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»eku idee« Kommunen
Ausgezeichnet mit 20.000 Euro
Stadt Eibenstock
Holz-Campus Eibenstock (Erzgebirgisches Holz, regional gewachsen – nachhaltig erzeugt – regional
verarbeitet – innovativ genutzt)
Im vorgestellten Projekt wird anhand der Stadt Eibenstock ein übertragbares Konzept zur Nutzung des Themas Holzbau und Holzverarbeitung für
die ökologische, ökonomische und soziale Entwicklung einer Kommune/Region erarbeitet und umgesetzt. So ist im Bereich der Forstwirtschaft und
Holzverarbeitung eine hohe regionale Wertschöpfung bei gleichzeitig hohen Nachhaltigkeitsstandards erreichbar. Im Projekt wird angestrebt,
unterschiedliche staatliche, private und kommunale Aktivitäten z. B. im Bereich der Waldbewirtschaftung und Holzverarbeitung im Sinne einer
gezielten Wirtschaftsförderung für eine zeitnahe Umsetzung vorzubereiten. Die Ansiedlung von Innovationskompetenz hinsichtlich der
verschiedenen handwerklichen, industriellen und künstlerischen Anwendungen von Holz und dessen ressourcenschonender Verwendung spielen
dabei ebenso eine Rolle, wie ökologisches Produktdesign und innovative, zukunftsfähige Holzwerkstoffe. Dabei steht immer das Ziel im Vordergrund,
dass durch die genannten Aktivitäten die Attraktivität der Region gesteigert sowie ein positiver Beitrag zu Natur- und Umweltschutz geleistet werden

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kann. Das Projekt wird v. a. von fünf Partnern bearbeitet: 1. Die Stadt Eibenstock, in einer strukturschwachen Rand-Region gelegen, hat in den
letzten 30 Jahren zusammen mit der einstigen Holzindustrie fast 45% ihrer Einwohner verloren und heute das Ziel, diesen Wirtschaftszweig in neuer
Qualität wieder zu etablieren. 2. neues Holzbau Kompetenzzentrum Sachsen mit „Satellit Eibenstock“ 3. Staatsbetrieb Sachsenforst, größter
Holzlieferant der Region mit Wald als wichtigem Faktor im Bereich Natur- und Klimaschutz, für Erholung und Freizeit sowie intensiv vorangetriebenen
Waldumbau 4. landkreiseigene Wirtschaftsförderungsgesellschaft mit Kompetenzen im Bereich regionaler Innovationsnetzwerke, touristischer
Infrastruktur und Regionalmarketing. 5. Handwerkskammer und IHK Chemnitz als Partner der Umweltallianz Sachsen und Begleiter der regionalen
„Holz von Hier“-Initiative.
Ausgezeichnet mit 15.000 Euro
Stadt Taucha
Verringerung der Lichtverschmutzung im Landschaftsschutzgebiet Parthenaue Machern
Wir wollen die Weiterentwicklung der Technik nutzen und die vorhandenen Straßenlaternen am Weg entlang der Parthe im Landschaftsschutzgebiet
(LSG) Parthenaue Machern modernisieren. Durch Einbau eines Bewegungsmelders sollen die Laternen nur leuchten, wenn Menschen diese
naturnahen Wege begehen. Neue LED-Lampen sollen die Lichtstrahlung grundsätzlich verringern und auf ein notwendiges Maß dimmen. Hierdurch
soll die Lichtverschmutzung im sensiblen Landschaftsschutzgebietes verringert werden. Zudem planen wir die Standorte so anpassen, dass diese
zu 100 % aus eingebaute Solarpaneele betrieben werden und dadurch autark laufen können. Dieses Projekt soll einen Beitrag zur Artenvielfalt
leisten und den Tieren ab Dämmerung auch weiterhin einen natürlichen und ungestörten Lebensraum bieten.

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Ausgezeichnet mit 10.000 Euro
Gemeinde Nebelschütz
Enkeltaugliche Energiewirtschaft für die Gemeinde Nebelschütz
Der Himmelsort Nebelschütz, im sorbischen Njebjelčicy genannt, ist ein Dorf, in dem etwa 1.200 sorbische und deutsche Einwohner leben. In den
fünf Ortsteilen der zweisprachigen Gemeinde, verbergen sich nicht nur Spuren sorbischer Sprache und Kultur. Wesentlich ist vor allem, das
Landleben mit der Umwelt wieder in Einklang zu bringen. Darum hat sich die Gemeinde seit nun mehr 15 Jahren dafür entschieden, der Erde etwas
zurück zu geben und die Räume artenreich zu gestalten, was maßgeblich zur Steigerung der Lebensqualität beiträgt. Durch die Leitgedanken
„herzlich, ökologisch, kreativ, sorbisch“ führen die Projekte der Gemeinde zur Langlebigkeit. In Nebelschütz werden diese Leitgedanken auch gerne
„Enkeltauglichkeit“ genannt.
Ausgezeichnet mit 5.000 Euro
Gemeinde Großpösna
Pestizidfreie Kommune - Erwerb eines Unkrautvernichters auf Basis von Heißwasser
Großpösna hat sich das Ziel gesetzt eine pestizidfreie Kommune zu sein. Für viele Tier- und Pflanzenarten im öffentlichen Raum sind Pestizide ein
Verhängnis. Denn nicht nur die unerwünschten Wildkräuter und Insekten werden beseitigt, sondern auch Honigbienen, Wildbienen, Schmetterlinge
und Fledermäuse. Entweder töten und schädigen Pestizide Insekten oder Wildkräuter direkt oder sie dezimieren ihren Lebensraum und ihre
Nahrung. Siedlungsgebiete sind oft letzte Rückzugsorte für bedrohte Arten, die in der Agrarlandschaft keinen Lebensraum mehr finden. Kommunen
können hier Verantwortung und eine Vorreiterrolle für den Artenschutz übernehmen, indem sie bei der Flächenpflege keine Pestizide einsetzen.

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Auch für die menschliche Gesundheit, die Lebensqualität und den Tourismus ist der Pestizidverzicht ein Gewinn. Alternativen zur „Chemiekeule“
sind vielfältige mechanische und thermische Verfahren möglich. Die Gemeinde Großpösna möchte mit ihrem Projekt Anbauteile für das Bauhof
Fahrzeug Multicar erwerben, mit dessen Hilfe von Heißwasser und Dampf Unkraut im Schnittgerinne beseitigt werden kann.
Ausgezeichnet mit 2.500 Euro
Stadtverwaltung Pulsnitz
Natur-Energie-Garten Pulsnitz
Das Energiemanagement der Stadt Pulsnitz wird ab September 2021, gemeinsam mit Grundschülern und Jugendlichen, den Grundstein für den
„Natur-Energie-Garten“ legen und im ersten Projekt einen Energie-Treffpunkt errichten. Bei den Überlegungen zu einem Standort sind wir auf die in
der Stadt bereits viel diskutierte und ungenutzte Grünfläche am Pfefferkuchen-Spielplatz gestoßen. Ziel des Projektes ist es, dass Bewusstsein für
unsere endlichen und erneuerbaren Ressourcen zu stärken, natur- und menschenverträgliche Lösungen und Informationsmaterial anzubieten.
Dadurch können wir einen umweltnahen Informations-, Bildungs- und Begegnungsort für Kindergärten, Schulen, aber auch einen Ratgeber für
Familien und Touristen schaffen. Auf dem Areal ist es möglich, Tradition, Kultur, Tourismus und die Themen Energie und Naturschutz optimal
miteinander zu verbinden, da der zukünftige „Natur-Energie-Garten“ direkt an den Industriethemen-, den Pfefferkuchen- und den Gedenkstein-
Rundweg durch Pulsnitz angeschlossen ist. Entsprechende Wegweiser lassen eine harmonische Symbiose zwischen der Pulsnitzer Bevölkerung
und den Besuchern unserer Stadt entstehen. In Zusammenarbeit mit Grundschülern, der Kita Kunterbunt, dem Kinder- und Jugendnetzwerk,
örtlichen Unternehmen und städtischen Versorgern werden verschiedene Bereiche zu den Themen Naturschutz und Energie errichtet, z. B. eine
Informationstafel zu nebenstehender Fernwärmeübergabestation, ein Wildbienen-Areal (Bienenhotel, Sandarium, Infotafel Wildbienen,
Blumenwiese), eine Entdecker-Lupe, Kurzstamm-Obstbäume sowie eine Lehrtafel erneuerbare Energien. Der Natur-Energie-Garten wird zum
großen Teil durch den ehrenamtlichen Einsatz von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in Gemeinschaft und durch Spenden verwirklicht.

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Stadt Taucha
Vogelschutzhecken und Entsiegelung im Landschaftsschutzgebiet
Eine alte Mauer (Betonbauwerk, 70 cm Breite) im Landschaftsschutzgebiet mit einer Länge von ca. 100 Meter soll rückgebaut und damit die Fläche
entsiegelt und durch eine Vogelschutzhecke klimafreundlich ersetzt werden [51°22'45.2"N 12°30'16.8"E]. Mit diesem Projekt wollen wir die
biologische Artenvielfalt stärken und aktiv eine nachhaltige Stadtentwicklung vorantreiben. Der Erhalt und die Förderung des
Landschaftsschutzgebietes sind uns wichtig. Zudem ist denkbar, an der Vogelschutzhecke einen Blühstreifen entstehen zu lassen. Durch die direkte
Nähe zur Grundschule sind auch Möglichkeiten der Umweltbildung geplant. Hierfür haben sich das Klimabündnis als Projektideenträger, den
Zweckverband Parthenaue mit der Abteilung Umweltbildung und die Stadt Taucha als Eigentümer und durchführende Organisation gefunden um
ein gemeinsames Projekt umzusetzen.
Stadt Bad Gottleuba-Berggießhübel
Waldlehrpfad Bad Gottleuba
Einrichtung eines frei zugänglichen Lehrpfades im Waldgebiet Tannenbusch zum Thema Wald; Pflege einer eigenen Schonung durch die Schüler
der Oberschule.
Herausgeber: Stand 26.11.2021
Sächsisches Staatsministerium für Energie, Klima, Umwelt und Landwirtschaft, Referat 22: EU, internationale Zusammenarbeit, Querschnittsthemen,
Wilhelm-Buck-Straße 4, 01097 Dresden