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Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz,
Klimaschutz
Stand: 30.07.2018
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Projektwoche_AB_1_Slido
Eine Befragung mit sli.do durchführen
Führt eine kurze Befragung bei euren Mitschülerinnen und Mitschülern der Klasse/Schule mit sli.do
durch.
Diskutiert die Ergebnisse.
Vor der Befragung
(1)
www.slido.com
aufrufen (Für externe Links wird
keine Haftung übernommen.)
(2) Gehe auf der Startseite auf products und wähle polls
(Umfragen) aus
Scrolle auf der Seite ganz nach
unten
gehe auf GET STARTED
(3) Fülle die vier Felder aus und klicke auf „Create
Account“
(4) Es erscheint: Welcome to Slido
Trage den Begriff
„Klimawandel“ ein.
Enter
(5) Klicke auf „Create a poll“
Wähle aus: Multiple
choice
(6) Schreibe deine Frage: „
Gibt es den
Menschengemachten Klimawandel auch bei uns
in Sachsen?“
Einen Kasten tiefer (+ add options)
eintragen: „Ja“, „Nein“, „Weiß nicht“
(7) Event-Code merken
Während der Befragung
(1) Schülerinnen und Schüler öffnen den Browser:
www.slido.com
(2) Tragen den Event Code ein (zum Beispiel: R771)
(3) Schülerinnen und Schüler beantworten die Frage.
Beachte: Jeder Teilnehmer, jede Teilnehmerin hat nur
eine
Stimme.
Nach der Befragung:
Auf dem Bildschirm des
Administrators (Erstel-
lender der Befragung)
erscheinen sofort die
Ergebnisse der Umfrage,
z.B. als Diagramm, diese
können per Beamer
gezeigt werden.
Tipp:
Es lassen sich mit
Sli.do auch Assoziationen
zu Begriffen sammeln und
Wortwolken erstellen.
M_1 Screenshot Anmeldefenster
M_2 Screenshot des Administrators: Formulierung der Frage

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Projektwoche_AB_2_Befragung
Eine Befragung durchführen
Führt eine kurze Befragung mit euren Mitschülerinnen und Mitschülern der Klasse/Schule durch.
Diskutiert die Ergebnisse.
Nr. männlich/
weiblich
Gibt es den anthropogenen (vom Menschen gemachten) Klimawandel auch
bei uns in Sachsen?
Ja
Nein
Weiß nicht / Vielleicht

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Projektwoche_AB_3_MindMap
Eine Mind Map erstellen
Erstellt in Partnerarbeit eine Mind Map zur Frage: Was bedeutet der Klimawandel für dich
persönlich? Nutzt dafür die Vorlage und erweitere sie bei Bedarf.

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projektwoche_AB_4_nTHE
Infoblatt
Der natürliche Treibhauseffekt
Der natürliche Treibhauseffekt bewirkt, dass die Lufttemperatur auf unserer Erde im Durchschnitt
+15 °C beträgt. Ohne ihn betrüge die durchschnittliche Temperatur -18 °C. Wasserdampf und die
Treibhausgase
Kohlenstoffdioxid, Methan und FCKW
in der Atmosphäre bewirken, dass nicht die
gesamte Wärmestrahlung ins Weltall gelangt. Die Treibhausgase absorbieren die langwellige
Wärmestrahlung und erwärmen sich dabei. Sie strahlen die Wärme zurück zur Erdoberfläche, die
sich wieder erwärmt.
M_1: Die Erwärmung der Luft und der natürliche Treibhauseffekt (Quelle: Gerber u.a. 2016: 14)
[Gerber u.a. 2016] GERBER, Wolfgang, HÄNEL, Steffen, LIEBMANN, Ute, REUTEMANN, Simone, SCHÖN, Carola,
SCHÖNHERR, Bärbel: Heimat und Welt. Geographie für Sachsen Klasse 10. Braunschweig: Westermann Schroedel
Diesterweg Schöningh Winklers GmbH, 2016.
CO
2
– kurz und knapp
Kohlenstoffdioxid
Verbrennung fossiler
Energieträger
Brandrodung
Bodenerosion
Industrie
FCKW – kurz und knapp
Fluorchlorkohlenwasserstoffe
Treibmittel in Spraydosen
Reinigungsmittel
Beimischung in Kühlaggregaten
Isoliermaterial
CH
4
– kurz und knapp
Methan
Heizgas,
Energiequelle
chemische Industrie
wird größtenteils von
Mikroorganismen gebildet, z.B.
in Faulschlamm
28x höheres Treibhauspotential
als CO
2

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Projektwoche_AB_5_Experiment_nTHE
Ein Experiment durchführen
Der natürliche Treibhauseffekt
Mit diesem Experiment könnt ihr den natürlichen Treibhauseffekt auf der Erde nachvollziehen.
1. Vermutet vor dem Experiment, welche
Beobachtungen ihr machen werdet.
2. Führt das Experiment durch, tragt die Messergebnisse in die Tabelle ein.
Zeit
Temperatur ohne Glas in °C
Temperatur mit Glas in °C
t0
0 Minuten
t1
nach 2 Minuten
t2
nach 4 Minuten
t3
nach 6 Minuten
t4
nach 8 Minuten
t5
nach 10 Minuten
t6
nach 12 Minuten
t7
nach 14 Minuten
t8
nach 16 Minuten
t9
nach 18 Minuten
t10 nach 20 Minuten
Versuchsanleitung
Materialien:
2 Unterlagen (Erde)
1 Glasgefäß
2 Thermometer mit
Außenmessfühler, Klebeband
Stoppuhr/Smartphone
Lampe
Durchführung:
1. Legt die vorbereitete Unterlage
(Erde) unter die Lampe.
2. Befestigt die Außenmessfühler
der Thermometer mit Klebeband
auf der Unterlage.
3. Schaltet die Lampe ein.
4.
Stellt das Glas über eine
Unterlage (Erde).
5.
Messt die Temperaturen in
festgelegten Abständen (siehe
Tabelle).
M_1 Versuchsaufbau (eigene. Abbildung)

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Projektwoche_AB_5_Experiment_nTHE
3. Berechnet den Temperaturunterschied zwischen t0 und t10 für die Messungen mit und ohne
Glas in Kelvin (K).
Temperaturunterschied ohne Glas:
_____________________________________________
Temperaturunterschied mit Glas:
_____________________________________________
4.
Beschreibt eure Beobachtung.
_____________________________________________________________________________
_____________________________________________________________________________
_____________________________________________________________________________
5. Wertet das Experiment aus. Geht auch auf eure Vermutung (1.) ein.
Erklärt mit Hilfe des Informationsblattes (AB_4_nTHE) den natürlichen Treibhauseffekt.
Überlegt zunächst, was die Gegenstände in Wirklichkeit darstellen
.
Lampe:
Unterlage:
Luft im Glas:
_______________________________________________________________________________
_______________________________________________________________________________
_______________________________________________________________________________
_______________________________________________________________________________
_______________________________________________________________________________
_______________________________________________________________________________
_______________________________________________________________________________
_______________________________________________________________________________
_______________________________________________________________________________
6. Überlegt, wie sich die Temperatur auf der Erde verändern würde, wenn es den natürlichen
Treibhauseffekt nicht gäbe.
_______________________________________________________________________________
_______________________________________________________________________________
_______________________________________________________________________________

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Projektwoche_AB_6_natUrsachen
Informationsblatt
Natürliche Ursachen der Klimaänderungen
Das Klima unserer Erde verändert
sich ständig auf natürliche Weise. In
der erdgeschichtlichen Entwicklung
wechselten sich Phasen ab, in denen
höhere Temperaturen und niedrigere
Temperaturen auftraten. So sind
Schwankungen zwischen 9 °C und
16 °C in den letzten Millionen Jahren
bekannt (M_1).
Astronomische und geotektonische Ursachen
Bei den natürlichen Ursachen von Klimaänderungen werden astronomische und geotektonische
unterschieden.
Zu
den
astronomischen
Ursachen
gehören
Unregelmäßigkeiten
der
Sonnenstrahlung auf die Erde und Variationen der Erdumlaufbahn um die Sonne (M_3, M_4).
Im Laufe der Erdgeschichte hat sich die Lage der Kontinente durch plattentektonische Prozesse
verändert. Befinden sich an den Polen große Landmassen, führt das zu einer stärkeren Reflexion
der Sonnenstrahlen als bei einer Wasseroberfläche. Es kommt dabei zu einer erhöhten Abkühlung
und zur Bildung von Eis.
Im Verlauf der Erdgeschichte beeinflussten auch große Vulkanausbrüche das Klima der Erde.
Auftretende pyroklastische Wolken (M_2),
Gemische aus Gasen und Feststoffen, die
bei Vulkanausbrüchen entstehen können,
verdunkelten
große
Teile
der
Erdoberfläche. Als Folge sinken weltweit
die Temperaturen (M_4). Nach dem
Ausbruch des Vulkans Tambora (1815)
auf Indonesien ging das Jahr 1816 als ein
Jahr ohne Sommer in die Geschichte ein.
Durch den Ausbruch des Pinatubo im Jahr
1991
kam
es
zu
einem
Temperaturrückgang um bis zu 0,5 °C in
den
folgenden
Jahren
auf
der
Nordhalbkugel der Erde.
M_1 Temperaturschwankungen in den letzten 11 000 Jahren
(Quelle: SMUL 2010: 28)
M_2 Pyroklastische Wolke des Vulkans Mayon (Philippinen), 1984
(USGS Public Domain)

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Projektwoche_AB_6_natUrsachen
Exzentrizität:
Die Entfernung der Erde von der Sonne schwankt um höchstens 1,7 Prozent.
Obliquität:
Die Erdachse verändert sich in einem Bereich von 22,1 ° und 24,5 °. Gegenwärtig beträgt
die Neigung der Erdachse gegenüber der Senkrechten 23,5 °.
Präzession:
Durch Einwirkung anderer Himmelskörper wie Sonne und Mond gerät die Erdachse in
Schwingung.
M_3 Unregelmäßigkeiten der Sonnenstrahlung auf die Erde (Quelle: SMUL 2010: 30)
M_4 Klimaänderung durch Vulkanausbrüche (Quelle: SMUL 2010: 38)
N
2
O
5
Distickstoffpentoxid
(Salpetersäureanhydrid)
HNO
3
– Salpetersäure
HCl – Salzsäure
ClONO
2
– Chlornitrat
H
2
O – Wasser
SO
2
– Schwefeldioxid
O
2
– Sauerstoff
H
2
SO
4
- Schwefelsäure

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Projektwoche_AB_6_natUrsachen
Literatur:
[SMUL 2010] SÄCHSISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR UMWELT UND LANDWIRTSCHAFT: Klasse Klima?! Schulen
für Klimaschutz. Dresden.
[Zwönitz-Wetter 2018] WETTERSTATION ZWÖNITZ: Diagramm 400 Jahre Sonnenflecken-Beobachtung. [online]
http://www.zwoenitz-wetter.de/html/sonnenaktivitat.html
[11.07.2018]
Die Anzahl der Sonnenflecken schwankt in einem Zyklus von rund 11 Jahren. Sonnenflecken
sind Gebiete auf der Sonne, in denen niedrigere Temperaturen (ca. 4500 °C) herrschen. Je
höher die Anzahl der Sonnenflecken, desto höher ist die Aktivität der Sonne, obwohl die
Sonnenflecken nicht so heiß sind wie die übrige Sonnenoberfläche. Ursache dafür ist, dass in
Perioden erhöhter Sonnenflecken auch viele Sonnenfackeln* auftreten. Sie erhöhen die von der
Sonne abgegebene Strahlungsenergie.
Die Verringerung der Sonneneinstrahlung und der Sonnenflecken waren verstärkende Faktoren
während der Kleinen Eiszeit (ca. 13. bis 19. Jahrhundert).
* Sonnenfackeln sind Eruptionen auf der Sonnenoberfläche, bei denen Sonnenmaterial in
kurzer Zeit auf mehrere Millionen Grad erhitzt wird und in wenigen Stunden bis 600 000 km
über die Sonnenoberfläche geschleudert wird.
M_5 Variationen der Erdumlaufbahn um die Sonne (SMUL 2010: 30, Zwönitz-Wetter 2018)

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Projektwoche_AB_7_anthrTHE
Infoblatt
Der anthropogen verstärkte Treibhauseffekt
Der anthropogene Treibhauseffekt stellt eine Verstärkung des natürlichen Treibhauseffekts dar.
Durch ihn erwärmt sich die Erdoberfläche zusätzlich (M_1).
Seit Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert beeinflusst der Mensch zunehmend den
natürlichen Treibhauseffekt, da er die Konzentration von Treibhausgasen wie Kohlenstoffdioxid
(CO
2
), Methan (CH
4
), Distickstoffoxid (N
2
O) erhöht und neue Treibhausgase wie die
Flurchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) in die Atmosphäre einbringt (M_2, M_3).
Dabei erhöhte sich die Konzentration der Treibhausgase in den letzten 800 000 Jahren auf ein
Niveau, wie es noch nie vorkam (M_4).
CO
2
ist das wichtigste anthropogene Treibhausgas. Im Zeitraum von 2002 bis 2011 stieg die CO
2
-
Konzentration in der Atmosphäre mit 2 ppm (parts per million – Anteile pro Million Teilchen) pro
Jahr. Das ist die höchste jemals beobachtete Änderung in zehn Jahren. Die andauernde Zunahme
der CO
2
- Konzentration seit 1958 auf dem Mauna Loa (Hawaii) verdeutlicht die Kurve M_4.
Seit dem Jahr 1750 erhöhte sich der Anteil von CO
2
in der Atmosphäre um 40 Prozent, von CH
4
um
150 Prozent und von N
2
O um 20 Prozent.
Die Industrieländer sind die Hauptverursacher der ansteigenden CO
2
- Konzentration in der
Atmosphäre. Seit Beginn der Industrialisierung haben sie 80 Prozent des CO
2
ausgestoßen, obwohl
hier nur ein Viertel der Weltbevölkerung lebt. Die Emissionen der Entwicklungsländer stammen
hingegen vorwiegend aus dem Reisanbau, der Verbrennung von Biomasse, der Nutztierhaltung und
der Zerstörung vorhandener Wälder. Die zehn führenden Staaten beim Gesamtausstoß von CO
2
sind in der Tabelle M_6 aufgeführt; die Tabelle stellt vergleichend auch die Emissionen pro Kopf
dar.
M_1 Natürlicher und anthropogener Treibhauseffekt (Quelle: Gerber u.a. 2016: 129)

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Projektwoche_AB_7_anthrTHE
Treib-
haus-
gas
Herkunft
Konzentration
A: im Jahr 2016,
B: vorindustrielle Zeit
Verweildauer in der
Atmosphäre
CO
2
Verbrennung fossiler
Energieträger,
Brandrodung,
Bodenerosion, Industrie
A: >400 ppm*
B: 280 ppm
120 Jahre
CH
4
Anbau von Reis,
Massenviehhaltung,
Erdgaslecks, Verbren-
nung von Biomasse,
Mülldeponien, Nutzung
fossiler Energieträger
A: 1919 ppb*
B: 730 ppb
9-15 Jahre
N
2
O
Verbrennung von
Biomasse und fossiler
Energieträger, Einsatz
von Düngemitteln
A: 328 ppb (2015)
B: 270 ppb
114 Jahre
FCKW
Treibmittel in
Spraydosen,
Reinigungsmittel,
Beimischung in
Kühlaggregaten,
Isoliermaterial
A: keine Angabe
2007: ca. 0,005 ppm
B: 0
sehr lange Verweildauer je
nach Typ
M_2 Anthropogene Treibhausgase (Quellen: Latif 2009: 58, Umweltbundesamt 2017a, Umweltbundesamt 2017b)
* ppm – Parts per million (Anteile pro Million Teilchen)
ppb – parts per billion (Anteile pro Milliarden Teilchen)
M_3 Anteil der Treibhausgase im Jahr 2010 (Quelle: IPCC 2014: 46)

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Projektwoche_AB_7_anthrTHE
M_4 Entwicklung der CO
2
-Konzentration in der Atmosphäre in den letzten 800000 Jahren auf der Grundlage von
Eiskernbohrungen bis 1958 und danach von Daten des Mauna Loa (Quelle: SIO 2018)
Platz
Staat
CO
2
-Emissionen (2016) in MtCO
2
(Mio. t)
CO
2
-Emissionen (2016) in t CO
2
pro Kopf
1
China
10151
7,2
2
USA
5312
17,0
3
Indien
2431
1,8
4
Russland
1635
11,0
5
Japan
1209
9,5
6
Deutschland
802
9,8
7
Iran
656
8,2
8
Saudi-Arabien
634
20,0
9
Südkorea
595
12,0
10
Kanada
563
16,0
Zum Vergleich
37
Qatar
123
48,0
180
Nigeria
102
0,6
M_5 Die führenden Staaten beim Gesamtausstoß und beim Ausstoß pro Kopf von CO
2
2016 (Quelle: GCA 2018)
Quellen:
[GCA 2018] GLOBAL CARBON ATLAS: Chart view 2016. [online]
www.globalcarbonatlas.org/en/co2-emissions
[30.06.2018]
[Gerber u.a. 2016] GERBER, Wolfgang, HÄNEL, Steffen, LIEBMANN, Ute, REUTEMANN, Simone, SCHÖN, Carola, SCHÖNHERR,
Bärbel: Heimat und Welt. Geographie für Sachsen Klasse 10. Braunschweig: Westermann Schroedel Diesterweg Schöningh Winklers
GmbH.
[LATIF 2009]
[IPCC 2014] INTERGOVERNMENTAL PANEL ON CLIMATE CHANGE: Klimaänderung 2014: Synthesebericht. Beitrag der
Arbeitsgruppen I, II und III zum Fünften Sachstandsbericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC)
[Hauptautoren, R.K. Pachauri und L.A. Meyer (Hg.)]. IPCC, Genf, Schweiz. Deutsche Übersetzung durch Deutsche IPCC-
Koordinierungsstelle, Bonn, 2016.
[SIO 2017] SCRIPPS INSTITUT OF OCEANOGRAPHY: The Keeling Curve. [online] https://scripps.ucsd.edu/programs/keelingcurve/wp-
content/plugins/sio-bluemoon/graphs/co2_800k.png [08.09.2017].
[Umweltbundesamt 2017a] UMWELTBUNDESAMT: Atmosphärische Treibhausgas Konzentrationen: Kohlendioxid, Methan.
[online]
http://www.umweltbundesamt.de/daten/klimawandel/atmosphaerische-treibhausgas-konzentrationen#textpart-1
[08.09.2017].
[Umweltbundesamt 2017b] UMWELTBUNDESAMT: Die Treibhausgase. [online]
https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimaschutz-energiepolitik-in-deutschland/treibhausgas-emissionen/die-
treibhausgase [30.12.2017].

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Projektwoche_AB_8_Concept Map
Methodenblatt
Eine Concept Map erstellen
Ziel: Mit einer Concept Map kann ich komplexe Themen übersichtlich darstellen, so
dass ich auf einen Blick das Wesentliche erkennen kann.
1) Das Thema formulieren und Stichwörter sammeln
Ausgehend von einem Thema, einer Fragestellung oder einem
Problem sammelst du alle Stichwörter, die dir in diesem
Zusammenhang einfallen. Die Begriffe und Gedanken notierst du
auf kleine Kärtchen.
2) Begriffe ordnen
Lege die einzelnen Begriffskärtchen auf eine einfarbige Unterlage
(z.B. Din A4) und lege eine sinnvolle Ordnung fest. Es ist hilfreich,
dir ein Ordnungssystem zu überlegen. Dabei helfen dir zum
Beispiel folgende Überlegungen:
1. Begriffe, die Orte benennen
2. Begriffe die Lagebeziehungen oder räumliche Muster
beschreiben
3. Begriffe, die Beziehungen oder Zusammenhänge
beschreiben
4. Begriffe, die eine Veränderung in der Zeit, einen Prozess beschreiben
5. Begriffe, die eine Abhängigkeit, einen Ursache-Folge-Zusammenhang oder
Wechselwirkung beschreiben
6. Begriffe, die eine subjektive Wahrnehmung oder eine Darstellung von etwas
beschreiben
3) Eine Concept Map erstellen
Das Thema schreibst du zentral in die Mitte oder als
Überschrift auf ein weißes Blatt. Durch Verschieben der
Kärtchen und Hinzufügen von beschrifteten Pfeilen und
Symbolen stellst du das Thema anschaulich und
übersichtlich dar. Klebe alle Elemente auf und präsentiere
dein Schema deinen Mitschülern. Denke daran, die
verwendeten Symbole in einer Legende zu erklären.
nach: Raschke, N. (2018), Concept Maps, in: Praxis Geographie 7/8, Westermann, Braunschweig, S. 48-51.
Tipp:
einige Symbole die in deiner
Concept Map vorkommen
können
Wirkung
Wechselwirkung
}
Zusammenfassung
ist nicht gleich
?
Frage, Problem
wichtig
Widerspruch
Lösung, Lösungsweg
Tipp:
Wenn dir während des
Ordnens weitere
Begriffe einfallen,
erweitere deine
Begriffssammlung.
Tipp:
Verwende für jeden
Begriff ein Kärtchen.
Verwende die
Formatvorlage für
Begriffe

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Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz,
Klimaschutz
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Projektwoche_AB_8_Karte
Regionale Auswirkungen der Klimaänderungen im 21. Jahrhundert
Recherchiert nach Schlagzeilen zu drei Beispielen aus der Karte.
M_1 Regionale Folgen der Klimaänderungen im 21. Jahrhundert (Quelle: Gerber u. a. 2016)
Quelle:
[Gerber u.a. 2016] GERBER, Wolfgang, HÄNEL, Steffen, LIEBMANN, Ute, REUTEMANN, Simone, SCHÖN, Carola,
SCHÖNHERR, Bärbel: Heimat und Welt. Geographie für Sachsen. Klasse 10. Braunschweig: Bildungshaus
Schulbuchverlage Westermann Schroedel Diesterweg Schöningh Winklers, S. 130.

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Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz,
Klimaschutz
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Projektwoche_AB_9_Expertenpuzzle
Expertenpuzzle
Spüren wir in Sachsen die Folgen der Klimaänderungen?
1. Legt in eurer Gruppe die Experten für die Schwerpunkte fest:
Temperatur
Niederschlag und
Extreme Wetterereignisse.
2. Die Experten bearbeiten die Aufgaben des entsprechenden Arbeitsmaterials und stellen den
Gruppenmitgliedern zentrale Ergebnisse vor.
3. Beantwortet die oben genannte Frage und verfasst einen Beitrag für die Präsentation (
leitende Aufgabenstellung). Wählt aus: Hörbeitrag, Blog-Eintrag, Zeitungsartikel, Plakat.
TEMPERATUR

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Klimaschutz
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Projektwoche_AB_9_Expertenpuzzle
NIEDERSCHLAG
EXTREMWETTER

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Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz, Klima-
schutz
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Projektwoche_AB_10_ExperteExtremwetter
Expertenpuzzle: Spüren wir in Sachsen die Folgen der Klimaänderungen?
Experte für extreme Wetterereignisse
1. Erkläre Merkmale eines Extremwetterereignisses in Sachsen.
2. Beschreibe die aufgeführten Beispiele der extremen Wetterereignisse in Sachsen.
„Millionenschäden durch Riesenhagel“ +++ „Tornado verwüstet ganze Dörfer“ +++ „Wetterextreme
in Sachsen nehmen zu – 2017 viel zu warm und stürmisch“ +++ „Wann kommt endlich der Regen?“
M_1 Schlagzeilen in den Medien
Extreme Wetterereignisse, wie Hitze- und Kälteperioden mit rekordverdächtigen Temperaturen,
Starkniederschläge, Hochwasser, Dürreperioden und Stürme, stellen mögliche Anzeichen für die
auftretenden Klimaänderungen dar. Sie zeigen sich auf der gesamten Erde und damit auch im Bun-
desland Sachsen. Extreme Wetterereignisse wirken sich auf das alltägliche Leben und Arbeiten der
Menschen aus. Um Klimaänderungen erkennen zu können, werden langfristige Trends, die Jahres-
gänge von Temperatur und Niederschlag oder auch extreme Wetterereignisse erforscht. Gravieren-
de Auswirkungen des globalen Klimawandels in Sachsen werden insbesondere im Zusammenhang
mit Trockenheit, Starkniederschlägen und Wärmebelastungen erwartet.
Wetterextreme in Sachsen nehmen zu – 2017
viel zu warm und stürmisch
(…) Das Jahr 2017 geht mit Stürmen, lokalen
Starkregen und Spätfrost im April in die Ge-
schichte ein. Nach den Worten von Johannes
Frank, Klimaexperte im Landesamt für Umwelt,
Landwirtschaft und Geologie (LfULG), gab es
den 21. ‚zu warmen Sommer‘ in Folge. Seit
Sommer 2013 waren alle Jahreszeiten wärmer
als in der Referenzperiode (1961-1990). Das sei
der längste zu warme Zeitraum seit Beginn der
Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881.
(…) Die anhaltende Trockenheit im Winter und
Frühjahr 2016 wiederholte sich 2017. Darauf
folgten wieder unwetterartige Gewitter mit Stark-
regen, Sturm, Hagel und schwülen Wettersituati-
onen in den Sommermonaten sowie ein wech-
selhafter Herbst, teilte das LfULG und der Deut-
sche Wetterdienst mit. (… )
M_2 Beitrag in der LVZ vom 25.01.2018 (Quelle: LVZ 2018)
M_1 Trockenes Maisfeld
in Crostwitz (Quelle:
SMUL)
M_3 Trockenheit im
Frühjahr /Sommer
2018
(Quelle: UFZ 2018)

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schutz
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Projektwoche_AB_10_ExperteExtremwetter
M_4 Häufigkeit von Trockenheits-Ereignissen in der Vege-
tationsperiode I (April-Juni) 1961-1990 (ReKIS)
M_9 Änderungen der Häufigkeit des Auftretens von
Starkregenereignissen in Vegetationsperiode II (ReKIS)
M_8 Änderungen der Häufigkeit des Auftretens von
Starkregenereignissen in Vegetationsperiode I (ReKIS)
*R95p: Bezeichnung für die
stärksten 5% der Regenereignisse
M_5 Häufigkeit von Trockenheits-Ereignissen in der Vege-
tationsperiode I (April-Juni) 1991-2014 (ReKIS)
M_7 Änderungen der Intensität von Starkregenereignissen 1991-
2015 vs. 1961-1990 (ReKIS)
M_6 Bodenerosion durch einen Starkregen im Mai (Quel-
le: J. Döring, LfULG)

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Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz, Klima-
schutz
Stand: 30.07.2018
www.klimaschulen.sachsen.de
Projektwoche_AB_10_ExperteExtremwetter
Literatur:
[DWD 2018] DEUTSCHER WETTERDIENST: April 2018 – der Wärmste, trocken und sonnenscheinreich. [online]
[Franke 2015] FRANKE, Johannes: Klimaentwicklung in Sachsen – Stand und Ausblick. In: SÄCHSISCHES STAATSMI-
NISTERIUM FÜR UMWELT UND LANDWIRTSCHAFT: Klimawandel in Sachsen – Wir passen uns an! S. 6-19.
[LVZ 2018] LEIPZIGER VOLKSZEITUNG: Wetterextreme in Sachsen nehmen zu – 2017 zu warm und stürmisch. [online]
www.lvz./Region/Mitteldeutschland/Wetterextreme-in-Sachse-nehmen-zu-2017-viel-zu-warm-und-zu-stürmisch.
[12.07.2018].
[MDR
aktuell
2018]
MDR
AKTUELL:
Böden
bis
in
die
Tiefen
ausgetrocknet.
[online]
https://www.mdr.de/nachrichten/vermischtes/achsen-anhakt-thueringen-trockenheit-wetter-duerre-100.html
[12.07.2018].
[ReKIS]
http://141.30.160.224/fdm/rekisViewer.jsp#menu-1
[12.07.2018].
[UFZ
2018]
HELMHOLTZ-ZENTRUM
FÜR
UMWELTFORSCHUNG:
Dürremonitor
Deutschland.
[online]
www.ufz.de/index.php?de=37937
[12.07.2018].
[Wikipedia 2018] WIKIPEDIA: Omegalage. [online] https://de.wikipedia.org/Omegalage. [12.07.2018].
Im Zeitraum vom 7. April bis zum 11. Juni 2018
trat ein beständiges Hoch über Skandinavien
auf. Dadurch waren die Monate April und Mai
besonders warm.
Diese stabile Hochdruckwetterlage wird als
Omega-Wetterlage bezeichnet. Das Strömungs-
feld in ca. 10 km Höhe erinnert an den griechi-
schen Buchstaben Omega (Ω). Die atlantischen
Tiefdruckgebiete werden dabei in einem großen
Bogen um Mitteleuropa geführt. Da sich eine
Omega-Wetterlage nur langsam verschiebt, be-
stimmt sie über einen längeren Zeitraum das
Wettergeschehen. Die Sommer sind unter ihrem
Einfluss warm und trocken bis hin zu Hitzeperio-
den, im Winter ist es sehr kalt und es können
Kälteperiode auftreten.
In Deutschland gilt der April 2018 als der wärms-
te seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Au-
ßerdem zeigte er sich trocken und die Sonnen-
scheindauer überstieg mit 225 Stunden den
Normalwert von 152 Stunden.
Sachsen zählte in dem Monat zu den wärmsten
und sonnenscheinreichsten (mehr als 250 an-
statt 150 Stunden) Gebieten. Die Niederschlags-
summe betrug 40 l/m
2
. Normal ist eine Nieder-
schlagssumme von 57 l/m
2
.
M_10 Trockensituation in Deutschland (Quelle: Wikipedia
2018, DWD 2018, Franke 2015)
Unwetter schütten Hagel und Regen über
Sachsen aus
In Sachsen hat es am Sonnabend heftige Un-
wetter gegeben. Zunächst waren nach Anga-
ben des MDR-Wetterstudios Teile des Vogt-
landes betroffen. So gingen in Eubabrunn und
Ottobrunn bei Markneukirchen binnen zwei
Stunden rund 70 Liter pro Quadratmeter nie-
der, in Erlbach 45 Liter. Wie schwierig die ge-
naue Vorhersage ist, macht Ralf Scheibe vom
MDR-Wetterstudio anhand der Regenmengen
in Bad Brambach deutlich. "Während im Kur-
park zehn Liter fielen, waren es an den Mine-
ralquellen in derselben Zeit 25 Liter." Das
Problem bei diesen örtlich begrenzten Stark-
regen sei, dass es kaum Bewegungen in der
Atmosphäre gibt, so Ralf Scheibe. "Während
sich Gewitter normalerweise mit 60 bis 100
Stundenkilometer vorwärts bewegen, ziehen
die Gewitter derzeit so gut wie gar nicht."
(…) Über Schäden könne er derzeit noch
nichts sagen. Dafür müsse sich zunächst das
Wasser zurück ziehen. Dramatisch sei, dass
einige Einwohner nun schon das dritte Mal
innerhalb kürzester Zeit von den Überflutun-
gen betroffen gewesen seien. "Jetzt ist zwar
überall Vorsorge getroffen und es liegen die
Sandsäcke bereit", so Rubner. "Aber wenn
einem der ganze Parkplatz weggeschwemmt
wird und man hatte ihn gerade erst wieder
hergerichtet, dann ist das schon nicht sehr
schön. Die Leute sind schon am Verzweifeln."
M_11MDR Sachsen
(
https://www.mdr.de/sachsen/unwetter-
sachsen-152.html
,
12.07.2018)

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Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz,
Klimaschutz
Stand: 30.7.2018
www.klimaschulen.sachsen.de
Projektwoche_AB_10_ExperteNiederschlag
Expertenpuzzle: Spüren wir in Sachsen die Folgen der Klimaänderungen?
Experte für Niederschlag
1.
Beschreibe die Veränderungen der Niederschlagssummen in den Vegetationsperioden I und
II in Sachsen in Sachsen.
2.
Lokalisiere die regionalen Veränderungen der Niederschläge in beiden Vegetationsperioden
im Vergleich der Zeiträume 1961-1990 und 1981-2010.
Sachsen befindet sich in der gemäßigten Klimazone, im Übergangsbereich vom ozeanischen zum
kontinentalen Klima. Im Hinblick auf die Bedeutung des Niederschlages für das Pflanzenwachstum
unterscheidet sich die Vegetationsperiode I (April bis Juni) von der Vegetationsperiode II (Juli bis
September). Die Niederschlagsverteilung ist räumlich und zeitlich sehr unterschiedlich. Seit dem
Jahr 1961 nimmt in der Vegetationsperiode I die Niederschlagssumme ab, in der
Vegetationsperiode II erhöht sie sich. Somit ist in den Monaten April bis Juni ein erhöhtes Risiko zur
Trockenheit erkennbar. In den Monaten Juli bis September werden Trockenperioden häufiger durch
Starkregen unterbrochen (M_1-M_4). In den Klimaprojektionen zeigt sich der Trend zur Abnahme
der Niederschläge in der Vegetationsperiode I bis zum Ende des 21. Jahrhunderts (M_5). Aufgrund
der milderen Temperaturen im Winter gibt es zudem weniger Schnee.
M_1 Niederschlagssumme Vegetationsperiode I
(April-Juni) 1961-1990 (ReKIS)
M_2 Niederschlagssumme Vegetationsperiode I
(April-Juni) 1981-2010 (ReKIS)

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Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz,
Klimaschutz
Stand: 30.7.2018
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Projektwoche_AB_10_ExperteNiederschlag
M_3 Niederschlagssumme Vegetationsperiode II
(Juli-September) 1961-1990 (ReKIS)
M_4 Niederschlagssumme Vegetationsperiode II
(Juli-September) 1981-2010 (ReKIS)
M_5 Entwicklung des Niederschlags in Sachsen in der Vegetationsperiode I im Zeitraum 1881-2100 (Quelle: SMUL
2018b)
Quellen:
[Franke 2015] FRANKE, Johannes: Klimaentwicklung in Sachsen – Stand und Ausblick. In: SÄCHSISCHES
STAATSMINISTERIUM FÜR UMWELT UND LANDWIRTSCHAFT: Klimawandel in Sachsen – Wir passen uns an! S. 6-19.
[ReKIS]
LANDESAMT
FÜR
UMWELT
LANDWIRTSCHAFT
UND
GEOLOGIE:
ReKIS,
Regionales
Klimainformationssystem für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
http://141.30.160.224/fdm/rekisViewer.jsp#menu-1
[12.07.2018].
[SMUL 2018b] SÄCHSISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR UMWELT UND LANDWIRTSCHAFT: Künftige
Klimaentwicklung in Sachsen. [online]
https://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/download/
RR_VPI_1881-2100.png. [12.07.2018].

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Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz,
Klimaschutz
Stand: 30.07.2018
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Projektwoche_AB_11_Exkursion
Planung und Durchführung der Exkursion:
„Gibt es den Klimawandel auch bei uns in Sachsen?“
Vorbereitung:
1. Wählt ein Exkursionsthema mithilfe der Informationsblätter aus den folgenden
Bereichen aus:
Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Tourismus, Talsperren, Stadt.
2. Entscheidet euch mithilfe der Methoden-Informationsblätter für die zu eurem
Exkursionsthema passenden Methoden.
3. Plant den Ablauf der Exkursion.
4. Als Ergebnis der Exkursion entwickelt ihr ein Informationsblatt zu eurem gewählten
Thema.
Folgende Inhalte gehören auf das Informationsblatt:
Durchführung:
1. Führt eure Exkursion durch.
2. Notiert wichtige Fakten für das Informationsblatt.
Nachbereitung:
1. Gestaltet das Informationsblatt als Auswertung der Exkursion.
2. Bereitet eure Präsentation für den Galeriespaziergang am nächsten Tag vor.
Titel der Exkursion
1. Angaben zur Exkursion: Exkursionsort,
Exkursionstag, Zeitraum der Exkursion
2. Angabe des Themas der Exkursion und des
erarbeiteten Titels: Landwirtschaft,
Forstwirtschaft, Tourismus, Talsperren und Stadt
3. Angabe der gewählten Methoden mit deren
Vorbereitung: Interview, Befragung,
Spurensuche, Fotosafari
4. Exkursionsergebnisse
5. Schlussfolgerungen

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Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz,
Klimaschutz
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Projektwoche_AB_11_Infoblatt
Informationsblatt für das gewählte Thema der Exkursion erstellen
Ein Informationsblatt soll die wichtigsten Informationen zur Exkursion wiedergeben und den
anderen Mitschüler wichtige Fakten vermitteln.
Folgende Inhalte sollen aufgeführt werden:
1. Angaben zur Exkursion: Exkursionsort, Exkursionstag, Zeitraum der Exkursion
2. Angabe des Themas der Exkursion und des erarbeiteten Titels: Landwirtschaft,
Forstwirtschaft, Tourismus, Talsperren und Stadt
3. Angabe der gewählten Methoden mit deren Vorbereitung: Interview, Befragung,
Spurensuche, Fotosafari
4. Exkursionsergebnisse
5. Schlussfolgerungen
6. Gestaltung eines Posters im A3-Format
Beispiel (nä. Blatt)

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Projektwoche_AB_11_Infoblatt
Team
Name & Logo & Motto
Ort & Zeit
Untersuchungsmethode(n) vor Ort
wichtige Ergebnisse
Karte, Kartenskizze, Bild oder Zeichnung zur
Exkursion
Besonderheiten, Fragen, Sonstiges

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Projektwoche_AB_12_Forst
Informationsblatt
Die sächsische Forstwirtschaft im Klimawandel
M_1 Die Verbreitungsareale der Hauptbaumarten 1971-2000
M_2 Die Verbreitungsareale der Hauptbaumarten Projektion 2091-2100

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Projektwoche_AB_12_Forst
Chancen
Die Forstwirtschaft dient der Rohstofferzeugung sowie dem Erhalt von Schutz- und Erholungsraum.
Eine nachhaltige Forstwirtschaft berücksichtigt ökologische, soziale und wirtschaftliche Interesse
gleichermaßen und ist langfristig zukunftsfähig ausgerichtet. Die zukünftigen Erträge in der
Forstwirtschaft hängen vor allem davon ab, wie sich die Wasserversorgung entwickelt, ob der
Baumbestand den veränderten Standorteigenschaften entspricht und wie die Pflanzen auf
Temperaturänderungen reagieren. Auch die Art der Bewirtschaftung beeinflusst die Ertragsfähigkeit.
Die Chancen liegen in einem höheren Ertragspotential, weil sich die Vegetationsperioden
verlängern. Gut an die Standortbedingungen angepasste Pflanzen stabilisieren den Ertrag und
können ihn sogar steigern.
Konfliktpotentiale
Bäume können nicht wie Tiere fliehen. Sie stehen fest verwurzelt – mitunter mehrere hundert Jahre
am selben Ort. Die Anpassungsprozesse der Forstwirtschaft auf den Klimawandel benötigen daher
viel Zeit. Bäume, die wir heute pflanzen werden über die Zeiträume der Klimaprognosen
hinausgehend einem sich ändernden Klima ausgesetzt sein.
Die veränderte Wasserversorgung ist ein begrenzender Faktor, der sich besonders im Tiefland
negativ auswirkt. Weniger Niederschlag im Sommer sowie regenreiche und schneearme Winter
führen langfristig zu einer anderen Artenzusammensetzung von Pflanzen und Tieren.
Beispielsweise wird durch extreme Niederschläge der Oberboden durchweicht und instabil. Die
flachwurzelnden Nadelbäume sind so einem höheren Risiko für Sturmschäden ausgesetzt. In
besonders trockenen Phasen erhöht sich das Waldbrandrisiko. Schädliche Insekte profitieren von
der längeren Vegetationsperiode, weil sie bessere Fortpflanzungsbedingungen haben.
Steigende Temperaturen, längere Sonnenscheindauer, der daraus resultierende erhöhte
Transpirationsbedarf der Waldgesellschaften und die Verringerung der Niederschläge vor allem im
Frühjahr und im Sommer führen zu einer erheblichen Ausweitung der extremen Trockengebiete im
sächsischen Tief- und Hügelland sowie der Standorte, die durch Kiefernwald besiedelt werden. Im
Mittelgebirge werden Waldgesellschaften mit Hauptbaum Fichte in Hoch- bis Kammlagen
zurückgedrängt. Buchendominierende Mischwälder dringen bis in die Hochlagen vor.
Anpassungsstrategien
Die Forstwirtschaft in Sachsen reagiert auf die Veränderungen mit einem Waldumbau nach dem
Motto: Risikostreuung durch Vielfalt. Durch einen intensiven und naturnahen Waldumbau wird ein
stabiles Waldökosystem geschaffen. Baumarten und Alterszusammensetzung der Bäume werden
variiert. In den trockensten Regionen Sachsens, im Tief- und Hügelland sollen trockentolerante
einheimische Baumarten wie Traubeneiche und Hainbuche sowie fremde Baumarten wie Robinie
und Roteiche angebaut werden. Im Mittelgebirgsbereich verliert die nicht standortgerechte Fichte an
Bedeutung, weil sie sehr anfällig für Borkenkäferbefall und Sturmschäden ist. Eichen- und
Buchenwälder sind in den unteren und mittleren Berglagen stabiler. In den Kammlagen konzentriert
sich der Waldumbau auf eine Annäherung der Bestandsstruktur der Fichtenforste an die natürlichen
Fichtenwälder.

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Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz,
Klimaschutz
Stand: 30.07.2018
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Projektwoche_AB_12_Forst
Vor Ort
Mit Hilfe der Abbildung lassen sich anhand des Baumbestandes Feuchtigkeits- und
Temperaturbedingungen des Standortes charakterisieren oder anhand der Merkmale des
Standortes passende Baumbestände, zum Beispiel für eine Neuanpflanzung zuordnen.
M_3 Diagramm ausgewählter Baumarten (Material Ordner,
Weiterführende Literatur
Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Klimaveränderungen in Sachsen – Auswirkungen auf die
Forstwirtschaft
https://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/download/klima/forstwirtschaft.pdf
(zuletzt am 29.06.2018)
Umweltbundesamt (Hrsg.), Themenblatt: Anpassung an den Klimawandel, Forstwirtschaft (2011),
https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/364/publikationen/kompass_themenblatt_forstwirtschaft_2015
_net.pdf
(zuletzt am 29.06.2018)
Methoden vor Ort
Dendrochronologie (Baumscheiben zur Charakterisierung der Witterungsbedingungen in verschiedenen Jahren): Klasse
Klima?!, Modul 1b, AB4
Legende
T=1
Kühlezeiger (3 °C)
T=2
Mäßigwärmezeiger (6 °C)
T=3
Wärmezeiger (9 °C)
F=1
Trockenzeiger, auf trockenen Böden häufig
F=2
Frischezeiger, fehlt auf nassen sowie öfter
austrocknenden Böden
F=3
Feuchtezeiger, auf gut durchfeuchteten,
aber nicht nassen Böden
große Feuchtigkeitstoleranz
große Temperaturtoleranz
Baumarten*
A
Traubeneiche
B
Winter-Linde
C
Robinie,
D
Rot-Buche
E
Schwarz-Erle
F
Sommer-Linde
G
Flatter-Ulme
H
Gewöhnliche Fichte
I
Weiß-Tanne, Gewöhnliche Esche
J
Hainbuche, Spitz-Ahorn, Stiel-Eiche
K
Berg-Ahorn
*Gewöhnliche Kiefer, Hänge-Birke:
bei beiden Werten große Toleranz
M_1 Temperatur- und Feuchtigkeitstoleranz
ausgewählter Baumarten (eig. Darstellung)

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Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz,
Klimaschutz
Stand: 30.07.2018
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Projektwoche_AB_12_Landwirtschaft
Informationsblatt
Die sächsische Landwirtschaft im Klimawandel
Chancen
Die landwirtschaftliche Vegetationsperiode verlängert sich im 21. Jahrhundert, weil das Klima
insgesamt wärmer wird. Bis zum Jahr 2050 wird für die Leipziger Tieflandsbucht, das Leipziger Land
und das südliche sächsische Hügelland eine Verlängerung von 30-50 Tagen prognostiziert. Im
Elbtal werden es etwa 20-30 Tage sein und selbst in den höchsten Lagen des Erzgebirges werden
es etwa 5 Tage sein, um die sich die Vegetationsperiode verlängert. Für wärmeliebende Arten, zum
Beispiel Wein, werden sich die Anbaubedingungen verbessern. So werden bisher feucht-kühle
Lagen im mittleren und vorderen Erzgebirge durch den Klimawandel landwirtschaftlich begünstigte
Standorte sein. Auch der Anstieg des CO
2
-Gehaltes in der Atmosphäre wirkt sich nach bisherigen
Erkenntnissen positiv auf die Ertragsbildung aus, zum Beispiel bei Getreide, Raps, Rüben und
Kartoffeln.
Konfliktpotentiale
Das Pflanzenwachstum der meisten Kulturarten fällt in die Hauptvegetationszeit zwischen April und
Oktober. Steigende Temperaturen und längere Trockenperioden in dieser Zeit führen zur
Austrocknung
der
Bodenoberfläche
und
beeinflussen
besonders
das
Wachstum
der
Sommerkulturen negativ. Besonders betroffen sind die Oberlausitz und Nordsachsen, speziell das
Riesaer-Torgauer Elbtal und der östliche Teil des sächsischen Heidegebietes. Der frühere Beginn
der Vegetationsphase kollidiert mit der Gefahr einsetzender Spätfröste. Durch Wetterextreme wie
Dürre, Hagel, Starkregen kommt es zu Ertragsausfällen, besonders im Pflanzen-, Garten- und
Weinbau. Zudem erhöht sich das Risiko für Bodenerosion und Überschwemmungen auf den
Feldern. Dadurch werden Düngemittel in Gewässer eingetragen und mindern die Wasserqualität.
Neue Pflanzenkrankheiten und Schädlinge etablieren sich, es gibt neue wärmeliebende
Unkrautarten und erhöhte Schädlingszahlen, weil diese durch die milden Temperaturen überwintern
können. Die größte Herausforderung für die Landwirtschaft liegt in der Zunahme an
Extremwetterereignissen. Das erschwert die zuverlässige Ertragsentwicklung.
M_1 Dauer der Vegetationsperiode1961-2000
M_2 Dauer der Vegetationsperiode 2041-2050

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Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz,
Klimaschutz
Stand: 30.07.2018
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Projektwoche_AB_12_Landwirtschaft
Klimaanpassung
Die Landwirtschaft muss Maßnahmen entwickeln, die der Anpassung an steigende Temperaturen,
abnehmende Niederschläge und Wetterextreme dienen, um Ertragsverluste zu verringern. Dies wird
beispielsweise durch geänderte Saat- und Pflanzzeiten, durch Züchtung angepasster Sorten,
Anlegen von Windschutzstreifen oder Hagel- und Kulturschutznetzen bewältigt. Auch neue
standortangepasste Anbaumethoden wie Fruchtfolgen mit trockentoleranten Sorten oder
wassersparende
Beregnungsmethoden
und
nachhaltige
Düngung
über
Injektions-
oder
Blattdüngung sind Möglichkeiten auf die Herausforderungen zu reagieren. Ziel soll es sein, auch
weiterhin ökologisch und gesundheitlich unbedenkliche Produkte zu erzeugen.
Klimaanpassung im Pflanzenbau
Sortenstrategie und
Bestandsführung
Erosionsschutz
Düngung und
Pflanzenernährung
Humusproduktion
Pflanzenschutz
Anbaustrategie
und -verfahren
Beregnung und
Bewässerung
Anbau von
Energiepflanzen
Fruchtfolge
Bodenbearbeitung
M_3 Themenfelder der Klimaanpassungsstrategien im Pflanzenbau nach SMUL, 2014
Weiterführende Literatur:
Kliem, Lea, George, Katja, Ergebnispapier zur Vorbereitung des Stakeholderdialogs zur Klimaanpassung. Vom Starkregen
bin Trockenheit – Anpassungsstrategien für deutsche Landwirtschaft, 2017:
https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/2666/dokumente/uba-
dialog_anpassungsstrategien_landwirtschaft_ergebnispapier.pdf
(zuletzt am 29.06.2018)
Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (Hrsg.), Klimawandel und Landwirtschaft, Fachliche
Grundlage für die Strategie zur Anpassung der sächsischen Landwirtschaft an den Klimawandel, 2009:
https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/11581/documents/12039
(zuletzt am 29.06.2018)
Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (Hrsg.), Anpassungsmaßnahmen des sächsischen
Pflanzenbaus an den Klimawandel, 2014:
https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/11449/documents/29474
(zuletzt am 29.06.2018)
Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (Hrsg.), Buchführungsergebnisse der Landwirtschaft
2016/2017, 2017
https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/30795/documents/45990
(zuletzt am 29.06.2018)
Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (Hrsg.), Klimawandel in Sachsen – wir passen und an!
https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/22321/documents/35455
(zuletzt am 02.07.2018)

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Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz,
Klimaschutz
Stand: 30.07.2018
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Projektwoche_AB_12_Stadt
Informationsblatt
Die sächsischen Städte im Klimawandel
M_1 Zahl der Tage mit Wärmebelastung in Dresden pro Jahr
(
https://www.staedtebauliche-klimafibel.de/?p=9&p2=2.6
,
am 13.07.2018)
M_2 Skizze der städtischen Wärmeinsel (AB11a)

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Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz,
Klimaschutz
Stand: 30.07.2018
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Projektwoche_AB_12_Stadt
Wärmeinsel Stadt
Rund 75 Prozent der in Deutschland lebenden Bevölkerung wohnt in Städten. Die typischen
Eigenschaften und Probleme des Stadtklimas verstärken sich durch den Klimawandel. Gerade in
städtischen Gebieten mit ihrer hohen Bevölkerungs- und Bebauungsdichte liegen die
durchschnittlichen Temperaturen höher als im Umland. Die tagsüber von Gebäuden, Straßen,
Plätzen absorbierte Sonnenstrahlung dringt auch in die Gebäude ein. Die städtischen Gebäude
speichern die Wärme der einfallenden Strahlung und geben sie verzögert wieder ab. Deshalb tritt
die tägliche Maximaltemperatur in einer Stadt gegenüber dem Umland später ein und die
Schwankung des Temperaturverlaufes zwischen Minimal- und Maximaltemperatur sind geringer.
Die abendliche Abkühlung wird durch den mangelnden Abtransport von überwärmter Luft und
Schadstoffen verzögert. Auch fehlende Frischluftschneise, also unbebaute Flächen, die eine
Luftströmung ermöglichen, fehlen. Aufgrund der Flächenversiegelung* und dem geringen Anteil an
Grünflächen sind die Verdunstung und damit die Abkühlung reduziert. Nach Sonnenuntergang kann
der Temperaturunterschied zwischen Innenstadt und Umland 10Kelvin und mehr betragen. Der
relativ hohe Anteil an Treibhausgasen bewirkt einen lokalen Treibhauseffekt. Schließlich ist auch die
anthropogene Wärmeerzeugung besonders im Winter ein wichtiger Faktor, der zur Erwärmung der
Stadt gegenüber dem Umland beiträgt.
Klimaanpassung
Das städtische Klima bestimmt das Wohlbefinden der Menschen und prägt damit die Attraktivität
einer Stadt. Städte stehen vor den Herausforderungen zunehmender gesundheitlicher, thermischer,
luft- und wasserhygienischer Belastungen. Auch die Auswirkungen auf Systeme und Anlagen der
Wasserver- und entsorgung und der steigende Wasserbedarf zur Unterhaltung von Grünanlagen
fordern Strategien angemessen auf diese Belastungen zu reagieren. Es gibt kurz-, mittel- und
langfristig umzusetzende Maßnahmen. Mehr Grün in die Stadt (im Straßenraum, durch Dach- und
Fassadenbegrünungen),
Anlegen
offener
Wasserflächen
und
verbesserte
Versickerungsmöglichkeiten sind kurzfristig umsetzbar. Veränderungen im Gebäudedesign und der
Einsatz geeigneter Baumaterialien zählen zu den mittelfristigen Maßnahmen, während der
nachhaltige Stadtumbau mit einer ausreichenden Freiraumplanung eine langfristige Maßnahme ist,
die
heute
schon
beginnen
muss.
Eine
klimagerechte
Stadtplanung
sollte
die
Aufenthaltsbedingungen und die Siedlungsdurchlüftung verbessern sowie die Freisetzung von
Schadstoffen und Treibhausgasen in die Luft verringern.
*
bezeichnet das Bedecken des
Bodens
durch
Bauwerke
des Menschen. Von Flächenversiegelung wird
gesprochen, da in den Boden kein
Niederschlag
mehr eindringen kann und so viele der dort ablaufenden
Prozesse unterbunden werden.
Weiterführende Literatur / Links
Klimascout: Das Wiki zur Anpassung an den Klimawandel
http://www.klimascout.de/
(am 03.07.2018)
Klimawandel ist in Sachsen angekommen
https://www.mdr.de/sachsen/klimawandel-in-sachsen-angekommen-100.html
(am 03.07.2018)
Interaktive Klimafunktionskarte der Stadt Dresden
http://stadtplan.dresden.de/(S(yjdv4xrduzhufped045xxil4))/spdd.aspx?TH=UW_SYN_KLIMA
(am 03.07.2018)
Städtebauliche Klimafibel Online:
https://www.staedtebauliche-klimafibel.de/
(am 03.07.2018)

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Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz,
Klimaschutz
Stand: 30.07.2018
www.klimaschulen.sachsen.de
Projektwoche_AB_12_Talsperren
Informationsblatt
Die sächsische Wasserwirtschaft im Klimawandel
M_2 Die Stauanlagen der Landestalsperrenverwaltung
des Freistaates Sachsen
https://www.smul.sachsen.de/ltv/16984.htm
M_1 Wasserwirtschaftliche Handlungsfelder, Quelle: Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und
Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, Klimawandel und Wasserwirtschaft, 2011, S. 11,
https://www.umwelt.nrw.de/fileadmin/redaktion/PDFs/klima/broschuere_klima_und_wasser.pdf
M_3 Aufbau einer Talsperre

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Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz,
Klimaschutz
Stand: 30.07.2018
www.klimaschulen.sachsen.de
Projektwoche_AB_12_Talsperren
Aufgabe
Sachsen zählt in Deutschland zu den Bundesländern mit den meisten Talsperren. Die Aufgaben
einer Talsperre sind die Versorgung mit Wasser, der Erhalt der Gewässergüte, der
Hochwasserschutz sowie der Ausgleich von Niedrigwassers, Energiegewinnung, Naturschutz und
Tourismus.
Die Landestalsperrenverwaltung Sachsen betreut unter anderem rund 140 Stauanlagen. Talsperren
sind komplexe Bauwerke mit hohen sicherheitstechnischen Anforderungen. Viele sächsische
Talsperren können über ein System aus Rohren, Stollen, Fließgewässern oder Gräben im Verbund
bewirtschaftet werden. Bei Wasserengpässen oder Qualitätsproblemen in einer Talsperre kann so
Wasser aus einer anderen Talsperre an die Wasserwerke abgegeben werden. Talsperren sorgen
einerseits in Zeiten des Wassermangels für die Versorgung mit Wasser und bieten andererseits
einen Hochwasserschutz, indem sie Rückhalteraum für Wasser bereitstellen.
Herausforderung
Der Klimawandel beeinflusst und verändert den Wasserhaushalt, wodurch die Bewirtschaftung der
Talsperren mit den Aufgaben Hochwasserschutz und Wasserversorgung anspruchsvoller wird.
Kürzere Winter und eine veränderte Niederschlagsverteilung begünstigen den erhöhten
Nährstoffeintrag
in
das
Wasser,
Blaualgen
und
Bakterien
vermehren
sich
und
die
Schadstoffkonzentration im Wasser nimmt zu. Außerdem trocknen Gewässer aus oder die
Grundwasserneubildung geht zurück. Kraftwerke bekommen Kühlungsprobleme, weil das Wasser
zu warm ist. Regelmäßige Untersuchungen zur Wasserqualität, der Einsatz von Sauerstoffmatten
(Sauerstoffbegasungsanlagen) zur Verbesserung der Wasserbeschaffenheit, vor allem in den
Sommermonaten, die deutliche Erhöhung der Hochwasserrückhalteräume und die Planung bzw. der
Bau neuer Hochwasserrückhaltebecken in den Einzugsgebieten der Flüsse sowie die Verbindung
der
Talsperren
miteinander
zu
einem
Talsperrenverbund
sind
Anpassungswege
der
Talsperrenverwaltung an die veränderten Klimabedingungen.
Weitere Literatur, Links
https://www.smul.sachsen.de/ltv/
Aufbau einer Talsperre
https://www.smul.sachsen.de/ltv/36344.htm
(am 02.07.2018)
Steuerung einer Talsperre bei extremen Hochwasser
https://www.smul.sachsen.de/ltv/36305.htm
(am 02.07.2018)
Lehrmaterial: Sachsen Talsperren im Klimawandel
https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/15609
(am 02.07.2018)
https://www.smul.sachsen.de/ltv/36213.htm
(am 02.07.2018)
Sachsen im Klimawandel
https://www.youtube.com/watch?v=NN2smb6bMWM
(am 02.07.2018)

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Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz,
Klimaschutz
Stand: 30.07.2018
www.klimaschulen.sachsen.de
Projektwoche_AB_12_Tourismus
Informationsblatt
Tourismus im Klimawandel
Das Bedürfnis nach Freizeit und Erholung
wächst in unserer Gesellschaft von Jahr zu
Jahr. Wir reisen häufiger und kürzer, dafür aber
oft nicht mehr ganz so weit. Naherholung ist
wieder gefragt – im Sommer und im Winter. Sachsen ist dabei eines der beliebtesten Kurzreiseziele
Deutschlands. Im Jahr 2017 begrüßte Sachsen 7,9 Millionen Gäste und zählte 19,5 Millionen
Übernachtungen. Neben den beiden Großstädten Dresden und Leipzig liegt das Erzgebirge an
dritter Stelle beim Übernachtungsaufkommen. Der Klimawandel beeinflusst die Attraktivität
touristischer Regionen, weil sich die Sommersaison verlängert, die Badequalität in Gewässern
abnimmt, Hitzestress in Städten zum Problem wird, sich die Wintersaison verkürzt und die
Schneesicherheit abnimmt.
Erzgebirge + Winter = Schnee?
Das Erzgebirge zählt zu den schönsten Mittelgebirgslandschaften Deutschlands und ist ein
bedeutendes
Fremdenverkehrs-
und
Wintersportgebiet.
Es
treten
lang
anhaltende
Stauniederschläge von West- und Nordwestwetterlagen auf. Im Vergleich zum Tiefland ist die
Niederschlagsmenge hier doppelt so hoch. In vielen Wintern sind die oberen Lagen bis in den April
hinein mit einer dichten Schneedecke bedeckt. Die Temperaturerhöhung durch den Klimawandel
verringert die Schneesicherheit und verlagert die Schneesicherheit in größere Höhen. Den
Klimaprojektionen zufolge werden bis zum Jahr 2050 nur noch Skigebiete über 1500 – 1600 Meter
schneesicher sein.
Das Erzgebirge reagiert auf die Klimaänderung. Immer mehr Skistationen setzen deshalb in den
unteren Pistenbereichen Beschneiungsanlagen (Schneekanonen) ein. Die Kosten dafür sind hoch.
Schneekanonen
verbrauchen
viel
Wasser und
Energie,
um
Schnee zu
produzieren.
Schneekanonen können bis zu einer Mitteltemperatur von etwa -3°C eingesetzt werden. Auch die
künstliche Beschneiung stößt durch die Klimaerwärmung an ihre Grenzen.
Die Tourismusverbände vor Ort denken darüber nach, welche Alternativen es für den Wintersport im
Erzgebirge gibt. Wie können Gäste – auch im Winter – mit alternativen Angeboten gelockt werden?
Wellness-Angebote, geführte Wanderungen, sportliche Aktivitäten, Jogging- und Radtouren sowie
gastronomische und kulturelle Angebote werden ausgebaut.
M_1 Reiseregionen in Sachsen
M_2 Gästeankünfte 2013-2017 in Sachsen
(
https://www.sachsen-
tourismus.de/fileadmin/userfiles/TMGS/Startseite/Partner
/Kooperationen_Themen/Marktforschung/2018-02-
23ausgew%C3%A4hlteJahresergebnisse2017.pdf
,
30.07.2018)

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Stand: 30.07.2018
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Projektwoche_AB_12_Tourismus
Weiterführende Literatur, Links
Sächsisches Landesamt des Freistaates Sachsen (Hrsg.), Branchenreport Tourismus im Freistaat Sachsen 2015.
Statistischer Bericht, 2016,
https://www.statistik.sachsen.de/download/100_Berichte-G/G_IV_6_j15_SN.pdf
(zuletzt am 02.07.2018)
Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (Hrsg.), Analyse der Klimaentwicklung in Sachsen.
Schriftenreihe, Heft 3/2015
https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/23868/documents/35257 (zuletzt am 02.07.2018)
Medieninformationen,18.02.2018, Sachsen Tourismus mit mehr als 19.5 Millionen Übernachtungen,
https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/216444?page=2
Geoportal Reiseregionen in Sachsen
https://www.regionen.sachsen.de/navigationspunkt-saechsische-regionen-3950.html
(zuletzt am 02.07.2018)
Winterchronik
http://www.winterchronik.de
(zuletzt am 02.07.2018)
M_3 Flächenhafte Verteilung der Lufttemperatur TM (°C) in Sachsen im Winter, Quelle: Sächsisches Landesamt für
Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (Hrsg.), Analyse der Klimaentwicklung in Sachsen. Schriftenreihe, Heft 3/2015
https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/23868/documents/35257 (zuletzt am 02.07.2018)
M_4 Summe der Schneehöhe am Fichtelberg 1951/52 – 2017/18 in cm, Quelle:
http://www.winterchronik.de/winter-
chronik.jsf#
am 02.07.2018

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Klimaschutz
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Projektwoche_AB_13_MethodeBefragung
Methodenblatt Befragung
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Eine Befragung ist ein hilfreiches Instrument um sich einen Überblick über die Sichtweisen
anderer Menschen zu einem Thema zu erfassen. Dabei lassen sich mit dem gleichen
Fragebogen viele verschiedene Personen befragen. Die Antworten können so anschließend gut
verglichen werden.
Vor der Befragung
Leitendes Thema und zugehörige Inhalte festlegen
Personenkreis, Personen festlegen, Anzahl bestimmen
Fragebogen erstellen: geschlossene Fragen (Einfachwahlfragen,
Mehrfachwahlfragen) und / oder offene Fragen
Zeitplan der Befragung festlegen
Während der Befragung
vergleichbare Bedingungen für die Befragung
schaffen (z.B. Tageszeit, Dauer)
Thema und Zielstellung der Befragung
verdeutlichen
Dokumentation der Rahmenbedingungen der
Befragung vor Ort (Zeit, Raum, Besonderheiten)
Kennzeichnung der Fragebögen, z.B. durch
Nummerierung
Nach der Befragung
Fragebögen erfassen z.B. im Computer mit einem
Tabellenprogramm
Fragebögen sortieren, z.B. nach Alter, nach Geschlecht
Ergebnisse zusammenfassen, geeignete Darstellung
finden, z.B. Diagramme
Fragwürdige oder unerwartete Ergebnisse hervorheben
Ergebnisse präsentieren
Die wichtigsten Regeln für eine erfolgreiche Befragung
Klare Auskunft über den Inhalt der Befragung: Was soll herausgefunden werden?
Sinnvolle Auswahl und Formulierung der Fragen: Was kann wie erfragt werden?
Bewusste Auswahl der Befragten: Wer soll warum befragt werden?

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Projektwoche_AB_13_MethodeFotosafari
Methodenblatt Fotosafari
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Auf einer Fotosafari bist du der Fotograf, der seine Sicht auf ein bestimmtes Thema in einem
bestimmten Ort darstellt. Dabei geht es vor allem darum deine subjektive Wahrnehmung
auszudrücken, zu begründen und mit anderen Sichtweisen zu vergleichen.
vor der Fotosafari
Zentrales Thema oder Frage festlegen
Beobachtungsgebiete festlegen
Gruppen einteilen
Anzahl der Bilder für die Präsentation festlegen und
Präsentationsform festlegen PPT-Präsentation, Plakat, Einzelrahmen,
Heft oder Buch
während der Fotosafari
Aufmerksamkeit und Achtsamkeit
Motive begründet auswählen und Fotos
anfertigen
Licht, Schatten, Farben, Bewegungen, Tiere und
Pflanzen einbeziehen
bei Menschen und privaten Räumen
Fotoerlaubnis einholen
Aufnahmeorte nummerieren und in Karte
eintragen
nach der Fotosafari
aussagekräftige Bilder und Motive auswählen
Reihenfolge festlegen
Titel formulieren, Auswahl der Bilder begründen
Präsentation anfertigen
präsentieren und Auswahl sowie Darstellungsform
erläutern
Ideen für thematische Fotosafaris zum Klimawandel
Menschen beeinflussen das Klima, oder?
Ist das jetzt der Klimawandel?!
Folgen und Reaktionen auf den Klimawandel

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Projektwoche_AB_13_MethodeInterview
Methodenblatt Interview
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Ein Interview mit einer oder mehreren Personen, zum Beispiel einem Zeitzeugen oder einem
Experten, ist ein nützliches Instrument um Informationen zu einem Thema aus erster Hand zu
erhalten oder einer Frage auf den Grund zu gehen.
vor dem Interview: die Planung
leitendes Thema und zugehörige Inhalte festlegen
Personen auswählen und Auswahl begründen (Warum ist wer als
Interviewpartner geeignet)
Fragen für das Interview als Leitfaden formulieren und Reihenfolge
festlegen
Termin mit Interviewpartner vereinbaren
Hilfsmittel (Aufzeichnungsgerät, Protokoll) organisieren
während des Interviews: die Durchführung
Aufgaben verteilen: Interviewer, Techniker,
Protokollant
Aufnahmegerät einrichten, Protokoll führen
Fragen und Rückfragen stellen
Teilnehmerliste anfertigen
Zeitdauer festhalten
nach dem Interview: die Auswertung
erste Gedanken, Assoziationen zum Interview festhalten
Aufnahme schriftlich erfassen (falls notwendig)
wesentliche Inhalte im Hinblick auf die Fragen
zusammenfassen
unklare Stellen diskutieren und interpretieren
Schlüsselstellen markieren und diskutieren
Präsentation der Inhalte als Text, Schaubild,
Präsentation mit oder ohne Zitaten aus dem Interview
Die wichtigsten Regeln für ein erfolgreiches Interview
Führe das Interview in einer entspannten, höflichen Atmosphäre.
Erkläre dem Interviewpartner wie das Interview dokumentiert und ausgewertet wird.
Höre aufmerksam zu, lass‘ den Interviewpartner ausreden und frage gegebenenfalls
nach, wenn etwas unklar ist.

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Klimaschutz
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Projektwoche_AB_13_MethodeSpurensuche
Methodenblatt Spurensuche
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Eine Spurensuche erfordert verschiedene Methoden, die du anwenden kannst, um ein
Phänomen oder eine Situation in ihren Ausmaßen umfassend zu untersuchen. Man kann sich
dabei auf den Natur- oder Kulturraum beziehen, handelnde Menschen oder Folgen ihrer
Handlungen in den Blick nehmen sowie Hinweisen nachgehen, die auf bestimmte Ursachen
schließen lassen.
Vor der Spurensuche
zentrales Thema oder Frage festlegen
verschiedene Orte für die Spurensuche festlegen
Gruppen einteilen
verschiedene, konkrete Wege der Spurensuche zusammenstellen:
beobachten, hören, fühlen, sammeln…
Während der Spurensuche
Aufmerksamkeit und Achtsamkeit
Spuren dokumentieren: Notizen, Skizzen, Foto
Spuren nummerieren
Fundorte in einer Karte lokalisieren
Nach der Spurensuche
gesammelte Spuren zusammenführen, sortieren, ordnen
Zusammenhänge zum zentralen Thema kennzeichnen,
erläutern
gegebenenfalls Zusatzmaterial zur Erklärung
hinzuziehen
Darstellungsform finden: Plakat, Fotodokumentation,
Präsentation
Beispiele einer Spurensuche zu Folgen des Klimawandels
in der Stadt Material
in Landwirtschaft
im Tourismus
für Talsperren

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Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz,
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Projektwoche_AB_14_Auswertung
Auswertung der Projektwoche „Gibt es den Klimawandel auch bei uns in Sachsen?“
Diese Eindrücke der
Projektwoche fand ich
gut:
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Das wollte ich zum
Klimawandel noch sagen:
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Das fand ich nicht so gut:
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Das ist mir wertvoll, das
habe ich über den
Klimawandel gelernt:
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Das wünsche ich mir für
das nächste Mal:
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