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Ein Handlungs- und Orientierungsleitfaden
für Schulleitungen
Aufnahme von Schülern mit
sonderpädagogischem Förderbedarf in den
Förderschwerpunkten Lernen und geistige
Entwicklung an Oberschulen

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Inhalt
1 Einordnung
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Erwartungen an Schulleitungen und Lehrer
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3 Schulentwicklung
4
4 Anmeldung
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Gestaltung des Übergangs
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Didaktisch-methodische Hinweise
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Quellen
Anhang: Empfehlung zur Gestaltung des Übergangs
von einer Grundschule an eine Oberschule - Zeit-
schiene

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1 Einordnung
Bildung ist ein elementarer Bestandteil der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK).
Sie ist der Schlüssel zu Selbstbestimmung und eine Voraussetzung, um eigenverant-
wortlich an Gesellschaft, Kultur, Erwerbsleben und Demokratie teilzuhaben. Artikel 24
der UN-BRK enthält die für die schulische Bildung und Erziehung maßgeblichen Vor-
schriften.
Danach sind die Vertragsstaaten verpflichtet, ein inklusives Bildungssystem auf allen
Ebenen und im gesamten Lebensverlauf zu sichern. Menschen mit Behinderungen sol-
len ihre Persönlichkeit, ihre Begabungen und ihre Kreativität sowie ihre geistigen und
körperlichen Fähigkeiten voll zur Entfaltung bringen können. Sie sollen gleichberechtigt
mit anderen in der Gemeinschaft, in der sie leben, Zugang zu einem hochwertigen und
unentgeltlichen Unterricht an Grundschulen und weiterführenden Schulen haben.
Hierfür sind unter Ausschöpfung der verfügbaren Mittel Maßnahmen zu treffen,
um schrittweise die volle Verwirklichung dieser Rechte zu erreichen (Artikel 4 Abs. 2
UN-BRK). In Übereinstimmung mit dem Ziel der Inklusion sollen wirksame, individu-
ell angepasste Unterstützungsmaßnahmen in einem Umfeld angeboten werden, wel-
che die bestmögliche schulische und soziale Entwicklung der Kinder und Jugendlichen
gestatten.
Alle Schüler sollen durch intensive Förderung zu einem ihrem Leistungspotenzial ent-
sprechenden Bildungsabschluss geführt und gezielt auf das Berufs- und Arbeitsleben
vorbereitet werden. Dabei sollen Schüler mit und ohne sonderpädagogischen Förderbe-
darf oder Behinderungen gemeinsam lernen dürfen.
Ein wesentlicher Schritt auf diesem Weg ist das Gesetz zur Weiterentwicklung des
Schulwesens im Freistaat Sachsen vom 26. April 2017 (SächsGVBl. S. 242). Damit ist
die lernzieldifferente Unterrichtung ab dem Schuljahr 2018/2019 an allen Oberschulen
möglich.
Der vorliegende Handlungs- und Orientierungsleitfaden soll Schulleitungen an Ober-
schulen bei den Entscheidungen zur Vorbereitung der inklusiven lernzieldifferenten
Unterrichtung und Aufnahme von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in
den Förderschwerpunkten Lernen und geistige Entwicklung unterstützen.
Die Ausgestaltung des gemeinsamen Unterrichts muss die Lern- und Entwicklungsvo-
raussetzungen aller Schüler berücksichtigen. Vielfalt und Individualität sind Bereiche-
rung und Herausforderung zugleich. Der Ausbau und die Weiterentwicklung des gemein-
samen Unterrichts in seinen unterschiedlichen Formen stellen für Schulleitungen und
Lehrer sowie für andere an diesem Prozess Beteiligte eine komplexe Herausforderung
und Erweiterung des bisherigen Arbeitsfeldes dar. Unabhängig von der Schulart oder
dem Fach ist es Aufgabe der Schule, allen Schülern eine wirkliche Teilhabe in allen Berei-
chen des schulischen Lebens und erfolgreiche Lernerfahrungen zu ermöglichen. Dieser
Prozess setzt Wissen, Aufgeschlossenheit, Motivation, Flexibilität, Kooperationsbereit-
schaft und Akzeptanz sowie ein verantwortliches Miteinander aller Beteiligten voraus.
Für das Gelingen des gemeinsamen Unterrichts sind eine vertrauensvolle Zusammenar-
beit mit den Eltern und die Einbeziehung aller Schüler wesentliche Bedingungen.
Der gemeinsame Unterricht erfordert von den Lehrkräften die Bereitschaft zu kontinu-
ierlicher fachlicher Fortbildung sowie kritischer Reflexion des eigenen pädagogischen
Handelns. Neben einem grundlegenden Verständnis für die jeweiligen Förderschwer-
punkte sind Kenntnisse in der Didaktik des gemeinsamen bzw. inklusiven Unterrichts,
zur Förderplanarbeit und zur differenzierten Leistungsermittlung und Leistungsbewer-
tung notwendig. Die Lehrkräfte sollen darüber hinaus ihre diagnostischen Fähigkeiten
weiterentwickeln. Neben zentralen und regionalen Fortbildungsangeboten kann die
Schule zu spezifischen Schwerpunktsetzungen zielgerichtet und längerfristig in schu-
linternen Lehrerfortbildungen arbeiten.
2 Erwartungen an Schulleitungen und Lehrer

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3 Schulentwicklung
Die Schulprogrammarbeit ist Bestandteil der Schulentwicklung. In der Weiterentwick-
lung und Umsetzung des Schwerpunktes Inklusion können folgende Fragen für eine Ist-
Stand-Analyse und für eine weitere Schwerpunktsetzung (siehe auch Broschüre „Schul-
programmarbeit an sächsischen Schulen“) hilfreich sein:
Welche Leitlinien bestimmen unsere gemeinsame schulische Arbeit?
Gibt es eine Steuergruppe Inklusion an der Schule, wer gehört ihr an und welche
Aufgaben hat sie?
Wie kann das Konzept zur individuellen Förderung der Schüler weiterentwickelt
werden?
Gibt es an der Schule ein Einführungsprogramm für neue Schüler?
Wie wird die Orientierung der Schüler im Schulhaus und im Schulgelände
unterstützt? Gibt es besondere Unterstützung zur Orientierung für Schüler mit
Orientierungsschwierigkeiten?
Welche Informations- und Mitwirkungsmöglichkeiten in der Elternarbeit können
genutzt werden (Tag der offenen Tür, Elternabende, Elternstammtisch etc.)?
Wie können Eltern für die Zusammenarbeit gewonnen werden?
Gibt es Schulsozialarbeiter, Praxisberater, Inklusionsassistenten oder andere Fach-
kräfte, die einbezogen werden können?
Hat bereits ein Lehrer den Zertifikatskurs „Zusammen integrative/inklusive Schule
entwickeln“ (ZINT) absolviert und welche Aufgaben und Verantwortlichkeiten
übernimmt er an der Schule?
Welche Fortbildungsangebote, vor allem in der regionalen oder schulinternen
Lehrerfortbildung, können genutzt werden?
Sind alle Lehrkräfte über die regionalen Unterstützungssysteme und deren Angebote
informiert?
Wie können vorhandene Netzwerkstrukturen genutzt und ausgebaut werden?
Welche Unterlagen sind von den Eltern bei der
Anmeldung mitzubringen?
das zuletzt erstellte Zeugnis oder die zuletzt erstellte Halbjahresinformation der
zuvor besuchten Schule
die Geburtsurkunde oder ein entsprechender Identitätsnachweis
das förderpädagogische Gutachten (mit Einwilligung der Eltern)
Hinweis:
Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf in den Förderschwerpunkten
Lernen bzw. geistige Entwicklung erhalten keine Bildungsempfehlung der Grundschule.
Sie melden sich mit der Halbjahresinformation der Klassenstufe 4 an einer Oberschule
oder einer Förderschule an.
Welche Daten werden von der Schule verarbeitet?
Name und Vorname der Eltern und des Schülers
Geburtsdatum und Geburtsort des Schülers
Geschlecht des Schülers
Anschrift der Eltern und des Schülers
Telefonnummer, Notfalladresse
Staatsangehörigkeit des Schülers (mit Einwilligung der Eltern)
Religionszugehörigkeit des Schülers
Datum der Ersteinschulung sowie Angaben zur bisherigen Schullaufbahn
Angaben zu Art und Grad einer Behinderung sowie zu chronischen Krankheiten,
soweit sie für den Schulbesuch von Bedeutung sind (mit Einwilligung der Eltern)
Bescheid zum festgestellten sonderpädagogischen Förderbedarf und der darauf
bezogene Förderplan mit Entwicklungsbericht (mit Einwilligung der Eltern)
Angaben zu einer durch qualifizierte Lehrer oder Schulpsychologen festgestellten
Teilleistungsschwäche (mit Einwilligung der Eltern)
Erklärung zum Sorgerecht: Im Falle des alleinigen Sorgerechts eines Elternteils ist
dieser Umstand nachzuweisen.
eine entsprechende Erklärung, falls die Herkunftssprache des Kindes nicht oder
nicht ausschließlich Deutsch ist (mit Einwilligung der Eltern)
Diese Daten können von der abgebenden Schule übernommen werden.
4 Anmeldung

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5 Gestaltung des Übergangs
¹ § 16 Absatz 2 Nummer 3 SächsSchulG besagt,
dass, soweit die Schüler nicht in einem Heim
nach § 13 Absatz 3 Satz 1 betreut werden, der
Schulträger für inklusiv unterrichtete Schüler mit
sonderpädagogischem Förderbedarf im Förder-
schwerpunkt geistige Entwicklung Betreuungs-
angebote vorhält.
Zur
Vorbereitung
und Gestaltung des Übergangs des Schülers von der Grund- oder
Förderschule an die Oberschule sollten folgende Aspekte beachtet werden:
Hat bereits eine Absprache mit dem Schulleiter der abgebenden Schule
stattgefunden?
Welche Dokumente zum Entwicklungsstand des Schülers liegen vor (Förderplan,
Entwicklungsbericht, siehe Broschüre „Sonderpädagogische Förderung im
gemeinsamen Unterricht“)?
Besteht die Möglichkeit zur Hospitation an der abgebenden Schule?
Nach der Absprache mit der abgebenden Schule kann die
räumlich-sächliche Planung
erfolgen:
Welche räumlichen Bedingungen werden benötigt (besondere Ausstattung im
Klassenraum, Förderraum, Snoezelraum, sonstige Ausweichräume)?
Wurden bereits Absprachen mit dem Schulträger bzgl. der räumlich-sächlichen
Ausstattung getroffen?
Welche Materialien (Lehr- und Lernmittel sowie Hilfsmittel) stehen zur Verfügung?
Wie ist die Ganztagsbetreuung räumlich-sächlich abgesichert?
Außerdem erfolgt die
schulorganisatorische Planung:
Wurden bereits Absprachen mit dem Schulträger zur außerunterrichtlichen
Betreuung des Schülers (nach § 16 Abs. 2 Nr. 3 SächsSchulG¹) getroffen?
Wie erfolgt die Klassenbildung (Klassenzusammensetzung, Anteil von Schülern mit
sonderpädagogischem Förderbedarf)?
Wer übernimmt die Information der Klasse und der anderen Eltern (in Absprache mit
dem Schüler und seinen Eltern)?
Ist für neu aufgenommene Schüler klar, an wen sie sich wenden können, wenn sie
Schwierigkeiten haben?
Wie erfolgt die Kommunikation und gegenseitige Unterstützung im Kollegium?
Gibt es klassenbezogene oder klassenstufenbezogene Teams? Welche Aufgaben-
verteilung besteht im Team und wann sind die Zeiten für verbindliche Absprachen?
Gibt es im Stundenplan verankerte Planungs- und Koordinationszeiten für die
Teams?
Beteiligen sich die Lehrer gegenseitig an der Planung von Unterricht und Hausauf-
gaben?
Die
personellen Voraussetzungen
müssen geklärt werden:
Wie werden die zur Verfügung stehenden Lehrerwochenstunden für die
Inklusionsbegleitung verwendet?
Wie unterstützen Lehrer der Förderschule die Oberschule?
Werden für den aufzunehmenden Schüler Leistungen der Eingliederungshilfe als
Hilfen zu einer angemessenen Schulbildung (§ 35a SGB VIII, § 54 SGB XII i.V.m.
§ 12 Abs.1 Satz 1 Eingliederungshilfe-Verordnung) gewährleistet?
Wird im Einzelfall eine medizinische Versorgung laut § 37 SGB V notwendig?
Ist für den Schüler die Verlagerung von Therapieangeboten in die Schule
notwendig? Mit welchen Dienstleistern kann diesbezüglich regional zusammenge-
arbeitet werden?
Wie ist die Ganztagsbetreuung personell abgesichert?
Ist die Schülerbeförderung sichergestellt?

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6 Didaktisch-methodische Hinweise
Schüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen oder geistige Entwicklung sind entspre-
chend ihrer individuellen Lernvoraussetzungen (aktueller Lernstand, individuelle
Lernausgangslage) im lernzieldifferenten Unterricht durch Differenzierungen auf
unterschiedlichen Ebenen zu fördern. Mit dem Leitfaden „Binnendifferenzierung und
lernzieldifferenter Unterricht“ für die Primarstufe und die Sekundarstufe I“ (SBI, 2017)
sowie den Planungsbeispielen zum lernzieldifferenten Unterricht, veröffentlicht unter
www.schule.sachsen.de/lpdb,
stehen Lehrkräften zum Schuljahr 2018/2019 Anregun-
gen zur Unterstützung bei der Umsetzung lernzieldifferenten Unterrichts zur Verfügung.
1
Sächsisches Bildungsinstitut (Hrsg.): Schulprogrammarbeit an sächsischen Schulen. Praxis-
hilfe für Schulleitungen und Schulentwicklungsteams (2016).
https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/26707
2
Sächsisches Bildungsinstitut (Hrsg.): Sonderpädagogische Förderung im gemeinsamen Unter-
richt. Handreichung für Lehrerinnen und Lehrer an allgemeinbildenden Schulen in Sachsen (2015).
https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/25461
3
Sächsische Staatsministerium für Kultus (Hrsg.): Lehrplan der Schule mit dem Förderschwer-
punkt geistige Entwicklung (2017).
https://www.schule.sachsen.de/lpdb/web/downloads/2094_lp_foesg_arbeit_und_beruf_2017.pdf?v2
4
Sächsisches Staatsministerium für Kultus (Hrsg.): Lehrplan der Schule zur Lernförderung
(2005/2010).
https://www.schule.sachsen.de/lpdb/
5
Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik
Deutschland (KMK): Inklusive Bildung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen in Schulen
(Beschluss der KMK vom 20.10.2011).
https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/veroeffentlichungen_beschluesse/201
1/2011_10_20-Inklusive-
Bildung.pdf
6
Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik
Deutschland (KMK): Empfehlungen zum Förderschwerpunkt Lernen (Beschluss der KMK vom 01.10.1999).
https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/veroeffentlichungen_beschluesse/1999/1999_10_01-Empfeh-
lung-Foerderschwerpunkt-Lernen.pdf
7
Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik
Deutschland (KMK): Empfehlungen zum Förderschwerpunkt geistige Entwicklung (Beschluss der KMK
vom 26.06.1998).
http://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/veroeffentlichungen_beschluesse/1998/1998_06_20_FS_Geistige_
Entwickl.pdf
8
Sächsisches Bildungsinstitut (Hrsg.): Leistungsermittlung und Leistungsbewertung an Schulen
zur Lernförderung. Handreichung (2013).
https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/22738
9
Sächsisches Staatsministerium für Kultus (Hrsg.): Vielfalt als Chance – Sonderpädagogische
Förderung in Sachsen (2014).
https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/21894
Quellen

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Empfehlung zur Gestaltung des Übergangs von einer
Grundschule an eine Oberschule - Zeitschiene¹
Zeitschiene /
Termine im Schuljahr
Handlungsplan Übergang an eine Oberschule
verantwortlich
Empfehlungen
Oktober-November
Bildungsberatung/Elterngespräche ggf. in Kooperation mit FÖS:
-
Entwicklungsstand, Prüfung des sonderpädagogischen Förderbedarfs gemäß § 17 SOFS
-
Empfehlung/Wunsch zum weiterführenden Schulbesuch an der OS oder FÖS
GS
Elternstammtisch „Inklusion“ Klassenstufen 1 - 4
ggf. Einbeziehung der Steuergruppe „Inklusion“ der Grundschule
Januar/Februar spätestens 1.
Halbjahr Klassenstufe 4
Meldung möglicher inklusiv zu unterrichtender Schüler an der OS mit Einverständnis der Eltern
„Tag der offenen Tür“
OS in Koop. mit GS
und FÖS
Präsentation der inklusiven Angebote und individuellen Förderung (ggf. Teilnahme eines Förderschullehrers)
zusätzlich zu den Darstellungen auf der Homepage
März
Anmeldung der Schüler an der OS
bzw. Anfrage beim Landesamt für Schule und Bildung zu geeigneter Schule, Unterstützung bei der Schulwahl
-
Planung SaxSVS: Angaben zum 1. Stichtag
-
Prognose Klassenbildung
-
Prognose Schülerzahlen
-
Prognose Inklusionsschüler
-
Planungsbestätigung 1. Stichtag
einzelfallbezogen: Antrag der Eltern zur Fortführung von Leistungen der Eingliederungshilfe beim
Sozial- bzw. Jugendamt und ggf. Antrag der Eltern zur Schülerbeförderung an die Schule
Eltern
GS/LaSuB 2
OS
LaSuB
Eltern
Frühzeitige Prüfung des Anteils der inklusiv unterrichteten Schüler sowie der Förderschwerpunkte vor
Aufnahmebestätigung durch den Schulleiter
April/Mai
vorbereitende Gespräche zwischen GS-FÖS-OS-Eltern
Hospitationen von Lehrkräften der OS an GS
Vorbereitung der Formulare des LaSuB zur Änderung der inklusiven Unterrichtung
GS/FÖS
OS
GS
Übergabe von Gutachten, Förderplänen, Entwicklungsberichten an OS (mit Einwilligung der Eltern)
einzelfallbezogen: Erstellung der notwendigen Zuarbeiten für Maßnahmen der Eingliederungshilfe
entsprechend der regionalen Vereinbarungen mit Sozial- und Jugendamt durch GS/OS in Kooperation mit
FÖS und Eltern
Mai/Juni
Klassenbildung
-
Beachtung Klassenstärke
-
Beachtung Klassenzusammensetzung (Förderschwerpunkte, sozialer Bezug etc.)
Auswahl Klassenlehrer
OS
Bildung einer Steuergruppe „Inklusion“ an OS
Elternstammtisch „Inklusion“ für Eltern
Sommerferien/
Vorbereitungswoche
Vergabe der zugewiesenen Stunden für Inklusion
Benennung von Verantwortlichkeiten an der Oberschule
Planung fester Absprachezeiten, etc.
OS
Abstimmung zum Einsatz von Schulsozialarbeitern, Praxisberatern, Inklusionsassistenten oder anderen
Fachkräften mit dem jeweiligen Träger
1. Schulwoche
Kennenlernwoche der Schüler der Klassenstufe 5
Elternabend neue Klassenstufe 5
OS
Möglichkeit, die Klassenbildung ggf. noch bedarfsorientiert zu ändern
August/September
bedarfsorientierte Fortbildung der Lehrkräfte bzw. Fallberatung, ggf. unter Einbezug von weiteren Unterstützungssystemen
OS
Einbezug Unterstützungssysteme/Förderschule
spät. Oktober
Erstellung des Förderplans in Abstimmung mit Klassenkonferenz, Eltern/Schülern
OS
prozessimmanent
Prüfung sonderpädagogischer Förderbedarf nach SOFS unter Einbezug der FÖS -bedarfsorientiert
Unterstützung des Übergangs in eine Berufsausbildung
OS/Eltern
frühzeitiger Kontakt zur Agentur für Arbeit sowie zu Ausbildungsbetrieben
Gestaltung des Übergangs bei Schulwechsel von Schülern mit sonderpädagogischem
Förderbedarf von einer Grundschule (GS) an eine weiterführende Schule bei
inklusiver Beschulung an einer Oberschule (OS) bzw.
Prüfung der Aufhebung sonderpädagogischen Förderbedarfs nach § 16 Abs. 1 SOFS
in Klassenstufe 4
¹ Darstellung auf der Grundlage der Ergebnisse
der Arbeitsberatung der Oberschulen ERINA am
22.03.2017 in Dresden sowie der regionalen
Arbeitsberatung ERINA am 03.04.2017 in der
Modellregion Oelsnitz/V.
2 Landesamt für Schule und Bildung

VORREITER
SEIN.
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07. Februar 2018
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