Stand: 10.07.2020
Seite
1
von
8
Rahmenbedingungen zum
58. Länderübergreifenden Ringversuch
– Nährstoffe und Ionen in Abwasser –
November 2020
Parameter
Ammonium-Stickstoff
Nitrat-Stickstoff
Nitrit-Stickstoff
Gesamt-Phosphor
Cyanid, gesamt
Cyanid, leicht freisetzbar
Chrom (VI)
Matrix
Kommunales Abwasser, abgesetzt, filtriert
Zuständiger Ringversuchsveranstalter
Der Ringversuch wird vom Institut für Hygiene und Umwelt in Hamburg (Federführung), der
AQS Baden-Württemberg und dem NLWKN Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasser-
wirtschaft, Küsten- und Naturschutz, Hildesheim, durchgeführt. Eine Aufteilung der Teilneh-
mer erfolgt nach Vorliegen sämtlicher Anmeldungen. Von Ihrem zuständigen Veranstalter
werden Sie zeitnah informiert.
Termine
Anmeldung bis: 14.08.2020
Anmeldebogen mailen an das
Institut für Hygiene und Umwelt in Hamburg
ringversuche@hu.hamburg.de
Nach dem Eingang der Anmeldung erhalten Sie eine Bestätigung des Einganges Ihrer ver-
bindlichen Registrierung
.
Sollten Sie keine Bestätigung erhalten, ist Ihre Anmeldung nicht
eingegangen.
Von dem für Sie zuständigen Veranstalter werden Sie ca. 4 Wochen nach Anmeldeschluss
ein Schreiben erhalten. Erst dadurch kommt mit dem jeweiligen Veranstalter ein rechtsgülti-
ger Vertrag zustande.
Sollte nach Anmeldung zum 58. LÜRV bis 5 Wochen vor Probenverteilung (s. u.) kein weite-
res Schreiben oder E-Mails bei Ihnen eingegangen sein, melden Sie sich bitte beim
Institut
für Hygiene und Umwelt in Hamburg, Dr. Elke Beintner, Tel. 040/428453645,
ringversuche@hu.hamburg.de
.
Achtung
:
Laboratorien, deren Anmeldung nicht fristgerecht eingeht, erhalten ggf. keine Pro-
ben. Falls der Ausrichter entscheidet, dass die Teilnahme noch möglich ist, wird eine um
50% höhere Ringversuchsgebühr (€ 963,75
(ggf. zzgl. Umsatzsteuer))
in Rechnung gestellt.
Probenverteilung:
02.11.2020 Versand per Paketdienst/Expressdienst
Probenankunft:
03.11.2020 Eintreffen der Proben im Labor spätestens 12 Uhr
Analytik bis:
13.11.2020

 
Stand: 10.07.2020
Seite
2
von
8
Ergebnisabgabe:
bis
23.11.2020, 24:00 Uhr
, per E-Mail als unterschriebenes pdf-Doku-
ment oder schriftlich (Post oder Fax) beim Veranstalter,
Achtung!
Ausschlussfrist, Eingangsdatum entscheidet! Später eingehende
Werte werden nicht akzeptiert!
Probendetails
3 Proben zur Bestimmung von Ammonium-Stickstoff und Nitrat-Stickstoff in 1000 ml-
Glasflaschen mit Schraubverschluss oder PE-Flaschen; Konservierung durch Küh-
lung
3 Proben zur Bestimmung von Nitrit-Stickstoff in 100-ml-Glasflaschen mit Schraub-
verschluss oder PE-Flaschen; Konservierung durch Kühlung
3 Proben zur Bestimmung von Gesamt-Phosphor in 250-ml-PE-Flaschen; Konservie-
rung durch Ansäuern mit Salpetersäure (pH etwa 2,1) und Kühlung
3 Proben zur Bestimmung von Cyanid, leicht freisetzbar und Cyanid, gesamt in
500-ml-Schraub-Glasflaschen; Konservierung durch NaOH (pH 11,4) und Kühlung
3 Proben zur Bestimmung von Chrom(VI) in 250-ml-PE-Flaschen; Konservierung
durch NaOH (pH 9) und Kühlung (
Es ist nur eine Filtration erforderlich, die Dop-
pelbestimmung für Cr(VI) soll aus dem Filtrat erfolgen.
)
Zugelassene Analysenverfahren
Parameter
Analysenmethode
NH
4
-N
DIN EN ISO 11732: 2005-05 (E 23)
DIN 38406-E 5: 1983-10
DIN ISO 15923-1: 2014-07 (D 49)
NO
3
-N
DIN EN ISO 10304-1: 2009-07 (D 20)
DIN EN ISO 13395: 1996-12 (D 28)
DIN 38405-D 9: 2011-09
DIN EN ISO 15923-1: 2014-07 (D 49)
NO
2
-N
DIN EN 26777: 1993-04 (D 10)
DIN EN ISO 10304-1: 2009-07 (D 20)
DIN EN ISO 13395: 1996-12 (D 28)
DIN EN ISO 15923-1: 2014-07 (D 49)
P, gesamt
DIN EN ISO 6878: 2004-09 (D 11) Aufschluss nach Abschnitt 7.4
DIN EN ISO 15681-1:2005-05 (D 45) Aufschluss nach AbwV gemäß
Abschnitt 7.4 der DIN EN ISO 6878 (D11):2004-09
DIN EN ISO 15681-2:2005-05 (D 46) Aufschluss nach AbwV gemäß
Abschnitt 7.4 der DIN EN ISO 6878 (D11): 2004-09
DIN EN ISO 11885:2009-09 (E 22) Aufschluss nach AbwV gemäß
DIN EN ISO 15587-2 (A32):2002-07
DIN EN ISO 17294-2:2017-01 (E29) Aufschluss nach AbwV gemäß
DIN EN ISO 15587-2 (A32):2002-07
CN, leicht freisetzbar
DIN 38405-D13-2: 1981-02
DIN EN ISO 14403-1: 2012-10 (D2)
DIN EN ISO 14403-2: 2012-10 (D3)
CN, gesamt
DIN 38405-D13-2: 1981-02
DIN EN ISO 14403-1: 2012-10 (D2)

 
Stand: 10.07.2020
Seite
3
von
8
DIN EN ISO 14403-2: 2012-10 (D3)
Cr(VI)
DIN 38405-D 24: 1987-05
DIN EN ISO 10304-3: 1997-11 (D22), Abschn. 6 (gelöstes Chromat)
DIN EN ISO 23913: 2009-09 (D41)
Die Wahl der Analysenverfahren kann ggf. durch länderspezifische Regelungen weiter
eingeschränkt sein (s. u.).
Die Proben für P, gesamt und CN, gesamt sind zwingend dem in den jeweiligen Normverfah-
ren vorgeschriebenen Aufschluss bzw. bei Anwendung der DIN EN ISO 11885: 2009-09 (E
22) oder DIN EN ISO 17294: 2005-02 (E 29)
entsprechend der Abwasserverordnung gemäß
DIN EN ISO 15587-2 (A32) (Ausgabe Juli 2002)
zu unterziehen.
Andere Analysenverfahren sind nicht zugelassen und ihre Anwendung führt zu einer negativen
Bewertung.
Hinweis:
Die Merkblätter der LAWA werden nicht mehr durch den Erich Schmid-Verlag ver-
breitet. Sie werden zukünftig auf der Homepage der LAWA veröffentlicht und können von dort
kostenlos heruntergeladen werden. Eine automatische Benachrichtigung der Laboratorien
über die Veröffentlichung eines neuen/aktualisierten Merkblattes erfolgt nicht.
Arbeitsbereich
Bei der Auswahl der Verfahren ist sicherzustellen, dass folgende untere Grenzen des Ar-
beitsbereichs erreicht werden können:
Parameter
Untere Grenze des Arbeitsbereichs in [mg/l]
Ammonium-Stickstoff
1,0
Nitrat-Stickstoff
2,0
Nitrit-Stickstoff
0,05
Phosphor, gesamt
0,25
Cyanid, gesamt
0,1
Cyanid, leicht freisetzbar
0,05
Chrom (VI)
0,05
Konzentrationen
In den Ringversuchsproben können Konzentrationen enthalten sein, die deutlich über den
Konzentrationen in Routineproben liegen. Gemäß DIN EN ISO/IEC 17043 muss der Ringver-
suchsveranstalter angemessene Vorsichtsmaßnahmen zu Verhinderung der Fälschung von
Ergebnissen treffen. Dazu muss das Verhältnis aus gesamtem Konzentrationsbereich und
den Toleranzbereichen ausreichend groß sein.
Durchführung der Analytik
Die Proben sind vom Teilnehmerlabor vollständig selbst wie Routineproben zu untersuchen
(im eigenen Labor mit eigenem Personal und eigenen Geräten). Eine Untervergabe der Ana-
lytik ist nicht zulässig. Die Dokumentation der Rohdaten ist vorzuhalten.
Die Proben sind in der Zeit vom 3. November 2020 bis zum 13. November 2020 zu un-
tersuchen.
Angabe des Ergebnisses
Es sind je Probe zwei unabhängige Untersuchungen durchzuführen. Anzugeben ist der Mit-
telwert aus beiden Bestimmungen in
mg/l
mit
3
signifikanten Stellen.
Wir weisen Sie darauf hin,
dass die Doppelbestimmung bei dem Parameter Cr(VI) aus dem Filtrat erfolgt, d.h je Probe
ist nur eine Filtration erforderlich.

 
Stand: 10.07.2020
Seite
4
von
8
Auswertemethodik
Die statistische Auswertung der Daten dieses Ringversuchs erfolgt nach DIN 38402 - A 45
„Ringversuche zur Eignungsprüfung von Laboratorien“ mit Hilfe des kombinierten Schätzver-
fahrens Hampel/Q-Methode, ein Verfahren der robusten Statistik.
Als zugewiesener Wert x
pt
wird der robuste Gesamtmittelwert mittels Hampel-Schätzer aus
den Teilnehmerdaten zugrunde gelegt.
Die Vergleichsstandardabweichung s
R
wird mit der Q-Methode berechnet. Diese kann als
Standardabweichung für die Eignungsbeurteilung σ
pt
und damit zur Bewertung der Einzel-
werte festgelegt werden. Alternativ kann zur Festlegung der Standardabweichung σ
pt
die in
Abschnitt 10.3 der DIN 38402 - A45:2014-06 beschriebene Varianzfunktion verwendet wer-
den. Die Entscheidung über die Anwendung erfolgt nach Vorlage aller Daten durch den
Ringversuchsveranstalter.
Für die Standardabweichung für die Eignungsbeurteilung σ
pt
werden folgende Ober- und Un-
tergrenzen festgelegt:
Parameter
Grenzen für σ
pt
in %
Untergrenze
Obergrenze
NH
4
-N
5
10
NO
3
-N
5
10
NO
2
-N
5
10
P, gesamt
5
10
CN, leicht freisetzbar
15
30
CN, Gesamt
10
25
Cr(VI)
5
15
Aus zugewiesenem Wert x
pt
und Standardabweichung für die Eignungsbeurteilung σ
pt
wird
für jeden Messwert x nach folgender Formel ein z-Score berechnet:
(
)
pt
x
z Score
σ
x
pt
=
Dieser z-Score wird gemäß den Vorgaben des LAWA-Merkblatts A-3 mittels Korrekturfakto-
ren zu z
U
-Scores modifiziert.
Als Toleranzgrenze wird |z
U
|=2,0 festgelegt.
Bewertung der Parameter
Ein Parameter ist dann erfolgreich bestimmt, wenn mindestens 2 von 3 Werten eines Para-
meters innerhalb der Toleranzgrenzen liegen.
Als nicht erfolgreich analysiert gelten:
1) Werte, die nicht im Toleranzbereich liegen,
2) Nicht bestimmte Werte,
3) Werte, die mit „kleiner (<) untere Grenze des Arbeitsbereichs“ angegeben werden,
4) Werte, die aus Untervergaben an ein Fremdlabor resultieren,
5) Werte, die mit einem von den vorgegebenen Analysenverfahren abweichenden Ver-
fahren/Aufschluss ermittelt werden,
6) Werte, die nicht innerhalb des vorgegebenen Analysenzeitraumes ermittelt werden und
7) Werte, die nicht innerhalb der festgesetzten Frist beim Veranstalter eintreffen.
Falls Ihr Labor eine Notifizierung besitzt, kann sich Ihre für Sie zuständige notifizierende
Stelle eine zusätzliche Gesamtbewertung des Ringversuchs vorbehalten.

 
Stand: 10.07.2020
Seite
5
von
8
Ausfall von Proben oder Parametern
Bei Ausfällen von Proben oder Parametern durch einen Fehler des Veranstalters muss der
Ringversuch seitens des Ringversuchsveranstalters nicht wiederholt werden, sofern folgende
Bedingungen eingehalten werden:
Gleichbehandlung aller Teilnehmer des betreffenden Ausrichters
die Teilnehmer der anderen Ausrichter dürfen keine gravierenden Nachteile haben
der entsprechende Parameter muss noch auswertbar sein (also noch mindestens 2
von 3 Niveaus auswertbar)
kein Nachteil für einzelne Teilnehmer des betreffenden Ausrichters durch reduzierten
Proben-Parameter-Satz.
Kosten
Die Gebühr für diesen Ringversuch richtet sich nach dem LAWA-Merkblatt A-3 und
beträgt
642,50
(ggf. zzgl. Umsatzsteuer)
, unabhängig von der Zahl der bestimmten Parameter. Für
Nachmeldungen und Abmeldungen können abweichende Gebühren anfallen.
Beim Versenden der Proben ins Ausland wird auf Grund der höhe-
ren Kosten die Lieferung mit einem Expressdienst zusätzlich in
Rechnung gestellt.

Stand: 10.07.2020
Seite
6
von
8
Länderspezifische Hinweise zum 58. Länderübergreifenden Ringversuch
– Nährstoffe und Ionen in Abwasser –
Die Ergebnisse dieses Ringversuchs werden in allen Bundesländern anerkannt. Somit entfällt für die
Untersuchungsstellen eine unnötige Mehrfachbeteiligung an gleichen Ringversuchen in mehreren
Bundesländern. Hierzu sind jedoch die ggf. vorhandenen länderspezifischen Regelungen zu beach-
ten.
Baden-Württemberg
Laboratorien, die nach der „Verordnung des Ministeriums für Umwelt und Verkehr über sachverstän-
dige Stellen in der Wasserwirtschaft" vom 2. Mai 2001 anerkannt sind, sind zur Teilnahme an diesem
Ringversuch entsprechend ihrem Anerkennungsumfang verpflichtet. Es sind die in der Anlage zum
Bescheid aufgeführten Analysenverfahren anzuwenden.
Bayern
Untersuchungsstellen mit einer entsprechenden Zulassung nach LaborV und VSU (Teilbereich 2.2)
sind verpflichtet an diesem Ringversuch teilzunehmen.
Berlin
Dieser Ringversuch gilt als Nachweis der Eignung für Akkreditierungen/Zulassungen nach der Berliner
IndV und für Abwasseruntersuchungen nach § 68 Abs. 1 BWG.
Brandenburg:
„Untersuchungsstellen, die eine Zulassung für Parameter dieses Ringversuches nach der Untersu-
chungsstellen-Zulassungsverordnung (UstZulV) vom 17.12.1997 (
zuletzt geändert durch Gesetz vom
19.12. 2011
) zur Untersuchung von Abwasser gemäß § 73 Abs. 1 des Brandenburgischen Wasserge-
setzes (BbgWG), zur Untersuchung von Indirekteinleitungen gemäß § 74 Satz 1 letzter Halbsatz
BbgWG oder zur Untersuchung für die amtlichen Überwachung von Abwassereinleitungen gemäß §
110 des BbgWG besitzen, sind zur Teilnahme an diesem Ringversuch verpflichtet. Untersuchungs-
stellen, die eine solche Zulassung beantragen wollen, wird die Teilnahme empfohlen.“
Bremen
- keine -
Hamburg:
Gemäß der "Verordnung über Anforderungen an Wasser- und Abwasseruntersuchungsstellen und de-
ren Zulassung" vom 14.08.2001, zuletzt geändert am 14.07.2015, werden alle Untersuchungsstellen,
die eine Zulassung für den Teilbereich 2 besitzen oder anstreben, aufgefordert, an diesem Ringver-
such teilzunehmen. Es sind die im "Merkblatt zur Zulassung von Messstellen im Wasser- und Abwas-
serbereich im Bundesland Hamburg" angegebenen Analyseverfahren anzuwenden.
Hessen
Dieser Ringversuch gilt als Nachweis der Eignung für Laboratorien, die nach § 10(1) 1. EKVO (vom
23. Juli 2010 (GVBl. I S. 257), zuletzt geändert durch Verordnung vom 3. November 2015 (GVBl. S.
392) in Hessen zugelassen sind. Im Rahmen des EKVO-Anerkennungsverfahrens in Hessen haben
Sie sich verpflichtet: "Regelmäßig an den von der HLUG veranlassten Ringversuchen bzw. Ver-
gleichsmessungen zwischen den Untersuchungsstellen teilzunehmen". Eine Teilnahmepflicht besteht
bei diesem Ringversuch für alle Parameter, für die Sie anerkannt sind. Darüber hinaus ist eine freiwil-
lige Teilnahme mit nicht anerkannten Parametern möglich. Laboratorien, die sich im Anerkennungs-
verfahren gem. EKVO befinden, wird die Teilnahme an diesem Ringversuch dringend nahe gelegt.
Nach EKVO staatlich anerkannte Laboratorien müssen die Analysenverfahren, für die sie zugelassen
sind anwenden. Abweichende Verfahren können nicht anerkannt werden.
Mecklenburg-Vorpommern:
Untersuchungsstellen, die mit der behördlichen Überwachung von Abwassereinleitungen beauftragt
sind, sollen, sofern sie hierfür Parameter dieses Ringversuches bestimmen, an dem Länderübergrei-
fenden Ringversuch teilnehmen. Den übrigen Untersuchungsstellen, die eine Zulassung aufgrund der
Verordnung über die Anerkennung als sachverständige Stelle für Abwasseruntersuchungen (AsSA
Stand: 15.08.2018

Stand: 10.07.2020
Seite
7
von
8
VO) vom 14. Dezember 2005 (GVOBl. M-V S. 667) besitzen oder beantragen wollen, wird die Teil-
nahme empfohlen. Der erfolgreiche Abschluss wird als Nachweis der externen Qualitätssicherung ge-
mäß § 8 Abs. 3 der Verordnung anerkannt.
Niedersachsen:
Staatlich anerkannte Untersuchungsstellen der wasser- und abfallrechtlichen Überwachung nach § 125
NWG und § 44 NAbfG sind verpflichtet an diesem Ringversuch teilzunehmen, sofern sie für die in die-
sem Ringversuch geprüften Parameter anerkannt sind. Staatlich anerkannte Untersuchungsstellen und
Untersuchungsstellen, deren ausreichenden Qualität der Eigenkontrolle gemäß § 5 Abs. 6 der Verord-
nung zur Behandlung von kommunalem Abwasser (KommAbwV) festgestellt wurde, müssen hierbei
das Verfahren anwenden, für das die Anerkennung erteilt wurde. Das Bestehen des Ringversuchs ist
für Laboratorien, die sich im Anerkennungsverfahren befinden, noch keine hinreichende Voraussetzung
für die Erlangung der Anerkennung.
Nordrhein-Westfalen
Untersuchungsstellen mit einer Zulassung nach § 25 LAbfG Teilbereich B2
werden verpflichtet an die-
sem Ringversuch teilzunehmen. Hierbei sind die in den jeweiligen Zulassungsbescheiden angegebe-
nen Analysenverfahren anzuwenden. Darüber hinaus dient dieser Ringversuch zur Hilfestellung bei
der Auswahl geeigneter Untersuchungsstellen für die Selbstüberwachung von Abwassereinleitungen
nach §§ 60,60a LWG.
Rheinland-Pfalz:
Laut Wassergesetz für das Land Rheinland-Pfalz (Landeswassergesetz - LWG) in der Fassung vom
14.Juli 2015 benötigt der Beauftragte nach § 63 „Selbstüberwachung bei Abwassereinleitung und Ab-
wasseranlagen“ keine besondere Zulassung. Die Eignungsprüfung ist eine zivilrechtliche Angelegen-
heit zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer. Daher bietet sich an, dass die Laboratorien sich notifi-
zieren / akkreditieren lassen, um beim Vertragsabschluß diese Unterlagen vorzuweisen.
Eine Notifizierung ist in Rheinland-Pfalz nicht vorgesehen.
Saarland:
Dieser Ringversuch gilt als Nachweis der externen Analytischen Qualitätssicherung für Laboratorien,
die nach § 5 der Eigenkontrollverordnung - EKVO des Saarlandes zugelassen sind. Für Laboratorien
mit einer entsprechenden Zulassung besteht laut Zulassungsbestimmungen die Pflicht zur Teilnahme
am Ringversuch. Die Teilnahme wird nur berücksichtigt, wenn der gesamte Parameterumfang analy-
siert wird bzw. alle mit dem Zulassungsbescheid übereinstimmenden Parameter analysiert werden.
Sachsen
- Im Rahmen der behördlichen Abwasseruntersuchung der Landesdirektion Sachsen sind ausschließ-
lich die in der aktuell gültigen Abwasserverordnung-AbwV (Anlage zu § 4) aufgeführten Analysen- und
Messverfahren anzuwenden.
-
Auftragsanalytik für behördliche Stellen nach § 112 SächsWG vom 12. Juli 2013 (SächsGVBl.
S. 503), das zuletzt durch Artikel 2 des Gesetzes vom 8. Juli 2016 (SächsGVBl. S. 287) geändert wor-
den ist, setzt die erfolgreiche Ringversuchsteilnahme für die im Auftrag benannten Parameter voraus.
Sachsen-Anhalt
Die Teilnahme am Ringversuch bewirkt keinerlei Zulassung oder Auftrag für Wasseruntersuchungen
zur behördlichen Überwachung in Sachsen-Anhalt.
Schleswig-Holstein
Untersuchungsstellen (Laboratorien) mit einer Zulassung nach der Landesverordnung über die Zulas-
sung von Wasseruntersuchungsstellen (ZWVO) für den entsprechenden Teilbereich bzw. für die ent-
sprechenden Parameter, sind verpflichtet, sich an diesem Ringversuch zu beteiligen. Die Ergebnisse
des Länderübergreifenden Ringversuchs werden als wiederkehrende AQS-Maßnahme für die Zulas-
sung nach ZWVO verwendet.
Thüringen
Die erfolgreiche Teilnahme an diesem Länderübergreifenden Ringversuch ist Voraussetzung für fol-
gende Zulassungen:
1. Thüringer Abwassereigenkontrollverordnung – ThürAbwEKVO vom 23.August 2004 i.V. mit
der Ersten Verordnung zur Änderung der Thüringer Abwassereigenkontrollverordnung vom
10. September 2009

Stand: 10.07.2020
Seite
8
von
8
2. Thüringer Deponieeigenkontrollverordnung – ThürDepEKVO vom 08. August 1994, zuletzt ge-
ändert durch Artikel 19 der Verordnung vom 18. Dezember 2018, GVBl. S. 731, 746)
Zur erfolgreichen Teilnahme an diesem Ringversuch sind weiterhin alle Laboratorien verpflichtet, die
Auftragsanalytik im zu bewertenden Parameterspektrum für das Thüringer Landesamt für Umwelt,
Bergbau und Naturschutz durchführen bzw. sich dafür bewerben.
Für Sie gelten die länderspezifischen Regelungen des Bundeslandes, in dem Ihr Labor eine An-
erkennung (Zulassung) hat.