image
image
image
image
image
image
image
image
Bioenergie im Freistaat Sachsen
Seminar „Erneuerbare Energiequellen“
Wroclaw, 20.09.2011, Dr. Michael Grunert

image
| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Bioenergie
Zielstellungen im Freistaat Sachsen
Sächsisches Klimaschutzprogramm (Ziele bis 2010):
-
Senkung CO
2
-Ausstoß um 2,5 Mio. t im Vergleich zu 1998
(Verkehr, Industrie, Private, Kleinverbraucher)
- 5 % Anteil Erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch
bei Strom und Wärme, davon 67 % aus Biomasse
Zielstellungen des „Konzeptes NR im Freistaat Sachsen“:
Strom- und Wärmeversorgung:
- Erhöhung des Biomasseanteils am Endenergieverbrauch
bei Strom und Wärme von derzeit 3,4 % auf 10 % bis 2020
Biokraftstoffe:
- bis zum Jahr 2015 Biokraftstoffanteil 8 %
- Bereitstellung nachhaltig erzeugter Rohstoffe
Nachhaltigkeit:
- nachhaltige Gestaltung der Verfahrenslinien
Erschließung von Synergieeffekten

image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Plantagenholz
Raps, Öl-
pflanzen
Miscanthus,
Zuckerhirse
Getreidestroh
Getreide
Mais
Flachs
Kamille
Resede
Material aus
Waldrestholz
tierische
Landschaftspflege
Rohstoffe
Nachwachsende
Rohstoffe
(Auswahl)

image
| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Nachwachsende Rohstoffe
Anbau in Deutschland
ergänzt durch: Effektive Flächeninanspruchnahme
(Abzug der Koppelproduktnutzung als Futtermittel)
Anbauumfang
2.151.000 ha
Effektive Flächen-
inanspruchnahme
1.371.000 ha
(Koppelprodukte
für food-Einsatz
auf Bezugsbasis
kg TM/ha
berücksichtigt)

image
| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Entwicklung von Ackerfläche,
Ertrag, Erzeugung, Bevölkerung,
Produktionsüberschuss in Sachsen (%)
Ist 2006
2010
2015
2020
verfügbare Fläche
für non-food
ha
134.117
177.726
233.098
290.120
% Ackerfläche
18,6
24,8
32,7
40,9
Grunert; Gestaltung nach Zeddies, Uni Hohenheim

image
image
| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Bioenergie –
Vorteile und Risiken
(Auswahl)
Erwartete Vorteile:
- Senkung Treibhausgasemissionen
- Schonung fossiler Ressourcen
- Regionale Wertschöpfung
- Alternative für landwirtschaftliche
Grenzstandorte (Klimawandel)
-
Verwertung von Rest-/Abfallstoffen
-
…..
Mögliche Risiken? für:
- Bodenschutz
-
Landschaftsbild
-
Wasserschutz
- Naturschutz
-
Nahrungsmittelversorgung
-
Versorgungssicherheit
-
……

image
image
image
| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Bioenergie - mögliche
Änderungen gegenüber Food-Anbau
1. Verschiebungen im Anbauverhältnis der Kulturarten
2. Anbau neuer Kulturarten
- schnellwachsende Baumarten, Miscanthus,
Hirsen, Sudangras
3. Änderungen im Produktionsverfahren von Kulturarten
- Sorte, Düngung, Pflanzenschutz, Ernte
- Art und Umfang der Nutzung von Koppelprodukten
- Zwei-Kultur-Anbau
- erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt möglich,
sowohl negativ als auch positiv
- oft identische Produktionsverfahren wie im Foodanbau
- gleiche gesetzliche Anforderungen,
sowie zusätzlich die Nachhaltigkeitsverordnungen

image
image
image
image
| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Biomassekraftwerke zur
Verwertung fester Biomasse in Sachsen
Stand 2008:
ca. 280 Anlagen mit:
-
16 MW Nennleistung elektrisch
-
370 MW Nennleistung thermisch
Quelle: nach SAENA
Foto: Stadtwerke Ostritz

image
image
image
image
image
image
| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Bearbeitung: LfULG, Abt. 7
Fachdaten: SID, Datenbank
SID_AuW_20101119_FB4_mdb
Bearbeitungsstand: August 2011
Geobasisdaten: © 2008 Staatsbetrieb
Bearbeitung:
Geobasisinformation
LfULG, Abt. 7
und Vermessung Sachsen
Fachdaten: SID, Datenbank
SID_AuW_20101119_FB4_mdb
Bearbeitungsstand: August 2011
Geobasisdaten: © 2008 Staatsbetrieb
Geobasisinformation und Vermessung Sachsen
< 3 ha
3,1-10 ha
> 10 ha
gerodet
Kurzumtriebsplantagen
Standorte in Sachsen
(Praxis- und Versuchsflächen)

| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Energieholzproduktion
Einordnung in die Landwirtschaft
Kurzumtriebsplantage
technologische Verbesserung des Schlages
Erhöhung der Technikschlagkraft
Kurzumtriebsplantage
Kurzumtriebsplantage
Bodenabtrag und Nähr-
Nährstoffeintrag vermindern
stoffeintrag vermindern
Gewährleistung PS-Abstände
Kurzumtriebsplantage
Produktionsalternative < AZ 50
Grundwasserbeeinflusste Standorte
Agroforst silvoarables System
Erhöhung Biodiversität
Erosions- und Verdunstungsschutz
Produktionsfunktion hat Vorrang
Quelle: Vetter, 2009, ergänzt

| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
- 58 KUP-Flächen auf insgesamt 184 ha
- darunter Versuchs-, Demonstrations-, Praxis und Streifenanlagen
-
älteste noch bestehende KUP seit 1998, Flächen von 1995 und 1996 gerodet
-
Ackerzahl zwischen 35 und 90
-
Höhenlage 80 bis ca. 600 m über NN
-
mittlere Jahrestemperatur zwischen 6,5 und 9 °C
-
jährliche Niederschlagsmenge zwischen 500 und 880 mm
-
Umtriebszeit meist 3 bis 5 Jahre, vor allem ältere Flächen längere Umtriebe
KUP in Sachsen
Charakterisierung der Flächen
KUP-Fläche
je Betrieb
Anzahl
Betriebe
mittlere KUP-
Fläche je Betrieb
Anteil an KUP-Fläche
in Sachsen
3 ha
15
1,1 ha
17,2 ha
9,4 %
3,1 – 10 ha
7
5,9 ha
41,1 ha
22,4 %
10,1 – 20 ha
4
12,5 ha
50,0 ha
27,2 %
> 20 ha
2
37,8 ha
75,7 ha
41,1 %
Gesamt
28
6,6 ha
184,0 ha
100 %

image
| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
- Pappel und Weide, vereinzelt Erle
- Schäden durch Trockenheit, Wild, Mäuse, Insekten
- die Förderung der Anlagekosten wurde für keine KUP in Anspruch genommen
Infobedarf:
- zu Maschinen (Pflanzung, Pflege, Ernte, Umbruch)
- Unkrautregulierung, Düngung
- Ökoprämie für KUP Anbau?
-
Anrechnungsmöglichkeit der CO
2
-Einsparung?
-
offenbar geringe Kenntnis über Arten-, Sortenunterschiede
Ausweitung der Flächen im Betrieb u.a. abhängig von:
-
Verfügbarkeit von Flächen (Eigentum oder langjährige Pacht, ohne Drainagen)
-
Verfügbarkeit von Erntetechnik
KUP in Sachsen
weitere Aspekte

| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Krummenhennersdorf,
jährlicher Biomassezuwachs (t TM/ha*a)
Quelle: Dietzsch, 2010
4,4
8,3
7,9
5,9
7,0
8,4
5,5
3,1
17,0
18,4
15,7
18,4
15,1
19,2
12,9
13,3
0
4
8
12
16
20
24
Weser 6
Max 3
Hybr. 275
Jorr
Sven
Tora
Tordis
Gudrun
Pappel
Weide
Ertrag/DGZ in t
atro
/ha*a
1. Rotation
2. Rotation
Standort:
mittlere Niederschlagssume: 820 mm
Jahresdurchschnittstemperatur: 7,2 °C
Höhe über NN: 320 m
Ackerzahl: 45
Bodenart/Entstehung: sandiger Lehm/Lö 6

image
image
image
image
| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Krummenhennersdorf,
Ernte zweiter Umtrieb 3.2.2010
New Holland mit KUP-Vorsatz 130 FB

image
image
image
image
image
image
| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Bestandesentwicklung
des Feldstreifens nach der
Teilbeerntung am 08.03.2010
09.03.2010
07.01.2011
05.06.2010
10.07.2010
15.04.2011
20.04.2010

image
image
image
image
image
image
| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Rückumwandlung 15-jähriger
Bestand in Kalkreuth, 08/2010
Wurzeln
Weide
Mulchen Weide
Fräsen
Weide
Weide 15 jähr. Stock
Zustand des eingesäten
Grünlandes am 13.07.11
gemulcht
gefräst

| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
- Pappelsteckholz: 0,24 €/Stck, Weidensteckholz: 0,08 €/Stck, maschinelle Pflanzung zweireihig
- Unkrautbekämpfung Flexidor 1 l/ha (VA), Fusilade Max 1 l/ha (NA), Mulchen (Spätverunkrautung)
- 30 mm Zusatzwassergabe im Pflanzjahr
- Ernte mit Feldhäcksler: Aufwand für das Gesamtverfahren
- Trocknung mit apparateloser Trocknung (Dombelüftung), Wassergehalt Ernte 55 %; nach Trocknung 25 %
- Düngung: nach jeder Ernte in Höhe der Entzugswerte der abgefahrenen Hackschnitzel
- Rückumwandlung nach Ende der Nutzungsdauer: Pauschalansatz 1.400 €/ha (Fräsen)
- Preis für Holzhackschnitzel mit 25 % Wassergehalt: 95 €/t - Betriebsprämie als Durchschnittssatz = 344 €/ha
Wirtschaftlichkeit
(Dr. Eckhard, Ref. 24)
Nutzgs-
dauer u.
Umtrieb
Jahre
Pflanz-
dichte
Stck/ha
Ertrag
TM
t/ha*a
Frisch-
masse
t/ha*
Umtrieb
Kosten
Steckling
einmalig
€/ha
Pflanzg
einmalig
€/ha
Düngung
je Umtrieb
€/ha
Ernte
je
Umtrieb
€/ha
Trockng
je
Umtrieb
€/ha
Ergebnis
je Jahr
€/ha
W
e
i
d
e
21
3
12.000
10
66,7
960
480
193
877
555
478
21
3
12.000
12
80,0
960
480
232
982
666
633
25
5
8.000
12
133,3
640
320
386
1.250
1.109
749
25
5
12.000
12
133,3
960
480
386
1.250
1.109
713
P
a
p
p
el
21
3
12.000
10
66,7
2.760
480
193
877
555
329
21
3
12.000
12
80,0
2.760
480
232
982
666
484
25
5
8.000
12
133,3
1.840
320
386
1.250
1.109
622
25
5
12.000
12
133,3
2.760
480
386
1.250
1.109
542

image
image
| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
- erhebliche Probleme mit Pflanzgut- und Pflanzqualität
=> hier dürfen keine Kompromisse eingegangen werden
-
im Trockengebiet im Anpflanzjahr evtl. Beregnung sinnvoll
-
problematische Unkrautregulierung
=> klare Strategie mit Herbizideinsatz und. evtl. Mulchen umsetzen
-
Auftreten u.a. von Pappel- und Weidenblattkäfer, Pappelbock, Mehltau, Mäuse
offenbar keine bestandsgefährdenden Schäden (außer bei Mehltau-anfälliger,
nicht mehr empfohlener Sorte), kleinräumig Verticillium-Befall mit Totalausfall
=> mehr-Sorten- und evtl. mehr-Arten-Strategie
-
erhebliche Auswirkung von Bodenunterschieden insbesondere bei Trockenheit
=> bei Standortwahl beachten
-
problemlose Ernte, sehr gute Häckselqualität
-
große Unterschiede im Wassergehalt der Hackschnitzel
Weide (Inger): 49,3 %
Pappel: 52,2 bis 61,3 % (Muhle Larsen bzw. Max)
KUP Köllitsch
ausgewählte Schlussfolgerungen

image
image
image
image
| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Kurzumtriebsplantagen
aus Sicht der Nachhaltigkeit
positiv
kritisch
- Minimierung der Erosionsgefährdung
- mind. 19 Jahre keine Bodenbear-
beitung und kein Pflanzenschutz
- positive Humusbilanz
(Daten fehlen noch)
- hohe Treibhausgasminderung
- positiv im Landschaftsbild
- evtl. Vorteile für Biotopvernetzung
- Erosionsgefahr in Anpflanz-
und Rodejahr
- Gefahr der Bodenverdichtung
bei feuchten Erntebedingungen
und nach der Rodung
- zu hohe Flächenanteile
- evtl. kritisch für
Grundwasserneubildung
=> deutliche Vorteile bei Berücksichtigung
der Risiken in Pflanz- und Rodejahr

image
| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Flächenzu-
ordnung der
Synergie-
klassen
auf die
Ackerfläche
bezogen;
Zusammen-
führung
Boden- und
Naturschutz
Vorläufige
Ergebnisse,
noch nicht
veröffentlicht
Projekt Natur- und Boden-
schutzgerechte Nutzung
von Biomasse-Dauerkulturen

| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
11,5
22,1
13,7
25,8
12,4
0
5
10
15
20
25
30
35
40
1994-2008
1994-2008
1992-2008
1997-2008
1997-2008
Zwenkau
(Kippenboden)
Kalkreuth
(sandiger Lehm)
Methau
(Lehm)
Roda
(Lehm)
Spröda
(anlehmiger Sand)
Ertrag t TM/ha lutro
1.Standjahr
2.Standjahr
3.Standjahr
4.Standjahr
5.Standjahr
6.Standjahr
7.Standjahr
8.Standjahr
9.Standjahr
10.Standjahr
11.Standjahr
12.Standjahr
13.Standjahr
14.Standjahr
15.Standjahr
16.Standjahr
Mittelwert ab 3. Jahr
545 mm 8,6
°
C
595 mm 8,5
°
C
690 mm 8,4
°
C
710 mm 8,6
°
C
540 mm 8,8
°
C
Jahressumme Niederschlag
Temperatur (langj. Mittel)
Anbau mehrjähriger Gräser
Ertrag von Miscanthus sinensis
auf verschiedenen Standorten
Quelle: Dr. Röhricht

image
image
| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Prüfung neuer
Miscanthus-Sorten (Anlage 2008)
Baruth, Kreis Bautzen
Standort: D, Sl, Ackerzahl 30
Jahresniederschlag: 588 mm (1995 -2008)
Jahresdurchschnittstemperatur: 9,8 °C (1995 – 2008)
Giganteus
Nagara
Amuri Klon 1
Quelle: Dr. Röhricht

image
image
image
| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Feste Biomasse -
mögliche Entwicklungsschwerpunkte
- Erarbeitung und Umsetzung regionaler Konzepte
Hackschnitzel-Heizwerke in Kommunen
-
Erschließung von Halmgut-Brennstoffen
(Stroh, Heu, Biomasse aus Landschaftspflege, Miscanthus)
-
Pelletierung von Halmgut
-
Einsatz effizienter Technologien
-
Arbeiten zur Einhaltung der Emissionsgrenzwerte
-
Optimierung der Verfahrenslinien Kurzumtriebsplantage
(Ernte, Trocknung)
-
Mehrfachnutzung von Biomasse
(erst stoffliche, dann energetische Verwertung)

image
image
| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
- ca. 189 Biogasanlagen gesamt am Netz
[ 81,695 MW
el
];
- darunter: ca. 160 in Landwirtschaftsbetrieben
[ 65,942 MW
el
);
mit einer durchschnittlicher Anlagenleistung von 412 kWel
- darunter: ca. 18 gewerblich betriebene Anlagen (Substratzukauf) [12,475 MW
el
]
dar. 8 Abfallanlagen
[4,303 MW
el
]
- darunter: 11 an Kläranlagen [3,278 MW
el
] Quelle: SMUL
Stromproduktion für rund 177.395 Haushalte
- im Bau befinden sich:
9 Biogasanlagen
4,28 MWel Leistung
dar. 5 bei Landwirten
1,580 MWel
- in Planung befinden
sich:
32 Biogasanlagen
15,542 MWel
dar. 27 bei Landwirten
11,442 MWel
Quelle: LfULG, Ref. 24, eigene Erhebungen/Recherchen;
kein Anspruch auf Vollständigkeit!
Biogaserzeugung in Sachsen
(Stand Dezember 2010)

image
image
| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Größe und Leistung
landwirtschaftlicher Biogasanlagen in Sachsen
Quelle, Brückner, LfULG, Stand15.12.2010
0
10.000
20.000
30.000
40.000
50.000
60.000
70.000
80.000
1995
1996
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
kW el-Leistun g
0
20
40
60
80
100
120
140
160
180
A nzahl
kw der neu in Betrieb genommenen Anlagen
kw der bestehenden Anlagen
Anzahl BGA, gesamt
EEG 2000
EEG 2004
EEG 2009

| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Landkreis
Anzahl Biogasanlagen
(in Betrieb, Bau, Plan)
installierte
Gesamtleistung (kW
el
)
Erzgebirgskreis
13
3.682
Stadt Dresden
4
2.521
Stadt Leipzig
1
340
Bautzen
22
9.213
Görlitz
12
6.003
Löbau
4
1.440
Leipzig
25
12.990
Meißen
23
12.822
Mittelsachsen + Stadt Chemnitz
47
19.646
Nordsachsen
30
14.610
Sächs.Schweiz/Osterzgebirge
15
4.640
Zwickau
8
3.042
Vogtlandkreis
16
7.665
gesamt
220
98.614
Quelle: Brückner, LfULG, kein Anspruch auf Vollständigkeit
Stand: 15.12.2010
Biogasanlagen in Sachsen
regionale Verteilung

image
| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Leistungsklasse
( KW
el
)
Wirtschaftsd
ünger (t/d)
NawaRo`s
(t/d)
bis 150
16
4
151 bis 500
57
15
> 501
112
20
Leistungsklasse
(KW
el
)
Anzahl BGA
Tierbestand (GV)
Anmerkung
bis 150
11
253 (110 … 600)
Rinder, Schweine
151 bis 500
102
925 (90 … 3.800)
Rinder, Schweine, Puten,
Enten
> 501
25
1.797 (200 … 7.600)
Rinder, Schweine, Hühner
Gesamt
138
1.032
Quelle: Brückner, LfULG, Schätzungen nach Umfrage ( 2009)
bundesweit
Quelle: Betreiberumfrage DBFZ
Inputstoffe in
Biogasanlagen in Sachsen
(29 befragte Anlagen)
Biogasanlagen und Tierbestand in SN

| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Quelle: Brückner, LfULG, Erhebung 2010
Sonstiges
(Hotel,
Restaurant,
Kranken-
haus,
Schwimm-
halle,
Campingpl…
etc.)
Gewächs-
häuser /
Käserei
Wohnungen,
Gemeinde-
häuser, Kin-
dergarten,
Schule,Ver-
einshäuser,
Schloss, etc.
Getreide-
trocknung,
Veredlung
Kartoffeln
,Spargel,
andere
FM, Heu
Sozialgebäude,
Verwaltung,
Werkstatt
Stallgebäude
(Melkanlage,
Kälberställe,
Ferkelnester,
etc.)
Wärmenutzungskonzepte in Sachsen:
(Mehrfachnennungen je Betrieb mgl.)
Wärmenutzung in
sächsischen Biogasanlagen
Nutzungsgrad der
externen Wärme:
2006: 14 %
2007: 24 %
2008: 30 %
2009: 33 %

image
| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Der Dschungel
relevanter Rechtsbestimmungen
Quelle: in Anlehnung an Fachverband Biogas
EU-, Bundes- und Landesgesetze, hierzu erlassene Verwaltungsvorschriften sowie
Technische Normensetzungen
§§
§§
§§
§§
§§
§§
§§

image
image
image
| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Erneuerbare-Energien-Gesetz
Novelle 2012
Neues Boni-System
Abschaffung von:
- NaWaRo-Bonus
- Gülle-Bonus
- KWK-Bonus
- Luftreinhalte-Bonus
- Technologie-Bonus
- Landschaftspflege-Bonus
EG 2012:
- Höhere Grundvergütung
- Substratbonus I und II (6 bzw. 8 Ct/kWhel):
- Verpflichtung zur Wärmenutzung (mind. 60%)
- Beschränkung von Maissilage und Getreidekörner
auf max. 50% der Substratzufuhr (Frischmasse!)
- Vergütung für Biomethaneinspeisung
Quelle: Reus, 2011

image
image
image
| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Die Wirtschaftlichkeit der Energiepflanzenerzeugung
ist in besonderem Maße abhängig von den politischen Rahmenbedingungen.
Die anstehende Novellierung des EEG führt dazu, dass:
- verstärkt weniger vorzügliche Anbausysteme
zur Substratbereitstellung genutzt werden müssen
- der Flächenbedarf der Substraterzeugung steigt
- die mittleren Deckungsbeiträge der Energiepflanzenerzeugung sinken
Quelle: Reus, 2011
Erneuerbare-Energien-Gesetz
Novelle 2012 - Fazit

image
image
| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
- Gärprodukte ersetzen industriell hergestellten Kunstdünger
- mineralischen Nährstoffe bleiben erhalten
können als hochwertiger Dünger eingesetzt werden
- mit dem Gärsubstrat werden humuswirksame Bestandteile
auf den Acker zurückgeführt
- somit werden regionale Stoffkreisläufe geschlossen
-
durch den Ersatz von einem Kilogramm mineralischen
Stickstoffdünger werden mehr als 6 kg CO
2
eingespart
- Gärsubstratverbrennung macht diese Vorteile zunichte
und verkehrt sie teilweise in das Gegenteil
sie ist aus Sicht es Acker-/Pflanzenbaus
und der Nachhaltigkeit abzulehnen
Quelle: FVB Biogas
Gärsubstrate

image
image
image
| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Biogas aus Mais
Sicht der Bodenfruchtbarkeit
positiv
kritisch
generell
- gute Einordnung vor allem
in getreidereiche Fruchtfolgen
- Erosionsgefahr bei Pflugbestellung
und/oder ohne Winterzwischenfrucht
- Gefahr der Bodenverdichtung bei
Gülleausbringung und Ernte
- hohe Fruchtfolgeanteile möglich
- negative Humusbilanz
mit Gärrest-
ausbringung
- hohe Nährstoffrückführung
- bei großen Mengen
evtl. Gefahr für Bodenstrukur
ohne Gärrest-
ausbringung
- stark negative Humusbilanz
- hohe Nährstoffabfuhren
=> erhebliche Gefahren bei nicht nachhaltig gestaltetem Anbau
=> geringe Gefahr für Bodenfruchtbarkeit bei angemessenem Fruchtfolgeanteil,
reduzierter Bodenbearbeitung und Gärsubstratrückführung

image
| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
„Anbautechnik Sorghumhirsen –
Ein Beitrag zur Diversifizierung des
Energiepflanzenspektrums“
Laufzeit: 05/2008 – 04/2011
Standorte: D-Nord, D-Süd, Lö, V, K
Sortenversuch
Reihenweite/Saatstärke
Ökologische
Untersuchungen
Mulchsaat/ Direktsaat
Anbau auf
Rekultivierungsflächen
Herbizidversuch
Saatzeiten
Mischanbau
Anbautechnik Sorghumhirsen
FIB e.V.
Quelle: Zander, LfULG, 2011

| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Standort
Boden- Klima- Raum
Ent-
Boden-
AZ
NS
T
stehung
art
[mm]
[
°
C]
Welzow
trockene - warme diluviale Böden (Ost)
K
S
-
568
8,9
Grünewalde
trockene - warme diluviale Böden (Ost)
K
Sl
-
576
8,9
Bocksee
sandige diluviale Böden (Nord-Ost)
D
S
20
560
8,2
Güterfelde
trockene - warme diluviale Böden (Ost)
D
lS
32
545
9,1
Trossin
trockene - warme diluviale Böden (Ost)
D
Sl-lS
35
540
9,0
Gadegast
trockene - warme diluviale Böden (Ost)
D
lS
37
574
8,7
Drößig
trockene - warme diluviale Böden (Ost)
D
Sl
40
568
8,9
Heßberg
Verwitterungsböden in den
Übergangslagen (Ost)
V
L
43
731
7,0
Gülzow
mittlere diluviale Böden (Nord-Ost)
D
LS
54
560
8,1
Straubing
Gäu-, Donau-, Inntal
uL
75
675
8,3
Friemar
Lößböden in der Ackerebene (Ost)
L
89
519
7,8
Bernburg
Lößböden in der Ackerebene (Ost)
L
91
469
9,1
Anbautechnik Sorghumhirsen
Standortspektrum
Standorteigenschaften
Quelle: Zander, LfULG, 2011

| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
2008
2009
2010
NK Magitop
NK Magitop
NK Magitop
Atletico
Atletico
Atletico
Lussi
Lussi
Lussi
Susu
Susu
Susu
Bovital
Bovital
Nutri Honey
King 61
True
Jumbo
KWS Inka
KWS Inka
Super Sile 20
Super Sile 20
Super Sile 20
Goliath
Goliath
Goliath
Sucrosorgo 506
Sucrosorgo 506
Sucrosorgo 506
Rona 1
Rona 1
Rona 1
KWS Zerberus
KWS Zerberus
KWS Maja
KWS Maja
Herkules
Herkules
Mais
Sudangras-
hybride
Futter-/
Zuckerhirse
Anbautechnik Sorghumhirsen
Fruchtarten- und Sortenspektrum
Sorghum-
hirsen
Quelle: Zander, LfULG, 2011

| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
20
40
60
80
100
120
140
160
180
200
220
240
260
D-Nord
D-Süd
V
K
TM-Erträge [dt TM/ha]
Mais
Sudangrashybrid
Futter-/Zuckerhirse
Mittelwerte der Sortenversuche (2008 – 2010)
Fehlerbalken = Standardabweichung
Anbautechnik Sorghumhirsen
TM-Erträge von Mais und Sorghum
Quelle: Zander, LfULG, 2011

| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Mittelwerte der Sortenversuche (2008 – 2010)
Anbautechnik Sorghumhirsen
TM-Erträge [dt TM/ha] von Mais und Sorghum
Fruchtart Sorte
D-Nord
D-Süd
V
K
Mais
129
146
198
180
134
Lussi
100
127
158
153
121
Susu
84
106
130
122
93
King 61
77
90
131
99
92
Bovital
84
112
125
134
111
True
77
107
104
123
86
KWS Inka
127
145
120
Nutri Honey
94
125
131
134
103
Jumbo
96
124
125
102
90
Super Sile 20
64
104
119
92
85
Goliath
98
148
177
152
143
Sucrosorgo 506
91
156
158
148
133
Rona 1
78
124
119
93
109
KWS Zerberus
157
179
155
KWS Maja
129
143
102
Herkules
151
173
131
Sudan-
gras-
hybride
Futter-/
Zucker-
hirse
Quelle: Zander, LfULG, 2011

image
| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Anbau von Sorghumhirsen ist mit Erfolg möglich
hohe Biomasseerträge erreichbar
große Ertragsunterschiede zwischen den Sorghumsorten
höchste mit dem Mais vergleichbare Erträge lieferten
die Sorten Goliath, Sucrosorgo 506, KWS Zerberus und Herkules
optimale TS-Gehalte nur von den Sorten Lussi, True, Bovital (Sudangrashybride)
sowie KWS Zerberus und KWS Maja (Futter-/Zucker- hirsen) erzielbar
erhöhter K-Bedarf
durch Züchtung
(Frühsaatverträglichkeit, schnelle Abreife) bzw. Saatgutproduktion
(Keimfähigkeit, Triebkraft) und anbautechnische Optimierung
sind bei Sorghumhirsen weitere Ertragsreserven
zu erschließen
Anbautechnik Sorghumhirsen
Zusammenfassung
Quelle: Zander, LfULG, 2011

image
image
| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Biogas - mögliche
Entwicklungsschwerpunkte
-
Orientierung auf dezentrale Konzepte
-
vorrangige Verwertung von Wirtschaftsdüngern
-
Rückführung der Gärsubstrate auf den Acker
-
Verbesserung von Wirtschaftlichkeit, Energieeffizienz
und Treibhausgasbilanz
- nachhaltige Nutzung pflanzlicher Biomasse
unter Beachtung der Grenzen zur Wirtschaftlichkeit
-
verstärkte Nutzung der Wärme,
(Kälteerzeugung, Stallklimatisierung, Getreidetrocknung,
Beheizen von Gärtnereien …)
-
alternative Gasnutzung z.B.
- ORC (Nutzung von Dampf anstelle Wasser)
- Einspeisung des Biogases in öffentliche Gasnetze
- Mikrogasnetze
- Nutzung als Kraftstoff in Fahrzeugen
- Brennstoffzelle
Quelle: nach Brückner, LfULG 2010
Theuma-Neuensalz, Biogasanlage mit
Mikrogasnetz und 2 Satelliten-BHKW
Foto: AG Theuma-Neuensalz

| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Biokraftstoff-Optionen
(Auswahl)
Reinkraftstoff Beimischung (Brennstoffzelle)
Biodiesel
X
X
Pflanzenölkraftstoff
X
(X)
Ethanol
X (E85)
X
X
Biogas
X
X
X
Biomass to Liquid
X
Hydrierung
X
Pyrolyseöle (nach
Aufbereitung)
X
(X)
Wasserstoff
X
X
Elektroantrieb (aus EE)
X
X
(Hybridantriebe)
X
X

image
image
image
image
image
image
| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Dezentrale Ölsaaten-
verarbeitungsanlagen in Sachsen
Kapazität
500 t Saat/a
2.000 t Saat/a
5.000 t Saat/a
10.000 t Saat/a
Auslastung
nicht ausgelastet
Absatzbereiche
LW Kraftstoffe
Spedition Kraftstoffe
Handel
BHKW
Speiseöl
Futteröl
Andere technische Zwecke

image
image
image
image
image
image
image
image
image
| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Pflanzenölkraftstoff: Wert-
schöpfung für die Landwirtschaft
oberirdischer Auswuchs
8.300 kg/ha
172 GJ/ha
Stroh
5.100 kg/ha
87 GJ/ha
Korn
3.200 kg/ha
84 GJ/ha
Öl
1.200 kg/ha
45 GJ/ha
Bodenfruchtbarke
it
Eiweißfuttermittel
Speiseöl oder
Kraftstoff
Presskuchen
2.000 kg/ha
40 GJ/ha
dezentrale
Herstellung

image
image
image
| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
positiv
kritisch
-
sehr gute Einordnung vor allem
in getreidereiche Fruchtfolgen
- sehr lange Vegetationszeit und
Bodenbedeckung
- positive Humusbilanz
- hohe Nährstoffrückführung
- hohe Treibhausgasminderung möglich
-
positiv im Landschaftsbild
- Erosionsgefahr bei Pflugbestellung
- evtl. Gefahr der Bodenverdichtung
bei Gülleausbringung
- Fruchtfolgeanteile > 25 %
- hoher Stickstoffbedarf
- hoher Pflanzenschutzmittelaufwand
Bioenergie aus Raps
Positiva und Risiken

image
image
image
| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Biokraftstoffe -
mögliche Entwicklungsschwerpunkte
- Erhalt bestehender Produktionsanlagen
- Ausbau dezentraler Konzepte in der Landwirtschaft
- Optimierung der Verwertungslinien
in Bezug auf die Nachhaltigkeit
- Etablierung der Verwendung von Biogas als Kraftstoff
- mittelfristig:
Herstellung weitere Biokraftstoffe unter Berücksichtigung
von Ökonomie und Nachhaltigkeit
BtL-Kraftstoffe ?
Ethanol aus Lignocellulose ?
?

image
image
| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Biomassebereitstellung
aus der Landwirtschaft
zur energetischen Verwertung
Ziele in Sachsen
(Auswahl)
- stärkere Nutzung von Reststoffen
-
Erschließung von Alternativen
- für Trockenstandorte, Grenzertragsstandorte
- für schwermetallbelastete Standorte
- zum Mais
-
Etablierung des Anbaus mehrjähriger Kulturarten
-
Steigerung von Ertrag und Effizienz
-
Optimierung der Rohstoffbereitstellung und der
Verfahrenslinien in Bezug auf die Nachhaltigkeit
- Treibhausgasbilanz
- Boden-, Wasser-, Naturschutz, Luftreinhaltung

image
image
| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Fruchtartenanteile in Sachsen
Quelle: Statistisches Landesamt

image
image
image
image
image
image
| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Bioenergie
und Landschaftsbild
Befürchtungen
Möglichkeiten

image
image
image
image
image
| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Bioenergieberatung
Projektpartner im Freistaat Sachsen
Zittau
Görlitz
Bautzen
Dresden
Pirna
Meißen
Torgau
Leipzig
Döbeln
Freiberg
Mittweida
Chemnitz
Annaberg
Plauen
Zwickau
Aue
Grimma
Delitzsch
Hoyerswerda
Kamenz
Großenhain
Kreisbauernverband
Borna/Geithain/Leipzig e.V.,
Leipzig
Sächsischer
Landesbauernverband e.V.,
Dresden
Regionalbauernverband
Erzgebirge e.V.,
Großrückerswalde
Verein zur Förderung von Biomasse
und nachwachsenden Rohstoffen e.V.,
Clausnitz
BG-ÖL GmbH,
Kaschwitz
Sächsische Energieagentur-
SAENA GmbH, Dresden
Bundeskontaktstelle Pflanzenöl
c/o GRÜNE LIGA e.V.,
Leipzig
Fachverband Biogas,
Regionalgruppe Sachsen,
Leipzig
SBZ-3Ländereck Neiße,
Eibau
Kompetenzzentrum
Bioenergie,
Leipzig
Gläserner Bauernhof
Vogtland e. V.,
Markneukirchen
Sächsische Landesstiftung Natur und
Umwelt-Akademie, Dresden
Stadt Chemnitz,
Umweltzentrum
Bioenergienetzwerk Sächsische
Schweiz-Osterzgebirge,
Dippoldiswalde

| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Bioenergieberatung
Projektpartner im Freistaat Sachsen
Partner
Aufgaben
Regionalbauernverband
Erzgebirge e.V.
Kontaktvermittlung zu Praxisbetrieben, Grundberatungen zur
Thematik Bioenergie, Öffentlichkeitsarbeit
Verein zur Förderung von
Biomasse und
nachwachsenden Rohstoffen
e.V. Clausnitz
Beratung von Landwirten zu Technologien, Genehmigungs-
verfahren und Betrieb von Anlagen zur Nutzung von Biomasse
(Kurzumtriebsplantagen, Biogasanlagen, Ölpressen);
regionale Veranstaltungen zum Thema „Bioenergie“ (Energie
aus fester, flüssiger und gasförmiger Biomasse)
Bundeskontaktstelle Pflanzenöl
c/o GRÜNE LIGA e.V.
Organisation und Durchführung der Fachtagung „Kraftstoff
Pflanzenöl“ 2011 und 2012; Spezialberatung zu
Pflanzenölkraftstoffen; Mitorganisation und Durchführung des
„Leipziger Biokraftstoff-Fachgesprächs“
Sächsische Landesstiftung
Natur und Umwelt - Netzwerk
Umweltbildung Sachsen
Öffentlichkeitsarbeit, Organisation von Fachveranstaltungen,
Weiterentwicklung und Einführung des Bildungsmoduls
Bioenergie
BG-ÖL GmbH
Beratung und Information zur Herstellung und zum Einsatz von
Pflanzenölkraftstoff, Demobetrieb mit Ölmühle und Einsatz
mehrerer Rapsölschlepper in der Landwirtschaft, Regionale
Öffentlichkeitsarbeit

| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Bioenergieberatung
Projektpartner im Freistaat Sachsen
Partner
Aufgaben
Kreisbauernverband
Borna/Geithain/Leipzig e.V.
Kontaktvermittlung zu Praxisbetrieben, Grundberatungen zur
Thematik Bioenergie, Öffentlichkeitsarbeit
Sächsische Energieagentur -
SAENA GmbH
informative Kooperation, Energieeffiezienz, erneuerbare
Energien, Öffentlichkeitsarbeit
Fachverband Biogas,
Regionalgruppe Sachsen
informative Kooperation, Beratungen zu Biogas;
Öffentlichkeitsarbeit
SteinbeisBeratungsZentrum für
Energie-, Rohstoff- und
Kooperationsmanagement
Öffentlichkeitsarbeit in der Region – Mitveranstalter des
Fachsymposiums am „Tag der erneuerbaren Energien“ in
Görlitz; Kontakte zu Praxisbetrieben, Beratung zu Biogas,
fester und flüssiger Biomasse
Kompetenzzentrum Bioenergie Organisation und Durchführung regionaler
Informationsveranstaltungen
Beratungen zu Biogas und fester Biomasse
Gläserner Bauernhof Vogtland
e. V.
Fachveranstaltungen im Bildungs- und Begegnungszentrum
„Fischerhütte“; Bildungsarbeit an Schulen und Kindergärten;
Grundberatung zu KUP, Holzhackschnitzel, feste Brennstoffe
Stadt Chemnitz,
Umweltzentrum
Lehrveranstaltungen Bioenergie an Grundschulen

image
image
image
image
image
image
| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Zittau
Görlitz
Bautzen
Dresden
Pirna
Meißen
Torgau
Leipzig
Döbeln
Freiberg
Mittweida
Chemnitz
Annaberg
Plauen
Zwickau
Aue
Grimma
Delitzsch
Hoyerswerda
Kamenz
Großenhain
Gemeinde
Radibor
Lantmännen
Agroenergi AB
Agrargenossenschaft
Theuma-Neuensalz
Biohof
Böhme
AGROSS
e.G.
MKH
Wittichenau
LEHMANN
Maschinenbau
GmbH
Bioenergieberatung
Demonstrationsbetriebe

| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Betrieb
Thema
Agrar- und Beteiligungsgesellschaft
AGROSS e.G. Groitzsch
landwirtschaftliche Biogasanlage, Öffentlichkeitsarbeit,
gemeinsame Fachveranstaltungen
Agrargenossenschaft Theuma-
Neuensalz
landwirtschaftliche Biogasanlage mit Mikrogas- und
Nahwärmenetz
Biohof Böhme, Obercarsdorf
Kurzumtriebsplantagen, Mutterquartier
KRABAT Milchwelt, Wittichenau
landwirtschaftliche Biogasanlage mit Wärmenutzung in
Käserei, Darstellung landwirtschaftlicher Kreisläufe in
intensiver Öffentlichkeitsarbeit
Biomasseconsulting / Salixenergi
SE, Ketzerbachtal
Kurzumtriebsplantagen, Mutterquartier
LEHMANN Maschinenbau GmbH,
Pöhl
Entwickler des Verfahrens Bioextrusion® zum Aufschluss
schwer vergärbarer Substrate, Betreiber von
Demonstrationsbiogasanlagen
Nahwärmenetz Radibor
Zusammenarbeit Agrarbetrieb-Kommune-Wirtschaft,
ortsweites Nahwärmenetz betrieben mit Biogasabwärme sowie
einer Holzhackschnitzelheizung
Bioenergieberatung
Demonstrationsbetriebe

image
image
image
image
image
| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Zittau
Görlitz
Bautzen
Dresden
Pirna
Meißen
Torgau
Leipzig
Döbeln
Freiberg
Mittweida
Chemnitz
Annaberg
Plauen
Zwickau
Aue
Grimma
Delitzsch
Hoyerswerda
Kamenz
Großenhain
1
39
9
18
5
30
23
7
22
27
24
19
26
21
8/58
17
15
4
33
3/36
13
11
31
12
2
10
14
16
20
6
29/56
32/68/75
35
37
40/
41
42/59
46
47
48
49
65/
74
54/60/
62/73
67/71
70
64
66
63
50
52
53
55
57
61
Bioenergieberatung
Stand der Beratungen

| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Betrieb
Ort
Beratungsanliegen
Weißkollmer Agrarproduktion
GmbH
Losa-Weißkollm
Beratung zu Biogasanlage mit Einspeisung
Lausitzer Milch- und
Rindfleisch GmbH
Ralbitz-Rosenthal
Beratung zu Biogasanlage auf Güllebasis (Rindergülle) mit
einer Leistung von ca. 350 kW
Rinderproduktions e.G.
Neusorge
Rothenburg
Beratung Photovoltaik, Dachsanierung Asbest, Aufbau
Solaranlage
Milchgut Reichenbach GmbH
Hohendubrau OT
Gebelzig
Bau Biogasanlage unter Verwendung von Gülle, Futterresten
und Dung
Gut Niethen GmbH
Hochkirch
Planung einer 250 KW Hackschnitzelheizanlage zur
Wärmeversorgung einer Grundschule
Peise GbR
Burkau OT Uhyst a.T. Beratung Biogas inkl. Förderung und gesetzl. Grundlagen
Versorgungsbetriebe
Hoyerswerda GmbH
Hoyerswerda
Mitarbeit an der Erarbeitung eines Wärmekonzeptes der
Stadt Hoyerswerda
Gemeinde Rietschen
Rietschen
Bau eines ca. 400 kW Satelliten-BHKW, Aufbau Wärmenetz
zur Gemeindeversorgung
Bauern- und Gemüsehof
Domanja
Wittichenau
Anfrage zu Biogasanlage, Energiekonzept Betrieb
Bautzen
Anfrage zu Grundlagen Kurzumtriebsplantagen
Torsten Kasper
Weißenberg OT
Kotitz
Beratung zur 1. BImSchV
Agrargenossenschaft See e.G.
Niesky
Grundberatung zu Biogasanlagen, EEG 2012, Wärmekonzept
Bioenergieberatung
Beratungen in Ostsachsen

image
image
| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Bioenergieberatung im Freistaat Sachsen
-
„Graskraftwerk“ Seifhennersdorf
-

image
image
image
| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Graskraftwerk
Seifhennersdorf
Verfahren nach „Rottaler Modell“
- durch Hydrolyse und Versauerung
Ziele:
- höhere Biogasausbeute
- Einsatz faserhaltiger, preiswerter Biomassen
- geringere Verweildauer (geringeres Fermentervolumen)
Ergebnisse aus der Praxis:
- höhere Biogasausbeute bei faserhaltigen Einsatzstoffen
- problemlose Verarbeitung von Grassilage, Mist mit hohem
Strohanteil, Altgras …
Quelle: Vortrag in Seifhennersdorf, 2011

image
image
| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Demonstrationsbetrieb
Nahwärmenetz Radibor
- Wärme-Grundlastabsicherung durch Biogas- BHKW
und Holzhackschnitzelkessel
- Bereitstellung durch regionalen Agrarbetrieb Radiborer Agrar GmbH
-
Biogasanlage mit BHKW 500 kW
el
, 630 kW
th
(dav. 300 kW in Nahwärmenetz)
(Milchviehanlage, ca. 1170 Milchkühe in Ortsnähe (ca. 500 m)
- Sicherung der Wirtschaftlichkeit durch lange Jahreslaufzeiten
und langfristig vertraglich gebundene Lieferverträge
- Holzhackschnitzelkessel Fa. Fröhling (2x 500 kW)
- Nutzung regionaler Kreisläufe zur Holzhackschnitzelbereitstellung
- zur Reserve bzw. Spitzenlastabdeckung 2 Ölkessel mit je 300 kW
- 63 Liegenschaften angeschlossen
dav. 43 versorgt, Netzlänge ca. 3 km (Jan. 2010)
- vom 01.11.2007 bis zum 01.03.2011 insgesamt 7,35 Mio. kWh
aus regionalen, regenerativen Rohstoffen eingespeist
Heizkesselanlage
2 x 500 KW

image
image
image
| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Zusammenfassung
hohe Zielstellungen für Bioenergie in Sachsen
große Möglichkeiten und Potenziale
guter Stand insbesondere:
- landwirtschaftliche Biomassebereitstellung
- Biogaserzeugung
Handlungsbedarf u.a.:
- Erschließung Reststoffpotenziale
- Effizienz und Nachhaltigkeit der Verwertungsketten
Vorteile zum Tragen bringen, Risiken minimieren
Risiken entstehen durch nicht nachhaltige Verwertungslinien;
diese sind mit bekannten Maßnahmen zu minimieren
Enorm wichtig: zuverlässige Rahmenbedingungen!
Es gibt pauschal keine schlechten oder guten
Kulturarten oder Bioenergien.
Die Frage ist vielmehr, welche Verfahrenslinien und
Anbauverfahren am jeweiligen Standort umgesetzt werden.

image
image
| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
www.smul.sachsen.de/lfulg
www.bioenergie-portal.info
Dr. Michael Grunert (0341) 9174-147
www.energieholz-portal.de
Michael.Grunert@smul.sachsen.de
Mitglied im
Veranstaltungshinweise:
Mitteldeutscher Bioenergietag, 22.11.2011, Groitzsch
Fachveranstaltung und Ernte von KUP. 01.02.2012, Köllitsch

image
image
| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Entwicklung von Roggen-
und Roggenbrotpreis
in Deutschland (€/kg)
Quelle: Deutscher Bauernverband, 2009
Anteil der landwirt-
schaftlichen Rohstoff-
kosten am Produktpreis

image
image
image
image
image
image
image
image
image
| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Pflanzenölkraftstoff
verwertete Biomasse
Nahrungsmittelkonkurrenz
oberirdischer Auswuchs
8.300 kg/ha
172 GJ/ha
Stroh
5.100 kg/ha
87 GJ/ha
Korn
3.200 kg/ha
84 GJ/ha
Öl
1.200 kg/ha
45 GJ/ha
Bodenfruchtbarkeit
Eiweißfuttermittel
=> Milch, Fleisch
Speiseöl oder
Kraftstoff
Presskuchen
2.000 kg/ha
40 GJ/ha
dezentrale
Herstellung
Nährstoffe,
Humusreproduktion

image
image
| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Vergleichsszenario
Womit ist die Rohstoffbereitstellung für Bioenergielinien zu vergleichen?
Als Vergleichsszenario dient:
- Nutzung der Ackerfläche für Food-Anbau
- keine bzw. sehr geringe Flächenstilllegung
-
gleiche Intensität des Anbaus wie im Food-Anbau
-
es gelten die gleichen gesetzlichen Vorgaben wie im Food-Anbau,
zusätzlich die Bestimmungen der Nachhaltigkeitsverordnungen
-
Anbau muss wirtschaftlich sein
§

| 20.09.2011 |
Dr. Michael Grunert
Flächenkonkurrenz von Kultur-
arten und Nutzungsvarianten
(% der Energie im oberirdischen Aufwuchs)
0,00
26,03
0,00
34,27
0,00
70,00
100,00
0
50.000
100.000
150.000
200.000
R iölRöl Wi Wi Sili Sili Pl
MJ/ha
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
100
food
Humus
non food
Flächenkonkurrenz
%
Raps-Speiseöl
Stroh auf Acker
Rapsölkraftstoff
Presskuchen-
verfütterung
Gülle auf Acker
Stroh auf Acker
Weizen
Nahrung
Stroh auf Acker
Weizenkorn =>
Ethanol
Schlempever-
fütterung
Gülle auf Acker
Stroh auf Acker
Silomais
Verfütterung
Gülle auf Acker
Silomais Biogas
Gärsubstrat auf
Acker
Pappel
Verbrennung
Erzielte Produkte (t Trockenmasse)
1,2 t Speiseöl
2 t Futtermittel
5,1 t Stroh
1,2 t Rapsöl-
Kraftstoff
2 t Futtermittel
5,1 t Stroh
6,0 t Back-
weizen
4,8 t Stroh
2,0 t Ethanol
2,0 t Futtermittel
4,8 t Stroh
(CO
2
)
14,4 t Silomais
(3,5 t Gülle)
m
3
Biogas
3,9 t
Gärsubstrat
11 t Holz