image
Name
Bereich
Information
V.-Datum
KfW
Bankengruppe
Frankfurt am Main
Rechnungslegung/
Finanzberichte
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum
31.12.2014
26.06.2015
KfW Bankengruppe
Frankfurt am Main
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014
Verantwortung übernehmen: Impulse geben.
KfW im Überblick
Gesamtgeschäft der KfW
2014
Mio. EUR
2013
Mio. EUR
2012
Mio. EUR
Jahresabschluss
Geschäftsvolumen
536.338
525.018
550.409
Bilanzsumme
479.224
470.220
497.544
Begebene Schuldverschreibungen
402.256
389.979
404.659
Nachrangige Verbindlichkeiten
2.247
2.247
3.247
Eigene Mittel
19.801
18.817
19.035
Zinsüberschuss vor Förderleistung
2.293
181
2.408
Provisionsüberschuss vor Förderleistung
263
206
147
Verwaltungsaufwand vor Förderleistung
932
825
779
Förderleistung
1)
364
597
560
Jahresüberschuss
883
654
1.464
Cost-Income-Ratio vor Förderleistung
36
31
25
Kernkapitalquote
2)
14,1
20,6
18,2
Gesamtkapitalquote
2)
15,1
22,3
20,6
Zahl der Beschäftigten
4.479
4.293
4.231
1)
Angaben vor Förderleistung beziehen sich auf die Geschäftsjahre 2013 und 2014.
2)
Die aufsichtsrechtliche Gesamtkapitalquote und Kernkapitalquote werden für interne Zwecke berechnet. Die Angabe bezieht sich auf den Konzern.
Ab 2014 ist die Datenbasis der IFRS-Konzernabschluss.
Die Zahlen in den Tabellen wurden exakt gerechnet und summiert. Die Darstellung erfolgt gerundet. Hierdurch können sich in der
Summenbildung Rundungsdifferenzen ergeben. Tatsächliche Nullbeträge sowie auf null gerundete Beträge werden als 0 Mio. EUR
dargestellt.
Bank aus Verantwortung
Lagebericht
Wirtschaftsbericht
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die Weltkonjunktur entwickelte sich im Jahr 2014 alles in allem enttäuschend. In wichtigen Ländern bzw. Wirtschaftsräumen war die
Dynamik deutlich geringer als zu Jahresbeginn erwartet. Dies gilt in der Gruppe der Industriestaaten insbesondere für die Eurozone
und Japan. Andere Industriestaaten überraschten demgegenüber auch positiv (insbesondere die USA). Die Entwicklungs- und
Schwellenländer als Gesamtgruppe wuchsen weiterhin stärker als die Industriestaaten. Gleichwohl ist das Wachstum vieler
Schwellenländer auf ein sehr niedriges Niveau gefallen, einige sehen sich mit veritablen Krisen konfrontiert. Dafür verantwortlich sind
vielfältige strukturelle Schwächen, die grundlegende Reformen erfordern und deren Überwindung Zeit kostet. Der im Jahresverlauf
2014 deutlich gesunkene Ölpreis hat eine Umverteilung von Ölexporteuren zu -importeuren bewirkt. Etliche Ölexportländer konnten
die Verluste verkraften, andere gerieten jedoch in ernste Schwierigkeiten. Besonders brisant ist dies, wenn es sich mit regional- bzw.
geopolitischen Risiken mischt wie insbesondere im Falle Russlands. Diverse geopolitische Risiken haben die Weltwirtschaft 2014
belastet.
In den Mitgliedsländern der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EWU) fiel die konjunkturelle Belebung 2014 mäßig aus
und das Wachstumsumfeld war weiterhin sehr fragil. Ursächlich dafür waren neben den erhöhten geopolitischen Risiken die weiterhin
Seite 1 von 49

hohe Arbeitslosigkeit sowie der in vielen Mitgliedsländern nach wie vor schwierige Kreditzugang für Unternehmen und Privathaushalte.
Insgesamt nahm die Wirtschaftsleistung in den Ländern der EWU im Jahr 2014 um 0,9 % gegenüber dem Vorjahr zu. Die
Wachstumsentwicklung fiel damit etwas ungünstiger aus als von der KfW vor Jahresfrist erwartet. Vor allem die durch die Zuspitzung
der geopolitischen Konflikte erhöhte Unsicherheit schlug negativ zu Buche.
Deutschland wuchs im Jahr 2014 deutlich kräftiger als in den beiden Jahren zuvor, wobei dank der anhaltend guten
Arbeitsmarktentwicklung mit neuerlichem Allzeithoch bei der Erwerbstätigenzahl (42,7 Mio.) erneut auf den Konsum und den
Wohnungsbau Verlass war. Die privaten Investitionen in Ausrüstungen wie auch in Wirtschaftsbauten waren erstmals seit 2011 wieder
im Plus. Von den Nettoexporten ging im Unterschied zu 2013 wieder ein anregender Effekt auf das Wirtschaftswachstum aus.
Insgesamt erhöhte sich das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahresdurchschnitt 2014 um 1,6 %. Die KfW hat damit vor
Jahresfrist die Entwicklungstendenz der Verwendungskomponenten des Bruttoinlandsprodukts zwar zutreffend antizipiert, das 2014
realisierte Wirtschaftswachstum liegt hingegen im unteren Bereich der seinerzeitigen Erwartungen von bis zu 2 %. Ursächlich hierfür
ist im Wesentlichen der enttäuschende Konjunkturverlauf im 2. und 3. Quartal 2014, als die Wirtschaftsaktivität wegen der
zunehmend ungünstigen internationalen Rahmenbedingungen - enttäuschte Wachstumshoffnungen in der Eurozone verunsicherten
die Firmen genauso wie die zahlreichen geopolitischen Krisenherde - mehr oder weniger auf der Stelle trat und die
Investitionserholung abriss.
Maßgebliche Einflussfaktoren an den Finanzmärkten waren im Jahr 2014 die sich zuspitzenden geopolitischen Konflikte und der
weiterhin sehr expansiv ausgerichtete geldpolitische Kurs der weltweit größten Notenbanken. Zwar hat die US-Notenbank ihre
Wertpapierankäufe im Jahresverlauf sukzessive reduziert und Ende Oktober komplett beendet, dem stand jedoch eine Ausweitung der
monetären Stimulierungsmaßnahmen seitens der japanischen Notenbank und der Europäischen Zentralbank gegenüber. Die
weltweiten Finanzmärkte profitierten somit weiter von einer reichlichen Liquiditätsausstattung. Angesichts der geopolitischen
Krisenherde waren sichere Vermögensanlagen besonders gefragt. Zu den Nutznießern dieser Entwicklung zählten auch die Anleihen
der Euro-Reformländer, deren Renditen deutlich nachgaben - im Falle Italiens und Spaniens erreichten diese im zehnjährigen
Laufzeitenbereich neue Allzeittiefstände.
Im Laufe des 2. Halbjahres 2014 sorgte der schnelle und kräftige Fall der Rohölpreise für erhebliche Unruhe an den Finanzmärkten.
Vor allem die Währungen und Finanzmärkte einiger ölproduzierender Länder gerieten in diesem Umfeld verstärkt unter Druck.
In Reaktion auf das fragile Konjunkturumfeld und die rückläufigen Inflationsraten wurden die Leitzinsen im Euroraum im Laufe des
Jahres 2014 weiter gesenkt. Dabei beschloss die Europäische Zentralbank erstmals einen negativen Einlagenzinssatz. Zudem wurden
im Herbst Ankaufprogramme für "Covered Bonds" und "Asset Backed Securities" aufgelegt und weitere Maßnahmen in Aussicht
gestellt. Vor diesem Hintergrund war ab der Jahresmitte ein deutlicher Rückgang der Geldmarktsätze im Euroraum zu beobachten. Die
US-Geldmarktsätze tendierten bis in den Herbst hinein unter Schwankungen annähernd seitwärts. Erst zum Jahresende hin zogen sie
mit den sich verstärkenden Spekulationen auf eine näher rückende Leitzinswende in den USA etwas an. Im längerfristigen
Laufzeitenbereich war der Zinstrend im Euroraum im Jahr 2014 deutlich abwärts gerichtet. Die Renditen zehnjähriger deutscher
Staatsanleihen gaben im Jahresverlauf um fast 140 Basispunkte nach und verzeichneten Ende Dezember mit 0,54 % ein neues
Allzeittief. Die Zinsen zehnjähriger US-Staatsanleihen waren im Jahresverlauf stärkeren Schwankungen unterworfen. Sie notierten am
Jahresende um gut 85 Basispunkte niedriger als noch zu Jahresbeginn. Im Jahresdurchschnitt 2014 lagen die Renditen zehnjähriger
deutscher Bundesanleihen um 40 Basispunkte unter ihrem Vorjahresniveau, während die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen
einen Anstieg von rund 20 Basispunkten gegenüber dem Jahresdurchschnitt 2013 verbuchten. Die durchschnittliche Steilheit der
Zinsstrukturkurven hat im Jahr 2014 im Vergleich zum Jahr 2013 in den USA zugenommen, während in der Eurozone eine Verflachung
stattfand.
Die divergierenden geldpolitischen Perspektiven in der Eurozone und den USA übten ab der Jahresmitte deutlichen Abwärtsdruck auf
den EUR/USD-Wechselkurs aus. Dieser verzeichnete Ende Dezember mit einem Niveau von 1,21 sein Jahrestief. Der
Jahresdurchschnittswert lag bei knapp 1,33 und blieb damit im Vergleich zum Jahr 2013 annähernd unverändert.
Strategisches Zielsystem
Der KfW-Konzern verfügt über ein Strategisches Zielsystem, das die mittelfristig angestrebte Positionierung der KfW definiert. Es
beinhaltet ausgewählte Top-Level-Ziele auf Gesamtbankebene und dient als zentraler und verbindlicher Orientierungsrahmen für die
strategische Ausrichtung aller Geschäftsfelder auf einen Fünf-Jahres-Horizont.
Das Primärziel der KfW ist die Förderung, der wesentliche Kern der Geschäftsaktivitäten der KfW. Es orientiert sich an den Leitlinien
der Subsidiarität und der Nachhaltigkeit. Die KfW richtet die Förderaktivitäten dabei im Wesentlichen an den gesellschaftlich und
ökonomisch bedeutsamen Megatrends "Klimawandel & Umwelt", "Globalisierung & technischer Fortschritt" und "Demografische
Entwicklung" aus.
Zur Bewältigung des Megatrends "Klimawandel & Umwelt" finanziert die KfW beispielsweise Maßnahmen zur Unterstützung
erneuerbarer Energien, zur Verbesserung der Energieeffizienz, zur Sicherstellung von Biodiversität und zur Vermeidung bzw.
Reduzierung von Umweltverschmutzung. Um der besonderen Bedeutung dieses Megatrends Rechnung zu tragen, wurde eine
Umweltquote von rund 35 % des gesamten Neuzusagevolumens fixiert. Im Rahmen des Megatrends "Globalisierung & technischer
Fortschritt" leistet die KfW durch Finanzierungen unter anderem im Bereich Forschung und Innovation, Rohstoffsicherung sowie
Infrastruktur- und Transportwesen zur Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen einen Beitrag. Das
Engagement der KfW beim Megatrend "Demografische Entwicklung" hat die Bewältigung der mit einer sinkenden und alternden
Bevölkerung einhergehenden Folgen zum Ziel, unter anderem mit den Schwerpunkten altersgerechte Infrastruktur, Aus- und
Weiterbildung, Familienpolitik und Kinderbetreuung sowie Unternehmensnachfolge. Zudem besetzt die KfW "trendunabhängige
Förderthemen", die für die KfW eine wichtige Rolle spielen, sich jedoch keinem der drei Megatrends zuordnen lassen, wie
beispielsweise die Armutsbekämpfung in Entwicklungsländern.
Zusätzlich zu der genannten thematischen Fokussierung beinhaltet das Strategische Zielsystem im Primärziel Förderung auch die für
die KfW bedeutsamsten Kundengruppen und Regionen sowie die Förderqualität. Hierunter versteht die KfW zum einen die
Selbstverpflichtung zur Beibehaltung der in den letzten Jahren erlangten hohen Qualität ihrer Förderprodukte sowie eine hinreichende
Abdeckung der für die KfW wichtigen Regionen und Kundengruppen. Für die Fokus-Zielgruppe Mittelstand wird, aufgrund der
besonderen Bedeutung, ein Anteil in Höhe von rund 50 % des Neuzusagevolumens der Inlandsförderung angestrebt.
Die genannten Ausprägungen für das Primärziel werden ergänzt durch ein Set von Sekundärzielen bzw. strikten Nebenbedingungen,
die insbesondere die Profitabilität sowie die Risikotragfähigkeit zum Inhalt haben. Grundlegende Voraussetzung für den Erfolg der KfW
ist zudem die Fortsetzung des erfolgreichen Weges der Professionalisierung im eingeschlagenen Modernisierungsprozess.
Seite 2 von 49

Internes Steuerungssystem
Die KfW verfügt über einen eng verzahnten Strategie- und Planungsprozess. Als zentrales Ergebnisdokument des strategischen
Planungsprozesses beschließt der Vorstand die Geschäftsstrategie, welche die strategischen Ziele des Konzerns für die wesentlichen
Geschäftsaktivitäten sowie den Beitrag der Geschäftsfelder zum Strategischen Zielsystem und Maßnahmen für die jeweilige
Zielerreichung umfasst. Sie bildet die Grundlage für die Risikostrategie. Die Geschäfts- und Risikostrategie werden vom
Gesamtvorstand genehmigt und anschließend dem Aufsichtsorgan (Verwaltungsrat) zur Genehmigung vorgelegt (jeweils in der letzten
Verwaltungsratssitzung des Jahres).
Die Konzerngeschäftsfeldplanung (KGFP) ist als konzernweiter Strategieprozess das zentrale Planungs- und Steuerungsinstrument der
KfW Bankengruppe. Die KGFP durchläuft in jährlichem Turnus zunächst die strategische Planung mit einer mittel- bis langfristigen
Perspektive und die auf das jeweils folgende Geschäftsjahr fokussierte operative Planung. Ausgangspunkt des strategischen
Planungsabschnitts ist das konzernweite Strategische Zielsystem, das vom Vorstand vorgegeben wird.
Unter Beachtung dieses strategischen Handlungsrahmens werden von den Geschäftsfeldern strategische Handlungsoptionen
erarbeitet. Auf Basis der Markteinschätzungen bezüglich Chancen und Risiken werden Annahmen für die zukünftige Entwicklung
relevanter Einflussfaktoren getroffen. Dies berücksichtigt sowohl externe als auch interne Einflussfaktoren und Ressourcenausstattung
sowie Zielvorstellungen zur Ertragsentwicklung. Die Zentralbereiche (zum Beispiel IT, Personal, Zentrale Services) tragen zur
Erreichung der strategischen Ziele ebenfalls maßgeblich bei. Durch deren Einbindung bereits in dieser Planungsphase wird die
Konsistenz ihrer strategischen Überlegungen mit dem Strategischen Zielsystem sichergestellt. Parallel zur strategischen Planung der
Geschäftsfelder wird die Kosten- und FTE-Planung für alle Bereiche als Top-down-Ansatz durchgeführt.
Resultierend aus der Bewertung dieser strategischen Überlegungen aus Konzernsicht werden die Geschäftsfeld- einschließlich der
Kostenziele aller Bereiche vom Vorstand in Form von Leitplanken definiert. Basierend auf diesen Vorgaben planen die Geschäftsfelder
unter Berücksichtigung ggf. veränderter externer und interner Rahmenbedingungen ihr Neugeschäft, ihr Risiko und ihren Ertrag und
alle Bereiche der Bank ihre Kosten für das Folgejahr. Diese Planungen werden auf Konsistenz mit der strategischen Planung des
Konzerns und auf ihre risikopolitischen Implikationen überprüft. In diesem Zusammenhang wird auch eine perspektivische Vorschau
für die darauffolgenden drei Jahre errechnet. Der Gesamtvorstand beschließt entweder die Ergebnisse der operativen Planung oder
beauftragt die Anpassung der Planung der Geschäftsfelder. Um die Konsistenz von Geschäfts- und Risikostrategie zu gewährleisten,
findet bei Änderungen der Geschäftsstrategie ein Austausch mit dem Risikomanagement statt. Mit Beschluss der finalen Planung für
das kommende Geschäftsjahr durch die Geschäftsleitung endet der Prozess der operativen Planung.
Im laufenden Geschäftsjahr wird die Zielerreichung sowohl regelmäßig als auch anlassbezogen durch den Vorstand überprüft. Dies gilt
auch für die bei der Festlegung der Geschäftsstrategie getroffenen Annahmen bezüglich externer und interner Einflussfaktoren.
Abgeleitet aus dem Strategischen Zielsystem und der strategischen Planung der Geschäftsfelder werden im strategischen Controlling
die Entwicklungen der relevanten Steuerungsgrößen, deren Zielerreichung sowie die Ursachen für etwaige Planverfehlungen laufend
analysiert. Zusätzlich werden anlassbezogen Fragestellungen mit strategischem Bezug im Austausch mit den Bereichen des Konzerns
bearbeitet. Sowohl im Rahmen des monatlichen Strategischen Performanceberichts als auch im quartalsweisen Strategie- und
Effizienzbericht werden Handlungsempfehlungen in Bezug auf möglich vorzunehmende Strategieanpassungen oder Optimierung des
Ressourceneinsatzes in Richtung Vorstand formuliert. Die Analyseergebnisse werden in die weiteren Strategiediskussionen und die
strategische Planung eingebracht.
Dem Verwaltungsrat wird satzungsgemäß unterjährig ein Soll-Ist-Reporting vorgelegt. Die entsprechende Ursachenanalyse sowie
mögliche Handlungsoptionen werden dort im Rahmen der Kommentierung dargelegt.
Im Rahmen des operativen Controllings werden umfassende und granular aufbereitete Berichtsformate auf Monats- bzw.
Quartalsbasis erstellt. Diese umfangreichen Detailanalysen umfassen Ertrags-, Kosten- und FTE-Entwicklungen und werden an
einzelne Dezernate berichtet. Gesamthafte Analysen bzw. Hochrechnungen mit wesentlichem Bezug zur Konzernentwicklung werden
zudem direkt an den Gesamtvorstand übermittelt.
Entwicklung der KfW
Die KfW hat im Geschäftsjahr 2014 trotz schwieriger Rahmenbedingungen wie in den Vorjahren eine hohe Nachfrage nach ihren
Förderprodukten verzeichnet. Hiermit konnte sie einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung von Innovationen, Wachstum und
Klimaschutz in Deutschland und weltweit leisten. Die Förderzusagen sind auf ein Gesamtvolumen von 62,9 Mrd. EUR nach 62,0 Mrd.
EUR leicht gestiegen.
Die Ertragslage der KfW hat sich im Geschäftsjahr 2014 positiv entwickelt. Die Refinanzierungsmöglichkeiten waren auf historisch
niedrigem Zinsniveau weiterhin günstig. Das Zinsergebnis vor Förderleistung hat sich - gegenüber dem um den Erstanwendungseffekt
der geänderten Abbildung von Zinsverbilligungsleistungen bereinigten Vorjahreswert - leicht auf 2.293 Mio. EUR reduziert. Trotz
gestiegener Aufwendungen für die Kreditrisikovorsorge kann die KfW ihre Kapitalbasis aufgrund der guten Ertragslage um den
Jahresüberschuss in Höhe von 883 Mio. EUR nachhaltig stärken.
Die Bilanzsumme ist auf 479,2 Mrd. EUR angestiegen. Ursächlich war unter anderem der Anstieg des USD gegenüber dem Vorjahr.
Die Geschäftsentwicklung im Jahr 2014 wurde im Wesentlichen von folgenden Entwicklungen geprägt:
A. Erfolgreiches Förderjahr der KfW
Die KfW hat im Geschäftsjahr 2014 insgesamt ein Fördervolumen - Förderung ist unter Beachtung der Leitlinien von Subsidiarität und
Nachhaltigkeit das Primärziel der KfW - von 62,9 Mrd. EUR erzielt (Vorjahr: 62,0 Mrd. EUR).
Die Finanzierungszusagen an Unternehmen, Kommunen und Privatpersonen in Deutschland waren im Geschäftsjahr 2014 rückläufig.
Sie beliefen sich auf 47,6 Mrd. EUR (Vorjahr: 51,6 Mrd. EUR). Der Rückgang war erwartet worden und betrifft im Wesentlichen die
Unternehmensfinanzierung, die angesichts der anhaltenden Investitionszurückhaltung und gleichzeitig guten Liquiditätsausstattung
der Unternehmen verhalten war. Trotz des Rückgangs im Megatrend Klimawandel & Umwelt und im Energieeffizienzprogramm ist die
KfW weltweit führend bei Klima- und Umweltfinanzierungen. Das inländische Fördergeschäft hat das Planvolumen knapp erreicht, die
Umweltquote lag mit 36 % knapp unter unseren Erwartungen von 37 %.
Die Mittelstandsquote sank auf 44 % nach 47 % im Vorjahr. Auf den Megatrend Klimawandel & Umwelt entfällt in der
Mittelstandsbank trotz des Rückgangs weiterhin der höchste Anteil von 41 % (Vorjahr: 43 %). Während die Zusagen im Bereich
Seite 3 von 49

allgemeine Unternehmensfinanzierung um 1 Mrd. EUR rückläufig sind, kann im wichtigen Förderschwerpunkt Gründung mit 2,8 Mrd.
EUR erfreulicherweise das Vorjahresniveau erreicht werden. Im Geschäftsfeld Kommunal- und Privatkundenbank/Kreditinstitute bleibt
der Förderschwerpunkt Wohnen mit 14,3 Mrd. EUR stabil, wobei die Gruppe der Programme zum energieeffizienten Bauen und
Sanieren mit 9,3 Mrd. EUR wesentlich zum hohen Fördervolumen beiträgt. Das Fördervolumen im Bereich Kapitalmärkte verzeichnete
einen leichten Anstieg von 0,5 Mrd. EUR.
Die Zusagen der Internationalen Finanzierung liegen mit 14,0 Mrd. EUR deutlich über dem Niveau des Vorjahres (9,8 Mrd. EUR). Der
Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank hat das größte Neuzusagevolumen seiner Geschichte erzielt. Es wurden rund 7,4 Mrd. EUR
(Vorjahr: 5,3 Mrd. EUR) im Auftrag der Bundesregierung für Entwicklungsprogramme weltweit bereitgestellt. Daneben verzeichnete
das Geschäftsfeld Export- und Projektfinanzierung einen deutlichen Anstieg von 2,1 Mrd. EUR auf 6,7 Mrd. EUR.
Zur Refinanzierung der Geschäftsaktivitäten hat die KfW an den internationalen Kapitalmärkten Mittel in Höhe von 57,4 Mrd. EUR nach
65,4 Mrd. EUR aus dem Vorjahr (Plan: 55-60 Mrd. EUR) aufgenommen.
B. Operatives Ergebnis unter den Erwartungen
Die KfW hat im Jahr 2013 die bilanzielle Abbildung des Fördergeschäfts auf einen barwertigen Ansatz der Zinsverbilligung umgestellt.
Daher ist ein direkter Vorjahresvergleich nur eingeschränkt möglich. Das Betriebsergebnis vor Bewertungen und vor Förderleistung
liegt im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 1.700 Mio. EUR (bereinigter Vorjahreswert: 1.958 Mio. EUR). Der Rückgang ist im
Wesentlichen geprägt durch einen niedrigeren Zinsüberschuss vor Förderleistung von 2.293 Mio. EUR nach bereinigt 2.473 Mio. EUR
im Vorjahr. Einen positiven Beitrag leistete der um 27 % auf 263 Mio. EUR gestiegene Provisionsüberschuss vor Förderleistung. Der
Anstieg der Verwaltungsaufwendungen vor Förderleistung um 107 Mio. EUR resultiert im Wesentlichen aus deutlich höheren
Zuführungen zu Pensionsverpflichtungen - hier spiegelt sich das niedrige Zinsniveau wider - sowie Investitionen in die Modernisierung
der KfW und Kosten der KWG-Unterstellung, die sich insbesondere im Sachaufwand niederschlagen.
C. Belastungen aus Kreditrisikovorsorge angestiegen
Das Risikovorsorgeergebnis belastet das Jahresergebnis der KfW mit 363 Mio. EUR nach 95 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2013. Der
Anstieg resultiert aus erhöhten Zuführungen zu Reserven für latente Kreditrisiken.
D. Stabiles Ergebnis im Wertpapier- und Beteiligungsportfolio
Die Finanzmärkte waren im Jahr 2014 geprägt durch die sich zuspitzenden geopolitischen Konflikte und den weiterhin sehr expansiv
ausgerichteten geldpolitischen Kurs der weltweit größten Notenbanken. Von der hieraus resultierenden reichlichen
Liquiditätsausstattung profitierte das Wertpapierportfolio erneut und erzielte einen erfolgswirksamen Ergebnisbeitrag in Höhe von 60
Mio. EUR. Gegenläufig wirkte die Vorsorge im Beteiligungsportfolio in Höhe von 37 Mio. EUR.
E. Förderleistung der KfW gesunken
Die von der KfW zu Lasten der eigenen Ertragslage erbrachte Förderleistung im Inlandsgeschäft sank, im Wesentlichen aufgrund der
Niedrigzinsphase und des damit verbundenen niedrigeren Förderzusagevolumens, im Geschäftsjahr auf 364 Mio. EUR (Vorjahr: 597
Mio. EUR).
Die wesentliche Komponente der von der KfW insgesamt erbrachten Förderleistung sind Zinsverbilligungen, die ein Volumen von 345
Mio. EUR (Vorjahr: 584 Mio. EUR) erreichten. Die KfW gewährt bei bestimmten Förderkrediten im Inlandsgeschäft während der ersten
Zinsbindungsperiode zusätzliche Förderbeiträge in Form von Zinsverbilligungsleistungen, da die Refinanzierungskosten der KfW dort
nicht vollständig weitergegeben werden.
Überblick über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Das Geschäftsvolumen der KfW beträgt 536,3 Mrd. EUR gegenüber 525,0 Mrd. EUR im Vorjahr. Der Anstieg resultiert mit 9,0 Mrd.
EUR weitestgehend aus dem bilanziellen Geschäft. Die Refinanzierung des Fördergeschäfts der KfW erfolgt im Wesentlichen an den
internationalen Kapitalmärkten. Das Volumen der Verbrieften Verbindlichkeiten lag bei 402,3 Mrd. EUR gegenüber 390,0 Mrd. EUR im
Vorjahr. Zurückzuführen ist der bilanzielle Anstieg unter anderem auf den starken USD. Der Anstieg der Unwiderruflichen
Kreditzusagen um 3,5 Mrd. EUR resultiert im Wesentlichen aus höheren Zusagen im Geschäftsfeld Förderung Entwicklungs- und
Transformationsländer.
Das Betriebsergebnis vor Bewertungen beträgt 1.700 Mio. EUR und liegt um 2.033 Mio. EUR über dem Vorjahreswert (-333 Mio. EUR),
der aufgrund des Umstellungseffekts aus der barwertigen Zinsverbilligung negativ war. Gegenüber dem um diesen Effekt bereinigten
Vorjahreswert von 1.958 Mio. EUR ist das Betriebsergebnis vor Bewertungen damit zurückgegangen. Ausschlaggebend hierfür ist
insbesondere der rückläufige Zinsüberschuss infolge der deutlich flacheren Zinsstrukturkurve und des niedrigen Zinsniveaus.
Der Fonds für allgemeine Bankrisiken wird um 100 Mio. EUR auf 500 Mio. EUR verstärkt. Der Jahresüberschuss von 883 Mio. EUR
(Vorjahr: 654 Mio. EUR) wird vollständig den Gewinnrücklagen zugeführt.
Entwicklung Bilanzsumme und Geschäftsvolumen Angaben in Mrd. EUR
Seite 4 von 49

image
image
Betriebsergebnis vor Bewertungen und vor Förderleistung
1)
und Jahresergebnis Angaben in Mio. EUR
1)
Ab dem Geschäftsjahr 2013
Kreditvolumen
Das Kreditvolumen (Kreditforderungen einschließlich Unwiderruflicher Kreditzusagen, Treuhand- und Avalkredite) hat sich von 417,9
Mrd. EUR auf 421,3 Mrd. EUR leicht erhöht.
Die Kreditforderungen und Unwiderruflichen Kreditzusagen in der inländischen Förderung liegen mit 336,0 Mrd. EUR auf dem Niveau
des Vorjahres. Das Kreditvolumen im Geschäftsfeld Mittelstandsbank verringert sich leicht um 2 %. Dies wird jedoch durch die
Steigerung im Geschäftsfeld Finanzielle Märkte kompensiert. Das Kreditvolumen in der inländischen Förderung entspricht unverändert
80 % des gesamten Kreditvolumens der KfW.
Die Kredite im Rahmen des internationalen Geschäfts betragen 67,9 Mrd. EUR und sind somit gegenüber dem Vorjahreswert um 6,3
Mrd. EUR gestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Geschäftsfeld Förderung Entwicklungs- und
Transformationsländer sowie der Bankenrefinanzierung für Schiffs-CIRR-Finanzierungen. Das internationale Geschäft entspricht 16 %
des gesamten Kreditvolumens.
Die Avalkredite, die im Wesentlichen durch das Verbriefungsgeschäft geprägt sind, gingen um 27 % auf 3,3 Mrd. EUR zurück und
stellen damit nur noch einen Anteil von 1 % am Kreditvolumen.
Die Treuhandkredite haben sich von 15,4 Mrd. EUR auf 14,1 Mrd. EUR leicht verringert.
Refinanzierung
Die KfW hat sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr primär durch die Emission von Schuldverschreibungen am Kapitalmarkt
refinanziert. 2014 wurden Mittel in Höhe von 57,4 Mrd. EUR (Vorjahr: 65,4 Mrd. EUR) aufgenommen. Die Refinanzierung basiert auf
drei Säulen: Benchmark-Anleihen, öffentliche Anleihen und Privatplatzierungen, wobei die Benchmark-Anleihen mit 56,5 % die
stärkste Refinanzierungsquelle darstellen.
Seite 5 von 49

Der Bestand der begebenen Schuldverschreibungen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 12,3 Mrd. EUR erhöht und beträgt zum
31.12.2014 402,3 Mrd. EUR.
Der Anteil der begebenen Schuldverschreibungen an den Fremdmitteln beträgt 92 % und liegt damit auf dem Niveau des Vorjahres.
Die begebenen Schuldverschreibungen stellen somit weiterhin die wichtigste Refinanzierungsquelle dar. Das Kapitalmarktgeschäft der
KfW war 2014 durch zwei Produktinnovationen geprägt - die Emission der ersten KfW-Renminbi-Anleihe mit Börsennotierung in
Frankfurt und die Emission der ersten KfW-Green-Bonds in EUR und in USD.
Der Anteil der bei Kreditinstituten und Kunden (ohne Bundesmittel) aufgenommenen Mittel ist von 6 % leicht auf 7 % der Fremdmittel
gestiegen. Darin enthalten sind auch hereingenommene Barsicherheiten in Höhe von 14,9 Mrd. EUR im Wesentlichen zur Absicherung
des Kontrahentenrisikos aus dem Derivategeschäft. Die aus dem Bundeshaushalt bereitgestellten Mittel reduzieren sich insbesondere
aufgrund der planmäßigen Tilgung der Verbindlichkeiten aus der Übertragung des ERP-Sondervermögens und betragen 1 % der
Fremdmittel.
31.12.2014
Mio. EUR
31.12.2013
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Veränderung
in %
Bundesrepublik Deutschland
- ERP-Sondervermögen
173
313
-140
-45
- Bundeshaushaltsmittel
2.724
3.086
-362
-12
2.897
3.399
-502
-15
Sonstige Gläubiger
6.373
9.464
-3.091
-33
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
9.270
12.863
-3.593
-28
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
22.037
15.974
6.063
38
Anleihen
94.599
112.419
-17.820
-16
Inhaberschuldverschreibungen (einschl.
Commercial Papers)
303.628
273.300
30.328
11
Anteilige und fällige Zinsen
4.029
4.260
-231
-5
Begebene Schuldverschreibungen
402.256
389.979
12.277
3
Nachrangige Verbindlichkeiten
2.247
2.247
0
0
Insgesamt
435.810
421.063
14.747
4
Eigene Mittel
Der Fonds für allgemeine Bankrisiken wird in Höhe von 100 Mio. EUR dotiert und beträgt zum 31.12.2014 500 Mio. EUR. Der
Jahresüberschuss von 883 Mio. EUR wird vollständig den Gewinnrücklagen zugeführt.
Die eigenen Mittel betragen danach zum 31.12.2014 19,8 Mrd. EUR und liegen somit 5 % über dem Niveau des Vorjahres.
31.12.2014
Mio. EUR
31.12.2013
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Gezeichnetes Kapital der KfW
3.750
3.750
0
Nicht eingeforderte ausstehende Einlagen
-450
-450
0
Kapitalrücklage
7.197
7.197
0
darunter Förderrücklage des ERP-Sondervermögens
5.900
5.900
0
Rücklage aus Mitteln des ERP-Sondervermögens
1.191
1.191
0
Erwirtschaftete Gewinne
a) gesetzliche Rücklage gemäß § 10 Abs. 2 KfW-Gesetz
1.875
1.875
0
b)
Sonderrücklage
gemäß § 10 Abs. 3 KfW-Gesetz
5.690
4.807
883
c) Sonderrücklage gemäß § 17 Abs. 4 DMBilG
1)
48
48
0
Bilanzgewinn/-verlust
0
0
0
Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340 g HGB
500
400
100
Insgesamt
19.801
18.817
983
1)
Zu korrigieren um das aktivisch ausgewiesene Sonderverlustkonto gemäß § 17 Abs. 4 DMBilG (26 Mio. EUR)
Die aufsichtsrechtliche Gesamtkapitalquote beträgt 15,1 % (Vorjahr: 22,3 %), die Kernkapitalquote 14,1 % (Vorjahr: 20,6 %). Ab
2014 basiert die Ermittlung der Quoten auf IFRS-Konzernzahlen.
Entwicklung sonstiger wesentlicher Bilanzposten
Der Gesamtbestand der Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere verringert sich geringfügig um 0,2 Mrd.
EUR auf 42,7 Mrd. EUR. Der Bestand an fremden Emissionen, der 64 % des Gesamtbestandes der Schuldverschreibungen und
anderen festverzinslichen Wertpapiere umfasst, liegt mit insgesamt 27,4 Mrd. EUR auf dem Niveau des Vorjahres. 83 % der fremden
Wertpapiere können im Rahmen von Refinanzierungsgeschäften mit der Europäischen Zentralbank (EZB) als Sicherheiten verwendet
werden. Neben den Treasury-Wertpapierportfolios hält die KfW im Zusammenhang mit ihren Aktivitäten in der Kreditverbriefung und
der Mittelstandsförderung Asset Backed Securities (ABS) mit einem Buchwert von 3,5 Mrd. EUR in ihrem Bestand. Etwaigen Risiken
wird durch die Bildung einer angemessenen Risikovorsorge ausreichend Rechnung getragen.
Zur Kurspflege wurden zum Jahresende nominal 15,8 Mrd. EUR (Vorjahr: 15,9 Mrd. EUR) eigene Schuldverschreibungen im Bestand
gehalten. Dies entspricht unverändert 4 % der begebenen Schuldverschreibungen.
Der Wert der Anteile an verbundenen Unternehmen beträgt unverändert zum Vorjahr 3,1 Mrd. EUR.
Die Sonstigen Vermögensgegenstände enthalten insbesondere den Devisenausgleichsposten aus der Abbildung der
Fremdwährungsderivate in Höhe von 10,0 Mrd. EUR sowie die Forderung an die Bundesanstalt für vereinigungsbedingte
Seite 6 von 49

Sonderaufgaben (BvS) in Höhe von 606 Mio. EUR, die durch den Übergang der Rechte und Pflichten der Staatlichen Versicherung der
Deutschen Demokratischen Republik in Abwicklung (SinA) zum 01.01.2008 auf die KfW übertragen wurde. Die Verpflichtungen der
SinA werden jedoch unverändert wirtschaftlich von der BvS getragen. Dieser Forderung stehen versicherungstechnische
Rückstellungen in gleicher Höhe gegenüber.
Den wesentlichen Teil der Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten bilden zeitanteilig abgegrenzte Zinsaufwendungen im Wesentlichen
für derivative Finanzinstrumente und übernommene Leasingverpflichtungen im Rahmen von Projektfinanzierungen. Weiterhin werden
Unterschiedsbeträge zwischen Rückzahlungsbetrag und niedrigerem Ausgabebetrag aus der Aufnahme von Fremdmitteln (Disagien
und Bonifikationen) abgegrenzt. In den Passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden insbesondere die laufzeitanteilig zu
verrechnenden Disagien aus dem Kreditgeschäft abgebildet.
Die Rückstellungen bleiben konstant bei 2,1 Mrd. EUR. Der Gesamtbetrag umfasst die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen (1,0 Mrd. EUR) sowie andere Rückstellungen (1,1 Mrd. EUR). Die anderen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen
die versicherungstechnischen Rückstellungen der SinA, die Rückstellung zur Absicherung der aus der Übertragung des ERP-
Sondervermögens resultierenden künftigen Zinsbelastungen, die Rückstellung im Zusammenhang mit der barwertigen Abbildung der
Zinsverbilligungsleistungen, Rückstellungen für variable Vergütungsbestandteile sowie Vorsorgen für Kreditrisiken.
Ertragslage
Das Betriebsergebnis der KfW vor Risikovorsorge und Bewertungen sowie vor Förderleistung beträgt 1.700 Mio. EUR und liegt unter
dem Niveau des um den Erstanwendungseffekt aus der Umstellung der Abbildung der Förderkredite bereinigten Vorjahres von 1.958
Mio. EUR.
Der Zinsüberschuss (vor Förderleistung) als unverändert wichtigste Ertragsquelle der KfW sinkt 2014 leicht auf 2.293 Mio. EUR im
Vergleich zum bereinigten Vorjahreswert von 2.473 Mio. EUR.
Die gesunkenen Zinserträge aus dem Kreditgeschäft werden durch die ebenfalls gesunkenen Zinsaufwendungen der Verbrieften
Verbindlichkeiten weitestgehend kompensiert und spiegeln damit das herrschende Niedrigzinsniveau wider.
Der Anstieg des Provisionsüberschusses (vor Förderleistung) um 57 Mio. EUR auf 263 Mio. EUR resultiert im Wesentlichen aus
Einmaleffekten aus der Umstellung von Besicherungsvereinbarungen im Zusammenhang mit OTC-Derivaten.
Der Verwaltungsaufwand (vor Förderleistung) steigt um 107 Mio. EUR auf 932 Mio. EUR. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen
aus höheren Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen, die im Rückgang des anzuwendenden Diskontierungszinssatzes von 4,89 %
im Jahr 2013 auf 4,54 % im Jahr 2014 begründet sind. Der Anstieg des Sachaufwands resultiert insbesondere aus großen
Investitionen in die Modernisierung der KfW. Hier setzt die KfW zahlreiche Maßnahmen um, die die Umsetzung aufsichtsrechtlicher
Vorgaben, diverse Großprojekte zur Modernisierung der IT-Landschaft und den Start der Online-Plattform des
Bankdurchleitungsgeschäfts betreffen.
Das positive Bewertungsergebnis von 23 Mio. EUR (Vorjahr: 78 Mio. EUR) ist im Wesentlichen geprägt durch Kursgewinne aus
Wertpapierverkäufen sowie durch einen positiven Ergebnisbeitrag der verbundenen Unternehmen. Das starke Vorjahresergebnis
resultiert im Wesentlichen aus dem Sondereffekt der vollständigen Rückgabe von Anteilen an Spezialfonds. Bei den nicht mit dem
Niederstwert bewerteten Wertpapieren des Anlagevermögens bestehen keine negativen Unterschiedsbeträge zu den Kurswerten
(Vorjahr: 52 Mio. EUR).
Insgesamt ergeben sich aus der Risikovorsorge Ergebnisbelastungen von 363 Mio. EUR (Vorjahr: 95 Mio. EUR). Diese Entwicklung
resultiert aus hoher latenter Risikovorsorge sowie Nettozuführungen von Einzelwertberichtigungen. Der Bestand an
Einzelwertberichtigungen und Einzelrückstellungen für das Kreditgeschäft verringert sich von 626 Mio. EUR auf 594 Mio. EUR. Im
Geschäftsjahr 2014 wurden notleidende Kreditforderungen über 166 Mio. EUR (Vorjahr: 187 Mio. EUR) ausgebucht. Für alle
erwarteten Verluste wurde Vorsorge in Form von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen getroffen.
Im Geschäftsjahr 2014 werden dem Fonds für allgemeine Bankrisiken 100 Mio. EUR zugeführt. Dieser beläuft sich auf 500 Mio. EUR.
Das Geschäftsjahr 2014 schließt mit einem Jahresüberschuss von 883 Mio. EUR.
Vorgänge nach Schluss des Geschäftsjahres
Die KfW und das ERP-Sondervermögen haben auch vor dem Hintergrund einer rückläufigen Anrechenbarkeit als Ergänzungskapital im
Februar 2015 die weitere Verwendung des im Rahmen der Neustrukturierung der ERP-Wirtschaftsförderung 2007 gewährten
Nachrangdarlehens (31.12.2014: 2,25 Mrd. EUR) neu vereinbart. Die Vereinbarung sieht im Wesentlichen eine Wandlung in Höhe von
1,25 Mrd. EUR in bilanzielles Eigenkapital in Form einer Kapitalrücklage der KfW und eine Rückzahlung in Höhe von 0,6 Mrd. EUR
jeweils mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2015 vor. Die Kapitalbindungsfrist für den verbleibenden Teil des Nachrangdarlehens endet
unverändert zum 31.12.2017 Mit der Wandlung wird die Kapitalbasis der KfW zur nachhaltigen Sicherstellung der Förderfähigkeit
weiter gestärkt.
Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der KfW sind nach dem
Schluss des Geschäftsjahres 2014 nicht eingetreten.
Nachhaltigkeitsbericht
Die KfW Bankengruppe ist eine der führenden Förderbanken der Welt. Mit ihrer jahrzehntelangen Erfahrung setzt sich die KfW im
Auftrag des Bundes und der Länder dafür ein, die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Lebensbedingungen weltweit zu
verbessern. Allein 2014 hat sie dafür ein Fördervolumen von rund 74,1 Mrd. EUR zur Verfügung gestellt. Davon flossen knapp 36 %
(rund 26,6 Mrd. EUR) in Maßnahmen zum Klima- und Umweltschutz.
Nachhaltigkeit als strategische Leitlinie
Die KfW Bankengruppe verfügt über ein Strategisches Zielsystem, das die mittelfristig angestrebte Positionierung definiert. Es
beinhaltet ausgewählte Top-Level-Ziele auf Gesamtbankebene und dient als zentraler und verbindlicher Orientierungsrahmen für die
strategische Ausrichtung aller Geschäftsfelder auf einen Fünf-Jahres-Horizont. Das Primärziel der KfW ist die Förderung.
Seite 7 von 49

Prinzip der Subsidiarität und Leitlinie der Nachhaltigkeit
Die KfW orientiert sich neben dem Prinzip der Subsidiarität an der Leitlinie der Nachhaltigkeit. Dabei richtet die KfW ihre
Fördertätigkeit im Wesentlichen an den gesellschaftlich und ökonomisch bedeutsamen Megatrends "Klimawandel & Umwelt",
"Globalisierung & technischer Fortschritt" und "Demografische Entwicklung" aus. Die Fördertätigkeit der KfW rund um diese
Megatrends muss sich an der Leitlinie der Nachhaltigkeit messen lassen.
Zur Bewältigung des Megatrends "Klimawandel & Umwelt" finanziert die KfW beispielsweise Maßnahmen zur Unterstützung
erneuerbarer Energien, zur Verbesserung der Energieeffizienz, zum Schutz der Biodiversität und zur Vermeidung bzw. Reduzierung
von Umweltverschmutzung. Um der besonderen Bedeutung dieses Megatrends Rechnung zu tragen, hat die KfW eine Umweltquote
von rund 35 % des gesamten Neuzusagevolumens fixiert. Im Rahmen des Megatrends "Globalisierung & technischer Fortschritt"
leistet die KfW durch Finanzierungen unter anderem von Forschung und Innovation, Rohstoffsicherung sowie Infrastruktur- und
Transportwesen einen Beitrag zur Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen. Das Engagement der
KfW beim Megatrend "Demografische Entwicklung" hat die Bewältigung der Folgen einer sinkenden und alternden Bevölkerung zum
Ziel, unter anderem mit den Schwerpunkten altersgerechte Infrastruktur, Aus- und Weiterbildung, Familienpolitik und
Kinderbetreuung sowie Unternehmensnachfolge. Zudem besetzt die KfW "trendunabhängige Förderthemen", die für die KfW eine
wichtige Rolle spielen, sich jedoch keinem der drei Megatrends zuordnen lassen, insbesondere die Armutsbekämpfung in
Entwicklungs- und Schwellenländern.
Förderwirkungen ausgesuchter Inlandsprogramme
Unabhängige Institute evaluieren für die KfW regelmäßig in ausgewählten Programmen die Wirkungen ihrer inländischen Förderungen.
Dabei werden Kennzahlen ermittelt, die unter anderem Aussagen zur ökonomischen, ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit der
Programme erlauben.
Für den Bereich "Klimawandel & Umwelt" werden unter anderem die KfW-Programme zur Förderung erneuerbarer Energien sowie die
Förderprogramme zum "Energieeffizienten Bauen und Sanieren" evaluiert. Umfang und Vorgehen unterscheiden sich bei den
Evaluationen je nach Geschäftsbereich deutlich.
KfW-Förderprogramme erneuerbarer Energien
Die KfW-Programme zur Förderung erneuerbarer Energien lösten 2013 mit einem Zusagevolumen von rund 3,9 Mrd. EUR ein
Investitionsvolumen von rund 6,6 Mrd. EUR in Deutschland aus. Durch die 2013 geförderten Anlagen werden nach vorläufigen
Schätzungen jährlich rund 4,6 Mio. Tonnen an Treibhausgasemissionen eingespart.
KfW-Förderprogramme "Energieeffizient Bauen und Sanieren"
Die Förderprogramme "Energieeffizient Bauen und Sanieren" lösten mit einem Zusagevolumen von insgesamt rund 10,5 Mrd. EUR im
Jahr 2013 Investitionen im wohnwirtschaftlichen sowie im kommunalen Bereich (Infrastruktur) in Höhe von rund 34,6 Mrd. EUR aus.
Allein aufgrund der 2013 geförderten Maßnahmen wird eine dauerhafte Reduktion der jährlichen Treibhausgasemissionen um über
805.000 Tonnen erwartet.
Unterstützung von Entwicklungs- und Schwellenländern
Im Auftrag der Bundesregierung fördert die KfW Entwicklungsprogramme und -projekte weltweit - von der ersten konzeptionellen
Idee über die Umsetzung bis zur abschließenden Erfolgskontrolle. Sie unterstützt Entwicklungs- und Schwellenländer dabei, bessere
Lebensbedingungen zu schaffen sowie Klima und Umwelt zu schützen. Die Rolle der KfW in der deutschen Finanziellen
Zusammenarbeit (FZ) ist gleichermaßen die einer erfahrenen Bank und einer entwicklungspolitischen Fachinstitution. Die KfW konnte
im vergangenen Jahr erneut ihre finanziellen Zusagen deutlich steigern - auf nunmehr rund 7,4 Mrd. EUR (2013: 5,3 Mrd. EUR),
davon 5,4 Mrd. EUR aus Eigenmitteln vom Kapitalmarkt und 2 Mrd. EUR aus Haushaltsmitteln. Auch beim Anteil der Neuzusagen, die
direkt dem Klima- und Umweltschutz dienen, war 2014 ein hoher Zuwachs zu verzeichnen: von 53 % im Vorjahr auf aktuell 64 %.
Der Globale Klimaschutzfonds
Ein innovatives Instrument der internationalen Klimafinanzierung, das privates und öffentliches Engagement vereinigt, ist der Globale
Klimaschutzfonds (Global Climate Partnership Fund, GCPF). Gegründet auf Initiative des BMUB und der KfW, stellt er Mittel für
Investitionen in Energieeffizienz und erneuerbare Energien in Entwicklungs- und Schwellenländern zur Verfügung. Die durch den
Fonds mobilisierten Mittel werden seit 2011 an Finanzinstitutionen vor Ort herausgelegt, diese geben sie an kleine und mittlere
Unternehmen sowie private Haushalte als Kredite weiter. Lokale Banken werden bei Produktentwicklung und Umsetzung der
Programme unterstützt. Der Fonds investiert zudem direkt in einzelne Klimaschutzprojekte in den Zielländern. Ziel des Fonds ist es,
mit den einzelnen Investitionsprojekten Treibhausgasreduktionen von mindestens 20 % zu erzielen und eine klimafreundliche
Wirtschaft zu fördern. Aus dem Fonds wurden bereits 292 Mio. USD an 15 Partnerinstitutionen in zwölf Ländern vergeben, die damit
rund 22.000 Kredite finanziert haben. 2014 betrug die kumulierte CO
2
-Einsparung der bisher zugesagten Projekte rund 480.000
Tonnen.
Stakeholderdialog
Nachhaltigkeitsberichterstattung: Fakten-Update 2014
Das Fakten-Update 2014 liegt ausschließlich als elektronische Version vor und steht online im neuen Nachhaltigkeitsportal zur
Verfügung. Das Fakten-Update beinhaltet kompakt die typischerweise von den Nachhaltigkeitsratingagenturen und anderen
Stakeholdern angefragten Fakten zum Nachhaltigkeitsengagement der KfW und kommentiert diese kurz.
Nachhaltigkeitsprogramm 2012-2014
Das Programm enthält 114 Maßnahmen zur Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsengagements der KfW und ihrer Töchter KfW IPEX-
Bank und DEG und ist somit die Richtschnur ihrer Arbeit. Mit großem Erfolg wurden die Maßnahmen des Nachhaltigkeitsprogramms
umgesetzt. Lediglich eine Maßnahme wurde als nicht umsetzbar identifiziert. Es handelt sich hierbei um eine Überprüfung möglicher
Shuttlefahrten zum neuen Berliner Flughafen BER, der voraussichtlich erst 2017 eröffnet wird. Die Maßnahme wird in das
Seite 8 von 49

Nachhaltigkeitsprogramm 2015-2017 übernommen, das zurzeit erarbeitet wird. Daneben konnten drei neue Maßnahmen mit
aufgenommen werden:
1. die
Erhöhung der konzernweiten Zielquote für Klima- und Umweltschutzzusagen von 33 % auf
35 %;
2. die
Optimierung des CO
2
-Ausstoßes des Fuhrparks durch den Einsatz von alternativen Antriebsmethoden für Verwaltungs- sowie
nicht personenbezogene Poolfahrzeuge (Zielgröße im Mittel <130 g CO
2
/km);
3. die
Erneuerung des Blockheizkraftwerks am Standort Berlin.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Motivierte und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die notwendige Basis für den aktuellen und zukünftigen Erfolg der
gesamten KfW Bankengruppe. Gerechte Entlohnung, Chancengleichheit, Vereinbarkeit von Beruf und Familie und eine Vielzahl von
beruflichen und gesundheitlichen Förderungen sind dabei wichtige Bausteine der Personalpolitik.
Das Jahr 2014 stand für die KfW ebenso im Zeichen der Veränderung wie die Vorjahre. Die angelaufenen Modernisierungsprojekte zur
strategischen Fokussierung wurden neben weiteren Themen wie Professionalisierung, Effizienzsteigerung und Kundenorientierung
zielgerichtet fortgeführt. Die langfristig erfolgreiche Modernisierung der KfW erfordert ein ganzheitliches Vorgehen. Neben einer
transparenten und sauberen Definition der Aufgaben, der Prozesse und Strukturen ist bei allen Modernisierungsprojekten ein kritischer
Erfolgsfaktor immer auch die Kultur der Führung und Zusammenarbeit. In diesem Bewusstsein hat der Vorstand ein neues Leitbild der
KfW initiiert, das im Herbst 2014 vorgestellt wurde. Es basiert auf einem breit angelegten und intensiven Dialog mit Führungskräften
sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aller Ebenen und Unternehmensbereiche. Das Leitbild ist die verbindliche Richtschnur für das
tägliche Handeln aller KfW-Beschäftigten. Es zeigt auf, wie sie ihrem Auftrag gerecht werden und Verantwortung gegenüber Kunden,
Mitarbeitern, Eigentümern, Gesellschaft und Bank wahrnehmen.
Im Rahmen der Modernisierung der KfW hat der Bereich Personal seine strategische Ausrichtung überprüft und seine
personalpolitischen Instrumente und Handlungsfelder neu fokussiert und ergänzt. Damit ist sichergestellt, dass die Personalarbeit der
KfW streng im Einklang mit der Unternehmensstrategie der KfW und ihrem Leitbild steht. Prägend für die Neuausrichtung der
Personalstrategie war insbesondere der Claim der KfW "Bank aus Verantwortung", der in den strategischen Elementen Nachhaltigkeit,
Effizienz und Professionalität, Mitarbeiterorientierung, soziales Verhalten, Leistungsorientierung und Kreativität seinen Niederschlag
findet. Berücksichtigt wurden in der Personalstrategie auch die für die kommenden Jahre erkennbaren internen wie externen
Rahmenbedingungen etwa aus dem demografischen Wandel und dem regulatorischen Umfeld. Im Ergebnis wird die Personalstrategie
der KfW sicherstellen, dass das für einen dauerhaften Unternehmenserfolg quantitativ und qualitativ erforderliche Personal bereitsteht
und es gute Bedingungen für eine optimale Leistungserbringung haben wird. Der Anteil schwerbehinderter Beschäftigter lag bei 5,4 %
(2013: 5,2 %). Der Anteil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Teilzeit ist gegenüber dem Jahr 2013 (22,7 %) auf 24,2 %
gestiegen, ebenso konnte beim Frauenanteil bei Führungskräften ein leichter Anstieg auf 29,9 % (2013: 29,1 %) erreicht werden. Die
Ausbildungsquote der KfW ist auf 4,3 % (2013: 4,5 %) zurückgegangen.
Betrieblicher Umweltschutz
Nachhaltigkeit bedeutet kontinuierliche Verbesserung. Für die KfW mit ihrem nachhaltigen Geschäftsmodell ist betrieblicher
Umweltschutz daher besonders wichtig. Ein starkes Engagement im betrieblichen Umweltschutz ist für die KfW eine Frage der
Glaubwürdigkeit. So arbeitet die Bank fortlaufend daran, die Bilanzgrenzen problemgerecht zu erweitern. Sie nutzt die gegebenen
Möglichkeiten, den Verbrauch von Ressourcen zu verringern, verstärkt erneuerbare Energien einzusetzen und die Energieeffizienz zu
steigern.
Erweiterte Systemgrenze zieht höheren Energieverbrauch nach sich
Der Energieverbrauch im Konzern ist 2013 um rund 10 % gestiegen. Grund dafür ist, dass weitere Gebäude in die Gesamtbilanz
einbezogen wurden. So verbrauchte das ab 2013 mitbilanzierte externe Rechenzentrum 1.900 MWh konventionellen Netzstrom. Das
entspricht knapp 50 % des zusätzlichen Verbrauchs. Der Verbrauch an Fernwärme stieg stark an, weil ein weiteres Gebäude in Berlin
in der Statistik berücksichtigt wurde. Damit der Energieverbrauch nicht weiter steigt, legt die KfW im Zuge von
Instandsetzungsarbeiten großen Wert auf den Einsatz energieeffizienter Technologien. Dazu zählen beispielsweise LED-
Beleuchtungssysteme, wie sie in der Tiefgarage unter dem KfW-Gebäude Nordarkade in Frankfurt a. M. seit der Sanierung
ausschließlich verwendet werden. Die KfW rechnet damit, auf diese Weise bis zu 40 MWh Energie pro Jahr einsparen zu können. Das
entspricht einer Reduktion des Energieverbrauchs in dieser Tiefgarage um fast 20 %.
CO2-Emissionen
Veränderte Energiebilanzgrenzen wirken sich unmittelbar auf die Emissionsbilanz aus. So stiegen die Emissionen um knapp 22 % an.
Allein das neu berücksichtigte externe Rechenzentrum sorgte dafür, dass die KfW für 2013 circa 1.135 Tonnen CO
2
e zusätzlich
neutralisieren muss. Weiterhin sorgte die Entscheidung der KfW, von 2013 an ihren Ökostrom erstmals mit einem Emissionsfaktor zu
belegen, dafür, dass weitere 887 Tonnen CO
2
e ausgeglichen werden müssen. Obendrein kommen rund 55 Tonnen CO
2
e, die durch
Veranstaltungen mit externen Gästen entstanden sind, dazu.
Anzahl der Dienstreisen stagniert
Auf Dienstreisen wurden 2013 kaum mehr Kilometer zurückgelegt als im Jahr davor. Das gilt sowohl absolut als auch im Durchschnitt
pro Kopf. Im genannten Zeitraum verlagerte sich der Verkehr jedoch teilweise von der Schiene auf die Straße. Im Pkw wurden 2013
rund 400.000 Kilometer mehr zurückgelegt als im Jahr davor. Bahnreisen waren 2013 wegen des Hochwassers in mehreren
Bundesländern nur eingeschränkt möglich.
Portfoliomanagement
"Principles for Responsible Investment" (PRI)
Im Jahr 2006 verpflichtete sich die KfW als einer der ersten deutschen Unterzeichner der "Principles for Responsible
Investment"-Initiative der Vereinten Nationen, ihre eigenen Geldanlagen in fest und variabel verzinslichen Wertpapieren auch unter
Seite 9 von 49

dem Gesichtspunkt des gesellschaftlich verantwortlichen Handelns durchzuführen. Seit 2008 wird das sogenannte Liquiditätsportfolio
der KfW nach einem nachhaltigen Investmentansatz verwaltet, das per Stichtag 31.12.2014 23,8 Mrd. EUR betrug.
Die Umsetzung der PRI im Portfoliomanagement der KfW erfolgt in drei Schritten: Neben der Bonitätsanalyse werden auch sogenannte
ESG-Kriterien (Environmental, Social und Governance) in die Investmententscheidungen mit einbezogen. Für nicht staatliche
Emittenten gelten darüber hinaus Ausschlusskriterien. Schließlich kommuniziert die KfW ihre Vorgehensweise und ihre Ergebnisse an
die Emittenten ihres Portfolios.
Neben der Umsetzung der PRI in ihrem eigenen Liquiditätsportfolio ist die KfW auch in der Arbeitsgruppe "Fixed Income" der PRI
aktiv, die sich unter anderem mit der Integration der ESG-Kriterien in Anlageentscheidungen im Anleihebereich beschäftigt. Dazu
wurde mit Unterstützung der KfW der Leitfaden "Fixed Income Investor Guide" veröffentlicht.
Nachhaltigkeitsratings: KfW weiterhin in der Spitzengruppe
Nachhaltigkeitsratings bewerten Unternehmen hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeitsperformance und einer ganzheitlichen und
zukunftsorientierten Unternehmensführung. Bei den aktuellen Nachhaltigkeitsratings (Stand per Ende 2014) der drei für die KfW und
ihre Töchter KfW IPEX-Bank und DEG wichtigsten Nachhaltigkeitsratingagenturen Sustainalytics, oekom research und imug konnte die
KfW ihr bisheriges sehr gutes Rating verbessern oder mindestens halten: Bei Sustainalytics erreichte die KfW 82 von insgesamt 100
möglichen Punkten, dies ist der 4. Platz unter insgesamt weltweit 191 bewerteten börsennotierten und nicht börsennotierten Banken.
Oekom research vergab unverändert die Prime-Auszeichnung innerhalb der Gruppe der am besten bewerteten Finanzinstitute
weltweit, das Nachhaltigkeitsrating liegt bei B- (auf einer Skala von D- bis A+). In der Nachhaltigkeitsbewertung des Emittenten von
imug schneidet die KfW unter 126 nationalen und internationalen Emittenten von Bankanleihen insgesamt als beste ab. Darüber
hinaus schneidet die KfW unter zwölf durch imug bewerteten nationalen und internationalen Förderbanken insgesamt als beste ab.
Damit hat sich die KfW trotz der durch die Agenturen jedes Jahr systematisch höher gelegten Messlatte als eine der führenden
nachhaltigen Förderbanken im Vergleich zu ihrer Peergroup positioniert.
Risikobericht
Der vorliegende Risikobericht entspricht in Gliederung, Umfang und Inhalt dem Konzernrisikobericht, der im Konzernlagebericht
veröffentlicht ist. Da das Risikomanagement und -controlling auf den KfW-Konzern ausgerichtet ist, wird auf die Erstellung eines
Risikoberichts auf Einzelinstitutsebene verzichtet.
Aktuelle Entwicklungen
Nachdem die Weltkonjunktur 2014 weitestgehend enttäuschte, dürfte die weltwirtschaftliche Dynamik auch 2015 kaum Fahrt
aufnehmen und in etwa auf dem Niveau des Vorjahres bleiben. Dabei ist mit einer auseinanderlaufenden Entwicklung sowohl innerhalb
der Gruppe der Industrie- als auch der Schwellenländer zu rechnen. In den USA ist davon auszugehen, dass sich die Konjunktur
insbesondere unter dem Einfluss eines verbesserten Arbeitsmarktes und des robusteren privaten Konsums in den nächsten Quartalen
anhaltend positiv entwickeln wird. Die monetären Bedingungen werden die Nachfrage voraussichtlich zu Beginn des Jahres weiter
stützen, die absehbare Zinswende in den USA im Laufe des Jahres birgt hingegen ein gewisses Risiko für die Finanzmärkte. In Japan
dürfte die konjunkturelle Entwicklung relativ schwach ausfallen, weil sowohl der Geld- als auch der Fiskalpolitik wenig Spielraum für
nachhaltig wirkungsvolle Impulse bleibt. Einem ähnlichen Dilemma sieht sich die Eurozone gegenüber: Trotz einer gegenüber den
Vorjahren etwas "neutraleren" Haushaltspolitik und einer absehbaren quantitativen Lockerung der EZB tritt die Konjunktur im
Währungsraum voraussichtlich auch 2015 auf der Stelle. Aufgrund anstehender Wahlen in Europa sind neue Debatten hinsichtlich der
notwendigen Sanierungen der Staatsbilanzen absehbar, die jederzeit zu neuer Nervosität auf den Kapitalmärkten führen können - wie
zum Jahreswechsel in Griechenland geschehen. In den Schwellenländern dürfte die wirtschaftliche Dynamik teilweise geringer als im
Vorjahr ausfallen: Während die wirtschaftlichen Expansionsraten in China und Indien noch relativ hoch bleiben werden, dürfte die
gesamtwirtschaftliche Entwicklung in anderen Ländern nur sehr schleppend verlaufen (Brasilien, Südafrika) oder sogar rückläufig sein
(Russland). Insgesamt wird dieser Wirtschaftsausblick von vielen Abwärtsrisiken getrübt. Wesentliche Unsicherheiten stellen dabei die
geopolitischen Spannungen in Russland und der Ukraine sowie im Nahen Osten dar. Während sich aus dem aktuell niedrigen Niveau
des Ölpreises für viele Volkswirtschaften Chancen ergeben, sind die Risiken in einigen erdölexportierenden Ländern deutlich gestiegen.
Hinzu kommt, dass sich gewisse Fehlallokationen auf den Finanzmärkten aufgrund der bisherigen Geldpolitik jederzeit in neuen Krisen
materialisieren könnten.
Trotz einer Stabilisierung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in einigen Peripheriestaaten (Irland, Spanien) reflektierte die
Entwicklung der Aktivaqualität europäischer Banken unverändert die unterschiedliche Konjunkturentwicklung in Europa. Vor allem
Banken aus den Peripheriestaaten besitzen weiterhin einen hohen Bestand notleidender Kredite. In den Vormonaten des Bilanz- und
Stresstests der EZB/EBA war eine weitere Bilanzsummenreduzierung europäischer Banken durch den Verkauf nicht strategischer
Aktiva sowie eine verhaltene Kreditvergabe erkennbar. Zusätzlich stärkte eine Reihe der teilnehmenden Banken ihr Eigenkapital über
Kapitalerhöhungen, sodass sich die Kapitalausstattung der Banken 2014 insgesamt verbessern konnte. Die Ergebnisse des Bilanztests,
mit der negativen Fokussierung vor allem auf italienische Banken, waren nachvollziehbar und kaum überraschend. Die Refinanzierung
europäischer Institute konnte durch eine stärkere Einlagenfinanzierung in Verbindung mit einem Abbau von Aktiva solider aufgestellt
werden. Daneben hat sich insbesondere die Kapitalmarktrückkehr von Banken aus der Peripherie fortgesetzt. Im Vergleich zur relativ
schwachen Ertragsentwicklung in Europa konnten sich die US-amerikanischen Banken dank deutlich sinkender Risikokosten und eines
sich stabilisierenden wirtschaftlichen Umfeldes positiv abheben. Hohe Belastungen resultierten jedoch aus Strafzahlungen gegen
einzelne Finanzinstitute, die einen neuen Rekord für den amerikanischen Bankensektor insgesamt erreichten.
Der europäische Bankensektor bleibt auch 2015 infolge der sich wieder abschwächenden konjunkturellen Aussichten strukturell
anfällig. Zusätzlich werden das niedrige Zinsumfeld sowie die regulatorischen Anforderungen, aber auch Aufwendungen für
Rechtsstreitigkeiten die Rentabilität der europäischen Banken belasten. Aus diesem Grund dürfte der Umbau in der europäischen
Bankenbranche, verbunden mit einem weiteren Abbau nicht strategischer Aktiva (unter anderem in Italien), voranschreiten. Die
politische Unsicherheit in Griechenland könnte außerdem die europäische Staatsschuldenkrise wieder in den Fokus rücken und sich vor
allem negativ auf die noch fragilen Banken der Peripherieländer auswirken. Die anhaltenden geopolitischen Spannungen zwischen
Russland und der Ukraine dürften sich zunehmend negativ auf die in diesen
Ländern engagierten, vor allem österreichischen und
französischen Banken auswirken. Infolge der erwarteten sukzessiven Zinserhöhungen der FED steigen die potenziellen Risiken für die
Bankenmärkte von Schwellenländern mit außenwirtschaftlichen Defiziten (wie Brasilien, Türkei, Südafrika) durch fortgesetzte
Kapitalabflüsse und eine weitere Abwertung der heimischen Währungen.
Seite 10 von 49

Im abgelaufenen Jahr waren die deutsche und die europäische Wirtschaft von Stagnation gekennzeichnet, die sich nach unserer
Einschätzung im neuen Jahr zunächst fortsetzen wird. Die Unternehmen entwickelten sich in diesem Umfeld insgesamt stabil, auch
wenn aufgrund der enttäuschenden Entwicklung in Europa und der verschiedenen geopolitischen Unwägbarkeiten Investitionen
zurückgehalten werden. Es ist zu beobachten, dass die Unternehmen aufgrund des guten Kreditangebots von vorteilhaften
Konditionen und zunehmend gelockerten Kreditstrukturen profitieren. Die für Deutschland wichtige Automobilindustrie wächst dank
der guten Nachfrage in Entwicklungsländern und den USA weiter, auch in Europa scheint nach schwierigen Jahren der Boden erreicht;
gleichzeitig nehmen aber die Risiken der Branche zu. In der Handelsschifffahrt ist mit Ausnahme des Gastankersegments die Lage
unverändert schwierig.
Der Konzern ist aufgrund seines international ausgerichteten Förderauftrags von den oben beschriebenen Entwicklungen berührt.
Insgesamt hat sich das Portfolio der KfW jedoch stabil entwickelt. Für das Portfolio dürfte die Krise in der Handelsschifffahrt
inzwischen weitgehend verarbeitet sein. Alle erkennbaren Risiken werden nach konservativen Maßstäben bewertet und über die
konsequente Setzung von Risikoleitplanken in der Neugeschäftssteuerung berücksichtigt. Die regelmäßig durchgeführten
Risikotragfähigkeitsberechnungen zeigen, dass der Konzern - auch unter Zugrundelegung von konservativen Stress-Szenarien - die im
Zusammenhang mit seinem Geschäftsauftrag eingegangenen Risiken tragen kann. Wie in den vergangenen Jahren hat der Konzern
auch im Geschäftsjahr 2014 seine Prozesse und Instrumente im Risikomanagement und -controlling unter Berücksichtigung aktueller
bankaufsichtsrechtlicher Anforderungen systematisch weiterentwickelt.
Durch die Änderung des KfW-Gesetzes im Jahr 2013 und die Veröffentlichung der "Verordnung zur Anwendung von
bankaufsichtsrechtlichen Vorschriften auf die Kreditanstalt für Wiederaufbau sowie zur Zuweisung der Aufsicht über die Einhaltung
dieser Vorschriften an die BaFin" (KfW-Verordnung - KfWV) wurde die erweiterte KWG-Anwendung des Konzerns beschlossen. Künftig
ist der Konzern zu einer entsprechenden Anwendung wesentlicher bankaufsichtsrechtlicher Regelungen verpflichtet. Die Aufsicht über
die Einhaltung der bankaufsichtsrechtlichen Regelungen erfolgt durch die BaFin und die Bundesbank. Die Verordnung sieht ein
schrittweises Inkrafttreten vor. Die wesentlichen risikorelevanten Regelungen gelten für den Konzern ab 01.01.2016. Die Umsetzung
der KWG-Anforderungen wird zentral durch den Bereich Compliance gesteuert.
Im Rahmen der Umsetzung des einheitlichen europäischen Aufsichtsmechanismus für Banken hat die KfW IPEX-Bank 2014 das
Comprehensive Assessment der Europäischen Zentralbank durchlaufen. Die Ergebnisse des Asset Quality Review wurden der KfW
IPEX-Bank am 11.02.2015 schriftlich mitgeteilt. Bilanzwirksame Anpassungen waren nicht erforderlich. Der Asset Quality Review und
der Stresstest haben gezeigt, dass die KfW IPEX-Bank mit Blick auf das Geschäftsmodell derzeit angemessen kapitalisiert ist. Die EZB
hat entschieden, die KfW IPEX-Bank nicht in den Kreis der von der EZB beaufsichtigten Institute aufzunehmen.
Grundlagen und Ziele der Risikosteuerung
Der Konzern hat einen gesetzlich verankerten Förderauftrag, der die besondere Stellung des Konzerns und seine institutionelle
Ausgestaltung begründet. Nachhaltige Förderung ist der übergeordnete Unternehmenszweck des Konzerns. Um die vorhandenen
Ressourcen optimal für die Realisierung des Förderauftrags einzusetzen, ist die Messung und Steuerung der eingegangenen Risiken
von großer Bedeutung. Im Rahmen der Risikosteuerung geht der Konzern Risiken nur in einem Umfang ein, wie sie im Hinblick auf die
aktuelle und zu erwartende Ertragslage sowie die ermittelten Risikoverläufe tragfähig sind. Bei der Ertrags-/ Risikosteuerung wird den
Besonderheiten einer Förderbank Rechnung getragen. Die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen ist dabei
Grundvoraussetzung der Konzerngeschäftstätigkeit.
Um das Risikomanagement- und -controllingwissen in der Organisation des Konzerns zu verankern, schult der Konzern seine
Mitarbeiter unter anderem mit einem modulartig aufgebauten Programm zu Risikothemen. Dieses ermöglicht es Mitarbeitern und
Führungskräften aus dem gesamten Konzern, gezielt grundlegende Kenntnisse zu erwerben oder Spezialwissen zu vertiefen.
Organisation der Risikosteuerung und -Überwachung
Gremien und Verantwortung
Der Vorstand der KfW bestimmt im Rahmen seiner Gesamtverantwortung die risikopolitischen Richtlinien und Grundsätze im Konzern.
In einem mindestens vierteljährlichen Turnus wird der Verwaltungsrat über die Risikosituation des Konzerns informiert. Der Präsidial-
und Nominierungsausschuss ist für die Behandlung von Rechts- und Verwaltungsangelegenheiten sowie von grundsätzlichen
geschäfts- und unternehmenspolitischen Angelegenheiten zuständig. Daneben hat der Ausschuss die Kompetenz, in bestimmten
eiligen Fällen anstatt des Verwaltungsrats Beschlüsse zu fassen. Ob eine dringende Angelegenheit vorliegt, entscheidet der
Vorsitzende des Verwaltungsrats. Der Risiko- und Kreditausschuss hat vor allem die Aufgabe, den Verwaltungsrat zur aktuellen und
zur künftigen Gesamtrisikobereitschaft und -strategie des Konzerns zu beraten, und unterstützt ihn bei der Überwachung der
Umsetzung dieser Strategie. Er entscheidet über die Zustimmung zu Krediten, operativen Beteiligungen, Mittelaufnahmen und
Swapgeschäften, soweit für diese nach der Satzung ein Gremienvorbehalt besteht. Der Prüfungsausschuss überwacht insbesondere
den Rechnungslegungsprozess und die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems, gibt Empfehlungen an den Verwaltungsrat
betreffend die Genehmigung des Jahresabschlusses sowie die Billigung des Konzernabschlusses. Der Vergütungskontrollausschuss
überwacht die angemessene Ausgestaltung der Vergütungssysteme der Vorstände und Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeiter -
insbesondere die angemessene Ausgestaltung der Vergütungen für die Leiter der Risikocontrolling-Funktion und der Compliance-
Funktion sowie für solche Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeiter, die einen wesentlichen Einfluss auf das Gesamtrisikoprofil des Konzerns
haben.
Die Risikosteuerung im Konzern erfolgt durch eng miteinander verzahnte Entscheidungsgremien. An der Spitze der Gremienarchitektur
steht der Gesamtvorstand, der die zentralen risikopolitischen Entscheidungen trifft. Unterhalb des Gesamtvorstands existieren drei
Risikokomitees (Kredit-Risiko-Komitee, Marktpreis-Risiko-Komitee und Komitee für Operationelle Risiken), die zum einen
Vorstandsentscheidungen vorbereiten und zum anderen im Rahmen festgelegter Kompetenzgrenzen eigenständig entscheiden. Die
Komitees nehmen auch Konzernsteuerungsfunktionen wahr, sodass Vertreter aus der KfW IPEX-Bank und der DEG miteinbezogen
sind. Weitere Arbeitsgruppen arbeiten den Komitees zu. In den Komitees hat die Marktfolge generell ein Vetorecht. Sofern keine
einstimmige Entscheidung vorliegt, erfolgt ggf. eine Eskalation auf Gesamtvorstandsebene.
Seite 11 von 49

image
Kredit-Risiko-Komitee
Die Leitung des Kredit-Risiko-Komitees liegt beim Risikovorstand. Weitere stimmberechtigte Mitglieder des wöchentlich tagenden
Kredit-Risiko-Komitees sind der Bereichsleiter Risikomanagement und -controlling, weitere Mitglieder des Vorstands sowie der Chief
Risk Officer (CRO) der KfW IPEX-Bank. Dem Komitee arbeiten verschiedene Arbeitsgruppen (AG) zu: Die AG Länder-Rating dient als
zentrale Instanz für die Beurteilung von Länderrisiken. Über die AG Sicherheiten wird eine einheitliche Vorgehensweise bezüglich aller
wesentlichen Aspekte der Sicherheitenanrechnung und -bewertung sowie der Sicherheitenmanagementprozesse sichergestellt. Alle
wesentlichen Faktoren der Kreditrisikomessinstrumente liegen in der Verantwortung der AG Ratingsysteme. Die AG Branchenrisiken
Corporates analysiert als konzernweites Expertengremium die branchen- und produktbezogenen Kreditrisiken im Corporate-Segment.
In den wöchentlichen Sitzungen des Kredit-Risiko-Komitees werden insbesondere Kredit- und Linienentscheidungen getroffen. Auch
Engagements der KfW IPEX-Bank und der DEG werden im Kredit-Risiko-Komitee vorgestellt. Quartalsweise erfolgt darüber hinaus eine
um Vertreter der Geschäftsfelder und der DEG erweiterte Sitzung. Die Interne Revision, Compliance und der Generalbevollmächtigte
der KfW IPEX-Bank haben einen Gaststatus. In dieser quartalsweisen Sitzung wird über die Entwicklung aufsichtsrechtlicher
Anforderungen, deren Auswirkungen und über den Stand bei Umsetzungsprojekten, zum Beispiel MaRisk und KWG, im Konzern
berichtet. Auch werden wesentliche Änderungen und Neuentwürfe von Risikogrundsätzen, Kreditrisikomethoden sowie der
Verfahrensregelungen für die zuarbeitenden AGs verabschiedet. Darüber hinaus erfolgt ein Monitoring des konzernweiten
Kreditportfolios inkl. der Länder- und Branchenrisiken.
Marktpreis-Risiko-Komitee
Die Leitung des monatlich tagenden Marktpreis-Risiko-Komitees liegt beim Risikovorstand. Daneben ist das Komitee mit dem für das
Kapitalmarktgeschäft zuständigen Vorstand sowie unter anderem mit den Bereichsleitern Finanzmärkte, Risikomanagement und
-controlling sowie Rechnungswesen besetzt. Die Interne Revision sowie Compliance haben einen Gaststatus. Quartalsweise und bei
Bedarf nehmen für die KfW IPEX-Bank und die DEG der jeweilige Chief Risk Officer oder sein Vertreter an der Sitzung teil. Das
Marktpreis-Risiko-Komitee diskutiert die Marktpreisrisikoposition des Konzerns und überprüft monatlich die Marktpreisrisikostrategie.
Weiterhin wird im Komitee die Liquiditätsrisikoposition des Konzerns überwacht und es werden alle grundsätzlichen und methodischen
Fragen zum Management der Marktpreis- und Liquiditätsrisiken und zum Transferpricing entschieden. In Bezug auf die
Zinsrisikostrategie bereitet das Komitee die finale Entscheidung des Gesamtvorstands vor. Dem Marktpreis-Risiko-Komitee
unterstehen das Surveillance Committee, in dem Bewertungsfragen zu Wertpapieren diskutiert werden und ein Austausch zu
Marktwertentwicklungen sowie Wertberichtigungen von Wertpapieren stattfindet, sowie das Hedge Committee, in dem hauptsächlich
die Ergebnisauswirkungen aus der IFRS-Bilanzierung von Hedgegeschäften und deren Weiterentwicklung behandelt werden.
Komitee für Operationelle Risiken
Das quartalsweise tagende Komitee für Operationelle Risiken unterstützt den Vorstand in dem Themengebiet Betriebsrisiko
(Operationelle Risiken und Betriebliches Kontinuitätsmanagement) und ist mit Bereichsleitern (Vertreter Abteilungsleiter) besetzt. Die
Leitung liegt beim Bereichsleiter Risikomanagement und -controlling. Darüber hinaus sind die KfW IPEX-Bank und die DEG in dem
Komitee vertreten. Die Interne Revision hat einen Gaststatus. Die Aufgaben bestehen in der Beschlussfassung und der Abnahme von
Risikogrundsätzen, Methoden und Instrumenten. Darüber hinaus ist das Komitee verantwortlich für die Steuerung Operationeller
Risiken (OpRisk) durch Entscheidung über bereichsübergreifende bzw. konzernweite Maßnahmen. Zudem werden wesentliche
eingetretene oder potenzielle OpRisk-Schäden im Gremium diskutiert und auf bankweiten Handlungsbedarf hin überprüft. Im
Themengebiet Betriebliches Kontinuitätsmanagement legt das Komitee anhand der Ergebnisse der jährlichen Business-Impact-Analyse
die Maßnahmen zur Krisenprävention und zur Notfallplanung fest. Die Überwachung erfolgt anhand der Berichterstattung über
geplante oder durchgeführte Notfall- und Krisenstabstests sowie wesentliche Betriebsstörungen. Alle Beschlüsse und Empfehlungen
des Komitees für Operationelle Risiken werden dem Vorstand vorgelegt.
In der gruppenweit angelegten Risikosteuerung nehmen Konzernunternehmen und Organisationseinheiten darüber hinaus eigene
Steuerungsfunktionen wahr. Konzernweite Projekte und Arbeitsgruppen stellen jedoch auch in diesen Fällen ein aufeinander
abgestimmtes Vorgehen sicher, zum Beispiel beim Roll-out von Ratinginstrumenten auf Tochterunternehmen oder beim Management
und bei der Bewertung von Sicherheiten.
Die Verantwortung für die Entwicklung und Ausgestaltung der Risikosteuerung und -überwachung ist außerhalb der Marktbereiche
angesiedelt und liegt insbesondere im Bereich Risikomanagement und -controlling.
Risikosteuerungsansatz des KfW-Konzerns ÜBERBLICK
Seite 12 von 49

image
Zur Sicherstellung der Risikotragfähigkeit unter Berücksichtigung der definierten Risikobereitschaft des Konzerns formuliert das
Risikomanagement die Risikostrategie des Konzerns unter Einbeziehung des Risikomanagements der maßgeblichen
Tochtergesellschaften und verantwortet auch deren regelmäßige Überprüfung. Die Risikostrategie legt - aufbauend auf der
geschäftspolitischen Ausgangssituation - allgemeine risikopolitische Grundsätze und konkrete risikopolitische Maßnahmen im Einklang
mit dem Strategischen Zielsystem und der Geschäftsstrategie fest. Der Umsetzung der Risikostrategie dienen dabei verschiedene
Instrumente zur Steuerung der wesentlichen Risiken des Konzerns. Unter anderem werden einzeladress- bzw. portfoliobezogene
Instrumente zur Risikosteuerung eingesetzt.
Um die wesentlichen Risiken zu ermitteln, führt der Konzern mindestens jährlich eine Risikoinventur durch. Im Rahmen der
Risikoinventur werden für den Konzern relevante Risikoarten in einem strukturierten Prozess identifiziert, definiert und anschließend
einer Wesentlichkeitsbeurteilung unterzogen. Die Wesentlichkeit einer Risikoart hängt primär von den Gefahrenpotenzialen für die
Vermögens-, Ertrags- und Liquiditätslage des Konzerns ab. Zentrales Ergebnis der Risikoinventur ist das Gesamtrisikoprofil, das einen
Überblick über die wesentlichen und unwesentlichen Risikoarten des Konzerns vermittelt. Als wesentlich im Rahmen der Inventur 2014
sind neben Kredit-, Marktpreis-, Liquiditäts- und Operationellen Risiken auch das Beteiligungs-, Projekt- und Reputationsrisiko
eingestuft. Mit wesentlichen Risiken verbundene Risikokonzentrationen innerhalb einer Risikoart oder über verschiedene Risikoarten
hinweg werden bei der Risikoinventur berücksichtigt.
Das Risikoreporting erfolgt entsprechend den aufsichtsrechtlichen Vorgaben (MaRisk). Der Vorstand wird monatlich über die Risikolage
des Konzerns informiert. Die Aufsichtsgremien des Konzerns erhalten quartalsweise einen Risikobericht. Anlassbezogen werden die
jeweiligen Gremien ad hoc informiert. Die im Risikomanagement und -controlling verwendeten Risikokennzahlen und
Informationssysteme werden fortlaufend überprüft.
Die Methoden und Instrumente zur konzernweiten Risikoanalyse und -steuerung werden regelmäßig validiert und durch (Weiter-)
Entwicklungen vervollständigt. Dabei stehen insbesondere Modelle zur Messung, Steuerung und Bepreisung von Kredit- und
Marktpreisrisiken im Fokus. Bei den Validierungs- und Weiterentwicklungsaktivitäten werden auch die Anforderungen aus der
erweiterten KWG-Anwendung berücksichtigt.
Der Risikosteuerungsansatz ist im Risikohandbuch des Konzerns niedergelegt. Das Risikohandbuch sorgt dafür, dass einheitliche
Verfahren zur Identifikation, Messung, Steuerung und Überwachung von Risiken zur Anwendung kommen. Darüber hinaus werden
konzernweite Regelungen durch geschäftsfeldspezifische Ausgestaltungen ergänzt. Die im Risikohandbuch aufgeführten Regelungen
haben konzernweit verbindlichen Charakter, sind für alle Mitarbeiter zugänglich und werden stetig weiterentwickelt. Für Details zu den
weiteren Elementen des Risikosteuerungsansatzes sei auf die nachfolgenden Kapitel verwiesen.
INTERNER KAPITALADÄQUANZPROZESS
Der interne Kapitaladäquanzprozess des Konzerns ist dadurch gekennzeichnet, dass ökonomische und regulatorische Vorgaben
hinsichtlich der Risikotragfähigkeit gleichberechtigte übergeordnete Ziele des Konzerns darstellen. Dies bedeutet konkret, dass alle
Risikoüberwachungs- und -steuerungsmaßnahmen die Einhaltung sowohl eines ökonomischen Solvenzziels als auch von
Mindestwerten für die Kern- und Gesamtkapitalquote sicherstellen müssen. Auf diese Weise wird eine ökonomisch sinnvolle
Kapitalsteuerung mit dem Erfordernis der Sicherstellung der regulatorischen Mindestkapitalanforderungen verbunden. Für die enge
Verzahnung der beiden Perspektiven legt der Konzern eine einheitliche Definition für die Risikodeckungsmasse zugrunde: Für beide
Sichtweisen werden die regulatorischen Eigenmittel entsprechend § 10 bzw. 10a KWG in Verbindung mit Verordnung (EU) Nr.
575/2013 (CRR) als Risikodeckungspotenzial verwendet.
Ein weiteres zentrales Merkmal des Kapitaladäquanzprozesses ist die Steuerungsorientierung durch eine zusätzliche vorausschauende
Perspektive. Diese bewertet das Absorptionspotenzial der Reserven des Konzerns - und damit dessen Handlungsfähigkeit - bei Eintritt
bestimmter konjunktureller (Stress-)Szenarien. Ein in diesem Zusammenhang etabliertes Ampelsystem mit Schwellenwerten für die
Ökonomische und Regulatorische Risikotragfähigkeit signalisiert bei kritischen Entwicklungen Handlungsbedarf im Rahmen der
operativen und strategischen Steuerung.
Seite 13 von 49

image
Das Risikotragfähigkeitskonzept des Konzerns dient in erster Linie dem Schutz vorrangiger Fremdkapitalgeber vor Verlusten und
nimmt somit in seiner Grundkonzeption eine Liquidationsperspektive ein. Durch die Hinzunahme einer vorausschauenden Perspektive,
die auch die Einhaltung der regulatorischen Mindestkapitalanforderungen gewährleistet, wird das Konzept jedoch um eine "Going-
Concern-Sicht" erweitert und enthält damit Elemente beider Grundtypen von Risikotragfähigkeitskonzepten.
Die Ziele zur Risikotragfähigkeit werden mittels Kapitalallokation auf die Ebene der einzelnen Geschäftsfelder/-bereiche in Form
Ökonomischer Kapitalbudgets übertragen. Das allokierte Risikodeckungspotenzial steht den Geschäftsfeldern/-bereichen für die
Unterlegung von Alt- und Neugeschäft für die verschiedenen Risikoarten zur Verfügung. Die Kapitalallokation wird im Rahmen der
jährlichen Konzerngeschäftsfeldplanung durchgeführt. Diese berücksichtigt neben der Bedarfsplanung der Geschäftsfelder/-bereiche
die Risikoziele und die Risikobereitschaft (zum Beispiel Ampelgrenzen). Zugleich wird ein zentral gehaltener Kapitalpuffer für den
Stressfall durch den Gesamtvorstand festgelegt, der der antizyklischen Risikosteuerung dient. Die Einhaltung wird vierteljährlich
überprüft und eventuell wird Handlungsbedarf adressiert. Zusätzlich werden auf Konzernebene für die Geschäftsfelder/-bereiche
entsprechende Planwerte für die regulatorischen Eigenmittelanforderungen ermittelt, deren Auslastung ebenfalls vierteljährlich
überwacht wird.
Ergänzend zum Risikotragfähigkeitskonzept wird im Rahmen des Kapitalplanungsprozesses die mittelfristige Entwicklung der
Risikotragfähigkeit überwacht. Auf Basis szenariobasierter Hochrechnungen der Ökonomischen und Regulatorischen Risikotragfähigkeit
über einen mehrjährigen Betrachtungshorizont ermöglicht der Kapitalplanungsprozess die frühzeitige Identifikation von etwaigen
Kapitalengpässen, um ggf. Handlungsempfehlungen zur Kapitalstärkung oder Risikoreduktion ableiten zu können. Dabei berücksichtigt
der Prozess Veränderungen der strategischen Ziele, der Geschäftstätigkeit sowie des wirtschaftlichen Umfelds. Neben einem Base
Case werden die Ökonomische und Regulatorische Risikotragfähigkeit auch in einem Stress Case betrachtet. Die Kapitalplanung erfolgt
im Rahmen der gesamtbankweiten Planungs- und Strategieprozesse des Konzerns. Das Risikotragfähigkeitskonzept wird jährlich auf
seine Grenzen und Beschränkungen hin überprüft. Die Resultate werden bei der Beurteilung der Risikotragfähigkeit angemessen
berücksichtigt.
Regulatorische Risikotragfähigkeit
Aufsichtsrechtliche Kennzahlen
31.12.2014
Mio. EUR
31.12.2013
Mio. EUR
Risikoposition
144.062
95.956
Kernkapital
20.343
19.752
Regulatorische Eigenmittel (Risikodeckungspotenzial)
21.690
21.435
Kernkapitalquote
14,1 %
20,6 %
Gesamtkapitalquote
15,1 %
22,3 %
Die Kennziffer "Risikoposition" ergibt sich aus der mit dem Faktor 12,5 multiplizierten Summe der Anrechnungsbeträge für
Adressrisiken, Marktrisiken sowie Operationelle Risiken.
Der Konzern unterliegt den Eigenmittelanforderungen des KWG bzw. der CRR erst ab dem 01.01.2016. Für interne Steuerungszwecke
ermittelt er jedoch schon heute freiwillig aufsichtsrechtliche Eigenkapitalquoten auf Basis der wesentlichen rechtlichen Vorschriften.
Hierbei werden für große Teile des Kreditportfolios zur Berechnung der Eigenmittelanforderungen eigene Ratingverfahren verwandt
(fortgeschrittener IRB-Ansatz).
Die aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalquoten des Konzerns haben sich gegenüber dem 31.12.2013 deutlich verringert. Per 31.12.2014
liegt die Gesamtkapitalquote unter Berücksichtigung des Konzernergebnisses bei 15,1 % (31.12.2013: 22,3 %), die Kernkapitalquote
bei 14,1 % (31.12.2013: 20,6 %). Grund für die rückläufige Entwicklung ist der sehr starke Anstieg des Gesamtforderungsbetrags.
Dieser ist zum größten Teil auf CRR-bedingte Mehrbelastungen der Risikoaktiva sowie die Umstellung der Risikoaktiva-Ermittlung auf
IFRS-Basis zurückzuführen. Gemildert wird der Rückgang der Kapitalquoten durch das etwas höhere Risikodeckungspotenzial. Hier
werden negativ wirkende Effekte, die vor allem aus der Neubewertung von Pensionsverpflichtungen, aus der IFRS-Umstellung und aus
CRR-bedingten Belastungen entstehen, insbesondere durch das positive Jahresergebnis überkompensiert.
Regulatorische Risikotragfähigkeit zum 31.12.2014 in Mio. EUR
In Klammern: Werte zum 31.12.2013
Ökonomische Risikotragfähigkeit
Zur Beurteilung der Ökonomischen Risikotragfähigkeit wird der Ökonomische Kapitalbedarf für potenzielle Verluste aus wesentlichen
quantifizierbaren Risiken dem Risikodeckungspotenzial gegenübergestellt. Der Konzern legt bei der Berechnung des Ökonomischen
Kapitalbedarfs ein Solvenzziel von 99,99 % und einen Zeithorizont von einem Jahr zugrunde. Die Aggregation des Ökonomischen
Kapitalbedarfs über verschiedene Risikoarten hinweg erfolgt durch Addition ohne Beachtung von Diversifikationseffekten.
Die dominierende Risikoart im Konzern ist das Kreditrisiko. Es bezeichnet die Gefahr von Verlusten, wenn Geschäftspartner ihre
Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Konzern nicht, nicht fristgerecht oder nicht vollständig erfüllen (Ausfall) oder sich ihre
Bonitäten verschlechtern (Migration). Auch das Settlementrisiko bei der Abwicklung von Derivate-Transaktionen ist unter dem
Kreditrisiko subsumiert. Der Ökonomische Kapitalbedarf für Kreditrisiken wird durch das Risikocontrolling überwiegend mit Hilfe
statistischer Modelle quantifiziert. Für Adressenausfallrisiken wird das Verlustpotenzial unter Verwendung eines Kreditportfoliomodells
und des Risikomaßes Credit-Value-at-Risk berechnet. Die Differenz zwischen Credit-Value-at-Risk und Erwartetem Verlust wird als
Ökonomischer Kapitalbedarf bezeichnet. Migrationsrisiken werden szenariobasiert in den vorausschauenden Perspektiven der
Seite 14 von 49

image
Risikotragfähigkeitsrechnung berücksichtigt. Für Settlementrisiken wird der Regulatorische Kapitalbedarf (risikogewichtete Aktiva x 8
%) in der Risikotragfähigkeitsrechnung berücksichtigt, sofern zum Ultimo offene Settlement-Exposures bestehen.
Infolge der Umstellung der Risikotragfähigkeitsrechnung von HGB auf IFRS im Jahr 2014 unterlegt die KfW zudem erstmals das
sogenannte Separate Line Item (SLI) aus dem Macro Hedge Accounting mit Ökonomischem Kapital. Das SLI ist eine aktivische IFRS-
Bilanzposition, die die kumulierten Buchwertanpassungen von im Macro Hedge abgesicherten Grundgeschäften abbildet. Für die
Ökonomische Kapitalunterlegung des Separate Line Items wird bis zur Entwicklung einer spezifischen Modellierung der Regulatorische
Kapitalbedarf verwendet.
Der Ökonomische Kapitalbedarf für Marktpreisrisiken wird ebenfalls auf Basis des Value-at-Risk-Konzepts berechnet. In Erweiterung
zu den regulatorischen Anforderungen der Säule I an Nichthandelsbuchinstitute werden in der ökonomischen Betrachtung der Säule II
auch das Zinsänderungsrisiko des Bankbuchs, das Credit Spread-Risiko für Wertpapiere und das Basisspread-Risiko berücksichtigt. Für
das Fremdwährungsrisiko wird ebenfalls ein internes Modell eingesetzt. Für jede Marktpreisrisikoart wird unter Verwendung
statistischer Modelle der mögliche Barwert- oder Kursverlust in einem (durch das Solvenzniveau definierten) Worst Case bestimmt.
Der Ökonomische Kapitalbedarf entspricht diesem potenziellen Verlust.
Im Jahr 2014 wurde der Fokus auf die Weiterentwicklung des statistischen Modells zur Ermittlung des Ökonomischen Kapitalbedarfs
für Operationelle Risiken gelegt, um die aktuellen aufsichtsrechtlichen Anforderungen zu erfüllen. Dieses Modell wird spätestens ab
Ende 2015 produktiv genutzt werden. Bei weiterer Nutzung des bisherigen Modells auch im Jahr 2014 bis zur Inbetriebnahme des
neuen Modells besteht die Gefahr, dass unplausible Schwankungen des Kapitalbedarfs entstehen. Um dies zu vermeiden, wurde der
Ökonomische Kapitalbedarf von 2013 übergangsweise fortgeschrieben.
Projektrisiken wurden erstmals 2014 im Risikotragfähigkeitskonzept berücksichtigt. In die Risikomessung fließen sowohl quantifizierte
Einzelrisiken in den Großprojekten als auch pauschale Annahmen zu möglichen Verlustpotenzialen im Projektportfolio ein.
Der Konzern setzt zudem Stille Lasten für Wertpapiere des Anlagevermögens ohne Gegenrechnung von Stillen Reserven unmittelbar
als Ökonomischen Kapitalbedarf an.
Auf dieser Grundlage ist zum 31.12.2014 die Ökonomische Risikotragfähigkeit zum Solvenzniveau von 99,99 % gegeben. Die
Überdeckung des Risikodeckungspotenzials über den Gesamtkapitalbedarf per 31.12.2014 in Höhe von 6.188 Mio. EUR hat sich
gegenüber dem Wert vom 31.12.2013 (7.855 Mio. EUR) verringert. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Umsetzung der
Kapitalunterlegung für das Separate Line Item zurückzuführen. Zudem steigt der Kapitalbedarf für Kreditrisiken vor allem durch das
Neugeschäft im Geschäftsfeld Förderung Entwicklungs- und Transformationsländer sowie höhere Marktwerte bei Derivaten. Weiterhin
wurde erstmals im Jahr 2014 Kapitalbedarf für Projektrisiken gemessen. Der Kapitalbedarf für Marktpreisrisiken und Operationelle
Risiken ist dagegen nahezu unverändert, während Stille Lasten für Wertpapiere im Jahr 2014 gesunken sind.
Liquiditätsrisiken steuert der Konzern durch das Monitoring geeigneter Kennzahlen sowie durch regelmäßige Kontrollschritte in den
bankbetrieblichen Prozessabläufen. Interne Kennzahlen zur Beschreibung der Liquiditätssituation beruhen auf Projektionen des
Liquiditätsbedarfs und -potenzials, die Stress-Szenarien unterschiedlicher Schweregrade unterworfen werden. Die ebenfalls als
wesentlich eingestuften Reputationsrisiken werden qualitativ beurteilt und gesteuert, eine Kapitalunterlegung im Rahmen der
Risikotragfähigkeitsrechnung erfolgt derzeit nicht.
Die Risikomessung basiert auf State-of-the-Art-Modellen der Bankenpraxis. Jedes Modell stellt jedoch eine Vereinfachung der
komplexen Realität dar und baut auf der Annahme auf, dass die in der Vergangenheit beobachteten Risikoparameter auch
repräsentativ für die Zukunft geschätzt sind. Nicht alle möglichen Einflussfaktoren und deren komplexe Interaktionen können
hinsichtlich der Risikoentwicklung eines Portfolios erfasst und modelliert werden. Unter anderem auch deshalb führt der Konzern
sowohl mit den Kredit- als auch mit den Marktpreisrisikomodellen Stresstests durch. Der Konzern arbeitet zudem kontinuierlich an der
Weiterentwicklung seiner Risikomodelle und -prozesse. So wurde 2014 die Risikotragfähigkeitsrechnung auf IFRS umgestellt. Für die
Risikomessung von Basisspread-Risiken kommt nunmehr ein Kapitalpuffer, der auf einem Value-at-Risk-Verfahren basiert, zur
Anwendung. Des Weiteren wurden erstmals Projekt- und Settlementrisiken im Risikotragfähigkeitskonzept berücksichtigt.
Ökonomische Risikotragfähigkeit zum 31.12.2014 in Mio. EUR
In Klammern: Werte zum 31.12.2013
Stress- und Szenariorechnungen
Um eine stärkere Steuerungsorientierung des Risikotragfähigkeitskonzeptes zu gewährleisten, betrachtet der Konzern vierteljährlich
ein Forecast- (erwartetes Szenario), ein Downturn-(leichter konjunktureller Abschwung) und ein Stress-Szenario (starke Rezession)
und deren Auswirkungen auf die Ökonomische und Regulatorische Risikotragfähigkeit. Diese vorausschauende Perspektive zeigt, wie
resistent und handlungsfähig der Konzern bei Eintritt dieser Szenarien ist, und liefert damit direkte Steuerungsimpulse.
Der Forecast gibt eine Vorschau auf die Risikotragfähigkeit zum Jahresende. In die Vorschau werden die geplante
Geschäftsentwicklung, das Planergebnis sowie weitere die Risikotragfähigkeit beeinflussende Effekte, wie zum Beispiel absehbare
Änderungen der Kapitalstruktur und methodische Weiterentwicklungen, einbezogen. Der aktuelle Forecast für den 31.12.2015 zeigt
eine leicht steigende Überdeckung des Risikodeckungspotenzials über den Ökonomischen Kapitalbedarf im Vergleich zum 31.12.2014.
Seite 15 von 49

image
Im Downturn- und Stress-Szenario werden Ergebniseffekte und Veränderungen des Kapitalbedarfs auf Sicht von zwölf Monaten unter
negativen Konjunkturszenarien mit unterschiedlichem Schweregrad dargestellt. Im Stress-Szenario werden dabei die Auswirkungen
einer schweren Rezession abgebildet. In beiden Szenarien geht der Konzern von insgesamt steigenden Kreditrisiken (Adressenausfall-
und Migrationsrisiken) aus. Für die EUR- und USD-Zinsen sowie den USD-Wechselkurs wird in diesen Szenarien eine zur
konjunkturellen Lage konsistente Entwicklung prognostiziert. Gleichzeitig wird angenommen, dass zunehmende Marktunsicherheiten
zu einer erhöhten Volatilität bei Zinsen, Währungen und Credit Spreads führen, wodurch der Ökonomische Kapitalbedarf für die
entsprechenden Risikoarten steigt. Zudem mindern im Stress-Szenario auch potenzielle Kursverluste bei Wertpapieren und
Schadensfälle aus Operationellen Risiken und Projektrisiken das Risikodeckungspotenzial.
Auf Grundlage der durchgeführten Analysen geht der Konzern im Stress-Szenario von einer Reduzierung der Überdeckung in der
Ökonomischen Risikotragfähigkeit von 6,2 Mrd. EUR auf 1,7 Mrd. EUR aus. Damit ist selbst unter ungünstigen gesamtwirtschaftlichen
Bedingungen die Risikotragfähigkeit auf einem Solvenzniveau von 99,99 % weiterhin gewährleistet.
Zusätzlich zu den Konjunkturszenarien werden weitere Stresstests durchgeführt, mit denen die Belastbarkeit der Risikotragfähigkeit
des Konzerns untersucht wird: Dabei sind jeweils aktuelle makroökonomische Gefährdungspotenziale der Ausgangspunkt für
wechselnde Szenario-Stresstests. Im Fokus standen im Jahr 2014 Szenarien zum Russland-Ukraine-Konflikt sowie zu einer Rezession
in Europa. Mit den Konzentrations- und inversen Stresstests wird ergänzend gezeigt, wie Konzentrationsrisiken und weitere
Gefährdungspotenziale unter ungünstigen Konstellationen das Geschäftsmodell des Konzerns gefährden können.
Risikoarten
ADRESSENAUSFALLRISIKO
Der Konzern geht Adressenausfallrisiken
1)
im Rahmen seines Förderauftrages ein. Im Rahmen des inländischen Förderkreditgeschäfts
tragen die durchleitenden Institute einen Großteil der Ausfallrisiken der Endkreditnehmer. Dies führt geschäftsmodellbedingt zu einem
hohen Anteil des Bankenrisikos im Portfolio. Weitere Risikoschwerpunkte ergeben sich aus der Fördertätigkeit im Bereich der
Finanzierung von Gründern von mittelständischen Unternehmen und von Beteiligungen, da der Konzern insbesondere in diesen
Segmenten der inländischen Förderung auch Endkreditnehmerrisiken trägt. Darüber hinaus übernimmt der Konzern Risiken im
Rahmen seiner Export- und Projektfinanzierung sowie in der Förderung der Entwicklungs- und Transformationsländer.
Die Bewertung des Adressenausfallrisikos erfolgt über die Schätzung von Ausfallwahrscheinlichkeiten (Probability of Default, PD), der
Forderungshöhe bei Ausfall (Exposure at Default, EAD) und der (erwarteten) Verlustquote bei Ausfall (Loss Given Default, LGD). Das
Produkt aus den drei genannten Größen ergibt den Verlust, der im langjährigen statistischen Durchschnitt erwartet werden kann. Der
Erwartete Verlust wird bei der Ermittlung der Risikotragfähigkeit durch den Abzug vom Risikodeckungspotenzial entsprechend den
aufsichtsrechtlichen Vorschriften des Artikels 158 CRR berücksichtigt.
Zur Ermittlung der Ausfallwahrscheinlichkeiten verwendet der Konzern interne Ratingverfahren für Banken, Unternehmen
(Corporates), kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Beteiligungsgeber, Beteiligungsfonds, Freiberufler, Existenzgründer und
Länder. Diese Verfahren basieren auf Scorecards
2)
und folgen einer einheitlichen, konsistenten Modellarchitektur. Für wesentliche Teile
von Spezialfinanzierungen und strukturierten Produkten werden simulations- und Cashflow-basierte Ratingverfahren eingesetzt. Für
Verbriefungstransaktionen wird das Rating für Tranchen auf Grundlage der Ausfalldynamik des Forderungspools und der
Wasserfallstruktur der Transaktion ebenfalls stochastisch ermittelt. Die Ratingverfahren haben die Prognose von Ein-Jahres-
Ausfallwahrscheinlichkeiten zum Ziel. Die Verantwortung für die Ratingerstellung im risikorelevanten Geschäft liegt grundsätzlich in
den Marktfolgebereichen. Das Rating wird mindestens einmal jährlich aktualisiert, außer bei Geschäftspartnern, mit denen
ausschließlich Retailgeschäft besteht.
1)
Als Adressenausfallrisiko ist die Gefahr von finanziellen Verlusten definiert, die eintreten, wenn der Kreditnehmer bzw. Kontrahent seinen
Zahlungsverpflichtungen
nicht nachkommt. Das Ausfallrisiko enthält auch das Länderrisiko, bestehend aus Transfer-, Konvertierungs- und politischen
Risiken.
2)
Bei einer Scorecard handelt es sich um ein mathematisch-statistisch geschätztes und/oder auf Expertenwissen basierendes Modell. Die einzelnen
für die Bonitätsbewertung als relevant erachteten Risikofaktoren werden in Abhängigkeit von ihrer Ausprägung bzw. ihrem Wert in einen Punktwert
umgewandelt und zur Aggregation gewichtet.
Durch die Abbildung der Ausfallwahrscheinlichkeiten auf eine konzernweit einheitliche Masterskala ist die Vergleichbarkeit von Ratings
verschiedener Verfahren und Geschäftsfelder gegeben. Die Masterskala besteht aus 20 unterschiedlichen Klassen, die sich in die vier
Gruppen Investment Grade, Non-Investment Grade, Watch List und Default einteilen lassen. Für jede Masterskala-Klasse sind die
Bandbreite der Ausfallwahrscheinlichkeiten sowie die mittlere Ausfallwahrscheinlichkeit festgelegt. Zu jedem Ratingverfahren
existieren Organisationsanweisungen, die insbesondere die Zuständigkeiten, Kompetenzen sowie die Kontrollmechanismen regeln.
Eine Vergleichbarkeit von internen Ratings des Konzerns und externen Ratings von Ratingagenturen wird durch ein Mapping der
externen Ratings auf die Konzern-Masterskala gewährleistet. Durch eine turnusgemäße Validierung und Weiterentwicklung der
Ratingverfahren wird sichergestellt, dass auf veränderte Rahmenbedingungen zeitnah reagiert werden kann. Ratinginstrumente und
-prozesse entsprechen weitgehend den Mindestanforderungen der geltenden Aufsichtsstandards (MaRisk/CRR).
Seite 16 von 49

Wesentlichen Einfluss auf die Ausfallhöhe nimmt neben der Forderungshöhe bei Ausfall (EAD) die Bewertung der Sicherheiten, die
risikomindernd in der Verlustquote bei Ausfall (LGD) angerechnet werden. Im Rahmen der Sicherheitenbewertung für anrechenbare
Sicherheiten wird der zu erwartende Nettoerlös einer Sicherheitenverwertung im Schadensfall inkl. Vorsichtsabschlägen ermittelt. Bei
dinglichen Sicherheiten sind unter anderem neben Marktpreisschwankungen und Verwertungskosten auch abschreibungsbedingte
Wertverluste für die Abschläge verantwortlich. Die unterschiedlichen Bewertungsverfahren für einzelne Sicherheitentypen basieren je
nach Datenverfügbarkeit auf internen und externen historischen Daten sowie auf Expertenschätzungen. Ein Risikogrundsatz für
Kreditsicherheiten regelt deren gruppenweit einheitliches Management, ihre Bewertung und Anrechnung. Neben dem Nettoerlös aus
der Sicherheitenverwertung ist auch die Erlösquote für unbesicherte Exposureanteile ein wichtiger Bestandteil bei der Bestimmung der
LGD. Alle Bewertungsparameter werden regelmäßig einer Validierung unterzogen.
Zur Begrenzung von Risiken aus dem Neugeschäft verfügt der Konzern über Limitmanagementsysteme, Risikoleitplanken und
verschiedene Portfoliorichtlinien. Sie bilden sowohl eine Grundlage für die Zweitvotierung von Kreditgeschäften als auch eine
Orientierungshilfe für die Kreditvergabe und haben die Aufgabe, eine angemessene Qualität bzw. Risikostruktur des Konzernportfolios
sicherzustellen.
3)
In der KfW wird die Zweitvotierung auf Einzelengagementebene durch das Konzernrisikomanagement erstellt. Die
KfW IPEX-Bank und die DEG verfügen jeweils über ein eigenes, marktunabhängiges Zweitvotum. Die relevanten
Geschäftsentscheidungsprozesse sind risikoorientiert ausgestaltet. Ein Kreditgeschäft erfordert derzeit in Abhängigkeit von der Art,
dem Umfang (materieller Risikogehalt und Wirkung auf die Gesamtrisikoposition) sowie der Komplexität der Transaktion ein
Zweitvotum. Große sowie risikoreichere Engagements werden mindestens dem Kredit-Risiko-Komitee vorgestellt, ggf. auch dem
Gesamtvorstand, dem Kreditausschuss oder dem Verwaltungsrat.
Die Portfoliorichtlinien definieren - differenziert nach Adresstypen und Produktvarianten - die Bedingungen, unter denen Geschäfte im
Regelfall eingegangen werden dürfen. Darüber hinaus werden Risikoleitplanken für Länder, Branchen und Produkte definiert, um mit
spezifischen Vorgaben zur Kreditvergabe aktuellen oder potenziellen negativen Entwicklungen zu begegnen. Mit den
Limitmanagementsystemen werden schließlich sowohl Risikokonzentrationen (Konzentrationslimite) als auch bonitätsabhängige
Einzeladressrisiken (Adresslimite) abgebildet. Konzentrationslimite dienen der Beschränkung von Risikokonzentrationen im
Kreditportfolio und somit der Verhinderung großer Einzelverluste. Adresslimite dienen im Sinne einer Feinsteuerung dem
kontrahentenspezifischen Management von Kreditausfallrisiken.
Im Kreditbestand werden Engagements mit höheren Risiken unterteilt in eine Watch List und eine Liste für Kredite mit akuten
Ausfallrisiken (Non-Performing-Loans). Die Watch List dient dazu, potenzielle Problemkredite frühzeitig zu identifizieren und ggf. für
die Problemkreditbearbeitung vorzubereiten. Dabei werden die wirtschaftlichen Verhältnisse, das Marktumfeld des jeweiligen
Kreditnehmers sowie die überlassenen Sicherheiten regelmäßig überprüft und dokumentiert sowie Handlungsvorschläge -insbesondere
für risikobegrenzende Maßnahmen - formuliert. Für Non-Performing-Loans und auch zu großen Teilen für Watch List-Engagements
4)
liegt die Prozessverantwortung in den für Restrukturierungen zuständigen Einheiten. Dies ermöglicht ein frühzeitiges Einschalten von
Spezialisten, um ein professionelles Problemkreditmanagement zu gewährleisten. Zielsetzung ist die Gesundung des Engagements
durch Restrukturierung, Reorganisation und Kreditanpassung. Erweist sich der Geschäftspartner als nicht sanierungsfähig oder
-würdig, steht die optimale Verwertung des Engagements und seiner Sicherheiten im Vordergrund. Für leistungsgestörte Kredite und
die Intensivbetreuung von Banken und höhervolumigen Krediten mit einem Risikoanteil größer als 1 Mio. EUR aus dem KfW-Portfolio
ist die Abteilung Restrukturierung zuständig. Die Verantwortung für die Betreuung des Mengengeschäfts liegt dagegen im Bereich
Bestand Kreditmanagement. Das Management leistungsgestörter bzw. intensivbetreuter Engagements der KfW IPEX-Bank und der
DEG erfolgt grundsätzlich in der jeweiligen Tochtergesellschaft. Sofern mehr als ein Konzernunternehmen engagiert ist, wird die
zentrale Koordinierung durch die Abteilung Restrukturierung vorgenommen. Für eine klare Regelung der Kompetenzen und der
Zuordnung bestehen interne Schnittstellenregelungen mit den relevanten Bereichen sowie eine enge Kooperation mit den
Marktbereichen und der Rechtsabteilung.
3)
Dabei wird den Besonderheiten des Fördergeschäfts des Konzerns Rechnung getragen.
4)
Bei der KfW IPEX-Bank wird die Übernahme der Zuständigkeit für Watch List-Fälle einzelfallabhängig durch das Risikomanagement in Abstimmung
mit
der für Restrukturierungen zuständigen Einheit entschieden.
Bei Auftreten eines Krisenfalls im Bereich Banken gilt es, intern und extern sofort handlungsfähig zu sein. Hierfür wurde der
Krisenplan Banken weiterentwickelt. Er sieht im Wesentlichen vor, dass unter Leitung des Risikomanagements eine Arbeitsgruppe
eingerichtet wird, eine sofortige Schadensanalyse vorgenommen wird und die nächsten notwendigen Schritte eingeleitet werden.
Risikovorsorge
Allen erkennbaren Ausfallrisiken des Kreditgeschäfts - dazu gehören auch politische Risiken bei Finanzierungen im Ausland - trägt der
Konzern durch Bildung von Risikovorsorge in angemessenem Ausmaß Rechnung. Für Engagements mit akuten Ausfallrisiken (Non-
Performing-Loans) werden Einzelwertberichtigungen bzw. Rückstellungen für noch nicht ausgezahlte Teilbeträge gebildet. Basis für die
Identifikation dieser Ereignisse sind Kriterien, die sowohl den Anforderungen nach Basel II als auch IFRS genügen. Hierzu gehören
unter anderem die I dentifizierung erheblicher finanzieller Schwierigkeiten des Schuldners, Zahlungsrückstände, Zugeständnisse an
den Schuldner aufgrund seiner wirtschaftlichen Situation, zum Beispiel im Rahmen von Restrukturierungsmaßnahmen, auffällige
Maßnahmen des Schuldners zur Liquiditätssteigerung sowie die maßgebliche Verschlechterung der Werthaltigkeit von Sicherheiten.
Die Ermittlung der Einzelwertberichtigungen erfolgt mit Hilfe eines Impairment-Verfahrens. In die Berechnung der
Einzelwertberichtigungen im Non-Retail-Geschäft fließt die individuelle Beurteilung des Kreditnehmers hinsichtlich zukünftiger
Zahlungen ein. Dabei wird neben dem Umfang und der Werthaltigkeit der Sicherheiten auch das politische Risiko berücksichtigt. Für
kleinere und standardisierte Kredite (Retail-Geschäft) erfolgt eine pauschalierte Einzelwertberichtigung auf Basis homogener
Teilportfolios.
Die Risikovorsorge für latente Risiken (Portfoliowertberichtigung) wird abgeleitet aus der Bewertung der Kreditforderungen im Rahmen
der jährlich stattfindenden Ratingprozesse und Sicherheitenbewertungen. Die Portfoliowertberichtigung wird sowohl für wirtschaftliche
als auch für politische Risiken gebildet. Basis ist hierfür das oben beschriebene Erwarteter-Verlust-Modell, das für IFRS-Zwecke
übergeleitet wird. Für Unwiderrufliche Kreditzusagen und Avale werden nach demselben Berechnungsschema Rückstellungen gebildet.
Maximales Ausfallrisiko
Das maximale Ausfallrisiko aus Finanzinstrumenten gemäß IFRS 7.36 besteht für den Konzern im Totalausfall der jeweiligen
Risikopositionen. Hierbei sind ebenfalls die Eventualverbindlichkeiten und die Unwiderruflichen Kreditzusagen zu berücksichtigen. Die
Buchwerte sind bereits um die Risikovorsorge gekürzt.
Seite 17 von 49

Zahlungsrückstände ergaben sich zum Bilanzstichtag nur bei den Forderungen an Kreditinstitute und Kunden sowie bei Finanzanlagen,
individuelle Wertminderungen darüber hinaus noch bei den Eventualverbindlichkeiten und Unwiderruflichen Kreditzusagen.
Maximales Ausfallrisiko in Mio. EUR
Forderungen an Kreditinstitute
Forderungen an Kunden
Wertanpassungen aus Macro
Hedging
31.12.2014
31.12.2013
31.12.2014
31.12.2013
31.12.2014
31.12.2013
Buchwert als
Äquivalent für
das maximale
Ausfallrisiko
279.707
280.747
118.213
113.926
18.461
11.663
Risikovorsorge
160
159
1.697
1.793
0
0
Buchwert
weder
überfällig
noch
wertgemindert
279.340
280.378
116.439
111.336
18.461
11.663
darauf
angerechnete
Sicherheiten
179.363
184.571
31.816
29.439
0
0
Derivate im Hedge Accounting;
Sonstige Derivate
Finanzanlagen; Anteile an nach
Equity-Methode bilanzierten
Unternehmen
Eventualverbindlichkeiten;
Unwiderrufliche Kreditzusagen
31.12.2014
31.12.2013
31.12.2014
31.12.2013
31.12.2014
31.12.2013
Buchwert als
Äquivalent für
das maximale
Ausfallrisiko
38.463
23.900
30.900
30.718
65.654
61.724
Risikovorsorge
0
0
14
22
78
111
Buchwert
weder
überfällig
noch
wertgemindert
38.463
23.900
30.690
30.494
65.500
61.560
darauf
angerechnete
Sicherheiten
14.530
6.496
347
710
0
134
Überfällige und nicht individuell wertgeminderte Finanzinstrumente in Mio. EUR
Forderungen an Kreditinstitute
Forderungen an Kunden
Finanzanlagen; Anteile an nach
Equity-Methode bilanzierten
Unternehmen
31.12.2014
31.12.2013
31.12.2014
31.12.2013
31.12.2014
31.12.2013
Buchwert
weniger als
90 Tage
überfällig
242
184
521
976
1
4
Buchwert 90
Tage
überfällig
und mehr
41
65
336
439
1
1
Gesamt
283
249
857
1.415
2
5
darauf
angerechnete
Sicherheiten
250
183
283
378
0
0
Individuell wertgeminderte Finanzinstrumente in Mio. EUR
Forderungen an Kreditinstitute
Forderungen an Kunden
Finanzanlagen; Anteile an nach
Equity-Methode bilanzierten
Unternehmen
31.12.2014
31.12.2013
31.12.2014
31.12.2013
31.12.2014
31.12.2013
Buchwert
84
120
918
1.175
208
219
darauf gebildete
Einzelwertberichtigungen,
Rückstellungen
51
57
1.271
1.374
0
0
darauf angerechnete
Sicherheiten
11
22
535
549
5
6
Eventualverbindlichkeiten;
Unwiderrufliche Kreditzusagen
31.12.2014
31.12.2013
Seite 18 von 49

image
Eventualverbindlichkeiten;
Unwiderrufliche Kreditzusagen
31.12.2014
31.12.2013
Buchwert
154
163
darauf gebildete Einzelwertberichtigungen, Rückstellungen
30
67
darauf angerechnete Sicherheiten
0
0
Zum 31.12.2014 sind von 551 Mrd. EUR (31.12.2013: 523 Mrd. EUR) ausstehenden Finanzinstrumenten des Konzerns 1,4 Mrd. EUR
(netto, nach Abzug der Risikovorsorge, 31.12.2013: 1,7 Mrd. EUR) als individuell wertgemindert eingestuft. Die potenziellen Ausfälle
sind vorsichtig bewertet und insgesamt mit 1,4 Mrd. EUR (31.12.2013: 1,5 Mrd. EUR) wertmindernd berücksichtigt.
5)
Neben der Vorsorge für akute Ausfallrisiken trifft der Konzern auch für latente Ausfallrisiken (wirtschaftliche und politische Risiken)
Vorsorge. Per 31.12.2014 ergibt sich für das nicht individuell wertgeminderte Geschäft eine Risikovorsorge von insgesamt 0,6 Mrd.
EUR (31.12.2013: 0,6 Mrd. EUR). Die Besicherung der Kredite aus dem Konzernportfolio ist vor allem durch das bankdurchgeleitete
Geschäft sowie das durch die Bundesrepublik Deutschland bzw. einzelne Bundesländer garantierte Fördergeschäft geprägt.
6)
Dabei
entfällt der weitaus größte Teil der Besicherung auf abgetretene Endkreditnehmerforderungen im Rahmen des bankdurchgeleiteten
Geschäfts. Dingliche Sicherheiten wie zum Beispiel Schiffe und Flugzeuge spielen in Bezug auf den Gesamtbestand der Sicherheiten
nur eine untergeordnete Rolle.
Das hohe Exposure der Derivate mit positiven Marktwerten relativiert sich durch die mit den Kontrahenten getroffenen
Nettingabreden. Diese umfassen auch Derivate mit negativen Marktwerten und verringern das Kontrahentenrisiko substanziell.
Im Jahr 2014 hat der Konzern keine wesentlichen zuvor als dingliche Sicherheit gehaltenen Vermögenswerte in Besitz genommen. Der
Schwerpunkt der Stundungen im Performing-Portfolio im Jahr 2014 liegt im Geschäftsfeld Export- und Projektfinanzierung. Dieses
Stundungsvolumen ist gemessen am gesamten Kreditvolumen nicht signifikant.
Portfoliostruktur
Das Zusammenwirken der Risikoeigenschaften der Einzelengagements im Konzern-Kreditportfolio
7)
wird mit Hilfe eines internen
Portfoliomodells beurteilt. Die Bündelung großer Portfolioanteile auf einzelne Kreditnehmer oder Kreditnehmergruppen birgt das Risiko
existenzgefährdender Großausfälle. Das Risikocontrolling bewertet - basierend auf dem Ökonomischen Kapitalkonzept - Einzel-,
Branchen- und Länderrisikokonzentrationen. Die Konzentrationen werden primär über den Ökonomischen Kapitalbedarf gemessen. So
ist sichergestellt, dass sowohl hohe Volumina und ungünstige Ausfallwahrscheinlichkeiten als auch unvorteilhafte Korrelationen der
Risiken untereinander Berücksichtigung finden. Die Ergebnisse bilden eine zentrale Grundlage für die Steuerung des Kreditportfolios.
5)
Das Zuweisungsgeschäft im Rahmen der Stützungsmaßnahmen für Griechenland über rund 15 Mrd. EUR ist vollständig durch eine Bundesgarantie
abgesichert
und wird daher nicht im Portfolio individuell wertgeminderter Finanzinstrumente ausgewiesen.
6)
Hier werden die Sicherheiten so dargestellt, wie sie auch für die interne Steuerung für wirtschaftliche Risiken angerechnet werden.
Partizipationswirkungen
der Sicherheiten untereinander werden berücksichtigt, um den Ausweis von Doppelbesicherungen zu vermeiden.
7)
Das Kreditportfolio enthält hier den Bestand an Krediten und Finanzanlagen im performenden Geschäft, nur bei der Bonitätsdarstellung ist das
Non-Performing-Portfolio
berücksichtigt.
Regionen
Das Kreditportfolio des Konzerns entfällt per 31.12.2014 gemessen am Ökonomischen Kapitalbedarf zu 61 % (31.12.2013: 65 %) auf
die Eurozone. Neugeschäft, hauptsächlich im Geschäftsfeld Förderung Entwicklungs- und Transformationsländer, führt zu einem
höheren Ökonomischen Kapitalbedarf, der sich vor allem auf die Region Eurozone (ohne Deutschland) auswirkt. In Deutschland
kommt es insgesamt zu Rückgängen des Ökonomischen Kapitalbedarfs, vorwiegend durch Ratingupgrades bei zwei großen Banken im
Durchleitgeschäft. Hierdurch sinkt auch der relative Anteil des Segments Deutschland in Bezug auf den Ökonomischen Kapitalbedarf
des Gesamtportfolios.
Ökonomischer Kapitalbedarf (verteilt auf Regionen) 31.12.2014 (31.12.2013)
Seite 19 von 49

image
image
Branchen
Der hohe Anteil der Finanzindustrie am Gesamt-Kapitalbedarf für Kreditrisiken ist auf den Förderauftrag des Konzerns zurückzuführen.
Der weit überwiegende Teil der inländischen Förderung erfolgt über bankdurchgeleitete Kredite. Im Zuge der Umsetzung der
Anforderungen der CRR wurde die Bildung von Kreditnehmereinheiten überarbeitet. Infolge dieser Überarbeitung ergibt sich ein
Anstieg der Ökonomischen Kapitalbindung vor allem in der Branche Finanzindustrie. Insgesamt steigt somit auch der relative Anteil
der Finanzindustrie in Bezug auf den Ökonomischen Kapitalbedarf des Gesamtportfolios.
Ökonomischer Kapitalbedarf (verteilt auf Branchen) 31.12.2014 (31.12.2013)
Bonität
Da die Bonität die Höhe des Ökonomischen Kapitalbedarfs stark beeinflusst, ist es bei der Analyse der Bonitätsstruktur sinnvoll, die
Verteilung des Netto-Exposures nach Bonitätsklassen zu betrachten. Die Bonitätsstruktur zeigt sich auf dieser Basis gegenüber dem
31.12.2013 stabil. Der relative Anteil des Investment-Grade-Bereiches in Bezug auf das Netto-Exposure des Gesamtportfolios steigt
leicht an, während der Default-Bereich sinkt. Die durchschnittliche Ausfallwahrscheinlichkeit des Konzern-Kreditportfolios ist
gegenüber dem 31.12.2013 nahezu unverändert. Das Konzern-Kreditportfolio verfügt damit unverändert über eine gute
Bonitätsstruktur.
Bonitätsstruktur nach Netto-Exposure 31.12.2014 (31.12.2013)
Strukturierte Produkte im Konzernportfolio
Asset Backed Securities (ABS)
Der Nominalwert der ABS-Papiere beträgt zum Stichtag 31.12.2014 rund 3,6 Mrd. EUR. Unter Berücksichtigung der Mark-to-Market-
Bewertung für zum beizulegenden Zeitwert bewertete Papiere sowie gebildete Wertberichtigungen beläuft sich der Bilanzwert (inkl.
der anteiligen Zinsen) des Portfolios auf 3,5 Mrd. EUR. In den nachfolgenden Übersichten ist die Zusammensetzung des ABS-Portfolios
nach Assetklassen, Ratingeinstufung und geografischer Verteilung der Forderungen in den Verbriefungsportfolios dargestellt.
Geografische Verteilung des Assetpools (gemessen am Nominalwert) 31.12.2014 (31.12.2013)
Seite 20 von 49

image
Darstellung des Exposures auf Basis von Nominalwerten 31.12.2014
CLO
Mio. EUR
RMBS
Mio. EUR
CMBS
Mio. EUR
CDO
Mio. EUR
ABS & Sonstige
Mio. EUR
Gesamt 31.12.2014
Mio. EUR
Gesamt 31.12.2013
Mio. EUR
Investment Grade
587
384
45
29
2.337
3.381
3.065
Non-Investment Grade
11
30
15
14
-
70
80
Watch List - - - - - - 62
Default
92
62
-
-
-
153
206
690
476
59
43
2.337
3.605
3.413
Das Portfoliovolumen ist gegenüber dem Wert per 31.12.2013 leicht gestiegen (+0,2 Mrd. EUR nominal). Der Vergleich der
Ratingstruktur des Portfolios zeigt einen deutlichen Rückgang im Watch List- und im Default-Bestand. In der geografischen Verteilung
des Assetpools im Vergleich zum 31.12.2013 hat sich der bestehende Schwerpunkt Europa weiter erhöht. Insgesamt zeichnen sich
europäische und damit auch deutsche Verbriefungen durch eine solide Performance aus. Die kumulierten Ausfallraten europäischer
Verbriefungen liegen weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau.
Plattformverbriefungen
Über die Verbriefungsplattform PROMISE können Kreditinstitute synthetisch Kreditrisiken aus Mittelstandskreditportfolios in den
Kapitalmarkt transferieren. Mit dem Verbriefungsprogramm PROVIDE, das auf die Verbriefung von privaten Wohnungsbaukrediten
abzielt, ergänzt der Konzern sein Förderinstrumentarium. Per 31.12.2014 belief sich das Verbriefungsvolumen auf 1,8 Mrd. EUR;
dieses ist über Portfolio-CDS/Finanzgarantien bzw. Credit-Linked Schuldscheine vollständig besichert. Der Rückgang des
Verbriefungsvolumens gegenüber dem 31.12.2013 (-1,2 Mrd. EUR) resultiert vornehmlich aus der Nutzung der Kündigungsoptionen
der Originator-Banken. Unmittelbare Verlusterwartungen für den Konzern bestehen derzeit nicht.
Engagements in europäischen Peripheriestaaten
Das Engagement des Konzerns in europäischen Peripheriestaaten (Griechenland, Spanien, Italien, Irland und Portugal) ist gegenüber
dem Vorjahr stabil und gut besichert. Die größte Position stellt das (durch eine Bundesgarantie abgesicherte) Zuweisungsgeschäft des
Bundes für Griechenland aus dem Jahr 2010 in Höhe von 15,2 Mrd. EUR dar. Im Auftrag des Bundes entwickelte der Konzern eine
Förderstruktur für den griechischen Mittelstand: Über die eigens gegründete Gesellschaft "IfG - Greek SME Finance" (IfG) stellen
Griechenland und die Bundesrepublik (Letztgenannte über den Konzern) jeweils 100 Mio. EUR an Fremdkapital zur Förderung bereit.
Die Auszahlung der Mittel erfolgte Mitte Januar 2015. Diese Mittel werden von IfG über griechische Durchleitungsbanken an kleine und
mittelständische Unternehmen in Griechenland in Form von Krediten ausgereicht. Das Engagement des Konzerns ist dabei durch eine
vollumfängliche Garantie des Bundes abgesichert.
Darüber hinaus wurde im Jahr 2014 die italienische Förderbank Cassa depositi e prestiti (CDP) mit einem Globaldarlehen von 0,5 Mrd.
EUR refinanziert, das zur Förderung kleiner und mittelständischer Unternehmen sowie zur Finanzierung energieeffizienter Infrastruktur
in Italien beiträgt. In der internen Steuerung unterliegen die Engagements einer strikten und regelmäßigen Überwachung. In der
Neugeschäftssteuerung bestehen für das Geschäft mit bzw. in diesen Ländern teilweise erhöhte Besicherungsanforderungen,
vereinzelt gilt auch ein grundsätzlicher Neugeschäftsstopp. Im Laufe des Jahres wurden darüber hinaus die internen
Ratingeinstufungen für einzelne Euro-Länder und dort ansässige Banken kritisch überprüft und teilweise angepasst. Da der Konzern
seine Risikobeurteilung auf eigene interne Ratingeinstufungen stützt, haben Veränderungen der externen Kreditratings der Länder
oder dort ansässiger Banken durch unabhängige Ratingagenturen keinen unmittelbaren Einfluss auf die Risikosteuerung.
MARKTPREISRISIKO
Der Konzern misst und steuert Marktpreisrisiken auf barwertiger Basis. Wesentliche Treiber des Marktpreisrisikos sind hierbei
die Zinsstruktur (Zinsänderungsrisiken) für die Währungsräume EUR und USD,
Wechselkurse (Währungsrisiken),
Basisspreads (Basisspread-Risiken) sowie
emittentenabhängige Aufschläge auf Zinssätze bei Wertpapieren (Credit Spread-Risiken).
Seite 21 von 49

Insgesamt binden die Marktpreisrisiken im Konzern per 31.12.2014 Ökonomisches Kapital in Höhe von 5.002 Mio. EUR. Dies ist
gegenüber dem Stand per 31.12.2013 ein um 3 Mio. EUR niedrigerer Betrag. Das Konzernmarktpreisrisiko setzt sich wie folgt
zusammen:
Ökonomischer Kapitalbedarf für Marktpreisrisiken
31.12.2014
Mio. EUR
31.12.2013
Mio. EUR
Zinsänderungsrisiken
3.458
3.315
Währungsrisiken
528
499
Basisspread-Risiken
795
700
Credit Spread-Risiken
221
491
Marktpreisrisiko
5.002
5.005
Zinsänderungsrisiken
Der Konzern geht begrenzte Zinsänderungsrisiken zur Nutzung langfristiger Ertragschancen ein. Zinsänderungsrisiken ergeben sich
auch durch die besondere Ausgestaltung des inländischen Förderkreditgeschäftes mit den Möglichkeiten zur außerplanmäßigen
Kreditrückzahlung. Der Konzern berücksichtigt dies in der Risikosteuerung, indem er das geschätzte Volumen künftig zufließender
außerplanmäßiger Tilgungen in seine Refinanzierungsstrategie einbezieht.
Im Rahmen der Erfassung von Zinsänderungsrisiken des Anlagebuchs werden alle bewertungsrelevanten Datenbestände bei der
Erstellung von Zinsbindungsbilanzen berücksichtigt. Auf dieser Datengrundlage führt der Konzern zur Bewertung seiner
Zinsrisikoposition regelmäßig Value-at-Risk-Berechnungen auf Basis eines Varianz-Kovarianz-Ansatzes durch. Das Steuerungskonzept
für Zinsänderungsrisiken unterstützt eine langfristig ausgelegte Steuerungsphilosophie. Zur Abfederung kurzfristiger zinsinduzierter
Barwertschwankungen wird ein substanzieller Kapitalpuffer vorgehalten. Zusätzlich zu diesem Puffer wird zur Berechnung der
Risikotragfähigkeit ein Value-at-Risk zum Solvenzniveau 99,99 % für einen Zeitraum von zwei Monaten addiert. Die Wahl dieses
Zeitraums folgt aus einer konservativen Annahme über eine maximale Schließungsdauer der gesamten Zinsrisikoposition unter
adversen Zinsszenarien. Durch eine fortlaufende Überwachung der Risikoposition und die vorhandenen Steuerungsmöglichkeiten wird
sichergestellt, dass das allokierte Kapital auch auf Sicht eines Jahres zur Risikodeckung entsprechend dem einheitlich verwendeten
Solvenzniveau von 99,99 % ausreicht. Ergänzt wird diese Berechnung durch regelmäßige Stresstests, durch die mögliche Verluste bei
extremen Marktbedingungen geschätzt werden. Diese wurden an aktuelle aufsichtsrechtliche Anforderungen
8)
angepasst. Neben der
vorgegebenen parallelen Verschiebung der Zinsstrukturkurve werden Szenarien wie die Drehung der Zinsstrukturkurve und
Verlängerung der Haltedauer einbezogen. Der Kapitalbedarf für Zinsänderungsrisiken ist zum Stichtag 31.12.2014 um 143 Mio. EUR
gestiegen.
8)
Aufsichtsrechtlich vorgeschriebene Parallelverschiebung der Zinskurven um 200 BP nach oben (bzw. 200 BP nach unten). Das jeweils ungünstigere
Ergebnis wird berichtet.
Währungsrisiken
Fremdwährungskredite werden weitgehend in gleicher Währung refinanziert oder über entsprechende
Währungssicherungsinstrumente abgesichert. Fremdwährungsbeteiligungen der DEG und im geringen Umfang Förderinstrumente des
Geschäftsbereiches KfW Entwicklungsbank werden nur dann in gleicher Währung refinanziert, wenn dies möglich und sinnvoll ist.
Unterjährige Fremdwährungserträge aus dem Kreditgeschäft werden zeitnah verkauft. Der Ökonomische Kapitalbedarf für liquide
Währungspositionen wird analog zum Zinsänderungsrisiko mit einem Varianz-Kovarianz-Ansatz und als Summe aus einem
Kapitalpuffer und einem Zwei-Monats-Value-at-Risk zum Solvenzniveau 99,99 % berechnet. Für alle Währungen mit eingeschränkten
Handels- und Hedgingmöglichkeiten wird ein Zwölf-Monats-Zeitraum verwendet. Die Klassifizierung der Einzelwährungen in liquide
und illiquide Währungen nimmt das Marktpreis-Risiko-Komitee mindestens einmal jährlich vor. Der überwiegende Anteil des
Währungsportfolios umfasst liquide Positionen. Zusätzlich werden regelmäßig Stresstests durchgeführt, um mögliche Verluste bei
extremen Marktbedingungen abzuschätzen. Der Kapitalbedarf für Währungsrisiken ist zum 31.12.2014 um 29 Mio. EUR gestiegen.
Basisspread-Risiken
Basisspread-Risiken umfassen (im Folgenden) Tenor- und FX-Basisspread-Risiken. Diese Risiken werden durch einen Kapitalpuffer in
der Risikotragfähigkeit berücksichtigt. Hierbei handelt es sich um ein Add-on zu den sonstigen Marktpreis-Risiken. Die Methodik wurde
2014 untersucht und weiterentwickelt. Infolgedessen wurde zum 31.12.2014 eine Erhöhung des Kapitalbedarfs für Tenor- und
Basisspread-Risiken vorgenommen.
Credit Spread-Risiken
Die Risikomessung erfolgt für das Wertpapierportfolio. Der Ökonomische Kapitalbedarf wird mittels der Methode der historischen
Simulation auf Basis von Credit Spread-Zeitreihen, die die vergangenen drei Jahre umfasst (750 Handelstage), ermittelt. Zunächst
wird der Value-at-Risk für einen Tag Haltedauer zum Konfidenzniveau 95 % aus historischen Credit Spread-Veränderungen bestimmt
und dann auf einen Zeitraum von einem Jahr und auf das Solvenzniveau 99,99 % skaliert. Für ABS erfolgt die Risikomessung
aufgrund der Illiquidität der Papiere auf Basis von ABS-Indizes. Der Rückgang des Ökonomischen Kapitalbedarfs für Credit-Spread
Risiken zum 31.12.2014 um 270 Mio. EUR auf 221 Mio. EUR ist im Wesentlichen auf das Wegfallen von starken Spreadausweitungen
aus der EUR-Schuldenkrise aus dem im Risikomodell betrachteten historischen Zeithorizont zurückzuführen.
LIQUIDITÄTSRISIKO
Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko eines Unternehmens, fällige Zahlungen nicht zeitgerecht erfüllen zu können. Es wird
zwischen dem Instituts-Liquiditätsrisiko (Risiko, Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen zu können) und dem Markt-
Liquiditätsrisiko (Risiko, benötigte Zahlungsmittel nur zu höheren Kosten als dem risikoadäquaten Zinssatz besorgen zu können)
unterschieden.
Primäres Ziel des Liquiditätsmanagements ist die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit des Konzerns. Die KfW steht als
Abschlusspartner für sämtliche Handelsgeschäfte ihrer Tochtergesellschaften und insbesondere deren Refinanzierung zur Verfügung.
Seite 22 von 49

Aus diesem Grund sind die Liquiditätserfordernisse der Tochterunternehmen sowohl in der Refinanzierungsplanung des Konzerns als
auch im Liquiditätssicherungskonzept enthalten.
Die Liquiditätsrisikomessung erfolgt auf Basis ökonomischer Szenarioanalysen, der aufsichtsrechtlichen Liquiditätsrisikokennzahl sowie
des Ausnutzungsgrads gemäß KfW-Gesetz.
Eine wesentliche Komponente für die Einschätzung des Liquiditätsrisikos stellen vertragliche Zahlungsverpflichtungen
(Kapitalrückzahlungen und Zinsverpflichtungen) des Konzerns aus Finanzinstrumenten dar, die in der folgenden Tabelle nach
Laufzeiten gegliedert sind:
Zahlungsverpflichtungen aus Finanzinstrumenten nach Laufzeitbändern 31.12.2014
1)
Bis ein Monat
Mio. EUR
Mehr als ein
Monat bis drei
Monate
Mio. EUR
Mehr als drei
Monate bis ein
Jahr
Mio. EUR
Mehr als ein
Jahr bis fünf
Jahre
Mio. EUR
Mehr als fünf
Jahre
Mio. EUR
Gesamt
Mio. EUR
Verpflichtungen aus
Verbindlichkeiten
gegenüber
Kreditinstituten und
Kunden
14.097
1.629
462
3.497
12.974
32.659
Verpflichtungen aus
Verbrieften
Verbindlichkeiten
16.936
23.109
62.849
217.998
106.746
427.639
Nettoverpflichtungen aus
derivativen
Finanzinstrumenten
-809
-809
-2.335
-10.399
-12.138
-26.490
darunter:
Verpflichtungen aus
derivativen
Finanzinstrumenten
12.502
19.468
38.140
125.183
65.959
261.253
Verpflichtungen aus
nachrangigen
Verbindlichkeiten
0
0
47
2.342
0
2.389
Verpflichtungen aus
bilanzwirksamen
Finanzinstrumenten
30.225
23.929
61.023
213.438
107.582
436.197
Eventualverbindlichkeiten 5.606 0 0 0 0 5.606
Unwiderrufliche
Kreditzusagen
60.048 0 0 0 0 60.048
Verpflichtungen aus nicht
bilanzwirksamen
Finanzinstrumenten
65.654 0 0 0 0 65.654
Verpflichtungen aus
Finanzinstrumenten
95.879
23.929
61.023
213.438
107.582
501.851
1)
Die Nettoverpflichtungen aus Derivaten umfassen Zahlungsverpflichtungen, saldiert mit den gegenläufigen Zahlungsansprüchen aus den
Kontrakten; die Bruttozahlungsverpflichtungen sind als Verpflichtungen aus derivativen Finanzinstrumenten ausgewiesen. Für die Unwiderruflichen
Kreditzusagen und Eventualverbindlichkeiten erfolgt eine pauschale Zuordnung zum ersten Laufzeitband.
Zahlungsverpflichtungen aus Finanzinstrumenten nach Laufzeitbändern 31.12.2013
1)
Bis ein Monat
Mio. EUR
Mehr als ein
Monat bis drei
Monate
Mio. EUR
Mehr als drei
Monate bis ein
Jahr
Mio. EUR
Mehr als ein
Jahr bis fünf
Jahre
Mio. EUR
Mehr als fünf
Jahre
Mio. EUR
Gesamt
Mio. EUR
Verpflichtungen aus
Verbindlichkeiten
gegenüber
Kreditinstituten und
Kunden
9.253
2.593
3.278
3.501
14.677
33.301
Verpflichtungen aus
Verbrieften
Verbindlichkeiten
17.122
28.161
47.598
204.074
121.490
418.444
Nettoverpflichtungen aus
derivativen
Finanzinstrumenten
-344
197
-338
492
-9.796
-9.789
darunter:
Verpflichtungen aus
derivativen
Finanzinstrumenten
13.959
23.230
35.190
136.326
79.297
288.003
Verpflichtungen aus
nachrangigen
Verbindlichkeiten
0
0
77
2.406
0
2.483
26.030
30.951
50.616
210.472
126.371
444.440
Seite 23 von 49

Bis ein Monat
Mio. EUR
Mehr als ein
Monat bis drei
Monate
Mio. EUR
Mehr als drei
Monate bis ein
Jahr
Mio. EUR
Mehr als ein
Jahr bis fünf
Jahre
Mio. EUR
Mehr als fünf
Jahre
Mio. EUR
Gesamt
Mio. EUR
Verpflichtungen aus
bilanzwirksamen
Finanzinstrumenten
Eventualverbindlichkeiten 6.001 0 0 0 0 6.001
Unwiderrufliche
Kreditzusagen
55.723 0 0 0 0 55.723
Verpflichtungen aus nicht
bilanzwirksamen
Finanzinstrumenten
61.724 0 0 0 0 61.724
Verpflichtungen aus
Finanzinstrumenten
87.754
30.951
50.616
210.472
126.371
506.164
1)
Die Nettoverpflichtungen aus Derivaten umfassen Zahlungsverpflichtungen, saldiert mit den gegenläufigen Zahlungsansprüchen aus den
Kontrakten; die Bruttozahlungsverpflichtungen sind als Verpflichtungen aus derivativen Finanzinstrumenten ausgewiesen. Für die Unwiderruflichen
Kreditzusagen und Eventualverbindlichkeiten erfolgt eine pauschale Zuordnung zum ersten Laufzeitband.
Die interne Liquiditätsrisikomessung basiert auf Szenariorechnungen. In diesem Ansatz werden zunächst die erwarteten
Zahlungseingänge und alle Zahlungsausgänge für die nächsten zwölf Monate auf Basis des bereits kontrahierten Geschäfts als
Ausgangspunkt betrachtet. Dieser Basis-Cashflow wird um geplante und geschätzte Zahlungen (zum Beispiel Kapitalmarktaufnahmen,
liquiditätswirksame erwartete Kreditausfälle oder geplantes Neugeschäft) erweitert. Das Resultat stellt eine Übersicht über die
benötigte Liquidität des Konzerns in den nächsten zwölf Monaten dar. Die benötigte Liquidität wird für verschiedene Szenarien
berechnet. Hierbei werden marktweite und institutsspezifische Risikofaktoren gestresst und die Auswirkungen auf die Liquidität des
Konzerns bewertet.
Parallel wird das vorhandene Liquiditätspotenzial bestimmt. Dieses besteht im Wesentlichen aus dem EZB-Sicherheiten-Konto der
KfW, aktivischen Repos, Liquiditätsportfolios und dem am Markt regelmäßig platzierbaren Volumen an Commercial Papers. Das
vorhandene Liquiditätspotenzial wird analog den anderen Cashflow-Komponenten Stressannahmen unterworfen. Für jedes Szenario
wird das Verhältnis von kumulierter benötigter Liquidität zum kumulierten vorhandenen Liquiditätspotenzial berechnet. Diese Kennzahl
darf den Wert 1 in allen Szenarien für unterschiedliche Zeiträume nicht überschreiten. Im Normal Case beträgt der vorgegebene
Zeithorizont zwölf Monate, im Stress Case sechs Monate und im Worst Case drei Monate.
Die Szenarioannahmen werden jährlich validiert. Als methodische Änderungen wurden 2014 unter anderem die Einbeziehung von
unerwarteten Inanspruchnahmen aus Kreditlinien, die Umsetzung einer liquiditätsbedarfsgerechten Verteilung der im Potenzial
anrechenbaren Commercial Papers sowie eine Anpassung der Modellierung der Abflüsse aus CSA-Cash (Sicherheitenverträge) im
Liquiditätsrisikomodell implementiert.
Die Ermittlung der Kennzahlen sowie das Reporting an das Marktpreis-Risiko-Komitee erfolgen monatlich. Folgende Tabelle zeigt die
Risikokennzahlen für die unterschiedlichen Szenarien per 31.12.2014:
Liquiditätsrisikokennzahlen der KfW per 31.12.2014
Kennzahl
Normal Case
0,28
Stress Case
0,50
Worst Case
0,25
Worst Case (institutsspezifisch)
0,56
Die internen Liquiditätskennzahlen lagen zu jedem Zeitpunkt des Jahres deutlich unter der zulässigen Höchstgrenze von 1.
Aktuelles Refinanzierungsumfeld
Im Geschäftsjahr 2014 hat sich die Lage an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten deutlich aufgehellt. So führten die
Leitzinssenkungen der EZB gekoppelt mit weiteren geldpolitischen Maßnahmen bei insgesamt hoher Volatilität zu einer Beflügelung
der Märkte. Die expansive Geldpolitik der Notenbanken und die hohe Liquidität an den Finanzmärkten führten über alle Assetklassen
hinweg zu einer weiteren Verringerung der Renditeaufschläge bei vielen Emittenten.
Zur langfristigen Refinanzierung seines Fördergeschäftes hat der Konzern 2014 an den internationalen Kapitalmärkten 250 Anleihen in
insgesamt 13 verschiedenen Währungen begeben und damit Mittel im Gegenwert von 57,4 Mrd. EUR aufgenommen (2013: 66,4 Mrd.
EUR). In der kurzfristigen Refinanzierung am Geldmarkt konnte das Emissionsvolumen von Commercial Papers aufgrund der hohen
Nachfrage nach sicheren Geldanlagen mit deutschem Staatsrisiko im Jahr 2014 beibehalten werden. Das ausstehende Volumen im US-
Commercial-Paper-Programm belief sich per 31.12.2014 auf 7,6 Mrd. USD (31.12.2013: 7,8 Mrd. USD) und im Multicurrency-
Commercial-Paper-Programm auf 25,2 Mrd. EUR (31.12.2013: 19,9 Mrd. EUR).
OPERATIONELLE RISIKEN UND BETRIEBLICHES KONTINUITÄTSMANAGEMENT (BETRIEBSRISIKEN)
Betriebsrisiken bilden im Konzern den Oberbegriff für Operationelle Risiken und Risiken aus der Geschäftsunterbrechung.
Wesentliche Merkmale der Organisationsstruktur sind die Aufteilung in dezentrale Management- und zentrale Controllingeinheiten
sowie die Anbindung an das Komitee für Operationelle Risiken. Das Management von Betriebsrisiken erfolgt dezentral in den Bereichen
und Tochtergesellschaften durch den jeweiligen Bereichsleiter bzw. Geschäftsführer und den jeweiligen Bereichskoordinator für
Operationelle Risiken und Betriebliches Kontinuitätsmanagement. Das Betriebsrisiko-Management-Team nimmt die Aufgaben des
zentralen Controllings von Betriebsrisiken im Bereich Risikomanagement und -controlling wahr. Es erarbeitet die Methoden und
Instrumente zur Identifikation und Bewertung von Betriebsrisiken und überwacht ihre einheitliche Anwendung.
Seite 24 von 49

Das Management und Controlling Operationeller Risiken sowie das Betriebliche Kontinuitätsmanagement haben zum Ziel, potenzielle
Schäden für den Konzern rechtzeitig zu erkennen und abzuwenden bzw. Notfälle und Krisen beherrschbar zu machen und die
strukturelle Einsatzfähigkeit des Konzerns trotz des Ausfalls wesentlicher Ressourcen sicherzustellen.
In Anlehnung an Artikel 3 Satz 52 CRR definiert der Konzern das Operationelle Risiko als die Gefahr von Verlusten, die infolge der
Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten.
Diese Definition schließt das Rechtsrisiko mit ein. Das Rechtsrisiko ist die Gefahr von Verlusten aufgrund der Verletzung geltender
rechtlicher Bestimmungen. Hierzu gehören auch das Risiko, aufgrund einer Änderung der Rechtslage (geänderte Rechtsprechung oder
Gesetzesänderung) für in der Vergangenheit abgeschlossene Geschäfte oder getätigte Investitionen Verluste zu erleiden, und das
Risiko, im Zusammenhang mit behaupteten Rechtsverletzungen Zahlungen zu erbringen. Das Risiko, aufgrund einer geänderten
Rechtslage die zukünftige Geschäftstätigkeit umstellen zu müssen, ist nicht als Operationelles Risiko zu verstehen. Dem Rechtsrisiko
begegnet der Konzern durch die frühzeitige Einbindung der eigenen Rechtsabteilung sowie durch die enge Zusammenarbeit mit
externen in- und ausländischen Rechtsberatern. Reputationsrisiken und strategische Risiken sind in der Konzerndefinition des
Operationellen Risikos nicht enthalten. Sofern Reputationsrisiken auf Operationellen Risiken beruhen, werden sie im Konzern im
Risikomanagementprozess Operationeller Risiken bei den Risiko-Assessments, der Ereignisdatenerfassung sowie der Outsourcing-
Risikoanalyse berücksichtigt.
Eingetretene Verluste werden im Konzern in einer OpRisk-Ereignisdatenbank erfasst. Nach jedem Quartal erfolgt ein ausführliches
Detailreporting der erfassten Schadensereignisse und ggf. daraufhin eingeleiteter Maßnahmen an die jeweiligen Bereiche. Der
Gesamtvorstand, der Verwaltungsrat und das Komitee für Operationelle Risiken werden im Rahmen des Risikoberichtes monatlich
bzw. vierteljährlich informiert. Ab einer festgelegten Schadenshöhe besteht zusätzlich ein Ad-hoc-Reporting.
Darüber hinaus erfolgt eine systematische Erfassung von Operationellen Risiken in den Risiko-Assessments, die in allen Bereichen und
über ausgewählte Prozessketten hinweg durchgeführt werden. Die Messung Operationeller Risiken innerhalb der Risiko-Assessments
erfolgt auf der Basis von internen Daten oder Expertenschätzungen, die mit einer Verteilungsannahme für Schadenshäufigkeit und
Schadenshöhe unterlegt werden.
Die erhobenen Verlustpotenziale durchgeführter Risiko-Assessments werden nach Abschluss dem jeweiligen Bereichs- und
Abteilungsleiter berichtet. Zur unterjährigen Überwachung der im Risiko-Assessment festgestellten Verlustpotenziale oberhalb eines
festgelegten Grenzwertes ist die Implementierung von Risikoindikatoren dezentral durch die jeweiligen Geschäftsbereiche zu prüfen.
Die Bereiche prüfen im Rahmen des Risiko-Assessments die Implementierung weiterer risikomitigierender Maßnahmen (zum Beispiel
IKS-Kontrollen).
Für den Eintritt einer Geschäftsunterbrechung aufgrund interner oder externer Ereignisse ist ein Betriebliches
Kontinuitätsmanagement implementiert. Es handelt sich dabei um einen ganzheitlichen Managementprozess, der alle Aspekte für die
vier wesentlichen Ausfallszenarien Standortausfall (Gebäude oder Infrastruktur), IT-Systemausfall, Personalausfall und Ausfall von
Dienstleistern umfasst. Das Betriebliche Kontinuitätsmanagement berücksichtigt gleichermaßen präventive Komponenten
(Notfallvorsorge) und reaktive Komponenten (Notfall- und Krisenbewältigung).
Zur Steuerung im Rahmen des Betrieblichen Kontinuitätsmanagements werden die Geschäftsprozesse analysiert, nach ihrer Kritikalität
eingestuft und die jeweils unterstützenden Ressourcen betrachtet. Das Erkennen der kritischen Geschäftsprozesse und deren
Abhängigkeiten von unterstützenden Ressourcen bildet die Grundlage für ein wirkungsvolles Betriebliches Kontinuitätsmanagement.
Für diese Geschäftsprozesse und die unterstützenden Ressourcen werden individuelle Maßnahmen erarbeitet, die sicherstellen, dass
die benötigte Verfügbarkeit gewährleistet wird und Risiken im wirtschaftlichen Rahmen reduziert werden. Dazu gehören
Notfallarbeitsplätze, Notfallkonzepte, Kommunikationsinstrumente und Alarmierungstools. Der Krisenstab des Konzerns übernimmt bei
nicht zu planenden Ereignissen die Leitung des gesamten Krisenmanagements. Er trainiert in regelmäßigen Krisenstabstests das
Zusammenspiel der Notfall- und Krisenorganisation.
SONSTIGE RISIKEN
Beteiligungsrisiken
Bei der Steuerung von Beteiligungsrisiken im Konzern ist zwischen Risiken aus dem operativen und dem strategischen
Beteiligungsgeschäft zu unterscheiden.
Operative Beteiligungen
Operative Beteiligungen dienen der Durchführung des Förderauftrags des Konzerns. Die konzernweit grundsätzlichen Regelungen für
operative Beteiligungen werden über einen "Ordnungsrahmen" vorgegeben. Auf bestimmte Beteiligungssegmente abgestimmte und
spezifische Regeln werden darüber hinaus in "Sub-Portfoliorichtlinien", Arbeitsanweisungen oder in Risikoleitplanken niedergelegt. Die
Risikomessung erfolgt für operative Beteiligungen analog zu den Kreditrisiken auf Einzelengagementebene. In Bezug auf das
Berichtswesen werden die Risiken des Beteiligungsportfolios zusätzlich in einem eigenen Bericht dargestellt.
Strategische Beteiligungen
Die Betreuung der strategischen Beteiligungen erfolgt in einer dafür vorgesehenen Einheit auf Basis eines Beteiligungshandbuches,
das Rechtsgrundlagen, Strategien, Grundsätze, Verfahren und Zuständigkeiten des Beteiligungsmanagements abbildet. Zugang,
Abgang und Veränderungen strategischer Beteiligungen unterliegen grundsätzlich definierten Due-Diligence-Prozessen und der
Genehmigung durch den Gesamtvorstand sowie durch den Verwaltungsrat des Konzerns. Das Eingehen einer Beteiligung>25 %
erfordert zusätzlich eine Genehmigung des Bundesministeriums der Finanzen gemäß Bundeshaushaltsordnung (BHO). Individuelle
Beteiligungsstrategien und spezifische Risiken werden laufend überwacht und im Rahmen eines jährlichen Beteiligungsberichts - sowie
in anlassbezogenen Ad-hoc-Berichten - dem Gesamtvorstand vorgelegt. Darüber hinaus ist der Konzern in Unternehmen mit
maßgeblicher Konzernbeteiligung in der Regel auf Vorstandsebene in den Aufsichtsorganen vertreten.
Aufgrund der hohen Risikorelevanz für den Konzern sowie der einheitlichen Konzernsteuerung werden Risiken der KfW IPEX-Bank
sowie der DEG zum einen im Rahmen der Konzernrisikosteuerung gemanagt - so werden zum Beispiel die Geschäftsaktivitäten der
Tochtergesellschaften im Durchschau-Prinzip ("Look-through") auf die konzernweiten Limite angerechnet und in die ökonomische
Kapitalallokation des Konzerns einbezogen sowie Vertreter der Tochterunternehmen in die Konzern-Risikogremien eingebunden.
Darüber hinaus erfolgt für die DEG eine Risikoüberwachung auf Stand-alone-Ebene. Diese Überwachung umfasst unter anderem ein
Seite 25 von 49

regelmäßiges Reporting im Rahmen des Konzern-Risikoberichts an den Gesamtvorstand. Für die KfW IPEX-Bank werden alle
relevanten Risikocontrolling-Aufgaben im Konzern durchgeführt.
Reputationsrisiko
Unter Reputationsrisiko wird die Gefahr einer längerfristigen Verschlechterung der Wahrnehmung des Konzerns aus Sicht der
relevanten internen und externen Interessengruppen mit negativen Auswirkungen auf den Konzern verstanden. Diese Auswirkungen
können zu Beeinträchtigungen der Vermögens-, Ertrags- oder Liquiditätslage führen (zum Beispiel Neugeschäftsrückgang) oder
nichtmonetärer Natur sein (zum Beispiel erschwerte Rekrutierung neuer Mitarbeiter). Reputationsrisiken können aus anderen
Risikoarten erwachsen oder eigenständig auftreten.
Im Rahmen des Risikomanagementprozesses werden Reputationsrisiken über dezentrale Ansätze gesteuert. Beispiele hierfür sind das
Nachhaltigkeitsmanagement mit konzernweit gültigen Nachhaltigkeitsleitsätzen, die unter anderem Umwelt- und
Sozialverträglichkeitsprüfungen vor der Finanzierungsentscheidung vorsehen, oder der nachhaltige Investmentansatz für das eigene
Portfoliomanagement. Darüber hinaus sind zum Beispiel neue Aktivitäten wie Neuproduktprozess und Outsourcing hinsichtlich
potenzieller Reputationsrisiken zu untersuchen.
Parallel dazu koordiniert das zentrale Reputationsrisikocontrolling im Rahmen der Risikoidentifikation das qualitative Reputationsrisiko-
Assessment und erstellt ein Risikoprofil mit den größten Reputationsrisiken des Konzerns. Außerdem erfolgt eine fortlaufende
Berichterstattung zu den Reputationsrisikoereignissen.
Projektrisiko
Originäre Projektrisiken bestehen insbesondere aus sich nicht bestätigenden Planungsannahmen und haben Auswirkungen auf die
Projektzielerreichung hinsichtlich Aufwand, Zeit und Qualität (zum Beispiel Unterschätzung Umsetzungsaufwand, Nichtbeachtung
zeitlicher Abhängigkeiten von Parallelprojekten). Projektrisiken entstehen im Konzern insbesondere im Zusammenhang mit den
verschiedenen langfristig ausgelegten Großprojekten. Die Steuerung von Projektrisiken erfolgt im Rahmen des Projektmanagements
sowohl während der Projektplanung als auch während der Projektdurchführung.
Das Zentrale Projektmanagementoffice (ZPMO) unterstützt die Großprojekte in ihrer Aufgabenerfüllung und bei der Zielerreichung. Als
zentrale Stabsstelle für das Projektportfoliomanagement stellt es den methodischen Rahmen für die Durchführung der Großprojekte
im Konzern zur Verfügung und schafft Transparenz auf Ebene des Gesamtprojektportfolios. Dadurch werden zielgerichtete
Entscheidungen durch Projektboard und Vorstand ermöglicht. Das Setzen methodischer Vorgaben durch das ZPMO ermöglicht eine
einheitlich hohe Umsetzungsqualität in den Projekten. Die Einhaltung der Rahmenbedingungen und Vorgaben durch die Großprojekte
wird ebenfalls überwacht und unterstützt.
Interne Kontrollverfahren
Interne Revision
Die Interne Revision ist ein Instrument des Vorstands. Als prozessunabhängige Instanz prüft und beurteilt sie risikoorientiert
grundsätzlich alle Prozesse und Aktivitäten des Konzerns und berichtet direkt an den Vorstand.
Mit Blick auf die Prozesse des Risikomanagements hat die Interne Revision im abgelaufenen Geschäftsjahr sowohl dezentrale
Risikomanagementprozesse als auch zentrale, bankweit relevante Aspekte des Risikomanagements geprüft. Schwerpunkte lagen zum
einen in projektbegleitenden Prüfungen der Großprojekte zum Markt- und Kreditrisiko sowie in der Prüfung der Umsetzung
wesentlicher regulatorischer Änderungen. Bezüglich der dezentralen Risikomanagementprozesse waren unter anderem die Prozesse
der Beteiligungsfinanzierung im inländischen Fördergeschäft im Prüfungsfokus.
Wie in den Vorjahren hat die Interne Revision darüber hinaus auch im Geschäftsjahr 2014 durch Teilnahme (Gaststatus) an Sitzungen
von Entscheidungsgremien die Weiterentwicklung des Risikomanagements verfolgt.
Die Interne Revision der KfW ist auch eine Konzernrevision der Gruppe. Sie ist in die Prüfungsplanung der Revisionen der
Tochtergesellschaften eingebunden und sie bezieht die Prüfungsergebnisse der Internen Revisionen der Tochtergesellschaften in die
konzernweite Revisionsberichterstattung ein.
Compliance
Der Erfolg des Konzerns hängt maßgeblich vom Vertrauen der Anteilseigner, Kunden, Geschäftspartner, Mitarbeiter und der
Öffentlichkeit in seine Leistungsfähigkeit und vor allem auch in seine Integrität ab. Dieses Vertrauen basiert nicht zuletzt auf der
Umsetzung und Einhaltung der relevanten gesetzlichen, aufsichtsrechtlichen sowie internen Vorschriften und sonstigen einschlägigen
Gesetze und Regeln.
Die Compliance-Verantwortung für den Konzern liegt beim Vorstand der KfW. Der Vorstand delegiert die Wahrnehmung der damit
verbundenen Aufgaben an den Bereich Compliance.
Die Ausgestaltung der Compliance-Organisation orientiert sich an den Anforderungen an eine MaRisk-Compliance-Funktion. Im
Rahmen dieser existieren im Konzern seit Jahren Vorkehrungen zur Einhaltung von Datenschutzbestimmungen, zur Prävention von
Insiderhandel, Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und sonstigen strafbaren Handlungen sowie zur Überwachung der rechtlichen
Rahmenbedingungen und daraus resultierenden Umsetzungsmaßnahmen. Entsprechend bestehen verbindliche Regelungen und
Prozesse, die die gelebten Wertmaßstäbe und die Unternehmenskultur beeinflussen und kontinuierlich entsprechend den rechtlichen
Rahmenbedingungen sowie den Marktanforderungen angepasst werden.
Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Konzerns finden regelmäßig Compliance- und Geldwäscheschulungen statt. Neben diesen
Präsenzschulungen sind auch E-Learning-Programme verfügbar.
Internes Kontrollsystem (IKS)
Ziel des Internen Kontrollsystems (IKS) des Konzerns ist es, durch geeignete Grundsätze, Maßnahmen und Verfahren die Wirksamkeit
und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit und die Einhaltung der für den Konzern maßgeblichen rechtlichen Vorschriften, die
Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der externen und internen Rechnungslegung sowie den Schutz des Vermögens sicherzustellen.
Seite 26 von 49

In der KfW Bankengruppe gelten ein konzernweit gültiger IKS-Regelkreis sowie konzernweit verbindliche Mindestanforderungen an
das IKS. Das IKS des Konzerns orientiert sich dabei an den einschlägigen (bankaufsichts-)rechtlichen Vorgaben
9)
, insbesondere KWG
und MaRisk, sowie an einem marktüblichen Standard, dem COSO-Modell
10)
.
9)
Vgl. § 25 a Absatz 1 Nummer 1 KWG, MaRisk AT 43, §§ 289 HGB Absatz 5, 315 Absatz 2 Nummer 5 HGB, 324 HGB, 264 d HGB.
10)
COSO = "Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission",
www.coso.org.
Entsprechend dem COSO-Modell besteht das IKS aus den fünf Komponenten Kontrollumfeld, Risikobeurteilung, Kontrollaktivitäten
sowie Information/Kommunikation und Überwachung/Prüfung, die sich auf alle Unternehmenseinheiten sowie
Unternehmensfunktionen und -prozesse des Konzerns erstrecken und die in wechselseitigen Beziehungen zueinander stehen. Das
Kontrollumfeld bildet den Rahmen, innerhalb dessen der Konzern Regelungen einführt und anwendet. Im Rahmen der
Risikobeurteilung erfolgt die Identifizierung, Analyse und Einschätzung der Risiken, die aus der Umsetzung der Unternehmensstrategie
resultieren. Die Kontrollaktivitäten zielen darauf ab, dass die Unternehmensziele effektiv erreicht werden und Risiken aufgedeckt bzw.
minimiert werden. Durch eine konsequente Informations- und Kommunikationspolitik im Konzern stehen den Beteiligten die für die zu
treffenden Entscheidungen notwendigen Informationen umfassend zur Verfügung. Die Funktionsfähigkeit, Effektivität und Wirksamkeit
des IKS wird durch entsprechende Überwachungs- und Prüfungsmechanismen festgestellt.
Grundlage des IKS bildet die schriftlich fixierte Ordnung. Sie setzt den Rahmen für eine ordnungsgemäße Geschäftsorganisation im
Konzern und formuliert verbindliche Vorgaben bzw. Anforderungen zur Prozessdokumentation, zu Kontrollen sowie für ein
Organisationshandbuch.
Aufbauorganisatorische Vorkehrungen und Kontrollen in den Arbeitsabläufen stellen eine prozessintegrierte Überwachung sicher. Die
prozessintegrierten Überwachungsmaßnahmen dienen der Vermeidung, Verringerung, Aufdeckung und/oder der Korrektur von
Bearbeitungsfehlern oder Vermögensschäden.
Zur Minimierung des Fehlerrisikos im Einzel- und Konzernabschluss sowie zur Sicherstellung der ordnungsgemäßen und verlässlichen
internen und externen Rechnungslegung hat der Konzern rechnungslegungsbezogene Kontrollen implementiert. Die
rechnungslegungsbezogenen Kontrollen sind Bestandteil des IKS.
Das System wird ergänzt durch die Compliance, die auf Basis der gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen
Vorgaben/Rahmenbedingungen entsprechende Maßnahmen definiert und deren Einhaltung überwacht. Im Rahmen der Compliance-
Funktion erfolgt eine regelmäßige prozessorientierte/-begleitende Überwachung der entsprechenden Teile des Internen
Kontrollsystems. Des Weiteren werden die Ergebnisse der Risikocontrolling-Funktion (unter anderem OpRisk) berücksichtigt.
Die Wirksamkeit und Angemessenheit des IKS wird zudem von der Internen Revision auf Basis prozessunabhängiger und
risikoorientierter Prüfungen beurteilt.
Die detaillierte Umsetzung des IKS in der KfW und den rechtlich selbstständigen Tochtergesellschaften KfW IPEX-Bank und DEG richtet
sich nach den zentralen Vorgaben sowie den jeweiligen Geschäftsfeldern und Risikostrategien.
Die Gesamtverantwortung für das Interne Kontrollsystem des Konzerns liegt beim Vorstand. Zudem sind für die KfW IPEX-Bank und
DEG die jeweiligen Geschäftsführungen verantwortlich. Die Ausgestaltung und Umsetzung auf den verschiedenen
Unternehmensebenen liegt entsprechend der Organisation in der Verantwortung der jeweiligen Führungskräfte. Gegenüber den
Aufsichtsorganen im Konzern erfolgt eine jährliche Berichterstattung.
Um die Wirksamkeit des IKS zu gewährleisten, werden die gesetzten Standards und Konventionen regelmäßig hinterfragt und
kontinuierlich weiterentwickelt, außerdem wird eine nachhaltige Verankerung in den Bereichen des Konzerns sichergestellt.
Prognose- und Chancenbericht
Der vorliegende Prognose- und Chancenbericht entspricht in Umfang und Inhalt im Wesentlichen dem Konzernprognose- und
-chancenbericht, der im Konzernlagebericht veröffentlicht ist. Da die Geschäftsfeld- und Ergebnisplanung auf den KfW-Konzern
ausgerichtet ist, wird auf die Erstellung eines Prognose- und Chancenberichts auf Einzelinstitutsebene verzichtet. Die im Folgenden
genannten Planzahlen beziehen sich daher auf den KfW-Konzern.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Entwicklungstrends
Die Weltkonjunktur entwickelte sich im Jahr 2014 alles in allem enttäuschend. In wichtigen Ländern bzw. Wirtschaftsräumen war die
Dynamik deutlich geringer als zu Jahresbeginn erwartet. Es wird damit gerechnet, dass das globale Wachstumstempo auch im Jahr
2015 unbefriedigend bleibt, es könnte bestenfalls leicht zunehmen.
Dabei wächst die Gruppe der Industriestaaten zwar weiterhin langsamer als die Gruppe der Entwicklungs- und Schwellenländer, von
ihr gehen aber dennoch wichtige Impulse aus. Dies gilt insbesondere für die USA, deren Wirtschaft vergleichsweise schwungvoll
expandiert und dadurch andere Länder mitzieht. Insgesamt ist in der Gruppe der Industriestaaten allerdings das Feld weit
auseinandergezogen. In der Eurozone und Japan lahmt die Konjunktur auch im Jahr 2015, viele Länder bleiben unter ihrem Potenzial.
Auch bei den Entwicklungs- und Schwellenländern bleibt die Bandbreite groß. Russland und Brasilien erleben veritable Krisen, in China
sind die Zeiten zweistelliger Wachstumsraten eindeutig vorbei, Indien und Indonesien wachsen recht gut. Der seit Mitte des Jahres
2014 erheblich gesunkene Ölpreis wird auch im Jahr 2015 die Konjunktur in Ölimportländern stärken. Die Industriestaaten werden die
Nachkrisen-Reformagenda weiter abarbeiten -ein Prozess, der jedoch einen langen Atem erfordert. Besondere Verantwortung für die
Weltkonjunktur kommt im Jahr 2015 den Zentralbanken der großen Industrieländer zu: Deren geldpolitische Entscheidungen müssen
nicht nur generell problemadäquat sein, sondern auch zum richtigen Zeitpunkt erfolgen. Die geopolitischen Risiken bleiben ernst und
ihre Entwicklung wie auch ihre weltwirtschaftlichen Auswirkungen kaum kalkulierbar.
In den Mitgliedsländern der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EWU) wird die wirtschaftliche Entwicklung voraussichtlich
auch im Jahr 2015 kraftlos bleiben. Zwar wird der private Konsum von einem leichten Rückgang der Arbeitslosenquote und den
niedrigeren Energiepreisen profitieren. Zudem wird der Außenbeitrag nicht zuletzt dank wechselkursbedingt anziehender Exporte
einen positiven Wachstumsbeitrag leisten. Mit einer deutlichen Verstärkung der Konjunkturdynamik ist aber nicht zu rechnen. Dazu ist
die Fiskalpolitik nach wie vor zu prozyklisch ausgerichtet, der Abbau der Arbeitslosigkeit kommt nur sehr schleppend voran und die
Investitionstätigkeit der Unternehmen wird durch die unsicheren Rahmenbedingungen weiter gehemmt. Insgesamt rechnet die KfW im
Seite 27 von 49

Jahr 2015 in den Ländern der EWU mit einem Zuwachs des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von etwa 1 % gegenüber dem Jahr
2014. Aufgrund der fragilen Lage bleibt die Eurozone anfällig für Schocks.
Die deutsche Wirtschaft präsentiert sich zu Jahresbeginn 2015 in ungünstigerer konjunktureller Verfassung als ein Jahr zuvor. Die
wirtschaftliche Dynamik ist über weite Teile des Vorjahres praktisch zum Erliegen gekommen. Die Stimmung in den Firmen hat sich
wegen der zahlreichen geopolitischen Unwägbarkeiten, vor allem aber wegen der immer wieder aufs Neue enttäuschten Hoffnungen
auf einen Aufschwung in der Eurozone spürbar verschlechtert. Zum Jahreswechsel sind zwar Anzeichen einer Aufhellung der
Geschäftserwartungen erkennbar, die realwirtschaftliche Dynamik dürfte jedoch trotz anregender Impulse aus dem Ölpreisverfall und
der Euroabwertung nur allmählich wieder zunehmen - vorausgesetzt, die Russlandkrise kann perspektivisch eingedämmt werden und
die Eurozone findet zurück auf den Wachstumspfad. Die schwierigen internationalen Rahmenbedingungen einschließlich erneut
möglicher verunsichernder politischer Diskussionen in der Eurozone nach den Wahlen in Griechenland beschränken nicht nur die
deutschen Exportzuwächse, sondern lassen die Unternehmen vorerst auch in erheblichem Umfang mit Investitionen zögern. Der
Arbeitsmarkt, der private Konsum und die Wohnbauten bleiben dagegen Stützen der Konjunktur. Alles in allem wird das
Bruttoinlandsprodukt 2015 voraussichtlich schwächer ausgeweitet werden als im vorangegangenen Jahr: Die KfW erwartet auf Basis
des Datenstandes zu Jahresbeginn ein Realwachstum von rund einem Prozent. Die Prognoseunsicherheit ist allerdings erheblich, wie
das weite Spektrum der öffentlich verfügbaren Konjunkturprognosen für 2015 unterstreicht: Die Bandbreite reicht von etwas weniger
als ein Prozent bis zu rund zweieinhalb Prozent.
Die wichtigsten Notenbanken setzen im Jahr 2015 ihren expansiven geldpolitischen Kurs fort. Die Europäische Zentralbank hat ihren
monetären Stimulus zu Jahresbeginn nochmals erhöht und ein erweitertes Programm zum Ankauf von Vermögenswerten beschlossen.
Zukünftig sollen monatlich Wertpapiere privater und öffentlicher Emittenten in einer Größenordnung von insgesamt 60 Mrd. EUR
aufgekauft werden. In einem durch mäßige Wachstumsdynamik und eine sehr schwache Inflationsentwicklung gekennzeichneten
Wirtschaftsumfeld wird die Europäische Zentralbank auch weiterhin im Expansionsmodus bleiben. Demgegenüber steht die USA vor
einer Leitzinswende nach oben. Dabei wird die US-Notenbank voraussichtlich sehr behutsam vorgehen und die Leitzinsen bis zum
Jahresende 2015 nur moderat anheben. Insgesamt wird das strukturelle Niedrigzinsumfeld weiter Bestand haben. Insbesondere für
die Eurozone gibt es kaum Zinsanstiegspotenzial.
Risikoseitige Prognose - Risikolage und Risikotragfähigkeit
Die Industrieländer als Gruppe weisen momentan eine heterogene Konjunkturentwicklung auf. Während die konjunkturelle Dynamik in
der Eurozone und Japan schwach bleibt, sind in den USA und Großbritannien relativ gute Produktionszuwächse zu verzeichnen.
Obwohl die Eurokrise im Jahr 2014 an den Finanzmärkten eine untergeordnete Rolle spielte, ist ein Wiederaufflammen aufgrund
politischer Risiken bei gleichzeitig unverändert großen strukturellen Herausforderungen einiger Mitgliedsstaaten nicht auszuschließen.
Viele Schwellenländer haben mittlerweile mit einer deutlichen Verlangsamung ihres Wachstums zu kämpfen (unter anderem Brasilien
und Südafrika). Insbesondere in Russland sind die ökonomischen Aussichten verstärkt durch die Sanktionen des Westens und den
Ölpreisverfall sehr negativ. Hinzu kommt, dass weiterhin ein beträchtliches Rückschlagpotenzial durch geopolitische Spannungen oder
erneute Unruhe an den Finanzmärkten besteht. Entsprechend bleiben die Risiken für die Weltkonjunktur weiterhin hoch.
Der europäische Bankensektor bleibt auch im Jahr 2015 infolge der sich wieder abschwächenden konjunkturellen Aussichten
strukturell anfällig. Zusätzlich werden das Niedrigzinsumfeld, die regulatorischen Anforderungen sowie auch Aufwendungen für
Rechtsstreitigkeiten die Rentabilität der europäischen Banken belasten. Aus diesem Grund dürfte der Umbau in der europäischen
Bankenbranche, verbunden mit einem weiteren Abbau nicht strategischer Aktiva (unter anderem in Italien), voranschreiten. Die von
der neuen Regierung in Griechenland ausgehenden Diskussionen um eine Schuldenrestrukturierung und einen Stopp des Spar- und
Reformkurses dürften außerdem die europäische Staatsschuldenkrise wieder in den Fokus rücken und sich vor allem negativ auf die
noch fragilen Banken der Peripherieländer auswirken. Die anhaltenden geopolitischen Spannungen zwischen Russland und der Ukraine
dürften sich zunehmend negativ auf die in diesen Ländern engagierten, vor allem österreichischen und französischen Banken
auswirken.
Die Europäische Kommission hat im Rahmen des sogenannten "Juncker-Plans" einen Vorschlag für einen "Europäischen Fonds für
strategische Investitionen" (EFSI) bei der Europäischen Investitionsbank (EIB) ausgearbeitet. Europäische Kommission und EIB stellen
hierfür insgesamt 21 Mrd. EUR Risikoabsicherung bereit. Hieraus sollen auf Ebene der EIB und durch Mobilisierung weiterer Investoren
insgesamt rund 315 Mrd. EUR zusätzliche Investitionen über drei Jahre in den Bereichen Infrastruktur und KMU-Förderung ermöglicht
werden. Deutschland und die KfW werden sich nicht mit eigenen Mitteln am EFSI beteiligen. Jedoch hat die KfW in Abstimmung mit
der Bundesregierung in Aussicht gestellt, über die nächsten drei Jahre bis zu 8 Mrd. EUR Investitionen in Europa
(Projektfinanzierungen, Globaldarlehen, Verbriefungen) zu finanzieren, sofern die unter EFSI bereitgestellten Absicherungsinstrumente
auch der KfW geeignet verfügbar gemacht werden und solche Investitionen somit kein erhöhtes Risikoprofil für die KfW aufweisen. Die
Verhandlungen zwischen Europäischem Rat, Europäischer Kommission und Parlament über die genaue Ausgestaltung des EFSI und
damit auch über den Zugang nationaler Förderbanken (wie der KfW) zu seinen Absicherungsinstrumenten dauern noch an. Eine
Spezifizierung, welche Investitionen in welcher Höhe die KfW daher tatsächlich im Zusammenhang mit dem Juncker-Plan tätigen wird,
ist daher noch nicht möglich. Infolge der erwarteten sukzessiven Zinserhöhungen der US-Notenbank steigen die potenziellen Risiken
für die Bankenmärkte von Schwellenländern mit außenwirtschaftlichen Defiziten (wie Brasilien, Türkei, Südafrika) durch fortgesetzte
Kapitalabflüsse und eine weitere Abwertung der heimischen Währungen.
Für den deutschen Unternehmenssektor werden im Jahr 2015 zunächst weiter Stagnation und Investitionszurückhaltung erwartet.
Aufgrund eines sehr guten Kreditangebots dürften die Unternehmen weiter von vorteilhaften Kreditkonditionen und lockeren
Kreditstrukturen profitieren. Insbesondere in der für Deutschland wichtigen Automobilindustrie, die von der guten Nachfrage in
Entwicklungsländern und den USA sowie einer sich stabilisierenden Situation in Europa profitierte, wachsen die Risiken. Die Situation
der Handelsschifffahrt ist mit Ausnahme des Segments Gastanker unverändert schwierig.
Der deutsche Beteiligungsmarkt stellt sich freundlich dar, jedoch mit zuletzt rückläufiger Tendenz. Perspektivisch könnten vor allem
das anhaltende Niedrigzinsumfeld sowie das steigende Interesse ausländischer Investoren an deutschen Unternehmen Investitionen in
diese Anlageklasse Schub verleihen. Im Venture-Capital-Bereich sind Anschlussfinanzierungen in der frühen Wachstumsphase jedoch
weiterhin ein Schwachpunkt. Insgesamt ist der Marktausblick auch für das Jahr 2015 freundlich, dürfte jedoch vor dem Hintergrund
einer möglicherweise wieder aufflammenden Eurokrise volatil bleiben. Für die wichtigsten Länder, in denen die DEG investiert, wird für
das Jahr 2015 im Vorjahresvergleich mehrheitlich ein höheres Wirtschaftswachstum erwartet. Angesichts der geldpolitischen
Kursänderungen in den USA und der teils hohen Inflationsraten in diesen Ländern sowie vor dem Hintergrund der teils gestiegenen
(politischen)
Risiken wird jedoch für einige Länder bis Jahresende 2015 eine Abschwächung der Währungen erwartet.
Der europäische Verbriefungsmarkt dürfte im Jahr 2015 vom Ankaufprogramm der EZB für Verbriefungen geprägt werden. Die starke
Nachfrage der EZB trifft auf ein eher begrenzt bleibendes Angebot und wird dadurch für sinkende Renditen sorgen. Für die
Seite 28 von 49

bestehenden ABS-Investments der KfW führt dies zwar zu höheren Marktpreisen, bei Neuinvestitionen wird allerdings der
Renditedruck verstärkt. Das Auftreten der EZB als großer Nachfrager verringert überdies das verfügbare Investitionsvolumen für die
übrigen Investoren.
Aus den erwarteten Entwicklungen in den risikorelevanten Segmenten des KfW-Konzerns werden insgesamt keine materiellen
Auswirkungen auf die Risikolage erwartet.
Im Rahmen der Risikotragfähigkeitsbetrachtung für das Jahr 2015 zeigen die Prognosen der Kern- und Gesamtkapitalquote des KfW-
Konzerns, dass die KfW weiterhin gut kapitalisiert ist. Die Kapitalquoten dürften auch im Jahr 2015 deutlich oberhalb der gesetzlichen
Mindestanforderungen liegen. Für die Ökonomische Risikotragfähigkeit (Solvenzniveau 99,99 %) des Konzerns wird im Geschäftsjahr
2015 insgesamt eine stabile Entwicklung erwartet.
Sich ggf. ändernde wirtschaftliche, politische sowie rechtliche Rahmenbedingungen können einen deutlichen Einfluss auf die
Kapitalquoten und die Ökonomische Risikotragfähigkeit haben. Die Prognosen für das Jahr 2015 sind daher mit erheblicher
Unsicherheit verbunden.
Das Jahr 2014 wies eine stabile Liquiditätssituation und Liquiditätsrisikokennzahlen stets innerhalb der definierten Grenzwerte auf.
Zum 2. Halbjahr 2014 erfolgte eine Anpassung des geplanten Refinanzierungsvolumens. Diese leicht geringere Zielgröße wurde
ebenfalls für das Jahr 2015 angesetzt. Aufgrund der weiterhin stabilen Refinanzierungssituation, eines erneut leicht geringer
erwarteten Neugeschäftsvolumens und weiterhin hoher erwarteter Volumina außerplanmäßiger Tilgungen werden für das Jahr 2015
keine signifikanten Veränderungen der Liquiditätsrisikosituation erwartet.
Neugeschäftsplanung
Überblick
Für das Jahr 2015 liegt das geplante Neugeschäftsvolumen mit 69,5 Mrd. EUR leicht unter dem Niveau des Jahres 2014 (74,1 Mrd.
EUR). Sowohl im Inland als auch in den Auslandsgeschäftsfeldern wird ein leichter Rückgang des Fördervolumens erwartet. Zur
Umsetzung des Strategischen Zielsystems des KfW-Konzerns enthalten die Pläne der Geschäftsfelder Maßnahmen zur strategischen
Fokussierung auf Förderqualität und eine Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten entlang der thematischen Schwerpunkte "Klimawandel
& Umwelt", "Globalisierung & technischer Fortschritt" und "Demografische Entwicklung". Mit einem geplanten Anteil der Klima- und
Umweltschutzfinanzierungen am Neuzusagevolumen von 36 % wird die Vorgabe des Strategischen Zielsystems (rund 35 %) wieder
leicht übertroffen. Der Anteil der geplanten Mittelstandsfinanzierungen an der inländischen Förderung (Mittelstandsquote) wird mit 45
% in der Größenordnung des im Strategischen Zielsystem angestrebten Ambitionsniveaus (rund 50 %) erwartet.
Im inländischen Fördergeschäft wird der Fokus weiterhin auf der Mittelstandsfinanzierung und der Sicherung der Zukunftsfähigkeit von
Unternehmen liegen. Die internationalen Geschäftsbereiche der KfW verstetigen ihren mittelfristigen Wachstumskurs zur
Unterstützung der Internationalisierung deutscher Unternehmen im Rahmen der Globalisierung.
Inlandsgeschäft
Im Inlandsgeschäft unterstützt die KfW die Wirtschaft in Deutschland mit den Förderprogrammen der Geschäftsfelder
Mittelstandsbank und Kommunal- und Privatkundenbank/Kreditinstitute. Hier fördert sie Investitionen von Privatpersonen,
Unternehmen, Städten, Gemeinden sowie gemeinnützigen und sozialen Organisationen.
Die Mittelstandsbank bleibt auch in Zukunft der Grundversorger des Mittelstandes. Sie leistet mittels zinsgünstiger, langfristiger
Finanzierungen für Unternehmensinvestitionen und Gründungen einen wichtigen Beitrag zur Schaffung und Sicherung von
Arbeitsplätzen. Darüber hinaus stärkt sie mit Innovationsfinanzierungen die Anpassungsfähigkeit der mittelständischen Wirtschaft im
globalen Wettbewerb und fördert Klima- und Umweltschutzvorhaben auf einem hohen Niveau. Die Mittelstandsbank plant für das Jahr
2015 in ihren Förderfeldern ein Neugeschäftsvolumen von insgesamt 20,0 Mrd. EUR.
Die Nachfrage nach KfW-Finanzierungsangeboten im Bereich der allgemeinen Unternehmensfinanzierung ist eng mit der
konjunkturellen Entwicklung verknüpft. Die Mittelstandsbank rechnet daher angesichts der unsicheren Wachstumsperspektiven
weiterhin mit einer verhaltenen Kreditnachfrage von Unternehmen und Selbstständigen. Auch bei der Gründungsfinanzierung sieht das
Geschäftsfeld keine Impulse für eine erhöhte Nachfrage. Im Bereich der Innovationsfinanzierung erwartet die Mittelstandsbank
hingegen eine ähnlich gute Nachfrage wie im Jahr 2014. Das Finanzierungsangebot in diesem Bereich wurde mit dem im Dezember
2014 eingeführten "KfW-Unternehmerkredit Plus" weiter gestärkt.
Der Bereich der Klima- und Umweltschutzfinanzierungen ist stark von den rechtlichen Rahmenbedingungen geprägt. Dies trifft
insbesondere auf Investitionen in erneuerbare Energien zu (zum Beispiel sukzessive Verringerung der Einspeisevergütungen). Mit der
zum 01.08.2014 in Kraft getretenen Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) sind die neuen Rahmenbedingungen
abgesteckt. Die Mittelstandsbank erwartet, dass die dort definierten Ausbauziele erreicht werden und die Zusagevolumina in dem
Bereich erneuerbare Energien (Strom) in den nächsten Jahren etwa konstant bleiben. Weiterhin erwartet die Mittelstandsbank eine
verstärkte Nachfrage nach Finanzierungen für Offshore-Windenergie in der deutschen Ost- und Nordsee. Bei den
Energieeffizienzmaßnahmen sieht die Mittelstandsbank weiterhin große Potenziale.
Eine Herausforderung stellen die anhaltend niedrigen Zinsen dar. Ein weiteres Absinken des Zinsniveaus an den Kapitalmärkten würde
ceteris paribus die Konditionengestaltung und damit die Beibehaltung der relativen Vorteilhaftigkeit von Förderkrediten über den
Einsatz von Zinsverbilligungsleistungen zunehmend erschweren.
Die Kommunal- und Privatkundenbank/Kreditinstitute fokussiert ihre Förderaktivitäten weiterhin auf die beiden Megatrends
"Klimawandel & Umwelt" und "Demografische Entwicklung". Langfristiges Ziel des Geschäftsfeldes neben der Fokussierung auf
Privatkunden bleibt zudem, verlässlicher Partner der Kommunen und kommunalnahen Unternehmen sowie der Landesförderinstitute
(LFI) zu sein.
Im Geschäft mit Privatkunden führen vier wesentliche Faktoren auf mittlere Sicht zu anhaltend hoher Nachfrage:
1. Klimawandel,
Energiewende und steigende Energiekosten wirken nachfragestärkend in den wohnwirtschaftlichen Programmen für
"Energieeffizientes Bauen und Sanieren".
2.
Das anhaltende Niedrigzinsniveau begünstigt Investitionen in Wohnimmobilien.
Seite 29 von 49

3. Der fortschreitende demografische Wandel führt zu weiteren Investitionserfordernissen im wohnwirtschaftlichen Bereich.
4. Die Notwendigkeit zur Erhöhung der Bildungsintensität und zur Linderung des Fachkräftemangels führt zudem zu einer
ungeminderten Fortsetzung des Förderbedarfs in Bildungsprogrammen für Schüler, Studenten und Berufsqualifizierer.
Bezüglich der Förderung kommunaler Investitionen charakterisiert vor allem die zunehmende Heterogenität der kommunalen
Haushalts- und Verschuldungssituation deren Investitionsmöglichkeiten. In der Individualfinanzierung mit Finanzierungspartnern in
Deutschland und Europa sowie in der "Allgemeinen Refinanzierung" von LFI zeigt sich eine aktuell verbesserte
Refinanzierungssituation der Partnerbanken.
Insbesondere die Programme zum "Energieeffizienten Bauen und Sanieren" positionieren die KfW als zentralen Förderer von
Umweltschutz für Privatkunden und als Standardsetzer für Energieeffizienz in Wohngebäuden. Im Rahmen der Förderung kommunaler
Infrastruktur dienen die beiden Basisprogramme "IKK - Investitionskredit Kommunen" und "IKU - Investitionskredit Kommunale und
Soziale Unternehmen" dazu, die KfW als verlässlichen Partner der Kommunen und kommunalnahen Unternehmen zu positionieren.
Auch innerhalb der Infrastrukturförderung fokussiert sich die KfW zunehmend auf die Ziele des Klima- und Umweltschutzes und mithin
auf die Förderung von Energieeffizienz und Energieeinsparung. Das strategische Ziel "Demografische Entwicklung" verfolgt das
Geschäftsfeld im Rahmen der Förderaktivitäten durch Programme zum barrierereduzierenden Umbau von Bestandsimmobilien und des
öffentlichen Raumes sowie durch ein verlässliches und kundenorientiertes Finanzierungsangebot für Wohneigentum und Bildung. Als
Finanzierungspartner der LFI will das Geschäftsfeld das Geschäftsvolumen der programmbasierten Globaldarlehen auf dem
bestehenden hohen Niveau sichern und bei energiewenderelevanten Programmen punktuell ausbauen. In der "Allgemeinen
Refinanzierung" soll das Geschäftsvolumen trotz verbesserter Refinanzierungssituation der LFI auf dem bisherigen Niveau gehalten
werden. Die klassische inländische Förderung des Geschäftsfeldes wird durch kapitalmarktnahe Produkte (beispielsweise "SME
Collateralized Bond") sowie Globaldarlehen für Leasing-Finanzierungen und europäische KMU- bzw. Energieeffizienzfinanzierungen
ergänzt. Die Kommunal- und Privatkundenbank/Kreditinstitute plant für das Jahr 2015 ein Fördervolumen in Höhe von 26,7 Mrd. EUR.
Kapitalmärkte
Die Diskussion über eine zukünftig stärker kapitalmarktorientierte Finanzierung der Realwirtschaft und insbesondere auch des
Mittelstands hat im Jahr 2014 weiter an Dynamik gewonnen. Im Fokus der Mittelstandsfinanzierung steht hierbei das Instrument der
Verbriefung. Durch die hier stattfindende Bündelung von Forderungen an mittelständische Unternehmen erhalten auch kleinere
Unternehmen die Möglichkeit zur Finanzierung über den Kapitalmarkt.
Das Geschäftsfeld Kapitalmärkte trägt durch Investitionen in Verbriefungen mittelständischer Forderungen wesentlich zur
kapitalmarktorientierten Mittelstandsförderung der KfW bei. Es wird aktuell überprüft, diese Aktivitäten auf Europa auszudehnen. Für
das Geschäftsjahr 2015 plant das Geschäftsfeld Kapitalmärkte ein Neugeschäft in Höhe von insgesamt 0,8 Mrd. EUR.
Auslandsgeschäft
Ziel des Geschäftsfeldes Export- und Projektfinanzierung ist es weiterhin, die Position als Spezialfinanzierer und verlässlicher Partner
der deutschen und europäischen Wirtschaft zu stärken. In den für das Geschäftsfeld wesentlichen Märkten in Deutschland und Europa
entwickelt sich die Wirtschaft moderat positiv, während sich in den relevanten Entwicklungs- und Schwellenländern zum Teil auch eine
schwächere Tendenz abzeichnet (zum Beispiel Brasilien). Die aktuellen Krisen, insbesondere in Russland, führen inzwischen zu einer
spürbaren Investitionszurückhaltung der Kunden. Insgesamt ist weiterhin ausreichend Potenzial für deutsche und europäische
Exporteure und Unternehmen, die in ihre Wettbewerbsfähigkeit investieren, vorhanden, aus denen sich Ansätze für das Geschäftsfeld
ergeben.
Das Geschäftsfeld Export- und Projektfinanzierung ist auf die nachhaltige Unterstützung der deutschen und europäischen Wirtschaft
mittels Projekt- und Exportfinanzierungen zum Erhalt und zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und Internationalisierung sowie
zur Steigerung des Konzernbeitrags ausgerichtet. Zur Erreichung der beiden strategischen Ziele verfolgt das Geschäftsfeld einen
kontinuierlichen Ausbau des Geschäftsvolumens (organisches Wachstum). Zum Ausbau der Marktposition soll die weitere Verstärkung
der Vertriebsaktivitäten in allen Regionen vorangetrieben werden, auch durch eine weitere selektive Stärkung der Außenbüros. Durch
gezielte Maßnahmen soll die Strukturierungskompetenz weiter ausgebaut und die Produktberatung auf die Beratung für das ECA-
Geschäft (Export Credit Agencies) konzentriert werden und es sollen verstärkt Aufgaben als Modelling-Agent wahrgenommen werden.
Die Maßnahmen dienen dabei vor allem dazu, den mit dem Megatrend "Globalisierung & technischer Fortschritt" einhergehenden
Herausforderungen zu begegnen. Das Geschäftsfeld Export- und Projektfinanzierung plant für das Jahr 2015 ein Neugeschäftsvolumen
von 14,2 Mrd. EUR.
Im Geschäftsfeld Förderung Entwicklungs- und Transformationsländer sind die Geschäftsaktivitäten der KfW Entwicklungsbank und der
DEG zusammengefasst.
Das Marktumfeld der KfW Entwicklungsbank wird weiterhin von hoher Komplexität gekennzeichnet sein. Hier ist einer
Ausdifferenzierung der Partnerländer sowie einer Verschiebung der politischen, wirtschaftlichen und strategischen Gewichte von den
Industrie- hin zu den Entwicklungs- und Schwellenländern zu begegnen. Eine wachsende Anzahl von Akteuren (Schwellenländer,
Fachministerien der Geberländer, private Akteure, multilaterale Fonds) sowie zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten (unter anderem
niedriges Zinsniveau auf internationalen Kapitalmärkten, Gründung einer BRICS-Entwicklungsbank [Brasilien, Russland, Indien, China,
Südafrika], Unternehmensstiftungen, Auslandsdirektinvestitionen, Rücküberweisungen von Migranten) erhöhen den Wettbewerb.
Die KfW Entwicklungsbank soll weiterhin mit ihren komparativen Vorteilen als Teil der größten deutschen Förderbank positioniert
werden. Dies beinhaltet die Sicherung bzw. den Ausbau der Relevanz der KfW Entwicklungsbank und ihres Instrumentariums für die
Bundesregierung und die Erhöhung ihrer Wettbewerbsfähigkeit. Hierfür spielen der weitere Ausbau der Neuzusagen bei Entwicklungs-
und Förderkrediten und die Entwicklung weiterer Förderansätze auch für fragile Staaten eine wichtige Rolle. Zentral ist auch die
Unterstützung der deutschen Positionierung in der Neugestaltung der UN-Entwicklungsziele nach 2015 und der ODA-Reform (Official
Development Assistance). Die KfW Entwicklungsbank wird sich weiter als zentraler Umsetzer von Klima- und
Umweltschutzfinanzierung der Bundesregierung positionieren, um Relevanz und Legitimation für die Bundesregierung jenseits der
klassischen, armutsorientierten Entwicklungszusammenarbeit sicherzustellen, das Geschäftsfeld zu diversifizieren und das
Wachstumspotenzial insbesondere in Schwellenländern auszuschöpfen. Maßnahmen beinhalten unter anderem den Ausbau der
Klimafinanzierung in den Wachstumsfeldern "Minderung sowie Anpassung an den Klimawandel". Zudem soll die Mitgestaltung der
internationalen Klima-Finanzarchitektur unterstützt und sollen innovative Förderansätze entwickelt werden. Weiterhin wird angestrebt,
die Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission weiter zu vertiefen. Hierfür stehen die Entwicklung eines
Seite 30 von 49

Besicherungsinstruments, die Mitwirkung an der EU-Blending-Plattform und an der Ausgestaltung der Blendingfazilitäten im
Vordergrund. Die KfW Entwicklungsbank plant für 2015 ein Zusagevolumen von 6,3 Mrd. EUR.
Privatisierungsgeschäfte mit dem Bund
Im Zuge der Privatisierungsgeschäfte des Bundes ist die KfW im Jahr 2015 grundsätzlich darauf vorbereitet, weitere
Privatisierungstransaktionen unter Berücksichtigung der jeweiligen Marktbedingungen und strategischer Vorgaben des Bundes
durchzuführen.
Refinanzierungsplanung
Die KfW ist eine der aktivsten und größten Anleihen-Emittentinnen weltweit. Durch das Zusammenspiel von erstklassiger
Kreditqualität und einer diversifizierten und verlässlichen Refinanzierungsstrategie genießt die KfW einen exzellenten Ruf an den
internationalen Kapitalmärkten. Mit dieser exponierten Stellung wird die KfW auch in Zukunft sehr verantwortungsvoll und behutsam
umgehen.
Für die beiden kommenden Jahre rechnet die KfW mit einem Refinanzierungsvolumen auf hohem Niveau. Für das Geschäftsjahr 2015
erwartet die KfW ein gegenüber 2014 gleichbleibendes Refinanzierungsvolumen in Höhe von 55 bis 60 Mrd. EUR.
Mit der expliziten, direkten Garantie des Bundes ist die KfW am Kapitalmarkt gut aufgestellt. Ihre verlässliche und vorausschauende
Emissionspolitik findet bei Investoren weltweit sehr gute Resonanz. Die Refinanzierung der KfW steht damit weiterhin auf einem
soliden Fundament.
Neben öffentlichen Anleihen und Privatplatzierungen werden hochliquide Benchmark-Anleihen in Euro und US-Dollar auch zukünftig
den wichtigsten Pfeiler der KfW-Refinanzierung darstellen. Die Produktvielfalt im Emissionsgeschäft wird sich dabei wie gewohnt an
den Bedürfnissen der Investoren orientieren. In Anbetracht des anhaltenden Niedrigzinsniveaus erwartet die KfW, dass der Anteil von
Fremdwährungen am Gesamtrefinanzierungsvolumen zukünftig weiter zunehmen wird. Des Weiteren rechnet die KfW mit einer
wachsenden Bedeutung des chinesischen Renmimbi als globale Währung.
Die KfW plant im Jahr 2015 ihr Angebot an Green Bonds zu erweitern. So sollen neben Emissionen in den Kernwährungen Euro und
US-Dollar auch neue Währungen, wie beispielsweise australischer Dollar oder britisches Pfund, und neue Produkte, wie zum Beispiel
Privatplatzierungen, angeboten werden.
Ergebnisplanung
In der aktuellen Ergebnisplanung für den Konzern geht die KfW für das Jahr 2015 aufgrund der erwarteten wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen von einem Konzerngewinn (vor IFRS-Effekten aus Sicherungszusammenhängen) in einer Größenordnung von
leicht unter 1 Mrd. EUR aus. Das erwartete Ergebnis bewegt sich damit am unteren Rand der strategischen Zielgrößen. Die erwarteten
Beiträge aus dem Zinsüberschuss und dem Provisionsüberschuss (jeweils vor Förderleistung) bewegen sich ebenso wie in den
Vorjahren auf hohem Niveau, allerdings machen sich die Belastungen durch das andauernde Niedrigzinsumfeld zunehmend
bemerkbar. So stehen den im Vergleich zum Jahr 2014 leicht steigenden Zinsmargen aus dem Kreditgeschäft rückläufige Ergebnisse
aus der Zins- und Liquiditätsfristentransformation gegenüber. Weitere Ergebnisbelastungen resultieren aus dem im Vergleich zum Jahr
2014 spürbar wachsenden Verwaltungsaufwand (vor Förderleistung). Dies ist im Wesentlichen auf Kostenanstiege aus
Modernisierungs- und Regulierungsthemen zurückzuführen, ansonsten sind über tariflich bedingte Personalkostensteigerungen hinaus
kaum Kostensteigerungen vorgesehen. Die laufenden Effizienzprojekte wirken zwar kostendämpfend, können den für das Jahr 2015
geplanten Kostenanstieg aber nicht vollständig kompensieren. Dies wird insgesamt zu einem deutlichen Anstieg der erwarteten Cost-
Income-Ratio (CIR) vor Förderleistung führen. Ergebnismindernd wirkt zudem die im Vergleich zum Jahr 2014 höher geplante
Kreditrisikovorsorge, die im Plan mit den Standardrisikokosten angesetzt wird. Die vorgesehene Förderleistung steigt im Vergleich
zum Jahr 2014 an, hier ist insbesondere ein Anstieg bei der Mittelstandsbank zu verzeichnen.
Das Geschäftsmodell der KfW ist mittel- bis langfristig ausgerichtet, insbesondere die Erträge aus dem Kreditgeschäft (Zinsmargen
und Provisionsüberschüsse) sind sehr stabil. Chancen und Risiken für den Konzerngewinn können sich insbesondere aus
Abweichungen der tatsächlichen Zinsentwicklung von der Prognose, aus einer von der Planannahme abweichenden Risikovorsorge
sowie aus temporären Ergebniseffekten aus der Bewertung von wirtschaftlich effektiven Sicherungszusammenhängen (IFRS-bedingte
Ergebniseffekte) ergeben. Letztere sind ökonomisch nicht begründet und werden aus diesem Grund auch nicht explizit beplant.
Die der Ergebnisplanung zugrunde liegende Zinsprognose geht von einem zunächst weiterhin niedrigen Zinsniveau aus, das gegen
Ende des Jahres 2015 leicht ansteigt. Sollten die Zinssätze stärker als angenommen steigen, könnte dies aufgrund der
Zinsfristentransformation zu einer Belastung des Zinsüberschusses führen. Es ist allerdings davon auszugehen, dass in einem
konjunkturellen Umfeld, in dem die Zinsen deutlich steigen, der Aufwand für die Risikovorsorge tendenziell geringer als die
Standardrisikokosten ist, sodass es zu einer zumindest teilweisen Kompensation der Ergebniseffekte kommen würde. Ein Ausbleiben
des Zinsanstiegs zum Jahresende 2015 oder weiter fallende Zinsen wären aus Sicht der Zinsfristentransformation sowie im Hinblick
auf Erträge aus dann höheren außerplanmäßigen Tilgungen kurzfristig vorteilhaft. Allerdings könnten in diesem Szenario aus den
kumuliert sehr hohen außerplanmäßigen Tilgungen der Vorjahre nur deutlich niedrigere Wiederanlagezinsen mit Belastungen des
Zinsüberschusses realisiert werden, sodass mittelfristig mit Belastungen des Zinsüberschusses zu rechnen wäre.
Personalstrategie/Entwicklung Personalbestand
Durch in der KfW laufende Projekte zur Modernisierung, Professionalisierung und Effizienzsteigerung werden im Jahr 2015 weitere
Einsparungen im Personalbedarf erwartet, die durch die Reduktion von externen Kräften, natürliche Fluktuation und hausinterne
Versetzung der betroffenen Mitarbeiter umgesetzt werden. Gegenläufig wirkt ein moderater Aufbau aus zumeist regulatorisch
bedingten Anforderungen.
Hier kommt der Personalentwicklung der KfW mit ihrer Kernaufgabe, der bedarfsgerechten fachlichen und persönlichen Qualifizierung
aller Mitarbeiter, eine bedeutende Rolle zu. Sie wird getragen durch ein umfassendes Angebot von KfW-internen und externen
Seminaren, Sprachtrainings, Workshops und individuellen Abteilungs- und Teamtrainings, Hospitationen und Jobrotations. Zur
Auswahl und Weiterentwicklung von Führungskräften wurde ein neues "Kompetenzmodell" entwickelt und die bereits etablierten
Instrumente "Shadowing", "Potenzialverfahren" und "Mentoring" wurden weiterentwickelt. Mit einem professionalisierten und
erweiterten Angebot an Changemanagement begleitet der Personalbereich die zahlreichen tiefgreifenden Veränderungsprozesse und
Großprojekte der Bank.
Seite 31 von 49

Die KfW unterstützt ihre Mitarbeiter im Sinne von Gender Balance insbesondere bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, aber
auch bei einer flexiblen Gestaltung der Arbeitszeit.
Erklärung zur Unternehmensführung
Der Vorstand und der Verwaltungsrat der KfW haben beschlossen, die Grundsätze des Public Corporate Governance Kodex des Bundes
(PCGK) für die KfW anzuerkennen. Die Entsprechenserklärung zur Einhaltung der Empfehlungen des PCGK enthält der Corporate
Governance Bericht der KfW.
Jahresabschluss der KfW 2014
Bilanz zum 31.12.2014
der KfW
Aktivseite
Anhang
31.12.2014
31.12.2013
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Mio. EUR
Barreserve
a)
Kassenbestand
263
0
b) Guthaben
bei Zentralnotenbanken
785.675
1.359
darunter: bei der Deutschen Bundesbank
785.675
(1.359)
785.938
1.359
Forderungen an Kreditinstitute
(2)
a) täglich
fällig
3.756.232
1.274
b)
andere
Forderungen
303.712.173
306.914
307.468.405
308.188
Forderungen an Kunden
(3)
93.324.646
91.717
darunter: durch Grundpfandrechte gesichert
0
(0)
Kommunalkredite
72.126.715
(61.434)
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere
(4), (10)
a)
Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten
0
0
darunter: beleihbar bei der Deutschen
Bundesbank
0 (0)
ab) von anderen Emittenten
1.140.817
1.140.817
711
darunter: beleihbar bei der Deutschen
Bundesbank
25.003
(0)
b)
Anleihen
und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten
5.876.384
6.065
darunter: beleihbar bei der Deutschen
Bundesbank
5.863.421
(6.027)
bb) von anderen Emittenten
20.402.767
26.279.151
20.666
darunter: beleihbar bei der Deutschen
Bundesbank
16.773.703
(15.787)
c) eigene
Schuldverschreibungen
15.260.172
15.419
Nennbetrag
15.785.971
(15.949)
42.680.140
42.861
Beteiligungen
(5), (7),
(8), (10)
877.822
802
darunter: an Kreditinstituten
42.768
(33)
darunter: an Finanzdienstleistungsinstituten
0
(0)
Anteile an verbundenen Unternehmen
(6), (7),
(10)
3.104.662
3.087
darunter: an Kreditinstituten
306.852
(307)
darunter: an Finanzdienstleistungsinstituten
0
(0)
Treuhandvermögen
(9)
17.468.048
18.533
darunter: Treuhandkredite
14.117.902
(15.360)
Immaterielle Anlagewerte
(10)
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
82.905
68
Sachanlagen
(10)
859.515
878
Sonstige Vermögensgegenstände
(11)
10.686.997
615
Rechnungsabgrenzungsposten
(12)
1.858.223
2.086
Sonderverlustkonto aus Rückstellungsbildung
gemäß § 17 Abs. 4 DMBilG
26.412
26
Seite 32 von 49

Anhang
31.12.2014
31.12.2013
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Mio. EUR
Summe der Aktiva
479.223.713 470.220
Passivseite
Anhang
31.12.2014
31.12.2013
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Mio. EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
(13)
a) täglich
fällig
15.172.179
8.359
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist
6.865.206
7.615
22.037.385
15.974
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
(14)
andere Verbindlichkeiten
a) täglich
fällig
611.741
646
b)
mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist
8.658.307
9.270.048
12.217
9.270.048
12.863
Verbriefte Verbindlichkeiten
(15)
begebene Schuldverschreibungen
402.255.747
389.979
402.255.747
389.979
Treuhandverbindlichkeiten
(16)
17.468.048
18.533
darunter: Treuhandkredite
14.117.902
(15.360)
Sonstige Verbindlichkeiten
(17)
138.782
5.104
Rechnungsabgrenzungsposten
(18)
3.877.242
4.627
Rückstellungen
(19)
a)
Rückstellungen
für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen
977.415
877
b)
andere
Rückstellungen
1.151.509
1.198
2.128.924
2.075
Abführungspflichten nach DMBilG
329
0
Nachrangige Verbindlichkeiten
(20)
2.246.589
2.247
Fonds für allgemeine Bankrisiken
500.000
400
Eigenkapital
(21)
a)
Eingefordertes
Kapital
Gezeichnetes Kapital
3.750.000
3.750
abzüglich nicht eingeforderter ausstehender
Einlagen
(450.000)
3.300.000
(450)
b)
Kapitalrücklage
7.196.989
7.197
darunter: Förderrücklage des ERP-
Sondervermögens
5.900.000
(5.900)
Zuführung
0
(1.000)
c)
Rücklage
aus Mitteln des ERP-
Sondervermögens
1.190.752
1.191
Vertragsgemäße Zuführung von Zinsen
0
(77)
d)
Gewinnrücklagen
da) gesetzliche Rücklage gem. § 10 Abs. 2 KfW-
Gesetz
1.875.000
1.875
db) Sonderrücklage gem. § 10 Abs. 3 KfW-
Gesetz
5.690.271
4.807
dc) Sonderrücklage gem. § 17 Abs. 4 DMBilG
47.607
7.612.878
48
19.300.619
18.417
Summe der Passiva
479.223.713
470.220
Eventualverbindlichkeiten
(22)
a) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und
Gewährleistungsverträgen
3.296.734
4.547
3.296.734
4.547
Andere Verpflichtungen
(23)
a) Unwiderrufliche
Kreditzusagen
53.817.694
50.251
53.817.694
50.251
Gewinn- und Verlustrechnung der KfW für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2014
Anhang
2014
2013
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Mio.
EUR
Zinserträge aus
a)
Kredit-
und Geldmarktgeschäften
9.447.470
11.208
b)
festverzinslichen
Wertpapieren und Schuldbuchforderungen
281.379
304
Seite 33 von 49

Anhang
2014
2013
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Mio.
EUR
9.728.849
11.512
Zinsaufwendungen
7.797.667
11.922
Vertragsgemäße Zuführung von Zinsen zur Rücklage aus Mitteln
des ERP-Sondervermögens
0 77
1.931.182
-487
Laufende Erträge aus
a)
Aktien
und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren
507
0
b)
Beteiligungen
16.041
7
c)
Anteilen
an verbundenen Unternehmen
00
16.548
7
Provisionserträge
454.609
404
Provisionsaufwendungen
197.779
203
256.830
201
Sonstige betriebliche Erträge
(24)
116.894
137
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a)
Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter
356.614
340
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
und für Unterstützung
152.379
508.993
91
darunter: für Altersversorgung
105.390
(46)
b)
andere
Verwaltungsaufwendungen
392.330
364
901.323
795
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle
Anlagewerte und Sachanlagen
(10)
43.532
38
Sonstige betriebliche Aufwendungen
(24)
40.054
33
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und
bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen
im Kreditgeschäft
343.589
33
Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an
verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen
behandelten Wertpapieren
3.860
16
Zuführung/Auflösung zum/des Fonds für allgemeine Bankrisiken
(25)
-100.000
1.950
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit
896.816
925
Außerordentliche Aufwendungen
0
264
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
13.366
7
Jahresüberschuss
883.450
654
Einstellungen in Gewinnrücklagen
in die Sonderrücklage gem. § 10 Abs. 3 KfW-Gesetz
(21)
-883.450
-654
-883.450
-654
Bilanzgewinn
00
Anhang
Der Jahresabschluss der KfW wurde entsprechend den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches (HGB), der Verordnung über die
Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) sowie des Gesetzes über die KfW aufgestellt.
Zusätzlich wurden die besonderen Bestimmungen des Gesetzes über die Eröffnungsbilanz in Deutscher Mark und die
Kapitalneufestsetzung (D-Markbilanzgesetz - DMBilG) beachtet.
Die Gliederung für die Bilanz und für die Gewinn- und Verlustrechnung der KfW wurde im Eigenkapital um die Sonderposten
Förderrücklage des ERP-Sondervermögens als Unterposten der Kapitalrücklage, Rücklage aus Mitteln des ERP-Sondervermögens sowie
deren Vertragsgemäße Zuführung von Zinsen und die drei Unterposten in der Gewinnrücklage gesetzliche Rücklage gemäß § 10
Absatz 2 KfW-Gesetz, Sonderrücklage gemäß § 10 Absatz 3 KfW-Gesetz und Sonderrücklage gemäß § 17 Absatz 4 DMBilG erweitert.
Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang vorzunehmen sind, erfolgen im Anhang.
1) Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden
Die Barreserve, die Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden, die Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen sowie
die Sonstigen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten, dem Nennbetrag oder einem niedrigeren beizulegenden
Wert angesetzt. Unterschiedsbeträge zwischen Nennwert und niedrigerem Auszahlungsbetrag von Forderungen, denen Zinscharakter
zukommt, werden in den Passiven Rechnungsabgrenzungsposten erfasst und über die Laufzeit ratierlich erfolgswirksam im
Zinsergebnis berücksichtigt.
Bei Förderkrediten, bei denen die Refinanzierungskosten der KfW auf Basis der laufzeitdifferenzierten Einstandszinssätze nicht
vollständig weitergegeben werden, sondern durch zusätzliche Förderbeiträge in Form von Zinsverbilligungsleistungen zu Lasten der
Ertragslage der KfW vergünstigt werden, wurde im Vorjahr die bilanzielle Abbildung angepasst.
Die Zinsverbilligungsleistungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung nun barwertig bereits zum Zeitpunkt der Festlegung der
Kreditkonditionen erfasst. Beim erstmaligen Ansatz dieser Geschäfte zum beizulegenden Zeitwert erfolgt eine Bewertung mit den
Seite 34 von 49

Parametern des allgemeinen Fördermarktes. Folglich führen diese Geschäfte zu einer Unterverzinslichkeit, die die Ertragslage der KfW
belastet.
Der sich im Regelfall bereits bei der Kreditzusage ergebende Differenzbetrag - als Barwert der nominalen Plan-
Zinsverbilligungsleistung während der ersten Zinsbindungsperiode - wird erfolgswirksam zu Lasten des Zinsaufwands erfasst und als
Korrektiv zu den Krediten und Darlehen unter den Bilanzposten Forderungen an Kreditinstitute bzw. Forderungen an Kunden
bilanziert. Der Korrektivposten wird effektivzinskonstant im Zinsüberschuss amortisiert. Im Falle einer vollständigen
außerplanmäßigen Tilgung wird dieser sofort erfolgswirksam im Zinsertrag vereinnahmt. Differenzbeträge, die sich auf Unwiderrufliche
Kreditzusagen beziehen, werden unter den Rückstellungen ausgewiesen. Bestandsveränderungen werden saldiert über die aktivisch
ausgewiesenen Korrekturposten bereits ausgezahlter Förderkredite abgebildet.
Die Wertpapiere der Liquiditätsreserve sind, soweit sie nicht gesichert sind, nach dem strengen Niederstwertprinzip, Wertpapiere des
Anlagevermögens grundsätzlich gemäß dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Teilweise werden Wertpapiere mit den zu ihrer
Kurssicherung eingesetzten Zinssicherungsgeschäften (im Wesentlichen Zinsswap-Geschäfte) zu Bewertungseinheiten gemäß § 254
HGB zusammengefasst. Es sind keine Wertpapiere dem Handelsbestand zugeordnet. Die gesetzlich vorgeschriebenen
Wertaufholungen werden vorgenommen. Strukturierte Wertpapiere mit eingebetteten Derivaten werden als Einheit bilanziert und zum
strengen Niederstwert bewertet.
Die Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ausgewiesen,
vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Bei Bedarf werden außerplanmäßige
Abschreibungen vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden als Sammelposten erfasst und linear über fünf Jahre
abgeschrieben. Auf die Aktivierung von selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen hat die Bank verzichtet.
Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert, Unterschiedsbeträge zwischen einem vereinbarten höheren
Rückzahlungsbetrag und dem Ausgabebetrag werden in den Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erfasst. Begebene
Nullcouponanleihen werden mit ihrem aktuellen Rückzahlungsbetrag angesetzt.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf
Grundlage der "Richttafeln 2005 G" von Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Bei den Berechnungen wurde für die KfW die Projected-Unit-
Credit-Methode mit den folgenden Parametern für den Gesamtbestand der aktiven Mitarbeiter angewendet:
31.12.2014
Rechnungszins
4,54 %
Anwartschaftsdynamik (in Abhängigkeit von der Tarifeinstufung)
1,00 % bis 2,70
%
Rentendynamik (in Abhängigkeit von der Versorgungsordnung)
1,00 % bis 2,50
%
Fluktuationsrate
1,30 %
Die anderen Rückstellungen werden gemäß den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe ihrer voraussichtlichen
Inanspruchnahme unter Berücksichtigung zukünftiger Preis-/Kostensteigerungen ausgewiesen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit
von mehr als einem Jahr sind mittels der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Marktzinsen auf den Bilanzstichtag
diskontiert.
Den Risiken, die aufgrund der Geschäftsstruktur der KfW überwiegend aus dem Kreditgeschäft resultieren, wird durch
Wertberichtigungen und Rückstellungen ausreichend Rechnung getragen. Die KfW unterscheidet zwischen signifikanten
(Forderungsvolumen je Einzelkreditnehmer ab 1 Mio. EUR) und nicht signifikanten Forderungen. Bei Vorliegen von Indikatoren auf
Wertminderungen erfolgt für signifikante Forderungen eine individuelle Beurteilung des Kreditengagements hinsichtlich zukünftiger
Zahlungen. Dabei wird neben dem Umfang und der Werthaltigkeit der Sicherheiten auch das politische Risiko berücksichtigt. Für nicht
signifikante Forderungen wird eine pauschalierte Risikovorsorge auf Basis homogener Teilportfolios gebildet. Die Abdeckung latenter
Bonitätsrisiken sowie latenter Transferrisiken erfolgt durch die Bildung portfoliobasierter Wertberichtigungen auf den nicht bereits
individuell wertberichtigten Teil des Portfolios. Bei leistungsgestörten Kreditforderungen findet die Vereinnahmung von Zinserträgen
grundsätzlich auf Basis der Erwartungen statt. Die Zuführungs- und Auflösungsbeträge werden netto in dem Posten Abschreibungen
und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft bzw.
Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im
Kreditgeschäft ausgewiesen. Gleiches gilt für die unrealisierten und realisierten Ergebnisse aus Beteiligungen, Anteilen an
verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren. Von den Verrechnungsmöglichkeiten in der Gewinn-
und Verlustrechnung gemäß § 340 c Absatz 2 HGB sowie § 340 f Absatz 3 HGB wird Gebrauch gemacht.
Die auf ausländische Währung lautenden Vermögensgegenstände und Schulden sowie die am Bilanzstichtag nicht abgewickelten
Kassageschäfte sind zum Devisenkassamittelkurs in Euro umgerechnet worden. Die Bank wendet den Grundsatz der besonderen
Deckung im Sinne des § 340 h HGB in Verbindung mit § 256 a HGB an.
Die Bewertung von zinsbezogenen Geschäften im Bankbuch ("Refinanzierungsverbund") folgt der Steuerung des Zinsänderungsrisikos
in der KfW. Dabei wird dem handelsrechtlichen Vorsichtsprinzip dadurch Rechnung getragen, dass für einen etwaigen
Verpflichtungsüberschuss aus der Bewertung des zinsinduzierten Bankbuchs eine Rückstellung gemäß § 340 a in Verbindung mit §
249 Absatz 1 Satz 1, 2. Alternative HGB zu bilden ist. Die Anforderungen der IDW-Stellungnahme zur verlustfreien Bewertung des
Bankbuchs (BFA 3) werden berücksichtigt. Zur Bestimmung eines etwaigen Verpflichtungsüberschusses ermittelt die KfW dabei den
Saldo aller diskontierten zukünftigen Periodenergebnisse des Bankbuchs. Neben dem Zinsergebnis werden die relevanten
Verwaltungskosten sowie Risikokosten in Höhe der erwarteten Ausfälle einbezogen. Im Berichtsjahr bestand keine Notwendigkeit zur
Bildung einer solchen Drohverlustrückstellung.
Angaben zu Aktiva
2) Forderungen
an Kreditinstitute
31.12.2014
Mio. EUR
31.12.2013
Mio. EUR
In diesem Posten sind enthalten:
Forderungen
Seite 35 von 49

31.12.2014
Mio. EUR
31.12.2013
Mio. EUR
an verbundene Unternehmen
21.532
19.920
an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
32
19
ohne Haftungsverpflichtung durchleitender Banken
2.103
2.464
Nachrangige Forderungen
1.866
1.766
Forderungen mit einer Restlaufzeit von
täglich fällig
3.756
1.274
bis drei Monate
31.741
40.822
mehr als drei Monate bis ein Jahr
34.190
29.986
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
123.952
126.519
mehr als fünf Jahre
109.799
105.377
anteilige Zinsen
4.030
4.210
Gesamt
307.468
308.188
Aufgrund der Unterverzinslichkeit von ausgezahlten Förderkrediten mit zusätzlichen Förderbeiträgen in Form von
Zinsverbilligungsleistungen zu Lasten der Ertragslage der KfW wird unter den Forderungen an Kreditinstitute ein Korrektivposten in
Höhe von 1.794 Mio. EUR (Vorjahr: 1.955 Mio. EUR) ausgewiesen.
3) Forderungen an Kunden
31.12.2014
Mio. EUR
31.12.2013
Mio. EUR
In diesem Posten sind enthalten:
Forderungen
an verbundene Unternehmen
13
12
an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
0
24
Nachrangige Forderungen
3.631
4.260
Forderungen mit einer Restlaufzeit von
unbestimmter Laufzeit
11.413
0
bis drei Monate
6.614
17.088
mehr als drei Monate bis ein Jahr
7.494
6.871
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
26.923
27.383
mehr als fünf Jahre
40.494
39.860
anteilige Zinsen
387
515
Gesamt
93.325
91.717
Aufgrund der Unterverzinslichkeit von ausgezahlten Förderkrediten mit zusätzlichen Förderbeiträgen in Form von
Zinsverbilligungsleistungen zu Lasten der Ertragslage der KfW wird unter den Forderungen an Kunden ein Korrektivposten in Höhe von
204 Mio. EUR (Vorjahr: 252 Mio. EUR) ausgewiesen.
4) Schuldverschreibungen
und andere festverzinsliche
Wertpapiere
31.12.2014
Mio. EUR
31.12.2013
Mio. EUR
Im Folgejahr fällig werdend
Geldmarktpapiere, Anleihen und Schuldverschreibungen
6.790
6.887
Nominalwert
6.697
6.702
Eigene Schuldverschreibungen
5.754
4.806
Nominalwert
5.740
4.787
Gesamt
12.544
11.693
Gesamter Nominalwert
12.437
11.489
Börsennotierte Wertpapiere
40.931
41.123
Nicht börsennotierte Wertpapiere
1.749
1.738
Börsenfähige Wertpapiere
42.680
42.861
Nachrangige Wertpapiere
20
19
echte Pensionsgeschäfte
375
537
5)
Beteiligungen
31.12.2014
Mio. EUR
31.12.2013
Mio. EUR
Börsennotierte Wertpapiere
0
0
Nicht börsennotierte Wertpapiere
46
29
Börsenfähige Wertpapiere
46
29
6)
Anteile
an verbundenen Unternehmen
In
diesem Posten sind - wie im Vorjahr - keine börsenfähigen Wertpapiere enthalten.
7) Angaben
zum Anteilsbesitz
Seite 36 von 49

Name und Sitz der Gesellschaften, an denen mindestens 20 % der
Kapitalanteile gehalten werden
Anteil am Kapital
in %
Eigenkapital
TEUR
Jahresergebnis
TEUR
1 DEG Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH,
Köln
1)
100,0
2.071.040
168.854
2 KfW IPEX-Beteiligungsholding GmbH, Frankfurt am Main
1)
100,0
1.585.970
7.607
3 KfW Beteiligungsholding GmbH, Bonn
1)
100,0
395.593
19.079
4 Interkonnektor GmbH, Frankfurt am Main
2)
100,0
0
-41
5 AF Eigenkapitalfonds für deutschen Mittelstand GmbH & Co. KG,
München
2)
47,5
47.548
-190
6 Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Berlin
2)
26,0
5.765
27
7 Berliner Energieagentur GmbH, Berlin
2)
25,0
4.685
488
8 Mittelstandsfonds Hamburg MHH GmbH & Co. KG, Hamburg
2)
24,9
8.912
276
9 eCapital Technologies Fonds II GmbH & Co. KG, Münster
2)
24,8
21.545
11.902
10 Microfinance Enhancement Facility S.A., Luxemburg, Luxemburg
2),4)
24,1
65.028
15.568
11 Europäischer Fonds für Südosteuropa SICAV-SIF, Bertrange,
Luxemburg
2),4)
21,8
696.403
-6.464
12 Galaxy S.à r.l. SICAR Luxemburg, Luxemburg
3)
20,0
7.810
-10
13 Post 2012 Carbon Credit Fund CV, Amsterdam, Niederlande
2)
20,0
0
28.483
Name und Sitz der Gesellschaften, an denen mindestens 5 % der
Stimmrechte gehalten werden
Stimmrechtsanteile
in %
Eigenkapital
TEUR
Jahresergebnis
TEUR
1 AB Microfinance Bank Nigeria Ltd., Lagos, Nigeria
2)
5,9
9.591
780
2 AccèsBanque Madagascar SA, Antananarivo, Madagaskar
2)
7,3
7.100
1.111
3 CJSC AccessBank Tajikistan, Dushanbe, Tadschikistan
2)
9,1
10.059
172
1)
Letzter vorliegender Abschluss 31.12.2014
2)
Letzter vorliegender Abschluss 31.12.2013
3)
Letzter vorliegender Abschluss 30.06.2014
4)
Letzte verfügbare Kapitalquote per 30.09.2014
8) Anteile an Investmentvermögen
Anteil am
Gesamtvermögen
in %
Buchwert
TEUR
Ausschüttungen
TEUR
Möglichkeit der
täglichen
Rückgabe
1 Microfinance Enhancement Facility S.A., SICAV-
SIF
1)
24,1
86.896
2.628
Nein
2 Europäischer Fonds für Südosteuropa S.A.,
SICAV-SIF
1)
21,8
155.987
6.262
Nein
3 Galaxy S.à r.l. SICAR
20,0
2.293
0
Nein
4 Post 2012 Carbon Credit Fund CV
20,0
0
174
Nein
5 Green for Growth Fund, Southeast Europe S.A.,
SICAV-SIF
18,3
46.545
518
Nein
6 Rural Impulse Fund II S.A. SICAV-SIF
16,5
8.436
0
Nein
7 Advans S.A., SICAR
14,9
7.700
0
Nein
S Fondaco Societa di Gestione del Risparmio S.PA.
14,6
13.107
0
Nein
9 2020 European Fund for Energy, Climate Change
and Infrastructure SICAV
14,1
39.150
0
Nein
10 Global Climate Partnership Fund SA, SICAV-SIF
13,0
24.298
563
Nein
1)
Letzte verfügbare Kapitalquote per 30.09.2014
Die Anteile an Investmentvermögen dienen im Wesentlichen der Stärkung und Förderung von Projekten des Klimaschutzes,
erneuerbarer Energien und des Infrastrukturausbaus. Die Beschränkung der Möglichkeit einer täglichen Rückgabe resultiert aus der
langfristigen Ausrichtung der Fonds und des speziellen Kreises der Investoren. Es handelt sich im Wesentlichen um illiquide
Anlagevehikel.
Die Investments sind werthaltig und unterliegen einem regelmäßigen Bewertungsprozess.
9) Treuhandvermögen
31.12.2014
Mio. EUR
31.12.2013
Mio. EUR
Forderungen an Kreditinstitute
1.107
1.794
Forderungen an Kunden
13.011
13.566
Beteiligungen
3.350
3.173
Gesamt
17.468
18.533
Seite 37 von 49

10) Anlagevermögen
Anlagespiegel zum 31. Dezember 2014
Anschaffungs-/
Herstellungskosten
2)
Zugänge
Abgänge Umbuchungen Zuschreibungen
Abschreibungen/
Wertberichtigungen
Veränderungen
1)
kumuliert
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Beteiligungen
76.096
Anteile an
verbundenen
Unternehmen
17.579
Wertpapiere des
Anlagevermögens
412.855
Immaterielle
Anlagewerte
88.099
22.984
3.199
0
0
24.979
Sachanlagen
3)
1.133.943
44.160
52.992
0
0
265.596
Gesamt
Abschreibungen/
Wertberichtigungen
2014
TEUR
Restbuchwert
31.12.2014
TEUR
Restbuchwert
31.12.2013
TEUR
Beteiligungen
877.822
801.726
Anteile an verbundenen Unternehmen
3.104.662
3.087.084
Wertpapiere des Anlagevermögens
25.766.423
25.353.568
Immaterielle Anlagewerte
7.491
82.905
67.412
Sachanlagen
3)
36.041
859.515
877.975
Gesamt
30.691.327
30.187.765
1)
Einschließlich Kursdifferenzen
2)
Von der Erleichterungsmöglichkeit gemäß Art. 31 Abs. 6 EGHGB wurde Gebrauch gemacht.
3)
Davon zum 31.12.2014:
- Gesamtbetrag der im Rahmen der eigenen Tätigkeit genutzten Grundstücke und Gebäude 791.901 TEUR
- Gesamtbetrag der Betriebs- und Geschäftsausstattung 67.614 TEUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, die dazu
bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, und deshalb grundsätzlich bis zur Endfälligkeit gehalten werden, werden den
Wertpapieren des Anlagevermögens zugeordnet. Sie sind getrennt von den Wertpapieren des Umlaufvermögens erfasst und werden
grundsätzlich gemäß gemildertem Niederstwertprinzip bewertet.
Der Buchwert der börsenfähigen, nicht mit dem Niederstwert bewerteten Wertpapiere des Anlagevermögens beträgt zum 31.12.2014
25.763 Mio. EUR. Darin enthalten sind Wertpapiere mit einem Buchwert in Höhe von 5.897 Mio. EUR, die bei Anwendung des strengen
Niederstwertprinzips abgeschrieben worden wären. Stille Lasten bestehen nicht, da ausreichend pauschale Vorsorge gebildet wurde.
Auf eine Abschreibung wurde im Hinblick auf die Dauerbesitzabsicht bis zur Endfälligkeit der Wertpapiere verzichtet.
11)
Sonstige
Vermögensgegenstände
31.12.2014
Mio. EUR
31.12.2013
Mio. EUR
In diesem Posten sind im Wesentlichen enthalten:
Ausgleichsposten aus der Fremdwährungsumrechnung von Derivaten
10.036
0
Forderung an die Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (BvS)
606
594
Die Sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen den Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung von Derivaten,
die im Rahmen der Steuerung der Fremdwährungspositionen eingesetzt werden. Im Vorjahr erfolgte der Ausweis des
Devisenausgleichspostens aufgrund der Währungskursentwicklung auf der Passivseite unter den Sonstigen Verbindlichkeiten.
Die Forderung an die BvS wird aufgrund des der KfW zugewiesenen Versicherungsgeschäfts der Staatlichen Versicherung der
Deutschen Demokratischen Republik in Abwicklung (SinA) ausgewiesen. Der Forderung stehen versicherungstechnische
Rückstellungen in gleicher Höhe gegenüber.
12)
Aktive
Rechnungsabgrenzungsposten
Die
in dem Posten Aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthaltenen Unterschiedsbeträge zwischen Rückzahlungsbetrag und
niedrigerem Ausgabebetrag von Verbindlichkeiten betragen 825 Mio. EUR (Vorjahr: 808 Mio. EUR).
Angaben zu Passiva
13)
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
31.12.2014
Mio. EUR
31.12.2013
Mio. EUR
In diesem Posten sind enthalten:
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
107
109
Seite 38 von 49

31.12.2014
Mio. EUR
31.12.2013
Mio. EUR
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
0
0
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von
täglich fällig
15.172
8.359
bis drei Monate
1.087
1.048
mehr als drei Monate bis ein Jahr
57
488
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
1.242
1.179
mehr als fünf Jahre
1.118
1.439
anteilige Zinsen
3.361
3.461
Gesamt
22.037
15.974
14)
Verbindlichkeiten
gegenüber Kunden
31.12.2014
Mio. EUR
31.12.2013
Mio. EUR
In diesem Posten sind enthalten:
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
329
281
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
0
0
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von
täglich fällig
612
646
bis drei Monate
1.964
3.470
mehr als drei Monate bis ein Jahr
184
2.354
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
2.641
2.048
mehr als fünf Jahre
3.778
4.055
anteilige Zinsen
91
290
Gesamt
9.270
12.863
15)
Verbriefte
Verbindlichkeiten
31.12.2014
Mio. EUR
31.12.2013
Mio. EUR
In dem Unterposten - begebene Schuldverschreibungen - sind enthalten:
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
1.345
1.668
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
0
0
Verbindlichkeiten, im Folgejahr fällig werdend
100.771
99.367
16)
Treuhandverbindlichkeiten
31.12.2014
Mio. EUR
31.12.2013
Mio. EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
0
0
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
17.468
18.533
Gesamt
17.468
18.533
17)
Sonstige
Verbindlichkeiten
Im Vorjahr
hat die KfW unter den Sonstigen Verbindlichkeiten einen Devisenausgleichsposten in Höhe von 5.037 Mio. EUR
ausgewiesen.
2014 erfolgt der Ausweis des Devisenausgleichspostens aufgrund der Währungskursentwicklung auf der Aktivseite unter den
Sonstigen Vermögensgegenständen.
18)
Passive
Rechnungsabgrenzungsposten
In den
Passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagien aus Forderungen in Höhe von 929 Mio. EUR (Vorjahr: 1.331 Mio. EUR)
erfasst.
19)
Rückstellungen
31.12.2014
Mio. EUR
31.12.2013
Mio. EUR
In diesem Posten sind im Wesentlichen enthalten:
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
977
877
Übertragung des Versicherungsgeschäfts SinA
606
594
Absicherung künftiger Zinsbelastungen aus der Übertragung des ERP-Sondervermögens
80
106
Unterverzinsliche Unwiderrufliche Kreditzusagen
53
85
Seite 39 von 49

Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit einem Bilanzansatz zum 31.12.2014 von 95 Mio. EUR hat die
KfW das Beibehaltungswahlrecht nach Artikel 67 Absatz 1 Satz 4 EGHGB ausgeübt. Der Wert nach Diskontierung mit dem geltenden
Bundesbankzinssatz beträgt 90 Mio. EUR.
Aufwendungen in Höhe von 43 Mio. EUR, die aus der Aufzinsung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen und
anderer lang laufender Rückstellungen resultieren, werden unter dem Zinsaufwand ausgewiesen.
Aufgrund der Unterverzinslichkeit von unwiderruflich zugesagten Förderkrediten mit zusätzlichen Förderbeiträgen in Form von
Zinsverbilligungsleistungen zu Lasten der Ertragslage der KfW wird unter dem Posten andere Rückstellungen im Geschäftsjahr 2014
eine Rückstellung in Höhe von 53 Mio. EUR ausgewiesen.
20)
Nachrangige
Verbindlichkeiten
Im Rahmen der
Neuordnung der ERP-Wirtschaftsförderung zum 01.07.2007 hat das ERP-Sondervermögen der KfW ein
Nachrangdarlehen in Höhe von 3.247 Mio. EUR gewährt. Zum 31.12.2013 wurde das Nachrangdarlehen in Höhe von 1.000 Mio. EUR in
die Kapitalrücklage des Eigenkapitals der KfW eingebracht, sodass zum Bilanzstichtag nachrangige Verbindlichkeiten in Höhe von
2.247 Mio. EUR ausgewiesen werden. Das Darlehen ist in drei Tranchen mit unterschiedlichen Zinsbindungsfristen aufgeteilt. Die
Kapitalbindungsfrist aller Tranchen endet am 31.12.2017. Die Tranchen wurden im Geschäftsjahr 2014 mit einem Zinssatz von
durchschnittlich 3,45 % (Vorjahr: 3,41 %) verzinst.
Die Zinsaufwendungen für die nachrangige Verbindlichkeit betrugen im Geschäftsjahr 2014 77 Mio. EUR (Vorjahr: 111 Mio. EUR).
Für das Nachrangdarlehen besteht keine vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung durch die KfW. Im Fall eines Insolvenzverfahrens über
das Vermögen der KfW oder der Liquidation der KfW wird der Darlehensrückzahlungsanspruch erst nach Befriedigung aller anderen,
nicht nachrangigen Gläubiger erfüllt.
21)
Eigenkapital
31.12.2013
Mio. EUR
Jahresüberschuss
Mio. EUR
31.12.2014
Mio. EUR
Gezeichnetes Kapital der KfW
3.750
0
3.750
Nicht eingeforderte ausstehende Einlagen
-450
0
-450
Kapitalrücklage
7.197
0
7.197
darunter Förderrücklage des ERP-Sondervermögens
5.900
0
5.900
Rücklage aus Mitteln des ERP-Sondervermögens
1.191
0
1.191
Erwirtschaftete Gewinne
a) gesetzliche Rücklage gemäß § 10 Abs. 2 KfW-Gesetz
1.875
0
1.875
b)
Sonderrücklage
gemäß § 10 Abs. 3 KfW-Gesetz
4.807
883
5.690
c) Sonderrücklage gemäß § 17 Abs. 4 DMBilG
48
0
48
Eigenkapital
18.417
883
19.301
Der Jahresüberschuss 2014 wird in voller Höhe den Gewinnrücklagen zugeführt. Zum Jahresende 2014 beträgt das Eigenkapital der
KfW 19.301 Mio. EUR.
Weitere vermerkpflichtige Angaben zu Passiva
22)
Eventualverbindlichkeiten
31.12.2014
Mio. EUR
31.12.2013
Mio. EUR
In diesem Posten sind enthalten:
Plattformverbriefungen (i. W. PROMISE/PROVIDE)
1.848
3.033
Kreditbürgschaften für Sonderkredite
393
398
Kreditbürgschaften für Flugzeugfinanzierungen
229
266
Kreditbürgschaften für Auslandskredite
249
264
Kreditbürgschaften für Exportfinanzierungen
150
150
Kreditbürgschaften für sonstige Finanzierungen
428
436
Gesamt
3.297
4.547
Kreditbürgschaften gegenüber verbundenen Unternehmen
24
29
Über die Verbriefungsplattformen PROMISE/PROVIDE können Kreditinstitute synthetisch Kreditrisiken aus Mittelstandskreditportfolios
bzw. privaten Wohnungsbaukrediten in den Kapitalmarkt transferieren. Zum Bilanzstichtag beläuft sich das Verbriefungsvolumen über
die Plattform auf 1.848 Mio. EUR, die vollständig über Credit Default Swaps bzw. über Credit-Linked Schuldscheine besichert sind.
Das Risiko in diesem Plattformgeschäft wird maßgeblich durch die Qualität der verbrieften Portfolios beeinflusst. Da die KfW im
Rahmen dieses Geschäftszweigs Tranchen mit höherer Ausfallwahrscheinlichkeit an den Kapitalmarkt weitergibt und selbst nur Senior-
Tranchen mit bester Bonität einbehalten hat, ist von einem sehr geringen Ausfallrisiko seitens der KfW auszugehen.
Das Risiko der übrigen Eventualverbindlichkeiten wird durch die bestehenden Rückgriffsmöglichkeiten auf den Auftraggeber reduziert
und beruht im Wesentlichen auf dessen Bonität und der Werthaltigkeit etwaiger Sicherheiten. Die Bank überprüft das Risiko
regelmäßig im Rahmen der Kreditrisikoüberwachung. Liegen Gründe für eine voraussichtliche Inanspruchnahme vor, bildet die Bank
Individualrückstellungen, latente Risiken werden pauschaliert bevorsorgt. Die Eventualverbindlichkeiten werden um als
Verbindlichkeiten bilanzierte erhaltene Barsicherheiten und Rückstellungen gekürzt ausgewiesen.
23)
Andere
Verpflichtungen
Seite 40 von 49

Unwiderrufliche Kreditzusagen
31.12.2014
Mio. EUR
31.12.2013
Mio. EUR
In diesem Posten sind enthalten:
Investitionsfinanzierungen der Kommunal- und Privatkundenbank/Kreditinstitute
17.938
18.242
Export- und Projektfinanzierungen
10.963
9.910
Kredite zur Förderung der Entwicklungs- und Transformationsländer
10.112
7.752
Investitionsfinanzierungen der Mittelstandsbank
9.373
11.193
Avalkredite
333
204
Forward Forward Deposits
2.999
1.350
Sonstige Kreditzusagen
2.100
1.600
Gesamt
53.818
50.251
Unwiderrufliche Kreditzusagen gegenüber verbundenen Unternehmen
1.674
1.730
Die Unwiderruflichen Kreditzusagen unterliegen der regelmäßigen Überwachung der Kreditrisiken. Liegen konkrete Erkenntnisse über
einen Verlust aus einer zu erwartenden Inanspruchnahme vor, erfolgt eine Individualrückstellung, latenten Risiken wird durch die
Bildung von Portfoliorückstellungen Rechnung getragen.
Rückstellungen, die für im Förderkreditgeschäft zu Lasten der Ertragslage der KfW gewährte Zinsverbilligungsleistungen aus
Unwiderruflichen Kreditzusagen gebildet wurden, werden in Abzug gebracht.
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
24) Sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen und Erträge aus der Währungsumrechnung wurden unter Beachtung der §§ 277 Absatz 5 Satz 2, 340 h HGB brutto
unter den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen (3 Mio. EUR, Vorjahr: 6 Mio. EUR) und Sonstigen betrieblichen Erträgen (4 Mio. EUR,
Vorjahr: 5 Mio. EUR) ausgewiesen. Wechselkursbedingte Wertänderungen der in fremden Währungen gebildeten
Einzelwertberichtigungen sind ebenso unter den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. Sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.
25)
Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken
Der Fonds für allgemeine Bankrisiken wurde im Geschäftsjahr 2014 mit 100 Mio. EUR auf 500 Mio. EUR dotiert. Der Ausweis erfolgt in
einem gesonderten Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung. Die Bildung des Fonds für allgemeine Bankrisiken richtet sich auf die
Sicherung gegen die allgemeinen geschäftsspezifischen Risiken.
26) Honorar
des Jahresabschlussprüfers
Die KfW nimmt die Erleichterung gemäß § 285 Nummer 17 HGB in Anspruch und verweist auf die Aufgliederung der
Abschlussprüferhonorare im Konzernabschluss der KfW Bankengruppe.
27)
Geografische
Märkte
Auf
eine geografische Aufgliederung der Gesamtbeträge bestimmter Ertragsposten gemäß § 34 Absatz 2 Nummer 1 RechKredV wurde
verzichtet, da die KfW keine Auslandsfilialen unterhält.
Sonstige vermerkpflichtige Angaben
28)
Vermögensgegenstände
und Schulden in fremder Währung
31.12.2014
Mio. EUR
31.12.2013
Mio. EUR
Vermögensgegenstände in Fremdwährung
44.648
39.412
Schulden in Fremdwährung
227.250
215.972
29)
Sonstige
finanzielle Verpflichtungen
Im
Rahmen von Beteiligungsfinanzierungen bestehen Resteinzahlungsverpflichtungen in Höhe von insgesamt 384 Mio. EUR.
Mitarbeiter der KfW oder von der KfW beauftragte Dritte übernehmen in Einzelfällen Organfunktionen bei Gesellschaften, an denen die
KfW Beteiligungen hält oder mit denen ein sonstiges relevantes Gläubigerverhältnis besteht. Die daraus resultierenden Risiken werden
grundsätzlich durch Vermögensschadenhaftpflichtversicherungen (D&O-Versicherungen) der jeweiligen Gesellschaft abgedeckt. Für
den Fall, dass kein wirksamer Versicherungsschutz besteht, können sich gegebenenfalls Haftungsrisiken für die KfW ergeben.
Die KfW hat im Zusammenhang mit der Rückgabe der Banklizenz des Tochterunternehmens Finanzierungs- und Beratungsgesellschaft
mbH (FuB) eine Freistellungsvereinbarung mit der FuB geschlossen. Die FuB hat im Rahmen der Rückgabe der Banklizenz die durch
sie verwalteten Devisenausländerkonten an den Ausgleichsfonds Währungsumstellung übertragen. Die KfW übernimmt die Haftung in
den Fällen, in denen die FuB nach der Übertragung von Gläubigern der Devisenausländerkonten in Anspruch genommen wird. Das
Risiko der Inanspruchnahme wird als gering eingeschätzt.
30) Derivatebericht
Die KfW setzt im Wesentlichen zur Absicherung von Zinsänderungs-, Wechselkurs-, sonstigen Preis- und Kreditrisiken folgende
Termingeschäfte/derivative Produkte ein:
1.
Zinsbezogene Termingeschäfte/derivative Produkte
Zinsswaps
Seite 41 von 49

Zinsoptionen, Swaptions
Zinsbegrenzungsvereinbarungen
2. Währungsbezogene
Termingeschäfte/derivative Produkte
Zins- und Währungsswaps
Devisenswaps
Devisenkassageschäfte
Devisentermingeschäfte
Die nachfolgende Darstellung der derivativen Geschäfte richtet sich nach den Anforderungen der §§ 285 Nummer 19 HGB, 36
RechKredV. Darin werden die positiven und negativen Marktwerte der Derivate zum 31.12.2014 offengelegt.
Die Berechnung erfolgt für alle Kontraktarten nach der Marktbewertungsmethode. Soweit für die derivativen Instrumente keine
Marktwerte feststellbar waren, wurden ersatzweise Werte mittels Marktparametern errechnet, deren Ermittlung auf allgemein
anerkannten Optionspreismodellen und Barwertberechnungen basiert.
Erworbene bzw. geschriebene Optionen werden in Höhe der gezahlten Prämie als Sonstige Vermögensgegenstände bzw. als Sonstige
Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Volumina
Nominalwert
31.12.2014
Mio. EUR
Nominalwert
31.12.2013
Mio. EUR
Marktwert positiv
31.12.2014
Mio. EUR
Marktwert
negativ
31.12.2014
Mio. EUR
Kontrakte mit Zinsrisiken
Zinsswaps
470.826
460.794
21.135
24.981
Swapoptionen
davon: Käufe 0 0 0 0
davon: Verkäufe 0 0 0 0
Zinsbegrenzungsvereinbarungen
1)
833
0
0
0
Gesamt
471.659
460.794
21.135
24.981
Kontrakte mit Währungsrisiken
Zins- und Währungsswaps
195.136
192.077
16.750
3.366
Devisenswaps
25.328
21.479
786
199
Devisentermingeschäfte
133
255
1
1
Devisenkassageschäfte 0000
Gesamt
220.597
213.811
17.537
3.566
Aktien- und sonstige Preisrisiken
2)
0
12
0
0
1)
Ausweis der separat gehandelten Zinsbegrenzungsvereinbarungen
2)
Verzicht auf den Ausweis von eingebetteten Derivaten
Restlaufzeiten
Nominalwerte
Zinsrisiken
1)
Währungsrisiken
Sonstige Preisrisiken
1)
31.12.2014
Mio. EUR
31.12.2013
Mio. EUR
31.12.2014
Mio. EUR
31.12.2013
Mio. EUR
31.12.2014
Mio. EUR
31.12.2013
Mio. EUR
Restlaufzeit
bis drei
Monate
13.483
22.585
30.709
34.630
0
0
mehr als drei
Monate bis
ein Jahr
50.399
40.855
33.567
28.109
0
0
mehr als ein
Jahr bis fünf
Jahre
220.356
219.726
107.114
101.308
0
12
mehr als fünf
Jahre
187.421
177.628
49.207
49.764
0
0
Gesamt
471.659
460.794
220.597
213.811
0
12
1)
Darstellung der derivativen Finanzinstrumente ohne eingebettete Derivate
Kontrahenten
Seite 42 von 49

Nominalwert
31.12.2014
Mio. EUR
Nominalwert
31.12.2013
Mio. EUR
Marktwert positiv
31.12.2014
Mio. EUR
Marktwert
negativ
31.12.2014
Mio. EUR
OECD-Banken
687.161
642.076
38.483
27.970
Banken außerhalb OECD
26
26
0
3
Sonstige Kontrahenten
174
27.026
24
162
Öffentliche Stellen
4.897
5.489
165
412
Gesamt
692.258
674.617
38.672
28.547
31)
Bewertungseinheiten gemäß § 254
HGB
Nachfolgend
wird über Bewertungseinheiten gemäß §§ 254 bzw. 285 Nummer 23 HGB berichtet.
In der Tabelle sind die in Bewertungseinheiten gegen Zinsänderungsrisiken abgesicherten Volumina der Grundgeschäfte von
Wertpapieren des Anlagevermögens und der Liquiditätsreserve zum Abschlussstichtag aufgeführt.
Buchwert
Mio. EUR
Nominalwert
Mio. EUR
Marktwert
Mio. EUR
Wertpapiere des Anlagevermögens
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
19.860
19.284
20.309
Wertpapiere der Liquiditätsreserve
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
15.632
16.153
16.934
Gesamt
35.492
35.437
37.243
Die KfW setzt Derivate nur zur Absicherung offener Positionen ein.
Das Wahlrecht, ökonomische Sicherungsbeziehungen als Bewertungseinheit bilanziell nachzuvollziehen, wird bei Wertpapieren des
Eigenbestands als designierte Grundgeschäfte ausgeübt. Die bilanzielle Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten
Bewertungseinheiten erfolgt mittels der Einfrierungsmethode.
Ein Teil der Wertpapiere des Anlagevermögens wird durch die Bildung von Mikro-Bewertungseinheiten gegen Zinsänderungsrisiken
abgesichert, indem festverzinsliche Wertpapiere und Absicherungsgeschäfte (im Wesentlichen Zinsswaps) zusammengeführt werden.
Aufgrund der Identität wertbeeinflussender Parameter der Grund- und Sicherungsgeschäfte wird die kompensatorische Wirkung
sowohl prospektiv als auch retrospektiv mittels der Critical-Term-Match-Methode nachgewiesen.
Durch die grundsätzliche Anwendung des gemilderten Niederstwertprinzips im Anlagevermögen werden lediglich dauernde
Wertminderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt.
Die festverzinslichen Wertpapiere der Liquiditätsreserve werden ebenfalls mit Absicherungsgeschäften (im Wesentlichen Zinsswaps)
gegen Zinsänderungsrisiken in Mikro-Bewertungseinheiten zusammengeführt. Etwaige Ineffektivitäten werden imparitätisch in der
Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Daneben bestehen Bewertungseinheiten im Rahmen des Rückkaufs von Eigenemissionen,
denen korrespondierende Verbriefte Verbindlichkeiten als Sicherungsgeschäft gegenübergestellt werden.
Aufgrund der negativen Korrelation der Wertänderungen und der vergleichbaren Risiken von Grund- und Sicherungsgeschäften haben
sich zum Abschlussstichtag gegenläufige Wertänderungen oder Zahlungsströme weitestgehend ausgeglichen. Im Hinblick auf die
Durchhalteabsicht der Sicherungsbeziehungen ist auch künftig von sich nahezu vollständig kompensierenden Effekten hinsichtlich des
abgesicherten Risikos bis zu den vorgesehenen Fälligkeiten der Bewertungseinheiten auszugehen.
Neben den Bewertungseinheiten nach § 254 HGB fließen im Rahmen der wirtschaftlichen Absicherung von Zinsänderungsrisiken im
Bankbuch die hierfür eingesetzten derivativen Finanzinstrumente und die zinstragenden Grundgeschäfte in die Aktiv-Passiv-Steuerung
ein. Die KfW steuert die Zinsmarge bzw. den Marktwert aller zinstragenden Geschäfte im Bankbuch als Gesamtheit. Darüber hinaus
sind die Bewertungseinheiten Bestandteil der verlustfreien Bewertung des Zinsbuchs (BFA 3).
32)
Kredite
im fremden Namen für fremde Rechnung
Die
Kredite im fremden Namen und für fremde Rechnung valutieren zum 31.12.2014 in Höhe von 7.089 Mio. EUR.
33)
Personalbestand
Der durchschnittliche Personalbestand von Mitarbeiterinnen/Mitarbeitern ohne Vorstand und Auszubildende, aber einschließlich
Aushilfen ist aus den vier Quartalsendständen des Berichtsjahres ermittelt.
2014
2013
Mitarbeiterinnen
2.152
2.090
Mitarbeiter
2.231
2.175
davon: außertariflich Eingestufte
2.986
2.905
davon: tariflich Eingestufte
1.397
1.360
Gesamt
4.383
4.265
34)
Bezüge
und Kredite an Mitglieder des Vorstands und des Verwaltungsrats
Jahresvergütung 2014
Gehalt
TEUR
Variable
Vergütung
TEUR
Sonstige
Bezüge
1)
TEUR
Gesamt
TEUR
Dr. Ulrich Schröder (Vorstandsvorsitzender)
707,3
269,0
80,7
1.057,0
Seite 43 von 49

Jahresvergütung 2014
Gehalt
TEUR
Variable
Vergütung
TEUR
Sonstige
Bezüge
1)
TEUR
Gesamt
TEUR
Dr. Günther Bräunig
634,7
0,0
37,1
671,8
Dr. Ingrid Hengster
2)
373,5
0,0
26,2
399,7
Dr. Norbert Kloppenburg
634,7
0,0
43,6
678,3
Dr. Edeltraud Leibrock
525,3
0,0
52,7
578,0
Bernd Loewen
535,2
0,0
35,6
570,8
Dr. Axel Nawrath
2)
237,2
0,0
24,9
262,1
Gesamt
3.647,9
269,0
300,8
4.217,7
1)
Die sonstigen Bezüge bestehen im Wesentlichen aus Dienstwagennutzung, Aufwendungen für Versicherungsbeiträge sowie darauf entfallende
Steuern
und Sozialabgaben. Zudem enthalten sind die Bezüge aus Aufsichtsratsmandaten in Tochterunternehmen.
2)
Dr. Ingrid Hengster ab 01.04.2014; Dr. Axel Nawrath bis 31.03.2014
Die Bezüge des Verwaltungsrats der KfW betrugen 180 TEUR. Sie setzen sich strukturell wie folgt zusammen:
Die Vergütung für die Mitgliedschaft im Verwaltungsrat beträgt 5 TEUR p. a. sowie jeweils 0,6 TEUR p. a. für die Mitgliedschaft in den
Ausschüssen des Verwaltungsrats, jeweils anteilig bei nur unterjähriger Mitgliedschaft. Die Vergütung für Mitglieder der
Bundesregierung, die aufgrund § 7 Absatz 1 Nummer 2 des Gesetzes über die KfW Mitglied des Verwaltungsrats sind, wurde für das
Geschäftsjahr 2014 auf 0 EUR festgesetzt. Ferner wurde die Vergütung für den Vorsitzenden des KfW-Verwaltungsrats und seinen
Stellvertreter ebenfalls auf 0 EUR festgesetzt.
Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen sind zum 31.12.2014 42.038
TEUR zurückgestellt. Die laufenden Bezüge betrugen 4.141 TEUR.
Es bestehen weder Kredite an Mitglieder des Vorstands noch an Mitglieder des Verwaltungsrats.
35) Konzernzugehörigkeit
Die KfW ist zum 31.12.2014 in den Konzernabschluss der KfW Bankengruppe, Frankfurt am Main, einbezogen. Der Konzernabschluss
nach IFRS wird in deutscher Sprache im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
36)
Mandate
gesetzlicher Vertreter oder anderer Mitarbeiter in Aufsichtsgremien großer Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Absatz
3 HGB
Dr. Ulrich Schröder (Vorstandsvorsitzender)
DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH, Köln
Deutsche Post AG, Bonn
Deutsche Telekom AG, Bonn
Dr. Günther Bräunig
Deutsche Pfandbriefbank AG, München
Hypo Real Estate Holding AG, München
Dr. Norbert Kloppenburg
DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH, Köln
Hamburger Hafen und Logistik AG, Hamburg
KfW IPEX-Bank GmbH, Frankfurt am Main
Dr. Edeltraud Leibrock
DFS Deutsche Flugsicherung GmbH, Langen
Bernd Loewen
KfW IPEX-Bank GmbH, Frankfurt am Main
Dr. Axel Nawrath
Saarstahl AG, Völklingen
Dr. Lutz-Christian Funke
IKB - Deutsche Industriebank AG, Düsseldorf
37)
Organe
der Bank
Verwaltungsrat
Dr. Wolfgang Schäuble
Bundesminister der Finanzen
Seite 44 von 49

Stellvertretender Vorsitzender
(01.01.2014 bis 31.12.2014)
Vorsitzender
(seit 01.01.2015)
Sigmar Gabriel
Bundesminister für Wirtschaft und Energie
Vorsitzender
(01.01.2014 bis 31.12.2014)
Stellvertretender Vorsitzender
(seit 01.01.2015)
Kerstin Andreae
Mitglied des Deutschen Bundestages
Vom Bundestag bestelltes Mitglied
(seit 01.01.2015)
Norbert Barthle
Mitglied des Deutschen Bundestages
Vom Bundestag bestelltes Mitglied
Jan Bettink
Präsident des Verbandes Deutscher Pfandbriefbanken (vdp)
Vertreter der Realkreditinstitute
Anton F. Börner
Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e. V. (BGA)
Vertreter des Handels
Hans-Dieter Brenner
Vorsitzender des Vorstandes Helaba Landesbank Hessen-Thüringen
Vertreter des Industriekredits
(seit 18.06.2014)
Frank Bsirske
Vorsitzender der ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Vertreter der Gewerkschaften
Jens Bullerjahn
Stellvertretender Ministerpräsident Finanzminister des Landes Sachsen-Anhalt
Vom Bundesrat bestelltes Mitglied
Alexander Dobrindt
Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur
Georg Fahrenschon
Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV)
Vertreter der Sparkassen
Robert Feiger
Bundesvorsitzender der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau)
Vertreter der Gewerkschaften
Klaus-Peter Flosbach
Seite 45 von 49

Mitglied des Deutschen Bundestages
Vom Bundestag bestelltes Mitglied
Hubertus Heil
Mitglied des Deutschen Bundestages
Vom Bundestag bestelltes Mitglied
Dr. Barbara Hendricks
Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
Prof. Dr. Hans-Günter Henneke
Geschäftsführendes Präsidialmitglied des Deutschen Landkreistages (DLT)
Vertreter der Gemeinden
Reiner Hoffmann
Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB)
Vertreter der Gewerkschaften
(seit 18.06.2014)
Gerhard Hofmann
Mitglied des Vorstandes des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e. V. (BVR)
Vertreter der genossenschaftlichen Kreditinstitute
Bartholomäus Kalb
Mitglied des Deutschen Bundestages
Vom Bundestag bestelltes Mitglied
Dr. Markus Kerber
Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V. (BDI)
Vertreter der Industrie
(Mandat ruhte bis 02.06.2014)
Stefan Körzell
Mitglied des Geschäftsführenden Bundesvorstandes des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB)
Vertreter der Gewerkschaften
(seit 01.07.2014)
Dr. h. c. Jürgen Koppelin
Vom Bundestag bestelltes Mitglied
(bis 31.12.2014)
Dr. Gesine Lötzsch
Mitglied des Deutschen Bundestages
Vom Bundestag bestelltes Mitglied
Claus Matecki
Mitglied des Geschäftsführenden Bundesvorstandes des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) a. D.
Vertreter der Gewerkschaften
(bis 30.06.2014)
Dr. Gerd Müller
Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Dr. Ulrich Nußbaum
Senator für Finanzen in Berlin a. D.
Seite 46 von 49

Vom Bundesrat bestelltes Mitglied
(bis 10.12.2014)
Joachim Rukwied
Präsident des Deutschen Bauernverbandes e. V. (DBV)
Vertreter der Landwirtschaft
Dr. Nils Schmid
Minister für Finanzen und Wirtschaft des Landes Baden-Württemberg
Vom Bundesrat bestelltes Mitglied
Christian Schmidt
Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft
(seit 17.02.2014)
Andreas Schmitz
Mitglied des Präsidiums des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. (BdB)
Sprecher des Vorstandes der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG
Vertreter der Kreditbanken
Carsten Schneider
Mitglied des Deutschen Bundestages
Vom Bundestag bestelltes Mitglied
Peter-Jürgen Schneider
Finanzminister des Landes Niedersachsen
Vom Bundesrat bestelltes Mitglied
Holger Schwannecke
Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH)
Vertreter des Handwerks
Erwin Sellering
Ministerpräsident des Landes Mecklenburg-Vorpommern
Vom Bundesrat bestelltes Mitglied
Dr. Markus Söder
Bayerischer Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat
Vom Bundesrat bestelltes Mitglied
Michael Sommer
Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) a. D.
Vertreter der Gewerkschaften
(bis 15.05.2014)
Dr. Frank-Walter Steinmeier
Bundesminister des Auswärtigen
Dr. Norbert Walter-Borjans
Finanzminister des Landes Nordrhein-Westfalen
Vom Bundesrat bestelltes Mitglied
Dr. Martin Wansleben
Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages e. V (DIHK)
Vertreter der Industrie
Seite 47 von 49

Dr. Kai H. Warnecke
Hauptgeschäftsführer Haus & Grund Deutschland
Vertreter der Wohnungswirtschaft
Vorstand
Dr. Ulrich Schröder (Vorstandsvorsitzender)
Dr. Günther Bräunig
Dr. Ingrid Hengster
Dr. Norbert Kloppenburg
Dr. Edeltraud Leibrock
Bernd Loewen
Frankfurt am Main, den 27. Januar 2015
Dr. Ulrich Schröder, Vorstandsvorsitzender
Dr. Günther Bräunig
Dr. Ingrid Hengster
Dr. Norbert Kloppenburg
Dr. Edeltraud Leibrock
Bernd Loewen
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
"Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der
Buchführung und den Lagebericht der KfW, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft.
Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie
den ergänzenden Bestimmungen des Gesetzes über die KfW liegen in der Verantwortung des Vorstands der KfW. Unsere Aufgabe ist
es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der
Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und
durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die
Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der KfW sowie die Erwartungen über
mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen
Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von
Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen
Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der
Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen
Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesetzes über die KfW und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
KfW. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der KfW und
stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Frankfurt am Main, den 3. März 2015
KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Mock, Wirtschaftsprüfer
Müller, Wirtschaftsprüfer
Impressum
Herausgeber
KfW Bankengruppe
Seite 48 von 49

Abteilung Kommunikation
Palmengartenstraße 5-9, 60325 Frankfurt am Main
Telefon 069 7431-0, Telefax 069 7431-2944
infocenter@kfw.de,
www.kfw.de
Konzeption und Realisation
MEHR+ Kommunikationsgesellschaft mbH, Düsseldorf
KfW Bankengruppe
Palmengartenstraße 5-9
60325 Frankfurt am Main
Telefon 069 7431-0
Telefax 069 7431-2944
infocenter@kfw.de
www.kfw.de
Seite 49 von 49