Bundesanzeiger
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V.-Datum
Zentrum Mikroelektronik
Dresden AG
Dresden
Rechnungslegung/
Finanzberichte
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis
zum 31.12.2010
15.08.2011
Zentrum Mikroelektronik Dresden AG
Dresden
Jahresabschluss zum 31.12.2010
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010
Auch in 2010 hat die ZMD AG weitere Anstrengungen unternommen, insbesondere im Bereich Marketing und Sales, um den Ausbau
des Standardproduktegeschäftes voranzutreiben. Standardprodukte werden im Bereich der Sensorik erstellt sowie im neuen Bereich
des digitalen Powermanagements. Darüber hinaus gibt es weitere Produkte für Industriekunden und medizintechnische Kunden.
Gleichzeitig liegt die Ausrichtung auf „enabling energy efficiency", also einer klaren Ausrichtung auf Produkte und Anwendungen, die
Energieeffizienz kreieren und ermöglichen. ZMDI ist in dem Bereich Energieeffizienz bereits seit Jahren tätig und erfährt durch die
neue Ausrichtung in der Sensorik und im Bereich Powermanagement sowohl eine gesellschaftlich als auch geschäftlich hohe
Akzeptanz.
Die Zentrum Mikroelektronik Dresden AG (ZMD AG) ist seit 2007 als so genannte FABLESS Company aufgestellt. Firmen mit diesem
Geschäftsmodell übernehmen Produktverantwortung für kundenbezogene Entwicklungen, aber vor allen Dingen auch für
selbstdefinierte Produkte, die als Standardprodukte über einen eigenen Markenauftritt und neue Marktkanäle vertrieben werden
können.
Zur Stärkung des Einflusses auf den asiatischen Markt hat die ZMD AG 2007 die ZMD FAREAST Limited Hongkong gegründet, an der
sie zu 100 % beteiligt ist. Diese wiederum hält 50 % an der als Joint Venture mit der Vapor Technologies gegründeten Senterra
Limited. Im 4. Quartal 2010 hat die ZMD AG ein weiteres Vertriebsbüro in Korea eröffnet und hat sich damit einen besseren Zugang
zu dem dortigen Wachstumsmarkt, vorrangig Automotive, verschafft.
Der Aufsichtsrat der ZMD AG genehmigte mit Beschluss vom 5. Dezember 2007 die Gründung einer 100%igen Tochtergesellschaft,
der ZMD Eastern Europe EOOD in Varna, Bulgarien, um mittelfristig die Entwicklungskosten insgesamt zu senken. Die ZMD Eastern
Europe wurde am 27. Februar 2008 ins Handelsregister Varna eingetragen.
Die ZMD AG unterhält seit April 2008 eine Niederlassung in Tokio (Japan), um im japanischen Markt die erforderliche Vertriebspräsenz
zu gewährleisten.
Weiterhin hält die ZMD AG seit 1996 100 % der Anteile an der ZMD America Inc.
1. Wirtschaftliches Umfeld
Im Geschäftsjahr 2010 befand sich die Weltwirtschaft nach einer der größten Krisen seit über 40 Jahren wieder deutlich im
Aufschwung. Auslöser der Krise war die Subprime Krise, die dann in eine globale Finanzmarktkrise mündete. Wegen des unerwartet
rasanten Aufschwungs hatte die Mehrzahl der Marktteilnehmer in den relevanten Zuliefermärkten mit extremen Kapazitätsengpässen
zu kämpfen. Im Wesentlichen durch die Inanspruchnahme von Kurzarbeit aber auch durch Cash- und
Kostenverbesserungsmaßnahmen konnten zumindest in Deutschland die meisten Unternehmen den Aufschwung gut umsetzen. Trotz
gravierender Engpässe in der mehr und mehr globalisierten Lieferkette konnte sich der Halbleitermarkt im Verlaufe Jahres 2010 rasch
erholen. Das Wachstum des gesamten Halbleitermarkts im Geschäftsjahr 2010 schloss wieder mit über 20 % im Vergleich zum
Vorjahr an den Wachstumstrend bis 2008 an. Der Halbleitermarkt stieg auf Mrd. USD 272 (2007 Mrd. USD 256). Gemäß WSTS (World
Semiconductor Trade Statistics) entwickelte sich der Halbleitermarkt in Europa sogar mit über 16 % gegenüber dem massiven
Einbruch der beiden Vorjahre (2008: -7 %; 2009: -22 %) sehr positiv.
Im Geschäftsjahr 2010 erholte sich die Weltwirtschaft mit einem globalen Konjunkturauftrieb von 3,9 % zum Vorjahr. Als Motoren des
weltweiten Wachstums gelten (aus Sicht der Weltbank) die Schwellen- und Entwicklungsländer. Mit 10 % ist China 2010 am stärksten
gewachsen, die AsienPazifik-Region hat insgesamt um 9,3 % angezogen. Hingegen sind die großen Industrieländer nur mit
verhaltenen 2,8 % mitgezogen.
Der für die ZMD AG relevante analoge Halbleitermarkt stieg im Gesamtjahr um 21 % (Vorjahr: -10,2 %) auf ein Volumen von Mrd.
USD 39 (Vorjahr: Mrd. USD 32).
2. Signifikante Entwicklungen der ZMD AG im Geschäftsjahr 2010
Die ZMD AG erzielte 2010 einen Umsatz von Mio. EUR 55,1 (Vorjahr: Mio. EUR 43,2). Die positive Entwicklung im Umsatz resultiert im
Wesentlichen aus den Umsatzerhöhungen von Mio. EUR 6,5 im Bereich Medical & SSC und aus gestiegenen Umsätzen im Automotive
Bereich von Mio. EUR 4,3. Damit konnte der Umsatz der ZMD AG im Geschäftsjahr 2010 um insgesamt 27,5 % gesteigert und nahezu
das Vorkrisenniveau von 2008 wieder erreicht werden. Die Umsatzzuwächse waren dabei mit Mio. EUR 6,0 im Inland und Mio. EUR 5,7
im Ausland zu verzeichnen. Der inländische Umsatzanteil stieg mit 69,4 % deutlich stärker an als der Auslandsumsatz mit 16,7 %.
Gegenüber dem Vorkrisenjahr 2008 stieg der innerdeutsche Umsatz um Mio. EUR 0,2 beziehungsweise 1,4 %. Bereinigt um den Last
Time Buy im SRAM-Memory-Geschäft im Jahr 2008 erzielte die ZMD AG 2010 auch im Ausland eine Umsatzsteigerung von Mio. EUR
0,3 (0,8 %). Insofern war die Aufholjagd im Jahr 2010 äußerst erfolgreich.
2.1 Geschäftsverlauf der einzelnen Produktlinien (Business Lines)

In der Business Line Automotive stieg der Umsatz mit Mio. EUR 4,3 gegenüber dem Vorjahr um 18,6 % und erreichte damit den
höchsten Umsatz in ihrer Geschichte. Die Zuwächse waren dabei vorwiegend bei anwendungsspezifischen Standardprodukten zu
verzeichnen, während das Geschäft mit kundenspezifischen Produkten nur leicht gegenüber dem Vorjahr zunahm — ein erstes
erfolgreiches Ergebnis in der Umsetzung der strategischen Ausrichtung zum Standardproduktegeschäft innerhalb der Business Line
Automotive. Mit einem Umsatz von Mio. EUR 27,5 im Jahr 2010 stellt dieser Geschäftsbereich rund 50 % des Gesamtumsatzes der
ZMD AG. Gegenüber dem Jahr 2008 ist der Umsatzanteil um 4 Prozentpunkte gestiegen, absolut wurden gegenüber dem
Vorkrisenjahr Mio. EUR 1,9 beziehungsweise 7,3 % mehr Umsatz realisiert.
In der Business Line Medical & SSC konnte der Umsatz um 49,7 % und damit um Mio. EUR 6,5 gesteigert werden. Auch hier konnte
ein Allzeithoch in den Umsätzen verzeichnet werden. Der vorwiegend in den USA operierende SSC-Bereich steigerte seinen Umsatz
von Mio. EUR 2,5 im Jahr 2009 auf über Mio. EUR 5,0 und wuchs damit um mehr als 100 % gegenüber dem Vorjahr. Wichtigster
Wachstumsmotor in diesem Segment sind anwendungsspezifische Standardprodukte für industrielle und automotive Anwendungen.
Das Umsatzwachstum von rund Mio. EUR 4,0 im Medical Segment wurde vordringlich durch die Erholung im High End Hörgerätemarkt
sowie im US-amerikanischen Markt für Sitzerkennungen erzielt. Die Business Line Medical & SSC ist mit Mio. EUR 19,7 der zweitgrößte
Bereich der ZMD AG. Verglichen mit dem Jahr 2008 konnte der Umsatz in dieser Business Line um 11,3 %, entsprechend Mio. EUR
2,0, gesteigert werden.
In der Business Line Standard Components konnten im Vergleich zu 2009 Mio. EUR 1,3 mehr Umsatz generiert werden. Die
Steigerung von 19,9 % resultiert dabei im Wesentlichen aus der guten Konjunkturbelebung im Segment Bus Interfaces für
Anwendungen im Industriebereich. In den neu etablierten Segmenten ADC und Power Management wurden erwartungsgemäß noch
keine signifikanten Umsätze erzielt. Verglichen mit dem Jahr 2008 verzeichnet die Business Line Standard Components einen
Umsatzrückgang von Mio. EUR 0,5. Dieser resultiert jedoch aus Umsätzen im Jahr 2008 im Zuge eines Last Time Buy-Aufrufes im
Rahmen der Abwicklung der SRAM-Sparte in Höhe von Mio. EUR 1,2. Verglichen mit dem um diesen Effekt bereinigten Umsatz 2008
stiegen die Umsätze 2010 um Mio. EUR 0,7, entsprechend 9,6 %.
Der Mitarbeiterstand in der ZMD AG blieb mit 235 Mitarbeitern zum 31. Dezember 2010 fast unverändert gegenüber dem Vorjahr (236
Mitarbeiter im Vorjahr).
2.2 Produktentwicklung
Die Entwicklungsaktivitäten am Standort Bulgarien (ZMD Eastern Europe EOOD) wurden weiter ausgebaut und auf die
Zusammenarbeit mit der ZMD AG im Bereich der praxisnahen Entwicklung fokussiert. Zusätzlich zum Schaltkreisentwurf wurde am
Standort Varna eine zentrale Applikationsgruppe aufgebaut, die sich auf die Erstellung von Demonstrationssystemen und der
zugehörigen Software spezialisiert. So konnte ein neuer Schaltkreis im Power Management als „1
st
Time Right" entwickelt werden, der
im Herbst auf der Electronica München 2010 erstmals vorgestellt wurde.
Das Engagement bei internationalen Kooperationen und Netzwerken zur Verbesserung der Entwicklungseffizienz im Analog Mixed-
Signal Bereich wurde fortgeführt und die führende Rolle der ZMD AG in dem 2008 gegründeten Konsortium für automatisierten
analogen Schaltungskreisentwurf aus Industrie- und Forschungspartnern etabliert.
Das 2008 gestartete „1
st
Time Right"-Programm mit dem Ziel, Verbesserungen in der Design-Methodik und den
Entwicklungsprozessen nachhaltig zu verankern, wurde 2010 erfolgreich weitergeführt, so dass für 2011 ein deutlich höheres Niveau
definiert werden konnte.
Der Einsatz neuer Technologien, um den steigenden Wettbewerbsdruck besser beherrschen zu können, wurde konsequent fortgesetzt.
Die Einführung neuer Technologien wurde dabei von Qualifizierungsmaßnahmen sowie durch intensive „Peer Reviews" begleitet.
Darüber hinaus hat die ZMD AG ihre Kompetenz im Bereich von technologieunabhängigen Schaltungsentwürfen weiter ausgebaut. Der
Einsatz von spezialisierten Entwicklungswerkzeugen wurde 2010 zielgerichtet diversifiziert. Damit haben die Entwickler einen
umfangreicheren Zugriff auf die „best in class"-Produkte bei gleichzeitig besserer Kostenrelation gegenüber den Vorjahren.
2.3 Energieeffizienz
Durch die Fokussierung der ZMD AG auf die Entwicklung von Lösungen zur Steigerung der Energieeffizienz der Produkte unserer
Kunden wurde auch in diesem Jahr wieder ein erheblicher Beitrag zur Reduzierung des weltweiten CO2-Ausstoßes und Verbrauchs von
Primärenergiequellen wie Öl und Kohle erbracht.
CO2-Reduktion und Kraftstoffeinsparung
2010 hat ZMDI mit Energieeffizienzlösungen in den Produkten unserer Kunden 4,4 Milliarden Liter Kraftstoff gespart bzw. 11,5
Millionen Tonnen CO2
1
.
Dies ergibt insgesamt eine Einsparung von 13,4 Milliarden Liter Kraftstoff bzw. 33,6 Millionen Tonnen CO2 seit 2004
(Berechnungsgrundlage siehe Fußnote
2
).
Den größten Beitrag zur Energieeinsparung lieferten in diesem Jahr die ZMDI-Produkte für die elektronische Drosselklappe mit 0,3
Litern Kraftstoffverbrauchsreduktion pro 100 km, die Produkte für die elektronische Lenksteuerung mit 0,28 Litern pro 100 km und ein
Produkt zur Optimierung des Öldrucks mit 0,2 Litern pro 100 km.
1
Dies entspricht der Differenz zwischen der Energieeinsparung bis Ende 2009 im Vergleich zur Energieeinsparung bis Ende 2010.
2
Die Datenbasis ist das Volumen der IC-Verkäufe pro Jahr an ZMDI-Kunden seit 2004. Annahme: 20.000 km/Jahr Laufleistung Fahrzeug.
Extrapolation und Mischkalkulation aus Laufleistung LKW, SUV, PKW — Referenz:
http://www.epa.gov/OMS/climate/420f05004.htm,
Abruf am
25.2.2011. 15.000 km/Jahr Laufleistung bei den Produkten für die elektronische Lenksteuerung — Annahme einer kürzeren Laufzeit wegen erhöhten
Einsatzes in kleineren Personenkraftwagen. Annahme einer 30 % höheren Fahrleistung pro Kraftfahrzeug in den ersten 7 Jahren — Referenz:
http://www.epa.gov/OMS/climate/420f05004.htm,
Abruf am 25.2.2011. Die Spriteinsparung pro Kilometer und Technologie wurde ermittelt auf
Basis von Informationen aus
http://www.fueleconomy.gov/feg/
tech_engine_more.shtml#vvt, Abruf am 25.2.2011 und Informationen von ZMDI
Kunden
http://www.zf.com/media/
media/en/document/corporate_2/press_3/downloads_2/texte_2009/tx2009-01-16_gelber-engel_zf_1.pdf, Abruf
am 25.2.2011. Es wurde angenommen, dass aus 1l Kraftstoff durchschnittlich 2,6 kg CO2 erzeugt werden (Mischkalkulation Diesel/Benzin).

image
Abbildung 2: Kumulierte Kraftstoffeinsparung der Produkte mit ZMDI Energieeffizienz Lösungen (2004-2010)
Im Jahr 2010 hatte ein weiteres Öldrucksensorprodukt für einen wichtigen Automobilzulieferer Produktionsstart. Mit einem Beitrag von
0,3~0,5 Litern Kraftstoffverbrauchsreduktion auf 100 km wird es in Zukunft die Liste anführen. Das Produkt wird bei einem großen
Automobilhersteller in energieeffizienten Motoren eingesetzt.
Elektrische Energie
„19 % der elektrischen Energie wird weltweit für Beleuchtung verwendet.”
3
„Ohne schnelle Aktionen wird der Energieverbrauch nur für Beleuchtung im Jahr 2030 80 Prozent höher sein als heute.”
4
Die ZMD AG möchte dazu beitragen, diesen starken Energieverbrauchsanstieg zu verhindern bzw. eine Reduktion des elektrischen
Energieverbrauchs für Beleuchtung herbeizuführen.
Im Jahr 2010 wurden fünf LED-Treiber-Produkte auf den Markt gebracht. Diese haben bisher in den Produkten unserer Kunden ca. 60-
70 kWh
5
Energie eingespart. Ein kleiner erster Beitrag, welcher natürlich im Jahre 2011 erheblich gesteigert werden kann und soll.
Momentan erfolgt der einfache Ersatz der bestehenden Leuchtmittel durch LED Leuchtmittel, der nächste Schritt wird eine neuartige
Form der Beleuchtung sein. Wie Abbildung 3 zeigt, können neue Formen von Licht geschaffen werden, die eine interessante neue Art
der Beleuchtung in Bürogebäuden, Haushalten, Fabriken und Supermärkten ermöglichen. Innovationen, die zur Verbesserung der
Lebensqualität als auch einen erheblichen Beitrag zum Umweltschutz leisten.
Neue Entwicklungen
Ein erster Prototyp des digitalen Power Management IC von ZMDI wurde auf der Electronica 2010 vorgestellt.
Schaltwandler erreichen allgemein eine hohe Energieeffizienz bei der Wandlung von Leistung von einer Spannungsdomain in eine
andere. Das Spezielle an den digitalen Schaltwandlern von ZMDI ist die einfache Anpassung an die spezielle Einsatzumgebung durch
den Kunden. Dadurch werden Spannungsversorgungsmodule flexibler einsetzbar und ermöglichen schlussendlich ein besseres Kosten-
Nutzen-Verhältnis.
3
Das neue Licht kommt aus Deutschland, URL:
http://www.bmbf.de/de/7045.php,
Abruf am 5.2.2011
4
Licht verbraucht weltweit viel zuviel Energie, URL:
http://www.innovationsreport.de/html/berichte/energie_elektrotechnik/
bericht-67165.html,
Abruf am 5.2.2011
5
Berechnungsgrundlage ist ein internes ZMDI Dokument: 20101006LEDDriversEECalc
Nächste Generationen werden die Möglichkeit besitzen, bei Bedarf in einen energieeffizienten Standby-Betrieb umzuschalten bzw. den
Eigenenergieverbrauch des Chips zu reduzieren.
Die Chips werden unter anderem ihren Einsatz in Mobilfunkstationen und Rechenzentren (Abbildung 4) finden, in denen sie für eine
kontinuierliche Strom- und Spannungsversorgung der FPGA und Mikrorechner sorgen.
,,Gartner's estimate of the 2 percent of global CO2 emissions that ICT is responsible for includes the in-use phase of PCs, servers,
cooling, fixed and mobile telephony, local area network (LAN), office telecommunications and printers... "
6
Nach Gartner wurden bereits 2007 2 % der weltweiten CO2-Emissionen durch die ICT (IKT) verursacht bzw. nach Koomey (2008)
7
hat
die IKT 1 % des weltweiten Stromverbrauchs im Jahr 2005 ausgemacht.
In fast allen Geräten der Infrastrukturseite eines IKT-Systems können die ZMDI Power Management IC zum Einsatz kommen. Dadurch
wird die ZMD AG in naher Zukunft auch in der IKT durch Energieeffizienzlösungen in den Produkten unserer Kunden den weltweiten
Verbrauch an elektrischer Energie senken können.
6
Gartner Estimates ICT Industry Accounts for 2 Percent of Global CO2 Emissions (2007), URL:
http://www.gartner.com/it/page.~sp?id=503867,
Abruf am 5.2.2011
7
Worldwide electricity used in data Centers, URL:
http://iopscience.iop.org/1748-9326/3/3/034008
8
Self-Paced Data Center Training Tool, URL:
http://hightech.lbl.gov/htnews/htn-issue2.html,
Abruf am 5.2.2011
9
Mobile base station powered by renewable energy, URL:
http://www.ecofriend.org/entry/eco-tech-turkish-cellphoneoperator-installs-sun-and-wind-
powered-base-station/, Abruf am 5.2.2011
Energieeffizienzkultur

Energieeffizienz wird heute von allen Bereichen in ZMDI wahrgenommen. Bei jeder Buchung in den Logistiksystemen und
Vertriebssystemen und bei jeder Auslieferung von ZMDI Produkten zu unseren weltweiten Kunden findet sofort eine Verknüpfung mit
der potentiellen Kraftstoffeinsparung und CO2- Reduktionen durch die Mitarbeiter statt.
Innerhalb der ZMD AG wird natürlich auch unentwegt nach Möglichkeiten gesucht, die Energieeffizienz zu steigern. In der IT-
Infrastruktur wurden viele Server in eine Virtualisierungsumgebung überführt. Dadurch verringern sich die so genannten Idle-Zeiten
der Server, so dass nur dann Energie verbraucht wird, wenn wirklich ein Service oder eine Applikation auf den Systemen ausgeführt
wird. Dadurch spart die ZMD AG täglich Energie. Seit 2009 summiert sich die Ersparnis auf 284.898 kWh.
Auf freiwilliger Basis wählt der Vertrieb kraftstoffsparende Dienstfahrzeuge und Motoren und es werden Fahrzeuge vom Einkauf
vorgeschlagen, die besonders umweltschonende Motoren vorweisen.
2.4 Qualitäts- und Umweltmanagement
Die ZMD AG unterhält ein integriertes Qualitäts- und Umweltmanagementsystem.
Umweltmanagement:
Die Zertifizierung nach der Umweltnorm DIN EN ISO 14001:2004 wurde für die ZMD AG erneut erfolgreich im August 2010 erreicht.
Die ZMD AG nimmt an dem IDMS-Programm seit mehr als einem Jahrzehnt teil und kooperiert mit Partnern, die RoHs-konform sind.
Qualitätsmanagement:
Der für Lieferanten der Automobilindustrie wichtige Qualitätsstandard ISO/TS 16949:2002 konnte im Rahmen der jährlichen
Rezertifizierung 2010 wieder erfolgreich bestätigt werden. Auch die Hauptlieferanten der ZMD AG sind 2010 entsprechend zertifiziert
worden.
Zusätzlich wurden während des Jahres 2010 umfangreiche Kunden- und Lieferanten-Audits durchgeführt und erfolgreich bestanden.
Die Six-Sigma-Initiative, eine unternehmensweite Initiative zur Verbesserung der Prozesse und Effizienz, wurde im Jahre 2004
gestartet. 2007 startete die ZMD AG die Black-Belt-Ausbildung, in deren Verlauf 6 Teilnehmer 2008 die Black-Belt-Prüfung erfolgreich
bestanden haben. Im Jahr 2010 wurde die Six-Sigma-Ausbildung auch am Entwicklungsstandort Varna in Bulgarien für die
ZMDIMitarbeiter erfolgreich durchgeführt.
3. Entwicklungen in den Tochtergesellschaften
3.1 ZMD America, Inc., Sitz in Kalifornien, USA
Die ZMD America Inc. wies 2010 ein negatives Ergebnis in Höhe von Mio. EUR 1,0 aus gegenüber einem negativen Ergebnis im
Vorjahr von Mio. EUR 1,5 (+33 %). Grund hierfür war im Wesentlichen die restliche Abschreibung des Firmenwerts. Die zur Mitte 2010
umgesetzte Reorganisation, die die Reduzierung der Entwicklungsmannschaft und eine Verstärkung des Sales Teams beinhaltete,
zeichnet sich bereits als erfolgreiche Maßnahme ab. Die ZMDA hat auch 2010 erhebliche Vertriebs- und Entwicklungsleistungen für die
ZMD AG erbracht.
3.2 ZMD Eastern Europe EOOD in Varna, Bulgarien
Ziel ist es, kostengünstige Schaltkreisentwurfskapazitäten aufzubauen, um mittelfristig die Entwicklungskosten insgesamt zu senken
sowie auch mittelfristig die osteuropäischen Märkte zu entwickeln. Die ZMD Eastern Europe wurde 2008 gegründet und konnte ihren
Geschäftsbetrieb zielstrebig und erfolgreich ausbauen. Im Geschäftsjahr 2010 wurden weitere 7 Mitarbeiter eingestellt, so dass im
Büro in Varna zum Jahresende bereits 27 Mitarbeiter beschäftigt waren, inklusive der neuen Mitarbeiter in der Applikationsgruppe. Für
das Jahr 2011 ist geplant, weitere 8 Mitarbeiter einzustellen.
4. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der ZMD AG
4.1 Ertragslage der ZMD AG
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit liegt mit einem Gewinn von Mio. EUR 1,4 um Mio. EUR 5,1 deutlich über dem
Vorjahresniveau.
Unterschiedliche Faktoren haben maßgeblichen Einfluss auf die Ertragslage ausgeübt. Die Umsatzerlöse stiegen von Mio. EUR 43,2 im
Vorjahr um Mio. EUR 11,9 auf Mio. EUR 55,1 (+27,5 %) im Geschäftsjahr 2010. Der Umsatzanstieg resultiert im Wesentlichen aus
dem konjunkturellen, weltweiten Aufschwung, deutlich gestiegenen Auftragseingängen, sowie einem erfolgreichen Krisenmanagement
2009 bis Anfang 2010 mit dem Fokus auf den Erhalt und sogar Aufbau der Mitarbeiter und damit der zukünftigen Umsatzgewinnung
bei gleichzeitiger Vermeidung von Cashverlusten. Nicht zuletzt war auch das ausbalancierte Produktportfolie mit der strategisch
wichtigen parallelen Ausrichtung auf das Standardproduktgeschäft ein wesentlicher Baustein des Erfolges 2010. Besonders stark
entwickelt hat sich nach Jahren der Investition der SSC-Anteil im Geschäftsbereich Medical in den USA. Hier sehen wir nun den
positiven Return des langfristig angelegten Investments. Damit war die ZMD AG 2010 in der Lage, die planmäßigen Umsatzrückgänge
aus dem Auslaufen des SRAM-Geschäftes sowie der Beendigung der Entwicklungskooperation im WPAN-Bereich von zuletzt Mio. EUR
4,5 mehr als zu kompensieren.
Die Bestände stiegen sowohl umsatzbedingt als auch zur Absicherung der Lieferfähigkeit unterproportional zum Umsatz um Mio. EUR
1,1 gegenüber dem Vorjahr.
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von Mio. EUR 3,3 blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert und beinhalten im
Wesentlichen planmäßige Fördererträge.
Der Personalaufwand erhöhte sich aufgrund der ausgelaufenen Kurzarbeit und einer einmaligen Bonuszahlungsvereinbarung im
Rahmen des ausgeübten Bonusverzichts aller Mitarbeiter im Jahr 2009 von Mio. EUR 15,3 im Vorjahr auf Mio. EUR 18,0 (17,2 %).

Der Materialaufwand veränderte sich durch den enormen Umsatzanstieg, insbesondere bei Automotive-Produkten mit höherer
Materialquote und den gleichzeitigen Lagerbestandsaufbau zur Lieferabsicherung gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 7,7 auf Mio.
EUR 25,8 (42 %).
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen reduzierten sich auf Mio. EUR 3,0 (Vorjahr: Mio. EUR
3,1; -5,0 %).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von Mio. EUR 12,1 stiegen moderat gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 0,9 (8
%) aufgrund normalisierter und umsatzabhängiger Kostenbestandteile.
Aufgrund des Bilanzverlustes aus dem Vorjahr in Höhe von Mio. EUR -2,4 und aufgrund der Ausbuchung eigener Anteile im
Zusammenhang mit dem Aktienrückkauf von der IKB Equity Capital Fund I GmbH & Co. KG in Höhe von Mio. EUR 1,65 und im
Eigenkapital entsprechend BilMoG auszuweisender Anpassungsbuchungen aus Abzinsungen von langfristigen Rückstellungen von Mio.
EUR 0,1 ergibt sich zusammen mit dem Jahresüberschuss in Höhe von Mio. EUR 1,3 im Jahr 2010 ein nahezu ausgeglichenes
Bilanzergebnis in Höhe von Mio. EUR -0,2.
Zur Entwicklung und Einführung relevanter Produkte wurden im Jahr 2010 rund Mio. EUR 14,4 aufgewendet.
4.2 Vermögens- und Finanzlage der ZMD AG
Die Bilanzsumme verringerte sich zum Stichtag 31. Dezember 2010 um 3,7 % auf Mio. EUR 86,3.
Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2010 60,0 % (Vorjahr: 64,6 %). Die Veränderung resultiert
insbesondere aus der Einziehung der eigenen Anteile im Zuge des Aktienrückkaufes von der Global ASIC GmbH in Höhe von Mio. EUR
5,1, der Auflösung der Rücklage für eigene Anteile in Höhe von Mio. EUR 2,4, aus dem Aktienrückkauf von der IKB Equity Capital Fund
I GmbH & Co. KG sowie der Ausbuchung der eigenen Anteile in Höhe von Mio. EUR 1,65 aus der BilMoG-Anpassung, zusammen mit
den positiv gegenläufigen Effekten aus dem höheren Jahresüberschuss von Mio. EUR 1,3.
Das Anlagevermögen hat sich von Mio. EUR 60,1 um Mio. EUR 0,5 (0,8 %) auf Mio. EUR 60,6 erhöht. Im Wesentlichen resultiert dies
aus der planmäßigen Abschreibung des Firmenwertes für Testhouse und Fabless in Höhe von Mio. EUR 1,2 und den auf gestundete
Zinsen limitierten Ausleihungen an die Global ASIC GmbH in Höhe von Mio. EUR 1,5.
Das Nettoumlaufvermögen der Gesellschaft hat sich von Mio. EUR 18,6 auf Mio. EUR 14,9 (-20,2 %) reduziert.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich aufgrund der Umsatzerhöhung von Mio. EUR 2,6 auf Mio. EUR 2,9 (15,3
%) leicht erhöht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich zum Bilanzstichtag von Mio. EUR 3,0 auf Mio. EUR
2,8 (-4,3 %) reduziert.
Die Guthaben bei Kreditinstituten haben sich von Mio. EUR 7,4 auf Mio. EUR 5,4 verringert (-26,3%).
Zur Absicherung der finanziellen Lage des Unternehmens für das Krisenjahr 2009 hat das Management beschlossen, einen
Factoringvertrag mit der GE Capital Bank abzuschließen. Das zur Verfügung gestellte Volumen betrug Mio. EUR 3,0 und wurde auch in
Anspruch genommen. Das Factoringvolumen für 2010 konnte auf max. Mio. EUR 5,0 erhöht werden. Wegen der weiterhin
hervorragenden Liquiditätssituation der ZMD AG bestanden zum Abschlussstichtag keine Kontokorrent-Linien bei Kreditinstituten.
Die Ostsächsische Sparkasse hat der ZMD AG einen Kreditrahmen für Investitionen in Höhe von Mio. EUR 0,7 eingeräumt, der zu rund
80 % in Anspruch genommen wurde.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erhöhte sich signifikant um Mio. EUR 6,1 von im Vorjahr Mio. EUR -1,1 auf Mio. EUR 5,0
im Wesentlichen aufgrund des erheblich verbesserten Jahresergebnisses, geringerer Abschreibungen sowie der Verringerung sonstiger
Forderungen und erhöhter kurzfristiger Verbindlichkeiten. Die zum Bilanzstichtag ausgewiesene Bestandserhöhung von Mio. EUR 1,1
ist Folge der Umsatzerhöhung und angestrebter höherer Liefersicherheit.
Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit in Höhe von Mio. EUR 1,1 beinhaltet planmäßige Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte sowie die Teilrückzahlung eines Darlehens von Mio. EUR 0,5 von der Global ASIC GmbH, die auch die
Darlehensforderungen entsprechend reduziert.
Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit betrug Mio. EUR 5,8 und beinhaltet im Wesentlichen die zweite von drei Tranchen des
Rückkaufs der eigenen Anteile von der IKB Equity Capital Fund I GmbH & Co. KG in Höhe von Mio. EUR 0,6 sowie den Rückkauf
eigener Anteile von der Global ASIC GmbH in Höhe von Mio. EUR 5,1. Die Letzte der drei Tranchen von jeweils Mio. EUR 0,6 ist im 3.
Quartal 2011 an die IKB Equity Capital Fund I GmbH & Co. KG fällig.
Der Finanzmittelfonds weist somit am Ende des Geschäftsjahres 2010 einen Saldo von Mio. EUR 5,4 aus. Mit dem Wertpapierbestand
in Höhe von Mio. EUR 1,0 ergibt sich am Bilanzstichtag ein verfügbarer Bestand von Mio. EUR 6,4.
Wesentliche Kennzahlen entwickelten sich wie folgt. Die Personalintensität verbesserte sich von 38,9 % im Vorjahr auf 32,0 % im Jahr
2010. Die sinkende Personalintensität resultierte im Wesentlichen aus der Umsatzerhöhung. Der Umsatz pro Mitarbeiter stieg dadurch
von TEUR 179 auf TEUR 237 (32,4 %). Die Cash Earnings betrugen Mio. EUR 1,5 nach Mio. EUR -2,6 im Vorjahr (157,7%).
4.3 Ausblick
Für das Geschäftsjahr 2011 wird von einer weiterhin positiven Umsatzentwicklung ausgegangen, allerdings mit deutlich abnehmender
Dynamik im Vergleich zu 2010. Der 2010 erlebte globale Konjunkturaufschwung könnte sich mit steigender Inflation und steigenden
Zinsen in seiner Dynamik signifikant abschwächen. Die Auftragseingänge und Umsätze liegen zu Beginn des Jahres 2011 nochmals
deutlich über dem Vorjahresniveau und damit wiederum auf einem neuen Rekordniveau.
Unter der Annahme, dass die Konjunktur in der 1. Jahreshälfte 2011 weiter an Fahrt gewinnt oder zumindest auf dem Niveau des
Jahresanfangs stabil bleibt, gehen wir von erheblich besseren Ergebnissen für 2011 als 2010 aus. Sollte sich das 2. Halbjahr aufgrund
von übertriebenen Lageraufbauten sowie nachlassender Nachfrage in Verbindung mit inflationären und zinserhöhenden Faktoren
wieder abschwächen, gehen wir von immer noch besseren Ergebnissen gegenüber 2010 aus, allerdings mit der Tendenz, einen eher
moderaten Zuwachs zu erwirtschaften.

Um die positive Entwicklung im Ergebnis und Cashflow weiterhin abzusichern, wird das Management der ZMD AG die 2009/10
erfolgreich umgesetzten Kostensenkungsmaßnahmen und Realisierungen von Effizienzpotentialen aus dem Profitability Improvement
Program (PIP) konsequent weiterführen. Entsprechende Maßnahmenpakete und neu definierte Key Initiatives für 2011, die weitere
Kostensenkungspotentiale und Prozesseffizienzsteigerungen beinhalten, sind bereits gestartet. So werden im „Business Process
Management" Kernprozesse des Unternehmens definiert und hinsichtlich der internen Abläufe zum Idealzustand neu organisiert, auf
Profitabilität optimiert und cashflowfokussiert ausgerichtet. Dieses Projekt orientiert sich an der iterativen und langfristigen
Prozessoptimierung.
Das Management geht davon aus, dass das Umsatz- und Ergebnisniveau auch 2012 weiter deutlich ansteigen wird, wenn sich der
positive, konjunkturelle Aufwärtstrend verstetigen kann.
5. Risikobericht
5.1 Risikomanagementsystem
Der Vorstand ist für die Risikopolitik und das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der ZMD AG verantwortlich. Das
Management der Unternehmensbereiche übernimmt diese Grundsätze entsprechend der Organisations- und
Verantwortungshierarchie. Bei der ZMD AG wurden 14 Unternehmensbereiche identifiziert, deren jeweilige Leiter für die Steuerung der
in ihrem Bereich liegenden Risiken verantwortlich sind. Im Jahr 2008 wurde das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem
reorganisiert. Im Jahr 2009 wurde der Prozess des Risikomanagements im Konzern weiter erfolgreich implementiert. Einmal jährlich
wird ein Workshop veranstaltet, in dem die Risikoverantwortlichen gemeinsam eine Bewertung der aktuellen Risikosituation des
Konzerns vornehmen und gegebenenfalls zusätzliche Maßnahmen hieraus ableiten. Die Verantwortlichkeit für das Kontroll- und
Risikomanagementsystem liegt im Bereich Legal Services, dessen Leiterin in dieser Funktion an den Vorstand der Gesellschaft
berichtet. Das Risikomanagementsystem wurde mit Unterstützung der SMR — Strategische Management- und Risikoberatungs GmbH
entwickelt, in dem die unternehmensrelevanten internen und externen Risikobereiche ganzheitlich betrachtet, bewertet und in einem
Informationssystem der SMR zusammengeführt werden. Das Informationssystem ist von führenden international tätigen
Wirtschaftsprüfungsgesellschaften nach IDW PS 340 zertifiziert und damit als geeignetes System im Sinne des Gesetzes zur Kontrolle
und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) anerkannt.
5.2 Risiko-Schwerpunkte
Neben der im Rahmen des Risikomanagementsystems erfolgten Aufteilung des Unternehmens in Risikobereiche werden
Risikokategorien abgebildet, um eine bessere Übersicht zu erhalten. Risiko-Schwerpunkte waren dabei in den folgenden
Risikokategorien zu verzeichnen:
Markt/Wettbewerb
Grundsätzlich unterliegt der Halbleitermarkt zyklischen Konjunkturbewegungen. Insbesondere der Preisverfall ist äußerst schwierig zu
antizipieren. Die ZMD AG hat sich bei strategischen Kunden durch Alleinlieferverträge insofern abgesichert, dass kein Wettbewerber
mitliefert und damit der preisliche Druck geringer ausfällt. Erklärte Strategie der ZMD AG ist es darüber hinaus, in den
Applikationsmärkten mit den jeweiligen Marktführern zusammenzuarbeiten, da Marktführer in der Regel auch in konjunkturell
schwierigen Zeiten wachsen.
Trotz des Fokus auf Standardprodukte verbleibt es bei der Aufteilung des Produkt-Portfolios der ZMD AG in die zwei weiterhin im
Wesentlichen gleichstarken Segmente ASIC und ASSP, als auch die Diversifizierung der Anwendungsgebiete in u.a. Automotive,
Medizintechnik, Consumer- bzw. Industrieanwendungen mit jeweils stark unterschiedlichen Risikocharakteristika, sind wesentliche
Bestandteile der Risikoabsicherung der Gesellschaft.
Grundsätzlich besteht jedoch insbesondere im Segment ASSP das Risiko, dass aufgrund der breiten Diversifizierung die Kenntnis über
Wettbewerb und Märkte nicht ausreichend ist, um für jedes neue Produkt den sicheren Markterfolg gewährleisten zu können.
Weiterhin ist das Preisrisiko bei ASSPs und Standardprodukten deutlich höher als bei alleingelieferten, kundenspezifischen ASIC-
Produkten. Die Standardprodukte sind teilweise austauschbar und stehen daher unter einem anderen Wettbewerbsdruck.
Demgegenüber bieten die Standardprodukte höhere Wachstumschancen gegenüber ASIC-Produkten.
Forschung und Entwicklung (F&E)
Grundsätzlich besteht das Risiko, dass ein Schaltkreisdesignprojekt nicht rechtzeitig fertig gestellt wird und sich damit der Anlauf
neuer Produkte verschiebt oder von Kunden abgesagt werden muss. Diese Verzögerungen haben dann merklichen Einfluss auf die
Umsatz- und Ergebnisplanung der folgenden Jahre.
Auch können Rückforderungen von Kunden aufgrund der Verspätungen angemeldet werden, die zu einer Rückzahlung von
angezahlten Entwicklungsgeldern führen.
Das Projektmanagement wurde auch während des Geschäftsjahres 2010 weiterentwickelt und ausgebaut, um den inhaltlichen,
zeitlichen und monetären Ablauf der Projekte gemäß den verabschiedeten Projektplänen sicherzustellen. Weiterhin sind Maßnahmen
ergriffen und verstärkt worden, um das in der Produktentwicklung vorhandene Know-how und Wissen für eine effizientere
Entwicklungsarbeit besser zu vernetzen.
Produktion
Weiterhin besteht das Risiko, dass Produkte nicht lieferbar sind, weil wesentliche Materialien fehlen, neben dem Risiko der
Abhängigkeit von externen, teilweise sehr großen Produktionspartnern. Dies kann durch Rohmaterialienverknappung ebenso sein, wie
durch verfehlte Lagerhaltungspolitik oder durch Qualitätsschäden, die Produktionschargen zum Ausfall bringen. Dies kann
insbesondere in Zeiten plötzlichen starken Wachstums, wie z.B. nach der weltweiten Wirtschaftskrise 2009 auftreten sowie im Rahmen
der aktuell andauernden Umstellung der 6"-Produktion auf 8"-Produktion beim Hauptlieferanten X-FAB. Die ZMD AG muss in
derartigen Fällen mit erhöhter Lagerhaltung und möglicherweise ungeplanten Investitionen reagieren, um die Kundenbeziehungen
nicht zu gefährden.
Aufgrund der notwendigen, langfristigen Lieferverträge mit externen Produktionspartnern, insbesondere mit Foundries, die der
Absicherung der Kapazitäten und Lieferfähigkeit dienen, kann es zu Abnahmeverpflichtungen bestellter Mengen kommen. Im
ungünstigsten Fall kann es zu Wertberichtigungen von Restbeständen führen, wenn diese nicht im Markt platziert werden können.

Die ZMD AG investiert weiter in die Verbesserung des Logistik- und Qualitätsmanagements sowie des Einkaufes, um diese Risiken zu
managen. Die ZMD AG prüft darüber hinaus laufend die Möglichkeiten zum Einsatz weiterer, neuer Lieferanten mit jeweils mehreren
Produktionsstandorten zur Verbesserung der Risikosituation. So wurden im Jahr 2010 weitere Lieferanten aufgebaut und qualifiziert,
um eine breitere Lieferbasis zu haben. Entsprechende langfristige Verträge wurden an die Bedürfnisse von ZMDI nach
Kapazitätssicherung mit weitestmöglicher Flexibilität angepasst.
Finanzen
Durch die dramatischen Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise und in deren Folge die globale Wirtschaftskrise leiten sich Risiken
bei der Finanzierungsabsicherung ab.
Die ZMD AG hat durch den Verkauf der ZFOUNDRY und der Altgebäude erheblichen finanzpolitischen Spielraum hinzugewinnen
können. Die ZMD AG war innerhalb sehr kurzer Zeit in der Lage, einen Factoringvertrag über ein Gesamtvolumen in Höhe von Mio.
EUR 5 zu zinsgünstigen Konditionen abzuschließen. Die ZMD AG ist insoweit weniger anfällig für die durch die Hypothekenkrise
ausgelösten Verwerfungen im Bank- und Kreditgeschäft.
Weitere, jedoch erheblich geringere Ertragsrisiken entstehen durch einen ungünstigen Kursverlauf des US-Dollars zum Euro, dem
durch verstärkte Erschließung von Materialquellen im Dollar-Raum und durch Währungsanpassungsklauseln in den wichtigsten
Verträgen mit Kunden teilweise entgegengewirkt wird. Ebenso werden regelmäßig Terminabsicherungsgeschäfte geprüft, um so den
zu erwartenden Dollarüberschuss abzusichern. Das Management strebt grundsätzlich einen Natural Hedge von Aufwendungen und
Erträgen im Dollar an, womit das bestehende Risiko der Fehleinschätzung der Dollarkursentwicklung durch das Management minimiert
wird.
Die ZMD AG verfolgt eine strenge Kreditpolitik gegenüber Kunden und Geschäftspartnern. Die Kreditwürdigkeit von Kunden und
Geschäftspartnern wird systematisch geprüft. Im Fall von drohenden Forderungsausfällen werden aktiv Maßnahmen ergriffen, um den
Risikoeintritt zu verhindern. Auch durch Factoringverträge wird das Risiko des Forderungsausfalls deutlich verringert. Grundsätzlich
besteht dennoch das Risiko von Forderungsausfällen.
Rechtsrisiken
Strategie der ZMD AG war und ist es, nach Möglichkeit keine Aktivprozesse zu führen und auftretende Streitfälle kostenschonend und
einvernehmlich zu lösen. Die in den Jahren 2009 und 2010 vom Hauptlieferanten X-FAB geltend gemachten Forderungen wegen
Nichteinhaltung von Kapazitätsreservierungen wurden im Hinblick auf ihre Rechtmäßigkeit in Zusammenarbeit mit spezialisierten
Rechtsanwälten geprüft. Sie konnten 2010 durch eine einvernehmliche Lösung außergerichtlich beigelegt werden. Soweit die ZMD AG
Aktivprozesse führt, wird zunächst eine sorgfältige Sachverhaltsanalyse erstellt und in Zusammenarbeit mit externen, auf das
entsprechende Rechtsgebiet spezialisierten Rechtsanwälten eine Strategie für eine erfolgreiche Prozessführung erarbeitet.
Haftungsrisiken ergeben sich abstrakt aus der unabsichtlichen Verletzung von Schutzrechten sowie aus Gewährleistungs- bzw.
Produkthaftungsfällen, insbesondere in den USA. Maßnahmen zur Risikobegrenzung werden regelmäßig geprüft und anschließend
umgesetzt.
Produkthaftungs- und Qualitätsrisiken
Gegen Produktrisiken setzt die ZMD AG modernste qualitätssichernde Methoden zur Vorbeugung, Problemlösung und kontinuierlichen
Verbesserung seiner Geschäftsprozesse ein, insbesondere bei Entwicklung und Logistik. Das unternehmensweit gültige
Qualitätsmanagementsystem ist seit Jahren nach den Normen ISO9001 beziehungsweise ISO/TS16949 zertifiziert. Die Lieferanten
werden entsprechend diesen Vorgaben qualifiziert und regelmäßig vor Ort vom Unternehmen auditiert.
Die von dem Hauptlieferanten X-FAB sowie den neu integrierten Lieferanten, wie u.a. TSMC und KYEC, hergestellten Produkte und
Dienstleistungen werden in komplexe elektronische Systeme integriert. Fehler oder Funktionsmängel der von Lieferanten hergestellten
Produkte können mittelbar oder unmittelbar Eigentum, Gesundheit oder Leben Dritter beeinträchtigen.
Das Unternehmen ist nicht in der Lage, seine Haftung gegenüber Konsumenten oder Dritten in Absatzverträgen zu reduzieren oder
auszuschließen. Jedes Produkt, das das Unternehmen verlässt, durchläuft hinsichtlich Qualität und Funktion mehrere qualifizierte
Kontrollen. Trotz aller Qualitätskontrollen können Produktfehler auftreten und sich möglicherweise erst nach Installation und Gebrauch
der Endprodukte zeigen. Obwohl dieses Risiko branchenüblich versichert ist, kann es im Falle von Qualitätsproblemen zu negativen
Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ZMD AG kommen. Die ohnehin bestehenden Qualitätsrisiken werden
durch die aktuell andauernde Umstellung der &"-Produktion auf 8"-Produktion beim Hauptlieferanten X-FAB noch erhöht. Dieser
Prozess wird daher durch das Unternehmen verstärkt beobachtet und begleitet.
Wesentliche Ergebnisse auf dem Gebiet „Risikomanagement"
Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind vor allem folgende Aktivitäten zu nennen:
neben den ASIC-Projekten weiterhin Fokus darauf, eigene neue Standardprodukte zu konzipieren, zu entwickeln und
anzubieten (Schwerpunkt des R&D); Aufbau von Marketing (Einstellung eines neuen Marketingleiters) und
Produktdefinitionskompetenz (Benennung verantwortlicher Produktmanager) geplant; Erhöhung der Ressourcen für die
verantwortliche Business Line Standard Components.
neben den Standardprodukten weiterhin Fokus auf langfristige strategische Partnerschaften im Automotive und Medical ASIC
Geschäftsbereich
Verbesserung und Umsetzung der Lieferantenstrategie (Qualifizierung weiterer, neuer Lieferanten mit mehreren eigenen
Produktionsstandorten mit Potential zum internen Produktionstransfer im Risikofall, u.a. Qualifizierung eines zweiten
Packaging- und Testhauses wie KYEC) sowie Abschluss eines langfristigen Vertrages mit einem weiteren Wafer-Lieferanten
(TSMC)

Stärkung und weiterer Ausbau der Vertriebsorganisation der ZMD AG in Europa und weltweit mit Schwerpunkten in Japan,
Korea und den USA: Neuorganisation in den USA durch Verschlankung der Standorte, Erhöhung der Anzahl der
Vertriebsmitarbeiter und vertraglich gebundenen Representatives sowie Zusammenlegung der Business Lines Medical und
SSC Global
Weiterführung und Verstärkung des „Ist Time Right"-Programms zur nachhaltigen Verbesserung der Design-Methodik und
Entwicklungsprozesse und damit verbunden der Wettbewerbssituation der ZMD AG
Start der neuen Key-Initiative „Moores Law" zur Produktkreation und Effizienzsteigerung in Zusammenarbeit mit externen
Beratern.
Weiterentwicklung des Projektmanagements: monatliches Projektreview zum Vergleich der CPE mit den aktuellen Forecasts
(zeitliche, inhaltliche und monetäre Prüfung der Projekte)
weiterhin umfangreiche Aktivitäten im Bereich IT-Sicherheit, unter anderem externes IT Security-Audit, aus denen
Empfehlungen und Maßnahmen abgeleitet und umgesetzt wurden
Institutionalisierung und Festigung des Risikomanagementprozesses
6. Prognosebericht/Ausblick
Die Strategie der ZMD AG ist fokussiert und soll so zu weiterem Wachstum führen:
Mission: „We are the innovative provider of high performance analogue and mixed-signal semiconductor solutions. We
provide high quality products and services of value to our customers on time. We enable our customers to create most
energy-efficient products for Digital Power Management and Sensors in their markets."
Nachhaltig profitables Wachstum durch die Ausweitung des Standardproduktgeschäfts. Das installierte Produktcouncil wird
zielgerichtet neue profitable Produktvorschläge intensiver erarbeiten. Produkte sollen für alle Märkte anbietbar sein. Der
gemeinsame Nenner ist Energy Efficiency und schwerpunktmäßig Einsatzgebiete in Sensorik und Powermanagement.
langfristige strategische Partnerschaften mit namhaften Kunden für ASIC-Aufträge und SingleSource-Verträge, insbesondere
in Automotive und Medical-Portable-Marktsegmenten
globale Vertriebsstrategie mit eigenen Büros in Dresden, Stuttgart, Düsseldorf, München, Paris, Hsinchu (Taiwan), Shenzen
(China), Tokio (Japan), Melville (N.Y.), Pocatello (ID), Silicon Valley (Kalifornien), Graz (Österreich) und Korea; darüber
hinaus ständiger Ausbau des Handelsvertreternetzes und die Aufnahme von Spezialdistributoren
Ausbau des Vertriebes im koreanischen Markt, der große Möglichkeiten für die ZMD AG bietet
Ausbau unseres Designcenters in Bulgarien, um die Entwicklungskosten zu reduzieren
Aufbau von Marketing und Produktdefinitionskompetenz
Als Fabless Company sollen weiterhin neue Technologien genutzt werden, um die Produktstrategien der Business Lines zu
komplettieren.
im „War for Talents" die Besten der Besten (Personal) anwerben, aufbauen, motivieren und weiterentwickeln
Speziell für ausgewählte Nachwuchskräfte sollen motivationsfördernde Angebote entwickelt werden.
Zum finanziellen Ausblick der Gesellschaft siehe auch Abschnitt 4.3 dieses Lageberichts.
7. Abhängigkeitsbericht
Es wurde ein Abhängigkeitsbericht mit folgender Schlussfolgerung erstellt:
„Nach sorgfältiger Prüfung aller Umstände, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem Rechtsgeschäfte mit
verbundenen Unternehmen vorgenommen wurden, erhielt die ZMD AG bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung.
Maßnahmen sind auf Veranlassung oder im Interesse der jeweiligen Mehrheitsaktionärin und der mit ihr verbundenen Unternehmen
weder getroffen noch unterlassen worden."
8. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung lagen nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht vor.
Dresden, 24. März 2011
Zentrum Mikroelektronik Dresden AG
Thilo von Selchow
Steffen Wollek
Bilanz zum 31. Dezember 2010
Aktiva
EUR
EUR
Vorjahr
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und
Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
811.245,00
768
2. Geschäfts- oder Firmenwert
13.112.941,00
14.305
13.924.186,00
15.073
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen
365.203,00
523
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
5.182.788,00
5.379
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
224.771,31
7
5.772.762,31
5.909
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
1.023.694,87
1.024
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen
39.802.257,33
38.060
3. Wertpapiere des Anlagevermögens
57.372,04
57
40.883.324,24
39.141
60.580.272,55
60.123
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
156.053,78
332
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen
11.342.869,06
10.477
3. fertige Erzeugnisse und Waren
2.504.152,80
2.169
14.003.075,64
12.978
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2.946.495,45
2.555
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
929.453,10
693
3. sonstige Vermögensgegenstände
1.070.507,47
1.115
4.946.456,02
4.363
III. Wertpapiere
1. sonstige Wertpapiere
1.002.389,61
1.926
2. eigene Anteile
0,00
2.400
1.002.389,61
4.326
IV. Guthaben bei Kreditinstituten
5.422.440,99
7.356
25.374.362,26
29.023
C. Rechnungsabgrenzungsposten
334.640,28
420
86.289.275,09 89.566
Passiva
EUR
EUR
Vorjahr
TEUR
A. Eigenkapital
I. Grundkapital
11.800.000,00
11.800
II. Kapitalrücklage
40.201.411,26
46.051
III. Rücklage für eigene Anteile
0,00
2.400
IV. Bilanzverlust
-236.845,97
-2.400
51.764.565,29
57.851
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellung
140.598,00
9
2. sonstige Rückstellungen
5.011.109,12
3.307
5.151.707,12
3.316

EUR
EUR
Vorjahr
TEUR
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Genussrechten
22.129.200,00
22.129
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
636.065,11
321
3. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
434.545,00
435
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
2.824.712,04
2.952
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
95.300,18
1
6. sonstige Verbindlichkeiten
3.176.506,84
2.561
29.296.329,17
28.399
D. Rechnungsabgrenzungsposten
76.673,51
0
86.289.275,09
89.566
Entwicklung des Anlagevermögens im Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2010
Bruttobuchwerte
Stand am
1.1.2010
EUR
Zugänge
EUR
Umgliederungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand am
31.12.2010
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
7.865.315,56
329.879,51
5.206,53
9.169,82
8.191.231,78
2. Geschäfts- oder Firmenwert
17.881.282,25
0,00
0,00
0,00
17.881.282,25
25.746.597,81
329.879,51
5.206,53
9.169,82
26.072.514,03
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen
995.322,40
0,00
0,00
0,00
995.322,40
2. andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
9.589.516,55 1.118.353,03
2.109,00
0,00
10.709.978,58
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
7.315,53
224.771,31
-7.315,53
0,00
224.771,31
10.592.154,48 1.343.124,34
-5.206,53
0,00
11.930.072,29
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
1.137.390,94
500,00
0,00
0,00
1.137.890,94
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen
45.363.629,12 2.038.956,94
0,00 500.000,00
46.902.586,06
3. Wertpapiere des Anlagevermögens
57.083,18
288,86
0,00
0,00
57.372,04
4. sonstige Ausleihungen
11.822.349,60
0,00
0,00
0,00
11.822.349,60
58.380.452,84 2.039.745,80
0,00 500.000,00
59.920.198,64
94.719.205,13 3.712.749,65
0,00 509.169,82
97.922.784,96
kumulierte Abschreibungen
Stand am
1.1.2010
EUR
Zugänge
EUR
Zuschreibungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand am
31.12.2010
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
7.097.293,56
291.863,04
0,00 9.169,82
7.379.986,78
2. Geschäfts- oder Firmenwert
3.576.256,25 1.192.085,00
0,00
0,00
4.768.341,25
10.673.549,81 1.483.948,04
0,00 9.169,82
12.148.328,03
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen
472.462,40
157.657,00
0,00
0,00
630.119,40
2. andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
4.210.287,84 1.316.902,74
0,00
0,00
5.527.190,58
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
4.682.750,24 1.474.559,74
0,00
0,00
6.157.309,98
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
113.696,07
500,00
0,00
0,00
114.196,07
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen
7.303.151,52
0,00
202.822,79
0,00
7.100.328,73
3. Wertpapiere des Anlagevermögens
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
4. sonstige Ausleihungen
11.822.349,60
0,00
0,00
0,00
11.822.349,60
19.239.197,19
500,00
202.822,79
0,00
19.036.874,40
34.595.497,24 2.959.007,78
202.822,79 9.169,82
37.342.512,41
Nettobuchwerte
Stand am
31.12.2010
EUR
Vorjahr
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände

Nettobuchwerte
Stand am
31.12.2010
EUR
Vorjahr
TEUR
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
811.245,00
768
2. Geschäfts- oder Firmenwert
13.112.941,00 14.305
13.924.186,00 15.073
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen
365.203,00
523
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
5.182.788,00
5.379
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
224.771,31
7
5.772.762,31
5.909
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
1.023.694,87
1.024
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen
39.802.257,33 38,060
3. Wertpapiere des Anlagevermögens
57.372,04
57
4. sonstige Ausleihungen
0,00
0
40.883.324,24 39.141
60.580.272,55 60.123
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010
EUR
EUR
Vorjahr
TEUR
1. Umsatzerlöse
55.116.608,44 43.239
2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen
Erzeugnissen und Leistungen
1.120.991,13
-3.805
3. aktivierte Eigenleistungen
9.890,00
0
4. sonstige betriebliche Erträge
3.258.731,53
3.250
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene
Waren
18.998.832,01
12.298
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen
6.833.165,52
5.845
25.831.997,53
18.143
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter
15.752.237,09
13.233
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für
Unterstützung
2.234.636,94
2.116
17.986.874,03
15.349
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
2.958.507,78
3.116
8. sonstige betriebliche Aufwendungen
12.114.253,95
11.218
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des
Finanzanlagevermögens
2.606.449,11
2.560
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
102.128,51
840
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des
Umlaufvermögens
500,00
109
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
1.896.974,56
1.829
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
1.425.690,87
-3.680
14. außerordentliche Erträge
15.148,39
0
15. außerordentliche Aufwendungen
0,00
0
16. außerordentliches Ergebnis
15.148,39
0
17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
131.421,06
-62
18. Jahresüberschuss/-fehlbetrag
1.309.418,20
-3.618
19. Verlust-/Gewinnvortrag
-2.400.000,00
2.419
20. Einstellung in die Kapitalrücklage
-30.000.000,00
0
21. Entnahmen aus der Kapitalrücklage
30.000.000,00
1.199
22. Entnahmen aus der Gewinnrücklage
0,00
0
23. Einstellung in Gewinnrücklagen
0,00
0
24. Einstellung in die Rücklage für Eigene Anteile
0,00
-2.400
25. Auflösung der Rücklage für Eigene Anteile
2.400.000,00
0
26. Ausbuchung der eigenen Anteile
-1.650.000,00
0
27. ergebnisneutraler Effekt aus BilMoG Anpassungen
103.735,83
0
28. Bilanzgewinn/ -verlust
-236.845,97
-2.400
Anhang für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010

I. Allgemeine Angaben
Die Zentrum Mikroelektronik Dresden AG ist im Handelsregister von Dresden unter HRB Nr. 19166 eingetragen. Sitz der Gesellschaft
ist Dresden.
Gegenstand des Unternehmens ist die Konstruktion, Entwicklung, Herstellung, das Marketing und der Vertrieb von kunden- und
anwendungsspezifischen Schaltkreisen und Standardprodukten sowie alle hiermit zusammenhängenden Tätigkeiten.
Die Zentrum Mikroelektronik Dresden AG hat mit Notarvertrag vom 19. Juli 2010 430.000 Stück Aktien von der Global ASIC GmbH
zurückgekauft. Die erworbenen Aktien wurden nach den Vorschriften der vereinfachten Einziehung ohne Kapitalherabsetzung
eingezogen. Die mit notariellem Vertrag vom 9. November 2009 von der IKB Equity Capital Fund I GmbH & Co. KG erworbenen
750.000 Stückaktien wurden ebenfalls in vereinfachter Form gemäß § 237 Abs. 3 Nr. 3 AktG ohne Kapitalherabsetzung zum Zweck
der Beseitigung von Mitgliedschaftsrechten und Anpassung an die geänderte Aktionärsstruktur eingezogen.
Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des
Aktiengesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Der Jahresabschluss der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Durch die
erstmalige Anwendung der entsprechenden Regelungen des BilMoG ergeben sich Anpassungen gegenüber den Vorjahren. Die
Anpassungen betreffen die Fremdwährungsbewertung der kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten mit einem Wert in Höhe
von TEUR 15, welcher als außerordentlicher Ertrag verbucht wurde. Weiterhin erfolgt die Anpassung der
Bewertung von Rückstellungen durch Ansatz des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages und
Abzinsung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Der daraus resultierende Betrag in Höhe von TEUR 104
wurde in die Gewinnrücklagen eingestellt. Die Vorjahresvergleichszahlen wurden gemäß Art. 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB nicht angepasst.
Der Aufsichtsrat hat am 19. Mai 2010 den Vorjahresabschluss gebilligt und damit festgestellt.
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend
ihrer Nutzungsdauer um planmäßige und gegebenenfalls um außerplanmäßige Abschreibungen vermindert.
Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.
Die Ausleihungen werden zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.
Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte mit den Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen
Niederstwertprinzips.
Aus kundenspezifischen Auftragsentwicklungen resultierende Entwicklungsaufwendungen sind, soweit die Entwicklungsarbeiten am
Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossen sind, als unfertige Leistungen aktiviert. Der Fertigstellungsgrad bemisst sich am Erreichen der
vertraglich festgelegten Milestones. Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt zu Herstellungskosten abzüglich enthaltener
Entwicklungskostenzuschüsse. Die Herstellungskosten enthalten Einzelkosten zuzüglich angemessener Gemeinkosten.
Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. Das strenge Niederstwertprinzip wird beachtet.
Fertige Erzeugnisse und Waren werden zu ihren Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Beachtung des strengen
Niederstwertprinzips bewertet.
In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet. Die Entwicklungsaufträge mit anschließender Serienproduktion werden im Rahmen der
verlustfreien Bewertung als Bewertungseinheit angesehen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Soweit diese in Fremdwährung bestehen, werden
sie zunächst mit dem Kurs am Transaktionstag erfasst. Positionen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum
Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Positionen mit längeren Restlaufzeiten werden am Bilanzstichtag nur
dann mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet, wenn dieser niedriger ist als der Kurs am Transaktionsstichtag. Die
Auswirkungen dieser Bewertungsumstellung wurden in den außerordentlichen Erträgen ausgewiesen. Zweifelhafte Forderungen
wurden einzelwertberichtigt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos, von Skontoabzügen sowie Mahn- und Zinskosten wurde
auf Forderungen aus Lieferungen eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % gebildet.
Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.
Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag erfasst, die Aufwand für eine bestimmte
Zeit danach darstellen. Das Ansatzwahlrecht des § 250 Abs. 3 HGB wird genutzt.
Bezüglich des Ansatzes latenter Steuern nutzt die ZMD AG die Wahlrechte zum Ansatz aktiver latenter Steuern und zur Saldierung von
aktiven und passiven latenten Steuern dahingehend, dass sie den sich nach erfolgter Saldierung ergebenden Überhang aktiver
latenter Steuern nicht ansetzt.
Die aktiven latenten Steuern entfallen im Wesentlichen auf die entsprechend der Planungsrechnung in den nächsten vier Jahren
nutzbaren Verlustvorträge. Passive latente Steuern bestehen im Wesentlichen aus temporären Differenzen, welche auf
unterschiedliche Wertansätze bei Forderungen, Verbindlichkeiten und Rückstellungen zurückzuführen sind sowie auf die
unterschiedliche Nutzungsdauer bei Sachanlagen.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt zum einheitlichen Körperschaftsteuersatz von 15 % zzgl. 5,5 % Solidaritätszuschlag sowie
einem Gewerbesteuersatz von 15,75 %.
Die unter den Guthaben bei Kreditinstituten ausgewiesenen Fremdwährungsbestände werden mit dem Devisenkassamittelkurs am
Bilanzstichtag bewertet.
Die Kapitalrücklage beinhaltet die den Nennbetrag ausgegebener Aktien übersteigenden Aufzahlungen der Aktionäre im Sinne des §
272 Abs. 2 Nr. 1 HGB sowie einen freien Teil nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Die Wandlung eines Teilbetrages der gebundenen
Kapitalrücklage in eine freie Rücklage erfolgte auf der Grundlage des Beschlusses der Hauptversammlung vom 1. Dezember 2010 und
dient einem aktiven Eigenkapitalmanagement.
Hinsichtlich der Bilanzierung eigener Anteile hat die ZMD AG entsprechend § 237 Abs. 3 Nr. 3 AktG von der Möglichkeit Gebrauch
gemacht, diese Aktien ohne Kapitalherabsetzung einzuziehen. Aufgrund der BilMoG-Anpassungen wurden die eigenen Anteile vor der
erfolgten Einziehung ohne Kapitalherabsetzung gemäß § 272 Abs. 1a HGB rechnerisch vom Grundkapital abgesetzt.
Genussrechte werden aufgrund der Ausgestaltung der Verträge als Fremdkapital passiviert.
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe des voraussichtlichen
Erfüllungsbetrages angesetzt, der sich nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ergibt. Rückstellungen mit mehr als einem Jahr
Laufzeit wurden abgezinst.
Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Soweit diese in Fremdwährung bestehen, werden sie zunächst mit dem Kurs
am Transaktionsstichtag erfasst. Positionen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am
Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Positionen mit einer längeren Laufzeit werden am Bilanzstichtag nur dann mit dem
Devisenkassamittelkurs umgerechnet, wenn diese höher ist, als der Kurs am Transaktionsstichtag.
Als Rechnungsabgrenzungsposten auf der Passivseite werden Einnahmen vor dem Bilanzstichtag erfasst, die Ertrag für eine bestimmte
Zeit danach darstellen.
III. Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres in der als
gesonderte Anlage beigefügten Entwicklung des Anlagevermögens dargestellt.
Immaterielle Vermögensgegenstände
Die Zugänge wurden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Abschreibungen erfolgen linear pro rata temporis über 3 bis 4 Jahre für die
Entwicklungsleistungen, für Patente linear pro rata temporis über 10 Jahre und für die Geschäfts- oder Firmenwerte aufgrund der
Einschätzung des Vorstandes über die Nutzungsfähigkeit über 15 Jahre linear pro rata temporis.
Grundstücke und Bauten
Die ZMD AG besitzt zum Bilanzstichtag keine Grundstücke und Bauten.
Finanzanlagen
Angaben zum Anteilsbesitz
Gesellschaft
Sitz
Beteiligungsquote
Eigenkapital
TEUR
Jahresergebnis
31.12.10
TEUR
direkt
%
indirekt
%
Inland
MCDA GmbH
Dresden
100,0
0
(1)
Ausland
ZMD America, Inc.
Santa Clara/USA
100,0
(4.354)
*
(953)
*
ZMD Fareast Limited
Hongkong
100,0
(52)
*
(16)
*
ZMD Eastern Europe EOOD
Varna
100,0
110
*
42
*
*
Jahresergebnis und Eigenkapital nach den International Financial Reporting Standards
Das Eigenkapital der ZMD America, Inc. wurde zum Stichtagskurs (USD/EUR 1,3380) und das Jahresergebnis zum Durchschnittskurs
(USD/EUR 1,3257) in Euro umgerechnet.
Das Eigenkapital der ZMD Fareast Ltd. wurde zum Stichtagskurs (HKD/EUR 10,4025) und das Jahresergebnis zum Durchschnittskurs
(HKD/EUR 10,2994) in Euro umgerechnet.
Das Eigenkapital der ZMD Eastern Europe EOOD wurde zum Stichtagskurs (BGN/EUR 1,95583) und das Jahresergebnis zum
Durchschnittskurs (BGN/EUR 1,95583) in Euro umgerechnet.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen
In den Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind Ausleihungen an Gesellschafter in Höhe von TEUR 36.700 (Vorjahr: TEUR
35.153) enthalten.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Im Juli 2009 wurde ein Factoringvertrag zwischen der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG und der GE Capital Bank AG, Mainz,
geschlossen. Dieser Vertrag wurde im Februar 2010 auf ein Höchstobligo von TEUR 5.000 angepasst. Infolgedessen verkauft die ZMD
AG Inlands- und Auslandsforderungen entsprechend den Vertragsvereinbarungen.
31.12.2010
TEUR
31.12.2009
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2.947
2.555
— davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
0
0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen
929
693
— davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
0
0
Sonstige Vermögensgegenstände
1.070
1.115
— davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
0
0
4.946
4.363
In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr:
TEUR 0).
Sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen an die GE Capital Bank AG, Mainz, in Höhe von TEUR 376 aus dem
Verkauf von Forderungen, Steuerrückforderungen in Höhe von TEUR 580, Investitionszulage in Höhe von TEUR 56, debitorische
Kreditoren in Höhe von TEUR 15 und sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 40.
Guthaben bei Kreditinstituten
Die Guthaben bei Kreditinstituten enthalten Guthaben mit Verfügungsbeschränkungen in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 16).
Rechnungsabgrenzungsposten
31.12.2010
TEUR
31.12.2009
TEUR
Abgegrenzte Transaktionskosten
210
342
Sonstige
125
78
335
420
Grundkapital
Das Grundkapital von TEUR 11.800 ist eingeteilt in 10.620.000 auf den Namen lautende Stückaktien (Vorjahr: 11.800.000
Stückaktien).
Die Hauptversammlung der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG hat am 20. Mai 2010 die Gesellschaft ermächtigt, weitere eigene
Aktien zu erwerben. Die Ermächtigung gilt vom Tag der Beschlussfassung an für fünf Jahre. Die Ermächtigung kann ganz oder in
Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer gesetzlich zulässiger Zwecke durch die Zentrum
Mikroelektronik Dresden AG genutzt werden.
Am 14. Juli 2010 hat die Hauptversammlung der Gesellschaft den Erwerb und die Einziehung von 430.000 Stück eigener Aktien ohne
Kapitalherabsetzung nach den Vorschriften der vereinfachten Einziehung beschlossen. Mit Kaufvertrag vom 15. Juni 2010 hat die
Zentrum Mikroelektronik Dresden AG 430.000 Stück Aktien von der Global Asic GmbH erworben und diese ohne Kapitalherabsetzung
eingezogen.
Am 1. Dezember 2010 wurde mit Hauptversammlungsbeschluss die Einziehung der bereits in 2009 von der IKB GmbH & Co.
erworbenen 750.000 Stück eigener Aktien ohne Kapitalherabsetzung beschlossen.
Die Hauptversammlung der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG hat am 1. Dezember 2010 weiterhin die Anpassung des Bedingten
Kapitals I und des Bedingten Kapitals II an die Einziehung der Stückaktien ohne Kapitalherabsetzung beschlossen.
Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu EUR 449.750 durch Ausgabe von bis zu 404.775 neuen Stückaktien, lautend auf den
Namen, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital I). Die bedingte Erhöhung dient der Einlösung von Optionsrechten im Rahmen des ZMD
Stock Option Plans 2001.
Weiterhin ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 730.250 durch Ausgabe von bis zu 657.225 neuen Stückaktien, lautend
auf den Namen, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital II). Die bedingte Erhöhung dient der Einlösung von Optionsrechten im Rahmen des
ZMD Stock Option Plans 2007.
Die Entwicklung des Grundkapitals im Jahr stellt sich wie folgt dar:
TEUR TEUR
Grundkapital 31.12. 2009
11.800
Anpassung der Darstellung der eigenen Anteile gem. § 272 Abs. 1a HGB, 1.1.2010
-750
Einstellung in das Grundkapital aus Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln
30.000
Kapitalherabsetzung
-30.000
Einziehung der eigenen Anteile
750
Grundkapital 31.12. 2010
11.800
Kapitalrücklage
In der am 1. Dezember 2010 abgehaltenen Hauptversammlung wurde beschlossen, eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln mit
anschließender ordentlicher Kapitalherabsetzung sowie entsprechender Herabsetzung des bedingten Kapitals durchzuführen. Zweck
dieser Maßnahme war, die gebundene Kapitalrücklage teilweise frei verfügbar zu machen, um so flexibel für Aktienrückkäufe im
Rahmen eines aktiven Eigenkapitalmanagements zu sein.

Die Entwicklung der Kapitalrücklage und des Bilanzgewinns im Jahr 2010 stellt sich wie folgt dar:
TEUR TEUR
Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB, 1.1.2010
46.051
Einziehung eigener Anteile
-5.850
Einstellung in das Grundkapital
-30.000
-35.850
Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB, 31.12.2010
10.201
Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB, 1.1. 2010
0
Einstellung in die Kapitalrücklage aus den Mitteln der Kapitalherabsetzung
30.000
30.000
Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB, 31.12.2010
30.000
Rücklage für eigene Anteile
2.400
Auflösung der Rücklage für eigene Anteile
-2.400
-2.400
0
40.201
Bilanzverlust, 31.12.2009
-2.400
Auflösung der Rücklage für eigene Anteile zum 1.1.2010
2.400
Anpassung durch das BilMoG
104
Ausbuchung der eigenen Anteile zum 1.1.2010
-1.650
Jahresüberschuss
1.309
2.163
-237
Sonstige Rückstellungen
Die Rückstellungen betreffen im Wesentlichen den Personalbereich (TEUR 2.703; Vorjahr: TEUR 1.188) und
Gewährleistungen/Produkthaftung (TEUR 1.175; Vorjahr: TEUR 284). Daneben beinhalten weitere Rückstellungen u.a.
Archivierungskosten, Rückstellungen für zu erwartende Rechts- und Beratungskosten sowie ausstehende Kostenrechnungen.
Verbindlichkeiten
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:
Restlaufzeit
bis 1
Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
gesamt
31.12.2010
TEUR
gesamt
31.12.2009
TEUR
Art der Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Genussrechten
129
22.000
0
22.129
(Vorjahr)
(129)
(22.000)
(0)
(22.129)
2. Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
155
400
81
636
(Vorjahr)
(321)
(0)
(0)
(321)
3. erhaltene Anzahlungen
435
0
0
435
(Vorjahr)
(435)
(0)
(0)
(435)
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
2.825
0
0
2.825
(Vorjahr)
(2.952)
(0)
(0)
(2.952)
5. Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
95
0
0
95
(Vorjahr)
(1)
(0)
(0)
(1)
6. sonstige Verbindlichkeiten
1.934
1.243
0
3.177
(Vorjahr)
(1.159)
(1.402)
(0)
(2.561)
davon aus Steuern:
27
0
0
27
(Vorjahr)
(7)
(0)
(0)
(7)
davon im Rahmen der sozialen
Sicherheit:
40
0
0
40
(Vorjahr)
(54)
(0)
(0)
(54)
5.573
23.643
81
29.297
(4.997)
(23.402)
(0)
(28.399)
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 49 durch Forderungsabtretung sowie in Höhe von TEUR 587
durch Übereignung von Anlagevermögen besichert. Die sonstigen Verbindlichkeiten aus Mietkauf i.H.v. TEUR 802 sind durch
Sicherungsübereignung der jeweiligen Sachanlagen besichert.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 95 aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen (Vorjahr TEUR 0).
Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine weiteren Haftungsverhältnisse.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen und nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte
Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 9.672. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen Miet-, Leasing
- und Dienstleistungsverträge sowie Wartungs- und Lizenzverträge und weisen folgende Restlaufzeiten auf.
Restlaufzeiten
bis zu 1 Jahr
TEUR
zwischen 1 und 5
Jahren
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
Kfz-Leasing
198
194
0
Wartungs- und Lizenzgebühren
1.141
1.476
0
Geschäftsraummietverträge
1.134
2.822
2.268
Sonstiges
171
268
0
Gesamt
2.644
4.760
2.268
Die finanziellen Verpflichtungen für Wartungs- und Lizenzgebühren betreffen im Wesentlichen den Lizenz- und Wartungsvertrag mit
der Cadence Design Systems GmbH.
Mit der X-FAB Dresden GmbH & Co. KG wurde im Jahr 2007 ein Immobilienmietvertrag für den „Campus" und den Geschäftsbereich
Test geschlossen. Der Vertrag für den Bereich Testhouse hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Dieser Mietvertrag verlängert sich jeweils
um zwei Jahre, wenn keine Seite mit einer Frist von 12 Monaten zum jeweiligen Vertragsende schriftlich kündigt. Die gleichen
Konditionen beinhaltet der Mietvertrag mit der NanoelektronikZentrumDresden GmbH.
Der Immobilienmietvertrag für den „Campus" ZMD hat eine Laufzeit bis zum Jahr 2019.
Bezüglich nicht in der Bilanz enthaltener Geschäfte verweisen wir auf die Erläuterungen zum Factoring unter III.
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse werden erfasst, wenn der Risikoübergang auf den Kunden erfolgt ist. Sie verteilen sich wie folgt auf Absatzmärkte
und Business Lines.
Nach Absatzmärkten
2010
Vorjahr
TEUR
%
TEUR
%
Inland
15.003
27,2
8.858
20,5
Ausland
40.114
72,8
34.381
79,5
55.117
100,0
43.239
100,0
Nach Produktlinien (Business Liness)
2010
Vorjahr
TEUR
%
TEUR
%
Automotive SoC
27.475
49,9
23.171
53,6
Medical & SSC
19.698
35,7
13.161
30,4
Standard Components
7.623
13,8
6.357
14,7
Sonstiges
321
0,6
550
1,3
Umsatzerlöse
55.117
100,0
43.239
100,0
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 412,
(Vorjahr: TEUR 942), Erträge aus Dienstleistungen in Höhe von TEUR 367 (Vorjahr: TEUR 490), Erträge aus
Schadenersatzforderungen in Höhe von TEUR 35 (Vorjahr: TEUR 146), Erträge aus Investitionszulage in Höhe von TEUR 35 (Vorjahr:
TEUR 54), Erträge aus F&E Forderungenin Höhe von TEUR 1.529 (Vorjahr: TEUR 869) Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe
von TEUR 16 (Vorjahr: Aufwand TEUR 84) und periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 174 (Vorjahr: TEUR 400).
Sonstiger betrieblicher Aufwand
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
2010
TEUR
Vorjahr
TEUR
Betriebsaufwand
4.112
4.778
Vertriebsaufwand
3.597
2.789
Verwaltungsaufwand
2.560
2.193
Übrige Aufwendungen
1.845
1.458
12.114
11.218
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
2010
TEUR
Vorjahr
TEUR
Erträge aus Ausleihungen an Gesellschafter
2.039
1.978

2010
TEUR
Vorjahr
TEUR
Erträge aus Ausleihungen an verbundene Unternehmen
559
560
Übrige
7 22
2.605
2.560
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Die Position „sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" enthält einen Betrag in Höhe von TEUR 1, der aus der Abzinsung von langfristigen
Rückstellungen resultiert.
Erträge von verbundenen Unternehmen sind nicht enthalten.
Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens
2010
TEUR
Vorjahr
TEUR
Abschreibung Finanzanlagen aufgrund von Währungseffekten
0
90
Außerplanmäßige Abschreibung
1
19
1 109
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Die Position „Zinsen und ähnliche Aufwendungen" beinhaltet Zinsaufwendungen aus Genussrechten in Höhe von TEUR 1.543.
Außerordentliches Ergebnis
Der außerordentliche Ertrag in Höhe von TEUR 15 resultiert aus der Anpassung der Fremdwährungsbewertung von kurzfristigen
Forderungen und Verbindlichkeiten gemäß § 256a HGB (BilMoG).
2010
TEUR
Vorjahr
TEUR
Außerordentlicher Ertrag
15
0
Außerordentliche Aufwendungen
0
0
Außerordentliches Ergebnis
15
0
V. Sonstige Angaben
Mitarbeiterbeteiligung — Stock Option-Programm
Um eigenverantwortliches, unternehmerisches Handeln zu fördern und gleichzeitig unsere Mitarbeiter am Wertzuwachs des
Unternehmens teilhaben zu lassen, wurden Aktienoptionsprogramme für Mitarbeiter und Mitglieder des Vorstands der ZMD AG,
Mitarbeiter und Mitglieder der Geschäftsführung der gegenwärtig oder zukünftig im Sinne von §§ 15 ff. AktG verbundenen
Unternehmen beschlossen und eingeführt.
Die Hauptversammlung der Zentrum Mikroelektronik AG hat am 9. Juli 2001 (mit Änderungen von 4. September 2002, 20. Januar
2003 und 29. März 2004) zum Zwecke der Ausgabe von Bezugsrechten auf Aktien der Gesellschaft die Schaffung eines bedingten
Kapitals („Bedingtes Kapital I/2001") beschlossen. Per Hauptversammlungsbeschluss vom 5. Dezember 2007 wurde das bestehende
Bedingte Kapital I/2001 auf EUR 449.750 in dem Umfang reduziert, wie keine Rechte zum Bezug von Aktien mehr bestanden.
Gleichzeitig wurde das Grundkapital bedingt um EUR 730.250 auf EUR 1.180.000 erhöht (Bedingtes Kapital II/2007).
Die Hauptversammlung der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG hat am 14. Juli 2010 sowie am 1. Dezember 2010 die Einziehung
von erworbenen eigenen Aktien ohne Kapitalherabsetzung beschlossen. Aufgrund der Einziehung von Stückaktien der Gesellschaft
ohne Herabsetzung des Grundkapitals verringern sich die aus dem Bedingten Kapital I auszugebenden Bezugsaktien auf bis zu
404.775 auf den Namen lautende Stückaktien sowie die sich aus dem Bedingten Kapital II auszugebenden Bezugsaktien auf bis zu
657.225 auf den Namen lautende Stückaktien.
Die Zentrum Mikroelektronik Dresden AG hat auf ihrer Hauptversammlung am 20. Mai 2010 beschlossen, Anpassungen des Bedingten
Kapitals II/2007 sowie der Beschlüsse der Hauptversammlung vom 5. Dezember 2007 über die Ausgabe von Optionsrechten auf
Aktien der Gesellschaft vorzunehmen.
Die außerordentliche Hauptversammlung vom 5. Dezember 2007 hat beschlossen, ein neues Stock Option Programm (Stock Option
Plan 2007-2014) aufzulegen, sowie die Laufzeit des bereits bestehenden Programms bis 2014 zu verlängern und die
Optionsbedingungen weitestgehend an das neue Programm (Stock Option Plan 2001-2014) anzupassen. Das Bedingte Kapital I/2001
sowie das Bedingte Kapital II/2007 dienen der Einlösung von Optionsrechten im Rahmen der ZMD Stock Option Pläne 2001-2014 und
2007-2014.
Jedes einzelne Optionsrecht berechtigt den Berechtigten gegen Zahlung des Ausübungspreises nach Maßgabe der Optionsbedingungen
a)
zum Bezug je einer, auf den Namen lautenden, vinkulierten Stückaktie der Gesellschaft oder
b)
zum Erhalt eines Barausgleichs.
Im Rahmen der handelsrechtlichen Rechnungslegung ist es bisher nicht erforderlich, einen aus den Kapitalprogrammen resultierenden
Personalaufwand im Jahresabschluss der ZMD AG auszuweisen.
Die Ausgestaltung der Stock Option Programme stellt sich wie folgt dar:
Stock Option Programm 2001-2014:

Deutschland/USA
Kalifornien
Beschluss der Hauptversammlung
9. Juli 2001
20. Januar 2003
(Änderungsbeschluss)
29.
4. September 2002
(Änderungsbeschluss)
März 2004
(Änderungsbeschluss)
20. Januar 2003
(Änderungsbeschluss)
29. März 2004
(Änderungsbeschluss)
5. Dezember 2007
(Änderungsbeschluss)
1. Dezember 2010
(Änderungsbeschluss)
Bedingtes Kapital
unbefristetes Bedingtes Kapital 1 EUR
449.750
max. Anzahl der Optionen
449.750 Stück (bis 30.11.2010)
404.775 Stück (ab 01.12.2010)
Ausübungspreis
EUR 10,85 (9. Juli
2001)
EUR 5,00 (Änderung
des
Ausübungspreises
zum 4. September
2002)
EUR 5,50
Wartezeit
48 % der gewährten
Optionsrechte
frühestens zwei Jahre
nach ihrer Ausgabe
(Grundwartezeit)
weitere je 6 % der
jeweils gewährten
Optionsrechte nach
Ablauf von je drei
Monaten nach Ablauf
der Grundwartezeit,
die letzten 4 % somit
nach Ablauf von zwei
Jahren und drei
Monaten nach Ablauf
der Grundwartezeit
50 % der gewährten
Optionsrechte
frühestens zwei Jahre
nach ihrer Ausgabe
(Grundwartezeit)
weitere je 2 % der
jeweils gewährten
Optionsrechte nach
Ablauf von je einem
Monat nach Ablauf
der Grundwartezeit,
die letzten 2 % somit
nach Ablauf von zwei
Jahren und einem
Monat nach Ablauf
der Grundwartezeit
Verteilung der Optionen
— Vorstand
bis zu 33,9 %
— Management
bis zu 33,9 %
— Arbeitnehmer
bis zu 32,2 %
Die Ausübung der Optionen ist an folgende Erfolgsziele gebunden:
a)
Aufnahme der Erstnotiz der Aktien der Gesellschaft an einer deutschen Börse („IPO");
b)
Verkauf der Gesellschaft (mehr als 75 % der Aktien der Gesellschaft) an einen Dritten („Trade Sale");
c)
Verschmelzung der Gesellschaft als übertragende Gesellschaft auf eine nicht mit der Gesellschaft im Sinne der §§ 15 ff. AktG
verbundene andere Gesellschaft nach den Vorschriften des Umwandlungsgesetzes („Merger").
Im Falle des Erreichens des Erfolgszieles „IPO" hat die Gesellschaft das Recht, den Optionsberechtigten anstelle von
Stückaktien einen Barausgleich zu gewähren. Im Falle des Erreichens des Erfolgszieles „Merger" oder „Trade Sale" hat die
Gesellschaft die Pflicht, den Optionsberechtigten anstelle von Stückaktien einen Barausgleich zu gewähren. Der Barausgleich
berechnet sich dabei aus der Differenz zwischen dem Basispreis und dem durchschnittlichen XETRA-Schlusskurs für eine Aktie
der Gesellschaft an den 20 Börsenhandelstagen vor Ausübung des Optionsrechts, sofern der Basispreis niedriger als der
maßgebliche durchschnittliche Schlusskurs ist. Ist dies nicht der Fall, ist kein Barausgleich zu zahlen. Wird die Aktie im
Ausübungszeitraum noch nicht an einer deutschen Börse gehandelt, so entspricht der Barausgleich für jedes ausgeübte
Optionsrecht der Differenz zwischen dem Basispreis und dem nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen festgelegten Wert
der Aktie, sofern der Basispreis niedriger als der maßgebliche Wert ist. Ist dies nicht der Fall, ist kein Barausgleich zu zahlen.
Maßgeblich ist allein der nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen berechnete Wert:
Im Falle des Eintritts des Erfolgszieles „Trade Sale" gilt als Wert einer Aktie der Gesellschaft ausschließlich der im Rahmen
des Trade Sales für eine Aktie der Gesellschaft gezahlte Kaufpreis.

Im Falle des Eintritts des Erfolgszieles „Merger" gilt als Wert einer Aktie der Gesellschaft ausschließlich der im Rahmen des
„Mergers" für die Bemessung des im Verschmelzungsvertrag festgelegten Umtauschverhältnisses zugrunde gelegte Wert für
eine Aktie der Gesellschaft.
Stand der Aktienoptionsrechte des Stock Option Programms 2001—2014 zum 31. Dezember 2010:
2010 Anzahl der
Bezugsrechte
Vorjahr Anzahl
der Bezugsrechte
Ausstehende Optionen per 1. Januar
280.250
443.750
Unverfallbare Optionen per 1. Januar
0
0
Zugänge
0 0
Gewährte Optionen
0
0
Ausgeübte Optionen
0
0
Verfallene Optionen
2.500
163.500
Ausübbare Optionen
0
0
Ausstehende Optionen per 31. Dezember
277.750
280.250
Gesamtvolumen des Optionsprogramms
404.775
449.750
Noch verfügbare Optionen per 31. Dezember
127.025
169.500
Stock Option Programm 2007-2014
Deutschland/USA
Kalifornien
Beschluss der Hauptversammlung
5. Dezember 2007
(Änderungsbeschluss)
20. Mai 2010
(Änderungsbeschluss)
1. Dezember 2010
(Änderungsbeschluss)
Bedingtes Kapital
unbefristetes Bedingtes Kapital 11 EUR
730.250
max. Anzahl der Optionen
730.250 Stück (bis 30.11.2010)
657.225 Stück (ab 01.12.2010)
Basispreis
5,00 Euro
5,00 Euro
Wartezeit
48 % der gewährten
Optionsrechte
frühestens zwei Jahre
nach ihrer Ausgabe
(Grundwartezeit)
weitere je 6 % der
jeweils gewährten
Optionsrechte nach
Ablauf von je drei
Monaten nach Ablauf
der Grundwartezeit,
die letzten 4 % somit
nach Ablauf von zwei
Jahren und drei
Monaten nach Ablauf
der Grundwartezeit
50 % der
gewährten
Optionsrechte
frühestens zwei
Jahre nach ihrer
Ausgabe
(Grundwartezeit)
weitere je 2 %
der jeweils
gewährten
Optionsrechte
nach Ablauf von
je einem Monat
nach Ablauf der
Grundwartezeit,
die letzten 2 %
somit nach Ablauf
von zwei Jahren
und einem Monat
nach Ablauf der
Grundwartezeit
Verteilung der Optionen
— Vorstand
bis zu 40,0 %
— Management
bis zu 5,0 %
— Arbeitnehmer
bis zu 55,0 %
Für das Optionsprogramm gelten die gleichen Erfolgsziele wie im Options-Programm 2001-2007. Stand der Aktienoptionsrechte des
Stock Option Programms 2007-2014 zum 31. Dezember 2010:
2010 Anzahl der
Bezugsrechte
Vorjahr Anzahl
der Bezugsrechte
Ausstehende Optionen per 1. Januar
433.350
348.950
Unverfallbare Optionen per 1. Januar
0
0
Zugänge
20.000
0
Gewährte Optionen
202.900
166.300
Ausgeübte Optionen
0
0
Verfallene Optionen
20.900
81.900
Ausübbare Optionen
0
0
Ausstehende Optionen per 31. Dezember
635.350
433.350
Gesamtvolumen des Optionsprogramms
657.225
730.250

2010 Anzahl der
Bezugsrechte
Vorjahr Anzahl
der Bezugsrechte
Noch verfügbare Optionen per 31. Dezember
21.875
296.900
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen
Geschäfte zu nahestehenden Unternehmen und Personen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen wurden, sind im
Berichtszeitraum nicht erfolgt.
Die Gesamtbezüge des Vorstandes und des Aufsichtsrates entwickelten sich wie folgt:
2010
TEUR
Vorjahr
TEUR
Bezüge des Vorstandes (aktive Vorstände)
1.021
1.052
Bezüge des Aufsichtsrates
71
71
1.092
1.123
In den Gesamtbezügen des Vorstandes sind auch Sachbezüge enthalten, die im Wesentlichen in der Überlassung von
Dienstfahrzeugen bestehen. Die Höhe der Sachbezüge betrug im Geschäftsjahr 2010 für aktive Vorstände TEUR 52. Im Vorjahr
betrugen die Sachbezüge TEUR 55.
Die Bezüge des Aufsichtsrates werden inkl. Umsatzsteuer ausgewiesen.
Kredite an Vorstandsmitglieder
Kredite an Vorstandsmitglieder bestehen zum Stichtag nicht.
Auf die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers wird mit Verweis auf den Konzernabschluss der ZMD AG verzichtet.
Mitarbeiter
Die Entwicklung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
2010
Vorjahr
Angestellte
202
201
Gewerbliche Arbeitnehmer
31
40
Auszubildende
1
3
234
244
Vorstand
Als Vorstand sind bestellt:
Herr Thilo von Selchow (Dipl.-Kaufmann) Vorsitzender des Vorstandes der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG, Dresden
Herr Steffen Wollek (Dipl.- Kaufmann ) Vorstand für Finanzen der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG, Dresden
Herr Thilo von Selchow vertritt die Gesellschaft allein. Er ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Alle anderen
Vorstandsmitglieder vertreten die Gesellschaft entweder zusammen mit einem zweiten Vorstandsmitglied oder zusammen mit einem
Prokuristen.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
Herr Carl-Peter Forster (Dipl.-Volkswirt, Dipl.-Ing.) — Aufsichtsratsvorsitzender Group CEO der TATA Motors Group, Mumbai
Herr Prof. Dr. Ing. Gerhard Fettweis (Dr.-Ing.) Leiter des Vodafone-Stiftungslehrstuhls „Mobile Nachrichtensysteme" an der
TU Dresden
Herr Michael Fraedrich (Rechtsanwalt)
Dresden, 24. März 2011
Zentrum Mikroelektronik Dresden AG
Thilo von Selchow
Steffen Wollek
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss — bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang — unter Einbeziehung der
Buchführung und den Lagebericht der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG, Dresden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31.
Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen
handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage

der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den
Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen,
dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich
auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die
Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler
berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie
Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die
Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie
die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine
hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss zum 31. Dezember
2010 der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG, Dresden, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild
von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Berlin, den 24. März 2011
Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Scharpenberg Wirtschaftsprüfer
Rietz Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrates an die ordentliche Hauptversammlung
der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG
über das am 31.12.2010 abgelaufene Geschäftsjahr
Während der Berichtszeit hat sich der Aufsichtsrat bei insgesamt vier ordentlichen Aufsichtsratssitzungen, davon eine
Telefonkonferenz. und einer außerordentlichen telefonischen Aufsichtsratssitzung sowie regelmäßigen Gesprächen detailliert über die
Arbeit des Vorstandes sowie die Entwicklung des Unternehmens informieren können.
Der Aufsichtsrat wurde durch den Vorstand regelmäßig über die Branchensituation im Halbleitermarkt sowie deren Auswirkungen auf
das Unternehmensgeschäft informiert.
Gegenstand der Sitzungen des Aufsichtsrates sowie der Informationsgespräche waren neben den strukturellen Anderungen, wie die
Neuorganisation der ZMD America, Inc. und die Umsetzung des WPAN Teams aus dem Bereich RF Design in die BLs Medical und
Standard Components auch die Gründung der Niederlassung Seoul (Korea). Mit der Gründung der koreanischen Niederlassung neben
den bereits bestehenden Vertretungen in Asien soll dem starken Wachstumspotential der Region Rechnung getragen werden.
Einen weiteren Schwerpunkt der Beratungen des Aufsichtsrates mit dem Vorstand bildeten die Umsetzung und Weiterentwicklung der
Roadmap im Bereich Power Management. Hier konnten die strategisch wichtigen Partner Fairchild und Power One gewonnen werden,
Die zukünftigen Hauptproduktlinien sind neben dem digitalen Powermanagement, LED (zunächst als Handelsware), ADC und SSC
(bereits vorhanden), IBS (in der Entwicklung) und ASIC's.
Im Bereich Procurement wurde alternativ der weltgrösste Waferhersteller TSMC vertraglich langfristig (10 Jahre) gebunden. sowie für
Packaging- und Test qualifiziert.
Der Vorstand evaluiert die verschiedenen Varianten zur Refinanzierung des Mezzanine-Darlehens. Wichtige Rahmenbedingungen
müssen auch von den Gesellschaftern geschaffen werden, In Vorbereitung auf die anstehenden Maßnahmen wurde die Kapitalrücklage
in eine freie Kapitalrücklage umgewandelt, Auch wurde der Aktienrückkauf von eigenen Aktien der ZMD AG von der Global Asic GmbH
i.H,v, bis zu 28mio Euro in der Hauptversammlung am 1. Dezember 2010 beschlossen. Der Gesellschafter Global Asic soll sich
verpflichten keine neuen Darlehen von ZMD AG zu verlangen. Ein Aktienrückkauf i.H.v. 5.099.800,- {430.000 Stück) wurde
durchgeführt,
Alle Aufsichtsratsmitglieder haben ihre Anwesenheitspflicht entsprechend der Richtlinie des Deutschen Corporate Governance Codex
erfüllt.
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der ZMD AG sowie der Konzernabschluss der ZMD AG nebst den jeweiligen
Lageberichten und dem Abhängigkeitsbericht über das am 31. Dezember 2010 abgelaufene Geschäftsjahr ist unter Einbeziehung der
Gesellschaft von der Deloitte & Tauche GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Berlin geprüft worden.
Diese hat am 24. März 2011 den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Die Berichte lagen dem Aufsichtsrat vor.
Bestätigungsvermerk des Wirtschaftsprüfers zum Abhängigkeitsbericht
Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1.
die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind,
2.
bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.
Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss der ZMD AG sowie den Konzernabschluss der ZMD AG nebst den
jeweiligen Lageberichten, dem Abhängigkeitsbericht und den Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den
Prüfungsbericht des Abschlussprüfers geprüft und erörtert. An diesen Beratungen hat der Abschlussprüfer teilgenommen.
Der Aufsichtsrat hat keine Einwendungen erhoben und den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und die Schlusserklärung des
Abhängigkeitsberichts sowie das Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer gebilligt.
Demnach sind der Jahresabschluss der Gesellschaft sowie der Konzernabschluss per 31. Dezember 2011 festgestellt
Dem Vorschlag des Vorstandes über die Verwendung des Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat an.
Der Aufsichtsrat
Zentrum Mikroelektronik Dresden AG
Carl-Peter Forster Aufsichtsratsvorsitzender
Zu Punkt 1 der Tagesordnung:
Vorlage des festgestellten Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2010 der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG nebst
Lagebericht sowie des Konzernabschlusses der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG für das Geschäftsjahr 2010 nebst
Konzernlagebericht sowie des Berichts des Aufsichtsrats.
In der Hauptversammlung wurden der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010 der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG nebst
Lagebericht sowie der Konzernabschluss der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG für das Geschäftsjahr 2010 nebst
Konzernlagebericht sowie der Bericht des Aufsichtsrates über das Geschäftsjahr 2010 vorgelegt. Die Vorlagen und die Berichte sind in
ihrer gedruckten Fassung dieser Niederschrift als Anlage 2, 3, und 4 beigefügt.
Die Versammlungsleiterin stellt hierzu fest, dass
der Jahresabschluss nebst Lagebericht und der Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht vom Vorstand aufgestellt und
vom Aufsichtsrat der Gesellschaft gebilligt und damit festgestellt wurden (§ 172 S. 1 AktG),
der Jahresabschluss nebst Lagebericht und der Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht sowie der Bericht des
Aufsichtsrates von der Einberufung der Hauptversammlung an in den Geschäftsräumen der Gesellschaft ausgelegen haben (§
175 Abs. (2) Satz 1 AktG), den Aktionären auf Wunsch übersandt worden sind (§ 175 Abs. (2) Satz 2 AktG) und während der
gesamten Dauer der heutigen Hauptversammlung ausgelegen haben;
der Jahresabschluss nebst Lagebericht und der Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht mit dem uneingeschränkten
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers, der Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, versehen
sind (§ 316 Abs. (1) HGB).
Die Verlesung der Vorlagen wurde nicht verlangt. Anträge zur Beschlussfassung wurden nicht gestellt.
Zu Punkt 3 der Tagesordnung:
Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2010
Die Versammlungsleiterin stellte den Vorschlag der Verwaltung, den Mitgliedern des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2010 Entlastung
zu erteilen, zur Abstimmung.
Die Versammlungsleiterin stellte fest, dass die Aktionärin/der Aktionärsvertreter Global ASIC GmbH an dieser Abstimmung nicht
teilnehmen kann, § 136 AktG.
Die Hauptversammlung fasste sodann in der von der Versammlungsleiterin bestimmten Abstimmungsart einstimmig, ohne
Gegenstimmen und ohne Stimmenthaltungen, unter Berücksichtigung des Stimmverbots der Global ASIC GmbH, den Beschluss wie
vorgeschlagen.
Die Versammlungsleiterin gab das Abstimmungsergebnis bekannt und stellte fest, dass die Hauptversammlung der Entlastung der
Mitglieder des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2010 einstimmig zugestimmt hat.
Zu Punkt 4 der Tagesordnung:
Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2010
Die Versammlungsleiterin stellte den Vorschlag der Verwaltung zur Abstimmung, den Mitgliedern des Aufsichtsrates für das
Geschäftsjahr 2010 Entlastung zu erteilen.
Die Hauptversammlung fasste sodann in der von der Versammlungsleiterin bestimmten Abstimmungsart einstimmig, ohne
Gegenstimmen und ohne Stimmenthaltungen, den Beschluss wie vorgeschlagen.

Die Versammlungsleiterin gab das Abstimmungsergebnis bekannt und stellte fest, dass die Hauptversammlung der Entlastung der
Mitglieder des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2010 einstimmig zugestimmt hat.
Zu Punkt 5 der Tagesordnung:
Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2011