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Endbericht
Teil A: Evaluierung des Operationellen Programms
Teil C: Wirkungsevaluierung 2018
Teil D: Fachspezifische Evaluierungsfragen
Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
- Referat 23, Verwaltungsbehörde ESF -
Wilhelm-Buck-Straße 2
01097 Dresden
Hamburg, 02. April 2019
Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des ESF und des Freistaats Sachsen finanziert

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Begleitende Evaluierung für den Europäischen Sozialfonds im
Freistaat Sachsen im Förderzeitraum 2014 – 2020
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02.04.2019
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Dokumenteninformationen
Endbericht
Teil A: Evaluierung des Operationellen Programms
Teil C: Wirkungsevaluierung 2018
Teil D: Fachspezifische Evaluierungsfragen 2018
Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
- Referat 23, Verwaltungsbehörde ESF -
Wilhelm-Buck-Straße 2
01097 Dresden
Hamburg, 02. April 2019
Ihr Ansprechpartner
Andreas Stahn
Management Consultant
Telefon: +49 (040) 211 07 61-13
E-Mail: andreas.stahn@moysies.de
Standort
Moysies & Partner
IT- und Managementberatung mbB
Mittelweg 56a
20149 Hamburg
Partnerschaftsgesellschaft mbB gemäß §1 PartGG
PR 2078 Amtsgericht Frankfurt
Geschäftsführende Partner: Till Moysies, Nebojsa Djordjevic, Christian Mohser
Ust.-ID: DE287527903
Finanzamt Rheingau-Taunus

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Begleitende Evaluierung für den Europäischen Sozialfonds im
Freistaat Sachsen im Förderzeitraum 2014 – 2020
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Inhaltsverzeichnis
1
Inhaltsverzeichnis
3
Abbildungsverzeichnis
8
Tabellenverzeichnis
15
Abkürzungsverzeichnis
22
Gesamtzusammenfassung
23
Management Summary
34
1. Ausgangslage und Zielsetzung
44
1.1. Ziele der Untersuchung
44
1.2. Aufbau des Berichts
45
2. Gesamtdurchführungskonzept
46
2.1. Wirkungsevaluierung und fachspezifische Evaluierungsfragen
46
2.1.1. Untersuchungszweck, Fragen und Methoden
46
2.1.2. Aufbau der Teiluntersuchungen zur Wirkungsevaluierung
47
2.2. Evaluierung des Operationellen Programms
49
2.3. Zeitliche Durchführung
51
3. Vorhabensbereich A.1.2.1 „Gründungsberatung“
52
3.1. Konzept: Untersuchungsfragen und methodisches Vorgehen
52
3.2. Ziele und Interventionslogik der Förderung
53
3.3. Bestehende Erkenntnisse
55
3.4. Analyse
55
3.4.1. Quantitative Analyse
55
3.4.2. Qualitative Analyse
56
3.5. Zusammenfassende Bewertung, Schlussfolgerungen und Empfehlungen
63
4. Vorhabensbereich A.1.3.1 „Technologiegründerstipendium“
65
4.1. Konzept: Untersuchungsfragen und methodisches Vorgehen
65
4.2. Ziele und Interventionslogik der Förderung
66
4.3. Bestehende Erkenntnisse
68
4.4. Analyse
68

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Begleitende Evaluierung für den Europäischen Sozialfonds im
Freistaat Sachsen im Förderzeitraum 2014 – 2020
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4.4.1. Quantitative Analyse
68
4.4.2. Qualitative Analyse
69
4.5. Zusammenfassende Bewertung, Schlussfolgerungen und Empfehlungen
72
5. Vorhabensbereich A.2.1.1 „InnoExpert“
74
5.1. Konzept: Untersuchungsfragen und methodisches Vorgehen
74
5.2. Ziele und Interventionslogik der Förderung
75
5.3. Bestehende Erkenntnisse
77
5.4. Analyse
77
5.4.1. Quantitative Analyse
77
5.4.2. Qualitative Analyse
78
5.5. Zusammenfassende Bewertung, Schlussfolgerungen und Empfehlungen
83
6. Vorhabensbereich B.1.1.4 „Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit von
Langzeitarbeitslosen“
85
6.1. Konzept: Untersuchungsfragen und methodisches Vorgehen
85
6.2. Ziele und Interventionslogik der Förderung
86
6.3. Bestehende Erkenntnisse
87
6.4. Analyse
88
6.4.1. Quantitative Analyse
88
6.4.2. Qualitative Analyse
89
6.5. Zusammenfassende Bewertung, Schlussfolgerungen und Empfehlungen
92
7. Vorhabensbereich B.1.1.5 „Individuelle Einstiegsbegleitung“
94
7.1. Konzept: Untersuchungsfragen und methodisches Vorgehen
95
7.2. Ziele und Interventionslogik der Förderung
96
7.3. Bestehende Erkenntnisse
97
7.4. Analyse
98
7.4.1. Quantitative Analyse
98
7.4.2. Qualitative Analyse
99
7.5. Zusammenfassende Bewertung, Schlussfolgerungen und Empfehlungen
101
8. Vorhabensbereich B.2.2.1 „Produktionsschulorientierte Vorhaben“
103
8.1. Konzept: Untersuchungsfragen und methodisches Vorgehen
103
8.2. Ziele und Interventionslogik der Förderung
104
8.3. Bestehende Erkenntnisse
106
8.4. Analyse
106
8.4.1. Quantitative Analyse
106
8.4.2. Qualitative Analyse
107
8.5. Zusammenfassende Bewertung, Schlussfolgerungen und Empfehlungen
113
9. Vorhabensbereich B.2.2.2 „Beschäftigungschancen für benachteiligte junge
Menschen“
117

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Freistaat Sachsen im Förderzeitraum 2014 – 2020
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9.1. Konzept: Untersuchungsfragen und methodisches Vorgehen
117
9.2. Ziele und Interventionslogik der Förderung
118
9.3. Bestehende Erkenntnisse
120
9.4. Analyse
120
9.4.1. Quantitative Analyse
120
9.4.2. Qualitative Analyse
121
9.5. Zusammenfassende Bewertung, Schlussfolgerungen und Empfehlungen
126
10. Vorhabensbereich B.5.1.1 „Berufliche Qualifizierung“
128
10.1. Konzept: Untersuchungsfragen und methodisches Vorgehen
129
10.2. Ziele und Interventionslogik der Förderung
130
10.3. Bestehende Erkenntnisse
131
10.4. Analyse
132
10.4.1. Quantitative Analyse
132
10.4.2. Qualitative Analyse
133
10.5. Zusammenfassende Bewertung, Schlussfolgerungen und Empfehlungen
139
11. Vorhabensbereich C.1.1.1 „Inklusionsassistent“
142
11.1. Konzept: Untersuchungsfragen und methodisches Vorgehen
142
11.2. Ziele und Interventionslogik der Förderung
143
11.3. Bestehende Erkenntnisse
144
11.4. Analyse
144
11.4.1. Quantitative Analyse
144
11.4.2. Qualitative Analyse
145
11.5. Zusammenfassende Bewertung, Schlussfolgerungen und Empfehlungen
147
12. Vorhabensbereich C.1.1.3 „Maßnahmen für Kinder mit besonderen Lern- und
Lebenserschwernissen“
148
12.1. Konzept: Untersuchungsfragen und methodisches Vorgehen
148
12.2. Ziele und Interventionslogik der Förderung
149
12.3. Bestehende Erkenntnisse
152
12.4. Analyse
152
12.4.1. Quantitative Analyse
152
12.4.2. Qualitative Analyse
153
12.5. Zusammenfassende Bewertung, Schlussfolgerungen und Empfehlungen
156
13. Vorhabensbereich C.3.1.1 „Soziale Schule: sozialpädagogische Begleitung und
Kompetenzentwicklung für Schüler“
158
13.1. Konzept: Untersuchungsfragen und methodisches Vorgehen
159
13.2. Ziele und Interventionslogik der Förderung
159
13.3. Bestehende Erkenntnisse
161
13.4. Analyse
161

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Freistaat Sachsen im Förderzeitraum 2014 – 2020
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13.4.1. Quantitative Analyse
161
13.5. Zusammenfassende Bewertung, Schlussfolgerungen und Empfehlungen
162
14. Vorhabensbereich C.4.1.1 „Nachwuchsforschergruppen“
163
14.1. Konzept: Untersuchungsfragen und methodisches Vorgehen
164
14.2. Ziele und Interventionslogik der Förderung
165
14.3. Bestehende Erkenntnisse
166
14.4. Analyse
167
14.4.1. Quantitative Analyse
167
14.4.2. Qualitative Analyse
168
14.5. Zusammenfassende Bewertung, Schlussfolgerungen und Empfehlungen
174
15. Vorhabensbereich C.4.1.2 „Promotionsförderung“
177
15.1. Konzept: Untersuchungsfragen und methodisches Vorgehen
178
15.2. Ziele und Interventionslogik der Förderung
179
15.3. Bestehende Erkenntnisse
181
15.4. Analyse
181
15.4.1. Quantitative Analyse
181
15.4.2. Qualitative Analyse
182
15.5. Zusammenfassende Bewertung, Schlussfolgerungen und Empfehlungen
188
16. Vorhabensbereich C.5.2.1 „Verbundausbildungen“
192
16.1. Konzept: Untersuchungsfragen und methodisches Vorgehen
193
16.2. Ziele und Interventionslogik der Förderung
194
16.3. Bestehende Erkenntnisse
195
16.4. Analyse
196
16.4.1. Quantitative Analyse
196
16.4.2. Qualitative Analyse
197
16.5. Zusammenfassende Bewertung, Schlussfolgerungen und Empfehlungen
202
17. Vorhabensbereich C.5.2.2 „Überbetriebliche Lehrgänge (ÜLU / ÜbA)“
205
17.1. Konzept: Untersuchungsfragen und methodisches Vorgehen
205
17.2. Ziele und Interventionslogik der Förderung
206
17.3. Bestehende Erkenntnisse
207
17.4. Analyse
208
17.4.1. Quantitative Analyse
208
17.5. Zusammenfassende Bewertung, Schlussfolgerungen und Empfehlungen
209
18. Synthese der Empfehlungen
210
19. Evaluierung des Operationellen Programms
217
19.1. Bewertung der Zielerreichung nach Prioritätsachsen
217
19.1.1. Prioritätsachse A
217

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Freistaat Sachsen im Förderzeitraum 2014 – 2020
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19.1.2. Prioritätsachse B
223
19.1.3. Prioritätsachse C
228
19.1.4. Prioritätsachse D
238
19.2. Bewertung der Grundsätze gemäß Art. 7 ESI-VO
239
19.3. Bewertung der Grundsätze gemäß Art. 8 ESI-VO
241
19.4. Beitrag des ESF-OP zum Erreichen der Unionsstrategie 2020 für intelligentes
und integratives Wachstum
242
Anhang – Textvorschläge für den Durchführungsbericht
260
A)
Synthese der Erkenntnisse / Feststellungen der Evaluierung, die dem
jährlichen Durchführungsbericht zur Seite gestellt wird
260
B)
Bewertung der Zielerreichung nach Prioritätsachsen
264
C)
Bewertung der Grundsätze gemäß Art. 7 ESI-VO
267
D)
Bewertung der Grundsätze gemäß Art. 8 ESI-VO
268
E)
Beitrag des ESF-OP zum Erreichen der Unionsstrategie 2020 für intelligentes
und integratives Wachstum
269

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Begleitende Evaluierung für den Europäischen Sozialfonds im
Freistaat Sachsen im Förderzeitraum 2014 – 2020
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1
Abbildungsverzeichnis
2
Abbildung 1:
Erläuterungen zu den verwendeten Abbildungen in der quantitativen
3
Analyse .............................................................................................................. 48
4
Abbildung 2:
Wirkungsevaluierungen einschließlich fachspezifischer
5
Evaluierungsfragen: Zeitplan ............................................................................. 51
6
Abbildung 3:
Horizontale Interventionslogik im Vorhabensbereich A.1.2.1
7
„Gründungsberatung“ ........................................................................................ 54
8
Abbildung 4:
Umsetzungsstand im Vorhabensbereich A.1.2.1
9
„Gründungsberatung“, Quelle: Monitoring-Auswertungen zu Vorhaben
10
und Teilnehmer/innen der LIF und eigene Berechnungen ................................ 56
11
Abbildung 5:
Zugang zur Gründungsberatung (Mehrfachantworten möglich),
12
Quelle: Befragung von Gründungsinteressierten, n=181 .................................. 57
13
Abbildung 6:
Aufwände bei der Suche des / der Gründungsberater/in, Quelle:
14
Befragung von Gründungsinteressierten, n=179 .............................................. 58
15
Abbildung 7:
Anzahl bekannter Gründungsberater/innen, Quelle: Befragung von
16
Gründungsinteressierten, n=182 ....................................................................... 58
17
Abbildung 8:
Entscheidungsgründe für eine/n Berater/in, Quelle: Befragung von
18
Gründungsinteressierten ................................................................................... 59
19
Abbildung 9:
Gegenstand der Beratungen (Mehrfachantworten möglich), Quelle:
20
Befragung von Gründungsinteressierten, n=182 .............................................. 60
21
Abbildung 10:
Einschätzung der Qualität der Beratung, Quelle: Befragung von
22
Gründungsinteressierten ................................................................................... 60
23
Abbildung 11:
Einschätzung des Nutzens der Beratung, Quelle: Befragung von
24
Gründungsinteressierten, n=128 ....................................................................... 61
25
Abbildung 12:
Zeitraum seit Gründung des Unternehmens, Quelle: Befragung von
26
Gründungsinteressierten, n=122 ....................................................................... 61
27
Abbildung 13:
Einschätzung der Unternehmensentwicklung, Quelle: Befragung von
28
Gründungsinteressierten, n=126 ....................................................................... 62
29
Abbildung 14:
Horizontale Interventionslogik im Vorhabensbereich A.1.3.1
30
„Technologiegründerstipendium“ ....................................................................... 67

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Freistaat Sachsen im Förderzeitraum 2014 – 2020
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1
Abbildung 15:
Umsetzungsstand im Vorhabensbereich A.1.3.1
2
„Technologiegründerstipendium“, Quelle: Monitoring-Auswertungen zu
3
Vorhaben und Teilnehmer/innen der LIF und eigene Berechnungen ............... 68
4
Abbildung 16:
Zeitraum zwischen Erhalt des Stipendiums und Gründung, Quelle:
5
Befragung von Stipendiatinnen / Stipendiaten, n=32 ........................................ 69
6
Abbildung 17:
Relevanz des Stipendiums für die Realisierung des
7
Gründungsvorhabens, Quelle: Befragung von Stipendiatinnen /
8
Stipendiaten ....................................................................................................... 70
9
Abbildung 18:
Einschätzung der Unternehmensentwicklung, Quelle: Befragung von
10
Stipendiatinnen / Stipendiaten, n=32................................................................. 71
11
Abbildung 19:
Beschäftigungsentwicklung, Quelle: Befragung von Stipendiatinnen /
12
Stipendiaten, n=32 ............................................................................................. 71
13
Abbildung 20:
Horizontale Interventionslogik im Vorhabensbereich A.2.1.1
14
„InnoExpert“ ....................................................................................................... 76
15
Abbildung 21:
Umsetzungsstand im Vorhabensbereich A.2.1.1 „InnoExpert“, Quelle:
16
Monitoring-Auswertungen zu Vorhaben und Teilnehmer/innen der LIF
17
und eigene Berechnungen ................................................................................ 78
18
Abbildung 22:
Verteilung der Inanspruchnahme nach Tätigkeitsprofilen, Quelle:
19
Befragung von Unternehmen (n=139 Personen, die sich auf 130
20
geförderte Vorhaben verteilen) .......................................................................... 80
21
Abbildung 23:
Ergebnisse der Förderung, Quelle: Befragung von Unternehmen .................... 80
22
Abbildung 24:
Verbesserungen hinsichtlich Umwelt- und Klimaschutz und
23
Ressourcenverbrauch, Quelle: Befragung von Unternehmen, n=129 .............. 81
24
Abbildung 25:
Auswirkungen der Förderung auf die Wettbewerbsfähigkeit und
25
Innovationskraft der Unternehmen Quelle: Befragung von
26
Unternehmen, n=129 ......................................................................................... 81
27
Abbildung 26:
Auswirkungen der Förderung auf die Beschäftigtenstruktur und
28
Fachkräftebasis der Unternehmen, Quelle: Befragung von
29
Unternehmen, n=129 ......................................................................................... 82
30
Abbildung 27:
Übernahmequote der geförderten Personen nach Ablauf der
31
Förderung, Quelle Befragung von Unternehmen, n=139 .................................. 82
32
Abbildung 28:
Horizontale Interventionslogik im Vorhabensbereich B.1.1.4
33
„Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit von Langzeitarbeitslosen“ ........... 87

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1
Abbildung 29:
Umsetzungsstand im Vorhabensbereich B.1.1.4 „Verbesserung der
2
Beschäftigungsfähigkeit von Langzeitarbeitslosen“, Quelle:
3
Monitoring-Auswertungen zu Vorhaben und Teilnehmer/innen der LIF
4
und eigene Berechnungen ................................................................................ 88
5
Abbildung 30:
Horizontale Interventionslogik im Vorhabensbereich B.1.1.5
6
„Individuelle Einstiegsbegleitung“ ...................................................................... 97
7
Abbildung 31:
Umsetzungsstand im Vorhabensbereich B.1.1.5 „Individuelle
8
Einstiegsbegleitung“, Quelle: Monitoring-Auswertungen zu Vorhaben
9
und Teilnehmer/innen der LIF und eigene Berechnungen ................................ 98
10
Abbildung 32:
Horizontale Interventionslogik im Vorhabensbereich B.2.2.1
11
„Produktionsschulorientierte Vorhaben“ .......................................................... 105
12
Abbildung 33:
Umsetzungsstand im Vorhabensbereich B.2.2.1
13
„Produktionsschulorientierte Vorhaben“, Quelle: Monitoring-
14
Auswertungen zu Vorhaben und Teilnehmer/innen der LIF und eigene
15
Berechnungen ................................................................................................. 107
16
Abbildung 34:
Horizontale Interventionslogik im Vorhabensbereich B.2.2.2
17
„Beschäftigungschancen für benachteiligte junge Menschen“ ........................ 119
18
Abbildung 35:
Umsetzungsstand im Vorhabensbereich B.2.2.2
19
„Beschäftigungschancen für benachteiligte junge Menschen“, Quelle:
20
Monitoring-Auswertungen zu Vorhaben und Teilnehmer/innen der LIF
21
und eigene Berechnungen .............................................................................. 121
22
Abbildung 36:
Horizontale Interventionslogik im Vorhabensbereich B.5.1.1
23
„Berufliche Qualifizierung“ ............................................................................... 131
24
Abbildung 37:
Umsetzungsstand im Vorhabensbereich B.5.1.1 „Berufliche
25
Qualifizierung“, Quelle: Monitoring-Auswertungen zu Vorhaben und
26
Teilnehmer/innen der LIF und eigene Berechnungen ..................................... 132
27
Abbildung 38:
Übersicht angebotener Qualifizierungsmaßnahmen im
28
Vorhabensbereich B.5.1.1. (Stand: 15.01.2018) und Entwicklung der
29
Nachfrage in den geförderten Berufsfeldern (Quelle:
30
Fachkräftemonitor Sachsen). Die Prognosewerte entsprechen dem
31
erwarteten Angebot abzüglich der erwarteten Nachfrage............................... 134
32
Abbildung 39:
Auswahl der Qualifizierungsmaßnahme, Quelle: Befragung von
33
Teilnehmenden, n=331 .................................................................................... 137
34
Abbildung 40:
Passung der Qualifizierungsmaßnahme, Quelle: Befragung von
35
Teilnehmenden, n=328 .................................................................................... 137

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1
Abbildung 41:
Anschlussinteressen nach Haftentlassung; Quelle: Befragung von
2
Teilnehmenden, n (Ausbildung)=382; n (Arbeit)=326 ..................................... 138
3
Abbildung 42:
Bewertung der Qualifizierungsmaßnahme, Quelle: Befragung der
4
Teilnehmenden, n = 323-328 .......................................................................... 138
5
Abbildung 43:
Zufriedenheit mit der Qualifizierungsmaßnahme insgesamt, Quelle:
6
Befragung der Teilnehmenden, n=326 ............................................................ 139
7
Abbildung 44:
Horizontale Interventionslogik im Vorhabensbereich C.1.1.1
8
„Inklusionsassistent“ ........................................................................................ 144
9
Abbildung 45:
Umsetzungsstand im Vorhabensbereich C.1.1.1 „Inklusionsassistent“,
10
Quelle: Monitoring-Auswertungen zu Vorhaben und Teilnehmer/innen
11
der LIF und eigene Berechnungen .................................................................. 145
12
Abbildung 46:
Architektur des Vorhabensbereichs C.1.1.3 „Maßnahmen für Kinder
13
mit besonderen Lern- und Lebenserschwernissen ......................................... 151
14
Abbildung 47:
Horizontale Interventionslogik im Vorhabensbereich C.1.1.3
15
„Maßnahmen für Kinder mit besonderen Lern- und
16
Lebenserschwernissen“ ................................................................................... 151
17
Abbildung 48:
Umsetzungsstand im Vorhabensbereich C.1.1.3 „Maßnahmen für
18
Kinder mit besonderen Lern- und Lebenserschwernissen“, Quelle:
19
Monitoring-Auswertungen zu Vorhaben und Teilnehmer/innen der LIF
20
und eigene Berechnungen .............................................................................. 153
21
Abbildung 49:
Horizontale Interventionslogik im Vorhabensbereich C.3.1.1 „Soziale
22
Schule: sozialpädagogische Begleitung und Kompetenzentwicklung
23
für Schüler“ ...................................................................................................... 161
24
Abbildung 50:
Umsetzungsstand im Vorhabensbereich C.3.1.1 „Soziale Schule:
25
sozialpädagogische Begleitung und Kompetenzentwicklung für
26
Schüler“, Quelle: Monitoring-Auswertungen zu Vorhaben und
27
Teilnehmer/innen der LIF und eigene Berechnungen ..................................... 162
28
Abbildung 51:
Horizontale Interventionslogik im Vorhabensbereich C.4.1.1
29
„Nachwuchsforschergruppen“ ......................................................................... 166
30
Abbildung 52:
Umsetzungsstand im Vorhabensbereich C.4.1.1
31
„Nachwuchsforschergruppen“, Quelle: Monitoring-Auswertungen zu
32
Vorhaben und Teilnehmer/innen der LIF und eigene Berechnungen ............. 167
33
Abbildung 53:
Bedeutung der Förderung für die Promotionsneigung, Quelle:
34
Befragung von Nachwuchsforscher/innen, die im Rahmen der
35
Nachwuchsforschergruppe promovieren, n=82 .............................................. 169

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Freistaat Sachsen im Förderzeitraum 2014 – 2020
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1
Abbildung 54:
Zeitpunkt der Einreichung des Promotionsvorhabens, Quelle:
2
Befragung von Nachwuchsforscher/innen, die im Rahmen der
3
Nachwuchsforschergruppe promovieren, n=82 .............................................. 169
4
Abbildung 55:
Zufriedenheit mit den Rahmenbedingungen an der Hochschule,
5
Quelle: Befragung von Nachwuchsforscher/innen .......................................... 170
6
Abbildung 56:
Besuchte Kurse und angebotene Lehrveranstaltungen
7
(Mehrfachantworten möglich), Quelle: Befragung von
8
Nachwuchsforscher/innen, n=123 ................................................................... 171
9
Abbildung 57:
Zufriedenheit mit dem Kursangebot, Quelle: Befragung von
10
Nachwuchsforscher/innen ............................................................................... 171
11
Abbildung 58:
Berufliche Ziele nach der Förderung / dem Promotionsvorhaben,
12
Quelle: Befragung von Nachwuchsforscher/innen, n=123 .............................. 172
13
Abbildung 59:
Verwirklichungsort der zukünftigen beruflichen Ziele, Quelle:
14
Befragung von Nachwuchsforscher/innen, n=123 .......................................... 172
15
Abbildung 60:
Transferpotenziale zwischen Forschung und Wirtschaft, Quelle:
16
Befragung von Nachwuchsforscher/innen, n=123 .......................................... 173
17
Abbildung 61:
Mögliche spätere Transferkooperationen, Quelle: Befragung von
18
Nachwuchsforscher/innen, n=60 ..................................................................... 173
19
Abbildung 62:
Realisierung von möglichen Transferpotenzialen, Quelle: Befragung
20
von Nachwuchsforscher/innen, n=60 .............................................................. 173
21
Abbildung 63:
Horizontale Interventionslogik im Vorhabensbereich C.4.1.2
22
„Promotionsförderung“ ..................................................................................... 180
23
Abbildung 64:
Umsetzungsstand im Vorhabensbereich C.4.1.2
24
„Promotionsförderung“, Quelle: Monitoring-Auswertungen zu
25
Vorhaben und Teilnehmer/innen der LIF und eigene Berechnungen ............. 181
26
Abbildung 65:
Verteilung der unterschiedlichen Promotionsförderungen, Quelle:
27
Befragung geförderter Promovenden, n=92 .................................................... 183
28
Abbildung 66:
Bedeutung der Förderung für die Promotionsneigung, Quelle:
29
Befragung geförderter Promovenden, n=92 .................................................... 184
30
Abbildung 67:
Zeitpunkt der Einreichung des Promotionsvorhabens, Quelle:
31
Befragung geförderter Promovenden, n=89 .................................................... 185
32
Abbildung 68:
Bewertung der Rahmenbedingungen an den Hochschulen, Quelle:
33
Befragung geförderter Promovenden, n=92 .................................................... 186

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Begleitende Evaluierung für den Europäischen Sozialfonds im
Freistaat Sachsen im Förderzeitraum 2014 – 2020
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1
Abbildung 69:
Belegte Kurse oder gehaltene Lehrveranstaltungen in den
2
Qualifizierungsmodulen (Mehrfachantworten möglich), Quelle:
3
Befragung geförderter Promovenden, n=92 .................................................... 186
4
Abbildung 70:
Bewertung des Kursangebots an den Hochschulen, Quelle:
5
Befragung geförderter Promovenden .............................................................. 187
6
Abbildung 71:
Berufliche Zukunftsabsichten der Promovenden, Quelle: Befragung
7
geförderter Promovenden, n=92 ..................................................................... 188
8
Abbildung 72:
Berufliche Zukunftsabsichten der Promovenden, Verbleib in Sachsen,
9
Quelle: Befragung geförderter Promovenden, n=92 ....................................... 188
10
Abbildung 73:
Horizontale Interventionslogik im Vorhabensbereich C.5.2.1
11
„Verbundausbildungen“ ................................................................................... 195
12
Abbildung 74:
Umsetzungsstand im Vorhabensbereich C.5.2.1
13
„Verbundausbildungen“, Quelle: Monitoring-Auswertungen zu
14
Vorhaben und Teilnehmer/innen der LIF und eigene Berechnungen ............. 196
15
Abbildung 75:
Wahl der Verbundpartner (Mehrfachantworten möglich), Quelle:
16
Befragung von Unternehmen, n=191 .............................................................. 197
17
Abbildung 76:
Motivation der Unternehmen für eine Verbundausbildung, Quelle:
18
Befragung von Unternehmen .......................................................................... 198
19
Abbildung 77:
Kriterien für die Wahl der Verbundpartner, Quelle: Befragung von
20
Unternehmen ................................................................................................... 199
21
Abbildung 78:
Schwierigkeiten bei der Verbundpartnersuche, Quelle: Befragung von
22
Unternehmen, n=190 ....................................................................................... 199
23
Abbildung 79:
Sorgen hinsichtlich einer Kooperation mit einem anderen
24
Unternehmen (Mehrfachantworten möglich), Quelle: Befragung von
25
Unternehmen, n=99 ......................................................................................... 200
26
Abbildung 80:
Zufriedenheit mit der Verbundausbildung, Quelle: Befragung von
27
Unternehmen, n=189/190 ................................................................................ 201
28
Abbildung 81:
Bewertung der Ergebnisse der Verbundausbildung – Zufriedenheit,
29
Quelle: Befragung von Unternehmen, n=189 .................................................. 201
30
Abbildung 82:
Bewertung der Ergebnisse der Verbundausbildung – Weiterführung,
31
Quelle: Befragung von Unternehmen, n=188 .................................................. 202
32
Abbildung 83:
Beitrag des ESF zur Ausbildungsbereitschaft, Quelle: Befragung von
33
Unternehmen, n=187 ....................................................................................... 202

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Begleitende Evaluierung für den Europäischen Sozialfonds im
Freistaat Sachsen im Förderzeitraum 2014 – 2020
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1
Abbildung 84:
Horizontale Interventionslogik im Vorhabensbereich C.5.2.2
2
„Überbetriebliche Lehrgänge (ÜLU / ÜbA)“ ..................................................... 207
3
Abbildung 85:
Umsetzungsstand im Vorhabensbereich C.5.2.2 „Überbetriebliche
4
Lehrgänge (ÜLU / ÜbA)“, Quelle: Monitoring-Auswertungen zu
5
Vorhaben und Teilnehmer/innen der LIF und eigene Berechnungen ............. 208
6
Abbildung 86:
Förderarchitektur der Prioritätsachse A .......................................................... 218
7
Abbildung 87:
Förderarchitektur der Prioritätsachse B ........................................................... 224
8
Abbildung 88:
Förderarchitektur der Prioritätsachse C ......................................................... 229
9
Abbildung 89:
Einbettung der Thematischen Ziele des Europäischen Sozialfonds in
10
die Kernziele der EU-2020-Strategie und Länderspezifische
11
Empfehlungen des Rates der Europäischen Union aus dem Jahr 2013 ........ 244
12
Abbildung 90:
Einbettung der Thematischen Ziele des Europäischen Sozialfonds in
13
die Kernziele der EU-2020-Strategie und Länderspezifische
14
Empfehlungen des Rates der Europäischen Union aus den Jahren
15
2013 und 2018 ................................................................................................. 246
16
17

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Begleitende Evaluierung für den Europäischen Sozialfonds im
Freistaat Sachsen im Förderzeitraum 2014 – 2020
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1
Tabellenverzeichnis
2
Tabelle 1:
Gesamtüberblick begleitende Evaluierung ........................................................ 44
3
Tabelle 2:
Vorhabensbereich A.1.2.1 „Gründungsberatung“ – Einordnung in die
4
Förderarchitektur ............................................................................................... 52
5
Tabelle 3:
Wirkungsevaluierung im Vorhabensbereich A.1.2.1
6
„Gründungsberatung“ – Untersuchungsgegenstand ......................................... 52
7
Tabelle 4:
Wirkungsevaluierung im Vorhabensbereich A.1.2.1
8
„Gründungsberatung“ – Datenquellen ............................................................... 53
9
Tabelle 5:
Vorhabensbereich A.1.2.1 „Gründungsberatung“ – Zusammenfassung
10
und Bewertung .................................................................................................. 64
11
Tabelle 6:
Vorhabensbereich A.1.3.1 „Technologiegründerstipendium“ –
12
Einordnung in die Förderarchitektur .................................................................. 65
13
Tabelle 7:
Wirkungsevaluierung im Vorhabensbereich A.1.3.1
14
„Technologiegründerstipendium“ – Untersuchungsgegenstand ....................... 65
15
Tabelle 8:
Wirkungsevaluierung im Vorhabensbereich A.1.3.1
16
„Technologiegründerstipendium“ – Datenquellen ............................................. 66
17
Tabelle 9:
Vorhabensbereich A.1.3.1 „Technologiegründerstipendium“ –
18
Zusammenfassung und Bewertung ................................................................... 73
19
Tabelle 10:
Vorhabensbereich A.1.3.1 „Technologiegründerstipendium“ –
20
Schlussfolgerungen und Empfehlungen ............................................................ 73
21
Tabelle 11:
Vorhabensbereich A.2.1.1 „InnoExpert“ – Einordnung in die
22
Förderarchitektur ............................................................................................... 74
23
Tabelle 12:
Wirkungsevaluierung im Vorhabensbereich A.2.1.1 „InnoExpert“ –
24
Untersuchungsgegenstand ................................................................................ 74
25
Tabelle 13:
Wirkungsevaluierung im Vorhabensbereich A.2.1.1 „InnoExpert“ –
26
Datenquellen...................................................................................................... 75
27
Tabelle 14:
Vorhabensbereich A.2.1.1 „InnoExpert“ – Zusammenfassung und
28
Bewertung .......................................................................................................... 84
29
Tabelle 15:
Vorhabensbereich A.2.1.1 „InnoExpert“ – Schlussfolgerungen und
30
Empfehlungen.................................................................................................... 84
31
Tabelle 16:
Vorhabensbereich B.1.1.4 „Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit
32
von Langzeitarbeitslosen“ – Einordnung in die Förderarchitektur ..................... 85

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Freistaat Sachsen im Förderzeitraum 2014 – 2020
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1
Tabelle 17:
Wirkungsevaluierung im Vorhabensbereich B.1.1.4 „Verbesserung der
2
Beschäftigungsfähigkeit von Langzeitarbeitslosen“ –
3
Untersuchungsgegenstand ................................................................................ 85
4
Tabelle 18:
Wirkungsevaluierung im Vorhabensbereich B.1.1.4 „Verbesserung der
5
Beschäftigungsfähigkeit von Langzeitarbeitslosen“ – Datenquellen ................. 86
6
Tabelle 19:
Übergänge nach Qualifizierungsphase, Quellen: Monitoring-
7
Auswertungen Teilnehmer/innen der LIF zum 31.05.2018,
8
Kennzahlenbericht der Regiestelle Oktober 2018 und eigene
9
Berechnungen ................................................................................................... 90
10
Tabelle 20:
Vorhabensbereich B.1.1.4 „Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit
11
von Langzeitarbeitslosen“ – Zusammenfassung und Bewertung ..................... 93
12
Tabelle 21:
Vorhabensbereich B.1.1.4 „Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit
13
von Langzeitarbeitslosen“ – Schlussfolgerungen und Empfehlungen .............. 94
14
Tabelle 22:
Vorhabensbereich B.1.1.5 „Individuelle Einstiegsbegleitung“ –
15
Einordnung in die Förderarchitektur .................................................................. 94
16
Tabelle 23:
Wirkungsevaluierung im Vorhabensbereich B.1.1.5 „Individuelle
17
Einstiegsbegleitung“ – Untersuchungsgegenstand ........................................... 95
18
Tabelle 24:
Wirkungsevaluierung im Vorhabensbereich B.1.1.5 „Individuelle
19
Einstiegsbegleitung“ – Datenquellen ................................................................. 95
20
Tabelle 25:
Übergänge nach Qualifizierungsphase, Quellen: Monitoring-
21
Auswertungen Teilnehmer/innen der LIF zum 31.05.2018,
22
Kennzahlenbericht der Regiestelle Oktober 2018 und eigene
23
Berechnungen ................................................................................................. 100
24
Tabelle 26:
Vorhabensbereich B.1.1.5 „Individuelle Einstiegsbegleitung“ –
25
Zusammenfassung und Bewertung ................................................................. 102
26
Tabelle 27:
Vorhabensbereich B.1.1.5 „Individuelle Einstiegsbegleitung“ –
27
Schlussfolgerungen und Empfehlungen .......................................................... 103
28
Tabelle 28:
Vorhabensbereich B.2.2.1 „Produktionsschulorientierte Vorhaben“ –
29
Einordnung in die Förderarchitektur ................................................................ 103
30
Tabelle 29:
Wirkungsevaluierung im Vorhabensbereich B.2.2.1
31
„Produktionsschulorientierte Vorhaben“ – Untersuchungsgegenstand ........... 103
32
Tabelle 30:
Wirkungsevaluierung im Vorhabensbereich B.2.2.1
33
„Produktionsschulorientierte Vorhaben“ – Datenquellen ................................. 104

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Freistaat Sachsen im Förderzeitraum 2014 – 2020
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1
Tabelle 31:
Vorhabensbereich B.2.2.1 „Produktionsschulorientierte Vorhaben“ –
2
Zusammenfassung und Bewertung ................................................................. 116
3
Tabelle 32:
Vorhabensbereich B.2.2.1 „Produktionsschulorientierte Vorhaben“ –
4
Schlussfolgerungen und Empfehlungen .......................................................... 116
5
Tabelle 33:
Vorhabensbereich B.2.2.2 „Beschäftigungschancen für benachteiligte
6
junge Menschen“ – Einordnung in die Förderarchitektur ................................ 117
7
Tabelle 34:
Wirkungsevaluierung im Vorhabensbereich B.2.2.2
8
„Beschäftigungschancen für benachteiligte junge Menschen“ –
9
Untersuchungsgegenstand .............................................................................. 117
10
Tabelle 35:
Wirkungsevaluierung im Vorhabensbereich B.2.2.2
11
„Beschäftigungschancen für benachteiligte junge Menschen“ –
12
Datenquellen.................................................................................................... 118
13
Tabelle 36:
Vorhabensbereich B.2.2.2 „Beschäftigungschancen für benachteiligte
14
junge Menschen“ – Zusammenfassung und Bewertung ................................. 127
15
Tabelle 37:
Vorhabensbereich B.2.2.2 „Beschäftigungschancen für benachteiligte
16
junge Menschen“ – Schlussfolgerungen und Empfehlungen .......................... 128
17
Tabelle 38:
Vorhabensbereich B.5.1.1 „Berufliche Qualifizierung“ – Einordnung in
18
die Förderarchitektur ....................................................................................... 128
19
Tabelle 39:
Wirkungsevaluierung im Vorhabensbereich B.5.1.1 „Berufliche
20
Qualifizierung“ – Untersuchungsgegenstand .................................................. 129
21
Tabelle 40:
Wirkungsevaluierung im Vorhabensbereich B.5.1.1 „Berufliche
22
Qualifizierung“ – Datenquellen ........................................................................ 130
23
Tabelle 41:
Vorhabensbereich B.5.1.1 „Berufliche Qualifizierung von
24
Strafgefangenen“ – Zusammenfassung und Bewertung ................................. 141
25
Tabelle 42:
Vorhabensbereich B.5.1.1 „Berufliche Qualifizierung von
26
Strafgefangenen“ – Schlussfolgerungen und Empfehlungen .......................... 141
27
Tabelle 43:
Vorhabensbereich C.1.1.1 „Inklusionsassistent“ – Einordnung in die
28
Förderarchitektur ............................................................................................. 142
29
Tabelle 44:
Wirkungsevaluierung im Vorhabensbereich C.1.1.1
30
„Inklusionsassistent“ – Untersuchungsgegenstand ......................................... 142
31
Tabelle 45:
Wirkungsevaluierung im Vorhabensbereich C.1.1.1
32
„Inklusionsassistent“ – Datenquellen ............................................................... 143

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Freistaat Sachsen im Förderzeitraum 2014 – 2020
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1
Tabelle 46:
Vorhabensbereich C.1.1.1 „Inklusionsassistent“ – Zusammenfassung
2
und Bewertung ................................................................................................ 147
3
Tabelle 47:
Vorhabensbereich C.1.1.3 „Maßnahmen für Kinder mit besonderen
4
Lern- und Lebenserschwernissen“ – Einordnung in die
5
Förderarchitektur ............................................................................................. 148
6
Tabelle 48:
Wirkungsevaluierung im Vorhabensbereich C.1.1.3 „Maßnahmen für
7
Kinder mit besonderen Lern- und Lebenserschwernissen“ –
8
Untersuchungsgegenstand .............................................................................. 148
9
Tabelle 49:
Wirkungsevaluierung im Vorhabensbereich C.1.1.3 „Maßnahmen für
10
Kinder mit besonderen Lern- und Lebenserschwernissen“ –
11
Datenquellen.................................................................................................... 149
12
Tabelle 50:
Vorhabensbereich C.1.1.3 „Maßnahmen für Kinder mit besonderen
13
Lern- und Lebenserschwernissen“ – Zusammenfassung und
14
Bewertung ........................................................................................................ 157
15
Tabelle 51:
Vorhabensbereich C.1.1.3 „Maßnahmen für Kinder mit besonderen
16
Lern- und Lebenserschwernissen“ – Schlussfolgerungen und
17
Empfehlungen.................................................................................................. 158
18
Tabelle 52:
Vorhabensbereich C.3.1.1 „Soziale Schule: sozialpädagogische
19
Begleitung und Kompetenzentwicklung für Schüler“ – Einordnung in
20
die Förderarchitektur ....................................................................................... 158
21
Tabelle 53:
Wirkungsevaluierung im Vorhabensbereich C.3.1.1 „Soziale Schule:
22
sozialpädagogische Begleitung und Kompetenzentwicklung für
23
Schüler“ – Untersuchungsgegenstand ............................................................ 159
24
Tabelle 54:
Wirkungsevaluierung im Vorhabensbereich C.3.1.1 „Soziale Schule:
25
sozialpädagogische Begleitung und Kompetenzentwicklung für
26
Schüler“ – Datenquellen .................................................................................. 159
27
Tabelle 55:
Vorhabensbereich C.3.1.1 „Soziale Schule: sozialpädagogische
28
Begleitung und Kompetenzentwicklung für Schüler“ –
29
Zusammenfassung und Bewertung ................................................................. 163
30
Tabelle 56:
Vorhabensbereich C.4.1.1 „Nachwuchsforschergruppen“ –
31
Einordnung in die Förderarchitektur ................................................................ 163
32
Tabelle 57:
Wirkungsevaluierung im Vorhabensbereich C.4.1.1
33
„Nachwuchsforschergruppen“ – Untersuchungsgegenstand .......................... 164
34
Tabelle 58:
Wirkungsevaluierung im Vorhabensbereich C.4.1.1
35
„Nachwuchsforschergruppen“ – Datenquellen ................................................ 165

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Freistaat Sachsen im Förderzeitraum 2014 – 2020
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1
Tabelle 59:
Vorhabensbereich C.4.1.1 „Nachwuchsforschergruppen“ –
2
Zusammenfassung und Bewertung ................................................................. 176
3
Tabelle 60:
Vorhabensbereich C.4.1.1 „Nachwuchsforschergruppen“ –
4
Schlussfolgerungen und Empfehlungen .......................................................... 177
5
Tabelle 61:
Vorhabensbereich C.4.1.2 „Promotionsförderung“ – Einordnung in die
6
Förderarchitektur ............................................................................................. 177
7
Tabelle 62:
Wirkungsevaluierung im Vorhabensbereich C.4.1.2
8
„Promotionsförderung“ – Untersuchungsgegenstand ..................................... 178
9
Tabelle 63:
Wirkungsevaluierung im Vorhabensbereich C.4.1.2
10
„Promotionsförderung“ – Datenquellen ........................................................... 179
11
Tabelle 64:
Vorhabensbereich C.4.1.2 „Promotionsförderung“ –
12
Zusammenfassung und Bewertung ................................................................. 191
13
Tabelle 65:
Vorhabensbereich C.4.1.2 „Promotionsförderung“ –
14
Schlussfolgerungen und Empfehlungen .......................................................... 192
15
Tabelle 66:
Vorhabensbereich C.5.2.1 „Verbundausbildungen“ – Einordnung in
16
die Förderarchitektur ....................................................................................... 192
17
Tabelle 67:
Wirkungsevaluierung im Vorhabensbereich C.5.2.1
18
„Verbundausbildungen“ – Untersuchungsgegenstand .................................... 193
19
Tabelle 68:
Wirkungsevaluierung im Vorhabensbereich C.5.2.1
20
„Verbundausbildungen“ – Datenquellen .......................................................... 193
21
Tabelle 69:
Vorhabensbereich C.5.2.1 „Verbundausbildungen“ –
22
Zusammenfassung und Bewertung ................................................................. 204
23
Tabelle 70:
Vorhabensbereich C.5.2.1 „Verbundausbildungen“ –
24
Schlussfolgerungen und Empfehlungen .......................................................... 204
25
Tabelle 71:
Vorhabensbereich C.5.2.2 „Überbetriebliche Lehrgänge (ÜLU / ÜbA)“
26
– Einordnung in die Förderarchitektur ............................................................. 205
27
Tabelle 72:
Wirkungsevaluierung im Vorhabensbereich C.5.2.2 „Überbetriebliche
28
Lehrgänge (ÜLU / ÜbA)“ – Untersuchungsgegenstand .................................. 205
29
Tabelle 73:
Wirkungsevaluierung im Vorhabensbereich C.5.2.2 „Überbetriebliche
30
Lehrgänge (ÜLU / ÜbA)“ – Datenquellen ........................................................ 206
31
Tabelle 74:
Vorhabensbereich C.5.2.2 „Überbetriebliche Lehrgänge (ÜLU / ÜbA)“
32
– Zusammenfassung und Bewertung .............................................................. 209

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Begleitende Evaluierung für den Europäischen Sozialfonds im
Freistaat Sachsen im Förderzeitraum 2014 – 2020
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1
Tabelle 75:
Finanzieller Umsetzungsstand in der Investitionspriorität 8iii, Quellen:
2
Vorhabensfinanzierungsplan, Monitoring-Auswertungen der LIF und
3
eigene Berechnungen, Stand: 31.12.2018 ...................................................... 219
4
Tabelle 76:
Umsetzungsstand im Output in der Investitionspriorität 8iii, Quellen:
5
Indikatorenplan, Monitoring-Auswertungen der LIF und eigene
6
Berechnungen, Stand: 31.12.2018 .................................................................. 219
7
Tabelle 77:
Umsetzungsstand im Ergebnis in der Investitionspriorität 8iii, Quellen:
8
Indikatorenplan, Monitoring-Auswertungen der LIF und eigene
9
Berechnungen, Stand: 31.12.2018 .................................................................. 220
10
Tabelle 78:
Finanzieller Umsetzungsstand in der Investitionspriorität 8v, Quellen:
11
Vorhabensfinanzierungsplan, Monitoring-Auswertungen der LIF und
12
eigene Berechnungen, Stand: 31.12.2018 ...................................................... 221
13
Tabelle 79:
Umsetzungsstand im Output in der Investitionspriorität 8v, Quellen:
14
Indikatorenplan, Monitoring-Auswertungen der LIF und eigene
15
Berechnungen, Stand: 31.12.2018 .................................................................. 222
16
Tabelle 80:
Umsetzungsstand im Ergebnis in der Investitionspriorität 8v, Quellen:
17
Indikatorenplan, Monitoring-Auswertungen der LIF und eigene
18
Berechnungen, Stand: 31.12.2018 .................................................................. 223
19
Tabelle 81:
Finanzieller Umsetzungsstand in der Investitionspriorität 9i, Quellen:
20
Vorhabensfinanzierungsplan, Monitoring-Auswertungen der LIF und
21
eigene Berechnungen, Stand: 31.12.2018 ...................................................... 224
22
Tabelle 82:
Umsetzungsstand im Output in der Investitionspriorität 9i, Quellen:
23
Indikatorenplan, Monitoring-Auswertungen der LIF und eigene
24
Berechnungen, Stand: 31.12.2018 .................................................................. 225
25
Tabelle 83:
Umsetzungsstand im Ergebnis in der Investitionspriorität 9i, Quellen:
26
Indikatorenplan, Monitoring-Auswertungen der LIF und eigene
27
Berechnungen, Stand: 31.12.2018 .................................................................. 227
28
Tabelle 84:
Finanzieller Umsetzungsstand in der Investitionspriorität 10i, Quellen:
29
Vorhabensfinanzierungsplan, Monitoring-Auswertungen der LIF und
30
eigene Berechnungen, Stand: 31.12.2018 ...................................................... 230
31
Tabelle 85:
Umsetzungsstand im Output in der Investitionspriorität 10i, Quellen:
32
Indikatorenplan, Monitoring-Auswertungen der LIF und eigene
33
Berechnungen, Stand: 31.12.2018 .................................................................. 230
34
Tabelle 86:
Umsetzungsstand im Ergebnis in der Investitionspriorität 10i, Quellen:
35
Indikatorenplan, Monitoring-Auswertungen der LIF und eigene
36
Berechnungen, Stand: 31.12.2018 .................................................................. 231

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Begleitende Evaluierung für den Europäischen Sozialfonds im
Freistaat Sachsen im Förderzeitraum 2014 – 2020
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1
Tabelle 87:
Finanzieller Umsetzungsstand in der Investitionspriorität 10ii, Quellen:
2
Vorhabensfinanzierungsplan, Monitoring-Auswertungen der LIF und
3
eigene Berechnungen, Stand: 31.12.2018 ...................................................... 232
4
Tabelle 88:
Umsetzungsstand im Output in der Investitionspriorität 10ii, Quellen:
5
Indikatorenplan, Monitoring-Auswertungen der LIF und eigene
6
Berechnungen, Stand: 31.12.2018 .................................................................. 233
7
Tabelle 89:
Umsetzungsstand im Ergebnis in der Investitionspriorität 10ii, Quellen:
8
Indikatorenplan, Monitoring-Auswertungen der LIF und eigene
9
Berechnungen, Stand: 31.12.2018 .................................................................. 234
10
Tabelle 90:
Finanzieller Umsetzungsstand in der Investitionspriorität 10iv,
11
Quellen: Vorhabensfinanzierungsplan, Monitoring-Auswertungen der
12
LIF und eigene Berechnungen, Stand: 31.12.2018 ........................................ 236
13
Tabelle 91:
Umsetzungsstand im Output in der Investitionspriorität 10iv, Quellen:
14
Indikatorenplan, Monitoring-Auswertungen der LIF und eigene
15
Berechnungen, Stand: 31.12.2018 .................................................................. 236
16
Tabelle 92:
Umsetzungsstand im Ergebnis in der Investitionspriorität 10iv,
17
Quellen: Indikatorenplan, Monitoring-Auswertungen der LIF und
18
eigene Berechnungen, Stand: 31.12.2018 ...................................................... 237
19
Tabelle 93:
Beschreibung der Kriterien zur Bewertung des Beitrags der
20
Vorhabensbereiche zu den EU-2020-Kernzielen der Prioritätsachsen ........... 247
21
Tabelle 94:
EU-2020-Kernziele – Beschäftigungsziel, Status quo im Freistaat
22
Sachsen und im Bund, Quelle: Eurostat ......................................................... 247
23
Tabelle 95:
Beiträge der Vorhabensbereiche der Prioritätsachse A des ESF
24
Sachsen zum EU-2020-Beschäftigungsziel .................................................... 249
25
Tabelle 96:
EU-2020-Kernziele – Armutsziel, Status quo im Freistaat Sachsen
26
und im Bund, Quelle: Eurostat......................................................................... 251
27
Tabelle 97:
Beiträge der Vorhabensbereiche der Prioritätsachse B des ESF
28
Sachsen zum EU-2020-Armutsziel ................................................................. 254
29
Tabelle 98:
EU-2020-Kernziele – Bildungsziel, Status quo im Freistaat Sachsen
30
und im Bund, Quellen: Eurostat; Schulabbrecherquote laut
31
Statistischem Landesamt Sachsen (StLA-SN): Bildungsmonitoring -
32
Schulabgangsquote Schuljahr 2015/16 ........................................................... 255
33
Tabelle 99:
Beiträge der Vorhabensbereiche der Prioritätsachse C des ESF
34
Sachsen zum EU-2020-Bildungsziel ............................................................... 258
35

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Begleitende Evaluierung für den Europäischen Sozialfonds im
Freistaat Sachsen im Förderzeitraum 2014 – 2020
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1
Abkürzungsverzeichnis
2
DVO (EU) – Durchführungsverordnung (EU)
3
ESF
– Europäischer Sozialfonds
4
ESI
– Europäische Struktur- und Investitionsfonds
5
FuE
– Forschung und Entwicklung
6
HO
– Handlungsoption
7
IP
– Investitionspriorität
8
ISCED
– Internationale Standardklassifizierung der Bildung
9
KBS
– Kompetenz- und Beratungsstelle
10
KMU
– kleine und mittlere Unternehmen
11
LIF
– Leitstelle IT-Verfahren Fördermittel im Sächsischen Landesamt für Steuern und Fi-
12
nanzen
13
OP
– Operationelles Programm
14
PA
– Prioritätsachse
15
SAB
– Sächsische Aufbaubank
16
SER
– stärker entwickelte Region
17
SFC
– System for Fund Management in the European Union (IT-System)
18
SGB
– Sozialgesetzbuch
19
SMJus
– Sächsisches Staatsministerium der Justiz
20
SMK
– Sächsisches Staatsministerium für Kultus
21
SMS
– Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz
22
SMWA
– Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
23
SMWK
– Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst
24
SPZ
– Spezifisches Ziel
25
ÜbA
– Überbetriebliche Ausbildungsmaßnahmen für die betriebliche Ausbildung
26
ÜLÜ
– Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung
27
ÜR
– Übergangsregion
28
VHB
– Vorhabensbereich
29
VO
– Verordnung
30

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Begleitende Evaluierung für den Europäischen Sozialfonds im
Freistaat Sachsen im Förderzeitraum 2014 – 2020
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1
Gesamtzusammenfassung
2
Der vorliegende Bericht dokumentiert die Ergebnisse der dritten Untersuchung der begleitenden
3
Evaluierung für den Europäischen Sozialfonds (ESF) im Freistaat Sachsen im Förderzeitraum 2014
4
– 2020. Diese dritte Untersuchung besitzt drei unterschiedliche analytische Schwerpunkte gemäß
5
Leistungsbeschreibung / Vertragsunterlagen:
6
die
Wirkungsevaluierung
[Teil C] von insgesamt 15 Vorhabensbereichen, in deren Zentrum
7
die theoriebasierte Bewertung der Wirksamkeit, der Effizienz, der Effektivität sowie der Auswir-
8
kungen der ESF-Interventionen steht.
9
die Beantwortung
fachspezifischer Evaluierungsfragen
[Teil D], aufgeworfen durch die je-
10
weils verantwortlichen Fondsbewirtschafter, welche die Wirkungsevaluierung in neun Vorha-
11
bensbereichen ergänzen und bestimmte Untersuchungsaspekte weiter vertiefen.
12
die
Evaluierung des Operationellen Programms
[Teil A], in deren Fokus eine Bewertung der
13
OP-Zielerreichung der Prioritätsachsen, der Implementierung der übergreifenden Fördergrund-
14
sätze sowie des Beitrags des ESF-OP zum Erreichen der Unionsstrategie 2020 für intelligentes
15
und integratives Wachstum steht.
16
Die einzelnen Teiluntersuchungen erfolgten auf der Grundlage eines mit der Verwaltungsbehörde
17
abgestimmten Evaluierungskonzepts.
18
Ergebnisse der Wirkungsevaluierung und den fachspezifischen Evaluierungsfragen auf der
19
Ebene der Vorhabensbereiche (Teile C und D)
20
Die zentralen Befunde der Teiluntersuchungen zur Wirkungsevaluierung / zur Beantwortung der
21
fachspezifischen Evaluierungsfragen lassen sich wie folgt zusammenfassen.
22
Vorhabensbereich A.1.2.1 „Gründungsberatung“
23
Im Vorhabensbereich „Gründungsberatung“ werden Beratungen für Gründungsinteressierte zur Be-
24
gleitung von Gründungsvorhaben gefördert. Ziel ist es, Gründungsinteressierten den Schritt in die
25
Selbstständigkeit zu erleichtern. Die Förderung verläuft bislang plangemäß, die im Operationellen
26
Programm festgelegten Output-Ziele bezüglich der Zahl der partizipierenden Gründungsinteressier-
27
ten werden voraussichtlich übertroffen werden. Der Anteil der Selbstständigkeiten nach einem Jahr
28
entspricht bislang in etwa den Erwartungen.
29
Für die vertiefende Untersuchung wurden ehemalige Teilnehmer/innen der Gründungsberatung be-
30
fragt. Die Analyse zeigt, dass die Identifikation und Auswahl der Berater/innen überwiegend durch
31
Empfehlungen aus dem eigenen Umfeld erfolgen. Wichtigste Auswahlkriterien waren dabei die fach-
32
liche Kompetenz sowie ein sympathisches Auftreten der Berater/innen. Die Qualität und der retro-
33
spektive Nutzen der Beratungen liegen nach Einschätzung der Beratenen auf einem hohen Niveau.
34
Die Bestandfestigkeit der Unternehmen wird als hoch eingeschätzt, kann jedoch noch nicht abschlie-
35
ßend bewertet werden. Trotz des frühen Stadiums der Unternehmensgründung, nimmt die große
36
Mehrheit der Gründer/innen eine (eher) positive Entwicklung ihrer Unternehmen wahr. Einzelne
37
Gründungen weisen ein hohes Wachstums- und Beschäftigungspotenzial auf.
38
Aus der Untersuchung leiten sich keine wesentlichen Anpassungsnotwendigkeiten ab.

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Freistaat Sachsen im Förderzeitraum 2014 – 2020
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1
Vorhabensbereich A.1.3.1. „Technologiegründerstipendium“
2
Im Vorhabensbereich „Technologiegründerstipendium“ werden Gründerteams durch monatliche,
3
personengebundene finanzielle Stipendien gefördert, deren Gründungsvorhaben als Geschäfts-
4
grundlage eine technische Produkt- oder Prozessinnovation aufweist. Ziel ist es, die Gründung jun-
5
ger, innovativer Unternehmen zu unterstützen und Anreize für Gründungen in zukunftsträchtigen
6
Technologiebereichen zu setzen. Die Durchführung der Förderung verläuft bislang problemlos, je-
7
doch scheint aufgrund der hohen Mittelbindung ein vorzeitiges Förderende, insbesondere in der stär-
8
ker entwickelten Region, wahrscheinlich. Die Teilnehmendenzahlen sowie die Zielerreichung im Er-
9
gebnis (Anteil der Gründungen nach einem Jahr) fallen hoch aus und übertreffen bislang die Erwar-
10
tungen.
11
Im Rahmen der vertiefenden Untersuchung wurden ehemalige Stipendiaten befragt. Alle Befragten
12
hatten im Zuge der Förderung ein Unternehmen gegründet, zumeist innerhalb der ersten sechs Mo-
13
nate nach Erhalt des Stipendiums. Das Stipendium half den Gründer/innen insbesondere, ihre Pro-
14
dukte oder Dienstleistungen weiterzuentwickeln. Die Bestandfestigkeit der gegründeten Unterneh-
15
men stellt sich durchmischt dar. Während ein Teil der Unternehmen bereits nicht mehr bestand oder
16
eine problematische Entwicklung aufweist, schätzte mehr als die Hälfte der Befragten die Entwick-
17
lung ihres Unternehmens als positiv ein. Vorhandene Beschäftigungseffekte sind auf sehr wenige
18
Unternehmen mit einem sehr hohen Wachstumspotential zurückzuführen.
19
Die relativ hohe Anzahl an Unternehmensaufgaben – auch angesichts der Intensität der Förderung
20
– erfordert aus Sicht des Evaluators eine Prüfung der Möglichkeiten für eine verbesserte Auswahl
21
und Begleitung der Gründungsvorhaben, um den Anteil (voraussichtlich) problematischer Gründun-
22
gen zu senken.
23
Vorhabensbereich A.2.1.1 „InnoExpert“
24
Im Vorhabensbereich „InnoExpert“ werden kleine und mittlere Unternehmen durch einen Zuschuss
25
zur Einstellung und Beschäftigung von Personen, die technologieorientierte FuE-Vorhaben bearbei-
26
ten oder die Einführung oder Weiterentwicklung eines betrieblichen Innovationsmanagements unter-
27
stützen sollen, gefördert. Der finanzielle Umsetzungsstand ist bereits fortgeschritten, sodass ein vor-
28
zeitiges Auslaufen der Förderung möglich scheint. Die Durchführung erfolgt ohne Probleme, die Zie-
29
lerreichung in Bezug auf die festgelegten Output-Ziele fällt durchmischt aus. Im Wesentlichen er-
30
reicht wird die erwartete Zahl an teilnehmenden Unternehmen. Geringer als erwartet fällt dagegen
31
die Partizipation von über 54-Jährigen in beiden Regionen aus. Die Ergebnisse bezüglich der ge-
32
stärkten FuE-Kapazitäten / Kooperationen der Unternehmen liegen in der Übergangsregion auf dem
33
erwarteten Niveau, in der stärker entwickelten Region darunter.
34
Für die vertiefende Untersuchung wurden Unternehmen befragt, die die Förderung in Anspruch ge-
35
nommen hatten. Deutlich wurde, dass die befragten Unternehmen vor allem die Möglichkeit nutzten,
36
vergleichsweise junge und weniger berufserfahrene Innovationsassistentinnen und -assistenten und
37
– schon in vergleichsweise deutlich geringerem Umfang – InnoManager/innen einzustellen. Im Er-
38
gebnis der Förderung bestätigen die Unternehmen mehrheitlich eine Verbesserung der Wettbe-
39
werbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit. Zudem sehen viele Unternehmen ihre Attraktivität für hoch-
40
ausgebildetes Personal gestärkt. Hinsichtlich des Verbleibs zeigt sich, dass knapp drei Viertel der

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Freistaat Sachsen im Förderzeitraum 2014 – 2020
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1
eingestellten Personen auch nach Ablauf der Förderung in den befragten Unternehmen weiter be-
2
schäftigt werden und mehr als die Hälfte der nicht übernommenen Personen im Freistaat Sachsen
3
verbleibt. Insgesamt legt die Untersuchung eine hohe Wirksamkeit der Förderung nahe, auch wenn
4
die Bewertung der gesetzten OP-Indikatoren und -Ziele durchmischt ausfällt.
5
Aus der Untersuchung leiten sich keine wesentlichen Anpassungsnotwendigkeiten ab. Geprüft wer-
6
den sollte, ob angesichts der unterschiedlichen Inanspruchnahme die gegebene Ausdifferenzierung
7
der Förderung sinnvoll ist.
8
Vorhabensbereich B.1.1.4 „Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit von Langzeitarbeitslosen“
9
Der Vorhabensbereich „Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit von Langzeitarbeitslosen“ stellt
10
die Programmstufe vier des Programms JobPerspektive Sachsen zur Qualifizierung Arbeitsloser dar.
11
Ziel ist es, im Rahmen der geförderten Projekte, die arbeitsmarktferne Zielgruppe näher an den Ar-
12
beitsmarkt heranzuführen, Vermittlungshemmnisse abzubauen und den Übergang in weiterführende
13
Maßnahmen vorzubereiten. Die Zahl der Teilnehmenden liegt in der stärker entwickelten Region auf
14
hohem Niveau, in der Übergangsregion dagegen noch nicht. Die Zielwerte in Bezug auf die erlangten
15
Qualifizierungen werden in beiden Regionen übertroffen.
16
Für die vertiefende Untersuchung wurden ein Fachgespräch mit der Regiestelle der JobPerspektive
17
Sachsen geführt sowie Daten und Informationen zu erfassten Zuweisungen und Übergängen im
18
Rahmen der Durchführung der Jobperspektive Sachsen analysiert. Dabei zeigte sich, dass die Inan-
19
spruchnahme der Förderung deutlich zugenommen hat, was im Wesentlichen auf höhere Zuweisun-
20
gen durch die Jobcenter sowie die Verringerung von Abbrüchen vor Maßnahmenbeginn zurückzu-
21
führen ist. Es bleibt offen, ob das zuletzt erreichte Niveau gehalten werden kann. Der Anteil der
22
Teilnehmenden, die nach Austritt in weiterführende Maßnahmen einmünden, fällt relativ gering aus.
23
Ein relevanter Anteil geht aber direkt in Erwerbstätigkeit über.
24
Die Evaluierungsbefunde legen nahe, dass die Ausgestaltung des Vorhabensbereiches möglicher-
25
weise nicht vollständig kongruent zu den Erwartungen der Zielgruppe ist. Daher sollte der bislang
26
hervorgehobene Fokus auf Übergänge in weiterführende Maßnahmen hinterfragt und mittelfristig
27
eine Zusammenführung mit dem Vorhabensbereich B.1.1.5 „Individuelle Einstiegsbegleitung“ erwo-
28
gen werden.
29
Vorhabensbereich B.1.1.5 „Individuelle Einstiegsbegleitung“
30
Im Vorhabensbereich „Individuelle Einstiegsbegleitung“ werden Langzeitarbeitslose mit dem Ziel der
31
Arbeitsmarktintegration unterstützt. Der Vorhabensbereich bildet die dritte Stufe des Programms
32
JobPerspektive Sachsen zur Qualifizierung Arbeitsloser. Die finanzielle Umsetzung der Förderung
33
ist bereits fortgeschritten, sodass ein vorzeitiges Auslaufen möglich erscheint. Die Teilnehmenden-
34
zahlen übertreffen in der stärker entwickelten Region bereits den Output-Zielwert während sie in der
35
Übergangsregion zu Betrachtungszeitpunkt etwa den Erwartungen entsprechen. Die Ergebnisziele
36
bezüglich der Erlangung von Qualifizierungen werden in beiden Regionen deutlich übertroffen.
37
Für die vertiefende Untersuchung wurden ein Fachgespräch mit der Regiestelle der Jobperspektive
38
Sachsen geführt sowie Daten und Informationen zu Zuweisungen und Übergängen der Regiestelle

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Begleitende Evaluierung für den Europäischen Sozialfonds im
Freistaat Sachsen im Förderzeitraum 2014 – 2020
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1
analysiert. Die Untersuchung zeigt, dass sich die Inanspruchnahme des Angebots über die Zeit deut-
2
lich verbessert hat, was auf höhere Zuweisungen durch die Jobcenter sowie die Verringerung von
3
Abbrüchen vor der Einmündung in die Maßnahmen zurückzuführen ist. Jedoch bleibt fraglich, ob das
4
erreichte Niveau auch in Zukunft Bestand haben wird. Die Quoten hinsichtlich der Arbeitsmarktin-
5
tegration sind insgesamt als eher niedrig einzuschätzen. Die Begleitung von Übergängen kommt
6
dadurch nur eingeschränkt zum Tragen, wenngleich begleitete Teilnehmende zumeist auch nachfol-
7
gend in Erwerbstätigkeit verbleiben. Hemmende Faktoren umfassen unter anderem die oft ausge-
8
prägte Arbeitsmarktferne der Teilnehmer/innen, ein zeitlicher Rahmen, der oft nicht reicht, um Ver-
9
mittlungshemmnisse ausreichend zu mindern und arbeitsmarktrelevante Qualifikationen zu vermit-
10
teln und möglicherweise eine zu geringe Wirtschaftsnähe der Bildungsdienstleister.
11
Die Gesamtschau der Ergebnisse legt nahe, dass die Ausgestaltung / Zielsetzung des Vorhabens-
12
bereichs möglicherweise zu ambitioniert im Hinblick auf die tatsächlich vorhandenen Teilnehmenden
13
ist. Es sollte daher geprüft werden, inwiefern eine Anpassung in der Ausgestaltung des Förderan-
14
satzes – auch unter Berücksichtigung der Erkenntnisse zum Vorhabensbereich B.1.1.4 – die Wirk-
15
samkeit erhöhen könnten.
16
Vorhabensbereich B.2.2.1 „Produktionsschulorientierte Vorhaben“
17
Im Vorhabensbereich „Produktionsschulorientierte Vorhaben“ werden Vorhaben gefördert, die die
18
berufliche Orientierung oder die Ausbildungsvorbereitung junger Menschen unterstützen, sich an
19
den Vorgaben der arbeitsweltbezogenen Jugendsozialarbeit im Sinne von § 13 Abs. 2 SGB VIII
20
orientieren sowie produktionsschulorientierte Ansätze aufweisen. Ziel ist es, die Integrationschancen
21
junger Menschen mit vielfältigen Problemlagen in das System der Berufsausbildung zu erhöhen. Die
22
Förderung verläuft plangemäß, die im Operationellen Programm festgelegten Output-Ziele werden
23
bereits deutlich übertroffen, auch bezogen auf die erlangten Qualifizierungen ist bislang eine Zieler-
24
reichung zu konstatieren. Der finanzielle Umsetzungstand ist bereits sehr weit fortgeschritten, so
25
dass ein vorzeitiges Auslaufen wahrscheinlich scheint.
26
Im Rahmen der vertiefenden Untersuchung wurden zwei Fallstudien durchgeführt. Dabei wurden
27
jeweils ein Projektträger, Teilnehmer/innen und das örtliche Jugendamt sowie ein zuweisendes Job-
28
center in die Untersuchung einbezogen. Zudem wurde ein Fachgespräch mit der Landesarbeits-
29
gruppe der Produktionsschulen in Sachsen geführt. Die Analyse ergab, dass die Teilnehmer/innen
30
überwiegend durch die Arbeitsvermittlung von der Förderung erfahren. Der hohe Bedarf / die hohe
31
Nachfrage kann möglicherweise durch die bestehenden Angebote nicht ganz gedeckt werden. Un-
32
terschiede in der Umsetzung der Förderung bestehen unter anderem hinsichtlich der Unterstüt-
33
zungsmöglichkeiten für nachholende Schulabschlüsse. Die Vorhaben tragen den Untersuchungser-
34
gebnissen zufolge zur persönlichen und sozialen Stabilisierung der Teilnehmer/innen bei und schaf-
35
fen Grundlagen, auf die in der weiteren Betreuung aufgebaut werden können. Deutlich mehr als die
36
Hälfte der Teilnehmenden erreicht eine Anschlussperspektive im Sinne der übergeordneten Zielset-
37
zung der Förderung, was angesichts der Zielgruppe ein positives Ergebnis darstellt.
38
Aus der Untersuchung ergeben sich unterschiedliche Verbesserungsansätze. Denkbar wäre, den
39
Aufgabenkatalog der Vorhaben um Elemente wie eine aufsuchende sozialpädagogische Begleitung
40
zu Teilnahmebeginn oder eine Nachbetreuung nach Übertritt in einen geeigneten Anschluss zu er-
41
weitern. Darüber hinaus könnte Möglichkeiten geprüft werden, die vorhandenen psychologischen

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Unterstützungsleistungen auszubauen sowie grundsätzlich bedarfsgerechte Angebote zur Vorberei-
2
tung des nachträglichen Erwerbs von Schulabschlüssen vorzusehen.
3
Vorhabensbereich B.2.2.2 „Beschäftigungschancen für benachteiligte junge Menschen“
4
Im Vorhabensbereich „Beschäftigungschancen für benachteiligte junge Menschen“ werden sozial-
5
pädagogisch begleitete Qualifizierungs- und Beschäftigungsvorhaben gefördert, die sich an den Vor-
6
gaben der arbeitsweltbezogenen Jugendsozialarbeit nach § 13 Abs. 2 SGB VIII orientieren. Ziel ist
7
es, junge Menschen mit vielfältigen Problemlagen bei der Integration in das System der Ausbildungs-
8
und Erwerbstätigkeit unterstützen.
9
Die Durchführung und Zielerreichung verlaufen plangemäß, in der stärker entwickelten Region ist
10
das ESF-Mittelkontingent bereits in hohem Maße gebunden. Die Zahl der jungen Teilnehmer/innen
11
liegt in beiden Regionen auf entsprechend gutem Niveau und die Ergebnis-Zielwerte hinsichtlich der
12
Erlangung von Qualifizierungen werden bislang deutlich übertroffen.
13
Im Rahmen der vertiefenden Untersuchung wurden zwei Fallstudien durchgeführt. Dabei wurden
14
jeweils ein Projektträger, Teilnehmer/innen und das örtliche Jugendamt sowie ein zuweisendes Job-
15
center in die Untersuchung einbezogen. Dabei zeigte sich hinsichtlich des Zugangs zu den Vorha-
16
ben, dass die Teilnehmer/innen überwiegend durch die Arbeitsvermittlung in die Vorhaben vermittelt
17
werden. Deutlich wurde, dass in der Praxis der Umsetzung dem Ziel der sozialen und persönlichen
18
Stabilisierung oft Vorrang gegenüber dem Ziel der (berufsbezogenen) Qualifizierung eingeräumt
19
werden muss. In Bezug auf den Verbleib ist daher ein Übergang in Ausbildung oder Berufstätigkeit
20
für den überwiegenden Teil der Teilnehmenden noch kein realistisches Ziel. Um eine Ausbildungs-
21
oder Erwerbsfähigkeit der jungen Menschen mit Multiproblemlagen zu erreichen, ist eine längere
22
Förderkette erforderlich.
23
Aus der Untersuchung leiten sich weniger konkrete Anpassungsnotwendigkeiten in Hinblick auf die
24
inhaltliche Ausgestaltung des Angebotes als eine Prüfung der strategischen Einbettung der Förde-
25
rung ab. Stärkere Aufmerksamkeit sollte insbesondere der Gewährleistung von geeigneten An-
26
schlüssen geschenkt werden.
27
Vorhabensbereich B.5.1.1 „Berufliche Qualifizierung“
28
Im Vorhabensbereich „Berufliche Qualifizierung“ nehmen Strafgefangene im sächsischen Justizvoll-
29
zug an Qualifizierungsvorhaben teil. Ziel des Vorhabensbereichs ist es, die Beschäftigungsfähigkeit
30
der Teilnehmenden zu erhöhen und damit die Chancen für eine Integration in Beschäftigung zu ver-
31
bessern. Die Förderung verläuft plangemäß, die im Operationellen Programm festgelegten Output-
32
Ziele werden voraussichtlich erreicht beziehungsweise übertroffen. Hinsichtlich der geplanten Er-
33
gebnisse (Abschluss von Modulen / Erlangung von Zertifikaten) werden die Zielwerte bislang deutlich
34
übertroffen.
35
Für die vertiefende Untersuchung wurde eine schriftlich-standardisierten Befragung von Strafgefan-
36
genen durchgeführt, die an einer Maßnahme partizipierten. Weiterhin wurden Fachgespräche mit
37
Vertretungen dreier Jobcenter durchgeführt, die mit Fragen der (Re-)Integration der Zielgruppe be-
38
fasst sind, sowie relevante Berufsfelder anhand des Fachkräftemonitors Sachsen hinsichtlich des
39
aktuellen und künftig zu erwartenden Fachkräftebedarfs untersucht. Die Analyse ergab, dass das

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angebotene Maßnahmeportfolio überwiegend zum Erwerb arbeitsmarktrelevanter Teilqualifikationen
2
beiträgt. Von der Möglichkeit, nach Haftentlassung eine Ausbildung abzuschließen, wird in der Praxis
3
eher selten Gebrauch gemacht. Die Vermittlungschancen in den einzelnen Berufsfeldern stellen sich
4
– auch regional und prognostisch – unterschiedlich dar, sind aber in der Gesamtschau positiv zu
5
werten. Haftentlassene, die an den Qualifizierungsmaßnahmen teilgenommen haben, können vor
6
allem in Helfertätigkeiten vermittelt werden. Die Befragung der Gefangenen zeigt eine hohe Zufrie-
7
denheit mit den Qualifizierungsvorhaben. In Bezug auf die bestehenden Auswahlmöglichkeiten
8
könnten trotz insgesamt positiver Ergebnisse noch Verbesserungsmöglichkeiten in einzelnen Haft-
9
anstalten bestehen.
10
Aus der Untersuchung leiten sich keine wesentlichen Anpassungsnotwendigkeiten ab. Um die Nach-
11
haltigkeit der Ergebnisse zu steigern, könnte – im Austausch mit der Arbeitsverwaltung – geprüft
12
werden, wie der weiteren beruflichen Qualifizierung nach Haftentlassung ein größerer Stellenwert
13
eingeräumt werden kann.
14
Vorhabensbereich C.1.1.1 „Inklusionsassistent“
15
Im Vorhabensbereich „Inklusionsassistent“ wird die Einstellung von Inklusionsassistenten an Schu-
16
len gefördert. Diese sollen Schüler/innen mit einer Behinderung oder einem sonderpädagogischen
17
Förderbedarf sowie Schüler/innen, bei denen aufgrund ihrer Entwicklung eine präventive Förderung
18
sinnvoll erscheint, in ihrem schulischen Alltag unterstützen. Dadurch sollen die Bildungschancen
19
verbessert werden. Zum Untersuchungszeitpunkt waren die ESF-Mittelkontingente weitgehend ge-
20
bunden und die Output-Ziele bezüglich der Partizipation junger Menschen bereits deutlich übertrof-
21
fen. Auch der Anteil der jungen Menschen, die das Klassenziel erreicht haben, liegt bislang in beiden
22
Regionen über den Erwartungen.
23
Für die vertiefende Untersuchung wurden die Erkenntnisse der begleitenden Evaluierung des Vor-
24
habensbereichs genutzt sowie ergänzend vorliegende Erkenntnisse des Fondsbewirtschafters inte-
25
griert. Insgesamt erlauben die Befunde hinsichtlich der Akzeptanz der Inklusionsassistentinnen und
26
-assistenten an den Schulen einen überwiegend positiven Schluss. Vorbehalte auf Seiten der Leh-
27
rer/innen und eine teils gegebene fehlende Offenheit gegenüber der Inklusionsarbeit sind aber teils
28
festzustellen. Bezogen auf die Arbeit der Inklusionsassistentinnen und -assistenten ermittelte die
29
wissenschaftliche Begleitung mancherorts eine wahrgenommene Überforderung durch hohe Be-
30
darfslagen an den Schulen. In Hinblick auf die Nachhaltigkeit der Ergebnisse konnten aufgrund der
31
Datenlage noch keine fundierten Aussagen getroffen werden. Eine Herausforderung könnte die
32
durch die wissenschaftliche Begleitung festgestellte Fluktuation der Inklusionsassistentinnen und -
33
assistenten bilden, da damit der Aufbau von Vertrauen und die Beziehungskontinuität erschwert wird.
34
Aus der Gesamtschau der Untersuchungsergebnisse leiteten sich keine Anpassungsempfehlungen
35
ab, da mögliche Steuerungsbedarfe durch die wissenschaftliche Begleitung ermittelt werden.
36
Vorhabensbereich C.1.1.3 „Maßnahmen für Kinder mit besonderen Lern- und Lebenserschwernis-
37
sen“
38
Im Vorhabensbereich „Maßnahmen für Kinder mit besonderen Lern- und Lebenserschwernissen“
39
wird zum einen die Einstellung zusätzlicher Kräfte in Kindertageseinrichtungen gefördert, die einen
40
erhöhten Anteil an Kindern mit Lern- und Lebenserschwernissen aufweisen. Zum anderen ist die

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Begleitende Evaluierung für den Europäischen Sozialfonds im
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1
Einrichtung einer Kompetenz- und Beratungsstelle als Unterstützungsstruktur Gegenstand der För-
2
derung. Mit der Förderung soll Problemlagen bei Kindern im sprachlichen und sozial-emotionalen
3
Bereich bereits in den Kindertageseinrichtungen entgegengesteuert werden, damit sich Lebens- und
4
Lernschwierigkeiten nicht verfestigen. Die Förderung verläuft bislang plangemäß, die im Operatio-
5
nellen Programm festgelegten Output-Ziele hinsichtlich der Zahl partizipierender Fachkräfte werden
6
bereits in beiden Regionen deutlich übertroffen. Ein Ergebnisziel wurde nicht festgelegt.
7
Im Rahmen der vertiefenden Untersuchung wurden Fachgespräche mit der Projektleitung der Re-
8
giestelle sowie mit Mitarbeiter/innen einer Regionalstelle der Kompetenz- und Beratungsstelle ge-
9
führt. Die Analyse zeigt, dass das Förderangebot auf einen vorhandenen Bedarf trifft und die Einbet-
10
tung der zusätzlichen Fachkräfte in den Einrichtungen im Wesentlichen gelingt. Die Begleitung durch
11
die Kompetenz- und Beratungsstelle unterstützt nach dem Eindruck der Evaluierung die zielentspre-
12
chende Umsetzung, so dass weitergehende Effekte als wahrscheinlich erachtet werden können.
13
Eine abschließende Bewertung der tatsächlichen Wirkungen auf allen Ebenen kann aber aufgrund
14
des komplexen Wirkungsgefüges noch nicht vorgenommen werden.
15
Aus der Untersuchung leiten sich keine wesentlichen Anpassungsnotwendigkeiten ab. Aus Sicht des
16
Evaluators sollte jedoch mittelfristig eine Anpassung der Leistungsmessung sowie die Einrichtung
17
eines Begleitforschungsprojektes geprüft werden.
18
Vorhabensbereich C.3.1.1 „Soziale Schule: sozialpädagogische Begleitung und Kompetenzent-
19
wicklung für Schüler“
20
Im Vorhabensbereich „Soziale Schule: sozialpädagogische Begleitung und Kompetenzentwicklung
21
für Schüler“ wurden bis zum Schuljahr 2016/2017 Maßnahmen der sozialpädagogischen Arbeit an
22
Schulen oder ergänzende Angebote zur bestehenden Schulsozialarbeit gefördert. Ziel war es, Schü-
23
ler/innen mit erhöhtem sozialpädagogischen Unterstützungsbedarf zu einem erfolgreichen Schulab-
24
schluss zu verhelfen. Die Förderung ist bereits abgeschlossen und mit dem Schuljahr 2017/2018 in
25
ein neues Landesprogramm „Schulsozialarbeit“ übergegangen. Die Durchführung verlief positiv, die
26
im Operationellen Programm festgelegten Ziele wurden sowohl im Output als im Ergebnis übertrof-
27
fen.
28
Da die Förderung bereits abgeschlossen war, wurde die Wirksamkeit ausschließlich auf Grundlage
29
der Indikatoren beurteilt, nach denen sich die Förderung als wirksam darstellt. Es wurden keine An-
30
passungsempfehlungen ausgesprochen.
31
Vorhabensbereich C.4.1.1 „Nachwuchsforschergruppen“
32
Der Vorhabensbereich „Nachwuchsforschergruppen“ fördert Gruppen von Nachwuchsforscher/in-
33
nen, die im Rahmen einer gemeinsamen Forschungsarbeit zum Wissens- und Technologietransfer
34
sowie zur Vernetzung mit der sächsischen Wirtschaft befähigt werden. Damit sollen die individuellen
35
Bildungspotenziale von Nachwuchswissenschaftlern ausgeschöpft, deren Einstieg in die sächsische
36
Wirtschaft und Wissenschaft erleichtert sowie die Innovationskraft der sächsischen Wirtschaft ge-
37
stärkt werden. Die Durchführung der Förderung ist insgesamt weit fortgeschritten. Die Gesamtteil-
38
nehmendenzahlen überschreiten die gesetzten Zielwerte im Output bereits, während die laut OP-
39
Planung angestrebte Beteiligung von Frauen in der Übergangsregion voraussichtlich nicht ganz er-
40
reicht wird. Zu den Ergebniszielen liegen noch zu wenige aussagekräftige Daten vor.

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Begleitende Evaluierung für den Europäischen Sozialfonds im
Freistaat Sachsen im Förderzeitraum 2014 – 2020
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Im Rahmen der vertiefenden Untersuchung wurden Nachwuchsforscher/innen aus noch laufenden
2
Vorhaben befragt. Dabei zeigt sich in Bezug auf die Höherqualifizierung der Teilnehmer/innen, dass
3
zwei Drittel der Befragten im Rahmen der Förderung promovieren. Die überwiegende Mehrheit der
4
Befragten wird die Promotion aber voraussichtlich erst nach Ende der Laufzeit der Nachwuchsfor-
5
schergruppe einreichen. Dies lässt eine negative Auswirkung auf die Zielerreichung im entsprechen-
6
den Ergebnisindikator erwarten. Mit Blick auf das zweite Qualifizierungsziel hatte eine deutliche
7
Mehrheit bereits Qualifikationen in den vorgegebenen Bereichen Lehre, Projektmanagement und
8
soziale Kompetenzen erlangt. Die meisten Befragten streben eine Karriere in Wissenschaft und Un-
9
ternehmen an, eine deutliche Mehrheit wünscht, diese Karriere im Freistaat Sachsen fortzusetzen.
10
In Teilen festgestellt wurden auch Transferpotenziale der Forschungsergebnisse. Auch in dieser Hin-
11
sicht kann ein nachhaltiger Beitrag zur Innovation in der sächsischen Wirtschaft erwartet werden,
12
wenngleich sich dieser noch nicht genauer abschätzen lässt.
13
Aus der Untersuchung leiten sich verschiedene Steuerungsbedarfe ab. Geprüft werden sollte, wie
14
Förderlaufzeiten der Vorhaben und die Promotionsdauer der Teilnehmenden noch besser in Ein-
15
klang gebracht werden können. Weiterhin sollten Maßnahmen in Bezug auf die Beteiligung von
16
Frauen an der Förderung sowie hinsichtlich der Anerkennung des Erwerbs zusätzlicher Qualifikatio-
17
nen ergriffen werden.
18
Vorhabensbereich C.4.1.2 „Promotionsförderung“
19
Im Vorhabensbereich „Promotionsförderung“ werden Promovenden durch Stipendien in der Siche-
20
rung ihres Lebensunterhalts unterstützt. Ziel ist es, die Einstiegschancen akademischer Fachkräfte
21
in die sächsische Wissenschaft und Wirtschaft durch die Qualifikation im Rahmen einer Promotion
22
zu verbessern. Die Förderung verläuft plangemäß, der finanzielle Umsetzungstand ist insgesamt
23
fortgeschritten, in der stärker entwickelten Region ist das ESF-Mittelkontingent bereits vollständig
24
gebunden. Die Zahl der partizipierenden akademischen Fachkräfte fällt in beiden Regionen hoch
25
aus, die Beteiligung von Frauen erfüllt aber nicht ganz die ambitionierten Erwartungen. Zu den Er-
26
gebniszielen liegen noch zu wenige aussagekräftige Daten vor.
27
Zur vertiefenden Untersuchung wurden drei Interviews mit Hochschulkoordinator/innen geführt so-
28
wie eine Befragung von Promovierenden aus noch laufenden Vorhaben durchgeführt. Die Untersu-
29
chung zeigt, dass vor allem die Promotionsform Landesinnovationspromotion nachgefragt wird. Bei
30
einem Großteil der befragten Promovenden ist von einem erfolgreichen Abschluss des Promotions-
31
vorhabens auszugehen, bei einigen wenigen der Befragten wurde die Promotion bereits eingereicht.
32
Nach Maßgabe der Befragungsergebnisse ist bei den noch Promovierenden zu erwarten, dass die
33
Einreichung mehrheitlich erst nach Ende der maximalen Förderlaufzeit erfolgen wird. Dies lässt eine
34
negative Auswirkung auf die Zielerreichung im entsprechenden Ergebnisindikator erwarten. Bezüg-
35
lich des begleitenden Kompetenzerwerbs fallen die Untersuchungsergebnisse dagegen positiv aus.
36
Fast alle Befragten möchten im Anschluss im Freistaat Sachsen tätig werden, wodurch das entspre-
37
chende Förderziel durch die Förderung unterstützt wird.
38
Aus der Untersuchung leiten sich verschiedene Steuerungsbedarfe ab. Geprüft werden sollte, wie
39
Förderlaufzeiten der Vorhaben und die Promotionsdauer der Teilnehmenden noch besser in Ein-
40
klang gebracht werden können. Weiterhin sollten Maßnahmen in Bezug auf die Beteiligung von
41
Frauen an der Förderung sowie hinsichtlich der Anerkennung des Erwerbs zusätzlicher Qualifikatio-
42
nen ergriffen werden.

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Begleitende Evaluierung für den Europäischen Sozialfonds im
Freistaat Sachsen im Förderzeitraum 2014 – 2020
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1
Vorhabensbereich C.5.2.1 „Verbundausbildungen“
2
Im Vorhabensbereich „Verbundausbildungen“ wird die Durchführung der betrieblichen Ausbildung in
3
Form einer Verbundausbildung gefördert, das heißt, dass Ausbildungsinhalte in anderen Unterneh-
4
men oder Einrichtungen (Verbundpartner) ergänzend zur eigenen Ausbildung vermittelt werden. Ziel
5
ist es, die betriebliche Ausbildung zu unterstützen und abzusichern. Der bisherige Umsetzungsstand
6
der Förderung legt nahe, dass diese – vor allem in der stärker entwickelten Region – nicht ganz im
7
geplanten Umfang nachgefragt wird. Entsprechend liegt auch die Zielerreichung bezogen auf die
8
teilnehmenden Auszubildenden unter den Erwartungen, der Zielwert kann voraussichtlich in der stär-
9
ker entwickelten Region nicht ganz erreicht werden. Nahezu alle Teilnehmenden erlangen eine Qua-
10
lifizierung im Ergebnis der Förderung.
11
Im Rahmen der vertiefenden Untersuchung wurden Betriebe befragt, die sich in der Verbundausbil-
12
dung engagieren. Die Analyse zeigt, dass die häufigste Verbundkonstellation eine Kooperation mit
13
einem Bildungsdienstleister beinhaltet, während Verbünde mit Ausbildungsvereinen, anderen Unter-
14
nehmen oder in anderen Konstellationen seltener auftreten. Die primäre Motivation der partizipieren-
15
den Unternehmen besteht in der Gewährleistung einer hohen Ausbildungsqualität, viele können auch
16
allein nicht alle Ausbildungsinhalte abdecken. Die Unternehmen sind insgesamt mit der Durchfüh-
17
rung der Verbundausbildung und der erreichten Ausbildungsqualität sehr zufrieden, die große Mehr-
18
heit möchte auch in Zukunft Verbundausbildungen in gleicher Konstellation anbieten.
19
Aus der Untersuchung leiten sich keine wesentlichen Anpassungsnotwendigkeiten ab. Die Feststel-
20
lungen zu Nachfrage und Inanspruchnahme legen jedoch die Prüfung des vorgesehenen Mittelkon-
21
tingents nahe.
22
Vorhabensbereich C.5.2.2 „Überbetriebliche Lehrgänge (ÜLU / ÜbA)“
23
Im Vorhabensbereich „Überbetriebliche Lehrgänge (ÜLU / ÜbA)“ werden Teile der Lehrgangskosten
24
für Überbetriebliche Lehrgänge sowie mögliche Kosten der Unterbringung der Teilnehmenden über-
25
nommen. Ziel ist es, die Qualität der Ausbildung zu sichern und die Ausbildungsbereitschaft zu er-
26
halten. Die finanzielle Umsetzung ist bereits fortgeschritten. Die Zielerreichung bezüglich der Zahl
27
partizipierender Auszubildender liegt hingegen unter den Erwartungen, was aber auch auf die för-
28
dertechnische Abwicklung zurückzuführen ist. Die Ergebniserwartungen bezüglich der erlangten
29
Qualifizierungen werden bislang übertroffen.
30
Inhaltlich wurden gegenüber des Förderansatzes 2007-2013 keine Änderungen vorgenommen, so
31
dass die bereits gewonnenen positiven Erkenntnisse auch auf die aktuelle Förderperiode übertragen
32
werden können. Im Mittelpunkt der Förderung steht die Sicherung einer hohen Ausbildungsqualität,
33
bei gleichzeitiger Entlastung der Betriebe. Die Förderung hat dabei keinen Einfluss auf die Ausge-
34
staltung der Kursangebote, vielmehr sind die Kursangebote und die vermittelten Inhalte als fester
35
Bestandteil des Berufsbildungssystems anzusehen und unterliegen einer stetigen Qualitätssiche-
36
rung. Vor diesem Hintergrund kann die Wirksamkeit der Förderung bezogen auf die Teilnehmenden
37
dieser Qualifizierungen (weiterhin) als hoch angesehen werden.
38
Aus den Untersuchungsergebnissen ergeben sich keine Anpassungsnotwendigkeiten für die Aus-
39
gestaltung der Förderung.

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Begleitende Evaluierung für den Europäischen Sozialfonds im
Freistaat Sachsen im Förderzeitraum 2014 – 2020
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1
Evaluierung des Operationellen Programms (Teil A)
2
Die zentralen Befunde der Teiluntersuchungen zur Evaluierung des Operationellen Programms las-
3
sen sich wie folgt zusammenfassen.
4
Bewertung der Zielerreichung nach Prioritätsachsen
5
Die empirische Untersuchung zum Umsetzungsfortschritt und der Zielerreichung nach Prioritätsach-
6
sen zeigt insgesamt sehr positive Entwicklungen gegenüber der Evaluierung 2016. Der finanzielle
7
Umsetzungsstand ist insgesamt als sehr fortgeschritten zu erachten. In allen Prioritätsachsen ent-
8
spricht der Anteil gebundener Mittel mindestens dem für den Betrachtungszeitraum zu erwartendem
9
Niveau, in einigen Investitionsprioritäten sind insbesondere in der stärker entwickelten Region be-
10
reits fast alle Mittel gebunden. Ähnlich haben sich auch die Output-Zahlen entwickelt. So ist bei eini-
11
gen Indikatoren bereits eine Erreichung oder sogar ein Übertreffen der Zielwerte festzustellen, bei
12
anderen befinden sich die Werte zumeist auf schon hohem Niveau. Nur bei einzelnen Indikatoren-
13
zielen liegt der Umsetzungsstand noch etwas hinter den Erwartungen. Auch im Hinblick auf die Er-
14
gebnisse werden die relativen Zielwerte der Ergebnisindikatoren in der Regel bislang erreicht oder
15
sogar übertroffen. Bei zwei von insgesamt 36 Ergebniszielen kommt es zu leichten Unterschreitun-
16
gen, lediglich bei zwei Ergebnisindikatoren in der Investitionspriorität 10ii („Verbesserung von Quali-
17
tät und Effizienz von, und Zugang zu, Hochschulen und von gleichwertigen Einrichtungen zwecks
18
Steigerung der Zahl der Studierenden und der Abschlussquoten, insbesondere für benachteiligte
19
Gruppen“) kommt es in beiden Regionen noch zu einer deutlichen Unterschreitung von Zielwerten.
20
Hier sind die vorhandenen Daten aufgrund der langen Vorhabenlaufzeiten allerdings bislang auch
21
zu wenig aussagekräftig.
22
Bewertung der Einhaltung der Grundsätze nach Art. 7 und 8 der VO (EU) 1303/2013
23
Die übergreifenden Fördergrundsätze gemäß Art. 7 und 8 VO (EU) 1303/2013 werden nach Maß-
24
gabe der Untersuchungsergebnisse weitgehend entsprechend der Planungen im Querschnitt der
25
Förderung umgesetzt. Besondere Beiträge zur Umsetzung der Fördergrundsätze Chancengleichheit
26
/ Nichtdiskriminierung sind vor allem in Vorhabensbereichen der Prioritätsachsen B und C festzu-
27
stellen. Demgegenüber konzentrieren sich besondere Beiträge zum Grundsatz der Nachhaltigen
28
Entwicklung vorwiegend auf Vorhabensbereiche der Prioritätsachsen A und C.
29
Bewertung des Beitrags zur Unionsstrategie 2020 für intelligentes und integratives Wachstum
30
Insgesamt ist festzustellen, dass alle Vorhabensbereiche des Europäischen Sozialfonds im Freistaat
31
Sachsen die EU-2020-Strategie und die formulierten Kernziele unterstützen. Während einige Vorha-
32
bensbereiche unmittelbar relevant für die EU-2020-Leitindikatoren sind, ist bei anderen Förderan-
33
sätzen ein zeitversetzter oder indirekter Beitrag festzustellen. So werden in der Prioritätsachse A
34
fünf Vorhabensbereiche als unmittelbar leitindikatorenrelevant eingeschätzt, weitere zwei lassen län-
35
gerfristig oder im Zusammenspiel mit anderen Faktoren einen Beitrag erwarten. In der Prioritäts-
36
achse B werden vier Vorhabensbereiche unmittelbar und weitere sieben zeitversetzt oder indirekt
37
als leitindikatorenrelevant eingeschätzt. In der Prioritätsachse C ist bei sieben Vorhabensbereichen
38
längerfristig oder im Zusammenspiel mit anderen Faktoren ein Beitrag zu erwarten, ein Vorhabens-
39
bereich ist unmittelbar leitindikatorenrelevant.

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Freistaat Sachsen im Förderzeitraum 2014 – 2020
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1
In allen Prioritätsachsen erfolgt durch die Vorhabensbereiche auch ein Beitrag zur Umsetzung der
2
Länderspezifischen Empfehlungen aus den Jahren 2013 und 2018. Zu den Länderspezifischen Emp-
3
fehlungen 2013 „Wachstumsverstärkende Bildungs- und Forschungsausgaben tätigen“ und 2018
4
„Investitionen in Bildung, Forschung, Innovation stärken“ tragen insbesondere die vier Vorhabens-
5
bereiche zur Innovationsförderung in der Prioritätsachse A sowie die zwei hochschulforschungsbe-
6
zogenen Vorhabensbereiche in der Prioritätsachse C bei. Hinsichtlich der Länderspezifischen Emp-
7
fehlungen 2013 „Anhebung des Bildungsniveaus benachteiligter Menschen“ und 2018 „Bildungser-
8
gebnisse und das Kompetenzniveau benachteiligter Gruppen verbessern“ ist in allen Prioritätsach-
9
sen ein Beitrag zu erkennen. Schwerpunkte bilden insbesondere Vorhabensbereiche in Prioritäts-
10
achse B, die sich an Arbeitslose oder an von Arbeitslosigkeit oder sozialer Ausgrenzung bedrohte
11
Zielgruppen wenden, sowie Vorhabensbereiche in Prioritätsachse C, die sich präventiv an benach-
12
teiligte Kinder und Jugendliche richten. Zur Länderspezifischen Empfehlung 2013 bezüglich der Auf-
13
rechterhaltung geeignete Aktivierungs- und Integrationsmaßnahmen insbesondere für Langzeitar-
14
beitslose erfolgt vor allem in der Prioritätsachse B ein Beitrag, hier besteht eine gewisse Schnitt-
15
menge zur den zuvor erwähnten Länderspezifischen Empfehlungen 2013 „Anhebung des Bildungs-
16
niveaus benachteiligter Menschen“ und 2018 „Bildungsergebnisse und das Kompetenzniveau be-
17
nachteiligter Gruppen verbessern“. In der Prioritätsachse B findet sich eine Reihe von Vorhabens-
18
bereichen, die sich gezielt an Arbeitslose wenden, beziehungsweise zur Vermeidung von Langzeit-
19
arbeitslosigkeit oder zur Integration junger Menschen in das Bildungssystem beitragen. Die Verwirk-
20
lichung der Länderspezifischen Empfehlung 2018 zur Förderung längerer Erwerbsleben ist vor allem
21
im Kontext von Vorhabensbereichen aus der Prioritätsachsen A und B zu verstehen, deren Förder-
22
ansätze auf den Erhalt und Ausbau des vorhandenen Qualifikationsniveaus und der Beschäftigungs-
23
fähigkeit von Beschäftigten und Arbeitslosen abzielen und so die längerfristige Integration in Er-
24
werbsarbeit unterstützen.

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Management Summary
2
This report documents the results of the third round of on-going evaluations for the European Social
3
Fund (ESF) in the Free State of Saxony for the 2014 – 2020 funding period. The terms of reference
4
/ contractual documents set three distinct analytical priorities for this third round:
5
the
impact evaluation
[Part C] of a total of 15 project areas, with a focus on a theory-based
6
evaluation of the efficiency and effectiveness of ESF interventions.
7
answering
specific evaluation questions
[Part D] submitted by the respective fund managers
8
to supplement the impact evaluation in nine project areas and deepen certain aspects of the in-
9
vestigation.
10
the
evaluation of the Operational Programme
[Part A], which focuses on an assessment of
11
the priority objectives of the Operational Programme, the implementation of the overarching
12
funding principles and the contribution of the ESF Operational Programme to the achievement
13
of the EU 2020 Strategy for smart and inclusive growth.
14
The individual substudies were carried out on the basis of an evaluation concept agreed with the
15
Managing Authority.
16
Results of the impact evaluation and specific evaluation questions at the project level (Parts
17
C and D)
18
The central findings of the substudies on impact evaluation / answers to the subject-specific evalua-
19
tion questions can be summarised as follows.
20
Project Area A.1.2.1 "Start-up Consultancy"
21
In the project area "Start-up Consultancy", consultations are funded to support individuals interested
22
in setting up a new business. The aim is to make it easier for people interested in founding their own
23
business to become self-employed. Funding has so far proceeded according to plan, and the output
24
targets set by the Operational Programme in terms of the number of participating persons are ex-
25
pected to be exceeded. The share of parties in self-employment after one year is more or less in line
26
with expectations.
27
Former participants of the start-up consultancy were interviewed for the in-depth investigation. The
28
analysis shows that the identification and selection of the consultants are predominantly based on
29
recommendations from the participant's own surroundings. The most important selection criteria
30
were professional skills and the personable manner of the consultants. According to participants who
31
received consultations, the quality and the retrospective benefits of the consultations are at a high
32
level. The sustainability of companies is considered high, but cannot yet be fully assessed. Despite
33
the early start-up stage, the vast majority of founders perceive a (rather) positive development of
34
their businesses. Individual start-ups have a high potential for growth and employment.
35
The investigation does not reveal any significant adjustment needs.
36

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Project Area A.1.3.1. "Technology Start-up Grant"
2
In the project area "Technology Start-up Grant", start-up teams whose start-up projects are based
3
on a technical product or process innovation are funded by monthly, personal financial grants. The
4
aim is to support the creation of young, innovative companies and to stimulate start-ups in promising
5
areas of technology. Funding has so far proceeded smoothly, but due to the high level of funds
6
commitments, an early end to the funding seems likely, especially in the more developed region. The
7
number of participants and the resulting target achievement (percentage of start-ups after one year)
8
are high and have exceeded expectations so far.
9
As part of the in-depth investigation, former grant recipients were interviewed. All respondents had
10
started a business in the course of the funding, mostly within the first six months after receiving the
11
grant. The grant particularly helped the founders to develop their products or services. The stability
12
of the founded companies is mixed. While some of the companies already existed or have had a
13
problematic development, more than half of the respondents rated the development of their company
14
as positive. Existing employment effects are due to very few companies with very high growth po-
15
tential.
16
The relatively high number of corporate closures - also in view of the intensity of support - requires,
17
in the evaluator's view, a review of the possibilities for improved selection and monitoring of start-up
18
projects, in order to reduce the proportion of (potentially) problematic foundations.
19
Project Area A.2.1.1 "InnoExpert"
20
The 'InnoExpert' project area will support small and medium-sized enterprises through a grant to
21
recruit and employ people working on technology-based R & D projects or by supporting the intro-
22
duction or further development of operational innovation management. The status of financial imple-
23
mentation is already advanced, meaning that it seems possible to phase out the support prematurely.
24
The implementation has taken place without any problems, but the targeted achievement with regard
25
to the specified outlay objectives is mixed. Essentially, the expected number of participating compa-
26
nies has been achieved. By contrast, participation by over 54-year-olds in both regions is lower than
27
expected. Results in terms of increased R & D capacity / business cooperation are at the expected
28
level in the transition region, but are below the expected level in the more developed region.
29
The in-depth investigation surveyed companies who had taken advantage of the funding. It became
30
clear that, above all, the companies surveyed used the opportunity to hire relatively young and less
31
experienced innovation assistants and, to a lesser extent, InnoManagers. As a result of the funding,
32
the majority of companies confirmed that their competitiveness and sustainability had improved. In
33
addition, many companies view their attractiveness for highly-trained staff as strengthened. In terms
34
of retention, it can be seen that just under three quarters of the recruited persons are still employed
35
in the companies surveyed after the funding has ended, and more than half of the persons whose
36
contracts were not extended remain in the Free State of Saxony. Overall, the study suggests that
37
the funding was highly effective, even if the evaluation of the set OP indicators and targets is mixed.
38
The investigation does not reveal any significant adjustment needs. It should be examined whether,
39
in view of the differing demands, the current differentiation in funding makes sense.

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Project Area B.1.1.4 "Improving the Employability of the Long-term Unemployed"
2
The project area "Improvement of Employability of the Long-term Unemployed" represents pro-
3
gramme level four of the programme JobPerspektive Sachsen [Job Perspectives in Saxony] for the
4
unemployed to become qualified. The aim is to bring the target group closer to the labour market,
5
reduce barriers to placement and to prepare the target group for the transition to further measures
6
within the framework of the funded projects. The number of participants is at a high level in the more
7
developed region, but not yet in the transition region. The target values in terms of the qualifications
8
obtained have been exceeded in both regions.
9
For the in-depth investigation, an expert discussion was held with the coordinating office of JobPer-
10
spektive Sachsen, and data and information was analysed on recorded referrals and transitions in
11
the context of implementing JobPerspektive Sachsen. It showed that there was a significant increase
12
in utilisation of funding, which is mainly due to higher allocations by the Job Centres, as well as the
13
reduction in dropouts before the beginning of the project. It remains unclear whether the latter
14
achieved level can be maintained. The proportion of participants who join further measures after
15
leaving is relatively low. However, a relevant proportion of participants are directly transferred into
16
employment.
17
The evaluation findings suggest that the design of the project area may not be completely congruent
18
with the expectations of the target group. Therefore, the previously highlighted focus on transitions
19
into further measures should be questioned and, in the medium term, a merger with the project area
20
B.1.1.5 "Individual Support in Entering the Job Market" should be considered.
21
Project Area B.1.1.5 "Individual Support in Entering the Job Market"
22
The project area "Individual Support in Entering the Job Market" supports the long-term unemployed
23
in the goal of labour market integration. The project area forms the third stage of the JobPerspektive
24
Sachsen programme for the unemployed to become qualified. The status of financial implementation
25
is already advanced, meaning that it seems possible to phase out the support prematurely. Partici-
26
pant numbers in the more developed region have already exceeded the output target value, while in
27
the transitional region they roughly meet expectations. The target results for achieving qualifications
28
have been exceeded significantly in both regions.
29
For the in-depth investigation, a specialist discussion was held with the coordinating office of JobPer-
30
spektive Sachsen, and data and information was analysed on the referrals and transitions by the
31
coordinating office. The investigation showed that there was a significant increase in utilisation of the
32
offer over time, due to higher allocations by the Job Centres, as well as the reduction in dropouts
33
before the beginning of the project. However, it remains questionable whether the level achieved will
34
continue in the future. Overall, labour market integration rates are expected to be rather low. Support
35
in entry to the market has therefore had only a limited effect, although supported participants usually
36
remain in gainful employment following the measure. Disincentives include, among other things, an
37
often marked lack of employment history of the participants, a timeframe that is often insufficient to
38
adequately reduce placement barriers and provide qualifications relevant to the labour market, and
39
a possibly insufficient economic proximity of educational services providers.

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The overall view of the results suggests that the design / objective of the project area may be too
2
ambitious with regard to the actual participants. It should therefore be examined as to what extent
3
adjustments in the design of the funding approach could increase the effectiveness of the project
4
area - also taking into account the findings with regard to Project Area B.1.1.4.
5
Project Area B.2.2.1 "Projects Oriented towards Production Schools"
6
In the project area "Projects Oriented towards Production Schools", projects are funded which sup-
7
port the vocational orientation or the training preparation of young people, which meet the require-
8
ments of the work-related youth social work within the meaning of § 13 para. 2 Social Code VIII and
9
which have approaches oriented towards production schools. The aim is to increase the chances of
10
integration of young people who have a variety of problems in the system of vocational training.
11
Funding is progressing according to plan, the output targets set out in the Operational Programme
12
have already been significantly exceeded, and, based on the qualifications obtained, the target
13
achievement has been established so far. The status of financial implementation is already very well
14
advanced, meaning that it seems possible to phase out the support prematurely.
15
Two case studies were carried out as part of the in-depth investigation. In each case, project man-
16
agement, participants, and the local youth welfare office as well as one of the referring Job Centre
17
were included in the investigation. In addition, an expert discussion was held with the regional work-
18
ing group of the production schools in Saxony. The analysis showed that most of the participants find
19
out about the funding through the Job Centre. The high level of demand / interest may not be fully
20
covered by existing offers. Differences in the implementation of the funding exist, inter alia, with
21
regard to the possibility to acquire a secondary school qualification. According to the findings, the
22
projects contribute to the personal and social stabilisation of the participants and lay the foundations
23
on which further support can be built. Significantly more than half of the participants achieved pro-
24
fessional prospects as part of the overall objective of the support, which is a positive result in view of
25
the target group.
26
The investigation results in different approaches to improvement. It would be conceivable to expand
27
the task catalogue of the projects to include elements such as socio-pedagogical outreach support
28
at the beginning of participation or follow-up support after transfer to a suitable opening. In addition,
29
possibilities could be examined to extend the existing psychological support services and to provide
30
essentially needs-based offers in preparation for subsequently acquiring school qualifications.
31
Project Area B.2.2.2 "Employment Opportunities for Disadvantaged Young People"
32
In the project area "Employment Opportunities for Disadvantaged Young People", social and educa-
33
tionally supported qualification and employment projects are funded, which are based on the require-
34
ments of the work-related youth social work according to § 13 para. 2 Social Code VIII. The aim is to
35
support young people who have multiple problems in integrating into the system of training and em-
36
ployment. Implementation and target achievement are progressing according to plan, and in the more
37
developed region, the financial allocation is already highly committed. The number of young partici-
38
pants in both regions is correspondingly high and the target achievement for obtaining qualifications
39
has been noticeably exceeded.

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Two case studies were carried out as part of the in-depth investigation. In each case, project man-
2
agement, participants, and the local youth welfare office as well as one of the referring Job Centre
3
were included in the investigation. In terms of access to the projects, it was evident that most of the
4
participants were referred to the projects by the Job Centre. It became clear that in the practice of
5
implementation, the goal of social and personal stabilisation often needs to be given priority over the
6
goal of (vocational) qualification. In terms of retention, a transition to training or employment is there-
7
fore not a realistic goal for the vast majority of participants. In order to achieve training or working
8
capacity in young people with multiple problematic situations, a longer chain of support is required.
9
Less concrete needs for adaptation with regard to the content of the offer can be derived from the
10
study as an examination of the strategic embedding of the funding. In particular, greater attention
11
should be given to ensuring that suitable connections and openings are found.
12
Project Area B.5.1.1 "Vocational Qualification"
13
In the project area "Vocational Qualification", prisoners within the Saxon penal system can participate
14
in qualification projects. The aim of the project area is to increase the employability of the participants
15
and therefore improve their chances for integration into employment. The programme is progressing
16
according to plan and the output targets set in the Operational Programme are expected to be ex-
17
ceeded. Target achievements have been significantly exceeded up to now with regard to the planned
18
results (completion of modules / obtaining certificates).
19
For the in-depth investigation, a standardised written survey was conducted of prisoners participating
20
in project measures. In addition, discussions were held with representatives of three Job Centres
21
dealing with questions of (re-) integration of the target group, as well as relevant occupational fields
22
examined by Saxony's qualified employee monitoring with regard to the current and expected future
23
demand for skilled labour. The analysis showed that the portfolio of measures offered mainly con-
24
tributes to the acquisition of partial qualifications which are relevant to the labour market. The oppor-
25
tunity to complete an educational course after release from prison is rarely used in practice. The
26
placement opportunities in individual occupational fields are different - also by region and prognosis
27
- but can be seen as positive when viewed within in the overall picture. For the most part, prisoners
28
who have taken part in the qualification measures can find employment as assistants through the
29
project. The survey of the prisoners shows a high level of satisfaction with the qualification projects.
30
With regard to the existing selection options, there may still be room for improvement in individual
31
prisons despite the overall positive results.
32
The investigation does not reveal any significant adjustment needs. In order to increase the sustain-
33
ability of the results, it could be examined - in consultation with the employment service - as to how
34
the further professional qualification after release from prison can be accorded a higher status.
35
Project Area C.1.1.1 "Inclusion Assistant"
36
The project area "Inclusion Assistant" promotes the recruitment of inclusion assistants in schools.
37
These assistants are intended to support pupils with disabilities or special needs in their day-to-day
38
school life, as well as pupils who may benefit from support due to their development. This should
39
improve educational opportunities. At the time of the investigation, the financial allocations had been
40
extensively committed and the output targets for the participation of young people had already been

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significantly exceeded. The proportion of young people who have reached the class target is also
2
above expectations in both regions.
3
For the in-depth investigation, the findings of the ongoing evaluation of the project area were used
4
and additional findings of the fund manager were integrated. Overall, the findings regarding the ac-
5
ceptance of inclusion assistants in schools allow a largely positive conclusion to be made. However,
6
reservations on the part of the teachers and, in some cases, a lack of openness to the inclusion work
7
can be determined to some extent. With regard to the work of the inclusion assistants, the ongoing
8
evaluation identified a perceived overstrain in some locations, due to the high level of need in the
9
schools. Based on the data, no substantiated statements could be made with regard to the sustain-
10
ability of the results. One challenge could be the fluctuation of the inclusion assistants, which was
11
identified by the ongoing evaluation, as this makes it difficult to build up trust and continuity in rela-
12
tionships.
13
No adaptation recommendations were derived from the overall view of the test results, as possible
14
control requirements have been determined by the ongoing evaluation.
15
Project Area C.1.1.3 "Measures for Children with Special Needs"
16
On the one hand, the project area "Measures for Children with Special Needs" funds the recruitment
17
of additional staff for day-care centres which have an increased share of children with special needs.
18
On the other hand, a focal point of the funding is the establishment of a skills and advice centre as a
19
support structure. The funding is intended to counteract difficulties in linguistic and social-emotional
20
areas for children who are already in day-care centres, so that later special needs and learning diffi-
21
culties do not become established. Funding has so far proceeded according to plan, and the output
22
targets set by the Operational Programme in terms of the number of participating professionals have
23
already been well exceeded in both regions. A target result has not been set.
24
As part of the in-depth investigation, expert discussions were held with the project management of
25
the coordinating office as well as with employees of a regional office of the Skills and Advice Centre.
26
The analysis shows that the funding offers meet existing needs and that the integration of additional
27
specialists in the institutions has essentially been successful. According to the impression given by
28
the evaluation, the Skills and Advice Centre supports the goal-oriented implementation of the project,
29
meaning that further effects can be considered probable. However, a final assessment of the actual
30
effects at all levels cannot yet be made due to the complex structure of the effects.
31
The investigation does not reveal any significant adjustment needs. From the perspective of the
32
evaluator, however, an adjustment of the performance measurement and the establishment of an
33
accompanying research project should be examined in the medium term.
34
Project Area C.3.1.1 "Social School: Socio-educational Support and Development of Skills for Pu-
35
pils"
36
In the project area "Social School: Socio-educational Support and Development of Skills for Pupils",
37
socio-educational measures in schools were funded up to the school year 2016/2017, as well as
38
supplementary offers for existing social work in schools. The aim was to help students with increased
39
socio-educational needs to achieve a successful school-leaving certificate. The funding is already
40
finished, and it was transferred to a new state programme "School Social Work" in the 2017/2018

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school year. The implementation was positive and the objectives set out in the Operational Pro-
2
gramme were exceeded both in output and in outcome.
3
As the funding was already finished, the effectiveness was assessed solely on the basis of the indi-
4
cators that the funding was shown to be effective. No recommendations were made for adjustment.
5
Project area C.4.1.1 "Junior Research Groups"
6
The project area "Junior Research Groups" funds groups of junior researchers to enable them to
7
conduct joint research work on the transfer of knowledge and technology as well as networking with
8
the Saxon economy. The aim is to exploit the individual educational potential of young scientists,
9
facilitate their entry into the Saxon economy and scientific fields, and to strengthen the innovative
10
power of the Saxon economy. Overall, the implementation of the funding is well advanced. The total
11
number of participants already exceeds the target values set in the output, although the planned
12
participation of women in the transition region according to the OP planning is unlikely to be fully
13
achieved. There is still not sufficient meaningful data regarding the results.
14
As part of the in-depth investigation, junior researchers were interviewed about ongoing projects.
15
With regard to the higher qualification of the participants, it can be seen that two thirds of the re-
16
spondents are doing a PhD as part of the funding. However, the overwhelming majority of those
17
surveyed are not likely to submit their doctorates until after the term of the junior research group is
18
finished. This can be expected to have a negative impact on the target achievement results in the
19
corresponding indicator of earnings. With regard to the second qualification target, a clear majority
20
had already achieved qualifications in the fields of teaching, project management and social skills.
21
Most of the respondents are aiming for careers in the fields of science and business, while a clear
22
majority wish to continue their career in the Free State of Saxony. To some extent, potentials for
23
transfer of the research results were determined. In this respect too, a sustained contribution to in-
24
novation in the Saxon economy can be expected, although this cannot yet be more accurately esti-
25
mated.
26
Different control requirements can be derived from the investigation. An examination should be car-
27
ried out to look at how the funding periods of the projects and the duration of the doctoral studies can
28
be better reconciled. Measures should also be taken regarding the participation of women in the
29
project, as well as recognition of the acquisition of additional qualifications.
30
Project Area C.4.1.2 "PhD Funding"
31
In the project area "PhD Funding", doctoral candidates are supported in sustaining their livelihoods
32
by grants. The aim is to improve the entry-level opportunities for academic professionals in the fields
33
of science and economy in Saxony by obtaining a doctorate qualification. Funding is progressing
34
according to plan, overall financial progress has been made, and the financial allocation is already
35
fully committed in the more developed region. The number of participating academic professionals
36
is high in both regions, but the participation of women does not quite meet the ambitious expecta-
37
tions. There is still not sufficient meaningful data regarding the targeted results.
38
For the in-depth investigation, three interviews were conducted with university coordinators and a
39
survey was conducted of doctoral candidates from ongoing projects. Above all, the investigation

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showed that the PhD studies related to state innovation are in demand. For the majority of the doc-
2
toral candidates surveyed, it can be expected that the doctoral project will be completed successfully,
3
while in the case of a few of the respondents, the doctorate has already been submitted. According
4
to the results of the survey, it can be expected that some of the PhD students will only submit their
5
doctorate after the end of the maximum funding period. This can be expected to have a negative
6
impact on the target achievement results in the corresponding indicator of earnings. With regard to
7
the accompanying acquisition of skills, however, the investigation shows positive results. Almost all
8
of the respondents would like to work in the Free State of Saxony, whereby the corresponding fund-
9
ing target is supported.
10
Different control requirements can be derived from the investigation. An examination should be car-
11
ried out to look at how the funding periods of the projects and the duration of the doctoral studies can
12
be better reconciled. Measures should also be taken regarding the participation of women in the
13
project, as well as recognition of the acquisition of additional qualifications.
14
Project Area C.5.2.1 "Integrated Training"
15
In the project area "Integrated Training", the implementation of in-company training in the form of
16
integrated apprenticeships is funded, meaning that training content in other companies or institutions
17
(network partners) is provided in addition to the company's own training. The aim is to support and
18
secure in-company training. The current level of implementation of the funding suggests that it is not
19
in full demand, especially in the more developed region. Correspondingly, the target achievement in
20
relation to the participating trainees is below expectations, and it is likely that the target value will not
21
be fully achieved in the more developed region. Almost all participants receive a qualification as a
22
result of the funding.
23
As part of the in-depth investigation, companies who are involved in the network training were con-
24
sulted. The analysis shows that the most common integrated combination involves collaboration with
25
an educational service provider, while integration with educational associations, other companies or
26
other combinations are less common. The primary motivation of the participating companies is to
27
ensure a high level of training quality, as many cannot cover all training content alone. Overall, the
28
companies are very satisfied with the implementation of the training and the quality of training that
29
they have achieved, and the vast majority would like to continue offering training courses in the same
30
combination in the future.
31
The investigation does not reveal any significant adjustment needs. The findings with regard to need
32
and utilisation, however, suggest that the planned quota should be examined.
33
Project Area C.5.2.2 "Inter-company Training Courses (ÜLU / ÜbA)"
34
The project area "Inter-company Training Courses (ÜLU / ÜbA)" covers a part of the course costs
35
for inter-company courses as well as possible costs of accommodation for the participants. The aim
36
is to ensure the quality of the training and to maintain the willingness to provide training. The financial
37
implementation is already advanced. The target achievement of the number of participating trainees,
38
on the other hand, is below expectations, but this is also due to the technical funding development.
39
The expected results with regard to the qualifications obtained have so far been exceeded.

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In terms of content, no changes were made to the funding approach used in 2007-2013, meaning
2
that the positive insights previously obtained can also be transferred to the current funding period.
3
The focus of the funding is the assurance of high quality training, while relieving the burden on the
4
companies. The funding has no influence on the structure of the courses offered, but the courses
5
offered and the content provided should be regarded as an integral part of the vocational education
6
and training system and are subject to continuous quality assurance. Against this background, the
7
effectiveness of funding in relation to the participants undertaking these qualifications can (still) be
8
regarded as high.
9
The results of the investigation do not show a need for adjustments to the funding design.
10
Evaluation of the Operational Programme (Part A)
11
The key findings of the substudies evaluating the Operational Programme can be summarised as
12
follows.
13
Assessment of target achievement according to priority axis
14
The empirical study on the progress of implementation and target achievement according to priority
15
axis shows very positive developments in comparison to the 2016 evaluation. Overall, the financial
16
implementation status is considered to be very advanced. In all priority axes, the proportion of com-
17
mitted funds is at least equal to the level expected for the period under consideration, and some
18
investment priorities have already committed almost all the funds, especially in the more developed
19
region. Similarly, the output figures have developed. Therefore, some indicators are already achiev-
20
ing or even exceeding the target values, while others are already at a high level. Only with individual
21
indicator targets is the implementation status still falling a little short of expectations. Also with regard
22
to the results, the relative target values of the result indicators have generally been achieved or even
23
exceeded. Two out of 36 outcome targets fall slightly short of just two result indicators in the invest-
24
ment priority 10ii ("Improving the quality and efficiency of, and access to, tertiary and equivalent
25
education with a view to increasing participation and attainment levels, especially for disadvantaged
26
groups "), in which there is still a significant shortfall in the target values for both regions. However,
27
due to the long duration of the project, the available data are also of little significance here.
28
Assessment of compliance with the principles under Articles 7 and 8 of Regulation (EU) 1303/2013
29
The general funding principles according to Art. 7 and 8 Reg. (EU) 1303/2013 have largely been
30
implemented in accordance with the planning in the funding profile, in accordance with the results of
31
the investigation. Special contributions to the implementation of the principles of promotion of equality
32
between men and women and non-discrimination can be found, in particular, in priority areas B and
33
C. On the other hand, special contributions to the principle of sustainable development focus primar-
34
ily on project areas belonging to the Priority Axes A and C.
35
Assessment of the contribution to the EU 2020 Strategy for smart and inclusive growth
36
All in all, it can be said that all project areas of the European Social Fund in the Free State of Saxony
37
support the EU 2020 strategy and the formulated core objectives. While some project areas are
38
directly relevant to the EU 2020 guideline indicators, other funding approaches have made a delayed

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or indirect contribution. Therefore, in Priority Axis A, five project areas are considered to be directly
2
relevant to the guideline indicator, while two others can be expected to contribute either in the longer
3
term, or in conjunction with other factors. In Priority Axis B, four project areas are assessed directly,
4
and another seven are considered to be time-delayed or indirectly relevant to the guideline indicator.
5
In Priority C, a contribution can be expected in the longer term or in combination with other factors in
6
seven project areas, while one project area is directly relevant to the key indicator.
7
In all priority axes, the project areas also contribute to the implementation of the country-specific
8
recommendations from 2013 and 2018. In particular, the four project areas contribute to funding
9
innovation in Priority Axis A and the two research projects in Priority Axis C, with regard to the coun-
10
try-specific recommendations of 2013 "Increasing growth-enhancing Spending on Education and
11
Research", and of 2018 "Investing in Education, Research and Innovation". With regard to the coun-
12
try-specific recommendations of 2013 "Raising the Educational Achievement of Disadvantaged Peo-
13
ple", and of 2018 "Improving Educational Outcomes and Skills Levels of Disadvantaged Groups", a
14
contribution can be seen in all priority axes. Areas of specialisation are project areas in Priority Axis
15
B, which target the unemployed or target groups threatened by unemployment or social exclusion,
16
as well as project areas in Priority Axis C, which are targeted at disadvantaged children and adoles-
17
cents. For the 2013 country-specific recommendation on Maintaining Appropriate Activation and In-
18
tegration Measures, especially for the long-term unemployed, there is a contribution in Priority Axis
19
B. There is a specific overlap with the aforementioned country-specific recommendations of 2013
20
"Raising the Educational Achievement of Disadvantaged People" and 2018 "Improving Educational
21
Outcomes and Skills Levels of Disadvantaged Groups ". Priority Axis A contains a number of project
22
areas targeted towards the unemployed, helping to prevent long-term unemployment and integrating
23
young people into the education system. The implementation of the 2018 country-specific recom-
24
mendation to promoting longer working lives should be understood, in particular, in the project areas
25
belonging to Priority Axes A and B, whose funding approaches aim to maintain and enhance the
26
existing skill levels and employability of both workers and the unemployed, therefore ensuring longer
27
term integration into the labour market and long-term employment.
28

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1. Ausgangslage und Zielsetzung
2
1.1. Ziele der Untersuchung
3
Ziel der begleitenden Evaluierung ist es, die Effizienz, Effektivität und die Auswirkungen der Inter-
4
ventionen des ESF i. S. v. Art. 3 der Verordnung (EU) Nr. 1304/2013 während der Durchführung des
5
Operationellen Programms des Freistaates Sachsen für den ESF im Zeitraum 2014-2020 (ESF-OP)
6
zu beurteilen und so zur Verbesserung des ESF-OP beizutragen.
7
In diesem Kontext besitzt die begleitende Evaluierung im Jahr 2018 drei miteinander verknüpfte Ziel-
8
stellungen:
9
Eine
Evaluierung des Operationellen Programms
(Teil A der Leistungsbeschreibung).
10
Die
Wirkungsevaluierung
(Teil C der Leistungsbeschreibung) von 15 Vorhabensbereichen: Der
11
Fokus liegt hier auf der Evaluierung der Wirksamkeit, der Effizienz, der Effektivität sowie den
12
Auswirkungen der ESF-Interventionen. Unter Berücksichtigung des jeweiligen Kontexts der Vor-
13
habensbereiche und basierend auf der Interventionslogik und identifizierten Kausalmechanis-
14
men werden die Auswirkungen der Förderung beurteilt.
15
Fachspezifische Evaluierungsfragen
(Teil D der Leistungsbeschreibung): Die fachspezifi-
16
schen Evaluierungsfragen ergänzen die Wirkungsevaluierung. Ihre Analyse und Beantwortung
17
dient insbesondere dem Erkenntnisinteresse der Fondsbewirtschafter.
18
Nachfolgende Tabelle verortet diese Teiluntersuchungen im Gesamtauftrag der begleitenden Evalu-
19
ierung und stellt die vorgesehenen Zeitpunkte der wesentlichen Meilensteine (Vorlage Konzept, Ent-
20
wurf des Endberichts, Endbericht) dar.
21
Konzept
Berichtsentwurf
Endbericht
2016
Teil A
Evaluierung des OP
01.12.2016
03.02.2017
31.03.2017
Teil B
Durchführungsevaluierung
2017
Teil C
Wirkungsevaluierung
15.04.2017
15.10.2017
15.01.2018
Teil D
Fachspezifische Evaluie-
rungsfragen
2018
Teil A
Evaluierung des OP
15.04.2018
15.10.2018
15.01.2019
Teil C
Wirkungsevaluierung
Teil D
Fachspezifische Evaluie-
rungsfragen
2019
Teil C
Wirkungsevaluierung
15.04.2019
15.10.2019
15.01.2020
Teil D
Fachspezifische Evaluie-
rungsfragen
2020
Übergreifend
Zusammenfassender Eva-
luierungsbericht
15.01.2020
2016-2019
Teil E
Schnittflächenanalyse
14.12.2018
31.03.2019
30.06.2019
2016-2019
Teil E
Ad-Hoc-Evaluierung
offen
offen
offen
22
Tabelle 1:
Gesamtüberblick begleitende Evaluierung

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1
1.2. Aufbau des Berichts
2
Der vorliegende Endbericht 2018 dokumentiert das grundlegende Untersuchungskonzept der Eva-
3
luierung einschließlich der methodischen Durchführung und der genutzten Daten- und Informations-
4
quellen sowie die Analyseergebnisse, Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen. Aussagen
5
zu Zweck, Umfeld, Zielen und Fragen sind dabei einleitend für jede Teiluntersuchung dokumentiert.
6
Der Bericht gliedert sich wie folgt:
7
Im nachfolgenden zweiten Kapitel „Gesamtdurchführungskonzept“ wird zunächst kurz das Gesamt-
8
durchführungskonzept für die drei Hauptbestandteile der Evaluierung 2018 dargelegt. Dabei werden
9
jeweils Untersuchungszweck und -ziele und leitende Fragestellungen benannt sowie methodische
10
Eckpunkte umrissen. Das Kapitel schließt mit einer Darstellung des im Evaluierungskonzept festge-
11
legten Zeitplans für die Durchführung.
12
In den Kapiteln drei bis 17 werden systematisch die durchgeführten Teiluntersuchungen zu den Tei-
13
len C (Wirkungsevaluierung) und D (fachspezifische Evaluierungsfragen) auf Ebene der Vorhabens-
14
bereiche aufbereitet. Dazu gehören eine Verortung des Betrachtungsgegenstands, die zu Grunde
15
liegenden Feinkonzepte der Teiluntersuchungen, die Darstellung von Umfeld und Interventionslogik
16
der Vorhabensbereiche, eine Dokumentation der quantitativen und qualitativen Analyseergebnisse
17
sowie eine Zusammenfassung der Erkenntnisse. Aufbauend auf den Schlussfolgerungen zu mögli-
18
chen Handlungsbedarfen werden abschließend Empfehlungen abgeleitet.
19
Kapitel 18 „Synthese der Empfehlungen“ fasst die jeweils für die einzelnen Vorhabensbereiche aus-
20
gesprochenen Empfehlungen zusammen.
21
In Kapitel 19 wird eine aktualisierende Bewertung des gesamten Operationellen Programms vorge-
22
nommen. Diese Bewertung enthält eine Analyse der Zielerreichung bezüglich der im ESF-OP fest-
23
gelegten Output- und Ergebnisindikatoren, der Verankerung der übergreifenden Fördergrundsätze
24
sowie eine Einschätzung zum Beitrag der Förderung zur Umsetzung der Strategie für intelligentes,
25
nachhaltiges und integratives Wachstum.
26
Darüber hinaus enthält das vorliegende Dokument einen Anhang mit einer Synthese der Erkennt-
27
nisse und Feststellungen der Evaluierung, die dem jährlichen Durchführungsbericht zur Seite gestellt
28
wird.
29

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2. Gesamtdurchführungskonzept
2
Bei der Evaluierung 2018 handelt es sich im Wesentlichen um eine Fortführung und / oder Aktuali-
3
sierung von Untersuchungen, die bereits in den Jahren 2016 und 2017 begonnen wurden. Grundlage
4
bildet ein mit der Verwaltungsbehörde ESF beziehungsweise – bezogen auf die einzelnen Vorha-
5
bensbereiche – mit den jeweiligen Fondsbewirtschaftern abgestimmtes Evaluierungskonzept.
6
Dieses wird nachfolgend in den wesentlichen Grundzügen nachgezeichnet, dabei werden Änderun-
7
gen oder Neuerungen, die im spezifischen Untersuchungszusammenhang des Jahres 2018 eine
8
Rolle spielen, hervorgehoben.
9
2.1. Wirkungsevaluierung und fachspezifische Evaluierungsfragen
10
2.1.1. Untersuchungszweck, Fragen und Methoden
11
Untersuchungszweck und -ziele
12
Gemäß Art. 56 Abs. 3 der Verordnung (EU) 1303/2013 sollen „für jedes Programm auf der Grundlage
13
des Bewertungsplans Bewertungen vorgenommen werden, auch solche zur Beurteilung der Wirk-
14
samkeit, der Effizienz und der Auswirkungen“. Der Teil C (Wirkungsevaluierung) sieht nach Maßgabe
15
der Vertragsunterlagen / Leistungsbeschreibung entsprechend die Durchführung theoriebasierter
16
Wirkungsevaluierungen auf der Ebene der Vorhabensbereiche vor, die der jeweiligen Interventions-
17
logik (dem Wirkungsgefüge) und Kontext der Vorhabensbereiche Rechnung tragen. Ergänzt werden
18
diese Wirkungsevaluierungen um den Teil D (fachspezifische Evaluierungsfragen), die durch die je-
19
weiligen Fondsbewirtschafter aufgeworfen wurden und das Augenmerk auf bestimmte Aspekte der
20
Ausgestaltung, Durchführung und Ergebnisqualität der Vorhabensbereiche legt.
21
Übergreifende Fragen
22
Für die Analyse der Teile C und D wird ein gemeinsamer konzeptioneller Rahmen genutzt. Die fach-
23
spezifischen Evaluierungsfragen werden entsprechend als Teil der Untersuchung der Wirksamkeit
24
der Interventionslogik aufgefasst und entsprechend eingebettet.
25
Untersuchungsleitend sind folgende generellen Fragestellungen für die Wirkungsevaluierung:
26
Welche konkreten Zielsetzungen haben die einzelnen Förderansätze und wie betten sich diese
27
in die Zielhierarchie des OPs ein?
28
Welche Annahmen zur Kausalität der Förderung wurden getroffen?
29
Welche Ressourcen stehen zur Verfügung und welche Ergebnisse und Auswirkungen sind rea-
30
listisch?
31
In welchen Umsetzungsstrukturen und -prozessen wird die Förderung durchgeführt? Sind diese
32
geeignet?
33
Entsprechen die erreichten Outputs und Ergebnisse quantitativ und qualitativ den Erwartungen?
34
Wenn nicht, welche Gründe lassen sich ermitteln für eine geringere Wirksamkeit?

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Begleitende Evaluierung für den Europäischen Sozialfonds im
Freistaat Sachsen im Förderzeitraum 2014 – 2020
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Sind die erreichten Outputs und Ergebnisse geeignet, den identifizierten sozioökonomischen
2
Herausforderungen, aus denen der Förderbedarf abgeleitet wurde, zu begegnen?
3
Methoden
4
Alle Teiluntersuchungen auf der Ebene der Vorhabensbereiche nutzen ein jeweils zum spezifischen
5
Wirkungsgefüge des zu untersuchenden Vorhabensbereichs passendes Methodenset. Dieses Me-
6
thodenset, einschließlich des Umfangs der erforderlichen Datenerhebungen, wurde gemäß Ver-
7
tragsunterlagen / Leistungsbeschreibung unter Beachtung der Verhältnismäßigkeit bestimmt. Die
8
Auswahl und Kombination von Evaluierungsmethoden erfolgte daher vor dem Hintergrund der rela-
9
tiven Bedeutung des zu untersuchenden Vorhabensbereichs für die Realisierung der Zielsetzungen
10
des Operationellen Programms, des bereits bestehenden Erkenntnisstands zur Kausalität und Wirk-
11
samkeit der Förderung sowie der inhaltlichen Ausrichtung der fachspezifischen Evaluierungsfragen
12
der Fondsbewirtschafter. Eine nähere Beschreibung des jeweiligen Untersuchungsdesigns ein-
13
schließlich der jeweils genutzten Methoden wird in den jeweiligen Teilkapiteln vorgenommen.
14
2.1.2. Aufbau der Teiluntersuchungen zur Wirkungsevaluierung
15
Die durchgeführten Wirkungsevaluierungen einschließlich der Beantwortung der fachspezifischen
16
Evaluierungsfragen werden in einem einheitlichen, standardisierten Format dargestellt. Die Struktur
17
der einzelnen Kapitel zu den Vorhabensbereichen wird nachfolgend näher erläutert.
18
Einleitend erfolgt für alle Vorhabensbereiche eine kurze Verortung innerhalb der Förderarchitektur,
19
eine kurze Beschreibung der Förderinhalte sowie der relativen Größe des Vorhabensbereichs inner-
20
halb der Prioritätsachse und des spezifischen Ziels.
21
Konzept: Untersuchungsfragen und methodisches Vorgehen
22
In diesem Abschnitt werden Ziele und Zweck der Untersuchung sowie die fachspezifischen Evaluie-
23
rungsfragen spezifisch für jeden Vorhabensbereich beschrieben. Das Vorgehen zur Durchführung
24
der Evaluierung wird erläutert. Weiterhin werden hier systematisch die verwendeten Informations-
25
quellen und genutzten Methoden sowie das jeweils damit verfolgte Erkenntnis- und Bewertungsinte-
26
resse dargestellt. Grundlage für dieses Kapitel ist das mit der Verwaltungsbehörde und den Fonds-
27
bewirtschaftern jeweils abgestimmte Evaluierungskonzept zu jedem Vorhabensbereich.
28
Ziele und Interventionslogik der Förderung
29
In diesem Abschnitt wird das Verständnis des Evaluators über das Umfeld der Förderung im Vorha-
30
bensbereich, die im Förderansatz angelegten kausalen Zusammenhänge sowie die sich darin wider-
31
spiegelnde horizontale Interventionslogik erläutert. Die ausgewiesenen Output- und Ergebnisziele
32
(OP-Indikatoren) entsprechen dem Operationellen Programm des Freistaates Sachsen für den Eu-
33
ropäischen Sozialfonds (ESF) im Förderzeitraum 2014 – 2020 zum Stand 18.11.2014.
34
Im Unterabschnitt zur vertikalen Interventionslogik wird der jeweilige Förderansatz des Vorhabens-
35
bereichs in die übergeordneten Zielsetzungen des Operationellen Programms für den Europäischen
36
Sozialfonds eingeordnet.
37

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1
Bestehende Erkenntnisse
2
Sofern es sich um kein neues Förderangebot handelt, werden hier bestehende Erkenntnisse aus
3
Vorprogrammen aus der vergangenen Förderperiode kurz aufbereitet. Gegebenenfalls wird auch auf
4
Evaluationsergebnisse ähnlicher Programme und der Durchführungsevaluierung zurückgegriffen.
5
Analyse
6
Der Analyseteil gliedert sich in eine quantitative und eine qualitative Analyse.
7
Quantitative Analyse
8
Die quantitative Analyse erfolgt auf Grundlage der von der Leitstelle IT-Verfahren Fördermittel be-
9
reitgestellten Informationen zu Vorhaben und Teilnehmer/innen zum Datenstand 31.5.2018.
10
Die wesentlichen Kennzahlen der Förderung werden in einer einheitlichen Graphik aufbereitet. Sie
11
beinhaltet insbesondere auch eine Ausweisung der im Operationellen Programm festgelegten Zielin-
12
dikatoren. Diese Graphik wird nachfolgend näher erörtert.
13
14
Abbildung 1: Erläuterungen zu den verwendeten Abbildungen in der quantitativen Analyse
15
Die aufbereiteten Kennzahlen bedürfen teils einer weiteren Erläuterung, die bei der Interpretation
16
berücksichtigt werden:
17
Die Zahl der ausgewiesenen Eintritte gibt nicht immer die Gesamtzahl der Teilnehmer/innen
18
zum Betrachtungszeitpunkt wieder. Dies ist auf eine zeitversetzte Erfassung von vorhabensbe-
19
zogenen und teilnehmendenbezogenen Daten zurückzuführen. So können bereits Vorhaben in
Input
ESF-Mittel (PLAN)
für den Vorhabensbereich geplante ESF-Mittel laut Vorhabensfinanzierungsplan
ESF-Mittel gebunden:
bis zum Stichtag der Datenübermittlung bewilligte ESF-Mittel im Vorhabensbereich
Anteil gebunden:
Anteil der gebundenen ESF-Mittel an den insgesamt geplanten ESF-Mitteln
Output
Anzahl Bewilligt
Anzahl valider Vorhaben in der bereitgestellten Projektliste
Anzahl VN-geprüft
Vorhaben, die laut Projektliste Verwendungsnachweis-geprüft sind
Ø Summe (€)
durchschnittliche Summe bewilligter ESF-Mittel pro Vorhaben
Eintritte gesamt
Anzahl valider Vorhaben in der bereitgestellten Projektliste
weitere Indikatoren
Anteil der Teilnehmenden in bestimmten Merkmalsgruppen (Geschlecht, Alter, Bildungsstand…)
Output: OP-Indikatoren
Indikator 1:
Bezeichnung des ersten für den Vorhabensbereich festgelegten Outputindikators
Zielwert (SER)
Zielwert (ÜR)
IST (SER)
IST (ÜR)
% an Ziel (SER)
% an Ziel (ÜR)
Zielerreichung
100
100
100
5
100%
5%
Erläuterung
Zielwert für die
stärker entwickelte
Region laut
Indikatorenplan
Zielwert für die
Übergangsregion
laut
Indikatorenplan
Ist-Wert absolut für
die stärker
entwickelte Region
zum 31.5.2018
Ist-Wert absolut für
die Übergangs-
region zum Stand
31.5.2018
Relative Zielerreichung
in der stärker
entwickelten Region
(IST-Wert / Zielwert)
Relative Zielerreichung
in der stärker
entwickelten Region
(IST-Wert / Zielwert)
Ergebnisse: OP-Indikatoren
Indikator 1:
Bezeichnung des ersten für den Vorhabensbereich festgelegten Ergebnisindikators
Zielwert (SER)
Zielwert (ÜR)
IST (SER) abs.
IST (ÜR) abs.
IST (SER) %
IST (ÜR) %
Zielerreichung
100%
100%
100
0
100%
-
Erläuterung
Zielwert (relativ) für
die stärker
entwickelte Region
laut Indikatorenplan
Zielwert (relativ) für
die Übergangs-
region laut
Indikatorenplan
Ist-Wert absolut für
die stärker
entwickelte Region
zum Stand
31.5.2018
Ist-Wert absolut für
die Übergangs-
region zum Stand
31.5.2018
Ist-Wert relativ für die
stärker entwickelte
Region zum Stand
31.5.2018 (Ist-Wert
absolut / Ist-Wert
Basisoutputindikator)
Ist-Wert relativ für die
Übergangsregion zum
Stand 31.5.2018 (Ist-
Wert absolut / Ist-Wert
Basisoutputindikator)
Vorhaben
Teilnehmer/
innen

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der Auswertung berücksichtigt sein, für die noch keine Teilnehmendeneintritte gemeldet wur-
2
den. Dies kann in der Folge zu einer Unterschätzung der Zielerreichung im Output führen.
3
In den dem ESF-Monitoring zu Grunde liegenden Teilnehmerfragebögen zum Eintritt sind nicht
4
alle Fragen verpflichtend zu beantworten, so auch zum eventuell vorhandenen Migrationshinter-
5
grund. Die entsprechenden Angaben zum Anteil der Teilnehmer/innen mit Migrationshinter-
6
grund in der Graphik sind entsprechend als „Mindestanteil“ zu interpretieren, da in diesem Um-
7
fang Teilnehmer/innen einen Migrationshintergrund bestätigten.
8
Auch die Erhebung der Austrittsdaten beinhaltet oft einen Zeitverzug, so dass gerade bei län-
9
gerfristig angelegten Vorhaben die Zahl der Datensätze, die den Auswertungen zu Grunde lie-
10
gen, noch gering ausfällt. Dies kann beinhalten, dass die ermittelten Quoten zur Zielerreichung
11
im Ergebnis teils noch mit Unsicherheiten behaftet sind.
12
Die ausgewiesenen Output- und Ergebnisziele (OP-Indikatoren) entsprechen dem Operationel-
13
len Programm des Freistaates Sachsen für den Europäischen Sozialfonds (ESF) im Förderzeit-
14
raum 2014 – 2020 zum Stand 18.11.2014. Zum Zeitpunkt der Untersuchung war das OP-Ände-
15
rungsverfahren 2018 noch nicht abgeschlossen, so dass gegebenenfalls geänderte Indikatoren
16
/ Zielwerte noch nicht berücksichtigt werden können.
17
Qualitative Analyse
18
Die qualitative Analyse vertieft einerseits die Untersuchung und richtet andererseits den Fokus auf
19
die fachspezifischen Evaluierungsfragen der Fondsbewirtschafter. Die Analyse zielt darauf ab, das
20
Bild zur Wirksamkeit der Interventionslogik systematisch zu vervollständigen. Die qualitative Analyse
21
gliedert sich entsprechend der in jeweils Abschnitt X.1 „Konzept: Untersuchungsfragen und metho-
22
disches Vorgesehen“ aufgeführten Untersuchungsaspekte.
23
Zusammenfassende Bewertung, Schlussfolgerungen und Empfehlungen
24
Abschließend werden in diesem Teil die Untersuchungsergebnisse systematisch aufgearbeitet, zu-
25
sammengefasst und bewertet. Die Zusammenfassung erfolgt entlang der Erkenntnisse zur horizon-
26
talen Interventionslogik, zur vertikalen Interventionslogik sowie zu den fachspezifischen Evaluie-
27
rungsfragen der Fondsbewirtschafter.
28
Am Ende der tabellarischen Aufstellung werden Problemskizzen zusammengefasst und Empfehlun-
29
gen einschließlich der Adressaten formuliert.
30
2.2. Evaluierung des Operationellen Programms
31
Untersuchungszweck und -ziele
32
Die Evaluierung des Operationellen Programms umfasst im Jahr 2018 folgende Bestandteile:
33
Evaluierung der Erreichung der OP-Ziele je Prioritätsachse
34
Evaluierung spezifischer Maßnahmen zur Einhaltung der Grundsätze aus Art. 7 der VO (EU)
35
Nr. 1303/2013

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Evaluierung spezifischer Maßnahmen zur Einhaltung der Grundsätze aus Art. 8 der VO (EU)
2
Nr. 1303/2013
3
Evaluierung des Beitrags des ESF-OPs zum Erreichen der Unionsstrategie 2020 für intelligen-
4
tes und integratives Wachstum
5
Die Untersuchung steht im Zusammenhang mit den entsprechenden Berichtspflichten des Freistaats
6
Sachsen gegenüber der Europäischen Kommission (Siehe dazu Teil B Anhang V DVO (EU)
7
2015/207). Bei den drei erstgenannten Untersuchungsgegenständen erfolgte bereits 2016 eine erste
8
Analyse, die im vorliegenden Untersuchungsbericht aktualisiert wird. Bei der Evaluierung des Bei-
9
trags des ESF-OPs zum Erreichen der Unionsstrategie 2020 für intelligentes und integratives
10
Wachstum handelt es sich dagegen um einen neuen Untersuchungsgegenstand.
11
Fragen
12
Für die einzelnen Bestandteile der Evaluierung des Operationellen Programms bestehen folgende
13
untersuchungsleitenden Fragen:
14
Evaluierung der Erreichung der OP-Ziele je Prioritätsachse
15
-
Wie stellt sich die Umsetzung und Zielerreichung des ESF-OPs anhand der im ESF-OP for-
16
mulierten Indikatoren und ihrer Zielwerte zum Untersuchungszeitpunkt dar?
17
Evaluierung spezifischer Maßnahmen zur Einhaltung der übergreifenden Fördergrundsätze
18
-
Welche Änderungen wurden im Zuge der Empfehlungen der Evaluierung 2016 zur struktu-
19
rellen Verankerung der Grundsätze veranlasst?
20
-
Inwiefern tragen die Fördervorhaben zur Umsetzung der übergreifenden Fördergrundsätze
21
im Ergebnis der Förderung bei?
22
Evaluierung des Beitrags des ESF-OPs zum Erreichen der Unionsstrategie 2020 für intelligen-
23
tes und integratives Wachstum
24
-
Welche Änderungen haben sich bezüglich der EU-2020-Kernindikatoren im Freistaat Sach-
25
sen ergeben?
26
-
Wie sind die Beiträge der Vorhabensbereiche zum Beschäftigungs-, Armuts- und Bildungs-
27
ziel der EU-2020-Strategie zu bewerten?
28
Methoden
29
Folgende Untersuchungs- und Bewertungsmethoden kommen in der Durchführung der einzelnen
30
Untersuchungsbausteine zum Tragen:
31
Evaluierung der Erreichung der OP-Ziele je Prioritätsachse:
32
-
Ermittlung der Ist-Werte der im ESF-OP ausgewiesenen Output- und Ergebnisindikatoren an
33
Hand von Auswertungen aus dem ESF-Monitoring
34
-
Berechnung der relativen Zielerreichung zum Untersuchungszeitpunkt
35
-
Bewertung der Zielerreichung unter Berücksichtigung der im ESF-OP ausgewiesenen Ziel-
36
werte

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Evaluierung spezifischer Maßnahmen zur Einhaltung der übergreifenden Fördergrundsätze
2
-
Abfrage zu Änderungen in der strukturellen Verankerung der Fördergrundsätze bei der Ver-
3
waltungsbehörde ESF und Bewertung (auch unter Berücksichtigung des Folgemaßnahmen-
4
prozesses zur Evaluierung 2016)
5
-
Ermittlung der vorhabenspezifischen Beiträge der einzelnen Fördervorhaben an Hand von
6
Auswertungen aus dem ESF-Monitoring und Bewertung
7
-
Prüfung und Bewertung zusätzlicher Informationen zu den vorhabenspezifischen Beiträgen,
8
die im Zuge der Wirkungsevaluierung erhoben wurden
9
Evaluierung des Beitrags des ESF-OPs zum Erreichen der Unionsstrategie 2020 für intelligen-
10
tes und integratives Wachstum
11
-
Aktualisierung der EU-2020-Leitindikatoren mit Hilfe aktueller Statistiken und Bewertung der
12
Änderungen gegenüber dem ESF-OP-Planungsstand
13
-
Fachliche Bewertung der Beiträge der Vorhabensbereiche zu den relevanten Zielstellungen
14
der EU-2020-Strategie (Beschäftigung, Armut, Bildung) anhand der Interventionslogiken und
15
der relativen Größe der Vorhabensbereiche sowie die vorliegenden Erkenntnisse zur Durch-
16
führung und Wirksamkeit
17
2.3. Zeitliche Durchführung
18
Für die Durchführung der Evaluierung 2018 wurde im zu Grunde liegenden Evaluierungskonzept
19
folgender Zeitplan festgelegt:
20
21
22
Abbildung 2: Wirkungsevaluierungen einschließlich fachspezifischer Evaluierungsfragen: Zeitplan
Dokumentenanalysen
Aufbereitung von Daten aus IT-Begleitsystem
Vorbereitung der Erhebungsinstrumente
Durchführung von Primärerhebungen
Bericht (Entwurf des Endberichtes)
Schlussfolgerungen /
Handlungsempfehlungen
Bericht (Endbericht)
Analyse und Berichtslegung
Feldphase
2. Quartal 2018
3. Quartal 2018
4. Quartal 2018
1. Quartal 2019
Auswertung verfügbarer Daten und Informationen / Vorbereitung von Primärerhebungen

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3. Vorhabensbereich A.1.2.1 „Gründungsberatung“
2
Der Vorhabenbereich A.1.2.1 „Gründungsberatung“ ordnet sich wie folgt in die Förderarchitektur
3
des ESF-Sachsen ein.
4
Gründungsberatung (A.1.2.1)
Fondsbewirtschafter: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA), Referat 35
Prioritätsachse (PA)
A
Förderung nachhaltiger und hochwertiger Beschäftigung und Unterstützung der
Mobilität der Arbeitskräfte
Investitionspriorität (IP)
8iii
Selbstständigkeit, Unternehmergeist und Gründung von Unternehmen, einschließ-
lich von innovativen Kleinstunternehmen sowie innovativen kleinen und mittleren
Unternehmen
Spezifisches Ziel (SPZ)
A.1
Existenzgründungen und Unternehmergeist stärken
Handlungsoption (HO)
A.1.2 Gründungsberatung
5
Tabelle 2:
Vorhabensbereich A.1.2.1 „Gründungsberatung“ – Einordnung in die Förderarchitektur
6
Innerhalb der Prioritätsachse A zählt der Vorhabensbereich „Gründungsberatung“ mit einem Anteil
7
von vier Prozent an den geplanten ESF-Mitteln zu den kleineren Vorhabensbereichen, innerhalb des
8
Spezifischen Ziels A.1 bildet er mit einem Anteil von 18 Prozent einen von drei kleineren Bausteinen
9
der Förderung.
10
3.1. Konzept: Untersuchungsfragen und methodisches Vorgehen
11
Ziel der Untersuchung ist die Bewertung der Wirksamkeit der Interventionslogik des Vorhabensbe-
12
reichs und die Beantwortung zweier fachspezifischer Evaluierungsfragen, welche durch den Fonds-
13
bewirtschafter aufgeworfen wurde. In der folgenden Übersicht sind Ziele, Zweck und Fragen der
14
Untersuchung zusammenfassend dargestellt.
15
Teil C: Wirkungsevaluierung
Teil D: fachspezifische Evaluierungsfragen
Wirksamkeit der Interventionslogik
Beitrag zur Realisierung der über-
greifenden Zielsetzungen
Welche Kriterien beeinflussen die Auswahlentscheidung der gründungswilligen
Personen für eine Beraterin / einen Berater und lassen sich daraus Konse-
quenzen für die Ausgestaltung der Förderung ableiten?
Kann ein Zusammenhang zwischen der Inanspruchnahme der Beratung und
der Bestandsfestigkeit des Gründungsvorhabens hergestellt werden bzw. wel-
che Bedeutung messen die Gründerinnen und Gründer der Beratung für den
Erfolg ihres Gründungsvorhabens rückblickend bei?
16
Tabelle 3:
Wirkungsevaluierung im Vorhabensbereich A.1.2.1 „Gründungsberatung“ – Untersuchungsgegenstand
17
Die Wirkungsevaluierung einschließlich der Beantwortung der beiden fachspezifischen Evaluie-
18
rungsfragen wurde nach dem folgenden Vorgehen durchgeführt:
19
1. Analyse des Förderansatzes einschließlich der Einbettung in die Gesamtstrategie
20
2. Analyse des bisherigen Umsetzungsstands
21
3. Analyse und Bewertung der Durchführung der Förderung im Hinblick auf die Auswahl von Bera-
22
ter/innen durch die Gründungsinteressierten (Konkretisierung der Evaluierungsfrage 1)

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1
4. Vertiefende Analyse und Bewertung der Wirksamkeit des Förderansatzes hinsichtlich der Quali-
2
tät der Durchführung, zum (retrospektiven) Nutzen für die Realisierung der Gründungsvorhaben
3
sowie des Beitrags zur Bestandsfestigkeit gegründeter Unternehmen und der Beschäftigungs-
4
entwicklung in solchen (u.a. Konkretisierung der fachspezifischen Evaluierungsfrage 2)
5
5. Schlussfolgerung zum Beitrag der Förderung zur Realisierung der Gesamtstrategie sowie zur
6
Umsetzung der übergreifenden Förderziele
7
Folgende Tabelle weist alle im Zuge der Analyse genutzten Informationsquellen, die genutzten Me-
8
thoden sowie ihren Einsatzzweck aus:
9
Datenquelle
Analysemethode
Erkenntnisse und Bewertungen
ESF-OP
Ggf. weitere Dokumente zur För-
derkonzeption
Bestehende Evaluierungsberichte
Dokumentenanalyse
Förderansatz und Einbettung in Gesamtstrategie
Analyse und Bewertung bestehender Erkenntnisse
zur Wirksamkeit
Auswertungen von Daten aus dem
IT-Begleitsystem zu Vorhaben und
Teilnehmer/innen
Quantitative Analyse
Finanzieller und materieller Umsetzungsstand
Implementierung der übergreifenden Grundsätze
Befragung von Gründungsinteres-
sierten (Stichprobe von ca. 300
Zuwendungsempfängern brutto)
Qualitative und
quantitative Analyse
Qualität der Beratungen
Retrospektiver Nutzen für die Realisierung von
Gründungsvorhaben
Bestandsfestigkeit gegründeter Unternehmen
Beschäftigungsentwicklung
10
Tabelle 4:
Wirkungsevaluierung im Vorhabensbereich A.1.2.1 „Gründungsberatung“ – Datenquellen
11
3.2. Ziele und Interventionslogik der Förderung
12
Kontext der Förderung
13
Die im Vorfeld der Erstellung des ESF-OP durchgeführte sozioökonomische Analyse ergab, dass
14
die Gründungsintensität in Sachsen sowohl unter dem Bundesdurchschnitt als auch unter dem
15
Durchschnitt vergleichbarer Regionen (Ostdeutschland) liegt. Ferner sei das Thema Gründungen in
16
der Gesellschaft bisher unzureichend verankert, so dass hier ein Handlungsbedarf identifiziert
17
wurde.
18
Horizontale Interventionslogik
19
Die Förderung im Vorhabensbereich A.1.2.1 „Gründungsberatung“ zielt darauf ab, Gründungsinte-
20
ressierten den Schritt in die Selbstständigkeit zu erleichtern. Diese sollen durch eine professionelle
21
Begleitung auf die Unternehmensgründung oder -übernahme vorbereitet werden und eine Entschei-
22
dungshilfe für die Durchführung der Gründungsvorhaben zur Seite gestellt bekommen. Dadurch soll
23
schließlich die Beständigkeit vorgenommener Gründungen erhöht werden.
24
Gefördert werden Beratungen im Umfang von zwei bis zehn Personentagen, mit einer Pauschale
25
von 400,- Euro je Tagewerk (500,- Euro im Fall von Unternehmensnachfolgen). Inhaltlich können die

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1
Beratungen wirtschaftliche, technische, finanzielle und organisatorische Aspekte der Gründungsvor-
2
haben in den Fokus nehmen. Im Vordergrund sollen unter anderen die Überarbeitung und Weiter-
3
entwicklung des Gründungs- bzw. Unternehmenskonzeptes stehen, aber auch Fragen der Siche-
4
rung und Optimierung der Finanzierung sowie der Vorbereitung eines Vertriebs- und Marketingkon-
5
zeptes. Weitere mögliche Beratungsinhalte umfassen die Standortsuche, die Markterschließung, die
6
Erarbeitung von operativen Unternehmenszielen und -strategien sowie das Thema Personal. Im
7
Rahmen dieser Beratungen sollen konkrete Entscheidungs- und Durchführungshilfen für die Grün-
8
dungsvorhaben entwickelt und deren Umsetzung angeleitet werden.
9
Die Förderung richtet sich an Gründungsinteressierte mit bereits bestehendem Gründungs- oder
10
Unternehmenskonzept, an Personen, die ein bestehendes Unternehmen übernehmen wollen sowie
11
an Personen, die mithilfe der Selbstständigkeit einen Nebenerwerb zu einem Vollerwerb machen
12
wollen. Insgesamt sollen im Verlauf der Förderperiode 1.800 Personen die Beratungen in Anspruch
13
nehmen, davon 1.480 in der Übergangsregion und 320 in der stärker entwickelten Region.
14
Im Ergebnis der Förderung sollen in beiden Regionen 70 Prozent der beratenen Personen innerhalb
15
eines Jahres eine selbstständige Tätigkeit aufnehmen. Mittelbar erwartet der Fondsbewirtschafter
16
weitere Beschäftigungseffekte aus dauerhaft beständigen Gründungen sowie – als gewünschter Ne-
17
beneffekt der Beratung – eine Schärfung des Umweltbewusstseins der Gründer/innen.
18
Folgende Graphik fasst die horizontale Interventionslogik des Vorhabensbereichs zusammen:
19
20
21
Abbildung 3: Horizontale Interventionslogik im Vorhabensbereich A.1.2.1 „Gründungsberatung“
22
Vertikale Interventionslogik
23
Die Förderung im Vorhabensbereich A.1.2.1 trägt zum im ESF-OP benannte Spezifische Ziel A.1
24
„Existenzgründungen und Unternehmergeist stärken“ bei. Durch die Finanzierung von Beratungs-
25
dienstleistungen unterstützt die Förderung Gründungsinteressierte bei der Realisierung ihrer Vorha-
26
ben. Sie hat keine unmittelbare Auswirkung auf die Gründungsneigung von potenziellen Gründer/in-
27
nen, sondern setzt ein bestehendes Gründungsinteresse voraus. Hinsichtlich des Beschäftigungs-
28
ziels der Prioritätsachse ist sowohl von direkten als auch mittelbaren Effekten auszugehen, sofern
29
es gelingt mittels der Förderung die Bestandsfestigkeit der Gründungen zu erhöhen.

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3.3. Bestehende Erkenntnisse
2
Die Gründungsberatung wurde bereits in der Förderperiode 2007 – 2013 gefördert. Für die aktuelle
3
Förderperiode wurden verwaltungstechnische Anpassungen vorgenommen. Im Jahr 2013 wurde
4
eine Sonderuntersuchung des Förderprogramms „Vorgründungs- / Gründungsberatung“ durch das
5
Sächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr in Auftrag gegeben. Der Fokus dieser
6
Untersuchung richtete sich laut Endbericht auf die Zielerreichung des Programmes, auf mögliche
7
Optimierungspotenziale im Ablauf sowie bestehenden Handlungsbedarf bei der Ausgestaltung der
8
Förderung für die aktuelle Förderperiode. Die Ergebnisse der Untersuchung fielen in großen Teilen
9
positiv aus. Die Förderung hätte bewirkt, dass die Gründungsvorhaben schneller und, im Hinblick
10
auf die Unternehmensorganisation, besser umgesetzt werden konnten. Die gegründeten Unterneh-
11
men seien zudem weitgehend beständig und mittelfristig auch erfolgreich gewesen. Außerdem sei
12
die Förderung durch die geförderten Gründer/innen sehr positiv aufgenommen worden. Herausfor-
13
derungen identifizierte der Bericht in erster Linie in Bezug auf die Zielgruppenerreichung.
14
Für die aktuelle Förderperiode erbrachte die Durchführungsevaluierung 2016 unterschiedliche Er-
15
kenntnisse zur Umsetzung. So fiel die Inanspruchnahme des Angebots höher aus, als es zum Be-
16
trachtungszeitpunkt zu erwarten gewesen wäre (insbesondere in der stärker entwickelten Region um
17
Leipzig). Gleichzeitig wurde die gesetzte Quote von Gründungen noch nicht erreicht, was möglich-
18
erweise auf die zeitversetzte Erhebung zurückzuführen ist.
19
3.4. Analyse
20
3.4.1. Quantitative Analyse
21
Der Umsetzungsfortschritt im Vorhabensbereich A.1.2.1 „Gründungsberatung“ stellt sich zum Stich-
22
tag 31.05.2018 wie folgt dar:
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Zur Erläuterung der dargestellten Kennzahlen und Berechnungen siehe Abschnitt 2.1.2
3
Abbildung 4: Umsetzungsstand im Vorhabensbereich A.1.2.1 „Gründungsberatung“, Quelle: Monitoring-Auswertungen zu
4
Vorhaben und Teilnehmer/innen der LIF und eigene Berechnungen
5
In der stärker entwickelten Region waren zum Betrachtungszeitpunkt die vorhandenen Mittel bereits
6
nahezu vollständig gebunden, aber auch in der Übergangsregion stellt sich die finanzielle Umset-
7
zung bereits als fortgeschritten dar. Bei gleichbleibendem Kontingent ist ein vorzeitiges Ende der
8
Förderung nicht unwahrscheinlich. Bewilligt wurden knapp 1.600 Vorhaben von Gründungsinteres-
9
sierten mit einer durchschnittlichen Förderhöhe von 3.251 Euro an ESF-Mitteln.
10
Sowohl in der stärker entwickelten Region, als auch in der Übergangsregion werden mit den vorhan-
11
denen Mitteln mehr Gründer/innen und Gründungsinteressierte erreicht, als erwartet. Die Output-
12
Ziele werden bereits übertroffen beziehungsweise können sehr wahrscheinlich erreicht werden.
13
Deutlich wird, dass die Förderung individuell häufig nicht in maximal möglichem Umfang ausge-
14
schöpft wird, so dass die Förderfallkosten niedriger ausfallen. Dies erhöht die Effizienz des Angebots
15
gegenüber der Planung. Das Ergebnisziel wird in der stärker entwickelten Region noch nicht ganz
16
erreicht, in der Übergangsregion dagegen genau getroffen. Bezogen auf die innerhalb eines Jahres
17
vorgenommenen Gründungen ist weiterhin festzustellen, dass diese zu 45 Prozent durch Frauen
18
erfolgten.
19
Insgesamt ist der Förderverlauf unter Berücksichtigung der dargestellten Kennzahlen als positiv zu
20
erachten.
21
3.4.2. Qualitative Analyse
22
Die quantitative Analyse lässt auf einen bislang unproblematischen Förderverlauf schließen. Im Fol-
23
genden wird diese Analyse um qualitative Aspekte vertieft.
Vorhabensbereich A.1.2.1
Vorhabensbereich:
Fondsbewirtschafter:
SMWA, Ref. 35
Beginn der Förderung:
2015
Laufzeit in %:*
45%
Input
SER
ÜR
Gesamt
ESF-Mittel (PLAN)
1,78 Mio. Euro
5,97 Mio. Euro
7,75 Mio. Euro
ESF-Mittel gebunden:
1,76 Mio. Euro
3,41 Mio. Euro
5,17 Mio. Euro
Anteil gebunden:
99%
57%
67%
Output
Anzahl Bewilligt
Anzahl VN-geprüft Ø Summe ESF (€)
1.589
1.472
3.251
Eintritte gesamt
weiblich
männlich
ISCED 1-2
ISCED 3-4
ISCED 5-8
1.589
43%
57%
3%
54%
42%
Arbeitslose
Arbeitnehmer/innen
und Selbstständige
Nicht Erwerbstätige
Unter 25
Über 54
Migrations-
Hintergrund
38%
53%
9%
5%
3%
11%
Output: OP-Indikatoren
Indikator 1:
Gründungsinteressierte und Existenzgründer/innen
Zielwert (SER)
Zielwert (ÜR)
IST (SER)
IST (ÜR)
% an Ziel (SER)
% an Ziel (ÜR)
Zielerreichung
320
1.480
577
1.009
180%
68%
Ergebnisse: OP-Indikatoren**
Indikator 1:
Nach 1 Jahr selbstständige Gründungsinteressierte und Existenzgründer/innen
Zielwert (SER)
Zielwert (ÜR)
IST (SER) abs.
IST (ÜR) abs.
IST (SER) %
IST (ÜR) %
Zielerreichung
70%
70%
294
507
66%
70%
* Seit Beginn der Förderperiode 01.01.2014 (unter Berücksichtigung von n+3)
** Berechnet auf Grundlage der Teilnehmendendatensätze, die Austrittsdaten enthalten
Gründungsberatung
Vorhaben
(beide Regionen)
Teilnehmer/innen
(beide Regionen)
0%
100%
Mittelkontingent / Zielwert Output
Modellhafter Verlauf
ESF-Mittel gebunden (% von Plan)
Teilnehmeroutput (% von Zielwert)

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Dabei wird zunächst betrachtet, wie die Identifikation und Auswahl der Berater/innen durch die An-
2
tragsteller erfolgt. Die folgenden beiden Abschnitte analysieren Qualitätsaspekte der Beratungen so-
3
wie die Frage, inwieweit die Beratungen nützlich für anschließende Gründungen waren. Die Analyse
4
schließt mit einer Betrachtung der Bestandsfestigkeit der gegründeten Unternehmen sowie davon
5
ausgehender Beschäftigungsaspekte.
6
Die qualitative Analyse beruht auf einer schriftlich-standardisierten Befragung von ehemaligen Teil-
7
nehmer/innen der Förderung, die ihre Beratung im Jahr 2017 oder später beendet hatten. Von 300
8
zufällig ausgewählten Teilnehmer/innen haben sich insgesamt 182 an der Befragung beteiligt, was
9
einem Rücklauf von etwa 61 Prozent und damit einer hohen Beteiligung entspricht.
10
Identifikation und Auswahl der Berater/innen
11
Bis 2016 sahen die Förderbedingungen vor, dass Beratungen nur dann förderfähig sind, wenn sie
12
von selbstständigen Berater/innen durchgeführt werden, die in der Beratungsbörse der Kreditanstalt
13
für Wiederaufbau (KfW) für das Programm „Gründercoaching Deutschland“ gelistet sind. Den poten-
14
ziellen Gründer/innen stand damit eine einfache Möglichkeit zur Identifikation und Auswahl der Be-
15
rater/innen zur Verfügung. Eine Ausnahme bildeten Beratungen zur Unternehmensnachfolge, deren
16
Durchführung auch durch Berater/innen förderfähig war, sofern diese besondere Qualifikationen o-
17
der einschlägige Referenzen nachweisen konnten. Diese Bestimmungen wurden in der Folge dahin-
18
gehend geändert, dass eine Listung nun nicht mehr erforderlich ist, die gewählten Berater/innen aber
19
grundsätzlich ihre Eignung gegenüber der Bewilligungsstelle nachweisen müssen.
20
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob diese Änderung Identifikation- und Auswahl der
21
Berater/innen gegebenenfalls erschwert.
22
Die Befragung der ehemaligen Teilnehmer/innen zeigt, dass sie auf unterschiedlichem Wege Kennt-
23
nis von ihrer Beraterin beziehungsweise ihrem Berater gewonnen haben.
24
25
Abbildung 5: Zugang zur Gründungsberatung (Mehrfachantworten möglich), Quelle: Befragung von Gründungsinteressier-
26
ten, n=181
27
Die zwei wichtigsten Informationsquellen umfassten Hinweise anderer Gründer/innen oder eigene
28
Internetrecherchen. Relativ häufig waren auch Hinweise durch andere Unternehmen oder Gründer-
29
zentren, Gründernetzwerke oder andere Beratungsangebote für Gründer/innen. Eher selten wurde
30
dagegen der Kontakt durch den / die Gründungsberater/in selbst oder über die Kammern bzw. den

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Landesverband freier Berufe hergestellt. Insgesamt zeigt sich, dass bei fast der Hälfte der Beratenen
2
„Tipps“ aus dem eigenen Netzwerk eine Rolle spielten, und die verbleibenden sich im Internet oder
3
bei geeigneten Stellen informiert haben.
4
Trotz der damit teils verbundenen eigeninitiativen Bemühungen schätzt eine große Mehrheit der Be-
5
ratenen die mit der Beratersuche verbundenen Aufwände als nicht besonders hoch ein.
6
7
Abbildung 6: Aufwände bei der Suche des / der Gründungsberater/in, Quelle: Befragung von Gründungsinteressierten,
8
n=179
9
Etwa neun von zehn Befragten gaben entsprechend an, bei der Suche kaum bis keine nennenswer-
10
ten Aufwände gehabt zu haben. Diejenigen, die die Beratersuche als aufwändig einschätzten, wur-
11
den nach möglichen Verbesserungsansätzen befragt. Der häufigste Vorschlag war hier die Einfüh-
12
rung einer Präqualifikationsliste.
13
Unabhängig davon zeigen die Befragungsergebnisse aber auch, dass die Verfahrensänderung ge-
14
ringere Auswahlmöglichkeiten bedingt, beziehungsweise, dass die Recherche- und Informationsauf-
15
wände ansteigen würden, wenn die Beratenen großen Wert auf Auswahlmöglichkeiten legen wür-
16
den.
17
18
Abbildung 7: Anzahl bekannter Gründungsberater/innen, Quelle: Befragung von Gründungsinteressierten, n=182
19
Der Befragung zufolge kannten etwa die Hälfte der befragten Gründungsinteressierten nur die / den
20
eine/n Berater/in, der / die sie letztlich auch unterstützt hat. Drei von zehn Befragten konnten aus
21
zwei ihnen bekannten Beraterinnen / Beratern wählen und nur bei jedem Fünften war eine größere
22
Auswahlmöglichkeit gegeben.
23
Trotz dieser beschränkten Auswahlmöglichkeiten gaben die Befragten an, dass die Berater/innen
24
bestimmte Anforderungen erfüllen sollten. Als wichtigste Kriterien wurden dabei die fachliche Kom-
25
petenz einerseits und ein (sympathisches) Auftreten andererseits erachtet.

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Aufgrund von Rundungen kann die Summe der Einzelaspekte / Antwortmöglichkeiten ungleich 100 Prozent sein.
3
Abbildung 8: Entscheidungsgründe für eine/n Berater/in, Quelle: Befragung von Gründungsinteressierten
4
Diese Aspekte waren für jeweils mindestens drei Viertel der antwortenden Gründungsinteressierten
5
relevant. Jeweils in einer Mehrheit der Fälle wurden weiterhin Vorerfahrungen mit der ESF-Gründer-
6
beratung, eine gegebene geographische Nähe, die Kosten des Beratungsangebotes sowie Empfeh-
7
lungen durch Dritte als wichtige Entscheidungskriterien benannt. Vorhandene Referenzen spielten
8
bei fast der Hälfte der Befragten eine Rolle.
9
Insgesamt zeigen diese Betrachtungen, dass die Beratungsteilnehmenden eine hohe Erwartungs-
10
haltung bezüglich der Berater/innen haben, sie aber nur beschränkte Auswahlmöglichkeiten besitzen
11
beziehungsweise ihnen oft die Empfehlung oder Recherche von ein, zwei Berater/innen ausreicht.
12
Die damit verbundenen Aufwände sind entsprechend eher gering.
13
Qualität der Beratungen
14
Die Beratungen sollen den Gründungsinteressierten Unterstützung in der Vorgründungsphase bie-
15
ten. Voraussetzung für die Inanspruchnahme ist, dass bereits ein Unternehmens- beziehungsweise
16
Gründungskonzept vorliegt, in dem schon Markt- und Wettbewerbsbetrachtungen sowie erste Plan-
17
rechnungen enthalten sind und an dem die Beratung ansetzen kann. Die Weiterentwicklung dieser
18
Konzepte ist entsprechend auch der wichtigste Gegenstand der Beratungen.

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2
Abbildung 9: Gegenstand der Beratungen (Mehrfachantworten möglich), Quelle: Befragung von Gründungsinteressierten,
3
n=182
4
Mehr als vier von fünf Befragten gaben an, dass die Beratung diesem Zweck diente. Zwischen der
5
Hälfte und knapp zwei Drittel der Befragten nutzte(n) die Beratung weiterhin, um ein Vertriebs- oder
6
Marketingkonzept vorzubereiten, operative Unternehmensziele und -strategien zu erarbeiten oder
7
Finanzierungsfragen zu besprechen. Für etwas mehr als ein Drittel der Befragten spielten Fragen
8
der Markterschließung eine Rolle. Personalfragen und / oder die Standortsuche waren dagegen eher
9
selten Gegenstand der Beratung.
10
Die Qualität der Beratungen wird retrospektiv von einer großen Mehrheit der Befragten positiv ein-
11
geschätzt.
12
13
Aufgrund von Rundungen kann die Summe der Einzelaspekte / Antwortmöglichkeiten ungleich 100 Prozent sein.
14
Abbildung 10: Einschätzung der Qualität der Beratung, Quelle: Befragung von Gründungsinteressierten
15
Zwischen etwa drei Viertel und neun Zehntel der Befragten äußerten eine uneingeschränkte Zufrie-
16
denheit mit allen abgefragten Qualitätsaspekten. Dies ist insofern ein positives Ergebnis, als dass
17
die Teilnehmer/innen offenbar sehr gut auf die Herausforderungen des Gründungsprozesses vorbe-
18
reitet wurden und – im Nachhinein – wenig Anlass für Kritik sehen. Gleichzeitig zeigen diese Bewer-
19
tungen, dass auch die durchaus hohen Eingangserwartungen an die Berater/innen überwiegend er-
20
füllt worden sein dürften, so dass die geringen Auswahlmöglichkeiten letztlich offenbar nicht zu nen-
21
nenswerten Qualitätseinbußen führen.

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Retrospektiver Nutzen für die Realisierung von Gründungsvorhaben
2
Von den 182 an der Befragung teilgenommenen Gründungsinteressierten haben drei Viertel nach
3
Inanspruchnahme der Beratung ein Unternehmen gegründet. Weitere neun Prozent gaben an, dass
4
eine Gründung innerhalb der nächsten 12 Monate geplant ist. Die Gründer/innen wurden gesondert
5
befragt, wie sie den Nutzen der Beratung für ihr Gründungsvorhaben rückblickend einschätzen.
6
7
Abbildung 11: Einschätzung des Nutzens der Beratung, Quelle: Befragung von Gründungsinteressierten, n=128
8
Insgesamt 86 Prozent der Gründer/innen schätzten den Nutzen der Beratung für ihre konkrete Exis-
9
tenzgründung als hoch oder eher hoch ein. Dies unterstreicht noch einmal die zuvor bereits vorge-
10
nommene Einschätzung zur Qualität der Beratungen. Die Gründer/innen, die der Beratung einen
11
(eher) geringen Nutzen zusprachen, wurden zusätzlich nach ihren Kritikpunkten gefragt. Am häu-
12
figsten wurde in diesem Kontext die (mangelnde) Kompetenz der Berater/innen genannt, gefolgt von
13
mangelnden Branchenkenntnissen und einer fehlenden Detailtiefe der Beratung. Einige Kommen-
14
tare lassen dabei aber die Annahme zu, dass hier auch eine zu hohe Erwartungshaltung bezüglich
15
der Unterstützungsleistungen vorlag.
16
Bestandsfestigkeit gegründeter Unternehmen
17
Von den gegründeten Unternehmen bestanden zum Zeitpunkt der Befragung Ende August 2018 nur
zwei Unternehmen nicht mehr
1
. Das ist als außerordentlich positives Ergebnis zu werten. Die durch-
18
19
schnittliche Bestandsdauer der gegründeten Unternehmen stellt sich dabei wie folgt dar.
20
21
Abbildung 12: Zeitraum seit Gründung des Unternehmens, Quelle: Befragung von Gründungsinteressierten, n=122
22
Die überwiegende Mehrheit der Unternehmen war zum Zeitpunkt der Befragung noch relativ jung,
23
das heißt die Gründungen lagen weniger als 18 Monate zurück. Keines der gegründeten Unterneh-
24
men bestand bereits länger als 24 Monate, was in der Auswahl der Befragten begründet ist.
25
In der Gründungsforschung wird gemeinhin angenommen, dass Gründungen nach zwei Jahren eine
26
relativ hohe Bestandsfestigkeit erreicht haben, wohingegen der Zeitraum zwischen sechs und 18
27
Monaten eher als besonders kritische Phase gewertet wird. Häufig stellen Gründer/innen in diesem
28
Zeitraum fest, dass sich das Geschäftsmodell nicht ganz so wie geplant etablieren lässt, Maßnah-
29
men zur Markterschließung nicht ganz so greifen, möglicherweise Änderungen in beiderlei Hinsicht
1
Es ist davon auszugehen, dass diese Gruppe in der Stichprobe auf Grund geringerer Rücklaufraten tendenziell unter-
repräsentiert ist. Dies hängt damit zusammen, dass sich einerseits nach Unternehmensaufgaben Adressen häufiger
ändern und anderseits nach einer gescheiterten Gründung von einer geringeren Bereitschaft zu Teilnahme an einer
Befragung auszugehen ist.

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notwendig sind, dass zusätzliche Investitionen notwendig sind oder dass andere praktische Hürden
2
in der Realisierung festgestellt werden, denen initial noch wenig Beachtung geschenkt wurde. Vor
dem Hintergrund des noch jungen Alters der in der Befragung betrachteten Gründungen
2
, lässt sich
3
4
noch nicht einschätzen, ob sich diese bereits dauerhaft am Markt etabliert haben. Eine Näherung
5
erlaubt aber die Bewertung der Unternehmensentwicklung seit Gründung durch die Gründer/innen
6
selbst. Diese Bewertung fällt im Ganzen sehr positiv aus, wie folgende Abbildung zeigt.
7
8
Aufgrund von Rundungen kann die Summe der Einzelaspekte / Antwortmöglichkeiten ungleich 100 Prozent sein.
9
Abbildung 13: Einschätzung der Unternehmensentwicklung, Quelle: Befragung von Gründungsinteressierten, n=126
10
Neun von zehn befragten Gründer/innen schätzen die Entwicklung ihres Unternehmens (eher) posi-
11
tiv ein. Dies ist ein sehr hoher Wert. Eine mögliche Erklärung dafür könnte sein, dass angesichts der
12
guten Arbeitsmarktlage und Konjunktur „Notgründungen“ nur noch selten vorkommen und die Grün-
13
der/innen entsprechend mehrheitlich gute Voraussetzungen mitbringen. Zudem könnte die Beratung
14
in manchen Fällen auch den Charakter einer „Abberatung“ besessen haben. Darauf lassen Rück-
15
meldungen der Befragten schließen, die keine Gründung im Anschluss an die Beratung vorgenom-
16
men haben. In etwa einem Drittel der 30 Fälle wurde angegeben, dass die Risiken letztlich als zu
17
hoch oder das Geschäftsmodell als zu wenig tragfähig eingeschätzt wurden. Ein weiteres knappes
18
Viertel der Rückmeldungen umfasste Fälle, in denen einer (sicheren) Anstellung der Vorzug gege-
19
ben wurde. Ein weiterer Aspekt, der hier eine Rolle spielen kann, bezieht sich darauf, dass bei einem
augenscheinlich relevanten Anteil der Beratungen
3
keine Neugründung im Fokus stand, sondern
20
21
eine Unternehmensübernahme. Einige Gründer/innen nutzten die Beratung auch, um selbstständige
22
Tätigkeiten im Nebenerwerb in den Haupterwerb zu überführen. Bei diesen Gründerinnen / Gründern
23
kann davon ausgegangen werden, dass bereits vergleichsweise fundiertere Informationen zum
24
Markt vorlagen beziehungsweise dass bereits auf bestehende Erfahrungen aufgebaut werden
25
konnte. Insgesamt deuten die Einschätzungen der Befragten darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit
26
sehr hoch ist, dass sich viele Gründungen auch längerfristig am Markt werden behaupten können.
2
Bei der Festlegung des zu befragenden Personenkreises wurde dieser Aspekt in Erwägung gezogen, aber im Ergebnis
die Entscheidung getroffen, die Befragung auf Teilnehmer/innen zu richten, bei denen die Beratung noch nicht so
lange zurück liegt. Diese Entscheidung erfolgte erstens vor dem Hintergrund, dass dadurch eine bessere Erreichbar-
keit der zu Befragenden und damit eine bessere Beteiligung angenommen wurde. Darüber hinaus wurde zweitens grö-
ßeren Wert daraufgelegt, dass die ehemaligen Teilnehmer/innen sich noch gut an die Beratung erinnern können und
so eine fundiertere Einschätzung zur Durchführung, Qualität und dem Nutzen der Beratungen für die Realisierung der
Gründungsvorhaben abgeben können.
3
Es liegen im ESF-Monitoring keine Kategorisierung zu Art und Kontext der Gründungen vor. Aus vielen Vorhabensbe-
schreibungen lässt sich jedoch entnehmen, dass es sich um Übernahmevorhaben oder Ausweitungen von bestehen-
den Selbstständigkeiten im Nebenerwerb handelt. Bei den in der Befragung betrachteten Gründungen handelt es sich
nach eigener Auswertung bei etwa einem Viertel der Fälle um Unternehmensübernahmen.

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Beschäftigungsentwicklung
Von den gegründeten 105 Unternehmen (ohne Unternehmensübernahmen)
4
haben 42 bereits Ar-
2
3
beitsplätze geschaffen, 58 planen, in Zukunft (weitere) Arbeitsplätze zu schaffen. Insgesamt wurden
4
92 Arbeitsplätze geschaffen und 158 geplant. Dies entspricht einem Durchschnittswert von 0,88 ge-
5
schaffenen und 1,75 geplanten Stellen pro Gründung. Insgesamt 26 geschaffene und 40 geplante
6
Arbeitsplätze entfallen dabei auf nur zwei Unternehmen, die offenbar sehr hohe Wachstumspoten-
7
ziale aufweisen. Insgesamt fundieren diese Angaben einerseits die positiven Einschätzungen der
8
Gründer/innen zur Unternehmensentwicklung. Andererseits zeigen sie, dass es bei den meisten Ge-
9
schäftsmodellen eher begrenzte Wachstumspotenziale anzunehmen sind, in Einzelfällen aber ein
10
offenbar sehr schnelles und bedeutsames (Beschäftigungs-)Wachstum vorliegt.
11
3.5. Zusammenfassende Bewertung, Schlussfolgerungen und Empfehlun-
12
gen
13
Die Untersuchungsergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen und bewerten.
14
Wirksamkeit der Förderung
Horizontale Interventionslogik
Aspekt
Zusammenfassung und Bewertung
Durchführung und
Zielerreichung ge-
mäß OP-Plan
Die Durchführung und Zielerreichung der Förderung gemäß OP-Planung ist positiv zu bewerten.
Mittelbindung und der Teilnehmenden-Output sind fortgeschritten. Die Output-Ziele werden vo-
raussichtlich erreicht, in der stärker entwickelten Region werden sie bereits übertroffen.
Das Verhältnis aus Mitteleinsatz und partizipierenden Teilnehmer/innen legt nahe, dass die För-
derfallkosten geringer ausfallen als geplant und – in der Folge – dass die Förderung eine hö-
here Effizienz aufweist.
In der stärker entwickelten Region wird im Ergebnis der Förderung der Zielwert bezüglich der
vorgenommenen Gründungen nach sechs Monaten knapp verfehlt, in der Übergangsregion da-
gegen bislang erreicht. Unabhängig davon wird die Messung der Zielerreichung mittels dieses
Indikators als wenig aussagekräftig eingeschätzt, da die weiteren Evaluierungsergebnisse zei-
gen, dass Gründungen auch später vorgenommen werden und Aussagen zu Qualität der Grün-
dungen anhand des Indikators auch nicht möglich sind.
Identifikation und
Auswahl der Bera-
ter/innen
Die Mehrheit der Gründungsinteressierten findet ihre Berater/innen durch Hinweise im eigenen
Netzwerk oder informiert sich entsprechend im Internet oder bei geeigneten Stellen. Die Auf-
wände für die Identifikation der Berater/innen sind überwiegend gering. Allerdings ergeben sich
dabei kaum Auswahlmöglichkeiten, vier von fünf Gründungsinteressierten waren maximal zwei
potenzielle Berater/innen bekannt.
Die Gründungsinteressierten haben dennoch durchaus hohe Erwartungen an die Berater/innen,
vor allem ist ihnen aber die fachliche Kompetenz und ein sympathisches Auftreten wichtig.
Qualität der Bera-
tungen
Die Qualität der Beratungen liegt nach Einschätzung der Beratenen auf einem hohen Niveau.
Offensichtlich schlagen sich die festgestellten begrenzten Auswahlmöglichkeiten nicht in Quali-
tätsdefiziten nieder.
Retrospektiver
Nutzen für die Re-
alisierung von
Gründungsvorha-
ben
Etwa drei Viertel der Befragten haben nach Inanspruchnahme der Beratung ein Unternehmen
gegründet, weitere neun Prozent gaben an, dass eine Gründung noch innerhalb der nächsten
12 Monate geplant ist.
Eine überwiegende Mehrheit der Gründer/innen unter den Befragten schätzt den Nutzen der
Beratungen retrospektiv als hoch ein.
4
Die Zählung der geschaffenen und geplanten Arbeitsplätze berücksichtigt lediglich vorgenommene Neugründungen
sowie Gründungen, die einen Wechsel vom Neben- in den Haupterwerb beinhalteten. Diese Eingrenzung erfolgt vor
dem Hintergrund, dass im Kontext von Unternehmensübernahmen angegebene Zahlen und Kommentierungen es na-
helegen, dass hier häufig auch die Bestandsarbeitsplätze einberechnet wurden.

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Bestandsfestigkeit
gegründeter Un-
ternehmen
Die Bestandsfestigkeit der Unternehmen wird als sehr hoch bewertet, Unternehmensaufgaben
wurden in der Befragung kaum zurückgemeldet. Aufgrund der noch kurzen Bestandsdauer der
in der Befragung betrachteten Unternehmen, kann jedoch diesbezüglich noch keine abschlie-
ßende Bewertung vorgenommen werden.
Deutlich wird anhand der Befragungsdaten, dass die Gründer/innen in großer Mehrheit eine (e-
her) positive Entwicklung ihrer Unternehmen wahrnehmen. Dabei muss berücksichtigt werden,
dass diese Einschätzung zu einem Zeitpunkt getroffen wurde, an dem Problemlagen und zu be-
wältigende praktische Herausforderungen den Gründer/innen in der Regel gegenwärtig sind.
Daher lässt sich annehmen, dass den meisten vorgenommenen Gründungen eine (dauerhafte)
Etablierung am Markt gelingen wird.
Beschäftigungs-
entwicklung
42 der gegründeten Unternehmen (ohne Unternehmensübernahmen) haben bereits insgesamt
92 Arbeitsplätze geschaffen.
Insgesamt werden kann die Schaffung weiterer 158 weitere Arbeitsplätze durch die gegründe-
ten Unternehmen (ohne Unternehmensübernahmen) in näherer Zukunft erwartet werden.
Dies beinhaltet, dass innerhalb von etwa 18 Monaten nach Gründung je Unternehmen im
Durchschnitt 0,88 Arbeitsplätze geschaffen wurden und weitere 1,75 Arbeitsplätze geplant wer-
den.
Die Befragungsdaten zeigen, dass vereinzelt Gründungen ein sehr hohes Wachstums- und Be-
schäftigungspotenzial aufwiesen, dies in der Regel aber nicht der Fall ist.
Wirksamkeit ins-
gesamt
Insgesamt lässt lassen die Untersuchungsergebnisse eine problemlose Durchführung der För-
derung und eine hohe Wirksamkeit der Interventionslogik erkennen.
Die Förderung ist zudem effizienter und breitenwirksamer als geplant.
Vertikale Interventionslogik
Aspekt
Zusammenfassung und Bewertung
Einordnung des
Vorhabensbe-
reichs in die För-
derarchitektur
Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass der Vorhabensbereich A.1.2.1 auch im Ergebnis in
hohem Maße relevant ist für die Realisierung des Spezifischen Ziels A.1 „Existenzgründungen
und Unternehmergeist stärken“. Nicht nur partizipieren mehr Gründer/innen an der Förderung
als geplant, sondern diese weisen auch eine sehr hohe Gründungsneigung – wenn auch häufig
mit Zeitverzug – auf.
Bestandsdauer und Entwicklung der gegründeten Unternehmen erweisen sich in der Regel als
positiv, so dass von den Gründungen auch Beschäftigungseffekte ausgehen – bezogen auf die
Gründer/innen selbst aber auch bezogen auf weitere Arbeitsplätze, die im begrenzten Umfang
durch die Unternehmen geschaffen werden. Die Förderung unterstützt damit die Realisierung
des Beschäftigungsziels der Prioritätsachse A.
Fachspezifische Evaluierungsfragen
Frage
Bewertung und Schlussfolgerung
Kriterien für die
Auswahl der Bera-
ter / innen und
mögliche Konse-
quenzen für die
Ausgestaltung der
Förderung
Die wichtigsten Kriterien für die Auswahl der Berater/innen sind fachliche Kompetenz sowie ein
sympathisches Auftreten.
Die Befragungsergebnisse zeigen jedoch, dass eine echte kriteriengeleitete Auswahl in den
meisten Fällen kaum stattfinden kann, da der Hälfte der Beratenen nur ein/e und weiteren 30
Prozent zwei Berater/innen bekannt war.
Die Untersuchung zeigte jedoch, dass die beschränkten Auswahlmöglichkeiten in der Regel
nicht mit Qualitätsdefiziten einhergeht beziehungsweise, dass die durchaus hohen Erwartungen
durch die „gefundenen“ Berater/innen nicht enttäuscht wurden.
Zusammenhang
zwischen Inan-
spruchnahme der
Beratung und Be-
stand der Grün-
dung bzw. rückbli-
ckende Bewertung
der Beratung
durch die Teilneh-
menden
Die befragten späteren Gründer/innen schreiben der Beratung retrospektiv einen hohen Nutzen
für die Realisierung der Gründungsvorhaben zu.
Rückmeldungen von Gründungsinteressierten, die letztlich nicht gegründet haben, legen zudem
nahe, dass dies oft auch auf eine detaillierte Risikobewertung zurückzuführen ist. Es ist davon
auszugehen, dass hierbei der „kritische Blick“ bei der Beratung eine Rolle spielt und letztlich hilft
Gründungen mit wenig tragfähigem Geschäftsmodell zu verhindern.
Die Entwicklung der gegründeten Unternehmen wird durch die Gründer/innen in großer Mehrheit
(eher) positiv bewertet, so dass eine hohe Bestandsfestigkeit erwartet werden kann.
1
Tabelle 5:
Vorhabensbereich A.1.2.1 „Gründungsberatung“ – Zusammenfassung und Bewertung
2
Aus den vorherstehenden Befunden leiten sich keine wesentlichen Steuerungsnotwendigkeiten ab,
3
von Empfehlungen wird daher abgesehen.

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4. Vorhabensbereich A.1.3.1 „Technologiegründerstipen-
2
dium“
3
4
Der Vorhabenbereich A.1.3.1 „Technologiegründerstipendium“ ordnet sich wie folgt in die Förderar-
5
chitektur des ESF-Sachsen ein.
6
Technologiegründerstipendium (A.1.3.1)
Fondsbewirtschafter: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA), Referat 35
Prioritätsachse (PA)
A
Förderung nachhaltiger und hochwertiger Beschäftigung und Unterstützung der
Mobilität der Arbeitskräfte
Investitionspriorität (IP)
8iii
Selbstständigkeit, Unternehmergeist und Gründung von Unternehmen, einschließ-
lich von innovativen Kleinstunternehmen sowie innovativen kleinen und mittleren
Unternehmen
Spezifisches Ziel (SPZ)
A.1
Existenzgründungen und Unternehmergeist stärken
Handlungsoption (HO)
A.1.3 Unternehmensgründungen aus der Wirtschaft
7
Tabelle 6:
Vorhabensbereich A.1.3.1 „Technologiegründerstipendium“ – Einordnung in die Förderarchitektur
8
Innerhalb der Prioritätsachse A zählt der Vorhabensbereich „Technologiegründerstipendium“ mit ei-
9
nem Anteil von rund drei Prozent an den geplanten ESF-Mitteln zu den kleineren Vorhabensberei-
10
chen, innerhalb des Spezifischen Ziels A.1 bildet er mit etwa 14 Prozent den kleinsten der vier För-
11
derbereiche.
12
4.1. Konzept: Untersuchungsfragen und methodisches Vorgehen
13
Ziel der Untersuchung ist die Bewertung der Wirksamkeit der Interventionslogik des Vorhabensbe-
14
reichs und die Beantwortung einer fachspezifischen Evaluierungsfrage, die durch den Fondsbewirt-
15
schafter aufgeworfen wurden. In der folgenden Übersicht sind Ziele, Zweck und Fragen der Unter-
16
suchung zusammenfassend dargestellt.
17
Teil C: Wirkungsevaluierung
Teil D: fachspezifische Evaluierungsfragen
Wirksamkeit der Interventionslogik
Beitrag zur Realisierung der über-
greifenden Zielsetzungen
Welche Bedeutung messen die Gründerinnen und Gründer dem Stipendium
für den Erfolg ihres Vorhabens rückblickend bei?
18
Tabelle 7:
Wirkungsevaluierung im Vorhabensbereich A.1.3.1 „Technologiegründerstipendium“ – Untersuchungsgegen-
19
stand
20
Die Wirkungsevaluierung einschließlich der Beantwortung der fachspezifischen Evaluierungsfrage
21
wurde nach dem folgenden Vorgehen durchgeführt:
22
1. Analyse des Förderansatzes einschließlich der Einbettung in die Gesamtstrategie
23
2. Analyse des bisherigen Umsetzungsstands
24
3. Vertiefende Analyse und Bewertung der Wirksamkeit des Förderansatzes zum (retrospektiven)
25
Nutzen für die Realisierung der Gründungsvorhaben sowie des Beitrags zur Bestandsfestigkeit

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gegründeter Unternehmen und der Beschäftigungsentwicklung in solchen (Konkretisierung der
2
fachspezifischen Evaluierungsfrage)
3
4. Schlussfolgerung zum Beitrag der Förderung zur Realisierung der Gesamtstrategie sowie zur
4
Umsetzung der übergreifenden Förderziele
5
Folgende Tabelle weist alle im Zuge der Analyse genutzten Informationsquellen, die genutzten Me-
6
thoden sowie ihren Einsatzzweck aus:
7
Datenquelle
Analysemethode
Erkenntnisse und Bewertungen
ESF-OP
Ggf. weitere Dokumente zur För-
derkonzeption
Bestehende Evaluierungsberichte
Dokumentenanalyse
Förderansatz und Einbettung in Gesamtstrategie
Analyse und Bewertung bestehender Erkenntnisse
zur Wirksamkeit
Auswertungen von Daten aus dem
IT-Begleitsystem zu Vorhaben und
Teilnehmer/innen
Quantitative Analyse
Finanzieller und materieller Umsetzungsstand
Qualitative Inanspruchnahme (Zielgruppen und Wei-
terbildungsinhalte)
Implementierung der übergreifenden Grundsätze
Befragung von Zuwendungsemp-
fängern (Stichprobe von ca. 300
Zuwendungsempfängern brutto)
Qualitative und
quantitative Analyse
Retrospektiver Nutzen für die Realisierung von
Gründungsvorhaben
Bestandsfestigkeit gegründeter Unternehmen
Beschäftigungsentwicklung
8
Tabelle 8:
Wirkungsevaluierung im Vorhabensbereich A.1.3.1 „Technologiegründerstipendium“ – Datenquellen
9
4.2. Ziele und Interventionslogik der Förderung
10
Kontext der Förderung
11
Die Förderung im Vorhabensbereich A.1.3.1 steht ebenfalls im Kontext der im Operationellen Pro-
12
gramm / in der sozioökonomischen Analyse als zu niedrig erachteten Gründungsintensität im Frei-
13
staat Sachsen, gerade auch im Bereich der wissensintensiven Dienstleistungen. Gleichzeitig sieht
14
das ESF-OP, dass wissensbasierte Gründungen oder Gründungen im High-Tech-Bereich in hohem
15
Maße zur Ausweitung von Beschäftigung und damit zum Beschäftigungsziel beitragen könnten.
16
Horizontale Interventionslogik
17
Ziel der Förderung im Vorhabensbereich ist die Unterstützung der Gründung junger, innovativer Un-
18
ternehmen durch die Gewährung von Stipendien. Damit soll ein Anreiz gesetzt werden, Gründungen
19
in zukunftsträchtigen Technologiebereichen vorzunehmen.
20
Die Förderung richtet sich an Gründerteams aus mindestens zwei Personen und besteht aus einem
21
monatlichen, personengebundenen finanziellen Stipendium, welches für bis zu drei Teammitglieder
22
gewährt wird. Die Höhe des Stipendiums richtet sich nach der akademischen Qualifikation des / der
23
Geförderten. Die Förderung wird in der Regel für ein Jahr gewährt, in dessen Verlauf die Gründung

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erfolgen soll. Zudem bestehen Voraussetzungen an das Gründungsvorhaben. Dieses muss als Ge-
2
schäftsgrundlage entweder eine technische Produkt- oder Prozessinnovation aufweisen, welche im
3
eigenen Unternehmen umgesetzt werden soll oder eine neuartige und innovative Dienstleistung an-
4
bieten, die einen hohen Kundennutzen sowie ein deutliches Alleinstellungsmerkmal am Markt ver-
5
spricht.
6
Gefördert werden können Studierende, Hochschulabsolventen sowie die Absolventen von Berufs-
7
akademien. Weiterhin förderberechtigt ist wissenschaftliches Personal an Hochschulen, Berufsaka-
8
demien und anderen Forschungseinrichtungen sowie ehemaliges wissenschaftliches Personal. Die
9
geförderten Personen müssen ferner Mitglied in einem Gründerteam sein, welches nur in Ausnah-
10
mefällen aus reinen Studierenden bestehen kann. Zudem darf der Hochschulabschluss beziehungs-
11
weise die letzte Anstellung an einer Universität, Berufsakademie oder Forschungseinrichtung nicht
12
länger als zehn Jahre zurückliegen, mit einer Ausnahme für leitende Funktionen im Gründungsvor-
13
haben. Insgesamt sollen im Verlauf der Förderperiode 40 Personen in der stärker entwickelten Re-
14
gion und 190 Personen in der Übergangsregion mit dem Technologiegründerstipendium gefördert
15
werden.
16
Im Ergebnis sollen 70 Prozent der geförderten Personen in beiden Regionen ein Jahr nach der För-
17
derung selbstständig sein. Längerfristig werden weitere Beschäftigungseffekte ausgehend von den
18
gegründeten Unternehmen erwartet.
19
Folgende Graphik fasst die horizontale Interventionslogik des Vorhabensbereichs zusammen:
20
21
22
Abbildung 14: Horizontale Interventionslogik im Vorhabensbereich A.1.3.1 „Technologiegründerstipendium“
23
Vertikale Interventionslogik
24
In der Förderarchitektur des ESF-OPs soll der Vorhabensbereich A.1.3.1 einen Beitrag zum Spezi-
25
fischen Ziel A.1 „Existenzgründungen und Unternehmergeist stärken“ leisten. Durch die finanzielle
26
Unterstützung vergrößert das Technologiegründerstipendium unmittelbar den Handlungsspielraum
27
und die zeitlichen und finanziellen Ressourcen von Gründer / Gründerinnen während der Gründungs-
28
phase. Im Sinne der Prioritätsachsenziele trägt der Vorhabensbereich insbesondere dann zur „För-
29
derung nachhaltiger und hochwertiger Beschäftigung und Unterstützung der Mobilität der Arbeits-
30
kräfte“ bei, wenn das Stipendium dazu führt, dass bestandsfeste und wachstumsstarke Unterneh-
31
men gegründet werden.

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4.3. Bestehende Erkenntnisse
2
Das Förderangebot „Technologiegründerstipendien“ bestand bereits in der vergangenen Förderpe-
3
riode. Die aktuelle Förderung weist einige Änderungen oder Anpassungen auf, die zum Beispiel die
4
Förderhöhen, die Zielgruppendefinition sowie verwaltungstechnische Aspekte umfassen.
5
In der Förderperiode 2007 – 2013 wurde keine gesonderte Evaluation des Vorhabensbereichs vor-
6
genommen. Für die aktuelle Förderperiode zeigte die Durchführungsevaluierung 2016 eine positive
7
Umsetzung an. Die finanzielle Umsetzung war fortgeschritten. Insbesondere in der stärker entwickel-
8
ten Region waren bereits deutlich mehr Mittel gebunden als es zu erwarten gewesen wäre. Damit
9
bewegten sich auch die Teilnehmendenzahlen auf hohem Niveau. Positiv wurde auch die Grün-
10
dungsdynamik beurteilt.
11
4.4. Analyse
12
4.4.1. Quantitative Analyse
13
Der Umsetzungsfortschritt im Vorhabensbereich A.1.3.1 „Technologiegründerstipendium“ stellt sich
14
zum Stichtag 31.05.2018 wie folgt dar:
15
16
17
Zur Erläuterung der dargestellten Kennzahlen und Berechnungen siehe Abschnitt 2.1.2
18
Abbildung 15: Umsetzungsstand im Vorhabensbereich A.1.3.1 „Technologiegründerstipendium“, Quelle: Monitoring-Auswer-
19
tungen zu Vorhaben und Teilnehmer/innen der LIF und eigene Berechnungen
20
In der stärker entwickelten Region waren zum Betrachtungszeitpunkt die vorhandenen Mittel bereits
21
weitgehend gebunden, aber auch in der Übergangsregion stellt sich die finanzielle Umsetzung be-
22
reits als fortgeschritten dar. Ein vorzeitiges Auslaufen der Förderung erscheint möglich. Bewilligt
Vorhabensbereich A.1.3.1
Vorhabensbereich:
Fondsbewirtschafter:
SMWA, Ref. 35
Beginn der Förderung:
2015
Laufzeit in %:*
45%
Input
SER
ÜR
Gesamt
ESF-Mittel (PLAN)
1,7 Mio. Euro
4,16 Mio. Euro
5,86 Mio. Euro
ESF-Mittel gebunden:
1,49 Mio. Euro
2,42 Mio. Euro
3,91 Mio. Euro
Anteil gebunden:
88%
58%
67%
Output
Anzahl Bewilligt
Anzahl VN-geprüft Ø Summe ESF (€)
168
114
23.260
Eintritte gesamt
weiblich
männlich
ISCED 1-2
ISCED 3-4
ISCED 5-8
168
17%
83%
0%
3%
97%
Arbeitslose
Arbeitnehmer/innen
und Selbstständige
Nicht Erwerbstätige
Unter 25
Über 54
Migrations-
Hintergrund
0%
0%
100%
4%
1%
11%
Output: OP-Indikatoren
Indikator 1:
Gründungsinteressierte und Existenzgründer/innen
Zielwert (SER)
Zielwert (ÜR)
IST (SER)
IST (ÜR)
% an Ziel (SER)
% an Ziel (ÜR)
Zielerreichung
40
190
63
104
158%
55%
Ergebnisse: OP-Indikatoren**
Indikator 1:
Nach 1 Jahr selbstständige Gründungsinteressierte und Existenzgründer/innen
Zielwert (SER)
Zielwert (ÜR)
IST (SER) abs.
IST (ÜR) abs.
IST (SER) %
IST (ÜR) %
Zielerreichung
70%
70%
44
61
98%
88%
* Seit Beginn der Förderperiode 01.01.2014 (unter Berücksichtigung von n+3)
** Berechnet auf Grundlage der Teilnehmendendatensätze, die Austrittsdaten enthalten
Technologiegründerstipendium
Vorhaben
(beide Regionen)
Teilnehmer/innen
(beide Regionen)
0%
100%
Mittelkontingent / Zielwert Output
Modellhafter Verlauf
ESF-Mittel gebunden (% von Plan)
Teilnehmeroutput (% von Zielwert)

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wurden 168 Vorhaben von Gründungsinteressierten mit einer durchschnittlichen Förderhöhe von
2
23.260 Euro. Bei der Interpretation ist zu berücksichtigen, dass für jedes Mitglied eines Grün-
3
dungsteams ein eigenes Vorhaben angelegt wird, so dass die Zahl der geförderten Gründungsvor-
4
haben um den Faktor 2-3 geringer ausfällt.
5
In der stärker entwickelten Region werden mit den vorhandenen Mitteln deutlich mehr Gründer/innen
6
gefördert als geplant, wohingegen in der Übergangsregion die Zahl der Gründer/innen in etwa den
7
Planungen entsprechen dürfte. Die Zielerreichung im Output erscheint unproblematisch. Das Ergeb-
8
nisziel wird in beiden Regionen deutlich übertroffen, die Zahl der tatsächlich vorgenommenen Grün-
9
dungen fällt sehr hoch aus.
10
Insgesamt ist der Förderverlauf unter Berücksichtigung der dargestellten Kennzahlen als positiv zu
11
erachten.
12
4.4.2. Qualitative Analyse
13
Die quantitative Analyse lässt auf einen bislang unproblematischen Förderverlauf schließen. Im Fol-
14
genden wird diese Analyse um qualitative Aspekte vertieft.
15
Hierbei steht zunächst die Fragestellung im Vordergrund, inwieweit die Stipendien hilfreich bezie-
16
hungsweise notwendig für die Realisierung der Gründungsvorhaben waren. Weiterhin werden die
17
Festigkeit der vorgenommenen Gründungen sowie davon ausgehende Beschäftigungsaspekte in
18
den Fokus genommen.
19
Die qualitative Analyse beruht auf einer schriftlich-standardisierten Befragung von ehemaligen Sti-
20
pendiaten. Je Gründerteam wurde nur ein Teammitglied zufällig ausgewählt. Von 52 angeschriebe-
21
nen Teilnehmer/innen haben sich insgesamt 32 an der Befragung beteiligt, was einem Rücklauf von
22
62 Prozent beziehungsweise einer hohen Beteiligung entspricht. In insgesamt sechs Fällen konnte
23
das ausgewählte Teammitglied unter der gespeicherten Adresse nicht erreicht werden, so dass hier
24
jeweils ein zweites Teammitglied neu angeschrieben wurde.
25
Retrospektiver Nutzen für die Realisierung von Gründungsvorhaben
26
Sämtliche geförderten Stipendiaten haben ein Unternehmen gegründet. Die jeweiligen Gründungs-
27
zeitpunkte bezogen auf die Förderung stellen sich nach Maßgabe der Befragungsergebnisse wie
28
folgt dar.
29
30
Abbildung 16: Zeitraum zwischen Erhalt des Stipendiums und Gründung, Quelle: Befragung von Stipendiatinnen / Stipendia-
31
ten, n=32
32
Mehr als neun von zehn Befragten haben innerhalb der ersten sechs Monate nach Erhalt des Sti-
33
pendiums gegründet. Damit gründeten fast alle Stipendiaten im Rahmen des dafür vorgesehenen
34
Zeitraums von sechs Monaten. Auffällig ist, dass mehr als die Hälfte die Gründung sogar bereits

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innerhalb der ersten drei Monate vornahmen. Dies deutet darauf hin, dass bei vielen Gründer/innen
2
zu Beginn der Förderung bereits ein hoher Reifegrad des jeweiligen Gründungsvorhabens vorhan-
3
den ist.
4
Hinsichtlich der Relevanz des Stipendiums für die Realisierung des Gründungsvorhabens wurden
5
die Befragten gebeten, verschiedene Aspekte zum Nutzen des Stipendiums zu bewerten. Im Ge-
6
gensatz zur zuvor getroffenen Annahme zeigen die Antworten, dass das Stipendium vor allem die
7
Möglichkeit eröffnet, angebotene Produkte und Dienstleistungen weiterzuentwickeln. Diese Entwick-
8
lungsaktivitäten spielen offensichtlich auch nach der Gründung in vielen Vorhaben eine wichtige
9
Rolle.
10
11
Aufgrund von Rundungen kann die Summe der Einzelaspekte / Antwortmöglichkeiten ungleich 100 Prozent sein.
12
Abbildung 17: Relevanz des Stipendiums für die Realisierung des Gründungsvorhabens, Quelle: Befragung von Stipendia-
13
tinnen / Stipendiaten
14
Weitere für viele Gründungsvorhaben wichtige Aspekte umfassen, die gewonnene Zeit, die Finan-
15
zierung oder Investitionen zu sichern, die Gründung vorzubereiten oder das Unternehmen trotz ge-
16
ringer Anfangsumsätze am Markt zu etablieren. Fast ein Drittel der Befragten gab aber auch tenden-
17
ziell an, dass die Gründung ohne das Stipendium wahrscheinlich problemlos hätte durchgeführt wer-
18
den können. Diesen Gründer/innen gab es vor allem zusätzliche Sicherheit.
19
Bestandsfestigkeit gegründeter Unternehmen
20
Basierend auf den Angaben zum Gründungszeitraum sowie den Angaben aus dem Monitoring zum
21
Projekteintritt der Gründer/innen wurde die Bestandsdauer der Unternehmen ermittelt. Von den ur-
22
sprünglich 32 gegründeten Unternehmen bestanden zum Befragungszeitpunkt noch 25. Elf davon
23
waren vor weniger als 24 Monaten gegründet worden, 14 waren 24 Monate und älter. Befragt nach
24
der Unternehmensentwicklung ergibt sich aus Sicht der Gründer/innen ein gemischtes Bild.
25

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Aufgrund von Rundungen kann die Summe der Einzelaspekte / Antwortmöglichkeiten ungleich 100 Prozent sein.
3
Abbildung 18: Einschätzung der Unternehmensentwicklung, Quelle: Befragung von Stipendiatinnen / Stipendiaten, n=32
4
Deutlich über die Hälfte der Befragten schätzte die Unternehmensentwicklung (eher) positiv ein.
5
Über ein Fünftel sah die Entwicklung als (eher) problematisch an. In ebenfalls mehr als einem Fünftel
6
der Fälle bestanden die Unternehmen zum Befragungszeitpunkt schon nicht mehr. Betrachtet man
7
die Gründer/innen differenziert nach Gründungzeitraum, zeigt sich bei der Einschätzung der Unter-
8
nehmensentwicklung ein leicht negativerer Blick bei dem Gründer/innen, deren Gründung bereits 24
9
Monate oder länger zurücklag. Bei den Unternehmensaufgaben wurden als wichtigste Gründe eine
10
nicht ausreichende Marktreife von Produkt oder Dienstleistung sowie Fehleinschätzungen zum Ge-
11
schäftsmodell oder Marktumfeld benannt.
12
Beschäftigungsentwicklung
13
Zehn der 25 zum Befragungszeitpunkt noch bestehenden Unternehmen haben bereits Arbeitsplätze
14
geschaffen, die über die das Gründungsteams hinausgehen. Insgesamt 18 Unternehmen planten
15
die Schaffung weiterer Arbeitsplätze. Folgende Abbildung zeigt die durchschnittlichen von diesen
16
Unternehmen ausgehenden Beschäftigungseffekte.
17
18
Abbildung 19: Beschäftigungsentwicklung, Quelle: Befragung von Stipendiatinnen / Stipendiaten, n=32
19
Die Abbildung zeigt, dass im Mittel etwa 1,4 Stellen je Unternehmen, davon die Hälfte für Hochqua-
20
lifizierte, bereits geschaffen wurden. Für die Zukunft erwarten die Gründer/innen eine deutliche Stei-
21
gerung um durchschnittlich weitere 4,1 Stellen, wovon etwas mehr als die Hälfte auf Mitarbeiter/innen
22
mit Hochschulabschluss entfallen würden. Insgesamt handelt es sich um knapp 35 bereits geschaf-
23
fene und etwas über 100 geplante Arbeitsplätze.
24
Eine differenzierte Betrachtung der Beschäftigungseffekte zeigt, dass nur sehr wenige Unternehmen
25
wirklich wachstumsstark sind. So entfallen etwa zwei Drittel der geschaffenen Arbeitsplätze nur auf
26
zwei Unternehmen und die geplanten Stellen verteilen sich zu 59% auf drei Unternehmen. Insgesamt
27
ragen damit vier Unternehmen heraus. Geringe bis keine Beschäftigungseffekte gehen dagegen von
28
den Unternehmen aus, deren Entwicklung als (eher) problematisch durch die Gründer/innen bewer-
29
tet wurde.

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4.5. Zusammenfassende Bewertung, Schlussfolgerungen und Empfehlun-
2
gen
3
Die zuvor dargestellten Untersuchungsergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen und be-
4
werten.
5
Wirksamkeit der Förderung
Horizontale Interventionslogik
Aspekt
Bewertung und Schlussfolgerung
Durchführung und
Zielerreichung ge-
mäß OP-Plan
Die Durchführung der Förderung erscheint angesichts des finanziellen und materiellen Verlaufs
problemlos. Aufgrund der bereits hohen Mittelbindung erscheint ein vorzeitiges Förderende ins-
besondere in der stärker entwickelten Region wahrscheinlich.
Die Zahl der Gründungsinteressierten und Existenzgründer/innen ist in beiden Regionen hoch,
in der stärker entwickelten Region wird der Zielwert bereits übertroffen, in der Übergangsregion
voraussichtlich erreicht.
Auch die Zielerreichung im Ergebnis (nach einem Jahr selbstständige Gründungsinteressierte
und Existenzgründer/innen) fällt hoch aus und übertrifft die Erwartungen.
Retrospektiver
Nutzen für die Re-
alisierung von
Gründungsvorha-
ben
Alle in die Befragung einbezogenen Gründer/innen haben im Zuge der Förderung ein Unterneh-
men gegründet, zumeist innerhalb der ersten sechs Monate nach Erhalt des Stipendiums.
Das Stipendium half den Gründerinnen / Gründern vor allen Dingen, ihre Produkte oder Dienst-
leistungen weiterzuentwickeln. Daneben gab es vielen Gründerinnen / Gründern Zeit, Finanzie-
rungs- oder Investitionsfragen zu klären, die Gründungen vorzubereiten oder die Unternehmen
am Markt zu etablieren.
Für knapp ein Drittel der Gründer/innen stellte das Technologiegründerstipendium aber im We-
sentlichen auch nur eine zusätzliche Sicherheit dar, sie hätten die Gründung tendenziell auch
ohne die Förderung problemlos durchführen können.
Bestandsfestigkeit
gegründeter Un-
ternehmen
Die Bestandsfestigkeit der gegründeten Unternehmen ist als durchmischt zu erachten.
Ein reichliches Fünftel der Gründungen, die in der Befragung betrachtet wurden, bestand bereits
nicht mehr. Ebenfalls ein reichliches Fünftel wies nach Auskunft der Gründer/innen eine (ten-
denziell) problematische Entwicklung auf. Es ist wahrscheinlich, dass weitere Unternehmens-
aufgaben vor diesem Hintergrund erfolgen werden.
Bei über die Hälfte der Unternehmen schätzten die Gründer/innen die Entwicklung dagegen zu-
mindest tendenziell positiv ein.
Insgesamt zeigen diese Befunde, dass es sich ein Stück weit um eine Risikoförderung in dem
Sinne handelt, als dass sie die Erprobung neuer innovativer und technologiegetriebener Pro-
dukte und Dienstleistungen erlaubt. Viele der Geschäftsmodelle erweisen sich jedoch als nicht
tragfähig genug.
Beschäftigungs-
entwicklung
Von den (wenigen) Gründungen gehen vergleichsweise umfangreiche Beschäftigungseffekte
aus. Bei den 25 noch bestehenden Unternehmen in der Befragung wurden insgesamt fast 35
Arbeitsplätze geschaffen und über weitere 100 Arbeitsplätze sind für die nähere Zukunft ge-
plant. Über die Hälfte der Stellen entfällt dabei auf Hochqualifizierte.
Eine differenzierte Betrachtung zeigt aber, dass es nur sehr wenige Unternehmen sind, die ein
hohes Wachstumspotenzial besitzen. So sind deutlich mehr als die Hälfte der realisierten und
der zu erwartenden Beschäftigungseffekte nur vier Firmen zuzuordnen.
Wirksamkeit ins-
gesamt
In der Gesamtschau der Befunde ergibt sich ein sehr differenziertes Bild im Hinblick auf die
Wirksamkeit der Interventionslogik.
Auch wenn eine sehr hohe Gründungsquote zu beobachten ist (in der Befragung 100 Prozent),
weisen viele Gründungen wenig bestandsfeste Geschäftsmodelle auf. Die Zahl der (zu erwar-
tenden) Unternehmensaufgaben ist angesichts der Intensität der Förderung relativ hoch.
Anderseits kann es gerade als positive Eigenheit der Förderung angesehen werden, dass sie
Gründer/innen mit innovativen, technologiegetriebenen Geschäftsmodellen die Möglichkeit er-
öffnet, diese vergleichsweise risikoarm am Markt zu erproben.
In dieser Interpretation ist es gewissermaßen erwartbar und nachvollziehbar, dass letztlich nur
eine überschaubare Anzahl von Unternehmen große Wachstumspotenziale aufweist. Die davon
ausgehenden Beschäftigungseffekte können als durchaus beachtlich angesehen werden und
helfen, insbesondere der Abwanderung hochqualifizierte Fachkräfte entgegenzuwirken.

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Vertikale Interventionslogik
Aspekt
Bewertung und Schlussfolgerung
Einordnung des
Vorhabensbe-
reichs in die För-
derarchitektur
Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass der Vorhabensbereich A.1.3.1 auch im Ergebnis re-
levant ist für die Realisierung des Spezifischen Ziels A.1 „Existenzgründungen und Unterneh-
mergeist stärken“. Die Zahl der (intensiv) geförderten Gründungen ist jedoch vergleichsweise
überschaubar.
Hinsichtlich der Bestandsdauer und Entwicklung der gegründeten Unternehmen ergeben die
Untersuchungsergebnisse ein durchwachsenes Bild. Allerdings erweisen sich einzelne Grün-
dungen als sehr wachstumsstark mit entsprechend großen Beschäftigungseffekten. Ein Beitrag
zum Beschäftigungsziel der Prioritätsachse A – insbesondere auch hinsichtlich der Qualität der
geschaffenen Arbeitsplätze – ist bereits erkennbar. Langfristig ist ein deutliches Anwachsen die-
ses Beitrags nicht unrealistisch.
Fachspezifische Evaluierungsfragen
Frage
Bewertung und Schlussfolgerung
Einschätzung des
Beitrags des Sti-
pendiums zum
Gründungserfolg
durch die Gründe-
rinnen und Grün-
der
Insgesamt trägt das Stipendium zum Gründungserfolg der Gründer/innen bei, sofern dieser nur
auf den Markteintritt bezogen wird.
Es hilft nach Aussage der vieler Gründer/innen, die Produkte und Dienstleistungen weiterzuent-
wickeln, die Gründungen vorzubereiten, Finanzierungsfragen zu klären und die Unternehmen
am Markt zu etablieren. Bei einigen Gründerinnen / Gründern sorgt es auch nur für zusätzliche
Sicherheit.
Die Bestandsfestigkeit der gegründeten Unternehmen ist jedoch als durchmischt zu beurteilen,
vielen Gründerinnen / Gründern gelingt es nicht, sich erfolgreich und dauerhaft am Markt zu
etablieren. Fast die Hälfte der Unternehmen weist entsprechend nach Auskunft der Gründer/in-
nen eine kritische Unternehmensentwicklung auf oder wurde bereits wieder aufgegeben.
Gleichzeitig hilft die Förderung aber auch Geschäftsmodelle zu etablieren, die wachstumsstark
sind und von denen entsprechende Beschäftigungseffekte ausgehen beziehungsweise zu er-
warten sind.
1
Tabelle 9:
Vorhabensbereich A.1.3.1 „Technologiegründerstipendium“ – Zusammenfassung und Bewertung
2
Die zuvor dargestellten Befunde der Untersuchung zeigen insgesamt, dass die Förderung die damit
3
verbundenen Zielstellungen unterstützt, ergeben aber auch ein differenziertes Bild hinsichtlich des
4
Erfolges der einzelnen Gründungsvorhaben. Mit Blick darauf, dass es einigen Gründer/innen nicht
5
gelingt, ihre Geschäftsmodelle dauerhaft am Markt zu etablieren, könnten verschiedene Ansatz-
6
punkte für Verbesserungen in Betracht gezogen werden.
7
Empfehlung 1:
Verbesserung der Auswahl und Begleitung der Gründungsvorhaben
Problemskizze
Die Bestandsfestigkeit der vorgenommenen Gründungen erweist sich als durchmischt. Zum Un-
tersuchungszeitpunkt gab mehr als ein Fünftel der befragten Gründer/innen an, dass die vorge-
nommene Unternehmensgründung nicht mehr bestand. Bei mehr als einem weiteren Fünftel
lassen die Rückmeldungen auf eine problematische Unternehmensentwicklung schließen.
Empfehlung
Es sollte geprüft werden, ob und inwiefern die Auswahl und Begleitung der Gründungsvorhaben
verbessert werden könnte, um den Anteil (voraussichtlich) problematischer Gründungen zu sen-
ken. Dies könnte zum Beispiel erfolgen, indem eine Verzahnung des Förderangebots mit dem
Vorhabensbereich A.1.3.2 „Gründerinitiativen“ vorgenommen wird, da hier die Beratung und Be-
gleitung von wissensbasierten Gründungen einen Kernbestandteil der Förderung bildet. Geprüft
werden könnte in diesem Zusammenhang eine Vorprüfung der Gründungsvorhaben („Business-
planwettbewerb“), deren Ergebnisse in Auswahlentscheidungen zur Vergabe der Technolo-
giegründerstipendien einfließen ebenso wie institutionalisierte Möglichkeiten der Begleitung
über die Laufzeit der Stipendien. In dem Zusammenhang könnte geprüft werden, inwiefern – be-
zogen auf den Vorhabensbereich A.1.3.2 – innovative Module speziell zur Begleitung von Sti-
pendiaten konzipiert und gefördert werden könnten.
Adressat(en)
Fondsbewirtschafter / Sächsische Aufbaubank
8
Tabelle 10: Vorhabensbereich A.1.3.1 „Technologiegründerstipendium“ – Schlussfolgerungen und Empfehlungen
9

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5. Vorhabensbereich A.2.1.1 „InnoExpert“
2
Der Vorhabenbereich A.2.1.1 „InnoExpert“ ordnet sich wie folgt in die Förderarchitektur des ESF-
3
Sachsen ein.
4
InnoExpert (A.2.1.1)
Fondsbewirtschafter: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA), Referat 37
Prioritätsachse (PA)
A
Förderung nachhaltiger und hochwertiger Beschäftigung und Unterstützung der
Mobilität der Arbeitskräfte
Investitionspriorität (IP)
8v
Anpassung der Arbeitskräfte, Unternehmen und Unternehmer an den Wandel
Spezifisches Ziel (SPZ)
A.2
Zusammenarbeit zwischen akademischer Forschung und Wirtschaft verbessern
und Innovationskraft der Unternehmen stärken
Handlungsoption (HO)
A.2.1 Förderung der Innovation der Unternehmen und der Zusammenarbeit zwischen
akademischer Forschung und Wirtschaft
5
Tabelle 11: Vorhabensbereich A.2.1.1 „InnoExpert“ – Einordnung in die Förderarchitektur
6
Innerhalb der Prioritätsachse A zählt der Vorhabensbereich „InnoExpert“ mit einem Anteil von 14,5
7
Prozent an den geplanten ESF-Mitteln zu den größeren Vorhabensbereichen, innerhalb des Spezi-
8
fischen Ziels A.2 bildet er mit einem Anteil von 44,3 Prozent einen von zwei Schwerpunkten der
9
Förderung.
10
5.1. Konzept: Untersuchungsfragen und methodisches Vorgehen
11
Ziele der Analyse waren die Wirkungsevaluierung, das heißt, die Untersuchung der Wirksamkeit der
12
Interventionslogik des Vorhabensbereichs und die Beantwortung von insgesamt zwei fachspezifi-
13
schen Evaluierungsfragen, die durch den Fondsbewirtschafter aufgeworfen wurden. Folgende Über-
14
sicht fasst Ziele, Zweck und Fragen zusammen.
15
Teil C: Wirkungsevaluierung
Teil D: fachspezifische Evaluierungsfragen
Wirksamkeit der Interventionslogik
Beitrag zur Realisierung der über-
greifenden Zielsetzungen
Welche Effekte hat die Förderung in Bezug auf die Anpassungsfähigkeit von
KMU an den gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und technologischen Wan-
del (d.h. wird Innovationskraft, Beschäftigungsstruktur und Wettbewerbsfä-
higkeit verbessert?)?
In welchen Umfang trägt die Förderung zum dauerhaften Verbleib oder der
dauerhaften Gewinnung hochqualifizierter Fachkräfte in sächsischen KMU
bei?
16
Tabelle 12: Wirkungsevaluierung im Vorhabensbereich A.2.1.1 „InnoExpert“ – Untersuchungsgegenstand
17
Die Wirkungsevaluierung einschließlich der Beantwortung der zwei fachspezifischen Evaluierungs-
18
fragen wurde nach dem folgenden Vorgehen durchgeführt:
19
1. Analyse des Förderansatzes einschließlich der Einbettung in die Gesamtstrategie
20
2. Analyse des bisherigen Umsetzungsstands
21
3. Vertiefende Analyse und Bewertung der Durchführung hinsichtlich der Inanspruchnahme nach
22
Beschäftigungsformen

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4. Vertiefende Analyse und Bewertung der Wirksamkeit des Förderansatzes hinsichtlich der Ziel-
2
setzung, die Anpassungsfähigkeit der KMU (Innovationskraft, Beschäftigtenstruktur, Wettbe-
3
werbsfähigkeit) zu stärken (Konkretisierung der Evaluierungsfrage 1)
4
5. Vertiefende Analyse und Bewertung der Wirksamkeit des Förderansatzes hinsichtlich der Ziel-
5
setzung, die Fachkräfte für KMU zu gewinnen und an KMU zu binden (Konkretisierung der Eva-
6
luierungsfrage 2)
7
6. Schlussfolgerung zum Beitrag der Förderung zur Realisierung der Gesamtstrategie sowie zur
8
Umsetzung der übergreifenden Förderziele
9
Folgende Tabelle weist alle im Zuge der Analyse genutzten Informationsquellen, die genutzten Me-
10
thoden sowie ihren Einsatzzweck aus:
11
Datenquelle
Analysemethode
Erkenntnisse und Bewertungen
ESF-OP
Ggf. weitere Dokumente zur För-
derkonzeption
Bestehende Evaluierungsberichte
Dokumentenanalyse
Förderansatz und Einbettung in Gesamtstrategie
Analyse und Bewertung bestehender Erkenntnisse
zur Wirksamkeit
Auswertungen von Daten aus dem
IT-Begleitsystem zu Vorhaben und
Teilnehmer/innen
Quantitative Analyse
Finanzieller und materieller Umsetzungsstand
Ggf. Inanspruchnahme nach Beschäftigungsform
Implementierung der übergreifenden Grundsätze
Befragung von KMU (Stichprobe
von ca. 300 Zuwendungsempfän-
gern brutto)
Qualitative und
quantitative Analyse
Auswirkungen der Förderung auf Innovationskraft,
Wettbewerbsfähigkeit, Beschäftigtenstruktur der Un-
ternehmen
Auswirkungen der Förderung auf Fachkräftegewin-
nung
Verbleib der Teilnehmer/innen in / außerhalb der
Unternehmen
12
Tabelle 13: Wirkungsevaluierung im Vorhabensbereich A.2.1.1 „InnoExpert“ – Datenquellen
13
5.2. Ziele und Interventionslogik der Förderung
14
Kontext der Förderung
15
Die Förderung im Vorhabensbereich steht vor allem im Kontext der im ESF-OP identifizierten Her-
16
ausforderung 1 „Erhalt und Ausbau der Beschäftigung im demografischen, wirtschaftlichen und tech-
17
nologischen Wandel“. Trotz der positiven wirtschaftlichen Entwicklung in den vergangenen Jahren
18
sei demgemäß festzustellen, dass zu viele junge hochqualifizierte Arbeitskräfte dem Freistaat nach
19
Abschluss der Ausbildung den Rücken kehren. Vor diesem Hintergrund sei die Schaffung von at-
20
traktiven Arbeitsplätzen durch Maßnahmen zur Erhöhung der Innovationsfähigkeit von Unternehmen
21
und Beschäftigten von Bedeutung.

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Horizontale Interventionslogik
2
Die Förderung im Vorhabensbereich „InnoExpert“ verfolgt das Ziel, die Verbindungen und Aus-
3
tauschprozesse zwischen Wissenschaft und Wirtschaft im Land zu stärken und das Innovationspo-
4
tenzial der sächsischen Wirtschaft zu erhöhen. Zudem sollen die Beschäftigungschancen von Hoch-
5
schulabsolventen im Freistaat erhöht werden.
6
Die Förderung besteht aus einer finanziellen Unterstützung zur Einstellung und Beschäftigung ver-
7
schiedener Personengruppen (InnoExperten), die im Rahmen der Projekte (technologieorientierte)
8
FuE-Themen und Vorhaben bearbeiten oder die Einführung oder Weiterentwicklung eines betriebli-
9
chen Innovationsmanagements unterstützen sollen. Konkret werden bis zu 50 Prozent der Perso-
10
nalausgaben, bestehend aus Bruttoarbeitsgehalt und Personalnebenkosten, für einen Zeitraum von
11
maximal 30 beziehungsweise 36 Monaten bezuschusst.
12
Um die Zielsetzung des Vorhabensbereichs zu erreichen, sollen während der Förderperiode 640
13
KMU in der Übergangsregion und 110 KMU in der stärker entwickelten Region gefördert werden. In
14
den Fördervorhaben sollen weiterhin fünf über 54-jährige in der stärker entwickelten Region und 31
15
in der Übergangsregion erreicht werden. Als Ergebnisziel wurde festgelegt, dass bei 80 Prozent der
16
geförderten KMU dank der Förderung gestärkte FuE-Kompetenzen oder Kooperationen vorliegen.
17
Folgende Graphik fasst die horizontale Interventionslogik des Vorhabensbereichs zusammen:
18
19
20
Abbildung 20: Horizontale Interventionslogik im Vorhabensbereich A.2.1.1 „InnoExpert“
21
Vertikale Interventionslogik
22
Der Vorhabensbereich A.2.1.1 unterstützt das Spezifische Ziel A.2 „Zusammenarbeit zwischen aka-
23
demischer Forschung und Wirtschaft verbessern und Innovationskraft der Unternehmen stärken“. Im
24
Rahmen der Förderung stellen die Unternehmen Personen ein, die sich mit innovativen Themen aus
25
dem Bereich Technologie und Forschung und Entwicklung beschäftigen beziehungsweise ein be-
26
triebliches Innovationsmanagement einführen. Damit zielt der Vorhabensbereich unmittelbar auf den
27
zweiten Teilaspekt des Spezifischen Ziels, namentlich die Stärkung der Innovationskraft von Unter-
28
nehmen, ab. Im Hinblick auf das in der Prioritätsachse A verankerte Beschäftigungsziel sind (im
29
begrenzten Umfang) unmittelbare Effekte gegeben, wenn die eingestellten Personen in den Unter-
30
nehmen verbleiben und weitergehende Effekte zu erwarten, wenn durch die Förderung Wachstums-

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und Marktpotenziale der Unternehmen gestärkt werden und in der Folge angebotsseitig Beschäfti-
2
gung gesichert und ausgebaut wird.
3
5.3. Bestehende Erkenntnisse
4
Der Förderansatz im Vorhabensbereich A.2.1.1 bestand in Teilen bereits in der vergangenen För-
5
derperiode. Neu sind die Bestandteile „InnoManager“ und „Senior InnoManager“.
6
In der Förderperiode 2007 – 2013 wurden die seinerzeit bestehenden Teile des Vorhabensbereichs,
7
der Innovationsassistent und der Vorgänger des Senior InnoExpert, zweimal im Rahmen von über-
8
greifenden Evaluationen untersucht. Die erste Evaluation aus dem Jahre 2011 (Teil der der wissen-
9
schaftlichen Begleitforschung zum ESF) kam zu dem Schluss, dass die Innovationsassistentinnen
10
und -assistenten in den meisten Fällen für einen Technologietransfer sorgten und die Innovations-
11
kraft der Unternehmen stärkten. Zudem verblieben die Innovationsassistenten auch nach Ende der
12
Förderung häufig in den Unternehmen beziehungsweise im Freistaat Sachsen. Neben dieser Evalu-
13
ation wurde 2013 eine vertiefte Untersuchung der gesamten strukturfondsfinanzierten Technologie-
14
förderung des Freistaates Sachsen in der Förderperiode 2007 – 2013 durchgeführt. Diese Studie
15
kam zu ähnlichen Ergebnissen, zudem wurden zusätzliche positive Beschäftigungseffekte festge-
16
halten.
17
Die Durchführungsevaluierung 2016 zur Umsetzung in der aktuellen Förderperiode fiel durchmischt
18
aus. In finanzieller Hinsicht war die Umsetzung fortgeschritten. Die Zielerreichung bei den formulier-
19
ten Output-Indikatoren fiel hinsichtlich der Zahl der unterstützten KMU höher aus als in Bezug auf
20
die Teilnahme von über 54-jährigen. Bezogen auf den Ergebnisindikator wurden hingegen zum Be-
21
trachtungszeitpunkt die im Zielwert ausgewiesenen Erwartungen deutlich übertroffen.
22
5.4. Analyse
23
5.4.1. Quantitative Analyse
24
Der Umsetzungsfortschritt im Vorhabensbereich A.2.1.1 „InnoExpert“ stellt sich zum Stichtag
25
31.05.2018 wie folgt dar:
26

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2
Zur Erläuterung der dargestellten Kennzahlen und Berechnungen siehe Abschnitt 2.1.2
3
Abbildung 21: Umsetzungsstand im Vorhabensbereich A.2.1.1 „InnoExpert“, Quelle: Monitoring-Auswertungen zu Vorhaben
4
und Teilnehmer/innen der LIF und eigene Berechnungen
5
In der stärker entwickelten Region waren zum Betrachtungszeitpunkt die vorhandenen Mittel bereits
6
nahezu ausgeschöpft, aber auch in der Übergangsregion stellt sich die finanzielle Umsetzung bereits
7
als fortgeschritten dar. Ein vorzeitiges Auslaufen der Förderung erscheint möglich. Bewilligt wurden
8
464 Vorhaben mit einer durchschnittlichen Förderhöhe von 39.305 Euro an ESF-Mitteln.
9
Sowohl in der stärker entwickelten als auch in der Übergangsregion befindet sich die Zielerreichung
10
bezüglich der partizipierenden KMU auf gutem Niveau, allerdings könnte unter Berücksichtigung der
11
vergleichsweise höheren Mittelbindungsquote in der Übergangsregion das Ziel letztlich leicht verfehlt
12
werden. Über 54-Jährige nehmen dagegen in beiden Regionen in deutlich geringerem Maße an der
13
Förderung teil, als geplant. Das Ergebnisziel wird bislang in der Übergangsregion erreicht, in der
14
stärker entwickelten Region dagegen noch erheblich verfehlt.
15
Insgesamt ist der Förderverlauf unter Berücksichtigung der dargestellten Kennzahlen als durch-
16
mischt zu erachten.
17
5.4.2. Qualitative Analyse
18
Die quantitative Analyse zeigt, dass bislang nicht alle Zielindikatoren erfüllt werden und dass bei
19
einigen auch längerfristig die Zielerreichung fraglich ist. Im Folgenden wird diese Analyse um quali-
20
tative Aspekte vertieft.
Vorhabensbereich A.2.1.1
Vorhabensbereich:
Fondsbewirtschafter:
SMWA, Ref. 37
Beginn der Förderung:
2015
Laufzeit in %:*
45%
Input
SER
ÜR
Gesamt
ESF-Mittel (PLAN)
3,78 Mio. Euro
22,11 Mio. Euro
25,89 Mio. Euro
ESF-Mittel gebunden:
3,61 Mio. Euro
14,62 Mio. Euro
18,24 Mio. Euro
Anteil gebunden:
96%
66%
70%
Output
Anzahl Bewilligt
Anzahl VN-geprüft Ø Summe ESF (€)
464
146
39.305
Eintritte gesamt
weiblich
männlich
ISCED 1-2
ISCED 3-4
ISCED 5-8
440
21%
79%
0%
2%
98%
Arbeitslose
Arbeitnehmer/innen
und Selbstständige
Nicht Erwerbstätige
Unter 25
Über 54
Migrations-
Hintergrund
0%
100%
0%
4%
3%
5%
Output: OP-Indikatoren
Indikator 1:
Unterstützte KMU
Zielwert (SER)
Zielwert (ÜR)
IST (SER)
IST (ÜR)
% an Ziel (SER)
% an Ziel (ÜR)
Zielerreichung
110
640
105
359
95%
56%
Indikator 2:
Über 54-jährige
Zielwert (SER)
Zielwert (ÜR)
IST (SER)
IST (ÜR)
% an Ziel (SER)
% an Ziel (ÜR)
Zielerreichung
5
31