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VITA-MIN
ANLAGE 1
Übersicht über geochemische und biologische Verfahrensansätze

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- Anlage 1 -
VITA-MIN
Tabelle 1. 1: Geochemische Verfahrensansätze.
Literaturstelle Land
Sanierungsmethode
Bemerkung
[DO-06]
Ungarn
Polymer-modifizierte
Kieselsäure als
durchlässige reaktive
Barriere
(Markenname: PANSIL)
Behandlung von urankontaminiertem
Grundwasser aus einem Bergbaugebiet;
selektive Kationenentfernung von UO
2
2+
im pH-Bereich 4 bis 8;
keine Angaben über Entfernung weiterer
Spurenelemente,
keine Ergebnisse im
stark sauren pH-Bereich (pH=2)
[ME-97/2]
Deutschland Eisenschwamm in zwei
unterschiedlichen
Fraktionen, Eisenkugeln
In-situ-Behandlung eines LHKW-
Schadens im Grundwasser;
Abbauprodukte H
2
, Chloride, Fe(II);
Aquifermächtigkeit ca. 5-7 m,
Flurabstand 1,5 -3 m;
keine Aussage
zu pH-Wert und Spurenelementen im
Aquifer
[MÜ-06]
[BL-95]
Deutschland Nano-Eisen, Bimetallische
Nano-Eisen Partikel
Behandlung von Cd
2+
, Co
2+
, Sn
2+
, Ni
2+
,
Pb
2+
, Cu
2+
, Hg
2+
, UO
22+
ca. 1 g/l bis 30 g/l Nanoeisen;
Die Nano-Eisen Sanierungs-technologie
steht am Anfang ihrer Entwicklung. Über
die Transportmechanismen der Nano-
Eisenteilchen im Untergrund liegen
bislang kaum wissenschaftliche Arbeiten
vor.
keine Ergebnisse im stark
sauren pH-Bereich (pH=2)
[KU-01]
Zusatz von löslichen
Sulfiden wie z.B. FeS,
BaS, (NH
4
)
2
S, NaS
2
Fällung von Quecksilber, Metallen und
Metalloiden als schwerlösliche Sulfide
[SC-01]
Deutschland Fe°, Fe/Mn-haltiger
Wasserwerksschlamm
(aus der Flockungsstufe),
Torf
Eisenspäne haben höchste Effektivität für
Uran-Spezies; ein Jahr Feldversuche in
zwei sächsischen Bergwerken
(untertägige Versuchsstandorte Schacht
216 Niederschlag und Glückauf Schacht
Johanngeorgenstadt)- neutrale pH-Werte
[HE-03]
Schweden
Nullwertiges Eisen
Synthetisch hergestelltes Modellwasser,
Versuche im Labormaßstab
[FE-00]
Südafrika
Oxidation mit H
2
O
2
, dann
Fällung der
Schwermetalle mit Fe
3
O
4
und Kalk (Ca(OH)
2
) und
Sulfid (Na
2
S) mit
anschließendem
Ionenaustausch zur
Senkung des
Salzkonzentration
Versuche mit verschiedenen variierten
Verfahrensschritten
[RE-03]
USA
Einsatz von alkalischen
Reagenzien: Kalkmilch,
Soda, Natronlauge aber
auch reaktive Wände aus
leicht abbaubarer
organischer Substanz und
Fe° als Trägermaterial
Feldanwendung in der Nähe von Sudbury
(Ontario , USA) in 9 Monaten SO
4
-Konz.
von 2400 bis 4800 mg/l auf 60 bis 3600
mg/l und Fe
2+
-Konz. von 260 bis
1000
mg/l auf 1 bis 40 mg/l; pH-Wert von 5,8
auf 7 angestiegen,
keine Ergebnisse
im stark sauren pH-Bereich (pH=2)

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- Anlage 1 -
VITA-MIN
Literaturstelle Land
Sanierungsmethode
Bemerkung
[JA-01/1]
[JA-01/2]
[JA-01/3]
USA
Kalziumpolysulfide (CaS
4
;
Markenname:
Cascade®), Schwefelkalk
tief orange-rote Lösung; pH= 5 bis 9;
technisch erprobtes Injektionsverfahren;
keine Ergebnisse im stark sauren
pH-Bereich (pH=2)
[MO-06]
USA
Braunkohle als Adsorbent Entfernung von Schwermetallen Fe(II),
Fe(III), Mn(II)
Versuche in 0,1 N HNO
3
-Lösung;
Versuche nur im Labormaßstab,
keine Ergebnisse in H
2
SO
4
-haltiger
Lösung
[BA-03]
USA
Pilzkompost, Pferdegülle,
verschiedene
Strohzusammen-
setzungen aber auch
Eisenoxidschlämme
Labortests
[JI-09]
Spanien
KOH-Zusatz (Anheben
des pH-Wertes auf 3,5)
sowie Biogas mit 30%
H
2
S, welches aus
anaerob arbeitenden
Reaktor entnommen
wurde
Entfernung von Schwermetallen Fe, Cu,
Zn, Al
Versuche in Abhängigkeit des pH-Wertes
Versuche nur im Labormaßstab
[AK-06]
Türkei
Kalkstein, hydratisierter
Kalk, Na
2
CO
3
, Natron-
lauge, Ammoniak,
Kalziumperoxide,
Verbrennungsstaub und
Flugasche
Überblicksartikel
Entfernung von Eisen, Schwermetallen
[AH-03]
Korea
Fabrikabfall aus der
Stahlproduktion und hohe
Konzentrationen an
Ca(OH)
2
Ähnlich wie Nanoeisen wird durch die
Stahlabfälle der pH-Wert auf 12 erhöht
Entfernung von Fe, Pb, Zn, As(V), As(III)
Versuche nur im Labormaßstab
[ME-97/1]
[RO-96]
Deutschland Infiltration von
sauerstoffangereichertem
Wasser
In-Situ Ausfällung von Eisen, Mangan,
Arsen
[LO-07]
Injektion von
gasförmigen
Schwefelwasserstoff

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- Anlage 1 -
VITA-MIN
Tabelle 1. 2: Biologische Verfahrensansätze.
Literaturstelle Land
Sanierungsmethode
Bemerkung
[KL-07]
Deutschland Molashine (chemische
Form-Glucose=Zucker)
als Elektronendonator
Anaerobe Bedingungen, Schaffung
sulfatreduzierender Verhältnisse, Bildung
von H
2
S zur Ausfällung von
schwerlöslichen Schwermetallsulfiden;
als Spezialfall wurde Chromat
untersucht, das zwar keine
schwerlöslichen Sulfide bildet, aber nach
Reduktion zu Chrom(III) als Hydroxid
ebenfalls immobil wird
Problem: Mobilisierung von Arsen
[GE-LO]
Deutschland Lactat und Melasse - sehr
kostengünstige
handelsübliche
Elektronendonatoren
ist jeweils die Entwicklung eines
geeigneten Liefersystems und die
fortwährende Beschickung des Aquifers
erforderlich. Die Injektion von Melasse
zählt bei geo-log inzwischen zu einem
gut erprobten Standardverfahren bei der
In-Situ- Bioremediation.
[GE-LO]
[LI-05]
Deutschland mikroemulgiertes
Speiseöl
in Pilotprojekten sehr gute Erfolge
erzielt; Mikroemulsionen von Speiseöl
vereinigen die Eigenschaft der schnellen
Verteilbarkeit im Aquifer mit der
gleichzeitigen Bereitstellung einer
langanhaltenden Wasserstoffquelle bei
gleichzeitig niedrigen Kosten für das
Substrat miteinander.
[CZ-02]
Deutschland Zusatz von
Wasserstoffperoxid,
Nitrat und mineralische
Nährstoffe ins
Infiltrationswasser
Kreislaufführung
[FR-05]
Deutschland Neben rein chemischen
Marktprodukten
(Glucose, Acetat, Lactat,
Pyruvat, Ethanol) wurden
auch Abfallprodukte aus
der Landwirtschaft (Heu)
und der
Zuckerrübenindustrie
(Melasse, Pfezi-
Granulat und Carbokalk)
auf ihre Eignung
untersucht, da hier die
größten wirtschaftlichen
Einsparpotentiale
vorhanden sind.
Stroh als Zusatz durch seine Funktion als
Aufwuchsträger für die Bakterien, aber
auch durch seinen mikrobiell
verfügbaren Anteil an organischem
Kohlenstoff hatte positiven Effekt auf
Sulfatreduktion in saurem Wasser;
Batchversuche mit Weizenstroh und
Carbokalk (Fällungsprodukt aus der
Zuckerrübenindustrie) erbrachte eine
vollständige Neutralisierung der
gesamten Wassersäule und eine
vollständige Entfernung des Eisens.
[GI-06]
[WU-06/1]
[WU-06/2]
[WU-07]
USA
Ethanol
Langzeitstabilität des biologisch fixierten
Urans (IV) muss in Gegenwart von
Sauerstoff bzw. Oxidationsmitteln noch
nachgewiesen werden, bisher steigt
U(VI)-Konz. nach Stop der
Ethanolzugabe wieder an
Keine Langzeitstabilität

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- Anlage 1 -
VITA-MIN
Literaturstelle
Land
Sanierungsmethode
Bemerkung
[NE-03]
Mexiko
Acetat, Glucose, Glukose-
Methanol, Lactose,
Methanol, Melasse sowie
H
3
PO
4
(als P-Quelle) und
Ammoniumbikarbonat
(als N-Quelle)
Versuche im Labormaßstab
mit
organischen Substraten und
Nährstoffkombinationen in 6 gepackten
Säulen; Ergebnisse vom Feldversuch
liegen nicht vor (Homestake Mining Co´s
Grants New Mexico Reclamation Project)
[NO-02]
Australien
Eingedickter Abfall-
schlamm von der
Anglesea Abwasser-
behandlungsanlage in
Victoria
Salpetersaures zinkhaltiges
Modellwasser
Versuche nur im Labormaßstab
[GR-98]
Bulgarien
acetathaltiges Abfall-
produkt aus der
chemischen Industrie
sowie Ammonium-
phosphat
Grundidee: In-situ-Aktivierung der
sulfatreduzierenden Bakterien durch
Injektion in Bohrlöcher
Versuche nur im Labormaßstab
[CO-06]
[CA-98]
USA
Kompostierte Kuhgülle
gemischt mit Heu;
unkompostierte
Holzhackschnitzel; Torf
oder sogenannter
„Pilzkompost“
Es gab Probleme mit der Konzentration
an gelösten organischen Verbindungen
bei den Versuchen mit Gülle und
Holzhackschnitzel.
Versuche im Labormaßstab
[DR-99]
USA
Rindergülle und
Sägespäne
Versuche im Labor
über 23 Monate
[VE-08]
[VE-09/1]
Finnland
Schweinegülle
Angewendet in 2 vollständig gefluteten
Bergwerken (pH=3,4 und 3,7); für 880
mg/l SO
4
2-
und einem Wasservolumen
von 260 000 m³ wurden 460 m³ flüssige
Schweinegülle eingebracht, keine
Information über Eintrag von
pathogenen Keimen, Tierarzneimittel
und Hormonen in das geflutete Bergwerk

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VITA-MIN
ANLAGE 2
Verfahrensansätze und Patente

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- Anlage 2 -
VITA-MIN
Tabelle 2. 1: Geochemische Verfahrensansätze.
Kürzel
Zitation
Zielobjekt/
Örtlichkeiten
Prozessparameter
Beschreibung
Bemerkung/ Bewertung
[BA-13]
Bai, H.; Kang, Y.; Quan, H.;
Han, Y.; Sun, J.; Feng, Y.:
Treatment of acid mine
drainage by sulfate reducing
bacteria with iron in bench
scale runs. Bior. Tech. 128
(2018), 818-822.
China
Mit Schwermetallen
(Cu, Mn, Zn, Pb und
Fe) kontaminiertes
Grubenwasser
Labormaßstab,
ex-situ
Biologische Sulfatreduktion
Mikroorganismen gewonnen
aus kommunalem
Abwasserschlamm
Laktat als C-Quelle
Synthetisches Abfallwasser
Reales Grubenwasser aus einer
Kupfergrube
63 Tage
25 °C
Der Reaktor wird mit synthetischem
Abfallwasser gefüllt und mit 3 Vol% Kultur
geimpft. Ein konstantes Sulfatreduktions-
verhältnis über 90% wurde ca. 2 Wochen
nach der Impfung geschafft.
Die AMD-Behandlung verlief in drei Schritten:
Anfangsphase
Ladevorgang
AMD-Behandlungsphasen
In der Anfangsphase wird das Abfallwasser in
den Reaktor zugeführt, um die bakterielle
Aktivität zu steigern. Die ersten 35 Tage wird
der Gehalt an Sulfat, Schwermetallen und
Säure im Zufluss je 7 Tage erhöht.
Während des Ladevorgangs wird der Reaktor
dreimal je 7 Tage mit sulfatreduzierenden
Bakterien beladen. Danach musste infolge der
Überladung die Retentionszeit auf 94h für 2
Wochen erhöht werden.
In der letzten Phase wurde das Grubenwasser
mit Fe
0
versetzt und 14 Tage kontinuierlich
geströmt.
Der pH-Wert stieg von 2,75 bis 6,2 an. Kupfer
war bis zu 99% entfernt.
Der Sulfatgehalt im Auslauf war 8200 mg/L,
der Fe
2+
-Gehalt betrug 75 mg/L und Mn
2+
wurde zu 53% entfernt.
Keine genaue
geografische Lage
angegeben
Langwierig
Sehr hoher
Sulfatgehalt im
Auslauf
[BA-14]
Batakula, E. N.; Cukrowska,
E. M.; Weiersbye, I. M.;
Mihaly-Cozmuta, L.; Peter,
A.; Tutu, H.: Biosorption of
trace elements from
aqueous systems in gold
mining sites by the
filamentous green algae
Im Grubenwasser
lebende Algen in
Witwatersrand-
Becken,
Südafrika
Biosorption,
ex-situ
Labormaßstab
Wasser: pH=8
Al 2-4 mg/L
As 0,04 mg/L
Au 0,980 mg/L
Co 1,4-1,8 mg/L
Die Oberfläche der
Oedogonium sp.
Wurde
mittels BET-Analyse bestimmt und folgende
Metallgehalte (mg/g) gefunden:
Cu 0,430
Co 0,450
Cr 0,251
Fe 7,325

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- Anlage 2 -
VITA-MIN
Kürzel
Zitation
Zielobjekt/
Örtlichkeiten
Prozessparameter
Beschreibung
Bemerkung/ Bewertung
(Oedogonium
sp.).
J. Geo.
Exp. 144 (2014), 492-503.
Südafrika, Rumänien
Cr 0,1-0,3 mg/L
Cu 0,15 mg/L
Fe 14-29 mg/L
Mg 26-50 mg/L
Mn 191-206 mg/L
Ni 0,6-1,7 mg/L
Pb 0,05-0,09 mg/L
Zn 2-3 mg/L
Ni 0,420
Zn 0,923
Nutzung zur Biosanierung ist erwägenswert.
[BE-
97/2]
Benner, S. G.; Blowes, D.
W.; Ptacek, C. J.: A full-
scale porous reactive wall
for prevention of acid mine
drainage. Groundwater
Monitoring & Remediation,
17 (1997), 99-107.
Kanada
Mit Grubenwasser
kontaminierte
Grundwässer
Nickel Rim, Sudbury,
Ontario,
Kanada
Bakterielle Sulfatreduktion
mit anschließender
Sulfidfällung
In-situ,
Feldmaßstab
Feinkörniger Grundwasserleiter
(glazial-fluvialer Quartz-
Feldspatsand, 3 bis 8 m dick)
Ausgangssituation: Fe 500-
2000 mg/L, SO4 1000-7000
mg/L, pH 4-6
GW-Geschwindigkeit 16 m/a,
Fläche 45 m²
Substratzusammensetzung:
40% kommunaler Kompost,
40% Gartenkompost, 20%
Hackschnitzel
Kies zur Erhaltung der
hydraulischen Leitfähigkeit
(Porosität= 0,4)
50:50 Substrat: Kies
Wand: 15 m lang, 3,6 m tief
und 13 m breit
RT 90 Tage
Kosten: $30,000 (Material &
Installation)
Eine permeable Reaktivwand wurde in einen
Grundwasserleiter installiert. Neun Monate
nach der Installation ist die SO
4
2-
-
Konzentration von 2400-4800 mg/L auf 200-
3600 mg/L und die Fe
2+
- Konzentration von
200-1300 mg/L auf 1-40 mg/L gesenkt. Der
pH-Wert ist von 4-6 auf 6,6-7,0 gestiegen.
Die Betriebszeit der Wand wurde auf 15 Jahre
geschätzt.
[BI-12]
Bilek, F.; Wagner, S.: Long
term performance of an
AMD treatment bioreactor
using chemolithoautotrophic
sulfate reduction and ferrous
ion precipitation under
in-
situ
groundwater conditions.
Bioresource Technology 104
Durch Grubenwässer
beeinflusste
Grundwässer
Pilotmaßstab,
ex-situ
Biologische
Sulfatreduzierung
3,5 Jahre
190 L Reaktor (bench reactor)
10-12 °C
1,2-1,3 bar
Grundwasser ist vom porösen Aquifer
vorübergehend abgetrennt, in einer
Reaktorsequenz behandelt und dann
reinfiltriert.
Der Aufbau gewährleistet folgende Prinzipien:
Trennung der Feststoffausfällung und der
biologischen Sulfatreduktion; H
2
- Versorgung;
Sulfidschlammaustrag gefolgt von Stripping;
Kein geografischer
Bezug angegeben

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- Anlage 2 -
VITA-MIN
Kürzel
Zitation
Zielobjekt/
Örtlichkeiten
Prozessparameter
Beschreibung
Bemerkung/ Bewertung
(2012), 221-227.
Dresden Groundwater
Research Centre,
Deutschland
Sulfatreduzierende Bakterien
(ohne Nachschub),
immobilisiert am Tonbett
pH 7-8 eingestellt durch
p(CO
2
)
H
2
als Elektronendonor
Nebenreaktionen wie
Methanogenese und
Homoactogenese mit
Anpassung der
Sulfatkonzentration im Auslauf
unterdrückt
Keine Gipsausfällung
Gut steuerbar
Nutzung von Silikatträgern, um die Biomasse
zurückzuhalten; Prozesssteuerung durch
Anpassung der partiellen Gasdrücke (H
2
,
CO
2
).
Fe
2+
- Entfernung und SO
42-
- Unterdrückung
in drei Schritten:
Eisenausfällung durch bei der
Sulfatreduktion entstandenem Sulfid
(H
2
S), und dessen kontinuierliche
Entfernung nach der Sedimentation.
Sulfatreduktion durch H
2
.
Entfernung des Überschusses am Sulfid
durch Stripping mit Wasser in einem
geschlossenen CO
2
-Kreislauf.
[BO-16]
Bogush, A. A.; Voronin V.
G.; Tikhova, V. D.; Anoshin,
G. N.: Application of a Peat-
Humic Agent for AMD
Remediation and Element
Removal. Mining meets
Water - Conflicts and
Solutions: Proceedings
IMWA 2016.
Russland
Behandlung moderat
saurer Grubenwässer
aus Belovo
Zinkgrube,
Goldaufarbeitungswer
k in Ursk; Altayer
Polymetalwerk GmbH
in Gornyk
Torf aus Krugloe-
Lager, Novosibirsk,
Russland
und
Karabashmedwerk in
Karabash
Labormaßstab,
ex-situ
Adsorption
1-10 L PHA (peat-humic agent;
Torfhumusmedium)/ 1000 L
AMD
AMD/PHA- Verhältnis abhängig
von dem
Kontaminationsausmaß
Torf mit 60%-Anteil an Humin-
und Fulvinsäuren
pH 4,5-6,8
Entfernung von Hg, Pb, Cd, Zn,
Cu etc.
Dieser Prozess nutzt die Anhäufung der
Schwermetalle im huminsäurereichen
Medium, da die Huminsäuren eine
unregelmäßige und heterogene Struktur mit
einer großen Oberfläche aufweisen und sich
ähnlich wie Chelatbildner verhalten.
Das flüssige PHA wurde durch chemische
(alkalische Hydrolyse), mechanische und
thermobarische Torfbehandlung gewonnen.
Die Bindung der Metalle beruht auf einem
Austauschmechanismus, bei dem schwach
lösliche Humin-Metall-Komplexe anfallen.
Das metall-organische Sediment nach der
AMD-Behandlung wurde durch Filtration
mittels Aktivkohle oder Lehmaggregat
(Haydite sand) entfernt.
Der Filterkuchen wird anschließend verkohlt
(450-500 °C) und die dabei entstehenden
Metalloxide können für weitere Verarbeitung
aufgehoben werden.
Außerdem kann das PHA zur
Lehmmodifizierung durch dessen Adsorption
dienen, was die Sorptionseingeschaften vom
Lehm prägt.
Das PHA wurde auch zur Haldenabdeckung
Unbekannte
technische Umsetzung
Anfallende
Herstellungs- und
Transportkosten von
PHA
Unbekannte
Retentionszeit

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- Anlage 2 -
VITA-MIN
Kürzel
Zitation
Zielobjekt/
Örtlichkeiten
Prozessparameter
Beschreibung
Bemerkung/ Bewertung
verwendet (Flüssig-/Festverhältnis= 0,2-2),
wobei eine geochemische Barriere aus
organisch-mineralischem Komplex auf der
Oberfläche entstand.
[CH-17]
Chen, B.; Wang, J.; Kong,
L.; Mai, X.; Zheng, N.;
Zhong, Q.; Liang, J.; Chen,
D.: Adsoprtion of uranium
from uranium mine
contaminated water using
phosphate rock apatite
(PRA): Isotherm, kinetic and
characterization studies.
Col.Surf.A; Physiochem.
Eng. Aspects 520 (2017),
612-621.
Grubenwasser
Aus No. 741
Urangrube in
Guadong, China,
Apatit aus Hebei
Fanshan
Phosphatgrube in
China
Adsorption am Apatit
Labormaßstab,
ex-situ
18 Stunden, Säule
U 1,652 mg/L, Mn 24,20 mg/L,
Fe (total) 1800 mg/L, SO4
2049 mg/mL
pH= 3,88
In diesem Experiment wurde die Adsorption
der Schwermetalle am Apatit verfolgt. Die
Korngröße, Flussrate und Retentionszeit
wurden optimiert.
Mit 10 g Apatit der Korngröße 0,3-0,6 mm
wurde eine maximale kumulative
Adsorptionsmenge von 0,0684 mg/g bei einer
Flussrate von 1,0 mL/min erreicht. Der pH-
Wert ist auf 7,51 gestiegen.
[CR-11]
Crane, R. A.; Dickinson, M.;
Popescu, I. C.; Scott, T. B.;
Magnetite ans zero-valent
iron nanoparticles for the
remediaton of uranium
contaminated enviromental
water. Wat. Res. 45 (2011),
2931-2942.
UK, Rumänien
Wasser aus Lişava-
Tal, Banat,
Rumänien
Adsorption an nano-Fe
0
Labormaßstab,
ex-situ
Batch, 84 Tage
pH= 8,5, positives Eh
Uran vorwiegend als
Uranyltricarbonat (UO
2
(CO
3
)
3
4-
)
und Uranyldihydroxid
(UO
2
(OH)
2
)
Die nano-Fe
0
- Partikeln wurden im Labor
synthetisiert, suspendiert in Ethanol und in
das Wasser zugegeben. pH, Eh und gelöster
Sauerstoff (DO) wurden kontinuierlich
gemessen. Die Konzentration am gelösten
Uran nach 48 h war bei 2% des
Ausgangsgehalts (0,484 mg/L). Am Ende des
Experiments hat die Lösung 10% des
Ausgangsgehalts (0,484 mg/L) am Uran
enthalten.
Limitierende
Parameter
Aufwendige Synthese
der Nanopartikeln
Desorption/
Remobilisierung
vorhanden
[DO-14]
Douglas, G. B.: Contaminant
removal from acidic mine pit
water via
in-situ
hydrotalcite
formation. Applied
Geochemistry 52 (2014),
15-22.
CSIRO Land and Water,
Australien
Saurer
Grubenwasserteich
Baal Gammon-Grube,
Australien
In-situ,
in-lake
Fällung
2,5:1 M
2+
:M
3+
- Verhältnis
vonnöten, eingestellt mit
MgCl
2
∙6H
2
O
pH 10-Einstellung mit NaOH
Hydrotalkite besitzen die allgemeine Formel
M
(1-x)
2+
M
x3+
(OH)
2
A
n-
yH
2
O, wobei M
2+
, bzw. M
3+
zwei, bzw. dreiwertige Metallkationen sind
und A
n-
z.B. Sulfat-, Hydrogencarbonat-,
Chromat- oder Uranylanion ist.
Ni, Zn, Mn, Ca, Cr usw. können die
Hydrotalkitstruktur besetzen und somit diese
festbinden, soweit das M
2+
:M
3+
- Verhältnis
zwischen 2:1 bis 3:1 ist. Nach der pH-
Einstellung formt sich das feste Hydrotalkit.
Der Baal Gammon-Teich ist von
unregelmäßiger Form, die Maße betragen
ungefähr 120 m x 80 m. Das Wasservolumen
Sehr spezifische
chemische
Zusammensetzung
des Wassers vonnöten
Geeigneter für Pump-
and-Treat
Fe
2+
/ Fe
3+
?
Hohe Kosten
(Material, Energie,
Umkehrosmose)

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- Anlage 2 -
VITA-MIN
Kürzel
Zitation
Zielobjekt/
Örtlichkeiten
Prozessparameter
Beschreibung
Bemerkung/ Bewertung
beträgt 56 ML, die maximale Tiefe ist 9 m.
Anfangs wurden 58 Tonnen an MgCl
2
∙6H
2
O in
50 000 L Teichwasser gelöst und im Teich
versprüht. Um die Zirkulation im Teich
anzukurbeln, wurden am Ufer Pumpen mit
Pumpkapazität von 11 ML/ Tag angebracht.
Nach der MgCl
2
∙6H
2
O-Zufgabe zirkulierte das
Wasser im Teich drei Tage lang.
Danach wurden 132 Tonnen an 50w%-NaOH
auf 1w% verdünnt zugegeben und fünf Tage
weiterzirkuliert.
Der Hydrotalkitsediment aus Baal Gammon
war reich an Mg, Cu, Zn, Mn und Al.
Als Anion erwies sich SO
4
2-
.
Das Teichwasser wurde nach der Behandlung
mittels Umkehrosmose verarbeitet und
freigesetzt.
Evtl. Nutzung des
entstandenen
Hydrotalkits?
[FA-13]
Fahlqvist, L.; Bäckström,
M.; Sartz, L.; Allard, B.:
Removal of uranium from a
neutral mine water using
uncoated and iron
oxyhydroxide coated iron
tailings. Reliable Mine Water
Technology, IMWA 2013.
Schweden
Grubenwasser aus
Sedimentationsproze
ss
Lovisagruvan-Grube,
Bergslagen,
Schweden
Adsorption
am mit
Eisenoxidhydroxid
beschichteten Magnetit-
basierten Filter
Labormaßstab,
ex-situ
Feed-pH= 8, hoher
Carbonatgehalt, Eh= 0,60-0,65
V
Säulen: Ø 160 mm, Länge 650
mm
Packung: 75 mm dicke
Kiesschicht, Geotextilie, 500
mm dicke Filtermediumschicht,
Geotextilie und 75 mm dicke
Kiesschicht
Als Filtermedium wurden
Die Beschichtung wurde aus FeSO
4
-Schlamm,
Wasser und Kalkbrennofenstaub vorbereitet.
Beschichtetes Filtermedium wird in die Säule
gepackt und das Grubenwasser wird auf die
Säule gepumpt.
Bei pH>10 wird das Uran fast vollständig
entfernt (Bildung von Ca-UO
2
-CO
3
-Spezies).
pH-sensitives System
keine Aussage über
andere Schwermetalle
Auswaschen der
Filterphase

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- Anlage 2 -
VITA-MIN
Kürzel
Zitation
Zielobjekt/
Örtlichkeiten
Prozessparameter
Beschreibung
Bemerkung/ Bewertung
Magnetitrückstände aus
Stråssa-Grube verwendet.
10 L/Tag
13 Monate
[FE-15]
Fedorockova, A.; Sucik, G.;
Raschman, P.: Activated
zeolite and magnesite as
potential reactive materials
for passive acidic
groundwater treatment
technology. Solid State
Phenomena, 2015.
Technische Universität
Košice, Slowakei
Saure Grundwässer
Adsorption,
ex-situ,
Labormaßstab
CCM-Herstellung: 640 °C, 3
Stunden, 2-4 mm Korngröße.
Zeolith: 2,2-2,5 mm.
Wasser-Feststoff-Verhältnis:
10:1.
20 g Feststoff
t= 5 Stunden
PRB (permeable reactive barrier, permeable
Reaktivwand) stellt eine reaktive Schicht dar,
die senkrecht auf den Grundwasserfluss
aufgebracht wird. Das kontaminierte Wasser
fließt durch diese passiv dank des natürlichen
hydraulischen Gradienten, wobei die
Schwermetalle immobilisiert werden.
CCM (caustic calcinated magnesia,
kaustisches Magnesia) wurde durch
Magnesitsinterung bei 640 °C hergestellt.
Der verwendete Zeolith ist kommerziell
erhältlich (Molsieb).
Das kontaminierte Grundwasser wurde auf
eine mit reaktivem Material gefüllte Säule
aufgebracht und fünf Stunden im Kreis
geführt.
Der Prozess ist stark pH-abhängig. Es wurde
allerdings hervorgehoben, dass der Prozess
einfach durch z.B. Kombination zweier oder
mehrerer Adsorptionsmittel, geschickt
gewählte Oberflächenbehandlung, Anpassung
der Korngröße und Flussrate, steuerbar ist.
Langzeitprozess vs.
Oberflächenpassivatio
n
Sulfat unverändert
Zeit
Keine Ortsangabe
[GE-17]
Genty, T.; Bussière, B.;
Paradie, M.; Neculita, C. M.:
Passive biochemical
treatment of ferriferous
mine drainage: Lorraine
mine site, Northern Quebec,
Canada. Mining meets Water
- Conflicts and Solutions:
Proceedings IMWA 2016.
Eisenreiches, saures
Grubenwasser
Témiscamingue,
Quebec,
Kanada
Bakterielle Sulfatreduktion,
Adsorption und Fällung
In-situ,
Feldmaßstab
5 L/min, RT 11 Tage, Volumen
(total) 120 m³
Einlauf: pH 4-7, Fe 1800 mg/L,
S (total) 1350 mg/L
AMD wird in einem Vorbecken gesammelt.
Die Behandlung erfolgt in drei Einheiten: zwei
sulfatreduzierende passive Filter werden
durch eine Holzascheeinheit getrennt. Erster
Filter setzt sich aus 18% Hackschnitzel, 10%
Mist, 12% Kompost, 10% Sand und 50%
Calcit zusammen. Im dritten Filter sind die
Anteile anders: 36% Hackschnitzel, 17% Mist,
24% Kompost, 21% Sand, 2% Calcit (alles
sind Gewichtprozente).
Mn-Entfernung
fehlgeschlagen
Bioclogging
vorhanden?
Wie würde sich ein
größerer Wasserzulauf
auf den Prozess
auswirken?

image
image
image
- Anlage 2 -
VITA-MIN
Kürzel
Zitation
Zielobjekt/
Örtlichkeiten
Prozessparameter
Beschreibung
Bemerkung/ Bewertung
Kanada
Der erste Biofilter verringert Eh und den
Gehalt an freien Säuren und Metallen. In der
Holzascheeinheit wird durch Sorptions- und
Fällungsprozesse vor allem der Eisengehalt
kleiner. Im folgenden Biofilter werden die
restlichen Metalle entfernt.
Auslauf: pH 5,8-7, Fe 390 mg/L, S (total) 610
mg/L
[GO-16]
Gong, B.; Wu P.; Huang, Z.;
Li Y.; Yang, S.; Dang, Z.;
Ruan, B.; Kang, C.: Efficient
inhibition of heavy metal
release from mine tailings
against acid rain exposure
by triethylenetetramine
intercalated montmorillonite
(TETA-Mt). J.Haz.Mat. 318
(2016), 396-406.
China
Verhinderung von
AMD in Gebieten mit
saurem Regen
Guangzhou,
China
Daobaoshan- Grube
Adsorption, Labormaßstab,
ex-situ
Batchversuch mit 20g
Haldematerial
25-40 °C
Montmorillonit (Mt) ist ein Natrium-
Aluminium-Silikat mit einem variablen Anteil
an Kristallwasser, der eine große Oberfläche,
chemische Stabilität und hohe KAK aufweist.
Die Derivate von Mt werden dank einer hohen
Adsorptionskapazität oft bei Umweltsanierung
verwendet.
Triethyltetraamin (TETA) ist eine
wasserlösliche Base mit hoher
Pufferkapazität, die die Oberfläche der
Sulfiderze gegen Oxidation passiviert.
Es wird eine Interkalationsverbindung TETA-
Mt hergestellt (102 mmol TETA per 100g of
montmorillonite mit der KAK= 85 mmol/100g
wird in 10% Mt-Suspension zugegeben und
zwei Stunden bei 60 °C gerührt, danach
gewaschen, bei 60 °C getrocknet und gesiebt.
10 g Kippenmaterial wurden mit 4 ml der
TETA-Mt- Suspension (1,5 g Feststoff)
versetzt und an der Luft getrocknet.
Anschließend wird das beschichtete Gestein in
20 ml künstlichen sauren Regen mit
verschiedenen pH-Werten (3-5,6) eingetaucht
und die Freisetzung der Schwermetalle wird
gegen eine unbeschichtete Probe mittels ICP-
OES verfolgt.
Es wurde nachgewiesen, dass die Freisetzung
von mehr als 85% der ursprünglichen Menge
an Cu
2+
, Zn
2+
Cd
2+
, Mn
2+
und 60% der Pb
2+
inhibiert wurde.
Fe
2+
/ SO
42-
?
Teuer, aufwendig

image
image
image
- Anlage 2 -
VITA-MIN
Kürzel
Zitation
Zielobjekt/
Örtlichkeiten
Prozessparameter
Beschreibung
Bemerkung/ Bewertung
[HA-15]
Harrington, J.; Harrington,
J.; Lancaster, E.; Gault, A.;
Woloshyn, K.: Bioreactor
and
In-situ
Mine Pool
Treatment Options for Cold
Climate Mine Closure at
Keno Hill, YT. IMWA 2015.
Alexco Environmental
Group, USA/ Canada
Metallhaltige
Grubenwässer
Galkeno 900 Stollen,
Keno Hill SIlver
District, Yukon,
Kanada
Bakterielle Sulfatreduktion
In-situ,
Pilotmaßstab
0,5-1 L/s
1 Jahr Probelauf
Einlauf: Zn 5-6 mg/L, Cd 1,5
µg/L
Bioreaktor: 27 m x 30 m x 3
m, gefüllt mit Wasser, 182 kg
Saccharose, 416 L Methanol
und 1,8 kg Milchpulver
Der Bioreaktor samt Leitungen wurde in den
Boden gelegt und mit Erde bedeckt (niedrige
jährliche Umgebungstemperatur). Nach dem
Befüllen des Reaktors mit Wasser und C-
Quellen wurde das Wasser für etwa ein Jahr
rezirkuliert, damit sich die reduzierenden
Bedingungen einstellen können. Danach
erfolgte die Inbetriebnahme.
Es wird hervorgehoben, dass die zusätzliche
Zugabe von Eisenoxidhydroxidschlamm (z.B.
aus einer Wasserbehandlungsanlage) mit
Stärke und Cellulose diesen Prozess noch
verbessern, indem sie die mikrobielle
Schlammumsetzung unterstützen.
Auslauf: Zn 0,01mg/L, Cd unter der NWG,
andere Metalle >80%
Das Paper liefert zusätzlich zwei Fallstudien.
a) Platoro, Colorado
pH= 2,7, As 50 mg/L, Zn 17 mg/L
Diese
in-situ
Poolsanierung startete im
September 2000 mit einer Injektion löslicher
organischer Stoffe (Vorbehandlung). Die
tatsächliche Behandlung startete in 2006,
wenn Ethanol und Molasse in die Grube
injiziert wurden. In August 2006, Juli 2010
und Juli 2012 wurden zusätzlich noch insg. 15
000 m³ Metallhydroxidschlamm mit Mais- und
Kartoffelstärke eingespritzt. Nach 18 Monaten
sind die As-, bzw. Zn-Gehalte auf 97%, bzw.
93% der Anfangskonzentrationen
rückgegangen. Der pH-Wert stieg auf 8 an.
b) Schwartzwalder, Colorado
In-situ
Behandlung fing als Vorbehandlung
zur Umkehrosmose in 2013 mit einer
Molasse- und Methanolinjektion an. Danach
wurde jeden Monat noch Methanol (3 x) und
nach sechs Monaten ab Anfang noch Molasse
Sehr interessant, aber
mehrere Details
notwendig
Was für
hydrogeologische
Bedingungen kommen
in den Gruben vor?
Verweis auf laufende
in-situ
Experimente in
Silver King Mine, Keno
Hill; ein Paper wird in
IMWA 2019
Proceedings
veröffentlicht:
Gault,
Andrew;
Harrington, Jim;
Robertson,
Cameron; Simair,
Monique; Friesen,
Vanessa
(2018): Pilot
Study of In Situ
Biological Treatment
at the Silver King
Mine, Keno Hill,
Yukon. – In:
Wolkersdorfer, Ch.;
Sartz, L.; Weber, A.;
Burgess, J. &
Tremblay, G.: Mine
Water – Risk to
Opportunity. – p. 121
– 128; Pretoria, South
Africa (Tshwane
University of
Technology).
S. Quelle [NI-18]

image
image
image
- Anlage 2 -
VITA-MIN
Kürzel
Zitation
Zielobjekt/
Örtlichkeiten
Prozessparameter
Beschreibung
Bemerkung/ Bewertung
mit Methanol eingespritzt.
Die Urangehalte sind von 22,8 mg/L auf 1,8
mg/L gefallen.
[HA-16]
Hamai, T.; Sato, Y.; Kojima,
K.; Miura, T.; Hayashi, K.;
Sakakibara, T.; Hatsuya, K.;
Kobayashi, M.; Masuda, N.;
Takamoto, K.; Sowanaka,
M.; Sakata, T.: A compact
Passive Treatment Process
for AMD Using Rice Husk
and Rice Bran. Mining meets
Water - Conflicts and
Solutions: Proceedings
IMWA 2016.
Japan
Saures Grubenwasser
Verlassene Grube in
Akita-Präfektur,
Japan
Bakterielle Sulfatreduktion
Ex-situ,
Pilotmaßstab
Einlauf: pH= 3,5, Fe ca. 40
mg/L, Zn 18 mg/L, Cu 8 mg/L,
Cd 0,06 mg/L
T= 5-20 °C
Reaktor a) 422 mm x 320 mm
x 300 mm
Reaktor b) 1006 mm x 703
mm x 603 mm
Kapazität für etwa 250 L
Wasser
Flussraten 80 mL/min, bzw.
160 mL/min und zugehörige
RT 50 Stunden, bzw. 25
Stunden
250 Tage Probelauf
Die Apparatur bestand aus:
a) Fe-Oxidationsreaktor zur
Eisenoxidation und –fällung
b) Anaerobem Reaktor, in dem
sulfatreduzierende Bakterien zum
Ausfällen der Metallsulfide verwendet
wurden.
Der Reaktor a) war mit Luftzufuhr versorgt.
Im Reaktor b) wurde anfangs Boden als
Inoculum (102 g), Reishüllen (25,5 kg),
Reiskleien (24,5 kg) und grüner Tee (8,5 kg)
als C-Quelle für Bakterien verwendet.
Außerdem wurde Kalkstein (10,2 kg, 83-20
mm) als Puffer zugegeben.
Am Anfang wurde in der Anlage für ca. 2,5
Wochen Gleichgewicht eingestellt, bis Red-
Ox-Potential -200 bis -300 mV erreicht hat.
Danach wurde das Grubenwasser eingespeist.
Vergleich der Retentionszeiten:
Bei der RT= 25 h wurden die Metallsulfide
zum selben Ausmaß als bei RT= 50 h
reduziert und haben sich an den Reishüllen
abgesetzt. Der Sulfat wurde bei RT= 25 h
effektiver entfernt.
Die Umgebungstemperatur schien keinen
großen Einfluss auf den Prozess zu haben.
Auslauf: Fe 1,26 mg/L, Zn 0,16 mg/L, Cd
0,002 mg/L, pH ca. 7.
Clogging tritt häufig
auf
C-Quellen müssen
nachgeliefert werden
[JI-17]
Jing, C.; Landsberger, S.; Li,
Y.L.: The application of illite
supported nanoscale zero
valent iron for the treatment
of uranium contaminated
groundwater. J. Env. Rad.
Mit Uran
kontaminiertes GW
Cimarron Fuel
Fabrication Site,
Adsorption am nullwertigen
Eisen
Labormaßstab (1 L)
Ex-situ,
Umgebungsbedingungen
Der gewünschte pH-Wert des kontaminierten
GWs wird eingestellt (pH 4, pH 7 und pH 8,5).
Das Wasser wird mit für zwei Stunden bei 22
°C mit dem Adsorptionsmittel (0,1-1,0 g I-
NZVI/L GW) gerührt.
Ähnlich wie [FA-13]:
pH-sensitiv etc.

image
image
image
- Anlage 2 -
VITA-MIN
Kürzel
Zitation
Zielobjekt/
Örtlichkeiten
Prozessparameter
Beschreibung
Bemerkung/ Bewertung
175-176 (2017), 1-6.
USA, China
Oklahoma,
USA
U (total)= 1,43 mg/L
7 Tage
Bei pH=6,7-7,7 war die
Uranentfernungseffizienz ca. 83% (am
effizientesten bei neutralem pH).
Der Urangehalt nach 2 h blieb bei 19,8-31,4
µg/L.
[KI-15]
Kim, N.; Park, M.; Park, D.:
A new efficient forest
biowaste bioabsorbent for
removal of cationic heavy
metals. Bior. Tech. 175
(2015), 629-632.
Department of Enviromental
Engineering, 1 Yonseidae-
gil, Südkorea
Schwermetallhaltiges
Wasser (Cd, Pb)
Aufnahme in Biomasse
Ex-situ,
Batch,
Labormaßstab
6 Stunden, 20-25 °C
Die Aufnahme von Cadmium und Blei in
Kastanienfruchtbecher wurde überprüft.
Die Biomasse wird gewaschen, getrocknet
(100 °C/ 24h), gemahlen und gesiebt (500-
1000 µm).
0,4 g Biomasse wird bei pH= 4 mit 200 mL
Metalllösung versetzt und bei 20-25 °C für 6
Stunden geschüttelt.
Nach Anschließender Filtration wird die
Reaktionslösung mittels ICP vermessen.
Die Kastanienfruchtbecher haben 34,77 mg/g
Cd
2+
und 74,35 mg/g Pb
2+
aufgenommen,
was bisher die höchsten mit Biosorbenten
erreichten Gehalte sind.
Interessant wäre die
Untersuchung eines
realen GWs
Sulfataufnahme
unbekannt
[KL-
11/2]
Klimkova, S.; Cernik, M.;
Lacinova, L.; Filip, J.;
Jancik, D.; Zboril, R.: Zero-
valent iron nanoparticles in
treatmenr of acid mine
water from
in-situ
uranium
leaching. Chemosphere 82
(2011), 1178-1184.
Tschechische Republik
Grubenwasser aus
der Urangrube Stráž
pod Ralskem,
Tschechische
Republik
Adsorption am nullwertigen
Eisen
Labormaßstab, Batch,
ex-
situ
pH= 1,83, U= 19,32 mg/L,
SO
4
2-
=12600 mg/L
Das Grubenwasser wurde verdünnt und
unverdünnt auf die Adsorptionsprozesse
untersucht.
Die Aufgabe von nZVI (nano zero-valent iron)
hat die Gehalte an Al, U, V, Cr, Cu, Ni, Cd, Zn
und As signifikant gesenkt. Der pH-Wert nach
der Behandlung war im Bereich 3,7-7,1, je
nach anfänglich vorgenommener Verdünnung.
Die Adsorbentkonzentration 1 g/L hat sich bei
allen Verdünnungen als ausreichend erwiesen.
Der Sulfatgehalt wurde nur vernachlässigbar
(2-5%) gesenkt.
Ineffektiv beim Sulfat
[MA-17]
Madzivire, G.; Maleka, R.
M.; Tekere, M.; Petrik, L. F.:
Cradle to cradle solution to
problematic waste materials
from mine and coal power
Mit Schwermetallen
kontaminiertes
Grubenwasser aus
Goldgewinnung
Pilotmaßstab,
ex-situ
Fällung
Wasser reich an Al
2+
, Ca
2+
,
80 L Grubenwasser wurde mit 16 kg
Flugasche und 200g Kalkstein vermischt.
Nach 30 Minuten wurden 344,45 g Al(OH)
3
zugegeben und 210 Minuten in einem Jet-
Loop-Reaktor weitergerührt. In die
Auch für
Uranentfernung
geeignet
Energieaufwendig

image
image
image
- Anlage 2 -
VITA-MIN
Kürzel
Zitation
Zielobjekt/
Örtlichkeiten
Prozessparameter
Beschreibung
Bemerkung/ Bewertung
station: Acid mine drainage,
coal fly ash and carbon
dioxide. J.W.P.E. (2017)
Südafrika
Wasserprobe aus
West Rand-Becken,
Witwatersrand
goldfields in
Südafrika
Flugasche aus dem
Kraftwerk in
Mpumalanga-Provinz
in
Südafrika
Fe
2+
, Mg
2+
, SO
42-
, mit pH= 2
Reaktionsmischung wurde CO
2
eingeleitet (7
bar), bis der pH-Wert 6-9 betragen hat.
Der Feststoffrückstand kann
ex-situ
abgetrennt, getrocknet und als Versatz
verwendet werden.
Spezifische
hydrogeologische
Bedingungen
[MC-11]
McCullough, C.; Lund, M. A.:
Bioremediation of Acidic and
Metalliferous Drainage
(AMD) through organic
carbon amendment by
municipal sewage and green
waste. J. Env. Man. 92
(2011), 2419-2426.
Mine Water and
Enviromental Research
Centre, Australien
Metallhaltiges Wasser
aus dem
Kohlebergbau
Nort Bowen coal field,
Collinsville,
Australien
Schlamm aus
Collinsville and
Bowen Municipal
Wastewater
Treatment Plan
Greenwaste aus
Perth
Labormaßstab,
ex-situ
Biologische Sulfatreduktion
4,5 L Rohre
32:1 und 16:1
Wasser/organischer Feststoff-
Verhältnis
1:1 Biomüll:Schlamm
Biomüll und Abfallwasser stellen eine gute
Grundlage für das Wachstum der SRB.
pH-Wert wurde erhöht, die
Schwermetallkonzentrationen unterdrückt.
H
2
S und NH
3
wurden gebildet.
Evtl. Auffangen und
Ausnutzen der Gase?
[NI-16]
Nilson, Ch.; Karlssin, S.;
Sjöberg, V.; von Kronhelm,
T.: Municipal sludge ash for
abatement of ARD. Mining
meets Water - Conflicts and
Solutions: Proceedings
IMWA 2016.
Schweden
Methallhaltige saure
Grubenwässer
Kippenmaterial aus
Ljusnarberg-Grube,
Schweden
wurde
zur Erzeugung
künstlicher
Grubenwässer
verwendet.
Adsorption,
ex-situ,
Labormaßstab
Schlamm bei 105 °C
getrocknet, bei 1000 °C
verbrannt und auf <0,1 mm
gemahlen
Künstliches AMD: pH=2,9,
Al 320 mg/L, Ca 450 mg/L, Fe
3 mg/L, Mn 33 mg/L,
Der kommunale Abfallschlamm wird
getrocknet, verbrannt, gemahlen, mit AMD
bei verschiedenen pH-Werten gemischt (10:1
AMD: Asche) und für 24 h im Shaker
geschüttelt.
Anschließende Quantifizierung erfolgt mittels
AES. Es wurde festgestellt, dass die
Adsorption an der Asche pH- abhängig ist (bei
höheren pH-Werten besseren
Entfernungsraten, da öfter Co-ausfällung
auftritt). Die Asche hat sehr gute
Die Asche selbst
beinhaltet schon eine
Menge an
Schwermetallen.
Eventueller
Waschvorgang würde
wieder mit
Schwermetallen
belastetes
Abfallwasser kreieren.
Verbrennung ist
energieaufwendig.

image
image
image
- Anlage 2 -
VITA-MIN
Kürzel
Zitation
Zielobjekt/
Örtlichkeiten
Prozessparameter
Beschreibung
Bemerkung/ Bewertung
Kommunaler Abfall
aus Örebro, Västerås
und Eskiltuna
SO4 5 g/L, Spurenelemente
Cd, Cu, Pb und Zn je 0,5 mg/L.
Adsorptionseigenschaften vor allem bei pH=8
gezeigt (z.B.: Zn und Cr wurden zu 100%, Fe
zu 90,9%, Pb zu 94,3% und Cd zu 58,4%
entfernt.
Für eine
großtechnische
Anwendung müssten
noch die
hydrodynamischen
Eigenschaften der
Asche berücksichtigt
werden.
[NI-18]
Nielsen, G.; Hatam, I.;
Abuan, K. A.; Janin, A.;
Coudert, L.; Blais, J. F.;
Mercier, G.; Baldwin, S. A.:
Semi-passive
in-situ
pilot
scale bioreactor successfully
removed sulfate and metals
from mine impacted water
under subarctic climatic
conditions. Wat. Res. 140
(2018), 268-279.
Kanada
Bergbaubeeinflusste
Gewässer
SIlver King Mine,
Keno Hill Silver
District, Yukon,
Kanada
Biologische Sulfatreduktion,
in-situ,
Pilotmaßstab
Einlauf: pH 6,5-7,1, SO4 417,6
± 130,6 mg/L, Zn- und Cd-
Gehalte fluktuieren
Zwei 200 L Fässer, je mit 40 L
Kippenmaterial gefüllt (20
Vol%)
Hydraulische RT 2 Wochen, t=
14 Monate, T im Reaktor 4-
17,5 °C
Zugabe der Molasse: täglich
51,6 min mit 6 mL/ min, TOC
in der Molasse 28,8 w%,
Menge der Molasse aus der
durchschnittlichen
Sulfatkonzentration im Einlauf
berechnet
Das Wasser aus einer gefluteten Grube in
zwei Bioreaktoren von unten nach oben
gepumpt, so dass dabei das Gesteinsbett
durchgeströmt wird.
Die Sulfatreduktionsraten fluktuierten je nach
Umgebungstemperatur, sowie auch die Zink-
und Cadmiumgehalte (Sommer 2015:
Entfernungsraten für Zn, bzw. Cd: 80,6±
2,1%, bzw. 90,5± 0,6%; Winter 2015: 20,9±
7,3% für Zn und 39± 9,8% für Cd.)
Wie wird dieser
Prozess bei schwer
belasteten Wässern
ablaufen?
Lassen sich die
Temperatureinflüsse
beseitigen?
[OL-13]
Olivelli, M. S.; Di Gregorio,
D.; Huck, H.; Niello, J. F.;
Torres Sánchez, R. M.;
Curutchet, G.:
Characterization of U(VI)
sorption and leaching on
clay supported biomass
sorbents. Advanced
Materials Research Vol. 825
(2013), 532-535.
Adsorption/ Biosorption
ex-
situ,
Labormaßstab
Künstliches Wasser
Die U(VI)-Zurückhaltung wurde ein einer
Matrix aus Pilzmasse und Montmorillonit
untersucht.

image
image
image
- Anlage 2 -
VITA-MIN
Kürzel
Zitation
Zielobjekt/
Örtlichkeiten
Prozessparameter
Beschreibung
Bemerkung/ Bewertung
Argentinien
[PE-13]
Peer, R. A. M.; Stronsnider,
W. H. J.; Winfrey, B. K.,
Nairn, R. W.: Passive Co-
Treatment of Acid Mine
Drainage and Municipal
Wastewater: Removal of
Less Commonly Addressed
Metals at Cerro Rico de
Potosí, Bolivia. Reliabke
mine Water Technology:
Proceedings IMWA 2013.
USA
Saures, metallreiches
Grubenwasser
AMD aus Cerro Rico
de Potosí,
kommunaler
Abwasserabfall aus
Potosí,
Bolivien
Biologische Sulfatreduktion,
Fällung
Labormaßstab,
Batchansatz,
ex-situ
8,2-10,3 °C
RT 24 h Klärvorrichtung, 24 h
AKA, 48 h Oxidationsbecken
Einlauf:
GW: pH 3,58, Fe 68 mg/L, Zn
550 mg/L
AW: NO3 5,6 mg/L, PO4 38
mg/L
Das Grubenwasser wurde mit rohem
Abwasserabfall (5:1) vermischt und in eine
dreistufige Anlage geführt, die aus einer
Klärvorrichtung, einem anoxischen
Kalksteinabfluss und einem Oxidationsbecken
bestand.
Al, Fe, Mn und Zn wurden zu 99,7%, 99,9 %,
4,5% und 33,9% entfernt.
Weitere Details
unbekannt
[PI-16]
Pinto, R.; Oliveira, Z.;
Diamantino, C.; Carvalho,
E.: Passive treatment of
Radioactive Mine Water in
Urgeiriça Uranium Mine,
Portugal. Mining meets
Water - Conflicts and
Solutions: Proceedings
IMWA 2016.
Portugal
U- und Ra-
kontaminiertes
Grubenwasser
Urgeiriça, Quinta do
Bispo, Cunha Baixa-
und Bica-Grube,
Portugal
Phytoaufnahme,
biologische Sulfatreduktion
und Adsorption
In-situ,
Pilotmaßstab
Einlauf: U 487 µg/L,
226
Ra 1
Bq/L, Fe und Mn 6 mg/L, pH 5-
6,5
Hydraulische Parameter:
A) V= 985 m³, Q= 4,63
m³/h, RT= 8,87 d
B) V= 298 m³, Q= 0,77
m³/h, RT= 16,14 d
C) V= 1645 m³, Q= 5,4
m³/h, RT= 12,69 d
Ø Flussrate in der gesamten
Die Anlage besteht brutto aus neun Becken:
A) drei Betonbecken (V=1000 m³),
B) drei zusätzlichen Betonbecken (je 100 m³,
davon der letzte wieder in drei geteilt und
davon der letzte als permeable Reaktivwand
mit Aktivkohle verwendet) und
C) drei Wetlands mit Makrophyten
Juncus
efusus, Iris pseudacorus, Typha latifolia
und
Carex aquatilis
(1700 m³).
Die Überwachungsbrunnen lieferten folgende
Beobachtungen:
pH 5,9-7,7
Ca, Na, K temporal und räumlich
konstant
Fe, Mn konstant in A) und B), in C) bis
unter die Nachweisgrenze
Bikarbonate sind im Prozess leicht auf
300 mg/L angestiegen
Ausführlichere
technische Parameter
unbekannt
Biologie unbekannt
Einfluss der
Umgebungstemp.

image
image
image
- Anlage 2 -
VITA-MIN
Kürzel
Zitation
Zielobjekt/
Örtlichkeiten
Prozessparameter
Beschreibung
Bemerkung/ Bewertung
Anlage= 4 m³/h
Chemische Stabilisierung des
Systems nach ca. 2 a
Sulfate fluktuieren zwischen 100-200
mg/L
Chlorid stabilisierte sich bei 50 mg/L
Ra ist auf <0,01 Bq/L gefallen
U 11 µg/L
[PI-17]
Pi, K.; Wang, Y.; Xie, X.;
Ma, T.; Liu, Y.; Su, C.; Zhu,
Y.; Wang, Z.: Remediation
of arsenic-contaminated
groundwater by
in-situ
stimulating biogenic
precipitation of iron sulfides.
Wat.Res. 109 (2017), 337-
346.
China
As-kontaminiertes
Grundwasser
Datong-Becken,
China
In-situ
Adsorption und
Fällung, Feldmaßstab
Grundwasserfluss 0,2 m³/d
As-gehalt: 10-3000 µg/L,
durchschnittlich 593 µg/L
pH 7,85-8,07
E
h
= -254 mV bis -123 mV
Die Studie handelt von einer
in-situ
As-
Sequestrierung mit biogenem Pyrit durch
Adsorption und Co-ausfällung.
Dazu wurde im Zielaquifer (75x50 m²)
mithilfe Pumpen ein konstanter
Grundwasserfluss von 7m³/h erzeugt. Durch
vier Injektionsbrunnen werden (a) 23,2 L
einer 5 mmol/L FeSO
4
-Lösung mit der
Flussrate 11,6 L/h und (b) 17 L anoxisches
Wasser mit der Flussrate von 12/L viermal
täglich über 25 Tage eingeleitet.
Während des Versuchs werden die
hydrochemischen Parameter, Red-Ox-
Bedingungen etc. on-site überwacht.
Die im Aquifer anfallenden Sedimente wurden
gesammelt und untersucht.
Die As-Konzentration im GW sank von 593
g/L bis hin zu 136 µg/L innerhalb von 30
Tagen.
Spezifische Red-Ox-
Bedingungen
Wohin mit dem
Sediment?
Was mit anderen
Elementen?
Remobilisation?
[SA-11]
Saad, D. M. G.; Cukrowska,
E. M.; Tutu, H.:
Development and
application of cross-linked
polyethylenimine for trace
metal and metalloid removal
from mining industrial
wastewaters. Toxicological &
Enviromental Chemistry Vol
93, No. 5, 2011, 914-924.
Südafrika
Wasser aus der Nähe
der Goldgruben in
Central Rand
goldfield,
Johannisburg,
Südafrika
Adsorption am Polymer
Labormaßstab,
Ex-situ
Wasserunlösliches, mit Epichlohydrin
vernetztes Polyetylenimin wurde auf die
Fähigkeit, Metallen und Metalloiden aus
kontaminiertem Wasser zu entfernen,
getestet.
Gute Ergebnisse bei der Adsorption von
Metallen.
Adsorption von Metalloiden und Oxoanionen
ungenügend.
Synthetisch aufwendig
Optimierung bezüglich
Anionenadsorption
notwendig

image
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- Anlage 2 -
VITA-MIN
Kürzel
Zitation
Zielobjekt/
Örtlichkeiten
Prozessparameter
Beschreibung
Bemerkung/ Bewertung
[SA-14]
Saad, D. M. G.; Cukrowska,
E. M.; Tutu, H.: Engineered
Materials for the
Containment of Uranium and
Other Toxic Elements in
Mine-polluted Water. An
Interdisciplinary Response
to Mine Water Challenges-
Sui, Sun & Wang. 2014,
654-657.
Südafrika
Verschmutztes
Wasser (synthetisch)
Adsorption am Polymer
Labormaßstab,
Ex-situ
pH 3 und 8
Vernetztes Polyethylenimin (CPEI) wird mit
Phosphatliganden funktionalisiert und seine
Fähigkeit, Uran aus der Lösung zu entfernen,
untersucht.
Uran wurde zu 98% aus der Lösung entfernt,
Eisen zu 62%, Mn zu 90% und As zu 76%
entfernt.
Synthetisch aufwendig
Anionen
[SA-18]
Saunders, J. A.; Lee, M.-K.;
Dhakal, P.; Ghandehari,
S.S.; Wilson, T.; Billor, M.
Z.; Uddin, A.:
Bioremediation of arsenic-
contaminated groundwater
by sequestration of arsenic
in biogenic pyrite. Ap.
Geochem. 96 (2018), 233-
243.
As-kontaminiertes
GW
Florida
Bakterielle Sulfatreduktion
Ex-situ,
Labormaßstab
Die Bildung von Arsenopyrit im Grundwasser
wurde durch die Zugabe von Pyrit
verschiedener Korngrößen in variablen pH-
Milieus und As-Konzentrationen verfolgt.
ortsspezifisch
Verweis auf Lee et al.:
Field-scale
bioremediation of
arsenic-contaminated
groundwater using
sulfate-reducing
bacteria and biogenic
pyrite. Bioremed. J.
(accepted).
[SC-11]
Schipek, M.; Treatment of
acid mine lakes.
Dissertation, 2011,
Technische Universität
Bergakademie Freiberg.
Deutschland
Tagebaufolgesee
Burghammer,
DE
(nach
Braunkohlebergbau
mit hohem Gehalt an
Schwermetallen)
in-situ,
in-lake
Adsorption
Es wurden zahlreiche In-Lake-Versuche
durchgeführt. Neutralisation: Soda, Kalkstein,
Kalkhydrat, Branntkalk oder industrielle
Nebenprodukte (Flugasche, …)
Modellierung in PhreeqC: CO
2
-Einleitung
Feldversuche mit CO
2
[ST-13]
Strosnider, W. H. J.;
Winfrey, B. K.; Peer, R. A.
M.; Nairn, R. W.: Passive
co-treatment of acid mine
drainage and sewage:
Anaerobic incubation reveals
a regeneration technique
and further treatment
possiblities. Ecol. Eng. 61
(2013), 268-273.
Kommunales
Abfallwasser (City of
Norman, Oklahoma
Water Pollution
Control Facility) und
synthetisches saures
Grubenwasser
USA
Labormaßstab,
ex-situ
Biologische Sulfatreduktion
und Fällung
In einem primären Absatzbecken wurden zur
Feststoffabsetzung kommunales Abfallwasser
mit AMD gemischt. Es folgte eine Fe
3+
-
Reduktion, um den pH-Wert in die Richtung
des Optimums der SRB zu erhöhen.
Schwermetalle wurden mit Chelaten entfernt,
Fe und Al mit Phosphat geflockt, abgetrennt
und gestrippt (mikrobiell gelöster Sauerstoff).

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- Anlage 2 -
VITA-MIN
Kürzel
Zitation
Zielobjekt/
Örtlichkeiten
Prozessparameter
Beschreibung
Bemerkung/ Bewertung
USA
[UP-16]
Upreti, P. S.; Chi Tangyie,
G.; Huddersman, K.; Smail,
I.: Field trial of an ion
exchange based metal
removal technology in the
treatment of mine waters.
Mining meets Water -
Conflicts and Solutions:
Proceedings IMWA 2016.
UK
Zn-, Cd- und Pb-
haltiges, pH-
neutrales
Grubenwasser aus
White Tip, Minsterley,
Shropshire,
UK
Ionenaustausch und
Adsorption,
ex-situ,
Pilotmaßstab
60 L Reaktor mit 30
beschichteten
Ionenaustauscherscheiben
(insg. 11 kg Ionenaustauscher)
Zn 50 ppm, Cd 0,14 ppm, Pb
0,06 ppm
RT ca. 2 Stunden
170 Tage Probelauf, am Tag 79
erfolgte
Austauscherregeneration
Ø Flussrate 32,22 L/Stunde
Gesamtvolumen am
behandelten Wasser 131,46
Das Grubenwasser wird zuerst in einem
Becken (5m³) gespeichert, anschließend in
den Reaktor gepumpt.
Beim Prozess wurden mehrere Flussraten,
Retentionszeiten sowie
Rotationsgeschwindigkeiten der Scheiben auf
die Probe gestellt.
Nach 79 Tagen wurden die Ionenaustauscher
mit HCl (insg. 205 mol) und NaOH (insg. 19
mol) regeneriert.
Zink wurde im Durschnitt zu 64,18%, Cd zu
22,37% und Pb zu 75,04% entfernt.
Diese wurden aus dem Harzaustauscher
wiedergewonnen.
Verschiedene
Entfernungseffizienz
vor und nach der
Regeneration
Eintrag von NH
3
-N und
SO
4
-S aus dem Harz
ins Grubenwasser
Bei anderer
Wasserzusammensetz
ung wäre
Vorbehandlung
notwendig
[WA-
11]
Wan, J.; Dong, W.;
Tokunaga, T. K.: A Method
to Attenuate U(VI) Mobility
in Acidic Waste Plumes
Using Humic Acids. Environ.
Sci. Technol. 45 (2011),
2331-2337.
USA
Kontaminiertes und
saures GW
Sediment aus
Savannah River Site,
USA
Adsorption,
ex-situ,
Labormaßstab
22 °C
Feststoff/Wasser-Gehalt= 5g/
L
3 Tage
Sediment wurde in Glassäulen gefüllt und mit
künstlichem GW versetzt. Huminsäuren zur
Immobilisierung von Uran wurden injiziert.
[WI-13]
Willscher, S.; Mirgorodsky,
D.; Jablonski, L.; Ollivier,
D.; Merten, D.; Büchel, G.;
Wittig, J.; Werner, P.: Field
scale phytoremediation
Boden-Wasser-
Habitat
Gessenwiese,
Phytoaufnahme,
in-situ,
Pilotmaßstab
Ca. 100 Tage
Es wurden Phytosanierungsversuche mittels
Helianthus annuss
(Sonnenblume),
Triticale
(Weizen-Roggen-Hybrid),
Brassica juincea
(Brauner Senf) durchgeführt.

image
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- Anlage 2 -
VITA-MIN
Kürzel
Zitation
Zielobjekt/
Örtlichkeiten
Prozessparameter
Beschreibung
Bemerkung/ Bewertung
experiments on a heavy
metal und uranium
contaminated site, and
further utilization of the
plant residues. Hydromet.
131-132 (2013), 46-53.
Deutschland
Ronneburg,
Deutschland
Die betroffene Erde wurde ausgebaggert,
homogenisiert und in zehn Blöcke je 2 m x 2
m x 1 m gefüllt. Diese wurden einzeln
abgegrenzt, um einen lateralen Fluss
zwischen den Blöcken zu vermeiden. Die Erde
wurde zusätzlich mit
Glomus intraradices
(Pilz) und einer bakteriellen Kultur aus
Streptomyces tandae
F4 und
S. acidiscabies
E13 und 10 kg/m² kalkhaltiger Muttererde
versehen.
In drei von neun Blöcken wurde je eine
Pflanzenart gepflanzt und mit 100 kg/ha NPK
gedüngt.
Nebenan wurden drei Lysimeter installiert
(0,5 m², 100 m).
Nach ca. 100 Tagen wurden die Pflanzen
geerntet und auf Schwermetallgehalte
getestet.
Triticale
hat sich als günstig erwiesen, da sich
diese gut an saures Milieu anpassen kann und
höhere Menge an Schwermetallen/
Radionukliden aufnimmt. Die Lysimeterdaten
haben gezeigt, dass diese Amelioration Die
Grundwasserkontaminierung signifikant
reduziert hat.
[WO-
17]
Wolkersdorfer, C.; Qonya,
B.: Passive Mine Water
Treatment with a full scale,
containerized Vertical Flow
Reactor at the abandoned
Metsämonttu Mine Site,
Finland. Mine Water and
Circular Economy:
Proceedings IMWA 2017.
Finnland, Südafrika
pH-neurales Fe-
reiches
Grubenwasser
Metsämonttu, Aijala,
Finnland
Biologische Eisenreduktion
im VFR (vertical-flow
reactor,
Vetrikalströmungsreaktor)
Ex-situ,
on-site,
Feldmaßstab
„6 m Becken“, Q 0,6-34,6
L/min, Umgebungstemperatur
7-12 °C
RT 10 h 17 min
38 Tage Probelaufzeit
Ein Behälter wurde zum VFR modifiziert. Der
Boden des Behälters wurde mit Mica-Gneis
gefüllt (32-64 mm). Als Tracer wurde
Kochsalz eingesetzt.
Auslauf: pH 7,2-7,5, Fe 0,2-10 mg/L, Eh 100-
290 mV
Nur für geringfügige
Fe-Kontamination
Einfluss der
Umgebungstemperatu
r vorhanden
Nicht klarer Ausmaß
des Reaktors und die
technische Umsetzung

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- Anlage 2 -
VITA-MIN
Kürzel
Zitation
Zielobjekt/
Örtlichkeiten
Prozessparameter
Beschreibung
Bemerkung/ Bewertung
Einlauf: pH 7,2-7,5; Eh 70-90
mV, Fe 6-11 mg/L
[YA-15]
Yan, B.; Mai, G.; Chen, T.;
Lei, C.; Xiao, X.: Pilot test of
pollution control and metal
resource recovery for acid
mine drainage. Water
Science & Technology 72.12,
IWA Publishing 2015.
China
Metallrückgewinnung
aus AMD
Polymetallgrube in
Dabaoshan,
Guangdong-Provinz,
China
Fällung,
ex-situ,
Pilotmaßstab
Flussrate ca. 10-15 m³/h
Retentionszeit abhängig je
Sedimentationszylinder 1,13-
1,31 h
In einem vierstufigen Prozess wurden Fe, Cu,
Zn und Mn fraktionell ausgefällt.
Die Anlage bestand aus vier
Reaktionszylindern, vertikalen
Sedimentationszylindern,
Fällungskonzentratorzylinder und
Banddrucksystem.
Nach der Präsedimentation (Entfernung der
primären suspendierten Feststoffe) wurde das
Grubenwasser oxidiert.
pH für Fe-Fällung betrug 3,9 und für Mn 8,6.
Für die AMD-Oxidation waren 0,30 mL H
2
O
2
/ L
nötig.
Nach der fraktionierten Fällung wurden die
Niederschläge aufkonzentriert, beim erhöhten
Druck filtriert und getrocknet.
Die Rückgewinnungsraten betrugen:
82% für Fe, 79% für Cu, 83% für Zn und
83% für Mn.

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- Anlage 2 -
VITA-MIN
Tabelle 2. 2: Patente.
Patentbezeichnung
Beschreibung
CA000002599557 A1
biologisch
Eine
in-situ
Methode zur Behandlung größerer Wasserkörper mittels Metallimmobilisierung wird
beschreiben. Es eignet sich auch für untertägige Seen, fließende Gewässer und verlassene
Gruben. Ein inokuliertes Medium mit höherer Dichte wird in den Wasserkörper eingeleitet,
anschließend werden die durch bakterielle Sulfatreduktion entstandenen Sulfide ausgefällt. Die
Zusammensetzung des Mediums wird im Patent in Hinsicht auf seine Effizienz diskutiert.
CN103362550 (A)
biologisch+ chemisch
Das Patent beschreibt einen Ansatz zur Behandlung der sauren Grubenwässer mit
Feldfruchtschalen. Es umfasst das Besprühen der Wasseroberfläche in der Grube am
Austrittspunkt des Wassers oder das Abfangen des Wassers und anschließende Behandlung mit
einem biologischen Inhibitor und einem Flockungsreagenz. Der biologische Inhibitor dämmt die
Aktivität der acidophilen Mikroorganismen, und das alkalische Flockungsmittel beteiligt sich an
Fe
2
O
3
-, bzw. Fe(OH)
3
-Fällung, die eine Beschichtung an der Pyritoberfläche bilden und somit
diese vor weiteren Oxidation schützen.
CN103936168 (A)
biologisch
Die in diesem Patent beschriebene Methode offenbart eine
in-situ
ökologische
Wiederherstellung kontaminierter Seen oder Reservoirs. Eine Pflanzenschwebschicht wird mit
Bufferschlammunterschicht kombiniert. Dazu wird der Schlamm aus der kommunalen
Abwasserbehandlung in den betroffenen See zugegeben, um eine Vielfalt an Mikroorganismen
zu schaffen. Das Schwebebett auf der Oberfläche stellt Kohlenstoff, Stickstoff und sonstige
Energiequellen für die Mikroorganismen in der Unterschicht zur Verfügung.
CN206538352 (U)
Adsorption
Im Patent wird eine Wasserbehandlung mit porösen Reaktivziegeln beschreiben. Diese
bestehen aus Kippenmaterial, Portlandzement, Kies, Lehm und Kohlenstoffpulver.
WO002016035045 A1
biologisch+chemisch
Die hier offenbarte Sanierungsmethode beschreibt die Nutzung von dispersen BaCO
3
im sauren
Grubenwasser. Es handelt sich um eine Kombination chemischer und biologischer Ansätze.
WO002017180564 A1
chemisch
Das Patent richtet sich auf die Neutralisation saurer Grubenwässer mittels Agglomeration der
ungewünschten Festkomponente.
Dazu wird das Wasser mir einem hydrophobischen Reagenz versehen, das die Agglomeration
der Festkomponente einbringt.
WO02018006094 A1
biosorption
Das Patent beschreibt eine Wasserbehandlung mit Pflanzenkohle.

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VITA-MIN
ANLAGE 3
Quellenverzeichnis zur Literaturrecherche

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- Anlage 3 -
VITA-MIN
LITERATURVERZEICHNIS ZUR LITERATURRECHERCHE
[AG-08]
A. Greif, W. Klemm, K. Klemm: Influence of Arsenic from anthropogenic loaded
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[AH-03]
Sung, Ahn Joo; Chul-Min, Chon; Hi-Soo, Moon and Kyoung-Woong, Kim: Arsenic
removal using steel manufacturing byproducts as permeable reactive materials in
mine tailing containment systems, Water Research Volume 37 (2003) Pages 2478
- 2488
[AK-06]
Akcila, Ata; Soner, Koldas: Acid Mine Drainage (AMD): causes, treatment and case
studies - Journal of Cleaner Production, Volume 14 (2006) Issues 12 - 13, Pages
1139 - 1145
[BA-97]
Mine-water chemistry: the good, the bad and the ugly. Environmental Geology 32
(2) Oct. 1997, p. 157 - 174
[BA-00]
Baacke, D.: Geochemisches Verhalten umweltrelevanter Elemente in stillgelegten
Polysulfiderzgruben am Beispiel der Grube “Himmelfahrt” in Freiberg/Sachsen -
Dissertation, TU Bergakademie Freiberg (2000) 139 S.
[BA-03]
Batty, Lesley C.; Younger, Paul L.: The Use of Waste Materials in the Passive
Remediation of Mine Water Pollution - Surveys in Geophysics Volume 25 (2004)
Number 1, S. 55 - 67
[BA-13]
Bai, H.; Kang, Y.; Quan, H.; Han, Y.; Sun, J.; Feng, Y.: Treatment of acid mine
drainage by sulfate reducing bacteria with iron in bench scale runs. Bior. Tech.
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[BA-14]
Batakula, E. N.; Cukrowska, E. M.; Weiersbye, I. M.; Mihaly-Cozmuta, L.; Peter,
A.; Tutu, H.: Biosorption of trace elements from aqueous systems in gold mining
sites by the filamentous green algae (Oedogonium
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J. Geo. Exp. 144 (2014),
492-503.
[BE-01]
Beuge, P.; Häfner, F.: Möglichkeiten und Grenzen der Formierung geochemischer
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Grundwasserforschungstage, 09./10.04.2001
[BE-97]
Beuge, P.; Kindermann, L.: Recherche und Interpretation zu chemischen
Prozessen nach der Flutung vergleichbarer Erzbergwerke - Unveröff. Studie,
Freiberg (1997)
[BE-97/2]
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[BI-07]
Bilek, Felix; Wagner, Stephan; Pelzel, Christin: Technikumsversuch zur Eisen- und
Sulfatabscheidung durch autotrophe Sulfatreduktion im In-situ-Reaktor – bisherige
Ergebnis - 58. Berg- und Hüttenmännischer Tag, Behandlungstechnologien für
bergbaubeeinflusste Wässer (2007) S. 49 - 56

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- Anlage 3 -
VITA-MIN
[BI-12]
Bilek, F.; Wagner, S.: Long term performance of an AMD treatment bioreactor
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in-situ
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[BL-08]
Bless, Diana; Park, Brian; Nordwick, Suzzann; Zaluski, Marek; Joyce,
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[BL-95]
Blowes, D.W.; Ptacek, C.J.; Hanton-Fong. C.J. and Jambor, J.L.: In-Situ
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Environmental Chemistry - Preprints of Papers, Vol. 35 (1995) No. 1, pp 780 - 783
[BO-16]
Bogush, A. A.; Voronin V. G.; Tikhova, V. D.; Anoshin, G. N.: Application of a
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[CA-00]
Canty, M.: Innovative in Situ Treatment of Acid Mine Drainage Using Sulfate-
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International Conference on Acid
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[CA-06]
Candy, G. A.; Everett, J.W.: Injection of fluidizied bed combustion ash into mine
workings for treatment of acid mine drainage - Mine Water and the Environment
Volume 25 (2006) Number 1, S. 45 - 55
[CA-98]
Canty, M.: Overview of the Sulfate-Reducing Bacteria Demonstration Project
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Metallurgy Review, Volume 19 (1998) Issue 1 - 4 , pages 61 – 80
[CA-11]
Carvalho, D.; Rodrigues, R.; Caxaria, C.; Richard, D.; Digby, C.; Franco, A.; Nero,
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September 2011
[CA-16]
Carvalho, E.; Diamantino,C.; Pinto,R.: Enviromental Remediation of Abandoned
Mines in Portugal – Balance of 15 Years of Activity and New Perspectives:
Proceedings IMWA 2016
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- Anlage 3 -
VITA-MIN
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- Anlage 3 -
VITA-MIN
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Ergänzungsbericht Pilotversuch zur In-situ-Beeinflussung des Flutungswassers der
Grube Pöhla; Wismut GmbH, 21.02.2006
[WIS-A 259/12]
Gesamtbericht Durchführung des Pilotversuchs im Schacht 371 der Grube
Schlema-Alberoda
zur
Überprüfung
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Flutungswassers mit feinkörnigem Eisen; Wismut GmbH, 29.02.2008
[WIS-K 185/3]
Abschlußbericht zur Studie "Auswertung und Beurteilung der Wirkung der
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physikalischen Parameter des zugeführten Flutungsmediums im Sanierungsbetrieb
Königstein"; Beak (31.03.199)
[WIS-K 248/2]
In situ groundwater remediation with the help of indigenous microbes zur Studie
"In-situ-Grundwassersanierung mit Hilfe von natürlich im Wasser vorkommenden
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[WIS-K 248/7]
Abschlussbericht zum "Betrieb einer 200-L-Kolonne im Technikum Seelingstädt zur
Behandlung von kontaminiertem Grundwasser aus dem 3. GWL Königstein zum
Projekt "Mikrobiologische In-situ-Sanierung von Grundwasserleitern am Standort
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Sachstandsbericht – Einsatz von reaktiven Materialien als unterstützende
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- Anlage 3 -
VITA-MIN
[WIS-K 319/11]
Bericht "Auswertung Pilotversuch Sulfiteinsatz für die Grube Königstein;
Versuchsphase 2 (Laufzeit März 2008 bis Februar 2009); IWSÖ - Institut für
Wasserwirtschaf Siedlungswasserbau und Ökologie GmbH (16.07.2009)
[WIS-K 319/13]
Bericht "Auswertung Pilotversuch Sulfiteinsatz für die Grube Königstein;
Versuchsphase 3 (Laufzeit März 2009 bis Februar 2010); IWSÖ - Institut für
Wasserwirtschaf Siedlungswasserbau und Ökologie GmbH (31.05.2010)
[WIS-K 319/9]
Bericht "Auswertung Pilotversuch zum Sulfiteinsatz für die Grube Königstein
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Siedlungswasserbau und Ökologie GmbH (16.07.2008)
[WIS-K 325/8]
Schlussbericht zum Vorhaben „Nachhaltige Minimierung des langzeitlichen
Stoffaustrags aus unterirdischen anorganischen Schadensherden am Beispiel der
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VITA-MIN
ANLAGE 4
Steckbriefe der Verfahren zum In Situ-Rückhalt von Schadstoffen
1.1
In-situ-Quellimmobilisierung durch hohen Flutungswassereinstau
1.2
Oxidation/Sedimentation (Transferbereich)
1.3
Oxidation/Sedimentation (grubenexternes Wetland)
1.4
Grubenwasser-Management
1.5
Neutralisation/Fällung
1.6
Reduktion
1.7
Reaktionsstrecke / Barriere

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- Anlage 4 -
VITA-MIN
Projekt Vita Min - Steckbrief Verfahren in-situ-Rückhalt Erz- und Spatbergbau
1.1 In-situ-Quellimmobilisierung durch hohen Flutungswassereinstau
I/1
Hoher Flutungswassereinstau zur Minimierung der oxidativ getragenen
Stoffnachlieferung und zur Minimierung der Grubenwassermenge
I/1.1
Potenziell
abtrennbare
Schadstoffe
Minimierung der Schadstoffmobilisierung bzw. Grubenwassermenge,
daher keine Abtrennung
I/2
Gruben-Randbedingung
I/2.1
Grubengeometrie/
Wasserströmungen
Hinreichend gute Kenntnisse zu Grubengebäude (Grubenstruktur,
Hydrogeologie, Geomechanik)
I/2.2
Hydrochemie
Minimierung der Stoffnachlieferung aus Flutungsraum durch
Reduzierung der Oxidationszone und langfristig partielle Reduktion
der Grubenwasserinhaltsstoffe
I/3
Maßnahmen-Randbedingung
I/3.1
Maßnahme
Flutung des Grubengebäudes bis zum natürlichen Überlaufniveau
(ohne Abflussstollen oder Wasserhaltungsschacht)
I/3.2
Maßnahmen-
Schema
I/4
Kriterien-Bewertung*
Kriterium
Bewertung
Punkte
I/4.1
Durchführung
Hydrogeologische Abflusserkundung (Prognose
Abflusswege); Beurteilung Gefährdungsrisiko für
Tagesoberfläche (Geomechanische Instabilitäten
Vernässungen; unkontrollierte Boden- und Gewässer-
kontamination); ggf. notwendige Installation
übertägiger Wasserfassungen
1
I/4.2
Technischer
Aufwand
(Unterhaltungs-
aufwand; Kosten)
abhängig von Gefährdungsrisiko; ggf. bergmännisch-
geomechanische Verwahrungen; mehr oder minder
umfangreiche Wasserfassungssysteme (Installations-
und Unterhaltungsaufwand); Durchführung
Wassermonitoring; zunächst kontrollierter Testeinstau
unter Vorhaltung hydrotechnischer Rückfallmaßnahmen
0 - 1

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- Anlage 4 -
VITA-MIN
1.1 In-situ-Quellimmobilisierung durch hohen Flutungswassereinstau
I/4.3
Genehmigungs-
fähigkeit
Antragstellung nach Berg-, Wasser- und ggf. Strahlen-
schutzrecht; Behördliche Einzelfallprüfung erwartbar
Eingriff in den Grundwasserhaushalt mit ggf. schwer
absehbaren Folgen
1
I/4.4
Zeithorizont
der Umsetzung
ggf. mehrjährige Realisierung einschließlich Testeinstau
1
I/4.5
Effizienz
Reduzierung der Abflussmenge an kontaminiertem
Flutungswasser
1
I/4.6
Remobilisierungs-
gefahr
keine, Maßnahme zielt auf Quellbeeinflussung durch
umfassenderen Luftabschluss des Grubenraumes ab
(Verminderung Oxidationsprozesse)
2
I/4.7
Reststoffe
keine
2
I/4.8
Nachhaltigkeit
hoch
2
I/4.9
Beeinträchtigung
Landschaftsbild
keine
2
I/4.10
Beeinträchtigung
Lebensraum-
qualität
erhöhtes Risiko von lokalen Verbrüchen und
Vernässungen sowie unkontrollierten Grundwasser-
austritten in die Vorflut, anderenorts sind ggf.
Bauwerksschäden, Einstau von Altlasten o. ä. zu
besorgen
0 - 1
I/4.11
weitere Aspekte
möglichst vollständige Grubenflutung stellt Idealfall dar,
Maßnahme für bewohnte bzw. genutzte Areale eher
problematisch
Gesamtbewertung
12-14
*Bewertung:
Bepunktung von 0 – 2;
0
ungeeignet
technisch nicht umsetzbar, nicht genehmigungsfähig, nicht wirksam
1
bedingt geeignet
signifikante Einschränkungen/Restriktionen bei technischer Umsetzbarkeit,
Genehmigungsfähigkeit und/oder Wirksamkeit
2
gut geeignet
keine oder wenige Einschränkungen/Restriktionen bei technischer Umsetz-
barkeit, Genehmigungsfähigkeit und/oder Wirksamkeit
Bepunktung von „0“ zu Aspekten I/4.1; I 4.2; I 4.5 und I/4.8 führt zu Maßnahmenausschluss

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- Anlage 4 -
VITA-MIN
Projekt Vita Min - Steckbrief Verfahren in-situ-Rückhalt Erz- und Spatbergbau
1.2 Oxidation/Sedimentation (Transferbereich)
I/1
In-situ-Abtrennung von Schadstoffen durch Oxidation von sauerstofffreiem
Flutungswasser im Rahmen des grubeninternen Wasser- und
Bewetterungsmanagements (Schwerpunkt peripherer Flutungsraum)
I/1.1
Potenziell abtrennbare
Schadstoffe
Redoxsensitive Schadstoffe, insbesondere Eisen und Arsen
I/2
Gruben-Randbedingung
I/2.1
Grubengeometrie/
Wasserströmungen
Grubeninterner Wasserabfluss über belüfteten Abflussstollen
oder grubeninterne separate Wasserteilströme zwecks
Vermischung
I/2.2
Hydrochemie
Wasserteilstrom B (Flutungsraum) mit chemisch reduzierendem
Redoxmilieu (sauerstofffrei) und gelöstem Fe (Fe
2+
) sowie As
(As
3+
); sauerstoffhaltige Grubenwetter (Luft)
Wasserteilstrom B; Teilstrom A mit chemisch oxydierendem
Milieu (sauerstoffhaltig) aus belüftetem Grubenbereich
I/3
Maßnahmen-Randbedingung
I/3.1
Maßnahme
Option a) Belüftung Teilstrom B im Abflussstollen durch
Grubenwetter, Oxidation des Fe und As; Fe
3+
als unlösliches
Hydroxid ausflockend, unter Mitfällung/Adsorption von As; In-
situ-Sedimentation arsenhaltiger
Feststoffflocken/Grubenschlämme
Option b) Grubeninterne Vermischung Teilströme A und B
(Flutungsraum) bis Einstellung eines intermediären
Redoxmilieus (sauerstoffhaltig); analoge Prozesse wie bei
Belüftung
I/3.2
Maßnahmen-
Schema
In-situ-Oxidation und Stoffausfällung
A
B

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- Anlage 4 -
VITA-MIN
1.2 Oxidation/Sedimentation (Transferbereich)
I/4
Kriterien-Bewertung*
Kriterium
Bewertung
Punkte
I/4.1
Machbarkeit; Anwendung;
Anforderungen
Einfache Durchführbarkeit:
- Ableitung Teilstrom B über Ablaufstollen; oder
- Fassung und Ableitung Teilstrom A in Teilstrom B
(Flutungsraum), z. B. Versturz mittels Bohrloch;
Zugänglichkeiten ohne aufwendige bergmännische
Grubenrekonstruktionen;
Hinreichend große Grubenräume mit geringer
Fließgeschwindigkeit zur Sedimentation Fest-
stoffflocken;
für Abflussstollen Einbau lokaler Abflussschikanen;
Bevorzugung natürlicher hydraulischer Gefälle vor
technischer Wasserförderung
1 - 2
I/4.2
Technischer Aufwand
(Unterhaltungsaufwand;
Kosten)
Keine konkreten Kosten recherchierbar
Moderate Investitionskosten prinzipiell möglich;
Moderate Betriebskosten prinzipiell möglich;
Geringer personeller Kontroll- und
Monitoringaufwand prinzipiell möglich
1 - 2
I/4.3
Genehmigungsfähigkeit
Antragstellung nach Berg-, Wasser- und ggf.
Strahlenschutzrecht; Behördliche Einzelfallprüfung
erwartbar;
Begünstigung durch ausschließliches Management
von Grubenwässern und –wettern ohne Einsatz
von Behandlungschemikalien;
Ggf. zunächst genehmigte Testphase zweckmäßig
bzw. erforderlich
1 - 2
I/4.4
Zeithorizont
der Umsetzung
Ausgehend von Pkt. 4.1 moderater Zeitbedarf für
technische Umsetzung prinzipiell möglich
1 - 2
I/4.5
Effizienz
Ziel gemäß Genehmigungen, u. a. von Abfluss-
leistung Vorflut abhängig; z. B. 2 mg/l Fe,
0,2 mg/l As;
Effizienz insbesondere von Realisierung Ausgangs-
bedingungen lt. Pkt. 5.1 und ausreichender und
anhaltender oxidierbarer Eisenkonzentration
abhängig;
Ggf. keine vollständige, zielgemäße Schadstoff-
abtrennung (As) realisierbar, sondern nur
Teilbehandlung
1 - 2
I/4.6
Remobilisierungs-
gefahr
Bei nachhaltiger systemimmanenter Aufrecht-
erhaltung in-situ-Oxidation wenig wahrscheinlich,
da oxydierendes Reaktionsmilieu Fe- und As-
Rücklösung unterbindet
Zusätzliche mechanische Kompaktierung sowie
chemisch strukturelle Alterung/Fixierung
Fällschlamm
Notwendig: Ausschluss einer Versauerung der
betreffenden Grube durch separate chemische
Prozesse
Notwendig: ausreichender Sedimentationsraum
ohne Risiko einer mechanischen Ausspülung von
Fällschlamm
1 - 2

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- Anlage 4 -
VITA-MIN
1.2 Oxidation/Sedimentation (Transferbereich)
I/4.7
Reststoffe
Bei mittel- bis langfristig ausreichendem Sedi-
mentationsraum keine Entsorgung erforderlich
Bei Oxidation/Flockung durch Wasservermischung
keine Entsorgung möglich (Flutungsraum
unzugänglich)
Bei Oxidation durch Wasserbelüftung/Abfluss-
stollen Entsorgung durch periodische
Entschlämmung
1
I/4.8
Nachhaltigkeit
Hohe Nachhaltigkeit prinzipiell möglich
1 - 2
I/4.9
Beeinträchtigung
Landschaftsbild
Bei ausschließlich untertägiger in-situ-Maßnahme
nicht relevant
2
I/4.10
Beeinträchtigung
Lebensraumqualität
Bei ausschließlich untertägiger in-situ-Maßnahme
nicht relevant
2
I/4.11
weitere Aspekte
-
-
Gesamtbewertung
12 - 19
*Bewertung:
Bepunktung von 0 – 2;
0
ungeeignet
technisch nicht umsetzbar, nicht genehmigungsfähig, nicht wirksam
1
bedingt geeignet
signifikante Einschränkungen/Restriktionen bei technischer Umsetzbarkeit,
Genehmigungsfähigkeit und/oder Wirksamkeit
2
gut geeignet
keine oder wenige Einschränkungen/Restriktionen bei technischer Umsetz-
barkeit, Genehmigungsfähigkeit und/oder Wirksamkeit
Bepunktung von „0“ zu Aspekten I/4.1; I 4.2; I 4.5 und I/4.8 führt zu Maßnahmenausschluss

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- Anlage 4 -
VITA-MIN
Projekt Vita Min - Steckbrief Verfahren in-situ-Rückhalt Erz- und Spatbergbau
1.3 Oxidation/Sedimentation (grubenexternes Wetland)
I/1
In-situ-Abtrennung von Schadstoffen durch Oxidation von sauerstofffreiem
Flutungswasser im Zuge einer grubenexternen passiven Wasserbehandlung
I/1.1
Potenziell abtrenn-
bare Schadstoffe
Redoxsensitive Schadstoffe, insbesondere Eisen und Arsen
I/2
Gruben-Randbedingung
I/2.1
Grubengeometrie/
Wasserströmungen
Grubenwasserabfluss über Abflussstollen
I/2.2
Hydrochemie
Grubenwasser mit chemisch reduzierendem Redoxmilieu
(sauerstofffrei) und gelöstem Fe (Fe
2+
) sowie As (As
3+
);
atmosphärischer Luftkontakt
I/3
Maßnahmen-Randbedingung
I/3.1
Maßnahme
Atmosphärische Belüftung Grubenwasser in Wetland (ggf. über
Kaskade) , Oxidation des Fe und As; Fe
3+
als unlösliches Hydroxid
ausflockend, unter Mitfällung/Adsorption von As; In-situ-
Sedimentation arsenhaltiger Feststoffflocken/Grubenschlämme
I/3.2
Maßnahmen-
Schema
I/4
Kriterien-Bewertung*
Kriterium
Bewertung
Punkte
I/4.1
Machbarkeit;
Anwendung;
Anforderungen
Grundsätzliche Durchführbarkeit bei ausreichendem
Platzangebot
Grundsätzliche Zugänglichkeit gewährleistet
Hinreichend große Reaktions- und Absetzbecken mit
geringer Fließgeschwindigkeit zur Sedimentation Fest-
stoffflocken;
Bevorzugung natürlicher hydraulischer Gefälle vor
technischer Wasserförderung
2
I/4.2
Technischer Auf-
wand
(Unterhaltungs-
aufwand; Kosten)
Keine konkreten Kosten recherchierbar
Moderate Investitionskosten prinzipiell möglich;
Moderate Betriebskosten prinzipiell möglich;
Geringer personeller Kontroll- und Monitoringaufwand
prinzipiell möglich
1 - 2
In-situ-Oxidation Wetland

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- Anlage 4 -
VITA-MIN
1.3 Oxidation/Sedimentation (grubenexternes Wetland)
I/4.3
Genehmigungs-
fähigkeit
Antragstellung nach Berg-, Wasser- und ggf. Strahlen-
schutzrecht; Behördliche Einzelfallprüfung erwartbar
Begünstigung durch ausschließliches Management von
Grubenwässern ohne Einsatz von Behandlungs-
chemikalien;
Ggf. zunächst genehmigte Testphase zweckmäßig bzw.
erforderlich
1 - 2
I/4.4
Zeithorizont
der Umsetzung
Ausgehend von Pkt. 4.1 moderater Zeitbedarf für tech-
nische Umsetzung prinzipiell möglich
2
I/4.5
Effizienz
Ziel gemäß Genehmigungen, u. a. von Abflussleistung
Vorflut abhängig
Effizienz insbesondere von Realisierung Ausgangsbe-
dingungen lt. Pkt. 5.1 und ausreichender und anhalten-
der oxidierbarer Eisenkonzentration abhängig;
Ggf. keine vollständige, zielgemäße Schadstoffabtren-
nung (As) realisierbar, sondern nur Teilbehandlung; gilt
zudem verstärkt bei Mehrfachkontaminationen
1 - 2
I/4.6
Remobilisierungs-
gefahr
Bei nachhaltiger systemimmanenter Aufrechterhaltung
ex-situ-Oxidation wenig wahrscheinlich, da oxydierendes
Reaktionsmilieu Fe- und As-Rücklösung unterbindet
Zusätzliche mechanische Kompaktierung sowie chemisch
strukturelle Alterung/Fixierung Fällschlamm
Notwendig: Ausschluss einer Versauerung der betref-
fenden Grube durch separate chemische Prozesse
Notwendig: ausreichender Sedimentationsraum ohne
Risiko einer mechanischen Ausspülung von Fällschlamm
2
I/4.7
Reststoffe
Periodische Leerung Sedimentationsraum mit
Entsorgung kontaminierter Fällschlämme (ggf.
organikhaltig) erforderlich
1
I/4.8
Nachhaltigkeit
Hohe Nachhaltigkeit prinzipiell möglich
1 - 2
I/4.9
Beeinträchtigung
Landschaftsbild
Lokale Inanspruchnahme (Bereich Stollenmundloch)
erforderlich
1
I/4.10
Beeinträchtigung
Lebensraum-
qualität
Von Lage der Grube bzw. des Wetlandes abhängig
1 - 2
I/4.11
weitere Aspekte
-
-
Gesamtbewertung
13 - 17
*Bewertung:
Bepunktung von 0 – 2;
0
ungeeignet
technisch nicht umsetzbar, nicht genehmigungsfähig, nicht wirksam
1
bedingt geeignet
signifikante Einschränkungen/Restriktionen bei technischer Umsetzbarkeit,
Genehmigungsfähigkeit und/oder Wirksamkeit
2
gut geeignet
keine oder wenige Einschränkungen/Restriktionen bei technischer Umsetz-
barkeit, Genehmigungsfähigkeit und/oder Wirksamkeit
Bepunktung von „0“ zu Aspekten I/4.1; I 4.2; I 4.5 und I/4.8 führt zu Maßnahmenausschluss

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- Anlage 4 -
VITA-MIN
Projekt Vita Min - Steckbrief Verfahren in-situ-Rückhalt Erz- und Spatbergbau
1.4 Grubenwasser-Management
I/1
In-situ-Abtrennung von Schadstoffen durch Reduktion von Flutungswasser im
Rahmen des grubeninternen Wasser- und Bewetterungsmanagements
I/1.1
Potenziell abtrenn-
bare Schadstoffe
Mengenreduzierung Wasserdurchfluss Flutungsraum; damit auch
Reduzierung Stoffverfrachtung
I/2
Gruben-Randbedingung
I/2.1
Grubengeometrie/
Wasserströmungen
Separierung Flutungsraum; Reduzierung Grundwasserzufluss bzw.
Sauerstoffeintrag
I/2.2
Hydrochemie
Kontaminiertes Flutungswasser unter Abflussniveau (B)
Gering kontaminiertes Grubenwasser auf Abflussniveau (A)
I/3
Maßnahmen-Randbedingung
I/3.1
Maßnahme
hydraulische Separierung bzw. Ableitung fassbarer Grubenwässer über
Abflussniveau; Grubeninterne Zuflussreduzierung in Flutungsraum
I/3.2
Maßnahmen-
Schema
I/4
Kriterien-Bewertung*
Kriterium
Bewertung
Punkte
I/4.1
Anwendung;
Anforderungen
Durchführbarkeit in Abhängigkeit von Zugänglichkeiten
und Grubenbaubeschaffenheit;
Zulaufschwerpunkt über Flutungsraum bzw. umfassendes
GW-Abflussniveau über Flutungsraum
1
I/4.2
Technischer
Aufwand
(Unterhaltungs-
aufwand; Kosten)
Keine konkreten Kosten recherchierbar
Ggf. hohe Investitionskosten, da bergmännische
Aufwältigung/Sicherung Grube im GW-Abflussniveau
Moderate Betriebskosten prinzipiell möglich;
Geringer personeller Kontroll- und Monitoringaufwand
prinzipiell möglich
0 - 1
I/4.3
Genehmigungs-
fähigkeit
Antragstellung nach Berg-, Wasser- und ggf. Strahlen-
schutzrecht; Behördliche Einzelfallprüfung erwartbar
Begünstigung durch ausschließliches Management von
Grubenwässern ohne Einsatz von Behandlungschemikalien
1
I/4.4
Zeithorizont
der Umsetzung
Ausgehend von Pkt. 4.1 mittel- bis langfristiger Zeitbedarf
für bergmännische Grubenaufwältigung/Sicherung
1
GW-Management
A
B

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- Anlage 4 -
VITA-MIN
1.4 Grubenwasser-Management
I/4.5
Effizienz
Generell nur anteilige Mengenbegrenzung der
Stoffemission ohne in-situ-Stoffabtrennung
1
I/4.6
Remobilisierungs-
gefahr
Keine Stoffabtrennung, keine Stoffremobilisierung
2
I/4.7
Reststoffe
Keine Stoffabtrennung, keine Reststoffe
2
I/4.8
Nachhaltigkeit
hohe Nachhaltigkeit prinzipiell möglich
1 - 2
I/4.9
Beeinträchtigung
Landschaftsbild
Bei ausschließlich untertägiger in-situ-Maßnahme nicht
relevant
2
I/4.10
Beeinträchtigung
Lebensraumqualität
Bei ausschließlich untertägiger in-situ-Maßnahme nicht
relevant
2
I/4.11
weitere Aspekte
-
-
Gesamtbewertung
13 - 15
*Bewertung:
Bepunktung von 0 – 2;
0
ungeeignet
technisch nicht umsetzbar, nicht genehmigungsfähig, nicht wirksam
1
bedingt geeignet
signifikante Einschränkungen/Restriktionen bei technischer Umsetzbarkeit,
Genehmigungsfähigkeit und/oder Wirksamkeit
2
gut geeignet
keine oder wenige Einschränkungen/Restriktionen bei technischer Umsetz-
barkeit, Genehmigungsfähigkeit und/oder Wirksamkeit
Bepunktung von „0“ zu Aspekten I/4.1; I 4.2; I 4.5 und I/4.8 führt zu Maßnahmenausschluss

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- Anlage 4 -
VITA-MIN
Projekt Vita Min - Steckbrief Verfahren in-situ-Rückhalt Erz- und Spatbergbau
1.5 Neutralisation/Fällung
I/1
In-situ-Behandlung eines kontaminierten, ggf. sauren, eisenhaltigen
Wasserteilstromes durch Fällung bzw. ggf. Neutralisation
I/1.1
Potenziell
abtrennbare
Schadstoffe
alle durch Hydrolyse fällbaren Elemente, Arsen
I/2
Gruben-Randbedingung
I/2.1
Grubengeometrie/
Wasserströmungen
Zugängliche Grubenbaue oder übertägige Anlage mit Zugriffsmöglich-
keit auf Flutungsraum; Flutungsraum mit hydraulischer/thermischer
Wasserkonvektion (Stoffaustausch)
Anstrom mit Schadstoffbelastung, untertägiger Sedimentationsraum
mit deutlicher Querschnittsaufweitung, definierter Über- bzw. Ablauf
I/2.2
Hydrochemie
Schadstoffbelastetes Flutungswasser, ggf. eisenhaltig und saurem pH-
Wert
Beeinflussung der Wasserlöslichkeit mobiler Schadstoffe sowie ggf. des
pH-Regimes im Flutungsraum
I/3
Maßnahmen-Randbedingung
I/3.1
Maßnahme
Zugabe eines Fällungsmittels zur Bildung schwer löslicher Schadstoff-
verbindungen; ggf. kombinierte Zugabe eines Neutralisationsmittels
zur Abbindung freier Säure; ggf. Zugabe eines Flockungshilfsmittels
zur Agglomerierung sedimentationsfähiger schadstoffhaltiger
Feststoffflocken
I/3.2
Maßnahmen-
Schema
I/4
Kriterien-Bewertung*
Kriterium
Bewertung
Punkte
I/4.1
Machbarkeit;
Anwendung;
Anforderungen
Einfache Durchführbarkeit prinzipiell möglich in Abhängig-
keit von Zugänglichkeiten ohne aufwendige berg-
männische Grubenrekonstruktionen;
Natürliche Flutungswasser-Durchmischung im
Flutungsraum
Hinreichend große Grubenräume mit geringer Fließ-
geschwindigkeit zur Sedimentation Feststoffflocken;
Bevorzugung natürlicher hydraulischer Gefälle vor
technischer Wasserförderung
Ggf. separates Monitoring erforderlich
1
Reaktionschemikalie
Fällung/Neutralisation

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- Anlage 4 -
VITA-MIN
1.5 Neutralisation/Fällung
I/4.2
Technischer Auf-
wand (Unterhal-
tungsaufwand;
Kosten)
geringer im Vergleich zu grubenexterner
Wasserbehandlung
- moderate Investitionskosten prinzipiell möglich;
- moderate Betriebskosten prinzipiell möglich;
- geringer personeller Kontroll- und Monitoringaufwand
prinzipiell möglich
1
I/4.3
Genehmigungs-
fähigkeit
Antragstellung nach Berg-, Wasser- und ggf. Strahlen-
schutzrecht; Behördliche Einzelfallprüfung erwartbar
Verschärfung durch Einsatz von Behandlungschemikalien
(Stoffeinbringung in Grundwasser);
Ggf. zunächst genehmigte Testphase zweckmäßig bzw.
erforderlich
0 - 1
I/4.4
Zeithorizont
der Umsetzung
Mehrjährige Vorbereitung und Durchführung
1
I/4.5
Effizienz
Vollständige zielgemäße Wasserbehandlung fraglich, da
umfassende Wirkungsausbreitung im Flutungsraum
Idealfall darstellt
1
I/4.6
Remobilisierungs-
gefahr
Bei unzureichender Flockensedimentation Risiko einer
Verschleppung schadstoffhaltiger Feststoffflocken zum
Austragspunkt des Flutungsraumes
Notwendiger Ausschluss einer mittel- bis langfristigen
Versauerung des Flutungsraumes
1
I/4.7
Reststoffe
Sollten vorzugsweise in der Grube verbleiben,
Dünnschlammsedimentation führt zu
Sedimentverdichtung
1 - 2
I/4.8
Nachhaltigkeit
Gute Chancen für hohe Nachhaltigkeit, sofern
systemimmanente Vorgehensweise
1 - 2
I/4.9
Beeinträchtigung
Landschaftsbild
übertägige Anlagen (siehe oben)
1 - 2
I/4.10
Beeinträchtigung
Lebensraum-
qualität
Nicht relevant, da untertägig
2
I/4.11
weitere Aspekte
Prinzipielle Untervariante einer grubenexternen
Wasserbehandlung mit untertägiger
Rückstandsverbringung in Flutungsraum
-
Gesamt-
bewertung
10 - 14
*Bewertung:
Bepunktung von 0 – 2;
0
ungeeignet
technisch nicht umsetzbar, nicht genehmigungsfähig, nicht wirksam
1
bedingt geeignet
signifikante Einschränkungen/Restriktionen bei technischer Umsetzbarkeit,
Genehmigungsfähigkeit und/oder Wirksamkeit
2
gut geeignet
keine oder wenige Einschränkungen/Restriktionen bei technischer Umsetz-
barkeit, Genehmigungsfähigkeit und/oder Wirksamkeit
Bepunktung von „0“ zu Aspekten I/4.1; I 4.2; I 4.5 und I/4.8 führt zu Maßnahmenausschluss

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- Anlage 4 -
VITA-MIN
Projekt Vita Min - Steckbrief Verfahren in-situ-Rückhalt Erz- und Spatbergbau
1.6 Reduktion
I/1
In-situ-Abtrennung von Schadstoffen durch Reduktion von Flutungswasser im
Rahmen des grubeninternen Wasser- und Bewetterungsmanagements
I/1.1
Potenziell abtrennbare
Schadstoffe
Redoxsensitive Schadstoffe, insbesondere Uran, Eisen, Mangan,
Nitrat, Sulfat
I/2
Gruben-Randbedingung
I/2.1
Grubengeometrie/
Wasserströmungen
Separierung Flutungsraum; Reduzierung Grundwasserzufluss bzw.
Sauerstoffeintrag
I/2.2
Hydrochemie
Flutungswasser mit intermediärem bis schwach reduzierendem
Redoxmilieu
Sauerstoffzehrendes Grubeninventar (Grubenholz, technischer
Grubenausbau (Eisenwerkstoffe), reaktive Minerale (Sulfide)
I/3
Maßnahmen-Randbedingung
I/3.1
Maßnahme
Möglichst vollständiger Luftabschluss bzw. Minimierung
Sauerstoffeintrag in Flutungsraum
Ggf. zusätzliche Einleitung anorganischer Reduktionsmittel (z. B.
Eisen) oder organischer Stoffe/Nährstoffe (z. B. Alkohole) in
Flutungsraum zur Stimulierung/Beschleunigung biochemischer
Reduktionsprozesse
I/3.2
Maßnahmen--
Schema
I/4
Kriterien-Bewertung*
Kriterium
Bewertung
Punkte
I/4.1
Machbarkeit;
Anwendung;
Anforderungen
Einfache Durchführbarkeit prinzipiell möglich in
Abhängigkeit von Zugänglichkeiten ohne aufwendige
bergmännische Grubenrekonstruktionen;
Natürliche FW-Durchmischung im Flutungsraum
Hinreichend große Grubenräume mit geringer
Fließgeschwindigkeit zur Sedimentation reduktiver
Fällprodukte
1 - 2
I/4.2
Technischer Aufwand
(Unterhaltungsaufwand;
Kosten)
Keine konkreten Kosten recherchierbar
Moderate Investitionskosten prinzipiell möglich;
Moderate Betriebskosten prinzipiell möglich;
Geringer personeller Kontroll- und Monitoringaufwand
prinzipiell möglich
1 - 2
In-situ-Reduktion
CH
3
OH

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- Anlage 4 -
VITA-MIN
1.6 Reduktion
I/4.3
Genehmigungs-
fähigkeit
Antragstellung nach Berg-, Wasser- und ggf.
Strahlenschutzrecht; Behördliche Einzelfallprüfung
erwartbar
Begünstigung bei ausschließlichem Management von
Grubenwässern und –wettern; Erweiterung im Falle
von Zugabe mikrobieller Nährstoffe
Ggf. zunächst genehmigte Testphase zweckmäßig
bzw. erforderlich
0 - 1
I/4.4
Zeithorizont
der Umsetzung
Ausgehend von Pkt. 4.1 mittel- bis langfristiger
Zeitbedarf für Grubenflutung und chemisch-reduktive
Folgereaktionen erforderlich; ggf. zusätzlicher
mittelfristiger Zeitbedarf für hydraulische Maßnahmen
der separaten Wasserfassung und Ableitung
erforderlich
1
I/4.5
Effizienz
Effizienz insbesondere von Realisierung Ausgangsbe-
dingungen lt. Pkt. 4.1 und ausreichender bzw.
anhaltender Sauerstoffzehrung im Flutungsraum
abhängig;
Grundsätzliche hohe Effizienz mit nahezu
quantitativer Immobilisierung einzelner
Stoffparameter möglich
Ggf. aber auch keine vollständige, zielgemäße
Schadstoffabtrennung (U) realisierbar, sondern nur
Teilbehandlung
Effizienzeinschränkungen durch chemisch-
redoxsensitive Gegenreaktionen möglich
(Redoxreaktionen)
1
I/4.6
Remobilisierungs-
gefahr
Bei nachhaltiger systemimmanenter
Aufrechterhaltung in-situ-Reduktion wenig
wahrscheinlich, da reduzierendes Reaktionsmilieu die
Rücklösung der Stoffparameter lt. Pkt. 1.1 unterbin-
det
Notwendig: Ausschluss einer Versauerung der betref-
fenden Grube durch separate chemische Prozesse
1
I/4.7
Reststoffe
Bei ausreichendem Sedimentationsraum keine
Entsorgung erforderlich
Bei reduktiver Stoffabtrennung keine Entsorgung
möglich (Flutungsraum unzugänglich)
1 - 2
I/4.8
Nachhaltigkeit
Hohe Nachhaltigkeit prinzipiell möglich
1 - 2
I/4.9
Beeinträchtigung
Landschaftsbild
Bei ausschließlich untertägiger In-situ-Maßnahme
nicht relevant
2
I/4.10
Beeinträchtigung
Lebensraumqualität
Bei ausschließlich untertägiger In-situ-Maßnahme
nicht relevant
2
I/4.11
weitere Aspekte
-
-
Gesamtbewertung
11 - 16
*Bewertung:
Bepunktung von 0 – 2;
0
ungeeignet
technisch nicht umsetzbar, nicht genehmigungsfähig, nicht wirksam
1
bedingt geeignet
signifikante Einschränkungen/Restriktionen bei technischer Umsetzbarkeit,
Genehmigungsfähigkeit und/oder Wirksamkeit
2
gut geeignet
keine oder wenige Einschränkungen/Restriktionen bei technischer Umsetz-
barkeit, Genehmigungsfähigkeit und/oder Wirksamkeit
Bepunktung von „0“ zu Aspekten I/4.1; I 4.2; I 4.5 und I/4.8 führt zu Maßnahmenausschluss

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- Anlage 4 -
VITA-MIN
Projekt Vita Min - Steckbrief Verfahren in-situ-Rückhalt Erz- und Spatbergbau
1.7 Reaktionsstrecke / Barriere
I/1
In-situ-Abtrennung von Schadstoffen durch chemische Reaktionen im Stolln bzw.
einer Strecke
I/1.1
Potenziell abtrenn-
bare Schadstoffe
Metallionen, z.B. Zink, Cadmium, Aluminium, Eisen
I/2
Gruben-Randbedingung
I/2.1
Grubengeometrie/
Wasserströmungen
Wasserströmung in Stollnumbruch oder Seitenstrecke, Einbringen
von reaktivem Material, beidseitiger Abschluss mit Dämmen
I/2.2
Hydrochemie
Schadstoffbelastetes Grubenwasser, geringer bis mittlerer
Mineralisationsgrad, ggf. saurer pH
I/3
Maßnahmen-Randbedingung
I/3.1
Maßnahme
Einbringen reaktiven Materials in die Strecke:
reaktiver Kalkstein (z.B. Travertin)
Sorptionsmittel (z.B. granuliertes Fe-Oxidhydroxid)
I/3.2
Maßnahmen-
Schema
I/4
Kriterien-Bewertung*
Kriterium
Bewertung
Punkte
I/4.1
Machbarkeit;
Anwendung;
Anforderungen
Relativ einfache Durchführbarkeit in Abhängigkeit von
Zugänglichkeit
Zugänglichkeit für Technik für bergmännische Arbeiten
bei Bau und Rückbau notwendig
ausreichend große Strecke (Länge, Querschnitt)
1 - 2
I/4.2
Technischer Auf-
wand (Unterhal-
tungsaufwand;
Kosten)
Keine konkreten Kosten recherchierbar
Moderate Investitionskosten;
Geringe Betriebskosten;
Geringer personeller Kontroll- und Monitoringaufwand
1 - 2
I/4.3
Genehmigungs-
fähigkeit
Antragstellung nach Berg-, Wasser- und ggf. Strahlen-
schutzrecht; Behördliche Einzelfallprüfung erwartbar
Begünstigung bei gering mineralisierten Wässern
(verlängerte Lebensdauer des reaktiven Materials);
Ggf. zunächst Testphase zweckmäßig bzw. erforderlich
1 - 2

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- Anlage 4 -
VITA-MIN
1.7 Reaktionsstrecke / Barriere
I/4.4
Zeithorizont
der Umsetzung
relativ kurzfristig umsetzbar, wenn hinreichende
Zugänglichkeit gegeben ist
1
I/4.5
Effizienz
Effizienz insbesondere vom Chemismus des
Grubenwassers abhängig (Art der abzutrennenden
Elemente)
Grundsätzliche hohe Effizienz mit nahezu quantitativer
Immobilisierung einzelner Stoffparameter möglich
Ggf. keine vollständige, zielgemäße
Schadstoffabtrennung (z.B. Cd) realisierbar, sondern
nur Teilbehandlung
1 - 2
I/4.6
Remobilisierungs-
gefahr
gering, da in Umbruch oder Seitenstrecke
(abgeschlossen und beeinflussbar)
1 - 2
I/4.7
Reststoffe
verbrauchter reaktiver Stoff muss ggf. entsorgt werden
1
I/4.8
Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit gegeben, wenn reaktives Volumen groß
genug
1 - 2
I/4.9
Beeinträchtigung
Landschaftsbild
Bei ausschließlich untertägiger In-situ-Maßnahme nicht
relevant
2
I/4.10
Beeinträchtigung
Lebensraum-
qualität
Bei ausschließlich untertägiger In-situ-Maßnahme nicht
relevant
2
I/4.11
Weitere Aspekte
-
-
Gesamtbewertung
12 - 18
*Bewertung:
Bepunktung von 0 – 2;
0
ungeeignet
technisch nicht umsetzbar, nicht genehmigungsfähig, nicht wirksam
1
bedingt geeignet
signifikante Einschränkungen/Restriktionen bei technischer Umsetzbarkeit,
Genehmigungsfähigkeit und/oder Wirksamkeit
2
gut geeignet
keine oder wenige Einschränkungen/Restriktionen bei technischer Umsetz-
barkeit, Genehmigungsfähigkeit und/oder Wirksamkeit
Bepunktung von „0“ zu Aspekten I/4.1; I 4.2; I 4.5 und I/4.8 führt zu Maßnahmenausschluss

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VITA-MIN
ANLAGE 5
Steckbriefe der recherchierten Fallstudien in Deutschland
(Wismut GmbH und Ehrenfriedersdorf)
2.1
Grubenwasser-Management:
Marks-Semmler-Stollen, Grube Schneeberg
2.2
In-situ-Quellimmobilisierung durch hohen Flutungswassereinstau,
Grube Ronneburg
2.3
Fällung von Bariumsulfat,
Grube Königstein
2.4
Neutralisation/Fällung mittels Kalkmilch untertage, Grube Ronneburg
2.5
Neutralisation/Pufferung, Grube Königstein
2.6
Zementation mit Eisen,
Grube Königstein
2.7
Oxidation,
Grube Pöhla - Grubenteil Hämmerlein
2.8
Oxidation,
Zinnerzgrube Ehrenfriedersdorf
2.9
Reduktion,
Grube Pöhla, zentraler Flutungsraum - Grubenteil Tellerhäuser
2.10
Reduktion, Grube Schlema-Alberoda

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- Anlage 5 -
VITA-MIN
Projekt Vita Min - Steckbrief Fallbeispiel in-situ-Rückhalt Erz- und Spatbergbau
2.1 Grubenwasser-Management, Grube Schneeberg
I/1
Verminderung des Schadstoffaustrages aus dem Flutungsraum durch
Reduzierung des GW-Durchflusses; Bergmännische Ertüchtigung Marks-
Semmler-Stollen Erzgrube Schneeberg (Westerzgebirge)
I/1.1
Potenziell abtrennbare
Schadstoffe
Mengenreduzierung Wasserdurchfluss Flutungsraum; damit
auch Reduzierung Stoffverfrachtung
I/2
Gruben-Randbedingung
I/2.2
Grubengeometrie/
Wasserströmungen
Separierung Flutungsraum; Reduzierung Grundwasserzufluss
I/2.3
Hydrochemie
Kontaminiertes Flutungswasser unter Abflussniveau (B)
Gering kontaminiertes Grubenwasser auf Abflussniveau (A)
I/3
Maßnahmen-Randbedingung
I/3.1
Maßnahme
Hydraulische Separierung bzw. Ableitung fassbarer
Grubenwässer über Abflussniveau; Grubeninterne
Zuflussreduzierung in Flutungsraum
I/3.2
Maßnahmen-
Schema
I/4
Kriterien-Bewertung
Kriterium
Bewertung
Punkte
I/4.1
Anwendung;
Anforderungen
Durchführbarkeit in Abhängigkeiit von
Zugänglichkeiten und Grubenbaubeschaffenheit;
Zulaufschwerpunkt über Flutungsraum bzw.
umfassendes GW-Abflussniveau über Flutungsraum
1
I/4.2
Technischer Auf-
wand (Unterhaltungs-
aufwand; Kosten)
Hohe Investitionskosten, da bergmännische Auf-
wältigung/Sicherung Markus-Semmler-Stollen
Moderate Betriebskosten prinzipiell möglich;
Geringer personeller Kontroll- und Monitoring-
aufwand prinzipiell möglich
0 - 1
I/4.3
Genehmigungs-
fähigkeit
Antragstellung nach Berg-, Wasser- und ggf.
Strahlenschutzrecht; Behördliche Einzelfallprüfung
erwartbar
Begünstigung durch ausschließliches Management
von Grubenwässern ohne Einsatz von Behandlungs-
chemikalien
1 - 2
GW-Management
A
B

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- Anlage 5 -
VITA-MIN
2.1 Grubenwasser-Management, Grube Schneeberg
I/4.4
Zeithorizont
der Umsetzung
Ausgehend von Pkt. 4.1 mittel- bis langfristiger
Zeitbedarf für bergmännische Grubenaufwältigung/
Sicherung
1
I/4.5
Effizienz
Generell nur anteilige Mengenbegrenzung
Stoffemission ohne in-situ-Stoffabtrennung
1
I/4.6
Remobilisierungs
gefahr
Keine Stoffabtrennung, keine Stoffremobilisierung
2
I/4.7
Reststoffe
Keine Stoffabtrennung, keine Reststoffe
2
I/4.8
Nachhaltigkeit
hohe Nachhaltigkeit prinzipiell möglich
1 - 2
I/4.9
Beeinträchtigung
Landschaftsbild
Bei ausschließlich untertägiger In-situ-Maßnahme
nicht relevant
2
I/4.10
Beeinträchtigung
Lebensraumqualität
Bei ausschließlich untertägiger In-situ-Maßnahme
nicht relevant
2
I/4.11
Weitere Aspekte
-
-
Gesamtbewertung
13 - 16
*Bewertung:
Bepunktung von 0 – 2;
0
ungeeignet
technisch nicht umsetzbar, nicht genehmigungsfähig, nicht wirksam
1
bedingt geeignet
signifikante Einschränkungen/Restriktionen bei technischer Umsetzbarkeit,
Genehmigungsfähigkeit und/oder Wirksamkeit
2
gut geeignet
keine oder wenige Einschränkungen/Restriktionen bei technischer Umsetz-
barkeit, Genehmigungsfähigkeit und/oder Wirksamkeit
Bepunktung von „0“ zu Aspekten I/4.1; I 4.2; I 4.5 und I/4.8 führt zu Maßnahmenausschluss

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- Anlage 5 -
VITA-MIN
Projekt Vita Min - Steckbrief Fallbeispiel in-situ-Rückhalt Erz- und Spatbergbau
2.2 In-situ-Quellimmobilisierungdurch hohen Flutungswassereinstau,
Grube Ronneburg
I/1
Hoher Flutungswassereinstau zur Minimierung der oxidativ getragenen
Stoffnachlieferung und zur Minimierung der Grubenwassermenge; Grube
Ronneburg
I/1.1
Potenziell abtrennbare
Schadstoffe
Minimierung der Schadstoffmobilisierung bzw. Gruben-
wassermenge, daher keine Abtrennung
I/2
Gruben-Randbedingung
I/2.1
Grubengeometrie/
Wasserströmungen
gut untersuchte Grubengebäude, komplexe Strategie zur
Optimierung
I/2.2
Hydrochemie
Minimierung der Stoffnachlieferung durch Reduzierung der
Oxidationszone und langfristig partielle Reduktion der Gruben-
wasserinhaltsstoffe
I/3
Maßnahmen-Randbedingung
I/3.1
Maßnahme
Flutung des Grubengebäudes unter Ausschluss von
Grubenwasser-Entlastungen auf niedrigem Niveau (im
Idealfall kein Stollen)
I/3.2
Maßnahmen--
Schema
I/4
Kriterien-Bewertung
Kriterium
Bewertung
I/4.1
Durchführung
auf der Basis zahlreicher Voraussetzungen (physi-
sche Vorbereitungen!, Prognosen der Fließwege,
Mengen, Konzentrationen, übertägigen Auswir-
kungen u.v.m.) Flutung des Grubengebäudes, in
diesem Fall ohne Fremdwasserzuspeisung,
komplexes Monitoring, höchste Anforderungen an
Rückfall- und Reaktionsmaßnahmen,
in Ronneburg als unterstützende Maßnahme nur in
Kombination mit klassischer übertägiger Wasser-
behandlung möglich
1

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- Anlage 5 -
VITA-MIN
2.2 In-situ-Quellimmobilisierungdurch hohen Flutungswassereinstau,
Grube Ronneburg
I/4.2
Technischer Aufwand
(Unterhaltungs-
aufwand; Kosten)
in Ronneburg sehr groß, Übertragung auf andere
Standorte nicht ohne weiteres möglich, sehr ab-
hängig von Randbedingungen und Umgebungs-
bedingungen
geringe Betriebskosten (ohne WBA); geringer
zusätzlicher Kontroll- und Monitoringaufwand
0 - 1
I/4.3
Genehmigungs-
fähigkeit
große Hürden, weil Eingriff in den Grundwasser-
haushalt mit ggf. schwer absehbaren Folgen
1
I/4.4
Zeithorizont
der Umsetzung
seit 1998, ca. 1 Jahrzehnt, derzeit unterbrochen
wg. Eingriffen zur Steuerung
1
I/4.5
Effizienz
dient nur einer Optimierung bzw. geringfügigen
Reduzierung, Effekte zu Beginn der Zeit einer
Vollflutung noch am größten, keine unmittelbare
Maßnahme-Wirkung-Beziehung
1
I/4.6
Remobilisierungs-
gefahr
keine, Maßnahme zielt auf Quellbeseitigung ab
(Stoppen von Oxidationsprozessen)
2
I/4.7
Reststoffe
keine
2
I/4.8
Nachhaltigkeit
hohe Nachhaltigkeit
2
I/4.9
Beeinträchtigung
Landschaftsbild
keine
2
I/4.10
Beeinträchtigung
Lebensraumqualität
erhöhtes Risiko von Vernässungen und Grund-
wasseraustritten in die Vorflut, anderenorts wären
ggf. Bauwerksschäden, Einstau von Altlasten o.ä.
zu besorgen
1
I/4.11
Weitere Aspekte
Die Maßnahme ist selten möglich bzw. allein sinn-
voll, und wenn, dann eher bei noch für die Flutung
vorgesehenen Gruben zu prüfen,
Bei geringfügigen langjährigen Überschreitungen,
die durch Quellabschnürungen durch hohen Einstau
vermeidbar sein könnten, sollten wahrscheinlich
eher anderen, berechenbareren Eingriffen der
Vorzug gegeben werden,
Maßnahme kann überwiegend unterstützend im
Rahmen einer In-Situ-Gesamtstrategie geprüft
werden.
-
Gesamtbewertung
13 - 14
*Bewertung:
Bepunktung von 0 – 2;
0
ungeeignet
technisch nicht umsetzbar, nicht genehmigungsfähig, nicht wirksam
1
bedingt geeignet
signifikante Einschränkungen/Restriktionen bei technischer Umsetzbarkeit,
Genehmigungsfähigkeit und/oder Wirksamkeit
2
gut geeignet
keine oder wenige Einschränkungen/Restriktionen bei technischer Umsetz-
barkeit, Genehmigungsfähigkeit und/oder Wirksamkeit
Bepunktung von „0“ zu Aspekten I/4.1; I 4.2; I 4.5 und I/4.8 führt zu Maßnahmenausschluss

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- Anlage 5 -
VITA-MIN
Projekt Vita Min - Steckbrief Fallbeispiel in-situ-Rückhalt Erz- und Spatbergbau
2.3 Fällung, Grube Königstein
I/1
Gesteuerte Barytfällung im Porenraum der Sandsteine von Laugungsblöcken
in der Grube Königstein
I/1.1
Potenzielle
abtrennbare
Schadstoffe
dauerhafte Bindung von Uran, Radium, Schwermetallen und
Sulfat, Reduzierung der hydraulischen Durchlassfähigkeit,
Unterbindung von Nachlöseeffekten
I/2
Gruben-Randbedingung
I/2.2
Grubengeometrie/
Wasserströmungen
Beaufschlagung noch zugänglicher, größtenteils entwässerter
Laugungsblöcke und Magazine im Grubenfeld Süd mit einer
Wasserglas-Bariumhydroxid-Lösung
I/2.3
Hydrochemie
Aufgabe/Einpressen einer Wasserglas-Bariumhydroxid-Lösung in
die porösen Sandsteine, Bindung von Schadstoffen mittels BaSO
4
I/3
Maßnahmen-Randbedingung
I/3.1
Maßnahme
Kontinuierliche Aufgabe von Immobilisierungslösung unter Tage
über Aufgabebohrungen, Erfassung der Drainage, Beprobung
I/3.2
Maßnahmen--
Schema
I/4
Kriterien-Bewertung
Kriterium
Bewertung
Punkte
I/4.1
Anwendung;
Anforderungen
Anlage zur Herstellung der Immobilisierungslösung,
Zugänglichkeit zu kontaminierten Sandsteinbereichen
1
I/4.2
Technischer Auf-
wand (Unterhal-
tungsaufwand;
Kosten)
Rekonstruktionsaufwand der Grubenbaue, Herstellung
der Immobilisierungslösung unter Tage mit akzepta-
blem Aufwand,
Kernbohrungen zur Untersuchung des Immobilisie-
rungseffekts und der Langzeitstabilität
1
I/4.3
Genehmigungs-
fähigkeit
Genehmigung für großtechnische Anwendung in der
Grube Königstein wurde erteilt (nach Berg-, Wasser-
und Strahlenschutzrecht)
1
I/4.4
Zeithorizont
der Umsetzung
Monate bis Jahre, Königstein: ~ 5 Jahre
2
I/4.5
Effizienz
Ca. 50 % des mobilen Schadstoffinventars des
Porenraums des Sandsteins wurde gebunden
2

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- Anlage 5 -
VITA-MIN
2.3 Fällung, Grube Königstein
I/4.6
Remobilisierungs
gefahr
Gering aufgrund der Schwerlöslichkeit des Baryts und
des weitgehenden Verschlusses des Porenraumes und
damit verbundener stark verringerter Durch-
strömbarkeit
2
I/4.7
Reststoffe
Praktisch keine (Ba(OH)
2
reagiert vollständig zu
BaSO
4
(s) und Wasser)
2
I/4.8
Nachhaltigkeit
Hohe Nachhaltigkeit grundsätzlich zu erwarten
2
I/4.9
Beeinträchtigung
Landschaftsbild
Bei ausschließlich untertägiger in-situ-Maßnahme nicht
relevant
2
I/4.10
Beeinträchtigung
Lebensraumqualität
Bei ausschließlich untertägiger in-situ-Maßnahme nicht
relevant
2
I/4.11
Weitere Aspekte
hoher Aufwand, Zugang unter Tage erforderlich
(offene Grubenbaue oder Bohrungen von über Tage)
1
Gesamtbewertung
18
*Bewertung:
Bepunktung von 0 – 2;
0
ungeeignet
technisch nicht umsetzbar, nicht genehmigungsfähig, nicht wirksam
1
bedingt geeignet
signifikante Einschränkungen/Restriktionen bei technischer Umsetzbarkeit,
Genehmigungsfähigkeit und/oder Wirksamkeit
2
gut geeignet
keine oder wenige Einschränkungen/Restriktionen bei technischer Umsetz-
barkeit, Genehmigungsfähigkeit und/oder Wirksamkeit
Bepunktung von „0“ zu Aspekten I/4.1; I 4.2; I 4.5 und I/4.8 führt zu Maßnahmenausschluss

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- Anlage 5 -
VITA-MIN
Projekt Vita Min - Steckbrief Fallbeispiel in-situ-Rückhalt Erz- und Spatbergbau
2.4 Neutralisation/Fällung mittels Kalkmilch, Grube Ronneburg
I/1
In-situ-Behandlung eines hochbelasteten, stark sauren, eisenhaltigen Teil-
stromes durch Neutralisation und Fällung mittels Kalkmilch (10 %ige Ca (OH)
2
-
Suspension) in der Grube Ronneburg
I/1.1
Potenziell abtrennbare
Schadstoffe
alle durch Hydrolyse fällbaren Elemente, Arsen
I/2
Gruben-Randbedingung
I/2.1
Grubengeometrie/
Wasserströmungen
Anstrom mit Schadstoffbelastung, untertägiger Sedimen-
tationsraum mit deutlicher Querschnittsaufweitung, definierter
Über- bzw. Ablauf
I/2.2
Hydrochemie
Neutralisation saurer Grubenwässer mit entsprechenden
Metallkonzentrationen
I/3
Maßnahmen-Randbedingung
I/3.1
Maßnahme
Gesteuerte, bedarfsgerechte Zuführung von Kalkmilch im
Anstrom, danach Zulauf in den Sedimentationsraum
(Ruhezone) mit hinreichender Verweilzeit
I/3.2
Maßnahmen-
Schema
I/4
Kriterien-Bewertung*
Kriterium
Bewertung
I/4.1
Durchführung
Grubenwasser: weitestgehend kontinuierliche
Wasser- bzw. Stoffmengen,
Infrastruktur: Silo/Tank, Anmischung, Steuerung,
Zuführungsleitungen,
Ablauf: Überwachung
2
I/4.2
Technischer Auf-
wand (Unterhaltungs-
aufwand; Kosten)
prinzipiell überschaubar und im Vergleich zu einer
übertägigen Abtrennung günstig
- geringe Investitionskosten;
- geringe Betriebskosten;
- geringer zusätzlicher Kontroll- und
Monitoringaufwand
1

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- Anlage 5 -
VITA-MIN
2.4 Neutralisation/Fällung mittels Kalkmilch, Grube Ronneburg
I/4.3
Genehmigungs-
fähigkeit
großtechnischer Versuch zu Beginn der Gruben-
sanierung (konzeptionelle Phase, bergtechnische
Vorbereitungen, Untersuchungen, Vorbereitung
Flutung)
0 - 1
I/4.4
Zeithorizont
der Umsetzung
März 1993 bis 1994
1
I/4.5
Effizienz
Keine vollständige bzw. zielsichere Schadstoff-
abtrennung realisierbar, Fe im Ablauf <10 mg/l von
300…500 mg/l im Zulauf
1
I/4.6
Remobilisierungs-
gefahr
während der Maßnahme reduzieren sich Fließquer-
schnitte und Verweilzeiten dynamisch,
eine Umlenkung des Anstromes nach der Maßnah-
me ist zu empfehlen,
bei Gefahr von Zutritten saurer Wässer zum Sedi-
mentationsraum besteht grundsätzlich Rücklö-
sungsgefahr
1
I/4.7
Reststoffe
können in der Grube verbleiben,
Dünnschlammsedimentation führt zu geringen
Feststoffgehalten
2
I/4.8
Nachhaltigkeit
Gute Chancen für hohe Nachhaltigkeit
1 - 2
I/4.9
Beeinträchtigung
Landschaftsbild
übertägige Anlagen (siehe oben)
1 - 2
I/4.10
Beeinträchtigung
Lebensraumqualität
nur untergeordnet
2
I/4.11
Weitere Aspekte
es steht in Frage, ob eine übertägige Kalkfällung
und ein Verbringen der Schlämme nach untertage
die bessere Lösung ist, die Behandlungsanlage
übertägig ist je nach zu behandelndem
Volumenstrom vertretbar
-
Gesamtbewertung
12 - 15
*Bewertung:
Bepunktung von 0 – 2;
0
ungeeignet
technisch nicht umsetzbar, nicht genehmigungsfähig, nicht wirksam
1
bedingt geeignet
signifikante Einschränkungen/Restriktionen bei technischer Umsetzbarkeit,
Genehmigungsfähigkeit und/oder Wirksamkeit
2
gut geeignet
keine oder wenige Einschränkungen/Restriktionen bei technischer Umsetz-
barkeit, Genehmigungsfähigkeit und/oder Wirksamkeit
Bepunktung von „0“ zu Aspekten I/4.1; I 4.2; I 4.5 und I/4.8 führt zu Maßnahmenausschluss

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- Anlage 5 -
VITA-MIN
Projekt Vita Min - Steckbrief Fallbeispiel in-situ-Rückhalt Erz- und Spatbergbau
2.5 Neutralisation/Pufferung, Grube Königstein
I/1
Eintrag von Pufferfluidlösungen in den Grubenhohlraum (Grube Königstein)
I/1.1
Potenzielle abtrennbare
Schadstoffe
Dauerhafte Fällung von Schadstoffen wie U, SM, As und
Teilneutralisation Schwefelsäure unter Tage
I/2
Gruben-Randbedingung
I/2.2
Grubengeometrie/
Wasserströmungen
Beaufschlagung in bereits geflutete Grubenbaue und deren
Bereiche über Aufgabebohrlöcher
I/2.3
Hydrochemie
Aufgabe von Pufferfluidlösungen in Verbindung mit einem
Wasser-Treibstrom in geflutete untertägige Grubenbereiche:
NaOH zur Neutralisation von Schwefelsaurem
Grubenwasser
KOH dito sowie als Tracer
Na
2
SO
3
zur Bindung von gelöstem Sauerstoff im
Treibwasser
I/3
Maßnahmen-Randbedingung
I/3.1
Maßnahme
I/3.2
Maßnahmen-
Schema
I/4
Kriterien-Bewertung
Kriterium
Bewertung
Punkte
I/4.1
Anwendung;
Anforderungen
Ziel: Teilneutralisation und Teilfällung unter Tage;
Verschiebung der gestörten hydrochemischen
Verhältnisse in Richtung der vorbergbaulichen
Verhältnisse
Durchführbarkeit prinzipiell möglich:
- Eintragsmöglichkeit über Aufgabebohrlöcher in
den gefluteten Flutungsraum mittels Bohrlöcher,
- hydraulische Anbindung erforderlich,
- Bevorzugung natürlicher hydraulischer Gefälle zur
Verteilung der Pufferfluide
2
I/4.2
Technischer Auf-
wand (Unterhaltungs-
aufwand; Kosten)
Transportable Mischanlage über Tage, Anlieferung
von Chemikalien, geeignete Aufgabesysteme
(Bohrlöcher).
Feldversuch Königstein: ca. 300.000 €
(Dimension: Injektion von ca. 100 t NaOH, 5 t
KOH, 7 t Na
2
SO
3
)
1

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- Anlage 5 -
VITA-MIN
2.5 Neutralisation/Pufferung, Grube Königstein
I/4.3
Genehmigungs-
fähigkeit
Antragstellung nach Berg-, Wasser- und ggf.
Strahlenschutzrecht; Behördliche Einzelfallprüfung
2
I/4.4
Zeithorizont
der Umsetzung
Feldversuch: ca. 3 Monate
2
I/4.5
Effizienz
Schadstoff- und Säureabtrennung im behandelten
Bereich in der Größenordnung 50 %
1 - 2
I/4.6
Remobilisierungs-
gefahr
groß: Bei Behandlung kleiner Teilbereiche, in denen
anschließend von umgebenen sauren Wässern die
Fällprodukte wieder remobilisiert werden können.
Gering: Bei umfänglicher unter Tage Neutralisation
und Vermeidung des Zustromes saurer Wässer.
1
I/4.7
Reststoffe
Fällschlämme (Eisenhydroxid mit daran gebunde-
nen Schadstoffen) verbleiben in der gefluteten
Grube
2
I/4.8
Nachhaltigkeit
Hohe Nachhaltigkeit prinzipiell möglich,
insbesondere bei umfänglicher Behandlung
1 - 2
I/4.9
Beeinträchtigung
Landschaftsbild
Bei ausschließlich untertägiger in-situ-Maßnahme
nicht relevant (temporäre übertägige Anlagen))
2
I/4.10
Beeinträchtigung
Lebensraumqualität
Bei untertägiger in-situ-Maßnahme nicht relevant
2
I/4.11
ggf. weitere Aspekte
Besonders nachhaltig bei Behandlung über längerer
Zeitskala (10 … 20 Jahre)
1
Gesamtbewertung
17 - 19
*Bewertung:
Bepunktung von 0 – 2;
0
ungeeignet
technisch nicht umsetzbar, nicht genehmigungsfähig, nicht wirksam
1
bedingt geeignet
signifikante Einschränkungen/Restriktionen bei technischer Umsetzbarkeit,
Genehmigungsfähigkeit und/oder Wirksamkeit
2
gut geeignet
keine oder wenige Einschränkungen/Restriktionen bei technischer Umsetz-
barkeit, Genehmigungsfähigkeit und/oder Wirksamkeit
Bepunktung von „0“ zu Aspekten I/4.1; I 4.2; I 4.5 und I/4.8 führt zu Maßnahmenausschluss

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- Anlage 5 -
VITA-MIN
Projekt Vita Min - Steckbrief Fallbeispiel in-situ-Rückhalt Erz- und Spatbergbau
2.6 Zementation mit Eisen, Grube Königstein
I/1
Experiment: Wirkung von Eiseneinlagerungen in einer Grundsohle auf die
chemischen u. physikalischen Parameter des zugeführten Flutungsmediums in der
Grube Königstein
I/1.1
Potenzielle abtrennbare
Schadstoffe
Rückhaltung/Bindung von Uran und Schwermetallen
I/2
Gruben-Randbedingung
I/2.2
Grubengeometrie/
Wasserströmungen
Uranbergwerk im Sedimentgestein, Abbautechnik
Untertagelaugung
hydraulisch abgegrenzter Grubenbau, Länge ca. 38 m,
Volumen ca. 340 m³
I/2.3
Hydrochemie
Durchströmung mit Flutungswasser; pH 2
I/3
Maßnahmen-Randbedingung
I/3.1
Maßnahme
Einlagerung von 270 t Eisenschrott; Oberfläche ca.
12.600 m², Einlagerungsdichte ca. 10 Vol%;
Durchströmung mit Flutungswasser und Beprobung des
Überlaufs
I/3.2
Maßnahmen--
Schema
I/4
Kriterien-Bewertung
Kriterium
Bewertung
Punkte
I/4.1
Anwendung;
Anforderungen
Offene Grube und Grubenbaue ohne aufwendige
bergmännische Grubenrekonstruktionen;
Anschluss an das Fließgeschehen/Konvektion des
Grubenwassers
1 - 2
I/4.2
Technischer Auf-
wand (Unterhaltungs-
aufwand; Kosten)
Dammbau, dichte Einlagerung, Rohrleitungs-
verlegung
moderate Investitionskosten für Versuchsabschnitt;
mittlere Investitionskosten für großtechnische
Anwendung;
1
I/4.3
Genehmigungsfähigkeit
Antragstellung nach Berg-, Wasser- und ggf.
Strahlenschutzrecht; Behördliche Einzelfallprüfung
unter Auflagen erwartbar (Bewetterung)
1
I/4.4
Zeithorizont
der Umsetzung
Durchführung Einbringung: 8 Monate
1
Flut.-
Eisenschrott

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- Anlage 5 -
VITA-MIN
2.6 Zementation mit Eisen, Grube Königstein
I/4.5
Effizienz
Limitiert:
-
pH-Anstieg von 2 auf 2,5
- Lösung von Eisen, Mangan (Steigende
Konzentrationen)
- Absenkung der Stoffkonzentrationen von: U, As, Cu, Mo,
Pb, Ra
0 - 1
I/4.6
Remobilisierungs
gefahr
Reduktive U und Schwermetall-Festlegung. Daher
grundsätzlich Gefahr der Remobilisierung bei
nachfolgend oxidierenden Bedingungen.
0 - 1
I/4.7
Reststoffe
Keine, Verbleib der Schadstoffe im Grubenraum
(Remobilisierung siehe oben)
2
I/4.8
Nachhaltigkeit
Hohe Nachhaltigkeit prinzipiell möglich
0 - 1
I/4.9
Beeinträchtigung
Landschaftsbild
Bei ausschließlich untertägiger in-situ-Maßnahme
nicht relevant
2
I/4.10
Beeinträchtigung
Lebensraumqualität
Bei ausschließlich untertägiger in-situ-Maßnahme
nicht relevant
2
I/4.11
Weitere Aspekte
Wasserstoffbildung bei sauren Grubenwässern
-
Gesamtbewertung
10 - 14
*Bewertung:
Bepunktung von 0 – 2;
0
ungeeignet
technisch nicht umsetzbar, nicht genehmigungsfähig, nicht wirksam
1
bedingt geeignet
signifikante Einschränkungen/Restriktionen bei technischer Umsetzbarkeit,
Genehmigungsfähigkeit und/oder Wirksamkeit
2
gut geeignet
keine oder wenige Einschränkungen/Restriktionen bei technischer Umsetz-
barkeit, Genehmigungsfähigkeit und/oder Wirksamkeit
Bepunktung von „0“ zu Aspekten I/4.1; I 4.2; I 4.5 und I/4.8 führt zu Maßnahmenausschluss

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- Anlage 5 -
VITA-MIN
Projekt Vita Min - Steckbrief Fallbeispiel in-situ-Rückhalt Erz- und Spatbergbau
2.7 Oxidation, Grube Pöhla - Grubenteil Hämmerlein
I/1
In-situ-Abtrennung von Eisen und Arsen durch Oxidation von sauerstofffreiem
Flutungswasser im Rahmen des grubeninternen Wasser- und
Bewetterungsmanagements der gefluteten Grube Pöhla, Grubenteil
Hämmerlein, (BR Deutschland, Westerzgebirge)
I/1.1
Potenzielle abtrennbare
Schadstoffe
Rückhaltung von Eisen und ggf. Arsen
I/2
Gruben-Randbedingung
I/2.1
Grubengeometrie/
Wasserströmungen
Gefluteter tieferer zentraler Grubenbereich Tellerhäuser,
gefluteter peripherer Grubenbereich Hämmerlein;
Grubeninterne separate Grundwasserabflüsse über
Hauptstollen der Grube:
A: Grundwasserabfluss der lufterfüllten Hauptstollensohle,
B: Überlaufwasser aus peripherem Flutungsraum Hämmerlein
auf Hauptstollensohle
I/2.2
Hydrochemie
Schadstoffhaltiger Wasserteilstrom B mit reduzierendem
Redoxmilieu (sauerstofffrei) und mobilisiertem Fe (Fe
2+
), As
(As
3+
) und Ra-226; flutungsbedingte reduktive
Immobilisierung von U, Mn, NO
3
, SO
4
Weitgehend schadstofffreier Wasserteilstrom A mit chemisch
oxidierendem Milieu (sauerstoffhaltig),
Wasserteilströme A, B: pH-neutral
I/3
Maßnahmen-Randbedingung
I/3.1
Maßnahme
Grubeninterne Vermischung Teilströme A und B im peripheren
Flutungsraum Hämmerlein unter Einstellung eines
intermediären Redoxmilieus (sauerstoffhaltig); Oxidation des
mobilen Fe und As; Fe
3+
als unlösliches Hydroxid ausflockend,
unter Mitfällung/Adsorption von As (As
5+
); In-situ-
Sedimentation arsenhaltiger Feststoffflocken/Grubenschlämme
im Flutungsraum
I/3.2
Maßnahmen--
Schema

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- Anlage 5 -
VITA-MIN
2.7 Oxidation, Grube Pöhla - Grubenteil Hämmerlein
I/4
Kriterien-Bewertung
Kriterium
Bewertung
I/4.1
Durchführung
Hydraulische Fassung und Ableitung
Wasserteilstrom A in Teilstrom B; Versturz über
zugängliches Flachen (Rampe) in den
Flutungsteilraum Hämmerlein
Hinreichend große Grubenräume mit geringer Fließ-
geschwindigkeit zur Sedimentation Feststoffflocken;
für Abflussstollen Einbau lokaler Abflussschikanen;
Bevorzugung natürlicher hydraulischer Gefälle vor
technischer Wasserförderung
1 - 2
I/4.2
Technischer Auf-
wand (Unterhaltungs-
aufwand; Kosten)
Keine konkreten Kosten recherchierbar, aber bei
noch aktivem Grubenbetrieb prinzipiell
- geringe Investitionskosten;
- geringe Betriebskosten;
- geringer zusätzlicher Kontroll- und
Monitoringaufwand, da ohnehin reguläres
Flutungsmonitoring;
Aufwand steigt bei stillgelegter Grube im Falle von
beauflagten Kontrollpflichten
1 - 2
I/4.3
Genehmigungs-
fähigkeit
Erteilte bergrechtliche Zulassung eines Sonder-
betriebsplanes im Einvernehmen mit Wasser-
behörde;
Information an Strahlenschutzbehörde;
Begünstigung durch ausschließliches Management
von Grubenwässern und –wettern ohne Einsatz von
Behandlungschemikalien
1 - 2
I/4.4
Zeithorizont
der Umsetzung
2001 (Vorbereitung); 2002/2003 (Durchführung);
2003 -2005 (Nachbeobachtung, Auswertung)
Für dauerhafte Wirkung langfristige Aufrechter-
haltung der in-situ-Maßnahme erforderlich
1 - 2
I/4.5
Effizienz
Keine vollständige, zielgemäße Schadstoffabtren-
nung (As) realisierbar, sondern nur eine
Teilbehandlung; die Notwendigkeit grubenexterner
Wasserbehandlung blieb erhalten;
Vollständigere Abtrennung hätte zusätzliche
untertägige Chemikaliendosierung erfordert (z. B.
FeSO
4
), was dem Ziel der bergmännischen
Grubenverwahrung grundsätzlich widerspricht
Infolge der In-situ-Schadstoffabtrennung
Verdopplung der behandlungsrelevanten
Wassermenge (IW+FW) für grubenexterne WBA
Abtrennung von Fe und As war von
Mischungsverhältnis FW/IW abhängig; bei Verhältnis
von 1 : 1 erfolgte Verdünnungseffekt sowie reale
Abtrennung von ca. 80 % des originären Fe und ca.
60 % des originären As; keine Abtrennung von Ra-
226
Weitgehende In-situ-Sedimentation gebildeter
arsenhaltigen Eisenhydroxide; kaum
Feststoffaustrag mit überlaufendem Flutungswasser
0 - 1

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- Anlage 5 -
VITA-MIN
2.7 Oxidation, Grube Pöhla - Grubenteil Hämmerlein
I/4.6
Remobilisierungs
gefahr
Nach Testende geringfügige Remobilisierung von Fe
und As (< 10 %) beobachtet.
Bei nachhaltiger systemimmanenter Aufrecht-
erhaltung In-situ-Oxidation wenig wahrscheinlich,
da oxydierendes Reaktionsmilieu Fe- und As-
Rücklösung unterbindet
Zusätzliche mechanische Kompaktierung sowie
chemisch strukturelle Alterung/Fixierung des
arsenhaltigen Fällschlamms
Kein reales Versauerungspotenzial der Grube Pöhla,
kein Risiko einer dadurch verursachten
Sedimentmobilisierung
1
I/4.7
Reststoffe
Vorhandener Sedimentationsraum von mind. 10.000
m³ bei einem jährlichen Anfall von max. 100 m³
keine Entsorgung möglich (Flutungsraum
unzugänglich), aber auch nicht erforderlich
1
I/4.8
Nachhaltigkeit
Gute Chancen für hohe Nachhaltigkeit
1 - 2
I/4.9
Beeinträchtigung
Landschaftsbild
Wegen ausschließlich untertägiger in-situ-
Maßnahme in der Grube Pöhla nicht relevant
2
I/4.10
Beeinträchtigung
Lebensraumqualität
Wegen ausschließlich untertägiger in-situ-
Maßnahme in der Grube Pöhla nicht relevant
2
I/4.11
Weitere Aspekte
Notwendige hydrotechnische Lösungsfindung der
langfristigen Vermischung Infiltrationswasser +
Flutungswasser (ohne elektrische Wasserpumpen)
für bergmännisch verwahrte Grube
-
Gesamtbewertung
11 - 17
*Bewertung:
Bepunktung von 0 – 2;
0
ungeeignet
technisch nicht umsetzbar, nicht genehmigungsfähig, nicht wirksam
1
bedingt geeignet
signifikante Einschränkungen/Restriktionen bei technischer Umsetzbarkeit,
Genehmigungsfähigkeit und/oder Wirksamkeit
2
gut geeignet
keine oder wenige Einschränkungen/Restriktionen bei technischer Umsetz-
barkeit, Genehmigungsfähigkeit und/oder Wirksamkeit
Bepunktung von „0“ zu Aspekten I/4.1; I 4.2; I 4.5 und I/4.8 führt zu Maßnahmenausschluss

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- Anlage 5 -
VITA-MIN
Projekt Vita Min - Steckbrief Fallbeispiel in-situ-Rückhalt Erz- und Spatbergbau
2.8 Oxidation, Zinnerzgrube Ehrenfriedersdorf
I/1
In-situ-Abtrennung von Eisen und Arsen durch Oxidation von
Haldensickerwasser im Rahmen des grubeninternen Wasser der gefluteten
Zinnerzgrube Ehrenfriedersdorf (BR Deutschland, Westerzgebirge)
I/1.1
Potenzielle
abtrennbare
Schadstoffe
Rückhaltung von Eisen und ggf. Arsen
I/2
Gruben-Randbedingung
I/2.1
Grubengeometrie
/
Wasserströmung
en
Gefluteter Grubenbereich Sauberg/Ostfeld, überlagernde Spülhalden
des früheren Zinnerzbergbaus (Aufbereitungsrückstände):
A: Sickerwasserabfluss der Halden
B: Abstromwasser aus Flutungsraum 3. Sohle zum zentralen
Abflussstollen der Grube (Tiefer Sauberger Stollen)
I/2.2
Hydrochemie
Schadstoffhaltiger Wasserteilstrom A mit intermediärem Redoxmilieu
und mobilisiertem Fe (Fe
2+
), As (As
3+
)
Moderat schadstoffhaltiger Wasserteilstrom B mit intermediärem
Redoxmilieu (sauerstoffhaltig),
Wasserteilströme A, B: pH-neutral
I/3
Maßnahmen-Randbedingung
I/3.1
Maßnahme
Grubeninterne Vermischung Teilströme A und B (Flutungsraum)
unter Einstellung eines intermediären Redoxmilieus
(sauerstoffhaltig); Oxidation des mobilen Fe und As; Fe
3+
als
unlösliches Hydroxid ausflockend, unter Mitfällung/Adsorption von
As (As
5+
); In-situ-Sedimentation arsenhaltiger
Feststoffflocken/Grubenschlämme
I/3.2
Maßnahmen--
Schema
In-situ-Oxidation Ehrenfriedersdorf

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- Anlage 5 -
VITA-MIN
2.8 Oxidation, Zinnerzgrube Ehrenfriedersdorf
I/4
Kriterien-Bewertung
Kriterium
Bewertung
I/4.1
Durchführung
Hydraulische Fassung und Ableitung Wasserteilstrom A
unter passiver Belüftung (Kaskaden); Versturz im
Bruchgebiet Ost in tagesnahen Flutungsraum
Begrenzte Grubenräume mit relativ hoher
Fließgeschwindigkeit zur Sedimentation Fest-
stoffflocken;
im zentralen Abflussstollen lokale Abflussschikanen;
Bevorzugung natürlicher hydraulischer Gefälle vor
technischer Wasserförderung
2
I/4.2
Technischer Auf-
wand (Unterhal-
tungsaufwand;
Kosten)
Keine konkreten Kosten recherchierbar, aber bei noch
aktivem Grubenbetrieb prinzipiell
- geringe Investitionskosten;
- geringe Betriebskosten;
- geringer zusätzlicher Kontroll- und
Monitoringaufwand, da ohnehin reguläres
Flutungsmonitoring;
Aufwand steigt bei stillgelegter Grube, wenn
verbesserte Schlammsedimentation erreicht werden
soll
1 - 2
I/4.3
Genehmigungs-
fähigkeit
Erteilte bergrechtliche Zulassung eines
Sonderbetriebsplanes im prinzipiellen Einvernehmen
mit Wasserbehörde;
Begünstigung durch ausschließliches Management von
Bergbauwässern ohne Einsatz von
Behandlungschemikalien
1
I/4.4
Zeithorizont
der Umsetzung
2001 (Vorbereitung); seit 2002 Durchführung
Für dauerhafte Wirkung langfristige Aufrechterhaltung
der In-situ-Maßnahme erforderlich
2
I/4.5
Effizienz
Vollständige Oxidation von Fe und As; aber keine
vollständige, zielgemäße Abtrennung der gefällten
Schlammpartikel realisierbar; durch Feststoffgehalt
noch wirksame Restemissionen zur Vorflut
Vollständigere Abtrennung würde zusätzliche
untertägige Schlammsedimentation mit periodischer
Beräumung/ Verbringung bedingen
1 - 2
I/4.6
Remobilisierungs-
gefahr
Bei nachhaltiger systemimmanenter Aufrechterhaltung
In-situ-Oxidation wenig wahrscheinlich, da oxidieren-
des Reaktionsmilieu Fe- und As-Rücklösung unter-
bindet
Zusätzliche mechanische Kompaktierung sowie che-
misch strukturelle Alterung/Fixierung des arsen-
haltigen Fällschlamms
geringes reales Versauerungspotenzial der Grube, kein
Risiko einer dadurch verursachten Sediment-
mobilisierung
1
I/4.7
Reststoffe
Ungeklärter potenziell nutzbarer Sedimentationsraum
der Grube
Entsorgung aus zentralen Abflussstollen mit Aufwand
prinzipiell möglich
1
I/4.8
Nachhaltigkeit
Chancen für hohe Nachhaltigkeit
1 - 2

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- Anlage 5 -
VITA-MIN
2.8 Oxidation, Zinnerzgrube Ehrenfriedersdorf
I/4.9
Beeinträchtigung
Landschaftsbild
Wegen ausschließlich untertägiger in-situ-Maßnahme
in der Grube Ehrenfriedersdorf nicht relevant
2
I/4.10
Beeinträchtigung
Lebensraumqualität
Wegen ausschließlich untertägiger in-situ-Maßnahme
in der Grube Ehrenfriedersdorf nicht relevant
2
I/4.11
Weitere Aspekte
?
-
Gesamtbewertung
14 - 17
*Bewertung:
Bepunktung von 0 – 2;
0
ungeeignet
technisch nicht umsetzbar, nicht genehmigungsfähig, nicht wirksam
1
bedingt geeignet
signifikante Einschränkungen/Restriktionen bei technischer Umsetzbarkeit,
Genehmigungsfähigkeit und/oder Wirksamkeit
2
gut geeignet
keine oder wenige Einschränkungen/Restriktionen bei technischer Umsetz-
barkeit, Genehmigungsfähigkeit und/oder Wirksamkeit
Bepunktung von „0“ zu Aspekten I/4.1; I 4.2; I 4.5 und I/4.8 führt zu Maßnahmenausschluss

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- Anlage 5 -
VITA-MIN
Projekt Vita Min - Steckbrief Fallbeispiel in-situ-Rückhalt Erz- und Spatbergbau
2.9 Reduktion, Grube Pöhla - Grubenteil Tellerhäuser
I/1
In-situ-Abtrennung von Uran, Mangan, Nitrat, Sulfat durch Reduktion von
Flutungswasser im Rahmen des grubeninternen Wasser- und Bewetterungs-
managements der gefluteten Grube Pöhla, zentraler Flutungsraum - Grubenteil
Tellerhäuser, (BR Deutschland, Westerzgebirge)
I/1.1
Potenzielle
abtrennbare
Schadstoffe
Rückhalt von Schwermetallen, Sulfat, Nitrat
I/2
Gruben-Randbedingung
I/2.1
Grubengeometrie/
Wasserströmungen
Gefluteter zentraler Grubenbereich Tellerhäuser, gefluteter
peripherer Grubenbereich Hämmerlein; Grubeninterne separate
Grundwasserabflüsse der Grube:
A: Grundwasserabfluss der lufterfüllten Hauptstollensohle,
B: Überlaufwasser aus peripherem Flutungsraum Hämmerlein auf
Hauptstollensohle
I/2.2
Hydrochemie
Schadstoffhaltiger Wasserteilstrom B mit chemisch reduzierendem
Redoxmilieu (sauerstofffrei) und mobilisiertem Fe (Fe
2+
), As (As
3+
)
und Ra-226; flutungsbedingte Immobilisierung von U, Mn, NO
3
,
SO
4
Weitgehend schadstofffreier Wasserteilstrom A mit chemisch
oxydierendem Milieu (sauerstoffhaltig),
Wasserteilströme A, B: pH-neutral
I/3
Maßnahmen-Randbedingung
I/3.1
Maßnahme
Selbsttätig wirksame Abflussseparation lt. Pkt. 2.2 ohne
Beeinflussung Flutungsraum (B) durch Teilstrom A; wirksame
Minimierung Grundwasserzufluss Flutungsraum; keine gesonderte
in-situ-Maßnahme erforderlich
I/3.2
Maßnahmen-
Schema

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- Anlage 5 -
VITA-MIN
2.9 Reduktion, Grube Pöhla - Grubenteil Tellerhäuser
I/4
Kriterien-Bewertung*
Kriterium
Bewertung
I/4.1
Durchführung
Hydraulische Fassung und separate Ableitung Wasser-
teilstrom B zur grubenexternen Wasserbehandlung
Hinreichend große Grubenräume mit geringer Fließ-
geschwindigkeit zur Sedimentation Fällprodukte;
Bevorzugung natürlicher hydraulischer Gefälle vor
technischer Wasserförderung
1 - 2
I/4.2
Technischer Auf-
wand (Unterhal-
tungsaufwand;
Kosten)
Keine konkreten Kosten recherchierbar, aber bei noch
aktivem Grubenbetrieb prinzipiell
- geringe Investitionskosten;
- geringe Betriebskosten;
- geringer zusätzlicher Kontroll- und
Monitoringaufwand, da ohnehin reguläres
Flutungsmonitoring;
Aufwand steigt bei stillgelegter Grube im Falle von
beauflagten Kontrollpflichten
1 - 2
I/4.3
Genehmigungs-
fähigkeit
Keine gesonderte Genehmigung erforderlich, da grund-
sätzlicher Sachverhalt im Rahmen des zugelassenen
Abschlussbetriebsplanes
Begünstigung durch ausschließliches Management von
Grubenwässern und –wettern ohne Einsatz von
Behandlungschemikalien
2
I/4.4
Zeithorizont
der Umsetzung
Seit Flutungsende (1995) unverändert selbsttätig
wirksam
2
I/4.5
Effizienz
vollständige, zielgemäße Schadstoffabtrennung (U)
ohne aktive Wasserbehandlung realisiert; aber
weiterhin grubenexterne Wasserbehandlung bzgl. Fe
und As
Weitgehende in-situ-Sedimentation reduktiver Fällpro-
dukte; kaum Feststoffaustrag mit überlaufendem
Flutungswasser
0 - 1
I/4.6
Remobilisierungs-
gefahr
bei nachhaltiger systemimmanenter Aufrechterhaltung
in-situ-Reduktion wenig wahrscheinlich, da reduktives
Reaktionsmilieu Rücklösung immobilisierter Stoffe lt.
Pkt. I/2.3 unterbindet
Kein reales Versauerungspotenzial der Grube Pöhla
wirksam; kein Risiko einer dadurch verursachten
Stoffmobilisierung
2
I/4.7
Reststoffe
Vorhandener Sedimentationsraum von mind. 100.000
m³ bei geringem jährlichen Fällprodukt-Anfall
keine Entsorgung möglich (Flutungsraum unzu-
gänglich), aber auch nicht erforderlich
1 - 2
I/4.8
Nachhaltigkeit
Gute Chancen für hohe Nachhaltigkeit
1 - 2
I/4.9
Beeinträchtigung
Landschaftsbild
Wegen ausschließlich untertägiger In-situ-Maßnahme
in der Grube Pöhla nicht relevant
2
I/4.10
Beeinträchtigung
Lebensraumqualität
Wegen ausschließlich untertägiger In-situ-Maßnahme
in der Grube Pöhla nicht relevant
2

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- Anlage 5 -
VITA-MIN
2.9 Reduktion, Grube Pöhla - Grubenteil Tellerhäuser
I/4.11
Weitere Aspekte
Auch ohne bergmännische Langzeitkontrolle im Falle
der wassergängig verplombten Grube Pöhla hohe
hydraulischen abflussreserven (Aufrechterhaltung
separierter Grubenwasserabflüsse A, B ohne äußere
Störungen Flutungsraum
-
Gesamtbewertung
14 -19
*Bewertung:
Bepunktung von 0 – 2;
0
ungeeignet
technisch nicht umsetzbar, nicht genehmigungsfähig, nicht wirksam
1
bedingt geeignet
signifikante Einschränkungen/Restriktionen bei technischer Umsetzbarkeit,
Genehmigungsfähigkeit und/oder Wirksamkeit
2
gut geeignet
keine oder wenige Einschränkungen/Restriktionen bei technischer Umsetz-
barkeit, Genehmigungsfähigkeit und/oder Wirksamkeit
Bepunktung von „0“ zu Aspekten I/4.1; I 4.2; I 4.5 und I/4.8 führt zu Maßnahmenausschluss

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- Anlage 5 -
VITA-MIN
Projekt Vita Min - Steckbrief Fallbeispiel in-situ-Rückhalt Erz- und Spatbergbau
2.10 Reduktion, Grube Schlema-Alberoda
I/1
In-situ-Abtrennung von Uran durch Reduktion von Flutungswasser sowie
Anreicherung von mobilem Eisen im Flutungswasser mit Eisenpulver im Schacht
371 der gefluteten Grube Schlema-Alberoda (BR Deutschland, Westerzgebirge)
I/1.1
Potenzielle abtrennbare
Schadstoffe
Rückhalt von Schwermetallen, Sulfat, Nitrat
I/2
Gruben-Randbedingung
I/2.1
Grubengeometrie/
Wasserströmungen
Tagesnah gefluteter Tagesschacht 371 (1000 m geflutete
Teufe mit 19.000 m³ Flutungswasser-Volumen
Bergmännische Verbindung zum zentralen Grubenraum der
Urangrube Schlema-Alberoda über geflutete -540-m-Sohle
und -990-m-Sohle
I/2.2
Hydrochemie
Schadstoffhaltiges Flutungswasser (FW) mit chemisch inter-
mediärem bis reduzierendem Redoxmilieu (sauerstofffrei) und
mobilisiertem Fe (Fe
2+
), As (As
3+
), U und Ra-226;
flutungsbedingte reduktive Immobilisierung von NO
3
FW: pH-neutral
I/3
Maßnahmen-Randbedingung
I/3.1
Maßnahme
Testweise periodische Aufgabe von Eisenpulver (mit Kalium-
salz als Tracer) in gefluteten Schacht 371 (Teilelement
Flutungsraum)
I/3.2
Maßnahmen-
Schema
I/4
Kriterien-Bewertung
Kriterium
Bewertung
I/4.1
Durchführung
Zugänglicher bergmännisch sicherer Tagesschacht/
Grubenraum mit Zugriff auf Flutungswasser
Hydraulische Anbindung an geflutete Grube
Hinreichend großer Grubenraum als Reaktions- und
Sedimentationsraum für Eisenpulver
1 - 2
In-situ-Reduktion Schlema-Alberoda
Fe

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- Anlage 5 -
VITA-MIN
2.10 Reduktion, Grube Schlema-Alberoda
I/4.2
Technischer Auf-
wand
(Unterhaltungs-
aufwand; Kosten)
Keine konkreten Kosten recherchierbar, aber bei noch
aktivem Grubenbetrieb prinzipiell
- geringe Investitionskosten (technische
Dosiereinrichtung);
- moderate Betriebskosten (Eisenpulver);
- geringer zusätzlicher Kontroll- und
Monitoringaufwand (reguläres Flutungsmonitoring);
Aufwand steigt bei stillgelegter Grube im Falle von
beauflagten Kontrollpflichten
1 - 2
I/4.3
Genehmigungsfähig
keit
Gesonderte Genehmigung erforderlich mit
Unbedenklichkeitsnachweis
Begünstigend: Einsatz systemimmanenter Stoffe (Fe,
K-Salz)
1
I/4.4
Zeithorizont
der Umsetzung
Zeitnahe Umsetzung möglich; Testdurchführung im
Zeitraum 2007/2008 (3 Testphasen);
Für raumgreifende Wirkung: mittel- bis langfristige
Maßnahme erforderlich
2
I/4.5
Effizienz
unvollständige Schadstoffabtrennung; nur Teilabtren-
nung von U; keine primäre Abtrennung anderer Schad-
stoffe ; teilweise Fe-Mobilisierung in das FW (s. u.)
weiterhin grubenexterne Wasserbehandlung bzgl. U,
Ra-226, Fe, As und Mn erforderlich
Weitgehende In-situ-Sedimentation reduktiver Fällpro-
dukte; kaum Feststoffaustrag mit überlaufendem FW
1
I/4.6
Remobilisierungs
gefahr
Bei Abschwächung chem. Reduktionswirkung nach
Einstellung Eisenpulver-Dosierung Rücklösung von
immobilisiertem Uran möglich
Kein reales Versauerungspotenzial der Grube Schlema-
Alberoda wirksam; kein Risiko einer dadurch verur-
sachten Stoffmobilisierung
1
I/4.7
Reststoffe
Vorhandener Sedimentationsraum von mind.
19.000 m³ bei geringem jährlichen Fällprodukt-Anfall
keine Entsorgung möglich (Flutungsraum
unzugänglich), aber auch nicht erforderlich
1 - 2
I/4.8
Nachhaltigkeit
Moderate Chancen für Nachhaltigkeit
1
I/4.9
Beeinträchtigung
Landschaftsbild
Wegen ausschließlich untertägiger in-situ-Maßnahme
in der Grube Schlema-Alberoda nicht relevant
2
I/4.10
Beeinträchtigung
Lebensraumqualität
Wegen ausschließlich untertägiger in-situ-Maßnahme
in der Grube Schlema-Alberoda nicht relevant
2
I/4.11
Weitere Aspekte
Eisenpulver bewirkt zusätzliche Fe-Mobilisierung in das
FW; dadurch zusätzliches Reaktionspotenzial für
separate oxidative in-situ-Fällprozesse
-
Gesamtbewertung
13 - 16
*Bewertung:
Bepunktung von 0 – 2;
0
ungeeignet
technisch nicht umsetzbar, nicht genehmigungsfähig, nicht wirksam
1
bedingt geeignet
signifikante Einschränkungen/Restriktionen bei technischer Umsetzbarkeit,
Genehmigungsfähigkeit und/oder Wirksamkeit
2
gut geeignet
keine oder wenige Einschränkungen/Restriktionen bei technischer Umsetz-
barkeit, Genehmigungsfähigkeit und/oder Wirksamkeit
Bepunktung von „0“ zu Aspekten I/4.1; I 4.2; I 4.5 und I/4.8 führt zu Maßnahmenausschluss

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VITA-MIN
ANLAGE 6
Maßnahmenschema zur Reduzierung bergbaubedingter
Umweltbelastungen (Wasserpfad) in Bezug auf künftigen Bergbau
A – Maßnahmen während des Bergbaus
Maßnahmen im Grubenbetrieb
1.1 Spezifizierung Grubenwassermanagement (Abschirmung)
1.2 Spezifizierung Grubengeometrie (Segmentierung)
Geotechnische und geomechanische Maßnahmen
1.3 Reduzierung Gebirgsauflockerung
1.4 Maximierung untertägige Lockermasseneinlagerung (Eigenversatz)
1.5 Hermetisierung Versatzbereiche
Vorklärung von Grubenwässern
1.6 In-situ-Behandlung belasteter Grubenwässer (Vorklärung)
B – Maßnahmen nach dem Bergbau
Maßnahmen am Flutungsraum
2.1 Spezifizierung Flutungsmanagement
2.2 Hermetisierung Grubenbereiche (Schachtverwahrung, punktuelle Verdäm-mungen)
In-situ-Behandlung schadstoffhaltiger Flutungswässer (Flutungsraum oder
Transferbereich mit untertägiger Fällprodukt-Verbringung)
2.3 Neutralisation saurer Flutungswässer
2.4 Flutungswasseroxidation mit Eisenhydroxidfällung
2.5 Flutungswasserreduktion mit Schwermetall-Sulfidfällung

Maßnahmenschema zur Reduzierung bergbaubedingter Umweltbelastungen (Wasserpfad) in Bezug auf künftigen Bergbau
A – Maßnahmen während des Bergbaus
Maßnahme
Nr.
Gruben-
geometrie
Geologie/
Vererzung
Geochemie/
Bindungsformen
GW-Zulauf
Chemisches
Milieu
Schadstoff-
belastung
Schadstoff-
konzentr.
tages-
nah
tief
segmen-
tiert
Gang
Lager
reich
arm
oxid.
carbo-
nat.
arse-
nid.
sulfid.
tages-
nah
tief/ge-
staffelt
sauer
neutral oxid. reduz.
AFS
Salze
SM
As
mode-
rat
hoch
Maßnahmen im Grubenbetrieb
1.1 Spezifizierung Grubenwassermanagement
(Abschirmung)
-
+
+
+
+
+
-
1.2 Spezifizierung Grubengeometrie
(Segmentierung)
-
+
+
+
+
+
-
+
+
Geotechnische und geomechanische Maßnahmen
1.3 Reduzierung Gebirgsauflockerung
+
+
+
+
-
+
+
1.4 Maximierung untertägige
Lockermasseneinlagerung (Eigenversatz)
+
+
+
+
+
+
1.5 Hermetisierung Versatzbereiche
+
+
+
Vorklärung von Grubenwässern
1.6 In-situ-Behandlung belasteter Grubenwässer
(Vorklärung)
+
+
+
+
+ (Fe)
+
+
B – Maßnahmen nach dem Bergbau
Maßnahme
Nr.
Gruben-
geometrie
Geologie/
Vererzung
Geochemie/
Bindungsformen
GW-Zulauf
Chemisches
Milieu
Schadstoff-
belastung
Schadstoff-
konzentr.
tages-
nah
tief
segmen-
tiert
Gang
Lager
reich
arm
oxid.
carbo-
nat.
arse-
nid.
sulfid.
tages-
nah
tief/ge-
staffelt
sauer
neutral oxid. reduz.
AFS
Salze
SM
As
mode-
rat
hoch
Maßnahmen am Flutungsraum
2.1 Spezifizierung Flutungsmanagement
-
+
+
-
+
+
+
+
+
+
+
+
2.2 Hermetisierung Grubenbereiche
(Schachtverwahrung, punktuelle Verdäm-
mungen)
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
In-situ-Behandlung schadstoffhaltiger Flutungswässer (Flutungsraum oder Transferbereich mit untertägiger Fällprodukt-Verbringung )
2.3 Neutralisation saurer Flutungswässer
+
+
+
+
+
2.4 Flutungswasseroxidation mit
Eisenhydroxidfällung
+
+
+ (Fe)
+
+
2.5 Flutungswasserreduktion mit Schwermetall-
Sulfidfällung
+
+ (SO4)
+
+
AFS: Feststoffe; SM: Schwermetalle; As: Arsen; FW: Flutungswasser

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VITA-MIN
ANLAGE 7
Zusammensetzung der Fällungsmittel und untersuchten
Bergbauwässer

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- Anlage 7 -
VITA-MIN
Tabelle 7. 1: Zusammensetzung der Fällmittel in Masse pro Volumen zu reinigendem
Bergbauwasser.
Fällmittel
Zusatz
HCO
3
[mg/L]
Cl
[mg/L]
Ca
[mg/L]
Fe
[mg/L]
Na
[mg/L]
pH-Wert
[-]
Redoxpot.
[mV]
Fällmittel 1
Ca(OH)
2
Na
2
CO
3
60
0
40
0
46
11.283
240
Fällmittel 2
Ca(OH)
2
Na
2
CO
3
30
0
20
0
23
11.003
240
Fällmittel 3
NaOH
Na
2
CO
3
180
0
0
0
207
11.462
240
Fällmittel 4
NaOH
Na
2
CO
3
30
0
0
0
46
11.013
240
Fällmittel 5
FeCl
0
3.9
0
6.1
0
7.195
240
Fällmittel 6
Fe(OH)
3
0
0
0
5.2
0
7.962
240
Fällmittel 7
Na
2
CO
3
360
0