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»eku erfolg« Kommunen
Ausgezeichnet mit 20.000 Euro
Stadt Taucha
Regenwasserrückhalte- und Versickerungsanlage Regenbogengrundschule Taucha
Die Stadt Taucha errichtete im Jahr 2019/2020 eine moderne Regenwasserrückhalte- und Versickerungsanlage auf dem Schulhof der
Regenbogengrundschule Taucha mit dem Ziel des verantwortungsvollen Umgangs mit anfallendem Regenwasser und der Schadensvorbeugung
im Starkregenfall. Besonderheit hieran ist, dass diese durch die Kinder als Spielfläche genutzt werden kann. Hauptbeweggrund war die verstärkte
Kanalbelastung in diesem Gebiet durch die Erweiterung der Regenbogenschule. Das technische Bauwerk hat ein Volumen von 76 m³ und eine
Größe von ca. 300 m². Der gepflasterte Schulhof wurde in diesem Bereich entsiegelt und durch eine Mulde mit Wiese und Gehölzen ersetzt. Neben
den direkten ökologischen Aspekten wie der Grundwasserneubildung und der Entlastung des Kanalnetzes, können so auch die Schüler direkte
Umweltbildung erhalten und lernen einen verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Regenwasser. Durch gute Zusammenarbeit
verschiedener Akteure konnten wir sogar den alten Baumbestand am Bauwerk erhalten. Zusätzlich soll das Projekt die Regenwassermengen vom

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Grundstück sammeln und gedrosselt in das öffentliche Kanalnetz einleiten sowie versickern. Beim letzten Starkregenereignis, welches einen Wert
von einem hundertjährigen Starkregen aufwies, hat die Maßnahme einen Erfolg erzielt und Schäden verhindert.
Stadt Leipzig, Amt für Stadtgrün und Gewässer, Abteilung Stadtforsten
Biotopbaum- und Totholzkonzept - Gestaltung des Leipziger Auwaldes in der Zukunft
Biotopbäume und Totholz gehören zum Strukturreichtum des Leipziger Auwaldes und sind eine Grundlage für dessen Artenreichtum. Es gibt sehr
viele Organismen, die vor allem an starkes Totholz gebunden sind und/oder Biotopbäume benötigen. Eine Erhöhung des Totholzvorrates und Zahl
der Biotopbäume ist eine Voraussetzung und Grundlage für eine nachhaltige Sicherung und weitere Verbesserung bzw. Erhöhung der Biodiversität.
Ein Wald mit einer hohen Biodiversität hat einen hohen Erlebnis- und somit Erholungswert. Totholz ist neben der Biomasse der lebenden Bäume
ein wichtiger Kohlenstoffspeicher und hat somit eine direkte Relevanz zum Klimaschutz. Das dem Prozessschutz Überlassen der Bestände führt
aus naturschutzfachlicher Sicht zu einem Verlust an Biodiversität. Eine gezielte Bewirtschaftung erhält und verbessert nicht nur die Biodiversität, sie
ermöglicht auch eine Gewinnung von Holzsortimenten, die dauerhaft CO2 binden oder eine CO2-neutrale Energiegewinnung ermöglichen.
Außerdem ist eine schnellere Adaption der Bestände an Klimaveränderungen möglich. Ziele: In den Stadtwaldfläche im Leipziger Auwald wird (außer
bei Neuaufforstungen der letzten 80 Jahre) als mittel bis langfristiges Ziel ein ständiger Totholzvorrat von 50 m³/ha angestrebt. Als langfristiges Ziel
wird dies für alle Stadtwaldbestände anvisiert. Grundsätzlich ist flächendeckend ein sehr hoher Bestand an Biotopbäumen (mehr als 10 Stck./ha)
und eine große Zahl an potentiellen Biotopbäumen zu erhalten, zu schaffen und nachhaltig zu sichern. Mittel und Methoden: Starkbäume ab einen
bestimmten Durchmesser im Wald zur Bildung von Biotopbäumen und zur Entwicklung von Totholz soll im Bestand verbleiben. Diese
Zieldurchmesser sind nach Baumart unterschiedlich. Es gibt also keine wirtschaftlich geprägte Umtriebszeit mehr, die in einem bestimmten Alter
eine Entnahme vorsieht. Motivation: Erhöhung der Biodiversität, der Kohlendioxidbindung, des Erholungswertes sowie Erhaltung von Einnahmen
durch Holzverkauf.

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Herausgeber: Stand 26.11.2021
Sächsisches Staatsministerium für Energie, Klima, Umwelt und Landwirtschaft, Referat 22: EU, internationale Zusammenarbeit, Querschnittsthemen,
Wilhelm-Buck-Straße 4, 01097 Dresden