image
 
Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz,
Klimaschutz
Stand: 30.07.2018
www.klimaschulen.sachsen.de
Sekundarstufe 2 Deckblatt
Titel
KLIMAWANDEL GLOKAL
Globale Ursachen und regionale Folgen des Klimawandels
Ziele
Grobziel
Die Schüler/innen werden sich der Komplexität von Ursachen und
Folgen des Klimawandels im Zusammenhang mit der Frage nach
der Verantwortung bewusst.
Feinziel (kognitiv)
Die Schüler/innen erläutern den Zusammenhang zwischen globalen
Ursachen und regionalen Folgen des Klimawandels.
Die Schüler/innen erläutern die regionale Differenzen der
Betroffenheit in Sachsen. Schüler positionieren sich begründet zu
einem Zitat zum Klimawandel.
Feinziel (instrumentell)
Die Schüler/innen verschiedene Medien inhaltsorientiert aus. Sie
setzen sich kritisch mit den Quellen auseinander.
Die Schüler/innen können die Zusammenhänge zwischen Ursachen
und Folgen in einer Concept Map darstellen.
Feinziel (affektiv)
Den Schüler/innen wird bewusst, dass der Klimawandel regionale
Folgen für Mensch und Umwelt hat, auf die es adäquat zu
reagieren gilt. Die Schüler/innen werden sich der Sensibilität des
Klimasystems im Hinblick auf das Einwirken der Menschen bewusst.
Lehrplananbindung
Sek. II, Klasse 11 LB 2 Atmosphärische Prozesse
Zeitbedarf
8 Unterrichtsstunden
Jahrgangsstufen
Empfehlung
11
BNE
Orientierungsrahmen
Erkennen
Ursachen-Wirkungsbeziehungen, Wechselwirkung
menschliche Aktivitäten und Klimaänderungen
Bewerten
kritische Auseinandersetzung mit dem eigenen und
fremden Bewusstsein zum Klimawandel
Handeln
eigenes Untersuchungsdesign und
Untersuchungsinstrumente werden entwickelt und entsprechend
angewendet,
Lernprodukt wird entwickelt und präsentiert
Durchführung,
Weiterverarbeitung
Siehe Sek2_LM_0_Verlaufsplanung
Material für
Lehrer/innnen
Sek2_LM_1
Sek2_LM_6
Material für
Schüler/innen
Sek2_AB_1
Sek2_AB_9f

image
 
Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz,
Klimaschutz
Stand:
.2018
www.klimaschulen.sachsen.de
Sek2_LM_0_Verlaufsplanung
Klimawandel GLOKAL
Phase
Sozialform
Inhalt / Aktivitäten
Medien
Einstieg
Plenum /
Gruppen-
arbeit
Vorwissen aktivieren,
motivieren:
Zitate, 4 –Ecken
Advanced Organizer /
Aufgabenstellung
Sek2_AB_1_Zitate und vier Ecken
Sek2_AB_2_Advanced Organizer
Erar-
beitung
1
90‘
Gruppen-
arbeit
Teil 1
Ggfs. Wiederholung
Treibhauseffekt
Natürliche
Einflussfaktoren auf
Klima
Anthropogene
Einflussfaktoren auf
Klima
Sek2_AB_3_Strahlungshaushalt und nThe
Sek2_AB_4a_natUrsachen
Sek2_AB_4b_natUrsachen
Sek2_AB_5_anthrUrsachen
Sek2_LM_1_AB_3_Loe
Sek2_LM_2_AB_4_Loe
Sek2_LM_3_AB_5_Loe
Erar-
beitung
2
90‘
Gruppen-
arbeit
Teil 2
Folgen der
Klimaänderungen
Eismassen und
Meeresspiegel,
Wasserhaushalt,
Tier- und
Pflanzenwelt,
Gesundheit
Sek2_AB_6a_Eisschmelze
Sek2_AB_6b_Wasserkreislauf
Sek2_AB_6c_Tier- und Pflanzenwelt
Sek2_AB_6d_Gesundheit
Sek2_AB_7_Concept Map
Sek2_LM_4_Concept Map
Erar-
beitung
3
90‘
Gruppen-
arbeit
Teil 3
Sachsens Klima im
Wandel
Temperatur,
Niederschlag und
Extremwetter-
ereignisse
Sek2_AB_8_Klimawandel in Sachsen
Sek2_LM_6_AB_8_Loe
Erar-
beitung
4
90‘
Gruppen-
arbeit
Teil 4
Sachsens Wirtschaft
reagiert
Landwirtschaft
Forstwirtschaft
Wasserwirtschaft
Tourismus
Städte
Sek2_AB_9a_Regionale Betroffenheit
Sek2_AB_9b_Landwirtschaft
Sek2_AB_9c_Forstwirtschaft
Sek2_AB_9d_Wasserwirtschaft
Sek2_AB_9e_Stadt
Sek2_AB_9f_Tourismus
Sicherg.
Gruppen-
arbeit
Erstellung eines eigenen
Medienbeitrages

image
Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz,
Klimaschutz
Stand:
.2018
www.klimaschulen.sachsen.de
Sek2_LM_0_Verlaufsplanung
Varianten
Kreativpaket
Schülerinnen und Schüler entwickelt ausgehend von einer Diskussion über Zitate zum
Klimawandel und auf der Grundlage der Materialien und der damit erstellten Concept
Map einen eigenen Medienbeitrag, in welchem sie sich zu einem ausgewählten Zitat
positionieren. Diese Variante umfasst mehr als 4 Doppelstunden, da die Arbeitsphase
zur Erstellung des Beitrages (ca. 2-3 Doppelstunden) hinzugerechnet werden muss.
Komplexpaket
Schülerinnen und Schüler entwickeln ausgehend von einer Diskussion über Zitate zum
Klimawandel und auf der Grundlage der Materialien eine Concept Map zum Klimawandel
als globales und lokales Phänomen. Diese Variante umfasst 4 Doppelstunden.
Modulpaket
Die Arbeitspakete der Gruppenarbeiten Teil 1-4 können in sich geschlossene Einheiten
als Arbeitsmedien im Unterricht verwendet und mit Inhalten aus dem Lehrbuch
kombiniert werden.

image
 
Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz, Klima-
schutz
Stand: 07.2018
www.klimaschulen.sachsen.de
Sek2_LM_1_AB_3_Loe
Lösungsvorschlag
Die Kraft der Sonne: Strahlungshaushalt und natürlicher Treibhauseffekt
1.
-
einfallende Sonnenstrahlung wird zu einem Teil von der Erdoberfläche und zu einem
anderen Teil durch Wolken, Gasen und Staub reflektiert (durch planetare Albedo)
-
51 % (168 W/m²) von der Erdoberfläche absorbiert, 19 % von der Atmosphäre durch
Wasserdampf, Staub (67 W/m²)
-
Strahlungsbilanz Q (Nettostrahlung) = Differenz zwischen absorbierter Globalstrah-
lung und effektiver Ausstrahlung (AE)
-
absorbierten Globalstrahlung ist die Energieeinnahme der Erdoberfläche (= Glo-
balstrahlung (Qk) – durch die Erdoberfläche reflektierte Strahlung (a. OK)
-
effektive Ausstrahlung = Differenz zwischen Ausstrahlung der Erdoberfläche (AO)
und Gegenstrahlung (AG)
-
man erhält die Nettostrahlung
2.
-
die Gegenstrahlung der Atmosphäre durch verschiedene Treibhausgase (am wich-
tigsten Wasserdampf) = natürlicher Treibhauseffekt
-
verändert das Klima auf der Erde so, dass die mittlere Lufttemperatur bei 15°C liegt
(ohne bei -18°C)
-
natürlicher Treibhauseffekt ist notwendig für das Leben auf der Erde

image
image
image
image
image
image
image
 
SächsischesStaatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz,
Klimaschutz
Stand: 30.07.2018
www.klimaschulen.sachsen.de
Sek2_LM_2_AB_4_Loe
Lösungsvorschlag AB_4_natürliche Ursachen
1. Beschreiben Sie, wie sich die globale Durchschnittstemperatur in den letzten 11000 Jahren
verändert hat. Nennen Sie die zwei Gruppen von Einflussfaktoren. (M_1, M_2)
2. Erläutern Sie ausgewählte natürliche Einflüsse auf das Klima. Unterscheiden Sie dabei
astronomische und geotektonische Einflüsse und ergänzen Sie dazu die Tabelle. (M_3 – M_8)
3. Tauschen Sie sich zu den verschiedenen natürlichen Einflüssen von Klimaänderungen aus.
Ergänzen Sie Ihre Tabelle.
4. Entwickeln Sie in Ihrer Arbeitsgruppe zu jedem Einflussfaktor ein Piktogramm.
Natürliche
Einflüsse
Erläuterung
Astronomi
sche
Einflüsse
Geotekto
nische
Einflüsse
Piktogramm
Exzentrizität
- Abweichung der Erdumlaufbahn
von Kreisbahn (Streckung und
Schrumpfung der Erdbahn)
minimale und maximale Ellipse
- Ändert sich alle 100000 bis
400000 Jahre
führen zu
langperiodische
n Änderungen
der
Solarkonstante
Milankovich-
Zyklen
x
Obliquität
- Neigung der Erdachse gegen die
Erdbahnebene
- Ändert sich rund alle 41000 Jahre
x
Präzession
- die Erdachse schwingt um die
Senkrechte auf der Erdbahnebene
- Ändert sich alle 23000 Jahre
x
Sonnenflecken
- Maß für die Sonnenaktivität, entstehen durch
Magnetfelder
- je mehr Sonnenflecken, desto höher die Aktivität der
Sonne
Grund: Sonnenfackeln
- Modernes Maximum im 20. Jh.
x
Vulkanausbrüc
he
- Eruptionen schleudern Partikel und Gase in die
Stratosphäre
- Bedingen eine Absorption und Reflexion der
Sonneneinstrahlung
Temperaturrückgang für wenige
Jahre
x
Plattentektonik
- Lage der Kontinente beeinflusst Reflexionsvermögen
der Landmassen
Landmassen in Polnähe (Festlandeis) reflektieren
mehr Sonnenstrahlung als Ozeanfläche
Abnahme der Temperatur, Sinken des
Meeresspiegels, weniger Niederschlag
x
Meteoriteneins
chlag
Trübung
der
Atmosphäre
durch Aerosole
(in Ergänzung zum vorhandenen Material)
Siehe auch:
https://www.augsburger-
allgemeine.de/wissenschaft/Asteroid-Chicxulub-brachte-
Kaelte-und-Dunkelheit-auf-die-Erde-id29842762.html
x
- nach Weichsel-Kaltzeit: Wechsel von Phasen mit höheren und niedrigeren Durchschnittstemperaturen
- vor 8000 Jahren Warmzeittrend, vor 4000 Jahren Kaltzeittrend
- heutiges Klima: schnellerer und höherer Anstieg der Durchschnitttemperatur im Vergleich zu den
tausenden Jahren davor (z.B. zu den Optima des Holozän)
- Unterscheidung von natürlichen und anthropogenen Einflussfaktoren

image
SächsischesStaatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz,
Klimaschutz
Stand: 30.07.2018
www.klimaschulen.sachsen.de
Sek2_LM_2_AB_4_Loe
Schlagworte zur Ergebnissicherung an der Tafel
(folgt der Reihenfolge der Tabelle in den AB)
Streckung und Schrumpfung der Erdbahn
Neigung der Erdachse
41000 Jahre
Schwingung der Erdachse
Sonnenaktivität
Aerosole in der Stratosphäre, Temperaturrückgang
Höheres Reflexionsvermögen, Festlandeis, Ozean

image
image
image
image
image
image
SächsischesStaatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz,
Klimaschutz
Stand: 30.07.2018
www.klimaschulen.sachsen.de
Sek2_LM_2_AB_4_Loe

image
 
Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz, Klima-
schutz
Stand: 30.07.2018
www.klimaschulen.sachsen.de
Sek2_LM_3_AB_5_Loe
Lösungsvorschlag
Anthropogene Einflüsse globaler Klimaänderungen
Vorschlag zum Start in das Thema: Karikatur von Heiko Sakurai „Intensives Nachdenken
auf der Klimatitanic“
(http://www.sakurai-cartoons.de/)
1. Gemeinsamkeiten:
-
zwischen 1850 und 1900 minimaler Anstieg zu erkennen
-
globale Durchschnittstemperatur und mittlere Treibhausgaskonzentration ver-
zeichnen ab dem Beginn des 20. Jh. einen Anstieg
-
erst geringer, später steiler Anstieg
Unterschiede:
-
Methan scheint in jüngster Entwicklung zu stagnieren
-
Anstieg der Temperatur etwas später (starker Anstieg ab 1970er) als Anstieg der
Treibhausgase (starker Anstieg ab 1950er)
2. a)
Treibhausgas
Quellen anthropogener
Emissionen
Ursachen
CO
2
75% fossile Energie (Kohle, Öl
und Gas), 20% Waldrodungen,
5% Holznutzung (Entwick-
lungsländer
Industrialisierung und Mo-
torisierung, Weltwirt-
schaftswachstum, Zunah-
me der Handelsströme
Zunahme d. Weltbevölke-
rung
Wachsender Wohlstand
Globales Bevölkerungs-
wachstum
steigende
Nahrungsmittel-produktion
Industrielle Landwirtschaft
Methan CH
4
27% fossile Energie, 23%
Viehhaltung, 17% Reisanbau,
16% Abfälle (Müll, Abwasser),
11% Biomasseverbrennung,
6% Tierexkremente
Lachgas N
2
O
23-48% Bodenbearbeitung
(einschließlich Düngung), 15-
38% chemische Industrie, 17-
23% fossile Energie, 15-19%
Biomasseverbrennung
Ozon O
3
indirekt über so genannte Vor-
läufersubstanzen wie Stickoxi-
de (NOx) unter anderem aus
dem Verkehrsbereich
FCKW
Treibgas in Spraydosen, Kälte-
technik, Dämmstoffen und bei
der Reinigung

image
Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz, Klima-
schutz
Stand: 30.07.2018
www.klimaschulen.sachsen.de
Sek2_LM_3_AB_5_Loe
b)
-
größte Wirkung am natürlichen Treibhauseffekt hat Wasserdampf mit 64%, CO2
zweitstärkstes Treibhausgas, aber nur 21%
-
andere Klimagase wie Methan, Ozon, Lachgas sehr geringer Anteil
-
Wirkung von CO
2
am anthropogenen Treibhauseffekt bei 61%, Methan und
FCKW bedeutend höherer Anteil als am natürlichen Treibhauseffekt
-
Treibhausgase in geringer Konzentration kaum Bedeutung für den natürlichen
Treibhauseffekt, CO
2
in mäßiger Konzentration vorhanden
-
In hoher Konzentration verstärken die Treibhausgase den natürlichen Treibhaus-
effekt, CO
2
bedeutendstes Gas
-
vermindern die Abstrahlung der langwelligen Strahlung ins Weltall, verstärkte
Rückstrahlung zur Erde aufgrund der Strahlungseigenschaften der Gase
zu-
sätzliche Erwärmung durch anthropogenen Treibhauseffekt
-
verstärkt wiederum Vermögen der Atmosphäre Wasserdampf aufzunehmen
weitere Verstärkung des Treibhauseffektes
3. a)
in chronologischer Reihenfolge zu markieren:
USA, Russland, Deutschland, Saudi-Arabien, Süd-Korea
b)
-
reiche Industriestaaten verbrauchen am meisten fossile Energieträger, haben mit
Industrialisierung seit über 150 Jahren weit über den Eigenbedarf hinaus gewirt-
schaftet (BIP zeigt große Ungleichheiten zwischen Industriestaaten und Entwick-
lungsländern)
hier größte Unternehmen, global player, ansässig
-
Verstädterung, Verkehrsmobilität (unter anderem Tourismus) führten zu großem
CO
2
-Anstieg
-
Russland und Saudi-Arabien: Vorkommen und Förderung enormer Erdölmengen
Nutzung für eigene Wirtschaftsleistung und Export
-
Wirtschaftsleistung ist in Industriestaaten um Vielfaches höher als in Entwick-
lungsländern, aber auch Ausbeutung von Ressourcen, intensive Nutzung in der
Landwirtschaft in ärmeren Ländern
-
Export und Import verstärken globalen CO
2
-Ausstoß
ist abhängig von der Wirt-
schaftsleistung und den vorhandenen Rohstoffen
c)
Beispielthese
Bei einer gleichbleibenden Wirtschaftsleistung der Industriestaaten und einer steigenden
Wirtschaftskraft der aufstrebenden Schwellen- und Entwicklungsländer wird der globale
CO
2
-Ausstoß weiter zunehmen.

image
 
Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz,
Klimaschutz
Stand:30.07.2018
www.klimaschulen.sachsen.de
Sek2_LM_4_Concept Map
Methodenblatt: Erstellen einer Concept Map
1. Thema finden und Begriffe sammeln
Thema festlegen, Frage formulieren oder Problem herausfinden
Begriffe, Wortgruppen, Mystery-Kärtchen werden auf kleinen Kärtchen gesammelt und inhaltlich
erfasst
2. Begriffe ordnen
Begriffskärtchen auf eine große Unterleg legen
Sinnvolle Ordnung finden, Begriffe hierarchisieren, Zusammenhänge finden
Ordnungssystem überlegen (z.B. Oberbegriffe finden Orte, Ursachen, Folgen, Auswirkungen,
Natur, Mensch...)
3. Concept Map erstellen
Thema zentral in die Mitte oder als Überschrift
Verschieben der Kärtchen (was gehört zusammen?)
Hinzufügen von beschrifteten Pfeilen und Symbolen (Symbole in einer Legende erklären)
alle Elemente aufkleben
Schema präsentieren und erläutern, mit Ergebnissen der anderen Gruppe vergleichen
Quellen:
Raschke, N.(2018), Concept Maps. Systematisierung und Visualisierung systemischen Denkens, in: Praxis Geographie
7/8, Westermann, Braunschweig, S.48-51.
education21 (Hrsg.), Leitfaden Mystery, Didaktische Überlegungen und Einsatz im Unterricht, 2014.
online:
http://www.globaleducation.ch/globaleducation_de/resources/MA/Leitfaden%20Mystery.pdf
(zuletzt am 29.06.2018)
Sommer, Cornelia (2005) Untersuchung der Systemkompetenz von Grundschülern im Bereich Biologie, Dissertation,
Universität Kiel.
online:
http://eldiss.uni-kiel.de/macau/servlets/MCRFileNodeServlet/dissertation_derivate_00001652/d1652.pdf
(zuletzt am
29.06.2018).
Die Methode des Concept Mappings dient der Systematisierung und Visualisierung des erlernten
Wissens. Dabei sind die Concept Maps Begriffslandkarten, die Begriffe unterschiedlicher
Ordnung und deren Beziehungen untereinander grafisch darstellen. Die Basiskonzepte der
Geographie können als Werkzeuge des Denkens Strukturierungshilfe sein. Komplexe
Zusammenhänge werden so systematisch visualisiert.
Es gibt nicht allein einen Weg die Beurteilung der Qualität von Concept Maps vorzunehmen. Die
Komplexität beruht auf der Anzahl sinnvoller Begriffe sowie der Anzahl und Art der gültigen
Beziehungen, d.h. der Struktur des Gefüges. Folgender Vorschlag beinhaltet fünf Niveaustufen,
die sich aus der Präsentation der Concept Maps durch die Schülergruppe herleiten lassen.
1. unstrukturiert: Antwort passt nicht zur Leitfrage, keine sinnvollen Zusammenhänge zwischen
Fragen und Informationen
2. einfach: eine Information wird als Antwort auf die Leitfrage verarbeitet, keine Gewichtung der
Informationen
3. mehrschichtig: mehrere Informationen werden für die Beantwortung der Frage verwendet,
allerdings ohne Berücksichtigung der Beziehungen zwischen den Informationen
4. zusammenhängend: Vernetzung zwischen den Informationen wird deutlich herausgestellt und
zusammenhängend erläutert, schlüssige Argumentation
5. komplex: abstrakte, über den Einzelfall hinausgehende Konzepte und Zusammenhänge werden in
das Erklärungsmodell integriert, widersprüchliche Hypothesen werden argumentativ
gegeneinander abgewogen

image
Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz,
Klimaschutz
Stand:30.07.2018
www.klimaschulen.sachsen.de
Sek2_LM_4_Concept Map
Lösungsbeispiel Concept Map Ursachen und Folgen des Klimawandels
Sächsische Wirtschaft im Klimawandel
Ursachen
Natürlicher
Treibhauseffekt
Kosmische
Änderungen
Menschliche
Treibhausgasemissionen
Auswirkungen auf Temperatur
Auswirkungen auf Niederschlag
Extremwetterereignisse
Anstieg Treibhausgase
wie Kohlendioxid und
Methan
Mildere Winter
Futteranbau
Regenwaldabholzung
Energieverbrauch für
Ställe durch
Verbrennung
Trockenheit in
Vegetationsperiode I
Waldbrandgefahr
Transport, Verbrauch
fossiler Energieträger
Wärmeliebende
Arten anbauen
Wärmebelastu
ng steigt,
besonders in
Städten
Ernteverlust
Dürre
Verlängerung der
Vegetationsperiode
Landwirtschaft
Tourismus
Forstwirtschaft
Folgen
Klimawandel
Erkrankung
der Pflanzen
Starkniederschläge
Anzahl der
Sommertage
steigt
Wintersport mit
Schneekanonen
Waldumbau,
andere Bäume
pflanzen
mehr Fleischkonsum
mehr Tiere halten
Boden wird
zerstört
Pflanzenwachstum gestört

image
 
Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz, Klima-
schutz
Stand: 7.2018
www.klimaschulen.sachsen.de
Sek2_LM_5_AB_6_Loe
Lösungsvorschlag für die arbeitsteilige Gruppenarbeit – Folgen des Klimawandels
a: globale Verteilung der Folgen des Klimawandels
-
alle Kontinente innerhalb physikalischer, biologischer und menschlicher/ künstlicher Systeme
betroffen
-
alle Kontinente sind in hohem Maße von den Auswirkungen auf Schnee, Gletscher und Per-
mafrost betroffen
-
biologische Systeme: Globale Gefährdung der marinen Ökosysteme (Küsten mehrerer Kon-
tinente, vor allem Europa, Nordamerika, Australien/ Ozeanien)
-
Ökosysteme an Land sind insb. Im Norden Europa, Nordamerikas und Asien gefährdet,
Ökosysteme in Afrika, der Antarktis und in Australien mit großem Beitrag des Klimawandels
betroffen
-
physikalische Systeme: hohes und sehr hohes Vertrauen in die Zuschreibung zum Klima-
wandel haben Überschwemmungen, Dürren und Wasserführung von Flüssen in Afrika, Süd-
amerika, Asien und Australien
-
menschliche und künstliche Systeme: Gefährdung der Lebensmittelproduktion vor allem in
der Sahelzone, Indien und China, aber auch Südamerika, Australien und Europa betroffen
-
Wirtschaftssysteme und Gesundheit der Menschen vor allem betroffen in Afrika, Südamerika
und arktischen/nördlichen Breiten
insgesamt Industriestaaten und westliche Staaten weniger stark betroffen, Auswirkungen in
allen drei Systemen vor allem in Afrika sehr hoch, Gefährdung des Menschen sehr groß durch
große Betroffenheit der Wasserreserven und Nahrungsmittelknappheit in Afrika
enorme Auswirkungen auf Ökosysteme der Erde
Folgen Sek2_AB_6a_Eisschmelze
-
Unterschiede: 1979 etwa doppelt so großes Eisvolumen im Sommerminimum wie 2012
- arktisches Eisvolumen deutlich 2012 geschrumpft, auf Osthalbkugel größerer Massenver-
lust
-
Gemeinsamkeiten: 1979 und 2012 Eisvolumen auf Westhalbkugel vorhanden
-
Anstieg des Meeresspiegels und Starkniederschläge führen zu Überschwemmungen von
Küstenregionen
-
Starkes Anschwellen von Flüssen
Überflutungen von Städten und ländlichen Räumen
(Beispiel Elbhochwasser)
-
wärmere globale Temperaturen führen zur Störung von Luftströmen, was zu länger anhal-
tenden Wetterlagen führen
Hitzeextreme (z. B. in Europa)
Folgen Sek2_AB_6b_Wasserkreislauf
Beispiel Sahelzone: öfter auftretende Dürren
-
Ab 1970 Abweichung der Niederschläge vom langjährigen Mittel immer öfter und stärker im
negativen Bereich
-
Weniger Niederschläge und geringere Mengen in der Sahelzone
-
Abstände zwischen den Jahren mit höheren Niederschlägen werden größer
-
Durch den anthropogenen Treibhauseffekt wird die Atmosphäre erwärmt
Anstieg der Ver-
dunstung und der atmosphärischen Wasserdampfkapazität
-
die Folgen sind einerseits Dürren, andererseits mehr Wasserdampf in der Atmosphäre und
stärkere Niederschläge

image
image
Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz, Klima-
schutz
Stand: 7.2018
www.klimaschulen.sachsen.de
Sek2_LM_5_AB_6_Loe
Hypothese und daraus resultierende Folgen für die Bevölkerung
Bei Zunahme der globalen Durchschnittstemperatur werden die Niederschläge in ihrer Häu-
figkeit abnehmen und in ihrer Menge stark variieren.
-
Für die Bevölkerung folgen daraus: Dürren, zu geringe Verlässlichkeit des Niederschlags,
unzureichende Trinkwasserreserven für Nutztiere und Menschen, unzureichende Nah-
rungsmittelversorgung
-
stärkere Migrationsströme aus der Sahelzone in andere Gebiete Afrikas/ der Welt, um
Überleben der Bevölkerung zu sichern
Folgen Sek2_6c_AB_Tier- und Pflanzenwelt
-
Anstieg der globalen Durchschnittstemperaturen in höheren Breiten führt zu einer
Verschiebung der Vegetationszonen zu den Polen hin
-
Simulierte Veränderungen der Vegetation: Verlagerung der Vegetation der Tundra
sowie der Baumgrenze polwärts
-
Im Inneren Asiens: vorherrschende boreale Nadelwälder durch Laubwälder oder
Grasländer ersetzt
-
einige subtropische Gegenden: Rückgang von Waldbeständen, in einigen Trocken-
gebieten Wachstum von Vegetation (durch mehr Biomasseproduktion aufgrund er-
höhtem CO2-Vorkommen)
-
(kein flächenhafter Zusammenbruch immerfeuchter tropischer Regenwälder)
-
Ausdehnung von Wüsten, Steppen, Savannen
-
Ausdehnung feucht-warmer Gebiete führt zur Verbreitung bestimmter Insektenarten
und Pflanzenschädlingen
Gefährdung bestimmter Baumarten
-
Für den Menschen bedeutet dies: ein Verlust von Anbauflächen und die Gefährdung
der Ernten, erhöhte Gefahr der Übertragung von Viren durch Insekten in größeren
Gebieten der Erde
- Gefährdung von Arten, die nicht „mitwandern“ können, z. B. Eisbär und Korallen
(ebenso gefährdet durch Versauerung der Ozeane durch verstärkten CO2-Eintrag)
-
Für den Menschen: zusätzliche Gefährdung in Küstenregionen
-
Tropischen Regenwälder in höheren Lagen: feuchte Nebel aufgrund höherer Tempe-
raturen in größeren Höhen
untere Lagen sind durch Austrocknung gefährdet
Bedrohung verschiedener Arten von Flora und Fauna
-
Verkleinerung des Lebensraumes in der Arktis
Eisbärenpopulation gefährdet
M_4 Verstärkung des Wasserkreislaufs
durch die globale Erwärmung
http://wiki.bildungsserver.de/klimawand
el/index.php/Datei:Wasserkreislauf.gif
(am 3.7.2018)

image
Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz, Klima-
schutz
Stand: 7.2018
www.klimaschulen.sachsen.de
Sek2_LM_5_AB_6_Loe
Folgen Sek2_AB_6d_Gesundheit
-
Direkte Folgen: Kreislauf- und Atemwegsbeschwerden, Tod durch Hitzeextreme; To-
desfälle, Zerstörung von Infrastruktur durch andere Wetterextreme wie Stürme etc.
-
Indirekte Folgen:
-
Zunahme von Tropenkrankheiten und dadurch verursachte Todesfälle durch Ausbrei-
tung verschiedener Insektenarten als Überträger von (unbekannten) Viren
-
Vermehrte Infektions- und Durchfallerkrankungen durch verseuchtes Trinkwasser
-
Höheres Risiko von Asthma, Allergien, Hauttumoren
-
Mangelernährung und Hunger
Folgeerkrankungen
-
Unzureichende Trinkwasserversorgung
zunehmende Ernteausfälle
Flucht auf-
grund von Wasserknappheit
3 exemplarische Wirkungsketten
1. erhöhte globale Temperaturen
Hitzewellen
Austrocknung der Böden
Verringern
der Grundwasserreserven
Ernteausfälle
verringerte Nahrungsmittelproduktivität und
Trinkwasserarmut
Hunger, Mangelernährung
Krankheit oder Tod
2. erhöhte globale Temperaturen
Störung von Ökosystemen
höhere Überlebenschan-
ce für Bakterien und Viren
größere Verbreitungsgebiete
von Zwischenwirten (Vek-
toren)
vermehrtes Auftreten von Tropenkrankheiten
steigende Zahl von Todesfällen
durch Bakterien und Viren
3. erhöhte globale Temperaturen
verlängerte Vegetationsperiode
bessere Anpassung
möglich für invasive Arten
Verbreitung von Allergiepflanzen
höhere Biomassepro-
duktion
Asthma, Allergien oder Tod
Zuordnung in die Systeme aus M_1 und Beispiele von Wirkungsketten
Physikalische Systeme
Biologische Systeme
Menschliche Systeme
Schmelzen der Eisgebiete
Invasive Arten
Ausbreitung von Tropen-
krankheiten, Viren
Anstieg des Meeresspiegels
Verschiebung der Vegetati-
onszonen
Zunahme von Allergien
Überschwemmungen,
Starkniederschläge
Gefährdung von Arten
Ernteausfälle, Verlust von
Anbauflächen
Dürren
Ausbreitung von Pflanzen-
schädlingen
Mangelernährung, Hunger
Ausdehnung von Wüsten,
Steppen, Savannen und
feucht-warmen Gebieten
Ungenügend Trinkwasser-
reserven
Schmelzen der Eisgebiete
Anstieg des Meeresspiegels
Überschwemmungen, Starknieder-
schläge
Schmelzen der Eisgebiete
Gefährdung von Arten
Verschiebung der Vegetationszonen
Ausdehnung von feucht-warmen Gebieten
invasive Arten
Ausbreitung von Tropenkrankheiten
und Viruserkrankungen
Ausdehnung von Wüsten und Steppen
vermehrt Dürren
Ernteausfälle, Verlust von Anbauflä-
chen

image
 
Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz,
Klimaschutz
Stand:30.07.2018
www.klimaschulen.sachsen.de
Sek2_LM_6_AB_8_Loe
Lösungsvorschlag
Klimawandel bei uns in Sachsen?
1) Individuelle Schülerlösung
2) Tabelle: Die Folgen des Klimawandels in Sachsen
Sachsen Klima allgemein gemäßigte Klimazone, unterteilt in drei bzw. vier
Klimaregionen, die unterschiedlich von den Folgen des Klimawandels betroffen sind
Mittelgebirgsklima (Erzgebirge, Vogtland)
Berg- und Hügellandklima (Mittelgebirgsvorland, Elbsandsteingebirge)
westliches und östliches Binnenlandklima (Leipziger Tieflandsbucht, Lausitz, Elbtal)
Temperatur
Niederschlag
Wetterextreme
Allgemeiner Anstieg der
Temperatur, Abweichungen
der mittleren
Jahresmitteltemperatur für
Dekaden positiv seit 1981,
hohe Variabilität,
räumlich und zeitlich sehr
unterschiedlich
Dürren, Hitzestress
auch Projektionen gehen
von Temperaturanstieg aus
Vegetationsperiode I (April
bis Juni) abnehmende
Niederschlagssumme
Starkregenereignisse
nehmen an Intensität zu (in
den meisten Regionen
Sachsens)
Anzahl der Sommertage pro
Jahr (Tmax>25°C)
flächenmäßig gestiegen,
größerer Anteil Sachsen mit
deutlich mehr Sommertagen
Vegetationsperiode II (Juli-
September) Zunahme von
Niederschlagsumme und
Starkregen (Erosionsgefahr
für Böden)
Häufigkeit des Auftretens
von Starkregenereignisse in
Vegetationsperiode I
abnehmend in
Vegetationsperiode
zunehmend
Jahresmittel der
Lufttemperatur in Sachsen
gestiegen, größerer Anteil
Sachsens mit höherer
Temperatur
Mittlere Summe des
Niederschlags in
Vegetationsperiode I
räumlich sehr
unterschiedlich,
insbesondere in
Nordsachsen weniger im
Vergleich 1961-1990 und
1991-2015
Lokale Überflutung kann
Folge von
Starkregenereignissen sein
3) Folgen des Klimawandels in Sachsen - Concept Map
Individuelle Schülerlösung