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Städtebauliche Einordnung
Der Neubau des Technikums für die Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik der
Technischen Universität Dresden schließt an die Reihe der Institutsgebäude der Nöth-
nitzer Straße in östlicher Richtung an.
Der kompakte Baukörper mit drei oberirdischen Vollgeschossen nimmt die Höhen der
südwestlich angrenzenden Laborgebäude unter Berücksichtigung der zur Bergstraße hin
ansteigenden Nöthnitzer Straße auf.
Gebäudeorganisation
Das Gebäude mit seiner nahezu quadratischen Grundfläche gliedert sich in den zur Nöth-
nitzer Straße orientierten, öffentlichen Gebäudeflügel und in die sich südlich anschlie-
ßenden Labortrakte mit Hochtechnologielaboren und sensiblen Messräumen. Zwischen
den Labortrakten ist ein Innenhof zur Tageslichtversorgung der Labore angeordnet.
Das Gebäude besitzt insgesamt vier Vollgeschosse und ist teilunterkellert.
In Ebene 0 kennzeichnet die zurückgesetzte Glasfassade den Haupteingang des Techni-
kums an der Nöthnitzer Straße.
Die Raumparameter der Labore entsprechen denen von Reinräumen und das gesamte
Gebäude ist in Schwarz-, Grau- sowie Weißbereiche unterteilt.
Die Gebäudestruktur ermöglicht eine effektive Nutzung der hochinstallierten Labor-
flächen durch Erschließung und Versorgung von außen. Die Laborbereiche in den ost-
west-orientierten Gebäudeflügeln sind Rücken an Rücken angeordnet. Außen umlaufende
Flure versorgen die Räume mit Tageslicht. Alle Labore sind mit gerasteten, revisionierbaren
Unterdecken, Doppelböden und Systemwänden ausgestattet.
Der Verbindungsgang in Ebene 1 zum künftigen Forschungsgebäude am Mierdel-Bau
schafft für die Mitarbeiter eine direkte, niveaugleiche Verbindung zwischen Büro- und
Laborbereichen.
Erschließung
Über eine kleine Eingangshalle mit Aufzug in der Gebäudeachse und seitlich angeordne-
ter einläufiger Treppe werden die oberen Geschosse erschlossen.
Ein über alle Etagen durchgehendes, von der Halle abgetrenntes Treppenhaus ermöglicht
eine interne, schleusenfreie Bewegung zwischen den einzelnen Laboretagen.
Der Zugang zu den Laborbereichen erfolgt grundsätzlich über Schleusen. Alle Personen
gelangen über einen Überstieg (Sitoverbank) von den Umkleiden in die angrenzenden
Grauflure. Dort entsprechen die Raumparameter bereits denen der Reinsträume. Am Zu-
gang zu höher eingestuften Laborbereichen befinden sich den Laborfluren vorgelagerte
Schleusen mit Luftduschen.
Das Einbringen von Großgeräten ist über vorgehaltene Öffnungen mit großflächigen
Drehflügeln in der Fassade in allen Geschossen sowohl auf der Außen- wie auch auf der
Hofseite möglich.
Für Materialtransporte ist auf der Westseite ein separater Wirtschaftseingang vorge-
sehen. In Ebene 0 wird das Material in der Übergabeschleuse in Empfang genommen,
ausgepackt und weitergeleitet oder zwischengelagert. Für Chemikalien stehen in der Ebe-
ne -1 entsprechende Lagerräume mit separater Entlüftung zur Verfügung. Zur Verteilung
des Materials in die Laborbereiche wird ein Lastenaufzug über alle Etagen geführt.
Bauphysik
Die um die Laborzone umlaufenden Flure bilden einen bauphysikalischen Puffer zur Außenfassade. Aufgrund der Anforderungen an die
Laborbereiche ist das Gebäude in den Labortrakten bis auf die erforderlichen Öffnungen für natürliche Entrauchung geschlossen und
wird zwangsbelüftet. Um die Reinraumqualitäten der Luft sicherzustellen, wird in allen Laborräumen ein leichter Überdruck erzeugt.
Mittels großformatiger Fassadenelemente wird der Leckageanteil minimiert. Die Fassadenhülle dieser Gebäudeteile ist somit besonders
dicht. Für Räume mit speziellen Beleuchtungsanforderungen wurden UV-Schutz und Verdunkelungen vorgesehen. Die Fensterbänder
der Hoffassaden sowie Ost- und Westseiten erhielten eine Zweifach-Verglasung mit scheibenintegriertem Sonnenschutz. Die Forde-
rungen der aktuellen Energieeinsparverordnung wurden über konventionelle Dämmung der Hüllflächen und besonders hinsichtlich des
Wärme- und Sonnenschutzes durch optimierte Isolierverglasung umgesetzt.
Bauherr
Freistaat Sachsen
Sächsisches Staatsministerium der Finanzen
Staatsminister der Finanzen, Prof. Dr. Georg Unland
Abteilungsleiter Landesvermögen und Staatshochbau
Johann Gierl
Staatsbetrieb
Sächsisches Immobilien- und Baumanagement
Geschäftsführer Prof. Dieter Janosch
Stellv. Unternehmensbereichsleiter Planungs- und
Baumanagement, Matthias von Rüdiger
Niederlassung Dresden II
Niederlassungsleiter Dr. Ulf Nickol
Gruppe Hochschulbau PBH1
Carola Klotz, Andra Groß
Gruppe Technik
Christiane Tiedt, Ingo Richter, Cornelia Götting,
Frank Ogrzall, Bodo Lindner, Axel Krämer
Volker Schmidt, Christopher Koch
Gruppe Ingenieurbau
Matthias Rudolph, Andrea Schubert
Projektbeteiligte
Projektsteuerung
BERKNER JARZOMBEK PARTNER, Leipzig
ARGE Neubau Technikum
Architekturbüro Bauer, Dresden
Scholze Ingenieurgesellschaft mbH, Dresden
Tragwerksplanung
Krebs und Kiefer, Dresden
Prüfstatik
Prof. Pfeifer und Partner, Cottbus
Heizung, Lüftung, Sanitär, Gebäudeautomation
SCHOLZE Ingenieurgesellschaft mbH, Dresden
Elektrotechnik
MATIC UND MÜLLER INGENIEURE GmbH, Dresden
Laborbau
SCHOLZE Ingenieurgesellschaft mbH, Dresden
Fördertechnik
Planungsgruppe M+M AG, Dresden
Planung Hook-up
M+W Integrated Solutions GmbH, Dresden
VOIP
K.R.A.C.K IT Consulting IT Planung, Cottbus
Freifläche
Ingenieurbüro für Landschaftsarchitektur &
Landschaftsplanung, Elsterwerda
Ingenieurbauwerke / Verkehrsanlagen
GEPRO IG für Geotechnik, Verkehrs- u. Tiefbau u.
Umweltschutz mbH, Dresden
Brandschutz
Statik- und Brandschutzbüro Borchert, Dresden
Brandschutzprüfung
Ingenieurbüro Bröse + Kluger Partnerschaft, Dresden
Vermessung
GEOKART Ingenieurvermessungsgesellschaft mbH,
Dresden
Bodenmechanik / Grund- und Erdbau
BAUGRUND DRESDEN GmbH, Dresden
Baudynamik
Ingenieurbüro Dr. Heiland, Bochum
Beratung Reinraum
TÜV SÜD Cleancert GmbH, Leipzig
SIGEKO
DEKRA Industrial GmbH, Dresden
Bauablauf
Planungsauftrag
08.2010
Bauauftrag
02.2011
Baubeginn
05.2011
Fertigstellung
10.2013
Übergabe
12.2013
Gebäudekenndaten
Bruttogrundfläche
7.320 m²
Bruttorauminhalt
36.760 m³
Hauptnutzfläche
2.268 m²
Gesamtbaukosten: ca. 33.000 T EUR
Die Baumaßnahme wurde gefördert
durch den Europäischen Fond für
Regionale Entwicklung (EFRE)
Herausgeber
Staatsbetrieb
Sächsisches Immobilien- und Baumanagement
Wilhelm-Buck-Straße 4
01097 Dresden
www.sib.sachsen.de
im Auftrag des Freistaates Sachsen,
Sächsisches Staatsministerium der Finanzen
Redaktion
SIB Niederlassung Dresden II
Gestaltung und Satz
Kathrin Augustin, Büro für Gestaltung, Dresden
Fotografie
Architekturfotografie Krumnow, Bannewitz
Druck
Druckerei Thieme, Meißen
Redaktionsschluss
November 2013
Auflage
1.500 Stück
Bezug
Diese Druckschrift kann kostenfrei bezogen werden bei:
Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien-
und Baumanagement
Niederlassung Dresden II
Ostra-Allee 23, 01067 Dresden
Telefon: +49 351 4735 – 546
Fax: +49 351 4735 – 505
E-Mail: poststelle@sib-d2.smf.sachsen.de
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Verpflichtung zur Information der Öffentlichkeit heraus-
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Wahl darf die vorliegende Druckschrift nicht so verwen-
det werden, dass dies als Parteinahme des Herausgebers
zu Gunsten einzelner politischer Gruppen verstanden
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weg, also unabhängig davon, auf welchem Wege und in
welcher Anzahl diese Informationsschrift dem Empfänger
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formationsschrift zur Unterrichtung ihrer Mitglieder zu
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Copyright
Diese Veröffentlichung ist urheberrechtlich geschützt.
Alle Rechte, auch die des Nachdruckes von Auszügen und
der fotomechanischen Wiedergabe, sind dem Herausge-
ber vorbehalten.
Technische Universität Dresden
Neubau Technikum Nöthnitzer Straße

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Ausbau
Zur langfristig flexiblen Nutzung der Laborflächen erfolgte der Ausbau der Labortrakte im reinraumgeeigneten, elementierten und wie-
derverwendbaren Systemausbau. Eine maximale Funktionalität und Flexibilität in der Nutzung ist dadurch gewährleistet.
Die Flurwände erhielten Füllungen aus Ganzglaselementen, um ein Maximum an Tageslicht sowie Transparenz zu erreichen. Optisch
rücken so die Labore bis an die Außenwände heran. Zur zusätzlichen Sichtverbindung der einzelnen Räume wurden die ansonsten ge-
schlossenen Labortrennwände im unmittelbaren Anschluss an die Flurwände durch Ganzglaselemente ersetzt.
Die lichte Raumhöhe beträgt durchgehend drei Meter. Der Raum oberhalb der Unterhangdecke wird für technische Installationen
benötigt. Innerhalb der Doppelböden erfolgt die Luftrückführung in die wandintegrierten Lüftungskanäle.
Außenanlagen
Das Grundstück kann von der Nöthnitzer Straße durch zwei Zufahrten erschlossen werden. Hinter dem Forschungsgebäude weitet sich
die westliche Zufahrt zum Innenhof für Anliefer- und Servicebereiche für alle anliegenden Gebäude auf.
Die Fläche wird durch unterschiedliche Beläge mit begrenzenden Kleinpflasterrinnen gegliedert. Die Stellplätze sind auf der Ostseite
des Gebäudes angeordnet. Der Wettbewerbsgedanke des Architekturbüros stellt das Gebäude auf einem Teppich dar. Dieser Grund-
gedanke wurde in der Gestaltung aufgenommen. Ein einheitlicher Plattenbelag umschließt das Gebäude und setzt sich bis in den
Innenhof fort. Vor dem Haupteingang wurde als Abgrenzung zum stark befahrenen öffentlichen Straßenraum ein Vorplatz angelegt,
der durch niedrige Sitzmauern begrenzt wird und die Breite des Innenhofes des Technikums aufnimmt. Die sich nach Westen anschlie-
ßende befestigte Fläche mit integrierten Baumpflanzungen liegt am Übergangsbereich zum gepflasterten Gebäudevorplatz etwa 45
Zentimeter tiefer. Die Fläche wird so angelegt, dass ein Überqueren des Platzes von der westlichen Zufahrt aus bis zum Haupteingang
möglich ist und fällt danach in Richtung der gemeinsamen Zufahrt Technikum und Forschungsgebäude leicht ab. Um den Höhenun-
terschied zum Weg parallel des Gebäudes auszugleichen, ist eine Mauer notwendig.
Östlich schließt sich eine Pflanzfläche an. Zwischen dieser und der Gebäudefassade des Neubaus wurden Fahrradanlehnbügel an-
geordnet.
Tragwerk
Das Gebäude besitzt eine monolithische Rohbaustruktur. Das Tragsystem der Labortrakte berücksichtigt die Belange einer hochgradig
flexiblen und im fortlaufenden Wandlungsprozess begriffenen Forschung. Tragende Stützen sind auf die Fassadenebenen und die Mit-
tellängswand, die für technische Installationen vorbehalten ist, beschränkt. Aussteifende Wandscheiben sind grundsätzlich außerhalb
der Laborflächen angeordnet. Die Rohbaukonstruktion ist auf das Ausbauraster abgestimmt.
Die in Gebäudequerrichtung großen Spannweiten werden mit Flachdecken überspannt. Der Einsatz von Hohlkörpern (sog. Cobiax-
Decken) führte zu erheblicher Betoneinsparung bei unveränderter Gebäudesteifigkeit.
Zur Sicherstellung des Forschungsbetriebes, insbesondere für Messungen an Mikrostrukturen, muss das Gebäude besonders schwin-
gungsarm, daher extrem steif und unempfindlich gegenüber der Einwirkung äußerer und innerer Störquellen ausgeführt werden. Neben
der Sicherstellung einer für das Forschungsgebiet ausreichenden Mindestschwingarmut werden im Gebäude Zonen erhöhter Schwin-
gungssensibilität von schwingungserzeugenden Raumbereichen, wie Technikflächen und Fertigungslinien für elektrotechnische Bau-
teile, getrennt. Unterhalb der Laborflügel wird die Flachgründung auf 2,0 m dicken Bodenplatten ausgeführt, um einen Eintrag uner-
wünschter Schwingungen von außen zu verhindern.
Im nördlichen Gebäudeflügel kommt ein konventionelles Tragwerk aus tragenden und aussteifenden Wänden, Kernen und Flachdecken
zum Einsatz.
Fassade
Die Erscheinung des Technikums wird durch die vorgehängte Fassade aus Metallpaneelen bestimmt. Im Bereich der Erschließungshalle
löst sich die zum Teil perforierte Metallfassade von der zurückgesetzten Verglasung. Die Fassade ist so auch vom Innenraum aus er-
lebbar und wird zum gestalterisch identitätsstiftenden Element durch die besondere atmosphärische Situation. Das Motiv wurde einer
Leiterplatte, dem Grundbaustein in der Elektronik, entlehnt. Zur einfachen Reinigung der Glasflächen an der Eingangshalle wurden
Gitterroste als Reinigungsstege zwischen Außenhaut und Glasfassade gespannt. Die Fensterbänder erhalten großformatige Vergla-
sungen als Pfosten-Riegel-Fassade. Die Verglasung zum Innenhof wird als gebäudehohe Pfosten-Riegel-Fassade zur größtmöglichen
Dichtigkeit der Fassadenebene geplant.
Heizungs-, Lüftungs-, Kälte- und Sanitärtechnik
Die raumlufttechnische Versorgung wird von insgesamt vier Zentralanlagen für die Labor- und Reinraumbereiche und je einer Zen-
tralanlage für die Sozial- und Technikräume übernommen.
In den Reinräumen sorgen Filterventilatoranlagen im Umluftbetrieb für die Aufrechterhaltung einer laminaren Verdrängungsströmung
und für die Reinhaltung der Luft. Die Kälteerzeugung erfolgt über zwei wassergekühlte Kaltwassersätze und zwei Rückkühlwerke als
Hybridanlagen. Der Stellplatz für eine weitere Anlage und die Anbindung an den Kälteverbund wird vorgehalten. Die Wärmeversor-
gung erfolgt über eine Fernwärmestation.
Das Gebäude ist mit vier Wasserversorgungssystemen und drei Abwasser- sowie dem Regenwasserentsorgungssystem ausgestattet.
Elektroinstallation | Daten- und Fernmeldenetz | Brandmeldeanlage
Für den Betrieb des Gebäudes wurden eine Schaltanlage, zwei Trafos à 1.000 kVA, eine Netzersatzanlage mit 350 kVA sowie Haupt-
und Unterverteilungen für die Allgemeinstromversorgung sowie Netzersatz realisiert. Dabei mussten circa 95 Kilometer Installations-
kabel, 1.700 Leuchten und 1.900 Schalter und Steckdosen verbaut und eine Sicherheitsbeleuchtungsanlage errichtet werden.
Im Gebäude kommt ein strukturiertes Datennetz mit einer Gesamtleitungslänge von etwa 60 Kilometer, 930 Ports, sechs Datenver-
teilerschränken mit 12 internen Lichwellenleiter-Verbindungen und Schrankkontrollsystemen zum Einsatz.
Eine vollflächige Brandmelde- und eine BOS-Anlage mit Aufschaltung auf die Feuerwehr Dresden und das Gefahrenmanagement der
TU Dresden überwachen das Gebäude.
In dem Gebäude sind 13 Schleusensteuerungen, elf Fluchttürsteuerungen und eine Türüberwachungsanlage installiert.
Gebäudeautomation
Für die gesamte Liegenschaft der TU Dresden erfolgt eine zentrale Betriebsführung. Das Technikum ist in dieses Netzwerk integriert,
um eine energieeffiziente und ausfallsichere Betreibung aller betriebstechnischen Anlagen abzusichern.
In der Feldebene erfasst und regelt die Sensorik und Aktorik alle notwendigen Betriebszustände. Die Kommunikation in den Räumen
erfolgt mit Hilfe des firmenneutralen local operating network (LON). Über diese Kommunikation ist auch die Raumluftbilanzregelung
mit eingebunden.
Aufzugsanlagen
Im Gebäude wurden zwei Aufzüge eingeordnet; ein behindertengerechter Hydraulik-Personenaufzug (630 kg) und ein Hydraulikauf-
zug (3.000 kg) als Lastenaufzug mit Gefahrgutsteuerung und hydraulischer Aufsetzvorrichtung für den Fahrkorb.
Medienversorgungsanlagen
Zur Gewährleistung der Labornutzung wurden im Gebäude zentrale Druckluft-, Argon- und Stickstoffversorgungssysteme, ein zen-
trales und mehrere dezentrale Vakuumsysteme sowie Wasserversorgungssysteme für vollentsalztes Wasser (VE-Wassernetz) instal-
liert. Weiterhin sind verschiedene Reinstgasrohrleitungssysteme, gespeist aus Druckgasflaschen in Gasflaschenschränken, vorhanden.
Die Abwasserentsorgung der Labore erfolgt über speziell dafür installierte Abwassersysteme und über die zentrale Neutra-Anlage der
TU Dresden oder über Spezialentsorger.
Labortechnische Anlagen | Nutzungsspezifische Anlagen
Großer Wert wurde auf die synergetische und verfahrenstechnische Kopplung der Labore unter Beachtung der verschiedenen luft-
technischen Reinraumklassen und schwingungstechnischen Anforderungen gelegt. Neben hochwertigen Laboreinrichtungen ergän-
zen ein Reindruckluftnetz, dezentrale und zentrale Reinstgasanlagen, ein VE-Wassernetz und dezentrale und zentrale Vakuumanlagen
die Installationen in den Räumen.
Vom Untergeschoss bis zum zweiten Obergeschoss stehen eine HNF von 2.268 m
2
und eine Labornutzfläche von 1.965 m
2
für viele
verschiedene Forschungsarbeiten im Micro- und Nano-Elektronikbereich zur Verfügung. Besonders sensible Geräte (wie beispielsweise
ein Rasterelektronenmikroskop) stehen auf schwingungsisolierten Sonderfundamenten.
Angeordnet sind, konstruktiv angepasst an die jeweiligen Reinraumklassen, wand- und mittelständige Laborarbeitsplätze, verschie-
dene Digestorien, Absaugboxen, flexible Absaugungen, Absaughauben, Gefahrstoffschränke, Sicherheits-Gasflaschenschränke, Säure-
Laugenschränke, Sicherheitswerkbänke Klasse 2, Laborschränke mit Aufsätzen, Regale, Wägetische, Gerätetische, Laborspülen, La-
borspülmaschinen. An Laborspülen sind dem zentralen VE-Wassernetz nachgeschaltet noch wandhängende Reinstwasseranlagen
installiert. In einigen Laboren sind Laserschutzvorhänge um Geräte mit Lasern angeordnet.
Modernste Praktikumsplätze stehen auch in einem großflächigen Produktionslabor mit Großgeräten im Erdgeschoss zur Verfügung
.