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Geschäftsbericht 2013

 
Inhalt:
Inhaltsverzeichnis
01
Der GeoSN
03
Landesvermessung
04
Vom Basis-DLM zur Digitalen Topographischen Karte
04
Drei-Länder-Präzisions-Satellitenmesskampagne
05
Liegenschaftskataster
07
Grundsteuerkataster/Amtliches Liegenschaftskatasterinformationssystem (ALKIS)
07
Öffentlich bestellte Vermessungsingenieure und untere Vermessungsbehörden
11
Katasteraufsicht
12
Staats- und Landesgrenzen
13
Geodateninfrastruktur
14
Geschäftsstelle Oberer Gutachterausschuss
14
GeoSN im Rahmen von E-Government und GDI im Freistaat Sachsen
14
GDI-Servicezentrum (GSZ)
15
E-Government-Basiskomponente Geodaten
16
Steuerung und Koordinierung der GDI Sachsen
18
Bereitstellung von amtlichen Geobasisdaten über Webanwendungen
19
Systemverwaltung
21
Zentrale Aufgaben
23
Bereich Organisation
23
Bereich Rechnungswesen
24
Recht
25
Personal
26
Aus- und Fortbildung
28
Geodatenvertrieb/Geodatenservice
30
Öffentlichkeitsarbeit 2013
32
Organigramm
38
Auszug aus dem Lagebericht
39
und Jahresabschluss 2013

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02 |
Foyer des GeoSN im Februar 2013

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|
03
Der GeoSN
Das Jahr 2013 war für den GeoSN geprägt von mehreren wichtigen Ereignissen,
wobei die Übergabefeier für unser Dienstgebäude am 19. März und die Frei-
schaltung der Basiskomponente Geodaten (GeoBAK 2.0) am 14. Juni besonders
hervorzuheben sind. Beide Termine stehen symbolisch für den Wandel, in dem
sich der GeoSN befindet. Schafft unser frisch saniertes Gebäude am Olbricht-
platz 3 die äußere Hülle und sehr gute Arbeitsbedingungen im Innern, steht die
GeoBAK 2.0 respektive der Sachsenatlas für eine grundlegende Neuausrichtung
des GeoSN.
Geobasisdaten werden nicht mehr vorrangig analog für einen begrenzten Nut-
zerkreis, sondern über ein leistungsfähiges Geoportal für Anwendungen in der
Verwaltung, der Wirtschaft und im Privaten rund um die Uhr zur Verfügung
gestellt – sie sind inzwischen Teil des „täglichen Lebens“.
Doch auch aus den anderen Bereichen des GeoSN sind bemerkenswerte Ent-
wicklungen zu vermelden. So wurde die integrierte Bearbeitung des Amtlichen
Topographisch-Kartographischen Informationssystems (ATKIS) in die Produkti-
on eingeführt und am Jahresende stand mit dem Landkreis Görlitz der erste
Landkreis des Freistaates Sachsen unmittelbar vor der Einführung des Amtli-
chen Liegenschaftskatasterinformationssystems (ALKIS), dem in den nächsten
Monaten sukzessive die anderen Landkreise und Kreisfreien Städte folgen wer-
den.
Einen wesentlichen Raum nahm die 2013 begonnene Organisationsuntersu-
chung ein, die die Identifizierung eines 25%igen Stellenabbaupotentials zum
Ziel hatte. Über deren Ergebnisse und die daraus resultierende Umsetzung wird
zu gegebener Zeit zu berichten sein.
Für detaillierte Informationen zu den angesprochenen Projekten und Berichte
über weitere Aktivitäten des GeoSN im Jahr 2013 darf ich Sie auf die Folgesei-
ten dieses Geschäftsberichtes verweisen.
GeoSN
Dr. Werner Haupt
Geschäftsführer GeoSN

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04 |
Vom Basis-DLM zur Digitalen Topographischen Karte
- Einführung einer integrierten Bearbeitung
Anfang 2013 wurde im Bereich Landschaftsmodell/Grundmaßstab eine neue Technologie zur
Führung des Amtlichen Topographisch-Kartographischen Informationssystems in Produktion
genommen. Das neue Verfahren unterscheidet sich vom Altverfahren im Wesentlichen in zwei
Punkten. Zum einen ermöglicht es die Umsetzung der durch die Arbeitsgemeinschaft der Ver-
messungsverwaltungen der Länder der Bundesrepublik Deutschland entwickelten neuen Daten-
modellierung, zum anderen erlaubt es den einzelnen Mitarbeitern eine durchgängige integrierte
Bearbeitung vom Verändern des Datenbestandes bis hin zur Ableitung und Bearbeitung einer
aktuellen Digitalen Topographischen Karte. Die Technologieumstellung ging einher mit einer
personellen Neu- und Umbesetzung des Referates und einem Umzug innerhalb des GeoSN nach
Abschluss der großen Baumaßnahme.
Primäre Aufgaben für das Jahr 2013 waren die schrittweise Einarbeitung der Mitarbeiter, die
Bereinigung der umstellungsbedingten Unstimmigkeiten und der Erhalt der Spitzenaktualität
im Datenbestand. Diese Aufgaben konnten erfolgreich abgeschlossen werden. Darüber hinaus
wurde mit der Turnusaktualisierung begonnen, und die ersten Digitalen Topographischen Karten
zur Produktionsreife gebracht.
Die neue Technologie konnte anlässlich der 26. Internationalen Kartographischen Konferenz ICC
2013 und auch auf der 30. Tagung der Arbeitsgruppe ATKIS der AdV vorgestellt werden und traf
auf reges Interesse.
Landesvermessung
Bildschirmausschnitt integrierte Bearbeitung
Vorstellung der neuen Technologie für interessierte
Tagungsteilnehmer des ICC im GeoSN
Bildschirmarbeitsplatz mit Dualmonitor

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Drei Länder-Präzisions-Satellitenmesskampagne
Im Juni 2013 führte der Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen (GeoSN)
gemeinsam mit den Landesvermessungsämtern Thüringens und Sachsen-Anhalts eine 4-wöchi-
ge, grenzüberschreitende Satellitenmesskampagne durch. Dabei waren mehrere Messtrupps der
beteiligten Länder in zwei zehntägigen Beobachtungszeiträumen rund um die Uhr tätig.
Zweck der Messungen war die Bestimmung hochgenauer 3D-Koordinaten ausgewählter Geodä-
tischer Grundnetzpunkte (GGP). Diese Punkte sind ein wesentlicher Teil des bundeseinheitlichen
Raumbezuges der Länder der Bundesrepublik Deutschland und dienen auch der Beobachtung
großräumiger Bewegungen der Erdoberfläche in Lage und Höhe.
Bestimmt wurden insgesamt 64 Punkte in einem Gebiet mit einem Radius von etwa 100 km
um das Schkeuditzer Kreuz. Auf jedem GGP wurden mit Satellitenmessgeräten zweimal 24
Stunden die Signale der amerikanischen und russischen Satellitennavigationssysteme GPS und
GLONASS aufgezeichnet. Während einer Messung wurde die Stabilität der Messanordnung im
Zehntelmillimetergenauigkeitsbereich regelmäßig durch Kontrollmessungen überprüft. Nach je-
der 24-Stunden-Messung übertrugen die Messtrupps ihre Daten über mobiles Internet an das
Landesamt für Vermessung und Geoinformation nach Erfurt. Dort wurde zeitnah die Qualität
der Daten geprüft, um im Fall von Unstimmigkeiten noch während der Kampagne reagieren
zu können. Die Ergebnisse der Vorauswertung waren durchweg positiv. Trotz der Widrigkeiten
durch Hochwasser und schweren Gewitterfronten betrug die Datenvollständigkeit 99,6%. Die
Datenqualität, abhängig u.a. von Signalstärke, Signalabriss, Mehrwegeeffekten oder Auswert-
barkeit, wurde als sehr gut eingeschätzt. Es wird mit einer Koordinatengenauigkeit von wenigen
Millimetern nach der finalen Auswertung gerechnet.
Die Satellitenmesskampagne wurde von den drei Ländern gemeinschaftlich geplant, vorbereitet,
koordiniert und durchgeführt. Die enge Kooperation führte zu einem optimalen Aufwand-Nut-
zen-Verhältnis und gewährleistete die Einhaltung der von allen Bundesländern beschlossenen
hohen Standards für Messungen im Netz der GGP.
Die Messung auf den GGP erfolgte nicht nach örtlicher Zuständigkeit, sondern nur unter Beach-
tung fachlicher und logistischer Erfordernisse. Daher konnte man in Sachsen auch Messtrupps
aus Thüringen und Sachsen-Anhalt antreffen. Diese Kollegen wurden von sächsischen Mitglie-
dern der Koordinierungsgruppe an den Messpunkten besucht und betreut.
Die besonderen Herausforderungen für die Kollegen des Außendienstes bestanden einerseits
in einem fachlich stark reglementierten Messablauf über 24 Stunden, der auch bei Starkre-
gen oder Gewitter keine Änderung des Aufbaus der Messausrüstung zuließ. Weiterhin war der
simultane Messungsbeginn aller Trupps wichtig für das Gelingen der Kampagne, trotz der zu
diesem Zeitpunkt im Messgebiet herrschenden Hochwasserlage. Auch der Schichtbetrieb, die
Nachtarbeit und die täglich notwendigen Standort- und damit auch Quartierwechsel waren für
die Beteiligten eine Belastung.
Der GeoSN nutzte die Gelegenheit, während der 24 Stunden an einem GGP mit interessierten
Bürgern ins Gespräch zu kommen. Themen dieser Gespräche waren die Dynamik der Erde und
deren messtechnische Erfassung, die Arbeit von Vermessern ganz allgemein und insbesondere
die Aufgaben des GeoSN. Auf die Messkampagne wurde in Pressemitteilungen und beim Schul-
geographenverband, bei dem sich Schulklassen für einen Besuch anmelden konnten, hinge-
wiesen. Sowohl Vertretern der örtlichen Presse als auch den Schulklassen wurden bei einem
Besuch geduldig alle Fragen beantwortet. Die besonders Aufgeweckten konnten da auch mal
durch ein Messgerät schauen oder sich im Display ansehen, wo die Satelliten am Himmel stehen.
Für jeden Schüler gab es ein Andenken an den Ausflug zu den Geodäten vor seiner Haustür.
Landkarten, Postkarten und Geheimtipps zum Kartenlesen wurden von den Messtrupps mitge-
führt und natürlich auch an ältere Besucher gratis verteilt.
Abschluss in Pfiffelbach mit Mitarbeitern der Mess-
trupps aller beteiligten Bundesländer am 27.06.2013
Messung auf dem Brocken (ST)
Nachtmessung in Langenorla (TH)
| 05

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06 |
Vermessungstechniker Andreas Schubert an der Technik, die noch bis
morgen
in Marbach steht. Hier werden vom Weltall aus gesendete
Daten über
jeden Zentimeter der Erde erfasst. Exakt rund ist diese
nicht. Experten
sprechen von einer ungleichmäßigen, kartoffelartigen
Form. Foto: André Braun
©- keine angabe im hugo-archivsys
Striegistal
Warum in Marbach die Erde neu vermessen wird
Es sieht aus wie Camping. Dabei werden Daten gesammelt. Diese sind ab 2015 die Basis für neue Straßen oder
Hochwasserpegel.
20.06.2013 Von Heike Stumpf
Am Saubusch nahe Berbersdorf stehen nicht nur Windkraftanlagen.
Auf dem höchsten Punkt, zwischen einigen der Mühlen, haben sich
mehrere Leute augenscheinlich wohnlich eingerichtet, ein kleines Zelt
aufgebaut. Eines der Fahrzeuge sieht nicht nur aus wie ein
Wohnwagen, es ist auch einer. Was machen die da? Das wollte schon
einmal der Bauer wissen, an dessen Feldrand sich die drei Männer
ausgebreitet haben. Sie sind Vermesser und arbeiten gerade an einer
hochgenauen Satellitenmessung mit. Diese läuft im Moment in drei
Bundesländern. „Überall sieht das aber nicht nach Camping aus“,
erzählen die Männer, die auf der Anhöhe noch den Schatten ihrer
Fahrzeuge genießen. In ein paar Stunden wird das anders aussehen.
Messungen rund um die Uhr
Mal schnell in ein Bad fahren, können die Vermesser nicht. Sie müssen die Technik im Auge behalten. Mit deren Hilfe gibt es
permanent Verbindung zu Satelliten, die die Erde umkreisen. Das sind 55 Stück, mehr als die Hälfte amerikanische, die die
meisten Kraftfahrer für ihr Navigationssystem im Auto benötigen. Aber auch russische Glonass-Satelliten sind unterwegs.
Rund um die Uhr werden auf derzeit 64 Punkten im Umkreis von etwa 100 Kilometern um das Schkeuditzer Kreuz
Vermessungsdaten gesammelt. Deshalb sind die Experten auch in Schichten – campingartig – an der Mess- und
Seite 1von 2
Zum Beitrag „Kreiselbau bis
Ende September: Kaiserstraße
ab 2014 schmaler“.
dass gepark
blockiert werden
wordene Straße
Von ungerechtfertig
LESERFORUM
GEDENKVERANSTALTUNG
Museumschefin
reist nach Frankreich
PLAUEN
Die Direktorin des Plaue-
ner Vogtlandmuseums, Silke Kral,
wird am Wochenende in Vertretung
von Oberbürgermeister Ralf Ober-
dorfer nach Frankreich reisen und
an einer Veranstaltung in Erinne-
rung an den Fremdarbeiter Joseph
Santerre teilnehmen. Er war im
Zweiten Weltkrieg zeitweise auch
in einem Plauener Arbeitslager un-
tergebracht. Eine Gruppe von Fran-
zosen besuchte bereits im August
2012 Plauen und enthüllte in der
Stadt eine entsprechende Gedenkta-
fel. Am Sonntag wird nun in Trévelo
am Geburtshaus von Joseph Santer-
re die achte und letzte Tafel einge-
weiht. Kral wird eine kurze Gedenk-
rede halten und einen Kranz nieder-
legen. (bju)
SATELLITENMESSUNG
Messtrupps kommen
nach Kauschwitz
KAUSCHWITZ
Kauschwitz gehört zu
acht Orten in Sachsen, die für eine
hochgenaue Satellitenmessung aus-
gewählt wurden. Die Messtrupps
werden vom 17. bis 26. Juni vor Ort
sein. Die umfangreiche Messkampa-
gne findet im Juni länderübergrei-
fend in Sachsen, Thüringen und
Sachsen-Anhalt statt und gibt es vor-
aussichtlich erst wieder in 25 Jah-
ren. Gemessen wird auf insgesamt
64 Punkten im Umkreis von etwa
100 Kilometern um das Schkeu-
ditzer Kreuz. Dabei werden gleich-
zeitig zehn Messtrupps jeweils ei-
nen Messpunkt für 24 Stunden mit
Satellitenmesstechnik
besetzen.
Von den Messergebnissen profitiert
später das gesamte Vermessungswe-
sen, aber auch der Straßen-, Bahn-
und Wasserbau, Planungsbüros, Ka-
tastervermesser und letztendlich
auch jeder Autofahrer mit Navigati-
onsgerät, teilte der zuständige
Staatsbetrieb Geobasisinformation
und Vermessung Sachsen mit. (bju)
AUSWERTUNG
Einwohnerforum
im Ortsteil Stöckigt
PLAUEN
Im Schulungsraum der
Freiwilligen Feuerwehr Stöckigt
wird am Dienstag, 4. Juni ein Ein-
wohnerforum stattfinden. Oberbür-
germeister Ralf Oberdorfer (FDP),
die Mitarbeiterin des Bürgerbüros
Nadja Friedländer-Schmidt und
weitere Vertreter der Stadtverwal-
tung stellen sich den Fragen der Bür-
ger und werten die Ortsbegehung
vom 17. April aus. Bei dem zwei-
stündigen Rundgang kamen ver-
schiedene Anfragen auf den Tisch,
unter anderem der Kanalbau und
die damit verbundene Straßenin-
standsetzung, die Pflege der ver-
schiedenen Biotope in Stöckigt und
der Zustand eines ungepflegten und
verwaisten Grundstücks. Das Fo-
rum beginnt 19.30 Uhr. (bju)
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Grundsteuerkataster / Amtliches Liegenschaftskatasterinformationssystem (ALKIS)
Am 9. September 1843 war es soweit: Friedrich August, König von Sachsen, verabschiedete mit
Zustimmung seiner „getreuen Stände“ das Gesetz „die Einführung des neuen Grundsteuersys-
tems betreffend“. Als Ergebnis der landesweiten Vermessung von 3373 sächsischen Dörfern,
ländlichen Flurkomplexen und 143 Stadtfluren lagen nun Karten von insgesamt 1.779.710 Flur-
stücken vor. Flurbücher waren aufgestellt und wiesen für jedes einzelne Flurstück die zuvor
berechnete Flächengröße in Acker und Quadratruten, die Nutzungsarten und deren steuerliche
Bewertung nach. Am 1. Januar 1844 trat das Gesetz in Kraft. Es war die Geburtsstunde des
sächsischen Liegenschaftskatasters.
Zum Ende des 20. Jahrhunderts hin war jedoch die getrennte Führung von Buch- und Karten-
werk insbesondere für planerische Zwecke und als Grundlage für geographische Informations-
systeme nicht mehr geeignet.
Die Forderung von Wirtschaft und Verwaltung nach einer Bereitstellung der Sach- und Grafik-
daten in einem bundesweit einheitlichen Datenformat auf der Grundlage des europäischen Ko-
ordinatenreferenzsystem ETRS89_UTM33 machte schließlich die größte Verfahrensumstellung
der Vermessungsverwaltung seit Bestehen des Grundsteuerkatasters erforderlich: Die Umstel-
lung auf das neue Amtliche Liegenschaftskatasterinformationssystem (ALKIS).
Es folgten 8 Jahre Entwicklungsarbeit, in der das ALKIS-Kernteam das von allen Bundesländern
vereinbarte Datenmodell „ALKIS“ mit allen Komponenten installierte, und für die Migration
der dezentral geführten Daten des Liegenschaftskatasters vorbereitete. Besondere Her-
ausforderungen waren die Herstellung einer hochkomplexen IT-Infrastruktur, die Beschreibung
sämtlicher Betriebsabläufe in einer mehrere Tausend Seiten umfassenden Dokumentation und
umfangreiche Tests, an denen neben den unteren Vermessungsbehörden auch eine Gruppe Öf-
fentlich bestellter Vermessungsingenieure beteiligt war.
Anfang Juli 2013 fand schließlich im GeoSN eine Klausurtagung zur ALKIS-Einführung statt.
An Hand einer Listung mit mehr als 150 Sachverhalten aus den Bereichen Bestandsdaten, Mig-
ration, Koordinatenreferenzsystem, Fortführung, Datenhaltung, Auskunft, Fehlermanagement,
Schulungen, Vorschriften, IT-Betrieb und Betreuung gaben die am ALKIS-Projekt Beteiligten aus
den Referaten 31, 34, 43 und 44 ihr Votum für die von ihnen bearbeiteten Sachverhalte ab. Am
Ende der Beratung konnte festgestellt werden, dass alle einführungsrelevanten Themen bis Ende
September abgeschlossen sein werden. Damit war der Weg frei zur Einführung des Verfahrens
ALKIS im Freistaat Sachsen zum 1. Januar 2014 – auf den Tag genau 170 Jahre nach In-Kraft-
Treten des ersten sächsischen Grundsteuerkatasters.
ALKIS als herausragendes Projekt der Vermessungsverwaltung
ALKIS übernimmt die Funktionen der bisherigen Verfahren für die Führung der Liegenschafts-
karte (ALK-Grundriss- und -Punktdatei) und des Liegenschaftsbuches (ALKIS/1) in einem inte-
grierten Verfahren. Wesentliche Vorteile ergeben sich für den Nutzer aus der Zusammenfüh-
rung dieser Datenbestände und aus der integrierten sowie redundanz- und widerspruchsfreien
Führung der Sach- und Grafikdaten auf der Basis von Objekten. Die Objekte werden mit einem
Lebenszeitintervall (Zeitstempel) versehen. Nicht mehr existierende Objekte werden historisiert
und in der Datenbank weiter gespeichert, so dass beliebige historische Versionen abgerufen
werden können.
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Liegenschaftskataster
Gesetz- und Verordnungsblatt für das Königreich
Sachsen vom 9. September 1843
Flurgrenzen-Kroquis
Flurbuch

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08 |
Die Modellierung der Datenstruktur und der Schnittstelle entspricht internationalen Normen
(ISO) und Standards (OGC und W3C). Durch die Verwendung von XML-Strukturen können die
Daten in jedem gängigen Internetbrowser visualisiert sowie durch Web-Services genutzt wer-
den. Auf dieser Grundlage ist für den Nutzer auch die Verknüpfung von eigenen Fachdatenbe-
ständen mit Geobasisdaten möglich. Er kann aber auch durch die zusätzliche Speicherung von
Meta- und Qualitätsdaten, z. B. zur Aktualität und Genauigkeit, die fachliche Eignung der Daten
für seine Anwendung beurteilen.
Der Datenaustausch für ALKIS wird über die Normbasierte Austauschschnittstelle (NAS) erfol-
gen. Diese setzt auf den Industriestandards Extensible Markup Language (XML) sowie Geogra-
phy Markup Language (GML) und dem Web Feature Service (WFS) auf.
Für die Übermittlung der Datensätze, z.B. an Landesbehörden oder auch für Großprojekte kann
ein Bestandsdatenauszug oder eine Nutzerbezogene Bestandsdatenaktualisierung (NBA) ange-
boten werden. Mit der NBA können kontinuierlich und fortführungsfallbezogen Änderungsda-
ten und Differenzdaten zu festgelegten Stichtagen für beliebig große Gebiete in einem einheit-
lichen Lagebezug abgegeben werden.
Auszüge aus dem Liegenschaftskataster werden wie gewohnt bereitgestellt: Die Liegenschafts-
karte, der Flurstücks- und Eigentumsnachweis oder auch Ausgaben mit Grenzpunkten, für die
ein besonderer Katasternachweis vorliegt. Diese Informationen brauchen Bauwillige, wenn ein
Lageplan zum Bauantrag erstellt werden soll.
ALKIS macht bürgernahe Verwaltung möglich
Mit der Einführung von ALKIS erhalten nun auch Gemeinden für ihr Gemeindegebiet und Öf-
fentlich bestellte Vermessungsingenieure im Freistaat Sachsen die in § 12 SächsVermKatG ein-
geräumte Befugnis, amtliche Auszüge aus dem Liegenschaftskataster abzugeben. Möglich wird
dies, weil Informationen aus den Graphik- und Eigentümerdaten durch die Berechtigten jeder-
zeit und datenschutzgerecht über einen speziellen Internetzugang abgerufen und auf Antrag an
Kunden abgegeben werden können. Seitens des GeoSN wurden bis zum Jahresende 2013 alle
organisatorischen und technischen Voraussetzungen für die Erteilung der Befugnis und die Ein-
richtung und Sicherstellung des Onlinezugangs zu ALKIS geschaffen.
Die Gebühren, die Gemeinden und Öffentlich bestellte Vermessungsingenieure im Rahmen die-
ser Tätigkeit einnehmen, stehen dem GeoSN jeweils zur Hälfte zu und werden vierteljährlich
mittels Kostenbescheid erhoben.
ALKIS lebt
Täglich wird der nunmehr zentral geführte Datenbestand – zum Jahresende 2013 waren im
Freistaat Sachsen 2.692.186 Flurstücke mit einer Gesamtfläche von 18.420 km² gebucht – als
direkte Folge von Katastervermessungen und Abmarkungen fortgeführt; im Unterschied zu frü-
her jedoch weder mit Zeichen- noch mit Rechenarbeiten, sondern automatisiert per Knopfdruck
durch Punktaustausch über eine Schnittstelle.
Gebäudekoordinaten, Veränderungen bei Lagebezeichnungen, die Art der Flächennutzung, Klas-
sifizierungen von Straßen und Gewässern, städtebauliche Entwicklungsmaßnahmen, sonstige
amtliche Feststellungen und nicht zuletzt auch die Flurstücksgrößen werden auf diese Art und
Weise fehlerfrei übernommen. Sie bilden eine umfassende und einheitlich georeferenzierte
Grundlage für Planung und Bewertung durch Wirtschaft, Verwaltung und Verbraucher.
Liegenschaftskarte aus ALKIS (Farbausgabe)
Flurstücks- und Eigentumsnachweis

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ALKIS als IT-Verfahren
ALKIS erfüllt heute alle Forderungen nach einer automatisierten Datenerfassung, Datenhal-
tung und Bereitstellung von Informationen aus diesen Datenbeständen. Grundlagen hierfür sind
sowohl der modulare Aufbau als auch die webbasierte Verknüpfung aller Beteiligten, z.B. die
unteren Vermessungsbehörden.
Die Architekturen von GIS-Umgebungen unterliegen einer zunehmenden, hohen Dynamik. Oft
ist für die Implementierung von Geodiensten oder -verfahren die Nutzung weiterer IT-Dienste
und -Verfahren erforderlich, was in Folge zu einer ständigen Zunahme von deren Komplexität
führt. Des Weiteren bestehen an GIS-Dienste hohe Betriebsanforderungen. Für die Erzielung
guter Performancewerte wurden deshalb bereits im Grundausbau relativ umfangreiche IT-
Ressourcen bereitgestellt. Die Forderungen an die Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit konnten
durch redundante Auslegung wesentlicher Komponenten (Baugruppen, komplette Hard- und
Softwaresysteme bis hin zu Diensten) zufriedenstellend erfüllt werden. Hierzu wurden die Um-
gebungen aus Produkten und Komponenten verschiedener Hersteller aufgebaut.
Spezielle technische Lösungen sorgen auch innerhalb der ALKIS-Komponenten für eine hohe
Ausfallsicherheit; zum Beispiel die Auskunfts- und Präsentationskomponente (APK): Ein so ge-
nannter LoadBalancer steuert die Lastverteilung und einen möglichen Ausfall.
| 09
ALKIS - beteiligte Softwareanbieter
ALKIS-Komponenten (funktional)

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ALKIS und die besonderen Aufgaben des GeoSN
Die fehler- und verlustfreie Überführung der in 13 unteren Vermessungsbehörden geführten
riesigen Datenbestände an Katasterpunkten, Grundrissdaten und Eigentumsverhältnissen hat
in 2013 erfolgreich begonnen und wird bis in das Jahr 2015 hinein andauern. Mitarbeiter des
ALKIS-Kernteams organisieren und koordinieren alle Arbeiten zur Ersteinrichtung und stellen
den Kontakt zu den Firmen her, die Hard- und Softwareprobleme lösen. Grundlage der ALKIS-
Einführung ist ein interner Zeit- und Aufgabenplan.
Neben einem weiteren, auf EXCEL-Basis geführten Aufgabenplan, der umfassend Arbeiten, Ter-
mine und Verantwortlichkeiten für die an der ALKIS-Umstellung beteiligten Mitarbeiter des
GeoSN regelt, wird parallel dazu auch das Fehler- und Releasemanagement „Redmine“ betrie-
ben.
Der Releasemanager nimmt alle Fehlermeldungen, aber auch Änderungswünsche entgegen und
stimmt diese sowohl mit der Projektleitung als auch mit der „Koordinierungsgruppe ALKIS“
ab. Im Ergebnis werden Aufgaben mit Prioritäten versehen und einzelnen Bearbeitern zur Lö-
sung zugewiesen. Der Vorteil dieses Fehler- und Releasemanagements liegt darin, dass auch
Mitarbeiter in den unteren Vermessungsbehörden Lese- und ggf. Schreibrechte eingerichtet
bekommen können und so aktuell über den Arbeitsstand der Tickets unterrichtet sind bzw. aktiv
Ergebnisse von Tests darlegen können.
Da die Umstellung des Liegenschaftskatasters entscheidend auch in die Arbeitsprozesse von
Vermessungseinrichtungen, Verwaltungen und sonstigen Nutzern eingreift, wird ständig eine
Karte zum Umstellungsplan im Internet veröffentlicht und auf dem Laufenden gehalten.
Besonders die Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure müssen sich bei ihren Katasterver-
messungen und Abmarkungen am Stand der ALKIS-Umstellung orientieren, da nicht nur das Da-
tenmodell, sondern auch das neue Koordinatenreferenzsystem im „ALKIS-Gebiet“ vollkommen
anders sind. Aus diesem Grunde sind bereits seit längerer Zeit auf der Homepage des GeoSN
Downloads zum technischen Regelwerk, den neuen Vorschriften und Testdaten frei verfügbar.
Ein wesentliches Element der ALKIS-Umstellung ist die Schulung der Mitarbeiter in den un-
teren Vermessungsbehörden, die in 2013 begonnen hat. In jeweils dreiwöchigen Schulungen
sind durch Mitarbeiter des GeoSN insgesamt 350 kommunale Bedienstete zentral in Dresden
und weitere 300 Bedienstete dezentral in den Landkreisen für die sachgerechte Führung der
Bestandsdaten des Liegenschaftskatasters auszubilden.
10 |
Das Kernteam des ALKIS-Projektes
Umstellungsplan
Schulung im GeoSN

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Öffentlich bestellte Vermessungsingenieure und untere Vermessungsbehörden
Zum Jahresbeginn 2013 waren 109 Öffentlich bestellte Vermessungsingenieure im Freistaat
Sachsen zugelassen. Vier schieden im Verlaufe des Jahres aus ihrem Amt aus. Neu bestellt als
Öffentlich bestellter Vermessungsingenieur wurde am 16. Dezember 2013 Herr Thomas Weiß
mit Amtssitz in Freiberg.
Um einen einheitlichen Informationsstand hinsichtlich der Auswirkung von Einzelentschei-
dungen auf die Rechtsauffassung im Liegenschaftskataster zu gewährleisten, organisiert und
koordiniert der GeoSN, hier insbesondere das Referat 31 – Grundsätze Liegenschaftskataster,
regelmäßig Fachgespräche mit allen Öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren. Im Januar
2013 wurden darüber hinaus die Themen erörtert, die mit Einführung des Amtlichen Liegen-
schaftskatasterinformationssystems ALKIS im Freistaat Sachsen zum Jahresanfang 2014 Aus-
wirkungen auf die Arbeitsabläufe bei den Öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren haben.
Das betraf nicht nur die neuen Prozessabläufe und deren technische Realisierung sondern auch
die im ALKIS veränderte objektstrukturierte Führung des Liegenschaftskatasters, die Erfassung
von Punkten, Gebäuden und Nutzungen und nicht zuletzt auch die bundesweit in Datenformat
und Aussehen vereinheitlichten Ausgaben. Zudem waren Öffentlich bestellte Vermessungsinge-
nieure im Rahmen einer Arbeitsgruppe in Praxistests involviert. Ergebnisse flossen auch in die
Gestaltung der für das ALKIS erforderlichen neuen Verwaltungsvorschriften, an deren Erarbei-
tung der GeoSN maßgeblich beteiligt war, ein.
Am 1. Oktober 2013 fand die 11. Gemeinsame Beratung der Vermessungsbehörden und der Öf-
fentlich bestellten Vermessungsingenieure in Meißen statt. Vertreter des Staatsministeriums
des Innern, der unteren Vermessungsbehörden, der Öffentlich bestellten Vermessungsingeni-
eure und des GeoSN berichteten u.a. zu folgenden aktuellen Arbeitsschwerpunkten:
• Geobasisdaten länderübergreifend bereitstellen – Stand und Perspektiven
• Dienstleistung Geobasisdaten – Das Verfahren ALKIS vor der Einführung in Sachsen
• Moderne Technologien für raumbezogene Aufgaben – Das neue Geoportal Sachsen
• Einheitlicher Raumbezug in Deutschland – Umsetzungsstand und Entwicklung in Sachsen
• Das Liegenschaftskataster an den Grenzen des Freistaates Sachsen – Aufgaben und Vor-
gehensweise
• Liegenschaftskataster und Katastervermessung – Sachstand der Novellierung der Verwal-
tungsvorschriften
• Datenübermittlung unter ALKIS – Aktuelles aus den Praxistests
| 11
Mit Interesse folgen die Beratungsteilnehmer den Ausführungen zu den Fachthemen

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Katasteraufsicht
Im Rahmen der Fach- und Dienstaufsicht wurden im Jahr 2013 insgesamt 31 Amtsprüfungen
und 24 Revisionsvermessungen bei Öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren durchge-
führt. Es lagen 50 Beschwerden vor die Anlass gaben, die Amtsausübung der Öffentlich be-
stellten Vermessungsingenieure auf deren Rechtmäßigkeit hin zu untersuchen. In zwei Fällen
mussten auf Grund schuldhaft begangener Amtspflichtverletzungen Disziplinarverfahren ein-
geleitet werden.
Bei der Ausübung der Fachaufsicht gegenüber den unteren Vermessungsbehörden lag im Be-
richtsjahr 2013 - wie bereits 2012 - ein Schwerpunkt auf der Kontrolle der durchzuführenden
Vorbereitungen zur Überführung der Daten des Liegenschaftskatasters in das künftige Verfah-
ren ALKIS®.
Innerhalb der Widerspruchsbearbeitung wurden im Berichtsjahr 2013 insgesamt drei Wider-
spruchsverfahren zu Verwaltungsakten des GeoSN sowie 112 Widerspruchsverfahren zu Ent-
scheidungen der unteren Vermessungsbehörden und der Öffentlich bestellten Vermessungs-
ingenieure abgeschlossen. Hauptschwerpunkte waren katastertechnische Widersprüche und
Kostenwidersprüche.
12 |
Öffentlich bestellte Vermessungsingenieure (ÖbV) -
Aufsicht im Jahr 2013
20
10
30
40
50
60
Revision
Prüfung der ÖbV am Amtssitz
Beschwerden
laufende Disziplinarverfahren
Anzahl
Ein Mitarbeiter des GeoSN bei der Revisionsvermessung
10
5
20
25
15
30
35
40
45
50
Stattgabe
teilweise Stattgabe
Zurückweisung
Einstellung
%
Abhilfe Ausgangsbehörde
Bescheidung katastertechnischer Widersprüche 2013
Historische Grenzsteine

Staats- und Landesgrenzen
Die Aufgaben bezüglich der Vermessung, Abmarkung und Dokumentation der Grenze zur Tsche-
chischen Republik und zur Republik Polen beruhen auf Bundesrecht und sind insbesondere in
den Grenzverträgen der Bundesrepublik Deutschland mit der Tschechischen Republik vom 3.
November 1994 und der Republik Polen vom 29. Juli 2009 geregelt. Grundlage für die Führung
der Landesgrenzen zwischen dem Freistaat Sachsen und den benachbarten Bundesländern ist
das Sächsische Vermessungs- und Katastergesetz. Die daraus resultierenden Verpflichtungen
und Aufgaben werden innerhalb des GeoSN durch das Referat 33 – Grenzen des Freistaates
Sachsen wahrgenommen.
An der deutsch-tschechischen Grenze haben im Jahr 2013 unsere Mitarbeiter gemeinsam mit
den tschechischen Vermessungstechnikern die Grenzabschnitte XXII und XXIII, zwischen Schön-
berg/Vojtanov und Tiefenbrunn/Hranice, mit einer Gesamtgrenzlänge von 46 km bearbeitet.
Damit konnten die örtlichen Arbeiten der Neuvermessung des sächsischen Teils der Grenze zur
Tschechischen Republik am Dreiländereck (Berührungspunkt der Grenze der Tschechischen Re-
publik mit der Grenze des Freistaates Sachsen und des Freistaates Bayern) im Wesentlichen
beendet werden. Das Grenzurkundenwerk, insbesondere die Grenzkarten, werden im Jahr 2014
erstellt. Die Vertreter des GeoSN waren im Jahr 2013 an einer Sitzung der ständigen Deutsch-
Tschechischen Grenzkommission in Berlin sowie mehrfach an Arbeiten der deutsch-tschechi-
schen Arbeitsgruppen (Koordinatoren und Experten der Gemeinsamen Technischen Gruppe)
beteiligt.
Im Bereich der deutsch-polnischen Grenze waren im Vorfeld der Neuvermessung und Dokumen-
tation vorbereitende Arbeiten durchzuführen. Hierzu fanden zwei Arbeitstreffen der Gemein-
samen Technischen Gruppe sowie mehrere Grenzbegehungen statt. Es wurden auch die ersten
Vorbereitungen zur Erstellung des neuen Grenzurkundenwerks sowie für die Abmarkung der
deutsch-polnischen Grenze vorgenommen.
Für eine effiziente Bearbeitung der Messungen sowie für die Erstellung der Grenzdokumentation
wurde im Jahr 2013 ein Konzept für eine geeignete und zeitgemäße Softwarelösung „GIS-
Landesgrenze“ erstellt. Diese Konzeption soll im Jahre 2014 realisiert werden.
| 13
10
5
20
25
15
30
35
40
Stattgabe
teilweise Stattgabe
Zurückweisung
Einstellung
%
Abhilfe Ausgangsbehörde
Bescheidung Kostenwidersprüche 2013

14 |
Geschäftsstelle Oberer Gutachterausschuss
Das Referat 41, Geschäftsstelle Oberer Gutachterausschuss, konnte seine Aufgaben im Jahr
2013 aufgrund noch ausstehender gesetzlicher Grundlagen für die Bildung des Oberen Gutach-
terausschusses nicht im angestrebten Umfang wahrnehmen.
Gleichwohl bereiteten die Mitarbeiter u. a. die Grundstruktur für die organisatorische Arbeit vor
und informierten sich in Brandenburg bei der dortigen Geschäftsstelle des Oberen Gutachter-
ausschusses über die Aufgaben und den Umfang der Geschäftsstellentätigkeit sowie die Zusam-
mensetzung des Oberen Gutachterausschusses.
Einen Schwerpunkt bildete die Entwicklung des Bodenrichtwertinformationssystems für den
Freistaat Sachsen (BORIS SN). Dieses nach der sächsischen Gutachterausschussverordnung vom
GeoSN bereitzustellende System bündelt die Bodenrichtwertinformationen der in den Landkrei-
sen und Kreisfreien Städten tätigen Gutachterausschüsse. In Zusammenarbeit mit Vertretern
der Gutachterausschüsse befasste sich eine Arbeitsgruppe mit der Umsetzung der Richtlinien
der AdV zu BORIS 2.0 unter Berücksichtigung sächsischer Anforderungen. Die Daten von sieben
Gutachterausschüssen konnten bereits übernommen und können in einer ersten Entwicklungs-
stufe über einen Webdienst visualisiert werden.
In den Sitzungen des Arbeitskreises der Geschäftsstellen der Gutachterausschüsse im Freistaat
Sachsen wurde vom GeoSN über den jeweiligen Stand der Entwicklung des Bodenrichtwertin-
formationssystems berichtet. Zur vollständigen Funktionsfähigkeit bedarf es noch Festlegungen
durch den Oberen Gutachterausschuss.
GeoSN im Rahmen von E-Government und Geodateninfrastruktur im Freistaat Sachsen
Moderne Verwaltung soll effizient und bürgernah sein. Der Freistaat Sachsen unternimmt große
Anstrengungen, um mit seinen E-Government-Anwendungen, insbesondere den E-Government-
Basiskomponenten (BAK), diese Anforderungen zu erfüllen und verfolgt dabei zwei Hauptziele:
- Die Inanspruchnahme von Verwaltungsleistungen wird mehr und mehr in das Internet verla-
gert. Dies macht es möglich, dass Behörden ihr immer komplexer werdendes Informationsange-
bot aktuell und schnell sowie für den Bürger transparent und effizient zugänglich zur Verfügung
stellen. Ferner können den Behörden Anträge über das Internet übermittelt und die Ergebnisse
der Bearbeitung wiederum per Internet empfangen werden.
- E-Government bietet den Verwaltungsbehörden die Chance, Prozesse effizient und kooperativ
zu gestalten sowie untereinander zu vernetzen.
Als wesentliche Instrumente des E-Governments gelten webfähige Informationsdienste, also
Softwareanwendungen, die über eine definierte und offene Internetschnittstelle den Zugang zu
den Informationen der öffentlichen Verwaltung ermöglichen.
Eine bedeutende Grundlage für E-Government-Dienste bilden Geodaten, die definierte Sachin-
formationen mit Geländeformen und Infrastrukturen an der Erdoberfläche verknüpfen sowie
mit einem konkreten Ortsbezug beschreiben. Damit werden z. B. behördliche Planungen und
Entscheidungen für jedermann transparent und können ohne besondere Erläuterungen nach-
vollzogen werden. Der Verlauf geplanter Straßentrassen oder Erfolge bei der Bekämpfung von
Waldschädlingen lassen sich am besten in einer Karte darstellen. Der Austausch und die Bereit-
stellung von Geodaten erfolgen in besonderen Strukturen (sog. Geodateninfrastrukturen), die
durch IT-Netzwerke sowie bestimmte Normen und Standards sowie Prozesse determiniert sind.
Geodateninfrastrukturen sind damit ein integraler Bestandteil der E-Government-Philosophie
und zwingende Voraussetzung einer nachhaltigen Verwaltungsmodernisierung.
Geodateninfrastruktur

| 15
Innerhalb der Verwaltungsmodernisierung und im Kontext von E-Government gehört der GeoSN
zu einer tragenden Säule, weil er
- einerseits mit seinem GDI-Servicezentrum (GSZ) die Vorreiterrolle in der Geodateninfrastruk-
tur des Freistaates Sachsen (GDI Sachsen) wahrnimmt und
- andererseits seine Geobasisdaten als webfähige Informationsdienste für andere E-Govern-
ment-Anwendungen bereitstellt.
GDI-Servicezentrum (GSZ), Aufgaben und Organisation
Das GSZ ist innerhalb des GeoSN in der Abteilung 4 angesiedelt und wird durch die Referate 42
und 43 repräsentiert.
Dem GSZ oblagen 2013 folgende wesentliche Aufgaben:
- Entwicklung und Betrieb der E-Government-Basiskomponente Geodaten (GeoBAK), die den
Austausch von und den Zugriff auf Geodaten sächsischer Behörden und Kommunen sowie
darüber hinaus technisch ermöglicht.
- Aufbau und Erbringung von Leistungen, die von sächsischen Behörden und Kommunen zur
Erledigung ihrer Aufgaben in Anspruch genommen werden können.
- Steuerung der Umsetzung der rechtlichen Verpflichtungen, die dem Freistaat Sachsen auf
grund der Richtlinie 2007/2/EG (INSPIRE-Richtlinie) obliegen.
- Führung der Geschäftsstelle der 2007 initiierten gdi.initiative.sachsen, in der staatliche und
kommunale Verwaltung sowie Wissenschaft und Wirtschaft im Hinblick auf eine übergrei -
fend funktionierende GDI Sachsen kooperieren.
Im Jahr 2013 wurde begonnen, das GSZ auf der Grundlage des durch ITIL® vordefinierten Servi-
cemodells zu organisieren und in ITIL®-konformen Prozessen zu strukturieren. ITIL® beschreibt
das Servicemanagement in einem zusammenhängenden Kreislauf und unterscheidet in fünf
Abschnitte: Strategie, Entwicklung, Inbetriebnahme, Betrieb und Qualitätsverbesserung. Den
einzelnen Abschnitten sind wohldefinierte Prozesse und Aktionen, Funktionen, Teams und Ak-
teure sowie Tools zugeordnet.
Auf Grundlage von ITIL® soll sukzessive die Gesamtheit aller Prozesse, die für die Bereitstellung,
Abwicklung und die Weiterentwicklung der Leistungen des GSZ erforderlich sind, beschrieben
und implementiert werden. Sämtliche Leistungen des GSZ werden in einem Leistungskatalog
beschrieben, der am 14.08.2013 veröffentlicht wurde. Der Leistungskatalog wird ständig fort-
geschrieben und enthält im Sinne von ITIL® folgende Inhalte:
- Beschreibung des GSZ,
- Beschreibung der beim GSZ abrufbaren Leistungen
- Beschreibung der IT-Infrastruktur und deren Qualitätsparameter
- Beschreibung des Verfahrens zum Abruf und zur Bereitstellung von Leistungen
Mit dem Leistungskatalog orientiert sich das GSZ an den Zielen und Grundsätzen einer moder-
nen Serviceverwaltung, indem es seine Fähigkeiten und Möglichkeiten transparent und abre-
chenbar für jedermann offenlegt. Das GSZ unterscheidet bei seinen Leistungsangeboten in
- Leistungen für Nutzer, die der Recherche und unmittelbaren Nutzung von Geoinformationen
dienen, sowie
- Leistungen für geodatenhaltende Stellen (ghS), die der Bereitstellung eigener Geodaten für
Nutzer dienen.
Leistungen des GDI-Servicezentrums
Leistungsbereiche für Nutzer
Leistungsbereich Geodatenrecherche
Leistungsbereich Geoportalanwendung
Leistungsbereich Geodatendienste
Leistungsbereiche für geodatenhaltende
Stellen
Leistungsbereich Geodienstesecurity
Leistungsbereich Geoportal
Leistungsbereich Geodienstemonitoring
Leistungsbereich Metadatenkatalog
Leistungsbereich Geodiensteserver
Leistungsbereich Geoviewer
Leistungsbereich Geodatenaufbereitung

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16 |
Von zentraler Bedeutung sind diejenigen Prozesse, die externe Anliegen erfassen und deren
ordnungsgemäße Bearbeitung steuern. Aus diesem Grund wurde zuallererst mit dem Aufbau
des Servicedesks im GSZ begonnen. ITIL® subsummiert im Servicedesk bestimmte Rollen und
Prozesse sowie Schnittstellen zu anderen Funktionen und Prozessen. Mit dem Servicedesk sol-
len insbesondere zwei Ziele erreicht werden:
- Größtmögliche „Kundenzufriedenheit“ aufgrund einer schnellen, präzisen und richtigen
Bearbeitung oder indem jederzeit über den jeweiligen Status informiert wird.
- Entlastung der Mitarbeiter, indem externe Anliegen frühzeitig bewertet und hinsichtlich In-
halt, fachlicher Tiefe und Bedeutung kategorisiert und gesteuert werden. Dies umfasst auch
die Möglichkeit, dass einfache Anliegen bereits durch den Servicedesk selbst bearbeitet
werden.
Der Servicedesk sorgt dafür, dass derjenige Mitarbeiter mit der Bearbeitung betraut wird, der
über die (hinsichtlich der konkreten Anfrage) erforderlichen fachlichen und organisatorischen
Kompetenzen verfügt. Dies bedeutet, dass die hochspezialisierten Anwendungsbetreuer, die
über die höchste fachliche Kompetenz verfügen, nur dann einbezogen werden, wenn dies unbe-
dingt notwendig ist. Dieses Vorgehen entlastet das GSZ in hohem Maße. Grundsätzlich wird die
überwiegende Anzahl der Anliegen bereits am Servicedesk selbst bearbeitet. Dazu ist dieser
„lernfähig“ ausgelegt. Es werden also Erfahrungen aus früheren Anliegen gespeichert und bei
den künftigen Anliegen berücksichtigt. Für die Steuerung der Anliegen wird die open source-
Software „Open Ticket Request System – OTRS“ eingesetzt.
Im Zeitraum von der Inbetriebnahme am 17.06.2013 bis zum 30.11.2013 wurden ca. 250 Tickets
von 123 Kunden am Servicedesk aufgenommen. Dabei handelte es in der Mehrzahl um Stö-
rungsmeldungen zur GeoBAK. Die Tickets enthalten auch Fehler und neue Anforderungen, die
im GSZ selbst festgestellt wurden. Durch ein proaktives Problemmanagement im GSZ werden
somit Mängel erkannt und behoben, bevor sie Externe als Störung beeinträchtigen. Die Über-
sicht zeigt die Verteilung der einzelnen Anliegen.
Externe können über Telefon, Fax, Webformular oder Mail mit dem GSZ in Kontakt treten und
ihre Anliegen mitteilen. Wichtig hierbei ist das Konzept der zentralen Anlaufstelle, unabhängig
vom thematischen oder förmlichen Charakter des Anliegens. Mit dieser Transparenz soll insbe-
sondere eine hohe Kundenfreundlichkeit gewährleistet werden.
In einem zweiten Schritt werden seit Ende 2013 folgende ITIL®-Prozesse implementiert:
- Changeprozess, mit dem geplante Änderungen (z. B. aufgrund einer Leistung) im System ge-
steuert und mögliche negative Auswirkungen auf das GSZ vermieden werden,
- Prozess zur Erbringung von Leistungen auf Abruf, der den gesamten Ablauf von der Entge-
gennahme der Leistungsanforderung bis zur Auslieferung der Leistung steuert.
E-Government-Basiskomponente Geodaten
„Transparenz begründet Vertrauen – das gilt auch für die Verwaltung. Wir gehen einen großen
Schritt in Richtung `Smart Saxony` - Wir wollen moderne Kommunikationstechnik nutzen, um
Verwaltung und alltägliches Leben komfortabler zu machen“, mit diesen Worten schalteten In-
nenminister Markus Ulbig und der CIO des Freistaates Sachsen, Herr Staatssekretär Dr. Wilfried
Bernhardt, gemeinsam am 14. Juni 2013 das neue Geoportal Sachsenatlas frei. Das Geoportal
Sachsenatlas ist Bestandteil der GeoBAK. Mit dem Geoportal steht dem Freistaat Sachsen ein
leistungsfähiges System zur Verfügung, seine Geodaten über das Internet anzubieten.
Verteilung der im Servicedesk aufgenommenen
Anliegen
43 %
22 %
19 %
11 %
5 %
Komponenten des Servicdesk (grün)
Störungsmeldung
sonstiges Anliegen
neue Anforderung
Leistungsanfrage
GDI

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| 17
Bereits mit der Freischaltung musste und konnte die GeoBAK ihre Leistungsfähigkeit unter Be-
weis stellen, als für eine schnelle Unterstützung während der Hochwassersituation im Juni 2013
Fachdatendienste des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie über das Geopor-
tal präsentiert wurden.
Mit dem Geoportal als dem nach außen sichtbaren Teil der GeoBAK wurden im Backoffice
weitere IT-Komponenten in Betrieb genommen, die
- in der weiteren Modernisierung der Verwaltung hin zu elektronischen Dienstleistungen eine
bedeutsame Rolle spielen und
- den Freistaat Sachsen bei der Umsetzung INSPIRE-Richtlinie ein großes Stück voran bringen.
Für das GSZ ist die GeoBAK das unmittelbare Werkzeug, um die Leistungen gemäß Leistungska-
talog zu erbringen. Dabei ist die GeoBAK auf der Grundlage des Mediatorkonzepts (das auf die
Regelung in § 7 Abs. 4 SächsGDIG zurück geht) aufgebaut. Im Sinne des Mediator-Konzepts
macht das GSZ dezentrale IT-Komponenten, die jedoch an zentraler Stelle bereitgestellt werden,
für die geodatenhaltenden Stellen verfügbar. Damit werden diese in die Lage versetzt, im Rah-
men der GDI Sachsen eigene Aufgaben vollständig wahrzunehmen.
Für den Nutzer bietet das im Rahmen der GeoBAK bereitgestellte Geoportal Sachsenatlas eine
moderne und höchst funktionale Oberfläche mit der Suche als einer Kernfunktion. Über die
Suche steuert der Nutzer die Recherche und Zusammenstellung sämtlicher verfügbarer sächsi-
scher Geoinformationen, soweit sie für ihn bedeutsam sind. Anschließend kann er sich diese
Geoinformationen z. B. herunterladen oder in eigenen Karten anschauen und ausdrucken.
Das Geoportal ist auch in mobilen Geräten, wie Smartphones oder Tablet-Computern, erreich-
bar. Hierfür wurde ein mobiles Geoportal entwickelt, das gegenüber der Version für Desktop
Computer für mobile Anwendungen optimiert wurde. Hier können vorkonfigurierte Karten aus
bestimmten Themenbereichen der sächsischen Verwaltung verwendet werden. Darüber hinaus
wird die Lokalisierung des augenblicklichen Standorts mittels GPS unterstützt.
Die Entwicklung der Nutzung des Geoportals zeigt die Abbildung, in der die verschiedenen Be-
sucher je Monat und der monatliche Aufruf der Startseite dargestellt sind.
Freischaltung des Geoportals durch Staatsminister
Ulbig und Staatssekretär Dr. Bernhardt
Geschäftsführer Dr. Haupt mit Herrn Karl Wiesmann, Geschäftsführer der con terrra GmbH, Herrn Staatsminis-
ter Ulbig und Herrn Staatssekretär Dr. Bernhardt, SMJus - nach der Freischaltung
Geoportal Sachsenatlas (Startansicht mit Suchfeld
und Kartenviewer)
Nutzungsstatistik Geoportal

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18|
Auf der INTERGEO, der weltweit führenden Kongressmesse für Geodäsie, Geoinformation und
Landmanagement, die vom 8. - 10. Oktober 2013 in Essen stattfand, präsentierte der GeoSN als
Mitaussteller am Gemeinschaftsstand der GDI-DE das Geoportal Sachsenatlas als neue
Webapplikation der Geodateninfrastruktur im Freistaat Sachsen.
Die Funktionen des neuen Geoportals, als eines der ersten Geoportale der neuen Generation,
fanden bei vielen Messebesuchern aus Verwaltung und Wirtschaft große Anerkennung. Mit
besonderem Interesse wurde der Leistungskatalog aufgenommen.
Durch die GeoBAK erhält der GeoSN auch die Möglichkeit, seine gesetzlichen Aufgaben nach
Maßgabe der Bestimmungen in § 11 Abs. 1 Satz 2 SächsVermKatG innovativ umzusetzen und
die amtlichen Geobasisdaten über das Internet bereitzustellen.
Steuerung und Koordinierung der GDI Sachsen
Die Steuerung und Koordinierung der GDI Sachsen fokussierte 2013 vorrangig auf die weitere
Umsetzung der INSPIRE-Richtlinie. Im Vordergrund standen dabei vier Tätigkeitsfelder:
- Berichterstattung an die Koordinierungsstelle GDI-DE im Rahmen des INSPIRE-Monitorings,
- Durchführung des 3. Workshops der GDI Sachsen zum Thema: Nutzungsmöglichkeiten der E-
Government-Basiskomponente Geodaten (GeoBAK) im Rahmen der INSPIRE-Umsetzung im
Freistaat Sachsen,
- Vorlage des Abschlussberichts zum Pilotprojekt für Sax4INSPIRE sowie
- Umsetzung der INSPIRE-Richtlinie im Hinblick auf die im Annex III beschriebenen Datenthemen.
Im Rahmen des INSPIRE-Monitorings für den Freistaat Sachsen führte das GSZ im I. Quartal
2013 die Erhebung für das Jahr 2012 durch. Das INSPIRE-Monitoring 2012 stützt sich auf die im
GeoMIS.Sachsen zum Stichtag 31.12.2012 verfügbaren Metadaten. Diese wurden, wie bereits in
den vorangehenden Jahren, bisher überwiegend von staatlichen und kommunalen Institutionen
erfasst. Metadaten von kreisangehörigen Gemeinden oder anderen geodatenhaltenden Stellen
(juristische Personen des Privatrechts) liegen nur vor, soweit diese sich selbst als geodatenhal-
tende Stelle identifiziert und ihre Metadaten im GeoMIS.Sachsen publiziert haben. Die Monito-
ringergebnisse des Freistaates Sachsen im deutschlandweiten Vergleich widerspiegeln die Akti-
vitäten des GSZ in der Metadatenerfassung durch geodatenhaltende Stellen.
Im Rahmen des 3. Workshops der GDI Sachsen am 12.06.2013 wurden die Nutzungsmöglichkei-
ten der GeoBAK im Rahmen der INSPIRE-Umsetzung im Freistaat Sachsen erörtert. An diesem
Workshop nahmen über 100 Vertreter der staatlichen und kommunalen Verwaltung sowie der
Wirtschaft teil und informierten sich über die aktuellen Tendenzen bei INSPIRE und über die
Leistungsangebote der GeoBAK.
Als weitere Informationsveranstaltungen, die vom GSZ (mit)gestaltet wurden, sind das 10.
Sächsische GIS-Forum des GDI-Sachsen e. V. sowie drei GeoSN-interne Foren hervorzuheben.
Auf dem GIS-Forum im Januar 2013 stellte der GeoSN dem breiten Zuhörerkreis das Projekt
„Sax4INSPIRE – Aufbereitung von INSPIRE-konformen Daten in Sachsen“ vor. Auf der beglei-
tenden Fachausstellung war erstmals das Geoportal Sachsen als Live-Präsentation zu erleben.
Die interessierten Mitarbeiter des GeoSN konnten sich in den GeoSN-Foren zu den Themen
„Sax4INSPIRE“, „Geodaten aus dem Internet“ sowie über das neue „Geoportal Sachsenatlas“
informieren.
Lars Gerkowski erläutert das Geoportal auf der Inter-
geo 2013
Monitoring-Objekt
Anzahl GDI-DE
Anzahl GDI Sachsen
Geodatensätze
2.860
409
Geodatendienste
1.174
129
INSPIRE-indentifizierte geodatenhaltende Stellen
292
28
Ergebnis des INSPIRE-Monitorings 2012
Herr Dr. Haupt begrüßt die Teilnehmer des Workshops
Stand GIS-Forum 2013

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| 19
Die geodatenhaltenden Stellen im Freistaat Sachsen stehen im Zuge der Umsetzung der euro-
päischen INSPIRE-Richtlinie vor der Aufgabe, Geodatensätze und -dienste entsprechend den
europarechtlich verpflichtenden Durchführungsbestimmungen verfügbar zu machen. Um die
geforderte Interoperabilität und Harmonisierung zu erreichen, müssen die in Sachsen vorhan-
denen Geodaten zunächst in die Semantik und Syntax der INSPIRE-Datenmodelle transformiert
und anschließend über INSPIRE-Geodatendienste bereitgestellt werden. Die Steuerung dieser
Aufgaben soll im Rahmen eines breit angelegten Projekts „Sax4INSPIRE“ erfolgen. Im Rahmen
von Sax4INSPIRE wurde am 30.09.2013 der Abschlussbericht des Pilotprojekts vorgelegt, wel-
ches 2012 begonnen wurde und mit dem insbesondere die Methoden für die INSPIRE-Umset-
zung gefunden und zugleich evaluiert werden. Neben dem GeoSN wirkten die Technische Uni-
versität Dresden, das Landesamt für Umwelt, Geologie und Landwirtschaft, das Landesamt für
Denkmalpflege, der Staatsbetrieb Sachsenforst sowie die Landkreise Bautzen und Sächsische
Schweiz-Osterzgebirge mit.
In der zweiten Jahreshälfte konzentrierte sich die Arbeit des GSZ insbesondere auf die Identifi-
zierung von Geodaten, die im Annex III der INSPIRE-Richtlinie beschrieben sind. Zu diesem
Zweck wurden allen in Frage kommenden geodatenhaltenden Stellen die erforderlichen Infor-
mationen übermittelt. Damit verbunden war die Aufforderung, Metadaten im landesweiten Me-
tadateninformationssystem bereitzustellen. In der Folge stieg die Anzahl der verfügbaren Me-
tadaten zu Geodaten und Geodatendiensten im landesweiten Metadateninformationsystem
und insbesondere der Metadaten zu den INSPIRE-Daten.
Bereitstellung von amtlichen Geobasisdaten über Webanwendungen
Auskunfts- und Präsentationskomponente für ALKIS (APK-ALKIS)
Die APK-ALKIS ist Bestandteil des Gesamtsystems ALKIS und wird ab 2014 schrittweise bei den
unteren Vermessungsbehörden als neues zentrales Fachverfahren eingeführt. Nach Einrichtung
der erforderlichen IT-Infrastruktur im GeoSN und Abschluss der Praxistests stand Ende 2013
einer Inbetriebnahme nichts mehr entgegen. Die ALKIS-APK dient sowohl der Bereitstellung
- aller notwendigen Vorbereitungsdaten für Anträge auf Katastervermessung und Abmarkung
als auch
- von Daten aus dem Liegenschaftskataster.
Dabei können digitale Daten und analoge Präsentationsausgaben in der durch Vorschrift fest-
gelegten Form ausgegeben werden.
Bereitstellung von Geobasisdaten über Geodatendienste
Nach Maßgabe von § 11 Abs. 1 Satz 2 SächsVermKatG stellt der GeoSN die amtlichen Geoba-
sisdaten über Geodatendienste, die im GeoSN betrieben werden, bereit. Mit der Freischaltung
des Geoportals können die Geodatendienste nunmehr auch über die GeoBAK betrieben werden.
Die Bereitstellung von amtlichen Geobasisdaten erfolgt derzeit entweder über hochverfügbare
WMTS-Dienste (Web Map Tile Service) oder über deutlich funktionalere WMS-Dienste (Web
Map Service). Dabei bieten WMTS-Dienste Schnelligkeitsvorteile gegenüber den bisher üblichen
WMS-Diensten, da vorgerechnete Kartenbilder aufgerufen werden. WMS-Dienste gewährleis-
ten hingegen verschiedene Funktionen, die der WMTS nicht bietet. Dienste, wie etwa der Web
Feature Service (WFS), die den Download von Geobasisdaten ermöglichen, werden erst ab 2014
über die GeoBAK angeboten.
Bei den Zugriffen auf die Geodatendienste des GeoSN ist gegenüber dem Vorjahr ein weiterer
Zuwachs zu verzeichnen. Die Zugriffe erhöhten sich um nahezu 10 % auf ca. 35 Millionen. Dies
entspricht einem Tagesmittel von ca. 96.000 Zugriffen.
Metadatensätze
Anzahl
davon zu INSPIRE
zu Geodaten
1.835
333
zu Geodatendiensten
119
26
Insgesamt
1.954
359
Anzahl der Metadatensätze im landesweiten Metadateninformationssystem Ende 2013
Präsentationsausgabe aus ALKIS

20 |
Die Verteilung der Zugriffe auf die einzelnen Geodatendienste zeigt eine starke Korrelation mit
deren Inbetriebnahme auf der GeoBAK und der Verfügbarkeit im Geoportal. So hat sich die
Anzahl der Zugriffe auf den WMS DOP RGB im GeoSN seit Juni stetig verringert, da Nutzer
zunehmend auf die im Geoportal bereitgestellten Luftbilddaten zugreifen.
Andererseits hat sich der Zugriff auf den WMS INSPIRE Flurstücke von ca. 4,5 Millionen Zugrif-
fen im Vorjahr um mehr als 70 % auf nunmehr fast 8 Millionen Zugriffe erhöht. Die Erhöhung
setzt ebenfalls mit der Inbetriebnahme des Geoportals im Juni ein. Anders als beim WMS DOP
RGB wird der WMS INSPIRE Flurstücke zwar über das Geoportal publiziert, jedoch weiterhin im
GeoSN betrieben. Es zeigt sich, dass der WMS INSPIRE Flurstücke deutlich mehr nachgefragt ist,
seit er über das Geoportal eine größere Öffentlichkeitswirksamkeit erfährt.
Im Jahr 2014 sollen Geodatendienste des GeoSN zunehmend über die GeoBAK bereitgestellt
werden. Dabei folgt der GeoSN dem 2013 erstellten Konzept zur Portierung von Geowebverfah-
ren auf die E-Government-Plattform. Das Konzept legt sowohl die Termine als auch das konkre-
te Vorgehen für die Portierung fest.
200000
Jan
Feb
Mrz
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
400000
600000
800000
1000000
1200000
1400000
1600000
0
1000000
Jan
Feb
Mrz
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
2000000
3000000
4000000
0
Monatliche Zugriffe auf Geodatendienste des GeoSN
(insgesamt)
Monatliche Zugriffe auf den WMS DOP RGB
200000
Jan
Feb
Mrz
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
400000
600000
800000
1000000
0
Monatliche Zugriffe auf den WMS INSPIRE
Flurstücke

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| 21
Systemverwaltung
Die Einführung des Fachverfahrens ALKIS band 2013 im Referat Systemverwaltung erhebliche
Ressourcen. Mit der Installation einer Evaluierungsumgebung wurden die Voraussetzungen für
umfangreiche Last- und Performancetests für die Datenerfassung und -Fortführung über Ter-
minalserver geschaffen. Parallel dazu wurde das bisherige Citrix Access Gateway durch Citrix
Netscaler abgelöst. Für die Datenhaltungs- und Fortführungskomponenten wurden im August
die Produktionsumgebungen aufgebaut, gefolgt im September von der Produktionsumgebung
für die Auskunftskomponente.
Der Bereich Datenbanken war an der Schaffung von Voraussetzungen für Entwicklung, Test,
Evaluierung und Betrieb der 3A-Verfahren maßgeblich beteiligt und errichtete im Januar 2013
die Entwicklungsumgebung im GeoSN, indem zwei Server M4000 mit dem Betriebssystem So-
laris, der Oracle Clusterware sowie der Oracle Datenbanksoftware in Betrieb genommen und
konfiguriert wurden. Nunmehr verfügt der GeoSN über eine Entwicklungsumgebung, in der je
eine Datenbank für AFIS-Produktion und -Auskunft, je eine Datenbank für ALKIS-Produktion
und -Auskunft, eine Datenbank für ATKIS-Produktion und eine Datenbank für das Topographi-
sche Informationsmanagement (TIM) betrieben werden. Darüber hinaus wurden als Referenz-
umgebung zwei Datenbanken für ALKIS-Produktion und -Auskunft, sowie eine Datenbank für
ATKIS-Produktion installiert und konfiguriert. Auch in der Produktivumgebung waren Erweite-
rungen erforderlich. Hier wurden zwei Datenbanken für ALKIS-Produktion und -Auskunft sowie
eine Datenbank für ATKIS-Produktion installiert und konfiguriert. Schließlich ist eine neue Ver-
triebsdatenbank installiert worden, in die alle Daten aus der „alten“ Rasterdatenbank migriert
wurden.
Im Bereich des Netzwerkes standen im Jahr 2013 Nacharbeiten zum IT-Umzug nach Abschluss
der Großen Baumaßnahme an. Im Zuge dieser Arbeiten wurde mit der Behebung eines Single
Point of Failure in der SAN Infrastruktur ein Problem bei der Ausfallsicherheit zentraler IT-
Ressourcen beseitigt. Wesentliche Aufwände erforderten darüber hinaus Vorbereitungen zur
Einführung einer leistungsfähigen Netzwerk-Zugriffssteuerung mittels Network Access Control
(NAC), zum Einsatz eines neuen Storage-Gerätes als Ersatz für das System CX4-960 und die
Begleitung der Erstellung eines Konzeptes zur Einführung von FCoE im GeoSN.
Im Jahr 2013 begann die Erweiterung der Speicherkapazität des Backup-Systems durch
Übergang von der Bandtechnologie LTO-3 auf LTO-5 und LTO-6, der in den kommenden Jahren
fortgesetzt wird. Bei gleichem Raumbedarf kann somit das Backup-Volumen vergrößert und an
die ständig steigenden Anforderungen angepasst werden.
Im Zusammenhang mit dem Umzug der unteren Vermessungsbehörde des Landkreises Nord-
sachsen an einen anderen Standort ergab sich erstmals die Notwendigkeit, dass die untere
Vermessungsbehörde auf die Servertechnik des GeoSN in einem zentralen externen Serverraum
des Landkreises über einen Fernzugriff via KDN zugreifen musste. Diese bisher nicht praktizier-
te Betriebsart bedingte umfangreiche Vorarbeiten, Absprachen und Tests zwischen dem GeoSN
und dem betreffenden Landkreis. Nach einer mehrtägigen Umstellung konnte die untere Ver-
messungsbehörde den IT-Betrieb erfolgreich wieder aufnehmen.
SPARC Server PRIMEPOWER 800
Serverkonsole für Wartungsarbeiten im Serverraum
EMC Speichersystem CLARiiON CX4-960

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22 |
Die Nutzerbetreuung schloss im 2. Quartal die Umstellung auf das Client-Betriebssystem Win-
dows 7 ab. Im Zuge der Modernisierung von Bildschirmarbeitsplätzen wurde 55 PC und 60
Monitore - hauptsächlich in den Entwicklerreferaten - erneuert. Neben der Inbetriebnahme
einer zentralen CD-/DVD-Brennstation war die Nutzerbetreuung maßgeblich an der Beschaf-
fung neuer Druck-/Kopiertechnik für den GeoSN beteiligt. Von der Nutzerbetreuung wurden im
Jahr 2013 760 IT-Probleme im Ticketsystem aufgenommen und bearbeitet.
Im I. Quartal 2013 wurde im GeoSN eine neue, leistungsfähige Anlage zur unterbrechungs-
freien Stromversorgung der zentralen IT-Funktionsräume und der dort betriebenen Klimaan-
lagen in Betrieb genommen. Diese USV kann die Unterbrechung der Elektroenergieversorgung
bis zu 20 Minuten kompensieren und stellt damit eine wesentliche Komponente für einen stabi-
len IT-Betrieb dar.
Mit der Neumöblierung des Computerkabinetts wurden die PC samt Verkabelung in die Ar-
beitstische integriert. Die Computer sind durch stabile Falttüren geschützt und Kabel nicht
mehr sichtbar. Damit verfügt der GeoSN über einen funktionellen, ansprechenden IT-Schulungs-
raum, der beste Voraussetzungen für einen optimalen Schulungsablauf schafft.
Der GeoSN stellt allen unteren Vermessungsbehörden die Software „DMS-LiKa“ zur Verfügung.
In Chemnitz wird diese Software auf virtuellen Servern des Amtes für Informationsverarbeitung
der Stadt Chemnitz betrieben. Mit diesem Amt wurde eine Teleservicevereinbarung abgeschlos-
sen, nach der vom GeoSN aus die Software „DMS-LiKa“ ferngewartet werden kann.
Im Oktober 2013 beteiligte sich der GeoSN an einer Online-Befragung des SMJ zur Weiter-
entwicklung der E-Government-Plattform.
Bandroboter und Magnetbänder der Datensicherung

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Zentrale Aufgaben
| 23
Bereich Organisation
Die Große Baumaßnahme (GBM) des GeoSN stand im Jahr 2013 letztmalig im Zentrum der
Aufgaben des Bereiches Organisation. Die Arbeiten am Gebäude wurden bis auf kleinere Nach-
arbeiten abgeschlossen. Dem GeoSN steht nunmehr ein saniertes Gebäude zur Verfügung, das
den Ansprüchen einer modernen Verwaltung vollständig genügt.
Das Gebäude wurde dem GeoSN im Rahmen einer Feierstunde am 19. März 2013 übergeben.
Auch die im Jahr 2012 begonnenen Arbeiten an den Außenanlagen wurden Ende 2013 abge-
schlossen. Dabei entstand - als Lohn für Baulärm und erhebliche infrastrukturelle Einschrän-
kungen - ein funktionell und optisch ansprechender Außenbereich, der den Gesamtbereich Ol-
brichtplatz für Bedienstete und Besucher erheblich aufwertet.
Im Zusammenhang mit dem Einzug in das sanierte Dienstgebäude wurden im Jahr 2013 die
Außenlager in Bad Schlema und in Laußnitz aufgelöst. Damit sind nunmehr sämtliche Bestände,
bspw. an analogen Karten, in der Dienststätte Olbrichtplatz 3 vorhanden. Das führt zu kürzeren
Wegen und schnelleren Bereitstellungszeiten auch bei größeren Nachfragemengen. Insgesamt
wird der GeoSN durch die räumliche Zusammenführung in die Lage versetzt, die internen Ab-
läufe weiter zu verbessern und noch wirtschaftlicher und adressatenorientierter zu arbeiten.
Unabhängig von der formalen Übergabe sind weiterhin nennenswerte Kapazitäten für die Be-
treuung und Koordination der zahlreichen, für ein Bauvorhaben typischen Restleistungen und
Mängelbehebungen gebunden. Ebenso waren aufgrund der baubedingten Mehrfachumzüge er-
höhte Aufwendungen für die Bereinigung der Bestandsbuchhaltung zu verzeichnen.
Ein weiterer Schwerpunkt des Bereiches Organisation lag auch in diesem Jahr im Bereich der
zentralen Vergabestelle. So realisierte die Vergabestelle mehr als 300 Vergaben mit einem Volu-
men von knapp 3 Millionen Euro. Darunter wurden 12 öffentliche und zwei beschränkte Aus-
schreibungen durchgeführt. Reichlich die Hälfte der Aufträge wurden an sächsische Unterneh-
men vergeben. Neben der Sicherstellung des laufenden Geschäftsbetriebes des GeoSN lag ein
Schwerpunkt der Vergaben im weiteren Aufbau der Geodateninfrastruktur und der Fortführung
der Einführung des AAA-Modells.

Bereich Rechnungswesen
Nachdem es in den Vorjahren nach der Einführung des Neuen Steuerungsmodells zunächst um
die Konsolidierung des Bereiches Rechnungswesen ging, stand das Jahr 2013 im Zeichen der
Optimierung der Abläufe und Verfahren. So wurden z. B. die Bestands- und Anlagenbuchhal-
tung neu strukturiert und eine neue Inventurrichtlinie erarbeitet. Ebenso wurden Funktionen
und Schnittstellen der Anfang 2013 eingeführten SAP-Module Vertrieb und Lagerwirtschaft zu
den Modulen Rechnungswesen und Controlling weiterentwickelt und verbessert. Im Bereich
Fahrzeugverwaltung wurde das vorhandene Fahrzeugverwaltungsprogramm durch das SAP-
Modul Instandhaltung abgelöst. Dies ermöglicht nunmehr die integrative Bearbeitung bspw.
von Aufträgen und Rechnungen.
Im Ergebnis aller Arbeiten konnte der GeoSN wiederum einen ausgeglichenen Haushalt vorwei-
sen. Dabei ist es gelungen, innerhalb kürzester Zeit ohne Inanspruchnahme von Dienstleistun-
gen Dritter in einem einmaligen Kraftakt die startbedingten Rückstände bei den Jahresab-
schlüssen nachzuholen, so dass wir 2014 in den termingerechten Regelbetrieb übergehen
können.
zur Aufrechterhaltung der Geschäftstätigkeit
für Leistungserstellungprozess
für Investitionen in Anlagevermögen
Sachkosten
40 %
39 %
21 %
Ausgaben
Sachkosten
Personalkosten
69 %
31 %
EUR/Mio
13,43
6,11
19,54
2,37
2,46
1,40
Ausgaben
Personalkosten
Sachkosten
Summe Ausgaben
Sachkosten
davon Ausgaben für Investitionen in das Anlagevermö-
gen (AAA, Lizenzen, ...)
davon Ausgaben für Leistungserstellungsprozess
(Bildflug, Produktion...)
davon Ausgaben zur Aufrechterhaltung der Geschäfts-
tätigkeit (Instandhaltung, Gebühren, Genehmigungen,
Sächsisches Verwaltungsnetz...)
Haushaltsjahr 2013 - Einnahmen und Ausgaben gerundet:
EUR/Mio
1,30
16,68
2,37
20,35
Einnahmen
Gebühren und Leistungsentgelt sowie Sonstiges
Zuschüsse für laufende Zwecke
Zuschüsse für investive Zwecke
Summe Einnahmen
24 |

image
image
image
| 25
Recht
Der GeoSN hat wegen der nicht genehmigten Nutzung seiner Topographischen Karten (TK) erst-
malig Klage gegen einen Verlag erhoben. Die Klage richtete sich gegen einen in Österreich an-
sässigen Verlag, der Herausgeber von thematischen Karten, vorwiegend Radwanderkarten und
Radtourenbüchern, ist. Die beim Landgericht Leipzig eingereichte Klage vom 23.12.2010 war auf
Unterlassung, Auskunft und Schadensersatz gerichtet. Ziel war es, dass der Verlag zukünftig
nicht mehr ohne die dafür erforderliche Erlaubnis Informationen aus den Datenbeständen des
amtlichen Vermessungswesens in der Art und Weise nutzt, wie dies insbesondere in der vom
Verlag herausgegebenen Radkarte geschehen ist. Die Klage stützte sich auf bereits in den letz-
ten Jahren ergangene Urteile, wonach topographische Landeskarten Urheberrechtsschutz nach
§ 2 Abs. 1 Nr. 7 des Urheberrechtsgesetzes (UrhG) genießen und gleichwohl Rechtsschutz nach
§ 87 a UrhG – Schutz des Datenbankherstellers besteht. Der GeoSN wurde in diesem Zivil-
rechtsstreit durch eine in Dresden ansässige Rechtsanwaltskanzlei vertreten.
Nach mehreren mündlichen Verhandlungsterminen gab das Landgericht Leipzig in seinem Urteil
vom 13.11.2012 der Klage statt und bejahte damit auch die Datenbankeigenschaft der TK 50 und
TK 25.
Wie aufgrund des Prozessverlaufes nicht anders zu erwarten war, legte der Prozessbevoll-
mächtigte der Beklagten gegen das Urteil Berufung ein. Nach zwei mündlichen Verhandlungen
beim Oberlandesgericht Dresden ließen die Richter zunächst nicht erkennen, ob sie einem inzwi-
schen am Oberlandesgericht München gefällten Urteil folgen werden. Die Münchener Richter
waren im Juni 2013 in einem vergleichbaren Fall zu dem Ergebnis gekommen, dass eine analoge
topographische Karte mangels Unabhängigkeit der einzelnen Objekte keine Datenbank im Sinne
des § 87 a Abs. 1 Satz 1 UrhG sei.
Am 17.09.2013 wurde vom Oberlandesgericht Dresden das abschließende Urteil gefällt. Es be-
stätigt zwar den Unterlassungsanspruch einerseits, d.h. der Verlag hat es künftig zu unterlassen,
ohne die dafür erforderliche Erlaubnis oder Zustimmung einen nach Art und Umfang wesentli-
chen Teil des Landeskartenwerkes des Freistaates Sachsen zu vervielfältigen und/oder zu ver-
breiten. Die Datenbankeigenschaft der Topographischen Karten selbst wird allerdings dem
Münchner Urteil folgend auch vom Oberlandesgericht Dresden verneint. Die Revision zum Bun-
desgerichtshof wurde vom Oberlandesgericht Dresden nicht zugelassen. In dem bayerischen
Parallelfall dagegen wurde Revision eingelegt. Es bleibt daher spannend, wie sich der Bundes-
gerichtshof hier positionieren wird.
Die Darstellung der Vegetation (Wald) in der Karte des Verlages ist mit der Darstellung in der TK 50 identisch.
Anhand des Orthophotos ist jedoch keine eindeutige Waldgrenze zu erkennen. Hierin ist ein eindeutiges Indiz zu
sehen, dass der Verlag die Darstellung aus der TK 50 übernommen haben muss.
Beispiel zur Nutzung der TK 50 durch den Verlag
TK50
Karte des Verlages
Orthophoto

26 |
Personal
Im GeoSN waren zum Stichtag 31.12.2013 insgesamt 286
1
Bedienstete aktiv oder passiv be-
schäftigt, davon 163 Tarifbeschäftigte und 123 Beamte. Hinzu kommen zwei Auszubildende
sowie je vier Laufbahnanwärter im Vorbereitungsdienst für den höheren vermessungstechni-
schen Verwaltungsdienst bzw. gehobenen vermessungstechnischen Verwaltungsdienst.
Im Geschäftsjahr wurden insgesamt neun Neueinstellungen vorgenommen.
Zu Beginn des Jahres wurde eine durch eine Versetzung freigewordene Sachbearbeiterstelle
unbefristet nachbesetzt. Aufgrund des vorzeitigen Renteneintritts von zwei Bediensteten konn-
ten eine Referenten- und ein Sachbearbeiterstelle befristet nachbesetzt werden, was jedoch
nichts am Wegfall dieser Stellen zum eigentlichen, regulären Renteneintritt ändert. Darüber
hinaus wurden ein Kraftfahrer-/Messgehilfe saisonal sowie durch die sog. Bündelung von Stel-
lenresten ein Referent und ein Mitarbeiter befristet eingestellt. Personallücken, die durch die
Inanspruchnahme von Elternzeit bzw. Mutterschutz entstanden sind, wurden durch befristete
Einstellung von drei Referenten gedeckt. Zusätzlich wurde der GeoSN durch die Zuweisung einer
Beschäftigten aus dem kommunalen Bereich sowie die Abordnung eines Beamten mit dem Ziel
der Versetzung zum GeoSN personell verstärkt.
Diesen Personalzugängen standen im Geschäftsjahr jedoch auch Personalabgänge gegenüber.
Neben einem Todesfall sind insgesamt fünf Bedienstete in den Ruhestand getreten, zwei Be-
dienstete an eine andere Behörde versetzt und bei zwei Beschäftigten ist die Befristung des
Arbeitsverhältnisses ausgelaufen.
Unter Berücksichtigung aller Personalveränderungen stehen den elf Personalzugängen daher
zehn Personalabgänge gegenüber. Darüber hinaus wechselten zwei Bedienstete in die Freistel-
lungsphase ihrer Altersteilzeit und stehen dem GeoSN somit nicht mehr zur Verfügung.
Die im Geschäftsjahr ermöglichten Einstellungen kompensieren damit zumindest vorüberge-
hend die Personalabgänge in dieser Zeit – wenn auch im Wesentlichen nur befristet. Aufgrund
der politischen Vorgabe eines weiteren umfassenden Stellenabbaus bis zum Jahr 2020 bleibt die
Personalsituation weiterhin angespannt und kaum planbar.
1
Angabe in Personalzahlen
Beschäftigte zum Stichtag 31.12.2013
Vollzeit
Teilzeit
Freizeitphase
der Altersteilzeit
Elternzeit
Arbeitsphase
der Altersteilzeit
abgeordnet
224
19
3
39
9
2
2008
2009
2010
2011
2012
2013
befristet
1
4
1
1
9
8
unbefristet
0
1
2
6
7
1
Azubi/Anw
0
0
2
0
10
0
120
140
100
80
60
40
20
drei Refrenten-
stellen Vermes-
sungswesen
13
28
5
6
zwei Referenten-
stellen
allg. Verwaltung
21
eine Stelle
Messgehilfe
94
36
41
15
eine Mitarbeiter-
stelle allg.
Verwaltung
eine SB Stelle
allg.
Verwaltung
männliche
Bewerber
weibliche
Bewerber
Stellenausschreibungen 2013

| 27
Der vollzogene Wechsel von analogen zu digitalen Produkten und Verfahren macht den GeoSN
zu einem technisch innovativen Dienstleister für Verwaltung, Wirtschaft und Bürger. Als solcher
ist er auf das zeitgemäße, in der Ausbildung vermittelte Wissen junger Absolventen als innova-
tiven Input angewiesen. Wie bereits in den vorangegangenen Berichtszeiträumen sind daher die
geringe Zahl an Neueinstellungen, die zudem insbesondere bei den befristet ausgeschriebenen
Stellen mit einer unzureichenden Bewerberlage verbundenen sind, sowie das sehr hohe Durch-
schnittsalter der Bediensteten als kritisch zu betrachten. Das Durchschnittsalter konnte trotz
der o.g. Neueinstellungen nicht gesenkt werden. Es liegt im Geschäftsjahr 2013 bei 49,1 Jahren
und damit erneut über dem Vorjahresniveau (2012: 48,4 Jahre, 2011: 47,9 Jahre).
Im Zeitraum 01.01.2013 bis 31.12.2013 waren ca. 15% der Bediensteten an 30 oder mehr Ar-
beitstagen arbeits- bzw. dienstunfähig. Diesen Bediensteten wurde entsprechend dem § 84 Abs.
2 des Neunten Sozialgesetzbuches (SGB IX) und der Dienstvereinbarung zum Betrieblichen Ein-
gliederungsmanagement aufgrund ihrer Langzeiterkrankung ein Betriebliches Eingliederungs-
management angeboten. Fünf Bedienstete haben im Berichtszeitraum der Durchführung eines
Verfahrens nach der Dienstvereinbarung zugestimmt, mit einem Bediensteten wurde ein Maß-
nahmenplan ausgearbeitet. Die Zahl der Langzeiterkrankten ist nach wie vor als sehr hoch ein-
zuschätzen.
Mit der Betreuung von insgesamt sechs Praktikanten (1 Praxissemester, 5 Vor- und Zwischen-
praktika) hat sich der GeoSN auch im Geschäftsjahr 2013 im Bereich der Hochschulbildung en-
gagiert.
Altersstruktur der Bediensteten im GeoSN
40
30
20
10
0
10
20
30
über 60
55-59
50-54
45-49
40-44
35-39
30-34
25-29
Frauen
Männer
Laufbahn
m
w
Gesamt
eD
55,6
0
55,6
mD
46,1
51,9
49,7
gD
47,5
48,2
47,8
hD
50,5
48,1
49,5
Gesamtergebnis
48,5
49,8
49,1
Altersdurchschnitt im GeoSN zum Stichtag 31.12.2013
Bedienstete im GeoSN mit Langzeiterkran-
kungen, Stichtag 31.12.2013
nicht langzeiter-
krankt
langzeiterkrankt
85%
15%

image
28 |
Aus- und Fortbildung
Die kontinuierliche Fort- und Weiterbildung seiner Mitarbeiter war für den GeoSN auch im
Geschäftsjahr 2013 von großer Bedeutung. Die Bediensteten nahmen im Geschäftsjahr 2013 an
insgesamt 327 Fortbildungsveranstaltungen teil.
Die Teilnehmerplätze verteilten sich dabei auf 101 Seminare an der Akademie für öffentliche
Verwaltung des Freistaates Sachsen sowie Veranstaltungen bei sonstigen Fortbildungsträgern.
Die Fortbildungsangebote in Meißen umfassten die Schwerpunkte Führungskräfteentwicklung/
Mitarbeiterführung, Kommunikation, Recht sowie IT/Wirtschaft. Für die fachspezifische Fortbil-
dung der Bediensteten bestand wie auch in den vergangenen Berichtszeiträumen die Möglich-
keit, individuelle Lehrgänge externer Anbieter in Anspruch zu nehmen. Bei diesen wurden im
Geschäftsjahr 52 Seminare durchgeführt. Der GeoSN gestaltete im Geschäftsjahr zudem zehn
Schulungen als Inhouse-Seminare. Fortbildungsschwerpunkte für unsere Bediensteten bildeten
dabei vor allem Themen rund um fachliche Anwendungen wie z.B. ATKIS, ArcGIS, SICAD, Quan-
tum GIS und FME-Server sowie allgemeine Themen wie Fachenglisch und SAP oder Arbeitssi-
cherheitsschulungen.
Laufbahnausbildung
Die am 1. November 2012 bzw. 1. Dezember 2012 wieder aufgenommene Laufbahnausbildung
für den gehobenen und höheren vermessungstechnischen Verwaltungsdienst wurde im Be-
richtsjahr erfolgreich fortgesetzt. Grundlage der Laufbahnausbildung ist die „Sächsische Aus-
bildungs- und Prüfungsordnung vermessungstechnischer Verwaltungsdienst (SächsVermAPO)“
vom 28. Mai 2009.
Neben dem GeoSN sind die Landkreise, Städte und Gemeinden (Untere Vermessungsbehörden,
Obere Flurbereinigungsbehörden, Bauordnungs- und Stadtplanungsämter), die Öffentlich be-
stellten Vermessungsingenieure und die Fachhochschule der Sächsischen Verwaltung in Meißen
weitere Ausbildungsstellen.
Die vier Referendare und vier Anwärter durchliefen im Berichtsjahr die Ausbildungsabschnitte
„Liegenschaftskataster“ bei den unteren Vermessungsbehörden und den Öffentlich bestellten
Vermessungsingenieuren sowie „Verwaltungswissenschaftlicher Lehrgang“ an der Fachhoch-
schule der Sächsischen Verwaltung. Beim GeoSN fanden die Ausbildungsabschnitte „Aufgaben
der oberen Vermessungsbehörde“ sowie „Landesvermessung und Kartographie“ statt. Dabei
wurde neben der Vermittlung von Grundlagenwissen vor allem auch Wert auf die Vermittlung
von Fachwissen bei den neueren Entwicklungen im Vermessungswesen gelegt. Genannt seien
hier beispielhaft die Einführung von ALKIS und die Arbeiten zum Aufbau und Betrieb der GDI
Sachsen. Die Anwärter erwarben außerdem im Ausbildungsabschnitt „Ländliche Neuordnung“
Kenntnisse zu den Rechtsgrundlagen und Aufgaben der Flurbereinigungsbehörden. Bei dem vom
LfULG organisierten Fachgespräch „Ländliche Neuordnung und Naturschutz“ im Mai in
Malschwitz (Landkreis Bautzen) konnten sich die Anwärter über praktische Problemstellungen
informieren und unterschiedliche Lösungsansätze kennenlernen.
Die bislang gemachten Erfahrungen mit den beteiligten Ausbildungsstellen ebenso wie mit den
Ausbildern sowie Dozenten, ohne deren Unterstützung und engagierte Mitwirkung die Durch-
führung der Laufbahnausbildung nicht denkbar wäre, sind aus Sicht des GeoSN durchweg posi-
tiv zu bewerten.
Die Laufbahnprüfung der Vermessungsreferendare wird vom Oberprüfungsamt für das tech-
nische Referendariat – Sonderstelle im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwick-
lung abgenommen. Im dortigen Prüfungsausschuss der Fachrichtung „Geodäsie und Geoinfor-
mation“ sind auch zwei Bedienstete des GeoSN tätig. Zum länderübergreifenden fachlichen
Austausch, aber auch schon zur Vorbereitung auf die bevorstehende Laufbahnprüfung nahmen
die Referendare im Juni an der zweitägigen, länderübergreifenden Unterweisungsgemeinschaft
in Wolfenbüttel teil. Dort konnten neue Kontakte geknüpft und Fragen rund um das Referenda-
riat angesprochen und diskutiert werden.
Die Referendare und Anwärter während des Ausbil-
dungsabschnittes „Landesvermessung und Kartogra-
phie“ im November 2013 im GeoSN

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| 29
Für die Laufbahnprüfung der Anwärter ist der GeoSN selbst Prüfungsbehörde. Am 9. Dezember
2013 berief Herr Dr. Haupt die acht Mitglieder und stellvertretenden Mitglieder des Prüfungs-
ausschusses für die Dauer von vier Jahren. Den Vorsitz des Prüfungsausschusses übernahm Herr
Zechendorf aus dem GeoSN. Am selben Tage wurden auch die weiteren Prüfer für die Laufbahn-
prüfung bestellt.
Zuständige Stelle nach Berufsbildungsgesetz
Ein weiterer Tätigkeitsschwerpunkt des Referates Personal/Recht umfasst die Wahrnehmung der
Aufgaben als zuständige Stelle im Sinne des Berufsbildungsgesetzes für die Ausbildungsberufe
in der Geoinformationstechnologie im Freistaat Sachsen. Elementare Aufgaben sind dabei die
Beratung von Auszubildenden, Ausbildern und Ausbildungsstellen in allen Fragen der Berufsbil-
dung, die Begleitung der Ausbildung in Betrieb und Berufsschule sowie die Durchführung von
Prüfungen.
Im Jahr 2013 wurden im Freistaat Sachsen 27 Berufsausbildungsverträge zum/zur Vermes-
sungstechniker/in und ein Berufsausbildungsvertrag zur Geomatikerin neu abgeschlossen. Wei-
terhin betreute die zuständige Stelle 27 Ausbildungsverhältnisse im zweiten und 22 Ausbil-
dungsverhältnisse im dritten Ausbildungsjahr. Die Ausbildungsverhältnisse verteilten sich dabei
auf insgesamt 46 verschiedene Ausbildungsstätten in Kommunen, bei Öffentlich bestellten Ver-
messungsingenieuren sowie Vermessungs- und Ingenieurbüros.
Der GeoSN wirkte auch im Berichtszeitraum aktiv an der beruflichen Ausbildung unseres Nach-
wuchses im Ausbildungsberuf Vermessungstechniker/in mit. Mit der Durchführung von zwei
zentralen einwöchigen Lehrgängen für alle Auszubildenden in den Ausbildungsberufen Vermes-
sungstechniker/in und Geomatiker/in des ersten und zweiten Ausbildungsjahres beteiligte sich
der GeoSN wieder am Ausbildungsmodell „Kooperative Berufsausbildung“. Die im Jahr 2012
durch den GeoSN begründeten zwei Ausbildungsverhältnisse wurden fortgesetzt. Dabei erzielte
der Auszubildende des GeoSN, Herr Kevin Munzig, bei der im Herbst 2013 durchgeführten Zwi-
schenprüfung das mit Abstand beste Ergebnis. Die zwei mit dem GeoSN bestehenden Ausbil-
dungsverhältnisse im dritten Ausbildungsjahr wurden mit Bestehen der Abschlussprüfung im
Sommer erfolgreich beendet.
Die Abschlussprüfung im Ausbildungsberuf Vermessungstechniker/in im Sommer 2013 wurde
erstmalig nach der Prüfungsordnung des Staatsbetriebes Geobasisinformation und Vermessung
Sachsen für die Zwischen- und Abschlussprüfung sowie die Umschulungsprüfung in den Ausbil-
dungsberufen der Geoinformationstechnologie durchgeführt. An dieser Abschlussprüfung nah-
men 25 Prüflinge, davon 23 mit Erfolg teil. Im Rahmen der feierlichen Zeugnisübergabe am 11.
Juli 2013 richtete der Geschäftsführer des Staatsbetriebes, Herr Dr. Haupt, das Wort an die
neuen Vermessungstechniker/innen und betonte, dass mit dem Abschluss der Berufsausbildung
das Lernen nicht aufhöre.
Berufung des Prüfungsausschusses und Bestellung
der weiteren Prüfer am 9. Dezember 2013 im GeoSN

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30 |
Auch der Vorsitzende der Landesgruppe Sachsen des Bundes der Öffentlich bestellten Vermes-
sungsingenieure e.V., Herr Peter Boxberger, der Vorsitzende des Landesvereins Sachsen des Deut-
schen Vereins für Vermessungswesen, Herr Axel Pohlmann, sowie der Schulleiter des Berufs-
schulzentrums Bau und Technik Dresden, Herr Michael Stohr, gratulierten den Absolventen zum
erfolgreichen Abschluss.
Der GeoSN als zuständige Stelle errichtete im Berichtszeitraum auf der Grundlage des § 77 des
Berufsbildungsgesetzes mit Wirkung vom 1. Januar 2013 für den Zeitraum bis zum 31. Dezem-
ber 2016 einen neuen Berufsbildungsausschuss für die Ausbildungsberufe in der Geoinformati-
onstechnologie. Die Veranstaltung zur Übergabe der Berufungsurkunden fand am 15. Januar
2013 in der Landesdirektion Sachsen – Dienststelle Dresden statt. Für die Berufung in den
neuen Berufsbildungsausschuss wurden die von den Gewerkschaften, Verbänden, Gremien der
verschiedenen Ausbildungsbereiche und vom Staatsministerium für Kultus vorgeschlagenen
Mitglieder und Stellvertreter berücksichtigt.
Am 16. und 17. September 2013 nahm der GeoSN am gemeinsamen Erfahrungsaustausch der
zuständigen Stellen in den Ausbildungsberufen der Geoinformationstechnologie aller Bundes-
länder zu aktuellen Themen der beruflichen Bildung im Landesamt für Vermessung und Geoin-
formation Sachsen-Anhalt in Magdeburg teil. Unter anderem wurde die organisatorische
Durchführung und inhaltliche Gestaltung der Abschlussprüfungen Vermessungstechniker und
Geomatiker diskutiert.
Geodatenvertrieb/ Geodatenservice
Der Jahresauftakt 2013 stand für den Geodatenvertrieb ganz im Zeichen der Einführung des
Warenwirtschaftssystems SAP für die Bereiche Materialwirtschaft und Vertrieb. Die Umstel-
lung war zum 07.01.2013 abgeschlossen. Trotz einiger, zu diesem Zeitpunkt noch bestehender
Probleme, konnte der normale Geschäftsbetrieb wieder aufgenommen werden.
Weitere Herausforderungen waren der Beginn der flächendeckenden Einführung von ALKIS im
Freistaat Sachsen und die damit verbundenen Änderungen hinsichtlich der Datenformate und
der Datenabgaben. Das Sachgebiet Geodatenvertrieb/Geodatenservice ist auch für dieses Fach-
verfahren die Beratungs- und Servicestelle des GeoSN für die Kunden und Nutzer der zukünfti-
gen ALKIS-Daten. Um auch für dieses neue System kompetent beraten zu können, waren im
Jahr 2013 neben den notwendigen Schulungen zahlreiche interne Klärungen zu fachlichen The-
men und zu Fragen der Datenverarbeitung notwendig.
Berufung der neuen Mitglieder und Stellvertreter in den
Berufsbildungsausschuss am 15. Januar 2013 in der Lan-
desdirektion Sachsen
Gemeinsamer Erfahrungsaustausch am 16. und 17.
September 2013

| 31
Im Zusammenhang mit der Einführung von ALKIS wurden im Sachgebiet auch die Erteilung der
Befugnisse sowie die Einrichtung der Zugänge für die Übermittlung von Auszügen aus den Be-
standsdaten des Liegenschaftskatasters durch Gemeinden und ÖbV nach § 12 SächsVermKatG
vorbereitet.
Die Schwerpunktaufgabe im Sachgebiet bestand wie jedes Jahr im Vertrieb der amtlichen
Geobasisdaten. Damit verbunden ist ein erheblicher, aber notwendiger Aufwand für die münd-
liche und schriftliche Kommunikation mit den Kunden zwecks Beratung und Beantwortung
konkreter Anfragen (Verfügbarkeit, Aktualität, Genauigkeit, Koordinatensystem, Abgabe- und
Bereitstellungsform, Nutzungsrechte, Gebühren u.ä.). So wurden im Geschäftsjahr insgesamt
204.017 Datensätze und Präsentationsausgaben an Nutzer übermittelt und Nutzungsrechte
erteilt. Weiterhin wurden in 5769 Fällen Festpunktdaten über den Dienst „festpunkte.online“
übertragen.
Nachdem bereits im Geschäftsjahr 2012 der Anteil der Einnahmen für die Erteilung von Nut-
zungsrechten im Vergleich zum Vorjahr um 15 % gestiegen ist, steigerte sich dieser Anteil im
Jahr 2013 um weitere 3 %. Allerdings war im Geschäftsjahr 2013 ein Rückgang der tatsächli-
chen Einnahmen, insbesondere im Bereich der Präsentationsausgaben, der Festpunkte und bei
den Geodatendiensten festzustellen. Der Rückgang bei den Einnahmen für die Geodatendienste
ist auf die geringeren Gebühren für den Geodatendienst „Liegenschaftskarte“ seit Inkrafttreten
der Zweiten Sächsischen Vermessungskostenverordnung im September 2012 zurückzuführen,
der das vergangene Geschäftsjahr erstmalig ganzjährig beeinflusste.
Die Einnahmen des GeoSN aus dem Vertrieb von Geodaten gehen in den letzten Jahren konti-
nuierlich zurück, und es ist zu erwarten, dass sie weiterhin eher rückläufig sein werden. Haupt-
ursache ist die kostenfreie Abgabe der Daten an Landesbehörden, Landkreise und Kommunen.
Die daraus resultierenden „fiktiven Einnahmen“ betragen ca. das Zehnfache der tatsächlichen
Einnahmen.
Bezogen auf die Ausgaben sind die tatsächlich erzielten Einnahmen des GeoSN außerordentlich
gering. Der Wirtschaftsprüfer konstatiert daher regelmäßig, dass die Leistungserlöse mit ca. 6%
nur unwesentlich zur Deckung der Gesamtaufwendungen beitragen und der GeoSN beinah voll-
umfänglich auf Zuschüsse des Freistaates Sachsen angewiesen ist.
1
100
0
200
300
400
500
600
2
3
4
5
6
7
8
9
10
1112
Online-Abrufe von Festpunkten der Grundlagen-
vermessung 2013
Verteilung der Gesamteinnahmen 2013
digitale
Datenbereitstellung
Erteilung der Erlaubnis
zur Nutzung
Präsentationsausgaben
42 %
16 %
42 %
Wirtschaft
Privat
Bund und Länder
Landkreise und Gemeinden
Unmittelbare Landesbehörden
des Freistaates Sachsen
Anzahl der Anträge 2013
52 %
39 %
5 %
3 %1
%
< 1 %

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32 |
Öffentlichkeitsarbeit 2013
Jeder, der sich für Geodaten, Karten oder Luftbilder interessiert, soll die Produkte des GeoSN
kennen und komfortabel anwenden können. Deshalb ist die Außenwirkung für den GeoSN von
großer Bedeutung. Ziel der Öffentlichkeitsarbeit ist es daher, relevante Zielgruppen über die
Arbeit des GeoSN zu informieren. Der GeoSN präsentiert sich über Internet, Publikationen, Vor-
träge und Veranstaltungen. Hier eine Auswahl der Aktivitäten im Jahr 2013:
Experten aus 22 Ländern im GeoSN zu Gast
Ein besonderes Glanzlicht war der Weltkongress der Kartografie, der im August 2013 in Dresden
stattfand. Auch der GeoSN war dort mit einem Stand präsent, gemeinsam mit dem Bundesamt
für Kartographie und Geodäsie und der Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen der
Länder der Bundesrepublik Deutschland. 1500 Teilnehmer aus 81 Ländern informierten sich über
die neuesten Entwicklungen in ihrem Fachgebiet. Auf der Kartenausstellung des Gastgeberlan-
des Deutschland konnten auch zahlreiche sächsische Karten des GeoSN präsentiert werden.
Im Rahmen der Konferenz wurden zwei Exkursionen in den GeoSN angeboten. So waren eng-
lischsprachige Besucher aus 22 Ländern zu Gast. Nach Vorträgen über das AAA-Modell, das
Geoportal und das 3D-Stadtmodell besichtigten die Kongressteilnehmer die „print on demand“-
Station und die 3D-Arbeitsplätze.
Gemeinsam für den Grenzraum Niederschlesien – Sachsen
Im Rahmen des länderübergreifenden Programmes "Gemeinsam für den Grenzraum Nieder-
schlesien – Sachsen" hospitierte Herr Zdisław Szulc im August im GeoSN. Er informierte sich
über die Arbeitsabläufe im GeoSN, insbesondere im Referat Geodatenservice/Öffentlichkeitsar-
beit und berichtete im Rahmen des GeoSN-Forums über seine Arbeit beim polnischen Wojwod-
schaftszentrum für Vermessungs- und Kartographiedokumentation in Niederschlesien.
ICC-Teilnehmer beim Vortrag
ICC-Teilnehmer beim 3D-Stadtmodell
ICC-Teilnehmer in der Technischen Einrichtung bei print
on demand
Beispiele für Erinnerungskarten für die Exkursionsteilnehmer
ICC-Teilnehmer im Verkauf des GeoSN

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| 33
191jähriger Professor auf der Leipziger Buchmesse
Mit einem Besucherrekord endete die Leipziger Buchmesse. Auch an den Gemeinschaftsstand
der Vermessungsverwaltungen von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen kamen sehr viele
neugierige Interessenten. Ein Blickfang der sächsischen Präsentation war der Film "Eine virtuel-
le Reise durch den Freistaat Sachsen". Mit einer Gegenüberstellung von aktuellen digitalen Or-
thophotos und historischen Kartenblättern sowie Einblendungen von verschiedenen Sehens-
würdigkeiten wurde der Zuschauer auf eine virtuelle Flugreise von der Sächsischen Schweiz aus
über Dresden nach Leipzig geschickt.
Anlässlich des 150jährigen Jubiläums der mitteleuropäischen Gradmessung wurden die Geoda-
tendienste des GeoSN von einem Mitarbeiter erläutert der in die Rolle des berühmten sächsi-
schen Geodäten Professor Christian August Nagel geschlüpft war. Dieser Fachmann des GeoSN
beantwortete in historisch passender Kleidung alle Fragen der Besucher mit großer Sachkennt-
nis. Eine Karte Sachsens mit den Standorten seiner historischen Vermessungssäulen hatte er
gleich mitgebracht und verteilte sie persönlich an die Besucher.
Professor Nagel wurde am 17. Mai 1821 in Grünberg (heute zu Ottendorf-Okrilla) geboren und
starb am 23. Oktober 1903 in Dresden. Sein Grab befindet sich auf dem Alten Annenfriedhof in
Dresden. Er leitete von 1862 bis 1890 die Arbeiten zur Gradmessung im Königreich Sachsen.
Damit verfügte Sachsen auf dem Gebiet der Landesvermessung über eines der modernsten La-
genetze in Deutschland.
Weitere Veranstaltungen
Der GeoSN präsentierte sich ebenfalls auf der bundesweiten Tagung „Fachdidaktik Geographie“
der TU Dresden, auf der weltweit führenden Kongressmesse für Geodäsie, Geoinformation und
Landmanagement INTERGEO sowie auf dem Sächsischen GIS-Forum und begleitete die jährli-
che Tagung der Vermessungsverwaltung mit den unteren Vermessungsbehörden und den Öf-
fentlich bestellten Vermessungsingenieuren.
Wechsel in der Abteilungsleitung
Zum Jahreswechsel 2013/2014 wurde die Führungsspitze der Abteilung 1 – Zentrale Aufgaben
– neu besetzt. Am 30.12.2013 hatte die bisherige Abteilungsleiterin, Annette Rothenberger-
Temme, ihren letzten Arbeitstag im GeoSN. Sie übernahm danach eine Funktion als Referatslei-
terin im Staatsministerium des Innern. Ihr Nachfolger wurde der frühere Abteilungsleiter und
stellvertretende Behördenleiter im Landesamt für Verfassungsschutz, Dr. Olaf Vahrenhold.
Impressionen zur Leipziger Buchmesse 2013
Impressionen zur Leipziger Buchmesse 2013
Impressionen zur Leipziger Buchmesse 2013
Impressionen zur Leipziger Buchmesse 2013

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34 |
Der GeoSN im Spiegel der Presse
Aufstellen des Kunstwerkes Signal im Hof des GeoSN am
23. Mai 2013
Anbringen der Werbeaufkleber an den neuen Mess-
Fahrzeuge im November 2013
GNSS-Messkampagne, Radio MDR1 vor Ort in Gröbern
im Gespräch mit dem Messtrupp des GeoSN
Artikel-URL:
http://www.sz-online.de/nachrichten/neue-wanderkartefuers-osterzgebirge-2493272.html
Altenberg
Neue Wanderkartefürs Osterzgebirge
25.01.2013
Der Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen (GeoSN) hat eine neue Wanderkarte für das Osterzgebirge
herausgebracht. Markiert sind Wander-, Reit- und Skiwege. Außerdem sind auf der Rückseite Freizeit- und Touristikeinrichtungen
vermerkt sowie interessante Informationen zur Region aufgeführt.
Wie der Staatsbetrieb weiter informiert, enthalten die Karten auch Höhenlinien und ein UTM-Gitter, mit dem sie GPS-tauglich
sind. Es handelt sich dabei um eine aktualisierte Neuauflage der Kartenserie 1:25000 (WK 25). Diese neue Wanderkarte soll auch
wetterfester sein als die Vorgängerin und sich besser falten lassen. Die Karte ist für 5,50 Euro im Buchhandel und direkt bei
GeoSN erhältlich. (SZ)
www.landesvermessung.sachsen.de
Seite 1von 1
http://www.sz-online.de/nachrichten/neue-wanderkartefuers-osterzgebirge-2493272.ht...
06.02.2013
Urlaubs
planer
2013
LEIPZIG
— Das
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das beweist
das Zentrum
am Hauptb
Brandt-Platz
laistraße. A
der früher
handel bek
Nach ku
linker Hand
Friedensgeb
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Szenen aus
Zurück a
man bereits
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Mittelpunk
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vom Seite
Grabplatte
den 1451 v
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des Ritters e
de, gab dies
Ge
VON DIETMAR
Begleitung für
Wanderung gesucht?
CHEMNITZ
— Es gibt Wanderfreunde,
die würdigen die Karten aus dem
Staatsbetrieb Geobasisinformation
und Vermessung Sachsen, GeoSN,
als die besten, die es zu kaufen gibt.
Aus dem Dresdner Betrieb sind jetzt
vier neue Wanderkarten als treue
Begleiter auch für Wintertouren er-
hältlich. In aktualisierter Neuaufla-
ge sind in der Serie 1 : 25.000 die Blät-
ter „Dresden“, „Dresdner Heide/
Laußnitzer Heide“, „Linkselbische
Täler/Meißen, Wilsdruff“
und „Ost-
erzgebirge/Altenberg“ erschienen.
Die Wanderkarten überstehen
dank der verbesserten Wetterfestig-
keit auch den einen oder anderen
Flockenwirbel. Hinzu kommt eine
verbesserte Faltbeständigkeit. Ne-
ben den Wander-, Reit- und Skiwe-
gen sind viele nützliche Details, wie
Freizeit- und Touristikeinrichtun-
gen und Informationen zur jeweili-
gen Region auf den Rückseiten ver-
zeichnet. Die Karten enthalten
auch
Höhenlinien und ein UTM-Gitter,
mit dem sie GPS-tauglich sind. (rt)
BEZUG
Die
Karten
sind für je 5,50 Euro im
Buchhandel oder direkt
beim GeoSN, Olbricht-
platz 3, 01099 Dres-
den, Tel.: 0351 82830,
E-Mail:
poststelle@
geosn.sachsen.de, In-
ternet:
www.landesver-
messung.sachsen.de
erhältlich.
KARTENTIPP
C2 Freie Presse
GEDENKVERANSTALTUNG
Museumschefin
reist nach Frankreich
PLAUEN
Die Direktorin des Plaue-
ner Vogtlandmuseums, Silke Kral,
wird am Wochenende in Vertretung
von Oberbürgermeister Ralf Ober-
dorfer nach Frankreich reisen und
an einer Veranstaltung in Erinne-
rung an den Fremdarbeiter Joseph
Santerre teilnehmen. Er war im
Zweiten Weltkrieg zeitweise auch
in einem Plauener Arbeitslager un-
tergebracht. Eine Gruppe von Fran-
zosen besuchte bereits im August
2012 Plauen und enthüllte in der
Stadt eine entsprechende Gedenkta-
fel. Am Sonntag wird nun in Trévelo
am Geburtshaus von Joseph Santer-
re die achte und letzte Tafel einge-
weiht. Kral wird eine kurze Gedenk-
rede halten und einen Kranz nieder-
legen. (bju)
SATELLITENMESSUNG
Messtrupps kommen
nach Kauschwitz
KAUSCHWITZ
Kauschwitz gehört zu
acht Orten in Sachsen, die für eine
hochgenaue Satellitenmessung aus-
gewählt wurden. Die Messtrupps
werden vom 17. bis 26. Juni vor Ort
sein. Die umfangreiche Messkampa-
gne findet im Juni länderübergrei-
fend in Sachsen, Thüringen und
Sachsen-Anhalt statt und gibt es vor-
aussichtlich erst wieder in 25 Jah-
ren. Gemessen wird auf insgesamt
64 Punkten im Umkreis von etwa
100 Kilometern um das Schkeu-
ditzer Kreuz. Dabei werden gleich-
zeitig zehn Messtrupps jeweils ei-
nen Messpunkt für 24 Stunden mit
Satellitenmesstechnik
besetzen.
Von den Messergebnissen profitiert
später das gesamte Vermessungswe-
sen, aber auch der Straßen-, Bahn-
und Wasserbau, Planungsbüros, Ka-
tastervermesser und letztendlich
auch jeder Autofahrer mit Navigati-
onsgerät, teilte der zuständige
Staatsbetrieb Geobasisinformation
und Vermessung Sachsen mit. (bju)
AUSWERTUNG
Einwohnerforum
im Ortsteil Stöckigt
PLAUEN
Im Schulungsraum der
Freiwilligen Feuerwehr Stöckigt
wird am Dienstag, 4. Juni ein Ein-
wohnerforum stattfinden. Oberbür-
germeister Ralf Oberdorfer (FDP),
die Mitarbeiterin des Bürgerbüros
Nadja Friedländer-Schmidt und
weitere Vertreter der Stadtverwal-
tung stellen sich den Fragen der Bür-
ger und werten die Ortsbegehung
NACHRICHTEN
PLAUEN
Jessica Dornis (12) und Da-
vid Örtel (15) gehören zu den besten
Informatikern Sachsens. Die beiden
von der Marienschule in Treuen
kommen in ihrer Altersstufe in die
Top drei des landesweiten Informa-
tikwettbewerbs. Welchen Platz sie
genau belegen und ob es vielleicht
sogar zum Sieg gereicht hat, erfah-
ren sie aber erst während der Eh-
rung am 15. Juni in Görlitz.
Schüler müssen Rätsel lösen
Insgesamt mehr als 300 Mittelschü-
ler nahmen im Vogtland an dem
Wettbewerb teil. In verschiedenen
Tests mussten sie knifflige Rätsel am
Computer lösen, Programme bedie-
nen und selbst programmieren. Was
vielleicht öde klingen mag, ist in
Wahrheit sehr spannend, findet der
Neuntklässler David Örtel. „Es ist
toll, wenn das Programm einen
selbstgeschriebenen Befehl genauso
umsetzt, wie man das will. Und
wenn das Design, das dabei raus-
kommt, auch noch gut aussieht.“
Die Sechstklässlerin Jessica Dor-
nis stimmt ihm zu: „Spannend
wird’s, wenn man in einer Zeile ei-
nen Fehler gemacht hat und dann
zu suchen beginnen muss.“ Denn
nur wenn die Befehle fehlerlos sind,
funktionieren die Programme ein-
wandfrei. Jessica hat schon in der
fünften Klasse die Deckblätter für
ihre Schulhefte am PC gestaltet.
Landrat Tassilo Lenk (CDU) ehrte
gestern neben den beiden zehn wei-
tere Schüler
zehn für ihre
Wettbewerb.
tenswert, beto
organisatoren
thias Eisel.
Unterschiedlich
Sie koordinieren
im Landkreis
deutliche Un
„In Zwickau
len zum We
land sind es gerade
nicht mitmachen
Zudem ware
vogtländische
sche Top drei
Beim Informatik-Wettbe-
werb gehören erneut zwei
Schüler aus Treuen zu den
drei Besten im Freistaat.
Im Vergleich mit anderen
Landkreisen hat das
Vogtland die Nase vorn.
Junge Comput
lassen Konkurr
VON MICHAEL STELLNER
Die Gewinner
ski (Auerbach),
nis (Marienschule
Gräßler (Trützschler
Rolf Beckert und
PLAUEN
Mehrere Monate hat sich
der Plauener Schüler Daniel Bache
mit dem Thema „Gesellschaft und
sexuelle Identität anhand des Bei-
spiels Berlin unter rot-roter Regie-
rung befasst“. Er hat mit Politikern
lerie vor Lehrern
zentrum Anne
Ab 19.30 Uhr
on dann offiziell
ten zu sehen.
Arbeit durch
Plauener legt Abi-Prüfung
Daniel Bache hat zum Thema Homosexualität
PLA
Freitag, 24. Mai 2013
Artikel-URL:
http://www.sz-online.de/nachrichten/neue-garagen-fuerdas-vermessungsamt-2618519.html
Albertstadt
Neue Garagen fürdas Vermessungsamt
15.07.2013
Die Vermessungsfahrzeuge sollen künftig besser und sicherer geparkt
werden. Deshalb wird am früheren Vermessungsamt, dem
heutigen Staatsbetrieb für Geobasisinformation und Vermessung, am Olbrichtplatz 3 ein neues Garagengebäude gebaut. Die
Rohbauarbeiten sind jetzt fertig, teilt die Sprecherin vom ausführenden Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und
Baumanagement (SIB), Andrea Krieger, mit. Der Freistaat investiert in den Neubau rund 390000 Euro. Bis zum Herbst soll das
Gebäude fertig sein. Dann können die Vermesser 17 Stellplätze für Messwagen, zwei für Lkw sowie weitere Stellflächen für
andere Dienstfahrzeuge nutzen. Das Gebäude besteht aus einem Carport, der Garage für die beiden Lkw sowie einer Werkstatt
mit Hubbühne und Reifenlager. Es wurde aus Betonfertigteilelementen und Stahlbetonstützen gebaut. Die Rückwände werden aus
Metallpaneelen gefertigt. Das Gebäude
erhält ein flaches Kiesdach. (kah)
Seite 1von 1
Seite 16
SVVA1-1
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Samstag, 1. Juni 2013
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Reise- und Freizeitmarkt
Urlaub in der Heimat
günstiger als
Reisen ins Ausland
Urlaub in Deutschland ist ver-
gleichsweise günstig: Durchschnitt-
lich rund 1700 Euro muss eine vier-
köpfige Familie veranschlagen, die
in diesem Jahr zwischen Alpen und
Nordsee ihren Haupt-Urlaub ver-
bringt. Reisen ins europäische Aus-
landschlagen hingegen bereits mit
knapp2300 Euro zu Buche, für
Fernreisen sind sogarknapp 4000
Euro einzukalkulieren.Das ist das
Ergebnis des ADAC Reise-Monitors,
einerTrendforschung im Reise-
markt für 2013, zu der 4000 ADAC
Mitglieder befragt worden sind.
Die Urlaubsausgaben für das aktu-
elle Jahr variieren dabei stark nach
Art der Reise. So wirdfür Rundrei-
sen mit knapp 3500 Euro am meis-
ten ausgegeben, für einen Badeur-
laub knapp2300 Euro sowie für
Städte-und Wanderreisen durch-
schnittlich rund 2000 Euro bezie-
hungsweise 1800 Euro.
Generell wollen knapp 65 Prozent
der Befragtenamnächsten Haupt-
urlaub nichtsparen –wobei die
Männer mit knapp 68 Prozent
etwaslaxer im Umgang mit der Ur-
laubskasse sind als die Frauen.
Knapp drei Viertel aller Befragten
wollen bei Fernreisen nicht sparen,
für Europareisende gilt das nur zu
64,4 Prozent und für Ziele inner-
halbder Bundesrepublik sogar nur
für knapp 62 Prozent.
Der ADAC Reise-Monitor wird
einmal jährlich in Deutschland er-
hobenund informiert über Trends
zum Reiseverhalten. Das Institut
TNS Infratest befragte im Auftrag
des ADAC rund 4000 Mitglieder zu
Urlaubszielen, Reisedauer,Budget,
Verkehrsmittel und Art der Reise.
—————
www.adac.de
Für eine Haupturlaubsreise zwischen Alpen und Nord-
see muss eine vierköpfige Familie durchschnittlich
rund 1700 Euroveranschlagen. Auf dem Bild: Heidel-
berg. Die ehemalige kurpfälzische Residenzstadt ist
bekannt für ihreSchlossruine und Altstadt sowie die
Ruprecht-Karls-Universität.
Foto: -schin
Vier neue Wegbegleiter
für Wanderer
Der GeoSN (Staatsbetrieb
Geobasisinformation und
Vermessung des Freistaates
Sachsen) veröffentlichte
rechtzeitig zum Sonnener-
wachen vier neue Wander-
karten fürDresden und
Umgebung sowie das
Osterzgebirge.
WerLust auf eine Wanderung oder
Radtourhat, für den liefert GeoSN
die passenden praktischen Wegbe-
gleiter. Neben denmarkierten Wan-
der-,Reit- und Skiwegen sind viele
weitere nützliche Details (wie zum
Beispiel Infos zu Orten, zur Ge-
schichte und zu Landschaften sowie
Ausflugsziele, Freizeit- und Touris-
tikeinrichtungen) auf den Rücksei-
ten verzeichnet. Die Karten enthal-
ten auch Höhenlinien und ein
UTM-Gitter,mit dem sie GPS-taug-
lich sind. Dank verbesserter Wetter-
festigkeit und Faltbeständigkeit soll-
ten die robusten Wanderkarten bei
jederTour im Gepäck sein.
In aktualisierter Neuauflage sind
folgende Wanderkarten der Karten-
serie 1:25000 (WK25) erschienen:
Dresden
(Blatt 40): ISBN 978-3-
89679-349-2; inklusive Dresdner
Heide und nationalem Fernweg
Lausitzer Schlange.
Dresdner Heide/Laußnitzer
Heide
(Blatt 36): ISBN 978-3-86170-
158-3; inklusive eines Landschafts-
überblicks, geschichtlichen Daten
zu Ortenund Sehenswürdigkeiten;
das Kartenblatt enthält des Wei-
teren die nationalen Fernwege Ost-
see-Saaletalsperren und Lausitzer
Schlange.
Linkselbische
Täler/Meißen,
Wilsdruff
(Blatt 30): ISBN 978-3-
86170-120-0; inklusive eines Land-
schaftsüberblicks, geschichtlichen
Datensowie Informationen zu se-
henswerten Ausflugszielen,wie zum
Beispiel den Meißner Dom; das Kar-
tenblatt enthält des Weiteren den
nationalenFernweg Ostsee-Saaletal-
sperren.
Osterzgebirge/Altenberg
(Blatt 38): ISBN 978-3-86170-016-6;
inklusive eines Landschaftsüber-
blicks, geschichtlichen Daten sowie
InformationenzuSehenswürdigkei-
ten, wie zum Beispiel den Schlös-
sern Bärenstein undLauenstein; das
Kartenblattenthält des Weiteren die
nationalen Fernwanderwege Görlitz
–Greiz und Zittau –Wernigerode
sowie Wissenswertes über angren-
zende tschechische Orte.
Infokasten
Die Karten sind für je 5,50 Euro im
Buchhandel
unddirekt beim GeoSN
(Telefon:
03 51/82838400, ver-
kauf@geosn.sachsen.de)
erhältlich.
Weitere
Informationen gibt es auch
im
Internet unter:
—————
www.landesvermessung.sachsen.de
Vier neue Wanderkarten für Dresden und Umgebung sowie das Osterzge-
birge hat der GeoSN Anfang dieses Jahres veröffentlich. Die Karten kosten
jeweils5,50 Euround bieten zahlreiche Zusatzinformationen.
Foto: -schin
Naundorf Nähe Vetschau
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Wanderroute Kammweg
Wanderführer Erzgebirge
Gartenmeisterschaft
Home Lokales Erzgebirge Marienberg
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Punkt für Punkt wird Maß genommen
Hilfe für das Vermessungswesen in Sachsen
So sieht ein Raumbezugsfestpunkt aus.
Foto: pf
Punkt für Punkt wird Maß genommen
Arbeiten an den Raumbezugsfestpunkten
werden derzeit in mehreren
Gemeinderatssitzungen angekündigt. "Freie
Presse" hat herausgefunden, was dahinter
steckt.
Marienberg. Derzeit sind rund um Zschopau, ebenso
im Marienberger Raum und in der Umgebung von
Olbernhau Vermesser des Staatsbetriebes
Geobasisinformation und Vermessung Sachsen
(GeoSN) unterwegs. Sie nehmen meist kleine
Granitquader unter die Lupe, die aus der Erde
herausgucken. Dabei handelt es sich um
Raumbezugsfestpunkte, wohl bekannter noch unter
dem früheren Begriff trigonometrische Punkte, war
von Martin Köhr, Referent im Sachgebiet
Raumbezugs- und Höhenfestpunktfeld im Dresdner
Staatsbetrieb, zu erfahren. Im Osten Deutschlands
sind die Punkte oft durch eine danebenstehende rot-
weiße Säule, die meist aus DDR-Zeiten stammt,
schnell zu identifizieren, und die Betonsäule schützt
die Stellen zudem auch durch einen speziellen
Hinweis vor einer Zerstörung. Mitunter stecken die
Punkte auch in Schutzkästen oder sind als
Messingbolzen ausgeführt. Die Vermesser können diese Punkte auch ohne Schutzsäulen schnell finden. Denn
es existiert für jeden Punkt eine Einmessungsskizze mit den Entfernungsmaßen zu dauerhaften Objekte in
der Umgebung, das sind markante Bäume, Straßenkanten oder Hausecken beispielsweise.
Seit mehr als 100 Jahren gibt es dieses amtliche Lagebezugssystem mit den Punkten, um bei Vermessungen
alle Koordinaten zentimetergenau bestimmen zu können. Das Netz ist erforderlich, damit alle Vermessungen
auch wie ein Puzzle exakt zueinanderpassen. Ohne Vermessung wären die Erschließung von
Gewerbegebieten, der Bau von Straßen, der Kauf oder Tausch von Flurstücken nicht denkbar.
Bei den in den Gemeinderatssitzungen, so in Börnichen und Borstendorf, angekündigten Arbeiten werden
derzeit in der Region der Wildwuchs rund um die Stellen beseitigt und die Punkte gesäubert. Gleichzeitig
werden einige Festpunkte entfernt, die künftig nicht mehr benötigt werden, aber bisher beispielsweise
Landwirte beim Ackern behindert haben, erläutert Köhr.
Derzeit gebe es in Sachsen noch je einen Raumbezugsfestpunkt auf etwas mehr als einen Quadratkilometer
Fläche. Künftig sollen im Freistaat nur noch etwa 2000 Festpunkte mit Lage-, Höhe- und
Schwereinformationen dauerhaft erhalten bleiben und regelmäßig vom GeoSN in Ordnung gehalten werden.
Damit wird ein großer Teil der jetzigen Punkte im Laufe der Zeit verschwinden, sie sind sozusagen
Auslaufmodelle. Denn mit der zunehmenden Anwendung von Satellitenvermessungstechnologien übernimmt
der vom Staatsbetrieb betriebene Satellitenpositionsdienst die Aufgabe der Festpunkte.
In Gemeinderatssitzungen wurde auch gefragt, ob auf privatem Grund und Boden der Eigentümer den
Zugang zum Punkt und die angekündigten Arbeiten erlauben muss. Das sächsische Vermessungs- und
Katastergesetz verpflichtet Grundstücksbesitzer, diese Punkte entschädigungslos zu dulden, so Martin Köhr.
Zudem sei alles zu unterlassen, was die Nutzbarkeit der Punkte beeinträchtigt.
erschienen am 05.11.2013 ( Von Gudrun Müller )
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
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Telefon: 03735 9165-0
Öffnungszeiten:
Mo./Di./Do. 9.00 - 13.00 Uhr u. 14.00 - 17.30 Uhr
Mi./Fr. 9.00 - 13.00 Uhr
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Punkt für Punkt wird Maß genommen - Freie Presse - Seite 1
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07.11.2013
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Wanderroute Kammweg
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Foto: Helmut Schneider
Ehrentafel im Turm enthüllt
Auf dem Kapellenberg
bei Schönberg ist am
Wochenende eine Ehrentafel für die
Vermessungssäule enthüllt worden. Im vergangenen
Jahr wurde das 150-jährige Bestehen der
Gradmessungssäule auf dem Kapellenberg gefeiert.
Sie ist die Sächsische Station 25 der
Mitteleuropäischen Gradmessung. Über die
Geschehnisse berichtet die neue Informationstafel
im Innern des Turmes. Stellvertretend für die
Interessengemeinschaft Nagelsche Säulen
informierte Gerhard Witter vom Staatsbetrieb
Geobasisdaten und Vermessung Sachsen die rund 50
Besucher.
erschienen am 30.04.2013
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
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Kunst am Bau - Foyer GeoSN
TERRA INCOGNITA (zweiteilige künstlerische Arbeit)
In der zweiteiligen Arbeit „Terra Incognita“ kommen unterschiedliche Ebenen der künstlerischen Interpretation zum Ausdruck, die sich formal auf
bestehendes Kartenmaterial beziehen, aber mit den Mitteln der Komposition und Dekomposition einen kongenialen Modus der Entdeckung und
Erschaffung generieren.
Terra Incognita eröffnet Raum für zahlreiche Assoziationen und Interpretationen. Das unbekannte Land, das es zu erkunden gilt; die Herausfor-
derung für die Wissenschaften, dieses zu beschreiben und abzubilden. Entscheidung, Reduktion und Abstraktion sind Prinzipien wissenschaftli-
chen wie auch künstlerischen Handelns. Das Zitat Gregory Batesons „Die Karte ist nicht das Territorium und der Name ist nicht die benannte
Sache“ verweist auf die besondere („sinngebende“) Wahrnehmungsweise der Wissenschaften. Der Reichtum bzw. die Komplexität des Gegenstan-
des erschließt sich jedoch erst in der Verbindung von intuitiver Betrachtung und intellektueller Interpretation.
Thomas Henniges
März 2013 - Anbringen des Kunstwerkes an die Wand im Foyer des GeoSN

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38 |
www.landesvermessung.sachsen.de
Geschäftsführer
Dr. Werner Haupt
Büro
Yvonne Böhm
Öffentlichkeitsarbeit
Barbara Wolters
Rechnungswesen,
Organisation
Ina Trilitsch
Landschaftsmodell-
Grundmaßstab
komm. Kerstin Langhans
Geodatenservice
Dietmar Schenk
Grundsätze
Liegenschaftskataster
Jens Riedel
Geschäftsstelle Oberer
Gutachterausschuss
N.N.
Koordinierung
Geodateninfrastruktur
komm. Jörg Taggeselle
Administration
Geodateninfrastruktur
Jörg Taggeselle
Systemverwaltung
Ulrich Hähnel
Landschaftsmodell-
Folgemaßstab
komm. Annelie Prendel
Informationssysteme
Liegenschaftskataster
Uwe Zechendorf
Geodätischer
Raumbezug
Ria Liebscher
Technologie
Landesvermessung
Annelie Prendel
Personal/Recht
Matthias Hloucal
Luftbildservice
Andreas Klenner
Katasteraufsicht
komm. Hans-Jürgen
Roßburg
Landesgrenzen
Janus Czodrowski
Liegenschaftskataster
Lothar Otte
Geodateninfrastruktur
Dr. Gunnar Katerbaum
Landesvermessung
Ottmar Berndt-Wiele
Zentrale Aufgaben
Annette Rothenberger-
Temme
Stand 01.06.2013

| 39
Auszug aus dem Lagebericht und Jahresabschluss 2013

40 |

| 41

Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen
Zuarbeit Geschäftsbericht
alle Angaben in TEUR
2009
2010
2011
2012
2013
AKTIVA
12.272
12.592
13.921
14.645
14.109
davon Anlagevermögen
7.538
8.351
9.430
10.125
10.235
davon Immaterielle Vermögensgegenstände
3.972
3.886
5.431
6.260
6.881
davon Sachanlagen
3.566
4.465
3.999
3.865
3.354
davon Umlaufvermögen
4.637
4.070
4.349
4.356
3.801
davon ARAP
97
171
142
164
73
PASSIVA
12.272
12.592
13.921
14.645
14.109
davon Eigenkapital
217
239
299
386
150
davon Sonderposten
7.538
8.352
9.429
10.078
10.199
davon Rückstellungen
3.728
3.377
3.487
3.207
2.791
davon Verbindlichkeiten
789
591
664
947
956
davon PRAP
33
42
27
13
Ertragslage
Personalaufwand
12.171
11.524
12.301
12.238
12.878
Abschreibungen
1.671
1.835
1.951
2.169
2.227
sonstiger Betriebsaufwand
4.822
5.437
4.364
4.979
5.138
Betriebsaufwand
18.664
18.796
18.616
19.386
20.243
Transfererträge
15.527
15.826
15.322
15.884
16.594
Leistungserlöse
1.300
1.360
1.333
1.267
1.166
sonstige Betriebsleistung
1.556
1.903
2.036
2.318
2.251
Betriebsleistung
18.383
19.089
18.691
19.469
20.011
Neutrales Ergebnis
0 *
-284
*
-15
4
-4
Gesamt
-281 **
9
60
87
-236
Deckung der Gesamtaufwendungen
7%
7%
7%
7%
6%
* incl. Zinsergebnis aufgrund BilMoG
** eingeschränktes Testat
42 |

Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen
Leistungserlöse
alle Angaben in TEUR
2009
2010
2011
2012
2013
Gebühren und Leistungsentgelt steuerfrei
1.226
1.286
1.246
1.196
1.092
Einnahmen offene Sollstellungen Vermessungsämter
3
0
0
0
0
Gebühren und Leistungsentgelt 7%
68
61
64
59
52
Gebühren und Leistungsentgelt 19%
0
6
9
8
13
Geldstrafen
1
1
10
0
6
Mahngebühren
2
2
2
2
2
Verzugs- und Stundungszinsen
0
4
1
2
1
Gesamt
1.300
1.360
1.333
1.267
1.166
Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen
Sonstiger Betriebsaufwand
alle Angaben in TEUR
2009
2010
2011
2012
2013
Materialaufwand
2.764
3.474
1.269
1.987
1.804
Unterbringungskosten der Liegenschaften des GeoSN
806
793
912
1.108
928
Sonstiges
1.252
1.170
2.183
1.884
2.406
Gesamt
4.822
5.437
4.364
4.979
5.138
Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen
Rückstellungen
alle Angaben in TEUR
2009
2010
2011
2012
2013
Altersteilzeit
2.548
2.656
2.697
2.330
1.901
Urlaub und Mehrarbeitszeit
1.056
601
633
739
742
Jubiläumsverpflichtung
90
78
79
77
77
Rechts-, Beratungs- und Prozesskosten
30
42
79
61
71
Sonstige
3
Gesamt
3.728
3.377
3.487
3.207
2.791
| 43

Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen
Abkürzungsverzeichnis
ARAP
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten
ATKIS
Amtliches Topographisch-Kartographisches Informationssystem
AFIS
Amtliches Festpunktinformationssystem
ALKIS
Amtliches Liegenschaftskatasterinformationssystem
BilMoG
Bilanzmodernisierungsgesetz
DMS-Lika
Dokumentenmanagementsystem für die Unterlagen des Liegenschaftskatasters
GeoBAK
E-Government Basiskomponente Geodaten
PRAP
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten
Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen
Anlagevermögen
alle Angaben in TEUR
2009
2010
2011
2012
2013
Immaterielle Vermögensgegenstände
3.972
3.886
5.431
6.260
6.881
Lizenzen an Rechten und Werten
300
260
1.339
1.087
883
Erworbene Software
2.181
1.831
1.486
1.349
2.176
Erworbene Software für Ziel 3
31
16
Anlagen im Bau
1.460
1.779
2.606
3.824
3.822
AFIS
618
680
845
869
886
ALKIS
842
1.071
1.549
1.830
2.188
ATKIS
28
58
144
0
GeoBAK 2.0
963
712
Sonstige (SAP, DMS-Lika)
154
18
35
Sachanlagen
3.566
4.465
3.999
3.865
3.354
Technische Anlagen und Maschinen (überwiegend IT)
2.017
2.863
2.454
2.613
2.237
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.549
1.602
1.545
1.252
1.117
Gesamt
7.538
8.351
9.430
10.125
10.235
44 |

image
 
GeoSN
Herausgeber:
Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen
Redaktion:
Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen
Gestaltung und Satz:
Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen
Druck:
Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen
Redaktionsschluss:
Juli 2014
Bezug:
Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen
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