1 Satz 1 ElektroG:
„Bevor ein Hersteller Elektro- oder Elektronikgeräte in Verkehr
bringt, ist er oder im Fall der Bevollmächtigung nach § 8 sein Bevollmächtigter verpflichtet, sich bei der
zuständigen Behörde mit der Geräteart und Marke registrieren zu lassen.“
255
§ 6 Absatz 1 Satz 4 ElektroG:
„Der Hersteller oder im Fall der Bevollmächtigung nach § 8 sein
Bevollmächtigter hat der zuständigen Behörde Änderungen von im Registrierungsantrag enthaltenen
Daten sowie die dauerhafte Aufgabe des Inverkehrbringens unverzüglich mitzuteilen.“
256
§ 8 Absatz 3 Satz 4 ElektroG:
„Sie darf nur erteilt werden, wenn die Voraussetzungen nach
Absatz 1 vorliegen.“
257
§ 6 Absatz 2 Satz 1 ElektroG:
„Hersteller dürfen Elektro- oder Elektronikgeräte nicht in Verkehr
bringen, wenn sie oder im Fall der Bevollmächtigung nach § 8 deren Bevollmächtigte nicht oder nicht
ordnungsgemäß registriert sind.“
258
§ 6 Absatz 2 Satz 2 ElektroG:
„Vertreiber dürfen Elektro- oder Elektronikgeräte nicht zum Verkauf
anbieten, wenn die Hersteller dieser Geräte oder im Fall der Bevollmächtigung nach § 8 deren
Bevollmächtigte entgegen Absatz 1 Satz 1 nicht oder nicht ordnungsgemäß registriert sind.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
63
D 10.5
Ordnungswidrigkeit nach § 45 Absatz 1 Nummer 5
ElektroG
(Nichtausweisen der Registrierungsnummer)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 6 Absatz 3
ElektroG
259
die Registrierungsnummer nicht ausweist,
(5 bis 100.000)
250 bis 5.000
D 10.6
Ordnungswidrigkeit nach § 45 Absatz 1 Nummer 6
ElektroG
(Ausweisen von Entsorgungskosten)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 7 Absatz 4
260
ElektroG die dort genannten Kosten ausweist,
(5 bis 100.000)
5.000 bis 50.000
D 10.7
Ordnungswidrigkeit nach § 45 Absatz 1 Nummer 7
ElektroG
(Benennung des Bevollmächtigten)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 8 Absatz 3
Satz
1
oder
Absatz
5
261
ElektroG
einen
Bevollmächtigten nicht benennt,
(5 bis 100.000)
500 bis 20.000
D 10.8
Ordnungswidrigkeit nach § 45 Absatz 1 Nummer 8
ElektroG
(Kennzeichnung)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 9
262
ElektroG
Elektro- oder Elektronikgeräte nicht oder nicht richtig
kennzeichnet,
(5 bis 100.000)
500 bis 20.000
259
§ 6 Absatz 3 ElektroG:
„Jeder Hersteller ist verpflichtet, beim Anbieten und auf Rechnungen seine
Registrierungsnummer anzugeben.“
260
§ 7 Absatz 4 ElektroG:
„Der Hersteller darf die Kosten für die Entsorgung von Elektro- und
Elektronikgeräten gegenüber dem Endkunden nicht ausweisen.“
261
§ 8 Absatz 3 Satz 1 und Absatz 5 ElektroG
: „Der Hersteller hat den Bevollmächtigten der
zuständigen Behörde unverzüglich zu benennen. […] Eine natürliche oder juristische Person oder
Personengesellschaft, die im Geltungsbereich dieses Gesetzes niedergelassen ist und Geräte
gewerbsmäßig unter Verwendung von Fernkommunikationsmitteln in einem anderen Mitgliedstaat der
Europäischen Union, in dem sie nicht niedergelassen ist, unmittelbar für Endnutzer bereitstellt, ist
verpflichtet, vor der Bereitstellung auf dem Markt dieses Mitgliedstaates eine dort niedergelassene
natürliche oder juristische Person oder Personengesellschaft zu bevollmächtigen, die dort für die
Erfüllung ihrer Pflichten nach der Richtlinie 2012/19/EU des Europäischen Parlaments und des Rates
vom 4. Juli 2012 über Elektro- und Elektronik-Altgeräte (ABl. L 197 vom 24.7.2012, S. 38)
verantwortlich ist.“
262
§ 9 ElektroG:
„(1) Elektro- und Elektronikgeräte, die nach den in § 3 Nummer 4 genannten
Zeitpunkten in Verkehr gebracht werden, sind vor dem Inverkehrbringen auf dem europäischen Markt
dauerhaft so zu kennzeichnen, dass der Hersteller eindeutig zu identifizieren ist und festgestellt
werden kann, dass das Gerät nach dem jeweiligen in § 3 Nummer 4 genannten Zeitpunkt erstmals auf
dem europäischen Markt in Verkehr gebracht wurde. (2) Die Geräte nach Absatz 1 sind außerdem mit
dem Symbol nach Anlage 3 dauerhaft zu kennzeichnen, sofern eine Garantie nach § 7 Absatz 1
erforderlich ist. 2Sofern es in Ausnahmefällen auf Grund der Größe oder der Funktion des Elektro-
oder Elektronikgerätes erforderlich ist, ist das Symbol statt auf dem Gerät auf die Verpackung, die
Gebrauchsanweisung oder den Garantieschein für das Elektro- oder Elektronikgerät aufzudrucken.
3Satz 2 gilt auch für die Kennzeichnung mit Blick auf den Zeitpunkt des Inverkehrbringens nach
Absatz 1, sofern die Kennzeichnung gemeinsam mit dem Symbol nach Satz 1 erfolgt.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
64
D 10.9
Ordnungswidrigkeit nach § 45 Absatz 1 Nummer 9
ElektroG
(Erfassung von Altgeräten)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 12 Satz 1
263
ElektroG eine Erfassung durchführt,
(5 bis 100.000)
500 bis 20.000
D 10.10
Ordnungswidrigkeit nach § 45 Absatz 1 Nummer 10
ElektroG
(Abholen der Behältnisse)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 16 Absatz 1
Satz 1
264
ElektroG ein dort genanntes Behältnis nicht
oder nicht rechtzeitig abholt,
(5 bis 10.000)
500 bis 10.000
D 10.11
Ordnungswidrigkeit nach § 45 Absatz 1 Nummer 11
ElektroG
(Behandlung von Altgeräten oder Bauteilen)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 16 Absatz
2
265
oder § 17 Absatz 5 Satz 1
266
ElektroG ein Altgerät
oder eines seiner Bauteile nicht oder nicht richtig
wiederverwendet, nicht, nicht richtig oder nicht in der
vorgeschriebenen Weise behandelt oder nicht, nicht
richtig oder nicht in der vorgeschriebenen Weise
entsorgt,
(5 bis 10.000)
2.500 bis 10.000
263
§ 12 Satz 1 ElektroG
: „Die Erfassung von Altgeräten aus privaten Haushalten darf nur von
öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern, Vertreibern sowie Herstellern oder im Fall der
Bevollmächtigung nach § 8 deren Bevollmächtigten vorgenommen werden.“
264
§ 16 Absatz 1 Satz 1 ElektroG:
„Der Hersteller oder im Fall der Bevollmächtigung nach § 8
dessen Bevollmächtigter ist verpflichtet, die nach § 14 Absatz 1 Satz 1 bereitgestellten Behältnisse
entsprechend der Zuweisung der zuständigen Behörde nach § 38 Absatz 3 Satz 1 unverzüglich
abzuholen, spätestens jedoch mit Ablauf der Nachfrist nach § 38 Absatz 3 Satz 2.“
265
§ 16 Absatz 2 ElektroG:
„Der Hersteller oder im Fall der Bevollmächtigung nach § 8 dessen
Bevollmächtigter ist verpflichtet, die nach Absatz 1 abgeholten Altgeräte oder deren Bauteile
wiederzuverwenden oder nach § 20 zu behandeln und nach § 22 zu entsorgen.“
266
§ 17 Absatz 5 Satz 1 ElektroG:
„Übergeben die Vertreiber zurückgenommene Altgeräte oder
deren Bauteile nicht den Herstellern, im Fall der Bevollmächtigung nach § 8 deren Bevollmächtigten
oder
den
öffentlich-rechtlichen
Entsorgungsträgern,
sind
sie
verpflichtet,
die
Altgeräte
wiederzuverwenden oder nach § 20 zu behandeln und nach § 22 zu entsorgen.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
65
D 10.12
Ordnungswidrigkeit nach § 45 Absatz 1 Nummer 12
ElektroG
(Zuverfügungstellen von Daten)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 16 Absatz
2
267
oder § 17 Absatz 5 Satz 1
268
jeweils in Verbindung
mit § 22 Absatz 3 Satz 1
269
ElektroG die dort genannten
Daten nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht
rechtzeitig zur Verfügung stellt,
(5 bis 100.000)
5.000 bis 50.000
D 10.13
Ordnungswidrigkeit nach § 45 Absatz 1 Nummer 13
ElektroG
(Aufstellen von Behältnissen)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 16 Absatz
3
270
ElektroG ein leeres Behältnis nicht oder nicht
rechtzeitig aufstellt,
(5 bis 10.000)
500 bis 10.000
D 10.14
Ordnungswidrigkeit nach § 45 Absatz 1 Nummer 14
ElektroG
(Erstbehandlung ohne Zertifizierung)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 21 Absatz
1
271
ElektroG ohne Zertifizierung eine Erstbehandlung
durchführt,
(5 bis 10.000)
500 bis 10.000
267
§ 16 Absatz 2 ElektroG:
„Der Hersteller oder im Fall der Bevollmächtigung nach § 8 dessen
Bevollmächtigter ist verpflichtet, die nach Absatz 1 abgeholten Altgeräte oder deren Bauteile
wiederzuverwenden oder nach § 20 zu behandeln und nach § 22 zu entsorgen.“
268
§ 17 Absatz 5 Satz 1 ElektroG:
„Übergeben die Vertreiber zurückgenommene Altgeräte oder
deren Bauteile nicht den Herstellern, im Fall der Bevollmächtigung nach § 8 deren Bevollmächtigten
oder
den
öffentlich-rechtlichen
Entsorgungsträgern,
sind
sie
verpflichtet,
die
Altgeräte
wiederzuverwenden oder nach § 20 zu behandeln und nach § 22 zu entsorgen.“
269
§ 22 Absatz 3 Satz 1 ElektroG:
„Im Rahmen der Zertifizierung nach § 21 Absatz 2 und 3 muss der
Betreiber der Erstbehandlungsanlage nachweisen, dass er alle Aufzeichnungen über das Gewicht der
Altgeräte, ihrer Bauteile, Werkstoffe und Stoffe führt, wenn diese
1. der Erstbehandlungsanlage zugeführt werden,
2. die Erstbehandlungsanlage verlassen,
3. der Verwertungsanlage zugeführt werden und
4. die Verwertungsanlage verlassen.“
270
§ 16 Absatz 3 ElektroG:
„Der Hersteller oder im Fall der Bevollmächtigung nach § 8 dessen
Bevollmächtigter ist verpflichtet, nach Abholung der Behältnisse nach Absatz 1 entsprechend der
Anordnung der zuständigen Behörde nach § 15 Absatz 4 Satz 1 unverzüglich leere Behältnisse
aufzustellen.“
271
§ 21 Absatz 1 ElektroG:
„Die Erstbehandlung von Altgeräten darf ausschließlich durch zertifizierte
Erstbehandlungsanlagen durchgeführt werden.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
66
D 10.15
Ordnungswidrigkeit nach § 45 Absatz 1 Nummer 15
ElektroG
(Mitteilungspflichten)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 27 Absatz
1,
272
§ 29 Absatz 1
273
oder § 30 Absatz 1
274
ElektroG
eine Mitteilung nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder
nicht rechtzeitig macht.
(5 bis 10.000)
500 bis 10.000
272
§ 27 Absatz 1 ElektroG: „
Jeder Hersteller oder im Fall der Bevollmächtigung nach § 8 dessen
Bevollmächtigter hat der Gemeinsamen Stelle zu den in Absatz 2 genannten Zeitpunkten unter
Angabe seiner Registrierungsnummer und des Berichtszeitraumes Folgendes gemäß den Sätzen 2
und 3 mitzuteilen:
1. monatlich die vom Hersteller je Geräteart in Verkehr gebrachten Elektro- und Elektronikgeräte; die
Menge der vom Hersteller in Verkehr gebrachten Geräte, für die eine Garantie nach § 7 Absatz 1
Satz 1 erforderlich ist, ist gesondert auszuweisen,
2. monatlich die je Geräteart ins Ausland verbrachten Elektro- und Elektronikgeräte, die zuvor vom
Hersteller nach Nummer 1 in Verkehr gebracht worden sind,
3. unverzüglich nach jeder Abholung die von ihm je Gruppe nach § 16 Absatz 1 Satz 1 bei den
öffentlich-
rechtlichen Entsorgungsträgern abgeholten Altgeräte,
4. monatlich die von ihm je Geräteart nach § 16 Absatz 5 zurückgenommenen Altgeräte,
5. die von ihm je Geräteart und Kategorie im Kalenderjahr zurückgenommenen Altgeräte, für die keine
Garantie nach § 7 Absatz 1 Satz 1 erforderlich ist,
6. die von ihm je Kategorie im Kalenderjahr zur Wiederverwendung vorbereiteten und recycelten
Altgeräte,
7. die von ihm je Kategorie im Kalenderjahr verwerteten Altgeräte,
8. die von ihm je Kategorie im Kalenderjahr beseitigten Altgeräte und
9. die von ihm je Kategorie im Kalenderjahr in Länder der Europäischen Union oder in Drittstaaten zur
Behandlung ausgeführten Altgeräte.
Bei diesen Mitteilungen sind Gasentladungslampen und sonstige Lampen gesondert auszuweisen.
Soweit der Hersteller keine Geräte in Verkehr gebracht hat, ist der Betrag mit null anzugeben
(Nullmenge). Die Mitteilungen müssen die Formatvorgaben der Gemeinsamen Stelle gemäß § 33
Absatz 1 Satz 4 erfüllen.“
273
§ 29 Absatz 1 ElektroG:
„Jeder Vertreiber hat der Gemeinsamen Stelle im Fall des § 17 Absatz 5
bis zum 30. April des folgenden Kalenderjahres Folgendes gemäß den Sätzen 2 und 3 mitzuteilen:
1. die von ihm je Kategorie im Kalenderjahr zurückgenommenen Altgeräte,
2. die von ihm je Kategorie im Kalenderjahr zur Wiederverwendung vorbereiteten und recycelten
Altgeräte,
3. die von ihm je Kategorie im Kalenderjahr verwerteten Altgeräte,
4. die von ihm je Kategorie im Kalenderjahr beseitigten Altgeräte und
5. die von ihm je Kategorie im Kalenderjahr in Länder der Europäischen Union oder in Drittstaaten zur
Behandlung ausgeführten Altgeräte.
Bei diesen Mitteilungen sind Gasentladungslampen und sonstige Lampen gesondert auszuweisen.
Die Mitteilungen müssen die Formatvorgaben der Gemeinsamen Stelle gemäß § 33 Absatz 1 Satz 4
erfüllen.
274
§ 30 Absatz 1 ElektroG
: „Jeder entsorgungspflichtige Besitzer nach § 19 hat der Gemeinsamen
Stelle, sofern er die Altgeräte nicht einem Hersteller übergibt, bis zum 30. April des folgenden
Kalenderjahres Folgendes gemäß den Sätzen 2 und 3 mitzuteilen:
1. die von ihm je Kategorie im Kalenderjahr zur Wiederverwendung vorbereiteten und recycelten
Altgeräte,
2. die von ihm je Kategorie im Kalenderjahr verwerteten Altgeräte,
3. die von ihm je Kategorie im Kalenderjahr beseitigten Altgeräte und
4. die von ihm je Kategorie im Kalenderjahr in Länder der Europäischen Union oder in Drittstaaten zur
Behandlung ausgeführten Altgeräte.
Bei diesen Mitteilungen sind Gasentladungslampen und sonstige Lampen gesondert auszuweisen.
Die Mitteilungen müssen die Formatvorgaben der Gemeinsamen Stelle gemäß § 33 Absatz 1 Satz 4
erfüllen.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
67
Nummer
Zuwiderhandlung
(Gesetzlicher
Bußgeldrahmen in Euro)
Regel- und Rahmensätze
in Euro
D 11
Verordnung zur Beschränkung der Verwendung
gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten
(Elektro- und Elektronikgeräte-Stoff-Verordnung -
ElektroStoffV)
D 11.1
Ordnungswidrigkeiten nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 14 Absatz 1 ElektroStoffV
(Unzulässiges Inverkehrbringen)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 3 Absatz 1
275
ElektroStoffV ein Elektro- oder Elektronikgerät in
Verkehr bringt
(5 bis 100.000)
500 bis 20.000
D 11.2.
Ordnungswidrigkeiten nach § 39 Absatz 1 Nummer 7
Buchstabe a des Produktsicherheitsgesetzes in
Verbindung mit § 14 Absatz 2 ElektroStoffV
D 11.2.1
Ordnungswidrigkeiten nach § 39 Absatz 1 Nummer 7
Buchstabe a des Produktsicherheitsgesetzes in
Verbindung
mit
§
14
Absatz
2
Nummer
1
ElektroStoffV
(Unzulässiges Inverkehrbringen)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 3 Absatz 2
Satz 1 Nummer 3
276
ElektroStoffV ein Elektro- und
Elektronikgerät in Verkehr bringt
(5 bis 100.000)
500 bis 20.000
D 11.2.2
Ordnungswidrigkeiten nach § 39 Absatz 1 Nummer 7
Buchstabe a des Produktsicherheitsgesetzes in
Verbindung
mit
§
14
Absatz
2
Nummer
2
ElektroStoffV
(Kennzeichenpflicht)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 5 Absatz 1
Satz 1
277
ElektroStoffV nicht sicherstellt, dass ein
Elektro- oder Elektronikgerät ein dort genanntes
Kennzeichen trägt
(5 bis 100.000)
500 bis 20.000
275
§ 3 Absatz 1 ElektroStoffV:
„Elektro- und Elektronikgeräte einschließlich Kabeln und Ersatzteilen
dürfen nur in Verkehr gebracht werden, wenn die zulässigen Höchstkonzentrationen folgender Stoffe
nicht überschritten werden:
1. 0,1 Gewichtsprozent Blei, Quecksilber, sechswertiges Chrom, polybromiertes Biphenyl (PBB) oder
polybromierte Diphenylether (PBDE) je homogenen Werkstoff oder
2. 0,01 Gewichtsprozent Cadmium je homogenen Werkstoff.
276
§ 3 Absatz 2 Satz 1 Nummer 3 ElektroStoffV
: „Unbeschadet des Absatzes 1 dürfen Elektro- und
Elektronikgeräte nur in Verkehr gebracht werden, wenn […]
3. für sie die EU-Konformitätserklärung gemäß § 11 ausgestellt wurde […]“
277
§ 5 Absatz 1 Satz 1 ElektroStoffV
: „Der Hersteller muss sicherstellen, dass seine Elektro- und
Elektronikgeräte zur Identifikation eine Typen-, Chargen- oder Seriennummer oder ein anderes
Kennzeichen tragen.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
68
D 11.2.3
Ordnungswidrigkeiten nach § 39 Absatz 1 Nummer 7
Buchstabe a des Produktsicherheitsgesetzes in
Verbindung
mit
§
14
Absatz
2
Nummer
3
ElektroStoffV
(Kennzeichenpflicht)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 5 Absatz 2
Satz 1
278
oder § 7 Absatz 5
279
ElektroStoffV nicht
sicherstellt, dass ein dort genanntes Kennzeichen
entweder auf dem dort genannten Gerät, auf der
Verpackung oder in den dort genannten Unterlagen
angegeben ist
(5 bis 100.000)
500 bis 20.000
D 11.2.4
Ordnungswidrigkeiten nach § 39 Absatz 1 Nummer 7
Buchstabe a des Produktsicherheitsgesetzes in
Verbindung
mit
§
14
Absatz
2
Nummer
4
ElektroStoffV
(Informationspflichten)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 5 Absatz 3
Satz 1
280
, § 7 Absatz 6 Satz 1
281
oder § 8 Absatz 3 Satz
1
282
ElektroStoffV eine dort genannte Information oder
eine dort genannte Unterlage nicht, nicht vollständig
oder nicht rechtzeitig aushändigt oder nicht, nicht
vollständig oder nicht rechtzeitig zur Verfügung stellt
(5 bis 100.000)
500 bis 20.000
278
§ 5 Absatz 2 Satz 1 ElektroStoffV:
„Der Hersteller muss sicherstellen, dass sein Name, seine
eingetragene Firma oder seine eingetragene Marke und seine Anschrift nach Satz 3 auf dem Elektro-
oder Elektronikgerät angegeben sind.“
279
§ 7 Absatz 5 ElektroStoffV:
„Der Importeur muss sicherstellen, dass sein Name, seine
eingetragene Firma oder seine eingetragene Marke und seine Anschrift auf dem Elektro- oder
Elektronikgerät angegeben sind. Falls dies nicht möglich ist, muss der Importeur diese Angaben auf
der Verpackung oder in den Unterlagen, die dem Gerät beigefügt sind, machen.“
280
§ 5 Absatz 3 Satz 1 ElektroStoffV
: „Der Hersteller ist verpflichtet, der zuständigen Behörde auf
deren begründetes Verlangen alle Informationen und Unterlagen zur Verfügung zu stellen, die
erforderlich sind, um die Konformität des in Verkehr gebrachten Elektro- oder Elektronikgeräts mit den
Anforderungen des § 3 nachzuweisen.“
281
§ 7 Absatz 6 Satz 1 ElektroStoffV
: „Der Importeur ist verpflichtet, der zuständigen Behörde auf
deren begründetes Verlangen alle Informationen und Unterlagen zur Verfügung zu stellen, die
erforderlich sind, um die Konformität des in Verkehr gebrachten Elektro- oder Elektronikgeräts mit den
Anforderungen des § 3 nachzuweisen.
282
§ 8 Absatz 3 Satz 1 ElektroStoffV
: „Der Vertreiber hat der zuständigen Behörde auf deren
begründetes Verlangen alle ihm vorliegenden Informationen und Unterlagen auszuhändigen, die für
den Nachweis der Konformität von Elektro- und Elektronikgeräten mit den Anforderungen des § 3
erforderlich sind.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
69
Nummer
Zuwiderhandlung
(Gesetzlicher
Bußgeldrahmen in Euro)
Regel- und Rahmensätze
in Euro
D 12
Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme
und die umweltverträgliche Entsorgung von
Batterien und Akkumulatoren
(Batteriegesetz – BattG)
D 12.1
Ordnungswidrigkeit nach § 22 Absatz 1 Nummer 1
BattG
(Verkehrsverbote)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 3 Absatz 1
Satz 1 oder Absatz 2 Satz 1 BattG
283
Batterien in den
Verkehr bringt,
(5 bis 100.000)
500 bis 50.000
D 12.2
Ordnungswidrigkeit nach § 22 Absatz 1 Nummer 2
BattG
(Inverkehrbringen von Batterien durch Hersteller)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 3 Absatz 3
284
BattG Batterien in den Verkehr bringt,
(5 bis 100.000)
500 bis 50.000
D 12.3
Ordnungswidrigkeit nach § 22 Absatz 1 Nummer 3
BattG
(Pflichten beim Anbieten von Batterien)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 3 Absatz 4
285
BattG Batterien anbietet,
(5 bis 100.000)
2.500 bis 50.000
D 12.4
Ordnungswidrigkeit nach § 22 Absatz 1 Nummer 4
BattG
(Anzeigepflichten der Hersteller)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 4 Absatz 1
Satz 1
286
in Verbindung mit einer Rechtsverordnung
nach § 20 Nummer 1 BattG eine Anzeige nicht, nicht
richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig erstattet,
(5 bis 100.000)
500 bis 50.000
283
§ 3 Absatz 1 Satz 1 und Absatz 2 Satz 1 BattG:
„Das Inverkehrbringen von Batterien, die mehr
als 0,0005 Gewichtsprozent Quecksilber enthalten, ist verboten. […]Das Inverkehrbringen von
Gerätebatterien, die mehr als 0,002 Gewichtsprozent Cadmium enthalten, ist verboten.“
284
§ 3 Absatz 3 BattG
: „Hersteller dürfen Batterien im Geltungsbereich dieses Gesetzes nur in den
Verkehr bringen, wenn sie dies zuvor nach § 4 Absatz 1 Satz 1 in Verbindung mit einer
Rechtsverordnung nach § 20 Nummer 1 angezeigt haben und durch Erfüllung der ihnen nach § 5 in
Verbindung mit § 6 Absatz 1 Satz 1 oder Absatz 5, § 7 Absatz 1 oder § 8 Absatz 1 jeweils
obliegenden Rücknahmepflichten sicherstellen, dass Altbatterien nach Maßgabe dieses Gesetzes
zurückgegeben werden können.“
285
§ 3 Absatz 4 BattG:
„Vertreiber dürfen Batterien im Geltungsbereich dieses Gesetzes für den
Endnutzer nur anbieten, wenn sie durch Erfüllung der ihnen nach § 9 Absatz 1 Satz 1 obliegenden
Rücknahmepflichten sicherstellen, dass der Endnutzer Altbatterien nach Maßgabe dieses Gesetzes
zurückgeben kann; das Anbietenvon Batterien, deren Hersteller sich entgegen § 4 Absatz 1 Satz 1
nicht oder nicht ordnungsgemäß angezeigt haben, ist untersagt.“
286
§ 4 Absatz 1 Satz 1 BattG:
„Jeder Hersteller ist verpflichtet, bevor er Batterien im Geltungsbereich
dieses Gesetzes in den Verkehr bringt, dies gegenüber dem Umweltbundesamt unter Angabe der
durch Rechtsverordnung nach § 20 Nummer 1 festgelegten Daten anzuzeigen.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
70
D 12.5
Ordnungswidrigkeit nach § 22 Absatz 1 Nummer 5
BattG
(Mitteilungspflicht bei Änderungen)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 4 Absatz 1
Satz 2
287
in Verbindung mit einer Rechtsverordnung
nach § 20 Nummer 1 BattG eine Mitteilung nicht, nicht
richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig macht,
(5 bis 100.000)
500 bis 6.000
D 12.6
Ordnungswidrigkeit nach § 22 Absatz 1 Nummer 6
BattG
(Rücknahme- und Verwertungspflichten)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 5 Absatz 1
Satz 1
288
in Verbindung mit § 14 Absatz 1 Satz 1 oder
Satz 2
289
in Verbindung mit einer Rechtsverordnung
nach § 20 Nummer 2, jeweils auch in Verbindung mit § 5
Absatz 2 BattG
290
, dort genannte Altbatterien nicht, nicht
richtig oder nicht vollständig verwertet,
(5 bis 100.000)
2.500 bis 50.000
D 12.7
Ordnungswidrigkeit nach § 22 Absatz 1 Nummer 7
BattG
(Beseitigungspflicht)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 5 Absatz 1
Satz 2
291
in Verbindung mit § 14 Absatz 1 Satz 3
292
,
jeweils auch in Verbindung mit § 5 Absatz 2 BattG
293
,
dort genannte Altbatterien nicht, nicht richtig oder nicht
vollständig beseitigt
(5 bis 100.000)
500 bis 50.000
287
§ 4 Absatz 1 Satz 2 BattG:
„Änderungen der nach Satz 1 angezeigten Daten sowie die dauerhafte
Aufgabe des Inverkehrbringens sind dem Umweltbundesamt unverzüglich mitzuteilen.“
288
§ 5 Absatz 1 Satz 1 und Absatz 2 BattG:
„Die Hersteller sind verpflichtet, die von den Vertreibern
nach § 9 Absatz 1 Satz 1 zurückgenommenen Altbatterien und die von öffentlich-rechtlichen
Entsorgungsträgern nach § 13 Absatz 1 erfassten Geräte-Altbatterien unentgeltlich zurückzunehmen
und nach § 14 zu verwerten. […] Absatz 1 gilt auch für Altbatterien, die bei der Behandlung von
Altgeräten nach den Vorschriften des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes und bei der Behandlung
von Altfahrzeugen nach den Vorschriften der Altfahrzeug-Verordnung anfallen.“
289
§ 14 Absatz 1 Satz 1 und Absatz 2 BattG:
„Alle gesammelten und identifizierbaren Altbatterien
sind, soweit technisch möglich und wirtschaftlich zumutbar, nach dem Stand der Technik zu
behandeln und stofflich zu verwerten. Dabei sind insbesondere die durch Rechtsverordnung nach §
20 Nummer 2 festgelegten Mindestanforderungen zu beachten“.
290
§ 5 Absatz 2 BattG:
siehe Fn. 325
291
§ 5 Absatz 1 Satz 2 und Absatz 2 BattG:
„Nicht verwertbare Altbatterien sind nach § 14 zu
beseitigen. […] Absatz 1 gilt auch für Altbatterien, die bei der Behandlung von Altgeräten nach den
Vorschriften des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes und bei der Behandlung von Altfahrzeugen
nach den Vorschriften der Altfahrzeug-Verordnung anfallen.“
292
§ 14 Absatz 1 Satz 3 BattG:
„Identifizierbare Altbatterien, deren Behandlung und Verwertung
technisch nicht möglich oder wirtschaftlich nicht zumutbar ist, nicht identifizierbare Altbatterien sowie
Rückstände von zuvor ordnungsgemäß behandelten und stofflich verwerteten Altbatterien sind nach
dem Stand der Technik gemeinwohlverträglich zu beseitigen.“
293
§ 5 Absatz 2 BattG:
siehe Fn. 328

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
71
D 12.8
Ordnungswidrigkeit nach § 22 Absatz 1 Nummer 8
BattG
(Informationspflichten
bei
gemeinsamen
Rück-
nahmesystem)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 6 Absatz 1
Satz 2 BattG
294
eine Information nicht, nicht richtig, nicht
vollständig oder nicht rechtzeitig bereitstellt,
(5 bis 10.000)
100 bis 10.000
D 12.9
Ordnungswidrigkeit nach § 22 Absatz 1 Nummer 9
BattG
(Anzeigepflicht
bei
Austritt
aus
gemeinsamen
Rücknahmesystem)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 6 Absatz 1
Satz 3 BattG
295
eine Anzeige nicht, nicht richtig, nicht
vollständig oder nicht rechtzeitig erstattet,
(5 bis 10.000)
500 bis 6.000
D 12.10
Ordnungswidrigkeit nach § 22 Absatz 1 Nummer 10
BattG
(Bereitstellung zur Abholung)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 9 Absatz 2
Satz 1
296
oder § 12 Absatz 1 oder Absatz 2 BattG
297
Geräte-Altbatterien
dem
Gemeinsamen
Rücknahmesystem nicht zur Abholung bereitstellt,
(5 bis 100.000)
500 bis 50.000
D 12.11
Ordnungswidrigkeit nach § 22 Absatz 1 Nummer 11
BattG
(kein getrenntes Ausweisen von Kosten)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 9 Absatz 4
BattG
298
die dort genannten Kosten getrennt ausweist,
(5 bis 10.000)
500 bis 6.000
294
§ 6 Absatz 1 Satz 2 BattG:
„Jeder teilnehmende Hersteller ist verpflichtet, dem Gemeinsamen
Rücknahmesystem die zur Erfüllung der Berichtspflichten nach § 15 Absatz 1 erforderlichen
Informationen auf Verlangen bereitzustellen“
295
§ 6 Absatz 1 Satz 3 BattG:
„Hersteller, die aus dem Gemeinsamen Rücknahmesystem austreten,
haben dies der in § 7 Absatz 1 genannten Behörde unverzüglich anzuzeigen.“
296
§ 9 Absatz 2 Satz 1 BattG:
„Die Vertreiber nach Absatz 1 sind verpflichtet, zurückgenommene
Geräte-Altbatterien dem Gemeinsamen Rücknahmesystem zur Abholung bereitzustellen.“
297
§ 12 Absatz 1 und 2 BattG:
„Die Betreiber von Behandlungseinrichtungen für Altgeräte nach dem
Elektro- und Elektronikgerätegesetz sind verpflichtet, bei der Behandlung anfallende Geräte-
Altbatterien dem Gemeinsamen Rücknahmesystem zur Abholung bereitzustellen. […] Die Betreiber
von Behandlungseinrichtungen für Altfahrzeuge nach der Altfahrzeug-Verordnung sind verpflichtet, bei
der Behandlung anfallende Geräte-Altbatterien dem Gemeinsamen Rücknahmesystem zur Abholung
bereitzustellen.“
298
§ 9 Absatz 4 BattG:
„Die Kosten für die Rücknahme, Sortierung, Verwertung und Beseitigung von
Geräte-Altbatterien dürfen beim Vertrieb neuer Gerätebatterien gegenüber dem Endnutzer nicht
getrennt ausgewiesen werden.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
72
D 12.12
Ordnungswidrigkeit nach § 22 Absatz 1 Nummer 12
BattG
(Pfandpflicht für Fahrzeugbatterien)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 10 Absatz 1
Satz 1 oder Satz 2 BattG
299
ein Pfand nicht erhebt oder
nicht erstattet,
(5 bis 10.000)
250 bis 6.000
D 12.13
Ordnungswidrigkeit nach § 22 Absatz 1 Nummer 13
BattG
(Beseitigung durch Verbrennung oder Deponierung)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 14 Absatz 2
Satz 1 BattG
300
Fahrzeug- oder Industrie-Altbatterien
durch Verbrennung oder Deponierung beseitigt,
(5 bis 100.000)
500 bis 50.000
D 12.14
Ordnungswidrigkeit nach § 22 Absatz 1 Nummer 14
BattG
(Dokumentationspflichten)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 15 Absatz 1
Satz 1 Nummer 1 bis 6, jeweils auch in Verbindung mit
Absatz 2 oder Absatz 3 Satz 1 oder Satz 3
301
, oder
entgegen § 15 Absatz 1 Satz 1 Nummer 7 BattG
302
eine
Dokumentation nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder
nicht rechtzeitig vorlegt,
(5 bis 100.000)
250 bis 15.000
299
§
10 Absatz 1 Satz 1 und 2 BattG:
„Vertreiber, die Fahrzeugbatterien an Endnutzer abgeben, sind
verpflichtet, je Fahrzeugbatterie ein Pfand in Höhe von 7,50 Euro einschließlich Umsatzsteuer zu
erheben, wenn der Endnutzer zum Zeitpunkt des Kaufs einer neuen Fahrzeugbatterie keine
Fahrzeug-Altbatterie zurückgibt. Das Pfand ist bei Rückgabe einer Fahrzeug-Altbatterie zu erstatten.“
300
§ 14 Absatz 2 Satz 1 BattG:
„Die Beseitigung von Fahrzeug- und Industrie-Altbatterien durch
Verbrennung oder Deponierung ist untersagt.“
301
§ 15 Absatz 1 Satz 1, Absatz 2 und Absatz 3 BattG:
„Das Gemeinsame Rücknahmesystem legt
dem Umweltbundesamt jährlich bis zum 30. April eine Dokumentation vor, die Auskunft gibt über
1. die Masse der im vorangegangenen Jahr von seinen Mitgliedern im Geltungsbereich dieses
Gesetzes in Verkehr gebrachten und im Geltungsbereich dieses Gesetzes verbliebenen
Gerätebatterien, untergliedert nach chemischen Systemen und Typengruppen,
2. die Masse der von ihm im vorangegangenen Jahr zurückgenommenen Geräte-Altbatterien,
untergliedert nach chemischen Systemen und Typengruppen,
3. die Masse der von ihm im vorangegangenen Jahr stofflich verwerteten Geräte-Altbatterien,
untergliedert nach chemischen Systemen und Typengruppen, wobei ausgeführte und außerhalb des
Geltungsbereichs dieses Gesetzes verwertete Geräte-Altbatterien gesondert auszuweisen sind,
4. die nach Maßgabe des § 2 Absatz 19 im eigenen System erreichte Sammelquote für
Gerätebatterien,
5. die nach Maßgabe des § 2 Absatz 20 im eigenen System erreichte Verwertungsquote für Geräte-
Altbatterien,
6. die qualitativen und quantitativen Verwertungs- und Beseitigungsergebnisse sowie
7. die für die Rücknahme, Sortierung, Verwertung und Beseitigung jeweils insgesamt gezahlten
Preise, untergliedert nach chemischen Systemen und Typengruppen.
[…]
Für herstellereigene Rücknahmesysteme gilt Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 6, Satz 2 und 3
entsprechend; Absatz 1 Satz 1 ist dabei mit der Maßgabe anzuwenden, dass die Dokumentation
zusätzlich auch der Behörde vorzulegen ist, die die Genehmigung nach § 7 Absatz 1 erteilt hat.
[…]
Für die Vertreiber von Fahrzeug- und Industriebatterien ist Absatz 1 Satz 1 Nummer 2, 3, 5 und 6,
Satz 2 und 3 mit der Maßgabe anzuwenden, dass über die Sammlung, Rücknahme und Verwertung
von Fahrzeug- und Industrie-Altbatterien zu berichten ist. Hersteller von Fahrzeug- und
Industriebatterien können für mehrere Vertreiber eine gemeinsame Dokumentation vorlegen.“
302
§ 15 Absatz 1 Satz 1 Nummer 7 BattG:
siehe Fn. 338

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
73
D 12.15
Ordnungswidrigkeit nach § 22 Absatz 1 Nummer 15
BattG
(Kennzeichnungspflichten)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 17 Absatz 1
Satz 1 oder Absatz 3 Satz 1 BattG
303
eine Batterie nicht,
nicht richtig oder nicht rechtzeitig kennzeichnet,
(5 bis 10.000)
250 bis 10.000
D 12.16
Ordnungswidrigkeit nach § 22 Absatz 1 Nummer 16
BattG
(Kapazitätsangabe)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 17 Absatz 6
in Verbindung mit einer Rechtsverordnung nach § 22
Nummer 4 BattG
304
eine Fahrzeug-oder Gerätebatterie
nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig
mit einer Kapazitätsangabe versieht oder,
(5 bis 10.000)
250 bis 10.000
D 12.17
Ordnungswidrigkeit nach § 22 Absatz 1 Nummer 17
BattG
(Hinweispflichten)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 18 Absatz 1
Satz 1 oder Satz 2 BattG
305
einen Hinweis nicht, nicht
richtig,
nicht
vollständig
oder
nicht
in
der
vorgeschriebenen Weise gibt oder einer Warensendung
nicht beifügt.
(5 bis 10.000)
50 bis 3.000
303
§ 17 Absatz 1 und Absatz 3 Satz 1 BattG:
„Der Hersteller ist verpflichtet, Batterien vor dem
erstmaligen Inverkehrbringen gemäß den Vorgaben nach den Absätzen 4 und 5 mit dem Symbol nach
der Anlage zu kennzeichnen. […] Der Hersteller ist verpflichtet, Batterien, die mehr als 0,0005
Masseprozent Quecksilber, mehr als 0,002 Masseprozent Cadmium oder mehr als 0,004
Masseprozent Blei enthalten, vor dem erstmaligen Inverkehrbringen gemäß den Vorgaben nach den
Sätzen 2 und 3 sowie nach den Absätzen 4 und 5 mit den chemischen Zeichen der Metalle (Hg, Cd,
Pb) zu kennzeichnen, bei denen der Grenzwert überschritten wird.“
304
§ 17 Absatz 6 BattG:
„Der Hersteller ist verpflichtet, Fahrzeug- und Gerätebatterien vor dem
erstmaligen Inverkehrbringen mit einer sichtbaren, lesbaren und unauslöschlichen Kapazitätsangabe
zu versehen. Bei der Bestimmung der Kapazität und der Gestaltung der Kapazitätsangabe sind die
durch Rechtsverordnung nach § 20 Nummer 4 festgelegten Vorgaben zu beachten.“
305
§ 18 Absatz 1 Satz 1 und 2 BattG:
„Vertreiber haben ihre Kunden durch gut sicht- und lesbare, im
unmittelbaren Sichtbereich des Hauptkundenstroms platzierte Schrift- oder Bildtafeln darauf
hinzuweisen,
1. dass Batterien nach Gebrauch an der Verkaufsstelle unentgeltlich zurückgegeben werden können,
2. dass der Endnutzer zur Rückgabe von Altbatterien gesetzlich verpflichtet ist und
3. welche Bedeutung das Symbol nach § 17 Absatz 1 und die Zeichen nach § 17 Absatz 3 haben.
Wer Batterien im Versandhandel an den Endnutzer abgibt, hat die Hinweise nach Satz 1 in den von
ihm verwendeten Darstellungsmedien zu geben oder sie der Warensendung schriftlich beizufügen.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
74
E - Klärschlamm und Bioabfälle
Nummer
Zuwiderhandlung
(Gesetzlicher
Bußgeldrahmen in Euro)
Regel- und Rahmensätze
in Euro
E 1
Klärschlammverordnung (AbfKlärV)
E 1.1
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 9 Absatz 1 AbfKlärV
E 1.1.1
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 9 Absatz 1 Nummer 1
AbfKlärV
(Aufbringen ohne Bodenuntersuchungen)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 3 Absatz 4
Satz
1
306
AbfKlärV
Klärschlamm
ohne
die
vorgeschriebenen Bodenuntersuchungen aufbringt,
(5 bis 100.000)
250 bis 15.000
E 1.1.2
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 9 Absatz 1 Nummer 2
AbfKlärV
(Aufbringung ohne Untersuchung)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 3 Absatz 5
Satz 1 oder Absatz 6 Satz 1
307
AbfKlärV Klärschlamm
ohne
die
vorgeschriebene
Untersuchung
zum
Aufbringen abgibt oder aufbringt,
(5 bis 100.000)
250 bis 15.000
E 1.1.3
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 9 Absatz 1 Nummer 3
AbfKlärV
(Analyse von Schlämmen aus Kleinkläranlagen)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 3 Absatz 8
Satz 2
308
AbfKlärV Klärschlamm nicht analysiert,
(5 bis 100.000)
100 bis 15.000
306
§ 3 Absatz 4 Satz 1 AbfKlärV:
„Klärschlamm darf nur aufgebracht werden, wenn der Boden auf
den pH-Wert, den Gehalt an pflanzenverfügbarem Phosphat, Kalium und Magnesium untersucht
worden ist.“
307
§ 3 Absatz 5 Satz 1, Absatz 6 Satz 1 AbfKlärV:
„Klärschlamm darf zum Aufbringen auf
landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzte Böden nur abgegeben oder dort aufgebracht werden,
wenn in Abständen von längstens sechs Monaten Proben des Klärschlammes durch eine von der
zuständigen Behörde bestimmte Stelle auf die Gehalte an Blei, Cadmium, Chrom, Kupfer, Nickel,
Quecksilber und Zink, auf die Summe der organischen Halogenverbindungen als adsorbierte
organischgebundene Halogene (AOX), Gesamt- und Ammoniumstickstoff, Phosphat, Kalium,
Magnesium sowie den Trockenrückstand, die organische Substanz, die basisch wirksamen Stoffe und
den ph-Wert untersucht werden. (…) Klärschlamm darf zum Aufbringen auf landwirtschaftlich oder
gärtnerisch genutzte Böden nur abgegeben oder dort aufgebracht werden, wenn vor dem erstmaligen
Aufbringen und danach in Abständen von längstens zwei Jahren Proben des Klärschlammes auf die
Gehalte an den organisch-persistenten Schadstoffen
- polychlorierte Biphenyle und
- polychlorierte Dibenzodioxine und Dibenzofurane
untersucht werden.“
308
§ 3 Absatz 8 Satz 2 AbfKlärV:
„Schlämme aus solchen Anlagen sind vor dem erstmaligen
Aufbringen auf die in Absatz 5 genannten Parameter zu analysieren.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
75
E 1.1.4
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 9 Absatz 1 Nummer 4
AbfKlärV
(Abgabe ohne Untersuchungen)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 3 Absatz 9
Satz
2
309
AbfKlärV
Klärschlamm
ohne
die
vorgeschriebene Untersuchung zum Aufbringen abgibt
oder aufbringt,
(5 bis 100.000)
250 bis 15.000
E 1.1.5
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 9 Absatz 1 Nummer 5
AbfKlärV
(Untersuchungen von Kleinkläranlagen)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 3 Absatz
10
310
AbfKlärV einer vollziehbaren Anordnung nicht,
nicht richtig oder nicht rechtzeitig nachkommt,
(5 bis 100.000)
100 bis 15.000
E 1.1.6
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 9 Absatz 1 Nummer 6
AbfKlärV
(Aufbringungsverbote und Beschränkungen)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 4 Absatz 1, 2
Satz 1
311
, Absatz 4, 5
312
oder Absatz 6 Satz 1 erster
Halbsatz
313
oder Absatz 7 bis 11
314
AbfKlärV Schlamm
aufbringt,
(5 bis 100.000)
250 bis 15.000
309
§ 3 Absatz 9 Satz 2 AbfKlärV:
„Die Untersuchungen nach Absatz 5 sind in Abständen von
längstens zwei Jahren durchzuführen; die zuständige Behörde kann den Abstand der Untersuchungen
bis auf sechs Monate verkürzen oder bis auf 48 Monate verlängern sowie die Untersuchung auf
weitere Inhaltsstoffe ausdehnen.“
310
§ 3 Absatz 10 AbfKlärV:
„Für Kleinkläranlagen von Einzelhaushalten in dem in Artikel 3 des
Einigungsvertrages genannten Gebiet sind Untersuchungen nach den Absätzen 2 bis 7 bis zum 31.
Dezember 1998 nur auf Anordnung der zuständigen Behörde durchzuführen.“
311
§ 4 Absatz 1, 2 Satz 1 AbfKlärV:
„Das Aufbringen von Rohschlamm oder Schlamm aus anderen
Abwasserbehandlungsanlagen
als
zur
Behandlung
von
Haushaltsabwässern,
kommunalen
Abwässern oder Abwässern mit ähnlich geringer Schadstoffbelastung auf landwirtschaftlich oder
gärtnerisch genutzte Böden ist verboten. (…) Das Aufbringen von Klärschlamm auf Gemüse - und
Obstanbauflächen ist verboten.“
312
§ 4 Absatz 4, 5 AbfKlärV:
„Das Aufbringen von Klärschlamm auf Dauergrünland ist verboten. (…)
Das Aufbringen von Klärschlamm auf forstwirtschaftlich genutzte Böden ist verboten.“
313
§ 4 Absatz 6 Satz 1 erster Halbsatz AbfKlärV:
„Das Aufbringen von Klärschlamm auf
landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzte Böden in Naturschutzgebieten, Nationalparken,
Nationalen
Naturmonumenten,
Naturdenkmälern,
geschützten
Landschaftsbestandteilen
und
gesetzlich geschützten Biotopen im Sinne des § 30 des Bundesnaturschutzgesetzes ist verboten …“
314
§ 4 Absatz 7 bis 11 AbfKlärV:
„(7) Das Aufbringen von Klärschlamm auf Böden in Zonen I und II
von Wasserschutzgebieten sowie auf Böden im Bereich der Uferrandstreifen bis zu einer Breite von
10 Metern ist verboten. Weitergehende Regelungen für Wasserschutzgebiete nach wasserrechtlichen
Vorschriften bleiben unberührt.
(8) Das Aufbringen von Klärschlamm auf landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzte Böden ist
verboten, wenn sich aus den Bodenuntersuchungen nach § 3 Absatz2 oder 3 ergibt, daß die Gehalte
nachstehend genannter Schwermetalle mindestens einen der folgenden Werte übersteigen
(Milligramm je Kilogramm Trockenmasse): Blei 100, Cadmium 1,5, Chrom 100, Kupfer 60, Nickel 50,
Quecksilber 1, Zink 200. Bei Böden, die im Rahmen der Bodenschätzung als leichte Böden eingestuft
sind und deren Tongehalt unter 5 vom Hundert liegt oder deren Untersuchung gemäß § 3 Absatz4
einen pH-Wert von mehr als 5 und weniger als 6 ergeben hat, ist eine Aufbringung von Klärschlamm
auch dann verboten, sofern bei den Schwermetallen Cadmium und Zink folgende Werte (Milligramm je
Kilogramm Trockenmasse) überschritten werden: Cadmium 1, Zink 150

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
76
E 1.1.7
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 9 Absatz 1 Nummer 7
AbfKlärV
(Aufbringungsbeschränkungen, Bodenbearbeitung)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 4 Absatz 2
Satz 2
315
AbfKlärV, auch in Verbindung mit Absatz 3
Satz 1
316
AbfKlärV, dort genannte Pflanzen anbaut oder
den Boden nicht tiefwendend bearbeitet,
(5 bis 100.000)
250 bis 15.000 (6.6)
E 1.1.8
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 9 Absatz 1 Nummer 8
AbfKlärV
(Einarbeitung in Boden)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 4 Absatz 3
Satz 2
317
AbfKlärV den Klärschlamm vor der Saat nicht
in den Boden einarbeitet,
(5 bis 100.000)
250 bis 15.000 (6.7)
E 1.1.9
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 9 Absatz 1 Nummer 9
AbfKlärV
(landwirtschaftliche / gärtnerische Böden)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 4 Absatz
12
318
AbfKlärV Klärschlamm auf landwirtschaftlich oder
gärtnerisch genutzte Böden aufbringt,
(5 bis 100.000)
500 bis 25.000 (6.8)
(9) Das Aufbringen von Klärschlamm auf landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzte Böden ist
verboten, sofern für diese Böden ein Zielwert von pH 5 oder kleiner im Rahmen ordnungsgemäßer
Bewirtschaftung angestrebt oder ein pH-Wert von 5 oder kleiner bei der Untersuchung nach § 3
Absatz4 festgestellt wird. Böden, deren Zielwert über pH 5 im Rahmen ordnungsgemäßer
Bewirtschaftung
liegt,
bedürfen
bei
Unterschreitung
dieses
Wertes
und
vor
einer
Klärschlammaufbringung der Aufkalkung mit Düngekalken. Bei der Berechnung der Kalkmenge sind
die anschließend aufzubringenden basisch-wirksamen Anteile im Klärschlamm zu berücksichtigen.
(10) Das Aufbringen von Klärschlamm auf landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzte Böden ist
verboten, wenn sich aus den Klärschlammuntersuchungen nach § 3 Absatz6 ergibt, daß die Gehalte
der nachstehend genannten organisch-persistenten Schadstoffe mindestens einen der folgenden
Werte übersteigen:
- polychlorierte Biphenyle (PCB) jeweils 0,2 Milligramm je Kilogramm Schlamm-Trockenmasse für die
Komponenten Nummer 28, 52, 101, 138, 153, 180;
-
polychlorierte
Dibenzodioxine/Dibenzofurane
(PCDD/PCDF)
100
Nanogramm
TCDD-
Toxizitätsäquivalente
(gemäß Berechnungsformel im Anhang 1) je Kilogramm Schlamm-Trockenmasse.
(11) Das Aufbringen von Klärschlamm auf landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzte Böden ist
verboten, wenn sich aus den Klärschlammuntersuchungen nach § 3 Absatz5 ergibt, daß die Summe
der halogenorganischen Verbindungen, ausgedrückt als Summenparameter AOX, 500 Milligramm je
Kilogramm Schlamm-Trockenmasse überschreitet.
315
§ 4 Absatz 2 Satz 2 AbfKlärV:
„Auf Ackerflächen, die auch zum Anbau von Feldgemüse genutzt
werden, ist im Jahr der Aufbringung des Klärschlammes und dem darauf folgenden Jahr der Anbau
von Feldgemüse verboten.
316
§ 4 Absatz 3 Satz 1 AbfKlärV:
„Auf Ackerflächen, die zum Anbau von Feldfutter oder zum Anbau
von Zuckerrüben, soweit das Zuckerrübenblatt verfüttert wird, genutzt werden, ist eine
Klärschlammaufbringung nur vor der Aussaat mit anschließender tiefwendender Einarbeitung
zulässig.“
317
§ 4 Absatz 3 Satz 2 AbfKlärV:
„Beim Anbau von Silo- und Grünmais ist der Klärschlamm
vor der Saat in den Boden einzuarbeiten.“
318
§ 4 Absatz 12 AbfKlärV:
„Das Aufbringen von Klärschlamm auf landwirtschaftlich oder gärtnerisch
genutzte Böden ist verboten, wenn sich aus Klärschlammuntersuchungen nach § 3 Absatz5 ergibt,
dass die Gehalte nachstehender Schwermetalle mindestens einen der folgenden Werte übersteigen
(Milligramm je Kilogramm Schlamm-Trockenmasse): Blei 900, Cadmium 10, Chrom 900, Kupfer 800,

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
77
E 1.1.10
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 9 Absatz 1 Nummer 10
AbfKlärV
(Aufbringen von Klärschlammgemischen)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 4 Absatz 13
Satz 2
319
AbfKlärV Klärschlammgemische aufbringt,
(5 bis 100.000)
500 bis 25.000
E 1.1.11
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 9 Absatz 1 Nummer 11
AbfKlärV
(Lagerung auf oder bei Aufbringungsflächen)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 4 Absatz
14
320
AbfKlärV Klärschlamm auf oder in der Nähe der
Aufbringungsfläche lagert
(5 bis 100.000)
250 bis 15.000
E 1.1.12
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 9 Absatz 1 Nummer 12
AbfKlärV
(Überschreiten der Aufbringungsmenge)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 6
321
AbfKlärV
mehr als die dort genannten Mengen Trockenmasse an
Klärschlamm,
Klärschlammkomposten
oder
eines
Gemisches
unter
Verwendung
von
Klärschlamm
aufbringt.
(5 bis 100.000)
500 bis 15.000
Nickel 200, Quecksilber 8, Zink 2 500. Bei Böden, die im Rahmen der Bodenschätzung als leichte
Böden eingestuft sind und deren Tongehalt unter 5 vom Hundert liegt oder deren Untersuchung
gemäß § 3 Absatz4 einen pH-Wert von mehr als 5 und weniger als 6 ergeben hat, sind in Satz 1
folgende Werte für Cadmium und Zink einzusetzen: Cadmium 5, Zink 2 000.
319
§ 4 Absatz 13 Satz 2 AbfKlärV:
„Bei
der Aufbringung eines unter Verwendung von Klärschlamm hergestellten Gemisches darf die sich aus
dem Produkt der nach den Absätzen 10, 11 und 12 zulässigen Schadstoffgehalte und der nach § 6
Absatz1 zulässigen Aufbringungsmenge ergebende Schadstoffracht nicht überschritten werden.“
320
§ 4 Absatz 14 AbfKlärV:
„Klärschlamm darf auf oder in der Nähe der Aufbringungsfläche nur
gelagert werden, soweit dies für die Aufbringung erforderlich ist.“
321
§ 6 AbfKlärV:
„(1) Auf die in § 1 genannten Böden dürfen innerhalb von drei Jahren nicht mehr als
5 Tonnen Trockenmasse an Klärschlamm je Hektar aufgebracht werden. Klärschlammkomposte
dürfen innerhalb von 3 Jahren bis zu 10 Tonnen Trockenmasse je Hektar aufgebracht werden, wenn
die Schadstoffgehalte im Klärschlammkompost die Hälfte der gemäß § 4 Absatz12 zulässigen
Schwermetallgehalte und die Hälfte der gemäß § 4 Absatz10 zulässigen Gehalte an organischen
Schadstoffen nicht überschreiten. (2) Im Falle der Aufbringung eines Gemisches unter Verwendung
von Klärschlamm bezieht sich die nach Absatz 1 zulässige Aufbringungsmenge auf den eingesetzten
Klärschlamm und nicht auf das Gemisch. Der Anteil an Klärschlamm muss vom Anlieferer
nachgewiesen und dem Anwender bekannt gemacht werden. Unabhängig davon gilt § 4 Absatz13
Satz 2.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
78
E 1.2
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 9 Absatz 2 AbfKlärV
E 1.2.1
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 9 Absatz 2 Nummer 1
AbfKlärV
(Zuleitung von Untersuchungsergebnissen)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 3 Absatz 8
Satz 3
322
AbfKlärV die Untersuchungsergebnisse nicht
oder nicht rechtzeitig den zuständigen Behörden
zuleitet,
(5 bis 10.000)
100 bis 15.000
E 1.2.2
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 9 Absatz 2 Nummer 2
AbfKlärV
(Anzeige von Klärschlammaufbringung)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 7 Absatz 1
323
AbfKlärV die Aufbringung von Klärschlamm nicht oder
nicht rechtzeitig anzeigt,
(5 bis 10.000)
100 bis 15.000
E 1.2.3
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 9 Absatz 2 Nummer 3
AbfKlärV
(Lieferschein)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 7 Absatz 2
Satz 2
324
AbfKlärV den Lieferschein während des
Transports im Fahrzeug nicht mitführt,
(5 bis 10.000)
100 bis 15.000
E 1.2.4
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 9 Absatz 2 Nummer 4
AbfKlärV
(Ausfüllen / Aufbewahrung des Lieferscheines)
wer vorsätzlich oder fahrlässig den Lieferschein nach
Anhang 2 zu dieser Verordnung nicht, nicht richtig oder
nicht vollständig ausfüllt oder eine Ausfertigung des
Lieferscheins entgegen § 7 Absatz 3 Satz 2
325
AbfKlärV
nicht 30 Jahre aufbewahrt oder ihn der zuständigen
Behörde auf Verlangen nicht zur Prüfung vorlegt
(5 bis 10.000)
100 bis 15.000
322
§ 3 Absatz 8 Satz 3 AbfKlärV:
„Die Ergebnisse sind von dem Betreiber der Anlage der
zuständigen Behörde und der zuständigen landwirtschaftlichen Fachbehörde unverzüglich zuzuleiten.“
323
§ 7 Absatz 1 AbfKlärV:
„Spätestens zwei Wochen vor Abgabe des Klärschlammes zeigt der
Betreiber
der
Abwasserbehandlungsanlage
oder
ein
beauftragter
Dritter
der
für
die
Aufbringungsfläche zuständigen Behörde und der landwirtschaftlichen Fachbehörde die beabsichtigte
Aufbringung durch Übersenden einer Durchschrift des ausgefüllten Lieferscheins nach dem Muster in
Anhang 2 dieser Verordnung an.“
324
§ 7 Absatz 2 Satz 2 AbfKlärV:
„Der Lieferschein ist während des Transports im Fahrzeug
mitzuführen.“
325
§ 7 Absatz 3 Satz 2 AbfKlärV:
„Dieser hat das Original 30 Jahre ab dem Zeitpunkt der Abgabe
aufzubewahren und den zuständigen Behörden auf Verlangen vorzulegen.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
79
E 1.2.5
Ordnungswidrigkeit nach § 69 Absatz 2 Nummer 15
KrWG in Verbindung mit § 9 Absatz 2 Nummer 5
AbfKlärV
(Register)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 7 Absatz 7
326
AbfKlärV Register nicht, nicht richtig oder nicht
vollständig führt oder die Angaben nicht oder nicht
rechtzeitig weiterleitet.
(5 bis 10.000)
100 bis 15.000
Nummer
Zuwiderhandlung
(Gesetzlicher
Bußgeldrahmen in Euro)
Regel- und Rahmensätze
in Euro
E 2
Verordnung über die Verwertung von Bioabfällen auf
landwirtschaftlich,
forstwirtschaftlich
und
gärtnerisch genutzten Böden
(Bioabfallverordnung - BioAbfV)
E 2.1
Ordnungswidrigkeiten nach § 69 Absatz 1 Nummer 8
KrWG in Verbindung mit § 13 Absatz 1 BioAbfV
E 2.1.1
§ 13 Absatz 1 Nummer 1 BioAbfV
(Zuführen von Bioabfall zu einer Behandlung)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 3 Absatz 1
327
oder § 3a Absatz 1 Satz 1
328
BioAbfV Bioabfall einer
Behandlung nicht, nicht richtig oder nicht rechtzeitig
zuführt,
(5 bis 100.000)
50 bis 3.000
326
§ 7 Absatz 7 AbfKlärV:
„Betreiber von Abwasserbehandlungsanlagen führen Register, in denen
folgende Angaben enthalten sind:
1. erzeugte Schlammengen und die an die Landwirtschaft gelieferten Schlammengen (in Tonnen
Trockenmasse),
2. Eigenschaften der Klärschlämme gemäß § 3 Absatz5,
3. Art der Behandlung der Klärschlämme,
4. Name und Anschrift der Empfänger der Schlämme, schlagspezifische Bezeichnung der
Aufbringungsfläche, geordnet nach Flurstücksnummer,
5. Ergebnisse über die durchgeführten Bodenuntersuchungen, gegliedert nach Schlägen und
geordnet nach Flurstücksnummer.
Die Betreiber von Abwasserbehandlungsanlagen leiten diese Angaben bis zum 31. März des
Folgejahres für das vorherige Kalenderjahr an die für den Vollzug der Klärschlammverordnung
fachlich zuständigen Behörden weiter.“
327
§ 3 Absatz 1 BioAbfV:
„Entsorgungsträger, Erzeuger und Besitzer haben, soweit nicht von einer
Freistellung nach § 10 Absatz 1 oder Absatz 2 erfasst, Bioabfälle vor einer Aufbringung oder vor der
Herstellung von Gemischen einer hygienisierenden Behandlung zuzuführen, welche die seuchen- und
phytohygienische Unbedenklichkeit gewährleistet.“
328
§ 3a Absatz 1 Satz 1BioAbfV:
„Entsorgungsträger, Erzeuger und Besitzer haben, soweit nicht von
einer Freistellung nach § 10 Absatz 1 oder Absatz 2 erfasst, Bioabfälle vor einer Aufbringung oder vor
der Herstellung von Gemischen einer biologisch stabilisierenden Behandlung zuzuführen.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
80
E 2.1.2
§ 13 Absatz 1 Nummer 2 BioAbfV
(hygienisierende Behandlung)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 3 Absatz 3
Satz 1
329
BioAbfV eine hygienisierende Behandlung
nicht oder nicht richtig durchführt,
(5 bis 100.000)
250 bis 15.000
E 2.1.3
§ 13 Absatz 1 Nummer 3 BioAbfV
(Aufbringen ohne hygienisierende Behandlung)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 3b Absatz 1
Satz 1
330
BioAbfV Bioabfall verbringt, Bioabfall abgibt
oder aufbringt,
(5 bis 100.000)
500 bis 25.000
E 2.1.4
§ 13 Absatz 1 Nummer 4 BioAbfV
(Trennung der Betriebsbereiche)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 3b Absatz 2
Satz 2
331
BioAbfV einen dort genannten Betriebsbereich
nicht oder nicht richtig trennt,
(5 bis 100.000)
250 bis 15.000
E 2.1.5
§ 13 Absatz 1 Nummer 5 BioAbfV
(Aufbringen von Bioabfall)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 4 Absatz 2
332
oder § 5 Absatz 2 Satz 1
333
BioAbfV Bioabfall oder ein
Gemisch abgibt oder aufbringt,
(5 bis 100.000)
500 bis 25.000
329
§ 3 Absatz 3 Satz 1 BioAbfV:
„Der Bioabfallbehandler hat die hygienisierende Behandlung der
Bioabfälle nach den in Anhang 2 festgelegten Vorgaben durchzuführen, um die seuchen- und
phytohygienische Unbedenklichkeit der Bioabfälle nach der Behandlung und bei der Abgabe oder der
Aufbringung auf selbst bewirtschaftete Betriebsflächen sicherzustellen.“
330
§ 3b Absatz 1 Satz 1 BioAbfV
: „In Betrieben mit Nutztierhaltung ist das Verbringen von
Bioabfällen tierischer Herkunft nur nach einer hygienisierenden Behandlung zulässig.“
331
§ 3b Absatz 2 Satz 2 BioAbfV:
„Der Betriebsbereich zur Behandlung der Bioabfälle einschließlich
Annahme, Aufbereitung, Aufbewahrung und Abgabe ist von dem Bioabfallbehandler von Tieren,
Futtermitteln und Einstreu vollständig räumlich zu trennen, um sicherzustellen, dass die Nutztiere
weder unmittelbar noch mittelbar mit den Bioabfällen tierischer Herkunft in Berührung kommen.“
332
§ 4 Absatz 2 BioAbfV
: „Der Bioabfallbehandler darf die behandelten Bioabfälle einschließlich in
Anhang 1 Nummer 2 genannter mitbehandelter Materialien nur nach Maßgabe der Absätze 3 bis 5
abgeben oder auf selbst bewirtschafteten Betriebsflächen aufbringen.“
333
§ 5 Absatz 2 Satz 1 BioAbfV
: „Der Gemischhersteller darf Gemische nur nach Maßgabe der
Sätze 2 bis 4 abgeben oder auf selbst bewirtschaftete Betriebsflächen aufbringen.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
81
E 2.1.6
§ 13 Absatz 1 Nummer 6 BioAbfV
(stoffliche Anforderungen
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 4 Absatz 7
Satz 1
334
oder Absatz 8 Satz 1
335
, auch in Verbindung
mit § 10 Absatz 3 Satz 1 Nummer 2 und Satz 2
336
, oder
§ 5 Absatz 3 Satz 1
337
oder Absatz 4 Satz 1
338
BioAbfV
eine
Untersuchung
nicht
oder
nicht
rechtzeitig
durchführen lässt,
(5 bis 100.000)
250 bis 15.000
E 2.1.7
§ 13 Absatz 1 Nummer 7 BioAbfV
(Verbote der Aufbringung)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 6 Absatz 1
Satz 1
339
oder Absatz 2a
340
oder § 7 Absatz 1 Satz 1
341
BioAbfV Bioabfall oder ein Gemisch aufbringt,
(5 bis 100.000)
250 bis 15.000
E 2.1.8
§ 13 Absatz 1 Nummer 8 BioAbfV
(
Aufbringung ohne Zustimmung der Behörde
)
wer vorsätzlich oder fahrlässig ohne Zustimmung nach §
6 Absatz 2 Satz 1
342
BioAbfV Bioabfall oder ein Gemisch
aufbringt,
(5 bis 100.000)
500 bis 15.000
334
§ 4 Absatz 7 Satz 1 BioAbfV:
„Der Bioabfallbehandler hat für die in Absatz 1 Satz 1 genannten
unvermischten Einsatzmaterialien zusätzliche Untersuchungen auf die Gehalte der in Absatz 5 Satz 1
Nummer 1 genannten Schwermetalle durchführen zu lassen, wenn Anhaltspunkte dafür bestehen,
dass die in Absatz 3 Satz 1 genannten Anforderungen nicht eingehalten werden.“
335
§ 4 Absatz 8 Satz 1 BioAbfV:
„Der Bioabfallbehandler hat für die in Absatz 1 Satz 1 genannten
unvermischten Einsatzmaterialien oder die behandelten Bioabfälle einschließlich in Anhang 1 Nummer
2 genannter mitbehandelter Materialien Untersuchungen auf andere als die von Absatz 3 erfassten
Schadstoffe durchführen zu lassen, wenn insbesondere nach Art, Beschaffenheit oder Herkunft der
unvermischten Einzelmaterialien oder behandelten Bioabfälle Anhaltspunkte für überhöhte Gehalte an
diesen Schadstoffen im Sinne des Absatzes 1 Satz 3 bestehen.“
336
§ 10 Absatz 3 Satz 1 Nummer 2 und Satz 2 BioAbfV:
„Soweit nicht von einer Freistellung nach
Absatz 1 oder Absatz 2 erfasst, sind für die Abgabe, Verwendung zur Gemischherstellung und
Aufbringung von unbehandelten Bioabfällen die folgenden Bestimmungen entsprechend anzuwenden:
(…) 2. über die Untersuchungen gemäß § 4 Absatz 5, 6, 8 und 9 (…).Die sich aus Satz 1 ergebenden
Pflichten des Bioabfallbehandlers sind durch den Entsorgungsträger, den Erzeuger und den Besitzer
der Bioabfälle zu erfüllen.“
337
§ 5 Absatz 3 Satz 1 BioAbfV:
„Der Gemischhersteller hat für die in Absatz 1 genannten
unvermischten Materialien zusätzliche Untersuchungen auf die Gehalte der in § 4 Absatz 5 Satz 1
Nummer 1 genannten Schwermetalle durchführen zu lassen, wenn Anhaltspunkte dafür bestehen,
dass die Anforderungen nach § 4 Absatz 3 Satz 1 nicht eingehalten werden.“
338
§ 5 Absatz 4 Satz 1 BioAbfV:
„Der Gemischhersteller hat für die in Absatz 1 genannten
unvermischten Materialien oder die Gemische nach Absatz 2 Untersuchungen auf andere als die von
§ 4 Absatz 3 erfassten Schadstoffe durchführen zu lassen, wenn insbesondere nach Art,
Beschaffenheit oder Herkunft Anhaltspunkte für erhöhte Gehalte an diesen Schadstoffen im Sinne des
§ 4 Absatz 1 Satz 3 bestehen“
339
§ 6 Absatz 1 Satz 1 BioAbfV:
„Unbeschadet düngemittelrechtlicher Regelungen dürfen auf Böden
innerhalb von drei Jahren nicht mehr als 20 Tonnen Trockenmasse Bioabfälle oder Gemische je
Hektar aufgebracht werden“
340
§ 6 Absatz 2a Satz 1 BioAbfV:
„Auf Tabakanbauflächen, Tomatenanbauflächen im Freiland sowie
für Gemüse- und Zierpflanzenarten im geschützten Anbau dürfen nur aerob hygienisierend
behandelte Bioabfälle und Gemische, die solche Bioabfälle enthalten, aufgebracht werden.“
341
§ 7 Absatz 1 Satz 1 BioAbfV:
„Auf Grünlandflächen und mehrschnittigen Feldfutterflächen dürfen
nur diejenigen Bioabfälle und Gemische aufgebracht werden, die in Anhang 1 Nummer 1 Spalte 3 und
Nummer 2 Spalte 3 mit einem Verweis auf diesen Satz aufgeführt sind.“
342
§ 6 Absatz 2 Satz 1 BioAbfV:
„Das Aufbringen auf Böden von anderen als in Anhang 1 Nummer 1
genannten Bioabfällen oder von Gemischen, die solche Bioabfälle enthalten, bedarf der Zustimmung

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
82
E 2.1.9
§ 13 Absatz 1 Nummer 9 BioAbfV
(
Bioabfall- und Klärschlammaufbringung
)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 8
343
BioAbfV
Bioabfall oder ein Gemisch und Klärschlamm auf
derselben Fläche aufbringt,
(5 bis 100.000)
250 bis 15.000
E 2.1.10
§ 13 Absatz 1 Nummer 10 BioAbfV
(
Aufbringen entgegen Untersagung
)
wer vorsätzlich oder fahrlässig einer vollziehbaren
Anordnung nach § 9 Absatz 2 Satz 5
344
BioAbfV
zuwiderhandelt,
(5 bis 100.000)
250 bis 15.000
E 2.1.11
§ 13 Absatz 1 Nummer 11 BioAbfV
(
Abgabe oder Aufbringen ohne Zustimmung
)
wer vorsätzlich oder fahrlässig ohne Zustimmung nach §
9a Absatz 1 Satz 1
345
BioAbfV Bioabfall abgibt oder
aufbringt.
(5 bis 100.000)
250 bis 15.000
E 2.2
Ordnungswidrigkeiten nach § 69 Absatz 2 Nummer
15 KrWG in Verbindung mit § 13 Absatz 2 BioAbfV
E 2.2.1
§ 13 Absatz 2 Nummer 1 BioAbfV
(Informationspflichten bei Prozessüberwachung )
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 3 Absatz 6
Satz 6
346
BioAbfV die Behörde nicht, nicht richtig, nicht
vollständig oder nicht rechtzeitig informiert,
(5 bis 10.000)
250 bis 10.000
der für die Bioabfallbehandlungsanlage oder Gemischherstellungsanlage zuständigen Behörde im
Einvernehmen mit der für die Aufbringungsfläche zuständigen landwirtschaftlichen Fachbehörde.“
343
§ 8 BioAbfV:
„Innerhalb des Zeitraumes nach § 6 Absatz 1 ist auf derselben Fläche nur die
Aufbringung von Bioabfällen und Gemischen nach dieser Verordnung oder die Aufbringung von
Klärschlamm nach der Klärschlammverordnung zulässig.“
344
§ 9 Absatz 2 Satz 5 BioAbfV:
„Bestehen Anhaltspunkte, dass die Bodenwerte einer
Aufbringungsfläche die Vorsorgewerte für Böden nach Anhang 2 Nummer 4.1 in Verbindung mit
Nummer 4.3 der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung vom 12. Juli 1999 (BGBl. I S. 1554),
die zuletzt durch Artikel 16 des Gesetzes vom 31. Juli 2009 (BGBl. I S. 2585) geändert worden ist,
überschreiten, soll die zuständige Behörde im Einvernehmen mit der zuständigen landwirtschaftlichen
Fachbehörde die erneute Aufbringung von Bioabfällen oder Gemischen untersagen.“
345
§ 9a Absatz 1 Satz 1 BioAbfV:
„Entsorgungsträger, Erzeuger und Besitzer dürfen die in Anhang 1
Nummer 1 Buchstabe b genannten Bioabfälle nur mit Zustimmung der für sie zuständigen Behörde
abgeben oder auf selbst bewirtschaftete Betriebsflächen aufbringen.“
346
§ 3 Absatz 6 Satz 6 BioAbfV:
„Stellt der Bioabfallbehandler durch die Prozessüberwachung fest,
dass die jeweiligen Anforderungen an die Prozessführung nicht eingehalten wurden, hat er die
zuständige Behörde hierüber und über die eingeleiteten Maßnahmen unverzüglich zu informieren.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
83
E 2.2.2
§ 13 Absatz 2 Nummer 2 BioAbfV
(
Vorlagepflichten
)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen
a) § 3 Absatz 8 Satz 2
347
, auch in Verbindung mit § 10
Absatz 3 Satz 1 Nummer 1 und Satz 2
348
oder Absatz
4
349
BioAbfV,
b) § 3 Absatz 8 Satz 3
350
BioAbfV oder
c) § 4 Absatz 9 Satz 2
351
, auch in Verbindung mit § 5
Absatz 2 Satz 2
352
oder § 10 Absatz 3 Satz 1 Nummer 2
und Satz 2
353
BioAbfV,
ein Untersuchungsergebnis, eine Aufzeichnung oder
eine Dokumentation nicht, nicht vollständig oder nicht
rechtzeitig vorlegt,
(5 bis 10.000)
250 bis 5.000
250 bis 5.000
250 bis 5.000
347
§ 3 Absatz 8 Satz 2 BioAbfV:
„Der Bioabfallbehandler hat die Untersuchungsergebnisse innerhalb
von vier Wochen nach Durchführung der Untersuchung der zuständigen Behörde vorzulegen und
zehn Jahre aufzubewahren.“
348
§ 10 Absatz 3 Satz 1 Nummer 1 und Satz 2 BioAbfV:
„Soweit nicht von einer Freistellung nach
Absatz 1 oder Absatz 2 erfasst, sind für die Abgabe, Verwendung zur Gemischherstellung und
Aufbringung von unbehandelten Bioabfällen die folgenden Bestimmungen entsprechend anzuwenden:
1. über die Prüfungen der hygienisierten Bioabfälle gemäß § 3 Absatz 4 Satz 1 Nummer 3, Satz 2,
Absatz 7 und 8 Satz 1 und 2, (…)Die sich aus Satz 1 ergebenden Pflichten des Bioabfallbehandlers
sind durch den Entsorgungsträger, den Erzeuger und den Besitzer der Bioabfälle zu erfüllen.“
349
§ 10 Absatz 4 BioAbfV:
„Soweit nicht von einer Freistellung nach Absatz 1 oder Absatz 2 erfasst,
sind für die Abgabe, Verwendung zur Gemischherstellung und Aufbringung von ausschließlich
biologisch stabilisierend behandelten Bioabfällen die Bestimmungen über die Prüfungen der
hygienisierten Bioabfälle gemäß § 3 Absatz 4 Satz 1 Nummer 3, Satz 2, Absatz 7 und 8 Satz 1 und 2
entsprechend anzuwenden. Die sich aus Satz 1 ergebenden Pflichten sind durch den
Bioabfallbehandler zu erfüllen, der die biologisch stabilisierende Behandlung der Bioabfälle durchführt.
350
§ 3 Absatz 8 Satz 3 BioAbfV:
„Die Aufzeichnungen über die Prozessüberwachung und die
Dokumentationen über die Kalibrierung der Temperaturmessgeräte nach Absatz 6 hat der
Bioabfallbehandler drei Jahre aufzubewahren und der zuständigen Behörde auf Verlangen
vorzulegen.“
351
§ 4 Absatz 9 Satz 2 BioAbfV:
„Der Bioabfallbehandler hat die Untersuchungsergebnisse zu
sammeln und der zuständigen Behörde halbjährlich vorzulegen.“
352
§ 5 Absatz 2 Satz 2 BioAbfV:
„§ 4 Absatz 3 bis 6 und 9 sind entsprechend anzuwenden.“
353
§ 10 Absatz 3 Satz 1 Nummer 2 und Satz 2 BioAbfV:
„Soweit nicht von einer Freistellung nach
Absatz 1 oder Absatz 2 erfasst, sind für die Abgabe, Verwendung zur Gemischherstellung und
Aufbringung von unbehandelten Bioabfällen die folgenden Bestimmungen entsprechend anzuwenden:
(…) 2. über die Untersuchungen gemäß § 4 Absatz 5, 6, 8 und 9 (…)
Die sich aus Satz 1 ergebenden Pflichten des Bioabfallbehandlers sind durch den Entsorgungsträger,
den Erzeuger und den Besitzer der Bioabfälle zu erfüllen.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
84
E 2.2.3
§ 13 Absatz 2 Nummer 3 BioAbfV
(Übermittlung und Weiterleitung)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 3 Absatz 8
Satz 4
354
oder § 4 Absatz 9 Satz 4
355
BioAbfV ein
Untersuchungsergebnis
nicht,
nicht
richtig,
nicht
vollständig oder nicht rechtzeitig übermittelt oder nicht,
nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig
weiterleitet,
(5 bis 10.000)
250 bis 5.000
E 2.2.4
§ 13 Absatz 2 Nummer 4 BioAbfV
(Angabe von Aufbringungsflächen)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 9 Absatz 1
Satz 1
356
BioAbfV eine Angabe nicht, nicht richtig, nicht
vollständig oder nicht rechtzeitig macht,
(5 bis 10.000)
250 bis 5.000
354
§ 3 Absatz 8 Satz 4 BioAbfV:
„Wird bei der Prüfung der hygienisierten Bioabfälle eine
Überschreitung der Grenzwerte für Krankheitserreger, keimfähige Samen und austriebsfähige
Pflanzenteile festgestellt, sind die Untersuchungsergebnisse von der untersuchenden Stelle
unverzüglich an den Bioabfallbehandler zu übermitteln, der diese unverzüglich an die zuständige
Behörde weiterleitet.“
355
§ 4 Absatz 9 Satz 4 BioAbfV:
„Wird bei der Untersuchung der behandelten Bioabfälle eine
Überschreitung
der
Grenzwerte
für
Schadstoffe
nach
Absatz
3
festgestellt,
sind
die
Untersuchungsergebnisse von der untersuchenden Stelle unverzüglich an den Bioabfallbehandler zu
übermitteln, dieser leitet sie unverzüglich an die zuständige Behörde weiter.“
356
§ 9 Absatz 1 Satz 1 BioAbfV:
„Der Bewirtschafter oder ein beauftragter Dritter hat der zuständigen
Behörde innerhalb von zwei Wochen nach der ersten nach dem 1. Oktober 1998 erfolgenden
Aufbringung von Bioabfällen oder Gemischen die Aufbringungsflächen anzugeben.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
85
E 2.2.5
§ 13 Absatz 2 Nummer 5 BioAbfV
(Unrichtige Auflistung von Materialien)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen
a) § 11 Absatz 1 Satz 1
357
, auch in Verbindung mit § 10
Absatz 3 Satz 1 Nummer 3 und Satz 2
358
BioAbfV,
b) § 11 Absatz 1 Satz 4 oder Satz 5
359
, jeweils auch in
Verbindung mit Absatz 1a Satz 2
360
BioAbfV, oder
c) § 11 Absatz 1a Satz 1
361
BioAbfV
dort genannte Materialien nicht, nicht richtig oder nicht
vollständig auflistet,
(5 bis 10.000)
250 bis 5.000
250 bis 5.000
250 bis 5.000
E 2.2.6
§ 13 Absatz 2 Nummer 6 BioAbfV
(Aufbewahrung)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 11 Absatz 1b
Satz 2
362
, auch in Verbindung mit § 10 Absatz 3 Satz 1
Nummer 3 und Satz 2
363
BioAbfV, eine Liste oder eine
Unterlage nicht oder nicht mindestens zehn Jahre lang
aufbewahrt,
(5 bis 10.000)
250 bis 5.000
357
§ 11 Absatz 1 Satz 1 BioAbfV:
„Der Bioabfallbehandler hat die bei der Behandlung verwendeten
Materialien nach Art, Bezugsquelle, -menge und Anfallstelle von der ursprünglichen Anfallstelle bis
zum letzten Besitzer sowie aufgeteilt nach Chargen behandelten Bioabfalls gemäß Satz 2 und 3
aufzulisten.“
358
§ 10 Absatz 3 Satz 1 Nummer 3 und Satz 2 BioAbfV:
„Soweit nicht von einer Freistellung nach
Absatz 1 oder Absatz 2 erfasst, sind für die Abgabe, Verwendung zur Gemischherstellung und
Aufbringung von unbehandelten Bioabfällen die folgenden Bestimmungen entsprechend anzuwenden:
(…) 3. über die Dokumentations - und Nachweispflichten gemäß § 11 Absatz 1 Satz 1 und 2, Absatz
1b Satz 2 und 3 und Absatz 2 und 2a Satz 1 und 3. (…) Die sich aus Satz 1 ergebenden Pflichten des
Bioabfallbehandlers sind durch den Entsorgungsträger, den Erzeuger und den Besitzer der Bioabfälle
zu erfüllen.““
359
§ 11 Absatz 1 Satz 4 oder Satz 5 BioAbfV:
„Verwendet der Bioabfallbehandler bei einer
Behandlung bereits hygienisierend behandelte oder biologisch stabilisierend behandelte Materialien,
hat er diese im Sinne des Satzes 1 mit den Angaben nach Absatz 2 Satz 2 des vorhergehenden
Bioabfallbehandlers aufzulisten. Werden dem Bioabfallbehandler die Materialien von einem
Einsammler angeliefert, hat dieser die eingesammelten Materialien nach Satz 1 aufgeteilt nach
Anlieferungen aufzulisten und dem Bioabfallbehandler nach Art und Menge anzugeben.“
360
§ 11 Absatz 1a Satz 2 BioAbfV:
„Absatz 1 Satz 2 und 4 bis 6 gilt entsprechend.“
361
§ 11 Absatz 1a Satz 1 BioAbfV: „
Der Gemischhersteller hat die bei den Mischvorgängen
verwendeten Materialien aufgeteilt nach Chargen hergestellten Gemisches im Sinne des Absatzes 1
Satz 1 aufzulisten.“
362
§ 11 Absatz 1 b Satz 2 BioAbfV:
„Sie haben die Listen und die beizufügenden Unterlagen ab dem
Zeitpunkt der Erstellung der Listen zehn Jahre lang aufzubewahren.“
363
§ 10 Absatz 3 Satz 1 Nummer 3 und Satz 2 BioAbfV:
„Soweit nicht von einer Freistellung nach
Absatz 1 oder Absatz 2 erfasst, sind für die Abgabe, Verwendung zur Gemischherstellung und
Aufbringung von unbehandelten Bioabfällen die folgenden Bestimmungen entsprechend anzuwenden:
(…) 3. über die Dokumentations - und Nachweispflichten gemäß § 11 Absatz 1 Satz 1 und 2, Absatz
1b Satz 2 und 3 und Absatz 2 und 2a Satz 1 und 3. Die sich aus Satz 1 ergebenden Pflichten des
Bioabfallbehandlers sind durch den Entsorgungsträger, den Erzeuger und den Besitzer der Bioabfälle
zu erfüllen.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
86
E 2.2.7
§ 13 Absatz 2 Nummer 7 BioAbfV
(Zuwiderhandlung gegen angeordnete Vorlage)
wer vorsätzlich oder fahrlässig einer vollziehbaren
Anordnung nach § 11 Absatz 1b Satz 3
364
, auch in
Verbindung mit § 10 Absatz 3 Satz 1 Nummer 3 und
Satz 2
365
BioAbfV, zuwiderhandelt,
(5 bis 10.000)
250 bis 10.000
E 2.2.8
§ 13 Absatz 2 Nummer 8 BioAbfV
(Vorlage und Aufbewahrung von Lieferscheinen)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 11 Absatz 2
Satz 1 oder Satz 4
366
oder Absatz 2a Satz 1 oder Satz
3
367
, jeweils auch in Verbindung mit § 10 Absatz 3 Satz
1 Nummer 3 und Satz 2
368
BioAbfV, einen Lieferschein
nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig
aushändigt, eine Kopie des Lieferscheines einer dort
genannten Behörde nicht, nicht richtig, nicht vollständig
oder nicht rechtzeitig übersendet oder eine Ausfertigung
des Lieferscheines nicht oder nicht mindestens zehn
Jahre lang aufbewahrt,
(5 bis 10.000)
250 bis 8.000
364
§ 11 Absatz 1b Satz 3 BioAbfV:
„Auf Verlangen sind diese Listen und Unterlagen der zuständigen
Behörde vorzulegen.“
365
§ 10 Absatz 3 Satz 1 Nummer 3 und Satz 2 BioAbfV:
„Soweit nicht von einer Freistellung nach
Absatz 1 oder Absatz 2 erfasst, sind für die Abgabe, Verwendung zur Gemischherstellung und
Aufbringung von unbehandelten Bioabfällen die folgenden Bestimmungen entsprechend anzuwenden:
(…) 3. über die Dokum entations- und Nachweispflichten gemäß § 11 Absatz 1 Satz 1 und 2, Absatz
1b Satz 2 und 3 und Absatz 2 und 2a Satz 1 und 3. Die sich aus Satz 1 ergebenden Pflichten des
Bioabfallbehandlers sind durch den Entsorgungsträger, den Erzeuger und den Besitzer der Bioabfälle
zu erfüllen.“
366
§ 11 Absatz 2 Satz 1 oder Satz 4 BioAbfV:
„Bioabfallbehandler und Gemischhersteller haben bei
jeder Abgabe von Bioabfällen oder Gemischen zur Aufbringung auf Flächen einen Lieferschein gemäß
Anhang 4 mit den Angaben nach Satz 2 auszustellen und dem Bewirtschafter der Aufbringungsfläche
oder einem Zwischenabnehmer auszuhändigen. (…)Der Zwischenabnehmer hat die Angaben nach
Satz 2 Nummer 2 und 10 im Original des Lieferscheines vor der weiteren Abgabe der Materialien zu
ergänzen und den Lieferschein dem Bewirtschafter der Aufbringungsfläche oder einem weiteren
Zwischenabnehmer auszuhändigen.“
367
§ 11 Absatz 2a Satz 1 oder Satz 3 BioAbfV:
„Der Bioabfallbehandler, der Gemischhersteller und
der Zwischenabnehmer, der die Bioabfälle und Gemische an den Bewirtschafter der
Aufbringungsfläche abgibt, haben der für die Aufbringungsfläche zuständigen Behörde sowie der
zuständigen landwirtschaftlichen Fachbehörde unverzüglich nach der Abgabe eine Kopie des
vollständig ausgefüllten Lieferscheines zu übersenden. (…) Der Bioabfallbehandler, der
Gemischhersteller, der Zwischenabnehmer und der Bewirtschafter der Aufbringungsfläche haben die
bei ihnen verbleibenden Ausfertigungen des Lieferscheines ab dem Zeitpunkt der Übersendung der
Kopie an die zuständige Behörde zehn Jahre lang aufzubewahren.“
368
§ 10 Absatz 3 Satz 1 Nummer 3 und Satz 2 BioAbfV:
„Soweit nicht von einer Freistellung nach
Absatz 1 oder Absatz 2 erfasst, sind für die Abgabe, Verwendung zur Gemischherstellung und
Aufbringung von unbehandelten Bioabfällen die folgenden Bestimmungen entsprechend anzuwenden:
(…) 3. über die Dokumentations - und Nachweispflichten gemäß § 11 Absatz 1 Satz 1 und 2, Absatz
1b Satz 2 und 3 und Absatz 2 und 2a Satz 1 und 3. Die sich aus Satz 1 ergebenden Pflichten des
Bioabfallbehandlers sind durch den Entsorgungsträger, den Erzeuger und den Besitzer der Bioabfälle
zu erfüllen.“

Abfallwirtschaft und Bodenschutz
87
E 2.2.9
§ 13 Absatz 2 Nummer 9 BioAbfV
(Übersendung Lieferschein)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 11 Absatz 2a
Satz 2
369
BioAbfV eine Kopie des Lieferscheines einer
dort genannten Behörde nicht, nicht richtig, nicht
vollständig oder nicht rechtzeitig übersendet,
(5 bis 10.000)
250 bis 5.000
E 2.2.10
§ 13 Absatz 2 Nummer 10 BioAbfV
(Vorlage der Dokumentation)
wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 11 Absatz 3a
Satz 6
370
BioAbfV eine Dokumentation nicht, nicht
richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig vorlegt.
(5 bis 10.000)
250 bis 5.000
369
§ 11 Absatz 2a Satz 2 BioAbfV:
„Der Bewirtschafter der Aufbringungsfläche hat unverzüglich
nach der Aufbringung im Original des Lieferscheines die eindeutige Bezeichnung der
Aufbringungsfläche mit den Angaben Gemarkung, Flur, Flurstücksnummer oder alternativ
Schlagbezeichnung und die Größe in Hektar sowie die Bodenuntersuchung nach § 9 Absatz 2
einzutragen und der für die Aufbringungsfläche zuständigen Behörde sowie der zuständigen
landwirtschaftlichen Fachbehörde eine Kopie des vollständig ausgefüllten Lieferscheines zu
übersenden.“
370