image
Zusammen stark
Ideen für die Gemeinschaft von Jung bis Alt –
Preisträger und Teilnehmer des Generationenpreises 2019
Menschen in Sachsen
zusammenbringen.

image
image
2
Liebe Leserinnen und Leser,
2018 hat der Freistaat zum dritten Mal den Generationenpreis
ausgelobt und die Menschen in Sachsen eingeladen, ihre Pro-
jekte für ein gutes Miteinander einzureichen. In den Wochen
danach sind zahlreiche Bewerbungen in der Staatskanzlei
eingegangen. Sie zeigen die Vielfalt des Engagements. Es hat
Freude gemacht zu sehen, was Menschen überall in Sachsen
auf die Beine stellen.
Da sind handfeste Gartenbauprojekte wie die Wiederherstel-
lung des Milkwitzer Parks und der Ausbau der Dorfmitte in
Miltitz. Es gibt bürgerschaftliche Initiativen, die ein leben-
diges Kulturprogramm organisieren. Es gibt Vereine, die seit
Jahrzehnten das kulturelle Leben ihres Ortes prägen, etwa
der Kulturverein Berthelsdorf, der bereits seit 40 Jahren Men-
schen zusammenbringt, oder der Spielmannszug Oberlichte-
nau, der dieses Jahr sein 50-jähriges Jubiläum gefeiert hat.
Es gibt beeindruckende Schulprojekte wie die Arbeitsgruppe
„Modelleisenbahn“ in der Grundschule Hohndorf oder das
Lessing-Gymnasium aus Döbeln, dessen Schüler älteren Men-
schen den Umgang mit Laptop und Internet beibringen. Die
„Landfrauen“ aus Irfersgrün organisieren gesellige Dorfnach-
mittage bei Kaffee und Kuchen – ein Beispiel, wie einfach es
sein kann!
Die Jury hatte also keine leichte Aufgabe: Jedes Projekt ver-
dient Anerkennung und hätte auch einen Preis verdient!
Grußwort
Aber Preisverleihungen leben davon, dass man sich entschei-
den muss. Ich bin froh, dass wir eine tolle Jury hatten, die
diese Aufgabe ehrenamtlich übernommen hat.
Hinter allen Projekten stehen Menschen, die – ob im Ehren-
oder Hauptamt – unser Land mit Ideen und Tatkraft berei-
chern und für andere da sind. Wo dies so ist, können wir mit
Zuversicht und mit Freude in die Zukunft blicken. Wir brau-
chen Gemeinschaft und Bindung. Gemeinschaft gibt Sicher-
heit und erfüllt unser Leben mit Freude und Sinn: in der Fami-
lie, in der Nachbarschaft, im Verein, im Ort.
Leben bedeutet Veränderung. Zu den prägenden Herausfor-
derungen unserer Zeit gehören Mobilität, die Digitalisierung
und auch die demografische Entwicklung. Wir sollten uns
über den Zuwachs an Wohlstand, Gesundheit und Bildung
freuen, der uns länger leben lässt. In jedem Fall gilt: Je ge-
meinschaftlicher wir denken und handeln, desto leichter ge-
hen wir mit Veränderungen um. Wenn wir miteinander ins
Gespräch kommen und einander zuhören, ergibt sich man-
ches von selbst: Aus dem Kaffeenachmittag ergibt sich die
Fahrgemeinschaft, aus gemeinsamen Interessen eine lebendi-
ge Initiative. Dieser gelebte Zusammenhalt ist das Fundament
unserer Gesellschaft.
Besonders gefreut habe ich mich darüber, dass sich so viele
junge Menschen engagieren. Mir scheint, dass die Jugend-
lichen viel gemeinschaftsbezogener und verantwortungsbe-
wusster sind, als es gelegentlich behauptet wird. Das ist gut.
Denn Sachsen braucht selbstbewusste Bürger, die Verantwor-
tung übernehmen und die wissen: Das ist unser aller Land.
Wir gestalten es gemeinsam.
Dafür sage ich Danke schön.
Ihr
Michael Kretschmer
Ministerpräsident des Freistaates Sachsen

3
Inhalt
Seite 2
Grußwort
Seite 3
Inhaltsverzeichnis
Seite 4 – 5
Bevölkerung und Zusammenhalt
Seite 6 – 7
Der Generationenpreis 2019
Seite 8 – 13
Die Preisträger
„Taschengeldbörse“ aus Hoyerswerda
„Vergessene Orte“ aus Zittau
„Café kaputt – Reparaturcafé“ aus Leipzig
„Barrierestadtplan“ aus Radeburg
„Familienpaten“ aus Lichtenstein
„Generationsübergreifendes Musical“ aus Falkenstein/Vogtland
Seite 14 – 17
Weitere Projekte
Seite 18 – 19
Teilnehmerverzeichnis
Seite 20
Impressum

4
Preisträger und Teilnehmer des Generationenpreises 2019
Bevölkerung und Zusammenhalt
Nicht nur in Sachsen, nicht nur in Deutschland verändern
sich die Gesellschaften umfassend – sie tun es weltweit. Ein
wesentlicher Gesichtspunkt dabei ist, dass wir älter werden.
Wir werden älter als Individuen wie auch im Durchschnitt der
Bevölkerung.
In Sachsen lag das Durchschnittsalter im Jahr 2017 bei
46,7 Jahren und ist seit 1990 um mehr als sieben Jahre an-
gestiegen. Damit einher geht ein Anstieg beim Anteil älterer
Menschen. Der Prozentsatz der Menschen im Alter 60+ stieg in
Sachsen im Zeitraum zwischen 1990 und 2017 von 21 auf 33
Prozent. Hingegen sank der Anteil der Bevölkerung, der jünger
als 20 Jahre ist, im gleichen Zeitraum von 24 auf 17 Prozent.
Und noch einen weiteren Wandel hat unsere Gesellschaft be-
reits weitgehend vollzogen. Während 1996 noch gut 2,6 Milli-
onen Sachsen in Familien zusammenlebten, waren es 2014 nur
noch gut 1,6 Millionen. Die Zahl der Familien verringerte sich
in diesem Zeitraum von 774.000 auf 509.000.
Gründe und Einflussfaktoren für die beschriebenen Entwick-
lungen gibt es viele. Der Geburtenknick und die teilweise Auf-
lösung von Familienstrukturen seit den 60er Jahren gehen
insbesondere auf ein geändertes Familienbild und eine größere
Betonung von Individualität und Selbstverwirklichung zurück.
Der Geburtenknick der 90er Jahre in Ostdeutschland wieder-
um widerspiegelt soziale und ökonomische Unsicherheiten der
Umbruchsituation in der Nachwendezeit.
Des Weiteren spielen eine höhere Mobilität, die oftmals gerin-
gere räumliche Nähe unter Familienmitgliedern und höhere
Anforderungen an die Flexibilität der Menschen eine Rolle.
Wenn althergebrachte familiäre Bindungen und Strukturen
nicht mehr so eng, stark und verbreitet sind, ist es sinnvoll, an-
dere Formen der Kommunikation, der Gemeinschaftsbildung in
einem weiter gefassten Sinn und der Solidarität zu entwickeln.
Alter und das Älterwerden ist für viele junge Menschen nicht
mehr in dem Maße erlebbar, wie in traditionelleren Struktu-
ren. Auch der vielfältige Erfahrungsschatz älterer Menschen
wird nicht mehr in gleichem Umfang über Familien an jünge-
re Menschen vermittelt. Zugleich sind ältere Menschen heute
im Schnitt gesünder und aktiver und wollen sich engagieren.
Auf der anderen Seite haben viele jüngere Menschen weniger
Gelegenheiten, ihre Kenntnisse, Fähigkeiten oder Sichtweisen
mit Menschen anderer Generationen zu teilen. Damit besteht
das Risiko, dass Empathie und Sensibilität für Einstellungen
und die Situation von Menschen anderer Generationen ab-
nehmen und dass Wissen in all seinen Varianten und Formen
verloren geht.
Vor dem Hintergrund veränderter Bevölkerungs- und Fami-
lienstrukturen und der einhergehenden Bedeutung für den
sozialen Zusammenhalt werden in Deutschland seit rund
20 Jahren generationenübergreifende Ansätze gedacht und
Projekte entwickelt. Dabei geht es nicht um die klassische, in
ihrer Intensität individuell abgestufte Unterstützung für äl-
tere Menschen. Es geht nicht – oder nicht vorrangig – um
Alltagsbegleitung beim Einkauf oder auf dem Amt, um Nach-
barschaftshilfe für das ältere Ehepaar nebenan oder das Weih-
nachtssingen des Schulchors im benachbarten Pflegeheim.
Vielmehr verstehen sich Ansätze generationenübergreifender
Projekte und Aktivitäten meist als ein Geben und Nehmen,
als gemeinsames Wirken, als mindestens zweispurige Straßen.
Die jeweils andere Generation ist in diesen Zusammenhängen
kein hilfebedürftiges, passives Objekt, sondern besteht aus
Menschen, die eine aktive Rolle einnehmen.
Wesentliches und notwendiges Merkmal ist weiterhin, dass
Aktivitäten und Vorhaben zum Miteinander der Generationen
vom freiwilligen Engagement ausgefüllt werden. Den Rah-
men bieten zwar oftmals professionelle oder professionali-
sierte Strukturen wie Verbände, Vereine, Kirchengemeinden,
Kommunen, Schulen oder Stiftungen. Ohne Interesse, ohne
Impulse, ohne Spaß, ohne persönlichen Einsatz seitens eh-
renamtlich tätiger Menschen gibt es keinen nachhaltigen und
sinnvollen Austausch unterschiedlicher Generationen.

5
Und zu guter Letzt gilt: So vielfältig die Menschen mit ihren
Prägungen und Interessen sind, so vielfältig können sich ge-
nerationenübergreifende Projekte darstellen. Anknüpfungs-
punkte für generationenübergreifende Vorhaben können
kulturelle Aktivitäten, Sport, handwerkliche Arbeiten, Natur-
schutz, historische Aufbereitung, gemeinsames Gärtnern, Ba-
cken oder viele andere Dinge sein. Damit wirken die Ansätze
häufig nicht nur in gesellschaftlicher Hinsicht in Richtung
Verständnis, Zusammenhalt oder Solidarität, sondern haben
weitere Effekte und befördern individuelle Fähigkeiten oder
den Gedanken der Nachhaltigkeit.
Der Freistaat Sachsen würdigt speziell auch generationen-
übergreifendes Engagement. Dies kann über verschiedene
Fachförderungen geschehen, dies geschieht jedoch ebenso
über das themenoffene und -übergreifende Förderprogramm
Demografie und nicht zuletzt über den regelmäßig ausgelob-
ten Generationenpreis des Freistaates Sachsen. Die vom Frei-
staat geförderten oder prämierten Vorhaben können Vorbild
und Ansporn sein, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und
das Miteinander der Generationen zu befördern.
Durchschnittsalter in Jahren
41,4 bis 46,8
46,9 bis 47,8
47,9 bis 48,6
48,7 bis 49,8
49,9 bis 53,4
© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen
Kartengrundlage: Verwaltungsgrenzen, © GeoSN 2019
Durchschnittsalter der sächsischen Bevölkerung 2017
Gebietsstand: 1. Januar 2019
Durchschnittsalter der sächsischen Bevölkerung 2017
Gebietsstand: 1. Januar 2019
Durchschnittsalter in Jahren
41,4 bis 46,8
46,9 bis 47,8
47,9 bis 48,6
48,7 bis 49,8
49,9 bis 53,4

image
6
Preisträger und Teilnehmer des Generationenpreises 2019
Der Generationenpreis 2019
Wettbewerb
Der Generationenpreis fand 2019 zum dritten Mal statt. Zur
Teilnahme aufgefordert waren Kommunen, öffentliche oder
private Einrichtungen, Vereine, Gruppen, Unternehmen, aber
auch einzelne Bürger, die als Projektträger, Auftraggeber oder
Initiatoren aktiv sind und deren Projekt örtlichen und inhalt-
lichen Bezug zu Sachsen aufweist. Die Wettbewerbsbeiträge
sollten dabei einer der folgenden Kategorien zuzuordnen sein:
Alt und Jung (Projekte, die die Generationen Kinder und
Jugendliche [0 – ca. 18 Jahre] und Senioren
[ab ca. 65 Jahren] verbinden)
Generation Mittendrin (Projekte, die insbesondere die
Gruppe der 18- bis 65-Jährigen generationenübergreifend
im Blick haben)
Alle zusammen (Projekte, die alle Altersgruppen verbinden)
Wichtiges Kriterium war, dass der eingereichte Beitrag das
Miteinander der Generationen fördern und zum Zeitpunkt der
Bewerbung umgesetzt und/oder aktiv mit Leben erfüllt sein
sollte. Einsendeschluss für die Bewerbungen, die per E-Mail
oder Post an die Sächsische Staatskanzlei geschickt werden
konnten, war der 24. Februar 2019.
Jury
Eine unabhängige, fachübergreifend zusammengesetzte Jury
hat alle fristgerecht und vollständig eingegangenen Wettbe-
werbsbeiträge gesichtet und über die Preisträger entschieden.
Dabei wurden insbesondere Erfolg, Besonderheiten, Langzeit-
wirkung/Wiederholbarkeit und Übertragbarkeit der einge-
reichten Projekte bewertet.
Der Jury gehörten an:
Frau Andrea Büttner, Geschäftsführerin der Sächsischen
Jugendstiftung
Vorsitzende: Frau Christine Clauß MdL, Staatsministerin a. D.
Frau Katja Hillenbrand, Vorstandsvorsitzende der Micas AG
Oelsnitz/Erzgebirge
Herr Ordinariatsrat Matthias Mitzscherlich, Vorsitzender
der Liga der Freien Wohlfahrtspflege Sachsen
Frau Hiba Omari, TU Dresden, Stipendiatin des Marwa El-Sher-
bini Stipendiums für Weltoffenheit und Toleranz 2012
Frau Dr. Rotraut Sawatzki, Vorsitzende der LandesSenioren-
Vertretung für Sachsen e. V.
Herr Noah Wehn, Vorsitzender des LandesSchülerRates Sachsen
Herr Mischa Woitscheck, Geschäftsführer des Sächsischen
Städte- und Gemeindetags

image
image
image
7
Preisverleihung
Die Preisträger des Generationenpreises wurden am 30. März 2019
im Rahmen einer Festveranstaltung in der Sächsischen Staats-
kanzlei bekannt gegeben. Ministerpräsident Michael Kretsch-
mer nahm die Ehrung gemeinsam mit Sozialministerin Bar-
bara Klepsch vor, zu der alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer
des Wettbewerbs geladen waren. Rund 250 Menschen waren
der Einladung gefolgt und nutzten die Gelegenheit, um sich
im Anschluss an die Preisverleihung untereinander über ihre
Projekte auszutauschen, während sich die Kinder am eigens
für die Veranstaltung aufgebauten Kreativtisch beschäftigen
konnten.
In seiner Festrede sagte Ministerpräsident Michael Kretsch-
mer: „Der lebendige Austausch zwischen den Generationen
ist ein Fundament unserer Gesellschaft. Die Preisträger ste-
hen für dieses starke bürgerschaftliche Engagement im Frei-
staat, für Zusammenhalt und ein Miteinander der Menschen.“
Sozialministerin Barbara Klepsch ergänzte: „Gerade mit der
Digitalisierung verändern sich die Rahmenbedingungen für
unsere Gesellschaft. Gleichzeitig ist es notwendig, historische
Zusammenhänge und bewährte Traditionen mit einzubezie-
hen. Um die Erfahrung der älteren mit den Ideen der jüngeren
Generationen zu bündeln, bedarf es kluger Initiativen, die von
den heutigen Preisträgern besonders verkörpert werden. Hier
übernehmen junge und ältere Menschen gemeinsam Verant-
wortung und begegnen sich auf Augenhöhe.“

image
8
Preisträger und Teilnehmer des Generationenpreises 2019
Ein Gewinn für Jung und Alt: Im Zentrum
des Projekts „Taschengeldbörse“ steht
ein Erfahrungsaustausch zwischen den
Generationen, von dem beide Seiten
gleichermaßen profitieren.
In vielen Bereichen des Lebens gewinnt die Digitalisierung
mehr und mehr an Bedeutung. Zugleich ist sie aber auch et-
was, was die Generationen zunehmend voneinander trennt.
Denn junge Menschen finden leichter einen Zugang zur di-
gitalen Welt als Vertreter der älteren Generationen. Doch es
geht auch anderes – zum Beispiel, indem junge Menschen äl-
teren digital auf die Sprünge helfen, damit sie im Zeitalter der
fortschreitenden Technik nicht abgehängt werden.
Genau dieser Idee hat sich das Projekt „Taschengeldbörse“ in
Hoyerswerda verschrieben. Bei der „Taschengeldbörse“ helfen
Oberschüler und Gymnasiasten im Alter von 15 bis 18 Jahren
älteren Bürgern und Senioren ab 55 Jahren, ihre „smarten“
elektronischen Geräte einzurichten und zu bedienen. Dies
kann ein Smartphone oder Tablet ebenso sein wie ein Router
oder ein digitaler Fernseher. Als Anerkennung für ihre Hilfe
erhalten die jungen Leute ein Taschengeld.
Zu den Besonderheiten des Projekts gehört, dass es der Ju-
gendstadtrat Hoyerswerda gemeinsam mit dem lokalen Seni-
orenbeirat und dem Nachbarschaftshilfeverein e. V. Hoyers-
werda ins Leben gerufen hat. Der Vorteil dabei: Bereits bei
der Ideenfindung und der Entwicklung des Projekts haben
die verschiedenen Generationen zusammengesessen und ge-
meinsam überlegt sowie gestaltet.
Hauptpreis: „Taschengeldbörse“ aus Hoyerswerda
Einreicher
Seniorenbeirat Hoyerswerda
Kategorie
Alt und Jung
Prämienhöhe
5.000,- Euro
Ansprechpartner
Seniorenbeirat Hoyerswerda
Gabriele Mark
S.-G.-Frentzel-Str. 1
02977 Hoyerswerda
03571 457900
seniorenbeirat@hoyerswerda-stadt.de
www.hoyerswerda.de
Von dieser Gemeinsamkeit geprägt ist schließlich auch die
technische Unterstützung der älteren Bürger beziehungswei-
se Senioren durch die jungen Leute. Treffen sie doch dabei
in Gesprächen aufeinander, tauschen sich aus und lernen
voneinander. Dies ist umso bedeutsamer, da die lebendige
Kommunikation zwischen den Generationen ein Fundament
unserer Gesellschaft bildet. Zumal gerade die älteren Genera-
tionen aufgrund ihrer Lebenserfahrung den jungen Menschen
manch guten Rat mit auf den Weg geben können. Der Aus-
tausch zwischen Jung und Alt auch zu anderen Lebensfragen
ist beim Projekt „Taschengeldbörse“ gewissermaßen gleich
vorprogrammiert!
Die Preisträger

image
image
9
Einreicher
Hillersche Villa gGmbH
Kategorie
Mittendrin
Prämienhöhe
5.000,- Euro
Ansprechpartner
Hillersche Villa gGmbH
Patrick Weißig
Klienebergerplatz 1
02763 Zittau
03583 779633
p.weissig@hillerschevilla.de
www.hillerschevilla.de,
www.horskyspolek.eu
Hauptpreis: „Vergessene Orte“ aus Zittau
Mittendrin statt nur dabei! Wir lieben beide
unsere Heimatregion, das
Drei
ländereck,
und interessieren uns für unsere
gemeinsame Geschichte.
Seit 2011 gibt es mittlerweile das Projekt „Vergessene Orte“,
das vom soziokulturellen Verein „Hillersche Villa“ in Zittau und
dem tschechischen Verein „Luzický Horský Spolek“ („Lausitzer
Bergverein“) durchgeführt wird. Die Idee – in einer grenzüber-
schreitenden Begegnung, verschwundene Orte der Region wie-
der neu zu entdecken – kam Petra Zahradnickova und Patrick
Weißig. Dem Duo geht es um Vergangenheit und Gegenwart,
um die eigene Identität und um den Perspektivwechsel, der da-
bei helfen kann, die Gegenwart in neuem Licht zu sehen.
Im Laufe der letzten Jahre sind aus dem Grundgedanken viel-
fältige Begegnungen geworden. Diese fanden sowohl zwi-
schen Menschen zweier Nationen als auch zwischen Menschen
verschiedener Generationen im Alter von 20 bis 80 Jahren
statt. Zeitzeugen erzählten dabei die Geschichte verschwun-
dener oder vergessener Orte – wie der Kreuzschule oder des
Waldhäusls in Großhennersdorf und des Ausflugslokals „Zum
Kleislis“ im tschechischen Polevsko (Blottendorf). Es sind ge-
wiss nicht sehr spektakuläre Orte, sie waren aber
immer Schauplatz des Zusammenkommens von
Menschen. Sie haben im Wandel der Zeiten ihr
Gesicht verändert und spiegeln so auch die Ge-
schichte der Region wider. Daher lohnt es sich,
diese vergessenen oder verschwundenen Orte
wiederzuentdecken.
Im Rahmen des Projekts „Vergessene Orte“ befas-
sen sich die Teilnehmer in deutsch-tschechischen
Workshops mit eben dieser regionalen Geschichte.
Dazu treffen sie sich in kleinen Gruppen mit
Zeitzeugen zu Gesprächen: Die dabei geführ-
ten Interviews bilden die Grundlage für von den Teilnehmern
selbst produzierte, zweisprachige Kurzfilme über diese Orte, die
gleichsam in der Geschichte versunken sind. Dort, wo sich die-
se Orte einst befanden, finden Besucher und vorbeikommende
Wanderer heute kleine Tafeln mit QR-Codes. Über sie lassen
sich die Kurzfilme per Smartphone abrufen und anschauen –
als Anstoß dazu, den eigenen Blick zu erweitern. Darüber hi-
naus wird ihre Vergangenheit mit Fotoausstellungen, kleinen
Theaterstücken oder großen Lichtgrafik-Installationen in un-
terschiedlichen deutschen und tschechischen Orten dokumen-
tiert. Kurzum: Mit dem Projekt „Vergessene Orte“ wird Begeg-
nung und Austausch über Landesgrenzen hinweg lebendig!

image
10
Preisträger und Teilnehmer des Generationenpreises 2019
Hauptpreis: „Café kaputt – Reparaturcafé“ aus Leipzig
Aus Alt mach Neu, aus Kaputt mach Besser! Das Konzept des
Projekts „Café kaputt – Reparaturcafé“ besteht darin, dass
Jung und Alt gemeinsam defekte Alltagsgegenstände repa-
rieren, statt sie wegzuwerfen. Die vom Leipziger Verein „leben.
lernen.leipzig“ entwickelte Idee geht auf die Entschlossenheit
zweier Studentinnen zurück: Vor gut fünf Jahren haben sie
es an den Start gebracht – als Kooperation mit zwei Schulen
und mithilfe mehrerer handwerklich versierter ehrenamtlicher
Helfer/-innen. In Eigeninitiative wurden mit den Schüler/-in-
nen der Werkstattraum gestaltet sowie Werkzeug- und Mö-
belspenden gesammelt. Die „Heinrich-Pestalozzi-Oberschule“
und die „Nachbarschaftsschule Leipzig“ integrierten das Pro-
jekt in ihre Unterrichtsgestaltung.
Einreicher
Café kaputt
Kategorie
Alle zusammen
Prämienhöhe
5.000,- Euro
Ansprechpartner
Café kaputt, Leben.lernen.Leipzig. e. V.
Lisa Kuhley
Merseburger Str. 102 (Hinterhaus)
04177 Leipzig
0157 81870122
cafekaputt@lebenlernenleipzig.de
www.reparieren-in-leipzig.de
Im mehrmals in der Woche geöffneten Reparaturcafé können
Menschen jeden Alters selbst oder unterstützt von ehrenamt-
lichen Reparaturkundigen Alltagsgegenstände, elektrische
und elektronische Geräte, Spielzeug, Textilien und vieles mehr
reparieren. Dabei stehen ihnen 30 ehrenamtliche Helfer/-in-
nen zwischen 24 und 78 Jahren mit ihrem Wissen und ihren
Fähigkeiten zur Seite. Mit den vor Ort gemeinschaftlich ge-
nutzten Werkzeugen helfen sie beim Löten, Leimen, Biegen,
Sägen, Nähen, Stopfen und vielen weiteren handwerklichen
Tätigkeiten. Darüber hinaus finden die Besucher/-innen des
Cafés dort auch eine Auswahl an Do-it-yourself-Literatur als
zusätzliche Unterstützung.
Und das Spektrum der vorgenommenen Reparaturen und
Hilfeleistungen ist breit gespannt: So bringt die 78-jährige
Näherin dem Studenten den Umgang mit der Nähmaschine
bei und der Azubi der Elektrotechnik zeigt dem Rentner, wie er
mit einem Tablet umgeht. Oder der Schüler repariert mit dem
pensionierten Elektroingenieur sein ferngesteuertes Auto,
während seine Eltern das Display ihres Handys austauschen.
Im „Café kaputt“ geht es aber nicht nur um den nachhalti-
gen Umgang mit Ressourcen. Es ist vielmehr auch ein sozialer
Treffpunkt, an dem gemeinsam erzählt, diskutiert, gelernt und
getüftelt wird. Auf diese Weise bringt das Reparaturcafé ganz
zwanglos unterschiedlichste Menschen aller Generationen
sowie aus den verschiedensten gesellschaftlichen Kontexten
und Milieus zusammen und lädt sie zum gegenseitigen Aus-
tausch ein.
Mit anderen Menschen zusammen erreichen
wir mehr als alleine: Gemeinsam setzen wir
ein Zeichen gegen das Wegwerfen und für eine
nachhaltige Konsumkultur in Leipzig.

image
11
Anerkennung: „Barrierestadtplan“ aus Radeburg
Einreicher
Geriatrisches Netzwerk Radeburg
Kategorie
Anerkennungspreis
Prämienhöhe
1.500,- Euro
Ansprechpartner
Geriatrisches Netzwerk Radeburg
Lena Christin Fröhlich
Hospitalstr. 34
01471 Radeburg
035208 88623
info@gern-radeburg.de
www.gern-raqdeburg.de
Barrierefrei unterwegs: Ziel ist es, einen
Lebensraum so zu gestalten, dass er es
Menschen in jedem Alter ermöglicht,
gleichberechtigt, selbstbestimmt und
unabhängig zu leben.
Die Idee zu dem Projekt „Barrierestadtplan“ stammt vom Ge-
riatrischen Netzwerk Radeburg (GerN). Bei der Umsetzung
arbeitete das GerN mit Schülern der 7. Klassen der Hein-
rich-Zille-Oberschule Radeburg, Senioren der Stadt und den
Johannitern zusammen. Im Zentrum stand, Sturzgefahren
und Stolperfallen für Senioren aufzuzeigen, damit diese Bar-
rieren möglichst beseitigt werden.
Im Rahmen einer Projektwoche im August 2017 entwickelten
die Schüler einen „Barrierestadtplan“ zum Thema Sturzpräven-
tion, der auf Sturzgefahren und Stolperfallen für Senioren hin-
wies. Dazu fuhren die Schüler in Rollstühlen oder mit Rollatoren
sowie mit Kamera und Zollstock durch ihre
Heimatstadt. Groß war ihre Überraschung,
wie schnell und häufig sie an Hindernisse
stießen, die sie zuvor gar nicht wahrge-
nommen hatten. Mittels dieses Selbsttests
erforschten sie so die Barrieren ihrer Stadt
und dokumentierten sie.
Die Besichtigung des Altenpflegeheims
Friedenshöhe und ein Besuch in der Se-
niorenbegegnungsstätte „Zum Moritz“
gehörten ebenso zum Programm der Pro-
jektwoche wie Fachvorträge und ein ab-
schließender Aktionstag aller Beteiligten. Insbesondere bei
ihren Besuchen im Altenpflegeheim und in der Seniorenbe-
gegnungsstätte kamen die Schüler mit den Senioren ins Ge-
spräch. Dabei befragten sie die Ruheständler/-innen zu ihren
Erfahrungen und vermerkten die so gewonnenen Erkenntnis-
se ebenfalls in dem von ihnen erstellten Stadtplan. Der Pers-
pektivwechsel und der Austausch zwischen den Jugendlichen
und den Senioren brachte die beiden Generationen einander
näher und weckte gegenseitiges Interesse.
Als Resultat des Projekts entstand schließlich ein vollständi-
ger Stadtplan, in dem gut befahrbare, „barrierefreie“ Passagen
ebenso vermerkt sind wie schlechte Wege und Stolperfallen.
Daraufhin lud der Stadtrat die Schüler/-innen im Herbst 2017
dazu ein, ihre Ergebnisse zu präsentieren, um sie beim Um-
bau des Marktplatzes zu berücksichtigen. Im Frühjahr 2019
erfolgte dann tatsächlich der barrierefreie Umbau des Markt-
platzes der Stadt Radeburg.

image
12
Preisträger und Teilnehmer des Generationenpreises 2019
Anerkennung: „Familienpaten“ aus Lichtenstein
Seit seiner Gründung im Jahr 2000 verfolgt der Lebenshaus e. V.
aus Lichtenstein/Sachsen das Ziel, Kinder, Jugendliche und
Familien in besonderen Lebenslagen zu begleiten, zu stärken
und ihnen neue Chancen zu eröffnen. Der gemeinnützige,
sich zu einem großen Teil über Spenden finanzierende Verein
ist vor allem Ansprechpartner und Wegbegleiter für Adoptiv-
und Pflegefamilien in Sachsen. Als überregionaler Freier Trä-
ger der Kinder- und Jugendhilfe arbeitet er in diesem Bereich
eng mit dem Jugendamt zusammen.
Der Lebenshaus e. V. sucht als ehrenamtliche Paten Frauen
und Männer jeden Alters, die gerne etwas von ihrer Zeit, Ide-
en und Erfahrung weitergeben wollen und einen Menschen
oder eine Familie ein Stück auf ihrem Weg begleiten möchten.
Das besondere Augenmerk der Patenschaften liegt auf der
Einreicher
Lebenshaus e. V. Lichtenstein
Kategorie
Anerkennungspreis
Prämienhöhe
1.500,- Euro
Ansprechpartner
Lebenshaus e. V. Lichtenstein
Michaela Flachowsky
Weststr. 1a
09350 Lichtenstein
0176 54596829
michaela.flachowsky@lebenshaus.org
www.lebenshaus.org
Unterstützung von Kindern in besonderen (Not-)Situationen,
Alleinerziehenden und Familien mit wenig sozialem Netzwerk,
jungen Erwachsenen auf dem Weg in die Selbständigkeit, Kin-
dern und Familien mit Migrationshintergrund sowie Flücht-
lingen, auch unbegleiteten Minderjährigen, mit dem Wunsch
nach Integration. Kurz gesagt: Bei dem Projekt „Familienpa-
ten“ geht es darum, Familien oder erwachsene Menschen mit
Kindern, Jugendlichen und Familien zusammenzubringen und
Patenschaften zu initiieren.
Darüber hinaus sorgt der Lebenshaus e. V. dafür, dass die
Paten optimal für ihre Patenschaften vorbereitet werden. So
führt er mit an einer Patenschaft interessierten Menschen
ein Erstgespräch und findet für sie die passende Aufgabe.
Anschließend begleitet der Verein die Vermittlung und Aus-
gestaltung der Patenschaft und unterstützt die Paten durch
eine arbeitsfeldbezogene Fortbildung und einen Erfahrungs-
austausch. Integraler Bestandteil einer Patenschaft ist zudem
eine Ehrenamtsvereinbarung mit Versicherungsschutz. Seit
2015 hat der Lebenshaus e. V. bereits 50 Patenschaften er-
möglicht.
Paten können sich dabei in vielfältiger Weise
einbringen: Das reicht vom Teilen schöner
Erlebnisse und dem gemeinsamen Spielen
über eine Entlastung bei der Kinderbetreuung
und Hilfen bei der Wohnungseinrichtung und
Bewerbungen bis hin zur Alltagsbegleitung und
Sprachvermittlung.

image
13
Anerkennung: „Generationsübergreifendes Musical“ aus Falkenstein/Vogtland
Einreicher
Evangelische Kirche Falkenstein/Vogtland
Kategorie
Anerkennungspreis
Prämienhöhe
1.500,- Euro
Ansprechpartner
Evangelisch-Lutherische Kirche
Falkenstein/Vogtl, Gilbrecht Schäl
Am Markt 3
08223 Falkenstein
03745 73917
gilbrecht@gmx.de
www.saatgutmusic.de
Bereits mehrfach hat die Evange-
lisch-Lutherische Kirche in Falkenstein/
Vogtland generationsübergreifende Musi-
calprojekte durchgeführt. Initiiert wurden
sie von Gilbrecht und Marion Schäl und
dem Musicalteam innerhalb der Kirchen-
gemeinde Falkenstein/Grünbach. Inhalt
des prämierten Musicalprojekts „Wüsten-
feuer“ ist die 40-jährige Wanderung des
israelitischen Volkes durch die Wüste.
Wie bei seinen Vorgängern nahmen auch
bei diesem Musical wieder rund 100 eh-
renamtliche Mitwirkende aus verschiede-
nen Generationen teil. Zu den Mitwirkenden zählten Kinder ab
der 5. Klasse, Jugendliche genauso wie jüngere und ältere Er-
wachsene sowie Senioren. Jeder von ihnen wurde entsprechend
seinen Fähigkeiten, Talenten und Interessen gefördert und einge-
setzt: im Chor, als Solist, Musiker, Tänzer und Schauspieler, aber
auch als Licht- und Tontechniker, Bühnenbildner oder Kostüm-
gestalter.
Die ersten Proben für das reichlich zweieinhalbstündige Bühnen-
werk fanden Anfang 2013 statt. Seit 2014 ist das Ensemble mit
seinem Musical in verschiedenen Regionen Deutschlands unter-
wegs und hat es mittlerweile weit über 40 Mal mit Erfolg aufge-
führt. Während dieser Zeit wuchsen die Mitwirkenden zu einer
großen Familie zusammen, in der jeder auf jeden acht gab. Denn
gemeinsame Mahlzeiten an den Proben- und Aufführungswo-
chenenden boten viele Gelegenheiten zu Gesprächen und regem
Austausch, was alle als besondere Bereicherung empfanden.
Insbesondere Jugendlichen gab der familiäre Charakter der Zu-
sammenarbeit stabilen Halt in der Gemeinschaft. Und ältere Mit-
wirkende hatten die Möglichkeit, gemeinsam mit jungen Leuten
eine herausfordernde Aufgabe zu bewältigen. Jeder setzte sich
mit voller Kraft für die Sache ein und Schwierigkeiten wurden
gemeinsam gemeistert. Die Mitwirkenden ergänzten sich da-
bei gegenseitig – auch generationsübergreifend. Aufgrund des
großen Erfolgs dieses spannenden und gemeinschaftsfördern-
den Projekts haben die Initiatoren im Frühjahr 2019 bereits das
nächste angestoßen – das Musical „Das Wagnis“. Die Erstauffüh-
rung ist für 2020 geplant, anschließend soll das Stück in Sachsen
und bundesweit bis 2023 gespielt werden.
Das Projekt „Generationsübergreifendes
Musical“ klingt überaus vielversprechend.
Die Idee besteht darin, dass Akteure aus allen
Generationen gemeinsam ein Musical auf die
Beine stellen und damit öffentlich auftreten.

image
Weitere Projekte
14
Preisträger und Teilnehmer des Generationenpreises 2019
2002 hat sich eine Gruppe von Senioren, Vorruheständlern
und Berufstätigen zusammengetan, um einen Dreiseitenhof
zu sanieren und zu einem Kultur- und Erlebnishof auszubau-
en. Die nun knapp 100 Vereinsmitglieder – im Alter bis über
90 Jahre – organisieren ehrenamtlich Freizeit- und Kulturan-
gebote. Diese reichen vom Ostereier-Bemalen mit Kindern,
von Theateraufführungen, Lesungen, Weihnachtsmarkt und
Hof-Kirmes über generationsübergreifende Keramikwerkstät-
Ort
Hoyerswerda, LK Bautzen
Das Projekt sind wir!
Einreicher
Kultur- und Erlebnishof Zeißig e. V.
www.zeissighof.de
ten und Seniorensport bis zu sorbischen Gesprächskreisen
und wechselnden Ausstellungen. „Nebenbei“ halten die en-
gagierten Vereinsmitglieder den Hof mit Ausstellungsräumen,
Holzbackofen, Web- und Keramikraum und Veranstaltungs-
stuben in Schuss und renovieren ihn Stück für Stück. Bei allen
Aktivitäten hat sich eine lebendige generationenübergreifen-
de Gemeinschaft entwickelt, die das lokale Leben bereichert.
ϭ

image
15
Der Verein Steinerner Frosch Miltitz setzt sich mit seinen rund
70 Mitgliedern für den dörflichen Zusammenhalt sowie die
Pflege von sorbischer Sprache und Brauchtum ein. Ein vielfäl-
tiges Veranstaltungsprogramm, zu dem Familienwanderungen,
Vorträge und Bücherbasare ebenso gehören wie gemeinschaft-
liche Arbeitseinsätze und Feiern, lädt zum Mitmachen ein.
Kern des beim Generationenpreis vorgestellten Projekts war die
Verschönerung der Dorfmitte sowie die Pflege des Flächenna-
turdenkmals „Steinerner Frosch“. Rund 50 Menschen von Jung
bis Alt haben in ihrer Freizeit tatkräftig mit angepackt, um ei-
nen Platz zu schaffen, an dem alle Generationen des Dorfes –
Einheimische und Zugezogene – zusammenkommen und sich
austauschen können. Schon mit dem gemeinschaftlichen Ar-
beitseinsatz wurde dabei der Zusammenhalt zwischen den
Helferinnen und Helfern gestärkt, so dass die Miltitzer ihrem
Ziel schon auf dem Weg dorthin näher kamen.
Ort
Miltitz, LK Meißen
Ausbau Dorfmitte zum
Begegnungspunkt
Einreicher
Steinerner Frosch Miltitz e. V.
www.frosch-ev.de
Bei der „Groß-Rüstzeit“ unternehmen Familien (Eltern- und
Großeltern-Generation) mit Kindern jeden Alters eine gemein-
same Ferienfahrt, die als generationsübergreifend, christlich
geprägte „Rüstzeit“ gestaltet ist. Jeder Tag der gemeinsamen
Zeit bietet ein altersübergreifendes Miteinander ebenso wie
altersspezifische Angebote. Das Programm enthält geistliche,
kreative, sportliche und musikalische Aktivitäten, von denen
einige generationsübergreifend angelegt sind. Die Teilnehmer
können so individuelle Interessen verfolgen. Zugleich spüren
und erleben sie die Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft, die
in ihrer altersmäßigen Zusammensetzung fast die Gesell-
schaft abbildet. Die gemeinsame Zeit eröffnet neue Perspekti-
ven ebenso wie Begegnungen.
Ort
Annaberg, Erzgebirgskreis
Groß-Rüstzeit
Einreicher
Evangelische Jugend im Kirchenbezirk
Annaberg
www.ev-jugend-erz.de
ϭ

16
Preisträger und Teilnehmer des Generationenpreises 2019
2021 feiert Freital seinen 100. Geburtstag. Das Umweltzent-
rum Freital rief deshalb in Kooperation mit der Stadt Freital
die Bürgerinnen und Bürger zum Mitmachen auf. Nun geht es
darum, sich unter dem Motto „100 Bäume für eine Hundert-
jährige“ zusammenzutun, um neue Bäume im Stadtgebiet zu
pflanzen und zu begleiten. Die Bäume sollen fest stehen. Da-
raus entstand die Idee, mit Kindern Baumpfähle zu bemalen.
Außerdem haben Senioren und Seniorinnen aus dem Arbeits-
kreis Naturbewahrung gemeinsam mit Kindern und Jugend-
lichen Nisthilfen gebaut und angebracht. So wurde aus dem
Naturprojekt zugleich ein Generationenprojekt.
Ort
Freital, Sächsische Schweiz/Osterzgebirge
100 Bäume für eine Hundertjährige
Einreicher
Umweltzentrum Freital e. V.
www.umweltzentrum-freital.de
Wie gehe ich mit einer Computermaus um? Wie funktioniert
ein Schreibprogramm? Wie verschicke ich eine Mail? Wer
nicht mit Computern auf Du und Du ist, kann es im Compu-
terkabinett des Lessing-Gymnasiums Döbeln lernen. Seit 13
Jahren haben sich Volkssolidarität Döbeln und Lessing-Gym-
nasium diesem Anliegen mit ihrer Kooperation verschrieben
und bieten Kurse unter dem Titel „Senioren ans Netz“ an. Ziel-
gruppe sind in erster Linie Senioren, aber auch jeder andere
kann mitmachen. Die Kurse werden von Schülern geleitet, die
so ebenfalls neue Erfahrungen sammeln können. So lernen
beide Generationen von- und miteinander.
Ort
Döbeln, Mittelsachsen
Senioren ans Netz
Einreicher
Lessing-Gymnasium Döbeln
www.lgd.de
Die Goase ist eine Nachbarschaftsinitiative, die ökologische,
kulturelle und kreative Ideen zu handfesten Projekten und
Angeboten entwickelt. Kreativer Tatendrang und ein großer
Hausgarten sind die Grundlage für ein „Lebendiges Mitein-
ander in der Nachbarschaft“. Bei Festen, Veranstaltungen und
vielfältigen Angeboten – unter anderem Werkstatt, Bienen-
stock, Hochbeete – sind Nachbarn und Interessierte herzlich
willkommen. So entstehen generationsübergreifende Kontak-
te der Bewohner im Viertel. Aus der Vernetzung folgen weitere
Projekte wie ein Tauschschrank, gemeinsames Gärtnern und
Imkern oder ein „Foodsharing-Fairteiler.“
Ort
Leipzig, Leipzig
Lebendiges Miteinander
in der Nachbarschaft
Einreicher
Goase e. V.
www.goase-ev.de
In dem Projekt vermittelt und betreut das Mehrgenerationen-
haus Chemnitz Kontakte zwischen Senioren und Familien. Die
soziale Beziehung steht im Vordergrund. Regelmäßige Tref-
fen im Mehrgenerationenhaus bieten die Chance zum Erfah-
rungsaustausch. Das Angebot baut eine Generationen-Brücke
für Menschen, deren eigene Familie nicht vor Ort ist. Das
Projekt ist als wechselseitige Bereicherung des Lebensalltags
gedacht und bringt die Generationen auch außerhalb der
klassischen Familienbande zusammen. Den Familien wird so
die Aufgabe erleichtert, Familie und Beruf zu vereinbaren. Die
Paten-Großeltern freuen sich, den Jüngeren mit Erfahrung
und Zeit helfen zu können.
Ort
Chemnitz, Chemnitz
Großeltern für mich
Einreicher
Mehrgenerationenhaus Chemnitz
www.solaris-fzu.de

image
17
Der Verein „Wir für Ellefeld“ hat es sich zum Ziel gesetzt, Pro-
jekte, Veranstaltungen und Aktionen für und mit den Ellefel-
dern zu organisieren, um das gute Miteinander zu erhalten
und zu fördern.
Eine der vielen Vereinsaktionen sind die „Hutzennachmittage“:
Zweimal im Jahr lädt der Verein Senioren und Interessierte
ein und bewirtet diese in einer schönen Umgebung, um ein
zwangloses Kennenlernen und den Austausch der Senio-
ren untereinander und mit den jüngeren Vereinsmitgliedern
zu fördern. Im Frühjahr gibt es Kaffee und Kuchen und im
Spätsommer Leckeres vom Grill. Austausch heißt auf vogt-
ländisch „hutzen“, daher stammt der Name „Hutzennachmit-
tag“. Damit auch wirklich alle kommen können, organisiert der
Verein zusätzlich einen Fahrdienst. Die »Hutzennachmittage«
erfreuen sich großer Resonanz und haben sich in kurzer Zeit
fest im Veranstaltungskalender des Ortes etabliert.
Ort
Ellefeld, Vogtlandkreis
Hutzennachmittage
Einreicher
Wir für Ellefeld e. V.
www.wir-fuer-ellefeld.de
ϭ
Seit 2017 rollt der Arzberger Bürgerbus für alle nicht mobi-
len Einwohner der Gemeinde zu Orten der Daseinsvorsorge
(Ärzte, Friseure, Behörden, Einrichtungen u. a. m.) im Kommu-
nalgebiet und den benachbarten Orten bis in die nahe Kreis-
stadt Torgau. 100 Fahrgaste und 1.000 gefahrene Kilometer
im Monatsdurchschnitt belegen die Notwendigkeit, aber auch
den Erfolg des Projektes, das nach dreijähriger Konzeptions-
phase entstand. Nach Umfragen in der Bevölkerung, Studien
mit dem Landratsamt und den regionalen Partnern des ÖPNV
stand fest – das Projekt muss von den Voraussetzungen in
Arzberg durchgeführt werden und das Ehrenamt einbinden.
Es soll den nicht mobilen Arzbergern die Teilhabe am gesell-
schaftlichen Leben ermöglichen und die Erreichbarkeit von
Einrichtungen der Daseinsvorsorge absichern. Das Projekt
wird bestens angenommen. Als Ergänzung zum ÖPNV macht
es nun eine ganze Gemeinde mobil und sichert speziell den
Senioren die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben im Alter.
Ort
Nordsachsen
Arzberger Bürgerbus
Einreicher
Gemeindeverwaltung Arzberg
www.gemeindearzberg.de

image
18
Preisträger und Teilnehmer des Generationenpreises 2019
Altes Haus – neues Leben: Das historische Bahnhofsgebäu-
de prägte das Erlauer Ortsbild, drohte jedoch zu verfallen.
Im Jahr 2012 machten sich die Erlauer daher auf, ihren alten
Bahnhof zu retten und Nutzungen zu integrieren, die auch
in Zukunft ein gutes Leben in ihrer Gemeinde ermöglichen
sollten. Durch den Schulterschluss zwischen Gemeinde und
dem Verein „Generationenbahnhof Erlau“ gelang es, das alte
Gebäude zu neuem Leben zu erwecken. Dafür packten die Er-
lauer Bürgerinnen und Bürger tatkräftig mit an.
Ort
Erlau, Mittelsachsen
Generationsbahnhof Erlau –
Bürger und Profis Hand in Hand
Einreicher
Generationenbahnhof Erlau e. V.
www.gemeindeerlau.de
Seit seiner Neueröffnung ist der ehrenamtlich betriebene Ge-
nerationenbahnhof zu einem lebendigen Mittelpunkt in Erlau
geworden. Für die Einwohner – ob klein oder groß – entstand
ein Treffpunkt für Feiern, Veranstaltungen und Aktivitäten,
die die Vielfalt des dörflichen Miteinanders erhalten und
den Austausch fördern. Im Generationenbahnhof Erlau wird
bürgerschaftliches Engagement zudem mit professioneller
Unterstützung im Bereich Pflege und Medizin verknüpft. So
sind eine professionelle Seniorentagespflege, ein ambulanter
Pflegedienst sowie eine Zahnarztpraxis in den Bahnhof einge-
zogen. Und das ist erst der Anfang. Der Bahnhof bietet Raum
für viele Ideen – und alle Generationen.
ϭ

image
19
Die Arbeitsgemeinschaft bringt Klein und Groß zusammen:
Grundschüler arbeiten unter Anleitung von Senioren des
Aphasiker-Zentrums gemeinsam an einer Modelleisenbahn.
Von dem Projekt profitieren die Kinder ebenso wie die Seni-
oren. Den älteren Hobby-Eisenbahnern hilft das gemeinsame
Basteln, die Motorik zu schulen und nach einem Schlaganfall
oder Schädel-Hirn-Trauma eine Aufgabe zu haben, bei der
sie ihre Erfahrung weitergeben können. Auf der anderen Sei-
te lernen die Kinder nicht nur Ausdauer und Teamfähigkeit,
wenn sie ein komplexes Werk wie eine Modelleisenbahn in der
Gruppe eigenhändig bauen, sondern erleben nebenbei, dass
Menschen verschieden sind und ein gesundheitliches Handi-
cap keine Hürde für gute Gemeinschaft ist.
Ort
Stollberg, Erzgebirgskreis
Modelleisenbahn
Einreicher
Aphasiker-Zentrum Südwestsachsen e. V.
www.aphasie-suedwestsachsen.de
Der Förderverein St. Bartholomäus-Belgern fördert alle Initi-
ativen zur geschichtlichen Erforschung und zur Belebung des
750 Jahre alten Klosterhofes und der Kirche in Belgern. Dabei
stehen gemeinsame Aktivitäten der verschiedenen Generati-
onen im Mittelpunkt.
Die generationsübergreifenden Veranstaltungen reichen von
Handwerkermärkten und „Advent in den Höfen“ über musi-
sche Zirkel bis zum gemeinsamen Kochen und Backen in der
Klosterküche mit dem Klosterbackofen und vielem mehr. Das
vielfältige und lebendige Programm richtet sich an alle Gene-
rationen und bringt Menschen zusammen.
Ort
Belgern, LK Nordsachsen
Miteinander im Kloster
St. Bartholomäus
Einreicher
Förderverein St.-Bartholomäuskirche
Belgern e. V.
www.kirche-belgern.de
ϭ

image
20
Preisträger und Teilnehmer des Generationenpreises 2019
Die „Landfrauen“ aus Irfersgrün organisieren gesellige Dorf-
nachmittage mit Kaffee und Kuchen, zu denen sie das ganze
Dorf einladen. Als wiederkehrende Programmpunkte leiten die
Kindergartenkinder den Nachmittag mit einer kleinen Darbie-
tung ein und es gibt einen Bericht „Neues aus der Dorfchro-
nik“. Ziel der Landfrauen-Initiative ist, die Kommunikation im
Dorf und dadurch die Dorfgemeinschaft zu stärken sowie
Alleinstehende abzuholen. Es sollen zwanglos Kontakte und
Austausch gepflegt werden und dadurch das gegenseitige In-
teresse und Unterstützung gefördert werden.
Ort
Irfersgrün, Vogtlandkreis
Geselliger Dorftreff
Einreicher
Landfrauen Irfersgrün e. V.
www.landfrauen-irfersgruen.de
ϭ
Jeder vierte Jugendliche beendet in Deutschland die Ausbil-
dung vorzeitig. Um Jugendlichen zu helfen, ihre Ausbildung
erfolgreich abzuschließen, unterstützt das Seniorennetzwerk
des Senior Expert Service (SES) Jugendliche im Rahmen der
Initiative „Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen“ (VerA).
Im Rahmen eines Tandem-Coachings unterstützen Senioren
(„Senior Experts“) jugendliche Azubis, damit diese ihr Ausbil-
dungsziel erreichen. Dadurch konnten Ausbildungsabbrüche
deutlich reduziert werden. Das Programm wurde von der Stif-
tung der Deutschen Wirtschaft für internationale Zusammen-
arbeit initiiert, lebt aber vor allem vom Engagement der Ruhe-
ständler, die lediglich eine Aufwandspauschale erhalten. Mit
Hilfe der Senior Experts konnten in den vergangenen 10 Jah-
ren über 400 Azubis in Dresden zum erfolgreichen Abschluss
ihrer Ausbildung geführt werden.
Ort
Dresden, Dresden
Verhinderung von
Ausbildungsabbrüchen
Einreicher
SES Senior Expert Services
www.ses-buero-dresden.de

image
21
Neugierde an der Geschichte des Heimatortes hat Schüle-
rinnen und Schüler der Oberschule aus Ottendorf-Okrilla zu
diesem Projekt inspiriert: Die Jugendlichen engagierten sich
als Spurensucher und haben ein Entdeckerheftchen für Kin-
der und Familien entwickelt, das interessante Kurzgeschich-
ten und Informationen zur Regionalgeschichte, Rätsel sowie
GPS-Daten enthält. Die Erzählungen handeln von besonderen
Begebenheiten, grusligen Erinnerungen, Traurigem ebenso
wie Erstaunlichem aus der regionalen Geschichte. Die Schü-
ler haben dafür die Geschichte ihres Heimatortes erforscht
und Wissen der älteren Einwohner lebendig gemacht: Ort-
schronisten, Zeitzeugen und Einwohner wurden befragt,
Kontakt zu Heimatvereinen, Archiv und dem Bürgermeister
hergestellt. Gemeinsam gestaltete Workshops, Ausflüge und
Ortsbegehungen, ein Besuch im „Erinnerungskabinett“ sowie
Zeitzeugen-Interviews schufen die Grundlage für das infor-
mative Heftchen, mit dem die Kinder der Gemeinde nun auf
spielerische Art ihre Heimat erkunden können.
Hänsel und Gretel verirren sich darin, Rotkäppchen begegnet
hier dem bösen Wolf und Schneewittchen flüchtet sich vor ih-
rer bösen Stiefmutter in seine Tiefen: Der Wald spielt in unzäh-
ligen Märchen, Sagen und Fabeln eine wichtige Rolle. Zur För-
derung dieses Kulturgutes entwickelte der Wanderlatsch e. V.
eine Märchenwanderung. Auf einem fünf Kilometer langen
Rundweg absolvieren Kinder im Grundschulalter verschiede-
ne Aufgaben an insgesamt vier Stationen. Egal ob Puzzleteile,
Kostümierung oder Schnitzeljagd – jede Station passt zu ei-
nem bekannten Märchen, dessen Rätsel es zu entschlüsseln
gilt. Interaktiv begleitet wird der Waldspaziergang durch Mär-
chenerzähler*innen und Betreuer an den einzelnen Stationen.
Belohnt wird jedes Kind zum Schluss mit einer Urkunde und
einer Süßigkeit.
Ziel des Projekts ist, das Kulturgut des deutschen Märchens
bei den Jüngsten wachzuhalten und gleichzeitig mit dem
Wald vor der eigenen Haustür zu verknüpfen. Der Wald wird
als Ort der Naturbegegnung mitsamt seiner vielfältigen Flora
und Fauna erfahren.
Ort
Ort
Bautzen
Schellenberg, LK Mittelsachsen
Märchenwanderung für Kinder
Entdeckerheftchen
Einreicher
Oberschule Ottendorf-Okrilla,
Schulförderverein
Einreicher
Wanderlatsch e. V.
www.wanderlatsch.de
ϭ

22
Preisträger und Teilnehmer des Generationenpreises 2019
Teilnehmerverzeichnis
Alt und Jung
Familienzentrum Nordhausen
Geschichten von den Großeltern aus der Kindheit und Jugend
Mehrgenerationenhaus
Generationen universale – Vorlesungen
AWO Kreisverband Chemnitz und Umgebung e. V.
Jung & Alt – Gemeinsam aktiv
G.-E.-Lessing-Gymnasium Döbeln
Senioren ans Netz
Kindertagesstätte „Spatzennest“
Senioren aktiv im Alltag
Mehrgenerationenhaus Chemnitz (MGH)
Patenprojekt „Großeltern für mich“
Demokratischer Frauenbund Regionalverband Sachsen Ost e. V.
Gemeinsamkeiten der Generationen
94. Oberschule Leipzig
Kurs Pflege-Soziales-Gesundheit-AWO – Schülerkurse im Seniorenheim
Wanderlatsch e. V. Schellenberg
Märchenwanderung für die Kinder – begleitet von Senioren
Aphasiker-Zentrum Südwestsachsen e. V.
Arbeitsgruppe Modelleisenbahn – Grundschüler mit Senioren des
Aphasiker-Zentrums Südwestsachsen
Die Tierstimme e. V.
AG „Schüler für Tiere“ unter Leitung von Senioren
Volkshochschule Leipzig
„Kalendergänger“ – generationsübergreifende Fotojagd
AG Kurzfilm e. V.
Der KURZFILMTAG für Alt und Jung
Bildungs- & InnovationsPortal Chemnitz, Berufsfachschule für Altenpflege
Generationssportfest Kindergarten und Altenheim
Geriatrisches Netzwerk Radeburg
Projektwoche „Barrierestadtplan“ Schüler mit Senioren
Kita „Kinderinsel“ Großdubrau
„Oldie-Kids“ Kooperation Kindergarten-Seniorenwohnheim
für gemeinsame Aktivitäten
Familienzentrum/Mehrgenerationenhaus Kirchberg des SBBZ e. V.
„Kirchberger Mediencafé“ für Jugendliche und ältere Menschen
DRK Kreisverband Dippoldiswalde e. V.
Jung und Alt gemeinsam – Kindergartenkinder singen zu Geburtstagen und
Jubiläen in Altenheimen
Bauspielplatz Ost (KiWest e. V.)
Groß und Klein gemeinsam – Kooperation Kinder/Jugendliche mit Seniorenbüro
und der Druckwerkstatt Buchkinder e. V.
TSV 1865 Ohorn e. V.
Seniorensportgruppe unter Anleitung von Jugendlichen
BSZ Vogtland Schulteil Rodewisch
Seminar der Generationen – alle zwei Monate zum Thema
„moderne Kommunikationstechnik“
Altenpflegeheim Thalheimblick
Kreatives Gestalten mit Grundschülern und Bewohnern des Altenheims
Kita Bärenbande
Projekte auf Augenhöhe – du warst wie ich und ich werde wie du –
Kooperation zwischen Kindergarten und Altenheim
Integrationskindertagesstätte „Brüderchen & Schwesterchen“
Gemeinsam sind wir stark – Senioren besuchen regelmäßig den Kindergarten
Freizeit- und Erholungszentrum Thum
Gemeinsam hören, helfen und verstehen! –
Seniorenkaffeerunde mit Kindern und Schülern
Sozialservice Rochlitz gGmbH
Alt und Jung in besten Händen – Tagespflege für Senioren und ein Kindergarten
unter einem Dach
Seniorenverein Krostitz e. V.
Jung und Alt lernen voneinander – gemeinsame Aktivitäten Kindergarten,
Grundschule und Seniorenheim
Seniorenbeirat Hoyerswerda
Taschengeldbörse – Schüler helfen Senioren
Museums- und Heimatverein Theuma
Pflege von Kultur und Volksgut – Einrichtung Bauern- und Heimatmuseum
SGH Migräne Bautzen
Selbsthilfe bei Migräne bei Erwachsenen und Kindern
Famil e. V. Mehrgenerationenhaus
Beratungs- und Vermittlungsbüro für Senioren für Handy & Co.
Second Attempt e. V.
Jugend- und Soziokulturelles Zentrum „RABRYKA“
Mittendrin
Generationsgemeinschaft Chemnitz-Rabenstein und Umland e. V.
„Geben und Nehmen“ – eine Generationsgemeinschaft im Alter
Elke Eifert
Generationsübergreifende Vortrags- und Veranstaltungsreihe
WIR FÜR ELLEFELD e. V.
Hutzennachmittage mit Senioren
weltbewusst e. V.
Biografiearbeit Dritte Generation Ostdeutschland
AG Kurzfilm e. V.
KurzFilmCafé für Seniorinnen zum KURZFILMTAG
Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. LV Sachsen
Ehrenamt im Dialog – Vernetzung über alle Generationen
Johanniter Generationenwohnen
Übergreifendes Wohnprojekt der Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. Leipzig
Hillersche Villa gGmbH
Vergessene Orte – deutsch-tschechische Begegnung
Senior Experten Service SES, Büro Dresden
Initiative VerA – Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen
❚❚
Alle zusammen
Musicalprojekt Falkenstein
Generationsübergreifendes Musicalprojekt
Dr. Willmar Schwabesche gemeinnützige Heimstättenbetriebsgesellschaft
mbH + AWO Erzgebirge
Heide trifft Förstel – Begegnungszentrum
Urban Souls e. V.
Offenes Atelier Grünau – künstlerisches Gestalten für alle Altersklassen
SV 1870 Großolbersdorf e. V.
Sanierung des Sportplatzes Großolbersdorf
Generationenhaus Lebensbaum e. V.
Generationenhaus Lebensbaum – eine Tagesstätte für Klein und Groß
Deutsches Stuhlbaumuseum Rabenau
Ausstellung „Wie wir wohnen“ von der Puppenstube zur virtuellen Wohnwelt
Inklusives Nachbarschaftszentrum
Inklusives Nachbarschaftszentrum zum Austausch von ganz jung bis ganz alt
Kirchgemeinde „Zum Heiligen Kreuz“ Falkenstein
Projekt „Generations“ – Chor- und Musikwoche
Malteser Hilfsdienst e. V. Dienststelle Annaberg
Kindertrauergruppe – Trauerbegleitung für Kinder und Familien
Memorare Pacem e. V.
„Große Auswahl. Einpacken für die Zukunft“ – Veranstaltungsreihe
Domizil Alte Weberei
Mehrgenerationenprojekt „Domizil Alte Weberei“ Großröhrsdorf

23
Gemeindeverwaltung Schwepnitz
Festwochenende anlässlich des 675-jährigen Ortsjubiläums vom 21. – 23.09.2018
Kirchgemeinde Evangelische Christuskirche Demitz-Thumitz
Barfußpfad „Jesu-Leiden – Mein Weg“
Neuwürschnitzer Carnevalsverein e. V.
Musicalprojekt Starlight Express – gemeinsame Aufführung von allen Generationen
INSEL e. V.
Projekt „Groß-Rüstzeit“ – eine christliche Rüstzeit für Familien aller Generationen
GeyserHaus e. V.
Treffpunkt der Generationen
Dorfclub Schweikershain e. V.
Advent mit vielen Generationen
Kinder in ihrer Freizeit e. V.
15 Jahre Verein – 15 Events
Arbeiter-Samariter-Bund, Kreisverband Vogtland e. V.
Mehrgenerationenarbeit „Oberes Göltzschtal“
Gemeindeverwaltung Arzberg
Arzberger Bürgerbus – Eine Gemeinde macht mobil
Muht zum Gras e. V.
Projekte für Natur- und Umwelt – generationsübergreifendes Naturschutzprojekt
IB Mitte gGmbH Region Sachsen-Nord
Kinderpatenschaften Leipzig
Volkssolidarität Westerzgebirge e. V.
Generationenfrühstück – einmal im Monat
Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e. V.
Poesiealbum neu, Ausgabe 2/2018 „my generation“
Schachverein Leipzig e. V.
Bau des Vereinsheimes
Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Leipzig-Stadt e. V.
Hand in Hand für die Sicherheit der Leipzigerinnen und Leipziger
Märchenland in Ritterhand e. V.
Generationstreff „Kleine Burg“
Junges Ellefeld
Jugend bringt Schwung in alle Generationen
Sächsische Posaunenmission e. V.
Blasen schafft Bindung – die SPM fördert generationsübergreifende Kulturarbeit
Goase - Nachbarschaftsverein Richterstraße e. V.
Lebendiges Miteinander in der Nachbarschaft – Vernetzung der Bewohner
Elternkreis und Jugendgruppe des LV Sachsen der Deutschen Gesellschaft
für Muskelkranke e. V.
Förderung des Zusammenhalts und des Erfahrungsaustauschs unter den Generationen
Familienzentrum Oberwiesenthal e. V.
Wiesenthaler Zwergenstadt die 9.
weltbewusst e. V.
Projekt: Generationen im Dialog
LJBW e. V. Träger der Schulsozialarbeit an der Oberschule Ottendorf-Okrilla
Von Älteren Geschichten erfahren und ein Entdeckerheft für Kinder entwickeln
Generationenbahnhof Erlau e. V.
Bürger und Profis Hand in Hand
Sozialer Verein Falkenstein e. V.
Bürgerprojekt Kinderspielplatz im Stadtpark Falkenstein
Gemeinnütziger Sozialer Förderkreis e. V.
Projekt „Helfende Hände“
Zweckverband Sächsisches Industriemuseum Energiefabrik Knappenrode
Musikalisches Werminhoff – Ausstellung
AG Kurzfilm e. V.
Inklusives Kurzfilm-Kino – Der KURZFILMTAG in Leichter Sprache,
Audiodeskription und Untertiteln
Grundschule Tintenklecks Mügeln
Kindgerechter Schulhof – Schulhoferweiterung
Stadtverwaltung Oederan
Spiel- und Sportbereich für alle Altersgruppen in Schönerstadt
Wohn- und Lebensräume e. V.
Nachbarschafts-Treff „Quartier 30“
Görlitz für Familie e. V.
Familienfest mit EngagementBörse
Mehrgenerationenhaus Bernsdorf
Digital trifft Analog – Workshop für Eltern und Großeltern
Kulturstiftung Milkwitzer Park
Begegnungsraum und Erholungsstätte Milkwitzer Park
Steinerner Frosch Miltitz e. V.
Ausbau Dorfmitte zum Begegnungspunkt
Soziokulturelles Zentrum Alte Brauerei e. V.
Smartphone-Stammtisch für Senioren – auf Augenhöre Jung und Alt
Kultur- und Erlebnishof Zeißig e. V.
Das Projekt sind wir! Generationsübergreifende Zusammenarbeit
Umweltzentrum Freital e. V.
100 Bäume für die Stadt Freital, Senioren und Kinder bauen Nistkästen
Die Theater Chemnitz – Figurentheater
„Aufstand der Dinge“ Erlebnisse von Generation zu Generation
Bürgerinitiative Chemnitzer City e. V.
Bürgerhaus City – soziokulturelle Einrichtubng für alle Generationen
TSV Ebersbach e. V.
Gemeinsam Sport treiben
Jugend- & Heimatverein Gottschdorf e. V.
3G – Glückliche Gottschdorfer Generationen
Valtenbergwichtel e. V.
Heimat – Ja Menschenskinder, wo leben wir denn
Lebenshaus e. V. Lichtenstein
Familienpatenprojekt
Mühlstraße 14 e. V.
Miteinander der Generationen in Reudnitz
Kreissportbund Bautzen e. V.
Sport-Promotion-Team
Kulturverein Berthelsdorf e. V.
40 Jahre generationsübergreifende Kulturarbeit
Mehrgenerationentheater Zöblitz
Eine coole Truppe – von 12 – 80 Jahren
Förderverein „St.-Bartholomäuskirche Belgern“ e. V.
Projekte für aktive Freizeitgestaltung, musisch, handwerklich etc.
Ambulanter Hospizverein Erlabrunn e. V.
„Hospiz macht Schule“ an den Grundschulen
DKSB RV Freiberg e. V.
Projekt Familienpaten
Evangelische Arbeitsstelle für Kinder- und Jugendarbeit
Mehrgenerationenfreizeit für alle Generationen
Kulturfabrik Hoyerswerda
Disco, Dada, DDR – Jugend in der Planstadt Hoyerswerda
Landfrauen Irfersgrün e. V.
Geselliger Dorftreff
Jugendclub Prietitz e. V.
Kindercamping seit 1994 mit ehrenamtlichen Helfern/Senioren
Café kaputt - Leben.Lernen.Leipzig. e. V.
Reparaturcafé und Bildungsprojekt
Spielmannszug Oberlichtenau e. V.
Musik für jedermann – ein Dorforchester setzt neue Maßstäbe
ASB-Mehrgenerationenhaus Sächsische Schweiz
Begegnungen schaffen
Johanniter Generationenwohnen
Übergreifendes Wohnprojekt der Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. Leipzig

image
Fotos
S. 1, 24
©
fotolia Amborphoto
S. 2
©
Pawel Sosnowski
S. 6
©
Sächsische Staatskanzlei
S. 7 – 13
©
Pawel Sosnowski
S. 14 © Kultur- und Erlebnishof Zeißig e. V.
S. 15 © Steinerner Frosch Miltitz e. V.
S. 17 © Wir für Ellefeld e. V.
S. 18 © Generationenbahnhof Erlau e. V.
S. 19 © Förderverein St.-Bartholomäuskirche Belgern e. V.
S. 20 © Landfrauen Irfersgrün e. V.
S. 21 © Wanderlatsch e. V.
Kontakt
Informationen zu Bewerbungsverfahren, -inhalten und
Preisvergabe sowie die
Bewerbungsunterlagen erhalten Sie unter
www.generationenpreis.sachsen.de
(auch Onlinebewerbung möglich).
Für Nachfragen können Sie die E-Mail-
Adresse
generationenpreis@sk.sachsen.de
nutzen oder sich mit folgendem
Ansprechpartner in Verbindung setzen:
Sächsische Staatskanzlei
Maren Stancke
Telefon: 0351 564-10429