Maßnahmenplan
zum
Energie- und Klimaprogramm
Sachsen 2012
vom 12. März 2013

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Maßnahmenplan zum Energie- und Klimaprogramm Sachsen 2012 vom 12. März 2013
1.
Präambel
Die mit dem Energie- und Klimaprogramm Sachsen vom 12. März 2013
1
festgelegten Strategien
und Ziele der Sächsischen Staatsregierung erfordern zu ihrer Durchsetzung konkrete Maßnahmen.
Mit dem nachfolgenden Maßnahmenplan wird ein erster umfangreicher Katalog konkreter
Maßnahmen vorgelegt. Dieser Katalog wird regelmäßig evaluiert und mindestens aller 2 Jahre
fortgeschrieben.
Der Maßnahmenplan ist entsprechend der Gliederung der Strategien des Energie- und
Klimaprogramms Sachsen aufgebaut. Zum besseren Verständnis sind die Ziele aus dem
Programm dem jeweiligen Abschnitt des Maßnahmenplans nochmals vorangestellt.
Die Umsetzung der Maßnahmen steht unter dem Vorbehalt der Bereitstellung der erforderlichen
Haushaltsmittel durch den Haushaltsgesetzgeber.
1
Energie- und Klimaprogramm Sachsen 2012, veröffentlicht unter
www.smwa.sachsen.de

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Maßnahmenplan zum Energie- und Klimaprogramm Sachsen 2012 vom 12. März 2013
ENERGIE
ÜBERGREIFENDE MAßNAHMEN
Bereitstellung von Informationen
insbesondere:
verantwortlich
-
anbieterunabhängige und neutrale persönliche Beratungen
durch die Sächsische Energieagentur – SAENA GmbH
SMUL, SMWA
-
themenspezifische Internetportale der Sächsischen
Energieagentur – SAENA GmbH
SMUL, SMWA
-
Herausgabe/Veröffentlichung von Broschüren, Faltblättern
und Fachbeiträgen in Zeitungen und Zeitschriften
einschließlich wissenschaftliche Publikationen
SMF, SMI, SMUL, SMWA,
SMWK
-
Organisation von und Beteiligung an Fachveranstaltungen
SMI, SMUL, SMWA, SMWK
-
Mitgestaltung von und Beteiligung an Fachmessen
SMI, SMUL, SMWA, SMWK

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Maßnahmenplan zum Energie- und Klimaprogramm Sachsen 2012 vom 12. März 2013
Ausbau von Kommunikation und Kooperation
insbesondere:
verantwortlich
-
Energiebeirat
SMWA
-
Landesinitiative „Energieeffizienz in Industrie und Gewerbe“
SMWA
-
Arbeitsgruppe „Klima und Energie“ der Umweltallianz
SMUL, SMWA
-
„Klimapakt Städte- und Wohnungsbau“ mit Unternehmen und
Verbänden der sächsischen Wohnungs- und
Immobilienwirtschaft (Arbeitstitel)
SMI, SMUL, SMWA
-
Veranstaltungsreihe „Kommunaler Energiedialog“ zur
Weiterbildung und Qualifizierung kommunaler
Verwaltungsangestellter
SMUL
-
Arbeitskreise „Energienetze“ und „Energiespeicher“
SMWA, SMWK
- Arbeitskreis „Windenergie“
SMI, SMUL, SMWA,
SMWK
-
Zusammenarbeit mit den Verbänden der Energiewirtschaft
SMWA

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Maßnahmenplan zum Energie- und Klimaprogramm Sachsen 2012 vom 12. März 2013
Einflussnahme auf Bundes- und Europapolitik
insbesondere:
verantwortlich
-
Ausgestaltung der Förderung erneuerbarer Energien
SMWA, SMWK
-
Rahmenbedingungen für effiziente Braunkohlenutzung
SMWA
-
Gestaltung der Netzentgelte
SMWA
- Einführung eines Netzstabilisierungsentgeltes
SMWA
- Rahmenbedingungen zur Energieeffizienz
SMUL, SMWA

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Maßnahmenplan zum Energie- und Klimaprogramm Sachsen 2012 vom 12. März 2013
Strategie „Energieeffizienz steigern“
Die Sächsische Staatsregierung hat das Ziel, die Effizienz der Energieerzeugung, der
Energieverteilung und der Energieanwendung kontinuierlich zu steigern. Dazu sollen in den
nächsten zehn Jahren:
der Anteil des Stromes aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen am Bruttostromverbrauch auf
30 % erhöht werden,
die Energieproduktivität der sächsischen Industrie um durchschnittlich 1,2 % pro Jahr und
diejenige des Bereiches „Gewerbe, Handel, Dienstleistungen und sonstige Kleinverbraucher“
um durchschnittlich 1,5 % pro Jahr verbessert werden,
der Endenergieverbrauch in den Haushalten um 15 % und speziell der Verbrauch an fossilen
Brennstoffen in den Haushalten um 25 % gesenkt werden
*)
,
der auf die Fläche bezogene spezifische Heizenergieverbrauch der staatlichen Liegenschaften
um 18 % gesenkt werden
*)
,
die Potenziale zur Energieeinsparung in Kommunen und privaten Haushalten kontinuierlich
weiter erschlossen werden.
*) Bezugsjahr 2010
MAßNAHMEN
1. Bereitstellung von Instrumenten
insbesondere:
verantwortlich
-
Qualifizierungs- und Zertifizierungssysteme für Gewerbe-
und Gebäude-Energieberater
SMUL, SMWA
-
weiter entwickelter „Sächsischer Gewerbeenergiepass“
SMWA
-
Methode zur standardisierten Energie- und CO2-
Bilanzierung in Kommunen
SMUL
-
Pilotvorhaben zum betrieblichen Energiemanagement
gemäß DIN EN
ISO
50001 und zum kommunalen
Energiemanagement
SMUL, SMWA

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Maßnahmenplan zum Energie- und Klimaprogramm Sachsen 2012 vom 12. März 2013
-
Modellvorhaben zur energetischen Sanierung von
Baudenkmalen unter Anwendung des Leitfadens zur
energetischen Sanierung von Baudenkmalen
SMI, SMWK
- Pilotprojekte zum Energieeinsparcontracting
SMUL
- Modellvorhaben zu energieeffizienten Stadtquartieren
SMI
- Finanzierungsinstrumente zur Umsetzung des
Niedrigstenergiestandards unter Beteiligung der
Finanzwirtschaft
SMI, SMUL, SMWA
-
Qualitätsmanagement- und Zertifizierungssystems
European Energy Award® mit dem Ziel der Einführung in
weiteren Kommunen und Landkreisen
SMUL
- städtebaulicher Wettbewerb mit integrierten Energie- und
Klimaschutzaspekten
SMI, SMUL
- Programme zur Förderung von Baumaßnahmen an
Gebäuden mit integrierten energetischen Standards
SMI, SMUL
- Netzwerk Verbundvorhaben „Bau nachhaltig“
SMI, SMUL
- Bauleitplanung und städtebauliche Planung mit integrierten
energienutzungs- und quartiersbezogenen Wärmeleitplänen
SMI, SMUL

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Maßnahmenplan zum Energie- und Klimaprogramm Sachsen 2012 vom 12. März 2013
2. Initiierung/Unterstützung von Strukturen und Kompetenzen
insbesondere:
verantwortlich
-
Kompetenznetzwerke der Energieberater für Gewerbe und
Gebäude
SMUL, SMWA
-
Unternehmensnetzwerk „Passivhaus“
SMUL
-
lokale und regionale Energieagenturen
SMUL
-
Etablierung von „Kommunalen Energiemanagern“
SMUL
-
bedarfsgerechter ÖPNV und Güterverkehr
SMWA
3. Finanzielle Förderung von investiven Maßnahmen
insbesondere:
verantwortlich
-
Errichtung von KWK-Anlagen
SMUL, SMWA
-
energetische Optimierung von betrieblichen Anlagen,
Einrichtungen und Prozessen
SMWA
-
energetische Optimierung von Anlagen und Einrichtungen
in Kommunen
SMUL
-
Errichtung von Gebäuden mit Niedrigstenergiestandard
SMUL
-
Energetische Gebäudesanierungen (Einzelmaßnahmen und
Komplexmaßnahmen)
SMI, SMUL
-
nachhaltige Stadtentwicklung
SMI

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Maßnahmenplan zum Energie- und Klimaprogramm Sachsen 2012 vom 12. März 2013
4. Umsetzung der staatlichen Vorbildwirkung
insbesondere:
verantwortlich
- energetische Optimierung des landeseigenen
Gebäudebestandes
SMF
-
Sonderprogramm „Maßnahmen zur Erhöhung der
Energieeffizienz“ für staatliche Liegenschaften
SMF
- Prüfung von energetischen Standards für staatliche
Liegenschaften über die aktuellen gesetzlichen Vorgaben
hinaus
SMF

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Maßnahmenplan zum Energie- und Klimaprogramm Sachsen 2012 vom 12. März 2013
Strategie „Energiesystem zukunftsfähig gestalten“
Die Sächsische Staatsregierung hat das Ziel, das System der Energieversorgung so zu gestalten
und weiterzuentwickeln, dass die gleichermaßen sichere, wirtschaftliche, umwelt- und
sozialverträgliche Bereitstellung von Energie zu jedem Zeitpunkt gewährleistet werden kann. Die
wesentlichen Elemente dieses Systems wie der Mix der Energieträger, die Infrastruktur und die zur
Verfügung stehenden Marktinstrumente müssen dieser Anforderung entsprechen. Dazu sollen in
den nächsten zehn Jahren:
die Option einer zukunftsfähigen energetischen (und stofflichen) Nutzung der heimischen
Braunkohle gesichert werden,
der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch auf 28 % steigen,
die in Abbildung 14 des Energie- und Klimaprogramms 2012 dargestellten Potenziale für
erneuerbare Energien erschlossen werden,
der Anteil der erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch(ohne Strom) zunehmen,
der Um- bzw. Ausbau der Netze zur Übertragung und Verteilung von Strom und Gas zeitnah
und effizient erfolgen,
Potenziale zur Speicherung von Strom und Wärme systematisch erschlossen werden,
die Energiebörse EEX einen wichtigen Beitrag zur Transparenz des Energiemarktes leisten.
MAßNAHMEN
1. Bereitstellung von Instrumenten
insbesondere:
verantwortlich
-
Energiebericht
SMWA
-
Raumordnerische Sicherung energiepolitischer Ziele
SMI
-
Raumbedeutsame Potenziale zu Energiespeicherung
SMWA
-
Kompetenzatlas Speichertechnologien
SMWA
-
Kompetenzstelle „Elektromobilität“
SMWA

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Maßnahmenplan zum Energie- und Klimaprogramm Sachsen 2012 vom 12. März 2013
2. Initiierung/Unterstützung von Strukturen
insbesondere:
verantwortlich
-
Modellregion „Elektromobilität“
SMWA
-
Schaufenster „Elektromobilität“
SMWA
-
Regionale Energie- und Klimaschutzkonzepte
SMI, SMUL
-
Tag der Erneuerbaren Energien
SMWA
-
Technisches Sicherheitsmanagement des Deutschen Vereins
des Gas- und Wasserfaches e. V. und des Forums
Netztechnik/Netzbetrieb im Verband der Elektrotechnik
Elektronik Informationstechnik e. V.
SMWA
3. Finanzielle Förderung von investiven Maßnahmen
insbesondere:
verantwortlich
-
Nutzung erneuerbarer Energien
SMWA
- energieeffiziente Wärme-/Kälteversorgung inklusive Netze und
Speichertechnik
SMI, SMUL, SMWA
-
Intelligente Niederspannungsnetze
SMWA
-
Nachhaltige Stadtentwicklung
SMI

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Maßnahmenplan zum Energie- und Klimaprogramm Sachsen 2012 vom 12. März 2013
4. Umsetzung der staatlichen Vorbildwirkung
insbesondere:
verantwortlich
-
Nutzung erneuerbarer Energien im Zusammenhang mit
staatlichen Liegenschaften
SMF

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Maßnahmenplan zum Energie- und Klimaprogramm Sachsen 2012 vom 12. März 2013
Strategie „Energietechnologien bereitstellen“
Die Sächsische Staatsregierung hat das Ziel, die Marktchancen innovativer Energietechnologien in
einem bedeutenden Maße für die sächsische Wirtschaft zu nutzen. Dazu sollen in den nächsten
zehn Jahren:
die Leistungsfähigkeit der Energieforschung auf hohem Niveau erhalten und ausgebaut und
die Wettbewerbsfähigkeit und Exportkraft der Industriebranche „Energie“ gefestigt und gestärkt
werden.
MAßNAHMEN
1. Initiierung/Unterstützung von Strukturen
insbesondere:
verantwortlich
-
Profilierung von Universitäten und Hochschulen
SMWK
-
Ansiedlung/Profilierung von außeruniversitären Forschungs-
einrichtungen
SMWK
- Wirtschaftsorientierte Netzwerke
SMWA
- Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH
SMWA
- Sonderpreis „Energietechnologien“ im Rahmen des
Gründerwettbewerbs futureSAX
SMWA

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Maßnahmenplan zum Energie- und Klimaprogramm Sachsen 2012 vom 12. März 2013
2. Finanzielle Förderung von Projekten
insbesondere:
verantwortlich
- Entwicklung von innovativen Technologien und Produkten in
Unternehmen
SMWK
- Entwicklung von innovativen Technologien und Produkten in
Forschungseinrichtungen
SMWA, SMWK
- Errichtung von Demonstrationsanlagen zu innovativen
Technologien und Produkten
SMWA
3. Umsetzung der staatlichen Vorbildwirkung
insbesondere:
verantwortlich
- Nutzung innovativer Energietechnologien im
Zusammenhang mit staatlichen Liegenschaften
SMF

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Maßnahmenplan zum Energie- und Klimaprogramm Sachsen 2012 vom 12. März 2013
KLIMA
ÜBERGREIFENDE MAßNAHMEN
Bereitstellung von Informationen
insbesondere:
verantwortlich
- Trendanalysen regionaler Klimaveränderungen in Sachsen
SMUL
- Analysen der bisherigen Entwicklung von extremen
Wetterereignissen und Abschätzung des Potenzials
derartiger Ereignisse in der Zukunft
SMUL
- Ergebnisse von Ensembles globaler und regionaler
Klimamodelle für die künftige Klimaentwicklung in Sachsen
SMUL
- Zielgruppengerechte Sensibilisierung, Information und
Beratung der Entscheidungsträger und Akteure (z. B. für
Anpassungsstrategien) auch bzgl. des Umgangs mit
Unsicherheiten
SMUL
- Fortschreibung und Vertiefung des Wissens in Sachsen
über Betroffenheiten in Folge des Klimawandels
SMUL
- Landesweite Analyse und Bewertung der Verwundbarkeit
(Vulnerabilität) durch den Klimawandel
SMUL

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Maßnahmenplan zum Energie- und Klimaprogramm Sachsen 2012 vom 12. März 2013
- Ableitung von Erkenntnissen für Sachsen aus
internationalen und nationalen Studien, u.a. zu
Betroffenheiten, Kosten des Klimawandels,
Anpassungsmaßnahmen
SMUL
- Abschätzung möglicher gesundheitlicher Folgen der
prognostizierten klimatischen Veränderungen für die
Menschen in Sachsen
SMS
- Beratung der privaten Waldbesitzer zur Bedeutung des
Waldes für den Klimaschutz und zur Anpassung an die
erwarteten Klimaänderungen
SMUL
Einflussnahme auf Bundes- und Europapolitik
insbesondere:
verantwortlich
- Hinwirkung auf internationale Vegetationsprogramme
(Klimawirksamkeit, Bodenkultur, Treibhausgassenken etc.)
SMUL
- Abstimmung der Rahmenbedingungen für
Förderprogramme
SMUL

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Maßnahmenplan zum Energie- und Klimaprogramm Sachsen 2012 vom 12. März 2013
Strategie „Klimaentwicklung beobachten und Klimawissen bereitstellen“
Die Sächsische Staatsregierung verfolgt das Ziel, die bisherige ebenso wie die künftige
Klimaentwicklung in Sachsen zu beobachten, zu analysieren und das vorhandene regionale
Klimawissen allen potenziellen Nutzern zur Verfügung zu stellen. Dazu sollen
die bisherige Klimaentwicklung bewertet und entsprechende Trendanalysen abgeleitet werden,
regionale Klimaprojektionen für die künftige Klimaentwicklung insbesondere mit dem
Schwerpunkt auf der Entwicklung von Extremereignissen weiterentwickelt werden,
verstärkt Ensembleansätze zum Aufzeigen der Spannbreite klimatischer Veränderungen
verwendet werden,
nutzerorientiert regionale Klimainformationen bereitgestellt werden.
MAßNAHMEN
1. Bereitstellung von Instrumenten
insbesondere:
verantwortlich
- Weiterentwicklung “Regionales Klima-Informationssystem
Sachsen/ Sachsen-Anhalt/ Thüringen (REKIS)“
SMUL
2 . Initiierung/ Unterstützung von Strukturen und Kompetenzen
insbesondere:
verantwortlich
- Vernetzung weiterer wichtiger Akteure im Klima-Netzwerk
Sachsen und Etablierung als Beratungsgremium der
Staatsregierung
SMUL
- Ausbau der länderübergreifenden Zusammenarbeit sowie
grenzüberschreitender Kooperationen mit der
Tschechischen Republik und der Republik Polen
SMUL

18
Maßnahmenplan zum Energie- und Klimaprogramm Sachsen 2012 vom 12. März 2013
Strategie „Betroffenheiten ermitteln, Klimafolgen abschätzen und
Anpassungsstrategien entwickeln“
Die Sächsische Staatsregierung verfolgt das Ziel, die Vulnerabilität der verschiedenen Sektoren
gegenüber dem Klimawandel zu analysieren, die entsprechenden Klimafolgen zu ermitteln und
Anpassungsstrategien zu entwickeln. Dazu sollen
die Vulnerabilitäten der verschiedenen Sektoren landesweit insbesondere mit dem Ziel der
Identifizierung von Hot Spots sowie einer Priorisierung im Hinblick auf die Umsetzung
notwendiger Anpassungsmaßnahmen analysiert werden,
ein Klimafolgenmonitoring auf der Grundlage von Impact- und Response-Indikatoren aufgebaut
werden, das den Einfluss des Klimawandels bzw. Erfolge von Anpassungsmaßnahmen
dokumentiert,
sektorale Anpassungsstrategien unter Berücksichtigung sektorübergreifender Aspekte
entwickelt und die Umsetzung unterstützt werden.
MAßNAHMEN
1. Bereitstellung von Instrumenten
insbesondere:
verantwortlich
- Klimafolgenmonitoring für Sachsen
SMUL
- Erhaltung und Prüfung des klimabedingten
Anpassungsbedarfs der bestehenden Messnetze,
Monitoring- und Erfassungssysteme
SMUL
- Entwicklung bzw. Weiterentwicklung von Maßnahmen zur
Vorbeugung gesundheitlicher Schäden in Folge des
Klimawandels
SMS
- Unterstützung der Umsetzung der "Strategie zur
Anpassung der sächsischen Landwirtschaft an den
Klimawandel"
SMUL

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Maßnahmenplan zum Energie- und Klimaprogramm Sachsen 2012 vom 12. März 2013
- Erarbeitung waldbaulicher Leitverfahren und Erstellung
regionaler Waldbaurichtlinien zur Anpassung der
Waldbewirtschaftung an den Klimawandel
SMUL
- Bedarfsorientierte Erfassung und Charakterisierung
forstlicher Genressourcen
SMUL
- Kontinuierliche prozessorientierte Umsetzung und
Weiterentwicklung der Bewirtschaftungsstrategie für den
Landeswald sowie der Entscheidungsgrundlagen für den
Privat- und Körperschaftswald
SMUL
- Weiterführung und Qualifizierung der Bodenschutzkalkung
im Wald
SMUL
- Verbesserung des Lokalklimas durch Neujustierung
bestehender Planungsinstrumente
(z. B. Landschaftsplanung)
SMI
- regionalplanerische Sicherung der Ziele zur Anpassung an
die Folgen des Klimawandels
SMI
- Erarbeitung einer Strategie zur Anpassung des
Naturschutzes an den Klimawandel und Umsetzung von
Maßnahmen
SMUL
- Durchführung von Pilotprojekten zur Gewinnung,
Bevorratung und Ansiedlung von Pflanzenmaterial
gebietseigener Herkünfte
SMUL
- Erarbeitung und Umsetzung einer Strategie zur Anpassung
der sächsischen Wasserwirtschaft an den Klimawandel
SMUL
- Unterstützung von Anpassungsmaßnahmen im Tourismus
sowie der Entwicklung alternativer Angebote in sich
wandelnden Naturräumen
SMWA

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Maßnahmenplan zum Energie- und Klimaprogramm Sachsen 2012 vom 12. März 2013
2 . Initiierung/Unterstützung von Strukturen und Kompetenzen
insbesondere:
verantwortlich
- Erweiterung der Arbeitsgruppe „Klimafolgen“ um
zusätzliche Handlungsfelder, Aufgaben und betroffene
Ressorts sowie Kooperation mit dem Klima-Netzwerk
Sachsen
SMUL
- Berücksichtigung landwirtschaftlicher
Anpassungsmaßnahmen in der beruflichen Aus- und
Weiterbildung von Landwirten
SMUL
3. Forschungsvorhaben / Modell- und Demonstrationsvorhaben
insbesondere:
verantwortlich
- Unterstützung der Anpassung von Technologien und
Produkten an veränderte Bedingungen
SMWK
- Unterstützung der Anpassung landwirtschaftlicher
Bewirtschaftungsverfahren unter sächsischen
Standortbedingungen
SMUL

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Maßnahmenplan zum Energie- und Klimaprogramm Sachsen 2012 vom 12. März 2013
Strategie „Treibhausgasemission mindern“
Die Sächsische Staatsregierung verfolgt das Ziel, die Treibhausgasemissionen an den Quellen zu
mindern und dabei auch die Treibhausgasspeicher und -senken einzubeziehen. Dazu sollen
die jährlichen CO
2
-Emissionen des Nicht-Emissionshandelssektors bis zum Jahr 2020 um
25 % gegenüber 2009 reduziert werden,
die Treibhausgasemissionen der Landwirtschaft mit Synergien zum Boden-, Natur- und
Gewässerschutz gemindert werden,
Treibhausgasspeicher und -senken in ihren Funktionen geschützt und entwickelt werden.
Anmerkung: Maßnahmen zur Erreichung des Klimaschutzziels finden sich auch unter
„Energieeffizienz steigern“ und „Energiesystem zukunftsfähig gestalten“
MAßNAHMEN
1. Initiierung / Unterstützung von Strukturen und Kompetenzen
insbesondere:
verantwortlich
- Berücksichtigung landwirtschaftlicher Maßnahmen zum
Klimaschutz in der beruflichen Aus- und Weiterbildung von
Landwirten
SMUL
2. Bereitstellung von Instrumenten
insbesondere:
verantwortlich
- Erstaufforstungsstrategie des SMUL
SMUL
- Quantifizierung der Wirkung des Waldes als CO
2
-Senke
SMUL

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Maßnahmenplan zum Energie- und Klimaprogramm Sachsen 2012 vom 12. März 2013
3. Forschungsvorhaben
insbesondere:
verantwortlich
- Durchführung von Projekten zu nachwachsenden
Rohstoffen und Bioenergie
SMUL
- Ermittlung der Kohlenstoffbindung und der Senkenleistung
durch den Aufbau eines sächsischen Monitorings für
Treibhausgasspeicher und –senken
SMUL
- Schaffung der Datengrundlage für die Erfassung der
Kohlenstoffvorratsänderungen in den Wäldern
Deutschlands
SMUL
- Abschätzung der Potenziale von Forsten und Wäldern in
Sachsen als Treibhausgassenke und Integration in die
Waldbaustrategie
SMUL
- Bewertung der Funktion von naturschutzfachlich
bedeutsamen Ökosystemen (Schwerpunkt Grünland und
Moore) als Senke oder Quelle für Treibhausgase
SMUL
4. Finanzielle Förderung von investiven und flächenbezogenen Maßnahmen
insbesondere:
verantwortlich
- Investitionen in der Landwirtschaft:
Energieträgerumstellung und Energieeinsparung
sowie Erzeugung und Nutzung erneuerbarer Energien
emissionsarme Ausbringung sowie Erhöhung der
Lagerkapazität von Wirtschaftsdüngern
Emissionsminderung im Gartenbau und in der
Tierhaltung
SMUL

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Maßnahmenplan zum Energie- und Klimaprogramm Sachsen 2012 vom 12. März 2013
- extensive Bewirtschaftungsverfahren sowie Maßnahmen
zur Reduzierung von Stickstoff-Emissionen und zur
Kohlenstoffbindung in Böden
SMUL
- Erstaufforstung, Waldumbau, Biotopentwicklung und
Anlage von mehrjährig nutzbaren
Energiepflanzenplantagen
SMUL
- Sicherung/Entwicklung/Renaturierung von Feuchtgebieten
und Mooren
SMUL

24
Maßnahmenplan zum Energie- und Klimaprogramm Sachsen 2012 vom 12. März 2013
Strategie „Forschung fördern, Bildung erweitern und Kooperation ausbauen“
Die
Sächsische
Staatsregierung
verfolgt
das
Ziel,
die
in
Sachsen
vorhandenen
Forschungskapazitäten im Bereich regionale Klima- und Klimafolgenforschung zu fördern, eine
umfassende Bildung für nachhaltige Entwicklung aufzubauen und Kooperationen der Akteure in
den verschiedenen Bereichen zu unterstützen. Dazu sollen
die Zusammenarbeit mit den Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Sachsen im
Bereich der Klima- und Klimafolgenforschung fortgesetzt und weiterentwickelt werden,
Energie- und Klimafragen in das Konzept einer Bildung für nachhaltige Entwicklung im
vorschulischen, schulischen und außerschulischen Bereich eingebunden werden,
bestehende Kooperationen und Netzwerke ausgebaut bzw. neue initiiert werden.
MAßNAHMEN
1. Bereitstellung von Instrumenten
insbesondere:
verantwortlich
- Fortführung und Weiterentwicklung der Initiative
„Klimaschutz in Sachsens Schulen“
SMK, SMUL
- Fortentwicklung der Lehrpläne aller Schularten zum Thema
Klima und Energie
SMK, SMUL
- Weiterentwicklung von waldpädagogischen Programmen
zum Thema Wald und Klimaschutz
SMK, SMUL
- Entwicklung, Verstetigung und Verbreiterung
anreizschaffender Instrumente zur Bewusstseinsbildung im
schulischen Kontext
SMK
- grenzüberschreitende Projekte im Rahmen des Programms
Ziel 3/ INTERREG IVA mit der Tschechischen Republik und
der Republik Polen
SMUL
- interregionale europäische Projekte im Rahmen des
Programms Ziel 3/ INTERREG IVC
SMUL
- transnationale europäische Projekte im Rahmen des
SMUL

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Maßnahmenplan zum Energie- und Klimaprogramm Sachsen 2012 vom 12. März 2013
Programms Ziel 3/ INTERREG IVB
2. Initiierung / Unterstützung von Strukturen und Kompetenzen
insbesondere:
- Fortsetzung und Weiterentwicklung der engen Kooperation
zwischen dem Geschäftsbereich SMUL und den
Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Sachsen
SMUL, SMWK
- Vertiefte Kooperation mit den Nachbarstaaten und
Nachbarländern
SMUL
- Fortführung und Entwicklung des Netzwerkes „Bildung für
nachhaltige Entwicklung“
SMK
- Entwicklung einer Fortbildungsreihe für Lehrer/innen zu den
Themenbereichen und Kompetenzstufen des
„Orientierungsrahmens für den Lernbereich Globale
Entwicklung“
SMK
3. Forschungsvorhaben
insbesondere:
verantwortlich
- Unterstützung des KLIMZUG-Verbundprojektes
„Entwicklung und Erprobung eines Regionalen
Klimaanpassungsprogramms für die Modellregion Dresden
REGKLAM“ und Nutzung seiner Ergebnisse
SMUL
- Ressortforschung in den Bereichen Umwelt, Land- und
Forstwirtschaft
SMUL