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Zertifizierung
von Fremdsprachenkenntnissen
in der beruflichen Bildung
Handreichung
zum KMK-Fremdsprachenzertifikat
2021

Herausgeber, Redaktion und Gestaltung:
Landesamt für Schule und Bildung, Standort Radebeul
Dresdner Straße 78 c
01445 Radebeul
Telefon: +49 351 8324-456
E-Mail:
poststelle-r@lasub.smk.sachsen.de
www.lasub.smk.sachsen.de
Redaktionsschluss:
30.04.2021

Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung
| 3
Inhaltsverzeichnis
Seite
1
Einleitung
4
2
Die Umsetzung der VwV Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen
5
3
Die schriftliche Prüfung
6
3.1
Hinweise zur Aufgabenerstellung und Bewertung
6
3.1.1 Allgemeine Hinweise
6
3.1.2 Übersichten
7
3.1.3 Prüfungsanforderungen
8
3.1.4 Formale Vorgaben
12
3.2
Checkliste zur Einschätzung der Qualität von Prüfungsaufgaben
13
4
Die mündliche Prüfung
15
4.1
Hinweise zur Aufgabenerstellung und Bewertung
15
4.1.1 Vorbereitungszeit, Prüfungszeit und Hilfsmittel
15
4.1.2 Prüfungsanforderungen
15
4.1.3 Bewertung
16
4.2
Mustervorlagen
17
4.2.1 Aufgabenblatt
17
4.2.2 Protokoll
18
4.3
Beispielaufgaben
20
4.3.1 Englisch in kaufmännisch-verwaltenden Berufen, Niveau B1
20
4.3.2 Englisch in erzieherischen Berufen, Niveau B2
22
4.3.3 Englisch in gastgewerblichen Berufen, Niveau B1
24
4.3.4 Englisch in gastgewerblichen Berufen, Niveau B2
25
4.3.5 Englisch in Elektroberufen, Niveau B1
26
5
Anlagen der VwV Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen
29
5.1
Anlage 1:
Anmeldeformular für Schüler
29
5.2
Anlage 2:
Freistellungsantrag
30
5.3
Anlage 3:
Musteranschreiben
31
5.4
Anlage 4:
Schriftliche Prüfung und mündliche Prüfung Niveau B1 und B2
32
5.5
Anlage 4.1:
Kompetenzbeschreibungen des KMK-Fremdsprachenzertifikats
36
5.6
Anlage 4.2:
Deskriptoren zur Bewertung produktiver Leistungen
37
5.7
Anlage 4.3:
Deskriptoren zur Bewertung mediativer Leistungen aus der
Fremdsprache ins Deutsche
38
5.8
Anlage 4.4:
Deskriptoren zur Bewertung mediativer Leistungen aus dem
Deutschen in die Fremdsprache
39
5.9
Anlage 4.5:
Deskriptoren zur Bewertung interaktiver Leistungen
40
5.10
Anlage 5:
Vorlage für das Zertifikat
41

 
4 |
Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung
1
Einleitung
Das Zusammenwachsen Europas erfordert in vielen Berufen verstärkt die Fähigkeit, sich in
mindestens einer Fremdsprache verständigen und beruflich tätig werden zu können. Fremd-
sprachenkenntnisse sind Voraussetzungen für europaweite und internationale Mobilität und
Flexibilität sowie für erfolgreiche Zusammenarbeit und Verständigung zwischen Partnern mit
unterschiedlicher Muttersprache. Berufsbezogene Fremdsprachenkenntnisse werden daher
zunehmend als Teil des Fachwissens und beruflicher Kompetenz erwartet.
Mit dem KMK-Fremdsprachenzertifikat erhalten die Schülerinnen und Schüler berufsbildender
Schulen einen Nachweis über den Ausprägungsgrad ihrer berufsbezogenen Fremdspra-
chenkompetenz, der bundes- und europaweit einsetzbar und vergleichbar ist. Das Fremdspra-
chenzertifikat der KMK bescheinigt detailliert berufsbezogene Kenntnisse in Fremdsprachen. Es
ist damit für zukünftige Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber ergänzend zur Zeugnisnote eine
wichtige Auskunftsquelle.
Die
Rahmenvereinbarung über die Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der
beruflichen Bildung
(Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 20.11.1998 i. d. F. vom
14.09.2017) liegt den Regelungen der Bundesländer zum Erwerb des KMK-Fremdsprachen-
zertifikats zugrunde.
Für berufsbildende Schulen in Sachsen bildet die
Verwaltungsvorschrift des Sächsischen
Staatsministeriums für Kultus zur Durchführung von Prüfungen zur Zertifizierung von
Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung im Freistaat Sachsen (VwW Zerti-
fizierung von Fremdsprachenkenntnissen)
vom 30. Juli 2018 in der jeweils geltenden Fas-
sung die gesetzliche Grundlage.
Die VwV Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen enthält alle Informationen, die die Prü-
fungsaufgabenerstellerinnen und -ersteller, die teilnehmenden Schulen sowie die Prüfungsteil-
nehmerinnen und -teilnehmer benötigen. Um für jedes Niveau vergleichbare Rahmenbedingun-
gen zu schaffen, macht die VwV Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen Vorgaben, z. B.
zum Umfang der Texte und zu zugelassenen Hilfsmitteln.
Mit der vorliegenden Handreichung „Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der be-
ruflichen Bildung“ soll Aufgabenerstellerinnen und Aufgabenerstellern, Prüferinnen und Prüfern
sowie Lehrkräften ein Leitfaden an die Hand gegeben werden, der als praktische Orientie-
rungshilfe zur erfolgreichen Durchführung der KMK-Fremdsprachenzertifikatsprüfungen im Frei-
staat Sachsen dient und gleichzeitig einen Beitrag zur Standardsicherung darstellt. Zugleich
bietet die Handreichung den am KMK-Fremdsprachenzertifikat interessierten Schülerinnen und
Schülern die Möglichkeit, sich über die Prüfungen und deren Anforderungsniveaus zu informie-
ren.

 
Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung
| 5
2
Die Umsetzung der VwV Zertifizierung von Fremdsprachen-
kenntnissen
Das KMK-Fremdsprachenzertifikat ist ein bundesweit einheitlich geregeltes Zertifikat, das sich
konsequent an den fremdsprachlichen Anforderungen eines Berufes oder einer Berufsgruppe
orientiert. Diese Zusatzqualifikation erhalten Schülerinnen und Schüler, die eine schriftliche und
eine mündliche Prüfung erfolgreich absolviert haben.
Die schriftlichen Prüfungsaufgaben werden von Lehrkräften erstellt, die von der Schulaufsichts-
behörde dafür berufen werden. Zur Qualitätssicherung durchlaufen die Aufgaben ein zentrales
Begutachtungsverfahren und werden den teilnehmenden Schulen zentral zur Verfügung ge-
stellt. Über die Internetseite des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus und im Schulportal
Sachsen kann auf die Prüfungsaufgaben vergangener Schuljahre zugegriffen werden.
Die mündlichen Zertifikatsprüfungen werden gemäß der VwV Zertifizierung von Fremdspra-
chenkenntnissen dezentral in den Schulen vorbereitet und durchgeführt. Die Aufgaben für die-
sen Prüfungsteil werden von der prüfenden Lehrkraft erstellt. Im Kapitel 4.3 dieser Handrei-
chung veranschaulichen fünf Beispielaufgaben, wie diese gestaltet sein können. Die aufgeführ-
ten Beispiele sind mit entsprechenden Veränderungen auf andere Berufe, Berufsgruppen oder
Niveaus übertragbar.
Mit jedem neuen Schuljahr erhalten die berufsbildenden Schulen über das Schulportal Informa-
tionen zu Prüfungen und Anmeldefristen.
Parallel dazu werden auf der Internetseite des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus
Informationen zum KMK-Fremdsprachenzertifikat bereitgestellt und für jedes Schuljahr aktuali-
siert.
Der direkte Link lautet:
https://www.schule.sachsen.de/zertifizierung-von-fremdsprachenkenntnissen-6637.html
Auf dieser Seite werden folgende Dokumente zum Download oder per Verlinkung zur Verfü-
gung gestellt:
KMK-Rahmenvereinbarung über die Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der
beruflichen Bildung
VwV Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen
Handreichung zum KMK-Fremdsprachenzertifikat
Prüfungsaufgaben vergangener Schuljahre
Formulare im Formularservice
- Anmeldung zur Prüfung
- Antrag auf Freistellung für die Prüfungsteilnahme
Darüber hinaus besteht auch über das Schulportal die Möglichkeit, auf den Formularservice
zuzugreifen.

 
6 |
Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung
3
Die schriftliche Prüfung
3.1
Hinweise zur Aufgabenerstellung und Bewertung
3.1.1 Allgemeine Hinweise
Bei der Erstellung der Prüfungsaufgaben sind die folgenden Festlegungen zu Inhalt, Struktur
und Anforderungsniveau (B1 oder B2) sowie die Vorgaben für die formale Gestaltung der Prü-
fungsaufgaben und Lösungssätze zu beachten.
Die Aufgabenstellungen sollen sich eng an der beruflichen Praxis orientieren und wesentliche
berufliche Situationen, die den Gebrauch der Fremdsprache erfordern, mittels aktueller Texte
und Materialien abbilden. Wünschenswert ist, dass der gesamten Prüfung eine durchgängige
Rahmensituation zu Grunde gelegt wird. Dies darf jedoch nicht zu Lasten der Logik und des
Realitätsbezugs gehen; ggf. sind für einzelne Teilaufgaben unterschiedliche Situationsvorgaben
vorzusehen. Situationsvorgaben und Aufgabenstellung erfolgen i. d. R. in deutscher Sprache.
Texte über real existierende Unternehmen, Institutionen, Vereine, Personen etc. dürfen nur
verwendet werden, wenn sie rein sachliche Inhalte und Fakten wiedergeben. Sie dürfen keinen
diskreditierenden Charakter tragen und inhaltlich nicht verändert werden.
Alle Aufgaben müssen unabhängig voneinander lösbar sein. Texte und Vorgaben für einen
Kompetenzbereich dürfen nicht für die Lösung von Aufgaben anderer Kompetenzbereiche
nutzbar sein, z. B. Inhalte des Lese- oder Mediationstextes als Lexiklieferant für die Produkti-
onsaufgabe. Der Schwierigkeitsgrad der Prüfungsaufgaben muss zu den Kompetenzbeschrei-
bungen des jeweiligen Niveaus passen. Es ist darauf zu achten, dass der Umfang der Materia-
lien und die Bearbeitungszeit der Aufgaben für den zeitlichen Rahmen der Püfung angemessen
sind.
Bei der Einreichung der Aufgaben sind neben der vollständigen Quellenangabe unbedingt Ko-
pien der Originaltexte beizufügen. Handelt es sich um Texte aus dem Internet, sind diese mit
Angabe des Downloaddatums als Ausdruck oder als PDF-Datei einzureichen. Dabei sind Adap-
tionen zu kennzeichnen und auf Eigenproduktionen ist hinzuweisen.
Als unzulässige Quellen gelten unterrichtsrelevante Lehrwerke sowie für den Unterricht aufbe-
reitete Pressematerialien u. Ä.
Beim Einsatz Copyright-geschützter Materialien muss die Erlaubnis zur Verwendung eingeholt
und dem Aufgabenvorschlag beigefügt werden.
Die Vorgaben bezüglich des Umfangs der Ausgangstexte bei Rezeption und Mediation (siehe
nachfolgende Übersichten unter 3.1.2) sind einzuhalten. Die Wortzahlen sind in jedem Fall an-
zugeben, i. d. R. im Lösungsteil zusammen mit der Quellenangabe. Bei der Produktionsaufgabe
muss durch die Aufgabenstellung und die inhaltlichen Vorgaben gewährleistet werden, dass die
Mindestwortzahl erreichbar ist.
Alle Aufgabenvorschläge sind zusammen mit einem Lösungs- und Bewertungsvorschlag einzu-
reichen. Dabei kann bei Mediations- und Produktionsaufgaben an Stelle einer Musterlösung
eine Checkliste vorgelegt werden, die sich zum schnellen Erfassen der inhaltlichen Vollständig-
keit der Ausführungen eignet.
Die Klarheit, Zweckmäßigkeit, Widerspruchsfreiheit der Aufgaben und ihre Lösbarkeit unter Be-
rücksichtigung der zur Verfügung stehenden Zeit sind durch die Aufgabenerstellungskommissi-
on unter prüfungsnahen Bedingungen zu testen, z. B. als „Probeprüfung“ mit geeigneten Fach-
kollegen.

 
Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung
| 7
3.1.2 Übersichten
Die Aufgaben für den schriftlichen Prüfungsteil richten sich nach den in der VwV Zertifizierung
von Fremdsprachenkenntnissen vorgegebenen Kriterien für das jeweilige Niveau.
Zertifikatsprüfung Niveau B1 (gemäß GER
1
)
Schriftliche Prüfung: 90 Minuten
Kompetenz-
bereich
Inhalt
Umfang
Punkte
Hilfsmittel
2
Rezeption
1. Aufgabe:
Hörverstehen
3
400 bis 500
Wörter
20
allgemeines zweisprachiges, nichtelekt-
ronisches Wörterbuch (Deutsch – Fremd-
sprache/Fremdsprache – Deutsch)
2. Aufgabe:
Leseverstehen
300 bis 400
Wörter
20
Produktion
Textproduktion in der
Fremdsprache
mindestens
120 Wörter
(Zieltext)
30
allgemeines zweisprachiges, nichtelekt-
ronisches Wörterbuch (Deutsch – Fremd-
sprache/Fremdsprache – Deutsch)
Mediation
Übertragung Fremd-
sprache – Deutsch
oder Deutsch –
Fremdsprache
150 bis 200
Wörter
30
allgemeines zweisprachiges, nichtelekt-
ronisches Wörterbuch (Deutsch – Fremd-
sprache/Fremdsprache – Deutsch)
Zertifikatsprüfung Niveau B2 (gemäß GER
1
)
Schriftliche Prüfung: 120 Minuten
Kompetenz-
bereich
Inhalt
Umfang
Punkte
Hilfsmittel
2
Rezeption
1. Aufgabe:
Hörverstehen
3
500 bis 600
Wörter
20
allgemeines zweisprachiges, nichtelekt-
ronisches Wörterbuch (Deutsch – Fremd-
sprache/Fremdsprache – Deutsch)
2. Aufgabe:
Leseverstehen
400 bis 500
Wörter
20
Produktion
Textproduktion in der
Fremdsprache
mindestens
150 Wörter
(Zieltext)
30
allgemeines zweisprachiges, nichtelekt-
ronisches Wörterbuch (Deutsch – Fremd-
sprache/Fremdsprache – Deutsch)
Mediation
Übertragung Fremd-
sprache – Deutsch
oder Deutsch –
Fremdsprache
150 bis 250
Wörter
30
allgemeines zweisprachiges, nichtelekt-
ronisches Wörterbuch (Deutsch – Fremd-
sprache/Fremdsprache – Deutsch)
Die Reihenfolge der Kompetenzbereiche kann verändert werden. Aus organisatorischen Grün-
den wird die 1. Aufgabe des Kompetenzbereiches Rezeption (Hörverstehen) zu Beginn der Prü-
fung bearbeitet. Die weitere Zeiteinteilung während der Prüfung bleibt den Prüfungsteilnehme-
rinnen und -teilnehmern überlassen.
1
Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen für Sprachen: lernen, lehren, beurteilen (GER)
2
Prüfungsteilnehmerinnen und -teilnehmer, deren Herkunftssprache nicht oder nicht ausschließlich Deutsch ist,
können zusätzlich ein zweisprachiges, nichtelektronisches Wörterbuch Deutsch – Herkunftssprache/Herkunfts-
sprache – Deutsch verwenden.
3
In begründeten Fällen ist eine Abweichung um maximal 2 Punkte
(+/-) bei entsprechendem Ausgleich zwischen
den beiden Rezeptionsaufgaben zulässig.

 
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Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung
3.1.3 Prüfungsanforderungen
Die Prüfungsanforderungen leiten sich aus den Kompetenzbeschreibungen
1
der KMK-Rahmen-
vereinbarung für das jeweilige Niveau ab.
Rezeption
Rezeptionsaufgabe Hörverstehen
Hinweise zur Einlesezeit:
Die Prüfungsteilnehmerinnen und -teilnehmer erhalten das Aufgabenblatt vor dem Hören des
Textes. Auf dem Deckblatt der Prüfung erfolgt eine Angabe zur Dauer der Einlesezeit.
Hinweise zur Gestaltung von Hörtexten:
Zu berücksichtigen sind die allgemeinen Hinweise zu Charakter und Inhalt der Texte sowie zu
zulässigen Quellen. Darüber hinaus ist bei der Auswahl von Hörtexten zu beachten, dass ge-
schriebene Texte i. d. R. nicht unbearbeitet als Hörtexte eingesetzt werden können.
Um einen geschriebenen Text in eine geeignete Hörtextvorlage zu verwandeln, muss er hin-
sichtlich folgender Kriterien geprüft und ggf. bearbeitet werden:
- Länge
- Schwierigkeitsgrad
- Informationsdichte
- Einbettung der Informationen
- Verwendung geeigneter sprachlicher Strukturen
- Umfang und Spezifik der Fachlexik
- Vorhandensein von Redundanz
Die Hörtexte enthalten keine künstlichen Pausen, aber natürliche Sprechpausen, Redundan-
zen, Füllwörter etc., damit die Prüfungsteilnehmerin/der Prüfungsteilnehmer neben dem Verste-
hen von Inhalten auch Zeit für das Notieren von Informationen hat. Schreibintensive lösungsre-
levante Aufzählungen und jegliche Häufung von Informationen sind zu vermeiden.
Für die Erarbeitung von Hörtextvorlagen eignen sich insbesondere Dialoge mit zwei Sprechern
(m/w). Monologe, z. B. als Vortrag mit entsprechender Rhetorik auf angemessenem akademi-
schen und sprachlichen Niveau, können ebenfalls zum Einsatz kommen, sofern nachfolgende
Hinweise beachtet werden.
Für die Entwicklung geeigneter Hörtexte auf der Basis von Textvorlagen sollen folgende Merk-
male gesprochener Sprache gezielt eingesetzt werden:
Merkmal
Möglichkeit der Umsetzung im Hörtext
Beispiel
Organisation
der Rede
Wortfindungsschwierigkeiten,
Selbstkorrektur
Last year there were a number of … of
serious problems, er … accidents, I
mean.
unvollendete Sätze, Sprechpausen
Wiederholung von Satzgliedern
You say it’s a, … er, it’s a completely
new model?
Füllwörter und Marker
Oh, actually, I haven’t mentioned … yet.
“Mm…”, “well, …”; “… yeah …”
“er …” ,
“… you know,” “anyway, …”
1
Anlage 5 der VwV „Kompetenzbeschreibungen des KMK-Fremdsprachenzertifikats für die Niveaus A2 bis C1“
(siehe Kapitel 5.10 dieser Handreichung)

Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung
| 9
Merkmal
Möglichkeit der Umsetzung im Hörtext
Beispiel
Syntax
weniger komplexe Satzkonstruktionen,
Verzicht auf Nebensätze
The car broke down. It hadn’t been ser-
viced properly.
Frageanhängsel
You’ll do that, won’t you?
Lexik
Beschränkung auf vertrautes Fach-
vokabular, dosierter Einsatz von Fach-
wortschatz und Zahlenangaben
umgangssprachliche Wortwahl
Verzicht auf komplexe Redewendungen
relativierende Orts- und Zeitangaben
The book came out last month or so, I
think.
Tautologien
Every participant will receive a free gift.
Redestil
je nach Kontext und Adressat – Formu-
lierung auf der informellen Stilebene,
ggf. Wechsel in der Stilebene
Hinweise zur Gestaltung von Hörverstehensaufgaben:
Es ist darauf zu achten, dass der Nachweis des Hörverstehens im Vordergrund steht, d. h. dass
keine kognitiven Leistungen abgefragt werden und dass der Schreibaufwand für die Lösung
möglichst gering ist. Außerdem muss der voraussichtliche Zeitaufwand für die Aufgabenerfül-
lung realistisch eingeschätzt werden.
Die wiederzugebenden Informationen sollen
- entsprechend der im Text vorkommenden Abfolge erfragt werden,
- nicht gehäuft in einzelnen Sätzen/Textteilen und
- möglichst nicht im ersten und letzten Satz auftreten.
Beispiele geeigneter Aufgabentypen:
- Wiedergabe von Zahlen und Werten, jedoch keine Häufung und nur, wenn für die Lösung
aus mehreren genannten Zahlen die „richtige“ herausgehört werden muss
- Ausfüllen bzw. Vervollständigen von Formularen oder Tabellen
- stichpunktartiges Beantworten kurzer, eindeutiger Fragen zum Text
- Aufgaben mit Mehrfachauswahl
- Zuordnungsaufgaben
Nicht zulässige Aufgabentypen:
- Ergänzen von Lückentexten
- Aufgaben, die wesentlich über den Nachweis des Hörverstehens hinausgehen und/oder un-
verhältnismäßig viel Zeit erfordern, wie z. B.
. Meinungsäußerungen zum Inhalt des Textes,
. Entscheiden, ob eine Aussage richtig/falsch/nicht-im-Text ist,
. Bewerten von Aussagen,
. Zuordnen von Zahlen zu Fakten, Zeichnungen, grafischen Darstellungen, etc. (oder um-
gekehrt),
. Erstellen von Grafiken, Tabellen.
Die Antworten bzw. Lösungen werden i. d. R. in Deutsch gefordert. Lösungsrelevante Textpas-
sagen sind in der Hörtextvorlage (Skript) mit Fettdruck hervorzuheben.
Hinweise zur Bewertung:
Die Bewertung erfolgt anhand von
Punkten, die für die inhaltlich korrekte Wiedergabe der er-
fragten Informationen vergeben werden. Es ist auf eine dem jeweiligen Anforderungsniveau
angemessene Punktvergabe zu achten, wobei nur ganze Punkte erteilt werden.

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Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung
Rezeptionsaufgabe Leseverstehen
Hinweise zu Auswahl und Gestaltung der Lesetexte:
Es sind die allgemeinen Hinweise zu Charakter und Inhalt der Texte sowie zu nicht zulässigen
Quellen zu beachten.
Die Texte müssen im Schwierigkeitsgrad und im Umfang dem jeweiligen Anforderungsniveau
1
entsprechen. Ggf. sind Adaptionen vorzunehmen, ohne jedoch den Originaltext grundsätzlich
zu verändern.
Da berufstypische Texte verwendet werden sollen, ist ein angemessener Anteil an Fachlexik
unabdingbar. Fachwörterbücher und elektronische Nachschlagewerke sind nicht zugelassen.
Im Einzelfall können daher spezielle Termini mittels Fußnote erläutert werden.
Hinweise zur Gestaltung von Leseverstehensaufgaben:
Es ist darauf zu achten, dass der Nachweis des Leseverstehens im Vordergrund steht, d. h., es
sollen keine kognitiven Leistungen abgefragt werden und der Schreibaufwand ist möglichst ge-
ring zu halten. Außerdem muss der voraussichtliche Zeitaufwand für die Aufgabenerfüllung rea-
listisch eingeschätzt werden.
Beispiele geeigneter Aufgabentypen:
- Ausfüllen bzw. Vervollständigen von Formularen oder Tabellen
- stichpunktartiges Beantworten kurzer, eindeutiger Fragen zum Text
- Zusammenstellen von Aussagen unterschiedlicher Texte zu bestimmten Fragen
- Aufgaben der Kategorie Richtig/Falsch mit Begründung
- Aufgaben mit Mehrfachauswahl
- Zuordnungsaufgaben
Nicht zulässige Aufgabentypen:
- Fragen nach Zahlenangaben, die im Text als Ziffern stehen und deren Bedeutung auch mit
geringsten Kenntnissen der Fremdsprache erschließbar ist (z. B. Öffnungszeiten)
- Aufgaben, die wesentlich über den Nachweis des Leseverstehens hinausgehen, z. B.
. Meinungsäußerungen zum Inhalt des Textes
. Bewerten von Aussagen
Die Antworten bzw. Lösungen werden i. d. R. in Deutsch gefordert.
Hinweise zur Bewertung:
Die Bewertung erfolgt anhand von Punkten, die für die inhaltlich korrekte Wiedergabe der er-
fragten Informationen vergeben werden. Es ist auf eine dem jeweiligen Anforderungsniveau
angemessene Punktvergabe zu achten, wobei nur ganze Punkte erteilt werden.
Produktion
Hinweise zur Gestaltung von Produktionsaufgaben:
Im Mittelpunkt der Aufgabe steht das Verfassen eines berufstypischen Schriftstücks in der
Fremdsprache.
Grundlage der Produktionsaufgabe ist eine dem Schwierigkeitsgrad des Niveaus angemessene
Aufgabenstellung in deutscher Sprache, die typisch für die angestrebte berufliche Tätigkeit ist.
Anlass und Zweck des zu erstellenden Schriftstücks müssen eindeutig erkennbar sein, ebenso
der Adressat bzw. die Adressaten des zu erstellenden Textes.
1
Anlage 5 der VwV „Kompetenzbeschreibungen des KMK-Fremdsprachenzertifikats für die Niveaus A2 bis C1“
(siehe Kapitel 5.10 dieser Handreichung)

Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung
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Die Aufgabenstellung ist kurz und prägnant und benennt das zu erstellende Schriftstück. Sie
enthält in der Regel einige stichwortartige Vorgaben, die zur Lenkung und als Impuls für eigen-
ständige Anteile der inhaltlichen Leistung dienen. Die Aufgabenstellung muss ausreichend In-
formationen über die erwartete Prüfungsleistung geben und das Erreichen der Mindestwortzahl
ermöglichen. Zur Orientierung der Prüfungsteilnehmerinnen und -teilnehmer ist auf die Min-
destwortzahl hinzuweisen.
Werden konkrete Inhalte vorgegeben, die in der Produktionsaufgabe zu berücksichtigen sind, ist
darauf zu achten, dass keine Mediationsleistung gefordert wird. Mit der Vorgabe von inhaltlichen
Schwerpunkten soll den Prüfungsteilnehmerinnen und -teilnehmern lediglich so viel Lenkung
wie nötig gegeben werden, damit sie ggf. auch weniger vertraute Themen in der zur Verfügung
stehenden Zeit bearbeiten können. Die Heterogenität der Prüfungsteilnehmerinnen und Prü-
fungsteilnehmer innerhalb des jeweiligen Berufsbereiches ist zu berücksichtigen.
Je höher das geprüfte Niveau ist, desto geringer sollte die Lenkung und desto größer die Eigen-
ständigkeit der inhaltlichen Leistung sein.
Bei der Verwendung von Kopfbögen oder anderen unternehmensbezogenen Vorlagen darf nicht
der Eindruck erweckt werden, dass es sich um Originaldokumente handelt. Es dürfen daher kei-
ne realen Unternehmensbezeichnungen, Namen, Adressen, Logos, etc., verwendet werden.
Beispiele geeigneter Aufgabentypen:
- Verfassen von Geschäftskorrespondenz
- Schreiben einer E-Mail oder Gesprächsnotiz mit berufsrelevantem Bezug
- Beschreiben von Leistungen und Produkten, Systemen, Arbeitsabläufen
- Konzipieren einer Veranstaltung, einer Tagesordnung, eines Ablaufplans o. Ä.
- Verfassen eines Berichts, einer Stellungnahme, eines betrieblichen Newsletterbeitrags
- Erläutern einer Statistik, Tabelle, eines Diagramms
Nicht zulässig sind Aufgabentypen, die überwiegend mittels Reproduktion auswendig gelernter
Inhalte zu bewältigen sind, z. B. das Schreiben von Bewerbungen für eine Arbeitsstelle oder ein
Praktikum.
Hinweise zur Bewertung:
Die Kompetenzbeschreibung
1
des KMK-Fremdsprachenzertifikats für das jeweils geprüfte Ni-
veau gibt den Bewertungsrahmen vor. Auf der Grundlage der „Deskriptoren für die Bewertung
produktiver Leistungen für die Niveaus B1 und B2“
2
wird bewertet, wie die Prüfungsteilnehme-
rin/der Prüfungsteilnehmer den Erwartungen des geprüften Niveaus gerecht wird. Die De-
skriptoren beschreiben den Grad der Aufgabenerfüllung und die Qualität der inhaltlichen und
sprachlichen Leistung. Wenn sich eine Prüfungsteilnehmerin/ein Prüfungsteilnehmer das Ni-
veau B2 zertifizieren lassen möchte, muss die Bewertung ihrer/seiner Leistung abbilden, wie
sie/er dieses Niveau beherrscht.
Als Hilfsmittel zur Überprüfung der Vollständigkeit der Lösung ist entweder eine Musterlösung
oder eine Checkliste einzureichen.
Die Checkliste muss folgenden Anforderungen genügen:
- übersichtliche, stichpunktartige Auflistung aller lösungsrelevanten Inhalte in der Zielsprache
- fachterminologisch exakte Wiedergabe wesentlicher Begriffe
- Erfassung formaler Anforderungen: Datum, Anrede, Bezug, Grußformel ...
- keine Vorgaben für die Vergabe einzelner Punkte
- übersichtlicher Aufbau, der ein „Abhaken“ ermöglicht
Ein weiteres Eingehen auf Anforderungen in sprachlicher und stilistischer Hinsicht sowie auf die
Situationsadäquatheit der Lösung ist in der Checkliste i. d. R. nicht notwendig, da die Des-
kriptorentabelle diese Aspekte ausreichend berücksichtigt.
1
Anlage 5 der VwV „Kompetenzbeschreibungen des KMK-Fremdsprachenzertifikats für die Niveaus A2 bis C1“
(siehe Kapitel 5.10 dieser Handreichung)
2
Anlage 4.2 der VwV (siehe Kapitel 5.6 dieser Handreichung)

 
12 |
Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung
Mediation
Hinweise zur Gestaltung von Mediationsaufgaben:
Im Mittelpunkt der Aufgabe steht das Übertragen von Textinhalten aus der Fremdsprache ins
Deutsche oder aus dem Deutschen in die Fremdsprache.
Grundlagen der Mediationsaufgabe sind neben dem Ausgangstext eine angemessene Situati-
onsbeschreibung und Aufgabenstellung, die weitgehend authentisch und berufstypisch sein
sollen und sowohl den Adressaten als auch Anlass und Zweck des zu erstellenden Textes zwei-
felsfrei erkennen lassen. Die Mediationsleistung verlangt eine aufgabenabhängige Übertragung
von Textinhalten.
Für Mediationsaufgaben auf Niveau B2 sollte eine Übertragung vom Deutschen in die Fremd-
sprache bevorzugt werden, wobei auf einen angemessenen Schwierigkeitsgrad zu achten ist. In
diesem Fall sollte die Länge des Ausgangstextes im unteren und mittleren Bereich der vorge-
gebenen Spanne liegen (ca. 150 – 200 Wörter).
Hinweise zu Auswahl und Gestaltung der Ausgangstexte:
Es gelten die gleichen Hinweise wie zur Auswahl und Gestaltung der Lesetexte.
Geeignete Textsorten sind:
- branchentypische Zeitungs- oder Zeitschriftenartikel
- Prospekt- und Informationsmaterial
- Bedienungsanleitungen, Gebrauchsanweisungen
- Geschäftskorrespondenz u. Ä.
Hinweise zur Bewertung:
Die Kompetenzbeschreibung
1
des KMK-Fremdsprachenzertifikats für das jeweils geprüfte
Niveau gibt den Bewertungsrahmen vor. Auf der Grundlage der „Deskriptoren für die Bewertung
mediativer Leistungen für die Niveaus B1 und B2“
2
wird bewertet, wie die Prüfungsteilnehmerin/
der Prüfungsteilnehmer den Erwartungen des geprüften Niveaus gerecht wird. Die Deskriptoren
beschreiben den Grad der Aufgabenerfüllung und die Qualität der inhaltlichen und sprachlichen
Leistung.
Als Hilfsmittel zur Überprüfung der Vollständigkeit der Lösung ist entweder eine Musterlösung
oder eine Checkliste einzureichen.
Die Checkliste muss folgenden Anforderungen genügen:
- übersichtliche, stichpunktartige Auflistung aller lösungsrelevanten Inhalte in der Zielsprache
- fachterminologisch exakte Wiedergabe wesentlicher Begriffe
- keine Vorgaben für die Vergabe einzelner Punkte
- übersichtlicher Aufbau, der ein „Abhaken“ ermöglicht
3.1.4 Formale Vorgaben
Im Sinne eines einheitlichen Erscheinungsbildes der Fremdsprachenzertifikatsprüfungen und
zur Erleichterung der Arbeit aller Beteiligten sind die digitalen Masken zu verwenden, die jeweils
für den Aufgabensatz und den Lösungsvorschlag digital bereitgestellt werden.
1
Anlage 5 der VwV „Kompetenzbeschreibungen des KMK-Fremdsprachenzertifikats für die Niveaus A2 bis C1“
(siehe Kapitel 5.10 dieser Handreichung)
2
Anlagen 4.3 und 4.4 der VwV (siehe Kapitel 5.7 und 5.8 dieser Handreichung)

 
Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung
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3.2
Checkliste zur Einschätzung der Qualität von Prüfungsaufgaben
Diese Checkliste kann im Prozess der Aufgabenerstellung und Aufgabenbegutachtung verwen-
det werden, um die Qualität von Aufgaben objektiv einschätzen zu können.
Inhaltliche Kriterien:
Kriterien für mehrere Kompetenzbereiche:
Es liegt ein dem Ausbildungsberuf/Berufsbereich entsprechender realitätsnaher Hand-
lungsrahmen für Berufsanfängerinnen und Berufsanfänger vor.
Die Texte/Aufgaben passen zum geprüften Anforderungsniveau (B1 oder B2).
Hörverstehen
Leseverstehen
Produktion
Mediation
Der Aufgabenumfang ist angemessen für den zeitlichen Rahmen von 90/120 Minuten.
Hörverstehen
Leseverstehen
Produktion
Mediation
Die situative Einbettung für den Kompetenzbereich ist vorhanden.
Hörverstehen
Leseverstehen
Produktion
Mediation
Die Aufgaben beinhalten/beziehen sich auf berufsrelevante Inhalte/Themen.
Hörverstehen
Leseverstehen
Produktion
Mediation
Der Lösungsvorschlag passt zu den Aufgaben im Schülermaterial.
Hörverstehen
Leseverstehen
Produktion
Mediation
Es werden aktuelle und authentische Materialien/Schreibanlässe verwendet.
Hörverstehen
Leseverstehen
Produktion
Mediation
Kriterien für den Kompetenzbereich Rezeption:
Textauslassungen sind mit […] gekennzeichnet.
Die Anzahl von Textkürzungen ist angemessen und beeinträchtigt die Textkohärenz nicht.
Änderungen des Wortlauts sind zielführend und in ihrer Anzahl angemessen, wobei Ände-
rungen bei B2-Niveau möglichst zu vermeiden sind.
Die Wortzahl der Ausgangstexte liegt im vorgegebenen Rahmen.
Die Quellenangaben sind vorhanden und korrekt.
Die Aufgabentypen verlangen eine möglichst geringe Produktionsleistung mit wenig
Schreibaufwand.
Die Aufgabenstellungen sind klar und eindeutig.
Formulierungen sind kurz und verständlich und werden z. B. durch Aufzählungszeichen
oder tabellarische Form unterstützt.

14 |
Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung
Die Aufgabenstellungen beziehen sich ausschließlich auf die Textvorlage.
Die Aufgaben sind nicht allein mit Allgemein- oder Fachwissen lösbar.
Die Aufgaben sind lösbar.
Der Lösungsvorschlag passt zu den Aufgaben im Schülermaterial.
Die Punkte sind korrekt vergeben.
Die jeweils zu erreichenden Teil- sowie Gesamtpunkte werden angegeben.
Kriterien für die Kompetenzbereiche Produktion und Mediation:
Es ist die Beschreibung einer speziellen beruflichen Situation vorangestellt.
Bei der Produktionsaufgabe gibt es eine klare Abgrenzung zur Mediation. Die Übertra-
gung von Vorgaben reicht nicht; es ist ein inhaltlicher Eigenanteil gefordert.
Die Produktionsaufgabe lässt insbesondere auf B2-Niveau genügend Raum für einen
kreativen inhaltlichen Eigenanteil.
Die Lösung der Produktionsaufgabe verlangt die Einbeziehung von berufs- bzw. berufsbe-
reichsspezifischem Wortschatz.
Eine Checkliste oder Musterlösung ist enthalten.
Die Checkliste/Musterlösung spiegelt die erwartete Leistung auf dem jeweiligen Niveau
wider.
Die Checkliste enthält aussagekräftige Stichpunkte und nicht nur die Übersetzung der
Vorgaben.
Formale Kriterien:
Die aktuelle einheitliche digitale Prüfungsmaske wird verwendet.
Das Layout der Aufgabenteile ist einheitlich.
Das Schülermaterial enthält genügend Platz für die Antworten.
Die Wortzahl der Ausgangstexte ist ausschließlich im Lehrermaterial angegeben.
Quellenangaben einschließlich des Zugriffsdatums auf die Internetseite sind ausschließ-
lich im Lösungsvorschlag angegeben.
Es werden keine Quellen verwendet, deren Urheberschaft nicht zugeordnet werden kann.
Originaltexte/Quellen/relevante Textauszüge aus längeren Quellen sind als PDF-
Dokument dem Aufgabenvorschlag digital oder ausgedruckt beigefügt.
Im Falle des Einsatzes Copyright-geschützter Materialien wurde die Erlaubnis zur Ver-
wendung eingeholt und dem Aufgabenvorschlag beigefügt.
Die verwendete Schriftgröße ist Arial 11 pt.
Bei Fließtexten wird Blocksatz verwendet.

 
Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung
| 15
4
Die mündliche Prüfung
4.1
Hinweise zur Aufgabenerstellung und Bewertung
4.1.1 Vorbereitungszeit, Prüfungszeit und Hilfsmittel
Kompetenz-
bereich
Inhalt
Vorbereitungszeit
Prüfungszeit
Niveau B1
gemäß
GER
1
Niveau B2
gemäß
GER
1
Interaktion
1. Aufgabe:
Gespräch zwischen prüfen-
der Lehrkraft und Prüfungs-
teilnehmerinnen bzw.
-teilnehmern
bis zu 20 Minuten
5 Minuten
5 Minuten
2. Aufgabe:
Gespräch zwischen Prü-
fungsteilnehmerinnen bzw.
-teilnehmern
15 Minuten
20 Minuten
Es sind maximal 30 Punkte zu erreichen.
Das Aufgabenblatt
2
enthält folgende Angaben:
- Berufsbereich/Beruf
- Sprache/GER-Niveau
- Prüfungszeit
- Vorbereitungszeit
- zugelassene Hilfsmittel
- ggf. Hinweise, z. B. zu bereitgestellten Materialien oder räumlichen Bedingungen
- Nummer/Thema der Prüfungsaufgabe
- 1. Aufgabe
Hinweis zum zeitlichen Anteil
Thema/Themen
- 2. Aufgabe
Situationsbeschreibung
Aufgabenstellung
4.1.2 Prüfungsanforderungen
Der Kompetenzbereich Interaktion bildet den Schwerpunkt der mündlichen Prüfung. Die Inhalte
müssen auf den Berufsbereich bezogen, realitätsnah und möglichst authentisch sein. Inhaltliche
und sprachliche Besonderheiten sowie Fachterminologie des Berufes sollen einbezogen wer-
den. Das Prüfungsgespräch erfolgt in allen Teilen in der Fremdsprache.
In Abhängigkeit von der Aufgabenstellung wird eine Vorbereitungszeit gewährt und der zeitliche
Umfang verbindlich vorgegeben. Während der Vorbereitungszeit ist sicherzustellen, dass die
gemeinsam zu prüfenden Schülerinnen und Schüler keine Absprachen treffen.
1
Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen für Sprachen: lernen, lehren, beurteilen (GER)
2
Mustervorlage (siehe Kapitel 4.2.1 dieser Handreichung)

 
16 |
Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung
1. Aufgabe:
Gespräch zwischen prüfender Lehrkraft und den Prüfungsteilnehmerin-
nen bzw. -teilnehmern (insgesamt ca. 5 Minuten)
Dieses Gespräch dient zur Einstimmung in die fremdsprachige Interaktion. Die Prüfungsteil-
nehmerinnen und -teilnehmer werden in dieser Phase abwechselnd befragt, zum Beispiel zu
Themen wie
- berufliche Ausbildung, Ausbildungsbetrieb, Schule, Praktika,
- berufliche oder/und persönliche Zukunftspläne, Interessen,
- aktuelle Anlässe,
- Möglichkeiten und persönliche Perspektiven des Lebens und Arbeitens im Ausland,
- technologische und andere Innovationen, die den Berufsbereich betreffen,
- interkulturelle Fragestellungen oder
- gängige Small Talk-Themen.
Die Prüfungsteilnehmerinnen und -teilnehmer sollen Fragen auf Grund ihres persönlichen Er-
fahrungshintergrunds beantworten. Es kommt auf spontanes, sachgerechtes Reagieren an. Die
Fragen sind so zu formulieren, dass die Beantwortung zusammenhängende Äußerungen ver-
langt. Vorbereitete Vorträge sind nicht Gegenstand der Prüfung.
2. Aufgabe:
Gespräch zwischen den Prüfungsteilnehmerinnen bzw. -teilnehmern
Gegenstand der Interaktion sind Interviews, Gast-, Kunden- oder Mitarbeitergespräche, Diskus-
sionen, Meinungsaustausche oder sonstige Gesprächssituationen. Dabei kommt es besonders
darauf an, dass die Prüfungsteilnehmerinnen und -teilnehmer der beschriebenen Situation ent-
sprechend agieren, das Gespräch in Gang halten und das vorgegebene Kommunikationsziel
erreichen. Es wird empfohlen, ein situationsangemessenes Arrangement im Raum zu schaffen,
z. B. durch gezielte Anordnung der Sitzplätze und Bereitstellung typischer Utensilien.
Die Aufgabenstellung, i. d. R. in deutscher Sprache, beschreibt die Situation der Gesprächs-
partner und benennt das Ziel des Gesprächs. Die vorgegebene Situation liegt im beruflichen
Erfahrungshorizont der Prüfungsteilnehmerinnen und -teilnehmer und lässt Raum für eigene
Ideen.
Die Aufgabe ist so zu stellen, dass die Gesprächsteilnehmerinnen und -teilnehmer fachlich auf
Augenhöhe interagieren können, ihre Redeanteile gleichmäßig verteilt sind und Fachwortschatz
verwendet werden muss. Die Vorgaben sollen so knapp wie möglich sein, um Gesprächsanläs-
se angemessen weit zu fassen. Die prüfenden Lehrkräfte greifen nur bei Bedarf ein.
4.1.3 Bewertung
Die Kompetenzbeschreibung
1
des KMK-Fremdsprachenzertifikats gibt den Bewertungsrahmen
vor. Auf Grundlage der „Deskriptoren für die Bewertung interaktiver Leistungen für die Niveaus
B1 und B2“
2
wird in Abhängigkeit des geprüften Referenzniveaus die Leistung bewertet. Die
Deskriptoren beschreiben den Grad der Aufgabenerfüllung, einschließlich der Qualität der in-
haltlichen und interaktiven Leistung, sowie die Qualität der sprachlichen Leistung.
Als Hilfsmittel zur Bewertung der Aufgabenerfüllung dient ein Lösungsvorschlag in Form einer
Musterlösung oder einer Checkliste.
1
Anlage 5 der VwV „Kompetenzbeschreibungen des KMK-Fremdsprachenzertifikats für die Niveaus A2 bis C1“
(siehe Kapitel 5.10 dieser Handreichung)
2
Anlage 4.5 der VwV (siehe Kapitel 5.9 dieser Handreichung)

 
Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung
| 17
4.2
Mustervorlagen
4.2.1 Aufgabenblatt
KMK-Fremdsprachenzertifikatsprüfung 20...
Prüfungsteil Interaktion mit zwei Teilnehmerinnen bzw. Teilnehmern
Prüfungsteilnehmerin bzw. Prüfungsteilnehmer ...
Berufsbereich/Beruf:
Sprache/GER-Niveau:
Prüfungszeit:
Vorbereitungszeit:
Hilfsmittel in der
Vorbereitungszeit:
ein allgemeines zweisprachiges, nichtelektronisches Wörterbuch
Deutsch – Fremdsprache/Fremdsprache – Deutsch
1
(ggf. Hinweise, z. B. zu bereitgestellten Materialien oder räumlichen
Bedingungen)
Nummer/Thema der
Prüfungsaufgabe:
1. Aufgabe:
Gespräch zwischen prüfender Lehrkraft und den Prüfungsteilnehmerin-
nen bzw. -teilnehmern (insgesamt ca. 5 Minuten)
Dieses Gespräch dient zur Einstimmung in die fremdsprachige Interaktion.
Die prüfende Lehrkraft wird Sie und Ihre Prüfungspartnerin/Ihren Prüfungspartner bitten, sich
zum Thema/zu den Themen …
zu äußern.
2. Aufgabe:
Gespräch zwischen den Prüfungsteilnehmerinnen bzw. -teilnehmern
Situationsbeschreibung
Aufgabenstellung
1
Prüfungsteilnehmerinnen und -teilnehmer, deren Herkunftssprache nicht oder nicht ausschließlich Deutsch ist,
können zusätzlich ein zweisprachiges, nichtelektronisches Wörterbuch Deutsch – Herkunftssprache/Herkunfts-
sprache – Deutsch verwenden.

 
18 |
Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung
4.2.2 Protokoll
Seite 1/2
Bitte Kopfbogen der Schule verwenden.
Prüfung zum Erwerb des
KMK-Fremdsprachenzertifikats
in der beruflichen Bildung
Protokoll
zum Prüfungsteil Interaktion
im Schuljahr …
Englisch für …
Niveau …
Datum der Prüfung:
___________________
Vorbereitungszeit:
_____________________
Beginn der Prüfung:
___________________
Ende der Prüfung:
_____________________
Zugelassene Hilfsmittel:
ein allgemeines zweisprachiges, nichtelektronisches Wörterbuch
Englisch – Deutsch/Deutsch – Englisch
1
Nummer/Thema der Prüfungsaufgabe:
____________________________________________
______________________________________________________________________________
Prüfunsteilnehmerin bzw.
Prüfungsteilnehmer:
A
B
Name, Vorname:
__________________________ __________________________
Geburtsdatum, -ort:
__________________________ __________________________
Klasse:
__________________________ __________________________
Bewertung der Prüfung:
Aufgabenerfüllung, inhaltli-
che und interaktive Leis-
tung (max. 15 Punkte):
________
Punkte
________
Punkte
Sprachliche Leistung (max.
15 Punkte):
________
Punkte
________
Punkte
Ergebnis:
Punkte
Punkte
1
Prüfungsteilnehmerinnen und -teilnehmer, deren Herkunftssprache nicht oder nicht ausschließlich Deutsch ist,
können zusätzlich ein zweisprachiges, nichtelektronisches Wörterbuch Deutsch – Herkunftssprache/Herkunfts-
sprache – Deutsch verwenden.
72

Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung
| 19
Verlauf der Prüfung:
Seite 2/2
_____________________________________________________________________________
_____________________________________________________________________________
_____________________________________________________________________________
_____________________________________________________________________________
_____________________________________________________________________________
_____________________________________________________________________________
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_____________________________________________________________________________
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_____________________________________________________________________________
_____________________________________________________________________________
_____________________________________________________________________________
_____________________________________________________________________________
_____________________________________________________________________________
_____________________________________________________________________________
_____________________________________________________________________________
_____________________________________________________________________________
_____________________________________________________________________________
Prüfungskommission: Name, Vorname
Unterschrift
Vorsitz
___________________________
___________________________
Mitglieder
___________________________
___________________________
___________________________
___________________________
Protokoll
___________________________
___________________________

 
20 |
Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung
4.3
Beispielaufgaben
4.3.1 Englisch in kaufmännisch-verwaltenden Berufen, Niveau B1
KMK-Fremdsprachenzertifikatsprüfung 20…
Prüfungsteil Interaktion mit zwei Teilnehmerinnen bzw. Teilnehmern
Prüfungsteilnehmerin bzw. Prüfungsteilnehmer A
Berufsbereich/Beruf:
Wirtschaft und Verwaltung/Kaufmännisch-verwaltende Berufe
Sprache/GER-Niveau:
Englisch/B1
Prüfungszeit:
20 Minuten
Vorbereitungszeit:
20 Minuten
Hilfsmittel in der
Vorbereitungszeit:
ein allgemeines zweisprachiges, nichtelektronisches Wörterbuch
Deutsch – Englisch/Englisch – Deutsch
1
Nummer/Thema der
Prüfungsaufgabe:
Planung einer Auftaktveranstaltung
1. Aufgabe:
Gespräch zwischen prüfender Lehrkraft und den Prüfungsteilnehmerin-
nen bzw. -teilnehmern (insgesamt ca. 5 Minuten)
Dieses Gespräch dient zur Einstimmung in die fremdsprachige Interaktion.
Die prüfende Lehrkraft wird Sie und Ihre Prüfungspartnerin/Ihren Prüfungspartner bitten, sich
über Ihren Ausbildungsbetrieb und Ihre beruflichen Zukunftspläne zu äußern.
2. Aufgabe:
Gespräch zwischen den Prüfungsteilnehmerinnen bzw. -teilnehmern
Sie machen ein Praktikum in der englischen Niederlassung Ihres Unternehmens. Dieses hat im
Rahmen der Aktion „Save our Planet“ von der örtlichen Gemeinde den Auftrag erhalten, Ideen
für die Auftaktveranstaltung von „
Save Water
“ zu sammeln. Die Gemeindeverwaltung bittet um
einen ersten Vorschlag.
Erarbeiten Sie mit Ihrer Kollegin/Ihrem Kollegen
einen gemeinsamen
Vorschlag für Ihren Kun-
den, indem Sie folgende Aspekte für die Planung der Auftaktveranstaltung berücksichtigen:
- Rahmenprogramm
- Ablauf und Zeitumfang
- Veranstaltungsort
- Catering
- Merchandising
Besprechen Sie danach das weitere Vorgehen:
- Kontaktaufnahme zur Gemeinde
- Terminvereinbarung für Präsentation
Reagieren Sie angemessen auf eventuelle Vorschläge Ihrer Gesprächspartnerin/Ihres Ge-
sprächspartners.
1
Prüfungsteilnehmerinnen und -teilnehmer, deren Herkunftssprache nicht oder nicht ausschließlich Deutsch ist,
können zusätzlich ein zweisprachiges, nichtelektronisches Wörterbuch Deutsch – Herkunftssprache/Herkunfts-
sprache – Deutsch verwenden.

Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung
| 21
KMK-Fremdsprachenzertifikatsprüfung 20…
Prüfungsteil Interaktion mit zwei Teilnehmerinnen bzw. Teilnehmern
Prüfungsteilnehmerin bzw. Prüfungsteilnehmer B
Berufsbereich/Beruf:
Wirtschaft und Verwaltung/Kaufmännisch-verwaltende Berufe
Sprache/GER-Niveau:
Englisch/B1
Prüfungszeit:
20 Minuten
Vorbereitungszeit:
20 Minuten
Hilfsmittel in der
Vorbereitungszeit:
ein allgemeines zweisprachiges, nichtelektronisches Wörterbuch
Deutsch – Englisch/Englisch – Deutsch
1
Nummer/Thema der
Prüfungsaufgabe:
Planung einer Auftaktveranstaltung
1. Aufgabe:
Gespräch zwischen prüfender Lehrkraft und den Prüfungsteilnehmerin-
nen bzw. -teilnehmern (insgesamt ca. 5 Minuten)
Dieses Gespräch dient zur Einstimmung in die fremdsprachige Interaktion.
Die prüfende Lehrkraft wird Sie und Ihre Prüfungspartnerin/Ihren Prüfungspartner bitten, sich
über Ihren Ausbildungsbetrieb und Ihre beruflichen Zukunftspläne zu äußern.
2. Aufgabe:
Gespräch zwischen den Prüfungsteilnehmerinnen bzw. -teilnehmern
Sie machen ein Praktikum in der englischen Niederlassung Ihres Unternehmens. Dieses hat im
Rahmen der Aktion „Save our Planet“ von der örtlichen Gemeinde den Auftrag erhalten, Ideen
für die Auftaktveranstaltung von „
Save Water
“ zu sammeln. Die Gemeindeverwaltung bittet um
einen ersten Vorschlag.
1. Erarbeiten Sie mit Ihrer Kollegin/Ihrem Kollegen
einen gemeinsamen
Vorschlag für Ihren
Kunden, indem Sie folgende Aspekte für die Planung der Auftaktveranstaltung berücksichti-
gen:
- Rahmenprogramm
- Ablauf und Zeitumfang
- Veranstaltungsort
- Catering
- Merchandising
2. Besprechen Sie danach das weitere Vorgehen:
- Termin für ein nächstes Treffen
- Ausarbeitung der Präsentation
Reagieren Sie angemessen auf eventuelle Vorschläge Ihrer Gesprächspartnerin/Ihres Ge-
sprächspartners.
1
Prüfungsteilnehmerinnen und -teilnehmer, deren Herkunftssprache nicht oder nicht ausschließlich Deutsch ist,
können zusätzlich ein zweisprachiges, nichtelektronisches Wörterbuch Deutsch – Herkunftssprache/Herkunfts-
sprache – Deutsch verwenden.

 
22 |
Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung
4.3.2 Englisch in erzieherischen Berufen, Niveau B2
KMK-Fremdsprachenzertifikatsprüfung 20...
Prüfungsteil Interaktion mit zwei Teilnehmerinnen bzw. Teilnehmern
Prüfungsteilnehmerin bzw. Prüfungsteilnehmer A
Berufsbereich/Beruf:
Erziehung, Gesundheit und Pflege/Erzieherische Berufe
Sprache/GER-Niveau:
Englisch/B2
Prüfungszeit:
25 Minuten
Vorbereitungszeit:
20 Minuten
Hilfsmittel in der
Vorbereitungszeit:
ein allgemeines zweisprachiges, nichtelektronisches Wörterbuch
Deutsch – Englisch/Englisch – Deutsch
1
Nummer/Thema der
Prüfungsaufgabe:
Auffällige Kinder
1. Aufgabe:
Gespräch zwischen prüfender Lehrkraft und den Prüfungsteilnehmerin-
nen bzw. -teilnehmern (insgesamt ca. 5 Minuten)
Dieses Gespräch dient zur Einstimmung in die fremdsprachige Interaktion.
Die prüfende Lehrkraft wird Sie und Ihre Prüfungspartnerin/Ihren Prüfungspartner bitten, sich
über aktuelle Trends bei Freizeitaktivitäten von Grundschulkindern zu äußern.
2. Aufgabe:
Gespräch zwischen den Prüfungsteilnehmerinnen bzw. -teilnehmern
Seit ca. zwei Wochen haben Sie Verhaltensveränderungen beim vierjährigen Tim aus Ihrer
Gruppe beobachtet. Besonders beim Freispiel agiert er zunehmend aggressiv in scheinbar all-
täglichen Situationen.
In Vorbereitung auf die wöchentliche Teamberatung tauschen Sie sich mit Ihrer Kollegin/Ihrem
Kollegen aus, die/der Lea, Tims ältere Schwester, betreut.
Diskutieren Sie mit Ihrer Kollegin/Ihrem Kollegen mögliche Ursachen und eventuell erforderliche
Maßnahmen.
1
Prüfungsteilnehmerinnen und -teilnehmer, deren Herkunftssprache nicht oder nicht ausschließlich Deutsch ist,
können zusätzlich ein zweisprachiges, nichtelektronisches Wörterbuch Deutsch – Herkunftssprache/Herkunfts-
sprache – Deutsch verwenden.

Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung
| 23
KMK-Fremdsprachenzertifikatsprüfung 20...
Prüfungsteil Interaktion mit zwei Teilnehmerinnen bzw. Teilnehmern
Prüfungsteilnehmerin bzw. Prüfungsteilnehmer B
Berufsbereich/Beruf:
Erziehung, Gesundheit und Pflege/Erzieherische Berufe
Sprache/GER-Niveau:
Englisch/B2
Prüfungszeit:
25 Minuten
Vorbereitungszeit:
20 Minuten
Hilfsmittel in der
Vorbereitungszeit:
ein allgemeines zweisprachiges, nichtelektronisches Wörterbuch
Deutsch – Englisch/Englisch – Deutsch
1
Nummer/Thema der
Prüfungsaufgabe:
Auffällige Kinder
1. Aufgabe:
Gespräch zwischen prüfender Lehrkraft und den Prüfungsteilnehmerin-
nen bzw. -teilnehmern (insgesamt ca. 5 Minuten)
Dieses Gespräch dient zur Einstimmung in die fremdsprachige Interaktion.
Die prüfende Lehrkraft wird Sie und Ihre Prüfungspartnerin/Ihren Prüfungspartner bitten, sich
über aktuelle Trends bei Freizeitaktivitäten von Grundschulkindern zu äußern.
2. Aufgabe:
Gespräch zwischen den Prüfungsteilnehmerinnen bzw. -teilnehmern
Seit Kurzem beobachten Sie bei Lea (sechs Jahre alt) aus Ihrer Gruppe ein stark verändertes
Sozialverhalten. Das früher sehr lebhafte Kind zieht sich zunehmend zurück und beteiligt sich
kaum noch am Gruppengeschehen.
In Vorbereitung auf die wöchentliche Teamberatung tauschen Sie sich mit Ihrer Kollegin/Ihrem
Kollegen aus, die/der Tim, Leas jüngeren Bruder, betreut.
Diskutieren Sie mit Ihrer Kollegin/Ihrem Kollegen mögliche Ursachen und eventuell erforderliche
Maßnahmen.
1
Prüfungsteilnehmerinnen und -teilnehmer, deren Herkunftssprache nicht oder nicht ausschließlich Deutsch ist,
können zusätzlich ein zweisprachiges, nichtelektronisches Wörterbuch Deutsch – Herkunftssprache/Herkunfts-
sprache – Deutsch verwenden.

 
24 |
Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung
4.3.3 Englisch in gastgewerblichen Berufen, Niveau B1
KMK-Fremdsprachenzertifikatsprüfung 20…
Prüfungsteil Interaktion mit zwei Teilnehmerinnen bzw. Teilnehmern
Prüfungsteilnehmerin bzw. Prüfungsteilnehmer A/B
Berufsbereich/Beruf:
Agrarwirtschaft, Gastgewerbe und Ernährung/
Gastgewerbliche Berufe
Sprache/GER-Niveau:
Englisch/B1
Prüfungszeit:
20 Minuten
Vorbereitungszeit:
20 Minuten
Hilfsmittel in der
Vorbereitungszeit:
ein allgemeines zweisprachiges, nichtelektronisches Wörterbuch
Deutsch – Englisch/Englisch – Deutsch
1
Nummer/Thema der
Prüfungsaufgabe:
Zusammenstellung eines Wochenendarrangements
1. Aufgabe:
Gespräch zwischen prüfender Lehrkraft und den Prüfungsteilnehmerin-
nen bzw. -teilnehmern (insgesamt ca. 5 Minuten)
Dieses Gespräch dient zur Einstimmung in die fremdsprachige Interaktion.
Die prüfende Lehrkraft wird Sie und Ihre Prüfungspartnerin/Ihren Prüfungspartner bitten, sich
über Ihre Zukunftspläne und aktuelle Trends in der Hotellerie zu äußern.
2. Aufgabe:
Gespräch zwischen den Prüfungsteilnehmerinnen bzw. -teilnehmern
Während Ihres Praktikums im Hotel … in England erhalten Sie die Aufgabe, zusammen mit ei-
ner Kollegin/einem Kollegen ein Wochenendarrangement (Freitag ab 15:00 Uhr bis Sonntag
12:00 Uhr) zusammenzustellen. Es werden 30 Angestellte eines Versicherungsunternehmens
erwartet.
Vorschläge für ein Motto:
- Raus aus dem Alltag – Rein in die Entspannung
- Aktiv durch Bewegung
- Kreatives selbst gemacht
- Gesunde Küche
- Kochen und Genießen
Einigen Sie sich auf ein Motto.
Entwickeln Sie gemeinsam Vorschläge für das Arrangement. Gehen Sie dabei auf folgende
Aspekte ein:
- Ablauf
- Mahlzeiten
- Zimmerkategorien
- Aktivitäten
- Preise
1
Prüfungsteilnehmerinnen und -teilnehmer, deren Herkunftssprache nicht oder nicht ausschließlich Deutsch ist,
können zusätzlich ein zweisprachiges, nichtelektronisches Wörterbuch Deutsch – Herkunftssprache/Herkunfts-
sprache – Deutsch verwenden.

 
Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung
| 25
4.3.4 Englisch in gastgewerblichen Berufen, Niveau B2
KMK-Fremdsprachenzertifikatsprüfung 20...
Prüfungsteil Interaktion mit zwei Teilnehmerinnen bzw. Teilnehmern
Prüfungsteilnehmerin bzw. Prüfungsteilnehmer A/B
Berufsbereich/Beruf:
Agrarwirtschaft, Gastgewerbe und Ernährung/
Gastgewerbliche Berufe
Sprache/GER-Niveau:
Englisch/B2
Prüfungszeit:
25 Minuten
Vorbereitungszeit:
20 Minuten
Hilfsmittel in der
Vorbereitungszeit:
ein allgemeines zweisprachiges, nichtelektronisches Wörterbuch
Deutsch – Englisch/Englisch – Deutsch
1
Nummer/Thema der
Prüfungsaufgabe:
Zusammenstellung eines Wochenendarrangements
1. Aufgabe:
Gespräch zwischen prüfender Lehrkraft und den Prüfungsteilnehmerin-
nen bzw. -teilnehmern (insgesamt ca. 5 Minuten)
Dieses Gespräch dient zur Einstimmung in die fremdsprachige Interaktion.
Die prüfende Lehrkraft wird Sie und Ihre Prüfungspartnerin/Ihren Prüfungspartner bitten, sich
über Ihren Ausbildungsbetrieb und aktuelle Trends in der Hotellerie zu äußern.
2. Aufgabe:
Gespräch zwischen den Prüfungsteilnehmerinnen bzw. -teilnehmern
Während Ihres Praktikums im Hotel … in England erhalten Sie die Aufgabe, zusammen mit ei-
ner Kollegin/einem Kollegen ein Wochenendarrangement (Freitag ab 15:00 Uhr bis Sonntag
12:00 Uhr) zusammenzustellen, um die Attraktivität des Hotels zu erhöhen.
Entwickeln Sie gemeinsam mit Ihrer Kollegin/Ihrem Kollegen Vorschläge für das Arrangement.
Gehen Sie dabei auf folgende Aspekte ein:
- Zielgruppe
- Motto
- Ablauf
- Mahlzeiten
- Zimmerkategorien
- Aktivitäten
- Preise
- Werbeaktivitäten
1
Prüfungsteilnehmerinnen und -teilnehmer, deren Herkunftssprache nicht oder nicht ausschließlich Deutsch ist,
können zusätzlich ein zweisprachiges, nichtelektronisches Wörterbuch Deutsch – Herkunftssprache/Herkunfts-
sprache – Deutsch verwenden.

 
26 |
Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung
4.3.5 Englisch in Elektroberufen, Niveau B1
KMK-Fremdsprachenzertifikatsprüfung 20...
Prüfungsteil Interaktion mit zwei Teilnehmerinnen bzw. Teilnehmern
Prüfungsteilnehmerin bzw. Prüfungsteilnehmer A
Berufsbereich/Beruf:
Technik und Gestaltung/Elektroberufe
GER-Niveau:
Englisch/B1
Prüfungszeit:
20 Minuten
Vorbereitungszeit:
20 Minuten
Hilfsmittel in der
Vorbereitungszeit:
ein allgemeines zweisprachiges, nichtelektronisches Wörterbuch
Deutsch – Englisch/Englisch – Deutsch
1
Hinweis:
Die Skizze eines Wohnungsgrundrisses muss zur Verfügung gestellt
werden (siehe Anlage).
Nummer/Thema der
Prüfungsaufgabe:
Installation und Verlegung von elektrischen Anschlüssen
1. Aufgabe:
Gespräch zwischen prüfender Lehrkraft und den Prüfungsteilnehmerin-
nen bzw. -teilnehmern (insgesamt ca. 5 Minuten)
Dieses Gespräch dient zur Einstimmung in die fremdsprachige Interaktion.
Die prüfende Lehrkraft wird Sie und Ihre Prüfungspartnerin/Ihren Prüfungspartner bitten, sich
über technologische Innovationen in Ihrem Berufsbereich und Ihre Zukunftspläne zu äußern.
2. Aufgabe:
Gespräch zwischen den Prüfungsteilnehmerinnen bzw. -teilnehmern
Sie arbeiten für einen britischen Elektroinstallationsbetrieb. Eine Auszubildende/ein Auszubil-
dender aus einem deutschen Partnerunternehmen absolviert gerade ein 2-monatiges Praktikum
in Ihrem Betrieb in London.
Sie haben die Aufgabe erhalten, gemeinsam mit der Praktikantin/dem Praktikanten einen Vor-
schlag für die Verlegung von elektrischen Anschlüssen für eine Wohnung zu entwickeln. Disku-
tieren Sie mit ihr/ihm anhand des Grundrisses Ihre Ideen.
Die folgenden Aspekte können einbezogen werden:
- Räume mit Fernsehanschlüssen
- Orte für PC-Arbeitsplätze; Kabel oder WLAN
- Position des Starkstromanschlusses
- Steuerung der Musikanlage
- Anzahl und Lage der Steckdosen und Schalter; eventuell Dimmer oder Fernbedienungen
1
Prüfungsteilnehmerinnen und -teilnehmer, deren Herkunftssprache nicht oder nicht ausschließlich Deutsch ist,
können zusätzlich ein zweisprachiges, nichtelektronisches Wörterbuch Deutsch – Herkunftssprache/Herkunfts-
sprache – Deutsch verwenden.

Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung
| 27
KMK-Fremdsprachenzertifikatsprüfung 20…
Prüfungsteil Interaktion mit zwei Teilnehmerinnen bzw. Teilnehmern
Prüfungsteilnehmerin bzw. Prüfungsteilnehmer B
Berufsbereich/Beruf:
Technik und Gestaltung/Elektroberufe
Sprache/GER-Niveau:
Englisch/B1
Prüfungszeit:
20 Minuten
Vorbereitungszeit:
20 Minuten
Hilfsmittel in der
Vorbereitungszeit:
ein allgemeines zweisprachiges, nichtelektronisches Wörterbuch
Deutsch – Englisch/Englisch – Deutsch
1
Hinweis:
Die Skizze eines Wohnungsgrundrisses muss zur Verfügung gestellt
werden (siehe Anlage).
Nummer/Thema der
Prüfungsaufgabe:
Installation und Verlegung von elektrischen Anschlüssen
1. Aufgabe:
Gespräch zwischen prüfender Lehrkraft und den Prüfungsteilnehmerin-
nen bzw. -teilnehmern (insgesamt ca. 5 Minuten)
Dieses Gespräch dient zur Einstimmung in die fremdsprachige Interaktion.
Die prüfende Lehrkraft wird Sie und Ihre Prüfungspartnerin/Ihren Prüfungspartner bitten, sich
über technologische Innovationen in Ihrem Berufsbereich und Ihre Zukunftspläne zu äußern.
2. Aufgabe:
Gespräch zwischen den Prüfungsteilnehmerinnen bzw. -teilnehmern
Sie sind Auszubildende/Auszubildender bei einem Elektroinstallationsbetrieb. Momentan absol-
vieren Sie ein 2-monatiges Praktikum in Ihrem britischen Partnerunternehmen in London.
Gemeinsam mit einer/einem britischen Auszubildenden sollen Sie einen Vorschlag für die Ver-
legung von elektrischen Anschlüssen für eine Wohnung entwickeln. Diskutieren Sie anhand des
Grundrisses Ihre Ideen mit ihr/ihm.
Die folgenden Aspekte können einbezogen werden:
- Räume mit Fernsehanschlüssen
- Orte für PC-Arbeitsplätze; Kabel oder WLAN
- Position des Starkstromanschlusses
- Steuerung der Musikanlage
- Anzahl und Lage der Steckdosen und Schalter; eventuell Dimmer oder Fernbedienungen
1
Prüfungsteilnehmerinnen und -teilnehmer, deren Herkunftssprache nicht oder nicht ausschließlich Deutsch ist,
können zusätzlich ein zweisprachiges, nichtelektronisches Wörterbuch Deutsch – Herkunftssprache/Herkunfts-
sprache – Deutsch verwenden.

image
28 |
Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung
Anlage zur Beispielaufgabe 4.3.5: Englisch in Elektroberufen, Niveau B1
Flat floor plan
Ravi Karandeekar,
https://flic.kr/p/b8F5Fg
[Zugriff am 02.10.2020],
https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/

 
Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung
| 29
5
Anlagen der VwV Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen
5.1
Anlage 1 der VwV Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen
Anmeldeformular für Schüler
Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung
im Freistaat Sachsen
Name der Schülerin/des Schülers:
Geburtsdatum:
Geburtsort:
Bildungsgang/Klasse:
Ausbildungs-/Praktikumsbetrieb:
Hiermit melde ich mich verbindlich zur Prüfung für das KMK-Fremdsprachenzertifikat
im Schuljahr
____________
in
(Fremdsprache)
für
(Berufsbereich/Beruf/Niveau)
an.
Ich wurde über die Prüfungsanforderungen, die Prüfungsstruktur und die Prüfungs-
durchführung einschließlich der Folgen von Täuschungshandlungen und Ordnungsver-
stößen informiert.
Unterschrift der/des beratenden
Fremdsprachenlehrerin/Fremdsprachenlehrers
Unterschrift der Schülerin/des Schülers beziehungsweise
der Eltern bei minderjährigen Schülern

 
30 |
Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung
5.2
Anlage 2 der VwV Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen
Freistellungsantrag
Prüfung zur Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen
in der beruflichen Bildung im Freistaat Sachsen
im Schuljahr
.
Ich bitte um Freistellung für die Prüfung zur Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der
beruflichen Bildung im Freistaat Sachsen (KMK-Fremdsprachenzertifikat).
Name der Schülerin/des Schülers:
Bildungsgang/Klasse:
Ausbildungs-/Praktikumsbetrieb:
Prüfung, die abgelegt wird (zum Beispiel Zertifikatsprüfung Englisch/Technik und Gestaltung/IT-
Berufe, Niveau B1):
(Bitte Fremdsprache/Berufsbereich/Beruf/Niveau der gewählten Prüfung angeben!)
Schriftliche Prüfung am:
Prüfungszeit:
Freistellung erforderlich
Freistellung nicht erforderlich
Mündliche Prüfung am:
Voraussichtliche Prüfungszeit:
Freistellung erforderlich
Freistellung nicht erforderlich
Datum
Unterschrift der/des Auszubildenden beziehungsweise
der Schülerin/des Schülers beziehungsweise
der Eltern bei minderjährigen Schülern
Bestätigung der Schulleiterin/des Schulleiters:
Datum
Unterschrift
Die Freistellung zu dem/den oben genannten Termin/Terminen wird für
gewährt.
Datum
Unterschrift der/des Ausbildungsverantwortlichen

 
Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung
| 31
5.3
Anlage 3 der VwV Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen
Musteranschreiben
Schulanschrift
Anschrift des Ausbildungspartners
Ort, Datum
Betreff
Sehr geehrte/r
,
Schülerinnen und Schüler in der beruflichen Bildung im Freistaat Sachsen haben die Möglich-
keit, durch das Ablegen einer freiwilligen schriftlichen und mündlichen Prüfung ein Zertifikat
über berufsbezogene Fremdsprachenkenntnisse zu erwerben. Diese Zertifizierung von Fremd-
sprachenkenntnissen beruht auf einer Rahmenvereinbarung der Kultusministerkonferenz der
Länder in der Bundesrepublik Deutschland.
Die schriftliche Prüfung findet einmal jährlich zu einem vom Staatsministerium für Kultus festge-
legten Termin statt. Den Termin der mündlichen Prüfung legt die berufsbildende Schule fest.
Wir bitten Sie, Auszubildende beziehungsweise Praktikanten Ihrer Einrichtung, die sich dieser
Zertifikatsprüfung unterziehen wollen, eine Freistellung für die Teilnahme an der schriftlichen
und mündlichen Prüfung zu gewähren.
Mit freundlichen Grüßen

 
32 |
Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung
5.4
Anlage 4 der VwV Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen
I. Schriftliche Prüfung Niveau B1 und B2 gemäß GER
1
Kompetenz-
bereich
Inhalt
Umfang
Punkte
Niveau B1
Niveau B2
Rezeption
1. Aufgabe Hörverstehen
2
400 bis 500 Wörter
500 bis 600 Wörter
20
2. Aufgabe Leseverstehen
300 bis 400 Wörter
400 bis 500 Wörter
20
Produktion
Textproduktion in der Fremdsprache
mindestens 120 Wörter
(Zieltext)
mindestens 150 Wörter
(Zieltext)
30
Mediation
Übertragung Fremdsprache – Deutsch
oder Deutsch – Fremdsprache
150 bis 200 Wörter
150 bis 250 Wörter
30
Insgesamt sind 100 Punkte zu erreichen.
1. Rezeption
a) Rezeptionsaufgabe Hörverstehen
Die Aufnahme (Audiodatei) eines fremdsprachigen Textes zur berufsbezogenen Kommunikati-
on wird zweimal abgespielt. Der dem Schwierigkeitsgrad des Niveaus entsprechende Text (Dia-
log oder Monolog) wird in der Regel von Muttersprachlern gesprochen.
Aus organisatorischen Gründen wird die erste Aufgabe des Kompetenzbereiches Rezeption
(Hörverstehen) zu Beginn der Prüfung bearbeitet. Die Prüfungsteilnehmer erhalten das Aufga-
benblatt vor dem Hören des Textes. Es enthält auch Angaben über die Dauer der Einlesezeit.
Einlese- und Abspielzeit sind Bestandteil der Prüfung, die Prüfungszeit verlängert sich dadurch
nicht. Während des Abspielens können Notizen gemacht werden. Nach dem Ende des zweima-
ligen Abspielens bleibt die weitere Zeiteinteilung für die Bearbeitung der Aufgaben den Prü-
fungsteilnehmern überlassen.
Die Aufgabenstellung und -bearbeitung erfolgt in deutscher Sprache.
Beispiele möglicher Aufgabentypen:
- Wiedergabe von Zahlen und Werten,
- Ausfüllen beziehungsweise Vervollständigen von Formularen oder Tabellen,
- stichpunktartiges Beantworten kurzer, eindeutiger Fragen zum Text,
- Aufgaben mit Mehrfachauswahl oder
- Zuordnungsaufgaben.
b) Rezeptionsaufgabe Leseverstehen
Grundlage des Leseverstehens bilden Texte mit einem angemessenen Anteil an Fachlexik. Da
Fachwörterbücher und elektronische Nachschlagewerke nicht zugelassen sind, können im Ein-
zelfall spezielle Termini mittels Fußnoten erläutert werden.
Die Aufgabenstellung und -bearbeitung erfolgt in deutscher Sprache.
Beispiele möglicher Aufgabentypen:
- Ausfüllen beziehungsweise Vervollständigen von Formularen oder Tabellen,
- stichpunktartiges Beantworten kurzer, eindeutiger Fragen zum Text,
- Zusammenstellen von Aussagen unterschiedlicher Texte zu bestimmten Fragen,
- tabellarische oder schematische Darstellung gewonnener Informationen,
1
Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen für Sprachen: lernen, lehren, beurteilen (GER)
2
In begründeten Fällen ist eine Abweichung um maximal 2 Punkte (+/-) bei entsprechendem Ausgleich zwischen
den beiden Rezeptionsaufgaben zulässig.

Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung
| 33
- Aufgaben der Kategorie Richtig/Falsch mit Begründung,
- Aufgaben mit Mehrfachauswahl oder
- Zuordnungsaufgaben.
2. Produktion
Aufgabe: Verfassen eines berufstypischen Schriftstücks in der Fremdsprache
Grundlage der Produktionsaufgabe ist eine dem Schwierigkeitsgrad des Niveaus entsprechen-
de Aufgabenstellung in deutscher Sprache, die typisch für die angestrebte berufliche Tätigkeit
ist. Die Aufgabenstellung enthält in der Regel einige stichwortartige Vorgaben, die zur Lenkung
und als Impuls für eigenständige Anteile der inhaltlichen Leistung dienen.
Beispiele möglicher Aufgabentypen:
- Verfassen von Geschäftskorrespondenz,
- Schreiben einer E-Mail oder Gesprächsnotiz mit berufsrelevantem Bezug,
- Beschreiben von Leistungen und Produkten, Systemen, Arbeitsabläufen,
- Konzipieren einer Veranstaltung, einer Tagesordnung, eines Ablaufplans oder Ähnliches,
- Verfassen eines Berichts, einer Stellungnahme, eines betrieblichen Newsletterbeitrags oder
- Erläutern einer Statistik, Tabelle oder eines Diagramms.
3. Mediation
Aufgabe: Übertragung Fremdsprache – Deutsch oder Deutsch – Fremdsprache
Grundlage der Mediationsaufgabe ist neben dem Ausgangstext eine angemessene Situations-
beschreibung, die berufstypisch ist und sowohl den Adressaten als auch den Anlass und Zweck
des zu erstellenden Textes zweifelsfrei erkennen lässt.
Für das Niveau B2 erfolgt die Übertragung in der Regel von der deutschen Sprache in die
Fremdsprache.
Beispiele möglicher Textarten:
- branchentypische Zeitungs- oder Zeitschriftenartikel,
- Prospekt- und Informationsmaterial,
- Bedienungsanleitungen,
- Gebrauchsanweisungen oder
- Geschäftskorrespondenz.
4. Bewertung
Bei den Rezeptionsaufgaben Hör- und Leseverstehen erfolgt die Bewertung anhand von Ein-
zelpunkten.
Für die Teile Produktion und Mediation dient die Kompetenzbeschreibung des KMK-Fremdspra-
chenzertifikats (Anlage 4.1) als Bewertungsrahmen in Abhängigkeit vom jeweiligen Referenzni-
veau der Prüfung. Die Bewertung der produktiven Leistung erfolgt unter Einbezug der De-
skriptoren der Anlage 4.2. Mediative Leistungen werden unter Einbezug der Deskriptoren in den
Anlagen 4.3 und 4.4 bewertet. Die Deskriptoren beschreiben den Grad der Aufgabenerfüllung
und die Qualität der inhaltlichen und sprachlichen Leistung. Als Hilfsmittel zur Bewertung der
Aufgabenerfüllung dient eine Musterlösung oder eine Checkliste.

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Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung
II. Mündliche Prüfung Niveau B1 und B2 gemäß GER
1
Kompetenz-
bereich
Inhalt
Vorbereitungszeit
Prüfungszeit
Niveau B1
Niveau B2
Interaktion
1. Aufgabe:
Gespräch zwischen Prüfer und Prü-
fungsteilnehmern
bis zu 20 Minuten
5 Minuten
5 Minuten
2. Aufgabe:
Gespräch zwischen Prüfungsteilneh-
mern
15 Minuten
20 Minuten
Es sind maximal 30 Punkte zu erreichen.
1. Interaktion
Der Kompetenzbereich Interaktion bildet den Schwerpunkt der mündlichen Prüfung. Die Inhalte
müssen auf den Berufsbereich bezogen, realitätsnah und möglichst authentisch sein. Inhaltliche
und sprachliche Besonderheiten sowie die Fachterminologie des Berufes sollen einbezogen
werden. Das Prüfungsgespräch wird in der Fremdsprache geführt.
In Abhängigkeit von der Aufgabenstellung wird eine Vorbereitungszeit gewährt, deren zeitlicher
Umfang verbindlich vorgegeben wird. Während der Vorbereitungszeit ist sicherzustellen, dass
die gemeinsam zu prüfenden Schüler keine Absprachen treffen.
a) 1. Aufgabe: Gespräch zwischen Prüfer und Prüfungsteilnehmern
Die Prüfungsteilnehmer werden in dieser Phase abwechselnd befragt, zum Beispiel zu Themen
wie
- berufliche Ausbildung, Ausbildungsbetrieb, Schule, Praktika,
- berufliche oder/und persönliche Zukunftspläne, Interessen,
- aktuelle Themen,
- Möglichkeiten und persönliche Perspektiven des Lebens und Arbeitens im Ausland,
- technologische und andere Innovationen, die den Berufsbereich betreffen,
- interkulturelle Fragestellungen oder
- zu gängigen Small Talk-Themen.
Die Prüfungsteilnehmer sollen Fragen auf Grund ihres persönlichen Erfahrungshintergrunds
beantworten. Es kommt auf spontanes, sachgerechtes Reagieren an. Vorbereitete Vorträge
sind nicht Gegenstand der Prüfung.
b) 2. Aufgabe: Gespräch zwischen den Prüfungsteilnehmern
Gegenstand der Interaktion sind Interviews, Gast-, Kunden- oder Mitarbeitergespräche, Diskus-
sionen, Meinungsaustausche oder sonstige Gesprächssituationen. Dabei kommt es besonders
darauf an, dass die Prüfungsteilnehmer der beschriebenen Situation entsprechend agieren, das
Gespräch in Gang halten und das vorgegebene Kommunikationsziel erreichen. Es wird empfoh-
len, ein situationsangemessenes Arrangement im Raum zu schaffen, z. B. durch gezielte An-
ordnung der Sitzplätze oder das Bereitstellen typischer Utensilien.
Die Aufgabenstellung, die in der Regel in deutscher Sprache verfasst ist, beschreibt die Situati-
on der Gesprächspartner und benennt das Ziel des Gesprächs. Die vorgegebene Situation liegt
im beruflichen Erfahrungshorizont der Prüfungsteilnehmer und lässt Raum für eigene Ideen.
Die Aufgabe ist so zu stellen, dass die Gesprächsteilnehmer fachlich auf demselben Niveau
interagieren können, ihre Redeanteile gleichmäßig verteilt sind und der Fachwortschatz ver-
wendet werden muss. Die Vorgaben sollen so knapp wie möglich sein, um Gesprächsanlässe
angemessen weit zu fassen. Die prüfenden Lehrkräfte greifen nur bei Bedarf ein.

Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung
| 35
2. Bewertung
Die Kompetenzbeschreibung des KMK-Fremdsprachenzertifikats gibt den Bewertungsrahmen
vor (Anlage 4.1). Auf Grundlage der Deskriptoren für die Bewertung interaktiver Leistungen in
der Anlage 4.5 wird in Abhängigkeit des Referenzniveaus die Prüfung bewertet. Die Deskripto-
ren beschreiben den Grad der Aufgabenerfüllung, einschließlich der Qualität der inhaltlichen
und interaktiven Leistung, sowie die Qualität der sprachlichen Leistung. Als Hilfsmittel zur Be-
wertung der Aufgabenerfüllung dient ein Lösungsvorschlag in Form einer Musterlösung oder
einer Checkliste.

 
36 |
Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung
5.5
Anlage 4.1 der VwV Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen
Kompetenzbeschreibungen des KMK-Fremdsprachenzertifikats für Niveau B1 und B2
Die Niveaus des KMK-Fremdsprachenzertifikats orientieren sich an den Referenzniveaus des
Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen: lernen, lehren und beurteilen:
Elementare Sprachverwendung
Selbstständige Sprachverwendung
Kompetente Sprachverwendung
A
B
C
A1
A2
B1
B2
C1
C2
B1
B2
Rezeption
Hör- und
Hörsehverstehen
geläufigen Texten in berufstypischen Situationen
Einzelinformationen und Hauptaussagen entnehmen,
wenn deutlich und in Standardsprache gesprochen
wird
komplexe berufstypische Texte global, selektiv und
detailliert verstehen, wenn in natürlichem Tempo und
in Standardsprache gesprochen wird, auch wenn
diese leichte Akzentfärbungen aufweist
Leseverstehen
geläufigen berufstypischen Texten zu teilweise weni-
ger vertrauten Themen aus bekannten Themenbe-
reichen Einzelinformationen und Hauptaussagen
entnehmen
komplexe berufstypische Texte, auch zu wenig ver-
trauten und abstrakten Themen aus bekannten The-
menbereichen, global, selektiv und detailliert verste-
hen
Produktion
unter Verwendung elementarer und auch komplexer
sprachlicher Mittel geläufige berufstypische Texte zu
vertrauten Themen verfassen
unter Verwendung vielfältiger, auch komplexer
sprachlicher Mittel berufstypische Texte aus bekann-
ten Themenbereichen verfassen
Mediation
fremdsprachlich dargestellte berufliche Sachverhalte
aus bekannten Themenbereichen sinngemäß und
adressatengerecht auf Deutsch wiedergeben
den Inhalt komplexer fremdsprachlicher berufsrele-
vanter Texte aus bekannten Themenbereichen sinn-
gemäß und adressatengerecht auf Deutsch sowohl
wiedergeben als auch zusammenfassen
unter Verwendung elementarer und auch komplexer
sprachlicher Mittel in deutscher Sprache dargestellte
Sachverhalte aus bekannten Themenbereichen
sinngemäß und adressatengerecht in die Fremd-
sprache übertragen
unter Verwendung vielfältiger, auch komplexer
sprachlicher Mittel den Inhalt komplexer berufsrele-
vanter Texte aus bekannten Themenbereichen in
deutscher Sprache sinngemäß und adressatenge-
recht in die Fremdsprache sowohl übertragen als
auch zusammenfassen
Interaktion
unter Verwendung elementarer und auch komplexer
sprachlicher Mittel geläufige berufsrelevante Ge-
sprächssituationen, in denen es um vertraute The-
men geht, in der Fremdsprache weitgehend sicher
bewältigen, sofern die am Gespräch Beteiligten
kooperieren, dabei auch eigene Meinungen sowie
Pläne erklären und begründen
unter Verwendung vielfältiger, auch komplexer
sprachlicher Mittel berufsrelevante Gesprächssituati-
onen, in denen es um komplexe Themen aus be-
kannten Themenbereichen geht, in der Fremdspra-
che sicher bewältigen, dabei das Gespräch aufrecht-
erhalten, Sachverhalte ausführlich erläutern und
Standpunkte verteidigen

 
Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung
| 37
5.6
Anlage 4.2 der VwV Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen
Deskriptoren zur Bewertung produktiver Leistungen für Niveau B1 und B2 (30 Punkte)
Die Deskriptoren dienen als Bewertungsinstrument, wobei die Kompetenzbeschreibung für das
jeweils geprüfte Niveau zugrunde zu legen ist.
Punkte
Aufgabenerfüllung und inhaltliche Leistung
Punkte
Sprachliche Leistung
15 – 14
Die Aufgabe ist vollständig gelöst.
Der Text ist in besonderem Maß aussagekräftig
und kohärent.
Der Text erfüllt in hohem Maß seinen Zweck.
15 – 14
Der Sprachgebrauch entspricht dem Sprachbe-
herrschungsniveau und ist korrekt oder nahezu
korrekt.
Strukturengebrauch und Satzbau sind normge-
recht.
Der verwendete Wortschatz entspricht dem
Anlass.
13,5 – 12 Die Aufgabe ist nahezu vollständig gelöst.
Der Text ist aussagekräftig und kohärent.
Der Text erfüllt seinen Zweck.
13,5 – 12 Der Sprachgebrauch entspricht dem Sprachbe-
herrschungsniveau und ist weitgehend korrekt.
Die Verständlichkeit ist trotz weniger geringfügi-
ger Normverstöße voll gewährleistet.
Strukturengebrauch und Satzbau sind weitge-
hend normgerecht.
Der verwendete Wortschatz entspricht weitge-
hend dem Anlass.
11,5 – 10 Die Aufgabe ist im Wesentlichen gelöst.
Der Text ist im Wesentlichen aussagekräftig und
im Wesentlichen kohärent.
Der Text erfüllt im Wesentlichen seinen Zweck.
11,5 – 10 Der Sprachgebrauch entspricht dem Sprachbe-
herrschungsniveau und ist im Wesentlichen
korrekt.
Die Verständlichkeit ist trotz einiger nicht sinn-
entstellender Normverstöße gewährleistet.
Strukturengebrauch und Satzbau sind im We-
sentlichen normgerecht.
Der verwendete Wortschatz entspricht im We-
sentlichen dem Anlass.
9,5 – 7,5 Die Aufgabe ist ausreichend gelöst.
Der Text ist in Teilen aussagekräftig und in Tei-
len kohärent.
Der Text erfüllt seinen Zweck zum Teil.
9,5 – 7,5 Der Sprachgebrauch entspricht noch dem
Sprachbeherrschungsniveau.
Die Verständlichkeit ist teilweise beeinträchtigt.
Die Beeinträchtigung erfolgt durch vereinzelte
sinnentstellende Fehler, häufige nicht sinnent-
stellende Fehler oder durch die Kombination
beider Fehlerarten.
Strukturengebrauch und Satzbau weisen Norm-
verstöße auf.
Der verwendete Wortschatz wird dem Anlass
ausreichend gerecht.
7 – 4,5
Die Aufgabe ist nur ansatzweise gelöst.
Der Text ist kaum aussagekräftig.
Der Text erfüllt seinen Zweck kaum.
7 – 4,5
Der Sprachgebrauch entspricht nur ansatzweise
dem Sprachbeherrschungsniveau. Er ist so
fehlerhaft, dass die Verständlichkeit erheblich
beeinträchtigt ist.
Strukturengebrauch und Satzbau weisen gravie-
rende Verstöße auf.
Der verwendete Wortschatz wird dem Anlass
nicht ausreichend gerecht.
4 – 0
Die Aufgabe ist kaum oder nicht gelöst.
Der Text erfüllt seinen Zweck nicht.
4 – 0
Der Sprachgebrauch entspricht nicht dem
Sprachbeherrschungsniveau. Er ist so fehlerhaft,
dass die Verständlichkeit kaum oder nicht mehr
gegeben ist.

 
38 |
Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung
5.7
Anlage 4.3 der VwV Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen
Deskriptoren zur Bewertung mediativer Leistungen aus der Fremdsprache ins Deutsche
für Niveau B1 und B2 (30 Punkte)
Die Deskriptoren dienen als Bewertungsinstrument, wobei die Kompetenzbeschreibung für das
jeweils geprüfte Niveau zugrunde zu legen ist.
Punkte
Aufgabenerfüllung, inhaltliche und sprachliche Leistung
30 – 28
Die Aufgabe ist vollständig gelöst.
Der Text erfüllt in hohem Maß seinen Zweck und ist durchgängig situations- und adressatengerecht. Gege-
benenfalls vorhandene interkulturelle Aspekte werden berücksichtigt.
Die Zielsprache wird korrekt verwendet.
27,5 – 24
Die Aufgabe ist nahezu vollständig gelöst.
Der Text erfüllt seinen Zweck und ist weitgehend situations- und adressatengerecht. Gegebenenfalls vorhan-
dene interkulturelle Aspekte werden weitgehend berücksichtigt.
Die Zielsprache wird nahezu korrekt verwendet.
23,5 – 20
Die Aufgabe ist im Wesentlichen vollständig gelöst.
Der Text erfüllt im Wesentlichen seinen Zweck und ist im Wesentlichen situations- und adressatengerecht.
Gegebenenfalls vorhandene interkulturelle Aspekte werden im Wesentlichen berücksichtigt.
Die Zielsprache wird weitgehend korrekt verwendet.
19,5 – 15
Die Aufgabe ist teilweise unvollständig gelöst.
Der Text erfüllt zum Teil seinen Zweck. Der Situations- und Adressatenbezug sowie gegebenenfalls vorhan-
dene interkulturelle Aspekte werden teilweise berücksichtigt.
Normverstöße in der Verwendung der Zielsprache beeinträchtigen die Verständlichkeit teilweise.
14,5 – 9
Die Aufgabe ist größtenteils unvollständig gelöst.
Der Text erfüllt seinen Zweck kaum. Der Situations- und Adressatenbezug sowie gegebenenfalls vorhandene
interkulturelle Aspekte werden ansatzweise berücksichtigt.
Der Gebrauch der Zielsprache ist so fehlerhaft, dass die Verständlichkeit häufig beeinträchtigt wird.
8,5 – 0
Die Aufgabe ist kaum oder nicht gelöst.
Der Text erfüllt seinen Zweck kaum oder nicht. Der Situations- und Adressatenbezug wird kaum oder nicht
berücksichtigt.
Der Gebrauch der Zielsprache ist sehr fehlerhaft. Die Verständlichkeit ist erheblich beeinträchtigt.

 
Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung
| 39
5.8
Anlage 4.4 der VwV Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen
Deskriptoren zur Bewertung mediativer Leistungen aus dem Deutschen in die Fremd-
sprache für Niveau B1 und B2 (30 Punkte)
Die Deskriptoren dienen als Bewertungsinstrument, wobei die Kompetenzbeschreibung für das
jeweils geprüfte Niveau zugrunde zu legen ist.
Punkte
Aufgabenerfüllung und inhaltliche Leistung
Punkte
Sprachliche Leistung
15 – 14 Die Aufgabe ist vollständig gelöst.
Der Text erfüllt in hohem Maß seinen Zweck und
ist durchgängig situations- und adressatenge-
recht. Gegebenenfalls vorhandene interkulturelle
Aspekte werden berücksichtigt.
15 – 14 Der Sprachgebrauch entspricht dem Sprachbe-
herrschungsniveau und ist korrekt oder nahezu
korrekt.
Strukturengebrauch und Satzbau sind normge-
recht.
Der verwendete Wortschatz entspricht dem
Anlass.
13,5 – 12 Die Aufgabe ist nahezu vollständig gelöst.
Der Text erfüllt seinen Zweck und ist weitgehend
situations- und adressatengerecht. Gegebenen-
falls vorhandene interkulturelle Aspekte werden
weitgehend berücksichtigt.
13,5 – 12 Der Sprachgebrauch entspricht dem Sprachbe-
herrschungsniveau und ist weitgehend korrekt.
Die Verständlichkeit ist trotz weniger geringfügi-
ger Normverstöße voll gewährleistet.
Strukturengebrauch und Satzbau sind weitge-
hend normgerecht.
Der verwendete Wortschatz entspricht weitge-
hend dem Anlass.
11,5 – 10 Die Aufgabe ist im Wesentlichen vollständig
gelöst.
Der Text erfüllt im Wesentlichen seinen Zweck
und ist im Wesentlichen situations- und adressa-
tengerecht. Gegebenenfalls vorhandene interkul-
turelle Aspekte werden im Wesentlichen berück-
sichtigt.
11,5 – 10 Der Sprachgebrauch entspricht dem Sprachbe-
herrschungsniveau und ist im Wesentlichen
korrekt.
Die Verständlichkeit ist trotz einiger nicht sinn-
entstellender Normverstöße gewährleistet.
Strukturengebrauch und Satzbau sind im We-
sentlichen normgerecht.
Der verwendete Wortschatz entspricht im We-
sentlichen dem Anlass.
9,5 – 7,5 Die Aufgabe ist teilweise unvollständig gelöst.
Der Text erfüllt zum Teil seinen Zweck. Der
Situations- und Adressatenbezug sowie gegebe-
nenfalls vorhandene interkulturelle Aspekte wer-
den teilweise berücksichtigt.
9,5 – 7,5 Der Sprachgebrauch entspricht noch dem
Sprachbeherrschungsniveau.
Die Verständlichkeit ist teilweise beeinträchtigt.
Die Beeinträchtigung erfolgt durch vereinzelte
sinnentstellende Fehler, häufige nicht sinnent-
stellende Fehler oder durch die Kombination
beider Fehlerarten.
Strukturengebrauch und Satzbau weisen Norm-
verstöße auf.
Der verwendete Wortschatz wird dem Anlass
ausreichend gerecht.
7 – 4,5
Die Aufgabe ist größtenteils unvollständig gelöst.
Der Text erfüllt seinen Zweck kaum. Der Situa-
tions- und Adressatenbezug sowie gegebenen-
falls vorhandene interkulturelle Aspekte werden
ansatzweise berücksichtigt.
7 – 4,5
Der Sprachgebrauch entspricht nur ansatzweise
dem Sprachbeherrschungsniveau. Er ist so feh-
lerhaft, dass die Verständlichkeit erheblich beein-
trächtigt ist.
Strukturengebrauch und Satzbau weisen gravie-
rende Verstöße auf.
Der verwendete Wortschatz wird dem Anlass
nicht ausreichend gerecht.
4 – 0
Die Aufgabe ist kaum oder nicht gelöst.
Der Text erfüllt seinen Zweck kaum oder nicht.
Der Situations- und Adressatenbezug wird kaum
oder nicht berücksichtigt.
4 – 0
Der Sprachgebrauch entspricht nicht dem
Sprachbeherrschungsniveau. Er ist so fehlerhaft,
dass die Verständlichkeit kaum oder nicht mehr
gegeben ist.

 
40 |
Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung
5.9
Anlage 4.5 der VwV Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen
Deskriptoren zur Bewertung interaktiver Leistungen für Niveau B1 und B2 (30 Punkte)
Die Deskriptoren dienen als Bewertungsinstrument, wobei die Kompetenzbeschreibung für das
jeweils geprüfte Niveau zugrunde zu legen ist.
Punkte
Aufgabenerfüllung, inhaltliche und
interaktive Leistung
Punkte
Sprachliche Leistung
15 – 14
Die Aufgabe wird eigenständig und vollstän-
dig gelöst.
Dabei wird aktiv auf die am Gespräch Betei-
ligten eingegangen. Diese werden gezielt
einbezogen.
Die Äußerungen sind in besonderem Maß
aussagekräftig.
15 – 14
Der Sprachgebrauch entspricht dem Sprach-
beherrschungsniveau und ist korrekt oder nahezu
korrekt.
Aussprache, Intonation und Strukturengebrauch sind
normgerecht oder nahezu normgerecht.
Der verwendete Wortschatz entspricht dem Anlass.
Die Äußerungen sind flüssig und sehr gut verständ-
lich.
13,5 – 12 Die Aufgabe wird eigenständig und nahezu
vollständig gelöst.
Dabei wird aktiv auf die am Gespräch Betei-
ligten eingegangen. Diese werden gezielt
einbezogen.
Die Äußerungen sind aussagekräftig.
13,5 – 12 Der Sprachgebrauch entspricht dem Sprach-
beherrschungsniveau und ist weitgehend korrekt.
Die Verständlichkeit ist trotz weniger geringfügiger
Normverstöße voll gewährleistet.
Aussprache, Intonation und Strukturengebrauch sind
weitgehend normgerecht.
Der verwendete Wortschatz entspricht weitgehend
dem Anlass.
Die Äußerungen sind weitgehend flüssig und gut
verständlich.
11,5 – 10 Die Aufgabe wird nahezu eigenständig und
im Wesentlichen gelöst.
Dabei wird auf die am Gespräch Beteiligten
eingegangen. Diese werden einbezogen.
Die Äußerungen sind im Wesentlichen aus-
sagekräftig.
11,5 – 10 Der Sprachgebrauch entspricht dem Sprach-
beherrschungsniveau und ist im Wesentlichen kor-
rekt.
Die Verständlichkeit ist trotz einiger nicht sinn-
entstellender Normverstöße gewährleistet.
Aussprache, Intonation und Strukturengebrauch sind
im Wesentlichen normgerecht.
Der verwendete Wortschatz entspricht im Wesentli-
chen dem Anlass.
Die Äußerungen sind im Wesentlichen flüssig.
9,5 – 7,5 Die Aufgabe wird mit vereinzelter Hilfestel-
lung ausreichend gelöst.
Dabei wird hinreichend auf die am Gespräch
Beteiligten eingegangen. Diese werden
ausreichend einbezogen.
Die Äußerungen sind in Teilen aussagekräf-
tig.
9,5 – 7,5 Der Sprachgebrauch entspricht noch dem Sprach-
beherrschungsniveau.
Die Verständlichkeit ist teilweise beeinträchtigt. Die
Beeinträchtigung erfolgt durch vereinzelte sinnent-
stellende Fehler, häufige nicht sinnentstellende
Fehler oder durch die Kombination beider Fehlerar-
ten.
Aussprache, Intonation und Strukturengebrauch
weisen Normverstöße auf.
Der verwendete Wortschatz wird dem Anlass ausrei-
chend gerecht.
Die Äußerungen sind teilweise stockend.
7 – 4,5
Die Aufgabe wird unter häufiger Hilfestellung
ansatzweise bewältigt.
Die am Gespräch Beteiligten werden kaum
einbezogen.
Die Äußerungen sind kaum aussagekräftig.
7 – 4,5
Der Sprachgebrauch entspricht nur ansatzweise dem
Sprachbeherrschungsniveau. Er ist so fehlerhaft,
dass die Verständlichkeit erheblich beeinträchtigt ist.
Aussprache, Intonation und Strukturengebrauch
weisen gravierende Verstöße auf.
Der verwendete Wortschatz wird dem Anlass nicht
ausreichend gerecht.
Die Äußerungen sind stockend.
4 – 0
Die Aufgabe wird kaum oder nicht bewältigt.
Die am Gespräch Beteiligten werden kaum
oder nicht einbezogen.
Die Äußerungen sind kaum oder nicht aussa-
gekräftig.
4 – 0
Der Sprachgebrauch entspricht nicht dem Sprachbe-
herrschungsniveau. Er ist so fehlerhaft, dass die
Verständlichkeit kaum oder nicht mehr gegeben ist.

image
image
 
Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung
| 41
5.10
Anlage 5 der VwV Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen
<SCHULE>
Fremdsprachenzertifikat
in der beruflichen Bildung
Zertifikat auf der Grundlage des
Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen:
lernen, lehren, beurteilen (GER)
<SPRACHE> für
<BERUFSBEREICH/BERUF>

42 |
Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung
Fremdsprachenzertifikat
in der beruflichen Bildung
Frau/Herr
geboren am
in
hat am
an der Beruflichen Schule <NAME DER SCHULE>
erfolgreich die Prüfung
<SPRACHE> für <BERUFSBEREICH/BERUF>
auf dem Niveau
(Erläuterungen siehe folgende Seiten) abgelegt und
dabei folgende Ergebnisse erzielt:
SCHRIFTLICHE PRÜFUNG
Erreichbare
Punkte
Erreichte
Punkte
1. REZEPTION
(gesprochenen und geschriebenen fremdsprachigen Texten
Informationen entnehmen)
40
2. PRODUKTION
(fremdsprachige Texte erstellen)
30
3. MEDIATION
(Textinhalte in die jeweils andere Sprache übertragen und in
zweisprachigen Situationen vermitteln)
30
insgesamt
100
MÜNDLICHE PRÜFUNG
4. INTERAKTION
(Gespräche in der Fremdsprache führen)
30
Das Zertifikat entspricht den Anforderungen der Rahmenvereinbarung über die Zertifizie-
rung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung (Beschluss der Kultusmi-
nisterkonferenz vom 20. November 1998 in der Fassung vom 14. September 2017).
Ort, Datum
Schulstempel
Unterschrift Schulleiter/in

Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung
| 43
Kompetenzbeschreibungen des
KMK-Fremdsprachenzertifikats für die Niveaus A2 bis C1
Die Niveaus des KMK-Fremdsprachenzertifikats orientieren sich an den Referenzniveaus des
Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen: lernen, lehren und beurteilen:
Elementare Sprachverwendung
Selbstständige Sprachverwendung
Kompetente Sprachverwendung
A
B
C
A1
A2
B1
B2
C1
C2
A2
B1
B2
C1
Rezeption
Hör- und
Hörsehverstehen
sehr geläufigen und einfa-
chen Texten in berufstypi-
schen Alltagssituationen
konkrete Einzelinformatio-
nen entnehmen, wenn
langsam, deutlich und in
Standardsprache gespro-
chen wird
geläufigen Texten in be-
rufstypischen Situationen
Einzelinformationen und
Hauptaussagen entneh-
men, wenn deutlich und in
Standardsprache gespro-
chen wird
komplexe berufstypische
Texte global, selektiv und
detailliert verstehen, wenn
in natürlichem Tempo und
in Standardsprache gespro-
chen wird, auch wenn diese
leichte Akzentfärbungen
aufweist
komplexe berufstypische
Texte global, selektiv und
detailliert verstehen, auch
wenn diese von der Stan-
dardsprache abweichende
Ausdrucksformen und
Akzentfärbungen aufwei-
sen, dabei auch implizierte
Meinungen und Einstellun-
gen erfassen
Leseverstehen
sehr geläufigen und einfa-
chen berufstypischen
Texten zu vertrauten The-
men Einzelinformationen
entnehmen
geläufigen berufstypischen
Texten zu teilweise weniger
vertrauten Themen aus
bekannten Themenberei-
chen Einzelinformationen
und Hauptaussagen ent-
nehmen
komplexe berufstypische
Texte, auch zu wenig ver-
trauten und abstrakten
Themen aus bekannten
Themenbereichen, global,
selektiv und detailliert ver-
stehen
komplexe berufstypische
Texte aus einem breiten
Spektrum an Themen
global, selektiv und detail-
liert verstehen, dabei auch
implizierte Meinungen und
Einstellungen erfassen
Produktion
unter Verwendung ele-
mentarer sprachlicher
Mittel einfache Schriftstü-
cke zu vertrauten Themen
erstellen und Eintragun-
gen in Formulare des
beruflichen Alltags vor-
nehmen
unter Verwendung elemen-
tarer und auch komplexer
sprachlicher Mittel geläufige
berufstypische Texte zu
vertrauten Themen verfas-
sen
unter Verwendung vielfälti-
ger, auch komplexer
sprachlicher Mittel berufsty-
pische Texte aus bekannten
Themenbereichen verfas-
sen
unter flexiblem und effekti-
vem Einsatz eines breiten
Repertoires sprachlicher
Mittel auch komplexer Art
berufstypische Texte aus
einem breiten Spektrum an
Themen sowohl in der
erforderlichen Kürze als
auch Ausführlichkeit verfas-
sen
Mediation
einfache fremdsprachlich
dargestellte berufliche
Sachverhalte sinngemäß
und adressatengerecht
auf Deutsch wiedergeben
fremdsprachlich dargestellte
berufliche Sachverhalte aus
bekannten Themenberei-
chen sinngemäß und ad-
ressatengerecht auf
Deutsch wiedergeben
den Inhalt komplexer
fremdsprachlicher berufs-
relevanter Texte aus be-
kannten Themenbereichen
sinngemäß und adressa-
tengerecht auf Deutsch
sowohl wiedergeben als
auch zusammenfassen
den Inhalt komplexer
fremdsprachlicher berufs-
relevanter Texte aus einem
breiten Spektrum an The-
men sinngemäß und adres-
satengerecht auf Deutsch
sowohl wiedergeben als
auch zusammenfassen
unter Verwendung ele-
mentarer sprachlicher
Mittel einfache in deut-
scher Sprache dargestell-
te Sachverhalte sinnge-
mäß und adressatenge-
recht in die Fremdsprache
übertragen
unter Verwendung elemen-
tarer und auch komplexer
sprachlicher Mittel in deut-
scher Sprache dargestellte
Sachverhalte aus bekann-
ten Themenbereichen
sinngemäß und adressa-
tengerecht in die Fremd-
sprache übertragen
unter Verwendung vielfälti-
ger, auch komplexer
sprachlicher Mittel den
Inhalt komplexer berufsrele-
vanter Texte aus bekannten
Themenbereichen in deut-
scher Sprache sinngemäß
und adressatengerecht in
die Fremdsprache sowohl
übertragen als auch zu-
sammenfassen
unter flexiblem und effekti-
vem Einsatz eines breiten
Repertoires sprachlicher
Mittel den Inhalt komplexer
berufsrelevanter Texte aus
einem breiten Spektrum an
Themen in deutscher Spra-
che sinngemäß und adres-
satengerecht in die Fremd-
sprache sowohl übertragen
als auch zusammenfassen
Interaktion
unter Verwendung ele-
mentarer sprachlicher
Mittel einfache berufsrele-
vante routinemäßige
Gesprächssituationen, in
denen es um vertraute
Inhalte geht, in der
Fremdsprache bewältigen,
sofern die am Gespräch
Beteiligten langsam spre-
chen, Aussagen umformu-
lieren und das Gespräch
aufrechterhalten
unter Verwendung elemen-
tarer und auch komplexer
sprachlicher Mittel geläufige
berufsrelevante Gesprächs-
situationen, in denen es um
vertraute Themen geht, in
der Fremdsprache weitge-
hend sicher bewältigen,
sofern die am Gespräch
Beteiligten kooperieren,
dabei auch eigene Meinun-
gen sowie Pläne erklären
und begründen
unter Verwendung vielfälti-
ger, auch komplexer
sprachlicher Mittel berufs-
relevante Gesprächssituati-
onen, in denen es um kom-
plexe Themen aus be-
kannten Themenbereichen
geht, in der Fremdsprache
sicher bewältigen, dabei
das Gespräch aufrecht-
erhalten, Sachverhalte
ausführlich erläutern und
Standpunkte verteidigen
unter flexiblem und effekti-
vem Einsatz eines breiten
Repertoires sprachlicher
Mittel berufsrelevante Ge-
sprächssituationen zu
einem breiten Themen-
spektrum in der Fremdspra-
che konstruktiv gestalten,
sich spontan und fließend
ausdrücken, Sachverhalte
präzise und differenziert
darstellen sowie schlüssig
argumentieren

44 |
Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung
Description of competence levels of the
KMK Language Certificate for Vocational Education and Training – Levels A2 to C1
Competence levels of the KMK Language Certificate for Vocational Education and Training are
based on the competence levels set in the „Common European Framework of Reference for
Languages: Learning, Teaching and Assessment“:
Basic use of language
Independent use of language
Competent use of language
A
B
C
A1
A2
B1
B2
C1
C2
A2
B1
B2
C1
Reception
Listening / Audio-
visual comprehension
gather single pieces of
information from very
common, simply
structured job-specific
texts if spoken slowly,
clearly and in standard
language
gather single pieces of
information and core
statements from common
job- specific texts if
spoken clearly and in
standard language
comprehend complex job-
specific texts in an overall,
selective and detailed way
when the text is spoken at
normal speed and in
standard language, even if
with a slight regional
accent
comprehend complex job-
specific texts in an overall,
selective and detailed way
even when expressions
and accent deviate from
the standard language
Implications and attitudes
are recognised
Reading compre-
hension
gather single pieces of
information from very
common and simple job-
specific texts on familiar
topics
gather single pieces of
information and core
statements from common
job-specific texts on
sometimes less familiar
topics taken from known
subject areas
understand complex job-
specific texts on less
familiar and abstract
topics from known subject
areas in a general,
selective and detailed way
understand complex job-
specific texts from a wide
range of topics in a
general, selective and
detailed way
Implications and attitudes
are recognised
Production
compile simple texts about
familiar topics and fill in
forms from everyday
working life whilst using
basic language
compile common job-
specific texts on familiar
topics in basic and
complex language
compile job-specific texts
in known subject areas
using varied and complex
linguistic means
compile complex job-
specific texts (both lengthy
and concise as required)
from a broad area of
topics using a wide
repertoire of linguistic
devices flexibly and
effectively
Mediation
roughly render simple job-
related facts given in the
foreign language
appropriately in German
for the addressee
roughly render job-related
facts given in the foreign
language from familiar
subject areas in German
appropriately for the
addressee
roughly render/
summarize the content of
complex foreign job-
related texts from familiar
fields in German
appropriately for the
addressee
roughly render/summarize
the content of complex
foreign job-specific texts
from a range of topics in
German appropriate for
the addressee
use basic linguistic means
to roughly render simple
facts provided in German
in the foreign language
appropriately for the
addressee
roughly render facts given
in German from familiar
subject areas with basic
and complex linguistic
means in the foreign
language appropriately for
the addressee
roughly render/summarize
the content of complex
job-related German texts
from familiar fields with
varied and complex
linguistic means in the
foreign language
roughly render/summarize
the content of complex
job-related German texts
from a wide range of
topics in the foreign
language with a flexible
and effective use of a wide
range of linguistic means
Interaction
converse with basic
language in simple job-
related and routine
situations concerning
familiar content, provided
those taking part speak
slowly, rephrase and
contribute to the
conversation
for the most part
competent use of both
basic and complex
language in job- related
conversations about
familiar topics, provided
those taking part co-
operate
Personal opinion and
plans are expressed and
explained
confident use of varied
and complex linguistic
means to discuss job-
related and complex
issues from known topic
areas, maintaining the
conversation, explaining
facts in detail and
defending a standpoint
use a wide repertoire of
linguistic means flexibly
and effectively to discuss
job-related situations from
a wide range of topics
fluently
The candidate contributes
constructively and
spontaneously whilst
presenting facts precisely
and arguing convincingly