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Tag des offenen Denkmals
Dźeń wotewrjeneho
pomnika
9.9.2018
Viele Angebote. Gute Erlebnisse.

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Vortrag
Der Friedensschluss von 1018:
Bautzen im Mittelpunkt
europäischer Politik
mit Prof. Dr. Matthias Hardt aus Leipzig, Leibniz-Institut für
Geschichte und Kultur des östlichen Europa
Eröffnungsveranstaltung zum Tag des offenen Denkmals 2018
Freitag, 7. September 2018, 19.00 Uhr
Museum Bautzen, Kornmarkt 1, 02625 Bautzen
Welche Bedeutung hatte der Friedensschluss von 1018 für Europa?
In einem kurzweiligen Vortrag nähert sich Prof. Dr. Matthias Hardt
dem historischen Ereignis aus einer interdisziplinären Perspektive.
Dabei betrachtet der Referent auch die Zeit vor und nach dem
Friedensschluss von Bautzen. Im Rahmen des Vortrags vermittelt
Prof. Dr. Matthias Hardt seinen Zuhörern außerdem, wie der Begriff
»Frieden« im Mittelalter ausgelegt wurde.
Michael Sapp und Anna Katharina Schumann umrahmen die Veran-
staltung musikalisch mit Portativ, Percussion und Blasinstrumenten.
Der Eintritt
ist frei.

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Liebe Bürgerinnen und Bürger,
liebe Gäste unserer Stadt,
seit 25 Jahren reist Deutschland am Tag des offenen Denk-
mals gemeinsam in die Vergangenheit. Mit Denkmalen ver-
binden wir Geschichte – gleichermaßen Beständigkeit und
Entwicklung im Zeitgeschehen. Die Denkmale sind Zeitzeu-
gen der Epochen und befinden sich in ständigem Wandel.
In den vergangenen 25 Jahren hat sich das Erscheinungsbild
Bautzens stark verändert. So blicken wir in diesen Tagen
auch auf
25 Jahre der Stadtsanierung
zurück.
Seit 1992 wurden Schritt für Schritt Straßen, Gebäude und Freiflächen sa-
niert, sodass wir heute eine bezaubernde Kulisse vorfinden. Mein
Dank
gilt
allen Menschen, die sich in privater und öffentlicher Funktion aktiv in diesen
Prozess eingebracht haben! Ihnen ist es zu verdanken, dass wir uns heute mit
dieser schönen Stadt präsentieren können. Zum Tag des offenen Denkmals
heißen wir unsere Gäste aus dem Um- und Ausland willkommen!
25 bedeutende Jahre sind wenig Zeit im Vergleich zu 1000 Jahren: 2018 bli-
cken wir auf den
Frieden von Bautzen
zurück, der vor 1000 Jahren auf der
Ortenburg geschlossen wurde. Das historische Ereignis besaß eine weit-
reichende Bedeutung für das damalige Europa. Interessante Details dazu
vermittelt Prof. Dr. Matthias Hardt aus Leipzig am 7. September im Museum
Bautzen. Sein
Vortrag
»Der Friedensschluss von 1018: Bautzen im Mittelpunkt
europäischer Politik« eröffnet den Tag des offenen Denkmals. Ich lade Sie
sehr herzlich zu dieser Veranstaltung ein!
Bautzen und seine Auswirkungen auf die europäischen Lande rücken nicht
nur beim Eröffnungsvortrag in den Fokus. Deutschlandweit steht der Tag des
offenen Denkmals in diesem Jahr unter dem Motto
Entdecken, was uns ver-
bindet
. Wir können Fragen auf den Grund gehen, wie: Welche europäischen
Einflüsse lassen sich in unserer Denkmallandschaft finden? Was erzählen
uns die Denkmale über Europa? In Bautzen gibt es zahlreiche Anknüp-
fungspunkte. Denken wir zum Beispiel an den Nicolaiturm mit seiner Ausstel-
lung zur Via Regia, der einst wichtigsten Handelsroute Europas. Alle Denk-
male, die besonders zum bundesweiten Motto passen, haben wir in diesem
Jahr erstmals als
Themenobjekte
gekennzeichnet. Insgesamt können in die-
sem Jahr 23 Objekte besucht werden.
Beim Lesen des Programms freut mich besonders: Wir präsentieren nicht nur
schöne Fassaden, sondern unsere Denkmale sind wahrhaftig mit Leben
gefüllt. Ich freue mich, dass sich so viele Bautzenerinnen und Bautzener en-
gagieren, um »ihre Denkmale« zu präsentieren und uns teilhaben lassen am
Geschehen und Leben in dieser Stadt. Sie dürfen sich auf interaktive Ausstel-
lungen, Tage der offenen Tür und künstlerische Darbietungen
freuen. Lassen Sie sich überraschen, genießen Sie den Tag
und möglicherweise ergeben sich auch in freundlichen Ge-
sprächen mit unseren Gästen neue Verbindungen über die
Stadt- und Landesgrenzen hinaus – ganz nach dem Motto
des Tages. Herzlichen Dank allen Akteuren! Uns allen wün-
sche ich einen interessanten und anregenden gemeinsa-
men Tag in Bautzen!
Juliane Naumann
Bürgermeisterin für Bauwesen
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19.00
Eröffnungsveranstaltung
im
Museum Bautzen
, Kornmarkt 1,
Vortrag »Der Friedensschluss von 1018: Bautzen im Mittel-
punkt europäischer Politik«
mit Prof. Dr. Matthias Hardt aus
Leipzig, Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des öst-
lichen Europa, musikalische Umrahmung durch Michael Sapp
und Anna Katharina Schumann mit Portativ, Percussion und
Blasinstrumenten
Programm auf dem Hauptmarkt
10.00
Eröffnung durch Juliane Naumann, Bürgermeisterin
für Bauwesen
und
Uwe Gaul, Staatssekretär im Säch-
sischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst,
mit dem Posaunenchor von St. Michael und St. Petri
bis 10.30
Posaunenchor
von St.Michael und St.Petri
10.30–11.30
Evangelischer Marktgottesdienst
mit Pfarrerin Maria
Heinke-Probst und dem Posaunenchor von St. Michael
und St. Petri
10.00–18.00
Treff- und Verweilpunkt
»Himmelsbäckerei« Hultsch
, Neukirch, mit speziellem
Angebot, Kuchenbacken am Ort, Kaffee, frische Holz-
ofenbrote mit selbstgefertigten Aufstrichen, »Fettbemmen«,
rustikale Pizzafladen und leckere Oberlausitzer Zwiebel-
fladen
Gastronomische Betreuung
durch das Restaurant
»Zum Haseneck«, Bautzen
»Die Slawen in Bautzen«
Leben und Handwerk des
11. Jahrhunderts mit dem Verein Die Milzener e.V.
13.00–17.15
Mittelalterliche Musik
mit Argentum Ferrum aus Chemnitz
14.00
Kleidershow
des Milzener e.V. zur Gewandung der Slawen
im 11. Jahrhundert
16.00
Waffenshow
des Milzener e.V. zur Ausrüstung der Slawen
im 11. Jahrhundert
17.00
Ausklang
des Tages und Verabschiedung durch Juliane
Naumann, Bürgermeisterin für Bauwesen
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Sonntag, 9. September 2018
Auf dem Hauptmarkt werden die Besucher zurück ins Mittelalter versetzt.
Freitag, 7. September 2018

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Themenobjekte (Plan S. 6/7)
Ortenburg · Hród,
Hof der Ortenburg, bis 18.00 Uhr viel-
fältiges Programm der Projektgruppe
»1000 Jahre Friede
von Bautzen«
mit Fotoausstellung und medialen Präsen-
tationen im Sorbischen Museum, 11.30 Uhr Eröffnung des
Objektes mit Grußworten von Ministerialrat Dr.Uwe Koch
(Deutsches Nationalkomitee für Denkmalschutz) und
Staatssekretär Uwe Gaul (Sächsisches Staatsministerium
für Wissenschaft und Kunst), 12.00 Uhr Thematische Stadt-
führung »Erinnerungsorte in Bautzen« (Dauer ca. 1 h)
Burgtheater:
11.00–18.00 Uhr Tag der offenen Tür, Spiel-
zeitauftakt mit Ausschnitten aus neuen Inszenierungen an
ungewöhnlichen Orten, Besichtigung von Kulissen, Keller
und Werkstätten, literarische und musikalische Bühnen-
programme, Aufführungen, Lesungen, Verkauf aus dem
Kostümfundus u.a.
Außerdem:
Im Hof der Ortenburg bietet der Lions Club
Bautzen von 10.00 bis 17.00 Uhr einen Imbiss an.
Der Erlös wird für soziale Projekte verwendet.
Von der ursprünglichen Festung zum Schutz des Spreeübergangs wandelte
sich die Ortenburg zum Macht- und Verwaltungszentrum der Oberlausitz.
Vor 1000 Jahren wurde hier der historische Frieden zwischen Heinrich II.
(Kaiser des Heiligen Römischen Reiches) und Bolesław Chrobry I. (Regent
des piastischen Polens) geschlossen. Im Rahmen des Europäischen Kultur-
erbejahres 2018 finden deshalb in Bautzen vielfältige Veranstaltungen statt.
Zum Tag des offenen Denkmals werden das historische Datum und das
Thema »Frieden« am Originalschauplatz betrachtet.
Nicolaiturm · Mikławska weˇža,
Nicolaipforte 3, 10.00 bis
17.00 Uhr Betreuung durch das Ortskuratorium der Deut-
schen Stiftung Denkmalschutz, der Nicolaiturm verwandelt
sich in einen »Wanderturm« – mit Führungen zur Ausstel-
lung und origineller Atmosphäre, die zum Wandern anregt,
auch die passenden Lieder werden nicht fehlen: Schüler
und Lehrer der Kreismusikschule Bautzen laden zum Mit-
singen und Zuhören ein
Der untere Teil des mittelalterlichen Torturmes wurde bereits in der Mitte
des 15. Jahrhunderts errichtet. Der obere Teil, ursprünglich aus Holz gebaut,
wurde 1522 als Rundturm in Stein weitergeführt. In den Jahren 1998/99
wurde der Nicolaiturm saniert. Die Dauerausstellung informiert über die
Geschichte der Via Regia, der einst wichtigsten Handelsstraße Europas.
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Ortenburg (Nr. 1) und Nicolaiturm (Nr. 2) überraschen am Denkmaltag.
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Themenobjekte (Plan S. 6/7)
Rathaus · Radnica,
Fleischmarkt,
Rathaus/Rathausturm:
10.00–17.00 Uhr Betreuung durch den Soroptimist Interna-
tional Club Bautzen, Führungen nach Bedarf,
Ratssaal:
12.00–16.00 Uhr informiert Architekt Axel Jäkel über die
Sanierung des Ratssaals,
Keller (Eingang Fleischmarkt):
15.00 Uhr »Mysteriöses, mystisches, mittelalterliches
Bautzen – SAGENhaft!« Mönch, Landvogt, Edelfrau und
holde Prinzessin schweifen durch Bautzen und stolpern
über heimische Sagen und in allerlei lustige Verwicklungen.
Theaterstück
von und mit dem Literaturclub »Spontan«
für Kinder ab 6 Jahre und Erwachsene, Eintritt frei
Die erste Nachricht vom Bautzener Rathaus stammt aus dem Jahr 1213.
Bis heute gehen die Struktur des Gebäudes und die grundsätzliche Anord-
nung der Räume auf den Ursprungsbau zurück. Nach 1284 erfolgte in süd-
licher Richtung der Anbau der Tuchscherergewölbe, über denen auch die
Ratsstube – der heutige Ratssaal – entstand. Nachdem das Rathaus beim
großen Stadtbrand von 1634 stark beschädigt wurde, wurde die Ratsstube
im 17. Jahrhundert farblich mehrfach neu gestaltet und mit Mobiliar aus-
gestattet. 1895 wurde der Raum neu gedielt und erhielt die bis heute vor-
handene Holzverkleidung an den Wänden. Nach einer sechsmonatigen
Phase der Sanierung ist der Ratssaal seit März 2018 in einer Farbge-
staltung zu sehen, die vermutlich auf das Jahr 1895 zurückgeht.
Museum Bautzen · Muzej Budyšin,
Kornmarkt 1,
10.00–17.00 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet (Spenden
erwünscht), 11.30/14.30 Uhr Tour durch das Museum zu
Persönlichkeiten der Stadtgeschichte, überwiegend aus
der Zeit vor dem Dreißigjährigen Krieg (Dauer ca. 1,5 h),
11.00 Uhr Vortrag von Thomas Apfel (Referent für Baurecht
und Denkmalschutz der Stadt Heidelberg) zum Thema
»Heidelberg und die Heiliggeistkirche – ein Parforceritt
durch 600 Jahre Kirchen- und Stadtgeschichte«
Mit 2400 m² Ausstellungsfläche und einer Sammlung von etwa 400000
Einzelstücken gehört das Museum Bautzen zu den größten Museen in
Sachsen und seit seiner Wiedereröffnung 2009 sicher auch zu den modern-
sten. Region, Stadt, Kunst – auf drei Etagen wird Geschichte in drei Themen-
rundgängen präsentiert: Im Erdgeschoss spannt sich der Bogen von den
ersten ur- und frühgeschichtlichen Siedlungsspuren in der Region bis zum
Alltagsleben im 19. Jahrhundert. Die Räume in der ersten Etage zeugen von
der ereignisreichen Geschichte der 1000-jährigen Stadt Bautzen. Bedeu-
tende Kunstwerke von der Renaissance bis in die Gegenwart lassen sich
im zweiten Obergeschoss bestaunen.
Führung zu Persönlichkeiten der Stadtgeschichte,
10.30/13.30 Uhr Führung mit Wolfgang Mendow zu ver-
schiedenen Denkmälern in der Stadt (Dauer ca. 1,5 h), die
Tour führt unter anderem zum Matthiasturm und zum
Reichenturm, Treff Museum Bautzen
Über dem Tor des Matthiasturmes ist ein großes Relief des ungarischen
Königs Matthias Corvinus angebracht. Dieser war ab 1469 bis zu seinem
Tode König von Böhmen und damit der Landesherr der Oberlausitz. Seitlich
am Matthiasturm angebracht, erinnert ein wenig bekanntes Denkmal an
einen weiteren Mann dieser Zeit: Sigismund Jagiello war polnischer König
und von 1506 bis 1508 Landvogt der Ober- und der Niederlausitz. Am Rei-
chenturm erinnert ein Denkmal an den habsburgerischen Kaiser Rudolf II. –
es ist das einzige seiner Art. Der Herrscher wird zusammen mit zwei Herol-
den auf einem Sandsteinrelief gezeigt, das 1593 fertiggestellt wurde.
Otto Weigang,
1832–1914, Stifter für
das Museum Bautzen
Kaiser Rudolf II. am
Reichenturm
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Besichtigungsobjekte (Plan S. 6/7)
Sorbisches Museum · Serbski muzej,
Ortenburg 3–5,
10.00–18.00 Uhr geöffnet, Sonderausstellung von Regina
Herrmann zur Gestaltung von Textilpuppen und Sagen-
gestalten, 11.00/15.00 Uhr Führung mit Regina Herrmann
Die Sammlung des Sorbischen Museums reicht bis in das Jahr 1856 zurück.
Die ständige Ausstellung, zu der ca. 35000 Objekte gehören, informiert über
Herkunft, Sprache, Kunst und Literatur, Lebensweise und Brauchtum der
Sorben. Im Festsaal befindet sich die Literaturausstellung. Der größte Raum
des Museums diente von 1835 bis 1907 dem Königlich-Sächsischen Appel-
lationsgericht als Schwurgerichtssaal. Er ist mit Gemälden sorbischer
Wissenschaftler und Schriftsteller geschmückt.
Wasserturm · Wodowa weˇža,
Mönchsgasse 4,
10.00–17.00 Uhr Führungen nach Bedarf, Betreuung durch
den Verein Altstadt Bautzen e.V.
1877 im Inneren der Mönchskirchruine errichtet, diente der Wasserturm
dazu, dem erhöhten Wasserbedarf in Bautzen gerecht zu werden. Bis zum
Jahr 1979 hat das 39,4 Meter hohe Bauwerk die Altstadt mit Trinkwasser
versorgt. Auch nach der Sanierung des Turmes mit der markanten Holz-
verkleidung sind dessen äußeres und inneres Erscheinungsbild nahezu
unverfälscht erhalten.
Mönchskirchruine · Ruina Mnišeje cyrkwje,
Mönchs-
gasse 4, 10.00–17.00 Uhr Öffnung und Besichtigung der
Mönchskirchruine, Informationen zum Franziskanerorden,
zur Sanierung und Geschichte der Ruine, Betreuung durch
den Verein Altstadt Bautzen e.V.
Im Jahr 1240 wurde der Franziskanerklosterkomplex mit Mönchskirche
errichtet. Bei einem Brand wurde die Anlage 1401 stark beschädigt. Nach
den Anstrengungen eines Wiederaufbaus wurde der Komplex 1598 völlig
zerstört – erneut durch einen Brand. Erhalten sind bis heute die früh-
gotische Kirchenruine mit ihren Spitzbogenfenstern und dem Portal. Nach
einer denkmalgerechten Sanierung ist die Mönchskirchruine seit Dezember
2017 für Besucher zugänglich. Seit 2018 werden auf dem Gelände auch
Veranstaltungen durchgeführt.
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Textilpuppen von Regina Herrmann (Nr. 6) und Inneres des Wasserturmes (Nr. 7)
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10.00–17.00
Besichtigungszeit der Denkmale
16.30
Letzter Einlass
Eintritt zu allen Objekten frei
Abweichende Öffnungszeiten sind beim jeweiligen
Objekt aufgeführt.
Lageplan
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Alle Objekte sind mit blau-
gelben Wimpeln und der ent-
sprechenden Nummer gekenn-
zeichnet. Im Lageplan sind
Themenobjekte
rot und weitere
Besichtigungsobjekte
blau
gekennzeichnet.
Tag des
offenen
Denkmals
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Besichtigungsobjekte (Plan S. 6/7)
Dom St. Petri · Peˇtrowska cyrkej,
Fleischmarkt 6,
12.00–16.00 Uhr geöffnet, 15.00 Uhr Orgelspaziergang mit
Michael Vetter, 20.00 Uhr Lichtinstallationen und Improvi-
sationen für Saxophon und Orgel – »The Sound of Light«,
Eintritt frei (Spenden erbeten)
Der Dom St.Petri wird seit 1524 von katholischen und evangelischen
Christen gemeinsam genutzt. Er ist damit die älteste und gleichzeitig größte
Simultankirche in Deutschland. Die im Zuge der Reformation geschlossenen
Domverträge gelten noch heute und regeln unter anderem Eigentumsrechte
und Gottesdienstzeiten zwischen den Kirchgemeinden. Um 1000 wurde auf
dem Fleischmarkt die erste Pfarrkirche errichtet. Im 15. Jahrhundert erhielt
der Dom seine heutige Gestalt. Nachdem im September 2007 die Außen-
sanierung des Doms beendet war, wurde im November 2015 die Innen-
sanierung abgeschlossen.
Ökumenischer Domladen Bautzen e.V. · Ökumenski
tachantski wobchod
, An den Fleischbänken 5,
14.00–17.00 Uhr Öffnung des Ökumenischen Domladens
und Überraschungsprogramm
Das langgestreckte eingeschossige Gebäude mit ausgebautem Satteldach
wurde Mitte des 19. Jahrhunderts zur Verbesserung der hygienischen
Bedingungen beim Fleisch- und Obstverkauf errichtet. Hier hatten viele
Fleischer ihre Verkaufsstände. In den 80er Jahren wurde das Gebäude von der
Stadt saniert und als Büro genutzt, in den 90er Jahren war das Hoch- und
Tiefbauamt der Stadtverwaltung hier untergebracht.
KulturSHOP,
Wendische Straße 4, Ausstellung »TRANS-
FORM
mit Arbeiten von Adele Hornig (Hinterglasmalerei),
Matthias Weber (Fotografie, Scanogramme) und Andreas
Hennig (Collagen, Schwärzungen), geöffnet: 7. 9. 21.00 Ver-
nissage, 8. 9. 10.00–18.00 sowie 20.00 wolfssatirische
Lesung mit Andreas Hennig, 9. 9. 10.00–17.00 Uhr, Begleit-
programm unter
www.photoweber.de
und im extra Flyer
Seit Sommer 2018 bekommen Kunst und Kultur in einem leer stehenden
Geschäft in der Bautzener Innenstadt eine Bühne. Personen oder Personen-
gruppen wird eine Plattform zur Präsentation kultureller oder künstlerischer
Arbeiten geboten. Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Tanz und anderes sind
möglich. Der Innenstadt Bautzen e.V. unterstützt das Projekt in der Kommu-
nikation mit dem Eigentümer und übernimmt Miet- und Nebenkosten.
Gebäude Reichenstraße 18 · Bohata Hasa 18,
14.00 Uhr
führt der Architekt Tom Bartosch durch das Objekt und
zeigt das Treppenhaus und die Kaufhaussäle in den Ober-
geschossen (Dauer ca. 1 h, Treff Eingang Kesselstraße)
Das Kaufhaus wurde um 1925 hinter dem Altbau Reichenstraße 18 im
Internationalen Stil errichtet. Als neues Denkmal kann das Objekt in
diesem Jahr erstmalig zum Tag des offenen Denkmals besichtigt werden.
Packhofstraße · Prˇi pakowanišc´ach,
10.00–17.00 Uhr
präsentieren die Ostsächsischen Eisenbahnfreunde die
historische Dampflok der Baureihe 52 8056, Fahrten im
Triebwagen bei Bedarf
1943 in Wien gebaut, kam die Lok im Juli 1964 nach Bautzen. Hier wurde sie
bis Ende der 80er Jahre eingesetzt. In einer spektakulären Aktion wurde das
135 Tonnen schwere Fahrzeug 1988 vom Gleis geholt. Seither begrüßte sie
als Denkmalslok vor dem Bahnhof die anreisenden Gäste. Im vergangenen
Jahr musste das historische Fahrzeug dem Bahnhofsumbau weichen. Dank
großzügiger Spenden konnte sie im September auf das neue Gleis an der
Packhofstraße verschoben werden.
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Röhrscheidtbastei · Röhrscheidtowa bašta,
Mühltor-
gasse 1, 10.00–17.00 Uhr Öffnung der Röhrscheidtbastei
und Betreuung durch den Verein Schlaraffia Budissa,
Tag der offenen Tür im Sorbischen National-Ensemble, von
14.00–18.00 Uhr Einblicke hinter die Kulissen, Kostüm-
und Technikausstellung, öffentliche Ballettproben, weitere
Programmpunkte wie Musik und Tanz, Imbissangebot
Die Röhrscheidtbastei ist Teil der Bautzener Stadtbefestigung und wurde
1469 zum Schutz der nahen Fischerpforte errichtet, durch welche die Ver-
bindung zwischen dem Hauptmarkt und dem Tal der Spree verlief. Während
der Belagerung Bautzens durch die Schweden 1639 brannte der Turm aus
und wurde erst 1676 renoviert. Ab 1850 wurde er zunächst als Lager, später
als Teil der Gaststätte »Bürgergarten« genutzt. Seit 1906 dient der Turm
dem Verein Schlaraffia Budissa als Treffpunkt. Im Turmsaal finden
regelmäßig Kammerkonzerte des Sorbischen National-Ensembles statt.
Mühltor · Młynske wrota,
Wendischer Kirchhof 3,
10.00–18.00 Uhr Öffnung des Mühltores, Betreuung durch
den Verein Altstadt Bautzen e.V.
Das 1606 errichtete Torhaus ist ein Teil der Stadtbefestigungsanlage. Heute
ist die ehemalige Wächterstube dargestellt, wie sie um 1700 wohl aussah.
Im Dachgeschoss ist eine historische Postkartensammlung zu betrachten.
Im Treppenhaus können sich Besucher über die Geschichte des Mühltores
informieren. Auch eine Ausstellung zur Tätigkeit des Altstadtvereins und
seiner Geschichte kann dort besichtigt werden.
Gedenkstätte Bautzen · Neˇhdyše jastwo Budyšin,
Weigangstraße 8a, 10.00–17.00 Uhr halbstündlich Zeit-
zeugenführungen, Sonderausstellung »Voll der Osten.
Leben in der DDR« (Fotoausstellung von Harald Hauswald
und Stefan Wolle), individuelle Besichtigung der Gedenk-
stätte möglich
Im Gebäude des ehemaligen »Stasi-Knastes« Bautzen II befindet sich heute
die Gedenkstätte Bautzen. Hier wird an die Opfer der beiden Bautzener
Gefängnisse – Bautzen I (»Gelbes Elend«) und Bautzen II (»Stasi-Knast«) –
erinnert. In beiden Haftanstalten wurden während des Nationalsozialismus,
der sowjetischen Besatzungszeit und der SED-Diktatur politische Gegner
unter unmenschlichen Haftbedingungen gefangen gehalten. Die ständige
Ausstellung dokumentiert die Leiden der Opfer und zeigt die politisch-histo-
rischen Zusammenhänge auf. Zu besichtigen sind weiterhin im Original
erhaltene Arrestzellen, der Isolationstrakt und die Freiganghöfe der früheren
MfS-Sonderhaftanstalt Bautzen II.
Justizvollzugsanstalt Bautzen · Jastwo Budyšin
, Breit-
scheidtstraße 4, 10.00–16.00 Uhr Besichtigung der Kirche,
Präsentation von Gefangenentransportfahrzeugen u.a.,
Verkauf von Artikeln aus der Arbeitstherapie und den
Eigenbetrieben, Führungen zwischen 10.30 und 15.00 Uhr
(nach Bedarf), letzter Einlass 15.00 Uhr
Die Justizvollzugsanstalt wurde 1900–1904 im historischen Stil erbaut.
Die Einrichtung, die teilweise grundlegend saniert ist, wird landschaftlich
durch Baumalleen, Skulpturen und weiträumige Freiflächen geprägt.
Der Zutritt kann nur mit gültigem Personaldokument erfolgen. Personen
unter 15 Jahren wird der Einlass nur in Begleitung einer erwachsenen
Person gewährt. Das Mitführen von Waffen jeglicher Art, Handys,
Kameras und Beuteln ist nicht gestattet. Sondierung auf Metall.
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Historische Wäscherolle »Halber Mond« e.V. · Historiska
róla »Poł meˇsacˇa« z.t.
, Äußere Lauenstraße 16, 10.00
bis 17.00 Uhr Schaurollen, 11.00/13.00/14.00/15.00 Uhr
Führungen
Viehhändler Ernst Zschiedrich aus Löbau kaufte 1896 den Gasthof »Halber
Mond«. Im Hintergebäude der Äußeren Lauenstraße 40 befand sich die hand-
betriebene Wäschemangel.
Landratsamt Bautzen · krajnoradny zarjad Budyšin,
Bahnhofstraße 9, 10.00–17.00 Uhr Ausstellung interessan-
ter Akten aus dem Kreisarchiv, Besichtigung des Gebäudes
mit dem historischen Tresorraum, dem holzgepflasterten
Durchgang und dem Dienstzimmer des Landrates, Ge-
sprächsmöglichkeit mit Landrat Michael Harig und den
Beigeordneten, Informationen zum neuen Verwaltungs-
standort im Bahnhof, Kunstausstellung, Leseecke, Imbiss-
angebot, 10.30/13.00/15.00 Uhr Führungen (Treff Eingang,
am Wappen der Oberlausitz)
Das Gebäude des Landratsamts Bautzen ist in den Jahren 1907–1910 als
Haus der Oberlausitzer Landstände mit Landständischer Bank erbaut wor-
den. Der barocke Vorgängerbau in der Schlossstraße, von dem das Provin-
zialwappen der Oberlausitz über dem Portal stammt, diente den Landstän-
den als Versammlungsort. Diese verwalteten die Provinz in relativer Selb-
ständigkeit gegenüber den Landesherren.
Britze-Garten · Britzec zahroda,
Bahnhofstraße 6,
10.00–17.00 Uhr Ausstellung zur Geschichte des Britze-
Gartens – 2018 werden erstmalig Plastiken Bautzener und
Dresdener Künstler gezeigt, 10.00 Uhr Führung »Britzeweg«
mit Tanja Böhme (Dauer ca. 2 h, Treff Eingang Bahnhof-
straße 6), 13.30 Uhr Führung im Britze-Garten mit Annette
Schütze (Dauer ca. 0,5 h), 15.30–17.00 Uhr Live-Musik vom
Bautzener Tangoorchester »TangoMisterio«, Kaffee & Kuchen
Der Britze-Garten zählt zu den wenigen erhaltenen Bautzener Villengärten
des 19./20. Jahrhunderts. Der Garten mit Pavillon auf künstlicher Anhöhe
bildete den Lebensmittelpunkt von Marianne Britze (1883–1980, Bautzens
bedeutendste Malerin des 20. Jahrhunderts). 2001 schloss der Bautzener
Kunstverein die Rekonstruktion des Gartens ab und kümmert sich seitdem
um dessen Pflege.
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Besichtigungsobjekte (Plan S. 6/7)
Führungen finden im Britze-Garten (Nr. 20) und im Landratsamt (Nr. 19) statt.
www.landkreis-
bautzen.de/10Jahre

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Kreisvolkshochschule · Wokrjesna ludowa wysokošula
Budyšin,
Dr.-Peter-Jordan-Straße 21, 10.00–17.00 Uhr
Präsentation zu 90 Jahren Bautzener Milchhof sowie Aus-
stellung zu 70 Jahren Kreisvolkshochschule, ab 11.00 Uhr
zu jeder vollen Stunde Programm und Darbietungen (Tanz,
Bewegung, Sprachtest), ab 10.30 Uhr Führungen zu jeder
halben Stunde
Am 28. August 1928 wurde die Milchverwertungsgenossenschaft gegründet.
Vor der Wende war das Werk unter der Bezeichnung »Molkereikombinat der
Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe« (VdgB) bekannt. Der Gebäude-
komplex befand sich auf dem Areal zwischen der Dr.-Peter-Jordan-Straße, der
Schlachthofstraße und dem Käthe-Kollwitz-Platz. Noch heute ist dieser
Raum von den Gebäuden des ehemaligen Milchhofes bebaut. Inzwischen
werden diese anderweitig genutzt – so auch durch die Kreisvolkshochschule.
Schwesternhäuser Kleinwelka · Schwesternhäuser Mały
Wjelkow,
Zinzendorfplatz 7, 13.00–18.00 Uhr Informationen
über die Geschichte und Zukunft der Schwesternhäuser im
Informationszentrum, Ausstellung über die Tagebücher der
Herrnhuter Missionarin Maria Heyde in der Villa Anna, 14.00
bis 17.00 Uhr Führungen mit Auskunft über die Lebensweise
in den Schwesternchören der Herrnhuter Glaubensgemein-
schaft, Konzert der Big Band »swing it« zum Abschluss des
Kultursommers, Imbissangebot
Das Areal der Schwesternhäuser, erbaut ab 1770, umfasst sechs Gebäude.
Diese dienten den ledigen Schwestern und älteren Mädchen der Herrnhuter
Glaubensgemeinschaft als Wohn- und Arbeitsort sowie als geistiges Zuhause.
Heute sind die Schwesternhäuser das letzte Chorhausensemble im Original-
zustand einer Herrnhuter Koloniegründung in Deutschland, das noch zu ent-
wickeln ist.
Bischof-Benno-Haus · Dom biskopa Bena,
Schmochtitz 1,
14.30/16.00 Uhr Führungen durch das Gelände, 14.00 bis
17.00 Uhr Familiensonntag, Bühnenprogramm mit Musik
und Puppenspiel im Park, Kutschfahrten, Präsentation der
Feuerwehr, Basteln u.a., Eintritt frei
Das ehemalige Rittergut mit Herrenhaus, Taufkapelle und Orangerie wurde
1991/92 zur Bildungsstätte des Bistums Dresden-Meißen umgebaut. In der
Parkanlage ist die Ruine eines Sonnentempels zu finden.
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Im Bischof-Benno-Haus (Nr. 21) wird ein Familienprogramm angeboten.

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ganztägig
Gedenkstätte Bautzen, Weigangstraße 8a,
Zeitzeugen-
führung, halbstündlich, Treff Hof der Gedenkstätte
ganztägig
Kreisvolkshochschule Bautzen
, Dr.-Peter-Jordan-Straße 21,
ab 10.30 Uhr zu jeder halben Stunde
ganztägig
»TRANSFORM
3«,
KulturSHOP, Wendische Straße 4,
Ausstellung (siehe auch S. 8)
nach Bedarf
Wasserturm,
Mönchsgasse 4
nach Bedarf
Justizvollzugsanstalt,
Breitscheidtstraße 4,
10.30–15.00 Uhr, Sicherheitshinweise (S. 9) beachten
nach Bedarf
Schwesternhäuser Kleinwelka,
Zinzendorfplatz 7,
14.00–17.00 Uhr
10.00
Britze-Garten,
Bahnhofstraße 6, Führung »Britzeweg« mit
Tanja Böhme, Treff Britze-Garten, Dauer ca. 2 h
10.30
Museum Bautzen,
Kornmarkt 1, Führung durch die Stadt
zu Denkmälern von historischen Persönlichkeiten, Treff vor
dem Museum, Dauer ca. 1,5 h
10.30
Landratsamt,
Bahnhofstraße 9, Treff Eingang am Wappen
der Oberlausitz
11.00
Sorbisches Museum,
Ortenburg 3–5, Führung mit Regina
Herrmann
11.00
Historische Wäscherolle,
Äußere Lauenstraße 16
11.30
Museum Bautzen,
Kornmarkt 1, Führung durch das Museum
zu Persönlichkeiten der Stadtgeschichte, Dauer ca. 1,5 h
13.00
Landratsamt,
Bahnhofstraße 9, Treff Eingang am Wappen
der Oberlausitz
13.00
Historische Wäscherolle,
Äußere Lauenstraße 16
13.30
Museum Bautzen,
Kornmarkt 1, Führung durch die Stadt
zu Denkmälern von historischen Persönlichkeiten, Treff vor
dem Museum, Dauer ca. 1,5 h
13.30
Britze-Garten,
Bahnhofstraße 6, Führung »Britze-Garten«
mit Annette Schütze, Dauer ca. 0,5 h
14.00
Historische Wäscherolle,
Äußere Lauenstraße 16
14.30
Museum Bautzen,
Kornmarkt 1, Führung durch das Museum
zu Persönlichkeiten der Stadtgeschichte, Dauer ca. 1,5 h
14.30
Bischof-Benno-Haus,
Schmochtitz 1
15.00
Landratsamt,
Bahnhofstraße 9, Treff Eingang am Wappen
15.00
Sorbisches Museum,
Ortenburg 3–5, Führung mit Regina
Herrmann
15.00
Historische Wäscherolle,
Äußere Lauenstraße 16
16.00
Bischof-Benno-Haus,
Schmochtitz 1
Führungen im Überblick
Im Sommer werden in den Schwesternhäusern (Nr. 22) Konzerte veranstaltet.

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Herausgeber/Veranstalter Stadtverwaltung Bautzen · Konzeption/
Zusammenstellung Arbeitsgruppe Tag des offenen Denkmals ·
Gestaltung/Satz Ralf Reimann, Büro für Gestaltung, Bautzen · Titel:
Apollon, Athene und Orest im Bautzener Rietschelgiebel · Fotografie
Ralf Reimann (Titel, Objekte 1–4, 7–9, 17, U4), Museum Bautzen (U2),
Holger Hinz (Objekte 5, 19), Tim Doeke (S. 2), Kunstverein Bautzen
(Objekt 20), André Wucht (Objekt 23) und Teilnehmer · Herstellung
Gustav Winter Druckerei und Verlagsgesellschaft mbH Herrnhut ·
Redaktionsschluss 30. Juli 2018 © Stadt Bautzen 8/2018/8.000
Datenschutzhinweis: Während der Veranstaltung werden Bild- und Tonaufnahmen gefertigt. Die
Bildaufnahmen werden einzelne oder Gruppen von Teilnehmern zeigen, die nicht im Mittelpunkt
des Bildes stehen. Medienvertreter, die Stadtverwaltung Bautzen sowie deren Kooperationspartner
können die Aufnahmen zur Information der Öffentlichkeit publizieren. Dies betrifft insbesondere
mögliche Veröffentlichungen auf
www.bautzen.de,
auf Social-Media-Kanälen der Stadt Bautzen
(Facebook, Twitter, Instagram) und in Printmedien (Amtsblatt, Pressemitteilungen, Informations-
broschüren, Präsentationen). Jede teilnehmende Person hat das Recht, aus Gründen, die sich aus
ihrer besonderen Situation ergeben, jederzeit gegen die Anfertigung von Bild- und Tonaufnahmen,
die ihre Person betreffen, Widerspruch einzulegen. Der Widerspruch ist der vor Ort Bild- oder Ton-
aufnahmen fertigenden Person mitzuteilen.
Der
Lions Club Bautzen
präsentiert sich zum Tag des
offenen Denkmals auf dem Hof der Bautzener Ortenburg.
Gemeinsam mit dem
Förderverein des Deutsch-Sorbischen Volks-
theaters
werden vor dem Burgtheater die traditionelle Burgwurst
und Getränke serviert. Weiterhin können die Figuren des Rietschel-
giebels im Burgtheater besichtigt werden und für Kinder werden
Spiele angeboten.
Vor 1000 Jahren wurde in Bautzen ein bedeutsamer Frieden
geschlossen: Am 30. Januar 1018 beendeten Heinrich II. (Kaiser des
Heiligen Römischen Reiches) und Bolesław Chrobry I. (Regent des
piastischen Polens) ihre kriegerischen Auseinandersetzungen.
Anlässlich des eintausendsten Jahrestages wird der
Friedensschluss in Bautzen
gewürdigt.
Im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres 2018 unter dem
Motto
Sharing Heritage
finden ca. 30 Veranstaltungen statt.
Zum Tag des offenen Denkmals informieren auf der Ortenburg –
dem Ort, an dem der Friedensschluss zustande kam – Ausstellungen
und Präsentationen über das historische Ereignis.

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Tag des offenen Denkmals
in Bautzen
Deutschland feiert den 25.Tag des offenen Denkmals. Für Bautzen ist
dieses Jubiläum weit mehr als eine stattliche Zahl. Die Stadt hat sich nach
der politischen Wende 1989 grundlegend gewandelt.
25 Jahre Denkmaltag bedeuten deshalb vor allem:
25 Jahre Stadtsanierung.
Wie viele ostdeutsche Städte blühte Bautzen in den vergangenen Jahren
schrittweise auf. Der Weg war für alle Beteiligten kräftezehrend.
Heute aber zeigt sich beim Flanieren durch die traumhafte Altstadt,
dass sich jeder einzelne Förderantrag, jeder mühevoll verlegte Pflasterstein
und jeder akribisch vollzogene Anstrich gelohnt hat.
Noch zu Beginn der 1990er Jahre befand sich die Bautzener Altstadt
in einem desolaten Zustand. Über 70 Prozent der Hauptgebäude wiesen
schwere Schäden auf und standen teilweise völlig leer, mehr als 40 Prozent
der Wohnungen waren nicht nutzbar. Bautzen durfte es nicht bei einer
oberflächlichen Schönheitskur belassen – die Bausubstanz war nur durch
komplexes Handeln zu retten. Deshalb fasste das städtische Parlament am
24. Juni 1992 den grundlegenden Beschluss zur Sanierung der Altstadt.
Seitdem wurden mehr als 72 Millionen Euro Städtebaufördermittel
eingesetzt. Wenn Deutschland 25 Jahre Tag des offenen Denkmals feiert,
darf Bautzen deshalb mit Stolz zurückblicken.
Danke an alle Beteiligten,
die mit ihrem Engagement dazu beigetragen haben,
dass die Bautzener Altstadt heute wieder mit Leben gefüllt ist
und Einwohner wie Besucher gleichermaßen fasziniert!