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Die neue Schule
Längst war die „Alte Schule“ in der Talstrasse zu klein geworden. Seit 1909 arbeiteten
verschiedene Gremien am Entwurf einer neuen Schule. Diese wurde dann in einer Bau-
zeit von nur zwei Jahren und zwei Monaten errichtet und ab 22. 8. 1915 von den Schülern
in Betrieb genommen. Im Hauptgebäude befanden sich Lehrräume für 32 Klassen zu je
10–12 Schülern, in den Querflügeln die Wohn- und Schlafräume für 280 Schüler,
auf-
geteilt in fünf Wohngruppen (sog. „Familien“) zu je 56 Schülern (drei „Knabenfamilien“,
zwei „Mädchenfamilien“).
Außerdem sind zu nennen: das Direktorzimmer, das Lehrerzimmer, ein „Bet- und
Festsaal“, ein „Turnsaal“, eine Krankenabteilung, eine „Anstaltsküche“, ein
großer Speisesaal, ein großer und ein kleiner Zeichensaal, ein Modellraum,
ein Lehrsaal für weibliche Handarbeiten, eine Lehrkochküche, eine Lehrwasch-
küche, eine Nähstube für Nähunterricht der Mädchen, mehrere Handfertigkeitsräume
für Tischler- und Metallarbeiten sowie für Papp- und Modellierarbeiten.
(Aus: Festgabe zur Weihefeier am 7.September 1915)
Kauf des Grundstücks:
1910
Größe des Bauplatzes:
15 224 m²
Bauleiter:
Baurat Dipl.-Ing. Erich Schmidt
Bauzeit:
1913–1915
erster Spatenstich:
13. Juni 1913
Gesamtbaukosten:
etwa 2 000 000 Mark
Kapazität:
für maximal 320 Schüler
Größe des Gebäudes:
Länge: 163 m; Tiefe der Querflügel: 42 m; Höhe: 22 m
Anzahl der Etagen:
fünf
Erdgeschoss = Sockelgeschoss; 1. Etage = EG;
2. Etage = 1. OG, 3. Etage = 2. OG; 4. Etage = DG
Walter Syrutschöck: Königl. Taubstummen-Anstalt zu Leipzig. 1915

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Einweihung der Schule am 7. September 1915
in Anwesenheit des sächsischen Königs Friedrich August III.
Im Festsaal
„waren zu beiden Seiten des Rednerpultes die Büsten des Königs und seines Ahnherrn,
des Kurfürsten Friedrich August III., des Gründers der Anstalt, aufgestellt.
Von den Wänden blickten die Bilder sämtlicher Fürsten des Königshauses von der Zeit
der Gründung der Anstalt bis zur Gegenwart auf die Festgemeinde herab,
die sich im Saal versammelt hatte“.
(Aus „Blätter für Taubstummenbildung“ 1915. S. 310)
Kurfürstliche und königliche Besuche von Anbeginn:
Kurfürst Friedrich August III. besuchte drei Jahre nach der Gründung
das Institut 1781 in Begleitung der Prinzen Anton und Maximilian.
Im Jahre 1827 kam König Anton zu Besuch.
1838 war König Friedrich August II. mit Königin Maria hier zu Gast.
1844 wiederholte der König seinen Besuch in Begleitung der
Prinzen Johann und Albert sowie der Prinzessin Amalie.
1850 wiederholte Königin Maria ihren Besuch.
1857 weilten König Johann und 1881 König Albert wiederum als Gäste in der Anstalt.
Friedrich August III.
Begrüßung des Königs durch den Direktor
(rechts neben dem König: sächsischer Kultusminister Beck)
Direktor Georg Schumann und König Friedrich August III.
Dr. Heinrich G. Beck

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Dokumente zum Tag der Eröffnungsfeier
Programm der Einweihungsfeier
2. Seite des „Goldenen Gästebuches“
u.a. Staatsminister Dr. Beck, 7. IX.15, Schulrat R. Voigt (ehem. Direktor
der Schule), Oskar Kramer, Fin(anz).- u. Baurat, Frau Amalie Elisabeth
Friedrich, geb. Eichler (Urenkelin v. Samuel Heinicke)
Aus der Festrede von Kultusminister Dr. Beck:
„Seine höchste Weihe erhält das Gebäude aber durch die huldvolle
Anwesen-
heit Seiner Majestät unseres geliebten Königs. Eure Majestät haben durch die
persönliche Teilnahme an dieser Feier nicht nur erneut dem Erziehungs- und
Bildungswesen Allerhöchst Ihr gnädiges Interesse zuzuwenden geruht, sondern
damit zugleich auch einen unser getreues Sachsenvolk in allen seinen Schichten
hoch beglückenden Beweis dafür gegeben, welch hervorragende Stelle in Eurer
Majestät landesväterlichem Herzen die Fürsorge für die Schwachen und
Hilfsbe-
dürftigen jederzeit einnimmt. Eure Majestät bitte ich für diesen hohen Gnaden-
beweis den ehrerbietigsten Dank entgegenzunehmen.“
Aus: „Blätter für Taubstummenbildung“ 1915, S. 312

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Dokumente zum Tag der Eröffnungsfeier

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Die Brüder Schumann
Direktor
Georg Wilhelm Schumann
(1861–1924) stammte aus
Greifenhain b. Frohburg. Nach abgeschlossenem Studium am
Lehrerseminar Grimma (1880) wurde er noch im selben Jahr als
Lehrer in der Taubstummenanstalt zu Leipzig angestellt. Am
1.September 1909 übernahm er als Direktor die Leitung der An-
stalt. 1909 gab er zusammen mit seinem jüngeren Bruder Paul
Schumann das Buch „Samuel Heinickes gesammelte Schriften“
heraus. Er plante und leitete den Neubau der Schule und er-
warb sich damit hohe Verdienste. Am 1. April 1924 wurde er in
den Ruhestand versetzt.
Sein Bruder, Dr.
Wilhelm Paul Schumann
(1870–1943),
Ober-
lehrer an der Schule und passionierter Heinicke-Forscher,
wid-
mete sich vor allem dem der Taubstummenbildung, was in dem
umfassenden, bis heute gültigen Werk „Geschichte des
Taub-
stummenwesens“ gipfelte.
Außerdem war er Mitautor am „Handbuch des Taubstummen-
wesens.“ Von 1924 bis 1943 leitete er das „Deutsche Muse-
um für Taubstummenbildung“, die heutige „Bibliothek Hör- und
Sprachgeschädigtenwesen Leipzig“.
Georg Schumann. Um 1915.
Erwin Spindler: Ansicht von Greifenhain.1917,
Aquarell. Privatbesitz
Scherenschnitt von
Max Heßler

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Die Baupläne
Klassenzimmer
(12 Schüler)
1. Etage (= Erdgeschoss)
Wohnsaal für
Knaben
(24 Personen)
1. Etage (= Erdgeschoss)
Schlafsaal für Knaben (45 Pers.)
Speisesaal (128 Personen)
Lehrerzimmer (32 Personen)

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Der Haupteingang
Über dem Haupteingang
befinden sich zwei
mächtige Figurengruppen,
geschaffen von dem
Dresdner Bildhauer
August Strohrigl.
Sie haben eine Höhe von
jeweils zwei Metern.
Die linke der beiden
sitzenden Figuren,
die „Schützende Liebe“,
zeigt eine liebevoll
sorgende Mutter mit
ihrem Kind auf dem Arm.
Die rechte Figur, die
„Erzieherische Fürsorge“,
stellt einen Vater dar,
der seinem Kind
vertrauensvoll in die
Augen schaut,
mit ihm kommuniziert.
Direkt über der Ein-
gangstür
befindet
sich ein steiner-
nes Rundrelief mit
Pelikan und seinen
Jungen. Nach ei-
ner Sage aus dem
2. nachchristlichen
Jahrhundert ist es eine
Pelikanmutter, die mit
ihrem Herzblut ihre
hungernden Jungen
ernährt. Dies ist ein
altes Sinnbild für
aufopfernde Liebe.

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RÄumlichkeiten
Direktorzimmer
Wohnsaal
Waschsaal
Unterrichtszimmer
Schlafsaal
Speisesaal

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RÄumlichkeiten
Handfertigungsraum (Werkraum)
Schuhputzraum
Turnsaal
Korridor
Zeichensaal
Anstaltsküche

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Der Festsaal
Der Bet- und Festsaal erhielt eine Decke in Form eines Tonnengewölbes. Es
soll-
te ein festlicher Versammlungsraum sein und zugleich auch ein sakraler Raum
für Gottesdienste – wie es in dieser Zeit in fast allen Gehörlosenschulen üblich
war – und für andere religiöse Feiern. Anstelle des nicht verwirklichten
Wand-
bildes zu dem Spruch „Kommet her zu mir alle....“ malte der gehörlose Künstler
Erwin Spindler als „Altarbild“ eine etwa 1,50 m hohe Darstellung der „Heilung
des Taubstummen“ nach Gustav Schönleber. Einen kleinen, ovalen Farbentwurf
stiftete die Witwe des Künstlers nach seinem Tod im Jahr 1926 der Schule.
Festsaal
nach
einem
Aquarell
eines
unbekannten
Künstlers
Erwin
Spindler:
Heilung
des
Taubstummen.
Um 1915. Öl
Fotomontage (Bild früheres Tonnengewölbe) im heutigem Festsaal

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Acht Märchenfiguren
Der Mittelbau der Schule zur Straßenseite ist
in Höhe der ersten Etage links und rechts
vom Haupteingang mit jeweils vier Märchenfiguren
und zwei Vasen geschmückt, deren Plastiken
vom Leipziger Bildhauer Hans Zeißig (1863 –1944)
angefertigt wurden.
Die kleinen Kunstwerke sind in den halbrunden
Nischen des Mauerwerkes in ihrer
Plastizität gut erkennbar.
Der Schweinehirt
Dornröschen
Der gestiefelte Kater
Die Gänsemagd
Schneewittchen und die sieben Zwerge
Rotkäppchen
Tischlein deck dich
Die Bremer Stadtmusikanten

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Dreizehn Gemälde für die
neue Schule
Für die künstlerische Ausschmückung des Schulhauses malten die beiden
gehör-
losen Künstler Erwin Spindler (1860–1926) und Walter Syrutschöck (1863–1938)
insgesamt 13 große Ölgemälde.
W. Syrutschöck schuf zunächst vier Direktorenbildnisse, von denen nur noch das
Bild des Schulgründers erhalten geblieben ist. Außerdem malte er das neu er-
baute Schulgebäude (in der damaligen Fassadenfarbe ockergelb) sowie „Samuel
Heinickes Ankunft in Leipzig“ und „Die Flucht des Instituts vor den
napoleoni-
schen Truppen“. Für diese Arbeiten wurde ihm als königliche Auszeichnung das
„Ritterkreuz 2. Klasse vom Albrechtsorden“ verliehen.
Erwin Spindler schuf sechs Landschaftsgemälde, welche die Geburtsorte der
ersten sechs Direktoren der Schule zeigen. Zugleich symbolisieren sie die
vier Jahreszeiten sowie den Morgen und den Abend. Sie entstanden im Zeitraum
zwischen 1916 und 1919. Als Anerkennung ehrte ihn das Kultusministerium in
Dresden mit einem Betrag von 1000 Mark.
„Das Ministerium des Kultus und öffentlichen Unterrichts hat beschlossen,
Ihnen in Anerkennung der hochherzigen, gemeinnützigen Gesinnung, die
Sie durch Stiftung einer Folge von 6 großen, wertvollen, die Geburtsstätten
von Leitern und Leiterinnen der Taubstummen-Anstalt Leipzig darstellenden
Ölgemälden – von denen drei bereits fertig gestellt und abgeliefert wurden
– bekundet haben, eine Ehrengabe von 1000 Mark zu gewähren und nimmt
gern Gelegenheit, Ihnen für die wertvollen, der Taubstummen-Anstalt Leip-
zig zur Zierde, ihren Zöglingen zur Freude und Aufmunterung gereichenden
Geschenk seinen besonderen Dank auszusprechen. Dr. Beck. Ministerium d.
Kultus u. öffentl. Unterrichts.“
In: Deutsche Taubst.Nachrichten, 1918, S. 53
Walter Syrutschöck: Ankunft Samuel Heinickes am 13e.
April 1778 in Leipzig. 1915. Öl
Erwin Spindler: Greifenhain (der Sommer).
Um 1917. Öl.
Erwin Spindler: Nautschütz (der Frühling).
Um 1916. Öl.
Walter Syrutschöck: Flucht des Instituts vor den napo-
leonischen Truppen. 1915. Öl
Erwin Spindler: Körlitz (der Winter).
Um 1916. Öl.
Erwin Spindler: Störmtal (der Herbst).
Um 1918. Öl.
Erwin Spindler: Hamburger Hafen (der Morgen). Um 1919. Öl.
Erwin Spindler: Waldheim (der Abend). Um 1919. Öl.

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Das Denkmal an der Schule
Im Jahr 1816 spendete eine großherzige, reiche Bankierswitwe aus Leipzig zum
Besten des Taubstummeninstituts 40 000 Taler. Sie hieß Luise Carl, geb. Küstner.
Ihr wurde schon 1824 das Denkmal gesetzt.
Der damalige Direktor Carl Gottlob Reich (1782–1852) entwarf den
Text für die vier Seiten. Zuerst stand das Denkmal auf dem Gelände
des Instituts in der Klitzschergasse (heute Nähe Neues Rathaus),
welches von der Hälfte des Geldes erworben werden konnte. Ab
1840 sieht man es auf einem Bild des Taubstummeninstituts in der
heutigen Liebigstraße. Nach 1880 stand es dann auf dem Schul-
gelände in der Talstraße. Von dort aus wurde es 1915 auf das
Grundstück unserer heutigen Schule versetzt. So ehren das Lehrer-
kollegium, die Schüler und die Eltern bis heute diese wohltätige
und angesehene Bürgerin der Stadt Leipzig.
Entwurf von C.G. Reich
Luise Carl, Scherenschnitt
Denkmal für Luise Carl. Seit 1824
Eine Neuigkeit! Eine reiche, alte, kränkli-
che Dame hat das Taubstummen-
Institut in ihrem Testament bedacht.
(Amalie Reich)

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Ein Wandgemälde im Festsaal
Als nachträgliches Geschenk zum 150. Jubiläum der Schule (1928) erhielt sie aus
staatlichen Mitteln ein grosses Gemälde für den Festsaal. Es wurde ein
Wettbe-
werb unter sächsischen Künstlern ausgeschrieben, den der Dresdner Wilhelm
Lachnit gewann.
Er begann seine Arbeit im zeitigen Frühjahr 1929 und beendete sie im Dezember
desselben Jahres. Am 4. Dezember 1943 wurde das Wandbild bei einem Bomben-
angriff sehr stark beschädigt und nach sieben Jahren (unter freiem Himmel) beim
Wiederaufbau des zerstörten Schulteils völlig entfernt.
Zum Inhalt des Bildes: „Allegorie des menschlichen Lebens, eine stark symbolhaf-
te Darstellung schaffender Menschen, die in harmonischer Einheit miteinander
und in Natur und Landschaft leben und arbeiten.“
(Aus: „Refugium und Melancholie: Wilhelm Lachnit. Malerei“, hrsg. v. Sigrid Walther und Gisbert Porstmann, Dresden 2012)
Wilhelm Lachnit: Aufbau. 1929. Wandbild im Festsaal der Taubstummen-Anstalt zu Leipzig
Künstler:
Wilhelm Lachnit (12.11.1899 Gittersee b. Dresden–14.11.1962 Dresden)
Bildtitel:
„Aufbau“
Entstehungsjahr:
1929
Maße:
6,25
×
12,50 m
Einweihung:
2. Februar 1930

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Die zerstörte Schule
Obwohl das Schul-
gebäude während des
2. Weltkrieges seit
Juli 1941 als
Lazarett genutzt
wurde und auch mit
roten Kreuzen auf
dem Dach als solches
deklariert war,
wurde es im Bomben-
hagel auf die Stadt
Leipzig am
4. Dezember 1943
schwer zerstört.
Die gesamte obere
Etage mit den Lehrer-
wohnungen und dem Deutschen Museum für Taubstummenbildung war
ausgebrannt und nahezu der gesamte Bestand der umfangreichen
Bibliothek ein Opfer der Flammen.
Nur etwa 350 der wertvollsten Bücher waren ausgelagert und bildeten
nach Kriegsende den Grundstock für den Wiederaufbau der
Spezialbibliothek.
Über dem Festsaal im
Mittelbau des Schul-
gebäudes sah man den
freien Himmel.
Auch den Nordflügel
hatte eine Spreng-
bombe getroffen,
so dass Internats-
räume, die Kranken-
abteilung und die
Turnhalle nicht
mehr genutzt werden
konnten.

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Der Wiederaufbau
Nach dem Ende des 2. Weltkrieges
nutzten die amerikanischen
Besatzungstruppen das Schulgebäude
noch ein paar Wochen als Lazarett.
Nach ihrem Abzug aus Leipzig am
6. Juni 1945 konnten die
Aufräumungs-
arbeiten beginnen. Zuerst kehrten
die Lehrerinnen und Lehrer an ihre
Arbeitsstelle zurück und räumten
Asche, Schutt und Trümmer weg.
Dächer, Wände, Fenster und Türen
wurden zunächst behelfsmäßig instand
gesetzt und der Unterricht konnte nach
Rückkehr der Schülerinnen und
Schüler aus den Evakuierungslagern
bereits Anfang August 1945 wieder
aufgenommen werden. Auch das Inter-
nat wurde am 23. August 1945 wieder
eröffnet.
In allen anderen Schulen der Stadt
begann der reguläre Unterricht
erst am 1. Oktober.
Durch den unermüdlichen Einsatz
aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
wuchs die Zahl der benutzbaren Räume
ständig.