Bundesanzeiger
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V.-Datum
Zentrum Mikroelektronik
Dresden AG
Dresden
Rechnungslegung/
Finanzberichte
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis
zum 31.12.2011
15.10.2012
Zentrum Mikroelektronik Dresden AG
Dresden
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011
Auch in 2011 hat die ZMD AG weitere Anstrengungen unternommen, insbesondere im Bereich Marketing und Sales, um den Ausbau
des Standardproduktegeschäftes und des US-amerikanischen Marktes voranzutreiben. Standardprodukte werden im Bereich der
Sensorik erstellt sowie im neuen Bereich des digitalen Powermanagements. Darüber hinaus gibt es weitere Produkte für
Industriekunden und medizintechnische Kunden.
Gleichzeitig liegt die Ausrichtung auf „enabling energy efficiency“, also einer klaren Ausrichtung auf Produkte und Anwendungen, die
Energieeffizienz kreieren und ermöglichen. ZMDI ist in dem Bereich Energieeffizienz bereits seit Jahren tätig und erfährt durch die
neue Ausrichtung in der Sensorik und im Bereich Powermanagement sowohl eine gesellschaftlich als auch geschäftlich hohe
Akzeptanz.
Um den Bereich Power Management weiter zu stärken, wurden 8 neue Mitarbeiter im neu errichteten Designstandort Limerick (Irland)
seit Juni 2011 eingestellt, die an das Münchener Office angebunden sind.
Die Zentrum Mikroelektronik Dresden AG (ZMD AG) ist seit 2007 als so genannte FABLESS Company aufgestellt. Firmen mit diesem
Geschäftsmodell übernehmen Produktverantwortung für kundenbezogene Entwicklungen, aber vor allen Dingen auch für
selbstdefinierte Produkte, die als Standardprodukte über einen eigenen Markenauftritt und neue Marktkanäle vertrieben werden
können.
Zur Stärkung des Einflusses auf den asiatischen Markt hat die ZMD AG 2007 die ZMD FAREAST Limited Hongkong gegründet, an der
sie zu 100 % beteiligt ist. Diese wiederum hält 50 % an der als Joint Venture mit der Vapor Technologies gegründeten Senterra
Limited. Seit Ende 2010 unterhält die ZMD AG ein weiteres Vertriebsbüro in Korea und hat sich damit einen besseren Zugang zu dem
dortigen Wachstumsmarkt, vorrangig Automotive, verschafft.
Der Aufsichtsrat der ZMD AG genehmigte mit Beschluss vom 5. Dezember 2007 die Gründung einer 100%igen Tochtergesellschaft,
der ZMD Eastern Europe EOOD in Varna, Bulgarien, um mittelfristig die Entwicklungskosten insgesamt zu senken. Die ZMD Eastern
Europe wurde am 27. Februar 2008 ins Handelsregister Varna eingetragen.
Die ZMD AG unterhält seit April 2008 eine Niederlassung in Tokio (Japan), um im japanischen Markt die erforderliche Vertriebspräsenz
zu gewährleisten.
Weiterhin hält die ZMD AG seit 1996 100 % der Anteile an der ZMD America Inc.
1. Wirtschaftliches Umfeld
Nach der Beseitigung der allseits herrschenden Engpässe im Vorjahr und des damit einhergehenden rapiden Wachstums ist der
Halbleitermarkt 2011 wieder zu seinem Wachstumstrend seit 2003 zurückgekehrt.
Gemäß WSTS (World Semiconductor Trade Statistics) legte der Gesamtumsatz des Halbleitermarktes leicht um +1,3 % zu auf Mrd.
USD 299,5 (Vorjahr: 298,3 Mrd.).
Hauptwachstumsmarkt ist Asien mit einem Zugewinn von +2,5 % (Vorjahr: +33,8 %) auf USD 164 Mrd.
Der japanische Markt litt aufgrund der Folgen des Tsunami zu Beginn des Jahres und brach um -7,9 % ein auf Mrd. USD 42,9
(Vorjahr: +21,6 %). Der amerikanische Markt legte verhalten um +2,8 % zu auf Mrd. USD 55,2 (Vorjahr: +39,3 %). Der europäische
Markt hingegen schrumpfte um -1,7 % auf Mrd. USD 37,4 (Vorjahr: +27,4 %).
2. Signifikante Entwicklungen der ZMD AG im Geschäftsjahr 2011
Die ZMD AG erzielte 2011 einen Umsatz von Mio. EUR 64,2 (Vorjahr: Mio. EUR 55,1). Die positive Entwicklung im Umsatz resultiert im
Wesentlichen aus den Umsatzerhöhungen von Mio. EUR 8,5 im Bereich Automotive und aus gestiegenen Umsätzen im Bereich Medical
SSC von Mio. EUR 1,2. Damit konnte der Umsatz der ZMD AG im Geschäftsjahr 2011 zum zweiten Mal in Folge nach 2009 erheblich
gesteigert werden und lag damit auch wiederholt über dem budgetierten Umsatzziel. Die Umsatzzuwächse waren dabei mit Mio. EUR
6,2 im Inland und Mio. EUR 2,9 im Ausland zu verzeichnen. Der inländische Umsatzanteil stieg mit 41,3 % deutlich stärker an als der
Auslandsumsatz mit 7,2 %.
2.1 Geschäftsverlauf der einzelnen Business Lines
In der Business Line Automotive stieg der Umsatz mit Mio. EUR 8,5 gegenüber dem Vorjahr um 30,9 % und übertraf damit das
Vorjahresniveau deutlich stärker als erwartet und lag damit auch deutlich über dem Marktumfeld. Dabei ist das Wachstum sowohl mit
kundenspezifischen Produkten, etwas stärker jedoch mit applikationsspezifischen Standardprodukten erzielt worden. Der Ausbau des
Standardproduktgeschäftes des Geschäftsbereiches Automotive ist mit einer neuen Produktfamilie ZSSC313x auch in 2011 erfolgreich
vorangetrieben worden. Mit einem Umsatz von Mio. EUR 36 im Jahr 2011 stellt der Geschäftsbereich Automotive rund 56 % des
Gesamtumsatzes der ZMD AG.

image
In der Business Line Medical & SSC konnte der Umsatz um 6 % und damit um Mio. EUR 1,2 gesteigert werden. Der vorwiegend in den
USA operierende SSC-Bereich steigerte seinen Umsatz von Mio. EUR 5,1 in 2010 auf Mio. EUR 5,4 in 2011 und wuchs damit um 6 %
gegenüber dem Vorjahr. Wichtigster Wachstumsmotor in diesem Segment sind anwendungsspezifische Standardprodukte für
Sensorapplikationen in den Marktsegmenten Consumer, Industrial und Automotive. Das Umsatzwachstum von rund Mio. EUR 0,9 im
Medical Segment wurde vordringlich durch die Steigerung im „Consumer Medical“ Bereich erzielt. Die Business Line Medical & SSC ist
mit Mio. EUR 20,9 der zweitgrößte Bereich der ZMD AG.
In der Business Line Standard Components wurde im Vergleich zu 2010 Mio. EUR 0,6 weniger Umsatz generiert. Obwohl hinsichtlich
der Industrieautomatisierung ein stabiles Wachstum zu verzeichnen war, konnten neu entwickelte Produkte die planmäßig
rückläufigen Umsätze im Bereich IRDA noch nicht voll kompensieren, so dass die Umsätze für den Geschäftsbereich Standard
Components um 8,5 % ggü. dem Vorjahr rückläufig waren.
Der Mitarbeiterstand der ZMD AG (einschließlich Auszubildende) betrug im Jahresdurchschnitt 2011 243 Mitarbeiter (234 im Vorjahr).
2.2 Produktentwicklung
Im Jahre 2011 wurde ein neuer Standort in Limerick, Irland, eröffnet. Damit wurden die Entwicklungsaktivtäten auf dem Gebiet des
Power Management ausgeweitet, um weitere Projekte parallel durchführen zu können. Dies war notwendig, um dem starken
Kundeninteresse, das nach der Ankündigung des Produktes im Jahre 2010 deutlich sichtbar wurde und auch nach der
Produkteinführung im September 2011 tatsächlich eintrat, gerecht zu werden.
Das Technologieportfolio, das für neue Projekte zu Verfügung steht, wurde in 2011 konsolidiert. Um eine effiziente
Entwicklungsumgebung zu garantieren und die Wiederverwendung von Schaltungen zu erleichtern, wurden zwei Technologien
ausgewählt, die für den Großteil der zukünftigen Projekte die optimale Lösung bzgl. der Kosten und der Technik bieten. In beiden
Technologien wurden bereits Projekte erfolgreich realisiert.
Erstmals wurden zwei Projekte als SiP, „System in Package“ realisiert. Das bedeutet, dass zwei, in unterschiedlichen
Siliziumtechnologien gefertigte, ICs in einem Gehäuse untergebracht werden. Bei einem dieser Projekte wurde aus Platzgründen die
sogenannte „Stacked Die“ Technologie eingesetzt, was bedeutet, dass zwei ICs räumlich übereinander angeordnet werden, ein Schritt
in Richtung 3D Integration.
Ein weiteres Programm, mit dem Titel „Faktor 2“, zur Verbesserung der Effizienz in der Produktentwicklung wurde gestartet. Das Ziel
dieses Programms ist es, die Zeit von der Produktidee bis zur Markteinführung und die Entwicklungskosten zu halbieren. Wir haben
bereits in dem ersten, von drei geplanten, Jahren einen signifikanten Fortschritt erzielen können.
2.3 Energieeffizienz
Das Komfortbestreben der Industrienationen, aufstrebende Entwicklungsländer und steigende Bevölkerungszahlen treffen auf
begrenzte Ressourcen und zunehmende Klimaschutzbestrebungen - diese Fakten einer globalen Gesellschaft werden die
Hauptherausforderungen für die nächsten 20 Jahre sein.
Um eine Trendwende im Anstieg des Weltenergiebedarfes und damit der CO
2
-Emissionen einzuleiten, müssen vor allem die
Industriestaaten, auch in Anbetracht ihrer wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Potenziale, besondere Anstrengungen durch
Energieeinsparung und „saubere“ Energieerzeugung unternehmen.
ZMD AG als „Energy Efficiency Solution“ Provider
Die energieeffizienten Lösungen der ZMD AG haben dieses Jahr wieder zur Reduzierung des Verbrauchs von Primärenergiequellen wie
Öl und Kohle und der damit verbundenen Reduzierung des CO
2
-Ausstoßes beigetragen.
Die Produkte der ZMD AG führen sowohl zu einer „passiven“ als auch „aktiven“ Energieeinsparung. Eine „aktive“ Einsparung wird
durch den Einsatz besonders energieeffizienter Technologien und einen damit verbundenen niedrigeren Energieverbrauch des ICs
erreicht. Ein Batterieüberwachungs-IC, das bei einem Kfz die „Start-Stopp“-Funktionalität ermöglicht, bewirkt dagegen eine „passive“
Energieeinsparung. Durch die ZMD AG werden nahezu alle Marktsegmente adressiert, insbesondere die Bereiche Transportation &
Automotive, Gebäudetechnik und Industrie & Infrastruktur. Der Beitrag der einzelnen Segmente zum globalen Energieverbrauch ist in
der Graphik dargestellt
1
:

image
image
1
Data Source: EERE Building Energy Data book 2010, EERE Manufacturing Systems Footprint and
http://www1.eere.energy.gov/industry/energy
systems/pdfs/mfg footprint.pdf, also published in
http://www.electra2020.
eu/spip/IMG/pdf/Electra2020 - G. Klemencic - Ljubljana 15-10-2009.pdf,
where “Residential” and “Buildings” are combined in “Gebäudetechnik”.
Energieeinsparung Automotive
Insgesamt haben die „Automotive Produkte“ der ZMD AG seit 2004 16 Mrd. Liter Rohöl eingespart
2
. Dies entspricht dem Inhalt von ca.
50 Supertankern
3
. Diese Einsparung führt zu einer Reduktion des CO
2
-Ausstoßes von 44,8 Mio.
4
Tonnen. Alleine in 2011 hat sich die
berechnete „Rohöleinsparung“ durch Produkte der ZMD AG auf ca. 5 Mrd. Liter belaufen (entspricht mehr als 10 Supertankern).
Hierbei wird der größte Beitrag von ICs zur „Steuerung der Drosselklappe“ und für die „elektronische Lenksteuerung“ erzielt. Die
elektronische Optimierung der Drosselklappenstellung (Winkelsensor) ergibt eine Einsparung von 0,3 Liter Kraftstoff/100 km. Durch
den Einsatz eines magnetoresistiven Sensors für die Lenkungssteuerung wird der Einsatz eines elektronisch geregelten Elektromotors
ermöglicht, der im Gegensatz zur hydraulischen Servolenkung nur dann Energie verbraucht, wenn auch tatsächlich gelenkt wird (siehe
auch2). Die dadurch erzielte Kraftstoffeinsparung beträgt 0,28 l/100 km. Da seit 2005 bis heute mehr als 40 Millionen Stück dieses
Bausteins verkauft sind und zwei Bausteine/Kfz benötigt werden, sind im Moment ca. 20 Millionen Kfz mit diesem Lenkungssystem in
Betrieb.
2
Die Datenbasis ist das Volumen der IC-Verkäufe pro Jahr an ZMD AG-Kunden seit 2004. Die Spriteinsparung pro Kilometer und Technologie wurde
mit Hilfe von Informationen der Kunden der ZMD AG (z.B.: von Audi:
http://www.audi.de/de/brand/de/neuwagen/effizienz/effizienztechnologien/nebenaggregate/elektromechanische.html
oder ZF:
http://www.zf.com/media/media/en/document/corporate
2/press 3/downloads 2/texte 2009/tx2009-01-16 gelberengel zf 1.pdf) und techn.
Informationen (z.B.:
http://www.fueleconomy.gov/feg/tech
engine -more.shtml#vvt, oder
http://en.wikipedia.org/wiki/Start-stop
system) ermittelt.
Dabei wurde ein mittlere Laufleistung von 10.000 km/anno zugrunde gelegt.
3
Supertanker (VLCC) ca. 350M Liter
4
http://www.erdwaerme-heizung.biz/co2-berechnen.php
In 2012 (Februar) hat die ZMD AG ein neues Produkt zur Überwachung des Batteriezustandes im Kfz auf den Markt gebracht. Da nur
bei einer „gesunden“ Batterie, die „Start-Stopp“-Funktionalität im Auto aktiviert werden darf, ist dieser IC für diese Anwendung
essentiell. Diese Funktionalität spart ca. 0,2 l/100 km (im reinen Stadtverkehr mehr) an Treibstoff ein und wird ebenfalls eine
Energieeinsparung in der Höhe des „Lenkungssteuerungssystems“ bewirken. Nach einer Anlaufphase in 2012 sind Stückzahlen von ca.
300.000/Monat geplant.
Lighting
Im Bereich der Beleuchtung ist der Einsatz von energiearmen Leuchtmitteln im Fokus. Getrieben von Verordnungen (Verbot von
Glühbirnen) sowie wachsenden Energiekosten, stellen immer mehr Verbraucher weltweit auf LEDs als Leuchtmittel um. 21 % des
Weltenergieverbrauches werden durch Beleuchtungen konsumiert.
Die Straßenlampe der Zukunft ist eine LED-Lampe. Die Beleuchtung von Straßen, Plätzen und Brücken macht derzeit etwa zehn
Prozent des gesamten Stromverbrauchs in Deutschland aus. Im Bereich der Straßenbeleuchtung werden sowohl in China
5
als auch in

Europa LEDs immer mehr als Beleuchtungsmittel eingesetzt bzw. bisherige Quecksilberlampen (oder auch Natriumhochdrucklampen
oder Halogenmetalldampflampen) durch LEDs als Leuchtmittel ersetzt.
Die LED Technologie findet aufgrund ihrer Energieeffizienz und der Möglichkeit, eine positive und individuelle Lichtatmosphäre zu
schaffen, auch Einzug in den Haus- und Bürobereich.
Im Jahre 2010 hat die ZMD AG erfolgreich ihre neue Produktlinie „LED-Treiber“ gestartet. Es erfolgte die Markteinführung der
ZLED7000-, ZLED7001- und ZLED7010-Treiber, gefolgt von dem Produkt ZLED7020 in 2011.
5
http://www.osram.de/osram_de/Presse/Fachpresse/Optohalbleiter_(LED%2c_Laser)/2011/110310_StreetliQhtinQ_Bejing.html
Durch die LED-Produkte der Kunden der ZMD AG erfolgt ebenfalls eine erhebliche CO
2
-Einsparung. Dies ist im Moment noch ein
geringer Anteil an der Gesamtenergiebilanz der ZMD AG, jedoch wird aufgrund der Marktsituation ein weiteres starkes Wachstum mit
der dazugehörigen Energieeinsparung in diesem Segment erwartet.
Kundensicht
Kunden der ZMD AG werben mit ihren energieeffizienten Lösungen, die durch die Produkte der ZMD AG erst ermöglicht werden. So
wirbt zum Beispiel Honeywell mit „50 % of our portfolio is related to energy efficieny“, GE mit „ ... zuverlässige und effiziente
Energieversorgung: Wie gut ...“ und Continental sieht die „Energy Efficiency“ als „major challenge in automotive ....“.
Die Ladeeinheit der High-End Rasierapparate der Firma Braun/P&G hat das „Energy Star“ Zertifikat erhalten. Die elektrische
Akkuladung und der Motorantrieb des Rasierers werden durch einen Baustein der ZMD AG gesteuert.
Der Kunde ZF Lenksysteme erhielt den gelben Engel des ADAC für das elektromechanische Lenksystem.
Von seinen Kunden erhält die ZMD AG die Rückmeldung, dass sie mit dem Fokus auf energieeffiziente Lösungen der richtige Partner
für die Zukunft ist
6
. Der Slogan „Pink is the new Green“ ist in der Industrie angekommen.
Kultur
Innerhalb der ZMD AG wird die „Energieeffizienz“ als wichtiger Bestandteil der täglichen Arbeit wahrgenommen. Präsentationen auf
der Betriebsversammlung, der „Energiecounter“ auf der Webpage, der Einsatz von kraftstoffsparenden Dieselfahrzeugen als
Dienstwagen, die Teilnahme an Förderprojekten bzgl. energieeffizienter Lösungen, die Optimierung der IT-Infrastruktur hinsichtlich
des Energieverbrauchs sowie die Ernennung eines „Energy Efficient“-Verantwortlichen haben innerhalb der ZMD AG den Mitarbeitern
die Wichtigkeit der „Energy Efficiency“ nahe gebracht.
6
GEsensing @ ZMD AG Sales Conference in November 2011
Energieeffizienzbeitrag 2012
In 2012 werden neue ICs der ZMD AG es ermöglichen, energieeffiziente Produkte zu entwickeln. Hierbei handelt es sich vor allem um
den bereits letztes Jahr eingeführten „Power Management IC“ als auch den bereits erwähnten „Batterie Management“ Chip.
Des Weiteren wird aufgrund des zu erwarteten Bedarfsanstiegs im Automotive-Bereich der Beitrag der ZMD AG zur Energieeinsparung
in diesem Sektor stark steigen. Für einen seiner Kunden hat die ZMD AG ICs zur Öl-Qualitätsmessung (Ultraschall) und zur Ethanol-
Messung für Automobile entwickelt. Beide Bausteine werden ebenfalls einen hohen Beitrag zur Reduktion des CO
2
-Ausstoßes liefern.
Das erwartete starke Wachstum im Bereich der LED-Treiber wird zu einer weiteren Einsparung an Haushaltsstrom und somit zur
Verringerung des CO
2
-Ausstoßes durch Produkte der ZMD AG führen.
Um die Außendarstellung bezüglich „Energieeffizienz“ zu verstärken, hat sich die ZMD AG für den „UBM Electronics ACE Awards 2012“
beworben. Weiterhin wird an einem neuen Webauftritt gearbeitet, der die Mission „We enable ...our customers to create most energy-
efficient products for power management, lighting and sensors in their markets“ in den Vordergrund rückt.
Insgesamt ist die ZMD AG mit ihrem Slogan „Pink ist the new Green“ bereits heute als wertvoller Partner für energieeffiziente
Lösungen anerkannt und wird mit seinen in 2012 auf den Markt kommenden innovativen Lösungen weitere Marktanteile gewinnen und
somit seinen Anteil am Ziel „Halbierung CO
2
emissions“ beitragen.
2.4 Qualitäts- und Umweltmanagement
Die ZMD AG unterhält ein integriertes Qualitäts- und Umweltmanagementsystem.
Umweltmanagement:
Die Zertifizierung nach der Umweltnorm DIN EN ISO 14001:2004 wurde für die ZMD AG erneut erfolgreich im April 2011 erreicht.
Die ZMD AG nimmt an dem IMDS-Programm seit mehr als einem Jahrzehnt teil und kooperiert mit Partnern, die RoHs- bzw. REACH-
konform sind.
Qualitätsmanagement:
Der für Lieferanten der Automobilindustrie wichtige Qualitätsstandard ISO/TS 16949:2002 konnte im Rahmen der jährlichen
Rezertifizierung 2011 wieder erfolgreich bestätigt werden. Auch die Hauptlieferanten der ZMD AG sind 2011 entsprechend zertifiziert
worden. In Ergänzung dazu wurde mit der Einführung der Functional Safety gemäß ISO26262 begonnen.
Zusätzlich wurden während des Jahres 2011 umfangreiche Kunden- und Lieferanten-Audits durchgeführt und erfolgreich bestanden.
Die Six-Sigma-Initiative, eine unternehmensweite Initiative zur Verbesserung der Prozesse und Effizienz, seit 2007 mit Schwerpunkt
auf Design for Six Sigma und Lean Processes wurde im Jahre 2004 gestartet und auch im Geschäftsjahr 2011 weiter fortgesetzt.

Im Rahmen des Qualitätsmanagements wurde 2011 für den Konzern ein einheitliches Dokumentenmanagementsystem (DMS)
eingeführt. Um der strategischen Konzernausrichtung und deren Umsetzung in eine effiziente Ablauforganisation noch besser
Rechnung tragen zu können, hat die ZMD AG 2011 ihr Business Process Management vollkommen neu definiert und mit der
Einführung begonnen.
3. Entwicklungen in den Tochtergesellschaften
3.1 ZMD America, Inc., Sitz in Kalifornien, USA
Die ZMD America Inc. wies 2011 ein positives Ergebnis in Höhe von Mio. EUR 0,2 aus gegenüber einem negativen Ergebnis im Vorjahr
von Mio. EUR 1,0. Grund hierfür war im Wesentlichen die Änderung des Finanzierungsmodells. Mit Wirkung zum 1. Januar 2011 wurde
das Verrechnungspreismodell auf das Cost Plus-Verfahren umgestellt. Somit erfolgten die Kostenverrechnungen für erbrachte
Vertriebs-, Marketing- und R & D-Leistungen mit einem Gewinnaufschlag, welcher Aufgaben und Risiken adäquat berücksichtigt. Des
Weiteren hat die ZMD AG zwei in den Vorjahren an die ZMD America Inc. ausgereichte Darlehen inklusive der aufgelaufenen Zinsen im
Wege des Schuldenerlasses in eine steuerfreie Kapitalrücklage eingelegt.
Die zur Mitte 2010 aufgesetzte Reorganisation, die die Reduzierung der Entwicklungsmannschaft und eine Verstärkung des Sales
Teams beinhaltete, konnte bis Ende 2011 erfolgreich abgeschlossen werden.
3.2 ZMD Eastern Europe EOOD in Varna, Bulgarien
Ziel ist es, kostengünstige Schaltkreisentwurfskapazitäten aufzubauen, um mittelfristig die Entwicklungskosten insgesamt zu senken
sowie auch mittelfristig die osteuropäischen Märkte zu entwickeln. Die ZMD Eastern Europe wurde 2008 gegründet und konnte ihren
Geschäftsbetrieb zielstrebig und erfolgreich ausbauen. Im Geschäftsjahr 2011 wurden weitere 5 Mitarbeiter eingestellt, so dass im
Büro in Varna zum Jahresende bereits 32 Mitarbeiter beschäftigt waren, inklusive der neuen Mitarbeiter in der jungen
Applikationsgruppe. Für das Jahr 2012 ist geplant, weitere 3 bis 5 Mitarbeiter einzustellen. Die Gesellschaft wird über das Cost Plus
Verfahren finanziert.
4. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der ZMD AG
4.1 Ertragslage der ZMD AG
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit liegt mit einem Gewinn von Mio. EUR 3,5 um Mio. EUR 2,1 erneut deutlich über dem
Vorjahresniveau.
Maßgeblichen Einfluss auf die Ergebnisverbesserung hat die Umsatzsteigerung um Mio. EUR 9,1 (16,4 %) gegenüber dem Vorjahr. Der
Umsatzanstieg resultiert im Wesentlichen aus der anhaltend hohen Nachfrage, immer noch überdurchschnittlich hohen
Auftragseingängen sowie den Auswirkungen des erfolgreichen Krisenmanagements mit dem Fokus auf den Erhalt und sogar
Neueinstellungen von Mitarbeitern und damit der zukünftigen Umsatzgewinnung. Besonders stark entwickelt hat sich der Automotive-
Bereich, der auch in 2011 wieder einen Rekordumsatz erzielen konnte.
Die Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen stiegen umsatzbedingt als auch zur Absicherung der Lieferfähigkeit,
insbesondere bezüglich Standardprodukten und wegen einer technischen Wartungsperiode eines Hauptlieferanten, um Mio. EUR 1,2
gegenüber dem Vorjahr.
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von Mio. EUR 5,7 erhöhten sich um Mio. EUR 2,4 gegenüber dem Vorjahr und beinhalten
im Wesentlichen planmäßige Fördererträge sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.
Auch der Materialaufwand stieg im Wesentlichen umsatzbedingt von Mio. EUR 25,8 um Mio. EUR 7,2 auf Mio. EUR 33,0. Darüber
hinaus führte eine Verschiebung im Umsatzmix mit überproportionalem Anstieg im Bereich Automotive zu erhöhten
Materialaufwänden.
Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Die Verringerung von Mio. EUR 0,1 resultiert aus geringeren
Rückstellungen für variable Gehälter sowie erhöhten Personalkosten aus dem Aufbau von Vertriebs- und Entwicklungspersonal im
Bereich Smart Power Management.
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von Mio. EUR 3,1 erhöhten sich um Mio. EUR
0,1 gegenüber dem Vorjahr.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von Mio. EUR 13,4 stiegen gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 1,3 im
Wesentlichen aus den im Zusammenhang mit der für das Folgejahr geplanten Refinanzierung stehenden Aufwendungen.
Aufgrund des Bilanzverlustes aus dem Vorjahr in Höhe von Mio. EUR 0,2 und des positiven Jahresergebnisses 2011 in Höhe von Mio.
EUR 3,2 ergibt sich ein positives Bilanzergebnis in Höhe von Mio. EUR 3,0.
Zur Entwicklung und Einführung relevanter Produkte wurden im Jahr 2011 rund Mio. EUR 17,0 aufgewendet.
4.2 Vermögens- und Finanzlage der ZMD AG
Die Bilanzsumme verringerte sich zum Stichtag 31. Dezember 2011 um 26,4 % auf Mio. EUR 63,5.
Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2011 41,4 % (Vorjahr: 60,0 %). Die Veränderung resultiert
insbesondere aus der Verminderung der Kapitalrücklage, welche im Zuge des geplanten Rückkaufes eigener Aktien von der Global
ASIC GmbH in Höhe von Mio. EUR 28,0 verringert wurde, sowie aus dem positiven Jahresüberschuss von Mio. EUR 3,2. Im
Jahresergebnis sind neben dem positiven Betriebsergebnis in Höhe von Mio. EUR 3,6 das negative Finanzergebnis von Mio. EUR 0,1
sowie die Ertragsteuern in Höhe von Mio. EUR 0,3 enthalten.
Das Anlagevermögen hat sich von Mio. EUR 60,6 um Mio. EUR 26,7 (-44,0 %) auf Mio. EUR 33,9 verringert. Die Verringerung
resultiert im Wesentlichen aus den um Mio. EUR 26,2 (64,1 %) verminderten Bestand an Finanzanlagen, welches zum weit
überwiegenden Teil auf die Verrechnung der Darlehensforderungen mit dem Kaufpreis von Mio. EUR 28,0 für die erworbenen eigenen

Aktien von der Global ASIC GmbH zurückzuführen ist. Gegenläufig wirkten sich die bis zum Kaufzeitpunkt aufgelaufenen Zinsen für die
verrechneten Darlehen aus.
Das Nettoumlaufvermögen der Gesellschaft hat sich von Mio. EUR 14,9 auf Mio. EUR -6,1 reduziert. Dies resultiert aus dem
veränderten Ausweis der Genussrechte von langfristig in kurzfristig, da diese in 2012 endfällig werden und damit als solche erstmalig
kurzfristigen Charakter haben.
Im Hinblick auf die im August 2012 zur Rückzahlung fälligen Verbindlichkeiten aus Genussrechtskapital hat die Gesellschaft am 20.
Juli 2012 einen Vertrag über die Beteiligung eines Investors über rund 25,1 % der Anteile an der ZMD AG zur Sicherung der
Anschlussfinanzierung abgeschlossen. Hierdurch fließt der Gesellschaft zusätzliches Eigenkapital in Höhe von rund Mio. EUR 26,4 zu.
Die mit dem Abschluss dieses Beteiligungsvertrages einhergehende Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts der bisherigen
Aktionäre sowie die Einziehung der bisher von der Gesellschaft gehaltenen eigenen Aktien wurde durch die Hauptversammlung am 28.
Juni 2012 beschlossen.
Vor diesem Hintergrund sind die Rückführung der Verbindlichkeiten aus Genussrechtskapital sowie die Finanzierung der Gesellschaft
gesichert.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich aufgrund der Umsatzerhöhung von Mio. EUR 2,9 auf Mio. EUR 3,8 (28,3
%) erhöht. Der im Jahr 2009 abgeschlossene Factoringvertrag mit der GE Capital Bank wurde im Geschäftsjahr 2011 aufgrund von
steigenden Umsätzen auf ein Höchstobligo von Mio. EUR 6,0 angepasst.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich zum Bilanzstichtag von Mio. EUR 2,8 auf Mio. EUR 6,4 (125,6 %)
erhöht. Hauptgrund dafür waren Vorauslieferungen von Material aufgrund einer technischen Wartungsperiode mit einhergehender
Betriebsruhe eines Hauptlieferanten zum Jahresende.
Die Guthaben bei Kreditinstituten haben sich von Mio. EUR 5,4 auf Mio. EUR 5,6 (2,7 %) leicht erhöht. Der Wertpapierbestand erhöhte
sich um Mio. EUR 0,8 (80 %) (Vorjahr: Mio. EUR 1,0).
Wegen der weiterhin sehr guten Liquiditätssituation der ZMD AG bestanden zum Abschlussstichtag keine Kontokorrent-Linien bei
Kreditinstituten.
Die Ostsächsische Sparkasse hat der ZMD AG einen Kreditrahmen für Investitionen in Höhe von Mio. EUR 0,7 eingeräumt, der voll in
Anspruch genommen wurde.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sank von im Vorjahr Mio. EUR 5,0 auf Mio. EUR 3,3 im Wesentlichen aufgrund der in
2011 erfolgten Auszahlung der variablen Gehaltsbestandteile aufgrund des Bonusverzichts im Krisenjahr 2009/10.
Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit in Höhe von Mio. EUR 1,5 beinhaltet planmäßige Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte.
Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit betrug Mio. EUR 1,7 und beinhaltet im Wesentlichen die letzte Tranche des Rückkaufs
der eigenen Anteile von der IKB GmbH & Co. KG in Höhe von Mio. EUR 0,6, Ausschüttungen an die Gesellschafter in Höhe von Mio.
EUR 0,7 sowie die Ausreichung und Tilgung von Kredit- und von Mietkaufverbindlichkeiten von Mio. EUR 0,5.
Der Finanzmittelfonds weist somit am Ende des Geschäftsjahres 2011 einen Saldo von Mio. EUR 5,5 aus. Mit dem Wertpapierbestand
in Höhe von Mio. EUR 1,8 ergibt sich am Bilanzstichtag ein Cash-Bestand von Mio. EUR 7,3.
Wesentliche Kennzahlen entwickelten sich wie folgt. Die Personalintensität verbesserte sich von 32,0 % im Vorjahr auf 27,3 % im Jahr
2011. Die sinkende Personalintensität resultierte im Wesentlichen aus der Umsatzerhöhung. Der Umsatz pro Mitarbeiter stieg dadurch
von TEUR 237 auf TEUR 265 (11,8 %). Die Cash Earnings betrugen Mio. EUR 4,5 nach Mio. EUR 1,5 im Vorjahr (200,1 %).
4.3 Ausblick
Für das Geschäftsjahr 2012 wird von einer weiterhin positiven Umsatzentwicklung ausgegangen, allerdings mit deutlich abnehmender
Dynamik im Vergleich zu 2011. Der 2010 und 2011 erlebte globale Konjunkturaufschwung hat sich wegen der anhaltenden Schulden-
und Eurokrise in seiner Dynamik deutlich abgeschwächt. Die Auftragseingänge und Umsätze haben sich im ersten Halbjahr 2012
dennoch planmäßig entwickelt. In der 2. Jahreshälfte gehen wir von einer leichten Abkühlung der Konjunktur aus. Umsatzerlöse und
Betriebsergebnis werden jedoch mit der Tendenz, einen eher moderaten Zuwachs zu erwirtschaften, über Vorjahresniveau liegen.
Um die positive Entwicklung im Ergebnis und Cashflow weiterhin abzusichern, wird das Management der ZMD AG die 2010/11
erfolgreich umgesetzten Kostensenkungsmaßnahmen und Realisierungen von Effizienzpotentialen aus dem Profitability Improvement
Program (PIP) konsequent weiterführen. Entsprechende Maßnahmenpakete und neu definierte Key Initiatives für 2012, die weitere
Kostensenkungspotentiale und Prozesseffizienzsteigerungen beinhalten, sind bereits gestartet. So werden im „Business Process
Management“ Kernprozesse des Unternehmens definiert und hinsichtlich der internen Abläufe zum Idealzustand neu organisiert, auf
Profitabilität optimiert und Cashflowfokussiert ausgerichtet. Dieses Projekt orientiert sich an der iterativen und langfristigen
Prozessoptimierung. Die Konzepterstellung wurde für das gesamte Unternehmen in 2011 abgeschlossen, allen Mitarbeitern in
mehreren Town Hall Meetings vorgestellt und befindet sich seit Anfang 2012 in der unternehmensweiten Umsetzung.
Das Management geht davon aus, dass das Umsatz- und Ergebnisniveau auch in 2013 weiter deutlich ansteigen wird, da sich dann
bereits größere Projekte in der An- und Hochlaufphase befinden werden, die heute noch im Entwicklungsstadium sind, und wenn sich
zudem der erwartete positive, konjunkturelle Aufwärtstrend verstetigen kann.
5. Risikobericht
5.1 Risikomanagementsystem
Der Vorstand ist für die Risikopolitik und das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der ZMD AG verantwortlich. Das
Management der Unternehmensbereiche übernimmt diese Grundsätze entsprechend der Organisations- und
Verantwortungshierarchie. Bei der ZMD AG wurden 12 Unternehmensbereiche identifiziert, deren jeweilige Leiter für die Steuerung der
in ihrem Bereich liegenden Risiken verantwortlich sind. Die in 2011 beschlossenen Änderungen in der Organisationsstruktur des ZMDI-
Konzerns durch Neuaufteilung der Produkt-Geschäftsbereiche in nunmehr zwei Business Lines wurden hierbei bereits berücksichtigt.

Einmal jährlich wird ein Workshop veranstaltet, in dem die Risikoverantwortlichen gemeinsam eine Bewertung der aktuellen
Risikosituation des Konzerns vornehmen und gegebenenfalls zusätzliche Maßnahmen hieraus ableiten. Die Verantwortlichkeit für das
Kontroll- und Risikomanagementsystem liegt im Bereich Legal Services, dessen Leiterin in dieser Funktion an den Vorstand der
Gesellschaft berichtet. Das Risikomanagementsystem wurde mit Unterstützung der SMR - Strategische Management- und
Risikoberatungs GmbH entwickelt, in dem die unternehmensrelevanten internen und externen Risikobereiche ganzheitlich betrachtet,
bewertet und in einem Informationssystem der SMR zusammengeführt werden. Das Informationssystem ist von führenden
international tätigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften nach IDW PS 340 zertifiziert und damit als geeignetes System im Sinne des
Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) anerkannt.
5.2 Risiko-Schwerpunkte
Neben der im Rahmen des Risikomanagementsystems erfolgten Aufteilung des Unternehmens in Risikobereiche werden
Risikokategorien abgebildet, um eine bessere Übersicht zu erhalten. Risiko-Schwerpunkte waren dabei in den folgenden
Risikokategorien zu verzeichnen.
Markt/Wettbewerb
Grundsätzlich unterliegt der Halbleitermarkt zyklischen Konjunkturbewegungen. Insbesondere der Preisverfall ist äußerst schwierig zu
antizipieren. Die ZMD AG hat sich bei strategischen ASIC-Kunden durch Alleinlieferverträge insofern abgesichert, dass kein
Wettbewerber mitliefert und damit der preisliche Druck geringer ausfällt.
Erklärte Strategie der ZMD AG ist es darüber hinaus, in den Applikationsmärkten sowohl im ASIC-Geschäft als auch im Bereich der
Standardprodukte mit den jeweiligen Marktführern zusammenzuarbeiten, da Marktführer in der Regel auch in konjunkturell
schwierigen Zeiten einen hohen Marktanteil halten.
Trotz des Fokus auf Standardprodukte verbleibt es bei der Aufteilung des Produkt-Portfolios der ZMD AG in die zwei weiterhin im
Wesentlichen gleichstarken Segmente ASIC und ASSP, als auch die Diversifizierung der Anwendungsgebiete in u.a. Automotive,
Medizintechnik, Consumer- bzw. Industrieanwendungen mit jeweils unterschiedlichen Risikocharakteristika. Diese Faktoren sind
wesentliche Bestandteile der Risikoabsicherung der Gesellschaft.
Grundsätzlich besteht jedoch insbesondere im Segment ASSP das Risiko, dass aufgrund der breiten Diversifizierung die Kenntnis über
Wettbewerb und Märkte nicht ausreichend ist, um für jedes neue Produkt den sicheren Markterfolg gewährleisten zu können.
Weiterhin ist das Preisrisiko bei ASSPs und Standardprodukten deutlich höher als bei alleingelieferten, kundenspezifischen ASICs. Dies
gilt insbesondere auch in Phasen, in denen der Halbleitermarkt negativ wächst. Die Standardprodukte sind teilweise austauschbar und
stehen daher unter einem anderen Wettbewerbsdruck. Demgegenüber bieten die Standardprodukte höhere Wachstumschancen
gegenüber ASICs.
Forschung und Entwicklung (F&E)
Grundsätzlich besteht das Risiko, dass ein Schaltkreisdesignprojekt nicht rechtzeitig fertig gestellt wird und sich damit der Anlauf
neuer Produkte verschiebt oder von Kunden abgesagt werden muss. Diese Verzögerungen haben dann merklichen Einfluss auf die
Umsatz- und Ergebnisplanung der folgenden Jahre.
Auch können Rückforderungen von Kunden aufgrund der Verspätungen angemeldet werden, die zu einer Rückzahlung von
angezahlten Entwicklungsgeldern führen.
Das Projektmanagement wurde auch während des Geschäftsjahres 2011 weiterentwickelt und ausgebaut, um den inhaltlichen,
zeitlichen und monetären Ablauf der Projekte gemäß den verabschiedeten Projektplänen sicherzustellen. Weiterhin sind Maßnahmen
ergriffen und verstärkt worden, um das in der Produktentwicklung vorhandene Know-how für eine effizientere Entwicklungsarbeit
besser zu vernetzen. Ein weiteres Programm, mit dem Titel „Faktor 2“, zur Verbesserung der Effizienz in der Produktentwicklung
wurde gestartet. Das Ziel dieses Programms ist es, die Zeit von der Produktidee bis zur Markteinführung und die Entwicklungskosten
zu halbieren und damit das Risiko deutlich zu reduzieren.
Produktion
Weiterhin besteht neben dem Risiko der Abhängigkeit von externen, teilweise sehr großen Produktionspartnern das Risiko, dass
Produkte nicht lieferbar sind, weil wesentliche Materialien fehlen. Dies kann durch Rohmaterialienverknappung ebenso sein, wie durch
verfehlte Lagerhaltungspolitik oder durch Qualitätsschäden, die Produktionschargen zum Ausfall bringen. Dies kann insbesondere in
Zeiten besonders starken Wachstums sowie im Rahmen der Umstellung der 6“-Produktion auf 8“- Produktion beim Hauptlieferanten X-
FAB auftreten. Die ZMD AG muss in derartigen Fällen mit erhöhter Lagerhaltung und möglicherweise ungeplanten Investitionen
reagieren, um die Kundenbeziehungen nicht zu gefährden.
Aufgrund der notwendigen, langfristigen Lieferverträge mit externen Produktionspartnern, insbesondere mit Foundries, die der
Absicherung der Kapazitäten und Lieferfähigkeit dienen, kann es zu Abnahmeverpflichtungen bestellter Mengen kommen. Im
ungünstigsten Fall kann es zu Wertberichtigungen von Restbeständen führen, wenn diese nicht im Markt platziert werden können.
Die ZMD AG investiert weiter in die Verbesserung des Logistik- und Qualitätsmanagements sowie des Einkaufes, um diese Risiken zu
managen. Die ZMD AG prüft darüber hinaus laufend die Möglichkeiten zum Einsatz weiterer, neuer Lieferanten mit jeweils mehreren
Produktionsstandorten zur Verbesserung der Risikosituation. So wurden in 2011 weitere Lieferanten aufgebaut und qualifiziert, um
eine breitere Lieferbasis zu haben. Entsprechende langfristige Verträge wurden an die Bedürfnisse der ZMD AG nach
Kapazitätssicherung mit weitest möglicher Flexibilität angepasst. Ein entsprechendes Lieferantenmanagement ist etabliert und wird
laufend den bestehenden Erfordernissen angepasst.
Finanzen
Durch die andauernden Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise und in deren Folge die globale Wirtschafts- und Staatenkrise leiten
sich Risiken bei der Finanzierungsabsicherung ab.
Aufgrund des laufenden Factoringvertrages über ein Gesamtobligo in Höhe von Mio. EUR 6 zu zinsgünstigen Konditionen ist die ZMD
AG insoweit weniger anfällig für die durch die Hypothekenkrise ausgelösten Verwerfungen im Bank- und Kreditgeschäft.

Die ZMD AG verfolgt eine strenge Kreditpolitik gegenüber Kunden und Geschäftspartnern. Die Kreditwürdigkeit von Kunden und
Geschäftspartnern wird systematisch geprüft. Im Fall von drohenden Forderungsausfällen werden aktiv Maßnahmen ergriffen, um den
Risikoeintritt zu verhindern. Auch durch den bestehenden Factoringvertrag wird das Risiko des Forderungsausfalls deutlich verringert.
Grundsätzlich besteht dennoch das Risiko von Forderungsausfällen.
Weitere, jedoch erheblich geringere Ertragsrisiken entstehen durch einen ungünstigen Kursverlauf des US-Dollars zum Euro, dem
durch verstärkte Erschließung von Materialquellen im Dollar-Raum und durch Währungsanpassungsklauseln in den wichtigsten
Verträgen mit Kunden teilweise entgegengewirkt wird. Ebenso werden Terminabsicherungsgeschäfte geprüft, um so den zu
erwartenden Dollarüberschuss abzusichern. Das Management strebt grundsätzlich einen Natural Hedge von Aufwendungen und
Erträgen im Dollar an, womit das bestehende Risiko der Fehleinschätzung der Dollarkursentwicklung durch das Management minimiert
wird.
Die Gesellschaft hat mit der Unterzeichnung des Beteiligungsvertrages und dem Beschluss der Hauptversammlung über die hierfür
erforderliche Einziehung der eigenen Aktien und anschließende Kapitalerhöhung alle Schritte zur Sicherstellung der Liquidität
umgesetzt und geht von einem rechtzeitigen Zufluss der vereinbarten Mittel aus. Risiken, die dem entgegenstehen, können wir vor
dem Hintergrund der vertraglichen Vereinbarungen und Absicherungen derzeit nicht erkennen.
Rechtsrisiken
Strategie der ZMD AG war und ist es, keine Aktivprozesse zu führen und auftretende Streitfälle kostenschonend und einvernehmlich
zu lösen. Soweit die ZMD AG Aktivprozesse führen muss, wird zunächst eine sorgfältige Sachverhaltsanalyse erstellt und in
Zusammenarbeit mit externen, auf das entsprechende Rechtsgebiet spezialisierten Rechtsanwälten eine Strategie für eine erfolgreiche
Prozessführung erarbeitet.
Haftungsrisiken ergeben sich abstrakt aus der unabsichtlichen Verletzung von Patent- oder Marken-schutzrechten weltweit sowie aus
Gewährleistungs- bzw. Produkthaftungsfällen, insbesondere auch in den USA. Eine Inanspruchnahme der ZMD AG wegen angeblicher
Patentverletzung vor einem amerikanischen Bundesgericht in Texas konnte einvernehmlich und ohne weitere Kosten abgewendet
werden. Maßnahmen zur Risikobegrenzung werden regelmäßig geprüft und anschließend umgesetzt.
Produkthaftungs- und Qualitätsrisiken
Gegen Produktrisiken setzt die ZMD AG modernste qualitätssichernde Methoden zur Vorbeugung, Problemlösung und kontinuierlichen
Verbesserung seiner Geschäftsprozesse ein, insbesondere bei Entwicklung und Logistik sowie der Lieferantenkontrolle. Das
unternehmensweit gültige Qualitätsmanagementsystem ist seit Jahren nach den Normen ISO9001 beziehungsweise ISO/TS16949
zertifiziert. Auch die Lieferanten werden entsprechend diesen Vorgaben qualifiziert und regelmäßig vor Ort vom Unternehmen
auditiert.
Die von dem Hauptlieferanten X-FAB sowie den neu gewonnenen Lieferanten, wie u.a. TSMC und KYEC hergestellten Produkte und
Dienstleistungen werden in komplexe elektronische Systeme integriert. Fehler oder Funktionsmängel der von Lieferanten hergestellten
Produkte können mittelbar oder unmittelbar Eigentum, Gesundheit oder Leben Dritter beeinträchtigen. Es werden allerdings aus
Prinzip keine Produkte mit lebenserhaltenden Funktionalitäten beliefert.
Das Unternehmen ist nicht in der Lage, die bestehende gesetzliche Produkthaftung gegenüber Konsumenten oder Dritten zu
reduzieren oder auszuschließen. Jedes Produkt, das das Unternehmen verlässt, durchläuft statistisch hinsichtlich Qualität und Funktion
mehrere qualifizierte Kontrollen. 100-%-Kontrollen können aus Kostengründen nur in Ausnahmefällen durchgeführt werden.
Trotz aller Qualitätskontrollen können Produktfehler auftreten und sich möglicherweise erst nach Installation und Gebrauch der
Endprodukte zeigen. Obwohl dieses Risiko branchenüblich versichert ist, kann es im Falle von Qualitätsproblemen zu negativen
Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ZMD AG kommen. Die ohnehin bestehenden Qualitätsrisiken werden
durch die aktuell andauernde Umstellung der 6“-Produktion auf 8“-Produktion beim Hauptlieferanten X-FAB noch erhöht. Dieser
Prozess wird daher durch das Unternehmen verstärkt beobachtet und begleitet.
Insbesondere hält die ZMD AG eine Industrie- und Produkt-Haftpflichtversicherung zzgl. der Versicherung von Kosten im
Zusammenhang mit dem Rückruf von Kraftfahrzeugen (Kfz-Zuliefererversicherung).
5.3 Wesentliche Ergebnisse auf dem Gebiet „Risikomanagement“
Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind vor allem folgende Aktivitäten zu nennen:
Die ab 2012 geltende Neuorganisation der Business Lines der ZMD AG durch deren Aufteilung entsprechend den im Fokus
stehenden Geschäftsbereichen BL Power & Analog sowie BL Sensing & Automotive und einer damit verbundenen Aufteilung in
8 Produktlinien (je 4) und damit Stärkung des Managements dieser beiden Bereiche durch die Einführung von
Produktmanagern je Produktlinie; im Einzelnen:
Zum einen verbleibt der Fokus der ZMD AG darauf, eigene neue Standardprodukte zu konzipieren, zu entwickeln und
anzubieten (Schwerpunkt des R&D); Aufbau von Marketing (Einstellung eines neuen Marketingleiters) und der eigenen
Produktdefinitionskompetenz (Benennung verantwortlicher Produktmanager und Einführung von Product Lines innerhalb der
BL), Erhöhung der personellen Ressourcen innerhalb der Business Lines;
Neben den Standardprodukten bleibt weiterhin im Fokus der Aufbau langfristiger strategischer Partnerschaften im ASIC
Geschäftsbereich.
Verbesserung und Umsetzung der Lieferantenstrategie (erfolgreiche Qualifizierung von Lieferanten mit mehreren eigenen
Produktionsstandorten mit Potential zum internen Produktionstransfer im Risikofall als Second Source) sowie Stärkung der
bestehenden, langfristigen Zusammenarbeit mit dem neuen Wafer-Lieferanten (TSMC). Damit wird auch eine Skalierbarkeit
erreicht, die schnelles Wachstum ohne Zunahme der Investitionen erlaubt.

Weltweite Stärkung und weiterer Ausbau der Vertriebsorganisation der ZMD AG mit Schwerpunkten in Korea und
Nordamerika: territoriale Neustrukturierung des Vertriebs in den USA, Eröffnung neuer Standorte in nun 6 statt früher 3
Regionen, inkl. zweier Applikationslabore, Erhöhung der Anzahl der Vertriebsmitarbeiter und Neuorganisation der vertraglich
gebundenen Representatives und Distributoren. Die Business Line (BL) Medical/SSC Global wurde in die neue BL Sensing &
Automotive eingegliedert.
Weiterführung und Verschärfung des „1st Time Right“-Programms zur nachhaltigen Verbesserung der Design-Methodik und
Entwicklungsprozesse und damit verbunden der Wettbewerbssituation der ZMD AG.
Verbesserung der Effizienz in der Produktentwicklung mit dem Programm „Factor 2“, um die Zeit von der Produktidee bis zur
Markteinführung und die Entwicklungskosten zu halbieren.
Weiterentwicklung des Projektmanagements: regelmäßige Projektreviews zum Vergleich der Projektpläne mit den aktuellen
Forecasts (zeitliche, inhaltliche und monetäre Prüfung der Projekte); Verbesserung des Reportings sowie Einführung von KPIs
für R&D zur Prüfung und Sicherstellung der Einhaltung von Entwicklungsplänen durch das Technology Office.
Weiterhin umfangreiche Aktivitäten im Bereich IT-Sicherheit, unter anderem externe IT-Security-Audits, aus denen
Empfehlungen und Maßnahmen abgeleitet und umgesetzt wurden.
Zur Verbesserung und Optimierung der Unternehmensprozesse wurden im Rahmen des unternehmensweiten Business
Process Management (BPM)-Projekts die Geschäftsprozesse in 3 Kern- und 6 Supportprozessen neu definiert, bestehende
Prozesse reorganisiert und optimiert sowie durch neue Prozesse ergänzt.
Im Rahmen des BPM-Projektes wurde damit begonnen, das Thema Compliance (Haftungsvermeidung im Unternehmen) und
Margenverbesserung sowie Kundenorientierung in die Prozessorganisation des Unternehmens weiter zu integrieren und zu
institutionalisieren.
Institutionalisierung und Festigung des Risikomanagementprozesses.
6. Prognosebericht/Ausblick
Die Strategie der ZMD AG ist fokussiert und soll so zu weiterem Wachstum führen:
Vision: „To be first choice in analogue mixed signal solutions enabling energy efficiency“
Mission: „We are the innovative provider of high performance analogue and mixed-signal semiconductor solutions.“
„We provide high quality products and services of value to our customers on time.“
„We enable our customers to create most energy-efficient products for Power Management and Sensors in their markets.“
nachhaltig profitables Wachstum durch die Ausweitung des Standardproduktgeschäfts. Der gemeinsame Nenner ist Energy
Efficiency und schwerpunktmäßig Einsatzgebiete in Sensorik und Powermanagement,
langfristige strategische Partnerschaften mit Marktführern für ASIC-Aufträge/Single-Source¬Verträge, insbesondere in
Automotive und Medical-Portable-Marktsegmenten, sowie die Anpassung von Standardprodukten/Plattformprodukten an die
Wünsche von marktbestimmenden Kunden,
globale Vertriebsstrategie mit eigenen Büros in Dresden, Stuttgart, München, Hsinchu (Taiwan), Shenzen (China), Tokio
(Japan), Pocatello (ID/USA), Silicon Valley (Kalifornien/USA), Boston (MA/USA) Phoenix (AZ/USA) und Seoul (Korea);
darüber hinaus ständiger Ausbau des Handelsvertreternetzes und die Aufnahme von Distributoren,
Einrichtung von Applikationslaboren, um die Kunden bei Design In’s zu unterstützen (Boston, Milpitas, San Jose, Seoul,
München),
Ausbau unseres Designcenters in Bulgarien, um die Entwicklungskosten zu reduzieren,
Aufbau von Marketing & Sales und Produktdefinitionskompetenz
im „War for Talents“ die Besten der Besten (Personal) anwerben, aufbauen, motivieren und weiterentwickeln
Speziell für ausgewählte Nachwuchskräfte werden motivationsfördernde Angebote entwickelt.

zum finanziellen Ausblick der Gesellschaft siehe auch Abschnitt 4.3 dieses Lageberichts
7. Abhängigkeitsbericht
Es wurde ein Abhängigkeitsbericht mit folgender Schlussfolgerung erstellt:
„Nach sorgfältiger Prüfung aller Umstände, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem Rechtsgeschäfte mit
verbundenen Unternehmen vorgenommen wurden, erhielt die ZMD AG bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung.
Maßnahmen sind auf Veranlassung oder im Interesse der jeweiligen Mehrheitsaktionärin und der mit ihr verbundenen Unternehmen
weder getroffen noch unterlassen worden.“
8. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres
Die Hauptversammlung der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG hat am 28. Juni 2012 Beschlüsse über die Einziehung der eigenen
Aktien und anschließenden Kapitalerhöhung zur Absicherung der Unternehmensfinanzierung gefasst.
Der zugrunde liegende Beteiligungsvertrag wurde am 20. Juli 2012 vom Vorstand unterzeichnet.
Dresden, den 20. Juli 2012
Thilo von Selchow
Steffen Wollek
Bilanz zum 31. Dezember 2011
AKTIVA
EUR
EUR
Vorjahr
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und
Werten
1.577.271,00 811
2. Geschäfts- oder Firmenwert
11.920.855,00
13.113
13.498.126,00 13.924
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen
259.571,00
365
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
5.321.593,00
5.183
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
147.674,12
225
5.728.838,12 5.773
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
2.991.492,86
1.024
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen
11.648.957,94
39.802
3. Wertpapiere des Anlagevermögens
57.127,62
57
14.697.578,42 40.883
33.924.542,54 60.580
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
1.191.952,78
156
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen
11.954.460,16
11.343
3. fertige Erzeugnisse und Waren
3.014.358,48
2.504
16.160.771,42 14.003
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
3.779.153,74
2.947
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
828.591,63
929
3. sonstige Vermögensgegenstände
1.185.774,78
1.070
5.793.520,15 4.946
III. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere
1.822.058,44 1.002
IV. Guthaben bei Kreditinstituten
5.571.917,56
5.423
29.348.267,57 25.374
C. Rechnungsabgrenzungsposten
257.106,91
335
63.529.917,02 86.289
PASSIVA

EUR
EUR
Vorjahr
TEUR
EUR
EUR
Vorjahr
TEUR
A. Eigenkapital
I. Grundkapital
11.800.000,00
11.800
Rechnerischer Wert eigener Anteile
-1.179.925,00
0
10.620.075,00 11.800
II. Kapitalrücklage
23.972.546,06
40.201
Rechnerischer Wert eigener Anteile
-11.261.209,80
0
12.711.336,26 40.201
III. Bilanzgewinn/-verlust
2.969.940,10
-237
26.301.351,36 51.764
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen
381.065,70
141
2. sonstige Rückstellungen
3.479.868,20
5.011
3.860.933,90 5.152
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Genussrechten
22.129.200,00
22.129
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
680.900,51
636
3. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
707.285,00
435
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
6.373.594,39
2.825
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
105.654,60
95
6. sonstige Verbindlichkeiten
3.293.020,08
3.176
33.289.654,58 29.296
D. Rechnungsabgrenzungsposten
77.977,18
77
63.529.917,02 86.289
Entwicklung des Anlagevermögens im Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2011
Bruttobuchwerte
Stand am
1.1.2011
EUR
Zugänge
EUR
Umgliederungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand am
31.12.2011
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen
Rechten und Werten
8.191.231,78 1.153.591,14
33.401,24
0,00
9.378.224,16
2. Geschäfts- oder Firmenwert
17.881.282,25
0,00
0,00
0,00
17.881.282,25
26.072.514,031.153.591,1433.401,240,0027.259.506,41
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen
995.322,40
0,00
0,00
0,00
995.322,40
2. andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
10.709.978,58 1.361.183,96
191.370,07
108.395,66
12.154.136,95
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im
Bau
224.771,31
147.674,12
-224.771,31
0,00
147.674,12
11.930.072,291.508.858,08-33.401,24108.395,6613.297.133,47
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
1.137.890,94 1.967.797,99
0,00
109.203,40
2.996.485,53
2. Ausleihungen an verbundene
Unternehmen
46.902.586,06 1.524.552,96
0,00 36.710.244,85
11.716.894,17
3. Wertpapiere des Anlagevermögens
57.372,04
0,00
0,00
244,42
57.127,62
4. sonstige Ausleihungen
11.822.349,60
0,00
0,00
0,00
11.822.349,60
59.920.198,643.492.350,950,0036.819.692,6726.592.856,92
97.922.784,966.154.800,170,0036.928.088,3367.149.496,80
kumulierte Abschreibungen
Stand am
1.1.2011
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am
31.12.2011
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen
an solchen Rechten und Werten
7.379.986,78
420.966,38
0,00
7.800.953,16
2. Geschäfts- oder Firmenwert
4.768.341,25 1.192.086,00
0,00
5.960.427,25
12.148.328,03 1.613.052,38
0,00
13.761.380,41
II. Sachanlagen

kumulierte Abschreibungen
Stand am
1.1.2011
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am
31.12.2011
EUR
1. technische Anlagen und Maschinen
630.119,40
105.632,00
0,00
735.751,40
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
5.527.190,58 1.413.749,03
108.395,66
6.832.543,95
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00
0,00
0,00
0,00
6.157.309,98 1.519.381,03
108.395,66
7.568.295,35
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
114.196,07
0,00
109.203,40
4.992,67
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen
7.100.328,73
14.143,39 7.046.535,89
67.936,23
3. Wertpapiere des Anlagevermögens
0,00 0,00 0,00 0,00
4. sonstige Ausleihungen
11.822.349,60
0,00
0,00
11.822.349,60
19.036.874,40
14.143,39 7.155.739,29
11.895.278,50
37.342.512,41 3.146.576,80 7.264.134,95
33.224.954,26
Nettobuchwerte
Stand am
31.12.2011
EUR
Vorjahr
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
1.577.271,00
811
2. Geschäfts- oder Firmenwert
11.920.855,00 13.113
13.498.126,00 13.924
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen
259.571,00
365
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
5.321.593,00
5.183
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
147.674,12
225
5.728.838,12
5.773
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
2.991.492,86
1.024
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen
11.648.957,94 39.802
3. Wertpapiere des Anlagevermögens
57.127,62
57
4. sonstige Ausleihungen
0,00
0
14.697.578,42 40.883
33.924.542,54 60.580
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011
EUR
EUR
Vorjahr
TEUR
1. Umsatzerlöse
64.175.876,83 55.117
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und
Leistungen
1.225.665,93 1.121
3. aktivierte Eigenleistungen
15.478,19
10
4. sonstige betriebliche Erträge
5.691.265,94
3.258
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene
Waren
24.185.006,42 18.999
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen
8.801.095,61
6.833
32.986.102,03 25.832
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter
15.379.985,33
15.752
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für
Unterstützung
2.498.353,90 2.235
17.878.339,23 17.987
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
3.132.433,41 2.959
8. sonstige betriebliche Aufwendungen
13.452.745,16
12.114
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des
Finanzanlagevermögens
1.754.962,21 2.605
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
66.759,46
103
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des
Umlaufvermögens
14.143,39 1
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
1.937.251,55
1.896
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
3.528.993,79
1.425
14. außerordentliche Erträge
0,00
15

EUR
EUR
Vorjahr
TEUR
15. außerordentliches Ergebnis
0,00
15
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
322.207,72
131
17. Jahresüberschuss
3.206.786,07 1.309
18. Verlustvortrag
-236.845,97 -2.400
19. Einstellung in die Kapitalrücklage
0,00
-30.000
20. Entnahmen aus der Kapitalrücklage
670.000,00
30.000
21. Auflösung der Rücklage für eigene Anteile
0,00
2.400
22. Ausbuchung der eigenen Anteile
0,00
-1.650
23. Ausschüttung
-670.000,00
0
24. ergebnisneutraler Effekt aus BilMoG-Anpassungen
0,00
104
25. Bilanzgewinn/-verlust
2.969.940,10
-237
Anhang für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011
I. Allgemeine Angaben
Die Zentrum Mikroelektronik Dresden AG ist im Handelsregister von Dresden unter HRB Nr. 19166 eingetragen. Sitz der Gesellschaft
ist Dresden. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.
Gegenstand des Unternehmens ist die Konstruktion, Entwicklung, Herstellung, das Marketing und der Vertrieb von kunden- und
anwendungsspezifischen Schaltkreisen und Standardprodukten sowie alle hiermit zusammenhängenden Tätigkeiten.
Die Zentrum Mikroelektronik Dresden AG hat im Berichtsjahr erneut 2.124.430 Stück eigene Aktien auf der Grundlage des
Beschlusses der Hauptversammlung vom 1. Dezember 2010 von der Global Asic GmbH erworben. Von den zurückgekauften Aktien
wurden 1.180.490 Stück eigene Aktien nach den Vorschriften der vereinfachten Einziehung ohne Kapitalherabsetzung eingezogen.
Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des
Aktiengesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Der Jahresabschluss der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Der Aufsichtsrat hat am 31. März 2011 den Vorjahresabschluss gebilligt und damit festgestellt.
II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend
ihrer Nutzungsdauer um planmäßige und gegebenenfalls um außerplanmäßige Abschreibungen vermindert.
Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.
Die Ausleihungen werden zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.
Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte mit den Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen
Niederstwertprinzips.
Aus kundenspezifischen Auftragsentwicklungen resultierende Entwicklungsaufwendungen sind, soweit die Entwicklungsarbeiten am
Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossen sind, als unfertige Leistungen aktiviert. Der Fertigstellungsgrad bemisst sich am Erreichen der
vertraglich festgelegten Milestones. Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt zu Herstellungskosten abzüglich enthaltener
Entwicklungskostenzuschüsse. Die Herstellungskosten enthalten Einzelkosten zuzüglich angemessener Gemeinkosten.
Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. Das strenge Niederstwertprinzip wird beachtet.
Fertige Erzeugnisse und Waren werden zu ihren Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Beachtung des strengen
Niederstwertprinzips bewertet.
In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet. Die Entwicklungsaufträge mit anschließender Serienproduktion werden im Rahmen der
verlustfreien Bewertung als Bewertungseinheit angesehen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Soweit diese in Fremdwährung bestehen, wurden
sie zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Zweifelhafte Forderungen wurden einzelwertberichtigt. Zur
Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos, von Skontoabzügen sowie Mahn- und Zinskosten wurde auf Forderungen aus Lieferungen
eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % gebildet.
Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.
Bezüglich des Ansatzes latenter Steuern nutzt die ZMD AG die Wahlrechte zum Ansatz aktiver latenter Steuern und zur Saldierung von
aktiven und passiven latenten Steuern dahingehend, dass sie den sich nach erfolgter Saldierung ergebenden Überhang aktiver
latenter Steuern nicht ansetzt.
Die unter den Guthaben bei Kreditinstituten ausgewiesenen Fremdwährungsbestände werden mit dem Kurs im Zeitpunkt der
Erstverbuchung oder dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.
Genussrechte werden aufgrund der Ausgestaltung der Verträge als Fremdkapital passiviert.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit mehr als einem Jahr Laufzeit wurden
abgezinst.
Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Soweit diese in Fremdwährung bestehen, wurden sie zum
Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet.
III. Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres in der als
gesonderte Anlage beigefügten Entwicklung des Anlagevermögens dargestellt.
Immaterielle Vermögensgegenstände
Die Zugänge wurden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Abschreibungen erfolgen linear pro rata temporis über 3 bis 4 Jahre für die
Entwicklungsleistungen, für Patente linear pro rata temporis über 10 Jahre und für die Geschäfts- oder Firmenwerte aufgrund der
Einschätzung des Vorstandes über die Nutzungsfähigkeit über 15 Jahre linear pro rata temporis.
Grundstücke und Bauten
Die ZMD AG besitzt zum Bilanzstichtag keine Grundstücke und Bauten.
Finanzanlagen
Angaben zum Anteilsbesitz
Gesellschaft
Sitz
Beteiligungsquote
Eigenkapital
31.12.11
TEUR
Jahresergebnis
31.12.11
TEUR
direkt
%
indirekt
%
Ausland
ZMD America, Inc.
Santa Clara/USA
100,0
(2.247)
*
186
*
ZMD Fareast Limited
Hongkong
100,0
(28)
*
24
*
Senterra Limited
50,0
88
1)
135
1)
ZMD Eastern Europe EOOD
Varna
100,0
164
*
55
*
*
nach den International Financial Reporting Standards
1)
Werte gemäß Jahresabschluss 2010
Die MCDA GmbH wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2011 auf die ZMD AG verschmolzen.
Das Eigenkapital der ZMD America, Inc. wurde zum Stichtagskurs (USD/EUR 1,2932) und das Jahresergebnis zum Durchschnittskurs
(USD/EUR 1,3920) in Euro umgerechnet.
Das Eigenkapital der ZMD Fareast Ltd. wurde zum Stichtagskurs (HKD/EUR 10,0011) und das Jahresergebnis zum Durchschnittskurs
(HKD/EUR 10,8362) in Euro umgerechnet.
Das Eigenkapital der ZMD Eastern Europe EOOD wurde zum Stichtagskurs (BGN/EUR 1,95583) und das Jahresergebnis zum
Durchschnittskurs (BGN/EUR 1,95583) in Euro umgerechnet.
Das Eigenkapital der Senterra Limited wurde zum Stichtagskurs (USD/EUR 1,2932) und das Jahresergebnis zum Durchschnittskurs
(USD/EUR 1,3920) in Euro umgerechnet.
Beteiligungen an verbundenen Unternehmen
Der Vorstand der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG hat am 30. September 2011 beschlossen, zwei in den Vorjahren an die ZMD
America Inc. ausgereichte Darlehen im Wege des Schuldenerlasses in eine steuerfreie Kapitalrücklage bei der ZMD America Inc.
umzuwandeln. Dieser Beschluss wurde durch das Board der ZMD America Inc. bestätigt. Somit erhöhte die ZMD AG ihre Beteiligung
an der ZMD America Inc. um TEUR 1.968.
Die Beteiligung der ZMD AG an der Micro Chip Design Akademie GmbH wurde durch die Verschmelzung der Gesellschaft auf die ZMD
AG mit Wirkung zum 1. Januar 2011 beendet.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen
In den Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind Ausleihungen an Gesellschafter in Höhe von TEUR 10.225 (Vorjahr: TEUR
36.700) enthalten. Im Berichtsjahr erfolgte eine Tilgung der Ausleihungen an Gesellschafter in Höhe von TEUR 28.000. Der
Tilgungsbetrag wurde im Wege der Verrechnung mit dem Kaufpreis für die von der Global Asic GmbH erworbenen eigenen Aktien
aufgebracht. Für zwei noch bestehende Darlehen wurden die Zinsen weiterhin gestundet.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Im Juli 2009 wurde ein Factoringvertrag zwischen der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG und der GE Capital Bank AG, Mainz,
geschlossen. Dieser Vertrag wurde im November 2011 auf ein Höchstobligo von TEUR 6.000 angepasst. Infolgedessen verkauft die
ZMD AG Inlands- und Auslandsforderungen entsprechend den Vertragsvereinbarungen. Die durchschnittliche Inanspruchnahme im
Jahr 2011 betrug TEUR 4.145.

Zur Absicherung des Ausfallrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die nicht verkauften Forderungen
vorgenommen.
31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
3.779
2.946
- davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
0
0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen
828
929
- davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
0
0
Sonstige Vermögensgegenstände
1.186
1.071
- davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
0
0
5.793
4.946
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten ausschließlich sonstige Forderungen.
Sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen an die GE Capital Bank AG, Mainz, in Höhe von TEUR 350 aus dem
Verkauf von Forderungen, Steuerrückforderungen in Höhe von TEUR 466, Investitionszulage in Höhe von TEUR 68, debitorische
Kreditoren in Höhe von TEUR 261 und sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 41.
Guthaben bei Kreditinstituten
Die Guthaben bei Kreditinstituten enthalten Guthaben mit Verfügungsbeschränkungen in Höhe von TEUR 94 (Vorjahr: TEUR 3).
Rechnungsabgrenzungsposten
31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Abgegrenzte Transaktionskosten
79
210
Sonstige Vorauszahlungen
178
125
257
335
Grundkapital
Das Grundkapital von TEUR 11.800 ist eingeteilt in 9.439.510 auf den Namen lautende Stückaktien (Vorjahr: 10.620.000
Stückaktien).
Die Hauptversammlung der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG hat am 20. Mai 2010 die Gesellschaft ermächtigt weitere eigene
Aktien zu erwerben. Die Ermächtigung gilt vom Tag der Beschlussfassung an für fünf Jahre. Die Ermächtigung kann ganz oder in
Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer gesetzlich zulässiger Zwecke durch die Zentrum
Mikroelektronik Dresden AG genutzt werden.
Die Hauptversammlung der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG hat am 1. Dezember 2010 weiterhin die Anpassung des Bedingten
Kapitals I und des Bedingten Kapitals II an die Einziehung der Stückaktien ohne Kapitalherabsetzung beschlossen.
Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu EUR 449.750 durch Ausgabe von bis zu 404.775 neuen Stückaktien, lautend auf den
Namen, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital I). Die bedingte Erhöhung dient der Einlösung von Optionsrechten im Rahmen des ZMD
Stock Option Plan 2001.
Weiterhin ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 730.250 durch Ausgabe von bis zu 657.225 neuen Stückaktien, lautend
auf den Namen, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital II). Die bedingte Erhöhung dient der Einlösung von Optionsrechten im Rahmen des
ZMD Stock Option Plan 2007.
Eigene Anteile
Auf Grundlage dieser Ermächtigung sowie des Hauptversammlungsbeschlusses von 1. Dezember 2010 wurden im Berichtsjahr erneut
2.124.430 Stück eigene Aktien von der Global Asic GmbH erworben. Der Kaufpreis in Höhe von TEUR 28.000 aufgrund des Vertrages
vom 14. Oktober 2011 für die erworbenen Aktien wurde im Zuge der Verrechnung mit bestehenden Darlehensforderungen erbracht.
Von den erworbenen Aktien wurden 1.180.490 Stück in vereinfachter Form ohne Herabsetzung des Grundkapitals gemäß § 237 Abs. 1
Satz 1 Alt. 2 i.V.m. Abs. 3 Nr. 3 AktG eingezogen. Somit hält die Gesellschaft zum Bilanzstichtag 943.940 Stück eigene Aktien.
Die Entwicklung des Eigenkapitals stellt sich im Jahr 2011 wie folgt dar:
TEUR
TEUR
Grundkapital 1.1.2011
11.800
Absetzung eigener Anteile
-1.180
Grundkapital 31.12.2011
10.620
Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB 1.1.2011
10.201
0
Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB 31.12.2011
10.201
Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB 1.1.2011
30.000
Ausschüttung
-670
Vereinfachte Kapitalherabsetzung
-15.559
Absetzung eigener Anteile
-11.261
Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB 31.12.2011
2.510
Kapitalrücklage 31.12.2011
12.711

TEUR
TEUR
Bilanzverlust 31.12.2010
-237
Jahresüberschuss 31.12.2011
3.207
Bilanzgewinn 31.12.2011
2.970
Sonstige Rückstellungen
Die Rückstellungen betreffen im Wesentlichen den Personalbereich (TEUR 1.353; Vorjahr: TEUR 2.703) und ausstehende
Kostenrechnungen (TEUR 957; Vorjahr: TEUR 525). Daneben beinhalten weitere Rückstellungen u.a. Archivierungskosten,
Rückstellungen für zu erwartende Rechts- und Beratungskosten sowie Gewährleistungsrückstellungen.
Verbindlichkeiten
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:
Restlaufzeit
gesamt
31.12.2011
TEUR
gesamt
31.12.2010
TEUR
bis 1
Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
Art der Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Genussrechten
22.129
0
0
22.129
(Vorjahr) (129) (22.000) (0) (22.129)
2. Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
142 431 108 681
(Vorjahr) (155) (400) (81) (636)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
6.374
0
0
6.374
(Vorjahr) (2.825) (0) (0) (2.825)
4. erhaltene Anzahlungen
707
0
0
707
(Vorjahr) (435) (0) (0) (435)
5. Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
106
0
0
106
(Vorjahr) (95) (0) (0) (95)
6. sonstige Verbindlichkeiten
2.489
804
0
3.293
(Vorjahr) (1.934) (1.242) (0) (3.176)
davon aus Steuern:
262
0
0
262
(Vorjahr) (27) (0) (0) (27)
davon im Rahmen der sozialen
Sicherheit:
63
0
0
63
(Vorjahr) (40) (0) (0) (40)
31.947 1.235 108 33.290
(5.573) (23.642) (81) (29.296)
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 681 (Vorjahr: TEUR 49) durch Übereignung von
Anlagevermögen besichert. Die sonstigen Verbindlichkeiten aus Mietkauf in Höhe von TEUR 1.372 (Vorjahr: TEUR 802) sind durch
Sicherungsübereignung der jeweiligen Sachanlagen besichert.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 106 aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen (Vorjahr: TEUR 95).
Haftungsverhältnisse
Es bestehen keine weiteren Haftungsverhältnisse.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen und nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte
Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 9.387. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen Miet-, Leasing
- und Dienstleistungsverträge sowie Wartungs- und Lizenzverträge und weisen folgende Restlaufzeiten auf:
Restlaufzeiten
bis zu 1 Jahr
TEUR
zwischen 1 und 5
Jahren
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
Kfz-Leasing
204
226
0
Wartungs- und Lizenzgebühren
1.375
636
0
Geschäftsraummietverträge
1.198
3.186
2.310
Sonstiges
161
91
0
Gesamt
2.938
4.139
2.310
Die finanziellen Verpflichtungen für Wartungs- und Lizenzgebühren betreffen im Wesentlichen den Lizenz- und Wartungsvertrag mit
der Cadence Design Systems GmbH.
Mit der X-FAB Dresden GmbH & Co. KG wurde im Jahr 2007 ein Immobilienmietvertrag für den „Campus“ und den Geschäftsbereich
Testhouse geschlossen. Der Immobilienmietvertrag für den „Campus“ ZMD hat eine Laufzeit bis zum Jahr 2019. Der Vertrag für den
Bereich Testhouse hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Dieser Mietvertrag verlängert sich jeweils um zwei Jahre, wenn keine Seite mit
einer Frist von 12 Monaten zum jeweiligen Vertragsende schriftlich kündigt.

Die gleichen Konditionen beinhaltet der Mietvertrag mit der NanoelektronikZentrumDresden GmbH.
Bezüglich nicht in der Bilanz enthaltener Geschäfte verweisen wir auf die Erläuterungen zum Factoring unter III.
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse werden erfasst, wenn der Risikoübergang auf den Kunden erfolgt ist. Sie verteilen sich wie folgt auf Absatzmärkte
und Business Lines.
Nach Absatzmärkten
2011
Vorjahr
TEUR
%
TEUR
%
Inland
21.184
33,0
15.004
27,2
Ausland
42.992
67,0
40.113
72,8
64.176
100,0
55.117
100,0
Nach Business Lines
2011
Vorjahr
TEUR
%
TEUR
%
Automotive SSC
35.961
56,0
27.475
49,9
Medical & SSC
20.876
32,5
19.697
35,7
Standard Components
6.976
10,9
7.623
13,8
Sonstiges
363
0,6
322
0,6
Umsatzerlöse
64.176
100,0
55.117
100,0
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.236,
(Vorjahr: TEUR 412), Erträge aus Dienstleistungen in Höhe von TEUR 440 (Vorjahr: TEUR 367), Erträge aus F&E-Förderung in Höhe
von TEUR 3.198 (Vorjahr TEUR 1.529), Erträge aus Schadenersatzforderungen in Höhe von TEUR 203 (Vorjahr: TEUR 35), Erträge aus
Investitionszulage in Höhe von TEUR 68 (Vorjahr: TEUR 35), Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 152 (Vorjahr: TEUR 186)
und periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 130 (Vorjahr: TEUR 174).
Sonstiger betrieblicher Aufwand
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
2011
TEUR
Vorjahr
TEUR
Betriebsaufwand
4.543
4.112
Vertriebsaufwand
4.336
3.597
Verwaltungsaufwand
4.001
2.560
Übrige Aufwendungen
573
1.845
13.453
12.114
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
2011
TEUR
Vorjahr
TEUR
Erträge aus Ausleihungen an Gesellschafter
1.525
2.039
Erträge aus Ausleihungen an verbundene Unternehmen
216
559
Übrige
14
7
1.755
2.605
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Die Position „sonstige Zinsen und ähnliche Erträge“ enthält keine Zinserträge von verbundenen Unternehmen.
Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens
2011
TEUR
Vorjahr
TEUR
Abschreibung Finanzanlagen aufgrund von Währungseffekten
14
0
Außerplanmäßige Abschreibung
0
1
14
1
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Die Position „Zinsen und ähnliche Aufwendungen“ beinhaltet Zinsaufwendungen aus Genussrechten in Höhe von TEUR 1.543, Zinsen
für Mietkaufverbindlichkeiten, Factoringzinsen sowie Zinsaufwand aus der Abzinsung langfristiger Rückstellungen.
Ertragsteuern
Die Ertragsteuern betreffen im Wesentlichen Ertragsteuern des Geschäftsjahres.
V. Sonstige Angaben

Mitarbeiterbeteiligung - Stock Option-Programm
Um eigenverantwortliches, unternehmerisches Handeln zu fördern und gleichzeitig unsere Mitarbeiter am Wertzuwachs des
Unternehmens teilhaben zu lassen, wurden Aktienoptionsprogramme für Mitglieder des Vorstands und Mitarbeiter der ZMD AG,
Mitglieder der Geschäftsführung und Mitarbeiter der gegenwärtig oder zukünftig im Sinne von §§ 15 ff. AktG verbundenen
Unternehmen beschlossen und eingeführt.
Die Hauptversammlung der Zentrum Mikroelektronik AG hat am 9. Juli 2001 (mit Änderungen von 4. September 2002,20. Januar
2003 und 29. März 2004) zum Zwecke der Ausgabe von Bezugsrechten auf Aktien der Gesellschaft die Schaffung eines bedingten
Kapitals („Bedingtes Kapital I/2001“) beschlossen. Per Hauptversammlungsbeschluss vom 5. Dezember 2007 wurde das bestehende
Bedingte Kapital I/2001 auf EUR 449.750 in dem Umfang reduziert, wie keine Rechte zum Bezug von Aktien mehr bestanden.
Gleichzeitig wurde das Grundkapital bedingt um EUR 730.250 auf EUR 1.180.000 erhöht (Bedingtes Kapital II/2007).
Die Hauptversammlung der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG hat am 14. Juli 2010 sowie am 1. Dezember 2010 die Einziehung
von erworbenen eigenen Aktien ohne Kapitalherabsetzung beschlossen. Aufgrund der Einziehung von Stückaktien der Gesellschaft
ohne Herabsetzung des Grundkapitals verringern sich die aus dem Bedingten Kapital I auszugebenden Bezugsaktien auf bis zu
404.775 auf den Namen lautende Stückaktien sowie die sich aus dem Bedingten Kapital II auszugebenden Bezugsaktien auf bis zu
657.225 auf den Namen lautende Stückaktien.
Die Zentrum Mikroelektronik Dresden AG hat auf ihrer Hauptversammlung am 20. Mai 2010 beschlossen, Anpassungen des Bedingten
Kapitals II/2007 sowie der Beschlüsse der Hauptversammlung vom 5. Dezember 2007 über die Ausgabe von Optionsrechten auf
Aktien der Gesellschaft vorzunehmen.
Die außerordentliche Hauptversammlung vom 5. Dezember 2007 hat beschlossen, ein neues Stock Option Programm (Stock Option
Plan 2007-2014) aufzulegen, sowie die Laufzeit des bereits bestehenden Programms bis 2014 zu verlängern und die
Optionsbedingungen weitestgehend an das neue Programm (Stock Option Plan 2001-2014) anzupassen. Das Bedingte Kapital I/2001
sowie das Bedingte Kapital II/2007 dienen der Einlösung von Optionsrechten im Rahmen der ZMD Stock Option Pläne 2001-2014 und
2007-2014.
Jedes einzelne Optionsrecht berechtigt den Berechtigten gegen Zahlung des Ausübungspreises nach Maßgabe der Optionsbedingungen
a)
zum Bezug je einer, auf den Namen lautenden, vinkulierten Stückaktie der Gesellschaft, oder
b)
zum Erhalt eines Barausgleichs.
Im Rahmen der handelsrechtlichen Rechnungslegung ist es bisher nicht erforderlich, einen aus den Kapitalprogrammen resultierenden
Personalaufwand im Jahresabschluss der ZMD AG auszuweisen.
Die Ausgestaltung der Stock Option-Programme stellt sich wie folgt dar:
Stock Option-Programm 2001-2014:
Deutschland/USA Kalifornien
Beschluss der
Hauptversammlung
9. Juli 2001
20. Januar 2003
4. September 2002 (Änderungsbeschluss)
(Änderungsbeschluss)
29. März 2004
20. Januar 2003
(Änderungsbeschluss)
(Änderungsbeschluss)
29. März 2004
(Änderungsbeschluss)
5. Dezember 2007
(Änderungsbeschluss)
1. Dezember 2010
(Änderungsbeschluss)
Bedingtes Kapital
unbefristetes Bedingtes Kapital I
EUR 449.750
max. Anzahl der
Optionen
449.750 Stück
Ausübungspreis
EUR 10,85
(9. Juli 2001)
EUR 5,00
EUR 5,50
(Änderung des Ausübungspreises zum 4. September
2002)
Wartezeit
48 % der gewährten Optionsrechte frühestens zwei
Jahre nach ihrer Ausgabe (Grundwartezeit)
50 % der gewährten Optionsrechte frühestens zwei
Jahre nach ihrer Ausgabe (Grundwartezeit)
weitere je 6 % der jeweils gewährten Optionsrechte
nach Ablauf von je drei Monaten nach Ablauf der
Grundwartezeit, die letzten 4 % somit nach Ablauf
von zwei Jahren und drei Monaten nach Ablauf der
Grundwartezeit
weitere je 2 % der jeweils gewährten Optionsrechte
nach Ablauf von je einem Monat nach Ablauf der
Grundwartezeit, die letzten 2 % somit nach Ablauf
von zwei Jahren und einem Monat nach Ablauf der
Grundwartezeit
Verteilung der
Optionen

Deutschland/USA Kalifornien
- Vorstand
bis zu 33,9 %
- Management
bis zu 33,9 %
- Arbeitnehmer
bis zu 32,2 %
Die Ausübung der Optionen ist an folgende Erfolgsziele gebunden:
a)
Aufnahme der Erstnotiz der Aktien der Gesellschaft an einer deutschen Börse („IPO“);
b)
Verkauf der Gesellschaft (mehr als 75 % der Aktien der Gesellschaft) an einen Dritten („Trade Sale“);
c)
Verschmelzung der Gesellschaft als übertragende Gesellschaft auf eine nicht mit der Gesellschaft im Sinne der §§ 15 ff. AktG
verbundene andere Gesellschaft nach den Vorschriften des Umwandlungsgesetzes („Merger“).
Im Falle des Erreichens des Erfolgszieles „IPO“ hat die Gesellschaft das Recht, den Optionsberechtigten anstelle von
Stückaktien einen Barausgleich zu gewähren. Im Falle des Erreichens des Erfolgszieles „Merger“ oder „Trade Sale“
hat die Gesellschaft die Pflicht, den Optionsberechtigten anstelle von Stückaktien einen Barausgleich zu gewähren.
Der Barausgleich berechnet sich dabei aus der Differenz zwischen dem Basispreis und dem durchschnittlichen XETRA
-Schlusskurs für eine Aktie der Gesellschaft an den 20 Börsenhandelstagen vor Ausübung des Optionsrechts, sofern
der Basispreis niedriger als der maßgebliche durchschnittliche Schlusskurs ist. Ist dies nicht der Fall, ist kein
Barausgleich zu zahlen. Wird die Aktie im Ausübungszeitraum noch nicht an einer deutschen Börse gehandelt, so
entspricht der Barausgleich für jedes ausgeübte Optionsrecht der Differenz zwischen dem Basispreis und dem nach
Maßgabe der folgenden Bestimmungen festgelegten Wert der Aktie, sofern der Basispreis niedriger als der
maßgebliche Wert ist. Ist dies nicht der Fall, ist kein Barausgleich zu zahlen. Maßgeblich ist allein der nach Maßgabe
der folgenden Bestimmungen berechnete Wert:
Im Falle des Eintritts des Erfolgszieles „Trade Sale“ gilt als Wert einer Aktie der Gesellschaft ausschließlich der im
Rahmen des Trade Sales für eine Aktie der Gesellschaft gezahlte Kaufpreis.
Im Falle des Eintritts des Erfolgszieles „Merger“ gilt als Wert einer Aktie der Gesellschaft ausschließlich der im
Rahmen des „Mergers“ für die Bemessung des im Verschmelzungsvertrag festgelegten Umtauschverhältnisses
zugrunde gelegte Wert für eine Aktie der Gesellschaft.
Stand der Aktienoptionsrechte des Stock Option-Programms 2001-2014 zum 31. Dezember 2011:
2011
Anzahl der
Bezugsrechte
Vorjahr
Anzahl der
Bezugsrechte
Ausstehende Optionen per 1. Januar
277.750
280.250
Unverfallbare Optionen per 1. Januar
Zugänge
Gewährte Optionen
Ausgeübte Optionen
Verfallene Optionen
41.750
2.500
Ausübbare Optionen
Ausstehende Optionen per 31. Dezember
236.000
277.750
Gesamtvolumen des Optionsprogramms
449.750
449.750
Stock Option-Programm 2007-2014
Deutschland/USA
Beschluss der Hauptversammlung
5. Dezember 2007
(Änderungsbeschluss)
20. Mai 2010
(Änderungsbeschluss)
1. Dezember 2010
(Änderungsbeschluss)
Bedingtes Kapital
unbefristetes Bedingtes Kapital II
EUR 730.250
max. Anzahl der Optionen
730.250 Stück
Basispreis
5,00 Euro
Wartezeit
48 % der gewährten Optionsrechte frühestens zwei Jahre nach
ihrer Ausgabe (Grundwartezeit)
weitere je 6 % der jeweils gewährten Optionsrechte nach Ablauf
von je drei Monaten nach Ablauf der Grundwartezeit, die letzten
4 % somit nach Ablauf von zwei Jahren und drei Monaten nach
Ablauf der Grundwartezeit
Verteilung der Optionen
- Vorstand
bis zu 40,0 %
- Management
bis zu 5,0 %

Deutschland/USA
- Arbeitnehmer
bis zu 55,0 %
Für das Optionsprogramm gelten die gleichen Erfolgsziele wie im Optionsprogramm 2001-2014.
Stand der Aktienoptionsrechte des Stock Option-Programms 2007-2014 zum 31. Dezember 2011:
2011
Anzahl der
Bezugsrechte
Vorjahr
Anzahl der
Bezugsrechte
Ausstehende Optionen per 1. Januar
635.350
433.350
Unverfallbare Optionen per 1. Januar
Zugänge
Gewährte Optionen
90.000
222.900
Ausgeübte Optionen
Verfallene Optionen
24.300
20.900
Ausübbare Optionen
Ausstehende Optionen per 31. Dezember
701.050
635.350
Gesamtvolumen des Optionsprogramms
730.250
730.250
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen
Geschäfte zu nahestehenden Unternehmen und Personen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen wurden, sind im
Berichtszeitraum nicht erfolgt.
Die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstandes wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.
Die Bezüge des Aufsichtsrates betrugen TEUR 71 (Vorjahr: TEUR 71) und werden inkl. Umsatzsteuer ausgewiesen.
Kredite an Vorstandsmitglieder
Kredite an Vorstandsmitglieder bestehen zum Stichtag nicht.
Honorar des Abschlussprüfers
Auf die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers wird mit Verweis auf den Konzernabschluss der ZMD AG verzichtet.
Mitarbeiter
Die Entwicklung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
2011
Vorjahr
Angestellte
211
202
Gewerbliche Arbeitnehmer
31
31
Auszubildende
1
1
243
234
Vorstand
Als Vorstand sind bestellt:
Herr Thilo von Selchow (Dipl.-Kaufmann)
Vorsitzender des Vorstandes der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG, Dresden
Herr Steffen Wollek (Dipl.- Kaufmann)
Vorstand für Finanzen der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG, Dresden
Herr Thilo von Selchow vertritt die Gesellschaft allein. Er ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Alle anderen
Vorstandsmitglieder vertreten die Gesellschaft entweder zusammen mit einem zweiten Vorstandsmitglied oder zusammen mit einem
Prokuristen.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
Herr Carl-Peter Forster (Dipl.-Volkswirt, Dipl.-Ing.) Aufsichtsratsvorsitzender
Member of the Board of Tata Motors Ltd., Mumbai, Indien
Herr Prof. Dr. Ing. Gerhard Fettweis (Dr.-Ing.)
Leiter des Vodafone-Stiftungslehrstuhls „Mobile Nachrichtensysteme“ an der TU Dresden
Herr Michael Fraedrich (Rechtsanwalt)

Dresden, den 20. Juli 2012
Thilo von Selchow
Steffen Wollek
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der
Buchführung und den Lagebericht der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG, Dresden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31.
Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen
handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage
der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den
Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen,
dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich
auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die
Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler
berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie
Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die
Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie
die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine
hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss zum 31. Dezember
2011 der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG, Dresden, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild
von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen des Vorstands in den Abschnitten 4.2 sowie 5.2 des
Lageberichts hin. Dort wird sinngemäß ausgeführt, dass die Gesellschaft am 20. Juli 2012 mit einem Investor einen Vertrag über die
Beteiligung von rund 25,1 % am Grundkapital der ZMD AG abgeschlossen hat. Hierdurch sollen der Muttergesellschaft im Wege der
Bareinlage insgesamt Mio. EUR 26,4 zusätzliches Eigenkapital zufließen. Die mit dem Abschluss dieses Beteiligungsvertrages
einhergehenden Kapitalmaßnahmen wurden von der Hauptversammlung am 28. Juni 2012 beschlossen. Vor diesem Hintergrund geht
der Vorstand davon aus, dass die Finanzierung der Gesellschaft gesichert ist. Risiken, die einem rechtzeitigen Zufluss der vereinbarten
Mittel entgegenstehen, sieht der Vorstand vor dem Hintergrund der vertraglichen Vereinbarungen und Absicherungen derzeit nicht.
Berlin, den 20. Juli 2012
Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Scharpenberg, Wirtschaftsprüfer
Papesch, Wirtschaftsprüferin
Bericht des Aufsichtsrates an die ordentliche Hauptversammlung der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG über das
am 31.12.2011 abgelaufene Geschäftsjahr
Während der Berichtszeit hat sich der Aufsichtsrat bei insgesamt vier ordentlichen Aufsichtsratssitzungen sowie regelmäßigen
Gesprächen detailliert über die Arbeit des Vorstandes sowie die Entwicklung des Unternehmens informieren können.
Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat regelmäßig über die Branchensituation im Halbleitermarkt sowie deren Auswirkungen auf das
Unternehmensgeschäft berichtet.
Gegenstand der Sitzungen des Aufsichtsrates sowie der Informationsgespräche waren strukturellen Änderungen, wie die Einbindung
der Business Line Medical/SSC Global in die neue Business Line Sensing & Automotive sowie die Neuausrichtung in den USA mit Frantz
Saintellemy als Executive Vice President an der Spitze. Der im Geschäftsjahr 2010 begonnene weltweite Ausbau und der Stärkung der
Vertriebsorganisation der ZMD AG mit den Schwerpunkten in Nordamerika und Korea wurde fortgesetzt. Die Anzahl der
Vertriebsmitarbeiter wurde erhöht und die Handelsvertreter und Distributoren der ZMD AG neuorganisiert. In den USA wurden die
Standorte um 2 Applikationslabore ergänzt und insgesamt von 3 auf 6 erhöht; der Vertrieb wurde entsprechend territorial neu
organisiert.
Einen weiteren Schwerpunkt der Beratungen des Aufsichtsrates mit dem Vorstand bildeten die Umsetzung und Weiterentwicklung der
Roadmap im Bereich Power Management, der Aufbau eines zusätzlichen Power Management Teams in Irland neben dem am Standort
München und, damit verbunden, die Gründung einer neuen Niederlassung in Limerick, Irland. Es soll weiterhin eine führende Rolle in
energieeffizienten Powermanagementlösungen angestrebt werden.
Der Fokus des Unternehmens liegt weiterhin auf den Hauptproduktlinien digitales Powermanagement, LED (zunächst als
Handelsware), ADC und SSC (bereits vorhanden) sowie IBS (in der Entwicklung) und ASIC's.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat laufend über den Stand seiner umfangreichen Aktivitäten in 2011 zur Refinanzierung der Mezzanine
-Darlehen im kommenden Geschäftsjahr 2012 informiert. Der Vorstand hat die verschiedenen Varianten zur Refinanzierung über
Fremdkapital und/oder Mezzanine-Kapital sowie Eigenkapitalmaßnahmen evaluiert und mit dem Aufsichtsrat diskutiert. Wichtige
Rahmenbedingungen müssen auch weiterhin von den Gesellschaftern geschaffen werden. In Vorbereitung auf die anstehenden
Maßnahmen hat die ZMD AG auf der Grundlage des Beschlusses der Hauptversammlung vom 1. Dezember 2010 von der Global Asic
GmbH i.H.v. 28.000.000,00 EUR (2.124.430 Stück) eigene Aktien erworben. Von den erworbenen Stückaktien wurden 1.180.490
Stück ohne Herabsetzung des Grundkapitals eingezogen. Der Kaufpreis wurde mit zwischen den Vertragspartnern bestehenden
Darlehensforderungen vollständig verrechnet.
Alle Aufsichtsratsmitglieder haben ihre Anwesenheitspflicht entsprechend der Richtlinie des Deutschen Corporate Governance Codex
erfüllt.
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der ZMD AG sowie der Konzernabschluss der ZMD AG nebst den jeweiligen
Lageberichten und dem Abhängigkeitsbericht über das am 31. Dezember 2011 abgelaufene Geschäftsjahr ist unter Einbeziehung der
Gesellschaft von der Deloitte & Touche GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin geprüft worden.
Diese hat am 20.07.2012 den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Die Berichte lagen dem Aufsichtsrat vor.
Bestätigungsvermerk des Wirtschaftsprüfers zum Abhängigkeitsbericht
„Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
1.
die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind,
2.
bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.
Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss der ZMD AG sowie den Konzernabschluss der ZMD AG nebst den
jeweiligen Lageberichten, dem Abhängigkeitsbericht und den Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den
Prüfungsbericht des Abschlussprüfers geprüft und erörtert. An diesen Beratungen hat der Abschlussprüfer teilgenommen.
Der Aufsichtsrat hat keine Einwendungen erhoben und den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und die Schlusserklärung des
Abhängigkeitsberichts sowie das Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer gebilligt.
Demnach sind der Jahresabschluss der Gesellschaft sowie der Konzernabschluss per 31. Dezember 2011 festgestellt.
Dem Vorschlag des Vorstandes über die Verwendung des Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat an.
31.7.2012
Der Aufsichtsrat
Carl-Peter Forster, Aufsichtsratsvorsitzender
Auszug aus der Niederschrift über die ordentliche Hauptversammlung in der Form einer Vollversammlung der Zentrum
Mikroelektronik Dresden AG mit dem Sitz in Dresden, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Dresden zu HRB 19166
(die „Gesellschaft") am 31. Juli 2012 in deren Geschäftsräumen, Grenzstraße 28,01109 Dresden
TOP 2
Vorlage des festgestellten Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2011 der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG nebst
Lagebericht sowie des festgestellten Konzernabschlusses der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG für das
Geschäftsjahr 2011 nebst Konzernlagebericht sowie des Berichts des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2011
In der Hauptversammlung wurden der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2011 der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG nebst
Lagebericht sowie der Konzernabschluss der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG für das Geschäftsjahr 2011 nebst
Konzernlagebericht sowie der Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2011 vorgelegt. Die Vorlagen und die Berichte sind in
ihrer gedruckten Fassung dieser Niederschrift als Anlagen 2, 3 und 4 beigefügt.
Der Versammlungsleiter stellte hierzu fest, dass
der Jahresabschluss nebst Lagebericht und der Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht vom Vorstand aufgestellt und
vom Aufsichtsrat der Gesellschaft gebilligt und somit festgestellt wurden (§ 172 S. 1 AktG),
der Jahresabschluss nebst Lagebericht und der Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht sowie der Bericht des
Aufsichtsrats und der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns den Aktionären auf Wunsch übersandt
worden sind (§175 Abs. 2 S. 2 AktG) und in der heutigen Hauptversammlung ausgelegen haben,
der Jahresabschluss nebst Lagebericht und der Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht mit dem uneingeschränkten
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers, der Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, versehen
sind (§ 316 Abs. 1 HGB).
Die Verlesung der Vorlagen wurde nicht verlangt.
TOP 3
Beschluss über die Ausschüttung des Bilanzgewinns

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2011 wie folgt zu verwenden:
Ausschüttung des gesamten Bilanzgewinns in Höhe von EUR 2.969.940,10 an die derzeitigen Aktionäre, also einer Dividende je
dividendenberechtigter Stückaktie in Höhe von ca. EUR 0,2517. Rücklagen sind weder gesetzlich noch satzungsmäßig zu dotieren.
Zusätzlicher Aufwand nach § 174 Abs. 2 Ziff. 5 AktG entsteht nicht.
Die Hauptversammlung fasste sodann in der vom Versammlungsleiter bestimmten Abstimmungsart einstimmig, ohne Gegenstimmen
und ohne Stimmenthaltungen den Beschluss wie vorgeschlagen.
Der Versammlungsleiter gab das Ergebnis der Abstimmung bekannt und stellte fest, dass die Hauptversammlung zugestimmt hat, den
gesamten Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2011 in Höhe von insgesamt EUR 2.969.940,10 an ihre derzeitigen Aktionäre
auszuschütten.
TOP 4
Beschlussfassung über die Entlastung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2011
Der Versammlungsleiter stellte den Vorschlag der Verwaltung, den Mitgliedern des Vorstands für das Geschäftsjahr 2011 Entlastung
zu erteilen, zur Abstimmung.
Der Versammlungsleiter stellte fest, dass die Aktionärin/der Aktionärsvertreter Global ASIC GmbH an dieser Abstimmung nicht
teilnehmen kann, § 136 AktG.
Die Hauptversammlung fasste sodann in der vom Versammlungsleiter bestimmten Abstimmungsart einstimmig, ohne Gegenstimmen
und ohne Stimmenthaltungen, unter Berücksichtigung des Stimmverbots der Global ASIC GmbH, den Beschluss wie vorgeschlagen.
Der Versammlungsleiter gab das Abstimmungsergebnis bekannt und stellte fest, dass die Hauptversammlung der Entlastung der
Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2011 einstimmig zugestimmt hat.
TOP 5
Beschlussfassung über die Entlastung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2011
Der Versammlungsleiter stellte den Vorschlag der Verwaltung, den Mitgliedern des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2011
Entlastung zu erteilen, zur Abstimmung.
Die Hauptversammlung fasste sodann in der vom Versammlungsleiter bestimmten Abstimmungsart einstimmig, ohne Gegenstimmen
und ohne Stimmenthaltungen, den Beschluss wie vorgeschlagen.
Der Versammlungsleiter gab das Abstimmungsergebnis bekannt und stellte fest, dass die Hauptversammlung der Entlastung der
Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2011 einstimmig zugestimmt hat.