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Kultur und Interkulturalität
Naturwissenschaft und Ökologie
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Unsere Vision
Eine für alle Menschen
offene Bildungs- und Be-
gegnungsstätte mit einem
breiten Bildungs angebot,
die geprägt ist vom christ-
lichen Menschen- und
Weltbild und finanziell
unabhängig ist
Prima Klima
Seminarreihe‚ ökologische Weiterbildung für junge Erwachsene
1. Preis 2002
Internationales Begegnungszentrum St. Marienthal
Zielgruppen
Erwachsene
Jugendliche
Senioren
Familien
Teilnehmende aus Deutschland,
Polen und Tschechien
Projektziele
Sensibilisierung und Motivierung
junger Erwachsener für
den Klima- und Waldschutz
Förderung sprachlicher
und sozialer Kompetenzen
Aufbau eines deutsch-polnisch-
tschechischen Kooperations-
netzes mit weiteren Partner-
vereinen, Forstbetrieben und
anderen Firmen
Vermittlung von theoretischem
Wissen
Förderung der Medienkompetenz
(Internetrecherche)
Förderung regionaler Lernkultur
Einbeziehung einkommens-
schwacher junger Erwachsener
Kontakt
Internationales Begegnungszentrum
St. Marienthal
Öffentliche Stiftung
bürgerlichen Rechts
St. Marienthal 10
02899 Ostritz
Telefon 035823 77230
(Zentrale)
info@ibz-marienthal.de
www.ibz-marienthal.de

Projektbeschreibung
Prima Klima – Seminarreihe‚
Ökologische Weiterbildung für junge Erwachsene
Gemäß dem Motto »learning by doing« verläuft das Pro-
jekt »Prima Klima« stark handlungsorientiert und setzt
am eigenen Alltag der Teilnehmenden
sowie an lokalen
und regionalen Praxisproblemen an. Zur Vorbereitung der
Semi nare führen die Teilnehmenden eine Internet-Recher-
che zum Zustand des Waldes in Deutschland, Polen und
Tschechien durch. Im Seminar erheben sie die Situation
vor Ort durch Interviews mit Bewohnern und Förstern.
Eine zentrale Aktivität besteht darin, dass sie Bäume
pflanzen und in diesem Handeln die Zusammenhänge
von Umweltschutz und eigener Person elementar be-
greifen. Durch »klimafreundliche Abendessen« erfahren
und erfassen sie außerdem die Wechselwirkungen von
individuellen Gewohnheiten, Nahrungsmittelproduktion
und Klimaschutz.
Das Seminar wurde seit 1997 ca. 20 Mal durchgeführt.
Ca. 500 junge Erwachsene haben bislang daran teilge-
nommen. Es wurden 34 ha Wald angepflanzt und in den
folgenden Jahren gepflegt – je etwa ein Drittel auf deut-
scher, polnischer und tschechischer Seite der Euroregion
Neiße. Auch künftig werden zwei »Prima-Klima-Seminare«
pro Jahr realisiert. Die Seminarreihe trägt zur Lösung
mehrerer Probleme bei, die auf ganz unterschiedlichen
Ebenen liegen.
Bildungskonzeption
Es werden unterschiedliche Bildungsbereiche miteinander
verbunden, und dies in einem deutsch-polnisch-tsche-
chischen Netzwerk von Bildungseinrichtungen, Forstbe-
trieben und anderen Unternehmen.
Inhalte
Es geht um zwei bedrängende Zukunftssorgen: um den
Klima- und den Waldschutz.
Finanzierung
Es wird eine neue Art der Finanzierung von Weiterbil-
dungsveranstaltungen verwirklicht, und zwar in folgender
Logik: Jedes Unternehmen, jede Stiftung etc. verbraucht
Energie (Strom, Wärme) und schädigt dadurch das Klima
und den Wald. Eine Kompensation des CO
2
–Ausstoßes
ist möglich durch die Aufforstung von Wald. Dies ge-
schieht im Rahmen der Seminarreihe »Prima Klima« zum
einen preisgünstig (Aufforstung in Polen und Tschechien
ist preiswerter als in Deutschland und bringt den gleichen
Klimaeffekt, knappes Geld wird also dort investiert, wo
es für das Gemeinwohl den größten Nutzen stiftet); zum
anderen wird die Völkerverständigung gefördert. Im Rah-
men dieses Finanzierungssystems erfolgte bisher für die
Seminare fast keine finanzielle Förderung durch die öf-
fentliche Hand (weniger als 5 Prozent der Gesamtkosten).
Didaktik und Methodik
Lernen geschieht im Handeln. Es setzt am eigenen Alltag
an sowie an lokalen und regionalen Praxisproblemen. Es
geschieht in engem Zusammenhang mit »individuellen,
soziologischen und ökologischen Er fahrungen in der ei-
genen Region«. Im Verlauf der Seminarreihe »Prima Klima«
entstand ein deutsch-polnisch-tschechisches Koopera-
tionsnetzwerk in Sachsen und auf der polnischen und
tschechischen Seite der Euroregion Neiße. Kooperations-
partner sind u. a. die Stiftung für Ökologie und Kultur
(Czarne), das Ökogut (Mirsk), die Gesellschaft Suchopyr
(Liberec), der Verein ökologisches Leben und Wirken in der
Euroregion Neiße e.V. (Görlitz), außerdem Forstbetriebe
und andere Firmen.
Beteiligt waren bzw. sind außerdem die Deutsche
Bundes stiftung Umwelt, die Stiftung Wald in Not sowie
die Sächsische Landessstiftung Natur und Umwelt.
Die Seminarreihe zeichnet sich aus durch die Verbindung
zwischen Alltag, Lebenssituation und Lernen sowie die
vielfältigen Übergänge zwischen dem Teilsystem »Bil-
dung« und anderen gesellschaftlichen Bereichen (Wirt-
schaft, Regionalentwicklung, Umweltpolitik usw.) – eben,
wie es das Motto ausdrückt: »Am Leben Lernen«.
Prima Klima
1. Preis 2002
Internationales Begegnungszentrum St. Marienthal
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis

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Kultur und Interkulturalität
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Unsere Vision
Junge Menschen während
der Ausbildung für die
Weiterbildung, für das
lebenslange Lernen,
für das Verständnis für
fremde Völker sensibili-
sieren
Die bessere Nutzung der
Verbindungen zwischen
Kultur, Wirtschaft und
Bildung
Konzeption zur umfassenden
Weiterbildung im Daetz-Centrum
Kurse, Symposien und Workshops zur Entfaltung eigener schöpferischer Kräfte
und zur Sensibilisierung für eine Verständigung der Völker
3. Preis 2002
Daetz-Stiftung Lichtenstein
Zielgruppen
Erwachsene
Schülerinnen und Schüler
Holzbildhauer
Lehrerinnen und Lehrer
Studierende
Projektziele
Die Teilnehmenden werden im
Rahmen einer Weiterbildung zu
den verschiedenen Kulturen,
Traditionen, Lebensarten und
Glaubensrichtungen fremder
Völker aus aller Welt schulen
und parallel eine interne Lern-
befähigung ausbilden.
Die Kursteilnehmer werden
Multi plikatoren für den Gedanken
der Völkerverständigung und
fungieren später als Dozenten für
die hausinterne Weiterbildung.
Kontakt
Daetz-Stiftung
Schlossallee 2
09350 Lichtenstein
Telefon 037204 585821
contact@daetz-stiftung.org
www.daetz-stiftung.org

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Konzeption zur allumfassenden Weiterbildung im Daetz-Centrum
3. Preis 2002
Daetz-Stiftung Lichtenstein
»Leben und Kunst in Bildung und Lernen«
Im Mittelpunkt der Lern-Aktivität steht die künstlerische
Arbeit mit Holz, und dies in den beiden Hauptzugängen,
die es immer gibt im Zusammenhang mit Kunst:
rezeptiv: wahrnehmen, aufnehmen,
auf sich wirken lassen;
produktiv: ins Mitschwingen kommen,
reagieren, tun, selbst gestalten.
Für den einen Zugang steht die Dauerausstellung mit
mehr als 600 Holzbildhauerarbeiten aus fünf Kontinenten,
eingebettet in ihren jeweiligen kulturellen Rahmen, z. B.
durch landestypische Musik. Die Ausstellung bietet Ele-
mente zum Miterleben. In diesem Impuls zum lebendi-
gen Bildungsgeschehen zeichnet sich der andere Zu-
gang ab: das eigene aktive Gestalten. Dieses Gestalten
hat seinen zentralen Platz in der Entwicklung künstle-
rischer Professionalität. Das Daetz-Centrum bietet hier-
für künstlerisch-wissenschaftliche Weiterbildung durch
Seminare, Symposien und Workshops für Holzbildhauer
aus aller Welt an, außerdem die berufliche Fortbildung
für Lehrkräfte in der Schnitzerei und Holzbildhauerei, aber
auch für Kunsterzieher und andere Lehrkräfte allgemein
bildender Schulen, und schließlich die künstlerische
Aus bildung durch den Studiengang Holzbildhauerkunst.
Persönlichkeitsbildung durch
die Entfaltung schöpferischer Fähigkeiten
Dazu gehören Programme mit Schulen und Bildungs-
und Begegnungs-Angebote für Erwachsene, wobei »Be-
gegnung« sowohl den lebendigen Austausch mit Künst-
lern als auch die Beschäftigung mit anderen Kulturen
einschließt. Die Leitidee und Innovation des Ganzen liegt
in dem, was für Kunst generell gilt: Kunst nimmt Leben
auf. Sie verdichtet es zu neuem Leben in einem Werk:
in der Tonkunst zu einer Melodie, in der Choreographie
zu einer Sequenz von tänzerischen Bewegungen – oder
eben in der Holzbildhauerkunst zu einer Skulptur. Dieses
Werk wiederum löst in uns Reaktionen aus, Empfindun-
gen, Einfälle. Das heißt: Wir antworten darauf mit un-
serem eigenen Leben.
Kunst verdichtet Leben,
und davon geht neues Leben aus
Deshalb lautet unser Leitwort »Leben und Kunst«, und
wir können es auch umkehren: »Kunst und Leben«, weil
das Werk
in den Menschen weiter wirkt und dadurch
Leben verändert. Der eine Aspekt der innovatorischen
Leistung besteht also darin, dass Kunst und Leben durch
Bildung und Lernen miteinander verbunden werden. Der
andere Aspekt von Innovation liegt darin, dass dies in-
tegrativ geschieht. Die Bildungsaktivitäten umgreifen
ver schiedene Lebensalter (Senioren, Menschen in mittle-
ren Jahren, junge Erwachsene, Schüler), verschiedene
Orientierungen (Kunst als Beruf, Kunst als Liebhaberei,
künstlerisches Tun als Teil persönlicher Entwicklung), ver-
schiedene Gegenstandsbereiche (Holzbildhauerei, kul tu-
relles Wissen, historisches Wissen, praktische Fähigkeiten).
Innovationsaspekt Struktur
Struktur ist schon beinahe selbst ein Kunstwerk: Es gibt
Stifterpersönlichkeiten (das Ehepaar Daetz), die eine um-
fangreiche Sammlung von Holzbildhauerarbeiten zur Ver-
fügung stellen. Hierfür rekonstruierte eine Kommune
(die
Stadt Lichtenstein) ein repräsentatives Gebäude (das
Schloss palais) und errichtete einen Neubau. Es entstand
ein privatwirtschaftliches Zentrum, das von einer Ge sell-
schaft mit kommunalen und privaten Teilhabern (Stadt
Lichtenstein, Landkreis Chemnitzer Land und die Daetz-
Stiftung) betrieben wird. Der Studiengang Holzbildhau-
er kunst wird getragen von einer Fachhochschule (der
West sächsischen Hochschule Zwickau mit ihrem Fach-
bereich Angewandte Kunst Schneeberg), die verantwort-
lich ist für die fachliche Seite und das Prüfungswesen,
und vom Daetz-Centrum, zuständig für die sachliche und
personelle Ausstattung und das Budget. Vereinbarungen
mit Berufsverbänden, Ausbildungseinrichtungen und In-
nungen – auch international – wurden getroffen. Diese
Struktur ist bemerkenswert kooperativ angelegt. Sie ver-
bindet beispielhaft privates und öffentliches Engagement
zum Wohle von Bildung und Lernen, Kultur und Kunst.

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Kultur und Interkulturalität
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Zielgruppen
Berufstätige
Eltern
Senioren
Kinder und Jugendliche
Analphabeten
ausländische Mitbürgerinnen
und Mitbürger
Aussiedlerinnen und Aussiedler
sozial Schwache
Projektziele
Architektur und Weiterbildung
verbinden
eine Lernumgebung schaffen,
die nachhaltig Lernmotivation
und -erfolg steigert
moderne Anforderungen an
Lernorte erfüllen und gleich-
zeitig neue Ideen realisieren
Kontakt
Volkshochschule Chemnitz
Moritzstraße 20
09111 Chemnitz
Telefon 0371 488-4343
Telefax 0371 488-4399
info@vhs-chemnitz.de
www.vhs-chemnitz.de
Weiterbildung und
Architektur - DAStietz
Umbau eines historischen Warenhauses zu einem modernen,
lernförderlichen Bildungsort
2. Preis 2005
Volkshochschule
Chemnitz
Unsere Vision
Als Ort der Bildung, Begeg-
nung und Kommunikation
initiiert, fördert und be-
gleitet die Volkshochschule
lebenslanges Lernen.
Ihr ganzheitliches, innova-
tives und finanzierbares
Bildungsangebot macht die
Volkshochschule zum Dreh-
und Angelpunkt für Weiter-
bildung in allen Bereichen,
für alle Menschen.

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Weiterbildung und Architektur - DAStietz
2. Preis 2005
Volkshochschule Chemnitz
DAStietz – Ort für Bildung und Begegnung
Im Jahre 2001 begann im Herzen von Chemnitz der Um-
bau des historischen Warenhauses
Tietz zu einem Ort,
wo Bildung, Kultur, Begegnung und Handel harmonisch
miteinander verschmelzen. Im Oktober 2004 wurde in
gleicher Hülle und doch mit anderer Seele DAStietz wie-
der eröffnet. Als Bildungs- und Kultureinrichtung vereint
DAStietz die Volkshochschule, die Stadtbibliothek, das
Museum für Naturkunde und die Neue Sächsische Galerie.
Herausforderung des Umbaus war neben der Symbiose
aus historischer Bausubstanz und moderner Innenarchi-
tektur insbesondere die Verbindung zwischen Architektur
und Weiterbildung. In intensiver Zusammenarbeit der
Bauherrin mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
der Volkshochschule und dem beauftragten Architekten
entstand eine einzig artige Lernumgebung, die pädago-
gisches Handeln dank innovativer Innenraumgestaltung
im Bau erlebbar macht und die Lernenden in den Mittel-
punkt stellt. DAStietz belebt die Vision, die vielschichtigen
Facetten von Erwachsenbildung transparent zu präsen-
tieren, Neugier zu wecken, Hemmschwellen abzubauen
und Freude zu machen.
Vom Warenhaus zum Bildungszentrum
Für das gesamte Haus entwickelten die Beteiligten ein
modernes Raum-, Farb- und Materialkonzept, das sich
in die bestehende Bausubstanz einfügt und gleichzeitig
die Anforderungen an moderne Lernorte erfüllt. Fade
recht eckige Kursräume wichen unsymmetrischen Grund-
rissen mit verschiedenen Wandlängen. Schräg angelegte
oder gar weggelassene Wände sorgen für ständig wech-
selnde und überraschende Raumsituationen.
Die Farben Rot, Orange und Gelb wie auch die Materi-
alien Buche, Edelstahl und Glas wirken freundlich und
strahlend. Vor allem aber überraschend, da auf das üb-
liche neutrale Grau vollständig verzichtet wurde.
Drei helle Lichthöfe charakterisieren DAStietz und ma-
chen Weiterbildung in der Volkshochschule im wahrsten
Sinne des Wortes transparent. Alle den Lichthöfen zu-
gewandten Wände sind baulich zurückgesetzt und ver-
glast. Dadurch wird bei einem Rundgang um die Höfe
nicht nur der Blick in die Museen und die Bibliothek frei.
Auch jedweder Einblick in die Kursräume und das Bil-
dungsgeschehen steht offen.
Die faszinierende Atmosphäre der neu geschaffenen Räu-
me fördert die Freude am Lernen und begeisterte bereits
kurz nach dem Umzug der Volkshochschule in DAStietz
doppelt so viele Menschen für Bildung wie vor dem
Umzug.

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Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Zielgruppen
Kinder und Jugendliche
Multiplikatorinnen und
Multiplikatoren
Tutorinnen und Tutoren
ausländische Kinder und
Jugendliche
Projektziele
Jugendliche aus Sachsen und
Ländern der EU arbeiten ge-
meinsam an Kurzfilmprojekten.
Möglichkeiten zu Ausbildung und
beruflicher Ent wicklung von
Aus ländern in Sa chsen sowie
für Sa ch sen im Ausland werden
vorgestellt.
Die Teilnehmerinnen und Teil-
nehmer entwickeln mit Hilfe
professioneller Betreuung eigene
Ideen für Kurzfilme und produ-
zieren diese in national ge-
mischten Gruppen.
Kontakt
Medientraktor e.V.
Verein für Medienbildung und
internationale Zusammenarbeit
Postfach 10 06 03
01076 Dresden
Telefon 0351 41723447
mt@medientraktor.de
www.medientraktor.de
Unsere Vision
Entwickeln eines regen
internationalen Austausches
im Bereich Medienpäda-
gogik, Überwinden der
bestehenden Barrieren,
Herstellen von Verbindungen
zur hiesigen Wirtschaft und
Politik, um die Arbeit zum
Nutzen der Region und
ihrer Menschen entwickeln
zu können
Internationaler Filmworkshop
Informationsaustausch über Aus- und Weiterbildung im Bereich Medien
in Sachsen und Ländern der EU
2. Preis 2006
Medientraktor e.V.
Kultur und Interkulturalität
Medien und Technik

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Internationaler Filmworkshop
2. Preis 2006
Medientraktor e.V.
Gemeinsame Herstellung von Kurzfilmen
In das internationale Medienprojekt waren Jugendliche
aus Sachsen und mehreren Ländern der EU eingebunden.
Wir luden die Jugendlichen ein, ge
meinsam Kurzfilme
zu produzieren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmern
ent wickelten mit Hilfe pro fes si oneller Betreuerinnen und
Betreuer eigene Ideen und setzten diese in ge mischt-
nationalen Gruppen um. Am Beginn des 14-tägigen
Work shops kam ein erprobtes Einstiegskonzept zum Ein-
satz. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden in den
ersten 2 bis 3 Ta gen bei einem Gruppendurchlauf durch
definierte Stationen (Geschichtenentwicklung, Produktion,
Filmschnitt) mit den Angeboten des Workshops vertraut
gemacht. Paral lel lief ein erstes sehr kurzes und struktu-
riertes Filmprojekt für alle Teilnehmer. Am Ende des Work-
shops hatte jede Gruppe ein eigenes Produkt geschaffen.
Angebot handlungsorientierter Medienpädagogik
für Jugendliche
Es ging darum, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern
auch Ängste zu nehmen. Die Erfahrung bestätigte, dass
Probleme, die ggf. durch unzureichende Sprachkennt-
nisse der Teilnehmer
entstehen, durch die Intensität des
Ein satzes bei der gemeinsamen Arbeit wettgemacht wer-
den können. Die verbindende Qualität von Medien, die
eine Verständigung über die oft trennende Sprache hin-
weg ermöglicht, sollte beim Kennenlernen von vorerst
Fremdem nutzbar gemacht werden.
Orientierung für Ausbildungs- und Berufswege
In der Veranstaltung wurden die Teilnehmerinnen und Teil-
nehmer
über
Möglichkeiten
me dien bezogener
Aus bil dung
und beruflicher Entwicklung von Ausländern in Sachsen
sowie für Sachsen im Ausland informiert. Die beim ge-
meinsamen Arbeiten entstehende Atmosphäre der Nähe
schuf Neugier und stellte da durch den Bezug zu den In-
formationen her. Diese Informationen über Bildungs- und
Arbeitsangebote in Sachsen sowie in Staaten der EU
konn ten von den Jugendlichen besser ein geordnet wer-
den. Durch das Wissen über Me dien un ter nehmen und
-ausbildung wurden Zugänge zu kul turell unterschied-
lichen Weiterbildungs- und Arbeits welten hergestellt.
Die Arbeit im internationalen Kontext –
eine Herausforderung
Die das Projekt begleitenden Tutoren mussten ausgewie-
sene Expertinnen und Experten in der thematischen Me-
dienarbeit sein und dabei gleichzeitig die unterschied-
liche Aufnahme gleicher Inhalte in verschiedenen
Kulturkreisen beachten. Wir bilden gegenwärtig ein in-
ternationales Team
von Tutoren, die sowohl den medi-
alen als auch kulturellen Auf gaben der Workshops ge-
wachsen sind. Dabei greifen wir auf ein wachsendes
Netzwerk europäischer Partner zurück. Das Projekt ist
langfristig angelegt. Einer seiner wesentlichen Bestand-
teile ist die Partnerschaft mit hiesigen Schulen, Ausbildern
und Unternehmen. Wir werden bei seiner Ent wicklung
jeweils geeignete Partner in die Arbeit einbeziehen und
dadurch Möglichkeiten für Aus- und Weiter bildung im
Medienbereich kommunizieren.
Denken in europäischen Dimensionen
Ein junger Deutscher, der mit uns zusammengearbeitet
hat, arbeitet jetzt in Dänemark. Andere absolvierten Teile
ihrer Ausbildung als Ausländer in Deutschland bzw.
als
Deutsche im Ausland. Die Arbeit an einem gemeinsamen
Projekt ist eine der besten Möglichkeiten, Kommunikation
zwischen Menschen verschiedener Länder, Kulturen und
Sprachen herzustellen. Gleiche Interessen und Ziele för-
dern den Willen zum Kommunizieren.
Ergänzung um weitere Projekte
Die Entwicklung eines »sinnvollen und verfilmungsfähi-
gen« Drehbuches lässt sich aufgrund der zahlreichen
Erfordernisse, vor allem aber aufgrund der dafür notwen-
digen Zeit nur schwerlich innerhalb von 3 Projekttagen
verwirklichen. Aus diesem Defizit heraus entstand das
Konzept der Drehbucherstellung über einen Ideenwett-
bewerb im Internet (z. B. dieser:
www.medientraktor.net/
competitions/international-script-competition-2009)
sowie das Konzept der Entwicklung einer eigenständigen,
internationalen Drehbuchakademie, genannt »outofthe-
white.net«
(http://outofthewhite.net).
Dadurch wurden
die Kurzfilm-Workshops entlastet und konnten sich auf
die Produktion ausrichten.

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Kultur und Interkulturalität
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Zielgruppen
Kinder und Jugendliche,
junge Familien,
junge Erwachsene,
die sich auf weiterführende
Bildungswege vorbereiten oder
besonderen Interessen nachgehen
möchten
Projektziele
Jugendliche für Bildung außer-
halb des Unterrichtes interes-
sieren
im Rahmen des Projektes den
Teilnehmerinnen und Teilneh-
mern das besondere Metier der
darstellenden und bildenden
Künste nahebringen
den Jugendlichen vermitteln,
dass Hochkultur mit ihrem
Leben zu tun hat und dass Oper
ein lebendiges Gesamtkunstwerk
darstellt
Kontakt
Volkshochschule Dresden e.V.
Schilfweg 3
01237 Dresden
Telefon 0351 25440-0
post@vhs-dresden.de
www.vhs-dresden.de
Unsere Vision
Gesamtgesellschaftliches
Engagement für die Ent-
wicklung unserer Kinder
und Jugendlichen, Zugang
zu Kunst und Kultur und
Chancengleichheit für alle
Musiktheater für junge Leute
Workshops zur Heranführung an die darstellenden und bildenden Künste
2. Preis 2006
Volkshochschule
Dresden e.V.

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Musiktheater für junge Leute
2. Preis 2006
Volkshochschule Dresden e.V.
Bildung außerhalb des Unterrichts
Das Projekt wurde in Kooperation der Sächsischen Staats-
oper Dresden und der Volkshochschule
Dresden e.V.,
Fachbereich Junge Volkshochschule, unter Mitwirkung der
Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und des Staats-
schauspiels Dresden realisiert. Im Prozess der Er ar bei tung
der Aufführung wurden die Jugendlichen von den Mit-
arbeiterinnen und Mitarbeitern der Volkshochschule
angeleitet und mit Work shops für die Gestaltungsteams
unterstützt. Die 25 Teil nehmerinnen und Teilnehmer pro
Projekt wurden durch die Zusammenarbeit von Mitar-
beiterInnen der Volkshoch schule und Direktorinnen und
Direktoren mehrerer Dresdner Gymnasien gewonnen.
Das Projekt förderte Persönlichkeitsfindung und -ent-
wicklung, soziale und kulturelle Kompetenz und Allge-
meinbildung neben spezifischer Wissensvermittlung. Die
Jugendlichen lernten Kultur als Bestandteil von Bildung
verstehen. Sie erlernten fächerübergreifendes Denken,
erfuhren Stimu lation für Innovation und Kreativität, die
nicht nur für Kunst- oder Geisteswissenschaften nutzbar
ist, sondern ebenso für naturwissenschaftliche Orientie-
rungen.
Kunst ist nicht gleich »elitäre Hochkultur«
Die Ernsthaftigkeit der künstlerischen Auseinanderset-
zung mit den Problemen unserer Zeit verstehen Jugend-
liche am besten, wenn sie in den Prozess der Entstehung
eines Kunstwerkes Einblick erhalten und in ihn einbezo-
gen werden. Das Gesamtkunstwerk Musiktheater bietet
hierfür ein umfangreiches Bildungspotenzial zu aktuellen
Themen wie Gewalt, Fremdenfeindlichkeit oder Umwelt-
zerstörung, das mit diesem Konzept voll ausgeschöpft
werden kann. Das Projekt bestand aus 5 Workshops, die
zeitnah stattfanden. »Einstimmung und Einführung in das
Projekt«, »Bild in Bewegung – Was hat in Bild mit Theater
zu tun?«, »Welche Sprache spricht der Tanz?«, »Wort in
Bewegung – Wieso Schau-Spiel?«, »Emotion in Bewegung
– Wie wirkt Musik? Was kann Gesang?«, »Alles in Be we-
gung – Bild, Wort, Bewegung, Musik – Warum das alles
Oper ist«. In den ersten vier Workshops wurde das Ge-
samtkunstwerk Musiktheater in seine Bestandteile zerlegt,
im fünften Workshop in der Semperoper wieder zusamm-
engesetzt und als Aufführung erlebt. Danach folgte eine
sechste Veranstaltung in der Volkshochschule, die der
Aus wertung und Festigung des Erlebten diente und in die
Erarbeitung einer Projektpräsentation durch die Jugend-
lichen mündete.
Gründung eines Jugendclubs
Im Anschluss an das Projekt wurde die Gündung eines
Jugendclubs beschlossen und als weiteres Kooperati-
onsprojekt von Semperoper und Junger Volkshochschule
ein halbes Jahr später als SemperOper-Jugendclub ins
Leben gerufen.
Die im Projekt bewährte Zusammenarbeit der beiden Ko-
operationspartner findet darin die angestrebte, über den
Modellversuch hinaus gehende Fortsetzung. Der Sem per-
Oper-Jugendclub entwickelte sich innerhalb seines ersten
Jahres zu einer lebendigen Interessengemeinschaft und
verzeichnet einen ständigen Mitgliederzuwachs. Der Ver-
bund aus Semperoper, Junger Volkshochschule, Kultur-
einrichtungen der Stadt, Dresdner Schulen und dem
SemperOper-Jugendclub kann nun für die Weiterbildung
von Mitarbeitern aller Verbundpartner und darüber hin-
aus genutzt werden. Ziel einer solchen Weiterbildung ist
die Erweiterung des fachspezifischen Wissens der Teil-
nehmer durch unmittelbares Erleben der Vernetzung mit
den fachverwandten Nachbargebieten und die Sensibili-
sierung für die Entwicklung eigener spartenübergrei-
fender Projekte. Besonders wünschenswert ist die Weiter-
nutzung durch Jugendliche. Dem SemperOper-Jugendclub
kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu.

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Kultur und Interkulturalität
Naturwissenschaft und Ökologie
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Zielgruppen
Kinder und Jugendliche
Behinderte
Frauen
Senioren
Multiplikatorinnen und
Multiplikatoren
Projektziele
durch ehrenamtliches Engage-
ment eine denkmalgeschützte
Häuserzeile – die 500 Jahre
alten Weberhäuser – in ihrer
originären Form erhalten und
zu einem innovativen Kunst-
und Kommunikationszentrum
weiterentwickeln
in den historischen Häusern
Werkstätten einrichten, in denen
Kinder und Jugendliche zum
selbstständigen Handeln ange-
leitet werden
Kontakt
UNIKAT e.V. in den Weberhäusern
Bleichstraße 9–15
08523 Plauen
Telefon 03741 300931
plauenerhexe@gmx.de
www.weberhäuser.de
Unsere Vision
Gesamtgesellschaftliches
Engagement für die Ent-
wicklung von Kindern
und Jugendlichen, kosten-
freie Bildungsangebote
und Zugang zu Kunst und
Kultur, finanzierte Einbin-
dung in Ganztagsschul-
angebote, dauerhafte
Finanzierung von Arbeits-
Werkstätten in den Weberhäusern
als Ort des Lernens für Kinder und Jugendliche
3. Preis 2007
UNIKAT
e.V.
ange boten für Kinder und
Jugendliche, Chancen-
gleichheit für alle Heran-
wachsenden.
Unser Traum: Aufbau der
alten Walkmühle zur Erzeu-
gung regenerativer Energie
(Selbstversorgung) und
Wiederaufbau des abge-
brannten Hauses Nr. 17

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Werkstätten in den Weberhäusern
3. Preis 2007
UNIKAT e.V.
Ein originäres Plauener Wohnquartier erhalten
Das im Jahr 2000 initiierte Projekt vermittelt auf unkon-
ventionelle Art ideelle Werte,
ökologisches Denken und
Wissen zur historischen Entwicklung der Stadt Plauen.
Durch ehrenamtliches Engagement, das im Rahmen des
Projektes Selbstverantwortung vor staatliches Handeln
stellt, konnten wir die 500 Jahre alten Weberhäuser in
ihrer ursprünglichen Form erhalten. Die historische Häu-
ser zeile ist keine künstlich aufgebaute Welt, wie sie bis-
weilen in Museumsdörfern geboten wird. Sie vermittelt
eine Authentizität, die Kinder und Jugendliche in beson-
derer Weise anspricht. In den Häusern richtete der Ver-
ein Unikat e.V. traditionelle Werkstätten ein, in denen
vorwiegend junge Menschen zu kreativem und selbst-
ständigem Handeln angeleitet werden.
Historischen Kontext absichtsvoll
in die Lernumwelt einbeziehen
Im Einzelnen betreibt der Verein
ein Museum, eine Töpfer-
werkstatt, eine Holzwerkstatt, eine Filzwerkstatt und eine
Schneiderwerkstatt. Mit dem Projekt wird die denk
mal-
geschützte Bausubstanz eines originären Wohnquartiers
erhalten und eine innovative ökologische Lebensform
demonstriert. Es entsteht ein Kunst- und Kommunika-
tionszentrum, in dem Kinder, Jugendliche, aber auch Be-
hinderte, Frauen sowie Seniorinnen und Senioren Lern-
und Freizeitange bote erhalten, die von Schulen und
anderen Einrichtungen nicht geboten werden. Den Kin-
dern wird ganz bewusst das »Begreifen« mit den Hän-
den und Entfalten eigener Phantasie und Kreativität
vermittelt, um ihr handwerkliches Können auszubilden.
Alle angebotenen Werkstätten schulen daher die Grob-
und Feinmotorik und die Koordination zwischen Hirn
und Hand. Das Gefühl für Mate rialien und deren unter-
schiedliche Oberflächenstrukturen wird trainiert und für
Naturressourcen sensibilisiert. Im Rahmen ihrer »Arbeit«
gewinnen die Kinder Einblick in Organisation und Pla-
nung, entwickeln ein Bewusstsein und eine Verantwor-
tung für historische Lebenswelten und werden zu selbst-
ständigem und unternehmerischem Denken und Handeln
angeregt.
Finanzielle Unterstützung von der Stadt Plauen,
dem Kulturraum Vogtland,
dem Vogtlandkreis,
der Gemeinde Jößnitz und vielen Sponsoren
Die Realisierung unseres Projekts zeigt, dass nicht nur
detailliert durchgeplante und durchfinanzierte Ideen zum
Erfolg führen. Auch mit ehrenamtlichem Engagement,
Ideenreichtum, Beharrlichkeit, Überzeugungskraft und
Unterstützung – vor allem durch die Stadt – kommt man
zum Ziel. Die Arbeitsangebote der Werkstätten inspirieren
zu selbstständigem Handeln, unabhängig von Verwal-
tungs- oder staatlichen Strukturen. In dieser Hinsicht
unterscheidet sich das Projekt deutlich von Angeboten
staatlicher Einrichtungen und fördert in besonderer Wei-
se Selbstdisziplin und Selbstverantwortung von Kindern
und Jugendlichen.
Weiterentwicklung des Projekts
Die Besucherzahlen konnten auf ca. 3.000 Jugendliche
und Kinder gesteigert werden. Projekte wie »Waschtag
zu
Omas Zeiten«, »Hexenfest« u. ä. erfreuen sich zunehmen-
der Beliebtheit.
Des Weiteren konnte ein neues Museum, die Werkstatt
des »Holzpantoffelmaa's« Max Reinhardt, nachgestaltet
werden. Geplant ist außerdem der Ausbau der Dächer
und eventuell der Anbau eines neuen Hauses.

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Soziales und Gesundheit
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Zielgruppen
Personal von Kindertageseinrich-
tungen
Kinder und Eltern
Projektziele
gelebte Vielfalt in Leipziger
Kindertageseinrichtungen
Pädagogisches Personal, Kinder
und deren Eltern sollen für ein
interkulturelles Zusammenleben
sensibilisiert werden und ent -
sprechende Methoden erlernen
Rassismus, Fremdenfeindlichkeit
und Rechtsextremismus entge-
genwirken durch das Erleben
von Vielfalt als normales und
bereicherndes Element von
Kindesbeinen an
Kontakt
ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V.
Löhrstraße 17
04105 Leipzig
info@arbeitundleben.eu
www.arbeitundleben.eu
Unsere Vision
Unsere Vision ist es, mit
den Bildungsangeboten
Menschen zu befähigen,
ihre jeweiligen Arbeits-
und Lebensverhältnisse
bewusster und kompetenter
zu gestalten. Wir fördern
den Abbau sozialer, kultu-
reller und gesellschaftlicher
Diskriminierungen und die
gesellschaftliche Teilhabe
innerhalb und außerhalb
der Arbeitssphäre.
Für eine Kultur des Verstehens und
der Verständigung in Kitas der Stadt Leipzig
Interkulturelle pädagogische Arbeit mit in Leipzig lebenden Paten aus Europa,
Afrika und Südamerika
1. Preis 2008
ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V.
Kultur und Interkulturalität

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Für eine Kultur des Verstehens und der Verständigung in Kindertagesstätten der Stadt Leipzig
1. Preis 2008
ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V.
Pädagogisches Personal, Kinder und deren Eltern für
ein interkulturelles Zusammenleben sensibilisieren
Das Projekt wurde im Zeitraum von Oktober 2007 bis
September 2008 in Kindertagesstätten der Stadt Leipzig
realisiert. Sechs in Leipzig wohnhafte Bürger und Bürge-
rinnen aus Partnerstädten
in Honduras, Äthiopien, Tan-
sania und Kamerun wurden eingeladen und qualifiziert,
von Januar bis Juli 2008 in drei Kindertagesstätten der
Stadt Leipzig aktiv mitzuarbeiten. Sie übernahmen dabei
eine Patenschaft im Sinne eines interkulturellen Aus-
tauschs und begleiteten sechs Monate lang den pädago-
gischen Alltag, indem sie ihn mit ihren Ideen, spezifischen
Kompetenzen und interkulturellen Aktivitäten bereicherten.
Als Paten in die Kitas
Die Zusammenarbeit war besonders darauf ausgerichtet,
Rassismus,
Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremis-
mus entgegenzuwirken und Erzieherinnen, Eltern und
Kinder mit der Normalität des friedvollen Zusammenle-
bens der Kulturen vertraut zu machen. Die Paten kamen
zwei Tage pro Woche in die Einrichtungen, um mit den
Kindern zu lernen, zu spielen und ihnen ihre Kultur näher-
zubringen (z. B. »Backen wie in Äthiopien«, »Schmuck
aus Tansania« etc.). Die Erzieherinnen bekamen dadurch
eine »Weiterbildung on the job«, indem sie interkulturelle
Methoden in der Praxis kennenlernten. Der Weiterbildung
des pädagogischen Personals dienten zusätzlich einrich-
tungsübergreifende Veranstaltungen, auf denen sich die
Mitarbeiter der drei Einrichtungen mit den Projektkoope-
rationspartnern austauschten und die Weiterarbeit plan-
ten. Auch unter den Paten fand ein Erfahrungsaustausch
statt: Mehrere Schulungen gaben ihnen die Möglichkeit,
ihre Erfahrungen in den Einrichtungen zu artikulieren und
neue Ideen zur interkulturellen frühkindlichen Erziehung
miteinander zu diskutieren. Das Projekt wurde fortlaufend
von einem Coach und einem Evaluationsteam betreut.
Aufdecken von Stereotypen im Denken und Ver-
halten gegenüber Menschen aus anderen Ländern
Der ursprüngliche Wunsch seitens der Kindertagesein-
richtungen, dass die Paten
vor allem ihre »traditionelle
Kultur« repräsentieren sollten, zeigte das unbewusste
Fortwirken typischer Klischees. Deshalb wurde besonders
darauf geachtet, dass die jeweiligen persönlichen Kom-
petenzen der Paten zum Ausdruck kamen. Nicht die Her-
kunft sollte als wichtigstes Merkmal herausgestellt
werden. Daher wurden auch Familien und biographische
Erfahrungen der Paten in Leipzig in die Gestaltung des
Arbeitsalltags einbezogen. Die Erzieherinnen erlebten,
dass der Ansatz, direkt auf Ereignisse bzw. auf Äußerun-
gen der Kinder einzugehen, günstig für interkulturelles
Lernen ist. So wurde beispielsweise der Ausspruch eines
Kindes: »Schau mal, der ist ja schwarz und dreckig!« als
Thema einer Veranstaltung genutzt, bei der über Hautfar-
benunterschiede bei allen Menschen gesprochen wurde.
Einbeziehung ausländischer Kinder und
Eltern in die pädagogische Arbeit
Die Arbeit am Projekt bewirkte, dass die Erzieherinnen
von sich aus über weitere Möglichkeiten der interkultu-
rellen Öffnung nachdachten und verstärkt Kinder und
Eltern anderer Herkunft in die pädagogische Arbeit ein-
bezogen. So gestaltete z. B.
der irakische Vater eines in
der Kita betreuten Kindes gemeinsam mit den Paten ein
Frühlingsfest. Beobachtungen ergaben, dass die Kinder in
den Einrichtungen sehr daran interessiert waren, neue
Länder kennenzulernen und Freude in der Zusammen-
arbeit mit den Paten zeigten. Ihre anfänglichen Ängste
und Ablehnungen gegenüber dem »fremden schwarzen
Mann« wurden durch das gemeinsame Tun und Gestalten
im Kindergartenalltag überwunden.
Transfer
Der Projektansatz wurde 2009 mit Unterstützung des
Preisgeldes bestimmungsgemäß in andere Regionen
Sachsens transferiert. In Kooperation
mit der Volkshoch-
schule Sächsische Schweiz sowie der Heilpädagogischen
Kindertagesstätte Pirna und der Kindertagesstätte Floh-
kiste in Heidenau wurden dabei sowohl die Erzieherinnen
und Erziehern und die Kita-Leitungen als auch die Kinder
und Eltern in ihren interkulturellen Kompetenzen gestärkt.
Im Jahr 2011 erfolgte der Transfer der Projektidee in die
Region Chem nitz.

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Kultur und Interkulturalität
Politik und Weltanschauung
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Zielgruppe
Menschen mit geistiger
(z. T. mehrfacher) Behinderung
Projektziele
Das Projekt »Sprachbilder 2008«
ist ein innovatives Weiterbildungs-
programm mit dem Ziel, auf der
Grundlage eines ganzheitlichen
Herangehens und unter gezieltem
Einsatz künstlerischer Mittel
die Sprach-, Schreib- und Lese-
fähigkeiten dieser Menschen
anzuregen oder neu zu beleben
und je nach individuellen Fähig-
keiten zu erweitern.
Kontakt
Evangelische Erwachsenenbildung
Sachsen, Landesstelle
Barlachstraße 3
01219 Dresden
Pfarrer Karl-Heinz Maischner
Telefon 0351 4717295
Mobil 0177 2375787
maischner@eeb-sachsen.de
www.eeb-sachsen.de
Unsere Vision
Eine gesellschaftliche Leit-
idee ganzheitlicher Bildung
setzt sich durch, die alle
Bereiche ergreift und die
Menschen in einem System
lebens begleitenden Lernens
– in allen Altersstufen –
unterstützt.
»Sprachbilder 2008«
Ein Kunst- und Weiterbildungsprojekt für Menschen mit Behinderung
3. Preis 2009
Evangelische
Erwachsenenbildung Sachsen
Ihr Ziel ist es, dass alle
Menschen neben einer
soliden fachlichen Aus-
bildung auch eine gute
Allgemeinbildung,
Urteilskraft und gesell-
schaftliche Handlungs-
fähigkeit erwerben.

Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
»Sprachbilder 2008«
3. Preis 2009
Evangelische Erwachsenenbildung Sachsen
Projektbeschreibung
Schreib- und Textwerkstatt
In dieser Werkstatt ging es um das Schreiben kleiner
Geschichten bzw. literarischer Texte.
Nach einem gemein-
samen »Einstieg« in spielerischer Form suchte sich jeder
Teilnehmer ein persönliches Thema, um konkret daran
zu arbeiten. Durch »Fantasiereisen« wurden die Beteiligten
in verschiedene Orte als mögliche Handlungsschauplätze
einer Geschichte eingeführt. Als sehr beliebt erwies sich
dann das Schreiben in Reimen, das auch für ein »Tier-
ABC«, ein Gemeinschaftswerk der Gruppe, genutzt wurde.
Unter Beteiligung der anderen drei Projektgruppen ent-
stand schließlich eine gestaltete Mappe mit allen im Ge-
dicht beschriebenen Tieren.
Buchwerkstatt
Hier wurde zunächst das Verständnis von Texten ver-
mittelt. Den nicht lesenden bzw.
hörenden Teilnehmenden
wurden die Inhalte durch Vorlesen, Umsetzen in einfache
Sprache oder erklärende Zeichnungen nahe gebracht. Ge-
meinsam wurden Ideen für Illustrationen entwickelt
und in verschiedenen Techniken umgesetzt. Ausgehend
von den Texten aus der Schreibwerkstatt entstanden u. a.
mehrere Bücher. Im September präsentierten die Buch-
und die Textwerkstatt ihre Arbeiten in einer sechswö-
chigen Ausstellung im Werkstattladen im Kunsthof. Ab-
schließender Höhepunkt war eine öffentliche Lesung im
Societaetstheater. Der Schauspieler Albrecht Goette trug
gemeinsam mit den Autorinnen und Autoren Texte vor.
Diese wurden mu sikalisch umrahmt von Teilnehmern der
Musikwerkstatt und den Musikern Hartmut Dorschner
und Karoline Schulz.
In vier Werkstattgruppen wandten sich Künstlerinnen und
Künstlern, Pädagoginnen und Pädagogen sowie 31 Teil-
nehmende auf unterschiedliche Weise dem Thema
Spra che zu. Die Kurse mit jeweils 40 Veranstaltungen
à 4x45 Minuten fanden jeweils an drei Tagen der Woche
statt.
Sprach- und Musikwerkstatt
Diese Werkstatt widmete sich der spielerisch-musikali-
schen Förderung der Sprachfähigkeit. Zunächst wurden
einzelne Buchstaben gesprochen und dann spielerisch in
Tonfolgen und chorische Gesänge verwandelt. Der Buch-
stabenchor wurde geboren. In der Auswahl von Orff-
Instrumenten gestalteten die Teilnehmer grafische Blätter
mit Zeichen und Buchstaben- folgen und schrieben, pas-
send zu ihren Instrumenten, kleine Kompositionen, die
dann einstudiert wurden. Höhepunkte waren die öffent-
lichen Aufführungen der entstandenen Musiktheater-
inszenierung in der Kleinen Szene Dresden.
Buchstabenwerkstatt
Hier reaktivierten und erweiterten die Teilnehmer ihre
Schreib- und Lesekenntnisse von Buchstaben und ein-
zelnen Worten.
Zusätzlich stellten sie in enger Zusam-
menarbeit mit der Musik- und Sprachwerkstatt Requi-
siten und Spielmaterialien her und entwickelten für die
am Ende der Projektzeit geplante Musiktheaterinszenie-
rung einen Bühnenraum. Bei der Arbeit an großen For-
maten und Objekten gewannen sie Einblicke in die hand-
werklichen und gestalterischen Anforderungen im Bereich
der Theatertechnik.

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Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Kultur und Interkulturalität
Unsere Vision
Wir sind das moderne
kommunale Weiter-
bildungszentrum für
lebensbegleitendes Lernen.
Zielgruppen
Vereine, Initiativen,
Multiplikatoren, Unternehmer,
Selbsthilfegruppen
themenspezifisches
Fachpublikum
Städtepartnerschaftsvereine und
Interessierte zu internationalen
Beziehungen
darüber hinaus interessierte
Bürgerinnen und Bürger
Projektziele
bürgerschaftliches Engagement
stärken, vernetzen und aner-
kennen
Freiräume für die gesellschaftli-
chen Selbsthilfekräfte der
Engagierten schaffen
die Politikfähigkeit der Kommune
durch die Ausbildung und
Qualifizierung bürgerschaftlichen
Handelns erhöhen
das Vertrauen in die kommunalen
administrativen Strukturen
stärken
Kontakt
Volkshochschule Leipzig
Löhrstraße 3–7
04105 Leipzig
Rolf Sprink (Leiter der VHS)
Beate Tischer (Projektleiterin)
Telefon 0341 1236069
vhs@leipzig.de
www.vhs-leipzig.de
Forum Bürgerstadt Leipzig – Leipzig auf
dem Weg zur bürgerorientierten Kommune
Kompetenzen für den Trialog von Bürgerschaft, Politik und Verwaltung
1. Preis 2011
Volkshochschule
Leipzig und Referat Kommunikation – hier das Stadtbüro – des
Geschäftsbereichs des Oberbürgermeisters und des Stadtrates der Stadt Leipzig
Politik und Weltanschauung

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Forum Bürgerstadt Leipzig – Leipzig auf dem Weg zur bürgerorientierten Kommune
1. Preis 2011
VHS Leipzig und Stadtbüro des Referats Kommunikation des OB und des Stadtrates
Bürgerschaftliche Weiterbildung
Leipzig ist in seiner Tradition eine Bürgerstadt mit einer
sehr lebendigen Bürgerschaft, deren bürgerschaftliches
Engagement sich zunächst oft unabhängig vom Willen
der Verwaltung oder der Politik vollzieht und manchmal
auch im Widerspruch zu diesem steht. Es handelt sich
um gesellschaftliche Selbstorganisation, in der Regel in
demokratischen Strukturen. Möglich ist aber auch eine
gezielte Offerte seitens der Verwaltung, die die Bürger-
schaft zur Mitwirkung motiviert.
Wer mehr Engagement will, muss sich auf mehr Ausei-
nandersetzung einrichten. Umgekehrt: Wer die Ausein-
andersetzung nicht scheut, gewinnt engagierte Bürge-
rinnen und Bürger. Aus dem Arbeitskreis der Lokalen
Demokratiebilanz erwuchs so Ende 2007 eine neue Platt-
form, die den Titel »Forum Bürgerstadt Leipzig« trägt.
Diese Plattform wurde von aktiven Mitgliedern des Stadt-
rates, BürgerInnen und VerwaltungsmitarbeiterInnen
entwickelt und gegründet. Sie wuchs »von unten«, weil
die Akteure die Notwendigkeit erkannten, gemeinsam
die Idee einer bürgerorientierten Kommune zu forcieren.
Selbstgesteuertes Lernen durch bürgerschaftliches
Engagement
Im Zentrum des Projekts steht die Sicherung »bürger-
schaftlicher Weiterbildung«
als wichtige Investition in
die Zivilgesellschaft. Im Forum Bürgerstadt begeben sich
alle Teilnehmenden in einen Lernprozess. Bürgerinnen
und Bürger lernen, wie die Verwaltung arbeitet, was es
braucht, damit ein Projekt erfolgreich umgesetzt wer-
den kann. Die Verwaltung versteht, was die Bürgerinnen
und Bürger eigentlich wollen. Außerdem erhalten beide
Gruppen Einblicke in die Arbeit des Stadtparlaments. Sie
erfahren unter anderem, wie Anträge gestellt und ins
Parlament eingebracht werden können. Auf diese Weise
wird die Weiterbildung der Akteure im Hinblick auf die
Etablierung vernetzten Denkens und Handelns in der
Kommune ermöglicht. Dies mündet in den Prozess eines
selbstgesteuerten Lernens, im Zuge dessen sich neue
Sichtweisen entwickeln und Perspektiven eröffnen.
Bürgerschaft, Politik und Verwaltung im Trialog
Das Forum Bürgerstadt Leipzig arbeitet nach dem Trialog-
prinzip. Es setzt sich aus ehrenamtlich Engagierten im
gesamten Interessenspektrum der Stadtgesellschaft (Ver-
eine, Gruppen, Initiativen, engagierte Bürgerinnen und
Bürger) sowie Vertreterinnen und Vertreter der Politik
und der Verwaltung zusammen. Seine Treffen, die fünf-
bis sechsmal im Jahr in der Volkshochschule Leipzig
stattfinden, sind öffentlich.
Das Forum Bürgerstadt ist eine selbstbestimmte Arbeits-
gruppe, die autark ist. Es gliedert sich in die Bereiche
öffentliches Forum, Koordinierungskreis und verschie-
dene Projektgruppen.
Wesentliche, für das Gelingen notwendige Rahmenbe-
dingungen wie Moderation, Räume und Technik stellt
die Volkshochschule in Leipzig für die öffentlichen Foren-
treffen ohne finanzielle Entgeltung zur Verfügung. Die
Treffen werden vom Koordinierungskreis, der sich nach
Bedarf, aber mindestens einmal im Monat trifft, vorbe-
reitet.
Das Forum: initiativ, vernetzt, projektbezogen
und lösungsorientiert
Im Forum werden grundlegende Methoden, Instrumente,
Standards und Prozessabläufe sowie zentrale Projekte
zur Förderung von Bürgerbeteiligung und Bürgerenga-
gement vorgestellt und diskutiert. Somit wird das Forum
zum Initiator neuer Projekte. Für die Umsetzung von
Projekten bildet das Forum Projektgruppen (Unterarbeits-
gruppen).
Das Forum sorgt darüber hinaus für den Informations-
austausch zwischen den Projektgruppen und gibt Anre-
gungen für die Weiterentwicklung ihrer Arbeit. Das Fo-
rum vermittelt und vernetzt zu Partnern in der Verwaltung.
Grundlegende Strategien und Entscheidungen zur Öf-
fentlichkeitsarbeit werden im Forum entschieden. Das
Forum bemüht sich, seine Ziele, Aktivitäten und Ergeb-
nisse einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Hierfür wurde eigens eine Homepage des Forums Bür-
gerstadt Leipzig
(www.forum-buergerstadt-leipzig.de)
erstellt. Die laufende Öffentlichkeitsarbeit wird durch
eine Projektgruppe des Forums betreut.

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Soziales und Gesundheit
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Zielgruppe
Eltern von Kindern im Schulalter
Projektziele
Entwicklung eines empathischen
Netzwerkes mit allen Akteuren
der Elternakademie (Eltern und
Projektpartner)
Schaffung einer sozialen Bil-
dungs- und Beratungsdienstleis-
tung für Eltern
Förderung der Vernetzung der
Eltern untereinander
Kontakt
Volkshochschule Leipziger Land
Jahnstraße 24 a
04552 Borna
Ralph Egler
(Leiter der VHS)
Telefon 03433 201091
r.egler@vhsleipzigerland.de
www.vhsleipzigerland.de
Unsere Vision
Das Projekt ist Bestandteil
der Bemühungen der
Volkshochschule Leipziger
Land zur regionalen Ent-
wicklung des ländlichen
Raumes. Wir verstehen uns
als Initiator und Moderator
von gemeinwesenorien-
tierten Bildungsangeboten
Elternakademie der Volkshochschule
Leipziger Land in Kooperation mit der
Paul-Guenther-Schule Geithain
Plattform zur Schulung von Eltern und zum elterlichen Erfahrungsaustausch
2. Preis 2011
Volkshochschule
Leipziger Land
Kultur und Interkulturalität
im Aktionsrahmen regio-
naler Netzwerkstrukturen
und hoffen auf die
systema tische
Ermöglichung
der Nachhaltigkeit
und eines gemeinnützigen
Ideentransfers des
vor gestellten
Projektes.

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Elternakademie der Volkshochschule Leipziger Land in Kooperation mit der Paul-Guenther-Schule Geithain
2. Preis 2011
Volkshochschule Leipziger Land
Eltern als Partner von Schule
Trotz vielfältiger Aktivitäten zur Unterstützung der Kinder
seitens der Schule und anderer Träger
findet ein wesent-
licher Partner
in der Erziehungsarbeit bisher kaum das
notwendige Augenmerk – die Eltern, deren sachliche
Kompetenz die Potenzialentfaltung der Kinder entschei-
dend beeinflusst.
Die Idee der Einrichtung einer Elternakademie knüpft an
den steigenden Bedarf an pädagogisch-psychologischer
Beratung und Betreuung angesichts der stetig anwach-
senden Anforderungen an Eltern und Kinder bei der Be-
wältigung familiärer und schulischer Situationen an:
Mit der Elternakademie in Geithain wurde erstmalig eine
Einrichtung geschaffen, in der aktuelle pädagogische
und psychologische Erfahrungen und Erkenntnisse zu
Bildung und Erziehung systematisch populärwissen-
schaftlich vermittelt und mit Eltern diskutiert werden.
Elterncafé – die Basis
Die Elternakademie in Geithain organisiert sich neben
der Bereitstellung einer Internetplattform vorrangig über
das Angebot des sogenannten Elterncafés. In Rahmen
dieser Bildungs- und Kommunikationsplattform
stehen
drei Komponenten gleichermaßen im Vordergrund: Wis-
sensvermittlung, gemeinsamer Austausch und Vernet-
zung.
Wissensvermittlung:
Im Elterncafé werden Bildungs-
und Entwicklungsprozesse von Kindern sowie aktuelle
Erkenntnisse aus der Pädagogik und Erziehung wissen-
schaftlich, aber dennoch in einer für Eltern verständlichen
Weise vermittelt und diskutiert. Die Eltern haben die Mög-
lichkeit, selbst gewählte, sie persönlich berührende Fragen
zu diskutieren.
Gemeinsamer Austausch:
Das Elterncafé dient dem Er-
fahrungsaustausch der Eltern über alltägliche, schulische
und familiäre Problemlagen: Am Beispiel eigener Erfah-
rungen und der Erfahrung anderer werden mögliche Lö-
sungen für Problemlagen der Kindesentwicklung ent-
worfen. Dabei werden die elterlichen Kompetenzen zur
Entwicklung konkreter Bewältigungsstrategien für den
familiären Alltag einbezogen.
Vernetzung:
Erklärtes Ziel des Elterncafés ist die Kon-
taktknüpfung und Beziehungsgestaltung der Eltern un-
tereinander. Auf diese Weise soll ein empathisches Netz-
werk entstehen, in welchem alle Akteure gleichberechtigt
und füreinander agieren. Dies bedeutet auch, dass die
Kommunikation auf gegenseitiger Wertschätzung und
Anerkennung basiert. In den Elterncafés werden deshalb
unter anderem empathische Umgangs- und Kommuni-
kationsformen besprochen.
Psychologen als Begleiter und Experten
Die Treffen der interessierten Eltern werden von spezia-
lisierten Psychologen des Zentrums für Bildungsgesund-
heit Leipzig begleitet. Die anfängliche Begleitung durch
diese Psychologen dient der Entwicklung der Gesprächs-
führung und des Erfahrungsaustausches sowie der Be-
fähigung der Akteure, die Diskussion auch gesellschaft-
lich tabuisierter Themen auf Augenhöhe zunehmend
selbstständig zu gestalten und aus dieser Diskussion he-
raus Themen zu präferieren, welche Gegenstand weiterer
Psy choedukation sein könnten.
Die Initiatorinnen und Initiatoren des Projektes beab-
sichtigen, die Projekt idee inhaltlich weiter auszubauen
und für einen längeren Zeitraum zu etablieren. Auch zu
diesem Zweck wird das Projekt durch das Zentrum für
Bildungsgesundheit Leipzig begleitet und evaluiert. Im
Ergebnis soll die Nachhaltigkeit des Projektes gesichert
werden.

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Soziales und Gesundheit
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Zielgruppen
wohnungslose Menschen
Bürgerinnen und Bürger
Projektziele
Verbindung von praktischer
Arbeit der Zielgruppe im Sinne
von praktischer Ausbildung mit
Theorieinhalten im Bereich
Garten- und Landschaftsbau
psychosoziale Arbeit mit der
Zielgruppe, insbesondere Nach-
reifungsprozesse des Selbstwert-
gefühls und persönlicher sowie
sozialer Kompetenzen.
Schaffung einer öffentlichen
Präsenz, Erlebbarkeit von
Kommunikation und Akzeptanz
für das bisher tabuisierte Thema
der Wohnungslosigkeit in der
Stadt Hainichen.
Schaffung eines Ortes der
Entspannung und der Begegnung
Kontakt
Roland Koppka
Oberdorfstraße 40
OT Mühlbach
09669 Frankenberg
Telefon 037206 84979
m-weigel-koppka@t-online.de
Unsere Vision
Wir Menschen gestalten
unsere Lebensräume
lebenswert und ermög-
lichen damit Begegnungen
und Beziehungen,
im Einklang mit unserer
natürlichen Umwelt.
Gartenlabyrinth Hainichen
Wege zwischen Vergangenheit und Zukunft
Lebenslanges Lernen als biografische Aufgabe
Förderung der Kompetenzen und des Selbstbewusstseins wohnungsloser Menschen
3. Preis 2011
Lebensräume
e.V. Hainichen
Kultur und Interkulturalität

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Gartenlabyrinth Hainichen Wege zwischen Vergangenheit und Zukunft
3. Preis 2011
Lebensräume e. V.
Wohnungslose werden lernend aktiv,
ein Prozess des Umdenkens wird vorangetrieben
Wesentlicher Bestandteil der Arbeit des Vereins Lebens-
räume e.V.
ist die Betreuung der wohnungslosen Men-
schen in Hainichen. Anliegen bei der Projektumsetzung
des Gartenlabyrinths war die Einbeziehung dieser Men-
schen in die Bauarbeiten. Das Projekt verbindet prakti-
sche Arbeit/Ausbildung der Zielgruppe mit der Vermitt-
lung von Wissen im Bereich Garten- und Landschaftsbau
sowie Informationen zu Sinn und Geschichte von Laby-
rinthen. Psychosoziale Arbeit wird verknüpft mit der För-
derung der öffentlichen Akzeptanz von Wohnungslosen
und der Auseinandersetzung mit dem bislang weitgehend
tabuisierten Thema der Wohnungslosigkeit in Hainichen.
Dies betraf die unwürdige Unterbringung der Woh-
nungslosen. Mittlerweile gab es Gespräche mit dem Stadt-
rat, einen Workshop zum Thema und auch den Umzug
des Wohnungslosenprojektes in neue Räume.
Lernen einmal ganz anders
Mit dem Gartenlabyrinth-Projekt als einem nieder-
schwelligen Bildungsangebot soll die Zielgruppe der
wohnungs
losen Menschen besser erreicht werden. So-
weit es geht, werden Theorieinhalte mit unmittelbarem
Bezug zur mo mentanen praktischen Tätigkeit vermittelt.
Die Beteiligten erhalten ein positives und konstruktives
Tagesfeedback zum Arbeitstag, durch das eine kontinu-
ierliche Selbstwertsteigerung und Selbst reflexion er-
reicht werden soll. In Gruppengesprächen (Soziofeed-
back) werden die Reaktionen der Hainichener Bürger,
Passanten und Anwohner besprochen – kritische Äuße-
rungen können in der Gruppe so besser aufgefangen
werden. Zusätzlich wird eine intensive sozialpädagogische
Beratungsarbeit aufgebaut, die dem Aufbau tragfähiger
und vertrauensvoller Beziehungen als Grundlage für die
Lernarbeit dienen soll – sowohl zwischen Projekt leiterinnen
und Projektleiter und Teilnehmerinnen und Teilnehmern
als auch zwischen den Beteiligten untereinander. Die
wohnungslosen Beteiligten erhalten eine weitergehende
Begleitung der persönlichen Wandlungsprozesse, zum
Beispiel bei der (erneuten) Suche nach eigenem Wohn-
raum oder Arbeit.
Mehr als nur Bildung
Das Gartenlabyrinth ist ein vielschichtiges und vielfälti-
ges Bildungsprojekt. Dies entspricht der Grundphilosophie
des Vereins:
Räume sind lebendig, wenn sie alle zur Ver-
fügung stehenden Dimensionen nutzen und viele darin
enthaltene Entfaltungsmöglichkeiten provozieren. Die
Bildungsprozesse beziehen sich in erster Linie auf die
Labyrinth-Erbauerinnen und -erbauer, aber auch auf die
Bürgerinnen und Bürger der Stadt Hainichen und die un-
mittelbaren Anwohnerinnen und Anwohner. Mit dem
Projekt wird Bildung als sozialräumliches Geschehen
öf fentlich erlebbar und wächst damit über die reine Wis-
sensvermittlung hinaus. Das Projekt verknüpft die indi-
viduelle Fähigkeitserweiterung (insbesondere persönlicher
Kompetenzen) mit der unmittelbaren Erfahrung von
ge sellschaftlicher Reaktion und Resonanz.
Auch die »Lehrenden« nehmen etwas aus dem Bau des
Gartenlabyrinthes mit – so die Aussagen und das Erleben
der Projektleiterinnen und Projektleiter: »Das war ein
tolles Erlebnis, die Wohnungslosen zu motivieren, etwas
so Ästhetisches und Schönes wie das Labyrinth zu bauen,
etwas, das man sehen, riechen, hören (Klangschalen),
schmecken (Kräuter) und fühlen kann – etwas, das sie in
ihrem All tag kaum erleben oder ganz lange nicht erlebt
haben. Da standen sie (die Erbauerinnen und Erbauer)
mit Stolz vor ihrer Arbeit.«

image
 
Soziales und Gesundheit
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Unsere Vision
Unsere Vision war, ist und
bleibt, Menschen aller Gene-
rationen, unterschiedlicher
Herkunft und in individuellen
Lebenssituationen dabei zu
unterstützen, sich die Welt,
die sie umgibt, bewusst zu
machen. Wir möchten sie
auf dem Weg begleiten, auf
ihre ganz persönliche Weise
auszudrücken, wie sie ihre
Welt empfinden, wie sie sie
sich wünschen und wie sie
sie verändern können.
Zielgruppen
Kinder
Jugendliche
Erwachsene
Projektziele
Erlernen handwerklicher und
gestalterischer Fertigkeiten und
Fähigkeiten
Erlangen sozialer Kompetenz im
gemeinsamen kreativen Lernen
von Menschen unterschiedlichen
Alters, auch mit Behinderungen
und Beeinträchtigungen
Kontakt
KJF e.V.
Bernsdorfer Straße 135
09126 Chemnitz
Telefon 0371 49502100
Kjf-chemnitz@kjf-online.de
www.kjf-online.de
Kreativzentrum
Liddy-Ebersberger-Straße 2
09127 Chemnitz
Telefon 0371 49502430
kreativzentrum@kjf-online.de
»Wanderer« – Legende und Visionen
Ein ungewöhnlicher Weg, die Industriekultur der
»Wanderer«-Werke in Chemnitz aufzuarbeiten und künstlerisch
zu interpretieren
2. Preis 2012
Kinder-, Jugend- und Familienhilfe e.V. (KJF) Chemnitz
Kultur und Interkulturalität

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
»Wanderer« – Legende und Visionen
2. Preis 2012
Kinder-, Jugend- und Familienhilfe e.V. (KJF) Chemnitz
Der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe e.V. Chemnitz
ist ein freier Träger der Jugendhilfe, der seit 1992 Erzie-
hungs-, Bildungs- und Betreuungsangebote für Kinder,
Jugendliche, Eltern und Familien unterbreitet. Seit 2004
gehört das Kreativzentrum, das sich 1990 als »Keramik
kreativ e.V.« gegründet hat, zur Angebotspalette des
KJF e.V. Chemnitz.
Vergangenes forschend und lernend hinterfragen
Zurückliegende Projekte widmeten sich bedeutenden Per-
sönlichkeiten, die maßgeblich zur Entwicklungsgeschichte
der Stadt Chemnitz beigetragen haben. Anlass für dieses
Projekt war die Gründung der »Wanderer«-Werke vor etwa
100 Jahren in Chemnitz. Es ging um die Visionen, den
unbedingten Willen und die Besessenheit früherer »In-
dustriepioniere«. Die Verarbeitung des Wissens um die
Legende der »Wanderer«- Werke, das Wirken der Grün-
der, das Wachsen des Industriezweiges sowie eigene
Visionen, all das bot eine Menge an Anregungen für das
Projekt. Was Herbert Esche für die Textilindustrie und
Richard Hartmann als »Sächsischer Lokomotivkönig« in
der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts für Chemnitz,
waren Winkelhofer und Jaenicke als Gründer der
»Wanderer«-Werke zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Sie
waren die »Ur väter« der Fahrrad-, Auto- und Büroma-
schinenherstellung.
Die Beschäftigung mit der Geschichte seiner Heimat-
stadt in allen ihren Facetten eröffnet Möglichkeiten,
Vergangenheit zu hinterfragen, Gegenwart besser zu ver-
stehen und dieses Wissen in die Zukunft mitzunehmen.
Mit den Ausdrucksweisen der Malerei, Grafik, Plastik,
Objektgestaltung und Fotografie haben die Teilnehme-
rinnen und Teilnehmer ihre Gedanken, Ideen und Be-
findlichkeiten zum Thema sichtbar gemacht.
Eine Wandgestaltung aus Keramik-Reliefplatten (1,80 m x
0,75 m), die Strukturen, Firmenzeichen, Produkte und
Gebäude der »Wanderer«-Werke wiedergeben, wurde
durch eine Frauengruppe erarbeitet. Seit März 2012 hat
sie ihren Platz im Sächsischen Fahrzeugmuseum gefun-
den. Malerei und Grafik sowie plastische Objekte wer-
den im Laufe des Jahres in verschiedenen Ausstellungen
gezeigt. Ein Textilfries (1,50 x 3,00 m) entstand in einer
generationsübergreifenden Gruppe (18 bis 75 Jahre).
Menschen mit den unterschiedlichsten
Voraussetzungen arbeiteten mit
Kinder der Mal- und Zeichenwerkstatt des Kreativzent-
rums, Kinder und junge Menschen im Alter von 6 bis
16 Jahren mit individuell unterschiedlichen sozialen,
bildungs- und damit lernbedingten Voraussetzungen –
einige Kin der dieser Gruppe sind hör- und sprachge-
schädigt–, Schüler eines Kunstkurses der Klassen 8 bis 10,
Schüler der Werkstufe (17 bis 19 Jahre) der Förderschule
für geistig Behinderte, Erwachsene und Jugendliche un-
serer Weiterbildungskurse Malerei/Grafik und Keramik
(18 bis 75 Jahre, vorwiegend Seniorinnen) waren in zwei
Teilprojekten aktiv.
Im Teilprojekt »Spurensuche« hinterfragten sie die his-
torische Entwicklung, verbunden mit der Produktent-
wicklung. Die Vermittlung von Fakten in Bezug auf die
Gesamtheit des Wissens um die geschichtliche, techni-
sche, kulturhistorische und soziologische Entwicklung
der »Wanderer«-Werke war dabei Voraussetzung für
individuelles »Nachforschen«. Intensive Materialstudien
in Archiven, im Industrie- und Fahrzeugmuseum gingen
der künstlerischen Arbeit voraus.
Beim Teilprojekt »Wanderer«-Aktionen führten geistig
behinderte Jugendliche eine mehrtägige Fotoaktion zu
Gebäuden der »Wanderer«-Werke, zur »Wanderer«-Sied-
lung und ins Sächsische Fahrzeugmuseum durch. Hier
war eine besonders feinfühlige, den individuellen Auf-
fassungs- und Verarbeitungsmöglichkeiten der einzel-
nen Behinderten angemessene Anleitung und Wissens-
vermittlung notwendig.
Ausstellung in der »Villa Esche«
Es entstanden zahlreiche Einzelarbeiten der Malerei und
Grafik sowie Objekte unterschiedlichster Aussagen zum
Thema. Ein großer Teil der Arbeiten konnte in einer Aus-
stellung von November 2011 bis Februar 2012 in der von
Henry van der Velde um 1900 er bauten »Villa Esche« in
Chemnitz einem breiten Publikum vorgestellt werden.

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Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Unsere Vision
Inklusion verwirklichen!
Menschen mit Behinderung
haben mit ihren Rechten
und Erwartungen einen
Platz inmitten der Gesell-
schaft. Dafür stehen die
Kursangebote der Diakoni-
schen Akademie für Fort-
und Weiterbildung.
Zielgruppen
]
Menschen mit Lernbehinderung
]
Mitarbeiterinnen und Mitarbei-
tern in Einrichtungen und
Diensten der Behindertenhilfe
Projektziele
]
Schulung von Menschen mit
Behinderungen zur UN-Behin-
dertenrechtskonvention und
Ausbildung zur Trainerin/zum
Trainer – die in der Lage sind,
ihr Wissen methodisch abwechs-
lungsreich, strukturiert und
anschaulich an Mitarbeitende
in Einrichtungen und Diensten
der Behindertenhilfe weiter-
zugeben
Kontakt
Diakonische Akademie für
Fort- und Weiterbildung e.V.
Bahnhofstraße 9
01468 Moritzburg
Tel. 035207 84350
info@diakademie.de
www.diakademie.de
Meine Rechte – Meine Stimme
Menschen mit Lernbehinderung werden zu Trainerinnen und Trainern
in Bezug auf die UN-Behindertenrechtskonvention ausgebildet und lernen,
wie sie Mitarbeitende in Einrichtungen der Behindertenhilfe schulen können
1. Preis 2013
Diakonische
Akademie für Fort- und Weiterbildung e.V. Moritzburg
Soziales und Gesundheit
Kultur und Interkulturalität

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
kontakt@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Meine Rechte – Meine Stimme
1. Preis 2013
Diakonische Akademie für Fort- und Weiterbildung e.V. Moritzburg
Menschen mit Behinderungen als Trainerinnen
und Trainer
Die UN-Behindertenrechtskonvention (BRK), die 2009 in
Deutschland in Kraft trat, fordert die Inklusion von Men-
schen mit Behinderungen in die Gesellschaft. Dies be-
deutet, dass sich nicht der Mensch mit Behinderung
anzupassen hat, um am gesellschaftlichen Leben teilhaben
zu können, sondern dass sich alle gesellschaftlichen
Bereiche den Bedürfnissen der Menschen anpassen
müssen. Es ist unerlässlich, Menschen mit Behinderun-
gen am Prozess der Umsetzung dieses wichtigen Überein-
kommens zu beteiligen. Dies ist der Ausgangspunkt und
gleichzeitig ein wesentlicher innovativer Aspekt des Pro-
jektes »Meine Rechte – Meine Stimme«. Im Rahmen des
Projektes schult die Diakonische Akademie für Fort- und
Weiterbildung e.V. Menschen mit Behinderungen zur
BRK und bildet sie zu Trainerinnen und Trainern aus, die
dann im Rahmen von Weiterbildungsveranstaltungen an
der Akademie als »Experten in eigener Sache« Mitarbei-
tende aus Einrichtungen der Behindertenhilfe schulen.
Inhalte und Methoden der Ausbildung
Die künftigen Trainerinnen und Trainer werden zu ihren
Aufgaben vor,
in und nach einem Seminar sowie zu
Fragen der BRK von Menschen mit Behinderungen ge-
schult. Diese werden dabei durch Co-Trainer unterstützt,
die nicht behindert sind. Im Rahmen dieser Ausbildung
werden vor allem solche Schwerpunkte berücksichtigt,
die sich durch Befragungen von Werkstatträten und
Heimbeiräten in Sachsen als für die Betroffenen beson-
ders wichtig herauskristallisiert haben. So wurden u. a.
Themen wie »Selbstbestimmt leben«, »Wohnen und Fami-
lie«, »Bildung«, »Arbeit« und »Mobilität« im Konzept auf-
gegriffen. In Form von Gruppenarbeiten, Präsentationen,
Rollenspielen und Unterrichtsgesprächen tauschen die
Teilnehmenden eigene Erfahrungen aus, erlangen Kennt-
nisse zum jeweiligen Thema und erarbeiten gemeinsam
mit den Trainerinnen und Trainern, welche Möglichkei-
ten es gibt, aktiv seine Rechte einzufordern und selbst
zur Umsetzung der BRK beizutragen. Spezielle Seminar-
einheiten widmen sich der Befähigung zur Trainerin/
zum Trainer. In ihnen geht es um deren/dessen Rolle
und Kompetenzen, Trainingsmethoden und -materialien,
Kommunikationsformen und den Ablauf eines Trainings-
kurses. Durch diese Kombination der Schulungsinhalte
erlangen die Teilnehmenden zunehmend Sicherheit in
der Anwendung von Methoden und Materialien. Sie wer-
den in die Lage versetzt, selbstbewusst, fachlich fundiert
und abwechslungsreich Trainings durchzuführen.
Phasengliederung
Das Projekt gliedert sich in zwei Phasen: Die erste um-
fasst die Schulung der Menschen mit Behinderung zu
Trainerinnen und Trainern, die zweite deren Einsatz in
Weiterbildungsveranstaltungen der Diakonischen Aka-
demie für Mitarbeitende in Einrichtungen und Diensten
der Behin dertenhilfe. Vorgesehen sind dafür die Heilpä-
dagogische Zusatzqualifikation für Mitarbeitende in
Wohnformen, Be ratungsstellen u.ä. (HPZ), die Sonderpä-
dagogische Zu satzqualifikation für Gruppenleiter in
Werkstätten für behinderte Menschen (SPZ) und die
Zusatzausbildung »Sozialpsychiatrie« für Mitarbeitende,
die mit psychisch kranken Menschen arbeiten (SPs). Es ist
ein wichtiges An liegen, auch nach der Projektlaufzeit die
Schulungen fort zuführen und als festen Bestandteil in
Fortbildungsprogrammen zu etablieren. Deshalb ist vor-
gesehen, gemeinsam mit den bereits ausgebildeten
Trainerinnen und Trainern weitere Seminare anzubieten –
auch in Kooperation mit anderen Einrichtungen und Bil-
dungsträgern.
Solide Finanzierung
Sowohl die erste Schulungswoche für Menschen mit
Behinderung als auch die erste Schulung von Mitarbei-
tenden durch die ausgebildeten Trainerinnen
und Trainer
wurden aus EU-Mitteln finanziert. Um im Anschluss an
die Projektphase die nachhaltige Etablierung der Schu-
lungen als regelmäßiges Angebot zu ermöglichen, wird
für die Zukunft eine reguläre Finanzierung über Teilneh-
merbeiträge und Weiterbildungsangebote geplant. – Der
Preis berücksichtigt alle entstehenden Kosten wie z.B.
Honorare, Miete usw., damit gewährleistet ist, dass die
Schulungen weiterhin unter angemessenen Rahmenbe-
dingungen und in hoher Qualität stattfinden können.

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Kultur und Interkulturalität
Politik und Weltanschauung
UNTOLD STORIES - Friedliche Revolution `89
Spurensuche und Auseinandersetzung mit geschichtlichen Ereignissen
und unterschiedlichen Lebenswelten unter Nutzung unbekannter oder
vergessener Geschichten
1. Preis 2014
Steinhaus e. V. Bautzen und BStU-Außenstelle Leipzig
Unsere Vision
Lernen soll Spaß machen!
Geschichte soll Spaß machen!
UNTOLD STORIES will Geschich
te(n)
vermitteln.
»Nachwende-Geborenen« fällt es nicht
selten schwer, die Friedliche Revolution als
geschichtliches Ereignis einzuordnen.
Die Auseinandersetzung mit dem Thema
geschieht auf kreative Weise, unter Nutzung
individueller Geschichten.
UNTOLD STORIES will nicht nur die Geschich-
te(n) erlebbar machen, sondern setzt auch
auf die Vermittlung demokratischer Werte.
Zielgruppen
vor allem junge Menschen
Lehrerinnen und Lehrer
Multiplikatoren in der Sozial- und
Kulturarbeit
alle Interessierten
Projektziele
die Errungenschaften der Fried -
lichen Revolution erlebbar
machen
vor allem junge Menschen auf
kreative Weise an der Gestaltung
gesellschaftlicher Entwicklungspro-
zesse aktiv beteiligen
für Freiheit, Menschlichkeit, Empa-
thie sowie weltoffene Denk- und
demokratische Handlungs weisen
werben
nachhaltige Nutzung des Projekts
Kontakt
Soziokulturelles Zentrum
Steinhaus e. V. Bautzen
Reno Rössel
Albert-Schweitzer-Straße 1b
02625 Bautzen
03591 410 86
reno.roessel@steinhaus-bautzen.de
www.steinhaus-bautzen.de
BStU Außenstelle Leipzig
Regina Schild
Dittrichring 24
04109 Leipzig
0341 2247-3210
Regina.Schild@bstu.bund.de
www.bstu.bund.de
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen

UNTOLD STORIES Friedliche Revolution `89
1. Preis 2014
Steinhaus e. V. Bautzen und BStU-Außenstelle Leipzig
Problemlage
Die Errungenschaften der Friedlichen Revolution von
1989/1990 stellen nicht nur die Verankerung im derzei-
tigen gesellschaftspolitischen System dar, sondern
müssen durch den Einzelnen stetig neu definiert und
tagtäglich verantwortungsbewusst gelebt werden.
Es erschien den Akteuren daher besonders wichtig, die
historische Bedeutung der Friedlichen Revolution und
die daraus resultierenden individuellen Freiheiten, ge-
rade der jugendlichen Zielgruppe, bewusst zu machen
und sie zur aktiven Teilhabe am Prozess der gesell-
schaftlichen Entwicklung zu ermuntern.
Geschichte aktiv erkunden
UNTOLD STORIES begibt sich auf »Spurensuche« und
bringt bislang noch nicht erzählte Geschichten aus der
Zeit der Friedlichen Revolution in die öffentliche Wahr-
nehmung. Durch Zeitzeugengespräche, Archiv- sowie
Gedenkstättenführungen und mittels Akten des ehema-
ligen Ministeriums für Staatssicherheit der DDR wird
das Interesse für die Auseinander
setzung mit den zeit-
geschichtlichen Ereignissen bei der vorrangig jugend -
lichen Zielgruppe geweckt.
In unterschiedlichen Workshops kreieren die Jugend -
lichen Orte, welche die geschichtlichen Geschehnisse
dokumentieren, den Wert der Demokratie aufzeigen
sowie zivilgesellschaftliches Engagement würdigen.
Zur Vermittlung moderner Kompetenzen ist eine
fortführende Kooperation mit erfahrenen Partnern
in der Soziokultur/Sozialen Arbeit notwendig.
Geschichte individuell erfahren
Vor dem Hintergrund des 25. Jahrestages der Fried
li -
chen Revolution im Herbst '89 erinnern die Akteure an
die Geschehnisse aus dieser Zeit. Dabei stehen einzelne,
ganz individuelle Geschichten im Vordergrund –
Geschichten, von engagierten Bürgerinnen und Bür -
gern, welche bislang noch nicht erzählt wurden,
aber ganz sicher zur gesellschaftlichen Entwicklung
bei getragen haben.
Mit UNTOLD STORIES werben die Akteure vor allem bei
der jugendlichen Zielgruppe für zivilgesellschaftliches
Engagement und Offenheit. Ein respektvoller und tole-
ranter Umgang stellt dabei die Basis für ein friedvolles
Miteinander dar. Weltoffenheit und demokratische
Verhaltensweisen müssen im Alltag junger Menschen
erlebbare Relevanz haben.
Methoden der Umsetzung
Das Projekt versteht sich als ein nicht formales Bildungs-
angebot, welches jugendkulturelle Trends wie Geo -
caching, Graffiti, Poetry usw. aufgreift und an den
Inte
ressen der jugendlichen Zielgruppe anknüpft.
Es bedient sich primär der Geschichtsdidaktik, der kul-
turellen sowie der politischen Bildung im Sinne der
Förderung von weltoffenen Denk- und demokra tischen
Verhaltensweisen.
Nachhaltigkeit
Mit einer Weiterbildungsveranstaltung werden Sozial -
pädagoginnen und -pädagogen, Lehrende und Studie-
rende auf die Möglichkeit hingewiesen, das Projekt
nachhaltig zu nutzen.
Durch die offiziellen Veröffentlichungen der Caches
steht das Projekt jedem interessierten Nutzer, ob neu-
gieriger Geocacher oder wissensdurstiger Geschichts -
interessierter, frei zur Verfügung.
Die Zielgruppe erfährt nicht-formales Lernen durch
Freiwilligkeitsprinzip, Methodenvielfalt, Erfahrungs -
lernen, sowie zielorientiertes Arbeiten und öffentliche
Wahrnehmung.
Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-313
kontakt@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis

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Kultur und Interkulturalität
Medien und Technik
Gründung der Zeitschrift »kaffeepause«
Besondere Menschen gestalten eine Zeitschrift für Bildung, Kultur und
Kommunikation zum Lesen für alle Interessierten
3. Preis 2014
Evangelische Erwachsenenbildung Sachsen, Dresden
Unsere Vision
Mit der Zeitschrift »kaffeepause«
wollen wir auch in Zukunft
Anlässe schaffen, damit sich
Menschen Zeit nehmen, um
sich mit »Genuss« in ihrer
Verschiedenartigkeit kennen -
zulernen.
Zielgruppen
Menschen mit und ohne Behinderung
Projektziele
Unterstützung des gleichberechtig-
ten Zusammenlebens von Men-
schen mit und ohne Behinderung
Ermöglichung individueller Weiter-
bildung und aktiver Teilnahme der
Zielgruppe am kulturellen Leben
Sensibilisierung für Ideen, Gedan-
ken und Gefühle von Behinderten,
Wahrnehmung als Bereicherung für
unsere Gesellschaft
Kontakt
Evangelische Erwachsenenbildung
Sachsen
Karl-Heinz Maischner
Tauscherstraße 44
01277 Dresden
Telefon 0351 6561540
www.eeb-sachsen.de
info@eeb-sachsen.de
Projektleitung: Kathleen Roth
Redaktion2013@yahoo.de
www.redaktion-kaffeepause.de
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen

Gründung der Zeitschrift »kaffeepause«
Besondere Menschen gestalten eine Zeitschrift für Bildung, Kultur und
Kommunikation zum Lesen für alle Interessierten
Projektidee und -ziel
In vorangegangenen Projekten fand sich eine kleine
Gruppe von Autoren zusammen, die großes Interesse
am Formulieren und Mitteilen eigener Standpunkte hat.
Daraus entstand der Gedanke, eine Zeitschrift heraus -
zugeben, in der Menschen mit Behinderung tätig sind.
Mit der Arbeit an der Zeitschrift werden zum einen die
individuellen Kompetenzen der Teilnehmenden gestei-
gert und zum anderen verdichtet sich die Kommunika-
tion zwischen den Beteiligten und den Lesern.
Im Wesentlichen werden folgende Ziele erreicht:
1. Weiterentwicklung der Fähigkeiten zur Kommunika-
tion und im Umgang mit Kommunikationstechnik
2. Integration von Menschen mit geistiger Behinderung
in der Gesellschaft
3. Einbindung von Menschen mit geistiger und mehr -
facher Behinderung in gesellschaftliche Prozesse
Inhalte und Methoden
Die Zeitschrift, »zubereitet von besonderen Menschen
zum Lesen für alle«, bietet die Möglichkeit des projekt -
bezogenen Lernens und geht auf die Bedürfnisse nach
Kommunikation und Selbstverwirklichung ein. Dadurch
entsteht einerseits die Motivation aktiv zu sein und
andererseits die Bereitschaft eigene Kompetenzen zu
erweitern.
Drei Arbeitsbereiche mit unterschiedlichen Methoden
führen zum Ziel des Projektes:
Themenfindung:
. in Interviews und Gruppengesprächen
Gestaltung:
. Freude am Mitteilen durch spielerischen Umgang
mit Sprache und Bild
. Vermittlung von Kenntnissen u
̈ber verschiedene
Strukturen von Text
. Bildsprache als eigenständiges Ausdrucksmittel
. Kennenlernen des Computers als Arbeitsmittel
Organisation/Kommunikation:
. Zusammenarbeit in der Gruppe in wöchentlicher
Redaktionssitzung
. Wissensaustausch zwischen den Arbeitsgruppen in
Projekt
sitzungen bei beteiligten Trägereinrichtungen
. Chance der Integration durch Kommunikation mit
allen Leserinnen und Lesern
Kooperationen
Die Redaktionsgruppe, dreizehn Menschen mit Behinde-
rung, traf sich wöchentlich im Ambulanten Behinderten
-
zent rum des Diakonischen Werkes. Dieses stellte
kosten los Räumlichkeiten und bestehende Infrastruktu-
ren zur Verfügung, bewarb das Projekt und stellte die
Ergebnisse in einer Dauerausstellung aus.
Die Hochschule für Bildende Künste Dresden bildet
Künst lerinnen und Künstler in einem Aufbaustudium im
Fachbereich Kunsttherapie aus. Zwei Praktikantinnen der
Hochschule assistierten den Teilnehmenden beim
Schreiben.
Rehabilitationswerkstätten für Menschen mit Behinde-
rungen in Dresden und Umgebung nahmen aktiv teil am
Projekt. Sie stellten Gruppen zusammen, waren Binde-
glied zwischen Gruppen und Projektleitung und bewar-
ben und verteilten die Zeitschrift.
Besonders kooperativ war die Zusammenarbeit mit dem
Atelier der Inpuncto Werkstätten der Lebenshilfe in Rade-
beul, mit dem es eine gemeinsame Ausstellung gibt.
Nachhaltigkeit
Mit der Erweiterung der persönlichen Kompetenzen der
Teilnehmenden und den Impulsen, die durch den Dialog
von Menschen mit und ohne Behinderung gegeben wer-
den, erreicht das Projekt einen nachhaltigen Bildungs-
effekt. Die Zeitschrift bleibt u
̈ber den Projektzeitraum
hinaus als Dokumentation der Arbeit des Projektes erhal-
ten. Sie kann somit auch als Ausgangsmaterial in neuen
Arbeits
zusammenhängen genutzt werden.
Die Projektidee lässt sich auf andere Weiterbildungs-
situationen u
̈bertragen. Zeitschriften von Menschen mit
Behinderung können in allen Bundesländern erscheinen.
Die Methoden der Projektidee lassen sich in vielen
Bildungsbereichen, wie z. B. Förderschulen, einsetzen.
Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-313
kontakt@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis

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Unsere Vision
Kultur und Interkulturalität
Politik und Weltanschauung
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Zielgruppen
]
interessierte Bürgerinnen und
Bürger aus allen Altersgruppen
]
Jugendliche, insbesondere
Schulgruppen
]
Kultur- und Kunstinitiativen
sowie soziokulturelle Projekte
Projektziele
]
Förderung des gesellschaftlichen
Dialoges zu Fragen von Demo-
kratie und Politik
]
Auseinandersetzung mit histori-
schen Prozessen und Reaktion
auf aktuelle politische Situationen
]
Aufzeigen von Wegen zu
Partizipation und Mitverant-
wortung
Kontakt
Stiftung Friedliche Revolution –
gemeinnützige Stiftung b. R. Leipzig
Projektleiterin Gesine Oltmanns
Nikolaikirchhof 3
04109 Leipzig
Tel. 0341 9837860
info@stiftung-fr.de
oltmanns@stiftung-fr.de
Unsere Vision
In Sachsen wird wieder
über Politik diskutiert.
Dafür wünschen wir uns
eine Kultur der lebendigen
Auseinandersetzung im
öffentlichen Raum, die von
Offenheit und gegenseiti-
gem Respekt geprägt ist.
»FREI_RAUM 2015 für Demokratie und Dialog«
Generationsübergreifendes Veranstaltungsangebot für interessierte
Bürgerinnen und Bürger für eine lebendige Auseinandersetzung
mit dem Thema »Friedliche Revolution 1989«
1. Preis 2015
Stiftung Friedliche Revolution
– gemeinnützige Stiftung b. R. Leipzig

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
kontakt@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
FREI_RAUM 2015 für Demokratie und Dialog
1. Preis 2015
Stiftung Friedliche Revolution – gemeinnützige Stiftung b. R. Leipzig
Plattform für politischen Diskurs
Seit der Gründung im Jahr 2009 versteht sich die Stif-
tung Friedliche Revolution als politische Plattform für
alle Bürgerinnen und Bürger. In der Tradition des Ereig-
nisses, das die Stiftung im Namen nennt, will sie sich
für Demokratie, kulturelle Vielfalt, Gewaltlosigkeit und
Frieden engagieren. Das Projekt »FREI_RAUM 2015 für
Demokratie und Dialog« widmete sich speziell den poli-
tischen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte, ausgehend
von den Aktivitäten der sächsischen Bürgerbewegung im
Revolutionsherbst 1989. Die Akteure stellten besonders
die aktuellen Ereignisse seit 2014 in Sachsen, aber auch
in ganz Deutschland in den Mittelpunkt ihrer Betrach-
tungen. Davon ausgehend regten sie zur offensiven Aus-
einandersetzung mit Ursachen und Folgen der damals
neu entstandenen »Bewegung der Unzufriedenen« an,
die sich unter anderem in den Aktionen von PEGIDA
und LEGIDA wiederspiegelt.
Vielfältig nutzbarer Pavillon
Ein wichtiger Bestandteil des Projektes war ein großzü-
giger,
etwa 100 Personen Platz bietender offener Veran-
staltungspavillon auf dem zentral gelegenen Wilhelm-
Leuschner-Platz, der vom 25. September bis zum 11. Oktober
2015 täglich 12 Stunden lang Raum für Diskussionsfo-
ren, politisch-kulturelle Veranstaltungen und Filmpro-
gramme bot. Die Konstruktion des Pavillons wurde von
Architekturstudentinnen und -studenten der Leipziger
Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur unter
Leitung ihres Professors Ronald Scherzer-Heidenberger
entwickelt. Der Pavillon bezog eine Freiluftbühne ein, auf
der Diskussionsrunden, Theateraufführungen, Konzerte,
Filmvorführungen und andere Veranstaltungen statt-
fanden.
Demokratische Auseinandersetzung üben
Grundprinzipien der durchweg kostenlos angebotenen
Veranstaltungen
waren Offenheit, Dialog und Pluralität.
Der FREI_RAUM lud ein, freimütig zu erzählen, Meinun-
gen und Erfahrungen auszutauschen, zu diskutieren, zu
streiten und dabei auch Dissens auszuhalten. Auf diese
Weise wurde eine Kultur der lebendigen Auseinander-
setzung im öffentlichen Raum erprobt und eingeübt. Die
historischen Ereignisse seit 1989 wurden dabei aus un-
terschiedlichsten Perspektiven betrachtet und zugleich
eine Brücke zu Fragen der Entwicklung unserer Demo-
kratie und zu heutigen Formen der Bürgerbeteiligung
geschlagen, um über Charakter und Gefahren totalitä-
rer Systeme aufzuklären und so die Beteiligten für Ge-
fährdungen der 1989 gewonnenen Freiheit zu sensibi-
lisieren.
Eignung als Modell bewiesen
Mit seinem niedrigschwelligen Angebot erreichte das
Projekt »FREI_RAUM 2015
für Demokratie und Dialog«
auch solche gesellschaftlichen Gruppen, die sich bislang
entweder dem öffentlichen Diskurs weitgehend verwei-
gern oder als »Wutbürger« die Diskussion betont emo-
tional auf der Straße führen. Damit bewies es, dass
seine Grundprinzipien und -methoden auch als Modell
für ähnliche Aktivitäten taugen, die angesichts der Be-
deutung politischer Bildung und demokratischer Ausein-
andersetzung geradezu nach Fortsetzung rufen. Als wich-
tige Partner des Projekts engagierten sich neben der Stadt
Leipzig und der Sächsischen Landeszentrale für politi-
sche Bildung Dresden unter anderem das Archiv Bür-
gerbewegung Leipzig e. V., die HTWK Leipzig / Architek-
tur, die Hochschule für Graphik und Buchkunst – über
den Kunstverein Leipzig e. V. –, die Stadt Leipzig, die
4. Internationale Demokratiekonferenz Leipzig, der MDR,
Saxonia, die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-
Diktatur, der Landesfilmdienst Sachsen, das Netzwerk
Courage und Demokratie e. V., die DEFA Stiftung und die
Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen.

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Unsere Vision
Kultur und Interkulturalität
Politik und Weltanschauung
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Unsere Vision
Wir wünschen uns eine
lebendige Bürgergesell-
schaft, an deren Ausgestal-
tung sich möglichst viele
Bürgerinnen und Bürger
freiwillig beteiligen – und
dass sie dabei die nötige
Anerkennung und Unter-
stützung finden.
Kultur und Interkulturalität
Soziales und Gesundheit
»Erwachsenenbildung
als Dienst an der Bürgergesellschaft«
»Willkommen in Dresden« und »EhrenamtsKomPass« – Weiterbildungskurse
für ehrenamtlich tätige Bürgerinnen und Bürger
2. Preis 2015
Volkshochschule
Dresden e. V.
Zielgruppen
]
ehrenamtlich tätige Bürgerinnen
und Bürger aller Altersgruppen
und Einsatzgebiete
Projektziele
]
Schaffung einer Willkommens-
kultur in Dresden
]
Vermittlung von Wissen und
Entwicklung von Basis- und
Fachkompetenzen für vielfältige
Bereiche des gesellschaftlichen
Lebens
]
Wertschätzung ehrenamtlicher
Tätigkeit
Kontakt
Volkshochschule Dresden e. V.
Projektleitung: Ulrike Struck und
Ivo Gerhard
Schilfweg 3
01237 Dresden
Tel. 0351 254400
post@vhs-dresden.de

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
kontakt@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Erwachsenenbildung als Dienst an der Bürgergesellschaft – Weiterbildungskurse für ehrenamtlich Tätige
2. Preis 2015
Volkshochschule Dresden e. V.
Basiskompetenzen für das Ehrenamt
Um eine lebendige Bürgergesellschaft nachhaltig zu för-
dern, nahm die Volkshochschule
Dresden Kurse in ihr An-
gebot auf, die sich speziell an Erwachsene mit Interesse
an bürgerschaftlichem Engagement richten. Mit der Wei-
terbildungsreihe »EhrenamtsKomPass« bietet sie diesen
die Möglichkeit, Kenntnisse zu erwerben, die für eine
qualifizierte ehrenamtliche Tätigkeit in vielen gesell-
schaftlichen Bereichen wichtig sind. In einem Zeitraum
von vier Semestern werden Basiskompetenzen zu den
Themenfeldern »Recht, Finanzen und Verwaltung, Mar-
keting und Öffentlichkeitsarbeit« sowie »Kommunikation
und Persönlichkeit« vermittelt. Nach Ablauf eines voll-
ständigen Zyklus beginnt die Kursreihe erneut. Dies bietet
die Gelegenheit, zu unterschiedlichen Zeitpunkten in
das Programm einzusteigen. Die einzige Voraussetzung
für die Teilnahme an den Weiterbildungskursen besteht
darin, dass sich die Bewerberinnen und Bewerber nach-
weislich bereits bürgerschaftlich engagiert haben.
Unterstützung von Asylbewerber-Begleitern
Diese Weiterbildungsreihe ergänzte die Volkshochschule
Dresden durch einen neuen Angebotskomplex. Er wen-
det sich speziell an die Bürgerinnen und Bürger,
die
Asylsuchende auf ihren ersten Schritten in der neuen
Umgebung begleiten möchten. Unter dem Thema »Will-
kommen in Dresden« bietet das Veranstaltungsportfolio
Wissensvermittlung und praxisorientierte Übungen zu
den drei Bereichen »Sprache und Verständigung«, »Hin-
tergründe und Zusammenhänge« sowie »Hilfe und Beglei-
tung«. Im Mittelpunkt der einzelnen Veranstaltungen
stehen Themen wie »Fremdenfeindlichkeit und ethische
Toleranz« oder »Traumatische Erfahrungen von Flücht-
lingen«. Auch Fragen der Asylgesetzgebung in Deutsch-
land und des kultursensiblen Umgangs mit Asylsuchen-
den werden behandelt.
Vielfältige Arbeitsformen, kompetente Partner
Die Auswahl der Inhalte und Methoden für die einzelnen
Weiterbildungsveranstaltungen
orientiert sich am kon-
kreten Bedarf und wird in Abstimmung mit aktuellen
und potenziellen Kursteilnehmerinnen und -teilnehmern
entwickelt. Dabei bezieht die Volkshochschule Dresden als
Initiator und Organisator des Projekts zahlreiche Netz-
werk-Partner wie Vereine und Initiativen ein. So nutzt sie
für die Veranstaltungen auch Räumlichkeiten dieser Part-
ner. Außerdem werden geeignete Referentinnen und Re-
ferenten einbezogen, die bereits in diesen Einrichtungen
als Lehrende tätig waren. Die angewandten Kursformen
sind vielfältig und hängen von den jeweiligen Zielen und
Inhalten ab. Sie reichen vom Lehrervortrag über Grup-
pen- und Partnerarbeit und Rundgespräche bis zu Teil-
nehmerreferaten und Planspielen. Im Mittelpunkt stehen
stets die Teilnehmenden, die selbsttätig Kompetenzen
erwerben und somit ihre individuellen Fähigkeiten und
Anlagen entfalten können.
Nachhaltigkeit gesichert
Alle Veranstaltungen sind so angelegt, dass sie Hilfe zur
Selbsthilfe bieten. Viele der erworbenen theoretischen
Kenntnisse werden erst bei ihrer Anwendung in der Pra-
xis erprobt und manifestieren sich in neuen Fähigkeiten.
Daher werden die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer
von vornherein ermutigt, in den jeweiligen Praxisfel-
dern ständig mit-, um- und weiterzulernen. Infolgedes-
sen können sie ihr Wissen sowie ihre Erfahrungen an
andere ehrenamtlich Tätige weitergeben. Um die Quali-
tät der Angebote zu gewährleisten, wird jeder einzelne
Kurs evaluiert.
Alle Kurse beider Teilprojekte – »EhrenamtsKomPass« und
»Willkommen in Dresden« – werden durch die Landes-
hauptstadt Dresden gefördert.

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Unsere Vision
Kultur und Interkulturalität
Politik und Weltanschauung
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Unsere Vision
Junge Menschen treffen sich
in spannenden Bildungs-
veranstaltungen. Sie erken-
nen ihre Begabungen und
Fähigkeiten und entwickeln
diese weiter. Wir wollen ihr
Interesse für zivilgesell-
schaftliches Engagement
wecken und sie darin
bestärken.
»Akademie für Junges Engagement«
Weiterbildungsangebot für engagierte junge Menschen in Form
von fünf aufeinander aufbauenden Workshops
3. Preis 2015
Stiftung Elemente der Begeisterung
e. V. Leipzig
Zielgruppen
]
bereits ehrenamtlich tätige
junge Menschen und solche,
die sich zukünftig für die
Gesellschaft engagieren wollen
Projektziele
]
Begeisterung von jungen
Menschen zur Übernahme eines
Engagements in den unter-
schiedlichsten Bereichen der
Gesellschaft
]
Wissensvermittlung und Kompe-
tenzentwicklung durch ein
modulartiges Weiterbildungs-
angebot mit den Schwerpunkten
Information – Unterstützung –
Vermittlung
Kontakt
Stiftung Elemente der Begeisterung e. V.
Leipzig
Projektleiter Robert Benjamin Biskop
Tschaikowskistraße 23
04109 Leipzig
Tel. 0341 974983
biskop@edb-stiftung.de

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
kontakt@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Akademie für Junges Engagement
3. Preis 2015
Stiftung Elemente der Begeisterung e. V.
Gesellschaftliches Engagement fördern
Es ist wichtig, dass junge Menschen die Gegebenheiten
des gesellschaftlichen Umfeldes,
in dem sie aufwachsen,
nicht einfach als gesetzt hinnehmen, sondern prüfen,
was daran verbessert werden könnte. Viele von ihnen
setzen sich begeistert für Veränderungen ein und ent-
wickeln Ideen, diese umzusetzen. Oft werden sie aber
entmutigt, wenn sich Dinge nicht so entwickeln, wie sie
es sich wünschen. Dann besteht die Gefahr, dass sie ihre
ursprüngliche Einsatzbereitschaft verlieren und sich zu-
rückziehen. Mit der »Akademie für Junges Engagement«
will die Stiftung Elemente der Begeisterung e. V. junge
Menschen, die sich bereits zivilgesellschaftlich engagie-
ren bzw. an einem solchen Engagement interessiert sind,
in ihrem Bestreben bestärken. Das Projekt ist ein Weiter-
bildungsangebot, das die daran Teilnehmenden dazu be-
fähigt, die Aufgaben zu bewältigen, die mit ihrem Enga-
gement verbunden sein können. Außerdem versetzt es die
Akteure in die Lage, selbstständig Ansatzpunkte für neue
Projekte zu finden und solche Vorhaben eigenverantwort-
lich umzusetzen.
Zielgruppen und Inhalte
Das Projekt wendet sich in erster Linie an junge Men-
schen, die in Leipzig oder in der Nähe dieser Stadt woh-
nen. Gleichzeitig hat es gemäß den interkulturellen Grund-
sätzen seines Trägervereins
aber auch den Anspruch,
Personen aller Nationen, Ethnien und Religionen zusam-
menzubringen. Die Akademie bietet ihren Teilnehmen-
den ein modular aufgebautes, aus Präsenzworkshops
bestehendes Weiterbildungsprogramm, das durch zusätz-
liche Angebote wie z. B. individuelle Beratung, gemein-
same Naturerlebnisse oder die Nutzung der Bibliothek
ergänzt wird. Fünf aufeinander aufbauende interaktive
Workshops befassen sich mit drei Schwerpunkten: der
Information über Chancen und Möglichkeiten zivilgesell-
schaftlichen Engagements, der Selbsterkenntnis durch Re-
flexion eigener Werte, Interessen und Talente sowie der
Befähigung zum eigenständigen Handeln durch die Ver-
mittlung von Strategien und Werkzeugen – Projektma-
nagement, Marketing, Rhetorik, Netzwerkbildung, inter-
kulturelle Kompetenz – zum Erreichen der selbst gesetzten
Ziele.
Strategien und Methoden
Die »Akademie für Junges Engagement« arbeitet mit einem
Peer-Learning-Ansatz:
Menschen mit ähnlichen Erfah-
rungen, Lebensumständen und Zielvorstellungen kommen
zusammen, um sich im Weiterbildungskontext gegen-
seitig zu unterstützen. Die jeweils dreistündigen Veran-
staltungen finden einmal monatlich an einem Mittwoch-
abend statt. Beim Informationsmaterial und bei der
Organisation der Workshops wird auf Barrierearmut ge-
achtet. Einzel-, Partner- sowie Gruppenarbeit sind wech-
selnde Bestandteile der Kurse, wobei das Partner-Prinzip
– Buddy-System – eine besondere Rolle spielt. Pädago-
gische Kriterien sind u. a. Interaktivität, Konstrukti vität,
Sensibilität, Vertraulichkeit und Freiwilligkeit.
Organisation und Kooperationspartner
Die Schirmherrschaft über das Projekt hat der Leipziger
Oberbürgermeister inne. Verantwortet
wird das Weiter-
bildungsprogramm durch einen Projektleiter, der durch
eine Projektassistenz und einen pädagogischen Leiter un-
terstützt wird. Ein Team von zwölf jungen Menschen ar-
beitet ehrenamtlich in den verschiedenen Aufgabenbe-
reichen der Akademie. Als Kooperationspartner wirken
die Freiwilligenagentur Leipzig und die Social Impact
gGmbH / Social Impact Lab Leipzig sowie Vereine wie der
rosalinde e. V. am Projekt mit. Mithilfe von Auswertungen
anonymisierter Fragebögen wird das Projekt weiter entwi-
ckelt. Auch an Materialien für ein begleitendes Online-
Angebot wird gearbeitet.

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Kultur und Interkulturalität
Politik und Weltanschauung
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Kontakt
Universität Leipzig
Historisches Seminar
Professur für Geschichtsdidaktik
Prof. Dr. Alfons Kenkmann
Beethovenstraße 15
04107 Leipzig
Tel. 0341 9737090
zeitfenster@uni-leipzig.de
www.zeitfenster.uni-leipzig.de
Zielgruppe
]
Jugendliche, insbesondere
Schulgruppen
]
an Geschichte interessierte
Bürgerinnen und Bürger aus
Leipzig und Umgebung
]
Tourismusgäste aus dem
In- und Ausland
Projektziele
]
Bereicherung der Erinnerungs-
kultur in Leipzig um ein innova-
tives Format der Geschichtsver-
mittlung
]
Sensibilisierung für »Spuren« der
Geschichte am historischen Ort
]
Erinnerung an die friedliche
Revolution in Leipzig
]
Wecken von Interesse an
Geschichte
Unsere Vision
Wir möchten Geschichte auf
innovative und zeitge mäße
Weise vermitteln. Die Technik
Augmented Rea lity bietet
neue Möglich keiten, sich
historischen Ereignissen und
Orten anzunähern. Dabei
wird das Smartphone zur
»Zeitmaschine« im Hosen-
taschenformat und die Stadt
Leipzig zum »virtuellen
Museum« an der Schnitt-
stelle von Vergangenheit
und Gegenwart.
App »ZEITFENSTER.
Friedliche Revolution Leipzig«
Eine Augmented-Reality-App für zeitgemäßes historisches Lernen
2. Preis 2016
Universität
Leipzig, Historisches Seminar, Professur für Geschichtsdidaktik
takt

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Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-313
kontakt@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Nutzerorientierte Bedienung
Für ein möglichst benutzerfreundliches Geschichtser-
lebnis sorgen eine intuitive Bedienoberfläche, eine inte-
grierte Navigationsfunktion sowie die Möglichkeit, die
App auch offline zu nutzen.
Durch die großzügige Unterstützung der Bundesstif-
tung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur steht mit der
App »ZEITFENSTER« ein kostenfreies Angebot in den
Sprachen Deutsch und Englisch zur Verfügung. Dabei
erkennt die App während des Downloads automatisch
die Spracheinstellung des Nutzers und übernimmt diese
selbstständig.
Das Angebot steht für die beiden gängigsten Betriebs-
systeme iOS und Android zur Verfügung.
Erforschung historischer Lernprozesse
Das Hauptziel des Projektes besteht in der wissenschaft-
lichen Begleitung der Erforschung historischer Lernpro-
zesse im Zeitalter des »digitalen Wandels«.
Parallel zur
allgemeinen Nutzung durch die Öffentlichkeit werden
an der Professur für Geschichtsdidaktik empirische Tests
zum Nutzerverhalten von jungen Lernenden durchgeführt.
Diese sollen Aufschluss darüber geben, welche Potenziale
digitale Techniken für das Geschichtslernen bieten und
wie sich Jugendliche die Ereignisse der Vergangenheit
ihrer Stadt mit Hilfe von Smartphone und Tablet er-
schließen.
»Zeitmaschine« im Hosentaschenformat
Die App »ZEITFENSTER. Friedliche Revolution Leipzig« ist
eine Zeitreise in die Umbruchzeit rund um das Jahr
1989. An 25 Orten der Leipziger Innenstadt, sogenannten
Zeitfenstern, sind historische Fotografien auf dem Smart-
phone oder Tablet perspektivisch genau abrufbar. Ein
interaktiver Abgleich mit der aktuellen Kameraperspek-
tive ermöglicht ein Verschmelzen der Zeithorizonte und
macht historischen Wandel greifbar. Zudem haben
Nutzerinnen und Nutzer die Gelegenheit, sich umfassend
über die Geschichte der friedlichen Revolution in Leipzig
zu informieren. Dazu können sie in einem multimedialen
Schatz von 300 Originalquellen wie Dokumenten der
Stasi, der Leipziger Bürgerbewegung oder zeitgenössi-
schem Video-, Audio- und Fotomaterial stöbern.
Geschichte fundiert und zeitgemäß
Bei der Konzeption und Umsetzung der App wurden
wissenschaftliche Kriterien und technische Ansprüche
miteinander vereint. Das Team der Geschichtsdidaktik
der Universität Leipzig recherchierte in den Archiven
des Bürgerbewegung Leipzig e. V. und der Behörde des
Bundesbeauftragten für die Unterlagen der Staatssi-
cherheit der ehemaligen DDR, Außenstelle Leipzig, um
ein quellenorientiertes, vielschichtiges und ausgewoge-
nes Bild der friedlichen Revolution zu präsentieren.
Kurze Autorentexte entsprechen dem aktuellen Stand der
Forschung und bieten zugleich einen kompakten und
verständlichen Einblick in ein wichtiges Kapitel der
Zeitgeschichte.
gefördert von
Mit freundlicher Unterstützung von

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Kultur und Interkulturalität
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
zu geben, werden in der
Sprachwerkstatt des Kurses
grundlegende Deutsch-
kenntnisse für den alltäg-
lichen Gebrauch vermittelt.
Im Kursteil »Alltagsorien-
tierung« vermitteln Kultur-
mittler mit eigener Migra-
tionserfahrung in der
Muttersprache der Zielgruppe
wichtige Informationen zum
Zusammenleben in Deutsch-
land.
ARBEIT UND LEBEN Sachsen e. V.
Stefan Grande
Löhrstraße 17
04105 Leipzig
Tel. 0341 71005-0
info@arbeitundleben.eu
www.arbeitundleben.eu
Zielgruppe
]
Erwachsene Geflüchtete in
sächsischen Erstaufnahme -
einrichtungen
Projektziele
]
Entwicklung und Erprobung
eines Curriculums für die
sprachliche und kulturelle
Erstorientierung von Geflüch-
teten in sächsischen Erstauf-
nahmeeinrichtungen
Kontakt
Sächsischer
Volkshochschulverband e. V.
Prof. Dr. Ulrich Klemm
Bergstraße 61
09113 Chemnitz
Tel. 0371 35427-50
info@vhs-sachsen.de
www.vhs-sachsen.de
Unsere Vision
Miteinander – Voneinander –
Füreinander lernen, und das
mit Kopf, Herz und Hand.
Unter dieser Prämisse ent-
wickelten wir die einwöchigen
Wegweiserkurse für Asyl-
suchende in Erstaufnahme-
einrichtungen. Menschen
also, die erst seit kurzem in
Deutschland leben und doch
ihren Alltag in der fremden
Umgebung meistern müssen.
Um hierbei Unterstützung
»Wegweiserkurse für
Asylsuchende in Erstaufnahmeeinrichtungen«
Entwicklung und Erprobung eines Curriculums für die sprachliche und kulturelle
Erstorientierung von Geflüchteten in sächsischen Erstaufnahmeeinrichtungen
2. Preis 2017
Sächsischer
Volkshochschulverband e. V. und ARBEIT UND LEBEN Sachsen e. V.
Beruf und Arbeitswelt

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-313
kontakt@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Transfer in die Praxis
Zum Einsatz in den Kursen kamen neben erfahrenen
Sprachdozenten insbesondere auch Muttersprachler/
-innen mit eigenen Migrationserfahrungen als Kultur-
mittler/-innen. Dabei handelte es sich um Menschen,
welche die gleiche Muttersprache wie die Asylsuchenden
sprechen und die die Herausforderungen bei der Orien-
tierung in einer anderen Kultur nachvollziehen können.
Das bot zudem einen zusätzlichen Raum für gemeinsame
Diskussionen und individuelle Fragen der Teilnehmen-
den und ermöglichte eine besondere Verständigungs- und
Vertrauensebene.
Die Wegweiserkurse zeigen, dass Methoden aus der
interkulturellen Bildung, in denen ARBEIT UND LEBEN
über langjährige Erfahrungen verfügt, auch im Integra-
tionsprozess Zugewanderter eine bedeutsame Rolle spie-
len können. Der Sächsische Volkshochschulverband e. V.
(SVV) und ARBEIT UND LEBEN Sachsen e. V. führen den
Kurs in Kooperation mit den lokalen Volkshochschulen
durch. Dem SVV oblag dabei die Gesamtkoordination
des Projektes inklusive der Organisation der einzelnen
Kurse, die Gestaltung des Deutschunterrichts und die
Ausbildung der Deutsch-Lehrkräfte. ARBEIT UND LEBEN
Sachsen sicherte das Projekt-Controlling und -Moni-
toring sowie die Gewinnung, Ausbildung und die fach-
liche und pädagogische Begleitung der Kultur mittler/
-innen.
Das Modellprojekt wurde im Auftrag und mit Unterstüt-
zung der Sächsischen Staatsministerin für Integration
und Gleichstellung durchgeführt.
Mit Wirkung vom 01.09.2017 werden die Wegweiser-
kurse als Erstorientierungskurse in Verantwortung der
Erstaufnahmeeinrichtungen mit fachlicher Begleitung
des Sächsischen Volkshochschulverbandes und ARBEIT
UND LEBEN Sachsen fortgeführt.
Erstorientierung
Ziel des Projektes war die Entwicklung und Erprobung
eines Curriculums für die sprachliche und kulturelle Erst-
orientierung von Geflüchteten in sächsischen Erstauf-
nahmeeinrichtungen. Dies bedeutet, dass Asylsuchende,
die erst seit kurzer Zeit in Deutschland leben, unter der
Verantwortung des Sächsischen Volkshochschulverbandes
und von ARBEIT UND LEBEN Sachsen eine Erstorientierung
nach dem Ankommen erhalten. Dabei geht das Konzept
der Wegweiserkurse nicht nur von der Integrations-
Prämisse »Auf den Anfang kommt es an« aus, sondern hat
auch das Ziel, einen Prozess des Verstehens und der Selbst-
erklärung in Gang zu setzen.
Herausforderungen und Perspektiven
Ein besonderer Fokus der Kurse lag auf den Themenbe-
reichen:
]
räumliche Orientierung
]
Leben in der Erstaufnahmeeinrichtung
]
Asylverfahren
]
Bildung und Arbeit
]
Zusammenleben in Deutschland
(Werte und Normen)
]
Mobilität
]
Gesundheit
]
Umwelt
]
Kommunikation
]
Selbstlernmöglichkeiten.
Frühzeitig und auf einfache Art wurden im Unterricht
aber auch sensible Themen des Zusammenlebens, wie
das Geschlechterverhältnis und Diskriminierung behan-
delt. Diese Informationen erleichtern die Orientierung
in Deutschland und helfen, Konflikte zu vermeiden sowie
das Verständnis der Geflüchteten für die alltäglichen
kulturellen – und institutionellen – Gegebenheiten vor
Ort zu fördern. So wurden die Teilnehmenden in der
Bewältigung ihres Alltags unterstützt, in ihrer Sprach-
kompetenz geschult, in ihrer Selbstwirksamkeit gestärkt.

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Naturwissenschaft und Ökologie
Kultur und Interkulturalität
Herausgeber:
Sächsisches Staatsministerium für Kultus
Carolaplatz 1, 01097 Dresden
Redaktion:
Landesamt für Schule und Bildung (LaSuB),
Standort Radebeul
Dresdner Straße 78 c, 01445 Radebeul
Redaktionsschluss:
12/2017
Auflagenhöhe:
1.000
Gestaltung:
Ö GRAFIK agentur für marketing und design
Druck:
reprogress GmbH
Veröffentlichung:
Diese Ausschreibung wird auch
im Ministerialblatt veröffentlicht.
Das Informationsblatt steht unter
www.weiterbildung.sachsen.de/innovationspreis
zum Download bereit.
Verteilerhinweis:
Diese Informationsschrift wird von der Sächsischen
Staatsregierung im Rahmen ihrer verfassungsmäßigen
Verpflichtung zur Information der Öffentlichkeit
herausgegeben. Sie darf weder von Parteien noch
von deren Kandidaten oder Helfern im Zeit raum
von sechs Monaten vor einer Wahl zum Zwecke der
Wahlwerbung verwendet werden.
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
»Kunststoffschmiede«
Entwicklungslabor und offene Werkstatt
für nachbarschaftliches Plastikrecycling
1. Preis 2018
Konglomerat e.V. Dresden
Unsere Vision
Mittels Methoden der of-
fenen Werkstatt erlangen
Nachbarn und Nachbarinnen
Praxisbewusstsein für Recy-
cling, Prozessenergie und
lokale Kreislaufwirtschaft.
Das Ziel: Nachhaltiger Um-
gang mit Ressourcen, speziell
Kunststoff. Gearbeitet wird
dabei aus der Sicht der Kon-
sumenten, der Entsorger und
der Produzenten – in Perso-
nalunion verkörpert durch
die Bürger/-innen selbst.
Zielgruppen
Das Projekt richtet sich sowohl an
Verbraucher als auch Hersteller von
Kunststoffprodukten. Ziel der prakti-
schen Arbeit mit Plastik ist es, jedem
Bürger/jeder Bürgerin aufzuzeigen,
welche Handlungsmöglichkeiten
zum bewussten Umgang mit Plastik
für den Einzelnen im Alltag bestehen,
sowie darüber hinaus Ideengeber für
innovative Recyclingansätze für die
Industrie zu sein.
Projektziele
Bewusstsein für Plastik als wer-
tigen und vielfältigen Rohstoff
wecken
lokale Recycling-Kreisläufe
schaffen
innovative und nützliche
Recycling-Produkte mit der und
für die Nachbarschaft herstellen
Recycling-Werkstatt als Teil der
Nachbarschaft etablieren
das Erkennen der Selbstwirksam-
keit im Umgang mit der Umwelt
anregen und fördern
Kontakt
Konglomerat e.V.
Herr Matthias Röder
Jagdweg 1 – 3
01159 Dresden
Mobil +49 172 1407156
kuss@konglomerat.org
www.konglo.org/kuss

Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Landesamt für Schule und Bildung | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon +49 351 8324-313
kontakt@lasub.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Für die dargestellten Inhalte ist der Projektträger verantwortlich.
Projektbeschreibung
Plastikrecycling als Manufaktur!
Die Kunststoffschmiede ist Entwicklungslabor und offene
Werkstatt für lokales Plastikrecycling. Jeder kann hier den
eigenen Plastikmüll wieder in einen Rohstoff zurückver-
wandeln und unmittelbar zu neuen Dingen weiterverar-
beiten. Schon die inspirierende Werkstattumgebung ist ein
Erlebnis für sich: Die vielen Kisten voller bunter Plastiksor-
ten und einfach zu verstehende Selbstbaumaschinen regen
die Entdeckerfreude und den Schöpfergeist in uns an.
#Recycling #Sammeln #Schreddern #DIT
Im Handumdrehen lässt sich in verschiedenen Bereichen
aktiv und kreativ werden. Angefangen bei der Rohstoff-
gewinnung und -verarbeitung über die Produktgestaltung
und -entwicklung bis hin zum Formen- und Maschinen-
bau hält der gesamte Recyclingprozess für jedes Interes-
sengebiet entsprechende Möglichkeiten zum Mitmachen
bereit. Die handwerkliche Arbeit mit Plastikabfällen als
Ausgangsmaterial macht Spaß und beinhaltet gleicher-
maßen eine direkte Auseinandersetzung mit den Poten-
tialen von Kunststoffen wie auch den Risiken für Umwelt
und Klima. Die Teilnehmenden bekommen Einblicke in
gemeinhin unbekannte Produktions- sowie Entsorgungs-
prozesse von Kunststoffen und erkennen, dass Kunst-
stoffmüll nicht nur ein lästiges Problem, sondern auch ein
nützlicher Werkstoff sein kann. En passant werden die nö-
tigen Fähigkeiten vermittelt, die es dem Einzelnen erlau-
ben, selbstbewusst mit dem Plastikproblem umzugehen.
Es werden Erfahrungen gesammelt, die dazu ermutigen,
sich selbst wieder als Teil der Lösung zu verstehen und Zu-
kunft im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung aktiv und
eigenverantwortlich mitzugestalten.
#Umwelt #Precious-Plastic/kostbares Plastik #Lernen
Die Wirkungslogik des Projektes basiert auf dem Ansatz,
dass sich die Recyclingwerkstatt nicht nur als Produkti-
onsort nutzen lässt, sondern auch als Erfahrungsraum für
eine Praxis nachhaltiger Entwicklung fungieren kann. Sie
bietet die perfekte Umgebung, um lokale Antworten auf
globale Fragen zur nachhaltigen Verwendung von Kunst-
stoffen zu entwickeln und in der Nachbarschaft auszu-
probieren. Die involvierten Personen erfahren dabei, dass
sie ihre Welt erfolgreich verändern können und gewinnen
Vertrauen in die eigene Selbstwirksamkeit.
Lernen passiert in der Werkstatt durch Versuch und Irrtum.
Hier lässt sich mit Plastik experimentieren und gleichzei-
tig kritisch über den Arbeitsprozess nachdenken. Diese
besondere Eigenschaft des Handwerks etabliert einen Ge-
brauchszusammenhang für abstraktes Wissen, wodurch
es erst im Alltag wirksam wird. In dieser Weise schlägt die
Kunststoffschmiede eine Brücke über die vielfach beklag-
te Kluft zwischen Wissen und Handeln im Umwelt- und
Klimaschutz.
#Selbermachen #Nachbarschaft
Seit 2015 werden am Standort Rosenwerk immer mehr
Werkbereiche unter einem Dach vereint: Vom hochtech-
nologischen FabLab mit digitalen Produktionsmethoden
wie 3D-Drucker und Laser-Cutter über die Näh-, Druck-,
Elektronik-, Holz- bis hin zur Fahrrad- und Metallwerkstatt
stellt der Verein eine offene Infrastruktur zur Verfügung.
Im gemeinsamen Selbermachen ist großes Potential, um
die Geschicke der Welt in die eigenen Hände zu nehmen,
wichtige Impulse für zukünftige Entwicklungen zu setzen
und voneinander – miteinander zu lernen. Von dieser In-
tention angetrieben, fördern wir auf vielfältige Weise eine
›Kultur der Marke Eigenbau‹.

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Kultur und Interkulturalität
Beruf und Arbeitswelt
Soziales und Gesundheit
Herausgeber:
Sächsisches Staatsministerium für Kultus
Carolaplatz 1, 01097 Dresden
Redaktion:
Landesamt für Schule und Bildung (LaSuB),
Standort Radebeul
Dresdner Straße 78c, 01445 Radebeul
Redaktionsschluss:
12/2017
Auflagenhöhe:
1.000
Gestaltung:
Ö GRAFIK agentur für marketing und design
Druck:
reprogress GmbH
Veröffentlichung:
Diese Ausschreibung wird auch
im Ministerialblatt veröffentlicht.
Das Informationsblatt steht unter
www.weiterbildung.sachsen.de/innovationspreis
zum Download bereit.
Verteilerhinweis:
Diese Informationsschrift wird von der Sächsischen
Staatsregierung im Rahmen ihrer verfassungsmäßigen
Verpflichtung zur Information der Öffentlichkeit
herausgegeben. Sie darf weder von Parteien noch
von deren Kandidaten oder Helfern im Zeitraum
von sechs Monaten vor einer Wahl zum Zwecke der
Wahlwerbung verwendet werden.
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
»Pilotprojekt zur Anpassungsqualifizierung viet-
namesischer Krankenpfleger zum/zur deutschen
Gesundheits- und Krankenpfleger/-in (GKP)«
Integration vietnamesischer Pflegefachkräfte in Sachsen durch intensive
Begleitung bei der Schaffung nachhaltiger beruflicher Perspektiven
3. Preis 2018
DPFA-Schulen gGmbH Dresden
Unsere Vision
„Bildung ist unsere Leiden-
schaft – Miteinander bauen wir
Wege fürs Leben“ – das ist un-
sere Unternehmensvision. Wir
sind davon überzeugt, dass zu-
künftig nur das kluge Zusam-
menspiel motivierter deutscher
und ausländischer Pflegefach-
kräfte den Herausforderungen
des demografischen Wandels
gerecht werden kann. Erfolg
kann am besten durch gemein-
same, vertrauensvolle Zusam-
menarbeit erreicht werden.
Zielgruppen
auszubildende ausländische
Fachkräfte
Einrichtungen des
Gesundheitswesens
Mitarbeiter/-innen öffentlicher
Einrichtungen und
regionaler Vereine
Projektziele
Ziel des Projektes ist es, junge vietna-
mesische Krankenpfleger/-innen zu
bundesrechtlich anerkannten Gesund-
heits- und Krankenpfleger/-innen (GKP)
zu führen, um damit den Fachkräfte-
bedarf im Pflegesektor nachhaltig zu
bedienen. Im Fokus stehen neben der
fachlichen Ausbildung vor allem The-
men der sprachlichen, interkulturellen
und gesellschaftlichen (Erwachsenen-)
Weiterbildung, um eine erfolgreiche
Integration in die deutsche Gesellschaft
bzw. Arbeitswelt zu erreichen.
Kontakt
DPFA-Schulen gGmbH
Bildungsstätte Dresden
Stauffenbergallee 4
01099 Dresden
Telefon +49 351 811 9359
dresden.dpfa@dpfa.de
www.dpfa.de

Projektbeschreibung
Inhalt
Die reine Umsetzung der Anpassungsqualifizierung betrug ca.
18 Monate. Zudem erfolgte vor dem Qualifizierungsbeginn eine
halbjährige sprachliche Vorbereitung in Vietnam. Diese ist neben
der sprachlichen Fokussierung auch mit interkulturellen Themen
über das Leben und Arbeiten in Deutschland versehen. Das in-
tensive gegenseitige Kennenlernen der Projektpartner/-innen in
Vietnam und Sachsen gehört ebenso zum Inhalt der Weiterbil-
dung, da dies nur durch partnerschaftliches und freundschaft-
liches Miteinander gelingen kann. Vieles, was zum Projekterfolg
beigetragen hat, erfolgte durch ehrenamtliche Tätigkeiten. Alle
Projektdokumente existieren in deutscher und vietnamesischer
Sprache, um Gleichwertigkeit und Fairness in der Projektpartner-
schaft zu gewährleisten. Besonderer Wert wurde auf ein vertrau-
ensvolles Miteinander sowohl zwischen den Schülerinnen und
den Schülern sowie den schulischen Mentorinnen und Mentoren
als auch zwischen den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern und
den schulischen Mentorinnen und Mentoren gelegt. So konnte
bei aufkommenden Konflikten schnell unter Berücksichtigung
der Mentalität beider Seiten reagiert werden. Verbunden ist dies
für die beteiligten Lehrer/-innen mit aktiver politischer und kul-
tureller Weiterbildung. Eine rechtliche Gleichstellung der Pflege-
schüler/-innen mit deutschen Schülern und Schülerinnen erfolg-
te zu Beginn der Anpassungsqualifizierung mit dem Abschluss
des Ausbildungs- bzw. Schulvertrages. Das Curriculum zur An-
passungsqualifizierung wurde anhand des komplett aus dem
Vietnamesischen übersetzten Lehrplans einer vietnamesischen
Fachschule speziell für diesen Lehrgang erarbeitet und mit dem
KSV Sachsen inhaltlich abgestimmt. Dabei mussten vorhandenes
Wissen der vietnamesischen Schüler/-innen, spezielle Lehrinhalte
der deutschen GKP-Ausbildung und Besonderheiten im kulturel-
len und familiären Erleben der Vietnamesinnen und Vietnamesen
mit sprachlicher Weiterentwicklung kombiniert werden. Damit
gelang eine Verzahnung von beruflicher, allgemeiner und (inter-)
kultureller Weiterbildung. Auch die Zusammenarbeit mit Ämtern
und Behörden erfolgte reibungslos, auch weil die Projektabläufe
zu jeder Zeit transparent und nachvollziehbar dargestellt wurden.
Methodisch-didaktisches Vorgehen
Von Anfang an erfolgte individueller Deutschunterricht anhand
von Originaldokumenten der Praxispartner/-innen, die mit den
Schülerinnen und Schülern nach erfolgreicher Qualifizierung
einen Arbeitsvertrag abgeschlossen hatten. Hier stand neben
der Erweiterung vorhandener Grundkenntnisse der deutschen
Sprache vor allem auch die medizinische Fachsprache im Fokus.
Aufgrund der stark unterschiedlichen Phonetik wurde zudem
phonetischer Unterricht von Logopäden der DPFA (auch durch
Schülerpatenschaften) durchgeführt. Via Skype erfolgte monat-
lich ein intensiver Austausch und ein voneinander Lernen mit den
Projektpartnerinnen und Projektpartnern in Vietnam. Darüber hi-
naus war der stetige und intensive Austausch aller am Projekt
beteiligten Personen in sogenannten „Weiterbildungs-Jour-fixe-
Konferenzen“ ein wesentlicher Erfolgsgarant. Gemeinsame Auf-
takt- und Abschlussveranstaltungen aller am Projekt Beteiligten
sorgten dafür, dass von Beginn an bei allen die gleichen Erwar-
tungshaltungen vorlagen und im Nachgang aus Fehlern, falschen
Ansätzen und Herangehensweisen gelernt werden konnte.
Ergebnisse
Von 15 vietnamesischen Schülerinnen und Schülern haben 12
ihre Prüfungen zum GKP bestanden und arbeiten heute in ver-
schiedenen Pflegeheimen und Kliniken in Sachsen als examinier-
te Krankenpfleger/-innen eigenverantwortlich. Die Arbeitgeber
haben gelernt, dass sprachliche Barrieren zwar bestehen, diese
aber mit gemeinsamer Anstrengung schrittweise abbaubar sind.
Hinsichtlich des Transfers der Bildungserfahrungen hat das Pro-
jekt sicherlich besondere Bedeutung. Schon im Umsetzungspro-
zess wurden zahlreiche Medien in Deutschland und Vietnam,
gesellschaftlich und politisch maßgebliche Entscheidungsträger
und auch viele potentielle Arbeitgeber/-innen auf uns aufmerk-
sam und sind mit uns in Erfahrungsaustausch getreten. Das
Projekt wurde komplett ohne Zuschüsse der öffentlichen Hand
finanziert.
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Landesamt für Schule und Bildung | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon +49 351 8324-313
kontakt@lasub.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Für die dargestellten Inhalte ist der Projektträger verantwortlich.