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des Freistaates Sachsen
Aktionsplan Klima und Energie

Inhalt
Vorwort
Abkürzungen
Einleitung
KlimAAnpAssung
Regionale Klimabewertung
Klimafolgenabschätzung
Anpassungsstrategien
Öffentlichkeitsarbeit, Bildung und Forschung
KlimAschutz und EnErgiE
Erneuerbare Energien – Querschnittsaufgaben
Energieeffizienz – Querschnittsaufgaben
Industrie und Gewerbe
Gebäude und Haushalte
Verkehr
Vorbildfunktion der staatlichen Verwaltung
Gemeinden und Landkreise
Energiewirtschaft, Energietechnologie
Landwirtschaft
Forstwirtschaft
Abfallwirtschaft
Bildung und Forschung
hintErgrundpApiEr
Quantifiziertes Klimaschutzziel zur Reduzierung
der energiebedingten CO
2
-Emissionen
Herleitung des Ziels
Bewertung des Ziels im Vergleich mit den Kli-
maschutzzielen der Europäischen Union und
der Bundesregierung
Quantifiziertes Klimaschutzziel im Bereich
Erneuerbare Energien (Strom)
Herleitung des Ziels
Bewertung des Ziels im Vergleich mit den Kli-
maschutzzielen der Europäischen Union und
der Bundesregierung
Bildnachweis
5
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A 1
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A 4
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B 2
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B 4
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B 11
B 12
c 1
C 1.1
C 1.2
c 2
C 2.1
C 2.2
A
B
c

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Vorwort
Zielstellung der sächsischen Klimaschutzpolitik ist es, das Unbeherrschbare zu vermeiden und
das Unvermeidbare zu beherrschen. Wirksame Klimaschutzmaßnahmen sind dringend notwen-
dig, um die globale Erwärmung auf maximal 2 Grad zu begrenzen und damit unkalku lierbare Ri-
siken für Mensch und Natur weitgehend zu vermeiden. Mit dem Aktionsplan Klima und Energie
reagiert die Sächsische Staatsregierung auf die Herausforderungen des Klima wandels. Sie setzt
damit ihre erfolgreiche Klimaschutz- und Energiepolitik fort und leistet ei nen ambitionierten
Beitrag zu den europäischen und deutschen Klimaschutzbeschlüssen.
Im Aktionsplan sind fast 300 konkrete Vorhaben vorgesehen. Hierfür werden Anreize in Form
von finanzieller Förderung gesetzt, Informationstätigkeit und Beratungsprogramme werden
intensiviert und erweitert. Der Freistaat unterstützt außerdem Bildungsangebote an Schulen,
um auch die kommenden Generationen auf diese Zukunftsaufgabe vorzubereiten. Außerdem
ist die Weiterentwicklung des sächsischen Klimamodells im Aktionsplan enthalten. Bestehende
Strategien in der Landwirtschaft, beim Waldumbau, im Wassermanagement und im Natur-
schutzhandeln wer den an die veränderten Klimabedingungen angepasst.
Die Sächsische Staatsregierung will als Vorbild vorangehen. So werden gesetzlich gefor derte
energetische Standards bei staatlichen Baumaßnahmen künftig unterschritten und diese An-
forderungen auch als Messlatte bei der Vergabe von Fördermitteln angelegt. Die Maßnahmen
zum Klimaschutz sind allerdings nicht im Alleingang der Sächsischen Staatsre gierung umzu-
setzen. Zur Umsetzung benötigen wir die Unterstützung aller Bürgerinnen und Bürger, die der
Unternehmen und der Kommunen. Denn nur gemeinsam wird es uns gelin gen, der Herausfor-
derung des Klimawandels wirksam zu begegnen.
Frank Kupfer
Sächsischer Staatsminister für
Umwelt und Landwirtschaft

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Einleitung
Der Klimawandel stellt die Menschheit vor eine ihrer wohl größten
Herausforderungen. Der 4. Sachstandsbericht des Weltklimarates
IPCC hat es mit deutlich größerer Aussagesicherheit als bisher bestä-
tigt: Wir stehen vor bedeutenden Veränderungen des Klimas und müs-
sen darauf reagieren, um die Auswirkungen beherrschbar zu halten.
Je eher wir handeln, umso wirksamer ist es für das Klima und umso
verträglicher wird es für Wirtschaft und Gesellschaft sein.
Neben dem Klimaschutz gehören vor allem die weltweit steigende
Energienachfrage, die absehbare Endlichkeit der fossilen Energieres-
sourcen und die damit einhergehende Verteuerung von Energie zu den
drängenden Aufgaben, die gelöst werden müssen. Die bedarfsgerech-
te, sichere, bezahlbare, umwelt- und klimaverträgliche Bereitstellung
von Energie ist unabdingbare Voraussetzung für die wirtschaftliche
und soziale Entwicklung der heutigen und der künftigen Generatio-
nen.
Daraus ergibt sich, Energie sparsam und so effizient wie möglich zu
verwenden. Für eine traditionelle Energie- und Industrieregion wie
Sachsen ist Innovation im Energiebereich damit wichtiger denn je für
die Zukunftsfähigkeit von Wirtschaft und Gesellschaft. Die Chancen,
die uns die technologische Entwicklung und die entsprechenden Po-
tenziale in Sachsen bieten, gilt es zur Weiterentwicklung und Um-
gestaltung der Energiewirtschaft und für einen aktiven Klimaschutz
sowie gleichzeitig zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der sächsi-
schen Wirtschaft zu nutzen.
Zukunftsorientierte Energiepolitik orientiert sich am Leitbild einer
nachhaltigen Entwicklung und berücksichtigt ökonomische, ökologi-
sche und soziale Belange gleichrangig. Andererseits steht der größte
Teil der Umwelt- und Klimabelastungen in Verbindung mit der Ener-
gieumwandlung in den verschiedenen Sektoren. Deshalb ist es sinnvoll
und richtig, über Energie- und Klimapolitik unter Berücksichtigung von
wirtschafts-, umwelt-und außenpolitischen Aspekten zu entscheiden.
Die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedsstaaten der Europäi-
schen Union haben im März 2007 eine integrierte europäische Kli-
ma- und Energiepolitik beschlossen und sich ambitionierte Ziele
gesetzt, die es ermöglichen sollen, eine Erhöhung der mittleren glo-
balen Temperatur um mehr als 2 Grad gegenüber dem vorindustriel-
len Niveau zu verhindern. Ansonsten drohen nach vorherrschender
wissenschaftlicher Auffassung irreversible Änderungen des Klimas
und damit gravierende Auswirkungen für Mensch und Natur. Da-
raufhin hat die Bundesregierung mit den Eckpunkten des integrierten
Energie- und Klimaprogramms sowie den resultierenden Beschlüssen
des Bundeskabinetts vom 05.12.2007 die erforderlichen Maßnahmen
eingeleitet, die den deutschen Beitrag zur Erfüllung der europäischen
Klimaschutzziele garantieren sollen.
Der Freistaat Sachsen unterstützt die Klimaschutzziele der Bundes-
regierung im Rahmen der EU-Beschlüsse und des Kyoto-Protokolls.
Durch die Umstrukturierung und Modernisierung der sächsischen
Wirtschaft, vor allem der Energie- und Braunkohlewirtschaft, nach
der Wiedervereinigung hat Sachsen bereits einen entscheidenden An-
teil zur Erfüllung der Klimaschutzziele Deutschlands erbracht. Weitere
Beiträge zum Klimaschutz leistet Sachsen bereits mit der Umsetzung
des Sächsischen Klimaschutzprogramms aus dem Jahr 2001 und des
Energieprogramms Sachsen 2004. So konnten im Klimaschutzbericht
2005 deutliche Erfolge bei der Reduzierung der CO
2
-Emissionen durch
die Verbesserung der Energieeffizienz bei der Energieanwendung und
durch den Ausbau der erneuerbaren Energien nachgewiesen werden.
Die sächsische Energiewirtschaft ist geprägt durch die Stromerzeu-
gung in hochmodernen Braunkohle-Kraftwerken. Die Nutzung des
heimischen Energieträgers Braunkohle ist langfristig kalkulierbar, si-
chert eine hohe Wertschöpfung und Beschäftigung im Land, mindert
die Importabhängigkeit unserer Energieversorgung und trägt maß-
geblich zur Versorgungssicherheit in ganz Deutschland bei. Damit ist
die Braunkohleverstromung auf längere Sicht unverzichtbar für eine
sichere und wirtschaftliche Energieversorgung. Die Braunkohlever-
Abkürzungen
AG
Arbeitsgruppe
BA
Bergakademie
BMBF
Bundesministerium für Bildung und Forschung
CCS
Carbon Capture and Storage = CO
2
-Abscheidung und -speicherung
CO
2
Kohlendioxid
DD
Dresden
ELER
Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums
EnEV
Energieeinsparverordnung
EU
Europäische Union
F
&
E
Forschung und Entwicklung
GB
Geschäftsbereich
IMAG
Interministerielle Arbeitsgruppe Klima und Energie
IÖR
Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung
IPCC
Intergovernmental Panel on Climate Change IT Informationstechnik
LEP
Landesentwicklungsplan
KMU
kleine und mittlere Unternehmen
KWK
Kraft-Wärme-Kopplung
LfULG
Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie
LIFE
EU-Förderprogramm für Umwelt- und Naturschutz
LTV
Landestalsperrenverwaltung
NATURA 2000
länderübergreifendes Schutzgebietssystem der EU
N
2
O
Stickstoffdioxid (Lachgas)
ÖPNV
Öffentlicher Personennahverkehr
RL AuW
Richtlinie Agrarumweltmaßnahmen und Waldmehrung
RL BesIn
Förderrichtlinie Besondere Initiativen
RPV
Regionale Planungsverbände
SAB
Sächsische Aufbaubank
SäHO
Sächsische Haushaltsordnung
SAENA
Sächsische Energieagentur GmbH
SBS
Staatsbetrieb Sachsenforst
SIB
Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement
SMF
Sächsisches Staatsministerium der Finanzen
SMI
Sächsisches Staatsministerium des Inneren
SMK
Sächsisches Staatsministerium für Kultus
SMS
Sächsisches Staatsministerium für Soziales
SMUL
Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft
SMWA
Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit
SMWK
Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst
THG
Treibhausgas(e)
TU
Technische Universität
UV
ultraviolettes Lichtspektrum
VBG
Vorbehaltsgebiet
VRG
Vorranggebiet
VwV
Verwaltungsvorschrift

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stromung ist mit hohen Treibhausgasemissionen verbunden. Daher
müssen die Kraftwerkstechnologien so weiterentwickelt werden, dass
auch zukünftige Anforderungen des Umwelt- und Klimaschutzes effi-
zient erfüllt werden können.
Der vorliegende „Aktionsplan Klima und Energie“ greift die bereits
dargestellten anspruchsvollen Anforderungen der jüngsten internati-
onalen und nationalen Klimaschutzziele auf. Er baut auf den im Klima-
schutzprogramm und im Energieprogramm enthaltenen Maßnahmen
auf und entwickelt diese weiter. Der Aktionsplan konzentriert sich auf
kurz-und mittelfristig umsetzbare Maßnahmen zum Klimaschutz und
für eine nachhaltige Energiewirtschaft sowie auf Maßnahmen zur An-
passung an den Klimawandel. Damit leistet Sachsen einen wichtigen
Beitrag zur Erfüllung der klima- und energiepolitischen Ziele der Bun-
desregierung.
Der klima- und energiepolitisch erforderliche Umbau von Wirtschaft
und Gesellschaft kann nur erfolgreich sein, wenn er nachhaltig und
kosteneffizient ist und die wirtschaftlichen Grundlagen nicht gefähr-
det. Deshalb konzentriert sich der „Aktionsplan Klima und Energie“ auf
Maßnahmen, die Anreize setzen und die hinsichtlich der Verminderung
von Treibhausgasemissionen und Energieverbrauch die größten Effek-
te bei möglichst geringen Kosten erbringen.
Der vorliegende „Aktionsplan Klima und Energie“ erhebt keinen An-
spruch auf Vollständigkeit. Vielmehr gibt er weitere Impulse für die
Fortführung des bereits erfolgreichen Prozesses im Freistaat Sachsen.
Der Prozesscharakter bedingt ebenfalls, dass einzelne Handlungsfelder
weiter erkundet und mit Maßnahmen untersetzt werden müssen.
Um dieses Verfahren zu steuern, bildet die Staatsregierung eine inter-
ministerielle Arbeitsgruppe „Klima und Energie“ (IMAG) unter gemein-
samer Leitung von SMUL und SMWA. Sie soll einerseits kontinuierlich
weitere Maßnahmenvorschläge entwickeln und andererseits die Um-
setzung der vorgeschlagenen Maßnahmen koordinieren. Aufgabe der
IMAG ist es außerdem, die Wirkungen des Integrierten Energie-und
Klimaprogramms des Bundes auf den Freistaat Sachsen zu bewerten
und im Laufe des Jahres 2008 neue quantitative Ziele für die Klima-
und Energiepolitik des Freistaates Sachsen zu erarbeiten.
Diese Zielstellungen sollen in die Fortschreibung des Klimaschutzpro-
gramms aus dem Jahr 2001 eingehen. Sie bilden auch die Grundlage
für die beabsichtigte Fortschreibung des Landesentwicklungsplans.
Klima- und energiepolitische Maßnahmen sind zugleich zentrale
Handlungsfelder der Nachhaltigkeitsstrategie des Freistaates Sachsen,
die derzeit abgestimmt wird.
Einleitung
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| 9
Klimaanpassung >>
A

BErEich
mAssnAhmE
AKtEurE
Klimabewertung
Statistische und meteorologische Bewertung regionaler Klimabesonder-
heiten in Sachsen (z. B. Klimamonographie Sachsen)
Analyse der Häufigkeit, Andauer, Intensität und räumlichen Verteilung
von Extremereignissen
Weiterentwicklung geeigneter Instrumente zur Bereitstellung, Interpre-
tation und Visualisierung (z. B. Interaktives Diagnose- und Präsentati-
onstool) von Klimadaten
LfULG
Klimaprojektion
Weiterentwicklung und Interpretation der regionalen Klimaprojektionen
für Sachsen (WEREX, WETTREG)
LfULG
Klimadaten
Pflege und Qualifizierung der Sächsischen Klimadatenbank (u. a. Einbin-
dung der Projektionsdaten)
Adressatengerechte Datenbereitstellung und Beratung für Akteure (z. B.
Anpassungsstrategien)
LfULG
Überregionale Kooperation
Ausbau der länderübergreifenden Zusammenarbeit in Mitteldeutschland
mit dem Ziel, Synergien zu erschließen (z. B. Sachsen, Sachsen-Anhalt,
Thüringen, Brandenburg) sowie grenzüberschreitende Kooperationen mit
Tschechien und Polen
LfULG, SMUL
Klimafolgenabschätzung
Klimaanpassung
Regionale Klimabewertung
A
A
A1
A2
Die Grundlage für die Planung, Vorbereitung und Durchführung aller
Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel bilden in Sachsen
die Klimaprojektionen auf der Basis eines regionalen Klimamodells.
Danach ist für Sachsen bis zum Jahr 2050 mit einem Anstieg der mitt-
leren Jahrestemperatur um etwa 1,5 Grad im Vergleich zum gegenwär-
tigen Niveau, mit deutlichen Rückgängen der Niederschläge insbeson-
dere im Sommer in Nord- und Ostsachsen sowie mit einer Zunahme
extremer Wetterereignisse zu rechnen.
Diese Klimaprojektionen sind mit dem Ziel kleinräumigerer Aussagen
und einer zunehmenden Aussagesicherheit durch die folgenden Maß-
nahmen weiterzuentwickeln:
Trotz aller Anstrengungen zum Klimaschutz wird sich der Klimawandel
auf die verschiedenen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Berei-
che, aber auch auf die natürlichen Lebensgrundlagen auswirken.
Die Umsetzung der folgenden Maßnahmen trägt dazu bei, diese Be-
troffenheiten frühzeitig zu erfassen, zu analysieren sowie darauf an-
gemessen und kosteneffizient reagieren zu können:
BErEich
mAssnAhmE
AKtEurE
Monitoring
Erhebung der notwendigen Daten für ein Klimafolgenmonitoring
Erhaltung und integrative Ausrichtung der vorhandenen Messnetze
LfULG, LTV, SBS
Betroffenheit
Fortschreibung und Vertiefung des Wissens über Betroffenheiten in
Sachsen in Folge des Klimawandels
Analyse der Verwundbarkeit (Vulnerabilität) durch den Klimawandel nach
Regionen und Bereichen
Ableitung von Erkenntnissen für Sachsen aus internationalen und natio-
nalen Studien zu den Kosten des Klimawandels
GB SMUL,
Hochschulen,
alle Ressorts
AG „Klimafolgen“
Erweiterung der Arbeitsgruppe „Klimafolgen“ um Handlungsfelder, Auf-
gaben und Vertreter weiterer betroffener Ressorts
Kooperation mit der Interministeriellen Arbeitsgruppe „Klima und Energie
alle Ressorts
10 |
| 11

BErEich
mAssnAhmE
AKtEurE
Gesundheit
Abschätzung möglicher gesundheitlicher Folgen der prognostizierten
klimatischen Veränderungen, beispielsweise
Auswirkungen von Hitzebelastungen,
Auswirkungen erhöhter UV-Strahlung (Beobachtung der Entwick-
lung der UV-Strahlung durch BfS),
mögliche Zunahme vektorbedingter Infektionskrankheiten,
Auswirkungen der Luftbelastung auf Krankheitsgeschehen und
Sterblichkeit,
Beobachtung der Entwicklung der Luftbelastung (Ozon, Feinstaub
etc.)
SMS
LfULG
Entwicklung bzw. Weiterentwicklung von Maßnahmen zur Vorbeugung
gesundheitlicher Schäden in Folge des Klimawandels, beispielsweise
Hitzewarnsystem,
Informationsbereitstellung für die Bevölkerung,
zielgruppenorientierte Verhaltensempfehlungen für die Bevölke-
rung und das medizinische Personal
SMS
Landwirtschaft
Abschätzung der Auswirkungen des Klimawandels auf die Landwirtschaft
und Ableitung konkreter Handlungskonzepte und Maßnahmen:
Pflanzenbau:
Wasser sparende und erosionsmindernde Bodenbearbeitungsver-
fahren (konservierende Bodenbearbeitung und Direktsaat),
Optimierung der Wasserinfiltration,
ergänzende Erosionsschutzmaßnahmen (z. B. Hangrinnenbegrü-
nung),
Anpassung der Saatzeiten und der Bestandsführung,
Anbau trockentoleranter, frostharter und frühreifer Sorten, Ein-
führung neuer trockentoleranter Kulturarten,
Anbausysteme zur effizienten Wassernutzung (z. B. Zweinutzungs-
systeme, Mischanbau, dauerhafte mehrjährige Nutzungssysteme),
effizientes Wasser- und Nährstoffmanagement (Verfahren zur
Erhöhung der Nährstoffeffizienz; Bewässerung wird gemäß den
Nachhaltigkeitserfordernissen nur in beschränktem Umfang in
Frage kommen),
effektive Schaderregerprognose und -bekämpfung
Obst- und Weinbau:
Hagel- und Regenschutz,
effektive Schaderregerbekämpfung,
Absicherung der Wasserversorgung,
Anpassung der Anbauverfahren und -sortimente
LfULG
Anpassungsstrategien
A
A
A3
A3
Aufgrund der Trägheit des Klimasystems ist es trotz aller Anstrengun-
gen zum Klimaschutz notwendig, frühzeitig Anpassungsstrategien zu
entwickeln und Anpassungsmaßnahmen einzuleiten, die die Auswir-
kungen des Klimawandels auf die verschiedenen Bereiche beherrsch-
bar halten. Dies ist auch deshalb geboten, um durch frühzeitige Re-
aktion die betriebs- und volkswirtschaftlichen Kosten zu begrenzen.
Dazu trägt die Umsetzung folgender Maßnahmen in den genannten
Bereichen bei:
Tierhaltung:
Förderung/Einführung witterungsangepasster Stall- und Tierhal-
tungsanlagen sowie witterungsunabhängiger Verfahren zur Fut-
termittellagerung und –konservierung
Teichwirtschaft:
Umsetzung von Maßnahmen zur Anpassung an spätsommerlichen
Wassermangel bis hin zur Aufgabe wasserunsicherer Teiche.
Landwirtschaft allgemein:
Schaffung für das Kleinklima geeigneter Landschaftsstrukturen (z. B.
Windschutzstreifen),
Hinweise für ein betriebliches Risikomanagement zur Stabilisie-
rung des Unternehmens (z. B. Nutzung von Warenterminbörsen,
vertragliche Preisvereinbarungen, betriebliche Diversifizierung,
Versicherungslösungen)
Wald- und Forstwirtschaft
Umsetzung einer Strategie der Anpassung und Risikoverminderung mit fol-
genden forstwirtschaftlichen Maßnahmen:
Waldumbau mit einer jährlichen Fläche von rund 1.200 ha im Landes-
wald mit dem Ziel der langfristigen Anpassung und Stabilisierung der
Waldökosysteme, u. a. mit wärmeangepassten und trockentoleranten
Ökotypen heimischer Baumarten und standortgerechten ausländischen
Baumarten wie z. B. der Douglasie, Robinie etc.
Waldumbau von 2.100 bis 4.200 ha als Schwerpunkt der Förderung des
Privat- und Körperschaftswaldes in der Förderperiode 2007 bis 2013, um
stabile, standortgerechte und leistungsfähige Mischwälder zu schaffen,
die an die Folgen des Klimawandels angepasst sein werden
Konzentration der forstlichen Ressortforschung auf Fragen der Auswir-
kungen des Klimawandels auf Wald und Forstwirtschaft und Ableitung
konkreter forstlicher Handlungskonzepte und Maßnahmen (Waldbau,
Waldschutz, Forstgenetik etc.)
Fortführung des forstlichen Umweltmonitorings (Wald-, Bodenzustand
etc.)
Weiterführung der Kompensationskalkung auf rd. 92.000 ha im Zeitraum
2007 bis 2013 im fachlich erforderlichen Umfang (im Rahmen der ELER-
Förderung abgesichert)
Unterstützung der nachhaltigen Forstwirtschaft im Rahmen der Umwelt-
allianz
SBS
Wasserhaushalt
Umsetzung einer Strategie der Anpassung und des Risikomanagements auf
der Grundlage der erwarteten Veränderungen von Temperatur und Nieder-
schlag und ihrer Auswirkungen im Wasserhaushalt auf Menge, Qualität und
Gewässerökologie:
Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie, insbesondere im Hinblick
auf die Verbesserung der Wasserbeschaffenheit und des ökologischen
Zustandes der Fließ- und Standgewässer
Verbesserung des Wasserrückhaltes in der Landschaft durch
dauerhaft konservierende Bodenbearbeitung,
Rückbau von Entwässerungssystemen,
Reaktivierung von Feuchtgebieten,
Ausweisung von Hochwasserentstehungsgebieten,
Bestimmung von Wasservorratsgebieten und Retentionsräumen,
Anpassung der Landnutzung,
Anpassung der landwirtschaftlichen Produktion,
Umstellung der Fruchtfolge,
Revitalisierung von Mooren sowie
Waldmehrung und Waldumbau.
Verbesserung der Grundwasserneubildung durch die Versickerung von nicht
schädlich verunreinigtem Niederschlagswasser – vorzugsweise vor Ort –
und/oder dessen Rückhalt in der Fläche (möglichst durch natürliche Rück-
haltesysteme)
LfULG, LTV
12 |
| 13

BErEich
mAssnAhmE
AKtEurE
Wasserwirtschaft
Sicherstellung der Wahrnehmung gesellschaftlich bedeutsamer wasserwirtschaftlicher
Aufgaben:
Trink- und Brauchwasserversorgung (z. B. Kühlwasser für Kraftwerke)
Bau von Speichern und Hochwasserrückhaltebecken
adaptive Talsperrenbewirtschaftung im Spannungsfeld von Hochwasserschutz und
ausreichendem Trink- und Brauchwasserangebot in Trockenperioden
Abwasserentsorgung
Flutung von Tagebaurestseen
LTV, LfULG,
Zweckverbände,
Unternehmen
Boden
Optimierung und Verstärkung von
Erosionsschutzmaßnahmen, Maßnahmen zur Optimierung des Wasserspeicherver-
mögens der Böden,
Maßnahmen zur Regulierung des Bodenwasserhaushaltes,
Maßnahmen zur Optimierung und Regulierung des Kohlenstoffhaushaltes,
Maßnahmen zur Förderung des Bodenlebens und der Bodenbildung,
Maßnahmen zur Erhöhung und Verstärkung der Bodenbedeckung (zeitlich, räumlich),
Maßnahmen zum Erhalt von Feuchtgebieten sowie
Maßnahmen zur Reduzierung der Flächeninanspruchnahme
LfULG
Jagd
Beurteilung der Anpassungsfähigkeit der Wildarten an die sich ändernden klimatischen Ver-
hältnisse durch Forschungsvorhaben:
Anpassung der Schalenwildbewirtschaftungsgebiete,
Schaffung von Wildtierkorridoren für wandernde Wildarten
SMUL, SBS
Naturschutz
Sicherung genetischer Ressourcen mittels
Durchführung von Pilotprojekten zur Gewinnung und Bevorratung und Ansied-
lung von Pflanzenmaterial gebietseigener Herkünfte zur Sicherung genetischer
Ressourcen
Akzeptanz fremdländischer Baumarten (z. B. Douglasie, Robinie) in Anpassung an den
Klimawandel
Schaffung von Wanderungskorridoren für ausweichende oder durchziehende Arten
durch Umsetzung des ökologischen Verbundsystems gemäß Vorgaben aus der
räumlichen Planung (Landesplanung)
Stabilisierung von Ökosystemen, Lebensräumen und Arten, einschließlich Netz NATURA
2000, durch
Fortschreibung und Anpassung der Schutzstrategien,
Förderung des Vegetationspotenzials von Rohbodenstandorten (z. B. Bergbaufol-
gelandschaft),
Stabilisierung des Wasserhaushaltes wasserabhängiger Ökosysteme (z. B. Moore)
im Einzelfall und
Fortführung und Auflegen von Programmen und Projekten für ausgewählte Ar-
ten, Biotope und Lebensräume (z. B. Weißstorch, Fischotter, Weißtanne, Wasser-
nuss, Moorschutzprogramm, Bergwiesenprojekt etc.)
Minderung der Inanspruchnahme neuer Siedlungs- und Verkehrsflächen
Verbesserung des Lokalklimas durch Neujustierung bestehender Planungsinstrumente
(z. B. Landschaftsplanung)
Flankierende Maßnahmen wie z. B.
Weiterentwicklung der Förderinstrumente,
Initiierung und Förderung von Pilot- und Demonstrationsvorhaben z. B. im Rah-
men von Naturschutzgroßprojekten und LIFE+Vorhaben,
Ergänzung und Etablierung von Monitoringsystemen für europäisch bedeutsame
Arten und Lebensraumtypen,
Einflussnahme auf die Bundesregierung, auf internationale Vegetationsprogram-
me hinzuwirken (Klimawirksamkeit, Bodenkultur, Photosynthese für CO
2
-Abbau
durch O
2
-Produktion; Synergieeffekte)
LfULG, SMUL
Landes- und
Regionalplanung
Raumplanerische Steuerung und Koordinierung zur vorausschauenden Bewältigung der
Folgen des Klimawandels
Implementierung von Anpassungsstrategien im Rahmen der Aufstellung und Fortschrei-
bung der Raumordnungspläne auf der Grundlage fachplanerischer Erkenntnisse und An-
forderungen sowie deren Umsetzung im Rahmen der Regionalentwicklung
a. landesentwicklungsplanung
Festlegung von landesweiten Vorgaben zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels
insbesondere in folgenden Bereichen:
Sicherung von Gebieten für den vorbeugenden Hochwasserschutz,
Sicherung von Gebieten zum vorsorgenden Schutz von Wasserressourcen im Hin-
blick auf absehbare regionale Wasserknappheit infolge von Trockenperioden,
Steuerung der Siedlungsentwicklung (Sicherung von Frisch- und Kaltluftbahnen
und humanbiometeorologisch wirksamer Durchgrünung) zur Milderung extremer
Hitzeperioden,
Hinwirkung auf angepasste landwirtschaftliche Nutzung zur Vermeidung ver-
stärkter Erosion bei Extremwetterlagen (Stürme, Starkregen),
Sicherung eines ökologischen Verbundsystems zur Ermöglichung von tempera-
turbedingten Ausweich- und Wanderungsbewegungen von Tier- und Pflanzenar-
ten,
Unterstützung von Anpassungsmaßnahmen im Tourismus (insbesondere Winter-
tourismus) vor dem Hintergrund des absehbaren Landschaftswandels,
Reduzierung der Flächeninanspruchnahme
SMI in
Abstimmung mit
den Ressorts
b. regionalplanung
konkrete Ausweisung von Vorrang- und Vorbehaltsgebieten
Festlegung von Grundsätzen und Zielen für o. g. Handlungsfelder
Übernahme der Moderationsfunktion zur Umsetzung dieser regionalplanerischen Fest-
legungen mit den relevanten Akteuren der Region
RPV
Tourismus
Unterstützung von Anpassungsmaßnahmen im Tourismus (insbesondere Wintertouris-
mus)
Unterstützung der Entwicklung alternativer Angebote in sich wandelnden Naturräumen
(Tief- und Hügelland, Mittelgebirge)
SMWA
Wirtschaft
Unterstützung der Anpassung von Technologien und Produkten an veränderte Bedin-
gungen bzgl. Strahlung, Wasser, Luft (z. B. Auslegung Kühlsysteme, Speicher, Zuluft-
Filter; UV-Resistenz, etc.)
SMWA, SMUL
Übergreifende
Aktivitäten
Unterstützung der Erarbeitung von Anpassungsstrategien durch Förderrichtlinien,
F
&
E-Initiativen
alle Ressorts
A
A
A3
A3
14 |
| 15

image
16
|
A
A3
A
A4
Öffentlichkeitsarbeit, Bildung und Forschung
Die Information der Öffentlichkeit sowie spe-
zieller Zielgruppen über die Auswirkungen
des Klimawandels auf Sachsen und die Ent-
wicklung entsprechender Anpassungsstra-
tegien bleibt eine ständige Aufgabe. Sie ist
erforderlich, um für notwendige Maßnahmen
zu sensibilisieren und die Bereitschaft zur
Mitwirkung zu fördern.
Forschungsprojekte zur Entwicklung von
Anpassungsstrategien an den Klimawandel
bündeln die wissenschaftliche Kompetenz
von Hochschulen und Forschungsinstituten
und schaffen damit die Grundlagen für das
Handeln kommunaler, staatlicher und priva-
ter Entscheidungsträger.
Die Einbindung des Themas Klimawandel in
schulische und außerschulische Aktivitäten
erhöht die Kenntnisse der Kinder und Ju-
gendlichen und fördert die Bereitschaft zu
eigenem Handeln.
Dazu trägt die Umsetzung folgender Maß-
nahmen bei:
Klimaschutz und Energie >>
B
BErEich
mAssnAhmE
AKtEurE
Forschung
Überarbeitung des im ersten Aufruf zum 7. EU-Forschungsrahmenpro-
gramm abgelehnten Projektes „Regional Adaptation to Climate Extremes
AD 2040 (RACE 2040)“ gemäß Evaluationsbericht und Neueinreichung
im 7. FRP bzw. einem anderen geeigneten EU-Programm
TU BA Freiberg, TU DD,
GB SMUL
Entwicklung und Erprobung eines integrierten regionalen Klimaanpas-
sungsprogramms für die Modellregion Dresden (REGKLAM) im Rahmen
der BMBF-Förderinitiative KLIMZUG
(Projektskizze wurde vom BMBF akzeptiert; Projektantrag wurde zum
31.01.2008 eingereicht; Entscheidung über Förderung fällt in Kürze; Pro-
jektstart 01.07.2008)
IÖR, TU BA Freiberg,
TU DD, GB SMUL, SMI,
RPV
Fortsetzung der engen Kooperation zwischen der Staatsregierung und
den sächsischen Hochschulen zwecks Nutzung ihrer wissenschaftlichen
Kapazitäten
GB SMUL,
Hochschulen
Bildung
Fortführung, Weiterentwicklung und Evaluation der Initiative „Klima-
schutz in Sachsens Schulen“ zur Sensibilisierung von Schülern und Ju-
gendlichen
SMUL, SMK
Fortentwicklung der Lehrpläne aller Schularten zum Thema Umweltbil-
dung, in denen die Themen Klimaschutz und Klimawandel enthalten sind
SMK
Weiterentwicklung und Ausbau der waldpädagogischen Angebote zu den
Themen „Klimaschützer Wald“ und „Anpassung des Waldes an den Kli-
mawandel“ u. a. durch lehrplangemäße Programme und durch Förderung
(RL BesIn)
SBS
Öffentlichkeitsarbeit
Zielgruppenorientierte Publikationen (z. B. Klimamonographie, Überar-
beitung des Sachstandsberichts „Klimawandel in Sachsen“)
Zielgruppenorientierte Veranstaltungen (z. B. Weiterführung der Work-
shopreihe „Sachsen im Klimawandel“, „Annaberger Klimatage“)
GB SMUL
Internationale
Zusammenarbeit
Internationale Vernetzung mit dem Ziel, durch Mitwirkung an internati-
onalen Entscheidungsprozessen und Know-how-Transfer zum globalen
Klimaschutz beizutragen und zusätzliches Know-how für Anwendungen
in Sachsen zu erschließen
SK, SMUL, SMWA,
SMWK
Vertiefte thematische Behandlung des Themas Klima und Energie mit den
Nachbarstaaten und Nachbarländern mit dem Ziel der besseren Koordi-
nierung überregionaler Maßnahmen
SK, SMUL, SMI
16 |

BErEich
mAssnAhmE
AKtEurE
Konzeptionen
Erarbeitung quantitativer Vorgaben für die Landes- und Regionalplanung
im Rahmen der Fortschreibung des Klimaschutzprogramms
IMAG
Bereitstellung von fachlichen Grundlagen für regionale Energie- und Kli-
maschutzkonzepte
LfULG, SAENA
Umsetzung des Konzepts “Energie für die Zukunft – Sachsens Potenziale
an nachwachsenden Rohstoffen und Biomasse“:
Öko- und Energiebilanzierung von Biomasseproduktions- und Be-
reitstellungsverfahren (inkl. Vorkette),
Senkung des Energieaufwandes je produzierter Energiemenge
durch Optimierung energieerzeugender Anlagen, Steigerung der
Wirkungsgrade, Verbesserung der Anlagentechnik und –technolo-
gie,
Definition von Umweltqualitätszielen und -standards und Ent-
wicklung von Lösungsstrategien und Kriterien für einen nachhalti-
gen Anbau von Energiepflanzen,
Verfahrensoptimierung zur Minderung der Stickstoff-Emissionen
einschließlich Ausbringung (Technik, Zeitpunkt etc.) sowie Förde-
rung der Nutzung technischer Innovationen,
Förderung der Mehrfachnutzung von Waldholz (Kaskadenlösung:
nach der stofflichen Nutzung erfolgt die energetische Verwer-
tung)
SMUL, LfULG
Fortschreibung des LEP auf der Grundlage quantitativer Zielstellungen mit:
Vorgaben für die Nutzung erneuerbarer Energien, insbesondere für
die Überarbeitung der regionalen Windenergiekonzepte,
Vorgaben für eine verkehrsvermeidende, energiesparende und in-
tegrierte Siedlungs- und Verkehrsflächenentwicklung, insbeson-
dere zur Nutzung aufgegebener Innenstadtgebiete,
Handlungsauftrag zur Erstellung regionaler Energie- und Klima-
schutzkonzepte
SMI in Abstimmung
mit SMUL, SMWA
Überarbeitung der regionalen Windenergiekonzepte auch unter dem Ge-
sichtspunkt des Repowerings
Aufzeigen von Potenzialen für die Nutzung erneuerbarer Energien, insbe-
sondere solarer Strahlungsenergie, Geothermie und Biomasse
Erstellung regionaler Energie- und Klimaschutzkonzepte als Grundlage
für die Regionalentwicklung mit dem Ziel, lokale Produktions- und Ab-
nehmerstrukturen von Energie optimal miteinander zu verbinden
Moderation und Koordination zur Umsetzung der regionalen Energie-
und Klimaschutzkonzepte
RPV
Information
Verfolgung des Standes der Nutzung erneuerbarer Energien in Sachsen
als Teil der Energieversorgung im Bereich Strom und Wärme
SMUL, SAENA
Ermittlung und Darstellung der wirtschaftlichen Effekte und der Be-
schäftigungswirkung Erneuerbarer Energien in Sachsen
SMUL, SMWA,
SAENA
Beratung über Möglichkeiten zur Nutzung der Oberflächengeothermie
auf Basis der Erfahrungen des Geothermieverbundes
SMUL, LfULG,
SAENA
Erstellung eines „Geothermieatlas Sachsen“
Erfassung und Bewertung der tiefengeothermischen Potenziale
LfULG
Überprüfung der Auswirkungen der Raumordnungspläne in Bezug da-
rauf, inwieweit die angestrebten Ziele zur Energieversorgung und zum
Klimaschutz erreicht werden
SMI, RPV
Erhebung von Informationen im Rahmen der Führung des Raumord-
nungskatasters zur Überprüfung, inwieweit raumbedeutsame energie-
und klimarelevante Maßnahmen durchgeführt wurden
SMI,
Landesdirektionen
Förderung
Unterstützung des Ausbaus der Nutzung der erneuerbaren Energien
durch die Förderprogramme der Staatsregierung
alle Ressorts
Initiierung, Förderung, Begleitung und systematische Auswertung inves-
tiver und nichtinvestiver Modell- und Demonstrationsvorhaben sowie
Verbundvorhaben
SMUL, SAENA, SAB
öffentlichkeitswirksame Verbreitung der Ergebnisse der Förderung
Schaffung von Anreizen zur Umsetzung der regionalen Energie- und Kli-
maschutzkonzepte
SMUL, SAENA, SAB
landesplanerische Unterstützung der Entwicklung von energieautarken
Gemeinden und Regionen
Steuerung des Fördermitteleinsatzes auf Grundlage überörtlicher Kon-
zepte
SMI in Abstimmung
mit SMUL, SMWA
Initiierung eines Verbundvorhabens Grubenwassernutzung
Initiierung von tiefengeothermischen Pilotprojekten
SMUL, LfULG, SAENA
B
B
B1
B1
Das folgende Kapitel Klimaschutz und Ener-
gie enthält die kurz- und mittelfristig um-
zusetzenden Aktivitäten zur Reduzierung
der THG-Emissionen und zur Stärkung einer
nachhaltigen Energiewirtschaft in Sachsen.
Dazu gehören Maßnahmen zur Energieein-
sparung, zur Verbesserung der Energieef-
fizienz, zur CO
2
-verträglichen Braunkoh-
lenutzung und zum Ausbau der Nutzung
erneuerbarer Energien.
Nach der jeweiligen Darstellung der Quer-
schnittsaufgaben in den Bereichen Erneu-
erbare Energien und Energieeffizienz folgen
die Maßnahmen für die einzelnen Sektoren
Industrie und Gewerbe, Gebäude und Haus-
halte, Verwaltung, Verkehr, Landwirtschaft,
Abfallwirtschaft sowie Bildung.
Die Nutzung der erneuerbaren Energien hat
sich in Sachsen seit 1990 sehr dynamisch
entwickelt. Heute haben die erneuerbaren
Energien in Sachsen einen Anteil von 5,4 %
am Endenergieverbrauch (Strom und Wärme)
und von 11,5 % am Stromverbrauch. Dieser
Wirtschaftssektor weist inzwischen etwa
7.000 Beschäftigte mit einem jährlichen Um-
satz von über 1,65 Milliarden Euro auf. Die
Umsetzung der folgenden Maßnahmen trägt
dazu bei, diese positive Entwicklung in
Sachsen zu verstetigen und den Anteil der
erneuerbaren Energien am Energiemix weiter
zu erhöhen:
Erneuerbare Energien – Querschnittsaufgaben
Klimaschutz und Energie
18 |
| 19

BErEich
mAssnAhmE
AKtEurE
Technik
Durchführung einer Aufklärungs- und Förderinitiative „Energieeffiziente
Kühlung“
Unterstützung der Nutzung der bei der Stromerzeugung aus Biomasse
und Biogas anfallenden Wärme als Alternative zur Biogaseinspeisung
Erstellung eines sächsischen Abwärmeatlas
SMUL, SMWA, SAENA
Förderung
Initiierung, Förderung, Begleitung und systematische Auswertung inves-
tiver und nichtinvestiver Modell- und Demonstrationsvorhaben sowie
Verbundvorhaben
öffentlichkeitswirksame Darstellung der Ergebnisse der Förderung
SMUL, SAENA
Öffentlichkeitsarbeit
Vermittlung der notwendigen Informationen zur Umsetzung von Maß-
nahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz durch
zielgruppenspezifische Veranstaltungen und Kampagnen,
Veröffentlichung von Leitfäden,
Aufbau von zielgruppenspezifischen Informationsportalen,
jährliche Dokumentation zum Stand der Energieeffizienz in Sachsen,
Ausstattung eines Energiebusses für die mobile Energieberatung,
Auslobung von Energieeffizienzwettbewerben für das Gewerbe
bzw. die privaten Haushalte und
PR-Initiative im Vorfeld der Internationalen Passivhaustagung
2010 in Dresden
SMUL, SMWA, SMI,
SAENA, SIB
Interregionaler europäischer
Informations- und
Erfahrungsaustausch
Durchführung des INTERREG IV C-Projekts „EnercitEE“ zur Verbesserung
der Energieeffizienz in Kommunen und privaten Haushalten nach der Be-
willigung durch die EU
SMUL, LfULG
Erfahrungsaustausch mit überregionalen und europäischen Akteuren
durch Beteiligung an entsprechenden nationalen und EU-Projekten
alle Ressorts, SAENA
lfd. Auswertung der Ausschreibungen für sächsische Ziele bei EU und
Bund
alle Ressorts
Information
methodische Weiterentwicklung und Optimierung der Erfassung der
Treibhausgasemissionen in Sachsen, insbesondere von CO
2
, CH
4
und N
2
O
SMUL, LfULG
Ermittlung und Darstellung der wirtschaftlichen Effekte und der Be-
schäftigungswirkung
Aufbau eines Monitorings zur Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung
(KWK) im Hinblick auf das erschließbare Potenzial in Sachsen
SMUL, SAENA
B
B2
Die Verbesserung der Energieeffizienz und
die Einsparung von Energie sind Schwer-
punktaufgaben des Klimaschutzes und ei-
ner zukunftsfähigen Energiewirtschaft. Nur
wenn es gelingt, den Energieverbrauch zu
senken und die benötigte Energie so effizient
wie möglich einzusetzen, werden die Bemü-
hungen um Nachhaltigkeit erfolgreich sein.
Zu einer spürbaren Verbesserung der Ener-
gieeffizienz in Sachsen trägt die Umsetzung
der folgenden Maßnahmen bei:
Energieeffizienz – Querschnittsaufgaben
B
B3
BErEich
mAssnAhmE
AKtEurE
Landesinitiative
Weiterentwicklung des Beratungsangebotes der Verbraucherzentralen in
Sachsen
SAENA
Umweltallianz
Intensive Zusammenarbeit mit der sächsischen Wirtschaft mit dem Ziel,
gemeinsame Konzepte zur Verbesserung der Energieeffizienz in den Un-
ternehmen zu erarbeiten
Unterstützung der Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der
Energieeffizienz in den Unternehmen
SMUL, SAENA
Information
Veröffentlichung von Leitfäden und Aufbau von Informationsportalen zu
Fragen der betrieblichen Energieeffizienz
SMUL, SMWA,
SAENA
Qualifizierung
Begleitung von Qualifizierungsmaßnahmen für Gewerbeenergieberater
Angebote für einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch der Gewerbe-
energieberater
Erarbeitung eines Qualifizierungskonzeptes für Energiebeauftragte in
den Unternehmen
SAENA
Zertifizierung
Erarbeitung eines Konzeptes für die Zertifizierung und Zulassung von
„Gewerbeenergieberatern-SAENA“ in Sachsen
Gründung eines Fachausschusses für die Belange der Qualifizierung und
Zertifizierung von Gewerbeenergieberatern in Sachsen
SAENA
Energieberatung
Aufbau einer qualifizierten 2-stufigen Gewerbeenergieberatung
Landesweite Einführung und Weiterentwicklung des Gewerbeenergie-
passes sowie Evaluierung und öffentlichkeitswirksame Darstellung der
Ergebnisse
Vorbereitung und Durchführung einer Imagekampagne für den Sächsi-
schen Gewerbeenergiepass
Information über alle Formen der Gewerbeenergieberatung und entspre-
chender Umweltmanagementsysteme wie z. B. Ökoprofit
Zusammenfassung und Auswertung der Ergebnisse der Gewerbeenergie-
beratung
Beratung von Unternehmen zu Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten
bei der Umsetzung von investiven und nichtinvestiven Maßnahmen
SMWA, SAENA, SAB
Förderung
Einführung von Energie- und Umweltmanagementsystemen in kleinen
und mittleren Unternehmen (KMU)
Umsetzung von Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz in Unter-
nehmen
SMWA, SMUL
Contracting
Informationsbereitstellung für die Anwendung des „Energieeinspar-Con-
tracting“ in Unternehmen
SAENA
Industrie und Gewerbe
In Industrie und Gewerbe sind in Sachsen in der Vergangenheit bereits erhebliche Energieein-
sparpotenziale erschlossen worden. Es gilt, diese Erfolge künftig weiter auszubauen und zu
vertiefen.
Dazu trägt die Umsetzung der folgenden Maßnahmen bei:
20 |
| 21

BErEich
mAssnAhmE
AKtEurE
Energieberatung
Weiterentwicklung des Beratungsangebotes der Verbraucherzentralen in
Sachsen
SMWA, SMUL,
SAENA
Modell-, Demonstrations-
und Verbundvorhaben
Durchführung eines Modellprojektes zur Identifizierung von Erfolgsfak-
toren in energiesparsamen Haushalten
Unterstützung von Projekten zur Verbesserung der Energieeffizienz in
Haushalten, z. B:
Energiespar-Nachbarschaften,
Energiesparwette, Energiesparclub „Club der 500“
Fortführung und Vermarktung des Innovations- und Praxisverbunds
Passivhaus
Durchführung eines Modellvorhabens zur energetischen Sanierung von
Baudenkmälern
Initiierung, Förderung, Begleitung und systematische Auswertung inves-
tiver und nichtinvestiver Modell- und Demonstrationsvorhaben
öffentlichkeitswirksame Darstellung der Ergebnisse und Ableitung von
Handlungsfeldern
SMUL, SAENA
Information,
Öffentlichkeitsarbeit
Unterstützung von Imagekampagnen der Fachverbände für energieeffi-
ziente Haus- bzw. Bürotechnik
Präsenz auf Regionalmessen u. a. Messe HAUS, Dresden (jährlich); terratec/
enertec, Leipzig (zweijährig)
Veröffentlichung von Leitfäden und Informationsbroschüren
Aufbau von Informationsportalen zu Fragen der Energieeffizienz in
Haushalten
SAENA
Organisation regelmäßiger regionaler Veranstaltungen zum Informa-
tions- und Erfahrungsaustausch für Gebäudeenergieberater
SMUL, SAENA
Qualifizierung, Zertifizierung
Aufbau von Impulsprogrammen zur Information und Qualifizierung im
Bereich Bauen und Energie
SAENA
rechtliche
Regelungen
Durchführung eines Modellvorhabens zur Kontrolle der Einhaltung der
Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV)
SMUL, SMI, SMWA
BErEich
mAssnAhmE
AKtEurE
Verkehrsprognose
Erstellung einer Gesamtverkehrsprognose auf Grundlage aktueller Struk-
turdaten
Überarbeitung des Landesverkehrsplanes unter Einbeziehung umwelt-
und energierelevanter Indikatoren
Bewertung der Ergebnisse mittels strategischer Umweltprüfung
SMWA
Umweltrelevante
Verkehrsmodelle
Nutzung und Weiterentwicklung landesspezifischer Modelle zur kontinu-
ierlichen Bewertung von Umwelteffekten des Verkehrs und klimarelevanter
Maßnahmen im Verkehrsbereich („Verkehrsmodell Umweltwirkungen“)
SMUL, LfULG
Kampagnen
Förderung von Kampagnen zur Verbesserung einer energieeffizienten
und klimabewussten Mobilität auf lokaler Ebene (Informationssysteme,
Mobilitäts- und Wohnstandortberatung für Haushalte, Aktionen, Mobili-
tätsmanagement in Betrieben etc.)
SMUL, SAENA
Förderung
Finanzielle Förderung von investiven und nichtinvestiven Maßnahmen
zur Minderung verkehrsbedingter Immissionen (Modell- und Demonstra-
tionsvorhaben, Verbundvorhaben)
SMUL
Modellvorhaben
Initiierung und Unterstützung von Modellvorhaben zu „verkehrsreduzier-
ten Lebensstilen“
SMUL, SAENA
Initiierung und Begleitung von Modellvorhaben zur Verbesserung der
Energieeffizienz in Fahrzeugflotten zur Durchführung öffentlicher Auf-
gaben
SMWA, SAENA
Förderung von Verbundvorhaben zum Einsatz besonders emissionsarmer
Fahrzeuge im ÖPNV und bei kommunalen Dienstleistungen in Städten
mit Luftreinhalteplänen
SAENA
Verkehrsinfrastruktur
Schaffung guter verkehrsinfrastruktureller Rahmenbedingungen durch
optimale Vernetzung der unterschiedlichen Verkehrsträger
Bündelung und umweltverträglichere Gestaltung des Güterverkehrs in
den Agglomerationsräumen
Weitere Entwicklung der Güterverkehrszentren und der Binnenhäfen als
Schnittstellen zwischen Straße, Schiene und Wasser
Verstärkter Einsatz von Verkehrstelematik zur besseren Vernetzung der
Verkehrsträger und zur effektiveren Ausnutzung der vorhandenen Infra-
struktur
Flächenverbrauchsmindernde Trassenplanungen (geringere Inanspruch-
nahme klimawirksamer Flächen der Land- und Forstwirtschaft)
SMWA
ÖPNV
Sicherung des ÖPNV im ländlichen Raum z. B. durch ausreichende Finan-
zierung des Schüler- und Ausbildungsverkehrs
alle Ressorts
Schienenverkehr
Forcierung des Ausbaus der Schienenstrecken in den Sachsen betreffen-
den transeuropäischen Korridoren sowie der nationalen Hauptverbin-
dungsstrecken (Ost-West sowie Nord-Süd), insbesondere Elektrifizierung
SMWA – Einflussnah-
me auf Bundesregie-
rung
B
B
B4
B5
Gebäude und Haushalte
Verkehr
Der Gebäudebereich stellt den Sektor dar, der die größten Energie-
einsparpotenziale im Bereich der Heizwärme aufweist. Sachsen hat in
diesem Sektor bereits in der Vergangenheit erhebliche Anstrengungen
unternommen, z. B. durch Einführung des Freiwilligen Sächsischen
Energiepasses, durch Fördermaßnahmen und die Durchführung von
Modellprojekten. Diese müssen künftig, ergänzend zu den deutlich
ausgeweiteten Fördermaßnahmen des Bundes fortgesetzt und im
Einzelnen noch zielgerichteter ausformuliert werden. Dazu trägt die
Umsetzung der folgenden Maßnahmen bei:
Der Verkehr ist nach den Großkraftwerken zur Stromerzeugung in
Sachsen der zweitgrößte Verursacher von CO
2
-Emissionen und nach
den Haushalten der Sektor mit dem zweithöchsten Endenergiever-
brauch. Ergänzend zu den von der Bundesregierung beschlossenen
Maßnahmen des Energie- und Klimaschutzprogramms bieten sich
auch für Sachsen zahlreiche Ansätze, die Verbesserung der Energieef-
fizienz bei den Antrieben, den Ausbau des Umweltverbundes oder die
Vorbildfunktion zu forcieren.
Dazu trägt die Umsetzung der folgenden Maßnahmen bei:
22 |
| 23

image
BErEich
mAssnAhmE
AKtEurE
Erneuerbare
Energien
Jährliche Dokumentation zum Einsatz der erneuerbaren Energien in den
Liegenschaften des Freistaates
SMF, SIB
bevorzugte Nutzung erneuerbarer Energien bei staatlichen Baumaßnah-
men einschl. Sanierung
SMF, SIB
Verstärkter Einsatz von Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft zur Substi-
tution energieintensiver Baustoffe und zur dauerhaften CO
2
-Bindung
alle Ressorts
Weitere Nachrüstung von Wasserkraftanlagen an landeseigenen Talsper-
ren, soweit dies wirtschaftlich möglich und ökologisch tragfähig ist
LTV
Prüfung des Einsatzes von Photovoltaikanlagen an geeigneten Bauwer-
ken (Lärmschutzwände etc.) bei den durch den Freistaat Sachsen durch-
geführten Straßenbaumaßnahmen
SMWA, Autobahnamt
Bereitstellung von Dachflächen staatlicher Gebäude für Bürgerkraftwerke
SMF, SIB
Energetische Standards
Erhöhung der energetischen Standards über die gesetzlichen Vorgaben
hinaus, z. B. durch verstärkte Umsetzung des Passivhausstandards, den
Einsatz energieeffizienter Technologien und erneuerbarer Energien
SMF, SIB
Energie-
management
Analyse des Wärme- und Strombedarfs für alle landeseigenen Liegen-
schaften, die vom Freistaat Sachsen genutzt werden und Erstellung und
Umsetzung von Maßnahmeprogrammen zur effizienteren Nutzung von
Energie, z. B. Stromsparinitiative zur Minimierung des Stand-By-Betriebs
und Effizienzinitiative im IT-Sektor
Ernennung von Energiebeauftragten der nutzenden Dienststellen für
jede Landesliegenschaft und Ausstattung mit entsprechenden Kompe-
tenzen
SMF, SIB, alle Ressorts
Energieausweis
Erstellung von Energieausweisen nach EnEV 2007 für alle landeseigenen
Immobilien
SIB
Reduzierung des
Flächenverbrauchs
Flächensparsame Infrastrukturplanung
SMI, SMWA
Förderung
Erstellung einer Rahmenrichtlinie, die bei der Projektförderung von Bau-
maßnahmen auf die Anwendung der VwV Energieeffizienz verweist
SMF, SMUL
Pilotprojekte
Erarbeitung und modellhafte Erprobung von Anreizmodellen zur Energie-
einsparung (z. B. für Schulen, Sport- und Kulturstätten, Verwaltungsge-
bäude)
SMF, SIB, SAENA
Durchführung von Pilotprojekten zum Energieeinspar-Contracting
SAENA, SIB
Anwendung zukunftsweisender Energietechnologien, die über den Stand
der Technik hinaus in hohem Maße Rohstoff- und Energieeinsparungen
sowie Emissionsminderungen zur Folge haben
SMF, SIB
Beschaffung
Erarbeitung einer Verwaltungsvorschrift zur umweltfreundlichen Be-
schaffung, welche die energetischen Aspekte unter Berücksichtigung der
Vergabeordnung stärker in der öffentlichen Beschaffung verankert, die
Minderung des Eigenenergieverbrauchs und den Einsatz erneuerbarer
Energien etc. fordert, sowie die staatlichen Behörden bei Verwaltungs-
und Förderentscheidungen bindet
alle Ressorts
Ausrichtung der Kfz-Beschaffung an konkreten Verbrauchskennziffern
(2009: 140 g CO
2
/km, 2012: 120 g CO
2
/km)
verstärkte Einbeziehung alternativer Antriebskonzepte und Kraftstoffe in
die Beschaffung
Erstausrüstung der Landesfahrzeuge nur mit lärmarmen und Kraftstoff
sparenden Reifen sowie Leichtlaufölen
SMI
Klimaneutrale Dienstreisen
Ausgleich der CO
2
-Emissionen von Dienstreisen durch zusätzliche Kli-
maschutzprojekte im Freistaat Sachsen (1. Schritt: Flugreisen ab 2009,
2. Schritt: Pkw-Reisen)
SMF, SMUL,
SAENA
Vergaben
Vergabe öffentlicher Bauaufträge unter vorrangiger Einbindung des
Bahn- und Schiffverkehrs in die Transportlogistik
SMF, SIB
Standortwahl
Berücksichtigung der Aspekte der Verkehrsvermeidung und der optima-
len Anbindung an den Umweltverbund bei Investitionen und Standort-
entscheidungen der öffentlichen Verwaltung
SMF, SIB
B
B
B6
B6
Vorbildfunktion der staatlichen Verwaltung
Die öffentliche Verwaltung, d. h. Staat und Kommunen, besitzt einer-
seits eine nicht zu unterschätzende Vorbildfunktion für den Bürger.
Andererseits tritt sie als ein bedeutender Marktakteur beispielsweise
bei Beschaffungen oder Baumaßnahmen auf und hat dadurch erhebli-
chen Einfluss auf Produkt- und Preisgestaltung.
Rad- und Fußverkehr
Verbesserte Förderung der Erarbeitung und Umsetzung kommunaler
Konzepte für den Rad- und Fußverkehr
SMWA
Alternative Antriebe und
Kraftstoffe
Initiierung, Begleitung, Auswertung und öffentlichkeitswirksame Dar-
stellung von Modell- und Demonstrationsvorhaben (z. B. Bio- und Erd-
gastankstellen, Gasnetzeinspeisung, Elektroantriebe)
SAENA
24 |
| 25

B
B8
BErEich
mAssnAhmE
AKtEurE
Braunkohletechnologien
Unterstützung von Aktivitäten zur Forschung und Entwicklung auf dem
Gebiet der energetischen Braunkohlenutzung mit den Zielstellungen
die Effizienz der energetischen Umwandlungsprozesse weiter zu
steigern sowie
innovative Technologien zu entwickeln, die zu einer wesentlichen
Reduzierung von CO
2
-Emissionen führen (CCS-Techno logie)
SMWA, SMWK
Technologieförderung
Reservierung von jährlich 20 Mio. Euro aus dem Budget der Förderpro-
gramme „FuE Einzelförderung“ und „FuE-Verbundprojektförderung“ für
klimarelevante Technologiebereiche (z. B. Umwelttechnik, Energietech-
nik, Materialwissenschaften, physikalisch-chemische Technologien)
SMWA
Versorgungsnetze
Entwicklung von Strategien für Umbau bzw. partiellen Rückbau von un-
wirtschaftlichen Leitungsnetzen
Entwicklung von Lösungen für Netzbetreiber und Kommunen für die Er-
fordernisse einer bedarfsgerechten, sicheren, effizienten und preisgüns-
tigen Netzinfrastruktur (Projekt „Netze 2020“)
SMWA, SMI
Energietechnik
Analyse der Chancen, die sich aus den aktuellen Entwicklungen im Be-
reich Energietechnik für den sächsischen Maschinen- und Anlagenbau
ergeben
Ableitung von Handlungsschwerpunkten für die Bereiche
energieeffiziente Produktionsprozesse und
Zukunftsfelder der dezentralen Energiegewinnung und –versorgung
SMWA, SMUL
Materialeffizienz
Integration des Themas „Materialeffizienz in der sächsischen Industrie“ in
die Arbeit der Verbundinitiativen und der Wirtschaftsförderung Sachsen
SMWA
Synergieansätze für die Kopplung von Material- und Energieeffizienzlö-
sungen für sächsische Industriebranchen
Veröffentlichung von Informationsmaterial zu diesem Thema
SMWA, SMUL
Fachmessen
„enertec/terratec“
Unterstützung der Weiterentwicklung der Fachmessen „enertec/terratec“
als attraktiver Technologie-Marktplatz für eine zukunftsfähige Energie-
versorgung und Umwelttechnologien
SMWA, SMUL
Kommunikation
Etablierung des „Energiebeirates“ als begleitendes und beratendes Gre-
mium der Energiepolitik
Einrichtung eines Forums „Energiedialog“ zur Kommunikation von ener-
giewirtschaftlichen und energiepolitischen Themen zwischen Politik,
Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft
SMWA
Verbundinitiative
Aufbau einer Verbundinitiative „Industrielles Netzwerk Erneuerbare Ener-
gien“ in Sachsen
SMWA
B
B7
Energiewirtschaft, Energietechnologie
Eine sichere und zukunftsfähige Energieversorgung ist ein wesentlicher Standortfaktor. Inno-
vative Energietechnologien haben weltweit ein erhebliches und zunehmendes Marktpotenzial.
Auf beiden Gebieten verfügt Sachsen über eine zuverlässige und leistungsfähige Basis.
Die Umsetzung der folgenden Maßnahmen trägt dazu bei, diese Basis weiter zu stärken und
auszubauen:
BErEich
mAssnAhmE
AKtEurE
Energiebeauftragte
Unterstützung bei der Einführung von Energiebeauftragten bzw. kom-
munalen
Energiedienstleistungsgesellschaften
mit
entsprechenden
Kompetenzen
SAENA
Fortbildung
Unterstützung der Fortführung und Optimierung bestehender Weiterbil-
dungsangebote für Verwaltungsangestellte
SAENA
Qualitäts- und
Energiemanagement
Unterstützung bei der weiteren Verbreitung des European Energy Award®
(eea®) in den Kommunen:
Erfahrungsaustausch der kommunalen Energieberater bzw. eea®-
Berater,
Modellhafte Übertragung des eea® auf Landkreise
Beratung zu den Möglichkeiten des Energiemanagements, der rationellen
Energieanwendung und Energieeinsparung und zur Nutzung erneuerba-
rer Energien
Unterstützung bei der Erstellung von Energie- und Klimaschutzkonzep-
ten
SMUL, SAENA
Energieberatung
Unterstützung bei der Einrichtung lokaler und regionaler Energieagentu-
ren und Beratungsstellen
SAENA
Netzwerk
Ausbau und Pflege des Energieeffizienz-Netzwerkes inkl. regionaler
Workshops und Kommunalforen (Kommunaler Energiedialog)
SAENA
Energieautarkie
Unterstützung von Initiativen zu „Energieautarken Regionen“ (bilanziell
Strom und Wärme)
SMUL, SAENA
Förderung
Modellvorhaben zur energetischen Sanierung von Baudenkmälern
Verbundvorhaben zur Unterstützung der Energieleittechnik in Kommu-
nen (Steuerungs- und Regelungstechnik für Anlagen und Gebäude, Ge-
bäudeleittechnik)
SMUL, SAENA
Contracting
Unterstützung der Kommunen bei der Durchführung von Vorhaben zum
Energieeinsparcontracting
Beseitigung kommunalrechtlicher Hemmnisse,
Durchführung eines Modellprojektes zur ökonomischen Machbar-
keit und Rentabilität in Kommunen verschiedener Größe und Struk-
tur.
SMI, SMUL, SAENA
Auch die kommunalen Gebietskörperschaften können, ähnlich wie die staatliche Verwaltung,
einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz und für eine nachhaltige Energiewirtschaft leisten.
Dazu trägt die Umsetzung der folgenden Maßnahmen bei:
Gemeinden und Landkreise
26 |
| 27

B
B9
BErEich
mAssnAhmE
AKtEurE
CO
2
-Bindung der Wälder
Durchführung eines Projekts zur Ermittlung der Kohlenstoffbindung und
der Senkenleistung des sächsischen Waldes
Konsequente Umsetzung der Erstaufforstungsstrategie des SMUL sowie
der Waldmehrungsvorgaben des LEP (Ziel 30 % Waldanteil) und der Regi-
onalpläne (VRG, VBG) durch Förderung der Waldmehrung (RL AuW) bzw.
Erstaufforstung auf landeseigenen Flächen
SMUL
Verstärkte Nutzung des nach-
wachsenden Rohstoffes Holz
Verstärkte Mobilisierung bisher nicht genutzter Rohholzpotenziale unter
Wahrung des Nachhaltigkeitsgrundsatzes vor allem im Privatwald durch
Schaffung von Anreizen für forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse, um
den klimafreundlichen Rohstoff und Energieträger Holz noch stärker als
bisher zu nutzen
Aus- bzw. Aufbau von regionalen Kooperationen zwischen Land- und
Forstwirten und forstlichen Dienstleistern zur Holzmobilisierung und op-
timalen Wertschöpfung im ländlichen Raum – Start einer Clusterinitiati-
ve „Forst und Holz“
SMUL
Privat- und
Körperschaftswald
Verstärkte Beratung der privaten Waldbesitzer zum Klimaschutz durch
Wald und zur Anpassung an die erwarteten Klimaänderungen im Rahmen
des bestehenden Beratungsangebotes (Betreuung des Privat- und Kör-
perschaftswaldes unter Beachtung der Eigentümerziele sowie durch die
Förderung und Forcierung des Waldumbaus und der Waldpflege, mit dem
Ziel, langfristig stabile, standortgerechte und leistungsfähige Mischwäl-
der zu etablieren)
SBS
Forschung
Energiesparende Arbeitsverfahren, Energieeffizienz bei Maschinen
SBS
B
B9
Forstwirtschaft
Die sächsischen Wälder leisten einen wichtigen Beitrag zum Klima-
schutz, indem durch das Wachstum der Bäume CO
2
der Atmosphäre
entzogen und in der Biomasse gespeichert wird. Die seit Jahrhunder-
ten praktizierte nachhaltige sächsische Forstwirtschaft stellt darüber
hinaus den nachwachsenden Rohstoff Holz bereit, bei dessen stoffli-
cher Verwendung der Kohlenstoff dauerhaft gebunden wird und durch
dessen energetische Nutzung fossile Energieträger substituiert wer-
den. Dazu trägt die Umsetzung der folgenden Maßnahmen bei:
B10
BErEich
mAssnAhmE
AKtEurE
Beratung
Beratung von Unternehmen der Landwirtschaft und des Gartenbaus in
Fragen der Energieträgerumstellung und der Erhöhung der Energieeffi-
zienz unter Berücksichtigung der Belange der an den Betriebsstandorten
bestehenden Wohngebäude
SAENA
Schulung
Berücksichtigung landwirtschaftlicher Maßnahmen zum Klimaschutz
einschließlich Kohlenstoff- und Stickstoffmanagement, des Anbaus von
nachwachsenden Rohstoffen in den Lehr- und Ausbildungsplänen zur
beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung
SMK, SMUL
Fort- und Weiterbildung von Landwirten (Lehrgänge, Fachtagungen) u. a.
in den Bereichen Stickstoff-Management/Düngung, Biomasse-/Bioener-
gieerzeugung, Ökolandbau, Stallklima, Fütterung, Verfahrenstechnik
LfULG
Demonstrationsversuche
Einrichtung von Konsultationsbetrieben mit Demonstrationsversuchen
zur kohlenstoff- und stickstoffoptimierten Bewirtschaftung (Minimie-
rung von Stickstoff-Überschüssen und Stickstoff-Emissionen, Maximie-
rung der Kohlenstoffbindung)
LfULG
Umweltallianz
Umsetzung klimarelevanter Maßnahmen in landwirtschaftlichen Betrieben
SMUL
Förderung
Förderung extensiver Bewirtschaftungsverfahren sowie von Maßnah-
men zur Reduzierung von Stickstoff-Emissionen
Förderung von Investitionen zur
Energieträgerumstellung und Energieeinsparung,
Erzeugung und Nutzung regenerativer Energien,
emissionsarmen Ausbringung von Wirtschaftsdüngern,
Erhöhung der Lagerkapazität von Wirtschaftsdüngern und
Emissionsminderung im Gartenbau und in der Tierhaltung unter
Berücksichtigung der Belange der in den Betrieben bestehenden
Wohngebäude
Biotopentwicklung, Aufforstung und Anlage von mehrjährig nutzbaren
Energiepflanzenplantagen
Anlage kleinklimatisch wirksamer Strukturelemente (z. B. Windschutz-
streifen) nach agrarstruktureller Prüfung
Förderung von klimarelevanten Bildungsmaßnahmen und –projekten
SMUL
Forschungs- und Modellvor-
haben, Kooperationen
Durchführung von klimarelevanten Projekten der angewandten For-
schung u. a. zur Optimierung von Verfahren zur Erhöhung der Stickstoff-
Effizienz und zur Reduzierung von Stickstoff-Emissionen
Durchführung von Projekten zu nachwachsenden Rohstoffen und Bio-
energie mit der Zielsetzung
Verfahrensoptimierung zum effizienten und nachhaltigen Anbau
und zur Verwertung von nachwachsenden Rohstoffen,
Erhöhung der Energieausbeute und -effizienz sowie
Bewertung und Erhöhung des Treibhausgasminderungspotenzials
LfULG
Landwirtschaft
Die sächsische Landwirtschaft hat die Möglichkeit, durch weitere
Emissionsminderungen und vor allem durch die Substitution von fos-
silen Energieträgern durch nachwachsende Rohstoffe auch künftig
einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Dazu trägt die Umsetzung
der folgenden Maßnahmen bei:
Zusammenarbeit mit dem Deutschen Biomasseforschungszentrum in
Leipzig insbesondere auf dem Gebiet des Anbaus von Energiepflanzen
Entwicklung und Etablierung von an den Standort und die jeweilige Ver-
wertung angepassten, effizienten und umweltgerechten Anbauverfahren
unter Beachtung der Aspekte des Klimawandels und –schutzes
Energiesparende Arbeitsverfahren, energieeffiziente Maschinen
SMUL
28 |
| 29

image
image
BErEich
mAssnAhmE
AKtEurE
Kommunale
Abfallwirtschaft
Untersuchungen zur Klimarelevanz der Abfallwirtschaft in den Abfall-
verbänden des Freistaates Sachsen und Empfehlungen zur Umsetzung
abfallwirtschaftlicher Maßnahmen zur weiteren Minimierung der Treib-
hausgasemissionen
SMUL, LfULG,
Abfallverbände
Wertstoffwirtschaft
Entwicklung einer neuen Bioabfallverwertungsstrategie für den Freistaat
Sachsen mit dem Ziel der Verbesserung der Klima- und Energiebilanz der
Bioabfallverwertung
Abfallwirtschaft
Die Abfallentsorgung hat eine hohe Klimarelevanz und kann daher
durch optimierte Maßnahmen zum Klimaschutz beitragen.
Die nachfolgend aufgeführten Maßnahmen tragen dazu bei, die po-
tenziell wirkungsvollsten Schritte, dieses Ziel zu erreichen, zu ermit-
teln und umzusetzen:
BErEich
mAssnAhmE
AKtEurE
Hochschulen,
Forschungs-
institute
Unterstützung von Aktivitäten der Hochschulen und Forschungsinstitute zur
Weiterbildung auf dem Gebiet der Energieeffizienz und des Klimaschutzes und
Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Energietechnologien
SMWK, SMWA,
SMUL
Schulen
Fortführung, Weiterentwicklung und Evaluation der Kampagne „Klimaschutz in Sachsens
Schulen“ zur Sensibilisierung von Schülern und Jugendlichen
Fortentwicklung der Lehrpläne aller Schularten zum Thema Umweltbildung, in denen die
Themen Klimaschutz und Klimawandel enthalten sind
Fortführung und Weiterentwicklung des Schulprojektes „Sonne auf dem Dach“, in dem
die Schülerinnen und Schüler mit Wirkungsweisen und Möglichkeiten von Solartechnik
vertraut gemacht werden
Entwicklung von Anreizmodellen zur Energieeinsparung in Schulen
SMUL, SMK
Waldpädagogik
Entwicklung von waldpädagogischen Programmen zum Thema Wald und Klimaschutz
vor allem durch
Erweiterung der Angebote für Schulen,
Inhaltliche und zielgruppenorientierte Ausrichtung der waldpädagogischen An-
gebote auf die Sensibilisierung der Öffentlichkeit, insbesondere von Kindern und
Jugendlichen für die Bedeutung der Folgen des Klimawandels,
Förderung der Bewusstseinsbildung für eine nachhaltige Bewirtschaftung und
Nutzung von Naturressourcen und zur Sicherung der vielfältigen gesellschaftli-
chen Ansprüche an den Wald
SMUL, SBS
Bildung und Forschung
B
B11
B12
Die Information der Öffentlichkeit sowie insbesondere spezieller Ziel-
gruppen über die Möglichkeiten des Klimaschutzes und einer nachhalti-
gen Energiewirtschaft ist eine dauerhafte Aufgabe. Sie dient der Sensibi-
lisierung für eine Umsetzung erforderlicher Maßnahmen, beispielsweise
durch die Gegenüberstellung von Maßnahmekosten und Energiekosten-
einsparungen und fördert die Bereitschaft zur Mitwirkung.
Die Einbindung des Themas Klimaschutz und nachhaltige Energie-
wirtschaft in schulische und außerschulische Aktivitäten erhöht die
Kenntnisse von Kindern und Jugendlichen und schafft frühzeitig das
Interesse für ein klimafreundliches Handeln.
Dazu trägt die Umsetzung der folgenden Maßnahmen bei:
30 |
| 31
Hintergrundpapier >>
c

image
c
c
c 1
c 1.1
c1
Quantifiziertes Klimaschutzziel zur Reduzierung der energiebe-
dingten CO
2
-Emissionen
Die durch den Primärenergieverbrauch in Sachsen (vgl. SMWA, Ener-
giedaten 2006, Seite 1,
http://www.smwa.sachsen.de/set/431/Ener-
giedaten%202006%20endg.pdf) verursachten CO
2
-Emissionen betru-
gen im Jahr 2006 57,2 Mio. Tonnen. Nach den verschiedenen Energie-
trägern setzen sie sich wie folgt zusammen:
Braunkohle
30,2 Mio. t
Steinkohle
0,4 Mio. t
Mineralöle
18,6 Mio. t
Gase
8,0 Mio. t
Im Freistaat Sachsen unterliegen etwa 100 Anlagen dem Emissi-
onshandel. Sie emittierten im Jahr 2006 35,7 Mio. Tonnen CO
2
. Bis
zum Jahr 2020 müssen diese Anlagen nach der EU-Richtlinie über
die Dritte Phase des Emissionshandelssystems ihre CO
2
-Emissionen
europaweit um 21% vermindern.
Die Erfüllung dieses für die Mitgliedsstaaten der EU verbindlichen
Ziels wird auch für Sachsen angenommen. Seine Einhaltung ist jedoch
durch die Sächsische Staatsregierung nicht beeinflussbar. Es wird da-
von ausgegangen, dass die CCS-Technologie zur CO
2
-Abscheidung
und -Speicherung bei den sächsischen Braunkohlekraftwerken mit-
telfristig einen wesentlichen Beitrag liefert. In die folgenden Betrach-
tungen wird daher aus den vorgenannten Gründen der emissionshan-
delspflichtige Sektor nicht einbezogen.
Eine Ausnahme bilden große Anlagen zur gekoppelten Strom- und
Wärmeerzeugung (KWK), die ebenfalls dem Emissionshandel unter-
liegen. KWK ist zweifelsfrei die effektivste und CO
2
-ärmste Art der
Nutzung fossiler Energieträger. Der KWK-Anteil sollte demzufolge
deutlich ausgebaut und mit einem eigenen sächsischen Ziel versehen
werden. Aus diesen Gründen werden die durch KWK-Anlagen verur-
sachten CO
2
-Emissionen in Höhe von 3,0 Mio. Tonnen vollständig dem
Nicht-Emissionshandelssektor zugeschlagen. Damit betrugen die CO
2
-
Emissionen des Emissionshandelssektors im Jahr 2006 32,7 Mio. Ton-
nen, die Emissionen des Nicht-Emissionshandelssektors einschl. KWK
24,5 Mio. Tonnen. Die Emissionen des Nicht-Emissionshandelssektors
einschl. KWK sollen laut obiger Zielformulierung bis zum Jahr 2020 um
6,5 Mio. Tonnen (26 %) auf 18,0 Mio. Tonnen reduziert werden.
zu dieser minderung um 6,5 mio. tonnen sollen insbesondere bei-
tragen:
die Senkung des fossilen Heizenergiebedarfs bis 2020 um 20 % –
Diese Senkung entspricht einer CO
2
-Minderung um 2,0 Mio.
Tonnen und wird insbesondere durch folgende Maßnahmen
erreicht:
Steigerung der energetischen Sanierungsrate von 1 % auf
2 %
Erhöhung des Passivhausstandards am Neubau auf 50 %
bis 2020
Umsetzung der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009)
Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (Neubau)
finanzielle Verstärkung der KfW-Programme
(Quelle: u. a. CO
2
-Gebäudereport 2007 im Auftrag des BMVBS)
die Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs im motorisierten Indi-
vidualverkehr (MIV) um 20 %
(Eine Einschätzung zur Entwicklung der Emissionen des Güter-
verkehrs ist aufgrund der vielfältigen Einflussfaktoren, die sich
dem Einflussbereich Sachsens entziehen, nicht möglich.)
Diese Reduzierung entspricht einer jährlichen CO
2
-Reduktion um
2,5 Mio. Tonnen und wird insbesondere durch folgende Maßnah-
men erreicht:
EU-Verordnung zur Minderung des CO
2
-Ausstoßes von
PKW auf 120 g CO
2
/km bis 2015 und auf 95 g CO
2
/km bis
2020
Rückgang der Fahrleistungen durch Steigerung des
ÖPNV/Schienenfernverkehrs und Erhöhung der Fahr-
zeugauslastung
die Erhöhung des Anteils der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) an
der Stromerzeugung von 20 % im Jahr 2006 auf 30 % im Jahr
2020
„Die Staatsregierung setzt sich zum Ziel, die jährlichen energiebedingten CO
2
-Emissionen des
Nicht-Emissionshandelssektors bis zum Jahr 2020 gegenüber 2006 um mindestens 6,5 Mio.
Tonnen zu reduzieren.“
insbesondere sollen dazu beitragen:
die Senkung des fossilen Heizenergiebedarfs bis 2020 um 20 %
die Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs im motorisierten Individualverkehr (MIV) um 20 %
die Erhöhung des Anteils der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) an der Stromerzeugung von
20 % im Jahr 2006 auf 30 % im Jahr 2020“
Herleitung des Ziels
Diese Erhöhung entspricht einer CO
2
-Reduktion um 2,0 Mio. Tonnen
und wird insbesondere durch folgende Maßnahmen erreicht:
Ausbau insbesondere der industriellen Energieerzeugung aus
KWK (attraktives KWK-Gesetz)
Förderung Energieeffizienz und Klimaschutz (RL EuK 2007)
durch SMUL und SMWA
Die CO
2
-Minderungen im Emissionshandelssektor (6,9 Mio. Tonnen)
und im Nicht-Emissionshandelssektor (6,5 Mio. Tonnen) ergeben da-
mit eine Gesamtreduzierung der CO
2
-Emissionen in Sachsen bis zum
Jahr 2020 um 13,4 Mio. Tonnen.
Damit sinken die energiebedingten Gesamtemissionen in Sachsen um
23,4 % von 57,2 Mio. Tonnen im Jahr 2006 auf 43,8 Mio. Tonnen im
Jahr 2020 (s. Abb.).
25,8
4,5
13,5
43,8
32,7
3
21,5
57,2
Jährlicher cO
2
-Ausstoß in sachsen, stand 2006 und ziel 2020
Nicht-Emmisionshandel
KWK
Emmisionshandel
Jährlicher CO
2
-Ausstoß in Sachsen in Mio t
60
50
40
30
20
10
0
2006
-6,9 (21 %)
-6,5 (26,5 %)
-13,4 (23,4 %)
2020
32 |
| 33

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c
c 1.2
c2
c
c2.1
Quantifiziertes Klimaschutzziel im Bereich Erneuerbare Energien
(Strom)
insbesondere sollen dazu beitragen:
Windenergie:
2530 GWh/a
Biomasse:
1800 GWh/a
Zusätzlich wird von folgenden Beiträgen im Jahr 2020 ausgegangen:
Wasserkraft:
320 GWh/a
Photovoltaik:
480 GWh/a
gesamt: 5130 gWh/a
Windkraft
Die Erhöhung der Ausbeute an Windstrom setzt sich aus Repowering
(Ersatz heute bestehender 335 kleiner Windenergieanlagen (WEA)
durch weniger (190) neue, größere Anlagen) und einem geringen Zu-
bau (60) an neuen Standorten zusammen. Im Saldo sollen im Jahr
2020 mit rund 695 WEA 65 Windenergieanlagen weniger stehen als
derzeit (760).
Sachsen kann hinsichtlich seiner Erweiterungspotentiale als durch-
schnittlich im Bundesvergleich eingeschätzt werden. Länder wie
Hessen werden deutlich größere Anteile Zubau (bisher sehr wenige
Anlagen), Länder wie Schleswig-Holstein deutlich größere Anteile Re-
powering (bisher sehr viele und ältere Anlagen) leisten müssen.
im Einzelnen werden folgende Annahmen getroffen:
Zu beachten ist, dass es zur Erfüllung des Ziels regionalplanerischen
Sicherungsbedarf gibt. Es sind neue Vorranggebiete auszuweisen, um
zum einen den Ausbau abzusichern, zum anderen das Repowering
möglich zu machen, da nicht alle bestehenden WEA in Vorranggebie-
ten stehen.
Das Ausbauziel berücksichtigt Untersuchungen im LfULG zu mögli-
chen konfliktarmen Flächenausweisungsreserven.
Biomasse
Der Anteil des Stroms aus Biomasse ist aus dem von der Staatsregie-
rung 2007 beschlossenen Biomassekonzept (Energie für die Zukunft –
Sachsens Potential an nachwachsenden Rohstoffen/Biomasse) ent-
nommen, dessen fundierte Untersuchungen und Prognosen nach wie
vor gelten. Der ermittelte Beitrag an Strom aus Biomasse berücksich-
tigt Nutzungskonkurrenzen, sowohl hinsichtlich der zu Verfügung
stehenden Nutzfläche, als auch hinsichtlich der Verwendung der Pro-
dukte (stofflich, Kraftstoffe, Wärme). Das Konzept hebt die Rolle der
Verwertung landwirtschaftlicher Nebenprodukte besonders hervor.
Wasserkraft
Die Erhöhung der jährlichen Menge an Wasserkraftstrom ergibt sich
aus durch die Landestalsperrenverwaltung (LTV) vorgenommenen Un-
tersuchungen zu Ausbaureserven an bestehenden Querverbauungen
in sächsischen Gewässern. Zu der derzeit installierten Anlagenkapa-
zität (83 MW) wird eine Erhöhung um rund 10 MW abgeschätzt. Dies
ergibt in einem Jahr mit durchschnittlichen hydrologischen Verhält-
nissen eine Ausbeute an Wasserkraftstrom von 320 GWh. Dieses Aus-
bauziel berücksichtigt auch die Ziele der Gewässerrahmenrichtlinie
zur Fließgewässerdurchgängigkeit.
Jährliche strommenge
Anzahl WEA
Bestand derzeit
1400 GWh
760
Repowering
950 GWh
~ 190
Verbleibender Bestand
1210 GWh
~ 445
Neubau
370 GWh
~ 60
ziel 2020
2530 gWh
~ 695
die Europäische union hat sich im dezember 2008 auf folgende Klimaschutzziele ver-
ständigt:
Reduzierung der CO
2
-Emissionen bis 2020 um 20 % gegenüber 1990
(Deutschland: minus 14 % gegenüber 2005 in den Nicht-Emissionshandelssektoren
minus 21 % gegenüber 2005 im Emissionshandelssektor)
Erhöhung der Energieeffizienz bis 2020 um 20 %.
deutschland hat sich das folgende ziel gesetzt, um seinen Beitrag zur Erreichung der
europäischen ziele zu leisten:
Reduzierung der CO
2
-Emissionen um 40 % bis 2020 gegenüber 1990
Das sächsische Klimaschutzziel greift in seinem Ansatz die Systematik der Zielsetzung auf
europäischer Ebene auf, indem es die CO
2
-Minderungen nach dem durch EU-Verordnungen
geregelten Emissionshandelssektor sowie dem Nicht-Emissionshandelssektor differenziert. Die
Zielsetzung, die CO
2
-Emissionen in Sachsen bis 2020 um 6,5 Mio. Tonnen im Nicht-Emissions-
handelssektor gegenüber 2006 zu reduzieren, übertrifft die entsprechende Zielsetzung einer
14-prozentigen Minderung auf europäischer Ebene und ist damit ein auch europapolitisch am-
bitionierter Beitrag des Freistaates Sachsen.
Im Vergleich zum deutschen Klimaschutzziel mit dem Bezugsjahr 1990 hat Sachsen seit 1990
insbesondere durch die Stilllegung alter und den Bau neuer Kraftwerke und Industrieanlagen
seine CO
2
-Emissionen bereits um mehr als 50 % gesenkt. Insoweit kommt eine Betrachtung
der Treibhausgasemissionen im Vergleich zum Bezugsjahr 1990 für Sachsen nicht in Betracht.
Jahr 2020 (s. Abb.).
Bewertung des Ziels im Vergleich mit den Klimaschutzzielen
der Europäischen Union und der Bundesregierung
Herleitung des Ziels
Das Gesamtziel wurde nach einer sektoralen Betrachtung der einzel-
nen Bereiche der erneuerbaren Stromerzeugung als Summe der im
Jahr 2020 erbringbaren Absolutmengen an einzuspeisendem Strom
errechnet und anschließend zum derzeitigen sächsischen Brutto-
stromverbrauch ins Verhältnis gesetzt. Dabei wurden vorhandene
Untersuchungen und Potentialabschätzungen genutzt, aktualisiert
und verfeinert. Die sektoralen Betrachtungen ergeben folgendes
Bild:
„Die Staatsregierung setzt sich zum Ziel, den Anteil der erneuerbaren Energien am Brutto-
stromverbrauch in Sachsen bis 2020 auf mindestens 24 % zu erhöhen.“
34 |
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c
c2
c
c 2.2
Wie aus der folgenden Übersicht zum Bruttostromverbrauch hervorgeht, übertrifft die Ziel-
stellung für Sachsen die der Bundesregierung in fast allen Bereichen (eine EU-Zielstellung zu
Strom fehlt). Ausnahmen bilden aufgrund geringerer natürlicher Potentiale in Sachsen im Ver-
gleich zum Bundesdurchschnitt Wasserkraftstrom und geothermische Stromerzeugung. Vom
Vergleich gänzlich ausgenommen ist aufgrund der geographischen Verhältnisse der Bereich
des offshore-Windstroms. Die sächsische Zielstellung für den Anteil erneuerbarer Energien am
Bruttostromverbrauch überschreitet das für Deutschland gesetzte Ziel. Sie ist ambitioniert,
erscheint aber auch erreichbar.
Klimaschutzziel sachsen – strom aus Erneuerbaren Energien
sachsen
deutschland
1)
Ist
IMAG
Ist
Leitszenario
2007
2020
2007
2020
GWh/a, Index (2007 = 100)
TWh/a, Index (2007 = 100)
Windenergie
2)
1401
2530
39,5
53,5
100
181
100
135
Biomasse
3)
851
180
23,7
41,9
100
212
100
177
Wasserkraft
4)
300
320
20,7
24,3
100
107
100
117
Photovoltaik
76
480
3,5
15,5
100
632
100
443
Geothermie
-
-
0.0
1,8
-
-
-
-
Gesamt
2628
5130
87,4
137,0
100
195
100
157
Bruttostromverbrauch
6)
21100
21100
617
617
5)
100
100
100
100
Anteil EE an Bruttostrombverbrauch
12,5
24,3
14,2
22,2
photovoltaik
Bei der Entwicklung der Photovoltaik wird von einem weiterhin ansteigenden jährlichen Zu-
wachs im Bereich der Dachflächen ausgegangen. Dabei wurde für Sachsen ein für PV nutzbares
Dachflächenpotential von 8,6 km² ermittelt, dessen Erschließungsgrad bis zum Jahr 2020 mit
30 % angenommen wird. Überträgt man die für die Dachflächen angenommene Ausbaukurve
auch auf die Freiflächenanlagen und lässt den Einmaleffekt der mit 40 MW Leistung einer der
derzeit größten PV-Anlagen der Welt unberücksichtigt, ergibt sich folgendes Bild:
geothermie
Für die geothermische Stromerzeugung wird bis 2020 kein messbarer Beitrag angenommen
werden können. Die Staatsregierung beabsichtigt, eine Forschungsanlage mit Strom- und Wär-
menutzung in Sachsen zu installieren. Dazu hat der Bund seine finanzielle Unterstützung in
Aussicht gestellt.
1)
Quelle: BMU - „Leitstudie 2008“ Weiterentwicklung der
„Ausbaustrategie Erneuerbare Energien“ vor dem Hinter-
grund der aktuellen Klimaschutzziele Deutschlands und Eu-
ropas, Oktober 2008
2)
nur onshore
3)
inklusive Deponie- und Klärgas, ohne biogenen Anteil in Ab-
fallverbrennung
4)
Ertrag im durchschnittlichen Wasserjahr mit 2007 instal-
lierter Leistung
5)
Verbrauch wird hier wegen der Vergleichbarkeit als konstant
angenommen
6)
Gesamte verbrauchte elektrische Arbeit eines Landes unter
Berücksichtigung der Stromimporte und -exporte. Ent-
spricht der Summe aus Netto-Stromerzeugung, dem Saldo
des Austausches über die Grenzen des Landes plus Eigen-
stromverbrauch und Netzverlusten.
Jährliche strommenge
inst. Anlagenleistung
Bestand
76 GWh
98 MW
Dachflächen Bestand
43 GWh
55 MW
Zubau Dachflächen
162 GWh
202 MW
Freiflächen Bestand
33 GWh
43 MW
Zubau Freiflächen
242 GWh
300 MW
ziel 2020
480 gWh
600 mW
Bewertung des Ziels im Vergleich mit den Klimaschutzzielen der
Europäischen Union und der Bundesregierung
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Bildnachweis
titel:
Sven Claus |
www.fotografisch.de
(Gruppe)
Thomas Martin Pieruschek |
www.photocase.de
(Wiese)
seite 4
Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft
seite 7
A. Gysin |
„Der Baum“
CC-Lizenz (BY 2.0)
http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de,
www.piqs.de
seite 9
Torsten Lohse |
„Sonne“ |
www.pixelio.de
(Himmel)
DeVIce |
„Ski“ |
www.fotolia.de
seite 17
Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft
seite 25
Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft
seite 31
oben: U.-Herbert |
www.pixelio.de
unten: knipseline |
www.pixelio.de
seite 33
Rainer Sturm |
www.pixelio.de
seite 34
Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft
seite 36 bis 37
Rainer Sturm |
www.pixelio.de
38 |

image
herausgeber:
Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft
Postfach 10 05 10, 01076 Dresden
Bürgertelefon: Sabine Kühnert
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