Was tun bei Verdacht auf emotionale und Verhaltensauffälligkeiten? Im Folgenden finden Sie ein idealtypisches Strukturbild
zum Vorgehen im Verdachtsfall (Seite 1-5) sowie eine Übersicht zum Hilfesystem (Seite 6-11) für betroffene Schülerinnen
und Schüler.
Die Darstellungen richten sich primär an Lehrkräfte in Ausbildung und Berufseinsteigende. Darüber hinaus können sie allen
Beteiligten in und um Schule eine erste Orientierung bieten. Sie verstehen sich als Beitrag zu einer stärkeren Vernetzung, zu
klaren und verlässlichen Informationen über Abläufe und Zuständigkeiten sowie zur Gestaltung verbindlicherer Absprachen,
um eine Verbesserung der Entwicklungschancen unserer Schülerinnen und Schüler zu erreichen.
Entstanden sind diese Orientierungshilfen im Rahmen des Projektes „Sensy“ (
S
chule
sen
sibilisieren für ps
y
chiatrische
Themen) der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Universitätsklinikums Dresden in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen
Staatsministerium für Kultus sowie angehenden Lehrkräften und Lehrenden an sächsischen Lehrerausbildungsstätten.
Aus der Praxis für die Praxis - Erste Orientierung bei Verhaltensauffälligkeiten

image
image
image
image
image
Vorabüber-
prüfung
Erhärtung
des Verdachts
Entscheidungshilfe bei Verdacht auf psychische Störung
Initiierung von Diagnostik
und aktivieren von Hilfen
Unterstützernetz an
eigener
Schule
aktivieren
Prüfen, welche Helfer:innen es an Schule
gibt und mit welchen Funktionen
ggf. via Kinder-
Arzt:in/Erziehungs-
beratungsstelle
Maßnahmen
individueller
Förderung
zur Übersicht siehe „Beteiligten-/
Helfernetz“ (Seite 6)
Klassen-
konferenz
ohne Zustim-
mung d. Eltern
& ohne Diag-
nose möglich
Unterstützernetz
schulsystemintern
aktiveren
Vorab prüfen, welche Helfer:innen
sinnvoll einzuschalten
zur Übersicht siehe „Beteiligten-/
Helfernetz“ (Seite 6)
Individuelle
Bildungsverein-
barung
ohne Diagnose
möglich
wenn Diagnose gesichert,
gehe zu Seite 2
Auffälligkeiten im eigenen
Unterricht beobachtet
Schulleitung
informieren
Beratung zu
Hilfsangeboten
ggf. via Schulleitung
Gezielte Betrachtung
internalisierender/
externalisierender
Auffälligkeiten (Seite 3)
Farblegende:
lila = vertiefte Informationen auf den Seiten 3-5
grün = Hilfen
blau = Weg der Lehrkraft
orange = Weg der Eltern
Eltern teilen Sorge nicht,
wollen keine Diagnostik
Gespräch
wiederholen
Schweigepflicht-
entbindung für
Lehrkraft
1.
Selbstreflexion eigener Unterrichts-
gestaltung, Wahrnehmung sowie
eigenen Auftretens (Seite 4)
2. Gespräch mit SuS
3. Kollegiale Fallberatung zum Kind (unter
Einbezug der Beratungslehrer:in)
4. Gespräch mit Eltern
Eltern initiieren kinder-
und jugendpsychia-
trische Diagnostik
Kontaktaufnahme
zu den Eltern (Seite 5)
Hinweis: Die vorliegenden Abläufe bilden eine Orientierung. In der Praxis kann es zu Abweichungen von dem dargestellten idealtypischen Ablauf kommen.
Urhebervermerk: entstanden im Rahmen von Sensy (ein Projekt der KJP des Universitätsklinikums Dresden, des SMK und des SMWK); Stand April 2021
Kinder- und
Jugendlichen-
psychiater:in/ -
psychotherapeut:in
ausführliche
Diagnostik
1

Art der Hilfen
variiert
je nach Fall
und aktueller
Situation
Psychothera-
pie des Kindes
(Einzel/
Gruppe)
*Unterstützung via Jugendamt bei Normintelligenz
bzw. via Sozialamt bei geistiger Behinderung
Jugendhilfemaßnahmen via
Jugendamt/Sozialamt*
Kinder- und
Jugendpsychiater:in/ -
psychotherapeut:in/ ggf.
Beratungsstelle
Beratung der
Eltern
Hilfen bei gesicherter psychischer Störung
Kinder- und
Jugendpsychiater:in/ -
psychotherapeut:in
ausführliche kinder-
und jugendpsychia-
trische Diagnostik
Angebote (variieren je nach Einrichtung und Region)
Begleitende
Beratung der
Schule
Kooperation
mit weiteren
Helfern
Angebote
Schule
Angebote
Maßnahmen zur Organisation und
Gestaltung der Leistungsermittlung ohne
qualitative Veränderung der Leistungs-
anforderungen (nach SchulG)
Individuelle
Bildungs-
vereinbarung
Pädagogisch- psychologische Beratung
durch Beratungslehrer in Kooperation mit
Schulpsychologischem Dienst
Eltern m. Kind
Diagnose gesichert
Individuelle
Förderung
nach §35a
SchulG
Sonderpäda-
gogische För-
derung nach
§4c SchulG
zur Übersicht siehe „Beteiligten-/
Helfernetz“ (Seite 6)
weitere Angebote siehe zur Übersicht
siehe „Beteiligten-/Helfernetz“ (Seite 6)
Ggf.
Medikation
Kooperation
mit weiteren
Helfern
Kooperation
mit weiteren
Helfern
Fallberatung/
Supervision
Schweigepflichtent-
bindung von den
Eltern einholen
Farblegende:
lila = vertiefte Informationen auf den Seiten 3-5
grün = Hilfen
blau = Weg der Lehrkraft
orange = Weg der Eltern
Urhebervermerk: entstanden im Rahmen von Sensy (ein Projekt der KJP des Universitätsklinikums Dresden, des SMK und des SMWK); Stand April 2021
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Auffälligkeiten
internalisierend
= innerhalb der Person liegend
(Hölling et al., 2007; nach Achenbach, zitiert nach Menzel, 2009, S. 20; Wittchen & Hoyer, 2011)
externalisierend
= auf die Umwelt gerichtet
(Hölling et al., 2007; nach Achenbach, zitiert nach Menzel, 2009, S. 20; Wittchen & Hoyer, 2011)
Merkmale
Sozialer Rückzug:
Kind möchte lieber alleine sein, ist verschlossen, verweigert das Sprechen,
ist schüchtern, wenig aktiv, häufig traurig …
Körperliche Beschwerden:
Schwindelgefühle, Müdigkeit, Erbrechen …
Ängstlich/depressiv:
allg. Ängstlichkeit, Nervosität, Klage über Einsamkeit, soziale Ablehnung,
Minderwertigkeitsgefühle …
Beispiele
Ängste, Depressivität → durch Beeinträchtigung der Stimmungs- und
Gefühlslage gekennzeichnete Zustände (Gander & Buchheim, 2013)
Merkmale
Dissoziales Verhalten
:
Lügen, Stehlen, Schulschwänzen,…
Aggressives Verhalten:
Verbal- und körperliche aggressive Verhaltensweisen
Beispiele
Hyperaktivität, aggressives Verhalten, dissoziales Verhalten, Delinquenz
Empfehlungen
(Schuster, 2019; Groen et al., 2012)
Literaturverzeichnis
BzgA (2006).
Chronische Erkrankungen als Problem und Thema in Schule und Unterricht
(3. Aufl.),
Gander, M. & Buchheim, A. (2013). Internalisierende Symptome bei depressiven Jugendlichen:
Ausprägung und Möglichkeiten der Erkennung im schulischen Kontext.
Zeitschrift
für Kinder- und Jugendpsychotherapie, 41
, S. 11-22.
Groen, G., Ihle, W., Ahle, M. E., Petermann, F. (2012).
Ratgeber Traurigkeit, Rückzug, Depression:
Informationen für Betroffene, Eltern, Lehrer und Erzieher.
Hogrefe.
Hölling, H., Erhart, M., Ravens-Sieberer, U., Schlack, R. (2007). Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern
und Jugendlichen: Erste Ergebnisse aus dem Kinder- und
Jugendgesundheitssurvey (KiGGS).
Budesgesundheitsbl-Gesundheitsforsch-
Gesundheitsschutz, 50
, S. 784-793.
Menzel, D. (2009). Vorkommen und Ursachen von Unterrichts- und Verhaltensstörungen: Eine
Einführung aus schulpädagogischer Perspektive. In D. Menzel & W. Wiater (Eds.),
Verhaltensauffällige Schüler: Symptome, Ursachen und Handlungsmöglichkeiten
(S.11-37). Klinkhardt.
Petermann, F., Döpfner, M., & Schmidt, M. H. (2008).
Ratgeber Aggressives Verhalten:
Informationen für Betroffene, Eltern, Lehrer und Erzieher.
Hogrefe.
Schuster B. (2019) Auffälligkeiten im Erleben und im Sozialverhalten. In D. Urhahne, M. Dresel, & F.
Fischer (Hrsg.)
Psychologie für den Lehrberuf
. Springer.
Wittchen, H.-U. & Hoyer, J. (2011).
Klinische Psychologie & Psychotherapie
(2., überarb. und erw.
Aufl.). Springer
Empfehlungen
(Schuster, 2019; BzgA, 2006; Petermann et al., 2008)
Förderliche Herangehensweisen
Funktionale Ursachenzuschreibung bei schulischem Erfolg (z.B.
eigene Anstrengung) und Misserfolg (z.B. mangelnde Anstrengung)
Positive Verstärkung (z.B. Lächeln bei richtiger Antwort)
Angenehmes, kooperatives Klassenklima fördern
Negative Erwartungen, überhöhte Ansprüche relativieren
Reduktion von angstauslösenden Situationen (z.B. Ankündigung von
Tests, Unterstützung Vorbereitung Leistungen)
Stress reduzieren (gute Organisation der Unterrichtsabläufe,
Transparenz der Bewertungskriterien)
Gefühl vermitteln für das Kind da zu sein, unterstützen
Enger, wohlwollender Austausch mit Eltern
Thematisieren von Stress, psychischer Gesundheit, Gefühlen im
Unterricht
Hemmende Herangehensweisen
Verantwortung von der Schule auf das Elternhaus schieben
Feindseliger Ton
Bloßstellung oder Zwingen von Schüle:innen
Vertrauliche Informationen unabgestimmt weitergeben
Kritisch prüfen, ob Klassenaufklärung zu Verhaltensauffälligkeiten
notwendig (eher nicht zu empfehlen)
Förderliche Herangehensweisen
Aufrechterhalten bzw. erarbeiten einer guten Beziehungsqualität
Auf Sprache achten (weniger „muss“- Formulierungen)
Partnerschaftlicher und warmer Erziehungsstil
Einschränkungen erklären, wenn diese unvermeidbar sind
Lob ist besser als Strafe; Verhalten bestrafen, nicht Person
Prinzip der geringsten Intervention
Klare, überschaubare Regeln und konsequentes Verhalten
Aufklärung der Klasse zu Verhaltensauffälligkeiten empfehlenswert
(Möglichkeit sollte zuerst mit Schüler:in und Eltern besprochen
werden!)
Hemmende Herangehensweisen
Schematische Belohnung und Bestrafung
Bloßstellung von Schüler:innen
Mischung aus internalisierend und
externalisierend
(nach Achenbach, zitiert nach Menzel, 2009, S. 20)
Aufmerksamkeitsprobleme
Motorische Unruhe, Impulsivität,
Konzentrationsstörungen, motorische Unruhe
Soziale Probleme:
Ablehnung durch Gleichaltrige, unreifes und
erwachsenenabhängiges Sozialverhalten
Urhebervermerk: entstanden im Rahmen von Sensy (ein Projekt der KJP des Universitätsklinikums Dresden, des SMK und des SMWK); Stand April 2021
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Drei Qualitätsdimensionen von Unterricht
(Gold, 2018; Helm, 2016; Klieme & Raboczy, 2008; Klieme, Schümer, & Knoll, 2001; Kunter &
Ewald, 2016; Kunter & Voss, 2011)
Einfluss-
faktoren
Unterrichtsdiagnose
Überprüfung des eigenen Auftretens
Selbstreflexion von Unterrichtsgestaltung und Auftreten
Ist mein sprachlicher Ausdruck verständlich, klar &
angemessen?
Überprüfe: Wortwahl, Satzbau, Satzverknüpfungen, Sprachniveau,
Stilmittel, Einfachheit, Kürze, geringere Informationsdichte als
Schriftsprache, Wiederholungen, Orientierung
Sprachlicher Ausdruck
(Eberhart & Hinderer 2016, S. 20; Antosch-Bardohn, Beege, & Primus, 2019)
Habe ich eine gute, verständliche, der Situation angemessene
Stimme?
Überprüfe: Stimmlage, Stimmklang, Melodie, Lautstärke, Tempo,
Pausensetzung, Artikulation
Sprechweise
(Eberhart & Hinderer 2016, S. 20, 53-90)
Idee: Feedback von Kollegen:innen während einer Hospitation
einholen
Zum Denken anregen, um tieferes Verständnis für
Lernstoff zu erreichen
Herausfordernd aber nicht überfordernd
(Aufgaben, die alleine gerade noch nicht, aber
mit Anleitung und Hilfen lösbar sind)
Verstehens- statt Lernzielkultur
Fokus auf Lösungswege durch Lernprozesse
anstatt Ergebnisse
Problemorientierter Unterricht
Entdeckendes Lernen
Alltags- und lebensnaher Bezug
Selbstständigkeit
Selbstständige Arbeitsphasen
Selbstständige Überprüfung von Lösungswegen
SuS präsentieren ihre Lösungswege
Konstruktive Unterstützung
(Gold 2018, S. 63f; Kunter & Voss, 2011)
Inhaltlich strukturierte Darbietung
Vorstrukturierung mit Hervorhebungen
Vereinfachende Sequenzen
Zusammenfassungen
Angemessenes Tempo
Emotional-motivationale Unterstützung
Wertschätzung
Angstfreies Lernen
Positive Fehler- und Feedbackkultur
Freiräume
Respektvoller Umgang mit SuS
Anregung zu kritischem & kreativem Denken
Effiziente Klassenfühung
(Gold 2018, S. 64f.; Helm, 2016)
2. Störungsprävention
vor Intervention
1. Regeln & Routinen
Ziel: wenig Störungen
Unterricht im Fluss
Sorgfältige Unterrichtsplanung
Transparente Regeln & Einhaltung sichern
Zeitmanagement
Rhythmisierung
Abwechslungsreichtum und Flexibilität (z.B. in
Methoden, Schüleraktivitäten)
Beobachtung der Schülerarbeit &
Klassensituation
Angemessener Umgang mit Störungen
(abgestufte Konsequenzen)
Habe ich eine ständige Präsenz im Raum?
z.B. durch den Raum wandern, alles im Blick behalten, mit den
Augen den Klassenraum forschend absuchen
Allgegenwärtigkeit
(Gold 2018, S. 65, Eberhart & Hinderer 2016, S. 24)
Körperlicher Ausdruck
(Eberhart & Hinderer 2016, S. 20ff; Meyer, 2018)
Setze ich meine Körpersprache unterstützend ein?
Überprüfe: Stand und Haltung, Position und Bewegungen im
Raum, Gestik, Mimik, Blick, Körper- spannung, sich der Klasse
zuwenden, aufrechter und sicherer Stand, bei Interaktion mit
einzelnen SuS: auf Augenhöhe
Kognitive Aktivierung
(Gold 2018, S. 62f)
Einfluss-
faktoren
Literaturverzeichnis
Antosch-Bardohn, J., Beege, B., & Primus, N. (2019)
. In die Lehre starten: Ein Praxisbuch für die
Hochschullehre
. Ferdinand Schöningh.
Eberhart, S & Hinderer, M. (2016).
Stimm- und Sprechtraining für den Unterricht: Ein Übungsbuch
(2.überarb. Aufl.). Ferdinand Schöningh.
Gold, A. (2018).
Lernschwierigkeiten: Ursachen, Diagnostik, Intervention
(2. erw. und überarb.
Auflage). Kohlhammer.
Helm, C. (2016).
Zentrale Qualitätsdimensionen von Unterricht und ihre Effekte auf Schüler-
outcomes im Fach Rechnungswesen
. Zeitschrift für Bildungsforschung, 6, 101-119.
Klieme, E. & Rakoczy, K. (2008).
Empirische Unterrichtsforschung und Fachdidaktik. Outcome-
orientierte Messung und Prozessqualität des Unterrichts
. Zeitschrift für Pädagogik, 54(2), 222–237.
Klieme, E., Schümer, G., & Knoll, S. (2001).
Mathematikunterricht in der Sekundarstufe I:
„Aufgabenkultur“ und Unterrichtsgestaltung im internationalen Vergleich
. In E. Klieme, & J.
Baumert (Hrsg.), TIMSS – Impulse für Schule und Unterricht (S. 43–57). BMBF.
Kunter, M., & Ewald, S. (2016). Bedingungen und Effekte guten Unterrichts: Aktuelle Forschungs-
perspektiven aus der pädagogischen Psychologie. In N. McElvany, W. Bos, H.G. Holtappels, M.M.
Gebauer & F. Schwabe (Hrsg.),
Bedingungen und Effekte guten Unterrichts.
Dortmunder
Symposium der
Empirischen
Bildungsforschung, (Bd. 1, S. 9–32). Waxmann
Kunter, M. & Voss, T. (2011). Das Modell der Unterrichtsqualität in COACTIV: Eine multikriteriale
Analyse. In M. Kunter, J. Baumert, W. Blum, U. Klusmann, S. Krauss, & M. Neubrand (Hrsg.),
Professionelle Kompetenz von Lehrkräften: Ergebnisse des Forschungsprogramms COACTIV
(S. 85-
113). Waxmann.
Meyer, B. (2018).
Rhetorik für Lehrerinnen und Lehrer
(2. überarb. Aufl.). Beltz.
Urhebervermerk: entstanden im Rahmen von Sensy (ein Projekt der KJP des Universitätsklinikums Dresden, des SMK und des SMWK); Stand April 2021
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Elterngespräche
Allgemeine Hinweise
1) Vorbereitung:
Orientierungsfragen zur Strukturierung des Gesprächs überlegen: z.B.
Weshalb
ist das Gespräch notwendig? Welche Themen sollen besprochen werden? Mit
welchen Schwierigkeiten ist zu rechnen, wie kann ich darauf reagieren?
Allgemeine Planungshinweise:
Raum/ Zeit: ausreichend Zeit, geeigneter Ort (angenehme räumliche
Gesprächsumgebung, geeignete Sitzpositionen)
Transparenz: immer Gesprächsanlass und -anliegen kommunizieren
Unterstützung: Gespräch ggf. mit Kollege:in/ Schulsozialarbeiter:in (z.B.
Vermittlung von Kontaktdaten) gemeinsam führen
2) Gesprächsführung
Beziehungsarbeit: Ich- Botschaften, sachliche Darstellung eigener
Beobachtungen, keine Schuldzuweisungen
konstruktives, kooperatives Problemlösen
Angst der Eltern vor möglicher Stigmatisierung des Kindes offen
ansprechen
Protokoll führen & Kopie den Eltern mitgeben
Vereinbarungen mit Eltern treffen und neuen Gesprächstermin planen
Protokoll führen & Kopie den Eltern mitgeben
Hinweis:
bei abweisendem Verhalten der Eltern: Gespräch nicht
erzwingen; Botschaft vermitteln: „Ich sehe, dass es Ihrem Kind nicht gut
geht!“, „Ich möchte helfen!“ sowie geeignete Hilfen benennen
3) Nachbereitungsphase
Ergebnisse mit anderen Fachpersonen besprechen
Handlungsbedarf einschätzen & weitere Handlungsschritte einleiten
Aich, G. & Behr, M. (2015).
Gesprächsführung mit Eltern.
Beltz Verlag.
Gartmeier, M., Bauer, J., Fischer, M. R., Karsten, G., & Prenzel, M. (2011). Modellierung und Assessment professioneller
Gesprächsführungskompetenz von Lehrpersonen im Lehrer-Eltern-Gespräch. In O. Zlatin-Troitschanskaia (Hrsg.),
Stationen
Empirischer Bildungsforschung.
Springer.
Gartmeier, M. (2018).
Gespräche zwischen Lehrpersonen und Eltern: Herausforderungen und Strategien der Förderung
kommunikativer Kompetenz.
Springer.
Hennig, C. & Ehinger, W. (2010).
Das Elterngespräch in der Schule
.
Von der Konfrontation zur Kooperation.
Auer Verlag,
Donauwörth.
Textor, M. R. (2018).
Elternarbeit in der Schule
(2. Aufl.). Books on Demand.
Literatur zur Vertiefung
Urhebervermerk: entstanden im Rahmen von Sensy (ein Projekt der KJP des Universitätsklinikums Dresden, des SMK und des SMWK); Stand April 2021
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image
Kind/Jugendliche:r
Familiengericht
Sorgeberechtigte
Sozialpädiatrisches Zentrum
Kinderärzte:innen
Medizinische Helfer:innen/ Gesundheitssystem
(nähere Informationen siehe Seite 11)
Erziehungs- und Familienberatungsstellen/ Beratungs-
stellen (themenorientiert z.B.: Sucht, Autismus, …)
Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten:innen
Kinder- und Jugendpsychiater:innen (Facharzt)
Kliniken für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -
psychotherapie und -psychosomatik
Eingliederungshilfen, wie Schulbegleitung
Ambulante Hilfen, wie sozialpädagogische Familienhilfe,
Erziehungsbeistand
Kinder-, Jugend- und Familienförderung
(Teil-) Stationäre Hilfen, wie Tagesgruppe und betreutes
Wohnen
Jugendamt (Auswahl)
(nähere Informationen siehe Seite 10)
i.d.R. via Sorgeberechtigte, außer bei Kindeswohlgefährung
Schulinterne Beteiligte/Helfer:innen
(nähere Informationen siehe Seite 7)
Klassenlehrer:innen
Fachlehrer:innen
Beratungslehrer:innen
Schulleitung
Schulsozialarbeiter:innen
Inklusionsassistenten:innen
Schulsysteminterne Helfer:innen
(nähere Informationen siehe Seite 9)
Initiierung durch Lehrer:innen/Schulleitung möglich
LaSuB
Referenten:innen f. Schularten
Fachberater:innen
Moderatoren:innen i. Kooperationsverbund
Förderschulen/ Förderzentren
Schulverwaltungsamt
Ordnungsamt
Polizei
Beteiligten-/Helfernetz
Berufseinstiegsbegleiter:innen
Praxisberater:innen
Inklusionsverantwortliche:r (z.B. ZINT-Lehrer:innen)
Teach First Fellow
i.d.R. via Sorgeberechtigte, außer bei Kindeswohlgefährung
Weitere beteiligte Akteure
(nähere Informationen siehe Seite 9)
Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) Pädagogik
Pädagogische Schulassistenz
Allgemeiner Sozialer Dienst
weitere mögliche Helfer:innen an Heimatschule
(nähere Informationen siehe Seite 8)
Besondere Soziale Dienste
Kinder- und Jugendhilfe (Auswahl)
(nähere Informationen siehe Seite 10)
Initiierung über Jugendamt auf Antrag der Sorgeberechtigten
Beteiligte/Helfer:innen an Heimatschule
Vertrauenslehrer:innen
Horterzieher:innen
GTA-Anbieter:innen
Fachleiter:innen
Schulpsychologische Beratung
Pädagogische Supervision
Schulinterne Lehrerfortbildung (SCHILF)
Kinder- und Jugendärztlicher Dienst des
Gesundheitsamtes
Pädagogische Fachkräfte im Unterricht
Sozialpsychiatrischer Dienst
Psychosozialer Krisendienst
i.d.R. via volljährigem:er Schüler:in
Mobiler Sonderpädagogischer Dienst
Sprach- und Integrationsmittler:innen
Urhebervermerk: entstanden im Rahmen von Sensy (ein Projekt der KJP des Universitätsklinikums Dresden, des SMK und des SMWK); Stand April 2021
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Schulinterne Beteiligte/Helfer:innen
(direkt an Heimatschule angestellt)
Klassenlehrer:innen
Fachlehrer:innen
Beratungslehrer:innen
Schulleitung
Inklusionsverantwortliche:r (z.B. ZINT-Lehrer:in)
Ansprechpartner:in für SuS, Sorgeberechtigten, LuL; Einzelfallberatung + Informations- und
Fortbildungsveranstaltung (siehe VwV Beratungslehrer)
An Schule tätige LuL mit besonderen schulischen Aufgaben; Weisung durch Schulleitung (in
Einvernehmen mit LaSuB), z.B. mit ZINT-Qualifikation, sonderpädagogisches Wissen - für inklusives
Miteinander an Schule allgemein + im Einzelfall
Quelle (1) Auszug aus: SMK „Assistenzsysteme in Schule – Wer ist mit welchem Auftrag an Schule unterwegs“
Erläuterung – Beteiligte/Helfer:innen an
Heimatschule
Farblegende:
graue Kästen = Erläuterungen zu Personen
gelbe Kästen = zusätzliche Information zur
Beantragung
SuS = Schülerinnen und Schüler
LuL = Lehrerinnen und Lehrer
SL = Schulleitung
Vertrauenslehrer:innen
an Schule tätige LuL mit besonderen schulischen Aufgaben ohne Anrechnungsstunden; wird von
Schülerschaft für ein Jahr gewählt, Ansprechpartner:in für schulische und private Anliegen der SuS,
„Vermittler“ zwischen Schülervertretung und Schule
Fachleiter:innen
Ansprechpartner:in für LuL; berät bei Themenschwerpunkt Inklusion bzgl. Verfahrenswegen,
fallbezogene Koordinierung sonderpädagogischer Dienste (siehe VwV Fachleiter)
Pädagogische Fachkräfte im Unterricht
Unterrichtsbegleitung an
Förderschulen
(an allen Schwerpunkten außer Lernen)(1), ist regelhaft für
jeweilige Schule festgelegt
Urhebervermerk: entstanden im Rahmen von Sensy (ein Projekt der KJP des Universitätsklinikums Dresden, des SMK und des SMWK); Stand April 2021
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Schulsozialarbeiter:innen
Inklusionsassistenten:innen
weitere mögliche Helfer:innen an Heimatschule
(über externe Träger)
Berufseinstiegsbegleiter:innen
Praxisberater:innen
Teach First Fellow
Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) Pädagogik
Pädagogische Schulassistenz
Unterstützung der Lehrkräfte bei der Begleitung und Förderung von SuS mit und ohne
sonderpädagogischen Förderbedarf an ausgewählten allgemein- und berufsbildenden Schulen sowie
freien (nichtstaatlichen) Schulträgern, Finanzierung via ESF bis 31.07.2021; ab 01.08.2021 Fortführung
im Rahmen eines Landesförderprogramms, Beantragung von freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe
individuelle Unterstützung bei Berufsorientierung an
Oberschulen
, Finanzierung via ESF; Anstellung via
Projektträger (1)
Beratung von SuS, Sorgeberechtigten und LuL; individuelle, soziale, schulische und zukünftige berufliche
Entwicklung; Vernetzung mit Externen; Leistung der Kinder- und Jugendhilfe nach SGB VIII (1), in
allen
Schularten
möglich; Beantragung über den KSV
Quelle (1) Auszug aus: SMK „Assistenzsysteme in Schule – Wer ist mit welchem Auftrag an Schule unterwegs“
individuelle Unterstützung von abschlussgefährdeten Hauptschülern:innen (ab 8. Klasse bis Ausbildung)
an
Ober- und Förderschulen
; Anstellung via Projektträger (1)
Unterstützung im Unterricht/Projekten sowie Unterstützung und Durchführung von
Ganztagesangeboten für je 1 Jahr; in
allen Schularten
, Schulabsolventen:innen, Träger: DKJS (1)
Unterrichtshilfe + Unterstützung von SuS (Prüfungsvorbereitung, Berufsorientierung, AGs, Projekte) für
je 2 Jahre; Uniabsolventen:innen, an ausgewählten
„Schulen in herausfordernden Lagen“
, Träger:
Teach First Deutschland GmbH (siehe
www.teachfirst.de)(1)
Unterstützung im Unterricht, beim Erziehen, Beraten, Betreuen und Fördern von SuS, Entlastung der
LuL von außerschulischen Tätigkeiten, an ausgewählten
„Schulen in herausfordernden Lagen“
(akt.
Grund-, Ober- und Förderschule
(1)) (siehe
www.schule.sachsen.de/23756.htm)
Farblegende:
graue Kästen = Erläuterungen zu Personen
gelbe Kästen = zusätzliche Information zur
Beantragung
SuS = Schülerinnen und Schüler
LuL = Lehrerinnen und Lehrer
SL = Schulleitung
Initiierung via SL möglich (außer Inklusionsassistenten:innen)
Sprach- und Integrationsmittler:innen
Unterstützung der Lehrkräfte und SuS in der Kommunikation miteinander, z.B. als
Gebärdensprachdolmetscher, für SuS mit Migrationshintergrund
Urhebervermerk: entstanden im Rahmen von Sensy (ein Projekt der KJP des Universitätsklinikums Dresden, des SMK und des SMWK); Stand April 2021
Vorauswahl der Schulen erfolgt via SMK und
LaSuB
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Schulsysteminterne Helfer:innen
Initiierung durch LuL/SL möglich
LaSuB
Referenten:innen f. Schularten
Fachberater:innen
Schulpsychologische Beratung
Förderschulen/ Förderzentren
Landesamt für Schule und Bildung -
Schulaufsichtsbehörte des Freistaates Sachsen
Unterstützung von Lehrer:innen und Sorgeberechtigten bei Klärung von individuellen Anliegen/
Problemlagen von SuS
Lehrer:in mit besonderen schulischen Aufgaben; Unterstützung der LaSuB, schulübergreifende
Beratung und Fortbildung von Lehrer:innen zu Fächern, Didaktik, Förderschwerpunkt: u.a. emotional-
soziale Entwicklung, Lernen, Inklusion, Autismus
Schulzentrierte Beratung von LuL, SuS und Sorgeberechtigten, Diagnostik und Prävention; bei Fragen
zur Schullaufbahn sowie Lern- und Verhaltensauffälligkeiten; zentrale, regionale und schulinterne
Fortbildung; Zusammenarbeit mit Beratungslehrer:innen, nähere Informationen siehe: VwV
Schulpsychologische Beratung
Braucht Einverständnis der
Sorgeberechtigten und SuS (bei Erreichung
des 14.Lebensjahres)
Schulart mit verschiedenen Förderschwerpunkten: „Lernen“, „Hören“, „Sehen“, „körperliche und
motorische Entwicklung“, „geistige Entwicklung“, „soziale und emotionale Entwicklung“; auch
Klinikschulen zugehörig: übernehmen Beschulung während (teil-) stationärer Behandlung und
Übergangsbegleitung in Heimatschule
Familiengericht
Schulverwaltungsamt
Ordnungsamt
Polizei
Weitere beteiligte Ämter/Behörden
Helfer:innen sind nicht an Heimatschule
Träger der kommunalen Schulen; zuständig für: äußere Schulangelegenheiten (Schulanlagen , Gebäude,
Einrichtungen und Lehrmittel), Ruhen der Schulpflicht, Meldung von Schulpflichtverletzung (siehe:
https://www.dresden.de/de/rathaus/aemter-und-einrichtungen/oe/dborg/stadt_dresden_6042.php)
Erläuterung – Beteiligte/Helfer:innen
Schulsystemintern und weitere
Ruhen der Schulpflicht: Beantragung via
Sorgeberechtigte; Schulpflichtverletzungen
via SL
regelt u.a. Kindschaftssachen (wie freiheitsentziehende Maßnahmen, Sorgerechtsangelegenheiten,
Umgangsrecht)
involviert bei Ordnungswidrigkeiten, wie Verstoß gegen die Schulpflicht
involviert bei Durchsetzung der Schulpflicht, Delinquenz, abgängig-sein aus Schule, fremdagressivem
Verhalten gegenüber SuS und Lehrkräften
Farblegende:
graue Kästen = Erläuterungen zu Personen
gelbe Kästen = zusätzliche Information zur
Beantragung
SuS = Schülerinnen und Schüler
LuL = Lehrerinnen und Lehrer
SL = Schulleitung
Initiierung via Jugendamt
Initiierung via Schulverwaltungsamt
Mobiler Sonderpädagogischer Dienst
Durchführung des Feststellungsverfahrens sonderpädagogischen Förderbedarfs sowie Beratung von LuL
und Eltern, Mitarbeiter sind Lehrer:innen aus Förderschulen/ Förderzentren im örtlichen
Zuständigkeitsbereich
Braucht i.d.R. Einverständnis der
Sorgeberechtigten
Urhebervermerk: entstanden im Rahmen von Sensy (ein Projekt der KJP des Universitätsklinikums Dresden, des SMK und des SMWK); Stand April 2021
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9

Erläuterung – Beteiligte/Helfer:innen
Jugendamt/Kinder- und Jugendhilfe
Eingliederungshilfen, wie Schulbegleitung
Ambulante Hilfen, wie sozialpädagogische Familienhilfe,
Erziehungsbeistand
Kinder-, Jugend- und Familienförderung
(Teil-) Stationäre Hilfen, wie Tagesgruppe und betreutes
Wohnen
Jugendamt (Auswahl)
i.d.R. via Sorgeberechtigte, außer bei Kindeswohlgefährung
Allgemeiner Sozialer Dienst
Besondere Soziale Dienste
Kinder- und Jugendhilfe (Auswahl)
Initiierung über Jugendamt auf Antrag der Sorgeberechtigten
Durchführung sozialpädagogischer Diagnostik, Abklärung des Hilfebedarfs, Vermittlung von Hilfen über
öffentliche oder freie Träger; i.d.R. auf Antrag auf „Hilfen zur Erziehung“ durch Sorgeberechtigte;
Prüfung von Kindeswohlgefährdung
u.a. Jugendgerichtshilfe – Vermittlung und Durchführung von Hilfen bei Kindern im Strafverfahren (z.B.
in Folge von Schulabsentismus)
umfasst (Erziehungs-)Beratungsstellen für Kinder, Jugendliche und Familien; Kinder- und
Jugendnotdienst sowie Vermittlung und Betreuung von Pflegefamilien
Beratung und Begleitung im Kontext Familie, Schule und Freizeit; u.a. Begleitung von Sorgeberechtigten
zu schulischen Terminen, Vermittlung zwischen Sorgeberechtigen, Kind und Schule; Bereitstellung über
Vermittlung durch Jugendamt
Teilstationär: sozialpädagogische Förderung des Kindes sowie Arbeit mit Sorgeberechtigten; Stationär:
Betreuung des Kindes außerhalb von Familie, unterschiedliche Formen (Sorgerecht verbleibt i.d.R. bei
Eltern als Sorgeberechtigte); Bereitstellung über Vermittlung durch Jugendamt
Eingliederungshilfe kann ambulant oder (teil-)stationär sein; hierunter fällt auch die Schulbegleitung;
auf Grundlage von §35a SGB VII – „Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche“;
Bereitstellung über Vermittlung durch Jugendamt
Bei Beantragung Zuarbeit von Kinder- und
Jugendpsychiater:in oder -
psychotherapeut:in notwendig
Farblegende:
graue Kästen = Erläuterungen zu Personen
gelbe Kästen = zusätzliche Information zur
Beantragung
SuS = Schülerinnen und Schüler
LuL = Lehrerinnen und Lehrer
SL = Schulleitung
Urhebervermerk: entstanden im Rahmen von Sensy (ein Projekt der KJP des Universitätsklinikums Dresden, des SMK und des SMWK); Stand April 2021
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Sozialpädiatrisches Zentrum
Kinderärzte:innen
Medizinische Helfer:innen/ Gesundheitssystem
Erziehungs- und Familienberatungsstellen / Beratungs-
stellen
Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten:innen
Kinder- und Jugendpsychiater:innen (Facharzt)
Kliniken für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -
psychotherapie und -psychosomatik
i.d.R. via Sorgeberechtigte, außer bei Kindeswohlgefährung
Erläuterung – Beteiligte/Helfer:innen
medizinische Helfer:innen
Sozialpsychiatrischer Dienst
i.d.R. Erstansprechpartner:in bei Gesundheitsangelegenheiten des Kindes; Sammelstelle aller Befunde
bei (drohenden) Entwicklungsverzögerungen, Behinderungen, chronisch-medizinischen Erkrankungen
(Epilepsie, Mukoviszidose etc.), multiprofessionelles Team aus Ärzten:innen, Psychologen:innen, Ergo-,
Physiotherapeuten:innen, Logopäden:innen und Pflegekräften
für allgemeine Erziehungs- und Familienanliegen oder tlw. spezifische Beratung zu z.B. Sucht, Autismus,
häuslicher Gewalt etc.; ggf. mit ansässigem Kinder- und Jugendpsychiater:innen, unter kommunaler
oder freier Trägerschaft
bei psychischen Störungen (unter Einbezug von Bezugspersonen) (d.h. auch Beratung von LuL bei
vorliegendem Einverständnis der Sorgeberechtigten), grundstämmig Psychologen:innen oder (Sozial-)
Pädagogen:innen, Suche über Kassenärztliche Vereinigung: kvs-sachsen.de
bei psychischen Störungen; auch psychopharmakologische Behandlung möglich, grundstämmig
Ärzte:innen, Suche über Kassenärztliche Vereinigung: kvs-sachsen.de
ambulante, (teil-)stationäre Behandlung von psychischen Störungen; multiprofessionelles Team aus
(Fach)Ärzten:innen, Psychologen:innen, Psychotherapeuten:innen, Ergo-, Physio-, Musik-,
Kunsttherapeuten:innen und Pflegekräften
bei Vorliegen einer Schweigepflichtentbindung
auch Kontakt zu LuL und weiteren Beteiligten/
Helfer:innen möglich
Farblegende:
graue Kästen = Erläuterungen zu Personen
gelbe Kästen = zusätzliche Information zur
Beantragung
SuS = Schülerinnen und Schüler
LuL = Lehrerinnen und Lehrer
SL = Schulleitung
Psychosozialer Krisendienst
zur Krisenintervention und tlw. spezifische Beratung bei Psychosen, Depression, soziale Desintegration
junger Erwachsener, Vermittlung von Beratungs- oder Gruppenangeboten sowie Begleitung zu Ämtern;
multiprofessionelles Team aus Ärzten:innen, Psychologen:innen, Sozialarbeiter:innen
Kinder- und Jugendärztlicher Dienst des
Gesundheitsamtes
bei seelische Krisen- oder Notfallsituationen, bietet psychologische Beratung an
Begutachtung und Erstellung amtsärztlicher Stellungnahmen (bei Schulpflichtverletzungen, Ruhen der
Schulpflicht, Feststellung von sonderpädagogischem Förderbedarf), kommunale Trägerschaft,
Auftraggeber: z.B. Schulleitung, Schulverwaltungsamt, LaSuB
i.d.R. via volljährigem Schüler:in
bei Vorliegen einer Schweigepflichtentbindung
auch Kontakt zu LuL und weiteren Beteiligten/
Helfer:innen möglich
Urhebervermerk: entstanden im Rahmen von Sensy (ein Projekt der KJP des Universitätsklinikums Dresden, des SMK und des SMWK); Stand April 2021
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