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Untersuchung Berufsnachwuchs Agrar - Arbeitskräfte
Teilnahme an Fragebogenaktion
Ziel der Untersuchung: Analyse der aktuellen
Ausbildungs- und Arbeitskräftesituation so-
wie Prognose der zukünftigen Entwicklung im
Agrarbereich.
Insgesamt konnten
- etwa 12 % aller landwirt. Betriebe
- etwa 26 % der landwirt. Arbeitskräfte
- knapp 30 % der Landwirtschaftsfläche
- etwa 30 % der Milchkühe
- etwa 14 % der Zuchtsauen und
- etwa 25 % der Mastschweine
von Sachsen in die Befragung einbezogen
werden
Es wurden über 600 Fragebögen von Unter-
nehmen ausgewertet.
Die befragten Unternehmen hatten einen ge-
ringeren Arbeitskräftebesatz pro 100 ha als
die sächsischen Betriebe insgesamt.
Arbeitskräfte (AK) in landwirtschaftlichen Unter-
nehmen in Sachsen 2010
Bezeichnung
Anzahl der Arbeitskräfte
insgesamt
dar. Lw
dar. Gb
Unternehmen
natürlicher Personen
Familienarbeitskräfte
3.722
3.044
678
ständige familienfremde
Arbeitskräfte
5.295
3.861
1.434
nichtständige familien-
fremde AK
4.236
1.796
2.440
Zwischensumme
13.253
8.701
4.552
Unternehmen
juristischer Personen
ständige Arbeitskräfte
13.185
12.677
508
nichtständige Arbeits-
kräfte
3.605
1.486
2.119
Zwischensumme
16.790
14.163
2.627
Insgesamt
30.043
22.864
7.179
dav. ständige AK
(einschl. Familien-AK)
22.202
19.582
2.620
dav. nichtständige AK
7.841
3.282
4.559
ohne Nebenerwerbsbetriebe, Lw = Landwirtschaft (ohne Gb/Dk),
Gb = Gartenbau/Dauerkulturen (Dk), Quelle: StaLa
Altersstruktur der ständig Beschäftigten und
Familien-AK (inkl. Betriebsleiter) in landwirt-
schaftlichen Betrieben 2010
Landwirtschaft inkl. Gartenbau, ohne Nebenerwerbsbetriebe.
Aktuelle Arbeitskräftesituation
Zusätzlich zu den Beschäftigten, die alters-
bedingt die Unternehmen verlassen, schei-
den noch ca. 0,15 % aus anderen Gründen
aus dem Unternehmen aus.
Insgesamt scheiden bis 2020 etwa 6.450 Ar-
beitskräfte aus dem Berufsleben aus.
Dies bedeutet auch, dass in den nächsten
10 Jahren über ein Drittel der Führungskräfte
planmäßig in den Ruhestand gehen wird.
Ausgewählte Gründe für Personalveränderungen
in den befragten Unternehmen (ohne Gb/Dk)
in % der Nennungen
AK-Abbau
AK-Erhöhung
Auswirkungen der Agrarreform-
beschlüsse (GAP)
17,4 %
7,4 %
Rationalisierungsmaßnahmen
33,9 %
5,6 %
Verringerung oder Erweiterung
der Produktion
16,5 %
75,9 %
AK-Bestand ist noch zu hoch
20,2 %
-
Ausgliederung von Arbeiten/
Sonstiges
12,0 %
11,1 %
AK = Arbeitskräfte, Gb = Gartenbau, Dk = Dauerkulturen
GAP = Gemeinsame Agrarpolitik
Daten und Fakten – Daten und Fakten – Daten und Fakten – Daten und Fakten – Daten und Fakten – Daten und Fakten
Altersgruppen in Jahren

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Ist die Hofnachfolge gesichert?
Natürliche Personen
(n = 343, ohne Gb/Dk)
Nennungen
Prozent
ja
127
37,0 %
noch ungewiss
98
28,6 %
nein
36
10,5 %
noch nicht relevant
82
23,9 %
Quelle: Umfrage LfULG.
Personalveränderungsabsichten der befragten
Unternehmen
Rationalisierungsmaßnahmen und ein immer
noch zu hoher Arbeitskräftebestand in den
Juristischen Personen sind die Hauptgründe
für einen Arbeitskräfteabbau.
Neue Betriebszweige, Diversifizierung und
Betriebserweiterungen sind die Gründe für
einen höheren Arbeitskräftebedarf.
Insgesamt ist ein Arbeitskräfterückgang von
knapp 9 % bis 2020 zu erwarten.
Qualifikationsniveau und Anteil der AK in % in
landwirtschaftlichen Unternehmen
Anzahl ständiger AK ohne Nebenerwerbsbetriebe in der Landwirt-
schaft, ohne Gb/Dk (2012: 5.143 AK aus Befragung hochgerech-
net auf 19.582 AK lt. StaLa 2010, 2020: 17.900 AK).
Qualifikationsniveau in der Landwirtschaft
Nur etwa 8 % aller Beschäftigten sind nicht
landwirtschaftlich ausgebildet (ungelernt)
oder gering qualifiziert (Werker).
Fast 10 % der Beschäftigten besitzen einen
Hochschulabschluss (inkl. FH).
Der Anteil höher qualifizierter AK (Meister,
Hoch-, Fachhochschule) wird nach Anzahl
und Anteil steigen.
Begonnene Ausbildungsverhältnisse seit 2009
(1. Lehrjahr) und möglicher Trend
Landwirtschaft (LW), Produktionsgartenbau (PG)
Ersatzbedarf an AK bis 2020
Bis zum Jahr 2020 müssen insgesamt in
der Landwirtschaft etwa 3.200 und im
Produktionsgartenbau etwa 450 erstausge-
bildete Fachkräfte zur Verfügung stehen.
Zur Kalkulation der dafür notwendigen Aus-
bildungsverhältnisse müssen noch der Anteil
nicht abgeschlossener Ausbildungen (etwa
25 %) sowie der Anteil fertig ausgebildeter
Fachkräfte, die den Beruf wechseln (ca.
11 %), hinzugerechnet werden.
Der jährliche Ersatzbedarf an Auszubilden-
den wird bereits heute nicht erreicht.
Jährlicher Bedarf und aktuelles Angebot an
Fachkräften in Forst, PG und LW
Angebot Hochschulen/Fachhochschulen (FH): Ø Absolventen
2007-2011; Angebot Auszubildende: Ø Begonnene Ausbildungen
im 1. Lehrjahr 2010-12; LW = Summe Landwirt, Tierwirt, Fachkraft
Agrarservice, Bedarf lt. Kalkulationen (siehe Tab. 113 + 117 der
Schriftenreihe des LfULG, Heft 5/2013).
Quelle: Arp, B., Luther, T., Marschik, U., Neumann, E., Pohl, T., Stiehler, J. (2013): Untersuchung zum Berufsnachwuchs im Agrarbereich.
Schriftenreihe des LfULG, Heft 5/2013.
Abteilung 2, Referat 24, T. Pohl, E. Neumann
Telefon: +49 351 2612-2406
E-Mail: Tobias.Pohl@smul.sachsen.de
www.smul.sachsen.de/lfulg
Stand: April 2013
Anzahl Personen
AK