image
Bundesministerium für
Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherh
e
it
Referat Medizinisch-biologische
Angelegenheit
e
n
des
Strahlenschutzes
Az.
RS II
4
-
1143217
Strahlenschutz in der Tierheilkunde
Richtlinie
zur Strahlenschutzverordnung (Str lSch
V)
und
zur Röntgenverordnung (RöV)
vom
25.
September 2014

image

image
Inhaltsverzeichnis
Seite
1
Sachlicher Geltungsbereich
7
2
Genehmigungsanforderungen
7
3
Erforderliche Fachkunde und erforderliche Kenntnisse
im Strahlenschutz
8
3.1
Erforderliche Fachkunde
im
Strahlenschutz
für
Tierärzte
bei Anwendungen nach Röntgenverordnung
9
3.1.1 Allgemeine Fachkunde im Strahlenschutz für Tierärzte bei
Anwendungen nach Röntgenverordnung
9
3
.
1.2 Spezielle Fachkunde im Strahlenschutz für die
Computertomographie (CT)
10
3.1.3
Spezielle Fachkunde im Strahlenschutz für die
Röntgentherapie an Tieren
10
3.2
Erforderliche Fachkunde
im
Strahlenschutz für Tierärzte
bei Anwendungen nach Strahlenschut
z
verordnung
11
3.3
Erforderliche Kenntnisse im Strahlenschutz
12
3.4
Aktualisierungen der erforderlichen Fachkunde und der
erforderlichen Kenntnisse im Strahlenschutz
1
3
4
Technische Mitwirkung und technische Durchführung
14
5
Schutz beruflich strahlenexponierter Personen
14
5.1
Physikalische Strahlenschutzkontrolle und Grenzwerte
der Strahlenexposition
1
4
5.2
Aufzeichnungen
15
5.3
Strahlenschutzanweisungen
15
5.4
Unterweisungen bei Tätigkeiten
im
Kontrollbereich
1
6
5.5
Arbeitsmedizinische Vorsorge
1
7
6
Schutz von Tierbegleitpersonen
1
7
7
Spezielle Ausführungen für Anwendungen nach
Röntgenverordnung
18
8
Spe
z
ielle Ausführungen für Anwendungen nach
Strahlens
c
hutzv
e
rordnung
1
9

image
8.1
Strahlenschutzbereiche und Strahlenschutzmaßnahmen
19
8.2
Expositionsminderung bei Anwendungen
radioaktiver Stoffe
20
9
Freigabe oder Ablieferung als radioaktiver Abfall
20
Anlagen
Anlagel
An1age2
An1age3
An1age4
Anlage5
Anlage
6
Anlage 7
Anlage
8
Anlage
9
Grundkurs für den Erwerb der erforderlichen Fachkunde im Strahlen-
schutz nach
StrlSchV
/
Lehrinhalte für die erforderliche Fachkunde im
Strahlenschutz nach RöV für Tierärzte
Spezialkurse für
den
Erwerb
der
erforderlichen Fachkun
de
im Strah-
lenschutz nach StrlSchV für
Anwendungen
in der
N
uk
l
earmedizin,
Te-
letherapie
und Brachytherapie
Spezialkurs
für
den Erwerb der erforderlichen Fachkunde im Strahlen-
schutz
nach RöV für
Co
mput
ertomographie
-
Untersuchungen
durch
Tierärzte
Aktualisierungskurse
Nachweis
über den
Erwerb
der Sachkunde im Strahlenschutz
für
Tier-
ärzte
Muster
für
eine Bescheinigung über die
erforderliche
Fachkunde im
Strahlenschutz
Muster
für
eine
Bescheinigung über die Teilnahme
an Kursen
im Strah-
lens
chutz zum
Erwerb oder Aktualisierung der
erforderlichen
Fach-
kunde im Strahlenschutz
Erwerb
der erforderlichen Kenntnisse
im
Strahlenschutz in der
Tier-
heilkunde für Personen nach § 92b
Absatz 1 Nurruner
2
und
Absatz
2
Nummer 3 StrlSchV und
für
Personen nach§ 29Absatz1
N
ummer2
und
Absatz 2
N
umm
er
3 RöV
Muster für
eine
Bescheinigung
über
die Teilnahme an
Kursen
für den
Erwerb der erforderlichen Kenntnisse im Strahlenschutz
in
der
Tier-
heilkunde für Personen nach § 92b Absatz 1
N
urruner 2
und
Absatz
2
Nummer
3 StrlSchV und für Personen nach§ 29Absatz1Nummer2
und
Absatz
2
Nummer
3 RöV oder Aktualisierung der
erforderlichen
Kenntnisse
im Strahlenschutz

image
Anlage
10
Inhalt
der
Unterweisung
bei
Tätigkeiten im Kontrollbereich vor
der
Anwendung von radioaktiven Stoffen oder ionisierender Strahlung, der
technischen
Durchführung oder
technischen
Mitwirkung nach RöV o
-
der StrlSch
V
Anlage
11
Musterformblatt
für
Tierbegleitpersonen
bei Untersuchungen
mit
Röntgenstrahlung
am Tier
Anlage
12
Musterformblatt
für
Tierbegleitpersonen
bei der
Anwendung
radioaktiver
Stoffe in
der
Tierheilkunde
Anlage
13 Strahlenschutzgrundsätze bei Anwendung von Röntgenstrahlung
Anlage
14
Informationen und
Empfehlungen zum Strahlenschutz von Mensch
und Umwelt
Anlage 15
Regelwerke und
weitere
Informationen
Vorbemerkung
Die Richtlinie wendet
sich in
erster Linie an
die
zuständigen
Genehmigungs-
und Aufsichts-
behörden, andererseits soll sie
dem Antragsteller bzw
.
Strahlenschutzverantwortlichen
das
Genehmigungsverfahren
nach Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) bzw.
Röntgenverord-
nung (RöV) überschaubar machen und dem
im
Bereich der Tierheilkunde tätigen Personal
auf
dem
entsprechenden Anwendungsgebiet Hinweise zur Umsetzung der Strahlenschutz
-
grundsätze geben.

image

image
1
Sachlicher Geltungsbereich
Diese Richtlinie gibt
Hinweise,
wie
die Strahlenschutzverordnung
(StrlSch V) vom
20. Juli 2001 (BGBL I S. 1714; 2002 I S
.
1459), zuletzt
geändert
durch
Artikel 5 Absatz 7
des Gesetzes
vom
24. Februar 2012 (BGB!. I S. 212), und die Röntgenverordnung
(RöV) in der Fassung der Bekanntmachung vom 30. April 2003
(BGBL I S. 604),
zu-
letzt geändert durch Artikel 2 der
Verordnung
vom 4. Oktober 2011
(BGBI. I S.
2000),
bei der diagnostischen und therapeutischen Anwendung radioaktiver Stoffe und io-
nisierender Strahlung
in der Tierheilkunde vollzogen werden.
Die Richtlinie
gilt
nicht
für
-Anwendungen im Rahmen der Forschung am Tier oder mit
Tieren
und
-
Laboratoriurnsuntersuchungen
(In-vitro-Diagnostik mit
radioaktiven
Stoffen).
Hinsichtlich
der Anforderungen an die
erforderliche
Fachkunde
im
Strahlenschutz
wird
auf
die Fachkunde-Richtlinien Technik nach Strahlenschutzverordnung und
nach Röntgenverordnung verwiesen (Anlage 15).
Die Ausführungen
in dieser Richtlinie dienen nur dem Strahlenschutz
von
Personen;
tierschutzrechtliche Vorschriften bleiben unberührt.
2
Genehmigungsanforderungen
Radioaktive
Stoffe oder ionisierende Strahlung dürfen nur angewendet werden,
wenn
eine Genehmigung zum Umgang
mit
radioaktiven
Stoffen nach§
7Absatz1
StrlSchV,
zum
Betrieb eines Beschleunigers nach§ 11Absatz2 StrlSchV
oder zum
Betrieb
einer Röntgeneinrichtung
nach §
3
Absatz 1 RöV oder
eine Anzeige nach
§ 4
Absatz 1
RöV vorliegt.
Für
eine Genehmigung
zum Umgang mit radioaktiven Stoffen oder
zum
Betrieb
ei
-
ner Anlage
zur Erzeugung ionisierender Strahlen im Zusammenhang mit der
An
-
wendung am Tier in der Tierheilkunde muss der Antragsteller (Strahlenschutzver-
antwortlicher) oder
der von ihm schriftlich bestellte Strahlenschutzbeauftragte zur
Ausübung
des tierärztlichen oder
ärztlichen
Berufs berechtigt sein
9 Absatz 4
StrlSchV, § 14 Absatz 3 StrlSchV).
Für den genehrnigungs
-
oder anzeigebedürftigen Betrieb
einer
Röntgeneinrichtung
zur Anwendung von
Röntgenstrahlung in der Tierheilkunde muss der
Antragsteller
bzw
.
Anzeigende oder der von ihm bestellte Strahlenschutzbeauftragte als
Tierarzt,
Arzt
oder Zahnarzt
approbiert oder
zur
vorübergehenden Ausübung des tierärztli-
chen, ärztlichen
oder zahnärztlichen Berufs berechtigt sein(§ 3 Absatz
5 RöV).
Die
erforderliche
Fachk
u
nde im Strahlenschutz des Strahlenschutzbeauftragten und
ggf. des Strahlenschutzverantwortlichen
ist
sowohl im Rahmen des Genehmigungs-
verfahrens(§
9Absatz1Nummer1und2StrlSchV-'§14Absatz1Satz1Nummer1
7

image
und 2 StrlSchV, § 3 Absatz
2
N
umm
er
3 RöV) bzw. des Anzeigeverfahrens (§ 4
Ab-
satz
1 RöV) als auch bei einer Bestellung des Strahlenschutzbeauftragten nachzuwei-
sen (§ 13 Absatz
5
RöV, § 31 Absatz 4 StrlSch V). Der Strahlenschutzverantwortli-
che/Strahlenschutzbeauftragte muss
auch zu jedem späteren Zeitpunkt während des
Bestands
der
Genehmigung bzw. des Betriebs der Röntgeneinrichtung über die er-
forderliche
Fachkunde im Strahlenschutz verfügen
.
Genehmigungen
und allgemeine Zulassungen können widerrufen
wer
d
en
,
wenn
eine ihrer Voraussetzungen weggefallen ist
und nicht
in angemessener Zeit Abhilfe
geschaffen wird(§ 17 Absatz 3 Nummer 2 AtG).
3
Erforderliche
Fachkunde
und
erforderliche
Kenntnisse
im
Strahlenschutz
Radioaktive Stoffe oder ionisierende Strahlung dürfen in der
Tierhe
ilkunde nur
von
Personen
angewendet werden, die zur Ausübung des tierärztlichen, ärztlichen oder
zahnärztlichen Berufs berechtigt sind(§ 92b Absatz
1Nummer1
StrlSchV, §
29
Ab-
satz
1Nummer1 RöV)
.
Diese
Personen müssen
üb
e
r
die erforderliche
Fachk
unde
im
Strahlenschutz auf ihren speziellen Arbeitsgebieten verfügen. Falls sie
di
e
erforderli-
che Fachkunde im Strahlenschutz
nicht
besitzen, dürfen sie radioaktive Stoffe und
ionisi
eren
de
Strahlung
nur
anwenden, wenn sie auf ihrem speziellen
Arbei
tsg
ebiet
üb
er
di
e
erforderlichen Kenntnisse im Strahlenschutz verfügen
und
unter ständiger
Aufsicht und Verantwortung einer
der
zuvor genannten Person tätig werden, d
i
e
die erforderliche
Fachkunde im Strahlenschutz besitzt (§ 92b Absatz 1 Nummer 2
StrlSchV, §
29Absatz1Nummer2
RöV).
Die erforderliche Fachkunde
im Strahlenschutz
müssen
folgende Personen besitzen:
a) Strahlenschutzverantwortliche,
soweit
kein Strahlenschutzbeauftragter be-
stellt ist,
b) Strahlenschutzbeauftragte,
c) Tierärzte, Ärzte und Zahnärzte die radioaktive Stoffe oder
ion
isiere
n
d
e
Strahlung in
der
Tierheilkunde anwenden sowie
d) Personen nach§ 92b Absatz 2 Nummer 2 StrlSchV, § 29 Absatz 2
N
ummer
2
RöV),
die
bei der Anwendung
technisch
mitwirken oder diese technisch
durchführ
en.
Die
erforderliche Fachkunde
im Strahlenschutz wird
in
der
Regel durch eine
für
den
jeweiligen Anwendungsbereich geeignete Ausbildung, praktische Erfahrung
(Sach
-
kunde) und die erfolgreiche Teilnahme an von
der
nach Landesrecht
zuständigen
Stelle anerkannten Kursen (Anlagen 1bis3) erworben(§ 18a Absatz 1Satz1 RöV,
§
30Absatz1Satz1 StrlSchV).
Die Voraussetzung
für
den Beginn des Sachkundeerwerbs für Tierärzte ist
in
der
Re
-
gel
die
Approbation als Tierarzt oder die Erlaubnis
z
ur
Ausübung des tierärztlichen
Berufes.
8

image
Der
Erwerb
der
Fachkunde
im
Strahlenschutz wird von
der
nach Landesrecht zu-
ständigen
Stelle
geprüft
und bescheinigt
.
In
Zweifelsfällen kann von der
z
uständigen
Stelle
ein zusätzliches Fachgespräch
durchgeführt
werden. Die Bescheinigung
über
die
Fachkunde
im Strahlenschutz
wird gemäß
Anlage 6
ausgestellt. Sie gilt in allen
Bundesländern.
Die
zuständige Stelle
kann Fernkurse
zum Erwerb
oder zur
Aktualisierung (Kapitel
3.4)
der
erforderlichen
Fachkunde im Strahlenschutz anerkennen, wenn die Aner-
kennungsvoraussetzungen
hinsichtlich
der
Lehrinhalte
erfüllt
sind
und
sichergestellt
ist,
dass
in
Präsenzphasen
(Anteil mindestens
30%)
neben der
Erfolgskontrolle, so
-
weit erforderlich, Wiederholungen
der Lehrinhalte angeboten
werden, sowie Übun-
g
e
n und/
oder
Praktika durchgeführt
werden. Zusätzlich
müssen die Fernkurse den
Bestimmungen des Gesetzes
z
um Schutz der
Teilnehmer am
Fernunterricht
(FernUSG;
Anlage
15)
entsprechen.
Die zuständige Stelle
kann
eine Kursbescheinigung,
die
außerhalb
der
Bundesrepub-
lik Deutschland
erworben wurde, anerkennen,
sofern die der Fachkunde
im Strah-
lenschutz
entsprechenden Lehrinhalte
nach den Anlagen 1bis4 dieser
Richtlinie ab-
gedeckt
sind und
zusätzlich
nachgewiesen
wird,
dass ausreichendes
Wissen
über die
deutsche Strahlenschutzgesetzgebung vorhanden
ist.
3.1
Erforderliche Fachkunde
im
Strahlenschutz für Tierärzte bei Anwendungen
nach Röntgenverordnung
Die
nachfolgend
in den Kapiteln
3.1.1bis3.1.3
genannten, notwendigen
Mindestzei-
ten für den
Erwerb
der jeweils
geforderten
Sachkunde müssen
arbeitstäglich
er
-
bracht,
aber
nicht
zusammenhängend abgeleistet werden.
Der
Erwerb der Sachkun-
de
ist
durch
Nachweise
zu belegen (Anlage
5).
Der Erwerb
einer
Sachkunde
außerhalb
Deutschlands
kann auf Antrag ganz oder
teilweise
anerkannt
werden,
wenn er
den
Grundsätzen
dieser
Richtlinie entspricht.
3.1
.
1 Allgemeine Fachkunde im Strahlenschutz
für
Tierärzte bei Anwendungen
nach Röntgenverordnung
Die nach diesem
Kapitel
erworbene
Fachkunde
im Strahlenschutz umfasst
alle An-
wendungen der Projektionsradiographie, d.h. 2
-
dimensionaler
Abbildungen eines
durch Röntgenstrahlung
erzeugten
Schwächungsbildes.
Die
hierfür
erforderliche
Fachkunde
im
Strahlenschutz kann mit dem Best
ehe
n der
Abschlussprüfung
einer
staatlichen
oder staatlich anerkannten
Berufsausbildung
erworben werden, wenn
die
zuständige Behörde
zuvor festgestellt hat
,
dass
in
dieser
Ausbildung
die
für
den jeweiligen
Anwendungsbereich
geeignete
Ausbildung
und
praktische Erfahrung im
Strahlenschutz sowie
den anerkannten
Kursen entspre-
chendes
theoretisches Wissen (Lehrinhaltes.
Anlage 1)
vermittelt
wird (§ 18a Absatz
1 Satz 5 RöV).
9

image
Sachkunde
Der Erwerb der Sachkunde für die Röntgendiagnostik
in
der Tierheilkunde
beinhal-
tet
die Indikationsstellung, die technische Durchführung und die Beur
t
eilung
von
Röntgenuntersuchungen
unter
besonderer
Beachtung des
Strahlenschutzes.
Sie
wird
durch eine Tätigkeit über einen Zeitraum
von
mindestens
einem Monat
unter Anlei-
tung und Aufsicht
eines Tierarztes
erworben, der auf dem betreffenden
Anwen
-
dungsgebiet die
Fachkunde
im Strahlenschutz besitzt. Darüber hinaus ist der
N
ach
-
weis
der mit Röntgenstrahlung durchgeführten
Untersuchungen von
mindestens
40
Tieren
in
angemessener
Gewichtung
der Untersuchungsmethoden zu
erbringen.
Kurse im Strahlenschutz
Es ist
ein
Strahlenschutzkurs
nach
Anlage
1
zu besuchen und mit Erfolg abzuschlie-
ßen. Die Teilnahmebescheinigung ist
nach Anlage 7 auszustellen.
3.1.2 Spezielle Fachkunde im Strahlenschutz
für
die Computertomographie (CT)
Die Anwendung der Computertomographie (CT) bedarf eines
gesonderten
Fach-
kundeerwerbs,
da aufgrund einer möglichen höheren Strahlenexposition für das
tierärztliche Personal besondere Schutzvorschriften einzuhalten sind. Diese
Fach-
kunde
im
Strahlenschutz kann entweder nach dem „klassischen
Modell",
d.h. Sach-
kundeerwerb
und Spezialkurs im Strahlenschutz, oder durch einen
„Kombinations-
kurs"
erworben
werden. Voraussetzung ist das
Vorliegen
der Fachkunde im Strah
-
lenschutz für die Projektionsradiographie; ein Grundkurs im Strahlenschutz (Anlage
1)
ist nicht erforderlich. Die detaillierten Anforderungen hierzu
sind
in
Anlage 3 auf-
geführt.
Sachkunde
Der Erwerb der Sachkunde für die Computertomographie
in
der
Tierheilkunde
be-
inhaltet die Indikationsstellung, die technische Durchführung
und die
Interpretation
der
CT-Aufnahmen
unter besonderer Beachtung des Strahlenschutzes. Sie
wird
durch
eine Tätigkeit
unter Anlei-tung und Aufsicht
eines
Tierarztes
erworben,
der
auf dem betreffenden Anwendungsgebiet die
erforderliche Fachkunde
im Strahlen-
schutz besitzt
.
Darüber hinaus
ist
der
Nachweis
der mit
Röntgenstrahlung
durchge-
führten
CT-Untersuchungen an mindestens 50 Tieren zu
erbringen.
Kurse im Strahlenschutz
3
.
1.3 Spezielle Fachkunde im Strahlenschutz für die Röntgentherapie an Tieren
Die Anwendung
von
Röntgenstrahlung
zur
Behandlung von
Tieren
bedarf eines ge-
sonderten Fachkundeerwerbs,
da auch hier aufgrund der
Strahlenexposition für
das
tierärztliche Personal besondere Schutzvorschriften einzuhalten
sind.
10

image
Sa
c
hkunde
Der
Erwerb
der Sachkunde für die Röntgentherapie
in
der
Tierheilkunde beinhaltet
die
Indikationsstellung,
die technische
Durchführung,
die
Überprüfung
und die Be-
urteilung des Therapieergebnisses unter
besonderer Beachtung des
Strahlenschutzes.
Sie
wird
durch
eine Tätigkeit
über
einen Zeitraum von
mindestens
einem Monat
un-
ter
Anleitung
und Aufsicht
eines
Tierarztes
erworben,
der auf dem betreffenden
Anwendungsgebiet
die Fachkunde
im Strahlenschutz besitzt. Darüber
hinaus ist
der
Nachweis der
mit Röntgenstrahlung
durchgeführten Röntgentherapien an mindes-
tens
40 Tieren
zu erbringen
.
Kurs
e
im Strahlens
c
hutz
Es ist ein Grundkurs im
Strahlenschutz
n
a
ch Anlage
1
und ein Spez
i
alkurs nach An-
lage
2.2
(Inhalte analog Teletherapie)
zu
besuchen und
mit Erfolg
abzuschli
e
ßen. Die
T
e
ilnahrnebescheinigung
ist nach
Anlage 7
auszustellen.
3.2
Erforderliche
Fachkunde
im
Strahlenschutz für Tierärzte bei Anwendungen
nach Strahlenschutzverordnung
Die erforderliche
Fachkunde
im
Strahlenschutz
wird
in
der Regel
durch
eine für den
jeweiligen
Anwendungsbereich geeignete Ausbildung,
praktische
Erfahrung (Sach-
kunde)
und die
erfolgreiche Teilnahme an von
der
zuständigen Stelle anerkannten
Kursen erworben.
Sa
c
hkunde
Die Sachkunde wird erworben
durch die
Mitwirkung (Indikationsstellung,
t
e
chni-
sche
Mitwirkung
und gegebenenfalls Befundung oder
Überprüfung und Beurteilung
des
Therapieergebnisses)
bei
Untersuchungen
oder Behandlungen
mit radioaktiven
Stoffen
oder
ionisierender Strahlung am Tier
unter
besonderer Beachtung des Strah-
lenschutzes
über einen
Zeitraum von
mindestens
einem Monat. Sie wird in
der
Regel
unter
Anleitung
und Aufsieht
eines
Tierarztes
erworben,
der
auf
dem
betreffenden
Anwendungsgebiet
die Fachkunde
im
Strahlenschutz besitzt.
-
Nuklearmedizinische Diagnostik
Voraussetzung
für
den
Erwerb der Sachkunde
für
die
nuklearmedizinische Di-
agnostik
in
der Tierheilkunde
ist die Mitwirkung
bei mindest
e
ns
40 Untersu-
chungen von Tieren
in angemessener
Gewichtung
der
Untersuchungsv
e
rfah-
ren.
Die
Mitwirkung
muss den
gesamten Ablauf
der
Untersuchung einschl
i
eß-
lich
der
Präparation der
Radiopharmaka
und der Befundung
umfassen
.
-
Nuklearmedizinische Therapie, Teletherapie,
Brachytherapie
Voraussetzung
für
den
Erwerb
der Sachkunde für die Behandlung
mit radioak-
tiven
Stoffen
oder ionisierender
Strahlung in
der Tierheilkunde ist die
M
itwir-
kung
bei
mindestens
40 Behandlungen
von Tieren
in
angemessener Gewich-
11

image
tung der Verfahren. Die Mitwirkung muss den gesamten
Ablauf
der Anwen-
dung einschließlich gegebenenfalls der Präparation der Radiopharmaka, der
Bestrahlungsplanung und der notwendigen Dokumentation umfassen.
An Stelle der Mitwirkung bei Untersuchungen und Behandlungen von
Tieren
kön-
nen nach Abstimmung mit der zuständigen Stelle auch Hospitationen bei gleicharti-
gen Anwendungen im humarunedizinischen Bereich anerkannt werden
.
Der Erwerb
der Sachkunde ist durch Nachweise zu belegen (Anlage 5).
Kurse
im
Strahlenschutz
Es ist ein Grundkurs im Strahlenschutz nach Anlage 1 zu besuchen und mit Erfolg
abzuschließen.
Zusätzlich ist ein Spezialkurs nach Anlage 2 für das entsprechende Anwendungsge
-
biet erfolgreich
zu absolvieren. Ein Kurs kann von der zuständigen Stelle auch als
geeignete Fortbildungsmaßnahme anerkannt werden, wenn als Zielgruppe nicht
ausdrücklich Tierärzte benannt sind und der Kurs als Strahlenschutzkurs nach der
Richtlinie „Strahlenschutz in der Medizin" (Anlage 15) anerkannt ist.
Die Teilnahmebescheinigung ist nach Anlage 7 auszustellen
.
3.3
Erforderliche Kenntnisse im Strahlenschutz
Tierärzte, Ärzte oder Zahnärzte ohne die erforderliche Fachkunde
im
Strahlenschutz,
die
unter ständiger Aufsicht und Verantwortung eines Tierarztes, Arztes oder Zahn-
arztes mit der erforderlichen Fachkunde im Strahlenschutz radioaktive Stoffe oder
ionisierende Strahlung anwenden, müssen bei der Anwendung radioaktiver Stoffe
oder ionisierender Strahlung in der Tierheilkunde die erforderlichen Kenntnisse im
Strahlenschutz besitzen(§ 92b Absatz 1Nummer2 StrlSchV, § 29Absatz1 Nummer
2 RöV}. Das gleiche gilt für Personen ohne die erforderliche Fachkunde im Strahlen-
schutz, die unter ständiger Aufsicht und Verantwortung eines Tierarztes, Arztes o
-
der Zahnarztes mit der erforderlichen Fachkunde im Strahlenschutz bei der Anwen
-
dung radioaktiver Stoffe oder ionisierender Strahlung technisch mitwirken oder die
Anwendung technisch durchführen(§ 92b Absatz 2 Nummer 3 StrlSchV, § 29 Absatz
2
Nummer 3 RöV).
Die
genannten Personen erwerben die
erforderl~chen
Kenntnisse im Strahlenschutz
auf der Grundlage des im Studium oder ihrer Ausbildung erworbenen Wissens
durch die Teilnahme an einer für das jeweilige Anwendungsgebiet geeigneten Ein-
weisung sowie durch praktische Erfahrung und einen Strahlenschutzkurs nach An-
lage 8. Um die Voraussetzung für den Erwerb der Kenntnisse im Strahlenschutz zu
erfüllen, muss bei der Einweisung über alle relevanten Schutzmaßnahmen und spe
-
ziellen Arbeitsabläufe, insbesondere über die wesentlichen Inhalte einer Strahlen-
schutzanweisung, informiert werden. Die Einweisung erfolgt
vor Ort durch den
12

image
Strahlenschutzbeauftragten oder durch eine von diesem beauftragte Person
,
die die
erforderliche Fachkunde
im
Strahlenschutz besitzt.
Für die oben genannten Personen
ohne erforderliche Fachkunde im Strahlenschutz
gelten .abweichend
hiervon
die Kenntnisse
mit dem erfolgreichen Abschluss eines
anerkannten Kurses
als
geprüft
und
bescheinigt,
wenn die
zuständige Behörde auf
Antrag eines Kursveranstalters zuvor
festgestellt hat, dass
die erforderlichen Kennt-
nisse
im Strahlenschutz mit dem
Bestehen
der Abschlussprüfung dieses Kurses er-
worben werden(§ 18a Absatz 3 Satz 3 RöV, § 30 Absatz
4 Satz
3 StrlSchV).
Die zuständige Behörde kann im Geltungsbereich
der
Röntgenverordnung den Er-
werb
der
erforderlichen Kenntnisse
im
Strahlenschutz anerkennen, die mit Bestehen
der
Abschlussprüfung einer staatlichen oder staatlich anerkannten Berufsausb
i
ldung
erworben wurden, wenn
die
zuständige Behörde zuvor festgestellt hat
,
dass in dieser
Ausbildung
die
für
den
jeweiligen Anwendungsbereich geeignete Ausbildung und
praktische Erfahrung im Strahlenschutz sowie den anerkannten Strahlenschutzkur
-
sen entsprechendes
theoretisches
Wissen vermittelt wird(§ 18a Absatz 3 Satz 2 i.V.m
.
§ 18a Absatz 1
Satz
5
RöV).
3.4
Aktualisierungen der erforderlichen
Fachkunde
und der erforderlichen
Kenntnisse
im Strahlenschutz
Die erforderliche Fachkunde
im
Strahlenschutz
und die
erforderlichen Kenntnisse im
Strahlenschutz
müssen mindestens alle
5 Jahre durch
die
erfolgreiche Teilnahme an
einem von
der
zuständigen Stelle anerkannten Kurs
oder
anderen von der zuständi-
gen
Stelle als geeignet anerkannten Fortbildungsmaßnahmen aktualisiert werden
(§ 30 Absatz
2StrlSchV,§18a
Absatz 2 RöV), welche die für den Anwendungsbe-
reich wesentlichen Strahlenschutzaspekte
berücksichtigen
(Anlage
4). Abweichend
hiervon
kann
die
Fachkunde im Strahlenschutz im Einzelfall auf andere geeignete
Weise aktualisiert
und die
Aktualisierung der zuständigen Behörde nachgewiesen
werden
.
Die nach
den
Richtlinien „Strahlenschutz
in der Medizin" und „Fachkunde und
Kenntnisse im Strahlenschutz bei
dem Betrieb von
Röntgeneinrichtungen in
der Me-
dizin
oder Zahnmedizin"
(Anlage 15)
anerkannten Aktualisierungskurse können
auch zur Aktualisierung von Fachkunden
und
Kenntnissen
im
Strahlensch
u
tz in der
Tierheilkunde anerkannt werden.
Die zuständige
Stelle
kann
eine Bescheinigung
über die
Fachkunde oder über die
Kenntnisse entziehen
oder
deren Fortgeltung mit Auflagen versehen, wenn der
Nachweis über Fo
rtb
ildungsmaßnahmen nicht oder nicht vollständig vorgelegt wird
oder wenn eine Überprüfung ergibt, dass die Fachkunde oder die Kenntnisse im
Strahlenschutz
nicht
oder nicht im erforderlichen Umfang vorhanden sind
.
Bestehen
begründete
Zweifel
an
der
Fachkunde im Strahlenschutz, kann die zuständige Be
-
hörde
eine Überprüfung veranlassen
.
13

image
Die Bescheinigung über die erfolgreiche Teilnahme an einem Kurs oder
einer
Fort
-
bildungsveranstaltung
zur Aktualisierung der erforderlichen Fachkunde im Strah
-
lenschutz oder für die Aktualisierung der erforderlichen Kenntnisse
im
Strahlen-
schutz
ist
nach Anlage 7 bzw. Anlage 9 auszustellen. Die zuständige Behörde kann
den Inhaber der Bescheinigung auffordern, diese vorzulegen.
4
Technische Mitwirkung und technische Durchführung
Die technische
Durchführung von Untersuchungen mit Röntgenstrahlung oder die
technische
Mitwirkung bei der Anwendung radioaktiver
Stoffe
oder
ionisierender
Strahlung
in der Tierheilkunde ist neben den unter Kapitel 3.lund 3.2 genannten
Personen auch folgenden Personen erlaubt:
a.
Personen mit einer Erlaubnis nach § 1 Nummer 2 des MT A
-
Gesetzes,
b.
Personen mit einer staatlich geregelten, staatlich anerkannten oder staatlich
überwachten abgeschlossenen Ausbildung,
wenn die technische Durchfüh-
rung Gegenstand ihrer Ausbildung und Prüfung war und sie die erforderliche
Fachkunde im Strahlenschutz besitzen(§ 92b Absatz 2
Nummer
2 StrlSchV,
§ 29 Absatz 2
Nummer
2 RöV),
c.
Personen, die über die erforderlichen Kenntnisse
im
Strahlenschutz verfügen
(z.B.
Tierärzte
ohne erforderliche Fachkunde
im
Strahlenschutz), wenn sie un-
ter ständiger Aufsicht und Verantwortung eines Tierarztes, Arztes oder Zahn-
arztes mit der erforderlichen Fachkunde im Strahlenschutz tätig sind (§ 92b
Absatz
1Nummer2StrlSchV, § 92b Absatz 2 Nummer 3 StrlSchV, § 29 Ab-
satz 1 Nummer 2 RöV, § 29 Absatz 2 Nummer 3 RöV),
d
.
Medizinphysik-Experten, wenn sie unter ständiger Aufsicht und
Verantwor-
tung eines Tierarztes, Arztes oder Zahnarztes mit der erforderlichen Fachkun-
de im Strahlenschutz tätig sind(§ 92b Absatz 2
Nummer
4
StrlSchV,
§ 29 Ab-
satz 2 Nummer 4 RöV) .
5
Schutz beruflich strahlenexponierter
Personen
5.1
Physikalische Strahlenschutzkontrolle und Grenzwerte der
Strahlenexposition
An Personen, die sich in Kontrollbereichen aufhalten, ist nach §
35
Absatz
1
RöV und
§ 40Absatz1 StrlSchV mittels geeigneter Verfahren die Körperdosis zu ermitteln
.
(siehe Richtlinie
für die physikalische Strahlenschutzkontrolle zur Ermittlung der
Körperdosen). Hierbei sind auch mögliche erhöhte Teilkörperexpositionen zu be-
rücksichtigen,
zum Beispiel eine erhöhte Dosis an den Fingern durch das Applizieren
von radioaktiven Stoffen (z.B.
bei
der Radiosynoviorthese) oder an Körperteilen, die
bei
Anwendungen mit ionisierender Strahlung in den Primärstrahl gelangen können.
14

image
5.2
Aufzeichnungen
Die Ergebnisse der
Ermittlung
der Körperdosen
sind
nach§
35 Absatz
9 RöV und
§ 42Absatz1
St
rlS
chV
unver
züglich
aufzuzeichnen. Sie sind so aufzubewahren, dass
die
Angaben
unter dem
Namen
der Personen
zusammengefasst
sind,
um die
Wei-
tergabe
dieser Informationen
zur
Erfassung im Strahlenschutzregister beim Bundes-
amt für Strahlenschutz(§ 35a RöV,
§
112 StrlSchV), an den
ermäc
htigten
Arzt, die
zuständige
Behörde
oder einen
anderen
Arbeitgeber zu erleichtern. Die Aufzeich-
nungen sind so lange aufzubewahren, bis die überwachte Person das 75. Lebensjahr
vollendet
hat oder vollendet hätte, mindestens jedoch 30 Jahre nach Beendigung der
jeweiligen Beschäftigung. Sie sind spätestens 100 Jahre nach der Geburt der betroffe-
nen Person
z
u löschen(§
35
Absatz 9 RöV, § 42Absatz1 StrlSchV).
Die personenbezogenen Aufzeichnungen, z.B
.
die ärztliche Bescheinigung
der
ar-
beitsmedizinischen Vorsorge,
sind nach§
38 Absa
tz
3 Satz 2
RöV
und§ 61Absatz3
Satz 2 StrlSchV während der
Dauer
der Wahrnehmung von
Aufgaben
als beruflich
strahlenexponierte
P
erson a
ufzubewahr
en
und
auf Verlangen der
zuständ
igen
Be-
hörde vorzulegen.
5.3
Strahlenschutzanweisungen
Nach§
34
StrlSchV hat der Strahlenschutzverantwortliche
e
ine Strahlenschutzanwei-
sung zu erlassen;
nach § 15a RöV kann die zuständige Behörd
e
den Strahlenschutz-
verantwortlichen verpflichten,
eine
Strahlenschutzanweisung
z
u
e
rl
assen,
in
der die
zu beachtenden Strahlenschutzmaßnahmen
aufz
uführ
en sind.
Insbesondere müssen
der Ablauf der
einzel
nen
Arbeitsvorgänge
sowie
die Aufgabenverteilung der betei-
ligten Personen
und die
zu
beachtenden Schutzmaßnahmen,
sowoh
l
beim normalen
Ab
lauf
als auch bei sicherheitstechnisch bedeutsamen
Ereignissen ersic
htli
ch
sein.
Aus
d
er
Anweisung
muss insbesondere
hervor
ge
h
en,
welche
Schu
t
zvorricht
un
gen
und Messgeräte bereitzuhalten
sind
und wie deren
Besc
haffenh
eit
und
Zustand zu
kontrollieren sind. Ferner sind Maßnahmen
vorzusehen,
di
e
bei Störfällen oder Un-
fällen die
Gefahren
für Mensch, Tier und Umwelt
auf ein
Mindestmaß beschränken
.
Die Strahlenschutzanweisung soll mindestens
enthalten:
- Plan für die
Organisation
des Strahlenschutz
es
(z
.
B. Erreichbarkeit
und
Anwe-
senheit
des
Strahlenschutzbeauf
tragt
en)
-
Regelung des für den Strahlenschutz wesentlichen Betriebsablaufs
-
insbeson-
dere beim Betrieb von Röntgengeräten
außerhal
b
von Röntgenräumen
-
R
ege
lungen zum
sic
h
eren Umgang
mit radioaktiven
Stoffen
-
Reg
e
lungen
zur Vermeidung
von
Expositionen
nach Kontamination durch ra-
dioaktive
Stoffe
15

image
-Regelungen zur regelmäßigen Funktionsprüfung und Wartung von Bestrah-
lungsvorrichtungen, Anlagen
zur Erzeugung ionisierender Strahlen, Ausrüs-
tung und Geräten, die für den Strahlenschutz wesentlich sind sowie die Füh-
rung
von Aufzeichnungen über die Funktionsprüfungen und über
die
War-
tungen
-Regelungen gegen das Abhandenkomrnen radioaktiver Stoffe
-
Festlegungen
zur Ermittlung der Körperdosis
- Regelungen gegen
das unerlaubte Inbetriebsetzen von Bestrahlungsanlagen
und Röntgeneinrichtungen
- Festlegungen
zum Führen eines Betriebsbuches
- Regelungen
zur Brandbekämpfung (§ 52 StrlSchV)
5
.
4
Unterweisungen bei Tätigkeiten
im
Kontrollbereich
Vor dem erstmaligen Zutritt zu Kontrollbereichen und vor der erstmaligen Anwen
-
dung von Röntgenstrahlung, radioaktiven Stoffen oder ionisierender Strahlung sind
betroffenen Personen
in einer mündlichen, arbeitsplatzbezogenen Unterweisung die
Art der Tätigkeit, die möglichen Gefahren, anzuwendende Schutzmaßnahmen, die
für die vorgesehenen Aufgaben wesentlichen Inhalte
der Röntgenverordnung, der
Strahlenschutzverordnung, dieser Richtlinie sowie gegebenenfalls die Inhalte der
Genehmigung und der Strahlenschutzanweisung zu vermitteln (§ 36 Absatz 1 Satz 1
RöV, §
38Absatz1Satz1 StrlSchV). In der Anlage 10 sind für diese Personen bei-
spielhaft Inhalte
der Unterweisung aufgeführt, die an die jeweilige Tätigkeit ange
-
passt werden sollen.
Die weiteren Unterweisungen sind mindestens einmal
im
Jahr durchzuführen.
Über den Inhalt und den Zeitpunkt der Unterweisung sind Aufzeichnungen zu füh-
ren, die
von den unterwiesenen Personen zu unterzeichnen
sind.
Im Rahmen der Unterweisungen sind Frauen darauf hinzuweisen, dass eine
Schwangerschaft
im
Hinblick auf die Risiken einer Strahlenexposition für das unge-
borene Kind so
früh wie möglich mitzuteilen ist (§ 36 Absatz 3 RöV, § 38 Absatz
3
StrlSchV). Nach§ 43 Absatz 2 StrlSchV ist nach der Mitteilung über die Schwanger-
schaft durch Umgestaltung der Arbeitsbedingungen eine innere berufliche Strahlen-
exposition auszuschließen.
Nach§
55 Absatz 4 StrlSchV und§ 31a Absatz 4 RöV be-
trägt
der Grenzwert bei gebärfähigen Frauen für die über einen
Monat
kumulierte
Dosis
an der Gebärmutter 2 Millisievert. Für ein ungeborenes Kind, das aufgrund
der Beschäftigung der Mutter einer Strahlenexposition ausgesetzt ist, beträgt der
Grenzwert der Dosis aus äußerer und innerer Strahlenexposition vom Zeitpunkt der
Mitteilung
über die Schwangerschaft bis zu deren Ende 1 Millisievert.
16

image
Die Aufzeichnungen über die Unterweisungen sind
nach§
36 Absatz 4 RöV und§ 38
Absatz 4 StrlSchV wie nachfolgend aufzubewahren
und
auf Verlangen der zuständi-
gen Behörde vorzulegen:
'
Für Personen,
die
zur Durchführung
oder
Aufrechterhaltung im Kontrollbereich
vorgesehener Betriebsvorgänge tätig
werden müssen,
bei für den
Aufenthalt im Kon-
trollbereich
berechtigten
Auszubildenden oder Studierenden(§ 36Absatz1 RöV
i.V.m.
§
22Absatz1Nummer2
Buchstabe
a
und c) sowie für Personen,
die
zur
Durchführung
von im Sperrbereich
vorgesehenen
Betriebsvorgängen
oder aus zwin-
genden Gründen tätig werden
müssen,
sind
die
Aufzeichnungen für fünf Jahre
und
für alle anderen Personen, denen der Zutritt zum Kontrollbereich gestattet wird, für
ein Jahr
lang
nach der Unterweisung aufzubewahren.
5.5
Arbeitsmeclizinische Vorsorge
Die arbeitsmedizinische Vorsorge erfolgt nach den §§ 37 bis 41 RöV und §§ 60 bis 64
StrlSchV.
6
Schutz von Tierbegleitpersonen
1
Nach§ 3 Absatz 2 Nummer 33a StrlSchV und
nach§ 2
Nummer
24a
RöV ist eine
Tierbegleitperson eine einwilligungsfähige Person,
die das
18. Lebensjahr vollendet
hat
und
die außerhalb ihrer
beruflichen
Tätigkeiten freiwillig ein Tier begleitet, an
dem
in
Ausübung
der
Tierheilkunde radioaktive Stoffe oder
ionisierende
Strahlung
angewendet werden.
Der
Strahlenschutzverantwortliche bzw. der Strahlenschutzbe-
auftragte
hat
bei
der
Abwägung zur
Erlaubnis
zum Betreten der Strahlenschutzbe-
reiche strenge Maßstäbe anzulegen. Die Anwesenheit einer Tierbegleitperson kann
z.B.
dann
erforderlich sein, wenn sie auf das Tier einen
beruhigenden
Einfluss aus-
übt.
Tierbegleitpersonen
müssen
vor der Anwendung
radioaktiver
Stoffe und ionisieren-
der
Strahlung am
Tier
auf Gefahren,
deren
Vermeidung
sowie
sonstige
Erfordernisse
des Strahlenschutzes
hingewiesen
werden.
Hierüber
sind
Aufzeichnungen nach An-
lage 11 oder
12
anzufertigen, die
von
der
Tierbegleitperson
zu unterzeichnen sind.
Tierbegleitpersonen sind
mit
geeigneten Schutzvorrichtungen (z.B. Bleischutz) aus-
zustatten,
um ihre
Strahlenexposition zu beschränken (§
92a
StrlSchV, §
29
Absatz 4
RöV).
Für
die
Tierbegleitpersonen ist
im
Kontrollbereich
die
Körperdosis auf Grundlage
der
Festlegung
der
zuständigen
Behörde
gemäß
der
11
Richtlinie für die physikalische
1Ersetzt den früher verwendeten Begriff „Tierbetreuungsperson".
17

image
Strahlenschutzkontrolle
zur
Ermittlung der Körperdosen" nach § 40
Absatz
1
StrlSchV zu
ermitteln
bzw. nach § 35 Absatz 1 RöV unverzüglich zu
ermitteln.
Die
Ergebnisse
sind nach§ 42Absatz1Satz1 StrlSchV und§ 35
Absatz
9
RöV nach
der
Ermittlung
unverzüglich aufzuzeichnen (Anlagen
11
und 12) und der
Tierbegleit
-
person auf Verlangen mitzuteilen.
Die Höhe der gesamten Strahlenexposition der Tierbegleitperson,
einschließlich
des
Zeitraums
der Betreuung des Tieres, der nicht der Strahlenschutzkontrolle unterliegt,
soll
den Grenzwert für Einzelpersonen der Bevölkerung (§ 32
RöV,
§ 46 StrlSch
V)
nicht überschreiten. Dabei ist
zu
berücksichtigen, dass das Tier nach der
Anwendung
radioaktiver Stoffe noch eine Strahlenquelle darstellen kann.
Zutrittsregelungen für Tierbegleitpersonen
Tierbegleitpersonen
darf der Zutritt zu Überwachungsbereichen nur gestattet wer-
den, wenn ihr Aufenthalt erforderlich
ist(§
22Absatz1Nummer1 Buchstabe b RöV,
§
37Absatz1Nurruner1 Buchstabe b StrlSchV). Zu Kontrollbereichen darf
Tierbe-
gleitpersonen
der Zutritt nur gestattet werden, wenn der Aufenthalt bei
der
Anwen-
dung radioaktiver Stoffe oder ionisierender Strahlung am
Tier
erforderlich ist und
der Tierarzt, Arzt oder Zahnarzt mit der erforderlichen Fachkunde im Strahlenschutz
zugestimmt hat(§ 22Absatz1Nurruner2 Buchstabe b RöV,
§
37Absatz1Nummer2
Buchstabe b StrlSchV); hierbei ist ein strenger Maßstab anzulegen
.
Schwangeren Frauen
darf der Zutritt zu Kontrollbereichen nicht als
Tierbegleitper-
son gestattet
werden(§ 22 Absatz 2 Satz 2 RöV, § 37 Absatz 2
Nummer 3
StrlSchV).
Einer stillenden Frau darf kein Zutritt als Tierbegleitperson
zu Kontrollbereichen
gestattet
werden, in denen mit offenen radioaktiven Stoffen umgegangen
wird(§
37
Absatz
2
Satz 2 StrlSch V).
7
Spezielle Ausführungen für Anwendungen nach Röntgenverordnung
Nach§
19Absatz1 RöV sind Strahlenschutzbereiche je nach
Höhe
der Strahlenexpo-
sition als Überwachungsbereich oder Kontrollbereich
einzurichten
.
Nach§
19
Ab-
satz 2 RöV sind Kontrollbereiche während der Einschaltzeit der Röntgeneinrichtung
zu
kennzeichnen. Grundsätzlich dürfen Röntgeneinrichtungen nur in Röntgenräu
-
men betrieben werden (§ 20 Absatz 1 RöV). Falls der
Zustand oder
die
Größe
des
zu
untersuchenden Tieres es zwingend
erfordert,
kann nach § 20 Absatz 2
RöV eine
Röntgeneinrichtung auch außerhalb eines Röntgenraumes betrieben werden. Dabei
sind
besondere
Vorkehrungen zum
Schutz Dritter
vor
Röntgenstrahlung zu treffen
(z.
B. Absperrungen, Abschirmungen); dieses gilt insbesondere für mobile
Röntgen
-
einrichtungen („Betrieb ortsveränderlicher
Röntgeneinrichtungen";§ 19 Absatz 6
RöV). Für die zwingenden Erfordernisse von Untersuchungen mit mobilen
Röntgen-
einrichtungen
außerhalb von
Röntgenräumen
sind strenge
Anforderungen
zu stel-
len.
18

image
Für
Personen,
die ein Tier während der Röntgenuntersuchung
fixieren, sind gegebe-
nenfalls
zusätzliche Abschirmhilfen
einzusetzen.
Bei
der Positionierung von
Rönt-
genfilmkassetten
sind grundsätzlich Haltesysteme
zu verwenden.
Zur
Reduzierung
der
Körperdosis
der im Kontrollbereich anwesenden Personen sind die
Strahlen-
schutzgrundsätze nach Anlage
13 zu
berücksichtigen.
8
Spezielle
Ausführungen
für
Anwendungen nach Strahlensch
ut
zverordnung
8.1
Strahlenschutzbereiche und Strahlenschutzmaßnahmen
Nach§ 36Absatz1
StrlSchV sind Strahlenschutzbereiche
je
nach
Höhe
der Strahlen-
exposition als Überwachungsbereich,
Kontrollbereich
oder Sperrbereich
einzurich-
ten.
Für
das Betreten
von
Strahlenschutzbereichen sind Zugangsregelungen festzule-
gen,
z.B.
durch Erteilung
von
Zugangsberechtigungen
.
Die
Räume oder Teile von Gebäuden, in denen
Tiere
mit radioaktiven
Stoffen
unter-
sucht
oder
behandelt werden oder in denen
offene
radioaktive
Stoffe zubereitet, ge-
lagert
oder
appliziert werden, sind als Strahlenschutzbereich einzurichten. Zum
Schutz der sich darin befindenden Personen oder der sich dort befindenden Sachgü-
ter ist
es
erforderlich festzustellen, ob
Kontaminationen
vorliegen(§ 44 StrlSchV).
Einzelheiten zur Kon
t
aminationskontrolle sind dem Bericht der Strahlenschutzkom
-
mission
„Anforde
r
ungen an die
Kontarninationskontrolle
beim
Verlassen eines Kon
-
trollbereiches"
zu
entnelunen. Beim Verlassen
eines
Kontrollber
eic
hes sind
Personen
und
Sachgüter
entsprechend auf Kontaminationen hin zu überprüfen.
Kontrollbereiche
und vorübergehende Kontrollbereiche sind abzugrenzen und
ge-
eignet
zu
kennzeichnen. Kontrollbereiche müssen gegen das Betreten durch unbe-
fugte
Personen gesichert sein; die Räume haben rutschfeste, dekontarninierbare und
lagerfähige
Untergründe
aufzuweisen.
Die Aufenthalts-
und Untersuchungszeiten sind auf das notwendige
Maß zu be
-
schränken.
In Strahlenschutzbereichen, in denen mit offenen radioaktiven Stoffen umgegangen
wird, muss Schutzkleidung getragen werden. Dazu gehören Schu
t
zhandschuhe,
Kit-
tel, geeignete Schuhe sowie Überzüge, die
nur
im
Strahlenschutzbereich
getragen
werden.
Zur Vermeidung
von Inkorporationen ist
Essen,
Trinken, Rauchen und die
Verwen-
dung von kosmetischen Mitteln oder Gesundheitspflegemitteln generell in Strahlen-
schutzbereichen verboten, in denen mit offenen radioaktiven Stoffen umgegangen
wird.
Personen mit äußeren
Verletzungen
dürfen mit offenen radioaktiven Stoffen
nur umgehen, wenn die verletzte Stelle
gege.n
Eindringen dieser Stoffe geschützt ist
(dichter
Verband, Schutzhandschuh).
Gegebenenfalls
ist die Gestattung
eines
für die
arbeitsmedizinische Vorsorge beruflich strahlenexponierter
Personen
ermächtigten
Arztes
einzuholen
.
Das Tragen
von sichtbarem Sclunuck
ist im
Hinblick auf
eine
mögliche Kontamination
und deren Verbreitung zu untersagen.
19

image
Grundsätzlich ist jede Kontamination, auch unterhalb der
angegebenen
Grenzwer
te
für
Oberflächenkontaminationen
in
der
Anlage III, Tabelle
1, Spalte 4 StrlSch
V,
un-
verzüglich
zu
beseitigen. Mit e
ine
r Dekontamination dürfen nur
Personen
betraut
werden, die hierfür die erforderlichen Kenntnisse besitzen(§ 44
Absatz 4)
StrlSchV)
.
Es
ist
Vorsorge
durch entsprechende Maßnahmen zu treffen, dass keine
Kontamina-
tionen
verbreitet werden
könn
e
n. Weiterhin
ist
zu
vermeiden,
dass unsachgemäße
Dekontaminationsarbe
i
ten
zu Inkorporationen beim Menschen führen.
Kontrollbereiche
dürfen nur von sachkundigem
Personal gereinigt werden
.
Wenn
Fremdfirmen
mit
der
Reinigung
beauftragt
werden,
müssen
diese eine Genehmi-
gung
nach
§ 15
Absatz
1 StrlSchV besitzen.
Radioaktive Restlösungen
sowie radioak-
tive Spül-
und Reinigungswässer sind zu sammeln und wie radioaktiver
Abfall zu
behandeln.
8.2
Expositionsminderung bei Anwendungen radioaktiver Stoffe
Bei der Anwendung radioaktiver Stoffe am
Tier ist
durch die Einhaltung
verschiede-
ner Maßnahmen und Verhaltensregelungen eine Minimierung möglicher Strahlen-
expositionen für die Beschäftigten
oder
die
Tierbegleitpersonen erreichbar. Informa-
tionen
und Empfehlungen zum Strahlenschutz von
Mensch
und
Umwelt sind in An-
lage 14 dargelegt.
9
Freigabe oder Ablieferung als radioaktiver
Abfall
Geringfügig
radioaktiv kontaminierte Stoffe können auf
Antrag
des
Strahlenschutz-
verantwortlichen
oder des Strahlenschutzbeauftragten durch die
zuständige.Behörde
entsprechend
den Regelungen des § 29 StrlSchV freigegeben
werden.
Eine Freigabe nach § 29 StrlSch
V kommt nicht in Betracht
bei
- Ableitungen nach § 47 StrlSch
V,
-Stoffen
und
Gegenständen, die nach § 69 StrlSch
V an Dritte abgegeben wer-
den, sowie
-Stoffen
und
Gegenständen,
die
nach§
44 Absatz 3 StrlSchV
aus dem Kontroll-
bereich herausgebracht werden.
Für die
Ablieferung
des radioaktiven
Abfalls
an
eine Landessammelstelle sind
die
Regelungen
des§ 76 StrlSchV einschlägig.
20

image
Anlagen
Anlage
1
Grundkurs für den Erwerb der erforderlichen Fachkunde im Strahlen-
schutz nach StrlSchV/ Lehrinhalte für die
erforde
rliche
Fachkunde im
Strahlenschutz nach
RöV
für Tierärzte
Der Grundkurs soll
das
Basiswissen
im Strahlenschutz für alle medizinischen
An-
wendungen
von
radioaktiven Stoffen und
ionisierender
Strahlung vermitteln, auf
das die
Spezialkurse
inhaltlich
aufbauen
können.
Dauer:
mindestens 24 Unterrichtsstunden von jeweils 45 Minuten Dauer
Kursinhalte:
1
Grundlagen der Strahlenphysik
1.1
Entstehung und
Eigenschaft
en
ionisierender Strahlung
1.2 Wirkungen der
Strahlung auf
di
e
Ma
t
er
ie
1.3 Grundbegriffe
der Radioaktivität
2 Strahlenbiologische
Grundlagen einschließlich Wirkungen kleiner
Strahlendosen
2.1 Lineares
Energietransfervermögen
(LET) und
relative biologische
Wirksamkeit
(RBW)
2.2 Strahlenwirkungen
auf DNA, Zellen, Zellzyklus, Zellüberlebenskurven
und
Re-
paraturmechanismen
2.3 Strahlenwirkungen
auf
Gewebe
und
Organe; Tumorgewebe
2.4 Strahlenschäden; stochastische,
deterministische und teratogene
Strahlenschäden
3 Dosisbegriffe
und Dosimetrie
3.1
Dosisgrößen und Dosiseinheiten
3.2 Grundbegriffe der
Dosimetri
e
3
.
3 Dosismessverfahren
21

image
3.4 Dosimetrie und Messgeräte in der Röntgendiagnostik
3
.
5 Messung oder Abschätzung
der Einfalldosis
3.6 Messung
der Dosis am bilderzeugenden System
3.7 Strahlenschutzmessungen, Personendosimetrie
3.8
Strahlenschutzmessungen
an Geräten, Ortsdosismessungen
4 Grundlagen und Grundprinzipien des Strahlenschutzes für die Beschäftigten,
die Bevölkerung und in veterinärmedizinischen Anwendungsbereichen (Indika-
tion, Alternativmethoden, Optimierung der Anwendung, Minimierung der Ex-
position)
4.1 Risiko und Risikobetrachtung (Definition,
Abschätzung der
Strahlenexposition
und deren Bedeutung, sonstige Risiken)
4.2 Strahlenschutz des Personals (Aufgaben
und Zuständigkeiten des Strahlen-
schutzverantwortlichen
und -beauftragten, Kontroll- und Überwachungsberei
-
che, Vorschriften über die Strahlenexposition,
Dosisgrenzwerte,
besondere
Vor-
schriften für das
Arbeiten einschl. Tätigkeitsverbote, Unterweisung)
4.3 Baulicher Strahlenschutz
4.4 Apparativer Strahlenschutz
4.5
Aufzeichnungen
und
Aufzeichnungspflicht
(Beschäftigte,
Tierbegleitpersonen,
Dosismessungen, Qualitätskontrollen)
4.6 Ärztliche
Überwachung (Prinzip -
Erfordernis,
Bewertung,
Aufzeichnungen)
5 Natürliche und zivilisatorische Strahlenexposition des Menschen
5.1
Natürliche
Strahlung
5.2 Künstlich
erzeugte
Strahlung
5.2.1
Anwendung in der Medizin
5.2.2
Anwendung
in der
Technik
und Wissenschaft
5.2
.
3 Fallout
von nuklearen
Testexplosionen
22

image
5.2.4 Nutzung der Kernenergie
5.2.5 Zivilisatorische Exposition
durch natürliche
Radionuklide
6
Röntgeneinrichtungen und Störstrahler
6
.
1
Erzeugung von
Röntgenstrahlen (Anlagen,
Generatoren, Röhren)
6.2 Röntgeneinrichtungen
für die
Diagnostik einschl. Störstrahler
6.3 Detektoren (Filme, Verstärkungsfolien, Röntgenbildverstärker,
sonstige Detektoren)
6.4 Röntgenbilder (Qualitätskriterien, Röntgenbild-Beurteilung
bei
speziellen Unter-
suchungsverfahren)
6.5 Behördliche Verfahren
und
Prüfungen (Genehmigung, Anzeige
des
Betriebs von
Röntgenanlagen,
Bauartzulassung/Kennzeichnung
als Medizinprodukt)
7
Störfallsituation
(Sofortmaßnahmen, Messverfahren, Meldewesen,
Folgerungen
für
die Weiterbeschäftigung)
8 Rechtsvorschriften
und
Empfehlungen
auf dem Gebiet des Strahlenschutzes,
Regeln
der Technik
8
.
1 Atomgesetz, Strahlenschutzverordnung, Röntgenverordnung
8.2 Richtlinien
zur
StrlSch
V und zur RöV
8.3
ICRP
-
und
ICRU-Empfehlungen
8.4
Normen
des
Normenausschusses Radiologie
8.5 Medizinproduktegesetz, Arzneimittelgesetz, Arbeitsschutzgesetz
23

image
Anlage 2
Spezialkurse für den Erwerb der erforderlichen
Fachkunde im
Strah-
lenschutz
nach
StrlSch
V
für
Anwendungen
in der
Nuklearmedizin,
Teletherapie
und Brachytherapie
Die Voraussetzung
für die
Teilnahme ist der Nachweis des Strahlenschutzkurses
nach
Anlage 1 oder
eines
Grundkurses im Strahlenschutz gemäß Richtlinie „Strah-
lenschutz in
der Medizin" (StrlSchV) oder
ge
mäß
Richtlinie
„Fachk
und
e
und
Kennt-
nisse
im Strahlenschutz beim Betrieb von Röntgeneinrichtungen in der Medizin
und
Zahnmedizi
n"
(RöV).
2.1 Nuklearmedizin
Dauer:
mindestens 24 Unterrichtsstunden
von jeweils
45 Minuten
Dauer
Lehrinhalte
:
Radioaktive
Stoffe
in der
Medizin
-
physikalische Eigenschaften
-
chemische Eigenschaften
Radioaktive Arzneimittel
-Erzeugung
und
Handhabung
-
Pharmakologie und Toxikologie
Dosimetrie
und Dosisberechnung
-
Aktivität
einschließ
lich
Aktivitätsbestimmung
-
Biokinetik,
Stoffwechselverhalten
- Dosisberechnung
-Mess-
und
Nachweisverfahren
Strahlenschutz bei
der
Anwendung offener radioaktiver
Stoffe
-Personal
-Tierbegleitpersonen
-
baulicher und apparativer Strahlenschutz
-
Kontamination
und
Dekontamination
- Inkorj?oration
und
Dekorporation
Strahlenschutzüberwachung
-P
ersona
l
-
Tierbegleitpersonen
-Kontaminations- und Inkorporationsüberwachung
Strahlenexposition
-
Personal
24

image
-Ermittlung
der
Strahlenexposition
Aufbewahrung,
Transport
und Beseitigung radioaktiver Stoffe
-Vorschriften
-
Geräte
und Vorrichtungen
-
Aufzeichnungen
Unterweisung
des
Personals
-
Inhalt
-
Fristen
-Nachweis
Information der
Tierbegleit
person
-Inhalt
- Nac
hweis
Qualitätssicherung
Spezielle Rechtsvorschriften
-Richtlinien
- behördliche Verfahrensregelungen, Anzeige-
und Genehmigungsverfahren
auf
dem
Gebiet des Strahlenschutzes
-
Regeln
der Technik, Normen, Leitlinien
Störfälle
und Unfälle
- spezielle Störfallsituationen
beim Umgang
mit
offenen
radioaktiven
Stoffen
- realistische Unfallsituationen, Verhalten bei Unfällen (Erste
-
Hilfe-Plan,
Messverfahren, Dosisgrenzwerte, Meldewesen)
2.2
Teletherapie
Für
teletherapeutische Anwendungen
ionisierender
Strahlung am Tier (Beschleuni-
ger
und
Gammabestrahlungsvorrichtungen nach StrlSchV) gelten die Lehrinhalte
und
Zeiten
des Spezialkurses
na
c
h
Anlage A3Nummer1.3 der Richtlinie
„S
trahlen-
schutz in
der
Medizin"
(Anlage
15).
2.3 Brachytherapie
Für Brachytherapie-Anwendungen ionisierender Strahlung am
Tier
(Strahler, Be-
strahlungsvorr
ichtungen
,
endovaskuläre Strahlentherapie nach
StrlSchV) gelten die
Lehrinhalte
und
Zeite
n des
Spezialkurses
na
ch
Anlage A3
N
umm
er
1
.
4 der
Richtlinie
„Strahlensc
hutz
in der Medizin" (Anlage 15)
.
2.4
Anerkennung anderer Strahlenschutzkurse
Alle nach der Richtlinie „Strahlenschu tz in der Medizin" (StrlSch
V)
anerkannten
Kurse
im
Strahlenschutz können im Rahmen
des
Erwerbs der
erforderlichen Fach
-
kunde im Strahlenschutz zur Anwendung ionisierender Strahlung in der Tierheil
-
kunde nach der Strahlenschutzverordnung anerkannt werden.
25

image
Anlage 3
Spezialkurs für den Erwerb der erforderlichen Fachkunde im Strah-
lenschutz nach RöV für Computertomographie-Untersuchungen durch
Tierärzte
Voraussetzungen:
-
Tierärztliche
Approbation
-
Nachweis
der Fachkunde 2D-Projektionsradiographie;
-
ggf.
mit Nachweis der
Ak~ualisierung
Die erforderliche Fachkunde im Strahlenschutz für Computertomographie-
Untersuchungen durch Tierärzte kann im Rahmen des klassischen
Erwerbs
(A.) oder
mittels eines Kombinationskurses
(B.)
erfolgen.
A.
Klassischer Erwerb
Sachkundeerwerb:
-Mindestens 3 Monate unter Aufsicht eines Tierarztes
mit CT-Fachkunde
im
Strahlenschutz
-Anzahl dokumentierter Untersuchungen:
50
In
den Dokumentationen sind die jeweiligen Möglichkeiten zur Dosisreduktion an-
zugeben.
Spezialkurs
im Strahlenschutz: - Dauer:
8
Unterrichtsstunden
- Kursinhalte (siehe unten)
-Prüfung
B.
Kombinationskurs (3-teilig)
-Dauer:
2
x
8 Unterrichtsstunden
-Kursinhalte (siehe unten)
- Anzahl dokumentierter Untersuchungen:
-
Prüfung
Die zusammenhängende Abfolge der drei Kursteile muss mindestens drei Monate
betragen.
26
50

image
Abfolge der Kursabschnitte:
Teil 1: Wissensvermittlung
im Kurs
(8
Unterrichtstunden)
Teil 2: Befu
.
ndung
der CT
-
Aufnahmen;
individuell d
u
rch Kursteilnehmer
Teil
3: Auswertung der Befundungen im
Kurs
unter Schwerpunktsetzung der
Kursinhalte
unter
Nr. 7
-Interpretation von
CT-U
ntersuchungen;
Nachbesprechung;
Prüfung (8 Unterrichtstunden)
Kursinhalte
für
klassischen Erwerb und Kombinationskurs:
1
Physikalisch technische Grundlagen und Strahlenschutz
-Strahlenphysik
-
Geräte-
und Detektortechnologie
-Scanparameter:
Bedeutung für
Bildqualität
u. Strahlenexposition
-Bildqualität (Or
t
sauflösung,
Kontrastauflösung,
SNR,
etc.)
-Artefakte (Partialvolurneneffekte,
Metallartefakte, etc.)
- Qualitätssicherung u
.
Qualitätskontrolle nach tiermedizinischen
Gesichtspunkten
- Dosismessgrößen
2
Strahlenexposition des Personals - Spezielle Maßnahmen zur Dosisreduktion
- Alternative
Verfahren, die
keine
ionisierende
Strahlung anwenden (z.B.
Sonogra
-
phie,
MRT)
-Apparative
und anwenderbedingte
Einflussfaktoren
auf die Dosis
-
Methoden
zur Abschätzung der Strahlenexposition
-
Kontrollbereich
und Überwachungsbereich
-
Maßnahmen zur Dosisreduktion
3
Durchführung einer Computertomographie und praktischer Strahlenschutz
in
der Tiermedizin
-
Lagerungstechniken
zur
Untersuchung von
Kopf,
Wirbelsäule, Thorax, Abdomen
und
Extremitäten
bei
verschiedenen Tierarten
-Untersuchungsparameter bzw.
CT-Einstelltechnik
in der
Tiermedizin (wie kV, mA,
Rotationszeit, Pitch,
Kollimation,
Schichtdicke,
Axial-
und Spiraltechnik
,
Mehrzei-
lertechnik, Rekonstruktionsalgorithrnen bzw. Faltungskernem,
etc.)
-
CT-Angiographien
(portosystemische
Shunts,
etc.)
27

image
-CT-gesteuerte Interventionen (Biopsie,
etc.)
-spezielle Techniken
wie
CT
zur Bestrahlungsplanung (Lagerungstechniken,
Moula-
gen, etc.), Cardio-CT, CT-Fluoroskopie
4 Narkosetechniken für die Computertomographie in der Tiermedizin
-
Allgemeine
Anästhesietechniken
-
Techniken
zur
Induktion temporärer Apnoe
5 Kontrastmittel
-Arten,
Wirkungsweise, Indikationen, Einsatzgebiete, Bedeutung
,
Applikationswe
-
ge, Dosierungen,
Nebenwirkungen
und Zwischenfälle von
Kontrastmitteln in
der
Computertomographie
6Anatomie
- Klinisch relevante Schnittbildanatomie in der Tiermedizin
7 Interpretation von CT-Untersuchungen
-
Fenstertechnik und Wahl geeigneter Fenstereinstellungen
-Bedeutung
und Anwendung von 3D-Techniken (MPR, SSD,
MIP, VR,
etc.)
- Erstellung,
Wertung und
Interpretation
von CT-Befunden
8 Sonstiges
-Archivierung von
CT-Daten
-
Tele
-Tiermed
izin,
Tele-Befundung
Die Themengebiete 1, 2
und 3 sollten ca. 70 %, die anderen
ca. 30 %
der Unterrichts-
zeit
ausmachen.
Im Kombinationskurs (siehe B.) soll im Teil
3 eine
Schwerpunktset-
zung der Kursinhalte zum Themengebiet
7
erfolgen.
28

image
Anlage4
Aktualisierung
s
kurse
Nach den Richtlinien
11
Strahlenschutz
in
d
er
Medizin" (StrlSchV) und
11
F
achkunde
und
Kenntnisse im Strahlenschutz bei
dem
Betrieb von
Röntgen
einrich
tun
ge
n
in der
Medizin oder Zahnmedizin"
(RöV)
anerkannte Aktualisierungskurse
können
auch
z
ur
Aktualisierung
von Fachkunden und
Kenntnissen
im
Strahlenschutz
i
n
der Tier-
heilkunde
herangezogen
werden.
4.1
Aktualisierung der
erforderlichen Fachkunden
im Strahlenschutz nach
StrlSch V und RöV
in
der Tierheilkunde
Die Lehrinhalte
der
Kurse sollen
unter besonderer
Berücksichtigung neuer Regelun-
gen
und
neuer Entwicklungen
der
Auffrischung
des Strahl
ensch
utzwis
sens
dienen.
A
m
Ende des
Kurses ist
eine Erfolgskontrolle durchzuführen
.
Folgende Themengebiete
sollen
-
je
nach Geltungsbereich RöV oder StrlSchV
-
ein-
bezogen werden:
-
Strahlenbiologische Grundlagen, Konzepte
und
Größen des
Strahlens
ch
ut
zes
-
Verordnungen,
behördliche
Verfahren
und R
ege
lungen
- Qualitätssicherung
(Indikation,
Alternativmethoden,
Optimierung
der
Anwen
-
dung,
Einstell-
und Lagerungstechnik
,
Strahlenschutzmaßnahrnen)
- Strahlenschutz bei ortsveränderlichen Geräten (Anwendungsbereich RöV)
-
Strahlenschutz bei
diagnostischen
Verfahren
mit
erhöhten Strahlenexpositionen,
z
.
B. Computertomographie (Anwendungsbereich
RöV)
-
Strahlenschutz
des Personals
und sonstiger
Personen (Tierbeglei
t
personen);
Strah-
lenrisiko;
S
t
rahlenunfälle
-
Qualitätskriterien
für
Röntgenbilder (Bildbeurteilung
bei
speziellen Untersu-
chungsverfahren)
-
Spezielle Themen
beim
Umgang
mit
offenen radioaktiven
Stoffen:
-
Arbeitsmethoden
-
Verhalten
bei
Personen-
und
Sachkontamination
-
Strahlenschutzmessgeräte und Durchführung von Messungen
-
Bestellung,
Lieferung,
Lagerung
und
Buchführung radioaktiver Stoffe
-
Freigabe, Abfallbeseitigung
und
Abgabe radioaktiver Stoffe
29

image
4.1.1 Aktualisierungskurs im Anwendungsbereich nach StrlSch
V
(mindestens 8 Unterrichtsstunden
von
jeweils 45 Minuten Dauer)
4.1.2 Aktualisierungskurs im Anwendungsbereich nach RöV
(mindestens 8
Unterrichtsstunden
von jeweils 45
Minuten
Dauer)
4.1.3 Aktualisierungskurs
in
Anwendungsbereichen nach StrlSchV und RöV
- Kombi-Kurs
-
(mindestens 12 Unterrichtsstunden
von jeweils
45
Minuten
Dauer)
4
.
2 Aktualisierungskurs
für
die
erforderlichen
Kenntnisse im Strahlenschutz nach
StrlSchV und RöV in der Tierheilkunde
(mindestens 4 Unterrichtsstunden von jeweils 45 Minuten Dauer)
Die Lehrinhalte der Kurse nach Anlage 8 sollen unter Berücksichtigung neuer
Rege-
lungen und neuer Entwicklungen der
Auffrischung
des Strahlenschutzwissens die
-
nen. Am Ende des Kurses ist eine Erfolgskontrolle durchzuführen.
30

image
Anlage 5
Nachweis über den Erwerb der Sachkunde im Strahlenschutz für Tier-
ärzte
Die Abfassung des
Nachweises
(Bescheinigung) kann frei
erfolgen, soll
sich jedoch
nach den hier niedergelegten
Gesichtspunkten
richten. Die Bescheinigung soll in drei
Abschnitte gegliedert
sein
und
etwa
folgende
Angaben enthalten:
Allgemeine
Angaben
(1)
Nachw
e
is der Tätigkeit und B
esc
häftigungszeiten
auf
den einzelnen Gebieten der An-
wendung
sow
ie
etwaiger
anerk
e
nnungsfähiger Tätigkeiten
(2) Nachwei
s,
dass
der
Erwerb
d
e
r
erforderlichen
Sachkunde
zeitlich und
materiell
sicherge-
stellt war.
Der Na
c
hweis
erfolgt
dur
c
h:
Vorlag
e
der
Approbationsurkunde
oder
der Erlaubnis
z
ur Berufsau
s
übung
Vorlage sonstiger Nachweise,
wenn
die Sachkunde außerhalb der Weit
e
rbildung erworben
wurde.
(3) Angabe
des
G
eb
iete
s
der Fachkunde im
Strahl
ensc
hutz des
Tierarztes oder
Arztes, unt
er
dessen Aufsicht
und Verantwortung
die
Sa
c
hkunde
erwo
rben
wurde.
(4) Angabe der
Ze
itdauer und
der
Art
der Tätigkeit, die zum Erwerb der
Sachkunde auf
dem jeweiligen Anwendungs
ge
bi
e
t
geführt
hat und
Darstellung der Anzahl
der Anwen-
dungen und Unter
s
u
c
hung
e
n.
Angaben üb
e
r
spezielle
Tätigk
e
it
e
n
Dabei
sollen nur
solche Tätigkeiten
aufgeführt werden, die zum
Erwerb
der Sach-
kunde
erforderlich
sind
.
Zu
(1) bis (4)
sind Angaben
über die Häufigkeit der selb-
ständig
durchgeführten
Untersuchungen
und therapeutisch
e
n
Anwendungen erfor-
derlich.
(1)
Erwerb
d
e
r
Sachkunde zur
Unt
e
r
s
u
c
hung und/od
e
r Behandlung mit ionisierender
Strahlung mit Angaben
über
die Behandlungsarten.
(2) Erwerb der Sachkunde
z
ur
Verwendung
off
e
ner
radioaktiver
Stoffe für Untersuchun
-
gen/Behandlungen
am
Tier
oder
Hospitationen
bei der Anwendung am
Menschen mit An-
gaben
der
Anwendungsverfahren
und
Auswertungsmethoden.
(3)
Erw
er
b d
e
r
Sachkunde auf dem Gebiet der Strahlentherapie
mit
Strahlern
mit
Angaben
über die durchgeführten Behandlungsverfahren
.
31

image
(4) Erwerb der Sachkunde auf dem Gebiet der Strahlentherapie
mit
Beschleunigern,
Gammabestrahlungsvorrichtungen und Afterloadingvorrichtungen
mit
Angabe
der
Be-
strahlungsverfahren und Dosisbestimmungen.
(5) Kenntnisse über physikalische
und strahlenbiologische
Grundlagen
der Anwendung
ionisierender
Strahlung in
der Tierheilkunde.
Endbeurteilung
Abschließende Beurteilung, ob der zu Beurteilende nach
Ans
i
cht
des
Arztes oder
der
Ärzte bei dem oder denen die Sachkunde im Strahlenschutz
erworben
wurde, das
erforderliche Wissen und die Erfahrungen besitzt, die die Voraussetzung für die
er-
forderliche
Fachkunde
im Strahlenschutz sind
.
32

image
Anlage 6
Muster für
eine Bescheinigung
über
die erforderliche Fachkunde
im
Strahlenschutz
Zus
tändi
ge
Stelle
Anschrift
Durchführung
d
e
r
Röntgenverordnung/ Strahlenschutzverordnung*
Bescheinigung
über
die
erforderliche
Fachkunde
im
Strahlenschutz
gemäß § 18a Absatz
1
Satz 3 RöV /
§
30 Absatz 1 Satz
3
StrlSch V
*
wird
Frau/
Herrn
geb.
am
in
der
Erwerb
d
e
r
erfor
d
erlichen
Fachkunde auf folgendem
Anwendungsge
bi
et/
fol-
genden
Anwendungsgebieten
*
der Richtlinie Strahlenschutz in der Tierheilkunde
bescheinigt:
(Ort, Datum,
U
nt
erschrift)
D
er zuständ
i
gen
Behörde ist diese Bescheinigung
a
uf
Anforderung vorzulegen.
Die
e
rford
e
rl
iche Fac
hkund
e
im Strahlenschutz muss
mindestens
alle fünf
Jahr
e
dur
c
h
eine erfolgreiche Teilnahme an einem von der
z
u
s
tändig
en
Stelle
anerkannten
Kurs
oder anderen
von der
zuständigen
Stelle
als geeigne
t
anerkannten
Fortbil-
dungsmaßnahmen aktualisiert werden(§
30
Absatz 2, § 18a Absatz 2 RöV)
.
*Nichtzutreffendes streichen
33

image
A
n
lage 7
Muster für
eine Bescheinigung über die Teilnahme an Kursen im
Strahlenschutz zum Erwerb oder Aktualisierung der erford
e
rlichen
Fachkunde
im Strahlenschutz
Kursveranstalter
Anschrift
Bescheinigung
Herr/ Frau
geb.
am
............................................
in ......................................................
hat vorn
bis
an folgendem Kurs im Strahlenschutz
in
der Tierheilkunde regelmäßig
teilgenom
-
men und die Abschlussprüfung bestanden:
(Bezeichnung des Kurses)
Der
von der zuständigen Stelle
in
anerkannte Kurs
(Aktenzeichen:
Datum
:
)
wurde entsprechend der Richtlinie Strahlenschutz in der Tierheilkunde durchge-
führt.
(Ort)
(Datum)
(Name
und Unterschrift des verantwortlichen Leiters)
34

image
image
Anlage 8
Erwerb der erforderlichen Kenntnisse
im
Strahlenschutz in der Tier-
heilkunde
für
Personen nach§ 92b Absatz 1 Nummer 2 und Absatz 2
Nummer 3 StrlSchV und für Personen nach§
29Absatz1Nummer2
und
Absatz 2 Nummer 3 RöV
Dauer:
mindestens 24 Unterrichtsstunden von jeweils 45 Minuten Dauer
Kursinhalte:
-
Grundlagen
des Strahlenschutzes
in der Röntgendiagnostik und bei der Anwen-
dung offen
er
radioaktiver Stoffe in
der
Tierheilkunde
- Physikalis
c
h
e
Eigenschaften
von
ionisierender
Strahlung
und radioaktiven
Stoffen
-
Dosisgrößen, Einheiten, Messverfahren
- S
trahl
enbiologische
Grundlagen
-
Biologisch
e
Risiken
-Strahl
e
ns
ch
ut
z
bei
d
en
Untersuchungsmethoden in
der Tierheilkund
e
(insb.:
Ab-
schirmung
en,
V
e
rhalt
en
bei Personen-, Tier-
und
Sachkontamination;
Strahlen-
schutzmessgeräte
und
Durchführung
von Messungen;
Dokumentation und
Auf-
zeichnungen
über
radioaktive Stoffe; Rückgabe
der
Tiere)
-Strahlenschutz
des Personals,
der Tie
r
begleitpersonen und der Umgebung
(W
ese
nt-
lich
e
r
Inhalt
d
e
r
RöV
und der
StrlSchV; Strahlenschutzanweisung; Messung
d
er
Personendosis;
Maßnalunen bei bedeutsamen Ereignissen; Tätigkeitsverbot; Zutritt
zu Strahlenschutzbereichen,
Dosimetrie, Abfallbeseitigung
und Abgabe)
-
Methoden
der
Quali
t
ätssicherung
-
Verhalten bei
Stör-
und
Unfällen
-
Rechtsvorschriften
,
Richtlinien
,
behördliche Verfahren
und
Überprüfungen
35

image
Anlage 9
Muster für
eine Bescheinigung über die
Teilnahme an
Kursen für
den
Erwerb
der erforderlichen Kenntnisse
im
Strahlenschutz in der
Tier-
heilkunde für Personen nach§ 92b Absatz 1 Nummer 2
und
Absatz 2
Nummer
3 StrlSch
V und
für Personen nach § 29 Absatz 1 Nummer 2
und
Absatz 2 Nummer 3 RöV oder Aktualisierung der erforderlichen
Kenntnisse
im
Strahlenschutz
Kursveranstalter
Anschrift
Bescheinigung
Herr/ Frau
geb. am
............................................
in ......................................................
hat vom
bis
an
folgendem
Kurs
im
Strahlenschutz in
der
Tierheilkunde regelmäßig
teilgeno
m-
men:
(Bezeichnung
des
Kurses)
Der
von
der
zuständigen Stelle
in
anerkannte Kurs
(Aktenzeichen:
Datum:
wurde entsprechend
der
Richtlinie Strahlenschutz in
der
Tierheilkunde
durchge-
führt.
(Ort)
(Datum)
(Name
und
Unterschrift des verantwortlichen Leiters)
36

image
Anlage 10
Inhalt der Unterweisung bei Tätigkeiten im Kontrollbereich vor der
Anwendung von radioaktiven Stoffen oder ionisierender Strahlung,
der technischen Durchführung oder technischen Mitwirkung nach
RöV oder StrlSchV
Die
Unterweisung ersetzt
nicht den
Erwerb von Basiswissen im Strahlenschutz,
das
im
Sinne
dieser
Richtlinie
nur mit der
erforderlichen Fachkunde
im
Strahlenschutz
oder
den
erforderlichen
Kenntnissen im Strahlenschutz erworben wird.
Beispiele für
Themen