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Verwaltungsvorschrift gesetzliches Messwesen
GM-VA SPV
Stand 20.03.2018
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Gesetzliches Messwesen
Verfahrensanweisung für Stichprobenverfahren
zur Verlängerung der Eichfrist
(GM-VA SPV)
Stand: 20.03.2018
Rechtssammlung der DAM unter 7.11.0.4.

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Stand 20.03.2018
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Die Arbeitsgemeinschaft Mess- und Eichwesen (AGME) hat am 20.03.2018 der Verwaltungsvorschrift “Gesetzliches Messwe-
sen – Verfahrensanweisung für Stichprobenverfahren zur Verlängerung der Eichfrist - (GM-VA SPV)” zugestimmt.
Inhaltsverzeichnis
1
Allgemeines .......................................................................................................... 4
1.1
Zweck und Anwendungsbereich .............................................................................. 6
1.2
Begriffe .................................................................................................................... 6
1.3
Abkürzungen ........................................................................................................... 8
1.4
Flussdiagrammsymbolik .......................................................................................... 9
2
Verzeichnis der Vorschriften und Regelungen ................................................... 10
3
Verfahrensablauf ................................................................................................ 11
4
Festlegungen ..................................................................................................... 12
4.1
Mechanische Messgeräte und elektronische Bestandsmessgeräte ........................12
4.2
Elektronische Messgeräte ohne bestandenes Qualifikationsverfahren und/oder ohne
Nachweis der Messbeständigkeit (Konformitätsbescheinigung) ..............................13
4.3
Elektronische Messgeräte mit bestandenem Qualifikationsverfahren und Nachweis
der Messbeständigkeit (Konformitätsbescheinigung) ..............................................13
5
Kriterien für die Losabgrenzung ......................................................................... 13
5.1
Messgeräte von unterschiedlichen Messgeräteverwendern ....................................13
5.2
Messgeräte mit ähnlichem metrologisch relevantem Langzeitverhalten ..................14
6
Antrag auf Verlängerung der Eichfrist ................................................................ 15
7
Auswahl und Behandlung der Stichprobenmessgeräte ...................................... 15
7.1
Auswahl der Stichprobe ..........................................................................................15
7.2
Behandlung der Messgeräte ...................................................................................15
7.2.1
Messgeräte für Elektrizität ...............................................................................15
7.2.2
Messgeräte für Gas .........................................................................................16
7.2.3
Messgeräte für Wasser ...................................................................................16
7.2.4
Messgeräte für Wärme ....................................................................................16
7.2.5
Zusatzeinrichtungen ........................................................................................17
8
Stichprobenprüfung ............................................................................................ 17
8.1
0/1-Ausfälle.............................................................................................................17
8.2
Systematische Ausfälle bzw. Auffälligkeiten............................................................17
8.3
Fehlerhafte Messgeräte ..........................................................................................18
8.3.1
Messgeräte für Elektrizität ...............................................................................18
8.3.2
Messgeräte für Gas .........................................................................................18
8.3.3
Messgeräte für Wasser ...................................................................................19

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8.3.4
Messgeräte für Wärme ....................................................................................19
8.3.5
Zusatzeinrichtungen ........................................................................................19
8.4
Ersatzmessgeräte ...................................................................................................19
8.5
Prüfverfahren ..........................................................................................................20
8.5.1
Messgeräte für Elektrizität ...............................................................................20
8.5.1.1
Richtigkeitsprüfungen ..................................................................................20
8.5.1.2
Funktionsprüfungen .....................................................................................21
8.5.2
Messgeräte für Gas .........................................................................................21
8.5.2.1
Richtigkeitsprüfungen ..................................................................................21
8.5.2.2
Prüfung der elektronischen Temperaturumwertung .....................................22
8.5.2.3
Prüfung der Druckumwertung ......................................................................22
8.5.3
Messgeräte für Wasser ...................................................................................22
8.5.4
Messgeräte für Wärme ....................................................................................22
8.5.5
Zusatzeinrichtungen ........................................................................................23
8.6
Stichprobenanweisungen........................................................................................23
9
Ergebnisse ......................................................................................................... 23
10 Inkrafttreten ........................................................................................................ 23
11 Anhänge ............................................................................................................. 24
Anhang 1 - 1/Gamma-Werte ..................................................................................... 24
Tabelle 1: 1/Gamma-Werte für mechanische Messgeräte ....................................... 24
und elektronische Bestandsmessgeräte ................................................................... 24
Tabelle 2: 1/Gamma-Werte für (neue) elektronische Messgeräte ............................ 25
Anhang 2 - Stichprobenanweisung A ....................................................................... 26
Tabelle 1: Einfach-Stichprobenprüfung ............................................................................26
Tabelle 2: Doppel-Stichprobenprüfung .............................................................................26
Anhang 3 - Stichprobenanweisung B ....................................................................... 27
Anhang 4 - Antragsdaten .......................................................................................... 29
Anhang 5 - Ergebnisdaten ........................................................................................ 31
Anhang 6 - Muster Bevollmächtigung prüfende Stelle .............................................. 32
Anhang 7 - Muster Bescheid Verlängerung der Eichfrist .......................................... 33
Anhang 8 - Muster Ablehnungsbescheid .................................................................. 34
Anhang 9 - Bundeseinheitliche Losnummern ........................................................... 35
Anhang 10 - Prüfende Stelle ..................................................................................... 37

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1 Allgemeines
Das Stichprobenverfahren gemäß § 35 der Mess- und Eichverordnung (MessEV) zur Ver-
längerung der Eichfrist kann für folgende Messgeräte, Teilgeräte und Zusatzeinrichtungen
durchgeführt werden:
a) Messgeräte für Elektrizität (Elektrizitätszähler),
b) Messgeräte für Gas (Gaszähler),
c) Messgeräte für Wasser (Kalt- und Warmwasserzähler sowie Messgeräte, die Was-
sertemperaturklassen zugeordnet werden, auch in der Ausführung als Messkapsel-
zähler),
d) Messgeräte und Teilgeräte für Wärmemenge (Kälte-, Wärmezähler und deren Kom-
bination sowie deren Teilgeräte),
e) Elektronische Zusatzeinrichtungen für Messgeräte für Elektrizität, Gas, Wasser oder
Wärmemenge.
Wenn in den nachfolgenden Abschnitten Regelungen für Messgeräte getroffen werden, sind
diese in gleicher Weise auf die vorstehend genannten Teilgeräte und Zusatzeinrichtungen
anzuwenden.
Der Antrag auf Verlängerung der Eichfrist kann zu Beginn des Verfahrens
1) vom Messgeräteverwender bei der für ihn nach § 40 Abs. 1 Mess- und Eichgesetz
(MessEG) zuständigen Behörde gestellt werden,
2) von einem, von den anderen beteiligten Messgeräteverwendern mit der Verfahrens-
führung schriftlich bevollmächtigen Messgeräteverwender, bei einer für einen der be-
teiligten Messgeräteverwender nach § 40 Abs. 1 MessEG zuständigen Behörde ge-
stellt werden (Mustervollmacht siehe Anhang 6), oder
3) von einer, durch die beteiligten Messgeräteverwender schriftlich bevollmächtigen prü-
fenden Stelle, bei einer für einen der beteiligten Messgeräteverwender nach § 40
Abs. 1 MessEG zuständigen Behörde gestellt werden (Mustervollmacht siehe An-
hang 6).
Kommen als Adressat für die Antragstellung mehrere nach § 40 Abs. 1 MessEG zuständige
Behörden in Frage und ist eine dieser Behörden auch für den Sitz der mit der Durchführung
der Stichprobenprüfung beauftragten prüfenden Stelle zuständig, sollte der Antrag aufgrund
verfahrensökonomischer Vorteile für alle Beteiligten bei dieser Behörde gestellt werden.

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Die nach § 40 Absatz 1 MessEG zuständige Behörde, die den Antrag auf Verlängerung der
Eichfrist erhält, ist für dieses Verfahren die verfahrensführende Behörde.
Ist die verfahrensführende Behörde nicht die für den Sitz der prüfenden Stelle örtlich zustän-
dige Behörde, kann sie die für den Sitz der prüfenden Stelle örtlich zuständige Behörde um
Amtshilfe hinsichtlich der Überwachung der Durchführung der Stichprobenprüfung in der
prüfenden Stelle ersuchen.
Die verfahrensführende Behörde informiert die weiteren nach § 40 Absatz 1 MessEG zu-
ständigen Behörden über die Antragstellung.
Die verfahrensführende Behörde ordnet jedem Los eine bundeseinheitliche Losnummer zu
(siehe Anhang 9).
Das Stichprobenverfahren muss so rechtzeitig vor Ablauf der Eichfrist begonnen werden,
dass bei Nichterfüllung der Anforderungen alle Messgeräte des Loses vor Beendigung der
jeweiligen Eichfrist ausgebaut werden können.
Die Ziehung der Stichprobe ist nach anerkannten Verfahren der Statistik durchzuführen. Dies
ist auf Verlangen der verfahrensführenden Behörde nachzuweisen. Die Ziehung der Stich-
probe darf nur von zur Durchführung von eichtechnischen Prüfungen im Sinne des § 37
MessEV kompetentem Personal einer prüfenden Stelle, einer nach § 40 Absatz 1 MessEG
zuständigen Behörde, der verfahrensführenden Behörde oder unter deren unmittelbaren
Aufsicht durchgeführt werden.
Die Stichprobenzähler sind bis zur Bestandskraft des Bescheides über die Verlängerung der
Eichfrist unverändert aufzubewahren, es sei denn, die verfahrensführende Behörde legt eine
kürzere Frist fest.
Die Verlängerung der Eichfrist von Messgeräten eines Loses, das das Stichprobenverfahren
bestanden hat, beginnt mit Ablauf des Kalenderjahres in dem die messtechnischen Prüfun-
gen begonnen wurden. Die verfahrensführende Behörde verlängert durch einen schriftlichen
Bescheid gemäß Anhang 7 die Eichfrist derjenigen Messgeräte, die in dem Los zusammen-
gefasst sind.
Messgeräte eines Loses, welches das Stichprobenverfahren nicht bestanden hat, müssen
bis zum Ablauf der Eichfrist der Messgeräte ausgebaut bzw. dürfen nach deren Ablauf nicht
mehr verwendet werden. Die verfahrensführende Behörde erstellt einen entsprechenden
schriftlichen Ablehnungsbescheid gemäß Anhang 8 dieses Dokumentes.
Der Adressat des Bescheids ist der Messgeräteverwender bzw. sind die Messgeräteverwen-
der.
Der bevollmächtigte Antragsteller auf Verlängerung der Eichfrist oder die bevollmächtigte

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prüfende Stelle erhält den Bescheid im Original. Die anderen am Los beteiligten Messgerä-
teverwender erhalten den Bescheid in Kopie.
Die administrative Abwicklung des Stichprobenverfahrens erfolgt u. a. durch eine Anwen-
dung im Extranet der Eichbehörden. Die Beantragung durch den/die Messgeräteverwender
bzw. die prüfende Stelle und der Informationsaustausch zwischen den zuständigen Behör-
den sowie zwischen der prüfenden Stelle und der verfahrensführenden Behörde, z. B. die
Mitteilung der Prüfergebnisse, die Zustimmung der am/an den Einbauort/en zuständigen
Behörde/n sowie die Registrierung der Stichprobendaten, erfolgt in elektronischer Form über
das Extranet (siehe Abschnitt 3 Verfahrensablauf).
1.1
Zweck und Anwendungsbereich
Verfahrensanweisungen dienen im Allgemeinen der Gewährleistung einer einheitlichen, feh-
lerfreien und nachvollziehbaren Durchführung der Verfahren.
Die vorliegende Verfahrensanweisung dient der Durchführung von Stichprobenverfahren
gemäß § 35 MessEV zur Verlängerung der Eichfrist von Messgeräten für Elektrizität, Gas,
Wasser oder Wärmemenge, die in einem Los zusammengefasst sind, durch die zuständigen
Behörden.
1.2
Begriffe
Begriff
Erläuterung
0/1-Ausfall
Messgerät, welches die Anforderungen gemäß § 6 Absatz 2 MessEG,
mit Ausnahme der Einhaltung der Fehlergrenzen, nicht einhält.
Adapter (bei Mess-
kapselzählern)
Zusätzliche mechanische Einrichtung, die vor Ort in eine Anschluss-
schnittstelle eingebaut wird, um einen unveränderten Messkapselzäh-
ler mit einer geometrischen Form mit einer Anschlussschnittstelle an-
derer Form zu verbinden.
Alterungsverhalten
Das Alterungsverhalten im Sinne des § 35 MessEV wird durch das
Ausfallverhalten in Bezug auf das Stichprobenverfahren beschrieben.
Nimmt die Anzahl der Messgeräte, die die Anforderungen einhalten,
mit der Zeit linear ab, spricht man von einem linearen Ausfallverhal-
ten. Im Bereich von 95 % bis 100 % an Messgeräten, welche die An-
forderungen einhalten, unterscheiden sich lineares und exponentielles
Ausfallverhalten nur geringfügig.
außergewöhnliche
Beschädigungen
z. B.:
-
stark beschädigte Messgeräte, z. B. Deformierungen,
-
Elektrizitätszähler, deren Anschlussklemmen sich auf Grund
von Überhitzung verfärbt haben,
-
Elektrizitätszähler, deren Messwerk durch Blitzeinschlag be-
schädigt wurde.

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Begriff
Erläuterung
elektronische Be-
standsmessgeräte
Elektronische Messgeräte, die bis zum 31.12.2018 in Betrieb genom-
men werden/wurden und für die in der bis zum 31.12.2014 geltenden
Eichordnung ein Stichprobenverfahren beschrieben war.
elektronische
Messgeräte
Messgeräte, welche zur Messung oder Anzeige (Verarbeitung der
Ausgangssignale des Messwerkes) elektrische Hilfsenergie benöti-
gen.
Ein mechanisches Zählwerk, welches eine Schnittstelle beinhaltet, die
zur Übertragung von Zählwerkständen elektrische Hilfsenergie benö-
tigt, zählt nicht zu den elektronischen Zählwerken, wenn die Anzeige
der Menge davon unabhängig funktionsfähig ist (z. B. Encoder-
Zählwerke).
für die prüfende
Stelle zuständige
Behörde
Die nach Landesrecht für die Eichung zuständige Behörde (Eichbe-
hörde), in deren örtlichen Zuständigkeitsbereich sich die prüfende
Stelle befindet.
Inbetriebnahme
Ist die erstmalige Nutzung eines für den Endnutzer bestimmten Mess-
geräts für den beabsichtigten Zweck (siehe § 3 Nummer 7 MessEG).
Konformitätsbe-
scheinigung
Im Sinne dieser Verfahrensanweisung Bescheinigung einer für Modul
B oder H1 und die relevante Messgerätebauart anerkannten Konfor-
mitätsbewertungsstelle.
Los
Gesamtheit der Messgeräte, für die eine Verlängerung der Eichfrist
beantragt wird.
mehrstufiges Ver-
waltungsverfahren
Wenn durch Gesetz die Mitwirkung einer oder mehrerer anderer Be-
hörden vorgesehen ist; dabei führen die anderen Behörden für ihre
Mitwirkung kein eigenes selbstständiges Verfahren durch, welches für
das eigentliche Verfahren der verfahrensführenden Behörde von Be-
deutung ist.
Messbeständigkeit
Eigenschaft eines Messgeräts, während der gesamten Nutzungsdauer
Messrichtigkeit zu gewährleisten und die Messergebnisse, soweit die-
se im Messgerät gespeichert werden, unverändert zu erhalten (siehe
§ 3 Nummer 12 MessEG).
Messgeräte
Im Sinne dieser Verfahrensanweisung Messgeräte (siehe § 3 Nummer
13 MessEG), Teilgeräte (siehe § 3 Nummer 20 MessEG) sowie Zu-
satzeinrichtungen für Messgeräte (siehe § 3 Nummer 24 MessEG).
Bauart eines
Messgerätes
Ist die endgültige Ausführung eines Exemplars des betreffenden
Messgerätetyps (siehe § 3 Nummer 2 MessEG). Die Bauart wird
durch eine Bauartzulassung, Baumuster- oder Entwurfsprüfbescheini-
gung beschrieben.
Messgerätever-
wender
Natürliche oder juristische Person, die ein Messgerät im Sinne von § 3
Nummer 22 MessEG verwendet.
nach § 40 Absatz 1
MessEG zuständi-
ge Behörde
Die nach Landesrecht für die Eichung zuständige Behörde (Eichbe-
hörde), in deren örtlichen Zuständigkeitsbereich die Messgeräte ver-
wendet werden (sich die Einbauorte der Messgeräte befinden).
N-Verteilung
Normal- bzw. Gauß-Verteilung der Messabweichungen.

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Begriff
Erläuterung
prüfende Stelle
Stelle im Sinne von § 35 Nummer 4 MessEV, die mit der Durchfüh-
rung des Verfahrens zur Stichprobenprüfung zur Verlängerung der
Eichfrist vom Messgeräteverwender beauftragt wurde. Sie kann als
Bevollmächtigte des Messgeräteverwenders gegenüber der nach § 40
Absatz 1 MessEG zuständigen Behörde auftreten. Hinweise zur prü-
fenden Stelle siehe Anhang 10.
Qualifikationsver-
fahren
Ein durch die AGME anerkanntes Verfahren mindestens zum Nach-
weis eines linearen Ausfallverhaltens der Messgeräte und einer N-
Verteilung der Messabweichungen einer bestimmten Messgerätebau-
art.
Stichprobenfehler-
grenzen
Fehlergrenzen, die während des Stichprobenverfahrens zur Bewer-
tung der Messgeräte gelten. Sie entsprechen entweder den Verkehrs-
fehlergrenzen oder dem Produkt aus Verkehrsfehlergrenzen und 1/Ɣ-
Werten.
Für die Berechnung der Produkte sind die 1/Ɣ-Werte mit drei Nach-
kommastellen und die Verkehrsfehlergrenzen mit einer Nachkomma-
stelle zu verwenden. Die Stichprobenfehlergrenzen sind dann kauf-
männisch auf eine Nachkommastelle zu runden.
verfahrensführende
Behörde
Durch Zuständigkeitsregelungen bestimmte Behörde zur Durchfüh-
rung des Verfahrens.
Wandler (bei Mess-
kapselzählern)
Mehrteilige Anschlussschnittstelle, die vor dem Einbau in das Versor-
gungssystem zu einer vollständigen Einheit montiert wird. An der Ein-
baustelle sind keine anderen Montagearbeiten zulässig, als der Ein-
bau der vollständigen Anschlussschnittstelle. Die Wandlung bezieht
sich entweder auf eine Änderung der Strömungsführung, der Durch-
flussrichtung oder eine Sitztiefenverlängerung.
1.3
Abkürzungen
Abkürzung
Erläuterung
AGME
Arbeitsgemeinschaft Mess- und Eichwesen
EBPS
für den Sitz der PS zuständige Behörde
EBV
verfahrensführende Behörde
EBZ
nach § 40 Absatz 1 MessEG zuständige Behörde
MGV
Messgeräteverwender
PS
vom MGV beauftragte Stelle zur Durchführung des SPV (prüfende
Stelle)
PTB
Physikalisch-Technische Bundesanstalt
SP
Stichprobe
SPV
Stichprobenverfahren zur Verlängerung der Eichfrist
VFG
Verkehrsfehlergrenze im Sinne von § 3 Nummer 21 MessEG

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1.4
Flussdiagrammsymbolik
Symbol für Beginn oder Ende eines
Programmflusses
Tätigkeit
Vordefinierter Vorgang
Verzweigung, Entscheidung
Protokolle; Aufzeichnungen,
Dokumente
Schnittstelle
Prüftätigkeit

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2 Verzeichnis der Vorschriften und Regelungen
Mess- und Eichgesetz (MessEG)
Mess- und Eichverordnung (MessEV)
Mess- und Eichgebührenverordnung (MessEGebV)
Gesetzliches Messwesen - Allgemeine Regelungen (GM-AR)
Gesetzliches Messwesen - Wasserzähler (GM-P 5.22)
Gesetzliches Messwesen - Elektrizität (GM-P 6.1)
Technische Richtlinien der PTB - Qualifikationsverfahren zur Stichprobenprüfung von
Haushaltsgaszählern (TR-G 17)
Technische Richtlinien der PTB - Richtlinie für die Eichung von Wärmezählern und Teilge-
räten (TR-K 7.1)
Technische Richtlinien der PTB - Richtlinie zur messtechnischen Prüfung von Kältezählern
und kombinierten Kälte-/Wärmezählern (TR-K 7.2)
PTB-Prüfregeln Band 22 - Elektronische Zusatzeinrichtungen zur Bildung neuer Messwer-
te für Gas, Wasser und Wärme (Prüfregeln Band 22)
DIN EN 1434 Teil 5 - Wärmezähler - Teil 5 Ersteichung
für Anhang 1: Klauenberg, Kramer, Kroner, Rose, Elster. Reducing sample size by tighten-
ing test conditions. Quality and Reliability Engineering International. 2018; 34(3):333–346.
für Anhang 2: ISO/TC 69/SC 5. Sampling procedures for inspection by attributes – Part 2:
Sampling plans indexed by limiting quality (LQ) for isolated lot inspection. ISO 2859-
2:1985. 1985.
für Anhang 3: Klauenberg, Elster. Sampling for assurance of future reliability. Metrologia.
2017;54(1):59-68.

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3 Verfahrensablauf

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4 Festlegungen
Die Anzahl der Jahre, um die sich die Jahresangaben in den Eichkennzeichen, die Jahres-
bezeichnungen in den Hauptstempeln bzw. die beiden letzten Ziffern der Jahreszahl des
Jahres, in dem die (Metrologie-)Kennzeichnungen angebracht wurden, der Messgeräte eines
Loses unterscheiden dürfen sowie die anzuwendenden Stichprobenanweisungen, Stichpro-
benfehlergrenzen und Eichfristverlängerungen, sind in Abhängigkeit von den drei nachfol-
genden Messgerätekategorien festgelegt:
4.1 mechanische Messgeräte und elektronische Bestandsmessgeräte,
4.2
(neue) elektronische Messgeräte ohne bestandenes Qualifikationsverfahren und
ohne Nachweis der Messbeständigkeit,
4.3 (neue) elektronische Messgeräte mit bestandenem Qualifikationsverfahren und
Nachweis der Messbeständigkeit.
Die Anwendung der Stichprobenanweisung gemäß Anhang 2 setzt eine Normalverteilung
der Messabweichungen, ein lineares Ausfallverhalten der Messgeräte und keine 0/1-Ausfälle
in der Stichprobe voraus.
4.1
Mechanische Messgeräte und elektronische Bestandsmessgeräte
Für mechanische Messgeräte und elektronische Bestandsmessgeräte gelten folgende Fest-
legungen:
Messgeräte
für
Unterschied Jahresangaben,
-bezeichnungen bzw. -zahlen
Stichproben-
anweisung
Stichproben-
fehlergrenzen
Eichfrist-
verlängerung
Elektrizität
(Indukti-
onszähler)
max. 3 Jahre (Ausnahme*)
gemäß
Anhang 2
= VFG
*
1/Ɣ
gemäß
Anhang 1,
Tabelle 1
5 Jahre
max. 2 Jahre
5 Jahre
Elektrizität
(elektro-
nisch) und
Zusatzein-
richtungen
max. 2 Jahre
5 Jahre
Gas
max. 1 Jahr
4 Jahre
Wasser
max. 1 Jahr
3 Jahre
Wärme
max. 1 Jahr
3 Jahre
Wärme**
max. 1 Jahr
5 Jahre
* Lose von Elektrizitätszählern, die gemäß in den PTB-Mitteilungen 95 (1995) Nr. 2 Seite 114 oder
102 (1992) Nr. 4 Seite 299 veröffentlichten Stichprobenverfahren zusammengefasst wurden
** Teilgerät: Rechenwerke, drahtgewickelte Temperaturfühler und Temperaturfühler mit einer
Länge größer 70 mm in Schichttechnik sowie die Kombination dieser Teilgeräte

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4.2
Elektronische Messgeräte ohne bestandenes Qualifikationsverfahren
und/oder ohne Nachweis der Messbeständigkeit (Konformitätsbeschei-
nigung)
Für (neue) elektronische Messgeräte, für die keine Nachweise über ein lineares Alterungs-
verhalten der Messgeräte und eine N-Verteilung der Messabweichungen, und/oder keine
Konformitätsbescheinigung über die Messbeständigkeit der Bauart vorliegen, gelten folgende
Festlegungen:
elektronische
Messgeräte
für
Unterschied Jahresangaben,
-bezeichnungen bzw. -zahlen
Stichproben-
anweisung
Stichproben-
fehlergrenzen
Eichfrist-
verlängerung
Elektrizität
0 Jahre
gemäß
Anhang 3
= VFG
2 Jahre
Gas
Wasser
Wärme
4.3
Elektronische Messgeräte mit bestandenem Qualifikationsverfahren und
Nachweis der Messbeständigkeit (Konformitätsbescheinigung)
Für (neue) elektronische Messgeräte deren Bauart ein durch die AGME anerkanntes Qualifi-
kationsverfahren bestanden hat und für die eine Konformitätsbescheinigung über die Mess-
beständigkeit der Bauart vorliegt, gelten folgende Festlegungen:
elektronische
Messgeräte
für
Unterschied Jahresangaben,
-bezeichnungen bzw. -zahlen
Stichproben-
anweisung
Stichproben-
fehlergrenzen
Eichfrist-
verlänge-
rung*
Elektrizität
max. 1 Jahr
gemäß
Anhang 2
= VFG
*
1/Ɣ
gemäß
Anhang 1,
Tabelle 2
halbe bzw.
volle Eichfrist
in Abhängig-
keit vom
gewählten 1/Ɣ-
Wert
Gas
Wasser
Wärme
* Der in der Konformitätsbescheinigung angegebene Zeitraum der Messbeständigkeit darf
durch die Eichfristverlängerung nicht überschritten werden.
5 Kriterien für die Losabgrenzung
5.1
Messgeräte von unterschiedlichen Messgeräteverwendern
Um wirtschaftliche Losgrößen zu erhalten, können mit Genehmigung der zuständigen Be-
hörde/n Messgeräte verschiedener Messgeräteverwender zu gemeinsamen Losen zusam-
mengefasst werden. Die Zusammenfassung von Losen kann sich über mehrere Bundeslän-
der erstrecken.

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Wasserzähler bzw. Durchflusssensoren für Wärme- oder Kältezähler eines Loses müssen
aus Gebieten bzw. Netzen ähnlicher Wasserbeschaffenheit entnommen werden. Die Gebiete
bzw. Netze können von den Messgeräteverwendern abgegrenzt werden.
5.2
Messgeräte mit ähnlichem metrologisch relevantem Langzeitverhalten
Grundsätzlich dürfen nur Messgeräte mit ähnlichem metrologisch relevantem Langzeitverhal-
ten zu Losen zusammengefasst werden. In der Regel sind dies nur Geräte mit gleicher Bau-
art
und
a) gleicher Bauartzulassung, Baumusterprüfbescheinigung oder Entwurfsprüfbescheini-
gung,
b) gleichem Nachtrag bzw. gleicher Revision zu a) bei deren Inverkehrbringen,
c) gleichem Messbereich,
d) gleichen Prüfpunkten,
e) gleichen Fehlergrenzen,
f) identischem Messwerk (bei Elektrizitätszählern),
g) gleicher Sollmerkmalsliste (bei Elektrizitätszählern, sofern nach Bauartzulassung ge-
fordert) und
h) gleicher Softwareversion der metrologisch relevanten Software.
Bei Messkapselzählern dürfen in deren zugehörigen Anschlussschnittstellen keine Adapter
verbaut sein. Wandler sind zulässig.
Die Zusammenfassung von Messgeräten mehrerer Bauarten bzw. Nachträge/Revisionen
(bei deren Inverkehrbringen) oder Softwareversionen zu einem Los ist nur möglich, wenn
durch eine Konformitätsbescheinigung einer für Modul B oder H1 für die entsprechende
Messgeräteart anerkannten Konformitätsbewertungsstelle bestätigt wird, dass die Messgerä-
te der Bauarten, Nachträge, Revisionen bzw. Softwareversionen ein ähnliches metrologisch
relevantes Langzeitverhalten aufweisen und die vorgenannten Punkte c) bis g) erfüllt sind.
In Ausnahmefällen, in denen aus den vorgelegten Unterlagen eine Beurteilung durch die
verfahrensführende Behörde möglich ist und erfolgt, kann eine Zusammenfassung ohne Vor-
lage einer Konformitätsbescheinigung erfolgen.
Übergangsregelung
Mechanische Messgeräte und elektronische Bestandsmessgeräte, deren Eichfrist bis zum
31.12.2018 bereits einmal oder mehrmals mittels Stichprobenverfahren verlängert wurde,
können auch weiterhin zu einem Los zusammengefasst werden.

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Mechanische Messgeräte und elektronische Bestandsmessgeräte deren Eichfrist bis zum
31.12.2018 noch nicht verlängert wurde, können zu einem Los zusammengefasst werden,
wenn deren Bauarten bereits in einem anderen Los zusammengefasst wurden.
6 Antrag auf Verlängerung der Eichfrist
Der Antrag auf Verlängerung der Eichfrist ist vom/von den Messgeräteverwender/n oder von
einer von ihm/ihnen bevollmächtigten prüfenden Stelle zu Beginn des Verfahrens bei
der/einer nach § 40 Absatz 1 MessEG zuständigen Behörde zu stellen.
Der Antrag muss die im Anhang 4 aufgeführten Daten bzw. Angaben enthalten.
7 Auswahl und Behandlung der Stichprobenmessgeräte
7.1
Auswahl der Stichprobe
Von dem im Antrag beschriebenen Zählerlos werden je nach Messgeräteart, Losumfang und
gewählter Stichprobenanweisung gemäß Anhang 2 bzw. Anhang 3 Messgeräte zufällig aus-
gewählt. Entsprechend werden nach den dortigen Tabellen zusätzliche Ersatzmessgeräte
ermittelt. Die Auswahl hat nach anerkannten Grundsätzen der Statistik zu erfolgen und muss
bei jedem Stichprobenverfahren neu aus der Gesamtheit der Messgeräte des Loses erfol-
gen. Die verfahrensführende Behörde kann - sofern erforderlich - bei zusammengefassten
Losen mit Messgeräten mehrerer Messgeräteverwender auch eine Schichtung verlangen,
d.h., es erfolgt eine Gewichtung der Prüflinge nach der Anzahl der Messgeräte der einzelnen
Messgeräteverwender im Los. Es darf auch eine für einen größeren Losumfang geltende
Stichprobenanweisung mit entsprechend größerem Stichprobenumfang gewählt werden. Die
Wiederverwendung der gleichen Stichprobenauswahl in späteren Stichprobenverfahren ist
nicht zulässig. Dies schließt nicht aus, dass einzelne Messgeräte mehrfach als Prüflinge
ausgewählt werden.
7.2
Behandlung der Messgeräte
Die Messgeräte der Stichprobe einschließlich Ersatzmessgeräte müssen fachgerecht aus-
gebaut, dürfen keiner übermäßigen Transportbeeinflussung ausgesetzt und keinem Eingriff
wie Instandsetzung, Einregelung, Zählwerktausch, Justierung, Spülen, Reinigen oder der-
gleichen unterzogen werden.
7.2.1 Messgeräte für Elektrizität
Zwischen Ausbau und Prüfung der Messgeräte dürfen nicht mehr als 6 Monate liegen.

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7.2.2 Messgeräte für Gas
Unmittelbar nach dem Ausbau sind die Ein- und Ausgangsstutzen dicht zu verschließen. Ein
kurzzeitiges Spülen mit Luft oder Inertgas ist zulässig. Zwischen Ausbau und Prüfung der
Messgeräte dürfen nicht mehr als 28 Kalendertage liegen.
7.2.3 Messgeräte für Wasser
Um die Messgeräte innen nass zu halten, sind unmittelbar nach dem Ausbau die Ein- und
Ausgangsstutzen wasserdicht zu verschließen. Zwischen Ausbau und Prüfung der Messge-
räte dürfen nicht mehr als 28 Kalendertage liegen.
Bei Messkapselzählern ist am Einbauort Folgendes zu überprüfen und zu dokumentieren
(Ausbauprotokoll und Fotos):
a) Foto von der Messkapsel im Einbauzustand (vorhandene Benutzersicherung muss
auf dem Foto erkennbar sein),
b) Foto von der zugehörigen Anschlussschnittstelle nach Ausbau der Messkapsel,
c) Prüfung der Anschlussschnittstelle auf
i.
richtige Lage der Dichtung,
ii.
Beschädigung der Dichtung,
iii.
falsche oder mehrere Dichtungen,
iv.
innere Beschädigungen in der Anschlussschnittstelle,
d) Prüfung ob zwischen der Anschlussschnittstelle und der Messkapsel ein Adapter ver-
baut ist.
7.2.4 Messgeräte für Wärme
Bei Durchflusssensoren von Messgeräten für Wärme sind unmittelbar nach dem Ausbau die
Ein- und Ausgangsstutzen wasserdicht zu verschließen, um die Durchflusssensoren innen
nass zu halten. Zwischen Ausbau und Prüfung der Durchflusssensoren dürfen nicht mehr als
28 Kalendertage liegen.
Bei Durchflusssensoren in der Ausführung als Messkapselzähler ist am Einbauort Folgendes
zu überprüfen und zu dokumentieren (Ausbauprotokoll und Fotos):
a) Foto von der Messkapsel im Einbauzustand (vorhandene Benutzersicherung muss
auf dem Foto erkennbar sein),
b) Foto von der zugehörigen Anschlussschnittstelle nach Ausbau der Messkapsel,

image
 
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Seite 17 von 37
c) Prüfung der Anschlussschnittstelle auf
i.
richtige Lage der Dichtung,
ii.
Beschädigung der Dichtung,
iii.
falsche oder mehrere Dichtungen,
iv.
innere Beschädigungen in der Anschlussschnittstelle.
7.2.5 Zusatzeinrichtungen
Zwischen Ausbau und Prüfung der Zusatzeinrichtungen dürfen nicht mehr als 6 Monate lie-
gen.
8 Stichprobenprüfung
8.1
0/1-Ausfälle
Werden bei (neuen) elektronischen Messgeräten im Rahmen des Stichprobenverfahrens
Messgeräte als 0/1-Ausfälle gewertet, darf die Stichprobenanweisung A nach Anhang 2 nicht
angewendet werden, sondern die Stichprobenanweisung B nach Anhang 3.
U. a. werden Messgeräte
a) deren 7-Segment-Anzeige fehlerhaft ist,
b) deren Anzeige auf Grund einer fehlerhaften Punktmatrix oder eines fehlerhaften
hochauflösenden Displays nicht mehr eineindeutig ablesbar ist, oder
c) deren Messwertanzeige defekt ist,
als 0/1-Ausfälle gewertet.
8.2
Systematische Ausfälle bzw. Auffälligkeiten
Werden bei elektronischen Messgeräten im Rahmen des Stichprobenverfahrens Messgeräte
festgestellt,
a) deren Punktmatrix oder hochauflösendes Displays fehlerhaft, aber die Anzeige noch
eineindeutig ablesbar ist,
b) deren Batteriewarnanzeige aktiv ist, oder
c) bei denen metrologisch relevante Fehlersymbole angezeigt werden bzw. gespeichert
wurden,
oder werden bei Messkapselzählern im Rahmen des Stichprobenverfahrens am Einbauort

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Seite 18 von 37
Anschlussschnittstellen festgestellt,
d) bei denen sich die Dichtung nicht in der richtigen Lage befindet,
e) deren Dichtung eine Beschädigung aufweist,
f) bei denen eine falsche oder mehrere Dichtungen eingebaut sind, oder
g) bei denen die Anschlussschnittstelle innere Beschädigungen aufweist,
darf die jeweilige Gesamtzahl dieser Messgeräte 5 % des Stichprobenumfangs (auf ganze
Zahlen aufgerundet) nicht überschreiten.
Wird diese Anzahl überschritten, hat das gesamte Los das Stichprobenverfahren nicht be-
standen, auch wenn die sonstigen Kriterien eingehalten werden. Für diese Messgeräte dür-
fen keine Ersatzmessgeräte verwendet werden.
8.3
Fehlerhafte Messgeräte
8.3.1 Messgeräte für Elektrizität
Ein Messgerät gilt in der Stichprobe als fehlerhaft, wenn die für die Eichung geltenden Anfor-
derungen nicht eingehalten werden. Abweichend davon gilt ein Messgerät in der Stichprobe
als fehlerhaft:
a) für die Richtigkeitsprüfung, wenn bei einem oder mehreren Prüfpunkten die Messab-
weichung größer ist als die in Abschnitt 4 festgelegte Stichprobenfehlergrenze,
b) für das Anlaufverhalten, wenn die Anforderungen beim 1,5fachen der Anlaufstrom-
stärke nicht eingehalten werden.
8.3.2 Messgeräte für Gas
Ein Messgerät gilt in der Stichprobe als fehlerhaft, wenn die für die Eichung geltenden Anfor-
derungen nicht eingehalten werden. Abweichend davon gilt ein Messgerät in der Stichprobe
als fehlerhaft:
a) für die Richtigkeitsprüfung, wenn bei einem oder mehreren Prüfpunkten die Messab-
weichung größer ist als die in Abschnitt 4 festgelegte Stichprobenfehlergrenze,
b) für die Prüfung der elektronischen Temperaturumwertung, wenn die Temperaturer-
fassung einschließlich der Anzeige eine größere Messabweichung als 2 K aufweist,
c) für die Prüfung der Druckumwertung, wenn die Messabweichungen, die von Tempe-
ratur- und Druckaufnehmer verursacht werden, in der Summe größer als 0,9 % sind
(dabei wird für jedes Millibar Messabweichung beim Druck 1 Promille veranschlagt

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Seite 19 von 37
und für jeweils 0,3 K Messabweichung bei der Temperatur ebenfalls 1 Promille).
8.3.3 Messgeräte für Wasser
Ein Messgerät gilt in der Stichprobe als fehlerhaft, wenn die für die Eichung geltenden Anfor-
derungen nicht eingehalten werden. Abweichend davon gilt ein Messgerät in der Stichprobe
als fehlerhaft:
für die Richtigkeitsprüfung, wenn bei einem oder mehreren Prüfpunkten die Messab-
weichung größer ist als die in Abschnitt 4 festgelegte Stichprobenfehlergrenze.
8.3.4 Messgeräte für Wärme
Ein Messgerät gilt in der Stichprobe als fehlerhaft, wenn die für die Eichung geltenden Anfor-
derungen nicht eingehalten werden. Abweichend davon gilt ein Messgerät in der Stichprobe
als fehlerhaft:
für die Richtigkeitsprüfung, wenn bei einem oder mehreren Prüfpunkten die Messab-
weichung größer ist als die in Abschnitt 4 festgelegte Stichprobenfehlergrenze.
8.3.5 Zusatzeinrichtungen
Eine Zusatzeinrichtung gilt in der Stichprobe als fehlerhaft, wenn die für die Eichung gelten-
den Anforderungen nicht eingehalten werden. Abweichend davon gilt eine Zusatzeinrichtung
in der Stichprobe als fehlerhaft:
für die Richtigkeitsprüfung, wenn bei einem oder mehreren Prüfpunkten die Messab-
weichung größer ist als die in Abschnitt 4 festgelegte Stichprobenfehlergrenze.
8.4
Ersatzmessgeräte
Werden bei der Stichprobenauswahl Messgeräte festgestellt,
a) die eine außergewöhnliche Beschädigung aufweisen,
b) die augenscheinlich manipuliert wurden (Zustimmung der verfahrensführenden zu-
ständigen Behörde ist erforderlich),
c) deren eichrechtlich relevante Sicherungszeichen oder Benutzersicherungen fehlen
oder verletzt sind,
d) bei Messkapselzählern, dass diese mit einem Adapter in der zugehörigen Anschluss-
schnittstelle verwendet werden,
e) die nicht mehr auffindbar sind oder in der Gerätedatei fehlerhaft geführt werden,

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Seite 20 von 37
f) deren Softwareversion oder Checksumme/Prüfsumme nicht mit den Angaben in der
Bauartzulassung, Baumusterprüfbescheinigung bzw. Entwurfsprüfbescheinigung
*
übereinstimmt, oder
g) die nicht erreichbar sind,
können diese durch Ersatzmessgeräte entsprechend den jeweiligen Tabellen in den Anhän-
gen 2 und 3 ersetzt werden.
*
Bei Entwurfsprüfbescheinigungen sind die Angaben zu Softwareversion und Checksumme aus den
rechtlich verbindlichen Herstellerdokumentationen zu entnehmen.
8.5
Prüfverfahren
Eine Prüfung der Messgeräte am Einbauort ist im Rahmen der hier beschriebenen Stichpro-
benverfahren nicht möglich.
Die Prüfungen sind in geeigneten Prüfräumen und mit geeigneten Prüfeinrichtungen durch-
zuführen. Der prüfenden Stelle muss für beides von der für sie zuständigen Behörde die
Freigabe vorliegen. Es gelten grundsätzlich die für die Eichung festgelegten Prüfverfahren
und Funktionsprüfungen.
Bei Geräten, deren Batterie ohne Verletzung der metrologischen Sicherungszeichen ge-
wechselt werden kann, ist ein Batteriewechsel vor Ende der Prüfungen nicht zulässig.
Eichtechnisch relevante Schnittstellen/Encoder müssen im Rahmen der Stichprobenprüfung
geprüft und bewertet werden, wenn laut Bauartzulassung, Baumusterprüfbescheinigung bzw.
Entwurfsprüfbescheinigung ein Anschluss eichtechnisch relevanter Messgeräte vorgese-
hen/möglich ist.
Eichtechnisch relevante Zusatzfunktionen von Elektrizitätszählern müssen im Rahmen der
Stichprobenprüfung geprüft und bewertet werden.
8.5.1 Messgeräte für Elektrizität
Die Prüfungen werden nach den Vorgaben der GM-P 6.1 Elektrizität sowie der Bauartzulas-
sung, Baumusterprüfbescheinigung bzw. Entwurfsprüfbescheinigung durchgeführt. Die Prü-
fung umfasst die folgenden Teilprüfungen.
8.5.1.1
Richtigkeitsprüfungen
Die Messabweichungen werden bei allen Prüfpunkten nach der GM-P 6.1 Elektrizität be-
stimmt. Vor der messtechnischen Prüfung ist auf eine ausreichende Vorwärmung der Mess-
geräte zu achten.

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8.5.1.2
Funktionsprüfungen
Die Funktionsprüfungen an Elektrizitätszählern wie Leerlauf- oder Anlaufprüfung werden
nach der GM-P 6.1 Elektrizität durchgeführt. Die Funktionsprüfungen an Zusatzeinrichtungen
sind nach den Vorgaben der GM-P 6.1 Elektrizität Abschnitt 4.2.2 durchzuführen.
Eine Isolationsprüfung muss nicht durchgeführt werden.
8.5.2 Messgeräte für Gas
Die Messgeräte müssen die nachfolgenden Prüfungen durchlaufen, soweit diese für die ein-
zelnen Messgeräte anwendbar sind. Für eine eventuelle Nachprüfung der Stichprobenmess-
geräte durch die verfahrensführende Behörde sind die Ein- und Ausgangsstutzen nach der
Prüfung wieder dicht zu verschließen.
8.5.2.1
Richtigkeitsprüfungen
Die Messabweichungen werden bei den drei Durchflüssen
Q
min
, 0,2
Q
max
und
Q
max
in der
genannten Reihenfolge bestimmt.
Vor der messtechnischen Prüfung ist ein Vorlauf beim Durchfluss von etwa 0,2
Q
max
mit einer
Menge von etwa 30 Litern vorzusehen.
Gaszähler mit mechanischer Temperaturumwertung werden bei Prüfraumtemperatur geprüft.
Die Richtigkeitsprüfung bei
Q
min
muss nicht mit allen Stichprobenzählern durchgeführt wer-
den. Für diese Prüfung darf eine Stichprobe aus der Stichprobe gemäß Tabelle 1 “Min-
destanzahl Stichprobenzähler
Q
min
-Prüfung“ entnommen werden. Hierzu müssen der Rei-
henfolge nach die ersten bei der Stichprobenauswahl ermittelten Stichprobenzähler genom-
men werden. Die Mindestanzahl der bei
Q
min
zu prüfenden Stichprobenzähler hängt vom
Stichprobenumfang ab:
Tabelle 1
: Mindestanzahl Stichprobenzähler
Q
min
-Prüfung
Nr.
Stichprobenumfang
Mindestanzahl der Messgeräte für die
Q
min
-Prüfung
1
32 Messgeräte
6
2
50 Messgeräte
12
3
80 Messgeräte
18
4
125 Messgeräte
24
5
200 Messgeräte
30
Zur Bewertung des Loses wird die Anzahl der bei
Q
min
fehlerhaften Messgeräte
F
(
Q
min
) wie
folgt bestimmt:

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=
(
)
(
)*
(
)
int
min
min
min
NQ
AQ
S
F Q
A
(
Q
min
) :
Anzahl der fehlerhaften Messgeräte beim Prüfpunkt
Q
min
,
S :
Stichprobenumfang gemäß Tabelle in Anhang 2 bzw. 3,
N
(
Q
min
) :
Anzahl der bei
Q
min
geprüften Messgeräte,
int :
die Integer-Funktion (Abrunden auf die nächstkleinere ganze Zahl, d. h., Weglassen der Nachkommastellen).
Es ist zulässig, die Anzahl der bei
Q
min
zu prüfenden Stichprobenzähler nachträglich in
Schritten von mindestens 6 Stück zu erhöhen. Die Auswahl der nachträglich zu prüfenden
Messgeräte muss entsprechend der weiteren Reihenfolge der
noch nicht bei
Q
min
geprüften
Messgeräte der Stichprobe erfolgen.
8.5.2.2
Prüfung der elektronischen Temperaturumwertung
Falls der Gaszähler einen Messwert für die Temperatur verwendet (Haushaltsgaszähler mit
elektronischer Umwertung), ist dieser nach Temperaturangleichung in einem geeigneten,
vorzugsweise klimatisierten Raum zur Anzeige zu bringen und mit der Anzeige eines metro-
logisch rückgeführten Thermometers zu vergleichen
.
8.5.2.3
Prüfung der Druckumwertung
Falls der Gaszähler zur Umwertung einen Messwert für den Druck verwendet, ist dieser bei
Umgebungstemperatur und offenen Anschlussstutzen zur Anzeige zu bringen und mit der
Anzeige eines metrologisch rückgeführten Barometers zu vergleichen.
8.5.3 Messgeräte für Wasser
Die Prüfungen sind nach den Vorgaben der Prüfanweisung GM-P 5.22 sowie der Bauartzu-
lassung, Baumusterprüfbescheinigung bzw. Entwurfsprüfbescheinigung durchzuführen.
Wasserzähler sind in der Reihenfolge
Q
t
,
Q
min
und
Q
max
bzw.
Q
2
,
Q
1
und
Q
3
zu prüfen. Nach
der Prüfung sind die Ein- und Ausgangsstutzen wieder wasserdicht zu verschließen, um die
Wasserzähler für eine eventuelle Nachprüfung der Stichprobenmessgeräte durch die verfah-
rensführende Behörde innen nass zu halten.
8.5.4 Messgeräte für Wärme
Durchflusssensoren für Wärme- oder Kältezähler sind nach der TR-K 7.1 oder TR-K 7.2 (DIN
EN 1434 Teil 5) bei den Prüfpunkten 0,1
q
p
,
q
i
und
q
p
in der genannten Reihenfolge zu prü-
fen. Nach der Prüfung sind die Ein- und Ausgangsstutzen wieder wasserdicht zu verschlie-
ßen, um die Messgeräte für eine eventuelle Nachprüfung der Stichprobenmessgeräte durch
die verfahrensführende Behörde innen nass zu halten.

image
 
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Rechenwerke und Temperaturfühlerpaare sind den entsprechenden Prüfungen nach der TR-
K 7.1 oder TR-K 7.2 zu unterziehen.
Für Mess-/Teilgeräte mit innerstaatlichen Zulassungszeichen Z 22.12 oder Z 22.16 gilt:
Q
=
q
,
Q
min
=
q
i
und
Q
n
=
q
p
.
8.5.5 Zusatzeinrichtungen
Die Prüfungen werden nach den Vorgaben der GM-P 6.1 Elektrizität Abschnitt 4.2.2 (Prüfun-
gen an Zusatzeinrichtungen) bzw. PTB-Prüfregeln Band 22 (Elektronische Zusatzeinrichtun-
gen zur Bildung neuer Messwerte für Gas, Wasser und Wärme) sowie der Bauartzulassung,
Baumusterprüfbescheinigung bzw. Entwurfsprüfbescheinigung durchgeführt. Die Prüfung
enthält Richtigkeits- und Funktionsprüfungen.
8.6
Stichprobenanweisungen
Für die Prüfung von Losen gelten je nach Messgeräteart die in den Anhängen 2 und 3 ange-
gebenen Stichprobenanweisungen, die in der ersten Spalte der Tabellen mit einer Nummer
gekennzeichnet sind.
Um für die Lose bis zu einem Losumfang von 35000 Messgeräten eine höhere Annahme-
wahrscheinlichkeit zu erreichen, kann auch eine für einen größeren Losumfang geltende
Stichprobenanweisung mit entsprechend größerem Stichprobenumfang gewählt werden.
Beispielsweise kann für einen Losumfang bis 1200 Messgeräte gemäß Anhang 2 Nr. 5 der
Tabelle 1 bzw. Nr. 1 der Tabelle 2 auch die Stichprobenanweisung Nr. 6, 7, 8 oder 9 bzw. Nr.
2, 3, 4 oder 5 gewählt werden. Ein Wechsel der der verfahrensführenden Behörde angezeig-
ten Stichprobenanweisung ist nicht zulässig.
9 Ergebnisse
Die prüfende Stelle hat das Ergebnis der Stichprobenprüfung der verfahrensführenden Be-
hörde über das Extranet der Eichbehörden gemäß Anhang 5 mitzuteilen.
Die Wahl von Ersatzzählern ist zu begründen und im Fall von Abschnitt 8.4 Buchstabe g ist
zusätzlich der Einbauort der nicht erreichbaren Geräte mit Postleitzahl, Ort, Straße und
Hausnummer anzugeben.
10 Inkrafttreten
Dieses Verfahren ist für alle Stichprobenverfahren anzuwenden, mittels deren die Eichfrist
von Messgeräten ab dem 01.01.2019 verlängert werden soll.

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Seite 24 von 37
11 Anhänge
Anhang 1 - 1/Gamma-Werte
Tabelle 1: 1/Gamma-Werte für mechanische Messgeräte
und elektronische Bestandsmessgeräte
mechanische Mess-
geräte und elektronische
Bestandsmessgeräte
Eich-
frist
[Jahre]
Unterschied
Jahresan-
gaben,
-bezeich-
nugen
bzw.
-zahlen
[Jahre]
Ver-
länge-
rungs-
zeit-
raum
[Jahre]
1/Ɣ
für 1.
Verlän-
gerung
1/Ɣ
für 2.
Verlän-
gerung
1/Ɣ
für 3.
Verlän-
gerung
1/Ɣ
für 4.
Verlän-
gerung
1/Ɣ
für 5. und
jede folgende
Verlängerung
Elektrizitätszähler
(Induktionszähler)
16
3
5
0,823
0,839
0,849
0,856
0,861
16
2
5
0,827
0,842
0,851
0,857
0,862
16
1
5
0,830
0,844
0,852
0,859
0,863
16
0
5
0,834
0,846
0,854
0,860
0,864
elektronische Elektrizitäts-
zähler und Zusatzeinrich-
tungen (Bestandsmessge-
räte)
8
2
5
0,769
0,813
0,834
0,846
0,854
8
1
5
0,781
0,818
0,837
0,848
0,855
8
0
5
0,791
0,823
0,839
0,849
0,856
Gaszähler
(Balgengaszähler)
8
1
4
0,793
0,823
0,839
0,849
0,856
8
0
4
0,803
0,827
0,842
0,851
0,857
mechanische und elektro-
nische Kaltwasserzähler
(Bestandsmessgeräte)
6
1
3
0,781
0,816
0,834
0,845
0,852
6
0
3
0,796
0,823
0,838
0,848
0,854
mechanische und elektro-
nische Warmwasserzähler
(Bestandsmessgeräte)
5
1
3
0,761
0,807
0,829
0,842
0,850
5
0
3
0,781
0,816
0,834
0,845
0,852
mechanische Durchfluss-
sensoren und elektroni-
sche Wärmezähler sowie
deren Teilgeräte
(Bestandsmessgeräte)
5
1
5
0,731
0,800
0,827
0,842
0,851
5
0
5
0,753
0,807
0,830
0,844
0,852
5
1
3
0,761
0,807
0,829
0,842
0,850
5
0
3
0,781
0,816
0,834
0,845
0,852
Es wird darauf hingewiesen, dass sich die in Spalte 3 genannte Anzahl der Jahre "Unter-
schied Jahresangaben, -bezeichnungen bzw. -zahlen“ um bis zu ein Jahr von der in der
Publikation [Reducing sample size by tightening test conditions. Quality and Reliability Engi-
neering International. 2018] in Tabelle 2 und Formel (2) verwendeten Zahl d unterscheidet.
Letztere ist definiert als der maximale Altersunterschied im Los.

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Stand 20.03.2018
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Tabelle 2: 1/Gamma-Werte für (neue) elektronische Messgeräte
(neue) elektronische
Messgeräte
Eich-
frist
[Jahre]
Unterschied
Jahresan-
gaben,
-bezeich-
nungen
bzw.
-zahlen
[Jahre]
Verlän-
gerungs-
zeitraum
[Jahre]
1/Ɣ
für 1.
Verlän-
gerung
1/Ɣ
für 2.
Verlän-
gerung
1/Ɣ
für 3.
Verlän-
gerung
1/Ɣ
für 4.
Verlän-
gerung
1/Ɣ
für 5. und
jede folgende
Verlängerung
elektronische Elektrizitäts-
zähler, Gaszähler und
Zusatzeinrichtungen
8
1
8
0,753
0,809
0,833
0,846
0,854
8
0
8
0,764
0,813
0,835
0,847
0,855
8
1
4
0,793
0,823
0,839
0,849
0,856
8
0
4
0,803
0,827
0,842
0,851
0,857
elektronische Kaltwasser-
zähler
6
1
6
0,741
0,804
0,829
0,843
0,852
6
0
6
0,758
0,809
0,832
0,845
0,854
6
1
3
0,781
0,816
0,834
0,845
0,852
6
0
3
0,796
0,823
0,838
0,848
0,854
elektronische Warmwas-
serzähler, Wärmezähler
und deren Teilgeräte
5
1
5
0,731
0,800
0,827
0,842
0,851
5
0
5
0,753
0,807
0,830
0,844
0,852
5
1
3
0,761
0,807
0,829
0,842
0,850
5
0
3
0,781
0,816
0,834
0,845
0,852
Es wird darauf hingewiesen, dass sich die in Spalte 3 genannte Anzahl der Jahre "Unter-
schied Jahresangaben, -bezeichnungen bzw. –zahlen“ um bis zu ein Jahr von der in der
Publikation [Reducing sample size by tightening test conditions. Quality and Reliability Engi-
neering International. 2018] in Tabelle 2 und Formel (2) verwendeten Zahl d unterscheidet.
Letztere ist definiert als der maximale Altersunterschied im Los.

image
 
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Anhang 2 - Stichprobenanweisung A
Tabelle 1: Einfach-Stichprobenprüfung
Nr.
Losumfang
Umfang der
Stichprobe
Anzahl der fehlerhaften Messgeräte
Ersatzmessgeräte
nach
Kriterium für
Annahme des
Loses
Zurückweisung des
Loses
Nr. 8.4
gesamt
Nr. 8.4
a) bis f)
1
25 bis 90
24
0
1
5
3
2
91 bis 150
26
0
1
6
3
3
151 bis 280
28
0
1
6
3
4
281 bis 500
32
0
1
7
3
5
501 bis 1200
50
1
2
10
3
6
1201 bis 3200
80
3
4
16
5
7
3201 bis 10000
125
5
6
25
8
8
10001 bis 35000
200
10
11
40
12
9
35001 bis 150000
315
18
19
63
19
Tabelle 2: Doppel-Stichprobenprüfung
Nr.
Losumfang
Stichprobe
Anzahl der fehlerhaften Messgeräte
Ersatzmessgeräte
nach
Kriterium für
Nr.
Umfang
(kumulativ)
Annahme
des Loses
(kumulativ)
Zurück-
weisung
des Loses
(kumulativ)
mögliche
2. Prüfung
des Loses
Nr. 8.4
gesamt
Nr. 8.4
a) bis f)
1
bis 1200
1
2
32 (32)
32 (64)
0
1
2
2
1
6
6
2
2
2
1201 bis 3200
1
2
50 (50)
50 (100)
1
4
4
5
2-3
10
10
3
3
3
3201 bis 10000
1
2
80 (80)
80 (160)
2
6
5
7
3-4
16
16
5
5
4
10001 bis 35000
1
2
125 (125)
125 (250)
5
12
9
13
6-8
25
25
8
8
5
35001 bis 150000
1
2
200 (200)
200 (400)
9
23
14
24
10-13
40
40
12
12

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Anhang 3 - Stichprobenanweisung B
Der Stichprobenumfang, die maximale Anzahl der fehlerhaften Messgeräte für die Annahme
des Loses und die Anzahl der maximal zulässigen Ersatzmessgeräte ergeben sich aus dem
Umfang des Loses sowie dem zulässigen LQ-Wert entsprechend der Tabelle B Teil 1 und
Teil 2.
Der in den Tabellen heranzuziehende LQ-Wert (zurückzuweisende Qualitätsgrenzlage) muss
kleiner sein als der maximal erlaubte Anteil der fehlerhaften Messgeräte im Los zum Zeit-
punkt der Stichprobenprüfung
(
1−
)
. Der Anteil der erlaubten fehlerhaften Messgeräte wird
wie folgt bestimmt:
1−
=0,05
1+
+1
−1
−1
100 %
1−
= maximal erlaubter Anteil fehlerhafter Messgeräte im Los in % zum Zeitpunkt der Stichprobenprüfung
= Eichfristverlängerung
= Summe der Eichfrist und sämtlicher bisheriger Eichfristverlängerungen.
Beispiel
Elektronische Elektrizitätszähler
Losumfang: 2445 Messgeräte
Eichfrist 8 Jahre, Eichfrist bereits einmal um 4 Jahre verlängert →
= 12 Jahre
Eichfristverlängerung um 4 Jahre →
= 4 Jahre
1−
=
3,44 % →
LQ = 3,15
Aus der Tabelle B Teil 2 ergibt sich für einen Losumfang von 1201 bis 3200 Messgeräten
und einem LQ = 3,15
-
ein Stichprobenumfang von 125 Stück,
-
eine Annahmezahl von 1 Stück und
-
eine Anzahl von Ersatzmessgeräten von 25 bzw. 8 Stück.

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Tabelle B, Teil 1
LQ = 1,69
LQ = 2,0
LQ = 2,31
LQ = 2,7
Nr.
Losumfang
n
Ac
E
Ex
n
Ac
E
Ex
n
Ac
E
Ex
n
Ac
E
Ex
1
51 bis 90
52
0
11
4
50
0
10
3
50
0
10
3
47
0
10
3
2
91 bis 150
81
0
16
5
80
0
16
5
70
0
14
5
65
0
13
4
3
151 bis 280
103
0
21
7
95
0
19
6
83
0
17
6
72
0
15
5
4
281 bis 500
118
0
24
8
105
0
21
7
88
0
18
6
80
0
16
5
5
501 bis 1200
128
0
26
8
125
0
25
8
110
0
22
7
95
0
19
6
6
1201 bis 3200
150
0
30
9
200
1
40
12 164
1
33
10 141
1
29
9
7
3201 bis 10000
227
1
46
14 200
1
40
12 200
1
40
12 200
2
40
12
8
10001 bis 35000
315
2
63
19 315
3
63
19 315
3
63
19 315
4
63
19
9
35001 bis 150000 500
4
100 30 500
5
100 30 500
7
100 30 500
8
100 30
Tabelle B, Teil 2
LQ = 3,15
LQ = 3,64
LQ = 4,17
Nr.
Losumfang
n
Ac
E
Ex
n
Ac
E
Ex
n
Ac
E
Ex
1
51 bis 90
44
0
9
3
38
0
8
3
37
0
8
3
2
91 bis 150
55
0
11
4
48
0
10
3
46
0
10
3
3
151 bis 280
65
0
13
4
56
0
12
4
49
0
10
3
4
281 bis 500
80
0
16
5
59
0
12
4
52
0
11
4
5
501 bis 1200
125
1
25
8
103
1
21
7
90
1
18
6
6
1201 bis 3200
125
1
25
8
125
1
25
8
125
2
25
8
7
3201 bis 10000
200
3
40
12 200
3
40
12 200
4
40
12
8
10001 bis 35000
315
5
63
19 315
7
63
19 315
8
63
19
9
35001 bis 150000 500 10 100 30 500 13 100 30 500 15 100 30
LQ:
zurückzuweisende Qualitätsgrenzlage
n:
Stichprobenumfang
Ac:
maximale Anzahl der fehlerhaften Messgeräte für die Annahme des Loses
E:
maximale Anzahl Ersatzmessgeräte gemäß Abschnitt 8.4 gesamt
E
x
:
maximale Anzahl Ersatzmessgeräte gemäß Abschnitt 8.4 a) bis f)
Hinweis
Bei Losen mit einem Losumfang
50 Messgeräten ist eine Stichprobenprüfung nicht mög-
lich.

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Anhang 4 - Antragsdaten
Name und Anschrift der prüfenden Stelle
Name
Straße und Hausnummer
Postleitzahl und Ort
E-Mail-Adresse des Ansprechpartners
Bundesland
Name und Anschrift aller am Los beteiligten Messgeräteverwender
Name 1
Straße und Hausnummer
Postleitzahl und Ort
E-Mail-Adresse des Ansprechpartners
Bundesland
Anzahl der im Los enthaltenen Messgeräte
Name 2
Messgerät/Los
Messgeräteart (Auswahl) (mechanische-/elektronische Bestands-/(neue) elektronische Messgeräte)
Bezeichnung (Auswahl)
Angabe, ob Messgeräte bereits einer Stichprobenprüfung unterzogen wurden (ja/nein)
wenn ja, Anzahl der Verlängerungen der Eichfrist
wenn ja, Losnummer(n) der letzten Verlängerung der Eichfrist
wenn ja, letzte Eichfristverlängerung in Jahren (bei (neuen) elektronischen Messgeräten)
Hersteller
Typbezeichnung(en)
Nummer der Bauartzulassung, Baumusterprüfbescheinigung bzw. Entwurfsprüfbescheinigung
Messbereich
Genauigkeitsklasse
vorhandene Softwareversion(en)
Batteriestatus (Austausch mit/ohne Stempel-/Kennzeichenverletzung?)
integrierte Zusatzeinrichtung(en)
Jahresangaben in Eichkennzeichen, Jahresbezeichnungen in Hauptstempeln bzw. die beiden letzten
Ziffern der Jahreszahl des Jahres, in dem die (Metrologie-)Kennzeichnungen angebracht wurden
Ende der Eichfrist(en) vor Durchführung des Stichprobenverfahrens
Bundesland/Bundesländer, in dem/denen Messgeräte des Loses verwendet werden (in dem/denen die
Einbauorte der Messgeräte des Loses liegen)
Dateiname der Auflistung der Serien- bzw. Eigentumsnummern aller Messgeräte des Loses

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Stichprobe
Losumfang
Anzahl der am Los beteiligten Messgeräteverwender
Stichprobenanweisung; ggf. gewählte Eichfristverlängerung (Abschnitt 4.3 i. V. m. Anhang 1 Tabelle 2)
statistisches Auswahlverfahren
Zeitpunkt der Auswahl der Stichproben- und Ersatzmessgeräte
Zeitraum der Prüfung der Stichprobenmessgeräte
Zeitraum des Ausbaus der Stichproben- und Ersatzmessgeräte
Dem Antrag sind in elektronischer Form folgende Unterlagen beizufügen:
Datei mit Auflistung der Serien- bzw. Eigentumsnummern, den MGV zugeordnet, aller Messgeräte des
Loses (im csv-Format)
Datei mit Auflistung der Serien- bzw. Eigentumsnummern, den MGV zugeordnet, der Stichproben- und
Ersatzmessgeräte (im csv-Format)
beides kann auch - eindeutig zugeordnet - in einer Datei erfolgen

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Anhang 5 - Ergebnisdaten
Losnummer
Anzahl fehlerhafter Messgeräte (bei Doppel-Stichprobenprüfung: Summe aller bisherigen Prüfungen)
Anzahl der Messgeräte mit systematischen Ausfällen bzw. Auffälligkeiten nach Abschnitt 8.2
bestanden: ja/nein (bei Doppel-Stichprobenprüfung: erste/zweite Stichprobe)
für jeden Prüfpunkt: Mittelwert und Standardabweichung der Messabweichungen über alle geprüften
Stichproben- bzw. Ersatzmessgeräte
einzuhaltende Stichprobenfehlergrenze für jeden Prüfpunkt (automatisch eingetragen)
Zählerstand vor der Stichprobenprüfung: Mittelwert und Standardabweichung über alle geprüften
Stichproben- bzw. Ersatzmessgeräte
optional (freiwillige Angaben):
Ergebnisse von freiwilligen Eingangsprüfungen (Annahmeprüfungen), Verfahren
Inhalt wie bei Stichprobenprüfungen zur Verlängerung der Eichfrist
zusätzlich genaues Datum/genauer Zeitraum der Prüfungen
flexible Dummy-Felder
für zukünftige Erhebungen: z. B. Teilergebnisse für Teil-Lose, Zählerkomponenten, neue
Prüfpunkte, ...
zusätzliche EXCEL-Datei
Abspeicherung der Datei auch im csv-Format (Tabulator getrennt, Absprache mit PTB)
verknüpft mit der Prüfung (via Losnummer und Anzahl der bisherigen Prüfungen)
Serien- bzw. Eigentumsnummern, den MGV zugeordnet, der Stichproben- und Ersatzmessgeräte
für jedes geprüfte Messgerät und jeden Prüfpunkt
Messabweichung
Messunsicherheit des Prüfstands/der Prüfstände (z. B. Anforderung [1/3 der Fehlergrenze],
Angabe prüfbarer, kleinerer Messunsicherheiten)
für jedes geprüfte Messgerät den Zählerstand vor der Stichprobenprüfung

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Anhang 6 - Muster Bevollmächtigung prüfende Stelle
Hiermit bevollmächtige ich, Vor- und Zuname, als vertretungsberechtigtes Organ im Namen
und Auftrag der
Firma, Name __________
Anschrift __________
Telefon, Telefax, E-Mail __________
- künftig Messgeräteverwender/in -
die
Firma, Name __________
Vertretungsberechtigtes Organ, Name
Anschrift __________
Telefon, Telefax, E-Mail __________
- künftig prüfende Stelle -
wie folgt:
Die prüfende Stelle wird ermächtigt, für die folgenden Messgeräte im Zeitraum von/bis einen
Antrag gemäß § 35 Satz 1 der Mess- und Eichverordnung auf Verlängerung der Eichfrist zu
stellen:
Messgeräteart/en:
Fabrikat/e:
Typ/en:
In diesem Zusammenhang wird die prüfende Stelle ermächtigt der bearbeitenden Behörde
Daten und Unterlagen zu übermitteln, Zustellungen und sonstige Mitteilungen für den Mess-
geräteverwender/die Messgeräteverwenderin entgegen zu nehmen, Rechtsmittel einzulegen
und zurückzunehmen sowie sämtlichen Schriftverkehr mit der bearbeitenden Behörde zu
führen. Diese Vollmacht darf nicht übertragen werden.
Ort, Datum
Unterschrift

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Anhang 7 - Muster Bescheid Verlängerung der Eichfrist
noch nicht abgestimmt

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Anhang 8 - Muster Ablehnungsbescheid
noch nicht abgestimmt

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Anhang 9 - Bundeseinheitliche Losnummern
Aufbau der Losnummer
Die Losnummer ist stets zwölfstellig und besteht aus 12 Ziffern sowie zwei Leerzeichen und
einem Bindestrich: XXX XXXXX XX-XX
Stelle
Bedeutung
1
Kennung für die einzelnen Messgerätearten
-
E
Messgeräte für Elektrizität
-
G
Messgeräte für Gas
-
W
Messgeräte für Wasser
-
K
Messgeräte für Wärme
-
Z
Zusatzeinrichtungen
2-3
die letzten beiden Ziffern der Jahreszahl, in dem das Los erstmalig einer SP-Prüfung
unterzogen wurde
4
Kennung für Loszusammenfassung oder Losteilung
-
Z
Los, das aus mehreren bestehenden Losen zusammengefasst wird
-
T
Los, das aus einem Teil eines bereits bestehenden Loses gebildet wird
-
0
Los, das (für die aktuelle SP-Prüfung) nicht geteilt oder aus mehreren Losen
zusammengefasst wird
5-8
Losnummer für die jeweilige Messgeräteart in dem Jahr, in dem das Los erstmalig einer
SP-Prüfung unterzogen wurde
9-10
die Jahresangabe, -bezeichnung oder -zahl der letzten Eichung oder Kennzeichnung beim
Inverkehrbringen; sind mehrere Eichjahre/Kennzeichnungsjahre im Los enthalten, ist das
früheste Jahr zu verwenden
11-12
Anzahl der SP-Prüfungen von Messgeräten dieses Loses zur Verlängerung der Eichfrist
Beispiele für Losnummern
(für Elektrizitätszähler mit einer Eichfrist von 16 Jahren und 5 Jahre Eichfristverlängerung)
E19 00057 03-01
E
Messgeräte für Elektrizität
19
Jahr, in dem das Los erstmalig einer SP-Prüfung unterzogen wurde: 2019
0
Los, das nicht geteilt oder aus mehreren Losen zusammengefasst wird
0057
Los Nr. 57 im Jahr 2019 für Elektrizitätsmessgeräte
03
Jahresangabe, -bezeichnung oder - zahl der letzten Eichung oder Kennzeichnung
beim Inverkehrbringen: 2003
01
erste SP-Prüfung von Messgeräten dieses Loses zur Verlängerung der Eichfrist

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E09 00376 93-03
E
Messgeräte für Elektrizität
09
Jahr, in dem das Los erstmalig einer SP-Prüfung unterzogen wurde: 2009
0
Los, das nicht geteilt oder aus mehreren Losen zusammengefasst wird
0367
Los Nr. 367 im Jahr 2009 für Elektrizitätsmessgeräte
93
Jahresbezeichnung der letzten Eichung: 1993
03
dritte SP-Prüfung von Messgeräten dieses Loses zur Verlängerung der Eichfrist
E19 Z0567 93-03
(im Jahr 2019 wurde das Los aus 2 bestehenden Losen
zusammengefasst)
E
Messgeräte für Elektrizität
19
Jahr, in dem das (neu zusammengefasste) Los erstmalig einer SP-Prüfung
unterzogen wurde: 2019
Z
Los wird aus mehreren bestehenden Losen zusammengefasst
0567
Los Nr. 567 im Jahr 2019 für Elektrizitätsmessgeräte
93
Jahresbezeichnung der letzten Eichung: 1993
03
dritte SP-Prüfung von Messgeräten dieses Loses zur Verlängerung der Eichfrist
Beispiele für den Verlauf von Losnummern
(für Elektrizitätszähler mit einer Eichfrist von 16 Jahren und 5 Jahre Eichfristverlängerung)
Jahr der
SP-Prüfung
Losnummer
2019
E19 00001 03-01
"normaler" Losnummernverlauf
2024
E19 00001 03-02
2029
E19 00001 03-03
2034
E19 00001 03-04
2019
E19 00001 03-01
Lose E19 00001 03-01 und E19 00002 03-01 werden 2024
zu einem Los zusammengefasst
2019
E19 00002 03-01
2024
E24 Z0001 03-02
2029
E24 00001 03-03
2019
E19 00001 03-01
Los E19 00001 03-01 wird 2024 geteilt
2024
E24 T0035 03-02
2024
E24 T0036 03-02
2029
E24 00035 03-03
2029
E24 00036 03-03

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Anhang 10 - Prüfende Stelle
Leitfaden zur Feststellung der Kompetenz von Stellen zur Durchführung von Stich-
probenprüfungen nach § 35 MessEV
§ 35 MessEV stellt folgende Anforderungen an prüfende Stellen (PS), welche Stichproben-
prüfungen durchführen:
1) In den PS muss für die Durchführung der messtechnischen Prüfungen und zur eich-
rechtlichen Beurteilung der Messgeräte die hierfür notwendige Kompetenz vorhanden
sein.
Die Mitarbeiter der Stellen haben den zuständigen Behörden die geforderte
eichrechtliche und fachtechnische Kompetenz nachprüfbar nachzuweisen. Dies kann z.
B. durch entsprechende Zertifkate der DAM oder vergleichbarer Schulungsmaßnahmen
erfolgen.
2) Die Stellen müssen über geeignete Prüfräume und Prüfeinrichtungen zur Durchführung
der Stichprobenverfahren verfügen.
Die Räumlichkeiten sowie die eingesetzen Prüfmittel müssen von der für die prüfende
Stelle zuständigen Behörde begutachtet und freigegeben werden. Sofern die prüfende
Stelle keine nachprüfbaren Bescheinigungen vorlegen kann, ist eine messtechnische
Abnahme vor Ort notwendig. Die Kosten für die Abnahme sind in Rechnung zu stellen.
3) Die Stellen müssen Kenntnisse über die ordnungsgemäße Handhabung und Aufbewah-
rung der Prüflinge haben und die Prüfungen fachgerecht dokumentieren können.
Die Mitarbeiter der Stellen haben der zuständigen Behörde die geforderte Kompetenz
nachprüfbar nachzuweisen. Dies kann z. B. durch entsprechende Zertifkate von
Schulungen o. Ä. erfolgen.
4) Die Stellen müssen ein geeignetes, den anerkannten Regeln der Technik entsprechen-
des Qualitätsmanagementsystem mit einer Beschreibung der metrologischen Rückfüh-
rung der Prüfmittel unterhalten.
Die Stelle hat der zuständigen Behörde das Vorhandensein eines solchen Qualitäts-
managementsystems für das Stichprobenverfahren nachzuweisen.
5) Die Stellen müssen durch die zuständigen Behörden überprüft werden können. Hierfür
müssen die Räumlichkeiten der Stelle der zuständigen Behörde zugänglich sein und die
Stelle muss einen Einblick in Unterlagen ermöglichen.
Sofern keine Rechtsgrundlage für die zuständige Behörde vorhanden ist, müssen
über die Zutrittsmöglichkeiten schriftliche Vereinbarungen mit den Stellen getroffen
werden. Dabei sollte auch auf eine Kostenübernahme geachtet werden.