Sachsen Digital
Anhang (Maßnahmenteil 2019) zur
Digitalisierungsstrategie des Freistaates Sachsen
3., vollständig aktualisierte Auflage

 
3
Sachsen Digital
Anhang (Maßnahmenteil 2019) zur
Digitalisierungsstrategie des Freistaates Sachsen
3., vollständig aktualisierte Auflage
Maßnahmenübersicht und Beschreibung der Maßnahmen zur Umsetzung
Der Maßnahmenteil beschreibt eine dynamische Handlungsebene, die stetigem Wandel unterliegt und seit 2016 einem
regelmäßigen Controlling zugeführt wird.
Hinweise:
Inhalte und Maßnahmen der Digitalisierungsstrategie stellen kein Präjudiz für die Bereitstellung von Haushaltsmit-
teln des Freistaates Sachsen dar. Ein Anspruch auf Realisierung, Finanzierung oder finanzielle Förderung kann daraus
nicht abgeleitet werden.
Die strategischen Ziele und Handlungsfelder von "Sachsen Digital" wurden mit der dritten aktualisierten Auflage
angepasst und überarbeitet. Der vorliegende, aktualisierte Anhang (Maßnahmenteil 2019) gibt den Stand zum
1. März 2019 wieder.

 
4
Inhaltsverzeichnis Maßnahmen
Inhaltsverzeichnis Maßnahmen
1. Strategisches Ziel: Digitale Infrastruktur entwickeln
11
1.1. Handlungsfeld: Flächendeckender Breitbandausbau
12
1.1.1.
Erarbeitung eines NGA-Breitbandausbaukonzeptes für Sachsen
12
1.1.2. Erstellung eines Förderkonzeptes zur Verzahnung
bestehender Förderangebote zum Breitbandausbau in Sachsen
13
1.1.3. Operationalisierung des NGA-Breitbandausbaukonzeptes
im Rahmen der Digitalen Offensive Sachsen (DiOS)
14
1.1.4. Durchführung von Vorhaben des Breitbandausbaus im Rahmen einer LEADER-Entwicklungsstrategie 15
1.1.5. Verbesserung der Breitbandversorgung durch die Richtlinie Ländliche Entwicklung
16
1.1.6. WLAN.Sachsen (I) - Erstellung eines Gesamtkonzeptes „WLAN.Sachsen“
und Förderung eines Pilotprojektes zur öffentlichen WLAN-Versorgung (Regierungscampus)
17
1.1.7. WLAN.Sachsen (II) - Förderung öffentlicher WLAN-Hotspots
in touristisch relevanten Bereichen (Richtlinie Digitale Offensive Sachsen - RL DiOS)
18
1.1.8. Entwicklung der Beratungsstelle Digitale Offensive Sachsen
(Beratungsstelle DiOS) zu einem Breitbandkompetenzzentrum (BKZ)
19
1.1.9. Einführung breitbandiger Datendienste für die Behörden
und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS)
20
1.1.10. Entwicklung und Erprobung neuer Telekommunikationstechnologien in Sachsen
21
1.1.11. Sachsen auf dem Weg in eine Gigabit-Gesellschaft - Studie zu den Potenzialen, möglichen
Anwendungen und der erforderlichen Gigabitinfrastruktur
22
1.2. Handlungsfeld: Konvergenz der Netze
23
1.2.1. Förderung Intelligenter Netze im Energiebereich
23
1.2.2. Begleitung von „Smart City“-ÖPNV-Projekten
24
1.2.3. Erprobung Intelligenter Verkehrssysteme im Straßenverkehr
25
1.2.4. Landesinitiative Digitalisierung in der Energiewirtschaft
26
1.2.5. Unterstützung des Projekts „Sachsen mobil“ zur Weiterentwicklung des digitalen Vertriebs im ÖPNV 27
1.3. Handlungsfeld: Vernetzung im Gesundheits- und Pflegebereich
28
1.3.1. Unterstützung der Einführung der medizinischen Telematik-Infrastruktur in Sachsen
28
1.3.2. Förderung der Entwicklung der IT-Plattform „CCS Telehealth Ostsachsen“
29
1.3.3. Förderung der Einführung von Assistenzsystemen und integrativen Versorgungs- und
Dienstleistungsnetzwerken (EFRE-RL SMS 2014-2020)
30

Inhaltsverzeichnis Maßnahmen
5
2. Strategisches Ziel: Informations- und Cybersicherheit gewährleisten
31
2.1. Handlungsfeld: Sicherheit in der öffentlichen Verwaltung
32
2.1.1. Sensibilisierung der Verwaltungsmitarbeiter für das Thema Informations- und Cybersicherheit
32
2.1.2. Ausbau des sächsischen Computer Emergency Response Teams (SAX.CERT)
33
2.1.3. Ausbau der Sicherheitsinfrastuktur des sächsischen Verwaltungsnetzes (SVN)
34
2.1.4. Erarbeitung und Umsetzung eines Konzeptes zur Netzhärtung für den Digitalfunk der Behörden
und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS-Digitalfunk)
35
2.2. Handlungsfeld: Sicherheit für Bürger und Unternehmen
36
2.2.1. Sensibilisierung der allgemeinen Öffentlichkeit für das Thema Informations- und Cybersicherheit
36
2.2.2. Entwicklung eines gesamtgesellschaftlichen Präventionsansatzes durch die AG Digitale Medien
des Landespräventionsrates
37
2.2.3. Unterstützung von Unternehmen bei der Implementierung von Schutzsystemen
38
2.2.4. Sicherheitsmonitoring für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Sachsen
39
2.2.5. Veranstaltungsreihe „IT Sicherheit in sächsischen KMU“
40
2.3. Handlungsfeld: Bekämpfung der Cyberkriminalität
41
2.3.1. Ausbau des Cybercrime-Competence Centers (SN4C)
41
2.3.2. Schaffung einer sächsischen Zentralstelle zur Bekämpfung von Cybercrime
42
2.3.3. Fortbildung der Polizei im Bereich „Bekämpfung von Cybercrime“
43
2.3.4. Umsetzung des IT-Vorhabens „IT-Forensik.2020“
44
2.3.5. Fortführung des Vorbereitungsdienstes in der Fachrichtung Polizei im Schwerpunkt Computer-
und Internetkriminalitätsdienst
45
3. Strategisches Ziel: Kompetenz und „Gute Arbeit“ im digitalen Zeitalter gestalten
47
3.1. Handlungsfeld: Kompetenzen für die digital geprägte Gesellschaft
48
3.1.1. Verbesserung der Medienkompetenz von Lehrkräften durch passgenaue Fortbildungsangebote
48
3.1.2. Stärkung der IT- und Medienkompetenz von Beschäftigten und Auszubildenden im Rahmen
der ESF-Richtlinie „Berufliche Bildung“
49
3.1.3. Unterstützung des Arbeitskreises E-Learning der Landesrektorenkonferenz sächsischer Hochschulen 50
3.1.4. Etablierung der Medienpädagogik als Querschnittsaufgabe in den Lehramtsstudiengängen
51
3.1.5. Entwicklung von Projekten zur Unterstützung der sorbischen Sprache
(elektronisches Lehrbuch, digitale Rechtschreibprüfung, Online-Lernprogramm)
52
3.1.6. SMK-Konzeption „Medienbildung und Digitalisierung in der Schule“
53

6
Inhaltsverzeichnis Maßnahmen
3.1.7. Modell- und Transfervorhaben zur Einführung digitalgestützter Lernwerkzeuge
in der beruflichen Aus- und Weiterbildung
54
3.1.8. Einrichtung eines Bachelorstudiengangs Digitale Verwaltung an
der Hochschule Meißen (FH) und Fortbildungszentrum
55
3.1.9. Förderung von anerkannten Weiterbildungseinrichtungen zur Verbesserung ihrer digitalen
Infrastruktur und von Projekten zur digitalen Grundbildung
56
3.1.10. Medienbildung in Sachsen (MESA) – Landesstrategie zur Förderung der Medienkompetenzen
im außerschulischen Bereich
57
3.2. Handlungsfeld: Arbeitswelt im digitalen Zeitalter
58
3.2.1. Bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch Ausbau
der Telearbeit in der Sächsischen Staatsverwaltung
58
3.2.2. Interessenvertretung und Öffentlichkeitsarbeit zum Thema „Digitale Arbeit“
61
3.2.3. Forschung zu den Auswirkungen des digitalen Wandels auf die Arbeit und daraus
resultierende Gestaltungsmöglichkeiten
62
3.2.4. Arbeit 4.0: Stärkung des lebensphasenorientierten Personalmanagements im Freistaat Sachsen
63
3.2.5. Diskussion und Sensibilisierung für das Thema Arbeitsschutz 4.0
64
4. Strategisches Ziel: Digitale Innovationskraft stärken
65
4.1. Handlungsfeld: Hard- und Software
66
4.1.1. Förderung von Aktivitäten eines IT-/Software-Clusters und von digitalisierungsbezogenen
Innovationsclustern sowie Kooperationsnetzwerken in Sachsen
66
4.1.2. Beteiligung am Mikroelektronikförderprogramm ECSEL
68
4.1.3. Förderprogramm Kofinanzierung Kinodigitalisierung in Sachsen
69
4.1.4. Unterstützung der Blockchain-Schaufensterregion Mittweida
70
4.1.5. Förderung des Projekts „Künstliche Intelligenz – Kompetenzen und Innovationspotenzial
in Sachsen“ (KIKiS)
71
4.2. Handlungsfeld: Wirtschaft 4.0
72
4.2.1. Entwicklung einer industriepolitischen Gesamtstrategie für Sachsen
72
4.2.2. Professionalisierung sächsischer Touristinformationseinrichtungen
73
4.2.3. Entwicklung barrierefreier Angebote für touristische Angebote
74
4.2.4. Fortschreibung der Tourismusstrategie Sachsen 2020 insbesondere unter Berücksichtigung
von Digitalisierungsaspekten
75
4.2.5. Nutzung der Wertschöpfungspotenziale der Kultur- und Kreativwirtschaft (KKwi) für die
sächsische Wirtschaft
76

Inhaltsverzeichnis Maßnahmen
7
4.2.6. Beratung des inhabergeführten Einzelhandels zur Nutzung digitaler Technologien
77
4.2.7. Digitalisierung als Querschnittsthema in der Studie „Logistikwirtschaft im Freistaat Sachsen“
78
4.2.8. Smart Systems Hub Dresden (SSH)
79
4.2.9. Unterstützung innovativer Unternehmen
(Technologiegründerstipendium, InnoStartBonus, Mittelstandsrichtlinie)
80
4.2.10. Smart Infrastructure Hub Leipzig (SIH) (vormals Teil von Maßnahme 4.2.8.)
82
4.2.11. Förderung von Vorhaben zur Digitalisierung von
Geschäftsprozessen in landwirtschaftlichen Unternehmen
84
4.2.12. Unterstützung des Projekts „Data Mining und Wertschöpfung“
85
4.2.13. simul+InnovationHub 86
4.2.14. Smart Utilities and Sustainable Infrastructure Change
87
4.2.15. DigiNetPolSax – Intensivierung der sächsisch-polnischen Zusammenarbeit
im Bereich der Digitalisierung
88
4.2.16. Unterstützung des Smart Rail Connectivity Campus (SRCC)
89
4.2.17. Veranstaltungsreihe zur Digitalisierung in der Steuerberatungsbranche
90
4.3. Handlungsfeld: Bedarfsorientierter Ausbau der FuE-Infrastruktur
91
4.3.1. Ansiedlung eines Instituts für angewandte Software-Forschung
91
4.3.2. Entwicklung eines Spitzenzentrums Funktionsintegration
für Mikro-/Nanoelektronik der Fraunhofer-Gesellschaft
92
4.3.3. Investition in Reinraum-Erweiterungen des Fraunhofer Instituts
für Photonische Mikrosysteme (IPMS)
93
4.3.4. Nutzung von Big Data durch die Hochschulbibliotheken des Freistaates Sachsen
94
4.3.5. Landesdigitalisierungsprogramm für Wissenschaft und Kultur des Freistaats Sachsen
95
4.3.6. Erweiterung des Hochleistungsrechners HRSK-II für die
skalierbare Datenanalyse: HPC Data Analytics (HPC-DA)
96
4.3.7. Neubau für den Institutsteil Entwicklung Adaptiver Systeme (EAS) des Fraunhofer-Instituts
für Integrierte Schaltungen (IIS)
97
4.3.8. Transferzentrum „Funktionsintegration für die Mikro-/Nanoelektronik“
98
4.4. Handlungsfeld: Innovative Ansätze in der Gesundheits-
und Pflegewirtschaft sowie im Umweltbereich
99
4.4.1. Förderung der Weiterentwicklung digitaler Dienste im Bereich der Gesundheits-
und Pflegewirtschaft
99

8
Inhaltsverzeichnis Maßnahmen
4.4.2. Förderung des EU-übergreifenden Innovationstransfers
100
4.4.3. Forschung und Entwicklung zur Digitalisierung der Patientenversorgung
101
4.4.4. Fachbeirat des SMS zu Fragen der Digitalisierung im Gesundheitswesen (eHealth-Beirat)
102
4.4.5. Klassenbranding an der HHL und am „SpinLab – The HHL Accelerator“
103
4.4.6. Förderung der Digitalisierung im Gesundheitswesen im Freistaat Sachsen (RL eHealthSax 2017/18)
104
4.4.7. Naturschutz- und Regionalentwicklungsprojekt „Engagement 2020“ – „REGIOCROWD“
105
4.4.8. Unterstützung des „Else Kröner-Fresenius Zentrums für Digitale Gesundheit“
an der Technischen Universität Dresden
106
5. Strategisches Ziel: Digitalisierung der Verwaltung und öffentlicher Institutionen vorantreiben
107
5.1. Handlungsfeld: Öffnung des Staates und der Verwaltung zu Bürgern
und Unternehmen mit IT unterstützen
108
5.1.1. Aufbau des sächsischen Open Data Portals
108
5.1.2. Weiterentwicklung der Geodateninfrastruktur in Sachsen
109
5.1.3. Weiterentwicklung des Online-Beteiligungsportals Sachsen
110
5.1.4. Weiterentwicklung der Deutschen Zentralbücherei für Blinde
111
5.1.5. Weiterentwicklung des Internet-Portals „Sächsisches Wildmonitoring“
112
5.1.6. ROHSA 3 (Rohstoffdaten Sachsens) als Schlüsselprojekt der Sächsischen Rohstoffstrategie
113
5.1.7. Erweiterung des Förderportals für die elektronische Antragstellung bei der Sächsischen
Aufbaubank – Förderbank (SAB)
115
5.1.8. Etablierung einer Projektplattform für Bauprojekte zur effizienten Zusammenarbeit mit
externen Planungsbüros
116
5.1.9. Implementierung des Building Information Modeling (BIM)
117
5.2. Handlungsfeld: Elektronische Kommunikation mit Verwaltung
und öffentlichen Institutionen etablieren
118
5.2.1. Ausbau des Service-Portals Amt24
118
5.2.2. Weiterentwicklung der Behördennummer 115
119
5.2.3. Ausbau Moderne Bürgerdienste
120
5.2.4. Innovationkommune Brandis und Innovationsnetzwerk Sachsen
121
5.2.5. Einführung der Basiskomponente Antragsmanagement für Online-Antragsverfahren
122
5.2.5. Einführung der Basiskomponente Antragsmanagement für Online-Antragsverfahren
123
5.2.6. Bereitstellung digitaler Zugänge zu einmaligem archivischem Kulturgut
124

Inhaltsverzeichnis Maßnahmen
9
5.2.7. Umsetzung des Projektes „Elektronischer Versand von Dokumenten (eVvD)“ zum Ausbau und
zur Etablierung des Elektronischen Rechtsverkehrs
125
5.2.8. Einführung des elektronischen Rechtsverkehrs (ERV) und der elektronischen Grundaktenführung
bei den sächsischen Grundbuchämtern zum Ausbau und zur Etablierung des Elektronischen
Rechtsverkehrs
126
5.2.9. Öffentliche Zustellungen und Bekanntmachungen im Justizportal anzeigen zur Erleichterung
des Zugangs der Bürger zur Justiz mittels elektronischer Portale
127
5.2.10. Schaffung eines zentralen Schutzschriftenregisters der Länder (ZSSR) zur Erleichterung des
Zugangs der Bürger zur Justiz mittels elektronischer Portale
128
5.2.11. Modernisierung des Insolvenzbekanntmachungsportals zur Erleichterung des Zugangs der Bürger
zur Justiz mittels elektronischer Portale
129
5.2.12. Einführung eines zentralen Schullogin für alle sächsischen Schüler und Lehrer
130
5.2.13. Weiterentwicklung des Internet-Portals „Online-Jagdscheinprüfung“
131
5.2.14. Einführung der elektronischen Vergabe für staatliche Vergabestellen (E-Vergabe)
132
5.2.15. Einführung der Elektronischen Rechnung
133
5.2.16. Digitalisierung des Baugenehmigungsverfahrens / Einführung Standard XBau
134
5.2.17. Entwicklung und Einführung eines bundeseinheitlichen Datenbankgrundbuchs (dabag)
135
5.2.18. Elektronisches Lernen Ausbildung im Netzwerk für Referendarinnen und Referendare (ELAN-REF)
136
5.3. Handlungsfeld: Den Einsatz von IT bei der Erledigung von Verwaltungstätigkeiten weiter
vorantreiben und wirtschaftlich gestalten
137
5.3.1. Einführung der elektronischen Vorgangsbearbeitung und Aktenführung
137
5.3.2. Aufbau einer zentralen Informations- und Wissensdatenbank für die Bediensteten der
Sächsischen Staatsverwaltung
138
5.3.3. Nutzung der GeodatenInfrastruktur Sachsen
139
5.3.4. Redesign des Fachverfahrens forumSTAR (neu: GeFa) zur Anpassung und Modernisierung der
IT-Fachverfahren der sächsischen Justiz
140
5.3.5. Umsetzung des Projekts „Strafgerichtliche Verfahrensneuanlage (SGNA)“ zur Anpassung und
Modernisierung der IT-Fachverfahren der sächsischen Justiz
141
5.3.6. Umsetzung des Projektes „Insolvenztabelle“ zur Anpassung und Modernisierung der
IT-Fachverfahren der sächsischen Justiz
142
5.3.7. Bereitstellung von Hochwasserinformationen und -warnungen durch das
Landeshochwasserzentrum (LHWZ) des Freistaates Sachsen
143
5.3.8. DIANAweb - digitale Antragstellung Agrar webbasiert
144
5.3.9. Weitestgehende Digitalisierung der Anerkennung von Saat- und Pflanzgut im Freistaat Sachsen
145

10
5.3.10. Aufbau des innerbetrieblichen, mobilen Forstinformationssystems (FISmobil)
im Staatsbetrieb Sachsenforst
146
5.3.11. Datenaustausch zwischen dem Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie
(LfULG) und sächsischen Kommunen im Rahmen des Vollzuges der EU-Umgebungslärm-Richtlinie
147
5.3.12. Umstellung der analogen Datenanbindung automatischer Messstationen für Umweltdaten
auf IP-basierte Kommunikation
148
5.3.13. Elektronische Kommunikation der Hauptkasse mit dem Statistischen Landesamt als Pilotprojekt
bezüglich der Anordnung der elektronischen Kassenanordnungen im MBS-Verfahren
(wurde in Maßnahme 5.2.15 integriert)
149
5.3.14. Scannen zur steuerlichen Beleglesung von Jahressteuererklärungen und von Fragebögen zur
steuerlichen Erfassung
150
5.3.15. Einführung von „Voice over Internet Protocol“ in der sächsischen Landesverwaltung
151
5.3.16. Einführung einer Datenbank zur Erfassung von Doktoranden
152
5.3.17. Modernisierung des Internetauftritts der Hochschule Meißen (FH) und des Fortbildungszentrums
mit der Etablierung geschützter elektronischer Interaktionsmöglichkeiten
153
5.3.18. Zentrale Bereitstellung von E-Government Basiskomponenten (BaK)
154
5.3.19. Erneuerung des Sächsischen Verwaltungsnetzes (SVN 2.0)
155
5.3.20. Elektronisches Lehrgangsteilnehmermanagement an der Landesfeuerwehr- und
Katastrophenschutzschule Sachsen
156
5.3.21. Einführung eines elektronischen Aufgabenmanagementsystems innerhalb einer Abteilung
des Landesamtes für Steuern und Finanzen (LSF) als Pilotprojekt
157
5.3.22. Einführung der elektronischen Vorgangsbearbeitung und Aktenführung
(Digitalisierung von Beihilfebearbeitungsprozessen)
158
5.3.23. Einführung eines webbasierten Versorgungsauskunftsverfahrens für
die Beamten des Freistaates Sachsen (Online-Versorgungsauskunft)
159
5.3.24. Einführung eines computergestützten Facility Managementsystems (CAFM)
160
5.3.25. Aufbau einer zentralen und sachsenweiten Liegenschafts- und Flächennutzungsdatenbank
161
5.3.26. Digitaler Verwaltungscampus Meißen
162
5.3.27. Webbasierte Datenanwendung zur Erstschadenserfassung bei Elementarschadensereignissen (ESM) 163
5.3.28. Förderung IT-gestützter interkommunaler Kooperationen
164
Abkürzungsverzeichnis 165

1. Strategisches Ziel:
Digitale Infrastruktur entwickeln

12
Anhang: Maßnahmen, 1 - Digitale Infrastruktur entwickeln
1. Strategisches Ziel: Digitale Infrastruktur entwickeln
1.1.
Handlungsfeld: Flächendeckender Breitbandausbau
Maßnahme
1.1.1.
Erarbeitung eines NGA-Breitbandausbaukonzeptes für Sachsen
Federführung
SMWA
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
SK; SMI; SMUL
Beschreibung
Der Auf- und Ausbau einer flächendeckenden, leistungs- und zukunftsfähigen digitalen Infrastruktur bildet
ein wesentliches strategisches Ziel innerhalb von „Sachsen Digital“ und liefert oft erst die Voraussetzung zur
Umsetzung und Ermöglichung der anderen, in der sächsischen Digitalisierungsstrategie benannten Ziele, Hand-
lungsfelder und Maßnahmen. Sie ist die Grundlage für den Anschluss des Freistaates an europäische und inter-
nationale Entwicklungen. Die Staatsregierung konzentriert sich daher auf den flächendeckenden Ausbau von
Hochgeschwindigkeitsbreitbandnetzen (NGA-Netze).
Mit dem zu Beginn des Jahres 2018 geschlossenen Koalitionsvertrag der Bundesregierung findet der geförderte
Breitbandausbau mit einem stärkeren Fokus auf gigabitfähige Infrastruktur statt. Die Regierungskoalition in
Sachsen hat sich bereits im Dezember 2017 das Ziel einer flächendeckenden Versorgung des Freistaates mit
gigabitfähigen Infrastrukturen gesetzt. Die beim Ausbau anfallenden Eigenanteile der Kommunen werden vom
Freistaat kompensiert, auch bei den Kommunen, die sich bereits in der Planung bzw. Umsetzung von Projekten
befinden oder den Ausbau auf der Grundlage der Richtlinie Digitale Offensive Sachsen (RL DiOS 2013) bereits
erfolgreich gemeistert haben.
Zur Operationalisierung des Breitbandausbaukonzepts vgl. Maßnahme 1.1.3.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
-
Erläuterung zur
Umsetzung
Januar 2016:
Verabschiedung des Breitbandausbaukonzeptes
Abschluss der
Maßnahme
innerhalb der Legislaturperiode
Stand der
Umsetzung
abgeschlossen

Anhang: Maßnahmen, 1 - Digitale Infrastruktur entwickeln
13
Maßnahme
1.1.2.
Erstellung eines Förderkonzeptes zur Verzahnung
bestehender Förderangebote zum Breitbandausbau in Sachsen
Federführung
SMWA
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
SK; SMI; SMUL
Beschreibung
Das Programm „Digitale Offensive Sachsen“ (DiOS) und die dazugehörigen Förderrichtlinien (RL DiOS und RL
DiOS-EFRE) bilden die wichtigste, explizit NGA (Next Generation Access)-fokussierte Basis für den Breitband-
ausbau in Sachsen. Daneben bestehen weitere Förderangebote. Das Förderkonzept zeigt die gesamte Förder-
kulisse zum Breitbandausbau in Sachsen auf und positioniert die einzelnen Förderprogramme zueinander. Im
Sinne eines effizienten Fördermitteleinsatzes und der Erreichung des politischen NGA-Flächendeckungszieles
wurden bestehende bzw. geplante Förderangebote seitens des Freistaates Sachsen, des Bundes, und der EU,
fördermateriell und auch -finanziell aufeinander abgestimmt. Entsprechend der Spezifika der einzelnen Förder-
richtlinien wurden hierzu separate Förderkonzepte erstellt, welche die grundlegende Positionierung der Richt-
linien zueinander untersetzen.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
-
Erläuterung zur
Umsetzung
25. Januar 2016:
Beschluss des Förderkonzeptes zur RL DiOS im Kabinett
27. September 2016:
Beschluss des Förderkonzeptes zur RL DiOS-EFRE im Kabinett
11. Dezember 2017:
Absichtserklärung im Koalitionsausschuss: „Ziel ist die flächendeckende Versorgung des
Freistaates mit Glasfaser.“
Abschluss der
Maßnahme
innerhalb der Legislaturperiode
Stand der
Umsetzung
abgeschlossen

14
Anhang: Maßnahmen, 1 - Digitale Infrastruktur entwickeln
Maßnahme
1.1.3.
Operationalisierung des NGA-Breitbandausbaukonzeptes
im Rahmen der Digitalen Offensive Sachsen (DiOS)
Federführung
SMWA
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
-
Beschreibung
Mit einer aktuellen Breitbandverfügbarkeit der Anschlüsse mit mindestens 50 Mbit/s im Download bei 70,8
Prozent (Stand Mitte 2018) liegt der Freistaat Sachsen im bundesweiten Vergleich an viertletzter Stelle. Das
Programm DiOS bildet die wichtigste, explizit breitbandfokussierte Fachförderung des Freistaates Sachsen.
Für den Breitbandausbau über die DiOS wurde zur Finanzierung der Maßnahmen der Breitbandfonds Sachsen
gegründet. Seit Dezember 2017 wurde die Zielstellung der Breitbandförderung auf die nachhaltige Versorgung
mit gigabitfähigen Bandbreiten geschärft, sodass künftige Förderungen an die Erreichung dieser Zielsetzung
gebunden sind.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
-
Erläuterung zur
Umsetzung
3. Juli 2018:
Inkrafttreten der geänderten Bundesförderrichtlinie zum Breitbandausbau
19. September 2018:
Inkrafttreten der angepassten sächsischen Richtlinie zur Kofinanzierung der Bundesför-
derung durch die DiOS
Stand Ende 2018:
397 sächsische Kommunen sind in den Breitbandausbau gestartet (selbst durch interkommunales Zusam-
menarbeiten oder als Bestandteil von Landkreisprojekten, zumindest in Form von Beratungsförderung)
sieben Kommunen haben Breitbandausbau mit Versorgungziel "mindestens 50 MBit/s" abgeschlossen
diese Bandbreite entspricht dem bis Ende 2017 geltenden Versorgungsziel der Staatsregierung
insgesamt 154 Projekte durch gemeinsame Förderungen von Bund und Land umgesetzt
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

Anhang: Maßnahmen, 1 - Digitale Infrastruktur entwickeln
15
Maßnahme
1.1.4.
Durchführung von Vorhaben des Breitbandausbaus
im Rahmen einer LEADER-Entwicklungsstrategie
Federführung
SMUL
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Breitbandkompetenzzentrum Sachsen (BKZ); LEADER-Aktionsgruppen
Beschreibung
Im Freistaat Sachsen besteht ein großer Bedarf zur Verbesserung der Breitbandverfügbarkeit, insbesondere im
Bereich der Versorgung mit Hochgeschwindigkeitsinternet (NGA). Ursache hierfür sind vor allem die erheblichen
Versorgungslücken im ländlichen Raum. Dabei ist zu berücksichtigen, dass aufgrund des unterschiedlichen
Ausbaustandes verschiedener Regionen innerhalb des ländlichen Raums eine sehr heterogene Versorgungslage
besteht. Vor allem, weil die Schließung der Lücken beim leitungsgebundenen Breitbandangebot mit höheren
Übertragungsraten abseits der Ballungszentren durch die Privatwirtschaft oft ausbleibt, besteht das Risiko,
dass insbesondere ländliche Räume in der Versorgung mit Hochgeschwindigkeitsinternet zurückbleiben. Die
Erschließung mit leistungsfähiger Breitbandinfrastruktur dient neben der wirtschaftlichen Entwicklung und
dem Ausgleich von Versorgungsdefiziten auch der Implementierung von digitalen Angeboten, z. B. aus dem
Bereich der Telemedizin.
Die Versorgungslücken bei der Breitbandverfügbarkeit orientieren sich nicht an Gemeindegrenzen. Grundprin-
zip von LEADER (Liaison entre actions de développement de l'économie rurale) ist die freie Entscheidung der
LEADER-Aktionsgruppe (LAG) eines ländlichen Gebietes über die LEADER-Entwicklungsstrategie (LES). Auf
Grundlage der LES bestimmt die LAG die Auswahl von Vorhaben, die Fördersätze und das zur Verfügung ste-
hende Budget selbst. 23 der 30 LES‘ der ländlichen Gebiete in Sachsen enthalten Zielstellungen zum Breitband-
ausbau. Vorrangig sollen zur Erreichung dieser Ziele Fachförderprogramme, wie die Richtlinie Digitale Offensive
Sachsen (vgl. Maßnahme 1.1.3), in Anspruch genommen werden, sodass Vorhaben mit einer Förderung über die
Richtlinie LEADER/ 2014 nur in sehr geringem Umfang zu erwarten sind.
Weiterer Bezug
Strategie der Sächsischen Staatsregierung für den ländlichen Raum „Vielfalt leben – Zukunft sichern“
Meilensteine
2020:
Umsetzung bis Ende der Förderperiode
Erläuterung zur
Umsetzung
2015:
Zielstellung wurde in die regionalen LEADER-Entwicklungsstrategien aufgenommen,
vorrangig Inanspruchnahme der Fachförderung
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

16
Anhang: Maßnahmen, 1 - Digitale Infrastruktur entwickeln
Maßnahme
1.1.5.
Verbesserung der Breitbandversorgung durch die Richtlinie Ländliche Entwicklung
Federführung
SMUL
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Breitbandkompetenzzentrum Sachsen (BKZ)
Beschreibung
Ziel ist die Verbesserung der Breitbandversorgung in ländlichen Gebieten. Ein Förderinstrument dafür ist die
Richtlinie Ländliche Entwicklung (RL LE/2014). Durch die Schaffung einer zuverlässigen, erschwinglichen und
hochwertigen Breitbandinfrastruktur soll die Nutzung der modernen Informations- und Kommunikationstech-
nologien in bislang aufgrund wirtschaftlicher Erwägungen oder technologischer Restriktionen unterversorgten
ländlichen Gebieten ermöglicht und damit insbesondere land- und forstwirtschaftliche Unternehmen in ihrer
Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden. Die Maßnahme beinhaltet die Verbesserung der Breitbandversorgung
in ländlichen Gebieten durch die Förderung der Wirtschaftlichkeitslücke beim Ausbau durch private Telekom-
munikationsunternehmen, die Förderung der Verlegung von Leerrohren und die Förderung von Machbarkeits-
untersuchungen. Die Förderung erfolgt als Projektförderung im Wege der Anteilsfinanzierung und besteht aus
einem nicht rückzahlbaren Zuschuss zu den zuwendungsfähigen Ausgaben. Für die Förderung stehen jährlich
Mittel in Höhe von etwa eine Million Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur
und des Küstenschutzes (GAK) zur Verfügung (Bundesanteil 60 Prozent/ Landesanteil 40 Prozent).
Weiterer Bezug
Strategie der Sächsischen Staatsregierung für den ländlichen Raum „Vielfalt leben – Zukunft sichern“
Meilensteine
Ende 2019:
Abschluss der Bewilligung
Erläuterung zur
Umsetzung
Bis 1. März 2019:
sechs bewilligte Vorhaben
Ab 2019:
Erhöhung der Aufgreifschwelle auf 30 Mbit/s und Wegfall der Obergrenze je Vorhaben
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

Anhang: Maßnahmen, 1 - Digitale Infrastruktur entwickeln
17
Maßnahme
1.1.6.
WLAN.Sachsen (I) - Erstellung eines Gesamtkonzeptes „WLAN.Sachsen“
und Förderung eines Pilotprojektes zur öffentlichen WLAN-Versorgung
(Regierungscampus)
Federführung
SMWA
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
SK
Beschreibung
Im Rahmen der „Digitalen Offensive Sachsen“ sollen „Smart City“ Projekte in Städten und Regionen unterstützt
und in eine integrierte Stadtentwicklung eingebunden werden. Als Pilotprojekt wird im SMWA diesbezüglich
eine weitgehende WLAN-Ausstattung geprüft, die auf den gesamten Regierungscampus übertragen werden
soll. Zudem soll in diesem Rahmen geprüft werden, ob die bestehende Fokussierung der WLAN-Förderung auf
touristisch relevante Orte erforderlich ist.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
Bis 2. Halbjahr 2019:
Pilotierung im Rahmen des Sächsischen Verwaltungsnetzes (SVN), die gewonnenen
Erkenntnisse fließen in WLAN-Strategie ein
Erläuterung zur
Umsetzung
Dezember 2017:
Erarbeitung von Handlungsfeldern für eine WLAN-Versorgung im Freistaat Sachsen
Januar 2018:
Abschluss der Prüfung einer Erweiterung der WLAN-Förderung im Rahmen einer internen Studie
mit dem Ergebnis, dass die WLAN-Förderung mit den bisherigen Kriterien beibehalten wird
Abschluss der
Maßnahme
innerhalb der Legislaturperiode
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

18
Anhang: Maßnahmen, 1 - Digitale Infrastruktur entwickeln
Maßnahme
1.1.7.
WLAN.Sachsen (II) - Förderung öffentlicher WLAN-Hotspots
in touristisch relevanten Bereichen (Richtlinie Digitale Offensive Sachsen - RL DiOS)
Federführung
SMWA
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
-
Beschreibung
Die RL DiOS umfasste bislang neben dem Netzausbau in den Teilen A und C mit dem Teil B auch die erstmalige
Installation von „Hot Spots in touristisch relevanten, öffentlichen Bereichen“. Mit dieser Förderung sollten
zunächst entsprechende Orte mit öffentlich zugänglichem, kostenlosem Internet für die Nutzung mobiler End-
geräte ausgestattet werden. Dieses Ziel wird u. a. mit einem Großprojekt auf Ebene des Erzgebirgskreises und
mehreren lokalen Projekten verwirklicht.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
Kontinuierlich:
Prüfung der Erfordernis einer Ausweitung der Fördermöglichkeiten, beispielsweise auf alle frei
zugänglichen, öffentlichen WLAN-Systeme
Erläuterung zur
Umsetzung
Stand 1. März 2019:
bisher wurden 13 WLAN-Projekte bewilligt, weitere drei Projekte befinden sich im Antragsverfahren
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

Anhang: Maßnahmen, 1 - Digitale Infrastruktur entwickeln
19
Maßnahme
1.1.8.
Entwicklung der Beratungsstelle Digitale Offensive Sachsen
(Beratungsstelle DiOS) zu einem Breitbandkompetenzzentrum (BKZ)
Federführung
SMWA
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
SMUL
Beschreibung
Um einen größtmöglichen Erschließungseffekt zu erreichen, sind die vorhandenen Fördermöglichkeiten beim
Breitbandausbau miteinander zu kombinieren. Dazu wird als Grundlage im Förderkonzept die Positionierung,
Kombinierbarkeit und Vorrangigkeit der einzelnen bestehenden und geplanten Förderangebote zueinander defi-
niert (vgl. Maßnahme 1.1.2). Für die praktische Umsetzung dieses Förderkonzeptes und des NGA (Next Genera-
tion Access)-Breitbandausbaukonzeptes soll mit dem Breitbandkompetenzzentrum Sachsen (BKZ) eine zentra-
le, umfassende Beratungskompetenz für alle relevanten Förderinstrumente aufgebaut und damit die bisherige
Beratungsstelle DiOS abgelöst werden. Seit der Gründung berät das BKZ zur umfänglichen Förderkulisse und
unterbreitet den potenziellen Antragstellern individuell zugeschnittene Vorschläge zu Fördermöglichkeiten. Das
BKZ begleitet oder führt bedarfsweise Analysen und Studien zum Breitbandausbau durch. Es unterstützt die
Kommunikation zum Breitbandausbau im Freistaat Sachsen. Zudem unterstützt das BKZ die Umsetzung der Di-
gitalisierungsstrategie „Sachsen Digital“, insbesondere bei der Schaffung der für einzelne Vorhaben benötigten
Breitbandinfrastruktur. Das BKZ hilft zudem ergänzend dabei, die Prozesse der Breitbandförderung stärker zu
standardisieren. Damit sind Erleichterungen der Antragstellung und Nachweiserbringung für Zuwendungsemp-
fänger zu erwarten sowie letztlich eine Beschleunigung des NGA-Breitbandausbaus. Als „regionale Ergänzung“
zum BKZ wird der Einsatz lokaler bzw. regionaler Breitbandberater mit definiertem Zuständigkeitsgebiet (tech-
nische, vergabe- und förderrechtliche Expertise) bei den Kommunen bzw. Landkreisen angeregt.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
-
Erläuterung zur
Umsetzung
1. Januar 2017:
BKZ hat die Arbeit aufgenommen und ist seitdem auch als fachlich-technische Unter-
stützung der Bewilligungsbehörde (Landesdirektion Sachsen) tätig
Abschluss der
Maßnahme
innerhalb der Legislaturperiode
Stand der
Umsetzung
abgeschlossen

20
Anhang: Maßnahmen, 1 - Digitale Infrastruktur entwickeln
Maßnahme
1.1.9.
Einführung breitbandiger Datendienste für die Behörden
und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS)
Federführung
SMI
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
SMWA; Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI)
Beschreibung
Die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) benötigen neben der Sprachkommunikation
über den BOS-Digitalfunk in Zukunft eine flächendeckende Versorgung mit breitbandigen Datendiensten. Dabei
wird eine mobile Versorgung mittels des Standards LTE (Long Term Evolution) oder seiner Nachfolger bevorzugt.
Es ist zu erwarten, dass im Ergebnis der Befassung durch die Ständige Konferenz der Innenminister und –se-
natoren der Länder (IMK) eine Hybridlösung aus Netzen kommerzieller Mobilfunkanbieter, ergänzt um eigene
Standorte, insbesondere BOS-Digitalfunkstandorte, verfolgt wird. Die BOS-Digitalfunkstandorte müssen bei
der Nutzung für breitbandige mobile Datendienste entsprechend an Festnetze (zum Beispiel Sächsisches Ver-
waltungsnetz oder kommunales Datennetz) angebunden werden. Hier ergeben sich Synergien zum Förderpro-
gramm „Digitale Offensive Sachsen“ und dem damit geplanten Ausbau von NGA-Netzen.
Bei der Vergabe der 700 MHz-Frequenzen fand der angemeldete Bedarf der BOS von mindestens 2x 15 MHz
durch die Bundesnetzagentur (BNetzA) keine Berücksichtigung. Um eine bessere Position gegenüber dem zu-
ständigen Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur (BMVI) bei künftigen Frequenzvergaben zu er-
halten, sollen schnellstmöglich passende Frequenzen identifiziert und beim BMVI und der BNetzA beantragt
werden. Hiervon unbenommen ist die spätere Nutzung durch ein gegebenenfalls eigenes Breitbandnetz oder
einen privaten Leistungserbringer.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
2019/2020:
Eignungstests von Breitbandtechnologien für BOS (Bundesebene)
2022:
Beginn Realisierung
Erläuterung zur
Umsetzung
2015:
Beschluss der IMK zur Einrichtung einer Arbeitsgruppe zur Beobachtung und Prüfung der weiteren tech-
nischen Entwicklung eines breitbandigen Datenfunks der BOS
Sommer 2017:
Beschlussfassung der IMK, dass es zur Erfüllung der Anforderungen an die BOS-Breitbanddiens-
te einer gemeinsamen, bundesweit einheitlichen Infrastrukturbedarf
2018:
Schaffung eines Piloten einschließlich der erforderlichen Ressourcen (Bundesebene)
2018:
Erstellung eines Sachstandsberichts zur entsprechenden Anpassung des Frequenzplans für den Bereich
700 MHz und 450-470 MHz für die BOS
2018:
IMK bestätigt das Konzept zur Durchführung von Eignungstests von Breitbandtechnologien für BOS
nebst Handlungsempfehlungen der AG Breitband und erneuert die Bitte an das BMVI, BMWi und BNetzA die
BOS mit ausreichenden Frequenzen insbesondere im Bereich 450-470 MHz und 700 MHz auszustatten; die
Bundesanstalt für den Digitalfunk der BOS (BDBOS) wurde mit der Umsetzung der Eignungstests unter Beteili-
gung der Länder beauftragt
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Planung und Umsetzung

Anhang: Maßnahmen, 1 - Digitale Infrastruktur entwickeln
21
Maßnahme
1.1.10.
Entwicklung und Erprobung neuer Telekommunikationstechnologien in Sachsen
Federführung
SMWA
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Sächsische Aufbaubank – Förderbank (SAB)
Beschreibung
Die sächsische Technologieförderung unterstützt über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung
(EFRE) branchen- und technologieoffen Forschungs- und Entwicklungs (FuE)-Projekte von Unternehmen mit
innovativem technologieorientiertem Inhalt, die der Entwicklung neuer Produkte sowie Verfahren dienen. Un-
ternehmen können eine Förderung auch im Verbund mit anderen Unternehmen oder gemeinsam mit Hochschu-
len und Forschungseinrichtungen erhalten. Die Förderung dient dem Ziel, das mit einem hohen technischen
Risiko von FuE-Projekten einhergehende finanzielle Risiko zu mindern. Sie soll die Wettbewerbsfähigkeit und
die Innovationskraft der Unternehmen stärken sowie im Falle von Verbundprojekten die Kooperationsfähigkeit
der Unternehmen verbessern. Die EFRE-Technologieförderung bietet damit auch Anknüpfungspunkte für die
Entwicklung neuer Telekommunikationstechnologien.
In laufenden FuE-Vorhaben werden zukunftsweisende Aktivitäten wie die 5G-Technologie bei der funkbasierten
Übertragung behandelt. Hier geht es um völlig neue Anwendungsszenarien wie das „Internet der Dinge“ mit
kleinzellularen Strukturen oder das hochautomatisierte Fahren, wo die Infrastruktur zunächst an den Fahr-
zeug-Trassen installiert wird. Die FuE-Projekte liefern Lösungen für dafür geeignete Produkte und Dienstleis-
tungen.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
Jederzeit möglich:
Antragstellungen zur Förderung der Entwicklung und Erprobung neuer Telekommunikati-
onstechnologien in Sachsen
2020:
Umsetzung des Programms bis Ende der Förderperiode
Erläuterung zur
Umsetzung
28. Februar 2017:
Inkrafttreten der Förderrichtlinie
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

22
Anhang: Maßnahmen, 1 - Digitale Infrastruktur entwickeln
Maßnahme
1.1.11.
Sachsen auf dem Weg in eine Gigabit-Gesellschaft - Studie zu den Potenzialen, möglichen
Anwendungen und der erforderlichen Gigabitinfrastruktur
Federführung
SMWA
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
-
Beschreibung
Um den Freistaat Sachsen auf den Weg in die Gigabitgesellschaft vorzubereiten und mögliche Handlungsbe-
darfe für die Staatsregierung zu ermitteln, braucht es die Erforschung der zukünftigen Bedarfe von Wirtschaft
und Gesellschaft an Gigabitinfrastruktur. Aufsetzend auf vorliegende Erkenntnisse, u. a. auf die bereits im
Jahre 2013 erarbeitete „Breitbandstudie Sachsen 2030“, soll eine sachsenspezifische Studie in Auftrag gegeben
werden. Kernziel ist die Bereitstellung von Informationen für die Planung von gigabitfähigen Infrastrukturen.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
-
Erläuterung zur
Umsetzung
November 2017:
Auftragsvergabe für die Studie
April 2018:
Vorlage des ersten Entwurfs der Studie, der jedoch umfangreicher Überarbeitungen bedarf
Abschluss der
Maßnahme
bis Ende der Legislaturperiode
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

Anhang: Maßnahmen, 1 - Digitale Infrastruktur entwickeln
23
1.2. Handlungsfeld: Konvergenz der Netze
Maßnahme
1.2.1.
Förderung Intelligenter Netze im Energiebereich
Federführung
SMWA
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Sächsische Aufbaubank - Förderbank (SAB); Sächsische Energieagentur – SAENA GmbH
Beschreibung
Die Digitalisierung in der Energiewende wird Herausforderungen und Chancen vor allem für die sächsische
Energiewirtschaft mit sich bringen. Es werden sich neue Geschäftsmodelle herauskristallisieren, Energieerzeu-
ger und -verbraucher reagieren künftig flexibel aufeinander. Die ersten Smart-Home-Anwendungen existie-
ren bereits. Das „Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende“ initiiert den Massen-Rollout von intelligenten
Stromzählern, zunächst für Großabnehmer, und regelt die grundsätzlichen Rahmenbedingungen für die Erhe-
bung, Verteilung und Nutzung von Big Data.
Die Zielstellungen des Energie- und Klimaprogramms Sachsen 2012 hinsichtlich der Integration zunehmender
Mengen erneuerbarer Energien in das Energiesystem und zur Steigerung der Energieeffizienz können nur im
Rahmen der Weiterentwicklung des gesamten Energiesystems erfüllt werden. Deshalb werden investive Mo-
dellvorhaben für intelligente Nieder- und Mittelspannungsverteilersysteme (sogenannte intelligente Netze im
Energiebereich), die zum Anschluss zusätzlicher Energiekunden an intelligente Netze führen oder die stärkere
Integration erneuerbarer Energien in das Energiesystem unterstützen (zum Beispiel Regeltechnik, intelligente
Trafos, Smart Meter) gefördert. Die Förderung richtet sich an Kleinstunternehmen sowie kleine und mittlere
Unternehmen (KMU). Für eine Förderung von Projekten, die der Nutzung erneuerbarer Energieträger sowie
der Errichtung von Energiespeichern und intelligenten Niederspannungs- und Mittelspannungsverteilsystemen
dienen, sind auch kommunale Körperschaften, soweit sie wirtschaftlich tätig sind, und sonstige Unternehmen
mit direkter und indirekter öffentlicher Beteiligung zugelassen, die den Beschränkungen der KMU-Definition
nicht entsprechen. Die Förderung erfolgt im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)
für die Förderperiode 2014-2020.
Weiterer Bezug
Energie- und Klimaprogramm Sachsen 2012
Operationelles Programm des Freistaates Sachsen für den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung
(EFRE)
Meilensteine
3. Quartal 2019:
Start erster Modellvorhaben im Bereich intelligente Nieder- und Mittelspannungsverteiler-
systeme in Sachsen
Erläuterung zur
Umsetzung
7. Mai 2015:
Veröffentlichung der Richtlinie des SMWA „Zukunftsfähige Energieversorgung – RL Ener-
gie/2014“
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Planung und Umsetzung

24
Anhang: Maßnahmen, 1 - Digitale Infrastruktur entwickeln
Maßnahme
1.2.2.
Begleitung von „Smart City“-ÖPNV-Projekten
Federführung
SMWA
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI); ÖPNV - Zweckverbände; Kommunen;
Verkehrsunternehmen
Beschreibung
„Smart City“-ÖPNV-Projekte unterstützen durch virtuelle Dienste und Angebote nahtlose dynamische Mobili-
tätsketten von Tür zu Tür (Verzahnung von individual- und öffentlichem Verkehr, verschiedenen Verkehrsträgern
sowie gemeinschaftlichen Mobilitätsformen wie Car-Sharing und Entwicklung von mobilen Zahlungslösungen
für Fahrscheine im ÖPNV). Unter Berücksichtigung des Sächsischen ÖPNV-Gesetzes müssten diese Projekte von
den jeweils zuständigen Zweckverbänden oder Verkehrsbetrieben eingebracht werden. Das BMVI hat dazu einen
Dialog- und Stakeholderprozess initiiert und eine gemeinsame „Roadmap“ formuliert, die die Handlungserfor-
dernisse, die notwendigen Schritte und die entsprechenden Verantwortlichkeiten für einen digitalvernetzten
Öffentlichen Verkehr der Zukunft skizziert. Die „Roadmap“ wurde mithilfe der fachlich relevanten Beteiligten
und insbesondere der Länder erarbeitet und im Juli 2016 fachlich verabschiedet. In diesem Prozess wurden die
sächsischen Interessen im Auftrag des Freistaates Sachsen durch den Verkehrsverbund Oberelbe vertreten.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
-
Erläuterung zur
Umsetzung
Juni 2016:
Veröffentlichung Förderrichtlinie „eTicketing und digitale Vernetzung im Öffentlichen Personenver-
kehr“ des BMVI im Bundesanzeiger (Anteilmäßige Förderung der Einführung eines interoperablen eTickets und
der digitalen Vernetzung im ÖPV, das Fördervolumen beträgt 16 Millionen Euro für die Jahre 2016 bis 2018)
November 2017:
Verabschiedung der Roadmap in übergeordneten Gremien (z. B. Beschluss der Verkehrsminis-
terkonferenz)
Dezember 2018:
Ende der Projektlaufzeit der Förderinitiativen des BMVI
Abschluss der
Maßnahme
innerhalb der Legislaturperiode
Stand der
Umsetzung
abgeschlossen

Anhang: Maßnahmen, 1 - Digitale Infrastruktur entwickeln
25
Maßnahme
1.2.3.
Erprobung Intelligenter Verkehrssysteme im Straßenverkehr
Federführung
SMWA
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI); Sächsisches Landesamt für Straßenbau und
Verkehr (LASuV); Sächsische Aufbaubank – Förderbank (SAB); Landeshauptstadt Dresden; Fraunhofer IVI;
ÖPNV–Zweckverbände; Kommunen; Verkehrsunternehmen; Wirtschaftsunternehmen
Beschreibung
Intelligente Verkehrssysteme (IVS) sind die Gesamtheit aller strukturellen Komponenten, die zur „intelligenten“
Mobilität von Personen oder Gütern erforderlich sind. Zentrale Anwendungen sind neben dem verkehrsbe-
gleitenden Informationsaustausch, der dynamischen Verkehrsführung an Knotenpunkten oder der zentralen
Verkehrsteuerung von Lichtsignalanlagen vor allem die Automatisierung innerhalb von Fahrzeugen und die Di-
gitalisierung der Infrastruktur. Aber auch die Kombination unterschiedlicher Angebote von verschiedenen Ver-
kehrsträgern (intermodaler Verkehr) sowie der Bedarf an neuen Hard- und Softwarekomponenten für zukunfts-
weisende Antriebskonzepte bieten große Entwicklungspotenziale. Die Maßnahmen des Projektes „Synchrone
Mobilität 2023“ sollen diese Entwicklungen aufgreifen und in die Praxis umsetzen. Sie verfolgen damit die Ziele,
die sächsische Forschungs- und Wirtschaftskompetenz auf den Gebieten der Fahrzeugtechnik, Verkehrstech-
nik, Mikroelektronik sowie Kommunikations- und Ortungstechnik zu demonstrieren und anzuwenden. Darüber
hinaus sollen IVS zur umfassenden Verkehrsautomatisierung in einem urbanen Umfeld eingeführt werden. Ziel
ist es, unmittelbar umsetzbare IVS zu entwickeln und Technologien mit hohem Marktpotenzial zu generieren.
Neben der technischen Entwicklung von IVS ist es notwendig, die Infrastruktur durch IVS zu ertüchtigen und
für automatisiert fahrende Fahrzeuge vorzubereiten. Dieser Weg wird mit den Pilotprojekten an der B 170 im
Bereich Bannewitz und der derzeit noch nicht ausgebauten S 177 im Osten von Dresden verfolgt. Dort wird
eine zusätzliche Ausstattung der Straßen mit IVS bereits in der Planungsphase und beim Bau der Straße be-
rücksichtigt. Alle durch die von IVS erfassten Daten sollen künftig in einer Leitzentrale zusammenlaufen, dort
verarbeitet werden und entsprechende Reaktionen bewirken. Nach Fertigstellung stehen die Strecken als Test-
korridor für das automatisierte Fahren zur Verfügung. Aufgrund der vielfältigen sächsischen Aktivitäten beim
automatisierten/ autonomen und vernetzten Fahren hat das BMVI Dresden zu einem digitalen urbanen Testfeld
für automatisiertes Fahren ernannt.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
Ab Ende 2019:
Start der Anwendung von IVS im Rahmen des Pilotprojekts B 170
Bis voraussichtlich Mitte 2021:
Fertigstellung der mit IVS in Zusammenhang stehenden Baulose für Pilotpro-
jekt B 170
Erläuterung zur
Umsetzung
Stand 1. März 2019:
Planungen für Gesamtkonzept zur telematischen Ausstattung der S 177 unter Berück-
sichtigung der Infrastruktur und des Umfeldes laufen
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Planung und Umsetzung

26
Anhang: Maßnahmen, 1 - Digitale Infrastruktur entwickeln
Maßnahme
1.2.4.
Landesinitiative Digitalisierung in der Energiewirtschaft
Federführung
SMWA
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Energy Saxony e. V.
Beschreibung
Die sächsischen Zielstellungen hinsichtlich der Integration zunehmender Mengen erneuerbarer Energien in
das Energiesystem und zur Steigerung der Energieeffizienz können nur im Rahmen der Weiterentwicklung
des gesamten Energiesystems erfüllt werden. Das sächsische Energiecluster Energy Saxony e. V. hat dazu die
„Landesinitiative Digitalisierung in der Energiewirtschaft“ ins Leben gerufen, in der die bisherigen Aktivitäten
aufgenommen und gebündelt werden. Sie dient als Grundlage für eine vollumfassende Begleitung des Themas
über die nächsten drei Jahre. Dabei sollen Geschäftsmodelle für künftige Märkte entwickelt sowie eine wissen-
schaftliche Begleitung und die Umsetzung von Modellvorhaben realisiert werden.
Leitthemen von sogenannten Innovationslaboren sollen unter anderem sein:
Wandel ermöglichen: Warum Energieversorgungsunternehmen Digitalisierungsstrategien brauchen und wie
man sie entwickelt
Flexibilität und wie man sie nutzt – Erzeugung, Netz und Last
Geschäftsmodelle für Energieversorgungunternehmen
Mehrwerte durch Smart Metering in der Produktion und auch für Privatkunden
Künstliche Intelligenz - Chancen für Unternehmen der Energiewirtschaft
Standardisierung und Regulierung / IT-Security
Das SMWA begleitet die Initiative und stellt Mittel zur Förderung von Modellvorhaben zur Verfügung.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
2. oder 3. Quartal 2019:
Veranstaltung „KI - Chancen für Unternehmen der Energiewirtschaft“
3. Quartal 2019:
Innovationslabor in Synergie zum ENERGY SAXONY SUMMIT
4. Quartal 2019:
Zweites regionales Innovationslabor zum Thema „Wandel ermöglichen“: Warum Energiever-
sorgungsunternehmen Digitalisierungsstrategien brauchen und wie man sie entwickelt
Erläuterung zur
Umsetzung
28. Juni 2018:
Auftakt der Landesinitiative Digitalisierung der Energiewende durch Energy Saxony e. V.
17. Januar 2019:
Erstes regionales Innovationslabor gemeinsam mit dem Bundesverband der Energie- und
Wasserwirtschaft (BDEW): „So (real) ist digital - Kein Grund zum Irre werden“
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

Anhang: Maßnahmen, 1 - Digitale Infrastruktur entwickeln
27
Maßnahme
1.2.5.
Unterstützung des Projekts „Sachsen mobil“
zur Weiterentwicklung des digitalen Vertriebs im ÖPNV
Federführung
SMWA
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
ÖPNV-Zweckverbände; Verkehrsunternehmen
Beschreibung
Die Digitalisierung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) birgt für die sächsischen Verkehrsverbünde
und -unternehmen große Chancen u. a. um das Vertriebssystem zu modernisieren und es noch kundenfreund-
licher zu gestalten. Der Vertrieb soll vor allem schneller, transparenter und unkomplizierter werden. Die Intero-
perabilität verschiedener Vertriebssysteme soll erreicht werden, auch um Tarifgrenzen zu überwinden und diese
für den Fahrgast unsichtbar werden zu lassen. Grundvoraussetzung dafür ist die standardisierte digitale Er-
fassung aller Tarife. Da im ÖPNV zahlreiche eigenständige Vertriebssysteme mit unterschiedlichen technischen
Voraussetzungen zu vernetzen sind, ist dies in der Umsetzung sehr aufwendig. Ein in Sachsen entwickelter
Standard für die Vernetzung von unterschiedlichen Tarifen wurde bereits geschaffen und soll zukünftig umfas-
sender angewandt werden. Aufgrund des Pilotcharakters dieses Vorhabens bietet es den Vorlauf für zahlreiche
angedachte Umsetzungen in Deutschland.
Im Rahmen des durch den Freistaat Sachsen unterstützten Projektes wird ein Serversystem aufgebaut, das die
Verkehrsverbünde befähigt, die notwendigen Tarifdaten in einen geräteunabhängigen Standard zur elektroni-
schen Abbildung und Verarbeitung beliebiger Nahverkehrstarife zum Beispiel in einer Smartphone-Anwendung
zu überführen. Das System muss in der Lage sein, große Datenmengen zu prüfen und umzusetzen sowie eine
umfangreiche Anzahl von Tarifanfragen gleichzeitig zu beantworten. Für den Fahrgast wird dadurch künftig
innerhalb Sachsens ein “tarifgrenzenloser“ Fahrscheinerwerb möglich. In Zukunft können Fahrgäste so eine
verbundübergreifende Reisekette auf ihrem Smartphone anzeigen lassen, auswählen und buchen, ohne Tarif-
kenntnis über jedes durchfahrene Tarifgebiet zu haben. Die langfristige Strategie sieht auch die Integration von
Mobilitätsangeboten Dritter (z. B. Sharing oder Mietwagenanbietern) in das System vor.
Die Umsetzung des Projektes erfolgt durch die ÖPNV-Aufgabenträger gemeinsam mit den Verkehrsunterneh-
men.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
4. Quartal 2019:
Inbetriebnahme des Serversystems
Erläuterung zur
Umsetzung
-
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Planung und Umsetzung

28
Anhang: Maßnahmen, 1 - Digitale Infrastruktur entwickeln
1.3. Handlungsfeld: Vernetzung im Gesundheits- und Pflegebereich
Maßnahme
1.3.1.
Unterstützung der Einführung der medizinischen Telematik-Infrastruktur in Sachsen
Federführung
SMS
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbh (Gematik)
Beschreibung
Mit der Einführung der Telematik-Infrastruktur wurde in Deutschland eine flächendeckend verfügbare tech-
nologische Grundlage für den sicheren Austausch von medizinischen Informationen geschaffen. Die Telema-
tik-Infrastruktur soll unter Berücksichtigung der notwendigen hohen Sicherheitsstandards die Informations-
technologiesysteme in Arztpraxen, Apotheken, Krankenhäusern und Krankenkassen miteinander verbinden und
so einen systemübergreifenden Austausch von Informationen ermöglichen. Um den Aufbau der notwendigen
Telematik-Infrastruktur voranzutreiben, wurden auf der Grundlage des Fünften Buches Sozialgesetzbuch von
der hierfür zuständigen Gematik, in der die Träger der gesetzlichen Krankenversicherung, wie zum Beispiel die
Krankenkassen, vertreten sind, flächendeckend nutzbringende elektronische Anwendungen für eine Verbesse-
rung der Versorgung von Patientinnen und Patienten eingeführt.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
-
Erläuterung zur
Umsetzung
1. Januar 2016:
Inkrafttreten des Gesetzes für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Ge-
sundheitswesen, Festschreibung klarer Richtlinien, um ein innovatives, digitales Gesundheitssystem aufzu-
bauen
Voraussetzung: Etablierung einer zukunftsweisenden und sicheren Telematik-Infrastruktur, die den Einsatz der
elektronischen Gesundheitskarte sowie moderne, vernetzte medizinische Anwendungen erfordert
Erfolgreicher Abschluss der Vorpilotphase für das Versichertenstammdatenmanagement
Schrittweise Ausweitung auf Erprobungspraxen (Ärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten) und Kranken-
häuser
Verzicht auf die Versichertenstammdatenmanagement-Erprobungsphase in der Testregion Südost
Dezember 2017:
Zertifizierung und Freigabe aller erforderlichen Hardwarekomponenten für den Anschluss an
die Telematik-Infrastruktur durch die Gematik
Seit Dezember 2017:
Schrittweise Anschluss der Arztpraxen in eigener Verantwortung nach Maßgabe der
gesetzlichen Regelungen an die bundeseinheitliche technische Infrastruktur
Abschluss der
Maßnahme
innerhalb der Legislaturperiode
Stand der
Umsetzung
abgeschlossen

Anhang: Maßnahmen, 1 - Digitale Infrastruktur entwickeln
29
Maßnahme
1.3.2.
Förderung der Entwicklung der IT-Plattform „CCS Telehealth Ostsachsen“
Federführung
SMS
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Carus Consilium Sachsen GmbH; T-Systems International GmbH
Beschreibung
„CCS Telehealth Ostsachsen“ ist eine offene und erweiterbare Telemedizin-Infrastruktur für Krankenhäuser
und ambulante Praxen. Das Modellvorhaben wurde in den Jahren 2013-2015 mit mehr als neun Millionen Euro
aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und aus Mitteln des Freistaates Sachsen
gefördert.
Durch einen schnellen Informationsaustausch zwischen Ärzten, anderen an der Versorgung Beteiligten und
Patienten sowie durch eine interdisziplinäre Zusammenarbeit sollen Versorgungsunterschiede zwischen gut
ausgestatteten urbanen Zentren und ländlichen, strukturschwachen Regionen überbrückt werden. Die Über-
mittlung von Diagnose- und Behandlungsdaten über die IT-Plattform erlaubt beschleunigte Behandlungspro-
zesse und einen besseren medizinischen Erfahrungsaustausch.
Gegenwärtig werden drei medizinische Anwendungen umgesetzt. Die Fern-Anwendung „Telecoaching“ ermög-
licht die Versorgung und Nachsorge von Patienten mit Herzschwäche. Fachkräfte des Dresdner Herzzentrums
überwachen die Gesundheitsdaten des Patienten, der über einen Tablet-PC von zuhause aus seine aktuellen
Vitaldaten verschickt, Fragebögen ausfüllt und Übungen mithilfe von Lernvideos absolviert. „Tele-Stroke“ dient
der ambulanten Nachsorge von Schlaganfallpatienten. Die „Telepathologie“ setzt auf die Vernetzung von Ex-
perten unterschiedlicher Kliniken. Abbildungen von Gewebeschnitten werden über einen Hochleistungsscanner
erfasst und an eine Partnerklinik übermittelt. So können sich Pathologen zu seltenen Tumorerkrankungen aus-
tauschen, Zweitbefunde erstellen oder eine Primärdiagnostik durchführen, wenn ein Pathologe mit spezieller
Expertise für bestimmte Erkrankungen kurzfristig nicht vor Ort verfügbar ist.
Weitere Anwendungen und Behandlungspfade können auf die Plattform aufgeschaltet und umgesetzt werden.
Die Weiterentwicklung der Plattform soll durch den Freistaat Sachsen unterstützt werden. Federführend für die
Plattform ist die Carus Consilium Sachsen GmbH (Tochter des Universitätsklinikums Dresden) und die T-Systems
International GmbH.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
-
Erläuterung zur
Umsetzung
Seit Juli 2015:
Pilotbetrieb erster Beispielanwendungen
Abschluss der
Maßnahme
innerhalb der Legislaturperiode
Stand der
Umsetzung
abgeschlossen

30
Anhang: Maßnahmen, 1 - Digitale Infrastruktur entwickeln
Maßnahme
1.3.3.
Förderung der Einführung von Assistenzsystemen und integrativen Versorgungs- und
Dienstleistungsnetzwerken (EFRE-RL SMS 2014-2020)
Federführung
SMS
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
SMWA; SMWK
Beschreibung
„Ambient Assisted Living“ (AAL, „Altersgerechte Assistenzsysteme“) sind Konzepte, Produkte und Dienstleis-
tungen, die neue Technologien und das soziale Umfeld miteinander verbinden und verbessern, um die Lebens-
qualität für Menschen in allen Lebensabschnitten zu erhöhen. Im Fokus stehen der Erhalt und die Förderung der
Selbständigkeit älterer beziehungsweise hilfsbedürftiger Menschen sowie die Bereitstellung von Hilfs- und Un-
terstützungsangeboten im häuslichen Bereich. AAL deckt ein breites Spektrum von Anwendungen ab: Gesund-
heit und Pflege, Haushalt und Versorgung, Sicherheit und Privatsphäre, Kommunikation und soziales Umfeld.
Mit der EFRE-Richtlinie soll die Entwicklung innovativer und marktfähiger Lösungen, die älteren Menschen
dabei helfen, sich durch technische Assistenzsysteme sowie digitalgestützte Versorgungs- und Dienstleistungs-
modelle Selbständigkeit und Lebensperspektive zu sichern, unterstützt werden. Die Angebote altersgerechter
Begleitung und technischer Unterstützungssysteme sollen zielgerichtet durch den Freistaat Sachsen gefördert
werden.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
Ende der Förderperiode 2014-2020
Erläuterung zur
Umsetzung
Juli 2016:
Projektförderung „AUXILIA – Nutzerzentriertes Assistenz- und Sicherheitssystem zur Unterstützung
von Menschen mit Demenz auf Basis intelligenter Verhaltensanalyse“ der TU Chemnitz. Projektziel ist es, An-
sätze zur Unterstützung Demenzkranker in praxistaugliche Assistenzsysteme zu überführen.
April 2017:
Projektförderung „Care4ALL – Initial – Alle einbeziehen – ein neues Mensch-Technik-Interaktions-
konzept zur Pflege von Menschen mit Demenz“ von HTW Dresden, TU Dresden, Friedrich-Alexander-Universität
Erlangen-Nürnberg, Cognitec Systems GmbH und Cultus gGmbH Dresden. Projektziel ist es, Pflege Demenz-
kranker mittels Roboterassistenz (Überwachungsfunktion, Behandlungs- und Therapiefunktion) zu verbessern.
Dezember 2018:
Projektförderung „Zungenmaus – Entwicklung eines altersgerechten Assistenzsystems zur
Gerätebedienung auf Basis von Zungenbewegungen“ der Linguwerk GmbH Dresden und der TU Dresden. Pro-
jektziel ist die Entwicklung eines Sensorplättchens, das Zungenbewegungen exakt vermisst und zur Steuerung
von Smart-Home-Systemen, Tablets oder PCs eingesetzt werden kann.
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

2. Strategisches Ziel: Informations-
und Cybersicherheit gewährleisten

32
Anhang: Maßnahmen, 2 - Informations- und Cybersicherheit gewährleisten
2. Strategisches Ziel: Informations-
und Cybersicherheit gewährleisten
2.1. Handlungsfeld: Sicherheit in der öffentlichen Verwaltung
Maßnahme
2.1.1.
Sensibilisierung der Verwaltungsmitarbeiter
für das Thema Informations- und Cybersicherheit
Federführung
SK
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Hochschule Meißen (FH) und Fortbildungszentrum; Staatsbetrieb Sächsische Informatik Dienste (SID);
IT-Planungsrat; externe Dienstleister
Beschreibung
Informationssicherheit ist als integraler Bestandteil des Arbeitsalltags in der Verwaltung zu verstehen und nicht
als Erweiterung, die über das vermeintlich Notwendige hinausgeht. Bezüglich der Informationssicherheit und
des Datenschutzes müssen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im erforderlichen Umfang sensibilisiert und
qualifiziert werden. Hierzu sind angesichts der in der Verwaltungsvorschrift Informationssicherheit festgeleg-
ten Verantwortlichkeiten und Rollen jeder Mitarbeiter selbst, aber auch die Behördenleitungen in besonderer
Weise gefordert.
Auf Landesebene organisiert der Beauftragte für Informationssicherheit des Landes regelmäßig halbtägige
Sensibilisierungsveranstaltungen unter dem Titel „INFOSIC“. In einer unterhaltsamen Mischung aus Vorträgen
und Technikdemonstrationen („Live-Hacking“) werden Themen der Informationssicherheit behandelt.
So wurden seit 2012 über 12.000 Bedienstete der sächsischen Landes- und Kommunalverwaltung sowie wei-
terer öffentlicher Einrichtungen und Institutionen erreicht. Die gesamte Veranstaltungsreihe wurde und wird
dabei aus Projektmitteln des IT-Planungsrats unterstützt, der die Zusammenarbeit von Bund und Ländern in
Fragen der Informationstechnik gemäß Artikel 91c Grundgesetz koordiniert.
Zudem wird zur IT-Sicherheit seit 2018 ein E-Learning an der Hochschule Meißen (FH) und Fortbildungszentrum
angeboten, an dem bislang gut 1.300 Mitarbeiter teilgenommen haben. Die Maßnahme wird kontinuierlich
weiterentwickelt.
Weiterer Bezug
Masterplan „Digitale Verwaltung Sachsen“
Meilensteine
19. Juni 2019:
Sächsischer IT-Sicherheitstag
September bis November 2019:
Sensibilisierungsveranstaltung INFOSIC: „Die Hacker kommen!“ in Leipzig,
Chemnitz und Dresden
Erläuterung zur
Umsetzung
Januar 2018:
Start des E-Learning-Angebots „Informationssicherheit am Arbeitsplatz“ an der Hochschule Mei-
ßen (FH) und Fortbildungszentrum
Juni 2018:
Sächsischer IT-Sicherheitstag
Oktober 2018:
Sensibilisierungsveranstaltung INFOSIC: „Die Hacker kommen!“ in Dresden
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

Anhang: Maßnahmen, 2 - Informations- und Cybersicherheit gewährleisten
33
Maßnahme
2.1.2.
Ausbau des sächsischen Computer Emergency Response Teams (SAX.CERT)
Federführung
SK
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Staatsbetrieb Sächsische Informatik Dienste (SID)
Beschreibung
Im Licht der sich ständig ausweitenden Bedrohungslage im Bereich Informationssicherheit ist es dringend ge-
boten, die defensiven Fähigkeiten der Staatsverwaltung auszubauen. Das sächsische Computer Emergency Res-
ponse Team im Staatsbetrieb Sächsische Informatik Dienste (SAX.CERT) stellt hier einen wichtigen Grundpfeiler
für die praktische Informationssicherheit in der sächsischen Staatsverwaltung dar. Dort werden unter anderem
Erkenntnisse aus Sicherheitsvorfällen gebündelt und ausgewertet, um sie als proaktive Maßnahmenempfehlun-
gen an die Behörden der Landesverwaltung zu verteilen. Für die frühzeitige Warnung vor neuen Bedrohungen
aus dem Cyberraum hält das SAX.CERT durch eigene Beobachtung und im Austausch mit anderen CERTs ein
ständiges Lagebild zur Bedrohungssituation aufrecht und ist durch das Sicherheitsmonitoring des Verwaltungs-
netzes laufend über den Stand der Sicherheit der informationstechnischen Systeme der Landesverwaltung
informiert. Um dem SAX.CERT die Erfüllung dieser Daueraufgaben zu ermöglichen, sollen weitere Investitionen
in das SAX.CERT getätigt werden.
Weiterer Bezug
Masterplan „Digitale Verwaltung Sachsen“
Meilensteine
Voraussichtlich 1. Halbjahr 2019:
Sächsisches Informationssicherheitsgesetz tritt in Kraft (dem SAX.CERT
werden damit erweiterte Befugnisse bei der Abwehr von Cybergefahren eingeräumt und die dafür benötigten
Ressourcen zur Verfügung gestellt)
Perspektivisch:
Aufwuchs der Mitarbeiteranzahl von zwei auf fünf bis sechs Mitarbeiter
Erläuterung zur
Umsetzung
-
Abschluss der
Maßnahme
bis Ende der Legislaturperiode
Stand der
Umsetzung
in Planung und Umsetzung

34
Anhang: Maßnahmen, 2 - Informations- und Cybersicherheit gewährleisten
Maßnahme
2.1.3.
Ausbau der Sicherheitsinfrastuktur des sächsischen Verwaltungsnetzes (SVN)
Federführung
SK
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Alle Ressorts; Staatsbetrieb Sächsische Informatik Dienste (SID); Technische Universität Dresden;
Hasso-Plattner-Institut Potsdam
Beschreibung
Der sich stetig verändernden und sich verschärfenden Bedrohungslage in der IT-Sicherheit muss auch das säch-
sische Verwaltungsnetz (SVN) Rechnung tragen. Daher soll ein kontinuierlicher Anpassungsprozess etabliert
werden, der diese Entwicklungen berücksichtigt. So entwickelt der Beauftragte für Informationssicherheit des
Landes (BfIS Land) in Abstimmung mit dem sächsischen Computer Emergency Response Team (SAX.CERT) fort-
während technische Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit im Netz des SVN, vor allem in Zusammenarbeit
mit privaten Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen.
Ein innovatives technisches Pilotprojekt zur Informationssicherheit wurde vom BfIS Land in Zusammenarbeit
mit der Professur für Datenschutz und Datensicherheit der Technischen Universität Dresden im Rahmen einer
Diplomarbeit unter dem Titel „HoneySens“ entwickelt. Unter Berücksichtigung der Anforderungen des SVN
wurde eine Softwarelösung umgesetzt, bei der innerhalb der gefährdeten Teilnetze platzierte Sensoren Infor-
mationen über alle ankommenden verdächtigen Datenpakete aufzeichnen und an eine zentrale Serverkompo-
nente zur Verarbeitung weiterleiten. Über eine komfortable Web-Anwendung können die aggregierten Daten
ausgewertet und bei Bedarf entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.
In einem anderen Projekt wird der vom Hasso-Plattner-Institut Potsdam entwickelte „Identity Leak Checker“,
mit dem man prüfen kann, ob man zum Opfer eines Identitätsdiebstahls im Internet geworden ist, zu einem
Rechercheprogramm („Identity Leak Checker Client“) für das Land Sachsen weiter entwickelt, über das eine
automatische Warnung erfolgt, sobald gestohlene Identitätsdaten von Mitarbeitern einer Einrichtung oder
Behörde des Freistaats Sachsen im Internet auftauchen.
Weiterer Bezug
Masterplan „Digitale Verwaltung Sachsen“
Meilensteine
Ende 1. Halbjahr 2019:
Abschluss des Projekts „HoneySens“
Erläuterung zur
Umsetzung
Anfang 2017:
T-Systems MMS übernahm dauerhaften Produktivbetrieb und die entsprechende Weiterent-
wicklung von HoneySens
1. Halbjahr 2018:
Aufnahme des Betriebs über die Telekom-Cloud sowie Veröffentlichung der Open-Sour-
ce-Version über GitHub, so dass HoneySens auch sächsischen KMU und Nutzern in anderen Bundesländern
zur Verfügung steht (vgl. Maßnahme 2.2.3.)
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

Anhang: Maßnahmen, 2 - Informations- und Cybersicherheit gewährleisten
35
Maßnahme
2.1.4.
Erarbeitung und Umsetzung eines Konzeptes zur Netzhärtung für den Digitalfunk der
Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS-Digitalfunk)
Federführung
SMI
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI)
Beschreibung
Die Einsatzkräfte aller Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) verlassen sich im täglichen
Dienst und in besonderen Einsatzlagen auf den im Freistaat Sachsen flächendeckend eingeführten BOS-Di-
gitalfunk als Einsatz- und Kommunikationsmittel. Aus Sicht des Freistaats stellt der BOS-Digitalfunk als Ein-
satzmittel eine kritische Infrastruktur (KRITIS) nach Definition des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und
Katastrophenhilfe (BBK) dar.
Die Sprachkommunikation zu und zwischen den Einsatzkräften ist insbesondere im Zivil- und Katastrophen-
schutz unerlässlich. Die Verfügbarkeit des BOS-Digitalfunks ist daher gemäß den Empfehlungen des BBK zu
sichern und dessen bestimmungsgemäße Funktion flächendeckend aufrechtzuerhalten. Damit in Notfallsitua-
tionen eine weitestgehend flächendeckende Funkkommunikation gewährleistet werden kann, erarbeiten Bund
und Länder Konzepte zur Netzhärtung und setzen diese um. Mit Netzhärtung werden Maßnahmen bezeichnet,
die einen Betrieb des BOS-Digitalfunks auch bei auftretenden Störungen der Stromversorgung über einen län-
geren Zeitraum, insbesondere bei einem großflächigen und andauernden Ausfall der regulären Netz-Stromver-
sorgung, sicherstellen.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
2019 bis 2020:
Realisierung von ca. 120 Netzhärtungsmaßnahmen
Erläuterung zur
Umsetzung
2015:
Zustimmung zum Konzept zur Netzhärtung durch die Konferenz der Leiter der Koordinierenden Stellen,
Beschlüsse in den Arbeitskreisen II und V der Ständigen Konferenz der Innenminister und -senatoren der
Länder (IMK) zur Erhöhung der Verfügbarkeit des BOS-Digitalfunks
2016 bis 2017:
Erstellung Umsetzungskonzept und Nutzerforderung zur Realisierung der Netzhärtung durch
Polizeiverwaltungsamt (PVA)
Dezember 2017:
Übersendung Nutzerforderung und Netzhärtungskonzept an den Staatsbetrieb Sächsisches
Immobilien- und Baumanagement (SIB) zur weiteren fachlichen Abstimmung und Umsetzung in Abstimmung
mit dem PVA
2018:
Planungsleistungen zur Realisierung der Netzhärtung und Realisierung erster Netzhärtungsmaßnahmen
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

36
Anhang: Maßnahmen, 2 - Informations- und Cybersicherheit gewährleisten
2.2. Handlungsfeld: Sicherheit für Bürger und Unternehmen
Maßnahme
2.2.1.
Sensibilisierung der allgemeinen Öffentlichkeit
für das Thema Informations- und Cybersicherheit
Federführung
SK
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
u. a. Volkshochschule (VHS) Sachsen; Verbraucherzentrale Sachsen; Bundesamt für Sicherheit in der Informa-
tionstechnik (BSI); Europäische Agentur für Netz- und Informationssicherheit (ENISA)
Beschreibung
In Anlehnung an die bereits bestehenden Sensibilisierungsveranstaltungen zur Informationssicherheit für Lan-
desbedienstete organisiert der Beauftragte für Informationssicherheit des Landes (BfIS Land) mit Unterstüt-
zung der VHS und der Verbraucherzentrale Sachsen Veranstaltungen zur Cybersicherheit für die allgemeine
Öffentlichkeit. In etwa zweistündigen „Live-Hackings“ werden Bürgerinnen und Bürger mit leicht verständli-
chen Technikdemonstrationen für die Gefahrenpotenziale von Schadprogrammen sensibilisiert. Es ist zudem ge-
plant, die Öffentlichkeit mit geeigneten Werbemaßnahmen und -mitteln, zum Beispiel Plakaten, Postern, Flyern,
Postkarten und Werbeformen im Internet nicht nur auf solche Veranstaltungen, sondern auch auf das Thema
Cybersicherheit im Allgemeinen hinzuweisen und Aufmerksamkeit dafür zu generieren. Alle öffentlichkeits-
wirksamen Maßnahmen sollen nach Möglichkeit mit Partnern zusammen gestaltet werden, die in ihren Rollen
und Zuständigkeiten Bürgerinnen und Bürger im Bereich der Cybersicherheit sensibilisieren. Dazu gehören in
Sachsen die Verbraucherzentrale, auf Bundesebene unter anderem das BSI und auf europäischer Ebene dessen
Pendant, ENISA. Zudem sollen bestehende – auch internationale – Kampagnentage beziehungsweise -Wochen
für Sensibilisierungsmaßnahmen genutzt werden, um eine möglichst große Reichweite zu generieren.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
März bis November 2019:
Live-Hackings für Bürger in Zusammenarbeit mit den VHS in verschiedenen Städ-
ten in Sachsen
Erläuterung zur
Umsetzung
Seit 2016:
Durchführung von Live-Hacking-Veranstaltungen u. a. zum Europäischen Monat der Cybersicher-
heit (ECSM) mit diversen Partnern mit bisher rund 3.000 Teilnehmern
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

Anhang: Maßnahmen, 2 - Informations- und Cybersicherheit gewährleisten
37
Maßnahme
2.2.2.
Entwicklung eines gesamtgesellschaftlichen Präventionsansatzes
durch die AG Digitale Medien des Landespräventionsrates
Federführung
SMI
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
u. a. SMK; SMS; Sächsischer Datenschutzbeauftragter (AG-Vorsitz); Sächsisches Städte- und Gemeindebund
(SSG); Sächsischer Landkreistag (SLKT); Sächsische Landeszentrale für politische Bildung (SLpB); Center for
Learning Technology; Technische Universität Dresden; Landeselternrat; Landesschülerrat; Sächsischer Volks-
hochschulverband; Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM); Landeskrimi-
nalamt Sachsen (LKA Sachsen); Verbraucherzentrale Sachsen
Beschreibung
Digitale Medien sind chancen- und zugleich problembehaftet. In einem ganzheitlichen und generationenüber-
greifenden Ansatz sollten einerseits Kinder und Jugendliche digitale Medien effektiv nutzen, gleichzeitig aber
auch vor den Risiken geschützt werden. Deshalb müssen ihnen ihre Familie, ihre Lehrer und Erzieher kompetent
zur Seite stehen. Medien sind ein wesentlicher Bestandteil im Konzept des lebenslangen Lernens – Medienkom-
petenz ist daher auch in der Aus- und Weiterbildung sowie im Arbeitsleben von großer Bedeutung. Gesamt-
gesellschaftlich meint aber auch, Zielgruppen einzubeziehen, denen aus unterschiedlichen Gründen (finanziell,
technisch, etc.) der Zugang nur beschränkt oder gar nicht möglich ist.
Innerhalb des Landespräventionsrates, einem Gremium mit dem Ziel der Vernetzung und Bündelung der lan-
desweiten Präventionsaktivitäten in verschiedenen Themenbereichen, wurde die bis April 2017 tätige Arbeits-
gruppe „Digitale Medien“ eingerichtet. Die aus unterschiedlichen Bereichen kommenden Mitglieder brachten
ihre Kompetenzen ein, um
eine IST-Analyse der durch die beteiligten Institutionen aktuell geleisteten Arbeiten im Handlungsfeld
„Prävention und digitale Medien“ zu erstellen,
Schnittstellen und mögliche Redundanzen sowie weitere Präventionserfordernisse in Bezug auf digitale
Medien herauszuarbeiten,
um daraus schließlich Handlungsempfehlungen sowohl für die Akteure als auch für die Landesebene zu
entwickeln und in einem Abschlussbericht zusammenzufassen.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
Perspektivisch:
Berücksichtigung der Handlungsempfehlungen aus dem Abschlussbericht durch die Ressorts
Erläuterung zur
Umsetzung
September 2015:
Auftaktveranstaltung der AG Digitale Medien
2015 / 2016:
Erarbeitung der Handlungsempfehlungen und Erstellung des Abschlussberichts
Oktober 2016:
Vorstellung des Abschlussberichts im Rahmen der Plenarsitzung des Landespräventionsrates
und Übergabe an den Vorsitzenden, Herrn Staatsminister Markus Ulbig
April 2017:
Übergabe des Abschlussberichts an die Ressorts, Stellungnahmen der Ressorts zu den Umset-
zungsmöglichkeiten der Handlungsempfehlungen
Abschluss der
Maßnahme
innerhalb der Legislaturperiode
Stand der
Umsetzung
abgeschlossen

38
Anhang: Maßnahmen, 2 - Informations- und Cybersicherheit gewährleisten
Maßnahme
2.2.3.
Unterstützung von Unternehmen bei der Implementierung von Schutzsystemen
Federführung
SK
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
SAX.CERT; Technische Universität Dresden; T-Systems Multimedia Solutions; Industrie- und Handelskammern;
Handwerkskammern; Unternehmen
Beschreibung
HoneySens-Sensoren sind innerhalb gefährdeter Teilnetze platzierte Sensoren, die innerhalb einer Sicherheits-
architektur Informationen über verdächtige Datenpakete aufzeichnen und an eine zentrale Serverkomponente
zur Verarbeitung weiterleiten. Die aggregierten Daten können mit Hilfe einer Web-Anwendung ausgewertet
werden.
Der Beauftragte für Informationssicherheit des Landes (BfIS Land) strebt den testweisen Aufbau und Betrieb
von HoneySens-Sensoren in verschiedenen kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) an, um verdächtige
Zugriffe auf Netzwerkdienste und -geräte zu detektieren und bei Sicherheitsvorfällen die betroffenen Unter-
nehmen zeitnah automatisiert informieren zu können. Darüber hinaus soll gewährleistet werden, dass Bedie-
nung und Handhabung dieses Systems zur Erhöhung der Cybersicherheit von den KMU in Eigenregie erfolgen
kann.
Grundlage des Projektes ist eine 2014 in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Dresden und dem
Staatsbetrieb Sächsische Informatik Dienste (SID) durchgeführte Diplomarbeit, die unter anderem die Analyse
und Konzeption eines derartigen Systems für das Sächsische Verwaltungsnetz zum Thema hatte (vgl. Maßnah-
me 2.1.3). Der aus dieser Forschung entstandene Prototyp, dessen Funktionalität zukünftig als kommerzieller
Service vom Industriepartner T-Systems Multimedia Solutions angeboten wird, soll nun im Hinblick auf die
komplexen Gegebenheiten bei KMU testweise aufgebaut und betrieben werden. Ein weiteres Augenmerk des
Forschungsprojektes liegt dabei auf der Untersuchung und Bewertung der vielfältigen Anforderungen, die sich
aus dem Einsatz bei den KMU ergeben.
Die KMU wurden bei diversen Netzwerkveranstaltungen zu einer Teilnahme am Forschungsprojekt aufgerufen.
Für das Projekt sollen ungefähr 20 HoneySens-Sensoren durch den BfIS Land zur Verfügung gestellt werden.
Weiterer Bezug
Masterplan „Digitale Verwaltung Sachsen“
Meilensteine
Bis März 2019:
Start Pilotprojekt in KMU
Erläuterung zur
Umsetzung
-
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Planung und Umsetzung

Anhang: Maßnahmen, 2 - Informations- und Cybersicherheit gewährleisten
39
Maßnahme
2.2.4.
Sicherheitsmonitoring für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Sachsen
Federführung
SK
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
SAX.CERT; sächsische Industrie- und Handelskammern
Beschreibung
Eine sichere und vertrauenswürdige Webpräsenz ist eines der Aushängeschilder für ein Unternehmen. Doch
neue Bedrohungen und Sicherheitslücken entstehen täglich und es ist gerade für KMU, die nicht IT-affin sind,
schwierig, die eigenen Internetangebote auf einem aktuellen und zugleich sicheren Stand zu halten. Um die
Unternehmen bei dieser Herausforderung zu unterstützen, wird das im sächsischen Verwaltungsnetz bereits
regelmäßig durchgeführte Sicherheitsmonitoring durch den Beauftragten für Informationssicherheit des Lan-
des (BfIS Land) auch KMU weiter zur Verfügung gestellt werden. Das Sicherheitsmonitoring in der Landesver-
waltung besteht in der regelmäßigen Überprüfung des erreichten Informationssicherheitsniveaus, vorrangig
durch automatisierte beziehungsweise teilautomatisierte Sicherheitsscans der IT-Infrastruktur. Mit Hilfe sol-
cher Erhebungen, angereichert mit Meldungen aus den Ressorts oder von externen Stellen, wird regelmäßig ein
realistisches Lagebild der aktuellen Sicherheitslage in der Landesverwaltung erstellt. Auf dieser Basis sind in-
dividuelle Handlungsempfehlungen möglich. In diesem Zusammenhang sind auch gemeinsam mit Wirtschafts-
verbänden organisierte Schulungsseminare zur Webseitensicherheit denkbar. Im weiteren Sinn ist die Maßnah-
me aus Sicht des BfIS Land als abgeschlossen zu betrachten, wenn KMU beziehungsweise ihre Verbände die
Maßnahme regelmäßig nutzen.
Weiterer Bezug
Masterplan „Digitale Verwaltung Sachsen“
Meilensteine
Bis August 2019:
Nächste Runde Sicherheitsmonitoring KMU
Erläuterung zur
Umsetzung
2016 und 2017:
Durchführung von Sensibilisierungsveranstaltungen mit dem Angebot für ein Sicherheitsmo-
nitoring
Bis August 2018:
Nächste Runde Sicherheitsmonitoring KMU
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Planung und Umsetzung

40
Anhang: Maßnahmen, 2 - Informations- und Cybersicherheit gewährleisten
Maßnahme
2.2.5.
Veranstaltungsreihe „IT Sicherheit in sächsischen KMU“
Federführung
SMWA
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Sächsische Industrie- und Handelskammern; sächsische Handwerkskammern
Beschreibung
Erpressungstrojaner, Hacking sensibler Firmendaten, Manipulation in Online-Shops: Unerkannte Sicherheitsri-
siken führen schnell zum wirtschaftlichen Aus von Unternehmen. Doch wo liegen die größten Risiken? Welche
Vorschriften gibt es? Wie werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am besten sensibilisiert? Um sächsische
Unternehmen – vor allem außerhalb der Ballungszentren – bei Fragen zur Cybersicherheit zu unterstützen,
wurde eine gemeinsame Veranstaltungsreihe von SMWA und Kammern für Unternehmen ins Leben gerufen:
„IT-Sicherheit in sächsischen KMU“.
In einer kompakten Veranstaltung erfahren Geschäftsführer, Betriebsleiter und IT-Entscheider, was zu tun ist:
Wo liegen die größten Risiken? Wie werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am besten sensibilisiert? Hand-
lungsbedarfe und wichtige Rechtsgrundlagen werden ebenso vermittelt wie Unterstützungsmöglichkeiten und
Förderprogramme zum Thema. Die Veranstaltungen sind jeweils gezielt auf die Bedürfnisse von Händlern, pro-
duzierenden Unternehmen oder Dienstleistern ausgerichtet. Die Teilnahme ist kostenfrei. Weitere Informationen
und eine Anmeldemöglichkeit sind unter
www.smwa.sachsen.de/it-sicherheit.html
zu finden.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
-
Erläuterung zur
Umsetzung
Herbst 2017:
Vier Veranstaltungen für die Zielgruppe Handelsunternehmen
Mai/ Juni 2018:
Fünf Veranstaltungen für die Zielgruppe Dienstleister
Herbst 2018:
Vier Veranstaltungen für die Zielgruppe Produktionsunternehmen
Abschluss der
Maßnahme
innerhalb der Legislaturperiode
Stand der
Umsetzung
abgeschlossen

Anhang: Maßnahmen, 2 - Informations- und Cybersicherheit gewährleisten
41
2.3. Handlungsfeld: Bekämpfung der Cyberkriminalität
Maßnahme
2.3.1.
Ausbau des Cybercrime-Competence Centers (SN4C)
Federführung
SMI
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Landeskriminalamt Sachsen (LKA Sachsen)
Beschreibung
Die Bekämpfung und Verfolgung von Cyberkriminalität ist Aufgabe und priorisiertes Ziel der sächsischen Polizei.
Seine aktuelle Umsetzung findet dieses Strategiefeld in der Etablierung und im Ausbau des Cybercrime-Compe-
tence Centers Sachsen (SN4C) im LKA Sachsen. So arbeiten im SN4C Kriminalisten und IT-Spezialisten unter ei-
nem Dach zusammen. Das SN4C versteht sich dabei als Kernelement der polizeilichen Cybercrimebekämpfung.
Sowohl die personelle Ausstattung als auch die Hard- und Software sind an die fortschreitende Digitalisie-
rung des Alltags und damit einhergehender Kriminalität auszurichten. Neben der Ausbildung von Absolven-
ten von IT-Studiengängen zu Kriminalkommissaren findet Cybercrime zunehmend Berücksichtigung in Aus-
bildungsplänen und Curricula. Neueste Technik steht dem SN4C zur Verfügung und beinhaltet die Etablierung
der Spezial-Telekommunikations-überwachung (Quellen-TKÜ) sowie die Einführung neuer Ermittlungs- bzw.
ermittlungs-unterstützender Methoden und Verfahren, wie zum Beispiel über das Projekt IT-Forensik.2020 (vgl.
Maßnahme 2.3.4) bzw. durch IT-Auswerteunterstützung.
Aufgrund der immer schneller fortschreitenden Digitalisierung wird es zunehmend wichtiger, das polizeiliche
Fachwissen mit IT-Know-how der Wirtschaft und Wissenschaft zu verbinden. Das SN4C kooperiert vor diesem
Hintergrund mit weiteren Landeskriminalämtern in der „Sicherheitskooperation Cybercrime“ mit dem Bitkom
e. V. Darüber besteht mit der Zentralstelle zur Bekämpfung von Cybercrime der Generalstaatsanwaltschaft
(ZCS – vgl. Maßnahme 2.3.2) eine Kooperation mit der Hochschule Mittweida, University of Applied Sciences.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
Bis Mai 2019:
Herstellung der Einsatzfähigkeit zur Durchführung von Spezial-TKÜ-Maßnahmen
Oktober 2019:
acht weitere CuIKD (Computer- und Internetkriminalitätsdienst) -Absolventen; Neueinstellung
weiterer zehn Anwärter
Bis Dezember 2020:
Weiterführung des Projektes IT-Forensik.2020 und Stärkung des Bereiches Ermittlungen
des SN4C
Erläuterung zur
Umsetzung
Seit 2016:
Versetzung von insgesamt 36 Absolventen des Ausbildungsganges CuIKD in das LKA Sachsen (SN4C)
bzw. in die Polizeidirektionen
Februar 2017:
Initialisierung des Projektes IT-Forensik.2020 im SN4C
Mai 2017:
Einrichtung des Sachbereiches „Informationstechnische Überwachung“
August 2017:
Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zwischen dem SMI, dem SMJus und der Hoch-
schule Mittweida, University of Applied Sciences
Juli 2018:
Implementierung einer Rufbereitschaft Cybercrime im LKA Sachsen
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

42
Anhang: Maßnahmen, 2 - Informations- und Cybersicherheit gewährleisten
Maßnahme
2.3.2.
Schaffung einer sächsischen Zentralstelle zur Bekämpfung von Cybercrime
Federführung
SMJus
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
-
Beschreibung
Die Gewährleistung von Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Daten und IT-Systemen ist essentiell
für Kommunikation und Transaktion mittels elektronischer Medien. Der effektiven Bekämpfung von Cyberkri-
minalität kommt deshalb eine besondere Bedeutung zu.
Als notwendige Ergänzung zu der vom Sächsischen Staatsministerium des Innern geschaffenen zentralen poli-
zeilichen Ermittlungseinheit SN4C soll auf Seiten der Staatsanwaltschaften ebenfalls eine entsprechende Zent-
ralstelle geschaffen werden. Vor dem Hintergrund der sowohl quantitativ als auch qualitativ rasant ansteigen-
den Cyberkriminalität ist deshalb beabsichtigt, bei der Generalstaatsanwaltschaft Dresden eine Zentralstelle
zur Bekämpfung der Cyberkriminalität einzurichten, die für den gesamten Freistaat Sachsen zuständig sein soll.
Diese Zentralstelle soll für den Bereich der Justiz die Aufgaben einer zentralen Ansprechstelle für Cyberkrimi-
nalität übernehmen. Daneben soll sie regionale und überregionale Aus- und Fortbildungsmaßnahmen in diesem
Bereich organisieren beziehungsweise daran mitwirken. Ein wichtiger Schwerpunkt soll auch die Bearbeitung
besonders herausgehobener Ermittlungsverfahren im Bereich der Cyberkriminalität sein.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
-
Erläuterung zur
Umsetzung
März 2016:
Einrichtung der Zentralstelle
Abschluss der
Maßnahme
innerhalb der Legislaturperiode
Stand der
Umsetzung
abgeschlossen

Anhang: Maßnahmen, 2 - Informations- und Cybersicherheit gewährleisten
43
Maßnahme
2.3.3.
Fortbildung der Polizei im Bereich „Bekämpfung von Cybercrime“
Federführung
SMI
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Landeskriminalamt Sachsen (LKA Sachsen)
Beschreibung
Auf der Grundlage eines bundesweit abgestimmten Fortbildungskonzeptes IuK-Kriminalität/Internetkriminali-
tät sind zahlreiche Qualifizierungsmaßnahmen für die in der Bekämpfung von Cybercrime tätigen Bediensteten
vorgesehen. Das Konzept sieht eine Fortbildung in drei miteinander verbundenen Bereichen vor, um die Straf-
verfolgungsmaßnahmen zu optimieren.
Im ersten Bereich soll den Polizeibeamten ein fundiertes Grundwissen bezüglich des Internetstrafrechtes und
der Einordnung sowie der Begehungsweise von Cybercrime-Straftaten vermittelt werden. Damit können sie
erste Maßnahmen vor Ort treffen, um zum Beispiel Datenträger zu sichern und diese an die nachgeordneten
Stellen weitergeben.
Unter den in den zuständigen Dezernaten eingesetzten Polizeibeamten müssen ebenfalls speziell ausgebildete
IuK-Sachbearbeiter vorhanden sein, die die Delikte qualifiziert weiterbearbeiten. Diese treffen dann auch wei-
tere Beweissicherungsmaßnahmen (zum Beispiel Datenträgerauswertung).
Der dritte Bereich betrifft die Sachbearbeiter im Landeskriminalamt Sachsen, die als Spezialisten für die Be-
kämpfung von Cybercrime ausgebildet werden. Sie übernehmen die besonders aufwendigen und speziellen
Beweissicherungen (IT-Forensik, das heißt elektronische Spurensicherung und Wiederherstellung gelöschter
Daten) sowie die Beratung bei Durchsuchungsmaßnahmen und komplexen Ermittlungsfällen. Außerdem erfolgt
in diesem Bereich die Beobachtung des Marktes, um die sich teilweise schnell vollziehenden Veränderungen in
diesem speziellen Kriminalitätsbereich zu erkennen.
Die bestehenden Fortbildungsinhalte der sächsischen Polizei, aber auch im Zusammenwirken innerhalb der
Sicherheitskooperation mit den Bundesländern Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg und Berlin, werden
regelmäßig aktualisiert und für neu auftretende Themen beziehungsweise Phänomene Lehrgangskonzeptionen
ausgearbeitet sowie darauf aufbauend Polizeibeamte qualifiziert. Es handelt sich um eine dauerhafte Maßnah-
me, die in einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess eingebunden ist.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
4. Quartal 2019:
Start der sächsischen Fortbildung „Zentrale Auswerteumgebung für digitale Spuren“
Erläuterung zur
Umsetzung
-
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Planung und Umsetzung

44
Anhang: Maßnahmen, 2 - Informations- und Cybersicherheit gewährleisten
Maßnahme
2.3.4.
Umsetzung des IT-Vorhabens „IT-Forensik.2020“
Federführung
SMI
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Landeskriminalamt Sachsen (LKA Sachsen)
Beschreibung
Die IT-Forensik behandelt die Untersuchung von verdächtigen Vorfällen im Zusammenhang mit IT-Systemen
und der Feststellung des Tatbestandes und der Täter durch Erfassung, Analyse und Auswertung digitaler Spuren.
IT-forensische Handlungen an Computersystemen sind zwischenzeitlich auch im Zusammenhang mit herkömm-
lichen Straftaten, allein schon aufgrund der massenhaften Verbreitung von Mobile Devices in der Bevölkerung,
etabliert.
Das LKA Sachsen wurde im Januar 2017 mit der Initiierung des Projektes „IT-Forensik.2020“ beauftragt, um
Prozesse der Aufbereitung, Bereitstellung sowie der Auswertung von digitalen Spuren in der sächsischen Polizei
zu vereinheitlichen und zu beschleunigen.
Mit dem Bestandteil der "Zentralen Auswerteumgebung für digitale Spuren (ZAdiS)" haben polizeiliche Er-
mittler und IT-Forensiker landesweit eine bedarfsgerechte, schnelle, zuverlässige, flexible und zugleich ganz-
heitliche Umgebung zur Auswertung von digitalen Beweismitteln. Damit und durch Nutzerunterstützung bzw.
Standardisierung von Prozessen geht eine Qualitätssteigerung im Umgang mit digitalen Spuren einher.
Wesentliche Bausteine des Projektes sind außerdem der Aufbau eines IT-forensischen Sondernetzes, die Ein-
richtung einer IT-Forensik-Cloud, der Aufbau eines "Hinweisportals Sachsen (HP.SN)" zur Entgegennahme di-
gitaler Hinweise aus der Bevölkerung und die Realisierung eines in die ZAdiS integrierten und standardisierten
Internet-Ermittlungszugangs.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
Ab April 2019:
Beginn der Realisierungsphase und Beginn des Aufbaus der ZAdiS
Bis Juli 2019:
Beendigung der Konzeptphase
Ab Oktober 2019:
Stufenweise Einführung der ZAdiS in den polizeilichen Wirkbetrieb, beginnend im LKA
Sachsen
Erläuterung zur
Umsetzung
November 2016:
Vorlage der Projektskizze beim SMI
Januar 2017:
Auftrag zur Initiierung des Projektes
Februar 2017:
Einrichtung der Projektorganisation im LKA Sachsen, Beginn der Konzeptarbeit
Dezember 2017:
Unterzeichnung einer Rahmenvereinbarung mit dem BKA als Grundlage für das Multime-
dia-Hinweisportal
2018:
Fertigstellung und Abnahme des Grobkonzeptes zur IT-Forensik-Cloud, der Grobkonzepte zum Hinwei-
sportal Sachsen und IT-Forensik-Netz und des Grobkonzepts zum Zentralen Speicher
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

Anhang: Maßnahmen, 2 - Informations- und Cybersicherheit gewährleisten
45
Maßnahme
2.3.5.
Fortführung des Vorbereitungsdienstes in der Fachrichtung Polizei
im Schwerpunkt Computer- und Internetkriminalitätsdienst
Federführung
SMI
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
-
Beschreibung
Zur Bekämpfung der Computer- und Internetkriminalität erfolgt die Neueinstellung von Absolventen von Fach-
hochschulen und Hochschulen (Fachrichtung Informatik, Wirtschaftsinformatik und Informations- und Kom-
munikationstechnik) als Polizisten in Sachsen. Sie sollen als IT-Spezialisten zur Bekämpfung der Computer- und
Internetkriminalität eingesetzt werden.
Vor dem Beginn der Tätigkeit als Polizeibeamter haben sie ein Auswahlverfahren zu absolvieren, das neben der
Prüfung von Computerkenntnissen auch einen Sporttest und eine ärztliche Untersuchung umfasst. Im Falle
des Bestehens ist im Beamtenverhältnis auf Widerruf als Kriminalkommissaranwärter ein einjähriger Vorberei-
tungsdienst vorgesehen. Dieser besteht aus sechs Monaten fachtheoretischer Ausbildung an der Hochschule
der Sächsischen Polizei (PolFH) sowie aus sechs Monaten Praktikum beim Landeskriminalamt Sachsen (LKA
Sachsen) und in den Polizeidirektionen. Der Vorbereitungsdienst ist die von einem Beamten abzuleistende Aus-
bildungszeit, die mit einer Laufbahnprüfung endet. Er dient dem Erwerb der Laufbahnbefähigung für die erste
Einstiegsebene der Laufbahngruppe 2 Fachrichtung Polizei, Schwerpunkt Computer- und Internetkriminali-
tätsdienst. Nach erfolgreichem Abschluss erfolgt die Ernennung zu Kriminalkommissaren. Die Arbeitsplätze
befinden sich im sächsischen Cybercrime-Competence Center (SN4C) des LKA Sachsen und in den Cyberkrimi-
nalitäts-Kommissariaten der Polizeidirektionen (vgl. Maßnahme 2.3.1).
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
1. Oktober 2019:
Beginn fünfter Ausbildungslehrgang
Erläuterung zur
Umsetzung
1. Oktober 2015:
Beginn erster Ausbildungslehrgang
1. Oktober 2016:
Beginn zweiter Ausbildungslehrgang
1. Oktober 2017:
Beginn dritter Ausbildungslehrgang
1. Oktober 2018:
Beginn vierter Ausbildungslehrgang
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

46

3. Strategisches Ziel: Kompetenz und
„Gute Arbeit“ im digitalen Zeitalter gestalten

48
Anhang: Maßnahmen, 3 - Kompetenz und „Gute Arbeit“ im digitalen Zeitalter gestalten
3. Strategisches Ziel: Kompetenz und
„Gute Arbeit“ im digitalen Zeitalter gestalten
3.1. Handlungsfeld: Kompetenzen für die digital geprägte Gesellschaft
Maßnahme
3.1.1.
Verbesserung der Medienkompetenz von Lehrkräften
durch passgenaue Fortbildungsangebote
Federführung
SMK
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
-
Beschreibung
Lehrkräften aller Schularten kommt eine Schlüsselrolle bei der Vorbereitung der heranwachsenden Generati-
onen auf die Anforderungen einer digitalen Zukunft zu. Nach § 40 Absatz 2 des Sächsischen Schulgesetzes
sind sächsische Lehrkräfte verpflichtet, sich regelmäßig fortzubilden. Lehrerfortbildung ist eine ständige Auf-
gabe, deren Schwerpunktsetzungen den aktuellen Anforderungen angepasst werden. Das Programm von zen-
tralen, regionalen und schulinternen Fortbildungsangeboten wird durch das SMK mittels themenspezifischer
Fortbildungsleitlinien strategisch gesteuert. Die Steuerung der Fortbildungsteilnahme der Lehrkräfte erfolgt
dezentral über das Fortbildungskonzept der jeweiligen Schule, für das der Schulleiter oder die Schulleiterin
verantwortlich zeichnet. Der Katalog der aktuellen Fortbildungsangebote wird schuljährlich neu veröffentlicht
(vgl.
www.schulportal.sachsen.de/fortbildungen
).
Medien- und IT-Kompetenz sind wichtige Bestandteile der Fortbildungsleitlinien. Themen wie „Didaktik des
Einsatzes elektronischer Medien im Unterricht“ sowie „Weiterentwicklung der fachbezogenen Medienkom-
petenz“ sind Bestandteil der Fortbildungsleitlinie „Sicherung der Unterrichtsqualität“. In den Fortbildungen
lernen die Lehrkräfte, das Internet, elektronische Medien und Anwendungen wie Tablets, interaktive Tafeln oder
Geocaching fachbezogen und effektiv in ihrem Unterricht einzusetzen. Vermittelt werden außerdem Kompe-
tenzen in den Bereichen Urheberrecht und Datenschutz im Umgang mit digitalen Medien. Ein umfassendes
Online-Beratungsangebot bietet Lehrkräften Unterstützung in rechtlichen Fragen (Daten- und Jugendschutz,
Persönlichkeitsrecht, Urheber- und Lizenzrecht).
Auf Basis der Leitlinie „Schulische Prävention und Gesundheitsförderung“ werden Fortbildungen zu den Chan-
cen und Risiken des Medienkonsums angeboten. Darüber hinaus spielen die Angebote der schulinternen Lehrer-
fortbildung eine wichtige Rolle bei der Abdeckung von spezifischen Bedarfen vor Ort an den Schulen.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
-
Erläuterung zur
Umsetzung
Schuljahr 2016/17:
Aufnahme des Bereiches „Medienkompetenz“ in verschiedene Fortbildungsleitlinien
Januar 2018:
Gründung einer Arbeitsgruppe, welche im Landesamt für Schule und Bildung die Medienfortbil-
dungen koordiniert
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

Anhang: Maßnahmen, 3 - Kompetenz und „Gute Arbeit“ im digitalen Zeitalter gestalten
49
Maßnahme
3.1.2.
Stärkung der IT- und Medienkompetenz von Beschäftigten und
Auszubildenden im Rahmen der ESF-Richtlinie „Berufliche Bildung“
Federführung
SMWA
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
-
Beschreibung
Kontinuierliche Beteiligung an berufsbezogener (Weiter-)Bildung ist im beruflichen Lebenslauf notwendig, um
neuen Anforderungen, zum Beispiel durch die Weiterentwicklung von wissenschaftlichen Erkenntnissen und
Technologien, wachsenden Ansprüchen an die Qualifikation der Arbeitskräfte oder die zunehmende Bedeutung
des Umwelt- und Ressourcenschutzes gerecht zu werden. Zudem dient berufliche Weiterbildung der Erhaltung
und Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit. Im Rahmen des Europäischen Sozialfonds (ESF), Förderperiode
2014-2020, fördert das SMWA über die ESF-Richtlinie Berufliche Bildung Qualifizierungsmaßnahmen in allen
beruflich relevanten Bereichen, darunter die IT- und Medienkompetenz.
Mit der Förderung werden betriebliche und individuell-berufsbezogene Bildungsaktivitäten zur Erhöhung der
Anpassungsfähigkeit von Arbeitskräften und Arbeitgebern an den Wandel unterstützt. Gleichzeitig werden
Anreize für eine berufliche Weiterbildung gesetzt.
Im Einzelnen werden die Programme „Weiterbildungsscheck betrieblich“, bei dem die Antragstellung, Organi-
sation und Bezahlung/Abrechnung beim Arbeitgeber liegt, und „Weiterbildungscheck individuell“ auf Eigenini-
tiative von Beschäftigten selbst sowie Zusatzqualifikationen für Auszubildende unterstützt. Bei der Förderung
betrieblicher Weiterbildungsschecks ist im Zeitraum der Durchführung einer Fortbildungsmaßnahme eine voll-
ständige oder partielle Freistellung von der sonstigen betrieblichen Tätigkeit üblich.
Im Förderzeitraum 2014-2020 wurden in den Programmen „Weiterbildungsscheck betrieblich“ und „Weiterbil-
dungscheck individuell“ bereits 1.545 Förderanträge im Bereich IT/Medien/Marketing bewilligt, im Programm
„Zusatzqualifikationen“ waren es elf Förderanträge mit dem Qualifikationsinhalt IT-Kompetenz/ Medien (Da-
tenstand: März 2019).
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
-
Erläuterung zur
Umsetzung
Förderzeitraum 2014 – 2020 des Europäischen Sozialfonds (ESF):
Programme „Weiterbildungsscheck be-
trieblich“ und „Weiterbildungscheck individuell“ sowie „Zusatzqualifikationen“ werden umgesetzt
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

50
Anhang: Maßnahmen, 3 - Kompetenz und „Gute Arbeit“ im digitalen Zeitalter gestalten
Maßnahme
3.1.3.
Unterstützung des Arbeitskreises E-Learning der
Landesrektorenkonferenz sächsischer Hochschulen
Federführung
SMWK
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Landesrektorenkonferenz
Beschreibung
Mit Unterstützung des SMWK hat die Landesrektorenkonferenz der sächsischen Hochschulen (LRK) den Ar-
beitskreis (AK) E-Learning eingerichtet, um Aktivitäten im Bereich E-Learning/ Medienpädagogische Arbeit zu
koordinieren und zu bündeln.
Der AK E-Learning ist ein wissenschaftliches Gremium und unterstützt durch seine Empfehlungen an die Hoch-
schulen maßgeblich die fachliche und strategische Beratung, die Initiierung und Durchführung von Hoch-
schulvorhaben und damit die weitere Verstetigung des E-Learning beziehungsweise der medienpädagogischen
Arbeit. Der AK hat es sich zum Ziel gemacht, die inhaltliche Umsetzung strategischer hochschulübergreifender
Ziele zur Sicherung und schnellen Entwicklung des E-Learning an den sächsischen Hochschulen voranzubringen
und zu unterstützen. Der AK E-Learning bestimmt dadurch maßgeblich die Einführung und Verstetigung von
technologischen und methodischen Innovationen für Lehren und Lernen mit neuen Medien. Damit verbunden
ist die kontinuierliche Begutachtung, Auswahl und Begleitung von Vorhaben, die auf den gesamten Hoch-
schulraum wirken. Konkret erfolgt dies durch die finanzielle Unterstützung von Projekten an den sächsischen
Hochschulen.
Der AK E-Learning arbeitet sehr eng mit dem Hochschuldidaktischen Zentrum Sachsen (HDS) zusammen, um
Weiterbildungen für Lehrende im Bereich der Mediendidaktik/ Medienkompetenz anzubieten.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
-
Erläuterung zur
Umsetzung
30. Januar 2018:
Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zwischen dem AK E-Learning der LRK und
dem HDS.
Ziel ist es, die bisherige Zusammenarbeit zu vertiefen und zur Beförderung einer didaktisch fundierten Lehre
auf dem Gebiet der digitalisierten Hochschulbildung Rahmenbedingungen sowie Angebote für die Lehrenden
der sächsischen Hochschulen zu schaffen.
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

Anhang: Maßnahmen, 3 - Kompetenz und „Gute Arbeit“ im digitalen Zeitalter gestalten
51
Maßnahme
3.1.4.
Etablierung der Medienpädagogik als Querschnittsaufgabe
in den Lehramtsstudiengängen
Federführung
SMWK
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
SMK
Beschreibung
In der Sächsischen Lehramtsprüfungsordnung I ist für alle Schularten verbindlich festgelegt, dass die Mediener-
ziehung in ihren Teilaspekten Bestandteil der Lehramtsstudiengänge ist. Die lehramtsausbildenden Hochschulen
setzen dies im Rahmen ihrer gesetzlichen Autonomie um und passen die Inhalte an die Entwicklungen in der
Medienpädagogik fachlich und didaktisch an. Die Etablierung der Medienpädagogik als Querschnittsaufgabe in
den Lehramtsstudiengängen ist auch in den Zielvereinbarungen zwischen dem SMWK und den lehramtsausbil-
denden Hochschulen verankert.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
Maßnahme wird kontinuierlich durchgeführt
Erläuterung zur
Umsetzung
-
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

52
Anhang: Maßnahmen, 3 - Kompetenz und „Gute Arbeit“ im digitalen Zeitalter gestalten
Maßnahme
3.1.5.
Entwicklung von Projekten zur Unterstützung der sorbischen Sprache
(elektronisches Lehrbuch, digitale Rechtschreibprüfung, Online-Lernprogramm)
Federführung
SMK; SMWK
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Stiftung für das sorbische Volk; Witaj-Sprachzentrum; Sächsische Bildungsagentur
Beschreibung
Die sorbische Sprache und Kultur als Ausdruck der Identität des sorbischen Volkes zu bewahren und zu entwi-
ckeln, ist in Art. 6 der Sächsischen Verfassung als ein Grundanliegen verankert. Um die Präsenz der Sprache in
den digitalen Medien auf eine annähernd gleichwertige Stufe mit anderen (Minderheiten-)Sprachen zu stellen,
werden moderne digitale Informationsquellen in Sorbisch erarbeitet. Infolge des kleinen Kreises an Abnehmern
können digitale Produkte für das Sorbische nicht zu marktüblichen Preisen angeboten werden.
Sowohl durch staatliche Förderung als auch durch Bemühungen zur Nutzung diverser Förderprogramme wird
dieser Nachteil zumindest für einige Bereiche ausgeglichen. Hierzu zählen die Projekte „Digitale sorbische
Rechtschreibprüfung“ und „Sorbisch online lernen“ unter Federführung des SMWK sowie das Pilotprojekt „Elek-
tronisches Lehrbuch für Schulen“ unter Federführung des SMK, die vom Freistaat Sachsen über die Stiftung für
das sorbische Volk gefördert werden.
Die „Digitale sorbische Rechtschreibprüfung“ wurde bereits veröffentlicht. Mit „Sorbisch online lernen“ wurde
ein multimediales Sorbisch-Lernprogramm für Erwachsene entwickelt, die sorbisch als Zweit-/ Fremdsprache
erlernen möchten. Die Erarbeitung des „Elektronischen Lehrbuches“ für das Fach Sorbisch, das bestehende
Print-Materialien ergänzen soll, beginnt mit der Klassenstufe 5 und wird schrittweise ausgeweitet. Das digitale
Lehrbuch wird die bestehenden Printversionen der Sprachbücher für den Unterricht im Fach Sorbisch zunächst
nicht ablösen, sondern zweckentsprechend ergänzen. Das Lehrbuch wird auf der Homepage des WITAJ-Sprach-
zentrums veröffentlicht.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
-
Erläuterung zur
Umsetzung
2016:
Veröffentlichung einer Testversion der „Digitalen sorbischen Rechtschreibprüfung“
2017:
Veröffentlichung „Sorbisch online lernen“ sowie von Lehreinheiten des „Elektronischen Lehrbuches“ auf
einer Testseite, Erprobung des o. g. Backendtools
29. März 2018:
Veröffentlichung des „Elektronischen Lehrbuches“
unter
www.krokpokroku.sorbischlernen.de
mit sieben Lehreinheiten
Bis Dezember 2018:
Veröffentlichung der Lehreinheiten 8 bis 11
Ab 2019:
Fortführung der Arbeiten unter Nutzung eines Backendtools, mit dem das WITAJ-Sprachzentrum
weitere Aufgaben in Eigenregie erstellen kann
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

Anhang: Maßnahmen, 3 - Kompetenz und „Gute Arbeit“ im digitalen Zeitalter gestalten
53
Maßnahme
3.1.6.
SMK-Konzeption „Medienbildung und Digitalisierung in der Schule“
Federführung
SMK
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
SMI; SMWK; SMWA; sonstige Verwaltung; Wirtschaft; Zivilgesellschaft
Beschreibung
Die Konzeption „Medienbildung und Digitalisierung in der Schule“ des SMK ist den Auswirkungen und Mög-
lichkeiten der Digitalisierung im Bereich der schulischen Bildung und einer damit einhergehenden verstärkten
Bedeutung der Medienbildung gewidmet. Sie ist ein Rahmen, um Aktivitäten auf diesen Gebieten zu koordi-
nieren und zielgerichtete Entscheidungen zu ermöglichen. Dazu beschreibt sie vor allem das Grundverständnis
von Medienbildung und Digitalisierung in der Schule und formuliert strategische Ziele in mehreren Hand-
lungsfeldern. Sie ist für die Umsetzung der formulierten Ziele, deren Zeithorizont bis in das Jahr 2025 reicht,
handlungsleitend.
Die Konzeption richtet sich maßgeblich an die Entscheidungsträger in Schulaufsicht, Schulverwaltung und
Lehrerbildung, die Schulträger, die Lehrenden und Lernenden und die an Schule interessierte Öffentlichkeit.
Sie wird regelmäßig evaluiert und weiterentwickelt. Dabei bilden die theoretischen und strategischen Formu-
lierungen die Grundlage für eine kontinuierliche Einschätzung der Zielerreichung sowie der Ausrichtung der
umzusetzenden Maßnahmen.
Den Anforderungen der Strategie der Kultusministerkonferenz (KMK) zur Bildung in der digitalen Welt entspre-
chend wird vom Primat des Pädagogischen ausgegangen und die Erziehungs- und Bildungsziele werden den
aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen angepasst. Damit liegt eine konzeptionelle Fassung des Themas
vor, die einerseits die Strategie der KMK berücksichtigt und andererseits die Forderungen des Bundes an die
Länder im Rahmen des DigitalPakts Schule abdeckt.
Weiterer Bezug
SMK-Konzeption „Medienbildung und Digitalisierung in der Schule“
Meilensteine
19. März 2019:
Kabinettsbefassung mit dem aktuellen Umsetzungsstand, insbesondere der Breitbander-
schließung der Schulen, sowie dem DigitalPakt Schule
1. Quartal 2019:
Veröffentlichung eines Umsetzungsberichts
Erläuterung zur
Umsetzung
15. Dezember 2016:
Vorstellung des Diskussionsentwurfs der Konzeption
1./2. Quartal 2017:
Diskussion in einem breiten Netzwerk von Experten
18. November 2017:
Veröffentlichung der Konzeption
8. Februar 2018:
Kabinettsbeschluss zur Stärkung der Medienbildung und Digitalisierung in der Schule
(Nr. 4 des „Zukunftspakts Sachsen“, Beschluss Nr. 06/0573)
2. Quartal 2018:
Einrichtung eines Monitorings zur Planung und Umsetzung der Maßnahmen
28. August 2018:
Berichterstattung im Kabinett
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

54
Anhang: Maßnahmen, 3 - Kompetenz und „Gute Arbeit“ im digitalen Zeitalter gestalten
Maßnahme
3.1.7.
Modell- und Transfervorhaben zur Einführung digitalgestützter Lernwerkzeuge
in der beruflichen Aus- und Weiterbildung
Federführung
SMWA
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
-
Beschreibung
Im Rahmen von Modell- und Transfervorhaben, die einen nachhaltigen Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbs-
fähigkeit der sächsischen Wirtschaft leisten, soll die Entwicklung, Einführung und praktische Erprobung von di-
gital gestützten Lernwerkzeugen gefördert werden. Dabei sollen konkrete, gegebenenfalls branchenspezifische
Bedarfe von Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten sowie gegebenenfalls altersbedingte Bedürfnisse
der Beschäftigten oder themenspezifische Bedarfe (beispielsweise Arbeits- und/oder Jugendarbeitsschutzas-
pekte) aufgegriffen werden. Der Schwerpunkt liegt auf klein- und kleinstbetrieblichen Strukturen und nachhal-
tiger Implementierung des digitalen Lernens. Zudem soll eine Bewertung der mit dem Modell- beziehungsweise
Transfervorhaben erzielten Ergebnisse – bezogen auf die Anwendbarkeit und den Nutzen in kleinbetrieblichen
Strukturen – erfolgen. Es handelt sich um eine Projektförderung bis 2022 im Umfang von insgesamt 12 Mio.
Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und aus Landesmitteln des Freistaates Sachsen.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
März/ April 2019:
Bewilligung der 15 ausgewählten Projekte
Erläuterung zur
Umsetzung
Juni 2018:
Aufruf des SMWA zur Projekteinreichung
Oktober 2018:
Auswahl von 15 Projekten in einem zweistufigen Verfahren
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

Anhang: Maßnahmen, 3 - Kompetenz und „Gute Arbeit“ im digitalen Zeitalter gestalten
55
Maßnahme
3.1.8.
Einrichtung eines Bachelorstudiengangs Digitale Verwaltung an
der Hochschule Meißen (FH) und Fortbildungszentrum
Federführung
SMI
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
SK; Staatsbetrieb Sächsische Informatik Dienste (SID); Landesdirektion Sachsen (LDS);
Hochschule Meißen (FH) und Fortbildungszentrum
Beschreibung
Die Einrichtung einer staatseigenen Ausbildung von Fachkräften im Bereich der Verwaltungsinformatik mit in-
terdisziplinärer Ausrichtung auf die Informations-, Kommunikations-, Rechts- und Verwaltungswissenschaften
ist Teil der laufenden Anstrengungen zur Umsetzung der Ausbildungsoffensive. Die Ausbildung ist als siebense-
mestriger Bachelorstudiengang Digitale Verwaltung an der Hochschule Meißen (FH) und Fortbildungszentrum
ausgestaltet, der zugleich die Laufbahnbefähigung für die erste Einstiegsebene der Laufbahngruppe 2 in der
Fachrichtung Allgemeine Verwaltung mit dem neu zu schaffenden fachlichen Schwerpunkt Digitale Verwaltung
vermitteln soll. Die duale Grundprägung des Studiums sichert im Zusammenspiel mit einem Partnernetzwerk
sächsischer Behörden eine bedarfsgerechte und praxisorientierte Ausbildung.
Weiterer Bezug
Masterplan „Digitale Verwaltung Sachsen“
Meilensteine
3. Quartal 2019:
Beginn des ersten Auswahlverfahrens
1. Quartal 2020:
Inkrafttreten der Ausbildungs- und Prüfungsordnung
3. Quartal 2020:
Aufnahme des Studiengangs mit einer Einführungsgröße von 16 Studenten (eine Studien-
gruppe)
3. Quartal 2021:
Verstetigung des Studiengangs mit einer Zielgröße von jährlich 30 Studenten (zwei Studien-
gruppen)
Erläuterung zur
Umsetzung
-
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Planung und Umsetzung

56
Anhang: Maßnahmen, 3 - Kompetenz und „Gute Arbeit“ im digitalen Zeitalter gestalten
Maßnahme
3.1.9.
Förderung von anerkannten Weiterbildungseinrichtungen zur Verbesserung ihrer digitalen
Infrastruktur und von Projekten zur digitalen Grundbildung
Federführung
SMK
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Anerkannte Einrichtungen der allgemeinen Weiterbildung (WBE)
Beschreibung
Weiterbildungsangebote für die Bürgerinnen und Bürger zu Themen der Digitalisierung sowie zum Erwerb von
informationstechnischen Kompetenzen werden von anerkannten Trägern der Weiterbildung im Freistaat Sach-
sen bereitgestellt. Im Rahmen ihrer Programme unterbreiten die Einrichtungen vielfältige Weiterbildungsan-
gebote zu digitalen Themen und zur Medienbildung für alle Interessierten. Spezielle Angebote richten sich
beispielsweise an pädagogische Fachkräfte, Eltern, Familien, Kinder und Jugendliche sowie Senioren und Men-
schen mit Behinderungen.
Für Erwachsene aller Altersgruppen, deren digitale Kompetenzen den Anforderungen in der zunehmend digi-
talisierten Lebens- und Arbeitswelt nicht genügen und die deshalb hinsichtlich ihrer gesellschaftlichen Teil-
habemöglichkeiten benachteiligt sind, sollen zusätzliche und adressatengerechte Weiterbildungsangebote zur
digitalen Grundbildung geschaffen werden. Ziel ist es, dass die Kursteilnehmenden grundlegende Kenntnisse
zu und Kompetenzen im Umgang mit digitalen Medien, wie zum Beispiel Computer und Internet, zur selbstbe-
stimmten Bewältigung ihrer alltäglichen Lebenssituationen erlangen. Die WBE können für derartige Projekte
einen Sonderzuschuss beantragen.
Für investive Maßnahmen zur Verbesserung der digitalen Strukturen in den WBE von mehr als 5.000 bis 25.000
Euro, in Ausnahmen bis zu 50.000 Euro, kann ein Investitionszuschuss beantragt werden.
Weiterer Bezug
Landesstrategie Medienbildung in Sachsen (in Erarbeitung)
Meilensteine
ab Doppelhaushalt 2019/2020:
Erhöhung der Mittel für die Weiterbildung
Änderung der Weiterbildungsförderungsverordnung (WbFöVO) – Einführung neuer Förderinstrumente: Inves-
titionszuschuss zur Verbesserung der digitalen Strukturen in den WBE sowie Sonderzuschuss für vordringliche
gesellschaftliche Themen, u. a. der digitalen Grundbildung
6. März 2019:
Inkrafttreten der WbFöVO
2019 und 2020:
Umsetzung der Maßnahmen
Erläuterung zur
Umsetzung
-
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

Anhang: Maßnahmen, 3 - Kompetenz und „Gute Arbeit“ im digitalen Zeitalter gestalten
57
Maßnahme
3.1.10.
Medienbildung in Sachsen (MESA) – Landesstrategie zur Förderung der Medienkompeten-
zen im außerschulischen Bereich
Federführung
SMK
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Alle Ressorts; Wirtschaft; Zivilgesellschaft
Beschreibung
Die Landesstrategie „Medienbildung in Sachsen“ hat das Ziel, die grundlegende Medienbildung der sächsischen
Bevölkerung zu stärken und zu fördern. Sie widmet sich den Bildungsbereichen der frühkindlichen, Kinder-
und Jugend-, Familien-, Erwachsenen- sowie Seniorenbildung. Die Strategie zeigt Ziele auf, definiert Hand-
lungsfelder und bündelt Maßnahmen, um Medienbildung und die Vermittlung von digitalen Kompetenzen im
Rahmen der zunehmenden Mediatisierung der Lebenswelten zu gewährleisten. Als gemeinsame Vereinbarung
der Staatsregierung unter Beteiligung von Dritten verdeutlicht sie, welche Schwerpunkte im Bereich der au-
ßerschulischen Medienbildung im Rahmen des lebenslangen Lernens verfolgt werden. Erste Grundlagen hat die
SMK-Konzeption „Medienbildung und Digitalisierung in der Schule“ (siehe Maßnahme 3.1.6.) für den schuli-
schen Bereich gelegt.
Weiterer Bezug
SMK-Konzeption „Medienbildung und Digitalisierung in der Schule“
Meilensteine
Juni/Juli 2019:
Kabinettsbefassung
August/September 2019:
Veröffentlichung
Erläuterung zur
Umsetzung
1./2. Quartal 2019:
Erarbeitung der Landesstrategie
3. Quartal 2019:
Kabinettsbeschluss und Veröffentlichung der Landesstrategie
Parallel erfolgt die Umsetzung von Maßnahmen.
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Planung und Umsetzung

58
Anhang: Maßnahmen, 3 - Kompetenz und „Gute Arbeit“ im digitalen Zeitalter gestalten
3.2. Handlungsfeld: Arbeitswelt im digitalen Zeitalter
Maßnahme
3.2.1.
Bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch Ausbau
der Telearbeit in der Sächsischen Staatsverwaltung
Federführung
Alle Ressorts
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
-
Beschreibung
In der Strategie für IT und E-Government wurde bereits der Anspruch formuliert, allen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern der sächsischen Verwaltung ein örtlich flexibles Arbeiten zu ermöglichen. Dieser wurde im Koali-
tionsvertrag vom November 2014 mit dem vereinbarten Vorbildwirken des Freistaates als Arbeitgeber gestärkt.
Der Zugriff auf interne Dienste und Daten soll standortunabhängig und zeitlich flexibel möglich sein, egal ob
mit mobilem Endgerät oder dem PC, denn der Bedarf, IT-Dienste und -Anwendungen von zu Hause aus oder von
unterwegs zu nutzen, steigt.
Das Zusammenspiel von Berufs- und Familienverantwortung sowie organisatorische Veränderungen erfordern
darüber hinaus innovative Arbeitszeitmodelle in allen Hierarchieebenen. Mit einer breiteren Anwendung flexi-
bler Modelle sollen die Potenziale der Beschäftigten gesichert sowie Teilzeit und Telearbeit gefördert werden.
Dafür werden die erforderlichen Arbeitsmittel zur Verfügung gestellt, beispielsweise ein dienstlicher Inter-
net-zugang. Der technische Ausbau erfolgt innerhalb der möglichen Kapazitäten nach Bedarf.
Die gewünschte Flexibilisierung von Arbeitszeit und -ort darf aber nicht zu einer Aushöhlung zentraler und
erhaltenswerter Schutzziele und gesetzlicher Vorgaben in Bezug auf Arbeitszeit, Ruhepausen, Ruhezeit sowie
Nacht- und Schichtarbeit führen. Möglichen gesundheitlichen Risiken, wie ständiger Erreichbarkeit oder flexi-
blen und unkontrollierbaren Arbeitszeiten, soll vorgebeugt werden.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
SK:
Die Erarbeitung einer entsprechenden Dienstvereinbarung ist geplant
SMF:
Fortlaufend:
Weiterer Ausbau von alternierender Telearbeit und Kurzzeit-Telearbeit im Rahmen der Umset-
zungsmöglichkeiten im Geschäftsbereich
SMJus:
Bis April 2019:
Erster Zwischenbericht zum Sicherheitskonzept hinsichtlich CAG-Fernzugängen (Citrix Access
Gateway) und Anforderungen an die Endgeräte (Hard- und Software)
SMK:
Fortlaufend:
Soweit Arbeitsaufgaben es zulassen und unter Berücksichtigung der Dienstvereinbarung Telear-
beit Ausübung alternierender Telearbeit im Geschäftsbereich des SMK
1. Quartal 2019:
Überarbeitung der bereits bestehenden Dienstvereinbarung zur Ausübung von Telearbeit

Anhang: Maßnahmen, 3 - Kompetenz und „Gute Arbeit“ im digitalen Zeitalter gestalten
59
Maßnahme
3.2.1.
Bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch Ausbau
der Telearbeit in der Sächsischen Staatsverwaltung
Meilensteine
(Fortsetzung)
SMS:
Fortlaufend:
Geplante Änderung der Dienstvereinbarung (Abschluss der Gespräche mit der Personalvertretung
ca. im 2. oder 3. Quartal 2019). Soweit Arbeitsaufgaben es zulassen und die in der Dienstvereinbarung festge-
haltenen Voraussetzungen erfüllt sind, Abschluss von Teleheimarbeitsvereinbarung nach der jeweils geltenden
Fassung der Dienstvereinbarung
SMUL:
2019:
Optimierung des Workflows zur Bewilligung von Kurzzeittelearbeit
SMWA:
Fortlaufend:
Ausbau der alternierenden (häuslichen) und mobilen Telearbeit
Erläuterung zur
Umsetzung
SK:
Stichtag 1. Februar 2019:
Vier Telearbeitsvereinbarungen
SMF:
1. Oktober 2018:
Inkrafttreten der Rahmendienstvereinbarung Telearbeit im Geschäftsbereich des SMF
Zum Berichtszeitpunkt:
28 Telearbeitsvereinbarungen; daneben Möglichkeit der Inanspruchnahme von Kurz-
zeit-Telearbeit
SMI:
September 2016/ Januar 2019:
Inkrafttreten der Neufassung bzw. der Überarbeitung der Rahmendienstver-
einbarung zur mobilen Arbeit im Geschäftsbereich des SMI
SMJus:
Seit 2018:
Prüfung der Sicherheitsanforderungen für die Nutzung von CAG-Fernzugängen (Citrix Access
Gateway) in der sächsischen Justiz und Erarbeitung eines Sicherheitskonzeptes
SMK:
Im Jahr 2004:
Für den Geschäftsbereich des SMK Abschluss der derzeit gültigen Dienstvereinbarung mit dem
Hauptpersonalrat, die ausschließlich eine alternierende Telearbeit am häuslichen Arbeitsplatz erlaubt
Voraussichtlich März 2019:
Prüfung und anschließend Verhandlung mit der Personalvertretung über die
Anpassung der einschlägigen Rahmendienstvereinbarung
SMS:
Zum Berichtszeitpunkt:
25 Telearbeitsvereinbarungen

60
Anhang: Maßnahmen, 3 - Kompetenz und „Gute Arbeit“ im digitalen Zeitalter gestalten
Maßnahme
3.2.1.
Bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch Ausbau
der Telearbeit in der Sächsischen Staatsverwaltung
Erläuterung zur
Umsetzung
(Fortsetzung)
SMUL:
Fortlaufend:
Bedienstete haben die Möglichkeit zur alternierenden Telearbeit, zur sog. Satellitenarbeit (Arbeit
an anderen Standorten derselben Dienststelle) und zur Kurzzeittelearbeit
SMWA:
April 2015 / Januar 2016:
Dienstvereinbarungen mit örtlichem und Haupt-Personalrat über die Gewährung
von dezentraler Arbeit zur Pflege von Angehörigen und zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie
(erlauben, je nach Lebenslage, häusliche oder mobile Telearbeit)
1. Quartal 2018:
Erarbeitung eines Leitfadens „Telearbeit im SMWA“ und eines Formulars zur Vereinfachung
der Beantragung von kurzfristiger mobiler Telearbeit
Zum Berichtszeitpunkt:
100 Telearbeitsvereinbarungen
SMWK:
Fortlaufend:
Bereitstellung des mobilen Zugriffs auf IT-Verfahren und Informationen in Abhängigkeit von den
technischen Rahmenbedingungen des Sächsischen Verwaltungsnetzes
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

Anhang: Maßnahmen, 3 - Kompetenz und „Gute Arbeit“ im digitalen Zeitalter gestalten
61
Maßnahme
3.2.2.
Interessenvertretung und Öffentlichkeitsarbeit zum Thema „Digitale Arbeit“
Federführung
SMWA
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Fachkräfteallianz Sachsen; Unternehmen; Beschäftigte; Betriebsräte; Gewerkschaften;
Kammern und Verbände
Beschreibung
Der digitale Wandel in der Arbeitswelt berührt vielfältige Bereiche und Prozesse. Nicht nur Berufe, Tätigkeiten,
Anforderungen und Arbeitsinhalte, sondern auch die Ausgestaltung von Arbeit werden sich in vielen Berufen
fundamental verändern. Dabei werden auch bisher geltende Arbeits- und Sozialstandards in Frage gestellt.
Das SMWA möchte herausfinden, wie sächsische Unternehmen beim Wandel unterstützt werden müssen und
welche Bedarfe die Beschäftigten haben. Dabei setzt das SMWA auf den Meinungsaustausch mit den Sozi-
alpartnern und beteiligt sich an bestehenden Initiativen. Ergebnisse des Dialogs fließen in die Aktivitäten auf
Bundesebene ein. So vertritt das SMWA die Interessen Sachsens in der Arbeitsgruppe „Arbeiten 4.0“ in der
länderübergreifenden Arbeits- und Sozialministerkonferenz.
Die Digitalisierung betrifft auch viele Bereiche des Schwerpunkts „Gute Arbeit für Sachsen“ des SMWA, dessen
Hauptziele in der Sicherung nachhaltiger Beschäftigung mit attraktiven Arbeitsbedingungen, der Verbesserung
der Aus- und Weiterbildung sowie der Förderung von sozialer Inklusion liegen. Themen wie die Erhöhung der
Tarifbindung und die Erweiterung der Mitbestimmungsmöglichkeiten in sächsischen Betrieben mit den Verän-
derungen, die der digitale Wandel mit sich bringt, sollen verknüpft werden.
Weiterer Bezug
Fachkräftestrategie Sachsen 2030
Meilensteine
2018/ 2019:
Studie „Arbeit 4.0 – Wie gestalten sächsische Unternehmen (gute) digitale Arbeit?“
mit Dialogprozess
Erläuterung zur
Umsetzung
Februar 2016:
Gemeinsame Stellungnahme der Bundesländer im Rahmen der Arbeits- und Sozialministerkon-
ferenz (ASMK)
28. April 2016:
Arbeitnehmerempfang zum Thema „Wandel der Arbeit / Arbeitswelt der Zukunft“
7. Juni 2016:
Gemeinsame Erklärung der Fachkräfteallianz Sachsen mit Handlungsfeld Digitalisierung verab-
schiedet
Oktober 2016, November 2017, November 2018:
„forum sachsen digital“ mit Thementisch bzw. Workshop
zum Thema „Arbeit 4.0“
12. November 2018:
erste sächsische Betriebs- und Personalrätekonferenz mit Digitalisierungsforum
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

62
Anhang: Maßnahmen, 3 - Kompetenz und „Gute Arbeit“ im digitalen Zeitalter gestalten
Maßnahme
3.2.3.
Forschung zu den Auswirkungen des digitalen Wandels auf die Arbeit und daraus
resultierende Gestaltungsmöglichkeiten
Federführung
SMWA
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Unternehmen und Beschäftigte; Betriebsräte und Gewerkschaften; Kammern und Verbände
Beschreibung
Die dynamische Entwicklung im Bereich der Digitalisierung wird die Arbeitsprozesse grundlegend verändern.
Trotz einer Vielzahl von Untersuchungen lässt sich derzeit nur schwer abschätzen, in welcher Geschwindigkeit
und in welchem Ausmaß sich der digitale Wandel vollzieht und welche beschäftigungspolitischen Veränderun-
gen generell in den kommenden Jahren und speziell im Freistaat Sachsen eintreten werden. Die Staatsregierung
will die Auswirkungen von „Arbeit 4.0“ in Unternehmen des Freistaates Sachsen untersuchen, um daraus un-
terstützende Maßnahmen abzuleiten.
Weiterer Bezug
Fachkräftestrategie Sachsen 2030
Meilensteine
Ab März 2019:
Begleitung und Steuerung des Förderprogramms „Zukunftszentren“ des BMAS: Ziel des neuen
Förderprogramms ist die Anpassung der Beschäftigten, Unternehmen (insbesondere KMU) sowie Unterneh-
merinnen und Unternehmer an den Wandel. Mit aktuellen Kenntnissen aus der Arbeits- und Organisationsfor-
schung sollen Beratungsangebote bereitgestellt und Gestaltungsansätze sowie Lehr- und Lernkonzepte entwi-
ckelt und erprobt werden.
März 2019:
Ergebnisse der Studie „Arbeit 4.0 – Muss der Arbeitnehmerbegriff angepasst werden?“
Ab Mai 2019:
Erstellung einer Studie über die Auswirkungen der Einführung autonomen Fahrens auf die Be-
schäftigung und die Beschäftigten an einem Beispiel des ÖPNV
Bis August 2019:
Studie „Arbeit 4.0 – Wie gestalten sächsische Unternehmen (gute) digitale Arbeit?“ mit
Dialogprozess
Erläuterung zur
Umsetzung
Im Auftrag des SMWA wurden folgende Länderzusatzstudien zum Themenkomplex Arbeit 4.0 erstellt:
IAB Betriebspanel 2016, 2017 und 2018, Länderbericht Sachsen mit dem Schwerpunkt Digitalisierung oder
zu relevanten Einzelaspekten
DGB-Index „Gute Arbeit 2016, 2017 und 2018“ mit dem Themenschwerpunkt „Digitalisierung der Arbeit“
oder zu relevanten Einzelaspekten
„Weiterbildung in Sachsen 2016“; erfolgte parallel zur Erhebung des Bundesministeriums für Bildung und
Forschung „Weiterbildungsverhalten in Deutschland 2016“ mit dem Thema „Digitalisierung in der Weiter-
bildung“
„Stand und Perspektiven der Digitalisierung in Sachsen“ als Teil der Bundesstudie „Monitoring Wirtschaft
DIGITAL“
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

Anhang: Maßnahmen, 3 - Kompetenz und „Gute Arbeit“ im digitalen Zeitalter gestalten
63
Maßnahme
3.2.4.
Arbeit 4.0: Stärkung des lebensphasenorientierten Personalmanagements
im Freistaat Sachsen
Federführung
SMWA
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
-
Beschreibung
Der digitale Wandel in der Arbeitswelt erfordert mehr denn je ein lebensphasenorientiertes Personalmanagment
(LeoP) in allen sächsischen Unternehmen, das die Hebung aller Arbeitszeitpotentiale bei gleichzeitiger Berück-
sichtigung individualisierter Lebensentwürfe der Fachkräfte fokussiert. Charakteristika dieser Lebensentwürfe
sind auch Arbeitsplätze, die sich durch ein höheres Maß an Arbeitsplatz- und Arbeitszeitautonomie auszeich-
nen.
Aufbauend auf den Forschungsbefunden zu den Auswirkungen des digitalen Wandels auf die Arbeit hat die
Staatsregierung im Dialog mit relevanten Akteuren des Arbeitsmarktes – wie der Fachkräfteallianz Sachsen
– Maßnahmen zur Stärkung von LeoP bei sächsischen Arbeitgebern entwickelt, die im Rahmen der Fachkräfte-
strategie Sachsen 2030 eine breit getragende Basis finden sollen.
Um die Sensibilität der Arbeitgeber für diese Form einer modernen Personalarbeit zu erhöhen und deren stär-
kere Etablierung zu unterstützen, werden Aktivitäten und Maßnahmen zum LeoP gebündelt. Zentrale Partner
sind die Fachkräfteallianz Sachsen, die regionalen Fachkräfteallianzen und die lokalen Wirtschaftsförderungen.
Gleichzeitig werden die Bedeutung dieses strategischen Themas für den Freistaat Sachsen nach außen getra-
gen und Arbeitgeber bei der Etablierung von LeoP unterstützt. Die Partner setzen sich insbesondere dafür ein,
kleine und mittelständische Unternehmen gezielt zu fördern. Förderinstrumente des Freistaates Sachsen zur
Etablierung von LeoP sind:
Mittelstandsrichtlinie des SMWA (u. a. Personalentwicklungsberatung)
Fachkräfterichtlinie des SMWA (u. a. Förderung regionaler Maßnahmen zur Information und Sensibilisie-
rung von Unternehmen zu Themen der Fachkräftesicherung sowie zur Verbesserung der Vereinbarkeit von
Familie und Beruf)
Weiterer Bezug
Fachkräftestrategie Sachsen 2030
Meilensteine
1. bis 2. Quartal 2019:
Implementierung von LeoP in die Fachkräftestrategie Sachsen 2030
3. Quartal 2019:
Landesweiter Projektaufruf LeoP
Erläuterung zur
Umsetzung
Mai 2018:
Gemeinsame Erklärung der Fachkräfteallianz Sachsen zum Thema „Personalmanagement/-entwick-
lung bei sächsischen Arbeitgebern“
April 2018:
Novellierung der Mittelstandsrichtlinie
Dezember 2018:
Stärken- und Schwächenanalyse zum LeoP in sächsischen Unternehmen
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

64
Anhang: Maßnahmen, 3 - Kompetenz und „Gute Arbeit“ im digitalen Zeitalter gestalten
Maßnahme
3.2.5.
Diskussion und Sensibilisierung für das Thema Arbeitsschutz 4.0
Federführung
SMWA
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Arbeitsschutz-Allianz Sachsen; Landesdirektion Sachsen, Abteilung Arbeitsschutz
Beschreibung
Im Kontext „Arbeit 4.0“ verändern sich die Anforderungen an die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz
im Unternehmen. Das SMWA als oberste Arbeitsschutzbehörde wird diese Fragestellungen mit den Partnern
in der Arbeitsschutz-Allianz erörtern. Es kommt auf die aktive Gestaltung gesundheitsförderlicher Arbeitsbe-
dingungen in den Unternehmen an. Der Wandel der Arbeitswelt wird auch das Revisionshandeln der Arbeits-
schutzbehörden verändern. Das SMWA ist für die Fachaufsicht über die Landesdirektion Sachsen, Abteilung
Arbeitsschutz, zuständig. Die Aufsichtsbeamten sollen aktiv in den Diskussionsprozess einbezogen werden und
Fortbildungsangebote erhalten.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
9. April 2019:
Sitzung der Arbeitsschutz-Allianz Sachsen (Aufnahme der Debatte zu den beschriebenen Fra-
gestellungen)
Erläuterung zur
Umsetzung
10. September 2018:
1. Informationsveranstaltung „Digitalisierung in der Arbeitswelt – Herausforderungen für
den Arbeitsschutz“ an der Technischen Universität Chemnitz
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Planung

4. Strategisches Ziel:
Digitale Innovationskraft stärken

66
Anhang: Maßnahmen, 4 - Digitale Innovationskraft stärken
4. Strategisches Ziel: Digitale Innovationskraft stärken
4.1. Handlungsfeld: Hard- und Software
Maßnahme
4.1.1.
Förderung von Aktivitäten eines IT-/Software-Clusters
und von digitalisierungsbezogenen Innovationsclustern
sowie Kooperationsnetzwerken in Sachsen
Federführung
SMWA
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
SMWK
Beschreibung
Clusterförderung (Innovationscluster, Kooperationsnetzwerke)
Die Clusterförderung des Freistaates Sachsen soll den Aufbau und Ausbau strategischer Kooperationen zwi-
schen sächsischen Unternehmen sowie zwischen Unternehmen und Hochschulen, Forschungseinrichtungen,
Technologie-, Gründer- und Innovationszentren, Kammern und Verbänden unterstützen. Somit sollen sächsi-
sche kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und Unternehmensgründer ihre Kooperations- und Leistungsfä-
higkeit ausbauen und dadurch ihre Markt- und Innovationspotenziale noch besser ausschöpfen. Die Förderung
soll ferner dazu beitragen, die auf zentralen Zukunftsmärkten vorhandenen Entwicklungspotenziale für die
sächsische Wirtschaft zu erschließen. Über die Clusterförderung können u. a. Kooperationsnetzwerke und Inno-
vationscluster mit einem thematischen Bezug zur Digitalisierung unterstützt werden. Dabei sollen zum Beispiel
auch die im Zusammenhang mit dem digitalen Wandel auftretenden Herausforderungen aufgegriffen werden
– beim 2017 bis 2018 durchgeführten Förderwettbewerb Innovationscluster war dies ein inhaltliches Kriterium.
IT-/Software-Cluster Sachsen
Um die Potenziale Sachsens als stark wachsender Software-Standort in seiner gesamten Breite – Ausbildung,
Forschung, Industrie und Dienstleistungen – zu fördern, unterstützt der Freistaat darüber hinaus auch Aktivitä-
ten zur Schaffung eines IT-/ Software-Clusters in Sachsen. Über die Jahre haben sich lokal und inhaltlich diffe-
renzierte Cluster in Sachsen gebildet, die bis zum Bundesverband Bitkom vernetzt sind. Das Ziel des Freistaates
ist u. a. die Zusammenarbeit der existierenden Akteure (z. B. Software Saxony, GeSis, IT-Bündnis Chemnitz und
Bitkom) durch die Unterstützung verbindender, gemeinschaftlicher Aktivitäten. Dazu gehört bspw. der seit 2015
jährlich stattfindende Sächsische IT-Summit. Die Erwartungen der sächsischen Software-Branche wurden im
Positionspapier sächsischer IT-Cluster („SW-IT-CH“) konzentriert zusammengefasst. Das Positionspapier ent-
hält Handlungsempfehlungen sowohl für Cluster als auch für Staatsministerien. Dabei haben aktuelle Themen-
bereiche wie Sicherheit und Zuverlässigkeit ein hohes Gewicht.
Weiterer Bezug
Innovationsstrategie des Freistaates Sachsen
Meilensteine
Voraussichtlich 2. Quartal 2019:
Bewilligung der Innovationscluster-Förderung für „Smart Systems Hub –
Enabling IoT“ Dresden (vgl. Maßnahme 4.2.8.)

Anhang: Maßnahmen, 4 - Digitale Innovationskraft stärken
67
Maßnahme
4.1.1.
Förderung von Aktivitäten eines IT-/Software-Clusters
und von digitalisierungsbezogenen Innovationsclustern
sowie Kooperationsnetzwerken in Sachsen
Erläuterung zur
Umsetzung
19. März 2015:
erster Sächsischer IT-Summit in Dresden (wurde mit Sponsoring und Förderung durch Mittel-
standsrichtlinie vom Silicon Saxony e. V. durchgeführt)
31. Mai 2016:
zweiter Sächsischer IT-Summit in Chemnitz, auf dem Branchennetzwerk Silicon Saxony, Clus-
ter IT Mitteldeutschland e. V. und IT-Bündnis Chemnitz Zusammenarbeit vereinbarten
Bislang geförderte Kooperationsnetzwerke:
Südwestsachsen Digital e. V. (SWS Digital)
Landesinitiative Digitalisierung in der Energiewirtschaft“ (Träger: energy saxony e. V., Teilmaßnahme des
Kooperationsnetzwerks)
Bislang geförderte Innovationscluster:
„Smart Infrastructure Hub“ Leipzig (vgl. Maßnahme 4.2.10)
„Smart Systems Hub – Enabling IoT“ Dresden (vorzeitiger Maßnahmebeginn 9. September 2018)
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

68
Anhang: Maßnahmen, 4 - Digitale Innovationskraft stärken
Maßnahme
4.1.2.
Beteiligung am Mikroelektronikförderprogramm ECSEL
Federführung
SMWA
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Beschreibung
ECSEL („Electronic Components and Systems for European Leadership”) ist das zentrale und über die Gesamt-
laufzeit von sieben Jahren mit Fördermitteln von bis zu 2,4 Milliarden Euro ausgestattete europäische Pro-
gramm zur Förderung von Kooperationsprojekten auf den Gebieten Mikroelektronik sowie smart und embedded
systems. Es setzt eine jeweils hälftige Ko-Finanzierung der Teilnehmerstaaten voraus. Um Anzahl und Umfang
sächsischer Projektteile maßgeblich zu erhöhen, hat sich der Freistaat zu einem substantiellen finanziellen
Engagement entschlossen. Zur Umsetzung wurde mit dem auf nationaler Seite zuständigen BMBF eine weitge-
hende Integration des sächsischen ECSEL-Fördersystems in das nationale Fördersystem vereinbart, das wiede-
rum eng mit dem europäischen Fördersystem verzahnt ist.
Weiterer Bezug
Innovationsstrategie des Freistaates Sachsen
Meilensteine
Jährlich im Herbst:
Entscheidungsphase der ECSEL-Förderaufrufe
Erläuterung zur
Umsetzung
Laufendes Förderprogramm mit jährlichen Förderaufrufen und Entscheidungen
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

Anhang: Maßnahmen, 4 - Digitale Innovationskraft stärken
69
Maßnahme
4.1.3.
Förderprogramm Kofinanzierung Kinodigitalisierung in Sachsen
Federführung
SMWK
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Filmförderungsanstalt (FFA) als Fördermittel ausreichende Stelle
Beschreibung
Im Juni 2011 schloss das SMWK mit der Filmförderungsanstalt (FFA) eine Kofinanzierungsvereinbarung und
übernahm hierbei die Förderkriterien von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)
und FFA: Kinos mit bis zu sechs Leinwänden (in Orten mit bis zu 50.000 Einwohnern sind auch mehr Leinwände
möglich), einem durchschnittlichen Mindestnetto-Erlös von 40.000 Euro pro Jahr und Leinwand oder mehr
als 8.000 Besuchern pro Jahr und Leinwand, durchschnittlich maximal 260.000 Euro Nettokartenumsatz und
einem Pachtvertrag über mindestens fünf Jahre bei Antragstellung. Gleichzeitig wurden die Fördersummen der
BKM übernommen: bis zu 17.500 Euro pro Leinwand beziehungsweise bis zu 21.000 Euro bei kulturellen oder
strukturellen Besonderheiten. Die FFA förderte zusätzlich grundsätzlich mit max. 10.000 Euro pro Leinwand.
Durch die Kumulierbarkeit der Förderungen konnten die Kinobetreiber bis zu 75 Prozent Förderung erhalten. Die
Ausreichung der sächsischen Fördergelder übernahm die FFA.
Aufgrund der Mindest-Fördervoraussetzungen konnten zwangsläufig nicht alle Programmkinos gefördert wer-
den (sogenannte Drop-out-Kinos). SMWK hat deshalb im September 2014 auch das entsprechende Nachfol-
ge-Digitalisierungsprogramm der BKM kofinanziert. Fördervoraussetzung war dieses Mal das Nicht-Erreichen
der Fördervoraussetzungen des alten Programms. Aufgrund des technischen Fortschritts und der bei den klei-
neren Kinos geringeren Prozessorgröße, konnte man mittlerweile von erforderlichen Umstellungskosten in Höhe
von 40.000 Euro pro Leinwand ausgehen. Die Zuwendungshöhe von BKM und SMWK betrug jeweils 25 bezie-
hungsweise 30 Prozent (Zuschlag für Programminhalt, Ort kleiner als 20.000 Einwohner, …) der förderfähigen
Kosten. In absoluten Zahlen waren dies 12.500 Euro beziehungsweise 15.000 Euro. Auch die Abwicklung dieser
sächsischen Förderung übernahm die FFA.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
-
Erläuterung zur
Umsetzung
2011 bis 2014:
SMWK hat beide Digitalisierungsprogramme mit insgesamt rund 900.000 Euro gefördert; so
konnten 61 Leinwände in 35 sächsischen Kinos auf digitalen Filmbetrieb umgestellt werden
Abschluss der
Maßnahme
innerhalb der Legislaturperiode
Stand der
Umsetzung
abgeschlossen

70
Anhang: Maßnahmen, 4 - Digitale Innovationskraft stärken
Maßnahme
4.1.4.
Unterstützung der Blockchain-Schaufensterregion Mittweida
Federführung
SMWA
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF); SMWK; Projektpartner: Stadt Mittweida, Hochschule
Mittweida/ Blockchain Competence Center Mittweida (BCCM), Volksbank Mittweida
Beschreibung
Die Blockchain-Technologie bildet die Basis für das Internet der Werte und Originale. Sie ist der Anfang eines
neuen Megatrends, der Wirtschaft und Gesellschaft in Zukunft ähnlich stark prägen könnte, wie die Entwick-
lung des Internets seit den 1990-er Jahren. Die Blockchain-Schaufensterregion Mittweida soll dieses Potential
greifbar machen und den Einfluss deutscher Akteure auf eine große Bandbreite sich abzeichnender techno-
logischer und gesellschaftlicher Innovationen, Geschäftsmodell- sowie Organisationsinnovationen sichern.
Einzelne Akteure der Region Mittweida haben in diesem Themenfeld bereits eine internationale Vorreiterrol-
le eingenommen. Durch das Projekt Blockchain-Schaufensterregion Mittweida soll diese Position strategisch
ausgebaut und für eine nachhaltige Regionalentwicklung genutzt werden. Der Verbund wird getragen von
der Vision, dass sich Mittweida als Blockchain-Schaufensterregion zum Leuchtturm der Blockchain-Szene in
Deutschland und darüber hinaus zum internationalen Hotspot der Blockchain-Ökonomie entwickelt. Um dies
zu erreichen, soll in Mittweida ein innovationsfreundliches Ökosystem geschaffen werden, in dem Blockchain-
Start-ups willkommen sind, Pilotanwender finden und zu Marktführern heranwachsen können.
Für die Umsetzung des Projekts erhält die Blockchain-Schaufensterregion Mittweida Unterstützung im Rahmen
des Förderprogramms „Wandel durch Innovation in der Region“ (WIR!) des BMBF. Der Freistaat Sachsen hat die
Bewerbung der Blockchain-Schaufensterregion Mittweida für die Förderung über das Programm WIR! befür-
wortet und wird das Projekt auch in Zukunft unterstützen.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
2021:
Zwischenbewertung des Projektes durch BMBF und Entscheidung über Weiterführung der WIR!-Förde-
rung
Erläuterung zur
Umsetzung
Oktober 2017:
Absichtserklärung von SMWK und SMWA zur Unterstützung der Bewerbung des Projekts
Blockchain-Schaufensterregion Mittweida im Rahmen der ersten Bewerbungsphase von WIR!
22. Juni 2018:
13. Sitzung des Beirates „Digitale Wertschöpfung“ an der Hochschule Mittweida bzw. beim
BCCM zum Schwerpunktthema Blockchain
August 2018:
Folgegespräche in einer Arbeitsgruppe des Beirates „Digitale Wertschöpfung“ zu den Themen
Blockchain bzw. Antrag Blockchain-Schaufensterregion Mittweida
September 2018:
Absichtserklärung des SMWA zur Unterstützung des Antrages in der finalen Bewerbungs-
phase von WIR!
März 2019:
BMBF wählt Blockchain-Schaufensterregion Mittweida als eines von 20 WIR!-Projekten aus
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Planung und Umsetzung

Anhang: Maßnahmen, 4 - Digitale Innovationskraft stärken
71
Maßnahme
4.1.5.
Förderung des Projekts „Künstliche Intelligenz – Kompetenzen und Innovationspotenzial
in Sachsen“ (KIKiS)
Federführung
SMWA
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen, Institutsteil Entwicklung Adaptiver Systeme IIS/EAS; Techni-
sche Universität Dresden
Beschreibung
Das SMWA unterstützt im Rahmen der Landestechnologieförderung das Projekt KIKiS. Im Projekt untersucht
das Fraunhofer IIS/EAS, zusammen mit der Technischen Universität Dresden, Professur für Hochparallele VL-
SI-Systeme und Neuro-Mikroelektronik, einerseits die Kompetenzen der vielfältigen sächsischen Akteure und
andererseits die Bedarfe und Anforderungen zur Anwendung von künstlicher Intelligenz in sächsischen Un-
ternehmen. Das Projekt beteiligt möglichst viele Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft und entwickelt
Handlungsempfehlungen, die vor allem auf die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittleren
Unternehmen in Sachsen zielen.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
Juli 2019:
Vorlage des Abschlussberichts
Erläuterung zur
Umsetzung
November 2018:
Start des Projekts
26. November 2018:
Vorstellung des Projekts im Beirat „Digitale Wertschöpfung“ im Rahmen der Sitzung am
Rande des „forum sachsen digital 2019“ mit Schwerpunkt zu künstlicher Intelligenz
Abschluss der
Maßnahme
innerhalb der Legislaturperiode
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

72
Anhang: Maßnahmen, 4 - Digitale Innovationskraft stärken
4.2. Handlungsfeld: Wirtschaft 4.0
Maßnahme
4.2.1.
Entwicklung einer industriepolitischen Gesamtstrategie für Sachsen
Federführung
SMWA
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
-
Beschreibung
Die Staatsregierung wird eine industriepolitische Gesamtstrategie „Industrie der Zukunft“ entwickeln. Zentrales
Instrument hierfür ist die „StrategieWerkstatt: Industrie der Zukunft“, die Ende November 2018 ihre Arbeit
beendet hat. In diesem Rahmen wurden die industriellen, wettbewerblichen, technologischen und sozialen He-
rausforderungen beleuchtet, mit denen sich die sächsische Industrie insbesondere durch die Digitalisierung bis
2030 konfrontiert sieht. Im Fokus standen auch die Veränderungen in der Arbeitswelt, die mit der Einführung
neuer Fertigungstechnologien und mit der organisatorischen Wandlung industrieller Prozesse verbunden sind.
Ein kontinuierlicher Interaktions- und Kommunikationsprozess insbesondere mit sächsischen, aber auch nati-
onalen und europäischen Stakeholdern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden unter Einbeziehung stra-
tegischer Partner identifizierten spezifische Stärken, Schwächen sowie Potenziale der sächsischen Industrie.
Zugleich entstanden in einem intensiven Interaktionsprozess Struktur und Grundzüge einer sächsischen Indus-
triestrategie mit adressierten Handlungsempfehlungen. Das Vorhaben diente auch der Stärkung der Vernetzung
sächsischer Akteure inner- und außerhalb der Landesgrenzen, der Identifizierung von Projektpartnern sowie zur
Entwicklung von Projektideen zur operativen Umsetzung der Strategie.
Weiterer Bezug
Industriepolitische Gesamtstrategie „Industrie der Zukunft“ für den Freistaat Sachsen
Meilensteine
1. Halbjahr 2019:
Vorlage des Entwurfs der industriepolitischen Gesamtstrategie
Erläuterung zur
Umsetzung
Juni 2016:
Vorlage der SWOT-Studie
seit September 2016:
drei Sitzungen des Strategiekreises
7. März 2017:
erste Ergebniskonferenz der „StrategieWerkstatt: Industrie der Zukunft“ im Rahmen der Leipzi-
ger Messen Z/intec
4. Dezember 2017:
Vorstellung der „StrategieWerkstatt: Industrie der Zukunft“ in Brüssel
7. März 2018:
Zweite Ergebniskonferenz der „StrategieWerkstatt: Industrie der Zukunft“ in Dresden
24. April 2018:
Vorstellung der Ergebnisse der „StrategieWerkstatt: Industrie der Zukunft“ in Berlin
12. November 2018:
Abschlussveranstaltung der „StrategieWerkstatt: Industrie der Zukunft“ in Leipzig
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

Anhang: Maßnahmen, 4 - Digitale Innovationskraft stärken
73
Maßnahme
4.2.2.
Professionalisierung sächsischer Touristinformationseinrichtungen
Federführung
SMWA
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Landestourismusverband Sachsen e. V. (LTV Sachsen)
Beschreibung
In mehr als der Hälfte aller sächsischen Kommunen gibt es eine Touristinformation (TI) als Anlaufstelle für
Gäste. Für die TI liegen online auf der Seite des LTV Sachsen (
www.ltv-sachsen.de
) Empfehlungen mit dem
Ziel der Professionalisierung vor. Mit dem Ziel, die Professionalität der TI zu verbessern, wurden fünf Hand-
lungsfelder zu den Themen Aufgabenwahrnehmung, Qualität und Innovation, Ausstattung, Digitalisierung,
Organisation sowie Finanzierung definiert und mit Maßnahmen für die kommunale, regionale und Landes-
ebene untersetzt. Zur praktischen Unterstützung steht online ein Praxisleitfaden auf der Internetseite des
LTV Sachsen zur Verfügung. Darüber hinaus wurden dort auch die besten Praxisbeispiele zu Ausstattung und
Qualität, zum Stellenwert des Tourismus und dem Umgang mit Leistungsträgern gemeinsam mit Tipps & Tricks
in einer Sammlung zusammengestellt.
Weiterer Bezug
Tourismusstrategie Sachsen 2025
Meilensteine
Maßnahme läuft kontinuierlich weiter
Erläuterung zur
Umsetzung
Bedarfsweise Modernisierung der TI
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

74
Anhang: Maßnahmen, 4 - Digitale Innovationskraft stärken
Maßnahme
4.2.3.
Entwicklung barrierefreier Angebote für touristische Angebote
Federführung
SMWA
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH
Beschreibung
Im Rahmen der Richtlinie zur Förderung der gewerblichen Wirtschaft (RIGA) vom 29. Juni 2015 unterstützt das
SMWA unter anderem Unternehmen der Tourismuswirtschaft mit Zuwendungen für Investitionsvorhaben. Mit
den Investitionsvorhaben müssen neue Dauerarbeitsplätze geschaffen werden. Für Investitionsvorhaben auf
dem Gebiet des Tourismus gelten ergänzende Regelungen (vgl. Ziff. II Nr. 7). Gefördert werden Investitionen, die
zur Erhöhung der Übernachtungszahlen in den Tourismusregionen, zur Gewinnung neuer Gästegruppen sowie
zur Saisonverlängerung insbesondere in den Bereichen Aktiv-, Vital- und Erlebnistourismus beitragen. Die Un-
terstützung barrierefreier Angebote ist entsprechend mit abgedeckt.
Das SMWA hat die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH (TMGS) mit Marketingmaßnahmen für
das Reiseland Sachsen beauftragt, u. a. im Bereich „Sachsen barrierefrei“. Das Informationsangebot der TMGS
findet sich auf den Internetseiten
www.sachsen-tourismus.de
. Die Inhalte – inklusive Bilder – sind lesbar
für technische Bildschirmleser privater Nutzer (Blinde, Sehbehinderte). So wird die Print-Broschüre „Sachsen
barrierefrei“ im Vertrieb auch in Hörfassung angeboten und steht online auf den Internetseiten der TMGS zur
Verfügung. Für Reiseinteressierten und Gäste gibt es eine Online-Datenbank mit barrierefreien touristischen
Angeboten touristischer Leistungsträger. Darüber hinaus werden Sensibilisierungs- und Weiterbildungsange-
bote der TMGS für touristische Leistungsträger, unter anderem ein Leitfaden „Tourismus für ALLE in Sachsen“
online bereitgestellt.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
Maßnahme läuft kontinuierlich weiter
Erläuterung zur
Umsetzung
Laufende Pflege und Weiterentwicklung der vorhandenen Instrumente und Produkte
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

Anhang: Maßnahmen, 4 - Digitale Innovationskraft stärken
75
Maßnahme
4.2.4.
Fortschreibung der Tourismusstrategie Sachsen 2020 insbesondere
unter Berücksichtigung von Digitalisierungsaspekten
Federführung
SMWA
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Landestourismusverband Sachsen e. V. (LTV); Tourimus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH (TMGS)
Beschreibung
Die Fortschreibung der Tourismusstrategie Sachsen 2020 eröffnet die Chance den Freistaat Sachsen weiter tou-
ristisch zu entwickeln. Im Mittelpunkt steht die nachhaltige Stärkung des Wirtschaftsfaktors Tourismus, damit
Sachsen zukünftig weiter an touristischer Schlagkraft gewinnt. Die neue Tourismusstrategie 2025 adressiert
die wichtigsten Herausforderungen für den Tourismus In Sachsen in den nächsten Jahren. Digitalisierung und
Internationalisierung sollen künftig weiter vorangetrieben werden - ebenso wie Innovation, Mobilität, Inklusion
und Barrierefreiheit.
Weiterer Bezug
Tourismusstrategie Sachsen 2025
Meilensteine
-
Erläuterung zur
Umsetzung
Januar 2017:
Start der Erarbeitung der Fortschreibung der Tourismusstrategie Sachsen 2020 und Konstituie-
rung der Arbeitsgruppen (18. Januar 2017 Auftaktgespräch Staatsminister Martin Dulig mit LTV-Vorstand)
Januar bis August 2017:
acht Sitzungen der Arbeitsgruppen, drei Sitzungen der politischen Arbeitsgruppe
August 2017 bis 2. Quartal 2018:
Fertigstellung der Fortschreibung (Tourismusstrategie Sachsen 2025)
29. Januar 2019:
Beschluss der Tourismusstrategie 2025 durch das Kabinett
Abschluss der
Maßnahme
innerhalb der Legislaturperiode
Stand der
Umsetzung
abgeschlossen

76
Anhang: Maßnahmen, 4 - Digitale Innovationskraft stärken
Maßnahme
4.2.5.
Nutzung der Wertschöpfungspotenziale der Kultur- und
Kreativwirtschaft (KKwi) für die sächsische Wirtschaft
Federführung
SMWA
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
SMWK; Landesverband für Kultur- und Kreativwirtschaft e. V.
Beschreibung
Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist ein bedeutender Arbeitgeber und eine starke Wirtschaftsbranche in Sach-
sen. Die Kopplung der Kultur- und Kreativwirtschaft (KKwi) an Zulieferer aus der IT- und Medienindustrie auf
der einen und Kunden sowie Partner aus anderen Branchen auf der anderen Seite macht sie zu einer typischen
Querschnittsbranche, die mit ihren spezifischen Leistungen als Partner in der Wertschöpfung agiert – und zwar
entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Ideenfindung über das Design bis hin zur Vermarktung.
Zur Erschließung der Innovations- und Wertschöpfungspotenziale fördert der Freistaat Sachsen das Sächsische
Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft, dessen Projektträger der Landesverband der Kultur- und Kreativ-
wirtschaft Sachsen e. V. ist. Das Thema Digitalisierung findet als Megatrend im Zweiten Kultur- und Kreativ-
wirtschaftsbericht für Sachsen Berücksichtigung und leitet Handlungsempfehlungen für die Staatsregierung
daraus ab.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
2019:
Veröffentlichung Zweiter Kultur- und Kreativwirtschaftsbericht für Sachsen
Laufend bis 2022:
Begleitung der Förderung des Landesverbandes der Kultur- und Kreativwirtschaft Sachsen
e. V.
Erläuterung zur
Umsetzung
April 2017:
Bewilligung der Förderung der Einrichtung eines selbstorganisierten Sächsischen Zentrums
für Kultur- und Kreativwirtschaft
November 2017:
Diskussion der Wertschöpfungspotenziale der Kultur- und Kreativwirtschaft zur Digitalkonfe-
renz (forum Sachsen digital) des Freistaates Sachsen seitens SMWA
Februar 2018:
Veröffentlichung des Zwischenberichts zum Zweiten Kulturwirtschaftsbericht
(online abrufbar unter:
https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/30214
)
November 2018:
Diskussion der Chancen und Risiken der Digitalisierung für die Querschnittsbranche KKwi zur
Digitalkonferenz (forum Sachsen digital) des Freistaates Sachsen seitens SMWA
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

Anhang: Maßnahmen, 4 - Digitale Innovationskraft stärken
77
Maßnahme
4.2.6.
Beratung des inhabergeführten Einzelhandels zur Nutzung digitaler Technologien
Federführung
SMWA
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
-
Beschreibung
Die Digitalisierung aller Lebensbereiche wirkt sich insbesondere auf das Kaufverhalten vieler Konsumenten aus.
Das stellt für den inhabergeführten Einzelhandel eine besondere Herausforderung dar. Den inhabergeführten
Einzelhandel bei der Digitalisierung seines Geschäftes zu unterstützen ist Ziel der Beratung, die das SMWA im
Rahmen der Mittelstandsrichtlinie fördert.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
Maßnahme läuft und wird fortgesetzt
Erläuterung zur
Umsetzung
Ab Mai 2018:
zusätzliche förderfähige Ausgaben in den Programmen Betriebsberatung/ Coaching und
E-Business im Rahmen der überarbeiteten Mittelstandsrichtlinie
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

78
Anhang: Maßnahmen, 4 - Digitale Innovationskraft stärken
Maßnahme
4.2.7.
Digitalisierung als Querschnittsthema in der Studie
„Logistikwirtschaft im Freistaat Sachsen“
Federführung
SMWA
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
-
Beschreibung
Laut „Monitoring-Report Wirtschaft DIGITAL 2016: Sachsen“ sind die sächsischen Unternehmen im Bereich
Verkehr und Logistik durchschnittlich digitalisiert (42 von möglichen 100 Punkten, bundesweit: 43 Punkte).
Um Erkenntnisse und Ansatzpunkte für Handlungsoptionen zur Steigerung des Digitalisierungsgrades in der
sächsischen Logistikwirtschaft zu erlangen, soll die Digitalisierung in der Studie „Logistikwirtschaft im Freistaat
Sachsen“ als Querschnittsthema vertieft in den Blick genommen werden. So soll die Digitalisierung zum Beispiel
bei der Ermittlung und Beschreibung der aktuellen Megatrends und Trends der Logistik und der Ableitung daraus
resultierender Risiken, Chancen, Herausforderungen und Potenziale für die sächsische Logistikwirtschaft in be-
sonderem Maße berücksichtigt werden. Durch die Ermittlung und Darstellung von fünf Praxisbeispielen sollen
die positiven Effekte für die sächsische Logistikbranche durch den Einsatz IT-gestützter Systeme, Prozesse und
Anwendungen veranschaulicht werden. Im Zuge der Befragung von sächsischen Betrieben sollen die aktuellen
und geplanten Digitalisierungsaktivitäten und Hemmnisse im Bereich Logistik eruiert, beschrieben, analysiert
und interpretiert werden. Digitalisierungspotenziale sollen abgeschätzt, Handlungs- und Unterstützungsbedar-
fe aufgezeigt, Handlungsempfehlungen sowie Maßnahmenvorschläge zur Steigerung des Digitalisierungsgrades
entwickelt werden. Bei der Herleitung von Gestaltungsoptionen zur branchenbezogenen Qualifikations- und
Fachkräftesicherung sollen auch die Ziele und Maßnahmen der Digitalisierungsstrategie des Freistaates Sach-
sen berücksichtigt werden.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
3. Quartal 2019:
Abschluss der Maßnahme
Erläuterung zur
Umsetzung
Februar 2018:
Bekanntmachung der europaweiten Ausschreibung
Abschluss der
Maßnahme
innerhalb der Legislaturperiode
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

Anhang: Maßnahmen, 4 - Digitale Innovationskraft stärken
79
Maßnahme
4.2.8.
Smart Systems Hub Dresden (SSH)
Federführung
SK; SMWA; SMWK
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi); Wirtschaftsförderung Landeshauptstadt Dresden;
Wirtschaftsförderung Stadt Chemnitz; sächsische Universitäten und Hochschulen; Forschungsinstitute;
Unternehmen; Wirtschaftsverbände und Start-up-Initiativen
Beschreibung
Digital Hubs sind Ökosysteme, die die Kooperation von Unternehmen, Gründern und Wissenschaft fördern sol-
len, um die digitale Transformation in Deutschland strategisch anzustoßen. Dresden und Leipzig wurden durch
das BMWi im Rahmen der nationalen Digital-Hub-Initiative als ein Hub mit zwei Standorten ausgewählt (siehe
www.de-hub.de
; zum Leipziger Hub siehe Maßnahme 4.2.10.). Die nationale Hub Agency vernetzt die Hubs un-
tereinander; eine durch die Germany Trade & Invest-Gesellschaft betriebene Werbekampagne stellt die Stärken
Deutschlands an den verschiedenen Standorten international heraus.
Mit dem SSH wächst ein Kompetenz- und Innovationszentrum zur Industrie-Digitalisierung, dass zur ersten eu-
ropäischen Adresse für Komponenten smarter Systeme wird. Ausgehend von der Leitindustrie Mikroelektronik
werden durch die Integration von Hardware, Software und Connectivity Internet of Things (IoT)-Plattformen für
neue Geschäftsmodelle geschaffen. Der SSH sichert damit die digitale Souveränität Deutschlands und ist mit
der Vision verknüpft, der führende One-Stop-Shop für IoT-Lösungen in Deutschland und in Europa zu werden.
2028 soll er weltweit zu den Top drei Anbietern zählen. Darüber hinaus leistet er einen wichtigen Beitrag, zur
Wahrnehmung Dresdens als ein attraktiver Ausbildungs- ,Beratungs- und Umsetzungsstandort.
Weiterer Bezug
Fachkräftestrategie Sachsen 2030
Meilensteine
März 2019:
Gründung Barkhausen-Institut als gGmbH an der Technischen Universität Dresden
April 2019:
Unterzeichnung weiterer Kooperationsverträge mit Industriepartnern aus den Bereichen Hardware
und Connectivity
Juni 2019:
Rollout Trail-Programm
Sommer 2019:
Bescheidung der Clusterförderung (siehe Maßnahme 4.1.1.)
September 2019:
Abschluss der Planungen für das „Co Innovation Center“
November 2019:
Pilotierung der Digital Product Factory
Dezember 2019:
Umzug in eigene Räumlichkeiten, Umsetzungsbeginn „Co Innovation Center“
Erläuterung zur
Umsetzung
4. Quartal 2017 bis 1. Quartal 2018:
Erarbeitung der inhaltlichen und rechtlichen Gestalt der Hub-Manage-
ment Gesellschaft und eines Netzwerks von Sponsoring- und Kooperationspartnern
Juni 2018:
Gründung Hub-Management-Gesellschaft als „Smart Systems Hub GmbH“ in Dresden
4. Quartal 2018:
Operativer Aufbau der Smart Systems Hub GmbH und Ernennung eines Geschäftsführers;
Unterzeichnung der ersten beiden Kooperationsverträge mit großen Industriepartnern (SAP, T-Systems) und
Umsetzung erster Hubformate und deren Weiterentwicklung durch die Smart Systems Hub GmbH
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

80
Anhang: Maßnahmen, 4 - Digitale Innovationskraft stärken
Maßnahme
4.2.9.
Unterstützung innovativer Unternehmen
(Technologiegründerstipendium, InnoStartBonus, Mittelstandsrichtlinie)
Federführung
SMWA
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Sächsische Aufbaubank – Förderbank (SAB); futureSAX – die Innovationsplattform des Freistaates Sachsen
Beschreibung
Technologiegründerstipendium
Gründerteams in zukunftsträchtigen Technologiebereichen werden für zwölf Monate mit personengebundenen
Stipendien unterstützt. Ziel ist die Gründung nach sechs Monaten. Damit bezieht sich die Förderung auf die
Gründungsvorbereitung und erste Schritte des Unternehmensaufbaus. Dabei soll ein „weicher“ Übergang zur
unternehmerischen Selbstständigkeit ermöglicht werden, der die persönlichen Risiken der Gründer reduziert, die
konzeptionelle Basis für die Gründung verbessert und den notwendigen finanziellen Freiraum für die Weiterent-
wicklung des Businessplans schafft.
InnoStartBonus
Das Programm richtet sich an potenzielle Gründer und gibt ihnen eine finanzielle Unterstützung in der Phase vor
und zu Beginn der Existenzgründung. Im Rahmen eines wettbewerblichen Verfahrens können sich Gründer mit
innovativen Geschäftsideen einen Gründungsbonus von monatlich 1.000 Euro für maximal zwölf Monate als
Beitrag zum Lebensunterhalt sichern. Zusätzlich wird je unterhaltspflichtigem Kind für die Dauer der Förderung
ein monatlicher Kinderbonus in Höhe von 100 Euro gezahlt.
Mittelstandsrichtlinie
Betriebsberatung/ Coaching für mehr digitale Kompetenz:
Das branchenoffene Beratungsangebot soll unter anderem dazu beitragen, kleine und mittlere Unterneh-
men (KMU) noch stärker für das Thema zu sensibilisieren und konkrete Schritte im Bereich Digitalisierung
zu gehen.
E-Business-Projekte:
Die E-Business-Förderung unterstützt Projekte von KMU, in denen sie sich mit modernen Informations-
und Kommunikationstechnologien neue Absatzmärkte erschließen, interne Geschäftsprozesse im Zusam-
menhang mit Kunden und Lieferanten optimieren und weitgehend elektronisch (digital) abbilden.
Informationsschutz-Projekte:
Die erweiterte Förderung von Informationsschutzprojekten in KMU soll dazu beitragen, den Schutz der
Informationen und IT-Systeme zu verbessern sowie Sicherheitskonzepte und -strategien konzeptionell
vorzubereiten.
Weiterer Bezug
Innovationsstrategie des Freistaates Sachsen
Meilensteine
21. März bis 12. Mai 2019:
Bewerbungsphase für InnoStartBonus
1. August 2019:
Förderbeginn InnoStartBonus

Anhang: Maßnahmen, 4 - Digitale Innovationskraft stärken
81
Maßnahme
4.2.9.
Unterstützung innovativer Unternehmen
(Technologiegründerstipendium, InnoStartBonus, Mittelstandsrichtlinie)
Erläuterung zur
Umsetzung
16. Mai 2018:
Inkrafttreten der novellierten Mittelstandsrichtlinie vom 16. April 2018 (SächsABl 558)
Bewilligungen 2018 (2017) [2016] {2015}:
Technologiegründerstipendium
Anzahl bewilligter Projekte: 36 (44) [51] {56}; Bewilligungsvolumen: 1.148.000 Euro (1.262.000 Euro)
[1.854.000 Euro] {1.700.000 Euro}
Mittelstandsrichtlinie – E-Business
Anzahl bewilligter Projekte: 216 (266) [240] {173}; Bewilligungsvolumen: 3.726.967 Euro (3.570.176 Euro)
[3.067.000 Euro] {800.000 Euro}
Mittelstandsrichtlinie – Informationssicherheit/ Informationsschutz
Anzahl bewilligter Projekte: 8 (3) [5] {0}; Bewilligungsvolumen: 37.110 Euro (6.141 Euro) [3.000 Euro] {0 Euro}
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

82
Anhang: Maßnahmen, 4 - Digitale Innovationskraft stärken
Maßnahme
4.2.10.
Smart Infrastructure Hub Leipzig (SIH) (vormals Teil von Maßnahme 4.2.8.)
Federführung
SK; SMWA; SMWK
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Stadt Leipzig; sächsische Universitäten und Hochschulen; Forschungsinstitute; Unternehmen; Wirtschaftsver-
bände und Start-up-Initiativen
Beschreibung
Digital Hubs sind Ökosysteme, die die Kooperation von Unternehmen, Gründern und Wissenschaft för-
dern sollen, um die digitale Transformation strategisch anzustoßen. Dresden und Leipzig wurden durch das
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) als ein Hub mit zwei Standorten ausgewählt (siehe
www.de-hub.de
; zum Dresdner Hub siehe Maßnahme 4.2.8.). Die nationale Hub Agency vernetzt die Hubs un-
tereinander; eine durch die Germany Trade & Invest-Gesellschaft betriebene Werbekampagne stellt die Stärken
Deutschlands an den verschiedenen Standorten international heraus.
In Leipzig entwickelt sich ein digitales Ökosystem für die Bereiche Energie, Smart City und Gesundheit, welches
etablierte Wirtschaft, Start-ups sowie Forschung immer mehr verbindet. Die intelligente Vernetzung und Digi-
talisierung von Prozessen und Infrastruktur innerhalb einer Stadt wird erforscht und ausgebaut. Dies trägt dazu
bei, die Daseinsfürsorge in Bereichen mit hohem öffentlichen Interesse besser, effizienter, digitaler und damit
zukunftsfähig zu machen.
Als ein bedeutendes Einzelprojekt des Hubs wird auch auf Maßnahme 4.2.14. „Smart Utilities and Sustainable
Infrastructure Change“ verwiesen.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
März 2019:
Stadtratsbeschluss zur Errichtung eines Technologie- und Gründerzentrums
2. Quartal 2019:
erste Investments aus neuem Venture-Capital-Fonds
April 2019:
Schaffung eines Referats Digitale Stadt bei der Stadt Leipzig und Kooperation samt Budget für
kleinere Smart City- und Digitalisierungsprojekte
3. Quartal 2019:
geplanter Start des hochschulübergreifenden „Research Centers for Smart and Sustainable
Infrastructure“ (RCI)
4. Quartal 2019:
Bezug eines neuen Gebäudes mit 5.500 QM Fläche sowie eines Erweiterungsgebäudes mit 2.700 QM Fläche

Anhang: Maßnahmen, 4 - Digitale Innovationskraft stärken
83
Maßnahme
4.2.10.
Smart Infrastructure Hub Leipzig (SIH) (vormals Teil von Maßnahme 4.2.8.)
Erläuterung zur
Umsetzung
September 2017:
Aufnahme der Arbeit der regionalen Hub-Koordinatoren SpinLab und Wirtschaftsförderung
der Stadt Leipzig
Dezember 2017:
Förderung aus der Richtlinie Clusterförderung des SMWA bewilligt
Februar 2018:
Konzepte zur Umsetzung eines hochschulübergreifenden Forschungszentrums (RCI), eines
Gründerzentrums und des Venture-Capital-Fonds liegen vor
August 2018:
Laut dem Ersten Accelerator Ranking – Deutschland 2018 (Studie der Rheinischen Fachhoch-
schule Köln) gehört SpinLab zu den drei besten Acceleratoren Deutschlands
September 2018:
Zielmarke von drei strategischen und sechs Innovationspartner wird drei Jahre früher als
geplant erreicht
November 2018:
Beteiligung als Partner beim EU-Projekt „Data Market Services“ (im Rahmen des EU-Pro-
gramms „Horizon 2020“)
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

84
Anhang: Maßnahmen, 4 - Digitale Innovationskraft stärken
Maßnahme
4.2.11.
Förderung von Vorhaben zur Digitalisierung von
Geschäftsprozessen in landwirtschaftlichen Unternehmen
Federführung
SMUL
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
-
Beschreibung
Gefördert werden Investitionen in die Digitalisierung von Geschäftsprozessen in landwirtschaftlichen Unter-
nehmen in den Bereichen Nutztierhaltung, pflanzliche Erzeugung sowie Verarbeitung und Vermarktung von
landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Darunter fallen Investitionen im Zusammenhang mit der Erfassung, Spei-
cherung, Verarbeitung und Sicherung von Daten sowie der digitalen Dokumentation von Prozessen in landwirt-
schaftlichen Betrieben. Förderfähig sind insbesondere die Entwicklung und der Erwerb von Software, Sensoren
und GPS-Anlagen. Die Förderung erfolgt aus dem Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum 2014-2020
im Rahmen der Richtlinie Landwirtschaft, Innovation und Wissenstransfer des Sächsischen Staatsministeriums
für Umwelt und Landwirtschaft. Die Digitalisierung von Geschäftsprozessen ermöglicht es den landwirtschaft-
lichen Unternehmen, ressourcenschonender und effizienter zu produzieren. Die Maßnahme stärkt langfristig
die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und trägt dazu bei, dass die sächsischen Landwirte den gesell-
schaftlichen Erwartungen hinsichtlich einer nachhaltigen, tierwohlgerechten und umweltschonenden Erzeu-
gung von landwirtschaftlichen Produkten besser nachkommen können.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
2019:
mindestens zwei Aufrufe zur Einreichung von Projektanträgen im Rahmen der Richtlinie Landwirt-
schaft, Innovation und Wissenstransfer
Erläuterung zur
Umsetzung
Januar 2018:
Genehmigung des Änderungsantrags des Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum
2014-2020 durch die Europäische Kommission
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

Anhang: Maßnahmen, 4 - Digitale Innovationskraft stärken
85
Maßnahme
4.2.12.
Unterstützung des Projekts „Data Mining und Wertschöpfung“
Federführung
SMWK
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
SMWA; Institute für Informatik und Wirtschaftsinformatik der Universität Leipzig; Fraunhofer-Zentrum für
Internationales Management und Wissensökonomie (IMW)
Beschreibung
Das Forschungsprojekt „Data Mining und Wertschöpfung“ ist auf die Entwicklung von neuen Methoden und
geeigneten Softwarelösungen zur Bewertung und Nutzung von Daten ausgerichtet. Dabei sollen sozio-öko-
nomische und softwaregestützte Kompetenzen verknüpft werden, um Unternehmen bei der Digitalisierung
wissenschaftlich begleiten und praktisch unterstützen zu können. Auf Basis neuer Ansätze zur wirtschaftlichen
Verwertung von Daten und der Simulation der Wertigkeit von Daten für unterschiedliche Nutzergruppen sollen
die Entstehung neuer flexibler Geschäftsnetzwerke und deren Wirkmechanismen untersucht werden. Ziel ist es,
für sächsische Unternehmen anwendungsorientierte Methoden zur Bewertung von Daten und deren Nutzungs-
möglichkeit auf der Grundlage softwarebasierter Lösungen zu entwickeln.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
Bis Ende 2019:
bedarfsorientierte Konzeptentwicklung, Feinjustierung des Gesamtkonzepts bis Laufzeitende
und Analyse bestehender Methoden
2019 bis 2021:
Entwicklung und Umsetzung bedarfsgerechter Interaktionsformate und IT-Tools
Mitte 2019 bis Laufzeitende:
Pilotierung der entwickelten Methode
Ab 2020 bis Laufzeitende:
Wissenstransfer
Erläuterung zur
Umsetzung
Zuwendungsbescheid erteilt (Bewilligungszeitraum: 1. April 2018 bis 31. März 2022)
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

86
Anhang: Maßnahmen, 4 - Digitale Innovationskraft stärken
Maßnahme
4.2.13.
simul+InnovationHub
Federführung
SMUL
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Sächsisches Landesamt für Umwelt; Landwirtschaft und Geologie (LfULG); Technische Universität Dresden;
Fraunhofer Gesellschaft; 5G Lab Germany u. a.
Beschreibung
Unter dem Dach des simul+InnovationHub (S+IH) werden neue Produkte, Verfahren und Technologien in den
fünf Themenfeldern (1) Experimentierfeld 5G in Land- und Forstwirtschaft, (2) Smart Farming und Forsttechnik,
(3) Umwelttechnologien und Nachhaltigkeit, (4) Natur- und Klimaschutz sowie (5) Digitale Dörfer und smarte
ländliche Regionen initiiert, gebündelt und weiter vorangetrieben. Der S+IH ist zusammen mit der Ressortfor-
schung neben Veranstaltungen und Foren sowie dem Wettbewerb „Ideen für den ländlichen Raum“ eines von
insgesamt drei Standbeinen der Zukunftsinitiative simul+ des SMUL.
So werden beispielsweise das Smart Farming und die Forsttechnik mit Hilfe von digitalen Anwendungen neu
gedacht und erprobt. Damit werden Wertschöpfungspotenziale im ländlichen Raum erschlossen. Im Lehr- und
Versuchsgut Köllitsch des LfULG im Landkreis Nordsachsen soll die Digitalisierung eines Pflanzenbaubetriebes
mit den Schnittstellen zur Tierproduktion demonstriert und dieser weiter zu einem Test- und Demonstrati-
onszentrum für Prozessdigitalisierung und Robotik in der Milcherzeugung ausgebaut werden. In der Tierhaltung
im Lehr- und Versuchsgut werden neue Lösungen zur Tieridentifikation, zur Tierlokalisation, aber auch zum
Tracking und zu Assistenzsystemen getestet und demonstriert. Die Verbesserung von Tiergesundheit und Tier-
wohl mit Hilfe der Digitalisierung stehen dabei im Mittelpunkt. Im Bereich der Sensorik und Robotik werden
innovative Sensoren aus der Industrie 4.0-Entwicklung in die Versuchsbasis integriert und auf Funktionalität,
Wirtschaftlichkeit und Nutzen in der Landwirtschaft vergleichend bewertet. Die Ergebnisse werden in die Aus-
und Weiterbildung transferiert.
Auch neue digitale Anwendungen wie die Plattform „Digitale Dörfer“ werden im Rahmen des S+IH erprobt. So
ist das LEADER-Gebiet „Lommatzscher-Pflege“ eine Testregion für entsprechende Anwendungen wie „Dorf-
News“ und „DorfFunk“. Mit Hilfe dieser und anderer Angebote soll die Attraktivität des ländlichen Raums
erhöht werden.
Weiterer Bezug
Strategie der Sächsischen Staatsregierung für den ländlichen Raum „Vielfalt leben – Zukunft sichern“
simul+ Zukunftsinitiative
Meilensteine
21. August 2019:
simul+ - Jahresforum in Radebeul
Erläuterung zur
Umsetzung
6. Dezember 2019:
Start des S+IH in Dresden
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

Anhang: Maßnahmen, 4 - Digitale Innovationskraft stärken
87
Maßnahme
4.2.14.
Smart Utilities and Sustainable Infrastructure Change
Federführung
SMWK
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Universität Leipzig; Hochschule für Technik; Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig)
Beschreibung
Im Zentrum des von der Universität Leipzig in Kooperation mit der HTWK Leipzig durchgeführten Digitalisie-
rungsprojektes steht die Modellierung und integrierte Bewertung kommunaler und regionaler Infrastruktur-
systeme zur Bereitstellung von Energie und Wasser sowie zur Entsorgung von Abwasser, die von heterogenen
Akteuren betrieben und im Zeitverlauf durch Investitions- und Rückbauentscheidungen verändert werden.
Hierbei kommt es typischerweise zu einer Interaktion zwischen zentralen Akteuren (z. B. Versorgungsunter-
nehmen) und einer Vielzahl von dezentralen Akteuren, die die Infrastruktur-dienstleistungen nachfragen und
zunehmend selbst bereitstellen. Insbesondere die Flexibilität einer schnell steigenden Anzahl von sog. Pro-
sumenten (zum Beispiel Stromnachfragern, die mit Hilfe von Photovoltaikanlagen dezentral Strom erzeugen
und speichern) stellt eine wachsende Herausforderung für die Infrastrukturplanung dar. Eine Erweiterung der
techno-ökonomischen Systemebene der bisher eingesetzten Planungsinstrumente durch eine sozio-ökonomi-
sche Akteursebene, die das Verhalten dieser neuartigen Akteursgruppe adäquat abzubilden versucht, kann hier
Abhilfe schaffen.
Zur digitalen Analyse der Transformation von Infrastrukturen eignet sich insbesondere das Konzept der agen-
tenorientierten Softwareentwicklung. Ziel ist es, die relevanten Entscheidungsstrukturen in kommunalen Ver-
sorgungsunternehmen im Hinblick auf die zukünftig steigenden Anforderungen weiterzuentwickeln und diese
Unternehmen bei der Strategieentwicklung zu unterstützen. Die Projektpartner entwickeln gemeinsam eine
empirisch fundierte Akteurs-Simulation (sozio-ökonomische Ebene) als digital virtuelles Experimentallabor und
verknüpfen diese mit einer bestehenden versorgungstechnischen Optimierung. Die Funktionsfähigkeit der zu
entwickelnden Software soll mit Hilfe geeigneter Fallbeispiele nachgewiesen werden. Das Projekt steht im
Zusammenhang mit dem Smart Infrastructure Hub Leipzig (siehe Maßnahme 4.2.10.).
Weiterer Bezug
Innovationsstrategie des Freistaates Sachsen
Meilensteine
2. Quartal 2019:
Projektstart
31. Dezember 2019:
Projektende
Erläuterung zur
Umsetzung
Wissenschaftliche Begutachtung positiv abgeschlossen, Vollanträge in Vorbereitung
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Planung und Umsetzung

88
Anhang: Maßnahmen, 4 - Digitale Innovationskraft stärken
Maßnahme
4.2.15.
DigiNetPolSax – Intensivierung der sächsisch-polnischen Zusammenarbeit
im Bereich der Digitalisierung
Federführung
SMWA
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
SMUL; Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS) als Lead Partner; Hochschule Zittau/ Görlitz; Technologie-
und Gründerzentrum Bautzen GmbH; Riesengebirgsagentur für Regionale Entwicklung – KARR SA in Polen
Beschreibung
Maßnahmen im Rahmen des Projektes DigiNetPolSax werden vom 1. März 2019 bis zum 28. Februar 2021
durchgeführt und aus dem EU-Kooperationsprogramm INTERREG Polen-Sachsen 2014-2020 gefördert. Digi-
NetPolSax knüpft an die Herausforderungen und Defizite im sächsisch-polnischen Grenzraum an, die mit der
fortschreitenden Digitalisierung in den Unternehmen verbunden sind. Die sich aus der Digitalisierung ergeben-
den Herausforderungen werden im Rahmen des Projektes aufgegriffen und als Potenziale für den Aufbau von
wirtschaftlichen Kooperationen genutzt. Die Projektmaßnahmen sollen den Aufbau und die Visualisierung von
grenzübergreifenden wirtschaftlichen Verflechtungen im Dreiländereck vorantreiben.
Das Projekt wird in zwei Arbeitspaketen umgesetzt. Im ersten Arbeitspaket werden ein öffentlich zugänglicher
digitaler Kompetenzatlas und ein Online-B2B-Matchmaking-Tool als digitale Instrumente für die Anbahnung
von Unternehmenskooperationen implementiert. Im zweiten Arbeitspaket werden im Rahmen von Informa-
tions- und Kooperationsveranstaltungen die mit der Digitalisierung und Umsetzung der Industrie 4.0 verbun-
denen Chancen und Lösungsansätze besprochen. Den Teilnehmern der Veranstaltungen wird die Möglichkeit
geboten, an bilateralen von Dolmetschern begleiteten Kooperationsgesprächen teilzunehmen.
Die Maßnahmen richten sich an kleine und mittlere Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Netzwerke und
wirtschaftsfördernde Einrichtungen.
Weiterer Bezug
Außenwirtschaftsstrategie des Freistaates Sachsen
Grundzüge und Leitlinien einer Industriestrategie für Sachsen
Meilensteine
Arbeitspaket 1:
24. Mai 2020:
regionaler Workshop zur Erstellung des Kompetenzatlasses
Bis Herbst 2020:
Aufbau des Kompetenzatlasses und des B2B-Matchmaking-Tools
Arbeitspaket 2:
Oktober 2019:
Innovationsforum während der 9. Ostsächsischen Maschinenbautage in Bautzen
27.November 2019:
26. Polnisch-Deutsch-Tschechisches Kooperationsforum für Unternehmen in der
Region Jelenia Góra (Hirschberg) in Polen
April 2020:
Deutsch-Polnisch-Tschechisches Forum - Industrie 4.0 in Zittau
November 2020:
27. Polnisch-Deutsch-Tschechisches Kooperationsforum für Unternehmen in der Region
Jelenia Góra (Hirschberg) in Polen
Erläuterung zur
Umsetzung
1. März 2019:
Projektbeginn
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

Anhang: Maßnahmen, 4 - Digitale Innovationskraft stärken
89
Maßnahme
4.2.16.
Unterstützung des Smart Rail Connectivity Campus (SRCC)
Federführung
SMWA
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF); Große Kreisstadt Annaberg Buchholz; Technische Uni-
versität Chemnitz; DB RegioNetz Verkehrs GmbH/Infrastruktur GmbH Erzgebirgsbahn; Fraunhofer ENAS und
IWU; Wirtschaftsförderungen Chemnitz und Erzgebirge (insgesamt mehr als 100 Projektpartner)
Beschreibung
Der SRCC ist ein Forschungscampus für nachhaltige Mobilität in der Region Chemnitz-Erzgebirge. Der Cam-
pus verfügt über einzigartige Infrastrukturen wie eine 25 Kilometer lange Versuchsstrecke zwischen Ann-
aberg-Buchholz und Schwarzenberg, das erste digitale Stellwerk Europas, Versuchsfahrzeuge, zukunftsfähige
Telekommunikationstechnik sowie Gebäude für den Protottypenbau und Entwicklungsarbeiten. Der SRCC soll
auch als Netzwerk regional ansässiger Unternehmen und Institutionen sowie überregionaler Partner etabliert
werden, das diese Infrastrukturen kreativ nutzt und Innovationen schafft. Das langfristige Ziel ist es, den SRCC
zum führenden europäischen Entwicklungs-, Prototypen- und Erprobungsstandort für digitalisierte, vernetzte,
hochautomatisierte und nachhaltige Mobilität zu entwickeln.
Der SRCC bietet ein Living Lab für Entwicklungen, Erprobungen, Nachweisführungen, Begutachtungen, Bewer-
tungen und Zulassungen von Technologien, Komponenten und Systemen des digitalisierten, vernetzten und
automatisierten Verkehrs auf der Schiene sowie damit verbundener Services und Systeme. Unternehmen – auch
kleine und mittlere Unternehmen sowie Start-ups, die nicht als Bahntechnik-Lieferant zugelassen sind, – kön-
nen die Infrastruktur des SRCC nutzen und werden beim Testbetrieb unterstützt. Rund um das Testen und
Erproben von Connected Rail-Technologien entstehen zusätzlich vielfältige Möglichkeiten für Innovation und
Wertschöpfung. Dazu zählen die Entwicklung hybrider und smarter Antriebstechnologien, smarter Sensoren,
von Datenanalytik und Assistenzsystemen für das voll- und teilautomatisierte Fahren, intelligenter Verkehr-
sinfrastruktur sowie Mobilitäts- und Kommunikationsservices aber auch Leistungen von Ausrüstern wie dem
Maschinenbau.
Der Freistaat Sachsen unterstützt den SRCC und hat darüber hinaus dessen erfolgreiche Bewerbung im Rahmen
des Förderprogramms „Wandel durch Innovation in der Region“ (WIR!) des BMBF befürwortet.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
2021:
Zwischenbewertung des Projektes durch BMBF und Entscheidung über Weiterführung der WIR!-Förde-
rung
Erläuterung zur
Umsetzung
März 2019:
BMBF wählt SRCC als eines von 20 WIR!-Projekten aus
Beschluss des Kabinetts zur weiteren Unterstützung des SRCC-Teilprojekts EcoTrain
mit 60 Mio. Euro verteilt über zehn Jahre durch Änderung der ÖPNV-Finanzierungsverordnung
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Planung und Umsetzung

90
Anhang: Maßnahmen, 4 - Digitale Innovationskraft stärken
Maßnahme
4.2.17.
Veranstaltungsreihe zur Digitalisierung in der Steuerberatungsbranche
Federführung
SMWA
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Steuerberaterkammer des Freistaates Sachsen; Sächsische Aufbaubank – Förderbank (SAB);
Cybercrime Competence Center Sachsen (SN4C) im Landeskriminalamt Sachsen (LKA Sachsen)
Beschreibung
Die Digitalisierung macht auch vor Steuerberatern und Steuerbevollmächtigten nicht Halt. Sie können ihre
Kunden, darunter sind im Freistaat Sachsen viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU), nur dann sinnvoll
beraten, wenn sie deren neue Geschäftsmodelle auch nachvollziehen und verstehen können, denn die Bera-
tungsleistungen gehen oft über rein steuerrechtliche Aspekte hinaus. Steuerberatungsunternehmen haben in
der Regel Einblick in vertrauliche Unternehmensdaten. Daher spielt im Zusammenhang mit der Digitalisierung
der Aspekt der Informations- und Cybersicherheit eine zentrale Rolle für die Entwicklung der Branche. Darüber
hinaus wird sich auch das klassische Berufsbild des Steuerberaters ändern. Arbeitsabläufe werden digitalisiert
und neue Technologien stellen Unternehmen und Beschäftigte vor Herausforderungen. Gleichzeitig besteht für
die Branche die Chance, den Zeitanteil für die ganzheitliche Beratung ihrer Kunden zu erhöhen. Mit der Veran-
staltungsreihe soll über die Chancen und Risiken der Digitalisierung in der Steuerberatungsbranche informiert
und diskutiert sowie die staatlichen Unterstützungsmöglichkeiten aufgezeigt werden.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
-
Erläuterung zur
Umsetzung
September 2018 bis November 2018:
Durchführung von fünf Veranstaltungen in Dresden (Auftakt), Zwickau,
Chemnitz, Leipzig und Bautzen (Abschluss)
Abschluss der
Maßnahme
innerhalb der Legislaturperiode
Stand der
Umsetzung
abgeschlossen

Anhang: Maßnahmen, 4 - Digitale Innovationskraft stärken
91
4.3. Handlungsfeld: Bedarfsorientierter Ausbau der FuE-Infrastruktur
Maßnahme
4.3.1.
Ansiedlung eines Instituts für angewandte Software-Forschung
Federführung
SMWA
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
SMWK; Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR); Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
(BMWi)
Beschreibung
Die Initiative zur Ansiedlung eines Institutes für angewandte Software-Forschung gründet sich unter anderem
auf steigende Bedarfsartikulationen aus der in Sachsen schnell wachsenden Software-Branche. Eine Analyse
hat ergeben, dass die Softwareforschung im außeruniversitären Bereich strukturelle Schwächen aufweist und
es eines über Sachsen hinaus relevanten, renommierten Software-Institutes bedarf. Mit einem solchen Institut
mit Leuchtturmfunktion soll der Freistaat im Software-Bereich an Attraktivität für Forscher und Entwickler
gewinnen, wovon die wirtschaftliche Entwicklung der Branche, der Anwenderindustrien und des Standortes
profitieren. In finanzieller wie inhaltlicher Hinsicht erfordert der Aufbau des Institutes starke Partner. Hier
konnte das zur Helmholtz-Gemeinschaft gehörenden DLR als namhafte, international anerkannte Forschungs-
einrichtung mit dem etabliertem Bund-Länder-Finanzierungsmodell als Partner für den Standort Sachsen bzw.
Dresden gewonnen werden.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
DLR-Institut für Softwaremethoden zur Produkt-Virtualisierung befindet sich im Aufbau
Erläuterung zur
Umsetzung
3. August 2017:
Gründung des DLR-Instituts für Softwaremethoden zur Produktvirtualisierung in Dresden
Abschluss der
Maßnahme
innerhalb der Legislaturperiode
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

92
Anhang: Maßnahmen, 4 - Digitale Innovationskraft stärken
Maßnahme
4.3.2.
Entwicklung eines Spitzenzentrums Funktionsintegration
für Mikro-/Nanoelektronik der Fraunhofer-Gesellschaft
Federführung
SMWK
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Technische Universität Dresden; Technische Universität Chemnitz; Hochschule für Technik und Wirtschaft
Dresden (HTW Dresden); Fraunhofer Gesellschaft (FhG)
Beschreibung
Der Freistaat Sachsen stellt für die Jahre 2016 und 2017 fünf Millionen Euro Landesmittel für Pilotprojekte zur
Entwicklung eines Spitzenzentrums „Funktionsintegration für die Mikro-/ Nanoelektronik“ bereit. Davon erhal-
ten die Partneruniversitäten TU Dresden und TU Chemnitz sowie die HTW Dresden insgesamt ca. 1,5 Millionen
Euro, knapp 3,5 Millionen Euro wurden der FhG zugewiesen.
Das Vorhaben hat wesentliches Potenzial, den Mikro- und Nanoelektronik-Standort Sachsen im internationalen
Maßstab noch sichtbarer zu machen, seine Gesamtleistungsfähigkeit auch in Zukunft auf höchstem Niveau zu
halten und die Anziehungskraft für Unternehmen in diesem Bereich zu vergrößern. Vorrangiges Ziel ist es, ein
Ökosystem zu schaffen, in welchem eine schnelle Überführung von Forschungsergebnissen in innovative Pro-
dukte realisiert werden kann. Außerdem erhöht das Vorhaben die Erfolgschancen der FhG (sowie die ihrer Part-
ner-Einrichtungen) bei zukünftigen einschlägigen Förderwettbewerben auf nationaler und europäischer Ebene.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
1. Halbjahr 2019:
Projektstart für die Weiterentwicklung zum Transferzentrum „Funktionsintegration für die
Mikro-/Nanoelektronik“ (vgl. Maßnahme 4.3.8.)
Erläuterung zur
Umsetzung
26. Februar 2016:
Zuwendungsbescheide wurden erteilt (Bewilligungszeitraum: 12. Februar 2016 bis 31.
Dezember 2017 [vorzeitiger Maßnahmebeginn wurde genehmigt])
31.Dezember 2017:
Projekt wurde planmäßig abgeschlossen:
Anforderungsanalyse abgeschlossen
Bereitstellung von Methoden zum Systemdesign realisiert
Integration von innovativen Materialien in MEMS-Prozesse abgeschlossen
Verfahren der Systemintegration vorhanden
Verfahren der Zuverlässigkeit entwickelt
Technologie- und Entwicklungsplattform etabliert
Abschluss der
Maßnahme
innerhalb der Legislaturperiode
Stand der
Umsetzung
abgeschlossen

Anhang: Maßnahmen, 4 - Digitale Innovationskraft stärken
93
Maßnahme
4.3.3.
Investition in Reinraum-Erweiterungen des Fraunhofer Instituts
für Photonische Mikrosysteme (IPMS)
Federführung
SMWK
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Beschreibung
Das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme (IPMS) erforscht Basistechnologien und ermöglicht
darauf aufbauend einen Technologietransfer, um elektronische, mechanische und optische Komponenten so-
wie deren Integration in miniaturisierte Bauelemente und Systeme zu gewährleisten. Um seine Forschungs-
infrastruktur auf einem global wettbewerbsfähigen Spitzenniveau zu halten, ist eine Investition in Rein-
raum-Erweiterungen für die Forschung an mikro- und nanoelektromechanischen Sensor-Aktor-Systemen auf
200mm-Wafersubtraten notwendig. Hierdurch wird eine Kompatibilität der IPMS-Forschungsinfrastruktur für
die Erforschung neuartiger hochintegrierter funktionaler Mikrosysteme angestrebt. Die Maßnahme dient der
Stärkung des in Sachsen vorhandenen Forschungsnetzwerkes für Mikroelektronik, aber auch der Ermöglichung
europäischer Kooperationen im Rahmen von Horizon 2020, dem Rahmenprogramm der Europäischen Union für
Forschung und Innovation, und der Teilnahme an zukünftigen transeuropäischen Pilotlinien für Smarte Systeme.
Weiterer Bezug
Innovationsstrategie des Freistaates Sachsen
Meilensteine
-
Erläuterung zur
Umsetzung
Freistaat Sachsen förderte Erweiterung des Mikrosystemreinraumes des IPMS auf 200mm-Wafersubstrate aus
EU-Strukturfondsmitteln und Landesmitteln mit 24 Mio. Euro
31. Dezember 2018:
Fertigstellung der Maßnahme (erneute Verlängerung des Bewilligungszeitraums auf Grund
von Verzögerungen bei den Anlagenanlieferungen und -inbetriebnahmen)
Zum Stand 1. März 2019:
Erstellung Verwendungsnachweis
Abschluss der
Maßnahme
innerhalb der Legislaturperiode
Stand der
Umsetzung
abgeschlossen

94
Anhang: Maßnahmen, 4 - Digitale Innovationskraft stärken
Maßnahme
4.3.4.
Nutzung von Big Data durch die Hochschulbibliotheken des Freistaates Sachsen
Federführung
SMWK
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB);
Hochschulbibliotheken des Freistaates Sachsen
Beschreibung
Die Bewältigung der immer größer werdenden Mengen an digitalen Dokumenten (Big Data) stellt die Hoch-
schulbibliotheken des Freistaates Sachsen vor große Herausforderungen. Big Data umfasst dabei Retrodigi-
talisate, elektronische Publikationen beziehungsweise Forschungsdaten und Metadaten. Der Umgang mit Big
Data stellt eine der wesentlichen Zukunftsaufgaben der Bibliotheken dar, die nur in enger Abstimmung mit
Hochschulen und deren Rechenzentren umgesetzt werden kann.
Die SLUB wie auch die anderen Hochschulbibliotheken befinden sich mit den jeweiligen Hochschulen in stän-
digem Austausch zur Implementierung und Gestaltung von Plattformen für Forschungsdaten und den institu-
tionellen Forschungsdatenrepositorien.
Die Hochschulbibliotheken des Freistaates Sachsen zielen mit den Projekten auf den effizienten Umgang von
digitalen Dokumenten beziehungsweise Forschungsdaten durch die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
ab. Sie unterstützen insbesondere den freien Zugang zu Informationen, Daten und Software (Open Access,
Open Data und Open Source). Mit den Projekten zur digitalen Langzeitarchivierung schaffen sie die Vorausset-
zungen für die dauerhafte Bewahrung digitaler Dokumente und Forschungsdaten.
In den EFRE (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung)-Projekten „Material Hub. Informationstechnische
Integration und Mobilisierung der bedeutenden Materialforschungskompetenzen in Dresden und Sachsen“,
„Aufbau eines Medienübergreifenden Repository auf der Basis von Qucosa“ und „Aufbereitung und dezentrale
Vernetzung von Bibliotheksmetadaten auf Basis von Linked Open Data Technologien“ werden Systeme und
Werkzeuge für den Umgang mit großen Datenmengen in einer Reihe von Einzel- und Verbundprojekten von den
Hochschulbibliotheken entwickelt.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
2019:
Fortentwicklung Prototyp Material Hub
Erläuterung zur
Umsetzung
2018:
Antragstellung: „Einführung einer Open Source Library Service Plattform für modulare IT-Services im
Bibliotheksmanagement des Freistaates Sachsen“ und Antragstellung „Zentraler Hosting Service für eRes-
sourcen“
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

Anhang: Maßnahmen, 4 - Digitale Innovationskraft stärken
95
Maßnahme
4.3.5.
Landesdigitalisierungsprogramm für Wissenschaft und Kultur des Freistaats Sachsen
Federführung
SMWK
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB); Hochschulbibliotheken des
Freistaates Sachsen; öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken in kommunaler Trägerschaft
Beschreibung
Die Übertragung von Texten in analoger, gedruckter Form mittels Retrodigitalisierung ist zurzeit eine der wich-
tigsten Aufgaben der Bibliotheken. Des Weiteren gehört die Langzeitarchivierung zu den notwendigen Maßnah-
men der Bibliotheken, um die Digitalisate dauerhaft zu sichern und zur Verfügung zu stellen. Da die Nutzerinnen
und Nutzer der Bibliotheken immer stärker aktuelle Volltexte voraussetzen, muss auch das Angebot an aktu-
ellen E-Books und Datenbanken ausgebaut werden, um damit den Wissenschaftsstandort Sachsen zu stärken.
Dies ist auch ein wichtiger Aspekt des Landesdigitalisierungsprogramms für Wissenschaft und Kultur (LDP). Das
LDP besteht aus folgenden drei Teilen:
1)
Digitalisierung für wissenschaftliche und kulturelle Einrichtungen im Freistaat Sachsen, in zwei Bereichen:
1.1)
Massendigitalisierung für die SLUB und für die Universitätsbibliotheken Chemnitz, Freiberg und Leipzig
1.2)
Digitalisierung von Einzelstücken und besonderen Sammlungen
2)
Lizenzierung digitaler Medien (Konsortium der sächsischen Hochschulbibliotheken)
3)
Digitale Langzeitarchivierung
Die SLUB koordiniert das LDP in Abstimmung mit dem SMWK. Das LDP ist im Doppelhaushalt 2019/20 veran-
schlagt. Unter Berücksichtigung der Ergebnisse wird für das LDP eine Verlängerung im Doppelhaushalt 2021/22
beantragt.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
Lizenzierung von E-Books aus verschiedenen Verlagen
(zum Beispiel utb, Hanser, Springer, Oxford University Press)
Erläuterung zur
Umsetzung
2015:
Beginn des Projektes
2015-2018:
Digitalisierung im LDP insgesamt: 8.300.000 Dateien; Langzeitarchivierung von 6.213.631 Datei-
en
Bis 2017:
Volltexterkennung für 295.364 Seiten in Antiqua-Schrift
Juni 2017:
Abschluss von drei Rahmenverträgen mit Dienstleistern zur 1) Massendigitalisierung, 2) Boutique-
digitalisierung und 3) Zeitungsdigitalisierung
2018:
Erweiterung der Volltexterkennung auf Frakturschriften
Beginn der Digitalisierung kriegsbedingt verlagerten Kulturgutes an der UB Breslau
Abschluss Digitalisierung am Institut für Länderkunde, Christian Weise Bibliothek und Drucke aus Leipziger
Verlagen des 19. Jahrhunderts
12. Februar 2018:
Workshop mit Interessenten am LDP in SLUB
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

96
Anhang: Maßnahmen, 4 - Digitale Innovationskraft stärken
Maßnahme
4.3.6.
Erweiterung des Hochleistungsrechners HRSK-II für die
skalierbare Datenanalyse: HPC Data Analytics (HPC-DA)
Federführung
SMWK
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF); Technische Universität Dresden
Beschreibung
Das technisch-wissenschaftliche Hochleistungsrechnen (High Performance Computing – HPC) ist eine grund-
legende Schlüsseltechnologie, die für immer mehr Wissenschaftsgebiete den Einsatz neuer Analysemethoden
und dadurch neue Erkenntnisse ermöglicht. Ein Bereich, der sich bislang nicht ohne umfangreiche Anpassungen
mit bestehenden HPC-Architekturen umsetzen lässt, ist die Analyse sehr großer Datenmengen. Neben der
Weiterentwicklung numerischer Simulations-Software sowie der Skalierbarkeit von Anwendungen ist daher
auch die Entwicklung von integrierten, ganzheitlichen und fächerübergreifenden Konzepten für eine innovative
Datenanalyse zwingend erforderlich. Diese würde sowohl etablierten als auch neuen Forschungsfeldern einen
starken Auftrieb geben.
Es entsteht ein bisher einmaliges Forschungsinstrument, das zusammen mit der anwenderorientierten Begleit-
forschung, einer integrierten Weiterentwicklung der Governance-Strukturen und der Entwicklung von Portalen
diversen Forschungscommunitys den Zugang zur Schlüsseltechnologie HPC deutlich erleichtern beziehungs-
weise überhaupt erst ermöglichen wird. Darüber hinaus soll das HPC-DA-System in Lehre und Weiterbildung
eingesetzt werden. Die synergetische Zusammenführung der beiden sehr dynamischen Forschungsbereiche HPC
und Big-Data-Datenanalyse ist bundesweit einzigartig.
Die Ausrichtung auf Data Analytics ist eine konsequente Weiterentwicklung des datenintensiven Rechnens, das
das Zentrum für Informationsdienste und Hochleistungsrechnen (ZIH) an der Technischen Universität Dresden
bereits seit dem Jahr 2004 verfolgt. Die Erweiterung des HRSK-II wird getrieben durch die Anwendungen und
basiert auf intensiven und langfristigen Forschungsaktivitäten des ZIH auf diesem Gebiet.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
2. Halbjahr 2019:
Abschluss der Erweiterung
Erläuterung zur
Umsetzung
2015:
Antragsskizze zur Förderung nach Art. 91b GG
2016:
Empfehlung des Wissenschaftsrates zur Förderung des Antrages
2017:
Zuweisung von 3 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln (je 50 Prozent)
Ab 2017:
schrittweise Beschaffung und Installation
2018:
Zuweisung von 2 Mio. Euro an die Technische Universität Dresden
2019:
Zuweisung von 5 Mio. Euro an die Technische Universität Dresden
Abschluss der
Maßnahme
bis Ende der Legislaturperiode
Stand der
Umsetzung
in Planung und Umsetzung

Anhang: Maßnahmen, 4 - Digitale Innovationskraft stärken
97
Maßnahme
4.3.7.
Neubau für den Institutsteil Entwicklung Adaptiver Systeme (EAS) des Fraunhofer-Insti-
tuts für Integrierte Schaltungen (IIS)
Federführung
SMWK
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Beschreibung
Der Fraunhofer-Institutsteil Entwicklung Adaptiver Systeme (EAS) in Dresden gehört organisatorisch zum
Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) in Erlangen. Das EAS betreibt mit ca. 100 Mitarbeitern
Forschung und Entwicklung (FuE) an Methoden und Verfahren, mit denen der Entwurf immer komplexerer
elektronischer, mechatronischer und automatisierungstechnischer Systeme schneller und sicherer durchgeführt
werden kann.
Die Aktivitäten des EAS fokussieren sich vor allem auf Anwendungen aus den Bereichen Mobilität und Indust-
rieautomation, Telekommunikation, Medizintechnik und Gebäudetechnik. Bei weiterführenden FuE-Tätigkeiten
des EAS werden die folgenden Schwerpunkte im Zentrum stehen:
Entwurfsmethoden für funktionale Sicherheit und Zuverlässigkeit
Effiziente Elektronik
Intelligente Sensorik/Aktorik
Verteilte Datenanalyse und Prozesssteuerung – Selbstüberwachung und Diagnose
Im Rahmen des Fördervorhabens wird ein neues Gebäude für das EAS errichtet sowie Grundausstattung an-
geschafft. Die FuE-Möglichkeiten des EAS und seine wichtige Stellung im Dresdner Mikroelektronikcluster
werden damit maßgeblich verbessert. Mit der Umsetzung des Vorhabens werden außerdem die Büro- und
Laborkapazitäten ausgeweitet und die Arbeitsbedingungen verbessert sowie die Voraussetzungen für weiteres
Mitarbeiterwachstum geschaffen.
Weiterer Bezug
Innovationsstrategie des Freistaates Sachsen
Meilensteine
1. Juni 2018:
Grundsteinlegung
1. Halbjahr 2020:
Baufertigstellung/Übergabe
Erläuterung zur
Umsetzung
Zuwendungsbescheid erteilt (Bewilligungszeitraum: 16. August 2017-30. September 2020)
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

98
Anhang: Maßnahmen, 4 - Digitale Innovationskraft stärken
Maßnahme
4.3.8.
Transferzentrum „Funktionsintegration für die Mikro-/Nanoelektronik“
Federführung
SMWK
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Fraunhofer Gesellschaft (FhG); Technische Universität Dresden; Technische Universität Chemnitz;
Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTW Dresden)
Beschreibung
Mit diesem Projekt sollen in der Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik neue Technologieplattformen erar-
beitet werden, welche die Erforschung und Realisierung neuartiger miniaturisierter Sensor- und Aktor-Systeme
erlauben. Miniaturisierte Sensorsysteme mit einer digitalen Anbindung an das Internet sind die „Sinne“ für das
„Internet of Things“ (IoT) und insbesondere auch für die Digitalisierung der industriellen Fertigung (Industrie
4.0).
Die Projektergebnisse werden auf dem Weg der Auftragsforschung und der Pilotfertigung an einschlägige Un-
ternehmen transferiert. Damit wird die Basis für die industrielle Umsetzung neuartiger Sensor/Aktor-Lösungen
für die digital vernetzte Welt von morgen geschaffen. Das Vorhaben ist somit in hervorragender Weise geeig-
net, den Mikro- und Nanoelektronik-Standort Sachsen im internationalen Maßstab noch sichtbarer zu machen,
seine Gesamtleistungsfähigkeit auch in Zukunft auf höchstem Niveau zu halten und seine Attraktivität für
Unternehmen in diesem Bereich zu erhöhen.
Weiterer Bezug
Innovationsstrategie des Freistaates Sachsen
Meilensteine
1. Halbjahr 2019:
Beantragung vorzeitiger Maßnahmenbeginn und Projektstart
2019 und 2020:
Förderung mit fünf Millionen Euro Landesmittel für die Weiterentwicklung des Leistungszen-
trums „Funktionsintegration für die Mikro-/Nanoelektronik“ hin zu einem „Transferzentrum“. Davon erhalten
die Partneruniversitäten Technische Universität Dresden und Technische Universität Chemnitz sowie die HTW
Dresden insgesamt 1,1 Mio. Euro; 3,9 Mio. Euro gehen an die Institute der FhG IPMS, IIS-EAS und IZM-ASSIS
in Dresden sowie das ENAS in Chemnitz
Erläuterung zur
Umsetzung
31. Dezember 2017:
Abschluss der Maßnahme zur Entwicklung eines Spitzenzentrums Funktionsintegration
für Mikro-/Nanoelektronik der Fraunhofer Gesellschaft (vgl. Maßnahme 4.3.2.)
Stand 1. März 2019:
Abschluss der wissenschaftlichen Begutachtung zum Projekt; Vollanträge in Vorberei-
tung
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Planung und Umsetzung

Anhang: Maßnahmen, 4 - Digitale Innovationskraft stärken
99
4.4. Handlungsfeld: Innovative Ansätze in der Gesundheits-
und Pflegewirtschaft sowie im Umweltbereich
Maßnahme
4.4.1.
Förderung der Weiterentwicklung digitaler Dienste
im Bereich der Gesundheits- und Pflegewirtschaft
Federführung
SMS
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
SMWA; SMWK
Beschreibung
Um das Potenzial digitaler Dienste in der Gesundheits- und Pflegewirtschaft besser auszuschöpfen, soll ihre
Weiterentwicklung systematisch gefördert werden. Viele digitale Dienste haben sich bisher nicht durchsetzen
können und sind nicht in die Regelversorgung aufgenommen worden. Dennoch bietet die technische Entwick-
lung Möglichkeiten, Patienten, ihre Angehörigen, aber auch Gesundheits- und Pflegedienste so zu unterstützen,
dass diese eine digitale Unterstützung gern annehmen. Sachsen verfügt gerade in diesem Bereich über sehr
gute Forschungseinrichtungen, die einen maßgebenden Beitrag zur Fortentwicklung der digitalen Dienste leis-
ten können. EU-Förderprogramme sollen deshalb genutzt werden, um Forschungs- und Entwicklungsprojekte
sowie innovative Modellvorhaben im Bereich E-Health einschließlich telematischer, interdisziplinärer Vernet-
zung zu fördern.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
Ende der Förderperiode 2014-2020
Erläuterung zur
Umsetzung
Oktober 2016:
Projektförderung „Einfach:ambulant“ der Technische Universität Dresden, der CareSocial GmbH
sowie des Pflegedienstes Steuer. Das Projekt konzentriert sich auf die Unterstützung ambulanter Pflegedienste
sowie die verbesserte Kommunikation zwischen Angehörigen und weiteren Beteiligten wie Ärzten, Apothekern
und anderen Dienstleistern.
August 2017:
Projektförderung „eMMa – Patientenzentriertes eMedikationsmanagement als Add-on zum Me-
dikationsplan“ von Universitätsklinikum Leipzig, Institut für angewandte Informatik (InfAI) e. V., Verein zur
Förderung der Gesundheitswirtschaft in der Region Leipzig e. V., vital.services GmbH und Mogic GmbH. Ziel des
Vorhabens ist die Entwicklung einer digitalen Anwendung für das Medikationsmanagement.
September 2018:
Projektförderung „TelePark-Vernetzung von Patienten mit fortgeschrittenem Parkinsonsyn-
drom mit Parkinsonspezialisten durch Telemedizin“ der Technischen Universität Dresden, dem Institut für An-
gewandte Informatik (InfAI) e.V., der Strumpfwerk Lindner GmbH, der Technischen Universität Chemnitz und
der intecsoft Medical GmbH & Co. KG. Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung eines ganzheitlichen integrierten
telemedizinischen Versorgungskonzeptes für Parkinsonpatienten.
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

100
Anhang: Maßnahmen, 4 - Digitale Innovationskraft stärken
Maßnahme
4.4.2.
Förderung des EU-übergreifenden Innovationstransfers
Federführung
SMS
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
SMWA; SMWK
Beschreibung
Die Europäische Union hat in ihrer grundlegenden (Politik-) Strategie Europa 2020 einen Schwerpunkt auf For-
schung, Entwicklung und Innovation gelegt und die Europäische Innovationspartnerschaft „Aktivität und Ge-
sundheit im Alter“ ins Leben gerufen. Insbesondere durch innovative Ansätze und digitale Gesundheitsdienste
wie Telemedizin und Assistenzsysteme soll erreicht werden, dass ältere Menschen länger ein selbstbestimmtes
Leben führen können. Als Referenzregion ist Sachsen durch das SMS vertreten.
Die Initiative stellt die wohl bedeutendste Maßnahme auf europäischer Ebene in Bezug auf die Unterstützung
der Regionen zur Bewältigung der mit dem demografischen Wandel verbundenen Herausforderungen dar. Für
Sachsen besteht insoweit die Möglichkeit zu vergleichen, wie sich andere Regionen in Europa systematisch auf
die Bewältigung dieser Herausforderungen mithilfe elektronischer Gesundheitsdienste vorbereiten.
EU-Projekte sollen genutzt werden, um den Innovationstransfer in Sachsen zu unterstützen. Die Europäische
Kommission unterstützt den Innovationstransfer durch die entsprechende Ausrichtung der infrage kommenden
Förderprogramme.
Der Begleitausschuss des Kooperationsprogrammes Sachsen-Tschechien 2014-2020 hat sich gegen die
Durchführung des Projektes entschieden. Die Maßnahme wird daher nicht fortgeführt.

Anhang: Maßnahmen, 4 - Digitale Innovationskraft stärken
101
Maßnahme
4.4.3.
Forschung und Entwicklung zur Digitalisierung der Patientenversorgung
Federführung
SMS
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
SMWA; SMWK
Beschreibung
Die heutige Patientenversorgung erfolgt in der Regel in funktional und geographisch getrennten Versorgungs-
einrichtungen. Dies führt zu einer Fragmentierung klinischer Prozesse und einer Vielzahl von Medien- und
Technologiebrüchen im Informationsfluss. Verstärkt wird dieser Umstand vor allem aufgrund der fehlenden
Interoperabilität der Geräte und nicht definierter Übergabepunkte. Eine durchgängig digital gestützte und pati-
entenorientierte Versorgungskette lässt daher eine erhebliche Verbesserung der Patientenversorgung erwarten.
Die Digitalisierung der Patientenversorgung hat sich bislang vor allem in der Diagnostik etabliert. Insbesondere
die modernen bildgebenden Verfahren oder die Verfahren zur molekularen Diagnostik demonstrieren die enor-
men Potenziale digital erzeugter Daten.
Darüber hinaus hat der Trend zur Digitalisierung unlängst eine völlig neue Therapiealternative hervorgebracht:
die Behandlung mittels Software. Im Unterschied zu digitalen Therapie-Unterstützungssystemen, die vorran-
gig medizinisches Wissen in digitale Formen übersetzen und somit die Therapie sowohl für den Patienten als
auch für den Arzt erleichtern, basieren digitale Therapien auf dezidierten Algorithmen, die in Form optischer
beziehungsweise akustischer Muster oder auch virtueller Realitäten therapeutisch wirksam werden können.
Diese Art der Therapie befindet sich noch in den Anfängen, birgt aber ein enormes gesundheitsökonomisches
Potenzial und erhebliche Marktchancen. Beispielhaft sei eine digitale Sehschulung genannt, bei der Lichtreize
zur Therapiestimulation auf einem Bildschirm dargestellt werden.
Digitale Therapieunterstützungssysteme sind ein maßgeblicher Baustein für durchgängige, digitale Versor-
gungsketten. EU-Förderprogramme sollen in Sachsen in diesem Bereich gezielt für die Förderung der Entwick-
lung von weitergehenden Digitalisierungskonzepten genutzt werden.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
-
Erläuterung zur
Umsetzung
Abschluss durch Inkrafttreten der RL eHealthSax 2017/18 (vgl. Maßnahme 4.4.6)
Abschluss der
Maßnahme
innerhalb der Legislaturperiode
Stand der
Umsetzung
abgeschlossen

102
Anhang: Maßnahmen, 4 - Digitale Innovationskraft stärken
Maßnahme
4.4.4.
Fachbeirat des SMS zu Fragen der Digitalisierung im Gesundheitswesen (eHealth-Beirat)
Federführung
SMS
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
SK; SMI; SMWA; wesentliche Akteure des Gesundheitswesens
Beschreibung
Die Digitalisierung gehört zu den drängenden sektorenübergreifenden Entwicklungen im Gesundheitswesen.
Um eine konsistente Auseinandersetzung mit dem Thema zu gewährleisten, ist ein regelmäßiger Austausch
zwischen den Beteiligten notwendig. Mit der Gründung des eHealth-Beirats arbeiten die wesentlichen Akteure
des Gesundheitswesens in einem Fachbeirat zusammen und begleiten sektorenübergreifend den Prozess der
Digitalisierung im Gesundheitswesen im Freistaat Sachsen.
Neben den Vertretern der beteiligten Ressorts und der Selbstverwaltung wird auch der Sächsische Daten-
schutzbeauftragte eingebunden. Darüber hinaus sind themenabhängig Verbände und Vertreter der Wissen-
schaft als Gäste zugelassen.
Das SMS übt den Vorsitz im Beirat aus und übernimmt gleichzeitig die Aufgaben der Geschäftsstelle.
Mit der Gründung des Beirats sind die folgenden Ziele verbunden:
Informationsaustausch, Schaffung eines Gesprächs- beziehungsweise Diskussionsforums
Akzeptanzförderung
öffentlichkeitswirksame Besetzung des Themas
Beratung des SMS
Bewertung von fachlichen beziehungsweise wissenschaftlichen Projekten und Initiativen
Koordination sächsischer Maßnahmen
Erstellung von Branchenkonzeptionen
Schaffung eines Netzwerkes
Koordination der Akteure, Abstimmungen für ein gemeinsames Vorgehen
Der Fachbeirat wird in seiner letzten Sitzung vor Ablauf der Legislaturperiode einen Abschlussbericht zu seiner
Tätigkeit beschließen.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
24. Juni 2019:
6. Beiratssitzung
Erläuterung zur
Umsetzung
17. Juni 2016:
1. Beiratssitzung
22. September 2016:
2. Beiratssitzung am
23. Februar 2017:
3. Beiratssitzung
12. Juni 2017:
4. Beiratssitzung
24. Januar 2018:
5. Beiratssitzung
Abschluss der
Maßnahme
bis Ende der Legislaturperiode
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

Anhang: Maßnahmen, 4 - Digitale Innovationskraft stärken
103
Maßnahme
4.4.5.
Klassenbranding an der HHL und am „SpinLab – The HHL Accelerator“
Federführung
SMS
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
-
Beschreibung
Ziel der Innovationspartnerschaft zwischen dem SMS, der Handelshochschule Leipzig (HHL) gGmbH sowie der
SpinLab Accelerator GmbH ist es, innovative Start-ups im Bereich Gesundheitswirtschaft mit dem Schwerpunkt
Digitalisierung des Gesundheitswesens (E-Health, Telemedizin) zu ermitteln und zu fördern. Im Rahmen eines
Auswahlverfahrens werden mindestens drei Start-ups ausgewählt, die für sechs Monate an einem strukturier-
ten, intensiven Unterstützungsprogramm („Klasse“) teilnehmen. Die Förderung hilft, das Ziel des Freistaates
Sachsen, im Interesse der Patienten innovative Angebote und Konzepte im Gesundheitsbereich auszubauen und
auf intelligente Weise mit digitalen Innovationen zu verbinden, konsequent weiterzuverfolgen.
Die Vertragspartner HHL gGmbH und SpinLab Accelerator GmbH recherchieren daher gezielt und international
nach jungen Start-ups im Bereich Gesundheitswirtschaft, Schwerpunkt Digitalisierung des Gesundheitswesens
(E-Health, Telemedizin), schreiben aktiv Start-ups in diesem Bereich an, gestalten einen effektiven Auswahlpro-
zess und unterstützen die ausgewählten Start-ups für sechs Monate im SpinLab-Programm.
Gründer- und Innovationsteams erhalten zunächst Zugang zur benötigten Infrastruktur. Dazu gehören unter
anderem ein modern ausgestattetes Co-Working-Büro sowie die Möglichkeit, Technologien von Partnern bezie-
hungsweise diverse Software- und Cloud-Lösungen kostenfrei zu nutzen. Darüber hinaus können Gründer-und
Innovationsteams ein strukturiertes Coaching- und Beratungsprogramm durch das SpinLab-Kernteam und ex-
terne Experten in Anspruch nehmen. Gewährleistet wird auch der Austausch mit erfahrenen Mentoren. Die
Unternehmen erhalten Kontakte zum HHL-Gründer- und Investoren-Netzwerk beziehungsweise zu einem sehr
breiten Netzwerk von Industriepartnern und der „Old Economy“.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
-
Erläuterung zur
Umsetzung
Mai bis Oktober 2017:
Betreuung von drei Start-ups im Bereich Gesundheitswirtschaft, Schwerpunkt Digita-
lisierung des Gesundheitswesens (E-Health, Telemedizin) durch SpinLab im Auftrag des SMS und Begleitung
bei der Umsetzung der Unternehmensidee, Verstetigung im Rahmen der Hub-Strategie
(vgl. Maßnahme 4.2.10.)
Abschluss der
Maßnahme
innerhalb der Legislaturperiode
Stand der
Umsetzung
abgeschlossen

104
Anhang: Maßnahmen, 4 - Digitale Innovationskraft stärken
Maßnahme
4.4.6.
Förderung der Digitalisierung im Gesundheitswesen
im Freistaat Sachsen (RL eHealthSax 2017/18)
Federführung
SMS
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Sächsische Aufbaubank – Förderbank (SAB)
Beschreibung
Die Sächsische Staatsregierung wirkt mit der RL eHealthSax 2017/18 darauf hin, dass mittels einer digital
gestützten Versorgung im medizinischen Bereich eine Verbesserung entlang der gesamten Versorgungskette
erreicht wird. Der Ausbau der Digitalisierung in den Bereichen Prävention und Diagnose, Therapie, Nachsorge
bis hin zur Rehabilitation und Pflege liegt im Interesse des Freistaates Sachsen. Zugleich sollen die Gesund-
heitskompetenz und Selbstbestimmung der Patienten gestärkt und nutzerorientierte Anwendungen gefördert
werden. Ziel ist es – in Zusammenarbeit der Akteure im sächsischen Gesundheitswesen, der Wissenschaft, der
Wirtschaft und der öffentlichen Hand – patientenorientierte Anwendungen und Dienstleistungen zu implemen-
tieren, welche die medizinische Versorgung mittels digitaler Lösungen erleichtern beziehungsweise verbessern
sowie den alltagsüblichen elektronischen Kommunikationswegen (PC, Smartphone, Tablet etc.) anpassen. Un-
terstützt werden daher patientenorientierte und an einer Überführung in die Regelfinanzierung ausgerichtete
Maßnahmen, mit denen eine regionale medizinische Versorgung verbessert werden kann. Von besonderer Re-
levanz sind in diesem Zusammenhang:
die inter- und intrasektorale Zusammenarbeit (Vernetzung zwischen Sektoren, sektorenspezifische
Netzwerkstrukturen),
die Einordnung in die Telematikinfrastruktur im deutschen Gesundheitswesen im Sinne der
Interoperabilität,
die Ausrichtung auf die Strukturen und Prozesse zur Integration in die Regelversorgung im Sinne
der Nachhaltigkeit der Maßnahmen,
die Stärkung der Patientenrechte sowie der Patientensouveränität,
die Orientierung am Nutzen für Patienten sowie für die Leistungserbringer im Gesundheitswesen,
die Beachtung datenschutzrechtlicher und datensicherheitstechnischer Vorgaben sowie
die Anwendung telemedizinischer Lösungen und neuer Therapien.
Derzeit wird die Richtlinie novelliert. Das Verfahren ist in Kürze abgeschlossen. Mit Inkrafttreten der neuen
Richtlinie eHealthSax tritt die bisherige Richtlinie außer Kraft.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
31. Mai 2019:
Stichtag für die Einreichung von Projektanträgen im Jahr 2019
Erläuterung zur
Umsetzung
16. Mai 2017:
Beschluss der RL eHealthSAX 2017/18 durch das Kabinett
7. Juli 2017:
Inkrafttreten der RL eHealthSAX 2017/18
Seit September 2017:
Entscheidung über Projektanträge
März 2019:
Kabinettssitzung
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

Anhang: Maßnahmen, 4 - Digitale Innovationskraft stärken
105
Maßnahme
4.4.7.
Naturschutz- und Regionalentwicklungsprojekt
„Engagement 2020“ – „REGIOCROWD“
Federführung
SMUL
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Nationalpark Dübener Heide e. V.; Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt
Beschreibung
Die Internetplattform
www.regiocrowd.com
dient zur Erprobung von Zeit- und Geldengagement-Projekten im
Bereich Naturschutz. Sie wurde vom Naturpark Dübener Heide e. V. initiiert und durch den Freistaat Sachsen
(SMUL) gefördert. Über die Plattform werden regelmäßig Aufrufe gestartet, um Menschen zu finden, die Geld
und/oder Zeit für Projekte im Bereich Naturschutz und Regionalentwicklung spenden. Freiwillige Helfer können
so unkompliziert Kontakt zu den „Bedarfsanmeldern“ aufnehmen. Neben den Aufrufen zu Tagesaktivitäten,
wie dem mittlerweile zur Tradition gewordenen Heidekraut-Tag am 3. Oktober jeden Jahres, finden sich auch
andere Angebote, zum Beispiel zur Betreuung von Wildkatzen oder Bibern. Parallel dazu fand das Thema Gel-
dengagement für Naturschutz- und Regionalentwicklungsprojekte durch Crowdfunding Aufnahme. Mit Hilfe
der eingegangenen Gelder konnten schon einige Projekte erfolgreich umgesetzt werden. Die Ergebnisse sind
auf
www.regiocrowd.com
einsehbar.
Nach dem erfolgreichen Start von REGIOCROWD in der Dübener Heide entwickeln aktuell mehrere Partner aus
dem Netzwerk Umweltbildung (NUS) in Sachsen Strategien zum Transfer der Erfahrungen und zur Etablierung
von Engagement-Management-Strukturen in sächsischen Regionen wie dem Leipziger Land, dem Erzgebirge
und dem Vogtland. Neben der Qualifizierung und der Erprobung von Zeit- und Geldengagement-Kampagnen
steht auch die regionale Einbindung von strategischen Partnern im Fokus.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
-
Erläuterung zur
Umsetzung
März 2018:
Qualifizierung Crowdfunding in Leipzig
Bis April 2018:
Programmierung und Anpassung einer neuen Plattform
April 2018:
Qualifizierung WordPress (neue Plattform) in Bad Düben
Dezember 2018:
Abschluss des Projekts
Stand 1. März 2019:
Plattform REGIOCROWD wird genutzt und wurde um acht Regionen erweitert, insge-
samt neun REGIOCROWD-Regionen in Sachsen
Abschluss der
Maßnahme
innerhalb der Legislaturperiode
Stand der
Umsetzung
abgeschlossen

106
Anhang: Maßnahmen, 4 - Digitale Innovationskraft stärken
Maßnahme
4.4.8.
Unterstützung des „Else Kröner-Fresenius Zentrums für Digitale Gesundheit“
an der Technischen Universität Dresden
Federführung
SMWA
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS); Technische Universität Dresden
Beschreibung
Mit Unterstützung der EKFS wird an der Technischen Universität Dresden das „Else Kröner-Fresenius-Zentrum
für Digitale Gesundheit“ aufgebaut. Durch die Gründung des Zentrums werden in Sachsen ganz neue Chancen
für eine Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft auf dem Gebiet der Medizintechnik eröffnet, die
es so in Deutschland noch nicht gibt. Am Zentrum für Digitale Gesundheit sollen an der Schnittstelle zwischen
Medizin und Hightech eine neue Generation von klinischen Forschern und Ingenieuren gemeinsam ausgebildet
und deren Karrierewege gefördert werden. Darüber hinaus werden Forscher aus den Bereichen Medizin, Inge-
nieurwissenschaften und Informatik am neuen Zentrum die einzigartige Gelegenheit, interdisziplinär und direkt
am Patienten innovative digitale Anwendungen und Prozesse zu entwickeln. Das neue Zentrum für Digitale
Gesundheit wird den Hochschulmedizinstandort Dresden stärken, der nunmehr insbesondere mit der Fakultät
für Informatik und der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der Technischen Universität Dresden
enger vernetzt wird, sowie die sächsische Gesundheitswirtschaft. Darüber hinaus werden die sächsische Medi-
zintechnik und die Medizingerätehersteller gestärkt, die nun wesentlich enger mit der Dresdner Hochschulme-
dizin und den vorgenannten Fakultäten der Technischen Universität Dresden zusammenarbeiten können.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
Ab März 2019:
Entwicklung von Forschungs- und Entwicklungs (FuE)-Projekten durch das Zentrum
Erläuterung zur
Umsetzung
März 2019:
Zusage der EKFS zur Unterstützung eines neu zu gründenden Zentrums für klinische Forschung an
der Technischen Universität Dresden mit bis zu 40 Mio. Euro innerhalb von zehn Jahren
November 2018:
Freistaat Sachsen begrüßt Bewerbung der Technischen Universität Dresden bei EKFS und
stellt für Erfolgsfall zusätzliche, ergänzende Technologieförderung für FuE-Projekte von Wissenschaft und
Wirtschaft im Zusammenhang mit den beantragten Forschungsgegenständen für zehnjährige Laufzeit des Vor-
habens in Höhe von bis zu zwei Mio. Euro p. a. in Aussicht
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Planung

5. Strategisches Ziel: Digitalisierung der Verwaltung
und öffentlicher Institutionen vorantreiben

108
Anhang: Maßnahmen, 5 - Digitalisierung der Verwaltung und öffentlicher Institutionen vorantreiben
5. Strategisches Ziel: Digitalisierung der Verwaltung
und öffentlicher Institutionen vorantreiben
5.1. Handlungsfeld: Öffnung des Staates und der Verwaltung zu Bürgern
und Unternehmen mit IT unterstützen
Maßnahme
5.1.1.
Aufbau des sächsischen Open Data Portals
Federführung
SK
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Alle Ressorts; Staatsbetrieb Sächsische Informatik Dienste (SID); Kommunen und weitere Träger der Selbstver-
waltung
Beschreibung
Die Bereitstellung von Daten der Verwaltung zur Weiterverwendung durch Dritte (Open Government Data) ist
Grundlage für alle Teilaspekte des Open Government (Transparenz, Beteiligung, Kollaboration). Zudem wird die
Wirtschaft gefördert, da auf Basis der zur Verfügung gestellten Daten neue Wertschöpfungsketten entstehen
können. Die Behörden des Freistaates Sachsen werden dies deshalb in eigener Verantwortung vermehrt tun.
Der Freistaat erschließt diese Angebote über einheitliche Metadaten in einem Internet-Portal, in das auch
sächsische Kommunen und weitere Träger der Selbstverwaltung ihre offenen Verwaltungsdaten einbinden kön-
nen. Das Portal stellt die Metadaten der deutschen (
GovData.de
) und europäischen (
europeandataportal.eu
)
Dateninfrastruktur zur Verfügung. Die Belange aller Stakeholder werden mit Verwaltung, Wirtschaft und Zivil-
gesellschaft intensiv erörtert.
Weiterer Bezug
Masterplan „Digitale Verwaltung Sachsen“
Meilensteine
Juni 2019:
Erweiterung des Umfangs der Daten mit gesetzlich eröffnetem Zugang
1. bis 2. Quartal 2019:
Register wird Basiskomponente im Sinne der Sächsischen E-Government-Ge-
setz-Durchführungsverordnung
Bis 1. Quartal 2020:
Konzeption, Entwicklung und Inbetriebnahme des Sächsischen Open Data Portals
Erläuterung zur
Umsetzung
Juli 2014:
Entwurf Datenlizenz Deutschland 2.0 durch GovData Verbund (vom Open Definition Advisory
Council als „offene Lizenz“ anerkannt)
Oktober.2014:
Verwaltungsvereinbarung GovData
Februar 2015:
>2000 sächsische Verwaltungsdaten über GovData recherchierbar
Dezember 2015: Beschluss des interministeriellen Lenkungsausschusses IT und E-Government zur Umsetzung
von Open Government Data
2016:
Beginn der Umsetzung in der Verantwortung und nach Maßgabe der Ressorts
Dezember 2016:
Verpflichtung in der Konferenz der Ministerpräsidenten der Länder, dem Landtag vorzuschla-
gen, die kostenfreie proaktive Bereitstellung von Verwaltungsdaten gesetzlich zum Grundsatz zu machen
Juni 2017:
Freistaat Sachsen unterbreitet der Fachgruppe GovData den Entwurf für DCAT-AP (gemeinsames
deutsches Metadatenmodell zum Austausch von offenen Verwaltungsdaten)
November 2017:
Alpha-Version des sächsischen Open-Data-Registers
Seit Dezember 2018:
Regelbetrieb von
www.register.opendata.sachsen.de
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

Anhang: Maßnahmen, 5 - Digitalisierung der Verwaltung und öffentlicher Institutionen vorantreiben
109
Maßnahme
5.1.2.
Weiterentwicklung der Geodateninfrastruktur in Sachsen
Federführung
SMI
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Alle Ressorts
Beschreibung
Im Zusammenhang mit der Entwicklung des E-Governments und der Geodateninfrastruktur im Freistaat Sach-
sen bietet die E-Government-Basiskomponente Geodaten und Karten (GeoBAK) für (1) die Verwaltung, Unter-
nehmen sowie Bürgerinnen und Bürger einen schnellen und unkomplizierten Zugang zu digitalen Geoinforma-
tionen im Freistaat Sachsen sowie für (2) die Verwaltung IT-Anwendungen zur Publikation, Verknüpfung und
Auswertung von Geodaten über moderne Webtechnologien.
Mit der Weiterentwicklung der GeoBAK wird die Einbindung und Verarbeitung von Geoinformationen in digital
ablaufenden Verwaltungsprozessen im E-Government unterstützt. Insbesondere das Geoportal Sachsenatlas
ist ein zentraler Zugangspunkt im sächsischen E-Government, Geoinformationen zu recherchieren und diese im
räumlichen Zusammenhang darzustellen, auszutauschen sowie zu bearbeiten. Darüber hinaus stellt die GeoBAK
wichtige IT-Anwendungen für die Umsetzung der Richtlinie 2007/2/EG des Europäischen Parlaments und des
Rates vom 14. März 2007 zur Schaffung einer Geodateninfrastruktur in der Europäischen Gemeinschaft (INS-
PIRE) und des Projektes Open Government Data im Freistaat Sachsen bereit.
Die GeoBAK fungiert als zentrale Komponente für die Geodateninfrastruktur Sachsen im Zusammenhang mit
dem E-Government im Freistaat Sachsen. Sie wird entsprechend dem aktuellen Stand der Technik sowie den
bestehenden Anforderungen der Verwaltungen und Bürger kontinuierlich weiterentwickelt. Hierzu zählen die
Optimierung vorhandener Funktionalitäten sowie die Bereitstellung neuer Dienste und Anwendungen.
Zur Nutzung der Geodateninfrastruktur vgl. Maßnahme 5.3.3.
Weiterer Bezug
Masterplan „Digitale Verwaltung Sachsen“
Meilensteine
Dezember 2019:
Weiterentwicklung des ‚Sachsenatlas mobil‘ (der mobilen Version des Geoportals Sachsenat-
las) zur Bereitstellung neuer Funktionalitäten und Karten-Apps
Juni 2020:
Entwicklung und Bereitstellung einer Web-Anwendung für Verwaltungen zur eigentständigen
Erstellung digitaler Karten für Webseiten und Verwaltungsverfahren (Kartenviewer Self Service)
Juni 2020:
Entwicklung und Bereitstellung einer Web-Anwendung und einer Webschnittstelle zur Georefe-
renzierung/Geokodierung von Verwaltungsdaten mit indirektem Raumbezug (Geokodierungsdienst)
Dezember 2020:
Bereitstellung einer Plattform zur Bereitstellung von Geobasisdaten nach Maßgabe der
Open Data-Standards
Erläuterung zur
Umsetzung
-
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

110
Anhang: Maßnahmen, 5 - Digitalisierung der Verwaltung und öffentlicher Institutionen vorantreiben
Maßnahme
5.1.3.
Weiterentwicklung des Online-Beteiligungsportals Sachsen
Federführung
SK
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Kommunale Ebene; externe Dienstleister
Beschreibung
Bürgerinnen und Bürger haben ein wachsendes Bedürfnis nach Teilhabe und Mitbestimmung in einer moder-
nen, lebendigen Demokratie. Sie erwarten sowohl von den parlamentarischen Vertreterinnen und Vertretern
als auch von den Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung innovative und effektive Lösungen für die immer
komplexer werdenden Sachverhalte in vielen Lebensbereichen. Der Wunsch nach transparenten Entscheidungs-
prozessen sowie nach Einbeziehung in diese Prozesse wird dabei immer größer. Aufgabe der Verwaltung ist es,
neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Politik und Verwaltung zu finden und
Instrumente zu entwickeln, die diese Zusammenarbeit unterstützen. Die Chancen liegen auf der Hand. So er-
fährt bürgerschaftliches Engagement eine deutlich größere Wertschätzung und Politik und Verwaltung können
den enormen Wissens- und Erfahrungsschatz der Bürgerschaft für die Gestaltung des Gemeinwesens nutzbar
machen.
Ein solches Instrument für Partizipation ist das Beteiligungsportal Sachsen
(
www.buergerbeteiligung.sachsen.de
). Das Beteiligungsportal steht als E-Government Basiskomponente allen
sächsischen staatlichen und kommunalen Behörden zur Nutzung zur Verfügung. Derzeit gibt es 260 Mandan-
ten (Behörden). Im Portal lassen sich freie Themen diskutieren, formelle Beteiligungen zu Planungsverfahren
oder Online-Umfragen durchführen und Verfahren zur Meldung von Informationen mit Geo-Bezug (Mängel-
melder, mobile Datenerfassung) realisieren. Anpassungen an das individuelle Layout der nutzenden Behörde
sind möglich. Das Beteiligungsportal wird funktional weiterentwickelt. Derzeit befindet sich die Version 10 des
Beteiligungsportals im produktiven Einsatz. Sie enthält das Zentrale Landesportal Bauleitplanung zur Erfüllung
der gesetzlichen Pflicht für Städte und Gemeinden, Bauleitplanungen auf einem zentralen Landesportal elekt-
ronisch zugänglich zu machen.
Weiterer Bezug
Masterplan „Digitale Verwaltung Sachsen“
Meilensteine
März 2019 bis Mai 2019:
Umstellung auf neues Layout (Stufe 2)
Juni 2019 bis August 2019:
Erneute Prüfung auf Barrierefreiheit (BITV-Test)
April 2019 bis September 2019:
DSGVO-Assistent
Juni 2019 bis Dezember 2019:
Bauleitplanung 2.0
Erläuterung zur
Umsetzung
Dezember 2018 bis Februar 2019:
Umstellung auf neues Layout (Stufe 1)
August 2018 bis Dezember 2018:
Veranstaltungsmanagement (Organisation und Durchführung von Veran-
staltungen, Teilnehmermanagement)
Januar 2019 bis März 2019:
Erweitertes Veranstaltungsmanagement (kostenpflichtige Veranstaltungen,
Buchungspakete, Ticketing)
Dezember 2018 bis April 2019:
Planungsmodul (für Jahresplanung von Veranstaltungen einer Behörde mit
Konfliktanalyse)
Dezember 2018 bis Juni 2019:
Erweiterter Ereignismelder (für mobile Datenerfassung mit Geobezug)
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

Anhang: Maßnahmen, 5 - Digitalisierung der Verwaltung und öffentlicher Institutionen vorantreiben
111
Maßnahme
5.1.4.
Weiterentwicklung der Deutschen Zentralbücherei für Blinde
Federführung
SMWK
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
SMS
Beschreibung
Digitale Technologien, demographischer Wandel sowie die Gestaltung einer inklusiven Gesellschaft zur ver-
bes¬serten Teilhabe behinderter Bürgerinnen und Bürger bilden die Motivation, die Deutsche Zentralbücherei
für Blinde (DZB) als Dienstleister für barrierefreie Information und Kommunikation zu entwickeln. Bereits seit
2011 arbeitet die DZB für die Sächsische Staatskanzlei, andere Behörden und Einrichtungen im Freistaat und
darüber hinaus im Bereich der barrierefreien Gestaltung von Informationszugängen und Kommunikationsange-
boten. Seit 2016 wird das Angebot „BIKOSAX“ (Barrierefreie Informations- und Kommunikationsangebote des
Frei¬staates Sachsen) als Dienstleistung für den gesamten Freistaat entwickelt und umgesetzt. BIKOSAX um-
fasst die Information, Beratung und Unterstützung von Behörden und Einrichtungen des Freistaates im Bereich
der barrierefreien Informationstechnik, unter anderem durch
Schulungsangebote für Entscheidungsträger, Fachexperten und Sachbearbeiter,
Erstellung und Verbreitung barrierefreier Dokumente, Informations- und Kommunikationsangebote,
Analyse von graphischen Oberflächen von Desktop- beziehungsweise Webanwendungen auf barrierefreie
Gebrauchstauglichkeit,
Erstellung von Richtlinien der Barrierefreiheit für den Freistaat Sachsen und Mitwirkung an der Schaffung
internationaler Standards und Verfahren und
Technologieberatung bei der Entwicklung von barrierefreien Applikationen.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
Bis Ende 2019:
Etablierung des Angebots für alle Ministerien und Landeseinrichtungen des Freistaats
4. Quartal 2019:
Einrichtung der sächsischen Überwachungsstelle zur Umsetzung der EU-Richtlinie
2016/2102 „Barrierefreie Gestaltung von Web-Seiten und mobilen Anwendungen“
Ab 1. Quartal 2020:
Ausweitung des Angebots auf kommunale Einrichtungen des Freistaates
Erläuterung zur
Umsetzung
-
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

112
Anhang: Maßnahmen, 5 - Digitalisierung der Verwaltung und öffentlicher Institutionen vorantreiben
Maßnahme
5.1.5.
Weiterentwicklung des Internet-Portals „Sächsisches Wildmonitoring“
Federführung
SMUL
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Staatsbetrieb Sachsenforst; beteiligte Landkreise; externe Dienstleister
Beschreibung
Die Jagdausübungsberechtigten haben die Pflicht, für bestimmte Wildarten eine Abschussplanung und Nach-
weise über getätigte Abschüsse – einschließlich Fall- und Unfallwild – für alle jagdbaren Tiere zu erstellen und
bei der Unteren Jagdbehörde zu melden. Das Sächsische Jagdgesetz regelt darüber hinaus ein einheitliches
Monitoring bestimmter Wildarten. Mit dem Ziel, die genannten jagdrelevanten Daten einheitlich und effektiv
auswerten zu können sowie mittel- und langfristig den Verwaltungsaufwand für die Jagdbehörden zu senken
(Vermeidung von Doppelerfassungen), wird das Online-System mit den Modulen Abschussplanung, Strecken-
listen und Monitoring genutzt. Mittelfristig soll die Planung und Meldung in Papierform abgelöst werden. Die
Jagdausübungsberechtigten werden künftig die Abschussplanung, die Streckenlisten und die Beobachtungen
bestimmter Wildarten (Wildmonitoring) online mit diesem System ausführen.
Um für die Jagdausübungsberechtigten einen Mehrwert zu erzielen und um eine möglichst hohe Qualität der
Daten zu gewährleisten, werden eine Reihe von Funktionen angeboten, die für die eigene Verwaltung des
Jägers (zum Beispiel Streckenbuch) eingesetzt werden können beziehungsweise die die Meldungen erleich-
tern (Kartenmodul). Die Untere Jagdbehörde soll von der bisher anfallenden Routinearbeit der Erfassung der
Abschusspläne und Streckenlisten der Jagdausübungsberechtigten sowie der Zusammenfassung der Daten für
das Zuständigkeitsgebiet (Kreis oder kreisfreie Stadt) befreit werden. Das System ermöglicht die Auswertungen
aller Daten. Auch für die Obere Jagdbehörde stehen Funktionen zur Verfügung, um beispielsweise die Daten
der Verwaltungsjagdbezirke – das sind die vom Staatsbetrieb Sachsenforst verwalteten Eigenjagdbezirke des
Freistaates Sachsen – in das System zu integrieren und die Daten sachsenweit einheitlich und bedarfsgerecht
auswerten zu können.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
Ab Jagdjahr 2019/ 2020:
Veröffentlichung einer mobilen App und Implementierung von Reports
Erläuterung zur
Umsetzung
Jagdjahr 2013/ 2014:
Einführung
ab September 2016:
Weiterentwicklung und Steigerung der Anzahl der Nutzerinnen und Nutzer
ab April 2018:
schrittweise Digitalisierung der Jagdbezirke
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

Anhang: Maßnahmen, 5 - Digitalisierung der Verwaltung und öffentlicher Institutionen vorantreiben
113
Maßnahme
5.1.6.
ROHSA 3 (Rohstoffdaten Sachsens) als Schlüsselprojekt
der Sächsischen Rohstoffstrategie
Federführung
SMWA; SMUL
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
SMI; Staatsbetrieb Sächsische Informatik Dienste (SID); Technische Universität Bergakademie Freiberg (Ko-
operationsvertrag); Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR); Sächsisches Staatsarchiv;
Bergarchiv Freiberg; Wismut GmbH und weitere Archive in der Bundesrepublik mit sächsischen Rohstoffdaten
in ihrem Bestand; Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB)
Beschreibung
ROHSA hat die digitale Erfassung, Sicherung, Bewertung und Verfügbarmachung aller relevanten rohstoffgeo-
logischen Daten für Spate und Erze im Freistaat Sachsen zum Ziel. Sachsen nutzt seinen umfangreichen Fundus
geologischer und lagerstättenbezogener Informationen aus jahrhundertelanger intensiver Erkundungs- und
Bergbautätigkeit. Projektergebnisse und digital vorliegende Fachdaten haben hohe wirtschaftliche Bedeutung,
unter anderem für potentielle Bergbauinvestoren. Die fortlaufende Bearbeitung von ROHSA erfolgt in Teilpro-
jekten und reicht bis ins Jahr 2024. Im Projekt erzielte Ergebnisse werden öffentlich zugänglich gemacht
(www.rohsa.sachsen.de)
.
Weiterer Bezug
Rohstoffstrategie für Sachsen - Rohstoffwirtschaft – eine Chance für den Freistaat Sachsen
simul+ Zukunftsinitiative des SMUL
Meilensteine
ROHSA 3.3 (2019-2020):
Metadatenerfassung und ROHSA-relevante Digitalisierung externer Archive, Software-Entwicklungen und
Anpassungen
Erfassung und Erschließung von Wismut-Bohrungen über 2024 hinaus
Ausbau der ROHSA-Suchmaschine und Freischaltung des „digitalen geologischen Lesesaals“

114
Anhang: Maßnahmen, 5 - Digitalisierung der Verwaltung und öffentlicher Institutionen vorantreiben
Maßnahme
5.1.6.
ROHSA 3 (Rohstoffdaten Sachsens) als Schlüsselprojekt
der Sächsischen Rohstoffstrategie
Erläuterung zur
Umsetzung
ROHSA 1 (2006) und ROHSA 2 (2008):
Erfassung bekannter Spat- und Erz-Vorkommen
Vorprojekt ROHSA 3 (2012):
Arbeitsumfang und Ressourcenbedarf für digitale Erfassung und Verfügbarmachung aller relevanten rohstoff-
geologischen Daten für Spate und Erze im Freistaat Sachsen
Pilotprojekt ROHSA 3.1 (2013-2016):
Konzeptions- und Pilotphase „Sachsen hebt seine Schätze“ zu sechs Archiven im mittleren Erzgebirge
Entwicklung der ROHSA 3-Gesamtmethodik: Erschließung verschiedener Archive, Qualitätssicherung,
rechtssichere Verfügbarmachung rohstoffgeologischer Daten
Webseite und Suchmaschine (
www.rohsa.sachsen.de/suche
)
Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung bewerten ROHSA 3.1 positiv und
befürworten weitere Teilprojekte
ROHSA 3.2 (2017-2018):
englische Webseite (
www.rohsa.sachsen.de/en
)
Ausstellung am Flughafen Dresden International: „Sachsen hebt seine Schätze“
Umsetzung der ROHSA 3-Gesamtmethodik in weiteren Archiven
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Planung und Umsetzung

Anhang: Maßnahmen, 5 - Digitalisierung der Verwaltung und öffentlicher Institutionen vorantreiben
115
Maßnahme
5.1.7.
Erweiterung des Förderportals für die elektronische Antragstellung
bei der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank (SAB)
Federführung
SMF
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Sächsische Aufbaubank – Förderbank (SAB)
Beschreibung
Ein strategisches Ziel der SAB als Förderbank des Freistaates Sachsen ist es, die Digitalisierung spürbar voranzu-
bringen. In diesem Zusammenhang wurden bis Ende 2018 die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Kun-
den der Bank 33 Prozent der Anträge für eine Förderung elektronisch stellen können. Über einen persönlichen
Online-Account haben die Kunden die Möglichkeit, mit der SAB zu interagieren. Für bestimmte Förderprogram-
me wurden die bisherigen PDF-Antragsdokumente durch Webformulare ersetzt und damit die Dateneingabe
online ermöglicht. Anschließend werden die eingegebenen Daten in die Systeme der SAB übermittelt und wei-
terverarbeitet. Der Anteil der elektronisch unterstützten Antragstellung soll 2019 um weitere Förderprogramme
ergänzt und damit signifikant erweitert werden. Weiterhin ist geplant, auch die Unterstützung der Einreichung
von Unterlagen zur Mittelverwendung für bestimmte Förderprogramme webformularbasiert umzusetzen und
damit Medienbrüche weiter zu reduzieren.
Weiterer Bezug
Masterplan „Digitale Verwaltung Sachsen“
Meilensteine
2. Quartal 2019:
Elektronisch unterstützte Antragstellung für erste Förderdarlehen
4. Quartal 2019:
Elektronisch unterstützte Antragstellung für 60 Prozent der Förderanträge der SAB,
Formularbasierte Unterstützung der Einreichung von Unterlagen zur Mittelverwendung
Erläuterung zur
Umsetzung
2. Quartal 2018:
Elektronische Antragstellung für erste Förderprogramme und damit sukzessive Bereitstel-
lung des Portals für die Kunden
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

116
Anhang: Maßnahmen, 5 - Digitalisierung der Verwaltung und öffentlicher Institutionen vorantreiben
Maßnahme
5.1.8.
Etablierung einer Projektplattform für Bauprojekte
zur effizienten Zusammenarbeit mit externen Planungsbüros
Federführung
SMF
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
Alle Ressorts
Beschreibung
Jährlich werden durch den Freistaat Sachsen im Bereich der Hochbauverwaltung ungefähr 400 Millionen Euro
in über 200 laufenden Bauprojekten, die öffentlichen Einrichtungen aller Ressorts als Nutzer zu Gute kommen,
umgesetzt. Der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) ist bei allen diesen Projekten
für ein professionelles und nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen ausgerichtetes Immobilien- und Bau-
management verantwortlich. Dabei reicht das Spektrum von der Projektentwicklung und Planung von Baupro-
jekten bis zur Baudurchführung.
Ziel des Projektes ist es, trotz immer kürzer werdender Planungs- und Bauzeiten eine effektive Projektsteue-
rung, insbesondere der vielen internen und externen Projektbeteiligten, zu gewährleisten. Als zentrale Kom-
munikations- und Dokumentenplattform zwischen dem SIB und externen Planungsbüros dienen sogenannte
„virtuelle Projekträume“, innerhalb derer eine projektbezogene Zusammenarbeit über Firmengrenzen hinweg
möglich ist.
Parallel dazu erfolgt die Anbindung an bereits bestehende Informationsquellen wie das interne Haushaltsvoll-
zugsprogramm und nach Abschluss der Maßnahme die Übergabe der Daten an ein Facility Managementsystem
zur Weiterführung der vorhandenen Dokumentation, abgestimmt auf die Erfordernisse der Immobilieninstand-
haltung.
Weiterer Bezug
Masterplan „Digitale Verwaltung Sachsen“
Meilensteine
Ab 2019:
Schrittweiser Einsatz der Projektplattform für alle Baumaßnahmen geplant
Erläuterung zur
Umsetzung
Juli 2017:
Implementierung Projektkommunikation
August 2017:
Implementierung Dokumentenmanagement
Mai 2018:
Implementierung erweiterter CAD-Funktionalitäten
Juni 2018:
Implementierung Module Raum- und Gebäudebuch
Abschluss der
Maßnahme
innerhalb der Legislaturperiode
Stand der
Umsetzung
in Umsetzung

Anhang: Maßnahmen, 5 - Digitalisierung der Verwaltung und öffentlicher Institutionen vorantreiben
117
Maßnahme
5.1.9.
Implementierung des Building Information Modeling (BIM)
Federführung
Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB)
Beteiligte Ressorts
bzw. Dritte
SMF
Beschreibung
Die Übergabe modellbasierter Daten im Verlauf des Lebenszyklus eines Gebäudes gewinnt immer mehr an
Bedeutung.
„Building Information Modeling“ (BIM) als Planungsmethode im Bauwesen beinhaltet die Erzeugung und die
Verwaltung von digitalen virtuellen Darstellungen der physikalischen Eigenschaften eines Bauwerks. Die ge-
schickte Integration von Fachmodellen erlaubt eine Zusammenarbeit von Architekten, Ingenieuren, Planern der
Technischen Gebäudeausrüstung (TGA) und Facility Managern auf einer gemeinsamen Datenbasis. Die Bau-
werksmodelle stellen somit eine Informationsdatenbank rund um das Bauwerk dar, um eine verlässliche Quelle
für Entscheidungen während des gesamten Lebenszyklus zu bieten, von der ersten Vorplanung bis zum Rückbau.
Im SIB werden in einer ersten Phase BIM-Pilotprojekte initiieret, die vom Gebäudeentstehungsprozess und der
Planung über die Konstruktion und die technische Gebäudeausrüstung bis hin zur Bauausführung und dem
Betrieb gehen. Hierbei werden die einzelnen Meilensteine, die zur BIM-Implementierung erforderlich sind, di-
rekt in die Umsetzung eingebunden. Es soll ein einheitlicher Prozess etabliert werden, der sowohl die nahtlose
Integration des Projektmanagementsystems PlanNet als auch die Übergabe von Bauwerksmodellen zur spä-
teren Bewirtschaftung in der Software für computergestütztes Facility Management (CAFM) „Spartacus FM“
gewährleistet.
Später soll auch eine Evaluierung der Vorgaben und Richtlinien erfolgen, und zwar jeweils mit Abschluss der
einzelnen Pilotprojekte.
Weiterer Bezug
-
Meilensteine
März 2019:
Organisatorische Vorbereitung zur Erarbeitung einer Modellierungsrichtlinie
Erläuterung zur
Umsetzung
Juli 2017:
Auftrag SMF an SIB zur BIM-Pilotierung im Landesbau
November 2018:
Erarbeitung der Auftraggeber-Informationsanforderungen (AIA) und Erstellung des Informa-
tion Delivery Manuals (IDM)
Ab 2019:
Organisatorische Vorbereitungen zum Beginn von Pilotprojekten
Abschluss der
Maßnahme
über die Legislaturperiode hinaus
Stand der
Umsetzung