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Sächsische Landesschule für Hörgeschädigte Leipzig
Förderzentrum Samuel Heinicke
Bibliothek Hör- und Sprachgeschädigtenwesen
Karl-Siegismund-Straße 2
04317 Leipzig
Benutzungsordnung
Bibliothek Hör- und Sprachgeschädigtenwesen
vom 01.09.2008
Inhaltsübersicht
:
§ 1
Aufgaben der Bibliothek
§ 2 Datenschutz
§ 3 Benutzungsberechtigte
§ 4
Benutzungsantrag und Zulassung
§ 5 Hausrecht, Kontrollen
§ 6 Fundsachen
§ 7
Verhalten in der Bibliothek
§ 8
Sorgfalts- und Schadensersatzpflicht
§
9
Haftung der Bibliothek
§ 10 Vervielfältigungen
§ 11 Informationsmittel, Auskünfte
§ 12
Ausstellungen, Film- und Fernsehaufnahmen
§ 13
Gebühren und Auslagen
§ 14
Ausleihe zur Benutzung außerhalb der Bibliothek
§ 15 Ausleihbeschränkungen
§ 16 Leihfrist
§ 17 Vormerkung
§ 18 Rückgabe
§ 19 Lesesaalbenutzung
§ 20
Benutzung von Handschriften und anderen Sonderbeständen
§ 21 Leihverkehr
§ 22
Ausschluss von der Benutzung
§ 23 Inkrafttreten
Auf der Grundlage der Allgemeinen Rahmenbenutzungsordnung für die Staatlichen
Bibliotheken im Freistaat Sachsen (ARBOS) vom 24. Juni 1997 (SächsABl. Nr. 31 S.
790) wird für die Bibliothek Hör- und Sprachgeschädigtenwesen Leipzig folgende
Benutzungsordnung erlassen:
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§ 1 Aufgaben der Bibliothek
1. Die Bibliothek Hör- und Sprachgeschädigtenwesen – nachfolgend als Biblio-
thek
bezeichnet – ist eine öffentliche Einrichtung des Freistaates Sachsen, in Trä-
gerschaft des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus. Sie dient als wis-
senschaftliche Spezialbibliothek der Forschung, Lehre und dem Studium so-
wie dem Informationsbedarf öffentlicher und privater Einrichtungen.
2. Zu den Aufgaben der Bibliothek gehört es,
a) die in Abs. 3 bezeichneten Werke zur Benutzung bereitzustellen,
b) Vervielfältigungen aus eigenen Werken zu ermöglichen,
c) aufgrund ihrer Kataloge und Werke Auskünfte zu erteilen und Informa-
tionen zu vermitteln,
d) im Rahmen ihrer Aufgabenstellung Öffentlichkeitsarbeit zu leisten, ins-
besondere durch Ausstellungen und Führungen
3. Werke sind insbesondere Bücher, Zeitschriften, Handschriften, Mikroformen,
audiovisuelle Materialien und elektronische Datenträger.
§ 2 Datenschutz
Grundlage für die Verarbeitung personenbezogener Daten ist das Sächsische Da-
tenschutzgesetz vom 11. Dezember 1991 (SächsGVBl. S. 401), in der jeweils gülti-
gen Fassung.
Im Rahmen dieser Rechtsvorschriften werden personenbezogene Daten nur insoweit
erhoben, gespeichert, verändert und genutzt, als es zur rechtmäßigen Aufgabenerfül-
lung der Bibliothek erforderlich ist. Eine Übermittlung an öffentliche oder nichtöffentli-
che Stellen erfolgt im Einzelfall, soweit das Sächsische Datenschutzgesetz es zu-
lässt. Nach einer Aufbewahrungsfrist werden die Daten gelöscht. Die Datensicherung
wird durch personelle, technische und organisatorische Maßnahmen gewährleistet.
§ 3 Benutzungsberechtigte
1. Zur Benutzung werden natürliche und juristische Personen des Privatrechts
sowie öffentlich-rechtliche Einrichtungen – nachfolgend als Benutzer bezeich-
net – zugelassen, soweit sie die Bibliothek für einen der in § 1 Abs. 1 angege-
benen Zwecke benutzen.
2. Zwischen der Bibliothek und dem Benutzer besteht ein öffentlich-rechtliches
Benutzungsverhältnis.
§ 4 Benutzungsantrag und Zulassung
1. Die Zulassung zur Benutzung ist persönlich bei der Bibliothek zu beantragen.
2. Der Benutzer meldet sich unter Vorlage seines Personalausweises oder sei-
nes Passes an; die Bibliothek kann auch andere mit einem Lichtbild versehe-
ne amtliche Ausweise als Identitätsnachweis genügen lassen. Der Benutzer
teilt die auf dem Anmeldeformular geforderten personenbezogenen Angaben
mit. Juristische Personen sowie öffentlich-rechtliche Einrichtungen hinterlegen
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bis zu drei Unterschriften von Bevollmächtigten, die der Bibliothek gegenüber
zeichnungsberechtigt sind. Jede Änderung seiner Angaben hat der Antragstel-
ler unverzüglich schriftlich der Bibliothek mitzuteilen.
3. Die Antragsdaten werden für die Nutzung durch die Bibliothek in einem auto-
matisierten Verfahren gespeichert.
4. Die Zulassung erfolgt durch Ausstellung einer Benutzerkarte.
Die Zulassung kann befristet und unter Auflagen und Bedingungen erteilt wer-
den.
Sie ist zu versagen, wenn der Antragsteller keine Gewähr für die Einhaltung
der Benutzungsordnung bietet.
5. Der Verlust der Benutzerkarte ist unverzüglich anzuzeigen. Der Benutzer haf-
tet gegenüber der Bibliothek für jeden Schaden, der durch einen von ihm ver-
schuldeten Missbrauch der Benutzerkarte entsteht.
6. Zur Benutzung wird nur zugelassen, wer mindestens 16 Jahre alt ist; für Min-
derjährige haften deren gesetzlichen Vertreter gemäß § 1664 des Bürgerli-
chen Gesetzbuches.
7. Die Benutzungsordnung und die ergänzenden Regeln zur Nutzung der EDV
sind dem Benutzer zur Kenntnis zu geben. Mit der Unterschrift auf dem Antrag
auf Zulassung zur Benutzung erkennt der Benutzer die Benutzungsordnungen
an.
§ 5 Hausrecht, Kontrollen
1. Die Leiterin der Einrichtung übt das Hausrecht aus.
2. Das Bibliothekspersonal ist berechtigt, Kontrollen bezüglich der mitgeführten
Bücher, Zeitschriften und anderer Medieneinheiten durchzuführen.
§ 6 Fundsachen
1. In der Bibliothek gefundene Gegenstände werden gemäß § 978 des BGB be-
handelt.
2. Für in nicht fristgemäß geräumten Schließfächern vorgefundene Gegenstände
besteht nach Ablauf von sechs Monaten kein Anspruch auf Erstattung.
§ 7 Verhalten in der Bibliothek
1. Der Benutzer hat sich so zu verhalten, dass der Bibliotheksbetrieb nicht be-
hindert wird, Benutzer bei ihrer Arbeit nicht beeinträchtigt und Werke, Katalo-
ge, Einrichtungen und Geräte nicht beschädigt werden.
2. Essen und Trinken sind nur in den dafür vorgesehenen Räumen gestattet. Im
Gebäude besteht generelles Rauchverbot. Tiere dürfen nicht mitgebracht wer-
den.
3. Überbekleidung, Schirme und Taschen sind an den dafür vorgesehenen Stel-
len in Verwahrung zu geben. Die Schließfächer dürfen nur während des Auf-
enthaltes in der Bibliothek benutzt werden. Sie sind beim Verlassen der Biblio-
thek zu räumen. Zuwiderhandlungen gelten als Missbrauch.
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4. Ist aus Gründen des Missbrauchs ein Öffnen der Schließfächer durch Biblio-
thekspersonal erforderlich, ist vom Verursacher eine Gebühr gemäß der Ge-
bührenordnung zu entrichten.
5. Der Verlust eines Schlüssels ist der Bibliothek unverzüglich anzuzeigen. Der
Verlierer hat Schadensersatz gemäß Gebührenordnung zu leisten. Wird die
Anforderung eines Schlüsseldienstes erforderlich, sind die Kosten vom Verur-
sacher in voller Höhe zu tragen.
6. Der Benutzer ist verpflichtet den Anordnungen des Bibliothekspersonals nach-
zukommen.
7. Die Verwendung von mitgebrachten technischen Geräten in den Benutzungs-
räumen bedarf der Genehmigung durch die Bibliothek.
§ 8 Sorgfalts- und Schadensersatzpflicht
1. Der Benutzer hat das Bibliotheksgut und alle Einrichtungen sorgfältig zu be-
handeln. Eintragungen jeder Art, wie Anstreichungen und Berichtigungen von
Fehlern, und sonstige Veränderungen sind untersagt. Aus den Werken dürfen
keine Blätter und Beilagen sowie aus Katalogen keine Katalogkarten entfernt
werden.
2. Der Benutzer hat bei Empfang eines jeden Werkes dessen Zustand zu prüfen
und vorhandene Schäden unverzüglich mitzuteilen. Unterlässt er dies, so wird
vermutet, dass er das Werk in unbeschädigten Zustand erhalten hat.
3. Für abhanden gekommene oder beschädigte Werke hat der Benutzer Ersatz
zu leisten. Die Bibliothek kann von dem Benutzer insbesondere die Wieder-
herstellung des früheren Zustandes verlangen, auf seine Kosten ein Ersatzex-
emplar, ein anderes gleichwertiges Werk oder eine Reproduktion beschaffen
oder einen angemessenen Wertersatz in Geld festsetzen; außerdem kann die
Bibliothek sich den durch diese Maßnahmen nicht ausgeglichenen Wertverlust
ersetzen lassen.
§ 9 Haftung der Bibliothek
1. Eine Haftung der Bibliothek für leichte Fahrlässigkeit wird ausgeschlossen.
2. Für Gegenstände, die aus den vorhandenen Aufbewahrungseinrichtungen
abhanden kommen, haftet die Bibliothek nur, wenn ihr ein Verschulden nach-
gewiesen wird; für Geld, Wertsachen und Kostbarkeiten wird nicht gehaftet.
3. Die Bibliothek haftet nicht für Schäden, die durch unrichtige, unvollständige
oder zeitlich verzögerte Bibliotheksleistungen entstanden sind.
4. Die Bibliothek haftet nicht für Schäden, die an Dateien und Datenträgern des
Benutzers durch ausgeliehene Datenträger entstehen.
§ 10 Vervielfältigungen
1. Der Benutzer kann nach Maßgabe der folgenden Absätze Vervielfältigungen
anfertigen oder anfertigen lassen, soweit Werke dabei nicht beschädigt wer-
den. Für die Einhaltung der Urheber-, Persönlichkeits- und sonstigen Rechte
ist der Benutzer allein verantwortlich.
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2. Für Vervielfältigungen aus Handschriften und anderen Sonderbeständen so-
wie aus älteren, wertvollen oder schonungsbedürftigen Werken gilt § 20 Abs.
3.
3. Stellt die Bibliothek selbst die Vervielfältigungen her, so verbleiben ihr die dar-
aus erwachsenen Rechte; die Originalaufnahmen verbleiben ihr Eigentum.
4. Eine Vervielfältigung in größerem Umfang oder für gewerbliche Zwecke (zum
Beispiel Reprints, Faksimile-Ausgaben, Postkarten) bedarf einer besonderen
Vereinbarung, die auch eine Gegenleistung bestimmen kann. Das Vervielfälti-
gungs- und Nutzungsrecht darf ohne Genehmigung der Bibliothek nicht auf
Dritte übertragen werden.
§ 11 Informationsmittel, Auskünfte
1. Die Informationsmittel der Bibliothek, insbesondere öffentliche Kataloge, In-
formationsmittel, Bibliographien und Nachschlagewerke sowie bibliothekari-
sche Beratung stehen dem Benutzer zur Verfügung.
2. Die Bibliothek bearbeitet im Rahmen ihrer Möglichkeiten Anfragen, soweit sie
sich auf ihre Werke beziehen und der Benutzer die erforderlichen Ermittlungen
nicht selbst durchführen kann.
§ 12 Ausstellungen, Film- und Fernsehaufnahmen
Die Ausleihe von Werken für Ausstellungen oder ihre Benutzung zu Film- und Fern-
sehaufnahmen bedarf einer besonderen Vereinbarung, welche die Erhaltung und die
Sicherheit der Werke berücksichtigen muss.
§ 13 Gebühren und Auslagen
1. Die Benutzung der Bibliothek ist grundsätzlich gebührenfrei.
2. Für bestimmte Leistungen der Bibliothek werden nach der gültigen Gebühren-
ordnung Gebühren erhoben und die Erstattung von besonderen Auslagen ver-
langt.
§ 14 Ausleihe zur Benutzung außer Haus
1. Werke, die nicht unter die Einschränkungen des § 15 fallen, können zur Be-
nutzung außerhalb der Bibliotheksräume ausgeliehen werden. Für jede Aus-
leihe ist die Benutzerkarte vorzulegen. Die Bibliothek kann die Vorlage des
Personalausweises verlangen.
2. Der Benutzer nimmt die Werke grundsätzlich persönlich in Empfang. Lässt er
die Werke durch Beauftragte abholen, so haben diese den Empfang zu bestä-
tigen und auf Verlangen ihre Bevollmächtigung nachzuweisen.
3. Mit der Ausleihverbuchung und der Aushändigung des Werkes an den Benut-
zer ist der Ausleihvorgang vollzogen. Die Bibliothek kann sich die Aushändi-
gung des Werkes vom Benutzer quittieren lassen.
4. Der Benutzer haftet von der Aushändigung an für die ordnungsgemäße Rück-
gabe.
5. An eine Person sollen höchstens 15 Werke ausgeliehen werden.
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§ 15 Ausleihbeschränkungen
1. Von der Ausleihe zur Benutzung außerhalb der Bibliothek sind ausgeschlos-
sen:
a) Bestände des Handapparates im Lesesaal,
b) Werke, die älter als 100 Jahre sind,
c) in ihrer Erhaltung gefährdete und besonders zu schonende Werke,
d) wertvolle oder schwer ersetzbare Werke,
e) Werke, die wegen ihrer Größe, ihres Gewichts oder ihres Erhaltungs-
zustandes für eine Ausleihe ungeeignet sind,
f) Mikroformen
Die Bibliothek kann ergänzende Regelungen treffen.
§ 16 Leihfrist
1. Die Leihfrist beträgt 28 Kalendertage. Die Bibliothek kann abweichende Rege-
lungen treffen. Sie kann in begründeten Fällen ein Werk auch vor Ablauf der
Leihfrist zurückfordern.
2. Die Verlängerung der Leihfrist ist vor dem Ablauf zu beantragen. Die Leihfrist
kann mehrfach um je 28 Kalendertage unter dem Vorbehalt des Widerrufes
verlängert werden. Bei jeder zweiten Verlängerung der Leihfrist sind die Wer-
ke vorzulegen. Eine Verlängerung der Leihfrist über die Gültigkeit des Benut-
zerausweises hinaus wird nicht gewährt.
3. Eine Verlängerung der Leihfrist ist nicht zulässig, wenn das Werk vorgemerkt
ist
(§ 17). Bei einer Vormerkung kann die Verlängerung widerrufen werden.
4. Dauerleihgaben sind grundsätzlich nicht zulässig. Im Förderzentrum können
Handapparate in geringem Umfang für das Personal eingerichtet werden. Ihr
Bestand ist auf Antrag anderen Benutzern zugänglich zu machen.
5. Verkürzte Leihfristen werden in der Regel nicht verlängert.
§ 17 Vormerkung
1. Verliehene Werke können für die Ausleihe vorgemerkt werden. Die Bibliothek
ist berechtigt, die Anzahl der Vormerkungen zu begrenzen.
2. Auskunft über Besteller oder Entleiher darf nur mit deren Einwilligung erteilt
werden. Die Einwilligung ist grundsätzlich schriftlich einzuholen, soweit nicht
im Einzelfall eine andere Form angemessen ist. Dem Betroffenen dürfen durch
die Verweigerung der Einwilligung keine Rechtsnachteile entstehen.
§ 18 Rückgabe
1. Spätestens am Tag des Ablaufs der Leihfrist ist das entliehene Werk unaufge-
fordert an die Bibliothek zurückzugeben. Der Benutzer ist zur unverzüglichen
Rückgabe auch vor Ablauf der Leihfrist verpflichtet, wenn die Bibliothek das
Werk zurückfordert. Er hat bei Abwesenheit oder sonstiger Verhinderung dafür
zu sorgen, dass die entliehenen Werke rechtzeitig zurückgegeben werden.
2. Werden entliehene Werke nicht persönlich zurückgegeben, geschieht das auf
eigene Rechnung und Gefahr. Name, Anschrift sowie ein Inhaltsverzeichnis
der Sendung sind beizulegen. Wünscht der Benutzer einen Rückgabebeleg
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über den Postweg, ist ein adressierter und ausreichend frankierter Briefum-
schlag beizufügen.
3. Werden entliehene Werke nicht rechtzeitig zurückgegeben, so fordert die Bib-
liothek unter Hinweis auf die abgelaufene Leihfrist die Werke kostenpflichtig
zurück.
4. Bleiben Maßnahmen nach Abs. 3 zweimal erfolglos, richtet die Bibliothek ge-
gen Zustellungsnachweis die erneute, kostenpflichtige Aufforderung an den
Benutzer, die entliehenen Werke binnen einer bestimmten Frist zurückzuge-
ben. Sie verbindet diese Aufforderung mit dem Hinweis, dass sie bei nicht
fristgemäßer Rückgabe das Verwaltungsverfahren zur Herausgabe des Wer-
kes einleiten oder diese als abhanden gekommen betrachten und Schadens-
ersatz nach § 8 Abs. 3 fordern wird. Die Bibliothek soll den Ausschluss von
der weiteren Benutzung der Bibliothek androhen.
5. Nach ergebnislosem Ablauf der nach Absatz 4 Satz 1 gesetzten Frist erlässt
die Bibliothek einen kostenpflichtigen, sofort vollziehbaren Bescheid, der die
Rückgabe der entliehenen Werke anordnet. Bleibt die Vollziehung erfolglos, ist
der Benutzer zum Schadensersatz nach § 8 Abs. 3 verpflichtet.
6. Erscheint ein Verwaltungsverfahren nach Absatz 5 Satz 1 unzweckmäßig oder
verspricht es keinen Erfolg, so ist die Bibliothek nach Ablauf der Frist gemäß
Absatz 4 Satz 1 berechtigt, die entliehenen Werke als abhanden gekommen
zu betrachten und Schadensersatz nach § 8 Abs. 3 zu fordern.
7. Aufforderungen zur Rückgabe und Bescheide nach den Absätzen 3 bis 6 gel-
ten als zugegangen, wenn sie an die letzte von dem Benutzer mitgeteilte An-
schrift zugestellt sind.
8. Solange der Benutzer einer Aufforderung zur Rückgabe nicht nachkommt,
festgesetzten Schadensersatz nicht leistet oder geschuldete Kosten nicht ent-
richtet, soll die Bibliothek die Ausleihe von Werken und die Verlängerung der
Leihfrist verweigern.
§ 19 Lesesaalbenutzung
Die Präsenzbestände der Bibliothek können grundsätzlich nur in den dafür vorge-
sehenen Räumen benutzt werden.
§ 20 Benutzung von Handschriften und anderen Sonderdrucken
1. Für die Benutzung von Handschriften und anderen Werken, die wegen ihres
Alters, ihres Wertes oder ihrer Beschaffenheit besonders schutzwürdig sind
(Sonderbestände), kann die Bibliothek vor allem aus konservatorischen Grün-
den zusätzliche Benutzungsbeschränkungen festlegen und einzelne Werke
von der Benutzung ausschließen. Die Bibliothek kann an Stelle des Originals
Vervielfältigungen vorlegen.
2. Vor der Benutzungsgenehmigung kann die Bibliothek auch die Angabe des
Benutzungszwecks und bei Studierenden die Stellungnahme eines Hoch-
schullehrers verlangen. An eine Person wird in der Regel zur gleichen Zeit nur
ein Werk ausgegeben. Die Benutzung ist grundsätzlich nur innerhalb der Bib-
liothek gestattet. In Ausnahmefällen kann entsprechend § 21 ein Werk auch
versandt werden.
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3. Wenn Fotografien oder Kopien von Handschriften und anderen Sonderbe-
ständen oder von Teilen daraus angefertigt werden sollen, bedarf diese Son-
dernutzung der Genehmigung der Bibliothek. Sie kann diese aus konservato-
rischen Gründen ablehnen oder einschränken.
4. Der Benutzer verpflichtet sich, der Bibliothek von einer Veröffentlichung, die
aus der Benutzung der Handschriften und anderen Sonderbeständen er-
wächst, die bibliographischen Daten mitzuteilen.
§ 21 Leihverkehr
Für die auswärtige Benutzung werden Werke nach den Bestimmungen des Deut-
schen und Internationalen Leihverkehrs versandt. Die Bibliothek kann im Hinblick auf
Ausleihbeschränkungen die Ausleihe mit Auflagen verbinden oder ganz ablehnen.
Sie ist ferner berechtigt, an Stelle des Originals Vervielfältigungen zu liefern, soweit
die urheberrechtlich zulässig ist.
§ 22 Ausschluss von der Benutzung
1. Wer gegen die Benutzungsordnung oder gegen Anordnungen der Bibliothek
wiederholt oder schwerwiegend verstößt, kann befristet oder unbefristet, teil-
weise oder vollständig von der Benutzung der Bibliothek ausgeschlossen wer-
den. Entsprechendes gilt, wenn die Benutzung aus anderen Gründen unzu-
mutbar geworden ist.
2. Der Betroffene ist vorher anzuhören.
3. Die aus der Benutzung bis zum Ausschluss entstandenen Pflichten bleiben
bestehen.
4. Gegen den Ausschluss kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe des
Bescheids Widerspruch eingelegt werden. Der Widerspruch hat keine auf-
schiebende Wirkung.
§ 23 In-Kraft-Treten
Die Benutzungsordnung tritt am 01.09.2008 in Kraft.
Leipzig, 01.09.2008
gez. Fechner
Leiterin des Förderzentrums
Anlagen:
- Ergänzende Benutzerregeln für die EDV-Technik
- Gebührenordnung
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Sächsische Landesschule für Hörgeschädigte Leipzig
Förderzentrum Samuel Heinicke
Bibliothek Hör- und Sprachgeschädigtenwesen
Karl-Siegismund-Straße 2
04317 Leipzig
Ergänzende Benutzungsregeln für die öffentlich zugängliche elekt-
ronische Informationstechnik
Mit der Nutzung öffentlich zugänglicher Informationstechnik in der Bibliothek Hör- und
Sprachgeschädigtenwesen (HSW) erkennen Sie deren Benutzungsordnung an.
Die Nutzung der elektronischen Informationstechnik ist dem zur Benutzung zugelas-
senen Publikum der Bibliothek HSW vorbehalten.
Nicht gestattet ist:
-
eine kommerzielle Nutzung,
-
Mailen über Mailanbieter,
-
systematischer Download massenhafter Daten,
-
Änderung von Arbeitsplatz- oder Netzkonfigurationen sowie Manipulationen
von Daten Dritter,
-
technische Störungen selbstständig zu beheben,
-
Programme von mitgebrachten Datenträgern oder aus dem Netz zu installie-
ren,
-
eigene Datenträger an den Internet-Arbeitsplätzen zu nutzen, die nicht aus-
drücklich frei gegeben wurden,
-
Chat-Server aufzurufen,
-
Adressen mit Gewalt verherrlichenden, pornografischen, nazistischen
und/oder rassistischen Inhalten oder Anleitungen zu Straftaten aufzurufen
oder zu übertragen,
-
geschützte Daten aufzuspüren oder zu nutzen.
Die BenutzerInnen sind verpflichtet:
-
nicht gegen die Vorschriften der Strafgesetze und des Jugendschutzgesetzes
zu verstoßen und an den Arbeitsplätzen gesetzeswidrige Informationen weder
zu nutzen noch zu verbreiten,
-
Bestimmungen des Daten- und Dateneigentumsschutzes zu beachten,
-
die Kosten für die Beseitigung von Schäden, die durch die Benutzung an den
Geräten und Medien der Bibliothek HSW entstehen, zu übernehmen,
-
Zugangsberechtigungen nicht an Dritte weiterzugeben und für Schäden, die
aus etwaigem Verstoß dagegen entstehen, aufzukommen,
-
Urheberrechtliche Bestimmungen einzuhalten.
Die Bibliothek HSW übernimmt keine Haftung bei Verstößen gegen Rechtsvorschrif-
ten durch die BenutzerInnen und haftet insbesondere nicht für finanzielle Folgen, die
durch die Aktivitäten der BenutzerInnen bei der Nutzung des Internets entstehen.
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Das Bibliothekspersonal ist angewiesen, missbräuchliche Nutzung der Informations-
technik zu unterbinden.
Mit der Nutzung ist die Zustimmung verbunden, dass die Bibliothek HSW die Daten-
schutzrechte der BenutzerInnen, soweit sie sich auf die Benutzung der Bibliothek
HSW beziehen, einschränken kann, um Schadenersatzforderungen Dritter und weite-
re Haftungsansprüche abzuweisen.
Bei Verstößen kann die im Rahmen der technischen Möglichkeiten gegebene Proto-
kollierung von Zugriffen zur Beweisführung hinzugezogen werden.
Die Bibliothek HSW ist berechtigt, den Abruf von Seiten zu unterbinden, die gegen
gesetzliche Bestimmungen verstoßen.
Sollte die Sperrung von Seiten zur Behinderung wissenschaftlicher Arbeit führen,
bitten wir Sie, das dem Bibliothekspersonal mitzuteilen.
Ein Missbrauch hat die in der Benutzungsordnung der Bibliothek HSW vorgesehenen
Sanktionen zur Folge. Dazu gehört auch der gänzliche oder zeitweilige Ausschluss
von der Benutzung.
Leipzig, 01.09.2008
Fechner
Leiterin des Förderzentrums
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