Bundesanzeiger
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V.-Datum
Zentrum Mikroelektronik
Dresden AG
Dresden
Rechnungslegung/
Finanzberichte
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis
zum 31.12.2011
25.09.2012
Zentrum Mikroelektronik Dresden AG
Dresden
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2011
Der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG Konzern, Dresden (ZMDI-Konzern), setzt sich zum 31. Dezember 2011 aus der Zentrum
Mikroelektronik Dresden AG, der ZMD America Inc., der ZMD Eastern Europe EOOD, Bulgarien, sowie der ZMD Fareast Limited,
Hongkong, zusammen. Der ZMDI-Konzern verfügt über Vertriebsbüros im US-amerikanischen Melville (New York) bis 30. September
2011 und Pocatello (Idaho), in Tokio (Niederlassung in Japan), in Shenzen (China), Hsinchu (Taiwan), Seoul (Niederlassung Korea),
Niederlassungen in München und in Stuttgart sowie über Design-Center im US-amerikanischen Madison (Wisconsin) bis 31. Januar
2012, in Varna (Bulgarien), in Dresden, München, Stuttgart und Limerick (Irland) seit Juni 2011.
Die Zentrum Mikroelektronik Dresden AG (ZMD AG) als Obergesellschaft hat ihren Sitz in 01109 Dresden/Deutschland, Grenzstraße
28. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns umfasst die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb mikroelektronischer Bauelemente und
Baugruppen sowie Sensoren, Mikroelektronikmodule und Mikrosysteme, System an a Chip (SoC) und System in a Package (SIP).
1. Wirtschaftliches Umfeld
Nach der Beseitigung der allseits herrschenden Engpässe im Vorjahr und dem damit einhergehenden rapiden Wachstum ist der
Halbleitermarkt 2011 wieder zu seinem Wachstumstrend seit 2003 zurückgekehrt.
Gemäß WSTS (World Semiconductor Trade Statistics) legte der Gesamtumsatz des Halbleitermarktes um +1,3 % leicht zu auf USD
299,5 Mrd. (Vorjahr: 298,3 Mrd.).
Hauptwachstumsmarkt ist Asien mit einem Zugewinn von +2,5 % (Vorjahr: +33,8 %) auf USD 164 Mrd.
Der japanische Markt litt aufgrund der Folgen des Tsunami zu Beginn des Jahres und brach -7,9 % ein auf USD 42,9 Mrd. (Vorjahr:
+21,6 %). Der amerikanische Markt legte verhalten um +2,8 % zu auf USD 55,2 Mrd. (Vorjahr: +39,3 %). Der europäische Markt
hingegen schrumpfte um -1,7 % auf USD 37,4 Mrd. (Vorjahr: +27,4 %).
2. Signifikante Entwicklungen des ZMDI-Konzerns und der Produktlinien (Business Lines) im Geschäftsjahr 2011
Der ZMDI-Konzern erzielte 2011 einen Umsatz von Mio. EUR 64,2 (Vorjahr: Mio. EUR 55,1).
Damit wuchs der Konzernumsatz mit 16,4 % gegenüber dem Vorjahr und erneut deutlich stärker als das Marktumfeld.
Die positive Entwicklung im Umsatz resultiert im Wesentlichen aus den Umsatzerhöhungen von Mio. EUR 8,5 im Bereich Automotive
und aus gestiegenen Umsätzen im Bereich Medical & SSC von Mio. EUR 1,2. Damit konnte der Umsatz des ZMDI-Konzerns im
Geschäftsjahr 2011 zum zweiten Mal in Folge nach 2009 erheblich gesteigert werden und lag damit auch wiederholt über dem
budgetierten Umsatzziel. Die Umsatzzuwächse waren dabei mit Mio. EUR 6,2 im Inland und Mio. EUR 2,9 im Ausland zu verzeichnen.
Der inländische Umsatzanteil stieg mit 41,1 % deutlich stärker an als der Auslandsumsatz mit 7,2 %.
In der Business Line Automotive stieg der Umsatz mit Mio. EUR 8,5 gegenüber dem Vorjahr um 30,9 % und übertraf damit das
Vorjahresniveau deutlich stärker als erwartet und lag damit auch deutlich über dem allgemeinen Marktwachstum. Dabei ist das
Wachstum sowohl mit kundenspezifischen Produkten, etwas stärker jedoch mit applikationsspezifischen Standardprodukten erzielt
worden. Der Ausbau des Standardproduktgeschäftes des Geschäftsbereiches Automotive ist mit einer neuen Produktfamilie ZSSC313x
auch in 2011 erfolgreich vorangetrieben worden. Mit einem Umsatz von Mio. EUR 36 im Jahr 2011 stellt der Geschäftsbereich
Automotive rund 56 % des Gesamtumsatzes des ZMDI-Konzerns.
In der Business Line Medical & SSC konnte der Umsatz um 6 % und damit um Mio. EUR 1,2 gesteigert werden. Der vorwiegend in den
USA operierende SSC-Bereich steigerte seinen Umsatz von Mio. EUR 5,1 in 2010 auf Mio. EUR 5,4 in 2011 und wuchs damit um 6 %
gegenüber dem Vorjahr. Wichtigster Wachstumsmotor in diesem Segment sind anwendungsspezifische Standardprodukte für
Sensorapplikationen in den Marktsegmenten Consumer, Industrial und Automotive. Das Umsatzwachstum von rund Mio. EUR 0,9 im
Medical Segment wurde vordringlich durch die Steigerung im „Consumer Medical" Bereich erzielt. Die Business Line Medical & SSC ist
mit Mio. EUR 20,9 der zweitgrößte Bereich des ZMDI-Konzerns.
In der Business Line Standard Components wurden im Vergleich zu 2010 Mio. EUR 0,6 weniger Umsatz generiert. Obwohl hinsichtlich
der Industrieautomatisierung ein stabiles Wachstum zu verzeichnen war, konnten neu entwickelte Produkte die planmäßig
rückläufigen Umsätze im Bereich IRDA noch nicht voll kompensieren, so dass die Umsätze für den Geschäftsbereich Standard
Components um 8,5 % ggü. dem Vorjahr rückläufig waren.
Der Mitarbeiterstand des ZMDI-Konzerns (einschließlich Auszubildenden) betrug im Jahresdurchschnitt 2011 294 Mitarbeiter (283
Mitarbeiter im Vorjahr).
2.1 ZMD AG
Auch in 2011 hat die ZMD AG weitere Anstrengungen unternommen, insbesondere im Bereich Marketing und Sales, um den Ausbau
des Standardproduktegeschäftes und des US-amerikanischen Marktes voranzutreiben. Standardprodukte werden im Bereich der

Sensorik sowie im neuen Bereich des digitalen Powermanagements erstellt. Darüber hinaus gibt es weitere Produkte für
Industriekunden und medizintechnische Kunden.
Die Ausrichtung liegt auf „enabling energy efficiency", also einer klaren Ausrichtung auf Produkte und Anwendungen, die
Energieeffizienz kreieren und ermöglichen. ZMDI ist in dem Bereich Energieeffizienz bereits seit Jahren tätig und erfährt durch die
neue Ausrichtung in der Sensorik und im Bereich Powermanagement sowohl eine gesellschaftlich als auch geschäftlich hohe
Akzeptanz.
Um den Bereich Power Management weiter zu stärken, wurden 8 neue Mitarbeiter im neu errichteten Designstandort Limerick (Irland)
seit Juni 2011 eingestellt, die an das Münchener Office angeschlossen sind.
Die Zentrum Mikroelektronik Dresden AG ist seit 2007 als so genannte FABLESS Company aufgestellt. Firmen mit diesem
Geschäftsmodell übernehmen Produktverantwortung für kundenbezogene Entwicklungen, aber vor allen Dingen auch für selbst
definierte Produkte, die als Standardprodukte über einen eigenen Markenauftritt und neue Marktkanäle vertrieben werden können.
Zur Stärkung des Einflusses auf den asiatischen Markt hat die ZMD AG 2007 die ZMD FAREAST Limited Hongkong gegründet, an der
sie zu 100 % beteiligt ist. Diese wiederum hält 50 % an der als Joint Venture mit der Vapor Technologies gegründeten Senterra
Limited. Seit Ende 2010 unterhält die ZMD AG ein Vertriebsbüro in Korea und hat sich damit einen besseren Zugang zu dem dortigen
Wachstumsmarkt, vorrangig zunächst im Fokus auf Automotive, verschafft.
Die ZMD AG unterhält zudem seit April 2008 eine Niederlassung in Tokio (Japan), um im japanischen Markt die erforderliche
Vertriebspräsenz zu gewährleisten.
Der Aufsichtsrat der ZMD AG genehmigte mit Beschluss vom 5. Dezember 2007 die Gründung einer 100%igen Tochtergesellschaft,
der ZMD Eastern Europe EOOD in Varna, Bulgarien. Mit dieser Maßnahme sollen mittelfristig die Entwicklungskosten insgesamt
gesenkt werden. Die ZMD Eastern Europe wurde am 27. Februar 2008 ins Handelsregister Varna eingetragen.
Weiterhin hält die ZMD AG seit 1996 100 % der Anteile an der ZMD America Inc.
2.2 ZMD Eastern Europe EOOD
Ziel ist es, kostengünstige Schaltkreisentwurfskapazitäten aufzubauen, um mittelfristig die Entwicklungskosten insgesamt zu senken
sowie auch mittelfristig die osteuropäischen Märkte zu entwickeln. Die ZMD Eastern Europe wurde 2008 gegründet und konnte ihren
Geschäftsbetrieb zielstrebig und erfolgreich ausbauen. Im Geschäftsjahr 2011 wurden weitere 5 Mitarbeiter eingestellt, so dass im
Büro in Varna zum Jahresende bereits 32 Mitarbeiter beschäftigt waren, inklusive der Mitarbeiter in der jungen Applikationsgruppe.
Für das Jahr 2012 ist geplant, weitere 3 bis 5 Mitarbeiter einzustellen. Die Gesellschaft wird im Konzern voll konsolidiert und im Cost-
Plus-Verfahren finanziert.
2.3 ZMD America Inc.
Die ZMD America Inc. wies 2011 ein positives Ergebnis in Höhe von Mio. EUR 0,2 aus gegenüber einem negativen Ergebnis im Vorjahr
von Mio. EUR 1,0. Grund hierfür war im Wesentlichen die Änderung des Finanzierungsmodells. Mit Wirkung zum 1. Januar 2011 wurde
das Verrechnungspreismodell auf das Cost-Plus-Verfahren umgestellt. Somit erfolgten die Kostenverrechnungen für erbrachte
Vertriebs-, Marketing- und R & D-Leistungen mit einem Gewinnaufschlag, welcher Aufgaben und Risiken adäquat berücksichtigt. Des
Weiteren hat die ZMD AG zwei in den Vorjahren an die ZMD America Inc. ausgereichte Darlehen inklusive der aufgelaufenen Zinsen im
Wege des Schuldenerlasses in eine steuerfreie Kapitalrücklage eingelegt.
Die zur Mitte 2010 aufgesetzte Reorganisation, die die Reduzierung der Entwicklungsmannschaft und eine Verstärkung des Sales
Teams beinhaltete, konnte bis Ende 2011 erfolgreich abgeschlossen werden. Die Gesellschaft wird im Konzern voll konsolidiert.
2.4 Geschäftsverlauf nach Produktsegmenten und geographischen Märkten
Umsatzerlöse der Produktsegmente
2011
2010
Mio. EUR
%
Mio. EUR
%
Exklusivprodukte
48,1
75,0
41,7
75,7
Standardprodukte
16,1
25,0
13,4
24,3
64,2
100,0
55,1
100,0
Umsatzerlöse nach geographischen Märkten
2011
2010
Mio. EUR
%
Mio. EUR
%
Inland
21,2
33,0
15,0
27,2
Ausland
43,0
67,0
40,1
72,8
64,2
100,0
55,1
100,0
2.5 Produktentwicklung
Im Jahre 2011 wurde ein neuer Standort in Limerick, Irland, eröffnet. Damit wurden die Entwicklungsaktivtäten auf dem Gebiet des
Power Management ausgeweitet, um weitere Projekte parallel durchführen zu können. Dies war notwendig, um dem starken
Kundeninteresse, das nach der Ankündigung des Produktes im Jahre 2010 deutlich sichtbar wurde und auch nach der
Produkteinführung im September 2011 tatsächlich eintrat, gerecht zu werden.
Das Technologieportfolio, das für neue Projekte zu Verfügung steht, wurde in 2011 konsolidiert. Um eine effiziente
Entwicklungsumgebung zu garantieren und die Wiederverwendung von Schaltungen zu erleichtern, wurden zwei Technologien
ausgewählt, die für den Großteil der zukünftigen Projekte die optimale Lösung bzgl. der Kosten und der Technik bieten. In beiden
Technologien wurden bereits Projekte erfolgreich realisiert.

image
image
Erstmals wurden zwei Projekte als SiP, „System in Package" realisiert. Das bedeutet, dass zwei, in unterschiedlichen
Siliziumtechnologien gefertigte, ICs in einem Gehäuse untergebracht werden. Bei einem dieser Projekte wurde aus Platzgründen die
sogenannte „Stacked Die" Technologie eingesetzt, was bedeutet, dass zwei ICs räumlich übereinander angeordnet werden, ein Schritt
in Richtung 3D Integration.
Ein weiteres Programm, mit dem Titel „Faktor 2", zur Verbesserung der Effizienz in der Produktentwicklung wurde gestartet. Das Ziel
dieses Programms ist es, die Zeit von der Produktidee bis zur Markteinführung und die Entwicklungskosten zu halbieren. Wir haben
bereits in dem ersten, von drei geplanten, Jahr einen signifikanten Fortschritt erzielen können.
2.6 Energieeffizienz
Das Komfortbestreben der Industrienationen, aufstrebende Entwicklungsländer und steigende Bevölkerungszahlen treffen auf
begrenzte Ressourcen und zunehmende Klimaschutzbestrebungen diese Fakten einer globalen Gesellschaft werden die
Hauptherausforderungen für die nächsten 20 Jahre sein.
Um eine Trendwende im Anstieg des Weltenergiebedarfes und damit der CO
2
-Emissionen einzuleiten, müssen vor allem die
Industriestaaten, auch in Anbetracht ihrer wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Potenziale, besondere Anstrengungen durch
Energieeinsparung und „saubere" Energieerzeugung unternehmen.
ZMD AG als „Energy Efficiency Solution" Provider
Die energieeffizienten Lösungen der ZMD AG haben dieses Jahr wieder zur Reduzierung des Verbrauchs von Primärenergiequellen wie
Öl und Kohle und der damit verbundenen Reduzierung des CO
2
-Ausstoßes beigetragen.
Die Produkte der ZMD AG führen sowohl zu einer „passiven" als auch „aktiven" Energieeinsparung. Eine „aktive" Einsparung wird
durch den Einsatz besonders energieeffizienter Technologien und einen damit verbundenen niedrigeren Energieverbrauch des ICs
erreicht. Ein Batterieüberwachungs-IC, das bei einem Kfz die „Start-Stopp" Funktionalität ermöglicht, bewirkt dagegen eine „passive"
Energieeinsparung. Durch die ZMD AG werden nahezu alle Marktsegmente adressiert, insbesondere die Bereiche Transportation &
Automotive, Gebäudetechnik und Industrie & Infrastruktur. Der Beitrag der einzelnen Segmente zum globalen Energieverbrauch ist in
der Graphik dargestellt
1
:
Energieeinsparung Automotive
Insgesamt haben die „Automotive Produkte" der ZMD AG seit 2004 16 Mrd. Liter Rohöl eingespart
2
. Dies entspricht dem Inhalt von ca.
50 Supertankern
3
. Diese Einsparung führt zu einer Reduktion des CO
2
-Ausstoßes von 44,8 Mio.
4
Tonnen. Alleine in 2011 hat sich die
berechnete „Rohöleinsparung" durch Produkte der ZMD AG auf ca. 5 Mrd. Liter belaufen (entspricht mehr als 10 Supertankern).
1
Data Source: EERE Building Energy Data book 2010, EERE Manufacturing Systems Footprint and
http://wwwl.eere.energy.gov/industry/energy_systems/pdfs/mfg_footprint.pdf,
also published in
http://www.electra2020.eu/spip/IMG/pdf/Electra2020_-_G._Klemencic_-_Ljubljana_15-10-2009.pdf,
where „Residential" and „Buildings" are
combined in „Gebäudetechnik".
2
Die Datenbasis ist das Volumen der IC-Verkäufe pro Jahr an ZMD AG-Kunden seit 2004. Die Spriteinsparung pro Kilometer und Technologie wurde
mit Hilfe von Informationen der Kunden der ZMD AG (z.B.: von Audi:
http://www.audi.de/de/brand/de/neuwagen/effizient/effizienztechnologien/nebenaggregate/elektromechanische.html
oder ZF:
http://www.zf.com/media/media/en/document/corporate_2/press_3/downloads_2/texte_2009/tx2009-0116
gelber-engel zf 1.pdf) und
techn. Informationen (z.B.:
http://www.fueleconomy.gov/feg/tech_engine
- more.shtml#vvt, oder
http://en.wikipedia.org/wiki/Start-stop
system)
ermittelt. Dabei wurde ein mittlere Laufleistung von 10.000 km/anno zu Grunde gelegt.

image
3
Supertanker (VLCC) ca. 350M Liter
4
http://www.erdwaerme-heizung.biz/co2-berechnen.php
Hierbei wird der größte Beitrag von ICs zur „Steuerung der Drosselklappe" und für die „elektronische Lenksteuerung" erzielt. Die
elektronische Optimierung der Drosselklappenstellung (Winkelsensor) ergibt eine Einsparung von 0,3 Liter Kraftstoff/100 km. Durch
den Einsatz eines magnetoresistiven Sensors für die Lenkungssteuerung wird der Einsatz eines elektronisch geregelten Elektromotors
ermöglicht, der im Gegensatz zur hydraulischen Servolenkung nur dann Energie verbraucht, wenn auch tatsächlich gelenkt wird (siehe
auch
2
). Die dadurch erzielte Kraftstoffeinsparung beträgt 0,281/100 km. Da seit 2005 bis heute mehr als 40 Millionen Stück dieses
Bausteins verkauft sind und zwei Bausteine/Kfz benötigt werden, sind im Moment ca. 20 Millionen Kfz mit diesem Lenkungssystem in
Betrieb.
In 2012 (Februar) hat die ZMD AG ein neues Produkt zur Überwachung des Batteriezustandes im Kfz auf den Markt gebracht. Da nur
bei einer „gesunden" Batterie, die Start-Stopp-Funktionalität im Auto aktiviert werden darf, ist dieser IC für diese Anwendung
essentiell. Diese Funktionalität spart ca. 0,21/100 km (im reinen Stadtverkehr mehr) an Treibstoff ein und wird ebenfalls eine
Energieeinsparung in der Höhe des „Lenkungssteuerungssystems" bewirken. Nach einer Anlaufphase in 2012 sind Stückzahlen von ca.
300.000/Monat geplant.
Lighting
Im Bereich der Beleuchtung ist der Einsatz von energiearmen Leuchtmitteln im Fokus. Getrieben von Verordnungen (Verbot von
Glühbirnen) sowie wachsenden Energiekosten, stellen immer mehr Verbraucher weltweit auf LEDs als Leuchtmittel um. 21 % des
Weltenergieverbrauches werden durch Beleuchtungen konsumiert.
Die Straßenlampe der Zukunft ist eine LED-Lampe. Die Beleuchtung von Straßen, Plätzen und Brücken macht derzeit etwa zehn
Prozent des gesamten Stromverbrauchs in Deutschland aus. Im Bereich der Straßenbeleuchtung werden sowohl in China
5
als auch in
Europa LEDs immer mehr als Beleuchtungsmittel eingesetzt bzw. bisherige Quecksilberlampen (oder auch Natriumhochdrucklampen
oder Halogenmetalldampflampen) durch LEDs als Leuchtmittel ersetzt.
Die LED Technologie findet aufgrund ihrer Energieeffizienz und der Möglichkeit eine positive und individuelle Lichtatmosphäre zu
schaffen, auch Einzug in den Haus- und Bürobereich.
LEDs bei Straßenbeleuchtungen auf dem Vormarsch
LEDs im Büro schaffen individuelle, energieeffiziente Lichtatmosphäre
Im Jahre 2010 hat die ZMD AG erfolgreich ihre neue Produktlinie „LED-Treiber" gestartet. Es erfolgte die Markteinführung der
ZLED7000-, ZLED7001- und ZLED7010-Treiber, gefolgt von dem Produkt ZLED7020 in 2011.
Durch die LED-Produkte der Kunden der ZMD AG erfolgt ebenfalls eine erhebliche CO
2
-Einsparung. Dies ist im Moment noch ein
geringer Anteil an der Gesamtenergiebilanz der ZMD AG, jedoch wird aufgrund der Marktsituation ein weiteres starkes Wachstum mit
der dazugehörigen Energieeinsparung in diesem Segment erwartet.
5
http://www.osram.de/osram
de/Presse/Fachpresse/Optohalbleiter (LED%2c Laser)/2011/110310 Streetlighting_Bejing.html
Kundensicht
Kunden der ZMD AG werben mit ihren energieeffizienten Lösungen, die durch die Produkte der ZMD AG erst ermöglicht werden. So
wirbt zum Beispiel Honeywell mit „50 % of our portfolio is related to energy efficiency", GE mit „ ... zuverlässige und effiziente
Energieversorgung: Wie gut ..." und Continental sieht die „Energy Efficiency" als „major challenge in automotive ...".
Die Ladeeinheit der High-End Rasierapparate der Firma Braun/P&G hat das „Energy Star" Zertifikat erhalten. Die elektrische
Akkuladung und der Motorantrieb des Rasierers werden durch einen Baustein der ZMD AG gesteuert.
Der Kunde ZF Lenksysteme erhielt den gelben Engel des ADAC für das elektromechanische Lenksystem.
Von seinen Kunden erhält die ZMD AG die Rückmeldung, dass sie mit dem Fokus auf energieeffiziente Lösungen der richtige Partner
für die Zukunft ist
6
. Der Slogan „Pink is the new Green" ist in der Industrie angekommen.

6
GEsensing @ ZMD AG Sales Conference in November 2011
Kultur
Innerhalb der ZMD AG wird die „Energieeffizienz" als wichtiger Bestandteil der täglichen Arbeit wahrgenommen. Präsentationen auf
der Betriebsversammlung, der „Energiecounter" auf der Webpage, der Einsatz von kraftstoffsparenden Dieselfahrzeugen als
Dienstwagen, die Teilnahme an Förderprojekten bzgl. energieeffizienter Lösungen, die Optimierung der IT-Infrastruktur hinsichtlich
des Energieverbrauchs sowie die Ernennung eines „Energy Efficient"-Verantwortlichen haben innerhalb der ZMD AG den Mitarbeitern
die Wichtigkeit der „Energy Efficiency" nahe gebracht.
Energieeffizienzbeitrag 2012
In 2012 werden neue ICs der ZMD AG es ermöglichen, energieeffiziente Produkte zu entwickeln. Hierbei handelt es sich vor allem um
den bereits letztes Jahr eingeführten „Power Management IC" als auch den bereits erwähnten „Batterie Management" Chip.
Des Weiteren wird aufgrund des zu erwarteten Bedarfsanstiegs im Automotive-Bereich der Beitrag der ZMD AG zur Energieeinsparung
in diesem Sektor stark steigen. Für einen seiner Kunden hat die ZMD AG ICs zur Öl-Qualitätsmessung (Ultraschall) und zur Ethanol-
Messung für Automobile entwickelt. Beide Bausteine werden ebenfalls einen hohen Beitrag zur Reduktion des CO
2
-Ausstoßes liefern.
Das erwartete starke Wachstum im Bereich der LED-Treiber wird zu einer weiteren Einsparung an Haushaltsstrom und somit zur
Verringerung des CO
2
-Ausstoßes durch Produkte der ZMD AG führen.
Um die Außendarstellung bezüglich „Energieeffizienz" zu verstärken hat sich die ZMD AG für den „UBM Electronics ACE Awards 2012"
beworben. Weiterhin wird an einem neuen Webauftritt gearbeitet, der die Mission „We enable ... our customers to create most energy
-efficient products for power management, lighting and sensors in their markets" in den Vordergrund rückt.
Insgesamt ist die ZMD AG mit ihrem Slogan „Pink ist the new Green" bereits heute als wertvoller Partner für energieeffiziente
Lösungen anerkannt und wird mit seinen in 2012 auf den Markt kommenden innovativen Lösungen weitere Marktanteile gewinnen und
somit seinen Anteil am Ziel „Halbierung CO
2
emissions" bis 2020 beitragen.
2.7 Qualitäts- und Umweltmanagement
Der ZMDI-Konzern unterhält ein integriertes, jährlich re-zertifiziertes Qualitäts- und Umweltmanagementsystem.
Umweltmanagement:
Die Zertifizierung nach der Umweltnorm DIN EN ISO 14001:2004 wurde für die ZMD AG erneut erfolgreich im April 2011 erreicht.
Die ZMD AG nimmt an dem IMDS-Programm seit mehr als einem Jahrzehnt teil und kooperiert mit Partnern, die RoHs- bzw. REACH-
konform sind.
Qualitätsmanagement:
Der für Lieferanten der Automobilindustrie wichtige Qualitätsstandard ISO/TS 16949:2002 konnte im Rahmen der jährlichen
Rezertifizierung 2011 wieder erfolgreich bestätigt werden. Auch die Hauptlieferanten des ZMDI-Konzerns sind 2011 entsprechend
zertifiziert worden. In Ergänzung dazu wurde mit der Einführung der Functional Safety gemäß ISO26262 begonnen.
Zusätzlich wurden während des Jahres 2011 umfangreiche Kunden- und Lieferanten-Audits durchgeführt und erfolgreich bestanden.
Die Six-Sigma-Initiative, eine unternehmensweite Initiative zur Verbesserung der Prozesse und Effizienz, seit 2007 mit Schwerpunkt
auf Design for Six Sigma und Lean Processes, wurde im Jahre 2004 gestartet und auch im Geschäftsjahr 2011 weiter fortgesetzt.
Im Rahmen des Qualitätsmanagements wurde 2011 für den Konzern ein einheitliches Dokumentenmanagementsystem (DMS)
eingeführt. Um der strategischen Konzernausrichtung und deren Umsetzung in eine effiziente Ablauforganisation noch besser
Rechnung tragen zu können, hat der ZMDI-Konzern 2011 sein Business Process Management vollkommen neu definiert und mit der
Einführung begonnen.
3. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des ZMDI-Konzerns
3.1 Ertragslage des ZMDI-Konzerns
Das Betriebsergebnis des ZMDI-Konzerns konnte von Mio. EUR 1,1 im Vorjahr um Mio. EUR 4,3 auf Mio. EUR 5,4 im Jahr 2011
deutlich verbessert werden. Maßgeblichen Einfluss auf die Ergebnisverbesserung hat die Umsatzsteigerung um Mio. EUR 9,1 (16,4 %)
gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatzanstieg resultiert im Wesentlichen aus der anhaltend hohen Nachfrage, immer noch
überdurchschnittlich hohen Auftragseingängen sowie den Auswirkungen des erfolgreichen Krisenmanagements mit dem Fokus auf den
Erhalt und sogar Neueinstellungen von Mitarbeitern und damit der zukünftigen Umsatzgewinnung. Besonders stark entwickelt hat sich
der Automotive-Bereich, der auch in 2011 wieder einen Rekordumsatz erzielen konnte.
Die Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen stiegen umsatzbedingt als auch zur Absicherung der Lieferfähigkeit,
insbesondere bezüglich Standardprodukten und wegen einer technischen Wartungsperiode eines Hauptlieferanten, um Mio. EUR 1,3
gegenüber dem Vorjahr.
Ebenso stieg der Materialaufwand umsatzbedingt von Mio. EUR 23,7 um Mio. EUR 7,2 auf Mio. EUR 30,9. Zudem führten die
Verschiebungen im Umsatzproduktmix mit überproportionalem Anstieg im Bereich Automotive zu erhöhten Materialaufwänden.
Der Personalaufwand hat sich von Mio. EUR 21,4 um Mio. EUR 0,4 gegenüber dem Vorjahr auf Mio. EUR 21,0 verringert. Die
Reduzierung des Personalaufwandes resultiert im Wesentlichen aus geringeren Rückstellungen für variable Gehälter. Demgegenüber
stehen erhöhte Personalkosten aus dem Aufbau von Vertriebs- und Entwicklungspersonal im Bereich Smart Power Management sowie
aus der Reorganisation des Vertriebes in den USA.

Die übrigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von im Vorjahr Mio. EUR 10,9 um Mio. EUR 1,2 (11 %) auf Mio. EUR 12,1. Die
Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus den im Zusammenhang mit der für das Folgejahr geplanten Refinanzierung stehenden
Aufwendungen.
Das Finanzergebnis hat sich aufgrund geringerer Zinserträge wegen der Verrechnung von in Vorjahren an die Global ASIC GmbH
ausgereichten Darlehen gegenüber dem Vorjahr von Mio. EUR 0,4 um Mio. EUR 0,5 auf Mio. EUR -0,1 verringert.
Der ZMDI-Konzern hat auch im Jahr 2011 mit Mio. EUR 16,7 (Vorjahr: Mio. EUR 14,4) erheblich in Forschung und Entwicklung und
damit in die Einführung neuer Technologien und Produkte investiert.
3.2 Vermögens- und Finanzlage des ZMDI-Konzerns
Die Eigenkapitalquote des ZMDI-Konzerns verringerte sich zum 31. Dezember 2011 erwartungsgemäß auf 38,1 % (57,4 % im
Vorjahr). Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus der Verminderung der Kapitalrücklage, welche im Zuge des Rückkaufes
eigener Aktien von der Global ASIC GmbH in Höhe von Mio. EUR 28,0 verringert wurde, sowie aus dem Konzernjahresüberschuss in
Höhe von Mio. EUR 5,0.
Im Konzernjahresüberschuss sind neben dem positiven Betriebsergebnis in Höhe von Mio. EUR 5,4 das negative Finanzergebnis von
Mio. EUR 0,1 sowie die Ertragsteuern in Höhe von Mio. EUR 0,3 enthalten.
Die Bilanzsumme hat sich zum 31. Dezember 2011 um Mio. EUR 21,3 (26,1 %) auf Mio. EUR 60,2 gegenüber dem Vorjahr verringert.
Die Verringerung resultiert im Wesentlichen aus dem um Mio. EUR 26,5 (72,0 %) verminderten Bestand an Finanzanlagen, welches
zum weit überwiegenden Teil auf die Verrechnung der Darlehensforderungen mit dem Kaufpreis von Mio. EUR 28,0 für die erworbenen
eigenen Aktien von der Global ASIC GmbH zurückzuführen ist. Gegenläufig wirkten noch die bis zum Kaufzeitpunkt aufgelaufenen
Zinsen für die verrechneten Darlehen. Immaterielle Vermögenswerte erhöhten sich um Mio. EUR 1,0 (14,0 %), Sachanlagen um Mio.
EUR 0,1 (1,8 %), Vorratsbestände um Mio. EUR 2,3 (16,1 %) und Forderungen um Mio. EUR 0,8 (28,4 %) gegenüber dem Vorjahr.
Die liquiden Mittel einschließlich fungibler Wertpapiere erhöhten sich ebenfalls um Mio. EUR 0,7 (10,8 %).
Den Vermögenswerten steht ein um Mio. EUR 23,8 (50,9 %) verringertes Eigenkapital gegenüber. Der Rückgang resultiert im
Wesentlichen aus dem Rückkauf eigener Anteile von der Global ASIC GmbH in Höhe von Mio. EUR 28,0. Weiterhin sanken die
kurzfristigen Rückstellungen um Mio. EUR 2,2 (40,8 %) wegen geringerer Gewährleistungs- und variabler Gehaltsrückstellungen.
Dagegen stiegen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um Mio. EUR 3,6. Hauptgrund dafür waren Vorauslieferungen
von Material aufgrund einer technischen Wartungsperiode mit einhergehender Betriebsruhe eines Hauptlieferanten zum Jahresende.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist mit Mio. EUR 6,6 weiterhin positiv (Vorjahr: Mio. EUR 8,3). Die Veränderung
resultiert im Wesentlichen aus der in 2011 erfolgten Auszahlung der variablen Gehaltsbestandteile aufgrund des Bonusverzichts im
Krisenjahr 2009/10. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt Mio. EUR 3,0 (Vorjahr: Mio. EUR 2,7). Er beinhaltet den
planmäßigen Mittelabfluss für Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen. Der Mittelabfluss aus der
Finanzierungstätigkeit beträgt Mio. EUR 3,6 (Vorjahr: Mio. EUR 7,6) und beinhaltet im Wesentlichen Zinsausgaben in Höhe von Mio.
EUR 1,8, die dritte Tranche des in 2009 erfolgten Rückkaufs der eigenen Anteile von der IKB Equity Capital Fund I GmbH & Co. KG in
Höhe von Mio. EUR 0,6 sowie die Ausschüttung an Aktionäre in Höhe von Mio. EUR 0,7.
Der Finanzmittelfonds weist somit am Ende des Geschäftsjahres 2011 einen positiven Saldo von Mio. EUR 5,5 aus (Vorjahr: Mio. EUR
5,6). Mit dem Wertpapierbestand in Höhe von Mio. EUR 1,8 ergeben sich als Liquidität verwendbare Mittel am Bilanzstichtag von Mio.
EUR 7,4. Wegen der sehr guten Entwicklung des Cashflows und der Liquiditätssituation des ZMDI-Konzerns bestanden zum
Abschlussstichtag keine Kontokorrent-Linien bei Kreditinstituten.
Im Hinblick auf die im August 2012 zur Rückzahlung fälligen Verbindlichkeiten aus Genussrechtskapital hat die Gesellschaft am 20.
Juli 2012 einen Vertrag über die Beteiligung eines Investors über rund 25,1 % der Anteile an der ZMD AG zur Sicherung der
Anschlussfinanzierung abgeschlossen. Hierdurch fließt der Gesellschaft zusätzliches Eigenkapital in Höhe von rund Mio. EUR 26,4 zu.
Die mit dem Abschluss dieses Beteiligungsvertrages einhergehende Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts der bisherigen
Aktionäre sowie die Einziehung der bisher von der Gesellschaft gehaltenen eigenen Aktien wurde durch die Hauptversammlung am 28.
Juni 2012 beschlossen.
Vor diesem Hintergrund sind die Rückführung der Verbindlichkeiten aus Genussrechtskapital sowie die Finanzierung der Gesellschaft
gesichert.
3.3 Ausblick
Für das Geschäftsjahr 2012 wird von einer weiterhin positiven Umsatzentwicklung ausgegangen, allerdings mit deutlich abnehmender
Dynamik im Vergleich zu 2011. Der 2010 und 2011 erlebte globale Konjunkturaufschwung hat sich wegen der anhaltenden Schulden-
und Eurokrise in seiner Dynamik deutlich abgeschwächt. Die Auftragseingänge und Umsätze haben sich im ersten Halbjahr 2012
dennoch planmäßig entwickelt. In der 2. Jahreshälfte gehen wir von einer leichten Abkühlung der Konjunktur aus. Umsatzerlöse und
Betriebsergebnis werden jedoch mit der Tendenz, einen eher moderaten Zuwachs zu erwirtschaften, über Vorjahresniveau liegen.
Um die positive Entwicklung im Ergebnis und Cashflow weiterhin abzusichern, wird das Management des ZMDI-Konzerns die 2010/11
erfolgreich umgesetzten Kostensenkungsmaßnahmen und Realisierungen von Effizienzpotentialen aus dem Profitability Improvement
Program (PIP) konsequent weiterführen. Entsprechende Maßnahmenpakete und neu definierte Key Initiatives für 2012, die weitere
Kostensenkungspotentiale und Prozesseffizienzsteigerungen beinhalten, sind bereits gestartet. So werden im „Business Process
Management" Kernprozesse des Unternehmens definiert und hinsichtlich der internen Abläufe zum Idealzustand neu organisiert, auf
Profitabilität optimiert und Cashflow-fokussiert ausgerichtet. Dieses Projekt orientiert sich an der iterativen und langfristigen
Prozessoptimierung. Die Konzepterstellung wurde für das gesamte Unternehmen in 2011 abgeschlossen, allen Mitarbeitern in
mehreren Town Hall Meetings vorgestellt und befindet sich seit Anfang 2012 in der unternehmensweiten Umsetzung.
Das Management geht davon aus, dass das Umsatz- und Ergebnisniveau auch in 2013 weiter deutlich ansteigen wird, da sich dann
bereits größere Projekte in der An- und Hochlaufphase befinden werden, die heute noch im Entwicklungsstadium sind, und wenn sich
zudem der erwartete positive, konjunkturelle Aufwärtstrend verstetigen kann.
4. Risikobericht

4.1 Risikomanagementsystem
Der Vorstand ist für die Risikopolitik und das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem des ZMDI-Konzerns verantwortlich. Das
Management der Unternehmensbereiche übernimmt diese Grundsätze entsprechend der Organisations- und
Verantwortungshierarchie. Beim ZMDI-Konzern wurden 14 Unternehmensbereiche identifiziert (12 in der ZMD AG zzgl. der
Unternehmensbereiche ZMD America und ZMD Eastern Europe), deren jeweilige Leiter für die Steuerung der in ihrem Bereich
liegenden Risiken verantwortlich sind. Die in 2011 beschlossenen Änderungen in der Organisationsstruktur des ZMDI-Konzerns durch
Neuaufteilung der Produkt-Geschäftsbereiche in nunmehr zwei Business Lines wurden hierbei bereits berücksichtigt. Einmal jährlich
wird ein Workshop veranstaltet, in dem die Risikoverantwortlichen gemeinsam eine Bewertung der aktuellen Risikosituation des
Konzerns vornehmen und gegebenenfalls zusätzliche Maßnahmen hieraus ableiten. Die Verantwortlichkeit für das Kontroll- und
Risikomanagementsystem liegt im Bereich Legal Services, dessen Leiterin in dieser Funktion an den Vorstand der Gesellschaft
berichtet. Das Risikomanagementsystem wurde mit Unterstützung der SMR - Strategische Management- und Risikoberatungs GmbH
entwickelt, in dem die unternehmensrelevanten internen und externen Risikobereiche ganzheitlich betrachtet, bewertet und in einem
Informationssystem der SMR zusammengeführt werden. Das Informationssystem ist von führenden international tätigen
Wirtschaftsprüfungsgesellschaften nach IDW PS 340 zertifiziert und damit als geeignetes System im Sinne des Gesetzes zur Kontrolle
und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) anerkannt.
4.2 Risiko-Schwerpunkte
Neben der im Rahmen des Risikomanagementsystems erfolgten Aufteilung des Unternehmens in Risikobereiche werden
Risikokategorien abgebildet, um eine bessere Übersicht zu erhalten. Risiko-Schwerpunkte waren dabei in den folgenden
Risikokategorien zu verzeichnen.
Markt/Wettbewerb
Grundsätzlich unterliegt der Halbleitermarkt zyklischen Konjunkturbewegungen. Insbesondere der Preisverfall ist äußerst schwierig zu
antizipieren. Der ZMDI-Konzern hat sich bei strategischen ASIC-Kunden durch Alleinlieferverträge insofern abgesichert, dass kein
Wettbewerber mitliefert und damit der preisliche Druck geringer ausfällt.
Erklärte Strategie des ZMDI-Konzerns ist es darüber hinaus, in den Applikationsmärkten sowohl im ASIC-Geschäft als auch im Bereich
der Standardprodukte mit den jeweiligen Marktführern zusammenzuarbeiten, da Marktführer in der Regel auch in konjunkturell
schwierigen Zeiten einen hohen Marktanteil halten.
Trotz des Fokus auf Standardprodukte verbleibt es bei der Aufteilung des Produkt-Portfolios des ZMDI-Konzerns in die zwei weiterhin
im Wesentlichen gleichstarken Segmente ASIC und ASSP als auch bei der Diversifizierung der Anwendungsgebiete in u.a. Automotive,
Medizintechnik, Consumer- bzw. Industrieanwendungen mit jeweils unterschiedlichen Risikocharakteristika. Diese Faktoren sind
wesentliche Bestandteile der Risikoabsicherung der Gesellschaft.
Grundsätzlich besteht jedoch insbesondere im Segment ASSP das Risiko, dass aufgrund der breiten Diversifizierung die Kenntnis über
Wettbewerb und Märkte nicht ausreichend ist, um für jedes neue Produkt den sicheren Markterfolg gewährleisten zu können.
Weiterhin ist das Preisrisiko bei ASSPs und Standardprodukten deutlich höher als bei alleingelieferten, kundenspezifischen ASICs. Dies
gilt insbesondere auch in Phasen, in denen der Halbleitermarkt negativ wächst. Die Standardprodukte sind teilweise austauschbar und
stehen daher unter einem anderen Wettbewerbsdruck. Demgegenüber bieten die Standardprodukte höhere Wachstumschancen
gegenüber ASICs.
Forschung und Entwicklung (F&E)
Grundsätzlich besteht das Risiko, dass ein Schaltkreisdesignprojekt nicht rechtzeitig fertig gestellt wird und sich damit der Anlauf
neuer Produkte verschiebt oder von Kunden abgesagt werden muss. Diese Verzögerungen haben dann merklichen Einfluss auf die
Umsatz- und Ergebnisplanung der folgenden Jahre.
Auch können Rückforderungen von Kunden aufgrund der Verspätungen angemeldet werden, die zu einer Rückzahlung von
angezahlten Entwicklungsgeldern führen.
Das Projektmanagement wurde auch während des Geschäftsjahres 2011 weiterentwickelt und ausgebaut, um den inhaltlichen,
zeitlichen und monetären Ablauf der Projekte gemäß den verabschiedeten Projektplänen sicherzustellen. Weiterhin sind Maßnahmen
ergriffen und verstärkt worden, um das in der Produktentwicklung vorhandene Know-how für eine effizientere Entwicklungsarbeit
besser zu vernetzen. Ein weiteres Programm, mit dem Titel „Faktor 2", zur Verbesserung der Effizienz in der Produktentwicklung
wurde gestartet. Das Ziel dieses Programms ist es, die Zeit von der Produktidee bis zur Markteinführung und die Entwicklungskosten
zu halbieren und damit das Risiko deutlich zu reduzieren.
Produktion
Weiterhin besteht neben dem Risiko der Abhängigkeit von externen, teilweise sehr großen Produktionspartnern das Risiko, dass
Produkte nicht lieferbar sind, weil wesentliche Materialien fehlen. Dies kann durch Rohmaterialienverknappung ebenso sein, wie durch
verfehlte Lagerhaltungspolitik oder durch Qualitätsschäden, die Produktionschargen zum Ausfall bringen. Dies kann insbesondere in
Zeiten besonders starken Wachstums sowie im Rahmen der Umstellung der 6"-Produktion auf 8"-Produktion beim Hauptlieferanten X-
FAB auftreten. Der ZMDI-Konzern muss in derartigen Fällen mit erhöhter Lagerhaltung und möglicherweise ungeplanten Investitionen
reagieren, um die Kundenbeziehungen nicht zu gefährden.
Aufgrund der notwendigen, langfristigen Lieferverträge mit externen Produktionspartnern, insbesondere mit Foundries, die der
Absicherung der Kapazitäten und Lieferfähigkeit dienen, kann es zu Abnahmeverpflichtungen bestellter Mengen kommen. Im
ungünstigsten Fall kann es zu Wertberichtigungen von Restbeständen führen, wenn diese nicht im Markt platziert werden können.
Der ZMDI-Konzern investiert weiter in die Verbesserung des Logistik- und Qualitätsmanagements sowie des Einkaufes, um diese
Risiken zu managen. Der ZMDI-Konzern prüft darüber hinaus laufend die Möglichkeiten zum Einsatz weiterer, neuer Lieferanten mit
jeweils mehreren Produktionsstandorten zur Verbesserung der Risikosituation. So wurden in 2011 weitere Lieferanten aufgebaut und
qualifiziert, um eine breitere Lieferbasis zu haben. Entsprechende langfristige Verträge wurden an die Bedürfnisse des ZMDI-Konzerns
nach Kapazitätssicherung mit weitest möglicher Flexibilität angepasst. Ein entsprechendes Lieferantenmanagement ist etabliert und
wird laufend den bestehenden Erfordernissen angepasst.

Finanzen
Durch die andauernden Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise und in deren Folge die globale Wirtschafts- und Staatenkrise leiten
sich Risiken bei der Finanzierungsabsicherung ab.
Aufgrund des laufenden Factoringvertrages über ein Gesamtobligo in Höhe von Mio. EUR 6 zu zinsgünstigen Konditionen ist der ZMDI-
Konzern insoweit weniger anfällig für die durch die Hypothekenkrise ausgelösten Verwerfungen im Bank- und Kreditgeschäft.
Der ZMDI-Konzern verfolgt eine strenge Kreditpolitik gegenüber Kunden und Geschäftspartnern. Die Kreditwürdigkeit von Kunden und
Geschäftspartnern wird systematisch geprüft. Im Fall von drohenden Forderungsausfällen werden aktiv Maßnahmen ergriffen, um den
Risikoeintritt zu verhindern. Auch durch den bestehenden Factoringvertrag wird das Risiko des Forderungsausfalls deutlich verringert.
Grundsätzlich besteht dennoch das Risiko von Forderungsausfällen.
Weitere, jedoch erheblich geringere Ertragsrisiken entstehen durch einen ungünstigen Kursverlauf des US-Dollars zum Euro, dem
durch verstärkte Erschließung von Materialquellen im Dollar-Raum und durch Währungsanpassungsklauseln in den wichtigsten
Verträgen mit Kunden teilweise entgegengewirkt wird. Ebenso werden Terminabsicherungsgeschäfte geprüft, um so den zu
erwartenden Dollarüberschuss abzusichern. Das Management strebt grundsätzlich einen Natural Hedge von Aufwendungen und
Erträgen im Dollar an, womit das bestehende Risiko der Fehleinschätzung der Dollarkursentwicklung durch das Management minimiert
wird.
Die Gesellschaft hat mit der Unterzeichnung des Beteiligungsvertrages und dem Beschluss der Hauptversammlung über die hierfür
erforderliche Einziehung der eigenen Aktien und anschließenden Kapitalerhöhung alle Schritte zur Sicherstellung der Liquidität
umgesetzt und geht von einem rechtzeitigen Zufluss der vereinbarten Mittel aus. Risiken, die dem entgegenstehen, können wir vor
dem Hintergrund der vertraglichen Vereinbarungen und Absicherungen derzeit nicht erkennen.
Rechtsrisiken
Strategie des ZMDI-Konzerns war und ist es, keine Aktivprozesse zu führen und auftretende Streitfälle kostenschonend und
einvernehmlich zu lösen. Soweit der ZMDI-Konzern Aktivprozesse führen muss, wird zunächst eine sorgfältige Sachverhaltsanalyse
erstellt und in Zusammenarbeit mit externen, auf das entsprechende Rechtsgebiet spezialisierten Rechtsanwälten eine Strategie für
eine erfolgreiche Prozessführung erarbeitet.
Haftungsrisiken ergeben sich abstrakt aus der unabsichtlichen Verletzung von Patent- oder Markenschutzrechten sowie aus
Gewährleistungs- bzw. Produkthaftungsfällen, insbesondere auch in den USA. Eine Inanspruchnahme des ZMDI-Konzerns wegen
angeblicher Patentverletzung vor einem amerikanischen Bundesgericht in Texas konnte einvernehmlich und ohne weitere Kosten
abgewendet werden. Maßnahmen zur Risikobegrenzung werden regelmäßig geprüft und anschließend umgesetzt.
Produkthartungs- und Qualitätsrisiken
Gegen Produktrisiken setzt der ZMDI-Konzern modernste qualitätssichernde Methoden zur Vorbeugung, Problemlösung und
kontinuierlichen Verbesserung seiner Geschäftsprozesse ein, insbesondere bei Entwicklung und Logistik sowie der Lieferantenkontrolle.
Das unternehmensweit gültige Qualitätsmanagementsystem ist seit Jahren nach den Normen ISO9001 beziehungsweise ISO/TS16949
zertifiziert. Auch die Lieferanten werden entsprechend diesen Vorgaben qualifiziert und regelmäßig vor Ort vom Unternehmen
auditiert.
Die von dem Hauptlieferanten X-FAB sowie den neu gewonnenen Lieferanten, wie u.a. TSMC und KYEC hergestellten Produkte und
Dienstleistungen werden in komplexe elektronische Systeme integriert. Fehler oder Funktionsmängel der von Lieferanten hergestellten
Produkte können mittelbar oder unmittelbar Eigentum, Gesundheit oder Leben Dritter beeinträchtigen. Es werden allerdings aus
Prinzip keine Produkte mit lebenserhaltenden Funktionalitäten beliefert.
Das Unternehmen ist nicht in der Lage, die bestehende gesetzliche Produkthaftung gegenüber Konsumenten oder Dritten zu
reduzieren oder auszuschließen. Jedes Produkt, das das Unternehmen verlässt, durchläuft statistisch hinsichtlich Qualität und Funktion
mehrere qualifizierte Kontrollen. 100 %-Kontrollen können aus Kostengründen nur in Ausnahmefällen durchgeführt werden.
Trotz aller Qualitätskontrollen können Produktfehler auftreten und sich möglicherweise erst nach Installation und Gebrauch der
Endprodukte zeigen. Obwohl dieses Risiko branchenüblich versichert ist, kann es im Falle von Qualitätsproblemen zu negativen
Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz-und Ertragslage des ZMDI-Konzerns kommen. Die ohnehin bestehenden Qualitätsrisiken
werden durch die aktuell andauernde Umstellung der 6"-Produktion auf 8"-Produktion beim Hauptlieferanten X-FAB noch erhöht.
Dieser Prozess wird daher durch das Unternehmen verstärkt beobachtet und begleitet.
Insbesondere hält der ZMDI-Konzern eine Industrie- und Produkt-Haftpflichtversicherung zzgl. der Versicherung von Kosten im
Zusammenhang mit dem Rückruf von Kraftfahrzeugen (Kfz-Zuliefererversicherung).
4.3 Wesentliche Ergebnisse auf dem Gebiet „Risikomanagement"
Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind vor allem folgende Aktivitäten zu nennen:
Die ab 2012 geltende Neuorganisation der Business Lines der ZMD AG durch deren Aufteilung entsprechend den im Fokus
stehenden Geschäftsbereichen BL Power & Analog sowie BL Sensing & Automotive und einer damit verbundenen Aufteilung in
8 Produktlinien (je 4) und damit Stärkung des Managements dieser beiden Bereiche durch die Einführung von
Produktmanagern je Produktlinie; im Einzelnen:
Zum einen verbleibt der Fokus des ZMDI-Konzerns darauf, eigene neue Standardprodukte zu konzipieren, zu entwickeln und
anzubieten (Schwerpunkt des R&D); Aufbau von Marketing (Einstellung eines neuen Marketingleiters) und der eigenen
Produktdefinitionskompetenz (Benennung verantwortlicher Produktmanager und Einführung von Product Lines innerhalb der
BL), Erhöhung der personellen Ressourcen innerhalb der Business Lines;

Neben den Standardprodukten bleibt weiterhin im Fokus der Aufbau langfristiger strategischer Partnerschaften im ASIC
Geschäftsbereich.
Verbesserung und Umsetzung der Lieferantenstrategie (erfolgreiche Qualifizierung von Lieferanten mit mehreren eigenen
Produktionsstandorten mit Potential zum internen Produktionstransfer im Risikofall als Second Source) sowie Stärkung der
bestehenden, langfristigen Zusammenarbeit mit dem neuen Wafer-Lieferanten (TSMC). Damit wird auch eine Skalierbarkeit
erreicht, die schnelles Wachstum ohne Zunahme der Investitionen erlaubt.
Weltweite Stärkung und weiterer Ausbau der Vertriebsorganisation des ZMDI-Konzerns mit Schwerpunkten in Korea und
Nordamerika: territoriale Neustrukturierung des Vertriebs in den USA, Eröffnung neuer Standorte in nun 6 statt früher 3
Regionen inkl. zweier Applikationslabore, Erhöhung der Anzahl der Vertriebsmitarbeiter und Neuorganisation der vertraglich
gebundenen Representatives und Distributoren. Die Business Line (BL) Medical/SSC Global wurde in die neue BL Sensing &
Automotive eingegliedert.
Weiterführung und Verschärfung des „1st Time Right"-Programms zur nachhaltigen Verbesserung der Design-Methodik und
Entwicklungsprozesse und damit verbunden der Wettbewerbssituation des ZMDI-Konzerns.
Verbesserung der Effizienz in der Produktentwicklung mit dem Programm „Factor 2", um die Zeit von der Produktidee bis zur
Markteinführung und die Entwicklungskosten zu halbieren.
Weiterentwicklung des Projektmanagements: regelmäßige Projektreviews zum Vergleich der Projektpläne mit den aktuellen
Forecasts (zeitliche, inhaltliche und monetäre Prüfung der Projekte); Verbesserung des Reportings sowie Einführung von KPIs
für R&D zur Prüfung und Sicherstellung der Einhaltung von Entwicklungsplänen durch das Technology Office.
Weiterhin umfangreiche Aktivitäten im Bereich IT-Sicherheit, unter anderem externe IT-Security-Audits, aus denen
Empfehlungen und Maßnahmen abgeleitet und umgesetzt wurden.
Zur Verbesserung und Optimierung der Unternehmensprozesse wurden im Rahmen des unternehmensweiten Business
Process Management (BPM)-Projekts die Geschäftsprozesse in 3 Kern- und 6 Supportprozessen neu definiert, bestehende
Prozesse reorganisiert und optimiert sowie durch neue Prozesse ergänzt.
Im Rahmen des BPM-Projektes wurde damit begonnen, das Thema Compliance (Haftungsvermeidung im Unternehmen) und
Margenverbesserung sowie Kundenorientierung in die Prozessorganisation des Unternehmens weiter zu integrieren und zu
institutionalisieren.
Institutionalisierung und Festigung des Risikomanagementprozesses.
5. Prognosebericht/Ausblick
Die Strategie des ZMDI-Konzerns ist fokussiert und soll so zu weiterem Wachstum führen:
Vision: „To be first choice in analogue mixed signal solutions enabling energy efficiency"
Mission: „We are the innovative provider of high performance analogue and mixed-signal semiconductor solutions."
„We provide high quality products and services of value to our customers on time."
„We enable our customers to create most energy-efficient products for Power Management and Sensors in their markets."
nachhaltig profitables Wachstum durch die Ausweitung des Standardproduktgeschäfts. Der gemeinsame Nenner ist Energy
Efficiency und schwerpunktmäßig Einsatzgebiete in Sensorik und Powermanagement,
langfristige strategische Partnerschaften mit Marktführern für ASIC-Aufträge/Single-Source-Verträge, insbesondere in
Automotive und Medical-Portable-Marktsegmenten, sowie die Anpassung von Standardprodukten/Plattformprodukten an die
Wünsche von marktbestimmenden Kunden,
globale Vertriebsstrategie mit eigenen Büros in Dresden, Stuttgart, München, Hsinchu (Taiwan), Shenzen (China), Tokio
(Japan), Pocatello (ID/USA), Silicon Valley (Kalifornien/USA), Boston (MA/USA), Phoenix (AZ/USA) und Seoul (Korea);
darüber hinaus ständiger Ausbau des Handelsvertreternetzes und die Aufnahme von Distributoren,
• Einrichtung von Applikationslaboren, um die Kunden bei Design In's zu unterstützen (Boston, Milpitas, San Jose, Seoul, München),
• Ausbau unseres Designcenters in Bulgarien, um die Entwicklungskosten zu reduzieren
• Aufbau von Marketing & Sales und Produktdefinitionskompetenz
• im „War for Talents" die Besten der Besten (Personal) anwerben, aufbauen, motivieren und weiterentwickeln
• Speziell für ausgewählte Nachwuchskräfte werden motivationsfördernde Angebote entwickelt.

• zum finanziellen Ausblick der Gesellschaft siehe auch Abschnitt 3.3 dieses Lageberichts
6. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres
Die Hauptversammlung der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG hat am 28. Juni 2012 Beschlüsse über die Einziehung der eigenen
Aktien und anschließenden Kapitalerhöhung zur Absicherung der Unternehmensfinanzierung gefasst.
Der zugrunde liegende Beteiligungsvertrag wurde am 20. Juli 2012 vom Vorstand unterzeichnet.
Dresden, den 20. Juli 2012
Thilo von Selchow
Steffen Wollek
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2011
VERMÖGENSWERTE
Vorjahr
Anhang
TEUR
TEUR
TEUR
A. Langfristige Vermögenswerte
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
17
1.552
752
2. Geschäfts- und Firmenwerte
18
0
0
3. Entwicklungskosten
19
6.909
6.672
8.461
7.424
II. Sachanlagen
20
1. technische Anlagen und Maschinen
303
363
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
5.038
4.815
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
147
215
5.488
5.393
III. Finanzanlagen
21
1. at equity-bewertete Beteiligungen
44
0
2. Ausleihungen an Gesellschafter
10.195
36.700
3. Ausleihungen an at equity-bewertete Unternehmen
0
16
4. sonstige Wertpapiere
57
57
10.296
36.773
24.245
49.590
IV. Sonstige Vermögenswerte
29
22
V. Latente Steueransprüche
22
6.820
6.732
6.849
6.754
31.094
56.344
B. Kurzfristige Vermögenswerte
I. Vorräte
23
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
1.197
161
2. unfertige Erzeugnisse und Leistungen
12.262
11.529
3. fertige Erzeugnisse und Waren
3.014
2.504
16.473
14.194
II. Forderungen und sonstige Vermögenswerte
24
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
3.817
2.974
2. sonstige Vermögenswerte
1.385
1.226
5.202
4.200
III. Sonstige Wertpapiere
25
1.822
1.139
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
26
5.623
5.582
7.445
6.721
29.120
25.115
60.214 81.459
EIGENKAPITAL UND SCHULDEN
Vorjahr
Anhang
TEUR
TEUR
TEUR
A. Eigenkapital
27
I. Grundkapital
11.800
11.800
II. Kapitalrücklage
10.362
39.093
III. Gewinnrücklagen und Bilanzverlust
-1.600
-6.585

Vorjahr
Anhang
TEUR
TEUR
TEUR
IV. Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Beträge im
Zusammenhang mit zur Veräußerung
gehaltenen Vermögenswerten
0
0
V. Translationsanpassung
2.369
2.427
22.931
46.735
B. Langfristige Schulden
I. Sonstige langfristige Rückstellungen
29
398
19
II. Verbindlichkeiten aus Genussrechtskapital
28
0
21.898
III. Erhaltene Anzahlungen
30
0
0
IV. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
33
538
481
V. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
31
804
443
VI. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten
32
0
0
1.740
22.841
C. Kurzfristige Schulden
I. Steuerrückstellungen
29
383
143
II. Verbindlichkeiten aus Genussrechtskapital
28
22.038
0
III. Sonstige kurzfristige Rückstellungen
29
3.261
5.510
IV. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
33
142
155
V. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
30
707
435
VI. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
34
6.432
2.827
VII. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
31
569
360
VIII. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
32
2.011
2.453
35.543
11.883
60.214
81.459
Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2011
Bruttobuchwerte
1.1.2011
Währungs-
differenzen Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2011
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten
und Werte
1.615
-1
1.160
33
14
2.793
2. Geschäfts- und Firmenwerte
1.409
0
0
0
0
1.409
3. Entwicklungskosten
22.674
0
1.553
0
0
24.227
25.698
-1
2.713
33
14
28.429
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen
3.156
0
29
0
0
3.185
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
20.077
-43
1.294
191
491
21.028
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau
215
0
157
-225
0
147
23.448
-43
1.480
-34
491
24.360
III. Finanzanlagen
1. at equity-bewertete Beteiligungen
0
0
44
0
0
44
2. Ausleihungen an Gesellschafter
48.523
0
1.495
0
28.000
22.018
3. Ausleihungen an at equity-bewertete Unternehmen
16
-1
0
0
15
0
4. sonstige Wertpapiere
57
0
0
0
0
57
48.596
-1
1.539
0
28.015
22.119
97.742
-45
5.732
-1
28.520
74.908
Abschreibungen
1.1.2011
Währungs-
differenzen Zugänge Abgänge 31.12.2011
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und
Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werte
863
-1
392
13
1.241
2. Geschäfts- und Firmenwerte
1.409
0
0
0
1.409
3. Entwicklungskosten
16.002
0
1.316
0
17.318
18.274
-1
1.708
13
19.968
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen
2.793
0
89
0
2.882
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
15.262
-42
1.260
490
15.990
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau
0
0
0
0
0

Abschreibungen
1.1.2011
Währungs-
differenzen Zugänge Abgänge 31.12.2011
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
18.055
-42
1.349
490
18.872
III. Finanzanlagen
1. at equity-bewertete Beteiligungen
0
0
0
0
0
2. Ausleihungen an Gesellschafter
11.823
0
0
0
11.823
3. Ausleihungen an at equity-bewertete Unternehmen
0
0
0
0
0
4. sonstige Wertpapiere
0
0
0
0
0
11.823
0
0
0
11.823
48.152
-43
3.057
503
50.663
Nettobuchwerte
31.12.2011 Vorjahr
TEUR
TEUR
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen
Rechten und Werte
1.552
752
2. Geschäfts- und Firmenwerte
0
0
3. Entwicklungskosten
6.909
6.672
8.461
7.424
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen
303
363
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
5.038
4.815
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau
147
215
5.488
5.393
III. Finanzanlagen
1. at equity-bewertete Beteiligungen
44
0
2. Ausleihungen an Gesellschafter
10.195 36.700
3. Ausleihungen an at equity-bewertete Unternehmen
0
16
4. sonstige Wertpapiere
57
57
10.296 36.773
24.245 49.590
Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2010
Bruttobuchwerte
1.1.2010
Währungs-
differenzen Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2010
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten
und Werte
1.287
1
331
5
9
1.615
2. Geschäfts- und Firmenwerte
1.312
97
0
0
0
1.409
3. Entwicklungskosten
21.020
0
1.654
0
0
22.674
23.619
98
1.985
5
9
25.698
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen
3.143
0
13
0
0
3.156
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
18.942
31
1.102
2
0
20.077
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau
7
0
215
-7
0
215
22.092
31
1.330
-5
0
23.448
III. Finanzanlagen
1. at equity-bewertete Beteiligungen
0
0
0
0
0
0
2. Ausleihungen an Gesellschafter
46.984
0
2.039
0
500
48.523
3. Ausleihungen an at equity-bewertete Unternehmen
31
3
0
0
18
16
4. sonstige Wertpapiere
57
0
0
0
0
57
47.072
3
2.039
0
518
48.596
92.783
132
5.354
0
527
97.742
Abschreibungen
1.1.2010
Währungs-
differenzen Zugänge Abgänge 31.12.2010
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und
Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werte
609
1
262
9
863

Abschreibungen
1.1.2010
Währungs-
differenzen Zugänge Abgänge 31.12.2010
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
2. Geschäfts- und Firmenwerte
1.031
60
318
0
1.409
3. Entwicklungskosten
13.847
0
2.155
0
16.002
15.487
61
2.735
9
18.274
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen
2.635
0
158
0
2.793
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
13.934
30
1.298
0
15.262
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau
0
0
0
0
0
16.569
30
1.456
0
18.055
III. Finanzanlagen
1. at equity-bewertete Beteiligungen
0
0
0
0
0
2. Ausleihungen an Gesellschafter
11.831
0
0
8
11.823
3. Ausleihungen an at equity-bewertete Unternehmen
0
0
0
0
0
4. sonstige Wertpapiere
0
0
0
0
0
11.831
0
0
8
11.823
43.887
91
4.191
17
48.152
Nettobuchwerte
31.12.2010 Vorjahr
TEUR
TEUR
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen
Rechten und Werte
752
678
2. Geschäfts- und Firmenwerte
0 280
3. Entwicklungskosten
6.672
7.174
7.424
8.132
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen
363
509
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
4.815
5.007
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau
215
7
5.393
5.523
III. Finanzanlagen
1. at equity-bewertete Beteiligungen
0
0
2. Ausleihungen an Gesellschafter
36.700 35.153
3. Ausleihungen an at equity-bewertete Unternehmen
16
31
4. sonstige Wertpapiere
57
57
36.773 35.241
49.590 48.896
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011
Vorjahr
Anhang TEUR TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse
3
64.176
55.117
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen
und Leistungen
4
1.347
1.226
3. andere aktivierte Eigenleistungen
5
1.569
1.664
4. sonstige betriebliche Erträge
6
5.396
3.289
5. Materialaufwand
7
a) Aufwand für Roh, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene
Waren
-24.186
-19.000
b) Aufwand für bezogene Leistungen
-6.724
-4.656
-30.910
-23.656
6. Personalaufwand
8
a) Löhne und Gehälter
-17.999
-18.728
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und
für Unterstützung
-2.987
-2.685
-20.986
-21.413
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
9
-3.057
-4.191
8. sonstige betriebliche Aufwendungen
10
-12.141
-10.934
9. Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit
5.394
1.102
10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens und
Wertpapieren
11
1.507
2.051

Vorjahr
Anhang TEUR TEUR TEUR
11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
12
67
103
12. Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen
13
40
0
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen
14
0
0
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
15
-1.760
-1.729
15. Ergebnis vor Steuern
5.248
1.527
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
16
-263
2.295
17. Konzernjahresüberschuss
4.985
3.822
Konzerngesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011
Vorjahr
TEUR TEUR
Konzernjahresüberschuss
4.985
3.822
Während der Berichtsperiode erfasster Nettogewinn aus der Neubewertung von finanziellen
Vermögenswerten der Kategorie „zur Veräußerung verfügbar"
0 18
Gesamtergebnis der Berichtsperiode
4.985
3.840
Vom Gesamtergebnis entfallen auf
– Gesellschafter des Mutterunternehmens
4.985
3.840
Entwicklung des Konzerneigenkapitals 2011
Grundkapital Kapitalrücklagen
Gewinnrücklagen
und
Bilanzverlust
Beträge aus
zur
Veräußerung
gehaltenen
Vermögens-
werten
Translations
-
anpassung
Konzern-
eigenkapital
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Stand 1.1.2010
11.800
44.203
-10.407
-18
2.639
48.217
Konzernjahresüberschuss
0
0
3.822
0
0
3.822
Direkt im Eigenkapital erfasster
Nettoertrag
0 0 0 18 0 18
Vollständiges Gesamtergebnis für
das Geschäftsjahr
0
0
3.822
18
0
3.840
Umrechnungsdifferenzen aus der
Währungsumrechnung
0
0
0
0
-212
-212
Änderung durch Rückkauf eigener
Anteile
0
-5.100
0
0
0
-5.100
Änderung der Kapitalrücklage aus
der Ausgabe von Aktienoptionen
0 -10 0 0 0 -10
Kapitalerhöhung aus
Gesellschaftsmitteln
30.000
-30.000
0
0
0
0
Ordentliche Kapitalherabsetzung
-30.000
30.000
0
0
0
0
Stand am 31.12.2010/1.1.2011
11.800
39.093
-6.585
0
2.427
46.735
Konzernjahresüberschuss
0
0
4.985
0
0
4.985
Direkt im Eigenkapital erfasster
Nettoaufwand
00 0000
Vollständiges Gesamtergebnis für
das Geschäftsjahr
0
0
4.985
0
0
4.985
Umrechnungsdifferenzen aus der
Währungsumrechnung
0 0 0 0 -58 -58
Änderung durch Rückkauf eigener
Anteile
0
-15.559
0
0
0
-15.559
Rechnerischer Anteil der eigenen
Aktien
0
-12.441
0
0
0
-12.441
Ausschüttung an Gesellschafter
0
-670
0
0
0
-670
Änderung der Kapitalrücklage aus
der Ausgabe von Aktienoptionen
0 -61 0 0 0 -61
Kapitalerhöhung aus
Gesellschaftsmitteln
00 0000
Ordentliche Kapitalherabsetzung
0
0
0
0
0
0
Stand am 31.12.2011
11.800
10.362
-1.600
0
2.369
22.931
Konzern-Kapitalflussrechnung 2011

Anhang 2011 Vorjahr
39 TEUR TEUR
Konzernergebnis vor Ertragsteuern
5.248
1.527
Gezahlte erhaltene Ertragsteuern
-60
167
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens nach
Verrechnung mit Zuschreibungen
3.058
4.191
Finanzergebnis
146
-425
Zunahme der Vorräte
-2.279
-1.130
Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
-843
-388
Zunahme (Vorjahr: Abnahme) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
3.606
-124
Veränderungen der übrigen kurzfristigen Vermögenswerte und
Schulden
-2.209
4.483
Sonstige nicht zahlungswirksame Vorgänge
-61
-10
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
6.606
8.291
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte
-2.712
-1.983
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen
315
0
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen
-767
-1.365
Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen
14
500
Erhaltene Investitionszulage
55
34
Erhaltene Zinsen
81
132
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
-3.014
-2.682
Auszahlung für den Erwerb eigener Anteile
-600
-5.700
Ausschüttung an Gesellschafter
-670
0
Nettoauszahlung aus der Aufnahme/Tilgung von Finanzkrediten
-485
-139
Gezahlte Zinsen
-1.810
-1.766
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
-3.565
-7.605
Zahlungswirksame Veränderung aus der Geschäftstätigkeit
27
-1.996
Wechselkurs-, Konsolidierungskreis und bewertungsbedingte
Änderungen des Finanzmittelfonds
-78
-187
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode
5.579
7.762
Finanzmittelfonds am Ende der Periode
5.528
5.579
Konzernanhang (nach IFRS) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011
1. Allgemeine Angaben zum Konzern
Die Zentrum Mikroelektronik Dresden AG (ZMD AG) als Obergesellschaft hat ihren Sitz in 01109 Dresden/Deutschland, Grenzstraße
28. Sie ist unter HRB Nr. 19166 im Handelsregister des Amtsgerichts Dresden eingetragen. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns
umfasst die Konstruktion, Entwicklung, Herstellung, das Marketing und den Vertrieb von mikroelektronischen Bauteilen und Geräten
sowie alle hiermit zusammenhängenden Tätigkeiten.
Die ZMD AG hat von dem in § 315a Abs. 3 HGB eingeräumten Wahlrecht Gebrauch gemacht und ihren Konzernabschluss nach
international anerkannten Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt. Auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses nach den
deutschen handelsrechtlichen Vorschriften wurde daher verzichtet.
Der vorläufige Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2011 wurde am 29. Februar 2012 vom Vorstand der Gesellschaft zur
Genehmigung freigegeben. Die Freigabe der endgültigen Version erfolgte nach Vorliegen der Anschlussfinanzierung am 20. Juli 2012.
a) Konsolidierungskreis
Alle Unternehmen, bei denen die ZMD AG mittelbar oder unmittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann, sind in den
Konzernabschluss einbezogen. Beherrschung liegt vor, wenn die Möglichkeit besteht, die Finanz- und Geschäftspolitik eines
Unternehmens zu bestimmen.
Die im Geschäftsjahr 2011 erfolgten Änderungen des Konsolidierungskreises gegenüber dem Vorjahr werden im folgenden Punkt 1 b)
beschrieben.
Der Konzernabschluss umfasst zum Bilanzstichtag die Zentrum Mikroelektronik Dresden AG, Dresden, und drei ausländische
Tochterunternehmen, welche im Wege der Vollkonsolidierung eingezogen wurden, sowie ein Gemeinschaftsunternehmen, welches
nach der Equity-Methode einbezogen wurde.
Der Konzern umfasst neben der ZMD AG folgende Tochtergesellschaften:
ZMD America Inc.
Die Haupttätigkeit der ZMD America, Inc., Santa Clara/USA, umfasst die Vermittlung von Umsätzen und Aufgaben im Bereich des
Kundenservice. Das Unternehmen verfügt über Vertriebsbüros in Melville (New York) bis 30. September 2011, Pocatello (Idaho) und
Madison (Wisconsin).
ZMD Eastern Europe EOOD
Die ZMD AG hat im Februar 2008 eine Tochtergesellschaft in Varna/Bulgarien gegründet mit dem Ziel, ihre Entwicklungskapazitäten
weiter auszubauen. Die ZMD AG ist zu 100 % an der Gesellschaft beteiligt.

ZMD Fareast Limited
Die ZMD Fareast Limited, Hongkong, wurde im I. Quartal 2007 gegründet. Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb und das
Halten von Geschäftsanteilen. Die ZMD AG ist zu 100 % an der Gesellschaft beteiligt.
Senterra Limited
Zum 31. Dezember 2011 wird gemäß IAS 31 eine ausländische Gesellschaft als Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) in den
Konzernabschluss unter Anwendung der Equity-Methode einbezogen. Ein Joint Venture basiert auf einer vertraglichen Vereinbarung,
aufgrund der der Konzern und andere Vertragsparteien eine wirtschaftliche Tätigkeit durchführen, die der gemeinschaftlichen Führung
unterliegt; dies ist der Fall, wenn die mit der Geschäftstätigkeit des Joint Ventures verbundene strategische Finanz- und
Geschäftspolitik die Zustimmung aller gemeinschaftlich führenden Parteien erfordert. Anteile an Joint Ventures werden entsprechend
der Equity-Methode bilanziert. Die konsolidierte Gesamtergebnisrechnung enthält den Anteil des Konzerns an den Erträgen und
Aufwendungen sowie an Eigenkapitalveränderungen der „at-equity" bilanzierten Beteiligungen. Wenn der Konzernanteil am Verlust
des Joint Ventures den „at-equity" bilanzierten Anteil übersteigt, wird dieser Anteil bis auf Null abgeschrieben. Weitere Verluste
werden nicht erfasst, es sei denn, der Konzern hat eine vertragliche Verpflichtung oder er hat Zahlungen zugunsten des Joint Ventures
geleistet. Unrealisierte Gewinne oder Verluste aus Transaktionen von Konzernunternehmen mit dem Joint Venture werden gegen den
Beteiligungswert des Joint Ventures eliminiert (Verluste maximal bis zur Höhe des Beteiligungswertes).
Die ZMD Fareast Ltd. gründete im I. Quartal 2007 gemeinsam mit der Vapor Technologies Limited ein Joint Venture namens Senterra
Ltd.
Die ZMD Fareast Ltd. ist zu 50 % an dem Unternehmen beteiligt. Die Senterra Limited steht unter gemeinschaftlicher Führung der
beiden beteiligten Unternehmen. Mit den Standorten in Taipei, Taiwan und Shenzen, China, stärkt die ZMD AG über die Beteiligung an
der Senterra Ltd. ihre internationalen Vertriebstätigkeiten. Durch größere Kundennähe ist eine intensivere Marktbearbeitung im
asiatischen Raum möglich.
Die kurzfristigen Vermögenswerte der Senterra Ltd. betrugen im Jahr 2010 TUSD 374, die kurzfristigen Verbindlichkeiten TUSD 221
und die langfristigen Verbindlichkeiten TUSD 39.
Der testierte Abschluss 2011 lag bei Erstellung des Konzernabschlusses noch nicht vor.
Eine Übersicht zum Konsolidierungskreis ist der Aufstellung des Anteilsbesitzes der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen:
Land
Name und Sitz der
Gesellschaft
Konsolidierungs-
status
Anteil am
Kapital
Eigenkapital laut
Jahresabschluss
zum 31.12.2011
anteiliger
Gewinn/
Verlust
%
TEUR
TEUR
Konsolidierungskreis
a) Inland
Zentrum Mikroelektronik
Dresden AG, Dresden
(Muttergesellschaft)
40.422
3.443
b) Ausland
USA
ZMD America, Inc. Santa
Clara
V
100,0
-2.247
187
Hongkong
ZMD Fareast, Ltd.
V
100,0
-28
24
Bulgarien
ZMD Eastern Europe EOOD
V
100,0
164
55
Hongkong
Senterra, Ltd.
A
50,0
85
*
71
*
V
Die mit V gekennzeichneten Gesellschaften wurden vollkonsolidiert.
A
Die mit A gekennzeichneten Gesellschaften wurden im Wege der At-Equity-Bewertung einbezogen.
*
Verlust bzw. Eigenkapital 2010, Ergebnis 2011 lag noch nicht vor.
Das Eigenkapital der ausländischen Gesellschaften wurde zum US-Dollar-Stichtagskurs (1,2932 bzw. 1,3380 im Vorjahr), zum Lew-
Stichtagskurs (jeweils 1,95583) bzw. zum HK-Dollar-Stichtagskurs (10,0011 bzw. 10,4025 im Vorjahr) in EUR umgerechnet. Das
Jahresergebnis wurde zum US-Dollar-Durchschnittskurs (1,3920 bzw. 1,3257 im Vorjahr), zum Lew-Durchschnittskurs (jeweils
1,95583) und zum HK-Dollar-Durchschnittskurs (10,8362 bzw. 10,2994 im Vorjahr) umgerechnet.
b) Änderungen des Konsolidierungskreises
Im Geschäftsjahr 2011 wurden folgende Änderungen des Konsolidierungskreises vorgenommen:
Mit Vertrag vom 15. August 2011 wurde die Microchip Design Akademie GmbH als übertragende Gesellschaft (rückwirkend) zum 1.
Januar 2011 auf die Zentrum Mikroelektronik Dresden AG als aufnehmende Gesellschaft verschmolzen. Die Eintragung der
Verschmelzung ins Handelsregister wurde zum 24. August 2011 durchgeführt. Aus der Verschmelzung ergeben sich keine
Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des ZMDI-Konzerns.
c) Konsolidierungsgrundsätze
Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind auf den Stichtag der ZMD AG
(Mutterunternehmen), d.h. den 31. Dezember 2011 aufgestellt.
Die Ergebnisse der im Laufe des Geschäftsjahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden entsprechend vom
Zeitpunkt des Inkrafttretens des Erwerbs oder bis zum effektiven Abgangszeitpunkt in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
einbezogen.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten der Beteiligung mit dem neu
bewerteten Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs des Tochterunternehmens. Daraus resultierende aktive Unterschiedsbeträge

werden als Geschäfts- oder Firmenwerte unter den immateriellen Vermögenswerten aktiviert und mindestens einmal jährlich auf
Wertminderung geprüft. Negative Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden sofort ertragswirksam erfasst.
Die Ermittlung der Unterschiedsbeträge im Rahmen der erstmaligen at equity-Bewertung erfolgt in gleicher Weise wie bei der
erstmaligen Einbeziehung von Tochterunternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung.
Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen wurden an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
angepasst.
Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge zwischen den konsolidierten Unternehmen werden
gegeneinander aufgerechnet. Die Konzernvorräte und das Anlagevermögen werden um Zwischenergebnisse bereinigt.
Ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge unterliegen der Abgrenzung latenter Steuern. Die im Vorjahr angewendeten
Konsolidierungsgrundsätze sowie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind beibehalten worden.
d) Währungsumrechnung
In den in lokaler Währung aufgestellten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden Geschäftsvorfälle in fremder
Währung mit dem Kurs im Zeitpunkt der Erstverbuchung bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten werden zum
Bilanzstichtagskurs umgerechnet. Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen
Aufwendungen und Erträgen erfasst.
Die in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden nach dem Konzept der
funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Die Vermögenswerte und Schulden werden zum Kurs am Abschlussstichtag umgerechnet.
Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen umgerechnet. Die hieraus entstehenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden
erfolgsneutral im Eigenkapital unter einem gesonderten Posten erfasst. Aufwendungen und Erträge werden mit Durchschnittskursen
umgerechnet.
Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse haben sich im Verhältnis zum Euro wie folgt entwickelt:
Währung
Stichtagskurs am
31.12.2011
Stichtagskurs am
31.12.2010
Durchschnittskurs
2011
Durchschnittskurs
2010
US-Dollar
1,2932
1,3380
1,3920
1,3257
HK-Dollar
10,0011
10,4025
10,8362
10,2994
Lew
1,95583
1,95583
1,95583
1,95583
e) Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses mit den Vorjahren
Die Änderungen des Konsolidierungskreises im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 (beschrieben unter Punkt 1b)) haben keine
wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns, weshalb es auch zu keinen
Beeinträchtigungen der Vergleichbarkeit der Bestandteile des Konzernabschlusses mit den Vorjahren kommt.
Die Microchip Design Akademie GmbH (MCDA) weist zum Zeitpunkt der Verschmelzung auf die ZMD AG eine Bilanzsumme in Höhe
von TEUR 0,6 und ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 0,1 aus.
2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
a) Grundlagen der Bewertung
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden im ZMDI-Konzern einheitlich angewendet und grundsätzlich beibehalten.
Der Konzernabschluss der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG und ihrer Tochtergesellschaften wurde nach den anzuwendenden
International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations
Committee (IFRIC) des International Accounting Standards Board (IASB), London, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden
sind, sowie den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der
Konzernabschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des
Konzerns.
Da weder Aktien noch schuldrechtliche Wertpapiere der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG öffentlich gehandelt werden bzw. deren
Handel in die Wege geleitet worden ist, wurde auf die Angaben zur Segmentberichterstattung und zum Ergebnis je Aktie verzichtet.
Die Berichtswährung ist Euro. Die Betragsangaben erfolgen grundsätzlich in Tausend EURO (TEUR), sofern nichts anderes vermerkt
ist. Der Konzernabschluss umfasst den Berichtszeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011.
Der Konzernabschluss der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
b) Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Als (a) kurzfristig bzw. (b) langfristig werden Vermögenswerte und Schulden ausgewiesen, wenn erwartet wird, dass sie (a) innerhalb
von zwölf Monaten bzw. (b) nach mehr als zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert oder erfüllt werden.
Beurteilungen und Schätzungen: Für die Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS ist es erforderlich,
dass Einschätzungen und Annahmen getroffen werden, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und
Schulden, Erträge und Aufwendungen haben. Wesentliche Annahmen und Schätzungen werden unter anderem für die
Nutzungsdauern, die erzielbaren Erträge der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen, die Realisierbarkeit von Forderungen
sowie die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen getroffen. Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die
auf den jeweils aktuell verfügbaren Kenntnissen basieren. Durch von den Annahmen abweichende Entwicklungen dieser
Rahmenbedingungen können die sich ergebenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzungen abweichen. Im Falle
signifikanter Auswirkungen von Schätzänderungen werden Angaben im Sinne von IAS 1.125 gemacht.
Ermessensentscheidungen bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden: Im Rahmen der Bewertung bestehen
eine Reihe von Ermessensentscheidungen, so wurden z.B. immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen zu fortgeführten

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Von der ebenfalls zulässigen Möglichkeit, diese zum beizulegenden Zeitwert
anzusetzen, wurde kein Gebrauch gemacht.
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im
Anlagenspiegel dargestellt.
Immaterielle Vermögenswerte mit Ausnahme der Geschäfts- und Firmenwerte sind gemäß IAS 38 zu den Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten, gemindert um planmäßige Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen, angesetzt. Sie enthalten
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten, welche linear
über die wirtschaftliche Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren abgeschrieben werden.
Entwicklungskosten werden aktiviert, wenn ein neu entwickeltes Produkt oder Verfahren eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch
realisierbar ist und entweder die eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen ist. Weiterhin setzt die Aktivierung voraus, dass
die Entwicklungskosten mit hinreichender Wahrscheinlichkeit durch künftige Finanzmittelzuflüsse gedeckt und die Anschaffungs- oder
Herstellungskosten verlässlich bewertet werden können. Aktivierte Entwicklungskosten werden planmäßig über eine erwartete
wirtschaftliche Nutzungsdauer von 3-4 Jahren linear abgeschrieben. Forschungskosten werden gemäß IAS 38 als Aufwand erfasst.
Durch die Anwendung von IFRS 3, IAS 36 und IAS 38 werden Geschäfts- und Firmenwerte nicht länger planmäßig abgeschrieben. Sie
werden zum Bilanzstichtag mittels eines Impairmenttests auf Werthaltigkeit überprüft.
Die Ermittlung der Werthaltigkeit erfolgt mit Hilfe der aktuellen Planungsdokumente. Der Geschäfts- und Firmenwert wird
wertgemindert, wenn der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den erzielbaren Wert dieser Einheit übersteigt. Der
erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem
Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Eine eventuelle Wertminderung wird als Aufwand in der Gewinn- und
Verlustrechnung erfasst.
Sachanlagen sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, bei zeitlich begrenzter Nutzung vermindert um planmäßige
Abschreibungen angesetzt. Sofern erforderlich, verringern Wertminderungen die (fortgeführten) Anschaffungs- und
Herstellungskosten. Zuwendungen der öffentlichen Hand werden grundsätzlich nach IAS 20 von den Anschaffungs- und
Herstellungskosten abgesetzt.
Eine Neubewertung des Sachanlagevermögens entsprechend dem nach IAS 16 bestehenden Wahlrecht erfolgte nicht.
Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear. Die Abschreibungen entsprechen dem Verlauf des Verbrauchs des künftigen
wirtschaftlichen Nutzens.
Eine Übersicht über die Nutzungsdauer der einzelnen Gruppen des Sachanlagevermögens liefert nachfolgende Tabelle:
Jahre
Technische Anlagen und Maschinen
7–10
Andere Anlagen
7–10
Betriebs- und Geschäftsausstattung
3–10
Im Falle, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt, wird entsprechend IAS 36 eine Wertminderung auf diesen Wert
vorgenommen.
Die Herstellungskosten der Sachanlagen umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten.
Gemäß IAS 23 gehören Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau und der Herstellung eines Vermögenswertes zugeordnet
werden können, zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieses Vermögenswertes. Andere Fremdkapitalkosten werden als
Aufwand erfasst.
Leasingverhältnisse
Bei der Nutzung von gemieteten Sachanlagen sind die Voraussetzungen für ein Finanzierungsleasing erfüllt, wenn alle wesentlichen
Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Konzern übertragen werden.
Im Rahmen eines Finanzierungsleasingverhältnisses gehaltene Vermögenswerte werden erstmalig als Vermögenswerte des Konzerns
zu ihrem beizulegenden Zeitwert zu Beginn des Leasingverhältnisses oder, falls dieser niedriger ist, zum Barwert der
Mindestleasingzahlungen erfasst. Die entsprechende Verbindlichkeit gegenüber dem Leasinggeber ist innerhalb der Bilanz als
Verpflichtung aus Finanzierungsleasingverhältnissen zu zeigen.
Die Leasingzahlungen werden so in Zinsaufwendungen und Tilgung der Leasingverpflichtung aufgeteilt, dass eine konstante
Verzinsung der verbleibenden Verbindlichkeit erzielt wird. Zinsaufwendungen werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung
erfasst, außer sie lassen sich eindeutig einem qualifizierenden Vermögenswert zuordnen. In diesem Fall werden die Zinsaufwendungen
in Übereinstimmung mit den Konzernrichtlinien zu Fremdkapitalkosten aktiviert. Bedingte Leasingzahlungen werden in der Periode, in
der sie entstehen, als Aufwand erfasst.
Mietzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen werden als Aufwand linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst, es
sei denn, eine andere systematische Grundlage entspricht eher dem zeitlichen Nutzenverlauf für den Leasingnehmer. Bedingte
Mietzahlungen im Rahmen eines Operating-Leasingverhältnisses werden in der Periode, in der sie entstehen, als Aufwand erfasst.
Finanzinstrumente
Finanzinstrumente sind alle Verträge, die gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem
anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen
Ms finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten erfasste Finanzinstrumente werden getrennt ausgewiesen.
Finanzinstrumente werden erfasst, sobald ZMD Vertragspartei des Finanzinstruments wird.
Finanzielle Vermögenswerte

Die finanziellen Vermögenswerte des Unternehmens beinhalten im Wesentlichen Finanzinvestitionen, Forderungen gegenüber
Kreditinstituten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, marktgängige Wertpapiere, Zahlungsmittel sowie
Zahlungsmitteläquivalente.
Finanzielle Vermögenswerte werden folgendermaßen klassifiziert:
a)
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte,
b)
zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte,
c)
Kredite und Forderungen.
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wenn sie entweder zu Handelszwecken
gehalten oder freiwillig als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert wurden.
Als zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden finanzielle Vermögenswerte klassifiziert, die hauptsächlich
erworben wurden, um einen Gewinn aus kurzfristigen Preis- bzw. Kursschwankungen zu erzielen.
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Vom Konzern gehaltene Vermögenswerte, welche in einem aktiven Markt gehandelt werden und als zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte kategorisiert sind, werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Unrealisierte Gewinne und Verluste aus
Marktwertänderungen werden ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst.
Kredite und Forderungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Kredite und sonstige Forderungen mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht
an einem aktiven Markt notiert sind, werden als Kredite und Forderungen kategorisiert.
Kredite und Forderungen werden nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger
Wertminderungen bewertet. Mit Ausnahme von kurzfristigen Forderungen, bei denen der Zinseffekt unwesentlich wäre, werden
Zinserträge gemäß der Effektivzinsmethode erfasst.
Die Kriterien, die zu einer Wertminderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen führen, orientieren sich an der
Ausfallwahrscheinlichkeit der Forderung und der erwarteten Bonität der Kunden. Der Fair Value entspricht daher dem Bilanzwert zum
Stichtag.
Effektivzinsmethode
Die Effektivzinsmethode ist eine Methode zur Berechnung der fortgeführten Anschaffungskosten eines finanziellen Vermögenswertes
bzw. einer finanziellen Verbindlichkeit und der Zuordnung von Zinserträgen bzw. Zinsaufwendungen auf die jeweiligen Perioden. Der
Effektivzinssatz ist derjenige Zinssatz, mit dem die erwarteten zukünftigen Ein- bzw. Auszahlungen über die erwartete Laufzeit des
Finanzinstrumentes auf den Buchwert abgezinst werden.
Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten
Finanzielle Vermögenswerte, mit Ausnahme der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte,
werden zu jedem Bilanzstichtag auf das Vorhandensein von Indikatoren für eine Wertminderung untersucht. Finanzielle
Vermögenswerte werden wertgemindert, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des
Vermögenswertes eintraten, ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten künftigen Cashflows der Finanzanlage
negativ verändert haben.
Finanzielle Verbindlichkeiten
Die finanziellen Verbindlichkeiten des Unternehmens umfassen vor allem Verbindlichkeiten aus Genussrechtskapital, Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden entweder als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
oder als sonstige finanzielle Verbindlichkeiten kategorisiert.
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten werden als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
kategorisiert, wenn sie entweder zu Handelszwecken gehalten oder freiwillig als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
designiert wurden.
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, einschließlich aufgenommener Kredite, werden erstmalig zum beizulegenden Zeitwert abzüglich
Transaktionskosten erfasst.
Die nachstehende Tabelle stellt die beizulegenden Zeitwerte und die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Schulden
gegenüber.
Die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen
und Genussrechtsvereinbarungen. Der Fair Value dieser Verbindlichkeiten entspricht nach Vergleich mit den aktuellen Marktzinsen
zum 31. Dezember 2011 dem Buchwert der Verbindlichkeiten.

31. Dezember
2011
Finanzielle
Vermögenswerte
Fair
Value
Zahlungsmittel/
-äquivalente
Finanzinstrumente Buchwerte
Handelsbestand
Bilanzwerte
Kredite und
Forderungen
Derivative
Finanz-
instrumente
zur Veräußerung
verfügbare
Vermögenswerte Gesamtbuchwerte
Flüssige Mittel
5.623
5.623
0
0
0
0
5.623
Kurzfristige
Wertpapiere
1.822
0
0
0
0
1.822
1.822
Forderungen aus
Lieferungen und
Leistungen
3.817
0
3.817
0
0
0
3,817
Übrige kurzfristige
Vermögenswerte
935
0
935
0
0
0
935
Langfristige
finanzielle
Vermögenswerte
10.115
0
10.195
0
57
0
10.252
Gesamt 22.312 5.623 14.947 0 57 1.822 22.449
31. Dezember 2011
Finanzielle Schulden
Fair
Value
sonstige
Verbindlichkeiten
Finanzinstrumente
Buchwerte
außerhalb
des IAS
39
Bilanzwerte
Hedging
Derivate
Derivative
Finanz-
instrumente Gesamtbuchwerte
Finanzverbindlichkeiten kurzfristig
22.749
22.180
0
0
569
22.749
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
6.432
6.432
0
0
0
6.432
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
2.718
2.718
0
0
0
2.718
Finanzverbindlichkeiten langfristig
1.342
538
0
0
804
1.342
Übrige langfristige Verbindlichkeiten
0
0
0
0
0
0
Gesamt 33.241 31.868 0 0 1.373 33.241
31. Dezember
2010
Finanzielle
Vermögenswerte
Fair
Value
Zahlungsmittel/
-äquivalente
Finanzinstrumente Buchwerte
Handelsbestand
Bilanzwerte
Kredite und
Forderungen
Derivative
Finanz-
instrumente
zur Veräußerung
verfügbare
Vermögenswerte Gesamtbuchwerte
Flüssige Mittel
5.582
5.582
0
0
0
0
5.582
Kurzfristige
Wertpapiere
1.139
0
0
0
0
1.139
1.139
Forderungen aus
Lieferungen und
Leistungen
2.974
0
2.974
0
0
0
2.974
Übrige kurzfristige
Vermögenswerte
611
0
611
0
0
0
611
Langfristige
finanzielle
Vermögenswerte
36.773
0
36.716
0
57
0
36.773
Gesamt 47.079 5.582 40.301 0 57 1.139 47.079
31. Dezember 2010
Finanzielle Schulden
Fair
Value
sonstige
Verbindlichkeiten
Finanzinstrumente
Buchwerte
außerhalb
des IAS
39
Bilanzwerte
Hedging
Derivate
Derivative
Finanz-
instrumente Gesamtbuchwerte
Finanzverbindlichkeiten kurzfristig
515
155
0
0
360
515
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
2.827
2.827
0
0
0
2.827
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
2.384
2.384
0
0
0
2.384
Finanzverbindlichkeiten langfristig
22.822
22.379
0
0
443
22.822
Übrige langfristige Verbindlichkeiten
0
0
0
0
0
0
Gesamt 28.548 27.745 0 0 803 28.548
Latente Steuern werden gemäß IAS 12 für sämtliche temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen der jeweiligen Steuerbilanz
und der Konzernbilanz gebildet. Daneben sind latente Steuern aus bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen zu erfassen, sofern
damit zu rechnen ist, dass diese mit hinreichender Wahrscheinlichkeit genutzt werden können. Die Abgrenzungen werden in Höhe der
voraussichtlichen Steuerbelastung bzw. -entlastung nachfolgender Geschäftsjahre auf der Grundlage des zum Zeitpunkt der
Realisation gültigen Steuersatzes vorgenommen. Für aktive latente Steuern, deren Realisierung in einem überschaubaren Zeitraum
nicht zu erwarten ist, werden Wertberichtigungen vorgenommen. Eine Saldierung von aktiven und passiven Steuerabgrenzungen wird
vorgenommen, soweit sie im Verhältnis zu einer Steuerbehörde aufrechenbar sind.
Vorräte an fertigen und unfertigen Erzeugnissen werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und
Nettoveräußerungswerten bewertet. Der Nettoveräußerungswert stellt den geschätzten Verkaufspreis der Vorräte abzüglich der
geschätzten Aufwendungen dar, die für die Fertigstellung und Veräußerung notwendig sind. Die Herstellungskosten enthalten

Einzelkosten zuzüglich angemessener Gemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nach Maßgabe des IAS 23 bei der Bewertung von
Fertigungsaufträgen einbezogen. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu gleitenden Durchschnittspreisen.
Aus kundenspezifischen Auftragsentwicklungen (Fertigungsaufträge) resultierende Entwicklungsaufwendungen sind, soweit die
Entwicklungsarbeiten am Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossen sind, als unfertige Leistungen aktiviert.
Wertberichtigungen auf Vorräte werden vorgenommen, soweit die Anschaffungs- oder Herstellungskosten über den erwarteten
Nettoveräußerungswerten liegen.
Bei der Bemessung der Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Rückstellungen werden gebildet, wenn ihnen
faktische oder rechtliche Verpflichtungen gegenüber Dritten zugrunde liegen, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen beruhen und
wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen. Der langfristige Anteil der Rückstellungen wird mit dem abgezinsten voraussichtlichen
Erfüllungsbetrag angesetzt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.
c) Auswirkungen von neuen und geänderten Rechnungslegungsstandards
Folgende neue und geänderte Standards und Interpretationen wurden in dem Konzernabschluss angewendet, hatten aber keine
wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss des aktuellen und der vorherigen Jahre, könnten allerdings die Bilanzierung
künftiger Transaktionen oder Vereinbarungen beeinflussen:
Änderungen an IAS 32 Bilanzierung von Bezugsrechten (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Februar
2010 beginnen)
Die Änderungen in IAS 32 behandeln die Klassifizierung bestimmter Bezugsrechte, die in einer anderen als der funktionalen
Währung des Emittenten denominiert sind.
Da im Konzern Bezugsrechte in der funktionalen Währung der ZMD AG begeben werden, hat die Änderung des IAS 32 keinen
Einfluss auf den Gruppenabschluss.
Änderungen an IFRS 1 Begrenzte Ausnahme bzgl. der Vergleichsangaben in IFRS 7 für Erstanwender (anzuwenden für
Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen)
Da der ZMDI-Konzern kein IFRS-Erstanwender im Sinne des IFRS 1 darstellt, hat diese Änderung keine Auswirkungen auf
den Konzernabschluss.
Änderungen an IAS 24 (2009) Änderungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (anzuwenden für Geschäftsjahre,
die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen)
Die Änderungen an IAS 24 vereinfachen die Angabepflichten für Unternehmen, die von einer Regierung kontrolliert,
gemeinschaftlich geleitet oder maßgeblich beeinflusst werden (diese werden als regierungsnahe Unternehmen bezeichnet).
Zusätzlich wird die Definition einer nahestehenden Person klargestellt. Im Ergebnis führt die Änderung an IAS 24 zu einer
teilweisen Ausnahme von Angabepflichten des IAS 24 für regierungsnahe Unternehmen.
Da der ZMDI-Konzern nicht in diese Unternehmensgruppe fällt, ist nicht mit Auswirkungen auf den Gruppenabschluss zu
rechnen.
Änderungen an IFRIC 14 Vorausgezahlte Beiträge im Rahmen von Mindestfinanzierungsvorschriften (anzuwenden für
Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen)
Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes (Mindestfinanzierungsvorschriften und ihre Wechselwirkung)
wurde geändert, um eine unbeabsichtigte Folge von IFRIC 14 zu beseitigen. Diese führte dazu, dass Unternehmen in
bestimmten Fällen keine vorausgezahlten Beiträge im Rahmen von Mindestfinanzierungsvorschriften als Vermögenswert
ansetzen dürfen.
IFRIC 19 Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder
nach dem 1. Juli 2010 beginnen)
IFRIC 19 regelt die Bilanzierung bei Erfüllung finanzieller Verbindlichkeiten durch Ausgabe von Eigenkapitalinstrumenten.
Jährliche Verbesserungen (2010) (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2010 bzw. 1. Januar 2011
beginnen).
Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Änderung der aufgeführten geänderten Standards IFRIC 14 und IFRIC 19
sowie der Jährlichen Verbesserungen (2010) keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage des
ZMDI-Konzerns hat.
Der Konzern hat folgende neue und geänderte Standards und Interpretationen, die verabschiedet, aber noch nicht in Kraft getreten
sind, nicht vorzeitig angewendet:
Änderungen an IFRS 7 Angaben Übertragung finanzieller Finanzinstrumente (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder
nach dem 1. Juli 2011 beginnen)
Die Änderungen an IFRS 7 erweitern die Angabepflichten zu Übertragungen finanzieller Vermögenswerte. Diese Änderungen
sollen die Transparenz in Bezug auf Transaktionen zum Zwecke der Übertragung von Vermögenswerten erhöhen, bei denen

der Übertragende Risiken aus dem finanziellen Vermögenswert zurückbehält. Mit den Änderungen werden auch zusätzliche
Angaben gefordert, wenn die Übertragungen nicht gleichmäßig während des Geschäftsjahres anfallen. Diese Änderung wird
voraussichtlich keine materiellen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.
IFRS 1 (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen)
Der IASB hat am 20. Dezember 2010 zwei kleinere Änderungen an IFRS 1 Erstmalige Anwendung der International Financial
Reporting Standards (IFRSs) veröffentlicht. Die erste Änderung ersetzt die Verweise auf den festen Umstellungszeitpunkt „1.
Januar 2004" durch „Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS". Diese Änderung war im August 2010 vorgeschlagen worden. Die
zweite Änderung gibt Anwendungsleitlinien, wie bei der Darstellung von IFRS-konformen Abschlüssen vorzugehen ist, wenn
ein Unternehmen für einige Zeit die IFRS-Vorschriften nicht einhalten konnte, weil seine funktionale Währung starker
Hochinflation unterlag.
Diese Änderung wird voraussichtlich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.
IAS 12 (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2012 beginnen)
Am 20. Dezember 2010 hat der IASB eine Änderung an IAS 12 Ertragsteuern veröffentlicht, die im September 2010
herausgegeben worden war. Die Änderung bietet eine praktische Lösung für das Problem der Abgrenzung der Frage, ob der
Buchwert eines Vermögenswertes durch Nutzung oder durch Veräußerung realisiert wird, durch die Einführung einer
widerlegbaren Vermutung, dass die Realisierung des Buchwerts im Normalfall durch Veräußerung erfolgt. Als Konsequenz der
Änderung gilt SIC 21 Ertragsteuern Realisierung von neubewerteten, nicht planmäßig abzuschreibenden Vermögenswerten
nicht mehr für zum beizulegenden Zeitwert bewertete als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien. Die übrigen Leitlinien
wurden in IAS 12 integriert und der SIC 21 demzufolge zurückgezogen.
Diese Änderung wird voraussichtlich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.
IAS 1 (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen)
Der IASB hat am 16. Juni 2011 Änderungen an IAS 1 herausgegeben. Mit den Änderungen werden neue Vorschriften zur
Darstellung des sonstigen Gesamtergebnisses eingeführt. Mit den Änderungen wird die Wahlmöglichkeit von einer oder zwei
Darstellungen für den einzelnen Anwender frei gelassen. Nur die Darstellung des sonstigen Gesamtergebnisses wurde
dahingehend geändert, das Zwischensummen für die Posten gefordert werden, die recycelt werden können (z.B. Cashflow-
Hedges, Fremdwährungsumrechnungen), und diejenigen, die nicht recycelt werden (beispielsweise erfolgswirksam durch das
sonstige Gesamtergebnis zu erfassende Posten nach IFRS 9). Die wichtigsten Inhalte in Kürze:
Beibehaltung der 2007 an IAS 1 vorgenommenen Änderungen, nach denen die Gewinn- und Verlustrechnung und
das sonstige Gesamtergebnis zusammen dargestellt werden müssen also entweder als eine
Gesamtergebnisrechnung oder als separate Darstellung der Ergebnisse und der des sonstigen Gesamtergebnisses.
Die Forderung, eine fortlaufende Darstellung verpflichtend vorzuschreiben, wie im Entwurf vorgeschlagen, wurde
fallengelassen.
Posten des sonstigen Gesamtergebnisses sind danach zu gruppieren, ob sie möglicherweise durch die Gewinn- und
Verlustrechnung recycelt werden können mit Zwischensummen für beide Gruppen.
Steuern im Zusammenhang mit Posten, die vor Steuern dargestellt werden, müssen für jede der Gruppen im
sonstigen Gesamtergebnis getrennt dargestellt werden. (Die Wahlmöglichkeit, die Posten des sonstigen
Gesamtergebnisses entweder vor oder nach Steuern darzustellen, bleibt bestehen.)
Diese Änderung wird voraussichtlich keine materiellen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.
IFRS 9 (2010) Finanzinstrumente (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen)
Nach IFRS 9 werden alle finanziellen Vermögenswerte, die derzeit in den Anwendungsbereich des IAS 39 fallen, entweder zu
fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Oktober 2010 wurde IFRS 9 (überarbeitet)
veröffentlicht, in den die Vorschriften für die Klassifizierung und Bewertung finanzieller Verbindlichkeiten integriert wurde.
Eine wesentliche Änderung stellt die Erfassung von Veränderungen im beizulegenden Zeitwert finanzieller Verbindlichkeiten
(die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert wurden) dar, welche auf Veränderungen des eigenen
Ausfallrisikos des Unternehmens zurückgehen. Designiert ein Unternehmen einen Schuldtitel als erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert, sind die Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes, die sich aus Veränderungen des eigenen
Ausfallrisikos der Verbindlichkeit ergeben, im sonstigen Ergebnis zu erfassen, außer die Erfassung von Änderungen im
eigenen Ausfallrisiko der Verbindlichkeit im sonstigen Ergebnis führt zur Entstehung oder Vergrößerung einer
Rechnungslegungsanomalie im Gewinn oder Verlust. Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes aufgrund der
Veränderungen des eigenen Ausfallrisikos dürfen später nicht in das Periodenergebnis umgebucht werden. IAS 39 sieht
derzeit eine vollständige Erfassung der Veränderung des beizulegenden Zeitwertes für Schuldtitel, die als erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert designiert wurden, im Gewinn oder Verlust vor.
Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Anwendung von IFRS 9 im Konzernabschluss für Geschäftsjahre, die am oder
nach dem 1. Januar 2013 beginnen, die Abbildung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten des
Konzerns beeinflussen wird. Allerdings kann eine vernünftige Schätzung der Auswirkungen erst vorgenommen werden, wenn
eine detaillierte Analyse durchgeführt wurde.
IFRS 10, IFRS 11, IFRS 12, IAS 27 (2011), IAS 28 (2011) Konsolidierungspaket (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen)

Am 12. Mai 2011 hat das IASB fünf neue und geänderte Standards herausgegeben, die die Konsolidierung, die Bilanzierung
von Beteiligungen an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen sowie die damit in Beziehung stehenden Anhangangaben
regeln. Konkret handelt es sich um:
IFRS 10 Konzernabschlüsse
IFRS 11 Gemeinschaftliche Vereinbarungen
IFRS 12 Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen
IAS 27 Separate Abschlüsse (geändert 2011)
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures (geändert 2011)
Mit den Standards IFRS 10 und IFRS 11 werden die bisherigen Regelungen zu Konzernabschlüssen und Zweckgesellschaften
sowie die Regelungen zur Bilanzierung von Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen ersetzt. Die bisher in IAS 27 und IAS 31
enthaltenen Anhangerfordernisse wurden zudem in einem eigenständigen Standard IFRS 12 zusammengefasst und neu
gestaltet. Mit der Bündelung der Regelungen zur Konsolidierung in IFRS 10 beinhaltet IAS 27 (2011) nur noch die
Regelungen zur Bilanzierung von Anteilen an Tochter-, assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen im separaten Abschluss
des Mutterunternehmens. In der Neufassung von IAS 28 wird der Inhalt der Regelungen zur Bilanzierung von Anteilen an
assoziierten Unternehmen um Regelungen zur Bilanzierung von Anteilen an Joint Ventures erweitert und die Anwendung der
Equity-Methode in beiden Fällen einheitlich vorgeschrieben.
Da der ZMDI-Konzern auch in der Vergangenheit Anteile an Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode bilanziert
hat, sind keine materiellen Auswirkungen auf den Konzernabschluss zu erwarten.
IFRIC 20 (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen)
Einem meist im tagebauaktiven Unternehmen kann aus der Abraumbeseitigung zweierlei Nutzen entstehen: Der Abraum
kann (in geringerer Konzentration) Erze oder Mineralien enthalten, die als erwirtschaftete Vorräte anzusehen sind, und es
entsteht ein verbesserter Zugang zu weiteren Materialvorkommen, die in Zukunft abgebaut werden können. In IFRIC 20 wird
erörtert, wann und wie diese beiden separaten Nutzen aus der Abraumaktivität zu bilanzieren sind und wie diese Nutzen beim
Erstansatz und bei der Folgebewertung zu bewerten sind.
Diese Änderungen haben keine Auswirkung auf den Gruppenabschluss der ZMD AG, da der Konzern nicht in diesem Bereich
tätig ist.
3. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse werden erfasst, wenn der Eigentums- und Gefahrenübergang auf den Kunden erfolgt ist, der Betrag der
Umsatzerlöse verlässlich bestimmt und von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann. Die Umsatzerlöse werden abzüglich Skonti,
Preisnachlässen und Rabatten ausgewiesen. Sie verteilen sich wie folgt auf die Business Lines und Absatzmärkte:
2011
2010
TEUR
%
TEUR
%
Automotive SoC
35.961
56,0
27.475
49,8
Standard Components
6.976
32,5
7.623
13,8
Medical & SSC
20.876
10,9
19.698
35,8
Sonstiges
363
0,6
321
0,6
64.176
100,0
55.117
100,0
2011
2010
TEUR
%
TEUR
%
Absatzmärkte
Inland
21.255
33,1
15.077
27,4
Ausland
43.077
67,1
40.195
72,9
./. Erlösschmälerungen
-156
-0,2
-155
-0,3
64.176
100,0
55.117
100,0
Der Umsatz nach Produktsegmenten im Berichtsjahr stellt sich wie folgt dar:
2011
2010
TEUR
%
TEUR
%
Exklusivprodukte
48.109
75,0
41.708
75,7
Standardprodukte
16.067
25,0
13.409
24,3
64.176
100,0
55.117
100,0
4. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen
2011
2010
TEUR TEUR
Fertige Erzeugnisse
614
255
Unfertige Erzeugnisse und Leistungen
733
971

2011
2010
TEUR TEUR
1.347
1.226
In den Bestandsveränderungen sind Wertminderungen für unfertige Erzeugnisse und Leistungen in Höhe von TEUR 1.698 (Vorjahr:
TEUR 538) und für Fertigerzeugnisse in Höhe von TEUR 1.377 (Vorjahr: TEUR 123) enthalten.
5. Andere aktivierte Eigenleistungen
2011
2010
TEUR TEUR
Aktivierte Entwicklungskosten
1.553
1.654
Aktivierte Nebenleistungen zum Sachanlagevermögen
16
10
1.569
1.664
In Summe wurden im Jahr 2011 Mio. EUR 16,7 (Vorjahr: Mio. EUR 14,4) in die Forschung und Entwicklung investiert, von denen TEUR
1.554 (Vorjahr: TEUR 1.654) die Aktivierungskriterien der IAS 38.10 ff. erfüllen.
6. Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen:
2011
2010
TEUR TEUR
Auflösung von Rückstellungen
1.258
626
Fördermittel für Forschung und Entwicklung
3.198
1.529
Periodenfremde Erträge
130
174
Ertrag aus Schadenersatz
203
35
Erträge aus Geschäftsbesorgung
148
149
Ertrag aus Aktienverkäufen
103
143
Ertrag aus Kostenrückerstattung
30
19
Ertrag aus Anlagenabgang
3
0
Erträge aus Mieten einschließlich Nebenkosten
0
0
Erträge aus Kursbewertungen
203
341
Übrige
120
273
5.396
3.289
Die Fördermittel für Forschung und Entwicklung werden ertragswirksam erfasst, sobald die Voraussetzungen für eine Zahlung erfüllt
sind und eine entsprechende Zahlungsanforderung gestellt worden ist.
7. Materialaufwand
Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
2011
2010
TEUR TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
24.186
19.000
Aufwendungen für bezogene Leistungen
6.724
4.656
30.910
23.656
8. Personalaufwand
2011
2010
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter
18.060
18.738
Personalaufwand aus Aktienoptionen
-61
-10
Soziale Abgaben
2.987
2.685
Personalaufwand
20.986
21.413
IFRS 2 regelt die Abbildung aktienorientierter Vergütungsformen im Konzernabschluss. Unternehmen müssen die Auswirkungen von
anteilsbasierten Vergütungstransaktionen, einschließlich des Aufwands für die der Unternehmensleitung oder -belegschaft gewährten
Aktienoptionen in ihrer Gewinn- und Verlustrechnung darstellen. Der verringerte Personalaufwand ergibt sich aus der Rückgabe von
Aktienoptionen durch das Ausscheiden von Mitarbeitern aus dem ZMDI-Konzern.
Nähere Informationen zu den Aktienoptionen sind unter Punkt 44 - Mitarbeiterbeteiligung erläutert.
Der im Vergleich zum Vorjahr verringerte Personalaufwand ergibt sich u.a. auch aus der geringeren Rückstellung für variable Gehälter.
9. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
2011
2010
TEUR TEUR
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und
Sachanlagen
3.057
4.191
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2011
2010
TEUR TEUR
Betriebsaufwand
5.038
4.425
Verwaltungsaufwand
4.162
2.837
Vertriebsaufwand
2.238
1.822
Übrige Aufwendungen
703
1.850
12.141
10.934
Die übrigen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
2011
2010
TEUR TEUR
Kursverluste/Währungsbewertung
469
34
Sonstiges
220
78
Periodenfremde Aufwendungen
14
28
Zuführungen zu Rückstellungen
0
206
Schadenersatz
0 1.504
703
1.850
11. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens und Wertpapieren
2011
2010
TEUR TEUR
1.507
2.051
Bei den ausgewiesenen Erträgen des Geschäftsjahres 2011 handelt es sich im Wesentlichen um Zinserträge aus Darlehen an die
Aktionärin Global ASIC GmbH.
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
2011
2010
TEUR TEUR
67
103
Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge resultieren aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in Höhe von TEUR 67
(Vorjahr: TEUR 103).
13. Gewinne und Verluste aus Gemeinschaftsunternehmen
2011
2010
TEUR TEUR
Senterra Limited
40
*)
0
*)
*)
testierter Abschluss lag zum jeweiligen Bilanzstichtag noch nicht vor
Der testierte Abschluss des Jahres 2010 der Senterra Ltd. lag zum Bilanzstichtag 2010 noch nicht vor.
Das kumulierte, entsprechend der At-Equity Bewertung zuzurechnende Ergebnis der Senterra Ltd. betrug per 31. Dezember 2010
TEUR 40. Dieses wurde im Jahr 2011 dem Konzern im Finanzergebnis zugerechnet.
Der testierte Abschluss des Jahres 2011 der Senterra Ltd. lag bei der Erstellung des Konzernabschlusses noch nicht vor.
14. Abschreibungen auf Finanzanlagen
2011
2010
TEUR TEUR
Abschreibungen auf Finanzanlagen
0
0
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen setzen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt zusammen:
2011
2010
TEUR TEUR
Zinsen auf langfristige Verbindlichkeiten
1.463
1.442
Zinsen auf kurzfristige Verbindlichkeiten
158
153
Sonstige
139
134
1.760
1.729
Das Finanzergebnis des ZMDI-Konzerns untergliedert nach Finanzinstrumenten entsprechend der Bewertungskategorien gemäß IAS
39 stellt sich wie folgt dar:
Die Nettoergebnisse aus den Finanzinstrumenten betragen:

TEUR
Zinserträge Zinsaufwand
aus
übrigem
Aufwand aus Folgebewertung
Nettoergebnis
Ertrag
2011
Fair
Value
Währungs-
umrechnung
Wert-
berichtigung
Ausgereichte Kredite und
Forderungen
1.583
-152
0
-30
8
-479
930
Zur Veräußerung verfügbare
Finanzinstrumente
00 0 0 0 0 0
Zu Handelszwecken gehaltene
finanzielle Vermögenswerte
22
0
-172
-8
0
0
-158
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
bilanzierte Verbindlichkeiten
0
-1.656
0
0
0
0
-1.656
Derivative finanzielle
Verbindlichkeiten
00 0 0 0 0 0
Summe Nettoergebnis
1.605
-1.808
-172
-38
8
-479
-884
davon erfasst:
– erfolgswirksam
1.605
-1.808
-172
-38
8
-479
-884
– direkt im Eigenkapital
0
0
0
0
0
0
0
TEUR
Zinserträge Zinsaufwand
aus
übrigem
Aufwand aus Folgebewertung
Nettoergebnis
Ertrag
2010
Fair
Value
Währungs-
umrechnung
Wert-
berichtigung
Ausgereichte Kredite und Forderungen
2.041
-134
0
8
3
-276
1.642
Zur Veräußerung verfügbare
Finanzinstrumente
0 00000 0
Zu Handelszwecken gehaltene
finanzielle Vermögenswerte
7
0
4
137
0
0
148
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
bilanzierte Verbindlichkeiten
0
-1.633
0
0
0
0
-1.633
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
0
0
0
0
0
0
0
Summe Nettoergebnis
2.048
-1.767
4
145
3
-276
157
davon erfasst:
– erfolgswirksam
2.048
-1.767
4
145
3
-276
157
– direkt im Eigenkapital
0
0
0
0
0
0
0
16. Ertragsteuern
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Position setzt sich wie folgt zusammen:
2011
2010
TEUR TEUR
Tatsächlicher Steueraufwand Inland
-299
-131
Tatsächlicher Steueraufwand Ausland
-37
-10
Latenter Steueraufwand (-)/-ertrag Inland
-142
2.429
Latenter Steuerertrag Ausland
215
7
-263
2.295
Im tatsächlichen Steueraufwand sind periodenfremde Steuererträge von in- und ausländischen Unternehmen in Höhe von TEUR 107
enthalten (Vorjahr: periodenfremde Steueraufwendungen TEUR 92).
Der latente Steuerertrag des Berichtsjahres ergibt sich wie folgt:
2011
2010
Steuereffekt des
Berichtsjahres
TEUR
TEUR
TEUR
Latente Steueransprüche bzw. -verbindlichkeiten aus
Verlustvorträgen
5.275
4.716
559
Temporären Differenzen Einzelabschlüsse
- immaterieller Vermögenswerte
1.550
2.065
-515
Übrige
-5
-49
44
6.820
6.732
88
Der latente Steuerertrag aus der Aktivierung steuerlicher Verlustvorträge betrifft mit TEUR 343 (Vorjahr: TEUR -2.910) die ZMD AG
und mit TEUR 216 (Vorjahr: TEUR 0) die ZMDA.
Der Steueraufwand des Geschäftsjahres kann wie folgt auf den Periodenerfolg übergeleitet werden:
2011
2010
TEUR TEUR
Ergebnis vor Steuern
5.248
1.527

2011
2010
TEUR TEUR
Ertragsteuersatz (inkl. Gewerbesteuer) der ZMD AG (in %)
30,99 %
31,58 %
Erwarteter Ertragsteueraufwand
1.626
482
Steuersatzunterschiede Ausland
-18
-88
Effekt aus Steuersatzänderungen
23
0
Erstmalige Berücksichtigung temporärer Differenzen
0
-5.646
Steuerminderungen aufgrund steuerfreier Erträge
-76
-31
Steuermehrungen aufgrund steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen
310
208
Periodenfremde Steueraufwendungen und -erträge
-107
92
Auswirkung von ungenutzten und nicht als latente Steueransprüche erfassten steuerlichen
Verlusten und Aufrechnungsmöglichkeiten
-1.503
2.987
Sonstige Abweichungen
8 -299
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand (Vorjahr: Ertragsteuerertrag)
263
-2.295
Effektive Steuerbelastung
4,99 %
-150,29 %
Der für die oben dargestellte Überleitungsrechnung angewendete Steuersatz entspricht dem von der ZMD AG in Deutschland zu
leistenden Unternehmensteuersatz von 30,99 % (Vorjahr: 31,58 %) auf steuerbare Gewinne gemäß dem Steuersatz dieser
Jurisdiktion. Die Verringerung des Steuersatzes ist auf die geringfügig veränderte Gewichtung der gewerbesteuerlichen Hebesätze der
inländischen Betriebsstätten zurückzuführen.
Bei der Ermittlung wurden bisher noch nicht genutzte Verlustvorträge zur Körperschaftsteuer in Höhe von TEUR 81.082 (Vorjahr:
TEUR 83.860) und zur Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 19.413 (Vorjahr: TEUR 22.592) zugrunde gelegt. Durch die ab 2004 geltende
Mindestbesteuerung wird die Realisierbarkeit der körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verluste zeitlich verzögert.
Aufgrund der vorliegenden Planungsrechnungen ist davon auszugehen, dass körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von
TEUR 20.813 (Vorjahr: TEUR 16.310) sowie gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 11.648 (Vorjahr: TEUR 13.555) mit
ausreichender Wahrscheinlichkeit durch zukünftige zu versteuernde Ergebnisse innerhalb eines Planungshorizonts von vier Jahren
genutzt werden können. Die Verwertung der verbleibenden Verlustvorträge in Höhe von TEUR 60.269 (Körperschaftsteuer) und TEUR
7.765 (Gewerbesteuer) ist aufgrund der vorliegenden Planung noch nicht einschätzbar.
Im Berichtsjahr wurden darüber hinaus erstmals aktive latente Steuern auf die mit ausreichender Wahrscheinlichkeit durch zukünftige
zu versteuernde Ergebnisse innerhalb eines Planungshorizonts von vier Jahren zu nutzenden steuerlichen Verlustvorträge der ZMD
America abgegrenzt. Dabei wurde von nutzbaren steuerlichen Verlustvorträgen in Höhe von TEUR 663 (federal income tax) und TEUR
337 (state income tax) ausgegangen. Von den insgesamt bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen in Höhe von TEUR 4.652 (federal
income tax) und TEUR 537 (state income tax) ist somit die Verwertung der verbleibenden Verlustvorträge in Höhe von TEUR 3.989
(federal income tax) und TEUR 200 (state income tax) aufgrund der vorliegenden Planung noch nicht einschätzbar.
Auf bestehende steuerliche Verlustvorträge der ZMD Fareast Ltd. wurden keine aktiven latenten Steuern abgegrenzt.
Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte zum erwarteten kombinierten Ertragsteuersatz der jeweiligen Gesellschaft. Dabei wurde
für latente Steuerabgrenzungen auf Ebene der ZMD AG die Definitivbesteuerung mit dem einheitlichen Körperschaftsteuersatz von 15
% (Vorjahr: 15 %) zzgl. 5,5 % Solidaritätszuschlag sowie einem Gewerbesteuersatz von 15,16 % (Vorjahr: 15,75 %) zugrunde
gelegt.
17. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und
Werten
31.12.2011
31.12.2010
TEUR TEUR
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
1.552
752
Die aktivierten Konzessionen, gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und
Werten werden linear über die Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren abgeschrieben.
18. Geschäfts- und Firmenwerte
Zum Bilanzstichtag bestehen keine Geschäfts- und Firmenwerte im Konzernabschluss.
Bereits in den Vorjahren wurden die bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerte, welche ausschließlich aus der Kapitalkonsolidierung
zum Zeitpunkt des Erwerbs von Tochtergesellschaften resultierten, vollständig wertberichtigt.
Die wertberichtigten Firmenwerte beziehen sich auf die folgenden Gesellschaften:
31.12.2011
31.12.2010
TEUR
TEUR
ZMD Reining, Inc.
Anschaffungskosten (nach Umrechnung in TEUR)
1.252
1.252
Wertminderungsaufwand des Berichtsjahres
0
-280
./. bereits berücksichtigte Wertberichtigungen (nach Umrechnung in TEUR)
-1.252
-972
Buchwert
0 0
ZMD Fareast Limited
Anschaffungskosten
1
1
./. bereits berücksichtigte Wertberichtigungen
-1
-1
Buchwert
0 0

31.12.2011
31.12.2010
TEUR
TEUR
ZMD Eastern Europe EOOD
Anschaffungskosten
3
3
./. bereits berücksichtigte Wertberichtigungen
-3
-3
Buchwert
0 0
19. Entwicklungskosten
Im Berichtsjahr wurden Mio. EUR 16,7 (Vorjahr: Mio. EUR 14,4) in die Forschung und Entwicklung investiert, von denen TEUR 1.554
(Vorjahr: TEUR 1.654) die Aktivierungskriterien der IAS 38 erfüllen.
Soweit die Aktivierung vorgenommen wurde, erfolgt ab dem Zeitpunkt der wirtschaftlichen Nutzungsmöglichkeit die planmäßige
Abschreibung des Vermögenswertes über die geschätzte Nutzungsdauer.
31.12.2011
31.12.2010
TEUR TEUR
Entwicklungsprojekte abgeschlossen
4.179
2.550
Entwicklungsprojekte nicht abgeschlossen
2.730
4.122
6.909
6.672
Von den zum Berichtszeitpunkt aktivierten Projekten im Wert von TEUR 6.909 unterliegen Projekte mit einem Restbuchwert von TEUR
4.179 bereits einer planmäßigen Abschreibung. Die Abschreibung für diese Projekte betrug in 2011 TEUR 1.316 (Vorjahr: TEUR
1.060), davon außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 44) aufgrund fehlender Absatzmöglichkeiten. Die
Abschreibung ist in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position „Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen" enthalten.
Die restlichen Projekte i.H.v. TEUR 2.730 (Vorjahr: TEUR 4.122) sind noch im Entwicklungsstadium. Für nicht abgeschlossene
Entwicklungsprojekte wurde eine Wertminderung in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1.094) vorgenommen.
Mit den Entwicklungsleistungen wurden gemäß IAS 23 im Jahr 2011 Fremdkapitalkosten in Höhe von TEUR 82 (Vorjahr: TEUR 79)
aktiviert. Als Finanzierungskostensatz wurde der gewichtete Durchschnittszins für Fremdkapitalpositionen in Höhe von 7,01 %
angesetzt.
20. Sachanlagevermögen
Es bestehen Verfügungsbeschränkungen durch Sicherungsübereignungen in Höhe von TEUR 2.053 (Vorjahr: TEUR 1.383).
Die Kürzung der Anschaffungskosten des Sachanlagevermögens aufgrund der Investitionszulage beträgt im Berichtsjahr TEUR 68
(Vorjahr: TEUR 56).
a. Technische Anlagen und Maschinen
31.12.2011
31.12.2010
TEUR TEUR
303
363
b. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
31.12.2011
31.12.2010
TEUR TEUR
5.038
4.815
c. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
31.12.2011
31.12.2010
TEUR TEUR
147
215
21. Finanzanlagen
a. At equity-bewertete Beteiligungen
Die at equity-bewertete Beteiligung wird am Stichtag mit TEUR 44 (Vorjahr: TEUR 0) bewertet.
b. Ausleihungen an Gesellschafter
31.12.2011
31.12.2010
TEUR TEUR
Darlehen einschl. Zinsen
10.195
36.700
Mit Kaufvertrag vom 14. Oktober 2011 erwarb die ZMD AG von der Global Asic GmbH 2.124.430 Stück eigene Aktien. Der Kaufpreis
des Aktienrückkaufs wurde im Wege der Verrechnung mit Darlehens- und Zinsverbindlichkeiten der Global Asic GmbH an die ZMD AG
aufgebracht.
Alle Darlehen an die Hauptaktionärin Global ASIC GmbH werden marktüblich verzinst. Die Effektivzinssätze dieser Darlehen liegen
zwischen 4,08 % und 5,06 %. Die Zinsen für bestehende Darlehen werden aktiviert und sind endfällig. Der Nominalwert der
Ausleihungen beträgt TEUR 9.899. Im Jahr 2011 wurde ein Darlehen prolongiert. Die nach der Effektivzinsmethode bis zum
Bilanzstichtag aktivierten Zinsen betragen TEUR 296.
c. Ausleihungen an et equity-bewertete Unternehmen

31.12.2011
31.12.2010
TEUR TEUR
0 16
Bei den Ausleihungen an et-equity bewertete Unternehmen handelte es sich um ein Darlehen an die Senterra Limited. Das Darlehen
wurde vereinbarungsgemäß im Jahr 2011 zurückgezahlt.
d. Sonstige Wertpapiere
Die Wertpapiere in Höhe von TEUR 57 (Vorjahr: TEUR 57) dienen zur Sicherung der Wertguthaben, welche die Arbeitnehmer im
Rahmen ihrer Teilnahme an dem Blockmodell zur Altersteilzeit bereits erworben haben.
Bei den Wertpapieren handelt es sich um Geldmarktfonds, die im Morning Star Rating aktuell drei Sterne erhalten.
22. Latente Steueransprüche
Der Posten ist bei der Darstellung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erläutert.
23. Vorräte
Die Positionen setzen sich wie folgt zusammen:
31.12.2011
31.12.2010
TEUR TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
1.197
161
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen
12.262
11.529
Fertige Erzeugnisse und Handelswaren
3.014
2.504
16.473
14.194
Mit den unfertigen Leistungen wurden gemäß IAS 23 im Jahr 2011 Fremdkapitalkosten in Höhe von TEUR 108 (Vorjahr: TEUR 96)
aktiviert. Als Finanzierungskostensatz wurde der gewichtete Durchschnittszins für Fremdkapitalpositionen in Höhe von 7,01 %
angesetzt.
24. Forderungen und sonstige Vermögenswerte
Die Aufteilung der kurzfristigen Forderungen ist wie folgt:
31.12.2011
31.12.2010
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
3.817
2.974
Sonstige Vermögenswerte
935
611
Steuerforderungen
450
615
5.202
4.200
Im Juli 2009 wurde ein Factoringvertrag zwischen der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG und der GE Capital Bank AG, Mainz,
geschlossen. Dieser Vertrag wurde im November 2011 auf ein Höchstobligo von TEUR 6.000 angepasst. Infolgedessen verkauft die
ZMD AG Inlands- und Auslandsforderungen entsprechend der Vertragsvereinbarungen. Die durchschnittliche Inanspruchnahme im
Jahr 2011 betrug TEUR 4.145.
Erkennbaren Risiken wurde durch Bildung von Einzelwertberichtigungen Genüge getan. Die entsprechenden Forderungen wurden
vollständig wertberichtigt. Die Wertberichtigungen betrugen TEUR 479 (Vorjahr: TEUR 276). Für Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen in Höhe von TEUR 2.017 (Vorjahr: TEUR 902), welche zum Berichtszeitpunkt überfällig waren, wurden keine
Wertminderungen gebildet, da keine wesentliche Veränderung in der Kreditwürdigkeit der Schuldner festgestellt wurde und mit einer
Tilgung der ausstehenden Beträge gerechnet wird.
Altersstruktur der überfälligen, aber nicht wertgeminderten Forderungen:
31.12.2011
31.12.2010
TEUR TEUR
bis 30 Tage
1.615
900
30 bis 60 Tage
346
0
60 bis 90 Tage
56
2
über 90 Tage
0
0
2.017
902
Veränderung der Wertminderungen
31.12.2011
31.12.2010
TEUR TEUR
Stand zum Beginn des Jahres
276
474
Wertminderung von Forderungen
203
61
Aufgrund von Uneinbringlichkeit abgeschriebene Beträge
0
-237
Während des Geschäftsjahres eingegangene Beträge aus abgeschriebenen Forderungen
0
-22
Wertaufholungen
0
0
Abzinsung
0 0
Stand zum Ende des Jahres
479
276
25. Sonstige Wertpapiere

31.12.2011
31.12.2010
TEUR TEUR
Anleihen
0 92
Aktien
381
511
Aktien- bzw. Rentenfonds
312
414
Geldmarktfonds/Tagesgeld
1.129
122
1.822
1.139
Die sonstigen Wertpapiere sind gemäß IFRS 7.8 (a) als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle
Vermögenswerte einzustufen. Die vom Konzern gehaltenen Wertpapiere sind am Kapitalmarkt notiert. Keiner dieser Vermögenswerte
ist überfällig oder wertgemindert.
Die Analyse der Finanzinstrumente auf Basis der dreistufigen Hierarchie entsprechend IFRS 7 ergab, dass die sonstigen Wertpapiere in
Stufe 1 einzuordnen sind. Stufe 1-Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert sind solche, die sich aus notierten Preisen auf aktiven
Märkten für identische finanzielle Vermögenswerte oder Schulden ergeben.
26. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
Die Bankbestände setzen sich wie folgt zusammen:
31.12.2011
31.12.2010
TEUR TEUR
Laufende Konten und Kassenbestände
2.752
2.280
Laufende USD-Konten
219
758
Laufende HKD-Konten
1
1
Tagesgelder und Festgelder
2.557
2.540
Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkungen
94
3
5.623
5.582
Das Ausfallrisiko bei liquiden Mitteln wird als gering eingeschätzt. Die Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkungen dienen zum
einen als Mietkautionskonten, welche aufgrund von Mietverträgen für die Büros in München, Filderstadt, und Gleisdorf/Österreich
zugunsten der Vermieter verpfändet sind. Des Weiteren ist in den Zahlungsmitteln mit Verfügungsbeschränkungen ein
Sicherungskonto für die Altersteilzeitansprüche der Mitarbeiter enthalten.
27. Eigenkapital
Bezüglich der Veränderung des Eigenkapitals verweisen wir neben den folgenden Ausführungen auf die gesonderte
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung.
Eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes und die Sicherung der Liquidität sowie der Kreditwürdigkeit des ZMDI-Konzerns
sind die wichtigsten Ziele des Finanzmanagements. Die Reduzierung der Kapitalkosten und die Verbesserung des Cashflows aus der
Finanzierungstätigkeit tragen hierzu ebenso bei wie die Optimierung der Kapitalstruktur und ein effektives Risikomanagement.
In Bezug auf die Kreditwürdigkeit zielt die Finanzstrategie des ZMDI-Konzerns auf eine gute Bonitätseinstufung ab, die den Zugang zu
einer breiten Basis für die Finanzierung gewährleistet.
a. Grundkapital
Das Grundkapital von TEUR 11.800 ist eingeteilt in 9.439.510 auf den Namen lautende Stückaktien (Vorjahr: 10.620.000
Stückaktien).
Die Hauptversammlung der Zentrum Mikroelektronik AG hat am 5. Dezember 2007 die Anpassung der Beschlüsse vom 9. Juli 2001, 4.
September 2002, 20. Januar 2003 sowie 29. März 2004 über die bedingte Erhöhung des Grundkapitals beschlossen.
Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu EUR 449.750,00 durch Ausgabe von neuen Stückaktien, lautend auf den Namen,
bedingt erhöht (Bedingtes Kapital I). Die bedingte Erhöhung dient der Einlösung von Optionsrechten im Rahmen des ZMD Stock
Option-Plans 2001.
Weiterhin beschloss die Hauptversammlung am 5. Dezember 2007 die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu EUR
730.250,00 durch Ausgabe von neuen Stückaktien, lautend auf den Namen (Bedingtes Kapital II).
Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Bezugsrechten an Führungskräfte und Mitarbeiter.
Die Hauptversammlung der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG hat am 20. Mai 2010 die Gesellschaft ermächtigt, weitere eigene
Aktien zu erwerben. Die Ermächtigung gilt vom Tag der Beschlussfassung an für Riff Jahre. Die Ermächtigung kann ganz oder in
Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer gesetzlich zulässiger Zwecke durch die Zentrum
Mikroelektronik Dresden AG genutzt werden.
Am 1. Dezember 2010 hat die Hauptversammlung der Gesellschaft den Erwerb und die Einziehung von eigenen Aktien ohne
Kapitalherabsetzung nach den Vorschriften der vereinfachten Einziehung beschlossen. Mit Kaufvertrag vom 14. Oktober 2011 hat die
Zentrum Mikroelektronik Dresden AG 2.124.430 Stück Aktien von der Global Asic GmbH erworben und davon 1.180.490 Stück Aktien
ohne Kapitalherabsetzung eingezogen. Somit hält die ZMD AG zum Bilanzstichtag 943.940 Stück eigene Aktien.
b. Kapitalrücklage
Die Veränderung der Kapitalrücklage resultiert aus der Bilanzierung eines Ertrages in Höhe von TEUR 61 aus dem Stock Option-
Programm der ZMD AG gemäß IFRS 2. Durch das Ausscheiden von Mitarbeitern fielen Aktienoptionen, für die in den Vorjahren eine
Kapitalrücklage gebildet wurde, an die ZMD AG zurück.

In der ordentlichen Hauptversammlung der ZMD AG vom 20. Mai 2010 wurde der Beschluss über die Ermächtigung der Gesellschaft
zum Erwerb eigener Aktien gefasst. Mit Vertrag vom 14. Oktober 2011 verkaufte die Global ASIC GmbH 2.124.430 Aktien an die
Zentrum Mikroelektronik Dresden AG. Die Kapitalrücklage wurde in Höhe der im gleichen Zug durchgeführten vereinfachten
Kapitalherabsetzung um Mio. EUR 15,6 gemindert. Des Weiteren werden von der Kapitalrücklage Mio. EUR 12,4 für von der
Gesellschaft gehaltene eigene Aktien abgesetzt.
TEUR
31.12.2010
39.093
Rechnerischer Anteil der eigenen Aktien
-12.441
Vereinfachte Kapitalherabsetzung
-15.559
Rückgabe von Aktienoptionen
-61
Ausschüttung
-670
31.12.2011
10.362
28. Verbindlichkeiten aus Genussrechtskapital
31.12.2011
31.12.2010
TEUR TEUR
Nominalbetrag
22.000
22.000
Zinsabgrenzung
129
129
Transaktionskosten
-91
-231
22.038
21.898
Die ZMD AG konnte sich im Jahr 2005 erfolgreich an zwei neu aufgelegten Kapitalmarktprogrammen beteiligen. Die Nominalbeträge
belaufen sich auf TEUR 12.000 bzw. TEUR 10.000. Beide Vereinbarungen haben eine Laufzeit von 7 Jahren. Der Garantiegewinn
beträgt 6,80 % p.a. des ausgereichten Nominalbetrages bzw. 7,27 % p.a. Bei Erreichen bestimmter Erfolgsziele ergeben sich
Aufschläge zwischen 1,0 % und 2,0 % auf die Nominalbeträge.
29. Rückstellungen
31.12.2011
31.12.2010
Kurzfristig
Langfristig
Gesamt
Kurzfristig
Langfristig
Gesamt
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Rückstellung für Altersteilzeit
97
127
224
62
19
81
Steuern
383
0
383
143
0
143
Personal
1.223
0
1.223
3.105
0
3.105
Gewährleistung
200
96
296
1.175
0
1.175
Sonstiges
1.741
175
1.916
1.168
0
1.168
Summe
3.644
398
4.042
5.653
19
5.672
Rückstellung Altersteilzeit
Seit 2004 haben die Mitarbeiter der ZMD AG, welche die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen, aufgrund einer Betriebsvereinbarung
einen Anspruch auf eine Altersteilzeitbeschäftigung. Die Inanspruchnahme der Altersteilzeitregelung durch anspruchsberechtigte
Mitarbeiter ist dabei zum Bilanzstichtag grundsätzlich ungewiss. Für diejenigen Mitarbeiter, für die eine Inanspruchnahme der
Altersteilzeitregelung zum Bilanzstichtag wahrscheinlich zu erwarten ist, wurde eine Rückstellung in Höhe von insgesamt TEUR 224 für
die zukünftigen finanziellen Belastungen durch die zu gewährenden Aufstockungsbeträge sowie den Erfüllungsrückstand der zu
zahlenden Löhne und Gehälter gebildet.
Andere Personalrückstellungen
Im Personalbereich sind Rückstellungen für Urlaubsansprüche, Berufsgenossenschaft, Ausgleichsabgabe nach
Schwerbehindertengesetz, Tantieme und sonstige Einmalzahlungen enthalten.
Gewährleistungen
Die Rückstellung berücksichtigt mögliche Regressansprüche von Kunden im Rahmen der allgemeinen Liefer- und
Leistungsbedingungen. Sie wurde pauschal auf Grundlage von Vergangenheitserfahrungen gebildet.
Sonstiges
Es handelt sich im Wesentlichen um Rückstellungen für Prozesskosten, Prüfungs-, Beratungs- und Abschlusskosten sowie
Grundsteuer.
Die langfristigen Rückstellungen veränderten sich wie folgt:
1.1.2011
Verbrauch
Auflösung
Umbuchung
Zuführung
31.12.2011
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Altersteilzeit
19
0
0
0
108
127
Gewährleistung
0
0
0
96
0
96
Sonstiges
0
0
0
175
0
175
Summe
19
0
0
271
108
398
Die kurzfristigen Rückstellungen veränderten sich wie folgt:

1.1.2011
Währungs-
differenzen Verbrauch Auflösung Umbuchung Zuführung 31.12.2011
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Steuern
143
0
35
108
0
383
383
Personal
3.167
-13
2.638
72
0
876
1.320
Gewährleistung
1.175
0
0
879
-96
0
296
Sonstiges
1.168
4
254
307
-175
1.305
1.916
Summe
5.653
-9
2.927
1.366
-271
2.564
3.915
30. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
2011
2010
Kurzfristig
Langfristig
Gesamt
Kurzfristig
Langfristig
Gesamt
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
707
0
707
435
0
435
Die von der ZMD AG abgeschlossenen Verträge über NRE Leistungen enthalten in der Regel „Milestones", die meistens zeitgleich die
Teilvergütungen bestimmen.
31. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
2011
2010
Kurzfristig
Langfristig
Gesamt
Kurzfristig
Langfristig
Gesamt
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
569
804
1.373
360
443
803
Unter dem Posten werden die Verbindlichkeiten aus Mietkaufverträgen für Equipment ausgewiesen. Die geschlossenen Verträge haben
eine Laufzeit von 36 bzw. 60 Monaten, basieren auf festen Tilgungsplänen und sehen nach Ende der Vertragslaufzeit einen
Eigentumsübergang vor. Der Nettobuchwert der im Rahmen von Mietkaufverträgen finanzierten Vermögensgegenstände beträgt zum
Bilanzstichtag TEUR 1.801 (Vorjahr: TEUR 1.183). Hierbei handelt es sich zum weit überwiegenden Teil um Testequipment, welches
innerhalb der Betriebs- und Geschäftsausstattung ausgewiesen wird.
Die folgende Tabelle enthält eine Überleitung der Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen zum Bilanzstichtag zu deren Barwert.
Künftige Mindestleasingzahlungen
31.12.2011
31.12.2010
TEUR TEUR
Fällig innerhalb eines Jahres
637
403
Fällig zwischen einem und fünf Jahren
857
467
1.494
870
Zukünftige Zinsanteile der Finanzierungsleasingverträge
122
67
Barwert der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
1.372
803
davon fällig innerhalb eines Jahres
569
360
davon fällig zwischen einem und fünf Jahren
803
443
32. Sonstige Verbindlichkeiten
2011
2010
Kurzfristig
Langfristig
Gesamt
Kurzfristig
Langfristig
Gesamt
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Beiträge zur Sozialversicherung
59
0
59
42
0
42
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern
22
0
22
14
0
14
Übrige
1.669
0
1.669
2.370
0
2.370
Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer
261
0
261
27
0
27
Summe
2.011
0
2.011
2.453
0
2.453
33. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
2011
2010
Kurzfristig
Langfristig
Gesamt
Kurzfristig
Langfristig
Gesamt
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
142
538
680
155
481
636
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 680 durch Sicherungsübereignung besichert.
34. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen umfassen offene Verpflichtungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr
sowie laufende Kosten. Das durchschnittlich in Anspruch genommene Zahlungsziel für Warenlieferungen und Leistungen beträgt 30
Tage.
31.12.2011
31.12.2010
TEUR TEUR
6.432
2.827
In der Summe der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt überfällige Verbindlichkeiten von TEUR 438
(Vorjahr: TEUR 180) enthalten.

35. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zum Bilanzstichtag bestehen im Konzern sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 9.748. Im Einzelnen
betreffen diese Verpflichtungen Miet-, Leasing- und Dienstleistungsverträge sowie Lizenzgebühren und weisen folgende Restlaufzeiten
auf:
Restlaufzeiten
bis zu 1 Jahr
zwischen 1 und 5
Jahren
über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR
Leasing EDV Equipment
6 15
0
Wartungsvertrag/Lizenzen
1.375
636
0
Geschäftsraummietverträge
1.415
3.256
2.310
Sonstige
400
335
0
3.196
4.242
2.310
Die Wartungs- und Lizenzgebühren betreffen im Wesentlichen den Lizenz- und Wartungsvertrag mit der Cadence Design System
GmbH.
Mit der X-FAB Dresden GmbH & Co. KG wurde im Jahr 2007 ein Immobilienmietvertrag für den „Campus" und den Geschäftsbereich
Testhouse geschlossen. Der Vertrag für den Bereich Testhouse hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Dieser Mietvertrag verlängert sich
jeweils um zwei Jahre, wenn keine Seite mit einer Frist von 12 Monaten zum jeweiligen Vertragsende schriftlich kündigt. Die gleichen
Konditionen beinhaltet der Mietvertrag mit der NanoelektronikZentrumDresden GmbH.
Der Immobilienmietvertrag für den „Campus" ZMD hat eine Laufzeit bis zum Jahr 2019.
36. Berichterstattung zu Finanzinstrumenten
Die Finanzinstrumente werden in originäre und derivative Finanzinstrumente unterschieden.
Die originären Finanzinstrumente umfassen auf der Aktivseite im Wesentlichen die flüssigen Mittel, die Forderungen und die
Wertpapiere. Auf der Passivseite entsprechen die originären Finanzinstrumente weitgehend den Schulden. Soweit bei finanziellen
Vermögenswerten erhöhte Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst.
37. Finanzmarktrisiken
Der ZMDI-Konzern ist als weltweit operierendes Unternehmen Finanzmarktrisiken ausgesetzt, die aus einer Änderung von Zinssätzen,
Fremdwährungskursen und Veränderungen der Bankenlandschaft resultieren können. Diese Risiken werden im Rahmen unserer
üblichen Geschäfts- und Finanzaktivitäten gehandhabt.
Zur Darstellung der Finanzmarktrisiken verwendet der ZMDI-Konzern grundsätzlich die Sensitivitätsanalyse. Diese ist ein weit
verbreitetes Instrument zur Messung von Finanzmarktrisiken und ermöglicht die Beurteilung derartiger Risikopositionen.
Die Sensitivitätsanalyse quantifiziert näherungsweise das Risiko, das im Rahmen gesetzter Annahmen auftreten kann, wenn sich
bestimmte Parameter im definierten Umfang ändern. Der Risikoabschätzung liegen folgende Annahmen zugrunde:
die Auf- und Abwertung des Euros gegenüber dem US-Dollar um 5 %,
eine Parallelverschiebung der Zinskurven aller Währungen um 50 Basispunkte (0,50 Prozentpunkte).
Die in der Sensitivitätsanalyse ermittelten potentiellen wirtschaftlichen Auswirkungen basieren auf dem Eintritt der unterstellten
ungünstigsten Marktveränderungen. Die tatsächlichen Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung können hiervon aufgrund
der tatsächlich eingetretenen Marktentwicklungen deutlich abweichen.
a) Wechselkursrisiko
Aufgrund der internationalen Ausrichtung des ZMDI-Konzerns sind das operative Geschäft sowie die berichteten Finanzergebnisse und
Zahlungsströme Risiken aus Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Diese bestehen vor allem zwischen dem Euro und dem US-Dollar.
Die Währungskursrisiken resultieren aus operativen Tätigkeiten, Investitionen und Finanzierungsmaßnahmen. So werden
beispielsweise Assembly- und Testleistungen aus Südostasien in US-Dollar bezogen oder Investitionsgüter erworben, die auf dem
weltweiten Halbleitermarkt üblicherweise in US-Dollar angeboten werden. Zudem bestehen konzerninterne Finanzierungen in
Fremdwährung.
Die Untersuchung am Bilanzstichtag ergab, dass US-Dollarzahlungseingängen zeitnah entsprechende US-Dollarzahlungsausgänge
gegenüberstehen. Aufgrund dieses sog. Natural Hedging sind Fremdwährungseinnahmen und -ausgaben im Planjahr 2012
ausgeglichen und bedürfen somit keiner Sicherung.
Die in einer Sensitivitätsanalyse untersuchten Auswirkungen einer Wechselkursveränderung auf die in Fremdwährung gewährten
Darlehen an die ZMD America Inc. und sonstige in Fremdwährung valutierte Forderungen und Verbindlichkeiten weisen folgende
Ergebnisse auf. Bei einer EuroAufwertung um 5 Prozentpunkte hätte dies für den Konzern einen negativen Effekt durch die
Verringerung dieser Forderungen bzw. Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 98 (Vorjahr: TEUR 149). Bei einer USD-Aufwertung um 5
Prozentpunkte würde sich ein positiver Effekt in Höhe von TEUR 109 (Vorjahr: TEUR 164) ergeben.
Die beschriebenen Auswirkungen würden das Periodenergebnis verändern. Erfolgsneutrale Auswirkungen ergeben sich nicht.
b) Zinsänderungsrisiko

Die gegenwärtig bestehenden langfristigen finanziellen Vermögenswerte des Konzerns weisen grundsätzlich eine feste Zinsbindung
aus. Die Höhe des Zinssatzes orientiert sich am Marktzinsniveau.
Hinsichtlich der kurzfristigen Vermögenswerte ergeben sich vor dem Hintergrund des derzeit bestehenden niedrigen Zinsniveaus keine
nennenswerten Risiken bei Veränderung der Zinssätze.
Verbindlichkeiten mit variabler Verzinsung bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Somit ergeben sich keine Auswirkungen auf das
Periodenergebnis oder auf das Eigenkapital.
38. Bonitäts- und Kreditrisiken
Am Abschlussstichtag bestanden keine wesentlichen Konzentrationen von Ausfallrisiken bei Krediten und Forderungen. Das maximale
theoretische Ausfallrisiko besteht für alle finanziellen Vermögenswerte in Höhe des Buchwertes.
Die jederzeitige Zahlungsfähigkeit des Unternehmens ist gewährleistet durch die Anwendung einer auf einem rollierenden
Planungshorizont ausgerichteten Liquiditätsvorschau und unter der Voraussetzung, dass der am 20. Juli 2012 abgeschlossene
Beteiligungsvertrag wie vorgesehen erfüllt wird durch ausreichende Liquiditätsreserven.
Der zu sichernde Forderungsbestand des ZMDI-Konzerns wurde durch die Hermes Warenkreditversicherung zu durchschnittlich 58 %
abgedeckt. Damit wurde die mögliche Belastung aus Forderungsausfällen für die ZMD AG minimiert.
Aus der folgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen
Verbindlichkeiten der ZMD AG ersichtlich:
Buchwert
31.12.2011
Cashflow bis 1
Jahr
Cashflow>1 Jahr
bis 5 Jahre Cashflow>5 Jahre
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten
Genussrechtsdarlehen
22.038
22.900
0
0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
681
136
493
111
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
1.372
637
856
0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
6.432
6.432
0
0
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten
2.719
2.719
0
0
Die Genussrechtsdarlehen sind in Höhe von TEUR 12.000 am 4. August 2012 sowie in Höhe von TEUR 10.000 am 10. August 2012
fällig.
39. Konzernkapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des ZMDI-Konzerns im Laufe der Berichtsjahre durch Mittelzu- und -
abflüsse verändert haben. In dieser Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme nach Geschäfts-, Investitions- und
Finanzierungstätigkeit gegliedert. Der Finanzmittelfonds enthält kurzfristig verfügbare liquide Mittel in Höhe von TEUR 5.529 (Vorjahr:
TEUR 5.579). Der Finanzmittelfonds enthält die liquiden Mittel abzüglich beschränkt verfügbarer Beträge in Höhe von TEUR 94
(Vorjahr: TEUR 3).
40. Angaben zu Ereignissen nach dem Bilanzstichtag
Die Hauptversammlung der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG hat am 28. Juni 2012 Beschlüsse über die Einziehung der eigenen
Aktien und anschließenden Kapitalerhöhung zur Absicherung der Unternehmensfinanzierung gefasst.
Der zugrunde liegende Beteiligungsvertrag wurde am 20. Juli 2012 vom Vorstand unterzeichnet.
41. Mitarbeiter
Die Entwicklung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
2011
2010
Gewerbliche Arbeitnehmer
31
31
Angestellte
262
251
293 282
Auszubildende
1
1
294 283
42. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und nahe stehenden Personen
a) Nahestehende Unternehmen
Global ASIC GmbH:
Größte Aktionärin zum Ende des Geschäftsjahres 2011 war mit 77,5 % die Global ASIC GmbH, Dresden.
31.12.2011
31.12.2010
TEUR TEUR
Darlehen einschl. Zinsen
10.195
36.700
Die Global ASIC GmbH ist Gesellschafter der ZMD AG und hält 77,5 % des Grundkapitals.
Mit Kaufvertrag vom 14. Oktober 2011 erwarb die ZMD AG von der Global Asic GmbH 2.124.430 Stück eigene Aktien. Der Kaufpreis
des Aktienrückkaufs (TEUR 28.000) wurde im Wege der Verrechnung mit Darlehens- und Zinsverbindlichkeiten der Global Asic GmbH
an die ZMD AG aufgebracht.

Die Darlehen an die Global ASIC GmbH werden marktüblich verzinst. Die Zinsen für alle gewährten Darlehen werden bis zur
Endfälligkeit gestundet. Die Zinserträge sind unter der Position „Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens" ausgewiesen.
b) Nahestehende natürliche Personen
Die Gesamtbezüge des Managements in Schlüsselpositionen und des Aufsichtsrats entwickelten sich wie folgt:
31.12.2011
31.12.2010
TEUR TEUR
Bezüge des Managements in Schlüsselpositionen
1.521
1.496
Bezüge des Aufsichtsrates
71
71
1.592
1.567
In den Gesamtbezügen des Managements in Schlüsselpositionen sind auch Sachbezüge enthalten, die im Wesentlichen in der
Überlassung von Dienstfahrzeugen bestehen. Die Höhe der Sachbezüge betrug im Geschäftsjahr 2011 TEUR 58.
Die Bezüge des Managements in Schlüsselpositionen werden unabhängig vom Zahlungszeitpunkt und inkl. der Bezüge von
Tochtergesellschaften in Höhe des erfassten Aufwandes angegeben.
Der Ausweis der Bezüge des Aufsichtsrates erfolgte entsprechend zum Vorjahr brutto, d.h. inklusive Umsatzsteuer.
31.12.2011
31.12.2010
TEUR
TEUR
Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen gegenüber Organen
Mitglieder des Vorstands (aktive Vorstände)
455
440
Mitglieder des Aufsichtsrates
0
0
455
440
Die Verbindlichkeiten gegenüber den Mitgliedern des Vorstandes betreffen Bezüge, deren Auszahlungstermin im Folgejahr liegt.
43. Angaben zu Prüferhonoraren
31.12.2011
31.12.2010
TEUR TEUR
Abschlussprüfungsleistungen
90
94
Andere Bestätigungsleistungen
3
3
Steuerberatungsleistungen
15
17
Sonstige Leistungen
143
43
Gesamthonorar
251
157
44. Mitarbeiterbeteiligung – Stock Option-Programm
Um eigenverantwortliches, unternehmerisches Handeln zu fördern und gleichzeitig unsere Mitarbeiter am Wertzuwachs des
Unternehmens teilhaben zu lassen, wurden Aktienoptionsprogramme für Mitglieder des Vorstands und Mitarbeiter der ZMD AG,
Mitglieder der Geschäftsführung und Mitarbeiter der gegenwärtig oder zukünftig im Sinne von §§ 15 ff. AktG verbundenen
Unternehmen beschlossen und eingeführt.
Die Hauptversammlung der Zentrum Mikroelektronik AG hat am 9. Juli 2001 (mit Änderungen von 4. September 2002, 20. Januar
2003 und 29. März 2004) zum Zwecke der Ausgabe von Bezugsrechten auf Aktien der Gesellschaft die Schaffung eines bedingten
Kapitals beschlossen („Bedingtes Kapital I/2001"). Per Hauptversammlungsbeschluss vom 5. Dezember 2007 wurde das bestehende
Bedingte Kapital I/2001 auf EUR 449.750,00 in dem Umfang reduziert, wie keine Rechte zum Bezug von Aktien mehr bestanden.
Gleichzeitig wurde das Grundkapital bedingt um EUR 730.250,00 auf EUR 1.180.000,00 erhöht (Bedingtes Kapital II/2007).
Die außerordentliche Hauptversammlung vom 5. Dezember 2007 hat beschlossen, ein neues Stock Option-Programm (Stock Option-
Plan 2007-2014) aufzulegen, sowie die Laufzeit des bereits bestehenden Programms bis 2014 zu verlängern und die
Optionsbedingungen weitestgehend an das neue Programm (Stock Option-Plan 2001-2014) anzupassen. Das Bedingte Kapital I/2001
sowie das Bedingte Kapital II/2007 dienen der Einlösung von Optionsrechten im Rahmen der ZMD Stock Option-Pläne 2001-2014 und
2007-2014.
Die ordentliche Hauptversammlung der ZMD AG vom 1. Dezember 2010 hat die Herabsetzung des bedingten Kapitals beschlossen.
Aufgrund der Einziehung von Stückaktien der Gesellschaft ohne Herabsetzung des Grundkapitals mit Hauptversammlungsbeschluss
vom 14. Juli 2010, eingetragen im Handelsregister am 9. August 2010, verringert sich die Anzahl der aus dem Bedingten Kapital I
ausgegebenen Bezugsaktien auf 404.775 auf den Namen lautende Stückaktien. Die Anzahl der aus dem Bedingten Kapital II/2007
ausgegebenen Bezugsaktien verringert sich auf 657.225 auf den Namen lautende Stückaktien.
Jedes einzelne Optionsrecht berechtigt den Berechtigten gegen Zahlung des Ausübungspreises nach Maßgabe der Optionsbedingungen
a)
zum Bezug je einer, auf den Namen lautenden, vinkulierten Stückaktie der Gesellschaft oder
b)
zum Erhalt eines Barausgleichs.
Die Ausgestaltung der Stock Option-Programme stellt sich wie folgt dar:
Stock Option-Programm 2001-2014:
Deutschland/USA
Kalifornien
Beschluss der
Hauptversammlung
9. Juli 2001
20. Januar 2003
(Änderungsbeschluss)

Deutschland/USA
Kalifornien
4. September 2002
(Änderungsbeschluss)
29. März 2004
(Änderungsbeschluss)
20. Januar 2003
(Änderungsbeschluss)
29. März 2004
(Änderungsbeschluss)
5. Dezember 2007
(Änderungsbeschluss)
01. Dezember 2010
(Änderungsbeschluss)
Bedingtes Kapital
unbefristetes Bedingtes Kapital I
EUR 449.750,00
max. Anzahl der
Optionen
449.750 Stück
Ausübungspreis
EUR 10,85 (9. Juli 2001)
EUR 5,00
(Änderung des Ausübungspreises zum 4.
September 2002)
EUR 5,50
Wartezeit
48 % der gewährten Optionsrechte frühestens zwei
Jahre nach ihrer Ausgabe (Grundwartezeit)
50 % der gewährten Optionsrechte frühestens zwei
Jahre nach ihrer Ausgabe (Grundwartezeit)
weitere je 6 % der jeweils gewährten
Optionsrechte nach Ablauf von je drei Monaten
nach Ablauf der Grundwartezeit, die letzten 4 %
somit nach Ablauf von zwei Jahren und drei
Monaten nach Ablauf der Grundwartezeit
weitere je 2 % der jeweils gewährten
Optionsrechte nach Ablauf von je einem Monat
nach Ablauf der Grundwartezeit, die letzten 2 %
somit nach Ablauf von zwei Jahren und einem
Monat nach Ablauf der Grundwartezeit
Verteilung der Optionen
– Vorstand
bis zu 33,9 %
– Management
bis zu 33,9 %
– Arbeitnehmer
bis zu 32,2 %
Die Ausübung der Optionen ist an folgende Erfolgsziele gebunden:
(a)
Aufnahme der Erstnotiz der Aktien der Gesellschaft an einer deutschen Börse („IPO");
(b)
Verkauf der Gesellschaft (mehr als 75 % der Aktien der Gesellschaft) an einen Dritten („Trade Sale") oder
(c)
Verschmelzung der Gesellschaft als übertragende Gesellschaft auf eine nicht mit der Gesellschaft im Sinne der §§ 15 ff. AktG
verbundene andere Gesellschaft nach den Vorschriften des Umwandlungsgesetzes („Merger")
Im Falle des Erreichens des Erfolgszieles „IPO" hat die Gesellschaft das Recht, den Optionsberechtigten anstelle von
Stückaktien einen Barausgleich zu gewähren. Im Falle des Erreichens des Erfolgszieles „Merger” oder „Trade Sale"
hat die Gesellschaft die Pflicht, den Optionsberechtigten anstelle von Stückaktien einen Barausgleich zu gewähren.
Der Barausgleich berechnet sich dabei aus der Differenz zwischen dem Basispreis und dem durchschnittlichen XETRA
-Schlusskurs für eine Aktie der Gesellschaft an den 20 Börsenhandelstagen vor Ausübung des Optionsrechts, sofern
der Basispreis niedriger als der maßgebliche durchschnittliche Schlusskurs ist. Ist dies nicht der Fall, ist kein
Barausgleich zu zahlen. Wird die Aktie im Ausübungszeitraum noch nicht an einer deutschen Börse gehandelt, so
entspricht der Barausgleich für jedes ausgeübte Optionsrecht der Differenz zwischen dem Basispreis und dem nach
Maßgabe der folgenden Bestimmungen festgelegten Wert der Aktie, sofern der Basispreis niedriger als der
maßgebliche Wert ist. Ist dies nicht der Fall, ist kein Barausgleich zu zahlen. Maßgeblich ist allein der nach Maßgabe
der folgenden Bestimmungen berechnete Wert:
Im Falle des Eintritts des Erfolgszieles „Trade Sale" gilt als Wert einer Aktie der Gesellschaft ausschließlich der im
Rahmen des Trade Sales für eine Aktie der Gesellschaft gezahlte Kaufpreis.
Im Falle des Eintritts des Erfolgszieles „Merger" gilt als Wert einer Aktie der Gesellschaft ausschließlich der im
Rahmen des „Mergers" für die Bemessung des im Verschmelzungsvertrag festgelegten Umtauschverhältnisses
zugrunde gelegte Wert für eine Aktie der Gesellschaft.
Stand der Aktienoptionsrechte des Stock Option-Programms 2001-2014 zum 31. Dezember 2011:
2011
Vorjahr
Anzahl der
Bezugsrechte
Anzahl der
Bezugsrechte
Ausstehende Optionen per 1. Januar
277.750
280.250
Unverfallbare Optionen per 1. Januar
00
Zugänge
00
Gewährte Optionen
00
Ausgeübte Optionen
00
Verfallene Optionen
41.750
2.500

2011
Vorjahr
Anzahl der
Bezugsrechte
Anzahl der
Bezugsrechte
Ausübbare Optionen
00
Ausstehende Optionen per 31. Dezember
236.000
277.750
Gesamtvolumen des Optionsprogramms
449.750
449.750
Stock Option-Programm 2007-2014
Deutschland/USA
Beschluss der Hauptversammlung
5. Dezember 2007
(Änderungsbeschluss)
20. Mai 2010
(Änderungsbeschluss)
1. Dezember 2010
(Änderungsbeschluss)
Bedingtes Kapital
unbefristetes Bedingtes Kapital II
EUR 730.250,00
max. Anzahl der Optionen
730.250 Stück
Basispreis/Ausübungspreis
5,00 Euro
Wartezeit
48 % der gewährten Optionsrechte frühestens zwei Jahre nach
ihrer Ausgabe (Grundwartezeit)
weitere je 6 % der jeweils gewährten Optionsrechte nach Ablauf
von je drei Monaten nach Ablauf der Grundwartezeit, die letzten
4 % somit nach Ablauf von zwei Jahren und drei Monaten nach
Ablauf der Grundwartezeit
Verteilung der Optionen
– Vorstand
bis zu 40,0 %
– Management
bis zu 5,0 %
– Arbeitnehmer
bis zu 55,0 %
Für das Optionsprogramm gelten die gleichen Erfolgsziele wie im Optionsprogramm 2001-2014.
Stand der Aktienoptionsrechte des Stock Option-Programms 2007-2014 zum 31. Dezember 2011:
2011
Vorjahr
Anzahl der
Bezugsrechte
Anzahl der
Bezugsrechte
Ausstehende Optionen per 1. Januar
635.350
433.350
Unverfallbare Optionen per 1. Januar
00
Zugänge
0
20.000
Gewährte Optionen
90.000
202.900
Ausgeübte Optionen
00
Verfallene Optionen
24.300
20.900
Ausübbare Optionen
00
Ausstehende Optionen per 31. Dezember
701.050
635.350
Gesamtvolumen des Optionsprogramms
730.250
730.250
Berechnungsgrundlagen für den Personalaufwand aus dem Stock Option-Programm
Die von der ZMD AG an Mitarbeiter gegebenen Aktienoptionen wurden erstmals im Konzernabschluss 2005 als Personalaufwand
dargestellt.
Der beizulegende Wert am Tag der Gewährung der Optionsrechte wurde unter Anwendung des BlackScholes-Modells zur
Optionspreisberechnung auf Grundlage der folgenden Annahmen ermittelt:
Ausgabejahr
2002
2003
2004
2005
Risikofreier Zins (%)
4,41
3,45
3,25
2,63
Erwartete Volatilität (%)
66,5
50,5
37,0
37,0
Erwartete Laufzeit in Jahren
6
5,5
4,5
4
Durchschnittlicher Aktienkurs (EUR)
12,60
12,60
11,00
9,96
Die erwartete Volatilität wurde durch Berechnung des Durchschnittes der früheren Volatilitäten der Aktienkurse von vergleichbaren
Peer-Group-Unternehmen des ZMDI-Konzerns ermittelt. Die im Modell zur Anwendung gekommene erwartete Laufzeit wurde aufgrund
fehlender Ausübungshistorien im Unternehmen nach der bestmöglichen Einschätzung von Verhaltensgesichtspunkten angesetzt.
Im Jahr 2007 ergaben sich bilanzielle Folgen des bestehenden Aktionsoptionsprogramms aufgrund der vorgenommen „modification".
Die bilanziellen Folgen einer modification des als „equity-settled" eingeordneten Aktienoptionsplanes richten sich danach, ob diese für
Optionsinhaber vorteilhaft oder nachteilhaft ist. Die Vorteilhaftigkeit führte zu einer Erhöhung des Fair Value der Optionenmodifikation
und teilweise wieder zu einer Vesting Period.
Der beizulegende Wert wurde erneut unter Anwendung des Black Scholes-Modells ermittelt. Folgende Annahmen wurden der
Optionspreisberechnung zugrunde gelegt.
Modification Ausgabejahr
2007
Risikofreier Zins (%)
4,0

Modification Ausgabejahr
2007
Erwartete Volatilität (%)
34,4
Erwartete Laufzeit in Jahren
5,5
Aktienkurs (EUR)
7,20
Der Konzern hat in 2011 keinen Personalaufwand aus Aktienoptionen erfasst, da aufgrund der gegenwärtigen wirtschaftlichen
Situation die Wahrscheinlichkeit des Eintritts eines der erforderlichen Erfolgsziele als nicht überwiegend wahrscheinlich eingeschätzt
wird.
45. Angaben zu den Organen der Gesellschaft
Vorstand
Als Vorstandsmitglieder waren im Berichtszeitraum bestellt:
Herr Thilo von Selchow (Dipl.-Kaufmann)
Vorsitzender des Vorstandes der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG, Dresden
Herr Steffen Wollek (Dipl.-Kaufmann)
Vorstand für Finanzen der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG, Dresden
Herr Thilo von Selchow vertritt die Gesellschaft allein. Er ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Alle anderen
Vorstandsmitglieder vertreten die Gesellschaft entweder zusammen mit einem zweiten Vorstandsmitglied oder zusammen mit einem
Prokuristen.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
Herr Carl-Peter Forster (Dipl.-Volkswirt, Dipl.-Ing.) Aufsichtsratsvorsitzender
Member of the Board of Tata Motors Ltd., Mumbai, Indien
Herr Prof. Gerhard Fettweis (Dr.-Ing.)
Leiter des Vodafone-Stiftungslehrstuhls Mobile Nachrichtensysteme an der TU Dresden
Herr Michael Fraedrich (Rechtsanwalt)
Dresden, den 20. Juli 2012
Thilo von Selchow
Steffen Wollek
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG, Dresden, aufgestellten Konzernabschluss -bestehend aus Bilanz, Gewinn
- und Verlustrechnung sowie Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie
den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss
und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den
ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der
Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den
Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen,
dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden
Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die
Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über
mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen
Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von
Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen
Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der
wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des
Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der Zentrum
Mikroelektronik Dresden AG, Dresden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 den IFRS, wie sie in der EU
anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des
Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen des Vorstands in den Abschnitten 3.2 sowie 4.2 des
Konzernlageberichts und in Abschnitt 38 des Konzernanhangs hin. Dort wird sinngemäß ausgeführt, dass die Muttergesellschaft zur
Sicherung der Anschlussfinanzierung am 20. Juli 2012 mit einem Investor einen Vertrag über die Beteiligung von rund 25,1 % am
Grundkapital der Muttergesellschaft abgeschlossen hat. Hierdurch sollen der Muttergesellschaft im Wege der Bareinlage insgesamt
Mio. EUR 26,4 zusätzliches Eigenkapital zufließen. Der Abschluss dieses Beteiligungsvertrages und die damit einhergehenden
Kapitalmaßnahmen wurden von der Hauptversammlung am 28. Juni 2012 beschlossen. Vor diesem Hintergrund geht der Vorstand
davon aus, dass die Finanzierung des ZMDI-Konzerns gesichert ist. Risiken, die einem rechtzeitigen Zufluss der vereinbarten Mittel
entgegenstehen, sieht der Vorstand vor dem Hintergrund der vertraglichen Vereinbarungen und Absicherungen derzeit nicht.
Berlin, den 20. Juli 2012
Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Scharpenberg, Wirtschaftsprüfer
Papesch, Wirtschaftsprüferin