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Umsetzung der
EU Hochwasserrisikomanagementrichtlinie im
Rahmen des INTERREG IV B Projektes LABEL
Grenzüberschreitender
Hochwasserrisikomanagementplan Weiße Elster
Kurzbericht zu den Hochwassergefahren- und
Hochwasserrisikokarten gemäß Artikel 6
Sächsisches Landesamt für Umwelt,
Landwirtschaft und Geologie
Kurzbericht
Juni 2012

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28.6.2012
2
Umsetzung der EU Hochwasserrisikomanagement-
richtlinie im Rahmen des INTERREG IV B Projektes LABEL
-
Grenzüberschreitender Hochwasserrisikomanagementplan
Weiße Elster -
Kurzbericht zu den Hochwassergefahren- und Hochwas-
serrisikokarten gemäß Artikel 6
DHI-WASY GmbH
Niederlassung Dresden
Comeniusstraße 109
01309 Dresden
Tel: +49 (0)351 3161611
Fax: +49 (0)351 3161612
dresden@dhi-wasy.com
www.dhi-wasy.de
www.dhigroup.com
Auftraggeber
Sächsisches Landesamt für Umwelt,
Landwirtschaft und Geologie
Pillnitzer Platz 3
01326 Dresden
Auftraggeber vertreten durch
Herr Grafe
Projekt
Umsetzung der EU Hochwasserrisikomanagement-
richtlinie im Rahmen des INTERREG IV B Projektes
LABEL - Grenzüberschreitender
Hochwasserrisikomanagementplan Weiße Elster -
Projekt Nr.
14801432
Erstellt
DHI-WASY GmbH
Niederlassung Dresden
Comeniusstraße 109
01309 Dresden
Datum
28.06.2012
Genehmigt
Dr. Jörg Walther
(Niederlassungsleiter)
Ausgabe
Beschreibung
Erstellt
Geprüft
Genehmigt
Datum
1
Entwurfsfassung
SHO
JOW
JOW
25.4.12
2
Überarbeitete Entwurfsfassung
JOW
SHO
JOW
28.6.12
Schlüsselwörter
Hochwasserrisikomanagement,
Hochwasserrisikomanagementrichtlinie,
Hochwasserrisikomanagementplan,
Hochwassergefahrenkarte,
Hochwasserrisikokarte
Klassifikation
Frei
Intern
Geschützt
Forschung
Verteiler
Anzahl Kopien
LfULG:
DHI-WASY:
1
1

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Umsetzung der EU Hochwasserrisikomanagementrichtlinie im Rahmen des
INTERREG IV B Projektes LABEL - Grenzüberschreitender HWRP Weiße Elster -
3
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Inhaltsverzeichnis
1
Hochwassergefahrenkarten und Hochwasserrisikokarten ............................ 5
1.1
Hochwassergefahrenkarten ......................................................................... 5
1.1.1 Methodik............................................................................................... 5
1.1.2 Karten .................................................................................................. 6
1.2
Hochwasserrisikokarten ............................................................................. 11
1.2.1 Methodik..............................................................................................11
1.2.2 Karten ................................................................................................. 12
2
Literaturverzeichnis .................................................................................... 14

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Umsetzung der EU Hochwasserrisikomanagementrichtlinie im Rahmen des
INTERREG IV B Projektes LABEL - Grenzüberschreitender HWRP Weiße Elster -
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Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1-1:
Genereller Aufbau der Gefahren- und Risikokarten ............................................... 7
Abbildung 1-2:
Legende der Hochwassergefahrenkarte .............................................................. 8
Abbildung 1-3:
Blattübersicht ................................................................................................. 10
Abbildung 1-4:
Planstempel am Beispiel des sächsischen Abschnittes .......................................... 11
Abbildung 1-5:
Legende der Hochwasserrisikokarte .................................................................. 13
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1-1:
Maßstab und fachliche Inhalte der Hochwassergefahrenkarten .............................. 6
Tabelle 1-2:
Datengrundlagen der Hochwassergefahrenkarten ................................................ 9

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Umsetzung der EU Hochwasserrisikomanagementrichtlinie im Rahmen des
INTERREG IV B Projektes LABEL - Grenzüberschreitender HWRP Weiße Elster -
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1
Hochwassergefahrenkarten und Hochwasserrisikokarten
Die Hochwassergefahren- und -risikokarten wurden auftragsgemäß nur
für das Hauptgewässer Weiße Elster erstellt.
Methodische Grundlage für die Kartenerstellung bildete die entsprechende
Empfehlung der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA, 2010).
Unter Beachtung dieser Empfehlung war ein einheitliches Layout der
Hochwassergefahren- und -risikokarten in allen drei beteiligten Bundes-
ländern zu gewährleisten. Dazu wurden zunächst der Blattschnitt der Kar-
ten und die Nummerierung der Kartenblätter abgestimmt. Ein einheitli-
ches Kartenlayout wurde gewährleistet, indem von allen Auftragnehmern
dieselben Kartenvorlagen (MXT) für ArcGIS 9.3 - je eine für die Hochwas-
sergefahren- und die Hochwasserrisikokarten - verwendet wurden. In die-
se beiden Kartenvorlagen wurden von jeweils einem Auftragnehmer die
im Projektverlauf abgestimmten Änderungen eingepflegt und anschlie-
ßend die geänderten Vorlagen an die beiden anderen Auftragnehmer wei-
tergegeben. Die ArcGIS-Kartenvorlagen stehen grundsätzlich Dritten zur
Anwendung zur Verfügung.
1.1
Hochwassergefahrenkarten
1.1.1 Methodik
In den Hochwassergefahrenkarten werden für je eines von insgesamt drei
Hochwasserszenarien
Hochwasser mit hoher Wahrscheinlichkeit,
Hochwasser mit mittlerer Wahrscheinlichkeit
Hochwasser mit niedriger Wahrscheinlichkeit
folgende Themen kartografisch dargestellt:
Verlauf der Gewässerachse des Fließgewässers Weiße Elster mit
Flusskilometrierung (Stationierung) in 100-m-Schritten,
Überschwemmungsflächen der Weißen Elster für das betreffen-
de Hochwasserszenario im Ist-Zustand mit klassifizierten Inten-
sitäten für die ortsabhängigen Wassertiefen,
Überschwemmungsgrenze für das Extremereignis im Ist-
Zustand als Anschlaglinie,
Hochwasserschutzeinrichtungen,
Pegel an der Weißen Elster,
Landkreis- und Gemeindegrenzen.
Als Hintergrundkarte dient die TK10 bzw. die DTK10 in Graustufen. Tabel-
le 1-1 gibt Auskunft über den Maßstab und die wesentlichen fachlichen
Inhalte in den Gefahrenkarten der Weißen Elster. Für den Oberlauf der
Weißen Elster in Sachsen gibt es aufgrund der geringen Überschwem-
mungsbreite eine Abweichung vom ansonsten einheitlichen Kartenmaß-
stab. Hier werden die Karten nicht im Maßstab 1 : 10.000 wie im restli-
chen Gebiet, sondern im Maßstab 1 : 5.000 erstellt.

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Umsetzung der EU Hochwasserrisikomanagementrichtlinie im Rahmen des
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Tabelle 1-1: Maßstab und fachliche Inhalte der Hochwassergefahrenkar-
ten
Sachsen
Thüringen
Sachsen-
Anhalt
Obere Weiße
Elster
Untere Weiße
Elster
Fluss-km
km 167+700
bis
km 231+800
km 19+923
bis
km 71+080
km 105+093
bis
km 167+700
km 0+000
bis
km 19+923
und
km 71+080
bis
km 105+093
Maßstab
1 : 5 000
1 : 10 000
Hochwasser mit
hoher Wahr-
scheinlichkeit
HQ
20
HQ
25
HQ
20
Hochwasser mit
mittlerer Wahr-
scheinlichkeit
HQ
100
Hochwasser mit
niedriger Wahr-
scheinlichkeit
HQ
300
HQ
200
Maximum aus
HQ
200
mit und
ohne vorhande-
ne Hochwasser-
schutzanlagen
HQ
200
Extremereignis
HQ
300
HQ
500
HQ
200
ohne vor-
handene Hoch-
wasserschutzan-
lagen
Klassifizierung
bzgl. der Wasser-
tiefe h
w
in m
bzw. bzgl. des
spezifischen
Durchflusses
1
v*h
w
in m
2
/s
3 Klassen bzgl. h
w
und v*h
w
:
< 0,5
0,5 - 2,0
> 2,0
5 Klassen bzgl. h
w
:
< 0,5
0,5 - 1,0
1,0 - 2,0
2,0 - 4,0
> 4,0
1) Nur relevant in Sachsen
Die in Sachsen abweichende Verwendung der Wiederkehrintervalle T für
die Hochwasserszenarien und die abweichende Klassifizierung der Intensi-
täten sind auf Unterschiede in den Datengrundlagen der Karten zurückzu-
führen, die wiederum Resultat der angewendeten Berechnungsverfahren
sind.
1.1.2 Karten
In Abbildung 1-1 ist der generelle Aufbau, der für die Hochwassergefah-
ren- und für die Hochwasserrisikokarten der gesamten Weißen Elster
gleich ist, dargestellt. Die Karten sind in eine Hauptkarte und in den
rechts davon liegenden allgemeinen Erläuterungsteil mit Legende, Pegel-
tabelle, Datengrundlagen, Übersichtskarte und Planstempel unterteilt.
Die Gefahren- und Risikokarten haben eine Größe von 83 cm in der Breite
und 58,5 cm in der Höhe. Bei dieser Größe ist auf üblichen Plottern kein
Drehen der Karte erforderlich.

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Umsetzung der EU Hochwasserrisikomanagementrichtlinie im Rahmen des
INTERREG IV B Projektes LABEL - Grenzüberschreitender HWRP Weiße Elster -
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Abbildung 1-1: Genereller Aufbau der Gefahren- und Risikokarten
Auf der
Hauptkarte
, welche 60 cm breit und 56 cm hoch ist, lässt sich
bei einem Maßstab von 1 : 10 000 ein Kartenausschnitt von 6 000 m Brei-
te mal 5 600 m Höhe bzw. bei einem Maßstab von 1 : 5 000 ein Karten-
ausschnitt von 3 000 m Breite mal 2 800 m Höhe abbilden.
Die Erläuterung zur Karte mit Legende, Pegeltabelle, Datengrundlagen,
Blattübersicht und Planstempel ist mit einer Breite von 18,5 cm rechts
neben der Hauptkarte angeordnet, um bei einer gefalteten Karte den Kar-
teninhalt zu erkennen.
Die
Legende
zu den Gefahrenkarten enthält die verwendeten Flächen-,
Linien- und Punktsignaturen (vgl. Abbildung 1-2). Als Fließgewässernetz
wird das Gewässernetz nach EG-WRRL verwendet, wobei nur die Fließge-
wässer dargestellt werden, für die ein potenziell signifikantes Hochwas-
serrisiko festgestellt wurde. Die Stationierung wurde an der Mündung be-
ginnend aller 100 m eingefügt. Zur allgemeinen Orientierung werden ne-
ben der Topographischen Karte die Landkreis- und Gemeindegrenzen
dargestellt.

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Umsetzung der EU Hochwasserrisikomanagementrichtlinie im Rahmen des
INTERREG IV B Projektes LABEL - Grenzüberschreitender HWRP Weiße Elster -
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Abbildung 1-2: Legende der Hochwassergefahrenkarte
Die
Pegeltabelle
enthält den Namen, die Nummer und die Stationierung
der beiden nächstgelegenen Hochwassermeldepegel (in Richtung strom-
auf). Befindet sich auf dem Kartenblatt selbst ein Hochwassermeldepegel,
so ist dieser zusätzlich in der Pegeltabelle enthalten. Zu jedem Pegel wer-
den der Wasserstand in cm und der Durchfluss in m³/s für das jeweilige
Hochwasserereignis angegeben.
Die einzelnen
Datengrundlagen
werden beschrieben und bzgl. Herkunft
und Bearbeitungsstand benannt. Tabelle 1-2 beinhaltet die Datengrundla-
gen für die einzelnen Abschnitte der Weißen Elster.

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Umsetzung der EU Hochwasserrisikomanagementrichtlinie im Rahmen des
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Tabelle 1-2: Datengrundlagen der Hochwassergefahrenkarten
Sachsen
Thüringen
Sachsen-
Anhalt
Obere Weiße
Elster
Untere Weiße
Elster
Lagesystem
DE_RD/83/GK_3
LS 120, PD 83
DE_RD/83/GK_3
Höhensystem
HN76
DHHN92
Digitales Gelän-
demodell DGM
Terrestrische Vermessung, Luftbild-
auswertung, ATKIS-DGM25
Terrestrische
Vermessung,
Luftbildauswer-
tung, ATKIS-
DGM5
Terrestrische
Vermessung,
DGM aus La-
serscan, DGM1
Hydrologie
Hydrologischer Gewässerlängsschnitt Weiße Elster
Abflussgangli-
nien HQ
T
am
Pegel Zeitz,
Scheitelabflüsse
HQ
T
am Pegel
Oberthau
Hydraulik und
Überschwem-
mungsgebiete
1D-Berechnung
mit WSPWIN
1D-Berechnung
mit HEC-RAS
2D-Berechnung mit HYDRO_AS 2D
Wasserstände
und Durchflüsse
der Pegel
auf Grundlage der hydraulischen Berechnungen
Die
Blattübersicht
(vgl. Abbildung 1-3) zeigt die einzelnen Blattschnitte
der darzustellenden Gebiete, wobei die aktuelle Karte rot markiert ist. Die
Blattschnitte werden entlang des Gewässers von der Mündung in Richtung
Quelle angeordnet und fortlaufend nummeriert. Das Einzugsgebiet der
Weißen Elster ist farblich hinterlegt. Zur besseren Orientierung sind die
Landes- und Landkreisgrenzen der drei Bundesländer sowie wichtige Zu-
flüsse zur Weißen Elster dargestellt und beschriftet.

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Umsetzung der EU Hochwasserrisikomanagementrichtlinie im Rahmen des
INTERREG IV B Projektes LABEL - Grenzüberschreitender HWRP Weiße Elster -
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Abbildung 1-3: Blattübersicht
Der
Planstempel
(vgl. Abbildung 1-3) beinhaltet
den Projekttitel,
das EU- und das LABEL-Logo,
den Kartentitel mit dem dargestellten HQ
T
,
das Bundesland,
den Auftraggeber,
den Gewässernamen,
eine Beschreibung des dargestellten Gewässerabschnittes,
das Logo des Auftragnehmers,
den Bearbeitungsstand,
den Kartenmaßstab,
die Anlagennummer und
die Blattnummer.
Die Anlagennummer wird für jedes HQ
T
folgendermaßen durchnumme-
riert:
G1
für Hochwasser mit hoher Wahrscheinlichkeit (HQ
20
bzw. HQ
25
)
G2
für Hochwasser mit mittlerer Wahrscheinlichkeit (HQ
100
)
G3
für Hochwasser mit niedriger Wahrscheinlichkeit (HQ
200
bzw. HQ
300
)

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Abbildung 1-4: Planstempel am Beispiel des sächsischen Abschnittes
1.2
Hochwasserrisikokarten
1.2.1 Methodik
Die Hochwasserrisikokarten verzeichnen potenzielle hochwasserbedingte
negative Auswirkungen infolge der drei in Abschnitt 1.1.1 genannten
Hochwasserszenarien. Der generelle Aufbau entspricht dem der Hochwas-
sergefahrenkarten (Abbildung 1-1). In den Hochwasserrisikokarten wer-
den folgende Themen kartographisch dargestellt:
Verlauf der Gewässerachse des Fließgewässers Weiße Elster mit
Flusskilometrierung (Stationierung) in 100-m-Schritten,
Orientierungswert der potenziell betroffenen Einwohner je Ge-
meinde, aufgerundet auf die nächste 10er-Stelle,
gefährdete Objekte,
Gefahrenquellen,
Art der wirtschaftlichen Tätigkeit in dem vom Hochwasser po-
tenziell betroffenen Gebiet,
Schutzgebiete,
Hochwasserschutzeinrichtungen,
Pegel an der Weißen Elster,
Landkreis- und Gemeindegrenzen.
Als Hintergrundkarte dient die TK10 bzw. die DTK10 in Graustufen. Die
Unterschiede in den Gefahren- und Risikokarten der einzelnen Abschnitte
der Weißen Elster, die sich infolge unterschiedlicher Berechnungsansätze
bzw. aufgrund abweichender Anforderungen an die Kartendarstellung
ergaben, wurden bereits in Abschnitt 1.1.1 erläutert (vgl. Tabelle 1-1).
Zur Darstellung der
Flächennutzung
innerhalb der Überschwemmungs-
flächen wurden die ATKIS-Daten mit den Überschwemmungsflächen der
drei darzustellenden Hochwasserszenarien verschnitten und die ATKIS-

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Umsetzung der EU Hochwasserrisikomanagementrichtlinie im Rahmen des
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Objektnummern zu sechs relevanten Klassen nach LAWA (2010) zusam-
mengefasst (vgl. Abbildung 1-5).
Die Berechnung der
potenziell betroffenen Einwohner
pro Gemeinde
erfolgte auf der Grundlage der Einwohnerstatistik des Statistischen Lan-
desamtes des jeweiligen Bundeslandes. Die Einwohnerstatistik gibt die
Anzahl der Einwohner der Gemeinden an. Um die betroffenen Einwohner
abschätzen zu können wurden in Sachsen-Anhalt und Thüringen folgende
ATKIS-Objektarten:
2111 – Wohnbaufläche
2113 – Fläche mit gemischter Nutzung
und in Sachsen folgende ATKIS-Objektarten zusammengefasst:
2111 – Wohnbaufläche
2113 – Fläche mit gemischter Nutzung
2114 – Fläche besonderer funktionaler Prägung
Diese Flächen wurden selektiert und mit den Überschwemmungsflächen
der betrachteten HQ
T
verschnitten, sodass für die drei Hochwasserszena-
rien die von Überschwemmung betroffenen bewohnten Flächen zur Verfü-
gung standen. Anhand der Einwohneranzahl je Gemeinde und des Ver-
hältnisses zwischen der überschwemmten und der gesamten bewohnten
Fläche konnte der Anteil der potenziell betroffenen Einwohner nähe-
rungsweise berechnet werden:
G
HQ
A
EW A
PBE
*
=
mit
PBE
- Anzahl potenziell betroffener Einwohner
EW
- Anzahl der Einwohner je Gemeinde
A
HQ
- vom betrachteten HQ
T
überschwemmte bewohnte Fläche
A
G
- gesamte bewohnte Fläche
Bei den Berechnungen in Thüringen wurde angenommen, dass die Fläche
mit gemischter Nutzung zu einem Drittel als Wohnfläche genutzt wird.
Daher ging diese Fläche - im Gegensatz zu Sachsen und Sachsen-Anhalt -
auch nur zu einem Drittel in die Berechnung ein.
1.2.2 Karten
Das Layout der Hochwassergefahren- und -risikokarten ist identisch und
wurde in Abschnitt 1.1.2 beschrieben. Abbildung 1-1 zeigt den generellen
Aufbau der Karten. Infolge der unterschiedlichen fachlichen Inhalte der
Hauptkarte der Gefahren- und Risikokarten unterscheiden sich auch die
Legenden der beiden Karten. Abbildung 1-5 zeigt die Legende der Hoch-
wasserrisikokarten, welche die zur Erstellung verwendeten Flächen-, Li-
nien- und Punktsignaturen aufschlüsselt.

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Abbildung 1-5: Legende der Hochwasserrisikokarte

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2
Literaturverzeichnis
DHI-WASY (2011): Umsetzung der EU Hochwasserrisikomanagement-
richtlinie im Rahmen des INTERREG IV B Projektes LABEL - Pilotge-
biet „Weiße Elster Sachsen“, DHI-WASY GmbH im Auftrag des Säch-
sischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft.
FUGRO-HGN (2011): Hochwasserrisikomanagementplan (HWRM-Plan) der
Weißen Elster im Teilgebiet Thüringen. Ergebnisbericht. FUGRO-HGN
im Auftrag des Thüringer Ministeriums für Landwirtschaft, Forsten,
Umwelt und Naturschutz.
PGSL (2012): Umsetzung der EG-HWRM-RL für die Weiße Elster. Stufe 3.
Hochwasserrisikomanagementplan (Artikel 7 und 8 der HWRM-RL).
Planungsgesellschaft Scholz + Lewis mbH im Auftrag des Landesbe-
triebes für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt,
März 2012.
LAWA (2010): Empfehlungen zur Aufstellung von Hochwassergefahren-
karten und Hochwasserrisikokarten. Bund/Länder-Arbeitsgemein-
schaft Wasser. Februar 2010.