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V.-Datum
Mitteldeutsche Flughafen
Aktiengesellschaft
Leipzig
Rechnungslegung/
Finanzberichte
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013
bis zum 31.12.2013
10.02.2015
Mitteldeutsche Flughafen Aktiengesellschaft
Leipzig
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2013 bis zum 31. Dezember 2013
1. Grundlagen des Konzerns
Die Mitteldeutsche Flughafen AG ist eine geschäftsleitende Management- und Finanzholding und vereint unter ihrem Dach zwei
Verkehrsflughäfen sowie eine Gesellschaft zur Erbringung von Bodenabfertigungsdienstleistungen. Zum Konzern gehören die
Tochtergesellschaften Flughafen Leipzig/Halle GmbH, Flughafen Dresden GmbH und PortGround GmbH. Aktionäre der Mitteldeutschen
Flughafen AG sind der Freistaat Sachsen, das Land Sachsen-Anhalt und die Städte Leipzig, Dresden und Halle (Saale). Die beiden
mitteldeutschen Flughäfen sind einer der maßgeblichen Standortfaktoren für die Ansiedlungsentscheidungen global tätiger
Unternehmen aus den Wachstumsbranchen Logistik, Automobilbau, Chemie- und Pharmaindustrie, Halbleiterindustrie und
Luftfahrttechnik.
Die gesellschaftsrechtlichen Verhältnisse haben sich im Berichtsjahr nicht verändert.
Der Flughafen Leipzig/Halle ist an die Autobahnen A9 und A14 angebunden und verfügt über einen in das Zentralterminal integrierten
Bahnhof. Mit seiner zentralen Lage in Mitteldeutschland und der ausgezeichneten Erreichbarkeit verfügt der Flughafen über ein
Einzugsgebiet in dem - in einer Entfernung von 90 Minuten Fahrzeit - sieben Millionen Menschen leben. Seit der Ansiedlung des DHL-
HUB Leipzig im Jahr 2007 wächst die Bedeutung des Flughafens als Drehkreuz für internationale Luftfrachtverkehre und als Standort
für Logistikunternehmen kontinuierlich.
Der Flughafen Dresden ist an die Autobahn A4 und einen S-Bahnhof angebunden. Sein Einzugsgebiet umfasst Sachsen,
Südbrandenburg, Nordböhmen in der Tschechischen Republik und Niederschlesien in Polen. Mit Dresden und Chemnitz-Zwickau
gehören zwei der bedeutendsten ostdeutschen Ballungsräume dazu. Als Landeshauptstadt des Freistaates Sachsen wird der Flughafen
Dresden stark von Geschäfts- und Urlaubsreisenden frequentiert. Entsprechend zahlreich sind die Verbindungen zu den Drehkreuzen
Frankfurt/M., München und Düsseldorf und den dortigen internationalen Anschlussflügen.
Die Konzerngesellschaften betreiben ihren Geschäftsbetrieb im Wesentlichen auf eigenen Grundstücken. Diese umfassen Grundstücke
mit einer Fläche von ca. 2.800 Hektar. Im Non-Aviation-Bereich verfügt der Konzern zum Bilanzstichtag über eine Gewerbefläche von
97.015 qm (Vorjahr: 87.258 qm). Weiterhin stehen 9.189 Parkplätze (Vorjahr: 9.157) zur Verfügung.
Im Geschäftsjahr 2013 wurden die Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge der Mitteldeutschen Flughafen AG mit den
Tochtergesellschaften aufgrund erfolgter steuerrechtlicher Änderungen des Körperschaftsteuergesetzes angepasst. Hierzu wurden am
4. bzw. 6. Dezember 2013 jeweils Nachträge zu den Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträgen abgeschlossen, deren
Abschluss notariell beurkundet und ins Handelsregister eingetragen wurde.
Innerhalb des Konzerns Mitteldeutsche Flughafen AG besteht ein umfassender Leistungsaustausch. Auf der Grundlage von
Leistungsvereinbarungen zwischen den Konzerngesellschaften erfolgt die Absicherung der zu erbringenden Verkehrsleistungen. Durch
die Mitteldeutsche Flughafen AG werden insbesondere Leistungen zu Konzernfinanzen/-controlling einschließlich
Liquiditätsmanagement, des Zentralen Einkaufs, zu Konzernpersonalpolitik, zu Recht/Liegenschaften/Versicherungen, zu
Unternehmenskommunikation und -politik sowie zur IT-Strategie erbracht. Die Leistungsverträge werden jährlich hinsichtlich Mengen
und Preisen überprüft und bei Bedarf neu definiert.
Gemeinsam haben sich die Konzerngesellschaften folgende Ziele gesetzt:
Erweiterung der Angebote an Flugverbindungen zu den europäischen Wirtschaftszentren, globalen Logistikzentren und in
Tourismusregionen
Ausschöpfung und Erweiterung des Einzugsgebietes durch verbesserte Erreichbarkeit der mitteldeutschen Flughäfen über
Straße, Schiene und aus der Luft
Etablierung der Region Mitteldeutschland als touristisches Ziel gemeinsam mit den Tourismusorganisationen
Ausbau des Luftfrachtumschlags und Konzentration der Luftfrachtverkehre
Unterstützung der Ansiedlung luftfahrtaffiner Unternehmen.
2. Wirtschaftsbericht
2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die 22 internationalen Verkehrsflughäfen des Flughafenverbandes ADV (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen) in
Deutschland beförderten im Jahr 2013 knapp 202 Mio. Passagiere, was einer Steigerung von 0,7 % gegenüber dem Vorjahr
entspricht. Im Europaverkehr konnten zufriedenstellende Zuwächse in Höhe von 2,5 % im Vorjahresvergleich erzielt werden. Während
der interkontinentale Verkehr mit 0,4 % Erhöhung nahezu auf Vorjahresniveau lag, ging die Anzahl der Fluggäste bei innerdeutschen
Verbindungen im Vergleich zu 2012 um 3,6 % zurück.
Im Rahmen von Konsolidierungsprogrammen zogen sich große Fluggesellschaften weiter aus der Fläche zurück und einige
Regionalgesellschaften stellten ihren Betrieb ein, sodass voraussichtlich nur sechs ADV-Flughäfen in 2013 ein positives Nettoergebnis
erzielt haben. Dem seit zwei Jahren anhaltenden Angebotsrückgang bei Netzwerkcarriern im Linien- und Charterverkehr konnte nur
teilweise durch den im Sommer 2013 wieder erstarkten Streckenaufbau der Low-Cost-Carrier begegnet werden.
Die umgeschlagene Luftfracht wuchs im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der Nachwirkungen der Finanzkrise und der instabilen
wirtschaftlichen Lage in weiten Teilen Asiens mit 4,3 Mio. Tonnen lediglich um 0,2 %. Durch Sparmaßnahmen und
Streckenstreichungen der Airlines, den Einsatz von größerem Fluggerät sowie die höhere Auslastung der Flugzeuge sank die
Gesamtzahl der Flugzeugbewegungen um 3,8 % auf knapp über zwei Millionen Starts und Landungen.
Während der Luftverkehr in Deutschland im Jahr 2013 nahezu unverändert geblieben ist, stiegen die Passagierzahlen weltweit mit 3,9
% erneut deutlich stärker. Die dynamischste Entwicklung konnte auch 2013 die Region Asien/Pazifik sowie der Nahe und Mittlere
Osten vorweisen.
2.2. Geschäftsverlauf und Lage
Insgesamt erreichte die Entwicklung der Unternehmensgruppe im Berichtsjahr trotz weiteren Wachstums gegenüber dem Vorjahr die
hohen Zielstellungen nicht. Darin spiegelt sich auch die Lage von Geschäftsverläufen mittlerer und kleinerer Flughäfen in Deutschland
wider.
2.2.1. Verkehrsentwicklung Konzern 2013
Die Verkehrsflughäfen Dresden und Leipzig/Halle zählten im Geschäftsjahr 2013 insgesamt 3.998,8 tsd. Fluggäste (Vorjahr: 4.177,3
tsd.). Damit liegen sie um 4,3 % unter dem Vorjahresniveau und um 12,7 % unter den Erwartungen. Die Zahl der
Flugzeugbewegungen reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr mit 90.647 Starts und Landungen um 5,0 %. Das Aufkommen lag damit
um 10,9 % unter den prognostizierten Werten. Die analog der Branchenentwicklung zu verzeichnenden Rückgänge resultieren im
Wesentlichen aus dem weiterhin rückläufigen übrigen gewerblichen Verkehr am Standort Leipzig/Halle, welcher maßgeblich durch
ausbleibende Transitfluggäste gekennzeichnet ist, sowie aus der Insolvenz eines Airline-Partners am Standort Dresden. Des Weiteren
führten die Sparprogramme von Hauptkunden zu Verkehrsreduzierungen. Durch die harten Winterbedingungen am Jahresanfang
2013, Streiks in Deutschland und Unruhen in touristisch geprägten Zielländern kam es auch an den beiden Standorten der
Unternehmensgruppe zu Flugausfällen.
Am Flughafen Leipzig/Halle entwickelte sich der Passagierlinien- und Touristikverkehr mit einem Zuwachs von 3,0 % bei den
Flugzeugbewegungen positiv. Die ganzjährige Bedienung der Flugverbindung nach Istanbul durch Turkish Airlines sowie das
Streckenangebot durch Ryanair mit den Verbindungen nach London, Rom, Malaga, Pisa, Faro und Trapani führten zu einem stabilen
Fluggastaufkommen. Zum Ende des Berichtsjahres ist eine Verbindung zum Gazipasa Airport nahe dem türkischen Alanya
aufgenommen worden.
Das Frachtaufkommen am Flughafen Leipzig/Halle konnte entgegen dem Branchendurchschnitt im neunten Jahr in Folge gesteigert
werden. Im Gesamtjahr 2013 sind hier 887,1 kt. umgeschlagen worden, was einer Zuwachsrate von 2,7 % entspricht. Damit festigt
das Unternehmen seinen zweiten Rang beim Luftfrachtaufkommen in Deutschland. Im Hinblick auf die prognostizierten Werte blieb
das Luftfrachtaufkommen um 5,2 % zurück. Seit der Inbetriebnahme des Wartungshangars durch die Volga Dnepr Group Ende 2012
verzeichnet der Flughafen mehr Wartungsflüge und kommerzielle Linien-Frachtflüge.
Im Berichtsjahr wurden insgesamt sieben europäische Streckenziele durch den Flughafen Dresden bedient. Der Insolvenzausfall eines
Airline-Partners konnte nur teilweise mit neuen Fluggesellschaften und Destinationen, z. B. nach London, Barcelona und Moskau-
Wnukowo, kompensiert werden. Die Fluggastzahlen im Linienverkehr nach Russland stiegen in 2013 um 80,0 % gegenüber dem
Vorjahr.
Am Flughafen Dresden sind zwei Drittel der Kunden dem Business-Bereich und in Leipzig/Halle zwei Drittel dem Tourismus-Sektor
zuzuordnen.
2.2.2 Non-Aviation
Die vermietbaren Gewerbeflächen waren im 2013 an den beiden Flughäfen zu 91,4 % ausgelastet. Die Inanspruchnahme lag damit
um 1,0 Prozentpunkte über dem Vorjahr und blieb um 2,3 Prozentpunkte hinter den Erwartungen zurück.
Die durchschnittliche Auslastung der Parkplatzkapazitäten der Konzerngesellschaften ging im Vorjahresvergleich um 4,2 % zurück.
Diese Entwicklung korrespondiert mit dem rückläufigen Gesamtfluggastaufkommen auf der einen Seite und der zunehmenden Anzahl
von Mitbewerbern im Umfeld der Flughäfen andererseits. Die erzielte Auslastung lag 5,8 % unter den prognostizierten Werten. Beide
Flughäfen nutzen ein Online-Reservierungssystem für Kfz-Stellplätze.
Für den Ende 2012 am Flughafen Leipzig/Halle fertiggestellten Wartungshangar konnten im Berichtsjahr erstmalig ganzjährig
Vermietungserlöse erzielt werden.
2.2.3. Ertragslage
Die Umsatzerlöse erhöhten sich im Vorjahresvergleich um 2,4 Mio. EUR (+1,9 %) auf 129,9 Mio. EUR, was im Wesentlichen auf die
Steigerung der Erlöse aus Flugzeugenteisung aufgrund der langen Winterperiode zurückzuführen ist. Zum Wachstum trugen die Erlöse
aus Verkehrsleistungen mit +2,3 % und die Non-Aviation-Umsätze mit +1,0 % bei. Die Erlöse des Non-Aviation-Geschäfts
(einschließlich sonstiger Entgelte) erreichten mit 35,7 Mio. EUR einen Anteil von 27,5 % an den Gesamtumsatzerlösen. Insgesamt
lagen die erzielten Umsätze jedoch um -7,7 % unter den Erwartungen für 2013.

Der Materialaufwand lag mit 45,2 Mio. EUR um 0,7 Mio. EUR (+1,6 %) über dem Vorjahresniveau. Dies resultiert im Wesentlichen aus
gestiegenen Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe im Zusammenhang mit den längeren Winterperioden sowie für Mieten
und Pachten.
Der Personalaufwand nahm im Vorjahresvergleich um 1,1 Mio. EUR (+2,4 %) auf 45,7 Mio. EUR zu, was bei nahezu unveränderten
Personalkapazitäten auf tarifliche Faktoren zurückzuführen ist.
Das Volumen der Abschreibungen erhöhte sich im Berichtsjahr um 0,7 Mio. EUR (+0,9 %) auf 73,5 Mio. EUR und ist im Wesentlichen
auf investive Effekte zurückzuführen. Insgesamt stellen die Abschreibungen die größte Aufwandsposition des Konzerns dar. Dabei
beeinflussen die Flugbetriebsflächen den Abschreibungsumfang maßgeblich.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 22,9 Mio. EUR haben sich im Vorjahresvergleich um 8,2 Mio. EUR (-26,4 %)
reduziert. Diese Verbesserung ist im Wesentlichen auf die im Vorjahr getätigte Zuführung zu Lärmschutzrückstellungen in Höhe von
9,5 Mio. EUR zurückzuführen. Die um die Lärmschutzrückstellungen des Vorjahres bereinigte Entwicklung weist eine Steigerung von
1,3 Mio. EUR aus, wobei dies hauptsächlich aus gestiegenen Marketingaufwendungen resultiert.
Insgesamt reduzierte sich der Betriebsaufwand im Vorjahresvergleich um 5,8 Mio. EUR (-3,0 %) auf 187,3 Mio. EUR. Dieser Wert lag
6,9 Mio. EUR (-3,2 %) unter den budgetierten Aufwendungen für das Berichtsjahr.
Das Finanzergebnis in Höhe von -12,1 Mio. EUR hat sich gegenüber dem Vorjahr um 4,8 Mio. EUR (+28,5 %) verbessert, wobei
Beihilfezinsen das Ergebnis im Berichtsjahr mit 5,6 Mio. EUR belasten. Das erzielte Resultat liegt damit um 5,1 Mio. EUR verbessert
gegenüber dem Budgetwert.
Das Konzernergebnis verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 19,2 Mio. EUR (+24,1 %) und gegenüber dem Planwert um 13,7
Mio. EUR (+18,4 %) auf -60,6 Mio. EUR. Das operative Ergebnis (EBITDA) in Höhe von 26,6 Mio. EUR hat sich gegenüber dem Vorjahr
um 14,6 Mio. EUR und gegenüber dem Budget um 3,7 Mio. EUR erhöht.
2.2.4. Finanz- und Vermögenslage
Der operative Cash Flow ist mit 10,9 Mio. EUR positiv und liegt in etwa auf Vorjahresniveau.
Die Bilanzsumme des Konzerns hat sich im Vorjahresvergleich um 85,9 Mio. EUR auf 1.022,9 Mio. EUR verringert.
Das Anlagevermögen erhöhte sich einerseits durch Zugänge um 6,4 Mio. EUR und reduzierte sich andererseits infolge der
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen um 73,5 Mio. EUR. Bei den Zugängen handelt es sich im
Wesentlichen um nachlaufende Bauleistungen für Anlagen, welche in 2012 in Betrieb genommen wurden, um Investitionen in
Lärmschutz, aber auch in Feuerwehrtechnik u. a. Gerätetechnik. Insgesamt ergibt sich für diesen Bilanzposten eine Verminderung um
67,4 Mio. EUR auf 978,7 Mio. EUR. Die Vermögensstruktur zeigt die hohe Anlagenintensität des Konzerns, wonach 95,7 % (Vorjahr:
94,3 %) des gesamten Vermögens langfristig im Anlagevermögen gebunden sind. Das Anlagevermögen der Unternehmensgruppe war
im Geschäftsjahr 2013 in Höhe von 46,1 % (Vorjahr: 43,4 %) durch Eigenkapital gedeckt.
Das Umlaufvermögen hat sich mit 36,5 Mio. EUR um rund 17,7 Mio. EUR gegenüber der Vorjahresbilanz verringert, was im
Wesentlichen im Zusammenhang mit der Tilgung von Bankverbindlichkeiten und der damit verbundenen Reduzierung der liquiden
Mittel um 14,8 Mio. EUR steht.
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden insbesondere infolge der Abgrenzung von Baukostenzuschüssen ausgewiesen.
Die Eigenkapitalausstattung des Konzerns hat sich um 3,3 Mio. EUR auf 451,0 Mio. EUR vermindert. Die Eigenkapitalquote beträgt
44,1 % (Vorjahr: 41,0 %).
Die Rückstellungen verringerten sich im Wesentlichen infolge der Inanspruchnahme der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen
sowie Lärmschutz um 3,5 Mio. EUR auf 35,1 Mio. EUR.
Die Verbindlichkeiten betrugen zum Bilanzstichtag 534,9 Mio. EUR (Vorjahr: 613,9 Mio. EUR).
Die Liquidität des Konzerns war im Berichtszeitraum jederzeit gesichert.
2.3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Die Unternehmensgruppe ist ein bedeutender Arbeitgeber in der Region. Der Konzern beschäftigte im Geschäftsjahr 2013
durchschnittlich 1.086 Mitarbeiter, davon 30 Auszubildende (Vorjahr: 1.085 Mitarbeiter, davon 31 Auszubildende). Davon waren
beschäftigt:
2013
2012
Mitarbeiter (davon Auszubildende)
bei der Mitteldeutschen Flughafen AG
52
(1)
50
(0)
bei der Flughafen Leipzig/Halle GmbH
379
(13)
379
(13)
bei der Flughafen Dresden GmbH
245
(7)
237
(7)
bei der PortGround GmbH
377
(9)
389
(11)
bei der FSG Flughafenservice Gesellschaft mbH
33
(0)
30
(0)
Innerhalb der Unternehmensgruppe gilt seit 1. Juli 2002 (zuletzt geändert am 14. August 2012) ein Haustarifvertrag, welcher mit der
Gewerkschaft ver.di abgeschlossen wurde. Zwischen den Tarifpartnern wurde im Dezember 2009 (zuletzt geändert am 14. August
2012) eine Verlängerung des Tarifvertrages zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit bis zum 31. Dezember 2014 vereinbart. Mit
Wirkung vom 1. August 2012 traten ein neuer Vergütungstarifvertrag sowie ein neuer Tarifvertrag für Auszubildende mit einer
Laufzeit von 16 Monaten in Kraft.
Insgesamt sind an den Standorten der Mitteldeutschen Flughafen AG knapp 9.500 Menschen bei unterschiedlichsten Unternehmen und
Behörden tätig.

Die Flughäfen sind auf verlässliche, wettbewerbsneutrale Rahmenbedingungen angewiesen und benötigen die Unterstützung der
Öffentlichkeit und der Politik. Ein wesentliches Element der Wachstumsstrategie des Konzerns ist die Generierung von Kundenbindung
durch gezielte Ansiedlungspolitik. Diese Ansiedlungen finden ihren Niederschlag in Personal- und Kapitalbindung durch Unternehmen
auf den Flughafengeländen bzw. in unmittelbarer Nachbarschaft.
Die Mitteldeutsche Flughafen AG beteiligt sich seit 2012 mit ihren beiden Flughäfen an dem durch die EU geförderten Projekt DAIR
(Decarbonized Airport Regions). Ein wesentliches Ergebnis aus dem Projekt ist die vorgesehene Implementierung eines
Energiemanagementsystems je Standort. Damit wird eine vorausschauende, organisierte und systematische Koordination von
Beschaffung, Wandlung, Verteilung und Nutzung von Energie zur Deckung der Anforderungen unter Berücksichtigung ökologischer
und ökonomischer Zielsetzungen innerhalb des Konzerns sichergestellt.
Die Realisierung der Schallschutzmaßnahmen, welche aus den Auflagen aus den Planfeststellungsbeschlüssen zu den Start- und
Landebahnen resultieren, wird kontinuierlich fortgesetzt. Die Aufwendungen für passiven Lärmschutz betrugen Ende 2013 an beiden
Standorten 40,3 Mio. EUR, wovon 2,9 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2013 investiert wurden. Für den Erwerb von Grundstücken aus dem
planfestgestellten Entschädigungsgebiet zur Start- und Landebahn Süd wendete der Flughafen Leipzig/Halle im Berichtsjahr 0,8 Mio.
EUR auf.
Die Unternehmensgruppe setzt zur geschäftlichen und strategischen Weiterentwicklung auch auf Kooperationen. Neben den bereits
bestehenden strategischen Kooperationen zwischen der Unternehmensgruppe und dem chinesischen Shenzhen Baoàn International
Airport, dem Shanghai Pudong International Airport sowie dem Cincinnati/Northern Kentucky International Airport und dem Memphis-
Shelby County Airport konnte im März 2014 erstmals ein Abkommen für eine strategische Partnerschaft mit einem japanischen
Flughafen, dem Kansai International Airport, unterzeichnet werden.
3. Nachtragsbericht
Zur weiteren Bündelung von Aufgaben in der MFAG sind die bei den Flughäfen bisher jeweils separat angesiedelten Stabsstellen
Marketing/PR und Aviation-Vertrieb zum 1. Januar 2014 in die MFAG übergegangen. Diese sieht seither die Abteilungen
Unternehmenskommunikation (ehemals Stabsstelle) und Marketing & Sales neu in der Aufbauorganisation vor.
Darüber hinaus haben sich nach dem Bilanzstichtag keine weiteren Ereignisse von besonderer Bedeutung für die Gesellschaft ergeben.
4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht
4.1. Risikomanagementsystem
Die Unternehmensgruppe der Mitteldeutschen Flughafen AG verfügt über ein umfassendes Risikomanagementsystem, um wesentliche
Risiken frühzeitig zu identifizieren, kontinuierlich zu überwachen und mit Steuerungsmaßnahmen auf ein vertretbares Maß zu
begrenzen. Risikovorsorge und Risikomanagement obliegen primär den Fachbereichen, welche vor Ort tätig sind. Mit Hilfe einer
regelmäßigen und nachdrücklichen Kommunikation ist allen erkennbaren Risiken während des Geschäftsjahres 2013 Rechnung
getragen worden. Für wesentliche Haftungsrisiken wurden zur Verringerung möglicher finanzieller Auswirkungen Versicherungen mit
angemessenen Haftungsbeträgen abgeschlossen.
Wesentliche Elemente des Risikomanagements sind in einem für den Konzern bindenden Handbuch zusammengefasst. Unter
Berücksichtigung der operativen Geschäftsprozesse und der strategischen Ausrichtung der Unternehmensgruppe wird die aktuelle
Risikosituation der Gesellschaft in einer Risikoportfoliomatrix dokumentiert. Mittels vorgegebener Wertgrenzen ist unter
Quantifizierung von potenziellen Schadenshöhen und Eintrittswahrscheinlichkeiten eine Risikobewertung ableitbar. Das
Risikomanagement unterliegt einer ständigen wertorientierten Weiterentwicklung. Im Geschäftsjahr sind neben der permanenten
Risikokommunikation zwei Risikoinventuren durchgeführt worden. Im Rahmen der feststehenden Beobachtungsbereiche,
Zuständigkeiten und Gremien der Risikokommunikation werden entsprechende Maßnahmen zur Risikosteuerung eingeleitet.
Die finanzwirtschaftlichen Risiken resultieren im Wesentlichen aus Liquiditäts- und Zinsrisiken. Diese Risiken werden durch
regelmäßige Analysen und Bewertungen überwacht und gesteuert. Aufgrund bestehender Ergebnisabführungsverträge und der
zentralen Finanzierung trägt die Mitteldeutsche Flughafen AG im Wesentlichen die wirtschaftlichen Risiken der Geschäftsaktivitäten in
der Unternehmensgruppe.
4.2. Prognose-, Chancen- und Risikobericht
Aus den bestehenden, kurzfristig fälligen variabel zu verzinsenden Gesellschafter- und Bankdarlehen können Zinsänderungs- sowie
Liquiditätsrisiken resultieren. Im Rahmen der laufenden und vorgesehenen Notifizierungsmaßnahmen für Investitionen ergeben sich
erhebliche Belastungen und Risiken.
Mit der geschaffenen intermodalen Anbindung der beiden Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden an Straße und Schienennetz im Nah-
und Fernverkehr leisten die beiden Airports einen bedeutenden Beitrag zur Entlastung der Umwelt und zur Stärkung des Wirtschafts-
und Tourismusstandorts Mitteldeutschland. Sowohl im Linien- und Touristikverkehr als auch im Frachtbereich wird potenziellen
Kunden modernste und ausreichend dimensionierte Infrastruktur geboten, die beste Voraussetzungen für die weitere Entwicklung
schaffen.
Im Jahr 2014 wird im Passagierverkehr am Standort Leipzig/Halle von weiterem Wachstum ausgegangen. Jedoch hat Ryanair im
Sommerflugplan bis auf London alle weiteren fünf Ziele aus Mangel an Fluggerät gestrichen. Mit Sun Express, Etihad-Regional,
Germania und Vueling konnten aber auch neue Kunden gewonnen werden. In der Logistik will der Airport seine Position als
bundesdeutsche Nummer zwei und europäische Nummer fünf halten. Ein wichtiger Standortfaktor ist dabei die bestehende
Betriebsgenehmigung. DHL baut sein europäisches Frachtdrehkreuz in Leipzig/Halle weiter aus und investiert nach eigenem Bekunden
in den kommenden fünf Jahren insgesamt 150 Mio. EUR in neue Gebäude und Sortieranlagen. Durch die Erweiterung werden bis zu
400 neue Arbeitsplätze entstehen. Dabei profitiert der Großkunde wie die Luftfracht allgemein von der Stärke Deutschlands im
Welthandel.
Am Flughafen Dresden sollen Destinationen, welche durch die Insolvenzen verschiedener Regional-Carrier weggefallen sind, wieder
angeboten werden. Das gilt für Hamburg, Zürich und Wien. Die Start- und Landebahn ermöglicht Flugverkehr zu sämtlichen Zielen im
Mittelstreckenbereich. Mit seiner einzigartigen Lage im Dreiländereck Deutschland - Tschechische Republik - Polen bietet der Flughafen
Dresden beste Voraussetzungen für eine kontinuierliche Entwicklung des grenzüberschreitenden Geschäftsreise- und Urlaubsverkehrs.

Unternehmen der Luftfahrt-Zulieferindustrie haben in Dresden ihren traditionellen Standort wiederbelebt. Die anhaltende
Konzentration luftfahrtaffiner Industrie sowie Mikroelektronik-Cluster in unmittelbarer Flughafennähe dürften sich positiv auf den
Immobilienstandort Flughafen auswirken. Weitere Freiflächen für Industrieansiedlungen stehen hier zur Verfügung.
Die Angebote der Airlines sind grundsätzlich auch immer ein Spiegel der regionalen Kaufund Wirtschaftskraft. Fluggesellschaften
orientieren sich hin zu Regionen, in denen sich aus ihrer Sicht der bessere Markt befindet. Ziel ist es, die Auslastung der aktuellen
Linien zu stabilisieren und zu vergrößern. Dieses Vorhaben korrespondiert insbesondere im Hinblick auf Incoming-Verkehre mit der
Optimierung der Potenziale des mitteldeutschen Raumes für Touristen und Wirtschaft.
Der Luftverkehr ist weiterhin eine Wachstumsbranche. Das Wachstum findet jedoch zunehmend außerhalb der Bundesrepublik statt,
da in Deutschland bereits viele Low-Cost-Anbieter um das gleiche Kundenpotenzial kämpfen. Hinzu kommen die arabischen Golf-
Airlines, welche Reisende über ihre Drehkreuze nach Asien und Afrika zu lenken versuchen. Dabei verfügen sie für ihre Offerten auch
über die notwendigen finanziellen Ressourcen, während etablierte deutsche Fluggesellschaften über Kapitalerhöhungen verhandeln
bzw. mit Restrukturierungsprogrammen und damit einhergehenden Streckenreduzierungen dem Kostendruck zu begegnen versuchen.
Durch strategische finanzielle Beteiligungen, Kooperationen und Bündnisbeitritte erschließen sich die Golf-Carrier immer weitere Teile
des europäischen Marktes. Mit der Verlagerung von Umsteigeströmen aus Deutschland zu außereuropäischen Drehkreuzen,
insbesondere in den Nahen Osten, werden Strecken aus Deutschland zunehmend unrentabel. Infolge weiteren Flottenwachstums bei
Carriern aus Fernost nehmen die Frachtkapazitäten in Passagierflugzeugen zu und erhöhen somit den Kostendruck auf andere
Anbieter. Die internationale zivile Luftfahrt erwartet nach Einschätzung der Airline-Organisation IATA bis 2017 durchschnittlich
jährliche Wachstumsraten von 5,4 %. Vor allem auf Nah- und Mittelostrouten sowie im asiatisch-pazifischen Raum mit China an der
Spitze wird eine deutliche Aufwärtsbewegung prognostiziert.
In Deutschland gefährden zudem fiskalische Zusatzbelastungen wie die Luftverkehrsteuer und Emissionsabgaben, steigende Gebühren
und Entgelte für die Infrastrukturnutzung sowie zunehmende Betriebsbeschränkungen die Entwicklungsmöglichkeiten deutscher
Airlines. Auch Beschäftigungseffekte finden zunehmend außerhalb Deutschlands statt. Mit dem von der neuen Bundesregierung
angestrebten Luftverkehrskonzept bietet sich die Chance, die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen
Luftverkehrswirtschaft zu erhöhen.
Weitere Einflussfaktoren für den künftigen Geschäftsverlauf der mitteldeutschen Flughäfen sind z. B. die politische Entwicklung in
touristischen Zielgebieten Südeuropas und Nordafrikas, aus welchem sich Vermarktungsrisiken ergeben, sowie die Entwicklung der
Rohstoffpreise insbesondere für Energie und Treibstoff. Auch kann sich die kritische Situation in der Ukraine negativ auf die verfolgte
Russlandstrategie sowohl im Passagier- als auch im Frachtbereich der Unternehmen auswirken.
Vermarktungsrisiken im Retailbereich ergeben sich insbesondere aus den zahlreichen Logistikstandorten im Umfeld der Airports,
welche vor allem mit niedrigen Grundstückspreisen aufwarten und sich im Gegensatz zu den Sicherheitsbereichen der Flughäfen für
ein breites Nutzungsspektrum eignen.
Zu Zinssicherungszwecken ist im Jahr 2007 ein Zinsswap mit einer Laufzeit von zehn Jahren abgeschlossen worden. Der Zinsswap
steht im direkten Zusammenhang mit einer Objektfinanzierung im Rahmen des Finanzmanagements des Konzerns für langfristig
vermietetes Anlagevermögen. Da Grundgeschäft und Zinsswap eine geschlossene Position bilden, ist keine Rückstellungsbildung
erforderlich.
4.3. Prognosebericht
Für das Jahr 2014 wird eine deutlich anziehende Konjunktur in Deutschland erwartet, wobei die Wachstumsprognosen von rund 1,5 %
bis zu 2,0 % reichen. Ein Anstieg in ähnlicher Größenordnung wird für die deutsche Wirtschaft auch für das Jahr 2015 prognostiziert.
Beim Ausblick auf das Jahr 2014 ist die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen mit ihrer Prognose von 2,2 %
Passagierwachstum, verhaltenem Streckenneuaufbau und einer langsamen Belebung der Luftfracht vorsichtig optimistisch.
Der Blick auf den Reisemarkt 2014 ist laut Deutschem ReiseVerband e.V. sehr vielversprechend, sodass mit einem guten Reisejahr
gerechnet wird. Die Umsatzzuwächse für die Sommersaison liegen bei den Reiseveranstaltern bislang im oberen einstelligen
Prozentbereich. Zunehmend nachgefragt werden besonders hochwertige Reiseangebote im oberen Preissegment. Auch das Interesse
für Fernstrecken-Ziele wächst derzeit. An erster Stelle der beliebtesten Reiseziele bleibt aber der Urlaub im eigenen Land sowie im
Nachbarland Österreich, wohin die Anreise meist mit Auto, Bus oder Bahn erfolgt. Klassische Reiseziele im Outgoing-Tourismus sind
wie im Berichtsjahr die Balearen, Griechenland, Tunesien und die Türkei, wobei in 2014 erneut Spanien seine Position als beliebtestes
Auslandsreiseziel der Deutschen verteidigen wird. Im Sinne dieser Entwicklung werden die beiden Flughäfen ein nachfrageorientiertes
Angebot schaffen und weitere Nischen besetzen. Da immer mehr Reisen jedoch online gebucht werden, befindet sich das klassische
Countergeschäft der Reiseveranstalter im Rückzug, was sich nachteilig auf den Vermietungsstand von Gewerbeflächen auswirkt.
Mit ihrem Sommerflugplan 2014 nehmen beide Flughäfen neue Flugverbindungen auf. Ab Leipzig/Halle wird künftig mit Condor die
marokkanische Hafenstadt Agadir angeflogen. Zudem besteht ab April eine Verbindung nach Barcelona sowie ab September nach
Neapel, der drittgrößten Stadt Italiens. Eine weitere Premiere ist ab Winter die Bedienung von Muscat im Oman.
Nach längerer Pause bietet Dresden wieder Nonstopflüge auf die beliebte tunesische Ferieninsel Djerba an.
Mit ihrer Beteiligungsgesellschaft Etihad Regional (operiert durch Darwin Air) nimmt die erste arabische Airline am Standort
Leipzig/Halle im April 2014 ihren deutschen Stützpunkt in Betrieb. Für den Sommerflugplan stehen dann neben den bereits
bestehenden Verbindungen nach Paris und Amsterdam auch Flüge nach Zürich, dem neuen Europa-Ziel von Etihad, im Flugplan. Ab
Juli ist als weitere Destination Genf geplant. Von dort haben die Passagiere dann Anschluss an das weltweite Netz des Golf-Carriers.
Ab Mai 2014 bietet auch der Flughafen Dresden mit InterSky Direktflüge in die schweizer Metropole an, während Easyjet fünfmal pro
Woche Passagiere nach Basel fliegt. Auch hier plant Etihad Regional ab Sommer Zürich aufzunehmen und darüber hinaus Amsterdam
mit Dresden zu verbinden. Ab Juli ist als weitere Destination Genf geplant.
Die beiden Flughäfen werden sich künftig noch stärker auf das Russland-Geschäft fokussieren. Insbesondere in Dresden hat es sich
bereits sehr gut etabliert. Seit 2009 besteht eine Flugverbindung zwischen Dresden und Moskau. Inzwischen fliegen zwei Airlines von
der sächsischen Landesmetropole nach Moskau und eine Fluggesellschaft nach Krasnodar sowie St. Petersburg und Tjumen. Von
Leipzig/Halle aus besteht zwei Mal wöchentlich eine Verbindung nach Moskau.

Die Unternehmensleitung geht davon aus, dass sich die Anzahl der Fluggäste in 2014 gegenüber dem Berichtsjahr um 7,3 % erhöhen
wird und zukünftig an beiden Flughäfen zusammen bis zu fünf Millionen Passagiere abgefertigt werden. Insgesamt geht die
Unternehmensleitung für 2014 von einem Planjahrergebnis von -64,4 Mio. EUR aus.
Mit dem für 2014 angekündigten Ausbau des DHL-Luftfrachtdrehkreuzes erwartet der Konzern auch zukünftig einen weiteren Anstieg
des Frachtgeschäfts und damit verbunden weitere Ansiedlungen. Ein entscheidender Wettbewerbsvorteil gegenüber europäischen
Mitbewerbern sind dabei die immer noch vorhandenen freien Entwicklungsflächen im Umfeld des Airports, die ständige
Betriebsbereitschaft für Interkontinentalverkehr und die ausreichende Verfügbarkeit von Landerechten (Slots). Auch die Volga Dnepr
Group zieht die Erweiterung ihres Engagements am Standort Leipzig/Halle in Betracht. Darüber hinaus gibt es seit dem Frühjahr eine
wöchentliche Fracht-Charterkette zwischen dem zentralchinesischen Zhengzhou, ab Mai auch ein Netzwerkpartner der
Unternehmensgruppe, und Leipzig/Halle. Die Konzernleitung rechnet für das folgende Berichtsjahr mit einem Wachstum beim
Frachtaufkommen von ca. 7,0 %.
Vor dem Hintergrund der Knappheit an zusammenhängender Gewerbefläche im Nordraum Leipzigs entwickelt der Flughafen
Leipzig/Halle Projekte mit zwei Arealen im Grundbesitz des Flughafens, welche sich aufgrund ihrer Lage eignen, neben
luftfrachtaffinem Gewerbe auch Standortanforderungen anderer Branchen zu erfüllen. Dabei soll für die Projektflächen Baureife erlangt
werden, wobei die Kommunen Träger der angestrebten Bauleitverfahren sind, auf deren Gebiet die Projektflächen belegen sind.
Mittelfristig stellt die Grundstücksvermarktung das größte Entwicklungspotenzial im Bereich Non-Aviation dar.
Leipzig, den 17. April 2014
Markus Kopp, Vorstand
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2013
Aktiva
31.12.2013
EUR
Vorjahr
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und
Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
335.711,50
558
2. Geleistete Anzahlungen
337.639,59
494
673.351,09
1.052
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf
fremden Grundstücken
700.012.881,34
719.850
2. Technische Anlagen und Maschinen
244.499.780,37
283.595
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
32.256.247,54
38.970
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
1.237.382,68
2.574
978.006.291,93
1.044.989
III. Finanzanlagen
1. Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen
25.564,59
26
2. Beteiligungen
8.289,00
8
33.853,59
34
978.713.496,61
1.046.075
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
1.824.184,25
1.898
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
14.201.779,18
14.656
2. Forderungen gegen Gesellschafter
148.364,45
148
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
4.165,00
1
4. Sonstige Vermögensgegenstände
1.378.150,94
3.742
15.732.459,57
18.547
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
18.923.732,10
33.702
36.480.375,92
54.147
C. Rechnungsabgrenzungsposten
7.681.725,37
.584
1.022.875.597,90 1.108.806
Passiva
31.12.2013
EUR
Vorjahr
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
8.200.000,00
8.200
II. Kapitalrücklage
435.294.176,37
455.957
III. Gewinnvortrag
20.166.257,66
24.243
IV. Konzernjahresfehlbetrag
-60.558.502,61
-79.770

31.12.2013
EUR
Vorjahr
TEUR
V. Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter
47.903.011,03
45.659
451.004.942,45
454.289
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
3.274.912,00
2.889
2. Steuerrückstellungen
636.284,00
1.392
3. Sonstige Rückstellungen
31.227.643,63
34.337
35.138.839,63
38.618
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
117.283.371,85
134.405
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
7.809.958,20
12.776
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter
405.308.657,09
460.007
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
84.330,82
69
5. Sonstige Verbindlichkeiten
4.387.728,68
6.673
davon aus Steuern: EUR 533.855,10 (Vorjahr: TEUR 581)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 71.580,76 (Vorjahr: TEUR 61)
534.874.046,64
613.930
D. Rechnungsabgrenzungsposten
1.857.769,18
1.969
1.022.875.597,90
1.108.806
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013
2013
EUR
Vorjahr
TEUR
1. Umsatzerlöse
129.894.893,26 127.458
2. Sonstige betriebliche Erträge
10.547.624,69
4.874
140.442.517,95
132.332
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren
7.545.821,51
5.356
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen
37.678.663,95
39.168
45.224.485,46
44.524
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter
37.558.951,76
36.832
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
8.126.251,79
7.763
davon für Altersversorgung: EUR 1.212.872,23 (Vorjahr: TEUR 962)
45.685.203,55
44.595
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und
Sachanlagen
73.453.072,22
72.768
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen
22.947.984,93
31.181
-46.868.228,21
-60.736
7. Erträge aus Beteiligungen
9.960,05
0
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
79.956,54
120
davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: EUR 3.728,75 (Vorjahr: TEUR 5)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
12.216.023,60
17.075
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 371.924,46 (Vorjahr: TEUR 381)
-12.126.107,01
-16.955
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
-58.994.335,22
-77.691
11. Sonstige Steuern
1.564.167,39
2.079
12. Konzernjahresfehlbetrag
-60.558.502,61
-79.770
Konzernanhang
I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Die MFAG hat den Konzernabschluss gemäß § 290 ff. HGB aufgestellt.
Das Grundkapital der MFAG zum 31. Dezember 2013 ist voll erbracht worden. Es ist in 8.200.000 Stückaktien zerlegt.
II. Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss wurden folgende Unternehmen gemäß § 294 Abs. 1 HGB einbezogen:
lfd. Name
gez. Kapital
Beteiligung
Nr.
in TEUR
in TEUR
in %
Konsolidierte verbundene Unternehmen:
1 Mitteldeutsche Flughafen AG, Leipzig
8.200,00
-
-
2 Flughafen Dresden GmbH (FHD), Dresden
3.065,71
2.881,64
rd. 94

lfd. Name
gez. Kapital
Beteiligung
Nr.
in TEUR
in TEUR
in %
3 Flughafen Leipzig/Halle GmbH (FLH), Leipzig
5.112,92
4.806,14
94
4 FSG Flughafenservice Gesellschaft mbH (FSG),
25,56
24,03
94
Leipzig (via Flughafen Leipzig/Halle GmbH)
(25,56)
(100)
5 PortGround GmbH (PG), Leipzig
500,00
500,00
100
Nicht konsolidierte verbundene Unternehmen:
6 Flughafen Dresden Service GmbH (FDS),
25,56
24,03
rd. 94
Dresden (via Flughafen Dresden GmbH)
1)
(25,56)
(100)
Nicht einbezogene assoziierte Unternehmen:
7 FLD Flughafendienste Deutschland GmbH (FLD),
25,00
8,29
24,9
Leipzig (via PortGround GmbH)
2)
(8,29)
(24,9)
1)
Nichteinbeziehung verbundenes Unternehmen gemäß § 296 Abs. 2 HGB aufgrund untergeordneter Bedeutung
2)
Nichteinbeziehung assoziiertes Unternehmen gemäß § 311 Abs. 2 HGB aufgrund untergeordneter Bedeutung
III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
1. Allgemeines
Es wurden die handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften unter Berücksichtigung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
beachtet.
Die Gliederung der Konzernbilanz sowie der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen - mit Ausnahme der
konsolidierungsspezifischen Posten, den Forderungen gegen Gesellschafter und den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter - dem
§ 298 Abs. 1 HGB i. V. m. § 266 und § 275 HGB.
Die Kapitalflussrechnung sowie der Konzerneigenkapitalspiegel wurden unter Beachtung von DRS 2 und DRS 7 des Deutschen
Rechnungslegungs Standards Committee (DRSC) erstellt.
2. Anlagevermögen
Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Berücksichtigung der
Anschaffungsnebenkosten und -preisminderungen bewertet worden.
Investitionszuschüsse wurden von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzt.
Die planmäßigen linearen Abschreibungen beruhen auf den betriebsüblichen Nutzungsdauerfestlegungen.
Dabei legt die Gesellschaft für die Festsetzung der Nutzungsdauer neben den steuerlichen AfA-Tabellen auch die Branchenempfehlung
der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (Stand: Februar 2003) zugrunde.
3. Umlaufvermögen
Die Bewertung der Vermögensgegenstände des Vorratsvermögens erfolgt zum gewogenen Durchschnittswert i. S. v. § 240 Abs. 4
HGB bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 4 HGB.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit Nennwerten angesetzt. Wertberichtigungen wurden in
angemessener Höhe für alle erkennbaren Risiken vorgenommen.
Die flüssigen Mittel sind zum Nominalbetrag bilanziert.
4. Rückstellungen/Verbindlichkeiten
Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet worden, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Deckung
der erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten und Risiken notwendig ist.
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind hierbei gemäß § 253 Abs. 2 HGB bewertet.
Die Rückstellung für Pensionen wurde auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens mit dem Teilwert unter
Anwendung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck, erwarteten Einkommenssteigerungen von 1,0 % p. a., laufenden
Rentenanpassungen von 2,0 % p. a. und eines Zinssatzes von 4,89 % p. a. bei einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren ermittelt.
Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens mit dem Teilwert unter
Anwendung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck sowie erwarteten Einkommenssteigerungen von 2,0 % p. a. ermittelt.
Für abgeschlossene Altersteilzeitverträge wurde eine mittlere Restlaufzeiten von einem Jahr und ein entsprechender Zinssatz von 3,34
% berücksichtigt. Ansprüche potenzieller Altersteilzeitanwärter wurden unternehmensindividuell unter Berücksichtigung einer
mittleren Restlaufzeit von drei bzw. vier Jahren und entsprechenden Zinssätzen von 3,59 % bzw. 3,76 % bewertet. Für neu
abgeschlossene Altersteilzeitverträge sowie die potenziellen Anwärter werden Aufstockungs- und Abfindungsbeträge unter
Berücksichtigung der tarifvertraglich erforderlichen Mindestbetriebszugehörigkeit von zehn Jahren ratierlich angesammelt.
Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Die Bewertung der Fremdwährungsverbindlichkeiten erfolgte zum Devisenkassamittelkurs gemäß § 256a HGB.
5. Bewertungseinheiten

Definierte Bewertungseinheiten nach § 254 HGB werden in der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung nach der
Einfrierungsmethode abgebildet.
6. Latente Steuern
Aus Unterschieden zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen resultierende aktive latente Steuern und passive
latente Steuern werden miteinander verrechnet. Die Posten nach § 306 HGB werden mit dem Posten nach § 274 HGB
zusammengefasst. Eine sich hieraus insgesamt ergebende Steuerbelastung wird insoweit mit bestehenden Verlustvorträgen
aufgerechnet. Eine sich daraus insgesamt ergebende Steuerentlastung wird nicht bilanziert.
IV. Erläuterungen zur Bilanz
1. Anlagevermögen
Die Aufgliederung des Anlagevermögens und die Entwicklung im Berichtszeitraum (Anlagenspiegel - Bruttodarstellung) sind in der
Anlage zum Anhang dargestellt.
Die Finanzanlagen beinhalten Anteile am nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen FDS in Höhe von TEUR 26 sowie einen durch
die PG gehaltenen Geschäftsanteil an der FLD (TEUR 8).
Im Berichtsjahr wurden Zuschüsse in Höhe von TEUR 7 von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzt.
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Zusammensetzung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthält folgende Übersicht:
Forderungen
Bestand am
31.12.2013
TEUR
aus Lieferungen und Leistungen
14.202
gegen Gesellschafter
148
gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
4
Sonstige Vermögensgegenstände
1.378
Gesamt
15.732
Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 485.967 wurden mit gleichlautenden Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen aufgerechnet.
Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Steuerforderungen (TEUR 998).
Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Hiervon ausgenommen
sind sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 4, die eine Restlaufzeit von bis zu fünf Jahren aufweisen.
3. Eigenkapital
Die Kapitalerstkonsolidierung wurde auf den Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der Tochterunternehmen in den
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2000 sowie bei späteren Erwerben auf den jeweiligen Erwerbszeitpunkt durchgeführt (§ 301
Abs. 2 Satz 1 HGB).
Die Kapitalkonsolidierung wurde nach der Buchwertmethode durchgeführt.
Der sich bei der Erstkonsolidierung in 2000 ergebende aktive Unterschiedsbetrag wurde mit dem passiven Unterschiedsbetrag gemäß
§ 301 Abs. 3 Satz 3 HGB und der Saldo (TEUR 11) anschließend mit dem Eigenkapital gemäß § 309 Abs. 1 Satz 3 HGB, jeweils
bezogen auf die zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung gültige Fassung des Gesetzes, verrechnet.
Die Entwicklung der Kapitalrücklage ist aus dem Eigenkapitalspiegel ersichtlich. Vom Zuführungsbetrag in Höhe von TEUR 57.275
wurde ein Teilbetrag (TEUR 56.936) auf Grundlage der Regelungen in zwischen der FLH sowie der MFAG und ihren Gesellschaftern
getroffenen Vereinbarungen zugeführt. Die entsprechenden Forderungen an ihre Gesellschafter wurden in gleicher Höhe mit
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aufgerechnet. Die infolge der Aufrechnung entfallenden Zinsverbindlichkeiten in Höhe von
TEUR 4.621 wurden erfolgswirksam ausgebucht.
Das kumulierte Jahresergebnis 2013 der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen (TEUR -57.032) beträgt nach der
Konsolidierung TEUR -60.559.
TEUR
Summe der Jahresergebnisse vor Konsolidierung
-57.032
Eliminierung der Effekte steuerlicher Sonderabschreibungen
-3.527
Jahresergebnis nach Konsolidierung
-60.559
Der Ausgleichsposten für Fremdanteile setzt sich wie folgt zusammen:
TEUR
Anteile der anderen Gesellschafter an der FHD
7.698
Anteile der anderen Gesellschafter an der FLH
40.205
47.903
Auf den Ausweis von Anteilen im Fremdbesitz hinsichtlich der über die FLH gehaltenen mittelbaren Minderheitenanteile an der FSG in
Höhe von 6 % wurde verzichtet, weil dies für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der
Vermögens- und Finanzlage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist.
4. Rückstellungen

a) Rückstellungen für Pensionen
Die Rückstellung beinhaltet die zukünftigen Verpflichtungen, die aus den Pensionszusagen an den ehemaligen Geschäftsführer eines
Tochterunternehmens und den ehemaligen Vorstand der MFAG sowie an den Vorstand und an den Prokuristen der MFAG resultieren.
Für laufende Pensionen an den ehemaligen Vorstand der MFAG sind TEUR 1.679 zurückgestellt.
b) Steuerrückstellungen
Die Rückstellung betrifft Grunderwerb- und Grundsteuer sowohl für das laufende Geschäftsjahr als auch für die Vorjahre.
c) Sonstige Rückstellungen
Die Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen enthält folgende Übersicht:
TEUR
Rückstellung für Lärmschutzmaßnahmen und Entschädigungen
10.599
Rückstellung für ausstehende Rechnungen
5.609
Rückstellung für Zinsrisiken aus der Zwischenfinanzierung von Infrastrukturmaßnahmen
6.455
Rückstellungen sonstige Rechtsstreitigkeiten
2.363
Rückstellung für Altersteilzeit
2.117
Rückstellung für Tantiemen und Ergebnisbeteiligung
1.802
Rückstellung für Urlaub und Mehrarbeit
1.049
Rückstellung für Betriebsprüfungsrisiken
750
Sonstige Personalrückstellungen
275
Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten/Steuerberatung
106
Rückstellung für unterlassene Instandhaltung
103
31.228
Bestehende Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen sind gemäß § 8a AltTZG durch Vermögensgegenstände abgesichert, die
ausschließlich der Erfüllung dieser Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind. Dementsprechend
wurden Verpflichtungen aus bestehenden Altersteilzeitverträgen (TEUR 3.504) mit den zugehörigen Vermögensgegenständen (TEUR
1.387) verrechnet. Der Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht den fortgeschriebenen Anschaffungskosten. Entsprechend wurden
die zugehörigen Aufwendungen mit den vereinnahmten Erträgen aus dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 57 saldiert.
Mit der Rückstellungsbildung für Zinsrisiken aus der Zwischenfinanzierung von Infrastrukturmaßnahmen (TEUR 6.455) wurde den
Risiken aus den aktuellen Beihilfeprüfverfahren der Europäischen Kommission Rechnung getragen.
5. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten sind in Höhe ihrer Erfüllungsbeträge angesetzt und nicht besichert.
Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten und ihre Fälligkeit enthält nachfolgende Übersicht:
Restlaufzeit
Verbindlichkeiten
Gesamt
TEUR
bis zu 1 Jahr
TEUR
von 1 bis 5 Jahre
TEUR
mehr als 5 Jahre
TEUR
gegenüber Kreditinstituten
117.283
37.244
27.856
52.183
aus Lieferungen und Leistungen
7.810
7.810
0
00
gegenüber Gesellschaftern
405.309
201.382
62.218
141.709
gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
84
84
0
0
Sonstige Verbindlichkeiten
4.388
4.260
128
0
534.874
250.780
90.202
193.892
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern entfallen auf Darlehen zur Finanzierung von Infrastrukturmaßnahmen der FLH sowie
der FHD.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 485.967 wurden mit gleichlautenden Forderungen gegen
verbundene Unternehmen aufgerechnet.
6. Latente Steuern
Das steuerliche Mehrvermögen(+) bzw. Mindervermögen(-) aufgrund von Ansatz- bzw. Bewertungsunterschieden zwischen der
Handels- und Steuerbilanz sowie aus Konsolidierungsmaßnahmen setzt sich wie folgt zusammen:
TEUR
Anlagevermögen
-16.348
Sonstige Vermögensgegenstände
4.243
Sonderposten für Investitionszuschüsse (nur Steuerbilanz)
-5.496
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
782
Sonstige Rückstellungen
284
-16.535
Darüber hinaus bestehen wesentliche ertragsteuerliche Verlustvorträge.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen der Organgesellschaften bzw. des
Organträgers von 29,13 % bis 31,58 %.
Die aus Ansatz- bzw. Bewertungsunterschieden sowie Konsolidierungsmaßnahmen resultierenden aktiven latenten Steuern wurden
mit passiven latenten Steuern verrechnet.
Der verbleibende Passivüberhang wird mit bestehenden Verlustvorträgen aufgerechnet.
Aufgrund der derzeitigen und erwarteten negativen steuerlichen Ergebnisse wird auf die Darstellung einer steuerlichen
Überleitungsrechnung gemäß DRS 18.67 verzichtet.
7. Haftungsverhältnisse, Bürgschaften
Aus einem Gewährleistungsvertrag bestehen Eventualverbindlichkeiten von maximal TEUR 24.340. Da keine Information über eine
nicht vereinbarungsgemäße Erfüllung der Auflagen vorliegt, wird derzeit kein Risiko der Inanspruchnahme gesehen.
8. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte gemäß § 285 Nr. 3 HGB
Die FLH hat in den Jahren 1995 bis 1996 zu Finanzierungszwecken Erbbaurechtsverträge einschließlich Immobilienleasingverträge
über insgesamt vier darauf befindliche Objekte mit Gesamtinvestitionskosten in Höhe von TEUR 73.381 abgeschlossen. Die
Leasingverträge haben eine Grundmietzeit bis zum Jahr 2016 bzw. 2019. Die Gesellschaft hat 2011 ihr Ankaufsrecht für zwei
Immobilienleasingverträge nach dem 15. Mietjahr ausgeübt.
Die vereinbarten Leasingraten der noch bestehenden Leasingverträge belaufen sich bis zum Ende der Grundmietzeit auf TEUR 21.206
(davon 2014 gesamt: TEUR 4.556). Zum Ende der Grundmietzeit bestehen jeweils Mietverlängerungs- bzw. Kaufoptionen für die
einzelnen Objekte. Der Restwert der noch bestehenden Leasingobjekte zum Ende der Grundmietzeit ist auf TEUR 35.920 vertraglich
festgelegt.
Die FLH sowie die FHD haben darüber hinaus insgesamt sechs Erbbaurechtsverträge als Erbbaurechtsgeber abgeschlossen, auf deren
Grundlage Investitionen in luftverkehrs- und logistikaffines Gewerbe realisiert wurden. Die Vorteile für die Gesellschaften bestehen vor
allem in der gemeinsamen Standortentwicklung sowie der Bindung von Schlüsselkunden.
Die Erbbaurechtsverträge haben Laufzeiten von 30 bis 99 Jahren und beinhalten bei vertragsgemäßer Beendigung der Verträge bzw.
für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Verträge eine Entschädigung in Höhe der Verkehrswerte bzw. anteiliger Verkehrswerte der
aufstehenden Gebäude und baulichen Anlagen.
Die Gesellschaften gehen bei fünf Verträgen von einer vertragsgemäßen Erfüllung der Erbbaurechtsverträge aus. Ein Vertrag wurde
2013 rückabgewickelt.
9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB
Aus bis zum 31. Dezember 2013 abgeschlossenen Verträgen für Grunderwerb, Bauinvestitionen und Ausrüstung bestehen finanzielle
Verpflichtungen in Höhe von TEUR 4.291. Verpflichtungen aus Miet- und Leasingzahlungen (Mobilienleasing) sowie sonstige
Verpflichtungen bestehen für die folgenden Geschäftsjahre in Höhe von TEUR 22.136.
10. Derivative Finanzinstrumente
Eine variabel verzinsliche Darlehensverbindlichkeit (Grundgeschäft) wurde zum Ausgleich gegenläufiger Wertänderungen mit einem
Zinsswap (Sicherungsgeschäft) als Bewertungseinheit zusammengefasst. Der Zinsswap wurde im Juli 2007 abgeschlossen und hat
eine vereinbarte Laufzeit bis zum 3. Juli 2017. Der Bezugsbetrag von ursprünglich TEUR 22.000 vermindert sich korrespondierend zur
Darlehensverbindlichkeit und beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 19.646. Dabei tauscht die MFAG eine variable Verzinsung auf Basis des
1-Monats-EURIBOR gegen einen Festzins von 5,11 % p. a. Zum 31. Dezember 2013 beträgt der beizulegende Wert nach Angaben des
bestätigenden Kreditinstituts TEUR -2.834. Die Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft gleichen sich vollständig aus. Die
Bildung einer Rückstellung unterbleibt somit. Der Zinsswap steht im direkten Zusammenhang mit einer Objektfinanzierung im Rahmen
des Finanzmanagements der Unternehmensgruppe für langfristig vermietetes Anlagevermögen.
V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
1. Umsatzerlöse
Die Zusammensetzung der Umsatzerlöse ist der folgenden Übersicht zu entnehmen:
TEUR
Flughafen- und Leistungsentgelte
94.150
Vermietung und Verpachtung sowie Konzessionen
30.816
Sonstige Entgelte
4.929
129.895
Umsatzerlöse zwischen verbundenen Unternehmen wurden in Höhe von TEUR 37.967 mit gleichlautenden Materialaufwendungen
zwischen verbundenen Unternehmen aufgerechnet.
2. Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 10.548 setzen sich aus periodenfremden Erträgen (TEUR 4.706), Erträgen aus
der Auflösung von Rückstellungen und Einzelwertberichtigungen auf Forderungen (TEUR 2.738), Erträgen aus Weiterberechnungen
(TEUR 1.495) sowie Erträgen aus Versicherungsentschädigungen bzw. Schadenersatz (TEUR 593) sowie Buchgewinnen aus
Anlagenverkäufen (TEUR 439) zusammen.
Sonstige betriebliche Erträge gegenüber verbundenen Unternehmen wurden in Höhe von TEUR 5.142 mit gleichlautenden sonstigen
betrieblichen Aufwendungen verbundener Unternehmen verrechnet.

3. Materialaufwand
Der Materialaufwand beinhaltet neben Fremdleistungen (TEUR 12.555) insbesondere Energiekosten (TEUR 9.264), Aufwendungen für
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (TEUR 7.546), Aufwendungen zur Anlagenunterhaltung (TEUR 5.249), Leasingaufwendungen (TEUR
4.717), sowie Betriebs- und Sicherheitsaufwendungen (TEUR 2.735) und Mieten und Pachten (TEUR 2.114).
Die Fremdleistungen werden durch Bewachungsleistungen (TEUR 7.091) dominiert.
Materialaufwendungen zwischen verbundenen Unternehmen wurden in Höhe von TEUR 37.967 mit gleichlautenden Umsatzerlösen
zwischen verbundenen Unternehmen aufgerechnet.
4. Abschreibungen
Die Abschreibungen beinhalten planmäßige Abschreibungen der verbundenen Unternehmen (TEUR 69.930).
Aus dem um steuerliche Sonderabschreibungen bereinigten Wertansatz von Vermögensgegenständen im Konzernabschluss resultieren
Mehrabschreibungen im Vergleich zu den Jahresabschlüssen der einbezogenen Unternehmen in Höhe von TEUR 3.523.
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Öffentlichkeitsarbeit/Marketing (TEUR 9.038), allgemeine
Verwaltungskosten (TEUR 3.850), Versicherungen (TEUR 1.629) sowie investitionsnahe Aufwendungen (TEUR 1.345) und
Personalnebenkosten (TEUR 976). Darüber hinaus sind periodenfremde Aufwendungen (TEUR 2.194), Weiterberechnungen (TEUR
1.723) sowie Forderungsabschreibungen einschließlich Zuführung zu Einzel- bzw. Pauschalwertberichtigungen (TEUR 1.632) zu
verzeichnen.
Sonstige betriebliche Aufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen wurden in Höhe von TEUR 5.142 mit gleichlautenden
sonstigen betrieblichen Erträgen aufgerechnet.
Das vom Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar für Leistungen gegenüber dem
Mutterunternehmen sowie den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften beträgt TEUR 88 für Abschlussprüferleistungen
sowie 20 TEUR für andere Bestätigungsleistungen.
VI. Kapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung wurde unter Beachtung von DRS 2 erstellt.
Der Finanzmittelfonds spiegelt den Bilanzposten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten wider.
Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde aus dem Jahresergebnis unter gesondertem Ausweis des Cash Flow aus
betrieblicher Tätigkeit (vor Zinsen, und Ertragsteuern) abgeleitet. Investitionsnahe, nicht aktivierungsfähige Aufwendungen, die
infolge der Auflagen im Planfeststellungsbeschluss zur Start- und Landebahn Süd der FLH angefallen sind, wurden bei der Ermittlung
des Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit des Vorjahres in Höhe von TEUR 9.500 ausgegliedert (laufendes Jahr: TEUR 0). Die
dazugehörigen Auszahlungen in Höhe von TEUR 2.862 (Vorjahr: TEUR 6.469) wurden bei der Ermittlung des Cash Flow aus der
laufenden Geschäftstätigkeit berücksichtigt.
Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit wird durch die Investitionen im Zusammenhang mit dem weiteren Ausbau der
Flughafeninfrastrukturen geprägt.
Zur Finanzierung der umfangreichen Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur greift die Unternehmensgruppe vor allem auf
projektbezogene Zuführungen der Aktionäre bzw. Minderheitsgesellschafter zurück.
Für genehmigte Beihilfen für Infrastrukturinvestitionen wurden Gesellschaftereinzahlungen (einschließlich der Zahlungen von
Minderheitsgesellschaftern) in Höhe von TEUR 339 (Vorjahr: TEUR 1.244) geleistet.
Weitere Einzahlungen der Gesellschafter zur Finanzierung von Infrastrukturmaßnahmen werden bis zur entsprechenden Genehmigung
der Maßnahmen durch die Europäische Kommission als Gesellschafterdarlehen bzw. sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen. Im Saldo
sind TEUR 3.093 Finanzmittel von Gesellschaftern zugeflossen (Vorjahr: TEUR 26.816).
Darüber hinaus wurden per Saldo TEUR 16.973 Finanzmittel von Kreditinstituten zurückgeführt (Vorjahr: Aufnahme von TEUR
17.773).
Sonstige Einzahlungen betreffen in Höhe von TEUR 7 zugeflossene Investitionszuschüsse (Vorjahr: TEUR 3.379).
VII. Eigenkapitalspiegel
Der Eigenkapitalspiegel wurde unter Beachtung von DRS 7 erstellt.
Die Verwendung des Konzernergebnisses 2012 erfolgt in Höhe des konsolidierungsbedingten Ergebnisbeitrages (TEUR 4.076) gegen
den Gewinnvortrag, im Übrigen gegen die Kapitalrücklage der MFAG.
Die Zuführungen zur Kapitalrücklage der MFAG bzw. zu den Fremdanteilen in Höhe von insgesamt TEUR 57.275 resultieren in Höhe
von TEUR 339 aus Kapitalzuführungen des Jahres 2013.
VIII. Sonstige Angaben
1. Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer
Die Anzahl der im Durchschnitt beschäftigten Arbeitnehmer gliedert sich nach Gruppen wie folgt:
2013
Vorjahr

2013
Vorjahr
Angestellte
624
619
Gewerbliche Arbeitnehmer
432
435
Auszubildende
30
31
1.086 1.085
2. Gesellschaftsorgane
Geschäftsführung
Als alleiniger Vorstand der Gesellschaft war im Geschäftsjahr Herr Markus Kopp, Leipzig, bestellt.
Auf die Angabe der Vorstandsbezüge, einschließlich des früheren Vorstands, wird entsprechend § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Aufsichtsrat
Im Geschäftsjahr gehörten dem Aufsichtsrat folgende Mitglieder an:
Tätigkeit/ Name Vorname Mitglied Funktion im
Dienststelle
von
bis
Aufsichtsrat
Vorstandsvorsitzender
Duisburger Hafen AG
Staake
Erich
01.01.
31.12.
Vorsitzender
Landesbezirksfachbereichsleiter
ver.di - Vereinte
Dienstleistungsgewerkschaft
Doepelheuer
Gerd
01.01.
31.12.
Stellvertretender
Vorsitzender und
Arbeitnehmervertreter
Staatsminister
Sächsisches Staatsministerium
der Finanzen
Prof. Dr. Unland Georg
01.01.
31.12.
Stellvertretender
Vorsitzender
Minister
Ministerium für
Landesentwicklung und
Verkehr des Landes Sachsen-
Anhalt
Webel
Thomas
01.01.
31.12.
Stellvertretender
Vorsitzender
Minister
Ministerium der Finanzen des
Landes Sachsen-Anhalt
Bullerjahn
Jens
01.01.
31.12.
Mitglied
Vorsitzender
Gemeinschaftsbetriebsrat
Leipzig/Halle Airport
Mitteldeutsche Flughafen AG
Feuerstake
Ralf
01.01.
31.12.
Mitglied und Arbeit
nehmervertreter
Pensionär
Prof. Dr. Frank
Georg
01.01.
31.12.
Mitglied
Beigeordneter für Wirtschaft
Landeshauptstadt Dresden
Hilbert
Dirk
01.01.
31.12.
Mitglied
Mitarbeiter
Flughafen Dresden GmbH
Jarzembowski
Rainer
01.01.
31.12.
Mitglied und Arbeit
nehmervertreter
Oberbürgermeister
Stadt Leipzig
Jung
Burkhard
01.01.
31.12.
Mitglied
Pensionär
Laepple
Klaus
01.01.
31.12.
Mitglied
Staatsminister
Sächsisches Staatsministerium
für Wirtschaft, Arbeit und
Verkehr
Morlok
Sven
01.01.
31.12.
Mitglied
Mitarbeiter Feuerwehr
Flughafen Dresden GmbH
Päge
Jörg
01.01.
31.12.
Mitglied und Arbeit
nehmervertreter
Beigeordneter für
Stadtentwicklung und Umwelt
Stadt Halle
Stäglin
Uwe
01.01.
31.12.
Mitglied
Vorsitzender des
Gemeinschaftsbetriebsrates
Dresden Airport
Mitteldeutsche Flughafen AG
Vollbrecht
Frank
01.01.
31.12.
Mitglied und
Arbeitnehmervertreter
Für den Aufsichtsrat wurden Sitzungsgelder in Höhe von TEUR 25 aufgewendet.
Leipzig, den 25. April 2014

Markus Kopp, Vorstand
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2013 (Konzern)
Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am
01.01.2013
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand am
31.12.2013
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
5.684.164,58
76.650,33
34.085,87
3.430,75
5.791.470,03
2. Geleistete Anzahlungen
493.804,40
131.227,62
-287.392,43
0,00
337.639,59
6.177.968,98
207.877,95
-253.306,56
3.430,75
6.129.109,62
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche
Rechte und Bauten einschließlich der
Bauten auf fremden Grundstücken
a) Grundstücke und grundstücksgleiche
Rechte
384.282.651,00
240.221,95
138.662,25
57.092,21
384.604.442,99
b) Gebäude und Bauten
636.735.316,19 1.865.507,97
19.486,11
28.346,02
638.591.964,25
1.021.017.967,19 2.105.729,92
158.148,36
85.438,23 1.023.196.407,24
2. Technische Anlagen und Maschinen
721.870.929,68 2.031.535,66
1.780.803,41 2.864.103,82
722.819.164,93
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
126.949.336,39 1.538.635,58
11.110,30 3.887.385,42
124.611.696,85
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen
im Bau
2.573.858,00
472.754,47
-
1.696.755,51
112.474,28
1.237.382,68
1.872.412.091,26 6.148.655,63
253.306,56 6.949.401,75 1.871.864.651,70
III. Finanzanlagen
1. Anteile an nicht konsolidierten
verbundenen Unternehmen
25.564,59
0,00
0,00
0,00
25.564,59
2. Beteiligungen
8.289,00
0,00
0,00
0,00
8.289,00
33.853,59
0,00
0,00
0,00
33.853,59
1.878.623.913,83 6.356.533,58
0,00 6.952.832,50 1.878.027.614,91
Abschreibungen
Stand am
01.01.2013
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand am
31.12.2013
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
5.126.647,71
332.533,57
0,00
3.422,75
5.455.758,53
2. Geleistete Anzahlungen
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
5.126.647,71
332.533,57
0,00
3.422,75
5.455.758,53
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte
und Bauten einschließlich der Bauten auf
fremden Grundstücken
a) Grundstücke und grundstücksgleiche
Rechte
755.376,78
394,16
0,00
0,00
755.770,94
b) Gebäude und Bauten
300.412.611,85 22.050.280,33
-6.791,20
28.346,02
322.427.754,96
301.167.988,63 22.050.674,49
-6.791,20
28.346,02
323.183.525,90
2. Technische Anlagen und Maschinen
438.275.929,16 42.809.635,98
6.772,96 2.772.953,54
478.319.384,56
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
87.979.208,52
8.260.228,18
18,24 3.884.005,63
92.355.449,31
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im
Bau
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
827.423.126,31 73.120.538,65
0,00 6.685.305,19
893.858.359,77
III. Finanzanlagen
1. Anteile an nicht konsolidierten
verbundenen Unternehmen
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
2. Beteiligungen
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
832.549.774,02 73.453.072,22
0,00 6.688.727,94
899.314.118,30

Buchwerte
Stand am
31.12.2013
EUR
Vorjahr
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
335.711,50
558
2. Geleistete Anzahlungen
337.639,59
494
673.351,09
1.052
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
a) Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte
383.848.672,05
383.527
b) Gebäude und Bauten
316.164.209,29
336.323
700.012.881,34
719.850
2. Technische Anlagen und Maschinen
244.499.780,37
283.595
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
32.256.247,54
38.970
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
1.237.382,68
2.574
978.006.291,93 1.044.989
III. Finanzanlagen
1. Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen
25.564,59
26
2. Beteiligungen
8.289,00
8
33.853,59
34
978.713.496,61 1.046.075
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013
2013
TEUR
2012
TEUR
Jahresergebnis
-60.559
-79.770
Aufwendungen aufgrund Planfeststellungsverfahren für Start- und Landebahnen
0
9.500
Zinsergebnis
12.136
16.955
Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit
-48.423
-53.315
Abschreibungen/Zuschreibungen (-) auf Anlagevermögen
73.453
73.064
Zunahme/Abnahme (-) der Rückstellungen
-801
-884
Gewinn (-)/Verlust aus dem Abgang von Anlagevermögen
-349
138
Zunahme (-)/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen
sind
3.240
6.743
Zunahme/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie
anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
-6.244
-1.632
Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit
20.876
24.114
Auszahlungen für Aufwendungen aufgrund Planfeststellungsverfahren für Start- und
Landebahnen
-2.862
-6.469
Einzahlungen auf Zinserträge
76
115
Auszahlungen auf Zinsaufwendungen
-7.127
-6.489
Auszahlungen (-)/Einzahlungen auf Ertragsteuern
-42
-25
Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
10.921
11.246
Einzahlungen aus dem Abgang von Anlagevermögen
1.206
1.102
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen
-13.163
-34.821
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Anlagen
-208
-536
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit
-12.165
-34.255
Free Cash Flow
-1.244
-23.009
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen durch Aktionäre und Minderheitsgesellschafter
339
1.244
Einzahlungen aus der Aufnahme von Gesellschafterdarlehen
5.093
27.816
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten
0
19.345
Vereinnahmung von Investitionszuschüssen
7
3.379
Auszahlungen für die Tilgung von Gesellschafterdarlehen
-2.000
-1.000
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten
-16.973
-1.572
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit
-13.534
49.212
Zahlungswirksame Veränderung Finanzmittelfonds
-14.778
26.203
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode
33.702
7.499
Finanzmittelfonds am Ende der Periode
18.924
33.702
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel
18.924
33.702
Konzern-Eigenkapitalspiegel 2013

Mutterunternehmen
Gezeichnetes
Kapital
Stammaktien
EUR
Kapitalrücklage
EUR
Ergebnisvortrag
EUR
Erwirtschaftetes
Konzerneigenkapital
EUR
Eigenkapital
EUR
Stand am 31. Dezember
2011
8.200.000,00 466.532.302,38
29.236.905,75
-74.180.784,12 429.788.424,01
Ergebnisverwendung
0,00 -69.186.455,68
-4.994.328,44
74.180.784,12
0,00
Übrige Veränderungen
Zuführung zur
Kapitalrücklage
0,00
58.611.066,48
0,00
0,00
58.611.066,48
Konzerngesamtergebnis
Konzernjahresfehlbetrag
0,00
0,00
0,00
-79.770.371,25 -79.770.371,25
Stand am 31. Dezember
2012
8.200.000,00 455.956.913,18
24.242.577,31
-79.770.371,25 408.629.119,24
Ergebnisverwendung
0,00 -75.694.051,60
-4.076.319,65
79.770.371,25
0,00
Übrige Veränderungen
Zuführung zur
Kapitalrücklage
0,00
55.031.314,79
0,00
0,00
55.031.314,79
Konzerngesamtergebnis
Konzernjahresfehlbetrag
0,00
0,00
0,00
-60.558.502,61 -60.558.502,61
Stand am 31. Dezember
2013
8.200.000,00 435.294.176,37
20.166.257,66
-60.558.502,61 403.101.931,42
Minderheitsgesellschafter
Minderheitenkapital
EUR
Eigenkapital
EUR
Konzerneigenkapital
EUR
Stand am 31. Dezember 2011
45.584.594,23
45.584.594,23
475.373.018,24
Ergebnisverwendung
0,00
0,00
0,00
Übrige Veränderungen
Zuführung zur Kapitalrücklage
74.670,23
74.670,23
58.685.736,71
Konzerngesamtergebnis
Konzernjahresfehlbetrag
0,00
0,00
-79.770.371,25
Stand am 31. Dezember 2012
45.659.264,46
45.659.264,46
454.288.383,70
Ergebnisverwendung
0,00
0,00
0,00
Übrige Veränderungen
Zuführung zur Kapitalrücklage
2.243.746,57
2.243.746,57
57.275.061,36
Konzerngesamtergebnis
Konzernjahresfehlbetrag
0,00
0,00
-60.558.502,61
Stand am 31. Dezember 2013
47.903.011,03
47.903.011,03
451.004.942,45
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der Mitteldeutsche Flughafen Aktiengesellschaft, Leipzig, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz,
Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel - und den Konzernlagebericht für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den
deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der
Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht
abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen,
dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die
Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über
mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen
Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von
Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen
Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der
wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des
Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der Mitteldeutsche
Flughafen Aktiengesellschaft, Leipzig, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der
Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns
und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Halle (Saale), den 25. April 2014

Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
gez. Drüppel, Wirtschaftsprüfer
gez. Schrader, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrates an die Hauptversammlung gemäß § 171 Abs. 2 AktG und § 314 Abs. 2 AktG
der Mitteldeutschen Flughafen AG
Im Rahmen der gesetzlichen Aufgabenerfüllung ist dem Aufsichtsrat vom Vorstand zur Geschäftsentwicklung und Lage der
Gesellschaft und der Unternehmensgruppe Mitteldeutsche Flughafen AG einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements
regelmäßig, zeitnah und umfassend sowohl in schriftlicher als auch in mündlicher Form berichtet worden. Abweichungen des
Geschäftsverlaufs von den genehmigten Plänen wurden unter Darlegung der Gründe vorgetragen und diskutiert.
Zustimmungspflichtige Entscheidungen von grundsätzlicher Bedeutung sind dem Aufsichtsrat zur Zustimmung vorgelegt worden.
Diesbezügliche Zustimmungsvorbehalte zugunsten des Aufsichtsrates legen die Satzung der Mitteldeutschen Flughafen AG und die
Geschäftsordnung für den Vorstand fest.
Sitzungen
Im Geschäftsjahr 2013 fanden zwei ordentliche Sitzungen des Aufsichtsrats, zwei Sitzungen des Präsidiums und drei Sitzungen des
Hauptausschusses statt. Neben der Regelberichterstattung sind insbesondere folgende Themen intensiv beraten worden:
wirtschaftliche Lage und Verkehrsentwicklung,
Budgets 2014 sowie Jahresabschlüsse 2012,
Erfüllung der Verlustausgleichsverpflichtungen aufgrund von Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträgen seitens der
Mitteldeutschen Flughafen AG gegenüber den Flughafengesellschaften,
Lageberichterstattung des Vorstands der Mitteldeutschen Flughafen AG,
Arbeitsprogramm des Vorstands der Mitteldeutschen Flughafen AG,
Entwicklungsperspektiven der Mitteldeutschen Flughafen AG,
Auswertung Risikomanagementsystem,
Anpassung der Satzung der MFAG und des Gesellschaftsvertrages der Flughafen Leipzig/Halle GmbH (disquotale Einlage
[MFAG und FLH] sowie Streichung der Regelungen zur Kapitalerhöhung [MFAG])
Eigenkapitalzuführungen über die MFAG an die Flughafen Leipzig/Halle GmbH -Vereinbarung über die Erstattung von
Sicherheitsaufwendungen (Umsetzung beihilfefreier Kompensationen)
Neuabschluss der Finanzierungsvereinbarung III Flughafen Leipzig/Halle Start- und Landebahn Süd - Zusatzprojekte (8,789
Mio. EUR)
Redaktionelle Anpassungen der Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge der Unternehmensgruppe Mitteldeutsche
Flughafen AG
geplante und durchgeführte Investitionstätigkeiten über einem Wert von 100.000 Euro der Flughafen Leipzig/Halle GmbH und
der Flughafen Dresden GmbH sowie deren Finanzierung,
Bericht zur Entwicklung der DHL am Standort Leipzig/Halle
Vertragsprüfung DHL
Flächenvermarktung am Standort Leipzig/Halle
integriertes Vermarktungskonzept Logistik Leipzig/Halle
Struktur- und Organisationsanpassungen im Konzern
Verlängerung des Anstellungsvertrages mit Frau Ganghofer, Geschäftsführerin der PortGround GmbH

Verlängerung des Anstellungsvertrages mit Herrn Näther, Geschäftsführer der Flughafen Leipzig/Halle GmbH
Bestellung/Abberufung von Geschäftsführern und Aufsichtsratsmitgliedern von Tochtergesellschaften
Vorstands- und Aufsichtsratsangelegenheiten.
Schriftliche Verfahren
Im Geschäftsjahr 2013 wurden im schriftlichen Verfahren folgende Beschlüsse gefasst:
durch das Präsidium des Aufsichtsrates der Mitteldeutschen Flughafen AG
Nr. 01/2013: Bestellung und Abberufung von Geschäftsführern von Tochtergesellschaften der
MFAG
Sonderinformationen
Im Geschäftsjahr 2013 wurde der Aufsichtsrat mit E-Mail vom 05.08.2013 (Pressemitteilung vom 02. August 2013) über den
Weggang von Herrn Dr. Hupe, ehemaliger Geschäftsführer der Flughafen Dresden GmbH, sowie mit E-Mail vom 25.10.2013
(Pressemitteilung vom 23. Oktober 2013) über die neue Geschäftsführung des Flughafen Dresden International sowie der PortGround
GmbH informiert.
Dem Aufsichtsrat sind im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Interessenkonflikte mit anderen Aktivitäten eines Aufsichtsratsmitglieds
bekannt geworden.
Allen Aufsichtsratsmitgliedern haben der vom Vorstand aufgestellte und fristgerecht vorgelegte Jahresabschluss, der Konzernabschluss
und der Lagebericht der Gesellschaft und des Konzerns, der Vorschlag des Vorstands zum Ausgleich des Jahresfehlbetrages sowie die
entsprechenden Prüfungsberichte des Wirtschaftsprüfers vorgelegen. Die vorgelegten Unterlagen wurden vom Aufsichtsrat geprüft.
Die als Abschlussprüfer bestellte Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Halle, hat den Jahresabschluss der
Mitteldeutschen Flughafen AG, den Konzernabschluss und die Lageberichte für die Muttergesellschaft und den Konzern zum 31.
Dezember 2013 bzw. für das Geschäftsjahr 2013 unter Einbeziehung der Buchführung entsprechend der gesetzlichen Vorschriften
geprüft und jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Hierzu berichteten die Wirtschaftsprüfer auch persönlich in
der Sitzung des Aufsichtsrats am 18. Juli 2014 und in der vorbereitenden Sitzung des Hauptausschusses am 3. Juli 2014.
Die Ergebnisse der Prüfungen hat der Aufsichtsrat in der gleichen Sitzung zur Kenntnis genommen und keine Einwendungen erhoben.
Der Aufsichtsrat hat gemäß § 171 Aktiengesetz den Jahresabschluss der Mitteldeutschen Flughafen AG und den Konzernabschluss
sowie den Lagebericht der Muttergesellschaft und des Konzerns und den Vorschlag über den Ausgleich des Jahresfehlbetrages geprüft
und den Jahresabschluss der Mitteldeutschen Flughafen AG und den Konzernabschluss gebilligt.
Die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Halle, prüfte auch den vom Vorstand nach § 312 Aktiengesetz erstellten
Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen ("Abhängigkeitsbericht"). Der Abschlussprüfer hat über das Ergebnis
seiner Prüfung berichtet und folgenden Vermerk erteilt:
"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."
Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft. Er hat gegen die im
Bericht enthaltene Erklärung des Vorstands und das Ergebnis der Prüfung durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft keine
Einwendungen erhoben.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr großes Engagement im Geschäftsjahr 2013
und ihren Beitrag zur Entwicklung der Gesellschaft.
Leipzig, den 18. Juli 2014
Erich Staake, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Mitteldeutschen Flughafen AG