image
Bundesanzeiger
Name
Bereich
Information
V.-Datum
KfW
Frankfurt am Main
Rechnungslegung/
Finanzberichte
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011
27.04.2012
KfW
Frankfurt am Main
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011
Jahresabschluss und Lagebericht 2011
Bank aus Verantwortung
KFW IM ÜBERBLICK
2009
Mio. EUR
2010
Mio. EUR
2011
Mio. EUR
Jahresabschluss
Geschäftsvolumen
482.470
524.629
555.564
Bilanzsumme
407.237
445.514
493.008
Begebene Schuldverschreibungen
324.323
360.145
399.160
Nachrangige Verbindlichkeiten
3.247
3.247
3.247
Eigene Mittel
12.236
14.888
16.614
Zinsüberschuss
2.141
2.389
1.941
Zinsverbilligungsleistung
571
558
557
Provisionsüberschuss
199
205
153
Verwaltungsaufwand
552
555
581
Jahresüberschuss
1.664
2.013
547
Cost-Income-Ratio vor Zinsverbilligungsleistung
19,0
17,6
21,9
Kernkapitalquote
11,6
14,7
18,3
Gesamtkennziffer
1)
14,6
17,7
21,6
Zahl der Beschäftigten
3.321
3.543
3.890
1)
Die aufsichtsrechtliche Gesamtkennziffer und Kernkapitalquote werden für interne Zwecke berechnet.
Die Zahlen in den Tabellen wurden exakt gerechnet und summiert. Die Darstellung erfolgt gerundet. Hierdurch können sich in der
Summenbildung Rundungsdifferenzen ergeben.
Lagebericht
WIRTSCHAFTSBERICHT
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die Weltwirtschaft konnte 2011 ihre Erholung fortsetzen. Das globale Bruttoinlandsprodukt legte preisbereinigt um rund 4 % zu.
Obwohl der Aufschwung gegenüber 2010 an Kraft verlor, lag das Wachstum über dem Durchschnitt der letzten 20 Jahre. Dabei kamen
von der Wirtschaftspolitik überwiegend bremsende Impulse. In den Entwicklungs- und Transformationsländern waren Fiskal- und
Geldpolitik restriktiv ausgerichtet, um Überhitzungstendenzen entgegenzuwirken, die sich insbesondere in steigenden Inflationsraten
zeigten. Konsolidierungserfordernisse zwangen auch die Staatshaushalte der Industrieländer auf Sparkurs.
Während der Jahresbeginn noch von starker Aufwärtsdynamik geprägt war, kühlte sich die globale Konjunktur im Jahresverlauf
spürbar ab. Hierzu trug eine Vielzahl von Faktoren bei. So hat zunächst das starke Erdbeben in Japan im März seine Spuren
hinterlassen. Weitere Dämpfer erhielt die Weltwirtschaft im Sommer durch die Zuspitzung der Schuldenkrise im Euroraum.
Das weltwirtschaftliche Wachstum wurde noch stärker als im Vorjahr von den asiatischen Schwellenländern getragen. Die
Wirtschaftsleistung expandierte dort mit gegenüber dem Vorjahr kaum vermindertem Tempo. Die Stärke Chinas bleibt eine feste
Größe, hier wuchs das Bruttoinlandsprodukt mit über 9 % gewohnt kräftig. Hingegen war die unterdurchschnittliche
Wachstumsperformance in den Industrieländern enttäuschend. In den USA gewann die Konjunktur am Jahresende zwar wieder etwas
an Fahrt, insgesamt fiel die Dynamik mit einer preisbereinigten Wachstumsrate von 1,7 % im Gesamtjahr 2011 jedoch wieder hinter
das Vorkrisenniveau zurück. Im Euroraum zeigte Deutschland weiter Stärke, straffe Konsolidierungsprogramme und die enorme
Unsicherheit über den Fortgang der Krise belasteten jedoch erkennbar die Konjunktur in den Staaten mit hohen Staatsschulden und
geringer Wettbewerbsfähigkeit. Insgesamt verzeichnete die Eurozone eine Zuwachsrate des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts in
Höhe von 1,4 %.

Auch im Jahr 2011 stand das Finanzmarktgeschehen im Zeichen der europäischen Staatsschuldenkrise. Mit Portugal musste im April
2011 ein weiteres Euro-Mitgliedsland nach Griechenland und Irland die Hilfen des Euro-Rettungsschirms in Anspruch nehmen. Zudem
machten die anhaltenden Finanzprobleme Griechenlands ein weiteres Rettungspaket notwendig und schürten zugleich die Besorgnis
der Marktteilnehmer in Bezug auf die Tragfähigkeit der öffentlichen Verschuldung in anderen Euro-Ländern. Vor diesem Hintergrund
kam es ab dem Sommer zu einem deutlichen Anstieg der Risikoaufschläge auf spanische und italienische Staatsanleihen. Als Folge
davon gerieten die stark in Staatsanleihen engagierten europäischen Banken zunehmend unter Druck, sodass die Europäische
Zentralbank in ihrer Rolle als Krisenbekämpferin wieder verstärkt gefragt war. Die bis zum Sommer beschlossenen Leitzinserhöhungen
wurden bis zum Jahresende wieder zurückgenommen. Zudem wurden die unkonventionellen geldpolitischen Maßnahmen nochmals
deutlich ausgeweitet, um dem wieder steigenden Misstrauen der Banken untereinander und den daraus resultierenden zunehmenden
Refinanzierungsnöten der Finanzinstitute vor allem aus den Euro-Peripherieländern zu begegnen. Auch die US-Geldpolitik hielt an ihrer
sehr expansiven Ausrichtung fest. Als Folge davon bewegten sich die Geldmarktsätze in beiden Währungsräumen im Jahr 2011 weiter
auf außerordentlich niedrigem Niveau. Die durchschnittliche Steilheit der Zinsstrukturkurven hat sich im Jahr 2011 im Vergleich zum
Vorjahr zurückgebildet. Ursächlich dafür war nicht zuletzt der deutliche Rückgang der langfristigen Renditen im Jahresverlauf, da
sowohl US-Anleihen als auch deutsche Bundesanleihen im Zuge der Verschärfung der Eurokrise verstärkt von Investoren nachgefragt
wurden.
Der EUR/USD-Wechselkurs unterlag im Jahresverlauf 2011 ausgeprägten Schwankungen. Dank einer positiven Konjunkturlage in der
Eurozone im 1. Quartal 2011 und der Aussicht auf Leitzinsanhebungen der Notenbank konnte der Euro zunächst deutlich an Wert
gewinnen und Anfang Mai mit einem Wert von 1,49 gegenüber dem US-Dollar seinen Jahreshöchststand erreichen. Angesichts der
Zuspitzung der Staatsschuldenkrise verlor die europäische Währung in der 2. Jahreshälfte aber deutlich an Boden. Am Jahresende
2011 lag der EUR/USD-Wechselkurs bei 1,29 und unterschritt damit deutlich sein Jahresdurchschnittsniveau von 1,39.
Die deutsche Realwirtschaft zeigte sich 2011 trotz der anhaltenden Staatsschuldenkrise vor allem in der 1. Jahreshälfte stark. Im
Gesamtjahr 2011 wuchs sie um 3,0 % und damit das zweite Jahr in Folge sehr kräftig - nämlich gut doppelt so schnell wie im
langfristigen Durchschnitt seit der Wiedervereinigung. Der historische Einbruch im Jahr 2009, als das Bruttoinlandsprodukt
krisenbedingt um etwas mehr als 5 % schrumpfte, wurde inzwischen mehr als aufgeholt. Das Niveau der Wirtschaftsleistung war 2011
absolut und auch pro Kopf der Bevölkerung wieder höher als vor der Krise im Jahr 2008. Damit ist der deutsche Aufschwung nach
2009 nicht nur im europäischen Vergleich sehr beeindruckend, sondern auch gemessen an anderen großen fortgeschrittenen
Volkswirtschaften wie den USA und Japan, deren Wirtschaftsleistung zumindest in der Pro-Kopf-Betrachtung noch nicht wieder an das
Vorkrisenniveau anknüpfen konnte. Möglich wurde er, weil Deutschland ohne größere Verwerfungen wie etwa Vermögenspreisblasen
oder überschuldete Privathaushalte in die Krise gegangen ist und seine Exporteure im Wesentlichen nur einen sehr kräftigen, aber
vergleichsweise kurzen globalen Nachfrageausfall zu verkraften hatten. Zugleich hat sich eine neue binnenwirtschaftliche Dynamik
entwickelt, sodass die deutsche Wirtschaft etwas unabhängiger von den Wechsellagen der globalen Konjunktur geworden ist: 2011
trug die Binnennachfrage fast drei Viertel zum Gesamtwachstum bei. Besonders der private Konsum erholte sich deutlich und wuchs
2011 um 1,5 %; höher war dessen Anstieg zuletzt vor elf Jahren gewesen. Er profitierte dabei von einem spürbaren Zuwachs der
verfügbaren Einkommen und der sehr günstigen Entwicklung am Arbeitsmarkt, der 2011 gleich mit zwei Superlativen glänzen konnte:
Die Zahl der Erwerbstätigen überschritt erstmals die 41-Millionen-Marke und markierte damit einen neuen deutschen Allzeitrekord.
Gleichzeitig sank die Arbeitslosenquote auf ein gesamtdeutsches Tief. Die guten Absatzperspektiven im Inland wie auch die erneut
anziehenden Exporte strahlten wie schon 2010 positiv auf die Investitionsbereitschaft der Unternehmen aus. 2011 wuchsen die
Unternehmensinvestitionen um 7,2 %, nachdem sie im Jahr davor schon in ähnlicher Größenordnung zulegen konnten. Die
öffentlichen Finanzen entwickelten sich wegen des kräftigen Aufschwungs ausgesprochen positiv: Das deutsche Staatsdefizit sank im
Vorjahresvergleich um 3,3 Prozentpunkte auf 1,0 % des Bruttoinlandsprodukts. Deutschland ist damit eines der ganz wenigen Länder,
die ihr Defizit bereits 2011 wieder unter den Maastrichter Referenzwert drücken konnten.
Entwicklung der KfW
Die KfW profitierte im Geschäftsjahr 2011 weiterhin von sehr günstigen Rahmenbedingungen. Insbesondere die guten
Refinanzierungsmöglichkeiten der KfW bei weiterhin niedrigem Zinsniveau und einer steilen, jedoch gegenüber dem Vorjahr flacher
werdenden Zinsstrukturkurve haben in Verbindung mit einer robusten konjunkturellen Lage in Deutschland die Ertragslage begünstigt.
Demzufolge haben sich sowohl das Zinsergebnis als wesentliche Ertragsquelle als auch die Kreditrisikovorsorge weiterhin deutlich
oberhalb der langfristigen Erwartungen, jedoch unterhalb des Ausnahmejahres 2010 entwickelt. Die Geschäftsaktivitäten schließen
daher - nach substanzieller Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken von 1,1 Mrd. EUR (Vorjahr: 0,6 Mrd. EUR) - mit einem
Jahresüberschuss von 0,5 Mrd. EUR (Vorjahr: 2,0 Mrd. EUR) auf einem weiterhin hohen Niveau ab. In Anbetracht der strengeren
regulatorischen Kapitalanforderungen und vor dem Hintergrund der Unsicherheiten über die weitere wirtschaftliche Entwicklung stellt
die mit diesem Ergebnis verbesserte Kapitalbasis die Förderfähigkeit nachhaltig sicher. Die KfW geht davon aus, dass sich die
Normalisierung der Ertragslage 2012 fortsetzen wird.
Die Geschäftsentwicklung im Jahr 2011 wurde im Wesentlichen von folgenden Entwicklungen geprägt:
A) Starke Nachfrage nach KfW-Produkten bei gleichzeitiger Fokussierung einer im Produktportfolio angelegten langfristigen Strategie
des qualitativen Wachstums. Im Jahr 2011 standen dabei neben der Mittelstandsförderung insbesondere der weiter wachsende
Bereich der Klima- und Umweltschutzfinanzierung sowie die Sicherstellung von langfristigen Kreditangeboten im Vordergrund.
B) Operatives Ergebnis schließt aufgrund weiterhin sehr günstiger Refinanzierungsbedingungen der KfW auf hohem Niveau ab.
C) Die Risikolage der KfW hat sich insbesondere aufgrund der robusten deutschen Konjunktur insgesamt weiter verbessert. Die
Kreditrisikovorsorge konnte daher weiter zurückgeführt werden.
D) Das Wertpapierportfolio wurde insbesondere durch die Entwicklungen in den von der europäischen Staatsschuldenkrise besonders
betroffenen Ländern, darunter vor allem Griechenland, belastet.
A) Starke Nachfrage nach KfW-Produkten
Die KfW hat im Jahr 2011 ein Volumen an Neuzusagen von 62,9 Mrd. EUR (Vorjahr: 74,7 Mrd. EUR) erzielt. Der deutliche Rückgang
gegenüber dem Vorjahr ist dabei auf die Beendigung der im Zusammenhang mit den Konjunkturprogrammen im Jahr 2010 stark
ausgeweiteten Fördermaßnahmen zurückzuführen und unterstreicht damit die subsidiäre Rolle der KfW. Insgesamt bewegt sich die
KfW damit wieder auf einem moderaten und langfristig qualitativen Wachstumskurs. Dies spiegelt sich auch in der Erhöhung der
Bilanzsumme der KfW im Geschäftsjahr 2011 um 47,5 Mrd. EUR bzw. 11 % auf 493,0 Mrd. EUR wider.

Das Fördervolumen des Geschäftsbereiches KfW Mittelstandsbank beträgt 22,4 Mrd. EUR nach 28,5 Mrd. EUR im Vorjahr. Dieser
Rückgang ist im Wesentlichen auf das Ende des "KfW-Sonderprogramms" zum Jahresende 2010 zurückzuführen. Gleichzeitig liegt das
Zusagevolumen über dem Planvolumen (18,8 Mrd. EUR), was vor allem das konjunkturelle Wachstum im Jahr 2011 und die damit
verbundene Investitionstätigkeit der Unternehmen reflektiert. Im Geschäftsbereich KfW Privatkundenbank hat sich 2011 das
Fördervolumen von 20,0 Mrd. EUR auf 16,7 Mrd. EUR verringert. Diese Entwicklung ist zum einen durch Vorzieheffekte aus dem Jahr
2010 bedingt. Zum anderen wirkte sich beispielsweise die geringere Mittelausstattung des Bundes zur Zinsverbilligung dämpfend auf
die Nachfrage aus.
Der Geschäftsbereich KfW Kommunalbank erzielte ein Fördervolumen von 11,8 Mrd. EUR gegenüber 15,4 Mrd. EUR
1)
im Vorjahr.
Ursächlich für diesen Rückgang sind im Wesentlichen das Auslaufen der "Investitionsoffensive Infrastruktur" sowie die planmäßige
Reduzierung der nicht programmgebundenen Refinanzierung der Landesförderinstitute.
Starke Impulse erfolgten auch im internationalen Geschäft. Insbesondere das Fördervolumen in der Export- und Projektfinanzierung
erhöhte sich um 2,4 Mrd. EUR und liegt zum Jahresende 2011 bei 6,4 Mrd. EUR. Das Volumen an Neuzusagen des Geschäftsbereiches
KfW Entwicklungsbank liegt mit 4,5 Mrd. EUR auf dem Niveau des Vorjahres. Neben den Mitteln aus dem Bundeshaushalt setzt die
KfW Entwicklungsbank hier 2,6 Mrd. EUR eigene Mittel für Vorhaben in Entwicklungs- und Transformationsländern ein.
B) Operatives Ergebnis schließt auf gutem Niveau ab
Das Betriebsergebnis vor Bewertungen liegt ungeachtet des erwarteten Rückgangs mit 1.589 Mio. EUR auf einem sehr hohen Niveau,
jedoch deutlich unter dem Betriebsergebnis des Ausnahmejahres 2010 (2.049 Mio. EUR).
Der Rückgang resultiert insbesondere aus dem um 448 Mio. EUR geringeren Zinsüberschuss von 1.941 Mio. EUR, der weiterhin die
wichtigste Ertragsquelle der KfW darstellt. Die sehr guten Refinanzierungsmöglichkeiten der KfW, die neben der erstklassigen Bonität
aktuell auch aus den unverändert sehr niedrigen Zinssätzen im kurzen Laufzeitbereich - bei einer steilen, jedoch gegenüber dem
Vorjahr flacher werdenden Zinsstrukturkurve - resultieren, sind maßgeblich für den weiterhin überdurchschnittlichen Ergebnisbeitrag.
Die im Fördergeschäft erbrachten Zinsverbilligungsleistungen liegen mit 557 Mio. EUR auf dem hohen Niveau des Vorjahres.
Hinzu kommen ein rückläufiger Provisionsüberschuss sowie moderat gestiegene Verwaltungsaufwendungen, insbesondere aufgrund
der Fortsetzung des eingeschlagenen Modernisierungskurses der KfW. Vor diesem Hintergrund hat sich die Cost-Income-Ratio
2)
vor
Zinsverbilligungsleistungen von 18 % auf 22 % erhöht.
C) Risikolage weiter verbessert
Die Risikolage hat sich nach der deutlichen Verbesserung im Vorjahr auch 2011 erneut positiv entwickelt, was insbesondere auf die
robuste konjunkturelle Lage in Deutschland zurückzuführen ist. Insgesamt konnte die Risikovorsorge um 140 Mio. EUR (Vorjahr: 336
Mio. EUR) bei einer weiterhin vorsichtigen Risikopolitik erfolgswirksam zurückgeführt werden.
Die pauschale Vorsorge für Risiken im Kreditportfolio, die - in den Vorjahren -vor allem für die besonders stark von der Rezession
betroffenen Branchen und Länder gebildet worden ist, konnte um 156 Mio. EUR (Vorjahr: 303 Mio. EUR) weiter reduziert werden. Der
moderate Vorsorgebedarf für akute Kreditrisiken in Höhe von 106 Mio. EUR, der schwerpunktmäßig aus der Export- und
Projektfinanzierung sowie der Mittelstandsförderung resultierte, wurde durch Eingänge auf bereits abgeschriebene Forderungen in
Höhe von 90 Mio. EUR weitestgehend wieder kompensiert.
Die KfW hat auch im Geschäftsjahr 2011 ihre konservative Risikovorsorgepolitik fortgeführt und zur weiteren Stärkung der
Kapitalbasis den Fonds für allgemeine Bankrisiken um 1.100 Mio. EUR substanziell auf 1.700 Mio. EUR aufgestockt.
D) Schwieriges Umfeld auf den Finanzmärkten
Die Finanzmärkte sind insbesondere infolge der europäischen Staatsschuldenkrise, die sich im Jahresverlauf noch verstärkte, von
anhaltend hohen Unsicherheiten geprägt. Das Bewertungsergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr von 341 Mio. EUR auf 3 Mio. EUR
verringert. Insbesondere die Wertminderung griechischer Staatsanleihen im Nominalvolumen von 229 Mio. EUR, die auf ihren
Marktwert abgeschrieben wurden, belastet die Erfolgsrechnung mit 166 Mio. EUR.
1)
Anpassung der Vorjahresvergleichszahlen aufgrund veränderter Produktverantwortung.
2)
Verwaltungsaufwand in Relation zum bereinigten Ertrag. Der bereinigte Ertrag berechnet sich aus der Größe Zins- und Provisionsüberschuss
zuzüglich Zinsverbilligungsleistungen.
Überblick über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Das Geschäftsvolumen der KfW beträgt 555,6 Mrd. EUR gegenüber 524,6 Mrd. EUR im Vorjahr. Der Anstieg ist dabei im Wesentlichen
auf eine höhere Liquiditätshaltung zum Jahresende sowie höhere Forderungen an Kunden infolge der Kreditabrufe der Republik
Griechenland (9,2 Mrd. EUR) zurückzuführen. Die Unwiderruflichen Kreditzusagen verringern sich aufgrund der Kreditabrufe der
Republik Griechenland. Weiterhin gehen die Eventualverbindlichkeiten aufgrund der schwierigen Marktverfassung für
Verbriefungsprodukte und der entsprechenden Auswirkungen auf das Neugeschäft deutlich zurück.
Entwicklung Bilanzsumme und Geschäftsvolumen (Angaben in Mrd. EUR)

image
image
Das Betriebsergebnis vor Bewertungen liegt mit 1.589 Mio. EUR um 460 Mio. EUR unter dem herausragenden Vorjahreswert (2.049
Mio. EUR). Der Fonds für allgemeine Bankrisiken wird um 1.100 Mio. EUR auf 1.700 Mio. EUR verstärkt. Der Jahresüberschuss von
547 Mio. EUR (Vorjahr: 2.013 Mio. EUR) wird vollständig den Gewinnrücklagen zugeführt.
Betriebsergebnis vor Bewertungen und Jahresergebnis (Angaben in Mio. EUR)
Kreditvolumen
Das Kreditvolumen (Kreditforderungen einschließlich Treuhand- und Avalkrediten sowie Unwiderruflicher Kreditzusagen) hat sich auf
425,4 Mrd. EUR (Vorjahr: 419,6 Mrd. EUR) erhöht.
Das Kreditvolumen in der inländischen Förderung hat sich von 308,5 Mrd. EUR auf 314,4 Mrd. EUR erhöht. Die Steigerung ist
insbesondere auf die Zunahme in den Förderschwerpunkten Umwelt und Wohnen zurückzuführen. Das Kreditvolumen in der
inländischen Förderung entspricht nahezu unverändert 74 % des gesamten Kreditvolumens der KfW.
Die Kredite im Rahmen des internationalen Geschäfts erhöhten sich auf 100,0 Mrd. EUR (Vorjahr: 92,3 Mrd. EUR) und entsprechen 24
% des gesamten Kreditvolumens. Hierin enthalten sind die Kredite an die Republik Griechenland von 22,3 Mrd. EUR.
Die Avalkredite, die im Wesentlichen durch das Verbriefungsgeschäft geprägt sind, gingen um 7,8 Mrd. EUR auf 11,0 Mrd. EUR zurück
und stellen damit nur noch einen Anteil von 3 % am Kreditvolumen.
Das Treuhandvermögen beträgt 16,2 Mrd. EUR und liegt damit auf dem Niveau des Vorjahres.
Refinanzierung
Die KfW hat sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr primär durch die Emission von Schuldverschreibungen am Kapitalmarkt
refinanziert. 2011 wurden Mittel in Höhe von 79,7 Mrd. EUR (Vorjahr: 76,4 Mrd. EUR) aufgenommen.
Der Bestand der begebenen Schuldverschreibungen ist gegenüber dem Vorjahr um 39,0 Mrd. EUR gestiegen und beträgt zum
31.12.2011 399,2 Mrd. EUR.
Der Anteil der begebenen Schuldverschreibungen an den Fremdmitteln beträgt 88 % und liegt damit auf dem Niveau des Vorjahres.
Die begebenen Schuldverschreibungen stellen somit weiterhin die wichtigste Refinanzierungsquelle dar.
Der Anteil der bei Kreditinstituten und Kunden (ohne Bundesmittel) aufgenommenen Mittel ist von 8 % auf 9 % leicht gestiegen. Darin
enthalten sind auch hereingenommene Barsicherheiten zur Absicherung des Kontrahentenrisikos aus dem Derivategeschäft in Höhe
von 20,0 Mrd. EUR. Die aus dem Bundeshaushalt bereitgestellten Mittel betragen nahezu unverändert 2 % der Fremdmittel.
Darüber hinaus bestehen nachrangige Verbindlichkeiten in Höhe von 3,2 Mrd. EUR.
Fremde Mittel
31.12.2011
Mio. EUR
31.12.2010
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Veränderung
in %
Bundesrepublik Deutschland
ERP-Sondervermögen
399
259
140
54
Bundeshaushaltsmittel
10.050
11.303
- 1.253
- 11
10.449
11.562
-1.113
-10
Sonstige Gläubiger
11.286
11.164
122
1
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
21.735
22.726
- 991
- 4
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
27.082
19.515
7.567
39
Anleihen
139.923
128.340
11.583
9

31.12.2011
Mio. EUR
31.12.2010
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Veränderung
in %
Inhaberschuldverschreibungen (einschließlich
Commercial Papers)
253.957
226.667
27.290
12
Anteilige und fällige Zinsen
5.280
5.138
142
3
Begebene Schuldverschreibungen
399.160
360.145
39.015
11
Nachrangige Verbindlichkeiten
3.247
3.247
0
0
Insgesamt
451.224
405.633
45.591
11
Eigene Mittel
Der Fonds für allgemeine Bankrisiken wird in Höhe von 1,1 Mrd. EUR dotiert und beträgt zum 31.12.2011 1,7 Mrd. EUR. Der nach der
Dotierung verbleibende Jahresüberschuss von 547 Mio. EUR wird vollständig den Gewinnrücklagen zugeführt.
Die Eigenen Mittel betragen danach zum 31.12.2011 16,6 Mrd. EUR und liegen somit 12 % über dem Niveau des Vorjahres.
Eigene Mittel
31.12.2011
Mio. EUR
31.12.2010
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Gezeichnetes Kapital der KfW
3.750
3.750
0
Nicht eingeforderte ausstehende Einlagen
- 450
- 450
0
Kapitalrücklage
5.947
5.947
0
darunter: Förderrücklage des ERP-Sondervermögens
4.650
4.650
0
Rücklage aus Mitteln des ERP-Sondervermögens
1.056
977
79
Erwirtschaftete Gewinne
a) gesetzliche Rücklage gemäß § 10 Abs. 2 KfW-Gesetz
1.875
1.838
37
b) Sonderrücklage gemäß § 10 Abs. 3 KfW-Gesetz
2.689
2.178
510
c) Sonderrücklage gemäß § 17 Abs. 4 DMBilG
1)
48
48
0
Bilanzgewinn/-verlust
0
0
0
Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340 g HGB
1.700
600
1.100
Insgesamt
16.614
14.888
1.727
1)
Zu korrigieren um das aktivisch ausgewiesene Sonderverlustkonto gemäß § 17 Absatz 4 D-Mark-Bilanz-Gesetz (27 Mio. EUR)
Die aufsichtsrechtliche Gesamtkennziffer beträgt 21,6 % (Vorjahr: 17,7 %).
Entwicklung sonstiger wesentlicher Bilanzposten
Der Gesamtbestand der Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere erhöhte sich geringfügig um 2,8 Mrd. EUR
auf 40,8 Mrd. EUR. Der Bestand an fremden Emissionen, der 65 % des Gesamtbestandes der Schuldverschreibungen und anderen
festverzinslichen Wertpapiere umfasst, ist 2011 um 7 % auf insgesamt 26,7 Mrd. EUR gesunken.
Die Wertpapiere, die zur Liquiditätssicherung der KfW vorgehalten werden, werden in Euro sowie in geringem Umfang auch in US-
Dollar geführt. 77 % der fremden Wertpapiere können im Rahmen von Refinanzierungsgeschäften mit der Europäischen Zentralbank
(EZB) als Sicherheiten verwendet werden. Neben den Treasury-Wertpapierportfolios hält die KfW im Zusammenhang mit ihren
Aktivitäten in der Kreditverbriefung und der Mittelstandsförderung Asset Backed Securities (ABS) mit einem Buchwert von 3,6 Mrd.
EUR in ihrem Bestand. Etwaigen Risiken wird durch die Bildung einer angemessenen Risikovorsorge ausreichend Rechnung getragen.
Zur Kurspflege wurden zum Jahresende nominal 14,7 Mrd. EUR (Vorjahr: 9,9 Mrd. EUR) eigene Schuldverschreibungen im Bestand
gehalten. Dies entspricht 4 % der begebenen Schuldverschreibungen.
Der Bestand an Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren der KfW beträgt zum 31.12.2011 12,4 Mrd. EUR gegenüber
14,2 Mrd. EUR im Vorjahr. Ursächlich für den Rückgang war im Wesentlichen die planmäßige Rückgabe von Anteilen an Spezialfonds
im Rahmen der Umsetzung der bereits in den Vorjahren eingeschlagenen Wertpapierstrategie.
Der Wert der Anteile an verbundenen Unternehmen hat sich gegenüber dem Vorjahr von 2,5 Mrd. EUR auf 2,6 Mrd. EUR geringfügig
erhöht.
Die Sonstigen Vermögensgegenstände enthalten insbesondere den Devisenausgleichsposten aus der Abbildung der
Fremdwährungsderivate in Höhe von 14,9 Mrd. EUR, die im Rahmen der Steuerung der Fremdwährungsposition eingesetzt werden.
Daneben wird die Forderung an die Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (BvS) in Höhe von 0,6 Mrd. EUR
ausgewiesen, die durch den Übergang der Rechte und Pflichten der Staatlichen Versicherung der Deutschen Demokratischen Republik
in Abwicklung (SinA) zum 01.01.2008 auf die KfW übertragen wurde. Die Verpflichtungen der SinA werden jedoch unverändert
wirtschaftlich von der BvS getragen. Dieser Forderung stehen versicherungstechnische Rückstellungen in gleicher Höhe gegenüber.
Den wesentlichen Teil der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten bilden zeitanteilig abgegrenzte Zinsaufwendungen im Wesentlichen
für derivative Finanzinstrumente und übernommene Leasingverpflichtungen im Rahmen von Projektfinanzierungen. Weiterhin werden
Unterschiedsbeträge zwischen Rückzahlungsbetrag und niedrigerem Ausgabebetrag aus der Aufnahme von Fremdmitteln (Disagien
und Bonifikationen) abgegrenzt. In den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden insbesondere die laufzeitanteilig zu
verrechnenden Disagien aus dem Kreditgeschäft abgebildet.
Die Rückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Mrd. EUR auf 2,1 Mrd. EUR verringert. Der Gesamtbetrag umfasst die
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (0,8 Mrd. EUR) sowie andere Rückstellungen (1,3 Mrd. EUR). Die anderen
Rückstellungen umfassen im Wesentlichen die versicherungstechnischen Rückstellungen der SinA, die Rückstellung zur Absicherung
der aus der Übertragung des ERP-Sondervermögens resultierenden künftigen Zinsbelastungen sowie Vorsorgen für Kreditrisiken.

Ertragslage
Das Betriebsergebnis der KfW vor Risikovorsorge und Bewertungen beträgt 1.589 Mio. EUR und liegt - ungeachtet des erwarteten
Rückgangs gegenüber dem Ausnahmejahr 2010 (2.049 Mio. EUR) - weiterhin auf einem hohen Niveau.
Der Zinsüberschuss - als wichtigste Ertragsquelle der KfW - liegt mit 1.941 Mio. EUR um 448 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert. Der
trotz des Rückgangs weiter hohe Zinsüberschuss profitiert unverändert von den für die KfW günstigen Refinanzierungsbedingungen. In
dem Zinsergebnis sind Zinsverbilligungsleistungen von 557 Mio. EUR (Vorjahr: 558 Mio. EUR) berücksichtigt.
Der Provisionsüberschuss ist mit 153 Mio. EUR gegenüber 205 Mio. EUR im Vorjahr rückläufig. Der Rückgang ist im Wesentlichen
bedingt durch sinkende Nettoerträge aus den Verbriefungsplattformen PROMISE und PROVIDE sowie geringere Bürgschaftsprovisionen
und Kreditbearbeitungsgebühren. Die Entwicklung der Erträge aus den Verbriefungsplattformen spiegelt die weiterhin schwierige
Marktverfassung für Verbriefungsprodukte mit den entsprechenden Auswirkungen auf das Neugeschäft wider.
Der Verwaltungsaufwand stieg moderat um 26 Mio. EUR auf 581 Mio. EUR. Während der Personalaufwand weiterhin auf dem Niveau
des Vorjahres liegt, erhöhte sich der Sachaufwand insbesondere aufgrund von Investitionen zur Modernisierung der EDV-Landschaft
einschließlich der Inanspruchnahme externer Dienstleister deutlich.
Das Risikovorsorge- und Bewertungsergebnis liegt mit einem positiven Ergebnisbeitrag von insgesamt 143 Mio. EUR deutlich unter
dem Vorjahreswert von 678 Mio. EUR.
Das Bewertungsergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr (341 Mio. EUR) auf 3 Mio. EUR verringert. Der deutliche Rückgang ist durch
das sehr gute Bewertungsergebnis des Vorjahres bedingt, das durch hohe realisierte Kursgewinne aus der Rückgabe von Anteilen an
Spezialfonds und Wertpapierverkäufen sowie durch einen hohen positiven Ergebnisbeitrag der verbundenen Unternehmen geprägt
war. Daneben belasten insbesondere die Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen das Bewertungsergebnis 2011.
Das positive Risikovorsorgeergebnis von 140 Mio. EUR (Vorjahr: 336 Mio. EUR) resultiert aus einer weiter verbesserten Risikolage.
Den Aufwendungen aus der Neubildung von Einzelwertberichtigungen für akute Risiken standen hierbei konjunkturbedingte hohe
Auflösungen von Portfoliowertberichtigungen sowie Verwertungserlöse gegenüber. Der Bestand an Einzelwertberichtigungen und
Rückstellungen für das Kreditgeschäft hat sich im Wesentlichen aufgrund von Nettoinanspruchnahmen auf 3,9 Mrd. EUR (Vorjahr: 4,4
Mrd. EUR) verringert. Mit 3,2 Mrd. EUR entfällt weiterhin der größte Anteil hiervon auf die Vorsorge für die Risiken aus den
Liquiditätslinien zur Refinanzierung der Ankaufsgesellschaften des Conduits Rhineland Funding Capital Corporation, New York, USA, in
die die KfW 2007 im Rahmen der Rettung der IKB Deutsche Industriebank AG, Düsseldorf, eingetreten ist.
Ausgebucht wurden im Geschäftsjahr 2011 notleidende Kreditforderungen über 681 Mio. EUR (Vorjahr: 1.337 Mio. EUR) - der
wesentliche Anteil entfällt hierbei auf Forderungen aus den IKB-Rettungsmaßnahmen. Die Eingänge auf abgeschriebene Forderungen
beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr in der KfW auf 90 Mio. EUR (Vorjahr: 187 Mio. EUR). Für alle erwarteten Verluste wurde
Vorsorge in Form von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen getroffen.
Im Geschäftsjahr 2011 wird der Fonds für allgemeine Bankrisiken mit 1,1 Mrd. EUR dotiert und beläuft sich auf 1,7 Mrd. EUR.
Das Geschäftsjahr 2011 schließt mit einem Gewinn von 547 Mio. EUR.
Vorgänge nach Schluss des Geschäftsjahres
Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der KfW sind nach dem Schluss des
Geschäftsjahres 2011 nicht eingetreten.
NACHHALTIGKEITSBERICHT
Die KfW als eine der führenden Förderbanken der Welt bekennt sich zu dem Konzept einer nachhaltigen Entwicklung.
Unternehmerisches Handeln und gesellschaftliche Verantwortung gehören für uns untrennbar zusammen. Im Leitbild der KfW (KfW-
Kompass) nimmt deshalb das Ziel, Beiträge für eine nachhaltige Verbesserung der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen
Lebensbedingungen auf allen Ebenen zu leisten, eine zentrale Stellung ein.
Wir unterstützen die Nachhaltigkeitsziele der Bundesrepublik Deutschland, der Europäischen Union und der internationalen
Gemeinschaft. Als Orientierung dienen uns insbesondere die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung sowie das Gesetz über die
KfW.
Das Jahr 2011 war geprägt durch die Beschlüsse der Bundesregierung zur Energiewende und zum Atomausstieg. Zur Erreichung der
ehrgeizigen Ziele muss in den nächsten Jahren und Jahrzehnten in Deutschland der Anteil erneuerbarer Energien massiv ausgebaut
und der Energieverbrauch merklich gesenkt werden. Die Finanzierungs- und Förderangebote der KfW für die hierzu notwendigen
Investitionen werden bereits stark nachgefragt. Zusätzlich hat die KfW ihre Förderprogramme für Privatpersonen, Unternehmen oder
Kommunen mit Blick auf die Erfordernisse der Energiewende erweitert oder passende neue Förderangebote aufgelegt, unter anderem
das neue KfW-Programm "Offshore Windenergie". Die KfW-Förderung soll die dringend notwendigen Investitionen für die
Energiewende ermöglichen und Anreize zum Beispiel für Gebäudesanierungen oder energieeffiziente Investitionen im Mittelstand oder
in Kommunen setzen.
Auch international nimmt die KfW verstärkt ihre Verantwortung als große Förderbank und "sicherste Bank der Welt" wahr. Neben der
Bereitstellung von Finanzierungen für internationale Umwelt- und Naturschutzprojekte initiierte die KfW auch das weltweite Netzwerk
für Entwicklungsbanken "International Development Finance Club" (IDFC). Hier wird internationale Kompetenz für
Entwicklungsfinanzierungen gebündelt, um den globalen Herausforderungen wie dem Klimawandel oder dem fortschreitenden
Biodiversitätsverlust gemeinsam besser begegnen zu können.
Intern wurde das 2010 neu aufgestellte Nachhaltigkeitsmanagementsystem der KfW weiter ausgebaut, indem
Nachhaltigkeitsbeauftragte aus allen relevanten Organisationseinheiten neu berufen wurden. Sie koordinieren die Umsetzung und
Einhaltung der selbst auferlegten Nachhaltigkeitsgrundsätze in ihren Einheiten und entwickeln sie weiter. Der Nachhaltigkeitsgedanke
wurde im Jahr 2011 somit nicht nur bei den Produkten der KfW, sondern auch in den internen Prozessen weiter gestärkt.
Dialog mit unseren Stakeholdern

Der regelmäßige Austausch mit unseren Stakeholdern - zu denen unter anderem die Eigentümer der KfW, Vertriebspartner und
Kunden, Kapitalmarktakteure und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zählen - über aktuelle Entwicklungen und Fragestellungen ist
eine elementare Grundlage unseres Handelns. Ein sichtbares Beispiel dieser Dialogkultur war im Berichtsjahr eine von der KfW
organisierte Veranstaltungs- und Publikationsreihe zur Energiewende, die auch 2012 fortgeführt wird. Auf der Auftaktveranstaltung in
Berlin diskutierten namhafte Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Praxis, wie eine erfolgreiche Umstellung auf eine nachhaltige
Energieversorgung konkret zu gestalten ist und welche Rahmensetzungen und Anreize seitens der Politik erforderlich sind. Fachliche
Ergebnisse dieser Reihe fließen auch in die Produktentwicklung der KfW Bankengruppe ein.
Umfassend können sich alle Stakeholder im neuen Internetauftritt
(www.nachhaltigkeit.kfw.de)
zielgruppenorientiert über die
vielfältigen Nachhaltigkeitsaktivitäten des KfW-Konzerns informieren und mit den jeweiligen Ansprechpartnern in Kontakt treten.
Beispielsweise hat das Beschaffungsmanagement der KfW für ihre Lieferanten ein ausführliches Einkaufsportal entwickelt; eine
gesonderte Richtlinie zur systematischen Berücksichtigung von Umwelt- und Sozialbelangen bei Beschaffungsvorgängen wird im Jahr
2012 veröffentlicht werden.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die wesentliche Voraussetzung für den aktuellen und zukünftigen Erfolg der gesamten KfW
Bankengruppe. Gerechte Entlohnung, Teilzeitarbeit, Chancengleichheit und eine Vielzahl von beruflichen und gesundheitlichen
Förderungen sind dabei wichtige Bausteine der Personalpolitik. Die Kennzahlen hierzu konnten im Jahr 2011 auf hohem Niveau
gehalten werden. Der Anteil schwerbehinderter Beschäftigter liegt bei knapp 6 %. Beim Anteil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in
Teilzeit konnte gegenüber dem Vorjahr ein leichter Anstieg von 19 % auf 20 % erreicht werden, während der Frauenanteil bei
Führungskräften gleichbleibend 26 % beträgt. Auch in schwierigen Zeiten hat der KfW-Konzern weiterhin eine hohe Zahl von
Ausbildungs-, Studien-, und Trainee-Stellen zur Verfügung stellen können - mit einer Ausbildungsquote von knapp 6 % (bezogen auf
die Beschäftigtenzahl).
Im Jahr 2011 wurde der dritte Gleichstellungsplan der KfW verabschiedet, der als Hauptziel eine weitere Erhöhung des Frauenanteils
in Führungspositionen und gehobenen Referentenpositionen auf ein Drittel bis Mitte 2015 vorsieht. Die KfW ist davon überzeugt, dass
dies nur mit einer gelebten Kultur der Genderbalance möglich ist und hat sich verpflichtet, eine geschlechtersensible Sichtweise von
Führung und Zusammenarbeit zu etablieren. Bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird die KfW ihren guten Status mit
zahlreichen unterstützenden Maßnahmen und einem weiten Rahmen für zeitliche und räumliche Flexibilität weiter ausbauen.
Nachhaltige Produkte
Umwelt- und Klimaschutz als Förderschwerpunkt
Umwelt- und Klimaschutz bildet neben Gründungs- und Mittelstandsfinanzierung heute den wichtigsten Förderschwerpunkt der KfW.
Im Jahr 2011 hat die KfW konzernweit ein Zusagevolumen von 22,8 Mrd. EUR zur Finanzierung von Umwelt- und
Klimaschutzvorhaben im In- und Ausland zur Verfügung gestellt. Damit entfielen 32 % des gesamten Zusagevolumens des KfW-
Kerngeschäfts auf die Finanzierung von Umwelt- und Klimaschutzvorhaben.
Die Umsetzung der Energiewende und der damit verbundene Umbau des Energiesystems ist ein langfristiger und kostenintensiver
Prozess. Die KfW wird deshalb in den kommenden fünf Jahren mehr als 100 Mrd. EUR für die Energiewende zur Verfügung stellen; für
das Jahr 2012 gilt ein Ziel von mindestens einem Drittel Umwelt- und Klimaschutzfinanzierungen am gesamten Zusagevolumen.
Ein Flaggschiff der Förderung im Rahmen der Energiewende stellt die Offshore-Windenergie dar. Im Juni 2011 hat die KfW im Auftrag
des Bundes das KfW-Programm "Offshore Windenergie" gestartet: Noch im Jahr 2011 konnten für die Offshore-Windparks "Meerwind"
und "Global Tech 1" die Projektfinanzierungen abgeschlossen werden, an denen sich die KfW im Rahmen von Bankenkonsortien mit
insgesamt 543 Mio. EUR beteiligt hat. Die Windparks bestehen aus jeweils 80 Windturbinen in der Nordsee und werden eine
Gesamtleistung von 688 Megawatt aufweisen.
Die Bundesregierung fördert weltweit den Schutz der Tropenwälder und den Erhalt der biologischen Vielfalt über die KfW mit einem
Gesamtvolumen von 1,1 Mrd. EUR. In 34 Ländern werden so unter anderem 270 Naturschutzgebiete mit einer Gesamtfläche von
676.000 Quadratkilometern gefördert und erhalten - das entspricht fast der doppelten Fläche Deutschlands. Darunter sind 19 Gebiete,
die von der UNESCO als Weltkulturerbe der Menschheit deklariert wurden. Damit werden auch die letzten Rückzugsgebiete von
Sumatra-Tiger, Tieflandgorilla und Goldkopflöwenäffchen nachhaltig geschützt. Allein mit den Neuzusagen aus dem Jahr 2011 werden
über 1,5 Mio. Menschen erreicht und Treibhausgasemissionen von über 3 Mio. Tonnen CO
2
vermieden. Die KfW arbeitet eng mit
deutschen und internationalen Umweltorganisationen wie dem Worldwide Fund for Nature (WWF), dem Naturschutzbund Deutschland
(NABU) und der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) zusammen.
Bewertung von Umwelt- und Sozialrisiken im Kerngeschäft
Eine Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfung (USVP) ist fester Bestandteil der Prüfung von Vorhaben im Rahmen der Förderung von
Entwicklungs- und Transformationsländern sowie bei Export- und Projektfinanzierungen, vor allem in Ländern außerhalb der EU bzw.
der OECD. Dabei werden die mitfinanzierten Vorhaben systematisch auf mögliche negative Auswirkungen überprüft. Die USVP
definiert Schutz- und Ausgleichsmaßnahmen, die mit einem Monitoringprogramm überwacht werden.
Zur Minderung von Sozialrisiken und als Voraussetzung für nachhaltige Entwicklungserfolge überarbeitete die KfW im Jahr 2011 ihre
Genderstrategie für die finanzielle Zusammenarbeit. Sie baut auf schon Erreichtem auf und hat das Ziel, die konzeptionelle und
operative Arbeit der KfW Entwicklungsbank bei der Gleichstellung der Geschlechter weiter zu vertiefen.
Gesellschaftliches Engagement
Ihr gesellschaftliches Engagement bündelt die KfW in einer Corporate Social Responsibility (CSR)-Strategie. Im Mittelpunkt aller
unserer Aktivitäten steht das Ziel, Verantwortung zu übernehmen - sei es in der Natur, im sozialen und wirtschaftlichen Leben oder in
der Kultur. Durch Sponsoring, Spenden und andere Maßnahmen unterstützt die Bank dabei Initiativen, die verantwortungsvolles
Handeln umsetzen, fördern oder dazu befähigen. Darüber hinaus entwickeln wir eigene Leuchtturmprojekte und nutzen dabei unsere
Bekanntheit und Erfahrung in ausgewählten "Verantwortungspartnerschaften". Inhaltlich fokussiert die KfW ihr gesellschaftliches
Engagement auf die strategischen Schwerpunkte Erhaltung von Biodiversität, Förderung sozial engagierter Mitarbeiter,
Kultursponsoring an den Standorten und Wissenstransfer für Gründer.

Nachhaltiger Geschäftsbetrieb
Principles for Responsible Investment (PRI)
Im Jahr 2006 verpflichtete sich die KfW, als einer der ersten deutschen Unterzeichner der "Principles for Responsible Investment"-
Initiative der Vereinten Nationen, ihre eigenen Geldanlagen in fest- und variabel verzinslichen Wertpapieren auch unter dem
Gesichtspunkt des gesellschaftlich verantwortlichen Handelns durchzuführen. Über 90 % des Wertpapiergeschäftes im engeren Sinne
erfüllten diese Kriterien zum Jahresende 2011. Hierbei handelt es sich um die Liquiditätsreserve der KfW, welche per 31.12.2011 20
Mrd. EUR betrug.
Die Umsetzung der PRI im Portfoliomanagement der KfW erfolgt in drei Schritten: Neben der Bonitätsanalyse werden auch sogenannte
ESG-Kriterien (Environmental, Social und Governance) mit in die Investmententscheidungen einbezogen. Für nicht staatliche
Emittenten gelten darüber hinaus Ausschlusskriterien. Schließlich kommuniziert die KfW ihre Vorgehensweise und Ergebnisse an die
Emittenten ihres Portfolios. 2011 ist die KfW für ihren Ansatz von dem Fachmagazin "portfolio institutionell" als "bester nachhaltiger
Investor" ausgezeichnet worden. Von der PRI erhielt die KfW eine Spitzenbewertung auf Grundlage der jährlich stattfindenden
Mitgliederbefragung.
Aus Sicht der KfW übernehmen nachhaltig handelnde Investoren am Kapitalmarkt eine wichtige Rolle bei der Bewältigung der globalen
Herausforderungen. Im Jahr 2011 war für uns daher ein weiterer wichtiger Schritt die Gründung eines deutschen PRI-Netzwerkes, um
den Nachhaltigkeitsgedanken auch am Kapitalmarkt zu verankern.
KfW-Anleihen als Nachhaltigkeits-Investment
Sämtliche KfW-Anleihen bieten für Investoren, die die Nachhaltigkeits-Performance eines Unternehmens bei ihrer Anlageentscheidung
berücksichtigen, attraktive Investitionsmöglichkeiten. Die führenden Nachhaltigkeitsratings, die neben dem Umweltmanagement und
den angebotenen Produkten und Dienstleistungen eine Vielzahl weiterer Faktoren des Unternehmens berücksichtigen, sehen die KfW
Bankengruppe weiterhin in der Spitzengruppe.
Betrieblicher Umweltschutz
Auch im betrieblichen Umweltschutz legt die KfW Bankengruppe hohe Standards an. Sie stellt sich seit 2006 im Bereich
Energieverbrauch und Dienstreisen durch die Stilllegung von Emissionsminderungsgutschriften CO
2
-neutral. Das Hauptziel, die
unvermeidbaren Emissionen möglichst zu verringern, verfolgt die KfW mit großem Erfolg. Die Emissionen konnten erneut signifikant
von 15.800 Tonnen CO
2
(2009) auf rund 13.400 Tonnen CO
2
im Jahr 2010 gesenkt werden; damit einher geht eine Senkung der
Kompensationskosten. Den wesentlichen Beitrag lieferte der Umzug der Tochtergesellschaft KfW IPEX-Bank von einem angemieteten
Gebäude, versorgt mit konventionellem Strom, in das KfW-Gebäude "Westarkade", das wie alle KfW-Gebäude ausschließlich mit
zertifiziertem Ökostrom versorgt wird. Im Jahr 2011 wurde die "Westarkade" durch den internationalen Council on Tall Buildings and
Urban Habitat (Rat für Hochhäuser und städtischen Lebensraum) in Chicago ausgezeichnet und zum "Besten Hochhaus der Welt"
gekürt.
Auch die 2011 bezogene Senckenberganlage mit einem jährlichen Primärenergieverbrauch von rund 125 kWh/m
2
wird ihren Teil zur
Senkung der Emissionen beitragen. Dank eines umfassenden Energiekonzeptes, zu dem neben einer optimierten Fassade eine
Holzpelletanlage gehört, liegt der Energieverbrauch deutlich unter dem eines vergleichbaren Standardbürogebäudes.
Als weiteren Beitrag, um den allgemeinen KfW-CO
2
-Fußabdruck zu senken, lässt die KfW alle extern gedruckten Publikationen
klimaneutral drucken und arbeitet seit Anfang 2011 ausschließlich mit zertifizierten Druckereien zusammen.
RISIKOBERICHT
Der vorliegende Risikobericht entspricht in Gliederung, Umfang und Inhalt dem Konzernrisikobericht, welcher im Konzernlagebericht
veröffentlicht ist. Da das Risikomanagement und -controlling auf den KfW-Konzern ausgerichtet ist, wird auf die Erstellung eines
Risikoberichts auf Einzelinstitutsebene verzichtet.
Aktuelle Entwicklungen
Nachdem die Weltwirtschaft im Jahr 2011 zunächst weiter auf Erholungskurs lag, trübte sich das Weltwirtschaftsklima in der 2.
Jahreshälfte spürbar ein. Die staatlichen Maßnahmenpakete zur Überwindung der Finanzmarktkrise schlugen sich in hohen
Haushaltsdefiziten und steigenden Schuldenquoten der Industrieländer nieder. In Kombination mit strukturellen Fehlentwicklungen in
einzelnen Ländern der Europäischen Union führten diese zu einem Vertrauensverlust der Kapitalmarktinvestoren. Infolgedessen wurde
die Refinanzierung über den Kapitalmarkt für einzelne Länder zu kostspielig. Portugal musste nach Irland als zweites Land den
Europäischen Stabilisierungsfonds in Anspruch nehmen. Trotz massiver internationaler Stützungsaktionen wurde zudem ein
Schuldenschnitt für Griechenland notwendig. Die europäischen Länder verständigten sich zur Lösung der Schuldenkrise auf eine
stärkere wirtschaftliche Integration und strengere Haushaltsdisziplin. Stützungsmaßnahmen für weitere Euro-Länder sind im nächsten
Jahr gleichwohl nicht ausgeschlossen.
Auch die Situation der Banken, vor allem der europäischen Institute, hat sich 2011 wieder deutlich eingetrübt. Neben den Belastungen
durch die europäische Staatsschuldenkrise wirken sich auch die kurzfristig erhöhten und bis Mitte 2012 umzusetzenden
Eigenkapitalanforderungen negativ auf die wirtschaftliche Situation der Banken aus und schränken die geschäftlichen Möglichkeiten
ein. Die Situation am Interbankenmarkt hat sich jüngst weiter verschärft und weist Parallelen mit dem Zustand nach dem
Zusammenbruch von Lehman Brothers im Herbst 2008 auf. Die massiven liquiditätsunterstützenden Maßnahmen der Europäischen
Zentralbank verhindern dabei gravierende Verwerfungen im Bankensektor. Insgesamt wird vor allem der europäische Bankensektor
auch im Jahr 2012 aufgrund der enormen Risiken vor großen Herausforderungen stehen. Dabei bleiben die Belastungen vielfältig:
europäische Staatsschuldenkrise, wirtschaftliche Abkühlung, zunehmende Probleme in Osteuropa und Umsetzung der erhöhten
Eigenkapitalanforderungen. Trotz der Eurokrise und im Gegensatz zu den meisten anderen europäischen Ländern setzte sich 2011 in
Deutschland die wirtschaftliche Erholung über alle Branchen fort. Viele Unternehmen konnten wieder an das Niveau vor der Krise
anknüpfen, Reserven anlegen und gingen gestärkt aus der Krise hervor. In der internationalen Handelsschifffahrt verschärfte sich
2011 aber aufgrund neuer in den Markt drängender Tonnage wieder der Angebotsüberhang und drückte Fracht- und Charterraten
deutlich. Eine Erholung ist kurzfristig nicht in Sicht. Ein Andauern der europäischen Staatsschuldenkrise und die sich abschwächende

Weltkonjunktur werden 2012 auf die deutsche Wirtschaft dämpfend wirken, sodass die Unternehmen wahrscheinlich weniger
investieren oder Investitionen verschieben werden.
Die Probleme im europäischen Staatsschuldensektor führten auch im Jahr 2011 zu weiterhin hoher Volatilität an den Devisenmärkten.
Zwar konnte sich der Euro gegenüber dem Vorjahr im Mittel deutlich erholen, zum Jahresende sank der Kurs gegenüber dem US-
Dollar aber wieder auf ein Niveau von unter 1,30 US-Dollar/EUR. Infolge der Staatsschuldenkrise zeigte sich auch eine erhöhte
Volatilität bei den Credit-Spreads.
Die KfW Bankengruppe ist aufgrund ihres international ausgerichteten Förderauftrags von den oben beschriebenen Entwicklungen
berührt. Insgesamt waren die Auswirkungen auf das Konzernportfolio jedoch sehr gut verkraftbar, sodass im Jahresverlauf die
Risikovorsorge im Konzern reduziert werden konnte. Alle erkennbaren Risiken werden nach konservativen Maßstäben bewertet und
über die konsequente Setzung von Risikoleitplanken in der Neugeschäftssteuerung berücksichtigt. Die regelmäßig durchgeführten
Risikotragfähigkeitsberechnungen zeigen, dass die KfW Bankengruppe -auch unter Zugrundelegung von konservativen Stress-
Szenarien - die im Zusammenhang mit ihrem Geschäftsauftrag eingegangenen Risiken tragen kann. Wie in den vergangenen Jahren
hat die KfW auch im Geschäftsjahr 2011 ihre Prozesse und Instrumente im Risikomanagement und -controlling unter Berücksichtigung
aktueller bankaufsichtlicher Anforderungen systematisch weiterentwickelt. Die KfW ist gemäß § 2 Absatz 1 Nummer 2 des
Kreditwesengesetzes (KWG) von der Anwendung des KWG bis auf wenige Ausnahmen befreit, wendet jedoch freiwillig dessen
Kernbestandteile, insbesondere die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) und die Solvabilitätsverordnung
(SolvV), sinngemäß an. Um die Anwendung des KWG unter Beachtung des Geschäftsmodells der KfW und der besonderen Situation
als Public Sector Entity fortzuführen und weiterzuentwickeln, hat die KfW im Jahr 2011 ein separates Projekt aufgesetzt. Des Weiteren
wurde zur Umsetzung der dritten Novellierung der MaRisk einerseits das Stresstestingkonzept weiterentwickelt und um inverse
Stresstests und risikoartenübergreifende Konzentrationsstresstests ergänzt. Außerdem wurde eine umfassende Risikoinventur
konzipiert und durchgeführt, bei der alle Risiken der KfW Bankengruppe in Form eines strukturierten Prozesses auf ihre Wesentlichkeit
hin überprüft wurden. Ein weiterer thematischer Schwerpunkt lag in der methodischen Weiterentwicklung und konzernweiten
Vereinheitlichung der Marktpreis- und Liquiditätsrisikomessung und -steuerung.
Die Weiterentwicklung der Prozesse und Instrumente im Risikomanagement und -controlling im Geschäftsjahr 2012 wird erneut stark
durch die Entwicklungen im bankaufsichtlichen Umfeld geprägt sein. Im Fokus stehen dabei die absehbaren Anforderungen aus Basel
III mit erhöhten Liquiditäts- und Eigenkapitalanforderungen. Darüber hinaus sind Weiterentwicklungen mit Blick auf die Identifikation
und Steuerung von Reputations- und Ertragsrisiken sowie Risiken aus eingebetteten Derivaten geplant. Ebenfalls soll ein
Benchmarking der Risikomodelle durchgeführt und die Weiterentwicklung der Kontrahentenrisikomessung untersucht werden.
Grundlagen und Ziele der Risikosteuerung
Der Konzern hat einen gesetzlich verankerten Förderauftrag, der seine besondere Stellung und seine institutionelle Ausgestaltung
begründet. Nachhaltige Förderung ist der übergeordnete Unternehmenszweck des Konzerns. Um die vorhandenen Ressourcen optimal
für die Realisierung des Förderauftrags einzusetzen, ist die Messung und Steuerung der eingegangenen Risiken von großer Bedeutung.
Im Rahmen der Risikosteuerung geht der Konzern Risiken nur in einem Umfang ein, wie sie im Hinblick auf die aktuelle und zu
erwartende Ertragslage sowie die wahrscheinlichen Risikoverläufe tragfähig sind. Bei der Ertrags-/Risikosteuerung wird den
Besonderheiten einer Förderbank Rechnung getragen. Bankaufsichtsrechtliche Anforderungen, wie sie die Mindestanforderungen an
das Risikomanagement formulieren, stellen für die Risikomanagementstrukturen und -prozesse des Konzerns wichtige
Nebenbedingungen dar.
Um das Risikomanagement- und -controllingwissen in der Organisation der Bank zu verankern, schult der Konzern seine Mitarbeiter
unter anderem mit einem modulartig aufgebauten Programm zu Risikothemen. Dieses ermöglicht es Mitarbeitern und Führungskräften
aus der gesamten KfW Bankengruppe, gezielt grundlegende Kenntnisse zu erwerben oder Spezialwissen zu vertiefen.
Organisation der Risikosteuerung und -überwachung
Gremienarchitektur und funktionelle Aspekte der Risikosteuerung
Der Vorstand der KfW bestimmt im Rahmen seiner Gesamtverantwortung die risikopolitischen Richtlinien und Grundsätze im Konzern.
In einem mindestens vierteljährlichen Turnus werden die Aufsichtsorgane - Verwaltungsrat und Bundesministerium der Finanzen bzw.
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, welche alternierend den Verwaltungsratsvorsitzenden bzw. dessen Stellvertreter
stellen - über die Risikosituation des Konzerns informiert. Für besonders eilbedürftige Entscheidungen ist der Präsidialausschuss des
Verwaltungsrats zuständig. Ob eine dringende Angelegenheit vorliegt, entscheidet der Vorsitzende des Verwaltungsrats. Dem
Kreditausschuss obliegt insbesondere die Genehmigung von Kreditvorlagen, während im Prüfungsausschuss Fragen der
Rechnungslegung und des Risikomanagements inkl. der Prüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses behandelt werden.
Die Risikosteuerung im Konzern erfolgt durch eng miteinander verzahnte Entscheidungsgremien. An der Spitze der Gremienarchitektur
steht der Gesamtvorstand, der die zentralen risikopolitischen Entscheidungen trifft. Unterhalb des Gesamtvorstands existieren drei
Risikokomitees (Kredit-Risiko-Komitee, Marktpreis-Risiko-Komitee und Komitee für Operationelle Risiken), die zum einen
Vorstandsentscheidungen vorbereiten und zum anderen im Rahmen festgelegter Kompetenzgrenzen eigenständig entscheiden. Die
Komitees wurden im Jahr 2011 verstärkt auf Konzernsteuerungsfunktionen ausgerichtet, sodass Vertreter aus der KfW IPEX-Bank und
der DEG mit einbezogen sind. Weitere Arbeitsgruppen arbeiten den Komitees zu. In den Komitees hat die Marktfolge generell ein
Vetorecht. Sofern keine einstimmige Entscheidung vorliegt, erfolgt ggf. eine Eskalation auf Gesamtvorstandsebene.
Verwaltungsrat
Präsidialausschuss
Kreditausschuss
Prüfungsausschuss
Vorstand
Kredit-Risiko-Komitee
Marktpreis-Risiko-Komitee
Komitee für Operationelle Risiken
Entscheidungen zu: -Einzelkrediten und Limiten -
Wertberichtigungsbedarf -Kreditrisikomethoden -
Risikogrundsätzen zu Kreditrisiken Monitoring
Länderratings und Branchenrisiken
Entscheidungsvorbereitung für vom
Entscheidungen zu: -
Marktpreisrisiken -Wertpapieren -
Liquiditätsmanagement -Hedge
Accounting -Risikogrundsätzen und
Methoden zu Marktpreisrisiken/
Liquidität Entscheidungsvorbereitung
Entscheidungen zu: -Notfallplänen -
OpRisk-Ereignissen und Maßnahmen -
Neuen Produkten -OpRisk-Methoden -
Risikogrundsätzen zu Operationellen
Risiken -Betrieblichem
Kontinuitätsmanagement

Verwaltungsrat
Präsidialausschuss
Kreditausschuss
Prüfungsausschuss
Vorstand
Gesamtvorstand zu genehmigende Kredite
Monitoring Kreditportfolio
-Zinsrisikoposition -Transferpricing -
Fundingstrategie
AG LänderRating
Surveillance Committee
AG Sicherheiten
Hedge Committee
AG Ratingsysteme
AG Branchenrisiken Corporates
Kredit-Risiko-Komitee
Die Leitung des Kredit-Risiko-Komitees liegt beim Risikovorstand. Weitere Mitglieder des wöchentlich tagenden Kredit-Risiko-Komitees
sind der Bereichsleiter Risikomanagement und -controlling, alle drei Marktvorstände sowie der CRO der KfW IPEX-Bank. Dem Kredit-
Risiko-Komitee arbeiten die Arbeitsgruppen (AG) Länderrating, die AG Sicherheiten, die AG Ratingsysteme und die AG Branchenrisiken
Corporates zu. In den wöchentlichen Sitzungen werden insbesondere Kredit- und Limitentscheidungen getroffen. Seit 2011 werden
auch großvolumige Engagements der KfW IPEX-Bank und der DEG im Kredit-Risiko-Komitee vorgestellt. Quartalsweise erfolgt darüber
hinaus eine um Vertreter der Geschäftsfelder und der DEG erweiterte Sitzung. Die Interne Revision hat einen Gaststatus. In dieser
quartalsweisen Sitzung wird über die Entwicklung aufsichtsrechtlicher Anforderungen, deren Auswirkungen und über den Stand bei
Umsetzungsprojekten, zum Beispiel MaRisk/Basel III, für die KfW, KfW IPEX-Bank und DEG berichtet. Auch werden wesentliche
Änderungen und Neuentwürfe von Risikogrundsätzen und Kreditrisikomethoden verabschiedet. Darüber hinaus erfolgt ein Monitoring
des konzernweiten Kreditportfolios.
Marktpreis-Risiko-Komitee
Die Leitung des monatlich tagenden Marktpreis-Risiko-Komitees liegt beim Risikovorstand. Daneben ist das Komitee mit dem Vorstand
für Kapitalmarktaktivitäten sowie unter anderem mit den Bereichsleitern Finanzmärkte, Kreditverbriefung, Risikomanagement und -
controlling und Rechnungswesen besetzt. Quartalsweise und bei Bedarf nehmen Vertreter der KfW IPEX-Bank und der DEG an der
Sitzung teil. Das Marktpreis-Risiko-Komitee entscheidet über das Eingehen von Marktpreisrisiken, Bewertungsfragen zu Wertpapieren
und Änderungen an den Marktpreisrisikomethoden, über Fragen zum Liquiditätsmanagement sowie über Risikogrundsätze zur
Marktpreis- und Liquiditätsrisikosteuerung. Darüber hinaus erfolgt eine Entscheidungsvorbereitung für Gesamtvorstandsbeschlüsse zu
Zinsrisikopositionen, Transferpricing und der Refinanzierungsstrategie. Dem Marktpreis-Risiko-Komitee unterstehen das Surveillance
Committee, in dem die Bewertung von Wertpapieren behandelt wird, sowie das Hedge Committee, in dem hauptsächlich die
Ergebnisauswirkungen aus der IFRS-Bilanzierung von Hedgegeschäften und deren Weiterentwicklung behandelt werden.
Komitee für Operationelle Risiken
Das quartalsweise tagende Komitee für Operationelle Risiken ist mit Bereichsleitern besetzt. Die Leitung liegt beim Bereichsleiter
Risikomanagement und -controlling. Darüber hinaus sind zentrale Bereiche sowie Tochterunternehmen in dem Komitee vertreten. In
diesem Komitee werden Betriebsrisiko-Themen (Operationelle Risiken und Betriebliches Kontinuitätsmanagement) behandelt. Das
Komitee für Operationelle Risiken wird im Rahmen des Risikoberichtes monatlich bzw. vierteljährlich über aktuelle OpRisk-
Schadensereignisse und Risikopotenziale sowie ggf. daraufhin eingeleitete Maßnahmen informiert. Über geplante oder durchgeführte
Notfall- und Krisenstabstests sowie wesentliche Betriebsstörungen wird dem Komitee für Operationelle Risiken in vierteljährlich
stattfindenden Sitzungen berichtet. Beschlüsse und Empfehlungen des Komitees für Operationelle Risiken werden dem Vorstand
vorgelegt.
Unterhalb dieser Gremien existieren sechs Arbeitsgruppen bzw. Komitees, die an das Kredit-Risiko-Komitee bzw. das Marktpreis-
Risiko-Komitee berichten und Entscheidungen vorbereiten:
AG LänderRating
Die AG LänderRating ist die zentrale Instanz für die Beurteilung von Länderrisiken. Der Arbeitsgruppe gehören die Volkswirte aus den
Länderabteilungen der KfW Entwicklungsbank sowie Vertreter aus KfW IPEX-Bank, DEG und Transaktionsmanagement unter Vorsitz
und Federführung des Risikomanagements an. Die Arbeitsgruppe tagt aufgrund der aktuell krisenhaften Situation (insbesondere im
Euroraum und in Nordafrika/im Nahen Osten) regelmäßig einmal im Monat. Bei Bedarf werden Länderratings zudem außerhalb der
turnusmäßigen Termine angepasst. Aufgabe der AG LänderRating ist die Identifizierung, Analyse und Bewertung von politischen und
wirtschaftlichen Risiken (und Chancen) in der Weltwirtschaft und insbesondere in den Ländern, in denen die KfW Bankengruppe
geschäftlich aktiv ist oder Geschäftsaktivitäten plant. Vorschläge zur Risikoeinstufung für die Entwicklungs-, Transformations- sowie
Schwellenländer werden von den Volkswirten des Länderbereichs und für die Industrieländer vom Risikomanagement gemacht. Als
Ergebnis der Diskussionen in der AG LänderRating werden die Länder schließlich in Bonitätsklassen eingestuft. Bei Dissens entscheidet
das Risikomanagement. Das Risikomanagement berichtet über die Ergebnisse der Sitzungen an das Kredit-Risiko-Komitee.
AG Sicherheiten
Die AG Sicherheiten stellt als zentrales, konzernweites Gremium der KfW und ihrer Tochtergesellschaften ein hinreichendes
Verständnis und eine konzernweit einheitliche Vorgehensweise bezüglich aller wesentlichen Aspekte der Sicherheitenanrechnung und -
bewertung sowie der Sicherheitenmanagementprozesse für Kredit- und Handelsgeschäfte und strukturierte Produkte sicher. Darüber
hinaus werden Handlungsempfehlungen für (Weiter-)Entwicklungsmaßnahmen zur Billigung/Entscheidung durch das Management
gegeben bzw. diese im Rahmen des definierten Kompetenzbereichs der AG Sicherheiten selbstständig getroffen. Sie setzt sich aus
Vertretern diverser Geschäftsfelder und -bereiche zusammen. Zu den zentralen Funktionen der AG Sicherheiten gehören: Neu-
/Weiterentwicklung und Überprüfung von Sicherheitenbewertungsverfahren, Überprüfung und Erweiterung der akzeptierten und
anrechenbaren Sicherheiten und der zugehörigen Anrechnungskriterien, Festlegung und Überprüfung von Mindestanforderungen an
die Sicherheitenmanagementprozesse sowie die Sicherheitenanrechnung und die Vorgabe der Rahmenbedingungen für die Einhaltung
der aufsichtsrechtlichen Vorgaben an Kreditrisikominderungstechniken.
AG Ratingsysteme

Die AG Ratingsysteme stellt als zentrales, konzernweites Gremium der KfW und ihrer Tochterunternehmen ein hinreichendes
Verständnis aller wesentlichen Aspekte der Kreditrisikomessinstrumente sicher. Dazu gehören insbesondere Ratingsysteme,
Kreditportfoliomodelle, Risikokennzahlen (RKZ) und Limitmanagementsysteme (LMS). Zum Aufgabenspektrum der AG gehören die
Beurteilung und Abnahme von Validierungs- und Weiterentwicklungsberichten sowie die Ableitung von Handlungsempfehlungen für die
(Weiter-) Entwicklung der Kreditrisikomessinstrumente.
AG Branchenrisiken Corporates
Die AG Branchenrisiken Corporates ist ein zentrales, konzernweites Expertengremium der KfW und ihrer Tochterunternehmen, das
branchenbezogene Kreditrisiken im Corporate-Segment analysiert. Auf Basis der Analysen stellt die AG entsprechende Informationen
für die beteiligten Stellen im Konzern zur Verfügung und leitet ggf. Entscheidungsvorschläge zur Risikominimierung ab. Mit dem Ziel
einer einheitlichen und transparenten Steuerung der Corporate-Risiken im Gesamtkonzern werden jährlich branchen- und
produktrelevante Risikoleitplanken und -empfehlungen für die relevanten Geschäftsbereiche und Töchter erarbeitet, aktualisiert und
auf Konsistenz überprüft. Dieser Prozess wurde 2011 erstmalig durchgeführt.
Surveillance Committee
Das Surveillance Committee ist integraler Bestandteil des Surveillance- und Impairmentprozesses für Wertpapiere und strukturierte
Kreditprodukte und untersteht dem Marktpreis-Risiko-Komitee. Eine wesentliche Aufgabe des Surveillance Committees ist die
Bewertung von Marktentwicklungen im Hinblick auf deren Implikationen für die Wertpapierbestände der KfW. In diesem
Zusammenhang geben Vertreter der zuständigen Marktabteilungen sowie des Risikomanagements eine Einschätzung zur dauerhaften
Werthaltigkeit ausgewählter Wertpapiere ab. Darüber hinaus werden im Surveillance Committee die vom Risikomanagement
geplanten bzw. vorgenommenen Abschreibungen auf einzelne Wertpapiere besprochen.
Dem Surveillance Committee gehören Vertreter der Marktfolgeabteilungen (Risikomanagement und -controlling, Rechnungswesen
sowie Transaktions- und Sicherheitenmanagement) sowie Vertreter der zuständigen Marktabteilungen an.
Hedge Committee
Die ökonomische Steuerung der Marktpreisrisiken der KfW erfolgt durch das Marktpreis-Risiko-Komitee. Aus diesbezüglichen
Steuerungsmaßnahmen können sich rein bilanziell bedingte Bewertungs-/Ergebnisschwankungen ergeben, soweit Instrumente
eingesetzt werden, die nach IFRS zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind. Dies gilt bei der KfW insbesondere für den Einsatz
von Derivaten. Ziel des Hedge Committees ist es, die bilanzielle Abbildung dieser nach IFRS zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Instrumente entsprechend der ökonomischen Zielsetzung des Einsatzes von Derivaten in der KfW zu analysieren und unter Beachtung
der einschlägigen IFRS-Vorschriften weiterzuentwickeln.
In der gruppenweit angelegten Risikosteuerung nehmen Konzernunternehmen und Organisationseinheiten darüber hinaus eigene
Steuerungsfunktionen wahr. Konzernweite Projekte und Arbeitsgruppen stellen jedoch auch in diesen Fällen ein aufeinander
abgestimmtes Vorgehen sicher, zum Beispiel beim Rollout von Ratinginstrumenten auf Tochterunternehmen oder beim Management
und bei der Bewertung von Sicherheiten.
Die Verantwortung für die Entwicklung und Ausgestaltung der Risikosteuerung und -überwachung ist außerhalb der Marktbereiche
angesiedelt und liegt im Bereich Risikomanagement und -controlling sowie für spezifische Aufgaben im Bereich Transaktions- und
Sicherheitenmanagement (operative Sicherheitenmanagementprozesse im Kreditgeschäft sowie einerseits Sicherheiten-, Limit- und
Ratingüberwachung und andererseits die Bewertungsmethodik bei den Handelsgeschäften). Hierfür existiert ein umfangreiches
Risikohandbuch, das stetig weiterentwickelt wird. Die im Risikohandbuch aufgeführten Regelungen haben konzernweit verbindlichen
Charakter und sind für alle Mitarbeiter zugänglich. Im Zentrum stehen dabei die zu beachtenden Risikogrundsätze (normative Regeln
für Kreditprozesse und Risikomanagementprozesse) und Portfoliorichtlinien (zum Beispiel Geschäftsrestriktionen,
Besicherungsanforderungen). Daneben wurden Regelungen für Branchen-, Produkt- und Risikoleitplanken sowie Portfoliorichtlinien
deutlich weiterentwickelt. Die Risikogrundsätze und Portfoliorichtlinien bilden den Rahmen für die operative Geschäftstätigkeit aller
Geschäftsfelder. Das Risikohandbuch sorgt dafür, dass einheitliche Verfahren zur Identifikation, Messung, Steuerung und
Überwachung von Risiken zur Anwendung kommen. Darüber hinaus werden konzernweite Regelungen durch geschäftsfeldspezifische
Ausgestaltungen ergänzt.
Risikomanagement
Zentrale Aufgabe des Risikomanagements ist die Sicherstellung der Risikotragfähigkeit unter Berücksichtigung der definierten
Risikobereitschaft der Bank. Hierfür formuliert das Risikomanagement die Risikostrategie des Konzerns unter Einbeziehung des
Risikomanagements der maßgeblichen Tochtergesellschaften und verantwortet auch deren regelmäßige Überprüfung. Die
Risikostrategie legt - aufbauend auf der geschäftspolitischen Ausgangssituation - allgemeine risikopolitische Grundsätze und konkrete
risikopolitische Maßnahmen im Einklang mit der Geschäftsstrategie fest. Der Umsetzung der Risikostrategie dienen dabei verschiedene
Instrumente zur Steuerung von Kredit-, Marktpreis- und Operationellen Risiken. Unter anderem werden einzeladress- bzw.
portfoliobezogene Instrumente zur Risikosteuerung eingesetzt: Kapitalallokation, Zweitvotierung für Kreditentscheidungen,
Limitmanagementsysteme, Portfoliorichtlinien, Risikoleitplanken für Länder und Branchen sowie Frühwarnsysteme. Zur Verhinderung
großer Einzelverluste und zur Beschränkung von Risikokonzentrationen im Kreditportfolio werden Konzentrationslimite auf
verschiedenen Portfolioschnitten (unter anderem Kreditnehmereinheiten, Länder, Branchen) eingesetzt. Bei Bedarf kann in
Abhängigkeit von der Marktsituation selektiv auch ein Risikotransfer an den Kapitalmarkt erfolgen (zum Beispiel durch Kreditderivate).
In der KfW wird die Zweitvotierung im Sinne von Marktfolgeentscheidungen auf Einzelengagementebene durch das
Konzernrisikomanagement erstellt. Die KfW IPEX-Bank und die DEG verfügen jeweils über ein eigenes, marktunabhängiges
Zweitvotum. Die relevanten Geschäftsentscheidungsprozesse sind risikoorientiert ausgestaltet. Ein Kreditgeschäft erfordert derzeit in
Abhängigkeit der Art, des Umfangs (materieller Risikogehalt und Wirkung auf die Gesamtrisikoposition) sowie der Komplexität der
Transaktion ein Zweitvotum. Die Regeln für das Erfordernis einer Zweitvotierung werden im Jahr 2012 im Hinblick auf die KWG-
Anwendung angepasst. Große sowie risikoreichere Engagements werden mindestens dem Kredit-Risiko-Komitee vorgestellt, ggf. auch
dem Gesamtvorstand, dem Kreditausschuss oder dem Verwaltungsrat.
Risikomanagement und -controlling - Restrukturierung
Die Abteilung Risikomanagement und -controlling - Restrukturierung ist für leistungsgestörte Kredite und die Intensivbetreuung von
Banken und großen Unternehmen aus dem KfW-Portfolio zuständig. Die Verantwortung für die Betreuung des Mengengeschäfts liegt

dagegen in einem eigenen Bereich Restrukturierung. Das Management leistungsgestörter bzw. intensivbetreuter Engagements der
KfW IPEX-Bank und der DEG erfolgt grundsätzlich in der jeweiligen Tochtergesellschaft. Sofern mehr als ein Konzernunternehmen
engagiert ist, wird die zentrale Koordinierung durch die Abteilung Risikomanagement und -controlling - Restrukturierung
vorgenommen.
Eine Einschaltung der Abteilung Risikomanagement und -controlling -Restrukturierung mit Übernahme der Gesamtverantwortung und
weitgehender Kompetenzen erfolgt bei ersten Krisenanzeichen. Zielsetzung ist die Gesundung des Engagements durch
Restrukturierung, Reorganisation und Kreditanpassung. Erweist sich der Geschäftspartner als nicht sanierungsfähig oder -würdig,
steht die optimale Verwertung des Engagements und seiner Sicherheiten im Vordergrund. Für eine klare Regelung der Kompetenzen
und der Zuordnung bestehen interne Schnittstellenregelungen mit den relevanten Bereichen sowie eine enge Kooperation mit den
Marktbereichen und der Rechtsabteilung.
Bei Auftreten eines Krisenfalls im Bereich Banken gilt es, intern und extern sofort handlungsfähig zu sein. Hierfür wurde der
Krisenplan Banken weiterentwickelt. Er sieht im Wesentlichen vor, dass unter Leitung des Risikomanagements eine Arbeitsgruppe
eingerichtet wird, eine sofortige Schadensanalyse vorgenommen wird und die nächsten notwendigen Schritte eingeleitet werden.
Risikocontrolling
Aufgaben der Abteilung Risikocontrolling sind die zentrale Messung und das Reporting aller Risiken/Risikogruppen sowie die Analyse
der Risikotragfähigkeit des Konzerns. Dabei werden konzernweit einheitliche Methoden und Modelle operativ eingesetzt. Zur
Beurteilung der Risikotragfähigkeit des Konzerns werden auch Stresstests und Szenariorechnungen herangezogen. Diese Rechnungen
quantifizieren den in einzelnen Szenarien steigenden Kapitalbedarf sowie mögliche Auswirkungen auf die Gewinn- und
Verlustrechnung und damit auch auf die Risikodeckungsmasse bzw. auf die Eigenkapitalausstattung der Bank.
Die Abteilung ist in den Qualitätsmanagementprozess der für das Risikomanagement und -controlling verwendeten Risikokennzahlen
eingebunden und betreut die für das Reporting eingesetzten Informationssysteme aus fachlicher Sicht. Im Bereich des Operationellen
Risikos und des Betrieblichen Kontinuitätsmanagements ist die Abteilung für die Ausgestaltung von hausweit gültigen Rahmenwerken
und Richtlinien verantwortlich und unterstützt die Bereiche bei der Umsetzung dieser Vorgaben.
Das Risikoreporting erfolgt entsprechend den aufsichtsrechtlichen Vorgaben (MaRisk). Der Vorstand wird monatlich über die Risikolage
des Konzerns informiert. Die Aufsichtsgremien des Konzerns erhalten quartalsweise einen Risikobericht. Anlassbezogen werden die
jeweiligen Gremien ad hoc informiert.
Risikomethoden und -instrumente
Die Abteilung Risikomethoden und -instrumente ist für die Bereitstellung geeigneter Methoden und Instrumente zur konzernweiten
Risikoanalyse und -steuerung verantwortlich. Die Gestaltung einer langfristig tragfähigen und konsistenten Methoden- und
Instrumentenstrategie für das Risikomanagement und -controlling wird durch regelmäßige Validierungen und (Weiter-) Entwicklungen
der Modelle und Methoden vervollständigt. Dabei stehen insbesondere Modelle zur Messung, Steuerung und Bepreisung von Kredit-
und Marktpreisrisiken im Fokus. Daneben übernimmt die Abteilung auch die Koordination und das Projektmanagement für die
fachliche Umsetzung der Anforderungen an Instrumente und EDV-Systeme des Risikomanagements und -controllings.
Risikocontrolling Geschäftsfeld Export- und Projektfinanzierung und Aufsichtsrecht
Die Abteilung Risikocontrolling Geschäftsfeld Export- und Projektfinanzierung und Aufsichtsrecht wurde im Jahr 2011 neu gegründet.
Sie agiert KfW-gruppenweit als zentraler Ansprechpartner für alle aufsichtsrechtlichen Themen in der Verantwortung des Bereiches.
Im Rahmen dieser Tätigkeit werden aufsichtsrechtliche Änderungen überwacht, erstbewertet und regelmäßig berichtet. Bei Bedarf
werden Umsetzungsmaßnahmen angestoßen. Auch werden in der Abteilung konzernweite Vorgaben für die Struktur sowie für die
Formulierung von Rahmenbedingungen definiert.
Daneben ist die Abteilung für die Risikoberichterstattung der KfW IPEX-Bank verantwortlich. Sie fungiert auch als Competence-Center
für das IPEX-Management hinsichtlich der Planungs- und Steuerungsinformationen in Bezug auf die eingegangenen Kreditrisiken, der
Optimierungsansätze unter Portfoliosteuerungsgesichtspunkten sowie der Risikotragfähigkeit der KfW IPEX-Bank.
Interne Revision
Die Interne Revision ist ein Instrument des Vorstands. Als prozessunabhängige Instanz prüft und beurteilt sie risikoorientiert
grundsätzlich alle Prozesse und Aktivitäten der KfW und berichtet direkt an den Vorstand.
Mit Blick auf die Prozesse des Risikomanagements hat die Interne Revision im abgelaufenen Geschäftsjahr sowohl dezentrale
Risikomanagementprozesse als auch zentrale, bankweit relevante Aspekte des Risikomanagements geprüft. Schwerpunkte lagen zum
einen auf den Prozessen der Risikobeurteilung im Rahmen der Kreditvergabe und -betreuung in unterschiedlichen Geschäftsfeldern.
Zum anderen waren die zentralen Verfahren und Methoden des Risikomanagements und deren Weiterentwicklung Gegenstand von
Revisionsprüfungen.
Wie in den Vorjahren hat die Interne Revision darüber hinaus auch im Geschäftsjahr 2011 durch Teilnahme (Gaststatus) an Sitzungen
von Entscheidungsgremien die Weiterentwicklung von Risikomessverfahren verfolgt.
Die Interne Revision der KfW ist gleichzeitig Konzernrevision in der KfW Bankengruppe. Sie bezieht die Internen Revisionen der
Tochtergesellschaften in die konzernweite Revisionsberichterstattung ein.
Der Risikosteuerungsansatz des Konzerns
Risikoidentifikation
Risikoabbildung
Risikostrategie
Risikosteuerung
Risikoüberwachung
Risikoinventur: -
Kreditrisiko inkl.
Länderrisiko -
Zinsänderungsrisiko
-Währungsrisiko -
-Ökonomischer
Kapitalbedarf für Markt-
und Kreditrisiken -SolvV
-Standardansatz für
Operationelle Risiken -
-Allgemeine
risikopolitische
Grundsätze -
Konkretisierung der
Ziele für das nächste
-
Risikotragfähigkeitskonzept
-Stresstests -
Kapitalallokation
Einzeladressen -
-Risikoberichte -
Operative Überwachung
im
Limitmanagementsystem
-Frühwarnverfahren -

Risikoidentifikation
Risikoabbildung
Risikostrategie
Risikosteuerung
Risikoüberwachung
Credit Spread-Risiko
-Sonstige
Marktpreisrisiken -
Operationelles Risiko
(inkl. Rechtsrisiko) -
Liquiditätsrisiko -
Reputationsrisiko
Liquiditätskennzahlen
gemäß
Liquiditätsverordnung
und KfW-Gesetz -
Regulatorischer
Kapitalbedarf für Kredit-
und Marktrisiken
Geschäftsjahr -
Risikostrategie auf
Konzernebene -
Teilstrategien für
wesentliche Risikoarten
Zweitvotum -Rating -
Einzeladresslimite -
Restrukturierung -Pricing
Portfolio -Risikoleitplanken
-Portfoliorichtlinien -
Kreditnehmereinheiten -,
Branchen- und
Länderlimite -Budgets für
Risikoarten -OpRisk-
Management
OpRisk-
Maßnahmenüberwachung
Das Schaubild veranschaulicht den Risikosteuerungsprozess in der KfW Bankengruppe. Die Risikosteuerung im Konzern dient einem
zentralen Ziel: dem Erhalt der Risikotragfähigkeit.
Interner Kapitaladäquanzprozess
Die MaRisk verlangen, dass Kreditinstitute einen internen Kapitaladäquanzprozess einrichten, der die Risikotragfähigkeit laufend
sicherstellt. Der interne Kapitaladäquanzprozess der KfW Bankengruppe ist dadurch gekennzeichnet, dass ökonomische und
regulatorische Vorgaben hinsichtlich der Risikotragfähigkeit gleichberechtigte übergeordnete Ziele des Konzerns darstellen. Dies
bedeutet konkret, dass alle Risikoüberwachungs- und Steuerungsmaßnahmen die Einhaltung sowohl eines ökonomischen Solvenzziels
als auch von Mindestwerten für die Kern- und Gesamtkapitalquote sicherstellen müssen. Auf diese Weise wird eine ökonomisch
sinnvolle Kapitalsteuerung mit dem Erfordernis der Sicherstellung der regulatorischen Mindestkapitalanforderungen verbunden. Für die
enge Verzahnung der beiden Perspektiven legt die KfW eine einheitliche Definition für die Risikodeckungsmasse zugrunde: Für beide
Sichtweisen wird das modifizierte verfügbare Eigenkapital gemäß §§ 10 bzw. 10 a KWG als Risikodeckungspotenzial zugrunde gelegt.
Ein weiteres zentrales Merkmal des Kapitaladäquanzprozesses ist die Steuerungsorientierung durch eine zusätzliche vorausschauende
Perspektive. Diese bewertet das Absorptionspotenzial der Reserven der KfW - und damit ihre Handlungsfähigkeit - bei Eintritt
bestimmter konjunktureller (Stress-)Szenarien. Ein in diesem Zusammenhang etabliertes Ampelsystem mit Schwellenwerten
signalisiert bei kritischen Entwicklungen Handlungsbedarf im Rahmen der operativen und strategischen Steuerung.
Das Risikotragfähigkeitskonzept der KfW Bankengruppe nimmt in seiner Grundkonzeption eine Liquidationsperspektive ein. Durch die
Hinzunahme einer vorausschauenden Perspektive, die auch die Einhaltung der regulatorischen Mindestkapitalanforderungen
gewährleistet, wird das Konzept jedoch um eine "Going-Concern-Sicht" erweitert und enthält damit Elemente beider Grundtypen von
Risikotragfähigkeitskonzepten.
Die Ziele zur Risikotragfähigkeit werden mittels Kapitalallokation auf die Ebene der einzelnen Geschäftsfelder/-bereiche in Form
ökonomischer Kapitalbudgets übertragen. Das allokierte Risikodeckungspotenzial steht den Geschäftsfeldern/-bereichen für die
Unterlegung von Alt- und Neugeschäft für die verschiedenen Risikoarten zur Verfügung. Die Kapitalallokation wird im Rahmen der
jährlichen Konzerngeschäftsfeldplanung durchgeführt. Diese berücksichtigt neben der Bedarfsplanung der Geschäftsfelder/-bereiche
die Risikoziele und die Risikobereitschaft (zum Beispiel Ampelgrenzen). Zugleich wird ein zentral gehaltener Kapitalpuffer für den
Stressfall durch den Gesamtvorstand festgelegt, der der antizyklischen Risikosteuerung dient. Die Einhaltung wird vierteljährlich
überprüft und evtl. Handlungsbedarf adressiert. Zusätzlich werden auf Konzernebene für die Geschäftsfelder/-bereiche entsprechende
Planwerte für die regulatorische Kapitalbindung ermittelt, deren Auslastung ebenfalls vierteljährlich überwacht wird.
Der Kapitaladäquanzprozess der KfW wurde im Berichtsjahr insbesondere im technisch-organisatorischen Bereich weiter verbessert.
Für 2012 stehen selektive Weiterentwicklungen an, die sich vor allem aus den neuen aufsichtlichen Anforderungen an
Risikotragfähigkeitskonzepte ergeben.
Regulatorische Risikotragfähigkeit
Aufsichtsrechtliche Kennzahlen
2011
Mio. EUR
2010
Mio. EUR
Risikoposition
113.283
124.077
Kernkapital
17.414
15.347
Regulatorische Eigenmittel (Risikodeckungspotenzial)
20.216
18.259
Kernkapitalquote
15,4 %
12,4 %
Gesamtkennziffer
17,8 %
14,7 %
Die Kennziffer "Risikoposition" ergibt sich aus der mit dem Faktor 12,5 multiplizierten Summe der Anrechnungsbeträge für
Adressrisiken, Marktrisiken sowie Operationelle Risiken.
Die KfW unterliegt nicht den Vorschriften der §§ 10 bzw. 10 a KWG. Für interne Zwecke erfolgt jedoch eine freiwillige Ermittlung der
aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalquoten auf Basis der wesentlichen rechtlichen Vorschriften. Hierbei werden für große Teile des
Kreditportfolios zur Berechnung der Eigenkapitalanforderungen eigene Ratingverfahren verwandt (fortgeschrittener IRB-Ansatz).
Analog zur Anwendung der KWG-Vorschriften ist die KfW auch vom Geltungsbereich der EU-Richtlinie über Eigenkapitalanforderungen
(CRD) ausgenommen. Sie wird aber die ab 2013 schrittweise in Kraft tretenden Änderungen vergleichbar zur bisherigen
Vorgehensweise auf freiwilliger Basis umsetzen. Im Rahmen des internen Reportings wird die regulatorische Risikotragfähigkeit bereits
jetzt auch unter Berücksichtigung des aktuellen Stands der Basel-III-Entwürfe indikativ berechnet. Im Ergebnis erfüllt die KfW schon
heute die ab 2019 geltenden Mindestquoten. In Anbetracht der noch offenen Diskussionen und der ausstehenden Finalisierung
wesentlicher Aspekte veröffentlicht die KfW hierzu aber noch keine konkreten Zahlen.
Die aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalquoten der KfW Bankengruppe haben sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert. Per
31.12.2011 liegt die Gesamtkennziffer unter Berücksichtigung des Konzernergebnisses bei 17,8 % (Vorjahr: 14,7 %), die
Kernkapitalquote bei 15,4 % (Vorjahr: 12,4 %). Die positive Entwicklung ist im Wesentlichen auf den Anstieg der regulatorischen
Eigenmittel durch das Konzernergebnis 2011 zurückzuführen. Gleichzeitig tragen der selektive Abbau von Risikopositionen und

image
methodische Weiterentwicklungen der Risikomessung zur rückläufigen Entwicklung der Eigenmittelanforderungen für Kreditrisiken bei.
Der geringe Kapitalbedarf für Marktpreisrisiken ist darauf zurückzuführen, dass die KfW die Regelungen für Nichthandelsbuchinstitute
anwendet. Die regulatorischen Eigenmittelanforderungen für Marktpreisrisiken resultieren allein aus der Unterlegungspflicht der
offenen Fremdwährungsposition.
Regulatorische Risikotragfähigkeit zum 31.12.2011 (in Mio. EUR)
In Klammern: Werte zum 31.12.2010
Die Eigenmittelanforderung für das Kreditrisiko wurde mit 8% Kapitalunterlegung berechnet.
Ökonomische Risikotragfähigkeit
Zur Beurteilung der ökonomischen Risikotragfähigkeit wird der ökonomische Kapitalbedarf für potenzielle Verluste aus wesentlichen
Risiken dem Risikodeckungspotenzial gegenübergestellt. Die KfW legt hierfür ein ökonomisches Solvenzziel von 99,99 % zugrunde.
Um die wesentlichen Risiken zu ermitteln, führt die KfW mindestens jährlich eine Risikoinventur durch. Im Rahmen der Risikoinventur
werden für die KfW relevante Risikoarten in einem strukturierten Prozess identifiziert, definiert und anschließend einer
Wesentlichkeitsbeurteilung unterzogen. Die Wesentlichkeit einer Risikoart hängt primär von den Gefahrenpotenzialen für die
Vermögens-, Ertrags- und Liquiditätslage der KfW ab. Zentrales Ergebnis der Risikoinventur ist das Gesamtrisikoprofil, das einen
Überblick über die wesentlichen und unwesentlichen Risikoarten des Konzerns vermittelt.
Die dominierende Risikoart in der KfW ist das Kreditrisiko. Es bezeichnet die Gefahr von Verlusten, wenn Geschäftspartner ihre
Zahlungsverpflichtungen gegenüber der KfW nicht, nicht fristgerecht oder nicht vollständig erfüllen (Ausfall) oder sich deren Bonitäten
verschlechtern (Migration). Das Kreditrisiko setzt sich somit aus dem Adressenausfall- und dem Migrationsrisiko zusammen. Die
Risikomessung basiert dabei insbesondere auf folgenden drei Größen:
(Erwartete) Höhe der Forderung zum Zeitpunkt eines potenziellen Ausfalls (Exposure at Default, EAD)
Ausfallwahrscheinlichkeit eines Geschäftspartners (Probability of Default, PD)
(Erwartete) Verlustquote bei Ausfall (Loss Given Default, LGD)
Die Ausfallwahrscheinlichkeit wird für jeden Geschäftspartner mit Hilfe von Ratingverfahren geschätzt. Das zentrale Ergebnis der
Ratingverfahren ist eine Aussage, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Geschäftspartner in den nächsten zwölf Monaten seinen
Verbindlichkeiten nicht nachkommen kann. Die Schätzung der Verlustquote bei Ausfall berücksichtigt das Vorliegen von Sicherheiten.
Das Produkt aus den drei genannten Größen ergibt den sogenannten Erwarteten Verlust, der im langjährigen statistischen
Durchschnitt erwartet werden kann. Der Erwartete Verlust wird bei der Ermittlung der Risikotragfähigkeit durch den Abzug vom
Risikodeckungspotenzial gemäß den aufsichtsrechtlichen Vorschriften der §§ 104 f. Solvabilitätsverordnung berücksichtigt.
Der ökonomische Kapitalbedarf für Kreditrisiken wird durch das Risikocontrolling mit Hilfe statistischer Modelle quantifiziert. Für
Adressenausfallrisiken wird das Verlustpotenzial unter Verwendung eines Kreditportfoliomodells und des Risikomaßes Credit-Value-at-
Risk berechnet. Die Differenz zwischen Credit-Value-at-Risk und Erwartetem Verlust wird als ökonomischer Kapitalbedarf bezeichnet.
Migrationsrisiken werden szenariobasiert in den vorausschauenden Perspektiven der Risikotragfähigkeitsrechnung berücksichtigt.
In Bezug auf die Marktpreisrisiken geht der Konzern ähnlich vor. Hier wird pro Risikoart unter Verwendung statistischer Modelle der
mögliche Barwertverlust in einem (durch das Solvenzniveau definierten) "Worst Case" bestimmt. Der ökonomische Kapitalbedarf
entspricht diesem Barwertverlust.
Der Kapitalbedarf für Operationelle Risiken wird unter Verwendung des aufsichtsrechtlichen Standardansatzes gemäß
Solvabilitätsverordnung berechnet.
Für alle Risikoarten beträgt der dabei verwendete Prognosezeitraum ein Jahr. Der Kapitalbedarf für Kredit- und Marktpreisrisiken wird
konservativ, das heißt ohne Beachtung von Diversifikationseffekten, aggregiert.
Auf dieser Grundlage ist zum 31.12.2011 die ökonomische Risikotragfähigkeit zum Solvenzniveau von 99,99 % gegeben. Die
Überdeckung des Risikodeckungspotenzials über den Gesamtkapitalbedarf per 31.12.2011 (7.658 Mio. EUR) hat sich gegenüber dem
Vorjahreswert (6.985 Mio. EUR) verbessert. Der Anstieg ist unter anderem auf das - bedingt durch das Konzernergebnis 2011 -
höhere Risikodeckungspotenzial zurückzuführen. Der Anstieg des Gesamtkapitalbedarfs gegenüber dem Vorjahr ist vor allem auf die
Marktpreisrisiken zurückzuführen. Im Gegensatz zu den regulatorischen Anforderungen der Säule I an Nichthandelsbuchinstitute
werden in der ökonomischen Betrachtung der Säule II auch das Zinsänderungsrisiko, das Credit Spread-Risiko und sonstige
Marktpreisrisiken berücksichtigt. Für das Währungsrisiko wird zudem entgegen dem Vorgehen in der Säule I ein internes Modell
eingesetzt. Der Anstieg des Kapitalbedarfs für Marktpreisrisiken gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus methodischen
Anpassungen (vgl. Abschnitt Marktpreisrisiko).
Ökonomische Risikotragfähigkeit zum 31.12.2011 (in Mio. EUR)

image
In Klammern: Werte zum 31.12.2010
Stille Lasten und stille Reserven des Wertpapierportfolios werden gesondert betrachtet: Der zum Bewertungsstichtag bestehende
Saldo aus stillen Lasten und Reserven auf IFRS-Basis wird dem vorhandenen Kapitalpuffer (Überdeckung) in der ökonomischen
Steuerung nachrichtlich gegenübergestellt. Die Überdeckung nach Anrechnung stiller Lasten und Reserven (gemäß IFRS) belief sich
per 31.12.2011 auf 7.058 Mio. EUR.
Den Liquiditäts- und sonstigen Risiken begegnet der Konzern durch das Monitoring geeigneter Kennzahlen sowie durch regelmäßige
Kontrollschritte in den bankbetrieblichen Prozessabläufen.
Die Risikomessung basiert auf State-of-the-Art-Modellen der Bankenpraxis. Jedes Modell stellt jedoch eine Vereinfachung der
komplexen Realität dar und baut auf der Annahme auf, dass die in der Vergangenheit beobachteten Risikoparameter auch
repräsentativ für die Zukunft geschätzt sind. Nicht alle möglichen Einflussfaktoren und deren komplexe Interaktionen können
hinsichtlich der Risikoentwicklung eines Portfolios erfasst und modelliert werden. Unter anderem auch deshalb führt der Konzern
sowohl in den Kredit- als auch in den Marktrisikomodellen Stresstests durch. Der Konzern arbeitet kontinuierlich an der
Weiterentwicklung seiner Risikomodelle und -prozesse. So wurde 2011 das Kreditportfoliomodell neu parametrisiert und auch -
getrieben durch die 3. MaRisk-Novelle - die Aggregation der Risikoarten überarbeitet. Im Jahr 2012 stehen unter anderem die
absehbaren Regelungen aus Basel III mit erhöhten Liquiditäts- und Eigenkapitalanforderungen im Fokus der Weiterentwicklungen.
Stress- und Szenariorechnungen
Die KfW berücksichtigt bei der Beurteilung der Risikotragfähigkeit einen nach konservativen Maßstäben ermittelten potenziellen
Kapitalmehrbedarf für Stress-Szenarien. Um eine stärkere Steuerungsorientierung des Risikotragfähigkeitskonzeptes zu
gewährleisten, betrachtet die KfW vierteljährlich ein Forecast- (erwartetes Szenario), ein Downturn- (leichter konjunktureller
Abschwung) und ein Stress-Szenario (starke Rezession) und deren Auswirkungen auf die ökonomische und regulatorische
Risikotragfähigkeit. Diese vorausschauende Perspektive zeigt, wie resistent und handlungsfähig die KfW bei Eintritt dieser Szenarien
ist, und liefert damit direkte Steuerungsimpulse.
Der Forecast gibt eine Vorschau auf die Risikotragfähigkeit zum Jahresende. Dabei werden die Auswirkungen der erwarteten
konjunkturellen Entwicklung auf Kreditrisiken und Zinsen einbezogen. Der aktuelle Forecast für das Jahresende 2012 zeigt eine
rückläufige Überdeckung des Risikodeckungspotenzials über den ökonomischen Kapitalbedarf im Vergleich zum 31.12.2011. Der
Grund für den Rückgang ist insbesondere die geplante Umstellung auf das weiterentwickelte Modell zur Messung von
Zinsänderungsrisiken. Hierdurch wird sich der ökonomische Kapitalbedarf für Marktpreisrisiken erhöhen.
Im Downturn- und Stress-Szenario werden Ergebniseffekte und Veränderungen des Kapitalbedarfs auf Sicht von zwölf Monaten bei
einer negativen Sicht auf die konjunkturelle Entwicklung (in unterschiedlicher Schwere) dargestellt. Im Stress-Szenario werden dabei
die Auswirkungen einer schweren Rezession abgebildet. In beiden Szenarien geht die Bank von insgesamt steigenden Kreditrisiken
(Adressenausfall- und Migrationsrisiken) aus. Für die EUR- und USD-Zinsen wird in diesen Szenarien mit sinkenden Zinsen gerechnet.
Gleichzeitig wird angenommen, dass zunehmende Marktunsicherheiten zu einer erhöhten Volatilität bei Zinsen, Währungen und Credit
Spreads führen, wodurch der ökonomische Kapitalbedarf für die entsprechenden Risikoarten steigt. Zudem mindern im Stress-
Szenario auch potenzielle Schadensfälle aus Operationellen Risiken das Risikodeckungspotenzial.
Auf Grundlage der durchgeführten Analysen geht die KfW im Stress-Szenario von einer Reduzierung der Überdeckung von 7,7 Mrd.
EUR auf 2,2 Mrd. EUR aus. Damit ist selbst unter ungünstigen gesamtwirtschaftlichen Bedingungen die Risikotragfähigkeit auf einem
Solvenzniveau von 99,99 % weiterhin gewährleistet
Zusätzlich zu den Konjunkturszenarien werden weitere Stresstests durchgeführt, mit denen die Belastbarkeit der Risikotragfähigkeit
der KfW untersucht wird: Aktuelle makroökonomische Gefährdungspotenziale sind der Ausgangspunkt für die wechselnden Szenario-
Stresstests. Mit den im Berichtsjahr -entsprechend den neuen Anforderungen der 3. MaRisk-Novelle - eingeführten Konzentrations-
und inversen Stresstests wird ergänzend gezeigt, wie in ungünstigen Konstellationen schlagend werdende Konzentrationsrisiken die
Risikotragfähigkeit der KfW an ihre Grenzen bringen könnten.
Risikoarten
ADRESSENAUSFALLRISIKO
Der Konzern geht Adressenausfallrisiken
1)
im Rahmen seines Förderauftrages ein. Im inländischen Förderkreditgeschäft liegen die
Risikoschwerpunkte im Bereich der Finanzierung von Gründern von mittelständischen Unternehmen und von Beteiligungen, da die KfW
insbesondere in diesen Segmenten der inländischen Förderung auch Endkreditnehmerrisiken trägt (bei einem Großteil der inländischen
Förderung tragen im Rahmen des Hausbankprinzips die durchleitenden Banken die Ausfallrisiken der Endkreditnehmer). Darüber
hinaus übernimmt der Konzern Risiken im Rahmen seiner Export- und Projektfinanzierung sowie in der Förderung der Entwicklungs-
und Transformationsländer.

image
Die Bewertung des Adressenausfallrisikos erfolgt über die Schätzung von Ausfallwahrscheinlichkeiten (Probability of Default, PD), der
Forderungshöhe bei Ausfall (Exposure at Default, EAD) und der (erwarteten) Verlustquote bei Ausfall (Loss Given Default, LGD).
Zur Ermittlung der Ausfallwahrscheinlichkeiten verwendet der Konzern interne Ratingverfahren für Banken, Unternehmen
(Corporates), kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), Beteiligungsgeber, Beteiligungsnehmer, Freiberufler, Existenzgründer
und Länder. Diese Verfahren basieren auf Scorecards
2)
und folgen einer einheitlichen, konsistenten Modellarchitektur. Für
Spezialfinanzierungen wird für wesentliche Teile ein simulationsbasiertes Ratingverfahren eingesetzt. Für strukturierte Produkte
werden Cashflow-basierte Ratingverfahren herangezogen. Für Verbriefungstransaktionen wird das Rating für Tranchen auf Grundlage
der Ausfalldynamik des Forderungspools und der Wasserfallstruktur der Transaktion ebenfalls stochastisch ermittelt. Die
Ratingverfahren haben die Prognose von Ein-Jahres-Ausfallwahrscheinlichkeiten zum Ziel. Die Verantwortung für die Ratingerstellung
im risikorelevanten Geschäft liegt grundsätzlich in den Marktfolgebereichen.
3)
Das Rating wird mindestens einmal jährlich aktualisiert, außer bei Geschäftspartnern, mit denen ausschließlich Retailgeschäft besteht.
Durch die Abbildung der Ausfallwahrscheinlichkeiten auf eine konzernweit einheitliche Masterskala ist die Vergleichbarkeit von Ratings
verschiedener Verfahren und Geschäftsfelder gegeben. Die Masterskala besteht aus 20 unterschiedlichen Klassen, die sich in die vier
Gruppen Investment Grade, Non-Investment Grade, Watch-List und Default einteilen lassen. Für jede Masterskala-Klasse sind die
Bandbreite der Ausfallwahrscheinlichkeiten sowie die mittlere Ausfallwahrscheinlichkeit festgelegt.
Zu jedem Ratingverfahren existieren Organisationsanweisungen, die insbesondere die Zuständigkeiten, Kompetenzen sowie die
Kontrollmechanismen regeln. Eine Vergleichbarkeit von internen Ratings des Konzerns und externen Ratings von Ratingagenturen wird
durch ein Mapping der externen Ratings auf die KfW-Masterskala gewährleistet. Durch eine turnusgemäße Validierung und
Weiterentwicklung der Ratingverfahren wird sichergestellt, dass auf veränderte Rahmenbedingungen zeitnah reagiert werden kann.
Ratinginstrumente und Prozesse entsprechen weitgehend den Mindestanforderungen der geltenden Aufsichtsstandards (MaRisk/Basel
II).
Wesentlichen Einfluss auf die Ausfallhöhe nimmt neben der Forderungshöhe bei Ausfall (EAD) die Bewertung der Sicherheiten ein, die
risikomindernd in der Verlustquote bei Ausfall (LGD) angerechnet werden. Im Rahmen der Sicherheitenbewertung für anrechenbare
Sicherheiten wird der zu erwartende Nettoerlös einer Sicherheitenverwertung im Schadensfall über die gesamte Kreditlaufzeit
geschätzt. Hierbei werden Sicherheitsabschläge berücksichtigt, die bei persönlichen Sicherheiten auf der Ausfallwahrscheinlichkeit und
der Verlustquote des Sicherheitengebers basieren. Bei dinglichen Sicherheiten sind neben Marktpreisschwankungen vor allem
abschreibungsbedingte Wertverluste für die Abschläge verantwortlich. Der ermittelte Wert ist wichtiger Bestandteil der
konzerninternen Verlustschätzung (LGD). Die unterschiedlichen Bewertungsverfahren für einzelne Sicherheitentypen basieren je nach
Datenverfügbarkeit auf internen und externen historischen Daten sowie auf Expertenschätzungen. Die Bewertungsparameter werden
regelmäßig überprüft. Auf Ebene der einzelnen Sicherheiten ist damit eine verlässliche Bewertung der Sicherheitenlage gewährleistet.
Ein Risikogrundsatz für Kreditsicherheiten regelt deren gruppenweit einheitliches Management, ihre Bewertung und Anrechnung.
Zur Begrenzung von Risiken aus dem Neugeschäft verfügt der Konzern über Limitmanagementsysteme, Risikoleitplanken und
verschiedene Portfoliorichtlinien. Sie bilden sowohl eine Grundlage für die Zweitvotierung von Kreditgeschäften als auch eine
Orientierungshilfe für die Kreditvergabe und haben die Aufgabe, eine angemessene Qualität bzw. Risikostruktur des Konzernportfolios
sicherzustellen.4) Die Portfoliorichtlinien definieren – differenziert nach Adresstypen und Produktvarianten – die Bedingungen, unter
denen Geschäfte im Regelfall eingegangen werden dürfen. Darüber hinaus werden Risikoleitplanken für Länder, Branchen und
Produkte definiert, um kurzfristig mit spezifischen Vorgaben zur Kreditvergabe aktuellen oder potenziellen negativen Entwicklungen zu
begegnen. Mit den Limitmanagementsystemen werden schließlich sowohl Risikokonzentrationen (Konzentrationslimite) als auch
bonitätsabhängige Einzeladressrisiken (Adresslimite) abgebildet. Konzentrationslimite dienen der Beschränkung von
Risikokonzentrationen im Kreditportfolio und somit der Verhinderung großer Einzelverluste. Adresslimite dienen im Sinne einer
Feinsteuerung dem kontrahentenspezifischen Management von Kreditausfallrisiken.
Im Kreditbestand werden Engagements mit höheren Risiken unterteilt in eine Watch-List und eine Liste für Kredite mit akuten
Ausfallrisiken (Non-Performing Loans). Die Watch-List dient dazu, potenzielle Problemkredite frühzeitig zu identifizieren und ggf. die
Problemkreditbearbeitung vorzubereiten. Dabei werden die wirtschaftlichen Verhältnisse, das Marktumfeld des jeweiligen
Kreditnehmers sowie die überlassenen Sicherheiten regelmäßig überprüft und dokumentiert sowie Handlungsvorschläge –
insbesondere für risikobegrenzende Maßnahmen – formuliert. Für Non-Performing Loans und auch zu großen Teilen für Watch-List-
Engagements5) liegt die Prozessverantwortung in den für Restrukturierungen zuständigen Einheiten. Dies ermöglicht ein frühzeitiges
Einschalten von Spezialisten, um ein professionelles Problemkreditmanagement zu gewährleisten.
1)
Als Adressenausfallrisiko ist die Gefahr von finanziellen Verlusten definiert, die eintreten, wenn der Kreditnehmer bzw. Kontrahent seinen
Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Das Ausfallrisiko enthält auch das Länderrisiko, bestehend aus Transfer-, Konvertierungs- und politischen
Risiken.
2)
Bei einer Scorecard handelt es sich um ein mathematisch-statistisch geschätztes und/oder auf Expertenwissen basierendes Modell. Die einzelnen
für die Bonitätsbewertung als relevant erachteten Risikofaktoren werden in Abhängigkeit ihrer Ausprägung bzw. ihres Wertes in einen Punktwert
umgewandelt und zur Aggregation gewichtet.
3)
Im bankdurchgeleiteten Geschäft bestehen hiervon Ausnahmen.

RISIKOVORSORGE
Allen erkennbaren Ausfallrisiken des Kreditgeschäfts - dazu gehören auch politische Risiken bei Finanzierungen im Ausland - trägt der
Konzern durch Bildung von Risikovorsorge in angemessenem Ausmaß Rechnung. Für Engagements mit akuten Ausfallrisiken (Non-
Performing Loans) werden Einzelwertberichtigungen bzw. Rückstellungen für noch nicht ausgezahlte Teilbeträge gebildet. Basis für die
Identifikation dieser Ereignisse sind Kriterien, die sowohl den Anforderungen nach Basel II als auch IFRS genügen. Hierzu gehören
unter anderem die Identifizierung erheblicher finanzieller Schwierigkeiten des Schuldners, Zahlungsrückstände, Zugeständnisse an
den Schuldner aufgrund seiner wirtschaftlichen Situation, zum Beispiel im Rahmen von Restrukturierungsmaßnahmen, auffällige
Maßnahmen des Schuldners zur Liquiditätssteigerung sowie die maßgebliche Verschlechterung der Werthaltigkeit von Sicherheiten.
Diese Kriterien werden im Risikohandbuch des Konzerns noch weiter konkretisiert. Die Ermittlung der Einzelwertberichtigungen erfolgt
mit Hilfe eines Impairment-Verfahrens. In die Berechnung der Einzelwertberichtigungen fließt die individuelle Beurteilung des
Kreditnehmers hinsichtlich zukünftiger Zahlungen ein. Dabei wird neben dem Umfang und der Werthaltigkeit der Sicherheiten auch
das politische Risiko berücksichtigt. Für kleinere und standardisierte Kredite erfolgt eine pauschalierte Einzelwertberichtigung auf Basis
homogener Teilportfolios.
Die Risikovorsorge für latente Risiken (Portfoliowertberichtigung) wird abgeleitet aus der Bewertung der Kreditforderungen im Rahmen
der jährlich stattfindenden Ratingprozesse und Sicherheitenbewertungen. Die Portfoliowertberichtigung wird sowohl für wirtschaftliche
als auch für politische Risiken gebildet. Basis ist hierfür das oben beschriebene Erwarteter-Verlust-Modell, das für IFRS-Zwecke
übergeleitet wird. Für Unwiderrufliche Kreditzusagen und Avale werden nach demselben Berechnungsschema Rückstellungen gebildet.
Die vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise für besonders betroffene Branchen und Länder gebildeten weiteren
Portfoliowertberichtigungen konnten im Jahr 2011 aufgrund der wirtschaftlichen Erholung weiter reduziert werden.
4)
Dabei wird den Besonderheiten unseres Fördergeschäfts Rechnung getragen.
5)
Bei der KfW IPEX-Bank wird die Übernahme der Zuständigkeit für Watch-List-Fälle einzelfallabhängig durch das Risikomanagement in Abstimmung
mit der für Restrukturierungen zuständigen Einheit entschieden.
MAXIMALES AUSFALLRISIKO
Das maximale Ausfallrisiko aus Finanzinstrumenten gemäß IFRS 7.36 besteht für den Konzern im Totalausfall der jeweiligen
Risikopositionen. Hierbei sind ebenfalls die Eventualverbindlichkeiten und die Unwiderruflichen Kreditzusagen zu berücksichtigen. Die
Buchwerte sind bereits um die Risikovorsorge gekürzt.
Zahlungsrückstände ergaben sich zum Bilanzstichtag nur bei den Forderungen an Kreditinstitute und Kunden sowie bei Finanzanlagen,
individuelle Wertminderungen darüber hinaus noch bei den Eventualverbindlichkeiten und Unwiderruflichen Kreditzusagen.
Maximales Ausfallrisiko (in Mio. EUR)
Forderungen an
Kreditinstitute
Forderungen an Kunden
Wertanpassungen aus Macro
Hedging
2011
2010
2011
2010
2011
2010
Buchwert als Äquivalent für das
maximale Ausfallrisiko
290.810
263.222
113.528
102.878
13.468
7.478
Risikovorsorge
162
200
4.778
5.221
0
0
Buchwert weder überfällig noch
wertgemindert
290.308
262.969
110.392
100.984
13.468
7.478
darauf angerechnete Sicherheiten
191.053
170.154
27.690
23.627
0
0
Derivate im Hedge
Accounting; Sonstige
Derivate
Finanzanlagen; Anteile an
nach Equity-Methode
bilanzierten Unternehmen
Eventual- verbindlichkeiten;
Unwiderrufliche
Kreditzusagen
2011
2010
2011
2010
2011
2010
Buchwert als Äquivalent für das
maximale Ausfallrisiko
41.494
29.891
31.904
35.236
62.007
72.257
Risikovorsorge
0
0
15
20
256
484
Buchwert weder überfällig noch
wertgemindert
41.494
29.891
31.625
34.993
62.003
72.256
darauf angerechnete Sicherheiten
11.520
9.353
1.677
94
1.659
2.828
Überfällige und nicht individuell wertgeminderte Finanzinstrumente (in Mio. EUR)
Forderungen an
Kreditinstitute
Forderungen an Kunden
Finanzanlagen; Anteile an
nach Equity-Methode
bilanzierten Unternehmen
2011
2010
2011
2010
2011
2010
Buchwert weniger als 90 Tage
überfällig
323
86
882
268
2
1
Buchwert 90 Tage überfällig und
mehr
24
16
985
215
0
0
Gesamt
347
102
1.867
483
2
1
darauf angerechnete Sicherheiten
310
56
461
257
0
0
Individuell wertgeminderte Finanzinstrumente (in Mio. EUR)

image
Forderungen an Kreditinstitute
Forderungen an Kunden
2011
2010
2011
2010
Buchwert
154
151
1.268
1.411
darauf gebildete Einzelwertberichtigungen,
Rückstellungen
66
88
4.232
4.483
darauf angerechnete Sicherheiten
35
26
540
428
Finanzanlagen; Anteile an nach
Equity-Methode bilanzierten
Unternehmen
Eventualverbindlichkeiten;
Unwiderrufliche Kreditzusagen
2011
2010
2011
2010
Buchwert
277
242
4
1
darauf gebildete Einzelwertberichtigungen,
Rückstellungen
0
0
210
429
darauf angerechnete Sicherheiten
6
7
0
0
Im Geschäftsjahr 2011 sind von 553 Mrd. EUR (Vorjahr: 511 Mrd. EUR) ausstehenden Finanzinstrumenten des Konzerns 1,7 Mrd. EUR
(netto, nach Abzug der Risikovorsorge, Vorjahr: 1,8 Mrd. EUR) als individuell wertgemindert eingestuft. Die potenziellen Ausfälle sind
vorsichtig bewertet und insgesamt mit 4,5 Mrd. EUR (Vorjahr: 5,0 Mrd. EUR) wertmindernd berücksichtigt. Darin enthalten ist die
Vorsorge für die Risiken aus den verschiedenen Maßnahmen zur Rettung der IKB in Höhe von 3,2 Mrd. EUR (Vorjahr: 3,7 Mrd. EUR)
6)
.
Neben der Vorsorge für akute Ausfallrisiken trifft der Konzern auch für latente Ausfallrisiken (wirtschaftliche und politische Risiken)
Vorsorge. Per 31.12.2011 ergibt sich für das nicht individuell wertgeminderte Geschäft eine Risikovorsorge von insgesamt 0,7 Mrd.
EUR (Vorjahr: 0,9 Mrd. EUR). Die Besicherung der Kredite aus dem Konzernportfolio ist vor allem durch das bankdurchgeleitete
Geschäft sowie das durch die Bundesrepublik Deutschland bzw. einzelne Bundesländer garantierte Fördergeschäft geprägt
7)
. Dabei
fällt der weitaus größte Teil der Besicherung auf abgetretene Endkreditnehmerforderungen im Rahmen des bankdurchgeleiteten
Geschäfts. Dingliche Sicherheiten wie zum Beispiel Schiffe und Flugzeuge spielen in Bezug auf den Gesamtbestand der Sicherheiten
nur eine untergeordnete Rolle.
Das hohe Exposure der Derivate mit positiven Marktwerten relativiert sich durch die mit den Kontrahenten getroffenen
Nettingabreden. Diese umfassen auch Derivate mit negativen Marktwerten und verringern das Kontrahentenrisiko substanziell.
Im Berichtsjahr ist ein Anstieg der überfälligen und nicht individuell wertgeminderten Forderungen zu verzeichnen. Bei den weniger als
90 Tage überfälligen Forderungen handelt es sich im Wesentlichen um Rückstände von einem Tag, die inzwischen beglichen wurden.
In den rückständigen Kundenforderungen von 90 Tagen und länger sind ausgefallene Forderungen aus dem "KfW-Sonderprogramm"
enthalten. Aufgrund der vollständigen Bundesgarantie für diese Geschäfte wurde keine individuelle Risikovorsorge gebildet. Im
Berichtsjahr hat der Konzern keine wesentlichen zuvor als dingliche Sicherheit gehaltenen Vermögenswerte in Besitz genommen.
PORTFOLIOSTRUKTUR
Das Zusammenwirken der Risikoeigenschaften der Einzelengagements im Konzern-Kreditportfolio wird mit Hilfe eines internen
Portfoliomodells beurteilt. Die Bündelung großer Portfolioanteile auf einzelne Kreditnehmer oder Kreditnehmergruppen birgt das Risiko
existenzgefährdender Großausfälle. Das Risikocontrolling bewertet - basierend auf dem ökonomischen Kapitalkonzept - Einzel-,
Branchen- und Länderrisikokonzentrationen. Die Konzentrationen werden primär über den ökonomischen Kapitalbedarf gemessen. So
ist sichergestellt, dass sowohl hohe Volumina und ungünstige Ausfallwahrscheinlichkeiten als auch unvorteilhafte Korrelationen der
Risiken untereinander Berücksichtigung finden. Die Ergebnisse bilden eine zentrale Grundlage für die Steuerung des Kreditportfolios.
Regionen
Das Kreditportfolio
8)
des Konzerns entfällt per 31. Dezember 2011 gemessen am ökonomischen Kapitalbedarf zu 67 % (Vorjahr: 73
%) auf die Eurozone. In Deutschland führt im Wesentlichen die Angleichung der ökonomischen Kapitalunterlegung für inländisches
staatlich garantiertes Kreditgeschäft inkl. des Kreditgeschäfts mit Landesförderinstituten an die aufsichtsrechtliche Behandlung
(Nullgewichtung) zu einem deutlichen Rückgang der Kapitalbindung. Rückführungen bei Globaldarlehen und Pfandbriefen in Portugal
sowie bei Termineinlagen in Frankreich und Österreich führen in der Eurozone (ohne Deutschland) zu einer geringeren Kapitalbindung.
Ökonomischer Kapitalbedarf (verteilt auf Regionen), 2011
6)
Das Zuweisungsgeschäft im Rahmen der Stützungsmaßnahmen für Griechenland über 22,3 Mrd. EUR ist vollständig durch eine Bundesgarantie
abgesichert und wird daher nicht im Portfolio individuell wertgeminderter Finanzinstrumente ausgewiesen.
7)
Hier werden die Sicherheiten so dargestellt, wie sie auch für die interne Steuerung für wirtschaftliche Risiken angerechnet werden.
Partizipationswirkungen der Sicherheiten untereinander werden berücksichtigt, um den Ausweis von Doppelbesicherungen zu vermeiden.
8)
Das Kreditportfolio enthält hier den Bestand an Krediten und Finanzanlagen im performenden Geschäft.

image
image
Branchen
Der hohe Anteil der Finanzindustrie am Gesamt-Kapitalbedarf für Kreditrisiken ist auf den Förderauftrag des Konzerns zurückzuführen.
Der weit überwiegende Teil unserer inländischen Förderung erfolgt über bankdurchgeleitete Kredite. Der Rückgang der Kapitalbindung
in der Finanzindustrie ist im Wesentlichen auf die bereits erwähnte Nullanrechnung des Kreditgeschäfts mit inländischen staatlich
garantierten Landesförderinstituten zurückzuführen. In der Branche Rohstoffe führt vor allem Neugeschäft im Bereich der
erneuerbaren Energien zum Anstieg der Kapitalbindung.
Ökonomischer Kapitalbedarf (verteilt auf Branchen), 2011
Bonität
Da die Bonität die Höhe des ökonomischen Kapitalbedarfs stark beeinflusst, ist es bei der Analyse der Bonitätsstruktur sinnvoll, die
Verteilung des Netto-Exposures nach Bonitätsklassen zu betrachten. Die bereits genannte Nullgewichtung des inländischen staatlich
garantierten Kreditgeschäfts führt zu einem starken Rückgang des Netto-Exposures im Investment-Grade-Bereich.
Dadurch steigt der relative Anteil der anderen Bonitätsklassen in Bezug auf das Netto-Exposure des Gesamtportfolios. Die
durchschnittliche Ausfallwahrscheinlichkeit des Konzern-Kreditportfolios ist jedoch gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Das
Konzern-Kreditportfolio verfügt damit unverändert über eine gute Bonitätsstruktur.
Bonitätsstruktur nach Netto-Exposure, 2011
Strukturierte Produkte im Konzernportfolio
In diesem Abschnitt wird das Konzernportfolio an strukturierten Produkten, unterschieden in Asset Backed Securities (ABS) und
Plattformverbriefungen (PROMISE, PROVIDE), gesondert dargestellt.
Asset Backed Securities
Neben den ABS-Papieren im Eigenbestand besitzt der Konzern weitere ABS-Investments in Spezialfonds. Diese Investments wurden
im vergangenen Jahr erneut reduziert.
Der Nominalwert der ABS-Papiere beträgt zum Stichtag 31.12.2011 rund 4,4 Mrd. EUR. Unter Berücksichtigung der Mark-to-Market-
Bewertung für zum beizulegenden Zeitwert bewertete Papiere sowie gebildete Wertberichtigungen beläuft sich der Bilanzwert (inkl.
der anteiligen Zinsen) des Portfolios auf 4,1 Mrd. EUR. In den nachfolgenden Übersichten ist die Zusammensetzung des ABS-Portfolios
nach Assetklassen, Ratingeinstufung und geografischer Verteilung der Forderungen in den Verbriefungsportfolios dargestellt.
Darstellung des Exposures auf Basis von Nominalwerten, 31.12.2011
CLO
Mio. EUR
RMBS
Mio. EUR
CMBS
Mio. EUR
CDO
Mio. EUR
ABS &
Sonstige
Mio. EUR
Gesamt
2011
Mio. EUR
Gesamt
2010
Mio. EUR
Investment Grade
1.573
862
323
14
849
3.621
4.123
Non-Investment Grade
276
22
-
2
1
301
322
Watch-List
35
65
6
-
-
107
80
Default
202
13
47
142
-
404
471
2.086
962
377
158
850
4.433
4.995
Geografische Verteilung des Assetpools (gemessen am Nominalwert), 2011

image
Das Portfoliovolumen ist gegenüber dem Vorjahreswert aufgrund von Tilgungen und vereinzelten Verkäufen weiter zurückgegangen (-
0,6 Mrd. EUR nominal). Der Vergleich der Ratingstruktur des Portfolios zeigt eine Entlastung des Default-Bestandes, die auf Tilgungen
und Bonitätsverbesserungen zurückzuführen ist. Die geografische Verteilung des Assetpools hat sich gegenüber dem Vorjahr kaum
verändert, der regionale Schwerpunkt des ABS-Portfolios liegt weiterhin in Europa.
Insgesamt zeichnen sich europäische und damit auch deutsche Verbriefungen durch eine solide Performance aus. Die kumulierten
Ausfallraten europäischer Verbriefungen liegen weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau.
Der Konzern trägt zudem über die Risikoabschirmungsmaßnahmen zugunsten der IKB indirekt weitere Risiken aus strukturierten
Wertpapieren. So ist der Konzern in Liquiditätslinien der IKB zur Refinanzierung der Ankaufsgesellschaften des Conduits Rhineland
Funding Capital Corporation eingetreten. Unter Berücksichtigung von Tilgungen und Verlustrealisierungen verbleiben zum 31.12.2011
Forderungen in Höhe von 3,4 Mrd. EUR gegenüber den Ankaufsgesellschaften, für die Wertberichtigungen in Höhe von 3,1 Mrd. EUR
gebildet wurden.
Plattformverbriefungen
Über die Verbriefungsplattform PROMISE können Kreditinstitute synthetisch Kreditrisiken aus Mittelstandskreditportfolios in den
Kapitalmarkt transferieren. Mit dem Verbriefungsprogramm PROVIDE, das auf die Verbriefung von privaten Wohnungsbaukrediten
abzielt, ergänzt die KfW ihr Förderinstrumentarium. Die Verbriefung von Hypothekendarlehen und die Verbriefung von
Unternehmenskrediten machen zum Stichtag 31.12.2011 jeweils rund die Hälfte des Engagementbestandes bei
Plattformverbriefungen aus. Per 31.12.2011 belief sich das Verbriefungsvolumen über die Plattformen auf insgesamt 8,4 Mrd. EUR.
Davon sind 8,3 Mrd. EUR über Portfolio-CDS bzw. Credit-Linked Schuldscheine besichert. Mit den verbleibenden rund 0,05 Mrd. EUR
hat der Konzern Risiken aus Senior-Tranchen einbehalten. Der Rückgang des Verbriefungsvolumens gegenüber dem Vorjahr (- 7,0
Mrd. EUR) resultiert vornehmlich aus der Nutzung der Kündigungsoptionen der Originator-Banken. Zudem wurde im vergangenen Jahr
2011 kein Neugeschäft getätigt.
Das Risiko im Plattformgeschäft wird maßgeblich durch die Qualität der verbrieften Portfolios beeinflusst. Unmittelbare
Verlusterwartungen für die KfW bestehen derzeit nicht.
Engagements in europäischen Krisenstaaten
Nettobuchwert (inkl. offener Zusagen)
Risikoland
31.12.2011
31.12.2010
Mio. EUR
davon besichert
Mio. EUR
Mio. EUR
davon besichert
Mio. EUR
Griechenland
22.398
22.320
22.657
22.341
davon staatliche Schuldner
22.380
22.307
22.611
22.324
davon Finanzinstitute
18
13
46
17
Spanien
3.211
2.510
3.644
2.904
davon staatliche Schuldner
399
-
121
-
davon Finanzinstitute
2.812
2.510
3.523
2.904
Italien
1.746
652
3.110
717
davon staatliche Schuldner
387
-
464
-
davon Finanzinstitute
1.359
652
2.646
717
Irland
1.486
1.211
1.832
1.156
davon staatliche Schuldner
2
-
2
-
davon Finanzinstitute
1.484
1.211
1.830
1.156
Portugal
560
236
2.689
1.603
davon staatliche Schuldner
115
-
118
-
davon Finanzinstitute
445
236
2.571
1.603
Gesamt
29.401
26.928
33.932
28.722
Dargestellt werden hier die Nettobuchwerte
9)
der KfW gegenüber staatlichen Schuldnern (inkl. Kommunen und Gemeinden) der
besonders von der europäischen Staatsschuldenkrise betroffenen Staaten und gegenüber Finanzinstituten in diesen Ländern.
Von dem gezeigten Engagement entfallen per 31.12.2011 insgesamt 27.248 Mio. EUR (Vorjahr: 31.652 Mio. EUR) in die
Bewertungskategorie Kredite und Forderungen, 55 Mio. EUR (Vorjahr: 55 Mio. EUR) in die Bewertungskategorie bis zur Endfälligkeit zu
haltende Finanzinvestitionen, 763 Mio. EUR (Vorjahr: 985 Mio. EUR) in die Bewertungskategorie zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte und 1.335 Mio. EUR (Vorjahr: 1.240 Mio. EUR) in die Bewertungskategorie erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte.

image
Die größte Position stellt das (durch eine Bundesgarantie abgesicherte) Zuweisungsgeschäft des Bundes für Griechenland aus dem
Jahr 2010 in Höhe von 22,3 Mrd. EUR dar. Bei den anderen Positionen gegenüber staatlichen Schuldnern handelt es sich überwiegend
um Anleihen, die im Liquiditätsportfolio gehalten werden. Das Engagement gegenüber Finanzinstituten entfällt zum überwiegenden
Teil auf Pfandbriefe. Daneben setzt es sich vor allem aus Globaldarlehen, Finanzderivaten und Bankanleihen zusammen. Die
Besicherung umfasst - neben der Bundesgarantie für das Zuweisungsgeschäft mit Griechenland - vor allem Barsicherheiten in Höhe
von 0,9 Mrd. EUR (Vorjahr: 0,9 Mrd. EUR) aus dem Derivategeschäft. Zudem wurden auch die im Portfolio enthaltenen Pfandbriefe in
Höhe von 3,4 Mrd. EUR (Vorjahr: 5,2 Mrd. EUR) als besichertes Engagement dargestellt.
9)
Die Nettobuchwerte wurden in Abhängigkeit von ihrer IAS-39-Bewertungskategorie unter Berücksichtigung von ggf. erfassten Wertminderungen
bzw. Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert ermittelt und beinhalten auch anteilige Zinsforderungen. Bei den Derivaten erfolgt eine Verrechnung
von gegenläufigen Geschäften mit gleichen Kontrahenten aufgrund vertraglicher Aufrechnungsmöglichkeiten unabhängig von den Vorgaben einer
bilanziellen Verrechnung. Darüber hinaus enthalten sind Unwiderrufliche Kreditzusagen und andere Eventualverpflichtungen.
In der internen Steuerung unterliegen die Engagements einer strikten und regelmäßigen Überwachung. In der Neugeschäftssteuerung
bestehen für das Geschäft mit bzw. in diesen Ländern erhöhte Besicherungsanforderungen, teilweise gilt auch ein grundsätzlicher
Neugeschäftsstopp. Im Laufe des Jahres wurden darüber hinaus die internen Ratingeinstufungen für diese Länder und dort ansässige
Banken abgestuft und somit unter anderem die Neugeschäftsspielräume insgesamt über alle Sektoren eingeschränkt. Da die KfW ihre
Risikosteuerung auf eigene interne Ratingeinstufungen stützt, haben Veränderungen der externen Kreditratings der Länder oder dort
ansässiger Banken durch unabhängige Ratingagenturen keinen unmittelbaren Einfluss auf die Risikobeurteilung der KfW.
Im Bestandsgeschäft wurde ein selektiver Abbau von Risikopositionen vorgenommen. Insbesondere durch Rückführungen von
Globaldarlehen und Pfandbriefen sowie durch die Umschichtung von Geldhandelsgeschäften hat die KfW ihr Exposure gegenüber
Finanzinstituten insbesondere in Italien, Portugal und Spanien deutlich reduziert.
Marktpreisrisiko
Marktpreisrisiken resultieren primär aus potenziellen Verlusten, die aufgrund von Änderungen
der Zinsstruktur (Zinsänderungsrisiken),
der Wechselkurse (Währungsrisiken),
von emittentenbedingten Aufschlägen auf den Zinssatz von Wertpapieren (Credit Spread-Risiken) und
der sonstigen Marktpreise (zum Beispiel Aktienkurse, Rohwarenpreise)
entstehen können. Die KfW und ihre Tochtergesellschaften sind keine Handelsbuchinstitute; ihre Marktpreisrisiken beschränken sich
daher auf das Anlagebuch. Die größte Konzentration innerhalb der Marktpreisrisiken liegt beim Zinsänderungsrisiko mit im
Jahresverlauf durchschnittlich 75 % des ökonomischen Kapitalbedarfs.
Im Jahr 2011 wurden die Modelle zur Messung von Zins- und Währungsrisiken mit dem Ziel einer KfW-gruppenweiten
Vereinheitlichung und methodischen Weiterentwicklung grundlegend überarbeitet:
Die Methodik zur Berechnung des ökonomischen Kapitalbedarfs für Zinsänderungsrisiken wurde im Jahr 2011 überarbeitet.
Anstelle der bisher verwendeten Monte-Carlo-Simulation auf Basis eines Cox-Ingersoll-Ross-Zinsstrukturmodells wird künftig
ein parametrisches Delta-Normal-Modell verwendet. Die neue Methodik wird ab dem 01.01.2012 eingesetzt. Damit werden
die Effekte aus der Umstellung erst im Jahr 2012 sichtbar. Der sich aus diesen Anpassungen ergebende Mehrbedarf an
ökonomischem Kapital beträgt etwa 800 Mio. EUR.
Zur Messung des ökonomischen Kapitalbedarfs für Währungsrisiken wurde neben der bilanziellen Sicht die ökonomische
(barwertige) Sicht als primäres Steuerungsinstrument etabliert. Die Definition des ökonomischen Kapitalbedarfs wurde
ebenfalls überarbeitet (siehe Abschnitt Währungsrisiken)
Auf die Berücksichtigung von Diversifikationseffekten zwischen Markt- und Kreditrisiken wird bei der Ermittlung des
ökonomischen Kapitalbedarfs seit 30.06.2011 zugunsten einer auch in extremen Marktsituationen konservativen Darstellung
verzichtet.
Eine Übersicht über die wesentlichen methodischen Weiterentwicklungen und den jeweiligen Beginn ihres Einsatzes im Jahr 2011 gibt
die unten stehende Grafik.
Insgesamt binden die Marktpreisrisiken im Konzern per 31.12.2011 ökonomisches Kapital in Höhe von 3.584 Mio. EUR. Diese Position
setzt sich zusammen aus folgenden Einzelrisiken:
Ökonomischer Kapitalbedarf für Marktpreisrisiken

31.12.2011
Mio. EUR
31.12.2010
Mio. EUR
Zinsänderungsrisiken
2.430
1.623
Währungsrisiken
480
114
Credit Spread-Risiken
511
425
Sonstige Marktpreisrisiken
163
121
Marktpreisrisiko
3.584
2.283
Zinsänderungsrisiken
Die wesentlichste Marktpreisrisikokomponente im KfW-Konzern ist das Zinsänderungsrisiko. Der Konzern geht begrenzte
Zinsänderungsrisiken zur Nutzung langfristiger Ertragschancen ein. Zinsänderungsrisiken ergeben sich auch durch die besondere
Ausgestaltung des inländischen Förderkreditgeschäftes mit den Möglichkeiten zur außerplanmäßigen Kreditrückzahlung. Der Konzern
berücksichtigt dies in der Risikosteuerung, indem er das geschätzte Volumen künftig zufließender außerplanmäßiger Tilgungen in seine
Refinanzierungsstrategie einbezieht.
Im Rahmen der Erfassung von Zinsänderungsrisiken des Anlagebuchs werden alle bewertungsrelevanten Datenbestände bei der
Erstellung von Zinsbindungsbilanzen (EUR, USD und GBP) berücksichtigt. Auf dieser Grundlage führt der Konzern zur Bewertung
seiner Zinsrisikoposition regelmäßig Value-at-Risk-Berechnungen durch.
Wesentliche optionale Bestandteile des Geschäfts werden im Cashflow der KfW berücksichtigt. Der ökonomische Kapitalbedarf wird -
analog zum Kreditrisiko - für einen Zeitraum von einem Jahr ermittelt. Ergänzt wird diese Berechnung durch regelmäßige Stresstests,
durch die mögliche Verluste bei extremen Marktbedingungen geschätzt werden. Diese wurden an aktuelle aufsichtliche
Anforderungen
10)
angepasst. Neben der vorgegebenen parallelen Verschiebung der Zinsstrukturkurve wurden Szenarien wie die
Drehung der Zinsstrukturkurve und Verlängerung der Haltedauer einbezogen.
Der Kapitalbedarf für Zinsänderungsrisiken ist zum Stichtag 31.12.2011 gestiegen. Wesentliche Treiber für den Anstieg sind geänderte
Korrelationsannahmen sowie eine leicht erhöhte Risikoposition, die sowohl das eigen- als auch das fremdfinanzierte Buch beinhaltet.
Währungsrisiken
Fremdwährungskredite werden weitgehend in gleicher Währung refinanziert oder über entsprechende
Währungssicherungsinstrumente abgesichert. Offene bilanzielle Währungspositionen, die durch den Zufluss von Margen oder durch
Wertberichtigungen entstehen, werden hierbei grundsätzlich zeitnah geschlossen. Fremdwährungsbeteiligungen der DEG und im
geringen Umfang Förderinstrumente der KfW Entwicklungsbank werden nur dann in gleicher Währung refinanziert, wenn dies möglich
und sinnvoll ist.
In den Jahren 2010 und 2011 wurde die Vorgehensweise zur Messung und Steuerung von Fremdwährungsrisiken grundlegend
überarbeitet. Die wesentlichste Änderung betrifft die Umstellung der Risikomessung von einer HGB-bilanziellen Sicht auf eine
ökonomische (barwertige) Sichtweise. Damit lässt sich das Fremdwährungsrisiko des Konzerns unabhängig von Bilanzierungsnormen
konsistent abbilden.
Das neue Steuerungskonzept für Währungsrisiken orientiert sich stärker an den operativen Rahmenbedingungen. Bei Währungsrisiken
ist es sowohl unter Marktgesichtspunkten als auch unter dem Gesichtspunkt der operativen Prozesse möglich, die Risikopositionen
kurzfristig zu schließen, wenn der operative Wertverlust im Kalenderjahr einen vorab definierten Stop-Loss-Puffer überschreitet. Der
ökonomische Kapitalbedarf wird daher neu als Summe aus diesem Puffer und einem "Positionsrisiko" (möglicher Verlust während der
Schließungsphase) ermittelt. Zur Bestimmung des Positionsrisikos wird das Risikomaß Value-at-Risk verwendet, wobei sich die
Haltedauer am Zeitbedarf für die Positionsschließung (zwei Monate) orientiert. Das Ziel, Wechselkurseffekte auf die Gewinn- und
Verlustrechnung zu vermeiden, wurde innerhalb des Steuerungskonzeptes grundsätzlich beibehalten.
Der Anstieg des Kapitalbedarfs für Währungsrisiken zum 31.12.2011 beruht im Wesentlichen auf dieser Umstellung der Methodik.
Credit Spread-Risiken
Für den Konzern werden Risiken aus Credit Spread-Veränderungen bei Positionen in den Haltekategorien zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte und erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte eingeschätzt. Der
ökonomische Kapitalbedarf wird mittels einer historischen Simulation auf Basis einer Zeitreihe, die das vergangene Jahr umfasst (250
Handelstage), ermittelt. Zunächst wird der Value-at-Risk für einen Tag Haltedauer zum Konfidenzniveau 95 % aus historischen Credit
Spread-Veränderungen bestimmt und dann auf einen Zeitraum von einem Jahr und auf das Solvenzniveau 99,99 % skaliert.
10)
Aufsichtsrechtlich vorgeschriebene Parallelverschiebung der Zinskurven um 200 BP nach oben (bzw. 200 BP nach unten). Das jeweils
ungünstigere Ergebnis wird berichtet. Bis einschließlich Oktober 2011 betrug der BP-Shift + 130 BP (bzw. -190 BP).
Der gestiegene Bedarf an ökonomischem Kapital zur Unterlegung von Credit Spread-Risiken ist im Wesentlichen auf die
Spreadvolatilität infolge der Euro-Schuldenkrise zurückzuführen.
Sonstige Marktpreisrisiken
Die sonstigen Marktpreisrisiken umfassen Risiken aus bestimmten Beteiligungen und Rohwarenpreisrisiken aus CO
2
-Zertifikaten. Die
Risiken aus CO
2
-Zertifikaten entstehen, da der Konzern sich entschlossen hat, als Intermediär zwischen Verkäufern und Käufern von
CO
2
-Zertifikaten aufzutreten. Hierbei werden Zertifikate auch im eigenen Bestand gehalten.
Die sonstigen Marktpreisrisiken werden pro Risikoart über einen eigenständigen Varianz/Kovarianz-Ansatz gemessen. Alle benötigten
Parameter (Volatilität der Kurse sowie der Erwartungswert der Veränderungen der Kurse) werden aus historischen Daten ermittelt. Die
Historien zur Schätzung der Modellparameter bestehen für CO
2
-Zertifikate aus täglichen Kursen seit Juni 2005 und für die
Aktienkursrisiken aus monatlichen Kursen seit Anfang 2005.

Der ökonomische Kapitalbedarf für die sonstigen Marktpreisrisiken stieg hauptsächlich aufgrund eines höheren Wertes der
Beteiligungen der KfW.
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko eines Unternehmens, fällige Zahlungen nicht zeitgerecht erfüllen zu können. Es wird
zwischen dem Instituts-Liquiditätsrisiko (Risiko, Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen zu können) und dem Markt-
Liquiditätsrisiko (Risiko, benötigte Zahlungsmittel nur zu höheren Kosten als dem risikoadäquaten Zinssatz besorgen zu können)
unterschieden.
Primäres Ziel des Liquiditätsmanagements ist die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit des Konzerns, das heißt der KfW
einschließlich ihrer Tochtergesellschaften. Zwar sind die Töchter für ihre Liquiditätssicherung, -steuerung und die Einhaltung
bestehender aufsichtsrechtlicher Vorgaben selbst verantwortlich. Jedoch steht die KfW als Abschlusspartner für sämtliche
Handelsgeschäfte ihrer Tochtergesellschaften und insbesondere deren Refinanzierung zur Verfügung. Aus diesem Grund sind die
Liquiditätserfordernisse der Töchter sowohl in der Refinanzierungsplanung des Konzerns als auch im Liquiditätssicherungskonzept
enthalten.
Die Liquiditätsrisikomessung erfolgt auf Basis der aufsichtsrechtlichen Liquiditätsrisikokennzahl, des Ausnutzungsgrads gemäß KfW-
Gesetz sowie ökonomischer Szenarioanalysen.
Eine wesentliche Komponente für die Einschätzung des Liquiditätsrisikos stellen vertragliche Zahlungsverpflichtungen
(Kapitalrückzahlungen und Zinsverpflichtungen) des KfW-Konzerns aus Finanzinstrumenten dar, die in der folgenden Tabelle nach
Laufzeiten gegliedert sind:
Zahlungsverpflichtungen aus Finanzinstrumenten nach Laufzeitbändern, 31.12.2011
1)
Bis ein Monat
Mio. EUR
Mehr als ein
Monat bis
drei Monate
Mio. EUR
Mehr als drei
Monate bis
ein Jahr
Mio. EUR
Mehr als ein
Jahr bis fünf
Jahre
Mio. EUR
Mehr als fünf
Jahre
Mio. EUR
Summe
Mio. EUR
Verpflichtungen aus
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten und Kunden
20.880
4.634
6.906
11.852
15.296
59.568
Verpflichtungen aus Verbrieften
Verbindlichkeiten
25.411
21.708
50.035
203.733
147.594
448.482
Nettoverpflichtungen aus
derivativen Finanzinstrumenten
- 983
- 611
- 1.698
- 9.673
- 21.818
- 34.785
darunter: Verpflichtungen aus
derivativen Finanzinstrumenten
16.391
18.853
36.274
147.495
91.276
310.288
Verpflichtungen aus nachrangigen
Verbindlichkeiten
0
0
146
314
3.303
3.763
Verpflichtungen aus
bilanzwirksamen
Finanzinstrumenten
45.308
25.731
55.389
206.226
144.374
477.028
Eventualverbindlichkeiten
6.287
0
0
0
0
6.287
Unwiderrufliche Kreditzusagen
55.720
0
0
0
0
55.720
Verpflichtungen aus nicht
bilanzwirksamen
Finanzinstrumenten
62.008
0
0
0
0
62.008
Verpflichtungen aus
Finanzinstrumenten
107.315
25.731
55.389
206.226
144.374
539.036
1)
Die Nettoverpflichtungen aus Derivaten umfassen Zahlungsverpflichtungen, saldiert mit den gegenläufigen Zahlungsansprüchen aus den
Kontrakten; die Bruttozahlungsverpflichtungen sind als Verpflichtungen aus derivativen Finanzinstrumenten ausgewiesen. Für die Unwiderruflichen
Kreditzusagen und Eventualverbindlichkeiten erfolgt eine pauschale Zuordnung zum ersten Laufzeitband.
Zahlungsverpflichtungen aus Finanzinstrumenten nach Laufzeitbändern, 31.12.2010
1)
Bis ein Monat
Mio. EUR
Mehr als ein
Monat bis
drei Monate
Mio. EUR
Mehr als drei
Monate bis
ein Jahr
Mio. EUR
Mehr als ein
Jahr bis fünf
Jahre
Mio. EUR
Mehr als fünf
Jahre
Mio. EUR
Summe
Mio. EUR
Verpflichtungen aus
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten und Kunden
13.355
2.848
1.831
13.366
18.979
50.380
Verpflichtungen aus Verbrieften
Verbindlichkeiten
9.855
15.183
34.179
199.748
143.622
402.587
Nettoverpflichtungen aus
derivativen Finanzinstrumenten
- 674
- 327
- 3.201
- 6.453
-14.208
-24.862
darunter: Verpflichtungen aus
derivativen Finanzinstrumenten
2)
13.612
29.820
26.783
151.925
103.174
325.315
Verpflichtungen aus nachrangigen
Verbindlichkeiten
0
0
146
404
3.359
3.909

Bis ein Monat
Mio. EUR
Mehr als ein
Monat bis
drei Monate
Mio. EUR
Mehr als drei
Monate bis
ein Jahr
Mio. EUR
Mehr als ein
Jahr bis fünf
Jahre
Mio. EUR
Mehr als fünf
Jahre
Mio. EUR
Summe
Mio. EUR
Verpflichtungen aus
bilanzwirksamen
Finanzinstrumenten
22.536
17.705
32.956
207.065
151.752
432.014
Eventualverbindlichkeiten
6.982
0
0
0
0
6.982
Unwiderrufliche Kreditzusagen
65.276
0
0
0
0
65.276
Verpflichtungen aus nicht
bilanzwirksamen
Finanzinstrumenten
72.257
0
0
0
0
72.257
Verpflichtungen aus
Finanzinstrumenten
94.793
17.705
32.956
207.065
151.752
504.271
1)
Die Nettoverpflichtungen aus Derivaten umfassen Zahlungsverpflichtungen, saldiert mit den gegenläufigen Zahlungsansprüchen aus den
Kontrakten; die Bruttozahlungsverpflichtungen sind als Verpflichtungen aus derivativen Finanzinstrumenten ausgewiesen. Für die Unwiderruflichen
Kreditzusagen und Eventualverbindlichkeiten erfolgt eine pauschale Zuordnung zum ersten Laufzeitband.
2)
Anpassung der Vorjahresvergleichszahlen aufgrund methodischer Verfeinerung. Nicht zahlungswirksame Verpflichtungen aus Nominalwerten
zinsbezogener Derivate werden nicht mehr berücksichtigt.
Die Liquiditätsrisikosteuerung basiert auf Szenariorechnungen. In diesem Ansatz werden zunächst die erwarteten Zahlungseingänge
und alle Zahlungsausgänge für die nächsten zwölf Monate auf Basis des bereits kontrahierten Geschäfts als Ausgangspunkt betrachtet.
Dieser Basis-Cashflow wird um geplante und geschätzte Zahlungen (zum Beispiel Kapitalmarktaufnahmen, liquiditätswirksame
erwartete Kreditausfälle oder geplantes Neugeschäft) erweitert. Das Resultat stellt eine Übersicht über die benötigte Liquidität der KfW
in den nächsten zwölf Monaten dar. Die benötigte Liquidität wird für insgesamt vier Szenarien berechnet. Hierbei werden marktweite
und institutsspezifische Risikofaktoren gestresst und die Auswirkungen auf die Liquidität der KfW Bankengruppe bewertet.
Parallel wird das vorhandene Liquiditätspotenzial bestimmt. Dieses besteht im Wesentlichen aus dem EZB-Sicherheiten-Konto der
KfW, aktivischen Repos, Liquiditätsportfolios und dem am Markt regelmäßig platzierbaren Volumen an Commercial Papers. Das
vorhandene Liquiditätspotenzial wird analog den anderen Cashflow-Komponenten in den Szenarien "Stress Case (marktweit)", "Worst
Case (institutsspezifisch)" und "Worst Case" gestresst. Für jedes Szenario wird das Verhältnis von kumulierter benötigter Liquidität
zum kumulierten vorhandenen Liquiditätspotenzial berechnet. Diese Kennzahl darf den Wert 1 in allen Szenarien für unterschiedliche
Zeiträume nicht überschreiten. Im "Normal Case" beträgt der vorgegebene Zeithorizont zwölf Monate, im "Stress Case (marktweit)"
sechs Monate und in den beiden "Worst Case"-Szenarien jeweils drei Monate.
Die Ermittlung der Kennzahlen sowie das Reporting an das Marktpreis-Risiko-Komitee erfolgen monatlich. Folgende Tabelle zeigt die
Risikokennzahlen für die unterschiedlichen Szenarien per 31.12.2011:
Liquiditätsrisikokennzahlen der KfW per 31.12.2011
Kennzahl
Normal Case
0,29
Stress Case (marktweit)
0,47
Worst Case (institutsspezifisch)
0,41
Worst Case
0,51
Da die Kennzahl in allen vier Szenarien einschließlich des extrem konservativen "Worst Case" deutlich unter 1 liegt, stellt sich die
Liquiditätsposition der KfW aktuell als komfortabel dar.
Aktuelles Refinanzierungsumfeld
Die Verschärfung der europäischen Staatsschuldenkrise prägte die internationalen Finanzmärkte im Geschäftsjahr 2011. Entsprechend
war das allgemeine Marktumfeld von hoher Nervosität, Volatilität und Verunsicherung geprägt. Als sicher geltende
Kapitalanlagemöglichkeiten wie KfW-Anleihen waren daher besonders gefragt. Davon profitierte die Bank, sodass 2011 aus
Refinanzierungssicht ein sehr erfolgreiches Jahr mit einem Rekordemissionsvolumen wurde. Im Geschäftsjahr 2011 hat die KfW zur
langfristigen Refinanzierung 362 Anleihen in insgesamt elf verschiedenen Währungen begeben und damit langfristige Mittel im
Gegenwert von 79,7 Mrd. EUR aufgenommen. Auch in der kurzfristigen Refinanzierung am Geldmarkt konnte die KfW von der
weiterhin verhaltenen Risikobereitschaft vieler Investoren profitieren. Das hat die Nachfrage in den beiden Commercial-Paper-
Programmen der KfW auf vergleichsweise hohem Niveau gehalten. Für das Geschäftsjahr 2012 erwartet die KfW einen im Vergleich
zum Vorjahr stabilen langfristigen Refinanzierungsbedarf von rund 80 Mrd. EUR.
Operationelle Risiken und Betriebliches Kontinuitätsmanagement (Betriebsrisiken) sowie sonstige Risiken
Betriebsrisiken bilden in der KfW Bankengruppe den Oberbegriff für Operationelle Risiken und Risiken aus der Geschäftsunterbrechung
(Betriebliches Kontinuitätsmanagement).
Wesentliche Merkmale der Organisationsstruktur sind die Aufteilung in dezentrale Management- und zentrale Controlling-Einheiten
sowie die Anbindung an das Komitee für Operationelle Risiken. Das Management von Betriebsrisiken erfolgt dezentral in den Bereichen
und Tochtergesellschaften durch den jeweiligen Bereichsleiter bzw. Geschäftsführer und den jeweiligen Bereichskoordinator für
Operationelle Risiken und Betriebliches Kontinuitätsmanagement. Das Betriebsrisiko-Management-Team nimmt die Aufgaben des
zentralen Controllings von Betriebsrisiken im Bereich Risikomanagement und -controlling wahr. Es erarbeitet die Methoden und
Instrumente zur Identifikation und Bewertung von Betriebsrisiken und überwacht deren einheitliche Anwendung.
Das Management und Controlling Operationeller Risiken sowie das Betriebliche Kontinuitätsmanagement haben zum Ziel, potenzielle
Schäden für die KfW rechtzeitig zu erkennen und abzuwenden bzw. Notfälle und Krisen beherrschbar zu machen und die strukturelle
Einsatzfähigkeit der Bank trotz des Ausfalls wesentlicher Ressourcen sicherzustellen.

In Anlehnung an § 269 SolvV definiert die KfW das Operationelle Risiko als die Gefahr von Verlusten, die infolge der
Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten.
Diese Definition schließt Rechtsrisiken mit ein. Reputationsrisiken und strategische Risiken sind nicht beinhaltet. Eingetretene Verluste
werden in der KfW in einer OpRisk-Ereignisdatenbank erfasst.
Darüber hinaus erfolgt eine systematische Erfassung von Operationellen Risiken in den Risiko-Assessments, die in allen Bereichen und
über ausgewählte Prozessketten hinweg durchgeführt werden. Die Messung Operationeller Risiken innerhalb der Risiko-Assessments
erfolgt auf der Basis von datengestützten Expertenschätzungen, die mit einer Verteilungsannahme für Schadenshäufigkeit und
Schadenshöhe unterlegt werden. Die erhobenen Risikopotenziale durchgeführter Risiko-Assessments werden nach Abschluss der
Erhebung dem jeweiligen Bereichs- und Abteilungsleiter berichtet. Zur unterjährigen Überwachung der im Risiko-Assessment
festgestellten Risikopotenziale oberhalb eines festgelegten Grenzwertes ist die Implementierung von Risikoindikatoren dezentral durch
die jeweiligen Geschäftsbereiche zu prüfen. Nach jedem Quartal erfolgt ein ausführliches Detailreporting der erfassten
Schadensereignisse und ggf. daraufhin eingeleiteter Maßnahmen an die jeweiligen Bereiche. Der Gesamtvorstand, der Verwaltungsrat
und das Komitee für Operationelle Risiken werden im Rahmen des Risikoberichtes monatlich bzw. vierteljährlich informiert. Ab einer
festgelegten Schadenshöhe besteht zusätzlich ein Ad-hoc-Reporting.
Die Berechnung zur Eigenkapitalunterlegung Operationeller Risiken erfolgt nach dem Standardansatz gemäß § 272 SolvV. Per
31.12.2011 ergibt sich eine Unterlegung für das OpRisk in Höhe von 570 Mio. EUR (542 Mio. EUR für 2010). Im Rahmen der
ökonomischen Steuerung wird der nach dem Standardansatz berechnete regulatorische Kapitalbedarf definierten Geschäftsfeldern
zugeordnet. Dieser wird den tatsächlich eingetretenen Schadenssummen gegenübergestellt.
Für den Eintritt einer nicht vermeidbaren Geschäftsunterbrechung aufgrund interner oder externer Ereignisse ist ein Betriebliches
Kontinuitätsmanagement implementiert. Es handelt sich dabei um einen ganzheitlichen Managementprozess, der alle Aspekte für die
vier wesentlichen Ausfallszenarien Standortausfall (Gebäude oder Infrastruktur), IT-Systemausfall (inkl. Anlagen), Personalausfall und
Ausfall von Dienstleistern umfasst. Das Betriebliche Kontinuitätsmanagement berücksichtigt gleichermaßen präventive Komponenten
(Notfallvorsorge) und auch reaktive Komponenten (Notfall- und Krisenbewältigung).
Zur Steuerung im Rahmen des Betrieblichen Kontinuitätsmanagements werden die Geschäftsprozesse analysiert, nach ihrer Kritikalität
eingestuft und die jeweils unterstützenden Ressourcen betrachtet. Das Erkennen der kritischen Geschäftsprozesse und deren
Abhängigkeiten zu unterstützenden Ressourcen bildet die Grundlage für ein wirkungsvolles Betriebliches Kontinuitätsmanagement. Für
diese Geschäftsprozesse und die unterstützenden Ressourcen werden individuelle Maßnahmen erarbeitet, die sicherstellen, dass die
benötigte Verfügbarkeit gewährleistet wird und Risiken im wirtschaftlichen Rahmen reduziert werden. Dazu gehören
Notfallarbeitsplätze, Notfallpläne, Kommunikationsinstrumente und Alarmierungstools. Der Krisenstab der KfW übernimmt bei nicht zu
planenden Ereignissen die Leitung des gesamten Krisenmanagements und trainiert in regelmäßigen Krisenstabstests das
Zusammenspiel der Notfall- und Krisenorganisation.
Sofern Reputationsrisiken auf Operationellen Risiken beruhen, werden sie in der KfW Bankengruppe im Risikomanagementprozess
Operationeller Risiken bei den Risiko-Assessments, der Ereignisdatenerfassung sowie der Outsourcing-Risikoanalyse berücksichtigt.
Dem Rechtsrisiko begegnet der Konzern durch die frühzeitige Einbindung der eigenen Rechtsabteilung sowie durch die enge
Zusammenarbeit mit externen in- und ausländischen Rechtsberatern.
Beteiligungsrisiken
Bei der Steuerung von Beteiligungsrisiken im KfW-Konzern ist zwischen Risiken aus dem operativen und dem strategischen
Beteiligungsgeschäft zu unterscheiden.
Operative Beteiligungen
Operative Beteiligungen dienen der Durchführung des Förderauftrags der KfW bzw. der Erfüllung des Gesellschaftszwecks der
Tochtergesellschaften. Die konzernweit grundsätzlichen Regelungen für operative Beteiligungen werden über einen "Ordnungsrahmen"
vorgegeben. Auf bestimmte Beteiligungssegmente abgestimmte und spezifische Regeln werden darüber hinaus in "Sub-
Portfoliorichtlinien" niedergelegt. Die Risikomessung erfolgt für operative Beteiligungen analog zu den Kreditrisiken auf
Einzelengagementebene. In Bezug auf das Berichtswesen werden die Risiken des Beteiligungsportfolios zusätzlich in einem eigenen
Bericht dargestellt.
Strategische Beteiligungen
Die Betreuung der strategischen Beteiligungen erfolgt in einer spezialisierten Einheit auf Basis eines Beteiligungshandbuches, das
Rechtsgrundlagen, Strategien, Grundsätze, Verfahren und Zuständigkeiten des Beteiligungsmanagements abbildet. Zugang, Abgang
und Veränderungen strategischer Beteiligungen unterliegen definierten Due-Diligence-Prozessen und der Genehmigung durch den
Gesamtvorstand sowie durch den Verwaltungsrat der KfW. Das Eingehen einer Beteiligung> 25 % erfordert zusätzlich eine
Genehmigung des Bundesministeriums der Finanzen gemäß Bundeshaushaltsordnung (BHO). Individuelle Beteiligungsstrategien und
spezifische Risiken werden laufend überwacht und im Rahmen eines jährlichen Beteiligungsberichts - sowie in anlassbezogenen Ad-
hoc-Berichten - dem Gesamtvorstand vorgelegt. Darüber hinaus ist die KfW in Unternehmen mit maßgeblicher KfW-Beteiligung i. d. R.
auf Vorstandsebene in den Aufsichtsorganen vertreten.
Aufgrund der hohen Risikorelevanz für den Konzern sowie der einheitlichen Konzernsteuerung werden Risiken der KfW IPEX-Bank
sowie der DEG zum einen im Rahmen der Gruppenrisikosteuerung gemanagt - so werden zum Beispiel die Geschäftsaktivitäten der
Töchter im Durchschau-Prinzip ("Look-Through") auf die konzernweiten Limite angerechnet, ihren Geschäftsfeldern ökonomische
Kapitalbudgets zugewiesen und Vertreter der Töchter in die Konzern-Risikogremien eingebunden. Zum anderen erfolgt für diese
beiden Töchter eine Risikoüberwachung auf Stand-Alone Ebene. Diese Überwachung umfasst unter anderem ein regelmäßiges
Reporting im Rahmen des Konzern-Risikoberichts an den Gesamtvorstand.
Management von Compliance-Risiken
Die Einhaltung regulatorischer Vorgaben und selbst gesetzter Verhaltensstandards (Compliance) ist Teil der Unternehmenskultur der
KfW. Im Rahmen der Compliance-Organisation existieren in der KfW insbesondere Systeme für den Datenschutz sowie zur Prävention
von Insiderhandel, Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und sonstiger strafbarer Handlungen. Entsprechend bestehen verbindliche
Regelungen und Prozesse, die die gelebten Wertmaßstäbe und die Unternehmenskultur beeinflussen und kontinuierlich entsprechend

den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen sowie den Marktanforderungen angepasst werden. Compliance führt
diesbezüglich eigenständige Kontrollhandlungen zur Einhaltung und kontinuierlichen Verbesserung durch. Für die Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter der KfW finden regelmäßig Compliance-Schulungen statt. Neben diesen Präsenzschulungen sind auch E-Learning-
Programme verfügbar.
Internes Kontrollsystem
Ziel des Internen Kontrollsystems der KfW Bankengruppe (KfW IKS) ist es, durch geeignete Grundsätze, Maßnahmen und Verfahren
die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit und die Einhaltung der für die KfW Bankengruppe maßgeblichen
rechtlichen Vorschriften sowie den Schutz des Vermögens sicherzustellen.
Das IKS der KfW Bankengruppe orientiert sich dabei an den einschlägigen (bankenaufsichts-)rechtlichen Vorgaben
11)
, insbesondere
BilMoG, KWG und MaRisk sowie an einem marktüblichen Standard, dem COSO-Modell
12)
.
Analog dem COSO-Modell besteht das KfW IKS aus den fünf Komponenten Kontrollumfeld, Risikobeurteilung, Kontrollaktivität sowie
Information/Kommunikation und Überwachung, die sich auf alle Unternehmenseinheiten sowie Unternehmensfunktionen und -
prozesse der KfW Bankengruppe erstrecken und die in wechselseitigen Beziehungen zueinander stehen. Das Kontrollumfeld ist als der
Rahmen zu verstehen, innerhalb dessen die KfW Regelungen einführt und anwendet. Im Rahmen der Risikobeurteilung erfolgt die
Identifizierung, Analyse und Einschätzung der Risiken, die aus der Umsetzung der Unternehmensstrategie resultieren. Die
Kontrollaktivitäten zielen darauf ab, dass die Unternehmensziele effektiv erreicht werden und Risiken verhindert bzw. aufgedeckt
werden. Durch eine angemessene Information und Kommunikation in der KfW Bankengruppe wird ermöglicht, dass allen Beteiligten
die notwendigen Informationen im erforderlichen Umfang zur Verfügung stehen. Die Funktionsfähigkeit und Effektivität des KfW IKS
wird durch entsprechende Überwachungsmechanismen festgestellt.
Grundlage des KfW IKS bildet die schriftlich fixierte Ordnung. Sie setzt den Rahmen für eine ordnungsgemäße Geschäftsorganisation
in der KfW Bankengruppe und formuliert verbindliche Vorgaben bzw. Anforderungen zur Prozessdokumentation, zu Kontrollen sowie
für ein Organisationshandbuch. Aufbauorganisatorische Vorkehrungen und Kontrollen in den Arbeitsabläufen stellen eine
prozessintegrierte Überwachung sicher. Die prozessintegrierten Überwachungsmaßnahmen dienen der Vermeidung, Verringerung,
Aufdeckung und/oder der Korrektur von Bearbeitungsfehlern oder Vermögensschäden.
Das System wird ergänzt durch die Compliance, die auf Basis der gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen
Vorgaben/Rahmenbedingungen für die Themen Schutz personenbezogener Daten (Datenschutz), Geldwäsche- und Betrugsprävention,
Wertpapierhandel sowie für die Einhaltung von Finanzsanktionen und den Schutz gegen Terrorismusfinanzierung Maßnahmen definiert
und deren Einhaltung überwacht.
Die Wirksamkeit und Angemessenheit des KfW IKS wird zudem von der Internen Revision auf Basis der prozessunabhängig
durchgeführten Prüfungen beurteilt. Die detaillierte Umsetzung des IKS in der KfW und den rechtlich selbstständigen Töchtern DEG
und KfW IPEX-Bank richtet sich nach den jeweiligen Risikostrategien, Geschäftsfeldern und vorliegenden Rahmenbedingungen.
Die Gesamtverantwortung für das Interne Kontrollsystem der KfW liegt beim Vorstand, für die rechtlich selbstständigen Töchter DEG
und KfW IPEX-Bank bei der Geschäftsführung. Die Ausgestaltung und Umsetzung auf den verschiedenen Unternehmensebenen liegt
entsprechend der Organisation in der Verantwortung der jeweiligen Führungskräfte. Gegenüber den Aufsichtsorganen in der KfW
Bankengruppe erfolgt eine jährliche Berichterstattung.
Um die Wirksamkeit des KfW IKS zu gewährleisten, werden die gesetzten Standards und Konventionen regelmäßig hinterfragt und
kontinuierlich weiterentwickelt sowie eine nachhaltige Verankerung in den Bereichen der KfW sichergestellt.
Zur Erfüllung gesetzlicher Anforderungen im Zusammenhang mit dem Rechnungslegungsprozess besteht in der KfW Bankengruppe ein
rechnungslegungsbezogenes IKS. Das rechnungslegungsbezogene IKS ist Bestandteil des konzernweiten IKS.
11)
Vgl. § 25 a Absatz 1, Nummer 1 KWG, MaRisk AT 4.3, §§ 289 HGB Absatz 5, 315 Absatz 2 Nummer 5 HGB, 324 HGB, 264 d HGB
12)
COSO = "Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission",
www.coso.org
Internes Kontrollsystem mit Bezug auf den Rechnungslegungsprozess
Zur Minimierung des Fehlerrisikos im Einzel- und Konzernabschluss sowie zur Sicherstellung der ordnungsgemäßen und verlässlichen
internen und externen Rechnungslegung hat die KfW ihr rechnungslegungsbezogenes IKS implementiert.
Das rechnungslegungsbezogene IKS umfasst insgesamt fünf Komplexe:
1. Kontrollumfeld
Das Kontrollumfeld definiert den Rahmen, innerhalb dessen Regelungen eingeführt und angewandt werden. Im
rechnungslegungsbezogenen IKS werden dabei alle Systeme und Prozesse von der Erfassung der Geschäftsvorfälle bis zur
Weiterverarbeitung und Buchung betrachtet und entsprechende Schlüsselkontrollen für die verantwortlichen Organisationseinheiten
definiert.
2. Risikobeurteilung
Im Rahmen einer Risikobeurteilung erfolgen die Identifizierung, Analyse und Einschätzung von Risiken. Im
rechnungslegungsbezogenen IKS werden dabei zwischen dem Rechnungswesen und den Fachabteilungen alle Prozesse unter
Berücksichtigung von Wirtschaftlichkeitsaspekten einer Risikoeinschätzung mit Blick auf deren Auswirkung für Vollständigkeit,
Richtigkeit, den Ausweis und die Bewertung im Abschluss unterzogen. Die Aufstellung und Strukturierung der einzelnen Kontrollpunkte
in den Prozessen der Marktabteilungen, Abwicklungsabteilungen und der Bilanzierungsabteilung richten sich dabei nach fest
definierten Themengebieten, die von der Geschäftserfassung bis hin zur externen Berichterstattung eine vollständige Kette der
rechnungslegungsbezogenen Schritte umfassen. Regelmäßig finden zwischen Rechnungswesen und den Bereichen des Hauses
Workshops statt, bei denen auf Basis der praktischen Erfahrungen Unstimmigkeiten bereinigt und Prozessanpassungen abgestimmt
werden.

3. Kontrollaktivitäten
Kontrollaktivitäten zielen darauf ab, dass die Unternehmensziele effektiv erreicht werden und Risiken verhindert bzw. aufgedeckt
werden. Alle definierten Kontrollfunktionen sind eindeutig zugeordnet und werden von den Führungskräften der jeweiligen Abteilungen
ausgeübt. Die jeweiligen Kontrollen werden revisionssicher dokumentiert und zentral überwacht. Die Koordination und das zentrale
Monitoring dieser Prozesse erfolgen im Rechnungswesen.
Die in der KfW Bankengruppe eingesetzten EDV-Systeme sind gegen unbefugte Zugriffe geschützt und in das IKS integriert. An den
Schnittstellen der bestandsführenden Vorsysteme (Nebenbücher) und dem Hauptbuch finden monatlich Abstimmungen statt, die die
Vollständigkeit und Richtigkeit der Daten für die Weiterverarbeitung im Abschluss gewährleisten. Zur Bewertung von
Finanzinstrumenten werden externe Datenquellen (zum Beispiel Bloomberg, Reuters) herangezogen und laufend überprüft.
Modellbewertungen entsprechen dem Marktstandard.
4. Information und Kommunikation
Durch Information und Kommunikation wird sichergestellt, dass alle Beteiligten die erforderlichen Informationen erhalten, um ihrer
Verantwortung im Rahmen der Kontrollen gerecht werden zu können.
Die jeweils gültigen Grundsätze, Aufbau- und Ablauforganisation sowie die zentralen für die Rechnungslegung und das
Risikomanagement relevanten Prozesse sind in Prozessbeschreibungen, Arbeitsanweisungen und allgemein zugänglichen Handbüchern
niedergelegt. Die relevanten bilanziellen Vorgaben sind in einer Konzernbilanzierungsrichtlinie (IFRS) sowie einem
Bilanzierungshandbuch (HGB) umfassend dokumentiert. Diese werden laufend den jeweiligen Vorgaben der Standardsetter bzw.
Gesetzgeber folgend aktualisiert und den relevanten Einheiten des Konzerns zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus werden die mit
der Rechnungslegung betrauten Mitarbeiter im Konzern regelmäßig und umfassend geschult.
Im Rahmen des IKS verläuft der Kontrollprozess von der Kontrolldurchführung über die Kontrollbestätigung hin zur laufenden
Überwachung in einem automatisierten Verfahren. Dabei wird den Entscheidungsträgern im Zeitraum der Jahresabschlusserstellung
eine zeitnahe und entscheidungsorientierte Berichterstattung zur Verfügung gestellt.
Der Vorstand und der Prüfungsausschuss werden regelmäßig über die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen Internen
Kontrollsystems und die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben unterrichtet.
5. Überwachung
Die Überwachung des Internen Kontrollsystems stellt dessen Funktionsfähigkeit und Effektivität sicher. Das
rechnungslegungsbezogene IKS unterliegt einem laufenden Überwachungs- und Eskalationsprozess. Aktualisierungen und
Erweiterungen werden fortlaufend berücksichtigt. Die etablierten Prozesse bieten genügend Handlungsspielraum, um Neuerungen
sowohl fachlicher als auch technisch-prozessualer Art adäquat zu begegnen und so weiterhin die hohe Qualität des Jahresabschlusses
gewährleisten zu können.
PROGNOSEBERICHT
Der vorliegende Prognosebericht entspricht in Umfang und Inhalt im Wesentlichen dem Konzernprognosebericht, der im
Konzernlagebericht veröffentlicht ist. Da die Geschäftsfeld- und Ergebnisplanung auf den KfW-Konzern ausgerichtet ist, wird auf die
Erstellung eines Prognoseberichts auf Einzelinstitutsebene verzichtet. Die im Folgenden genannten Planzahlen beziehen sich daher auf
den KfW-Konzern.
Die Lage der Weltwirtschaft ist äußerst fragil. Die Industrieländer leiden unter den Auswirkungen der Staatsschuldenkrise. Dabei
haben sich die Entwicklungen in der Europäischen Währungsunion (EWU) zu einer breiten Vertrauenskrise ausgeweitet, die nicht nur
das Finanzsystem infiziert hat, sondern auch auf die Realwirtschaft auszustrahlen beginnt. Die Entwicklung der Weltwirtschaft im Jahr
2012 wird entscheidend davon abhängen, ob es der Politik gelingen wird, die Schuldenkrise nachhaltig einzudämmen.
Selbst im Erfolgsfall wird das Wachstum in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften gedämpft bleiben. Die Unsicherheit über die
zukünftige Entwicklung sowie erhebliche fiskalpolitische Konsolidierungsmaßnahmen sind gewichtige Belastungsfaktoren für die
Konjunktur. Da der geldpolitische Spielraum in den meisten fortgeschrittenen Ökonomien weitgehend ausgeschöpft ist, sind auch von
dieser Seite kaum belebende Impulse zu erwarten.
Auch die Schwellenländer werden 2012 schwächer wachsen, denn sie sind nicht vollständig immun gegen ein Nachlassen der
Nachfrage aus den Industrieländern. Da aber die Binnennachfrage wie auch der regionale Handel für die Schwellenländer an
Bedeutung gewonnen hat und die wirtschaftspolitischen Handlungsspielräume vergleichsweise komfortabel sind, dürften die negativen
Folgen für die Wachstumsdynamik begrenzt bleiben. Insgesamt sollte die Weltwirtschaft 2012 moderat wachsen und eine Rezession
vermieden werden können. Es bestehen jedoch erhebliche Abwärtsrisiken.
Die Konjunkturperspektiven für den Euroraum für das Jahr 2012 werden durch die weiter schwelende Staatsschuldenkrise erheblich
überschattet. Selbst wenn diese erfolgreich eingedämmt werden kann und sich die Lage an den Finanzmärkten nachhaltig beruhigen
sollte, werden die realwirtschaftlichen Folgen spürbar bleiben. Vor allem der in vielen Mitgliedsländern der Europäischen
Währungsunion verfolgte und unter dem Eindruck der Finanzkrise zum Teil nochmals verschärfte fiskalische Konsolidierungskurs wird
das Wachstum in der Eurozone stark belasten. Vor diesem Hintergrund ist mit einer rezessiven Wirtschaftsentwicklung in fast allen
EWU-Krisenländern zu rechnen. Auch die Kernländer werden sich dem Abschwung nicht entziehen können und im Vergleich zum
Vorjahr erheblich an Konjunkturdynamik einbüßen. Nach einer Zunahme des Bruttoinlandsproduktes von preisbereinigt noch gut 1,4
% im Jahr 2011 ist für die Eurozone insgesamt im Jahr 2012 mit einer Stagnation der gesamtwirtschaftlichen Leistung zu rechnen.
Dieser Ausblick ist mit beträchtlichen Abwärtsrisiken behaftet.
Deutschland ist nach dem kräftigen Aufschwung, der bereits zur Jahresmitte 2009 eingesetzt hatte, im letzten Quartal des Jahres
2011 in eine Abschwungphase eingetreten. Nach Einschätzung der KfW zu Jahresbeginn wird das jahresdurchschnittliche
Realwachstum 2012 in kalenderbereinigter Betrachtung auf rund 1 % und damit auf ein Drittel des Wertes von 2011 fallen. Die
inländische Verwendung dürfte dabei der maßgebliche Treiber sein. Allerdings bedeutet die weiter schwelende Eurokrise ein extrem
hohes Maß an Unsicherheit für alle Wirtschaftsakteure und damit auch für die Konjunkturprognose. In einer solchen Situation ist es
besonders angezeigt, explizit auf die Prognoseannahmen hinzuweisen und ein alternatives Risikoszenario zu entwickeln. Die Prognose

steht unter der Annahme, dass in einem überschaubaren Zeitrahmen ein glaubwürdiger Ansatz zur Überwindung der Eurokrise
gefunden wird, sodass wieder mehr Zukunftsvertrauen bei Unternehmen, Verbrauchern und an den Finanzmärkten einkehren kann.
Unter diesen Bedingungen kommen Deutschlands fortbestehende Stärken - wettbewerbsfähige Unternehmen mit einer global
interessanten Angebotspalette hochwertiger Kapitalgüter, robuster Arbeitsmarkt, vergleichsweise solide Staatsfinanzen - wieder
vermehrt zum Tragen und der Abschwung wird im Verlauf des Jahres 2012 überwunden. Sollte sich aber keine überzeugende
Perspektive zur Kriseneindämmung abzeichnen, dürfte der Schwächeeinbruch tiefer und länger ausfallen. Der Teufelskreis aus
fallendem Vertrauen, zunehmendem Attentismus und sinkender Nachfrage dürfte sich intensivieren und nur noch schwer zu
durchbrechen sein. Dann wäre auch in Deutschland eine Rezession wahrscheinlich.
Risikoseitig werden 2012 in den einzelnen Segmenten des KfW-Kreditportfolios im Vergleich zum Vorjahr eher negative Entwicklungen
erwartet.
Für Länder sind die risikopolitischen Aussichten weiterhin differenziert zu betrachten: Die Industrieländer, insbesondere solche mit
hoher bzw. steigender Staatsverschuldung, dürften bonitätsseitig weiterhin unter Druck stehen. Die jüngst noch dynamische
Wirtschaftsentwicklung der Schwellenländer wird sich aufgrund der realwirtschaftlichen Verflechtungen mit den Industrieländern
abschwächen. Deshalb besteht auch hinsichtlich der aufstrebenden Volkswirtschaften eine tendenziell negative Risikoeinschätzung.
Die hohe Abhängigkeit des Bankensektors von der Entwicklung der europäischen Schuldenkrise (und vice versa) bleibt auch im Jahr
2012 bestehen. Hierbei stehen vor allem die europäischen Banken im Fokus: Diese stehen vor der schwierigen Aufgabe, sich in einem
stark angespannten Umfeld zu stabilisieren und ihre Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation zu verbessern. Zusätzlich wirkt die
erwartete weltweite wirtschaftliche Abschwächung negativ auf die Kreditrisiken der Banken. Insgesamt wird 2012 für die Banken ein
sehr herausforderndes Jahr, da sie sowohl von der regulatorischen als auch von der realwirtschaftlichen Seite stark unter Druck
stehen.
Auch der Unternehmenssektor in Deutschland wird von der weiter schwelenden Schuldenkrise in Europa sowie der sich
abschwächenden Weltkonjunktur und damit einhergehend schlechteren Stimmungslage zunehmend geprägt sein. Vor diesem
Hintergrund werden die Unternehmen 2012 eher in einer abwartenden Haltung verharren, die deutschen Unternehmen werden
vorsichtiger investieren und Investitionen verschieben, was wiederum vor allem negativ für den Sektor Maschinenbau/Ausrüster ist.
Da die vergangene Rezession von den deutschen Unternehmen allerdings relativ schnell überwunden wurde und Reserven angelegt
werden konnten, wird für 2012 insgesamt keine wesentliche Gefährdung deutscher Unternehmen gesehen. Sofern Kreditangebot und
-nachfrage ungefähr im Gleichschritt zurückgehen, sind keine Symptome einer Kreditklemme absehbar, allerdings bestehen in dieser
Richtung Risiken.
Deutlich positive Impulse sind auch vom US-amerikanischen Unternehmenssektor für Deutschland nicht zu erwarten. Sofern durch die
US-amerikanischen und europäischen Staatsschuldenkrisen kein weltweiter Flächenbrand entsteht, werden die Unternehmen ihre
Expansion in den Schwellenländern voraussichtlich auf aktuellem Niveau fortsetzen oder nur leicht abschwächen.
Der deutsche Beteiligungsmarkt wird im Jahr 2012 nach wie vor geprägt sein durch die Zurückhaltung der Banken, Beteiligungen zum
Beispiel über Akquisitionsfinanzierungen mitzufinanzieren. Insbesondere die Unternehmensbewertungen, die auf den guten Zahlen der
Jahre 2010 und 2011 basieren, dürften vielen Investoren und Banken vor dem Hintergrund einer sich möglicherweise
abschwächenden Konjunktur zu hoch sein. Diese unsichere Lage kann an manchen Stellen jedoch auch für Opportunitäten beim
Erwerb von Beteiligungen sorgen. Bezüglich Beteiligungsverkäufen (Exits) ist damit zu rechnen, dass Unternehmen, die in den zwei
vorangegangenen Jahren gut verdient haben, vermehrt als strategische Investoren auftreten und sich diesbezüglich der Exitkanal
wieder leicht öffnet.
Der europäische Verbriefungsmarkt dürfte sich 2012 auf dem Niveau des Vorjahres bewegen. Die Aktivitäten auf dem Primär- und
Sekundärmarkt bleiben damit unverändert weit hinter dem Vorkrisenniveau zurück. Die Spreads am europäischen ABS-Markt blieben
im Vorjahr weitgehend konstant, wobei es zu leichten Ausweitungen in den Peripherieländern der Eurozone kam. Im Jahr 2012 dürften
sich die Risikoprämien für ABS-Anleihen auf dem Niveau des Vorjahres bewegen, sofern es zu keiner weiteren Zuspitzung der
europäischen Staatsschuldenkrise bzw. keiner deutlichen weltweiten Abkühlung der Konjunktur kommt.
Das für 2012 geplante Neugeschäftsvolumen des KfW-Konzerns von 73 Mrd. EUR erreicht die Größenordnung des Vorjahres. Im
Fördergeschäft wird der Fokus weiterhin auf der Mittelstandsfinanzierung und der Sicherung der Zukunftsfähigkeit von Unternehmen
liegen. Dabei wird sich die KfW zukünftig noch stärker auf die Qualität der Förderung konzentrieren und ungebundene Aktivitäten -
wie zum Beispiel Globaldarlehen ohne Eingrenzung auf Förderthemen - weniger stark betonen. Die Stärkung der Zusammenarbeit mit
Entwicklungs-, Transformations- und Schwellenländern und der Ausbau der Unterstützung der Exportwirtschaft bleiben weiterhin
Kernaufgaben der KfW. Eine der Herausforderungen für das Fördergeschäft wird die Begleitung und Unterstützung der Energiewende
werden, im konzernweiten Schwerpunktthema Umwelt- und Klimaschutz plant die KfW den stärksten Zuwachs.
Im Inlandsgeschäft unterstützt die KfW die Wirtschaft in Deutschland mit den Förderprogrammen der KfW Mittelstands-, KfW
Privatkunden- und KfW Kommunalbank.
Für die KfW Mittelstandsbank steht im Jahr 2012 die Finanzierung von Investitionen zur Unterstützung der Energiewende im Fokus,
ohne dabei die Fördertätigkeit bei Gründungen, kleineren und mittleren Unternehmen sowie Innovationen zu reduzieren. Vorgesehen
sind die Anpassung und Ausweitung bestehender Programme mit den Förderschwerpunkten Energieeffizienz und erneuerbare
Energien, vor allem durch Erhöhungen der Förderhöchstbeträge und die Verbreiterung des Finanzierungsangebots auch für größere
Unternehmen. Zudem sollen unter dem bereits 2011 erfolgreich eingeführten KfW-Programm "Offshore Windenergie" weitere Projekte
finanziert werden. Das Programm dient als Anschubfinanzierung, mit dessen Hilfe trotz der Größe der Vorhaben und der mit der
Installation auf offener See verbundenen hohen technischen Risiken erste Offshore-Windpark-Projekte realisiert werden können. Die
Beteiligungsfinanzierung wird ab 2012 mit einem Angebot für Sozialunternehmen erweitert. Sozialunternehmen als Entwickler von
innovativen Ideen zur Lösung gesellschaftlicher Probleme können Eigenkapital zur Finanzierung ihres Wachstums erhalten. Mit einem
geplanten Fördervolumen von 24,5 Mrd. EUR für 2012 baut die KfW Mittelstandsbank ihre Förderung im Vergleich zum Vorjahr aus.
Das Finanzierungsangebot deckt die Förderfelder allgemeine Unternehmensfinanzierung, Gründung, Innovation sowie Umweltschutz
ab.
Die KfW Privatkundenbank fokussiert ihre wohnwirtschaftlichen Förderaktivitäten im Jahr 2012 noch stärker auf die zentralen
zukünftigen Herausforderungen Energiewende und demografischer Wandel. Die Bundesprogramme "Energieeffizient Bauen und
Sanieren" werden 2012 gezielt ausgebaut und weiterentwickelt und der Antragsprozess wird vereinfacht. Das Eigenprogramm
"Wohnraum Modernisieren" wird eingestellt, um Überschneidungen mit den förderpolitisch priorisierten Programmen zu vermeiden
und die hohen Förderstandards des Bundesprogramms zu stärken. Das bisherige Bundesprogramm "Altersgerecht Umbauen" führt die

KfW ab 2012 in der Kreditvariante als Eigenprogramm mit voraussichtlich höherem Zusagevolumen fort. Die KfW wird die
Wohneigentumsbildung weiterhin mit dem "KfW-Wohneigentumsprogramm" fördern, jedoch mit reduziertem Förderhöchstbetrag. Im
Förderfeld Bildung wird den Anforderungen des "lebenslangen Lernens" insbesondere durch eine Erweiterung des "KfW-
Studienkredits" Rechnung getragen. Mit der Refinanzierung von Familienpflegezeitkrediten durch die KfW wird ein weiterer großer
Schritt in Richtung Vereinbarkeit von Familie und Beruf getan. Die KfW Privatkundenbank plant für 2012 in den Förderfeldern Wohnen,
Bildung und Soziales ein Neugeschäftsvolumen in Höhe von 16,1 Mrd. EUR.
Die KfW Kommunalbank wird den Kommunen, kommunalnahen Unternehmen und sozialen Organisationen auch im Jahr 2012 als
verlässlicher Partner zur Verfügung zu stehen. Das Fördervolumen wird daher auf einem hohen Niveau gesichert und das
Finanzierungsangebot weiter verbessert. Die KfW Kommunalbank wird ihre Finanzierungsaktivitäten im kommenden Jahr weiterhin auf
das Schwerpunktthema Umwelt- und Klimaschutz fokussieren und zudem einen weiteren Förderschwerpunkt beim Thema
demografische Entwicklung setzen. Reduziert wird die allgemeine, nicht vorhabensbezogene Refinanzierung der Landesförderinstitute
(LFI), während die KfW ihr Angebot zur LFI-Refinanzierung bei thematisch hochwertigen Förderprodukten verbessert. Kommunen und
kommunale Unternehmen werden im Rahmen ihrer Investitionen zur Umsetzung der Energiewende besonders wirkungsvoll
unterstützt. 2012 soll dafür unter anderem die 2011 gestartete bundesverbilligte Programmfamilie "Energetische Stadtsanierung"
ausgebaut und damit den Beschlüssen zum Energiekonzept der Bundesregierung entsprochen werden. Unter anderem plant die KfW
Kommunalbank im Rahmen dieser Programmfamilie ein neues Förderfenster "Energieeffiziente Quartiersversorgung" aufzusetzen.
Außerdem wird mit dem geplanten Programm "Barrierearme Stadt" das Thema Demografie neu in den Blickpunkt der Förderung
gerückt. Die KfW Kommunalbank plant für 2012 ein Fördervolumen in Höhe von 9,9 Mrd. EUR.
Die Rahmenbedingungen auf den europäischen Verbriefungsmärkten werden auch im kommenden Jahr wesentlich geprägt durch die
Staatsschuldenkrise und einen hohen langfristigen Finanzierungs- und Rekapitalisierungsbedarf der Banken. In diesem Umfeld werden
Verbriefungen als eine Form der besicherten Finanzierung weiter gefragt sein. Vor allem etablierte Assetklassen aus Eurokernländern
und Großbritannien (zum Beispiel Verbriefungen von privaten Wohnraumfinanzierungen aus Großbritannien und den Niederlanden und
deutsche Autofinanzierungen) werden sich weiterhin als marktgängig erweisen. Mit ihren Verbriefungsprodukten unterstützt die KfW
die langfristige Finanzierung für die gewerbliche Wirtschaft und den Mittelstand in Deutschland. Dies umfasst die Bereitstellung der
KfW-Verbriefungsplattform PROMISE sowie die Beteiligung an Verbriefungstransaktionen insbesondere von gewerblichen Leasing- und
Kreditforderungen als Investor. Auch 2012 wird die KfW aktiv an Initiativen zur Verbesserung der Qualität und der Transparenz des
Verbriefungsmarktes mitwirken. Zudem wird das Förderspektrum durch den erweiterten Einsatz kapitalmarktnaher Produkte ergänzt.
Während der Exportwirtschaft über das "Programm zur Refinanzierung bundesgedeckter Exportkredite" auch im Jahr 2012 weiter
langfristige Liquidität in unterschiedlichen Währungen zur Verfügung gestellt wird, werden großvolumige Förderkredite für deutsche
Leasingfinanzierungen und europäische Umweltvorhaben eingesetzt. Mit ihren verschiedenen Instrumenten plant die KfW für 2012 ein
Zusagevolumen in Höhe von 3,6 Mrd. EUR.
In dem anspruchsvollen weltwirtschaftlichen Umfeld ist es Ziel des Geschäftsfelds Export- und Projektfinanzierung, das von der KfW
IPEX-Bank GmbH, Frankfurt am Main, verantwortet wird, seine Marktposition als führender Spezialfinanzierer zu stärken. Die Bank
plant, sich bei Vorhaben im Bereich Energie und Umwelt im Jahr 2012 weiter auf hohem Niveau zu engagieren.
Zum Zwecke der deutschen Rohstoffsicherung sollen die Engagements in den Sparten Grundstoffe sowie Trade und Commodity
Finance leicht ausgebaut werden. Das Neugeschäft im Bereich der Assetfinanzierungen (Schiffe, Schienenfahrzeuge, Flugzeuge) setzt
die Bank auf bisherigem Niveau selektiv und mit guter Besicherung fort. Regional liegt der Schwerpunkt auf den für die deutsch-
europäische Exportindustrie wichtigen Märkten mit einem Ausbau der Begleitung von Kunden in Ländern außerhalb Europas,
insbesondere Schwellenländern. Das Geschäftsfeld Export- und Projektfinanzierung plant für 2012 ein originäres Neugeschäft in Höhe
von 11,4 Mrd. EUR. Zusätzlich wird eine Banken-Refinanzierung unter dem Schiffs-CIRR ("Commercial Interest Reference Rate") in
Höhe von 1,2 Mrd. EUR erwartet. Das Fördergeschäft der KfW betreffen insgesamt 5,3 Mrd. EUR.
Im Geschäftsfeld Förderung Entwicklungs- und Transformationsländer sind die Geschäftsaktivitäten der KfW Entwicklungsbank und der
DEG -Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH, Köln, zusammengefasst.
Aufgrund der anhaltend hohen Fördernachfrage plant die KfW Entwicklungsbank im Jahr 2012 einen weiteren Ausbau ihres
Zusagevolumens in Entwicklungs- und Transformationsländern auf 5,0 Mrd. EUR. Hiermit unterstützt sie die Bundesregierung in
erheblichem Umfang in ihren entwicklungs- und klimapolitischen Zielen. Zwei entwicklungspolitische Initiativen stehen dabei 2012 im
Vordergrund, die die KfW Entwicklungsbank im Auftrag des Bundes umsetzen wird. Um nachhaltiges Wachstum in
Entwicklungsländern zu fördern und die Armut wirksam zu bekämpfen, wird sie mit der "Wirkungsinitiative" den Einsatz eigener Mittel
für die deutsche Entwicklungsfinanzierung weiter steigern. Die "Deutsche Klima-Technologie Initiative" (DKTI) soll
Mitteleinkommensländern helfen, den Klimaschutz mit modernen Technologien voranzutreiben. Damit baut die KfW ihr Engagement
im globalen Klima- und Umweltschutz weiter aus. Gleichzeitig trägt sie mit beiden Initiativen zur Steigerung der internationalen
Hilfszusagen der Bundesregierung ("ODA-Quote") bei. Auch im internationalen und EU-Rahmen wird die KfW Entwicklungsbank ihre
Kompetenzen aktiv in die Ausgestaltung der internationalen Klimafinanzierung einbringen. Hierzu wird sie den klimabezogenen
Erfahrungsaustausch und die Zusammenarbeit mit nationalen und subregionalen Förderbanken im Rahmen des von der KfW 2011
mitinitiierten "International Development Finance Club" (IDFC) intensivieren.
Die KfW hält im Zuge der Privatisierungsgeschäfte des Bundes weiterhin Anteile an der Deutschen Telekom AG, Bonn, und der
Deutschen Post AG, Bonn. Die Durchführung weiterer Privatisierungstransaktionen erfolgt unter Berücksichtigung der jeweiligen
Marktbedingungen und strategischer Vorgaben des Bundes.
Die KfW könnte im Jahr 2012 - im Rahmen eines Zuweisungsgeschäfts mit dem Bund gemäß KfW-Gesetz - gebeten werden, eine
Investorenrolle für eine 7,5-prozentige Beteiligung an EADS N.V., Niederlande, zu übernehmen.
Die KfW rechnet für die beiden kommenden Jahre mit einem weiterhin hohen Refinanzierungsvolumen. Für das Geschäftsjahr 2012
erwartet die KfW einen Refinanzierungsbedarf von rund 80 Mrd. EUR. Wesentliche Bestimmungsgröße des geplanten Mittelbedarfs, der
sich auf einem vergleichbaren Niveau wie 2011 befindet, ist das Fördervolumen, das KfW-Planungen zufolge hoch bleiben wird. Die
KfW ist für die Kapitalmärkte 2012 verhalten optimistisch, erneute Rückschläge sind dennoch möglich. Mit der expliziten, direkten
Garantie des Bundes sieht sie sich gut dafür aufgestellt. Durch das Zusammenspiel der erstklassigen KfW-Kreditqualität mit einer
diversifizierten und verlässlichen Refinanzierungsstrategie steht die Bank auf einem soliden Fundament. Angebote über das gesamte
Laufzeitband hinweg und Flexibilität hinsichtlich Format und Währung werden auch zukünftig zum Erfolg einer auf
Investorenbedürfnisse zugeschnittenen Emissionstätigkeit beitragen. Zur Refinanzierung ihres Mittelbedarfs wird die KfW auf den
bewährten Mix aus großvolumigen Benchmark-Anleihen, anderen öffentlichen Anleihen und Privatplatzierungen zurückgreifen. Euro
und US-Dollar werden die Hauptrefinanzierungswährungen bleiben. Weiterhin ist zu erwarten, dass neben dem britischen Pfund und
dem japanischen Yen auch Währungen wie der australische Dollar sowie die norwegische und schwedische Krone wieder eine wichtige

Rolle spielen werden. Die KfW rechnet damit, dass sie von der zunehmenden Währungsdiversifikation der Zentralbanken und großer
Investoren profitieren kann.
Für das Jahr 2012 geht die KfW in ihrer aktuellen Ergebnisplanung für den Konzern von einem Gesamtergebnis von rund 1,2 Mrd. EUR
aus. Maßgebliche Grundannahme dieser Ergebnisprognose ist ein moderates Wirtschaftswachstum. Einhergehend damit werden leicht
steigende Zinssätze bei einer sich verflachenden Zinsstruktur erwartet. Obwohl eine solche Entwicklung den Zinsüberschuss negativ
beeinflusst, werden dennoch auch für 2012 Zinsüberschüsse auf einem hohen Niveau erwartet. Wie schon im Jahr 2010 profitierte die
KfW auch 2011 davon, dass große Teile der im Jahr 2009 gebildeten Risikovorsorge wieder aufgelöst werden konnten. Für 2012 wird
von einer Normalisierung und damit von einem Anstieg des Kreditrisikovorsorgebedarfs im Vergleich zu 2011 ausgegangen. Die
Verwaltungskosten werden 2012 gegenüber dem Niveau von 2011 ansteigen. Dies resultiert im Wesentlichen aus Initiativen und
Großprojekten zur Modernisierung der KfW (unter anderem stärkere Kundenorientierung, Umbau/Neustrukturierung der IT-Architektur
im Finanzbereich, IT-Restrukturierung und -Neuorientierung).
In einem Szenario, in dem die Wirtschaft in eine Rezession abgleitet, geht die KfW im Gegensatz zum erwarteten Szenario von leicht
sinkenden Zinsen aus, was zu einem höheren Zinsüberschuss führen würde. Dem stünde jedoch ein erhöhter Wertberichtigungsbedarf
im Kreditgeschäft gegenüber. Dagegen würde in einem Szenario mit einer unerwartet kräftigen konjunkturellen Entwicklung und
damit einhergehender steigender und sich verflachender Zinsstruktur das Zinsergebnis niedriger ausfallen. In diesem Fall werden aber
auch deutlich sinkende Kreditausfälle erwartet, was die Ertragslage stabilisieren würde.
Die Ergebnisplanung der KfW ist vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen in der Eurozone nach wie vor durch ein hohes Maß
an Unsicherheit geprägt. Diese besteht insbesondere in Bezug auf die Entwicklung der Zinssätze und Wechselkurse, die maßgeblich
den Ergebnisbeitrag des Zinsüberschusses und des Bewertungsergebnisses beeinflussen.
Nach den enormen Anstrengungen im Jahr 2011, ausreichend Personal in den kritischen Bereichen - insbesondere Rechnungswesen
und IT - zu beschaffen, werden die Beschaffungsaktivitäten im Jahr 2012 auf hohem Niveau weiterlaufen. Dies ist vor allem den
Initiativen und Großprojekten zur umfassenden Modernisierung der Bank geschuldet. Die Bank erwartet bis zum Jahresende 2012 eine
weitere Aufstockung des Personalbestandes. Ausbildungsplätze wird die KfW im bisherigen Umfang zur Verfügung stellen, um damit in
besonderer Weise Verantwortung gegenüber der jungen Generation zu übernehmen.
ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG
Der Vorstand und der Verwaltungsrat der KfW haben beschlossen, die Grundsätze des Public Corporate Governance Kodex des Bundes
(PCGK) für die KfW anzuerkennen. Die Entsprechenserklärung zur Einhaltung der Empfehlungen des PCGK enthält der Corporate
Governance Bericht der KfW.
JAHRESABSCHLUSS BILANZ ZUM 31.12.2011
Aktivseite
31.12.2011
31.12.2010
31.12.2010
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Mio.
EUR
Mio.
EUR
Mio. EUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand
235
0
b) Guthaben bei
Zentralnotenbanken
996.733
604
darunter: bei der Deutschen
Bundesbank
996.733
996.968
604
604
2. Forderungen an
Kreditinstitute
a) täglich fällig
4.417.641
149
b) andere Forderungen
316.435.008
320.852.649
292.240
292.389
3. Forderungen an Kunden
79.642.098
68.620
darunter: durch
Grundpfandrechte gesichert
darunter: Kommunalkredite
52.946.808
40.440
4. Schuldverschreibungen und
andere festverzinsliche
Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten
0
0
darunter: beleihbar bei der
Deutschen Bundesbank
0
0
ab) von anderen Emittenten
299.883
299.883
360
darunter: beleihbar bei der
Deutschen Bundesbank
0
91
b) Anleihen und
Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten
4.142.575
3.578
darunter: beleihbar bei der
Deutschen Bundesbank
3.978.041
3.445
bb) von anderen Emittenten
22.218.152
26.360.727
24.784
darunter: beleihbar bei der
Deutschen Bundesbank
16.459.032
18.963

31.12.2011
31.12.2010
31.12.2010
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Mio.
EUR
Mio.
EUR
Mio. EUR
c) eigene
Schuldverschreibungen
14.096.801
40.757.411
9.196
37.918
Nennbetrag
14.719.832
9.870
5. Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere
12.364.910
14.187
6. Beteiligungen
604.925
514
darunter: an Kreditinstituten
40.193
36
darunter: an
Finanzdienstleistungsinstituten
0
0
7. Anteile an verbundenen
Unternehmen
2.553.986
2.486
darunter: an Kreditinstituten
306.852
307
darunter: an
Finanzdienstleistungsinstituten
0
0
8. Treuhandvermögen
16.426.033
16.282
darunter: Treuhandkredite
16.165.732
16.191
9. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten
und Werten
12.526
12.526
12
10. Sachanlagen
861.928
853
11. Sonstige
Vermögensgegenstände
15.622.242
9.230
12.
Rechnungsabgrenzungsposten
2.286.252
2.392
13. Sonderverlustkonto aus
Rückstellungsbildung gemäß §
17 Abs. 4 DMBilG
26.519
27
Summe der Aktiva
493.008.447
445.514
Passivseite
31.12.2011
31.12.2010
31.12.2010
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Mio.
EUR
Mio.
EUR
Mio. EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
a) täglich fällig
17.336.675
11.223
b) mit vereinbarter Laufzeit oder
Kündigungsfrist
9.745.363
27.082.038
8.292
19.515
2. Verbindlichkeiten gegenüber
Kunden
a) andere Verbindlichkeiten
aa) täglich fällig
862.074
557
ab) mit vereinbarter Laufzeit
oder Kündigungsfrist
20.873.213
21.735.287
21.735.287
22.168
22.725
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene
Schuldverschreibungen
399.160.345
399.160.345
360.145
360.145
4. Treuhandverbindlichkeiten
16.426.033
16.282
darunter: Treuhandkredite
16.165.732
16.191
5. Sonstige Verbindlichkeiten
141.024
72
6.
Rechnungsabgrenzungsposten
6.529.423
6.427
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen
und ähnliche Verpflichtungen
765.077
747
b) andere Rückstellungen
1.308.532
2.073.609
1.466
2.213
8. Abführungspflichten nach
DMBilG
280
0
9. Nachrangige
Verbindlichkeiten
3.246.589
3.247
10. Fonds für allgemeine
Bankrisiken
1.700.000
600

31.12.2011
31.12.2010
31.12.2010
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Mio.
EUR
Mio.
EUR
Mio. EUR
11. Eigenkapital
a) Eingefordertes Kapital
0
0
Gezeichnetes Kapital
3.750.000
3.750
abzüglich nicht eingeforderter
ausstehender Einlagen
(450.000)
3.300.000
(450)
b) Kapitalrücklage
5.946.989
5.947
darunter: Förderrücklage des
ERP-Sondervermögens
4.650.000
4.650
Zuführung
0
0
c) Rücklage aus Mitteln des ERP
-Sondervermögens
1.055.663
977
Vertragsgemäße Zuführung von
Zinsen
78.629
84
d) Gewinnrücklagen
da) gesetzliche Rücklage gemäß
§ 10 Abs. 2 KfW-Gesetz
1.875.000
1.838
db) Sonderrücklage gemäß § 10
Abs. 3 KfW-Gesetz
2.688.560
2.178
dc) Sonderrücklage gemäß § 17
Abs. 4 DMBilG
47.607
4.611.167
14.913.819
48
14.288
Summe der Passiva
493.008.447
445.514
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Verbindlichkeiten aus
Bürgschaften und
Gewährleistungsverträgen
10.645.259
10.645.259
18.348
18.348
2. Andere Verpflichtungen
a) Unwiderrufliche
Kreditzusagen
51.910.610
51.910.610
60.766
60.766
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 01.01. BIS 31.12.2011
Aufwendungen
2011
2010
2010
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Mio.
EUR
Mio.
EUR
Mio.
EUR
1. Zinsaufwendungen
10.419.364
9.207
2. Vertragsgemäße Zuführung von
Zinsen zur Rücklage aus Mitteln
des ERP-Sondervermögens
78.629
84
3. Provisionsaufwendungen
202.672
209
4. Allgemeine
Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter
285.681
274
ab) Soziale Abgaben und
Aufwendungen für
Altersversorgung und für
Unterstützung
48.878
334.559
61
335
darunter: für Altersversorgung
11.099
24
b) andere
Verwaltungsaufwendungen
215.928
550.487
193
528
5. Abschreibungen und
Wertberichtigungen auf
immaterielle Anlagewerte und
Sachanlagen
30.148
27
6. Sonstige betriebliche
Aufwendungen
30.834
118
7. Zuführung zum Fonds für
allgemeine Bankrisiken
1.100.000
554
8. Abschreibungen und
Wertberichtigungen auf
Beteiligungen, Anteile an
verbundenen Unternehmen und
wie Anlagevermögen behandelte
Wertpapiere
101.295
0
9. Außerordentliche Aufwendungen
0
75

2011
2010
2010
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Mio.
EUR
Mio.
EUR
Mio.
EUR
10. Steuern vom Einkommen und
vom Ertrag
5.624
0
11. Abschreibungen auf
Sonderverlustkonto gemäß § 17
Abs. 4 DMBilG
38
0
12. Jahresüberschuss
547.565
2.013
Summe der Aufwendungen
13.066.656
12.815
1. Jahresüberschuss
547.565
2.013
2. Verlustvortrag aus dem Vorjahr
0
- 1.499
3. Entnahmen aus der
Kapitalrücklage
0
0
4. Einstellungen in
Gewinnrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage
gemäß § 10 Abs. 2 KfW-Gesetz
- 37.101
- 264
b) in die Sonderrücklage gemäß §
10 Abs. 3 KfW-Gesetz
- 510.464
- 547.565
- 250
- 514
5. Bilanzgewinn/Bilanzverlust
0
0
Erträge
2011
2010
2010
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Mio.
EUR
Mio.
EUR
Mio.
EUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und
Geldmarktgeschäften
11.665.097
11.028
b) festverzinslichen Wertpapieren
und Schuldbuchforderungen
682.024
12.347.121
543
11.571
2. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht
festverzinslichen Wertpapieren
99
0
b) Beteiligungen
13.521
26
c) Anteilen an verbundenen
Unternehmen
0
13.620
0
26
3. Provisionserträge
355.640
413
4. Erträge aus Zuschreibungen zu
Forderungen und bestimmten
Wertpapieren sowie aus der
Auflösung von Rückstellungen im
Kreditgeschäft
244.142
527
5. Erträge aus Zuschreibungen zu
Beteiligungen, Anteilen an
verbundenen Unternehmen und
wie Anlagevermögen behandelten
Wertpapieren
0
150
6. Sonstige betriebliche Erträge
106.133
128
Summe der Erträge
13.066.656
12.815
Anhang
Der Jahresabschluss der KfW wurde entsprechend den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches (HGB), der Verordnung über die
Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) sowie dem Gesetz über die KfW aufgestellt.
Zusätzlich wurden die besonderen Bestimmungen des Gesetzes über die Eröffnungsbilanz in Deutscher Mark und die
Kapitalneufestsetzung (D-Mark-Bilanz-Gesetz - DMBilG) beachtet.
Die Gliederung für die Bilanz und für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde erweitert um einen gesonderten Ausweis der Rücklage
aus Mitteln des ERP-Sondervermögens und die hierfür vorgenommene vertragsgemäße Zuführung von Zinsen sowie die nachträglich
vermerkten Zuführungen zu den Kapitalrücklagen. Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz, die wahlweise in der Bilanz oder im
Anhang vorzunehmen sind, erfolgen im Anhang.
Die Barreserve, die Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden, die Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen sowie
die Sonstigen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten, dem Nennbetrag oder einem niedrigeren beizulegenden
Wert angesetzt. Unterschiedsbeträge zwischen Nennwert und niedrigerem Auszahlungsbetrag von Forderungen werden in den
passiven Rechnungsabgrenzungsposten erfasst.
Die Wertpapiere der Liquiditätsreserve sind, soweit sie nicht gesichert sind, nach dem strengen Niederstwertprinzip, Wertpapiere des
Anlagevermögens grundsätzlich gemäß dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Teilweise werden Wertpapiere mit den zu ihrer
Kurssicherung eingesetzten Zinssicherungsgeschäften (im Wesentlichen Zinsswap-Geschäften) zu Bewertungseinheiten
zusammengefasst. Dem Handelsbestand sind keine Wertpapiere zugeordnet. Die gesetzlich vorgeschriebenen Wertaufholungen

werden vorgenommen. Strukturierte Wertpapiere mit eingebetteten Derivaten werden als Einheit bilanziert und zum strengen
Niederstwert bewertet.
Die Sachanlagen und immateriellen Anlagewerte werden mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ausgewiesen, vermindert
um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Bei Bedarf werden außerplanmäßige
Abschreibungen vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden als Sammelposten erfasst und linear über fünf Jahre
abgeschrieben.
Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert, Unterschiedsbeträge zwischen einem vereinbarten höheren
Rückzahlungsbetrag und dem Ausgabebetrag werden in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erfasst.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf
Grundlage der "Richttafeln 2005 G" von Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Bei den Berechnungen wurden für die KfW die Projected-Unit-
Credit-Methode mit einem Rechnungszins von 5,14 % gemäß § 253 Absatz 2 HGB, Anwartschaftsdynamiken im Bereich von 1,00 %
bis 3,00 % in Abhängigkeit von der Tarifeinstufung, Rentendynamiken zwischen 1,00 % und 2,50 % in Abhängigkeit von der
Versorgungsordnung und einer Fluktuationsrate in Höhe von 1,50 % für den Gesamtbestand der aktiven Mitarbeiter angewendet. Die
anderen Rückstellungen werden in Höhe ihrer voraussichtlichen Inanspruchnahme unter Berücksichtigung zukünftiger Preis-
/Kostensteigerungen ausgewiesen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mittels der von der Deutschen
Bundesbank veröffentlichten Marktzinsen auf den Bilanzstichtag diskontiert.
Den Risiken, die aufgrund der Geschäftsstruktur der KfW überwiegend aus dem Kreditgeschäft resultieren, wird durch
Wertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen. Die Zuführungs- und Auflösungsbeträge werden netto in der Position Erträge aus
Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft
ausgewiesen. Von den Verrechnungsmöglichkeiten in der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 340c Absatz 2 HGB sowie § 340f
Absatz 3 HGB wird Gebrauch gemacht. Bei leistungsgestörten Kreditforderungen findet die Vereinnahmung von Zinserträgen
grundsätzlich auf Basis der Erwartungen statt.
ANGABEN ZU AKTIVA
Forderungen an Kreditinstitute
Täglich fällig
Restlaufzeit
Anteilige
Zinsen
Insgesamt
Mio. EUR
bis drei
Monate
Mio. EUR
mehr als
drei Monate
bis ein Jahr
Mio. EUR
mehr als ein
Jahr bis fünf
Jahre
Mio. EUR
mehr als
fünf Jahre
Mio. EUR
Mio. EUR
Mio. EUR
31.12.2011
4.418
52.008
25.542
126.405
106.213
6.267
320.853
31.12.2010
149
36.696
22.864
123.026
103.987
5.667
292.389
darunter an (Vorjahr):
Verbundene Unternehmen
20.167
(17.828)
Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis
besteht
16
(24)
ohne Haftungsverpflichtung
durchleitender Banken
3.898
(4.247)
Nachrangige
Vermögensgegenstände
2.404
(2.326)
Forderungen an Kunden
Mit
unbestimmter
Laufzeit
Restlaufzeit
Anteilige
Zinsen
Insgesamt
Mio. EUR
bis drei
Monate
Mio. EUR
mehr als
drei Monate
bis ein Jahr
Mio. EUR
mehr als ein
Jahr bis fünf
Jahre
Mio. EUR
mehr als
fünf Jahre
Mio. EUR
Mio. EUR
Mio. EUR
31.12.2011
0
7.245
5.549
37.848
28.156
844
79.642
31.12.2010
0
6.570
5.955
32.814
22.408
873
68.620
darunter an (Vorjahr):
Verbundene Unternehmen
678
(814)
Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis
besteht
33
(30)
Nachrangige
Vermögensgegenstände
5.964
(6.337)
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
Im Posten Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere enthaltene Beträge, die in dem auf den Bilanzstichtag
folgenden Jahr fällig werden:
Im Folgejahr fällig werdend

Bilanzstichtag
31.12.2011
Mio. EUR
31.12.2010
Mio. EUR
Geldmarktpapiere, Anleihen und Schuldverschreibungen
3.589
3.835
Nominalwert
3.609
3.825
Eigene Schuldverschreibungen
376
96
Nominalwert
369
94
Summe
3.965
3.931
Nominalwert
3.978
3.919
In den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sind enthalten:
Mio. EUR
Börsennotierte Wertpapiere
38.479
Nicht börsennotierte Wertpapiere
2.278
Börsenfähige Wertpapiere
40.757
Zum Bilanzstichtag sind in dem Posten Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere nachrangige Wertpapiere mit
einem Buchwert von 24 Mio. EUR (Vorjahr: 1 Mio. EUR) enthalten.
Pensionsgeschäfte
Im Rahmen von echten Pensionsgeschäften (Repo-Geschäften) wurden Wertpapiere im Buchwert von 1.489 Mio. EUR in Pension
gegeben.
Anlagevermögen
Anlagespiegel zum 31.12.2011
Veränderungen
2011
Restbuchwert
31.12.2011
Restbuchwert
31.12.2010
(7)
(8)
(9)
TEUR
TEUR
TEUR
Beteiligungen
90.847
604.925
514.078
Anteile an verbundenen Unternehmen
67.465
2.553.986
2.486.521
Wertpapiere des Anlagevermögens
- 2.313.966
24.305.676
26.619.642
Summe
- 2.155.654
27.464.587
29.620.241
Anschaffungs-/
Herstellungskosten
2)
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Zuschreibungen
(1)
(2)
(3)
(4)
(5)
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Immaterielle Anlagewerte
3)
22.410
4.666
1.028
0
0
Sachanlagen
4)
1.073.497
35.934
3.122
0
0
Summe
1.095.907
40.600
4.150
0
0
Insgesamt
Abschreibungen/
Wertberichtigungen
Insgesamt
Abschreibungen/
Wertberichtigungen
2011
Restbuchwert
31.12.2011
Restbuchwert
31.12.2010
(6)
(7)
(8)
(9)
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Immaterielle Anlagewerte
3)
13.522
4.637
12.526
12.522
Sachanlagen
4)
244.381
25.511
861.928
852.600
Summe
257.903
30.148
874.454
865.122
Insgesamt
28.339.041
30.485.363
1)
Einschließlich Kursdifferenzen
2)
Von der Erleichterungsmöglichkeit gemäß Artikel 31 Absatz 6 EGHGB wurde Gebrauch gemacht.
3)
Außerplanmäßige Abschreibung Immaterielle Anlagewerte von 662 TEUR
4)
Davon zum 31.12.2011:
- Gesamtbetrag der im Rahmen der eigenen Tätigkeit genutzten Grundstücke und Gebäude 820.514 TEUR
- Gesamtbetrag der Betriebs- und Geschäftsausstattung 41.413 TEUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, die dazu
bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, und deshalb grundsätzlich bis zur Endfälligkeit gehalten werden, werden den
Wertpapieren des Anlagevermögens zugeordnet. Sie sind getrennt von den Wertpapieren des Umlaufvermögens erfasst und werden
grundsätzlich gemäß gemildertem Niederstwertprinzip bewertet.
Der Buchwert der börsenfähigen, nicht mit dem Niederstwert bewerteten Wertpapiere des Anlagevermögens beträgt zum 31.12.2011
23.913 Mio. EUR. Darin enthalten sind Wertpapiere, deren Buchwert in Höhe von 8.634 Mio. EUR über dem beizulegenden Zeitwert
von 8.106 Mio. EUR liegt. Auf eine Abschreibung wurde im Hinblick auf die Dauerbesitzabsicht bis zur Endfälligkeit der Wertpapiere
verzichtet.
In der Position Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere sind enthalten:

Mio. EUR
Börsennotierte Wertpapiere
11.239
Nicht börsennotierte Wertpapiere
1.126
Börsenfähige Wertpapiere
12.365
Der Wertpapierbestand ist vollumfänglich dem Umlaufvermögen zugeordnet.
Unter dieser Position sind Geschäfte in einem Volumen von 11.239 Mio. EUR ausgewiesen, die die KfW auf Zuweisung des Bundes
gemäß § 2 Absatz 4 des KfW-Gesetzes abgeschlossen hat.
Angaben zum Anteilsbesitz
Name und Sitz der Gesellschaften, an denen mindestens 20 % der
Kapitalanteile gehalten werden
Anteil am Kapital
in %
Eigenkapital
TEUR
Jahresergebnis
TEUR
1. DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH,
Köln
1)
100,0
1.700.287
217.900
2. KfW Beteiligungsholding GmbH, Bonn
1)
100,0
343.445
67.473
3. KfW IPEX-Beteiligungsholding GmbH, Frankfurt am Main
1)
100,0
1.626.490
527
4. Astra Grundstücksgesellschaft mbH & Co. Bauträger KG, Frankfurt
am Main
2)
100,0
1.500
0
5. KfW International Finance Inc. i. L., Delaware, USA
100,0
0
0
6. AF Eigenkapitalfonds für deutschen Mittelstand GmbH & Co. KG,
München
2)
47,7
2.695
- 285
7. Deutsche Post AG, Bonn
2)
30,5
10.696.000
2.630.000
8. Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Berlin
2)
26,0
5.223
351
9. Berliner Energieagentur GmbH, Berlin
2)
25,0
3.647
304
10. Mittelstandsfonds Hamburg MHH GmbH & Co. KG, Hamburg
2)
24,9
10.219
- 643
11. eCapital Technologies Fonds II GmbH & Co. KG, Münster
2)
24,8
23.541
116
12. Post 2012 Carbon Credit Fund CV, Amsterdam, Niederlande
2)
20,0
21
- 192
13. Galaxy S. à r. l., Luxemburg, Luxemburg
2)
20,0
125.569
38.961
1)
Letzter vorliegender Abschluss 2011
2)
Letzter vorliegender Abschluss 2010
In der Position Beteiligungen sind enthalten:
Mio. EUR
Börsennotierte Wertpapiere
2
Nicht börsennotierte Wertpapiere
18
Börsenfähige Wertpapiere
20
Anteile an Investmentvermögen
Anteil am
Gesamtvermögen
%
Buchwerte
TEUR
Ausschüttungen
TEUR
Möglichkeit der
täglichen
Rückgabe
Fonds Frankfurt I
100,0
617.693
0 Ja
Fonds Atlantik
100,0
506.804
0 Ja
Europäischer Fonds für Südosteuropa S. A., SICAV-
SIF
18,8
120.000
3.646 Nein
Global Climate Partnership Fund SA, SICAV-SIF
19,1
11.979
56 Nein
Green for Growth Fund, Southeast Europe S. A.,
SICAV-SIF
10,5
10.025
0 Nein
Fondo PPP Italia c/o Fondaco SGR S.p.A.
14,6
8.483
58 Nein
2020 European Fund Galaxy for Energy, Climate
Change and Infrastructure SICAV
14,1
7.100
0 Nein
Galaxy S. à r. l. SICAR
20,0
6.986
4.351 Nein
Rural Impulse Fund II S.A., SICAF-SF
16,5
3.500
0 Nein
Post 2012 Carbon Credit Fund CV
20,0
0
95 Nein
Für die am 31.12.2011 im Bestand befindlichen Fonds Frankfurt i und Atlantik liegen Marktwerte von jeweils 0,6 Mrd. EUR vor. Es
handelt sich bei beiden Fonds um Spezial-Sondervermögen, die im IFRS-Konzernabschluss konsolidiert werden. im Rahmen der
bereits in den Vorjahren eingeschlagenen Wertpapierstrategie erfolgte 2011 die planmäßige Reduzierung der Anteile an Spezialfonds.
Die übrigen Anteile an Investmentvermögen dienen im Wesentlichen der Stärkung und Förderung von Projekten des Klimaschutzes,
erneuerbarer Energien und des Infrastrukturausbaus. Die Beschränkung der Möglichkeit einer täglichen Rückgabe resultiert aus der
langfristigen Ausrichtung der Fonds und des speziellen Kreises der Investoren. Es handelt sich im Wesentlichen um illiquide
Anlagevehikel.
Aufgrund der stark gefallenen Marktpreise wurde 2011 der Wertansatz für den Post 2012 Carbon Credit Fund CV auf 0 TEUR
abgeschrieben. Sämtliche übrigen Investments sind werthaltig und unterliegen einem regelmäßigen Bewertungsprozess.

Sonstige Vermögensgegenstände
Die Sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen den Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung von Derivaten
(14.928 Mio. EUR), die im Rahmen der Steuerung der Fremdwährungspositionen eingesetzt werden. Daneben wird die Forderung an
die Bundesanstalt für versicherungsbedingte Sonderaufgaben (BvS) in Höhe von 602 Mio. EUR aufgrund des der KfW zugewiesenen
Versicherungsgeschäfts der Staatlichen Versicherung der Deutschen Demokratischen Republik in Abwicklung (SinA) ausgewiesen. Der
Forderung stehen versicherungstechnische Rückstellungen in gleicher Höhe gegenüber.
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
Die in der Position Aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthaltenen Unterschiedsbeträge zwischen Rückzahlungsbetrag und
niedrigerem Ausgabebetrag von Verbindlichkeiten betragen 851 Mio. EUR (Vorjahr: 829 Mio. EUR).
ANGABEN ZU PASSIVA
Fristenstruktur der aufgenommenen Mittel
Täglich fällig
Restlaufzeit
Anteilige
Zinsen
Mio. EUR
bis drei
Monate
Mio. EUR
mehr als drei
Monate bis
ein Jahr
Mio. EUR
mehr als ein
Jahr bis fünf
Jahre
Mio. EUR
mehr als fünf
Jahre
Mio. EUR
Mio. EUR
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
zum 31.12.2011
17.337
1.687
123
1.211
1.761
4.963
zum 31.12.2010
11.224
1.431
74
1.263
1.074
4.449
Verbindlichkeiten gegenüber
Kunden
zum 31.12.2011
862
5.392
4.393
6.550
4.083
455
zum 31.12.2010
557
4.145
4.005
10.907
2.763
349
zum 31.12.2011
18.199
7.079
4.516
7.761
5.844
5.418
in %
37
15
9
16
12
11
Insgesamt
Mio. EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
zum 31.12.2011
27.082
zum 31.12.2010
19.515
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
zum 31.12.2011
21.735
zum 31.12.2010
22.726
zum 31.12.2011
48.817
in %
100
Im Folgejahr
fällig werdend
Verbriefte Verbindlichkeiten
zum 31.12.2011
87.344
zum 31.12.2010
89.158
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Verbriefte und unverbriefte Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen
Unternehmen
gegenüber Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht
2011
Mio. EUR
2010
Mio. EUR
2011
Mio. EUR
2010
Mio. EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
50
63
0
0
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
142
165
0
0
Verbriefte Verbindlichkeiten
840
50
0
0
Insgesamt
1.032
278
0
0
Passive Rechnungsabgrenzungsposten
In den Passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagien aus Forderungen in Höhe von 2.305 Mio. EUR (Vorjahr: 2.460 Mio. EUR)
erfasst.
Rückstellungen
Neben den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von insgesamt 765 Mio. EUR werden zum 31.12.2011
andere Rückstellungen in Höhe von 1.309 Mio. EUR ausgewiesen, die im Wesentlichen versicherungstechnische Rückstellungen im
Zusammenhang mit der Übertragung des Versicherungsgeschäfts der SinA, Rückstellungen zur Absicherung künftiger Zinsbelastungen
aus der Übertragung des ERP-Sondervermögens sowie Rückstellungen im Rahmen der Risikovorsorge der KfW betreffen.

Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit einem Bilanzansatz zum 31.12.2011 von 191 Mio. EUR hat die
KfW das Beibehaltungswahlrecht nach Artikel 67 Absatz 1 Satz 4 EGHGB ausgeübt. Der Wert nach Diskontierung mit dem geltenden
Bundesbankzinssatz beträgt 178 Mio. EUR.
Aufwendungen in Höhe von 37 Mio. EUR, die aus der Aufzinsung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
resultieren, werden unter dem Zinsaufwand ausgewiesen.
Nachrangige Verbindlichkeiten
Im Rahmen der Neuordnung der ERP-Wirtschaftsförderung zum 01.07.2007 hat das ERP-Sondervermögen der KfW ein
Nachrangdarlehen in Höhe von 3.247 Mio. EUR gewährt. Das Darlehen ist in drei Tranchen mit unterschiedlichen Zinsbindungsfristen
aufgeteilt. Die Kapitalbindungsfrist aller Tranchen endet am 31.12.2017. Die Tranchen werden mit einem Zinssatz von 4,5 % p. a.
verzinst.
Für das Nachrangdarlehen besteht keine vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung durch die KfW. Die Bedingungen der Nachrangigkeit
dieser Mittel entsprechen den Anforderungen des Kreditwesengesetzes.
Die Zinsaufwendungen für die nachrangigen Verbindlichkeiten betragen 146 Mio. EUR.
Eigenkapital
31.12.2010
Mio. EUR
Jahresüberschuss
Mio. EUR
Sonstige
Veränderungen
Mio. EUR
31.12.2011
Mio. EUR
Gezeichnetes Kapital der KfW
3.750
0
0
3.750
Nicht eingeforderte ausstehende Einlagen
- 450
0
0
- 450
Kapitalrücklage
5.947
0
0
5.947
darunter: Förderrücklage des ERP-
Sondervermögens
4.650
0
0
4.650
Rücklage aus Mitteln des ERP-Sondervermögens
977
0
79
1.056
Erwirtschaftete Gewinne
a) gesetzliche Rücklage gemäß § 10 Abs. 2 KfW-
Gesetz
1.838
37
0
1.875
b) Sonderrücklage gemäß § 10 Abs. 3 KfW-Gesetz
2.178
510
0
2.689
c) Sonderrücklage gemäß § 17 Abs. 4 DMBilG
48
0
0
48
Eigenkapital
14.288
547
79
14.914
Die Förderrücklage des ERP-Sondervermögens betrifft den im Rahmen der Neuordnung der ERP-Wirtschaftsförderung im
Geschäftsjahr 2007 durch das ERP-Sondervermögen eingebrachten Betrag.
Der Jahresüberschuss 2011 wird in voller Höhe den Gewinnrücklagen zugeführt. Zum Jahresende 2011 beträgt das Eigenkapital der
KfW 14.914 Mio. EUR.
WEITERE VERMERKPFLICHTIGE ANGABEN ZU DEN PASSIVA
Eventualverbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen betragen 10.645 Mio. EUR. Von dem Gesamtbetrag zum
31.12.2011 entfallen 8.368 Mio. EUR auf Plattformverbriefungen, im Wesentlichen PROMISE-/PROVIDE-Geschäfte.
Über die Verbriefungsplattformen PROMISE/PROVIDE können Kreditinstitute synthetisch Kreditrisiken aus Mittelstandskreditportfolios
bzw. privaten Wohnungsbaukrediten in den Kapitalmarkt transferieren. Zum Bilanzstichtag beläuft sich das Verbriefungsvolumen über
die Plattform auf 8.368 Mio. EUR, wovon 8.322 Mio. EUR über Credit Default Swaps bzw. über Credit-Linked Schuldscheine besichert
sind. Mit den verbleibenden 46 Mio. EUR hat die KfW Risiken aus Senior-Tranchen einbehalten.
Das Risiko in diesem Plattformgeschäft wird maßgeblich durch die Qualität der verbrieften Portfolios beeinflusst. Da die KfW im
Rahmen dieses Geschäftszweigs Tranchen mit höherer Ausfallwahrscheinlichkeit an den Kapitalmarkt weitergibt und selbst nur Senior-
Tranchen mit bester Bonität einbehalten hat, ist von einem sehr geringen Ausfallrisiko seitens der KfW auszugehen.
Daneben sind unter anderem Bürgschaften für Sonderkredite von 785 Mio. EUR, für Flugzeugfinanzierungen von 418 Mio. EUR, für
den Wohnungsbau von 148 Mio. EUR sowie Bürgschaften für Schiffs- und Werftkredite von 72 Mio. EUR enthalten.
Den Risiken aus diesen Geschäften wird durch die Bildung von Portfolio- bzw. Individual-Rückstellungen Rechnung getragen.
Andere Verpflichtungen
Die Unwiderruflichen Kreditzusagen in Höhe von 51.911 Mio. EUR betreffen mit 28.726 Mio. EUR Investitionsfinanzierungen, wobei der
größte Anteil auf die KfW Privatkundenbank mit 11.155 Mio. EUR und auf die KfW Mittelstandsbank mit 7.820 Mio. EUR entfällt, mit
9.454 Mio. EUR Export- und Projektfinanzierungen, mit 6.192 Mio. EUR Kredite zur Förderung der Entwicklungsländer, mit 283 Mio.
EUR Avalkredite sowie mit 84 Mio. EUR Forward Forward Deposits.
Darüber hinaus bestehen Unwiderrufliche Kreditzusagen für den über die KfW bereitgestellten Anteil Deutschlands an der
Kreditfazilität der EU-Staaten für die Republik Griechenland in Höhe von 7.171 Mio. EUR.
Den Risiken aus diesen Geschäften wird durch die Bildung von Portfolio- bzw. Individual-Rückstellungen Rechnung getragen.
Treuhandvermögen und -verbindlichkeiten

Die ausgewiesenen Treuhandposten betreffen im Wesentlichen Forderungen an bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden. Das
Treuhandvermögen beinhaltet Treuhandkredite in Höhe von 16.166 Mio. EUR.
ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken
Der Fonds für allgemeine Bankrisiken wurde im Geschäftsjahr 2011 mit 1.100 Mio. EUR auf 1.700 Mio. EUR dotiert. Der Ausweis
erfolgt in einem gesonderten Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung. 2011 richtet sich die Bildung des Fonds für allgemeine
Bankrisiken auf die Sicherung gegen die allgemeinen geschäftsspezifischen Risiken.
Geografische Märkte
Auf eine geografische Aufgliederung der Gesamtbeträge bestimmter Ertragspositionen gemäß § 34 Absatz 2 Nummer 1 RechKredV
wurde verzichtet, da die KfW keine Auslandsfilialen unterhält.
SONSTIGE VERMERKPFLICHTIGE ANGABEN
Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung
Die auf ausländische Währung lautenden Vermögensgegenstände und Schulden sowie die am Bilanzstichtag nicht abgewickelten
Kassageschäfte sind zum Stichtagskurs in Euro umgerechnet worden.
Die Bank wendet den Grundsatz der besonderen Deckung im Sinne des § 340h HGB in Verbindung mit § 256a HGB an.
Aufwendungen und Erträge aus der Währungsumrechnung wurden unter Beachtung der §§ 277 Absatz 5 Satz 2, 340h HGB brutto
unter den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen (9 Mio. EUR, Vorjahr: 33 Mio. EUR) und Sonstigen betrieblichen Erträgen (12 Mio.
EUR, Vorjahr: 40 Mio. EUR) ausgewiesen.
Wechselkursbedingte Wertänderungen der in fremden Währungen gebildeten Einzelwertberichtigungen sind ebenso unter den
Sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. Sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.
Zum 31.12.2011 betrug der gemäß § 340h HGB umgerechnete Gesamtbetrag der auf Fremdwährung lautenden
Vermögensgegenstände 42 Mrd. EUR, der Gesamtbetrag der auf Fremdwährung lautenden Verbindlichkeiten 238 Mrd. EUR.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen und freie Fazilitäten
Im Rahmen von Beteiligungsfinanzierungen bestehen Resteinzahlungsverpflichtungen in Höhe von insgesamt 567 Mio. EUR.
Der KfW stehen im Rahmen der geldpolitischen Geschäfte mit der Deutschen Bundesbank noch nicht ausgeschöpfte
Liquiditätsfazilitäten zur Verfügung.
Derivatebericht
Die KfW setzt im Wesentlichen zur Absicherung von Zinsänderungs-, Wechselkurs-, sonstigen Preis- und Kreditrisiken folgende
Termingeschäfte/derivative Produkte ein:
1. Zinsbezogene Termingeschäfte/derivative Produkte
Zinsswaps
Zinsoptionen, Swaptions
Zinsbegrenzungsvereinbarungen
2. Währungsbezogene Termingeschäfte/derivative Produkte
Zins- und Währungsswaps
Devisenswaps
Devisenkassageschäfte
Devisentermingeschäfte
3. Aktienkurs- und sonstige preisrisikobezogene Termingeschäfte/derivative Produkte
Aktienoptionen
Klimaschutzfonds-Terminkäufe und -verkäufe
4. Kreditderivate

Single Name Credit Default Swaps
Die nachfolgende Darstellung der derivativen Geschäfte richtet sich nach den Anforderungen der §§ 285 Nummer 19 HGB, 36
RechKredV. Darin werden die positiven und negativen Marktwerte der Derivate zum 31.12.2011 offengelegt.
Die Berechnung erfolgt für alle Kontraktarten nach der Marktbewertungsmethode. Soweit für die derivativen Instrumente keine
Marktwerte feststellbar waren, wurden ersatzweise Werte mittels Marktparametern errechnet, deren Ermittlung auf allgemein
anerkannten Optionspreismodellen und Barwertberechnungen basiert.
Erworbene bzw. geschriebene Optionen werden in Höhe der gezahlten Prämie als Sonstige Vermögensgegenstände bzw. als Sonstige
Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Volumina
Nominalwerte
31.12.2011
Mio. EUR
Nominalwerte
31.12.2010
Mio. EUR
Marktwerte
positiv
31.12.2011
Mio. EUR
Marktwerte
negativ
31.12.2011
Mio. EUR
Kontrakte mit Zinsrisiken
Zinsswaps
479.555
456.050
22.525
20.579
Zinsoptionen
davon: Käufe
0
44
0
0
davon: Verkäufe
0
44
0
0
Zinsbegrenzungsvereinbarungen
1)
226
376
0
0
Insgesamt
479.781
456.514
22.525
20.579
Kontrakte mit Währungsrisiken
Zins- und Währungsswaps
213.448
199.993
18.129
5.557
Devisenswaps
23.421
24.946
744
46
Devisentermingeschäfte
198
600
3
3
Devisenkassageschäfte
3
0
0
0
Insgesamt
237.070
225.539
18.876
5.606
Aktien- und sonstige Preisrisiken
2)
768
906
62
63
Kreditderivate
3)
davon: Käufe
150
290
1
0
davon: Verkäufe
0
0
0
0
Insgesamt
150
290
1
0
1)
Ausweis der separat gehandelten Zinsbegrenzungsvereinbarungen
2)
Verzicht auf den Ausweis von eingebetteten Derivaten
3)
Hier: Single Name Credit Default Swaps
Nominalwerte
Zinsrisiken
1)
Währungsrisiken
31.12.2011
Mio. EUR
31.12.2010
Mio. EUR
31.12.2011
Mio. EUR
31.12.2010
Mio. EUR
Restlaufzeit
bis drei Monate
21.807
23.900
32.414
40.452
mehr als drei Monate bis ein Jahr
41.758
33.990
26.337
18.222
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
226.033
216.328
113.839
105.091
mehr als fünf Jahre
190.183
182.296
64.480
61.774
Insgesamt
479.781
456.514
237.070
225.539
Nominalwerte
Sonstige Preisrisiken
1)
Kreditderivate
2)
31.12.2011
Mio. EUR
31.12.2010
Mio. EUR
31.12.2011
Mio. EUR
31.12.2010
Mio. EUR
Restlaufzeit
bis drei Monate
4
4
50
90
mehr als drei Monate bis ein Jahr
2
3
100
0
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
752
888
0
200
mehr als fünf Jahre
10
11
0
0
Insgesamt
768
906
150
290
1)
Darstellung der derivativen Finanzinstrumente ohne eingebettete Derivate
2)
Hier: Single Name Credit Default Swaps
Kontrahenten
Nominalwerte
31.12.2011
Mio. EUR
Nominalwerte
31.12.2010
Mio. EUR
Marktwerte
positiv
31.12.2011
Mio. EUR
Marktwerte
negativ
31.12.2011
Mio. EUR
OECD-Banken
678.417
639.756
39.548
23.568
Banken außerhalb der OECD
64
37
1
6
Sonstige Kontrahenten
30.553
33.111
1.733
2.422
Öffentliche Stellen
8.735
10.345
182
252

Kontrahenten
Nominalwerte
31.12.2011
Mio. EUR
Nominalwerte
31.12.2010
Mio. EUR
Marktwerte
positiv
31.12.2011
Mio. EUR
Marktwerte
negativ
31.12.2011
Mio. EUR
Insgesamt
717.769
683.249
41.464
26.248
Nachfolgend wird über Bewertungseinheiten gemäß §§ 254 bzw. 285 Nummer 23 HGB berichtet.
In der Tabelle sind die in Bewertungseinheiten gegen Zinsänderungs- und Aktienrisiken abgesicherten Volumina der Grundgeschäfte
von Wertpapieren des Anlagevermögens und der Liquiditätsreserve zum Abschlussstichtag aufgeführt.
Buchwerte
Mio. EUR
Nominalwerte
Mio. EUR
Marktwerte
Mio. EUR
Wertpapiere des Anlagevermögens
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
17.692
17.109
17.667
Wertpapiere der Liquiditätsreserve
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
7.533
8.180
7.944
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
11.239
-
10.897
Insgesamt
36.464
25.289
36.508
Die KfW setzt Derivate grundsätzlich nur zur Absicherung offener Positionen ein.
Das Wahlrecht, ökonomische Sicherungsbeziehungen als Bewertungseinheit bilanziell nachzuvollziehen, wird bei Wertpapieren des
Eigenbestands und bei Terminkäufen mit CO
2
-Zertifikaten als designierte Grundgeschäfte ausgeübt. Die bilanzielle Abbildung der
wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten erfolgt mittels der Einfrierungsmethode.
Ein Teil der Wertpapiere des Anlagevermögens wird durch die Bildung von Mikro-Bewertungseinheiten gegen Zinsänderungsrisiken
abgesichert, indem festverzinsliche Wertpapiere und Absicherungsgeschäfte (im Wesentlichen Zinsswaps) zusammengeführt werden.
Wirtschaftlich betrachtet ergeben sich somit variabel verzinsliche Anleihen.
Aufgrund der Identität wertbeeinflussender Parameter der Grund- und Sicherungsgeschäfte wird die kompensatorische Wirkung
sowohl prospektiv als auch retrospektiv mittels der Critical-Term-Match-Methode nachgewiesen.
Durch die grundsätzliche Anwendung des gemilderten Niederstwertprinzips im Anlagevermögen werden lediglich dauernde
Wertminderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt.
Die festverzinslichen Wertpapiere der Liquiditätsreserve werden ebenfalls mit Absicherungsgeschäften (im Wesentlichen Zinsswaps)
gegen Zinsänderungsrisiken in Mikro-Bewertungseinheiten zusammengeführt. Etwaige Ineffektivitäten werden imparitätisch in der
Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Daneben bestehen Bewertungseinheiten im Rahmen des Rückkaufs von Eigenemissionen, denen korrespondierende Verbriefte
Verbindlichkeiten als Sicherungsgeschäft gegenübergestellt werden. Die Aktien aus Platzhaltergeschäften (Deutsche Telekom AG und
Deutsche Post AG) wurden durch vertragliche Regelungen mit dem Bund gegen Kursänderungsrisiken abgesichert.
Die Terminkäufe von CO
2
-Zertifikaten (nominal 98 Mio. EUR) werden gegen das Marktpreisänderungsrisiko mittels entsprechender
Terminverkäufe (nominal 98 Mio. EUR) im Rahmen eines Portfolios abgesichert. Bei der Stichtagsbewertung mit Marktdaten ergibt sich
per saldo eine stille Reserve von 0,8 Mio. EUR.
Aufgrund der negativen Korrelation der Wertänderungen und der vergleichbaren Risiken von Grund- und Sicherungsgeschäften haben
sich zum Abschlussstichtag gegenläufige Wertänderungen oder Zahlungsströme weitestgehend ausgeglichen. im Hinblick auf die
Durchhalteabsicht der Sicherungsbeziehungen ist auch künftig von sich nahezu vollständig kompensierenden Effekten hinsichtlich des
abgesicherten Risikos bis zu den vorgesehenen Fälligkeiten der Bewertungseinheiten auszugehen.
Neben den Bewertungseinheiten nach § 254 HGB fließen im Rahmen der wirtschaftlichen Absicherung von Zinsänderungsrisiken im
Bankbuch die hierfür eingesetzten derivativen Finanzinstrumente und die zinstragenden Grundgeschäfte in die Aktiv-Passiv-Steuerung
ein. Die KfW steuert die Zinsmarge bzw. den Marktwert aller zinstragenden Geschäfte im Bankbuch als Gesamtheit. Zum 31.12.2011
wurde ein positiver Barwert ermittelt.
Kredite im fremden Namen für fremde Rechnung
Die Kredite im fremden Namen und für fremde Rechnung valutieren zum 31.12.2011 in Höhe von 4.317 Mio. EUR.
Personalbestand
Der durchschnittliche Personalbestand von Mitarbeiterinnen/Mitarbeitern ohne Vorstand und Auszubildende, aber einschließlich
Aushilfen und Dualstudenten ist aus den vier Quartalsendständen des Berichtsjahres ermittelt.
2011
2010
Mitarbeiterinnen
1.868
1.745
Mitarbeiter
1.896
1.798
davon:Außertariflich Eingestufte
2.564
2.441
davon: Tariflich Eingestufte
1.200
1.102
Insgesamt
3.764
3.543
BEZÜGE UND KREDITE AN MITGLIEDER DES VORSTANDS UND DES VERWALTUNGSRATS
Jahresvergütung 2011

Gehalt
TEUR
Variable
Vergütung
TEUR
Sonstige Bezüge
1)
TEUR
Gesamt
TEUR
Dr. Ulrich Schröder (Vorstandsvorsitzender)
673,1
240,0
117,9
1.031,0
Dr. Günther Bräunig
515,8
0,0
27,2
543,0
Dr. Norbert Kloppenburg
474,0
0,0
69,7
543,7
Dr. Edeltraud Leibrock
124,5
0,0
11,4
135,9
Bernd Loewen
487,7
0,0
45,4
533,1
Dr. Axel Nawrath
473,5
0,0
104,7
578,2
Gesamt
2.748,6
240,0
376,3
3.364,9
1)
Die sonstigen Bezüge bestehen im Wesentlichen aus Dienstwagennutzung, Aufwendungen für Versicherungsbeiträge sowie darauf entfallenden
Steuern und Sozialabgaben. Zudem enthalten sind die Bezüge aus Aufsichtsratsmandaten in Tochterunternehmen.
Die Bezüge des Verwaltungsrats der KfW betrugen 175 TEUR. Sie setzen sich strukturell wie folgt zusammen:
Die Vergütung für die Mitgliedschaft im Verwaltungsrat beträgt 5 TEUR p. a., im Kreditausschuss, Präsidial- sowie im
Prüfungsausschuss 0,6 TEUR p. a., jeweils anteilig bei nur unterjähriger Mitgliedschaft. Die Vergütung für Mitglieder der
Bundesregierung, die aufgrund § 7 Absatz 1 Nummer 2 KfW-Gesetz Mitglied des Verwaltungsrats sind, wurde für das Geschäftsjahr
2011 auf 0 EUR festgesetzt. Ferner wurde die Vergütung für den Vorsitzenden des KfW-Verwaltungsrats und seinen Stellvertreter
ebenfalls auf 0 EUR festgesetzt.
Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen sind zum 31.12.2011 46.039
TEUR zurückgestellt. Die laufenden Bezüge betrugen 3.827 TEUR.
An ehemalige Vorstandsmitglieder wurden auf Basis eines Vergleichs im Berichtsjahr Einmalzahlungen in Höhe von 660 TEUR
geleistet.
Der Gesamtbetrag der Kredite an Mitglieder des Vorstands betrug zum 31.12.2011 75 TEUR. Die Zinssätze liegen zwischen 3 % und 4
%. Die Restlaufzeit der Kredite betrug zum Abschlussstichtag 9,9 Jahre.
Honorar des Jahresabschlussprüfers
Die KfW nimmt die Erleichterung gemäß § 285 Nummer 17 HGB in Anspruch und verweist auf die Aufgliederung der
Abschlussprüferhonorare im Konzernabschluss der KfW Bankengruppe.
Konzernzugehörigkeit
Die KfW ist zum 31.12.2011 in den Konzernabschluss der KfW Bankengruppe, Frankfurt am Main, einbezogen. Der Konzernabschluss
nach IFRS wird in deutscher Sprache im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Mandate gesetzlicher Vertreter oder anderer Mitarbeiter in Aufsichtsgremien großer Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Absatz 3
HGB
Dr. Ulrich Schröder (Vorstandsvorsitzender)
DEG - Deutsche Investitions- und
Entwicklungsgesellschaft mbH, Köln
Deutsche Post AG, Bonn
Deutsche Telekom AG, Bonn
Dr. Günther Bräunig
Deutsche Pfandbriefbank AG, München
Hypo Real Estate Holding AG, München
Dr. Norbert Kloppenburg
DEG - Deutsche Investitions- und
Entwicklungsgesellschaft mbH, Köln
DFS Deutsche Flugsicherung GmbH, Langen
KfW IPEX-Bank GmbH, Frankfurt am Main
Bernd Loewen
KfW IPEX-Bank GmbH, Frankfurt am Main
Dr. Axel Nawrath
Saarstahl AG, Völklingen
SHS - Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA, Dillingen

Dr. Lutz-Christian Funke
IKB - Deutsche Industriebank AG, Düsseldorf
Doris Köhn
ProCredit Holding AG & Co. KGaA, Frankfurt am Main
VERWALTUNGSRAT
Dr. Philipp Rösler
Bundesminister für Wirtschaft und Technologie
Vorsitzender (seit 01.01.2012)
Stellvertretender Vorsitzender
(12.05.2011 bis 31.12.2011)
Dr. Wolfgang Schäuble
Bundesminister der Finanzen
Stellvertretender Vorsitzender
(seit 01.01.2012)
Vorsitzender
(01.01.2011 bis 31.12.2011)
Rainer Brüderle
Bundesminister für Wirtschaft und Technologie a. D.
Stellvertretender Vorsitzender
(01.01.2011 bis 12.05.2011)
Ilse Aigner
Bundesministerin für Ernährung,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Norbert Barthle
Mitglied des Deutschen Bundestages
Vom Bundestag bestelltes Mitglied
Jan Bettink
Präsident des Verbandes
Deutscher Pfandbriefbanken
Vertreter der Realkreditinstitute
Anton F. Börner
Präsident des Bundesverbandes
Großhandel, Außenhandel,
Dienstleistungen e. V.
Vertreter des Handels
Volker Bouffier
Ministerpräsident des Landes Hessen
Vom Bundesrat bestelltes Mitglied
Frank Bsirske
Vorsitzender der ver.di - Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft
Vertreter der Gewerkschaften

Helmut Dedy
Ständiger Vertreter des Hauptgeschäftsführers des Deutschen Städtetages
Vertreter der Gemeinden
(seit 01.01.2012)
Prof. Dr. Hans Heinrich Driftmann
Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages e. V. (DIHK)
Vertreter der Industrie
Ingeborg Esser
Hauptgeschäftsführerin GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V.
Vertreterin der Wohnungswirtschaft
Georg Fahrenschon
Staatsminister im Bayerischen Staatsministerium der Finanzen a. D.
Vom Bundesrat bestelltes Mitglied
(bis 03.11.2011)
Heinrich Haasis
Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes
Vertreter der Sparkassen
Hubertus Heil
Mitglied des Deutschen Bundestages
Vom Bundestag bestelltes Mitglied
Gerhard Hofmann
Mitglied des Vorstands des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e. V. (BVR)
Vertreter der genossenschaftlichen Kreditinstitute
Frank Horch
Senator der Freien und Hansestadt Hamburg
Behörde für Wirtschaft,
Verkehr und Innovation
Vom Bundesrat bestelltes Mitglied
(seit 17.06.2011)
Bartholomäus Kalb
Mitglied des Deutschen Bundestages
Vom Bundestag bestelltes Mitglied
Dr. Markus Kerber
Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V.
Vertreter der Industrie
(seit 01.01.2012)
Dr. h. c. Jürgen Koppelin
Mitglied des Deutschen Bundestages
Vom Bundestag bestelltes Mitglied
Monika Kuban
Ständige Vertreterin des Hauptgeschäftsführers des Deutschen Städtetages a. D.

Vertreterin der Gemeinden
(bis 31.12.2011)
Karoline Linnert
Bürgermeisterin Senatorin für Finanzen der Freien Hansestadt Bremen
Vom Bundesrat bestelltes Mitglied
Dr. Gesine Lötzsch
Mitglied des Deutschen Bundestages
Vom Bundestag bestelltes Mitglied
Stefan Mappus
Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg a. D.
Vom Bundesrat bestelltes Mitglied (bis 31.08.2011)
Claus Matecki
Mitglied des Geschäftsführenden Bundesvorstands des Deutschen Gewerkschaftsbundes
Vertreter der Gewerkschaften
Dr. Michael Meister
Mitglied des Deutschen Bundestages
Vom Bundestag bestelltes Mitglied
Franz-Josef Möllenberg
Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten
Vertreter der Gewerkschaften
Dirk Niebel
Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Dr. Peter Ramsauer
Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
Dr. Norbert Röttgen
Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
Hanns-Eberhard Schleyer
Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks a. D.
Vertreter des Handwerks
Dr. Nils Schmid
Minister für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg
Vom Bundesrat bestelltes Mitglied (seit 04.11.2011)
Andreas Schmitz
Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken e. V.
Sprecher des Vorstands der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG
Vertreter der Kreditbanken
Dr. Werner Schnappauf
Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V. a. D.
Vertreter der Industrie
(bis 31.12.2011)
Carsten Schneider

Mitglied des Deutschen Bundestages
Vom Bundestag bestelltes Mitglied
Dr. Markus Söder
Staatsminister im Bayerischen Staatsministerium der Finanzen
Vom Bundesrat bestelltes Mitglied
(seit 16.12.2011)
Michael Sommer
Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes
Vertreter der Gewerkschaften
Gerd Sonnleitner
Präsident des Deutschen Bauernverbandes e. V.
Vertreter der Landwirtschaft
Marion Walsmann
Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten
und Chefin der Staatskanzlei des Freistaats Thüringen
Vom Bundesrat bestelltes Mitglied
Dr. Norbert Walter-Borjans
Minister der Finanzen
des Landes Nordrhein-Westfalen
Vom Bundesrat bestelltes Mitglied
Dr. Guido Westerwelle
Bundesminister des Auswärtigen
VORSTAND
Dr. Ulrich Schröder
Vorstandsvorsitzender
Dr. Günther Bräunig
Dr. Norbert Kloppenburg
Dr. Edeltraud Leibrock (seit 01.10.2011)
Bernd Loewen
Dr. Axel Nawrath
Frankfurt am Main, den 31. Januar 2012
Dr. Ulrich Schröder, Vorstandsvorsitzender
Dr. Günther Bräunig
Dr. Norbert Kloppenburg
Dr. Edeltraud Leibrock
Bernd Loewen
Dr. Axel Nawrath
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -unter Einbeziehung der
Buchführung und den Lagebericht der KfW, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft.
Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie
den ergänzenden Bestimmungen des Gesetzes über die KfW liegen in der Verantwortung des Vorstands der KfW. Unsere Aufgabe ist

es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der
Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und
durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die
Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der KfW sowie die Erwartungen über
mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen Internen
Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von
Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen
Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der
Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen
Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesetzes über die KfW und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
KfW. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der KfW und
stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, den 28. Februar 2012
KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Mock, Wirtschaftsprüfer
Schweitzer, Wirtschaftsprüfer
Impressum
Herausgeber:
KfW Bankengruppe
Abteilung Kommunikation
Palmengartenstraße 5-9, 60325 Frankfurt am Main
Telefon 069 7431-0, Telefax 069 7431-2944
infocenter@kfw.de,
www.kfw.de
Konzeption und Realisation:
MEHR Werbe- und Projektagentur, Düsseldorf
KfW Bankengruppe
Palmengartenstraße 5-9
60325 Frankfurt am Main
Telefon 069 7431-0
Telefax 069 7431-2944
infocenter@kfw.de
www.kfw.de