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Stadtverwaltung Großenhain
SG Planung und Bauverwaltung
Datum: 03.08.2020
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Abwägungsprotokoll – Vorentwurf des Vorhabenbezogenen Bebauungsplanes „Neubau Rettungswache und Lagerhalle Hohe Straße“ i. d. F. vom 08.05.2020
Behandlung der Anregungen und Hinweise der beteiligten Behörden, Träger öffentlicher Belange und der Nachbargemeinden zum Vorentwurf des vorhabenbezogenen
Bebauungsplanes „Neubau Rettungswache und Lagerhalle Hohe Straße“ in der Fassung vom 08.05.2020
Nr.
Stellung-
nehmer
Schreiben
vom
Inhalt der Stellungnahme
Umgang und Berücksichtigung im
Entwurf
1
Landesdirek-
tion Sachsen
Höhere Raum-
ordnung,
Stadtentwick-
lung
25.05.2020
Nach Prüfung des o. g. vorhabenbezogenen Bebauungsplanes anhand der vorgelegten Unterlagen
gibt die Raumordnungsbehörde folgende raumordnerische Stellungnahme ab:
Dem Vorhaben stehen
keine Erfordernisse der Raumordnung entgegen
.
Begründung
Sachverhalt
Der Landkreis Meißen als Vorhabenträger plant auf dem Flurstück 815/3 der Gemarkung Naundorf
in Großenhain die Errichtung einer Rettungswache als Ersatzneubau für den bisherigen Standort.
Entstehen sollen die Rettungswache und eine Lagerhalle. Das Plangebiet wurde in der Vergangen-
heit für Lagerzwecke genutzt und ist durch eine Lagerhalle geprägt. Es liegt gemäß Begründung
seit etwa 10 Jahren brach.
Im wirksamen Flächennutzungsplan der Stadt Großenhain ist das Plangebiet als gemischte Bauflä-
che dargestellt. In der laufenden Fortschreibung ist die Änderung des Flächennutzungsplanes ent-
sprechend der geplanten Nutzungsabsicht (Darstellung als Fläche für Gemeinbedarf) vorgesehen.
Der Geltungsbereich umfasst eine Fläche von 0,4 ha.
Rechtliche Grundlagen
• Landesentwicklungsplan Sachsen 2013 (LEP 2013) vom 12. Juli 2013 (SächsGVBl. S. 582), ver-
bindlich seit 31. August 2013, (LEP 2013);
• Regionalplan Oberes Elbtal/Osterzgebirge, in Kraft getreten mit der Bekanntmachung nach § 7
Abs. 4 SächsLPIG am 19. November 2009;
• Zweite Gesamtfortschreibung des Regionalplans Oberes Elbtal/Osterzgebirge in der Fassung des
Satzungsbeschlusses vom 24. Juni 2019
-
Kenntnisnahme
Anlage 1 zur BV 81/2020 SR

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Datum: 03.08.2020
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Nr.
Stellung-
nehmer
Schreiben
vom
Inhalt der Stellungnahme
Umgang und Berücksichtigung im
Entwurf
Raumordnerische Bewertung
Die Neuerrichtung und Standorterhaltung der Rettungswache im Mittelzentrum Großenhain ent-
spricht Grundsatz 6.5.2 des Landesentwicklungsplanes 2013, wonach Einrichtungen der öffentli-
chen Ordnung wie bspw. Rettungsdienste räumlich so verteilt werden sollen, dass in allen Landes-
teilen eine ausreichende und bürgernahe Versorgung der Bevölkerung sichergestellt ist.
Für die raumordnerische Bewertung des Vorhabens sind darüber hinaus insbesondere Ziel 2.2.1.7
des Landesentwicklungsplanes 2013 zur Nachnutzung von brachliegenden Bauflächen sowie
Grundsatz 2.2.1.1 des Landesentwicklungsplanes 2013 zur Verminderung der Neuinanspruch-
nahme von Freiflächen von Siedlungszwecken entscheidungserheblich.
Die Nachnutzung einer baulich vorgeprägten Fläche entspricht den o.g. Zielen und Grundsätzen.
Raumordnerische Erfordernisse stehen dem Vorhaben nicht entgegen. In Bezug auf die Bewertung
der immissionsschutzrechtlichen Belange verweisen wir auf die Stellungnahme der zuständigen
Fachbehörde.
-
Begründung wird zur Raumordnung
(Kapitel 3.1) ergänzt
Hinweise
Aus dem Raumordnungskataster ist auf die Lage des Plangebietes innerhalb des
Bauschutzberei-
ches des Verkehrslandeplatzes Großenhain
hinzuweisen. Dazu verweisen wir im Weiteren auf
die Stellungnahme des Referates Luftverkehr der Landesdirektion Sachsen. Darüberhinausge-
hende einschränkende Nutzungsbedingungen oder konkurrierende Nutzungsansprüche aus dem
Raumordnungskataster sind für die überplante Fläche nicht bekannt.
Hinweise und Anregungen zu der nach § 2 Abs. 4 BauGB erforderlichen Umweltprüfung werden
durch die Raumordnungsbehörde nicht gegeben, da die Festlegung von Umfang und Detaillie-
rungsgrad nicht Gegenstand der Raumordnung ist.
Wir bitten Sie, uns über den weiteren Fortgang des Verfahrens (Abwägung, Genehmigung, Inkrafts-
etzung) im Rahmen Ihrer gesetzlichen Mitteilungspflicht gemäß § 18 SächsLPlG zu informieren.
-
Referat Luftverkehr wurde beteiligt,
keine Stellungnahme abgegeben
(auf tel. Nachfrage keine Auskunft
mögl.)
-
Hinweis auf Bauschutzbereich des
Verkehrslandeplatzes Großenhain wird
auf Rechtsplan ergänzt (Verkehrslan-
deplatz im fortgeltenden Baubeschrän-
kungsbereich "Klasse A" der ehemali-
gen DDR
(www.lds.sachsen.de/luftver-
kehr))
1a Landesdirek-
tion Sachsen
Referat 43 –
Abfall, Altlas-
ten, Boden-
schutz
03.08.2020
Auf dem Vorhabensgrundstück befinden sich
nach derzeitigem Kenntnisstand keine Altlasten
oder Altlastenverdachtsflächen
. Somit müssen hier bei den Bodenarbeiten lediglich die allgemei-
nen Hinweise beachtet werden.
Abfallvermeidung
Oberstes Ziel des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) ist es, Abfälle zu vermeiden bzw. das Auf-
kommen von Abfällen so gering wie möglich zu halten. Prüfen Sie alle Möglichkeiten des geordne-
ten Rückbaus. So können wiederverwendbare Baustoffe und Bauteile gewonnen werden. Er
hal-
tenswerte Bauelemente, Pflaster, Natursteine, Platten usw. sind vorzugsweise einer Wiederverwen-
dung zuzuführen. Sortenreiner Bodenaushub (wie Sand, Kies und die Humusschicht) kann besser
und kostengünstiger wieder verwendet werden, als eine Mischung verschiedener Materialien.
Getrennthaltung
Im § 8 der Gewerbeabfallverordnung (GewAbfV) werden die Pflichten zur Getrenntsammlung und
Vorbehandlung/Verwertung von Bauabfällen geregelt. Daraus ergibt sich für die Abfallerzeuger,
-
Kenntnisnahme

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Datum: 03.08.2020
Seite 3 von 31
Nr.
Stellung-
nehmer
Schreiben
vom
Inhalt der Stellungnahme
Umgang und Berücksichtigung im
Entwurf
dass die Fraktionen Glas, Kunststoffe, Metalle u. Beton/Ziegel/Keramik, soweit diese getrennt an-
fallen, auch getrennt zu sammeln und einer Verwertung zuzuführen sind (§ 8 Abs.1).
Verwertung und Beseitigung
Erzeuger oder Besitzer von Abfällen sind nach § 7 Abs. 2 KrWG verpflichtet, diese nach Maßgabe
des § 7 Abs. 3 KrWG ordnungsgemäß und schadlos zu verwerten. Vorrang hat die hochwertigste
und besser umweltverträglichste Verwertungsart (stoffliche Verwertung vor Energiegewinnung).
Bau
und Abbruchabfälle einschließlich Straßenaufbruch sind somit einer Recyclinganlage zuzufüh-
ren, die eine schadlose und ordnungsgemäße Verwertung garantiert. Abfälle, die nicht verwertet
werden, sind nachweislich gemeinwohlverträglich und ordnungsgemäß zu beseitigen (§ 15 und 16
KrWG).
Bodenaushub, Natursteine
Bodenaushub, den Bauherren nicht selbst verwenden können, ist der Verwertung zuzuführen (Erd
,
Straßen
und Landschaftsbau, Baugrubenverfüllung, Rekultivierungsmaßnahmen). Das Auf
und
Einbringen von Boden als obere durchwurzelbare Bodenschicht z. B. im Rahmen von Rekultivie-
rungen, richtet sich nach den Vorgaben des § 12 der Bundesbodenschutzverordnung (BBodSchV)
i.V.m. den Vorsorgewerten nach Anhang 2 BBodSchV. Werden Materialien z. B. zur Auffüllung von
Senken, Baugruben o
der zur Modellierung der Landschaft aufgebracht, die dann natürliche Boden-
funktionen erfüllen, ist hierfür ausschließlich Bodenmaterial der Einbauklasse Z0 der „Anforderun-
gen an die stoffliche Verwertung von mineralischen Abfällen
Teil II: Technische Regeln für die
Verwertung von Bodenmaterial
TR Boden“ der LAGA Mitteilungen M20 zu verwenden.
Baustoffrecyclingmaterial
Die Verwendung von Baustoffrecyclingmaterial richtet sich nach den in Sachsen geltenden „Vorläu-
figen Hinweisen“ des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft i.V.m. den
„Anforderungen an die stoffliche Verwertung von mineralischen Abfällen
Technische Regeln, All-
gemeiner Teil“ der LAGA Mitteilungen M20. Der Einbau darf entsprechend der vorhandenen Stoff-
konzentrationen nur in technischen Bauwerken mit bestimmten Einbaukonfigurationen erfolgen.
Das Aufbringen von Bauschutt auf anstehenden Boden ist nicht zulässig.
Entsorgungskonzept
Zur Vereinfachung der Kontrolle der Entsorgung wird dem Bauherren empfohlen, im Vorfeld von
Abbruchmaßnahmen für die Entsorgung der Bauabfälle ein Konzept zu erstellen. Dieses beinhaltet
die geschätzten Mengen der anfallenden Abfälle nach Abfallart und da
zugehöriger Abfallschlüssel-
nummer (nach AVV), sowie den jeweiligen Transporteur und die entsprechende Entsorgungsan-
lage. Erst nach Bestätigung dieses Entsorgungskonzeptes durch die zuständige Behörde sollte der
geplante Abbruch begonnen werden. Legen Sie das Entsorgungskonzept möglichst 14 Tage vor
Abbruchbeginn der zuständigen Behörde vor.
Abfallentsorgung
Das Entsorgen gefährlicher Bauabfälle darf nur eine zugelassene Entsorgungsfirma vornehmen.
Der Bauherr muss sich vergewissern, dass die Entsorgungsfirma eine Bestätigung der zuständigen

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Nr.
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Schreiben
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Inhalt der Stellungnahme
Umgang und Berücksichtigung im
Entwurf
Behörde zum Einsammeln und Befördern der Abfälle (§ 54 Abs. 1 KrWG i. V. m. der Anzeige
und
Erlaubnisverordnung (AbfAEV)) besitzt oder dass die Ausführung durch einen Entsorgungsfachbe-
trieb erfolgt. Eine Erlaubnis müssen auch Entsorgungsvermittler besitzen (§§ 53 und 54 KrWG).
Abfallentsorgungsnachweis
Zusätzlichen Anforderungen bezüglich der Nachweisführung unter
liegen gefährliche Abfälle (§48
KrWG und NachwV). Der Bauherr muss nach erfolgter Entsorgung gegenüber der zuständigen Be-
hörde die Originale der Nachweise und Belege für alle entsorgten angefallenen Abfälle auf Verlan-
gen vorlegen können.
Kontaminationsverdacht
Ergibt sich bei Erd
und Abbrucharbeiten ein Verdacht auf mit gefährlichen Stoffen belastete Stellen
im Boden (schädliche Bodenveränderungen) oder im Bauschutt, erkennbar z. B. an Unterschieden
in Aussehen, Geruch oder Beschaffenheit gegenüber dem Normalzustand, so ist der Bauherr ver-
pflichtet, gemäß § 10 Abs. 2 Sächsisches Abfall
und Bodenschutzgesetz (SächsABG) umgehend
die zuständige Behörde zu konsultieren. Diese entscheidet über die weitere Verfahrensweise und
den Entsorgungsweg.
Bauschutt
Recycling
Der Einsatz von mobilen Bauschuttrecyclinganlagen ist nur für den Anteil von schadstofffreiem Ab-
bruchmaterial zulässig, der vor Ort angefallen ist. Er bedarf gemäß der 4. Verordnung zur Durch-
führung des Bundes
Immissionsschutzgesetzes (4. BImSchV) bei einer Betriebsdauer von weniger
als zwölf Monaten keiner immissionsschutzrechtlichen Genehmigung. Jedoch ist vor Inbetrieb-
nahme einer solchen Anlage der ordnungsgemäße Betrieb bzgl. Staub
und Lärmschutz mit der un-
teren Immissionsschutzbehörde abzustimmen. Weiteres Abbruchmaterial ist einer nach dem Bun-
des
Immissionsschutzgesetz (BImSchG) zugelassenen Recyclinganlage zu übergeben.
Staub
und Lärmschutz
Die Anwohner sind vor Beginn von den Abbrucharbeiten zu informieren. Staub
und Lärmbelästi-
gungen sind durch geeignete Mittel auf ein Minimum zu senken. Geeignete Maßnahmen hierfür
sind z. B. das Aufstellen von Schutzwänden bzw. Schutznetzen, das Befeuchten von Abbruchmate-
rial, der Einsatz von Planen beim Abtransport von Bauschutt, aber auch kein unnötiger Betrieb von
Verbrennungsmotoren, und ein großer Abstand zwischen Baumaschinen und Wohnbebauung. Un-
vermeidbare Verunreinigungen der Straßen (insbesondere durch Baustellenfahrzeuge) sind ohne
Aufforderung unverzüglich zu beseitigen.
2
Landesdirek-
tion Sachsen
Referat Luft-
verkehr, Bin-
nenschifffahrt
---
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Seite 5 von 31
Nr.
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Inhalt der Stellungnahme
Umgang und Berücksichtigung im
Entwurf
3
Landratsamt
Meißen
Dez. Technik,
Amt f. Forst
und Kreisent-
wicklung
08.05.2020
Zur Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes bestehen
keine grundsätzlichen Ein-
wände
. Zum Umfang und Detaillierungsgrad der Umweltprüfung werden keine zusätzlichen Forde-
rungen erhoben. Für das weitere Planverfahren werden
Anregungen und Forderungen
vorgetra-
gen, die in den nachfolgenden Punkten benannt werden.
-
Kenntnisnahme
1. Belange Gebietliche Planung
Es bestehen
keine Einwände
zur Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans. Zum Um-
fang und Detailierungsgrad des Umweltberichtes sind keine weiteren Ergänzungen erforderlich.
Zur Planzeichnung:
Mit Verweis auf die PlanZV wird für den zeichnerischen Teil A empfohlen, den Maßstab so zu wäh-
len, dass der Inhalt des Plans eindeutig, zweifelsfrei und ohne Mühe lesbar ist. Es sollte ein Maß-
stab 1:500 oder größer angewandt werden.
-
Kenntnisnahme
-
Maßstab 1:1000 wird beibehalten, we-
sentliche Inhalte sind eindeutig erkenn-
bar, zur besseren Lesbarkeit wird
Größe der Bemaßung und Beschrif-
tung angepasst
Teil B Textliche Festsetzungen auf der Planzeichnung:
Gemäß der Struktur der Vorschrift des § 9 i. V. m. § 12 BauGB wird empfohlen, auch hinsichtlich
der Gliederung der Festsetzungen die Art der baulichen Nutzung nummerisch als Nr. 1 statt als Nr.
4 festzusetzen. Flächen für Gemeinbedarf gehören begrifflich nicht zu den Baugebieten und somit
entspricht dies der Art der Nutzung (vgl. Planzeichenerklärung).
-
wird in Festsetzungen und Begründung
geändert
Die textliche Festsetzung Ziffer 7.1.4 beinhaltet den Pflanzzeitraum, während der Vorentwurf der
Begründung unter Ziffer 7.1.4 "Fläche für Nebenanlagen .... " erläutert.
Im weiteren Planaufstellungsverfahren ist Übereinstimmung zwischen Nummerierung der textlichen
Festsetzungen und der Erläuterung dieser in der Begründung herzustellen.
-
wird nicht geändert, der Rechtsplan
besteht aus zeichnerischen und textli-
chen Festsetzungen, die Begründung
begründet alles
2. Belange Wasser
Aus den vorgelegten Unterlagen geht nicht hervor, ob eine schadlose Ableitung des Niederschlags-
wassers möglich ist.
Forderungen:
- Für die geplante Versickerung an der östlichen Grundstücksgrenze ist der Nachweis zu erbrin-
gen, dass der erforderliche Abstand zwischen der Sohle der Versickerungsanlage und dem mitt-
leren höchsten Grundwasserstand gemäß DWA-A 138 von 1 m eingehalten wird.
- Auch ist der Nachweis nach DWA-M 153 bzgl. einer ggf. erforderlichen Behandlungsbedürftigkeit
des Niederschlagswassers zu führen. Ggf. ist ein Notüberlauf aus der Versickerungsanlage an
die Kanalisation vorzusehen.
- Die Stellungnahme des Abwasserbeseitigungspflichtigen zur Abwasserentsorgung (einschließ-
lich Niederschlagswasserentsorgung) ist beizubringen.
Begründung:
Die Versickerung des anfallenden Niederschlagswassers bedarf der wasserrechtlichen Erlaubnis
nach §§ 8 und 10 Wasserhaushaltsgesetz (WHG).
Hinweise:
-
Versickerung ist gemäß Baugrundgut-
achten „grundsätzlich möglich, ggf.
muss ein flaches Versickerungsbecken
bzw. -mulde vorgesehen werden“
-
Versickerungsfähigkeit und Umsetzung
bzw. Einleitung in öffentliche Kanäle
wurde durch das Büro Arnold Consult
geprüft, demnach sind verbindliche
Aussagen zur möglichen Versickerung
des anfallenden unverschmutzten Nie-
derschlagswassers unter Berücksichti-
gung des aktuellen Planungsstands,
der vorhandenen Gutachten, der be-
kannten Grundwasserstände sowie der
Angaben der Unteren Wasserbehörde
zurzeit nur bedingt möglich
-
grundsätzlich ist aufgrund der Grund-
wasserflurabstände ausschließlich eine

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Datum: 03.08.2020
Seite 6 von 31
Nr.
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Inhalt der Stellungnahme
Umgang und Berücksichtigung im
Entwurf
Falls ein Waschplatz vorgesehen ist, muss das Abwasser nach dem Stand der Technik behandelt
werden. Zum Umfang und Detaillierungsgrad der Umweltprüfung bestehen keine weiteren Forde-
rungen.
Muldenversickerung, vorbehaltlich Ver-
sickerungsversuchen und nach ver-
bindlicher Angabe der Grundwasser-
stände, realisierbar
-
die in der Begründung des Vorentwur-
fes vorgeschlagenen Möglichkeit einer
Versickerungsmulde entlang der östli-
chen Grundstücksgrenze wurde ge-
prüft und erwies sich aufgrund der
schmalen Restfläche zwischen Fahr-
bahn und Einfriedung als nicht durch-
führbar
-
entlang der westlichen Grundstücks-
grenze verbleibt, unter Berücksichti-
gung notwendiger Sicherheitsabstände
zu Flurstücksgrenze und Gründung der
Neubauten von Rettungswache und
Lagerhalle, die Möglichkeit einer etwa
1 m breiten Versickerungsmulde, de-
ren Machbarkeit muss in einem nächs-
ten Projektstand geprüft und bilanziert
werden
-
Ergänzung zur wasserrechtlichen Er-
laubnis (Kapitel 6.2) sowie Baugrund /
Versickerung (Kapitel 5.3) in Begrün-
dung
-
Hinweis zum Waschplatz wird in Be-
gründung (Kapitel 6.2) ergänzt
3. Belange Naturschutz
Forderung:
Im noch zu erarbeitenden Artenschutzfachbeitrag (AFB) ist die streng geschützte Zauneidechse
(Lacerta agilis) zu berücksichtigen. Entsprechende Schutzvorkehrungen für diese Art sind zu treffen
und in der Satzung festzusetzen.
Begründung:
Die Zauneidechse gehört als FFH-Anhang-IV-Art zu den streng geschützten Tierarten nach § 7
Abs. 2 Nr. 14 b Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG). Demzufolge gelten die Schutzvorschriften
des § 44 Abs. 1 Nr. 1 - 3 BNatSchG.
-
Artenschutzfachbeitrag wurde erarbei-
tet, Ergänzung Umweltbericht und Be-
gründung (Kapitel 5.2)

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Datum: 03.08.2020
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Inhalt der Stellungnahme
Umgang und Berücksichtigung im
Entwurf
Die Schutzmaßnahmen sind mit Bezug auf die am 27. Mai 2020 gemeinsam mit der Grünplanerin
erfolgte Begehung des Plangebietes in den AFB aufzunehmen. Bei der Begehung wurde das Vor-
kommen der Zauneidechse bestätigt. Brutvögel und Anwesenheitsspuren von Fledermäusen wur-
den nicht festgestellt. Der noch zu erarbeitende AFB kann sich daher auf die Zauneidechse kon-
zentrieren. Die Vorkehrungen zum Schutz der Zauneidechse sind zu treffen, um den Verbotstatbe-
ständen des § 44 BNatSchG zu genügen. Dazu gehören die reptiliensichere Einzäunung der Bau-
felder vor Baubeginn, das Absammeln der vorgefundenen Tiere und das Zwischenhältern im Plan-
gebiet (z. B. Südostecke) und der Rückbau der Einzäunung nach Bauende.
-
in Abstimmung mit der UNB
(23.06.2020) erfolgt keine Hälterung
auf dem Flurstück, es erfolgt das Ab-
sammeln und Umsetzen von Zau-
neidechsen vor der Baufeldfreima-
chung
-
Ergänzung in den Textlichen Festset-
zungen sowie Begründung (Kapitel
7.1.6)
4. Belange Abfall, Altlasten, Boden
Hinweis:
Zur weiteren abfall- und bodenschutzrechtlichen Beurteilung der Planung/des Vorhabens ist die
Landesdirektion Sachsen (LDS), Referat 43, anzuhören.
Begründung:
Gemäß § 2 Abs. 1 Nr. 15 SächsKrWBodSchZuVO (Zuständigkeitsverordnung) nimmt u. a. die Auf-
gaben der unteren Abfallbehörde die Landesdirektion Sachsen (hier: LDS, Dienststelle Dresden,
Referat 43) wahr, wenn die Gebietskörperschaft, deren untere Abfallbehörde zuständig wäre, selbst
beteiligt ist.
-
Landesdirektion, Ref. 43 wurde betei-
ligt (s. Nr. 1a)
5. Belange Immissionsschutz
Dem Vorhaben kann zum gegenwärtigen Planungsstand (Vorentwurf)
bei Einhaltung nachfolgen-
der Forderungen zugestimmt
werden.
Forderungen:
1. Die in der Schallimmissionsprognose des Ing. Büro Akustik Bureau Dresden, Nr. ABD 43129-
01/20 vom 30. März 2020 aufgeführten Voraussetzungen zum baulichen Schallschutz sind wie folgt
zu realisieren:
- die Wände der Rettungswache müssen mindestens über ein Schalldämmmaß R'
w
= 45 dB(A)
verfügen,
- die Garagentore an der Ostwand müssen jeweils mindestens über ein Schalldämmmaß R'
w
= 20
dB(A) sowie die Notausgangstür mindestens über ein Schalldämmmaß R'
w
= 25 dB(A) verfügen.
2. Der LKW-Fahrverkehr und Gabelstaplerverkehr sind werktags in der Zeit 6:00 Uhr bis 22:00 Uhr
zulässig. Für den Betrieb des Gabelstaplers im Freien sind die maximalen Nutzungszeiten je nach
Typ (dieselbetrieben 45 min, gasbetrieben 1,5 h, elektrobetrieben 6 h) einzuhalten.
3. Auf dem Betriebsgelände bis zur öffentlichen Straße sind die akustischen Signalanlagen an den
Rettungsfahrzeugen nicht einzuschalten.
4. Der Beurteilungspegel, der durch den Betrieb der Rettungswache insgesamt verursachten Schal-
limmissionen darf im Einwirkungsbereich an den nachstehenden Aufpunkten (Immissionsorte ge-
mäß der Prognose und A 1.3 TA Lärm) folgende Lärmimmissionswerte nicht überschreiten:
-
Forderungen zum baulichen Schall-
schutz werden im Vergabeverfahren
für den Hochbau in die Aufgabenstel-
lung eingearbeitet
-
Ergänzungen zum baulichen Schall-
schutz in Begründung
(Kapitel 5.4)

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Umgang und Berücksichtigung im
Entwurf
Einzelne kurzzeitige Geräuschspitzen dürfen gemäß 6.1 TA Lärm an den Immissionsorten die Im-
missionsrichtwerte entsprechend der Schutzwürdigkeit tags 90 dB(A) und nachts 65 dB(A) nicht
überschreiten.
Begründung:
Die Anlage (Rettungswache und Lagerhalle) ist gemäß Bundes-Immissionsschutzgesetz (BIm-
SchG) nicht genehmigungsbedürftig. Der Betreiber hat den Pflichten nach § 22 BImSchG nachzu-
kommen. Demgemäß sind nicht genehmigungsbedürftige Anlagen so zu errichten und zu betrei-
ben, dass
- schädliche Umwelteinwirkungen verhindert werden, die nach dem Stand der Technik vermeidbar
sind,
- nach dem Stand der Technik unvermeidbare schädliche Umwelteinwirkungen auf ein Mindest-
maß beschränkt werden.
Zu 1. bis 3.
Die formulierten Forderungen dienen der Sicherstellung der Betreiberpflichten gemäß § 22 BIm-
SchG sowie der Einhaltung der Immissionsrichtwerte nach 6.1 TA Lärm.
In der im Rahmen des Vorhabens durchgeführten Schallimmissionsprognose vom 30. März 2020
wurde die Einhaltung der Immissionsrichtwerte nach 6.1 TA Lärm an der nächstgelegenen Wohn-
bebauung plausibel nachgewiesen.
Zu 4.
Für die maßgeblichen Immissionsorte werden die Immissionsrichtwerte für Mischgebiet tags um 6
dB(A) festgelegt, um die bestehende Vorbelastung zu berücksichtigen. Für den Nachtzeitraum wur-
den die um 10 dB(A) reduzierten Immissionsrichtwerte festgelegt. Die sichere Einhaltung wurde im
oben genannten Gutachten nachgewiesen, die Immissionsorte befinden sich damit außerhalb des
Einwirkungsbereiches der Anlage.
-
wird in Begründung ergänzt
(Kapitel 5.4)
6. Belange Baurecht
Die Unterlagen werden zur Kenntnis genommen.
-
Kenntnisnahme

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Entwurf
7. Belange Denkmalschutz
Kulturdenkmale im Sinne des § 2 SächsDSchG sind im bezeichneten Gebiet nicht bekannt.
-
Kenntnisnahme
4
Regionaler
Planungsver-
band Oberes
Elbtal / Osterz-
gebirge
11.06.2020
Der Vorentwurf des o. g. Bebauungsplans wurde auf der Grundlage der 1. Gesamtfortschreibung
des Regionalplans
1
sowie der als Satzung beschlossenen 2. Gesamtfortschreibung des Regional-
plans
2
für die Region Oberes Elbtal/Osterzgebirge geprüft.
Im Ergebnis der Prüfung teile ich Ihnen mit, dass dem Planvorentwurf mit einem Geltungsbereich
von ca. 0,4 ha zur Errichtung einer Rettungswache und einer Lagerhalle
keine regionalplaneri-
schen Festlegungen entgegenstehen
.
1
Die 1. Gesamtfortschreibung des Regionalplanes für die Region Oberes Elbtal/Osterzgebirge ist
seit 19.11.2009 durch Bekanntmachung im Amtlichen Anzeiger des Sächsischen Amtsblattes Nr.
47/2009 verbindlich
2
Die am 24.06.2019 durch die Verbandsversammlung beschlossene 2. Gesamtfortschreibung des
Regionalplans bedarf noch der Genehmigung durch die oberste Raumordnungs- und Landespla-
nungsbehörde
-
Kenntnisnahme
5
Staatsbetrieb
Sächsisches
Immobilien-
und Bauma-
nagement, NL
Dresden I
---
siehe Nr. 6
---
6
Staatsbetrieb
Zentrales Flä-
chenmanage-
ment
Sachsen
(ZFM)
09.06.2020
Das geplante Vorhaben
berührt keine bekannten beabsichtigten oder bereits eingeleiteten
Planungen und Maßnahmen
des Freistaates Sachsen, vertreten durch den Staatsbetrieb Sächsi-
sches Immobilien- und Baumanagement, Fachbereich Zentrales Flächenmanagement Bedenken,
Anregungen oder Forderungen werden nicht vorgebracht.
Bei einer nachträglichen Änderung, die Belange des Freistaates berühren könnten, bitte ich um er-
neute Vorlage der Pläne zur Prüfung. Ich gehe davon aus, dass bei einer Inanspruchnahme von
Flächen, die Eigentum des Freistaates Sachsen sind, eine Abstimmung mit dem Staatsbetrieb
Sächsisches Immobilien- und Baumanagement, Fachbereich Zentrales Flächenmanagement er-
folgt.
-
Kenntnisnahme
7
Landesamt für
Straßenbau
und Verkehr
(LASUV)
15.05.2020
Gegen den Vorentwurf des Bebauungsplanes (Stand 08.05.2020) gibt es seitens des Landesamtes
für Straßenbau und Verkehr
keine Einwände
.
-
Kenntnisnahme
8
Verkehrsge-
sellschaft Mei-
ßen mbH
08.06.2020
Bezugnehmend auf o.g. Betreff teilen wir Ihnen mit, dass die
Belange
des ÖPNV und der VOM
nicht betroffen
sind. Aus diesem Grund gibt es unsererseits
keine Einwände
bzw. Erläuterungen.
-
Kenntnisnahme

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Seite 10 von 31
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Deutsche
Bahn Netz
AG, Regional-
bereich Süd-
ost Techni-
sches Projekt-
management
I.NP-SO-M 1
19.05.2020
Die DB AG, DB Immobilien, als von der DB Netz AG bevollmächtigtes Unternehmen, übersendet
Ihnen hiermit folgende Stellungnahme zu o.g. Verfahren.
Gegen das o.g. Verfahren bestehen aus unserer Sicht
keine grundsätzlichen Bedenken
. Öffentli-
che Belange der Deutschen Bahn AG und ihrer Konzernunternehmen werden hierdurch nicht be-
rührt.
-
Kenntnisnahme
10 Sächsisches
Landesamt für
Umwelt, Land-
wirtschaft und
Geologie
12.06.2020
Mit diesem Schreiben erhalten Sie die Stellungnahme des Sächsischen Landesamtes für Umwelt,
Landwirtschaft und Geologie (LfULG) als Träger öffentlicher Belange.
Wir weisen darauf hin, dass im LfULG nur die Belange Fluglärm, Anlagensicherheit / Störfallvor-
sorge, natürliche Radioaktivität, Fischartenschutz und Fischerei und Geologie Gegenstand der Prü-
fung sind. Die Prüfung weiterer Belange ist auf Grund fehlender Zuständigkeit nicht möglich.
-
Kenntnisnahme
-
Wir haben die Prüfung und Einschätzung u.a. auf der Grundlage des Inhalts der unter den Gliede-
rungspunkten 2.1 und 3.1 angeführten Unterlagen vorgenommen:
1 Zusammenfassendes Prüfergebnis
Seitens des LfULG stehen dem Vorhaben
keine Bedenken entgegen
. Im Rahmen weiterer Pla-
nungen zur Bebauung bestehen jedoch Anforderungen zum Radonschutz die beachtet werden sol-
len. Zur Begründung und zu weiteren Hinweisen der natürlichen Radioaktivität siehe Gliederungs-
punkt 2. Wir empfehlen im Rahmen der weiteren Planbearbeitung die in Punkt 3 folgenden geologi-
schen Hinweise zu berücksichtigen.
Die Belange des Fluglärms, der Anlagensicherheit / Störfallvorsorge sowie des Fischartenschutzes
/ der Fischerei sind nicht berührt.
Seitens des LfULG sind keine Planungen und sonstigen Maßnahmen beabsichtigt oder bereits ein-
geleitet, die bezüglich des o.g. Vorhabens von Bedeutung sind.
-
Behandlung der einzelnen Belange er-
folgt nachfolgend
2 Natürliche Radioaktivität
2.1 Unterlagen
[1] Kataster für Natürliche Radioaktivität in Sachsen, basierend auf Kenntnissen über den Altberg-
bau, Uranerzbergbau der Wismut und Ergebnissen aus dem Projekt „Radiologische Erfassung, Un-
tersuchung und Bewertung bergbaulicher Altlasten“ (Altlastenkataster) des Bundesamtes für Strah-
lenschutz.
[2] Gesetz zum Schutz vor der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung (Strahlenschutzgesetz
– StrlSchG) vom 27. Juni 2017 (Bundesgesetzblatt Jahrgang 2017 Teil I Nr. 42, ausgegeben zu
Bonn am 03.07.2017).
[3] Verordnung zum Schutz vor der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung (Strahlenschutz-
verordnung – StrlSchV) vom 29. November 2018 (Bundesgesetzblatt Jahrgang 2018 Teil I Nr. 41,
ausgegeben zu Bonn am 05.12.2018).
2.2 Prüfergebnis
-
Kenntnisnahme
-
Hinweise zu Radonschutz werden vor-
sorglich auf Rechtsplan ergänzt

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Stadtverwaltung Großenhain
SG Planung und Bauverwaltung
Datum: 03.08.2020
Seite 11 von 31
Nr.
Stellung-
nehmer
Schreiben
vom
Inhalt der Stellungnahme
Umgang und Berücksichtigung im
Entwurf
Gegenwärtig [1] liegen uns keine Anhaltspunkte über radiologisch relevante Hinterlassenschaften
für dieses Plangebiet vor. Nach den uns bisher vorliegenden Kenntnissen liegt das Plangebiet in
einem Gebiet, in dem erhöhte Radonkonzentrationen in der Bodenluft wahrscheinlich kaum auftre-
ten. Es ist jedoch nicht mit Sicherheit auszuschließen, dass auf Grund lokaler Gegebenheiten und
der Eigenschaften des Gebäudes hinsichtlich eines Radonzutrittes dennoch erhöhte Werte der Ra-
donkonzentration in der Raumluft auftreten können.
Zum vorliegenden Vorhaben bestehen
derzeit keine Bedenken
. Im Rahmen weiterer Planungen
zur Bebauung bestehen
jedoch Anforderungen zum Radonschutz
, die beachtet werden sollen.
2.3 Anforderungen zum Radonschutz
Aufgrund der Verabschiedung des neuen Strahlenschutzgesetzes [2] und der novellierten Strahlen-
schutzverordnung [3] gelten seit dem 31. Dezember 2018 erweiterte Regelungen zum Schutz vor
Radon (§§ 121 – 132 StrlSchG [2] / §§ 153 - 158 StrlSchV [3]). Erstmalig wurde zum Schutz vor
Radon ein Referenzwert für die über das Jahr gemittelte Radon-222-Aktivitätskonzentration in der
Luft von 300 Bq/m³ für Aufenthaltsräume und Arbeitsplätze in Innenräumen festgeschrieben.
Wer ein Gebäude mit Aufenthaltsräumen oder Arbeitsplätzen errichtet, hat geeignete Maßnahmen
zu treffen, um den Zutritt von Radon aus dem Baugrund zu verhindern oder erheblich zu erschwe-
ren. Diese Pflicht gilt als erfüllt, wenn die nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik er-
forderlichen Maßnahmen zum Feuchteschutz eingehalten werden. Wer im Rahmen baulicher Ver-
änderung eines Gebäudes mit Aufenthaltsräumen oder Arbeitsplätzen Maßnahmen durchführt, die
zu einer erheblichen Verminderung der Luftwechselrate führen, soll die Durchführung von Maßnah-
men zum Schutz vor Radon in Betracht ziehen, soweit diese Maßnahmen erforderlich und zumut-
bar sind.
Bis Ende 2020 werden spezielle Radonvorsorgegebiete ausgewiesen, für die erwartet wird, dass
die über das Jahr gemittelte Radon-222-Aktivitätskonzentration in der Luft in einer beträchtlichen
Zahl von Gebäuden mit Aufenthaltsräumen oder Arbeitsplätzen den Referenzwert von 300 Bq/m³
überschreitet. In diesen ausgewiesenen Radonvorsorgegebieten werden dann weitergehende Re-
gelungen in Bezug auf den Neubau von Gebäuden, der Ermittlung der Radonsituation an Arbeits-
plätzen in Kellern oder Erdgeschossräumen und zum Schutz vor Radon an Arbeitsplätzen zu be-
achten sein (§§ 153 – 154 StrlSchV [3]).
2.4 Hinweise zum Radonschutz
Bei Fragen zu Radonvorkommen, Radonwirkung und Radonschutz wenden Sie sich bitte an die
Radonberatungsstelle des Freistaates Sachsen:
Staatliche Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft – Radonberatungsstelle: Dresdner
Straße 183, 09131 Chemnitz, Telefon: (0371) 46124-221, Telefax: (0371) 46124-299, E-Mail: ra-
donberatung@smul.sachsen.de, Internet:
www.smul.sachsen.de/bful
und
www.radon.sachsen.de.
Beratung werktags per Telefon oder E-Mail; zusätzlich besteht die Möglichkeit einer Vereinbarung
individueller persönlicher Beratungstermine.
-
Kenntnisnahme
-
Kenntnisnahme

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Stadtverwaltung Großenhain
SG Planung und Bauverwaltung
Datum: 03.08.2020
Seite 12 von 31
Nr.
Stellung-
nehmer
Schreiben
vom
Inhalt der Stellungnahme
Umgang und Berücksichtigung im
Entwurf
3 Geologie
3.1 Unterlagen
[1] Schreiben der Hamann + Krah PartG mbB Stadtplanung Architektur aus Dresden vom
08.05.2020, Frau Ireen Gommlich mit den digitalen Planungsunterlagen [2] und [3]
[2] Stadt Großenhain: Vorhabenbezogener Bebauungsplan „Neubau Rettungswache und Lager-
halle Hohe Straße“, bestehend aus Rechtsplan, Textlichen Festsetzungen, Begründung, Umweltbe-
richt mit integrierter Grünordnung, Schalltechnischem Gutachten ABD 43129-01/20 und Vorhaben-
und Erschließungsplan; Vorentwurf vom 08.05.2020
[3] M.U.T Meißner Umwelttechnik GmbH: Baugrundgutachten (Hauptuntersuchung nach DIN 4020)
zum Bauvorhaben „Rettungswache Großenhain – Neubau am Standort Hohe Straße, 01558
Großenhain“ vom 16.03.2020, Reg.-Nr.: 8/16361/Sc
[4] Geodatenarchiv des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie mit
Landesdatenbank geologischer Aufschlüsse (Stand 11.06.2020), Geologischer Karte der eiszeitlich
bedeckten Gebiete Sachsens M 1: 50 000 (digitale Version) und Geologischer Übersichtskarte von
Sachsen M 1: 400.00 (digitale Version)
[5] Bund der Ingenieure für Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Kulturbau e.V. (BWK), BWK-Re-
gelwerk, Merkblatt BWK-M8: Ermittlung des Bemessungswasserstandes für Bauwerksabdichtun-
gen (Stand: September 2009)
-
Kenntnisnahme
3.2 Prüfumfang und Prüfergebnis
Es wurden die geologischen Belange und Sachverhalte in [2] und [3] geprüft. Der Bericht [3] wurde
auf Plausibilität der geologischen und hydrogeologischen Sachverhalte (Darstellung der geologi-
schen und hydrogeologischen Situation, Schichtenbeschreibung, Baugrundmodell, Charakteristik
der Baugrundschichten, bodenmechanische Kennwerte, hydrogeologische Parameter) und bezüg-
lich der daraus abgeleiteten bautechnischen Erfordernisse (Beurteilung Baugrund und Versicke-
rungsfähigkeit, bautechnische Hinweise und Empfehlungen) geprüft. Nachrechnungen geotechni-
scher und hydrogeologischer Angaben erfolgten nicht.
Aus geologischer Sicht stehen dem Vorhaben [2]
keine Bedenken
entgegen. Es wird die Berück-
sichtigung der nachfolgenden Hinweise empfohlen.
Zum erforderlichen Umfang und Detaillierungsgrad der Umweltprüfung nach § 2 Abs. 4 BauGB er-
geben sich unter geologischen Aspekten keine speziellen Anregungen bzw. Anforderungen. Im
Rahmen der Umweltprüfung sollen die Auswirkungen des Vorhabens auf das geologische/hydroge-
ologische Wirkungsfeld untersucht werden. Dabei sind die geologischen und hydrogeologischen
Verhältnisse darzustellen und die wechselseitigen Auswirkungen auf bzw. durch das Vorhaben zu
beschreiben.
3.3 Hinweise
3.3.1 Plausibilitätsprüfung des Baugrundgutachtens [3]
Der Untersuchungsumfang (Anzahl, Art, Tiefe der Aufschlüsse, Feld- und Laborarbeiten) für die
-
Auswirkungen des Vorhabens auf Bo-
den und Wasser sind im Umweltbe-
richt untersucht wurden

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Stadtverwaltung Großenhain
SG Planung und Bauverwaltung
Datum: 03.08.2020
Seite 13 von 31
Nr.
Stellung-
nehmer
Schreiben
vom
Inhalt der Stellungnahme
Umgang und Berücksichtigung im
Entwurf
Hauptuntersuchung nach DIN 4020 wird als ausreichend eingeschätzt, um eine geologische, hydro-
geologische und ingenieurgeologische Beurteilung der Baugrundverhältnisse für die geplanten
Maßnahmen vornehmen zu können.
Die Beschreibung der geologischen und hydrogeologischen Verhältnisse entspricht dem aktuellen
Kenntnisstand gemäß [4].
Die geologischen/geotechnischen Sachverhalte (Schichtenbeschreibung, Baugrundmodell, Charak-
teristik der Baugrundschichten, bodenmechanische Kennwerte) sind plausibel und nachvollziehbar
dargestellt. Die Aussagen bezüglich des hydrogeologischen Untergrundaufbaus sowie zu den hyd-
rogeologischen Untergrundeigenschaften sind ebenfalls als plausibel zu bewerten.
Bezüglich der abgeleiteten
bautechnischen Erfordernisse hat sich ein Hinweis ergeben
, der
nachfolgend erläutert wird.
Im Kapitel 5.2 (Gründungsbemessung) werden in der Tabelle 5 Bemessungswerte des Sohlwider-
standes für gemischtkörnige Böden gemäß EC7, Tabelle A 6.6 angegeben. Als gemischtkörnig gel-
ten Böden der Bodengruppen SU* (hier relevant), ST, ST*, GU*, GT* nach DIN18196.
Die gründungsrelevante Schicht 2 (pleistozäne Talsande, vgl. Kap. 5.1) besteht neben der Boden-
gruppe SU* aber auch aus Baugrund der Bodengruppen SU und SE (vgl. Tabellen 3 und 4).
Für die Bodengruppe SU* wurden in Tabelle 5 Bemessungswerte des Sohlwiderstandes für ge-
mischtkörnige Böden gemäß EC7, Tabelle A 6.6 angegeben. Für die Bodengruppen SU und SE
sind keine Bemessungswerte des Sohlwiderstandes aufgeführt. Hintergrund ist sicherlich die Wahl
der ungünstigeren Bodengruppe SU* im Hinblick auf die Tragfähigkeit.
Betrachtet man die Bohrprofile in Anlage 2.2., so fällt auf, dass vorwiegend Baugrund der Boden-
gruppe SU auftritt. Nur untergeordnet sind die Bodengruppen SE und SU* vorhanden.
Daher sind bezüglich des Bemessungswertes des Sohlwiderstandes auch die Bodengruppen SU
und SE relevant und zwar die Tabellen für nichtbindigen Baugrund A 6.1 bis A 6.3 gemäß EC7.
Dies ist insofern wichtig, weil im Kapitel 4 (Grundwasserverhältnisse) [3] wie folgt formuliert wird:
„Das zeitweise Auftreten von geländenahen Grundwasserständen ist nicht auszuschließen.“ Auch
im Kapitel 5.4 (Frost- und Wasserschutzmaßnahmen/Versickerungsmöglichkeiten) werden
Dränungshinweise bei geländenahen Grundwasserständen gegeben. Bezüglich Regenwasser-
versickerung wird hier ausgesagt, dass der „… erforderliche Abstand (Sickerstrecke 1 m) zum
Grundwasserspiegel … jedoch zumindest zeitweise nicht einhaltbar“ ist.
Im Hinblick auf die Bemessungswerte des Sohlwiderstandes ist daher auch der Einfluss (zumindest
zeitweise) von geländenahem Grundwasser auf Baugrund der Bodengruppen SU und SE zu be-
rücksichtigen, denn der Bemessungswert des Sohlwiderstandes ist bei Grundwassereinfluss abzu-
mindern (vgl. EC 7 DIN 1054:2010-12, Kap. A.6.10.2.3).
Im Kapitel 5.2 wird bezüglich der Gründungsbemessung abschließend formuliert, dass eine
genau-
ere Bestimmung der Bemessungswerte des Sohlwiderstandes
bzw. des Bettungsmoduls nach
Kenntnis der Größe und Verteilung der Lasten über eine Grundbruch- und Setzungsberechnung
-
Grundwasser-Bemessungswasser-
stände wurden im Februar 2020 erkun-
det und als Grundlage des Baugrund-
gutachtens verwendet, sie werden in
einem nächsten Planungsschritt im

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Stadtverwaltung Großenhain
SG Planung und Bauverwaltung
Datum: 03.08.2020
Seite 14 von 31
Nr.
Stellung-
nehmer
Schreiben
vom
Inhalt der Stellungnahme
Umgang und Berücksichtigung im
Entwurf
vorzunehmen ist. Dieses
Vorgehen ist aus unserer Sicht im weiteren Planungsverfahren um-
zusetzen
. Die zuvor beschriebene Thematik des Grundwassereinflusses auf den Baugrund der Bo-
dengruppen SU/SE ist dabei zu beachten. Bemessungsrelevant ist der höchste zu erwartende
Grundwasserstand.
Der höchste zu erwartende Grundwasserstand ist als Bemessungswasserstand aus langjährigen
Ganglinien am Standort abzuleiten. Alternativ kann ein entsprechender Sicherheitszuschlag in An-
lehnung an [5] für die Bewertung der kurzfristigen Ganglinien am Standort fachgutachterlich ermit-
telt werden. Der Einfluss geplanter Versickerungsvorhaben ist zu berücksichtigen.
Grundsätzlich
ist das
Baugrundgutachten
als Grundlage für die weiteren, präzisierenden Planun-
gen
geeignet
. Die bautechnischen Schlussfolgerungen und Empfehlungen sind zu beachten.
Rahmen einer Versickerungsuntersu-
chung des ortskonkreten Gebäudes
geprüft bzw. evtl. erneut ermittelt
-
nach Prüfung der amtlichen Grundwas-
sermessstellen durch das Büro Arnold
Consult weist die nächstliegende
Messstelle 47470005 im Bereich Les-
singplatz Großenhain einen MHW von
116,42 m HN bei einer Geländehöhe
von 118,73 m HN aus, damit besteht in
diesem Bereich ein deutlich größerer
Flurabstand zum Grundwasser
3.3.2 Versickerung
Hinsichtlich der geplanten Versickerung von Niederschlagswässern ist die Versickerungsfähigkeit
des Baugrundes/Untergrundes ortskonkret durch Versuche nachzuweisen.
-
Versickerungsfähigkeit und Umsetzung
bzw. Einleitung in öffentliche Kanäle
wurde durch das Büro Arnold Consult
geprüft, demnach sind verbindliche
Aussagen zur möglichen Versickerung
des anfallenden unverschmutzten Nie-
derschlagswassers unter Berücksichti-
gung des aktuellen Planungsstands,
der vorhandenen Gutachten, der be-
kannten Grundwasserstände sowie der
Angaben der Unteren Wasserbehörde
zurzeit nur bedingt möglich (vgl. Nr. 3
Belange Wasser)
-
grundsätzlich ist aufgrund der Grund-
wasserflurabstände ausschließlich eine
Muldenversickerung, vorbehaltlich Ver-
sickerungsversuchen und nach ver-
bindlicher Angabe der Grundwasser-
stände, realisierbar
3.3.3 Verfügbare Geodaten
Im Planungsgebiet und dessen Umfeld liegen uns Schichtenverzeichnisse von Bohrungen vor (geo-
logische Punktinformationen [4]). Diese können lagemäßig unter der LfULG-Internetadresse (Link
-
Kenntnisnahme

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Stadtverwaltung Großenhain
SG Planung und Bauverwaltung
Datum: 03.08.2020
Seite 15 von 31
Nr.
Stellung-
nehmer
Schreiben
vom
Inhalt der Stellungnahme
Umgang und Berücksichtigung im
Entwurf
Geologie - Karten und GIS-Daten - interaktive Karte „Geologische Aufschlüsse in Sachsen“) recher-
chiert werden. Zur Übergabe von Geodaten ist eine Anfrage per E-Mail an bohrar-
chiv.lfulg@smul.sachsen.de notwendig.
Auf der Website des LfULG sind geologische Kartenwerke veröffentlicht, die unter der Internet-
adresse
http://www.geologie.sachsen.de
eingesehen werden können.
11 Landesamt für
Denkmal-
pflege
15.06.2020
Nach Prüfung der im Landesportal eingestellten Unterlagen ist aus fachlicher Sicht festzustellen,
dass
denkmalpflegerische Belange
durch das Vorhaben nach derzeitigem Kenntnisstand
nicht
betroffen
sind.
-
Kenntnisnahme
12 Landesamt für
Archäologie
Sachsen
26.05.2020
Das Landesamt für Archäologie erhebt gegen das o.g. Vorhaben
keine Einwände
, bittet aber, die
ausführenden Firmen und den Bauherren auf die
Meldepflicht von Bodenfunden
gemäß § 20
SächsDSchG
hinzuweisen
.
-
Kenntnisnahme
-
Hinweis wird auf Rechtsplan ergänzt
13 Sächsisches
Oberbergamt
13.05.2019
Nach Prüfung der uns vorliegenden Unterlagen sind die Belange des Sächsischen Oberbergamtes
durch das Vorhaben
nicht betroffen
. Die eingereichten Unterlagen wurden zu den Akten genom-
men.
-
Kenntnisnahme
14 Polizeidirek-
tion Dresden
Polizeirevier
Großenhain
08.06.2020
Nach Beurteilung der Planungsunterlagen Vorhabenbezogener Bebauungsplan „Neubau Rettungs-
wache und Lagerhalle Hohe Straße“ werden diese aus verkehrstechnischer Sicht
befürwortet
.
Um das Gebiet der Stadt Großenhain existiert ein umfangreiches Straßennetz, welches regional
und überregional als Verbindung dient. Verkehrsrechtliche Auswirkung auf die Flächenbebauung
gibt es nicht. Weitere Bereiche in dem Vorhabenbezogenen Bebauungsplan tangieren die Polizei
nicht.
-
Kenntnisnahme
15 Zweckverband
Abfallwirt-
schaft
03.06.2020
Gegen die Planung in der vorliegenden Fassung haben wir
keine Bedenken
. Wir bitten um Infor-
mation über den weiteren Verfahrensverlauf.
-
Kenntnisnahme
16 Abwasser-
zweckverband
”Gemein-
schaftskläran-
lage Großen-
hain”
15.07.2020
In der “Hohe Straße” liegen 2 parallele Mischwasserkanäle DN 300 zur Einleitung von Abwasser.
Regenwasser sollte nach Möglichkeit vor Ort zur Versickerung gebracht werden. Ich verweise auf
die Vorschriften der DWA-A 138 zur Planung von Anlagen zur Versickerung von unverschmutzten
Niederschlagswasser.
-
siehe Nr. 3 - 2. Belange Wasser
-
Ergänzung zu Baugrund / Versicke-
rung (Kapitel 5.3) sowie Nieder-
schlagswasser (Kapitel 6.2) in Begrün-
dung
17 Wasserversor-
gung Riesa-
Großenhain
GmbH
15.06.2020
Die Wasserversorgung Riesa/Großenhain GmbH
stimmt
dem Entwurf des Bebauungsplanes
"Neubau Rettungswache und Lagerhalle Hohe Straße" (Bearbeitungsstand vom 08.05.2020) bei
Erhebung nachfolgender Forderungen
zu
:
-
Kenntnisnahme

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Stadtverwaltung Großenhain
SG Planung und Bauverwaltung
Datum: 03.08.2020
Seite 16 von 31
Nr.
Stellung-
nehmer
Schreiben
vom
Inhalt der Stellungnahme
Umgang und Berücksichtigung im
Entwurf
Vorentwurf
Punkt 6. 2 Stadttechnische Erschließung
Trinkwasser
In der Anlage übergeben wir Ihnen den Bestandsplan, der in unserer Rechtsträgerschaft befindli-
chen Leitungen. Aus diesem können Sie erkennen, dass die
Hauptversorgungsleitung ON 100
GG an der südlichen Grundstücksgrenze verläuft
. Sie endet im Bereich des Flurstückes. Das
Grundstück wird über eine aktive Anschlussleitung PE d 63 versorgt. Der Übergabepunkt ist der
Wasserzählerschacht in der südwestlichen Ecke des Flurstückes.
Eine direkte
Überbauung
unserer Leitungen ist
nicht zulässig
. Es ist eine Schutzstreifenbreite
von 2,0m einzuhalten. Die Forderungen der DIN 1998 und der DVGW W 400-1 sind unbedingt ein-
zuhalten.
Sollte der Bau von Erdwärmerückgewinnungsanlagen geplant sein, empfehlen wir bei Erdwärme-
sonden oder Brunnenanlagen einen Abstand zu den Trinkwasserleitungen von 1,00 m und bei Kol-
lektoranlagen einen Abstand von 2,50 m einzuhalten, um ein Einfrieren der Wasserleitung zu ver-
meiden. Das gilt sowohl bei Näherungen als auch bei Kreuzungen.
-
Aussagen zum Trinkwasser werden in
Begründung ergänzt (Kapitel 6.2)
-
Hinweis zur Erdwärme wird in Begrün-
dung (Kapitel 6.2) ergänzt
Löschwasserversorgung
Des Weiteren teilen wir Ihnen mit, dass die Löschwasservorhaltung nach den landesgesetzlichen
Regelungen über den Brandschutz grundsätzlich eine pflichtige Selbstverwaltungsaufgabe der
Kommunen im Rahmen der polizei- und ordnungsrechtlichen Gefahrenabwehr ist, die grundsätzlich
auf Kosten der Kommunen zu gewährleisten ist. Maßgebend ist in Sachsen das Gesetz zur Neu-
ordnung des Brandschutzes, Rettungsdienstes und Katastrophenschutzes im Freistaat Sachsen
vom 24.06.2004 (SächsGVBI. S. 245).
Die öffentliche
Trinkwasserversorgung
als Aufgabe der Daseinsvorsorge wird somit durch diese
gesetzliche Aufgabenzuweisung nicht berührt, sondern ist
von der Löschwasservorhaltung strikt
zu trennen
. Die Wasserversorgungsunternehmen sind daher gesetzlich nicht verpflichtet, die erfor-
derliche Löschwassermenge ganz oder teilweise über das öffentliche Netz sicher zu stellen.
Eine Verpflichtung der Wasserversorgungsunternehmen zur Löschwasservorhaltung folgt weiterhin
nicht aus der weithin praktizierten Anwendung des DVGW-Arbeitsblattes W 405 (Bereitstellung von
Löschwasser durch die öffentliche Trinkwasserversorgung). Durch das Vorwort zu diesem Arbeits-
blatt wird nämlich ausdrücklich klargestellt, dass sich das Arbeitsblatt auf die Darstellung der tech-
nischen Möglichkeiten beschränkt und keine Rechtspflichten, insbesondere nicht zwischen Ge-
meinden und Wasserversorgungsunternehmen begründet.
Wir bitten Sie uns rechtzeitig in die weiteren Planungsschritte mit einzubinden.
Für Rückfragen und weiteren Abstimmungen stehen Ihnen unsere Mitarbeiter Frau Kayser und
Herr Zscheile unter der Telefonnummer 03522/523500 gern zur Verfügung.
-
nach Auskunft der Stadtverwaltung
Großenhain ist die Pflicht der Kom-
mune, die Löschwasserversorgung in
ausreichender Menge in einem Radius
von 300 m vom Gefahrenort für 2 h si-
cherzustellen, über die Entnahmestelle
an der Großen Röder erfüllt
-
Aussagen zum Löschwasser werden in
Begründung ergänzt (Kapitel 6.2)
18 Katholisches
Pfarramt
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Stadtverwaltung Großenhain
SG Planung und Bauverwaltung
Datum: 03.08.2020
Seite 17 von 31
Nr.
Stellung-
nehmer
Schreiben
vom
Inhalt der Stellungnahme
Umgang und Berücksichtigung im
Entwurf
19 Evangelisch-
Lutherisches
Pfarramt
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20 Landesverein
Sächsischer
Heimatschutz
e.V.
15.06.2020
Der Landesverein Sächsischer Heimatschutz e.V.
stimmt
dem Anlass und dem Ziel sowie den In-
halten der Planung
zu
.
Wir bestätigen die Bauordnungsrechtlichen Festsetzungen und begrüßen die umfassende Eingrü-
nung, einschließlich Fassaden- und Dachbegrünung zum Zweck des möglichst geringen Eingriffes
in das Schutzgut Landschaftsbild.
-
Kenntnisnahme
Damit die
Dachbegrünung
außerdem eine hohe Habitat-, Regenrückhalte- und Klimaausgleichs-
funktion erfüllt, bitten wir um Beachtung der daran angelegten Maßstäbe des Bundesamtes für Na-
turschutz (BfN Skript 538 - 2019):
• Mindestsubstrattiefe mehr als 20 cm
• Verwendung unterschiedlicher Substrate
• Erhöhung der Substratdicke an einigen Stellen durch Anhäufung
• Aufbringen von Totholz, Ästen, Zweigen und Steinen
• Einrichtung von Nisthilfen für Vögel und Insekten
• Aufbringen von Sandlinsen und Grobkiesbeeten
• Anlage von wassergesättigten Flächen
Die Installation von Photovoltaikanlagen schließt die Herstellung eines Gründachs nicht aus.
Bezogen auf das Ausbringen von Rasensaat möchten wir auf den kürzlich in Kraft getretenen § 40
Abs. 1 Nr. 4 BNatSchG hinweisen, nachdem nur standortgerechtes, autochthones Saatgut zu ver-
wenden ist.
Mit diesen Hinweisen wird dem Entwurf der frühzeitigen Beteiligung des o.g. Bebauungsplanes sei-
tens des Landesverein Sächsischer Heimatschutz e.V. zugestimmt.
-
es erfolgt keine Änderung der Festset-
zung, weil die bereits festgesetzte ex-
tensive Dachbegrünung von mindes-
tens 70 % der Dachflächen von Haupt-
gebäuden mit einer mind. 10 cm hohen
Vegetationstragschicht einen starken
Beitrag zur Verringerung von Tempera-
turunterschieden und somit einen posi-
tiven Einfluss auf das Kleinklima leistet
-
durch die Dachbegrünung wird ein Bei-
trag zur Verringerung der Abflussspit-
zen bei stärkeren Regenereignissen
geleistet, da das Niederschlagswasser
teilweise gespeichert und zeitlich ver-
zögert abgegeben wird
-
§ 40 Abs. 1 ist nicht anzuwenden, da
es sich beim Geltungsbereich um ei-
nen innerörtlichen, besiedelten Bereich
handelt, der nicht der freien Natur zu-
zuordnen ist
21 Bund für Um-
welt- u. Natur-
schutz
Deutschland
(BUND), Lan-
desverband
Sachsen e. V.
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22 Naturschutz-
bund Deutsch-
land (NABU),
---
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Stadtverwaltung Großenhain
SG Planung und Bauverwaltung
Datum: 03.08.2020
Seite 18 von 31
Nr.
Stellung-
nehmer
Schreiben
vom
Inhalt der Stellungnahme
Umgang und Berücksichtigung im
Entwurf
Landesver-
band Sachsen
e. V.
23 Grüne Liga
Sachsen e.V.
Regionalbüro
Dresden
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24 Landesjagd-
verband Sach-
sen e.V.
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25 Schutzge-
meinschaft
Deutscher
Wald
Landesver-
band Sachsen
e.V.
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26 Landesver-
band Sächsi-
scher Angler
e. V.
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27 Naturschutz-
verband Sach-
sen e.V.
(NASA)
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28 Gemeinde
Lamperts-
walde
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29 Gemeindever-
band Ebers-
bach
18.05.2020
Die Gemeinde Ebersbach nimmt den Entwurf zu o.g. vorhabenbezogenem Bebauungsplan zur
Kenntnis. Die gemeindlichen Belange werden
nicht berührt
.
-
Kenntnisnahme
30 Gemeinde
Priestewitz
---
---
---
31 Amt Schra-
denland
15.05.2020
Bezugnehmend auf Ihr Schreiben vom 08.05.2020, teilt Ihnen die Amtsverwaltung Schradenland
mit, dass grundsätzliche Belange des Amtes Schradenland durch die o. g. Planung
nicht berührt
werden. Es bestehen
keine Bedenken und Anregungen
zum Bebauungsplan "Neubau Rettungs-
wache und Lagerhalle Hohe Straße".
-
Kenntnisnahme

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Stadtverwaltung Großenhain
SG Planung und Bauverwaltung
Datum: 03.08.2020
Seite 19 von 31
Nr.
Stellung-
nehmer
Schreiben
vom
Inhalt der Stellungnahme
Umgang und Berücksichtigung im
Entwurf
32 Gemeinde
Röderaue
14.05.2020
Wir möchten Ihnen mitteilen, dass die Gemeinden Wülknitz und Röderaue im Rahmen der frühzeiti-
gen Beteiligung berührter Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange sowie der Nachbar-
gemeinden
keine Bedenken und Anregungen
zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan "Neubau
Rettungswache und Lagerhalle Hohe Straße" Stadt Großenhain, Landkreis Meißen haben.
-
Kenntnisnahme
33 Gemeinde
Wülknitz
14.05.2020
siehe 32
-
Kenntnisnahme
34 Gemeinde
Nünchritz
19.05.2020
Durch die oben genannte Bauleitplanung werden Belange der Gemeinden Nünchritz und Glaubitz
nicht berührt
.
-
Kenntnisnahme
35 Industrie- und
Handelskam-
mer Dresden
08.06.2020
Mit dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan "Neubau Rettungswache und Lagerhalle Hohe
Straße" der Stadt Großenhain sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Errichtung
einer Rettungswache sowie einer Lagerhalle auf einer Außenbereichsfläche geschaffen werden.
Die Industrie- und Handelskammer Dresden erhebt gegen diese Planung
keine Einwände
.
Planungsabsichten kammerzugehöriger Unternehmen, die im weiteren Verfahren Berücksichtigung
finden sollten oder diesem entgegenstehen, sind uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht bekannt.
-
Kenntnisnahme
36 Handelsver-
band Sachsen
e.V.
Geschäfts-
stelle Ostsach-
sen
---
---
---
37 Handwerks-
kammer Dres-
den
---
---
---
38 ENSO Netz
GmbH
Regionalbe-
reich Großen-
hain
20.05.2020
Ihre Anfrage zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan "Neubau Rettungswache und Lagerhalle
Hohe Str." haben wir erhalten. Zum Sachverhalt erhielten Sie mit Schreiben 03699_2020 vom
06.04.2020 unsere Antwort (Anlage). Diese Stellungnahme gilt auch für den jetzt angefragten
Sachverhalt.
03.04.2020:
Stellungnahme Stromanlagen
Auf dem zur Bebauung vorgesehenen Flurstück befinden sich
Kabelanlagen
der ENSO NETZ
GmbH. Deren Leitungsverlauf entnehmen Sie bitte den beigefügten Bestandsunterlagen.
Die Errichtung von Bauwerken ist nur möglich, wenn folgende
seitlichen Mindestabstände
zu un-
seren Anlagen eingehalten werden:
- Kabeltrassen zu Bauwerken 0,5 m zur Achse äußeres Kabel
- Kabeltrassen zum äußeren Rand der Baugrube 1,0 m zur Achse äußeres Kabel
-
wird in Erschließungsplanung und in
Teil A - Planzeichnung übernommen
(Niederspannungskabel mit Schutz-
streifen), Begründung wird ergänzt
(Kapitel 6.2)

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Stadtverwaltung Großenhain
SG Planung und Bauverwaltung
Datum: 03.08.2020
Seite 20 von 31
Nr.
Stellung-
nehmer
Schreiben
vom
Inhalt der Stellungnahme
Umgang und Berücksichtigung im
Entwurf
Überbauungen sind nicht gestattet.
Unvermeidbare Umlegungs- oder Sicherungsmaßnahmen planen und realisieren wir im Auftrag.
Die Kostenübernahme erfolgt grundsätzlich durch den Veranlasser bzw. geltender Vereinbarungen.
Nach Abschluss der Planung bzw. feststehenden Realisierungstermin sind diese anhand der end-
gültigen Planunterlagen schriftlich, in der Regel 6 Monate vor Realisierungsbeginn, bei ENSO
NETZ GmbH, Regionalbereich Großenhain, Schillerstraße 37, 01558 Großenhain zur Einordnung
anzuzeigen.
Der Anschluss an das Versorgungsnetz der ENSO NETZ GmbH ist möglich und entsprechend zu
beantragen.
Bitte beauftragen Sie dazu einen in das Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragenes
Elektroinstallationsunternehmen. Dieser reicht in Ihrem Auftrag eine „Anmeldung zum Netzan-
schluss - Strom (ANA)“ mit Lageplan in unserem Regionalbereich Großenhain Schillerstr. 37 in
01558 Großenhain ein.
Nach Eingang dieser Anmeldung werden die Art und der Standort des Netzanschlusses mit Ihnen
abgestimmt. Danach erhalten Sie einen Anschlussvertrag mit den ermittelten Anschlusskosten.
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserem Merkblatt.
Wenn Sie digitale Daten benötigen senden Sie bitte eine E-Mail mit Angabe der Vorgangsnummer
an: gis.datenabfrage@enso.de
ENSO Grundstück
Das
Flurstück 815/4
in Großenhain befindet sich im Eigentum der ENSO Energie Sachsen Ost
AG. Auf dem Grundstück befindet sich eine
aktive Gasregelanlage
. Der Zugang zur technischen
Anlage und zum Grundstück ist jederzeit und uneingeschränkt zu gewährleisten. Die vorüberge-
hende und/oder dauerhafte Nutzung ist dem Eigentümer schriftlich anzuzeigen und vertraglich zu
regeln. Ansprechpartner sind Frau Börner, Tel. 0351-468 3886 und Frau Schindler, Tel. 0351-468
5148.
-
Begründung wird ergänzt
(Kapitel 6.2)
Stellungnahme Gasanlagen
Im angefragten Bereich befinden sich
Gasversorgungsanlagen
der ENSO NETZ GmbH. Die Lage
der Leitungen entnehmen Sie bitte dem beigefügten Plan. Im gesamten Bereich darf in der Nähe
von Versorgungsanlagen nur von Hand gearbeitet werden.
Der
Anschluss des Gebäudes an das Gasrohrnetz ist möglich
. Bei Interesse füllen Sie bitte die
beigefügte Gasanschlussanmeldung (GAA) aus und senden diese an uns zurück. Danach erhalten
Sie von uns das Kostenangebot für die Errichtung des Netzanschlusses.
Gegen die geplante Baumaßnahme bestehen unsererseits keine Bedenken. Dabei müssen die an-
erkannten Regeln der Technik (wie z.B. DVGW-Arbeitsblätter, DIN-Vorschriften, VDE Richtlinien,
BG-Vorschriften usw.) beachtet werden.
Für eingetragene Abstands- und Rohrüberdeckungsmaße übernehmen wir keine Gewähr. Es muss
mit geringeren Tiefenlagen als angegeben gerechnet werden. Zur genauen Feststellung des Lei-
tungsverlaufes sind Quergräben von Hand zu ziehen, Kabel sind zu orten.
-
Begründung wird ergänzt
(Kapitel 6.2)
-
Dienstbarkeiten der ENSO auf dem
Grundstück werden in Begründung er-
gänzt
-
nach Auskunft des Landkreises Mei-
ßen wird derzeit von einer Erdgasnut-
zung zur Beheizung der Rettungswa-
che ausgegangen

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Stadtverwaltung Großenhain
SG Planung und Bauverwaltung
Datum: 03.08.2020
Seite 21 von 31
Nr.
Stellung-
nehmer
Schreiben
vom
Inhalt der Stellungnahme
Umgang und Berücksichtigung im
Entwurf
Vor Beginn der beabsichtigten Bauausführung sind Einweisungen in den genauen Kreuzungs-
und/oder Näherungsbereich v.g. Anlage durch den benannten Betreiber ENSO, durchführen zu las-
sen. Solange eine Einweisung durch ENSO nicht erfolgt ist, untersagen wir den Beginn jeglicher
Bauausführung.
Benötigen Sie die genaue Lage in der Örtlichkeit, vereinbaren Sie bitte unter Angabe der Reg.-Nr.
einen Termin mit dem nachfolgend benannten Auftragszentrum:
ENSO NETZ GmbH, Auftragszentrum Gas, Schillerstr. 35, 01558 Großenhain, Tel.: 03522 305-390
oder Meisterbezirk Coswig, Fabrikstr. 11, 01640 Coswig. Ansprechpartner ist Herr Gerald Simank,
Telefon 03523 822-230.
Beschädigungen, die durch die Nichtbeachtung der erforderlichen Schutzvorkehrungen entstehen,
werden wir dem Verursacher in Rechnung stellen. Unsere Stellungnahme für Ihr Bauvorhaben gilt 1
Jahr.
39 Deutsche Te-
lekom Technik
GmbH
Niederlassung
Ost
---
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Stadtverwaltung Großenhain
SG Planung und Bauverwaltung
Datum: 03.08.2020
Seite 22 von 31
Nr.
Stellung-
nehmer
Schreiben
vom
Inhalt der Stellungnahme
Umgang und Berücksichtigung im
Entwurf
40 GDMcom
GmbH
10.06.2020
Bezugnehmend auf Ihre oben genannte/n Anfrage(n), erteilt GDMcom Auskunft zum angefragten
Bereich für die folgenden Anlagenbetreiber:
*GDMcom ist für die Auskunft zu Anlagen dieses Betreibers nicht oder nur zum Teil zuständig. Bitte
beteiligen Sie den angegebenen Anlagenbetreiber. Nähere Informationen, Hinweise und Auflagen
entnehmen Sie bitte den Anhängen.
1) Die Ferngas Netzgesellschaft mbH („FG“) ist Eigentümer und Betreiber der Anlagen der früheren
Ferngas Thüringen-Sachsen GmbH („FGT“), der Erdgasversorgungsgesellschaft Thüringen-Sach-
sen mbH (EVG) bzw. der Erdgastransportgesellschaft Thüringen-Sachsen mbH (ETG).
2) Wir weisen darauf hin, dass die Ihnen ggf. als Eigentümerin von Energieanlagen bekannte VNG
– Verbundnetz Gas AG, Leipzig, im Zuge gesetzlicher Vorschriften zur Entflechtung vertikal inte-
grierter Energieversorgungsunternehmen zum 01.03.2012 ihr Eigentum an den dem Geschäftsbe-
reich „Netz“ zuzuordnenden Energieanlagen auf die ONTRAS – VNG Gastransport GmbH (nun-
mehr firmierend als ONTRAS Gastransport GmbH) und ihr Eigentum an den dem Geschäftsbereich
„Speicher“ zuzuordnenden Energieanlagen auf die VNG Gasspeicher GmbH übertragen hat. Die
VNG – Verbundnetz Gas AG ist damit nicht mehr Eigentümerin von Energieanlagen.
Diese Auskunft gilt nur für den dargestellten Bereich und nur für die Anlagen der vorgenannten Un-
ternehmen, so dass noch mit Anlagen weiterer Betreiber gerechnet werden muss, bei denen wei-
tere Auskünfte einzuholen sind!
-
Kenntnisnahme
Ferngas Netzgesellschaft mbH (Netzgebiet Thüringen-Sachsen), VNG Gasspeicher GmbH, Erd-
gasspeicher Peissen GmbH:
Im angefragten Bereich befinden sich keine Anlagen und keine zurzeit laufenden Planungen der/s
oben genannten Anlagenbetreiber/s. Wir haben keine Einwände gegen das Vorhaben.
GasLINE Telekommunikationsnetzgesellschaft deutscher Gasversorgungsunternehmen mbH & Co.
KG:
Bitte beachten Sie, dass GDMcom nur für einen Teil der Anlagen dieses Betreibers für Auskunft zu-
ständig ist. Im angefragten Bereich befinden sich keine von uns verwalteten Anlagen des oben ge-
nannten Anlagenbetreibers, ggf. muss aber mit Anlagen des oben genannten bzw. anderer Anla-
genbetreiber gerechnet werden. Sofern Ihre Anfrage nicht bereits über das BIL-Portal erfolgte, ver-

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Stadtverwaltung Großenhain
SG Planung und Bauverwaltung
Datum: 03.08.2020
Seite 23 von 31
Nr.
Stellung-
nehmer
Schreiben
vom
Inhalt der Stellungnahme
Umgang und Berücksichtigung im
Entwurf
weisen wir an dieser Stelle zur Einholung weiterer Auskünfte auf: GasLINE Telekommunikations-
netzgesellschaft Deutscher Gasversorgungsunternehmen mbH & Co. KG über das Auskunftsportal
BIL (https://portal.bil-leitungsauskunft.de).
Weitere Anlagenbetreiber: Bitte beachten Sie, dass sich im angefragten Bereich Anlagen Dritter be-
finden können, für die GDMcom für die Auskunft nicht zuständig ist.
Stellungnahme zum Verfahren
zum Betreff: Bauleitplanung der Stadt Großenhain Vorhabenbezogener Bebauungsplan "Neubau
Rettungswache und Lagerhalle Hohe Straße" (Vorentwurf), Reg.-Nr.: 14733/10, PE-Nr: 04826/20
Die beiliegende Schutzanweisung ist wesentlicher Bestandteil dieser Auskunft und zwingend zu be-
achten. In Näherung zum angefragten Bereich befinden sich die folgenden Anlagen des oben ge-
nannten Anlagenbetreibers. Die Anlagen liegen in der Regel mittig im angegebenen Schutzstreifen:
Die derzeitige ungefähre Lage dieser Anlagen entnehmen Sie bitte anliegenden Planunterlagen.
Die Angaben zur Lage der Anlagen sind so lange als unverbindlich zu betrachten, bis die tatsächli-
che Lage in der Örtlichkeit unter Aufsicht des zuständigen Betreibers/ Dienstleisters festgestellt
wurde. Erforderliche Suchschachtungen sind durch den Antragsteller/ das Bauunternehmen in
Handschachtung auf eigene Kosten durchzuführen.
Benötigen Sie die genaue Lage in der Örtlichkeit, vereinbaren Sie bitte unter Angabe der PE-Nr.
einen Termin mit dem nachfolgend benannten Betreiber/ Dienstleister:
Zuständig:
- GDMcom GmbH|Service KGT Ost | Lauchhammer (GDMcom GmbH, Service KGT Ost, Carsten
Schüch, Franz-Mehring-Straße 40, 01979 Lauchhammer, Telefon: +493413504570, Mobil:
+491723431943, Fax: +493413504544, Mail: Carsten.Schuech@gdmcom.de)
- ONTRAS Gastransport GmbH | Instandhaltungsbereich Lauchhammer 2 (ONTRAS Gastransport
GmbH, Netzbereich Süd, Michael Hanko, Franz-Mehring-Straße 40, 01979 Lauchhammer)
Zum geplanten Vorentwurf bestehen grundsätzlich keine Einwände. Zu beachten sind folgende
Auflagen und Hinweise:

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Stadtverwaltung Großenhain
SG Planung und Bauverwaltung
Datum: 03.08.2020
Seite 24 von 31
Nr.
Stellung-
nehmer
Schreiben
vom
Inhalt der Stellungnahme
Umgang und Berücksichtigung im
Entwurf
1. Die
ONTRAS-Anlagen
befinden sich
außerhalb des räumlichen Geltungsbereiches
des B-
Planes und in genügend großem Abstand zu geplanten baulichen Anlagen.
2. Hinweis zum Text der Begründung, Seite 9, Abschnitt „6.2 Stadttechnische Erschließung“, „Gas-
/Wärmeversorgung“: Ein möglicher Erdgasanschluss ist mit dem zuständigen Betreiber des Gas-
verteilernetzes, der ENSO Netz GmbH, abzuklären. ONTRAS ist ein Fernleitungsnetzbetreiber. Die
ENSO Netz GmbH ist auch Betreiberin der nördlich angrenzenden Station, auf deren Gelände die
FGL 02.02 endet. Insofern ist die Bezeichnung „Ferngas“ in der Planzeichnung nur bedingt richtig.
In der Station erfolgt die Übergabe des Erdgases aus dem Fernleitungsnetz in das Gasverteilernetz
zur Weiterverteilung an die Letztverbraucher/Haushaltskunden.
3. Die Abstimmung zur Ausführung jeglicher Arbeiten hat so zu erfolgen, dass durch den Bauaus-
führenden über das BIL-Portal die verschiedenen Arbeiten rechtzeitig - also mindestens 6 Wochen
vor dem beabsichtigten Baubeginn - mit den Ausführungsunterlagen zur Stellungnahme einzu-
reichen sind.
4. Der oben genannte Anlagenbetreiber ist weiter an der Planung/ dem Verfahren zu beteiligen.
5. Nach Abschluss des Verfahrens ist uns der Beschluss zu übergeben.
-
Begründung (Kapitel 6.2) wird bezüg-
lich Gasversorgung ergänzt
41 Tele Colum-
bus AG (Pÿur)
28.05.2020
In dem von Ihnen angefragten Bereich befinden sich
keine Erdkabelanlagen
der Tele Columbus
Gruppe.
Beachten Sie aber bitte dringend Folgendes: Die Tele Columbus AG unterhält in ihrem Firmenver-
bund Netze der Tele Columbus Gruppe, der PrimaCom, der Pepcom, der HLKomm, sowie von de-
ren verbundenen Gesellschaften. Der Leitungsbestand dieser Gesellschaften der Tele Columbus
AG muss bis auf Weiteres separat angefragt werden.
Für Ihre Anfrage haben wir einen Leitungsbestand bei folgender Gesellschaft festgestellt: Prima-
com, netzauskunft@primacom.de
Da wir Ihnen nur Auskunft über Netze der Tele Columbus Gruppe erteilen können, muss der Be-
stand der oben angekreuzten Gesellschaft unter der dort genannten E-Mail - Adresse von Ihnen
zwingend separat angefragt werden.
Gültigkeit dieses Schachtscheins: 6 Monate nach Ausstellungsdatum.
Sofern zwischen der Einreichung der Planungsunterlagen und Baubeginn mehr als 6 Monate lie-
gen, müssen Sie zwingend vor Baubeginn einen aktuellen Schachtschein anfordern.
-
Kenntnisnahme
-
Primacom wurde separat angefragt,
keine Stellungnahme erhalten
42 EKT Energie-
und Kommu-
naltechnologie
GmbH, Be-
triebsstelle
---
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Stadtverwaltung Großenhain
SG Planung und Bauverwaltung
Datum: 03.08.2020
Seite 25 von 31
Nr.
Stellung-
nehmer
Schreiben
vom
Inhalt der Stellungnahme
Umgang und Berücksichtigung im
Entwurf
Wärmeversor-
gung Großen-
hain
43 GASCADE
Gastransport
GmbH
Abteilung GNT
18.05.2020
Wir antworten Ihnen zugleich auch im Namen und Auftrag der Anlagenbetreiber WINGAS GmbH,
NEL Gastransport GmbH sowie OPAL Gastransport GmbH & Co. KG.
Nach Prüfung des Vorhabens im Hinblick auf eine Beeinträchtigung unserer Anlagen teilen wir
Ihnen mit, dass unsere Anlagen zum gegenwärtigen Zeitpunkt
nicht betroffen
sind. Dies schließt
die Anlagen der v. g. Betreiber mit ein.
Bitte richten Sie Ihre Anfragen zu Leitungsauskünften zukünftig direkt an das kostenfreie BILOnline-
portal unter: https://portal.bil-leitungsauskunft.de.
Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass sich Kabel und Leitungen anderer Betreiber in diesem Ge-
biet befinden können. Diese Betreiber sind gesondert von Ihnen zur Ermittlung der genauen Lage
der Anlagen und eventuellen Auflagen anzufragen.
-
Kenntnisnahme
44 ONTRAS Gas-
transport
GmbH
Instandhal-
tungsbereich
Lauchhammer
2
---
---
---
45 Bundesanstalt
für Immobilien-
aufgaben
07.07.2020
Die Bundesrepublik Deutschland (Bundesfinanzvermögen), vertreten durch die Bundesanstalt für
lmmobilienaufgaben, ist von Ihrem Planvorhaben
nicht betroffen
.
Daher bestehen meinerseits keine Einwendungen gegen Ihr Planvorhaben.
-
Kenntnisnahme
46 Kreisjugend-
ring Riesa-
Großenhain
---
---
---
47 50Hertz
Transmission
GmbH
13.05.2020
Nach Prüfung der Unterlagen teilen wir Ihnen mit, dass sich im Plangebiet derzeit
keine
von der
50Hertz Transmission GmbH
betriebenen Anlagen
(z. B. Hochspannungsfreileitungen und -kabel,
Umspannwerke, Nachrichtenverbindungen sowie Ver- und Entsorgungsleitungen) befinden oder in
nächster Zeit geplant sind.
Zum Umfang und Detaillierungsgrad der Umweltprüfung äußern wir uns als Leitungs-betreiber
nicht.
Diese Stellungnahme gilt nur für den angefragten räumlichen Bereich und nur für die Anlagen der
50Hertz Transmission GmbH.
-
Kenntnisnahme

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Stadtverwaltung Großenhain
SG Planung und Bauverwaltung
Datum: 03.08.2020
Seite 26 von 31
Nr.
Stellung-
nehmer
Schreiben
vom
Inhalt der Stellungnahme
Umgang und Berücksichtigung im
Entwurf
Folgende Behörden, TÖB und Nachbargemeinden haben keine Stellungnahme abgegeben:
Landesdirektion Sachsen, Referat Luftverkehr, Binnenschifffahrt
Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement, NL Dresden I
Katholisches Pfarramt
Evangelisch-Lutherisches Pfarramt
Bund für Umwelt- u. Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Sachsen e. V.
Naturschutzbund Deutschland (NABU), Landesverband Sachsen e. V.
Grüne Liga Sachsen e.V., Regionalbüro Dresden
Landesjagdverband Sachsen e.V.
Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband Sachsen e.V.
Landesverband Sächsischer Angler e. V.
Naturschutzverband Sachsen e.V. (NASA)
Gemeinde Lampertswalde
Gemeinde Priestewitz
Handelsverband Sachsen e.V., Geschäftsstelle Ostsachsen
Handwerkskammer Dresden
Deutsche Telekom Technik GmbH, Niederlassung Ost
EKT Energie- und Kommunaltechnologie GmbH, Betriebsstelle Wärmeversorgung Großenhain
ONTRAS Gastransport GmbH, Instandhaltungsbereich Lauchhammer 2
Kreisjugendring Riesa-Großenhain

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Stadtverwaltung Großenhain
SG Planung und Bauverwaltung
Datum:03.08.2020
Behandlung der Anregungen und Hinweise im Rahmen der Bürgerbeteiligung durch öffentliche Auslegung zum Vorentwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes
„Neubau Rettungswache und Lagerhalle Hohe Straße“ in der Fassung vom 08.05.2020 in der Zeit vom 08.06.2020 bis 09.07.2020
Seite 27 von 31
Nr.
Stellung-
nehmer
Schreiben
vom
Inhalt der Stellungnahme
Umgang und Berücksichtigung im
Entwurf
01 Öffentlichkeit
01
08.07.2020
Bezugnehmend auf die Planung zum Neubau einer Rettungswache und Lagerhalle in Großenhain
möchte ich -als unmittelbar angrenzender Nachbar- folgende Bedenken äußern:
- Der geplante Neubau grenzt unmittelbar an mein Flurstück …. an, welches ein Wohngebiet mit 48
Wohneinheiten darstellt. Vor allem die extrem ruhige Lage ist bei den Mietern ein vorrangiges und
schlagendes Argument bei der Entscheidungsfindung der Wohnungssuche. Das Verkehrsaufkom-
men auf der angrenzenden Straße "Hohe Straße" ist sehr, sehr gering. Die Ruhe, welche die Men-
schen zum Erhalt ihrer Gesundheit suchen und brauchen, ist in diesem Viertel - seit Erbauung in
den 50-er Jahren - schon immer beliebt und sicherlich auch deshalb damals dieser Standort ge-
wählt worden. Es ist sehr leise- fast still im Wohnviertel, man hört die Vögel zwitschern und auch
jede Unterhaltung in Freien.
-
Kenntnisnahme
-
Gebiet ist im Flächennutzungsplan als
Gemischte Baufläche dargestellt, zuläs-
sige Richtwerte werden eingehalten,
auf das Schallgutachten wird verwiesen
-
Plangebiet ist ebenfalls als Baufläche
dargestellt
-
Grundstück wurde bereits baulich ge-
nutzt, daher handelt es sich um eine
Brachfläche, die gemäß der raumordne-
rischen Ziele bevorzugt für bauliche
Nutzungen in Anspruch zu nehmen ist
-
Begründung (Kapitel 5.4) wird zu Ein-
satzstatistik, Sondersignal etc. ergänzt
- Unmittelbar mit einem Gebäudeabstand von nur 20 Metern befinden sich jeweils die Schlaf- und
Kinderzimmer von 22 Mietparteien - mit den Fenstern zum geplanten Neubau hin. Von dem jetzt
tagsüber gelegentlichen Verkehr und nachts sehr selten, ändert sich der
Lautstärkepegel
dras-
tisch, von vergleichsweise fast Null bis zum Grenzwert des Maximalen. Damit ist es mit der Ruhe
vorbei! Auf dem Neubaugrundstück ist jetzt gar keine Nutzung, d. h. auch keine Bewegung, kein
Lärm, einfach Nichts. Nach Fertigstellung sollen dort wöchentlich 3 Lkws anrollen. Die Einsätze
sind täglich tagsüber voraussichtlich mit durchschnittlich mindestens je 12 Zu- und Abfahrten und
nachts mit je 3 bis 4 Abfahrten und Zufahrten angegeben. Auch wenn dies alles gesetzlich erlaubt
ist, sind es doch schwerwiegende negative Veränderungen für alle Mieter und auch für die in unmit-
telbarer Nähe und auf den Zufahrtsstraßen liegenden Wohneinheiten.
-
Am schwerwiegendsten
wird der
Einsatz der akustischen Signale
an den Einsatzfahrzeugen
gesehen. Bei den angenommenen Einsätzen wird zwar - laut Schallschutzgutachten - auf dem ei-
gentlichen Gelände der Rettungswache auf die akustischen Signale verzichtet, aber wie verhält
sich das beim Befahren der Straße Hohe Straße, z. Bsp. Richtung Elsterwerdaer Straße / B 101?
Was bedeuten die im Gutachten genannten "stark frequentierten Verkehrsbereiche"? Richtung
Stadt quert doch sofort eine Kreuzung mit zu beachtender Vorfahrt und die Einfahrt zum Gymna-
sium die Zu- und Abfahrtsstraße? Bei der Anzahl der Einsätze bedeutet das stündlich, vielleicht
auch mehrmals, den Einsatz des Martinhorns?
- s. Schallgutachten S. 2: „Durch den Be-
trieb der geplanten Rettungswache und
Lagerhalle sind an allen Immissionsor-
ten im Nachbarschaftsumfeld Beurtei-
lungspegel zu erwarten, welche die zu-
lässigen Immissionsrichtwerte der TA
Lärm sowohl tags als auch nachts um
mindestens 6 dB unterschreiten. Die
Pegel kurzzeitiger Geräuschspitzen
(Spitzenpegel) führen zu keinen Über-
schreitungen der zulässigen Richt-
werte.“
-
Sondersignale werden nicht auf dem
Grundstück sowie nicht bei der Ein- und
Ausfahrt, sondern nur in stark frequen-
tierten Verkehrsbereichen eingesetzt,
Begründung (Kapitel 5.4) wird diesbe-
züglich ergänzt
-
Begründung wird zu Einsatzstatistik er-
gänzt - 2019 für RW Bobersbergstraße
(LK Meißen): durchschnittliche An- und

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Stadtverwaltung Großenhain
SG Planung und Bauverwaltung
Datum:03.08.2020
Behandlung der Anregungen und Hinweise im Rahmen der Bürgerbeteiligung durch öffentliche Auslegung zum Vorentwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes
„Neubau Rettungswache und Lagerhalle Hohe Straße“ in der Fassung vom 08.05.2020 in der Zeit vom 08.06.2020 bis 09.07.2020
Seite 28 von 31
Nr.
Stellung-
nehmer
Schreiben
vom
Inhalt der Stellungnahme
Umgang und Berücksichtigung im
Entwurf
Zufahrten (tags 12,5 An- und 12 Zufahr-
ten, nachts 2,2 Ab- und 2,8 Zufahrten)
- Aufgrund der
Gebäudehöhe der Rettungswache mit 8,10 m und einer Lagerhallenhöhe von 7
m
sind auch die
optischen Veränderungen
gravierend. Eine
Lagerhalle mit dieser Höhe, in die-
ser Lage
an diesem Standort erscheint etwas fragwürdig. Zumal die Zufahrt-, Umlenk- und Ran-
gierbereiche auf Grund des sehr schmalen Schnittes des Flurstückes mehr als eingeschränkt/unzu-
reichend erscheinen - erst recht bei einem LKW.
Zusammenfassend komme ich zu der
Meinung, dass das Grundstück selbst für dieses Bauvor-
haben in Größe und Form ungeeignet
ist. An diesem Standort wird nur gebaut, weil es sich im
Eigentum des Landkreises befindet. Es ist in der Zukunft auch nicht weiter entwicklungs- oder aus-
baufähig. Außerdem grenzt es unmittelbar an ein Wohngebiet und fügt sich mit seiner Bauart auch
nicht in dieses Gebiet ein.
-
als Baukörper für die Rettungswache ist
aus funktionaler und wirtschaftlicher
Sicht ein zweigeschossiges Gebäude
erforderlich
-
die Gebäudehöhe der Rettungswache
entspricht dem notwendigen Maß des
erforderlichen Raumprogramms und
orientiert sich an Referenzobjekten
-
beide Baukörper orientieren sich städte-
baulich in Ausrichtung und Gebäude-
höhe an der westlich gelegenen Wohn-
bebauung, wobei die Gebäude an der
Westseite angeordnet sind und somit
die Zufahrten etc. weitgehend abschir-
men
-
das Grundstück wurde bereits die letz-
ten Jahre für Lagerzwecke genutzt, ein
noch bestehender Gebäuderiegel hat
eine Höhe von ca. 4 m, der vorhandene
Gastank ist ca. 7 m hoch
-
Eingrünung zu westlich angrenzender
Bebauung ist festgesetzt
(7.1.3 Fassadenbegrünung)
Auch die immer wiederkehrenden Diskussionen der
Zufahrtsstraßen
sind ein Thema. Die Zufahrt
zum Gelände der Rettungswache soll über die Hohe Straße erfolgen.
Selbst die - drei Flurstücke weiter befindliche - Straßenmeisterei (An der Turnhalle 9- Ecke Hohe
Straße) bietet wesentlich mehr Platz, in günstigerer Lage, ist bereits erschlossen, besitzt Parkplätze
und grenzt nicht unmittelbar an Wohneinheiten und hat sogar zwei Zufahrtsmöglichkeiten. Von
Lage, Größe und Zuschnitt scheint zum Beispiel dieses Objekt wesentlich geeigneter. Selbst mit
der jetzigen Straßenmeisterei bieten sich dort noch mehr Möglichkeiten und ein noch großzügige-
res freies Gelände zur Ausschöpfung des vorhandenen Areals.
-
Zufahrt zur Rettungswache erfolgt über
die Hohe Straße, von dort wird die
Durchfahrt bis zur Lagerhalle ermög-
licht, Zufahrt vom Alten Waidweg ist
nicht vorgesehen, um zusätzlichen Ver-
kehr in dem Gebiet zu vermeiden
-
der Standort der neuen Rettungswache
auf diesem Grundstück ist mit Bedacht
gewählt, da es sich am Rand der Innen-

image
Stadtverwaltung Großenhain
SG Planung und Bauverwaltung
Datum:03.08.2020
Behandlung der Anregungen und Hinweise im Rahmen der Bürgerbeteiligung durch öffentliche Auslegung zum Vorentwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes
„Neubau Rettungswache und Lagerhalle Hohe Straße“ in der Fassung vom 08.05.2020 in der Zeit vom 08.06.2020 bis 09.07.2020
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Nr.
Stellung-
nehmer
Schreiben
vom
Inhalt der Stellungnahme
Umgang und Berücksichtigung im
Entwurf
Gibt es denn wirklich in ganz Großenhain
kein anderes besser passendes Grundstück, mit bes-
seren Zufahrtsmöglichkeiten, in besserer Lage, mit besserer Anbindung
- zum Beispiel in ei-
nem der Großenhainer Gewerbegebiete - für dieses unbestritten wichtige Bauobjekt? Auch wenn
das der Landkreis noch erwerben müsste, würde es doch auch für die Zukunft wesentlich bessere
und nachhaltigere Potenziale bieten.
Für eine Rückantwort und einen gemeinsamen Besprechungstermin wäre ich sehr dankbar.
stadt und nicht direkt in einem Wohnge-
bet befindet, es ist bereits jetzt eine Be-
bauung vorhanden (Nutzung für Lager-
zwecke, Öltank), gute verkehrstechni-
sche Anbindung
-
zur Klärung fand ein Gespräch zwi-
schen Anwohner, Stadtverwaltung
Großenhain und Landkreis Meißen statt
02 Öffentlichkeit
02
08.07.2020
Als näherer Anwohner möchten wir zum oben geplanten Bauvorhaben folgende Bedenken und An-
merkungen hervorbringen:
Im Jahr …. haben wir das Grundstück ……. erworben und neu bebaut, um in dieser ruhigen Lage
ein schönes Leben zu genießen. Durch den geplanten Neubau der Rettungswache erwarten wir
jedoch
erhebliche negative Beeinträchtigungen in Ruhe und Wohnqualität
.
-
Kenntnisnahme
Nach Einsicht in die Planungsunterlagen und Nachfragen in der Stadtverwaltung / Bauverwaltung
erscheint uns ein solches Bauvorhaben auf dem Flurstück-Nr. 815/3 der Gemarkung Naundorf und
in dieser Wohngegend als
sehr fragwürdig und unpassend
. Der schmale Zuschnitt dieses Be-
bauungsgrundstückes bietet keine optimalen Voraussetzungen für einen solchen - auch teuren -
Neubau und stellt sich erzwungen dar. Bei der Nutzung sind schon jetzt
problematische Verhält-
nisse für alle Fahrzeuge
(Einsatzfahrzeuge, Pkw, Lkw) zu erkennen.
-
anhand einer Studie wurde die Bebau-
ung mit einer Rettungswache geprüft
und deren Funktionalität aufgezeigt.
Das Grundstück kann, am Betrieb einer
Rettungswache orientiert, strukturiert
werden. Alle notwendigen Fahrzeuge
können auf dem Grundstück bedarfsge-
recht genutzt und untergebracht wer-
den.
1) Die Zufahrt zur Rettungswache und Lagerhalle soll über die "Hohe Straße" erfolgen? Unser
Grundstück wird …. begrenzt.
-
Zu- und Abfahrt erfolgen ausschließlich
über Hohe Straße
2) Bei den angenommenen Einsatzfahrten haben wir bezüglich des Einsatzes des Martinhorns
Be-
denken im Hinblick auf die zu erwartende Ruhestörung
, da die Kreuzungsbereiche in unmittel-
barer Nähe liegen.
-
auf die Aussagen des Schallgutachtens
wird verweisen, welches von der unte-
ren Immissionsschutzbehörde bestätigt
wurde (S. 2: „Durch den Betrieb der ge-
planten Rettungswache und Lagerhalle
sind an allen Immissionsorten im Nach-
barschaftsumfeld Beurteilungspegel zu
erwarten, welche die zulässigen Immis-
sionsrichtwerte der TA Lärm sowohl
tags als auch nachts um mindestens 6

image
Stadtverwaltung Großenhain
SG Planung und Bauverwaltung
Datum:03.08.2020
Behandlung der Anregungen und Hinweise im Rahmen der Bürgerbeteiligung durch öffentliche Auslegung zum Vorentwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes
„Neubau Rettungswache und Lagerhalle Hohe Straße“ in der Fassung vom 08.05.2020 in der Zeit vom 08.06.2020 bis 09.07.2020
Seite 30 von 31
Nr.
Stellung-
nehmer
Schreiben
vom
Inhalt der Stellungnahme
Umgang und Berücksichtigung im
Entwurf
dB unterschreiten. Die Pegel kurzzeiti-
ger Geräuschspitzen (Spitzenpegel)
führen zu keinen Überschreitungen der
zulässigen Richtwerte.“)
3) Der Neubau einer Lagerhalle ist in den Unterlagen widersprüchlich. In der Planzeichnung Teil A
wird eine "Abgrenzung unterschiedlicher Teilgebiete" dargestellt. Was bedeutet das?
-
festgesetzte Abgrenzung unterteilt die
Flächen für den Gemeinbedarf auf-
grund ihrer unterschiedlichen Zweckbe-
stimmung (Rettungswache, Lagerhalle)
4) Im Bebauungsplan unter Punkt 4 steht geschrieben, dass der Neubau dieser Lagerhalle nicht
Bestandteil der Studie ist. Dann wiederum wird zur Bewirtschaftung der Lagerhalle von einer
Durchfahrt Richtung Alter Waidweg gesprochen? Für welchen Zweck und für welche Nutzung soll
diese Lagerhalle erbaut werden? Wie sind die Zu- und Abfahrten der Lagerhalle geplant?
- Lagerhalle dient der ‚Vorhaltung nicht
fest bestimmter verwaltungstechni-
scher, sozialer oder kultureller Bedarfe‘
-
Zufahrt zur Rettungswache erfolgt über
die Hohe Straße, von dort wird die
Durchfahrt bis zur Lagerhalle ermög-
licht, Zufahrt vom Alten Waidweg ist
nicht vorgesehen
-
diesbezüglich wird die Begründung er-
gänzt
5) Außerdem haben wir Zweifel zur Anbindung an die vorhandene Trinkwasserversorgungsleitung
im Alten Waidweg, die laut Aussage von Mitarbeitern der Wasserwirtschaft doch sehr marode und
veraltet ist. Wir selbst hatten vor kurzer Zeit eine unschöne Havarie durch dieses Problem.
-
Trinkwasserversorgung des Plangebie-
tes kann über das bestehende Trink-
wassernetz der Wasserversorgung
Riesa/Großenhain in der Straße ‚Alter
Waidweg‘ sichergestellt werden, die ge-
planten Neubauten können an die süd-
lich der Grundstücksgrenze verlaufende
Hauptversorgungsleitung DN 100 GG
angeschlossen werden, welche das
Grundstück derzeit bereits über eine
aktive Anschlussleitung PE d 63 ver-
sorgt.
6) Im Schallschutzgutachten finden wir mit unserem Flurstück in keinster Weise Beachtung und
sind auch nicht dargestellt. Aber die Schallschutzpegel betreffen auch unser Grundstück und wer-
den uns beeinflussen.
Für eine Rückantwort zu den genannten Punkten bedanken wir uns.
-
maßgeblich sind immer die nächstgele-
genen Immissionsorte, wenn die Werte
dort eingehalten werden, ist auch die
Einhaltung an weiter entfernten Immis-
sionsorten gewährleistet

image
Stadtverwaltung Großenhain
SG Planung und Bauverwaltung
Datum:03.08.2020
Behandlung der Anregungen und Hinweise im Rahmen der Bürgerbeteiligung durch öffentliche Auslegung zum Vorentwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes
„Neubau Rettungswache und Lagerhalle Hohe Straße“ in der Fassung vom 08.05.2020 in der Zeit vom 08.06.2020 bis 09.07.2020
Seite 31 von 31
Nr.
Stellung-
nehmer
Schreiben
vom
Inhalt der Stellungnahme
Umgang und Berücksichtigung im
Entwurf
-
laut Schallgutachten: Gebäude mit
schutzbedürftiger Nutzung im Einwirk-
bereich der geplanten Gebäude befin-
den sich westlich an der Straße des
Friedens sowie in etwas größerer Ent-
fernung südlich und östlich des B-Plan-
gebietes
-
die Gebiete westlich und südlich des B-
Plangebietes sind laut dem wirksamen
Flächennutzungsplan der Stadt
Großenhain als „Gemischte Baufläche“
eingestuft. […] Dementsprechend sind
hier die Schutzansprüche für „Mischge-
biete“ (MI) […] heranzuziehen. Die da-
bei jeweils einzuhaltenden Werte für
den Beurteilungspegel im Tag- und
Nachtzeitraum finden sich in der TA
Lärm.“