Bundesanzeiger
Name
Bereich
Information
V.-Datum
Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik
Deutschland-Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Bonn
Rechnungslegung/
Finanzberichte
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011
27.08.2012
Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH
Bonn
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011
LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2011
Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH, Bonn
Die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH, Bonn („KAH Bonn“), soll geistige und kulturelle
Entwicklungen sichtbar machen, insbesondere durch Ausstellungen nationalen und internationalen Ranges, die von der Kunst- und
Ausstellungshalle veranstaltet oder übernommen werden. In diesem Zusammenhang verfolgt die Gesellschaft ausschließlich
gemeinnützige Zwecke.
1. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft
Im Geschäftsjahr 2011 lag der Schwerpunkt der Tätigkeiten der KAH Bonn im Bereich der Vorbereitung und Durchführung von
sechzehn Ausstellungen, wovon drei Ausstellungen bereits in 2010 eröffnet wurden. Im Einzelnen waren dies folgende Ausstellungen:
•Vibración. Moderne Kunst aus Lateinamerika – The Ella Fontanals-Cisneros Collection (17. September 2010 – 30. Januar 2011)
• Echo 3 (17. Dezember 2010 – 27. März 2011)
• Napoleon und Europa. Traum und Trauma (17. Dezember 2010 – 25. April 2011)
• Arp, Beckmann, Munch, Kirchner, Warhol …Klassiker in Bonn – Die unbekannte Sammlung aus Bielefeld (28. Januar – 27. März
2011)
• Heinz Mack: Licht – Raum – Farbe (18. März – 10. Juli 2011)
• Echoraum 4: Vom Photo (21. April – 28. August 2011)
• Max Liebermann: Wegbereiter der Moderne (21. April – 11. September 2011)
• Max Liebermann – Der Künstlergarten auf dem Dach der Bundeskunsthalle (21. April verlängert bis 16. Oktober 2011)
• Internationaler Vogelflughafen (Ornithoport) auf dem Dachgarten der Bundeskunsthalle (21. April verlängert bis 16. Oktober 2011)
• Artists against AIDS (7. – 15. Mai 2011)
• 20. Bundeswettbewerb: Kunststudentinnen und Kunststudenten stellen aus (20. Mai – 19. Juni 2011)
• Anime! High Art – Pop Culture (29. Juli 2011 – 8. Januar 2012)
• Echoraum: Transformationen (14. Oktober 2011 – 15. Januar 2012)
• Dogon – Weltkulturerbe aus Afrika (14. Oktober 2011 – 22. Januar 2012)
• Kunst aus Bonner Schulen (27. November 2011 – 8. Januar 2012)
• Art and Design for All – The Victoria and Albert Museum (18. November 2011 – 15. April 2012
Neben umfangreichen Programmen zu allen Ausstellungen hat die KAH wie im Vorjahr ein weiteres Veranstaltungsprogramm
präsentiert. Die Ausstellungshalle bot den würdigen Rahmen für Darbietungen in den Bereichen Musik, Tanz, Theater, Literatur,
Medien sowie für zahlreiche Fremdveranstaltungen von Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Verbänden.
Folgende Veranstaltungen wurden im Jahr 2011 durchgeführt (Auswahl):
• Lernort Museum: Sprachbildung über den Kindergarten hinaus 19. – 21. Januar 2011
• Fachkraft für elementarpädagogische Sprachförderung/ Zertifikatskurs umfassende Sprachförderkompetenz für Erzieherinnen und
Erzieher1. – 4. Februar 2011
• Welche Sprachstörungen gibt es und wie sind sie zu erkennen? Spracherwerb – Sprachauffälligkeiten – Sprachförderung –
Elternberatung 7. – 10. Februar 2011
• Workshop: MAL abstrakt?! – Experimentelles Malen12. März 2011
• Festival of Irish Folk Music 2011 im Forum 15. März 2011
• Workshop: Radikal radiert – Kaltnadelradierung 16./23./30. März 2011

• Akkordeonale 2011 – Dialog der Kulturen 6. April 2011
• Kino im Forum: Beuys 12. Mai 2011
• Artists against AIDS: Benefiz-Kunstauktion 16. Mai 2011
•Konzert im Forum in der Reihe Klingt gut. mit dem Ensemble „musikFabrik“ 27. Mai 2011
• Jazzfest im Forum: Dominic Miller Quartett, Ulrike Haage Trio 1. Juni 2011
• Jazzfest im Forum: Nils Landgren Quartett, Florian Weber Minsarah, Simone Zanchini, Akkordeon 4. Juni 2011
• Theater im Forum: Ausbruch aus der Speicherstadt 9. Juli 2011
•Markus Stockhausen:
International Academy for intuitive music and more 10. September 2011
• Drums Summit IV: Schlagzeugfestival mit Klaus Doldingers PASSPORT,
Robyn Schulkowsky, Kenny Wollesen, Joey Baron, Biboul Darouiche,
Mohammad Reza Mortazavi, Marcus Gilmore,
Steve Reich & Ensemble Modern & Synergy Vocals 17. – 21. September 2011
• Lesung: Christof Wackernagel: „es“-Traumtrilogie29. September 2011
• Deutschlandfest und NRW-Tag in Bonn 1. – 3. Oktober 2011
• Konzert im Forum: Mayra Andrade und Band – Stimme der Kapverden 7. Oktober 2011
• Lesung: Die Isländer kommen – Corinna Harfouch liest Steinar Bragi, Hallgrímur Helgason & Auður Ava Ólavsdóttir 10. Oktober
2011
• Abschluss des Rheinischen Lesefests 2010 Käpt’n Book 23. Oktober 2011
• Klangwelten 2011 – Festival der Weltmusik – Die Jubiläums-Tournee 15. November 2011
• Film & Lesung: Momente des Glücks – H. C. Artmann, ein Film von Lars Brandt 25. November 2011
• XXVII. Festival Bonner Schulkultur 2011 27. November – 4. Dezember 2011
2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
a. Ertragslage
Die Umsätze aus den Ausstellungen und Veranstaltungen haben im Berichtsjahr von TEUR 3.256 auf TEUR 4.621 im Jahr 2011
zugenommen. In dem Ergebnis spiegeln sich die gestiegenen Besucherzahlen wider. Mit mehr als 714.000 Ausstellungs- und
Veranstaltungsbesuchern war 2011 erfolgreicher als die Vorjahre. Publikumsmagnet war die Ausstellung „Max Liebermann“ mit dem
Liebermanngarten auf dem Dach der KAH.
Die Zuwendungen des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien betrugen im Geschäftsjahr 2011 TEUR 16.397 (im
Vorjahr TEUR 15.452), die projektbezogenen Zuwendungen betrugen TEUR 10 (im Vorjahr TEUR 1.058) und die Zuwendungen im
Rahmen des Konjunkturpaktes II für den Umbau des Verwaltungsgebäudes TEUR 1.299 (im Vorjahr TEUR 668).
Die in direktem Zusammenhang mit den Ausstellungen stehenden Aufwendungen sind von TEUR 6.622 auf TEUR 6.735 gestiegen.
Der Personalaufwand liegt mit TEUR 5.594 um TEUR 383 über dem Vorjahresniveau. Gründe dafür sind höhere Aufwendungen für
Altersteilzeit, erhebliche Rückstellungen für Urlaub und Überstunden sowie eine Tariferhöhung um 1,1 %. Im Jahr 2008 hat die
Geschäftsführung mit der Bildung einer Rückstellung in Höhe von TEUR 600 Vorsorge getroffen für eventuelle Ansprüche eines
früheren Mitgliedes der Geschäftsführung aus seinem Arbeitsverhältnis. Der Vergleich, dem die Gesellschafterversammlung am 14.
Juli 2011 zugestimmt hat, sieht eine Abfindungszahlung in Höhe von TEUR 250 vor, die im Januar 2012 ausbezahlt wurde. Die
Rückstellung wurde entsprechend angepasst.
b. Liquidität
Die Liquidität der Gesellschaft ist als befriedigend zu bezeichnen. Die liquiden Mittel der Gesellschaft von TEUR 43 weisen zum
Bilanzstichtag einen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 18 niedrigeren Bestand auf. Die Liquiditätslage der Gesellschaft zum Stichtag
ist stark von den aktuell laufenden Ausstellungen abhängig. Vorrangig ist die Liquiditätslage von den Fördermitteln des Bundes aus
der institutionellen und der projektbezogenen Förderung bestimmt. Im Jahr 2011 wurden TEUR 16.397 (Vorjahr TEUR 15.452) an
Fördermitteln vom Bundesverwaltungsamt, TEUR 10 vom Auswärtigen Amt und TEUR 1.968 vom Bundesamt für Bauwesen und Raum
ausbezahlt. Zum Bilanzstichtag stehen noch TEUR 6.901 an Mitteln zum Abruf bereit.
c. Vermögenslage
Wie die Liquiditätslage ist auch die Vermögenslage der Gesellschaft als befriedigend zu bezeichnen. Das Vermögen der Gesellschaft
besteht im Wesentlichen aus kurzfristigen Forderungen (TEUR 7.108; Vorjahr TEUR 7.629), die mit TEUR 6.901 aus noch
abzurufenden Fördermitteln bestehen. Diesem kurzfristigen Vermögen stehen kurzfristige Verbindlichkeiten von TEUR 2.839 (Vorjahr
TEUR 3.026) gegenüber. Darin sind Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.871 enthalten. Die Kapitalausstattung der Gesellschaft ist für
den Umfang der Geschäftstätigkeit als gut zu bezeichnen.
d. Personal

Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr im Durchschnitt 126 Mitarbeiter (Vorjahr 130), davon 12 Auszubildende.
3. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft
Für das Jahr 2012 liegt dem Zuwendungsgeber BKM der Wirtschaftsplan vor. Die Bewilligung erfolgte durch Zuwendungsbescheid vom
12. Januar 2012.
Im Ausstellungsbereich werden 2012 insgesamt voraussichtlich 13 Ausstellungsprojekte durchgeführt. Weitere Veranstaltungen
werden im Rahmenprogramm zu den Ausstellungen und als eigenständige Veranstaltungen durchgeführt.
In Vorbereitung sind weitere Ausstellungsprojekte, die für die folgenden Jahre geplant sind.
In den Bereichen Weitergabe von Ausstellungen und internationale Kooperation werden die Aktivitäten der Geschäftsführung
fortgeführt.
Hauptaufgabe der Kunst- und Auststellungshalle Bonn ist die Durchführung von Ausstellungen.
Im Jahr 2012 wird ein neues Corporate Design eingeführt, das Foyer umgestaltet, die Restaurantküche umgebaut und der
Museumsplatz umgestaltet. Zukünftig werden keine Open-Air-Konzerte mehr durchgeführt.
Für das Jahr 2013 sind bislang ca. 13 Ausstellungen geplant.
4. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
Die Gesellschaft ist als Zuwendungsempfänger von der finanzpolitischen Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland in Bezug auf
die Förderung von Kunst und Kultur abhängig. Des Weiteren unterliegt die Gesellschaft aufgrund ihrer Tätigkeit naturgemäß einer
Anzahl von Risiken, die nicht von dem Erfolg der Ausstellungen und Veranstaltungen beim Publikum zu trennen sind. Die Höhe der
Einnahmen hängt dabei im Wesentlichen von der Akzeptanz der einzelnen Projekte ab und stellt sich als Geschäftsrisiko des
Wirtschaftens der KAH Bonn dar.
Die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft ist permanent davon abhängig, dass die bis zum Bilanzstichtag entstandenen
Vorlaufaufwendungen für Ausstellungsprojekte der Folgejahre durch entsprechende ertragswirksame Einnahmen in den Folgejahren
realisiert werden.
Die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft ist in maßgeblichem Umfang abhängig von den Zuwendungen des Bundes.
Bonn, den 30. März 2012
gez. Dr. Bernhard Spies
gez. Dr. Robert Fleck
BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2011
KUNST- UND AUSSTELLUNGSHALLE DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND GMBH, BONN
AKTIVA
31.12.2011
EUR
31.12.2010
TEUR
A. UMLAUFVERMÖGEN
7.563.220,70
8.117
I. Vorräte
412.026,05
427
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
7.108.626,50
7.629
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
42.568,15
61
B. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
15.836,03
6
7.579.056,73 8.123
Passiva
31.12.2011
EUR
31.12.2010
TEUR
A. EIGENKAPITAL
4.658.510,65
4.987
I. Gezeichnetes Kapital
41.925,93
42
II. Gewinnvortrag
4.945.295,03
3.472
III. Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss
-328.710,31
1.473
B. RÜCKSTELLUNGEN
1.870.355,04
1.755
C. VERBINDLICHKEITEN
967.821,60
1.271
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
82.369,44
110
7.579.056,73
8.123
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2011
2011
EUR
2010
TEUR
1. Rohergebnis
16.087.858,79
14.353
2. Personalaufwand
5.594.453,40
5.212

2011
EUR
2010
TEUR
a) Löhne und Gehälter
4.444.260,83
4.254
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
1.150.192,57
958
- davon für Altersver- sorgung: EUR 293.294,72 (Vorjahr: TEUR 109)
3. Sonstige betriebliche Aufwendungen
10.308.340,74
8.503
4. Betriebsergebnis
185.064,65
638
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
14.737,71
4
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
125.375,79
28
- davon Aufwendungen aus der Aufzinsung: EUR 23.872,32 (Vorjahr: TEUR 28)
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
74.426,57
614
8. Außerordentliche Erträge
0,00
1.000
9. Außerordentliche Aufwendungen
0,00
109
- davon gemäß Artikel 67 Abs. 7 EGHGB: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 40)
10. Außerordentliches Ergebnis
0,00
891
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
357.791,27
31
12. Sonstige Steuern
45.345,61
1
13. Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss
-328.710,31
1.473
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2011
Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH, Bonn
Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH, Bonn
Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH wurde auf der Grundlage der
Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.
Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Gliederung des Jahresabschlusses
erfolgt nach den Vorschriften §§ 266 ff. HGB.
Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind teilweise im
Anhang aufgeführt.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.
Die Ausweisstetigkeit wurde gewahrt, ein grundlegender Bewertungswechsel gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.
Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittlere Kapitalgesellschaft.
Angaben zur Bilanzierung und Bewertung einschließlich steuerrechtlicher Maßnahmen
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Bilanzierungswahlrechte werden nicht in Anspruch genommen.
Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens, welche nicht der
Ersteinrichtung zuzuordnen sind, gehen nach einer Regelung des Gesellschafters Bundesrepublik Deutschland in das Eigentum des
Bundes über.
In Höhe der Zuwendungen für Investitionen wird ein Ertrag gezeigt; dementsprechend wird die Übereignung der Investitionen als
Aufwand erfasst (Bruttomethode).
Die Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu den Anschaffungskosten bewertet. Der Zusammensetzung und Altersstruktur dieser Vorräte wird
durch entsprechende Bewertungsabschläge Rechnung getragen.
Unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips und Ansatz von Gängigkeitsabschlägen wurde die Bewertung des
Vorratsvermögens mit den Herstellungskosten durchgeführt.
Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.
Die Steuerrückstellungen beinhalten Nachzahlungen aus der Betriebsprüfung der Jahre 2003 - 2008.
Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken
berücksichtigt.
Die Altersteilzeitrückstellungen wurden an die Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes angepasst und unter Verwendung
des nach § 253 Abs. 2 S. 1 HGB anzuwendenden durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre
abgezinst.
Bei der erstmaligen Anwendung des BilMoG wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, die Archivierungskostenrückstellung nach
den vorher geltenden handelsrechtlichen Vorschriften beizubehalten, da sie bis zum 31. Dezember 2024 wieder zuzuführen wären.
Der Betrag der Überdeckung beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 2.
Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Rückzahlungsbeträgen lagen, wurden die
Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
Vorräte
Die Vorräte in Höhe von TEUR 412 (Vorjahr TEUR 427) bestehen zum Bilanzstichtag aus Hilfs- und Betriebsstoffen (TEUR 190; Vorjahr
TEUR 212) und fertigen Erzeugnissen (TEUR 222; Vorjahr TEUR 215).
Die fertigen Erzeugnisse bestehen aus den Beständen an fertigen Ausstellungskatalogen. Der Ansatz erfolgte ausgehend von den
Beständen bewertet zu den Verkaufspreisen. Es wurden Gängigkeitsabschläge für Kataloge von bereits beendeten Ausstellungen
vorgenommen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen sind grundsätzlich zum Nennwert aktiviert. Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine
pauschale Wertberichtigung von 3 % (TEUR 5) vorgenommen.
Forderungen gegen den Gesellschafter Bund bestehen in Höhe von TEUR 6.901 (Vorjahr TEUR 7.402). Diese resultieren aus noch nicht
ausgezahlten Fördermitteln.
Die Fördergelder aus dem Konjunkturpaket II sind vollständig abgerufen.
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen aus der Rückforderung des Körperschaftsteuerguthabens nach § 37 Abs.
5 KStG von EUR 955 (Vorjahr EUR 1.089) enthalten. Hiervon haben EUR 766 eine Laufzeit von mehr als einem Jahr.
Alle anderen Posten sind innerhalb eines Jahres fällig.
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten
Der Rechnungsabgrenzungsposten betrifft im Berichtsjahr erfolgte Zahlungen für anteilige Aufwendungen 2012.
Stammkapital
Durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 22.06.1998 wurde die Satzung der GmbH durch Aufnahme der 16 Bundesländer
als zusätzliche Gesellschafter mit einer Stammeinlage von je TDM 2 geändert. Die Gesellschafterversammlung hat am 3. Juli 2001 die
Umstellung des Stammkapitals von DM 82.000,00 auf EUR 41.925,93 beschlossen.
Das Stammkapital beträgt TEUR 42 und ist voll eingezahlt. Es wird zu 50/82 von der Bundesrepublik Deutschland und mit 32/82 von
den 16 Bundesländern gehalten.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 909 (Vorjahr TEUR 1.196) sind alle innerhalb eines Jahres fällig.
Besondere Sicherheiten bestehen nicht.
Sonstige Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 59 (Vorjahr TEUR 75). Darin sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von
TEUR 58 (Vorjahr TEUR 60) enthalten. Alle Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von unter einem Jahr.
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten
Der Rechnungsabgrenzungsposten betrifft erhaltene Zahlungen für Einnahmen aus Veranstaltungen 2012 im Rahmen der ArtCard.
Erträge aus Zuwendungen
Die Erträge aus Zuwendungen betreffen die Zuwendungen des Bundes im Rahmen der institutionellen Förderung in Höhe von TEUR
16.397, Zuwendungen des Bundes im Rahmen der projektbezogenen Förderung von TEUR 10 sowie Zuwendungen im Rahmen des
Konjunkturpaketes II für den Umbau des Verwaltungsgebäudes in Höhe von TEUR 1.299.
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
2011
TEUR
2010
TEUR
Kostenbeiträge Dritter
77
309
Nebenkostenerstattung Restaurant
56
79
Versicherungsentschädigung
0
1
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
352
0
Übrige
3 11
488
400
Materialaufwand
Der Materialaufwand i. H. v. TEUR 6.735 (Vorjahr TEUR 6.622) betrifft Aufwendungen für bezogene Leistungen, Roh- Hilfs- und
Betriebsstoffe, bezogene Waren, Honorare Künstler und sonstige Fremdleistungen für Technik, Produktion und Transport.
Personalaufwand
2011
TEUR
2010
TEUR
Löhne und Gehälter
4.444
4.254

2011
TEUR
2010
TEUR
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung (davon für Altersversorgung
TEUR 293; Vorjahr TEUR 109)
1.150
957
5.594
5.211
Sonstige betriebliche Aufwendungen
2011
TEUR
2010
TEUR
Kosten Bewachung
2.041
1.691
Übrige Fremdleistungen
1.457
1.196
Marketing
840
958
Reparaturen, Instandhaltungen, Wartung und Service
931
807
Reinigungskosten
471
458
Mieten
214
209
Post- u. Fernmeldegebühren
226
188
AK der in Bundeseigentum übergehenden Vermögensgegenstände
2.802
2.090
Prüfungs- u. Rechtsberatungskosten
426
138
Bürobedarf u. Fachliteratur
78
80
Reisekosten Arbeitnehmer
158
103
Wertberichtigung Forderung
0
11
Übrige
664
574
10.308
8.503
Ergebnisrechnung wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb
Nach einer Vereinbarung mit der Finanzverwaltung (Großbetriebsprüfungsstelle Bonn) vom 08. Dezember 2005 wurden die sonstigen
betrieblichen Aufwendungen bislang mit 90 % des bereinigten Umsatzes geschätzt.
Als Resultat aus der im Jahr 2012 abgeschlossenen Betriebsprüfung für die Jahre 2003 bis 2008, ist die Ermittlung der
Betriebsausgaben zukünftig nicht mehr pauschal zulässig. Ab dem Jahr 2011 werden die Betriebsausgaben aus den jeweiligen
Kostenstellen, ergänzt um Personalkosten, die nur die Kostenstellen betreffen, und um Personal- und Sachkosten aus den
Zentralbereichen, ermittelt.
Der Jahresfehlbetrag aus dem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb beträgt EUR -472.659,45, das zu versteuernde Einkommen EUR
28.763,45. Die darauf entfallende Gewerbesteuer beträgt EUR 3.815, die Körperschaftsteuer EUR 4.315, der Solidaritätszuschlag EUR
237 und der Anspruch auf Auszahlung des KSt-Guthabens EUR 955,36.
Sonstige Pflichtangaben
Ergänzende Angaben
Zum 31. Dezember 2011 bestanden keine finanziellen Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage von Bedeutung sind.
Unternehmensorgane:
Namen der Geschäftsführer
Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs waren die gemeinsam vertretungsberechtigten Geschäftsführer der Gesellschaft:
Geschäftsführer:
Dr. Bernhard Spies
Bad Honnef
Geschäftsführer:
Dr. Robert Fleck
Düsseldorf
Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer erfolgt gem. § 13 Abs. 3 des Gesellschaftsvertrags im jährlich veröffentlichten
Corporate Governance Bericht.
Kuratorium
Dem Kuratorium gehören fünf Vertreter des Bundes und vier Vertreter der Länder an:
MD’in Dr. Ingeborg Berggreen-Merkel (Vorsitzende) Leiterin Abteilung Kultur und Medien beim Beauftragten der Bundesregierung für
Kultur und Medien
GL’in Dr. Sigrid Bias-Engels Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien
MDg Michael Tietmann Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien
MDg Dr. Thomas Götz Beauftragter für Außenwissenschaftspolitik Abt. Kultur und Kommunikation 6B3 Auswärtiges Amt seit
3.11.2011 Deutscher Botschafter in Finnland
MD Alexander Wormit Bundesministerium für Bildung und Forschung Leiter der Zentralabteilung seit 1.10.2011 im Ruhestand
MDg Günter Schmitteckert Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst
Abteilungsleiter Dr. Enoch Lemcke Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern
MDg Peter Landmann Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen

Abteilungsleiterin Heidi Schumacher Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz (bis
22.11.2011)
Dr. Ariane Fellbach-Stein Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz (ab 22.11.2011)
Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer
Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigt:
Arbeitnehmergruppen
2011
2010
Mitarbeiter mit zeitlich unbefristeten Verträgen
92
88
Mitarbeiter mit zeitlich befristeten Verträgen
22
31
Auszubildende
12
11
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit
126
130
Unterschrift der Geschäftsleitung
Bonn, den 30. März 2012
gez. Dr. Bernhard Spies
gez. Dr. Robert Fleck
Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt
in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der
Buchführung und den Lagebericht der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH, Bonn, für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und
Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages
liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns
durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht
abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und
durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die
Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über
mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen
Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von
Stichproben beurteilt.
Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen
Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass
unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen
Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Bonn, 4. April 2012
DR. DORNBACH & PARTNER GMBH NIEDERLASSUNG BONN
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Dr. Kohout, Wirtschaftsprüfer
Bokelmann, Wirtschaftsprüfer
DATUM DER FESTSTELLUNG DES JAHRESABSCHLUSSES SOWIE ERGEBNISVERWENDUNG
Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH, Bonn
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 wurde am 20. Juni 2012 festgestellt.
Der Jahresfehlbetrag 2011 in Höhe von EUR -328.710,31 wurde wie folgt verwendet:
Die Gesellschafterversammlung beschließt, den Jahresfehlbetrag von EUR -328.710,31 auf neue Rechnung vorzutragen.

CORPORATE GOVERNANCE BERICHT MIT ENTSPRECHENSERKLÄRUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2011
Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH, Bonn
Geschäftsführung und Aufsichtsrat der KAH erklären, dass den Empfehlungen des Public Corporate Governance Kodex des Bundes in
der Fassung vom 30. Juni 2009 im Geschäftsjahr 2011 grundsätzlich entsprochen wurde und zukünftig entsprochen wird. Die
folgenden Abweichungen beruhen auf unternehmensspezifischen Besonderheiten. In der Aufstellung befinden sich auch einige
Vorschriften, von denen nicht abgewichen wurde, die jedoch zusätzlich erläutert werden.
Abweichungen vom PCGK
Referenz PCGK
Inhalt
Einhaltung
(Ja/Nein)
Begründung für Nichteinhaltung bzw.
zusätzliche Erläuterungen
2.2
Gesellschafterversammlung
Vorgabe (Muss-Vorschrift)
Die GV entscheidet über Bestellung und
Abberufung der Mitglieder von GF und ÜO,
soweit Gesetz oder Satzung nichts anderes
bestimmen.
ja
Die GV entscheidet über die Bestellung
und Abberufung der Mitglieder der GF.
Die Mitglieder des ÜO werden gem.
Gesellschaftsvertrag entsandt, davon 5
vom Gesellschafter Bundesrepublik
Deutschland und 4 auf Vorschlag der
KMK, die nicht Gesellschafter ist. Die
Abberufung von Mitgliedern des ÜO ist
nicht vorgesehen.
4.2 Zusammensetzung (GF)
Anregung (Soll-/Kann-
Vorschrift)
Das ÜO kann eine Sprecherin bzw. einen
Sprecher der GF bestimmen.
nein
Gem. § 6 Abs. 3 des
Gesellschaftsvertrags vertreten die
Geschäftsführer/innen die KAH
gemeinsam.
4.3 Vergütung Vorgabe
(Muss-Vorschrift)
Die Vergütung der Mitglieder der GF wird vom
ÜO in angemessener Höhe auf der Grundlage
einer Leistungsbeurteilung festgelegt
(Kriterien für Angemessenheit: Aufgaben des
jeweiligen GF-Mitglieds, persönliche Leistung,
Leistung der GF, wirtschaftliche Lage,
nachhaltiger Erfolg, Zukunftsaussichten des
Unternehmens unter Berücksichtigung seines
Vergleichsumfelds).
nein
Die Vergütung der Mitglieder der GF
erfolgt gem. Anstellungsverträgen auf
Beschluss der GV in Anlehnung an die
Beamtenbesoldung entsprechend dem
vom Bundestag beschlossenen
Stellenplan. Eine Änderung im Sinne
der Vorgabe des PCGK ist nicht
vorgesehen.
Vorgabe (Muss-Vorschrift)
Sämtliche Vergütungsbestandteile müssen für
sich und insgesamt angemessen sein. Dies
schließt im Rahmen des rechtlich Möglichen
bei einer verschlechterten wirtschaftlichen
Lage des Unternehmens auch eine
Herabsetzung der Vergütung ein.
nein
Die Vergütung der Mitglieder der GF
erfolgt gem. Anstellungsverträgen auf
Beschluss der GV in Anlehnung an die
Beamtenbesoldung entsprechend dem
vom Bundestag beschlossenen
Stellenplan. Eine Herabsetzung der
Vergütung bei einer verschlechterten
wirtschaftlichen Lage des
Unternehmens ist nicht vorgesehen.
Eine Änderung im Sinne der Vorgabe
des PCGK ist nicht vorgesehen.
4.4 Interessenskonflikte
(GF) Vorgabe (Muss-
Vorschrift)
GF-Mitglieder unterliegen während ihrer
Tätigkeit für das Unternehmen einem
umfassenden Wettbewerbsverbot.
nein
Bei der KAH handelt es sich nicht um
ein Unternehmen mit
Gewinnerzielungsabsicht. Der
Intendant nimmt im Rahmen von
Nebentätigkeiten auch beratende
Aufgaben bei anderen
Ausstellungsinstitutionen ohne
Vergütung wahr.
5.1 Aufgaben und
Zuständigkeiten (ÜO)
Empfehlung (Soll-Vorschrift)
Bei Erstbestellungen von GF-Mitgliedern soll
die Bestelldauer auf drei Jahre beschränkt
sein.
nein
Die derzeitigen GF-Mitglieder wurden
auf Beschluss der GV erstmals und für
fünf Jahre bestellt wegen der
langfristigen Planungszeiträume im
Ausstellungsbetrieb.
Empfehlung (Soll-Vorschrift) Gemeinsam mit der GF soll das ÜO für eine
langfristige Nachfolgeplanung sorgen.
nein
Eine langfristige Nachfolgeplanung
erfolgt gemeinsam durch ÜO und GV.
Empfehlung (Soll-Vorschrift) Abhängig von der Anzahl der Mitglieder und
spezifischen wirtschaftlichen Gegebenheiten
des Unternehmens soll das ÜO insbesondere
einen Prüfungsausschuss (Audit Committee)
einrichten, der sich mit Fragen der
Rechnungslegung und des
Risikomanagements, der erforderlichen
Unabhängigkeit der Abschlussprüferin/ des
Abschlussprüfers, der Erteilung des
Prüfungsauftrages an die Abschlussprüferin/
den Abschlussprüfer, der Bestimmung von
Prüfungsschwerpunkten und der
Honorarvereinbarung befasst. An die fachliche
Eignung der Mitglieder des
ja
Es gibt kein Audit Committee, aber der
Finanzausschuss befasst sich u. a. mit
Fragen der Rechnungslegung und des
Risikomanagements, der
erforderlichen Unabhängigkeit der
Abschlussprüferin/ des
Abschlussprüfers, der Erteilung des
Prüfungsauftrages an die
Abschlussprüferin/ den
Abschlussprüfer, der Bestimmung von
Prüfungsschwerpunkten und der
Honorarvereinbarung.

Referenz PCGK
Inhalt
Einhaltung
(Ja/Nein)
Begründung für Nichteinhaltung bzw.
zusätzliche Erläuterungen
Prüfungsausschusses sind besonders hohe
Maßstäbe anzulegen.
5.2 Zusammensetzung (ÜO)
Empfehlung (Soll-Vorschrift)
Bei Wahlvorschlägen von Mitgliedern des ÜO
soll darauf geachtet werden, dass dem ÜO nur
Mitglieder angehören, die über die zur
ordnungsgemäßen Wahrnehmung der
Aufgaben erforderlichen Kenntnisse,
Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen
verfügen und hinreichend unabhängig sowie
angesichts ihrer beruflichen Beanspruchung in
der Lage sind, die Aufgaben wahrzunehmen.
ja
Die Mitglieder des ÜO werden
entsandt, davon 5 vom Gesellschafter
Bundesrepublik Deutschland und 4 auf
Vorschlag der Länder. Die Einhaltung
der genannten Anforderungen liegt in
der Verantwortung der Entsendenden.
Empfehlung (Soll-Vorschrift) Es soll auf eine gleichberechtigte Teilhabe von
Frauen im ÜO hingewirkt werden.
ja
Die gleichberechtigte Teilhabe von
Frauen im ÜO ist nicht geregelt. Die
entsendenden Stellen sind jedoch
durch die entsprechenden Gesetze,
z.B. Bundesgremiengesetz, gebunden.
Empfehlung (Soll-Vorschrift) Mitglieder des ÜO sollen keine Organfunktion
oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen
Wettbewerbern des Unternehmens ausüben.
nein
Die Mitglieder des ÜO werden
entsandt. Sie üben im Rahmen ihrer
Dienstpflichten auch Organfunktionen
oder Beratungsaufgaben bei
vergleichbaren Einrichtungen aus.
Empfehlung (Soll-Vorschrift) Es soll eine angemessene Altersgrenze für
Mitglieder des ÜO festgelegt werden.
ja
Da die Mitglieder des ÜO entsandt
werden, scheiden sie grundsätzlich mit
dem Eintritt in den Ruhestand aus dem
ÜO aus.
5.4 Interessenkonflikte
Empfehlung (Soll-Vorschrift)
Jedes Mitglied des ÜO soll Interessenkonflikte,
insbesondere solche, die aufgrund einer
Beratung oder Organfunktion bei Kunden,
Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen
Geschäftspartnern entstehen können, dem ÜO
gegenüber offenlegen.
nein
Es gibt für die Mitglieder des ÜO keine
Regelung zur Offenlegung von
Interessenskonflikten aufgrund einer
Beratung oder Organfunktion bei
Kunden, Lieferanten, Kreditgebern
oder sonstigen Geschäftspartnern.
Eine entsprechende Regelung in der
GO für das Kuratorium ist geplant.
Empfehlung (Soll-Vorschrift) Das ÜO soll in seinem Bericht an die GV über
aufgetretene Interessenkonflikte und deren
Behandlung informieren.
ja
Das ÜO berichtet zwar nicht eigens an
die GV, Beschlüsse des ÜO mit
Empfehlungen an die GV werden aber
von der GF an die GV weitergeleitet.
Empfehlung (Soll-Vorschrift) Wesentliche und nicht nur vorübergehende
Interessenkonflikte in der Person eines
Mitgliedes des ÜO sollen zur Beendigung des
Mandates führen.
nein
Es gibt für die Mitglieder des ÜO keine
Regelung, wonach wesentliche und
nicht nur vorübergehende
Interessenskonflikte in der Person
eines Mitglieds des ÜO zur Beendigung
des Mandats führen. Die Offenlegung
der Konflikte wird als ausreichend
angesehen.
Teilnahme der Kuratoriumsmitglieder an den Sitzungen
Gem. 5.2, Zusammensetzung des ÜO, soll vermerkt werden, wenn ein Mitglied des ÜO in einem Geschäftsjahr an weniger als der
Hälfte der Sitzungen in vollem Umfang teilgenommen hat.
Das Kuratorium tagte am 07.04.2011, am 21.06.2011 und am 09.12.2011.
•Dr. Thomas Götz, AA, hat an den Sitzungen am 07.04.2011, 21.06.2011 und 09.12.2011 nicht teilgenommen. An der Sitzung am
07.04.2011 wurde er vertreten durch Bernhard Abels, für die Sitzung am 09.12.2011 hat er ein schriftliches Votum abgegeben.
• Dr. Enoch Lemcke hat an der Sitzung am 07.04.2011 und am 09.12.2011 nicht teilgenommen. Am 07.04.2011 wurde er durch
Halina Makowiak vertreten, für die Sitzung am 09.12.2011 hat er ein schriftliches Votum abgegeben.
• Günter Schmitteckert hat an den Sitzungen am 07.04.2011 und 21.06.2011 nicht teilgenommen. Für die Sitzung am 07.04.2011 hat
er seine Stimme an Peter Landmann übertragen, an der Sitzung am 21.06.2011 wurde er durch Ernst Wegener vertreten.
• Heidi Schumacher ist in der Sitzung am 07.04.2011 verabschiedet worden. An der Sitzung am 21.06.2011 hat Dr. Ariane Fellbach-
Stein das Land Rheinland-Pfalz vertreten. Sie wurde mit Schreiben vom 22.11.2011 als neues Kuratoriumsmitglied des Landes
Rheinland-Pfalz benannt und hat auch an der Sitzung am 09.12.2011 teilgenommen.
Offenlegung der Vergütungen
Gem. 6.2 des PCGK sind die Vergütungen von Mitgliedern der Geschäftsführung und des ÜO individuell offenzulegen. Die
Geschäftsführer der KAH erhalten erfolgsunabhängige Vergütungen. Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung sind nicht
enthalten.
Vergütungen der zwei Geschäftsführer und eines ehemaligen Geschäftsführers 2011 in €

AT-Gehalt
AT
Zusatzversorgung
Leistungszusage
für den Fall der
Beendigung der
Tätigkeit
Gesamt brutto
Dr. Robert Fleck
Intendant
92.000,00
AT-Zulage
9.203,28
6.527,61
Keine
107.730,89
Dr. Bernhard Spies
Kaufm. Geschäftsführer
analog B 04 85.774,56
Familienzuschlag
4.982,76
5.853,84
Keine
96.611,16
Dr. Jürgen Jacob
ehemaliger Intendant
Gem. Urteil OLG Köln
vom 30.10.2008
90.112,80
Abfindung
250.000,00
340.112,80
Vergütungen der Kuratoriumsmitglieder 2011 in €
Name
Feste Vergütung
Variable
Vergütung
Summe
Dr. Ingeborg Berggreen-Merkel (BKM)
0
0
0
Dr. Sigrid Bias-Engels (BKM)
0
0
0
Dr. Thomas Götz (AA)
0
0
0
Peter Landmann (Land Nordrhein-Westfalen)
0
0
0
Dr. Enoch Lemcke (Land Mecklenburg-Vorpommern)
0
0
0
Günter Schmitteckert (Land Hessen)
0
0
0
Heidi Schumacher (Land Rheinland-Pfalz)
0
0
0
Michael Tietmann (BKM)
0
0
0
Alexander Wormit (BMBF)
0
0
0
Anteil der Frauen im Kuratorium
Das Kuratorium besteht aus neun Mitgliedern. Im Jahr 2011 gehörten dem Kuratorium drei Frauen an. Der Frauenanteil beträgt mithin
ein Drittel.