image
image
BERICHT ZUR HALBZEITBEWERTUNG
des
ENTWICKLUNGSPROGRAMMS FÜR DEN LÄNDLICHEN RAUM
IM FREISTAAT SACHSEN
2007 bis 2013
Anhang zum Bericht
Oktober 2010

Im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft.
Erstellt durch:
AFC Management Consulting AG
Dr. Otto Strecker
Dr. Christoph Kliebisch
Dr. Gerald Oerkermann
Veronika Hannus
B
ONN
E
VAL
Dr. Susanne Stegmann
Dietmar Welz
entera
Dr. Thomas Horlitz
Manfred Bathke
Martin Roger
Katja Rudow
Mareike Thies
TSS Forstplanung
Dr. Frank Setzer
Katharina Weiser

Bericht zur Halbzeitbewertung des
EPLR im Freistaat Sachsen 2007 – 2013
III
Erläuterung zum Anhang
Der Anhang ist analog zum Bericht gegliedert und jeweils in den einzelnen Anhangsdokumenten
separat nummeriert. Insbesondere Tabellen, Auswertungen und Übersichten zu den Analysen der
einzelnen Maßnahmen und deren Bewertung finden sich im Anhang. Hintergrundmaterial für die
Bewertung, verwendete Artikel, Detailauswertungen, verwendete Fragebögen etc. sind zudem in
einem Materialband enthalten, welcher dem Endbericht als CD-Rom beiliegt.
Die im Inhaltsverzeichnis angegebenen Seitenzahlen sind bezogen auf das jeweilige Anhangskapi-
tel und nicht fortlaufend.

Bericht zur Halbzeitbewertung des
EPLR im Freistaat Sachsen 2007 – 2013
IV
Inhaltsverzeichnis Anhang
Kapitel Nr.
Inhalt
Seitenzahl
3.1.1
Aktualisierung der gemeinsamen Basisindikatoren nach Anhang VIII
der Verordnung (EG) Nr. 1974/2006 zum Basisjahr 2006
14
3.1.2
Übersichten zur aktualisierten SWOT-Analyse
6
5.3
Anteilige Verteilung der geplanten Mittel 2007 – 2013
auf Schwerpunkte und Maßnahmen
2
6.1
Langversion des Kapitels 6.1: Modernisierung landwirtschaftlicher
Betriebe (Maßnahme 121)
23
6.2
Indikatorenübersicht zur Maßnahme 124
1
6.3.1
Indikatorenübersicht zur Maßnahme 125
1
6.3.2
Zufriedenheitsanalyse der Zuwendungsempfänger der
Maßnahme 125
2
6.3.3
Abbildung zur Auswertung der Befragung der Zuwendungsempfänger
zur Motivation für den Wegebau
1
6.4
Indikatorenübersicht zur Maßnahme 132
1
6.5
Indikatorenübersicht zur Maßnahme 133
1
6.6
Langversion des Kapitels 6.6:
Ausgleichszahlungen für naturbedingte Nachteile zugunsten von
Landwirten in Berggebieten (Maßnahme 211)
4
6.7
Langversion des Kapitels 6.7:
Ausgleichszahlungen für naturbedingte Nachteile zugunsten von
Landwirten in benachteiligten Gebieten außerhalb von Berggebieten
(Maßnahme 212)
9
6.8
Langversion des Kapitels 6.8:
Zusammenfassung - Ausgleichszahlungen für naturbedingte Nachtei-
le zugunsten von Landwirten in Berggebieten (Maßnahme 211) und
sonstigen benachteiligten Gebieten (Maßnahme 212)
2
6.9
Langversion des Kapitels 6.9: Bewertungsgrundlagen
Agrarumweltmaßnahmen (Maßnahme 214)
113
6.10.1
Indikatorenübersicht zur Maßnahme 221
1
6.10.2
Langversion des Kapitels 6.10.2: Wirkungsanalyse und räumliche
Darstellung der Erstaufforstungen für die Maßnahmen 221 und 223
9
6.10.3
Evaluierung der Zufriedenheit der Zuwendungsempfänger für die
Maßnahmen 221 und 223
2
6.11
Langversion des Kapitels 6.11: Erstaufforstung nichtlandwirtschaftli-
cher Flächen (Maßnahme 223)
4
6.12.1
Indikatorenübersicht zur Maßnahme 227
1

Bericht zur Halbzeitbewertung des
EPLR im Freistaat Sachsen 2007 – 2013
V
6.12.2
Evaluierung des Verfahrensablaufes und der Zufriedenheit der Wald-
besitzer für Maßnahme 227
5
6.12.3
Ergänzende Informationen zur Beantwortung der Bewertungsfragen
für Maßnahme 227
5
6.13.2
Begriffsdefinitionen zur Verwendung von „Lebensqualität“ und
„Attraktivität“ bezogen auf den ländlichen Raum
2
6.14
Indikatorenübersicht zur Maßnahme 313
3
6.15
Indikatorenübersicht und Tabellen zu den Ergebnissen der Förderung
durch die Maßnahme 321: Dienstleitungseinrichtungen für die ländli-
che Wirtschaft und Bevölkerung
4
6.16
Indikatorenübersicht und Tabellen zu den Ergebnissen der Förderung
durch die Maßnahme 322: Dorferneuerung und -entwicklung
4
6.17
Langversion der Kapitel 6.17.1 bis 6.17.3: Erhalt und Verbesserung
des Ländlichen Erbes (Maßnahme 323 – Teil natürliches Erbe)
55
6.18
Tabellen zur Maßnahme 341: Kompetenzentwicklung sowie zur
Struktur und zur Kapazitätsförderung in den ILE – Gebieten
2
6.19
Indikatorenübersicht und Tabellen zu den Ergebnissen der Förderung
durch die Maßnahme 41 Lokale Entwicklungsstrategien im SP 4: Um-
setzung des LEADER - Konzepts
1
6.21
Tabellen zur Maßnahme 431: Betreiben einer lokalen Aktionsgruppe,
Kompetenzentwicklung und Sensibilisierung in dem betreffenden Ge-
biet
3
6.22
Tabellen zu ausgewählten Ergebnissen der Förderung im Rahmen
der Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepte
5
7.1.2
Dimension Umwelt
10
7.2.2
Überprüfung des Verwaltungs- und Kontrollsystems
21
7.2.3
Überprüfung der Strategischen Umweltprüfung (SUP)
31
7.2.5.1
Datenauswertung zum Personalaufwand finanziert aus der
Technischen Hilfe
1
7.2.5.2
Übersicht zur Mittelverwendung der Technischen Hilfe im Bereich der
Öffentlichkeitsarbeit
1

nquote
Erwerbstätigenquote
15 bis 64 Jahre
%
Ländliche Räume: Chance
67,5
65,1
Erwerbstätigenquote Frauen
15 bis 64 Jahre
%
62,2
62,7
Erwerbstätigenquote von
15 bis unter 25 Jahre
%
43,4
43,5
eit
Arbeitslosenquote insgesamt (Anteil
der Erwerbsfähigen Bevölkerung)
%
Land-, Forst- und
Ernährungswirtschaft
& Ländliche Räume: Schwäche
10,2
16,6
Arbeitslosenquote Frauen
insgesamt
%
10,1
16,7
Arbeitslosenquote von 15 bis unter
25 Jahre
%
13,7
18,4
der LW
Anteil der Landwirte (Betriebsleiter)
mit Grund- oder Vollausbildung
%
Land-, Forst- und Ernährungs-
wirtschaft: Stärke
67,0
71,0
Anteil Landwirte mit
Grundausbildung
%
22,0
26,0
Anteil Landwirte mit Vollausbildung
%
45,0
45,0
Anteil der jungen Landwirte <35
(Betriebsleiter) mit Grund- oder
Vollausbildung
%--
in der
ft
Verhältnis Landwirte (Betriebsleiter)
<35 / >=55 Jahre
%
25,8
22,7
ktivität in der
ft
Bruttowertschöpfung / Erwerbstätige
der Land- und Forstwirtschaft;
Fischerei
Tsd. EUR /
JAE
Land-, Forst- und
Ernährungswirtschaft: Schwäche &
Risiko
Ländliche Räume: Schwäche
19,918
16,3
nvestition in
d
ft; Fischerei
Neuanlagen in jeweiligen Preisen in
der Land- und Forstwirtschaft;
Fischerei
Mio. EUR
Land-, Forst- und
Ernährungswirtschaft: Chance,
Stärke & Schwäche
6.875,8
293
er
eit im
Anzahl der Erwerbstätigen
der Land- und Forstwirtschaft;
Fischerei
Tsd.
Land-, Forst- und
Ernährungswirtschaft: Schwäche
Ländliche Räume: Risiko
841,0
41,5
twicklung des
Bruttowertschöpfung
der Land- und Forstwirtschaft;
Fischerei
Mio. EUR
Land-, Forst- und
Ernährungswirtschaft: Risiko
17.840
665
ktivität in der
rtschaft
Bruttowertschöpfung in jeweiligen
Preisen je Erwerbstätigen
Ernährungsgewerbe und
Tabakverarbeitung A31 DA
Tsd. EUR
35,1
28,2
nvestition in
gswirtschaft
Bruttoanlageinvestition im
Ernährungsgewerbe und
Tabakverarbeitung (DA)
Mio. EUR
Land-, Forst- und
Ernährungswirtschaft: Risiko
5.290
186
er
gslage in der
rtschaft
Erwerbstätige (Inland)
Ernährungsgewerbe und
Tabakverarbeitung A31 DA
Tsd.
938
51,3
twicklung in
gswirtschaft
Bruttowertschöpfung in jeweiligen
Preisen Ernährungsgewerbe und
Tabakverarbeitung A31 DA
Mio. EUR
Land-, Forst- und
Ernährungswirtschaft: Chance
35.750
1.20
ktivität in der
ft
Bruttowertschöpfung / Erwerbstätige
der Forstwirtschaft
Tsd.
EUR/JAE
75,3
19,0

Anhang 3.1.1
Aktualisierung der gemeinsamen Basisindikatoren nach Anhang VIII der Verordnung (EG) Nr. 1974/2006
Bericht zur Halbzeitbewertung des
EPLR im Freistaat Sachsen 2007 - 2013
Basisindikator
Messwert für Sachsen
Einheit
Bewertung alte SWOT
Bereich sowie
Positiv, Negativ, Risiko, Chance
Wert BRD
alte SWOT
Wert
Sachsen
alte SWOT
Basisjahr
alt
Quelle alt
1*
Wirtschaftsentwicklung
Pro-Kopf-BIP
(je Einwohner)
KKS,
EU=100
Land-, Forst- und
Ernährungswirtschaft: Risiko
108,7
78,0
2002
Eurostat
2* a
Erwerbstätigenquote
Erwerbstätigenquote
15 bis 64 Jahre
%
Ländliche Räume: Chance
64,3
60,4
2004
Eurostat
b
Erwerbstätigenquote Frauen
15 bis 64 Jahre
%
58,5
58,5
2004
Eurostat
c
Erwerbstätigenquote von
15 bis unter 25 Jahre
%
41,3
41,2
2004
Eurostat
3* a
Arbeitslosigkeit
Arbeitslosenquote insgesamt
(Anteil der Erwerbsfähigen
Bevölkerung)
%
Land-, Forst- und
Ernährungswirtschaft & Ländliche
Räume: Schwäche
10,0
18,3
2004
Eurostat
b
Arbeitslosenquote Frauen
insgesamt
%
10**
18,5**
2004
Eurostat
c
Arbeitslosenquote von 15 bis unter
25 Jahre
%
12,6**
16,5**
2004
Eurostat
4* a
Ausbildung in der LW
Anteil der Landwirte (Betriebsleiter)
mit Grund- oder Vollausbildung
%
Land-, Forst- und
Ernährungswirtschaft: Stärke
56,1
73,8
2000
Eurostat,
StaLaSn
2007
Anteil Landwirte mit
Grundausbildung
%----
Anteil Landwirte mit Vollausbildung
%
-
6,0
2007
Eurostat
c
Anteil der jungen Landwirte <35
(Betriebsleiter) mit Grund- oder
Vollausbildung
%
-
58,0**
2000
Eurostat,
StaLaSn
2005
5a
Altersstruktur in der
Landwirtschaft
Verhältnis Landwirte (Betriebsleiter)
<35 / >=55 Jahre
%
48,1
37,0
2003
Eurostat
6*
Arbeitsproduktivität in der
Landwirtschaft
Bruttowertschöpfung /
Erwerbstätige der Land- und
Forstwirtschaft; Fischerei
Tsd. EUR /
JAE
Land-, Forst- und
Ernährungswirtschaft: Schwäche,
Risiko
Ländliche Räume: Schwäche
165
25,6
2003
Eurostat
7
Bruttoanlageinvestition in
der Land- und
Forstwirtschaft; Fischerei
Neuanlagen in jeweiligen Preisen in
der Land- und Forstwirtschaft;
Fischerei
Mio. EUR
Land-, Forst- und
Ernährungswirtschaft: Chance,
Stärke, Schwäche
5.301
212
2003
Eurostat,
StaLaSn
8
Entwicklung der
Erwerbstätigkeit im
Primärsektor
Anzahl der Erwerbstätigen
der Land- und Forstwirtschaft;
Fischerei
Tsd.
Land-, Forst- und
Ernährungswirtschaft: Schwäche
Ländliche Räume: Risiko
939
49,0
2002
Eurostat
9
Wirtschaftsentwicklung
des Primärsektors
Bruttowertschöpfung
der Land- und Forstwirtschaft;
Fischerei
Mio. EUR
Land-, Forst- und
Ernährungswirtschaft: Risiko
24.403
953
2002
Eurostat,
StaLaSn
10
Arbeitsproduktivität in der
Ernährungswirtschaft
Bruttowertschöpfung in jeweiligen
Preisen je Erwerbstätigen
Ernährungsgewerbe und
Tabakverarbeitung A31 DA
Tsd. EUR
38,6
25,3
2003
VGR dL
11
Bruttoanlageinvestition in
der Ernährungswirtschaft
Bruttoanlageinvestition im
Ernährungsgewerbe und
Tabakverarbeitung (DA)
Mio. EUR
Land-, Forst- und
Ernährungswirtschaft: Risiko
6.130
139
2003
Eurostat,
StaLaSn
(1)
12
Entwicklung der
Beschäftigungslage in der
Ernährungswirtschaft
Erwerbstätige (Inland)
Ernährungsgewerbe und
Tabakverarbeitung A31 DA
Tsd.
907
44,8
2003
VGRdL
13
Wirtschaftsentwicklung in
der Ernährungswirtschaft
Bruttowertschöpfung in jeweiligen
Preisen Ernährungsgewerbe und
Tabakverarbeitung A31 DA
Mio. EUR
Land-, Forst- und
Ernährungswirtschaft: Chance
35.031
1.133
2003
VGRdL
14
Arbeitsproduktivität in der
Forstwirtschaft
Bruttowertschöpfung /
Erwerbstätige der Forstwirtschaft
Tsd.
EUR/JAE
165
25,6
2003
Eurostat
15
Bruttoanlageinvestition in
der Forstwirtschaft
Neuanlagen in jeweiligen Preisen in
der Forstwirtschaft
Mio. EUR
5.301
212
2003
Eurostat,
StaLaSn
16
Bedeutung von Semi-
Subsistenzbetrieben in
neuen Mitgliedstaaten
nicht relevant
--- -
17*
Biodiversität:
Vogelpopulationen der
Agrarlandschaft
Vogelarten der Agrarlandschaft
Indextrend (2000=100)
2000=100
Umwelt und Landbewirtschaftung:
Schwäche
85,9
***
2003
Eurostat
*
**
***
Angaben ursprüngliche SWOT
(EPLR 05.09.2007, Kap. 3.1.6)
vorläufiges Ergebnis der Erfassung von 2004-2007, das den Daten von 1993-1997 (= 100) gegenübergestellt wird, siehe Tabellenblatt 2-Z1
Zielorientierte Indikatoren 1-17, Teil II
wenn in der Erstfassung des EPLR keine Daten vorhanden waren, sind Werte aus der Fassung 03.08.2009 eingefügt
Leitindikator
2 von 14

Anhang 3.1.1
Aktualisierung der gemeinsamen Basisindikatoren nach Anhang VIII der Verordnung (EG) Nr. 1974/2006
Bericht zur Halbzeitbewertung des
EPLR im Freistaat Sachsen 2007 - 2013
Basisindikator
Messwert für Sachsen
Einheit
Bewertung alte SWOT
Bereich sowie
Stärke, Schwäche, Risiko, Chance
Wert 2006
BRD
Wert 2006
Sachsen
Basisjahr
Quelle 2006
18*
Biodiversität: LF mit
hohem Naturwert
LF mit hohem Naturwert
(indikativ) SN
Landnutzungsfläche mit hohem
Naturwert gesamt (Bezogen auf
Landwirtschafts-, Wald- und
Teichflächen)
Mio. ha
Umwelt und Landbewirtschaftung:
Schwäche, Stärke, Risiko
Ländliche Räume: Stärke
-
7,3
2005/2006
LfULG
19 a
Biodiversität:
Baumartenzu-
sammensetzung
Baumartenverteilung
Nadelbäume nach Flächenanteil
%
Umwelt und Landbewirtschaftung:
Schwäche, Risiko
57,6
68,1
2002
BWI²
b
Baumartenverteilung
Laubbäume nach Flächenanteil
%
40,1
29,9
2002
BWI²
c
Anteil Waldflächen und andere
Bewaldete Flächen
(Mischbestände) %
%
73,2
61,5
2002
BWI²
20 a
Bruttonährstoffbilanz
Brutto-N-Bilanz
(Stickstoffüberschuss) kg/ha
kg/ha
104
28,3
BRD 2004-
2006,
Sn: 2005-
2007
BRD: UBA
(KIS), LfULG
b
Brutto-P-Bilanz
(Phosphorüberschuss) kg/ha
kg/ha
-
6,0
2002-2004
LfL 2005
21 a
Wasserqualität: Nitrat-
und Pestizitbelastung
Trend der Nitrat-Konzentration
im Grundwasser [NO
3
mg/l 1992-
1994=100]
mg/l 1992-
1994=100
Umwelt und Landbewirtschaftung:
Stärke, Schwäche
-
33,0 mg
NO3/l (1)
2006
LfULG
b
Trend der Nitrat-Konzentration
im Oberflächenwasser [NO
3
mg/l
1992-1994=100]
mg/l 1992-
1994=100
Umwelt und Landbewirtschaftung:
Stärke, Schwäche
-
24,5 mg
NO3/l (2)
2006
LfULG
c
Trend der Pestizid-
Konzentration im Grundwasser
[μg/l]
1992-
1994=100
Umwelt und Landbewirtschaftung:
Schwäche
-
5,8
2006
LfULG
d
Trend der Pestizid-
Konzentration im
Oberflächenwasser
[μg/l]
1992-
1994=100
Umwelt und Landbewirtschaftung:
Schwäche
-
14,2
2006
LfULG
22
Boden: Risikogebiete für
Bodenerosion
Bodenabtrag
(geschätzt)
t/ha/a
(geschätzt)
Umwelt und Landbewirtschaftung:
Schwäche
-
2,60
2004
LfL
23
Boden: Ökolandbau
Ökologisch bewirtschaftete
Fläche
Tsd. ha
Umwelt und Landbewirtschaftung:
Schwäche, Chance
826
2006
ZMP, SN
Agrarbericht
2008
24* a
Klimawandel: Nawaro-
Produktion in der Land-
und Forstwirtschaft
Nawaro produziert in der
Landwirtschaft
1000t Öl
Äquivalent
Land-, Forst- und
Ernährungswirtschaft: Chance
-
230
2006
SMUL 2007 /
Umwelt-
bericht 2007
b
Nawaro produziert auf FW (Holz
und Holzabfälle, etc. s.
Guidance note G) Schätzwert,
nur für Rohholz (keine
Holzabfälle)
1000t Öl
Äquivalent
-
35,0
2006
SMUL 2007 /
Umwelt-
bericht 2007
25
Klimawandel: LF zur
Erzeugung erneuerbarer
Energien
Nawaro auf stillgelegten Flächen
1000 ha
Land-, Forst- und
Ernährungswirtschaft:
Chance, Risiko
Umwelt und Landbewirtschaftung:
Chance
-
41,0
2006
SMUL 2007
26
Klimawandel/Luftqualität:
Gas-Emission aus der
Landwirtschaft
Treibhausgasemissionen der
LW [1000 t CO
2
Äquivalente]
1000 t CO
2
Äquivalente
Umwelt und Landbewirtschaftung:
Schwäche
52.100
2.033
2006
Eurostat,
LfULG
27 a
Landwirte mit
Nebenerwerbstätigkeit
Betriebsleiter mit zusätzlicher
anderer Erwerbstätigkeit [%]
%
Ländliche Räume: Chance
22,5
43,2
2005
Eurostat,
MEN-D
b
Betriebsleiter weiblich mit
zusätzlicher anderer
Erwerbstätigkeit [%]
%- -
--
c
Betriebsleiter <35 Jahre mit
zusätzlicher anderer
Erwerbstätigkeit [%]
%- -
--
*
(1)
(2)
Index-Trend = -30%
Werte 2006
Zielorientierte Indikatoren 18-27, Teil I
Leitindikator
Index-Trend = +2%
3 von 14

Anhang 3.1.1
Aktualisierung der gemeinsamen Basisindikatoren nach Anhang VIII der Verordnung (EG) Nr. 1974/2006
Bericht zur Halbzeitbewertung des
EPLR im Freistaat Sachsen 2007 - 2013
Basisindikator
Messwert für Sachsen
Einheit
Bewertung alte SWOT
Bereich sowie
Stärke, Schwäche, Risiko,
Chance
Wert BRD
alte SWOT
Wert
Sachsen
alte SWOT
Basisjahr
alt
Quelle alt
18*
Biodiversität: LF mit
hohem Naturwert
LF mit hohem Naturwert (indikativ)
SN Landnutzungsfläche mit
hohem Naturwert gesamt
(Bezogen auf Landwirtschafts-,
Wald- und Teichflächen)
Mio. ha
Umwelt und
Landbewirtschaftung: Schwäche,
Stärke, Risiko
Ländliche Räume: Stärke
0,5
0,1
BRD 2004
SN
2005/
2006
EEA, IRENA,
SN LfL,
LfULG
19 a
Biodiversität:
Baumartenzu-
sammensetzung
Baumartenverteilung Nadelbäume
nach Flächenanteil
%
Umwelt und
Landbewirtschaftung: Schwäche,
Risiko
56,4
74,6
1997
TBFRA 2000,
SN BWI²
2002
b
Baumartenverteilung Laubbäume
nach Flächenanteil
%
25,3
24,3
1997
TBFRA 2000,
SN BWI²
2002
c
Anteil Waldflächen und andere
Bewaldete Flächen
(Mischbestände) %
%
18,4
1,1
1997
TBFRA 2000,
SN BWI²
2002
20 a
Bruttonährstoffbilanz
Brutto-N-Bilanz
(Stickstoffüberschuss) kg/ha
kg/ha
120
60,0
BRD 2002-
2004
OECD, SN
LfL 2005
b
Brutto-P-Bilanz
(Phosphorüberschuss) kg/ha
kg/ha
6,0
-9,8
BRD 2002-
2004
OECD, SN
LfL 2005
21 a
Wasserqualität: Nitrat-
und Pestizitbelastung
Trend der Nitrat-Konzentration im
Grundwasser [NO
3
mg/l 1992-
1994=100]
mg/l 1992-
1994=100
Umwelt und
Landbewirtschaftung:
Stärke, Schwäche
BRD 2002-
2004
LUBW
b
Trend der Nitrat-Konzentration im
Oberflächenwasser [NO
3
mg/l
1992-1994=100]
mg/l 1992-
1994=100
Umwelt und
Landbewirtschaftung:
Stärke, Schwäche
79,5
s. o.
BRD 2000-
2002
EEA
c
Trend der Pestizid-Konzentration
im Grundwasser
[μg/l]
1992-
1994=100
Umwelt und
Landbewirtschaftung:
Schwäche
-
s. o.
-
-
d
Trend der Pestizid-Konzentration
im Oberflächenwasser
[μg/l]
1992-
1994=100
Umwelt und
Landbewirtschaftung:
Schwäche
-
s. o.
-
-
22
Boden: Risikogebiete für
Bodenerosion
Bodenabtrag
(geschätzt)
t/ha/a
(geschätzt)
Umwelt und
Landbewirtschaftung:
Schwäche
0,89
2,60
2004
EEA,
IRENA23, SN
LfL
23
Boden: Ökolandbau
Ökologisch bewirtschaftete Fläche
Tsd. ha
Umwelt und
Landbewirtschaftung: Schwäche,
Chance
734
20,3
2003
Eurostat, SN
Agrarbericht
2003
24* a
Klimawandel: Nawaro-
Produktion in der Land-
und Forstwirtschaft
Nawaro produziert in der
Landwirtschaft
1000t Öl
Äquivalent
Land-, Forst- und
Ernährungswirtschaft:
Chance
948**
303**
2004
EurObservE
R, SN Agrar-
bericht 2003
b
Nawaro produziert auf FW (Holz
und Holzabfälle, etc. s. Guidance
note G) Schätzwert, nur für
Rohholz (keine Holzabfälle)
1000t Öl
Äquivalent
5.191
77,0
2003
Eurostat, SN
SBS, SMUL
2005
25
Klimawandel: LF zur
Erzeugung erneuerbarer
Energien
Nawaro auf stillgelegten Flächen
1000 ha
Land-, Forst- und
Ernährungswirtschaft:
Chance, Risiko
Umwelt und
Landbewirtschaftung: Chance
320,0
31,4
2004
DG-AGRI /
G2, SN
Agrarbericht
2003
26
Klimawandel/Luftqualität:
Gas-Emission aus der
Landwirtschaft
Treibhausgasemissionen der LW
[1000 t CO
2
Äquivalente]
1000 t CO
2
Äquivalente
Umwelt und
Landbewirtschaftung:
Schwäche
87.328
2.104
2003
Eurostat, SN
LfUG
27 a
Landwirte mit
Nebenerwerbstätigkeit
Betriebsleiter mit zusätzlicher
anderer Erwerbstätigkeit [%]
%
Ländliche Räume:
Chance
47,6
46,6
2003
Eurostat, DG-
AGRI,
StaLaSn
2003
b
Betriebsleiter weiblich mit
zusätzlicher anderer
Erwerbstätigkeit [%]
%
-
32,8
2002
StaLaSn
2003
c
Betriebsleiter <35 Jahre mit
zusätzlicher anderer
Erwerbstätigkeit [%]
%
-
67,5
2002
StaLaSn
2003
*
**
wenn in der Erstfassung des EPLR keine Daten vorhanden waren, sind Werte aus der Fassung 03.08.2009 eingefügt
Zielorientierte Indikatoren 18-27, Teil II
Leitindikator
Angaben ursprüngliche SWOT
(EPLR 05.09.2007, Kap. 3.1.6)
4 von 14

Anhang 3.1.1
Aktualisierung der gemeinsamen Basisindikatoren nach Anhang VIII der Verordnung (EG) Nr. 1974/2006
Bericht zur Halbzeitbewertung des
EPLR im Freistaat Sachsen 2007 - 2013
Basisindikator
Messwert für Sachsen
Einheit
Bewertung alte SWOT
Bereich sowie
Stärke, Schwäche, Risiko, Chance
Wert 2006
BRD
Wert 2006
Sachsen
Basisjahr Quelle 2006
28 a
Entwicklung der
Beschäftigungslage im
Nichtlandwirts. Sektor
Anzahl der Erwerbstätigen außer der
Land- und Forstwirtschaft; Fischerei
Tsd.
38.271
1.871
EU 2005 /
2006
VGRdL,
Eurostat /
RDR
NEU
Anzahl der Erwerbstätigen außer der
Land- und Forstwirtschaft; Fischerei
im ländlichen Raum
Tsd.
-
1.148
2006
VGRdL
b
Anzahl der weiblichen Erwerbstätigen
außer
der Land- und Forstwirtschaft;
Fischerei
Tsd.
-
-
-
-
c
Anzahl der 15-24 Jährigen
Erwerbstätigen außer
der Land- und Forstwirtschaft;
Fischerei
Tsd.
-
-
-
-
29
Wirtschaftliche
entwicklung des Nicht-
landwirtschaftlichen
Sektors
Bruttowertschöpfung außer der
Land- und Forstwirtschaft; Fischerei
Mio. EUR
Ländliche Räume: Chance
2.075.440
79.515
EU 2005 /
2006
VGRdL,
Eurostat /
RDR
Bruttowertschöpfung außer der
Land- und Forstwirtschaft; Fischerei
im ländlichen Raum
Mio. EUR
-
48.487
2006
VGRdL
30*
Entwicklung der
Selbständigkeit
Selbständige Erwerbspersonen
Tsd.
Land-, Forst- und
Ernährungswirtschaft: Chance
4.135
223
2006
VGRdL
Selbständige Erwerbspersonen im
ländlichen Raum
Tsd.
-
126
2006
VGRdL
31
Tourismusinfrastruktur
in ländlichen Räumen
Anzahl Gästebetten insgesamt
n
Ländliche Räume: Schwäche,
Risiko
3.329.191
137.896
2006
VGRdL,
Eurostat /
RDR
Anzahl Gästebetten insgesamt
n
Anzahl Gästebetten im ländlichen
Raum insgesamt
n
-
94.517
2006
VGRdL
32
Internetverbindungen
Ausstattungsgrad der Haushalte mit
Internetanschluss
%
67,0
59,0
2006
Eurostat
Ausstattungsgrad der Haushalte mit
Internetanschluss in ländlichen
Gebieten
%
-
26,1
2006
Abgeleitet
aus Daten
des
StaLaSn
33
Entwicklung des
Dienstleistungssektors
Anteil Bruttowertschöpfung des
Dienstleistungssektors
%
-
70,8
2006
Eurostat
Anteil Bruttowertschöpfung des
Dienstleistungssektors im ländlichen
Raum
%
-
67,2
2006
Eurostat
34 a
Wanderungsbilanz
Überschuss der Zu- bzw. Fortzüge
je 1000 EW (Nettowanderung)
Rate je
1000 EW
Land-, Forst- und
Ernährungswirtschaft: Risiko
Ländlicher Raum: Stärke,
Schwäche, Chance, Risiko
-
-1,9
2006
StaLaSn
b
Überschuss der Zu- bzw. Fortzüge
der 15- bis unter 40-Jährigen
je 1000 EW
Rate je
1000 EW
--
- -
c
Überschuss der Zu- bzw. Fortzüge
je 1000 EW im ländl. Raum
Rate je
1000 EW
-
-9,1
2006
StaLaSn
über SMUL
35* a
Lebenslanges Lernen
Anteil der (25- bis 64 Jährigen)
Erwachsenen an Aus- u. Fortbildungs-
maßnahmen national
%
Ländliche Räume: Stärke,
Schwäche, Chance
-
13,7
2006
StaLaSn /
Mikro-
zensus
Anteil der (25- bis 64 Jährigen)
Erwachsenen an Aus- u. Fortbildungs-
maßnahmen im LR
%
-
13,3
2006
StaLaSn /
Mikro-
zensus
b
weibliche Teilnehmer an Aus- und
Fortbildungs-maßnahmen im LR
%- -
- -
c
25-34 jährige Teilnehmer an Aus-
und Fortbildungs-maßnahmen im LR
%- -
- -
36*
Entwicklung von
Lokalen
Aktionsgruppen
Anteil der Bevölkerung in LEADER
–Gebieten am ländlichen Raum
%
Ländliche Räume: Stärke
-
34,5
2006
StaLaSn,
LEADER
Strategien,
ILEK
*
Werte 2006
Zielorientierte Indikatoren 28-36, Teil I
Leitindikator
5 von 14

Anhang 3.1.1
Aktualisierung der gemeinsamen Basisindikatoren nach Anhang VIII der Verordnung (EG) Nr. 1974/2006
Bericht zur Halbzeitbewertung des
EPLR im Freistaat Sachsen 2007 - 2013
Basisindikator
Messwert für Sachsen
Einheit
Bewertung alte SWOT
Bereich sowie
Stärke, Schwäche, Risiko, Chance
Wert BRD
alte
SWOT
Wert
Sachsen
alte SWOT
Basisjahr
alt
Quelle alt
28 a
Entwicklung der
Beschäftigungslage im
Nichtlandwirts. Sektor
Anzahl der Erwerbstätigen außer der
Land- und Forstwirtschaft; Fischerei
Tsd.
37.763
1.779
2002
Eurostat,
StaLaSn /
Arbeitsmarkt
NEU
Anzahl der Erwerbstätigen außer der
Land- und Forstwirtschaft; Fischerei
im ländlichen Raum
Tsd.
-
881**
2006
StaLaSn
2006, VGRdL,
Eurostat
b
Anzahl der weiblichen
Erwerbstätigen außer
der Land- und Forstwirtschaft;
Fischerei
Tsd.
-
824
2002
StaLaSn /
Arbeitsmarkt
c
Anzahl der 15-24 Jährigen
Erwerbstätigen außer
der Land- und Forstwirtschaft;
Fischerei
Tsd.
-
244
2002
StaLaSn /
Arbeitsmarkt
29
Wirtschaftliche
entwicklung des Nicht-
landwirtschaftlichen
Sektors
Bruttowertschöpfung außer der Land-
und Forstwirtschaft; Fischerei
Mio. EUR
Ländliche Räume: Chance
1.937.000
69.616
2002
Eurostat,
StaLaSn,
VGRdL
Bruttowertschöpfung außer der Land-
und Forstwirtschaft; Fischerei im
ländlichen Raum
Mio. EUR
-
37.264**
2006
StaLaSn
2006, VGRdL
B.1 R. 1
30*
Entwicklung der
Selbständigkeit
Selbständige Erwerbspersonen
Tsd.
Land-, Forst- und
Ernährungswirtschaft: Chance
3.879
192
2004
Eurostat,
StaLaSn
Selbständige Erwerbspersonen im
ländlichen Raum
Tsd.
-
96,6**
2006
StaLaSn /
Mikrozensus
31
Tourismusinfrastruktur
in ländlichen Räumen
Anzahl Gästebetten insgesamt
n
Ländliche Räume: Schwäche,
Risiko
3.292.221
63.927
2004
Eurostat,
StaLaSn (1)
Anzahl Gästebetten insgesamt
n
111.368**
2006
Beherber-
gungsstat.
2006
Anzahl Gästebetten im ländlichen
Raum insgesamt
n
-
63.927**
2004
StaLaSn (1)
32
Internetverbindungen
Ausstattungsgrad der Haushalte mit
Internetanschluss
%
54,0
34,7
2003
Eurostat,
StaLaSn
Ausstattungsgrad der Haushalte mit
Internetanschluss in ländlichen
Gebieten
%----
33
Entwicklung des
Dienstleistungssektors
Anteil Bruttowertschöpfung des
Dienstleistungssektors
%
70,1
69,6
2002
Eurostat,
StaLaSn
2006, VGRdL
B.1 R.1
Anteil Bruttowertschöpfung des
Dienstleistungssektors im ländlichen
Raum
%
-
69,6**
2006
Eurostat,
StaLaSn
2006, VGRdL
B.1 R.2
34 a
Wanderungsbilanz
Überschuss der Zu- bzw. Fortzüge
je 1000 EW (Nettowanderung)
Rate je
1000 EW
Land-, Forst- und
Ernährungswirtschaft: Risiko
Ländliche Räume: Stärke,
Schwäche, Chance, Risiko
1,7
-2,1
2003
Eurostat,
StaLaSn /
Bevölkerungs-
bewegung
b
Überschuss der Zu- bzw. Fortzüge
der 15- bis unter 40-Jährigen
je 1000 EW
Rate je
1000 EW
-
-6,0
2004
StaLaSn /
Bevölkerungs-
bewegung
c
Überschuss der Zu- bzw. Fortzüge
je 1000 EW im ländl. Raum
Rate je
1000 EW
-- - -
35* a
Lebenslanges Lernen
Anteil der (25- bis 64 Jährigen)
Erwachsenen an Aus- u.
Fortbildungsmaßnahmen national
%
Ländliche Räume: Stärke,
Schwäche, Chance
7,4
13,3
2004
Eurostat,
StaLaSn
Anteil der (25- bis 64 Jährigen)
Erwachsenen an Aus- u.
Fortbildungsmaßnahmen im LR
%----
b
weibliche Teilnehmer an Aus- und
Fortbildungsmaßnahmen im LR
%
-
8,8
2004
StaLaSn
c
25-34 jährige Teilnehmer an Aus-
und Fortbildungsmaßnahmen im LR
%
-
16,9
2004
StaLaSn
36*
Entwicklung von
Lokalen Aktionsgruppen
Anteil der Bevölkerung in LEADER
–Gebieten am ländlichen Raum
%
Ländliche Räume: Stärke
12,4
48,0
2004
DG-AGRI-F3,
SN SMUL
*
**
(1)
Reiseverkehrsstatistik
wenn in der Erstfassung des EPLR keine Daten vorhanden waren, sind Werte aus der Fassung 03.08.2009 eingefügt
Zielorientierte Indikatoren 28-36, Teil II
Angaben ursprüngliche SWOT
(EPLR 05.09.2007, Kap. 3.1.6)
Leitindikator
6 von 14

Anhang 3.1.1
Aktualisierung der gemeinsamen Basisindikatoren nach Anhang VIII der Verordnung (EG) Nr. 1974/2006
Bericht zur Halbzeitbewertung des
EPLR im Freistaat Sachsen 2007 - 2013
Basisindikator
Messwert für Sachsen
Einheit
Bewertung alte SWOT
Bereich sowie
Stärke, Schwäche, Risiko, Chance
Wert 2006
BRD
Wert 2006
Sachsen
Basisjahr
Quelle 2006
1
Ausweisung ländlicher
Gebiete
Anteil der Raumkategorien
„ländlicher Raum“ und „verdichtete
Bereiche im ländlichen Raum“ an
der Gesamtfläche
%
-
19
2006
Eurostat
2a
Bedeutung ländlicher
Gebiete
Flächenanteil des ländlichen
Raums
%
-
86,9
2008
StaLaSn
b
Anteil Bevölkerung des ländlichen
Raums
%
-
56,4
2006
BBSR und
eigene
Berechnung
c
b.1 Anteil der weiblichen
Bevölkerung des ländlichen Raums
%- -
- -
d
b.2 Anteil Bevölkerung 0-14 J. des
ländlichen Raums
%
-
10,6
2006
StaLaSn
e
b.2 Anteil Bevölkerung 15-64J. des
ländlichen Raums
%
-
66,8
2006
StaLaSn
f
b.2 Anteil Bevölkerung 65 J. des
ländlichen Raums
%
-
22,6
2006
StaLaSn
g
Anteil BIP des ländlichen Raums
am BIP SN
%
-
47,7
2006
Eurostat
h
Anteil Erwerbstätige des ländlichen
Raums an den Erwerbstätigen
%
-
56,7
2006
BBSR und
eigene
Berechnung
3a
Nutzung
landwirtschaftlicher
Flächen
Anteil Ackerland
%
69,9
78,9
2005
StBA
b
Anteil Dauergrünland
%
28,9
20,4
2005
StBA
c
Anteil Dauerkulturen
%
1,17
0,63
2005
StBA
4 a
Agrarstruktur
Anzahl landwirtschaftlicher Betriebe
n
Land-, Forst- und
Ernährungswirtschaft: Stärke
389.880
7.790
2005
Eurostat
b
Landwirtschaftlich genutzte Fläche
(LF)
ha
Land-, Forst- und
Ernährungswirtschaft: Stärke
17.035.220
912.520
2005
Eurostat
c
Durchschnittliche Betriebsgröße
landwirtschaftlicher Unternehmen
ha
Land-, Forst- und
Ernährungswirtschaft: Stärke
43,7
117
2005
Abgeleitet
aus Daten
Eurostat
cc
Verteilung der Betriebsgröße
landwirtschaftlicher Unternehmen in
< 5 ha
%
-
29,5
2006
StaLaSn (1)
ccc
Verteilung der Betriebsgröße
landwirtschaftlicher Unternehmen in
von 5 bis 50 ha
%
-
42,2
2006
StaLaSn (1)
ccc
c
Verteilung der Betriebsgröße
landwirtschaftlicher Unternehmen in
> 50 ha
%
-
28,3
2006
StaLaSn (1)
d
Durchschnittliche wirtschaftliche
Betriebsgröße (EGE)
EGE /
Betrieb
Land-, Forst- und
Ernährungswirtschaft: Stärke
49,7
117
2005
Abgeleitet
aus Daten
Eurostat
dd
Verteilung der wirtschaftlichen
Betriebsgröße;
landwirtschaftlicher Unternehmen in
< 2 ESU
%
12,6
16,5
2005
Abgeleitet
aus Daten
Eurostat (2)
dd
d
Verteilung der wirtschaftlichen
Betriebsgröße;
landwirtschaftlicher Unternehmen
von 2 bis 100 ESU
%
75,7
65,3
2005
Abgeleitet
aus Daten
Eurostat (2)
dd
dd
Verteilung der wirtschaftlichen
Betriebsgröße;
landwirtschaftlicher Unternehmen
über 100 ESU
%
11,7
18,2
2005
Abgeleitet
aus Daten
Eurostat (2)
e
Anzahl Arbeitskräfte in der LW
JAE
Land-, Forst- und
Ernährungswirtschaft: Stärke
643.230
26.670
2005
Eurostat
*
(1)
(2)
stimmen mit den Werten des StaLaSn (Basis EGE) überein
Wert 2006
Kontextbezogene Indikatoren 1-4, Teil I
Leitindikator
repräsentative Bodennutzungshaupterhebung
7 von 14

Anhang 3.1.1
Aktualisierung der gemeinsamen Basisindikatoren nach Anhang VIII der Verordnung (EG) Nr. 1974/2006
Bericht zur Halbzeitbewertung des
EPLR im Freistaat Sachsen 2007 - 2013
Basisindikator
Messwert für Sachsen
Einheit
Bewertung alte SWOT
Bereich sowie
Stärke, Schwäche, Risiko, Chance
Wert BRD
alte SWOT
Wert
Sachsen
alte SWOT
Basisjahr
alt
Quelle alt
1
Ausweisung
ländlicher Gebiete
Anteil der Raumkategorien
„ländlicher Raum“ und „verdichtete
Bereiche im ländlichen Raum“ an der
Gesamtfläche
%
-
83,0
2006
Landesent-
wicklungs-
bericht SN
2006
2a
Bedeutung ländlicher
Gebiete
Flächenanteil des ländlichen Raums
%
36,5
83,5
2003
Sn 2004
Eurostat, SN
LfL, StaLaSn
b
Anteil Bevölkerung des ländlichen
Raums
%
13,2
47,9
2003
SN 2004
Eurostat, SN
LfL, StaLaSn
c
b.1 Anteil der weiblichen
Bevölkerung des ländlichen Raums
%
-
50,9
SN 2004
SN LfL,
StaLaSn
d
b.2 Anteil Bevölkerung 0-14 J. des
ländlichen Raums
%
-
10,7
SN
2004
SN LfL,
StaLaSn
e
b.2 Anteil Bevölkerung 15-64J. des
ländlichen Raums
%
-
67,9
SN
2004
SN LfL,
StaLaSn
f
b.2 Anteil Bevölkerung 65 J. des
ländlichen Raums
%
-
21,4
SN
2004
SN LfL,
StaLaSn
g
Anteil BIP des ländlichen Raums am
BIP Sn
%
9,7
42,9
2002
SN 2003
Eurostat, SN
LfL, StaLaSn
h
Anteil Erwerbstätige des ländlichen
Raums an den Erwerbstätigen
%
11,3
50,6
2002
SN
März2004
Eurostat, SN
LfL, StaLaSn
3a
Nutzung
landwirtschaftlicher
Flächen
Anteil Ackerland
%
69,7
79,4
2003
Eurostat
b
Anteil Dauergrünland
%
29,1
19,9
2003
Eurostat
c
Anteil Dauerkulturen
%
1,20
0,70
2003
Eurostat
4 a
Agrarstruktur
Anzahl landwirtschaftlicher Betriebe
n
Land-, Forst- und
Ernährungswirtschaft: Stärke
412.300
6.564
2003
Eurostat
b
Landwirtschaftlich genutzte Fläche
(LF)
ha
Land-, Forst- und
Ernährungswirtschaft: Stärke
16.981.750
914.480
2003
Eurostat
c
Durchschnittliche Betriebsgröße
landwirtschaftlicher Unternehmen
ha
Land-, Forst- und
Ernährungswirtschaft: Stärke
41,2
113
2003
Eurostat
cc
Verteilung der Betriebsgröße
landwirtschaftlicher Unternehmen in
< 5 ha
%
21,3
35,8
2005
Werte im EPLR
in ha, %
Abgeleitet aus
Daten Eurostat
ccc
Verteilung der Betriebsgröße
landwirtschaftlicher Unternehmen in
von 5 bis 50 ha
%
52,7
50,7
2005
Werte im EPLR
in ha, %
Abgeleitet aus
Daten Eurostat
cccc
Verteilung der Betriebsgröße
landwirtschaftlicher Unternehmen in
> 50 ha
%
20,5
32,1
2005
Werte im EPLR
in ha, %
abgeleitet aus
Daten Eurostat
d
Durchschnittliche wirtschaftliche
Betriebsgröße (EGE)
EGE /
Betrieb
Land-, Forst- und
Ernährungswirtschaft: Stärke
51,0
125
2003
Eurostat
dd
Verteilung der wirtschaftlichen
Betriebsgröße;
landwirtschaftlicher Unternehmen in
< 2 ESU
%
ddd
Verteilung der wirtschaftlichen
Betriebsgröße;
landwirtschaftlicher Unternehmen
von 2 bis 100 ESU
%
dddd
Verteilung der wirtschaftlichen
Betriebsgröße;
landwirtschaftlicher Unternehmen
über 100 ESU
%
e
Anzahl Arbeitskräfte in der LW
JAE
Land-, Forst- und
Ernährungswirtschaft: Stärke
688.780
27.200
2003
Eurostat
*
**
Kontextbezogene Indikatoren 1-4, Teil II
Angaben ursprüngliche SWOT
(EPLR 05.09.2007, Kap. 3.1.6)
Leitindikator
wenn in der Erstfassung des EPLR keine Daten vorhanden waren, sind Werte aus der Fassung 03.08.2009 eingefügt
8 von 14

Anhang 3.1.1
Aktualisierung der gemeinsamen Basisindikatoren nach Anhang VIII der Verordnung (EG) Nr. 1974/2006
Bericht zur Halbzeitbewertung des
EPLR im Freistaat Sachsen 2007 - 2013
Basisindikator
Messwert für Sachsen
Einheit
Bewertung alte SWOT
Bereich sowie
Stärke, Schwäche, Risiko, Chance
Wert 2006
BRD
Wert 2006
Sachsen
Basisjahr
Quelle 2006
5
a
Forststruktur
Waldfläche
Tsd. ha
Land-, Forst- und
Ernährungswirtschaft: Schwäche
-
523
2007
Forstbericht
2008
b
Anteil Wald, außer Privat-, Staats-,
und Landeswald
%
-
11,0
2007
Forstbericht
2008
c
Anteil Privatwald
%
-
45,0
2007
Forstbericht
2008
Anteil Staatswald
%
44,0
2007
Forstbericht
2008
d
Durchschnittliche Betriebsgröße im
Privatwald
ha
--
- -
6
Waldproduktivität
Holzzuwachs
m³/ha/a
Land-, Forst- und
Ernährungswirtschaft: Stärke
-
9,4
2007
Forstbericht
2007
7a
Flächennutzung /
Bodendeckung
Anteil Flächennutzung:
Landwirtschaft
%
-
56,0
2006
StaLaSn 2006
b
Anteil Flächennutzung:
Waldflächen
%
-
27,0
2006
StaLaSn 2006
c
Anteil Flächennutzung:
Naturflächen
%
-
1,2
2006
"Unland" gem.
StaLaSn-
Definition 2006
d
Anteil Flächennutzung:
Bebaut
%
Umwelt und Landbewirtschaftung:
Schwäche, Risiko
-
11,3
2006
StaLaSn 2006
berichtigt direkt
8
a
Benachteiligte Gebiete
Anteil LF außerhalb benachteiligter
Gebiete
%
50,4
61,3
2005
EPLR SN (1)
b
Anteil LF Bergebiete
%
Umwelt und Landbewirtschaftung:
Schwäche
1,9
0,2
2005
EPLR SN (1)
c
Anteil LF Benachteiligte Agrarzonen
%
Umwelt und Landbewirtschaftung:
Schwäche
46,5
38,5
2005
EPLR SN (1)
d
Anteil LF Gebiete mit spezifischen
Nachteilen
%
1,2
0,0
2005
EPLR SN (1)
9
a
Gebiete mit extensiver LW
Anteil LF mit extensivem
Marktfruchtbau %
(Marktfruchtanbau auf Flächen
deren Getreideertrag unter 60 %
des EU-27 Durchschnitts liegt.)
%
0
0
2005
Eurostat
(FSS/crops
production)
b
Anteil LF mit extensiver
Weidehaltung %
%
-
3,91
2006
Agrarbericht
2006
10 a
Natura 2000 Gebiete
Anteil Natura 2000-Gebiete an
Landesfläche
%
Umwelt und Landbewirtschaftung:
Stärke, Chance
-
15,9
2006
BfN, LfUG
b
Anteil der landwirtschaftlichen
Nutzfläche mit NATURA 2000-
Gebieten
%
4,07
11,5
2005, Sn
2006
EEA (EUNIS),
LfUG
c
Anteil der Waldflächen mit NATURA
2000-Gebieten
%
11,59
28,6
2006
LfUG
11
Biodiversität: Geschützte
Waldfläche
Anteil geschützter Waldflächen in
NATURA 2000-Gebieten
%
Umwelt und Landbewirtschaftung:
Schwäche
-
98,7
2006
LfUG
12
Entwicklung der
Waldfläche
Durchschnittliche jährliche
Zunahme der Wald- und
Forstfläche
ha/Jahr
Land-, Forst- und
Ernährungswirtschaft: Stärke
-
500,6
2007
Forstbericht
2008
13 a
Gesundheitszustand des
Waldes
Anteil geschädigte Bäume gesamt
in Schadstufe 2-4
%
Umwelt und Landbewirtschaftung:
Schwäche, Chance
25
14
2006
Wald-zustands-
bericht 2007,
WB 2009,
Eurostat
b
Anteil geschädigte Nadelbäume in
Schadstufe 2-4
%
-
14
2007
Wald-zustands-
bericht 2008
c
Anteil geschädigte Laubbäume in
Schadstufe 2-4
%
-
26
2007
Wald-zustands-
bericht 2008
Anteil geschädigte Mischwald in
Schadstufe 2-4
% 17
*
(1)
Agrarstrukturerhebung sowie Nationaler Strategieplan
Werte 2006
Kontextbezogene Indikatoren 5-13, Teil I
Leitindikator
9 von 14

Anhang 3.1.1
Aktualisierung der gemeinsamen Basisindikatoren nach Anhang VIII der Verordnung (EG) Nr. 1974/2006
Bericht zur Halbzeitbewertung des
EPLR im Freistaat Sachsen 2007 - 2013
Basisindikator
Messwert für Sachsen
Einheit
Bewertung alte SWOT
Bereich sowie
Stärke, Schwäche, Risiko, Chance
Wert BRD
alte SWOT
Wert
Sachsen
alte SWOT
Basisjahr
alt
Quelle alt
5
a
Forststruktur
Waldfläche
Tsd. ha
Land-, Forst- und
Ernährungswirtschaft: Schwäche
10.142
513
2000
TBFRA
2000, SN
LFP 2005
b
Anteil Wald, außer Privat-, Staats-,
und Landeswald
%
19,9
16,8
2000
TBFRA
2000, SN
LFP 2006
c
Anteil Privatwald
%
46,7
39,9
2000
TBFRA
2000, SN
LFP 2007
Anteil Bundes, Landeswald
%
43,7**
2006
SMUL
d
Durchschnittliche Betriebsgröße im
Privatwald
ha
14,2
2,8
2003
MCPFE
2003, SN
LFP 2005
6
Waldproduktivität
Holzzuwachs
m³/ha/a
Land-, Forst- und
Ernährungswirtschaft: Stärke
8,8
9,5
2000
Eurostat,
TBFRA
2000, SN
BWI² 2008-
2012
7a
Flächennutzung /
Bodendeckung
Anteil Flächennutzung:
Landwirtschaft
%
59,9
56,0
2000
CLC 2000,
StaLaSn (1)
b
Anteil Flächennutzung:
Waldflächen
%
29,1
26,5
2000
CLC 2000,
StaLaSn (1)
c
Anteil Flächennutzung:
Naturflächen
%
-
1,1**
2000
CLC 2000,
StaLaSn (1)
d
Anteil Flächennutzung:
Bebaut
%
Umwelt und Landbewirtschaftung:
Schwäche, Risiko
8
a
Benachteiligte Gebiete
Anteil LF außerhalb benachteiligter
Gebiete
%
50,4
61,1
2000
Eurostat, SN
LfL 2004
b
Anteil LF Bergebiete
%
Land-, Forst- und
Ernährungswirtschaft: Schwäche
1,9
0,2
2000
Eurostat, SN
LfL 2004
c
Anteil LF Benachteiligte Agrarzonen
%
Land-, Forst- und
Ernährungswirtschaft: Schwäche
46,5
38,7
2000
Eurostat, SN
LfL 2004
d
Anteil LF Gebiete mit spezifischen
Nachteilen
%
1,2
0,0
2000
Eurostat, SN
LfL 2004
9
a
Gebiete mit extensiver LW
Anteil LF mit extensivem
Marktfruchtbau %
(Marktfruchtanbau auf Flächen
deren Getreideertrag unter 60 %
des EU-27 Durchschnitts liegt.)
%
0,0
0,0
2003
Eurostat
b
Anteil LF mit extensiver
Weidehaltung %
%
0,3
0,0
2003
Eurostat
10 a
Natura 2000 Gebiete
Anteil Natura 2000-Gebiete an
Landesfläche
%
Umwelt und Landbewirtschaftung:
Stärke, Chance
10,8
9,2
Mai 2005
Sn
2003
DG-ENV,
LfUG
b
Anteil der landwirtschaftlichen
Nutzfläche mit NATURA 2000-
Gebieten
%
4,1
11,5
Dez 2004
Sn 2006
EEA
(ETC_NPB),
SN SMUL,
SN LfL,
LfUG
c
Anteil der Waldflächen mit NATURA
2000-Gebieten
%
11,5
28,6
Dez 2004
EEA
(ETC_NPB),
LfUG
11
Biodiversität: Geschützte
Waldfläche
Anteil geschützter Waldflächen in
NATURA 2000-Gebieten
%
Umwelt und Landbewirtschaftung:
Schwäche
0,0/0,8/19,
1/43,6
98,7
2000/2002
MCPFE
2003
12
Entwicklung der
Waldfläche
Durchschnittliche jährliche
Zunahme der Wald- und
Forstfläche
ha/Jahr
Land-, Forst- und
Ernährungswirtschaft: Stärke
-
507**
2000-2005
Frau 2005,
SN LFP
1993-2004
13 a
Gesundheitszustand des
Waldes
Anteil geschädigte Bäume gesamt
in Schadstufe 2-4
%
Umwelt und Landbewirtschaftung:
Schwäche, Chance
31,4
15,0
2004
ICP 2005,
SN WZB
2005
b
Anteil geschädigte Nadelbäume in
Schadstufe 2-4
%
26,3
13,0
2004
ICP 2005,
SN WZB
2005
c
Anteil geschädigte Laubbäume in
Schadstufe 2-4
%
41,5
27,0
2004
ICP 2005,
SN WZB
2005
Anteil geschädigte Mischwald in
Schadstufe 2-4
%
*
**
wenn in der Erstfassung des EPLR keine Daten vorhanden waren, sind Werte aus der Fassung 03.08.2009 eingefügt
Kontextbezogene Indikatoren 5-13, Teil II
Angaben ursprüngliche SWOT
(EPLR 05.09.2007, Kap. 3.1.6)
Leitindikator
10 von 14

Anhang 3.1.1
Aktualisierung der gemeinsamen Basisindikatoren nach Anhang VIII der Verordnung (EG) Nr. 1974/2006
Bericht zur Halbzeitbewertung des
EPLR im Freistaat Sachsen 2007 - 2013
Basisindikator
Messwert für Sachsen
Einheit
Bewertung alte SWOT
Bereich sowie
Stärke, Schwäche, Risiko, Chance
Wert 2006
BRD
Wert 2006
Sachsen
Basisjahr
Quelle 2006
14
Wasserqualität
Anteil LF , die vor erhöhter
Nitratbelastung zu schützen ist
%
100
100
2006
DG-ENV
15
Wassernutzung
Anteil LF mit Bewässerung
%
-
0,25
2002
StaLaSn (1)
16
Schutzwälder –
hauptsächlich
Boden und Wasser
Anteil Wasserschutzgebiete unter
Wald
%
-
51,9
2008
Forstbericht
2008
17 a
Bevölkerungsdichte
Bevölkerungsdichte
EW/km²
231
231
2006
Eurostat
b
Bevölkerungsdichte im ländlichen
Raum
EW/km²
-
130
2006
StaLaSn 2006
(2)
18 a
Altersstruktur
Anteil der Bevölkerung 0-14J.
%
Ländliche Räume: Risiko
-
10,3
2006
StaLaSn
b
Anteil der Bevölkerung 15-64 J.
%
-
66,6
2006
StaLaSn
d
Anteil der Bevölkerung >=65 J.
%
-
23,1
2006
StaLaSn
e
Anteil der Bevölkerung 0-14J. im
ländlichen Raum
%
-
10,6
2006
StaLaSn
f
Anteil der Bevölkerung 15-64 J. im
ländlichen Raum
%
-
66,8
2006
StaLaSn
g
Anteil der Bevölkerung >=65 J. im
ländlichen Raum
%
-
22,6
2006
StaLaSn
19 a
Wirtschaftsstruktur
Anteil der Bruttowertschöpfung im
Primärsektor
%
0,85
0,88
2006
Eurostat,
VGRdL
b
Anteil der Bruttowertschöpfung im
Sekundärsektor
%
29,4
29,4
2006
Eurostat,
VGRdL
c
Anteil der Bruttowertschöpfung im
Tertiärsektor
%
69,7
69,7
2006
Eurostat,
VGRdL
d
Anteil der Bruttowertschöpfung im
Primärsektor im ländlichen Raum
%
-
0,8
2006
StaLaSn 2006,
VGRdL B1R1
e
Anteil der Bruttowertschöpfung im
Sekundärsektor im ländlichen
Raum
%
-
29,3
2006
StaLaSn 2006,
VGRdL B1R1
f
Anteil der Bruttowertschöpfung im
Tertiärsektor im ländlichen Raum
%
-
69,9
2006
StaLaSn 2006,
VGRdL B1R1
20 a
Beschäftigungs-struktur
Anteil Erwerbstätige im
Primärsektor
%
2,1
2,2
2006
VGRdL
b
Anteil Erwerbstätige im
Sekundärsektor
%
25,6
26,6
2006
VGRdL
c
Anteil Erwerbstätige im
Tertiärsektor
%
72,3
71,2
2006
VGRdL
d
Anteil Erwerbstätige im
Primärsektor im ländlichen Raum
%
-
3,5
2006
StaLaSn 2006,
Beschäfti-
gungsstatistik
der BA
e
Anteil Erwerbstätige im
Sekundärsektor im ländlichen
Raum
%
-
36,2
2006
StaLaSn 2006,
Beschäfti-
gungsstatistik
der BA
f
Anteil Erwerbstätige im
Tertiärsektor im ländlichen Raum
%
-
60,2
2006
StaLaSn 2006,
Beschäfti-
gungsstatistik
der BA
*
(1)
(2)
Bevölkerungsfortschreibung
Werte 2006
Kontextbezogene Indikatoren 14-20, Teil I
Leitindikator
keine aktuelleren Werte verfügbar
11 von 14

Anhang 3.1.1
Aktualisierung der gemeinsamen Basisindikatoren nach Anhang VIII der Verordnung (EG) Nr. 1974/2006
Bericht zur Halbzeitbewertung des
EPLR im Freistaat Sachsen 2007 - 2013
Basisindikator
Messwert für Sachsen
Einheit
Bewertung alte SWOT
Bereich sowie
Stärke, Schwäche, Risiko, Chance
Wert BRD
alte SWOT
Wert
Sachsen
alte SWOT
Basisjahr
alt
Quelle alt
14
Wasserqualität
Anteil LF , die vor erhöhter
Nitratbelastung zu schützen ist
%
100
100
2005
DG-ENV
15
Wassernutzung
Anteil LF mit Bewässerung
%
-
0,25
2003
Eurostat /
FSS,
StaLaSn
2002
16
Schutzwälder –
hauptsächlich
Boden und Wasser
Anteil Wasserschutzgebiete
unter Wald
%
22,6
12,3
2000/2002
MCPFE, SN
SBS 2006
17 a
Bevölkerungsdichte
Bevölkerungsdichte
EW/km²
231
235
2003
Eurostat,
StaLaSn
b
Bevölkerungsdichte im
ländlichen Raum
EW/km²
18 a
Altersstruktur
Anteil der Bevölkerung 0-14J.
%
Ländliche Räume: Risiko
15,5
11,9
2001
Eurostat,
StaLaSn
b
Anteil der Bevölkerung 15-64 J.
%
67,8
68,8
2001
Eurostat,
StaLaSn
d
Anteil der Bevölkerung >=65 J.
%
16,6
19,3
2001
Eurostat,
StaLaSn
e
Anteil der Bevölkerung 0-14J. im
ländlichen Raum
%
-
10,4**
2006
SN LfL,
StaLaSn
f
Anteil der Bevölkerung 15-64 J.
im ländlichen Raum
%
-
66,3**
2006
SN LfL,
StaLaSn
g
Anteil der Bevölkerung >=65 J.
im ländlichen Raum
%
-
23,3**
2006
SN LfL,
StaLaSn
19 a
Wirtschaftsstruktur
Anteil der Bruttowertschöpfung
im Primärsektor
%
1,10
1,3
2002-2003
Eurostat,
StaLaSn,
VGR 2003
b
Anteil der Bruttowertschöpfung
im Sekundärsektor
%
29,00
28,3
2002-2003
Eurostat,
StaLaSn,
VGR 2003
c
Anteil der Bruttowertschöpfung
im Tertiärsektor
%
69,90
70,4
2002-2003
Eurostat,
StaLaSn,
VGR 2003
d
Anteil der Bruttowertschöpfung
im Primärsektor im ländlichen
Raum
%
e
Anteil der Bruttowertschöpfung
im Sekundärsektor im ländlichen
Raum
%
f
Anteil der Bruttowertschöpfung
im Tertiärsektor im ländlichen
Raum
%
20 a
Beschäftigungsstruktur
Anteil Erwerbstätige im
Primärsektor
%
2,40
2,5
2002
Eurostat, GD-
AGRI,
StaLaSn /
Arbeitsmarkt
2003
b
Anteil Erwerbstätige im
Sekundärsektor
%
27,80
28,8
2002
Eurostat, GD-
AGRI,
StaLaSn /
Arbeitsmarkt
2003
c
Anteil Erwerbstätige im
Tertiärsektor
%
69,70
68,7
2002
Eurostat, GD-
AGRI,
StaLaSn /
Arbeitsmarkt
2003
d
Anteil Erwerbstätige im
Primärsektor im ländlichen Raum
%
e
Anteil Erwerbstätige im
Sekundärsektor im ländlichen
Raum
%
f
Anteil Erwerbstätige im
Tertiärsektor im ländlichen Raum
%
*
**
Kontextbezogene Indikatoren 14-20, Teil II
Angaben ursprüngliche
SWOT (EPLR 05.09.2007, Kap. 3.1.6)
wenn in der Erstfassung des EPLR keine Daten vorhanden waren, sind Werte aus der Fassung 03.08.2009 eingefügt
Leitindikator
12 von 14

Anhang 3.1.1
Aktualisierung der gemeinsamen Basisindikatoren nach Anhang VIII der Verordnung (EG) Nr. 1974/2006
Bericht zur Halbzeitbewertung des
EPLR im Freistaat Sachsen 2007 - 2013
Basisindikator
Messwert für Sachsen
Einheit
Bewertung alte SWOT
Bereich sowie
Stärke, Schwäche, Risiko, Chance
Wert 2006
BRD
Wert 2006
Sachsen
Basisjahr
Quelle 2006
21 a
Langzeitarbeitslosigkeit
SN Anteil Langzeitarbeitslose
(>12 Monate) an Arbeitslosen
%
5,7
10,4
2006
Eurostat
b
SN Anteil weiblicher
Langzeitarbeitsloser
(>12 Monate) an Arbeitslosen
%
5,3
36,1
2006
BA /
Arbeitsmarkt
2006
c
SN Anzahl unter 25 jähriger
Langzeitarbeitsloser
(>12 Monate)
n
48.664
-
2006
BA /
Arbeitsmarkt
2006
aa
SN Anteil Langzeitarbeitslose
(>12 Monate) an Arbeitslosen
im ländlichen Raum
%
-
36,1
2007
StaLaSn
22 a
Bildungsstand
Anteil der Bevölkerung (25-64
Jährige) mit mittlerem oder
höherem Bildungsabschluss
%
-
95,2
2006
StaLaSn
b
Anteil weiblicher Bevölkerung mit
mittlerem oder höherem
Bildungsabschluss
%
-
80,4
2006
StaLaSn
aa
Anteil der Bevölkerung (25-64
Jährige) mit mittlerem oder
höherem Bildungsabschluss im
ländlichen Raum
%
-
95,8
2006
StaLaSn
23 a
Internetinfrastruktur
DSL coverage
%
83,7
82,9
2006
Breitband-
atlas BMWI
b
DSL coverage rural areas
%
77,0
74,4
2006
Abgeleitet
Breitband-
atlas BMWI
*
Werte 2006
Kontextbezogene Indikatoren 21-23, Teil I
Leitindikator
13 von 14

Anhang 3.1.1
Aktualisierung der gemeinsamen Basisindikatoren nach Anhang VIII der Verordnung (EG) Nr. 1974/2006
Bericht zur Halbzeitbewertung des
EPLR im Freistaat Sachsen 2007 - 2013
Basisindikator
Messwert für Sachsen
Einheit
Bewertung alte SWOT
Bereich sowie
Stärke, Schwäche, Risiko,
Chance
Wert BRD
alte SWOT
Wert
Sachsen
alte SWOT
Basisjahr
alt
Quelle alt
21 a
Langzeitarbeitslosigkeit
SN Anteil Langzeitarbeitslose
(>12 Monate) an Arbeitslosen
%
4,9
42,8
2003
Eurostat, GD-
AGRI,
StaLaSn (1)
b
SN Anteil weiblicher
Langzeitarbeitsloser (>12 Monate)
an Arbeitslosen
%
-
49,7
2003
Eurostat, GD-
AGRI,
StaLaSn (1)
c
SN Anzahl unter 25 jähriger
Langzeitarbeitsloser (>12 Monate)
n
41.955
4.390
2003
Eurostat, GD-
AGRI,
StaLaSn (1)
aa
SN Anteil Langzeitarbeitslose
(>12 Monate) an Arbeitslosen im
ländlichen Raum
%
-
28,2**
2006
StaLaSn 2006
22 a
Bildungsstand
Anteil der Bevölkerung (25-64
Jährige) mit mittlerem oder
höherem Bildungsabschluss
%
83,9
55,8
2004
Eurostat,
StaLaSn (2)
b
Anteil weiblicher Bevölkerung mit
mittlerem oder höherem
Bildungsabschluss
%
-
52,3
2004
Eurostat,
StaLaSn (2)
aa
Anteil der Bevölkerung (25-64
Jährige) mit mittlerem oder
höherem Bildungsabschluss im
ländlichen Raum
%
-
74,4**
2006
StaLaSn /
Mikrozensus
23 a
Internetinfrastruktur
DSL coverage
%
54,0
55,9**
2003
SN 2006
Eurostat,
StaLaSn (3)
b
DSL coverage rural areas
%
26,1**
2003
SN 2006
Eurostat,
StaLaSn (3)
*
**
(1)
(2)
(3)
Bevölkerung 2005
Einkommens- und Verbrauchsstudie
vorläufiges Ergebnis der Erfassung von 2004-2007, das den Daten von 1993-1997 (= 100) gegenübergestellt wird, siehe Tabellenblatt 2-Z1
Kontextbezogene Indikatoren 21-23, Teil II
Angaben ursprüngliche SWOT
(EPLR 05.09.2007, Kap. 3.1.6)
wenn in der Erstfassung des EPLR keine Daten vorhanden waren, sind Werte aus der Fassung 03.08.2009 eingefügt
Arbeitsmarkt 2003
14 von 14

Anhang 3.1.2
Übersichten zur aktualisierten SWOT-Analyse
Bericht zur Halbzeitbewertung des
EPLR im Freistaat Sachsen 2007 - 2013
STÄRKEN
Nummer
Basisindikator
Überwiegend günstige Bewirtschaftungsstrukturen und Flächenausstattung in den landwirtschaftlichen
Unternehmen
BC 4
Agrarstruktur
Regional gute bis mittlere Böden mit guten Ertragspotenzialen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der
Betriebe
Eine modernisierte, materiell – technische Basis in einigen Produktionsbereichen der Landwirtschaft und
sektorspezifisch in der Ernährungswirtschaft
B 7
Bruttoanlageinvestition in der Land- und Forstwirtschaft;
Fischerei
BC 6
Waldproduktivität
BC 12
Waldflächenentwicklung
hohes Qualifikationsniveau der Beschäftigten in der Landwirtschaft 4* Ausbildung in der LW
B 4
Ausbildung in der Landwirtschaft
SCHWÄCHEN
Nummer
Basisindikator
Eigenkapitalschwäche und hoher Pachtflächenanteil in landwirtschaftlichen Unternehmen
Geringe Wertschöpfung je Erwerbstätigem
B 6
Arbeitsproduktivität in der Landwirtschaft
Kaum regionale Wirtschaftskreisläufe, die die Wertschöpfung in der Region selbst sichern
Geringer Selbstversorgungsgrad mit in Sachsen produzierten tierischen Agrarprodukten und Produkten des
ökologischen Landbaus
Geringe Produktivität in den Unternehmen
B 6
Arbeitsproduktivität in der Landwirtschaft
Überdurchschnittlich hohe Erwerbslosigkeit und fehlende Einkommensmöglichkeiten infolge des
landwirtschaftlichen Strukturwandels
B 3
Arbeitslosigkeit
geringe Bruttojahresverdienste
rückläufige Beschäftigtenzahlen
B 8
Entwicklung der Erwerbstätigkeit im Primärsektor
Kleinflächig parzellierter privater Waldbesitz mit häufig unzureichender Walderschließung
BC 5
Forststruktur
Nur ca. 30% der Waldbesitzer bewirtschaften derzeit ihren Wald aktiv, deshalb ungenutzte Potenziale bezüglich
der Nutzung nachwachsender Rohstoffe und der sich daraus ergebenden Beschäftigungs- und
Einkommensmöglichkeiten
Hoher Veralterungsgrad und daraus resultierender Modernisierungsbedarf des Anlagevermögens in einigen
Produktionsbereichen der Landwirtschaft
B 7
Bruttoanlageinvestition in der Land- und Forstwirtschaft,
Fischerei
SWOT Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft
Forstbetriebe mit zuwachsstarken Waldbeständen (aufgrund der Altersstruktur der Waldbestände) 6
Waldproduktivität
1 von 6

Anhang 3.1.2
Übersichten zur aktualisierten SWOT-Analyse
Bericht zur Halbzeitbewertung des
EPLR im Freistaat Sachsen 2007 - 2013
SWOT Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft
CHANCEN
Nummer
Basisindikator
Starkes Wachstum der Ernährungswirtschaft
B 13
Wirtschaftsentwicklung in der Ernährungsindustrie
Stärkung der unternehmerischen Handlungsfreiheit durch die GAP
Erschließungspotential vion Nutzungsreserven im Privatwald. Diese Nutzungsreserven stellen eine Chance für
eine höhere Wertschöpfung im ländlichen Raum dar.
BC 5
Forststruktur*
Noch ungenutzte Möglichkeiten zur Produktion von nachwachsenden Rohstoffen
B 25
Klimawandel: LF zur Erzeugung erneuerbarer Energien
Vorhandenes Wertschöpfungspotenzial/Marktchancen für Qualitätsprodukte und Spezialitäten
Möglichkeiten für Synergien bei räumlicher Nähe von Unternehmen der Land- und Ernährungswirtschaft
Vorhandene Rationalisierungspotenziale zur Erhöhung der Produktivität und der Wettbewerbsfähigkeit in
landwirtschaftlichen und Verarbeitungs- und Vermarktungsunternehmen
Kapazitätserweiterungen in der Tierproduktion
B 7
Bruttoanlageinvestition in der Land- und Forstwirtschaft,
Fischerei
Nicht ausgeschöpftes Nutzungspotenzial in der Waldwirtschaft bei steigender Nachfrage nach einheimischen
Hölzern sowohl für stoffliche als auch energetische Verwertung
B 8
Klimawandel: Nawaro-Produkte in der Land- und
Forstwirtschaft
Zentrale Lage im gesamteuropäischen Binnenmarkt nach der EU-Osterweiterung (Brückenfunktion)
Ausbaupotenzial bisher weniger genutzter Direktvermrktungswege (Frei-Haus-Lieferungen, Internet,
Bestellservice sowie Filialverkauf)
Hohes Innovations- und Forschungspotenzial
B 30
Entwicklung der Selbständigkeit
RISIKEN
Nummer
Basisindikator
Liberalisierung der Märkte bedingen zunehmenden Kostendruck
B 6
Arbeitsprod. in der Landwirtschaft
Nachhaltig steigende Energiepreise
Sich beschleunigender Klimawandel mit negativen Auswirkungen auf den Waldzustand und auf die
Standortbedingungen für die Landwirtschaft Konkurrenz, Wettbewerb, Lohndruck durch EU-Osterweiterung
B 25
Klimawandel: LF zur Erzeugung erneuerbarer Energien
Konkurrenz, Wettbewerb, Lohndruck durch EU-Osterweiterung
B 1
Wirtschaftsentwicklung
geringe Einkommensmöglichkeit in der Landwirtschaft verstärkt Abwanderung junger Leute
B 34
Wanderungsbilanz
mangelnde Finanzkraft des Ernährungsgewerbes für Werbung, Investitionen sowie höhere innerbetriebliche
Verarbeitungskapazitäten
B 11
Bruttoanlageinvestition in der Ernährungswirtschaft
z. T schadhafter Zustand der Waldwege
weiterhin hoher Rationalisierungsdruck in der Landwirtschaft
B 6
Arbeitsprod. in der Landwirtschaft
Abhängigkeit der Landwirte von stark schwankenden Erlösen der landwirtschaftlichen Urproduktion
B 9
Wirtschaftsentwicklung im Primärsektor
* zusätzlicher Indikator oder geänderte Einschätzung gegenüber der ursprüngl. SWOT im EPLR
2 von 6

Anhang 3.1.2
Übersichten zur aktualisierten SWOT-Analyse
Bericht zur Halbzeitbewertung des
EPLR im Freistaat Sachsen 2007 - 2013
STÄRKEN
Nummer
Basisindikator
Wertvolle Lebensärume, Biotope und Arten von europäischer Bedeutung
BC 10
Natura 2000 Gebiete
Vielfältige naturräumliche Ausstattung
B 18
Biodiversität: LF mit hohem Naturwert
Deutliche Verbesserung der Umweltqualität seit den neunziger Jahren
B 21
Wasserqualität
rückläufiger Trend seit den 1990er Jahren aufgrund gesunkener Viehbestände und Investitionen in
immissionsverringernde Lager- und Ausbringeverfahren
zusätzl.
Luftbelastung durch Ammoniak-Emissionen aus der
Landwirtschaft*
SCHWÄCHEN
Nummer
Basisindikator
Hoher Anteil geschädigter Waldbestände veringert den Zuwachs und das Vorratsvolumen
zusätzl.
BC 13
Gesundheitszustand des Waldes*
Nur langsame Zunahme der Flächen für ökologischen Landbau, Zielsetzung wird nicht erreicht
B 23
Ökolandbau
Anhaltende Gefärdung bzw. negative Tendenzen bei Landschafts- und Artenvielfalt
B 18
Biodiversität: LF mit hohem Naturwert
Anhaltende Gefärdung bzw. negative Tendenzen bei Landschafts- und Artenvielfalt
B 17
Biodiversität: Vogelpopulation der Agrarlandschaft
Stoffliche Belastungen der Böden, Erreichung des guten Zustands vieler Wasserkörper unwahrscheinlich/unklar B 21
Wasserqualität
relativ hoher Anteil LF mit natürlichen Nachteilen
B 8
Benachteiligte Gebiete
relativ hoher Anteil an Flächen mit Erosionsgefährdung
B 22
Boden: Risikogebiete für Bodenerosion
keine bedeutende Verringerung der Treibhausgasemissionen der Landwirtschaft
B 26
Klimawandel: Treibhausgasemissionen der
Landwirtschaft*
SWOT Umwelt und Landbewirtschaftung
3 von 6

Anhang 3.1.2
Übersichten zur aktualisierten SWOT-Analyse
Bericht zur Halbzeitbewertung des
EPLR im Freistaat Sachsen 2007 - 2013
SWOT Umwelt und Landbewirtschaftung
CHANCEN
Nummer
Basisindikator
Landesweites Schutzgebietssystem zur Sicherung der natürlichen biologischen Vielfalt
BC 10a
Natura 2000 Gebiete
Schlechter Gesundheitszustand führt zur Beschleunigung des Waldumbaus und zur Anpassung an den
Klimawandel
zusätzl.
BC 13
Gesundheitszustand des Waldes*
Nicht ausgeschöpftes Portenzial zur Ausweitung des ökologischen Landbaus
B 23
Ökolandbau
B 25
Klimawandel: Nawaro auf stillgelegten Flächen**
RISIKEN
Nummer
Basisindikator
Weitere Zunahme der Produktionsintensität auf ertragreichen und Nutzungsaufgabe auf ertragsschwachen
Standorten
B 18
Biodiversität: LF mit hohem Naturwert
Gefahr durch Hochwasser
BC 7
Flächennutzung
Verlust positiver Effekte für die biologische Vielfalt (Nahrungs-, Rückzugsräume) durch Aufhebung der
Flächenstilllegung
zusätzl.
Stilllegungsfläche*
* zusätzlicher Indikator oder geänderte Einschätzung gegenüber der ursprüngl. SWOT im EPLR
** mit dem Wegfall der Stilllegungspflicht seit 2008 kann dieser Basisindikator nicht mehr erfasst werden.
4 von 6

Anhang 3.1.2
Übersichten zur aktualisierten SWOT-Analyse
Bericht zur Halbzeitbewertung des
EPLR im Freistaat Sachsen 2007 - 2013
STÄRKEN
Nummer
Basisindikator
Ein hoher Anteil an historisch wertvollen Gebäuden und Siedlungsensembles in den Dörfern
Ein hoher Anteil an Dörfern mit einem integrierten Örtlichen Entwicklungskonzept
B 36
Entwicklung von Lokalen Aktionsgruppen
Vergleichsweise gute Ausstattung mit sozialen Infrastruktur- und Versorgungseinrichtungen in Orten über 2000
Einwohner
B 34
Wanderungsbilanz
Reichtum an ländlichem Kulturerbe und wertvolle Flächen für den Arten- und Biotopschutz
B 18
Biodiversität: LF mit hohem Naturwert
Gute Erfahrungen mit dem bottom up-Ansatz bei der integrierten ländlichen Entwicklung
großzügiger Lebensraum insbesondere für junge Familien
hohe Bereitschaft zum ehrenamtlichen Engagement, starke Vereinslandschaft
B 35
Lebenslanges Lernen in ländlichen Räumen
Verkehrsgünstige Lage vieler Gewerbegebiete an wichtigen Verkehrstrassen
SCHWÄCHEN
Nummer
Basisindikator
Stagnation des Einkommensanteil aus landwirtschaftlicher Urproduktion
B 6
Arbeitsproduktivität in der Landwirtschaft
Ausdünnung sozialer, kultureller und Versorgungsinfrastruktur
B 34
Wanderungsbilanz
Hohe Arbeitslosigkeit
B 3
Arbeitslosigkeit
Brachliegende Humanressourcen besonders bei Älteren
B 35
Lebenslanges Lernen in ländlichen Räumen
Teilweise sehr schlechter Zustand der Straßenverkehrsinfrastruktur
Unzureichendes Angebot an Planung, Beratung und Manage-ment für Naturschutzmaßnahmen
mangelnde Erschließung und Entwicklung des ländlichen Kulturerbes
mangelnde Qualifikation leitender ehrenamtlicher Akteure in der Integrierten Ländlichen Entwicklung
Unzureichend entwickelte Freiräume und leerstehende Gebäude in den Dörfern
Infrastruktur- und Vermarktungsdefizite im Tourismusbereich
B 31
Tourismusinfrastr. in ländlichen Räumen
SWOT Ländlicher Raum
5 von 6

Anhang 3.1.2
Übersichten zur aktualisierten SWOT-Analyse
Bericht zur Halbzeitbewertung des
EPLR im Freistaat Sachsen 2007 - 2013
SWOT Ländlicher Raum
CHANCEN
Nummer
Basisindikator
Erschließung neuer Einkommensquellen in den landwirtschaftlichen Unternehmen durch Diversifizierung
B 27
Landwirte mit Nebenerwerbstätigkeit
stärkeres Nutzung des integrierten Ansatzes auf regionaler Ebene
starke Nachfrage nach Beschäftigungs- und Erwerbsmöglichkeiten
B 2
Erwerbstätigenquote
hoher Anteil leer stehender Gebäude, die zur Umnutzung zur Verfügung stehen
Potenziale für Ausbau des produzierenden Gewerbes und des Tourismus
B 29
Wirtschaftliche Entwicklung des Nicht-
landwirtschaftlichen Sektors
Ausbau von regionalen Wertschöpfungsketten
Erschließung brachliegender Humanressourcen
B 35
Lebenslanges Lernen in ländlichen Räumen
Sicherung des Betriebes sozialer Infrastruktur- und Versorgungseinrichtungen durch Funktionsanreicherung
B 34
Wanderungsbilanz
Beitrag der Naturschutzmaßnahmen zur nachhaltigen Entwicklung und Wertschöpfung im ländlichen Raum
(Stärkung der Wirtschafts-kraft z.B. im Tourismus)
An die lokale Situation angepasste Möglichkeiten zur ordnungsgemäße Abwasserbeseitigung
RISIKEN
Nummer
Basisindikator
Infrastrukturdefizite in den Ortslagen und bei Gemeindeverbindungstraßen in Baulast der Gemeinden
Allgemeine nachteilige, aber regional sehr unterschiedliche demographische Entwicklung (Entleerung und
Überalterung)
B 34
Wanderungsbilanz
BC 18
Altersstruktur
unzureichende soziokulturelle Infrastruktur
B 34
Wanderungsbilanz
Hohe Infrastrukturkosten
hohe individuelle Transportkosten
Verlust der Multifunktionalität der Dörfer
B 31
Tourismusinfrastr. in ländlichen Räumen
geringe Finanzkraft der Kommunen
geringe Finanzkraft der Vereine
B 8
Entwicklung der Erwerbstätigkeit im Primärsektor
B 20
Beschäftigungsstruktur
Landwirtschaft regional oft wichtigster Arbeitgeber
6 von 6

Bericht zur Halbzeitbewertung des
EPLR im Freistaat Sachsen 2007 - 2013
1 von 2
Anhang 5.3:
Anteilige Verteilung der geplanten Mittel 2007 – 2013 auf Schwerpunkte und Maßnahmen
Anteilige Verteilung der Mittel
Schwerpunkte / Maßnahmen
Öffentl. Ausgaben
2007- 2013
gesamt*
am
Gesamt-
volumen
innerhalb des
jew. Schwer-
punkts
Schwerpunkt 1
EURO
%
%
113
Vorruhestand (Altverpflichtungen)
14.389.789
1,13
5,0
121
Modernisierung landwirtschaftlicher Betriebe
260.223.061
20,39
91,1
124
Zusammenarbeit bei der Entwicklung neuer
Produkte, Verfahren und Technologien
2.400.000
0,19
0,8
125
Verbesserung und Ausbau der Infrastruktur
im Zusammenhang mit der Entwicklung und
Anpassung der Land- und Forstwirtschaft
5.000.000
0,39
1,8
132
Teilnahme der Landwirte an Lebensmittel-
qualitätsregelungen
600.000
0,05
0,2
133
Informations- und Absatzförderungsmaß-
nahmen
3.000.000
0,24
1,1
Summe Schwerpunkt 1
285.612.850
22,38
100
Schwerpunkt 2
211
Zahlungen für naturbedingte Nachteile in
Berggebieten
1.500.000
0,12
0,4
212
Zahlungen für naturbedingte Nachteile in
anderen Gebieten mit Benachteiligung
110.000.000
8,62
26,3
214
Zahlungen für Agrarumweltmaßnahmen
230.771.944
18,09
55,2
221
Erstaufforstung landwirtschaftlicher
Flächen
25.075.000
1,97
6,0
223
Erstaufforstung nicht-landwirtschaftlicher
Flächen
730.000
0,06
0,2
227
Beihilfen für nichtproduktive Investitionen
49.923.864
3,91
11,9
Summe Schwerpunkt 2
418.000.808
32,76
100
Schwerpunkt 3
311
Diversifizierung hin zu nichtlandwirtschaftli-
chen Tätigkeiten
7.500.000
0,59
1,5
313
Förderung des Fremdenverkehrs
11.900.000
0,93
2,4
321
Dienstleistungseinrichtungen zur Grundver-
sorgung
143.091.531
11,21
28,9
322
Dorferneuerung und –entwicklung
254.924.228
19,98
51,6
323
Erhaltung und Verbesserung des
ländlichen Erbes
66.900.000
5,24
13,5
341
Kompetenzentwicklung, Sensibilisierung bei
Ausarbeitung und Umsetzung einer lokalen
Entwicklungsstrategie
10.000.000
0,78
2,0
Summe Schwerpunkt 3
494.315.759
38,74
100

Bericht zur Halbzeitbewertung des
EPLR im Freistaat Sachsen 2007 - 2013
2 von 2
Schwerpunkt 4
EURO
%
%
411
Wettbewerbsfähigkeit
2.368.224
0,19
4,2
413
Lebensqualität /Diversifizierung
44.996.245
3,53
78,8
421
Transnationale und gebietsübergreifende
Zusammenarbeit
2.500.000
0,20
4,4
431
Betreiben der LAG, Kompetenzentwicklung
und Sensibilisierung
7.201.156
0,56
12,6
Summe Schwerpunkt 4
57.065.625
4,74
100
Technische Hilfe
21.000.000
1,65
Gesamtsumme
1.275.995.042
100
*
gemäß Indikative Finanzplanung zum EPLR in Sachsen 2007-2013, 3. Änderung, genehmigte Fassung vom 15.12.2009

Bericht zur Halbzeitbewertung des
EPLR im Freistaat Sachsen 2007 - 2013
1 von 23
Anhang 6.1:
Kapitel 6.1 (Langversion): Modernisierung landwirtschaftlicher Betriebe
(Maßnahme 121)
INDIKATORENÜBERSICHT zu Code 121
Umsetzungs-
stand
2007 - 2009
Indikator
Zielwert*
2007 - 2013
Auszahlungsdaten
Zielerreichung
bis 2009 (%)
bezogen auf
Auszahlungsdaten
Outputindikatoren
Anzahl geförderter landwirtschaftlicher Unternehmen [n]
NACH:
Geschlecht des Betriebsinhabers
Rechtsform des Betriebes
Alter des Betriebsinhabers
Förderschwerpunkt
Produktionszweig
1.490 (HC: +58;
EU-KP: +20)
238
16 %
Anzahl geförderter Einzelvorhaben [n]
2.175 (HC: +81;
EU-KP: +28)
257
12 %
Gesamtinvestitionsvolumen der geförderten
Unternehmen
NACH Art der Investition und
Produktionszweig [Mio. EURO]
627 Mio. EURO
(HC: +34;
EU-KP: +11)
150,1 Mio.
EURO
24 %
Ergebnisindikatoren
Anzahl der Betriebe, die höhere Wertschöpfung je Flä-
cheneinheit durch weitere betriebliche Aufbereitungs-,
Verarbeitungs- oder Vermarktungsstufe erreichen [n]
100 Betriebe
8 8%
Steigerung des Arbeitseinkommens je AK in den geför-
derten landwirtschaftlichen Betrieben im ZIEL zum bishe-
rigen IST (nur bei großen Investitionen über 100
Tsd. EURO) [EURO/AK]
1.000 EURO/AK
14.472
EURO / AK
1.447 %
Anzahl geschaffener Arbeitsplätze [n]
257 (HC: 0;
EU-KP: 0)
Anzahl gesicherter Arbeitsplätze [n]
2.769 (HC: +151;
EU-KP: +52)
2.146
71 %
Zunahme der Bruttowertschöpfung der geförderten Be-
triebe [EURO]
20.000 EURO x
1.490 Betriebe
k.A.
Anzahl der geschaffenen bzw.
gesicherten Ausbildungsplätze im Unternehmen [n]
100
k.A.
Anzahl der Betriebe / Unternehmen, die neue Erzeugnis-
se bzw. Techniken eingeführt haben [n]
100 Betriebe
8 8%
* Quelle: ELER Sachsen 2007 – 2013, 3. Änderung vom 30.06.2009, genehmigte Fassung vom 15.12.2009.

Bericht zur Halbzeitbewertung des
EPLR im Freistaat Sachsen 2007 - 2013
2 von 23
Beschreibung der Maßnahme
Die Maßnahme „Modernisierung landwirtschaftlicher Betriebe“ dient wesentlich der Verbes-
serung der Produktivität/Rentabilität in der Landwirtschaft durch Umstrukturierung und Wei-
terentwicklung des Sachkapitals.
1
Eine besondere Bedeutung kommt im Freistaat Sachsen
der Unterstützung einer „wettbewerbsfähigen, nachhaltigen, umweltschonenden, tiergerech-
ten und multifunktionalen Landwirtschaft“
2
durch die Förderung investiver Maßnahmen zu.
Schwerpunkte der geförderten Produktionsrichtungen erstrecken sich dabei besonders auf
arbeitsintensive Zweige wie die tierische Erzeugung sowie den Gartenbau.
Umsetzungsstand der Maßnahmendurchführung
Darstellung und Bewertung der maßnahmenspezifischen Inputs: Inanspruchnahme
der finanziellen Mittel
Die Darstellung und Bewertung der maßnahmenspezifischen Inputs berücksichtigt die bis
Ende 2009 erfolgten Zahlungen. Da der Umsetzungsstand der Bewilligungen insbesondere
aufgrund des verzögerten Anlaufens des Programms deutlich weiter fortgeschritten ist, soll
der Stand der Bewilligungen per 31.12.2009 ebenfalls im Rahmen der Halbzeitbewertung der
Maßnahmen berücksichtigt werden. Auf diese Weise kann ein klareres Bild zum Verlauf der
Förderung gegeben werden.
Analyse der Auszahlungsdaten
Auszahlungen im Maßnahmencode 121 erfolgten erstmals im Jahr 2008.
Im Zeitraum 2007 bis 2009 sind 257 Vorhaben
3
von 238 Unternehmen gefördert worden.
Hierbei handelt es sich überwiegend um Baumaßnahmen, die über mehrere Jahre durchge-
führt werden. Für diese Förderfälle entstanden in dem Zeitraum öffentliche Ausgaben in Hö-
he von 41,6 Mio. EURO, durch die ein förderfähiges Investitionsvolumen von rund 150
Mio. EURO generiert wird.
4
Bezogen auf das anvisierte förderfähige Investitionsvolumen der
Maßnahme von 627 Mio. EURO ergibt sich hierdurch ein Umsetzungsstand von 24 %, bezo-
gen auf die anvisierte Gesamtzahl der Förderfälle beträgt der Umsetzungsstand hingegen
rund 12 %.
Eine Analyse der Auszahlungen zeigt zudem, dass ein Großteil der bis Ende 2009 durchge-
führten Projekte in den folgenden Bereichen stattgefunden hat:
5
Geflügelhaltung (40,22 % der bis Ende 2009 privat investierten Mittel)
Mischbetriebe (18,07 % der bis Ende 2009 privat investierten Mittel)
Milchviehhaltung (15,73 % der bis Ende 2009 privat investierten Mittel)
1
Nationaler Strategieplan für die Entwicklung der ländlichen Räume bis 2013, S. 35. unter:
http://www.bmelv.de/SharedDocs/Standardartikel/Landwirtschaft/Laendliche-
Raeume/KonzepteStrategien/natStrategieplan.html
Stand: 20.07.2010
2
Förderrichtlinie Land- und Ernährungswirtschaft - RL LuE/2007.
3
Ein einzelnes Investitionsvorhaben der geförderten Betriebe wird definiert über den jeweiligen Fördergegenstand der Maß-
nahme. So kann ein einzelner Betrieb verschiedene Vorhaben beantragen, z.B. im Bereich Gartenbau vs. Bereich Nutztier-
haltung. Ein einzelnen Investitionsvorhaben kann seinerseits mehrere Einzelinvestitionen beinhalten. So kann sich ein ein-
zelnes Vorhaben im Bereich der Nutztierhaltung z.B. auf die Einzelinvestitionen der Errichtung eines Stalls zur Nutztierhal-
tung sowie den hierzu komplementären Kauf von Technik für die Innenwirtschaft erstrecken.
4
Vgl. Monitoringdaten: Tabelle O.121(1) (Outputindikatoren CMEF).
5
Vgl. Monitoringdaten: Tabelle O.121(1) (Outputindikatoren CMEF).

Bericht zur Halbzeitbewertung des
EPLR im Freistaat Sachsen 2007 - 2013
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Tabelle 1: Investitionen Maßnahme 121, nach ldw. Bereich und Investitionsart
Ökologischer
Landbau
Konventio-
neller Landbau
INSGESAMT
ELER
INSGESAMT
Maschinen
NI
10
10
253.853
338.471
1.255.708
917.237
0,85%
Gebäude
NI
12
12
1.027.396
1.369.861
3.845.712
2.475.850
2,28%
Maschinen
NI
2
2
15.395
20.526
73.365
52.839
0,05%
Gebäude
NI
18
18
381.393
508.524
1.867.903
1.359.379
1,25%
Gebäude
1
NI
1
58.806
78.408
196.020
117.612
0,11%
Maschinen
2
33
35
717.842
957.123
3.234.747
2.277.624
2,10%
Gebäude
5
52
57
7.009.031
9.345.375
26.408.475
17.063.100
15,73%
Gebäude
NI
1
1
592.190
789.586
1.994.883
1.205.296
1,11%
Maschinen
NI
1
1
17.798
23.730
79.100
55.370
0,05%
Gebäude
NI
3
3
1.159.962
1.546.617
3.771.806
2.225.189
2,05%
Gebäude
2
9
11
7.949.890
10.599.853
54.221.136
43.621.283
40,22%
Sonstiges
NI
NI
11.298
15.064
50.213
35.149
0,03%
Maschinen
4
32
36
861.070
1.148.094
4.003.720
2.855.626
2,63%
Gebäude
3
59
62
6.983.889
9.311.853
28.908.163
19.596.311
18,07%
Sonstiges
NI
1
1
4.559
6.078
36.320
30.242
0,03%
Maschinen
NI
NI
14.355
19.140
63.828
44.688
0,04%
Gebäude
NI
7
7
4.145.746
5.527.661
20.057.488
14.529.827
13,40%
17
240
257
31.204.472
41.605.965
150.068.587
108.462.622
100,00%
Anzahl der genehmigten Anträge
Öffentliche Ausgaben
Anteil Privat
(%)
Ackerbau
Gartenbau
Gesamt-
investitions-
volumen
[EUR]
Anteil Privat
[EURO]
Landwirtschaft-
licher Bereich
Investitionsart
Anbau von
Dauerkulturen
Milchviehhaltung
Mastviehhaltung
Schweinehaltung
Geflügelhaltung
Mischbetriebe
(Ackerbau+Viehhal
tung)
Sonstiges
INSGESAMT
Quelle: CMEF-Outputindikatoren des ELER-Monitoring im Freistaat Sachsen 2010
Während im Bereich der Milchviehhaltung eine große Anzahl Einzelbetriebe gefördert wurde
(57 Einzelbetriebe, davon 5 ökologischer Landbau, 52 konventioneller Landbau), verteilt sich
das Investitionsvolumen der Geflügelhaltung auf große Betriebe (11 Einzelbetriebe, davon 2
ökologischer Landbau, 9 konventioneller Landbau). Der überwiegende Teil aller bis Ende
2009 angezahlten Projekte entfällt auf Investitionen in Gebäude (73 % aller geförderten In-
vestitionen).
Analyse der Bewilligungsdaten
Ausgehend von den bis Ende 2009 bewilligten Vorhaben lässt sich der folgende Trend fest-
stellen:
Bis Ende 2009 wurden Anträge von 326 unterschiedlichen Betrieben bewilligt, dies
entspricht einem Umsetzungsstand von 21,9 %.
Es werden 380 unterschiedliche Investitionsvorhaben
6
(Investitionen nach Förderge-
genständen) durchgeführt. Diese untergliedern sich ihrerseits in 892 Einzelinvestitio-
nen.
Das bis Ende 2009 bewilligte Investitionsvolumen beträgt 321 Mio. EURO, damit er-
gibt sich ein Umsetzungsstand von 51,2 %
Insofern kann der Umsetzungsstand bezogen auf das bewilligte Investitionsvolumen zum
Zeitpunkt der Halbzeitbewertung durchaus als zielführend betrachtet werden. Unter der An-
nahme einer ähnlichen Entwicklung für den weiteren Verlauf der Förderperiode ist davon
auszugehen, dass die zuvor im EPLR definierten Ziele bzgl. des Umsetzungsstandes für die
Anzahl der Vorhaben und geförderten Investitionsvolumina erreicht werden können. Ein an-
deres Bild zeichnet sich hingegen für die Zielsetzung ‚Gesamtzahl geförderter Unternehmen’
sowie ‚Anzahl bewilligter Vorhaben’ ab. Hier erscheint vor dem Hintergrund des Umset-
zungsstandes fraglich, ob die anvisierte Gesamtzahl an Zuwendungsempfängern und Vor-
haben bis Ende der Förderperiode erreicht werden kann. Im Hinblick auf die zu erwartende
Wirkung der Förderung kann dieser Aspekt insbesondere bezüglich der regionalen Vertei-
lung geförderter Investitionen sowie der zu erwartenden Multiplikatorwirkung bedeutsam
sein.
6
Quelle: Vorhaben-ID der Investitionskonzepte.

Bericht zur Halbzeitbewertung des
EPLR im Freistaat Sachsen 2007 - 2013
4 von 23
Darstellung und Bewertung der maßnahmespezifischen Outputs, Ergebnisse
und Wirkungen
Analyse der Auszahlungsdaten
Tendenziell vermittelt die bisherige Maßnahmenumsetzung den Eindruck, die vorab definier-
te Zielsetzung der Förderung von Investitionen insbesondere in arbeitsintensiven Bereichen
– vornehmlich der Tierproduktion – gut zu erfüllen. So stellt insbesondere die Milchviehhal-
tung mit 92 Fördervorhaben (36 % aller Vorhaben) einen klaren Schwerpunkt dar.
7
Dies ist
insofern als zielgenau zu betrachten, als insbesondere die Förderung der Milchviehbetriebe
einen Schwerpunkt der Förderung darstellt. So soll die einzelbetriebliche Förderung die
Milchvieh haltenden Betriebe insbesondere bei den Herausforderungen der bevorstehenden
Konsolidierung in ihrem Sektor unterstützen.
Abbildung 1: Prozentuale Verteilung der geförderten Betriebe 2007 bis 2009
nach Hauptproduktionsrichtung (n = 238)
9%
8%
36%
4%
38%
3%
0%
0%
2%
Pflanzenproduktion
Gartenbau
Weinbau
Dauerkulturen
Milchkuhhaltung
Tierproduktion (außer Milchkuhhaltung)
Schweinehaltung
Geflügelhaltung
Gemischtbetriebe (Pflanzen- und
Tierproduktion)
Andere
Quelle: Zusätzliche Outputindikatoren der ELER-Monitoringdaten für den Freistaat Sachsen 2007 – 2009
Insgesamt entfallen 207 der bislang angezahlten Fördervorhaben zielkonform auf den Be-
reich der Tierproduktion, hierunter auf 99 Mischbetriebe (Ackerbau und Viehhaltung). Daraus
ergibt sich ein Anteil von 87 % der Förderfälle, die auf Investitionen in der arbeitsintensiven
Tierproduktion entfallen. Das angezahlte Investitionsvolumen im Bereich der Tierproduktion
liegt bis Ende 2009 bei rund 123 Mio. EURO (81,7 % des angezahlten Gesamtinvestitionsvo-
lumens).
8
Neben der Tierhaltung stellt die Förderung des Gartenbaus einen Schwerpunkt der Moderni-
sierung landwirtschaftlicher Betriebe im Freistaat Sachsen dar. Hier zeigt sich jedoch, dass
der Umsetzungsstand mit 8 % Gartenbautrieben an der Summe aller Förderfälle
9
keinen
klaren Schwerpunkt erkennen lässt.
Betrachtet man die Fördergegenstände, so zeigt sich ein deutlicher Fokus bei der Förderung
von Investitionen im Bereich Maschinen (33 % aller angezahlten Fördervorhaben) und Ge-
bäude (63 %). Dieses Ergebnis entspricht den Erwartungen, da gerade Gebäude und Ma-
schinen den größten Anteil unter den im EPLR festgeschriebenen Fördergegenständen
7
Vgl. Monitoringdaten: Tabelle O.121(1) (Outputindikatoren CMEF)
8
Die Ergebnisse der durchgeführten Betriebsleiterbefragung bestätigen den hohen Anteil geförderter Betriebe in diesem
Bereich. Hier sind 35,4 % der befragten Unternehmen den Milchvieh- und Rinderzuchtbetrieben zuzuordnen.
9
Quelle: Monitoringtabellen O.121 (1)

Bericht zur Halbzeitbewertung des
EPLR im Freistaat Sachsen 2007 - 2013
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ausmachen.
10
Mit Blick auf die Bewilligungen machen die Gebäudeinvestitionen ebenfalls
den größten Anteil aus. So sind 54 % der bis Ende 2009 bewilligten Vorhaben den Investitio-
nen in Gebäude zur Rinderhaltung zuzurechnen, 18 % aller bewilligten Vorhaben entfallen
auf den Milchviehstallbau.
Analyse der Bewilligungsdaten
Betrachtet man perspektivisch die bis Ende 2009 bewilligten Vorhaben, so zeichnet sich ein
vergleichbares Bild ab, indem 691 von 871 bewilligten Einzelinvestitionen (79 %) dem Be-
reich der Nutztierhaltung zuzurechnen sind, verbunden mit einem Investitionsvolumen in
Höhe von 276 Mio. EURO (vgl. Tabelle 2).
Tabelle 2: Bewilligungsstand der Fördervorhaben per 31.12.2009
Fördergegenstand
Anzahl der
Vorhaben
Anteil (%)
Anzahl der Einzel-
investitionen
Anteil (%)
förderfähiges
Investitions-
volumen [EURO]
Nutztierhaltung
256
76%
691
78%
275.810.801
Lager für
Wirtschaftsdünger 6 bis 9
Monate
15
4%
46
5%
15.225.424
Gartenbau
22
7%
44
5%
4.405.511
Regenerative Energien
9
3%
21
2%
15.103.725
Technik Flüssigdung- /
Stallmistausbringung
18
5%
35
4%
3.786.349
Lagerung, Trocknung und
Aufbereitung
4
1%
6
1%
1.791.331
Verarbeitung und
Vermarktung innerhalb
Anhang | EG Vertrag
8
2%
13
1%
874.284
Innovative Spezialtechnik
1
0%
1
0%
73.780
Plantagen
Energiepflanzen
2
1%
5
1%
151.954
Spezialmaschinen
Freilandgemüse, Heil-
Duft- und
Gewürzpflanzenanbau,
Nawaro
5
1%
9
1%
981.849
SUMME
335
100%
892
100%
320.721.562
Quelle: Eigene Darstellung basierend auf den Investitionskonzepten der Antragsteller, Bewilligungsstand per 31.12.2009
Es entfällt ein deutlicher Schwerpunkt der bewilligten Vorhaben im Maßnahmecode 121 auf
die Förderung im Bereich der Nutztierhaltung, die übrigen Fördergegenstände bewegen sich
demgegenüber in marginalen Größenordnungen. Vor dem Hintergrund der im EPLR festge-
schriebenen Vielfalt der Maßnahmenbereiche stellt sich somit die Frage der Zielgenauigkeit
der gewählten Schwerpunkte im Hinblick auf die tatsächlich bestehenden Bedarfe. So kann
die geringe Nachfrage im Bereich regenerativer Energien und Energiepflanzen teilweise auf
die bereits in der vergangenen Periode erfolgte Förderung in diesem Bereich zurückgeführt
werden.
11
Auffällig ist insbesondere die geringe Nachfrage im Bereich der innovativen Spe-
zialtechnik.
12
10
Vgl. EPLR, S. 197
11
Experten-Auskunft des Fachreferats 31 des SMUL, am 22.07.2010.
12
Während der gemäß EPLR definierte Maßnahmenbereich A: Innovative, umweltschonende Spezialtechnik neben innovati-
ven Vorhaben auch konventionelle Technikanschaffungen beinhaltet (Umsetzungsstand der zusätzlichen Outputindikatoren
2007 – 2009: 30 Betriebe), zeigen die Daten der Investitionskonzepte, dass bis Ende 2009 tatsächlich nur ein Fördervorha-
ben bewilligt wurde, dass tatsächlich dem Bereich innovativer Spezialtechnik zuordenbar ist.

image
Bericht zur Halbzeitbewertung des
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6 von 23
Die Untersuchung der regionalen Verteilung der Förderfälle auf Basis der Bewilligungen zeigt
ein heterogenes Bild (vgl. Abbildung 2).
Abbildung 2: Regionale Verteilung der geförderten Investitionen
Quelle: Eigene Darstellung, basierend auf den Investitionskonzepten der Antragsteller, Bewilligungsstand per 31.12.2009
Mit Fokus auf die Fördervolumina in
benachteiligten Gebieten
ergibt sich folgendes Bild:
Insgesamt werden 143 Einzelvorhaben in benachteiligten Gebieten
13
realisiert. Dabei
wird ein Gesamtinvestitionsvolumen von 89.356.341 EURO generiert. Dies entspricht
einem Anteil von rund 28 % des bewilligten förderfähigen Investitionsvolumens, das
auf die Förderung in überwiegend benachteiligten Gebieten entfällt.
Hierunter sind Investitionen in den folgenden Landkreise am stärksten den benachtei-
ligten Gebieten zuzuordnen:
Erzgebirgskreis (87 % der geförderten Investitionen im Erzgebirgskreis entfal-
len auf überwiegend
14
benachteiligte Gebiete): 26 Investitionsvorhaben,
10,6 Mio. EURO Investitionsvolumen
Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (51,19 % der geförderten Investitionen in
diesem Landkreis entfallen auf überwiegend benachteiligte Gebiete): 16 Inves-
titionsvorhaben, 10,2 Mio. EURO Investitionsvolumen
13
Zur Definition benachteiligter Gebiete werden an dieser Stelle diejenigen Anträge hinzugezogen, deren ldw. Fläche über
wiegend, d.h. zu mindestens 50 % im benachteiligten Gebiet liegen.
14
LF liegen zu mindestens 50 % im benachteiligten Gebiet.

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7 von 23
Vogtland (99,1 % der geförderten Investitionen in diesem Landkreis entfallen
auf überwiegend benachteiligte Gebiete): 47 Vorhaben, 20,5 Mio. EURO In-
vestitionsvolumen
Die aufgeführten Fälle zeigen, dass ein nicht unerheblicher Anteil der Förderung in benach-
teiligten Gebieten stattfindet. So wird rund ein Drittel der bislang bewilligten Investitionsvor-
haben in überwiegend benachteiligten Gebieten realisiert.
Abbildung 3: Benachteiligte Gebiete im Freistaat Sachsen
Quelle: Eigene Darstellung, basierend auf den Investitionskonzepten der Antragsteller, Bewilligungsstand per 31.12.2009
Aufgeschlüsselt nach den einzelnen Landkreisen zeigt sich zudem, dass einige der vorge-
nannten Landkreise sowohl im Hinblick auf die Anzahl der Bewilligungen als auch auf die
Höhe des Fördervolumens deutlich über dem Durchschnitt liegen (vgl. Abbildung 4).

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8 von 23
Abbildung 4: Investitionsvolumina nach Landkreisen
57,6
55,1
42,6
37,3
36,6
21,4
20,7
20,4
14,5
10,8
2,1
1,6
26,7
52
1
26
36
27
30
40
41
20
29
27
7
28
0
10
20
30
40
50
60
70
Mittelsachsen
Erzgebirgskreis
Meißen
Bautzen
Nordsachsen
Görlitz
Vogtlandkreis
Zwickau
Sächs. Schweiz-Osterzgebirge
Leipzig
Chemnitz, Stadt
Dresden, Stadt
Durchschnitt
in Mio. Euro
0
10
20
30
40
50
60
Betriebe pro LK
Investitionsvolumen in Mio.
Anzahl Betriebe
Quelle: Eigene Darstellung, basierend auf den Investitionskonzepten der Antragsteller, Bewilligungsstand per 31.12.2009
Für die Förderwirkung in benachteiligten Gebieten zeichnen die Ergebnisse insofern ein an-
deres Bild gegenüber dem bisherigen Umsetzungsstand ausgezahlter Fördermittel,
15
hier
liegt der Anteil bei 36 % aller genehmigter Anträge, der Anteil am Gesamtinvestitionsvolu-
men bei 20,5 %.
Tabelle 3: Outputindikator regionaler Verteilung Code 121
Ökologischer Landbau
Sonstiger Landbau
INSGESAMT
Benachteiligte Gebiete, die keine Berggebiete sind
9
87
96
Sonstiges
8
153
161
INSGESAMT
17
240
257
Interventionsbereich
Anzahl der genehmigten Anträge
Quelle: Outputindikatoren der ELER-Monitoringdaten 2007 – 2009
Im Hinblick auf die Zielsetzungen, die die untersuchten Betriebe mit der Förderung verfolgen,
können die Ergebnisse der durchgeführten Betriebsleiterbefragung hinzugezogen werden.
15
Quelle: Outputindikatoren der ELER-Monitoringdaten 2007 – 2009
Benachteiligte Gebiete, die keine Berggebiete sind
9
87
96

image
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Abbildung 5: Ziele der im Freistaat Sachsen geförderten Betriebe (Ergebnisse
der Betriebsleiterbefragung)
Quelle: eigene Darstellung auf Basis der durchgeführten Betriebsleiterbefragung
Die Ergebnisse zeigen, dass durch die Investitionen überwiegend eine Steigerung der Wett-
bewerbsfähigkeit verfolgt wird. Hiermit verbunden sind u.a. die Erzielung höherer Arbeitspro-
duktivität (Hauptziel für 41,8 % der Befragten), Kostensenkungen (Hauptziel für 36,7 %) und
die Erzielung einer besseren Produktqualität (25,3 %). Die Verfolgung besserer Arbeitsbe-
dingungen kann ebenfalls durchaus einen positiven Einfluss auf die Arbeitsproduktivität und
damit mittelbar auf eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit haben. Besonders hervor-
zuheben ist demgegenüber insbesondere der hohe Anteil an Befragten, der die Verfolgung
eines besseren Tierschutzes als Hauptziel der Förderung nannte (26,6 %).

Bericht zur Halbzeitbewertung des
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Beantwortung der maßnahmespezifischen Bewertungsfragen
Es ist zu konstatieren, dass für einen Großteil der Förderfälle der Zeitpunkt der Halbzeitbe-
wertung zu früh liegen dürfte, um anhand von Erfolgskennzahlen der Auflagenbuchführung
bereits Rückschlüsse auf die Förderwirkung ziehen zu können. So liegen zum Zeitpunkt der
Berichtslegung 2010 die Buchführungsergebnisse für die Wirtschaftsjahre 2007/08 und
2008/09 vor. Aussagen, die sich auf quantifizierbare Kennzahlen der Auflagenbuchführung
und Investitionskonzepte stützen, sollen dementsprechend kritisch gewürdigt werden.
16
Neben einem Soll-Ist Vergleich und einem Vorher-Nachher-Vergleich wird auch ein Mit-
Ohne-Vergleich im Rahmen der Maßnahmenbewertung durchgeführt.
17
Bewertungsfrage 1: Inwieweit haben geförderte Investitionen zu einer besseren Nut-
zung der Produktionsfaktoren in landwirtschaftlichen Betrieben beigetragen?
Vorgesehene Indikatoren:
Entwicklung des nachhaltigen Arbeitseinkommens (Ordentliches Ergebnis plus Per-
sonalaufwand in EURO/AK)
Zusätzlicher Ergebnisindikator „Steigerung des Arbeitseinkommens je AK“ IST (nur
bei großen Investitionen über 100 Tsd. EURO) [EURO/AK]
Entwicklung der Arbeitsproduktivität in geförderten Betrieben [EURO/AK]
Entwicklung der Relativen Faktorentlohnung
Einschätzung zur Investitionswirkung auf die Entwicklung der Arbeitsproduktivität,
Energieeinsparungen sowie eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen (qualitativ)
18
Einschätzung der Wirkung der Investitionsförderung zur Verbesserung der Voraus-
setzungen für betriebliches Wachstum (qualitativ)
19
Eine verbesserte Nutzung der Produktionsfaktoren zeigt sich insbesondere durch einen An-
stieg ihrer Produktivität. Die Betrachtung der Arbeitsproduktivität (Bruttowertschöpfung/AK)
zeigt hierzu das nachfolgende Bild.
16
Es ist festzustellen, dass im Hinblick auf den angestrebten Mit-Ohne-Vergleich die Datenlage insofern problematisch ist, als
für die in 2008 geförderten Betriebe keine auswertbaren Buchführungsergebnisse für das Wirtschaftsjahr 2007/08 vorliegen.
Zudem konnte auch nur ein Teil dieser bewilligten Betriebe in die Auswertungen aufgenommen werden, da die in der Vor-
wegbuchführung eingereichten Abschlüsse bzgl. des Wirtschaftsjahres (Ausgangsjahr) differieren. Vor dem Hintergrund,
dass es sich nur bei den in 2008 bewilligten Betrieben um eine ausreichend große Stichprobe handelt, für die bereits weite-
re Buchführungsabschlüsse nach Förderung vorliegen, können diese Datenlücken in der Betrachtung nicht vollständig aus-
geglichen werden.
17
Als Vergleichsgruppe konnten Buchführungsergebnisse des Testbetriebsnetzes hinzugezogen werden. Es handelt sich
dabei um eine Gruppe von 255 Betrieben, die seit 2003 keine Förderung mehr erhalten haben. Eine Gegenüberstellung der
Teilaggregate dieser Betriebe, aufgeteilt nach Produktionsrichtung zeigt, dass z.T. erhebliche Differenzen in der Ausgangs-
situation zu den geförderten Betrieben bestehen. Gleichwohl kann die Gegenüberstellung eine geeignete Basis bilden, um
Tendenzaussagen zur Förderwirkung ableiten zu können.
18
Quelle: Ergebnisse der durchgeführten Betriebsleiterbefragung
19
Quelle: Ergebnisse der durchgeführten Betriebsleiterbefragung

Bericht zur Halbzeitbewertung des
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Abbildung 6: Entwicklung der Arbeitsproduktivität geförderter vs. nicht geför-
derter Betriebe (EURO/AK)
26.128
32.548
19.772
50.832
37.141
0
10.000
20.000
30.000
40.000
50.000
60.000
2006/07
2007/08
2008/09
AP (€/AK) Ohne
Förderung
AP (€/AK) Mit
Förderung
Linear (AP (€/AK)
Mit Förderung)
Quelle: Eigene Darstellung auf Basis der Buchführungsergebnisse und Investitionskonzepte der Zuwendungsempfänger
Obgleich das Ausgangsniveau zwischen geförderten und nicht geförderten Betrieben diffe-
riert, so zeigt der Trend der geförderten Betriebe gleichwohl einen leicht höheren Anstieg der
Arbeitsproduktivität gegenüber nicht geförderten Betrieben (+36,8 % im Vergleich der Wirt-
schaftsjahre 2006/07 gegenüber 2008/09; Nicht Geförderte: +32,1 % im gleichen Betrach-
tungszeitraums). Die Differenz ist jedoch nicht so signifikant, dass sie bereits als Wirkung der
Förderung zu interpretieren sein dürfte. Im Hinblick auf die Erfassung der Wirkung der Förde-
rung auf die Arbeitsproduktivität ist davon auszugehen, dass die öffentlich eingesetzten Mit-
tel in Sachsen eine Hebelwirkung induzieren und dazu führen, dass mehr investiert wird ge-
genüber einer Situation ohne Beihilfe.
20
Abschätzungen der Evaluatoren zufolge führt ein
Prozent zusätzlicher Kapitalausstattung durch die Förderung zu einer Steigerung der Ar-
beitsproduktivität um 0,72%.
21
Ein ähnliches Bild zeigt die Betrachtung der Entwicklung des nachhaltigen Arbeitseinkom-
mens je AK. Diese kann im Rahmen der Bewertung als ein weiteres Produktivitätsmaß hin-
zugezogen werden (vgl. Abbildung 7).
20
Vgl. hierzu auch die Beantwortung der Horizontalen Bewertungsfrage 18 des Berichts.
21
Quelle: Abschätzung der Evaluatoren auf Basis von Daten des Testbetriebsnetzes des Bundesministeriums.

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Abbildung 7: Mit-Ohne-Vergleich des nachhaltigen Arbeitseinkommens (EURO/AK)
(Stichprobe: Bewilligungen 2008)
0
10.000
20.000
30.000
40.000
50.000
60.000
70.000
80.000
2006/07
2007/08
2008/09*
Ordentliches Ergebnis
plus
P erso nalaufwand(€/A K)
keine Förderung
Ordentliches Ergebnis
plus
P erso nalaufwand(€/A K)
Fö rderung
Ordentliches Ergebnis
plus
P erso nalaufwand(€/A K)
keine Förderung
Ordentliches Ergebnis
plus
P erso nalaufwand(€/A K)
Fö rderung
Ordentliches Ergebnis
plus
P erso nalaufwand(€/A K)
keine Förderung
Ordentliches Ergebnis
plus
P erso nalaufwand(€/A K)
Fö rderung
Ordentliches Ergebnis
plus
P erso nalaufwand(€/A K)
keine Förderung
Ordentliches Ergebnis
plus
P erso nalaufwand(€/A K)
Fö rderung
Linear (Ordentliches
Ergebnis plus
P erso nalaufwand(€/A K)
Fö rderung)
Quelle: Eigene Darstellung auf Basis der Buchführungsergebnisse und Investitionskonzepte der Zuwendungsempfänger
Die Ergebnisse spiegeln den allgemeinen Trend wider, dass das nachhaltige Arbeitsein-
kommen je Erwerbstätigen (Indikator: Ordentliches Ergebnis plus Personalaufwand je AK) in
Sachsen in den vergangenen Jahren einem Rückgang unterliegt, mit einem weiteren prog-
nostizierten Rückgang für das Wirtschaftsjahr 2009/10.
22
Die Entwicklung des Arbeitsein-
kommens je AK zeigt sowohl für geförderte wie für nicht geförderte Betriebe, dass ein Rück-
gang im Betrachtungszeitraum 2006/07 bis 2008/09 zu verzeichnen ist. Erwartungsgemäß ist
noch keine signifikante Wirkung zur Kompensation dieser Entwicklung ersichtlich – Wirkun-
gen der Investitionen sind frühestens zwei Jahre nach deren Abschluss zu erwarten. Zudem
zeigt sich für die zur Verfügung stehenden Stichproben, dass die Ergebnisse bzgl. des Aus-
gangsniveaus deutlich differieren. Betrachtet man in Abgrenzung zu diesem Ergebnis die
Stichprobe der Bewilligungen des Jahres 2007, so ist eine vergleichbare Ausgangsbasis der
Betriebe mit und ohne Förderung zu konstatieren. Auch hier zeigt sich, dass noch keine sig-
nifikanten Wirkungsbeiträge der Maßnahme feststellbar sind (vgl.
Abbildung 8).
Im Hinblick auf die Erfassung der Wirkung der Förderung auf die Arbeitsproduktivität ist da-
von auszugehen, dass die öffentlich eingesetzten Mittel in Sachsen eine Hebelwirkung indu-
zieren und dazu führen, dass mehr investiert wird gegenüber einer Situation ohne Beihilfe.
23
Abschätzungen der Evaluatoren zufolge führt ein Prozent zusätzlicher Kapitalausstattung
durch die Förderung zu einer Steigerung der Arbeitsproduktivität um 0,72%.
22
Quelle: Publikation Buchführungsergebnisse 2009/10, SMUL
23
Vgl. hierzu auch die Beantwortung der Horizontalen Bewertungsfrage 18 des Berichts.

Bericht zur Halbzeitbewertung des
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Abbildung 8: Mit-Ohne-Vergleich des nachhaltigen Arbeitseinkommens
[EURO/AK] (Stichprobe: Bewilligungen 2007)
24.327
29.732
35.429
27.804
34.765
0
5.000
10.000
15.000
20.000
25.000
30.000
35.000
40.000
2006/07
2007/08
2008/09
Ordentliches Ergebnis plus
Personalaufwand(€/AK)
keine Förderung
Ordentliches Ergebnis plus
Personalaufwand(€/AK)
Förderung
Quelle: Eigene Darstellung auf Basis der Buchführungsergebnisse der Zuwendungsempfänger
Wie Abbildung 8 zeigt, ist zum Zeitpunkt der Halbzeitbewertung noch kein signifikanter Un-
terschied im Verlauf der Kennziffern des ordentlichen Ergebnisses plus Personalaufwand für
geförderte gegenüber nicht geförderten Betrieben feststellbar. Dieses Ergebnis verwundert
nicht, liegt der Zeitpunkt der Halbzeitbewertung für die Entwicklung ökonomischer Wirkungen
streng genommen zu früh. Investitionen im Agrarbereich erfordern i.d.R. einen Zeitraum von
mehreren Jahren, bis sich ökonomische Wirkungen entfalten.
24
Zur Bewertung der Nutzung des Produktionsfaktors ‚Arbeit’ können qualitative Ergebnisse
der Betriebsleiterbefragung verwendet werden. So zeigt die durchgeführte Betriebsleiterbe-
fragung die folgenden Ergebnisse zur Bewertung der Nutzung der Produktionsfaktoren auf-
grund der durchgeführten Investition:
74,7 % der Befragten geben an, dass die Investition zu einer Verbesserung der Ar-
beitsproduktivität im geförderten Betrieb geführt habe, davon in 30,4 % der Fälle so-
gar zu einer deutlichen Verbesserung.
Die generellen Arbeitsbedingungen wurden in 72,2 % der Förderfälle verbessert, da-
von wird in 38 % der Förderfälle eine deutliche Verbesserung seitens der Betriebslei-
ter festgestellt.
24
Die Belastbarkeit der in Abbildung 8 dargestellten Ergebnisse ist insofern zusätzlich eingeschränkt, als zunächst nur die
bewilligten Betriebe des Jahres 2007 diesen Mit-Ohne-Vergleich widerspiegeln. Diese Stichprobe ist äußerst klein (n=7),
verglichen mit der gewählten Stichprobe der Betriebe ohne Förderung (n=255, hierunter fallen sämtliche ldw. Betriebe
Sachsens, die seit 2003 keine Förderung erhielten). Hierdurch entsteht eine große Diskrepanz bzgl. der Vergleichbarkeit
der Stichproben.

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14 von 23
Energieeinsparungen aufgrund der getätigten Investitionen werden von 45,5 % der
Befragten als Wirkung genannt. In 13,9 % der Förderfälle werden deutliche Energie-
einsparungen festgestellt.
Für eine deutliche Mehrzahl der geförderten Betriebe lässt sich somit eine Verbesserung des
Einsatzes des Produktionsfaktors ‚Arbeit’ feststellen. Sowohl die Ergebnisse der durchge-
führten Befragung als auch die deutlichen Einkommenszuwächse je AK lassen diesen
Schluss zu. Dabei dürfte auch die in 72 % der Fälle erfolgte Verbesserung der Arbeitsbedin-
gungen einen positiven Effekt auf die Arbeitsproduktivität haben. Die Bildung von Kapital
erhöht die Produktivität der übrigen Produktionsfaktoren und führt damit zu höheren Erträ-
gen, die wiederum zur weiteren Kapitalbildung beitragen, aber auch die Voraussetzung einer
besseren Entlohnung des Produktionsfaktors Arbeit sind.
Im Hinblick auf die Untersuchung einer möglichen Verbesserung der Nutzung des Produkti-
onsfaktors „Kapital“ können die Ergebnisse der durchgeführten Betriebsleiterbefragung Ver-
wendung finden. Die Agrarinvestitionsförderung bewirkt eine Verbilligung des Kapitals, so
dass hierdurch eine relative Verbesserung des Kapitals im Verhältnis zu anderen Produkti-
onsfaktoren bewirkt wird. Zur Beantwortung der Frage, inwiefern diese Verbilligung des Kapi-
tals aus Sicht der Zuwendungsempfänger notwendig erscheint, wurden die Betriebsleiter
nach möglichen Wachstumshemmnissen in ihren Betrieben befragt. Dabei gaben über 50 %
der Befragten an, dass fehlende liquide Eigenmittel Hemmnisse für Wachstumsinvestitionen
im eigenen Betrieb mit sich brächten. Entsprechend wird der Schluss gezogen, dass durch
die Verbilligung des Kapitals in über 50 % der Fälle eine bessere Nutzung – im Hinblick auf
das erforderliche Wachstum des Betriebs – herbeigeführt werden kann.
25
25
Zur Generalisierbarkeit der Aussagen muss einschränkend festgestellt werden, dass sich die Befragung auf große Investiti-
onen über 50 Tsd. EURO beschränkte.
Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass die Förderung geeignet ist, einigen wichtigen Aspekten, die Hemmnisse für
Wachstumsinvestitionen darstellen, entgegenzuwirken. Hierzu zählen neben der Kapitelverfügbarkeit u.a. die Erfüllung von
Bauauflagen oder Tierschutzstandards. Für andere der genannten Hemmnisse – so z.B. ungünstigen Flächenzuschnitt –
kann die einzelbetriebliche Förderung hingegen kein geeignetes Mittel darstellen.

image
Bericht zur Halbzeitbewertung des
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Abbildung 9: Wachstumshemmnisse aus Sicht der befragten Betriebsleiter im
Freistaat Sachsen (n = 79)
Quelle: eigene Darstellung auf Basis der durchgeführten Betriebsleiterbefragung
Der Indikator „Relative Faktorentlohnung“ zeigt an, inwiefern die eingesetzten Produktions-
faktoren entlohnt werden und die Produktion damit als rentabel zu bezeichnen ist. Auch hier
zeigen die Ergebnisse eines Mit-Ohne-Vergleichs keine signifikanten Unterschiede.

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Abbildung 10: Entwicklung der relativen Faktorentlohnung (%) (Stichprobe Ge-
förderte: Bewilligungen 2007)
114,0
107,5
125,5
96,7
140,2
0,0
20,0
40,0
60,0
80,0
100,0
120,0
140,0
160,0
2006/07
2007/08
2008/09
Relative Faktprentlohnung
Ohne Förderung (%)
Relative Faktprentlohnung
Mit Förderung (%)
Quelle: Eigene Darstellung auf Basis der Buchführungsergebnisse und Investitionskonzepte der Zuwendungsempfänger
Bewertungsfrage 2: Inwieweit haben geförderte Investitionen insbesondere zur Ein-
führung von neuen Technologien und Innovation beigetragen?
Vorgesehene Indikatoren
: Ergebnisindikator „Anzahl der Betriebe/Unternehmen, die neue
Produkte und/oder Verfahren einführen“. (Datenquelle: Monitoringdaten)
Für den Zeitraum 2007 bis 2009 der laufenden Förderperiode werden bislang 8 Unterneh-
men gefördert, die mit der Investition eine Neuausrichtung der Produktion nach einem neuen
Verfahren zum Gegenstand haben. Keines der geförderten Unternehmen hat die Einführung
eines neuen Produktes zum Ziel. Der Aspekt der Prozessinnovation ist entsprechend als
einzig bedeutsamer Beitrag der Maßnahmenförderung zur Einführung von neuen Technolo-
gien und/oder Innovationen zu sehen. Dieses Ergebnis verwundert nicht, als es insbesonde-
re Investitionen in bauliche Veränderungen und Technik sind, die mit der Maßnahme geför-
dert werden.
26
Diese finden, wenn sie innovativen Charakter haben, ihren Niederschlag ins-
besondere in der Modernisierung der Produktionsprozesse und -abläufe. Prozessinnovatio-
nen können dabei ihrerseits wiederum eine gute Grundlage für darauf aufbauende Produkt-
innovationen bilden.
27
Die Konzepte sind demnach nicht vollständig unabhängig voneinander
zu betrachten.
Bezogen auf die Zielsetzung gemäß EPLR im Freistaat Sachsen, 100 Unternehmen im Lau-
fe der Förderperiode zu fördern, die neue Produkte und/oder Verfahren einführen, beträgt
26
Die Begriffe ‚Technologie’ und ‚Technik’ werden im allgemeinen Sprachgebrauch synonym verwendet. Da anzunehmen ist,
dass mit der Förderung die Entwicklung von Techniken und Produktionsverfahren verfolgt werden soll, sind die Begriffe
Technik und Technologie ebenfalls für die Zwecke der Evaluation bedeutungsgleich zu verwenden.
27
Vgl. Lay, G.: Prozessinnovationen als Schlüssel zu innovativen Produkten, Fraunhofer ISI 1997

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17 von 23
der Umsetzungsstand 8%. Vor diesem Hintergrund erscheint es kritisch, ob das anvisierte
Ziel von 100 geförderten Unternehmen im Rahmen der Förderperiode erreicht werden kann.
Setzt man die Summe der Förderfälle, die die Einführung neuer Produkte und/oder Verfah-
ren verfolgen, ins Verhältnis zu den insgesamt bislang geförderten 238 Betrieben, so ent-
spricht dies einem Anteil von 3,4 % aller Zuwendungsempfänger.
Bewertungsfrage 3: Inwieweit haben geförderte Investitionen den Marktzugang und
den Marktanteil landwirtschaftlicher Betriebe verbessert?
Vorgesehene Indikatoren
: Entwicklung der Umsatzerlöse im geförderten Bereich. (Daten-
quelle: Investitionskonzept und Auflagenbuchführung)
Für deutsche Betriebe ist grundsätzlich von einem bestehenden Marktzugang auszugehen.
Der Marktzugang von Anbieterseite bezeichnet die Freiheit, auf einem Markt als Anbieter
teilzunehmen und Produkte abzusetzen. Eine Verbesserung des Marktzugangs kann ent-
sprechend als eine Reduktion möglicher Markteintrittsbarrieren verstanden werden. Struktu-
relle Markteintrittsbarrieren, die durch die einzelbetriebliche Förderung abgemildert werden
können, betreffen dabei z.B. geringe Betriebsgrößen, erforderliche Investitionen, hohe Quali-
tätsanforderungen etc. Neben dem getätigten Investitionsvolumen, das zur Reduktion mögli-
cher struktureller Markteintrittsbarrieren beiträgt, ist insbesondere die Entwicklung des Um-
satzes im geförderten Bereich ein geeigneter Indikator zur Beantwortung der Bewertungsfra-
ge.
28
Der Marktanteil eines Unternehmens kann definiert werden als dessen Umsatz im Verhältnis
zum Gesamtumsatz des Marktes bzw. der Branche, auf den es sich bezieht. Insofern kann
die Steigerung der betrieblichen Umsätze der geförderten Betriebe als ein geeigneter Indika-
tor zur Beurteilung der Verbesserung des Marktanteils angesehen werden, unter der An-
nahme, dass die Gesamtumsätze der Branche sich in dem gleichen Betrachtungszeitraum
nicht proportional mit erhöht haben. Für die im Zeitraum ab 2007 über ELER geförderten
Betriebe im Freistaat Sachsen lassen sich im Vergleich zu nicht geförderten Betrieben
(Stichprobe: Betriebe, die seit 2003 keine Förderung erhielten, n = 42) die folgenden Anga-
ben machen.
28
Die Wahl dieses Indikators begründet sich daraus, dass der Marktanteil eines Unternehmens/Betriebs definiert ist als sein
Umsatz im Verhältnis zum Gesamtumsatz des relevanten Marktes.

Bericht zur Halbzeitbewertung des
EPLR im Freistaat Sachsen 2007 - 2013
18 von 23
Abbildung 11: Umsatzentwicklung geförderter vs. nicht geförderter Betriebe
2006/07 bis 2008/09
754
1.899
1.600
1.290
1.602
822
697
1.675
1.412
1.112
0
200
400
600
800
1.000
1.200
1.400
1.600
1.800
2.000
2006/07
2007/08
2008/09
Umsatzerlöse (€/ha LF) keine Förderung
dar. Tierproduktion keine Förderung
Umsatzerlöse (€/ha LF) Förderung
dar. Tierproduktion Förderung
Quelle: Eigene Darstellung auf Basis von Auswertungen der Buchführungsergebnisse, LfULG
Die Auswertung eines Mit-Ohne-Vergleichs zeigt, dass Unternehmen, die eine Förderung
durch ELER-Mittel erhielten, deutliche Steigerungen ihrer Umsatzerlöse aufweisen. Dabei ist
insbesondere für die Gesamtzahl der Betriebe interessant, dass sich die Umsätze im Wirt-
schaftsjahr 2007/08 auf einem vergleichbaren Niveau bewegen, von dem ausgehend die
Umsätze geförderter Betriebe einen sprunghaften Anstieg gegenüber nicht geförderten auf-
weisen.
29
Da die bisherige Förderung in Sachsen zu einem überwiegenden Teil im Bereich
der Tierproduktion stattfindet, wird dieser Bereich gesondert betrachtet. Im Vergleich zu die-
ser Entwicklung zeigt sich, dass die Bruttowertschöpfung im ldw. Bereich nach einem deutli-
chen Anstieg zwischen 2006 und 2007 insbesondere in den Jahren 2007 bis 2009 einem
schrittweisen Rückgang unterliegt.
30
Vor diesem Hintergrund erscheint es plausibel, dass die
Förderung einen Beitrag zur Verbesserung des Marktanteils leistet. Eine genaue Quantifizie-
rung verbietet sich jedoch vor dem Hintergrund der folgenden Grenzen der Aussagekraft der
Daten:
- Wie zu Beginn des Abschnitts bereits ausgeführt, kann zum Zeitpunkt der Halbzeit-
bewertung keine seriöse Angabe zu Wirkungen der Investitionen abgeleitet werden.
29
Es ist zu betonen, dass die erreichten wirtschaftlichen Ergebnisse stark von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des
jeweiligen Jahres geprägt sind. So waren wesentliche Ursachen für die positive Einkommensentwicklung im Jahr 2007/08
die außerordentlich stark gestiegenen Preise für Getreide und Ölfrüchte sowie die deutlich höheren Milchpreise. Diese sehr
günstigen Marktbedingungen konnten die sächsischen Betriebe mit guten Erträgen in der Ernte 2007 und einer hohen
Milchleistung für sich nutzen. Im Wirtschaftsjahr 2008/09 zogen Preiseinbrüche bei Getreide und Milch und vor allem ge-
stiegene Aufwendungen eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation nach sich. Vgl. Fachauskunft LfULG, Referat
22 agrar- und umweltpolitische Analysen, am 28.05.10.
Da jedoch im Rahmen eines Mit-Ohne-Vergleichs derartige externe Effekte auf Vergleichs- und Kontrollgruppe gleicherma-
ßen einwirken, sind sie im Hinblick auf die Abschätzung einer Nettowirkung hinreichend berücksichtigt. Vgl. hierzu auch
European Evaluation Network for Rural Development: Approaches for assessing the impacts of the rural development pro-
grammes in the context of multiple intervening factors, Brüssel 2009/2010
30
SMUL (2010): Sächsischer Agrarbericht in Zahlen 2009.

image
Bericht zur Halbzeitbewertung des
EPLR im Freistaat Sachsen 2007 - 2013
19 von 23
Da ökonomische Wirkungen der Investitionen zeitverzögert auftreten, bedarf es hier-
zu eines längeren Zeitraums und der Abbildung entsprechender Zeitreihen, die eine
Wirkungsbeurteilung zulassen.
- Die Vergleichbarkeit der dargelegten Stichproben ist begrenzt, da zum einen zwar
Vergleichsgruppen auf Basis der Hauptproduktionsrichtung (Tierproduktion) gebildet
werden konnten, die Verteilung der Betriebsgrößen in beiden Gruppen jedoch variie-
ren kann.
- Zudem ist die Stichprobe der geförderten Betriebe deutlich niedriger als die der nicht
geförderten (Geförderte: n=7; Nicht Geförderte: n=42). Entsprechend können syste-
matische Unterschiede zwischen den einzelnen geförderten Betrieben deutlich stär-
ker ins Gewicht fallen als bei den nicht geförderten Betrieben.
Hier wäre die Stichprobe der Bewilligungen des Jahres 2008 aussagekräftiger, es wur-
den 91 Betriebe bewilligt. Da jedoch für diese Betriebe nur ein Jahresabschluss nach
Förderung vorliegt (Wirtschaftsjahr 2008/09) und unklar ist, inwiefern die Investitionen
bis zu diesem Zeitpunkt abgeschlossen sind, wird von einer näheren Betrachtung dieser
Förderfälle zur Beantwortung der Bewertungsfrage Abstand genommen.
Abbildung 12: Entwicklung der Bruttowertschöpfung 2000 bis 2009
Quelle: Sächsischer Agrarbericht in Zahlen 2009; Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen (nach volkswirtschaftlicher
Gesamtrechnung der Länder (VGR)), Berechnungsstand: Februar 2010
Bewertungsfrage 4: Inwieweit haben geförderte Investitionen zu dauerhafter und
nachhaltiger Aktivität von landwirtschaftlichen Betrieben beigetragen?
Vorgesehene Indikatoren
:
Zusätzliche Bruttowertschöpfung in den geförderten Betrieben [EURO]
Entwicklung der Arbeitsproduktivität (Bruttowertschöpfung/AK) in den geförderten Un-
ternehmen
Zusätzlicher Ergebnisindikator: Anzahl geschaffener bzw. gesicherter Arbeitsplätze in
den geförderten Unternehmen
Anzahl geförderter Junglandwirte

image
Bericht zur Halbzeitbewertung des
EPLR im Freistaat Sachsen 2007 - 2013
20 von 23
Entwicklung des nachhaltigen Arbeitseinkommens je Erwerbstätigem (Indikator: Or-
dentliches Ergebnis plus Personalaufwand je AK)
Synergetische Wirkungen der Maßnahme 121 zu Schwerpunkt 2
Zur Beantwortung der Bewertungsfrage 4 kann zunächst eine nähere Spezifizierung des
Begriffs der Nachhaltigkeit vorgenommen werden. Diese lässt sich näher charakterisieren
über die folgenden Dimensionen (vgl.
Abbildung 13).
Abbildung 13: Dimensionen der Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit stellt ein generelles Ziel der Förderrichtlinie Land- und Ernährungswirtschaft -
RL LuE/2007 dar. Dabei zielt die Richtlinie neben ökonomischen Aspekten, die durch die
Förderung verbessert werden sollen, insbesondere auch auf ökologische Faktoren ab. Diese
finden ihren Niederschlag z.T. in den Fördergegenständen, so z.B. in der Förderung umwelt-
schonender Spezialtechnik oder baulicher Anlagen zur Vermeidung von Grundwasserbelas-
tungen.
31
Zur Beurteilung der Zielerreichung ‚Nachhaltiger Aktivität landwirtschaftlicher Betriebe’ wird
zunächst der Indikator ‚Anzahl geförderter Junglandwirte’ vorgeschlagen. Die nachhaltige,
langfristige Aktivität kann besonders durch die Förderung von Junglandwirten erzielt werden,
hiermit kann ggf. ein zusätzlicher Anreiz zu Betriebsübernahmen verbunden sein. Da die
spezielle Junglandwirteförderung Ende 2009 in das EPLR für Maßnahme 121 aufgenommen
wurde, sind Ergebnisse erst zu einem späteren Zeitpunkt zu erwarten. Im Hinblick auf die
Demographie zeigt der Umsetzungsstand der bis Ende 2009 geförderten Betriebe, dass bis
zu diesem Zeitpunkt 21 natürliche Personen unter 40 Jahren gefördert wurden (29 % aller
geförderten natürlichen Personen).
32
Nachhaltigkeit der Aktivitäten landwirtschaftlicher Betriebe spiegelt sich auch in der Anzahl
geschaffener respektive gesicherter Arbeitsplätze wider. Nach Angaben der Zuwendungs-
empfänger werden durch die bisherige Förderung 2.146 Arbeitsplätze geschaffen respektive
gesichert. Diese Angaben sind jedoch kritisch zu betrachten, da die getätigten Investitionen
auch zu einer Substitution des Faktors ‚Arbeit’ durch den Faktor ‚Kapital’ führen können. Die
Wirkung der getätigten Investitionen auf die Schaffung von Arbeitsplätzen hängt insofern
auch davon ab, welcher Effekt im Rahmen der geförderten Projekte überwiegen wird.
Neben dem dargestellten Fokus der Nachhaltigkeit auf die ökonomische Perspektive spielen
auch ökologische und soziale Faktoren für den Nachhaltigkeitsgedanken eine bedeutsame
31
Vgl. Förderrichtlinie Land- und Ernährungswirtschaft - RL LuE/2007.
32
Hierzu ist anzumerken, dass die spezielle Junglandwirteförderung im Freistaat Sachsen erst Ende 2009 eingeführt wurde.

Bericht zur Halbzeitbewertung des
EPLR im Freistaat Sachsen 2007 - 2013
21 von 23
Rolle.
33
So werden neben ökonomischen Wirkungen auch Umweltwirkungen durch die ein-
zelbetriebliche Förderung unter Code 121 entfaltet, die unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit
bedeutsam sind.
34
Zudem zeigen die Ziele der Zuwendungsempfänger, dass die Verfolgung
besserer Arbeitsbedingungen für 39,2 % der befragten Betriebsleiter und Tierschutzstan-
dards für 26,6 % der Befragten das Hauptziel der Förderung darstellt.
35
Bewertungsfrage 5: Inwieweit haben geförderte Investitionen zur Verbesserung der
Wettbewerbsfähigkeit im Agrarsektor beigetragen?
Vorgesehene Bewertungsindikatoren
:
Siehe Bewertungsfrage 4: Entwicklung der Bruttowertschöpfung und Arbeitsprodukti-
vität in geförderten Betrieben
Aus Betriebsleiterbefragung: Einschätzung der Wirkungen der Investition auf die Um-
strukturierung des Sachkapitals (qualitativ)
Zusätzlicher Ergebnisindikator „Anzahl der Betriebe, die höhere Wertschöpfung durch
weitere betriebliche Aufbereitungs-, Verarbeitungs- oder Vermarktungsstufe erreichen
Die Umstrukturierung und Weiterentwicklung des Sachkapitals ist eine zentrale Zielsetzung
der Maßnahme 121 und kann als ein bedeutsamer Faktor zur Anpassung der Unternehmen
an veränderte Wettbewerbsbedingungen gesehen werden. Die Ergebnisse der durchgeführ-
ten Betriebsleiterbefragung zeigen hierzu folgendes Bild:
-
Bei 35 % der Befragten haben sich die Produktionsbereiche als Folge der geförderten
Investitionen verändert, 62 % der Unternehmen tätigten Investitionen mit dem Ziel der
Optimierung einzelner Bereiche der bestehenden Produktion.
- Eine Ausdehnung der Produktionsbereiche hat durch die Förderung insbesondere in
den Bereichen der Milchvieh- und Geflügelhaltung stattgefunden (jeweils 20 % der
geförderten Betriebe). Neu aufgenommen wurde in erster Linie der Bereich der Ener-
gieproduktion, in 16 % der befragten Zuwendungsempfänger.
- Eine Einschränkung der Produktion hat lediglich im kleineren Umfang im Geflügelbe-
reich stattgefunden (4 % der Förderfälle).
Vor dem Hintergrund einer Bruttoanlageinvestition in der Landwirtschaft Sachsens in Höhe
von 393 Mio. EURO
36
leistet die bisherige Förderung (Zeitraum 2007 bis 2009) durch die
Maßnahme 121 einen Nettobeitrag zur Erhöhung des Kapitalstocks in Höhe von
128,6 Mio. EURO.
37
Im Freistaat Sachsen ist mit einer Steigerung der Bruttowertschöpfung
pro AK durch die Förderung in Höhe von 0,2721 EURO bei 1 EURO zusätzlicher Kapitalaus-
stattung pro AK zu rechnen.
38
Im Hinblick auf die Erfassung der Wirkung der Förderung auf
die Arbeitsproduktivität ist davon auszugehen, dass die öffentlich eingesetzten Mittel in
Sachsen eine Hebelwirkung induzieren und dazu führen, dass mehr Eigenmittel investiert
werden als in einer Situation ohne Beihilfe.
39
Abschätzungen der Evaluatoren zufolge führt
33
So lässt sich der Begriff der Nachhaltigkeit anhand der drei Dimensionen ‚Ökonomie’, Ökologie’ und ‚Soziales’ beschreiben.
34
Siehe hierzu die Beantwortung der horizontalen Bewertungsfragen 2 und 14 in Kapitel 7 dieses Berichts.
35
Vgl. durchgeführte Betriebsleiterbefragung.
36
Vgl. VGR der Länder, Zahlen für 2007.
37
Siehe hierzu auch Horizontale Bewertungsfrage 18 dieses Berichts.
38
Quelle: Berechnungen der Evaluatoren auf Basis von Daten des Testbetriebsnetzes des BMELV.
39
Vgl. hierzu auch die Beantwortung der Horizontalen Bewertungsfrage 18 des Berichts.

Bericht zur Halbzeitbewertung des
EPLR im Freistaat Sachsen 2007 - 2013
22 von 23
ein Prozent zusätzlicher Kapitalausstattung durch die Förderung zu einer Steigerung der
Arbeitsproduktivität um 0,72%.
40
Schlussfolgerungen und Empfehlungen
Die Bewertungen des Kapitels zusammenfassend, können nachfolgend Schlussfolgerungen
und Handlungsempfehlungen für die zukünftige Förderung der Maßnahme 121 „Modernisie-
rung landwirtschaftlicher Betriebe“ abgeleitet werden.
Die Bewertungen des Kapitels zusammenfassend, können nachfolgend Schlussfolgerungen
und Handlungsempfehlungen für die zukünftige Förderung der Maßnahme 121 „Modernisie-
rung landwirtschaftlicher Betriebe“ abgeleitet werden.
-
Der Umsetzungsstand der Maßnahme als auch die Inanspruchnahme im Hinblick auf
die im EPLR definierten Zielsetzungen kann mit Blick auf den Mittelabfluss als ziel-
führend bezeichnet werden. So zeigt das Volumen der induzierten Investitionen be-
zogen auf die Hauptzielsetzungen der Maßname und die mit der Förderung verbun-
dene regionale Verteilung ein vorwiegend positives Bild, auch bezogen auf die Er-
gebnisse der Maßnahmendurchführung.
41
Insgesamt ist davon auszugehen, dass im
Durchschnitt ca. 20 % aller im landwirtschaftlichen Sektor im Freistaat Sachsen getä-
tigten Investitionen
42
auf die ELER-geförderten Investitionen unter Maßname 121 ent-
fallen.
- Der Umsetzungsstand bezogen auf die Anzahl der Zuwendungsempfänger und ge-
förderten Vorhaben zeigt demgegenüber jedoch, dass die hierzu ursprünglich anvi-
sierten Zielsetzungen voraussichtlich nicht erreicht werden. Vor dem Hintergrund der
durchaus zufriedenstellenden Inanspruchnahme der finanziellen Mittel ist hierzu zu
prüfen, ob die Zahl der anvisierten Zuwendungsempfänger ggf. zu hoch angesetzt
worden war. Dabei fällt insbesondere auf, dass für eine Vielzahl der Fördergegens-
tände der Maßnahme 121 eine geringe Akzeptanz zu konstatieren ist – z.B. für die
Vermarktung von Anhang I-Erzeugnissen, Energiepflanzen etc. Hier empfiehlt sich zu
prüfen, inwiefern die Vielzahl der definierten Fördergegenstände die tatsächlich be-
stehenden Bedarfe seitens der landwirtschaftlichen Betriebe in Sachsen trifft.
- Obgleich sich die Förderung zieladäquat für die arbeitsintensive Nutztierhaltung dar-
stellt, so fällt gleichfalls auf, dass sich die Förderung bislang einseitig auf diesen För-
dertatbestand konzentriert, zuungunsten der zahlreichen weiteren Fördergegenstän-
de der Maßnahme. Dieser Aspekt zeigt sich insbesondere für die Förderung innovati-
ver Spezialtechnik, hier liegt bislang nur ein Förderfall vor. Entsprechend wird emp-
fohlen zu prüfen, inwiefern eine Reduktion der Fördergegenstände im Bereich Tech-
nik durch Zusammenführung erreicht werden kann. Hier wäre eine Zusammenfüh-
rung der Fördergegenstände „Innovative Spezialtechnik“, „Technik Flüssigdung“ und
„Spezialmaschinen“ denkbar. Die Reduktion der Fördergegenstände dürfte die Kom-
plexität der Förderung reduzieren und die Effizienz der Abwicklung steigern.
- Vor diesem Hintergrund empfiehlt es sich zu prüfen, inwiefern die Förderung durch
die Maßnahme 121 eine ausreichende Anreizwirkung induzieren kann für die im
EPLR festgeschriebene Vielfalt an Fördergegenständen.
- Als besonderer Schwerpunkt der einzelbetrieblichen Förderung wird gemäß EPLR
neben der Förderung im Bereich der Nutztierhaltung besonders die Förderung von
40
Quelle: Abschätzung der Evaluatoren auf Basis von Daten des Testbetriebsnetzes des Bundesministeriums.
41
Vgl. gemeinsame (CMEF) und spezifische Ergebnisindikatoren für die Förderung im Freistaat Sachsen.
42
Vergleichszahlen sind der VGR des Bundes und der Länder zu entnehmen. Hiernach betragen die Investitionsvolumina in
neue Anlagen, Ausrüstungen und neue Bauten in der Land- und Forstwirtschaft sowie Fischereiwirtschaft in 2007 rund 787
Mio. EURO.

Bericht zur Halbzeitbewertung des
EPLR im Freistaat Sachsen 2007 - 2013
23 von 23
Gartenbaubetrieben betont. Gleichwohl zeigt sich, dass dieser Förderschwerpunkt
mit 5 % Anteil an allen bis Ende 2009 bewilligten Fördervorhaben einen unbedeuten-
den Anteil ausmacht. Es empfiehlt sich zu prüfen, inwiefern die Förderung des Gar-
tenbaus vor diesem Hintergrund und der zumeist rentabilitätsschwachen Strukturen
als besonderer Förderschwerpunkt der einzelbetrieblichen Förderung gewählt werden
sollte.
43
-
Die Betriebsleiterbefragung ergab, dass ein hoher Anteil der geförderten Betriebe die
‚Verbesserung der Arbeitsbedingungen’ als eines der wichtigsten Nebenziele ihrer
geförderten Investitionen ansehen. Eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen geht
in der Regel mit Produktivitätssteigerungen einher und hat damit mittelbaren Einfluss
auf die ökonomischen Zielsetzungen. Im Hinblick auf die zukünftige Ausgestaltung
des Programms kann überlegt werden, inwiefern die Verbesserung der Arbeitsbedin-
gungen als ein weiteres (Teil-)Ziel der Maßnahme explizit in die Maßnahmendefiniti-
on aufgenommen werden sollte.
44
-
Die Datenauswertungen der Investitionskonzepte sowie deren Zusammenführung mit
den Buchführungsdaten der geförderten Betriebe vermittelten den Eindruck z.T. be-
stehender Inkonsistenzen und fehlender Daten. Dieser Umstand erschwerte die Ver-
arbeitung der Daten z.T. erheblich, überdies konnte nur ein Teil der Daten für die
Auswertungen genutzt werden. Es wird empfohlen, die Kontrollen auf Vollständigkeit
und Richtigkeit respektive Plausibilität der Daten zukünftig weiter zu verstärken.
43
Vgl. Ex-Post Bewertung 2000 – 2006 (vTI) sowie Expertenauskunft Fachreferat.
44
Vgl. EPLR Sachsen 2007 – 2013, 3. Änderung vom 30.06.2009, genehmigte Fassung vom 15.12.2009, S. 195

Bericht zur Halbzeitbewertung des
EPLR im Freistaat Sachsen 2007 - 2013
1 von 1
Anhang 6.2:
INDIKATORENÜBERSICHT zur Maßnahme 124
Indikator
Zielwert*
2007 - 2013
Umsetzungsstand
2007 - 2009
Zielerreichung
bis 2009 in %
Outputindikatoren
Anzahl geförderter Kooperationsprojekte /
Zusammenarbeitsinitiativen [n]
Gesamt sowie getrennt nach:
12
Kein Projekt
0 %
Bereichen
wie Obst, Gemüse, Kartoffeln/Verarbeitung,
Fleisch und Wurstwaren, Milch/Käse, Ölsaa-
ten/Öl, Getreide/Mehl/Backwaren, Getränke, etc.
Kein Projekt
0 %
Arten der Zusammenarbeit
Entwicklung neuer Produkte, neuer Produkti-
onsprozesse, neuer Technologien, etc.
Kein Projekt
0 %
Gesamtinvestitionsvolumen der geförderten
Unternehmen [EURO]
3.000.000
-
0 %
Ergebnisindikatoren
Anzahl der Betriebe, die neue Produkte / Me-
thoden eingeführt haben [n]
gesamt sowie getrennt nach:
100
-
0 %
Anzahl landwirtschaftlicher
Unternehmen
- 0 %
Anzahl beteiligter Unternehmen der Ernährungs-
industrie
- 0 %
Zunahme der Bruttowertschöpfung der
geförderten Betriebe [EURO]
50.000
-
0 %
* gemäß EPLR Sachsen 2007-2013, (Kap. 5.3.1.2.4), 3. Änderung, genehmigte Fassung vom 15.12.2009

Bericht zur Halbzeitbewertung des
EPLR im Freistaat Sachsen 2007 - 2013
1 von 1
Anhang 6.3.1:
INDIKATORENÜBERSICHT zur Maßnahme 125
Indikator
Umsetzungsstand
2007 – 2009
2007 – 2009
Zielwert*
2007 - 2013
Auszahlungsdaten
Bewilligungsdaten
*
Ziel-
erreichung
bis 2009 (%) bezo-
gen auf Auszah-
lungsdaten
Outputindikatoren
Förderfähiges Investitionsvolumen [EURO]
6.250.000
1.586.098
25 %
Anzahl geförderter Erschließungsvorhaben [n]
100
38
36***
38 %
Anzahl geförderter Forstbetriebe gesamt [n]
100
32
32 %
Ergebnisindikatoren
Geförderte Waldwege [km]
90
41,4886
46 %
Zunahme der Bruttowertschöpfung der geför-
derten Betriebe [EURO]**
15.800
7.261
46 %
*
Quelle: EPLR in Sachsen 2007 – 2013, 3. Änderung vom 30.06.2009, genehmigte Fassung vom 15.12.2009
** Zielwert von (alt) 158 Euro auf (neu) 15.800 Euro (für 100 Betriebe) in Abstimmung mit dem SMUL angepasst
*** Quelle: Mitteilung der Bewilligungsstelle am 02.08.2010 per E-Mail

Bericht zur Halbzeitbewertung des
EPLR im Freistaat Sachsen 2007 - 2013
1 von 2
Anhang 6.3.2:
Zufriedenheitsanalyse der Zuwendungsempfänger der Maßnahme 125
Zur Evaluierung der Zufriedenheit der Zuwendungsempfänger mit der Förderung des forstlichen
Wegebaus wurden eine schriftliche Befragung sowie ein Workshop mit Waldbesitzern durchge-
führt.
Im April und Mai 2010 wurden 32 Zuwendungsempfänger schriftlich durch den Evaluator
befragt. Der Rücklauf beträgt 32 %, d.h. 10 Fragebögen standen für die Auswertung zur
Verfügung. Der Fragebogen befindet sich im Materialband.
Am 16.04.2010 fand in Tharandt mit dem Waldbesitzerverband Sachsen ein Workshop mit
13 Teilnehmern statt. Der Teilnehmerkreis setzte sich aus Waldbesitzern, Verbandsvertre-
tern sowie Vertretern der Bewilligungsstelle und des SMUL zusammen.
Bei der Befragung gaben 90 % der Antwortenden an, dass sie den Wegebau ohne die finanzielle
Förderung nicht durchgeführt hätten. Insofern hat die Förderung den Impuls gegeben, den Wald
zu erschließen. Mitnahmeeffekte können ausgeschlossen werden.
Auf die Frage, wie sie die Förderung rückblickend einschätzen, ergibt sich ein heterogenes Bild.
Abbildung 1: Rückwirkende Einschätzung der Zuwendungsempfänger für den
forstlichen Wegebau
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
positiv
eher positiv
eher negativ
negativ
nicht relevant
Quelle: Eigene Erhebung und eigene Darstellung
Positiv wird die fachliche Unterstützung und Kompetenz der Verwaltungsmitarbeiter eingeschätzt.
Die Unzufriedenheit mit der Klarheit der Förderrichtlinie und den Antragsformularen wird so offen-
bar kompensiert. Auffallend negativ wird aber insbesondere auch der Zeitraum von der Beantra-
gung bis zur Bewilligung sowie von der Fertigstellung des Wegebauprojektes bis zur Auszahlung

Bericht zur Halbzeitbewertung des
EPLR im Freistaat Sachsen 2007 - 2013
2 von 2
eingeschätzt. Die durchschnittliche Wartezeit von der Fertigstellung bis zum Geldeingang beträgt
nach Angabe der Befragten 31,2 Wochen, was im Vergleich zu den Ergebnissen einer Befragung
im Freistaat Thüringen erheblich länger ist. Berücksichtigt man ferner, dass die durchschnittliche
Förderhöhe pro Vorhaben 30.415 Euro beträgt, kommen auf die Waldbesitzer beachtliche Vorfi-
nanzierungskosten zu, die bei einer notwendigen Fremdfinanzierung weitere Kosten verursachen
können.
Die Einschätzung der Nachkontrollen ist ebenfalls negativ. Da diese aber aufgrund der Vorgaben
der EU-KOM erfolgen, kann die Verwaltungsbehörde diesbezüglich nichts ändern.
Im Ergebnis dieser Befragung muss festgestellt werden, dass die Förderrichtlinie für die Zuwen-
dungsempfänger nicht einfach zu verstehen ist und die Bearbeitung des Antrages bei der Bewilli-
gungsstelle sehr lange dauert. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass gerade kleine Forstbe-
triebe oder forstliche Zusammenschlüsse ohne entsprechende Liquidität aufgrund der hohen Vor-
finanzierungskosten von einer Beantragung abgehalten werden.
In dem Workshop mit den Waldbesitzern wurde dieser Punkt ebenfalls kritisch erwähnt. Einige
Teilnehmer gaben an, dass die Vorfinanzierung in einigen Fällen bis zu einem Jahr betragen hat.
Darüber hinaus wurden durch die Teilnehmer folgende Punkte kritisch angemerkt:
Die Senkung des Förderanteils von 90 % auf 80 % in der neuen Programmperiode hat für
die Waldbesitzervereinigung negative Konsequenzen im Hinblick auf die Mobilisierung der
Waldbesitzer gehabt. Der Eigenanteil steigt damit um 10 Prozentpunkte auf 20 %, so dass
viele Waldbesitzer einen Wegebau nicht mehr in Betracht ziehen. Hinzu kommt, dass das
bisher sehr wirkungsvolle Argument entfällt, dass durch die Mitgliedschaft in einem Zu-
sammenschluss die Förderung attraktiver wird.
Vorgabe des Regelbauverfahrens als Fördervoraussetzung: Die Teilnehmer weisen darauf
hin, dass das Regelbauverfahren im Gebirge oft nicht anwendbar ist oder erhebliche Kos-
ten verursacht (z.B. Steilhanglagen). Aus Sicht des Evaluators stellt jedoch das Regelbau-
verfahren ein durchaus übliches und in anderen Bundesländern ebenfalls angewendetes
Verfahren dar, das die langfristige Sicherung der Infrastruktur gewährleistet.
Förderung von Rückewegen: Da auch Rückewege der Senkung der Rückekosten dienen,
sollte aus Sicht der Waldbesitzer eine Förderung angeboten werden. Dies ist jedoch aus
Sicht des Evaluators nicht erforderlich, da die Kosten für die Anlage eines Rückeweges
sehr gering sind und bereits mit der ersten Hiebsmaßnahme refinanziert werden können.
Aufgrund der Befragung und dem Workshop lassen sich folgende Empfehlungen ableiten:
Differenzierung des Förderanteils für den forstlichen Wegebau in Abhängigkeit von der
Leistungsfähigkeit der Forstbetriebe (z.B. zw. 60% und 90%), um die finanziellen Mittel auf
den ertragsschwachen Kleinprivatwald und Forstbetriebsgemeinschaften konzentrieren zu
können.
Verkürzung des Zeitraums von der Beantragung bis zur Bewilligung sowie von der Fertig-
stellung bis zur Auszahlung. Aufgrund der Vorleistungen und den damit verbundenen Unsi-
cherheiten verzichten Waldbesitzer auf eine Förderung, so dass insbesondere im Kleinpri-
vatwald mittelfristig nicht mit einer signifikanten Verbesserung der Erschließungsdichte zu
rechnen ist.

Bericht zur Halbzeitbewertung des
EPLR im Freistaat Sachsen 2007 - 2013
1 von 1
Anhang 6.3.3:
Abbildung: Antworten der Zuwendungsempfänger zur Motivation für den Wegebau
(N=32, n=10)
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
80%
90%
100%
Nutzung der
Waldbestände wurde
dadurch überhaupt erst
möglich (Erstzugang)
Rückewege verkürzen
sich, so dass die
Rückekosten gesenkt
wurden
Der Wegebau wurde zur
Verbesserung der
Holzabfuhr angelegt
Der Wegebau führt zu
einer intensiveren
Erholungsnutzung des
Waldes durch die
Bevölkerung
Trifft voll zu
Trifft eher zu
Trifft eher nicht zu
Trifft überhaupt nicht zu

Bericht zur Halbzeitbewertung des
EPLR im Freistaat Sachsen 2007 - 2013
1 von 1
Anhang 6.4:
INDIKATORENÜBERSICHT zur Maßnahme 132
Indikator
Zielwert*
2007 - 2013
Umsetzungsstand
2007 - 2009
Zielerreichung
bis 2009
Outputindikatoren
Anzahl geförderter Landwirte insgesamt [n]
200
Kein Projekt
0 %
davon nach EU-Verordnungen geschützten Be-
zeichnungen; national anerkannter Qualitätsre-
gelungen; Art des Agrarerzeugnis
-
0%
Anzahl der nach EU-Verordnungen geschütz-
ten Bezeichnungen gesamt [n]
10
Kein Projekt
0 %
davon nach Produktgruppen
-
0%
Anzahl geförderter national anerkannter Qua-
litätsregelungen gesamt [n]
2
Kein Projekt
0 %
davon nach Produktgruppen
-
0%
Ergebnisindikatoren
Steigerung des Umsatzes der beteiligten Be-
triebe bezogen auf die jeweiligen Qualitäts-
produkte [EURO]
50.000
-
0 %
Steigerung des Anteils der Qualitätsprodukte
am Gesamthandelsumsatz der beteiligten
Unternehmen [%]
5%
-
0%
* gemäß EPLR Sachsen 2007-2013, (Kap. 5.3.1.3.2), 3. Änderung, genehmigte Fassung vom 15.12.2009

Bericht zur Halbzeitbewertung des
EPLR im Freistaat Sachsen 2007 - 2013
1 von 1
Anhang 6.5:
INDIKATORENÜBERSICHT zur Maßnahme 133
Indikator
Zielwert*
2007 - 2013
Umsetzungsstand
2007 - 2009
Zielerreichung
bis 2009 in %
Outputindikatoren
Anzahl geförderter Einzelvorhaben [n]
70
Kein Projekt
0 %
förderfähiges Investitionsvolumen [EURO]
Gesamt sowie getrennt nach
4.285.714
Kein Projekt
0 %
Produktgruppen;
Produkten gemäß VO (EG) 510/2006;
Produkten gemäß VO (EG) 509/2006;
Öko-Produkten;
Produkten QbA- Wein;
national anerkannten Qualitätsregelungen
-
0%
Ergebnisindikatoren
Steigerung der produzierten Mengen [n]
100
-
0 %
nach Öko-Produkten
(gesamte Produktpalette)
-
0%
nach Produkten gemäß VO (EG) 510/06 und
509/06
-
0%
Steigerung des Umsatzes der beteiligten
Betriebe bezogen auf die jeweiligen
Qualitätsprodukte [EURO]
Gesamt sowie getrennt nach
500.000
-
0 %
VO (EG) geschützter Bezeichnungen;
national anerkannten Qualitätsregelungen;
Art von Agrarerzeugnis
- 0%
* gemäß EPLR Sachsen 2007-2013, (Kap. 5.3.1.3.3), 3. Änderung, genehmigte Fassung vom 15.12.2009

Bericht zur Halbzeitbewertung des
EPLR im Freistaat Sachsen 2007 - 2013
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Anhang 6.6:
Kapitel 6.6 (Langversion): Ausgleichszahlungen für naturbedingte Nachteile zu-
gunsten von Landwirten in Berggebieten (Maßnahme 211)
Kapitel 6.6.1: Beschreibung der Maßnahme und Umsetzungsstand
Berggebiete sind Gebiete mit erschwerten natürlichen Produktionsbedingungen (Höhenlage,
Hangneigung, etc.), die sich in höheren Kosten und geringeren Erträgen widerspiegeln. Um die
Landwirtschaft in den Berggebieten zu erhalten, wird landwirtschaftlichen Betrieben in Berggebie-
ten eine Ausgleichszahlung zur Kompensation der Kostennachteile gewährt. Die Zahlung der
Prämie erfolgt differenziert nach der Nutzungsart (Grünlandnutzung, Ackernutzung) je ha im För-
dergebiet liegender Fläche und muss jährlich beantragt werden.
INDIKATORENÜBERSICHT zur Maßnahme 211
Indikator
Umsetzungsstand**
2007 – 2009
Zielwert*
2007 - 2013
Auszahlungsdaten
Zielerreichung
bis 2009 (%) bezogen auf
Auszahlungsdaten
Outputindikatoren
Anzahl geförderter Betriebe in Berggebieten [n]
25
27
>100 %
Geförderte landwirtschaftlich genutzte Fläche in
Berggebieten [ha]
1.100
ca. 1.110
100 %
Ergebnisindikatoren
Einkommensentwicklung in landw. Betrieben
benachteiligter Gebiete gesamt (Anteil am or-
dentl. Ergebnis) [%]
15 k.A.*** k.A.
Förderflächen, die dazu beitragen, Marginalisie-
rung zu verhindern [ha]
1.100
1.100
100 %
*
Quelle: EPLR Sachsen 2007 – 2013, 3. Änderung, genehmigte Fassung vom 15.12.2009
** Monitoringdaten mit Ausnahme der Einkommensentwicklung
*** Im Testbetriebsnetz sind aufgrund der geringen Anzahl von Betrieben in Berggebieten keine belastbaren Angaben vorhanden.
In den Jahren 2007 bis 2009 erhielten jeweils zwischen 27 und 31 Betriebe im Berggebiet Aus-
gleichzulage. Damit wurde zu jedem Zeitpunkt der Zielwert von 25 Betrieben mit Ausgleichzulage
geförderten im Berggebiet übertroffen. Die Flächenförderung war mit jährlich ca. 1.100 ha relativ
konstant und entspricht damit dem Zielwert von 1.100 ha.
Kapitel 6.6.2: Beantwortung der maßnahmespezifischen Bewertungsfragen
Hinsichtlich der Bewertungsfragen liegt für die Ausgleichszulage eine Besonderheit im EPLR 2007
bis 2013 vor. Da die benachteiligten Gebiete neu abgegrenzt werden sollen, gilt bis zur erfolgten
Neuabgrenzung weiterhin die VO (EG) Nr. 1257/1999 und damit auch die Bewertungsfragen der
Förderperiode 2000 – 2006. Zunächst war die Neuabgrenzung bis zum Jahr 2010 geplant, zum
heutigen Zeitpunkt steht jedoch fest, dass es bis zum Jahr 2013 zu keiner Neuabgrenzung der
benachteiligten Gebiete kommen wird. Zur Halbzeitbewertung gelten daher für die Bewertung der
Ausgleichszulage die unten aufgeführten Bewertungsfragen der VO (EG) Nr. 1257/1999.

Bericht zur Halbzeitbewertung des
EPLR im Freistaat Sachsen 2007 - 2013
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Als Datenquellen stehen neben den Monitoringdaten verschiedene externe Datenquellen zur Ver-
fügung. Eine wichtige Basis für die Beantwortung der Bewertungsfragen stellt eine Aufbereitung
der amtlichen Agrarstatistik für benachteiligte Gebiete dar. Diese wurde von dem Statistischen
Landesamt Sachsen zur Verfügung gestellt. Hier liegen vor allem Informationen über Flächennut-
zungen, Betriebszahlen und Arbeitskräfte vor für die Zeitpunkte 2007 und 2009 vor. Da es sich bei
dem Erhebungszeitpunkt 2009 jedoch nicht um eine Vollerhebung handelt, liegen einige Informati-
onen nicht so detailliert vor wie für das Jahr 2007. Für die Arbeitskräfte liegen für 2009 gar keine
Daten vor. Als weitere ergiebige Datenquelle wurde auf die Test- und auflagenbuchführenden Be-
triebe Sachsens für die Wirtschafsjahre 2007/2008 und 2008/2009 zurückgegriffen. Leider sind
aufgrund der geringen Anzahl von Betrieben im Berggebiet aus den Testbetrieben keine repräsen-
tativen Aussagen für das Berggebiet abzuleiten. Außerdem wurden die Daten um eine Son-
derauswertung des SMUL für die Abbildung der Umweltwirkungen der Ausgleichszulage ergänzt,
wegen des geringen Flächenumfangs der Berggebiete wurde hier auch auf eine nach Berggebie-
ten getrennte Analyse verzichtet.
Da es sich bei den für die Bewertung herangezogenen Datenquellen überwiegend um amtliche
Daten handelt, kann deren Zuverlässigkeit als gesichert angesehen werden. Aufgrund des kleinen
Umfangs an Betrieben bei Berggebieten ist es allerdings schwierig, hierfür allgemeingültige Aus-
sagen abzuleiten, da Einzelentscheidungen das Gesamtergebnis stark verzerren können.
Bewertungsfrage 1: In welchem Umfang hat die Ausgleichszulage beigetragen zum: Aus-
gleich für natürliche Nachteile in benachteiligten Gebieten, die sich in hohen Produktions-
kosten und geringem Produktionspotenzial niederschlagen?
Aufgrund der geringen Fallzahl im Berggebiet Sachsens liegen für die Abbildung der Einkom-
menssituation der Betriebe keine belastbaren Angaben in den Testbetrieben vor. Erläuterungen
zum Beitrag der Ausgleichszulage zum Ausgleich der höheren Produktionskosten und geringeren
Erträge in den anderen benachteiligten Gebieten Sachsens können dem Kapitel 6.7.2 entnommen
werden. Aus Untersuchungen zur Wirkung der Ausgleichzulage in anderen Berggebieten
1
weiß
man jedoch, dass insbesondere der Anteil der Ausgleichzulage am Einkommen der Betriebe im
Berggebiet höher ist als in den sonstigen benachteiligten Gebieten.
Bewertungsfrage 2: In welchem Umfang haben die Aus