Seite 1 von 3
Medieninformation
Sächsisches Staatsministerium für Regionalentwicklung
Ihr Ansprechpartner
Frank Meyer
Durchwahl
Telefon +49 351 564 50024
pressestelle@
smr.sachsen.de*
16.09.2020
LEADER in Sachsen: gut gelaufen!
Akteure ziehen positive Bilanz für die zu Ende gehende
Förderperiode
Staatsminister Thomas Schmidt hat heute (16. September 2020) auf der
Veranstaltung »LEADER in Sachsen 2014 bis 2020« in Weinböhla eine positive
Bilanz aus der Förderung der Ländlichen Entwicklung gezogen. Vertreter aus
allen 30 sächsischen LEADER-Aktionsgruppen (LAG), den Landkreisen und
anderen beteiligten Akteuren waren zusammengekommen, um gemeinsam
auf die Ergebnisse der Förderperiode zurückzublicken, sich auszutauschen
und sich positive Beispiele der Förderung vorstellen zu lassen.
»Bei den Beteiligten in den LEADER-Gebieten ist ein außerordentlich
hohes Maß an Kreativität, Eigeninitiative und Verantwortungsbewusstsein
zu spüren«, lobt der Minister. »Wir haben den Gebieten große Freiheiten
eingeräumt, über ihre Ziele und die daraus resultierenden Projekte selbst
zu bestimmen. Diese Freiheiten haben sie hervorragend genutzt.«
Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner lobte in ihrer
Videobotschaft das hohe Vertrauen, das Sachsen in die
Selbstverantwortung der Regionen gesetzt habe: »Sie haben 40 Prozent
der ELER-Mittel dem LEADER-Ansatz zugewiesen und damit europaweit
Maßstäbe gesetzt. Das Engagement und die Expertise, mit denen Projekte in
Sachsen realisiert werden, tragen zu einer guten Entwicklung der Regionen
bei. Dafür danke ich Ihnen sehr«.
»Unsere Rahmenbedingungen für die LEADER-Förderung in Sachsen mit
ihrer umfangreichen nanziellen Ausstattung, dem ächendeckenden
Ansatz und der hohen Eigenverantwortung der Akteure vor Ort ndet von
vielen Seiten Anerkennung«, so Minister Schmidt. »Genauso beeindruckend
sind aber die Ergebnisse vor Ort, die wir heute in Filmen, in Präsentationen
und in einer kleinen Ausstellung sehen konnten«.
www.smr.sachsen.de
* Kein Zugang für verschlüsselte
elektronische Dokumente. Zugang
für quali ziert elektronisch signierte
Dokumente nur unter den auf
www.lsf.sachsen.de/eSignatur.html
vermerkten Voraussetzungen.

Seite 2 von 3
Frank Vogel, Landrat des Erzgebirgskreises und Präsident des Sächsischen
Landkreistages, betonte: »Es hat sich gelohnt, seit 2014 noch mehr auf
LEADER und seinen dezentralen Ansatz zu setzen. Durch LEADER erhält die
Bevölkerung vor Ort die Möglichkeit, ihre eigenen Ideen zur Gestaltung ihrer
Heimat umzusetzen. Das ist gelebte Bürgernähe und Subsidiarität. Wir als
Landkreise halten LEADER für ein essentielles Instrument zur Entwicklung
des ländlichen Raumes, das auch in der kommenden Förderperiode
angemessen ausgestattet werden muss.«
Den fachlichen Schwerpunkt bildeten die Präsentationen der LAG, die einen
Einblick in deren Strukturen, die Prozesse vor Ort und die Wirkung ihrer
Fördervorhaben für die Entwicklung des ländlichen Raumes gaben. Die
LAG Leipziger Muldenland und Elbe-Röder-Dreieck vermittelten plastische
Eindrücke ihrer täglichen Arbeit. »Die LEADER-Aktionsgruppen sorgen mit
eigenen Veranstaltungen, Arbeitsgruppen und den vielfältigen Vorhaben
dafür, dass die ländliche Entwicklung in Sachsen eine breite Bewegung ist«,
lobte der Minister.
In seinem Resümee warf der Minister für Regionalentwicklung einen Blick
voraus: So seien für die Übergangsphase der europäischen Förderperioden
nach den aktuellen Planungen bei der EU keine großen nanziellen
Einbußen für den ländlichen Raum zu erwarten. Im Hinblick auf die
neue Förderperiode, deren Beginn sich leider verzögern wird, rief er die
LEADER-Gebiete dazu auf, ihr Interesse für den nächsten siebenjährigen
Förderzeitraum zu bekunden. Dazu könnten sich auf Grundlage der
gesammelten Erfahrungen natürlich auch neue Gebiete bilden und
Entwicklungsstrategien erarbeiten.
Hintergrund:
Nach den guten Erfahrungen mit der Integrierten Ländlichen Entwicklung
(ILE) in der vorangegangenen Förderperiode hatte der Freistaat Sachsen
den Regionen für 2014 bis 2020 noch größere Gestaltungsmöglichkeiten
in der regionalen Entwicklung eröffnet und mehr Verantwortung bei
der Verwendung der Fördermittel übertragen. Bei der Förderung der
Entwicklung des ländlichen Raums setzt der Freistaat Sachsen wie kein
anderes Bundesland auf das LEADER-Prinzip: Die Akteure im ländlichen
Raum können nahezu ächendeckend die Vorteile eigenständiger Strategien
einschließlich der Verantwortung für ihr Budget nutzen. Die Regionen
erhalten dafür mit 447 Millionen Euro 40 Prozent der Mittel des sächsischen
Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum (EPLR). Mit diesem hohen
Anteil ist der Freistaat Sachsen europaweit an der Spitze.
In Sachsen hatten sich 30 Regionen zusammengefunden und sich mit
ihren Entwicklungsstrategien um die Anerkennung als LEADER-Gebiet
beworben. Alle Strategien wurden im April 2015 genehmigt. Die LEADER-
Gebiete bestimmen seitdem in einem transparenten Verfahren selbst,
welche Projekte in welcher Höhe gefördert werden. Die Strategien
sind die Basis für thematische Aufrufe, nach denen sich Bürger,
Unternehmen, Vereine und Gemeinden um eine Förderung bewerben
können. Ein Entscheidungsgremium wählt nach den regionalen Prioritäten
die Vorhaben aus. Die Bewilligung der Förderung erfolgt durch die jeweiligen
Landratsämter.

Seite 3 von 3
LEADER (französisch: »Liaison entre actions de développement de
l'économie rurale«) ist eine Initiative der Europäischen Union zur
Entwicklung der ländlichen Räume unter maßgeblicher Mitarbeit der
Bevölkerung. Die nanzielle Unterstützung der ländlichen Entwicklung
im Rahmen von LEADER erfolgt aus ELER-Mitteln sowie aus sächsischen
Landesmitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen
Landtages beschlossenen Haushaltes.
Links:
Veranstaltung
„LEADER
in
Sachsen
2014
bis
2020“
im
Internet:
LEADER
in
Sachsen: