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Entwicklungsprogramm für den ländlichen
Raum im Freistaat Sachsen 2014 – 2020
Fördermöglichkeiten | Stand: Juli 2015

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Vorwort
Der Freistaat Sachsen wird
geprägt von seinen schö-
nen Städten und Gemein-
den. Im ländlichen Raum
verbinden sich dabei Na-
tur- und Landschaft mit
klein- und mittelständi-
scher Wirtschaft, kultu-
rellen Traditionen und
ländlichem Wohnen. Etwa
die Hälfte aller Sachsen
leben auf dem Land. Vor
allem die Wertschätzung von gesunder Umwelt – in Kom-
bination mit dörflicher Gemeinschaft und ländlichen Tra-
ditionen – verbindet die Menschen mit ihrer Region. Dazu
gehören aber auch der Wandel und sich stets verändernde
Rahmenbedingungen, die alle Bereiche des gesellschaft-
lichen Lebens tangieren. Die Sächsische Staats regierung
hat das Ziel, den Akteuren im ländlichen Raum die Mög-
lichkeit zu geben, sich diesen Herausforderungen aktiv zu
stellen und ihr Unternehmen, ihre Gemeinde, ihr Wohn-
umfeld und ihre Naturräume zukunftsfähig zu gestalten.
Um vor Ort die Stärken des ländlichen Raums zu festigen
und notwendige Anpassungen vornehmen zu können, hat
das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Land-
wirtschaft (SMUL) – in Abstimmung mit den Wirtschafts-
und Sozialpartnern – für den Zeitraum 2014 – 2020 ein
Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum (EPLR)
erarbeitet. In ihm wird beschrieben, für welche Vorhaben
der Land- und Forstwirtschaft, des Naturschutzes und für
die Entwicklung der ländlichen Gebiete die von der Euro-
päischen Union und dem Freistaat Sachsen bereit gestellten
Mittel eingesetzt werden können. Das Programm knüpft
in seinen wesentlichen Inhalten und Schwerpunkten an
das erfolgreiche Vorgängerprogramm an und setzt dabei
auf eine hohe Investitionsquote und im Bereich der länd-
lichen Entwicklung noch stärker auf lokale Entscheidungs-
prozesse. Naturschutz und Tierwohlgerechtigkeit erhalten
mehr Gewicht und es gibt neue Spielräume für die Unter-
stützung von Innovationsprozessen.
Unsere gemeinsame Aufgabe ist es nun, die Stärken des
ländlichen Raums zu erhalten, auszubauen sowie diesen
als Wirtschafts- und Lebensraum weiter zu entwickeln.
Diese Broschüre informiert Sie zu den Förderangeboten
des EPLR für verschiedene Vorhaben in den ländlichen
Regionen. Sie stellt die wichtigsten Inhalte der einzelnen
angebotenen Förderbereiche dar, die zukünftig durch den
EPLR unterstützt und – Ihr Engagement vor Ort voraus-
gesetzt – Wirklichkeit werden können. Für weiterführende
Informationen sind Sie eingeladen, die hier angegebenen
Verweise und Kontaktadressen zu nutzen.
Thomas Schmidt
Sächsischer Staatsminister
für Umwelt und Landwirtschaft

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4 |

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Vorwort ...................................................................................................................................................................................................3
1
Rückblick auf die vorangegangene Förderperiode 2007 – 2013 ....................................................................................................9
2
Ein strategischer Rahmen: ESI-Fonds und ELER ...........................................................................................................................10
3 Finanzrahmen des EPLR .................................................................................................................................................................11
4 Übersicht der Förderbereiche .........................................................................................................................................................12
5 Fördermöglichkeiten nach Bereichen ............................................................................................................................................14
5.1 Förderbereich Investive Maßnahmen der Landwirtschaft ...................................................................................................... 15
5.1.1 Investitionen im Bereich der Nutztierhaltung............................................................................................................15
5.1.2 Investitionen zur pflanzlichen Erzeugung ................................................................................................................. 16
5.1.3 Investitionen für die Verarbeitung und Vermarktung von landwirtschaftlichen Produkten ...................................18
5.2 Förderbereich Europäische Innovationspartnerschaft
„Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit“ (EIP AGRI) .................................................................................... 20
5.2.1 Einrichtung und Tätigkeit operationeller Gruppen (OG) ........................................................................................... 20
5.2.2 Pilotprojekte im Rahmen EIP AGRI ............................................................................................................................21
5.3 Förderbereich Wissenstransfer .................................................................................................................................................22
5.3.1 Qualifizierung Naturschutz für Landnutzer ............................................................................................................... 23
5.3.2 Wissenstransfermaßnahmen........................................................................................................................................24
Inhalt

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5.4 Förderbereich LEADER .............................................................................................................................................................26
5.4.1 Unterstützung für die Vorbereitung einer LEADER-Entwicklungsstrategie (LES) .................................................... 27
5.4.2 Durchführung der Vorhaben im Rahmen der LEADER-Entwicklungsstrategie (LES) ............................................... 28
5.4.3 Vorhaben für gebietsübergreifende und transnationale Kooperationen in der Lokalen Arbeitsgruppe (LAG) .......29
5.4.4 Mit der Verwaltung der Durchführung der LEADER-Entwicklungsstrategie verbundene laufende Kosten
und Sensibilisierung .....................................................................................................................................................31
5.4.5 Auswahl der LEADER-Gebiete ....................................................................................................................................32
5.5 Förderbereich Naturschutz ......................................................................................................................................................34
5.5.1 Stützmauern landwirtschaftlicher Flächen ................................................................................................................. 35
5.5.2 Biotopgestaltungs- und Artenschutzvorhaben sowie Anschaffung von Technik und Ausstattung ........................36
5.5.3 Naturschutzfachplanungen ........................................................................................................................................38
5.5.4 Studien zur Dokumentation von Artvorkommen sowie naturschutzbezogene
Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit ........................................................................................................................... 39
5.5.5 Biotopgestaltungs- und Artenschutzvorhaben im Wald ............................................................................................41
5.5.6 Gemeinsame Konzepte für Umweltprojekte und gegenwärtig angewendete ökologische Verfahren .....................42
5.6 Förderbereich Forst ..................................................................................................................................................................44
5.6.1 Erschließung forstwirtschaftlicher Flächen ................................................................................................................ 45
5.6.2 Einrichtung und Verbesserung von Anlagen zur Überwachung des Auftretens von Waldbränden ........................46
5.6.3 Waldumbau außerhalb von Schutzgebieten .............................................................................................................. 47
5.6.4 Verjüngung natürlicher, gebietsheimischer Waldgesellschaften in Schutzgebieten ................................................. 48
5.6.5 Bodenschutzkalkung ...................................................................................................................................................50
5.6.6 Ausarbeitung von Waldbewirtschaftungsplänen .........................................................................................................51

| 7
5.7 Förderbereich Flächenmaßnahmen .........................................................................................................................................52
5.7.1 Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen ........................................................................................................................ 52
5.7.2 Ökologischer/biologischer Landbau ........................................................................................................................... 53
5.7.3 Ausgleichszulage .........................................................................................................................................................54
6 Vorhabensauswahl .........................................................................................................................................................................56
7
Kontaktadressen nach Förderbereichen für Antragstellung/Informationen ...................................................................................... 58
8 Weiterführende Informationen .............................................................................................................................................................64
Abkürzungsverzeichnis ........................................................................................................................................................................ 65
Notizen ................................................................................................................................................................................................ 66

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Rückblick
8 |

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1
Rückblick auf die vorangegangene Förderperiode 2007 – 2013
Vieles ist im Freistaat Sachsen mit den Mitteln aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die
Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) in den vergangenen sieben Jahren erreicht worden. Jedes
verwirklichte Vorhaben bedeutet neben dem individuellen Erfolg für den jeweiligen Akteur auch einen
wichtigen Schritt, den ländlichen Raum im Freistaat Sachsen insgesamt als zukunftsfähigen und at-
traktiven Wirtschafts- und Lebensraum weiter zu entwickeln.
In der Förderperiode 2007 – 2013
1
standen dabei rund 1,3 Mrd. EUR an öffentlichen Mitteln (EU-Mittel
und nationale Kofinanzierung) bereit. Sie wurden im Rahmen des EPLR 2007 – 2013 u. a. eingesetzt für:
162 Mio. EUR für Investitionsvorhaben in der Landwirtschaft zur Verbesserung der Wettbewerbs-
fähigkeit der Betriebe und für tierwohlorientierte Haltungsformen (507 Unternehmen)
4 Mio. EUR für forstliche Wegebauvorhaben (es wurden mehr als 151 km Waldwege gebaut)
17 Mio. EUR für stabile, gesunde Wälder (zur Neutralisierung versauerter Waldböden wurden
216.000 t Kalk über 57.000 ha Wald ausgebracht und 1.300 ha Wald wurden von Monokulturen zu
stabilen Mischwäldern umgebaut, die an den Klimawandel angepasst und weniger anfällig gegen
Schädlinge sind)
ca. 16 Mio. EUR für touristische Projekte (im Rahmen von fast 320 Projekten wurden 400 km Lehr-
und Erlebnispfade angelegt, fast 1.400 km Wanderwege beschildert und eine Vielzahl an touristi-
schen Angeboten unterstützt)
174 Mio. EUR für Dienstleistungen der Grundversorgung für Wirtschaft und Bevölkerung
im ländlichen Raum (es wurde z. B. der Neubau oder die Sanierung von 120 Schulen und 122 Kin-
dertagesstätten bezuschusst),
287 Mio. EUR für Vorhaben der Dorferneuerung und Dorfentwicklung (z. B. Wieder- und Umnut-
zung von Gebäuden sowie Gemeindestraßen und Dorfplätzen)
12 Mio. EUR zur Erhaltung und Verbesserung des Natürlichen Erbes (784 Vorhaben wurden geför-
dert, u. a. die Pflanzung von Feldhecken, die Sanierung von Weinbergsmauern, Präventionsmaßnah-
men zum Schutz vor Wolfsschäden, Sanierung von Kleingewässern oder Weißstorchhorsten)
200 Mio. EUR für besonders umweltgerechte Landwirtschaft (hierzu gehören bspw. Grünstreifen
auf Ackerland, der Anbau von Zwischenfrüchten oder die Aussaat besonders blütenreicher Saatmi-
schungen).
Das Instrument der Integrierten ländlichen Entwicklung (ILE) war dabei sehr erfolgreich. Flächen-
deckend haben sich in der Förderperiode 2007 – 2013 fast alle sächsischen Kommunen in 12 LEADER-
und 23 ILE-Regionen organisiert, sodass die Zusammenarbeit über Orts- und Gemeindegrenzen hin-
weg gefördert werden konnte.
Rückblick
1
EPLR-Monitoring, Stand 12 / 2013

10 |
2
Ein strategischer Rahmen: ESI-Fonds und ELER
Für die Förderperiode 2014 – 2020 hat die Europäische Union erstmals einen gemeinsamen, übergrei-
fenden rechtlichen und strategischen Rahmen vorgelegt. Dieses einheitliche Regelwerk, eine „Allge-
meinen Verordnung“ für die fünf Europäischen Struktur- und Investitionsfonds (ESI-Fonds), umfasst
den Europäischen Fonds für die regionale Entwicklung (EFRE), den Europäischen Sozialfonds (ESF), die
Kohäsionsfonds, den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums
(ELER) sowie den Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF). Mit dieser Dachstrategie als ge-
meinsame Grundausrichtung und in Form einer Partnerschaftsvereinbarung zwischen Deutschland
und der Europäischen Kommission verfolgt die EU eine zielgerichtete und effiziente Inanspruchnahme
der von ihr bereitgestellten Fördermittel.
Die Struktur- und Investitionsfonds bilden das Schlüsselelement zur Verwirklichung der Europa-2020
Strategie für ein intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum.
Der Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) ist das zen-
trale Finanzierungsinstrument der EU in den Bereichen Landwirtschaft und ländlicher Raum und zielt
auf eine nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raums in der gesamten Gemeinschaft ab.
Die Förderung aus dem ELER ist ein integrales Element der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der
EU und repräsentiert die sogenannte zweite Säule dieser GAP. Zwischen der zweiten Säule der GAP
und der ersten Säule (Direktzahlungen und Marktordnung) bestehen enge Wechselwirkungen und
rechtliche Verflechtungen. Die ELER-Förderung ergänzt somit die Markt- und Einkommensstützungs-
maßnahmen der GAP, der Kohäsionspolitik (ESF, EFRE und KF) und der gemeinsamen Fischereipolitik
(EMFF). Sie leistet einen wesentlichen Beitrag zur Verwirklichung folgender Ziele:
Förderung der Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft,
Gewährleistung der nachhaltigen Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen und Klimaschutz,
Erreichung einer ausgewogenen räumlichen Entwicklung der ländlichen Wirtschaft und der länd-
lichen Gemeinschaften, einschließlich der Schaffung und des Erhalts von Arbeitsplätzen.
Die Verwirklichung der Ziele wird anhand von sechs Prioritäten der Union für die Entwicklung des
ländlichen Raums angestrebt, die auch die relevanten thematischen Ziele des Gemeinsamen Strategi-
schen Rahmens (GSR) widerspiegeln.
ESI-Fonds und ELER

| 11
3
Finanzrahmen des EPLR
Für die Entwicklung des ländlichen Raums stehen im Freistaat Sachsen in der Förderperiode
2014 – 2020 insgesamt öffentliche Mittel in Höhe von rund 1,1 Mrd. EUR zur Verfügung. Der Anteil an
EU-Fördermitteln beträgt 879 Mio. EUR, dieser wird durch Kofinanzierungsmittel der Kommunen, des
Freistaates Sachsen und des Bundes ergänzt.
Die Ausgaben für LEADER, die flächenbezogenen Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen sowie die
Investitionen in die Landwirtschaft stellen die finanziellen Kernbereiche des Finanzrahmens des
EPLR dar.
Mit 40 % der öffentlichen Ausgaben wird der bedarfsgerechten Entwicklung der Dörfer und kleinen
Städte im ländlichen Raum nach wie vor der größte finanzielle Anteil zugeordnet. Gut 30 % sind für
flächenbezogene Agrar-, Umwelt- und Klimamaßnahmen eingeplant, um die Landwirtschaft beim Er-
halt und der klimagerechten Bewirtschaftung der Kulturlandschaft zu unterstützen. Knapp 18 % der
öffentlichen Ausgaben sind für Investitionen vorgesehen, die eine wettbewerbsfähige Landwirtschaft,
einschließlich des Garten- und Weinbaus sowie das Tierwohl fördern.
Weitere finanzielle Mittel stehen außerdem für Naturschutzmaßnahmen, für den Forstbereich,
für Wissenstransfermaßnahmen, für die Europäische Innovationspartnerschaft „Landwirtschaftliche
Produktivität und Nachhaltigkeit“ (EIP AGRI) sowie als Technische Hilfe zur Verfügung.
Finanzrahmen des EPLR
EPLR 2014 – 2020
2
Öffentliche Ausgaben
Investitionen in der Landwirtschaft
202.525.472 EUR
EIP
7.000.000 EUR
Wissenstransfer
14.500.000 EUR
LEADER
455.427.522 EUR
Naturschutz
50.300.000 EUR
Forst
31.259.158 EUR
Flächenmaßnahmen
337.758.996 EUR
Altverpflichtungen
11.536.675 EUR
Technische Hilfe
28.468.891 EUR
Gesamt
1.138.776.714 EUR
Finanzrahmen des EPLR
2
mit umgeschichteten Direktzahlungs-Mitteln von der 1. in die 2. Säule der GAP

12 |
4
Übersicht der Förderbereiche
Die Fördermöglichkeiten des EPLR 2014 – 2020 werden in dieser Broschüre zu sieben thematischen
Förderbereichen zusammengefasst. Diese Bereiche umfassen investive Maßnahmen der Land-
wirtschaft, EIP-, Wissenstransfer-, LEADER-, Naturschutz-, Forst- sowie Flächenmaßnahmen. Die
Beschreibung der Fördermöglichkeiten konzentriert sich dabei inhaltlich auf eine Auswahl an Infor-
mationen, um Ihnen einen Überblick zu geben. Weiterführende Details sind dem EPLR 2014 – 2020 und
den jeweils geltenden Förderrichtlinien zu entnehmen. Diese bilden die verbindliche Rechtsgrundlage
für die hier dargestellten Förderangebote.
Rechtsgrundlagen
Förderbereich
Vorhaben
Artikel / Verordnung
Förderrichtlinie
Investive Maßnahmen der Landwirtschaft
Investitionen im Bereich der Nutztierhaltung
Art. 17 ELER-VO
RL LIW/2014
Investitionen zur pflanzlichen Erzeugung
Art. 17 ELER-VO
RL LIW/2014
Investitionen für die Verarbeitung und Vermarktung von landwirtschaftlichen Produkten
Art. 17 ELER-VO
RL LIW/2014
Europäische Innovationspartnerschaft
„Landwirtschaftliche Produktivität
und Nachhaltigkeit“ (EIP AGRI)
Einrichtung und Tätigkeit operationeller Gruppen (OG)
Art. 35 ELER-VO
RL LIW/2014
Pilotprojekte im Rahmen EIP AGRI
Art. 35 ELER-VO
RL LIW/2014
Wissenstransfer (WT)
Qualifizierung Naturschutz für Landnutzer
Art. 14 ELER-VO
RL NE/2014
WT zur Verbesserung der Wirtschaftsleistung aller landwirtschaftlichen Betriebe
Art. 14 ELER-VO
RL LIW/2014
WT zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Primärerzeuger und -verarbeiter
Art. 14 ELER-VO
RL LIW/2014
WT zur Verbesserung der Wasserwirtschaft inkl. des Umgangs mit Düngemitteln und Schädlingsbekämpfungsmitteln
Art. 14 ELER-VO
RL LIW/2014
WT zur Verhinderung der Bodenerosion und Verbesserung der Bodenbewirtschaftung
Art. 14 ELER-VO
RL LIW/2014
WT zur Effizienzsteigerung bei der Energienutzung in der Landwirtschaft und der Nahrungsmittelverarbeitung
Art. 14 ELER-VO
RL LIW/2014
WT zur Verringerung der aus der Landwirtschaft stammenden Treibhausgas- und Ammoniakemissionen
Art. 14 ELER-VO
RL LIW/2014
WT zur Förderung der Kohlenstoffspeicherung und -bindung in der Forstwirtschaft
Art. 14 ELER-VO
RL LIW/2014
LEADER
Unterstützung für die Vorbereitung einer LEADER-Entwicklungsstrategie (LES)
Art. 35 ESIF-VO
RL LEADER/2014
Durchführung der Vorhaben im Rahmen der LES
Art. 35 ESIF-VO
RL LEADER/2014
Vorhaben für gebietsübergreifende und transnationale Kooperationen in der Lokalen Aktionsgruppe (LAG)
Art. 35 ESIF-VO
RL LEADER/2014
Mit der Verwaltung der Durchführung der LES verbundene laufende Kosten und Sensibilisierung
Art. 35 ESIF-VO
RL LEADER/2014
Übersicht der Förderbereiche

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Übersicht der Förderbereiche
Rechtsgrundlagen
Förderbereich
Vorhaben
Artikel / Verordnung
Förderrichtlinie
Naturschutz
Stützmauern landwirtschaftlicher Flächen
Art. 17 ELER-VO
RL NE/2014
Biotopgestaltungs- und Artenschutzvorhaben sowie Anschaffung von Technik und Ausstattung
Art. 17 ELER-VO
RL NE/2014
Naturschutzfachplanungen
Art. 20 ELER-VO
RL NE/2014
Studien zur Dokumentation von Artvorkommen sowie naturschutzbezogene Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit
Art. 20 ELER-VO
RL NE/2014
Biotopgestaltungs- und Artenschutzvorhaben im Wald
Art. 21 ELER-VO
RL NE/2014
Gemeinsame Konzepte für Umweltprojekte und gegenwärtig angewendete ökologische Verfahren
Art. 35 ELER-VO
RL NE/2014
Forst
Erschließung forstwirtschaftlicher Flächen
Art. 17 ELER-VO
RL WuF/2014
Einrichtung und Verbesserung von Anlagen zur Überwachung des Auftretens von Waldbränden
Art. 21 ELER-VO i. V. m.
Art. 24 und 25 ELER-VO
RL WuF/2014
Waldumbau außerhalb von Schutzgebieten
Art. 21 ELER-VO i. V. m.
Art. 24 und 25 ELER-VO
RL WuF/2014
Verjüngung natürlicher, gebietsheimischer Waldgesellschaften in Schutzgebieten
Art. 21 ELER-VO i. V. m.
Art. 24 und 25 ELER-VO
RL WuF/2014
Bodenschutzkalkung
Art. 21 ELER-VO i. V. m.
Art. 24 und 25 ELER-VO
(EPLR)
Ausarbeitung von Waldbewirtschaftungsplänen
Art. 35 ELER-VO
RL WuF/2014
Flächenmaßnahmen
Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen – Vorhaben auf Ackerland
Art. 28 ELER-VO
RL AUK/2015
Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen – Vorhaben auf Grünland
Art. 28 ELER-VO
RL AUK/2015
Ökologischer/biologischer Landbau – Einführung ökologischer Landbau
Art. 29 ELER-VO
RL ÖBL/2015
Ökologischer/biologischer Landbau – Beibehaltung ökologischer Landbau
Art. 29 ELER-VO
RL ÖBL/2015
Einkommensverlustausgleich für Landwirte in Berggebieten und anderen als Berggebieten,
die aus erheblichen naturbedingten Gründen benachteiligt sind
Art. 31/32 ELER-VO
RL AZL/2015

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14 |
5
Fördermöglichkeiten nach Bereichen
Fördermöglichkeiten nach Bereichen

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5.1 Förderbereich Investive Maßnahmen der Landwirtschaft
5.1.1 Investitionen im Bereich der Nutztierhaltung
Landwirtschaftliche Betriebe stellen in vielen Teilen des ländli-
chen Raums eine wichtige Stütze des regionalen Arbeitsmarktes
dar. Der primäre Sektor im Freistaat Sachsen ist jedoch durch
eine zu geringe Arbeitsproduktivität gekennzeichnet. Im Bereich
der Tierhaltung dominieren die Rinder- und dabei insbesondere
die Milchviehhaltung. Die Milchviehhaltung gehört zu einem der
wichtigsten tierischen Produktionszweige. Sich ändernde techno-
logische, immissionsrechtliche, düngerrechtliche, wasserrechtli-
che und tierschutzrelevante Anforderungen machen v. a. Rationa-
lisierungs- und Erweiterungsinvestitionen erforderlich, damit die
landwirtschaftlichen Betriebe zukünftig wettbewerbsfähig blei-
ben. Hierin besteht auch ein Potenzial zur Senkung der Emissionen
aus der Landwirtschaft.
Welche Förderrichtlinie gilt?
Förderrichtlinie Landwirtschaft, Innovation und Wissenstransfer
(RL LIW/2014)
Was soll erreicht werden?
Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der landwirtschaftlichen
Betriebe im Bereich der Tierhaltung
Anpassung an geänderte technologische und rechtliche Anfor-
derungen
Umstrukturierung hin zu wettbewerbsfähigen, tierwohlgerech-
ten und umweltschonenden Unternehmen
Was wird gefördert?
Investitionen in Gebäude und Anlagen der Nutztierhaltung,
Investitionen zur Erhöhung der umweltgerechten Lagerkapazi-
tät für Gülle, Festmist, Jauche und Silosickersaft bei vorhande-
nen sechs auf mindestens neun Monate.
Wie und in welcher Höhe wird gefördert?
Zuschuss
Höhe der Förderung
25 % Basisförderung
Erhöhung um 15 % bei Vorhaben der besonders tiergerechten
Haltung
Erhöhung um 5 % bei Lage des Betriebssitzes in benachteiligten
Gebieten
Erhöhung um 20 % für im Rahmen der EIP AGRI unterstützte
Vorhaben
Max. 60 % Zuschuss insgesamt
Beträge
Untergrenze: 20.000 EUR zuschussfähiges Mindestinvesti-
tionsvolumen je Vorhaben
Obergrenze: Das förderfähige Investitionsvolumen je Betrieb
(Konzernbetrachtung) beträgt für die gesamte Förderperiode
2014 – 2020 max. 3 Mio. EUR
Für Vorhaben im Rahmen EIP AGRI keine Obergrenzen
Wer ist antragsberechtigt?
landwirtschaftliche Unternehmen aller Rechtsformen
Welche Voraussetzungen müssen u. a. erfüllt sein?
Vorhaben hält die Vorgaben der Gebietskulisse ein
Vorhaben unterstützt die Betriebsumstrukturierung für land-
wirtschaftliche Betriebe
Antragsteller produziert Waren des Anhang I AEUV
Betriebssitz des Antragstellers befindet sich im Freistaat Sach-
sen
ausreichende Qualifikation des Betriebsleiters
Nachweis, dass das Vorhaben der Verbesserung der Gesamtleis-
tung und Nachhaltigkeit des Betriebes dient (Investitionskon-
zept)
Vorlage erforderlicher bau- und umweltrechtlicher Genehmi-
gungen
Wo und wie wird der Antrag gestellt?
Antrags- und Bewilligungsbehörde ist das LfULG, Bewilligungs-
stelle Investitionsförderung Landwirtschaft (BIL), mit Sitz in Dres-
den-Klotzsche. Dem Antragsteller wird vom LfULG ein Datenträger
(CD) mit allen notwendigen Unterlagen sowie spezifischen Be-
triebsdaten des Antragstellers zur Verfügung gestellt. Der Antrag
und das Investitionskonzept müssen unter Beifügung aller im An-
tragsformular geforderten Unterlagen eingereicht werden.
Die jeweils geltenden Vordrucke und Erklärungen sind im Internet
verfügbar.
www.smul.sachsen.de/foerderung/3428.htm
Investive Maßnahmen der Landwirtschaft

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16 |
5.1.2 Investitionen zur pflanzlichen Erzeugung
Für die pflanzliche Erzeugung (einschließlich Garten- und Weinbau)
stellt der Freistaat Sachsen einen wichtigen Standort dar. Neben
Ackerbau-, Futterbau- und Gemischtbetrieben sind eine Vielzahl
von Gemüsebau-, Obstbau-, Weinbau- und Zierpflanzenbaubetrie-
ben sowie Baumschulen und Dienstleistungsgartenbaubetrieben
ansässig. Im Hinblick auf eine nachhaltige und zukunftsorientierte
Betriebsentwicklung sind die Investitionen der vergangenen Jahre
im Bereich technische Anlagen, Maschinen, Geräte sowie bei Be-
triebsvorrichtungen im Garten- und Weinbau noch nicht ausrei-
chend. Darüber hinaus besteht v. a. in der pflanzlichen Erzeugung
ein hoher Anpassungsbedarf an den Klimawandel. Innovativer Spe-
zialtechnik kommt dabei eine hohe Bedeutung zu.
Welche Förderrichtlinie gilt?
Förderrichtlinie Landwirtschaft, Innovation und Wissenstransfer
(RL LIW/2014)
Was soll erreicht werden?
Stärkung der pflanzlichen Erzeugung durch Investitionen
Unterstützung der Umstrukturierung hin zu wettbewerbsfähi-
gen landwirtschaftlichen Unternehmen
Was wird gefördert?
die Anschaffung von umweltschonender, innovativer Spezi-
altechnik sowie bauliche Investitionen für die Bereitstellung
von Beregnungswasser für ressourcenschonende Beregnungs-/
Bewässerungsverfahren bei Freilandgemüse, Kartoffeln, Heil-
und Gewürzpflanzen
Investitionen in Gebäude und Anlagen sowie Technik der In-
nenwirtschaft im Gartenbau, insbesondere in geschlossene oder
quasi geschlossene Systeme zur Vermeidung von Grundwasser-
belastungen, in Regenwassersammelanlagen und für die Errich-
tung energiesparender Gewächshäuser,
die Errichtung von Schutzeinrichtungen in Weinbau- und Bau-
mobstanlagen, die Errichtung von Tropfbewässerungsanlagen
in Baumobst- und Hopfenanlagen einschließlich der baulichen
Investitionen für die Bereitstellung von Beregnungswasser,
bauliche Investitionen zur Lagerung, Trocknung und Aufberei-
tung von pflanzlichen Ernteprodukten sofern die Investitionen
wertschöpfungsintensiven und/oder arbeitsintensiven Produk-
tionsverfahren für Spezialkulturen dienen,
Investitionen für die Bewirtschaftung der arbeitsintensiven
Steil- und Terrassenlagen des Weinbaus.
Wie und in welcher Höhe wird gefördert?
Zuschuss
Höhe der Förderung
25 % Basisförderung
Erhöhung bei Garten- und Weinbau um 10 % (außer Technik)
Erhöhung um 5 % bei Lage des Betriebssitzes in benachteiligten
Gebieten
Erhöhung um 20 % für im Rahmen der EIP AGRI unterstützte
Vorhaben
Max. 60 % Zuschuss insgesamt
Beträge
Untergrenze: 20.000 EUR zuschussfähiges Mindestinvestitions-
volumen je Vorhaben
Obergrenze: Das förderfähige Investitionsvolumen je Betrieb
(Konzernbetrachtung) beträgt für die gesamte Förderperiode
2014 – 2020 max. 3 Mio. EUR
Für Vorhaben der EIP AGRI keine Obergrenzen
Investive Maßnahmen der Landwirtschaft
Terrassenanlage eines Weinbergs

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Wer ist antragsberechtigt?
landwirtschaftliche Unternehmen aller Rechtsformen
Welche Voraussetzungen müssen u. a. erfüllt sein?
Vorhaben hält die Vorgaben der Gebietskulisse ein
Vorhaben unterstützt die Betriebsumstrukturierung für land-
wirtschaftliche Betriebe
Antragsteller produziert Waren des Anhang I AEUV
Betriebssitz des Antragstellers befindet sich im Freistaat Sachsen
ausreichende Qualifikation des Betriebsleiters
Nachweis, dass das Vorhaben der Verbesserung der Gesamtleis-
tung und Nachhaltigkeit des Betriebes dient (Investitionskonzept)
Vorlage erforderlicher bau- und umweltrechtlicher Genehmi-
gungen
Wo und wie wird der Antrag gestellt?
Antrags- und Bewilligungsbehörde ist das LfULG, Bewilligungs-
stelle Investitionsförderung Landwirtschaft (BIL), mit Sitz in Dres-
den-Klotzsche. Dem Antragsteller wird vom LfULG ein Datenträger
(CD) mit allen notwendigen Unterlagen sowie spezifischen Be-
triebsdaten des Antragstellers zur Verfügung gestellt. Der Antrag
und das Investitionskonzept müssen unter Beifügung aller im An-
tragsformular geforderten Unterlagen eingereicht werden.
Die jeweils geltenden Vordrucke und Erklärungen sind im Internet
verfügbar.
www.smul.sachsen.de/foerderung/3428.htm
Investive Maßnahmen der Landwirtschaft
Um- und Neubau energiesparender Gewächshäuser

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5.1.3 Investitionen für die Verarbeitung und Vermarktung von landwirtschaftlichen Produkten
Die Unterstützung der Verarbeitung und Vermarktung landwirt-
schaftlicher Produkte kann wesentlich dazu beitragen, die Wett-
bewerbsfähigkeit landwirtschaftlicher Erzeugnisse und damit die
gesamte Landwirtschaft zu stärken. So können mit der Förderung
landwirtschaftlicher Urprodukte die Wertschöpfung und das mög-
liche Einkommenspotenzial der landwirtschaftlichen Betriebe
insbesondere bei besonderen Produktionsausrichtungen erhöht
und gleichzeitig deren derzeitige Marktposition oder Anbaudiver-
sifizierung erhalten werden. Außerdem stärken derartige Investi-
tionen die regionalen Kreisläufe und führen damit zu positiven
Umweltauswirkungen. Im Freistaat Sachsen ist sowohl die dafür
notwendige Infrastruktur als auch das Know-how für die Quali-
tätserzeugung vorhanden.
Welche Förderrichtlinie gilt?
Förderrichtlinie Landwirtschaft, Innovation und Wissenstransfer
(RL LIW/2014)
Was soll erreicht werden?
Erhöhung der Wertschöpfung landwirtschaftlicher Betriebe
Stärkung regionaler Kreisläufe
Erhalt und Schaffung von Arbeitsplätzen im ländlichen Raum
Was wird gefördert?
Investitionen für die Verarbeitung und Vermarktung landwirt-
schaftlicher Urprodukte (Erzeugnisse des Anhang I AEUV)
Wie und in welcher Höhe wird gefördert?
Zuschuss
Höhe der Förderung
25 % Basisförderung
Erhöhung um 5 % bei Lage des Betriebssitzes in benachteiligten
Gebieten
Erhöhung um 20 % für im Rahmen der EIP AGRI unterstützte
Vorhaben
Max. 60 % Zuschuss insgesamt
Beträge
Untergrenze: 20.000 EUR zuschussfähiges Mindestinvestitions-
volumen je Vorhaben
Obergrenze: Das förderfähige Investitionsvolumen je Betrieb
(Konzernbetrachtung) beträgt für die gesamte Förderperiode
2014 – 2020 maximal 3 Mio. EUR.
Für Vorhaben im Rahmen EIP AGRI keine Obergrenzen
Wer ist antragsberechtigt?
landwirtschaftliche Unternehmen aller Rechtsformen
Welche Voraussetzungen müssen u. a. erfüllt sein?
Vorhaben hält die Vorgaben der Gebietskulisse ein
Vorhaben unterstützt die Betriebsumstrukturierung für land-
wirtschaftliche Betriebe
Antragsteller produziert Waren des Anhang I AEUV
Betriebssitz des Antragstellers befindet sich im Freistaat Sachsen
ausreichende Qualifikation des Betriebsleiters
Nachweis, dass das Vorhaben der Verbesserung der Gesamtleis-
tung des Betriebes dient (Investitionskonzept)
Vorhaben unterstützt nicht die Verarbeitung und Vermarktung
von Fischerei- und Aquakulturerzeugnissen
Wo und wie wird der Antrag gestellt?
Antrags- und Bewilligungsbehörde ist das LfULG, Bewilligungs-
stelle Investitionsförderung Landwirtschaft (BIL), mit Sitz in Dres-
den-Klotzsche. Dem Antragsteller wird vom LfULG ein Datenträger
(CD) mit allen notwendigen Unterlagen sowie spezifischen Be-
triebsdaten des Antragstellers zur Verfügung gestellt. Der Antrag
und das Investitionskonzept müssen unter Beifügung aller im An-
tragsformular geforderten Unterlagen eingereicht werden.
Die jeweils geltenden Vordrucke und Erklärungen sind im Internet
verfügbar.
www.smul.sachsen.de/foerderung/3428.htm
Investive Maßnahmen der Landwirtschaft

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Investive Maßnahmen der Landwirtschaft
Hofladen

20 |
5.2 Förderbereich Europäische Innovationspartnerschaft
„Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit“ (EIP AGRI)
Die Anforderungen an die Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft
nehmen auch hinsichtlich der Einführung von Innovationen stän-
dig zu. Wesentliche Voraussetzung für eine wettbewerbsfähige
und nachhaltige Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft ist daher
eine enge Zusammenarbeit zwischen moderner Forschung und
Technologie und den verschiedenen Interessengruppen (z. B. Land-
wirten, Wirtschaftsvertretern, Beratungsdiensten).
Im Freistaat Sachsen existiert eine vielfältige und rege For-
schungslandschaft im Bereich der Land- und Forstwirtschaft. Um
den wachsenden Anforderungen im Bereich der Land-, Forst- und
Ernährungswirtschaft gerecht zu werden, besteht in der Förderpe-
riode 2014 – 2020 die Chance, die Zusammenarbeit im Rahmen der
EIP AGRI zu unterstützen. Dies kann u. a. durch die Unterstützung
der Einrichtung und Tätigkeit von Operationellen Gruppen (OG)
und durch die Förderung von Pilotprojekten auf der Grundlage von
Aktionsplänen erfolgen, die aktuelle wissenschaftliche Erkenntnis-
se in die landwirtschaftliche Praxis transferieren.
Welche Förderrichtlinie gilt?
Förderrichtlinie Landwirtschaft, Innovation und Wissenstransfer
(RL LIW/2014)
Was soll erreicht werden?
Beiträge u. a. zu:
Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit
Anpassung an den Klimawandel
Umweltschutz
Sicherung von Arten, Biotopen und Lebensräumen
5.2.1 Einrichtung und Tätigkeit operationeller Gruppen (OG)
Was wird gefördert?
Zusammenarbeit zwischen den Akteuren in OG. Die Unterstützung
beinhaltet die Kosten der Einrichtung und Tätigkeit (Betrieb) von
OG der EIP AGRI. Sie werden von Interessengruppen der modernen
Forschung und Technologie und den Interessengruppen der Land-,
Forst- und Ernährungswirtschaft gegründet. Diese Förderung ist
an die Umsetzung von Pilotprojekten gebunden.
Wie und in welcher Höhe wird gefördert?
Zuschuss
Höhe der Förderung
80 %
100 % bei besonders herausgehobenem öffentlichen Interesse
Beträge
Untergrenze: 5.000 EUR Förderung je Gesamtvorhaben
max. 25 % der im Aktionsplan veranschlagten Gesamtkosten
Wer ist antragsberechtigt?
Begünstigte sind OG der EIP AGRI in Form von:
juristischen Personen, ausgenommen Gebietskörperschaften
Personengesellschaften
Welche Voraussetzungen müssen u. a. erfüllt sein?
Vorhaben hält die Vorgaben der Gebietskulisse ein
OG umfasst mindestens zwei voneinander unabhängige Akteure
Vorlage eines Aktionsplans, der Aktivitäten enthält, die auf In-
novationen abzielen
Vorlage einer Vereinbarung zur Zusammenarbeit innerhalb der
OG sowie der Verfahren zur Sicherstellung der Transparenz und
zur Vermeidung von Interessenskonflikten
beantragende OG ist eigenständige juristische Person oder eine
Personengesellschaft bzw. Erklärung aller beteiligten Akteure,
dass sich die OG als eigenständige juristische Person oder als
eine Personengesellschaft zusammenschließen wird
Erklärung, dass die OG über ihre Arbeit regelmäßig berichten
wird und das die Ergebnisse mindestens über das EIP-Netzwerk
veröffentlicht werden
beantragte Kosten für die Einrichtung und Tätigkeit der OG
überschreiten nicht 25 % der im Aktionsplan veranschlagten
Gesamtkosten des innovativen Projektes.
Wo und wie wird der Antrag gestellt?
Antrags- und Bewilligungsbehörde ist das LfULG, Referat 33 – För-
derung, in Dresden-Klotzsche. Die jeweils geltenden Antragsfor-
mulare, Vordrucke und Erklärungen sind im Internet verfügbar.
www.smul.sachsen.de/foerderung/3428.htm
EIP AGRI

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5.2.2 Pilotprojekte im Rahmen EIP AGRI
Was wird gefördert?
Direktkosten innovativer Vorhaben (Pilotprojekte) von OG der
EIP AGRI mit Aktionsplänen
Wie und in welcher Höhe wird gefördert?
Zuschuss
Höhe der Förderung
80 %
60 % bei Investitionen
Beträge
Untergrenze: 5.000 EUR Förderung je Gesamtvorhaben
Wer ist antragsberechtigt?
OG der EIP AGRI und einzelne Mitglieder solcher OG:
juristische Personen, ausgenommen Gebietskörperschaften
natürliche Personen
Personengesellschaften
Die Beihilfe kann der OG oder Einzelakteuren gewährt werden, so-
fern sie Mitglied der OG sind.
Welche Voraussetzungen müssen u. a. erfüllt sein?
Vorhaben hält die Vorgaben der Gebietskulisse ein
bei dem Vorhaben handelt es sich um ein Pilotprojekt
Vorhaben ist Bestandteil des Aktionsplans der OG
für das Vorhaben liegt ein positiver Beschluss der OG vor
Vorlage einer Vereinbarung zur Zusammenarbeit innerhalb der
OG sowie der Verfahren zur Sicherstellung der Transparenz und
zur Vermeidung von Interessenskonflikten
Vorlage eines Geschäftsplans, sofern nicht bereits im Aktions-
plan enthalten
bei Einzelakteuren: Antragsteller ist Mitglied der OG
Erklärung des Antragstellers, dass im Ergebnis der Umsetzung
des Pilotprojekts die Resultate dokumentiert und evaluiert wer-
den
Erklärung des Antragstellers, dass er die Ergebnisse des geför-
derten Vorhabens mindestens über das EIP-Netzwerk veröffent-
lichen wird
Wo und wie wird der Antrag gestellt?
Antrags- und Bewilligungsbehörde ist das LfULG, Referat 33 – För-
derung, in Dresden-Klotzsche Die jeweils geltenden Antragsfor-
mulare, Vordrucke und Erklärungen sind im Internet verfügbar.
www.smul.sachsen.de/foerderung/3428.htm
EIP AGRI

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22 |
5.3 Förderbereich Wissenstransfer
Wissenstransfer
Wissensvermittlung zum Naturschutz

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5.3.1 Qualifizierung Naturschutz für Landnutzer
Der Freistaat Sachsen besitzt eine hohe landschaftliche Vielfalt.
Eine wesentliche Voraussetzung für den Erhalt und/oder die Wie-
derherstellung der Arten und Lebensräume ist eine hohe Akzep-
tanz für erforderliche Projekte sowie Bewirtschaftungs- und Pfle-
gemaßnahmen bei den Flächeneigentümern und -nutzern. Gründe
für eine fehlende Akzeptanz liegen u. a. im Mangel an Informati-
onen und einer fehlenden Sensibilisierung der Landnutzer für den
Naturschutz. Die Herausforderung besteht darin, den Landnutzern
schutzgutbezogen entsprechendes Wissen zu vermitteln und zu
naturschutzkonformen Handeln anzuregen. Entsprechend besteht
ein Bedarf für gezielte Wissenstransfer- und Informationsmaß-
nahmen im Bereich der Biologischen Vielfalt.
Welche Förderrichtlinie gilt?
Förderrichtlinie Natürliches Erbe
(RL NE/2014, Fördergegenstand C.1)
Was soll erreicht werden?
Vermittlung schutzgutbezogenen Wissens über ökologische Zu-
sammenhänge, naturschutzkonforme Bewirtschaftungsweisen
und die Biologische Vielfalt
Beitrag für die Wiederherstellung, Erhaltung und Verbesserung
der Biologischen Vielfalt
Was wird gefördert?
Vor-Ort-Information und Begleitung von Landnutzern mit dem Ziel
der Qualifizierung für die naturschutzgerechte Nutzung ihrer Flä-
chen und weiterer Betriebsressourcen (Gebäude etc.), insbesondere:
Qualifikation und Information von Landnutzern im Hinblick
auf spezifische Schutzziele und Anforderungen des Natur-
schutzes zum Schutz von Biotopen, Lebensraumtypen, Arten
und Lebensstätten sowie deren Kohärenz (Biotopverbund),
schutzgutbezogene Information und Empfehlung spezieller,
auf die Erreichung konkreter Fachziele ausgerichteter Bewirt-
schaftungs- und/oder Pflegemaßnahmen sowie sonstiger Na-
turschutzprojekte für und mit Landnutzern,
fachliche Qualifizierung und Information von Landnutzern
hinsichtlich der Beantragung von Finanzierungsmitteln zum
Schutz der natürlichen Biologischen Vielfalt bzw. zur Errei-
chung der Schutzziele,
fachliche Begleitung von Landnutzern zur Gewähr einer fach-
gerechten Umsetzung naturschutzgerechter Bewirtschaf-
tungs- oder Pflegemaßnahmen.
Unterstützung vorbereitender Tätigkeiten sowie die begleitende
Öffentlichkeitsarbeit für das Qualifizierungsangebot
Wie und in welcher Höhe wird gefördert?
Zuschuss
Höhe der Förderung
100 %
Beträge
keine Obergrenze
Wer ist antragsberechtigt?
Ausschließlich Anbieter der Qualifizierung:
juristische Personen des privaten Rechts
natürliche Personen als Träger von Unternehmen
Welche Voraussetzungen müssen u. a. erfüllt sein?
Vorhaben hält die Vorgaben der Gebietskulisse ein
das Angebot bezieht sich auf ein räumlich festgelegtes Gebiet
der Naturschutzqualifizierung
Erklärung des Anbieters zu ausreichenden Mitarbeiterkapazitä-
ten und technischen Kapazitäten
Nachweis der fachlichen Eignung des Anbieters
Wo und wie wird der Antrag gestellt?
Anträge sind an die zuständigen Förder- und Fachbildungszentren
mit Sachgebiet Naturschutz des LfULG in Kamenz, Wurzen oder
Zwickau zu stellen. Die jeweils geltenden Antragsformulare, Vor-
drucke und Erklärungen sind im Internet verfügbar.
www.smul.sachsen.de/foerderung/3428.htm
Wissenstransfer

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Wissenstransfer
5.3.2 Wissenstransfermaßnahmen
Die Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft steht gegenwärtig
einer Vielzahl von Herausforderungen gegenüber. Dazu gehört
insbesondere der Klimawandel sowie u. a. Herausforderungen im
Hinblick auf die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie, den Tier-
schutz, den Pflanzenschutz, die Agrobiodiversität und die Weiter-
entwicklung des ökologischen Landbaus. In diesem Zusammen-
hang werden entsprechende Anpassungsmaßnahmen erforderlich.
Als Grundvoraussetzung für eine moderne und nachhaltige Land-,
Forst- und Ernährungswirtschaft bedarf es daher des Transfers
und Austauschs von Wissen und Informationen. Hierzu gilt es,
u. a. auch die im Freistaat Sachsen vorhandene Forschungsstruk-
tur zu nutzen und das vorhandene Know-how aus erfolgreichen
Projekten an interessierte Akteure und Akteursgruppen zu verbrei-
ten, mit dem Ziel, damit zu einer Stärkung der Wettbewerbsfähig-
keit des Agrarsektors beizutragen.
Welche Förderrichtlinie gilt?
Förderrichtlinie Landwirtschaft, Innovation und Wissenstransfer
(RL LIW/2014)
Was soll erreicht werden?
Vermittlung von Wissen zur Verbesserung der Wettbewerbsfä-
higkeit
Vermittlung von Wissen zur Verbesserung des Umgangs mit
Düngemitteln und Pflanzenschutzmitteln und zur Verhinderung
der Bodenerosion
Vermittlung von Wissen zur Verringerung der aus der Landwirt-
schaft stammenden Treibhausgas- und Ammoniakemissionen
Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen Personen im Be-
reich der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft“
Was wird gefördert?
Vorhaben zur Verbesserung der Wirtschaftsleistung aller land-
wirtschaftlichen Betriebe
Vorhaben zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Primär-
erzeuger und -verarbeiter
Vorhaben zur Verbesserung der Wasserwirtschaft inkl. des Um-
gangs mit Düngemitteln und Pflanzenschutzmitteln
Vorhaben zur Verhinderung der Bodenerosion und Verbesserung
der Bodenbewirtschaftung
Vorhaben zur Effizienzsteigerung bei der Energienutzung in der
Landwirtschaft und der Nahrungsmittelverarbeitung
Vorhaben zur Verringerung der aus der Landwirtschaft stam-
menden Treibhausgas- und Ammoniakemissionen
Vorhaben zur Förderung der Kohlenstoffspeicherung und -bin-
dung in der Forstwirtschaft
Gefördert werden hierzu insbesondere:
Fachtagungen und Fachveranstaltungen, Workshops und
Arbeitskreise einschließlich Vorbereitung/Organisation und
Durchführung (Leitung/Moderation) von Sitzungen, Feldtagen/
Feldbegehungen, Betriebsbesichtigungen etc., die Vermittlung
der Inhalte, Auswertung/Nachbereitung der Veranstaltungen,
begleitende Öffentlichkeitsarbeit, Erfassung und Bewertung der
erreichten Fortschritte,
Demonstrationsvorhaben einschließlich deren Anlage, Betreu-
ung, Untersuchung, Ergebnisauswertung und Ergebnisaufbe-
reitung, Vermittlung der Ergebnisse im Rahmen von Feldtagen/
Feldbegehungen, Publizierung der Ergebnisse und die begleiten-
de Öffentlichkeitsarbeit.
Wie und in welcher Höhe wird gefördert?
Zuschuss
Höhe der Förderung
80 % bei Vorhaben des Wissenstransfers einschließlich Demons-
trationsvorhaben für Personen in Unternehmen des Agrar- und
Forstsektors, 100 % bei herausgehobenem öffentlichem Inter-
esse sowie bei Vorhaben, die im Rahmen der EIP-AGRI angeregt
wurden
60 % bei Vorhaben des Wissenstransfers einschließlich De-
monstrationsvorhaben für Personen in KMU der Ernährungs-
wirtschaft, die Waren produzieren, die nicht Anhang I AEUV
zuzurechnen sind
Beträge
keine Obergrenze
Wer ist antragsberechtigt?
Ausschließlich Anbieter der Vorhaben des Wissenstransfers ein-
schließlich Demonstrationsvorhaben:
juristische Personen, ausgenommen Gebietskörperschaften
Personengesellschaften
natürliche Personen

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Welche Voraussetzungen müssen u. a. erfüllt sein?
Vorhaben hält die Vorgaben der Gebietskulisse ein
Anbieter von Wissenstransfer und Informationsdiensten verfü-
gen über die geeigneten Fähigkeiten in Form von qualifiziertem
Personal und regelmäßigen Schulungen zur Durchführung die-
ser Aufgabe
Erklärung des Anbieters, dass er sich entsprechend des Aufrufs
zur Publikation und zum Vertrieb von Informationsmaterial
verpflichtet, das die Land-/Ernährungs- bzw. Forstwirtschaft
betrifft, und dass es allen Unternehmen der Land-/Ernährungs-
bzw. Forstwirtschaft oder deren Mitarbeitern zugänglich ge-
macht wird
Investitionen für Demonstrationsvorhaben dienen vorrangig
dem Wissenstransfer sowie der Information für land-/ernäh-
rungs- bzw. forstwirtschaftliche Unternehmen bzw. deren Mit-
arbeitern
sonstige Vorhaben des Wissenstransfers dienen land-/ernäh-
rungs- bzw. forstwirtschaftlichen Unternehmen bzw. deren Mit-
arbeitern
bei dem Demonstrationsvorhaben handelt es sich um ein in sich
abgeschlossenes Projekt der Land-/Ernährungs- bzw. Forstwirt-
schaft, das kein Folgeprojekt benötigt, um seine Ziele zu errei-
chen
Vorhaben werden im Freistaat Sachsen für Personen in land-/
ernährungs- bzw. forstwirtschaftlichen Unternehmen ein-
schließlich Gartenbau, in gewerblichen Tochterunternehmen
dieser Betriebe, aber auch für sonstige Bodenbewirtschafter
bzw. Waldbesitzer angeboten
Wo und wie wird der Antrag gestellt?
Antrags- und Bewilligungsbehörde ist das LfULG, Referat 33 – För-
derung, in Dresden-Klotzsche Die jeweils geltenden Antragsfor-
mulare, Vordrucke und Erklärungen sind im Internet verfügbar.
www.smul.sachsen.de/foerderung/3428.htm
Wissenstransfer
Schulungsveranstaltung

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26 |
5.4 Förderbereich LEADER
LEADER
Sanierung einer Kindertagesstätte

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Die Ausgangslage im ländlichen Raum des Freistaates Sachsen
ist lokal sehr differenziert und bedarf spezifischer Lösungen. Die-
se werden durch Lokale Aktionsgruppen (LAG) in einer lokalen
Strategie (LEADER-Entwicklungsstrategie – LES) erarbeitet. Dieses
Vorgehen gewährleistet einen Mehrwert gegenüber nicht abge-
stimmten Einzelvorhaben.
Zur Umsetzung der LES ist neben dem Engagement öffentlicher
Stellen in erheblichem Maß auch privates Engagement erforder-
lich. Durch Sensibilisierung, Mitarbeit in der LAG und Beteiligung
der örtlichen Bevölkerung an den Entscheidungsprozessen kann
Entwicklungspotenzial besser erschlossen werden. Mit der Umset-
zung von Vorhaben im Rahmen einer LES werden darüber hinaus
mehr Innovationen, Vernetzung, Syner gien, höhere Wertschöp-
fung und Akzeptanz auf lokaler Ebene gegenüber einer Einzelfall-
förderung erwartet.
Welche Förderrichtlinie gilt?
Förderrichtlinie LEADER (RL LEADER/2014)
Was soll erreicht werden?
bessere Nutzung vorhandener Stärken und Potenziale der länd-
lichen Gebiete
Beseitigung möglicher Entwicklungshemmnisse
Förderung von Vorhaben zur Erhöhung der Wertschöpfung,
Stärkung der regionalen Identität, Steigerung der Lebensquali-
tät sowie Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit
Beitrag zur Förderung der lokalen Entwicklung in ländlichen
Gebieten und zu übergreifenden Zielsetzungen wie Innovation,
Umweltschutz, Eindämmung des Klimawandels und Anpassung
an seine Auswirkungen
Wer ist antragsberechtigt?
lokale Gemeinschaften
Welche Voraussetzungen müssen u. a. erfüllt sein?
Vorhaben hält die Vorgaben der Gebietskulisse ein
lokale Gemeinschaft ist noch nicht für die Förderperiode
2014 – 2020 genehmigt
Erklärung und Begründung des Antragstellers, dass das Vorha-
ben den Zielen des ELER und des EPLR 2014 – 2020 dient
Wo und wie wird der Antrag gestellt?
Die Landratsämter nehmen die Anträge entgegen. Die jeweils gel-
tenden Antragsformulare, Vordrucke und Erklärungen sind im In-
ternet veröffentlicht.
www.smul.sachsen.de/foerderung/3428.htm
5.4.1 Unterstützung für die Vorbereitung einer LEADER-Entwicklungsstrategie (LES)
Was wird gefördert?
Aufbau von Kapazitäten, die Schulung und die Vernetzung zur
Vorbereitung einer lokalen Entwicklungsstrategie
Wie und in welcher Höhe wird gefördert?
Zuschuss
Höhe der Förderung
80 %
Beträge
Untergrenze: 500 EUR Förderung je Vorhaben
keine Obergrenze
LEADER

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28 |
5.4.2 Durchführung der Vorhaben im Rahmen der LEADER-Entwicklungsstrategie (LES)
Was wird gefördert?
Jedes Vorhaben, das der Umsetzung der LES sowie den Zielen
des EPLR 2014 – 2020 dient und im Einklang mit den allgemeinen
Regeln der ESIF-VO und ELER-VO steht
Wie und in welcher Höhe wird gefördert?
Zuschuss
Höhe der Förderung
wird von der LAG in der LES bestimmt und beträgt:
bis zu 80 % bei kommunalen Begünstigten
bis zu 100 % für andere Begünstigte
bis zu 80 % für Vorhaben der LAG
Beträge
Untergrenze: 5.000 EUR Förderung je Vorhaben (Kleine Projekte
können zu einem Vorhaben zusammengefasst werden)
keine Obergrenze
Wer ist antragsberechtigt?
natürliche Personen, Personengesellschaften, juristische Perso-
nen des privaten und öffentlichen Rechts einschließlich der LAG
selbst
Welche Voraussetzungen müssen u. a. erfüllt sein?
Vorhaben hält die Vorgaben der Gebietskulisse ein
positiver Beschluss des Entscheidungsgremiums der LAG zur
Auswahl des Vorhabens; sofern die LAG selbst Antragsteller ist,
reicht die Dokumentation der Anwendung der Auswahlkriterien
Erklärung und Begründung der LAG, dass das Vorhaben
den Zielen des EPLR 2014 – 2020 und
den Zielen der LEADER-Entwicklungsstrategie dient und
einen Mehrwert im Verhältnis zu Standardmaßnahmen des
EPLR 2014 – 2020 aufweist
Begründung der LAG zur Festlegung der Höhe der Finanzmittel
plausible Begründung der LAG zu Notwendigkeit und Ausprä-
gung des Vorhabens auf Grundlage der Vorhabenbeschreibung
des Antragstellers
Vorlage eines Geschäftsplans für wirtschaftlich betriebene Ein-
richtungen, bei Unternehmensneugründungen einschließlich
einer Stellungnahme einer zuständigen Kammer oder eines
Fachverbandes zur Plausibilität des Geschäftsplanes
bei baulichen Investitionen: Nachweis des Grundeigentums oder
der Erbbauberechtigung; bei Straßen- und Wegebauvorhaben
ist der Nachweis der dauerhaften rechtlichen Sicherung durch
öffentliche Widmung sowie bei Leitungsnetzen und Beschilde-
rungen der Nachweis der allgemeinen Verfügungsberechtigung
ausreichend. Ist der Erwerb von Grundstücken Bestandteil des
Vorhabens, hat der Nachweis der Eigentumsübertragung bis zur
ersten Auszahlung zu erfolgen
Stellungnahme des jeweiligen Planungsträgers für Vorhaben,
die einer öffentlichen Bedarfsplanung unterliegen
Bestätigung der zuständigen Fachstelle zur Bestandssicherheit
bei öffentlichen Bildungseinrichtungen
Stellungnahme zur Integration des Vorhabens in die Destinati-
onsstrategie der zuständigen Destinationsmanagementorgani-
sation (DMO) bei touristischen Vorhaben
für Vorhaben, für die eine Maßnahme außerhalb von LEADER
im EPLR 2014 – 2020 programmiert ist, werden die Konditionen
dieser Standardmaßnahme eingehalten
Wo und wie wird der Antrag gestellt?
Die Landratsämter nehmen die Anträge entgegen. Die jeweils gel-
tenden Antragsformulare, Vordrucke und Erklärungen sind im In-
ternet veröffentlicht.
www.smul.sachsen.de/foerderung/3428.htm
LEADER

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LEADER
5.4.3 Vorhaben für gebietsübergreifende und transnationale Kooperationen in der Lokalen Arbeitsgruppe (LAG)
Was wird gefördert?
Vorbereitung sowie die Durchführung gebietsübergreifender und
transnationaler Kooperationsvorhaben
Wie und in welcher Höhe wird gefördert?
Zuschuss
Höhe der Förderung
wird von der LAG in der LES bestimmt und beträgt:
bis zu 80 % bei kommunalen Begünstigten
bis zu 100 % für andere Begünstigte
bis zu 80 % für Vorhaben der LAG
Beträge
Untergrenze: 500 EUR Förderung je Vorhaben (Kleine Projekte
können zu einem Vorhaben zusammengefasst werden)
keine Obergrenze
Wer ist antragsberechtigt?
bei der Vorbereitung von Kooperationsvorhaben
sächsische LAG
bei der Durchführung von Kooperationsvorhaben
natürliche Personen, Personengesellschaften, juristische Perso-
nen des privaten und öffentlichen Rechts einschließlich der LAG
Welche Voraussetzungen müssen u. a. erfüllt sein?
Vorhaben hält die Vorgaben der Gebietskulisse ein
bei der Vorbereitung von Kooperationsvorhaben
Erklärung zur angestrebten Kooperation von mindestens zwei
Partnern bei der vorbereitenden Unterstützung
Dokumentation der Anwendung der Auswahlkriterien
Erklärung und Begründung der LAG, dass das Vorhaben
den Zielen des EPLR 2014 – 2020 und
den Zielen der LEADER-Entwicklungsstrategie dient und
einen Mehrwert im Verhältnis zu Standardmaßnahmen des
EPLR 2014 – 2020 aufweist
Begründung der LAG zur Festlegung der Höhe der Finanzmittel
plausible Begründung der LAG zu Notwendigkeit und Ausprä-
gung des Vorhabens auf Grundlage der Vorhabenbeschreibung
des Antragstellers
Beschreibung des mit der Kooperation beabsichtigten Vorha-
bens
Nachweis oder Erklärung des Partners, dass er
eine andere LAG oder
eine Gruppe aus lokalen öffentlichen und privaten Partnern in
einem ländlichen Gebiet, die eine lokale Entwicklungsstrate-
gie innerhalb oder außerhalb der EU umsetzt, oder
eine Gruppe aus lokalen öffentlichen und privaten Partnern in
einem nichtländlichen Gebiet, die eine lokale Entwicklungs-
strategie umsetzt,
ist
bei der Durchführung von Kooperationsvorhaben
Vorlage der Kooperationsvereinbarung
positiver Beschluss des Entscheidungsgremiums der LAG zur
Auswahl des Vorhabens; sofern die LAG selbst Antragsteller ist,
reicht die Dokumentation der Anwendung der Auswahlkriterien
Erklärung und Begründung der LAG, dass das Vorhaben
den Zielen des EPLR 2014 – 2020 und
den Zielen der LEADER-Entwicklungsstrategie dient und
einen Mehrwert im Verhältnis zu Standardmaßnahmen des
EPLR 2014 – 2020 aufweist
Begründung der LAG zur Festlegung der Höhe der Finanzmittel
Beschreibung des mit der Kooperation beabsichtigten Vorhabens
Krabat trifft Rübezahl

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30 |
LEADER
plausible Begründung der LAG zu Notwendigkeit und Ausprä-
gung des Vorhabens auf Grundlage der Vorhabenbeschreibung
des Antragstellers
Vorlage eines Geschäftsplans für wirtschaftlich betriebene Ein-
richtungen, bei Unternehmensneugründungen einschließlich
einer Stellungnahme einer zuständigen Kammer oder eines
Fachverbandes zur Plausibilität des Geschäftsplanes
bei baulichen Investitionen: Nachweis des Grundeigentums oder
der Erbbauberechtigung; bei Straßen- und Wegebauvorhaben
ist der Nachweis der dauerhaften rechtlichen Sicherung durch
öffentliche Widmung sowie bei Leitungsnetzen und Beschilde-
rungen der Nachweis der allgemeinen Verfügungsberechtigung
ausreichend
Stellungnahme des jeweiligen Planungsträgers für Vorhaben,
für die eine öffentliche Bedarfsplanung erfolgt
Bestätigung der zuständigen Fachstelle zur Bestandssicherheit
bei öffentlichen Bildungseinrichtungen
Stellungnahme zur Integration des Vorhabens in die Destinati-
onsstrategie der zuständigen DMO bei touristischen Vorhaben
für Vorhaben, für die eine Maßnahme außerhalb von LEADER
im EPLR 2014 – 2020 programmiert ist, werden die Konditionen
dieser Standardmaßnahme eingehalten
Nachweis oder Erklärung des Partners, dass er
eine andere LAG oder
eine Gruppe aus lokalen öffentlichen und privaten Partnern in
einem ländlichen Gebiet, die eine lokale Entwicklungsstrate-
gie innerhalb oder außerhalb der EU umsetzt, oder
eine Gruppe aus lokalen öffentlichen und privaten Partnern in
einem nichtländlichen Gebiet, die eine lokale Entwicklungs-
strategie umsetzt,
ist
Wo und wie wird der Antrag gestellt?
Die Landratsämter nehmen die Anträge entgegen. Die jeweils gel-
tenden Antragsformulare, Vordrucke und Erklärungen sind im In-
ternet veröffentlicht.
www.smul.sachsen.de/foerderung/3428.htm

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LEADER
Welche Voraussetzungen müssen u. a. erfüllt sein?
Vorhaben hält die Vorgaben der Gebietskulisse ein
Erklärung und Begründung der LAG, dass das Vorhaben
den Zielen des EPLR 2014 – 2020 und
den Zielen der LES dient
plausible Begründung der LAG zu Notwendigkeit und Ausprä-
gung des Vorhabens auf Grundlage der Vorhabenbeschreibung
des Antragstellers
Stellungnahme zur Integration des Vorhabens in die Destina-
tionsstrategie der zuständigen DMO bei touristischen Vorhaben
der Höchstsatz von 25 % der im Rahmen der jeweiligen LES
anfallenden öffentlichen Gesamtausgaben für die Verwaltung
der Durchführung der LES und für Vorhaben der Sensibilisierung
wird nicht überschritten
Wo und wie wird der Antrag gestellt?
Die Landratsämter nehmen die Anträge entgegen. Die jeweils gel-
tenden Antragsformulare, Vordrucke und Erklärungen sind im In-
ternet veröffentlicht.
www.smul.sachsen.de/foerderung/3428.htm
5.4.4 Mit der Verwaltung der Durchführung der LEADER-Entwicklungsstrategie verbundene laufende Kosten und Sensibilisierung
Was wird gefördert?
der laufende Betrieb sowie Sensibilisierungsvorhaben der LAG
einschließlich Regionalmanagement und Kosten für das Entschei-
dungsgremium der LAG zur Umsetzung der LES
Wie und in welcher Höhe wird gefördert?
Zuschuss
Höhe der Förderung
80 %
Beträge
Untergrenze: 5.000 EUR Förderung je Vorhaben (Kleine Projekte
können zu einem Vorhaben zusammengefasst werden)
keine Obergrenze
Wer ist antragsberechtigt?
sächsische LAG

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32 |
5.4.5 Auswahl der LEADER-Gebiete
Verfahren und Ergebnis
Der Freistaat Sachsen setzt bei der Förderung für die ländlichen
Gebiete auch in der EU-Förderperiode 2014 – 2020 auf bewähr-
te regionale Strukturen. Bereits Ende 2013 fand ein Interessen-
bekundungsverfahren zur Beteiligung der Regionen und Gemein-
den am neuen LEADER-Programm statt. Mit einer Veranstaltung
am 11. April 2014 erfolgte dann in Freiberg der landesweite Aufruf
an die sächsischen Regionen zur Teilnahme am Auswahlverfahren
für die LEADER-Gebiete der Förderperiode 2014 – 2020.
Als Grundlage für die Bewerbung wurde ein Leistungsbild für die
LEADER-Entwicklungsstrategie (LES) vorgegeben, nach dem die
Abgrenzung des Gebietes und regionale Ausgangsbedingungen
zu beschreiben sowie insbesondere strategische Ziele und deren
konkrete Umsetzung in Maßnahmen festzulegen waren. Erstma-
lig erhielten die Regionen für die Förderperiode 2014 – 2020 die
Möglichkeit, entsprechend den Zielen ihrer LES in den Strategien
das Förder spektrum selbst auszuarbeiten sowie die konkreten För-
dersätze und -höhen festzulegen.
Zum 16. Januar 2015 reichten 30 Regionen des Freistaats Sachsen
ihre LES zur Teilnahme am Auswahlverfahren ein. Insgesamt acht
Regionen beantragten mit ihrer LES zusätzlich die Anerkennung
als lokale Fischereiaktionsgruppe (FLAG) im Rahmen des Europä-
ischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF).
Bis Ende März 2015 wurden alle Strategien durch einen externen
Gutachter hinsichtlich der Einhaltung des Leistungsbildes, der
Konformität mit den Bestimmungen der Europäischen Union und
den Anforderungen aus dem EPLR sowie auf die Erreichung einer
Mindestqualität geprüft.
Alle Ergebnisse flossen in eine Empfehlung an einen Ausschuss zur
Auswahl der künftigen LEADER-Gebiete ein. Als Mitglieder dieses
Auswahlausschusses wurden von Staatsminister Thomas Schmidt
Persönlichkeiten aus dem Bereich der ländlichen Entwicklung, der
Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sowie Vertreter der finanzie-
renden Fonds berufen. Der Ausschuss tagte am 9. April 2015 unter
dem Vorsitz von Staatssekretär Herbert Wolff und beriet über die
Empfehlungen des Gutachters.
Im Ergebnis konnten im Rahmen einer Veranstaltung am 22. April
2015 in Limbach-Oberfrohna alle 30 Bewerber als LEADER-Gebiet,
davon acht Regionen zusätzlich als FLAG, anerkannt werden.
Veranstaltung zur Anerkennung als LEADER-Gebiet am 22. April 2015 in Limbach-Oberfrohna
LEADER

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| 33
LEADER

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34 |
5.5 Förderbereich Naturschutz
Naturschutz

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5.5.1 Stützmauern landwirtschaftlicher Flächen
Trockenmauern als Stützmauern landwirtschaftlicher Flächen stel-
len eine wichtige Infrastruktur für die Nutzbarkeit der Flächen dar.
Sie besitzen insbesondere als Weinbergmauern in den Hang- und
Steillagen des sächsischen Weinbaugebiets eine hohe wirtschaftli-
che und landschaftsökologische Bedeutung.
Weinbergmauern als kulturlandschaftsprägende Elemente kom-
men im Freistaat Sachsen vorwiegend im Elbtal vor. Durch Einflüs-
se wie Frost und Starkregen, unterlassene Nutzung der Flächen
sowie Schädigung der Mauern durch Alterung oder Vegetations-
bewuchs besteht der Bedarf zur Sanierung von Weinbergmauern.
Hierdurch kann die landschaftsökologische und kulturlandschaft-
liche Bedeutung der Trockenmauern gesichert werden. Gleichzei-
tig wird ein Beitrag zu einer nachhaltigen landwirtschaftlichen
Nutzung der Hang- und Steillagen geleistet.
Welche Förderrichtlinie gilt?
Förderrichtlinie Natürliches Erbe
(RL NE/2014, Fördergegenstand A.6)
Was soll erreicht werden?
Beitrag zur Wiederherstellung, Erhaltung und Verbesserung der
Biologischen Vielfalt
Bewahrung landwirtschaftlicher Flächen vor Erosion
Was wird gefördert?
Anlage und Sanierung von Trockenmauern als Stützmauern
landwirtschaftlicher Flächen (insbesondere Weinbergmauern)
als prägende Elemente der historisch gewachsenen Kulturland-
schaft
Wie und in welcher Höhe wird gefördert?
Zuschuss oder standardisierte Einheitskosten
Höhe der Förderung (bei Zuschussförderung)
80 %
90 % bei kommunalen Begünstigten
Beträge
Untergrenze: 500 EUR Förderung je Vorhaben
keine Obergrenze
Wer ist antragsberechtigt?
juristische Personen des privaten und öffentlichen Rechts
natürliche Personen
Welche Voraussetzungen müssen u. a. erfüllt sein?
Vorhaben hält die Vorgaben der Gebietskulisse ein
Mauer dient der Abstützung einer landwirtschaftlichen Fläche
die Stützmauer wird als Trockenmauer (unverfugte Natur stein-
mauer) ausgeführt
ggf. Nachweis der Flächenverfügbarkeit bzw. der Verfügbarkeit
des sonstigen unbeweglichen Vermögens
Wo und wie wird der Antrag gestellt?
Anträge sind an die zuständigen Förder- und Fachbildungszentren
mit Sachgebiet Naturschutz des LfULG in Kamenz, Wurzen oder
Zwickau zu richten. Die jeweils geltenden Antragsformulare, Vor-
drucke und Erklärungen sind im Internet verfügbar.
www.smul.sachsen.de/foerderung/3428.htm
Naturschutz

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36 |
5.5.2 Biotopgestaltungs- und Artenschutzvorhaben sowie Anschaffung von Technik und Ausstattung
Der Freistaat Sachsen ist gekennzeichnet durch eine hohe land-
schaftliche Vielfalt. Zahlreiche Arten und Lebensräume weisen
jedoch eine hohe Gefährdung bzw. unzureichende bis schlechte
Erhaltungszustände auf. Der Schwund und die Veränderung von
Lebensräumen sind dabei Hauptursachen für den Bestandsrück-
gang vieler Tier- und Pflanzenarten.
Um die anhaltende Gefährdung der Lebensräume und Arten zu
vermindern und einen aktiven Beitrag zum Erhalt der Biologischen
Vielfalt sowie der Ökosysteme zu leisten, gibt es in der Förderperi-
ode 2014 – 2020 daher den Bedarf, nichtproduktive Investitionen
zur Wiederherstellung, Erhaltung und Verbesserung der Biologi-
schen Vielfalt sowie zur Erhaltung der Kulturlandschaft zu unter-
stützen.
Welche Förderrichtlinie gilt?
Förderrichtlinie Natürliches Erbe
(RL NE/2014, Fördergegenstand A.1, A.2 und A.3)
Was soll erreicht werden?
Beitrag zur Wiederherstellung, Erhaltung und Verbesserung der
Biologischen Vielfalt
Was wird gefördert?
Biotopgestaltungsvorhaben, insbesondere:
Anlage und Sanierung von Gehölzen des Offenlandes,
Nachpflanzung, Neuanlage und Sanierung von Streuobst wiesen,
naturschutzfachliche Aufwertung von Flächen (z. B. durch ar-
tenreiches Saatgut),
Managementeingriffe zum Erhalt von Biotopen (z. B. Ent-
buschungsmaßnahmen),
Aufwendungen im Zusammenhang mit Änderungen der Flä-
chennutzung sowie
die Renaturierung und Revitalisierung von Feuchtgebieten,
Mooren und Gewässern.
Artenschutzvorhaben, insbesondere:
Projekte zur Sicherung, Wiederherstellung und Entwick-
lung von Lebensstätten geschützter oder gefährdeter Arten
(z. B. Storchenhorste, Fledermausquartiere, Erwerb von mobilen/
Errichtung von stationären Amphibienleiteinrichtungen)
Bestandsunterstützende Vorhaben (einschließlich Ex-Situ-
Vermehrung, Ausbringung gefährdeter Arten etc.).
Technik und Ausstattung zur Sicherung der Biologischen Vielfalt:
Anschaffung (ggf. einschließlich Errichtung und Installation)
von Technik und Ausstattung zur Vorbereitung, Durchführung
oder Nachbereitung naturschutzgerechter Bewirtschaftungs-
oder Pflegemaßnahmen (z. B. Anschaffung von Biotoppflege-
technik, Transportgeräte, Technik zur Aufbereitung von Biomas-
se aus der Landschaftspflege) sowie zur Prävention vor Schäden
durch geschützte Arten.
Wie und in welcher Höhe wird gefördert?
Zuschuss
Für bestimmte Kostenoptionen und Vorhabentypen kann die För-
derung auf der Grundlage standardisierter Einheitskosten gewährt
werden.
Höhe der Förderung (bei Zuschussförderung)
80 %
90 % bei Biotopgestaltungs- und Artenschutzvorhaben, die sich
auf Arten, Lebensraumtypen oder Biotope mit der Einstufung
in Stufe 3 der Bedeutung für den Arten- und Biotopschutz im
Freistaat Sachsen beziehen
100 % bei Biotopgestaltungs- und Artenschutzvorhaben, die
sich auf Arten, Lebensraumtypen oder Biotope mit der Einstu-
fung in Stufe 2 oder Stufe 1 der Bedeutung für den Arten- und
Biotopschutz im Freistaat Sachsen beziehen
90 % bei kommunalen Begünstigten
Naturschutz
Artenschutzprogramm Weißstorch

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| 37
Naturschutz
Beträge
Untergrenze: 500 EUR Förderung je Vorhaben, keine Untergren-
ze bei Vorhaben zur Prävention vor Schäden durch geschützte
Arten
keine Obergrenze
Wer ist antragsberechtigt?
juristische Personen des privaten und öffentlichen Rechts
natürliche Personen
Welche Voraussetzungen müssen u. a. erfüllt sein?
Vorhaben hält die Vorgaben der Gebietskulisse ein
für Biotopgestaltungs- und Artenschutzvorhaben:
Vorhaben ist für die Erhaltung, Wiederherstellung oder Ent-
wicklung der natürlichen Biologischen Vielfalt zweckmäßig
Vorhaben liegt nicht im Wald bzw. vorrangige Zielstellung des
Vorhabens liegt nicht im Wald
für Technik und Ausstattung, die nicht Bestandteil eines Biotop-
gestaltungsvorhabens oder Artenschutzvorhabens ist:
das Vorhaben betrifft die Anschaffung (ggf. einschließlich
Errichtung und Installation) von Technik und Ausstattung
zur Vorbereitung, Durchführung oder Nachbereitung natur-
schutzgerechter Bewirtschaftungs- oder Pflegemaßnahmen
oder der Prävention vor Schäden durch geschützte Arten und
ist hierfür zweckmäßig
ggf. Nachweis der Flächenverfügbarkeit bzw. der Verfügbarkeit
des sonstigen unbeweglichen Vermögens
Wo und wie wird der Antrag gestellt?
Anträge sind an die zuständigen Förder- und Fachbildungszentren
mit Sachgebiet Naturschutz des LfULG in Kamenz, Wurzen oder
Zwickau zu richten. Die jeweils geltenden Antragsformulare, Vor-
drucke und Erklärungen sind im Internet verfügbar.
www.smul.sachsen.de/foerderung/3428.htm
Nachpflanzung einer Streuobstwiese

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5.5.3 Naturschutzfachplanungen
Die anhaltende Gefährdung vieler Tier- und Pflanzenarten sowie
ihrer Lebensräume erfordert eine Vielzahl naturspezifischer In-
terventionen. Eine wesentliche Grundlage zur Sicherung der Bio-
logischen Vielfalt stellen dabei Fachplanungen des Naturschut-
zes und der Landschaftspflege dar. Teilweise liegen im Freistaat
Sachsen bislang jedoch solche planerischen Grundlagen nicht in
ausreichendem Umfang vor (z. B. artspezifische Untersetzung der
Artenschutzkonzeption, Untersetzung der landesweiten Biotop-
verbundplanung) bzw. müssen vorhandene Planungsgrundlagen
aktualisiert und weiter qualifiziert werden (z. B. Fachgutachten
und Planungen für Schutzgebiete wie Naturschutzgebiete). Somit
besteht ein Bedarf, Fachplanungen des Naturschutzes und der Land-
schaftspflege in der Förderperiode 2014 – 2020 zu unterstützen.
Welche Förderrichtlinie gilt?
Förderrichtlinie Natürliches Erbe
(RL NE/2014, Fördergegenstand B.1)
Was soll erreicht werden?
Beitrag zur Wiederherstellung, Erhaltung und Verbesserung der
Biologischen Vielfalt
Was wird gefördert?
Erstellung bzw. Fortschreibung von Fachplanungen des Natur-
schutzes und der Landschaftspflege einschließlich hierfür erfor-
derlicher Datengrundlagen
Wie und in welcher Höhe wird gefördert?
Zuschuss
Höhe der Förderung
90 %
Beträge
Untergrenze: 2.000 EUR Förderung je Vorhaben
keine Obergrenze
Wer ist antragsberechtigt?
Landkreise
Welche Voraussetzungen müssen u. a. erfüllt sein?
Vorhaben hält die Vorgaben der Gebietskulisse ein
bei dem Vorhaben handelt es sich um Pläne zum Schutz oder
zur Bewirtschaftung von Natura 2000-Gebieten oder sonstigen
Gebieten mit hohem Naturschutzwert oder die Bereitstellung
der hierfür erforderlichen Datengrundlagen
Wo und wie wird der Antrag gestellt?
Anträge sind an die zuständigen Förder- und Fachbildungszentren
mit Sachgebiet Naturschutz des LfULG in Kamenz, Wurzen oder
Zwickau zu richten. Die jeweils geltenden Antragsformulare, Vor-
drucke und Erklärungen sind im Internet verfügbar.
www.smul.sachsen.de/foerderung/3428.htm
Naturschutz

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Vorhaben der naturschutzbezogenen Öffentlichkeits- und
Bildungsarbeit, insbesondere:
Erstellung und Veröffentlichung von Broschüren, Faltblättern
und Fachpublikationen
Durchführung von Informationsveranstaltungen und Schulun-
gen
Errichtung und Unterhaltung von Kontaktstellen und Kontakt-
büros zur Information der Öffentlichkeit (insbesondere hin-
sichtlich Arten bzw. spezifischen Projekten mit besonderem
Konfliktpotenzial)
Ausstellungen
Informationsvorhaben über Erzeugnisse aus naturschutzge-
rechten Landnutzungsweisen
Aufklärungs- und Informationsvorhaben für Besucher und Tou-
risten in Schutzgebieten
Aufgaben des Konfliktmanagements sowie der Moderation und
Begleitung von Kommunikationsprozessen im Zusammenhang
mit der Sicherung der Biologischen Vielfalt
Wie und in welcher Höhe wird gefördert?
Zuschuss
Für bestimmte Kostenoptionen und Vorhabentypen kann die För-
derung auf der Grundlage standardisierter Einheitskosten gewährt
werden.
5.5.4 Studien zur Dokumentation von Artvorkommen sowie naturschutzbezogene Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit
Studien zur Dokumentation von Vorkommen geschützter oder ge-
fährdeter Arten können helfen, den Erhaltungszustand von Arten,
Artvorkommen und Artengesellschaften einschließlich Lebens-
raumtypen sowie Habitatqualitäten zu beurteilen, Gefährdungs-
potenziale einzuschätzen und Handlungserfordernisse im Hinblick
auf die Erhaltung der Arten zu identifizieren. Sie werden unter-
stützt, wenn sie als Bestandteil der Betreuung von Artvorkommen
bzw. Artengesellschaften durchgeführt werden.
Im Hinblick auf den Schutz von Arten und den Erhalt und/oder
die Wiederherstellung von Lebensräumen ist zudem eine hohe
Akzeptanz in der Bevölkerung im Allgemeinen sowie bei den Flä-
cheneigentümern und Flächennutzern im Besonderen eine we-
sentliche Voraussetzung. Um langfristig eine größere Akzeptanz
zu schaffen, aber auch um die fachliche Wirkung und den Erfolg
bestimmter naturschutzbezogener Vorhaben öffentlichkeitswirk-
sam zu präsentieren, besteht in der Förderperiode 2014 – 2020 der
Bedarf, die Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit im Naturschutz zu
unterstützen.
Welche Förderrichtlinie gilt?
Förderrichtlinie Natürliches Erbe
(RL NE/2014, Fördergegenstand B.2 und C.2)
Was soll erreicht werden?
Schaffung fachlicher Grundlagen für die Wiederherstellung, Er-
haltung und Verbesserung der Biologischen Vielfalt sowie Be-
wusstseinsbildung für derartige Zielstellungen und Vorhaben
Was wird gefördert?
Studien zur Dokumentation von Artvorkommen, insbesondere:
Erfassung von Arten, Artvorkommen, Artengesellschaften ein-
schließlich Lebensraumtypen und Habitatqualitäten (u.
a. an
Niststätten geschützter Vogelarten, an Fledermausquartieren
oder auf Amphibienwanderrouten oder Arten und Lebensräume
von gemeinschaftlicher Bedeutung in Natura 2000 Gebieten),
Artbestimmungen
Feststellung von Beeinträchtigungen und Handlungsbedarfen
Dokumentation von Erfassungsergebnissen
Naturschutz

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40 |
Höhe der Förderung (bei Zuschussförderung)
80 %
90 % bei Vorhaben, die sich auf Arten, Lebensraumtypen oder
Biotope mit der Einstufung in Stufe 3 der Bedeutung für den
Arten- und Biotopschutz im Freistaat Sachsen beziehen
100 % bei Vorhaben, die sich auf Arten, Lebensraumtypen oder
Biotope mit der Einstufung in Stufe 2 oder Stufe 1 der Bedeu-
tung für den Arten- und Biotopschutz im Freistaat Sachsen be-
ziehen
90 % bei kommunalen Begünstigten
Beträge
Untergrenze: 500 EUR Förderung je Vorhaben
keine Obergrenze
Wer ist antragsberechtigt?
juristische Personen des privaten und öffentlichen Rechts
natürliche Personen
Welche Voraussetzungen müssen u. a. erfüllt sein?
Vorhaben hält die Vorgaben der Gebietskulisse ein
bei dem Vorhaben handelt es sich um eine Studie zur Doku-
mentation von Vorkommen geschützter oder gefährdeter
Arten oder Artengesellschaften oder um Öffentlichkeits-
oder Bildungsarbeit mit Naturschutzbezug
Vorhaben ist für Ziele des Naturschutzes zweckmäßig
im Fall von Studien zur Dokumentation von Artvorkommen:
die Studie zur Dokumentation von Vorkommen geschützter
oder gefährdeter Arten oder Artengesellschaften wird als
Bestandteil der Betreuung von Artvorkommen bzw. Arten-
gesellschaften durchgeführt
die Studie zur Dokumentation von Vorkommen geschützter
oder gefährdeter Arten oder Artengesellschaften bezieht sich
auf Arten bzw. Artvorkommen sowie Inhalte und Aufgaben,
die durch das SMUL als förderfähig festgelegt und öffentlich
bekannt gemacht worden sind
im Fall von Investitionen, die zu einer dauerhaften Änderung
der Nutzung von Flächen oder Gebäuden führen: Vorhaben
steht zu einschlägigen LES bzw. Plänen für die Entwicklung von
Gemeinden und Dörfern in ländlichen Gebieten und deren Ba-
sisdienstleistungen, die der LES entsprechen müssen, nicht im
Widerspruch
ggf. Nachweis der Flächenverfügbarkeit bzw. der Verfügbarkeit
des sonstigen unbeweglichen Vermögens
Wo und wie wird der Antrag gestellt?
Anträge sind an die zuständigen Förder- und Fachbildungszentren
mit Sachgebiet Naturschutz des LfULG in Kamenz, Wurzen oder
Zwickau zu richten. Die jeweils geltenden Antragsformulare, Vor-
drucke und Erklärungen sind im Internet verfügbar.
www.smul.sachsen.de/foerderung/3428.htm
Naturschutz

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5.5.5 Biotopgestaltungs- und Artenschutzvorhaben im Wald
Zur Sicherung von Artvorkommen, Lebensräumen und Ökosyste-
men im Wald bedarf es häufig Maßnahmen, die nicht der forst-
wirtschaftlichen Produktion dienen, sondern ausschließlich auf die
Bereitstellung von Ökosystemdienstleistungen im Wald ausgerich-
tet sind. Während beispielsweise bei den FFH-Lebensraumtypen
der Wälder im Freistaat Sachsen insgesamt günstige Erhaltungs-
zustände dominieren, sind insbesondere bei den Lebensraumty-
pen Auwälder und Moorwälder schlechte Erhaltungszustände in
deutlich höherem Umfang festzustellen. Zahlreiche der im Frei-
staat Sachsen gefährdeten Arten benötigen zudem als Lebensraum
naturnahe Ökosysteme im Wald. Aus diesen Gründen besteht in
der Förderperiode 2014 – 2020 ein Bedarf zur Unterstützung von
Biotopgestaltungs- und Artenschutzvorhaben im Wald.
Welche Förderrichtlinie gilt?
Förderrichtlinie Natürliches Erbe
(RL NE/2014, Fördergegenstand A.4 und A.5)
Was soll erreicht werden?
Sicherung von Artvorkommen, Lebensräumen und Ökosystemen
im Wald
Was wird gefördert?
Biotopgestaltungsvorhaben im Wald, insbesondere:
Renaturierung und Revitalisierung von Feuchtgebieten, Mooren
und Gewässern
Managementeingriffe zum Erhalt von Biotopen (z. B. Herstellung
lichter Bereiche, Entnahme naturschutzfachlich unerwünschter
Mischbaumarten).
Artenschutzvorhaben im Wald, insbesondere:
Vorhaben zur Sicherung, Wiederherstellung und Entwick-
lung von Lebensstätten geschützter oder gefährdeter Arten
(z. B. Freistellen von Habitatbäumen, Anbringung von Nist hilfen)
bestandsunterstützende Vorhaben (einschließlich Ex-Situ-Ver-
mehrung, Ausbringung gefährdeter Arten etc.).
Wie und in welcher Höhe wird gefördert?
Zuschuss oder standardisierte Einheitskosten
Höhe der Förderung (bei Zuschussförderung)
80 %
90 % bei Vorhaben, die sich auf Arten, Lebensraumtypen oder
Biotope mit der Einstufung in Stufe 3 der Bedeutung für den
Arten- und Biotopschutz im Freistaat Sachsen beziehen
100 % bei Vorhaben, die sich auf Arten, Lebensraumtypen oder
Biotope mit der Einstufung in Stufe 2 oder Stufe 1 der Bedeu-
tung für den Arten- und Biotopschutz im Freistaat Sachsen be-
ziehen
90 % bei kommunalen Begünstigten
Beträge
Untergrenze: 500 EUR Förderung je Vorhaben
keine Obergrenze
Wer ist antragsberechtigt?
juristische Personen des privaten und öffentlichen Rechts
natürliche Personen
Welche Voraussetzungen müssen u. a. erfüllt sein?
Vorhaben hält die Vorgaben der Gebietskulisse ein
Vorhaben liegt im Wald bzw. die vorrangige Zielstellung des Vor-
habens liegt im Wald
Vorhaben ist für die Erhaltung, Wiederherstellung oder Entwick-
lung der natürlichen Biologischen Vielfalt zweckmäßig
ggf. Nachweis der Flächenverfügbarkeit bzw. der Verfügbarkeit
des sonstigen unbeweglichen Vermögens
Wo und wie wird der Antrag gestellt?
Anträge sind an die zuständigen Förder- und Fachbildungszentren
mit Sachgebiet Naturschutz des LfULG in Kamenz, Wurzen oder
Zwickau zu richten. Die jeweils geltenden Antragsformulare, Vor-
drucke und Erklärungen sind im Internet verfügbar.
www.smul.sachsen.de/foerderung/3428.htm
Naturschutz

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42 |
5.5.6 Gemeinsame Konzepte für Umweltprojekte und gegenwärtig angewendete ökologische Verfahren
Aufgrund der europäischen bzw. nationalen Schutzverantwortung
und -verpflichtung besteht Bedarf zur Initiierung, Koordinierung,
Unterstützung und Durchführung gemeinsamer Projekte und Ak-
tivitäten zum Schutz der Biologischen Vielfalt. Da einerseits die
Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren oft mit einem
erheblichen Mehraufwand verbunden ist, andererseits dadurch
erfolgversprechende Möglichkeiten zur Sicherung von besonders
bedeutsamen Bereichen der natürlichen Biologischen Vielfalt ge-
schaffen werden, ist die Unterstützung von Kooperationsprojek-
ten im Zusammenhang mit der Bewahrung und Wiederherstellung
der Biologischen Vielfalt geboten. Zudem sollen neue Formen der
Zusammenarbeit und des Managements durch dieses Fördervor-
haben unterstützt werden, die einen wesentlichen Beitrag für die
Lösung bisher offener oder konfliktbeladener Aufgaben im Bereich
des Schutzes der Biologischen Vielfalt leisten können.
Welche Förderrichtlinie gilt?
Förderrichtlinie Natürliches Erbe
(RL NE/2014, Fördergegenstand C.3)
Was soll erreicht werden?
Stärkung der Vernetzung zwischen verschiedenen Akteuren so-
wie einem gemeinsamen Handeln und gezielten Management in
Bezug auf den Schutz und die nachhaltige Nutzung von Arten
und Lebensräumen
Beitrag zur Wiederherstellung, Erhaltung und Verbesserung der
Biologischen Vielfalt
Was wird gefördert?
Entwicklung oder Umsetzung von gemeinsamen Konzepten für
Projekte sowie gegenwärtig angewendete ökologische Verfahren
zum Schutz der Biologischen Vielfalt u. a.
Planung, Initiierung, Koordinierung und Unterhaltung von
Strukturen für die Zusammenarbeit von Akteuren zur Sicherung
der Biologischen Vielfalt,
innovative Ansätze im Biotop- und Artenschutz
Planung, Koordinierung und Umsetzung komplexer Arten- und
Biotopschutzkonzepte,
Vorhaben zur gemeinsamen Nutzung von Ressourcen im Be-
reich des Arten- und Biotopschutzes,
Vorhaben im Zusammenhang mit der Vermarktung von Produk-
ten aus naturschutzgerechter Erzeugung bzw. naturschutzbe-
deutsamen Landnutzungsweisen
Wie und in welcher Höhe wird gefördert?
Zuschuss
Für bestimmte Kostenpositionen und Vorhabentypen kann die För-
derung auf der Grundlage standardisierter Einheitskosten gewährt
werden.
Höhe der Förderung (bei Zuschussförderung)
80 %
90 % bei Vorhaben, die sich auf Arten, Lebensraumtypen oder
Biotope mit der Einstufung in Stufe 3 der Bedeutung für den
Arten- und Biotopschutz im Freistaat Sachsen beziehen
100 % bei Vorhaben, die sich auf Arten, Lebensraumtypen oder
Biotope mit der Einstufung in Stufe 2 oder Stufe 1 der Bedeu-
tung für den Arten- und Biotopschutz im Freistaat Sachsen
beziehen
80 % bei kommunalen Begünstigten
Beträge
Untergrenze: 2.000 EUR Förderung je Vorhaben
keine Obergrenze
Naturschutz

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Wer ist antragsberechtigt?
juristische Personen des privaten und öffentlichen Rechts
natürliche Personen
Welche Voraussetzungen müssen u. a. erfüllt sein?
Vorhaben hält die Vorgaben der Gebietskulisse ein
Zusammenarbeit von mindestens zwei Akteuren
bei dem Vorhaben handelt es sich um ein Konzept für ein Um-
weltprojekt oder gegenwärtig angewendete ökologische Ver-
fahren
Vorhaben ist für die Erhaltung, Wiederherstellung oder Entwick-
lung der natürlichen Biologischen Vielfalt zweckmäßig
Vorhaben entspricht der im Aufruf zur Einreichung von Projekt-
vorschlägen vorgegebenen thematischen Zielstellung
Vorlage einer Konzeption, die eine erfolgreiche Umsetzung des
Vorhabens erwarten lässt
ggf. Nachweis der Flächenverfügbarkeit bzw. der Verfügbarkeit
des sonstigen unbeweglichen Vermögens
Wo und wie wird der Antrag gestellt?
Anträge sind an die zuständigen Förder- und Fachbildungszentren
mit Sachgebiet Naturschutz des LfULG in Kamenz, Wurzen oder
Zwickau zu richten. Die jeweils geltenden Antragsformulare, Vor-
drucke und Erklärungen sind im Internet verfügbar.
www.smul.sachsen.de/foerderung/3428.htm
Naturschutz

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5.6 Förderbereich Forst
Forst

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5.6.1 Erschließung forstwirtschaftlicher Flächen
Die Verbesserung der forstwirtschaftlichen Infrastruktur stellt
eine entscheidende Voraussetzung für eine nachhaltige Waldbe-
wirtschaftung sowie für notwendige Maßnahmen des Waldschut-
zes dar. Im Freistaat Sachsen ist diese sowohl in Bezug auf den
Erschließungszustand als auch auf den Ausbauzustand und die
Lagerkapazitäten nach wie vor unzureichend. Um die bestehen-
den Defizite langfristig zu beheben, besteht in der Förderperiode
2014 – 2020 weiterer Bedarf, die Erschließung von forstwirtschaft-
lichen Flächen mit entsprechenden Infrastrukturvorhaben zu un-
terstützen.
Welche Förderrichtlinie gilt?
Förderrichtlinie Wald- und Forstwirtschaft (RL WuF/2014)
Was soll erreicht werden?
Sicherung und Erweiterung der Waldnutzung und der Produkti-
onspotenziale des Waldes
Erleichterung der Rohholzversorgung der holzbe- und -verar-
beitenden Industrie und die Versorgung mit erneuerbaren Ener-
gien
Beitrag zu Waldschutz und nachhaltiger Waldbewirtschaftung
Was wird gefördert?
a)
Forstliche Holzabfuhrwege
b)
Holzlagerplätze und -konservierungsanlagen
Wie und in welcher Höhe wird gefördert?
Zuschuss
Höhe der Förderung
für
a)
:
bis 200 ha Betriebsgröße: 90 %
über 200 ha Betriebsgröße: 75 %
75 % bei kommunalen Begünstigten
für
b)
:
30 %
Beträge
Untergrenze: 5.000 EUR Förderung je Vorhaben
keine Obergrenze
Wer ist antragsberechtigt?
private und körperschaftliche Waldbesitzer
anerkannte forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse
Teilnehmergemeinschaften nach dem Flurbereinigungsgesetz
Begünstigte als Träger für gemeinschaftliche/besitzübergreifen-
de Vorhaben
Welche Voraussetzungen müssen u. a. erfüllt sein?
für
a)
:
Vorhaben hält die Vorgaben der Gebietskulisse ein
Vorhaben dient der Erschließung forstwirtschaftlich genutz-
ter Flächen
Vorlage erforderlicher öffentlich-rechtlicher Genehmigungen
für
b)
:
Vorhaben hält die Vorgaben der Gebietskulisse ein
Nachweis einer befestigten schwerlastfähigen Zuwegung mit
Anbindung an das öffentliche Straßennetz
Vorlage erforderlicher öffentlich-rechtlicher Genehmigungen
Wo und wie wird der Antrag gestellt?
Antrags- und Bewilligungsstelle ist das zuständige Referat der
Oberen Forst- und Jagdbehörde im Staatsbetrieb Sachsenforst. Die
jeweils geltenden Antragsformulare, Vordrucke und Erklärungen
sind im Internet verfügbar.
www.smul.sachsen.de/foerderung/3428.htm
Forst

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46 |
5.6.2 Einrichtung und Verbesserung von Anlagen zur Überwachung des Auftretens von Waldbränden
Waldzerstörungen durch Großschadereignisse (z. B. Waldbrände)
gefährden sowohl die Lebensfähigkeit als auch die vielfältigen
Funktionen von Wäldern. Durch die zunehmenden Klimaverände-
rungen und damit einhergehend langanhaltende Trockenperioden
steigt das Gefährdungspotenzial auch in den sächsischen Wäl-
dern. Um der Gefahr der Waldzerstörung durch Brände vorzubeu-
gen, müssen Anlagen zur Waldbrandüberwachung ausgebaut und
weiterentwickelt werden.
Welche Förderrichtlinie gilt?
Förderrichtlinie Wald- und Forstwirtschaft (RL WuF/2014)
Was soll erreicht werden?
Vorbeugung der Gefahr der Waldzerstörung durch Brände
technische Weiterentwicklung sowie Ausbau von Anlagen zur
Überwachung des Auftretens von Waldbränden
Was wird gefördert?
Einrichtung (Neu- und Ausbau) und Verbesserung (technische
Weiterentwicklung) von Anlagen (Detektoreinheiten und Trä-
gersysteme) zur Überwachung des Auftretens von Waldbränden
(Automatische Waldbrandfrüherkennungssysteme, AWFS)
Wie und in welcher Höhe wird gefördert?
Zuschuss
Höhe der Förderung
75 %
Beträge
Untergrenze: 5.000 EUR Förderung je Vorhaben
keine Obergrenze
Wer ist antragsberechtigt?
Landkreise sowie von ihnen in öffentlich-rechtlicher Form be-
auftragte Kommunen
kommunale Zweckverbände oder Verwaltungsgemeinschaften
Welche Voraussetzungen müssen u. a. erfüllt sein?
Vorhaben hält die Vorgaben der Gebietskulisse ein
Vorhaben steht mit einem Waldbrandschutzplan in Einklang
Standort nur in Gebieten mit mittlerem bis hohem Wald-
brandrisiko (gem. Karte zu Waldbrandgefahrenklassen) in den
Landkreisen Nordsachsen, Meißen, Bautzen oder Görlitz
Vorlage öffentlich-rechtlicher Genehmigungen
Wo und wie wird der Antrag gestellt?
Antrags- und Bewilligungsstelle ist das zuständige Referat der
Oberen Forst- und Jagdbehörde im Staatsbetrieb Sachsenforst. Die
jeweils geltenden Antragsformulare, Vordrucke und Erklärungen
sind im Internet verfügbar.
www.smul.sachsen.de/foerderung/3428.htm
Forst
Automatisches Waldbrandfrüherkennungssystem

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| 47
5.6.3 Waldumbau außerhalb von Schutzgebieten
Stabile Waldökosysteme sind zum einen eine wesentliche Voraus-
setzung, um auf gegenwärtige (z. B. Stoffeinträge, Bodenzustand)
und zukünftige (z. B. Klimawandel) Einflussfaktoren reagieren zu
können, zum anderen steigern sie den ökologischen und öffent-
lichen Wert des Waldes.
In sächsischen Wäldern dominieren derzeit noch strukturarme
Nadelbaumreinbestände, die nicht der natürlichen Baumartenaus-
stattung entsprechen. Dadurch sind diese Waldökosysteme nur
bedingt stabil bzw. elastisch, um auf die angeführten aktuellen
und zukünftigen Einflussfaktoren angemessen reagieren zu kön-
nen.
Welche Förderrichtlinie gilt?
Förderrichtlinie Wald- und Forstwirtschaft (RL WuF/2014)
Was soll erreicht werden?
Umbau von Wäldern in Annäherung an die potenziell natürliche
Vegetation
Beitrag zur Wiederherstellung stabiler Waldbestände und wert-
voller Waldlebensräume
Förderung der Kohlenstoffbindung
Was wird gefördert?
Waldumbau außerhalb von Schutzgebieten hin zu standortge-
rechten, ökologisch vielfältigen und klimaangepassten Wäldern
Wie und in welcher Höhe wird gefördert?
Zuschuss
Höhe der Förderung
75 %
Beträge
Untergrenze: 2.000 EUR Förderung je Vorhaben
keine Obergrenze
Wer ist antragsberechtigt?
private und körperschaftliche Waldbesitzer
anerkannte forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse
Welche Voraussetzungen müssen u. a. erfüllt sein?
Vorhaben hält die Vorgaben der Gebietskulisse ein
Verwendung standortgerechter Baumarten
Verwendung förderfähiger Baumarten (Laubbaumarten, Tanne
und Douglasie) sowie Waldsträucher
Verwendung zugelassener Herkünfte
Vorhaben umfasst Waldflächen außerhalb von Schutzgebieten
Vorlage der einschlägigen Informationen aus einem Waldbe-
wirtschaftungsplan bei Betrieben, die über eine Betriebsgröße
von 10 ha hinausgehen
Wo und wie wird der Antrag gestellt?
Antrags- und Bewilligungsstelle ist das zuständige Referat der
Oberen Forst- und Jagdbehörde im Staatsbetrieb Sachsenforst.
Die jeweils geltenden Antragsformulare, Vordrucke und Erklärun-
gen sind im Internet verfügbar.
www.smul.sachsen.de/foerderung/3428.htm
Forst
Umwandlung eines Fichtenforstes durch Rotbuchen-Voranbau

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5.6.4 Verjüngung natürlicher, gebietsheimischer Waldgesellschaften in Schutzgebieten
Stabile Waldökosysteme sind zum einen eine wesentliche Voraus-
setzung, um auf gegenwärtige (z. B. Stoffeinträge, Bodenzustand)
und zukünftige (z. B. Klimawandel) Einflussfaktoren reagieren zu
können, zum anderen steigern sie den ökologischen und öffentli-
chen Wert des Waldes.
In sächsischen Wäldern dominieren derzeit noch strukturarme
Nadelbaumreinbestände, die nicht der natürlichen Baumartenaus-
stattung entsprechen. Dadurch sind diese Waldökosysteme nur
bedingt stabil bzw. elastisch, um auf die angeführten aktuellen
und zukünftigen Einflussfaktoren angemessen reagieren zu kön-
nen.
Welche Förderrichtlinie gilt?
Förderrichtlinie Wald- und Forstwirtschaft (RL WuF/2014)
Was soll erreicht werden?
Beitrag zur Erhaltung der Biologischen Vielfalt
Sicherung bzw. Entwicklung eines günstigen Erhaltungszu-
stands der Wald-Lebensraumtypen der FFH-Richtlinie und an-
derer wertvoller Waldbiotope
Was wird gefördert?
Verjüngung natürlicher, gebietsheimischer Waldgesellschaften in
Schutzgebieten
Wie und in welcher Höhe wird gefördert?
Zuschuss
Höhe der Förderung
75 %
Beträge
Untergrenze: 2.000 EUR Förderung je Vorhaben
keine Obergrenze
Wer ist antragsberechtigt?
private und körperschaftliche Waldbesitzer
anerkannte forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse
Welche Voraussetzungen müssen u. a. erfüllt sein?
Vorhaben hält die Vorgaben der Gebietskulisse ein
Verwendung von Baumarten der vor Ort standortheimischen
Waldgesellschaften sowie Waldsträucher
Verwendung zugelassener Herkünfte
Vorhaben umfasst Waldflächen in Schutzgebieten oder kartier-
ten Waldbiotopen
Vorlage der einschlägigen Informationen aus einem Waldbe-
wirtschaftungsplan bei Betrieben, die über eine Betriebsgröße
von 10 ha hinausgehen
Wo und wie wird der Antrag gestellt?
Antrags- und Bewilligungsstelle ist das zuständige Referat der
Oberen Forst- und Jagdbehörde im Staatsbetrieb Sachsenforst. Die
jeweils geltenden Antragsformulare, Vordrucke und Erklärungen
sind im Internet verfügbar.
www.smul.sachsen.de/foerderung/3428.htm
Forst

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Forst

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50 |
Forst
5.6.5 Bodenschutzkalkung
Bei den sächsischen Waldböden ist eine deutlich ausgepräg-
te Versauerung durch Stickstoffverbindungen und Säurebildner
festzustellen. Dies führt zu starken Beeinträchtigungen v. a. des
Wurzelsystems der Waldbäume und somit zu einer erhöhten Insta-
bilität der Waldbestände. Damit besteht auch in der Förderperiode
2014 – 2020 weiterer Bedarf zur Verbesserung der Waldböden.
Welche Fördergrundlage gilt?
EPLR
Was soll erreicht werden?
Verminderung der Bodenversauerung
Unterstützung des Waldumbaus
Förderung der Kohlenstoffbindung
Was wird gefördert?
Bodenschutzkalkung für von Bodenversauerung betroffene Wäl-
der aller Waldbesitzarten
Wie und in welcher Höhe wird gefördert?
Zuschuss
Höhe der Förderung
100 %
Beträge
Untergrenze: 2.000 EUR Förderung je Vorhaben
keine Obergrenze
Wer ist antragsberechtigt?
Staatsbetrieb Sachsenforst
Welche Voraussetzungen müssen u. a. erfüllt sein?
Vorhaben hält die Vorgaben der Gebietskulisse ein
forstfachlich begründete Flächenauswahl in Abstimmung u. a.
mit örtlich zuständigen Wasser- und Naturschutzbehörden
Wo und wie wird der Antrag gestellt?
Die Bodenschutzkalkung wird durch den Staatsbetrieb Sachsen-
forst besitzübergreifend im Privat- und Körperschaftswald sowie
im Landeswald durchgeführt.
Bodenschutzkalkung

| 51
5.6.6 Ausarbeitung von Waldbewirtschaftungsplänen
Waldbewirtschaftungspläne bilden für Waldbesitzer und deren
Zusammenschlüsse eine wesentliche Grundlage zur Sicherung ei-
ner nachhaltigen und ressourceneffizienten Waldbewirtschaftung.
Insbesondere das private Waldeigentum im Freistaat Sachsen ist
gekennzeichnet durch eine sehr differenzierte Betriebsgrößens-
truktur, wobei über 90 % der Waldeigentümer Waldflächen mit
einer Größe von bis zu 5 ha bewirtschaften. Aufgrund der demo-
grafischen Entwicklung ist zu erwarten, dass sich die aus der klein-
teiligen Eigentums- und Besitzstruktur ergebenden Bewirtschaf-
tungshemmnisse noch verstärken.
Gleichzeitig erfordern die gesellschaftlichen Entwicklungen, dass
Wälder aller Eigentumsarten und –größen ordnungsgemäß be-
wirtschaftet werden und sie ihre multifunktionalen Wirkungen
nachhaltig entfalten können.
Welche Förderrichtlinie gilt?
Förderrichtlinie Wald- und Forstwirtschaft (RL WuF/2014)
Was soll erreicht werden?
besitzübergreifende Zusammenarbeit
Beitrag zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung
Was wird gefördert?
Ausarbeitung von Waldbewirtschaftungsplänen
Wie und in welcher Höhe wird gefördert?
Zuschuss
Höhe der Förderung
80 %
In Abhängigkeit von der Betriebsgröße der beteiligten Waldbe-
sitzer wird die Förderung differenziert:
bei Waldbesitzern mit Betriebsfläche bis 50 Hektar beträgt der
Zuschuss maximal 50 EUR pro Hektar,
bei Waldbesitzern mit Betriebsfläche über 50 Hektar beträgt
der Zuschuss maximal 3 EUR pro Hektar.
Beträge
Untergrenze: 2.000 EUR Förderung je Vorhaben
keine Obergrenze
Wer ist antragsberechtigt?
private Waldbesitzer, sofern sie als Mitglied einer Gemeinschaft
privater Waldbesitzer stellvertretend sämtliche Verpflichtungen,
die sich aus dem Förderverfahren ergeben, für die Gemeinschaft
übernehmen
anerkannte forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse soweit Flä-
chen privater Waldbesitzer betroffen sind
weitere Gemeinschaften privater Waldbesitzer
Welche Voraussetzungen müssen u. a. erfüllt sein?
Vorhaben hält die Vorgaben der Gebietskulisse ein
Planung betrifft mindestens zwei Waldbesitzer
Erarbeitung des Waldbewirtschaftungsplan nach vorgegebenem
Leistungsbild
Wo und wie wird der Antrag gestellt?
Antrags- und Bewilligungsstelle ist das zuständige Referat der
Oberen Forst- und Jagdbehörde im Staatsbetrieb Sachsenforst. Die
jeweils geltenden Antragsformulare, Vordrucke und Erklärungen
sind im Internet verfügbar.
www.smul.sachsen.de/foerderung/3428.htm
Forst

52 |
5.7 Förderbereich Flächenmaßnahmen
Flächenmaßnahmen
5.7.1 Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen
Die Anpassung der ländlichen Gebiete an den Klimawandel und
der Erhalt von Ökosystemen soll durch eine nachhaltige Bewirt-
schaftung der natürlichen Ressourcen sowie durch die Sicherung
und Entwicklung der Biodiversität im Sinne der Leitthemen der
Gemeinsamen Agrarpolitik der EU „Umwelt, Klimawandel und In-
novation“ befördert werden. Ein erheblicher Wirkungsbeitrag wird
v. a. über die flächenbezogene Förderung im Bereich der Agrarum-
welt- und Klimamaßnahmen erwartet.
Welche Förderrichtlinie gilt?
Förderrichtlinie Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (RL AUK/2015)
Was soll erreicht werden (Auswahl)?
Verminderung der Bodenerosion
Erhalt der Bodenfunktionen
Effizientere Nutzung von Bodenwasser
Vermeidung der Belastung von Grund- und Oberflächen gewässer
Verringerung der Emission von Treibhausgasen durch N-Effizienz-
erhöhung
Anwendung nachhaltiger Produktionsverfahren
Verbesserung der Lebensumstände von Wildinsekten, Wildtieren
und Honigbienen
Verbesserung des Nahrungsangebotes für Vogelarten von Spät-
sommer bis Winter
Erhalt und Entwicklung von gefährdeten, wertvollen Grünland-
FFH-Lebensraum- und Biotoptypen und daran gebundene Arten
Schaffung bzw. Erhalt von Rückzugräumen zahlreicher Tier- und
Pflanzenarten
Was wird gefördert?
Vorhaben auf Ackerland
AL.1 Grünstreifen auf Ackerland
AL.2 Streifensaat/Direktsaat
AL.3 Umweltschonende Produktionsverfahren des Ackerfutter-
und Leguminosenanbaus
AL.4 Anbau von Zwischenfrüchten
AL.5 Naturschutzbrachen und Blühflächen auf Ackerland
AL.6 Naturschutzgerechte Ackerbewirtschaftung
AL.7 Überwinternde Stoppel
Vorhaben auf Grünland
GL.1 Artenreiches Grünland – ergebnisorientierte Honorierung
GL.2 Biotoppflegemahd mit Erschwernis
GL.3 Bracheflächen und Brachestreifen im Grünland
GL.4 Naturschutzgerechte Hütehaltung und Beweidung
GL.5 Spezielle artenschutzgerechte Grünlandnutzung
Wie und in welcher Höhe wird gefördert?
Die Förderung sieht eine jährliche Prämie (gestufte Prämien zwi-
schen den angegeben Werten) pro Hektar innerhalb eines Ver-
pflichtungszeitraumes von 5 Jahren vor.
Vorhaben auf Ackerland
AL.1: 313 EUR/ha
AL.2: 80 EUR/ha
AL.3: 244 EUR/ha
AL.4: 78 EUR/ha
AL.5: 607 – 835 EUR/ha
AL.6: 581 – 662 EUR/ha
AL.7: 100 EUR/ha
Vorhaben auf Grünland
GL.1: 176 – 361 EUR/ha
GL.2: 356 – 4.932 EUR/ha
GL.3: 450 EUR/ha
GL.4: 219 – 413 EUR/ha
GL.5: 57 – 449 EUR/ha
Wer ist antragsberechtigt?
Landwirte
andere Landbewirtschafter
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?
In Abhängigkeit vom konkreten Fördergegenstand müssen spezi-
fische Voraussetzungen bzw. Verpflichtungen erfüllt werden.
Wo und wie wird der Antrag gestellt?
An die zuständigen Förder- und Fachbildungszentren des LfULG in
Kamenz, Nossen, Wurzen und Zwickau mit den Informations- und
Servicestellen in Löbau, Großenhain, Mittweida, Plauen, Rötha,
Zwönitz und Pirna mittels Antrags-CD. Die jeweils geltenden
Antragsformulare, Vordrucke und Erklärungen sind im Internet
verfügbar.
www.smul.sachsen.de/foerderung/3428.htm

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Flächenmaßnahmen
5.7.2 Ökologischer/biologischer Landbau
Der ökologische/biologische Landbau hat zahlreiche positive Wir-
kungen auf unterschiedlichste Schutzgüter. Sie entstehen, weil
ökologische Anbauverfahren Naturfunktionen stärker nutzen (z. B.
die Nährstoffbereitstellung) über die biologische Stickstofffixie-
rung und die Anregung des Bodenlebens über eine verstärkte Zu-
führung organischer Substanz. Damit hat der Ökolandbau u. a. po-
sitiven Einfluss sowohl auf die Verringerung der Gefährdung mit
stofflichen Belastungen (z. B. Boden, Grundwasser) als auch auf
die Minderung der Bodenerosion. Auch wird durch den Verzicht
auf chemisch-synthetische PSM und das niedrige Düngeniveau
die biologische Vielfalt gefördert. Im Freistaat Sachsen stieg die
Ökolandbaufläche seit 1994 zwar kontinuierlich, jedoch liegt der
Flächenanteil noch deutlich unter dem gesamtdeutschen Niveau.
Hinzu kommt, dass die Nachfrage nach heimischen Bio-Produkten
größer ist als das Angebot. Dieses Defizit gilt es langfristig abzu-
bauen.
Welche Förderrichtlinie gilt?
Förderrichtlinie Ökologischer/Biologischer Landbau (RL ÖBL/2015)
Was soll erreicht werden?
Verhinderung von Stoffeinträgen in Grund- und Oberflächen-
wasser
Beitrag zur Verbesserung der Wasserwirtschaft (einschließlich
Verwirklichung der Ziele der WRRL)
Beitrag zur nachhaltigen Verbesserung der natürlichen und
wirtschaftlichen Produktionsbedingungen im Einklang mit den
Belangen des Schutzes der Umwelt und der Erhaltung des na-
türlichen Lebensraums
Was wird gefördert?
Einführung ökologischer/biologischer Landwirtschaftsverfahren
und –methoden
Beibehaltung ökologischer/biologischer Landwirtschaftsverfah-
ren und –methoden
Wie und in welcher Höhe wird gefördert?
Die Unterstützung wird je Hektar LF gewährt für ökologische/bio-
logische Bewirtschaftung auf:
Acker- und Grünland 230 EUR/ha
Flächen mit Anbau von Gemüse 413 EUR/ha
Flächen mit Anbau von Dauer-, Obst- oder Baumschulkulturen
890 EUR/ha.
Darüber hinaus kann ein Zuschuss zu den Kontrollkosten in Höhe
von 40 EUR/ha (max. 550 EUR/Betrieb) gezahlt werden.
Die jährlichen Prämien werden innerhalb eines Verpflichtungszeit-
raums von 5 Jahren gewährt.
Wer ist antragsberechtigt?
Aktive Betriebsinhaber, die gesamtbetrieblich eine ökologische/
biologische Bewirtschaftung sowie eine landwirtschaftliche Tätig-
keit ausüben.
Welche Voraussetzungen müssen u. a. erfüllt sein?
Mindestschlaggröße 0,3 ha
Führung schlagbezogener Aufzeichnungen
Wo und wie wird der Antrag gestellt?
An die zuständigen Förder- und Fachbildungszentren des LfULG in
Kamenz, Nossen, Wurzen und Zwickau mit den Informations- und
Servicestellen in Löbau, Großenhain, Mittweida, Plauen, Rötha, Zwö-
nitz und Pirna mittels Antrags-CD. Die jeweils geltenden Antrags-
formulare, Vordrucke und Erklärungen sind im Internet verfügbar.
www.smul.sachsen.de/foerderung/3428.htm

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Flächenmaßnahmen
5.7.3 Ausgleichszulage
In Gebieten mit naturbedingten Nachteilen und mit den damit
einhergehenden erhöhten Ertragsrisiken ist ohne Förderung eine
rentable Landwirtschaft kaum zu realisieren. Der Erhalt der Flä-
chenbewirtschaftung ist jedoch für das Landschaftsbild prägend
und zugleich werden extensivere Bewirtschaftungsformen und
diverse Betriebsstrukturen unterstützt. Auch vor dem Hintergrund
der zunehmenden Wetterextreme infolge des Klimawandels und
notwendiger Anpassungsstrategien an die Auswirkungen sind
gerade Gebiete mit naturbedingten Nachteilen hochsensibel und
angepasste Bewirtschaftungsformen zwingend.
Um die Wirksamkeit einer solchen Unterstützung sicherzustellen,
sollen den Landwirten die Einkommensverluste und die zusätz-
lichen Kosten infolge der Benachteiligung des betreffenden Ge-
biets ausgeglichen werden.
Welche Förderrichtlinie gilt?
Förderrichtlinie Ausgleichszulage (RL AZL/2015)
Was soll erreicht werden?
Beitrag zur dauerhaften Nutzung landwirtschaftlicher Flächen
in benachteiligten Gebieten zum Erhalt der Landschaft
Beitrag zum Erhalt und zur Förderung nachhaltiger Bewirt-
schaftungsmaßnahmen, um Flächenstilllegungen und dem Ver-
lust der Artenvielfalt vorzubeugen
Was wird gefördert?
teilweiser oder vollständiger Ausgleich wirtschaftlicher Nach-
teile für Landwirte in Berggebieten
teilweiser oder vollständiger Ausgleich wirtschaftlicher Nach-
teile für Landwirte in anderen Gebieten als Berggebieten, die
aus erheblichen naturbedingten Gründen benachteiligt sind
Wie und in welcher Höhe wird gefördert?
Zuschuss
je Hektar landwirtschaftlicher Fläche
Jährliche Ausgleichszulage nach Agrarzonen
Stufe 1 – Berggebiete
Gebiete
800 m ü. NN
Ausgleichszulage für Ackerland- und Grünland
Prämie bis 85 Hektar: 134 EUR/ha
Prämie über 85 Hektar: 127 EUR/ha
Stufe 2 – Benachteiligte Agrarzone 2:
Gebiete
600 und < 800 m ü. NN und einer EMZ
21
Ausgleichszulage für Ackerland- und Grünland
Prämie bis 85 Hektar: 103 EUR/ha
Prämie über 85 Hektar: 98 EUR/ha
Stufe 3
Benachteiligte Agrarzone 3:
Gebiete > 600 und < 800 m ü. NN und einer EMZ > 21 oder
Gebiete < 600 m ü. NN und einer EMZ < 30
Ausgleichszulage für Ackerland- und Grünland
Prämie bis 85 Hektar: 77 EUR/ha
Prämie über 85 Hektar: 73 EUR/ha
Stufe 4 – Benachteiligte Agrarzone 4:
Gebiete < 600 m ü. NN und einer EMZ
30
Ausgleichszulage für Ackerland- und Grünland
Prämie bis 85 Hektar: 63 EUR/ha
Prämie über 85 Hektar: 60 EUR/ha
Wer ist antragsberechtigt?
Aktive Betriebsinhaber mit Betriebssitz im Freistaat Sachsen, die
Flächen in benachteiligten Gebieten im Freistaat Sachsen bewirt-
schaften.
Welche Voraussetzungen müssen u. a. erfüllt sein?
Mindestschlaggröße 0,3 ha
Mindestfläche 3 ha benachteiligte LF pro Betrieb
Wo und wie wird der Antrag gestellt?
An die zuständigen Förder- und Fachbildungszentren des LfULG in
Kamenz, Nossen, Wurzen und Zwickau mit den Informations- und
Servicestellen in Löbau, Großenhain, Mittweida, Plauen, Rötha,
Zwönitz und Pirna mittels Antrags-CD. Die jeweils geltenden
Antragsformulare, Vordrucke und Erklärungen sind im Internet
verfügbar.
www.smul.sachsen.de/foerderung/3428.htm

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Flächenmaßnahmen

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56 |
6 Vorhabensauswahl
Vorhabensauswahl
Umnutzung einer historischen Scheune

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Vorhabensauswahl
Vorhabensauswahl für investive Maßnahmen (außer LEADER)
Verfahrensablauf
Aufrufe zur Einreichung von Förderanträgen werden durch das SMUL im Internet öffentlich bekannt
gemacht. Mit Bekanntgabe des Aufrufs werden auch die für den Aufruf geltenden Auswahlkriterien,
Schwellenwerte, das Finanzmittelbudget und der Stichtag, bis zu dem die Anträge abzugeben sind, die
einer gemeinsamen Vorhabensauswahl zugeordnet werden sollen, bekannt gegeben.
Die Vorhabensauswahl erfolgt durch die Bewilligungsbehörde anhand der Auswahlkriterien und des
Schwellenwerts. Vorhaben, die besonders umweltfreundlich sind, werden hierbei bevorzugt.
Vorhabensauswahlverfahren für investive Maßnahmen
Alle bis zu dem jeweiligen Stichtag vorliegenden Förderanträge werden nach Prüfung auf Förderfä-
higkeit anhand der Auswahlkriterien mit einem Punktesystem bewertet und in eine Rangfolge ge-
bracht. In die Vorhabensauswahl werden nur bewilligungsreife Förderanträge einbezogen. Die Bewilli-
gung erfolgt im Rahmen des bekannt gegebenen Finanzmittelbudgets entsprechend dieser Rangfolge.
Förderanträge, die den Schwellenwert erreichen, aber im Rahmen des für den Aufruf zugewiesenen
Finanzmittelbudgets nicht bewilligt werden können, werden in die Vorhabensauswahl des nachfol-
genden Aufrufs zu dessen Stichtag einbezogen, sofern ein weiterer Aufruf erfolgt und dieser mit dem
vorherigen Aufruf hinsichtlich der Auswahlkriterien und der Schwellenwerte identisch ist.
Förderanträge, die den Schwellenwert nicht erreichen, sind von einer Förderung ausgeschlossen. Sie
werden abgelehnt.
Das Vorhabensauswahlverfahren für Vorhaben des Wissenstransfers (Kapitel 5.3) sowie EIP AGRI (Ein-
richtung und Tätigkeit operationeller Gruppen, Kapitel 5.2) erfolgt nach einem gesonderten Verfahren.
Vorhabensauswahl für Flächenmaßnahmen und LEADER
Für Flächenmaßnahmen (Kapitel 5.7) werden keine Vorhabensauswahlkriterien aufgestellt.
Die Vorhabensauswahl für LEADER (Kapitel 5.4) erfolgt im LAG-Entscheidungsgremium des jeweiligen
LEADER-Gebietes. Die LEADER-Aktionsgruppen führen ein nicht diskriminierendes und transparentes
Auswahlverfahren durch und legen die Kriterien für die Auswahl der Vorhaben fest. Das Verfahren
wird in den LEADER-Entwicklungsstrategien (LES) beschrieben.

58 |
7
Kontaktadressen nach Förderbereichen für Antragstellung/Informationen
Investive Maßnahmen der Landwirtschaft
Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft
und Geologie (LfULG)
Bewilligungsstelle Investitionsförderung
Landwirtschaft (BIL)
Zur Wetterwarte 11
01109 Dresden-Klotzsche
Telefon: 0351 89283801
Telefax: 0351 89283399
E-Mail: lfulg@smul.sachsen.de
www.smul.sachsen.de/lfulg
EIP AGRI
Wissenstransfer
Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft
und Geologie (LfULG)
Ref. 33 – Förderung
Zur Wetterwarte 11
01109 Dresden-Klotzsche
Telefon: 0351 26123300
Telefax: 0351 26129099
E-Mail: lfulg@smul.sachsen.de
www.smul.sachsen.de/lfulg
LEADER
Landkreis Bautzen
Landratsamt Bautzen
Dezernat IV, Kreisentwicklungsamt
Integrierte Ländliche Entwicklung
Macherstraße 55, 01917 Kamenz
Telefon: 03591 525161300
Telefax: 03591 525061300
E-Mail: ile@lra-bautzen.de
www.landkreis-bautzen.de
Landkreis Erzgebirgskreis
Landratsamt Erzgebirgskreis
Abt. 3 Umwelt, Bau- und Ordnungsverwaltung
Referat für Ländliche Entwicklung und
Vermessung
Bergstraße 7, 09496 Marienberg
Telefon: 03735 6016235
Telefax: 03735 6016236
E-Mail: Laendliche-Entwicklung@kreis-erz.de
www.lra-ek.de
Landkreis Görlitz
Amt für Kreisentwicklung, Außenstelle Löbau
Georgewitzer Straße 60, 02708 Löbau
Telefon: 03585 442860
Telefax: 03583 54032860
E-Mail: laendliche-entwicklung@kreis-gr.de
www.kreis-goerlitz.de
Landkreis Leipzig
Landratsamt Leipzig
Amt für Kreisentwicklung
Sachgebiet Ländliche Entwicklung
Heinrich-Zille-Straße 5, Haus 4, 04668 Grimma
Telefon: 03437 9841503
Telefax: 03437 9841509
www.landkreisleipzig.de
Landkreis Meißen
Landratsamt Meißen
Dezernat Technik
Amt für Forst und Kreisentwicklung
Sachgebiet Ländliche Entwicklung
Remonteplatz 8, 01558 Großenhain
Telefon: 03522 3032431
Telefax: 03522 3032400
E-Mail: afk@kreis-meissen.de
www.kreis-meissen.org
Landkreis Mittelsachsen
Referat für Integrierte Ländliche
Entwicklung und Geoinformation
Dr.-Zieger-Straße 2, 04720 Döbeln
Telefon: 03731 7991612
Telefax: 03731 7991607
E-Mail: poststelle.ile@landkreis-mittelsachsen.de
www.landkreis-mittelsachsen.de
Kontaktadressen

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Kontaktadressen
Landkreis Nordsachsen
Landratsamt Nordsachsen
Amt für Wirtschaftsförderung und
Landwirtschaft
Sachgebiet Ländliche Entwicklung
Dr.-Belian-Straße 5, 04838 Eilenburg
Telefon: 03423 70971060
Telefax: 03423 70973210
www.landkreis-nordsachsen.de
Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Landratsamt
Geschäftsbereich Bau und Umwelt
Abteilung Ländliche Entwicklung
Referat Ländliche Entwicklung/Förderung
Schlosshof 2/4, 01796 Pirna
Telefon: 03501 5153600
Telefax: 03501 5153609
E-Mail: lef@landratsamt-pirna.de
www.landratsamt-pirna.de
Landkreis Vogtlandkreis
Landratsamt Vogtlandkreis
Dezernat 2; Amt für Wirtschaft/Bildung/
Innovation
Sachgebiet Ländliche Förderung
Bahnhofstraße 46 – 48, 08523 Plauen
Telefon: 03741 3921940
Telefax: 03741 39241940
Leisch.Ulrich@vogtlandkreis.de
www.vogtlandkreis.de
Landkreis Zwickau
Landratsamt
Dezernat Bau, Kreisentwicklung, Vermessung
Amt für Ländliche Entwicklung und Flurneu-
ordnung
Gerhard-Hauptmann-Weg 2, Haus 1,
08371 Glauchau
Telefon: 0375 440225600
Telefax: 0375 440225609
E-Mail: ale@landkreis-zwickau.de
www.landkreis-zwickau.de
Anerkannte LEADER-Gebiete 2014 – 2020
Annaberger Land
Verein zur Entwicklung der
Region Annaberger Land e. V.
Hauptstraße 91, 09456 Mildenau OT Arnsfeld
Telefon: 037343 88644
E-Mail: info@annabergerland.de
www.annabergerland.de
Bautzener Oberland
Verein zur Entwicklung der
Region Bautzener Oberland e. V.
Karl-Marx-Straße 16/17, 02627 Hochkirch
Telefon: 035939 85540
E-Mail: buergermeister@hochkirch.de
www.bautzeneroberland.de
Delitzscher Land
Verein Delitzscher Land e. V.
Richard-Wagner-Straße 7a, 04509 Delitzsch
Telefon: 034202 35471
E-Mail: info@delitzscherland.de
www.delitzscherland.de
Dresdner Heidebogen
Dresdner Heidebogen e. V.
Am Markt 20, 01936 Königsbrück
Telefon: 035208 95512
E-Mail: info@heidebogen.eu
www.heidebogen.eu
Dübener Heide
Verein Dübener Heide e. V.
Neuhofstraße 3a, 04849 Bad Düben
Telefon: 034243 72993
E-Mail: leader@naturpark-duebener-heide.com
www.naturpark-duebener-heide.com
Elbe-Röder-Dreieck
Elbe-Röder-Dreieck e. V. TGZ Glaubitz
Industriestraße A, 11 01612 Glaubitz
Telefon: 035265 51270
E-Mail: rm@elbe-roeder.de
www.elbe-roeder.de
Erzgebirgsregion Flöha- und Zschopautal
Verein zur Entwicklung der Erzgebirgsregion
Flöha- und Zschopautal e. V.
Gahlenzer Straße 65, 09569 Oederan
Telefon: 037292 289766
E-Mail: info@floeha-zschopautal.de
www.floeha-zschopautal.de

60 |
Falkenstein – Sagenhaftes Vogtland
LAG Sagenhaftes Vogtland – Regionalentwick-
lung Tourismus und Marketing e. V.
Rathausstraße 4, 08223 Grünbach
Telefon: 03745 741101
E-Mail: buergermeisteramt@stadt-falkenstein.de
www.sagenhaftes-vogtland.de
Klosterbezirk Altzella
Verein Regionalentwicklung
Klosterbezirk Altzella e. V.
Schulweg 1, 04741 Roßwein OT Niederstriegis
Telefon: 034322 46665
E-Mail: stadt@rosswein.de
www.klosterbezirk-altzella.de
Kottmar
Lokale Aktionsgruppe Kottmar
c/o Stadtamt Herrnhut
Löbauer Straße 18, 02747 Herrnhut
Telefon: 035873 34910
E-Mail: stadtamt@herrnhut.de
www.region-kottmar.de
Land des Roten Porphyr
Lokale Aktionsgruppe Land des Roten Porphyr
c/o Heimat- und Verkehrsverein „Rochlitzer
Muldental“ e. V.
Markt 1, 09306 Rochlitz
Telefon: 03737 783222
E-Mail: info@porphyrland.de
www.porphyrland.de
Lausitzer Seenland
Lokale Aktionsgruppe Lausitzer Seenland
c/o Stadtverwaltung Hoyerswerda
S.-G.-Frentzel-Straße 1, 02977 Hoyerswerda
Telefon: 03571 456500
E-Mail: Dietmar.Wolf@hoyerswerda-stadt.de
www.ile-lausitzerseenland.de
Leipziger Muldenland
Landschaftspflegeverband Muldenland e. V.
Nicolaiplatz 5, 04668 Grimma
Telefon: 03437 648026
E-Mail: Margrit.Schaefer@lpv-muldenland.de
www.leipzigermuldenland.de
Lommatzscher Pflege
Förderverein für Heimat und Kultur
in der Lommatzscher Pflege e. V.
Am Markt 1, 01623 Lommatzsch
Telefon: 035241 54011
E-Mail: info@lommatzscher-pflege.de
www.lommatzscher-pflege.de
Naturpark Zittauer Gebirge
Lokale Aktionsgruppe Naturpark Zittauer Gebirge
c/o Stadt Seifhennersdorf
Rathausplatz 1, 02782 Seifhennersdorf
Telefon: 03583 698511
E-Mail: foerster@olbersdorf.de
www.naturpark-zittauer-gebirge.de
Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft
Verein zur Entwicklung der Oberlausitzer
Heide- und Teichlandschaft e. V.
Gutsstraße 4c, 02699 Königswartha
Telefon: 035931 16560
E-Mail: regional@ohtl.de
www.ohtl.de
Östliche Oberlausitz
Touristische Gebietsgemeinschaft
NEISSELAND e. V.
Löbauer Straße 24, 02894 Reichenbach/O.L.
Telefon: 035828 88970
E-Mail: info@wirtschaft-goerlitz.de
www.oestliche-oberlausitz.de
SachsenKreuz+
Verein SachsenKreuz+ e. V.
Niedermarkt 1, 04736 Waldheim
Telefon: 034362 379800
E-Mail: sachsenkreuzplus@planernetzwerk.de
www.planernetzwerk.de
Sächsische Schweiz
Landschaf(f)t Zukunft e. V.
Siegfried-Rädel-Straße 9, 01796 Pirna
Telefon: 03501 5855021
E-Mail: ulrike.funke@landschaftzukunftev.de
www.re-saechsische-schweiz.de
Kontaktadressen

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Sächsisches Zweistromland – Ostelbien
Sächsisches Zweistromland – Ostelbien e. V.
c/o Gemeindeverwaltung Wermsdorf
Altes Jagdschloss 1, 04779 Wermsdorf
Telefon: 034362 379900
E-Mail: zweistromland@planernetzwerk.de
www.zweistromland.info
Schönburger Land
Lokale Aktionsgruppe Schönburger Land
c/o Stadtverwaltung Waldenburg
Markt 1, 08396 Waldenburg
Telefon: 037608 1230
E-Mail: d.strauss@waldenburg.de
www.region-schoenburgerland.de
Silbernes Erzgebirge
Landschaf(f)t Zukunft e. V.
Siegfried-Rädel-Straße 9, 01796 Pirna
Telefon: 03501 5855021
E-Mail: ulrike.funke@landschaftzukunftev.de
www.re-saechsische-schweiz.de
Südraum Leipzig
Lokale Aktionsgruppe Südraum Leipzig e. V.
Raschwitzer Straße 31, 04416 Markkleeberg
Telefon: 0341 3533210
E-Mail: lag@kommunalesforum.de
www.kommunalesforum.de
Tor zum Erzgebirge – Vision 2020
Lokale Aktionsgruppe
Tor zum Erzgebirge – Vision 2020
c/o Stadtverwaltung Lugau
Obere Hauptstraße 26, 09395 Lugau
Telefon: 037295 5213
E-Mail: alexandra.lorenz-kuniss@stv.lugau.de
www.tor-zum-erzgebirge.de
Vogtland
Lokale Aktionsgruppe Vogtland
c/o Stadtverwaltung Treuen
Markt 7, 08233 Treuen
Telefon: 037468 63814
E-Mail: lagvogtland@treuen.de
www.leader-vogtland.de
Westerzgebirge
Zukunft Westerzgebirge e. V.
Schneeberger Straße 49, 08324 Bockau
Telefon: 03771 7196040
E-Mail: info@zukunft-westerzgebirge.eu
www.zukunft-westerzgebirge.eu
Westlausitz
Westlausitz – Regionale.Wirtschaft.Leben e. V.
Wesenitzweg 6, 01909 Großharthau
Telefon: 035954 51980
E-Mail: gemeindeverwaltung@grossharthau.de
www.ilek-westlausitz.de
Zentrale Oberlausitz
Ländliche Entwicklung Zentrale Oberlausitz e. V.
Steinbergstraße 1, 02708 Rosenbach
Telefon: 035877 2300
E-Mail: info@zentrale-oberlausitz.de
www.zentrale-oberlausitz.de
Zwickauer Land
Zukunftsregion Zwickau e. V.
Bosestraße 1, 08056 Zwickau
Telefon: 0375 30354104
E-Mail: info@zukunftsregion-zwickau.de
www.zukunftsregion-zwickau.de
Zwönitztal-Greifensteinregion
Zwönitztal-Greifensteinregion e. V.
Auerbacher Straße 5, 08297 Zwönitz OT
Hormersdorf
Telefon: 03721 273009
E-Mail: bgm@zwoenitz.de
www.zwoenitztal-greifensteine.de
Kontaktadressen

62 |
Kontaktadressen
Naturschutz
Förder- und Fachbildungszentrum Kamenz
(Abteilung 3, Referat 34)
FBZ Kamenz
Garnisonsplatz 13, 01917 Kamenz
Zuständigkeit:
Landkreis Bautzen, Görlitz, Meißen, Sächsische
Schweiz-Osterzgebirge und kreisfreie Stadt
Dresden
Telefon: 03578 337400
Telefax: 03578 337412
E-Mail: kamenz.lfulg@smul.sachsen.de
www.smul.sachsen.de/lfulg/7473.htm
Förder- und Fachbildungszentrum Zwickau
(Abteilung 3, Referat 37)
FBZ Zwickau
Werdauer Straße 70, 08060 Zwickau
Zuständigkeit:
Erzgebirgskreis, Mittelsachsen, Vogtlandkreis,
Zwickau und kreisfreie Stadt Chemnitz
Telefon: 0375 56650
Telefax: 0375 566547
E-Mail: zwickau.lfulg@smul.sachsen.de
www.smul.sachsen.de/lfulg/7469.htm
Förder- und Fachbildungszentrum Wurzen
(Abteilung 3, Referat 36)
FBZ Wurzen
Außenstelle Mockrehna (bis 2016)
Schildauer Straße 18, 04862 Mockrehna
Zuständigkeit:
Landkreis Leipzig, Nordsachsen und kreisfreie
Stadt Leipzig
Telefon: 034244 5310
Telefax: 034244 53150
E-Mail: mockrehna.lfulg@smul.sachsen.de
www.smul.sachsen.de/lfulg/7474.htm
Forst
Staatsbetrieb Sachsenforst
Obere Forst- und Jagdbehörde –
Außenstelle Bautzen
Referat Forstförderung/Bewilligungsstelle
Paul-Neck-Straße 127, 02625 Bautzen
Telefon: 03591 2160
Telefax: 03591 216123
E-Mail: poststelle.sbs@smul.sachsen.de
www.sachsenforst.de
Flächenmaßnahmen
Förder- und Fachbildungszentrum Kamenz
(Abteilung 3, Referat 34)
FBZ Kamenz
Garnisonsplatz 13, 01917 Kamenz
Zuständigkeit:
Landkreis Bautzen
Telefon: 03578 337400
Telefax: 03578 337412
E-Mail: kamenz.lfulg@smul.sachsen.de
www.smul.sachsen.de/lfulg/7473.htm
Informations- und Servicestelle Löbau
Georgewitzer Straße 50, 02708 Löbau
Zuständigkeit:
Landkreis Görlitz
Telefon: 03585 45430
Telefax: 03585 454455
E-Mail: loebau.lfulg@smul.sachsen.de
www.smul.sachsen.de/lfulg/7475.htm

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Kontaktadressen
Förder- und Fachbildungszentrum Nossen
(Abteilung 3, Referat 35)
Außenstelle Döbeln (bis 2016)
Klostergärten 4, 04720 Döbeln
Zuständigkeit:
Landkreis Mittelsachsen
Telefon: 03431 71470
Telefax: 03431 714720
E-Mail: doebeln.lfulg@smul.sachsen.de
www.smul.sachsen.de/lfulg/7477.htm
Informations- und Servicestelle Großenhain
Remonteplatz 2, 01558 Großenhain
Zuständigkeit:
Landkreis Meißen
Telefon: 03522 31130
Telefax: 03522 311333
E-Mail: grossenhain.lfulg@smul.sachsen.de
www.smul.sachsen.de/lfulg/7476.htm
Informations- und Servicestelle Pirna
Krietzschwitzer Straße 20, 01796 Pirna
Zuständigkeit:
Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Telefon: 03501 79960
Telefax: 03501 799619
E-Mail: pirna.lfulg@smul.sachsen.de
www.smul.sachsen.de/lfulg/7472.htm
Informations- und Servicestelle Mittweida
Am Landratsamt 3, Haus 2, EG,
09648 Mittweida
Zuständigkeit:
Kreisfreie Stadt Chemnitz
Telefon: 03727 99599-0
Telefax: 03727 99599-23
Förder- und Fachbildungszentrum Wurzen
(Abteilung 3, Referat 36)
FBZ Wurzen
Außenstelle Mockrehna (bis 2016)
Schildauer Straße 18, 04862 Mockrehna
Zuständigkeit: Landkreis Nordsachsen
Telefon: 034244 5310
Telefax: 034244 53150
E-Mail: mockrehna.lfulg@smul.sachsen.de
www.smul.sachsen.de/lfulg/7474.htm
Informations- und Servicestelle Rötha
Johann-Sebastian-Bach-Platz 1, 04571 Rötha
Zuständigkeit: Landkreis Leipzig
Telefon: 034206 5890
Telefax: 034206 58960
E-Mail: roetha.lfulg@smul.sachsen.de
www.smul.sachsen.de/lfulg/7470.htm
Förder- und Fachbildungszentrum Zwickau
(Abteilung 3, Referat 37)
FBZ Zwickau
Werdauer Straße 70, 08060 Zwickau
Zuständigkeit: Landkreis Zwickau
Telefon: 0375 56650
Telefax: 0375 566547
E-Mail: zwickau.lfulg@smul.sachsen.de
www.smul.sachsen.de/lfulg/7469.htm
Informations- und Servicestelle Plauen
Europaratstraße 7, 08525 Plauen
Zuständigkeit: Vogtlandkreis
Telefon: 03741 103101
Telefax: 03741 103140
E-Mail: plauen.lfulg@smul.sachsen.de
www.smul.sachsen.de/lfulg/7471.htm
Informations- und Servicestelle Zwönitz
Wiesenstraße 4, 08297 Zwönitz
Zuständigkeit: Erzgebirgskreis
Telefon: 037754 7020
Telefax: 037754 70224
E-Mail: zwoenitz.lfulg@smul.sachsen.de
www.smul.sachsen.de/lfulg/7468.htm

64 |
Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum im Freistaat Sachsen 2014 – 2020, genehmigte
Fassung vom 12.12.2014:
www.smul.sachsen.de/foerderung/download/EPLR_2014-2020_genehmigt.pdf
Verordnung (EU) NR. 1305/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom17.12.2013:
Förderung der ländlichen Entwicklung durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die
Entwicklung des ländlichen Raums (ELER)
www.eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32013R1305&qid=1422001279760&from=DE
Verordnung (EU) NR. 1303/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom17.12.2013:
gemeinsame Bestimmungen über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, den Euro-
päischen Sozialfonds, den Kohäsionsfonds, den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Ent-
wicklung des ländlichen Raums und den Europäischen Meeres- und Fischereifonds
www.eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32013R1303&qid=1422001365133&from=DE
Nationale Rahmenregelung der Bundesrepublik Deutschland zur Entwicklung ländlicher Räume
nach der ELER-Verordnung
www.bmel.de/DE/Laendliche-Raeume/03_Foerderung/Europa/_texte/Foerderung2014-
2020.html?nn=5774216&notFirst=true&docId=5806660
Partnerschaftsvereinbarung zwischen Deutschland und der Europäischen Kommission für die
Umsetzung der ESI-Fonds unter dem Gemeinsamen Strategischen Rahmen (GSR) in der Förder-
periode 2014 – 2020 (Teil 1 und 2)
www.bmwi.de/DE/Themen/Europa/Strukturfonds/foerderperiode-2014-2020.html
Informationen zur Förderung durch den ELER im Freistaat Sachsen:
www.eler.sachsen.de
Förderrichtlinien zur Umsetzung des ELER im Freistaat Sachsen:
www.smul.sachsen.de/foerderung/3428.htm
www.revosax.sachsen.de/
Europäische Union – ELER
www.ec.europa.eu/agriculture/rural-development-2014-2020/index_de.htm
http://enrd.ec.europa.eu/enrd-static/policy-in-action/cap-towards-2020/rdp-programming-2014-2020/
de/rdp-programming-2014-2020_de.html
Generaldirektion Landwirtschaft und ländliche Entwicklung der Europäischen Kommission
www.ec.europa.eu/dgs/agriculture/index_de.htm
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)
www.bmel.de/DE/Startseite/startseite_node.html
Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE):
www.ble.de/DE/00_Home/homepage_node.html
Deutsche Vernetzungsstelle Ländliche Räume (DVS) in der BLE
www.netzwerk-laendlicher-raum.de
Förderfibel – Förderlotse – FÖMISAX
www.foerderung.sachsen.de/foerderung/app/db/f?p=102:1
Weiterführende Informationen
8
Weiterführende Informationen

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Abkürzungsverzeichnis
AEUV
Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union
AK
Arbeitskräfte
AL
Ackerland
Art.
Artikel
AUK
Agrarumwelt- und Klimamaßnahme
AWFS
Automatisches Waldbrandfrüherkennungssystem
AZL
Ausgleichszulage
BLE
Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung
BMEL
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
BNatSchG
Bundesnaturschutzgesetz
bspw.
beispielsweise
BWB
Bewilligungsbehörde
bzw.
beziehungsweise
CO
2
Kohlenstoffdioxid
DMO
Destinationsmanagementorganisation
DVS
Deutsche Vernetzungsstelle Ländliche Räume
EFRE
Europäischer Fonds für die regionale Entwicklung
EIP
Europäische Innovationspartnerschaft
ELER
Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwick-
lung des ländlichen Raums
EMFF
Europäischer Meeres- und Fischereifonds
EMZ
Ertragsmesszahl
EPLR
Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum
ESF
Europäischer Sozialfonds
ESIF
Europäische Struktur- und Investitionsfonds
etc.
et cetera
EU
Europäische Union
EUR
Euro
FBZ
Förder- und Fachbildungszentren
FFH
Fauna-Flora-Habitat
FLAG
Lokale Aktionsgruppe für Fischerei
GAP
Gemeinsame Agrarpolitik
gem.
gemäß
ggf.
gegebenenfalls
GL
Grünland
GSR
Gemeinsamer strategischer Rahmen
ha
Hektar
i. e. S.
im engeren Sinn
IKT
Informations- und Kommunikationstechnologien
ILE
Integrierte Ländliche Entwicklung
inkl.
inklusive
ISS
Informations- und Servicestelle
i. V. m.
in Verbindung mit
kg
Kilogramm
km
Kilometer
KMU
Kleinstunternehmen sowie kleine und mittlere
Unternehmen
LAG
Lokale Aktionsgruppe
LEADER
„Liaison entre actions de développement de
l´économie rurale” – „Aktionen zur Entwicklung der
ländlichen Wirtschaft“
LES
LEADER-Entwicklungsstrategie
LF
landwirtschaftlich genutzte Fläche
LfULG
Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft
und Geologie
LIW
Landwirtschaft, Innovation, Wissenstransfer
m
Meter
Kubikmeter
max.
maximal
Mio.
Millionen
Mrd.
Milliarden
N
Stickstoff
NAPS
Nationaler Aktionsplan Pflanzenschutz
NE
Natürliches Erbe
NN
Normal Null
OG
operationelle Gruppe
ÖBL
Ökologischer/biologischer Landbau
PSM
Pflanzenschutzmittel
RL
Richtlinie
SMUL
Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und
Landwirtschaft
SWOT
Strengths, Weaknesses, Opportunities, Threats
(Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken)
t
Tonne
THG
Treibhausgas
u. a.
unter anderem
u. ä.
und ähnlichem
ü.
über
v. a.
vor allem
vgl.
vergleiche
VO
Verordnung
WRRL
Wasserrahmenrichtlinie
WT
Wissenstransfer
WuF
Wald- und Forstwirtschaft
z. B.
zum Beispiel
Abkürzungsverzeichnis

66 |
Notizen

image
Herausgeber:
Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL)
Archivstraße 1, 01097 Dresden
Telefon: + 49 351 564-6814
Telefax: + 49 351 564-2059
E-Mail: info@smul.sachsen.de
www.smul.sachsen.de
Kontakt:
E-Mail: eler@smul.sachsen.de
www.eler.sachsen.de
Redaktion:
SMUL, Referat Förderstrategie, ELER-Verwaltungsbehörde
Gestaltung und Satz:
Heimrich & Hannot GmbH
Fotos:
Titel, Seite 19, 26, 27, 29, 31, 43: Markus Thieme, LfULG | Seite 3: DigiArt Fotografie & Design | Seite 4: amadeusamse,
www.fotolia.de
| Seite 8: Hans-Joachim Schneider,
www.pitopia.de
| Seite 14: Dr. Manfred Golze, LfULG | Seite 16, 34:
Rico K.,
www.fotolia.de
| Seite 17, 37, 44, 56: Frank Grätz, BLEND3 | Seite 21: science photo,
www.fotolia.de
|
Seite 22: Carola Schneier, Archiv Naturschutz LfULG | Seite 25, 28, 30, 39, 55: Thomas Kannegießer, SMUL |
Seite 32: Heimrich & Hannot GmbH | Seite 33: LfULG / R 31 | Seite 36: Hans-Wilhelm Grömping,
www.fotomatur.de
|
Seite 38: Oleksiy Drachenko,
www.fotolia.de
| Seite 40: Archiv Naturschutz LfULG | Seite 42: seeas,
www.fotolia.de
|
Seite 46, 47, 49, 50: Staatsbetrieb Sachsenforst | Seite 53: Zelenenka Yuliia,
www.shutterstock.com
Druck:
SDV – Die Medien AG
Redaktionsschluss:
Juli 2015
Auflagenhöhe:
7.000 Exemplare, 2. Auflage aktualisiert
Hinweis:
Die Angaben in dieser Broschüre basieren auf der genehmigten Fassung des EPLR im Freistaat Sachsen 2014 – 2020 vom
12.12.2014, jedoch sind Angaben zur Umschichtung der Direktzahlungs-Mittel bereits eingeschlossen.
Die Broschüre bildet keine Rechtsgrundlage für die Förderung.
Die Publikation wird im Rahmen des „Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum im Freistaat Sachsen 2014 – 2020“
unter Beteiligung der Europäischen Union und dem Freistaat Sachsen, vertreten durch das Staatsministerium für Umwelt
und Landwirtschaft, erstellt.
Zuständig für die Durchführung der ELER-Förderung im Freistaat Sachsen ist das Staatsministerium für Umwelt und
Landwirtschaft (SMUL), Referat Förderstrategie, ELER-Verwaltungsbehörde.
Bezug:
Diese Druckschrift kann kostenfrei bezogen werden bei:
Zentraler Broschürenversand der Sächsischen Staatsregierung,
Hammerweg 30, 01127 Dresden
Telefon: +49 351 2103672
Telefax: +49 351 2103681
E-Mail: publikationen@sachsen.de
www.publikationen.sachsen.de
Verteilerhinweis
Diese Informationsschrift wird von der Sächsischen Staatsregierung im Rahmen ihrer verfassungsmäßigen Verpflichtung
zur Information der Öffentlichkeit herausgegeben. Sie darf weder von Parteien noch von deren Kandidaten oder Helfern im
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