image
image
image
image
image
image
image
image
image
Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden
Bauliches Entwicklungskonzept 2020
Planungsanlass und Vorgehensweise
Die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden wurde im Jahr 1992 gegrün-
det und ist mit über 5.400 Studierenden die zweitgrößte Hochschuleinrichtung der säch-
sischen Landeshauptstadt. Seit ihrer Gründung hat die HTW Dresden sowohl inhaltlich
in Lehre und Forschung als auch bezüglich der Studenten- und Mitarbeiterzahlen eine
bemerkenswerte Entwicklung vollzogen. Die Anzahl der Fakultäten stieg von ursprünglich
sechs Fachbereichen mit 15 Studiengängen auf heute acht Fakultäten mit 42 Studien-
gängen an. Auch die Bedeutung der Drittmittelforschung nahm stark zu. Dies hat zu einer
deutlichen Ausweitung des Flächenbedarfs und zu neuen Anforderungen an Art, Größe
und Ausstattung der Räumlichkeiten geführt.
In den vergangenen Jahren hat der Freistaat Sachsen erhebliche Anstrengungen unter-
nommen, um den Gebäudebestand der HTW Dresden an den beiden Hochschulstand-
orten Dresden-City und Pillnitz dem wachsenden und veränderten Bedarf anzupassen.
Neben der Sanierung und Modernisierung aller maßgeblichen Bestandsgebäude wurden
verschiedene Neubauten errichtet. Das Laborgebäude und die Bibliothek am City-Campus
und das Hörsaalgebäude in Pillnitz sind Ergebnisse dieses Entwicklungsprozesses und
belegen neben ihrer funktionalen Bedeutung für die Hochschule den hohen architekto-
nischen Anspruch des Freistaates beim Ausbau der Bildungslandschaft.
Trotz dieser positiven Bilanz ist festzuhalten, dass zum Einen in fast allen Fakultäten
deutliche Flächendefizite (gemessen an der Zahl der Studierenden) bestehen, zum Ande-
ren sowohl bezüglich der Nutzbarkeit einzelner Raumgruppen als auch ihrer funktionalen
Zuordnung zu den einzelnen Fakultäten deutliche Mängel den Lehr- und Forschungsbe-
trieb beeinträchtigen. Alle räumlichen Reserven sind ausgeschöpft, so dass praktisch kein
Spielraum für zielführende Veränderungen im Bestand besteht.
Da sich die Studentenzahl bis 2020 nicht wesentlich verändern wird, ist es erforderlich,
die bauliche Entwicklung soweit vorauszudenken, dass die HTW Dresden ihren anerkannt
hohen Qualitätsstandard halten und weiter ausbauen kann, um sich in der Konkurrenz
der Hochschulstandorte nachhaltig zu behaupten. Damit ist die Aufgabenstellung für die
bauliche Entwicklungskonzeption umschrieben:
Analyse der Bestandssituation mit Identifikation von quantitativen und qualitativen
Defiziten
und Potenzialen
Erarbeitung und Abstimmung eines tragfähigen Mengengerüstes des Flächenbe-
darfs bis zum Jahr 2020
Entwicklung eines der Bedarfslage entsprechenden baulich-funktionalen Rahmens
mit Sicherung von Entwicklungspotenzialen über den Planungshorizont 2020 hi-
naus
Entwicklung und Abstimmung einer Umsetzungsstrategie, die Prioritäten und Rei-
henfolgen der baulichen und organisatorischen Maßnahmen benennt
Angesichts der Unwägbarkeiten im Landeshaushalt sind keine Festlegungen bezüglich
des Zeitpunktes von Investitionen möglich. Daher muss die Entwicklungskonzeption zwei
wesentliche Aufgaben erfüllen:
Sie muss nachvollziehbar ableiten, welcher Aufwand kurz- und mittelfristig erfor-
derlich ist, damit die HTW Dresden die ihr zugewiesenen Aufgaben in Lehre und
Forschung erfüllen kann.
Sie muss die bauliche Entwicklung soweit vorbereiten und abstimmen, dass eine
zügige Planung und Umsetzung baulicher Maßnahmen im Konsens zwischen HTW
Dresden, Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) und Staatsmini-
sterium für Finanzen (SMF) möglich ist, sobald die entsprechenden Haushaltsmittel
verfügbar sind.
Die nunmehr vorliegende Entwicklungskonzeption wurde in enger Zusammenarbeit mit
der Hochschulleitung und den acht Fakultäten erarbeitet, um eine möglichst praxisnahe
Sicht der Situation mit ihren Problemen, Potenzialen
und künftigen Herausforderungen
abbilden zu können. Sowohl das Sächsische Immobilien- und Baumanagement (SIB) als
später mit der baulichen Umsetzung betrauter Staatsbetrieb als auch die beiden zustän-
digen Ministerien (SMWK und SMF) waren in der Lenkungsgruppe vertreten, die bei al-
len wesentlichen Fragestellungen der baulichen Entwicklungskonzeption Orientierungen
gab. Das Ergebnis kann somit als gemeinsame Willensbekundung von SIB, SMWK, SMF
und HTW Dresden verstanden werden.
Campus Pillnitz
Campus Dresden-City
Flächenbilanz Campus Dresden-City
Der Flächenbilanz für den City-Campus liegen
folgende bauliche Maßnahmen zugrunde:
Neubaumaßnahmen:
Stufe 1: Kfz-Technikum (im Bau)
Stufe 2: Universalgebäude
Rückbaumaßnahmen:
Stufe 1: G-, I- und E-Gebäude,
Teilabriss H-Gebäude
Stufe 2: A-, W-, T- und H-Gebäude
Flächenbestand
30.330 m2
Flächenbedarf
37.870 m2
Flächendefizit
7.540 m2
geplante Neubaumaßnahmen
12.710 m2
geplante Abrissmaßnahmen
6.580 m2
geplanter Flächenzuwachs
6.130 m2
Flächenbilanz Campus Pillnitz
Der Flächenbilanz für den Campus Pillnitz liegen
folgende Neubaumaßnahmen zugrunde:
Erweiterungsbau Pillnitzer Platz und
Umbau/Erweiterung Technikscheune
Flächenbestand
4.400 m2
Flächenbedarf
5.475 m2
Flächendefizit
1.075 m2
geplanter Flächenzuwachs
920 m2
Herausgeber
Staatsbetrieb
Sächsisches Immobilien- und Baumanagement
Redaktion, Gestaltung und Satz
GRAS * Gruppe Architektur
&
Stadtplanung
Bildnachweis
Titelbild: SIB, Scholich
Luftbild Pillnitz: HTW Dresden, Prof. Wild
Sonstiges: Bildarchiv HTW Dresden und GRAS
Druck
Druckerei Thieme, Meißen
Redaktionsschluss
Mai 2013
Diese Druckschrift kann kostenfrei bezogen
werden bei:
Staatsbetrieb
Sächsisches Immobilien- und Baumanagement
Niederlassung Dresden II
Ostra-Allee 23, 01067 Dresden
Telefon: +49 351 4735 90
Telefax: +49 351 4735 505
E-Mail: poststelle@sib-d2.smf.sachsen.de
www.sib.sachsen.de
Verteilerhinweis
Diese Informationsschrift wird von der Sächsi-
schen Staatsregierung im Rahmen ihrer verfas-
sungsmäßigen Verpflichtung zur Information der
Öff entlichkeit herausgegeben. Sie darf weder von
Parteien noch von deren Kandidaten oder Helfern
im Zeitraum von sechs Monaten vor einer Wahl
zum Zwecke der Wahlwerbung verwendet werden.
Dies gilt für alle Wahlen. Missbräuchlich ist insbe-
sondere die Verteilung auf Wahlveranstaltungen,
an Informationsständen der Parteien sowie das
Einlegen, Aufdrucken oder Aufkleben parteipoliti-
scher Informationen oder Werbemittel. Untersagt
ist auch die Weitergabe an Dritte zur Verwendung
bei der Wahlwerbung. Auch ohne zeitlichen Bezug
zu einer bevorstehenden Wahl darf die vorliegen-
de Druckschrift nicht so verwendet werden, dass
dies als Parteinahme des Herausgebers zu Gunsten
einzelner politischer Gruppen verstanden werden
könnte. Diese Beschränkungen gelten unabhängig
vom Vertriebsweg, also unabhängig davon, auf wel-
chem Wege und in welcher Anzahl diese Informati-
onsschrift dem Empfänger zugegangen ist. Erlaubt
ist jedoch den Parteien, diese Informationsschrift
zur Unterrichtung ihrer Mitglieder zu verwenden.
Copyright
Diese Veröffentlichung ist urheberrechtlich ge-
schützt. Alle Rechte, auch die des Nachdruckes von
Auszügen und der fotomechanischen Wiedergabe,
sind dem Herausgeber vorbehalten.
Flyer HTW_130626_endgültige Version.indd 1-4
Flyer HTW_130626_endgültige Version.indd 1-4
04.07.2013 13:18:31
04.07.2013 13:18:31
Prozessfarbe Cyan
Prozessfarbe CyanProzessfarbe MagentaProzessfarbe Gelb
Prozessfarbe GelbProzessfarbe
SchwarzPANTONE 877 C

image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
Situation und Handlungsbedarf
Am Zentralstandort der HTW Dresden am Friedrich-List-Platz, in
unmittelbarer Nähe zu Hauptbahnhof, Innenstadt und TU Dresden,
sind sieben der acht Fakultäten sowie die zentralen Einrichtungen
und die Verwaltung auf einem kompakt zusammenhängenden
Gelände untergebracht. Die an der Hochschulstraße gelegenen
denkmalgeschützten Hauptgebäude stammen aus den 1950er
Jahren. Das markante Zentralgebäude mit dem vorgelagerten
grünen Friedrich-List-Platz bildet den Auftakt zum Campus. Über
die Hochschulstraße besteht eine direkte Verbindungsachse zum
nahe gelegenen Campus der TU Dresden, die allerdings bisher
– mit Ausnahme der Mensa Reichenbachstraße - nicht mit hoch-
schulnahen Einrichtungen besetzt ist.
Die Entwicklung des City-Campus hat sich im Wesentlichen auf
den Streifen zwischen Strehlener Straße und Schnorrstraße be-
schränkt. Südlich der Schnorrstraße befinden sich nur verschie-
dene provisorisch genutzte Gebäude, die nach Inbetriebnahme
des neuen Kfz-Technikums aufgegeben werden können. Die
Hauptgebäude der HTW Dresden innerhalb des Campus sind
weitestgehend saniert bzw. in den letzten Jahren neu errich-
tet worden. Handlungsbedarf ergibt sich hier im Wesentlichen
durch Nutzungskonflikte ausgehend von den Baustoffl aboren
im Seminargebäude sowie durch ungünstige Raumgrößen und
Raumzuordnungen. Darüber hinaus bestehen Anforderungen an
den Ausbau der technischen Infrastruktur. Generell festzuhalten
ist zudem, dass Flächenangebote für informelles Arbeiten ebenso
wie für Ausstellungen, repräsentative Anlässe und Großveranstal-
tungen nicht im erforderlichen Umfang verfügbar sind. Gerade
diese Flächen sind aber für Image, Lernklima und Außenwirkung
einer Hochschule von hoher Bedeutung.
Sanierungsbedarf ist beim Bürogebäude Andreas-Schubert-Stra-
ße sowie dem Technik- und Werkstattgebäude gegeben, wobei für
diese Gebäude die langfristige Perspektive noch nicht abschlie-
ßend geklärt ist.
Losgelöst vom Zusammenhang des City-Campus liegt das Mensa-
gebäude an der Reichenbachstraße, hier ist auch der Schwerpunkt
der Fakultät Geoinformation untergebracht. In den nächsten Jah-
ren ist eine grundlegende Sanierung der Mensa zu erwarten, im
Zuge derer auch der Verbleib der Fakultät in Frage zu stellen ist.
Trotz der optimalen Erschließung des Campus mit dem öffent-
lichen Nahverkehr muss die Versorgung der HTW Dresden mit
Stellplätzen als problematisch angesehen werden. Mit der bau-
lichen Verdichtung des Campus wird sich die Diskrepanz zwischen
Stellplatzbedarf und -angebot weiter verschärfen, so dass hier
grundsätzliche Lösungen gefunden werden müssen.
Die Freiflächen können wesentlich zur Aufenthaltsqualität und
zum Image des Campus beitragen, sind aber bisher nur punktuell
diesem Auftrag entsprechend gestaltet und nutzbar.
Zielplan Campus Dresden-City
Kernbereich
Zielplan Campus Pillnitz
Kernbereich
CAMPUS DRESDEN-CITY
Gebäudebestand Campus Dresden-City
Z Zentralgebäude
S Seminargebäude
N
Laborgebäude Natur- und
Ingenieurwissenschaften
B Bibliothek
T Technikgebäude
F
Fahrzeug- und Lagerhalle
W Modellwerkstatt
A Bürogebäude A.-Schubert-Str.
L Laborgebäude Schnorrstraße
M Mensa Reichenbachstraße
G Lehrgebäude Fahrzeugtechnik
H Lehrgebäude Schnorrstraße
E Steinhaus
K Kfz-Technikum
Neubau nach 1995
Umbau/Sanierung nach 1995
teilsaniert/unsaniert
Abriss in Vorbereitung
im Bau
Zentralgebäude (Z)
Hochschulbibliothek (B)
Laborgebäude Andreas-Schubert-Straße (N)
Seminargebäude (S)
Fahrzeug- und Lagerhalle (F)
Laborgebäude Schnorrstraße (L)
CAMPUS PILLNITZ
Lehrgebäude Pillnitzer Platz 1 (P1)
Technikscheune Dampfschiff straße (PD1)
Werkstattgebäude (PW)
Hörsaalgebäude (PN)
Gebäudebestand Campus Pillnitz
P1
Lehrgebäude Pillnitzer Platz 1
P2 Mitschurinbau
PN Hörsaalgebäude
PW Werkstattgebäude
PL Lagerhaus
PD1
Technikzentrum - Scheune
PD2
Technikzentrum - Schauer
Neubau nach 1995
Umbau/Sanierung nach 1995
teilsaniert/unsaniert
Strategischer Ansatz
Angesichts des generellen Flächendefizits, der bestehenden Funk-
tions- und Zuordnungsmängel und fehlender Handlungsspielräu-
me im Gebäudebestand der HTW Dresden muss die Neuerrichtung
von Nutzflächen höchste Priorität haben. Ohne diese ist eine Ent-
schärfung der bestehenden Probleme und Defi zite nicht erreichbar.
Der geplante Neubau eines Universalgebäudes, für dessen Stand-
ort eine als Parkplatz genutzte Fläche östlich des Zentralgebäudes
genutzt werden kann, soll folgende Nutzungen aufnehmen:
Baustofftechnikum als Zusammenführung und Abrundung
der bisher verstreut liegenden Labore
Rechenzentrum als neuer Rahmen für die anstehende Kom-
pletterneuerung der IT-Infrastruktur der HTW Dresden
PC-Pools mit erforderlichen Mitarbeiterräumen der Fakultät
Mathematik/Informatik als gebündeltes Angebot für die Stu-
dierenden aller Fakultäten
großer (ggf. teilbarer) Hörsaal für die zunehmende Anzahl
von Großveranstaltungen
Lehrbereich der Fakultät Gestaltung mit einem Raumange-
bot, das in Größe und Zuordnung den Erfordernissen einer
integrierten und praxisnahen Designer-Ausbildung genügt
Werkstätten für die gemeinsame Nutzung durch die Fakul-
täten Bauingenieurwesen/Architektur und Gestaltung
Flächenpool für Drittmittelforscher
Damit wird neben den funktionalen Entfl echtungsmöglichkeiten
und der Bereitstellung bisher fehlender Flächen die Voraussetzung
dafür geschaffen, dass die Fakultäten im Bestand so neu geordnet
werden, dass Arbeitsabläufe und organisatorische Zusammen-
hänge deutlich verbessert werden können.
Die HTW Dresden erhält mit dem Neubauvorhaben an prominenter
Stelle die einmalige Chance, ihre gestalterische und technolo-
gische Kompetenz zu demonstrieren. Aus diesem Grund sollte ein
Entwurf zur Realisierung kommen, der höchsten Ansprüchen an
Gestaltung, Funktionalität und Nachhaltigkeit genügt und sich in
das Denkmalensemble einfügt. Nach Inbetriebnahme des Univer-
salgebäudes und erfolgter Neuordnung ist der Gebäudebestand
der HTW Dresden durch Abriss der längerfristig nicht mehr nutz-
baren Gebäude zu bereinigen. Mit diesem letzten Schritt wird die
Übereinstimmung zwischen Flächenbedarf und Flächenverfüg-
barkeit im Rahmen des abgestimmten Mengengerüsts gesichert.
Die Freiräume innerhalb des Campus sollen so qualifiziert werden,
dass sie insbesondere in den Höfen attraktive Angebote für infor-
melle Begegnungen und Pausenaufenthalt darstellen. Die dafür
notwendigen Flächen werden dadurch gesichert, dass die Anzahl
der PKW-Stellplätze im Campus minimiert wird. Der notwendige
Stellplatzbedarf soll durch eine Vereinbarung zur Mitnutzung der
am Bahndamm gelegenen Stadion-Stellplätze abgedeckt werden.
Im Zuge der weiteren Entwicklung besteht die Option, die zen-
tralen Werkstätten und den Technikbereich in einem Neubau auf
der Rückbaufläche des Bürogebäudes Andreas-Schubert-Straße
zusammenzufassen. Als langfristige strategische Reservefl äche
wird die Brachfläche zwischen Gutzkow- und Franklinstraße in die
Entwicklungskonzeption einbezogen. Als Interimsnutzung bis zu
einer definitiven baulichen Nutzung für die HTW Dresden bietet
sich hier eine einfache und kostengünstig gestaltete Sportfl äche
an. Zudem sollten eventuell künftig verfügbare Flächen in unmit-
telbarer Umgebung des Campus als Reserve gesichert werden.
Situation und Handlungsbedarf
Im Jahr 1993 wurde die HTW Dresden um die Fakultät Landbau/
Landespflege am Standort Pillnitz erweitert. Der Campus liegt in
direkter Nachbarschaft zum Pillnitzer Schloss, einer touristischen
Hauptattraktion im Raum Dresden. Aus dem hohen denkmal-
pfl egerischen Schutzanspruch der Gesamtanlage und der touri-
stischen Nutzung ergeben sich maßgebliche Rahmenbedingungen
für die Entwicklung der HTW Dresden an diesem Standort.
Die Gebäude sind mit wenigen Ausnahmen hochwertig saniert,
das Hörsaalgebäude wurde 1998 neu errichtet. Die bauliche Ent-
wicklung konzentriert sich demzufolge auf den Abbau punktu-
eller Flächendefizite sowie die Behebung funktionaler Defi zite.
Handlungsbedarf besteht insbesondere bei der Bereitstellung von
Drittmittel-Arbeitsplätzen, Seminarräumen, Speziallaboren sowie
Unterstellmöglichkeiten für landwirtschaftliche Großgeräte.
Die Gebäude und Einrichtungen der „grünen“ Fakultät sind auf
mehrere Teilbereiche verteilt, die nicht unmittelbar aneinander
angrenzen. Damit stellt die fußläufige Verbindung zwischen die-
sen Teilbereichen gerade auch wegen der starken verkehrlichen
Belastung der Lohmener Straße ein besonderes Problem dar.
Große Bedeutung für die Fakultät Landbau/Landespflege haben
naturgemäß die Freiräume des Campus im unmittelbaren Umfeld
der Lehr- und Forschungseinrichtungen. Für die Umgestaltung der
Außenanlagen liegt ein Konzept vor, das die Nutzung der Flächen
für Lehrveranstaltungen und Forschungszwecke durch Weiterent-
wicklung der historischen Gartenstrukturen verbessern soll.
Entwicklungsstrategie
Das bauliche Entwicklungskonzept fokussiert auf folgende bau-
liche Maßnahmen am Campus Pillnitz:
Kurzfristige Aktivierung der vorhandenen Flächenreserven in
der Technikscheune durch Einbau von Arbeitsräumen
Bau eines Schauers für landwirtschaftliche Großgeräte im
Technikzentrum Dampfschiff straße
Neubau eines Erweiterungsbaus nördlich des Lehrgebäudes
Pillnitzer Platz für Seminarräume, Labore und Büros
Qualifi
zierung des bestehenden Raumangebots entsprechend
den jeweiligen technischen Anforderungen, Ertüchtigung
insbesondere der Laborräume im Gebäudebestand
gestalterische und funktionale Aufwertung der Freifl ächen
für Lehre und Forschung, Umsetzung des Freifl ächen-Ent-
wicklungskonzeptes der Fakultät
Gestaltung einer mit den betrieblichen Erfordernissen ver-
träglichen Durchwegung des Technikzentrums als Verbin-
dung zwischen künftigen Besucherstellplätzen und Schloss
Angesichts der sich schnell ändernden Forschungslandschaft
scheint es auch für den Campus Pillnitz angezeigt, über den ak-
tuell ablesbaren Bedarf hinaus strategische Entwicklungsreserven
sicherzustellen. Da der Campus über die dargestellten Vorhaben
hinaus keine nennenswerten baulichen Entwicklungspotenziale
aufweist, soll die ehemalige Schlossscheune südlich des Kam-
meyer-Gartens zumindest in Teilen für künftige Entwicklungen
der Fakultät reserviert werden.
Stufe 1
Stufe 2
Maßnahmen
City-Campus
Maßnahmen
Campus Pillnitz
Gebäudebestand
HTW Dresden
Neubauvorhaben
HTW Dresden
Umgebungs-
bebauung
Bestand
Neubau
Abriss
Flyer HTW_130626_endgültige Version.indd 5-8
Flyer HTW_130626_endgültige Version.indd 5-8
04.07.2013 13:18:42
04.07.2013 13:18:42
Prozessfarbe Cyan
Prozessfarbe CyanProzessfarbe MagentaProzessfarbe Gelb
Prozessfarbe GelbProzessfarbe
SchwarzPANTONE 877 C