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Herausgeber:
Staatsbetrieb
Sächsisches Immobilien- und Baumanagement
Wilhelm-Buck-Straße 4
01097 Dresden
www.sib.sachsen.de
im Auftrag des Freistaates Sachsen,
Sächsisches Staatsministerium der Finanzen
www.smf.sachsen.de
Redaktion:
SIB -Niederlassung Dresden II
Gestaltung und Satz:
Agentur Grafikladen, Dresden
Fotografie:
Prof. JörgSchöner, Dresden
Peter Horn,Stuttgart
Thomas Albrecht,Dresden
Druck:
Stoba-DruckGmbH, Lampertswalde
Redaktionsschluss:
Juni 2013
Auflage:
2.000 Stück
Bezug:
Diese Druckschrift kann kostenfrei bezogen werden bei:
Zentraler Broschürenversand der Sächsischen
Staatsregierung
Hammerweg 30, 01127 Dresden
Telefon: +49 3512103671oder +49 3512103672
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E-Mail: publikationen@sachsen.de
Diagnostisch-Internistisch-Neurologisches Zentrum
Neubau Haus 27 und Sanierung Haus 19
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden

 
Diagnostisch-Internistisch-Neurologisches Zentrum
Neubau Haus 27 und Sanierung Haus 19
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden

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3
Inhaltsverzeichnis
Grußwort des Sächsischen Staatsministers der Finanzen5
Grußwort der Sächsischen Staatsministerin für Wissenschaftund Kunst
7
Grußwort der Sächsischen Staatsministerin für Soziales undVerbraucherschutz
9
Grußwort des Medizinischen und Kaufmännischen Vorstandes
des Universitätsklinikums
10
Grußwort des Dekans der Medizinischen Fakultät
der Technischen Universität Dresden
11
Klinikkonzept
14
Wettbewerb und Planung
20
Standort und Städtebau
22
DerNeubau– Haus27
27
Gebäude undArchitektur
27
Fassade
28
Innenausbau
28
BauphysikalischesKonzept
29
Der Altbau– Haus19
32
Gebäude undArchitektur
32
Innenausbau
34
Fassade
34
BauphysikalischesKonzept
34
Kunst am Bau – Haus 27
36
Kunst am Bau – Haus 19
39
Technische Gebäudeausrüstung
40
Wasser-und Abwasser-, Feuerlöschanlagen
40
Wärmeversorgungsanlagen
40
Lufttechnische Anlagen
40
Kältetechnische Anlagen
41
DampftechnischeAnlagen
41
Starkstromtechnik
42
Schwachstromtechnik
42
Gebäudeautomation
43
Fördertechnik
43
Medizintechnik
45
Medizinische Gase
46
Baugeschehen 48
Projektdaten
50
Projektbeteiligte
51

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5
DieEntwicklung desUniversitätsklinikums
Dresden in den vergangenen 21 Jahren spiegelt
diedes Freistaates Sachseninsgesamt wider:
wirtschaftlich sehr gutaufgestellt,mit einer
großartigenErfolgsbilanzbeimAufbauseit der
WiedervereinigungDeutschlands im Jahr 1990,
herausragend in derWissenschafts-und
Forschungslandschaft positioniert undmit
Visionen für dieZukunft. Aber auchdie Heraus-
forderungensindbei beiden vergleichbar:Sowohl
diedemografischeEntwicklung alsauchdie
immer engerwerdenden finanziellen Spielräume
erfordern es neueWege zu gehen. Wir müssen
Strukturen überlegt anpassenund innovative
Strategien entwickeln, um das bisher Erreichte
zu sichern und dieZukunft zu gestalten –und
nichtnur um aufsie zu reagieren. Dies alles
sind aber keine Augenblicksentscheidungen,
sondern einständiger Prozess.
Aufeinem dieser Wege sind wirnun am Ziel
angelangt. Mit der Fertigstellung desDiagnos-
tisch-Internistisch-NeurologischenZentrums
(DINZ) stärken wir das Universitätsklinikum
Dresden und ermöglichen ihm eine weitere
erfolgreiche Entwicklung. Dies istkeineswegs
nurunter wirtschaftlichen Gesichtspunkten
zu sehen. DasDINZstellt einen bedeutenden
Eckpfeiler im GesundheitssystemOstsachsens
undweit darüber hinausdar. Bei einemKranken-
haus der Maximalversorgungist es unabdingbar,
dass diePatienten immerauf möglichst
höchstem Niveau behandelt werden: Denn die
Gesundheit istfür jedenEinzelnen einwert-
volles, durch nichts zu ersetzendesGut.
Hierfürwurde mit dem DINZeineEinrichtung
auf technisch modernstem Standgeschaffen.
Das Zentrum vereintfünf Kliniken und ein
Institut. Diesgestattet wesentlich bessere
Abläufe als in der bisherigen Pavillonstruktur
desfrühen 19. Jahrhundertsund macht das
Universitätsklinikum auch zukünftig konkur-
renzfähig. Zusammen mit dembenachbarten
OperativenZentrum sowieder Frauen- und
Kinderklinik bildet der Krankenhausbetrieb
zukünftig die neue Mittedes Uniklinikums.
Zudemsind alleNeubauten direkt miteinander
verbunden.
Zugleich stärken wir mit dem DINZdie exzellente
Dresdner Hochschulmedizin. Forschung und
Lehre werdenmit derVersorgung der Patienten
auf das Engste verknüpft. Patienten, Ärzte,
Pflegepersonal, Wissenschaftler, Studenten
undBesucherwerdenvon denkurzenWegen
undSynergieeffektenprofitieren. Dassunser
Vertrauen in die Zukunftsfähigkeitund die
Innovationskraft des Universitätsklinikums und
derMedizinischenFakultätvölligberechtigt
ist, zeigen nichtzuletzt dieherausragenden
Forschungserfolge. Diese haben dem Wissen-
schaftsstandortDresden über Sachsenund
DeutschlandhinauseineenormeStrahlkraft
verliehen.
DerWeg biszur Einweihung des DINZ warlang
undsteinigund dieunverhofftePause hateinen
langen Atemund viel Geduld bei allen Beteilig-
ten gefordert. DasDINZwar aber auch kein
einfachesVorhaben. Dieses Projektstelltdas
bislang größte Bauvorhabendes Freistaates
Sachsenfür das Universitätsklinikum dar.
DieGesamtbaukosten belaufen sich auf 140
MillionenEuro, die von Bund,Freistaat Sachsen
undUniversitätsklinikum finanziert werden.
Ichdankeallen Beteiligten–insbesondereder
Bauverwaltungund den beteiligtenPlanern und
Bauunternehmen, aber auch unserenPartnern
vom Universitätsklinikum –für ihren Einsatz
undihreKraft,diesesVorhaben zu einem
erfolgreichenAbschluss zu führen.
Prof. Dr. Georg Unland
SächsischerStaatsminister derFinanzen
Grußwort des Sächsischen
Staatsministers der Finanzen
Prof. Dr. GeorgUnland

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7
Zur Einweihung des Diagnostisch-Internistisch-
NeurologischenZentrumsdes Universitäts-
klinikums Carl Gustav Carus Dresdenübermittle
ichIhnen meinebestenGrüße undWünsche.
In denvergangenen zehnJahren konnte das
Sächsische Gesundheitssystemein eigenes
Profil mit hoher Ausstrahlungskraft entwickeln
und seine Ressourcen aufvorbildhafte Weise
neu ordnen. Dabei ist das Universitätsklinikum
Dresden zu einem Flaggschiff in der regionalen
Versorgunggeworden. Voneiner Behörde mit
Alleinvertretungsanspruch haben sich Klinikum
undFakultät zu einemgut gemanagten Medizin-
undForschungskompetenzzentrumentwickelt.
DasUniversitätsklinikum Carl Gustav Carus
Dresdenbesitzt nationaleund internationale
Reputation. Als Krankenhaus der Maximalver-
sorgungdeckt es dasgesamteSpektrumder
modernen Medizinab. MitseinerZentrenbildung,
interdisziplinärer medizinischer Versorgung und
Forschung fürPatienten istdas Dresdner Klinikum
als Kompetenzzentrum bundesweit viel beachtet.
DerHochschulmedizinstandortDresden ist
aufgrund seiner wechselvollen Geschichte vom
Johannstädter Krankenhaus zum Universitäts-
klinikum der MedizinischenFakultät Carl Gustav
Carusdurch eine vielfältigeBausubstanzgeprägt.
Insbesondereseit 1990 wurde derStandort
durch zahlreiche Neu- undUmbautenaufgewertet
undder Flächenbestand erhöht.
DieNotwendigkeit zurBereitstellung zeitgemäßer
baulich-funktionellerRahmenbedingungenergibt
sich aus der aktuellengesundheits-politischen
und der demographischenEntwicklung.
Das Universitätsklinikum und die Medizinische
Fakultät habendie anstehendenHerausforde-
rungen frühzeitig erkannt und aufgenommen.
Mitdem fortlaufenden baulichen Erneuerungs-
prozesskann diemedizinische Versorgung
kontinuierlich verbessert undausgebaut werden.
Noch bestehende strukturelle Defizite in der
Krankenversorgung werdendurch Ersatzneu-
bauten kompensiert, die nach neuesten betriebs-
organisatorischen Grundsätzen konzipiert sind.
Dieinvestive,die bauliche wieauch die
medizinische Ausstattung sind wesentliche
Voraussetzungfür dieZukunftsfähigkeit des
UniversitätsklinikumsDresden. Exzellenz und
Höchstleistungensind an Konkurrenzfähigkeit
sowie an hochwertige Umgebungsbedingungen
gebunden.
Mitder Inbetriebnahmedes Diagnostisch-
Internistisch-NeurologischenZentrums werden
sich die Untersuchungs- und Behandlungs-
möglichkeiten sowiedie Bedingungenfür die
stationäre Versorgung der Bevölkerung im
gesamten Einzugsgebiet desUniversitätskli-
nikums signifikantverbessern.
Alszukunftweisendes Großobjektvereint
dasDINZauf insgesamt etwa 23.000 Quadrat-
metern Nutzfläche dieInternistischen und
NeurologischenKliniken. Der Gebäudekomplex
gliedertsich in den Neubau mit geplanten 250
Betten undden grundlegendenUmbau und
die Sanierung des Bestandsgebäudes, Haus 19,
mit geplanten 129 und 31 Dialyseplätzen.
Mit dem DINZ ist ein technischmodernesund
medizinischzukunftweisendesZentrum,das
eine bereichsübergreifende Nutzung ver-
schiedener medizinischer Einrichtungen und
dieZusammenführung gleichartiger Aufgaben
in einer baulich-räumlichenStrukturermöglicht,
entstanden.
Für die Ärztinnenund Ärzte, Krankenschwestern
und-pfleger sowiealleanderen Beschäftigten
ergebensich spürbar verbesserteArbeits-
bedingungen.
DasErgebniskann sich sehen lassenund stellt
das Klinikum und dieMedizinische Fakultät vor
die Aufgabe, eine hervorragende bauliche
Ressourcemit einemqualitativhochwertigen,
aber gleichzeitig betriebswirtschaftlich mach-
barenKonzept zu füllen.
Den Architekten, Planern und Bauarbeitern, den
Mitarbeiterndes Staatsbetriebes Sächsisches
Immobilien-und Baumanagement sowie dem
Vorstand und den Mitarbeitern des Universitäts-
klinikumsCarlGustavCarus Dresden, möchte
ichfür diegeleistete Arbeit herzlich danken.
Für die weiterevertrauensvolle Arbeit zugunsten
derKranken wünsche ichallen Beschäftigten
viel Kraft, Gesundheit sowie Freude und
Erfüllung in ihremBeruf.
Sabine vonSchorlemer
Sächsische Staatsministerin für
Wissenschaft und Kunst
Grußwort derSächsischen
Staatsministerin für
Wissenschaft und Kunst
Sabine vonSchorlemer

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9
Investitionen in die Zukunftdes Universitäts-
klinikums Carl Gustav Carus Dresden und in eine
weiterhin optimale medizinische Versorgung
unsererBevölkerung angelegt sind.
VomUniversitätsklinikum Carl Gustav Carus
Dresden profitieren nicht nur die Patientinnen
undPatienten. Junge Menschen erhalten hier
eine hochwertigeund qualifizierteAusbildung.
Dieser Aspekt darf nichtunerwähntbleiben,
denn Sie gebenjungenMenschen in unserem
Freistaat eine Zukunftund sicherndamitzugleich
denleistungsfähigen und innovativenGesund-
heitsstandortSachsen.
DieInbetriebnahme eines so umfangreichen
Gebäudekomplexesist füralleBeteiligtenein
besonderer Grund froh zu sein, diese Wegstrecke
bewältigt zu haben.
Mein Dank gilt heuteallen,die mit derVorbe-
reitung, Planung, Steuerung und Realisierung
desProjektes zu tun hatten. Er gilt allen
Beschäftigten–den Ärztinnenund Ärzten,
denKrankenschwesternund –pflegern,dem
technischenPersonalund allen am Prozess
Beteiligten. Sie erfüllen dasKlinikum mit Leben,
gebenIhr Bestes zumWohle unsererPatientinnen
undPatienten underarbeiten täglich den
gutenRuf Ihrer Klinik.
DafürmeinenRespekt,meine Anerkennung
undmeinenDank.
ChristineClauß
Staatsministerin fürSozialesund
Verbraucherschutz
Mit dem Diagnostisch-Internistisch-Neuro-
logischen Zentrum wird einweiterer Meilen-
stein in der Geschichte des Universitätsklinikum
Carl Gustav Carus Dresden gesetzt. Dazu
übermittle ichIhnen meineherzlichen Grüße.
DasUniversitätsklinikum Carl Gustav Carus
Dresdenwar schon vieleJahrevon intensiver
Bautätigkeit gekennzeichnet. Alleinzwischen
1990 und2004wurden 500 MillionenEuro
fürdie Sanierung der denkmalgeschützten
historischen Gebäude undfür Neubautenwie
dasChirurgische Zentrum, das Kinder- und
Frauenzentrum sowie das Medizinisch Theore-
tische Zentrum investiert. Eine weitereGroß-
baumaßnahme ist das Diagnostisch-Inter-
nistisch-Neurologische Zentrum. Darin werden
nun die Bereicheder Inneren Medizin I und III,
die Neurologie, dieUrologie, dasUniversitäts-
Krebszentrum und das Universitäts-Gefäß-
zentrumihreneue Heimat finden. Eininter-
disziplinäres Ambulanzzentrumund eine
Tagesklinik sollen von deneinzelnen Kliniken
gemeinsamgenutzt werden. Die Abteilungen
Anästhesiologie,Endoskopie,Funktionsdiag-
nostik undRadiologie in dem Haus schaffen
dieVoraussetzungenfür eine fortschrittliche
Diagnostik undTherapie. Auch diePflegesta-
tionen sind nach modernen Gesichtspunkten
eingerichtet,die sicher die Heilungs- und
Genesungsprozesseder Patientinnen und
Patientenpositiv beeinflussen werden. Die
zeitgemäßen Arbeitsbedingungenfür die
Beschäftigten fandenebenso ihreUmsetzung.
Aufeinen Nenner gebracht –mit demGebäude-
komplex ist einZentrum entstanden, das die
Möglichkeiten dermedizinischenBetreuung
optimiertund derMaximalversorgung im
Freistaat SachsenRechnung trägt.
Diese Investitionen sind nicht nur Investitionen
in Stein. Ichbin überzeugtdavon,dassdiese
Grußwort derSächsischen
Staatsministerin für Soziales
und Verbraucherschutz
Christine Clauß

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DasDiagnostisch-Internistisch-Neurologische
Zentrum – kurz DINZ –ist einweiterer wichtiger
Meilenstein in dererfolgreichenEntwicklung
desUniversitätsklinikumsCarlGustavCarus.
Mit dem Neubau erhält die Dresdner Hochschul-
medizinnicht nurdas größte undmodernste
Klinikgebäude Dresdens. Die Innovationen im
DINZ beschränken sich nicht alleinauf bauliche
und technische Infrastruktur einschließlich einer
hochmodernen medizintechnischen Ausstattung:
Herzstück des Neubaus ist dievöllig neu
konzipierte Organisationder Arbeitsabläufe und
des damit eng verwobenen Personaleinsatzes.
In einer mehrjährigen Vorarbeit –diesist in der
deutschenKrankenhauslandschaft einmalig –
wurdenberufsgruppenübergreifend die
Strukturen undProzesseder Nutzerdes DINZ
eingehend analysiert unddem zu erwartenden
Patientenaufkommen angepasst. DieErgebnisse
dieser systematischen Vorbereitungkommen
aber nicht nur denKliniken des Neubaus zugute,
denn gleichzeitig bildet dasBetriebskonzept
denGrundsteinfür einenklinikumsweiten
Standard. Die davon ausgehenden wirtschaft-
lichen und qualitativen Effekte verschaffen dem
Universitätsklinikum damit einen weiteren Vor-
sprung, um ungeachtet der zunehmend
schwierigen finanziellen Situation des Gesund-
heitswesens, aber auch des Freistaates
erfolgreich zu bleiben.
Mitdem Umzug in das DINZ setztdas Klinikum
seinen Wegder interdisziplinären Zusammen-
arbeit seiner Kliniken konsequent fort:Gemeinsam
genutzte Geräte und Räume schaffen betriebs-
wirtschaftlicheSynergien undsteigern Qualität,
Sicherheit,Service undWirtschaftlichkeit in der
Patientenversorgung. Dies alles geschieht nicht
nur hinter denKulissendes Krankenhausbetriebs:
Für die ambulant versorgten Patienten verkürzen
sich die Wege, eine stringenteOrganisationder
Bereiche senkt die Wartezeiten undschließlich
bietet der Neubau großzügigeund ansprechend
gestaltete Wartebereichesowieeine Cafeteria.
Das DINZ vereinigt dieMedizinischen Kliniken I
undIII,die Neurologie, dieUrologiesowiedie
Radiologie unter einem Dach. Ergänzt wird
dies durch den Einzug von Teilen der Unfall-
und Wiederherstellungschirurgie. Im Zuge des
Bauvorhabens konnte auch der benachbarte
Altbau – Haus 19 – saniert undeiner modernen
Nutzung zugeführt werden. Durch eine vier
Ebenen umfassende BrückesindAlt-und Neubau
miteinanderverbunden. Dies ist die Basis einer
intensiverenZusammenarbeit zwischen den in
Haus 19 untergebrachten operativenFächern
undden im Neubau beheimatetenKliniken für
Neurologieund innere Medizin. EinBeispiel dafür
ist die Diagnostik: Sonographie und Endoskopie
fürchirurgischeund internistische Patienten
sind künftig im DINZzentral zusammengefasst.
Ein weiteres Beispiel fürdas synergetische
Potenzialdes Neubaus und seine innovativen
Strukturen istdie Behandlung von Nierenpa-
tienten zwischen derUrologieund derNeph-
rologie. Das DINZ schafft damit Grundlagen
fürdie Etablierung eines Nierenzentrums.
Wirfreuenuns,mit demDiagnostisch-Inter-
nistisch-Neurologischen Zentrum eines der
modernsten Klinikgebäude Deutschlands in
Betriebnehmen zu könnenund knüpfendaran
hohe Erwartungen: Wirsind uns sicher,dass
unserKonzept fürdas neue Klinikzentrum einen
nachhaltigen Impuls fürdie weitere positive
Entwicklungdes Universitätsklinikumsliefert.
Prof. Dr. Michael Albrecht
Medizinischer Vorstand
Wilfried Winzer
Kaufmännischer Vorstand
Grußwort des Medizinischen
und Kaufmännischen Vorstandes
desUniversitätsklinikums

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11
Das Diagnostisch-Internistisch-Neurologische
Zentrum ist für die Dresdner Hochschulmedizin
nichtnur einMeilenstein in Bezugauf dieKranken-
versorgung. Es bietet auch exzellente Voraus-
setzungenfür Forschung undLehre am
Krankenbett.
Der im DINZbefindlichesanierteHörsaal
gewährterstmals denLehrendender Inneren
Medizin, Urologie und Neurologie die Möglich-
keit,Patienten hausintern in einerVorlesung
vorzustellen. Durch die Zusammenschaltung
mit demHörsaal im Universitäts Kinder-Frauen-
zentrum kann zudemendlich dieHörsaal-
kapazitätgeschaffenwerden, um einemgesamten
Studienjahr mit bis zu 250 Studierendendiese
Patientenvorstellungenerlebbar zu machen. Auch
die Patienten derangeschlossenenKliniken, wie
z. B. Chirurgie, Orthopädie, Kinderheilkunde
und Frauenheilkunde, sind nun trockenen Fußes
zu denLehrveranstaltungen zu geleiten.
NebenVorlesungen sind zusätzlich andere
Lehrformen wieder Unterricht am Krankenbett
und auchUntersuchungskurse durch zusätzliche
Raumkapazitätenteilweisekliniknäher realisierbar.
Mit Fertigstellung desDINZstehenfür dieLehre
drei Seminar- und vier Tutoriumsräume zur
Verfügung, dieneben deninterdisziplinären
DIPOL-Kursen auch für Unterricht am Kranken-
bett mit Praktika undUntersuchungskursen
genutzt werdenkönnen. DasverbesserteRaum-
konzept fürdie Lehre in den Klinischen Studien-
abschnitten werdeninsbesonderedie Kliniker
unterden Lehrendenaufgrundkurzer Wege
zwischen Krankenbetten undLehrräumen zu
schätzen wissen. DieNähedes Unterrichts zu
den klinischen Arbeitsplätzen wird zudemden
Zugang zu Patientenerleichtern. Die Lehre in
denDIPOL-Kursen realisiert bereits im Studium
dieinterdisziplinäreIdee der Krankenversorgung,
wiesie im DINZ nungelebtwird.
Die Forschungslaboratorien wurden im fünften
Obergeschossdes Hauses 19 mit einerNutzfläche
von etwa 560Quadratmetern untergebracht.
Dieser Forschungsverfügungsbereich besteht
aus zwei Großraumlaboren, zugeordnet jeweils
einemBereich derSicherheitsstufe 2nach
Gentechnik-Sicherheitsverordnung. DieWissen-
schaftler werden hier klinikübergreifend ihre
Forschung betreiben. Schon im Vorfeld wurden
Absprachen getroffen, um die maximalenEffekte
bei der Anordnungder so genannten Core Units
mit gemeinsamerNutzung vonteurer Groß-
technik zu erreichen. DieForschergruppen der
Kliniken solltenoptimal verlinkt werden, um
dengegenseitigen Gedankenaustausch zu
erleichternbzw. vorhandeneKooperationen
auszubauen. GroßesZiel ist es, die Translation
derForschungsergebnisseaus denLaboren in
die Behandlung der Patienten voranzutreiben –
und dafür bieten die im DINZ umgesetzten
Räume beste Voraussetzungen. Gerade die
patientennahe, translationale Forschung erfährt
beiuns soeben enorme Impulse. Daserfolg-
reiche Abschneiden im hartenWettbewerb um
diePartnerstandorte der vom Bund initiierten
und finanziell starkgeförderten Zentren
DeutscherGesundheitsforschung ermöglicht in
den in Dresden heuteexzellent aufgestellten
Forschungsbereichen Diabetes, neurodegene-
rative Erkrankungenund Onkologieeinesehr
positive Entwicklungund wird international
beachtete Ergebnisse zeitigen. Diese Themen, die
zu denForschungsschwerpunktender Fakultät
gehören, sind nun ebenso in den neuen Räumen
desDINZaktiv. Auch der dritte Schwerpunkt
Public Health wird durch bessere Möglichkeiten
für klinischeStudien und die Versorgungs-
forschung– beispielsweisedurch die enge
Kopplungvon Krankenbetten undLaboren –
gestärkt. Das allesmacht deutlich –das DINZ
istnicht irgendein Neubau, sondern letztendlich
eingelungenes Gesamtkonzept für den Dienst
an denPatienten von derAusbildungkommender
Ärzte über die Forschung bis hin zur
Krankenversorgung.
Prof. Dr. HeinzReichmann
Dekander MedizinischenFa-
kultät Carl Gustav Carus
Grußwort des Dekans
derMedizinischen Fakultät der
TechnischenUniversität Dresden

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14
Mit dem Diagnostisch-Internistisch-Neuro-
logischen Zentrum –kurzDINZ –ist ein Klinik-
komplex geschaffenworden, der nicht nurals
neue bauliche Hülle für die Altbaupavillons der
MedizinischenKlinikenIund III, der Neurologie,
derUrologieund derRöntgendiagnostik
dienen soll.
Viel wichtigerist seineFunktion alsbaulich-
funktioneller Rahmen für eineneueBetriebs-
organisation,die eine stärkere Ressourcenbe-
wirtschaftungund die Sicherstellung wirt-
schaftlicher Betriebsergebnisse deruniversitären
Krankenversorgungzum Ziel hat.
Im Jahr 2006 wurde vom Vorstand des Uni-
versitätsklinikumsdie Erarbeitung einer neuen
Betriebsorganisation beschlossen undzur
Umsetzung eine eigene Arbeitsgruppe
eingerichtet.
DieMitarbeiter wurdenunter anderem im
Intranet desKlinikums,überdie Mitarbeiter-
zeitung „Carus Intern“ sowieauf denregelmäßig
stattfindenden Klinikdirektorenkonferenzenüber
die Weiterentwicklung der Betriebsorganisation
des DINZinformiert.
Ausgangspunktfür dieneueBetriebsorganisation
im DINZ wardie Definitionund bereichsüber-
greifende Abstimmung der Soll-Geschäfts-
prozesse,die wiederum aufden gemeinsam
erarbeiteten Wertschöpfungszielen basieren,
sowiedie Ableitungder dafürnotwendigen
personellen, räumlichen und operativen
Ressourcen.
Die Wertschöpfungsziele sind einerseits
gerichtet auf die Steigerung der Zufriedenheit
von Patienten und Mitarbeiterndurch die
konsequente Ausrichtung aufdie Kernkom-
petenzen derBerufsgruppen,die Transparenz
in den Abläufensowie die Erhöhung der
Struktur- und Prozessqualität. Andererseitswird
eine Verbesserung derLeistungsfähigkeit und
Wirtschaftlichkeit angestrebt. Wichtige Teil-
ziele sind dabei die optimierte Nutzung der
Ressourcen (Räume, Materialund Personal),die
Identifizierung undAusschöpfung vonSynergien
(Interdisziplinarität), die konsequente Steuerung
der Patientenströme sowie die Modernisierung
derbetrieblichenAbläufe.
Klinikkonzept
DieseWertschöpfungsziele liefertenzugleich
Kriterien bzw. Planungsprämissen für die
Raumplanung, -aufteilung sowie–vernetzung
unter medizinischen und betriebswirt-
schaftlichen Aspekten mit Umsetzung in
diearchitektonische Gestaltungdes DINZ.
Fürdie allgemeinenGrundsätzedes neuen
Betriebskonzeptes wurdenfolgendeFest-
legungen getroffen:
Konsequente Flächen- undGe-
rätebewirtschaftung
Steuerungder Ressourcenallokation
EffizienteNutzung der Untersuchungs-und
Behandlungsräume
Trennungvon ambulanten undstationärensowie
elektiven und spontanen bzw. Notfallpatienten
Verlängerung der Regelbetriebszeit auf
10,5 Stundenpro Arbeitstag
Rund-um-Uhr-Betreuungund Behandlung
vonNotfällen
Konzentrationauf dieKernkompetenzen der
einzelnen Berufsgruppen.
DerWeg zurUmsetzung desneuen Betriebs-
konzeptes wardurch eine schrittweiseErprobung
derSoll-Prozessabläufe im laufendenBetrieb
geprägt.
Weitere wichtigeMeilensteinewaren die
Erarbeitung eines Leitfadens fürdie ambulante
Abrechnung sowie die Entwicklung eines Termin-
kalenders im Krankenhausinformationssystem
(ORBIS)als Standardvorgabe für das Univer-
sitätsklinikum.Mit derumfassendenprozess-
orientierten Betriebsorganisation sind nundie
bestenVoraussetzungen für eine erfolgreiche,
aufdie Zufriedenheit derPatienten und
Mitarbeiter gerichtete Arbeit im DINZ geschaffen
worden.
In denGeschossendes Klinikkomplexessind
nachfolgend dargestellte Kliniken, Institute und
Funktionsbereichetätig:
4. Obergeschoss:
Luftraum
Funktionsfläche
Verkehrsfläche
Sonderpflege
Pflege
Schalllabor
3. Obergeschoss:
Luftraum
Funktionsfläche
Verkehrsfläche
Pflege
2. Obergeschoss:
Luftraum
Funktionsfläche
Verkehrsfläche
Sonderpflege
Pflege
1. Obergeschoss:
Luftraum
Funktionsfläche
Verkehrsfläche
Bibliothek
Ambulanzzentrum
Verwaltung/Diensträume
Urologie OP
Sonderpflege
Funktionsdiagnostik
Anästhesiologie
Chefarztbereich
Erdgeschoss:
Funktionsfläche
Verkehrsfläche
Verwaltung/Sozialdienst
Aufnahme/Tagespflege
Endoskopie
Dialyse
Funktionsdiagnostik
Notbehandlung
Transportdienst
Serviceeinrichtungen
Radiologie
Chefarztbereich
Lehre
Abfallbeseitigung
1. Untergeschoss:
Luftraum
Funktionsfläche
Verkehrsfläche
Archiv
Personalumkleiden
Bereitschaftsdienst
Ver-/Entsorgung
Lehre
Information/Dokumentation

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Untersuchungs- und Behandlungsraum, Koloskopie
mit Endoskop
Medizinische Klinik undPoliklinikI
DieKlinik versorgt Patienten, die an Erkran-
kungender Atmungs-und Verdauungsorgane
oder bösartigen Erkrankungen(Krebs) leiden.
DerUmfangder Betreuungerstreckt sich vom
Ambulanz-, Funktions- undLaborbereichüber
dieTagesklinik hin zu denStationen. Intensiv-
stationund Notaufnahmestation werden
gemeinsammit derMedizinischenKlinik III im
Zentrum für Innere Medizinbetrieben.
Unabhängig davon, ob eineKrankheit des
Magen-Darm-Traktes,der Lungenodergar
eine Krebserkrankungden Patienten in die
Klinik führt –die Diagnostik und Behandlungs-
verfahren entsprechen modernen internati-
onalen Standards. Im Arbeitsbereich Gastro-
enterologiezählendazuneueEndoskopiever-
fahren (Magen-Darmspiegelung) wie Doppel-
ballonenteroskopie undKapselendoskopiesowie
verschiedene Methoden zur Stillung von Magen-
Darm-Blutungen. Die Pulmologie verfügtüber
umfangreiche Erfahrungen bei derBehandlung
von Patientenmit Lungenerkrankungen, beispiels-
weisemit pulmonaler Hypertonie. Daneben
betreibt die Abteilung gemeinsam mit der
Klinik fürNeurologieein modernes Laborzur
Diagnostik von Schlafapnoe-Erkrankungen.
Ein wichtiger Schwerpunktder Klinik liegt in
der Betreuungvon Krebspatienten. Das Angebot
an medikamentöser Tumortherapieumfasst
neben der klassischen Chemotherapieauch den
Einsatz von innovativen Krebsmedikamenten.
Daneben ist die Klinik auf die Durchführung
verschiedener Formen der Stammzelltrans-
plantation bei Patienten mit Leukämienoder
Lymphomen spezialisiert. Jährlich werden dabei
im benachbarten Dr.-Mildred-Scheel-Haus rund
200 Stammzelltransplantationenvorgenommen.
Die Umsetzung derumfangreichen Aufgaben
in Krankenversorgung, Forschung undLehre
ist nur durch Zusammenwirken zahlreicher
Mitarbeiter möglich. Dazu zählen 64 Ärzte
undNaturwissenschaftler, etwa 143Kranken-
schwestern und -pfleger sowie rund 63
medizinisch-technische Assistenten. Im Jahr
2011 wurden in der Klinik etwa 4500 voll- oder
teilstationäre Fälle und mehr als12000
ambulanteFälle behandelt.
Medizinische Klinik undPoliklinik I
,
Direktoren: Prof. Dr. Gerhard Ehninger/
Prof. Dr. Martin Bornhäuser
Knochendichtemessung
Medizinische Klinik undPoliklinikIII
Diabetes mellitus, Hormon- und Stoffwechsel-
störungen, Übergewicht, Bluthochdruck, Gefäß-,
Nieren-und Rheuma-Erkrankungen, Erkran-
kungendes Alters,Allgemein-, Notfall- und
Intensivmedizinumfassendas Behandlungs-
undForschungsspektrumder Medizinischen
Klinik undPoliklinik III (MK III). DieKlinik be-
handelte 2011über 2.000 Patienten stationär
und rund 24.000 ambulant. Geleistet wurde dies
von 230Mitarbeitern im ärztlichen, pflegerischen,
technischen und administrativenDienst. Mehr
als 30 in der ForschungtätigeMitarbeiter aus
20 verschiedenen Ländern unterstreichen die
internationale Bedeutung der Forschungs-
schwerpunkte der MK III.
2008 startete an der MK III einInselzell-Trans-
plantationsprogrammfür Patientenmit
kompliziertem Verlaufeines Typ-1-Diabetes.
Dresdenhat damit bundesweit das zurzeit
einzigeaktive Inselzell-Transplantationspro-
gramm. Aus einer gespendetenBauchspeichel-
drüse werden die Insulin-produzierenden Zellen
isoliert,aufwändig aufbereitet unddem Empfänger
in die Leber gespritzt. DieSpenderzellen siedeln
sich in der Leber an undbeginnen schon nach
kurzer Zeit mit derInsulinproduktion.
Die MK III gehört in der Prävention desDiabetes
mellitus Typ 2 zu den führenden Zentren
Europas. So ist dieSpezial-Station MK III – S2
das sächsische Referenzzentrum für Patienten
mit diabetischem Fußsyndrom. Mitdieser
Kompetenz sowie den Bereichen Angiologieund
Nephrologie bietet die MK III Patienten mit
diabetischenFolgeschäden eine optimale
interdisziplinärewie individuelle Behandlung.
Zumbreiten Spektrum der MK III gehören weitere
überregional anerkannte Therapieschwer-
punkte:Osteoporose (Endokrinologie), Tumore
hormonproduzierender Organe (Endokrinologie),
ErkrankungenperiphererArterienund Venen
(Angiologie/ UniversitätsGefäßCentrum – UGC),
entzündliche Erkrankungen großerBlutgefäße
(Angiologie/UGC undRheumatologie),
systemische Autoimmunerkrankungen
(Rheumatologie und Nephrologie) und –
gemeinsammit derKlinik für Urologie –das
Dresdner Nierentransplantationsprogramm
(Nephrologie).
Medizinische Klinik undPoliklinik III,
Direktor:Prof. Dr. Stefan R. Bornstein

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Ultraschalldiagnostik
Durchleuchtung (Fluoroskopie)
Klinik undPoliklinik für Neurologie
Institut undPoliklinikfür RadiologischeDiagnostik
In derKlinik und Poliklinik für Neurologie werden
Diagnostik undTherapiedes nahezu gesamten
Spektrumsneurologischer Erkrankungen
angeboten. Schwerpunkte sind hierbeidie
Behandlung von Patienten mit Schlaganfällen,
Epilepsien, entzündlichen Erkrankungendes
zentralen Nervensystems wiemultipleSklerose
oder degenerativen Erkrankungen wie Parkinson
sowie Stoffwechsel- undMuskelerkrankungen.
In derKlinik arbeiten 139Mitarbeiter,davon
36 Ärzte und wissenschaftliche Mitarbeiter,
66 Krankenschwestern sowie 38 Mitarbeiter
in der Funktionsdiagnostik und in weiteren
Berufsgruppen der Klinikbereiche. Im Jahr 2012
wurden 3000 Patienten stationär und fast
5.000 Patienten ambulant behandelt. Bei
den vierhäufigsten DiagnosenSchlaganfall,
Epilepsie, Morbus Parkinson und zerebrale
transitorische Ischämiekamen zunehmend
neue Verfahren zumEinsatz, wie etwa Katheter-
Dilatationen an Hirngefäßen, invasive epilepsie-
chirurgische Diagnostik, neueimmunsuppressive
Therapieformen oder dieImplantationvon
Hirnschrittmachern.
DasInstitutund Poliklinik fürRadiologische
Diagnostik sowie die Abteilung für Neurora-
diologie nutzen bildgebende Verfahren wie
konventionelles Röntgen, Röntgenmammographie,
Computertomographie(CT)einschließlich
PET-CT (gemeinsam mit der Nuklearmedizin),
Magnetresonanztomographie(MRT),Sono-
graphieund Angiographie. Damit wurden 2011
rund 140.000 Untersuchungenbei ambulanten
undstationärenPatienten vorgenommenund
dieErgebnissedann beurteilt.
Ein zunehmend wichtiger Bereich istdie inter-
ventionelleRadiologiezur minimal-invasiven
Behandlung bestimmterErkrankungen. Neben
dentherapeutischen Verfahren am Gefäßsystem–
etwa dieWiedereröffnung verschlossener
Gefäße oder die Stentbehandlung vonAorten-
aneurysmen–zählen hierzu inno-vative
Verfahren beiKrebserkrankungenwie die Radio-
frequenzablation und Chemoembolisation
von Lebermetastasen. Auch dieKatheter-
gestützteEmbolisationgutartigerUterusmyome
unddie Vertebroplastievon Wirbelfrakturen
beiOsteoporose zählen zu denangebotenen
radiologisch-interventionellen Methoden.
DasInstitutbeschäftigt 92 Mitarbeiter –
darunter Radiologen,Medizinisch-Technische
DasBehandlungsangebot erstreckt sich über
eine Aufnahmestation, einezertifizierteStroke-
Unit,eineNormalstation, eineIntensivstation,
eine IMC-Station, eine interdisziplinare akut-
geriatrischeStation sowieeine Allgemeinam-
bulanz undzahlreicheSpezialsprechstunden.
Darüber hinaus stehen für spezielle Frage-
stellungen ein interdisziplinär mit der
Medizinischen Klinik IbetriebenesSchlaflabor,
eine Epilepsie-Station sowieein autonomes
Funktionslabor zur Verfügung.
Die Einrichtung kooperiert überdas Dresdner
Universitäts SchlaganfallCentrum sowiedas
Muskel-Zentrum undMultiple-Sklerose-Zentrum
engmit anderenDisziplinen desUniversitäts-
klinikums. Zudem bestehen auch Koopera-
tionen mit externen Partnern. Als Beispiel sei
hier dasSchlaganfallversorgungOst-Sachsen
Netzwerk (SOS-NET)genannt.
Klinik fürNeurologie,
Prof. Dr. HeinzReichmann
Assistentinnen,Funktionsschwestern und EDV-
Experten. Es verfügt an denStandortenDINZ,
Haus 58/59 (Chirurgisches Zentrum) und Haus
21 (Kinder-Frauenzentrum) unter anderemüber
zwei 128Zeilen-CTs und ein16-Zeilen-CT, vier
MRTs (1,5 oder 3,0Tesla), zwei Angiographie-
Einheiten, dreihochmoderne Direktradiographie-
anlagenzweiDurchleuchtungsgeräte, eine
Mammographieeinheit mit Ultraschall-und
Stereotaxie-Gerätsowie transportable Röntgen-
aufnahmegeräte.
In täglichen Röntgenkonferenzen werden die
wichtigstenFälle interdisziplinär besprochen.
Dazu zählen auch die sogenanntenBoardsder
interdisziplinaren Zentren. Als wesentliche
Ergänzung in derKommunikationzwischen
derRadiologieund diesen Kliniken stehtein
campusweites PACS zurVerfügung,das den
Nutzern jederzeit einenZugriff aufalle Bilder
undRadiologiebefunde ermöglicht.
Institut undPoliklinik für Radiologische
Diagnostik,
Direktor: Prof. Dr. Michael Laniado
AbteilungNeuroradiologie,
Leiter:Prof. Dr. Rüdiger von Kummer

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18
Klinik undPoliklinik für Urologie
DieKlinik undPoliklinik fürUrologiebietet
eine kompetenteund moderne Behandlung
in allen Bereichender Urologie. Seit 1992 wird
sievon Prof. Manfred Wirthgeleitet,der von
22 Ärzten unterstütztwird. 58 Vollzeitstellen
in derPflege, 28 im medizinisch-technischen
Dienstund 30 in sonstigenBereichen vervoll-
ständigendas Team. Im Jahr 2011 wurdenmehr
als4500stationäre undfast8.000 ambulante
Patientenbehandelt. Damitverfügt das
Universitätsklinikum über eines der größten
urologischenZentren in Deutschland. Beider
Behandlung undPflege derPatienten erfüllt
dieKlinik höchste Qualitätsstandards, dieein
nach derinternationalenNormDIN EN ISO
9000:2001 zertifiziertes Qualitätsmanagement-
system sicherstellt.
Behandlungsschwerpunkte stellen die Krebs-
erkrankungendes Urogenitaltraktes wiePro-
statakrebs, Harnblasenkarzinom,Nierenkrebs
oder Hodentumoren,die gutartige Prostata-
vergrößerung und Steinerkrankungen dar.
WeitereExpertensindauf Harnsteinerkran-
kungen, Harninkontinenz bei Mann undFrau,
Kinderurologie, Andrologie und Nierentrans-
plantationen fokussiert und bieten ent-
sprechende Spezialsprechstunden an. Alle
modernen Behandlungs- und Operationsver-
fahren sind verfügbar, darunter roboterassis-
tierte laparoskopische Eingriffe mit dem da
Vinci OP-System, Laserverfahren bei Prostata-
adenomen oder Harnsteinen. Bei der Behand-
lung vonKrebserkrankungenist dieUrologie
eng in das UniversitätsKrebsCentrum ein-
gebunden undTeil des durch die Deutsche
Krebsgesellschaftzertifizierten Prostatkarzinom-
zentrums. Im KlinikneubauDINZverfügt die
Klinik undPoliklinik für Urologie mit drei
offenenund zwei endoskopischen Operations-
sälen, drei Röntgenarbeitsplätzen (inklusive
Videourodynamik), einem Multifunktions-
ESWL-Gerät,dem „OP-Roboter da Vinci“und
mehreren Lasertherapiesystemenüber einen
der größten und modernstenurologischen
Operationstrakte in Deutschland.
Klinik fürUrologie,
Direktor: Prof. Dr. Dr. h. c. Manfred Wirth
KfH-Dialysezentrum Dresden
Im KfH-DialysezentrumDresden werden
chronischnierenkrankePatienten mit der
Dialyse(HämodialyseoderPeritoneladialyse)
behandelt. Für diePatienten stehen 39
Dialyseplätzezur Verfügung. Neben den
Dialyseschichten am TagkönnenPatienten
auch in derAbenddialyse(bis24.00 Uhr)
behandelt werden. Auch Patienten,die selb-
ständig zuhause dialysieren, werden vom Team
des KfH-Dialysezentrums – sowohl beim Heim-
dialysetrainingals auch in denärztlichen
Sprechstunden– betreut. Durch die enge
Kooperationmit der Medizinischen Klinik
undPoliklinik III des Universitätsklinikums
Dresdenkönnen ambulante und stationäre
Patientenunter einem Dach und aus einer
Hand behandelt werden.
Ergänzt wird dasmedizinische Angebotdes
KfH-Dialysezentrumsdurch dieBehandlung
nierenkranker Patienten in den nephrologischen
Sprechstunden. Ziel ist, dieNotwendigkeit der
Dialysedurch geeignete medizinische Maß-
nahmen so weit wiemöglich zu verhindern oder
aufzuschiebenbzw. einefür denPatienten
geeignete Nierenersatztherapie(Dialyseoder
Transplantation) rechtzeitig vorzubereiten.
Auch diekontinuierliche Nachbetreuung
nierentransplantierter Patienten gehörtmit
zumBehandlungsspektrum. In Kooperation
mit denHaus- undFachärztender Stadtund
derRegionsowiedem Universitätsklinikum
Dresdensteht darüber hinausdie Prävention
chronischer Nierenerkrankungen sowie
möglicher Folgeerkrankungen im Fokus.
Trägerdes KfH-Dialysezentrumsist das
gemeinnützigeKfH Kuratorium fürDialyse
und Nierentransplantation e. V.,Neu-Isenburg.
DasKfH wurde1969 gegründetund gilt als
Wegbereiter undSchrittmacherfür eine
flächendeckende Dialyseversorgung in
Deutschland. Bundesweit gibt es mehr als
200KfH-Behandlungseinrichtungen, 13
davon in Sachsen.
KfH-DialysezentrumDresden
,
ÄrztlicheLeitung: Prof. Dr. med. Christian Hugo,

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19
Klinik undPoliklinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie
Klinik undPoliklinikfür Unfall- und
Wiederherstellungschirurgie
Klinik und Poliklinikfür Viszeral-, Thorax- und Gefässchirurgie
Am Universitätsklinikum werden jährlich
mehr als30.000 Patientenvon 85 ärztlichen
Mitarbeiternder Klinik versorgt. Ergänzend
zurAllgemeinanästhesiewerdenvermehrt
moderneRegionalanästhesieverfahren ein-
gesetzt. Selbst beigroßenOperationen im
Brustkorboder im Bauchraum nutzen die
Anästhesisten Schmerzkatheter,die in die
Nähe der schmerzleitendenNerveneingeführt
werden. Hierdurch kann dasSchmerzemp-
findengezielt ausgeschaltet werden.
Die Klinik behandelt Patienten mit Unfallver-
letzungenund -folgeschäden. Zum Leistungs-
spektrum gehörenneben Diagnostik und
Therapie von Schulter-, Hand-, Wirbelsäulen-,
Becken-,Knie- undFußverletzungenauchdie
Versorgung von Schwerstverletzten (Poly-
trauma)und dieBehandlungvon Arbeits-
unfällen. Dabei stehen hochspezialisierte
Operationsverfahren wiemodernste Osteo-
syntheseverfahren undTechniken desGelenk-
undBandersatzessowieminimalinvasive
Methodenzur Verfügung.
Die Klinikverfügt insgesamt über 64 stationäre
Betten, sechs Betten aufder interdisziplinär
geführten chirurgischen Intensivstation sowie
tagesklinischePlätzefür ambulanteOperationen.
Im DINZ ist die Klinik mit einer Normalstation
vertreten. Jährlich zählt dieKlinik etwa4.100
DieKlinik vereint dasgesamteSpektrumder
offenenund minimalinvasivenOperations-
techniken der Allgemein-, Bauch-,Lungen-
und Blutgefäßchirurgie. Die Patienten werden
in fünf Bettenstationen –einedavon ist im
DINZ untergebracht –, einer Intensivstation,
einerTagesklinik,den Funktionsabteilungen
Endoskopie undUltraschalldiagnostik,einer
Poliklinik sowie in der Rettungsstelle behandelt.
EinTeamvon 32 ärztlichen Mitarbeitern, 90
Pflegekräften undweiteren Mitarbeitern
versorgt jährlich rund 3.200 Patienten stationär
und 5.000 ambulant. Auf demGebiet der
Aufder fachübergreifendenIntensivtherapie-
station können die Klinikmitarbeiter die
Organfunktionender PatientennachOperationen
oder beilebensbedrohlichen Erkrankungenwie
einer Sepsis überwachen und überbrücken.
Darüber hinausbietet dieKlinik eine breite
Palette an stationärensowieambulanten
Schmerzbehandlungenan. Anlaufpunktfür
Menschen mit chronischenSchmerzen ist
dasUniversitätsSchmerz Centrum, in dem
Anästhesisten interdisziplinär mit Orthopäden,
stationäre Patientenund rund 13.000 in
derNotaufnahmeunfallchirurgischversorgte
Personen. Hinzukommenrund4.400 Operationen
proJahr. Ebensoviele Patientensuchendie
Spezialsprechstunden der Klinik auf. In der
Klinik arbeiten 21 Ärzte, 42 Krankenschwestern
undPflegern sowie 23 Mitarbeitern im
Funktionsdienstbetreut.
Klinik fürUnfall- undWiederherstel-
lungschirurgie,
Direktor:Prof. Hans Zwipp
Bauchchirurgie istdie Klinik besondersauf
Bauchspeicheldrüsen-,Gallen-,Darm- und
Lebererkrankungen spezialisiert. DieGefäß-
chirurgenbehandeln sämtlicheErkrankungen
derArterienund Venen an Hals, Rumpfund
Gliedmaßen. Die Thoraxchirurgieumfasst die
Behandlung dergut-und bösartigen Erkran-
kungender Organe desBrustkorbes –außer
dem Herz–und derBrustwand. DieKlinik
arbeitet in deninterdisziplinären Einrichtungen
desUniversitäts Centren sowiemit Spezialisten
andererFachgebiete desKlinikumseng
zusammen.
Neurologenund Psychologen zusammen-
arbeiten. Im DINZsind die Büros der Klinik-
direktorin unddie komplette Administration
derKlinik untergebracht.
Klinik fürAnästhesiologie,
Direktorin: Prof. Dr. TheaKoch
Klinik undPoliklinik fürViszeral-,Thorax-
undGefässchirurgie,
Direktor:Prof. Jürgen Weitz

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20
Wettbewerb und Planung
Ein interdisziplinäres Ambulanzzentrumund
eine Tagesklinik werden alle Kliniken miteinander
verbinden.
Weiterhin umfasst dasDINZ die Konservative
Notaufnahmemit Aufnahmestation,den
Hauptstandort des Institutes für Radiologie,
eine chirurgische Bettenstation sowiedie
Diensträume derKlinik für Anästhesiologie.
Dasinnerhalb desVorhabens DINZ zu sanie-
rende Gebäude Haus 19 erhält im Erdgeschoss
eine Dialyseabteilung,die vom Kuratorium für
Heimdialyse und Nierentransplantatione. V.
betriebenwird.
Für die Umsetzung des Gesamtkonzeptes
wurde Anfang des Jahres 2004 einEU-weiter,
einstufigerRealisierungswettbewerb mit zehn
ausgewählten Teilnehmern ausgelobt.
Im Mai 2004 wurde dieHWP Planungsgesell-
schaft mit dem 1. Preis für das Wettbewerbs-
konzept ausgezeichnet.
Seit Anfang der1990er Jahre erfährt das
Universitätsklinikum Carl Gustav Caruseinen
fortlaufendenbaulichenErneuerungsprozess,
durch dendie medizinische Versorgung kon-
tinuierlich verbessert und ausgebaut wird.
BisherigeMeilensteinesindhierbei dasneue
Chirurgische Zentrumund das Kinder-Frauen-
zentrum, die gemeinsam mit dem neu
entstandenen Diagnostisch-Internistisch-
NeurologischenZentrum (DINZ) ab 2012
dieneueMitte desUniversitätsklinikums
Dresdenbilden.
Ziel desVorhabens ist die Zusammenlegung
derzurzeit auf dem Klinikgelände verteilten
Kliniken derInneren Medizin, derNeurologie
undder Urologie.

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21

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22
Standortund Städtebau
Dievielen Dresdener als„Medizinische
Akademie“ bekannte Universitätsklinikum der
TechnischenUniversität Dresdenhat seine
Ursprünge in derMitte des18. Jahrhunderts
als Collegium medico chirurgicum im Stadtteil
Johannstadt.
Namensgeber Carl GustavCarus lehrt bis 1864
als Professor fürGeburtshilfe.
Beim Luftangriff am 13./14. Februar 1945
wurden Teile desKlinikums stark zerstört,
so auch der Nordflügel des Hauses 19.
DasUniversitätsklinikum Carl Gustav Carus
zählt heute rund 1.300 Betten und liegt südlich
derElbe, in unmittelbarer Nähe zur Wald-
schlösschen Brücke.
Die Pavillonbauweiseaus demfrühen 19. Jahr-
hundert wurde unteranderem im nördlichen
Campusgebiet durch zwei große undwesentliche
Bausteineergänzt. Zum Einen die neue Chirurgie,
die sich um das 1989 bereits im Bau befindliche
Operative Zentrumherum erschließt und
entlang derPfotenhauer Straße dasKinder-
Frauenzentrum auf einem nahezu gleichgroßen
Baufeld, wieder Neubau desDINZ–Haus27.
DieschmalseitigeAusrichtung desBaufeldes
zur Hauptklinikstraße legtebereitsdas Erschließ-
ungskonzept vor.
Dasmaßgebende städtebauliche Elementist
dasunter Denkmalschutzstehende Gebäude
Haus 19 mit seiner Baukubatur und Gesimshöhe.
DasWettbewerbskonzept nimmt diestädte-
baulichenRahmenbedingungenauf und
schließt dasAreal in einer ausgewogenen
Massengliederung.
Dasstädtebauliche und gestalterische Gesamt-
konzept wurde im Zuge derEntwurfsplanung
verfeinert sowie auf das fortgeschriebene
Raum-und Funktionsprogrammabgestimmt.
Wichtigwar die klare Raumkante zu dem
zentralenHof,nördlichdes NeubausHaus 27
zu erhalten unddortdie Haupterschließung-
sachse in Ost-West-Richtungvom Haupteingang
aus zu entwickeln und eine optische Verbindung,
aber auch Anschlussmöglichkeiten ausdem
Hofzum Gebäude hin zu erreichen.
DasAnlieferbauwerk liegt östlich des Neubaus,
an der Logistikachse zwischen Ver- undEnt-
sorgungszentrum und der neu in Betrieb
genommenenKüche. Von derKüche desUni-
versitätsklinikums im Südosten desNeubau-
gebieteswurde eine unterirdischeVerbindung
zwischen Kücheund Anlieferungberücksichtigt.
Dadurch kann erreicht werden, dass wesentliche
Transporte nichtoberhalb desGeländes
erfolgen müssen.

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23
Lichthof
Lichthof
Lichthof
Lichthof
Lichthof
Lichthof
Aufnahmepflege Notaufnahme
Funktionsdiagnostik
Endoskopie
Radiologie
CA Radiologie
Luftraum
Luftraum
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LW
LW
LW
LW
LW

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27
DerNeubau – Haus 27
Der170 Meterlange und 48 MeterbreiteNeubau
erstrecktsich in Ost-West-Richtung südlich
von Haus 19 undHaus25.
Das neueGebäude erhält zwei flächendeckende
Funktionsgeschosse unddreiPflegegeschosse,
welche nach Südendurch eine Kammstruktur
gegliedertwerden.
Dieentstehenden Innenhöfe lassen eine maxi-
male natürliche Belichtung undBelüftung zu.
Die Entwurfsidee siehteineklare Zonierung der
unterschiedlichen Verkehrswege beziehungs-
weise Erschließungsspangenvor.
VomHaupteingang im Westen erreicht man die
zweigeschossigeMagistrale, die als öffentliche
Erschließungsachse fürPatienten,Besucher
sowie ambulante Patienten zur Verfügungsteht.
Vonhieraus sind diewesentlichen, vertikalen
Verkehrselemente, wiePersonenaufzüge und
Treppenerreichbar.
Entlang derMagistralesindals Anlauf-, Info-
und Aufnahmepunkte dieverglastenLeitstellen
zu denunterschiedlichen Abteilungen bezieh-
ungsweiseFunktionen platziert.
Vondortaus erreicht derambulante Patient
dann die den LeitstellenzugeordnetenWarte-
bereiche, die wiederum an Lichthöfenplatziert
sind. So hat man in Nord-Süd-Richtung eine
gute Orientierung.
Über den Patientenkorridorerreichendann
dieambulanten, aber auch diestationären
Patientendie Untersuchungs- und Behand-
lungsbereiche.
In derZone zwischen derMagistrale(öffent-
licher Bereich) und dem Ost-West-Patientenflur
sind auch ausjedem Pflegebereich Aufzüge
fürBettentransporteangeordnet. Damit wird
eine Vermischungmit demöffentlichen
Bereichvermieden.
Nachfolgend werdendie einzelnenFunktions-
ebenen derentsprechenden Geschosse erläutert:
Untergeschoss, Ebene -1,Haus 27
Im 1. Untergeschosssinddie erforderliche
Archivflächesowiedie Personalumkleiden für
Haus 27 angeordnet. Weiterhin befindensich
hier alle Betriebsstellenfür dieVer-und
Entsorgung.
Gebäude und Architektur
Erdgeschoss, Ebene 0, Haus 27
DieLage des Haupteingangesund desLiegend-
krankeneinganges an der Stirnseite des
Gebäudesist etwasungewöhnlich. Dies
resultiert jedoch ausder Haupterschließung
über die zentraleKlinikstraße, diewestlich
des Hauses 27 und 19 liegt.
Direkt anschließend an den Notfallbereichist
dieFunktionsdiagnostik untergebrachtund daran
anschließend dieEndoskopie, dieRötgendiag-
nostik sowieChefarztbereiche derInneren
Medizin I und derRadiologie.
1. Obergeschoss, Ebene 1, Haus 27
Erschlossenwir diese Ebene über drei freie
Treppenanlagenund Aufzüge sowieeine
Galerie mit einem schönen Ausblick in den
grünen Hofbereich im Norden. Durch die
großen Lufträume wird das 1. Obergeschoss
mit dem Erdgeschoss optisch zusammenge-
bunden und erleichtert auch die Orientierung.
Im 1. Obergeschoss, als Untersuchungs- und
Behandlungstrakt, sinddie Betriebsbereiche
der Urologie mit drei Operationssälen, einer
Tagesklinik,das Ambulanzzentrum, dieFunk-
tionsdiagnostik derNeurologie sowie die Chef-
arztbereiche derInnereMedizinIII,der Neu-
rologie und der Urologie untergebracht.
2. bis 4. Obergeschoss
Oberhalb des zweigeschossigenUntersuchungs-
und Behandlungstraktessinddie Pflegebereiche
alsdreiBaukörper aufgesetzt und gliedern so
dasgesamte Bauwerk.
Aufden Ebenen des 2. und 3. Obergeschosses
befindensichdie Normalpflegestationen (Normal
Care)mit insgesamt fünf Stationenmit jeweils
29 Betten.
Im 4.Obergeschosssind zweiStationen mit
jeweils 12 Betten für die Intensivtherapie(High
Care) vorgehalten.
Des Weiteren befindet sichsowohl im 4. als
auch im 2. Obergeschossjeweils eine Intensiv-
überwachungspflegestation (Intermediate-Care)
mit jeweils 22 Betten.

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28 | Der Neubau
Fassade
Zur Differenzierung undBetonungvon unter-
schiedlichen Gebäudeteilen und Ebenen wurde
derzweigeschossige Untersuchungs- und
Behandlungstrakt gegenüberden darüber
angeordnetenPflegebereichen in einem
dunklerenwarmen Farbton abgesetzt.
DiePflegeebenen sind in einemhellen,
gebrochenen weiß gehalten. Die Untersuchungs-
undBehandlungsebenen sind durch zweige-
schossige, ausgebildete Pfosten-Riegel-Fassaden
auch zusätzlich optischzusammengebunden.
Im Norden ist die Fassade zumzentralen Hof
hin differenziert entwickelt. Die zweigeschossige
Magistrale ist durch dieauf diegesamteHöhe
undLänge verglasteFront erkennbarund als
Sonderelement hervorgehoben.
Innenausbau
DasZielwar,möglichst natürliche Materialien
zu verwenden, um Behaglichkeit undHelligkeit
zu schaffen.
Aus oben genannten Gründen wurdendie
Zimmertürenweitestgehendmit Holzfurnier
belegt und auchbestimmte Zonen im
öffentlichen undhalböffentlichenBereich
mit Holzverkleidungenakzentuiert.
Auch in denPflegeriegeln sind die Zimmertüren
mit Holz belegt unddie Innenkerne mit holz-
furnierten Tafeln bekleidet.
DiewesentlichenFlächensindmit elastischen
Bodenbelägen ausgestattet. Lediglich in den
Treppenhäusern sowie in den Haupterschließungs-
achsen wurde Naturstein eingesetzt.
Alle Chefarztbereiche undWarte-beziehungs-
weise Aufenthaltsbereiche für Patienten
erhalten einenParkettboden.
Für einegeschossweise Differenzierung und
damit auch verbesserte Orientierung wurde
einFarbkonzept entwickelt, welches den ein-
zelnen Ebenen eigene Farbtöne zuordnet.
Diesegestalten ausgewählteBereichevon
Wand undDecke sowie den Bodenbelag.
DieKopfendender Pflegeebenensinddurch
eine Hervorhebung und Umrahmungdefiniert
undergeben,bezogen aufdie Gebäudelänge,
eine rhythmischeGliederung.
DievertikalenErschließungselementesind
durch unterschiedliche Materialität akzentuiert.
Die Treppenhäuser sind durch die volle
Verglasung ablesbar unddie Aufzugs- und
Lüftungsschächte werden durch eine dunkle
Ton-Ziegel-Fassade vertikal betont.
Im Westen wird dieFassade im vorgelagerten,
zweigeschossigen Teil, in die Eingangsbezieh-
ungsweiseMagistralfassade undden Unter-
suchungs-und Behandlungsbereich optisch
untergliedert, um so auch denseitlichen Haupt-
eingang zu betonen.
Die Pflegeebenen werden durch diehelle,
warmeFassadenbekleidung, dieFensterteilung
derKrankenzimmer sowie die Schiebeläden
hervorgehoben.
DiesüdlicheFassade, diebereits durch die
Auflösung in die Pflegeriegel ab 2. Oberge-
schoss sehr differenziert erscheint, istdurch die
farblichen Unterschiede des zweigeschossigen
Untersuchungs- und Behandlungsbereiches
und der darüberliegenden Pflegeebenen
zusätzlich betont.

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29
Im Rahmen derEntwurfsplanung wurde 2004
das bauphysikalische Konzept nach EnEV
erarbeitet unddie Einhaltungder EnEV
nachgewiesen.
Ausden Erfahrungendes Klinikumsmit den
konstruktiv optimierten Neubautender letzten
20 Jahreergaben sich fürden Sommerfall erhöhte
raumklimatische Anforderungen des Unikli-
nikums an Patientenzimmer. In den Sommer-
monaten sollte die Raumtemperatur nur an
wenigenTagenden Wert von 27°C überschreiten.
Um aufdie investiv und im Betriebkosten-
intensive Vollklimatisierung allerPatienten-
zimmer verzichten zu können,wurde einGesamt-
konzept zumsommerlichenWärmeschutz
erarbeitet undumgesetzt.
Dabeiwurden die Decken derPatientenzimmer
Normalpflege im 2. bis 4. Obergeschossmit
einerBauteilaktivierungausgestattet. Diese
ermöglichtden Durchfluss von kaltem Wasser
und damit eineKühlung der Bauteiloberflächen.
Die Fensterflächen erhielten Sonnenschutzglas,
welcheszusätzlichdurch Streckmetallschiebe-
lädenverschattet werden kann.
Durch dieZuführungvon gekühlter Zuluft in die
Flureder Pflegebereiche wird einer Erwärmung
der innen liegenden Bereiche sowiedem inneren
Wärmeaustausch zu Lasten derPatienten-
zimmer entgegen gewirkt.
Durch denvorausschauendenBetriebund das
Zusammenwirken aller Komponenten wird eine
Überhitzung derPatientenzimmer vermieden
bzw. beiextremheißen Perioden auf wenige
Tage begrenzt.
Bauphysikalisches Konzept

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32
DerAltbau – Haus 19
Innerhalb desVorhabens DINZ wird dasHaus 19
umgebaut und saniert. Das Gebäude wurde 1928
errichtet und nach schwerer Kriegszerstörung
1945 in denJahren 1953 und1954wieder
aufgebaut.
Es besitzt über denHauptabmessungenvon
15,42 Meter x 103,64Metersechs Vollgeschosse,
dasheißt einUntergeschoss mit normaler
Fensterbelichtung, einErdgeschoss sowie
das 1. bis 4. Obergeschoss.
UnterTeilendes 1. Untergeschossesbefinden
sich ein2.Untergeschossmit Versorgungskanälen.
Einweiteres, 5. Obergeschossspringt etwas
zurück (Staffelgeschoss)und wird von einer
Laternegekrönt,die einenKonferenzraum
beherbergt.
An derWestseitesindzweiFlügelbauen der
Größe16,90 Meterx21,10 Meterangegliedert,
diebis zum Erdgeschoss reichen und im 1.
Obergeschossmit einer umlaufendenPergola
abschließen. Innerhalb dieser Pergola wurden
Raumerweiterungen geschaffen, dievon einer
leichten Stahlkonstruktionbegrenztwerden
undsich damitzurückhaltendeinfügen.
An derOstseiteschließen biszum Erdgeschoss
zwei Vorbauten der Größe6Meterx11,50
Meteran. DasGebäude besitzt eine Höhe von
rund 25 Metern. Der Fußboden desTiefkellers
liegtetwa5,8 Meterunter Gelände.
DasBauwerk ist in seiner äußeren Gestaltung
bis auf ein zusätzliches Treppenhaus am Nord-
giebel in denletzten 50 Jahren nicht verändert
worden. Diesist auch demDenkmalstatus der
Fassade geschuldet.
Aufgrund derAnforderungeneine flexible
Nutzung undeine Austauschmöglichkeit der
Pflegebereicheuntereinander zu erhalten,wurden
alle Pflegegeschosse vom Neubau Haus 27
zumAltbauHaus 19 übereine viergeschossige
Brückenverbindungzusammengebunden.
Zusätzlich zu dieser überirdischen Verbindung
erhält dasHaus 19 einen unterirdischen
Verbindungsgang zumHaus59.
Eine weitere Brückverbindung zu Haus 21 und
Haus 58 besteht bereits.
Gebäudeund Architektur
DasErdgeschoss von Haus 19 nimmt den
Funktionsbereich der Dialyse mit 31 Plätzen auf.
Durch den im Erdgeschoss bereits vorhandenen
und im Zuge der Maßnahme neu sanierten
Hörsaal,sowie durch weitereSeminarräume
sind zusätzlich Flächen für die Lehre entstanden.
Im 1. Obergeschossvon Haus 19 sind allgemeine,
nichtpatientenbezogene Funktionenangeordnet,
da sich in diese Ebene dieVerbindungzum
ChirurgischenZentrum undder Notfallauf-
nahme Haus 58 und 59 sowie zum Kinder-
Frauenzentrum Haus 21 befindet. Ebenso
existiert hier eine der Verbindungenzum
Haus 27.
Aufgrund dieser erschließungstechnisch
zentralenLage sind hier Flächen für die
Bibliothek, erforderlicheArztdiensträume, das
Zentrumsmanagement und die Anästhesie
platziert sowieFlächen für Konferenzräume.
DasHaus 19 nimmt im 2., 3. und 4. Oberge-
schoss Stationen mit insgesamt vier Pflege-
gruppen mit jeweils 22 Betten auf.
Im 4. Obergeschossbesteht fürdie Pflegegruppe
mit 37 Betten eine günstige Verbindung zu der
Intensivüberwachungspflegestation aufder
gleichen Ebene im Neubau Haus 27.
In dieser Ebeneist auch dasSchlaflabor mit
vier Plätzen angeordnet.
Die Forschungslaboratorien wurden im Staffel-
geschoss desHauses 19 (5. Obergeschoss)
untergebracht, da hier ausreichend Geschoss-
höhe vorhanden ist undeine direkte Anbindung
derneu erstellten Technikzentrale,speziell für
dieLüftung aus dem darüberliegenden Dach-
geschoss erfolgen kann.

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34
Innenausbau
Die Krankenzimmertiefe und -breite sowie die
Zuordnungder Nasszellen orientierensich an
denBestandsmaßen undder bestehenden
Fensteraufteilung.
Das Material- und Farbkonzept entspricht dem
Neubau Haus 27 undbetontdie funktionelle
Zusammengehörigkeit.
Auch dieGrundausstattung undMaterialität
lehntsich an das Konzept desNeubauesmit
Holztüren, Linoleumbelag in der jeweiligen
Etagenfarbe sowieden Rückwandverkleidungen
undPatientenschränken in denKranken-
zimmernan.
Die im südlichen Flügelbau untergebrachten
Konferenzräume wurdenmit verschiebbaren
Wänden ausgestattet um flexible Raumgrößen
zu ermöglichen.
Fassade
Die Fassade des Hauses 19 ist denkmalgeschützt
unddaher bisauf kleinere Ausnahmen nicht
veränderbar. Diesbedeutete, dass dieFenster
und Öffnungsaufteilungenbeibehalten und
die Holzfensterden alten Fenstern nach-
empfundenwurden.
Die Fassadenfarbe wurde im Rahmen einer
Farbsondierung rekonstruiert. Dieneuen
Aufbauten auf den Westanbautenordnensich
durch dieLeichtigkeit derKonstruktion der
Pergola unter.
Bauphysikalisches
Konzept
Aufgrund desDenkmalschutzstatus des
Gebäudesbestand dieAuflage, dieFassade
in der ursprünglichen Struktur zu erhalten.
Damit wardie Verkleidungmit einem außen-
liegenden Wärmedämmverbundsystem nicht
möglich. Um trotzdemenergiesparend zu
bauen wurde in der Planungsphase die Ent-
scheidung getroffen,ein innenliegendes Wärme-
dämmsystem auszuführen. Dieses System wurde
bis zu den Anschlussdetails geplantund durch
Wärmebrückenuntersuchungenhinsichtlich
derTrennwand-und Deckenanschlüsse
untersetzt.
ZurUnterstützung dessommerlichenWärme-
schutzes wurdendie Fensterflächenebenfalls
mit Sonnenschutzglasausgestattet. Zusätzlich
können die Fenster durch außen liegende
Lamellenjalousienverschattet werden.

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ZurkünstlerischenGestaltung des Neubaus
lobte der Freistaat Sachsen im Jahre 2008einen
einfachenengerenWettbewerb aus. Mit dem
Wettbewerb sollen die zentralen Eingangs-
bereich- undAufenthaltsräume zusätzlich
aufgewertet unddurch künstlerische
Bearbeitung geprägt werden. Aus denacht
eingesandten Arbeitenwähltedie Jury im
Ergebnisdes 4. Rundgangseinstimmigdie
Arbeit derDresdnerKünstlerinEva-Maria
Wildeaus.
Frau Wilde hat sich durch dieBeschäftigung mit
den geplanten Funktionen und den möglichen
Befindlichkeitender Patientenund Nutzer in
diesem Gebäude mit dem Thema „Denken,
erinnern, vergessen,wahrnehmen…“ ausein-
andergesetzt. Im Ergebnishat sieein räumliches
Memoryentwickelt, dasauf verschiedenen
Ebenen eingesetztwird. So werden an den
Wändender Haupttreppenhäuser und in den
dahinterliegendenWartebereichenBilderpaare
so angeordnet,dassder Betrachter sieals
Memorywahrnehmen undentdecken kann.
DieMotivfindungder quadratischen, etwa
1,5MetergroßenBildtafelnaus Aluminium
leitet FrauWilde fundiert ausden Arbeitsbe-
reichender Klinik undmedizinhistorischen
Inhalten ab.
Besonders positiv wurde dieoffensichtlich
intensive Auseinandersetzungder Künstlerin
mit denFunktionsinhalten desGebäudes sowie
das daraus resultierende frische sowie kon-
sequentdurchdachteKonzept bewertet. Aus
Sichtder Jury ermöglichtdiesesKonzept ein
hohes Maß an Identifikationund Akzeptanz
derNutzer des Gebäudes mit dem Kunstkonzept
undden einzelnenKunstwerken. Die breite
Nutzbarkeit desEntwurfs vom Logo biszum
Gebrauchsgegenstand wird ebenfallsals heraus-
ragendesQualitätsmerkmal anerkannt. Weiter-
hin wurdendie gestellten Anforderungen an
kostengünstige Wartung und Betreibung erfüllt.
Kunst am Bau –Haus 27

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SechsKünstlerinnen undKünstlerbeteiligten
sich an dem2008durchgeführtenKunst-
wettbewerb. Für dasHaus 19 wurdenzur
Bearbeitungder Vorplatz,das zentrale Treppen-
haus unddas Foyerdes Hör-
saalsfestgeschrieben.
DieMehrheit derStimmen wurde im 3. Rund-
gang fürden Entwurfvon JudithSiegmund
abgegeben.
DieKünstlerinunterbreitete mit ihrerArbeit
einenVorschlag für die dauerhaftekünstlerische
Gestaltung zweier Eingangsbereiche des
Gebäudesunter Teilnahmeder zukünftigen
Nutzerdes Hauses am Gestaltungsprozess.
Auszehnbis fünfzehn Interviews mit Ange-
stellten,Besuchern undPatienten, die mit den
Funktionsbereichen derKlinik in Beziehung
stehen, werdenBegriffe, Gefühleund Gedanken
herausgearbeitet.
Gefragtwurde nach Tätigkeitsbereichen,
Situationenund Erfahrungen, diemit dem
Gebäude beziehungsweisemit dereigenen
Arbeit oder demAufenthalt im Krankenhaus
zusammenhängen. Ausdiesen Interviews
Kunst am Bau –Haus 19
wurdenmarkanteBegriffeherausgefiltertund
mittels Schablonen auf die Wandflächen des
Haupttreppenhauses unddes Hörsaalfoyers
aufgetragen.
Besonders positivwurde am Entwurfvon
Judith Siegmund die Möglichkeit derMitarbeit
derspäteren Nutzer des Gebäudes am
Kunstwerk und derdaraus resultierenden
Identifikation der Nutzermit demKunstwerk
und dem Gebäude hervorgehoben.
Da die Farbigkeit undMaterialitätdes Entwurfes
deszweitplatzierten Künstlers Nikolaus Koliusis
ebensoüberzeugte, hatsichdie Jury entschieden,
den verbleibenden Teildes Budgets für Teile
seines Entwurfes zu verwenden.
Die Arbeit von Herrn Koliusis nimmt Bezug
zurElbeund verarbeitet dasElement derWelle
als farbige Folien in Glaselementen. Die Farb-
folienarbeiten werden im Treppenhaus und
im Foyer des Hörsaals installiert.

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40
Der sanierte Altbau - Haus 19 und der
Neubau - Haus 27 sind mit einer Vielzahl
technischer Anlagenausgestattet, diedie
speziellen Anforderungendes modernen
Krankenhausbetriebes sowie der Lehre
und Forschung erfüllen.
Wasser-und Abwasser-,
Feuerlöschanlagen
Im Haus 19 erfolgtdie Aufteilung derAbwasser-
anlagengetrennt für die Dialyse unddas übrige
Gebäude. Für dieEntwässerungder Cafeteria
im Bereichder Magistrale des Hauses 27 ist
einFettabscheidermit Entsorgungspumpe
eingesetzt.
DieTrinkwasserversorgungwirdüberdie im
Universitätsklinikum vorhandeneinterne Ring-
leitungrealisiert. In ausgewähltenBereichen
erfolgte eine Sprinklerung. Die Datenverteiler-
räume im Untergeschoss erhalten eine Inert-
gasanlage. Für diemedizinischenGeräte und
dieHybridkühler (Leistung 3MW) istein voll-
entsalztes Wassernetzinklusive Erzeugung
installiert.
DieWarmwasserversorgung der Gebäude erfolgt
über eine zentrale Warmwasserbereitungmit
thermischer Desinfektion.
Technische Gebäudeausrüstung
Wärmeversorgungs-
anlagen
DerAltbauHaus 19 erhält einen direkten
Primäranschluss an die Transportleitungen
desUniversitätsklinikums im Tiefkeller(1MW).
Der NeubauHaus 27 erhält einenindirekten
Primäranschluss an die Transportleitungendes
örtlichenFernwärmeversorgers in einem
vorhandenen Medienkollektor. In derHeiz-
zentrale wird dieÜbergabestation (2,5 MW) für
die Gebäudeheizung, Raumluft-technische-
Anlagen, Warmwasserbereitung und Freiflächen-
heizungaufgestellt.
In ausgewählten Bereichenkommt Betonkern-
aktivierung für Heizen undKühlen zum Einsatz.
Lufttechnische
Anlagen
Für fünf Operationssäle der Raumklasse Ia und
Ib wurden Klimaanlagenmit Differentialflow-
Decken (Reinluftdecken)installiert.
Gemäß den Anforderungen der Medizintechnik
werden alle 15 Anlagenfür dieNormalpflege /
IMC/ITS mit Raumkühlanlagenausgestattet.
DesWeiteren sind Raumlufttechnische Anlagen

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undTeilklimaanlage fürArchive,Cafeteria,
denHörsaal,diverse Labore undKonferenz-
räumeeingesetzt.
FüralleFlure und Technikebenen wurden
maschinelleEntrauchungsanlageninstalliert.
Kältetechnische
Anlagen
DieKälteversorgungder Gebäude erfolgt
mittels Turbokältemaschinen mit Integration
in denKälteverbund des Universitätsklinikums.
Das Kältesystemist für AV/SV Verbraucher und
zumAnschluss von medizinischenGroßgeräten
wiebeispielsweisefür dieComputertomografie
undMagnetresonanztomographieerrichtet.
Dampftechnische
Anlagen
Insgesamt zehn Raumlufttechnische Anlagen
werden über ein zentrales Dampfsystem
inklusive Kondensatmanagement undüber
ein circa 1,5 Kilometer langes Rohrsystem
versorgt. Die Dampfentnahmeerfolgtdirekt
am klinikumseigenen Dampferzeuger.

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Schwachstromtechnik
Entsprechend desBrandschutzkonzeptes ist
eine Brandmeldeanlage installiertworden,
diemit einer Einzelerkennungder Gebäude
direkt aufdie Feuerwehraufgeschaltet wird.
Im Rahmen der Errichtung eines gemeinsamen
Datennetzes erfolgte unter anderem die
Installation von W-Lan- undDect-Anlagen.
Für die Video-Übertragungaus den Operations-
räumen in Echtzeit wurde einDatennetz
errichtet,welches eine Darstellung der
Operationen in Konferenzräumen sowie
Hörsälen in anderenGebäudenermöglicht.
Fürdie Sicherheit beider Brandbekämpfung
Starkstromtechnik
Fürden Neubau Haus 27 wurde zur Sicher-
stellung desKrankenhausbetriebes eine neue
Trafostationmit drei Transformatorenvon je
800kVA errichtet. Um die Sicherheitsstrom-
versorgungfür denNeubau gewährleisten zu
können, wurde eine bereits bestehende Trafo-
station (Haus 48)umgebaut undmit drei
Generatorenmit jeweils1000 kVAerweitert.
Damit kann im Havariefall der Betriebdes
Hauses 100-prozentigweiter geführt werden.
DasHaus 19 ist weiterhin an eine bestehende
Trafostationangeschlossen, dienotwendigen
Leistungserhöhungenwurdenrealisiert.
Fürbeide Häuser wurdendie fürein Kranken-
haus erforderlichen Elektronetze,Allgemein-
netz, Sicherheitsstromversorgungsowie
besondereStromversorgung, installiert.
wurde eingesondertes BOS-Funknetz in bei-
denGebäudeninstalliert. Uhren-,Zutritts-
kontroll-sowieSchwesternrufanlagensind
ebensoselbstverständlicheEinrichtungen
in denHäusern wieZeiterfassung, Sonnen-
schutzsteuerungund Verdunkelungsanlagen.
Fürden nahegelegenenHubschrauberlande-
platzmusste für beideGebäude eine neue
Hindernisbefeuerung installiertwerden. Für
den im Haus 19 befindlichen Hörsaal, wurde
diegesamteElektrotechnik neuinstalliert,
um dieAnwendung neuer Medientechnik
zu ermöglichen.

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Fördertechnik
Im Haus 27 wurdensechs Personen-,vierBetten-
sowiedreiLastenaufzüge installiert. Über die
Schließanlage können die Nutzungsberech-
tigungenvariabel gestaltet werden. Die Lasten-
aufzüge wurden in einem gesonderten Anliefer-
bauwerkinstalliert undermöglichen daher
einenunkompliziertenTransport allerWaren
undmedizinischenMaterialien.
Das Haus 19 hat drei Personenaufzüge fürdas
Universitätsklinikum sowieeinen Aufzug fürdas
Kuratorium für Dialyse undNierentransplant-
atione. V. Damitkann jede Einrichtungihre
Anforderungenohne Beeinflussung umsetzen.
Gebäudeautomation
Fürdie gesamte Liegenschaft des Universitäts-
klinikums Dresden erfolgt eine zentraleBetriebs-
führung. Es laufen versorgungstechnische
Prozesse nichtnur innerhalb des Gebäudesab,
auch externe Wechselwirkungensinderfor-
derlich, (wie dieEinbindung in den Kälteverbund
desUKD). In der Feldebene werden alle not-
wendigen Betriebszustände über circa9.500
Hardwaredatenpunkte erfasstund gesteuert.
Die Kommunikationerfolgt mit Hilfedes firmen-
neutralenBuildingAutomationand Control
Networks-Standards(BACNet), welcher direkt in
dasFast-Ethernet desGebäudeseingebundenist.

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Medizintechnik
Im Erdgeschoss istdie neue Notaufnahmemit
einerAufnahme, Tagespflege, Untersuchungs-
räumen undeinem Schockraum untergebracht.
Im Schock-und Reanimationsraum stehen
dielebenserhaltendenMaßnahmen im Vorder-
grund. Diesen Anforderungenentsprechend
istder Raum mit Anästhesie- undChirurgie-
Deckenstativ, Operationsleuchte, Defibrillator,
Notfallbeatmungsgerät, Patientenmonitoring-
System, Sonographiesystemund fahrbarem
C-Bogen-Röntgengerätausgestattet.
Diesich anschließende internistische Funktions-
diagnostik verfügtfür diestandardgemäße Herz-
Kreislauf- sowie Lungenfunktionsdiagnostik
über medizinische Geräte wiebeispielsweise
Ultraschallgeräte, 12-Kanal-EKG-Schreiber,
Laufbandergometer mit Belastungs-EKG,
Bodyplethysmographund Spirometer.
Unmittelbar neben der Funktionsdiagnostik sind
die Funktionsräume der Endoskopie mit
entsprechenderSpezialisierung für die
Koloskopie/Rektoskopie, Gastroskopie, Bron-
choskopieund dieEndosonographiesowie
der interventionelle Röntgen-ERCP-Arbeitsplatz
(Endoskopische Retrograde Cholangio-Pankre-
atikographie)angesiedelt.
Die direkt zugeordnete Geräteaufbereitungmit
vier neuenEndoskopaufbereitungsmaschinen
sichert kurze Wege undschnelleWiederver-
fügbarkeit der teuren und empfindlichen
Endoskope.
Dieinternistischeund neurologische Diagnostik
sowie der Urologische Operationstrakt
erforderneine hoch spezialisierte Radiologie,
welche sich im östlichen Teil desErdgeschosses
befindet.
Die Radiologieverfügt über ein3-Tesla-MRT,
einen128-Zeilen-Computertomograph, ein
digitales Röntgengerät, einendigitalen Durch-
leuchtungsarbeitsplatz sowie eineMammo-
graphieund eine Mammographieeinheit mit
Biopsieeinrichtung.
links: Computertomograph
unten: Röntgen-ERCP-Arbeitsplatz

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Im Westteil des 1. Obergeschossesbefindet
sich dieKlinik für Urologie.
Diese verfügt über einen Operationsbereich
mit vier Operationssälensowieeinen Endo-Uro-
logischen Röntgenarbeitsplatz.
DieOperationsräume sind mit Deckenver-
sorgungseinheiten für die Anästhesie und
Chirurgie/EndoskopiesowiemodernenLED-
Operationsleuchten mit zwei Leuchtkörpern,
vorinstallierterintegrierterVideokamera und
einemseparaten Tragarmzur Aufnahmeeines
Videomonitorsausgestattet.
An den Operationswänden befindensich
großformatigedigitaleRöntgenbildbetrachter
(sogenannte PACS-LCD’s)auf welchen unter
anderem auch endoskopische oder Bilder
andererQuellen dargestelltwerdenkönnen.
DieOperationssälewurdenweiterhin fürdie
telemedizinische Nutzung vorgerüstet.
Direkt nebendem Operationsbereichschließen
sich die Funktionsräume der Urologischen
Ambulanz mit zwei weiteren Endo-Urologischen
Röntgenarbeitsplätzen speziell für die Uro-
dynamikund Zystoskopie sowie einem
Lithotripter(ESWL,Steinzertrümmerer)an.
In denEtagenzweibis vier befindensich die
Stationsbereiche derKlinikenfür Neurologie,
Urologie sowieInnereMedizin.
DieNeurologische unddie Innere Intensivstation
sind mit je zwölf Intensivbetten und einem
separatenUntersuchungs- und Behandlungs-
raum mit Deckenversorgungseinheit,Oper-
ationsleuchte undC-Bogen ausgestattet.
Zuruniversellen Nutzung undAnpassung
an dieunterschiedlichen Schweregrade der
Patientenschädigungwerdendie Bettzimmer
in den entsprechenden Stationen gleich ausge-
stattet. Dadurch isteine flexible und individuell
gestufte Behandlung derPatienten gewähr-
leistet. In den Intensivtherapiezimmern sind
elektrisch verstellbare Intensivpflegebetten,
Intensiv-Deckenversorgungsampeln (DVE)zur
Aufnahmeder vorgesehenenÜberwachungs-
einheiten,Beatmungssysteme, sowieDialyse-
anschlüsse eingeplant. Über die Deckenver-
sorgungsampeln werden dieMedien der
medizinischen Gase, Elektroversorgung,
EDV- undMonitoring-Vernetzung realisiert.
Alle medizinischenFunktionsräume undArzt-
diensträume sind an das Netzwerk des
Klinikumsmit Krankenhausinformationssystem
(KIS) und digitalem Bildarchiv (RIS/PACS)
angebunden.
Im nun sanierten Gebäude stellen der Klinische
Arztdienst, dieAllgemeinpflege, die Dialyse
und ein Forschungsbereich die wesentlichen
Funktionsstellen desHauses 19 dar.
Im 5. Obergeschoss, dem Forschungsbereich
des Gebäudes, wurdenauf einerNutzfläche
von etwa 560 Quadratmetern Forschungsla-
bore eingerichtet. Dieser Forschungsver-
fügungsbereich besteht aus zweiGroßraum-
laboren, zugeordnet jeweilseinem Bereichder
Sicherheitsstufe II nach Gentechnik-Sicherheits-
verordnung. Zu jedem Großraumlabor gehören
ein Zellkulturlabor und ein Mikroskopierraum
sowieeine Kühlzelle. Notwendige Nebenräume
mit den Funktionen Spülküche, Chemikalien-
lager und Kühlschrankraum wurden aus
Gründender effektiven Raumnutzung für
beideLaborteilbereiche nur einmal realisiert.
Die Flexibilitätder Installationskonzeption
ermöglichtes, dass die Einrichtung und
Ausrüstung und die speziellen Medien, die
durch spezifische Aufgaben und wechselnde
Anforderungen erforderlich werden, nachge-
rüstet werden können.
Medizinische Gase
Im Haus 27 werden aufgrund der Nutzung mit
Operationsbereich und Intensivstationen
medizinische Gase in Form von Atemluft,
Sauerstoff, Kohlendioxid undVakuum benötigt.
In intensiv genutztenStationen,wie zum
Beispiel Operationsbereichen und Intensiv-
stationen, erfolgt die medizinische Gasver-
sorgung über ein Zweikreissystem, welches
diePatientenversorgung mit den lebenser-
haltenden Gasen auch bei Ausfall eines Kreises
sicher über denzweiten Kreis versorgt.
Im Haus 19 werden fürdie Normalpflege-
stationen medizinische Gase in Form von
Atemluft und Sauerstoffbenötigt.
oben: Mammographiesystem
unten: Forschungslabor,Haus 19
rechts: Urologischer OP Saal

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Baugeschehen
Im Dezember 2006 wurde diebam Deutsch-
land AG (damals Müller-Altvatter) im Ergebnis
eines Vergabenachprüfungsverfahrens als
Generalunternehmer (GU) fürdie Leistungen
Ausführungsplanung und die Ausführung
beauftragt.
Im Januar 2007 begann der GU mit derAus-
führungsplanungsowiemit demAushub der
Baugrubefür denNeubaudes Hauses 27.
Die zentraleLage desBaufeldes im Uniklinikum
erforderte eine gutdurchdachteBaustellen-
logistik. Nebenflächen für Baustelleneinrichtung
bzw. Lagerflächenstandennur begrenzt zur
Verfügung. Somit war das Baufeldgleichzeitig
Baustelle, Baustelleneinrichtungsflächeund
Lagerfläche. Die Transportwegedurften den
Klinikbetrieb nicht behindern undwurden daher
vollständig von denHauptverkehrswegendes
Klinikumswie Klinikstrasseund Hauptzufahrten,
fern gehalten.
In der Bodenplatte des Neubaus standendrei
Kräne. Der Rohbau wurde von Osten beginnend
sowohl in die Länge als auch in die Höhe
errichtet.
Durch dieoptimierteTragstruktur des Gebäudes,
fürdie Gewährleistung derhöchstmöglichen,
räumlichen Flexibilität, bestanden sehr hohe
Anforderungen an die Ausführungsqualität
der Stahlbetonkonstruktion.
Im März 2007 begann derAbbruch im Haus 19.
DasGebäude wurde bisEnde 2006 vollständig
medizinisch genutzt, so dass eineBestands-
untersuchung im Vorfeld nur eingeschränkt
möglich war. Somit hatte der Generalunter-
nehmer die Aufgabe denBestand zu unter-
suchen und entsprechende Sanierungsmaß-
nahmen zu planen,abzustimmen und
umzusetzen.

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Im Zuge des Abbruchs der nicht mehrbenötigten
Innenausbauten, Trennwände undDeckenbe-
reiche wurde ersichtlich, dass dieBausubstanz
vor allem im 5. und 6. Obergeschoss in erheblich
schlechterem Zustand war, als in der Planung
zugrunde gelegt.
Dieohnehin sehr sparsame Baukonstruktion,
dieals Sanierungder Kriegsschäden in den
1950er Jahren ergänztwurde, konnte fürdie
zukünftigenFunktionen nicht wirtschaftlich
ertüchtigtwerden. Aus diesemGrund wurde
die Entscheidung zu Abbruch und Neubau des
5. und 6. Obergeschosses des Nord-und Süd-
flügels getroffen.
Durch die Lage desGebäudes in unmittelbarer
Nähe desHubschrauberlandeplatzesund den
daraus resultierenden Einschränkungenfür die
Aufstellung derKräne, konnte für die Abbruch-
und Neubauarbeiten im Haus 19 kein weiterer
Kran gestellt werden. Für denBetriebdes
Uniklinikumshätte ein weiterer Kran die
Sperrung des Hubschrauberlandeplatzes
bedeutet. Die gesamteAndienung erfolgte
über denwestlichenKrandes Hauses 27 und
damit ausschließlich über dieSüdseite des
Hauses 19. Der schlechteBauzustandund die
damit verbundenenwesentlichhöheren Auf-
wendungenfür dieSanierung hatten erheb-
lichen Einflussauf den Bauablauf, die Logistik
unddie Kosten.
MitvoranschreitendemBaufortschrittver-
stärkten sich dieDifferenzen zwischen dem
GU undSIB im Bezugauf diegeschuldeten
undausgeführtenQualitätenund Termine.
Anfang 2009 wurdendiese Unstimmigkeiten
derart prägnant,dass eineEinigung nichtmehr
möglich warund SIBden Vertragmit dem GU
im März kündigte. Zu diesemZeitpunktwar
derRohbaunochnicht fertig gestellt undder
Ausbau hattegerade begonnen.
Nach Neuorganisation derBaustelle konntendie
Bautätigkeiten im Juli 2009 wieder aufgenommen
werden. Die ausder Tätigkeit des GU über-
nommenenoffenen Planungsleistungen,
offenenBeauftragungen und offenenSchnitt-
stellenklärungen führten anfangs zu einem
zeitlich verlangsamten Bauablauf in beiden
Häusern. Mitdem Wiedererreicheneines
geordnetenBauablaufes konntenden Anfor-
derung des Nutzers und dem SIBentsprechende
Ausführungsqualitäten erreicht werden.
Im November 2009 konnte dann der erste Teil
der ErweiterungHaus 48 und im Juli 2011 der
erste Teildes NeubausHaus 27 (Pflegestationen
2.–4. Obergeschoss) an dasUniversitätsklinikum
Dresdenzur Nutzung übergebenwerden.

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Projektdaten
03/2003
Bauantrag
02/2004
Auslobung Architektenwettbewerb
05/2004
Wettbewerbsentscheidung
10/2004
Erstellung ES-Bau
06/2005
Genehmigung ES-Bau /Planungsauftrag
10/2005
Erstellung EW-Bau
01/2006
Genehmigung EW-Bau
12/2006
Generalunternehmervertrag
01/2007 Baubeginn
06/2008
Richtfest
03/2009
Kündigung GU
07/2009
WiederaufnahmeBaubetrieb
ab 09/2011Übergabe
GebäudedatenHaus 19
Gebäudelänge
104m
Gebäudebreite16m
Höhe desGebäude 25 m
über OK-Gelände
Nutzfläche
7.547 m²
Hauptnutzfläche
6.931 m²
BGF
15.616 m²
Bruttorauminhalt
53.374 m³
Gesamtbaukosten
42,3 Mio. Euro
160Betten
GebäudedatenHaus 27
Gebäudelänge
170 m
Gebäudebreite
48 m
Höhe des Gebäude 20 m
über OK-Gelände
Nutzfläche
15.614 m²
Hauptnutzfläche
14.168 m²
BGF
33.696 m²
Bruttorauminhalt
146.856 m³
Gesamtbaukosten
109,5 Mio. Euro
250 Betten

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Investor /Auftraggeber
SächsischesStaatsministerium der
Finanzen
Staatsminister Prof. Dr. GeorgUnland
Staatssekretär HansjörgKönig
SächsischesStaatsministerium
für Wissenschaft und Kunst
Staatsministerin Prof. Dr. jur. habil. Dr.
rer. pol. habil. Sabine IreneFreifrau
von Schorlemer
Staatssekretär Dr. Henry Hasenpflug
Bauherr
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus
an derTechnischen Universität Dresden
Anstalt des öffentlichenRechts
desFreistaates Sachsen
Fetscherstraße 74
01307Dresden
Vorstand
Prof. Dr. med. D. Michael Albrecht
Wilfried E. B. Winzer
Bauherrenvertreter/ Projektleitung
StaatsbetriebSächsisches Immobilien-
und Baumanagement, Zentrale
Wilhelm-Buck-Straße 4
01097 Dresden
Geschäftsführer Prof. DieterJanosch
Projektbeteiligte
Unternehmensbereich Planungs-und
Baumanagement
Unternehmensbereichsleiter Volker Kylau
StaatsbetriebSächsisches Immobilien-
undBaumanagement, Niederlassung
Dresden II
Niederlassungsleiter
Matthias von Rüdiger(bisSeptember2007)
Dr. Ulf Nickol (abOktober 2007)
Projektleitung
Anne-SteffiZschippang
HeikeKiko
Katrin Gürtler
Brigitte Seidel
MartinaKonieczny
ClaudiaLinek
Bent Becker
KathrinSchmidt
Dörthe Noack
AnnettSpitzner-Schmidt
Betriebstechnik
Jens Köckeritz
Hans-Joachim Möllmann
Werner Kraut
Reiner Horn
NorbertTräger
Volker Schmidt
Ines Fankhänel
Ingenieurbau
Matthias Rudolph
Ines Eckhardt
IlonaKobuß
Bernd Hentrich
Robert Hentschel
Vertragswesen/Vergabe
KarlfriedStörzel
Yvett Brodkorb
Susen Gruhl
Ingrid Ritscher
Projektbegleitungdes Nutzers
Leiter Geschäftsbereich Bau und Technik
SteffenKluge
Leiter Geschäftsbereich Logistik
undEin
kauf
Janko Haft
Projektleitung
Eckart Glaser
Veit Köhler
BeteiligtePlanungsbüros
Generalunternehmer (bis 17.03.2009)
BAMDeutschland AG
Mönchhaldenstraße 26
70191 Stuttgart

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Generalplaner
Assmann Beraten+PlanenGmbH
Nordstraße 23
38106Braunschweig
Gebäudeplanung
HWPPlanungsgesellschaftmbH
Rotenbergstr. 8
70190Stuttgart
Freianlagen
Assmann Beraten+PlanenGmbH
Reichenbachstraße 55
01069 Dresden
Garten- und Landschaftsarchitekt
AndreasBlume
Bautzner Straße 44
01099 Dresden
Ingenieurbauwerke/Verkehrsanlagen
Assmann Beraten+PlanenGmbH
Reichenbachstraße 55
01069 Dresden
Tragwerksplanung
Assmann Beraten+PlanenGmbH
Reichenbachstraße 55
01069 Dresden
Technische Ausrüstung
(HLS, MSR,Aufzugsanlagen)
Decon-DeutscheEnergie Consult GmbH
Reichenbachstraße 55
01069 Dresden
Technische Ausrüstung
(Medizintechnik)
Planungsgruppe M+M AG
AltenbergerStraße46a
01277Dresden
Projektsteuerung
Assmann Beraten + Planen GmbH
Nordstraße 23
38106Braunschweig
Tragwerksplanung Haus 19
oben
Mayer-Vorfelderund Dinkelacker
Ingenieurgesellschaft für Bauwesen
GmbH+Co. KG
An derPikardie6
01277Dresden
Tragwerksplanung Haus 27
oben
Boll undPartner
Beratende IngenieureVBI
Etzelstraße 11
70180Stuttgart
Brandschutzplaner
Ingenieurbüro Heilmann
Burglehnstraße 13
01796Pirna
Bauphysik
ITAWeimarGmbH
Ahornallee 1
99428Weimar
Tiefbau
Gürtler+Kaplan
Ingenieurgesellschaft mbH
ChemnitzerStraße119
01187Dresden
Außenanlagen
Garten-und Landschaftsarchitekt
AndreasBlume
Bautzner Straße 44
01099 Dresden
PrüfingenieurTragwerk Haus 27
Ingenieurbüro Kraus+Liedert
Hübnerstraße 27
01187Dresden
PrüfingenieurTragwerk Haus 19
Dr. Bröse
Badstraße 36
01465Langebrück
PrüfingenieurBrandschutz
Landeshauptstadt Dresden
Bauaufsichtsamt
HamburgerStraße 19
01067 Dresden
Sicherheitskoordination Haus 27
Weber-DresdenPlanungsgesellschaftmbH
Bremer Straße 65
01067 Dresden
Sicherheitskoordination Haus 19
bauteplan
Bautechnisches Planungsbüro
Dresdner Landstraße 3
01728 Bannewitz
Vermessung
IVD Ingenieur-Vermessungsbüro Dresden
KarlsruherStraße8
01189Dresden
Kunst am Bau Haus 27
Eva-Maria Wilde
Karl-Marx-Allee 75
10243Berlin
Kunst am Bau Haus 19
Dr. JudithSiegmund
Mittenwalder Str. 18
10961 Berlin
Nikolaus Koliusis
Leibnizstraße 64
70193Stuttgart
Ausführende Firmen
Neubau Haus 27 &Sanierung Haus 19
Rohbau
Generalunternehmer (bis 17.03.2009)
BAM Deutschland AG
Mönchhaldenstraße 26
70191 Stuttgart
Siegfried Schur Baubetrieb GmbH
Rietschener Str. 14b
02943 Boxberg
Bau Dresden-Gruna GmbH
Rauensteinstraße 2
01237Dresden
Rohbau–Betonsanierung
Nittel Bausanierung GmbH&Co. KG
Rottwerndorfer Straße 21
01796 Pirna
Rohbau - Wirtschaftshof
Hentschke Bau GmbH
Grimmstraße 28
01139Dresden
Dämmung–WDVSHaus 19
Siegfried Schur BaubetriebGmbH
RietschenerStr. 14b
02943 Boxberg
SanierungAußenputz Laterne
Siegfried Schur Baubetrieb GmbH
Rietschener Str. 14b
02943 Boxberg
SanierungAußenputz Fassade
Palm GmbH
Berliner Straße 48
01558Großenhain
Metallbau–Pfosten-Riegel-Fassade
MetallbauHofmann
Straße der Bergarbeiter 6b
06132Halle
Wirth & Co. GmbH
Zöllnerplatz 26
09111 Chemnitz

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53
MetallbauJungGmbH
Gewerbehof 2
16306Passow
Fassadenbekleidung
SiwoniaGmbH
Quarzstr. 3
17036Neubrandenburg
SchüngelMetal SystemsGmbH
Am Weißen Berg 20
04600Altenburg
Sonnenschutz
Warema Renkhoff GmbH
Grimmstraße 28
01139Dresden
Sonnenschutz- Schiebeläden
Matthias HalfterGmbH
Heidelberger Straße 6
01189Dresden
Vorhanganlagen
Sonnenschutz Manfred Wilhelm
TambacherStraße72a
98593Floh-Seligenthal
Fassadenbefahranlage
Secalt S.A.
3, Rue du FortDumoulin
P.O. Box1113, L-1011Luxembourg
Trockenbau
ARGE Ausbau DINZ Dresden
Jaeger Ausbau GmbH+Co. KG
Menzel Trockenbau +AusbauGmbH
StennerStr. 43
08064Zwickau
HPGAkustik- undTrockenbauGmbH
Reisstr. 44
01257 Dresden
Werner Trockenbau GmbH
Saalhausener Str. 51
01159Dresden
OP Wände u. Decken
GHK-DOMO GmbH
Darre 2a
37581Bad Gandersheim
Fenster, Türen
Fenster- undTüren
BretschneiderGmbH
An derB101
09603Großschirma
Holzschiebetüren
KOSSpezialtüren
Landwehr152-156
46514 Schermbeck
Holztüren
M&MBauelemente
Forstfeldstr. 2
34123 Kassel
Automatiktüren
Record Türautomation GmbH
Otto-Wels-Straße 9
42111 Wuppertal
Stahl-Glastüren
Remmel +Peters GmbH&Co. KG
Am Weißiger Bach 151
01328 Dresden
Stahltüren
Heller Tortechnik
Steinstr. 1a
16303 Schwedt /Oder
Malerarbeiten
JeschkeMaler-Bau-Service GmbH
Naumannstr. 2
01309 Dresden
PR-Holz-Glaswände
Kurwan Bau- und Möbeltischlerei
ChemnitzerStraße 1a
09619Mulda
Ganzglastrennwände
Amontega GbR
Weidendamm 15
14482Potsdam
mobile Trennwandsysteme
Franz Nüsing GmbH&Co. KG
Borkstr. 5
48163 Münster
DormaHüppe GmbH&Co. KG
Industriestr. 5
26655 Westerstede
Duschwandverkleidung
Brem Systeme GmbH
Boschstraße 7
94405 Landau
Schlosserarbeiten
Stahl- undMetallbau Künzel
Fleischerstr. 8
09496 Marienberg

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54
MetallbauKrauße
Gewerbegebiet /ObererLadenberg5
01819 Berggießhübel
Theuring& Arlt KG
Neumarkt 9
08451Crimmitschau
Tischler
Novus Objekteinrichtung
GmbH&Co. KG
KaltenbronnerWeg 6
98646Hildburghausen
Tino Tischler
Münchenhofstr. 70
39124Magdeburg
Lindner AG
Bahnhofstraße 29
94424Arnstorf
Möbelbau Sayda GmbH
Schloßweg3
09619Sayda
Estricharbeiten
Spaansen Fliessestriche GmbH
Pflaumenallee 17
09603Großschirma
OT Obergruna
Bodenbelag - Parkett
BembeParkett
Burgsdorffstr. 17
01129Dresden
Bodenbelag - Naturstein
E. & E. Cosovic Naturstein GmbH
Zörbiger Straße 7
06188Landsberg
Fliesen- undOfenbau Wehner
Georgenstr. 11
04860 Torgau
Bodenbelag–Linoleum/ PVC
Raumstudio Falter GmbH
Heidenauer Str. 23
01259Dresden
Fliesenarbeiten
TrenkwalderBau GmbH
Nikolaistraße 27
04109 Leipzig
Behnisch FliesenfachbetriebGmbH
Kamenzer Straße 1
01896Pulsnitz
Metalldecken
Lindner AG
Bahnhofstraße 29
94424Arnstorf
Schwerlastdecken
Dibatec GmbH
Neuengammer Hausdeich 16
21039Hamburg
Dachabdichtungsarbeiten
Sven Görlach GbR
Reichenbacher Str. 6
02627 Weißenberg
Dachdeckerarbeiten
Jens Janke
Teutoburgstr. 13
01309 Dresden
Hörsaalgestühl
KPBKönigseer Podestbau/Bestuhlung GmbH
Industrie- und Gewerbepark 25
07426Königsee
DigitaleSchließanlage
FelgnerSicherheitstechnik GmbH&Co.KG
Heiligenbornstraße 17
01219 Dresden
Baustelleneinrichtung
Algeco GmbH
Plessaer Str. 35
04928Schraden
Baustellenbewachung
Sächsische Wach- und
SchließgesellschaftmbH
Riesaer Straße 7
01129 Dresden

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Gerüstbauarbeiten
Otto GerüstbauGmbH
Gartenweg 18
01917Kamenz
Winterbauheizung
DREWAG-StadtwerkeDresden GmbH
Rosenstraße 32
01067 Dresden
Baureinigung
AGG AllgemeineGebäudereinigungs GmbH
Hugo-Junkers-Ring 1
01109Dresden
Heizung, Lüftung, Sanitär, Kälte
YITGmbH
BlasewitzerStr. 80
01307Dresden
Elektroinstallation
Siemens Building Technologies
GmbH & Co. oHG
Washingtonstr. 16/16a
01139 Dresden
W-LAN
T-SystemsInternation GmbH
Querstraße 1
04103 Leipzig
Aufzugsanlagen
FB-Aufzüge GmbH&Co. KG
Am Gewerbegebiet 11
01477Arnsdorf b. Dresden
Radetzky Thüringer Aufzug-Bau GmbH
Am Kiesberge 35
99195Nöda
Medizinische Gase
Dräger MedicalANSYGmbH
Gustav-Ricker-Straße 62
39120Magdeburg
Medizinische Funktionsmöbel–
Kunststoff / Holz
Möbelbau Sayda GmbH
Schloßweg3
09619 Sayda
Medizinische Funktionsmöbel– Stahl
BLANCO CS GmbH+Co. KG
Flehinger Str. 59
75038 Oberdingen
Modulsystem
Medi-SystemKrankenhausberatungs-
und–einrichtungs GmbH
AlterPostweg 12
27777 Ganderkesee
OP-Tischsysteme
Maquet Vertrieb undService
DeutschlandGmbH
Kehler Str. 31
76437Rastatt
OP- u. Untersuchungsleuchten
Berchtold GmbH&Co. KG
LudwigstalerStr. 25
78532Tuttlingen
UnreineArbeitsräume
KODRAApparatebau KG
Bruno-Jacoby-Weg9
70597Stuttgart
Regalanlagen
Zippel RegalanlagenGmbH
BurgtreswitzerStr. 7
92709Moosbach
Deckenversorgungseinheiten
TrumpfMedizinSysteme GmbH&Co. KG
Benzstraße 26
82178Puchheim
LabortechnischeAnlagen
Waldner Laboreinrichtungen GmbH & Co. KG
Georgenstraße 35
10117 Berlin
MSR-Technik
Sauter Deutschland
Sauter-Cumulus GmbH
Karl-Marx-Str. 11/11a
01109Dresden
Außenanlagen
Steinsetz-undStraßenbaubetriebHausdorf
Dorfstraße 26
01561 Tauscha
Schur Baubetrieb GmbH
Rietschener Str. 14b
02943 Boxberg
K+S Stahl- & BehälterbauGmbH
Grenzweg 12
07381Pößneck
Außenanlagen–elektrische Anlagen
Siemens Building Technologies
GmbH&Co. oHG
Washingtonstr. 16/16a
01139Dresden
Beschilderung
Illig - Informations- und Beschilderung
HohensteinerStraße 35
09366 Stollberg

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Herausgeber:
Staatsbetrieb
Sächsisches Immobilien- und Baumanagement
Wilhelm-Buck-Straße 4
01097 Dresden
www.sib.sachsen.de
im Auftragdes Freistaates Sachsen,
Sächsisches Staatsministeriumder Finanzen
www.smf.sachsen.de
Redaktion:
SIB - Niederlassung Dresden II
Gestaltung und Satz:
Agentur Grafikladen, Dresden
Fotografie:
Prof. Jörg Schöner, Dresden
Peter Horn, Stuttgart
Thomas Albrecht, Dresden
Druck:
Stoba-Druck GmbH, Lampertswalde
Redaktionsschluss:
Juni 2013
Auflage:
2.000 Stück
Bezug:
Diese Druckschrift kann kostenfrei bezogen werdenbei:
Zentraler Broschürenversand der Sächsischen Staatsregierung
Hammerweg 30, 01127Dresden
Telefon: +49 3512103671 oder +49 351 2103672
Telefax:+49 3512103681
E-Mail: publikationen@sachsen.de
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