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V.-Datum
Zentrum Mikroelektronik
Dresden AG
Dresden
Rechnungslegung/
Finanzberichte
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis
zum 31.12.2012
26.08.2013
Zentrum Mikroelektronik Dresden AG
Dresden
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2012
Der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG-Konzern, Dresden (ZMDI-Konzern), setzt sich zum 31. Dezember 2012 aus der Zentrum
Mikroelektronik Dresden AG, der ZMD America Inc., USA, der ZMD Eastern Europe EOOD, Bulgarien, sowie der ZMD Fareast Limited,
Hongkong, zusammen. Der ZMDI-Konzern verfügt über Vertriebsbüros im US-amerikanischen Milpitas (Kalifornien), Pocatello (Idaho),
Boston (Massachusetts), in Tokio (Niederlassung in Japan), in Shenzen (China), Hsinchu (Taiwan), Seoul (Niederlassung Korea),
Mailand (Italien), Niederlassungen in München und in Stuttgart sowie über Design-Center in Varna und ab Dezember 2012 in Sofia
(beides Bulgarien), in Dresden, München, Stuttgart und Limerick (Irland).
Die Zentrum Mikroelektronik Dresden AG (ZMD AG) als Obergesellschaft hat ihren Sitz in 01109 Dresden/Deutschland, Grenzstraße
28. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns umfasst die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb mikroelektronischer Bauelemente und
Baugruppen sowie von Sensoren, Mikroelektronikmodulen und Mikrosystemen, Systems on a Chip (SoC) und Systems in a Package
(SIP).
1. Wirtschaftliches Umfeld
1
Nach dem rasanten Aufschwung im globalen Semikonduktor-Markt in den Jahren 2010 und 2011 mit zuletzt fast Mrd. USD 300
Umsatz war im Jahr 2012 in allen Regionen ein Abschwung spürbar.
Gemäß WSTS (World Semiconductor Trade Statistics) sank der Gesamtumsatz des Halbleitermarktes 2012 um 2,66 % leicht auf Mrd.
USD 291,7 (Vorjahr: Mrd. USD 299,5).
Den größten Rückgang verzeichnete der Europäische Markt mit -11,3 % auf Mrd. 33,2 (Vorjahr: -1,7 % auf Mrd. 37,4).
Nach dem weltweiten Aufschwung nach dem Krisenjahr 2009 verlor der japanische Markt gleich dem europäischen im zweiten Jahr in
Folge an Einfluss, -4,3 % auf Mrd. USD 41,0 (Vorjahr: -7,9 % auf Mrd. USD 42,9).
1
Quellen:
(1) WSTS Blue Book History 1991 To Date (Last modified: 1. February 2013)
(2) WSTS Kobe Forecast Q4 Update - Excel File (KOBE_FINAL Q4Update.xls)
Der asiatische Markt bündelt mit einem Volumen von Mrd. USD 163,0 gut 56 % des Weltmarktes, muss aber auch 2012 mit -0,6 %
eine Stagnation wahrnehmen (Vorjahr: +2,5 % auf Mrd. USD 164,0).
Der amerikanische Markt hält sich mit Mrd. USD 54,4 und einem Rückgang von -1,5 % zum Vorjahr (2011: Mrd. USD 55,2 + 2,8 %)
seit 2010 auf einem gleichbleibenden Niveau und lässt bisher als einziger Markt keine Abwanderung der Branche nach Asien erkennen.
Die Mitglieder des WSTS erwarten in ihrer 2012Q4-Prognose über die nächsten drei Jahre eine konstante Verteilung des Weltmarkts
(Asien 57 %, Americas 18 %, Japan 14 %, Europa 11 %).
2. Signifikante Entwicklungen des ZMDI-Konzerns und der Produktlinien (Business Lines) im Geschäftsjahr 2012
Der ZMDI-Konzern erzielte 2012 einen Umsatz von Mio. EUR 61,2 (Vorjahr: Mio. EUR 64,2).
Damit verringerte sich analog dem Marktumfeld der Konzernumsatz leicht mit 4,7 % gegenüber dem Vorjahr.
In der zum Jahresbeginn 2012 neu strukturierten Business Line Sensing & Automotive - einer Zusammenfassung und teilweise
Neuausrichtung der Aktivitäten in den Bereichen Automotive und Medical & SSC - lag der Umsatz mit Mio. EUR 54,1 4,9 % unter
Vorjahresniveau und konnte sich damit dem 2012 allgemein schwächeren Marktumfeld nicht entziehen. Der Halbleitermarkt, aber
auch die wichtigen Anwendermärkte Automotive, Industrial und Medical hatten 2012 in einem schwierigen Gesamtumfeld
Wachstumsschwächen zu verzeichnen. Als zusätzlich negative Auswirkung auf das Automotive Geschäft der Business Line Sensing &
Automotive sind 2012 einige hochvolumige kundenspezifischen Produkte am Ende ihres Lebenszyklus früher als erwartet in deutlich
geringeren Stückzahlen geordert worden. Der weitere Ausbau des Standardproduktgeschäftes im Bereich Sensorik mit weiteren neuen
Produkten für die Marktsegmente Industrial, Medical und verstärkt auch Consumer konnte erfolgreich vorangetrieben werden.
Die Business Line Power & Analog ist aus der Business Line Standard Components Anfang des Jahres entstanden. Die Änderung
reflektiert die Fokussierung auf die zukünftigen Wachstumssegmente der Business Line, kompetente Halbleiterlösungen im Bereich
Power. Im Jahr 2012 konnten vor allem im Bereich Power neue namhafte Kunden und erste Projekte gewonnen werden. Diese neue
Kundenbasis, die überwiegend aus Weltmarktführern in den Zielmärkten besteht, sowie die Kooperation mit strategischen Partnern ist
die Basis für zukünftiges Wachstum. Der Hochlauf der neuen Projekte wird sich nicht vor Ende 2013 im Umsatz auswirken.
Der Mitarbeiterstand des ZMDI-Konzerns (einschließlich Auszubildenden) betrug im Jahresdurchschnitt 2012 322 Mitarbeiter (294
Mitarbeiter im Vorjahr).
2.1 ZMD AG

Auch 2012 hat die ZMD AG weitere Anstrengungen unternommen, insbesondere im Bereich Marketing und Sales, um den Ausbau des
Standardproduktegeschäftes und des US-amerikanischen Marktes voranzutreiben. Standardprodukte werden im Bereich der Sensorik
sowie im neuen Bereich des digitalen Powermanagements erstellt. Darüber hinaus gibt es weitere Produkte für Industriekunden.
Die Ausrichtung liegt auf „enabling energy efficiency", also einer klaren Ausrichtung auf Produkte und Anwendungen, die
Energieeffizienz kreieren und ermöglichen. ZMDI ist in dem Bereich Energieeffizienz bereits seit Jahren tätig und erfährt durch die
neue Ausrichtung in der Sensorik und im Bereich Powermanagement sowohl eine gesellschaftlich als auch geschäftlich hohe
Akzeptanz.
Um den Bereich Power Management weiter zu stärken, wurden neue Mitarbeiter im Designstandort Limerick (Irland) und im
Münchener Office eingestellt.
Die Zentrum Mikroelektronik Dresden AG ist seit 2007 als so genannte FABLESS Company aufgestellt. Firmen mit diesem
Geschäftsmodell übernehmen Produktverantwortung für kundenbezogene Entwicklungen, aber vor allen Dingen auch für selbst
definierte Produkte, die als Standardprodukte über einen eigenen Markenauftritt und neue Marktkanäle vertrieben werden können.
Zur Stärkung des Einflusses auf den asiatischen Markt hat die ZMD AG 2007 die ZMD FAREAST Limited Hongkong gegründet, an der
sie zu 100 % beteiligt ist. Diese wiederum hält 50 % an der als Joint Venture mit der Vapor Technologies gegründeten Senterra
Limited.
Seit Ende 2010 unterhält die ZMD AG ein Vertriebsbüro in Korea und hat sich damit einen besseren Zugang zu dem dortigen
Wachstumsmarkt verschafft.
Die ZMD AG unterhält zudem seit April 2008 eine Niederlassung in Tokio (Japan), um im japanischen Markt die erforderliche
Vertriebspräsenz zu gewährleisten.
Der Aufsichtsrat der ZMD AG genehmigte mit Beschluss vom 5. Dezember 2007 die Gründung einer 100%igen Tochtergesellschaft,
der ZMD Eastern Europe EOOD in Varna, Bulgarien. Mit dieser Maßnahme sollen mittelfristig die Entwicklungskosten insgesamt
gesenkt werden. Die ZMD Eastern Europe wurde am 27. Februar 2008 ins Handelsregister Varna eingetragen. Ein weiteres Büro der
ZMD Eastern Europe wurde im Dezember 2012 in Sofia mit 10 neuen Mitarbeitern eröffnet.
Weiterhin hält die ZMD AG seit 1996 100 % der Anteile an der ZMD America Inc.
2.2 ZMD Eastern Europe EOOD
Ziel ist es, kostengünstige Schaltkreisentwurfskapazitäten aufzubauen, um mittelfristig die Entwicklungskosten insgesamt zu senken
sowie auch mittelfristig die osteuropäischen Märkte zu entwickeln. Die ZMD Eastern Europe wurde 2008 gegründet und konnte ihren
Geschäftsbetrieb zielstrebig und erfolgreich ausbauen. Im Geschäftsjahr 2012 wurden weitere 13 Mitarbeiter eingestellt, so dass im
Büro in Varna zum Jahresende bereits 35 Mitarbeiter beschäftigt waren und zusätzlich 10 Mitarbeiter im neu eröffneten Büro in Sofia.
2.3 ZMD America Inc.
Die ZMD America Inc. wies 2012 ein positives Ergebnis in Höhe von Mio. EUR 0,1 (Vorjahr: Mio. EUR 0,3) aus. 2012 stand vorrangig
im Zeichen des weiteren Ausbaus der Vertriebs- und Marketingaktivitäten in Nordamerika. Die Gesellschaft wird im Konzern voll
konsolidiert.
2.4 Geschäftsverlauf nach Produktsegmenten und geographischen Märkten
Umsatzerlöse der Produktsegmente
2012
2011
Mio. EUR
%
Mio. EUR
%
Exklusivprodukte 43,5 71,2 48,1 75,0
Standardprodukte 17,7 28,8 16,1 25,0
61,2
100,0
64,2
100,0
Umsatzerlöse nach geographischen Märkten
2012
2011
Mio. EUR
%
Mio. EUR
%
Inland 20,8 34,0 21,2 33,0
Ausland 40,4 66,0 43,0 67,0
61,2
100,0
64,2
100,0
2.5 Produktentwicklung
Im Mittelpunkt des Jahres 2012 stand die effiziente Gestaltung des gesamten Entwicklungsprozesses im Hinblick auf dessen
Anpassung an neue Herausforderungen im Consumer und Automotive-Bereich. Zudem wurde die gesamte Entwicklungsorganisation
neu strukturiert, um einen verstärkten Fokus auf die effiziente Durchführung aller Entwicklungsaufgaben legen zu können. Dies war
nötig, um Time-to-Market-Anforderungen zu verbessern bei gleichzeitig gesteigerter Lieferqualität.
Das Technologieportfolio wurde weiter konsolidiert, um die Wiederverwendbarkeit von Schaltungen weiter zu verbessern. Dabei wurde
das bestehende Technologieportfolio um die speziellen Anforderungen von Automotivprodukten erweitert. ZMDI verfügt somit über ein
modernes, kosteneffizientes automotivtaugliches Technologieportfolio, was einen strategischen Vorteil im Markt bedeutet.
Die „System in Package" (SiP)-Technologie wurde 2012 verfeinert, und mehr Produkte machen von den Vorteilen dieser 3D-
Integration Gebrauch. Hierbei wurden 2012 erstmals Produkte gefertigt, bei denen neben unterschiedlichen Siliziumtechnologien auch
passive Komponenten mit in das Package integriert wurden.

image
Im Bereich des digitalen Power Managements wurden 2012 neue Produktfamilien entwickelt, die einen weiteren technologischen
Vorsprung darstellen. Dazu wurden die Designteams in Limerick und München weiter gestärkt, um dem erneut gestiegenen Interesse
der Kunden gerecht zu werden.
2.6 Energieeffizienz
Der neueste US-Klimareport
(http://ncadac.globalchange.gov/)
prognostiziert weiter steigende Temperaturen und damit intensivere
Wetterextreme. Die durchschnittliche Temperatur in den USA ist seit 1895 um 0,9 °C gestiegen, wobei jedoch 80 % der Erwärmung
während der letzen 30 Jahre stattfand. Dem Bericht zurfolge wird ohne Durchführung von Maßnahmen die durchschnittliche
Temperatur bis zum Ende des Jahrhunderts im Vergleich zu der Durchschnittstemperatur aus den Jahren 1901 bis 1960 um bis zu 5,5
Grad steigen. Die Erwärmung korrespondiert hierbei mit der globalen Emission von Treibhausgasen.
Neben der Temperaturerhöhung haben die Treibhausgase auch direkten Einfluss auf das Leben in unseren Ozeanen. Das Kohlendioxid
der Luft verbindet sich mit dem Wasser der Ozeane und hat zu einem 30 % höheren Säuregehalt des Wassers an der Oberfläche der
Meere geführt. Dies hat wiederum direkten Einfluss auf die Meeresorganismen mit Schalen oder Skeletten aus Kalk (wie zum Beispiel
Korallen, Muscheln, Krebse etc.).
Diese (klimatischen) Änderungen werden weiter enormen Einfluss auf Wasserversorgung, Landwirtschaft, Verkehr,
Energieversorgung, die Gesundheit des Menschen und somit auch auf unsere Gesellschaft haben.
Deshalb ist es wichtig, die steigenden Treibhausemissionen zu reduzieren. Dass dies wirtschaftlich schwierig durchzusetzen ist, zeigen
auch die (fehlenden) Ergebnisse der jährlichen UN-Klimakonferenz. Das 1997 verabschiedete Kyoto-Protokoll wurde zwar bis 2020
verlängert (Kyoto II), aber die USA und China - die Staaten mit dem höchsten CO
2
-Ausstoß - hatten bereits das ursprüngliche
Protokoll nicht ratifiziert. Japan, Russland, Neuseeland und Kanada fehlen nun bei "Kyoto II".
Globale Erwärmung
http://www.greenconduct.com/news/
2013/01/17/report-more-evidencefor-anthropogenic-climate-change/
Auszeichnungen der ZMD AG für ihre Aktivitäten im Bereich der Energieeinsparung
Die energieeffizienten Lösungen der ZMD AG für die verschiedenen Marktsegmente haben dieses Jahr zur Einsparung von 11,8 Mio.
Tonnen CO
2
geführt. Die ZMD AG, die bereits seit 2004 die Energieeinsparung durch ihre Produkte kontinuierlich überwacht und
aufzeichnet, hat somit über den gesamten Zeitraum seit 2004 bis heute eine Einsparung für fossile Kraftstoffe
2
von 18,8 Mio. Liter,
was 47 Mio. Tonnen des Treibhausgases CO
2
entspricht, erzielt.
3
Damit trägt ZMDI einen Beitrag zur Reduzierung der
Umweltbelastung bei, was sich auch in Preisen und Anerkennungen aus der Industrie widerspiegelt:
ZMD AG erhält den „Environmental Best Practice 2012 Award" der „GreenOrganization" für ihre „Intelligent Integrated
Circuits for Fuel Savings". Der „Green Apple Award" ist der älteste „Environmental Award" Europas und wird seit 1994 jährlich
vergeben.
(http://www.thegreenorganisation.info/)
2
Rohöl
3
Die Datenbasis ist das Volumen der IC-Verkäufe pro Jahr an ZMD AG-Kunden seit 2004. Die Spriteinsparung pro Kilometer und Technologie wurde
mit Hilfe von Informationen der Kunden der ZMD AG (z.B. von Audi:
http://www.audi.de/de/brand/de/neuwagen/efflzienz/efflzienztechnologien/nebenaggregate/elektromechanische.html
oder ZF:
http://www.zf.com/media/media/en/document/corporate_2/press_3/downloads_2/texte_2009/tx2009-01-16
gelberengel_zf 1.pdf) und technischen
Informationen (z.B.
http://www.fueleconomy.gov/feg/flextech.shtml
oder
http://en.wikipedia.org/wiki/Start-stop_system)
ermittelt. Dabei wurde ein
mittlere Laufleistung von 19.600 km/anno zu Grunde gelegt.
Über den Beitrag der ZMD AG zum Klimaschutz wurde ein Bericht im amerikanischen Fernsehen in der Serie „The
Environmental Report" ausgestrahlt. Der Bericht wurde von verschiedenen Sendern (zum Beispiel Fox, CNN und NBC)
ausgestrahlt. Der Bericht ist ebenfalls auf
http://www.youtube.com/watch?v=YitSM1wWLpU
zu sehen.

Die ZMD AG erhielt von Frost & Sullivan den „New Product Innovation Award" für sein neues Standardprodukt ZSSC1856. Hierbei
handelt es sich um ein Batterieüberwachungs-IC (IBS), das die „Start-Stop" Funktionalität im KFZ ermöglicht und somit zur
Benzineinsparung beiträgt.
Des Weiteren wurde die ZMD AG 2012 durch den TÜV Süd nach der Norm ISO 14001 - Umweltmanagementsysteme erfolgreich
rezertifiziert. Hierbei wurden die Aktivitäten und Erfolge von ZMDI im Bereich der Entwicklung von „Energieeffizienten Systemen"
anerkennend bewertet.
Kultur
Innerhalb der ZMD AG wurden „Energieeffizienzlevel" eingeführt, nach denen neue Produkte eingruppiert werden.
Daneben erfolgt eine Berechnung des zahlenmäßigen Einsparpotentials für jedes neue Produkt.
Des Weiteren wurde auf der neuen Webseite der ZMD AG der Bereich „Energy Efficiency" in den Vordergrund gerückt, und es wird
eine detaillierte Beschreibung des Beitrags der ZMD AG zur Reduzierung der Umweltbelastung gegeben.
Mit diesen Maßnahmen sowie der Vision der ZMD AG „To be first choice in analog mixed signal solutions enabling energy efficiency"
wird sowohl den Mitarbeitern als auch den Kunden die wichtige Rolle von „Energy Efficiency" innerhalb der ZMD-Kultur nahe gebracht.
Neue Produkte
Die ZMD AG hat 2012 eine Reihe neuer Produkte eingeführt, die in ihren Applikationen zu einer Reduktion des Verbrauches von
fossilen Kraftstoffen bzw. der Erzeugung von Treibhausgasen beitragen. Dies wären insbesondere:
Ein IC zur Bestimmung der Temperatur im Abgasstrom, das zur Optimierung der Einstellung der Motorsteuerung verwendet
wird und damit zur Kraftstoffreduktion im KFZ beiträgt.
Ein IC zur kontinuierlichen Bestimmung des Ethanolgehaltes im Kraftstoff, damit kann eine optimale Anpassung der
Motorensteuerung an das augenblickliche Kraftstoffgemisch erreicht werden. Dies erst ermöglicht den Einsatz von
Kraftstoffen aus erneuerbaren Ressourcen. Zudem kommt es bei Einsatz dieser Kraftstoffe auch zu einem reduziertem CO
2
-
Ausstoß.
Der IBS (Intelligent Battery Sensor) überwacht die KFZ-Batterie und ermöglicht somit den Einsatz der Start-Stop-
Funktionalität im KFZ. Dabei rechnet man mit einer Reduktion des Kraftstoffverbrauchs von bis 0,21/100 km (im reinen
Stadtverkehr mehr).
Ein Ambient Light Sensor, der für den Einsatz in Mobiltelefonen entwickelt wurde. Mit der Annahme, dass etwa 10 % des
Energieverbrauchs durch das Betreiben des Displays verursacht und durch den Einsatz eines ALS das Dimmen des Displays
optimiert wird, wird Energie eingespart. Dadurch wird indirekt die Erzeugung von CO
2
verringert. Bei der hohen Stückzahl
von Mobiltelefonen, die mit diesem IC ausgestattet werden können, kann dadurch insgesamt eine Reduktion von CO
2
im
zweistelligen Tonnenbereich pro Jahr erreicht werden.
Pinkify the World
„Pinkify the World" und „Pink is the new green" steht für die Ausrichtung von ZMDI auf energiesparende Lösungen und ist wichtiger
Bestandteil der täglichen Arbeit der Ingenieure und der Zielsetzung der Firma. Mit seinen innovativen Lösungen hat ZMDI auch 2012
einen Beitrag zur Reduktion der Einflüsse auf unsere Umwelt durch die Klimaerwärmung getätigt.
2.7 Qualitäts- und Umweltmanagement
Der ZMDI-Konzern unterhält ein integriertes, jährlich rezertifiziertes Qualitäts- und Umweltmanagementsystem.
Umweltmanagement:
Im Dezember 2012 erfolgte die Rezertifizierung der ZMD AG nach der Umweltnorm DIN EN ISO 14001:2004.
Die ZMD AG nimmt an dem 1MDS-Programm seit mehr als einem Jahrzehnt teil und kooperiert mit Partnern, die RoHs- bzw. REACH-
konform sind.
Qualitätsmanagement:
Der für Lieferanten der Automobilindustrie wichtige Qualitätsstandard ISO/TS 16949:2002 konnte im Rahmen der jährlichen
Rezertifizierung 2012 wieder erfolgreich bestätigt werden. Auch die Hauptlieferanten des ZMDI-Konzerns sind 2012 entsprechend
zertifiziert worden.
Zusätzlich wurden während des Jahres 2012 umfangreiche Kunden- und Lieferanten-Audits durchgeführt und erfolgreich bestanden.
Die Six-Sigma-Initiative, eine unternehmensweite Initiative zur Verbesserung der Prozesse und Effizienz, seit 2007 mit Schwerpunkt
auf Design for Six Sigma und Lean Processes, wurde im Jahre 2004 gestartet und auch im Geschäftsjahr 2012 weiter fortgesetzt.
Zusätzlich wurden weitere Elemente der LEAN-Methodik zur effizienten Gestaltung der gesamten Wertschöpfungskette aufgenommen.
Um der strategischen Konzernausrichtung und deren Umsetzung in eine effiziente Ablauforganisation noch besser Rechnung tragen zu
können, hat der ZMDI-Konzern 2011 sein Business Process Management vollkommen neu definiert. Die Einführung der Prozesse
konnte 2012 erfolgreich abgeschlossen werden.

Im Rahmen des Qualitätsmanagements wurde 2012 für den Konzern das 2011 eingeführte einheitliche
Dokumentenmanagementsystem (DMS) weiter ausgebaut.
3. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des ZMDI-Konzerns
3.1 Ertragslage des ZMDI-Konzerns
Das Betriebsergebnis des ZMDI-Konzerns reduzierte sich von Mio. EUR 5,4 im Vorjahr um Mio. EUR 3,4 auf Mio. EUR 2,0 im Jahr
2012. Maßgeblichen Einfluss auf die Ergebnisverschlechterung hat der Umsatzrückgang um Mio. EUR 3,0 (4,7 %) gegenüber dem
Vorjahr. Der Umsatzrückgang resultiert im Wesentlichen aus der negativen Konjunkturentwicklung im zweiten Halbjahr 2012 im
Zusammenhang mit der Euroschuldenkrise und den früher einsetzenden Nachfragerückgängen bei einem Produkt im
Automotivebereich, das sich am Ende seines Produktlebenszyklus befand. Zudem hat sich der Personalaufwand durch zusätzliche
Einstellungen 2012 in den Bereichen Sales & Marketing und in den einzelnen Designstandorten von Mio. EUR 21,0 auf Mio. EUR 24,3
um Mio. EUR 3,3 erhöht.
Die Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen verringerten sich umsatzbedingt als auch aufgrund unseres aktiven Working
Capital Managements zur Optimierung des Cash Flows um Mio. EUR 1,7 gegenüber dem Vorjahr.
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von Mio. EUR 2,4 verringerten sich planmäßig um Mio. EUR 3,0 gegenüber dem Vorjahr
und beinhalten im Wesentlichen geringere planmäßige Fördererträge sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.
Der Materialaufwand verringerte sich im Wesentlichen umsatzbedingt sowie aufgrund eines margenverbesserten Produktmixes von
Mio. EUR 30,9 um Mio. EUR 7,6 auf Mio. EUR 23,3.
Die übrigen betrieblichen Aufwendungen konnten von im Vorjahr Mio. EUR 12,1 leicht um Mio. EUR 0,2 auf Mio. EUR 11,9 reduziert
werden. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen stiegen aufgrund von höheren
Abschreibungen auf aktivierten Entwicklungskosten gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 0,8 auf Mio. EUR 3,9.
Das Finanzergebnis reduzierte sich im Wesentlichen aufgrund von rückläufigen Zinserträgen aus den Ausleihungen an Gesellschafter
auf Mio. EUR -0,5 (Vorjahr: Mio. EUR -0,1). Vor dem Hintergrund des im Vorjahr erfolgten Aktienrückkaufs und der damit
einhergehenden Verrechnung von Darlehensforderungen sanken die Zinserträge um Mio. EUR 1,1 gegenüber dem Vorjahr. Darüber
hinaus reduzierten sich auch die Zinsaufwendungen - insbesondere durch die Tilgung der Genussrechtsverbindlichkeiten im August
2012 - von Mio. EUR 1,8 2011 auf Mio. EUR 1,2 2012.
Nach Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von Mio. EUR 1,3, die zum weit überwiegenden Teil
latenten Steueraufwand betreffen, ergibt sich für das abgelaufene Geschäftsjahr ein Jahresüberschuss in Höhe von Mio. EUR 0,2
gegenüber Mio. EUR 5,0 2011.
Der ZMDI-Konzern hat auch im Jahr 2012 mit Mio. EUR 18,7 (Vorjahr: Mio. EUR 16,7) erheblich in Forschung und Entwicklung und
damit in die Einführung neuer Technologien und Produkte investiert.
3.2 Vermögens- und Finanzlage des ZMDI-Konzerns
Die Bilanzsumme verringerte sich zum Stichtag 31. Dezember 2012 um 3,0 % auf Mio. EUR 58,4.
Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2012 79,1 % (Vorjahr: 38,1 %). Die Veränderung resultiert
insbesondere aus der im Geschäftsjahr 2012 durchgeführten Kapitalerhöhung in Höhe von Mio. EUR 26,4 und der planmäßigen
Rückführung des Genussrechtskapitals in Höhe von Mio. EUR 22,0. Im Hinblick auf die Rückzahlung dieser Verbindlichkeiten aus
Genussrechtskapital hat die Gesellschaft am 20. Juli 2012 einen Vertrag über die Beteiligung eines Investors über 25,1 % der Anteile
an der ZMD AG abgeschlossen. Die mit dem Abschluss dieses Beteiligungsvertrages einhergehende Kapitalerhöhung unter Ausschluss
des Bezugsrechts der bisherigen Aktionäre sowie die Einziehung der bisher von der Gesellschaft gehaltenen eigenen Aktien wurden
durch die Hauptversammlung am 28. Juni 2012 beschlossen.
Das Anlagevermögen in Höhe von Mio. EUR 25,2 hat sich gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 1,0 erhöht. Ursächlich hierfür sind zum
einen die aufgrund von weiteren Investitionen in Testequipment gestiegene Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie die sich vor
dem Hintergrund der planmäßigen Zinsstundung erhöhten Ausleihungen an Gesellschafter.
Die Vorräte verringerten sich umsatzbedingt als auch aufgrund unseres aktiven Working Capital Managements von Mio. EUR 16,5 um
Mio. EUR 1,2 auf Mio. EUR 15,3.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich aufgrund des Umsatzrückgangs sowie einer höheren
Factoringinanspruchnahme von Mio. EUR 3,8 auf Mio. EUR 2,8 reduziert.
Die Guthaben bei Kreditinstituten haben sich von Mio. EUR 5,6 auf Mio. EUR 6,7 erhöht. Der Wertpapierbestand reduzierte sich von
Mio. EUR 1,8 zum Ende 2011 um Mio. EUR 1,0 auf EUR 0,8.
Den Vermögenswerten steht ein um Mio. EUR 23,3 gestiegenes Eigenkapital gegenüber. Dies resultiert im Wesentlichen aus der im
abgelaufenen Geschäftsjahr durchgeführten Kapitalerhöhung in Höhe von Mio. EUR 26,4 und der Ausschüttung an Gesellschafter in
Höhe von Mio. EUR 3,0.
Weiterhin erhöhten sich die kurzfristigen sonstigen Rückstellungen um Mio. EUR 0,9 auf Mio. EUR 4,2 wegen höherer Rückstellungen
für ausstehende Rechnungen und Personalverpflichtungen.
Die im August 2012 zur Rückzahlung fälligen Verbindlichkeiten aus Genussrechtskapital (nominal Mio. EUR 22,0) wurden planmäßig
aus den Mitteln der im Berichtsjahr erfolgten Kapitalerhöhung vollständig zurückgeführt.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich zum Bilanzstichtag von Mio. EUR 6,4 auf Mio. EUR 3,4 reduziert.
Hauptgrund für den hohen Bestand an Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2011 waren Vorauslieferungen von Material aufgrund
einer technischen Wartungsperiode mit einhergehender Betriebsruhe eines Hauptlieferanten, die zum Ende 2012 nicht vorlag.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sank von im Vorjahr Mio. EUR 6,6 auf Mio. EUR 5,5 im Wesentlichen aufgrund des
Umsatzrückgangs sowie erhöhter Personalausgaben und der planmäßigen niedrigeren Fördererträge. Positiv wirkte sich die
Margenverbesserung wegen niedrigerer Materialaufwendungen auf den Cashflow aus.
Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt Mio. EUR 3,5 (Vorjahr: Mio. EUR 3,0). Er beinhaltet im Wesentlichen den
planmäßigen Mittelabfluss für Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit verbesserte sich um Mio. EUR 2,5 auf Mio. EUR -1,1 (Vorjahr: Mio. EUR -3,5) und
beinhaltet im Wesentlichen den genannten Mittelzufluss aus der Kapitalerhöhung, den Mittelabfluss aus der Rückführung der
Genussrechtsverbindlichkeiten, Ausschüttungen an die Gesellschafter, Zinszahlungen in Höhe von Mio. EUR 1,2 sowie die Tilgung von
Kredit- und von Mietkaufverbindlichkeiten in Höhe von Mio. EUR 0,7.
Der Finanzmittelfonds weist somit am Ende des Geschäftsjahres 2012 einen positiven Saldo von Mio. EUR 6,4 aus (Vorjahr: Mio. EUR
5,5). Mit dem Wertpapierbestand in Höhe von Mio. EUR 0,8 (Vorjahr: Mio. EUR 1,8) ergeben sich als Liquidität verwendbare Mittel am
Bilanzstichtag von Mio. EUR 7,5 (Vorjahr: Mio. EUR 7,4). Wegen der weiterhin guten Liquiditätssituation des ZMDI-Konzerns
bestanden zum Abschlussstichtag keine Kontokorrent-Linien bei Kreditinstituten.
Trotz der sich in der zweiten Jahreshälfte 2012 abgeschwächten Konjunktur kann die wirtschaftliche Lage des ZMDI-Konzerns somit
zusammenfassend als stabil bezeichnet werden.
3.3 Ausblick
Für das Geschäftsjahr 2013 wird von einer insgesamt positiven Umsatzentwicklung ausgegangen. Die Konjunktur in der zweiten Hälfte
des Jahres 2012 hat sich wegen der anhaltenden Schulden- und Eurokrise deutlich abgeschwächt. Für 2013 gehen wir von einer
leichten Verbesserung der Konjunkturentwicklung aus, die sich jedoch erst in der 2. Jahreshälfte bemerkbar machen wird.
Umsatzerlöse und Betriebsergebnis werden jedoch mit der Tendenz, einen eher moderaten Zuwachs zu erwirtschaften, über
Vorjahresniveau liegen.
Um die auch 2012 wieder realisierte positive Entwicklung im Cashflow weiterhin abzusichern, wird das Management des ZMDI-
Konzerns die Kostensenkungsmaßnahmen und Realisierungen von Effizienzpotentialen aus dem Profitability Improvement Program
(PIP) konsequent weiterführen. Entsprechende Maßnahmenpakete und neu definierte Key Initiatives für 2013, die weitere
Kostensenkungspotentiale und Prozesseffizienzsteigerungen beinhalten, sind bereits gestartet.
Das Management geht davon aus, dass das Umsatz- und Ergebnisniveau 2014 wieder deutlich ansteigen wird, da sich dann bereits
wichtige Wachstumsprojekte in der Hochlaufphase befinden werden, die heute noch im Entwicklungsstadium sind, und wenn sich
zudem der erwartete, positive konjunkturelle Aufwärtstrend, wie von Markt-Analysten prognostiziert, behaupten kann.
4. Risikobericht
4.1 Risikomanagementsystem
Der Vorstand ist für die Risikopolitik und das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem des ZMDI-Konzerns verantwortlich. Das
Management der Unternehmensbereiche übernimmt diese Grundsätze entsprechend der Organisations- und
Verantwortungshierarchie. Beim ZMDI-Konzern wurden 14 Unternehmensbereiche identifiziert (12 in der ZMD AG zzgl. der
Unternehmensbereiche ZMD America und ZMD Eastern Europe), deren jeweilige Leiter für die Steuerung der in ihrem Bereich
liegenden Risiken verantwortlich sind. Die Verantwortlichkeit für das Kontroll- und Risikomanagementsystem liegt im Bereich Legal
Services, dessen Leiterin in dieser Funktion an den Vorstand der Gesellschaft berichtet. Das Risikomanagementsystem wurde mit
Unterstützung der SMR - Strategische Management- und Risikoberatungs GmbH entwickelt, indem die unternehmensrelevanten
internen und externen Risikobereiche ganzheitlich betrachtet, bewertet und in einem Informationssystem der SMR zusammengeführt
werden. Das Informationssystem ist von führenden international tätigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften nach IDW PS 340
zertifiziert und damit als geeignetes System im Sinne des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG)
anerkannt.
4.2 Risiko-Schwerpunkte
Neben der im Rahmen des Risikomanagementsystems erfolgten Aufteilung des Unternehmens in Risikobereiche werden
Risikokategorien abgebildet, um eine bessere Übersicht zu erhalten. Risiko-Schwerpunkte waren dabei in den folgenden
Risikokategorien zu verzeichnen.
Markt/Wettbewerb
Grundsätzlich unterliegt der Halbleitermarkt zyklischen Konjunkturbewegungen. Insbesondere der Preisverfall ist äußerst schwierig zu
antizipieren. Der ZMDI-Konzern hat sich bei strategischen ASIC-Kunden durch Alleinlieferverträge insofern abgesichert, dass kein
Wettbewerber mitliefert und damit der preisliche Druck geringer ausfällt.
Erklärte Strategie des ZMDI-Konzerns ist es darüber hinaus, in den Applikationsmärkten sowohl im ASIC-Geschäft als auch im Bereich
der Standardprodukte mit den jeweiligen Marktführern zusammenzuarbeiten, da Marktführer in der Regel auch in konjunkturell
schwierigen Zeiten einen hohen Marktanteil halten.
Trotz des Fokus auf Standardprodukte verbleibt es bei der Aufteilung des Produkt-Portfolios des ZMDI-Konzerns in die zwei weiterhin
im Wesentlichen gleichstarken Segmente ASIC und Standardprodukte als auch bei der Diversifizierung der Anwendungsgebiete in u.a.
Automotive, Consumer- und Industrieanwendungen mit jeweils unterschiedlichen Risikocharakteristika. Diese Faktoren sind
wesentliche Bestandteile der Risikoabsicherung der Gesellschaft.
Grundsätzlich besteht jedoch insbesondere im Segment Standardprodukte das Risiko, dass aufgrund der breiten Diversifizierung die
Kenntnis über Wettbewerb und Märkte nicht ausreichend ist, um für jedes neue Produkt den sicheren Markterfolg gewährleisten zu
können. Weiterhin ist das Preisrisiko bei Standardprodukten deutlich höher als bei alleingelieferten, kundenspezifischen ASICs. Dies
gilt insbesondere auch in Phasen, in denen der Halbleitermarkt rückläufig ist. Die Standardprodukte sind teilweise austauschbar und
stehen daher unter einem anderen Wettbewerbsdruck. Die verstärkte Konzentration auf Consumerprodukte erhöht zudem die
Volatilität des Unternehmens am Markt. Demgegenüber bieten die Standardprodukte höhere Wachstumschancen gegenüber ASICs.

Forschung und Entwicklung (F&E)
Grundsätzlich besteht das Risiko, dass ein Schaltkreisdesignprojekt nicht rechtzeitig fertig gestellt wird und sich damit der Anlauf
neuer Produkte verschiebt oder von Kunden abgesagt werden muss. Diese Verzögerungen haben dann merklichen Einfluss auf die
Umsatz- und Ergebnisplanung der folgenden Jahre.
Auch können Rückforderungen von Kunden aufgrund der Verspätungen angemeldet werden, die zu einer Rückzahlung von
angezahlten Entwicklungsgeldern führen.
Projektmanagement und Ressourcenplanung wurden auch während des Geschäftsjahres 2012 weiterentwickelt und reorganisiert, um
den inhaltlichen, zeitlichen und monetären Ablauf der Projekte gemäß den verabschiedeten Projektplänen sicherzustellen. Die
Ursachen für vorliegende Verzüge in Entwicklungsprojekten wurden identifiziert und entsprechende technische sowie organisatorische
Maßnahmen hieraus abgeleitet. Weiterhin sind Maßnahmen ergriffen und verstärkt worden, um das in der Produktentwicklung
vorhandene Know-how für eine effizientere Entwicklungsarbeit besser zu vernetzen. Das Programm „Faktor 2" zur Verbesserung der
Effizienz in der Produktentwicklung wird fortgesetzt und verstärkt. Das Ziel dieses Programms ist es, die Zeit von der Produktidee bis
zur Markteinführung und die Entwicklungskosten zu halbieren und damit das Risiko deutlich zu reduzieren.
Produktion
Weiterhin besteht neben dem Risiko der Abhängigkeit von externen, teilweise sehr großen Produktionspartnern das Risiko, dass
Produkte nicht lieferbar sind, weil wesentliche Materialien fehlen. Dies kann durch Rohmaterialienverknappung ebenso sein, wie durch
verfehlte Lagerhaltungspolitik oder durch Qualitätsschäden, die Produktionschargen zum Ausfall bringen. Dies kann insbesondere in
Zeiten besonders starken Wachstums sowie im Rahmen der Umstellung der 6"-Produktion auf 8"-Produktion beim Hauptlieferanten X-
FAB auftreten. Der ZMDI-Konzern muss in derartigen Fällen mit erhöhter Lagerhaltung und möglicherweise ungeplanten Investitionen
reagieren, um die Kundenbeziehungen nicht zu gefährden.
Aufgrund der notwendigen, langfristigen Lieferverträge mit externen Produktionspartnern, insbesondere mit Foundries, die der
Absicherung der Kapazitäten und Lieferfähigkeit dienen, kann es zu Abnahmeverpflichtungen bestellter Mengen kommen. Im
ungünstigsten Fall kann es zu Wertberichtigungen von Restbeständen führen, wenn diese nicht im Markt platziert werden können.
Der ZMDI-Konzern investiert weiter in die Verbesserung des Logistik- und Qualitätsmanagements sowie des Einkaufes, um diese
Risiken zu managen. Der ZMDI-Konzern prüft darüber hinaus laufend die Möglichkeiten zum Einsatz weiterer, neuer Lieferanten mit
jeweils mehreren Produktionsstandorten zur Verbesserung der Risikosituation. So wurden 2012 weitere Assembly-Partner aufgebaut
und qualifiziert, um eine breitere Lieferbasis zu haben. Entsprechende langfristige Verträge wurden an die Bedürfnisse des ZMDI-
Konzerns nach Kapazitätssicherung mit weitest möglicher Flexibilität angepasst. Ein entsprechendes Lieferantenmanagement ist
etabliert und wird laufend den bestehenden Erfordernissen angepasst.
Finanzen
Durch die andauernden Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise und in deren Folge die globale Wirtschafts- und Staatenkrise leiten
sich Risiken bei der Finanzierungsabsicherung ab.
Aufgrund des laufenden Factoringvertrages über ein Gesamtobligo in Höhe von Mio. EUR 6 zu zinsgünstigen Konditionen ist der ZMDI-
Konzern insoweit weniger anfällig für die durch die Hypothekenkrise ausgelösten Verwerfungen im Bank- und Kreditgeschäft.
Der ZMDI-Konzern verfolgt eine strenge Kreditpolitik gegenüber Kunden und Geschäftspartnern. Die Kreditwürdigkeit von Kunden und
Geschäftspartnern wird systematisch geprüft. Im Fall von drohenden Forderungsausfällen werden aktiv Maßnahmen ergriffen, um den
Risikoeintritt zu verhindern. Auch durch den bestehenden Factoringvertrag wird das Risiko des Forderungsausfalls deutlich verringert.
Grundsätzlich besteht dennoch das Risiko von Forderungsausfällen.
Weitere, jedoch erheblich geringere Ertragsrisiken entstehen durch einen ungünstigen Kursverlauf des US-Dollars zum Euro, dem
durch verstärkte Erschließung von Materialquellen im Dollar-Raum und durch Währungsanpassungsklauseln in den wichtigsten
Verträgen mit Kunden teilweise entgegengewirkt wird. Ebenso werden Terminabsicherungsgeschäfte geprüft, um so den zu
erwartenden Dollarüberschuss abzusichern. Das Management strebt grundsätzlich einen Natural Hedge von Aufwendungen und
Erträgen im Dollar an, womit das bestehende Risiko der Fehleinschätzung der Dollarkursentwicklung durch das Management minimiert
wird.
Die Gesellschaft hat 2012 ihre umfangreichen Bemühungen und Gespräche zur Re-Finanzierung der Mezzanine Darlehen weitergeführt
und erfolgreich abgeschlossen. Es wurden unter Einbeziehung interner und externer Ressourcen aus ca. 80 untersuchten
Finanzierungsoptionen 20 näher in Betracht Kommenden detailliert geprüft und verfolgt, um die für das Unternehmen bestmögliche
Lösung zu finden. Schlussendlich konnte die Re-Finanzierung über einen Privatinvestor mit Eigenkapital im Wege einer
Kapitalerhöhung durchgeführt und die Mezzanine-Finanzierung fristgerecht zurückgeführt werden.
Rechtsrisiken
Strategie des ZMDI-Konzerns war und ist es, keine Aktivprozesse zu führen und auftretende Streitfälle kostenschonend und
einvernehmlich zu lösen. Soweit der ZMDI-Konzern Aktivprozesse führen muss, wird zunächst eine sorgfältige Sachverhaltsanalyse
erstellt und in Zusammenarbeit mit externen, auf das entsprechende Rechtsgebiet spezialisierten Rechtsanwälten eine Strategie für
eine erfolgreiche Prozessführung erarbeitet.
Haftungsrisiken ergeben sich abstrakt aus der unabsichtlichen Verletzung von Patent- oder Marken-schutzrechten sowie aus
Gewährleistungs- bzw. Produkthaftungsfällen, insbesondere auch in den USA. Maßnahmen zur Risikobegrenzung werden regelmäßig
geprüft und anschließend umgesetzt.
Produkthaftungs- und Qualitätsrisiken
Gegen Produktrisiken setzt der ZMDI-Konzern modernste qualitätssichernde Methoden zur Vorbeugung, Problemlösung und
kontinuierlichen Verbesserung seiner Geschäftsprozesse ein, insbesondere bei Entwicklung und Logistik sowie der Lieferantenkontrolle.
Das unternehmensweit gültige Qualitätsmanagementsystem ist seit Jahren nach den Normen ISO9001 beziehungsweise ISO/TS16949
zertifiziert. Auch die Lieferanten werden entsprechend diesen Vorgaben qualifiziert und regelmäßig vor Ort vom Unternehmen
auditiert.

Die von den wichtigsten Lieferanten hergestellten Produkte und Dienstleistungen, wie z.B. X-FAB und TSMC werden in komplexe
elektronische Systeme integriert. Fehler oder Funktionsmängel der von Lieferanten hergestellten Produkte können daher unmittelbar
oder mittelbar Eigentum, Gesundheit oder Leben Dritter beeinträchtigen. Durch einen engen Kontakt zum Lieferanten und
regelmäßige Auditierung können Abläufe beim Kunden regelmäßig kontrolliert, Risiken in der Lieferkette frühzeitig erkannt und deren
Eintritt vermieden werden. Diese Zusammenarbeit wird durch entsprechende vertragliche Regelungen abgesichert. Außerdem liefert
ZMDI aus Prinzip keine Produkte in Anwendungen mit lebenserhaltenden Funktionalitäten.
Vertragliche Gewährleistungs- und Haftungsansprüche gegenüber dem Lieferanten werden durch entsprechende vertragliche
Regelungen gesichert. Demgegenüber werden Gewährleistungs- und Haftungsansprüche unserer Kunden unter Berücksichtigung der
konkreten Geschäftschancen und -risiken beschränkt. Es ist jedoch aus rechtlichen Gründen nicht möglich, die bestehende gesetzliche
Produkthaftung gegenüber dem Konsumenten oder Dritten zu reduzieren oder auszuschließen.
Der ZMDI-Konzern sichert daher diese Risiken durch eine Industrie- und Produkt-Haftpflichtversicherung zzgl. der Versicherung von
Kosten im Zusammenhang mit dem Rückruf von Kraftfahrzeugen (Kfz-Zuliefererversicherung) ab.
Jedes Produkt, dass das Unternehmen verlässt, durchläuft statistisch hinsichtlich Qualität und Funktion mehrere qualifizierte
Kontrollen. 100%-Kontrollen können aus Kostengründen nur in Ausnahmefällen durchgeführt werden. Trotz aller Qualitätskontrollen
können dennoch Produktfehler auftreten und sich möglicherweise erst nach Installation und Gebrauch der Endprodukte zeigen.
Obwohl dieses Risiko branchenüblich versichert ist, kann es im Falle von Qualitätsproblemen zu negativen Auswirkungen auf die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des ZMDI-Konzerns kommen. Die ohnehin bestehenden Qualitätsrisiken werden durch die
aktuell andauernde Umstellung der 6"-Produktion auf 8"-Produktion beim Hauptlieferanten X-FAB noch erhöht. Dieser Prozess wird
daher durch das Unternehmen verstärkt beobachtet und begleitet.
4.3 Wesentliche Ergebnisse auf dem Gebiet „Risikomanagement"
Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind vor allem folgende Aktivitäten zu nennen:
Die Bereiche Operations, Logistik und Einkauf wurden unter der Leitung Operations zusammengefasst; der Bereich Global
Quality verselbständigt und gestärkt. Die Stärkung des Technology Office und der Design Support Group wurde beschlossen;
die Entwicklungsordnung wurde überarbeitet und an die 2013 wirksam werdenden organisatorischen Veränderungen
angepasst.
Im Einzelnen:
Unterstellung der Entwicklungsressourcen der Verantwortung des Technischen Leiters sowie Einstellung eines neuen
Mitarbeiter im Bereich Technology Office.
Wirksamwerden der Neuorganisation der Business Lines der ZMD AG entsprechend den im Fokus stehenden
Geschäftsbereichen (I) BL Power & Analog sowie (II) BL Sensing & Automotive. Stärkung des Managements der Business
Lines durch die Einführung von Produktmanagern je Produktlinie und deren Einbeziehung in strategische Entscheidungen,
Fokussierung auf den Bereich Business Development durch Abtrennung des Engineering-Bereichs sowie Aufnahme neuer
Produktlinien, wie z.B. Mobile Sensing.
Der Fokus des ZMDI-Konzerns verbleibt darauf, das Produktportfolio weiter auszubauen und eigene neue Standardprodukte
zu konzipieren, zu entwickeln und anzubieten (Schwerpunkt des R&D); Erweiterung der Marketingaktivitäten (u.a. Einbindung
von Social-Media in das Marketingkonzept) und der eigenen Produktdefinitionskompetenz (S) und Kapazitäten;
Stärkung und Erweiterung des Designstandorts Bulgarien durch Eröffnung eines neuen Entwicklungsbüros in Sofia.
Neben den Standardprodukten bleibt weiterhin im Fokus der Aufbau langfristiger strategischer Partnerschaften im ASIC-
Geschäftsbereich.
Laufende Verbesserung und Umsetzung der Lieferantenstrategie (erfolgreiche Qualifizierung von Lieferanten mit mehreren
eigenen Produktionsstandorten mit Potential zum internen Produktionstransfer im Risikofall als Second Source) sowie
Stärkung der bestehenden, langfristigen Zusammenarbeit mit dem zweiten Wafer-Lieferanten (TSMC). Damit wird auch eine
Skalierbarkeit erreicht, die schnelles Wachstum ohne Zunahme der Investitionen erlaubt.
Weltweite Stärkung und weiterer Ausbau der Vertriebsorganisation des ZMDI-Konzerns mit Schwerpunkten in Korea und
Nordamerika: Nach der territorialen Neustrukturierung des Vertriebs in den USA 2011 liegt nun der Fokus auf der Key-
Account Expansion. Durch die Aufteilung der Key-Accounts nach Regionen ist die Nähe zum Kunden durch direkten
AppliktionsSupport gewährleistet.
Weiterführung und Verschärfung des „1 st Time Right in Time"-Programms zur nachhaltigen Verbesserung der Design-
Methodik und Beschleunigung der Entwicklungsprozesse und damit verbunden die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des
ZMDI-Konzerns. Entscheidung zum Aufbau eines Kernteams zur firmenweiten IP-Betreuung und Erstellung einer Datenbasis.
Das Programm „Factor 2" zur Verbesserung der Effizienz in der Produktentwicklung mit dem Ziel, die Zeit von der
Produktidee bis zur Markteinführung und die Entwicklungskosten zu halbieren, wird weiter vorangetrieben.
Weiterentwicklung des Projektinanagements: regelmäßige Projektreviews zum Vergleich der Projektpläne mit den aktuellen
Forecasts (zeitliche, inhaltliche und kommerzielle Prüfung der Projekte); Verbesserung des Reportings und Überwachung der

KPIs durch Einführung eines neuen Entwicklungsplanungstools fir R&D zur Prüfung und Sicherstellung der Einhaltung von
Entwicklungsplänen durch das Technology Office.
Weiterhin umfangreiche Aktivitäten im Bereich 1T-Sicherheit, unter anderem Aktualisierung von Anti-Viren-Software und
Prüfungen sowie Simulationen von externen Gefahren.
Im Rahmen des unternehmensweiten Business-Process-Management (BPM)-Projekts zur Verbesserung und Optimierung der
Unternehmensprozesse erfolgte die Anpassung der Prozessdokumentation und die ersten Prozesse wurden intern auditiert.
Im Rahmen des BPM-Projektes wurden u.a. Integration der Themen Compliance (Haftungsvermeidung im Unternehmen),
Margenverbesserung sowie Kundenorientierung in die Prozessorganisation des Unternehmens weiter vorangetrieben.
Institutionalisierung und Weiterentwicklung des Risikomanagementprozesses.
5. Prognosebericht/Ausblick
Die Strategie des ZMDI-Konzerns ist fokussiert und soll so zu weiterem Wachstum führen:
Vision: „To be first choice in analogue mixed signal solutions enabling energy efficiency."
Mission: „We are the innovative provider of high performance analogue and mixed-signal semiconductor solutions."
„We provide high quality products and services of value to our customers on time."
„We enable our customers to create most energy-efficient products for Power Management and Sensors in their markets."
nachhaltig profitables Wachstum durch die Ausweitung des Standardproduktgeschäfts. Der gemeinsame Nenner ist Energy
Efficiency und schwerpunktmäßig Einsatzgebiete in Sensorik und Powermanagement,
langfristige strategische Partnerschaften mit Marktführern für ASIC-Aufträge/Single-SourceVerträge, insbesondere in
Automotive und Medical-Portable-Marktsegmenten, sowie die Anpassung von Standardprodukten/Plattformprodukten an die
Wünsche von marktbestimmenden Kunden,
globale Vertriebsstrategie mit eigenen Büros in Dresden, Stuttgart, München, Hsinchu (Taiwan), Shenzen (China), Tokio
(Japan), Silicon Valley (Kalifornien/USA), Boston (MA/USA), Phoenix (AZ/USA), Seoul (Korea) und Mailand (Italien); darüber
hinaus ständiger Ausbau des Handelsvertreternetzes und die Aufnahme von Distributoren,
Einrichtung von Applikationslaboren, um die Kunden bei Design-Ins zu unterstützen (Boston, Milpitas, San Jose, Seoul,
München),
Ausbau unseres Designcenters in Varna und Sofia (Bulgarien), um die Entwicklungskosten zu reduzieren
Aufbau von Marketing & Sales und Produktdefinitionskompetenz
im „War for Talents" die Besten der Besten (Personal) anwerben, aufbauen, motivieren und weiterentwickeln.
Speziell für ausgewählte Nachwuchskräfte werden motivationsfördernde Angebote entwickelt.
Zum finanziellen Ausblick der Gesellschaft siehe auch Abschnitt 3.3 dieses Lageberichts.
6. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres
Vorgänge von besonderer Bedeutung lagen nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht vor.
Dresden, den 28. Februar 2013
Thilo von Selchow
Steffen Wollek
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2012
VERMÖGENSWERTE

Anhang
TEUR
TEUR
Vorjahr
TEUR
A. Langfristige Vermögenswerte
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und
Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und
Werten
16
1.251
1.552
2. Geschäfts- und Firmenwerte
17
0
0
3. Entwicklungskosten
18
7.152
6.909
8.403
8.461
II. Sachanlagen
19
1. technische Anlagen und Maschinen
192
303
2. andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
4.995
5.038
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
917
147
6.104
5.488
III. Finanzanlagen
20
1. at equity-bewertete Beteiligungen
131
44
2. Ausleihungen an Gesellschafter
10.612
10.195
3. Ausleihungen an at equity-bewertete
Unternehmen
00
4. sonstige Wertpapiere
0
57
10.743
10.296
25.250
24.245
IV. Sonstige Vermögenswerte
21
29
V. Latente Steueransprüche
21
5.695
6.820
5.716
6.849
30.966
31.094
B. Kurzfristige Vermögenswerte
I. Vorräte
22
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
474
1.197
2. unfertige Erzeugnisse und Leistungen
11.661
12.262
3. fertige Erzeugnisse und Waren
3.172
3.014
15.307
16.473
II. Forderungen und sonstige Vermögenswerte
23
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2.765
3.817
2. sonstige Vermögenswerte
1.874
1.385
4.639
5.202
m. Sonstige Wertpapiere
24
844
1.822
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
25
6.668
5.623
7.512
7.445
27.458
29.120
58.424 60.214
EIGENKAPITAL UND SCHULDEN
Anhang
TEUR
TEUR
Vorjahr
TEUR
A. Eigenkapital
26
I. Grundkapital
15.750
11.800
II. Kapitalrücklage
32.375
10.362
III. Gewinnrücklagen und Bilanzverlust
-4.348
-1.600
IV. Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Beträge
im Zusammenhang mit zur Veräußerung
gehaltenen Vermögenswerten
00
V. Translationsanpassung
2.411
2.369
46.188
22.931
B. Langfristige Schulden
I. Sonstige langfristige Rückstellungen
28
277
398
II. Verbindlichkeiten aus Genussrechtskapital
27
0
0
III. Erhaltene Anzahlungen
29
0
0
IV. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
32
431
538
V. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
30
919
804
VI. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten
31
480
0
2.107
1.740
C. Kurzfristige Schulden

Anhang
TEUR
TEUR
Vorjahr
TEUR
I. Steuerrückstellungen
28
382
383
II. Verbindlichkeiten aus Genussrechtskapital
27
0
22.038
III. Sonstige kurzfristige Rückstellungen
28
4.171
3.261
IV. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
32
141
142
V. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
29
564
707
VI. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
33
3.406
6.432
VII. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
30
586
569
VIII. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
31
879
2.011
10.129
35.543
58.424
60.214
Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2012
Bruttobuchwerte
1.1.2012
TEUR
Währungs-
differenzen
TEUR
Zugänge
TEUR
Umbu-
chungen
TEUR
Abgänge
TEUR
31.12.2012
TEUR
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen
an solchen Rechten und Werten
2.793
0
145
39
0
2.977
2. Geschäfts- und Firmenwerte
1.409
0
0
0
0
1.409
3. Entwicklungskosten
24.227
0
2.290
0
0
26.517
28.429
0
2.435
39
0
30.903
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen
3.185
0
26
-83
5
3.123
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
21.028
-3
1.058
191
76
22.198
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau
147
0
917
-147
0
917
24.360
-3
2.001
-39
81
26.238
III. Finanzanlagen
1. at equity-bewertete Beteiligungen
44
-1
88
0
0
131
2. Ausleihungen an Gesellschafter
22.018
0
417
0
0
22.435
3. Ausleihungen an at equity-bewertete Unternehmen
0
0
0
0
0
0
4. sonstige Wertpapiere
57
0
0
0
57
0
22.119
-1
505
0
57
22.566
74.908
-4
4.941
0
138
79.707
Abschreibungen
1.1.2012
TEUR
Währungs-
differenzen
TEUR
Zugänge
TEUR
Umbu-
chungen
TEUR
Abgänge
TEUR
31.12.2012
TEUR
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen
an solchen Rechten und Werten
1.241
0
485
0
0
1.726
2. Geschäfts- und Firmenwerte
1.409
0
0
0
0
1.409
3. Entwicklungskosten
17.318
0
2.047
0
0
19.365
19.968
0
2.532
0
0
22.500
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen
2.882
0
81
-27
5
2.931
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
15.990
-2
1.263
27
75
17.203
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau
0
0
0
0
0
0
18.872
-2
1.344
0
80
20.134
III. Finanzanlagen
1. at equity-bewertete Beteiligungen
0
0
0
0
0
0
2. Ausleihungen an Gesellschafter
11.823
0
0
0
0
11.823
3. Ausleihungen an at equity-bewertete Unternehmen
0
0
0
0
0
0
4. sonstige Wertpapiere
0
0
0
0
0
0
11.823
0
0
0
0
11.823
50.663
-2
3.876
0
80
54.457
Nettobuchwerte
31.12.2012
TEUR
Vorjahr
TEUR
I. Immaterielle Vermögenswerte
1.251
1.552

Nettobuchwerte
31.12.2012
TEUR
Vorjahr
TEUR
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
2. Geschäfts- und Firmenwerte
0
0
3. Entwicklungskosten
7.152
6.909
8.403
8.461
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen
192
303
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
4.995
5.038
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau
917
147
6.104
5.488
III. Finanzanlagen
1. at equity-bewertete Beteiligungen
131
44
2. Ausleihungen an Gesellschafter
10.612 10.195
3. Ausleihungen an at equity-bewertete Unternehmen
0
0
4. sonstige Wertpapiere
0
57
10.743 10.296
25.250 24.245
Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2011
Bruttobuchwerte
1.1.2011
TEUR
Währungs-
differenzen
TEUR
Zugänge
TEUR
Umbu-
chungen
TEUR
Abgänge
TEUR
31.12.2011
TEUR
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen
an solchen Rechten und Werten
1.615
-1
1.160
33
14
2.793
2. Geschäfts- und Firmenwerte
1.409
0
0
0
0
1.409
3. Entwicklungskosten
22.674
0
1.553
0
0
24.227
25.698
-1
2.713
33
14
28.429
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen
3.156
0
29
0
0
3.185
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
20.077
-43
1.294
191
491
21.028
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau
215
0
157
-225
0
147
23.448
-43
1.480
-34
491
24.360
III. Finanzanlagen
1. at equity-bewertete Beteiligungen
0
0
44
0
0
44
2. Ausleihungen an Gesellschafter
48.523
0
1.495
0
28.000
22.018
3. Ausleihungen an at equity-bewertete Unternehmen
16
-1
0
0
15
0
4. sonstige Wertpapiere
57
0
0
0
0
57
48.596
-1
1.539
0
28.015
22.119
97.742
-45
5.732
-1
28.520
74.908
Abschreibungen
1.1.2011
TEUR
Währungs-
differenzen
TEUR
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
31.12.2011
TEUR
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und
Werten
863
-1
392
13
1.241
2. Geschäfts- und Firmenwerte
1.409
0
0
0
1.409
3. Entwicklungskosten
16.002
0
1.316
0
17.318
18.274
-1
1.708
13
19.968
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen
2.793
0
89
0
2.882
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
15.262
-42
1.260
490
15.990
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau
0
0
0
0
0
18.055
-42
1.349
490
18.872
III. Finanzanlagen
1. at equity-bewertete Beteiligungen
0
0
0
0
0
2. Ausleihungen an Gesellschafter
11.823
0
0
0
11.823
3. Ausleihungen an at equity-bewertete Unternehmen
0
0
0
0
0
4. sonstige Wertpapiere
0
0
0
0
0

Abschreibungen
1.1.2011
TEUR
Währungs-
differenzen
TEUR
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
31.12.2011
TEUR
11.823
0
0
0
11.823
48.152
-43
3.057
503
50.663
Nettobuchwerte
31.12.2011
TEUR
Vorjahr
TEUR
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
1.552
752
2. Geschäfts- und Firmenwerte
00
3. Entwicklungskosten
6.909
6.672
8.461
7.424
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen
303
363
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
5.038
4.815
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau
147
215
5.488
5.393
III. Finanzanlagen
1. at equity-bewertete Beteiligungen
44
0
2. Ausleihungen an Gesellschafter
10.195 36.700
3. Ausleihungen an at equity-bewertete Unternehmen
0
16
4. sonstige Wertpapiere
57
57
10.296 36.773
24.245 49.590
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012
Anhang
TEUR
TEUR
Vorjahr
TEUR
1. Umsatzerlöse
3
61.152
64.176
2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an
fertigen und unfertigen Erzeugnissen und
Leistungen
4 -402 1.347
3. andere aktivierte Eigenleistungen
5
2.294
1.569
4. sonstige betriebliche Erträge
6
2.439
5.396
5. Materialaufwand
7
a) Aufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und
für bezogene Waren
-17.221
-24.186
b) Aufwand für bezogene Leistungen
-6.089
-6.724
-23.310
-30.910
6. Personalaufwand
8
a) Löhne und Gehälter
-21.112
-17.999
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung
-3.207
-2.987
-24.319
-20.986
7. Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und
Sachanlagen
9
-3.876
-3.057
B. sonstige betriebliche Aufwendungen
10
-11.916
-12.141
9. Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit
2.062
5.394
10. Erträge aus Ausleihungen des
Finanzanlagevermögens und Wertpapieren
11
437
1.507
11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
12
75
67
12. Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen
13
127
40
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
14
-1.157
-1.760
14. Ergebnis vor Steuern
1.544
5.248
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
15
-1.322
-263
16. Konzernjahresüberschuss
222
4.985
Konzerngesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012
TEUR
Vorjahr
TEUR
Konzernjahresüberschuss
222
4.985
00

TEUR
Vorjahr
TEUR
Während der Berichtsperiode erfasster Nettogewinn aus der Neubewertung von finanziellen
Vermögenswerten der Kategorie „zur Veräußerung verfügbar"
Gesamtergebnis der Berichtsperiode
222
4.985
Vom Konzernjahresüberschuss entfallen auf
- Gesellschafter des Mutterunternehmens
222
4.985
Vom Gesamtergebnis entfallen auf
- Gesellschafter des Mutterunternehmens
222
4.985
Entwicklung des Konzerneigenkapitals 2012
Grundkapital
TEUR
Kapital-
rücklagen
TEUR
Gewinn
rücklagen und
Bilanzverlust
TEUR
Translations
anpassung
TEUR
Davon entfallen auf
die Gesellschafter des
Mutter
unternehmens
TEUR
Konzern
eigenkapital
TEUR
Stand 1.1.2011
11.800
39.093
-6.585
2.427
46.735
46.735
Konzernjahres
überschuss
0
0
4.985
0
4.985
4.985
Direkt im Eigenkapital erfasster
Nettoertrag
0000 00
Vollständiges Gesamtergebnis
für das Geschäftsjahr
0
0
4.985
0
4.985
4.985
Umrechnungs
differenzen aus der
Währungsumrechnung
0
0
0
-58
-58
-58
Änderung durch Rückkauf
eigener Anteile
0
-15.559
0
0
-15.559
-15.559
Rechnerischer Anteil der eigenen
Aktien
0
-12.441
0
0
-12.441
-12.441
Änderung der Kapitalrücklage
aus der Ausgabe von
Aktienoptionen
0
-61
0
0
-61
-61
Ausschüttung an Gesellschafter
0
-670
0
0
-670
-670
Stand am 31.12.2011/1.1.2012
11.800
10.362
-1.600
2.369
22.931
22.931
Konzernjahres
überschuss
0
0
222
0
222
222
Direkt im Eigenkapital erfasster
Nettoaufwand
0000 00
Vollständiges Gesamtergebnis
für das Geschäftsjahr
0
0
222
0
222
222
Umrechnungs
differenzen aus der
Währungsumrechnung
0 0 0 42 42 42
Kapitalerhöhung
3.950
22.400
0
0
26.350
26.350
Abzug der direkten
Transaktionskosten
0
-380
0
0
-380
-380
Ausschüttung an Gesellschafter
0
0
-2.970
0
-2.970
-2.970
Änderung der Kapitalrücklage
aus der Ausgabe von
Aktienoptionen
0-7 00 -7-7
Stand am 31.12.2012
15.750
32.375
-4.348
2.411
46.188
46.188
Konzern-Kapitalflussrechnung 2012
Anhang
38
2012
TEUR
Vorjahr
TEUR
Konzernergebnis vor Ertragsteuern
1.544
5.248
Gezahlte erhaltene/Ertragsteuern
-71
-60
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens nach
Verrechnung mit Zuschreibungen
3.876
3.058
Finanzergebnis
519
146
Abnahme (Vorjahr: Zunahme) der Vorräte
1.167
-2.279
Abnahme (Vorjahr: Zunahme) der Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
1.052
-843
Abnahme (Vorjahr: Zunahme) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
-3.026
3.606
Veränderungen der übrigen kurzfristigen Vermögenswerte und
Schulden
412
-2.209
Sonstige nicht zahlungswirksame Vorgänge
-7
-61

Anhang
38
2012
TEUR
Vorjahr
TEUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
5.466
6.606
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte
-2.433
-2.712
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen
327
315
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen
-1.615
-767
Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen
57
14
Ausschüttungen von assoziierten Unternehmen
38
0
Erhaltene Investitionszulage
68
55
Erhaltene Zinsen
81
81
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
-3.477
-3.014
Auszahlung für den Erwerb eigener Anteile
0
-600
Einzahlung aus Kapitalerhöhung (nach Abzug direkter
Transaktionskosten)
25.799
0
Ausschüttung an Gesellschafter
-2.970
-670
Nettoauszahlung aus der Tilgung von Finanzkrediten
-22.691
-485
Gezahlte Zinsen
-1.287
-1.810
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
-1.149
-3.565
Zahlungswirksame Veränderung aus der Geschäftstätigkeit
840
27
Wechselkurs-, Konsolidierungskreis und bewertungsbedingte
Änderungen des Finanzmittelfonds
44
-78
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode
5.528
5.579
Finanzmittelfonds am Ende der Periode
6.412
5.528
Konzernanhang (nach IFRS) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012
1. Allgemeine Angaben zum Konzern
Die Zentrum Mikroelektronik Dresden AG (ZMD AG oder ZMDI) als Obergesellschaft hat ihren Sitz in 01109 Dresden/Deutschland,
Grenzstraße 28. Sie ist unter HRB Nr. 19166 im Handelsregister des Amtsgerichts Dresden eingetragen. Die Geschäftstätigkeit des
Konzerns umfasst die Konstruktion, Entwicklung, Herstellung, Marketing und Vertrieb von mikroelektronischen Bauteilen und Geräten
sowie alle hiermit zusammenhängenden Tätigkeiten.
Die ZMD AG hat von dem in § 315a Abs. 3 HGB eingeräumten Wahlrecht Gebrauch gemacht und ihren Konzernabschluss nach
international anerkannten Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt. Auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses nach den
deutschen handelsrechtlichen Vorschriften wurde daher verzichtet.
Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2012 wurde am 28. Februar.2013 vom Vorstand der Gesellschaft zur Genehmigung
freigegeben.
a) Konsolidierungskreis
Alle Unternehmen, bei denen die ZMD AG mittelbar oder unmittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann, sind in den
Konzernabschluss einbezogen. Beherrschung liegt vor, wenn die Möglichkeit besteht, die Finanz- und Geschäftspolitik eines
Unternehmens zu bestimmen.
Im Geschäftsjahr 2012 erfolgten keine Änderungen des Konsolidierungskreises gegenüber dem Vorjahr.
Der Konzernabschluss umfasst zum Bilanzstichtag die Zentrum Mikroelektronik Dresden AG, Dresden, und drei ausländische
Tochterunternehmen, welche im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen wurden, sowie ein Gemeinschaftsunternehmen, welches
nach der Equity-Methode einbezogen wurde.
Der Konzern umfasst neben der ZMD AG folgende Tochtergesellschaften: ZMD America Inc.
Die Haupttätigkeit der ZMD America Inc., Santa Clara/USA (im Folgenden „ZMDA"), umfasst die Vetriebsunterstützung und Aufgaben
im Bereich des Kundenservice. Das Unternehmen verfügt über Vertriebsbüros in Milpitas (Kalifornien), Pocatello (Idaho), Billerica
(Massachusetts) und Madison (Wisconsin). Die ZMD AG ist zu 100 % an der Gesellschaft beteiligt.
ZMD Eastern Europe EOOD
Die ZMD AG hat im Februar 2008 eine Tochtergesellschaft in Varna/Bulgarien gegründet mit dem Ziel, ihre Entwicklungskapazitäten
weiter auszubauen. Die ZMD AG ist zu 100 % an der Gesellschaft beteiligt.
ZMD Fareast Limited
Die ZMD Fareast Limited, Hongkong, wurde im I. Quartal 2007 gegründet. Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb und das
Halten von Geschäftsanteilen. Die ZMD AG ist zu 100 % an der Gesellschaft beteiligt.
Senterra Ltd.
Zum 31. Dezember 2012 wird gemäß IAS 31 eine ausländische Gesellschaft als Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) in den
Konzernabschluss unter Anwendung der Equity-Methode einbezogen. Ein Joint Venture basiert auf einer vertraglichen Vereinbarung,
aufgrund der der Konzern und andere Vertragsparteien eine wirtschaftliche Tätigkeit durchführen, die der gemeinschaftlichen Führung
unterliegt; dies ist der Fall, wenn die mit der Geschäftstätigkeit des Joint Ventures verbundene strategische Finanz- und
Geschäftspolitik die Zustimmung aller gemeinschaftlich führender Parteien erfordert.

Die ZMD Fareast Ltd. gründete im I. Quartal 2007 gemeinsam mit der Vapor Technologies Limited ein Joint Venture namens Senterra
Ltd.
Die ZMD Fareast Ltd. ist zu 50 % an dem Unternehmen beteiligt. Die Senterra Ltd. steht unter gemeinschaftlicher Führung der beiden
beteiligten Unternehmen. Mit den Standorten in Taipei/Taiwan und Chenzen/China stärkt die ZMD AG über die Beteiligung an der
Senterra Ltd. ihre internationalen Vertriebstätigkeiten. Durch größere Kundennähe ist eine intensivere Marktbearbeitung im
asiatischen Raum möglich.
Basierend auf dem vorläufigen Jahresabschluss der Senterra Ltd. betrugen die kurzfristigen Vermögenswerte im Jahr 2012 TUSD 757
(Vorjahr: TUSD 574), die langfristigen Vermögenswerte TUSD 9 (Vorjahr: TUSD 6) und die kurzfristigen Verbindlichkeiten TUSD 421
(Vorjahr: TUSD 254). Es wurden keine langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Eine Übersicht zum Konsolidierungskreis ist der nachfolgenden Aufstellung des Anteilsbesitzes zu entnehmen:
Land
Name und Sitz der Gesellschaft
Konsolidie
rungsstatus
Anteil am Kapital
%
Eigenkapital laut
Jahresabschluss
zum 31.12.2012
TEUR
anteiliger
Gewinn/ Verlust
TEUR
Konsolidie
rungskreis
a) Inland
Zentrum Mikroelektronik Dresden AG,
Dresden (Muttergesellschaft)
63.337
-77
b)
Ausland
USA
ZMD America Inc., Santa Clara
V
100,0
-2.096
111
Hongkong ZMD Fareast Ltd.
V
100,0
82
105
Bulgarien
ZMD Eastern Europe EOOD, Varna
V
100,0
225
60
Hongkong Senterra Ltd.
A
50,0
262
*
46
*
V: Die mit V gekennzeichneten Gesellschaften wurden vollkonsolidiert.
A: Die mit A gekennzeichneten Gesellschaften wurden im Wege der At-Equity-Bewertung einbezogen.
*:
auf Grundlage des vorläufigen Jahresabschlusses 2012
Das Eigenkapital der ausländischen Gesellschaften wurde zum US-Dollar-Stichtagskurs (1,3186 bzw. 1,2932 im Vorjahr), zum Lew-
Stichtagskurs (jeweils 1,9558) bzw. zum HK-Dollar-Stichtagskurs (10,2198 bzw. 10,0011 im Vorjahr) in EUR umgerechnet. Das
Jahresergebnis wurde zum US-Dollar-Durchschnittskurs (1,2848 bzw. 1,3920 im Vorjahr), zum Lew-Durchschnittskurs (jeweils
1,9558) und zum HK-Dollar-Durchschnittskurs (9,9663 bzw. 10,8362 im Vorjahr) umgerechnet.
b) Konsolidierungsgrundsätze
Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind auf den Stichtag der ZMD AG
(Mutterunternehmen), d.h. den 31. Dezember 2012 aufgestellt.
Die Ergebnisse der im Laufe des Geschäftsjahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden entsprechend vom
Zeitpunkt des Inkrafttretens des Erwerbs oder bis zum effektiven Abgangszeitpunkt in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
einbezogen.
Bei Unternehmenserwerben bzw. Unternehmensneugründungen erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Erwerbsmethode zum
Erwerbszeitpunkt. Aktivische Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung wurden als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen.
Die Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einem jährlichen Wertminderungstest unterzogen.
Anteile an Joint Ventures werden entsprechend der Equity-Methode bilanziert. Die konsolidierte Gesamtergebnisrechnung enthält den
Anteil des Konzerns an den Erträgen und Aufwendungen sowie an Eigenkapitalveränderungen der „at-equity" bilanzierten
Beteiligungen. Wenn der Konzernanteil am Verlust des Joint Ventures den „at-equity" bilanzierten Anteil übersteigt, wird dieser Anteil
bis auf Null abgeschrieben. Weitere Verluste werden nicht erfasst, es sei denn, der Konzern hat eine vertragliche Verpflichtung oder
hat Zahlungen zugunsten des Joint Ventures geleistet. Unrealisierte Gewinne oder Verluste aus Transaktionen von
Konzernunternehmen mit dem Joint Venture werden gegen den Beteiligungswert des Joint Ventures eliminiert (Verluste maximal bis
zur Höhe des Beteiligungswertes).
Die Ermittlung der Unterschiedsbeträge im Rahmen der erstmaligen At-equity-Bewertung erfolgt in gleicher Weise wie bei der
erstmaligen Einbeziehung von Tochterunternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung.
Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen wurden an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
angepasst.
Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge zwischen den konsolidierten Unternehmen werden
gegeneinander aufgerechnet. Die Konzernvorräte und das Anlagevermögen werden um Zwischenergebnisse bereinigt.
Ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge unterliegen der Abgrenzung latenter Steuern. Die im Vorjahr angewendeten
Konsolidierungsgrundsätze sowie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind beibehalten worden.
c) Währungsumrechnung
In den in lokaler Währung aufgestellten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden Geschäftsvorfälle in fremder
Währung mit dem Kurs im Zeitpunkt der Erstverbuchung bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten werden zum
Bilanzstichtagskurs umgerechnet. Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen
Aufwendungen und Erträgen erfasst.

Die in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden nach dem Konzept der
funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Die Vermögenswerte und Schulden werden zum Kurs am Abschlussstichtag umgerechnet.
Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen umgerechnet. Die hieraus entstehenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden
erfolgsneutral im Eigenkapital unter einem gesonderten Posten erfasst. Aufwendungen und Erträge werden mit Durchschnittskursen
umgerechnet.
Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse haben sich im Verhältnis zum Euro wie folgt entwickelt:
Währung
Stichtagskurs am
31.12.2012
Stichtagskurs am
31.12.2011
Durchschnittskurs
2012
Durchschnittskurs
2011
US-Dollar
1,3186
1,2932
1,2848
1,3920
HK-Dollar
10,2198
10,0011
9,9663
10,8362
Lew
1,9558
1,9558
1,9558
1,9558
d) Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses mit den Vorjahren
Es bestehen keine Beeinträchtigungen der Vergleichbarkeit der Bestandteile des Konzernabschlusses mit den Vorjahren.
2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
a) Grundlagen der Bewertung
Der Konzernabschluss wurde auf Grundlage der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten aufgestellt. Die Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden werden im ZMD-Konzern einheitlich angewendet und grundsätzlich beibehalten.
Der Konzernabschluss der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG und ihrer Tochtergesellschaften wurde nach den anzuwendenden
International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations
Committee (IFRIC) des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB
anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der Konzernabschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Da weder Aktien noch schuldrechtliche Wertpapiere der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG öffentlich gehandelt werden bzw. deren
Handel in die Wege geleitet worden ist, wurde auf die Angaben zur Segmentberichterstattung und zum Ergebnis je Aktie verzichtet.
Die Berichtswährung ist Euro. Die Betragsangaben erfolgen grundsätzlich in Tausend Euro (TEUR), sofern nichts anderes vermerkt ist.
Der Konzernabschluss umfasst den Berichtszeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012.
Der Konzernabschluss der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
b) Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Als (a) kurzfristig bzw. (b) langfristig werden Vermögenswerte und Schulden ausgewiesen, wenn erwartet wird, dass sie (a) innerhalb
von zwölf Monaten bzw. (b) nach mehr als zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert oder erfüllt werden.
Beurteilungen und Schätzungen: Für die Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den 1FRS ist es erforderlich,
dass Einschätzungen und Annahmen getroffen werden, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und
Schulden, Erträge und Aufwendungen haben. Wesentliche Annahmen und Schätzungen werden insbesondere für die Nutzungsdauern,
die erzielbaren Erträge der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen, die Realisierbarkeit von Forderungen, den Ansatz von
latenten Steuern auf Verlustvorträge, die Bewertung von Entwicklungsleistungen sowie die Bilanzierung und Bewertung von
Rückstellungen getroffen. Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf den jeweils aktuell verfügbaren
Kenntnissen basieren. Durch von den Annahmen abweichende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich ergebenden
Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzungen abweichen. Im Falle signifikanter Auswirkungen von Schätzänderungen werden
Angaben im Sinne von IAS 1.125 gemacht.
Ermessensentscheidungen bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden: Im Rahmen der Bewertung bestehen
eine Reihe von Ermessensentscheidungen, so wurden z.B. immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen zu fortgeführten
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Von der ebenfalls zulässigen Möglichkeit, diese zum beizulegenden Zeitwert
anzusetzen, wurde kein Gebrauch gemacht.
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im
Anlagenspiegel dargestellt.
Immaterielle Vermögenswerte mit Ausnahme der Geschäfts- und Firmenwerte sind gemäß IAS 38 zu den Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten, gemindert um planmäßige Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen, angesetzt. Sie enthalten
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten, welche linear
über die wirtschaftliche Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren abgeschrieben werden.
Entwicklungskosten werden aktiviert, wenn ein neu entwickeltes Produkt oder Verfahren eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch
realisierbar ist und entweder die eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen ist. Weiterhin setzt die Aktivierung voraus, dass
die Entwicklungskosten mit hinreichender Wahrscheinlichkeit durch künftige Finanzmittelzuflüsse gedeckt und die Anschaffungsoder
Herstellungskosten verlässlich bewertet werden können. Aktivierte Entwicklungskosten werden planmäßig über eine erwartete
wirtschaftliche Nutzungsdauer von 3-4 Jahren linear abgeschrieben. Forschungskosten werden gemäß IAS 38 als Aufwand erfasst.
Durch die Anwendung von 1FRS 3, IAS 36 und IAS 38 werden Geschäfts- und Firmenwerte nicht planmäßig abgeschrieben. Sie
werden zum Bilanzstichtag mittels eines Impairmenttests auf Werthaltigkeit überprüft.
Die Ermittlung der Werthaltigkeit erfolgt mit Hilfe der aktuellen Planungsdokumente. Der Geschäfts- und Firmenwert wird
wertgemindert, wenn der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den erzielbaren Wert dieser Einheit übersteigt. Der
erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem
Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Eine eventuelle Wertminderung wird als Aufwand in der Gewinn- und
Verlustrechnung erfasst.

Sachanlagen sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, bei zeitlich begrenzter Nutzung vermindert um planmäßige
Abschreibungen angesetzt. Sofern erforderlich, verringern Wertminderungen die (fortgeführten) Anschaffungs- und
Herstellungskosten. Zuwendungen der öffentlichen Hand werden grundsätzlich nach IAS 20 von den Anschaffungs- und
Herstellungskosten abgesetzt.
Eine Neubewertung des Sachanlagevermögens entsprechend dem nach IAS 16 bestehenden Wahlrecht erfolgte nicht.
Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear. Die Abschreibungen entsprechen dem Verlauf des Verbrauchs des künftigen
wirtschaftlichen Nutzens.
Eine Übersicht über die Nutzungsdauer der einzelnen Gruppen des Sachanlagevermögens liefert nachfolgende Tabelle:
Jahre
Technische Anlagen und Maschinen
7-10
Andere Anlagen
7-10
Betriebs- und Geschäftsausstattung
3-10
Im Falle, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt, wird entsprechend IAS 36 eine Wertminderung auf diesen Wert
vorgenommen.
Die Herstellungskosten der Sachanlagen umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten.
Gemäß IAS 23 gehören Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau und der Herstellung eines Vermögenswertes zugeordnet
werden können, zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieses Vermögenswertes. Andere Fremdkapitalkosten werden als
Aufwand erfasst.
Leasingverhältnisse
Bei der Nutzung von gemieteten Sachanlagen sind die Voraussetzungen für ein Finanzierungsleasing erfüllt, wenn alle wesentlichen
Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Konzern übertragen werden.
Im Rahmen eines Finanzierungsleasingverhältnisses gehaltene Vermögenswerte werden erstmalig als Vermögenswerte des Konzerns
zu ihrem beizulegenden Zeitwert zu Beginn des Leasingverhältnisses oder, falls dieser niedriger ist, zum Barwert der
Mindestleasingzahlungen erfasst. Die entsprechende Verbindlichkeit gegenüber dem Leasinggeber ist innerhalb der Bilanz als
Verpflichtung aus Finanzierungsleasingverhältnissen zu zeigen.
Die Leasingzahlungen werden so in Zinsaufwendungen und Tilgung der Leasingverpflichtung aufgeteilt, dass eine konstante
Verzinsung der verbleibenden Verbindlichkeit erzielt wird. Zinsaufwendungen werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung
erfasst, außer sie lassen sich eindeutig einem qualifizierenden Vermögenswert zuordnen. In diesem Fall werden die Zinsaufwendungen
in Übereinstimmung mit der Konzernrichtlinie zu Fremdkapitalkosten aktiviert. Bedingte Leasingzahlungen werden in der Periode, in
der sie entstehen, als Aufwand erfasst.
Mietzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen werden als Aufwand linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst, es
sei denn, eine andere systematische Grundlage entspricht eher dem zeitlichen Nutzenverlauf für den Leasingnehmer. Bedingte
Mietzahlungen im Rahmen eines Operating-Leasingverhältnisses werden in der Periode, in der sie entstehen, als Aufwand erfasst.
Finanzinstrumente
Finanzinstrumente sind alle Verträge, die gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem
anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen
Finanzinstrumente werden erfasst, sobald ZMD Vertragspartei des Finanzinstruments wird.
Finanzielle Vermögenswerte
Die finanziellen Vermögenswerte des Unternehmens beinhalten im Wesentlichen Finanzinvestitionen, Forderungen gegenüber
Kreditinstituten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, marktgängige Wertpapiere, Zahlungsmittel sowie
Zahlungsmitteläquivalente.
Finanzielle Vermögenswerte werden folgendermaßen klassifiziert:
a)
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte,
b)
zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte,
c)
Kredite und Forderungen
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wenn sie entweder zu Handelszwecken
gehalten oder freiwillig als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert wurden.
Als zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden finanzielle Vermögenswerte klassifiziert, die hauptsächlich
erworben wurden, um einen Gewinn aus kurzfristigen Preis- bzw. Kursschwankungen zu erzielen.
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Vom Konzern gehaltene Vermögenswerte, welche in einem aktiven Markt gehandelt werden und als zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte kategorisiert sind, werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Unrealisierte Gewinne und Verluste aus
Marktwertänderungen werden ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst.
Kredite und Forderungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Kredite und sonstige Forderungen mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht
an einem aktiven Markt notiert sind, werden als Kredite und Forderungen kategorisiert.
Kredite und Forderungen werden beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zweitwert zzgl. Transaktionskosten und in
Folgebewertung nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet.
Mit Ausnahme von kurzfristigen Forderungen, bei denen der Zinseffekt unwesentlich wäre, werden Zinserträge gemäß der
Effektivzinsmethode erfasst.
Die Kriterien, die zu einer Wertminderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen führen, orientieren sich an der
Ausfallwahrscheinlichkeit der Forderung und der erwarteten Bonität der Kunden. Der Fair Value entspricht daher dem Bilanzwert zum
Stichtag.
Effektivzinsmethode
Die Effektivzinsmethode ist eine Methode zur Berechnung der fortgeführten Anschaffungskosten eines finanziellen Vermögenswertes
bzw. einer finanziellen Verbindlichkeit und der Zuordnung von Zinserträgen bzw. Zinsaufwendungen auf die jeweiligen Perioden. Der
Effektivzinssatz ist derjenige Zinssatz, mit dem die erwarteten zukünftigen Ein- bzw. Auszahlungen über die erwartete Laufzeit des
Finanzinstrumentes auf den Buchwert abgezinst werden.
Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten
Finanzielle Vermögenswerte, mit Ausnahme der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte,
werden zu jedem Bilanzstichtag auf das Vorhandensein von Indikatoren für eine Wertminderung untersucht. Finanzielle
Vermögenswerte werden wertgemindert, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des
Vermögenswertes eintraten, ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten künftigen Cashflows der Finanzanlage
negativ verändert haben.
Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte
Der Konzern bucht einen finanziellen Vermögenswert nur aus, wenn die vertraglichen Rechte auf die Zahlungsströme aus einem
finanziellen Vermögenswert auslaufen oder er den finanziellen Vermögenswert sowie im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des
Vermögenswertes verbundenen Risiken und Chancen auf einen Dritten überträgt. Bei der Ausbuchung eines finanziellen
Vermögenswertes wird die Differenz zwischen Buchwert und der Summe aus dem erhaltenen Entgelt sowie aller kumulierten Gewinne
und Verluste, die im sonstigen Ergebnis erfasst und im Eigenkapital angesammelt wurden, in der Gewinn- und Verlustrechnung
erfasst.
Finanzielle Verbindlichkeiten
Die finanziellen Verbindlichkeiten des Unternehmens umfassen vor allem Verbindlichkeiten aus Genussrechtskapital, Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden entweder als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
oder als sonstige finanzielle Verbindlichkeiten kategorisiert.
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten werden als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
kategorisiert, wenn sie entweder zu Handelszwecken gehalten oder freiwillig als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
designiert wurden.
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, einschließlich aufgenommener Kredite, werden erstmalig zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich
Transaktionskosten erfasst.
Die nachstehende Tabelle stellt die beizulegenden Zeitwerte und die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Schulden
gegenüber.
Die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen.
Der Fair Value dieser Verbindlichkeiten entspricht nach Vergleich mit den aktuellen Marktzinsen zum 31. Dezember 2012 dem
Buchwert der Verbindlichkeiten.
31. Dezember 2012
Finanzielle
Vermögenswerte
Fair
Value
Zahlungsmittel/
-äquivalente
Finanzinstrumente Buchwerte
Handels
bestand
Bilanzwerte
Gesamt
buchwerte
Kredite und
Forderungen
Derivative
Finanzi
nstrumente
zur Veräußerung
verfügbare
Vermögenswerte
Flüssige Mittel
6.668
6.668
0
0
0
0
6.668
Kurzfristige
Wertpapiere
844
0
0
0
0
844
844
Forderungen aus
Lieferungen und
Leistungen
2.765
0
2.765
0
0
0
2.765

Finanzielle
Vermögenswerte
Fair
Value
Zahlungsmittel/
-äquivalente
Finanzinstrumente Buchwerte
Handels
bestand
Bilanzwerte
Gesamt
buchwerte
Kredite und
Forderungen
Derivative
Finanzi
nstrumente
zur Veräußerung
verfügbare
Vermögenswerte
Übrige kurzfristige
Vermögenswerte
1.874
0
1.874
0
0
0
1.874
Langfristige
finanzielle
Vermögenswerte
11.379
0
10.612
0
0
0
10.612
Gesamt
23,530
6.668
15.251
0
0
844
22.763
31. Dezember 2012
Finanzielle Schulden
Fair
Value
sonstige
Verbindlichkeiten
Finanzinstrumente
Buchwerte
Derivative
Finanzinstrumente
außerhalb des
IAS 39
Bilanzwerte
Gesamtbuchwerte
Finanzverbindlichkeiten kurzfristig
727
141
0
586
727
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
3.406
3.406
0
0
3.406
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
1.443
1.443
0
0
1.443
Finanzverbindlichkeiten langfristig
1.350
431
0
919
1.350
Übrige langfristige Verbindlichkeiten
480
480
0
0
480
Gesamt
7.406
5.901
0
1.505
7.406
31. Dezember 2011
Finanzielle
Vermögenswerte
Fair
Value
Zahlungsmittel/
-äquivalente
Finanzinstrumente Buchwerte
Handels
-
bestand
Bilanzwerte
Gesamtbuchwerte
Kredite und
Forderungen
Derivative
Finanz-
instrumente
zur Veräußerung
verfügbare
Vermögenswerte
Flüssige Mittel
5.623
5.623
0
0
0
0
5.623
Kurzfristige
Wertpapiere
1.822
0
0
0
0
1.822
1.822
Forderungen aus
Lieferungen und
Leistungen
3.817
0
3.817
0
0
0
3.817
Übrige kurzfristige
Vermögenswerte
935
0
935
0
0
0
935
Langfristige
finanzielle
Vermögenswerte
10.115
0
10.195
0
57
0
10.252
Gesamt
22.312
5.623
14.947
0
57
1.822
22.449
31. Dezember 2011
Finanzielle Schulden
Fair
Value
sonstige
Verbindlichkeiten
Finanzinstrumente
Buchwerte
Derivative
Finanzinstrumente
außerhalb des
IAS 39
Bilanzwerte
Gesamtbuchwerte
Finanzverbindlichkeiten kurzfristig
22.749
22.180
0
569
22.749
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
6.432
6.432
0
0
6.432
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
2.718
2.718
0
0
2.718
Finanzverbindlichkeiten langfristig
1.342
538
0
804
1.342
Übrige langfristige Verbindlichkeiten
0
0
0
0
0
Gesamt
33.241
31.868
0
1.373
33.241
Die beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten wurden gemäß IFRS 7.27 mittels
folgender Hierarchie ermittelt:
Der beizulegende Zeitwert finanzieller Vermögensgegenstände und fmanzielle Verbindlichkeiten, die auf aktiven Märkten gehandelt
werden, ergibt sich aus den notierten Marktpreisen zum Abschlussstichtag. Dies betrifft zum 31.12.2012 ausschließlich die zu
Handelszwecken gehaltenen Wertpapiere.
Der beizulegende Zeitwert anderer finanzieller Vermögensgegenstände und finanzieller Verbindlichkeiten wird mit allgemein
anerkannten Bewertungsmodellen basierend auf Discounted-C ashflowAnalysen ermittelt.
Latente Steuern werden gemäß IAS 12 für sämtliche temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen der jeweiligen Steuerbilanz
und der Konzernbilanz gebildet. Daneben sind latente Steuern aus bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen zu erfassen, sofern
damit zu rechnen ist, dass diese mit hinreichender Wahrscheinlichkeit genutzt werden können. Die Abgrenzungen werden in Höhe der
voraussichtlichen Steuerbelastung bzw. -entlastung nachfolgender Geschäftsjahre auf der Grundlage des zum Zeitpunkt der
Realisation gültigen Steuersatzes vorgenommen. Für aktive latente Steuern, deren Realisierung in einem überschaubaren Zeitraum
nicht zu erwarten ist, werden Wertberichtigungen vorgenommen. Eine Saldierung von aktiven und passiven Steuerabgrenzungen wird
vorgenommen, soweit sie im Verhältnis zu einer Steuerbehörde aufrechenbar sind.
Vorräte an fertigen und unfertigen Erzeugnissen werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungsoder Herstellungskosten und
Nettoveräußerungswerten bewertet. Der Nettoveräußerungswert stellt den geschätzten Verkaufspreis der Vorräte abzüglich der

geschätzten Aufwendungen dar, die für die Fertigstellung und Veräußerung notwendig sind. Die Herstellungskosten enthalten
Einzelkosten zuzüglich angemessener Gemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nach Maßgabe des IAS 23 bei der Bewertung von
Fertigungsaufträgen einbezogen. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu gleitenden Durchschnittspreisen.
Aus kundenspezifischen Auftragsentwicklungen (Fertigungsaufträge) resultierende Entwicklungsaufwendungen sind, soweit die
Entwicklungsarbeiten am Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossen sind, als unfertige Leistungen aktiviert.
Wertberichtigungen auf Vorräte werden vorgenommen, soweit die Anschaffungs- oder Herstellungskosten über den erwarteten
Nettoveräußerungswerten liegen.
Bei der Bemessung der Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Rückstellungen werden gebildet, wenn ihnen
faktische oder rechtliche Verpflichtungen gegenüber Dritten zugrunde liegen, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen beruhen und
wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen. Der langfristige Anteil der Rückstellungen wird mit dem abgezinsten voraussichtlichen
Erfüllungsbetrag angesetzt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.
c) Auswirkungen von neuen und geänderten Rechnungslegungsstandards
Folgende neue und geänderte Standards und Interpretationen wurden in dem Konzernabschluss angewendet, hatten aber keine
Auswirkung auf den Konzernabschluss des aktuellen und der vorherigen Jahre, könnten allerdings die Bilanzierung künftiger
Transaktionen oder Vereinbarungen beeinflussen:
• Änderungen an IFRS 7 Angaben - Übertragung finanzieller Finanzinstrumente (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen)
Die Änderungen an IFRS 7 erweitern die Angabepflichten zu Übertragungen finanzieller Vermögenswerte. Diese Änderungen sollen die
Transparenz in Bezug auf Transaktionen zum Zwecke der Übertragung von Vermögenswerten erhöhen, bei denen der Übertragende
Risiken aus dem finanziellen Vermögenswert zurückbehält. Mit den Änderungen werden auch zusätzliche Angaben gefordert, wenn die
Übertragungen nicht gleichmäßig während des Geschäftsjahres anfallen. Diese Änderung hat keine materiellen Auswirkungen auf den
Konzernabschluss der ZMD AG.
Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Änderung des aufgeführten geänderten Standards keinen Einfluss auf die Vermögens-,
Ertrags- und Finanzlage des ZMDI-Konzerns hat.
Der Konzern hat folgende neue und geänderte Standards und Interpretationen, die verabschiedet, aber noch nicht in Kraft getreten
sind, nicht vorzeitig angewendet:
• IAS 1 (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen)
Der IASB hat am 16. Juni 2011 Änderungen an IAS 1 herausgegeben. Mit den Änderungen werden neue Vorschriften zur Darstellung
des sonstigen Gesamtergebnisses eingeführt. Mit den Änderungen wird die Wahlmöglichkeit von einer oder zwei Darstellungen für den
einzelnen Anwender freigelassen. Nur die Darstellung des sonstigen Gesamtergebnisses wurde dahingehend geändert, dass
Zwischensummen für die Posten gefordert werden, die recycelt werden können (z.B. Cashflow-Hedges,
Fremdwährungsumrechnungen), und diejenigen, die nicht recycelt werden (beispielsweise erfolgswirksam durch das sonstige
Gesamtergebnis zu erfassende Posten nach 1FRS 9). Die wichtigsten Inhalte in Kürze:
Beibehaltung der 2007 an IAS 1 vorgenommenen Änderungen, nach denen die Gewinn- und Verlustrechnung und das
sonstige Gesamtergebnis zusammen dargestellt werden müssen - also entweder als eine Gesamtergebnisrechnung oder als
separate Darstellung der Ergebnisse und der des sonstigen Gesamtergebnisses. Die Forderung, eine fortlaufende Darstellung
verpflichtend vorzuschreiben, wie im Entwurf vorgeschlagen, wurde fallengelassen.
Posten des sonstigen Gesamtergebnisses sind danach zu gruppieren, ob sie möglicherweise durch die Gewinn- und
Verlustrechnung recycelt werden können - mit Zwischensummen für beide Gruppen.
Steuern im Zusammenhang mit Posten, die vor Steuern dargestellt werden, müssen für jede der Gruppen im sonstigen
Gesamtergebnis getrennt dargestellt werden. (Die Wahlmöglichkeit, die Posten des sonstigen Gesamtergebnisses entweder
vor oder nach Steuern darzustellen, bleibt bestehen.)
Diese Änderung wird voraussichtlich keine materiellen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.
• IAS 12 (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen)
Am 20. Dezember 2010 hat der IASB eine Änderung an IAS 12 Ertragsteuern veröffentlicht, die im September 2010 herausgegeben
worden war. Die Änderung bietet eine praktische Lösung für das Problem der Abgrenzung der Frage, ob der Buchwert eines
Vermögenswertes durch Nutzung oder durch Veräußerung realisiert wird, durch die Einführung einer widerlegbaren Vermutung, dass
die Realisierung des Buchwerts im Normalfall durch Veräußerung erfolgt. Als Konsequenz der Änderung gilt SIC 21 Ertragsteuern -
Realisierung von neubewerteten, nicht planmäßig abzuschreibenden Vermögenswerten nicht mehr für zum beizulegenden Zeitwert
bewertete, als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien. Die übrigen Leitlinien wurden in IAS 12 integriert und der SIC 21 demzufolge
zurückgezogen.
Diese Änderung hat keine Auswirkung auf den Konzernabschluss.
• Änderung zu IAS 19 (2011) Leistungen an Arbeitnehmer (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.
Januar 2013 beginnen)
Die im Jahr 2011 durch das IASB überarbeitete Regelung der IAS 19 zielt auf die Verbesserung der Bilanzierung von Leistungen an
Arbeitnehmer. Sie beinhaltet wesentliche Änderungen im Hinblick auf die Erfassung und Bewertung des Aufwands für
leistungsorientierte Pensionspläne und von Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses sowie auf die

Angabepflichten zu Leistungen an Arbeitnehmer. Hinsichtlich der Änderungen für die Erfassung und Bewertung von
leistungsorientierten Pensionsplänen ergeben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der ZMD AG, da keine derartigen
Zusagen bestehen. Im Hinblick auf die Änderungen der Bilanzierung von Leistungen aus Anlass der Beendigung des
Arbeitsverhältnisses können sich Auswirkungen bezüglich der Bilanzierung der Altersteilzeitverpflichtungen ergeben, die jedoch nicht
materieller Natur sein werden.
• IFRS 1 Arbeitnehmer (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen)
Der IASB hat am 20. Dezember 2010 zwei kleinere Änderungen an IFRS 1 Erstmalige Anwendung der International Financial
Reporting Standards (1FRS) veröffentlicht. Die erste Änderung ersetzt die Verweise auf den festen Umstellungszeitpunkt „1. Januar
2004" durch „Zeitpunkt des Übergangs auf 1FRS". Diese Änderung war im August 2010 vorgeschlagen worden. Die zweite Änderung
gibt Anwendungsleitlinien, wie bei der Darstellung von IFRS-konformen Abschlüssen vorzugehen ist, wenn ein Unternehmen für einige
Zeit die 1FRS-Vorschriften nicht einhalten konnte, weil seine funktionale Währung starker Hochinflation unterlag.
Da der ZMDI-Konzern kein 1FRS-Erstanwender im Sinne des IFRS 1 ist und auch seine funktionale Währung keiner Hochinflation
unterlag, haben diese Änderungen keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
• IFRS 9 (2010) Finanzinstrumente (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen)
Nach IFRS 9 werden alle finanziellen Vermögenswerte, die derzeit in den Anwendungsbereich des IAS 39 fallen, entweder zu
fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Oktober 2010 wurde IFRS 9 (überarbeitet)
veröffentlicht, in den die Vorschriften für die Klassifizierung und Bewertung finanzieller Verbindlichkeiten integriert wurde. Eine
wesentliche Änderung stellt die Erfassung von Veränderungen im beizulegenden Zeitwert finanzieller Verbindlichkeiten (die als
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert wurden) dar, welche auf Veränderungen des eigenen Ausfallrisikos
des Unternehmens zurückgehen. Designiert ein Unternehmen einen Schuldtitel als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert, sind
die Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes, die sich aus Veränderungen des eigenen Ausfallrisikos der Verbindlichkeit ergeben,
im sonstigen Ergebnis zu erfassen, außer die Erfassung von Änderungen im eigenen Ausfallrisiko der Verbindlichkeit im sonstigen
Ergebnis führt zur Entstehung oder Vergrößerung einer Rechnungslegungsanomalie im Gewinn oder Verlust. Veränderungen des
beizulegenden Zeitwertes aufgrund der Veränderungen des eigenen Ausfallrisikos dürfen später nicht in das Periodenergebnis
umgebucht werden. IAS 39 sieht derzeit eine vollständige Erfassung der Veränderung des beizulegenden Zeitwertes für Schuldtitel,
die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert designiert wurden, im Gewinn oder Verlust vor.
Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Anwendung von IFRS 9 im Konzernabschluss für Geschäftsjahre, die am oder nach
dem 1. Januar 2015 beginnen, die Abbildung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten des Konzerns beeinflussen
wird. Allerdings kann eine vernünftige Schätzung der Auswirkungen erst vorgenommen werden, wenn eine detaillierte Analyse
durchgeführt wurde.
• Änderungen zu IAS 32 und IFRS 7 Saldierungsvorschriften und harmonisierte Angaben (Änderungen IFRS 7 sind
anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, und die Änderungen zu IAS 32 sind
anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen)
Die Änderung IAS 32 bewirkt eine Klarstellung einiger Vorschriften zur Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen
Verbindlichkeiten in der Bilanz, wonach ein Unternehmen einen finanziellen Vermögenswert in der Bilanz nur gegen eine finanzielle
Verbindlichkeit aufrechnen darf, wenn gegenwärtig ein durchsetzbarer Rechtsanspruch auf Saldierung vorliegt und zudem die Absicht
besteht, den Vermögenswert und die Verbindlichkeit saldiert zu erfüllen oder beide Bilanzposten simultan abzuwickeln. Die geänderten
Vorschriften stellen darüber hinaus klar, dass Bruttoaufrechnungsmechanismen der Nettoaufrechnung gleichzusetzen sind; sie
demzufolge das IAS 32-Kriterium erfüllen.
Die Änderungen des IFRS 7 verlangen darüber hinaus erweiterte Anhangsangaben im Zusammenhang mit der Saldierung von
finanziellen Vermögenswerten mit finanziellen Verbindlichkeiten. Bezüglich der Änderungen von IAS 32 sowie IFRS 7 erwarten wir
keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der ZMD AG.
• IFRS 10, IFRS 11, IFRS 12, IAS 27 (2011), IAS 28 (2011) Konsolidierungspaket (anzuwenden für Geschäftsjahre, die
am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen)
Am 12. Mai 2011 hat das IASB fünf neue und geänderte Standards herausgegeben, die die Konsolidierung, die Bilanzierung von
Beteiligungen an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen sowie die damit im Zusammenhang stehenden Anhangangaben regeln.
Konkret handelt es sich um:
IFRS 10 Konzernabschlüsse
IFRS 11 Gemeinschaftliche Vereinbarungen
IFRS 12 Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen
IAS 27 Separate Abschlüsse (geändert 2011)
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures (geändert 2011)
Mit den Standards IFRS 10 und IFRS 11 werden die bisherigen Regelungen zu Konzernabschlüssen und Zweckgesellschaften sowie die
Regelungen zur Bilanzierung von Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen ersetzt. Die bisher in IAS 27 und IAS 31 enthaltenen
Anhangerfordernisse wurden zudem in einem eigenständigen Standard IFRS 12 zusammengefasst und neu gestaltet. Mit der
Bündelung der Regelungen zur Konsolidierung in IFRS 10 beinhaltet IAS 27 (2011) nur noch die Regelungen zur Bilanzierung von
Anteilen an Tochter-, assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen im separaten Abschluss des Mutterunternehmens. In der
Neufassung von IAS 28 wird der Inhalt der Regelungen zur Bilanzierung von Anteilen an assoziierten Unternehmen um Regelungen

zur Bilanzierung von Anteilen an Joint Ventures erweitert und die Anwendung der Equity-Methode in beiden Fällen einheitlich
vorgeschrieben.
Da der ZMDI-Konzern auch in der Vergangenheit Anteile an Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode bilanziert hat, sind
keine materiellen Auswirkungen auf den Konzernabschluss zu erwarten.
• IFRS 13 Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar
2013 beginnen)
IFRS 13 beschreibt, wie der beizulegende Zeitwert zu bestimmen ist und erweitert die Angaben zum beizulegenden Zeitwert.
Diesbezüglich erwarten wir keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der ZMD AG.
• IFRIC 20 (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen)
Einem meist im Tagebau aktiven Unternehmen kann aus der Abraumbeseitigung zweierlei Nutzen entstehen: Der Abraum kann (in
geringerer Konzentration) Erze oder Mineralien enthalten, die als erwirtschaftete Vorräte anzusehen sind, und es entsteht ein
verbesserter Zugang zu weiteren Materialvorkommen, die in Zukunft abgebaut werden können. In IFRIC 20 wird erörtert, wann und
wie diese beiden separaten Nutzen aus der Abraumaktivität zu bilanzieren sind und wie diese Nutzen beim Erstansatz und bei der
Folgebewertung zu bewerten sind.
Diese Änderungen haben keine Auswirkung auf den Gruppenabschluss der ZMD AG, da der Konzern nicht in diesem Bereich tätig ist.
3. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse werden erfasst, wenn der Eigentums- und Gefahrenübergang auf den Kunden erfolgt ist, der Betrag der
Umsatzerlöse verlässlich bestimmt und von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann. Die Umsatzerlöse werden abzüglich Skonti,
Preisnachlässen und Rabatten ausgewiesen. Sie verteilen sich wie folgt auf die Business Lines und Absatzmärkte:
2012
2011
TEUR
%
TEUR
%
Sensing & Automotive
54.084
88,5
56.837
88,5
Power & Analog
6.736
11,0
6.976
10,9
Sonstiges
332
0,5
363
0,6
61.152
100,0
64.176
100,0
2012
2011
TEUR
%
TEUR
%
Absatzmärkte
Inland
20.827
34,1
21.255
33,1
Ausland
40.532
66,2
43.077
67,1
./. Erlösschmälerungen
-207
-0,3
-156
-0,2
61.152
100,0
64.176
100,0
Der Umsatz nach Produktsegmenten im Berichtsjahr stellt sich wie folgt dar:
2012
2011
TEUR
%
TEUR
%
Exklusivprodukte
43.523
71,2
48.109
75,0
Standardprodukte
17.629
28,8
16.067
25,0
61.152
100,0
64.176
100,0
4. Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen
2012
TEUR
2011
TEUR
Fertige Erzeugnisse
200
614
Unfertige Erzeugnisse und Leistungen
-602
733
-402
1.347
In den Bestandsveränderungen sind Wertminderungen für unfertige Erzeugnisse und Leistungen in Höhe von TEUR 3.176 (Vorjahr:
TEUR 3.232) und für Fertigerzeugnisse in Höhe von TEUR 298 (Vorjahr: TEUR 1.377) enthalten.
5. Andere aktivierte Eigenleistungen
2012
TEUR
2011
TEUR
Aktivierte Entwicklungskosten
2.290
1.553
Aktivierte Nebenleistungen zum Sachanlagevermögen
4
16
2.294
1.569
In Summe wurden im Jahr 2012 Mio. EUR 18,7 (Vorjahr: Mio. EUR 16,7) in die Forschung und Entwicklung investiert, von denen TEUR
2.290 (Vorjahr: TEUR 1.554) die Aktivierungskriterien der IAS 38.10 ff. erfüllen.
6. Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen:

2012
TEUR
2011
TEUR
Auflösung von Rückstellungen
516
1.258
Fördermittel für Forschung und Entwicklung
1.195
3.198
Periodenfremde Erträge
276
130
Ertrag aus Schadenersatz
10
203
Erträge aus Geschäftsbesorgung
91
148
Ertrag aus Aktienverkäufen
47
103
Ertrag aus Kostenrückerstattung
23
30
Ertrag aus Anlagenabgang
1
3
Erträge aus Mieten einschließlich Nebenkosten
11
0
Erträge aus Kursbewertungen
22
203
Übrige
247
120
2.439
5.396
Die Fördermittel für Forschung und Entwicklung werden ertragswirksam erfasst, sobald die Voraussetzungen für eine Zahlung erfüllt
sind und eine entsprechende Zahlungsanforderung gestellt worden ist.
7. Materialaufwand
Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
2012
TEUR
2011
TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
17.221
24.186
Aufwendungen für bezogene Leistungen
6.089
6.724
23.310
30.910
8. Personalaufwand
2012
TEUR
2011
TEUR
Löhne und Gehälter
21.120
18.060
Personalaufwand aus Aktienoptionen
-8
-61
Soziale Abgaben
3.207
2.987
Personalaufwand
24.319
20.986
IFRS 2 regelt die Abbildung aktienorientierter Vergütungsformen im Konzernabschluss. Unternehmen müssen die Auswirkungen von
anteilsbasierten Vergütungstransaktionen, einschließlich des Aufwands für die der Unternehmensleitung oder -belegschaft gewährten
Aktienoptionen, in ihrer Gewinn- und Verlustrechnung darstellen. Der verringerte Personalaufwand ergibt sich aus der Rückgabe von
Aktienoptionen durch das Ausscheiden von Mitarbeitern aus dem ZMDI-Konzern.
Nähere Informationen zu den Aktienoptionen sind unter Punkt 43 - Mitarbeiterbeteiligung erläutert.
Der im Vergleich zum Vorjahr gestiegene Personalaufwand ergibt sich im Wesentlichen aus dem Anstieg der Mitarbeiterzahl.
9. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
2012
TEUR
2011
TEUR
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und
Sachanlagen
3.876
3.057
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
2012
TEUR
2011
TEUR
Betriebsaufwand
5.403
5.038
Verwaltungsaufwand
3.522
4.162
Vertriebsaufwand
2.832
2.238
Übrige Aufwendungen
159
703
11.916
12.141
Die übrigen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
2012
TEUR
2011
TEUR
Kursverluste/Währungsbewertung
110
469
Sonstiges
27
220
Periodenfremde Aufwendungen
22
14
159
703
11. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens und Wertpapieren

2012
TEUR
2011
TEUR
437
1.507
Bei den ausgewiesenen Erträgen des Geschäftsjahres 2012 handelt es sich im Wesentlichen um Zinserträge aus Darlehen an die
Aktionärin Global ASIC GmbH.
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
2012
TEUR
2011
TEUR
75
67
Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge resultieren aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten.
13. Gewinne und Verluste aus Gemeinschaftsunternehmen
2012
TEUR
2011
TEUR
Senterra Ltd.
127
*)
40
**)
*)
gemäß testiertem Abschluss 2011 + vorläufigem Abschluss 2012
**)
gemäß testiertem Abschluss 2010
Der testierte Abschluss des Jahres 2011 der Senterra Ltd. lag zum Bilanzstichtag 2011 noch nicht vor und wurde daher im
Geschäftsjahr 2012 berücksichtigt. Das entsprechend der At-Equity-Bewertung zuzurechnende Ergebnis der Senterra Ltd. betrug per
31.12.2011 TEUR 81.
Auf der Grundlage des vorläufig erstellten Abschlusses 2012 wurden per 31.12.2012 im Konzernergebnis TEUR 46 berücksichtigt.
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen setzen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt zusammen:
2012
TEUR
2011
TEUR
Zinsen auf langfristige Verbindlichkeiten
928
1.463
Zinsen auf kurzfristige Verbindlichkeiten
138
158
Sonstige
91
139
1.157
1.760
Das Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten, untergliedert entsprechend der Bewertungskategorien gemäß IAS 39, stellt sich wie folgt
dar:
TEUR
Zinserträge Zinsaufwand
aus übrigem
Aufwand/Ertrag
aus Folgebewertung
Nettoergebnis
2012
Fair
Value
Währungs-
umrechnung
Wertbe-
richtigung
Ausgereichte Kredite und
Forderungen
516
-138
0
-29
-9
0
340
Zur Veräußerung verfügbare
Finanzinstrumente
00 0000 0
Zu Handelszwecken
gehaltene finanzielle
Vermögenswerte
24
0
16
-3
0
0
37
Zu fortgeführten
Anschaffungskosten
bilanzierte Verbindlichkeiten
0
-1.019
0
0
0
0
-1.019
Derivative finanzielle
Verbindlichkeiten
00 0000 0
Summe Nettoergebnis
540
-1.157
16
-32
-9
0
-642
davon erfasst:
- erfolgswirksam
540
-1.157
16
-32
-9
0
-642
- direkt im Eigenkapital
0
0
0
0
0
0
0
TEUR
Zinserträge Zinsaufwand
aus übrigem
Aufwand/Ertrag
aus Folgebewertung
Nettoergebnis
2011
Fair
Value
Währungs-
umrechnung
Wertbe-
richtigung
Ausgereichte Kredite und
Forderungen
1.583
-152
0
-30
8
-479
930
Zur Veräußerung verfügbare
Finanzinstrumente
00 0000 0
Zu Handelszwecken
gehaltene finanzielle
Vermögenswerte
22
0
-172
-8
0
0
-158
Zu fortgeführten
Anschaffungskosten
bilanzierte Verbindlichkeiten
0
-1.656
0
0
0
0
-1.656

TEUR
Zinserträge Zinsaufwand
aus übrigem
Aufwand/Ertrag
aus Folgebewertung
Nettoergebnis
2012
Fair
Value
Währungs-
umrechnung
Wertbe-
richtigung
Derivative finanzielle
Verbindlichkeiten
00 0000 0
Summe Nettoergebnis
1.605
-1.808
-172
-38
8
-479
-884
davon erfasst:
- erfolgswirksam
1.605
-1.808
-172
-38
8
-479
-884
- direkt im Eigenkapital
0
0
0
0
0
0
0
15. Ertragsteuern
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Position setzt sich wie folgt zusammen:
2012
TEUR
2011
TEUR
Tatsächlicher Steueraufwand (-)/-ertrag Inland
24
-299
Tatsächlicher Steueraufwand (-)/-ertrag Ausland
-52
-37
Latenter Steuerertrag/-aufwand (-) Inland
-1.231
-142
Latenter Steuerertrag/-aufwand (-) Ausland
-63
215
-1.322
-263
Im tatsächlichen Steueraufwand sind periodenfremde Steuererträge von in- und ausländischen Unternehmen in Höhe von TEUR 27
enthalten (Vorjahr: periodenfremde Steuererträge von TEUR 107).
Der latente Steueraufwand Ausland ist auf die Aktivierung steuerlicher Verlustvorträge und auf temporäre Differenzen bei ZMDA und
ZMD EE zurückzuführen.
Der latente Steueraufwand des Berichtsjahres ergibt sich wie folgt:
2012
TEUR
2011
TEUR
Steuereffekt des
Berichtsjahres
TEUR
Latente Steueransprüche bzw. -verbindlichkeiten aus
Verlustvorträgen
4.546
5.275
-729
Temporären Differenzen Einzelabschlüsse
- immaterieller Vermögenswerte
1.112
1.550
-438
Übrige
37
-5
42
5.695
6.820
-1.125
Direkt im Eigenkapital erfasster Steuereffekt auf Transaktionskosten
-171
-1.296
Der latente Steueraufwand aus der Aktivierung steuerlicher Verlustvorträge betrifft mit TEUR 666 (Vorjahr latenter Steuerertrag:
TEUR 343) die ZMD AG und mit TEUR 63 (Vorjahr latenter Steuerertrag: TEUR 216) die ZMDA.
Der Steueraufwand des Geschäftsjahres kann wie folgt auf den Periodenerfolg übergeleitet werden:
2012
TEUR
2011
TEUR
Ergebnis vor Steuern
1.544
5.248
Ertragssteuersatz (inkl. Gewerbesteuer) der ZMD AG (in %)
31,09 %
30,99 %
Erwarteter Ertragssteueraufwand
480
1.626
Steuersatzunterschiede Ausland
-18
-18
Effekt aus Steuersatzänderungen
-18
23
erstmalige Berücksichtigung temporärer Differenzen
0
0
Steuerminderungen aufgrund steuerfreier Erträge
-39
-76
Steuermehrungen aufgrund steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen
212
310
Periodenfremde Steueraufwendungen und -erträge
-27
-107
Auswirkung von ungenutzten und nicht als latente Steueransprüche erfassten steuerlichen
Verlusten und Aufrechnungsmöglichkeiten
743
-1.503
Sonstige Abweichungen
-11
8
Ausgewiesener Ertragssteueraufwand
1.322
263
Effektive Steuerbelastung
85,60 %
4,99 %
Der für die oben dargestellte Überleitungsrechnung angewendete Steuersatz entspricht dem von der ZMD AG in Deutschland zu
leistenden Unternehmenssteuersatz von 31,09 % (Vorjahr: 30,99 %) auf steuerbare Gewinne gemäß dem Steuersatz dieser
Jurisdiktion. Der marginale Anstieg des Steuersatzes ist auf die geringfügig veränderte Gewichtung der gewerbesteuerlichen
Hebesätze der inländischen Betriebsstätten zurückzuführen.
Bei der Ermittlung wurden bisher noch nicht genutzte Verlustvorträge zur Körperschaftsteuer in Höhe von TEUR 76.007 (Vorjahr:
TEUR 81.082) und zur Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 19.850 (Vorjahr: TEUR 19.413) zugrunde gelegt. Durch die ab 2004 geltende
Mindestbesteuerung wird die Realisierbarkeit der körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verluste zeitlich verzögert.
Aufgrund der vorliegenden Planungsrechnungen ist davon auszugehen, dass körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von
TEUR 13.936 (Vorjahr: TEUR 20.813) sowie gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 14.340 (Vorjahr: TEUR 11.648) mit

ausreichender Wahrscheinlichkeit durch zukünftige zu versteuernde Ergebnisse innerhalb eines Planungshorizonts von vier Jahren
genutzt werden können. Die Verwertung der verbleibenden Verlustvorträge in Höhe von TEUR 62.071 (Körperschaftsteuer) und TEUR
5.510 (Gewerbesteuer) ist aufgrund der vorliegenden Planung noch nicht einschätzbar.
Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die mit ausreichender Wahrscheinlichkeit durch zukünftige zu versteuernde
Ergebnisse innerhalb eines Planungshorizonts von vier Jahren zu nutzenden steuerlichen Verlustvorträge der ZMDA abgegrenzt. Dabei
wurde von nutzbaren steuerlichen Verlustvorträgen in Höhe von TEUR 541 (Vorjahr: TEUR 663) bzgl. federal income tax und TEUR 17
(Vorjahr: TEUR 337) bzgl. state income tax ausgegangen. Von den insgesamt bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen in Höhe von
TEUR 4.132 (federal income tax) und TEUR 20 (state income tax) ist somit die Verwertung der verbleibenden Verlustvorträge in Höhe
von TEUR 3.591 (federal income tax) und TEUR 3 (state income tax) aufgrund der vorliegenden Planung noch nicht einschätzbar.
Auf bestehende steuerliche Verlustvorträge der ZMD Fareast Ltd. wurden keine aktiven latenten Steuern abgegrenzt.
Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte zum erwarteten kombinierten Ertragsteuersatz der jeweiligen Gesellschaft. Dabei wurde
fit
-
latente Steuerabgrenzungen auf Ebene der ZMD AG die Definitivbesteuerung mit dem einheitlichen Körperschaftsteuersatz von 15
% (Vorjahr: 15 %) zzgl. 5,5 % Solidaritätszuschlag sowie einem Gewerbesteuersatz von 15,26 % (Vorjahr: 15,16 %) zugrunde
gelegt.
16. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
1.251
1.552
Die aktivierten Konzessionen, gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und
Werten werden linear über die Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren abgeschrieben.
17. Geschäfts- und Firmenwerte
Bereits in den Vorjahren wurden die bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerte, welche ausschließlich aus der Kapitalkonsolidierung
zum Zeitpunkt des Erwerbs von Tochtergesellschaften resultierten, vollständig wertberichtigt.
Die ursprünglichen Anschaffungskosten der wertberichtigten Firmenwerte beziehen sich auf die folgenden Gesellschaften:
TEUR
ZMD Reining, Inc.
1.252
ZMD Fareast Limited
1
ZMD Eastern Europe EOOD
3
18. Entwicklungsleistungen
Im Berichtsjahr wurden Mio. EUR 18,7 (Vorjahr: Mio. EUR 16,7) in die Forschung und Entwicklung investiert, von denen TEUR 2.290
(Vorjahr: TEUR 1.553) die Aktivierungskriterien des IAS 38 erfüllen.
Soweit die Aktivierung vorgenommen wurde, erfolgt ab dem Zeitpunkt der wirtschaftlichen Nutzungsmöglichkeit die planmäßige
Abschreibung des Vermögenswertes über die geschätzte Nutzungsdauer.
31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Entwicklungsprojekte abgeschlossen
3.160
4.179
Entwicklungsprojekte nicht abgeschlossen
3.992
2.730
7.152
6.909
Von den zum Berichtszeitpunkt aktivierten Projekten im Wert von TEUR 7.152 unterliegen Projekte mit einem Restbuchwert von TEUR
3.160 bereits einer planmäßigen Abschreibung. Die Abschreibung für diese Projekte betrug in 2012 TEUR 2.047 (Vorjahr: TEUR
1.316), davon außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 72 (Vorjahr: TEUR 0) aufgrund fehlender Absatzmöglichkeiten. Die
Abschreibung ist in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position „Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen" enthalten.
Die restlichen Projekte i.H.v. TEUR 3.992 (Vorjahr: TEUR 2.730) sind noch im Entwicklungsstadium. Für nicht abgeschlossene
Entwicklungsprojekte wurden Wertminderungen aufgrund veränderter Absatzaussichten in Höhe von TEUR 72 vorgenommen.
Mit den Entwicklungsleistungen wurden gemäß IAS 23 im Jahr 2012 Fremdkapitalkosten in Höhe von TEUR 47 (Vorjahr: TEUR 82)
aktiviert. Als Finanzierungskostensatz wurde der gewichtete Durchschnittszins für Fremdkapitalpositionen in Höhe von 7,04 %
angesetzt.
19. Sachanlagevermögen
Es bestehen Verfügungsbeschränkungen durch Sicherungsübereignungen für Mietkaufverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.137
(Vorjahr: TEUR 2.053).
Die Kürzung der Anschaffungskosten des Sachanlagevermögens aufgrund der Investitionszulage beträgt im Berichtsjahr TEUR 0
(Vorjahr: TEUR 68).
a. Technische Anlagen und Maschinen
31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
192
303

b. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
4.995
5.038
c. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
917
147
20. Finanzanlagen
a. At equity-bewertete Beteiligungen
Die at equity-bewertete Beteiligung wird am Stichtag mit TEUR 131 (Vorjahr: TEUR 44) bewertet.
b. Ausleihungen an Gesellschafter
31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Darlehen einschl. Zinsen
10.612
10.195
Alle Darlehen an die Hauptaktionärin Global ASIC GmbH werden marktüblich verzinst. Die Effektivzinssätze dieser Darlehen liegen
zwischen 4,08 % und 4,29 %. Die Zinsen für bestehende Darlehen werden aktiviert und sind endfällig. Der Nominalwert der
Ausleihungen beträgt TEUR 9.899. Die nach der Effektivzinsmethode 2012 aktivierten Zinsen betragen TEUR 417 (Vorjahr: TEUR
296).
c. Sonstige Wertpapiere
Die zum 31.12.2011 gehaltenen Wertpapiere in Höhe von TEUR 57 wurden im Geschäftsjahr 2012 veräußert. Bei den Wertpapieren
handelte es sich um Geldmarktfonds.
21. Latente Steueransprüche
Der Posten ist bei der Darstellung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erläutert.
22. Vorräte
Der Posten setzt sich wie folgt zusammen:
31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
474
1.197
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen
11.661
12.262
Fertige Erzeugnisse und Handelswaren
3.172
3.014
15.307
16.473
Mit den unfertigen Leistungen wurden gemäß IAS 23 im Jahr 2012 Fremdkapitalkosten in Höhe von TEUR 44 (Vorjahr: TEUR 108)
aktiviert. Als Finanzierungskostensatz wurde der gewichtete Durchschnittszins für Fremdkapitalpositionen in Höhe von 7,04 %
angesetzt.
Der Buchwert der zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten (Nettoveräußerungswert) angesetzten Vorräte beträgt
TEUR 3.651 (Vorjahr: TEUR 2.028).
23. Forderungen und sonstige Vermögenswerte
Die Aufteilung der kurzfristigen Forderungen ist wie folgt:
31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2.765
3.817
Sonstige Vermögenswerte
1.519
919
Steuerforderungen
355
466
4.639
5.202
Im Juli 2009 wurde ein Factoringvertrag zwischen der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG und der GE Capital Bank AG, Mainz,
geschlossen. Dieser Vertrag wurde im November 2011 auf ein Höchstobligo von TEUR 6.000 angepasst. Infolgedessen verkauft die
ZMD AG Inlands- und Auslandsforderungen entsprechend der Vertragsvereinbarungen. Die durchschnittliche Inanspruchnahme im
Jahr 2012 betrug TEUR 4.922 (Vorjahr: TEUR 4.145).
Erkennbaren Risiken wurde durch Bildung von Einzelwertberichtigungen Genüge getan. Die entsprechenden Forderungen wurden
vollständig wertberichtigt. Die Wertberichtigungen betrugen TEUR 347 (Vorjahr: TEUR 479). Für Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen in Höhe von TEUR 468 (Vorjahr: TEUR 2.017), welche zum Berichtszeitpunkt überfällig waren, wurden keine
Wertminderungen gebildet, da keine wesentliche Veränderung in der Kreditwürdigkeit der Schuldner festgestellt wurde und mit einer
Tilgung der ausstehenden Beträge gerechnet wird.
Altersstruktur der überfälligen, aber nicht wertgeminderten Forderungen:

31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
bis 30 Tage
356
1.615
30 bis 60 Tage
60
346
60 bis 90 Tage
5 56
über 90 Tage
47
0
468
2.017
Veränderung der Wertminderungen
31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Stand zum Beginn des Jahres
479
276
Wertminderung von Forderungen
0
203
Während des Geschäftsjahres eingegangene Beträge aus abgeschriebenen Forderungen
132
0
Stand zum Ende des Jahres
347
479
24. Sonstige Wertpapiere
31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Aktien
733
381
Aktien- bzw. Rentenfonds
0
312
Geldmarktfonds/Zahlungsmitteläquivalente
111
1.129
844
1.822
Die sonstigen Wertpapiere sind gemäß IFRS 7.8 (a) als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle
Vermögenswerte einzustufen. Die vom Konzern gehaltenen Wertpapiere sind am Kapitalmarkt notiert. Keiner dieser Vermögenswerte
ist überfällig oder wertgemindert.
Die Analyse der Finanzinstrumente auf Basis der dreistufigen Hierarchie entsprechend IFRS 7 ergab, dass die sonstigen Wertpapiere in
Stufe 1 einzuordnen sind. Stufe-1-Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert sind solche, die sich aus notierten Preisen auf aktiven
Märkten für identische finanzielle Vermögenswerte oder Schulden ergeben.
25. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
Die Bankbestände setzen sich wie folgt zusammen:
31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Laufende Konten und Kassenbestände
469
2.752
Laufende USD-Konten
194
219
Laufende HKD-Konten
1
1
Tagesgelder und Festgelder
5.748
2.557
Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkungen
256
94
6.668
5.623
Das Ausfallrisiko bei liquiden Mitteln wird als gering eingeschätzt.
Die Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkungen dienen zum einen als Mietkautionskonten, welche aufgrund von Mietverträgen für
die Büros in München-Puchheim und Stuttgart-Filderstadt und zugunsten der Vermieter verpfändet sind. Zum anderen ist in den
Zahlungsmitteln mit Verfügungsbeschränkungen ein Sicherungskonto für die Altersteilzeitansprüche der Mitarbeiter enthalten.
26. Eigenkapital
Bezüglich der Veränderung des Eigenkapitals verweisen wir neben den folgenden Ausführungen auf die gesonderte
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung.
Eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes und die Sicherung der Liquidität sowie der Kreditwürdigkeit des ZMDI-Konzerns
sind die wichtigsten Ziele des Finanzmanagements. Die Reduzierung der Kapitalkosten und die Verbesserung des Cashflows aus der
Finanzierungstätigkeit tragen hierzu ebenso bei wie die Optimierung der Kapitalstruktur und ein effektives Risikomanagement.
In Bezug auf die Kreditwürdigkeit zielt die Finanzstrategie des ZMDI-Konzerns auf eine gute Bonitätseinstufung ab, die den Zugang zu
einer breiten Basis für die Finanzierung gewährleistet.
a. Grundkapital
Das Grundkapital von TEUR 15.750 ist eingeteilt in 15.750.000 auf den Namen lautende Stückaktien (Vorjahr: 9.439.510
Stückaktien).
Die Hauptversammlung der Zentrum Mikroelektronik AG hat am 5. Dezember 2007 die Anpassung der Beschlüsse vom 9. Juli 2001,4.
September 2002,20. Januar 2003 sowie 29. März 2004 über die bedingte Erhöhung des Grundkapitals beschlossen.
Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu EUR 449.750,00 durch Ausgabe von neuen Stückaktien, lautend auf den Namen,
bedingt erhöht (Bedingtes Kapital I). Die bedingte Erhöhung dient der Einlösung von Optionsrechten im Rahmen des ZMD Stock
Option Plans 2001.

Weiterhin beschloss die Hauptversammlung am 5. Dezember 2007 die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu EUR
730.250,00 durch Ausgabe von neuen Stückaktien, lautend auf den Namen (Bedingtes Kapital II).
Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Bezugsrechten an Führungskräfte und Mitarbeiter.
Die Hauptversammlung der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG hat am 20. Mai 2010 die Gesellschaft ermächtigt, weitere eigene
Aktien zu erwerben. Die Ermächtigung gilt vom Tag der Beschlussfassung an für fünf Jahre. Die Ermächtigung kann ganz oder in
Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer gesetzlich zulässiger Zwecke durch die Zentrum
Mikroelektronik Dresden AG genutzt werden.
Am 1. Dezember 2010 hat die Hauptversammlung der Gesellschaft den Erwerb und die Einziehung von eigenen Aktien ohne
Kapitalherabsetzung nach den Vorschriften der vereinfachten Einziehung beschlossen. Mit Kaufvertrag vom 14. Oktober 2011 hat die
Zentrum Mikroelektronik Dresden AG 2.124.430 Stück Aktien von der Global ASIC GmbH erworben und davon 1.180.490 Stück Aktien
ohne Kapitalherabsetzung eingezogen.
Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat am 28. Juni 2012 die Einziehung der bisher von der Gesellschaft gehaltenen eigenen
Aktien sowie die Anpassung der Anzahl der vorhandenen Aktien an das zu diesem Zeitpunkt bestehende Grundkapital durch Erhöhung
der Aktienzahl auf 11.800.000 unter Wahrung der bestehenden Beteiligungsverhältnisse beschlossen. Basierend auf dem am 20. Juli
2012 abgeschlossenen Vertrag über die Beteiligung eines Investors über 25,1 % der Anteile an der ZMD AG erfolgte mit dem
Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Juni 2012 darüber hinaus eine Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts der
bisherigen Aktionäre. Das Grundkapital der Gesellschaft erhöhte sich durch die Kapitalerhöhung um TEUR 3.950 auf TEUR 15.750 und
wurde in Form einer Bareinlage geleistet.
b. Kapitalrücklage
Die Veränderung der Kapitalrücklage resultiert zum weit überwiegenden Teil aus der vorab beschriebenen Kapitalerhöhung. Hierdurch
flossen der Gesellschaft zusätzliche TEUR 22.400 als Zuzahlung des neuen Investors zu. Gemäß den Vorschriften des IAS 32.37
wurden die direkt zurechenbaren Transaktionskosten, gemindert um den damit im Zusammenhang stehenden Steuereffekt, hiervon in
Abzug gebracht.
Darüber hinaus reduzierte sich die Kapitalrücklage um TEUR 7 durch die Bilanzierung eines Ertrages aus dem Stock Option-Programm
der ZMD AG gemäß 1FRS 2. Durch das Ausscheiden von Mitarbeitern fielen Aktienoptionen, für die in den Vorjahren eine
Kapitalrücklage gebildet wurde, an die ZMD AG zurück.
Zusammenfassend hat sich die Kapitalrücklage im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
TEUR
31.12.2011
10.362
Zuzahlung im Rahmen der Kapitalerhöhung
22.400
Abzug direkter Transaktionskosten
-380
Rückgabe von Aktienoptionen
-7
31.12.2012
32.375
c. Ausschüttung
In 2012 wurde an die Inhaber der auf den Namen lautenden Stückaktien eine Dividende in Höhe von 25 Cent pro Aktie (gesamte
Dividende: TEUR 2.970) ausgezahlt.
27. Verbindlichkeiten aus Genussrechtskapital
31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Nominalbetrag
0
22.000
Zinsabgrenzung
0 129
Transaktionskosten
0 -91
0
22.038
Die Verbindlichkeiten aus Genussrechtskapital wurden im Geschäftsjahr 2012 aus den im Rahmen der erfolgten Kapitalerhöhung
zugeflossenen Mitteln planmäßig zurückgeführt. Die im Jahr 2005 aufgenommenen Verbindlichkeiten aus Genussrechtskapital beliefen
sich auf TEUR 12.000 bzw. TEUR 10.000. Beide Vereinbarungen hatten eine Laufzeit von 7 Jahren. Der Garantiegewinn betrug 6,80 %
p.a. des ausgereichten Nominalbetrages bzw. 7,27 % p.a. Bei Erreichen bestimmter Erfolgsziele ergaben sich Aufschläge zwischen 1,0
% und 2,0 % auf die Nominalbeträge.
28. Rückstellungen
31.12.2012
31.12.2011
Kurzfristig
Langfristig
Gesamt
Kurzfristig
Langfristig
Gesamt
Rückstellung für Altersteilzeit
221
104
325
97
127
224
Steuern
382
0
382
383
0
383
Personal
1.828
0
1.828
1.223
0
1.223
Gewährleistung
121
0
121
200
96
296
Sonstiges
2.001
173
2.174
1.741
175
1.916
Summe
4.553
277
4.830
3.644
398
4.042
Rückstellung Altersteilzeit
Seit 2004 haben die Mitarbeiter der ZMD AG, welche die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen, aufgrund einer Betriebsvereinbarung
einen Anspruch auf eine Altersteilzeitbeschäftigung. Die Inanspruchnahme der Altersteilzeitregelung durch anspruchsberechtigte
Mitarbeiter ist dabei zum Bilanzstichtag grundsätzlich ungewiss. Für diejenigen Mitarbeiter, für die eine Inanspruchnahme der

Altersteilzeitregelung zum Bilanzstichtag wahrscheinlich zu erwarten ist, wurde eine Rückstellung in Höhe von insgesamt TEUR 325 für
die zukünftigen finanziellen Belastungen durch die zu gewährenden Aufstockungsbeträge sowie den Erfüllungsrückstand der zu
zahlenden Löhne und Gehälter gebildet.
Andere Personalrückstellungen
Im Personalbereich sind Rückstellungen für Urlaubsansprüche, Berufsgenossenschaft, Ausgleichsabgabe nach
Schwerbehindertengesetz, Tantieme und sonstige Einmalzahlungen enthalten.
Gewährleistungen
Die Rückstellung berücksichtigt mögliche Regressansprüche von Kunden im Rahmen der allgemeinen Liefer- und
Leistungsbedingungen. Sie wurde pauschal auf Grundlage von Vergangenheitserfahrungen gebildet.
Sonstiges
Es handelt sich im Wesentlichen um Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Archivierungskosten, Prüfungs- und
Abschlusskosten sowie Grundsteuer.
Die langfristigen Rückstellungen veränderten sich wie folgt:
1.1.2012
TEUR
Währungs-
differenzen
TEUR
Verbrauch
TEUR
Auflösung
TEUR
Zuführung
TEUR
Umbuchung
TEUR
31.12.2012
TEUR
Altersteilzeit
127
0
0
0
0
-23
104
Gewährleistung
96
0
0
44
0
-52
0
Sonstiges
175
0
0
2
0
0
173
Summe
398
0
0
46
0
-75
277
Die kurzfristigen Rückstellungen veränderten sich wie folgt:
1.1.2012
TEUR
Währungs-
differenzen
TEUR
Verbrauch
TEUR
Auflösung
TEUR
Zuführung
TEUR
Umbuchung
TEUR
31.12.2012
TEUR
Steuern
383
0
3
20
22
0
382
Personal
1.320
-11
916
238
1.871
23
2.049
Gewährleistung
200
0
2
129
0
52
121
Sonstiges
1.741
-2
976
103
1.341
0
2.001
Summe
3.644
-13
1.897
490
3.234
75
4.553
29. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
2012
2011
Kurzfristig
Langfristig
Gesamt
Kurzfristig
Langfristig
Gesamt
564
0
564
707
0
707
Die von der ZMD AG abgeschlossenen Verträge über NRE Leistungen enthalten in der Regel „Milestones", die meistens zeitgleich die
Teilvergütungen bestimmen.
30. Verbindlichkeiten aus Finanzierungleasingsverträgen
2012
2011
Kurzfristig
Langfristig
Gesamt
Kurzfristig
Langfristig
Gesamt
586
919
1.505
569
804
1.373
Unter dem Posten werden die Verbindlichkeiten aus Mietkaufverträgen für Equipment ausgewiesen. Die geschlossenen Verträge haben
eine Laufzeit von 36 bzw. 60 Monaten, basieren auf festen Tilgungsplänen und sehen nach Ende der Vertragslaufzeit einen
Eigentumsübergang vor. Der Nettobuchwert der im Rahmen von Mietkaufverträgen fmanzierten Vermögensgegenstände beträgt zum
Bilanzstichtag TEUR 2.178 (Vorjahr: TEUR 1.801). Hierbei handelt es sich zum weit überwiegenden Teil um Testequipment, welches
innerhalb der Betriebs- und Geschäftsausstattung ausgewiesen wird.
Die folgende Tabelle enthält eine Überleitung der Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen zum Bilanzstichtag zu deren Barwert.
Künftige Mindestleasingzahlungen
31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Fällig innerhalb eines Jahres
646
637
Fällig zwischen einem und fünf Jahren
979
857
1.625
1.494
Zukünftige Zinsanteile der Finanzierungsleasingverträge
120
122
Barwert der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
1.505
1.373
davon fällig innerhalb eines Jahres
586
569
davon fällig zwischen einem und fünf Jahren
919
804
31. Sonstige Verbindlichkeiten

2012
2011
Kurzfristig
Langfristig
Gesamt
Kurzfristig
Langfristig
Gesamt
Beiträge zur Sozialversicherung
37
0
37
59
0
59
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern
20
0
20
22
0
22
Übrige
551
480
1.031
1.669
0
1.669
Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer
271
0
271
261
0
261
Summe
879
480
1.359
2.011
0
2.011
32. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
2012
2011
Kurzfristig
Langfristig
Gesamt
Kurzfristig
Langfristig
Gesamt
141
431
572
142
538
680
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 572 durch Sicherungsübereignung von EDV- und
Testequipment besichert.
33. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen umfassen offene Verpflichtungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.
Das durchschnittlich in Anspruch genommene Zahlungsziel für Warenlieferungen und Leistungen beträgt 40 Tage.
31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
3.406
6.432
In der Summe der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind überfällige Verbindlichkeiten von TEUR 514 (Vorjahr: TEUR
438) enthalten.
34. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zum Bilanzstichtag bestehen im Konzern sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 7.894. Im Einzelnen
betreffen diese Verpflichtungen Miet-, Leasing- und Dienstleistungsverträge sowie Lizenzgebühren und weisen folgende Restlaufzeiten
auf:
Restlaufzeiten
bis zu 1 Jahr
TEUR
zwischen 1 und 5
Jahren
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
Leasing EDV-Equipment
10
14
0
Wartungsvertrag/Lizenzen
563
403
0
Geschäftsraummietverträge
1.360
3.170
1.628
Sonstige
365
381
0
2.298
3.968
1.628
Die Wartungs- und Lizenzgebühren betreffen im Wesentlichen den Lizenz- und Wartungsvertrag mit der Cadence Design System
GmbH.
Mit der X-FAB Dresden GmbH & Co. KG wurde im Jahr 2007 ein Immobilienmietvertrag für den „Campus" und den Geschäftsbereich
Testhouse geschlossen. Der Vertrag für den Bereich Testhouse hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Dieser Mietvertrag verlängert sich
jeweils um zwei Jahre, wenn keine Seite mit einer Frist von 12 Monaten zum jeweiligen Vertragsende schriftlich kündigt. Die gleichen
Konditionen beinhaltet der Mietvertrag mit der Nanoelektronik Zentrum Dresden GmbH.
Der Immobilienmietvertrag für den „Campus" ZMD hat eine Laufzeit bis zum Jahr 2019.
35. Berichterstattung zu Finanzinstrumenten
Die Finanzinstrumente werden in originäre und derivative Finanzinstrumente unterschieden.
Die originären Finanzinstrumente umfassen auf der Aktivseite im Wesentlichen die flüssigen Mittel, die Forderungen und die
Wertpapiere. Auf der Passivseite entsprechen die originären Finanzinstrumente weitgehend den Verbindlichkeiten. Soweit bei
finanziellen Vermögenswerten erhöhte Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst.
36. Finanzmarktrisiken
Der ZMDI-Konzern ist als weltweit operierendes Unternehmen Finanzmarktrisiken ausgesetzt, die aus einer Änderung von Zinssätzen,
Fremdwährungskursen und Veränderungen der Bankenlandschaft resultieren können. Diese Risiken werden im Rahmen unserer
üblichen Geschäfts- und Finanzaktivitäten gemanagt.
Zur Darstellung der Finanzmarktrisiken verwendet der ZMDI-Konzern grundsätzlich die Sensitivitätsanalyse. Diese ist ein weit
verbreitetes Instrument zur Messung von Finanzmarktrisiken und ermöglicht die Beurteilung derartiger Risikopositionen.
Die Sensitivitätsanalyse quantifiziert näherungsweise das Risiko, das im Rahmen gesetzter Annahmen auftreten kann, wenn sich
bestimmte Parameter im definierten Umfang ändern. Der Risikoabschätzung liegen folgende Annahmen zugrunde:
die Auf- und Abwertung des Euros gegenüber dem US-Dollar um 5 %,
eine Parallelverschiebung der Zinskurven aller Währungen um 50 Basispunkte (0,50 %-Punkte).

Die in der Sensitivitätsanalyse ermittelten potentiellen wirtschaftlichen Auswirkungen basieren auf dem Eintritt der unterstellten
ungünstigsten Marktveränderungen. Die tatsächlichen Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung können hiervon aufgrund
der tatsächlich eingetretenen Marktentwicklungen deutlich abweichen.
a) Wechselkursrisiko
Aufgrund der internationalen Ausrichtung des ZMDI-Konzerns sind das operative Geschäft sowie die berichteten Finanzergebnisse und
Zahlungsströme Risiken aus Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Diese bestehen vor allem zwischen dem Euro und dem US-Dollar.
Die Währungskursrisiken resultieren aus operativen Tätigkeiten, Investitionen und Finanzierungsmaßnahmen. So werden
beispielsweise Assembly- und Testleistungen aus Südostasien in US-Dollar bezogen oder Investitionsgüter erworben, die auf dem
weltweiten Halbleitermarkt üblicherweise in US-Dollar angeboten werden. Zudem bestehen konzerninterne Finanzierungen in
Fremdwährung.
Die im Rahmen der Budgeterstellung für das Geschäftsjahr 2013 gemachte Untersuchung ergab, dass zum weit überwiegenden Teil
US-Dollarzahlungseingängen zeitnah entsprechende US-Dollarzahlungsausgänge gegenüberstehen. Aufgrund dieses sog. Natural
Hedging sind Fremdwährungseinnahmen und -ausgaben im Planjahr 2013 weitestgehend ausgeglichen und bedürfen somit keiner
Sicherung.
Die in einer Sensitivitätsanalyse untersuchten Auswirkungen einer Wechselkursveränderung auf die in Fremdwährung gewährten
Darlehen an die ZMDA und sonstige in Fremdwährung valutierenden Forderungen und Verbindlichkeiten weisen folgende Ergebnisse
auf. Bei einer Euro-Aufwertung um 5 Prozent hätte dies für den Konzern einen negativen Effekt durch die Verringerung der
Forderung/Erhöhung Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 84 (Vorjahr: TEUR 98). Bei einer USD-Aufwertung um 5 Prozentpunkte
würde sich ein positiver Effekt in Höhe von TEUR 93 (Vorjahr: TEUR 109) ergeben.
Die beschriebenen Auswirkungen würden das Periodenergebnis verändern. Auswirkungen auf das Eigenkapital ergeben sich nicht.
b) Zinsänderungsrisiko
Die gegenwärtig bestehenden langfristigen finanziellen Vermögenswerte des Konzerns weisen grundsätzlich eine feste Zinsbindung
aus. Die Höhe des Zinssatzes orientiert sich am Marktzinsniveau.
Hinsichtlich der kurzfristigen Vermögenswerte ergeben sich Zinsänderungsrisiken bezogen auf das Factoring. Bei einer Veränderung
des Zinsniveaus um 50 Basispunkte hätte dies für den Konzern einen Effekt aus erhöhtem bzw. reduziertem Zinsaufwand in Höhe von
TEUR 25. Verbindlichkeiten mit variabler Verzinsung bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Somit ergeben sich keine Auswirkungen auf
das Periodenergebnis oder auf das Eigenkapital.
37. Bonitäts- und Kreditrisiken
Am Abschlussstichtag bestanden keine wesentlichen Konzentrationen von Ausfallrisiken bei Krediten und Forderungen. Das maximale
theoretische Ausfallrisiko besteht für alle finanziellen Vermögenswerte in Höhe des Buchwertes.
Die jederzeitige Zahlungsfähigkeit des Unternehmens ist gewährleistet durch die Anwendung einer auf einem rollierenden
Planungshorizont ausgerichteten Liquiditätsvorschau und durch ausreichende Liquiditätsreserven.
Der zu sichernde Forderungsbestand des ZMDI-Konzerns wurde durch die Hermes Warenkreditversicherung zu durchschnittlich 72 %
abgedeckt. Damit wurde die mögliche Belastung aus Forderungsausfällen für die ZMD AG minimiert.
Aus der folgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen
Verbindlichkeiten der ZMD AG ersichtlich:
Buchwert
31.12.2012
TEUR
Cashflow bis 1
Jahr
TEUR
Cashflow >1 Jahr
bis 5 Jahre
TEUR
Cashflow >5
Jahre
TEUR
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
572
150
459
0
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
1.504
646
979
0
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten
1.923
1.443
480
0
Buchwert
31.12.2011
TEUR
Cashflow bis 1
Jahr
TEUR
Cashflow >1 Jahr
bis 5 Jahre
TEUR
Cashflow >5
Jahre
TEUR
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten
Genussrechtsdarlehen
22.038
22.900
0
0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
681
136
493
111
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
1.372
637
856
0
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten
2.719
2.719
0
0
38. Konzernkapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des ZMDI-Konzerns im Laufe der Berichtsjahre durch Mittelzu- und -
abflüsse verändert haben. In dieser Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme nach Geschäfts-, Investitions- und
Finanzierungstätigkeit gegliedert. Der Finanzmittelfonds enthält kurzfristig verfügbare liquide Mittel in Höhe von TEUR 6.412 (Vorjahr:
TEUR 5.528). Der Finanzmittelfonds enthält die liquiden Mittel abzüglich beschränkt verfügbarer Beträge in Höhe von TEUR 256
(Vorjahr: TEUR 94).
39. Angaben zu Ereignissen nach dem Bilanzstichtag
Vorgänge von besonderer Bedeutung lagen nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht vor.

40. Mitarbeiter
Die Entwicklung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
2012
2011
Gewerbliche Arbeitnehmer
33
31
Angestellte
289
262
322 293
Auszubildende
11
323
294
41. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und nahestehenden Personen
a) Nahestehende Unternehmen Global ASIC GmbH:
Größte Aktionärin zum Ende des Geschäftsjahres 2012 war mit 64,5 % die Global ASIC GmbH, Dresden.
31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Darlehen einschl. Zinsen
10.612
10.195
Die Darlehen an die Global ASIC GmbH werden marktüblich verzinst. Die Zinsen für alle gewährten Darlehen werden bis zur
Endfälligkeit gestundet. Die Zinserträge sind unter der Position „Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens" ausgewiesen.
b) Nahestehende natürliche Personen
Die Gesamtbezüge des Managements in Schlüsselpositionen und des Aufsichtsrats entwickelten sich wie folgt:
31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Bezüge des Managements in Schlüsselpositionen
1.577
1.521
Bezüge des Aufsichtsrates
71
71
1.648
1.592
In den Gesamtbezügen des Managements in Schlüsselpositionen sind auch Sachbezüge enthalten, die im Wesentlichen in der
Überlassung von Dienstfahrzeugen bestehen. Die Bezüge werden unabhängig vom Zahlungszeitpunkt in Höhe des erfassten
Aufwandes angegeben.
Der Ausweis der Bezüge des Aufsichtsrates erfolgte entsprechend zum Vorjahr brutto, d.h. inklusive Umsatzsteuer.
42. Angaben zu Prüferhonoraren
31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Abschlussprüfungsleistungen
80
86
Andere Bestätigungsleistungen
57
Steuerberatungsleistungen
34
15
Sonstige Leistungen
7 143
Gesamthonorar
126
251
43. Mitarbeiterbeteiligung - Stock Option-Programm
Um eigenverantwortliches, unternehmerisches Handeln zu fördern und gleichzeitig unsere Mitarbeiter am Wertzuwachs des
Unternehmens teilhaben zu lassen, wurden Aktienoptionsprogramme für Mitglieder des Vorstands und Mitarbeiter der ZMD AG,
Mitglieder der Geschäftsführung und Mitarbeiter der gegenwärtig oder zukünftig im Sinne von §§ 15 ff. AktG verbundenen
Unternehmen beschlossen und eingeführt.
Die Hauptversammlung der Zentrum Mikroelektronik AG hat am 9. Juli 2001 (mit Änderungen vom 4. September 2002,20. Januar
2003 und 29. März 2004) zum Zwecke der Ausgabe von Bezugsrechten auf Aktien der Gesellschaft die Schaffung eines bedingten
Kapitals beschlossen („Bedingtes Kapital I/2001"). Per Hauptversammlungsbeschluss vom 5. Dezember 2007 wurde das bestehende
Bedingte Kapital I/2001 auf EUR 449.750,00 in dem Umfang reduziert, wie keine Rechte zum Bezug von Aktien mehr bestanden.
Gleichzeitig wurde das Grundkapital bedingt um EUR 730.250,00 auf EUR 1.180.000,00 erhöht (Bedingtes Kapital II/2007).
Die außerordentliche Hauptversammlung vom 5. Dezember 2007 hat beschlossen, ein neues Stock Option-Programm (Stock Option-
Plan 2007-2014) aufzulegen sowie die Laufzeit des bereits bestehenden Programms bis 2014 zu verlängern und die
Optionsbedingungen weitestgehend an das neue Programm (Stock Option-Plan 2001-2014) anzupassen. Das Bedingte Kapital I/2001
sowie das Bedingte Kapital II/2007 dienen der Einlösung von Optionsrechten im Rahmen der ZMD Stock Option-Pläne 2001-2014 und
2007-2014.
Die ordentliche Hauptversammlung der ZMD AG vom 1. Dezember 2010 hat die Herabsetzung des bedingten Kapitals beschlossen.
Aufgrund der Einziehung von Stückaktien der Gesellschaft ohne Herabsetzung des Grundkapitals mit Hauptversammlungsbeschluss
vom 14. Juli 2010, eingetragen im Handelsregister am 9. August 2010, verringert sich die Anzahl der aus dem Bedingten Kapital I
ausgegebenen Bezugsaktien auf 404.775 auf den Namen lautende Stückaktien. Die Anzahl der aus dem Bedingten Kapital II/2007
ausgegebenen Bezugsaktien verringert sich auf 657.225 auf den Namen lautende Stückaktien.
Mit dem Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Juni 2012 wurde die Laufzeit beider Optionsprogramme bis 2016 verlängert.
Aufgrund der Einziehung der eigenen Aktien und der Anpassung des Grundkapitals durch Erhöhung der Aktienzahl (siehe auch

Ausführungen unter Punkt 27a) wurde darüber hinaus in der Hauptversammlung vom 28. Juni 2012 beschlossen, die Anzahl der aus
dem Bedingten Kapital I sowie Bedingten Kapital II ausgegebenen Bezugsaktien auf bis zu 449.750 bzw. 730.250 zu erhöhen.
Jedes einzelne Optionsrecht berechtigt den Berechtigten gegen Zahlung des Ausübungspreises nach Maßgabe der Optionsbedingungen
a) zum Bezug je einer, auf den Namen lautenden, vinkulierten Stückaktie der Gesellschaft oder
b) zum Erhalt eines Barausgleichs.
Die Ausgestaltung der Stock Option-Programme stellt sich wie folgt dar:
Stock Option-Programm 2001-2016:
Deutschland/USA
Kalifornien
Beschluss der
Hauptversammlung
9. Juli 2001
20. Januar 2003 (Änderungsbeschluss)
4. September 2002 (Änderungsbeschluss)
29. März 2004 (Änderungsbeschluss)
20. Januar 2003 (Änderungsbeschluss)
29. März 2004 (Änderungsbeschluss)
5. Dezember 2007 (Änderungsbeschluss)
1. Dezember 2010 (Änderungsbeschluss)
28. Juni 2012 (Änderungsbeschluss)
Bedingtes Kapital
unbefristetes Bedingtes Kapital I EUR 449.750,00
max. Anzahl der
Optionen
449.750 Stück
Ausübungspreis
EUR 10,85
(9. Juli 2001)
EUR 5,00
EUR 5,50
(Änderung des Ausübungspreises zum 4. September
2002)
Wartezeit
48 % der gewährten Optionsrechte frühestens zwei
Jahre nach ihrer Ausgabe (Grundwartezeit)
50 % der gewährten Optionsrechte frühestens zwei
Jahre nach ihrer Ausgabe (Grundwartezeit)
weitere je 6 % der jeweils gewährten Optionsrechte
nach Ablauf von je drei Monaten nach Ablauf der
Grundwartezeit, die letzten 4 % somit nach Ablauf
von zwei Jahren und drei Monaten nach Ablauf der
Grundwartezeit
weitere je 2 % der jeweils gewährten Optionsrechte
nach Ablauf von je einem Monat nach Ablauf der
Grundwartezeit, die letzten 2 % somit nach Ablauf
von zwei Jahren und einem Monat nach Ablauf der
Verteilung der
Optionen
- Vorstand
bis zu 33,9 %
- Management
bis zu 33,9 %
- Arbeitnehmer
bis zu 32,2 %
Die Ausübung der Optionen ist an folgende Erfolgsziele gebunden:
(a) Aufnahme der Erstnotiz der Aktien der Gesellschaft an einer deutschen Börse („IPO");
(b) Verkauf der Gesellschaft (mehr als 75 % der Aktien der Gesellschaft) an einen Dritten („Trade Sale") oder
(c) Verschmelzung der Gesellschaft als übertragende Gesellschaft auf eine nicht mit der Gesellschaft im Sinne der §§ 15 ff. AktG
verbundene andere Gesellschaft nach den Vorschriften des Umwandlungsgesetzes („Merger").
Im Falle des Erreichen des Erfolgszieles „1PO" hat die Gesellschaft das Recht, den Optionsberechtigten anstelle von
Stückaktien einen Barausgleich zu gewähren. Im Falle des Erreichen des Erfolgszieles „Merger" oder „Trade Sale" hat die
Gesellschaft die Pflicht, den Optionsberechtigten anstelle von Stückaktien einen Barausgleich zu gewähren. Der Barausgleich
berechnet sich dabei aus der Differenz zwischen dem Basispreis und dem durchschnittlichen XETRA-Schlusskurs für eine Aktie
der Gesellschaft an den 20 Börsenhandelstagen vor Ausübung des Optionsrechts, sofern der Basispreis niedriger als der
maßgebliche durchschnittliche Schlusskurs ist. Ist dies nicht der Fall, ist kein Barausgleich zu zahlen. Wird die Aktie im
Ausübungszeitraum noch nicht an einer deutschen Börse gehandelt, so entspricht der Barausgleich für jedes ausgeübte
Optionsrecht der Differenz zwischen dem Basispreis und dem nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen festgelegten Wert
der Aktie, sofern der Basispreis niedriger als der maßgebliche Wert ist. Ist dies nicht der Fall, ist kein Barausgleich zu zahlen.
Maßgeblich ist allein der nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen berechnete Wert:
Im Falle des Eintritts des Erfolgszieles „Trade Sale" gilt als Wert einer Aktie der Gesellschaft ausschließlich der im Rahmen
des Trade Sales für eine Aktie der Gesellschaft gezahlte Kaufpreis.
Im Falle des Eintritts des Erfolgszieles „Merger" gilt als Wert einer Aktie der Gesellschaft ausschließlich der im Rahmen des
„Mergers" für die Bemessung des im Verschmelzungsvertrag festgelegten Umtauschverhältnisses zugrunde gelegte Wert für
eine Aktie der Gesellschaft.
Stand der Aktienoptionsrechte des Stock Option-Programmes 2001-2016 zum 31. Dezember 2012:

2012 Anzahl der
Bezugsrechte
Vorjahr Anzahl
der Bezugsrechte
Ausstehende Optionen per 1. Januar
236.000
277.750
Unverfallbare Optionen per 1. Januar
00
Zugänge
00
Gewährte Optionen
00
Ausgeübte Optionen
00
Verfallene Optionen
3.000
41.750
Ausübbare Optionen
00
Ausstehende Optionen per 31. Dezember
233.000
236.000
Gesamtvolumen des Optionsprogramms
449.750
449.750
Stock Option-Programm 2007-2016
Deutschland/USA
Beschluss der
Hauptversammlung
5. Dezember 2007 (Änderungsbeschluss)
20. Mai 2010 (Änderungsbeschluss)
1. Dezember 2010 (Änderungsbeschluss)
28. Juni 2012 (Änderungsbeschluss)
Bedingtes Kapital
unbefristetes Bedingtes Kapital B EUR 730.250,00
max. Anzahl der Optionen
730.250 Stück
Basispreis/Ausübungspreis
5,00 Euro
Wartezeit
48 % der gewährten Optionsrechte frühestens zwei Jahre nach ihrer Ausgabe (Grundwartezeit)
weitere je 6 % der jeweils gewährten Optionsrechte nach Ablauf von je drei Monaten nach Ablauf
der Grundwartezeit, die letzten 4 % somit nach Ablauf von zwei Jahren und drei Monaten nach
Ablauf der Grundwartezeit
Verteilung der Optionen
- Vorstand
bis zu 40,0 %
- Management
bis zu 5,0 %
- Arbeitnehmer
bis zu 55,0 %
Für das Optionsprogramm gelten die gleichen Erfolgsziele wie im Options-Programm 2001-2007. Stand der Aktienoptionsrechte des
Stock Option-Programms 2007-2016 zum 31. Dezember 2012:
2012 Anzahl der
Bezugsrechte
Vorjahr Anzahl
der Bezugsrechte
Ausstehende Optionen per 1. Januar
701.050
635.350
Unverfallbare Optionen per 1. Januar
0
0
Zugänge
0 0
Gewährte Optionen
0
90.000
Ausgeübte Optionen
0
0
Verfallene Optionen
66.700
24.300
Ausübbare Optionen
0
0
Ausstehende Optionen per 31. Dezember
634.350
701.050
Gesamtvolumen des Optionsprogramms
730.250
730.250
Berechnungsgrundlagen für den Personalaufwand aus dem Stock Option-Programm
Die von der ZMD AG an Mitarbeiter gegebenen Aktienoptionen wurden erstmals im Konzernabschluss 2005 als Personalaufwand
dargestellt.
Der beizulegende Wert am Tag der Gewährung der Optionsrechte wurde unter Anwendung des Black-Scholes-Modells zur
Optionspreisberechnung auf Grundlage der folgenden Annahmen ermittelt:
Ausgabejahr
2002
2003
2004
2005
Risikofreier Zins (%)
4,41
3,45
3,25
2,63
Erwartete Volatilität (%) 66,5 50,5 37,0 37,0
Erwartete Laufzeit in Jahren
6
5,5
4,5
4
Durchschnittlicher Aktienkurs (EUR)
12,60
12,60
11,00
9,96
Die erwartete Volatilität wurde durch Berechnung des Durchschnittes der früheren Volatilitäten der Aktienkurse von vergleichbaren
Peer-Group-Unternehmen des ZMDI-Konzerns ermittelt. Die im Modell zur Anwendung gekommene erwartete Laufzeit wurde aufgrund
fehlender Ausübungshistorien im Unternehmen nach der bestmöglichen Einschätzung von Verhaltensgesichtspunkten angesetzt.
Im Jahr 2007 ergaben sich bilanzielle Folgen des bestehenden Aktionsoptionsprogramms aufgrund der vorgenommen „modification".
Die bilanziellen Folgen einer modification des als „equity-settled" eingeordneten Aktienoptionsplanes richten sich danach, ob diese für
Optionsinhaber vorteilhaft oder nachteilhaft ist. Die Vorteilhaftigkeit führte zu einer Erhöhung des Fair Value der Optionenmodifikation
und teilweise wieder zu einer Vesting Period.
Der beizulegende Wert wurde erneut unter Anwendung des Black-Scholes-Modells ermittelt. Folgende Annahmen wurden der
Optionspreisberechnung zugrunde gelegt.
Modification Ausgabejahr
2007
Risikofreier Zins (%)
4,0

Modification Ausgabejahr
2007
Erwartete Volatilität (%)
34,4
Erwartete Laufzeit in Jahren
5,5
Aktienkurs (EUR)
7,20
Neben den beschriebenen Aktienoptionsprogrammen hat die Gesellschaft in 2012 ein sog. Phantom Stock Programm eingeführt.
Danach wird Optionsinhabern ausschließlich das Recht zum Erhalt einer Barzahlung gewährt.
Die Optionsrechte haben eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2016, einen Basispreis in Höhe von EUR 6,25 je Optionsrecht und
orientieren sich an den gleichen Erfolgszielen der beiden vorgenannten Aktienoptionsprogramme.
Zum 31. Dezember 2012 stellen sich die Optionsrechte des Phantom Stock Programms wie folgt dar:
2012 Anzahl der
Bezugsrechte
Gewährte Optionen
97.500
Ausgeübte Optionen
0
Verfallene Optionen
0
Ausübbare Optionen
0
Ausstehende Optionen per 31. Dezember 2012
97.500
Gesamtvolumen des Optionsprogramms
340.000
Der Konzern hat 2012 keinen Personalaufwand aus Aktienoptionen erfasst, da aufgrund der gegenwärtigen wirtschaftlichen Situation
die Wahrscheinlichkeit des Eintritts eines der erforderlichen Erfolgsziele als unwahrscheinlich eingeschätzt wird.
44. Angaben zu den Organen der Gesellschaft
Vorstand
Als Vorstandsmitglieder waren im Berichtszeitraum bestellt:
Herr Thilo von Selchow (Dipl.-Kaufmann)
Vorsitzender des Vorstandes der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG, Dresden
Herr Steffen Wollek (Dipl.-Kaufmann)
Vorstand für Finanzen der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG, Dresden
Herr Thilo von Selchow vertritt die Gesellschaft allein. Er ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Alle anderen
Vorstandsmitglieder vertreten die Gesellschaft entweder zusammen mit einem zweiten Vorstandsmitglied oder zusammen mit einem
Prokuristen.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
Herr Carl-Peter Forster (Dipl.-Volkswirt, Dipl.-Ing.)
Non Executive Member of the Board of Volvo Cars Corp., Gothenburg, Geely Automobile Holdings Ltd., Hong Kong and 1MI
Plc., Birmingham
Herr Prof. Gerhard Fettweis (Dr.-Ing., Dr. h.c.)
Leiter des Vodafone-Stiftungslehrstuhls Mobile Nachrichtensysteme an der TU Dresden
Herr Michael Fraedrich (Rechtsanwalt) bis 31.07.2012
Herr Dr. Lothar Koniarski (Dipl.-Kaufmann) ab 31.07.2012
Geschäftsführer der Dr. Vielberth Verwaltungsgesellschaft mbH
Dresden, den 28. Februar 2013
Thilo von Selchow
Steffen Wollek
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG, Dresden, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus
Konzernbilanz, Konzerngewinn- und Verlustrechnung sowie -Gesamtergebnisrechnung, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung,
Konzernkapitalflussrechnung und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31.
Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting

Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden
handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands des Mutterunternehmens. Unsere Aufgabe ist es, auf der
Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen,
dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden
Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die
Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über
mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen
Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von
Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen
Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der
wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des
Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der Zentrum
Mikroelektronik Dresden AG, Dresden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 den IFRS, wie sie in der EU
anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des
Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Berlin, den 3. April 2013
Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Scharpenberg, Wirtschaftsprüfer
Papesch, Wirtschaftsprüferin