Nr. 1
Mai 2020
Daten & Dialog
im
Fokus
Forschungsergebnisse des Kriminologischen Dienstes des Freistaates Sachsen
Suizide weiblicher Inhaftierter in Justizvollzugsanstalten:
Ergebnisse der deutschen Totalerhebung von 2000 bis 2019
Suizide von Frauen in der
Allgemeinbevölkerung
Die Rate vollendeter Suizide ist bei Männern drei Mal
so hoch wie bei Frauen. So lag laut WHO (2014) bei-
spielsweise die Suizidrate, d.h. die Anzahl der Suizide je
100.000 Einwohner*innen in Deutschland im Jahr 2016
insgesamt bei 9,1, dabei für Männer bei 13,6 und bei
Frauen bei 4,8. Dies ist auch ein weltweit zu beobach-
tendes Phänomen (WHO, 2014; Statista, 2018).
Bemerkenswert ist dabei das sogenannte Gender-
Paradox: Obwohl Suizidversuche in der Vorgeschichte
der Faktor mit der größten Vorhersagekraft für eine er-
neute Suizidalität ist (WHO, 2014) und Frauen deutlich
mehr Suizidversuche begehen als Männer, suizidieren
sich mehr Männer (z.B. Freeman et al., 2017; Canetto
& Sakinofsky, 1998; Rachor, 1995). Dies wird bislang zu
erklären versucht mit einem anderen Hilfesuchverhalten
und einer Bevorzugung dysfunktionaler Bewältigungs-
strategien bei Männern sowie ungünstigen Geschlechts-
stereotypen bei beruflichen Misserfolgen (Hausmann,
Rutz & Meise, 2008). In einem Geschlechtervergleich
konnten unterschiedliche Risikofaktoren für einen Sui-
zid bei Männern und Frauen herausgearbeitet werden
(Oquendo et al., 2007): Bei Frauen fanden sich eigene
Suizidversuche, Hostilität, subjektive depressive Sym-
ptome und wenige Gründe für das Weiterleben. Demge-
genüber fanden sich bei Männern suizidale Handlungen
in der Familie, früherer Drogenkonsum und frühe Tren-
nung der Eltern. Rauchen und eine Borderlinestörung
war bei Männern und Frauen ein Risikofaktor.
Mit höherem Alter steigt die Suizidrate. Besonders
dramatisch ist dies bei Frauen. So wird jeder zweite
Suizid einer Frau von einer Frau über 60 Jahren verübt.
Erklärt wird dies mit psychischen Erkrankungen, dabei
insbesondere Depressionen, Änderungen in der sozialen
Situation wie Verlust des*r Partners*in oder des sozia-
len Netzwerkes, sowie der Angst vor Einschränkungen
infolge physischer Erkrankungen und Einschränkungen
der eigenen Handlungsfähigkeit (Schmidtke, Sell & Löhr,
2008).
Datengrundlage
Basis der folgenden Auswertungen bilden, soweit nicht
anders angegeben, Daten über Suizide, welche im Rah-
men der Totalerhebung aller Suizide in deutschen Jus-
tizvollzugsanstalten erhoben und seit dem 01.01.2000
bis zum 31.12.2019 begangen wurden. Insgesamt lie-
gen für diesen Zeitraum 1.449 Dokumentationen von
Suiziden vor. Bis 2018 wurde diese Erhebung durch
den Kriminologischen Dienst Niedersachsen durchge-
führt (Bennefeld-Kersten, 2009, 2012; Suhling & Dietzel,
2017).
Differenziert nach Geschlecht ereigneten sich in die-
sem 20-jährigen Erfassungszeitraum 1.409 (97,1%) Sui-
zide von männlichen Gefangenen und 42 (2,9%) von
weiblichen Gefangenen.
Vergleich der Suizide von weiblichen und
männlichen Gefangenen
Um eine Entwicklung der Suizidhäufigkeiten im Beob-
achtungszeitraum darstellen zu können, wurden sie in
Beziehung zu den Belegungszahlen, differenziert nach
männlichen und weiblichen Gefangenen, in deutschen
Justizvollzugsanstalten zum Stichtag 31.03. gesetzt. Für
die Jahre 2000 bis 2002 stehen die Belegungszahlen nicht
nach Geschlecht und Art des Vollzuges differenziert zur
Verfügung. Die Suizidrate wurde geschlechtsspezifisch
aus der Anzahl der Suizide durch die Anzahl der Ge-
fangenen zum Stichtag mal 100.000 berechnet. Damit
bildet sie einen Indikator für die Anzahl der Selbsttötun-
gen pro 100.000 Gefangene des jeweiligen Geschlechts.
Bei der Interpretation der Ergebnisse gilt es zu beach-
ten, dass innerhalb eines Kalenderjahres deutlich mehr
Inhaftierte in den Vollzug eintreten, als am Stichtag in-
haftiert sind. Der Anteil der Suizide an allen Zugängen
Über Daten & Dialog im Fokus
In der Reihe „Daten & Dialog im Fokus“ veröffentlicht der Kriminologische Dienst des Freistaates Sachsen Forschungsergebnisse zu
verschiedenenThemenrundumdenJustizvollzug. BisherigeAusgabensowieKurzberichtezurEvaluationdesJugendstrafvollzugs
in der JSA Regis-Breitingen (Reihe „Daten&Dialog“) finden Sie im Internet unter
https://www.justiz.sachsen.de/kd/.
Autor*innen dieser Ausgabe
Maja Meischner-Al-Mousawi (verantwortliche Redakteurin), Katharina Spanaus, Sven Hartenstein und Sylvette Hinz
Herausgeber
Kriminologischer Dienst des Freistaates Sachsen
JVA Leipzig mit Krankenhaus
Leinestraße 111, 04279 Leipzig
Kontakt
B
kd@smj.justiz.sachsen.de
T 0341 8639-117
m
www.justiz.sachsen.de/kd/

Daten & Dialog im Fokus Nr. 1, Mai 2020
Seite 2
Jahr
Geschlecht
Belegung nach Haftart
Belegung
Suizide
FS/JS/SV
U-Haft
Sonstige
Gesamt
Anzahl
Rate
2000 insg.
79.507
117 147,2
2001 insg.
78.959
104 131,7
2002 insg.
74.904
79 105,5
2003 m
58.312
16.066
2.916
77.294
83 107,4
w
2.712
907
263
3.882
1 25,8
2004 m
59.323
15.138
2.553
77.014
93 120,8
w
2.984
861
307
4.152
1 24,1
2005 m
59.400
14.644
2.331
76.375
91 119,1
w
2.958
815
262
4.035
2 49,6
2006 m
58.644
13.835
1.998
74.477
72 96,7
w
3.115
799
190
4.104
3 73,1
2007 m
57.410
12.442
1.836
71.688
66 92,1
w
3.209
727
132
4.068
5 122,9
2008 m
57.486
11.710
1.861
71.057
62 87,3
w
3.203
648
148
3.999
4 100,0
2009 m
57.012
10.779
1.875
69.666
61 87,6
w
3.187
606
133
3.926
3 76,4
2010 m
56.321
10.339
1.598
68.258
58 85,0
w
3.079
602
113
3.794
2 52,7
2011 m
55.346
10.244
1.661
67.251
50 74,3
w
3.222
620
107
3.949
3 76,0
2012 m
51.670
10.558
1.592
63.820
57 89,3
w
3.117
637
97
3.851
2 51,9
2013 m
49.099
10.464
1.275
60.838
46 75,6
w
2.806
655
115
3.576
2 55,9
2014 m
49.979
10.604
1.393
61.976
53 85,5
w
2.971
656
107
3.734
2 53,6
2015 m
47.934
10.688
1.253
59.875
66 110,2
w
3.011
671
71
3.753
2 53,3
2016 m
46.738
12.651
1.239
60.628
73 120,4
w
2.961
738
70
3.769
2 53,1
2017 m
46.125
13.062
1.279
60.466
81 134,0
w
2.870
803
54
3.727
1 26,8
2018 m
44.249
13.298
1.145
58.692
56 95,4
w
2.667
768
67
3.502
3 85,7
2019 m
47.732
12.833
1.349
61.914
41 66,2
w
2.994
755
88
3.837
2 52,1
Tabelle 1: Belegungen zum 31.03. und Suizide nach Jahren und Geschlecht
in den Justizvollzug wäre also geringer als der berech-
nete Indikator. In der Literatur finden sich Vergleiche,
wonach die Suizidraten im Vollzug mindestens 3-fach
bis 7-fach höher als in der Allgemeinbevölkerung sind
(z.B. Fazel, Benning & Danesh, 2005; Opitz-Welke,
Bennefeld-Kersten, Konrad & Welke, 2013; Rabe &
Konrad, 2010; Matschnig, Frühwald & Frottier, 2006;
Bennefeld-Kersten, 2009). Wenn den Suizidzahlen die
Anzahl der Neuinhaftierungen oder die Höhe des Ge-
fangenendurchlaufes zugrunde gelegt werden, relativiert
sich die Höhe (Suhling & Dietzel, 2017; Schmitt, 2015).
Es gilt aber als methodisch gesichert, dass sich das Sui-
zidrisiko durch die Inhaftierung erhöht (ebenda). Dabei
ist auch zu beachten, dass Menschen, die inhaftiert
werden, vermutlich bereits vorher ein höheres Risiko
haben (z.B. Suchterkrankungen oder Suizidversuche
in der Vorgeschichte) und dass sich also das Risiko
nicht allein durch die Inhaftierung erhöht, sondern ein
Selektionseffekt auftritt.
Die berechneten Suizidraten (Tabelle 1) bieten eine
gute Grundlage, um Veränderungen über die Zeit und
Unterschiede zwischen den Geschlechtern zu betrachten.
Da sich Suizide weiblicher Gefangener vergleichsweise
selten ereignen, haben einzelne Suizide einen erheblichen
Einfluss auf die berechnete Suizidrate pro Jahr. Diese
schwankt dadurch stark zwischen den Jahren.
Die mittlere Suizidrate männlicher Inhaftierter zwi-
schen 2003 und 2019 liegt bei einer durchschnittlichen
Belegung von 67.135 Gefangenen bei 96,9 und ist signi-
fikant höher als die der Frauen bei einer durchschnittli-
chen Belegung von 3.862 Gefangenen mit 60,8 (
z
=-3.00,
p
=.003)
1
. Extramural liegt das Verhältnis ungefähr bei
3:1 (z. B. Värnik et al., 2008). Im Vollzug dagegen liegt
das Verhältnis bei rund 3:2. Das Suizidrisiko von Frauen
wird durch eine Inhaftierung also stärker erhöht als das
der Männer. Dies entspricht auch den internationalen
Beobachtungen (Fazel, Ramesh & Hawton, 2017; Früh-
wald et al., 2000; WHO – Department of Mental Health,
1
Als Signifikanztest wurde ein Zweistichproben-
z
-Test zur Prü-
fung der Differenz zweier Inzidenzraten verwendet.

Daten & Dialog im Fokus Nr. 1, Mai 2020
Seite 3
2000; Tatarelli, Mancinelli, Taggi & Polidori, 1999).
Delikte zur aktuellen Strafverbüßung
Bei den Delikten zur aktuellen Strafverbüßung der weib-
lichen Suizidentinnen überwiegen die Eigentums- bezie-
hungsweise Vermögensdelikte. Von allen Suizidentinnen
waren 17 wegen Eigentums- und Vermögensdelikten, 15
wegen Tötungsdelikten, wegen Betäubungsmitteldelik-
ten und Gewaltdelikten jeweils 3 und 4 wegen anderer
Delikte inhaftiert.
2
Weder Sexual-, Brand- noch Wirt-
schaftsdelikte waren Haftgrund der Suizidentinnen. Als
Deliktgruppen wurde bei Mehrfachnennungen jeweils
nur das schwerwiegendste Delikt gezählt.
Die Verteilung der Deliktarten bei weiblichen Suizi-
dentinnen unterscheidet sich von der bei männlichen
Suizidenten. Bei den Männern überwiegen Gewalt- und
Sexualdelikte. Daneben sind Tötungsdelikte bei den
weiblichen Suizidentinnen deutlich überrepräsentiert,
obwohl Tötungsdelikte insgesamt bei Frauen nicht häu-
figer vorkommen. Während jeder fünfte männliche Sui-
zident wegen eines Tötungsdeliktes in Haft war (Suhling
& Dietzel, 2017) war, ist es bei den weiblichen Suiziden-
tinnen fast jede Dritte. Offenbar erhöht sich das Risiko
für suizidale Entwicklungen, wenn eine Frau wegen eines
Tötungsdeliktes in Haft ist.
Altersverteilung
Das Alter bei Begehung des Suizids liegt bei männlichen
Suizidenten zwischen 15 und 83 Jahren. Die jüngste
weibliche Suizidentin war 20 und die älteste 68 Jahre
alt. Das mittlere Alter der Frauen ist mit 41,2 Jahren
3,5 Jahre höher als das der Männer; der Unterschied
ist allerdings statistisch nicht signifikant (
U
=24948.5,
p
=.09). Es ereignete sich kein Suizid bei weiblichen
Inhaftierten unter 20. Bei den männlichen Inhaftierten
unter 20 ereigneten sich 57 Suizide.
(n=1405)
(n=42)
20
40
60
80
männlich
weiblich
Geschlecht
Alter (in Jahren)
Tabelle 2 zeigt die Verteilung des Alters der Suizi-
dentinnen. Auffällig ist, dass mehr als die Hälfte der
Suizide von Frauen über 41 Jahre begangen wurden,
was nicht der Altersverteilung im Vollzug entspricht
(vgl. z.B. Statistisches Bundesamt, 2020). Besonders
bemerkenswert ist dabei, dass allein 9,5 % der Suizide
von Frauen über 61 Jahre begangen wurden, obwohl
diese weniger als 5% der Gesamtpopulation ausmachen.
Offensichtlich ist der Trend von Suiziden im Alter auch
2
Die Deliktgruppe Eigentums- und Vermögensdelikte bildet
sich aus Delikten wie Diebstahl, Raub, Wohnungseinbruchs-
diebstahl, Sachbeschädigung sowie Erpressung. Die Katego-
rie „Andere“ setzt sich aus Verkehrsdelikten, Abschiebehaft,
Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie Beleidigung
zusammen.
Alter
Anzahl
Anteil
20
1
2,4%
21 -30
11 26,2%
31 -40
8 19,0%
41 -50
10 23,8%
51 -60
8 19,0%
61 -70
4
9,5%
Summe
42 100,0%
Tabelle 2: Häufigkeit von Suiziden nach Altersklassen
im Gefängnis zu beobachten (Bennefeld-Kersten, 2018;
Schmidtke et al., 2008).
Staatsangehörigkeit
Es nehmen sich im Verhältnis zur Verteilung in der
Gefangenenpopulation mehr Gefangene mit deutscher
Staatsangehörigkeit das Leben als Nichtdeutsche. Dies
zeigt sich auch in den Suizidraten (Suhling & Dietzel,
2017) und lässt sich mit den Zahlen in der Allgemein-
bevölkerung vergleichen (z. B. Razum & Zeeb, 2004;
Schneider & Fritze, 2008). Darüber hinaus wird disku-
tiert, dass die Suizidraten von Migranten im Aufnah-
meland den Suizidraten aus den jeweiligen Herkunfts-
ländern ähneln (Spallek et al., 2015).
68 %
27 %
5 %
0 %
(960)
(374)
(69)
(4)
69 %
26 %
5 %
0 %
(29)
(11)
(2)
(0)
m (n = 1407)
w (n = 42)
deutsch
andere
deutsch
(Spätaussiedler/in)
ohne
0%
20%
40%
60%
0%
20%
40%
60%
Staatsangehörigkeit
Häufigkeit
N = 1449
Die Suizident*innen mit deutscher Staatsangehörig-
keit bilden mit 68,2 % (Männer) und 69,0 % (Frauen)
in etwa gleich große Anteile.
3
Haftart
730 der Suizide ereigneten sich in Untersuchungshaft.
Dies entspricht nicht dem Anteil der Gefangenen in
Untersuchungshaft im Justizvollzug. Es gibt dabei kei-
nen relevanten Unterschied zwischen männlichen und
weiblichen Gefangenen. Es ist also von einem deutlichen
erhöhten Suizidrisiko bei Untersuchungsgefangenen aus-
zugehen (Bennefeld-Kersten, 2012; Opitz-Welke et al.,
2013; Suhling & Dietzel, 2017). Auffällig ist ebenso der
erhöhte Anteil an weiblichen Suizidentinnen in Abschie-
behaft, weshalb auch dort von einem erhöhten Risiko
ausgegangen werden sollte.
3
Die Signifikanz ist anhand des Chi-Quadrat-Tests aufgrund zu
geringer Zellenbesetzung nicht prüfbar.

Daten & Dialog im Fokus Nr. 1, Mai 2020
Seite 4
51 %
38 %
4 %
4 %
1 %
1 %
1 %
0 %
(711)
(539)
(62)
(52)
(18)
(12)
(8)
(4)
45 %
36 %
5 %
5 %
2 %
7 %
0 %
0 %
(19)
(15)
(2)
(2)
(1)
(3)
(0)
(0)
m (n = 1406)
w (n = 42)
U−Haft Straf−
haft
Jugend−
strafe
Ersatz−
freih.str.
Sonst. Absch.−
haft
Jugend−
U−Haft
Sich.−
verw.
0%
10%
20%
30%
40%
50%
0%
10%
20%
30%
40%
50%
Haftart
Häufigkeit
N = 1448
Haftlänge bis zum Suizid
4
Die Haftlänge bis zum Suizid ist für weibliche Suiziden-
tinnen nicht statistisch signifikant größer oder kleiner
als für männliche Suizidenten (
U
=32241,
p
=.21). Be-
züglich der Haftlänge zeigt sich eine große Streuung
der Daten. Der Median der Haftlänge bis zum Suizid
liegt für Männer bei 3,0 Monaten und für Frauen bei
1,5 Monaten.
(n=1381)
(n=42)
10
−1
10
0
10
1
10
2
männlich
weiblich
Geschlecht
Haftlänge
(in Monaten)
Die längste Dauer in Haft bis zum Suizid liegt bei
männlichen Suizidenten bei 313 Monaten (26,1 Jahren),
bei weiblichen bei 98 Monaten (8,2 Jahren). Der kür-
zeste Aufenthalt im Strafvollzug bis zum Suizid liegt
sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen inner-
halb des ersten Monats nach Zugang. Aufgrund dessen
erscheint es sinnvoll, diesen Zeitraum detaillierter zu
betrachten.
0
20
40
60
0
10
20
30
Tage in Haft bis zum Suizid (erste 31 Tage nach Zugang)
Häufigkeit
männlich
weiblich
N = 404
404 Inhaftierte haben sich innerhalb des ersten Mo-
nats nach Zugang suizidiert. Bereits am Tag der In-
haftierung nahmen sich 22 Inhaftierte das Leben. 65
Gefangene suizidierten sich am darauf folgenden Tag.
Das macht insgesamt einen Anteil von 6,1 % an jenen
Personen aus, von denen Daten zur Haftlänge vorliegen.
Die Suizidhandlung lag bei 21,1 % der Suizidenten
und 23,8 % der Suizidentinnen innerhalb der ersten 14
Tage im Justizvollzug. Betrachtet man einen Zeitraum
von 4 Wochen nach Inhaftierung erhöhen sich die An-
teile auf 28,1 % (Männer) und 38,1 % (Frauen). Damit
4
Dieser Abschnitt wurde im Juni 2020 korrigiert.
ist der erste Hafthaftmonat die Zeit, in der das Risiko
für eine suizidale Entwicklung am höchsten ist.
Frühere Inhaftierungen
Der Anteil der Suizident*innen, die keine Vorinhaftie-
rungen aufweisen, ist bei den Frauen deutlich höher
als bei den männlichen Betroffenen. Die Anteile von
„erstinhaftiert“ und „mindestens eine Vorinhaftierung“
bei weiblichen und männlichen Gefangenen unterschei-
den sich signifikant voneinander (χ
2
(1,
N
=1137)=4.97,
p
=.03).
Es kann angenommen werden, dass weibliche Gefan-
gene, die zum ersten Mal in Haft sind, größere Bewälti-
gungsprobleme haben, und dass sie dadurch anfälliger
für suizidale Entwicklungen sind (siehe dazu auch We-
ßels, 2015).
54 %
25 %
6 %
15 %
(597)
(275)
(68)
(166)
74 %
10 %
6 %
10 %
(23)
(3)
(2)
(3)
m (n = 1106)
w (n = 31)
keine
eine
zwei
mehr
0%
20%
40%
60%
0%
20%
40%
60%
Anzahl früherer Inhaftierungen
Häufigkeit
N = 1137
Beziehungsdelikt
Durch den Dokumentationsbogen wird erhoben, ob ein
Delikt, welches sich aus einem Beziehungskonflikt entwi-
ckelt hat, zur aktuellen Inhaftierung führte. Bei 42,1 %
der Frauen wurde als Inhaftierungsgrund ein Bezie-
hungsdelikt angegeben. Auf männlicher Seite führte in
lediglich 25,7% der Fälle ein Beziehungsdelikt zur aktu-
ellen Inhaftierung. Dieser prozentuale Unterschied zwi-
schen den Gruppen ist signifikant (χ
2
(1,
N
=913)=5.036,
p
=.02).
74 %
26 %
(650)
(225)
58 %
42 %
(22)
(16)
m (n = 875)
w (n = 38)
nein
ja
0%
20%
40%
60%
0%
20%
40%
60%
Führte ein Beziehungsdelikt zur aktuellen Inhaftierung?
Häufigkeit
N = 913
Damit ist die Inhaftierung wegen eines Beziehungs-
deliktes für weibliche Gefangene ein wesentlicher Risi-
kofaktor.
Zeitliche Nähe zu einem bedeutsamen Ereignis
Eine weitere wesentliche Frage nach risikoerhöhenden
Zeitpunkten ist die Nähe zu einem für die*den In-
haftierte*n bedeutsamen Ereignis (bspw. Tattag, Ster-

Daten & Dialog im Fokus Nr. 1, Mai 2020
Seite 5
bedatum eines Angehörigen). Hinsichtlich Ereignisnä-
he der suizidalen Handlung gibt es keine signifikan-
ten Gruppenunterschiede zwischen den Geschlechtern
2
(1,
N
=403)=0.08,
p
=.77).
50 %
50 %
(196)
(194)
46 %
54 %
(6)
(7)
m (n = 390)
w (n = 13)
nein
ja
0%
20%
40%
0%
20%
40%
Liegt das Datum in der Nähe (1 Monat) eines für den Gefangenen
möglicherweise bedeutenden Gedenktages / Ereignisses?
Häufigkeit
N = 403
Suizidmethode
Wenn die Suizidmethoden im Justizvollzug bei einer
psychologischen Autopsie
5
mit erfasst werden, ist die
Methode der Strangulation (Erhängen, Erdrosseln) die
am häufigsten genutzte Suizidmethode (z. B. Hayes,
1989).
Dieser Befund zeigt sich auch in dieser Erhebung. Cir-
ca 90 % sowohl der Suizidenten als auch der Suizidentin-
nen suizidierten sich durch Strangulation. Damit wird
im Justizvollzug häufiger die Methode der Strangulati-
on gewählt als außerhalb des Gefängnisses. Extramural
suizidieren sich ungefähr ein Drittel der Frauen und
mehr als die Hälfte der Männer durch Strangulation
(Rübenach, 2007). Der hohe Anteil von Strangulation
im Justizvollzug ist sicherlich erklärbar durch die Zu-
gänglichkeit und Verfügbarkeit der Mittel. Es ist nahezu
ausgeschlossen, (suizidalen) Gefangenen mögliche Stran-
gulationsmittel zu entziehen, da jedes Kleidungsstück,
Bettbezug oder Ähnliches dazu genutzt werden kann.
91 %
4 %
2 %
1 %
1 %
0 %
0 %
0 %
(1265)
(57)
(25)
(17)
(8)
(5)
(4)
(3)
90 %
2 %
2 %
0 %
2 %
2 %
0 %
0 %
(38)
(1)
(1)
(0)
(1)
(1)
(0)
(0)
m (n = 1384)
w (n = 42)
Erhäng.
/Erdross.
Schnitt Medi−
kam.
Ersti−
cken
Sprung Dro−
gen
Ver−
giftung
Stich
0%
25%
50%
75%
0%
25%
50%
75%
Suizidmethode
Häufigkeit
N = 1426
Suizidversuche in der Vergangenheit
In der Untersuchung ergab sich kein signifikanter
Unterschied zwischen den weiblichen und männli-
chen Gefangenen in der Häufigkeit der Suizidversu-
5
Unter einer psychologischen Autopsie versteht man die nach-
trägliche Betrachtung der Informationen und Daten einer
Person nach einem Suizid, um Hypothesen über die Gründe
für den Suizid entwickeln zu können. Soweit möglich werden
Angaben von Angehörigen oder anderen engen sozialen Kon-
takten, Angaben von Fachkräften oder Abschiedsbriefe u.ä.
einbezogen (z. B. Hjelmeland, Dieserud, Dyregrov, Knizek &
Leenaars, 2012; Isometsä, 2001).
che in der Vorgeschichte (aktuelle Haft oder davor)
2
(1,
N
=1076)=0.93,
p
=.34).
74 %
16 %
11 %
(770)
(163)
(114)
66 %
14 %
21 %
(19)
(4)
(6)
m (n = 1047)
w (n = 29)
frühere Suizidversuche
wurden verneint
ja, während der
aktuellen Haft
ja, in früheren Zeiten
0%
20%
40%
60%
0%
20%
40%
60%
Gab es frühere Suizidversuche?
Häufigkeit
N = 1076
Allgemein ist die Anzahl früherer Suizidversuche ein
aussagekräftiger Risikofaktor für das Auftreten einer (er-
neuten oder weiterhin vorhandenen) akuten Suizidalität.
Tendenziell weisen Suizidentinnen häufiger Suizidversu-
che in der Vorgeschichte auf.
Psychische Erkrankungen
Psychische Erkrankungen sind ein wesentlicher Ri-
sikofaktor für suizidale Entwicklungen und tre-
ten bei weiblichen Inhaftierten gehäuft auf (Fazel
& Danesh, 2002). Dazu gehören z.B. opiatbezo-
gene und polyvalente Substanzstörungen, affektive
und posttraumatische Belastungsstörungen sowie die
Borderline-Persönlichkeitsstörung, die häufig einherge-
hen mit schwierigen Sozialisationsbedingungen und ein-
geschränkten Lebensbewältigungsfertigkeiten (z. B. von
Schönfeld et al., 2006).
Im Dokumentationsbogen wird erhoben, ob es in den
letzten 6 Monaten Hinweise auf psychische Erkrankun-
gen und Entzugssymptome bei den Suizident*innen
gab.
Bei rund jeder dritten Suizidentin und bei jedem fünf-
ten Suizidenten wurde eine psychische Erkrankung fest-
gestellt. Die prozentualen Unterschiede zwischen den
Gruppen sind nicht signifikant (χ
2
(1,
N
=957)=1.84,
p
=.18). Bei der Bewertung der Angaben zu den Sui-
zident*innen sollte beachtet werden, dass gerade bei
einem sehr kurzen Aufenthalt in Haft noch gar nicht die
Möglichkeit einer gründlichen klinischen Diagnostik be-
stand und deshalb die Zahlen die tatsächliche Situation
möglicherweise unterschätzen.
78 %
22 %
(715)
(204)
68 %
32 %
(26)
(12)
m (n = 919)
w (n = 38)
nein
ja
0%
20%
40%
60%
80%
0%
20%
40%
60%
80%
Gab es innerhalb von 6 Monaten vor dem Suizid
Hinweise auf psychische Erkrankungen?
Häufigkeit
N = 957
Deutliche Unterschiede gibt es bei der Drogenpro-
blematik. Ungefähr jede vierte Suizidentin hatte einen
Drogenentzug in der Zeit vor dem Suizid. Die prozentua-

Daten & Dialog im Fokus Nr. 1, Mai 2020
Seite 6
len Unterschiede zwischen den Gruppen sind signifikant
2
(1,
N
=955)=5.90,
p
=.02).
89 %
11 %
(815)
(103)
76 %
24 %
(28)
(9)
m (n = 918)
w (n = 37)
nein
ja
0%
25%
50%
75%
0%
25%
50%
75%
Gab es innerhalb von 6 Monaten vor dem Suizid
Hinweise auf Drogenentzug?
Häufigkeit
N = 955
Im Vergleich der Suizident*innen in Bezug auf einen
beobachteten Alkoholentzug ergaben sich keine messba-
ren Unterschiede.
93 %
7 %
(857)
(60)
97 %
3 %
(36)
(1)
m (n = 917)
w (n = 37)
nein
ja
0%
25%
50%
75%
100%
0%
25%
50%
75%
100%
Gab es innerhalb von 6 Monaten vor dem Suizid
Hinweise auf Alkoholentzug?
Häufigkeit
N = 954
Zusammenfassung und Bedeutung für die
Suizidprävention im Justizvollzug
In der aktuellen Untersuchung wurden die Merkmale der
Suizident*innen der Jahre 2000 bis 2019 verglichen. Für
mehrere Faktoren ergaben sich Unterschiede zwischen
beiden Gruppen. Dazu gehören:
Merkmale, die bei Suizidentinnen häufiger beobachtet
werden konnten:
Alter: Frauen über 40, besonders aber über 60
Delikt: Frauen, die wegen Tötungsdelikten inhaf-
tiert wurden
Delikt: Frauen, die wegen eines Beziehungsdeliktes
inhaftiert wurden
Vorinhaftierung: Frauen, die zum ersten Mal in
Haft sind
Drogenproblematik
Geschlechtsunabhängig kommen Suizidversuche in
der Vorgeschichte bei den Suizident*innen häufig vor,
weshalb dies auch ein wichtiger Risikofaktor ist.
Riskante Zeitpunkte im Haftverlauf:
Haftart: Inhaftierte in Untersuchungshaft
Zeitraum in Haft: die ersten 4 Wochen
Die festgestellten Merkmale und Zeitpunkte im Haft-
verlauf geben wichtige Hinweise für die Suizidprävention
bei inhaftierten Frauen. Die Risikofaktoren illustrieren,
bei welchen Frauen die Behandlungsteams mit vermehr-
ter Aufmerksamkeit zu Haftbeginn (Screeningverfah-
ren) und im Haftverlauf schauen und reagieren müssen,
sind sie doch Kennzeichen größerer Probleme bei der
Bewältigung von schwierigen Lebensanforderungen. Ri-
sikofaktoren dienen nicht der Diagnostik akuter Suizi-
dalität sondern sind Merkmale, die auf eingeschränkte
Bewältigungsressourcen hinweisen und damit suizida-
le Entwicklungen bahnen können. Inhaftierte Frauen
mit diesen Risikofaktoren benötigen eine beständige
Aufmerksamkeit über den gesamten Haftverlauf sowie
schnelle und tragfähige Beziehungsangebote. Es sollte
vor allem Fragen nach Bewältigungsfähigkeiten und Res-
sourcen nachgegangen werden, um daraus Behandlungs-
angebote abzuleiten, die die Verarbeitung des Delikt-
geschehens und eine lebensbejahende Zukunftsplanung
ermöglichen.
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