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Universität Leipzig
Theologische Fakultät
STAATSBETRIEB IMMOBILIEN-
UND BAUMANAGEMENT
SIB

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Nutzung
Die Theologische Fakultät ist so alt wie die Uni
versität Leipzig. Beide wurden 1409 gegründet.
In den letzten Jahren musste die Fakultät
mehrfach in Interims umziehen. Durch die Sa
nierung des repräsentativen Gebäudes an der
Beethovenstraße fand die Theologische Fakul
tät einen dauerhaften Sitz, der adäquate Be
dingungen für den Lehrbetrieb bietet.
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Geschichte
Das Gebäude an der Ecke Beethovenstraße 25
und Ferdinand-Rhode-Straße in Leipzig wurde
1925–1926 nach einem Entwurf des Architekten
Max Steinmüller erbaut. Es wurde als Verwa
tungsgebäude des Verbandes Deutscher Vered
lungsanstalten für baumwollene Gewebe e. V.
konzipiert und ist heute als Kulturdenkmal in
der Denkmalliste der Stadt Leipzig eingetragen.
In den Jahren 1944/45 wurden die oberen Ge
schosse durch Kriegseinwirkung bis einschließ
lich der Decke über dem zweiten Obergeschoss
teilzerstört und 1945 wiederaufgebaut und in
stand gesetzt.
Bis zum Sanierungsbeginn wurde das Haus
durch die Landesuntersuchungsanstalt genutzt.
Für die neue Nutzung des Gebäudes mussten
daher die umfangreichen Laboreinbauten zu
rückgebaut und entsorgt werden.
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Baudurchführung
Das Haus ist ein Eckgebäude mit zwei Treppen
häusern. Das repräsentative Haupttreppenhaus 1
endete im dritten Obergeschoss. Um den gefor
derten zweiten baulichen Rettungsweg in das
vierte und fünfte Obergeschoss herzustellen
wurde der Treppenlauf verlängert. Dadurch wur
de auch der Zugang zur Lüftungszentrale und zu
den Technikräumen im Dachgeschoss neu her
gestellt. Das verlängerte Treppenhaus wurde
dem historischen angepasst und mit Granitbelag
sowie einem Nachbau des vorhandenen Holzge
länders ausgestattet.
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Die Außenabdichtung des Gebäudes erfolgte im
Gehwegbereich mit Verbau. Auf Grund der
schwierigen Bodenverhältnisse konnte die Ab
dichtung nur abschnittsweise im sogenannten
Pilgerschrittverfahren durchgeführt werden, was
eine längere Bauzeit zur Folge hatte.
Die Pla
nung sah vor, im Keller überwiegend Technik-
und Lagerflächen unterzubringen. Während der
Sanierung des Fußbodens kam es zu einem
massiven Grundwassereinbruch in Folge eines
Starkregens. Da das Gebäude in einem hoch
wassergefährdeten Gebiet steht, wurden die
Technikräume im Dachboden untergebracht.
Die Fassade befand sich in einem guten Zustand,
der Putz wurde in Stand gesetzt und der An
strich überholt. Das Dach wurde nach der Zer
störung im Krieg aus Beton errichtet. Somit
musste die Dacheindeckung erneuert und eine
Dämmung aufgebracht werden.
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Im fünften Obergeschoss wurden die Dachgau
benfenster vergrößert. Die Räume bieten durch
ihre neue Helligkeit bessere Arbeitsbedingungen.
Durch die neue universitäre Nutzung mussten
im Gebäude Seminarräume und ein Hörsaal ge
plant werden. Im ersten Obergeschoss entstand
ein Hörsaal mit rund 98 Quadratmetern. In den
darüber liegenden Etagen 2 bis 4 befinden sich
nun Seminarräume. Durch die neue Nutzung er
füllten die vorhandenen Decken nicht die Anfor
derungen an die notwendige Verkehrslast. Die
alten Ackermanndecken in diesen Bereichen ein
schließlich der Flure (Rettungswege) wurden
abgebrochen und durch neue ersetzt – dieser
Prozess gestaltete sich logistisch aufwendig.
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Eine weitere Herausforderung waren die holzver
täfelten Räume in der ersten Etage. Der vorhan
dene Stuck und die Holzvertäfelungen wurden
fachgerecht aufgearbeitet oder wiederhergestellt.
Im zweiten Obergeschoss ist in dem großen Eck
zimmer ein Andachtsraum vorgesehen.
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Die Deckengestaltung und die Integration von
Kunst am Bau waren eine weitere Herausfor
derung. Der Diplomglasgestalter Günter Grohs
entwarf bunte Glaselemente, welche vor die
Fenster des Andachtsraumes installiert wurden.
Durch den wechselnden Lichteinfall und einem
Beleuchtungskonzept ergeben sich dadurch
ständig neue Eindrücke.
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Die Entwässerung des Gebäudes (die gesamten
Schmutzwasserleitungen) befanden sich unter
halb der Bodenplatte. Im Zusammenhang mit
der Erneuerung der Außenanlagen wurde die
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Außenanlagen
Die im Hof befindlichen alten Gebäude (Gara
gen, Lager etc.) wurden im Zuge der Baumaß
nahme abgebrochen. Gemäß den denkmal
schutzrechtlichen Anforderungen erfolgte eine
Teilrekonstruktion der historischen Einfriedung
im Bereich Beethovenstraße. Es wurden PKW-
Stellflächen und Fahrradbügel sowie eine E-Lade
station angeordnet sowie großzügige Grün
flächen und eine Sitzecke angelegt.
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Entwässerung außerhalb des Gebäudes verlegt.
Die WC-Anlagen wurden zum Teil neu geordnet
und dem Bedarf angepasst. Im Erdgeschoss be
findet sich nunmehr ein barrierefreies WC. Auf
jeder Etage wurde eine Teeküche angeordnet.
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Im Hörsaal des ersten Obergeschosses ist zur Si
cherstellung der benötigten Raumanforderungen
an Luftqualität und Raumtemperatur eine raum
lufttechnische Anlage integriert. Der vorhandene
Aufzug wurde erneuert, die Kabinengrundfläche
wurde jedoch beibehalten. Die Anlage wurde den
aktuellen Regeln des Brandschutzes und den Si
cherheitsanforderungen angepasst. Der Aufzug
gewährleistet nun den barrierefreien Zugang zu
den Etagen und ist von außen über eine Rampe
vor dem Haupteingang erreichbar.
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Bauherr
Freistaat Sachsen
Sächsisches Staatsministerium der Finanzen
Staatsminister Hartmut Vorjohann
Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement
Kaufmännischer Geschäftsführer, Oliver Gaber
Technischer Geschäftsführer, Volker Kylau
SIB Niederlassung Leipzig II
Niederlassungsleiterin, Petra Förster
Projektleitung
Ingo Fischer, Ramona Alicke
Betriebstechnik
Mechthild Arlitt
Ingenieurbau
Christiane Sachse
Planungsbeteiligte
Architekt
Eßmann Gärtner Nieper Architekten GbR, Leipzig
Tragwerksplaner
Bauplanung Erler, Leipzig
Prüfung Standsicherheit
Dipl.-Ing. Steffen Brandtner, Leipzig
Elektroplaner
IBA Planung GmbH, Borsdorf
HLS-Planer
Ingenieurbüro Scheibner, Schkeuditz
Aufzugsplaner
LIFTplan Ingenieurgesellschaft mbH, Grimma
Brandschutz
FPC Fire Protection GmbH, Altenburg
Brandschutz-Prüfer
Brandschutz Consult, Leipzig
SiGeKo
Ingenieurbüro Jürgen Höbig, Borna
Landschaftsplaner
Freiraumkonzepte, Bad Lausick
Planungskenndaten
Genehmigung EW-Bau: April 2014
Baubeginn: September 2017
Fertigstellung gesamte Baumaßnahme: August 2020
Genehmigte Gesamtbaukosten: 6.527.330 Euro
NF 1-6: 1.603 qm / NF 7: 129 qm / NF 1-7: 1.732 qm
Bruttogrundfläche: 3.709 m
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Bruttorauminhalt: 12.547 m
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Diese Maßnahme wird finanziert durch Steuermittel auf der Grund
lage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
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Herausgeber
Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement
Wilhelm-Buck-Straße 4, 01097 Dresden
www.sib.sachsen.de
im Auftrag des Freistaats Sachsen,
Sächsisches Staatsministerium der Finanzen
Redaktion
SIB Niederlassung Leipzig II
Fotografie
Steffen Junghans, Leipzig
Gestaltung, Lithografie und Druck
Sabine Klemm
Mediengestaltung / Medienproduktion, Leipzig
Redaktionsschluss
Januar 2021
Auflagenhöhe
500 Stück
Bezug
Diese Druckschrift kann kostenfrei bezogen werden bei:
SIB Niederlassung Leipzig II
Tieckstraße 2
04275 Leipzig
Telefon: +49 341 2175 0
Telefax: +49 341 2175 222
Email:
poststelle-l2@sib.smf.sachsen.de
Verteilerhinweis
Diese Informationsschrift wird von der Sächsischen Staats
regierung im Rahmen ihrer verfassungsmäßigen Verpflich
tung zur Information der Öffentlichkeit herausgegeben.
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das Einlegen, Aufdrucken oder Aufkleben parteipolitischer
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Weitergabe an Dritte zur Verwendung bei der Wahlwerbung.
Auch ohne zeitlichen Bezug zu einer bevorstehenden Wahl
darf die vorliegende Druckschrift nicht so verwendet
werden, dass dies als Parteinahme des Herausgebers zu
Gunsten einzelner politischer Gruppen verstanden werden
könnte.
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Diese Beschränkungen gelten unabhängig vom Vertriebs
weg, also unabhängig davon, auf welchem Wege und in
welcher Anzahl die Informationsschrift dem Empfänger
zugegangen ist. Erlaubt ist jedoch den Parteien, diese
Infor mationsschrift zur Unterrichtung ihrer Mitglieder zu
verwenden.
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Copyright
Diese Veröffentlichung ist urheberrechtlich geschützt. Alle
Rechte, auch die es Nachdrucks von Auszügen und der
foto mechanischen Wiedergabe, sind dem Herausgeber vor
behalten.
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Bildunterschriften
Umschlag – Andachtsraum
1 – Ehemaliges Direktorenzimmer
2 – Scheinkamin im Foyer
3 – Außenansicht mit Haupteingang
4 – Flur im ersten Obergeschoss
5 – Bleiglasfenster im Haupttreppenhaus
6 – Haupttreppenhaus
7 – Hörsaal in der ersten Etage