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Udo Rudolph | Technische Universität Chemnitz
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Prof. Dr. Udo Rudolph
Allgemeine & Biopsychologie . Institut für Psychologie . TU Chemnitz
Prävention leicht gemacht?
Leitlinien für eine gelungene Prävention
ASSKomm – Kommunale Kriminalprävention
Chemnitz
Februar 2019

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Überblick:
Prävention leicht gemacht?
Leitlinien für eine gelungene Prävention
Einführung
5 Fragen ...
Fazit und Ausblick:
1.
Was ... Prävention ist?
2.
Warum ... Prävention sich rechnet?
3.
Wo ... Prävention stattfindet (und wo nicht)
4.
Wer ... macht die ganze Arbeit?
5.
Wie ... wir uns verbessern?
Einige Antworten auf diese 5 Fragen

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Einführung:
Prävention leicht gemacht?
Leitlinien für eine gelungene Prävention
Professur für Allgemeine und Biopsychologie
Institut für Psychologie der TU Chemnitz
Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften
Praxis- und Forschungsprojekt: Huckepack-Kinderförderung

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Frage 1:
Prävention leicht gemacht?
Leitlinien für eine gelungene Prävention
Was ... Prävention ist?
„prae-venire“:
zuvorkommen, vorher da sein
„to prevent“:
engl. für „verhindern“
These:
Jede Prävention muss eine indizierte Prävention sein.
Vorbild Medizin:
Indikation = Symptom für Krankheit, Start für Intervention
nachfolgend:
Intervention durch Anwendung von Leitlinien im Zuge einer
Evidenz-basierten Medizin (EBM)

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Frage 1:
Prävention leicht gemacht?
Leitlinien für eine gelungene Prävention
Was ... Prävention ist?
Indikation und Prävention: Wir identifizieren „Symptome“, dann handeln wir.
Wie geht das?
Beobachtungen vor Ort
Umsetzung vor Ort
Evidenz-Basierung: Informationen durch Wissenschaft
Politische Entscheidungen
Evidenz-Basierung [... Gelerntes als Feedback zurück in den Prozess geben]

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Beispiel 1:
Prävention leicht gemacht?
Leitlinien für eine gelungene Prävention
Indizierte Prävention:
Wie stark wirkt ein gezieltes Muskeltraining bei älteren Menschen?
Alle älteren
Menschen
Sportliche ältere
Menschen
Ältere Menschen
mit Handicaps
100 %
20 %
20 %

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Beispiel 2:
Prävention leicht gemacht?
Leitlinien für eine gelungene Prävention
Indizierte Prävention:
Wie sehr hilft unser Vorschul-Programm den 5- und 6-Jährigen?
Alle Kinder
Bilderbuch-Kinder
Kinder mit
schwierigen
Entwicklungs-
bedingungen
100 %
60 %
20 %

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Frage 2:
Prävention leicht gemacht?
Leitlinien für eine gelungene Prävention
Warum ... Prävention sich rechnet?
Die Wirkungen einer indizierten Prävention sind extrem beindruckend.
Kronzeuge:
James Heckman
Center for the Economics of Human Development, Chicago
Nobelpreis Wirtschaftswissenschaften für seine Arbeiten zur
Analyse selektiver Stichproben

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Frage 3:
Prävention leicht gemacht?
Leitlinien für eine gelungene Prävention
Wo ... Prävention stattfindet?
Wirkungsvolle Prävention muss eine lokale Prävention sein.
Leipzig
Dresden
Chemnitz

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Frage 4:
Prävention leicht gemacht?
Leitlinien für eine gelungene Prävention
Wer ... macht die ganze Arbeit?
1.
... die üblichen Verdächtigen?
2.
... möglichst viele (verschiedene) Menschen?
3.
... eine Person, „die den Hut auf hat“?
4.
... Ehrenamtliche?
5.
... ein Netzwerk?
Ja
Nein
x
x
x
x
x

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Frage 5:
Prävention leicht gemacht?
Leitlinien für eine gelungene Prävention
Wie ... können wir uns verbessern?
1.
Symptome und Indikationen genau beobachten
2.
Evidenz-Basierung
3.
Kontinuität in der Arbeit vor Ort
4.
Feedback der Evidenzen in Prozesse und Netzwerke
5.
Vielfalt der Menschen und Vielfalt der Ansätze
6.
(Berufsbegleitende) Bildung und Ausbildung der Beteiligten

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Frage 5:
Prävention leicht gemacht?
Leitlinien für eine gelungene Prävention
Wie ... können wir uns verbessern?
Wissenschaftliche
Fundierung
Wem es nutzt:
Hoher
Anwendungsbezug
Multi-
Disziplinarität
Berufsbegleitendes
Studium
Öffentliche Verwaltung
und Administration
Wohlfahrtsverbände und
Organisationen
Freie Träger jeglicher
Couleur
Master
Präventionsmanagement
(4 Semester)
Bachelor
Präventionsmanagement
( 6 Semester)

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Prävention leicht gemacht?
Leitlinien für eine gelungene Prävention
1.
Berufsbegleitung:
Studium mit (in etwa) je 10 Präsenz-Wochenenden je
Studienjahr
2.
„Blended Learning“
... Mit etwa 10 Präsenzen je Jahr, E-Learning-Plattform,
konkrete Praxis-Einbettung, Fallstudien, Gruppenarbeiten
3.
Praxisprojekte
... im konkreten eigenen Arbeitskontext der Studierenden
4.
Zugangskriterien
... allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife oder
spezifische berufliche Qualifikationen
5.
Qualitätssicherung
... fortlaufende studienbegleitende Evaluation, enge Begleitung
durch Studiengangsleitung und -beratung
Frage 5:
Wie ... können wir uns verbessern?

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Prävention leicht gemacht?
Leitlinien für eine gelungene Prävention
1. Was ist das?
... Prävention stets als indizierte Prävention.
2. Warum es sich lohnt?
... Kosten-Nutzen-Relationen ermitteln, Evidenz-
Basierung zur Präventions-Kultur machen.
3. Wo handeln?
... stets nur vor Ort in einem systemischen Netzwerk.
4. Wer macht es?
... die üblichen Verdächtigen -- und noch viel mehr.
5. Wie verbessern?
... Prävention zu einem Studienfach machen.
Fazit und Ausblick:
Was Prävention betrifft, schlage ich vor:

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Sven Forkert & Anja Herold-Beckmann
und dem gesamten Team des Landespräventionsrats Sachsen
Vielen lieben Leuten
in all den Kommunen, Verbänden und Organisationen
Ute Seckendorf
und dem Team von b3
Team Allgemeine und Biopsychologie
und der Huckepack-Kinderförderung
Dr. Alexandra Götze
Institut für Psychologie und TUCed An-Institut der TU Chemnitz
Prävention leicht gemacht?
Leitlinien für eine gelungene Prävention
Besonderer Dank an:

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Prävention leicht gemacht?
Leitlinien für eine gelungene Prävention
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
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| huckepack-kinderfoerderung.de | tuced.de/studiengaenge/ba-praeventionsmanagement/