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Sächsisches Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt
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29.09.2021
Minister Günther: »Waldumbau stärkt vielfältige
Waldfunktionen«
Auf 45 Prozent der Staatswald äche wurden standortgerechte
Baumarten neu etabliert - Neue Waldumbau-Förderung wird gut
angenommen
Sachsens Forstminister Wolfram Günther hat am Mittwoch (29.9.) im
Landtag den Stand des Waldumbaus in Sachsen bilanziert und dessen
Perspektive aufgezeigt. Aus Anlass der Debatte bezeichnete der Minister
Investitionen in den Waldumbau in Richtung klimastabiler, resilienter,
arten- und strukturreicher Mischwälder als Voraussetzung für den Erhalt
der vielfältigen ökologischen, sozialen und ökonomischen Funktionen des
Waldes. Bei mangelnden Investitionen hingegen seien höhere Folgekosten
zu befürchten.
Günther benannte als Handlungsfelder des Waldumbaus neben den
Aktivitäten im Staatswald die Förderung des Waldumbaus im Privat- und
Körperschaftswald. Hier zeige sich, dass die vor einem Jahr novellierte
Förderung gut angenommen werde. »Innerhalb von etwa zwölf Monaten
sind fast 500 Anträge für eine Fläche von 836 Hektar gestellt worden. Rund
900.000 Euro sind dafür bereits ausgezahlt«, so der Minister.
Günther verwies zusätzlich auf den stärkeren Schutz der Artenvielfalt durch
eine Förderung der natürlichen Entwicklung im Wald: »Wir weisen im
Staatswald weitere 4.600 Hektar als so genannte Prozessschutz ächen aus.
Das heißt, die Flächen werden nicht mehr forstwirtschaftlich genutzt und
können sich natürlich entwickeln. Sorgen, dass dadurch auf viel nutzbares
Holz verzichtet wird, sind aber unbegründet. Denn es wächst weiterhin mehr
nach, als geerntet wird.«
Mit Blick auf die Zukunft des Waldumbaus in Sachsen erklärte der
Forstminister: »Wir wollen im Staatswald mindestens im bisherigen
Tempo fortfahren und dabei verstärkt Naturverjüngungen integrieren.
Hinzu kommt, dass wir mit der Anlage und Gestaltung von Waldrändern,
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vermerkten Voraussetzungen.

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z.B. mit Sträuchern, positive ökologische Effekte erzielen und den
dahinterliegenden Wald schützen. In Zahlen heißt das, wir bauen
pro Jahr im Schnitt mindestens 1.300 Hektar Wald um. Im Privat-
und Körperschaftswald Wald erwarten wir zudem Förderanträge für
500 bis 1.000 Hektar Waldumbau äche pro Jahr.« Zugleich bedeute
Waldumbau nicht nur die Verjüngung des Waldes mit standortgerechten,
klimaangepassten Baumarten. Vielmehr handele es sich um einen
umfassenden Transformationsprozess, der den andauernd ablaufenden
ökologischen Prozessen entspreche.
Hintergrund:
In Sachsens Staatswald wurde in den vergangenen Jahrzehnten bis heute
auf rund 45 Prozent der Fläche eine zweite Schicht standortgerechter
Baumarten etabliert, auf weiteren 25 Prozent der Fläche eine solche
Entwicklung initialisiert. In den fünf Jahren seit 2016 hat Sachsenforst
dabei durch die Begründung einer neuen Waldgeneration mittels Saat und
P anzung knapp 6.000 Hektar Staatswald umgebaut und hierbei rund 57
Millionen Euro investiert.